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Ausgabe 21 - September 2013

Paddy Murphy

s Green

Fiddler´

CDs und Platten Interviews Konzerte und Festivals

Bandportraits Medien und Literatur und vieles mehr...


Inhalt

Editorial von frakru Die neue Nummer 1 der offiziellen Media Control Album Charts ist eine CD von einer Band, von der man bisher so gut wie nichts gehört hat. Die Band trägt den Namen „xxx“, und die machen so Celtic-Rock & Punk Musik. Leider noch ein Traum für uns alle. Allerdings mussten diverse Radiomoderatoren von Radiosender mit „dem Besten aus den 80ern, 90ern und von heute“ diese Meldung letzte Woche für die Mittelalterrocker von Saltatio Mortis verlesen. Auch wenn es nicht Musik aus unserem Genre ist, unseren herzlichen Glückwunsch an Saltatio Mortis. Damit unser Traum ebenfalls Wirklichkeit wird, haben wir für Euch in dieser Ausgabe wieder diverse CD Besprechungen vorbereitet, von denen sicher auch die eine odere andere CD das Zeug zur Nummer 1 hat. Zusätzlich als Trost für den langsam schwindenden Sommer, jede Menge Fotos und Berichte von Festivals mit Beteiligung unserer Lieblingsmusik. Wie immer viel Spaß mit dieser Ausgabe Eure celtic-Rock Redaktion PS: Hier wie in der letzten Ausgabe versprochen der Link zu ein paar Impressionen aus Irland, dem Lieblingsland Eures triskel Layouters: www.photographie4u.de/travel/2013-irland.html

Inhalt Album des Monats - September The Wakes ~ The Red And The Green (2013)...................3 Streams of Whiskey Die September Charts // mit Gewinnspiel.........................4 Konzertberichte Festival Maritim 2013.......................................................5 Balver Höhle Samstag 03.08.2013...................................20 Interna Shamrock Castle................................................................8 Deirin De & Elphin Mini -Tour Sept. 2013....................31 CDs und Platten The Indulgers ~ Whiskey Tonight (2012)........................10 FLOGGING MOLLY Live 7-Inch.................................10 Fiddler´s Green – Winners & Boozers ............................15 Blackmore’s Night ~ Dancer And the Moon (2013)........17 Brenn Korzh ~ Storm (2013)..........................................27 The Guntys – Punk Rock Debauchery (2012).................30 Shannon ~ 8th (2013).....................................................32 Randy Sharp, Jack Wesley Routh, Sharon Bays and Maia

Sharp ~ Dreams Of The San Joaquin (2013)...................33 Interviews The Tosspints – Die Geschichte der Familien-Band11 Konzerte und Festivals 4. Arnsberger Irish-Folk-Rock-Night...............................18 Folk! in die Nacht ~ Folk Festival Bericht 2013...............22 5. Irish Days Leverkusen 30./ 31.08. 2013......................32 Bandportraits Kilkenny Knights............................................................19 Live Sean und Dwight O’Reilly: Abenteuer in Irland..............26 Instrumente Lernen Andreas Hambsch ~ Lern-DVDs für Highland Pipes .....27 Impressum .......................................................................................35

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CDs und Platten

Album des Monats - September The Wakes ~ The Red And The Green (2013) von Marcel Die immer jung wirkende Band aus Glasgow um den charismatischen Sänger und Gitarristen Paul Sheridan und seinen Bruder Christopher James, die so langsam erwachsen wird, hat ihr drittes Album veröffentlicht und es ist so gut geworden, dass wir es hier ganz klar zum Album des Monats September machen. Schon auf der Deutschland-Tour im Sommer des Jahres konnten sich die Zuschauer einen Eindruck davon machen, was sie von „The Red And The Green“ erwarten können. Live kommen die Tracks natürlich sehr druckvoll rüber, dafür sind die Studioversionen eindrucksvoll arrangiert und auf den Punkt eingespielt. Das Album, das zu seinen Vorgängern gitarrenlastiger (speziell E-Gitarren) geworden ist, beginnt mit einem Midtempo Song „Colours“, welches einen der eingängigsten Hooks der letzten Jahre hat. Inhaltlich geht es um die beiden gut bekannten schottischen Fußballclubs aus Glasgow, deren Farben man praktisch mit der Geburt aufgestempelt bekommt, je nachdem, in welche Familientradition man geboren wird. Es folgen die schnelleren aber sehr eingängigen „To Hell or California“, ein witziges Wortspiel in Anlehnung an „Hotel California“ und „Men To Be Feared“, über die spätestens seit „Kings Of New York“ bekannte Straßengang „Dead Rabbits“. „Empire Of The Skulls“ zeigt die härtere, elektrische Seite der Wakes, gefolgt von der dem Glasgower Boxer Benny Lynch (1913-1946) gewidmeten Ballade „The Brave“. Höhepunkt des Albums ist die eigene englische Version des aus dem Jahr 1933 stammenden „Moorsoldaten“: „Peat Bog Soldiers“, ein sehr atmosphärisch und unglaublich intensives Stück, das ursprünglich von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen wurde. Musikalisch abwechslungsreich und flott geht es weiter mit „Never enough“, einer antirassistischen Ska-Nummer, die der ursprünglich irisch-keltischen Band äußerst gut steht. Ich würde behaupten, dass hier sicherlich das FC St. Pauli-Umfeld und die Band Talco einen Einfluss hatten. Ganz ruhig und behutsam geht es weiter mit „8.30 am Glasgow Cross“, sowie „until the Last“, während wieder typische Paddyrock Beats beim „John MacLeans March“ präsent sind. Die Ballade „Myth Of Return“ schließt das fantastische Album ab. „The Red And The Green“ verzichtet gänzlich auf irische Rauf und Sauf Klischees und wird damit dem Anspruch der Wakes mehr als gerecht. Es ist wie schon die Vorgänger sehr authentisch und äußerst abwechslungsreich geworden. Das Songwriting ist überragend, die Arrange-

ments stimmig und die prägnante Stimme von Sänger Paul über allem stehend. Dieses Album sollte wirklich jeden Fan des Genres berühren. Die Band: Paul – Vocals, Guitar Christopher James – Harmonica Eamonn – Drums Chris – Vocals, Bass Guitar James – Whistles & Mandolin. (hat die Band verlassen) Anpieltipps: To Hell Or California, Peat Bog Soldiers, Colours Tracklist 1. Colours 2. To Hell or California 3. Men to be Feared 4. Empire of Skulls 5. The Brave 6. Peat Bog Soldiers 7. Never Again 8. 8.30am Glasgow Cross 9. Until The Last 10. John McLeans’s March 11. Myth of Return www.celtic-rock.de/2013/09/the-wakes-the-red-and-thegreen-2013/

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Streams of Whiskey

Streams of Whiskey Die September Charts // mit Gewinnspiel von daniels An der Spitze nicht viel neues. Die TOP 5 ist fast identisch. Dafür ist die Anzahl der Teilnehmer/innen mitten im Sommer ein bisschen gesunken. Geschafft hat es aber Cromdale mit “Welcome To The Show”. Herzlich willkommen in der Hall Of Fame. In der Wunschbox haben sich einige weitere Cromdale-Titel gewünscht. Komm! Keine Sorge, aber unsere Spielregeln besagen, dass in einer Sendung nicht mehr als ein Titel pro Band vertreten sein darf. Diesem Monat sind einige starke Neunominierungen am Start. Das dürfte spannend werden! Viel Spaß beim voten und gewinnen! Hier nun die TOP 5 aus dem August: 5. Cromdale – Welcome to the Show (Rang: 14/1/7/7) (23 / 9%) 4. Irish Bastards – Four green fields (Rang: 5) (29 / 11%) 3. Malasaners – Whiskey In The Jar (Rang: 12/3) (38 / 14%) 2. Violent Femmes – Jesus Walking On The Water (Rang: 1) (81 / 30%) 1. Ten Pints After – The Rocky Road To Dublin (Rang: 2) (89 / 33%) Die kompletten Ergebnisse findet Ihr im Chart-Archiv. Diesen Monat neu nominiert sind: Flogging Molly, Drinkhunters, The Indulgers, Fiddler´s Green, Blackmore’s Night, Brenn-Korzh, The Guntys, Shannon, Jarek Adamów, Randy Sharp / Jack Wesley Routh / Sharon Bays and Maia Sharp, Muirsheen and Friends und The Waterboys. Alle Songs hört Ihr in unserer Radiosendung “Streams Of Whiskey” und einige der Neuerscheinungen auch in “What’s New“. Die Zeiten findet Ihr im aktuellen Sendeplan. Zu gewinnen gibt es diesen Monat auch wieder was: 1 x CD: Kilmaine Saints, Drunken Redumption, 2012 2 x CD: Dizzy Spell, I Once Loved A Lass, 2013 DANKE FÜR DEN SUPPORT! Verlost werden die Scheiben unter allen, die bis zum 25. September ihre kompletten fünf Stimmen abgegeben haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werden per E-Mail benachrichtigt. Bitte hinterlasst also eine zustellfähige Adresse in Eurem Profil. Um abzustimmen, müßt Ihr Euch hier rechts in der Sidebar zunächst registrieren. Wenn Ihr eingeloggt seid, könnt Ihr auf der Chartseite abstimmen! UND NUN AB ZUM VOTING: www.celtic-rock.de/2013/09/die-september-charts-mit-gewinnspiel-2/

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Konzertberichte

Konzertberichte Festival Maritim 2013 mit Harmony Glen, Paddy Murphy und Selfish Murphy von frakru Bei für Bremer Verhältnisse fast schon zu warmen Wetter hat am letzten Wochenende, vom 2 – 4. August, das 15. Festival Maritim in Bremen-Vegesack stattgefunden. Wie sich vielleicht auch schon unter den celtic-rock.de Anhängern herumgesprochen hat, handelt es sich beim Festival Maritim nicht um ein verstaubtes Festival für Matrosenanzugträger, sondern um eine inzwischen überaus erfolgreiche Veranstaltung mit 7 Bühnen, 32 Bands und etwa 80.000 Besuchern. Auf diesen Bühnen finden sich immer mehr Bands, die Elemente des Rock und Pop mit traditionellen Melodien mischen und ein fetzig-mitreißendes Hörerlebniss daraus machen. Entgegen herkömmlicher Meinung sprechen diese längst auch ein jüngeres Publikum an. Wir haben in diesem Jahr von diesen 32 auftretenden Bands und Interpreten die acts “Harmony Glen”, “Selfish Murphy” und “Paddy Murphy” besucht und die Auftritte in unserer Photostory für Euch festgehalten. www.festival-maritim.de Harmony Glen “Harmony Glen” ist eine Folk-Band aus Holland. Sie bezaubern ihr Publikum seit 2005 mit ihrem einzigartigen Stil und ihrer Virtuosität. Harmony Glens Musik basiert auf Irisch-Keltischer Folklore. Hohe musikalische Qualität und eine emotionale, funkelnde Bühnenshow machen ein Konzert von Harmony Glen zu einem magischen Erlebnis! www.harmonyglen.com

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Konzertberichte

Selfish Murphy “Selfish Murphy” aus Transsilvanien spielen etwas, das sie selbst “Celtic Shamrock” nennen, wobei selbst der Querflöter gleich auf Punkgeschwindigkeit geht. Selfish Murphy wurde 2011 gegründet und ist die erste Gruppe in Siebenbürgen/ Rumänen, die sich der Irishfolk-Musik verschrieben hat. selfishmurphy.ewk.hu/deutsch

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Konzertberichte

Paddy Murphy Auch bei “Paddy Murphy” geht die Post ab! Das Markenzeichen der Band aus Österreich: folkloristisch und rockig, schnell und unverbraucht – Speed Folk heißt der musikalische Stil, mit dem die Gruppe unterwegs ist. Die fünf Jungs peppen traditionelle Songs mit modernen Klängen auf, aber auch ihre Eigenkompositionen können da mithalten. www.paddymurphy.at www.celtic-rock.de/2013/08/photoreportage-festival-maritim-bremen/

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Interna

Interna Shamrock Castle ~ Celtic And New Folk Festival, 27. Juli 2013 von shutupanddance Ich glaube, ich muss mich nicht weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich das Shamrock Castle als einen der folkigen Höhepunkte des bayerischen Festivalsommers bezeichne. Auch in diesem Jahr traf das Festival genau ins Schwarze: So blickte ich am letzten Juliwochenende in viele begeisterte Gesichter, die die verschiedenen Facetten des Folks zusammen genossen, begossen und feierten. Die „Sulzemooser Saubuam“ eröffneten das vierte Shamrock Castle Festival mit Harfenklang und Bodhran: Die zwei äußerst humorvollen Musiker hatten es sich mit einigen Kästen Bier auf der Bühne im Schlossinnenhof gemütlich gemacht und boten ein doch relativ außergewöhnliches Set: Verschiedensten irischen Reels und Jigs verliehen sie einen japanisch-bayrischen Charme, den man in Worten kaum beschreiben kann – ein echtes Schmankerl eben. Im Park vor dem Schloss versammelten sich schon nach den „Saubuam“ die ersten Ginnane-Fans und forderten schmunzelnd Zugaben vom vergangenen Jahr ein: Die Bierbänke im Schatten der Bäume boten eine ideales Plätzchen, um hier während der Umbaupausen bei „handmade music with heart and soul“ zu verweilen. Der Ire Joe Ginnane spielte sich, nur mit Gitarre und seiner Stimme, in die Herzen der Zuhörer: Und vom „Fairytale Of New York“ (was bei strahlendem Sonnenschein ein interessantes Erlebnis ist) bis zum Chumbawamba-Klassiker war alles dabei. Trotz brütender Hitze herrschte beim Auftritt von „Tir Nan Og“ um 16 Uhr eine unglaubliche Stimmung: Tanzende, lachende Menschen, die aus voller Inbrunst irische Traditionals mitsangen, sich einhakten, schunkelten und hüpften. Bei mir persönlich wollte sich der Wow-Effekt zwar nicht

so ganz einstellen, aber diese Band weiß definitv, wie sie ihre Zuhörer zum Tanzen bringen kann. 18 Uhr – die Berliner Band „The Sandsacks“ haben sich schon auf diversen fränkischen Burgfestivals einen Ruf als bewährte Stimmungsmacher erspielt – ihr Können stellten sie am letzten Wochenende erneut unter Beweis. Energiegeladener, fröhlicher Folk und humorvolle Musiker: Eine Mischung, die zündet. Dass jede Band genau eine Stunde 15 Minuten Spielzeit zur Verfügung hatte, macht vor allem „Fiddler’s Green“ als Veranstalter sehr sympathisch – jede der Bands genoss diese Spielzeit auch in vollen Zügen. Auch in diesem Jahr zog sich eine schier unglaubliche Spielfreude durch die Auftritte der Bands, und so ist es nicht verwunderlich, dass es nicht lange dauerte, bis der Funken auch aufs Publikum übersprang. Von jung bis alt sprach das Shamrock Castle auch in diesem Jahr wieder ein breites Spektrum an Besuchern an, das fröhlich-folkig-friedlich zusammen feierte. Ein besonders gern gesehener Gast an diesem Wochenende war die Feuerwehr, die den Folkerinnen und Folkern vor der Bühne ab und an einen leichten Nieselregen bescherte. Der absolute Knaller des Abends waren für mich „Firkin“. Die Band aus Budapest machte mächtig Stimmung, hatte eine beeindruckende Präsenz auf der Bühne und kam noch dazu äußerst sympathisch

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Interna

rüber. Nicht nur die Geigerin und der Flötist beherrschen hier ihre Instrumente erstklassig – mit flotten Liedern wie „Lord of the Dance“, dem Flogging Molly-Cover „Drunken Lullabies“ oder dem „Beggarman“ heizten sie den Besuchern ordentlich ein, aber auch tiefgründige Songs hatten sie im Repertoire. Als Zugabe stimmte der Schlagzeuger „Whiskey in The Jar“ auf ungarisch an – Igyunk pálinkát. Eine angenehme Abwechslung an diesem Wochenende. Denn so schön Lieder wie der „Drunken Sailor“ oder eben jener „Whiskey“ denn auch sind, wenn man sie dann Abends am Campingplatz zum zehnten Mal singt, ist bei mir langsam die Schmerzgrenze erreicht. Firkin jedenfalls verließen das Shamrock Castle nicht ohne einige neue Fans dazugewonnen zu haben, die Mischung aus irisch-ungarischem Folk kam durch die Bank gut an. Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass sie uns auf ihren kommenden Touren nicht vergessen und mit ausreichend Konzerten versorgen. Die Luft kühlte langsam ab, der Himmel verdunkelte sich: Zeit für „Fiddler’s Green“, den Hauptact des Abends. In gewohnter Manier bewies die Band aufs Neue: Folks Not Dead! Bis Mitternacht feierten die Fans den energiegeladenen Irish

Speedfolk der Erlanger Musiker, die aktuell noch in die letzten Konzerte der Wall Of Folk-Tour spielen, bevor sie im Oktober die neuen Stücke (über die ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten möchte) in ihr Repertoire aufnehmen. Neben dem ersten Stück vom neuen Album, „The More The Merrier“, das wahrlich Lust auf die „Winners & Boozers“-Tour machte, ließen sich die Zuhörer unter anderem von den Piano-Versionen von „Lost To The Moon“, „Highland Road“ und „Apology“ verzaubern – Gänsehaut inklusive. Alles in allem rundeten Fiddler’s Green ihr Shamrock Castle Festival – wieder einmal – perfekt ab. Bugger Off; aber man sieht sich spätestens am Shamrock 2014! www.celtic-rock.de/2013/08/shamrock-castle-celtic-andnew-folk-festival-27-juli-2013/

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CDs und Platten

CDs und Platten The Indulgers ~ Whiskey Tonight (2012) von kuec Die Indulgers kommen aus Boulder, Colorado und blicken auf gut tausend Auftritte nicht nur in den USA zurück. Mit ihren durchweg eigenen Stücken könnten sie auch bei uns Freunde finden. Den Kern des Quintetts bildet ein Songwriter-Duo. Damien McCarron stammt aus Howth bei Dublin und traf in einem Studio auf Mike Nile, der singt, aber auch Whistle, Harmonika oder Mandoline spielt. Seit 1998 besteht ihre gemeinsame Band. Als Vergleich und Vorbild hört man eher Fairport Convention, die Horslips oder die Waterboys als die Celtic Punk – Bands heraus. Die Indulgers haben nicht deren Ecken und Kanten. Den Sound prägt der oft zweistimmige, eher weiche Gesang mit den klassisch klingenden FiddleRiffs von Renee Fine, was von Bass, Drums und zusätzlichen Gitarren unterstützt wird. Whiskey Tonight ist bereits das siebte Album der Indulgers, und man hört, wie sehr die Mitglieder aufeinander eingestellt sind. Die Songs sind gut gemacht, haben starke Refrains und klare Hooklines. Wer auf der Suche nach schönen Liedern zum Covern ist, sollte z.B. Hold on to you unter die Lupe nehmen. Lady Jane mit „galoppierenden“ Drums und seinem maritimen Thema könnte auch Santiano-Fans gefallen. Das Ganze verströmt gute Laune und lässt sich gut nebenbei hören. Manches wartet darauf, den übersetzenden kölschen Karnevalsrockern in die Hände fallen. Da die instrumentalen Möglichkeiten begrenzt sind, hat sich die Band durchaus was einfallen lassen, um den satten Klangeindruck zu variieren. Bei Rolling the Stone ist die Stimme wie bei einem alten Radio verfremdet, Ceili Mor (The Big Dance) beschwört mit gälischen Text und verfremdetem Sound ein archaisches Ritual. The Indulgers haben das keltische Genre nicht neu erfunden.

Wenn man die ewig gleichen Cover leid ist, gibt es hier eingängiges Originalmaterial. Das Titelstück Whiskey Tonight klingt aber eher so, als würde mit Anheuser – Busch oder ähnlichem Bier zugeprostet. Trackliste 1. Whiskey Tonight 2. Ceili Mor 3. It’s You 4. Hold On to You 5. Story Rory 6. Lady Jane 7. New Lease On Life 8. Man of All Seasons 9. Doin’ Fine 10. Roll This Stone 11. The Cure 12. Dreaming of You 13. Big Storm Rising 14. Dublin Day www.celtic-rock.de/2013/08/the-indulgers-whiskey-tonight-2012/

FLOGGING MOLLY Live 7-Inch: The Kilburn High Road / Present State Of Grace von daniels Mit einer exklusiven Live-Single melden sich Flogging Molly zurück – ihrem weltweit ersten und einzigen Platten-Release im Jahre 2013: Die auf 500 Stück streng limitierte 2-Track Single auf grünem Vinyl erscheint exklusiv auf Uncle M. Vorab könnt Ihr reinhören in unserer Sendung “What’s New“.

Ein Blick zurück: 5 reguläre Studio-Alben (allesamt auf Indie-Labels) und dutzende Singles und Live-Releases manifestieren seit 1997 ihren Status als weltweit einzigartiges Phänomen: Auf einem Gerüst aus teils lebensfrohen, teils traurig-nachdenklichen Songs, aus mitreißendem Punk und traditionellem Folk

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CDs und Platten

gelingt es Frontmann Dave King immer wieder, Lebensweisheiten für ganze Generationen zu schreiben, die insbesondere auf dem letzten Studioalbum “Speed Of Darkness” auch bitterböse Kritik an Wirtschaft und dem Zustand der amerikanischen Gesellschaft üben. Mehrere Millionen verkaufte Alben und weltumspannende Tourneen mit Headliner-Auftritten vor hunderttausenden Menschen pro Jahr zeigen: Flogging Molly haben sich ihren Status als eine der einflußreichsten Underground-Stimmen der Welt hart (und selbst!) erarbeitet. Die nun veröffentlichte Live-7Inch “The Kilburn High Road / Present State Of Grace” wirft den Blick auf zwei der wichtigsten Songs der Bandgeschichte, die live häufig zu Unrecht im Schatten von Gassenhauern wie “Drunken Lullabies” stehen. Aufgenommen auf zwei Konzerten der von Flogging Molly selbst veranstalteten “Green 17 Tour” 2013 in New York und Maryland sind die Live-Versionen von “The Kilburn High Road” und “This Present State Of Grace” Zeugnisse des unfassbaren Reichtums des Sounds der Irish Punks. “The Kilburn High Road” ist ein über 10 Jahre altes Kleinod in Fankreisen, eine Liebeserklärung an die Rebellion und den Aufstand – eine Hymne, die viel über Frontmann Dave Kings Position im irischen Konfessionskonflikt aussagt. Mit “Present State Of Grace” schließt sich auf der B-Seite ein Song an, der vom 2011 erschienenen Album “Speed Of Darkness” stammt. Die Ballade ist eine sehnsüchtige Hommage und Erinnerung an all jene, die von uns gerissen werden.

Die

7-Inch Single auf kellygrünem Vinyl erscheint als einmalige Sammler-Pressung in einer Auflage von 500 Stück auf dem Label ihres langjährigen Freundes und Presse-Promoters: Uncle M. » Die 7Inch kann auf der Seite von Uncle M Music günstig (vor-) bestellt werden. Flogging Molly befinden sich im August 2013 auf einer ausgedehnten Festival-Tour durch Europa und runden ihren Besuch in Deutschland mit einer einzigen, exklusiven Clubshow in Herford ab. www.celtic-rock.de/2013/08/flogging-molly-live-7-inchthe-kilburn-high-road-present-state-of-grace/

Interviews The Tosspints – Die Geschichte der Familien-Band(e) geht weiter von Roisin Dubh Ute: Hi Don, es ist schön wieder mit Dir zu sprechen. Ich bin sehr neugierig was alles passiert ist seit wir uns im Oktober 2011 das letzte Mal unterhalten haben. Don: Wir haben seit Oktober 2011 eine ganze Menge gemacht, wir haben eine paar tolle Shows gespielt, einen mit den Dropkick Murphys und ein paar andere gute Shows bei denen wir Vorgruppe für The Young Dubliners, Skinny Lister und einige mehr in den USA bekannte Acts waren. Wir haben es wirklich geschafft uns eine Menge Unterstützung zu erarbeiten und sind wesentlich mehr gereist als in der Vergangenheit, dabei haben wir in einigen sehr bemerkenswerten Clubs gespielt. Es ist ganz schön gut für uns gelaufen. triskel - the celtic rock & punk ezine 11


Interviews

Ute: Sind auch Träume wahr geworden? Don: Eine Sache, die wirklich großartig war passierte als Vorgruppe von Skinny Lister. Wir hatten gerade unser Set fertig gespielt und gingen in den Green Room um Dave King und Bridget Reagan von Flogging Molly sehen. Sie waren gekommen um ihre Freunde zu unterstützen und wir haben sie getroffen. Es war wirklich cool mit den beiden für eine Minute zu reden und einen meiner größten musikalischen Einflüsse zu treffen; und das auch noch bei einer Show, die ich selbst gespielt habe. Es ist surreal weil ich schon früher Musiker getroffen habe die ich verehre aber das war das erste Mal, dass einer von ihnen zum eigenen Vergnügen zu einer meiner Shows gekommen ist. Auch wenn sie nicht direkt uns sehen wollten. war es schön zu wissen, dass meine Helden meine Musik gehört haben. Es war ein ähnliches Gefühl als wir mit den Dropkick Murphys gespielt haben und ich mich mit Ken Casey unterhalten konnte.

Ute: Ich freue mich für euch, dass es so gut läuft. Ihr habt auch einen Vertrag mit East Grand Records geschlossen. Das war sicher auch eine sehr positive Sache für die Band? Don: Das hätte ich fast vergessen! Ja, sie haben uns ganz fantastisch unterstützt und es ist sehr spannend mit ihnen zu arbeiten. Das ist das Plattenlabel von Rick Barton’s Band „Continental“ und unseren Freunden, „The Hex Bombs“, die gerade eine Single mit dem Titel „ None Shall Be Forgotten“ veröffentlicht haben, auf der Mike McColgan sind. Wir haben die East Grand Record Company Jungs eigentlich das erste Mal gesehen, als wir eine Show mit Continental und den Hex Bombs gespielt haben. Ich habe zum Ausdruck gebracht wie schwer ich es habe mich ganz alleine um das Musikgeschäft zu kümmern, Shows zu buchen und zu Touren und sie haben einfach ihre Hilfe angeboten ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen; sie haben einfach an uns geglaubt. Als es an der Zeit war das neue Album raus zu bringen habe ich gefragt ob wir das Ganze offiziell machen könnten und wir haben unseren aktuellen Vertrag ausgearbeitet. Ich wollte früher nie bei einem Plattenlabel unterschreiben weil ich so viele schlimme Geschichten über Geschäfte mit unerfahrenen Labels geöhrt habe aber dieses Jungs sind klasse. Sie arbeiten wirklich

schwer für uns und wir versuchen Ihren Namen bekannt zu machen so gut wir nur können. Sie haben eine super Aufstellung an Bands und wir sind stolz dazu zu gehören. Ute: Hat es auch Dinge gegeben die nicht so gut gelaufen sind? Don: Es gibt immer Dinge die nicht so laufen, wie man es sich vorgestellt hat. Das wahrscheinlich größte Problem mit dem wir fertig werden mussten war es große Shows abzusagen weil sie nicht in unseren Terminplan gepasst haben. Ich mag es trotzdem nicht über negative Dinge nachzudenken. Es ist schwer genug ein Underdog Musiker zu sein da muss man sich nicht auch noch selbst mit alten Enttäuschungen fertig machen. Ute: Ich freue mich, dass ich die Ehre hatte euer neues Album „Have you been drinking“ rezensieren zu dürfen. Es trifft genau meinen Geschmack und gibt mir die Hoffnung, dass es immer noch gute Bands in Folk-Punk / Folk-Rock Szene gibt. Meiner Meinung nach gibt es im Moment zu viele Bands die auf den Folk-Punk Zug aufspringen und damit das Genre kaputt machen. Es gibt eine unglaubliche Masse von unglaublich schlechten Bands und nur eine Handvoll schafft es einen eigen Stil zu kreieren und sich mit dem was sie machen weiter zu entwickeln. Ist das nur mein Eindruck? Wie siehst Du das? Don: Ich freue mich, dass Du das Album magst. Wir haben unser bestes gegeben jedes Album besser als das vorherige zu machen und aus unseren Fehlern zu lernen. Ich weiß, eine Menge Leute schalten auf „folk-punkige Musik“ um, in den USA gibt es zurzeit eine enorme „Roots – Musik“ Bewegung mit sehr vielen guten Bands davon haben einige noch nicht ihren eigenen Stil gefunden. Wenn Du so eine Frage stellst kann ich nicht anders als an uns selbst zu denken. Als wir angefangen haben als „The Tosspints“ zu spielen waren wir mehr oder weniger eine Pogues Cover band. Es war ziemlich schwer für uns und unser Sound musste sich natürlich entwickeln. Unser erstes Album „Blood Sweat and Beards“ war so schrecklich, dass ich es grundsätzlich aus unserem Katalog genommen habe. Wir haben ein paar Jahre gebraucht um an eine Position zu gelangen an der die Leute angefangen haben uns wegen unserer eigenen Musik zu mögen. Ich denke, wenn irgendeine Band dort draußen es dringend genug will und bereit ist dran zu bleiben werden sie letztendlich an den Punkt gelangen an dem sie sich eine Fan Basis schaffen können und mehr beachtet werden. Wir versuchen immer noch uns weiter zu entwickeln und unseren Sound für unsere Zuhörer frisch zu halten. Ute: Wie viel Zeit habt ihr im Studio verbracht um das neue Album aufzunehmen? Don: Das war die längste Zeit die wir jemals im Studio verbracht haben. Wir hatten einen Menge Probezeit die in die Stu-

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Interviews

diotermine übergegangen ist, wir haben eine Woche im Studio mit dem Tracking verbracht und noch mal ein paar Tage mit dem Mischen. Wir haben das Mastern diesmal weiter gegeben deshalb kann ich Dir nicht sagen, wie lange das gedauert hat. Wir wollten eine viele größere Produktion als alles was wir jemals vorher hatten. Wir haben gerne einen gewissen „Do-ityourself“ Sound aber wir haben uns entschieden, dass man rau und klingen und trotzdem eine qualitativ gute Produktion abliefern kann. Ute: Neben euren eigenen Titeln habt ihr auch zwei traditionelle Tracks „Johnny I hardly knew you“ und „Come out ye black and tans“ aufgenommen. Ich weiß, die Tosspints haben als traditionelle Band begonnen und eure Fans fragen euch immer noch nach diesen Titeln. War es demnach eine Konzessionsentscheidung für die Fans die beiden Titel mit aufs Album zu nehmen oder war es die Freude daran alte Band-Traditionen wieder aufleben zu lassen? Don: Es war teilweise eine Konzession. Wir wollten diese Songs wirklich einspielen, weil wir sie auch nie aus unserem Set genommen haben. Wir haben auch „Boys of County Hell“ von den Pogues als Bonus-Track für unsern Pre-Sale aufgenommen. Wir spielen Traditionals und einige Cover Songs immer noch gerne. Wie können nicht vergessen wo wir her kommen Ute: Zurück zu euren eigenen Songs; ich war schon immer von euren Texten beeindruckt die wirklich tiefgründig und berührend sind. Ich weiß, die Texte entstehen aus Erfahrungen im wahren Leben aber jetzt habe ich ein Statement von Dir gelesen, in dem Du erzählst warum ihr „Soldiers Heart“ für euer aktuelles Video ausgewählt habt. Du sagst, dass Du und einige Deiner Freunde PTSD (auf Deutsch: Post-Traumatische Belastungsstörung) haben. Das muss furchtbar sein. Ich wünschte ich könnte eine tiefgründige Frage dazu stellen aber leider weiß ich zu wenig über dieses Thema. Ich hoffe es macht dir nichts aus, dass ich dir ein ganz einfache, aber vermutlich essentielle Frage stelle: Wie kriegst Du es hin damit zu leben? Ich vermute Musik hilft irgendwie? Don: Ich glaube, dass Musik mir das Leben gerettet hat. Das klingt wie ein Klischee das man heran zieht, aber Musik hat mir ein Schlupfloch gegeben darüber zu sprechen was in mir vor geht ohne wirklich direkt darüber reden zu müssen. Für viele Jahre war das überhaupt der einzige Weg für mich etwas darüber sagen zu können. Seit einiger Zeit bekomme ich Hilfe durch Gruppen die Veteranen unterstützen und das Department of Veteran Affairs. Ich habe in den letzten zwei Jahren sehr viel über mich selbst und wie ich meine Erlebnisse in einer gesünderen Weise ertragen kann gelernt. Viele Veteranen mit PTSD nehmen sich am Ende das Leben, das macht mich traurig und wütend wenn ich jetzt darüber nachdenke. Ich habe mich dazu entschieden mir Hilfe zu holen bevor ich zu weit gehe. Aber ich denke, ohne die Möglichkeit durch die Musik Druck abzulassen, weiß

ich nicht was ich alles in diesen Jahren angestellt hätte. Ute: Zu einem weniger ernsten Thema. Ihr habt das Video im für die Tosspints typischen Doit-yourself- Stil aufgenommen. Ist das Dein Haus im Video? Don: Ha Ha! Ja, das ist mein Haus. Wir haben uns Mühe gegeben damit es besonders unordentlich ist wenn wir das Video drehen. Normalerweise hält meine Frau das Haus ordentlich aber ich hab die ganze schmutzige Wäsche vom Keller nach oben gebracht, hab auf den Tischen Unordnung gemacht und habe sogar das Spielzeug von meiner Tochter rum liegen lassen. Nur der Weg, den ich im Video zurück legen wollte ich frei geblieben. Ich habe gedacht das unterstützt den Eindruck eines durcheinander geratenen Lebens. Alle Fotos sind von mir in der Army, ich habe sogar meinen fetten Körper in meine alte Uniform, aus Tagen in denen ich gut in Form war, gequetscht. Ich finde es lustig, dass eine Reihe Fans gefragt haben ob das mein Haus ist, jemand hat sogar auf YouTube die Unordnung kommentiert. Ute: Ich hoffe, Du hast hinterher wieder aufgeräumt und nicht die ganze Arbeit Deiner Frau überlassen Naja, ich war mir schon ziemlich sicher, dass das wirklich Dein Haus ist aber ich habe natürlich nicht angenommen, dass Du in so einem Chaos lebst. Was hat denn Deine Frau dazu gesagt, als Du ihr gesagt hast, dass Du ein Video bei euch zuhause drehen willst? Don: Meine Frau ist wahrscheinlich die größte Unterstützung der Band. Wenn wir reisen, nehmen wie sie mit. Sie hilft uns mit dem Geschäftlichen wenn wir reisen, sie verkauft unsere Fanartikel und hilft beim Ein- und Ausladen unserer Sachen. Es ist immer toll zusätzliche Unterstützung zu haben, besonders wenn man mit so vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt ist. Als ich ihr von der Idee mit dem Video erzählt habe, hat sie mich sehr unterstützt. Sie hat mir geholfen das Haus zu verwüsten, sie ist mit unserer Tochter in den Park gegangen damit ich ungestört war und hat mir geholfen das Video zu editieren. Sie ist sogar extra los gegangen und hat eine Action Kamera gekauft nachdem ich ihr geschildert hatte wie ich mir das Video vorstelle. Sie ist ein Teil der Band, auch wenn sie nicht auf der Bühne steht.

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Interviews

Ute: Das letzte Mal als wir uns unterhalten haben, war die zu Grunde gehende Wirtschaft ein Thema. Ich habe von Dir gelernt, dass es in den USA einen so genannten Rost Gürtel (Rust Belt) gibt. Die Street Dogs haben gerade eine EP mit dem Titel „Rustbelt Nation“ veröffentlicht. Ich dachte eigentlich, dass sich die Wirtschaft weltweit erholt, aber vielleicht sieht das nur in Europa so aus. Du lebst im Rust Belt, damit bist Du definitiv der richtige Ansprechpartner, der mir sagen kann ob sich etwas zum Positiven verändert hat. Don: Manche Dinge werden besser. Der Rust Belt verfällt eigentlich schon seit den 70er Jahren also werden wir nicht sehen wie die leer stehenden Fabriken wieder in Betrieb genommen werden, die sind zu verfallen. Aber ich denke, dass die Lage in den USA insgesamt besser wird. Gerade hier, wo wir wohnen gibt es eine Menge neue Arbeitsplätze weil neue Produktionen aufgebaut werden wie zum Beispiel Sonnen Paneele, ElektroAutos und Teile für diese ganzen neuen Produktionszweige. Ich glaube, dass sich die Leute noch nicht ganz sicher sind in welchem Zustand wir uns befinden aber die Leute bekommen wieder Arbeit und alles sieht besser aus. Ute: Aber zurück zu den Tosspints: wenn ich das richtig verstanden habe, habt ihr letztes Jahr auf der Warped Tour gesielt. Wie war das? Ich war einmal auf der Warped Tour und war beeindruckt wie groß und gut organisiert alles ist. Das Publikum dort ist ganz schön jung, nicht wahr? Don: Ha! Ja, wir hatten einen Auftritt bei der Warped Tour in Detroit im letzten Jahr. Es war sehr organisiert. Wir haben einige andere coole Bands getroffen. Es hat Spaß gemacht aber an diesem Tag war es so heiß, dass die Feuerwehr mit Wasserwerfern Wasser in die Luft über dem Publikum gesprüht hat. Wir haben auf der Ernie Ball Bühne gespielt, die ganz in schwarz gestrichen war und genau in der Sonne stand. Es war so unglaublich heiß, dass wir kaum atmen konnten. Trotzdem war das Festival toll, wir haben eine Menge großartiger Bands zu sehen bekommen, Rise Against, Streetlight Manifesto, Anti-Flag. Ich habe Anti-Flag gebeten eine meiner Gitarren zu signieren. Die haben gedacht ich spinne aber es war cool sie zu treffen und wir hatten alle eine Menge Spaß Ute: Wie sehen eure nächsten Tour Pläne aus? Don: Wir haben ein sehr regional beschränkten Sommer im Moment, wir planen ein paar Ausflüge in den nächsten paar Monaten, wir sind bei einem größeren Irischen Fest im September und im August spielen wir in einer Reihe von Micro-Breweries, was uns in letzter Zeit viel Spaß gebracht hat. Micro Breweries sind in Amerika zurzeit sehr in, deshalb haben sie immer ein tolles Publikum und sie lassen uns immer von ihrem herrlichen selbst gebrautem Bier trinken. Wir haben auch eine Show mit Mischief Brew im August. Ich bin schon ganz aufgeregt weil das eine meiner liebsten Folk-Punk Bands ist

Ute: Ich wollte mir diese Frage eigentlich verkneifen weil ich weiß, dass es seine Menge Papierkrieg mit sich bringt und auch ein teures Unterfangen ist aber ich kann einfach nicht wiederstehen zu fragen ob es eine Chance gibt, dass wir euch innerhalb der nächsten zwei Jahre in Europe sehen werden. Don: Glaub mir oder glaub mir nicht, wir haben mit ein paar Leuten daran gearbeitet genau innerhalb dieses Zeitfensters nach Europa zu kommen. Wir haben eine konkrete Möglichkeit angeboten bekommen und wir hoffen nun, dass wir fähig sind das Angebot in die Tat umzusetzen. Zurzeit wird mit uns nur darüber geredet aber wir versuchen einen Vertrag daraus zu machen. Wir hoffen wirklich, dass das klappt. Wir haben eine Reihe von Freunden die zum Touren rüber gegangen sind, so wie wir das sehen sind wir schon glücklich wenn wir nach Europa gehen und genug verdienen um die Reise zu finanzieren. Wir sehen unseren Touren generell so; solange unsere Unkosten gedeckt und die Bäuche voll sind und wir einen warmen Platz zum Schlafen haben sehen wir eine Tour als Erfolg. I würde mir wünschen, dass wir eines Tages Geld damit verdienen können aber wir lieben es einfach Musik zu machen; die größte Belohnung für uns ist ein enthusiastisches Publikum. Wir spielen lieber für wenig Geld vor 50 enthusiastischen Fans als für viel Geld vor 1000 gelangweilten Leuten. Ute: Wow, das klingt super! Ich hoffe, dass eure Pläne aufgehen und wir uns das nächste Mal in einem Club irgendwo in Europa unterhalten! Danke für die Zeit, die Du Dir genommen hast, Don. Es hat Spaß gemacht mit Dir zu reden www.celtic-rock.de/2013/08/the-tosspints-die-geschichte-der-familien-bande-geht-weiter/

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CDs und Platten

CDs und Platten Fiddler´s Green – Winners & Boozers Deluxe Edition (2013) von cuba64 Die Siebzehn ist da. Wenige Bands können auf eine so regelmäßige und erfolgreiche Diskographie blicken, wie die Erlanger Jungs. Die Chartkurve zeigt stetig nach oben. “Winners & Boozers” soll nun diese Entwicklung fortsetzen. Dafür haben sich die Fiddlers wieder Einiges einfallen lassen und ihre Ideen in 16 neue Songs gegossen. Dabei haben sie es aber nicht bewenden lassen und für die die-hart Fans unter euch gibt es wieder eine Deluxeversion mit einer Bonus-CD mit sechs weiteren Songs drauf. CDs, Digipack und Inlay sind konsequent und hochwertig gestaltet. Aber hier bin ich wohl zu schnell. Also zurück auf Anfang und zum ersten Eindruck, den die Haupt-CD nach dem ersten Hören hinterlassen hat. Das Album: Mit “A Night in Dublin” haben Fiddler´s einen Einstig gewählt, der die musikalische Entwicklung seit Peters Weggang gut zusammenfasst. Ein druckvoller Song der auf einer Punkbasis steht. Die Hook wird melodisch durch Akkordeon und Geige begleitet und sie stehen in einem guten Gegenpart zum Rumpelbeat des Schlagzeugs. Darüber singt Albi routiniert über die Reise- und Spiellust von Fiddler´s Green und unterstreicht damit noch einmal den State of Mind der Gruppe. Diese Energie wird dann in “A Bottle a Day” aufgenommen und weiter getragen. Allerdings gradliniger in der Instrumentierung und auch mit einer Portion mehr Aggressivität. Ein Sauflied fürs Radio. Und so kommt mit “No Lullaby” der logische Bruch. Das Runterholen des Hörers mit der Gelegenheit zum Durchatmen. Ein langsamer Walzer, abwechselnd getragen von Geige und Akkordeon, passend zur Katerstimmung in der Welt. Die Ballade beschäftigt sich mit den Einsammen, leider ohne Happy End. Angefangen haben die Erlanger mit Traditionals und haben sich dann immer mehr zu einer eigenständigen Band entwickelt. Dennoch fehlen auf keinem Fiddler´s Album diese und so kommt mit “Old Dun Cow” das erste auf Winners & Boozers. Gespielt in bester Bandtradition und eindeutig für die Bühne und die Party interpretiert. Wunderbar kann ich mir Albi vorstellen, wie er mit dem gekürzten Mikrophonständer sich im Kreis dreht und ihn mit ausgebreiteten Armen ins Publikum hält. Wird mal wieder Zeit für ein Konzert… Ein zweiter wichtiger Punkt im Fiddlersuniversum waren Ska- und Reggaeanleihen. Auch auf Winners & Boozers findet man diese. “We don´t care” startet mit einem sehr

reduzierten und schnellen Skabeat. Doch ziemlich schnell entwickelt sich das Lied hin zu einer atmosphärischen Rockhymne. Auch hier gilt Tempo und Härte als Mittel zum Zweck. Allerdings findet sich in “We don´t care” nichts besonderes oder neues wieder, was im Widerspruch zum Text steht. Geht es doch hier um eine Form von Einzigartigkeit. Und wenn man den deutschen Rockzeitgeist betrachtet, wäre es vielleicht wünschenswerter sich wie Snoop Dogg zu kleiden. Überhaupt finden sich viele “Geh stolz und gerade”-Texte auf der Platte, die sich aber nur aus sich selbst heraus speisen. Das ist mir zu wenig, da ich schon eher der “Fresse halten, selber machen” Fraktion angehöre und mit flachen Wir-Gefühlen nicht viel anfangen kann. In diese Kategorie gehört auch “Raise your arms”. Allerdings findet man hier sehr schöne Brücken gespielt mit Flöte und Geige. Es ist immer wieder eine Freude Colin spielen zu hören. Die erste Single zu Winners & Boozers ist, “The More the Merrier”. Man könnte es auch als Fiddler´s-Klassiker bezeichnen. Ich mags. Als Bonus dazu gibt es auch ein Video. Allerdings könnte man meinen, dass es zu “Bucaneer” gehört, in dem Countryanleihen zu hören sind. Es ist wohl eher ein schnelles Stück Country. Das ist jetzt nicht so meins und mit “Never hide” mein persönlicher Tiefpunkt auf der Platte. Denn genauso wie “Fields of Green” von der Wall of Folk kann ich mit vermeintlichen Fußballhymnen nix anfangen und nicht um sonst findet sich hier “Fields of Athenry” wieder. Auch “Song for the Living” ist ein gutes

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CDs und Platten

Stück Fiddlers, aber jetzt nicht besonders. Deshalb schnell zu meinem persönlichen Favoriten: “No more Pawn”. Das alte Thema Liebe und die damit verbundenen Schwierigkeiten musikalisch in einem reaggeesken Stück verpackt. Albi singt souverän und die Stefans Akkordeon trägt entspannt durch das Stück. Vielleicht liegt es auch am Sommer, aber “No more Pawn” ist mein Tipp. “Maria” sorgt dann für eine Unterbrechung. Eine schöne Polka mit einer Hook. Man kann “Maria” also getrost als Instrumental bezeichnen. Auch kommen hier wirklich neue Töne zum tragen, zwar sind Polkas jetzt nicht unbedingt neu, aber die Spielart lässt mich an Bands wie The Dreadnoughts oder The Pubcrawlers denken. Auch ein schönes Ding. “Blacksmith Reel” lässt im ersten Moment längst vergangene Gefühle aufkommen. Allerdings nur kurz, nämlich 59 Sekunden lang. Wäre Winners & Boozers ein Rapalbum, würde man getrost von einem Skit sprechen. Mit “Don´t Look Back” kehrt die Platte dann in altes Fahrwasser zurück. Der Song steht musikalisch in einer Reihe mit “A Bottle a Day” und “Never Hide”. Das Ende der Platte läutet dann noch mal ein Traditional ein. “Old Polina” beginnt mit Akustikgitarre und Bodhran, steigert sich dann immer mehr. Instrument nach Instrument setzt ein, Chorus kommt hinzu. Sehr traditionelle Interpretation, aber gut gemacht. Dann der Break und das ganze geht in ein Instrumental über. Man kann sagen, es handelt sich hier um einen Fiddlers Basic. Den Schlusspunkt setzt dann noch mal Albi mit “Into the Sunset again”. Wer Fiddlers live kennt, kann sich das gut vorstellen: Bühne dunkel, Band weg. Albi und seine Akustikgitarre kommen alleine auf die Bühne. Spotlight. Er beginnt zu singen. In den Schatten bewegt sich was. Tobi und Stefan beginnen leise mit der Unterstützung. Das ganze schafft Atmosphäre. Hier hinterlässt es einen melancholisch und passt damit gut zur Stimmung des Albums. Das Fazit: Selten haben Fiddler´s Green mit Winners & Boozers einen passenderen Titel gefunden. Den Weg den die Band nach ihrer Zäsur 2006 eingeschlagen hat, sind sie hier konsequent weiter gegangen. Jedes Fiddlers Album hat eine spezielle Atmosphäre, so auch Winners & Boozers, allerdings fehlen mir oft die Abwechslung in den Stücken und den Lyrics. Vielleicht liegt das an einer Art Grundgerüst die viele Songs aufweisen und vielleicht täte der Abwechslung in den Themen mehr Zeit ein Gefallen. Vielleicht ist aber auch hier das Geheimnis des wachsenden Zuspruchs verborgen. Ich finde das man das Album in zwei Kategorien einteilen kann. Songs wie “No more Pawn” oder “The More the Merrier” sind eindeutige Gewinner, die ich mir immer wieder gern anhören werde, während Songs wie “Never Hide” zu den Boozers gehört. Die Musik von Fiddler´s Green ist professionell gespielt. Das Niveau ist hoch, es fehlen ein wenig die Überraschungen. Jeder

Celtic-Punk Fan kann das Ding aber getrost kaufen. Wie sagt man so schön – a sure shot! Die CD als Produkt: In Zeiten, in denen viele Bands nur noch mp3s veröffentlichen, möchte ich mal als Gegenstimme auch auf das Dreidimensionale, Reale eingehen. Die CD in ihrer Hülle. Fiddler´s Green haben nicht nur während den letzten vier Veröffentlichungen an ihrer Musik gearbeitet, sondern auch an dem Design der Band und das schlägt sich natürlich vor allem in ihren Veröffentlichungen wider. Der Grafiker hat das Thema der Platte wunderbar eingefangen. Jeder der sich die Zeit nimmt, das Cover zu betrachten, findet den Inhalt und die Musik von Fiddler´s Green graphisch dargestellt. Die Deluxeversion kommt in einem liebevoll gestalteten Digipack. Wenn man das Zellophan aufreisst schwillt das schon die Vorfreude. Das haptische Erlebnis steigert das dann noch und man stellt fest, dass Inlay, Cover und CDs durchdacht sind. Sie greifen die Musik wieder auf. Das Ganze ist ein Komplettpaket, dass es mir schleierhaft macht, wie man darauf verzichten kann. Ein Punkt, den Fiddler´s Green perfekt beherrscht. Die Bonus-CD: Einen echten Wermutstropfen gibt es dann doch. Die Bonus-CD bringt sechs Pianoversionen, die leider jegliche Authentizität vermissen lassen. Die Songs wirken gestellt wie die Fotos der Band. Und während das bei Albi gesanglich noch einigermaßen funktioniert, kann Pat die Lieder nicht füllen. Die Stimme gehört zum Punk. Während bei Wall of Folk die Bonus-CD wie eine eigenständige EP funktioniert und echte Kracher beinhaltet, kann ich mit den Pianoversionen nichts anfangen. Da ich den guten Eindruck von Winners & Boozers nicht schmählern will, gehe ich auf den Bonus nicht weiter ein und empfehle die normale Albumversion -> sure shot. Trackliste 1. A Night In Dublin 2. A Bottle A Day 3. No Lullaby 4. Old Dun Cow 5. We Don’t Care 6. Raise Your Arms 7. The More The Merrier 8. Buccaneer 9. Never Hide 10. Song For The Living 11. No More Pawn 12. Maria 13. Blacksmith Reel 14. Don’t Look Back

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CDs und Platten

15. Old Polina 16. Into The Sunset Again Bonus-CD:

3. 4. 5. 6.

Highland Road Sporting Day Apology Lost To The Moon

1. The More The Merrier 2. Victor And His Demons

www.celtic-rock.de/2013/08/fiddlers-green-winners-boozers-deluxe-edition-2013/

Blackmore’s Night ~ Dancer And the Moon (2013) von shutupanddance Im 16. Jahr des Bandbestehens veröffentlichen Blackmore’s Night ihr achtes Studioalbum: „Dancer And The Moon“: Wieder einmal erwartet den Hörer eine große Bandbreite an Liedern aus den verschiedensten Stilen, und wieder einmal strahlen alle die gewisse „Blackmore’s Night“-Aura aus. Schon alleine deswegen ist es schwer, der Platte oder der Band im Allgemeinen ein Genre-Label aufzudrücken. „Renaissance Rock“ nennt sich ihre Musik, doch Blackmore’s Night machen keine typische Mittelaltermusik, wie man sie von Märkten der „Szene“ kennt. Die Songs sind alle mittelalterlich angehaucht, manche folkig, andere Pop-lastiger. Blackmore’s Night schaffen ihre einzigartig entspannte Atmosphäre und die Songs wirken verspielt, was eventuell auch an den vielen Balladen liegt, die wie ein kleiner Gebirgsbach durch die Spielzeit plätschern. Teils bedienen sich die Lieder an Elementen des „New Age“, ohne das jetzt negativ zu meinen; mir persönlich klingt es manchmal allerdings zu synthie-haft. „Dancer And The Moon“ gibt sich leicht rockig, was ich, bezogen auf das „leicht“ aufgrund der Besetzung schade finde, aber dieses Fass lasse ich hier besser zu. Die Überraschung auf dem Album ist in meinen Augen, dass Blackmore sich sozusagen selbst covert, mit „The Temple Of The King“ aus „Rainbow“-Zeiten. Größen wie Elvis, die Bee Gees oder Bob Dylan coverten sie bereits auf ihren vorigen Alben, dieses Mal erwarten den Zuhörer „I Think It’s Going To Rain Today“ von Randy Newman und „Lady In Black“ von Uriah Heep, was mir in der Blackmore’s Night-Version

ausgesprochen gut gefällt. Dem tanzbaren „Troika“ hört man seine russischen Folklore-Wurzeln deutlich an, “Somewhere Over The Sea (The Moon Is Shining)” birgt ein tolles Solo und die walisische Folkmelodie „Ashgrove“ gefällt; „Dancer And The Moon“ ist textlich mit „Lalala“ und „Hey! Hey!“ kein Meisterwerk, aber geht ins Ohr. „The Last Leaf“ ist eine wunderschöne Ballade, die die beiden ursprünglich für ihre Tochter schrieben. Die Lyrics erzählen von den Blättern eines Baumes, die sich ständig wandeln und von den Menschen, die solche Angst vor der Veränderung haben. Das Album ist stimmig von vorne bis hinten, außerdem gut produziert und wird mit einem tollen Booklet mit persönlichen Statements zu den Songs geliefert. „Dancer And The Moon“ lebt, wie die ganze Band, von der Leidenschaft, die man nicht nur in den Zeilen liest sondern auch aus den Instrumenten und in den Stimmen hört. Nights Stimme ist ausdrucksvoll und klar und dass Blackmore mit Saiteninstrumenten umgehen kann, muss ich wohl nicht extra erwähnen – aber auch die anderen Musiker spielen erstklassig und ergänzen das Duo perfekt. Wer Blackmore’s Night bisher mochte, dem wird auch das neue Album gut gefallen.

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CDs und Platten

8. Galliard 9. The Ashgrove 10. Somewhere Over the Sea (The Moon is Shining) 11. The Moon is Shining (Somewhere Over the Sea) 12. The Spinner s Tale 13. Carry On… Jon

Trackliste 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

I Think it s Going to Rain Today Troika The Last Leaf Lady in Black Minstrels in the Hall The Temple of the King Dancer and the Moon

www.celtic-rock.de/2013/08/blackmores-night-dancer-andthe-moon-2013/

Konzerte und Festivals 4. Arnsberger Irish-Folk-Rock-Night von daniels in Münster für diese Band als Support entschieden hatten! Mr. Irish Bastard schreiben Alkoholgetränkte Lieder, die den Geist des Landes und die rohe Energie des Punk vereinen. Es ist hart, es ist schmutzig, es ist direkt aus dem Herzen. Neu dabei sind auch die “Ninive Highlander Pipes and Drums”, die den Saal zum Kochen bringen werden. Nicht fehlen dürfen natürlich die “Hausherren”: “Muirsheen Durkin & Friends”, die sich mit ihrer aktuellen CD “Last Order” bereits überregional ins Gespräch gebracht haben. Sogar ein einschlägiges Genremagazin aus Spanien hatte die Band in ihr Herz geschlossen und eine CD-Besprechung veröffentlicht. Die “Durkin’s” haben sich nun mit 2 (!) Pipern verstärkt, die auf den letzten Konzerten bereits eine mächtige Party abgeliefert haben. Wie immer wollen sie auch diesmal wieder neue Songs einspielen, die so noch nicht intoniert worden sind. Cheers! “Have a drink ya bastards! VVK-Stellen (ab Ende August!):

23. November 2013, GVU-Heim. Mit Muirsheen Durkin & Friends, Ninive Highlander Pipes and Drums und Mr. Irish Bastard Die 4. Arnsberger Irish-Folk-Rock-Night steht an und wieder einmal haben die Veranstalter ein Händchen für die richtige Mischung erwischt: Kein geringerer als “Mr. Irish Bastard” aus dem nahen Münster konnten für das Event verpflichtet werden. Neben “Fiddler’s Green” wohl die zur Zeit bekannteste und aktivste Irish-Folk-Rock-Band Deutschlands. Es kam wohl nicht von ungefähr, dass die Godfather des Genre “The Pogues” sich für ihre 2010er-Tour beim Open-Air

Neheim: SCORE – Am Neheimer Markt, R-Cafe, Reisebüro Theis – Lange Wende Hüsten: Schuhhaus Landsknecht – Marktstr., Helfmeier – Marktpassage, Arnsberg: Musikhaus Keck; Balve: LVM Bosse oder per Mail an Chris (chris.eggenstein@googlemail.com) per Vorkasse zzgl. Porto. Muirsheen Durkin and Friends ~ Last Order (2012) waren unser Album des Monats März 2013. CDs können für 10,EUR ebenfalls bei Chris unter oben angegebener E-Mail bestellt werden. www.celtic-rock.de/2013/08/4-arnsberger-irish-folk-rocknight/

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Bandportraits

Bandportraits Kilkenny Knights von daniels Irish Folkrock since 2009… Kilkenny Knights, das sind 8 Musiker aus dem schönen Coburg im Frankenland. Verschrieben haben sie sich dem Irish Folkrock und verbinden dabei traditionelle Folkinstrumente wie Mandoline, Akkordeon, Thin Whistle oder den ohrenbetäubenden Dudelsack mit fetzigen E-Gitarrenriffs und fetten Drums. Inspiriert von bekannten Genregrößen haben sie ihren eigen Punk-Folk’n’Rock Stil geprägt, den sie selbst gerne zusätzlich mit „des Teufels Tanzmusik“ betiteln, worin sich auch ein beliebtes thematisches Motiv wiederfindet. Ansonsten gibt’s vom heiteren Sauflied über Kneipenschlägereien und rockig romantischen Liebessongs bis hin zum mystischen „Piperdemon“ so ziemlich alles was den Pub zu kochen bringt. Auch traditionelle Melodien, teilweise in neuem Kontext, dürfen dabei nicht fehlen!

Wie bei so ziemlich jeder Band musste auch bei uns der ein oder andere sein Instrument an den Nagel hängen und wurde von einem Nachfolger ersetzt, allerdings sind wir stolz darauf, dass wir immernoch mit jedem unserer Ex-Mitglieder ein freundschaftliches Verhältnis haben. Von ihnen stammt

auch der Spruch „einmal ein Knight, immer ein Knights“ und so soll das auch bleiben. Nichtsdestotrotz geht es weiter vorwärts und seit 2011 haben wir auch unseren eigen Techniker, der sich nicht nur soundtechnisch super bei uns einbringt! So kann’s weitergehen… We’ll keep a float…

ThDevil rocks with us…

Die Bandmitglieder

Die Songschmiede der Knights läuft sich aktuell heiß von immer neuen Songideen, die im Herbst in unserem Debüt-Album erscheinen sollen. Unsere erste DEMO-CD mit 5 Songs ist mittlerweile erhältlich und wird bislang sehr gut angenommen. Programmtechnisch stehen bei uns heuer vorallem Festivals auf dem Programm, darunter auch Kracher wie „Die Festung Rockt“ auf der Festung Rosenberg in Kronach mit Headlinern wie Callejon, Montreal, OPM und Mark Foggo. Dabei verlassen wir mittlerweile auch wesentlich häufiger unser schönes Franken um auch den Rest der Republik mit dem Folkfieber anzustecken. Wir haben Bock drauf!

Wolfgang Reß: Akustikgitarre, Dudelsack, Gesang Philipp Schinkel: Akustikgitarre, Mandoline, Bodhran, Gesang Erik Fredriksen: Akkordeon, Gesang Sabine Götze: Querflöte, Thin Whistle Stefan Rebert: Schlagzeug Michael Fleischmann: Bass Johannes Reß: E-Gitarre, Gesang Philipp Sollmann: Technik

Friendly Farewell and new Knights…

www.kilkennyknights.de www.celtic-rock.de/2013/08/kilkenny-knights/

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Konzertberichte

Konzertberichte Balver Höhle Samstag 03.08.2013 von kuec Ganz ohne einen Höhlen-Besuch sollte der Sommer für mich nicht verstreichen. Zeitlich reichte es aber nur für ein paar Eindrücke vom Samstagabend. Aus Irland nach Balve eingeflogen waren Finnegans Wake, The Band of Moonlight Love und Blackthorn, umrahmt von der “Hausband” Craic. Zu sehen waren die Tänzerinnen von Rince Celtus. Die innovativeren Bands Harmony Glen, Na Fianna, Five Alive O und Socks in the Frying Pan waren am Donnerstag bzw. Freitag an der Reihe. As Seirbhis am Nachmittag habe ich leider verpasst. Der Samstagabend gehörte dem stimmungsorientierten Entertainment im „größten Pub des Sauerlandes“.

Im Prinzip hatte sich an den gut eingespielten Abläufen nur wenig geändert. Die Bühnenbeleuchtung war nach der Strahlen-Orgie von 2012 wieder auf Normalmaß. Das Getränkespektrum war um einige hochprozentige Spezialitäten erweitert worden. Das musikalische Spektrum blieb im gewohnten Rahmen. Das Dubliner Trio Finnegan’s Wake war auch letztes Jahr zu sehen. Sie wirkten entspannter. Neben dem voluminösen Gesang kamen die Talente des Whistlespielers gut zur Geltung. Mit Hits wie dem Lonesome Boatman und den bewährten Kneipenklassikern gab es keine Durchhänger. Die sechs jungen Damen von Rince Celtus boten zu donnernder Musik eine abwechslungsreiche, kraftvolle Show. Schade, dass sie für die Hard Shoes keinen Holzboden hatten, aber der Schlusstanz ohne Musik ließ den Effekt ahnen. The Band of Moonlight Love traten zu fünft an und hatten keine Zeit für einen richtigen Soundcheck. Das rächte sich mit vielen Rückkopplungen und einem unausgewogenen Sound, Concertina und Fiddle wurden von Gitarre, Mandoline und Bodhran massiv übertönt. Das schmälerten den Eindruck jedoch nur wenig. Die Band gab richtig Gas, wobei die beiden Sänger dominierten. Man merkte, dass es sich ursprünglich um ein Duo gehandelt hatte. Trotz musikalischer Kompetenz wohl eher etwas für eine kleinere Bühne.

Durch den Termin mitten in den Sommerferien war es nicht ganz so voll. Auch das Mittelalter-Spektakel im benachbarten Altena wird Leute abgezogen haben. Trotzdem war die Stimmung wie immer gut, wenn auch nicht überschwänglich.

Blackthorn hatten erst vor vier Wochen den Tod ihres Schlagzeugers zu verkraften, so dass Sean Reeves den Set mit einer Gedenkminute an Eamonn beginnen ließ, der beim vorigen Besuch der Band noch dabei war. Danach ging‘s mit vollem Sound noch mal richtig ab, obwohl die Fünf nicht unbedingt

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Konzertberichte

zu den Jüngsten zählten. Für Power sorgte neben dem rasch eingearbeiteten Drummer der sehr lebhaft agierende Bassist. An seinem Instrument beeindruckte besonders der Flötenspieler, aber auch der Fiddler/Keyboarder, Bandmitglied seit 1981 (!),konnte sich hören lassen. Der Leadsänger bewies enormes Stimmvolumen, z.B. bei Danny Boy, wo eine Gastsängerin aus dem Publikum ihren Auftritt hatte. Blackthorn unterhielten routiniert, locker und humorvoll, so dass die Zeit bis um Eins im Nu vergangen war. In einem Zeitungsinterview äußerte Sean Reeves den Wunsch nach einer Budget- Erhöhung. Das kann ich nachvollziehen. Auch wenn es nicht die absoluten Topstars sein müssen, würde mehr stilistische Vielfalt 2014 gut aussehen. An Ideen und Bewerbungen wird es nicht fehlen. www.celtic-rock.de/2013/08/balver-hoehle-samstag-03-08-2013/

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Konzerte und Festivals

Konzerte und Festivals Folk! in die Nacht ~ Folk Festival Bericht 2013 von JensP Am 10.08.2013 war es, nach einem Jahr Aussetzen des Festivals, wieder so weit und die Türen zum Klostergarten der Katharinenkirche öffneten sich. Aus allen Himmelsrichtungen kamen die Besucher zu der ausverkaufen Veranstaltung und schnell bildete sich am Eingang eine lange Schlange. Schon lange vor Einlass liefen einige Festivalbesucher die Straße hoch und runter (ich war auch zeitig da) und konnten es nicht abwarten, dass es endlich losgeht. Ich war sehr gespannt, wie der Klostergarten hergerichtet sein würde und war – wie auch in den letzten Jahren – überwältigt. Die Organisatoren und die vielen Helfer hatten es wieder geschafft, ein kleines Paradies hinzuzaubern. Der in einer Mauer umgebene Klostergarten war liebevoll gestaltet und hergerichtet worden. Schaut Euch einfach die Bilder an! Zwischendurch die Gedanken vom Organisator Max Heckel. Max Heckel (M.H.): Seit Jahren werden wir angehalten, die Örtlichkeit zu ändern, aber das will ich aus zweierlei Gründen nicht. Frau Bark, die Chefin des Altmärkischen Museums und Leiterin des Musikforums Katharinenkirche, hatte vor sechs Jahren den Mut, mit uns das das Wagnis eines solchen Festivals anzugehen. Sie war es, die daran geglaubt hat, und uns seit dieser Zeit unterstützt. Der zweite Grund ist, dass die Stimmung im Klostergarten, trotz der vielen Leute, immer sehr familiär ist. Das möchte ich nicht aufgeben, um noch mehr Leute „unterzubringen“. „Folk! in die Nacht“ wird also immer an diesem Ort bleiben. Wer Hunger und Durst hatte, für den gab es genügend Auswahl und keiner musste mit knurrendem Magen nach Hause gehen. Ich musste nirgends lange warten und wurde schnell und freundlich bedient. Zu Spitzenzeiten kam es schon vor, dass man ein paar Minuten warten musste und sich eine Schlange gebildet hat, aber es war alles entspannt. Die Auswahl an Essen und Getränken war groß und reichte von verschiedenen Currygerichten, Knobibrot mit verschiedenen Auflagen, bis zur guten Bratwurst. Die Getränkeauswahl war auch vielfältig und reichte vom Guinness, Kilkenny, Wein, Sekt, Mixgetränken, Whiskey und anderen Schnäpsen und Bieren, bis zu einer großen Auswahl an Softdrinks. M.H. : Wir arbeiten seit Jahren mit den gleichen Leuten zusammen. Da weiß ich, dass ich mich auf sie verlassen kann und woran ich bin. Es ist also eine win-win-Situation. Mir ist eines noch wichtig, eines zu betonen, bevor ich zu den Künstlern und Bands komme! Wenn ich mir überlege:

vier Bands, viele Künstler und das Feuerwerk für einen Eintrittspreis von nur 15,- Euro, das ist schon der Hammer!!! Dazu kommen noch die überaus günstigen Preise für Essen und Getränke, das ist Wahnsinn. Diese Preis-Leistung kenne ich von keinem anderen Festival! M.H. : Danke dir. Wir hatten dem Publikum vor zwei Jahren versprochen, dass sich am Preis nichts ändern wird. Leider müssen wir neuerdings auch Lärmgutachten und dererlei Dinge bezahlen, so dass sich unsere Kosten rapide erhöht haben. Aber Versprechen werden in unserem Hause eingehalten. Um 18.00 Uhr war Einlass und das Festivalgelände füllte sich sehr schnell. Schon vor dem eigentlichen Beginn der Veranstaltung wurde man von den beiden Künstlerinnen von Mosaique unterhalten. In schönen Gewändern gekleidet und auf Stelzen, zauberten sie bei dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht. Sie animierten und begeisterten das Publikum und schnell wurden die ersten Fotos gemacht. Die beiden Damen verkürzten das Warten auf die erste Band des Abends und

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Konzerte und Festivals

waren sehr unterhaltsam. M.H. : Die Entscheidung, diesen Act einzuplanen, war eher spontan – und am Ende doch Gold wert. Dass sich eine solche Schlange bilden würde, hatte ich nicht geahnt. Und umso erfreulicher war es, dass das Publikum auch schon beim Warten „bespaßt“ werden konnte. Nun war es so weit und die erste Band des Abends stand auf der Bühne. Celtic Cowboys aus Hamburg eröffneten musikalisch die Veranstaltung. Das hier zu sehende Video war ihr erstes Lied, das sie spielten und schon da kann man sehen, dass die ersten Tanzwütigen auf der Tanzfläche waren und es wurden immer mehr von Lied zu Lied. Das Lied “A Simple Life” stammt von ihrer aktuellen CD, welche bei Celtic-Rock schon vorgestellt wurde. Celtic Cowboys begeisterten die Zuhörer sehr schnell mit ihrer Vielfalt an Musikrichtungen, wie Country, Folk und Bluegrass. Nicht nur Coversongs wurden vorgetragen, sie spielten auch viele ihrer eigenen Lieder, aber eines hat mir sehr gefallen. Sie spielten das Lied “Lady Madonna” von The Beatles in ihrem Stil und das hat mich begeistert. In der Form habe ich das Lied noch nicht gehört. Ich habe sie schon in Dömitz bei der Irish Night erlebt und ich finde, hier in Stendal haben sie noch ein paar Kohlen draufgelegt und waren besser. Es war ein schöner Auftakt des Abends und ein toller Auftritt. M.H. : Ich habe diese Band über ihre CD hie bei Celtic Rock kennengelernt. Von den Live-Qualitäten der Band wusste ich nichts. Es war also ein Sprung ins kalte Wasser, der sich 100%ig gelohnt hat. In der Umbaupause stand Erin Circle auf der Tanzfläche und überbrückte die Zeit bis zur nächsten Band. Eigentlich ist es falsch, sie als Pausenfüller zu bezeichnen, da sie eine schöne Performance gezeigt haben und die Besucher begeistert haben. Sie tanzten in verschiedenen Gruppierungen, in Softshoes und dann auch in Hardshoes. Erin Circle zeigte die vielen Facetten des Irish Dance, vom feenhaften, dahinschwebenden bis zum energiegeladenen Tanz. Vor allem, als sie ohne Musik mit Hardshoes tanzten und das synchron, das war schon beeindruckend. Wie ich es auch schon im Vorbericht geschrieben habe: Sie machten mit ihren Steppschuhen Musik! M.H. : Mit Erin Circle arbeite ich seit drei Jahren zusammen. Das Miteinander ist auch vor und nach dem Auftritt sehr harmonisch, was mir sehr wichtig ist. Wiewohl die Qualität ihrer Darbietungen atemberaubend ist, sind sie alles andere als abgehoben. Sie haben uns dieses Jahr sogar ein Präsent mitgebracht – so lobe ich mir das. Acoustic Revolution standen als zweite Band auf der Bühne. Die drei Musiker waren die am kleinsten besetzte Grup-

pe und die einzigen, die ich noch nicht live gesehen – oder gehört habe. Die drei sympathischen Jungs aus Augsburg haben mich schnell in ihren Bann gezogen, aber nicht nur mich, das gesamte Publikum war von Acoustic Revolution begeistert. Ihre fröhliche und unbeschwerte Art ihre Musik vorzutragen, riss das Publikum mit. Dass sie über sich selber lachen können, bewiesen sie in ihren kleinen Geschichten, die sie erzählten, und machten sich so noch sympathischer. Ich war erstaunt, welches Volumen an Musik doch aus drei Instrumenten rauskommen kann und zusammen mit dem Gesang hat sich das sehr rund angehört. Da hat nichts gefehlt und es hätte auch kein Instrument mehr sein müssen. Aber nicht nur das Zusammenspiel der drei Musiker gefiel, sondern auch das Solo Breakin`up mit dem Kontrabass. Zu hören waren Lieder von der neuen CD Haunted By Numbers und andere Songs. Mit ihrem Musikstil: Folkpopbluegrasscountryclassicrock bereicherten sie den Abend. Ich hoffe, sie kommen bald wieder in den Norden! M.H. : Auch diese Band kannte ich bisher nur von Celtic Rock. Auf ihre Show war ich am meisten gespannt, weil sich Studioproduktionen nicht selten durch Tricksereien auszeichnen. Aber die drei haben eine Stunde lang Stimmung und Musik vom Feinsten geboten – wie auf ihren CDs. Und noch besser: Die selbsternannte „schwerste Band des Abends“ war nicht nur auf der Bühne absolut sympathisch, sondern auch davor / dahinter. Eine Band also wie aus dem Bilderbuch – also bitte mehr davon. Nun schlug zum zweiten Mal die Stunde von Mosaique und brachten die Zuschauer mit einer Feuershow zum Staunen und verzauberten sie. Mit allerlei Dingen wurde hantiert und jongliert. Brennende Fächern, Reifen, Seilen mit Kugel dran und anderen Dingen, sah es in der einsetzenden Dunkelheit phänomenal aus. Der Höhepunkt der Vorführung kam zum Schluss, als noch Pyrotechnik dazu kam. Fliegende Feuerkugeln und das kleine Feuerwerk brachten die Besucher zum Raunen und Staunen.

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Konzerte und Festivals

ein eigenes Lied verwendet. Für mich war es absolut erstaunlich, dass das Feuerwerk um einige, wenige Minuten verschoben werden musste: Über das Dach (!) des Nachbarhauses kam ein Mann geklettert, der nicht mehr zu einem Ticket gekommen war, und der sich auf diese Weise Zugang verschaffen wollte. Der Herr wurde also freundlich wieder aus dem Nachbargrundstück, auf dem das Feuerwerk aufgebaut war, entfernt und mit einiger Verspätung konnte es losgehen.

Nach dem Spiel mit dem Feuer standen die Jungs um Max Heckel auf der Bühne. Bei den beiden Bands, die vorher spielten, hatten es sich viele auf Decken, Bänken und Stühlen bequem gemacht. Als nun Nobody Knows die Bühne betraten, standen fast alle auf und die Tanzfläche reichte nicht mehr aus und so wurde überall getanzt. Der ganze Platz vor der Bühne war ein Meer aus tanzenden und mitsingenden Menschen. Nobody Knows spielten aus ihrem großen Repertoire Lieder wie: “Loreley”, “Katjuscha”, “Ring of Fire” und viele andere Stücke. Es ist immer wieder ein Ohrenschmaus, wenn Loreley in sächsisch gesungen wird! Die Freude an der Musik, den Spaß, den die Musiker auf der Bühne hatten, ging auf das Publikum über. Man merkte wieder mal, wie groß die Fangemeinde der Band ist. Wie die Musiker aus Stendal mit viel Spielfreude, Witz und hoher Qualität den Klostergarten zum Brodeln brachten war schon beeindruckend. Es gibt nicht viele Bands aus dieser Musikrichtung, die das Schaffen. Wo Nobody Knows spielt, ist immer was los! M.H. : Ein großartiges Gefühl, auf die Bühne zu kommen und den kompletten Garten tanzend zu sehen. Was soll ich da noch sagen?! Es war perfekt. In der letzten Umbaupause gab es ein Feuerwerk mit Musik und so wurden die Zeit bis zur letzten Band verkürzt. Zwei Lieder wurden zum Feuerwerk gespielt. Oktoberregen, von Nobody Knows, war als erstes zu hören und danach spielte man Ghost Riders. Es war ein imposantes Zusammenspiel und ein weiterer Höhepunkt des Abends. M.H. : Zum ersten Mal haben wir bei einem Feuerwerk auch

Die letzte Band des Abends waren die Cobblestones. Sie gehören wie Nobody Knows zum festen Bestandteil des Festivals und sind nicht mehr wegzudenken. Dieses Mal waren die “Kopfsteinpflaster” zu fünft angereist und spielten viele ihrer bekannten Lieder. Zu hören waren Stücke wie: Monto, Mary`s Wedding und Donald wher`s your trouseres. Mit ihrer frischen Art, ihre Musik den Festivalbesuchern näherzubringen, haben sie großen Erfolg und das zeigte sich auch dieses Mal wieder. Mit ihrer Scottish und Irish Folk Musik setzten sie einen schönen Abschluss, die Tanzfläche war wieder schnell gefüllt und die letzten Kräfte wurden mobilisiert. Der Spaß, den die Musiker auf der Bühne hatten, steckte

alle noch mal an. Wie alle anderen Gruppen kamen auch die Cobblestones nicht ohne Zugabe von der Bühne. Zum Ende kamen die Musiker von Nobody Knows dazu und es wurde zusammen musiziert. Das letzte Stück wurde von Nobody Knows gespielt und es wird langsam zur Tradition, dass die Musiker nach und nach die Bühne verlassen, die Musik aufhört zu spielen und nur noch das Publikum singt, bis auch hier die letzte Stimme verstummt. M.H. : Die Cobblestones sind seit dem ersten Festival mit dabei. Seit sechs oder sieben Jahren verbindet uns eine Bandfreundschaft, die ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Einen großartigen Abend erlebten die 1500 Besucher und eines steht schon fest: Am 30.08.2014 ist die nächste Folk! in die Nacht. Der größte Teil der Besucher ist bis zum Schluss geblieben und hat den Abend genossen, gefeiert und getanzt. Alle Bands, Künstler und Acts waren großartig! Es war nicht so wie auf anderen Festivals, wo die schwachen Bands beginnen und am Ende der Headliner spielt. Alle haben dazu beigetragen, dass es ein toller Abend war.

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Konzerte und Festivals

Mein Dank gilt auch den Organisatoren des Abends, den vielen Helfern, den beiden Technikern hinter dem Pult und allen die dafür gesorgt haben, dass alle einen unvergesslichen Abend hatten. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr! M.H. : Ob der 30.08.2014 als Termin gehalten wird, werden wir sehen. Auf jeden Fall wird es im August 2014 wieder ein das „Folk!-in-die-Nacht“-Festival geben. Und mehr erfahrt ihr – wie immer – von Jens bei Celtic Rock. Ich danke dir vielmals.

Fotos: JensP, Heide Ahrens, Copyright Ronny Harbich (falconiform.de) /Bilderrechte entsprechend der Bildbeschreibung www.celtic-rock.de/2013/08/folk-in-die-nacht-folk-festivalbericht-2013/

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Live

Live Sean und Dwight O’Reilly: Abenteuer in Irland von kuec Live-Atmosphäre des Irish Folk nicht fehlen darf. Sie haben neben einem traditionellen Instrumentarium auch ihre ursprünglichsten und irischsten Lieder im Gepäck. Und als wär das nicht genug, präsentieren die beiden Multitalente an diesem Abend zum allerersten Mal ihr ganz persönliches Gericht: Die „O’Reilly – Tasche“. Ob sie schmeckt? Wer weiß das schon, wenn er nicht einmal einen herzhaften Bissen probiert… Herzlich willkommen zu den großen Abenteuern von Sean und Dwight O’Reilly!” Filmriss Gevelsberg Rosendahler Straße 18 58285 Gevelsberg Wir kennen die O’ Reillys als sehr reisefreudig – schließlich traten sie im März bereits in Moskau und Madrid auf. Jetzt waren sie in Irland, und es wundert uns nicht, dass sie aus ihren Erlebnissen gleich ein originelles Event machen. In ihren eigenen Worten: “Die Gebrüder Sean und Dwight O’Reilly mögen zwar in Deutschland leben, doch ihre Herzen gehören der sagenumwobenen grünen Insel. Am Samstag dem 28. September laden sie zu einem einzigartigen Abend in das charmante Kino „Filmriss“ ein, um jeden mit auf ihre erste Reise nach Irland zu nehmen.

Datum: 28.09.2013 Einlass 19:30 Beginn 20:00 VVK: Radio Meckel, Bücher Appelt, Filmriss in Gevelsberg (ab 18. Aug.) Karte: 10 € Studenten: 7 € www.celtic-rock.de/2013/08/sean-und-dwight-oreilly-abenteuer-in-irland/

Dies ist eine Geschichte von Freundschaft, Abenteuerlust und von der unbändigen Naivität zweier Jungspunde auf einer Insel voller Entdeckungen. Das alles festgehalten in einer Bildershow, die zusammen mit den Erzählungen von Sean und Dwight O’Reilly einen jeden fesselt, oft zum Schmunzeln und schließlich zum Lachen bringen muss. Da die beiden seit Beginn dieser Reise vor knapp 5 Jahren mit ihrer Irish Folk Band „The O’Reillys“ erfolgreich von Stadt zu Stadt gezogen sind und es gar bis nach Russland und Spanien geschafft haben, ist ganz klar, dass auch an diesem Abend die triskel - the celtic rock & punk ezine 26


CDs und Platten

CDs und Platten Brenn Korzh ~ Storm (2013) von daniels Manchmal bekommt man Dinge in die Hand, die scheinen so gar nicht ins eigene Konzept zu passen. So geschah es mir bei dieser CD. Ich mußte erst mal meinen eigenen Horizont freiräumen, um mich dann dieser Musik unvoreingenommen zu nähern. Die Band Brenn Korzh spricht in ihrer Selbstdarstellung von “new celtic impression”. Das war für mich Grund genug erst einmal anzufragen, ob es möglich ist ein Promo-Exemplar zu bekommen. In den ersten Mails mit der Band stellte sich dann auch langsam heraus, dass es eher eine stark experimentelle Mischung ist, die meine Ohren erst einmal überraschte. Der Mix setzt sich wie folgt zusammen: Do you like to cook ? *Put in a mixer : * -*200gr of new wave / cold wave* -*100gr of traditional celtic music* -*300gr of pure rock* -*500gr of good sound* -*500gr of lights* *Then press the button during 10 seconds.* Die keltischen Elemente sind auch tatsächlich eher versteckt. Meist darauf bschränkt, dass sie traditionelle Instrumente einsetzen. Zu Beginn fallen erst einmal (tanzbare) Beats und Rockklänge in den Gehörgang ein. Diese CD ist sicher nicht für das Groh unserer Hörer- und Leserschaft, aber könnte denen Gefallen, die gerne Sisters Of Mercy oder The Mission gehört haben. Reinhören lohnt sich aber auf jeden Fall.

Anspieltipps: Gralla Oriental Kill Trackliste 1. The Way 2. Never Free 3. Chinese Night 4. Crossroad to Hell 5. Intoxication 6. Don’t Fall for Me 7. Clouds 8. Gralla 9. Oriental Kill 10. Chasing the Stars 11. On the Edge 12. Leaving www.celtic-rock.de/2013/08/brenn-korzh-storm-2013/

Instrumente Lernen Andreas Hambsch ~ Lern-DVDs für Highland Pipes (2013) von kuec Heute setzen wir die Serie “Instrumente lernen” mit einem Beitrag zum schottischen Dudelsack fort. Lehrmaterial für ein so spezielles Instrument braucht einen speziellen Rezensenten. Wir freuen uns sehr, dass wir als Gastautor Iain Duncan gewinnen konnten, der als Schotte seit Jahren in der Schweiz lebt. Da er auf Englisch geschrieben hat, können wir

seine Rezension außerdem zweisprachig anbieten. Mehr über Iain findet ihr unter seinem Text.

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Instrumente lernen

Im folgenden meine Übersetzung. Als ich erstmals gebeten wurde, die Lern-DVDs für die Great Highland Bagpipe von Andreas Hambsch zu rezensieren, war meine erste Reaktion: „Warum wird sogar ein DVD – Lehrgang auf Deutsch produziert?“ Dann überlegte ich ein bisschen, schaute mich im Web um und begriff, wie groß und wichtig der deutsche Markt für schottische Musik tatsächlich ist. Wenn ich mir die tourenden schottischen Folkrockbands anschaue, haben sie alle eine Menge Termine in Deutschland auf ihren Tourneen; suche gründlicher und du findest eine ganze Bewegung an Highland Games; suche noch intensiver und plötzlich stellst du fest, dass die allerneueste und beste Technologie an elektronischen Dudelsäcken aus: Deutschland kommt, woher sonst? Was waren also meine Erwartungen und Gefühle, während ich auf die Ankunft des Päckchens wartete? Würde ich einen objektiven Blick dafür bewahren können, was es einem alten Dudelsack-Hund wie mir über das Spielen vermitteln könnte? Könnte ich die Rezension sogar bewerkstelligen, ohne mehr als ein geringes Verständnis von der deutschen Sprache zu haben? Würde ich die Disks nur überfliegen und schreiben, dies sei alles sehr nett, aber es gäbe schon jede Menge Lehrmaterial, ohne dass es auch noch eine deutsche Fassung bräuchte? Nun um ehrlich zu sein – anschließend war ich stark beeindruckt… Die grüne Version der Lern-DVDs kam in einer einzelnen Hülle an, die drei einzelne Disks enthielt. Laut Beschreibung seien sie für alle Spieler von Anfängern bis zu fortgeschrittenen Spielern konzipiert. Wenn ihr auf Andys Webseite nachschaut, gibt es dort auch eine rote Version. Diese scheint sich mehr auf Spielübungen zu konzentrieren, während die grüne Fassung alle „Verzierungen“ durchnimmt, deren Erlernen so entscheidend ist, wenn man ein Spieler mit akzeptablem Niveau werden will. Das Coverbild lässt kein Missverständnis darüber zu, was das Produkt wirklich bietet. Das Design ist sauber mit einem einfachen grün-gelben Hintergrund mit dem Bild eines Dudelsacks vorn und einigen Screenshots auf der Rückseite, die die Lektionen repräsentieren, dazu die Sponsorenschaft von Kilts and More, die wie ich vermute die Produktion unterstützten und den

Einzelverkauf vorrangig betreiben, obwohl die DVDs auch direkt über Andys Webseite erhältlich sind. Andys Referenzen als Piper sind innen in einem Flyer beigefügt und geben eine beeindruckende Lektüre ab. Er wurde am College of Piping in Glasgow unter Dozent Joe Wilson und später bei Willie McCallum ausgebildet. Andy qualifizierte sich 2007 als Lehrer und kehrte zurück, um 2010 den „Schwarzen Gürtel“ des Dudelsackspiels zu erwerben, das Diplom auf der höchsten Stufe. 2010 eröffnete Andy seine Dudelsack-Akademie in Deutschland und unterrichtet jetzt Schüler aus ganz Europa. Durch seinen Ausbildungs -Hintergrund von so unglaublich hohem Standard stiegen meine Erwartungen an die DVDs sehr stark. Ich wurde nicht enttäuscht. Die DVDs wurden mit Sorgfalt und Geduld zusammengestellt; der Stil ist klar und einfach. Es ist so als hätte eine Unterrichtsstunde eins zu eins mit dem Lehrer selbst. Der Klang ist natürlich, mit etwas RaumHall, vielleicht von einem höherwertigen externen Mikrofon als nur dem von der Kamera. Die Lautstärke kann hoch genug für ein Playback vom PC aufgedreht werden. Der Klang der Spielpfeife (Chanter) ist voll und melodisch mit einer warmen Tonqualität, passte also zu meinem eigenen langen Übungspfeife mit genug Unterscheidung, um beide hören zu können, während ich bei den Übungen mitspielte. Die Verzierungen werden in einzelnen Kapiteln dargestellt, so kann man gezielt zu einer bestimmten musikalischen Figur springen, die man üben will, nachdem man das Kapitel im Inhaltsverzeichnis gefunden hat. Oder man schiebt jede DVD ein und geht die Lektionen eine nach der anderen durch. Was wirklich hilft, sind die Grafiken, die neben dem Bild von Andy auf dem Bildschirm erscheinen. Zunächst kommt ein Griff-Diagramm, das im Tempo der Musik abläuft und die Fingerpositionen an jedem Punkt der Übung darstellen. Daneben gibt es ein kleines Muster der Figur in Notenschrift mit einer beweglichen roten Linie, die den genauen Punkt in den Noten zeigt und mit Bild und Ton von Andys Spiel synchronisiert ist. Jede Übung läuft praktisch in zwei Teilen ab; zunächst eine mündliche Beschreibung der Übung mit Fokus auf dem Grundton, der Reihenfolge der Vorschlagnoten (grace notes) und der Schlussnote, fortgesetzt in einem demonstrierenden langsamen Durchspielen. In jedem zweiten Teil wird die Übung durch Spielen wiederholt, langsam anfangend bis zum vollen Tempo der musikalischen Figur. Die Grafik der Noten und das Griffbild sind nur im ersten Teil der Übung sichtbar; bei vollem Tempo sind sie unnütz, weil sich der Lernende auf die Reihenfolge der Vorschlagnoten konzentriert und nur zurück zum ersten Teil der Übung geht, wenn etwas nicht klappt oder sich nicht dem Gedächtnis oder Reflex eingeprägt hat.

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Instrumente lernen

Ich fand diese Methode besonders hilfreich. Ich wurde informell von ex-Armee-Dudelsackspielern unterrichtet und lernte die Wichtigkeit der Vorschlagnoten, aber die DVD lehrte mich mehr musikalische Phrasen als die, von denen ich wusste, dass sie existierten. An dieser Stelle wird sie ein wirklich starkes Werkzeug für uns ältere Pipes-Spieler; eine Aufzeichnung sämtlicher musikalischer Phrasen und „interaktive“ Noten zu besitzen, ermöglicht eine eine komplette Überarbeitung und eine Menge Säuberungs-Übungen für die faulen und schlechten Angewohnheiten, die sich in mein Spiel geschlichen haben und jahrelang unentdeckt geblieben sind. Überrascht stellte ich fest, wie bequem meine eigene Griffweise mit den Jahren geworden war, entdeckte aber auch vertraute Figuren aus Jigs und Reels, die in den Lektionen herausgestellt und dokumentiert werden. Durch das Ausführen der Übungen wurden auf einmal die Jigs und Reels schärfer und besser gespielt als vorher… Die Tsunami – Tonleiterübung ist allerdings eine Sache für sich! Die meisten Anfänger und eine Menge fortgeschrittener Dudelsackspieler werden am Ende von Disk 2 aufhören; für uns ist Piobaireachd eine dunkle Kunst, die alleine ausgeübt werden muss, vielleicht nur um den Teufel auf Tee und Früchtekuchen heraufzubeschwören. Wie dem auch sei, die offiziellen Figuren des Piobaireachd sind wirklich gute Fingerübungen und sollten nicht leichtfertig abgetan werden. Tatsächlich, während ich mich darüber lustig mache – Piobaireachd ist die „klassische Musik“ der Great Highland Bagpipe und wird als solche nur von der Elite der Meisterspieler ausgeübt, die sich überall auf der Welt in Wettbewerben miteinander messen. Wenn es das ist, „was deinen Sack füllt“, wie man sagt, dann besitzt Disk 3 alles, was du brauchst, außer der Geschicklichkeit und dem Talent, mit denen man geboren sein muss, um nach zwanzig langen Jahren harter Arbeit und Übung ein Großmeister zu werden! Aber legt Disk 3 nicht komplett zur Seite: schaut nach dem Bonusmaterial über Erhaltung und Pflege des Dudelsacks. Hier sind einige wirklich gute Tipps speziell zu den Rohrblättern (Reeds), wie man ezy-drone – Reeds anpasst und Spielpfeifenreeds auf ein bequemes und klangvolles Maß zurückschneidet. Säubern, Ölen und Pflegen werden auch besprochen. Obwohl Andy nicht in das schwerere „Bauen“ des Dudelsacks einsteigt, mit Schneiden eines Ledersacks und

Einbinden der Röhren oder die leichtere Arbeit, eine moderne Reißverschlusstasche aus Goretex anzupassen. Vielleicht ist das ein Hinweis für Bonusmaterial von einer zukünftigen DVD… Was machst du, wenn du kein Deutsch sprichst, denn diese DVD hat sich effektiv ihre Nische in einer Handvoll deutschsprachiger Länder geschaffen und damit effektiv das breitere Publikum ausgeschlossen, die sie zu haben verdient? Nun, außer wenn man das Bonusmaterial auf Disk 3 im Detail verstehen muss, ist Andys Sprache für jede Übung so klar und geradeaus, dass ein nicht Deutsch Sprechender sich nicht abschrecken lassen sollte – es ist einfach genug nachzuvollziehen. Hör dir die Beschreibung jeder Figur an und du erkennst leicht „G grace note, D grace note, E grace note” etc., ohne dass man überhaupt Deutsch sprechen muss. Mit dem Fokussieren auf Andys Griffweise, den Ton und die interaktiven Darstellungen auf dem Bildschirm ist dies ein Lehrwerk, das jede Sprachbarriere überschreitet und von jeder und jedem zu gebrauchen ist, unabhängig von ihrer Muttersprache. Die Messlatte für den Erfolg dieser DVD-Serie ist also die Frage, wie gut die Leistung als Lehrmittel für Anfänger und als Wiederholungs- und funktionales Übungsbuch für die älteren Dudelsack-Hunde ist. Ich kann die Antwort darauf mit einer Frage beginnen: Wie oft hört ihr Sporttrainer in Interviews nach einem gewonnenen Wettbewerb sagen, sie hätten gewonnen, indem sie zurück zum einfachen Spiel gegangen sind und die Grundlagen richtig gemacht haben? Dieser DVD-Set erreicht genau das gleiche Ziel. Dies ist nicht die „beste jemals dagewesene, neu entdeckte Diät“. Es ist das dudelsacktechnische Äquivalent zur simplen Botschaft „Iss weniger Kalorien und beweg dich mehr!“ Dieser DVD-Set liefert eine klare und umfassende Studie der sehr komplexen Kunst des Dudelsackspielens mit einer Einfachheit, der jeder Spieler auf jedem Leistungsstand folgen und die er als Lern- und Übungswerkzeug nutzen kann, das zu persönlicher Verbesserung führt. Meiner Meinung nach erzielt das Werk 10 von 10 Punkten bei allen gesetzten Zielen. Und was mich betrifft? Nun, ich hoffe, niemand will das Rezensionsexemplar wiederhaben, denn ich rücke es nicht raus..! Iain Duncan Juli 2013

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Instrumente lernen

Über unseren Gastautor Iain Duncan ist der Dudelsackspieler, außerdem Sänger und gelegentlicher Gitarrist bei der führenden schweizerischen Fo l k r o c k b a n d Keltikon, die in Pfäffikon im Kanton Zürich beheimatet ist. Iain begann mit Mitte Zwanzig Dudelsack zu spielen, nachdem er in einer Reihe Rockbands Gitarre gespielt hatte. „Die Pipes haben immer eine Faszination auf mich ausgeübt. Ich wuchs in England mit einem schottischen Vater auf und

verbrachte alle Schulferien irgendwo in den Highlands. Als kleiner Junge wurde ich sogar einmal in das Haus der (Weltmeister-) Familie MacDonald in Glenuig eingeladen, wo ich die Pipes zum ersten Mal hörte. Von dem Moment an war ich total begeistert, aber es brauchte viele Jahre, bis sich die Möglichkeit ergab, das Instrument tatsächlich zu erlernen. Ich spielte bei einer Menge „Burns Suppers“ (Dinner zum Geburtstag des Dichters Robert Burns), Hochzeiten und Tanzabenden, aber jetzt, 25 Jahre später liebe ich es, mit den Burschen von der Band abzurocken sowie den Dudelsack und – noch wichtiger – den „Dudelpunk“ einer ganz neuen Generation von Hörern nahe zu bringen.“ Keltikons erstes Album “Agenbite of Inwit” wird im Herbst erscheinen und über die Keltikon-Webseite oder bei Konzerten erhältlich sein. Die Redaktion freut sich über Rezensionsexemplare von Lehrmedien (Bücher/DVDs) zu Instrumenten, die für keltische Musik relevant sind. Wir werden weitere kompetente Gastautoren zu finden wissen. www.celtic-rock.de/2013/08/andreas-hambsch-lern-dvdsfuer-highland-pipes-2013/

CDs und Platten The Guntys – Punk Rock Debauchery (2012) von cuba64 Auch ich schließe mich daniels an. Manchmal kommen einem Sachen auf den Tisch, die nicht offensichtlich in die celtic Ecke gehören. Auch wenn sich Bands selbst in dieser Ecke sehen. So ging es mir mit den Guntys aus Abertillery. Zwar gibt es auf youtube eine Version vom Wild Rover mit einem netten Akkordeon, aber das gibt es von Klaus und Klaus auch. Auf ihrer Veröffentlichung habe ich dann solche Anleihen vergeblich gesucht – denn sie sind nicht offensichtlich. Es handelt sich bei Punk Rock Debauchery um ein Demo und das wird sofort klar: eine Reise zurück in die Vergangenheit. Wie zu besten Schulzeiten ist die Qualität der Aufnahme mittelmäßig. Ich betone aber das es hier um die Aufnahme und nicht um die Musik als solche geht. Daher schnell das Ganze nachgeregelt und dann funktioniert es auch schon. Zu hören bekommt man acht Tracks lang guten Punk. Die Texte drehen sich um die genretypischen Themen und werden für Punk abwechslungsreich präsentiert.

Bleibt also immer noch die Frage, wo der Link zu celtic ist. Nun, hier ist der Sänger nicht ganz unbeteiligt. Er legt zwei Seiten an den Tag, die eine perfekte Verbindung schaffen. Auf der einen Seite ist seine Stimme dreckig und ranzig – ganz so wie es sich für Punk gehört, auf der anderen Seite singt er sehr melodiös und bringt so alt bekannte Melodien in den Songs unter und agiert so als eine Art zusätzliches Instrument. Im Punk nicht unbedingt zu erwarten. Wer also

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CDs und Platten

von der Harmonie der irischen Weisen genug hat und eine Pause möchte, wer dringend nach einem unangenehmen Gespräch oder Erlebnis Aggressionen abbauen möchte, der sollte hier reinhören. The Guntys liefern handwerklich gut gemachten Punk mit interessanten Celticanleihen. Trackliste

3. 4. 5. 6. 7. 8.

Street Mosh Dan Thomas Tick Tick Stag Night Killing Me with a Spoon Dog shit

www.celtic-rock.de/2013/08/the-guntys-punk-rock-debauchery-2012/

1. Punk Rock Debauchery 2. Nanny State

Interna Deirin De & Elphin Mini -Tour Sept. 2013 von kuec Die vier charismatischen jungen Frauen der Tanzgruppe Elphin haben sich dem Irischen Stepptanz verschrieben und beherrschen diesen mit atemberaubendem Tempo und Präzision. Ob in Hard- oder Softshoes – mit ihrer mitreißenden Performance begeisterte Elphin im Rahmen mehrerer Tourneen mit Déirin Dé bereits seit 2003 das Publikum und – Abend für Abend aufs Neue – auch die Band. Bei Déirin Dé haben sich sechs erfahrene Musiker/innen der Irish-Folk Szene zu einer mitreißenden Liveband zusammengefunden. Der ausdrucksstarke und markante Gesang der Dublinerin Ann Grealy ist das musikalische Herzstück von Déirin Dé. Die Stücke reichen dabei von melancholischen und gefühlvollen Balladen bis hin zu humorvollen und stimmungsgeladenen Liedern. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme gelingt es Ann Grealy in kurzer Zeit, das Publikum auf musikalischem Weg in ihre irische Heimat zu entführen. Auf der anderen Seite begeistern die Musiker der Band das Publikum mit ihren fetzigen mitreißenden und schwungvollen irischen Tanzstücken, wie Jigs, Reels, Hornpipes und Polkas – temperamentvoll gespielt von Ulli Steinborn (Fiddle), Colman Connolly (Flute, Low Whistle, Pipes), Thomas Hecking (Akkordeon, Tin Whistle), Benedikt Terrahe (Bodhran) und Tobias Kurig (Bouzouki). Die charakteristische Mischung aus Spielfreude, Humor und Spontaneität sorgt dafür, dass der Funke rasch überspringt. Der Kontakt zu Elphin aus Gdansk kam vor elf Jahren über Straßenmusik zustande. Seitdem touren beide Partner immer mal wieder gemeinsam für einige Tage in NRW. Trotz der überragenden Qualität wird man keine Hochglanzwerbung für die selbst organisierten Auftritte finden und keine überhöhten Eintrittspreise bezahlen. Es geht allen Beteiligten ein-

fach um den Spaß an der Sache. So haben die Termine noch Geheimtipp-Status, obwohl sich bestimmt eine Menge Leute für diese Kombination erwärmen könnten. Der Auftritt in Herdecke 2011 hat nicht nur mich begeistert. „Das Zusammenspiel von Déirin Dé und der Tanzformation Elphin ist hierzulande kaum zu überbieten. Was Tänzerinnen und Musiker/innen gemeinsam haben, ist ihre Professionalität, die mitreißende Bühnenpräsenz und eine ganz charmante und einnehmenden Art das Publikum zu erreichen.“ (Venner Folk Frühling) 13.9. 20.00 Uhr 59065 Hamm , Volkshochschule, Platz der Deutschen Einheit 1 14.9. 20.00 Uhr 44623 Herne , Schnittpunkt, Freiligrathstraße 19 15.9. 19.00 Uhr 58313 Herdecke, Werner Richard Saal, Wetterstr. 60 www.celtic-rock.de/2013/08/deirin-de-elphin-mini-toursept-2013/

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Konzerte und Festivals

Konzerte und Festivals 5. Irish Days Leverkusen 30./ 31.08. 2013 von kuec Das musikalische Programm ist attraktiv, und der Eintritt ist frei – zwei gute Gründe, das Festival im großzügigen Neulandpark zu besuchen, zumal wie immer ein attraktiver Rahmen mit diversen Ständen geboten wird. Einzelheiten zu den Gruppen auf der Homepage der Irlandfreunde. Freitag, 30. August 2013 17.00 Uhr 19.00 Uhr 20.45 Uhr

Bucks of Oranmore Ralf Weihrauch Trio Open Air Session (Seisuin Sa Pairc Tir Nua)

Samstag, 31. August 2013 14.00 Uhr 15.45 Uhr 16.20 Uhr 17.00 Uhr 18.30 Uhr 20.00 Uhr 20.15 Uhr

Finnegans Five Jochen Vogel (Harfe) Stepshow mit der Gruppe Ceili Finnegans Five Ceolma Stepshow mit der Gruppe Ceili Nobody Knows

An beiden Tagen „After-Show-Partys“ im Notenschlüssel, Fr.-Ebert-Str. 122, Wiesdorf

Freitag: Livemusik mit The Hurricanes / Samstag: Rarities – DJs mit Celtic Rock www.celtic-rock.de/2013/08/5-irish-days-leverkusen-30-31-08-2013/

CDs und Platten Shannon ~ 8th (2013) von Folkaholix Seit ihrem ersten Album “Loch Ness” sind fast zwei Jahrzehnte und neun Folgeproduktionen ins Land gegangen. Nun legen Shannon nach dreijähriger Silberling-Abstinenz mit 8th den namentlich irritierenden Zehntling vor, der sich erst unter dem Banner “eigenständiges Album” seine Benamsung verdient. Der Opener, Who / The Old Wedding Reel, eröffnet mit Bassstreichersatz, der, wiewohl hymnesk klingend, nicht aus der Konserve gehoben wurde, sondern durch authentische Bogenstriche überzeugt. Hinzu kommt der eingangs befremdlich wirkende Kehlkopfgesang, der sich in einem weichen Vibrato verliert, von der Geige umspielt wird, und sich schlussletztlich in einem rhythmisierten, in den Bann ziehenden Break verliert. Mit einer unfassbaren Basslast triskel - the celtic rock & punk ezine 32


CDs und Platten

erdrückt der Kehlkopfgesang die Aufmerksamkeiten unter seinem Faszinosum. Es folgt ein instrumentelles Stell-dichein, das geigendominiert, auf ein rahmengetrommeltes Solo hinführt, dem sich nahtlos weitere rhythmische Brüche anschließen. Meisterliche Instrumentalkunst verbindet sich hier mit traditionellen Klängen und quasi-klassischen Arrangements, die dennoch behänd und ungebremst ins musische Gemüt Einzug halten. Das Unisono der Streicher und stehenden Luftsäulen entlädt sich abschließend in dem kehligen Gesang, der somit Anfang und Ende befremdlich eingängig umrahmt. Cregs Pipes / The Mountain Road / Hogties Reel, der zweite Titel des Albums, eröffnet mit hellen Gitarrensaiten, die vom bundlosen Bass spielerisch umspielt bzw. dominiert werden. Über die Setlänge von drei vereinnahmten Stücken bietet sich ein meisterliches Kompendium unterschiedlicher Flöten und Bag-Pipes dar, das, wie nebenbei, vom spielerischen Übergang lebt. Nach zwei instrumentdominierten Titeln hebt der dritte nun endlich auch die vokale Präsenz in den akustischen Fokus. Eine der zwei Shannondamen erhebt das solistische Sangeswort und wird von einem lieblichen Abschluss-Chorus der verbliebenen Dame und der vier Herren umrahmt. Und ehe sich hörtechnische Eintönigkeit einstellt, wechseln die sechs polnischen Musiker wieder zugunsten ihrer Instrumentalkunst. Hier brilliert die bisher vornehmlich folkloristisch zu hörende Fiddle mit beinahe jazzigen Klängen, ehe sich der pittoreske Chor wieder zu Klang meldet. Und so folgt Titel auf Titel, ohne dass sich in irgendeiner Form Langeweile einstellt. Dass mit As I Roved Out gen Ende des Zwölftitlers ein vertrauter Name das Cover säumt, führt mit dem ersten Akkordklang des Pianos zu positiven

Irritationen. Im Wechselspiel harmonischer und dissonanter Melancholie entfalten Shannon einen authentischen Hymnus musikalischen Heimwehs. Über die volle Länge von sechzig Minuten gelingt dem polnischen Sextett ein musikalischer Zauber, der vom ersten zaghaften Schwingen der Boxenmembranen bis zum Ausklang des letzten Akkords nichts von seinem Zauber einbüßt. Zwischen traditionellen Klängen, klassischen Arrangements, weltmusischen Exzessen sowie Jazz- und Country-Exkursen lassen sich Shannon in keinerlei Schublade stecken und schaffen dennoch ein vielschichtiges Klangerlebnis, das intuitiv ins Ohr geht, sich aber mitnichten wieder aus ebendiesem verbannen lässt. Trackliste 1. Who / The Old Wedding Reel 2. Cregs Pipes / The Mountain Road / Hogties Reel 3. Sirius 4. Eddie Kelly’s / Jackson’s / Tommy Peoples Reel 5. Three Reels 6. Daily Growing 7. Cuilfhionn / Road to Michelstone 8. Seven 9. Caleb Meyer / The Teelin 10. Dispute at the Crossroads / John Doherty’s / Sidewaulk Reel 11. As I Roved Out 12. Sweet Rain / Son Ar Rost / The Donegal Lass www.celtic-rock.de/2013/08/shannon-8th-2013/

Randy Sharp, Jack Wesley Routh, Sharon Bays and Maia Sharp ~ Dreams Of The San Joaquin (2013) von Folkaholix Mit Dreams Of The San Joaquin wird dem kalifornischen Längstal San Joaquin Valley eine musikalische Hommage über die Länge von elf Titeln gewidmet. Dass ebendiese unter anderem durch die Grammy-prämierten Banner von Randy Sharp und Jack Wesley Routh geziert wird, führt hörtechnisch, entgegen dem stereotypen Allgemeinverständnis über die Region, nicht zu Verstaubungs- bzw. Austrocknungserscheinungen. Dabei eröffnet mit B“ ein Titel den Reigen der musischen Impressionen, der diesem Eindruck zumindest hinsichtlich seines Namens grundsätzlich widerspricht. Randy Sharp gilt die Gunst des ersten Tons. Dass neben dem obligatorischen Schlagzeug, Gitarre und Bass auch ein Sopransaxophon zum melodiösen Wort kommen darf, kleidet den Gesamtsound sehr gut. Das tragende Element ist jedoch die Orgel, deren triskel - the celtic rock & punk ezine 33


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warmes Vibrieren an das Flimmern der Hitze über den landbewirtschafteten Weiten erinnert. Und indes das gesungene “It’s a burn day” im nachhallenden Chorus erklingt, meint man fast, die brennende Sonne sei einzig Anlass entspannenden Innehaltens. Mit Between The Ice And The Fire, dem zweiten Titel, erhebt Routh seinen gesanglichen Anspruch, der, wie sein Vorgänger, in rhythmisch eher gemäßigten Gestaden situiert ist. Nebst der hinzukommenden Mandoline erfährt das Stück seine klangliche Hauptfärbung insbesondere durch John Davis Pedal-Steel-Guitar, die dem Titel einen entspannten Country-Sound hinzugibt. Gemäß der Auflistung der namengebenden Interpreten müsste nun Sharon Bays folgen, die ihre vokale Hauptleistung aber erst mit F“ abliefert und folglich Maia Sharp den Vortritt gewährt. Das Loblied des heimischen Gefühls, das nun auch ein Cello in das musikalische Miteinander integriert, wartet im Refrain mit einer fast countertenorartigen Gesangsleistung Randy Sharps auf, deren Subtilität nur durch ihre erstaunliche Leistung übertroffen wird. Und derart setzt sich das Album fort: Die vier Musiker geben sich wechselseitig die solistische Klinke in die Hand, beterzen einander in den jeweiligen Refrains, lassen unterschiedlichen Instrumenten den melodiösen Vortritt, so dass schlussletztlich ein ansehnliches Kompendium zusammenkommt. Aus rhythmischer Sicht schlagen die zwei Herren und Damen ge-

mäßigte Töne an. Dass dabei einem programmierten Schlagzeug der Vortritt gewährt wird, dürfte für die wenigsten ein hörtechnisches Hindernis darstellen. Wer von D“ ein stilisiertes Meisterstück amerikanischer Tanzmusik erwartet, wird diese Erwartungshaltung nicht erfüllt wissen. Wer jedoch eine grundsätzliche Neigung zu Konzeptalben hat, wer sich textlich auf eine Reise unterschiedlichster Heimatgefühle – fernab jedweder stumpfer Patriotismus-Pathetik – einlässt, der wird in diesem Album eine Vielzahl musikalischer Subtilitäten entdecken können. Trackliste 1. Burn Day 2. Between The Ice And The Fire 3. At Home 4. Shores Of White Sand 5. New Day Out 6. Ridin’ On The Night Train 7. Or So The Heart Remembers 8. For Old Time’s Sake 9. Beyond The Great Divide 10. Broken Arrow 11. Dreams Of The San Joaquin www.celtic-rock.de/2013/08/randy-sharp-jack-wesleyrouth-sharon-bays-and-maia-sharp-dreams-of-the-san-joaquin-2013/

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triskel - the celtic rock & punk ezine 35


Die n채chste Ausgabe von

triskel the celtic-rock & punk ezine erscheint am

Samstag den 12.10.2013 auf www.celtic-rock.de

triskel - 09/2013  

triskel - the celtic-rock & punk ezine

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