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Ausgabe 6 - Juni 2012

The Dolmen

Irish Air

Fes

e 2012 tivalguid

CDs und Platten Interviews Konzerte und Festivals

Bandportraits Medien und Literatur und vieles mehr...


Inhalt

Editorial von frakru Leider lässt der Sommer in Deutschland ja noch ein wenig auf sich warten, auch wenn Euer Redakteur schon den ersten schmerzhaften Sonnenbrand hinter sich hat (Ein großes Bedauern...). Wir gehen aber natürlich davon aus, dass noch diverse schöne Tage kommen und haben passend dazu in dieser Ausgabe die schönsten Festivals in unserem „Irish Air Festivalguide 2012“ für Euch zusammengestellt. Seid Ihr auch im EM-Fieber, weil gestern die Fußball EM begonnen hat? Schmücken Deutschlandfahnen Eure Autos oder tragt Ihr das Grün, Weiß, Orange unserer Lieblingsmusik-Nation? Oder lässt Euch die ganze Fußballeuphorie kalt? Nicht nur für diesen Fall haben wir für Euch wieder eine prall gefüllte Ausgabe mit CD Kritiken, Berichten von Konzerten und Festivals und vielem mehr zusammengestellt. Wie immer freuen wir uns natürlich auch über Eure zahlreichen Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge, Lob, Kritiken und sonstige Kommentare und wünschen ganz viel Spaß, spannende Unterhaltung und viel Glück beim Gewinnspiel. Eure celtic-rock Redaktion

Inhalt Titelstory

Konzerte und Festivals

Irish Air Festivalguide 2012 ........................................24

Bericht ~ 2. Folk am See Festival ~ Poggensee .........7 The Mighty Stef @ Scruffy’s Pub in Karlsruhe .......11 The Dolmen – Live beim “MPS” Rastede ...............12 1. Keltic Festival Hohenlimburg ................................20 Vorschau ~ 2. Folk am See Festival ~ Poggensee ...22

CDs und Platten

Album des Monats ..........................................................3 Bagpipe Hero ~ Caledonia Rock (2011) ...................10 IONA ~ Another Realm (2011) .................................16 Whiskey Of The Damned ~ A Damn Good .........17 Drink Hunters ~ With my Crew (2011) ....................18 Dance to Tipperary ~ Return to me (2012) .............26 Craic ~ What keeps me here (2010)...........................27 Irish Stew of Sindidun ~ New Tomorrow (2011) ...31 McMontos ~ Fancy A Foursome (2011) ..................32

Dies und das

Neues von The Wakes ..................................................19 Konzerte und Festivals

IN SEARCH OF A ROSE..........................................30 Instrumentenkunde

Akkordeon .....................................................................28

Tooraloo Radio

#23: Justin Keenan (The Go Set) .................................5 Impressum ..................................................................33 Streams Of Whiskey

Juni ...................................................................................6 Gewinnspiele

Streams Of Whiskey - Juni ...........................................6 Irish Air Festivalguide 2012 ........................................24

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CDs und Platten

Album des Monats - Juni Drunken Lullabies ~ póg mo thóin (2011) von JensP Eine treue Fangemeinde und brechend volle Häuser, so steht es auf der Homepage der Drunken Lullabies. Wenn man dann die Presse liest, kann es nicht anders sein.

Speed-Folk Tradition. Geige und Drums spielen die Eröffnung, der Rest der Instrumente steigt dann auch zügig ein und bilden ein sehr abgewogenes Klangbild. Gesang und Musik spielen harmonisch zusammen.

Dr unken Lullabies gründeten sich 2008 in der Eifel. Die sechs Musiker spielen SpeedFolk und Irish Folk Punk Rock. Wobei sie kreativ gegensätzliche Stilelemente wie Reggae oder Polka Rhythmen einfließen lassen, so Ihre eigene Beschreibung. Die Musik ist handgemacht, darauf legen die Musiker großen Wert.

Irish Rover und Salty Dog machen da weiter, wo der erste Song aufgehört hat. Schnell gespielte Lieder, die es in sich haben und schnell zu Ohrwürmern werden. Irish Rover ist ein bekanntes traditionelles irisches Lied und immer wieder im Programm von Folk-Bands. Schon in der normalen Version wird es schnell gespielt, aber die Band legt da noch ein Zacken zu und machen es sehr hörenswert. In Lied Salty Dog macht die Geige ein kleines Intro, die anderen Instrumente steigen mit ein und erhöhen das Tempo merklich. Die drei ersten Lieder haben es in sich und sind gut tanzbar. So muss eine CD beginnen! Das Tempo wird im darauf folgenden Song gebremst, ein Gang runter geschaltet. Sie können auch noch langsamer und das zeigt mir, dass sie auch leise Töne schlagen können.

Die Drunken Lullabies haben dem Album einen ungewöhnlichen Namen gegeben. Das ist in Gälisch (die eigentliche irische Sprache) und póg mo thóin bedeutet in der deutschen Sprache, wörtlich übersetzt ~ leck mein Ar… (Po) ~. Ich muss gestehen, für mich passt das gut zusammen und da es in Gälisch geschrieben ist, ist es auch nicht aufdringlich. Das Cover ist auch sehr gelungen und gefällt mir sehr. Habe mir die Rückseite angeschaut und festgestellt das viele traditionelle Lieder auf dem Album zu hören sind und das hat mich auch schnell bewegt, die CD einzulegen und mich von der Musik zu überraschen. Ich hatte auch große Hoffnung, Erwartung und freute mich auf die Musik. Ich sollte nicht enttäuscht werden! Der Opener ist für mich persönlich immer wichtig und da hat mir Drunken Lullabies zugespielt. Mit Drunken Lullabies ist ein guter, ein richtiger Einstieg in die Musik der Band aus der Eifel. Es geht gleich zur Sache und das ist das, was die Band auch darstellen möchte. Irish Folk Punk Rock in der besten Art darzu legen. Das Lied wird schnell gespielt, in alter

Fields of Athenry ist ein ruhiges, besinnliches Lied. Lieber spielen sie aber schnell. Der Titel sechs zeigt das auch wieder, beginnt langsam, steigert sich im Tempo und Geige, Bass, Drums, E-Gitarre, Gitarre spielen um die Wette und der Gesang rundet das ab. Whiskey in the jar ist auch ein sehr beliebtes Lied und wird gut dargeboten. Die Interpretation des Liedes passt gut auf die CD, kraftvoll gespielt und man möchte gleich mitsingen. Denis Murphy Polka gehört zu meinen Favoriten auf dem Album. Das Stück ist ein wahrer Ohrenschmaus, Musik vom feinsten und das ist nicht übertrieben. Die Geige spiel erst mal die Hauptrolle und wird von Drums, E-Gitarre und Gi-

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CDs und Platten

tarre unterstützt. Sie spielt mit Leidenschaft ihr Lied und legt zum Ende noch etwas zu. Musik ohne schnörkel und ein ganz tolles Stück! Dirty old town ist auch ein Klassiker und auf jedem Folk-Konzert zu hören. Die Drunken Lullabies spielen es erst so, wie man es als traditionelles Lied kennt, aber das bleibt natürlich nicht so. Nach ca. einer Minute wird wieder Gas geben und das Lied erscheint in einem anderen Licht. Locker, schnell, unbeschwert und kraftvoll wird es vorgetragen. Das sind die Drunken Lullabies, das ist deren Musik. Den Abschluss macht das Lied Green fields of France. Ein ruhiges Stück und schöner Schlusspunkt. Im Originaltitel heißt es – No Man`s Land – und beschreibt die Gedanken eines jungen Soldaten, der im Ersten Weltkrieg fiel. Es wird auch langsamer gespielt, wie ich es üblicherweise kenne, aber es hört sich nicht langweilig an, im Gegenteil sehr gut. Das Album von Drunken Lullabies ~ póg mo thóin ~ möchte ich jeden ans Herz legen, der Speed-Folk und Folk Punk Rock hört. Das Album ist abwechslungsreich und hält einen immer in Stimmung. Ein Mix aus schnellen, langsameren und ruhigen Songs, die gut abgestimmt sind, bestimmen das Album. Gesang und Musik sind im Einklang und nicht in Konkurrenz miteinander. Der Silberling hat mich sofort begeistert und hat schon einige Betriebsstunden auf der Uhr. Traditionelle Lieder wurden neu vertont und tragen nun den Stempel der Drunken Lullabies. Diese CD kann man sich immer wieder anhören!       Trakliste

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Drunken Lullabies Irish Rover Salty Dog If I ever leave this world alive Fields of Athenry What`s left of the flag Whiskey in the jar Rare auld times Denis Murphy Polka Dirty old town Limmerick Rake Green fields of France  

Die Kombination von deutscher Band, englischen Gesang und den Titel des Albums póg mo thóin ist ungewöhnlich. Wie seit Ihr auf den Namen des Albums gekommen? DL: Die Kombination Irish Folk und deutsche Band stammt von meiner Liebe zu Irland und den Pogues. Ich habe Irland unzählige Male mit dem Motorrad bereist und die Menschen dort schätzen gelernt. Shane McGowan, der Frontmann der Pogues und Popers ist dabei eine außergewöhnliche Erscheinung. Das hat mich inspiriert mit unserem Geiger Björn die Band im Jahre 2008 zu gründen. Póg mo thóin stammt erst mal von einer Postkarte, die ich mir anlässlich eines Weihnachtskonzertes der Pogues im Dezember 2010 in Killarney (Irland) gekauft habe. Bei einer Bandprobe haben wir uns dann stundenlang den Kopf zerbrochen, wie das Album denn nun heißen soll. Einer unserer fluchte irgendwann: “leck mich doch am Arsch … mit dieser Scheiße!!!”. Dabei fiel mir der Spruch auf der Postkarte ein ~ póg mo thóin ~, was übersetzt das gleiche bedeutet und schon war der Albumname geboren … Aber es ist auch, wie Mario schon erwähnte, eine Hommage an Shane McGowan. Was steht bei Euch an und was sind Eure Projekte in der Zukunft? DL: Wir haben derzeit einige Ideen. Im Vordergrund steht ein aussagekräftiges Bandvideo aus professioneller Hand, das im Herbst entstehen soll. Parallel wollen wir anfangen, eigene Songs in die bestehende Setliste mit einzubauen. Dies stellt jedoch ein langfristiges Ziel dar, da die Songs zu denen, die wir covern, stilgerecht passen soll. Daneben steht natürlich das ausbauen unseres Wirkungskreises immer als zentrales Ziel. Bisher war Liverpool das weiteste, neben München, wo wir aufgetreten sind. Ist ein neues Album in Planung? DL: Wir planen derzeit ein Livealbum an den Start zu bringen. Was ist für Euch mal wichtig zu sagen? DL: Wir finden es unheimlich geil wie stark das Interesse an dem Musikstil, wie wir ihn verkörpern, täglich wächst. Geiles Publikum ist unsere Droge, besonders das, welches Pogo mit uns tanzt! Aber auch jenes, was mir ein Bier bringt, um meine geschundene Sängerstimme zu ölen, finde ich geil .

Ich durfte noch einige Fragen an Stefan und Mario von Drunken Lullabies (DL) stellen, hier sind sie und deren Antwort:

Wenn ich mal auf ein Konzert von Euch bin, gebe ich mal ne Runde Bier aus! Welche Frage möchtet Ihr mal beantworten, die Euch noch nicht gestellt wurde und wie wäre die Antwort?

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CDs und Platten

DL: Wann sehen wir Euch mal als Supportband von einer großen Band, wie den Pogues oder Flogging Molly oder Dropkick Murphy? Meine Antwort wäre: Wenn Shane McGowan, oder die anderen anrufen, laufe ich zu Fuß zum Auftrittsort und trage dabei alle Instrumente auf dem Rücken dorthin . Ich bedanke mich bei Euch für die Zeit, um meine Fragen zu beantworten!

Folk will never die and never drink alone! Die CD kann man auf der Homepage von Drunken Lullabies kaufen. http://www.celtic-rock.de/2012/06/drunken-lullabie s-pog-mo-thoin-2011/

Toraloo Radio #23: Justin Keenan (The Go Set) von Funkfuzzi Wenn die Pogues mit The Clash im Pub sitzen und jammen – und die Jungs von AC/DC schauen auch noch rein…dann hat man THE GO SET! Die Jungs sind in ihrer australischen Heimat schon ziemlich bekannt – jetzt wollen sie auch Deutschland knacken. Rotziger Rock’n'Roll trifft Folkeinflüsse! Sänger und Gitarrist Justin Keenan spricht über die aktuelle Deutschland-Tour, seine irischen Wurzeln und darüber, wie die Australier ticken… Sehr empfehlenswert: die neue CD “THE GO SET” – auch darum geht’s in dieser Folge “TOORALOO RADIO”! Ein paar Tage könnt Ihr sie auch noch in Deutschland live erleben: 24.05.2012 Mainz, Hafeneck (acoustic show tbc) 25.05.2012 Hamburg, Klubsen 26.05.2012 Zittau, Emil 27.05.2012 Berlin. Clash 28.05.2012 Stuttgart, Goldmark’s

http://www.celtic-rock.de/2012/05/torraloo-radio-23-the-go-set/

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Streams Of Whiskey

Streams Of Whiskey Die Juni Charts // mit Gewinnspiel von daniels Langsam fangen die Charts an richtig Spaß zu machen. Mehr als 300 User mit mehr als 500 abgegebenen Stimmen! Die Damen und Herren von The Dolmen und Nobody Knows haben sich bis zuletzt ein heißes Rennen um Platz 1 geliefert. Den Ausschlag gab am Ende eine Stimme. Danke schön fürs mitmachen! Das hat die Ränge auch mächtig durcheinander geworfen und einige der vermeintlichen großen Bands hat es dahin gerissen, aber die interessieren unsere Charts wahrscheinlich nicht: Runrig, Levellers, Oysterband, Mr. Irish Bastard, In Search Of A Rose. Alle raus. Endlich hat es aber auch mal wieder jemand in die Hall Of Fame geschafft. Nach fünf erfolgreichen Runden in den TOP 15 haben FFR die Ruhmeshalle erreicht. Nochmals zur Erinnerung, wenn ausreichend viele Bands den Sprung geschafft haben, wird wir eine eigene Radioshow für die Hall Of Fame On Air gehen. Hier nun die TOP 5 aus dem April: 5. Irish Moutarde – The Bear And The Maiden Fair (Platzierung: 2/5) (10%) 4. Katzenjammer – Rock-Paper-Scissors (NEW!) (10%) 3. Plattrock – One wild night (NEW!) (14%) 2. Nobody Knows – Word Up (Platzierung: 1/1) (28%) 1. The Dolmen – Drink With the Devil (Platzierung: 2) (28%) Die kompletten Ergebnisse findet Ihr im Chart-Archiv. Diesen Monat neu nominiert sind: The Popes; The McMontos; Drink Hunters; Irish Stew of Sindidun; Craic; Dance to Tipperary; Whiskey of the Damned; IONA; Red Hot Chilli Pipers; Lack Of Limits; Irish Maiden; The Mahones; Benjaming Band; Boggin Leprechaun; Circle Of Bards Wie immer freuen wir uns natürlich über Eure Wünsche. Es sind ja Hörer/innen-Charts. Am liebsten im Forum oder hier in den Kommentaren, aber gerne auch per E-Mail. Als Motivation zur Teilnahme gibt es diesen Monat zwei Raritäten aus Kanada und Australien zu gewinnen, an die man so leicht (nicht mehr) ran kommt. 1x CD The Dreadnoughts, Avalon 1x CD Catgut Mary, Bourbon & Black Porter Wie immer vielen Dank an die Spender/innen! Verlost werden die Scheiben unter allen, die bis zum 25. Juni 2012 ihre kompletten fünf Stimmen abgegeben haben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner/innen werden per E-Mail benachrichtigt. Bitte hinterlasst also eine zustellfähige Adresse in Eurem Profil. Um abzustimmen, müßt Ihr Euch hier rechts in der Sidebar zunächst registrieren. Wenn Ihr eingeloggt seid, könnt Ihr auf der Chartseite abstimmen! UND NUN AB ZUM VOTING: http://www.celtic-rock.de/2012/06/streams-of-whiskey-die-juni-charts-mit-gewinnspiel/

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Konzertberichte

Konzertberichte Bericht ~ 2. Folk am See Festival ~ Poggensee Bad Oldesloe von JensP Wenn ein Mensch vor Euch steht und sagt: “Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht!”. Was kommt als Erstes? Oft die Schlechte und damit möchte ich auch anfangen. Die schlechte Nachricht ist, das Festival war einfach zu kurz. Viele Besucher waren bis zum Schluss da und wollten nicht nach Hause gehen, obwohl es später recht kühl wurde. Wo bei ich dann die Kurve bekommen habe, um ins Schwärmen zu geraten. Erst mal ein Lob an den Veranstalter, der es geschafft hat einen ganz tollen Abend auf die “Beine” zu stellen. Es war ein sehr schönes Festivalgelände. Der Platz lag direkt am Poggensee, war eingesäumt von Bäumen und war wie versprochen ein malerisches Plätzchen. Die Bedienung an den Ständen war sehr zu vor kommend, nett und nicht gestresst. Man brauchte auch nicht lange warten um was zu bekommen, da genügend Stände vor Ort waren. Es gab für jeden Geschmack etwas. Das geht über die große Getränkeauswahl bis zum Essen. Wobei hervor zu heben wäre, dass neben Bratwurst und ähnlichen es auch Spanferkel gab. Was ich persönlich gut fand ist, dass auf alle Becher (Einweg) Pfand war. So hat man das Problem mit der Verschmutzung des Geländes vorgebeugt. Es waren genügend Bänke und Tische aufgestellt, um jeden mal die Möglichkeit zu geben sich hin zu setzen. Der Link für den Veranstalter ist: www.ue30deluxe.de Erwähnen möchte ich noch mal den Whiskey-Botschafter, bei dem ich natürlich auch edlen Whiskey probiert habe. Er hatte spitzen Whiskeysorten aus Schottland und Irland dabei. Das reichte von Jameson über Kilchoman, Green Spot, Crested Ten und anderen Sorten. Ich habe mir den 18 Jahre alten Jameson genehmigt und es war eine Gaumenfreude. Wer mehr erfahren möchte über den Whiskey-Botschafter, kann dieses unter der folgenden Web-Adresse tun. Er ist auf Veranstaltungen und Messen zu treffen und man kann auch im Internet bei ihm bestellen. Er schickt eine Liste raus, da er nicht immer alles auf Lager hat, oder einige Sorten limitiert sind. www.mc-raetzke.de

Bei einem Festival gibt es eigentlich einen Opener und ein Headliner! Das kann man nun für dieses Festival nicht behaupten. Die Bands waren alle sehr gut und es war für jeden Geschmack was dabei. Highlandbeat trifft Speedfolk trifft bundesrepublikanische Folklore mit westeuropäischer Note hatte ich im Vorbericht geschrieben und genau so ist es gekommen. Get Wet hat mich mit ihrer Art begeistert. Sie haben frisch, laut und mit Begeisterung ihr Programm dargelegt. Man konnte sich von ihrer großen Bandbreite an Musik erfreuen. Sie spielten mal laut, rockig und ebenso sehr melodisch, balladenhaft. Schottische Lieder wurden vorgetragen, ebenso Eigenkompositionen und bekannte Lieder wie

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Konzertberichte

das von Pink Floyd ~ shine on you crazy diamond. Get Wet hat für mich die Bühne gerockt und es hat mit den schottischen Einflüssen der Musik zum Festival gepasst. Sie haben den Highlandbeat ihren Fans und dem Publikum näher gebracht. Es ist immer schwer als erste Band aufzutreten, aber das Publikum war begeistert. Nächstes Jahr feiern sie 25 jähriges Bühnenjubiläum und das wollen Get Wet mit einer großen Tour feiern. Haltet Euch also auf dem Laufenden und besucht die Homepage von Get Wet. Zu empfehlen ist ein Konzert von Get Wet immer. Wenn Ihr Euch das Video anschaut, schließt Eure Augen, wenn das Video bei ca. 1.20 min ist und lasst Euch von der Stimme überraschen. Hört Ihr da nicht auch ein wenig Meat Loaf ? www.highlandbeat.de/ nelle Lieder der Folk-Musik haben die Jungs dem Publikum vorgetragen und das in ihrer eigenen Art. Schnelle Lieder haben etwas langsamere Stücke abgelöst. Reels wurden gespielt, wobei man der Geige oft die Hauptrolle zu gestand. Irish Bastards haben sich sehr gut “verkauft”. Sie haben eine tolle Show auf der Bühne gemacht und das Publikum noch mehr angeheizt. Sie haben auf der Bühne gezeigt, wie man mit den Sticks nicht nur auf den Drums spielt, sondern auch auf dem Bass. Wer Fiddler`s Green gerne hört, wird die Band auch lieben. Sie feiern dieses Jahr ihr 20. Geburtstag und in ca. 8 Wochen erscheint das neue Album. Wer mitbestimmen möchte, wie das neue Album heißen soll, kann das auf der FacebookSeite der Band tun. In Kürze erscheinen dort drei Vorschläge und Ihr bestimmt dann den Titel des Albums. Das Einzige was Ihr machen müsst ist – Gefällt mir – zu drücken und schon seit Ihr dabei. Am 21.06. erscheint eine Bandvorstellung bei celtic-rock.de, wo Ihr alles über die Irish Bastards erfahrt und wo es in Zukunft hingeht. www.facebook.com/#!/irishbastards 

Nach einem kurzen Umbau auf der Bühne ging es dann mit den Irish Bastards weiter. Sie legten auch gleich richtig los und Speed-Folk erschallte das Gelände. Irish-Folk vom feinsten und das ist nicht übertrieben. Wie Get Wet inspirierten Irish Bastards gleich die Zuschauer. Es kamm auch gleich zum Anfang zur Aufforderung, nach vorne zu kommen und zu tanzen. Das Eis war gebrochen und die Tanzfreude war ausgebrochen. Schade das bei Get Wet das Publikum noch verhalten war. Auch Irish Bastards haben ihre ganze Vielfalt an Musik gespielt. Traditio-

Nach den Irish Bastards standen dann Nobody Knows aus der Altmark auf der Bühne. Sie haben dem Publikum schnell zu hören gegeben, warum sie in der Altmark bekannt sind wie ein “bunter Hund”. Auch Nobody Knows haben ihr ganzes musikalisches Spektrum zu besten gegeben. Ein abwechslungsreiches Programm spielten sie und das ging von Folk über Polka und Country. Nobody Knows lassen sich da auch nicht in eine Schublade schieben, denn die Jungs spielen die Lieder so, wie ihnen es gefällt. Am Publikum hat man es schnell gemerkt, so wie sie die Lieder dargeboten haben, hat es allen gefallen. Sie spielten “Ghost Riders”, “Katjuscha”, “Hans bleib da” und “Wish You Were Here” aus dem “normalen

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Konzertberichte

Programm” und auch einige Lieder aus dem ~ Lyrik im Anzug ~ Programm. Dazu zählen Lieder wie “Lorelei” und “Sing ein Lied für mich”. Get Wet und Irish Bastards sind in der Gegend bekannte Namen und nun ist auch Nobody Knows dazu gekommen. Selbst als an der Gitarre eine Seite gewechselt werden musste, hat man sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Während die Seite gewechselt wurde, haben die anderen vier Musiker unbeeindruckt weiter gespielt. Zur Überbrückung ein Stück ohne Max und Gitarre. Das Publikum hat die Jungs schnell in ihr Herz geschlossen und das hat sich auch an deren Stand wieder gespiegelt. Da gingen ein Haufen CDs/ DVDs über den Tisch. Die Unbekannten (Nobody Knows) haben es dann endgültig geschafft den “Kessel zum brodeln” zu bringen. Mit Witz, guter Laune und starker Musik haben sie den Schlusspunkt gesetzt und so einfach kam man dann auch nicht von der Bühne. Das Publikum hat immer wieder eine Zugabe gefordert. Wie die beiden vorherigen Bands haben sich Nobody Knows verausgabt und das mit Leidenschaft, weil sie es lieben Musik zu machen. Am 22.09. sind Nobody Knows in Hamburg, beim Billstedter Lichtermeere und das ist nicht weit weg von Bad Oldesloe! www.nobodyknows.de/ Abschließend möchte ich folgendes schreiben. Es war ein gelungenes Festival! Die Location war genial und das Ganze drum herum hat gestimmt. Leider waren dieses Jahr weniger Besucher da, wie letztes Jahr. Die Leute, die da waren, haben einen wundervollen Abend gehabt und alle die nicht da waren haben was verpasst. Das Publikum war gemischt, von jung bis alt war jede Generation dabei und man hat zusammen gefeiert, auch beim Tanzen war das zu

sehen. Einige Gäste haben es sich auch am Strand bequem gemacht und der Musik gelauscht und wenn man meinte, ging man wieder zur Bühne. Ein toller Mix, Musik und Strand. Die Akustik war auch sehr gut und wenn es dann mal kleine Probleme gab, hat man sie schnell und professionell gelöst. Die Bands und das verehrte Publikum haben es mit Humor genommen. Man konnte sehr gut aus allen Perspektiven die Musik hören, selbst am Strand. Die ersten Badegäste waren zu bestaunen. Das Erste was auch einige Bandmitglieder der Nobody Knows nutzten und ins kalte Wasser sprangen. Das Wetter hat sich auch von seiner besten Seite gezeigt und die Bands haben gezeigt, dass sie ihr Handwerk beherrschen. Ich stelle für mich fest und ich glaube das sehen andere auch so! Für 11 Euro im Vorverkauf und 13 Euro an der Abendkasse hat man sehr viel geboten bekommen. Selbst der Bus zum Festival war mit inbegriffen! Das Geld hätte ich für jedes einzelne Konzert der Get Wet, Irish Bastards oder Nobody Knows   ausgegeben und beim Festival ~ Folk am See ~ konnte man alle drei Bands für den Preis haben. Für mich steht fest, ich bin nächstes Jahr wieder da. Ihr könnt Euch auch auf den Internetseiten der Bands informieren, wo und wann die einzelnen Bands in Euer Nähe auftreten.   www.folk-am-see.de/ Hier noch Bilder vom Festival. Leider sind viele unscharf geworden und nicht in der Galerie, da an der Bühne sich der Boden wie ein Pudding bewegt hat. War schon für jeden an der Bühne ein Erlebnis. http://www.celtic-rock.de/2012/05/bericht-2-folk-a m-see-festival-poggensee-bad-oldesloe/

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CDs und Platten

CDs und Platten Bagpipe Hero ~ Caledonia Rock (2011) von JensP Man hat schon einiges gehört, wobei Rockbands mit Dudelsack arbeiten. Wo auch traditionelle Bands aus der Celtic-Musik Richtung  die Rockmusik einfließen lassen und das hört sich für mich immer interessant an. Nun liegt der Sampler vor mir und ich habe ihn mir angehört. Zum Cover braucht man nicht viel sagen. Es ist selbstaussagend! Ein Mann mit einem Dudelsack steht wie der Felsen in der Brandung. Der Wind bläst den Mann um die Ohren und sein Blick ist entschlossen nach vorne, wie ein Held. So entschlossen sollte auch das Konzept der CD umgesetzt sein. Dafür hat man sich drei tolle Bands ausgesucht und mit ihnen ein Album zusammengestellt. Das sind  Red Hot Chilli Pipers, Lions Rampant und The Porridge Men. Red Hot Chilli Pipers sind bekannteste Gruppe von den drei Bands auf dem Album. Darüber hinaus auch sehr erfolgreich auf der ganzen Welt. In der Band hatten und spielen Weltmeister, die es auf deren  Instrumente sind. Steven Graham ist Weltmeister der Drumming Championship. Sie haben auch viele Auszeichnungen erhalten. The Porridge Men spielen eine Verschmelzung aus traditioneller schottischer Musik, Celtic-Folk und Rock. Leider spielen sie seit 2007 nicht mehr zusammen. Lions Rampant sagen von sich selber, wir spielen kantigen Rock und pseudo Pop mit Blues infundierten Einflüssen. Sie spielen mit entfesselnder Energie. www.redhotchillipipers.co.uk/ www.myspace.com/porridgemen  www.facebook.com/thelionsrampant Der Silberling hat für mich den Spagat zwischen Rock, teilweise schon harten Rock und der traditionellen schottischen Musik geschafft. Kraftvolle RockHymnen und legendären schottischen Titel, so der Verleger. Da hat er auch keines Falls zu hoch gegriffen. Es finden sich Rock Klassiker auf dem Album wieder wie Smoke on the Water, Thunderstruck, We Will Rock You usw. und genau so sind auch traditionelle Titel vorhanden. Dazu zählen Loch Lomond, Caledonia und weitere. Auf dem Album werden einzelne Lieder  wie  auch Medleys gespielt. Auf der Bagpipe Hero-CD  findet man von langsamen  bis

sehr rockigen Liedern eine gute Mischung. Im Medley vom Lied zwei findet man auch leichte Tendenzen in Richtung Blues (nicht nur dort), was meiner Meinung nicht ganz auf das Album passt. Womit ich sagen möchte, es passt zum Stück, aber setzt nicht das Konzept des Albums um. Die Stücke der Red Hot Chilli Pipers gefallen mir im Gesamten am besten. Ihre Musik füllt auch die größte Bandbreite aus. Von langsam wie Chasing Cars bis rockig wie 100 Chilli Pipers, Rockin`All Over the World. Lions Rampant schlagen da eher die ruhigen Töne an und spielen langsame, aber rockige Musik. Obwohl bei Loch Lomond sich das Tempo zum Ende hin doch steigert. The Porridge Men reihen sich da in die Mitte ein. Es sind zwar nur zwei Titel auf dem Album drauf, aber die sind eingängig und haben ein gutes Tempo. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Ich empfehle jeden das Album Caledonia Rock, der die  Verschmelzung  aus Rock und Dudelsack mag. Der Silberling ist gut abgemischt, hat viel Volumen, ist eine gute Produktion und Alternative zum normalen Rock und Pipes and Drums. Es lohnt sich alleine wegen der Red Hot Chilli Pipers schon zu kaufen. Feel the sound – feel the emotion!

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CDs und Platten

Trackliste:

1. Hellbound Train ~ Red Hot Chilli Pipers 2. Loug Way to the Top -  If You Wanna Bagrock, Old Hag at the Churn, Long Way to the Top, Steam Train to Mallaig ~ Red Hot Chilli Pipers 3. Caledonia ~ Lions Rampant 4. Chasing Cars ~ Red Hot Chilli Pipers 5. Loch Lomond ~ Lions Rampant 6. Baba O`Riley  - Armstrong`s, Baba O`Riley ~ Red Hot Chilli Pipers 7. Flower Of Scotland + Lions Rampant 8. Smoke on the Water, Thunderstruck ~ Red Hot Chilli Pipers

9. 10. 11. 12.

Highland Cathedral ~ Lions Rampant Mission ~ The Porridge Men Hector the Hero ~ Lions Rampant We Will Rock You, Eye of the Tiger, Clumsy lover ~ Red Hot Chilli Pipers 13. Coronach – Lindsay`s Lament, Tenpenny Bit, The Seagull, Donald Cameron`s Powder Horn ~ The Porridge Men 14. Voodoo Child ~ Red Hot Chilli Pipers 15. 100 Chilli Pipers, Rockin`All Over the World ~ Red Hot Chilli Pipers http://www.celtic-rock.de/2012/05/bagpipe-hero-ca ledonia-rock-2011/

Konzertberichte The Mighty Stef @ Scruffy’s Pub in Karlsruhe von Roisin Dubh

Nachdem ich The Mighty Stef zum letzten Mal im Vorprogramm von Flogging Molly mit Band auf großer Bühne gesehen hatte war der Auftritt in Sr uffy‘s Pub der totale Gegensatz. Statt mehrerer Tausend Leute bestand das Publikum aus deutlich weniger Musikbegeisterten die sich auf den Weg in den gemütlichen kleinen Pub gemacht hatten. Statt mit seiner 4 Köpfigen Band stand Stef ganz alleine, nur mit seiner Gitarre bewaffnet auf der winzigen Bühne und obwohl alles viel kleiner als bei den Shows im November letzten Jahres war, war es ein großartiges Erlebnis.

Ich konnte mich noch nie entscheiden ob ich Stef Solo oder mit Band besser finde. Beides hat etwas und ich freue mich einfach immer wenn ich ihn sehen kann, egal in welcher Konstellation. Mit seiner unverwechselbaren Stimme erzählt er in seinen Liedern spannenden Geschichten. Besonders interessant wurde es diesmal als Jamie Clarke für eine kurze Zeit die Bühne betrat und die beiden u.a. Folsom Prison Blues zum Besten gaben.  Das Highlight des Abends war für mich allerdings die vom Publikum vehement geforderte Zugabe. Stef spielte eine wunderbare Interpretation von Waltzing Matilda die mich richtig sentimental werden ließ.

http://www.celtic-rock.de/2012/05/the-mighty-stef-scruffys-pub-in-karlsruhe/

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Konzertberichte

Konzertberichte The Dolmen – Live beim “Mittelalterlich Phantasie Spectaculum” Rastede von frakru Beim “Mittelalterlich Phantasie Spectaculum” handelt es sich um das größte reisende Mittelalter Kultur Festival der Welt. Doch was hat nun aber ein MittelalterFestival auf celtic-rock zu suchen? Da neben den Größen der Mittelalter-Musik wie Saltatio Mortis, Rapalje, Die Streuner, Vermaledeyt, Feuerschwanz, Metusa und weiteren, dieses Jahr auch wieder bekannte Gesichter der Celtic-Rock Szene wie Saor Patrol und The Dolmen dort auftreten, haben wir ein paar Impression vom Konzert der “Dolmen” für Euch eingefangen. www.spectaculum.de www.thedolmen.com http://www.celtic-rock.de/2012/05/the-dolmen-live -beim-mittelalterlich-phantasie-spectaculum-rastede/

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Konzertberichte

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Konzertberichte

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Konzertberichte

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CDs und Platten

CDs und Platten IONA ~ Another Realm (2011) von Folkaholix Sphärisch erklingen die ersten Töne des Albums und werden sogleich dem Albumtitel und damit dem konzeptionellen Anspruch ebendiesen gerecht. Die stilistisch durchkomponierte Aufmachung des Doppel-Albums erinnert an das mystische Avalon. Der im Nebel verborgene Ort, bekannt durch die Artussage und eine Reihe moderner Adaptionen, eröffnet sich dem Erkundenden als Ort des Einklangs. Das Frontmotiv von Another Realm offenbart eine beschwertete Dame, die erhaben auf einem Pferd thront, indes Horizont und Himmel in offenbarendem Rot verschmelzen. Und wie das Irdische mit dem Überirdischen in harmonischer Untrennbarkeit sich darbieten, so durchzieht ebendieses graphische Motiv das komplette Booklet. In optischer Gewandung zeigt sich die fünfköpfige Formation um Front-Frau Joanne Hogg wie folgt: As It Was erhebt nicht den Anspruch, das tatsächlich Gewesene zu offenbaren, wartet also weder mit historischen Stoffen noch einer adäquaten Instrumentation auf, sondern eröffnet, gleich einer Ouvertüre, die programmmusikähnliche, fast zwei Stunden währende Reise in eine mystische Welt. Aus instrumentaler Sicht fahren die Fünf eine unfassbare Bandbreite an Vielfalt auf. So erklingen, neben den obligatorischen Vocals, Gitarren, Fiddle, Bass und Schlagzeug auch Bouzoukis, bewusst synthetisch eingesetzte Key-Sounds, Glockenspiele, E-Gitarren, eine effektreiche EVioline, Whistles und ein Dudelsack. Unerwähnt bleiben dabei kleinere Effektinstrumentation und die außerordentliche Palette percussiver Möglichkeiten. Dabei entfaltet IONA ein kaum zu glaubendes Klangspektrum. Freunden von Loreena McKennitt werden wohlige Schauer über den Rücken laufen, wenn sie sich auf die Doppel-CD-Reise begebenen. Hat besagte Multiinstrumentalistin immer ein ansehnliches Musikerkollektiv hinter sich, so schafft IONA ein ungemein dichtes und dennoch detailliertes Klangbild ohne Zuhilfenahme eines derart großen Instrumentalistenkreises. Erreicht wird dieser Effekt durch ein vielfältiges Wechseln der Instrumente während der Stücke:   Fast jeder Titel des Albums eröffnet mit sphärischen, kaum rhythmisierten Klangtupfern, die sich nach und

nach zu gewaltigen Klangflächen ausbreiten. Die glasklare Stimme der Frontdame zeugt nicht nur von angenehmer Eingängigkeit und Charakteristik, sondern offenbart auch ein beträchtlichen Tonumfang. Hinzu kommt eine wohldosierte Zweistimmigkeit, die sich nicht selten mit der Melodieübernahme bspw. des Dudelsacks abwechselt. Ebenso herrlich erklingen die Violinenpassagen, die an einer Stelle durch Natürlichkeit des Klangs überzeugen, andernorts, nebst der technischen Brillanz, mit Effekten spielen und so in Kontrast zum eigenen Urheber treten. Clouds überrascht mit erstaunlicher Stimmungsvielfalt, die sowohl den abendlichen Kuschelwolken als auch den sommergewitterartigen Wolkenbergen gerecht werden. Es erklingen synthetische Streicher, die vom Piano dominiert werden. So wird aus dem Staccato artigen Piano-Stellen der basstragenden Viersaiter ein aufbrausendes Gestöber von Himmelsfiguren. Unisono-Passagen von E-Gitarre und Glockenspiel, die in wohlfeiler Einstimmigkeit nebeneinander erklingen und einander fehlende Frequenzen ergänzen, brechen aus einem Chorusintermezzo hervor und bahnen sich beinahe gewaltig ihren Weg in die Ohren. Über die volle Zeit zweier CDs wird der Hörer bei Laune gehalten, was von dem erstaunlichen Ideenund Abwechslungsreichtum zeugt. Freunde Loreena McKennitts dürften nach dem Kauf der Doppel-Silberlinge reichlich entlohnt werden. Zwar fehlt bisweilen das folkloristische Feuer McKennitts, aber dafür

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CDs und Platten

legen die fünf Musiker hier ein Album vor, das Neues bietet, dennoch Altes aufbereitet und jederzeit den Brückenschlag von Überraschung und Wohlgefälligkeit meistert. Wer folkloristischen Pop bzw. popartige Folklore mag, die sich nicht in den bisweilen seichten Gewässern der Corrs bewegt, und zudem auf handgemachte und dennoch synthetische Musik steht, wird dieses Album lieben. Manche Titel werden dem tanzfreudigen Hörer sicherlich etwas langatmig erscheinen. Lässt man sich jedoch auf Another Realm ein, so wird man in eine Welt entführt, von der man beinahe sagen möchte: Verweile doch, du bist so schön. Tracklist

Disc 1 1. As It Was 2. The Ancient Wells 3. Another Realm

4. 5. 6. 7. 8. 9.

Clouds An Atmosphere of Miracles When We See Beyond Intimacy An Atmosphere of Miracles Let Your Glory Fall

Disc 2 1. Ruach 2. Speak to Me 3. And the Angels Dance 4. Foreign Soil 5. Let the Waters Flow 6. Savior 7. The Fearless Ones 8. White Horse 9. As It Shall Be http://www.celtic-rock.de/2012/05/iona-another-re alm-2011/

Whiskey Of The Damned ~ A Damn Good Time (2011) von JensP Whiskey of the Damned, ist die Verdammnis mit Musik gefüllt und trinkt man dort Whiskey? Dann möchte ich mal ein paar Tage Urlaub da verbringen! Whiskey of the Damned (Whiskey von den Verdammten) kommt aus den USA, Milwaukee, WI. Gegründet wurde die fünfköpfige Band von dem gebürtigen Iren Eoin McCarthy. WotD (Whiskey of the Damned) ist eine aufstrebende und talentierte Gruppe von Musikern. Sie haben eine unverwechselbare Mischung aus amerikanischem und irischen Rock, mit Einflüssen von Celtic Musik. Wenn sie auf der Bühne spielen, spürt man die Energie, Spielfreude und den einzigartigen Sound von WotD. Ein Sound aus der Mischung von z.B. The Pogues, Flogging Molly. Gerade haben sie ein neues Album auf den Markt gebracht und gehen damit auf Tour. Auf Facebook, auf der Seite von MotD, kann man mal rein hören. Ich habe das Album in MP3- Form erhalten und habe sie natürlich gleich angeschubst. Der erste Song auf dem Album von WotD heißt Thumpkeg und ist ein schneller Einstieg mit Gitarre und Geige, dazu gesellen sich bald Drums, Bass und Gesang, wobei sich die Drums und Geige nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Ein sehr eingängiger Sound, der zum Tanz einlädt. Beim Lied Another  Day Dead spielt

erst mal der Bass die erste “Geige” und spielt seine Melodie, wobei der Gesang nach kurzen mit einsteigt. Was dann auch den Rest der Band dazu bewegt mit einzusteigen. Der Bass fordert aber noch ein Solo und die Drums spielen vorsichtig, leise mit, was ein guter Kontrast ist und die Geige auch ihr Recht einfordert. Ein ruhiges Intro eröffnet das Lied Nummer drei und gewinnt nach kurzen an Schnelligkeit. Wobei das Lied ruhig gehalten wird. Insgesamt ein schöner Song. Battered Soul – ein Song in zwei Akten! Fängt sehr ruhig an und ist fast schon eine Ballade. Nach  ca. 2.30 min. eine kleine Pause, um dann fulminant durchzustarten und das Tempo merklich zu erhöhen, es tanzbar zu machen. Enemy of the State ist der fünfte Song und wird ruhig von Gitarre und Geige eröffnet, was sich nach einer guten Minute  aber ändert. Es kommen Einflüsse von Punk dazu, was sich aber sehr harmonisch anhört. Bei Handsome Molly legen Gesang, Geige und Bassdrums gleich los und formen das Stück recht eindrucksvoll. Nach meinem Ermessen,

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CDs und Platten

bis hier her das beste Lied auf dem Album. Gesang, Geige und Bassdrums bestimmen das Geschehen und werden durch die anderen Instrumente unterstützt. Song Nummer sieben ist auch sehr eingängig. Cheap Whiskey heißt er, aber billiger Whiskey, nein zu der Musik sollte schon ein edler Tropfen sein. The Wreck , wow, langsam läuft  die Musik zur Höchstform auf. Das Lied hat viel Potenzial. Da passt alles zusammen,  die Musik und der Gesang  sind gut abgestimmt. Ein Lied, was  einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Für mich das beste Stück! Nach El Biblio Techa kommt als letztes Lied Wayward Waltz of a Drunken Ghost und  bildet den Abschluss des Albums. Folk der Extraklasse und für jeden Folkfreund ein gelungenes Lied, ruhig und melodisch. Da kann man auch normal nach tanzen und nicht den eigensinnigen Walzer eines betrunkenen Geistes. Ein schöner Ausklang des Albums.  Das Album der WotD ist ein gelungenes Werk und sehr zu empfehlen. Eine Mischung aus ruhigen Lie-

dern, fast schon Balladen, aus rockigen Stücken und die zum Teil etwas punkig verpackt. Die Folk- und Celtic-Musik spielen hier auch eine entscheidende Rolle und das aber von Song zu Song in unterschiedlicher Intensität. Das ist ein Album, was mit Sicherheit nicht im Regal verstaubt. Vor kurzen erschien ihr neues Album Moonshiners and Shoplifters. Kann man auf deren Seite mal auszugsweise anhören. Tracklist :

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Thumpkeg Another Day Dead Dear World Battered Soul Enemy of the State Handsome Molly Cheap Whiskey The Wreck El Biblio Techa Wayward Waitz of a Drunken Ghost

http://www.celtic-rock.de/2012/05/whiskey-of-the-damned-a-damn-good-time-2011/

Drink Hunters ~ With my Crew (2011) von Slon Heute dreht sich das Album der spanischen Drink Hunters in meinem Player. Und sie dreht sich schnell, Folkpunk wie ich ihn liebe. Inspiration finden sie bei den Dropkick Murphys, Real McKenzies, Rancid, NoFX oder Pennywise um einige zu nennen. Diese Mischung klingt super und beschreibt dieses Machwerk perfekt.

13 schnelle, rotzige Songs aneinander gereiht, so bekommt das mitwippende Bein keine Verschnaufpause. Ich sag immer wenn man nach dem Hören Muskelkater bekommt, war’s ne super Platte. Und der Muskelkater hier ist schon nach der halben CD zu spüren. Als Anspieltipps möchte ich euch dieses Mal “All Night Drunk” und “Molly never sleeps alone” ans Herz legen. Beide Songs findet ihr ab heute auch in unserem Player. Wer also auf Punkrock von oben schon erwähnten Bands steht sollte hier unbedingt zuschlagen. Das einzige Negative an der Sache ist, dass man nicht so richtig rausbekommt, wo man’s kaufen kann. Ich brauch unbedingt mehr von denen und nen Shirt usw.

Trackliste

Also Jungs schnell mal eure Webseite aktualisieren, damit man’s kaufen kann. Bis dahin kann man die CD per Mail bestellen. drinkhunters@hotmail.com

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

Welcome to Happiness It’s in Your Hands I don’t Need You Fucking Cops All Night Drunk With My Crew Drinking Song Scum In Your Paradise She Was 56 In My Head Warrior Souls Molly Never Sleeps Alone

http://www.celtic-rock.de/2012/05/drink-hunters-w ith-my-crew-2011/

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Dies und das

Dies und das Neues von The Wakes von daniels Es ist in letzter Zeit ruhig geworden um die Glasgower Band „The Wakes“. Doch dies hatte seine guten Gründe! Denn nach den beiden Veröffentlichungen „These Hands“ und „No irish need apply“ hat sich das Quartett Ende 2011 ins Studio zurück gezogen, um ein ein besonderes Album einzuspielen – The Stripped Back Sessions. Ein Album, das aus Liedern besteht, die nach der Meinung der Band nach, leider zu wenig Beachtung finden oder aber in der musikalischen und persönlichen Entwicklung der Bandmitglieder eine Rolle spielten. Der Sänger Paul Sheridan sagt folgendes dazu: “The Stripped Back Sessions are mixes of songs that we recorded, they‘re not our songs as such, but songs which influenced us in the past, present and future. Some of them written by people who‘ve influenced us too. Guthrie, Jara, Mitchell…and then there are songs that were recorded by singers who influenced us too….Luke Kelly of the Dubliners singing Raglan Road for example. Being exposed to these songs and their meaning was very important in our development as people, not just musicians. They‘re not our songs though, we hope that ones we write will have the same effect in the future with other people.“ Alle, die das Album hörten, musste feststellen, das es nicht im typischen Wakes-Sound aufgenommen wurde. Doch auch dies war kein Produkt des Zufalls. Paul Sheridan: „It‘s a different sound, more laid back. It sounds a bit like we did a few years ago when we were jamming away in peoples houses. Sounds a bit like the way we are when we are sitting about having a beer and a get together. Also, we have been doing little intimate gigs in venues over the years and it reflects that. Because it was a limited run they sold out very quickly, but I‘m sure there are bootleg copies floating out there somewhere.“ Er hat es schon gesagt, von Anfang an, war „The Stripped Back Sessions“ in limitierter Auflage gedacht und dank der doch steigenden Popularität der Jungs in kurzer Zeit ausverkauft. In diesem Sinne, kann sich der glücklich schätzen, der ein Exemplar

sein eigen nennt. Doch sollte generell diese Veröffentlichung nicht darüber hinweg täuschen, das gerade in Deutschland viele auf neues, eigenes Material der Glasgower warten. Und auch hierfür hat Paul Sheridan eine Antwort: „For the moment, we are working on our new album, songwriting is a process which evolves organically, and at the moment our new album is in that process.“ Es es ist jedoch kein Geheimnis, das „The Wakes“ für zwei Festivalauftritte im Sommer über den Kanal kommen werden. Und mit Sicherheit werden sie den einen oder anderen neuen Song des bevorstehenden Albums im Gepäck haben! 09.06.2012 – Stadtfest Schwäbisch Gmünd 15./16.06.2012 – F60 European Celtic Music Festival 14.07.2012 – Ultrash Festival 2012 Setliste des Albums „The Stripped Back Sessions“: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Big Yellow Taxi Boys of Barr na Sráide Companeros Estadio Chile Jarama Valley Jim Larkin Raglan Road Two Good Men The Time Has Come We Shall Over Come

www.thewakesband.com http://www.celtic-rock.de/2012/05/neues-von-thewakes/

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Konzertberichte

Konzertberichte 1. Keltic Festival Hohenlimburg 18./19.05.2012 von kuec Während andere Veranstaltungen langsam über mehrere Jahre wachsen, ging das Keltic Festival auf Schloss Hohenlimburg gleich mit zwei Tagen und internationalen Bands an den Start. Trotz Anlaufschwierigkeiten wurde es ein großer Erfolg. Die Musikauswahl sprach verschiedene Geschmäcker an. Freitag war mit Craic, Bardic und der Paul McKennaBand der akustische Tag, am Samstag rockten die Ceili Family und Celtica. Hinzu kam ein Rahmenprogramm für Auge und Ohr und eine kleine Budenstadt mit buntem Warenangebot. Die wunderschöne Lage des Platzes mit Blick über das Lennetal belohnte den etwas umständlichen Weg dorthin. Freitag klappte es mit den Shuttle-Bussen nicht so recht, was aber am Samstag behoben war. Es gibt übrigens einen schönen Fußweg auf der Nordseite der Burg abseits der Fahrstraße, den man noch beschildern könnte. Die Eröffnung gestalteten mit akustischer und optischer Präzision die 1st Sauerland Pipes and Drums, die vor der Schlosskulisse bestens zur Geltung kamen. Mit der Geschlechterquotierung ist man dort schon weiter als bei allen mir bekannten Militärkapellen Auch Veranstalter Rick Field zeigte sich im Kilt und moderierte in seinem unnachahmlichen BritDeutsch. Ohne sein enormes Engagement und die unterstützende Crew wäre das Festival nur eine Idee geblieben. Das Trio Craic vertrat mit Songs und Tunes den irischen Anteil. Sie hatten es nicht leicht, die Leute in Stimmung zu bringen, weil sie viel zu leise rüberka-

men. Bea, Mario und Torsten machten ihren Job aber so gut wie gewohnt. Auch dieses Jahr werden sie wieder in Balve zu sehen und hören sein. Die StepptänzerInnen der Irish Dance Company aus Iserlohn legten eine klasse Performance auf die bebenden Bretter. Athletische Soli und die gut koordinierte Gruppe waren ein Genuss anzuschauen. Da der Bühnenboden wegen des weichen Untergrundes zu stark vibrierte, mussten sie ihren 2. Set leider absagen. Bardic konnten bei besserem Sound aus der Anlage die Zuhörer näher vor die Bühne locken. Das Duo aus Dortmund hat seit 1997 fast tausend live-Auftritte hinter sich. Sie beeindruckten durch ihre Energie und ihren sehr persönlichen Stil, obwohl ihre Grundstimmung nicht unbedingt Heiterkeit ist. Ride On mit der Low Whistle und ein fulminantes Fiddle-Solo waren Highlights. Auch bei ihren eigenen Songs wurde von den Fans teilweise mitgesungen. Die junge Sängerin Linzy Murphy aus Schottland gab am Freitag ihr Deutschland-Debüt. Mit Kristan Harvey an der Fiddle bestritt sie zwei kurze Sets und sang andertags mit den Kollegen um Paul McKenna. Oberflächlichkeit ist ihre Sache nicht, sie liebt Songs, die eine Geschichte erzählen. Bei überlieferten Balladen und sozialkritischen Songs beeindruckte sie mit

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Konzertberichte

einer kraftvollen Stimme. Ihre brandneue EP werden wir in Kürze vorstellen. Die Paul McKenna-Band aus Glasgow ist seit 2008 regelmäßig in Deutschland, speziell in NRW. Kennzeichen sind ihr kraftvoller Sound mit der markanten Stimme ihres Frontmannes. Bei den Instrumentalstücken ist kein Unterschied zu den Spitzenbands aus Irland auszumachen. Die Melodie tragen Flöte und Fiddle, neben Gitarre und Bouzouki treibt ein Percussionist mit Cajon oder Bodhran den Rhythmus. Sie covern ausgewählte schottische Liedermacher, schreiben aber auch eigene Songs und Tunes. Mit ihrer internationalen Klasse konnte die junge Band das Festivalpublikum beeindrucken. Wer zwischendurch Hunger bekommen hatte, musste erstmal Schlange stehen. Ein einzelner Stand mit warmem Essen war definitiv zu wenig. Dafür lief der Getränkenachschub zügig. Auch Met, Bowle und Tee wurden angeboten. In guter britischer Tradition gab es eine Tombola für einen guten Zweck (hier: örtliche Kinderheime), deren Ziehung ebenfalls zur Unterhaltung beitrug. Da wir einer Drängelei um Busplätze nach dem offiziellen Ende entgehen wollten, verließen wir das Gelände an beiden Abenden etwas früher. Was die versprochene musikalische Überraschung zum Abschluss war, werden wir vielleicht nie erfahren. Außer es klärt uns jemand auf… Wenn Freitag die nicht ganz geglückte Generalprobe war, wurde der Samstag die gelungene Premiere. Das Wetter war nahezu perfekt, die Shuttle-Busse fuhren. Um Sechs eröffneten wieder die Pipes and Drums das Programm, bevor die Paul McKenna-Band einen weiteren Set spielte. Bereits jetzt war die Besucherzahl deutlich höher als am Vortag und dürfte die Tausendermarke geknackt haben. Von „Ausverkauft“ – Gerüchten hätte sich dennoch niemand abschrecken zu lassen brauchen. Im „Barockgarten“ war noch reichlich Platz. Den Lautstärkepegel konnte man günstiger Weise mit der Distanz zur Bühne selbst wählen.

war angesagt, speziell bei Salzer, dem Mann am Akkordeon. Mit ihren eingängigen Songs wie Tory King und manchen Klassikern des Genres machten die Fünf auch ohne tiefe Töne Stimmung. Der Spaß, den die Jungs auf der Bühne hatten, blieb nicht ohne Wirkung. Celtica! Pipes Rock waren ein würdiger Abschluss des Festivals, da sie nicht nur musikalisch, sondern auch optisch eine tolle Show ablieferten. Bei der österreichisch/amerikanischen Band stehen zwei Highland Pipes im Vordergrund, die mit Rhythmusgruppe, zusätzlicher Perkussion und einem herausragenden Gitarristen Druck machten. Man wurde eingeladen zu einer Piratenfahrt, wo musikalisch alles Mögliche gekapert und in ein keltisches Gewand gesteckt wurde. Egal, ob Hymne an die Freude, Pippi Langstrumpf oder 99 Luftballons – es gab witzige Kombinationen und viele Wiedererkennenseffekte. Gesungen wurde nur wenig. Besonders raffiniert der Filmmusik-Set mit The Gael und dem Thema aus Star Wars. Thunderstruck und Highway to Hell ließen mitrocken. Spektakulär die Feuereffekte gegen Ende. Celtica –„Das Geilste überhaupt, “ lautete das Urteil eines frisch zum Pipes-Rock Bekehrten im Bus. Fazit: Keltic Hohenlimburg muss weitergehen! Neben den Irish Folk – Festivals in Balve und Volmarstein ist in der Region durchaus noch Platz für ein stärker rockig und auf Schottland orientiertes Festival. Und durch Kooperation könnte sich keltische Musik im live-Musik –Kalender weiter durchsetzen. Fotos, basic: küc Fotos, premium: Marc Dobrick http://www.celtic-rock.de/2012/05/1-keltic-festivalhohenlimburg-18-19-05-2012/

Der frühere Abend gehörte den Lokalmatadoren von der Ceili Family, die gute Laune verbreiteten. Von Bassist Whisky Wiese waren nur Instrument, Jacke und Hut anwesend, da er auf Pilgerreise sei. Die Glitzer-Jackets blieben nicht lange an, denn Bewegung

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Konzerte und Festivals

Konzerte und Festivals Vorschau ~ 2. Folk am See Festival ~ Poggensee – Bad Oldesloe von JensP Folk am See, oder man kann auch schreiben: Highlandbeat trifft Speedfolk trifft bundesrepublikanische Folklore mit westeuropäischer Note. Das Festival ~ Folk am See ~ findet nun das zweite Mal am Poggensee bei Bad Oldesloe statt. Im letzten Jahr waren 1500 Folkfreunde da und  das soll dieses Jahr übertroffen werden.  Die Location ist in malerischer Naturkulisse, direkt am See gelegen. Auf der Open-Air-Bühne spielen “Get Wet”, “Irish Bastards” und “Nobody Knows” und  wollen die Zuschauer verzauben, vielleicht den einen oder andern auf die grüne Insel, in die Ferne entführen.  Es wird irische Spezialitäten geben,  dazu zählen Bier und Whiskey von der Insel. Für den Whiskey kommt der Whiskeybotschafter und reicht die edelsten Tropfen. Das muss man sich einfach mal anschauen. Das Bild wird durch Wagen und Fässer abgerundet.  Es gibt natürlich auch die “normalen” Getränke und für den Hunger gibt es leckeres vom Grill und Pizza. Um  19.00 Uhr spielt die Band “Get Wet” auf. Get Wet sind vier Musiker, die den Highlandbeat verschrieben haben. Das ist eine Mischung aus Rock und Scottish Folk, eine Musikrichtung, die die Kraft des Rock und den rauen, lebensfrohen, liebevollen Scottish Highland Folk. Durch mittlerweile über 500 Konzerte, dazu gehören auch einige TV- und Radioauftritte, hat sich GET WET zu einer eindrucksvollen Live-Band entwickelt. Bei Ihren mitreißenden Auftritten werden die Zuhörer schnell mitsingen und das Tanzbein schwingen. Die Band gibt es seit 1987 und wurde mehrfach ausgezeichnet.  Wie es sich  gehört, treten Get Wet im Kilt auf und überzeugt durch eine positive, mitreißende Bühnenshow, die bisher noch jedem Besucher die schlechte Laune verdorben hat.  www.highlandbeat.de Ab 21.00 Uhr kommen dann die Speed-Folker auf die Bühne, die Irish Bastards. Irish Bastards haben sich dem Irish-Speed-Folk verschrieben und bringen das auch eindrucksvoll mit ihrer Musik rüber.  Sie zelebrieren den Irish-Speed-Folk laut, wüst, kraftvoll und verwandeln ihr Publikum innerhalb kürzester

Zeit in eine wild tanzende und feiernde „Jig, Reel, Party und Folk-Gemeinde“. Ihre Art der Interpretation ist für jeden etwas! Seit 20 Jahren gibt es die Irish Bastards und jeder der die Band kennt wird sagen: Ermüdungs Erscheinungen? Nicht bei den Irish Bastards! Die energievolle, mitreißende Bühnenshow lässt den Funken schon in kurzer Zeit überspringen. Die Irish Bastards sind auch die einzige Irish-Speed-Folk-Band die Bläser in Form von Trompete und Posaune haben. Das sind Musiker von Jan Delay. Zurzeit sind Irish Bastards im Studio und spielen ein neues Album ein, was dann auch bei www.celtic-rock.de vorgestellt wird und Ihr auch näheres erfahrt. Zeitnah werde ich die Irish Bastards in einem Artikel genauer vorstellen. Wo bei ich auch noch gleich zwei Besonderheiten der Band erwähnen möchte. Zum einen der kanadische Teufelsgeiger Ian Mardon, der sein Handwerk gelernt hat und die Seiten der Geige zum glühen bringt. Zum anderen, dass die Irish Bastards auch mit Tänzerinnen auftreten und die sich in ihrer Show mit zahlreichen Kostümwechseln, dem Konzert  eine besondere Note verleihen. Leider sind die Tänzerinnen und Bläser nicht bei Folk am See dabei! www.irishbastards.de Ab 23.00 Uhr hat dann die Stunde der Nobody Knows geschlagen. Eine Band, die in Ihrer Heimat, der Altmark, bekannt sind wie ein bunter Hund. Eine Band, die dort in aller Munde ist. Sie haben ein vielfältiges Programm, eine Mischung aus  Folk, Polka,  Country und Fun-Folk. Sie präsentieren auf der Bühne mit gesunder Selbstironie und Kommödieantismus deutsche, englische und  französische Texte, mit einem starken Einschlag der irischen Instrumentalmusik und ein Hauch von Weltmusik. Auch No-

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Konzerte und Festivals

body Knows haben schon Auszeichnungen erhalten und haben mit Ihrer Musik schon viel Erfolg gehabt. Zum Beispiel haben sie in den Charts auf www.celtic-rock.de in den beiden letzten Monaten mit dem Lied: Word Up den Platz 1 belegt und in den aktuellen Charts sind Nobody Knows ganz oben und belegen derzeit Platz 1. Nobody Knows bieten aber noch mehr als das. Sie treten auch mit ihrem Lyrik Programm “Lyrik im Anzug” auf. Vor kurzen ist auch Ihr neustes Werk erschienen. Ein Doppelalbum mit dem Namen “Lyrik im Anzug”, woran man lange gearbeitet hat. Dort zu hören sind Texte von Goethe, von der Vogelweide, Nietzsche usw. und das vertont in der Art der Nobody Knows. Ende letzten Jahres erschien eine Live-DVD & CD “Folking Around”. Beide Werke sehr zu empfehlen. Zur Band gehören mittlerweile sechs Künstler, die Meister ihrer Spielkunst sind. Die mit Freude auf der Bühne sind, mit dem Publikum arbeiten, einfach Spaß und Freude verbreiten. Ein Genuss für Auge und Ohr! Ihre Musik verleitet sehr schnell zum mittanzen und mitsingen. Wer Nobody Knows mal im Konzertsaal erleben möchte, sollte sich sehr zeitig Karten besorgen. Ich selber musste das mal miterleben, als ich ca. 4 Wochen vor dem Konzert Karten kaufen wollte. Es gab keine mehr und der nette Herr am Telefon sagte: Schon seit Wochen ausverkauft! Kein Scherz! 10 Jahre gibt es die Band und sie haben viel erreicht.  www.nobodyknows.de

Der Einlass ist ab 18.00 Uhr und kostet an der Abendkasse 13 Euro. Der Veranstalter empfiehlt aber, die Karten im Vorverkauf zu kaufen. Die Karte kostet im Vorverkauf 10 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr. Wo Ihr die Karten kaufen könnt, entnehmt bitte dem unten aufgeführten Link. Der Veranstalter bietet auch einen kostenlosen Shuttleservice an. Busse fahren von Bad Segeberg, Reinfeld und Bargteheide nach Bad Oldesloe/Poggensee. Abfahrt Zeiten und Haltepunkte auf der Fahrt zum Festival entnehmt ebenfalls von dem unten aufgeführten Link. Parkplätze für PKW und Wohnmobile sind ausreichend vorhanden. Es gibt eine große Bitte vom Veranstalter an alle Kraftfahrer! Bitte befolgt die Anweisung des Parkpersonals, um den Parkraum optimal zu nutzen. Fahrt rechtzeitig los, da sich in der Nähe des Festivalgeländes eine kleine Baustelle befindet. So hat man auch schon mal Zeit, vor der ersten Band, ein kühles Guiness zu trinken. Kinder bis 15 Jahren haben kostenlosen Eintritt! Karten können auch online bestellt werden. www.folk-am-see.de Nun hoffe ich auf gutes Wetter und eine tolle Veranstaltung. http://www.celtic-rock.de/2012/05/vorschau-2-folk -am-see-festival-poggensee-bad-oldesloe/

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Titelstory

Konzerte und Festivals Irish Air Festivalguide 2012 ~ Green Summer // Mit Gewinnspiel von daniels Endlich wieder raus! Auch in diesem Jahr locken wieder hervorragend besetzte Festivals im Norden, wie im Süden und natürlich auch international. Damit Ihr wisst wann, wer und wo, haben wir Euch eine Übersicht ausgewählter Festivals inkl. Programm zusammen gestellt. Wenn Ihr weitere Open-Air Festivals mit Folk-Rock/Punk Bands sichtet oder kennt, gibt es ein paar nette CDs zu gewinnen (siehe unten) Veranstalter melden sich bitte direkt! Schloß Hohenlimburg Celtic Festival 18. und 19. Mai 2012, Hohenlimburg, NRW The Paul McKenna Band, Bardic, Linzi Murphy, Celtica Pipes Rock!, Craic, Sauerland Pipes And Drums, The Ceili Family www.schloss-hohenlimburg-keltic-festival.de Folk am See 27. Mai 2012 Bad Oldesloe, Schleswig-Holstein Get Wet, Mr. Irish Bastard, Nobody Knows www.folk-am-see.de 6. Burg Eppstein Folk Festival 26. und 27. Mai 2012 Burg Eppstein bei Wiesbaden Freitag: Acoustic Revolution, Otterflug, bine*, Red Hot Chili Pipers Samstag: An Cat Dubh, Firkin, Paddy Goes to Holyhead http://www.dekaart.de Poyenberg Irish Folk 9. Juni 2012, Poyenberg, Schleswig Holstein Skerryvore, Celtica Pipes Rock!, The BeerMats, Brogues, Rapalje, Sally Gardens www.irishfolk-poyenberg.de

F60 European Celtic Music Festival 15./16. Juni 2012, 03238 Lichterfeld Freitag: Cara, The Rapparees, Erin Circle Samstag: Nua, In Search of a Rose, The Wakes www.f60.de Folkerdey Open Air Folk Festival 23. Juni 2012, Eisenzeitl. Gehöft im Erholungspark Volkardey bei Ratingen Young Folks, Sumbrellas, Muskat 120, Fricklesome Amsel, Whisht!, Drowsy Maggie www.folkerdey.de Folk im Schloßhof 28. bis 30. Juni 2012, Bonfeld, Bad Rappenau, BadenWürttemberg Donnerstag: Bardic, Geraldine MacGowan and friends, Acoustic Revolution Freitag: McMontos, Rapparees, Ladies of the Canyon, Skerryvore, Altan, Seth Lakeman Samstag: Firkin, Coast, Carmine, The Mahones,Ahab, The Levellers www.folk-im-schlosshof.de Burgbergfestival mit Irish Night 6. Juli 2012, Homberg-Efze Bands folgen www.burgbergfestival.de Castellans Folk-Sommer 28. Juli 2012, Hörstel, NRW Goodnight Folks, Firkin, Sir Reg www.castellans.de Folk und Rock im Schloßhof Strünkede 28. Juli 2012, Herne Craic, Five Alive O, Fairy Dance Company www.herne.de

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Titelstory

Shamrock Castle 4. August 2012, Schloss Jägersburg, Bammersdorf/ Eggolsheim (Fränkische Schweiz) Fiddler’s Green, Sir Reg, Acoustic Revolution, Boggin Leprechaun, Punch’n Judy www.shamrock-castle.de

Irish Days Leverkusen 1. und 2. September 2012 Bucks Of Oranmore, Whisht!, The Great Folk Robbery und Nobody Knows www.irish-days.de

Irish-Folk and Celtic Music Balver Höhle 2. bis 4. August 2012, Balve, NRW Donnerstag: Craic, The Bonnymen Freitag: Finnegan’s Wake,1st Sauerland Pipes and Drums, Craic, The Bonnymen, Ceili Family Samstag: Fragile Matt, More Maids, At First Light, Derek Warfield & the Young Wolfe Tones www.festspiele-balver-hoehle.de

International

Altburg-Festival 17. bis 19. August 2012, Garden Of Delight, The Pokes, Seamen, An Erminig www.altburgfestival.de Irish Folk Festival Volmarstein 24./25. August 2012, An der Burgruine Wetter – Volmarstein NRW Freitag: Ten Pints After, In Search of A Rose Samstag: O’Reillys, Nua, The Brendan McCreanor Band, Irish Rose, FullSet, Dougie MacLean www.irishfolk-volmarstein Folk in Braunsbach 31. August und 1. September 2012, Braunsbach, Baden-Württemberg zum Redaktionsschluss noch nicht veröffentlicht www.folk-in-braunsbach.de Irish Folk auf Hof Holz (mit Highland Games) 1. und 2. September 2012, Gelsenkirchen, NRW Irish Fun Company, Krusty Moors www.hofholz.org

42. Festival Interceltique de Lorient 3. bis 12. August 2012, Lorient (Frankreich) www.festival-interceltique.com Guinness Irish Festival 2. bis 4. August 2012, Sion, Schweiz Ifolk, THE CHIEFTAINS, Paul MacBonvin, Habadekuk, DE DANNAN , MANAU, Stout, CALADH NUA, THE DUBLINERS, Kila www.guinnessfestival.ch Folkwoods 10. bis 12. August 2012, Eindhoven (Niederlande) www.folkwoods.nl Tonder Festival – Denmarks Premier Folk and Roots Festival 23. bis 26. August 2012 unter anderem mit Runrig, Oysterband, Skerryvore und vielen, vielen anderen www.tf.dk Mitfahrgelegenheiten, Konzerttickets gesucht, Dies und Das -> Ins Forum

http://www.celtic-rock.de/2012/05/irish-air-festivalg uide-green-summer/

GEWINNSPIEL

Unter allen, die hier in den Kommentaren bis zum 30. Juni 2012 ein Sommer Open-Air Festival in Deutschland oder den Nachbarländern eintragen, das vorher in der Seite (oben) und weiteren Kommentaren noch nicht genannt wurde, und wo mindestens eine Folkrock/-punkband spielt (bitte Name, Datum, Bands und InternetAdresse angeben), verlosen wir 1x Sir Reg CD-Pack (Sir Reg und A Sign Of The Times) // Danke an Muttis Booking 1x Plattrock CD-Pack (The First, The slaughter and The Cow, butter to the fishes) // Dank an Plattrock 2x Madison Violet Single-CD If I could love you // Dank an India Media Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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CDs und Platten

CDs und Platten Dance to Tipperary ~ Return to me (2012) von Roisin Dubh “Return to me” ist ein solides, abwechslungsreiches Album mit großer musikalischer Bandbreite das bei Fans dieser musikalischen Stilrichtung sicher großen Anklang finden wird. Trackliste

Nun, wie der Name schon vermuten lässt finden hier nicht nur Techno Rhythmen Verwendung. Die Band bedient sich vielfältiger musikalischer Einflüsse und keltische Melodien stehen in der Gunst der Band ganz weit oben. Ich behaupte immer für jegliche Art von Musik offen zu sein, trotzdem graute mir ein wenig vor den nächsten 62 Minuten als sich die Schublade meines CD Players mit diesem ungewohnten Inhalt schloss.

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Outta My Head I’m Sorry Let Me Go Crazy What Kind Of World Would This World Be Never Let It Go Always Remember The Good Times This Is My Live Drink! Drink! Drink Shivers Hungry I’m Sorry (Hit Single Mix!) Outta My Head (Hit Single Mix!) Never Let It Go (Radio Edit) Return To Me (LA Radio Edit) Return To Me (LA Single Edit)

http://www.celtic-rock.de/2012/05/dance-to-tippera ry-return-to-me/

Aber was soll ich sagen, zu meiner eigenen Überraschung kommen die Titel mit ihrer einzigartigen Mischung aus euphorischen Melodien, pumpenden Rhythmen, bebenden Basslines aber auch harmonischen Geigenparts sehr entspannt rüber. Nach dem langen Winter kommen beim Hören dieses Albums selbst bei einem Punk Rock Liebhaber wie mir Gedanken an Sommer, Sonne, Meer und Beach Partys auf.

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CDs und Platten

Craic ~ What keeps me here (2010) von kuec Die ersten hundert Gigs haben Craic gespielt, ohne eine eigene CD anbieten zu können. Jetzt liegt die erste Scheibe des 2006 gegründeten Trios vor. Craic sind eine Live-Band mit Ausstrahlung, das weiß jeder, der sie beispielsweise in der Balver Höhle gesehen hat. Es ist ihnen recht gut gelungen, ihre Qualitäten auf Tonträger einzufangen, obwohl es sich um eine „Wohnzimmeraufnahme“ handelt. Die wurde 2010 von Gerd Neumann (Five Alive O) gemacht. Die CD ist musikalisch „dicht“, die Stärken jedes einzelnen verbinden sich zu einem kompakten Ganzen: Torstens dynamisches Banjospiel, Marios warme und natürliche Stimme und Beas eleganter, schwungvoller Geigenstil. Der Sound erinnert stark an die Dubliners, eingespielt wurden aber dankenswerter Weise nicht deren ganz große Hits. Die Titelzeile stammt aus McAlpine’s Fusiliers: „What keeps me here/ is the rake o’ beer/ the ladies and the craic.“ Trackliste

Die Musik strahlt entspannte, freundliche Stimmung aus. Der Sound ändert sich von Song zu Song nur unwesentlich. Mal greift Torsten zur Mandoline, die er ebenso gut beherrscht, mal kommt Marios feines Gitarrenspiel bei einem langsamen Song besser zur Geltung. Am besten gefällt mir The Lifeboat Mona. Die drei Tunesets sind ebenso sicher und druckvoll eingespielt wie die Songs. Das Booklet ist komplett in Englisch gehalten, enthält viele nette Fotos sowie Anmerkungen zu den einzelnen Titeln. Nicht ganz ausgewogen ist die Balance zwischen den Instrumenten. Das Banjo setzt sich stark durch, die Geige liegt, etwa beim Gravel Walk, für meinen Geschmack zu weit hinten. Es ergibt sich ein ungeschönter Sound mit live- Atmosphäre, so dass man dicht am Konzerterlebnis ist.

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Gravel Walk Set                                          When the Boys come rolling Home                         Donegal Danny                                                 The Foggy Dew                                         East at Glendart Set                                         Mc Alpine’s Fusiliers                                               Step it out Mary                                        Building up and tearing England down                    The Lifeboat Mona                           Lizzy Lindsay                                       Ed Kelly Set                            Rare ould Mountain Dew             White, Orange and Green

http://www.celtic-rock.de/2012/05/craic-what-keep s-me-here-2010/

Craic sind gerne unterwegs und haben hörbar Spaß miteinander. Hoffentlich finden sie bald einmal den Weg in ein „richtiges“ Studio. Einstweilen sind die Konzertbesucher mit “What keeps me here“ gut bedient.

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Instrumentenkunde

Instrumentenkunde Akkordeon ~ Instrumentenkunde Teil 5 von celtic-rock Als Instrumentenpate für das Akkordeon stand uns diesmal Stefan Klug von Deutschlands erfolgreichster Irish Speedfolkband Fiddlers Green zur Verfügung. Dafür bedanken wir uns von www.celtic-rock.de ganz herzlich. 1. Warum Akkordeon? Dem Akkordeon hängt in Deutschland leider oft ein negatives Image an: Durch die häufige Verwendung bei “volkstümlicher” Musik, die oft sehr einfach gestrickt ist und die “heile Welt” verklärt, setzen es viele Leute vorschnell mit Musikantenstadl, Karl Moik, Oberkrainer & Co. gleich. Und hassen es damit oft abgrundtief. Seltsame “Akkordeonorchester” tun dann oft noch ihr übriges, den Ruf dieses Instruments gänzlich zu ruinieren… Doch: Ein Akkordeon ist ein äusserst vielseitig einsetzb a r e s I nstrument, das häufig unterschätzt wird! Die Bandbreite der Musik, die damit möglich ist, ist enorm – von Klassik über Jazz bis natürlich zur Folk- und Rockmusik jeglicher Ausprägung. Ein Akkordeon (auch Harmonika, Quetsche, Handorgel oder Schifferklavier genannt) ist ein “Handzuginstrument”, das meist aus einem “Diskantteil” (Melodieteil) und einem “Bassteil” besteht; durch den Balg sind die beiden Teile miteinander verbunden. Schon allein die klangliche Vielfalt der verschiedenen Akkordeonarten ist beeindruckend: Durch die zahl-

reichen baulichen Varianten (chromatisch oder diatonisch, Anzahl und Art der Stimmstöcke und Stimmzungen etc.) können sehr individuelle, klanglich verschiedene Instrumente hergestellt werden. Ich hatte schon als Sechsjähriger ein kleines chromatisches (d.h. bei Zug und Druck wird der selbe Ton erzeugt) Pianoakkordeon (hat auf der Diskantseite Tasten statt Knöpfe) geschenkt bekommen und ein wenig darauf herumgespielt, es aber nie so richtig richtig gelernt, obwohl ich als Kind ein wenig Unterricht hatte. Mit ca. 13 Jahren habe ich das Instrument gehasst und in die Ecke gestellt… Erst mit 19 Jahren, als ich merkte, dass man damit auch “coole” Musik machen kann, habe ich es wieder hervorgeholt. Ich spielte zu “Pogues”-Platten, hörte mir die Melodien raus und brachte es mir irgendwie selbst bei – es machte auf einmal großen Spaß, was ich vorher nie für möglich gehalten hatte! Für Folkrock-Bands wie “Fiddler’s Green” ist ein Akkordeon klanglich ideal, da es die Frequenz-Lücke zwischen Geige/Fiddle und den Gitarren schließt und den Gesamtsound “andickt” und runder macht. Auch wenn es oft gar nicht so stark aus dem GesamtSound heraussticht, so würde es doch (ähnlich zum Bass) stark fehlen, wenn es nicht mit dabei wäre.

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Instrumentenkunde

Es gibt viele Arten das Akkordeon zu spielen. Dadurch, dass ich mehr oder weniger Autodidakt bin, spiele ich es einfach “aus dem Bauch heraus”. Dadurch habe mir bestimmte Spieltechniken angewöhnt, die man so wohl nie von einem Akkordeonlehrer lernen würde. Oft setze ich es neben Melodieteilen als “Offbeat”-Unterstützung ein, spiele es also eher “rhythmisch” als “melodisch” – das verstärkt den “Schub” unserer Musik. Es hat aber auch den Nachteil, dass ich durch meine Spieltechnik das Akkordeon sehr laut und “hart” spiele und “anreisse” – und dadurch das Instrument sehr stark belaste, so dass sehr häufig die Stimmzungen brechen oder der Balg durch die Überlastung kaputt geht. Aber genau diese rhythmische Spielweise macht für mich den Reiz und den “Groove” dieses Instruments aus! Ausserdem: Mit so einem schweren Teil vor dem Bauch erspart man sich das Fitness-Studio! 2. Worauf sollten Einsteiger achten? Wie bei allen Instrumenten sollte man darauf achten sich etwas qualitativ Hochwertiges zu kaufen. Heute gibt es viel China-Billig-Import-Schrott, der nicht wirklich Spaß macht. Selbst Instrumente der deutschen Traditionsmarke “Hohner” wurden in den letzten Jahren qualitativ immer schlechter, so dass ich persönlich seit vielen Jahren auf die sehr gut verarbeiteten und robusten “Weltmeister”-Akkordeons aus Sachsen stehe, denn da stimmt das Preis-LeistungsVerhältnis. Es gibt noch einige kleinere (vor allem italienische) Firmen, die klanglich richtig gute Instrumente herstellen. Diese sind jedoch teuer und recht empfindlich. Es kommt auf die Spielweise an: Spielt man leise und dynamisch, sind diese teuren und edlen Instrumente auf jeden Fall die Investition wert. Spielt man aber – so wie ich – eher Rock’n Roll mit anderen lauten “Mit-Instrumenten” auf der Bühne wie Schlagzeug oder E-Gitarre, gegen die man sich durchsetzen muss, dann braucht man ein wirklich robustes Modell.

geschwindigkeit” und mit Metronom üben. Dann das Tempo langsam steigern.

Über den Autor:

Nach sporadischem Unterricht und eher widerwilligem Üben in der Kindheit habe ich 1988 das Akkordeon durch das Hören von Folkrock w i e d e r e n tdeckt. Bis 1991 spielte ich mit ein paar Kumpels in der Band “Paddy’s Return”. Seit 1991 bin i c h “Quetscher” u n d B o d h r a nspieler bei der Irish Speedfolk Band “Fiddler’s Green”. Nach über 1400 Konzerten im In- und Ausland, 10 Studio-Alben (drei davon in den Top100 Charts platziert), diversen Live-CDs und zwei Live DVDs steht nächstes Jahr unser 20-jähriges Bandjubiläum an. Auch nach einem guten Dutzend zuschanden gespielter Akkordeons ist der Kick, mit handgemachter und energetischer Live-Musik auf der Bühne zu stehen und sich völlig zu verausgaben, mit nichts anderem zu vergleichen. Es ist für mich ein Privileg und eine Ehre, damit meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. http://www.celtic-rock.de/2009/09/akkordeon-instr umentenkunde-teil-5/ Im nächsten triskel - the celtic-roclk & Punk ezine Teil 6 Mandoline

3. Wo kann man Hilfe bekommen? Da ich mir das Akkordeonspielen zum großen Teil selbst beigebracht habe, kann ich diese Frage nur schwer beantworten. Die Grundzüge des Spielens von einem passenden Lehrer gezeigt zu bekommen ist sicher eine gute Sache, auf der man aufbauen und dann seinen eigenen Spielstil entwickeln kann. An Üben führt dann leider kein Weg vorbei. Mein Tipp: Melodien erst einmal deutlich langsamer als in “Ziel-

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CDs und Platten

Konzerte und Festivals IN SEARCH OF A ROSE von frakru 1992-2012 Irish Tunes & Rock‘n‘Roll Live!

Mehr Infos:

Die Band In Search Of A Rose, 1992 in Lemgo gegründet, kombiniert einen phantasievollen und abwechslungsreichen Stil mit Virtuosität und Humor, der für  Irish Folk Rock-Fans ein absolutes Muss ist. Nicht nur der Vollständigkeit halber  sollte man sie zum Kanon guter und professioneller deutscher Celtic Rock-Bands  zählen, sondern auch wegen ihrer Kreativität und ihrem Hang zum Detail. Große Empfehlung für alle also, die zwischen gemäßigtem Punkrock bis hin zu Poprock  auf solider Folkbasis mit Neigung zu liebevollen Verzierungen durch andere Musikstile zu haben sind.

https://www.facebook.com/InSearchOfARose Konzerttermine:

10.06 - Münster Hafenfest  16.06 - Lichterfeld F60 Celtic Festival 27.07 - Brilon Musiksommer  11.08 - Grünberg Grünberg Folk Festival  24.08  -  Wetter-Volmarstein    Irish Folk Festival Burg Volmarstein 31.08 - Lippstadt -Bad Waldliesborn – Folk im Park 08.09 - Iserlohn Rock in Barendorf

Die Liebe zum irischen Folk Rock ist auch im zwanzigsten Jahr ihres Bestehens ungebrochen. Passend zum 20 jährigen Bestehen hat die Band 2012 das Live Album „Reels and Roses Live“ mit diversen Gastmusikern veröffentlicht.

http://www.celtic-rock.de/2012/05/in-search-of-a-rose-quizz-mit-gewinnspiel/

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CDs und Platten

CDs und Platten Irish Stew of Sindidun ~ New Tomorrow (2011) von Slon Nachdem ich schon begeisterter Fan der ersten beiden Alben “So many Words” und “Dare to Dream” bin, freue ich mich ganz besonders jetzt das 3. Album der 6 Belgrader besprechen zu dürfen. Die Rede ist von den fantastischen “Irish Stew of Sindidun”. Sonst bin ich ja eigentlich der eher punkbegeisterte Celtic-Fan, aber diese Band hat’s mir echt angetan. Die Serben spielen einen flotten und sehr melodischen Folk-Rock. Dieses Album ist ein Mix aus schwungvollen und wunderschönen Balladen, und jeder Track ein Hit für sich. Kurz bevor man sich diesem Album widmete, stießen ein neuer Schlagzeuger und eine neue Violinistin zur Band und brachten neue Energie für dieses Album mit. Man steckte alle Energie in dieses Machwerk um diesen Silberling zu einem Goldstück zu machen. Ein wirklich wunderschönes Album welches nahtlos an die anderen anknüpft. Man singt von Liebe, Hoffnung und Träumen ohne dabei langweilig und eintönig zu werden. Es fällt mir wirklich schwer die beiden, meiner Meinung nach, besten Tracks zu finden, die ihr ab sofort in unserem Player findet. Da ich euch wirklich das ganze Album ans Herz legen möchte. Im Player findet ihr ab heute zufällig ausgewählt “No Surrender” und “Lady of New Tomorrow”.

Trackliste

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From Ashes To The 7th Sky Lady Of New Tomorrow Dream Shelf When Day is over Home is where your Heart is Take me High No Surrender Prison One Way Ticket So in Love One for the Road Heather

http://www.celtic-rock.de/2012/05/irish-stew-of-sindidun-new-tomorrow-2011/

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CDs und Platten

McMontos ~ Fancy A Foursome (2011) von kuec Mit fast 200 Auftritten im In- und Ausland haben sich die McMontos aus Nürtingen einen Ruf als gute Live-Band erarbeitet. Daher ist es konsequent, dass die vier aus Schwaben das aktuelle Album zwar im Studio, aber „wie live“ eingespielt haben. Die Band baut zu Recht auf ihre dynamische Präsentation, verzichtet auf Multitracking – Effekte und hat zwölf Titel eingespielt, die einem Konzert-Erlebnis sehr nahekommen. Ihre Stil ist kraftvoll, aber nicht ohne Feinheiten. Zum Gesang spielt die Fiddle oft eine Basis-Melodie, die von der Whistle mit kunstvollen Variationen gekrönt wird. Unter den Vieren sind offensichtlich Fans von Silly Wizard aus Schottland und deren Sänger Andy M.Stewart. Daher beginnt die Scheibe mit Donald McGillivray, was mit der nötigen Power losgeht. Dafür sorgen neben dem kernigen Gesang die Rhythmusgitarre und ein selbstbewusster Bass. Die Spanish Lady oder die Rocky Road to Dublin aus dem Dubliners-Repertoire werden mit solidem Handwerk präsentiert. Bei der Mary Ellen Carter fällt mir auf, dass der Song für den Sänger etwas zu tief liegt.Vom Gesang her überzeugt mich am meisten die leiseste Nummer, The Blackbird, mit feiner Gitarrenbegleitung.Zwei Instrumentalsets ergänzen die zehn Songs, wobei die Bogenführung der Fiddle etwas irischen Swing vertragen würde. So wirken die Tunes ziemlich „deutsch“. Die Pippi-Langstrumpf-Polka wird live sicher Bewegung vor die Bühne bringen. An den Arrangements und der engagierten Vortragsweise gibt es sonst nichts auszusetzen. Alles Gedruckte an der CD ist in Schwarz-Weiß gehalten. Es gibt ein Booklet mit vielen Fotos und Notizen zu den Songs in Deutsch und Englisch, die Trackliste und die Titelfrage sind liebevoll von Hand auf Plakate geschrieben. Obwohl die Scheibe im Probenraum und nicht im Studio aufgenommen wurde, ist der Klang in Ordnung.

Trackliste

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Donald McGillavry The Spanish Lady Take her in your arms Gorg Set Back home in Derry The Mary Ellen Carter The Rocky Road to Dublin The Blackbird Polka Set The Ferryman When the Boys come rolling Home Bugger off

http://www.celtic-rock.de/2012/05/mcmontos-fanc y-a-foursome-2011/

Die McMontos haben die Ehre und das Vergnügen, dieses Jahr beim Folk im Schlosshof aufzutreten. Mit ihrer charmant – rauen Art werden sie sicher zahlreiche neue Fans gewinnen.

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triskel the celtic-rock & punk ezine erscheint am

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