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Ökologie SozialeS Ökonomie Celle steht für nachhaltigkeit.


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NACHHALTIGES CELLE

Mehr Mut zu Nachhaltigkeit beim Handeln und Wirtschaften „Nachhaltiges Wirtschaften ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wenn nicht sogar die größte Herausforderung. Wichtig ist dabei, Verantwortung zu übernehmen und mit konkreten Maßnahmen zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen“, sagt Dr. Susanne Schmitt, Celles erste Stadträtin, gefragt danach, was für sie Nachhaltigkeit bedeutet. Ziel: Nachhaltiges Denken und Handeln in Unternehmen verankern Denn das Thema wird in der Residenzstadt mit Nachdruck verfolgt: mit dem Projekt „Nachhaltiges Celle“. Gemeinsam arbeiten die Projektteilnehmer daran, in Sachen Ökologie, Ökonomie und Soziales nachhaltiges Denken und Handeln in den Unternehmen zu verankern. Vor allem die Schonung von Ressourcen, das Einsparen von Kosten oder die Zufriedenheit von Mitarbeitern sind oberste Ziele. Die Teilnahme am Projekt ist freiwillig, erfordert aber genau deshalb ein gutes Maß an Eigeninitiative. Schließlich soll das Prinzip der Nachhaltigkeit praxisnah in den Betrieben umgesetzt werden. Der Blick auf Nachhaltigkeit heißt für die Teilnehmer vor allem, sich neben dem eigenen Kerngeschäft auch gesellschaftlichen Anforderungen zu stellen. „Hier ist eine Balance erforderlich, die für Unternehmer nicht selbstverständlich ist.

Das Projekt fördert die Aspekte der Nachhaltigkeit in den Betrieben auf der einen Seite. Auf der anderen Seite soll die Initiative aber auch für Besucher und Einwohner Celles zum Signal mit Strahlkraft werden“, so Schmitt. „Das Dreieck der Nachhaltigkeit sollte mit seinen Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales in der Wirtschaft, in Unternehmen und Betrieben, aber natürlich auch im privaten Bereich gelebt werden“, fügt sie hinzu. Doch wo findet sich dieses Dreieck in den Unternehmen konkret wieder? Im betrieblichen Alltag werden die Vorstellungen vom nachhaltigen Wirtschaften zum Beispiel bei der Nutzung von Energie und Wasser, beim Umgang mit Abfall, bei der Mobilität und beim Einkauf sichtbar.

und Beruf im Vordergrund“, erklärt Susanne Schmitt das Vorgehen. Mit einer Bestandsaufnahme und Beratung durch InnovaKom in den Unternehmen wurde die Umsetzung in den Betrieben begleitet. Wichtige Prozessschritte konnten so unter Aspekten der Nachhaltigkeit analysiert und Maßnahmen angeregt werden. „Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen ist eine Art Celler Standard entstanden, nach dem die Überprüfung der Unternehmen an Hand von Checklisten stattfindet.

Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und sozialen Aspekten „In Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen InnovaKom aus Paderborn haben verschiedene Workshops stattgefunden, in denen wir gemeinsam wichtige Nachhaltigkeitskriterien definiert und besprochen haben, wie diese in der Unternehmensorganisation verankert werden können. Dabei standen unter anderem Kriterien für nachhaltige Beschaffung, Lieferanten- und Kundenbeziehungen, Umweltund Energieeffizienz, Mitarbeiterbeteiligung und -motivation sowie die Vereinbarkeit von Familie

haben die Unternehmen dafür bereits angeschoben und umgesetzt. Zertifizierte Unternehmen haben große und kleine Maßnahmen angestoßen Susanne Schmitt: „Nicht alle diese Maßnahmen sind spektakulär; in der Summe aber werden beeindruckende Einsparungen erzielt. Für die nähere Zukunft des Projektes wird vor allem eines notwendig sein: Wir müssen die Marke ,Nachhaltiges Celle‘ bei den Bürgern der Stadt intensiv bekannt machen. Genau das passiert mit diesem Magazin, dass Sie, liebe Leser, nun in Ihren Händen halten. Zum anderen will die Stadt noch mehr Unternehmen Mut machen, nachhaltig zu wirtschaften. Deshalb beginnt im Herbst diesen Jahres eine dritte Zertifizierungsrunde. Unternehmen der Region sind herzlich eingeladen, ,Partnerbetrieb Nachhaltiges Celle‘ zu werden.“

Weitere Informationen Die Betriebe werden am Ende des Prozesses zertifiziert als „Partnerbetrieb Nachhaltiges Celle“. Insgesamt 35 Kriterien und drei K.-o.-Kriterien müssen dann erfüllt sein. Bisher haben 23 Betriebe am Projekt „Nachhaltiges Celle“ teilgenommen und sind zertifiziert worden. Ganze Bündel an innerbetrieblichen Maßnahmen

Stadt Celle Der Oberbürgermeister Fachdienst Wirtschaftsförderung und Immobilien Am Französischen Garten 1 29221 Celle s +49 (0) 5141 12-590 mail@nachhaltiges-celle.de www.nachhaltiges-celle.de

Impressum Herausgeber: Stadt Celle Der Oberbürgermeister Fachdienst Wirtschaftsförderung und Immobilien Am Französischen Garten 1 29221 Celle Texte: Karin Dröse (dr), Katja Müller (km), Isabell Prophet (isa), Gabi Trapp (tr), Christoph Zimmer (chz)

Gestaltung und Druck: Cellesche Zeitung Schweiger & Pick Verlag Pfingsten GmbH & Co. KG

adpic/C. Jung

Gestaltung Titelseite: Bianca Sander, Buchholz Grafik-Design


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NACHHALTIGES CELLE

VWS

In Workshops haben Teilnehmer aus den Partnerbetrieben nachhaltiges Celle diskutiert, wie Kriterien der Nachhaltigkeit praxisnah in Unternehmen implementiert werden sollen.

Celler Standard mit Kriterien zur Nachhaltigkeit Das Projekt sieht vor, Kriterien der Nachhaltigkeit durch eine Kombination aus gemeinsamen Aktivitäten der Projektbeteiligten – in Form von Workshops und individuellen Maßnahmen – sowohl bei der Analyse als auch bei der Umsetzung in den beteiligten Unternehmen zu realisieren. An der zweiten Staffel haben sich 2011 und 2012 acht Unternehmen, darunter auch die Stadt Celle mit ihrem Grün- und Straßenbetrieb, beteiligt. Das Projekt beruht auf Freiwilligkeit der Teilnehmer und fördert die praxisnahe Verankerung des Prinzips der Nachhaltigkeit. Aspekte der Nachhaltigkeit wurden deshalb in Workshops mit dem Beratungsunternehmen InnovaKom aus Paderborn erarbeitet. Workshop 1: Im ersten Workshop erarbeiteten die Teilnehmer einen Fahrplan und Nachhaltigkeitskriterien. Zudem haben sie bespro-

Die Residenzstadt stellt sich mit dem Projekt „Nachhaltiges Celle“ einer großen Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Inzwischen sind 23 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen als „Partnerbetrieb Nachhaltiges Celle“ zertifiziert worden. chen, wie Kriterien der Nachhaltigkeit in die Unternehmensorganisation implementiert werden können. Als Grundstein hierfür galt es, eine Unternehmensphilosophie zu erarbeiten. Workshop 2: Der zweite Workshop befasste sich mit nachhaltiger Beschaffung, für Unternehmen aus der Lebensmittelbranche ebenso wie für Industrieunternehmen. Produktgruppen wurden definiert, nachhaltige Kriterien ermittelt und nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten aufgeteilt. Auch die Lieferantenbeziehungen spielten in diesem Workshop eine Rolle.

Workshop 3: Das Thema „Umwelt und Energieeffizienz“ stand auf der Tagesordnung im dritten Workshop. Das Thema Energieeffizienz ist zwar nicht mehr neu, trotzdem gibt es in Forschung und Entwicklung immer wieder neue Technologien und Erkenntnisse. Im Workshop wurde den Teilnehmern verdeutlicht, dass sowohl Anlagen und Maschinen für die Produktion als auch in der Infrastruktur Einsparpotenziale vorhanden sind: Kunden werden oftmals energiesparende Alternativen angeboten, aber die Erfahrung der Teilnehmer zeigte, dass oft der Investitions-

wert und nicht die Betriebskosten die Kundenentscheidung beeinflusst. Energieeffiziente Technologien sind den Unternehmen bekannt, oft scheitert es aber an der Nachfrage. Workshop 4: Im vierten Workshop befassten sich die Unternehmen mit dem Thema „Soziales“. Dabei wurden die Themen Mitarbeiterbeteiligung und Motivation sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Vordergrund gestellt. Nach den vier Workshops fand eine abschließende Beratung in den Unternehmen statt; die InnovaKom GmbH intensivierte hierbei die betriebliche Umsetzung. Wichtige Prozessschritte wurden unter Nachhaltigkeitsaspekten analysiert und Maßnahmen zur Implementierung und Umsetzung angeregt. So ist inzwischen ein „Celler Standard“ mit Nachhaltigkeitskriterien entwickelt worden.

Diese Anforderungen müssen Unternehmen bei einem Audit als Partnerbetrieb Nachhaltiges Celle erfüllen Unternehmensleitung • dokumentierte Unternehmensphilosophie mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten • Organigramm zur Unternehmensorganisation • Unternehmensprogramm mit ökonomischen, ökologischen, sozialen Zielen • Investitionsplanung mit nachhaltigen Kriterien • Jahresauswertung der Ressourcenverbräuche • Maßnahmen zur Ermittlung der Kundenzufriedenheit werden durchgeführt

Personalmanagement • Schulungsplan für Mitarbeiter • Ressourcen zur Personalentwicklung • sparsamer Umgang mit Ressourcen • Möglichkeit der Ausbildung • Arbeitskleidung oder Schutzausrüstung wird vom Unternehmen gestellt • Ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen; gleichberechtigte Entlohnung • Beschäftigung benachteiligter Bevölkerungsgruppen möglich

• flexible Arbeitszeitgestaltung • Maßnahmen zur Gesundheitsförderung • Maßnahmen zur Ermittlung der Mitarbeiterzufriedenheit Beschaffung • ökonomische, ökologische (regionale, saisonale Produkte) und soziale Aspekte • Anteil regenerativer Energieträger beim Strombezug höher als 17 Prozent • regenerative Energiequellen zur Wärmeerzeugung Infrastruktur • funktionierendes Gefahrenstoffmanagement

• ausreichend Sozialräume • Heizungs-, Kälte- und Klimaanlagen sind auf aktuellem Stand • N  utzung von energieeffizienten Geräten • ordnungsgemäße Abfallentsorgung und -trennung • barrierefreier Gebäudezugang • Experten für Arbeitssicherheit; Ersthelfer und Sicherheitsbeauftragte • Betriebsärztliche Betreuung • Kunden und Gäste werden ausreichend über das Thema Nachhaltigkeit informiert


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GRÜN- UND STRASSENBETRIEB, STADT CELLE Foto links: Der Fuhrpark, wie er zum Asphaltfräsen eingesetzt wird, spart durch den Zusatz von Diesel-Additiven Kraftstoff.

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Foto unten: Wo es möglich ist, setzt der Grünbetrieb des Fachdienstes organischen Dünger ein.

ORGANISCHER DÜNGER UND BIO-ZWEITAKT-ÖLE Der Fachdienst „Grün- und Straßenbetrieb“ ist eine der Einrichtungen der Stadt Celle. Sie beweist besonders in diesem Bereich ihre Verantwortung für die praxisnahe Verankerung des Prinzips der Nachhaltigkeit im Alltag: Für den dienstleistenden und bürgernahen Fachbereich ist das Projekt „Nachhaltiges Celle“ ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Menschen und die Umwelt. Denn in allen Bereichen der täglichen Arbeit des Fachdienstes sind Maßnahmen möglich, die helfen, die Umwelt zu bewahren: Zum Beispiel spart der Zusatz von

Additiven zum Diesel im Fuhrpark Kraftstoff. Der Schadstoffausstoß wird darüber hinaus wesentlich verringert. Spezielle Filter erlauben es bei allen Fahrzeugen, auf Ölwechsel zu verzichten, ohne die Lebensdauer der Maschinen zu beeinflussen. Für Motorsägen und Freischneider werden ausschließlich Bio-Zweitakt-Öle, die aus regenerativen Grundstoffen hergestellt werden, verwendet. Alle neuangeschafften Geräte entsprechen aktuellen Emissionsstandards. Durch den Einsatz von Feuchtsalz im Winterdienst wird eine längere Haftung des Streugutes

auf Straßen und Wegen erreicht. Dadurch entfällt ein häufiges Nachstreuen. Pflanzen und Grundwasser werden so in den Straßenseitenräumen geschont. Der Einsatz energiesparender Leuchtmittel führt dazu, dass der Energieverbrauch je Straßenbeleuchtung gesunken ist. Reinigungsmittel werden nach genauen Anweisungen eingesetzt. Durch optimierte und ständig überwachte Dosierungen werden geringstmögliche Umweltbelastungen erzielt. Der Grünbetrieb des Fachdienstes setzt, wo es möglich ist, ausschließlich organischen Dün-

Ihr Grün- und Straßenbetrieb der Stadtverwaltung Celle

Wir sind für Sie da Grünbetrieb Pflege und Unterhaltung der Grünanlagen, Sportflächen, Kinderspielplätze, Verkehrsgrün, Außenanlagen der Kindergärten Betreuung der städtischen Forsten, Naturschutzflächen, Regenrückhaltebecken, Wirtschaftswege Unterhaltung der Gewässer III. Ordnung Unterhaltung von Flächen für den Hochwasserschutz

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Straßenbetrieb

Werkstätten

Kontrolle und Unterhaltung sämtlicher öffentlicher Straßen, Wege und Plätze Asphalt- und Pflasterarbeiten, Fahrbahndeckensanierungen Kontrolle und Instandsetzung der Straßenbeleuchtung Reinigung der öffentlichen Toiletten Reinigung der öffentlichen Straßen Winterdienst

Instandsetzung und Unterhaltung des gesamtstädtischen Fuhrparks (außer der Feuerwehr) Instandsetzung und Unterhaltung von Spielgeräten, Sitzbänken und Zäunen unter Verwendung von PEFCzertifiziertem Holz

Grünbetrieb

Straßenbetrieb

Lüneburger Straße 66 29223 Celle Telefon: 0 51 41/ 93 90 14

Neuenhäuser Straße 5 29221 Celle Telefon: 0 51 41/ 3 74 75 24

ger ein. Regelmäßig werden alle Mitarbeiter im ökonomischen und ökologischen Umgang mit Maschinen und Geräten geschult. Die Geräte werden sinnvoll und den Aufgaben entsprechend eingesetzt. Der Grünbetrieb hat seine Betriebsstätte in der Lüneburger Straße in Celle. Er betreibt ebenfalls den Heilpflanzengarten in der Wittinger Straße in der Residenzstadt. Der Straßenbetrieb mit den Betriebsteilen Straßenunterhaltung, Straßenbeleuchtung und Stadtreinigung in der Neuenhäuser Straße gehört ebenfalls dazu.


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Gert Neumann

Gert Neumann

FLEISCHEREI ZIMMERMANN GMBH

Die Eheleute Zimmermann vor neu beleuchteten Kühltresen.

Fleischer Bernd Zimmermann mit seinem Blockheizkraftwerk.

Nachhaltigkeit in aller Munde Bei der Fleischerei Zimmermann kann man sich das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens buchstäblich schmecken lassen. Denn die Rohstoffe für die regionalen und überregionalen Spezialitäten aus Schweinefleisch, Rindfleisch, Wild und Schnuckenfleisch werden so weit wie möglich aus Celle und Niedersachsen bezogen. Geflügel kommt aus Familienbetrieben im Raum Osnabrück. „Wir verstehen uns als Hersteller aus der Heimat für die Heimat“, sagt Bernd Zim-

mermann, der Inhaber des Familienunternehmens aus dem Celler Stadtteil Westercelle. Neben der Qualität der Rohstoffe spielen die kurzen Lieferwege bei der Auswahl der Lieferanten eine große Rolle. „Das ist eines der wichtigsten Kriterien“, sagt Zimmermann. Denn die kurzen Lieferwege bedeuten vor allem eins: einen geringen Ausstoß an CO2. Aber auch in dem Betrieb wurde die Emission des als Klimagift bezeichneten Kohlenstoffdioxid in der Vergangenheit verringert.

Hierzu wurde ein entsprechender Energiekataster erstellt, der nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch den Energiebedarf der Fleischerei ermittelt hat. So konnten Verbrauchsursachen analysiert und der Energiebedarf gezielt reduziert werden. Gemeinsam mit dem Nachhaltigkeitszertifikat wurde ein Investitionsplan erstellt, der eine weitere Einsparungen von Kohlenstoffdioxid vorsieht und 2013 Schritt für Schritt umgesetzt werden soll. Auch die vielen verschiedenen

Spezialitäten erstrahlen an den Theken in neuem Glanz. Denn 70 Prozent der Beleuchtung in den einzelnen Filialen wurde auf Energiesparmodelle umgerüstet. In der Produktion wurde ferner ein Blockheizkraftwerk installiert, um den Energieverbrauch für die Hochtemperaturdampferzeugung zu verringern. Gleichzeitig wird dabei Strom für den Eigenverbrauch erzeugt. „All diese Maßnahmen haben unserem Unternehmen sehr viel Transparenz gebracht“, sagt Zimmermann. (chz)

Guter GESCHMACK für unsere REGION! Zutaten, Herstellung, Know-How und Qualität aus Celle und dem Celler Land. Das bedeutet für uns Nachaltigkeit.

FAIR TRADE beginnt für uns vor der eigenen Haustür!

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Fleischerei Zimmermann GmbH | Vogelberg 5 | 29227 Celle | Telefon 05141/9591-0 Fax 05141/86999 | partyservice@zww.de | www.fleischerei-zimmermann.de Filialen in: Celle, Groß-Hehlen, Klein-Hehlen, Bergen, Burgdorf, Müden/Aller, Wienhausen .

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SEMA AKTIENGESELLSCHAFT

Karin Dröse

Bienenweide

Peter Hoop, Vorstand der Sema AG, Service-Manufaktur für den Schienenverkehr.

Dieser Riesenbambus wird zu mehrschichtigen Platten verarbeitet.

Peter Hoop hat ein Herz für die Natur. Deshalb gibt es auf dem Firmengelände eine Heidefläche und eine Bienenweide. „Dort wachsen Pflanzen, die die fleißigen Tiere gerne besuchen“. Und zwischen den umfangreichen Gleisanlagen der Service-Manufaktur für den Schienenverkehr (SEMA) wächst Gras. „Ein kleiner Beitrag zur Nachhaltigkeit, denn Schotter reflektiert das Sonnenlicht und trägt zur Erderwärmung bei, das Gras nebenan absorbiert die Strahlen und kühlt die Umgebung.“

Waggonböden aus Bambus Waggonböden aus Gras herzustellen, die langlebig sind und tonnenschwere Lasten tragen, das ist für Peter Hoop, Vorstand der SEMA Aktiengesellschaft mit Sitz am Celler Güterbahnhof, nachhaltig. Dass er dafür nicht den Rasenschnitt aus Nachbars Garten verwenden kann, liegt auf der Hand. Der Firmenchef denkt an eine Pflanze, die in China wächst: Riesenbambus, der botanisch gesehen zu den Süßgräsern zählt. Jetzt werden überwiegend Nadelholzbohlen für Waggonböden verwendet. Ihr Nachteil ist die

geringe Haltbarkeit und das Gewicht. „Wenn wir statt Kiefernholz Bambus verwenden, sparen wir pro Waggon mindestens drei Tonnen Gewicht. Deshalb kann entsprechend mehr Ladung transportiert werden“, so Hoop. Bambusböden sind nicht nur leichter als die hölzerne Variante, sondern auch haltbarer und belastbarer. SEMA hat dies vom Fraunhofer-Institut untersuchen lassen. 10 bis 15 Jahre Durchrottungsgarantie seien denkbar. Längere Lebensdauer der Bambus-

bohlen bedeutet geringerer Materialeinsatz und seltenere Reparaturen. Und Bambus wächst schnell: Bis zu 60 Zentimeter schafft die Pflanze pro Tag. Nach fünf Jahren kann geerntet werden. Nachdem der Süßeanteil herausgekocht wurde, werden Bambusstücke mit Kunstharz zu Bohlen gepresst. Peter Hoop ist von seiner Idee überzeugt. Jetzt gilt es, Kunden für Bambusböden zu begeistern. Auf einer Fachmesse wird er Kundengespräche führen und bei der

Innotrans 2014 in Berlin will er den ersten Waggon mit Bambusboden zeigen. Kontakte nach China hat er geknüpft, damit der erste Container mit 2,78 Meter langen Bambusbohlen bald verschifft werden kann. „Neben ökologischen Aspekten achten wir darauf, nur mit chinesischen Partnern zusammenzuarbeiten, die uns garantieren, dass es bei ihnen keine Kinderarbeit gibt und sich mit unangemeldeten Inspektionen einverstanden erklären“, so Hoop. (dr)

Ihr kompetenter Dienstleister und Ansprechpartner rund um das Thema „Schienenfahrzeuge“! Neben der Instandsetzung und Wartung von Güterwagen sowie der Beschaffung von Ersatz- und Originalteilen, bieten wir unseren Kunden auch den mobilen Instandsetzungsservice und das Flottenmanagement an. Die 24-Stunden-Instandsetzungsgarantie sowie unser neu eingeführter 24-Stunden-Notdienst, 7 Tage die Woche runden unser komplettes Angebot ab.

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ORCHIDEEN ZENTRUM WICHMANN GMBH

Biogasanlage erzeugt Wärme für Orchideen

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die farbenfrohe Pflanzenpracht wird mit dieser Energie erwärmt. „Ideal ist 22 Grad warmes Wasser, damit die Orchideen gut gedeihen“, so Christian Wichmann. Auch beim Wasser arbeitet Wichmann nachhaltig: „Wir sammeln das Regenwasser über die gesamten Dachflächen der Gewächshäuser und verwenden es für die Pflanzen.“ So viel Umweltbewusstsein fand auch Anerkennung bei der

Peter Müller (2)

Abwärme, die bei der Stromgewinnung in einer Biogasanlage entsteht, nutzt Wichmann Orchideen, um seine Gewächshäuser zu beheizen. Schon 2006 begann die Zusammenarbeit mit drei Landwirten, die eine benachbarte Biogasanlage betreiben. Und seit Ende 2011 liefert die Biogasanlage 90 bis 95 Prozent des Wärmeenergiebedarfs der Gärtnerei. Eine unterirdische Rohrleitung liefert erwärmtes Wasser in das Orchideenzentrum. Mittels Wärmetauscher wird die Wärme in das Leitungssystem weitergegeben, das 9000 Quadratmeter Gewächshausfläche beheizt. Angesichts eines jährlichen Wärmeengergiebedarfs von 3,5 Millionen Kilowattstunden spart Wichmann damit erheblich fossile Brennstoffe ein und leistet so einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz und für nachhaltiges Wirtschaften. Nicht nur ideale Lufttemperatur für tropische und subtropische Pflanzen wird durch die Abwärme der Biogasanlage erzeugt. Auch das Gießwasser für

Taspo, einer Branchenzeitung für Gartenbau: 2008 erhielt Orchideen Wichmann den TaspoAward für das umweltfreundlichste Gartenbauunternehmen. Nicht nur für das Umweltengagement, sondern auch für die Produkte, also die vielfältigen Orchideen, wird Wichmann ausgezeichnet: 2011 ist Wichmann Sieger bei der Bundesgartenschau in Koblenz im Segment Orchideen. (dr)

Orchideen brauchen viel Wärme. Deshalb setzt Christian Wichmann hier mit einer Odontobrassia Billabong „Celle“ auf Wärmeenergie aus der benachbarten Biogasanlage.


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BRAUEREI BETZ

„Ist es denn wirklich nötig, sich zertifizieren zu lassen, was für uns als mittelständischer Familienbetrieb seit 120 Jahren selbstverständlich ist“, das war die Frage, die sich Frauke Betz, Urenkelin des Firmengründers und gemeinsam mit ihrem Cousin Stephan Geschäftsführerin der Brauerei Betz durchaus stellte, „denn für ein inhabergeführtes Unternehmen in vierter Generation wie unseres ist langfristig angelegtes, verantwortungsbewusstes Wirtschaften über Generationen hinweg Grundlage der Existenz.“ Dazu gehört für Betz untrennbar das Bekenntnis zur eigenen Region, und so entschloss man sich, bei der Initiative der Stadt Celle, nämlich der ersten Zertifizierungsstaffel „Nachhaltiges Celle“, mitzumachen. Als mittelständische Brauerei fühlt man sich bei Betz selbstverständlich dem Reinheitsgebot von 1516 verpflichtet. Material und Rohstoffe werden – soweit möglich – aus der Region bezogen. Es wird strengstens darauf geachtet, dass eine lückenlose

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Betz

Nicht in Quartalen, sondern in Generationen denken

Hightech und Nachhaltigkeit ist kein Widerspruch. Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist und nur beste Zutaten für die Bierproduktion verwendet werden. „Wir haben gleich im ersten Anlauf ohne nennenswerten Nachbesserungsbedarf das Prädikat ‚nachhaltig‘ bekommen. Für uns war das schon eine schöne Bestätigung“, sagt Frauke Betz nicht ohne Stolz.

In der Celler Brauerei wird eben nicht nur bis zum nächsten Quartalsbericht gedacht und gehandelt wie häufig in börsennotierten Großunternehmen. Trotzdem spielen auch wirtschaftliche Faktoren immer eine Rolle, so sorgt man durch permanente Reinvestition in den eigenen Betrieb und seine Technik dafür, dass Prozesse und Abläufe ständig verbes-

sert werden, der Energieverbrauch gesenkt und die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter optimiert werden. „In einer Brauerei unserer Größenordnung ist es Fakt, dass die Mitarbeiter manchmal auch körperlich recht anstrengende Tätigkeiten durchführen müssen. Seit der Zertifizierung haben wir insbesondere im Bereich der Flaschenabfüllung einiges investiert, was zwar zu einem etwas höheren Automatisierungsgrad geführt hat, aber die Mitarbeiter deutlich entlastet.“ „Langfristig könne eine mittelständische regionale Brauerei nur existieren, wenn alle, Geschäftsführung und Mitarbeiter, gemeinsam an einem Strang ziehen und bereit sind, gegenseitig Verantwortung zu übernehmen“, so Frauke Betz, „wie in einer Familie eben!“ „Ich hoffe, dass unsere Mitarbeiter wissen, dass jeder einzelne von ihnen mit seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten ein wichtiger Bestandteil dieser Celler-Bier-Familie ist. Auch das ist Nachhaltigkeit!“


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HOTEL CELLER TOR

Motivation ALS Erfolgsrezept Arbeitszeiten versucht Susanne Ostler, den Mitarbeitern entgegen zu kommen. In einem Wünsche-Buch können besondere freie Arbeitstage eingetragen werden, „die möglichst berücksichtigt werden. Es ist wichtig für uns, dass sich unsere Mitarbeiter wohl fühlen, schließlich macht das auch den Erfolg unseres Hauses aus.“ Alle Mitarbeiter werden über Tarif bezahlt, erhalten Nachtzuschläge an Sonnund Feiertagen und eine Gewinnbeteiligung. Sie werden regelmäßig intern und extern geschult. Die vielen Auszeichnungen der Auszubildenden und Fachkräfte sind für Susanne Ostler die beste Bestätigung für ihr Engagement. Aber auch die Tatsache, dass viele Mitarbeiter schon seit Jahrzehnten im Hotel Celler Tor arbeiten. Um diese enge Bindung der Mitarbeiter an das Haus zu intensivieren, lädt das Celler Tor regelmäßig auch die Eltern und die Familien ein. Sie sollen bei diesem Blick hinter die Kulissen die Arbeit ihrer Angehörigen kennenlernen. „Dieser Rückhalt in der Familie ist eine besondere

Motivation für unsere Mitarbeiter“, weiß Susanne Ostler aus Erfahrung. Stressfreies Arbeiten in der Hotelerie und Gastronomie ist

Gute Planung ist für Robert Byrne (stellvertretender Serviceleiter, links), Küchenchef Horst-Günther Singwald und Inhaberin Susanne Ostler wichtig. Die Arbeit des Zimmermädchens Sabaheta Pepic wird durch einen Rollwagen erleichtert.

Anne Friesenborg (2)

„Uns gibt es schon seit fast 600 Jahren, das ist ja wohl der beste Beweis für nachhaltiges Wirtschaften“, ist Susanne Ostler überzeugt. Die Inhaberin des traditionsreichen Hotels Celler Tor in Groß Hehlen beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit dem Thema, doch es bleibt nicht bei der Theorie: „Für uns ist die Meinung der Mitarbeiter sehr wichtig, sie werden in alle größeren Entscheidungen mit eingebunden.“ Aktuelles Beispiel: Die Neugestaltung des Restaurants. Eine Mitarbeiterin hatte die Idee, das Mobiliar im Rahmen einer Versteigerung zu verkaufen: ein Riesenspaß für alle. Andere brachten praktische Vorschläge ein, wie zum Beispiel die Vergrößerung der Laufzonen für das Personal. Susanne Ostler ist es wichtig, die Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter zu optimieren. So wurden leichtere Serviceplatten für Banketts angeschafft, die Arbeitsflächen in der Küche und die Betten um fünf Zentimeter erhöht oder Wagen für den Transport der Putzmittel auf den Etagen angeschafft. Auf Wunsch der Mitarbeiter gab es zudem eine Veränderung der Pausenzeiten. Gerade bei den

nicht immer möglich, doch mit einer guten Planung lassen sich vorhersehbare Stresssituationen besser organisieren. In der regelmäßigen Wochen-Besprechung werden Tagungen, Bankette, Hochzeiten etc. geplant, Abläufe organisiert, Aufgaben verteilt, in-

klusive regelmäßiger Erfolgskontrolle. Diese engmaschige professionelle Planung erleichtert uns die Arbeit und der Gast kann entspannt in unseren Räumen feiern“, betont Susanne Ostler, „möglichst noch mindestens weitere 600 Jahre.“ (tr)

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N AC H H A LT I G E S

CELLE

Wirtschaften für die Zukunft

„Trend & Tradi tion”

䢇 nachhaltig seit fast 600 Jahren als einer der ältesten Familienbetriebe Niedersachsens 䢇 für uns sind alle drei Säulen der Nachhaltigkeit gleich wichtig: Soziales, Ökologie und Ökonomie, sowohl in Bezug auf Gäste, Lieferanten, lokale Verbundenheit und vor allen Dingen auch Mitarbeiter 䢇 u .a. Umsetzung von Energiespar-Maßnahmen und trotzdem Atmosphäre schaffen 䢇 Einkaufsoptimierung und Vergabe von Aufträgen vor Ort 䢇 zuverlässiger Partner für Gäste und fairer Geschäftspartner 䢇 Unterstützung lokaler Jugendarbeit 䢇 Ehrenamtliches Engagement in Berufsverbänden und Hotelkooperation

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Nachhaltig denken und handeln Jeder kann im Alltag nachhaltig handeln. Und das ist ganz leicht. Denn bereits mit einfachen Mitteln kann man zum Beispiel Energie und Wasser sparen. Das ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Und spart noch dazu Geld.

Wohnzimmer • Heizkörper nicht zustellen oder abdecken. • Elektrogeräte wie Computer und Drucker, Fernseher oder Stereoanlagen nicht im Stand-by-Betrieb laufen lassen. • Stoßlüften: Fünf Minuten genügen, um die Raumluft komplett auszutauschen und trotzdem die Wärme im Raum zu halten. Außerdem macht frische Luft fit. • Energiesparlampen verbrauchen weniger Strom als herkömmliche Glühlampen. • Massivholzmöbel sind gesünder als Möbel aus Spanplatten. Diese können Formaldehyd abgeben (steckt im Bindemittel). • Bodenbeläge und Teppiche aus Naturmaterialien verhindern, dass Sie in Innenräumen chemischen Zusatzbelastungen ausgesetzt sind.

badezimmer • Warmes Wasser schluckt rund zehn Prozent aller Energie im Haushalt. • Toiletten mit Spülstopptaste nachrüsten. • Duschen statt Baden, um sowohl Wasser als auch Energie zu sparen. • Während des Einseifens die Dusche abstellen. • Dichtungen prüfen: tropfende Wasserhähne abstellen; Spar-Brauseköpfe oder Durchflussmengenregulierer (Perlatoren) einbauen. • Heizlüfter und Haartrockner sind Stromfresser.

schlaf- und kinderzimmer • In der Heizperiode nur kurz und kräftig lüften. • Rollläden als zusätzliche Wärmedämmung (vor allem im Winter) einsetzen. • Nachts die Temperatur auf 15 Grad absenken, das spart rund zehn Prozent Heizenergie. • Bettdecken, Bettwäsche und Schlafzimmermöbel aus Naturmaterialien wirken sich positiv auf Gesundheit und Wohlbefinden aus.

• Kinder brauchen Zeit und kein Wegwerfspielzeug. Achten Sie beim Spielzeugkauf auf Langlebigkeit. • Spielsachen aus Holz, Stoff oder unproblematischen Kunststoffen, zum Beispiel aus PE und nicht aus PVC, kaufen.

küche und hauswirtschaftsraum • Nutzung der Restwärme von bereits abgeschalteten Kochplatten. • Gleiche Durchmesser von Kochplatte und Topf helfen, Strom zu sparen. • Kochen mit Schnellkochtöpfen ist vitaminschonend und stromsparend. • Deckel beim Kochen auf den Topf! Das spart zwei Drittel der Energie. • Stromsparende Kühlschränke, strom- und wassersparende Spül- und Waschmaschinen kaufen. • Kühlgeräte regelmäßig abtauen. • Kühlgeräte nicht in der Nähe des Herdes oder der Heizung aufstellen. • Kompaktwaschmittel oder Baukastensysteme anstelle von herkömmlichen Vollwaschmitteln verwenden, da sie weitaus weniger das Abwasser belasten.

auto

• C  ar Sharing ist eine Alternative

zum eigenen Auto. • Bus, Bahn und Straßenbahn benutzen ist umweltfreundlich. • Kurzstrecken zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. • Umweltbewusstes Fahren spart auch Geld, das heißt: auf Kavalierstarts verzichten. • Fahren in oberen Gängen. • Motor bei längeren Standpausen abschalten.

büro

• Computer bei längeren Arbeitspausen abschalten. • Umweltpapier verwenden. • Abfälle trennen oder ganz vermeiden. • Dicke Buntstifte statt Textmarker verwenden. • Klebemittel und Korrekturflüssigkeiten ohne Lösungsmittel benutzen, also Produkte mit dem „Blauen Engel“ kaufen. • Kopierer sollten mit Recycling-Papier betrieben werden.

garten

• Kompost ersetzt Kunstdünger. • Torf sollte nicht verwendet werden, da


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nd handeln – im Alltag

Linktipps Nachhaltiger Warenkorb: www.nachhaltigkeitsrat.de/ projekte/eigene-projekte/nachhaltiger_warenkorb/ Torfabbau die letzten Hochmoore zerstört. • Nur abends gießen, um die Verdunstung gering zu halten. • Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten. • Einheimische Pflanzen anbauen. • Regenwassertonne benutzen.

hobby und freizeit • Markierte Wander- und Radwege einhalten. • Bei Wanderungen keinen Abfall in der Natur zurücklassen.

• Schilder beachten, die Naturschutzzonen markieren. • Pflanzen nicht willkürlich pflücken. • Brutzeiten der Tiere beachten. • Mitarbeit in Vereinen, zum Beispiel in Sport- und Bürgervereinen oder kirchlichen Gemeinden, macht Spaß. • Ehrenamtliches Engagement ist notwendig, sinnvoll und macht Freude, zum Beispiel in der Entwicklungshilfe, Organisationen für Menschenrechte oder in sozialen, caritativen Einrichtungen. • Freundlicher Umgang mit Mitmenschen und die Bereitschaft, miteinander zu reden, (zum Beispiel im Büro), bereichern den Alltag.

Nachhaltige Produkte: www.nachhaltig-einkaufen.de/ www.umweltbundesamt.de/ produkte/beschaffung/ www.fairflowers.de/ http://papierwende.de/ www.ecotopten.de www.energiesparende-geraete.de Klimabewusst reisen: www.atmosfair.de/en/home/ Gegen Kinderarbeit: www.aktiv-gegenkinderarbeit.de/ Ökostrom: www.gruenerstromlabel.de/


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DELTA PLUS DATENSYSTEME GMBH

Ktaja Müller, DELTA plus

Ein Schwerpunkt von DELTA plus: Nachhaltiges Licht- und Medienmanagement.

ENERGIEWENDE BEGINNT BEIM DRUCKEN „Im Rahmen des Projektes ,Nachhaltiges Celle‘ haben wir ein ganzes Bündel an innerbetrieblichen Maßnahmen angeschoben. Nicht alle sind spektakulär, in der Summe erzielen wir aber beeindruckende Einsparungen. Ein sehr wirksamer Schritt war die Umstellung der IT auf eine ,0-Watt-Technologie‘, mit der wir über 80 Prozent Strom einsparen“, rechnet DELTA plus-Geschäftsführer Jörg Krueger vor. Mit virtualisierten Servern hat das Unternehmen zudem die Anzahl der physischen Server um 75,

den Stromverbrauch um ca. 70 Prozent gesenkt. Hinzu kommen Aspekte in der Büroorganisation: Duplex-Druck, stromsparende Drucker mit Eco-Modus oder die Umstellung der Außenbeleuchtung auf LED gehören dazu. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Firmenfahrzeuge gewechselt und auf Modelle mit sparsamen Dieselmotoren umgestellt. „Außerdem ermöglichen wir allen Mitarbeitern regelmäßige Aus- und Weiterbildungen, auch überbetrieblich. Wer als Kunde zu DELTA plus kommt,

erhält Beratung und Lösungen zu nachhaltiger Licht- und Mediensteuerung, sowohl für Privathaushalte als auch für Tagungs- oder andere Geschäftsräume. Und mit unserer mehrfach ausgezeichneten geothermischen Kühlung ,GeoCool‘ können Betreiber von Serverräumen und Rechenzentren bis zu 90 Prozent Strom einsparen“. DELTA plus Datensysteme GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen für individuelle IT-Lösungen mit Sitz in Celle. Es ist seit über 15 Jahren am Markt und tätig in den

DELTA plus-Geschäftsführer Jörg Krueger zeigt einen vollwertigen Mini-Rechner, der sehr sparsam ist: Er verbraucht nur 14 Watt. Herkömmliche Rechner benötigen ca. 150 Watt pro Stunde Strom. Bereichen Netz- und Datentechnik, Medientechnik, Videoüberwachung, Hard- und Software. Das Unternehmen ist zertifiziert nach ISO 9001 und Systempartner u.a. von Fujitsu und Microsoft. (km)

IT-LÖSUNGEN UND DATENTECHNIK · SERVER UND VIRTUALISIERUNG · TAGUNGS- UND KONFERENZTECHNIK · VIDEOÜBERWACHUNG

ENERGIEWENDE! MIT IT-LÖSUNGEN VON DELTA PLUS KLEINER, SCHLANKER, LEISER, SPARSAMER. UND SCHNELLER!

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FACEBOOK.COM/DELTA.PLUS.DATENSYSTEME


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VWS DEUTSCHLAND GMBH

Metallkatalysator bekämpft Legionellen ohne Chemie

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spühbefeuchtern in der Klimatechnik eingesetzt. Dadurch werden Biofilme – der Lebensraum von Keimen, Schimmelpilzen und Legionellen – ohne unerwünschte Nebenwirkungen eliminiert und ein Neubewuchs nachhaltig verhindert. Diese Neuerung reduziert den Bedarf an Chemikalien erheblich. Wie sich dies auf den Carbon-

Footprint auswirkt, zeigt das Beispiel des Steinkohlekraftwerks Rostock. Hier wurde die konventionelle Biozid-Desinfektion des Kühlkreislaufs im Naturzugkühlturm durch das BerkeMOL-CLEAN-Verfahren ersetzt. Der Klimagasausstoß wurde allein dadurch um 41 Prozent von 117 auf 69 Tonnen Kohlendioxid reduziert. (dr)

Aktion für Arbeitssicherheit

gordon petschler

Das Unternehmen Berkefeld berechnet für seine Wasseraufbereitungsanlagen den Energieund Chemikalienverbrauch für Herstellung, Betrieb und Entsorgung. So wird die Menge des anfallenden Kohlendioxids – der so genannte Carbon Footprint – ermittelt. Ein Beitrag, Energiebedarf und Chemieeinsatz zu verringern und damit die Nachhaltigkeit zu verbessern, ist die natürliche Desinfektion von Wasserkreisläufen – beispielsweise in Klimaanlagen – durch moderne Hochleistungskatalysatoren. Das BerkeMOL-Katalysatorverfahren des Veolia-Tochterunternehmens zieht freie Keime im Wasser mittels elektrostatischer Aufladungen an und zersetzt sie. Durch die Zerlegung werden Biotenside erzeugt, die eine Ablösung und damit ein Absterben von Biofilmen bewirken. Vorhandene Legionellen werden so wirksam bekämpft, und durch die Beseitigung ihres bevorzugten Lebensraums wird einer künftigen Ansiedlung nachhaltig vorgebeugt. Diese Technik wird in Umlauf-

Das „BerkeMOL LIK“-Katalysatorverfahren sorgt für eine nachhaltige Desinfekion ohne Chemikalien.

26 Mitarbeiterkinder, ausgestattet mit Schutzausrüstung, schauen vom Poster auf die Berkefeld-Kollegen und erinnern sie daran, die Regeln der Arbeitssicherheit einzuhalten. Die Idee hatte Arne Lehmeier, zuständig für Arbeitssicherheit und -vorbereitung beim Celler Wassertechnikunternehmen: „Wir wollen das Thema auf besondere Weise ins Bewusstsein unserer Kollegen rücken, um so zu versuchen, Arbeitsunfälle nachhaltig zu vermeiden.“


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BENNO EISERMANN

Eisermann (2)

Beleuchtung auf LED umgestellt: Dieser Verkaufswagen von Benno Eisermann wird nachhaltig mit LEDs beleuchtet.

Currywurst mit Solarzellen grillen Bei Eisermann geht‘s um die Wurst. Und von der soll der Genießer wissen, wo sie herkommt. Deshalb setzt das Unternehmen Benno Eisermann Grill- und Restaurationsbetrieb in Celle darauf, regional einzukaufen. Und das meint man in der Celler Industriestraße ernst: Die Soßen kommen aus Hannover, die Pommes aus Oldenburg und die

Schweine, die 90 Prozent der Fleischverarbeitung bestimmen, aus der Lüneburger Heide. Egal ob Servietten, Pappen oder Putzmittel: Die Zulieferer sind im Umland ansässig und diese Produkte durchweg biologisch abbaubar. „Auch das Thema Energieeffizienz ist uns wichtig“, sagt Juniorchef Christoph Eisermann.

Deshalb sind vier von acht Verkaufswagen auf LED-Beleuchtung umbestellt. Der Rest folgt in den kommenden Jahren. Noch Zukunftsmusik, aber schon in konkreter Planung, ist die Ausstattung eines Verkaufswagens mit Solarmodulen zur Stromerzeugung. „Uns war es wichtig, uns von anderen Gastronomiebetrieben

abzuheben. Wir wollten zeigen, dass unsere Branche nachhaltig sein kann. Und das ist auch bei Veranstaltungen möglich. Deshalb verwenden wir für den Getränkeausschank keine EinwegBecher mehr. Alle haben gesagt, nachhaltiges Handeln sei für einen Betrieb wie unseren schwer umzusetzen. Wir haben es trotzdem geschafft.“ (km)

Verananstaltungs-Gastronomie Der Veranstaltungsgastronom in Niedersachsen

Bayern Stub’n

EVENTS • MARKETING • CATERING ��i� 194�9 �� C���

Neben dem kompletten Angebot eines CateringUnternehmens tritt Eisermann’s Veranstaltungsgastronomie als Veranstalter oder auch als Gastronomiepartner für alle Arten von Events ein.

High-End-Imbiss

Nostalgie-Marktwagen Benno Eisermann • Industriestraße 3 • 29227 Celle • Tel. (0 51 41) 8 22 23 • Fax (0 51 41) 98 09 08 info@benno-eisermann.de • www.benno-eisermann.de 19341901_13040609501030313


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CELLER BADELAND

Wie werden eigentlich Glühbirnen in einem Schwimmbecken gewechselt? Vorerst: gar nicht mehr. Dem einen oder anderen mag der Farbwechsel im Massagebecken aufgefallen sein. Wo vorher Halogen das Becken anstrahlte, leuchten nun blaue LEDs. Und die halten richtig lange durch. Bis zu vier Mal im Jahr mussten die Halogen-Strahler ausgewechselt werden, berichtet BadelandChef Matthias Gaupp. Die LEDStrahler sind zwar ein wenig teurer. Dafür musste aber in den vergangenen drei Jahren nicht ein einziger ersetzt werden. Gibt doch mal eines der Leuchtmittel den Geist auf, wird nicht gleich das ganze Becken trockengelegt. Die Leuchtmittel sind in wasserfesten Gehäusen und die Kabel sind lang genug – das Gehäuse wird aus dem Becken gezogen und die „Birne“ kann auf dem Trockenen gewechselt werden. Andere Farben als das naheliegende Blau wären natürlich auch möglich gewesen – aber alles kommt nicht in Frage. „Gelb scheidet natürlich aus“, sagt Gaupp.

Alex Sorokin

Es wurde Licht im Badeland: Strom sparen mit LEDs

Blaues Licht macht glücklich. Besonders das Badeland, denn die blauen LEDs senken die Stromrechnung. Gelbes Wasser im Schwimmbad? Das sieht nicht gut aus. Rot? Zu aggressiv. Da kommt das gewohnte Blau bei den Kunden am besten an, und natürlich das gewohnte weiße Licht. 40.000 Kilowattstunden werden durch den Einsatz von LEDs eingespart. „Ein Freizeitbad benötigt naturgemäß viel Energie“, sagt Gaupp. Das lässt sich bei

einem Schwimmbad schwerlich ändern. „Aber das wenigstens unter ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Grundsätzen.“ Nicht nur für den Lichtwechsel wurden die Stadtwerke Celle mit dem Badeland im Programm „Nachhaltiges Celle“ zertifiziert. Ein wenig stolz ist er auf Nachhaltigkeit aus dem Keller: Ein Block-

heizkraftwerk gewinnt Energie; eine Elektrolyseanlage ersetzt in der Desinfektion des Beckens das Chlorgas; Kohlensäure ersetzt Salzsäure bei der Anpassung des pH-Werts. Das Abwasser aus den Filtern zum Beispiel bereitet das Badeland selbst auf. Am Ende ist es so sauber, dass es in die Fuhse geleitet werden kann. (isa)

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.

Celler Badeland

77er Straße 2 · 29221 Celle Tel. 05141 / 9 51 93 - 50 Fax 05141 / 9 51 93 - 59 www.celler-badeland.de info@celler-badeland.de .

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SCHWINDT SONDERMASCHINENBAU

Karin Dröse

Gute Ausbildung sichert Unternehmenszukunft

Firmenchef Thomas Ludewigt (rechts) und die Auszubildenden und Ausbilder der Firma Schwindt Hydraulik GmbH.

Gut ausgebildete Fachkräfte sind Thomas Ludewigt, Geschäftsführer der Firma Schwindt Hydraulik GmbH, wichtig. Deshalb setzt der Schweißfachingenieur auf solide und vielseitige Ausbildung im eigenen Haus und mit Partnern. „Seit 2009 bilden wir sehr strategisch Mitarbeiter für Schlüsselpositionen in unserem Familienbetrieb aus, und das ist für uns ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Unternehmenspolitik“, betont Ludewigt. Mechatroniker absolvieren Studium und Praxis im dualen System zusammen mit der Hochschule 21, Betriebswirte mit der Berufsakademie Lüneburg. Beide Ausbildungen enden mit der Bachelorprüfung. Im gewerblichen Bereich bildet der Betrieb Industriemechaniker, Zerspaner, Zurichter und Konstruktionsmechaniker mit Schweißerausbildung aus. Im gewerblichen und kaufmännischen Bereich arbeitet man mit dem Ausbildungsverbund zusammen. „Weil wir keine eigene Personalabteilung haben, lernt unsere an-

gehende Industriekauffrau dieses Sachgebiet bei der Firma Halliburton. Und im hydraulischen Bereich sind uns Gastauszubildende anderer Betriebe immer willkommen.“ Neun Auszubildende und Studenten zählt Schwindt Hydraulik derzeit. Ziel des Geschäftsführers ist es, den Nachwuchs im eigenen Betrieb zu halten. Schwindt möchte mit der Ausbildung gezielt den Auswirkungen des demografischen Wandels vorbeugen. Denn Fachwissen ist eine wichtige Voraussetzung, um den Kunden aus Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Sonderfahrzeugbau und der Erdbohrindustrie optimale Produktlösungen und Dienstleistungen anzubieten. Dazu gehören beispielsweise außergewöhnliche Transportvorrichtung für Großteile im Flugzeugbau oder hydraulischmechanische Spezialkomponenten für die Erdölzulieferindustrie. Neu ist eine Spritzlackierung die auch für Wasserlacke geeignet ist. (dr)

Wir bieten folgende Leistungen aus unserem Paint-Shop an:

• Nass-Lackierung

gem. Anforderung DIN EN ISO 12944

• Entfetten, Strahlen, Lackieren (auch Wasserlacke) Nachhaltigkeit bei Industrie-Lackierung durch Wasseraufbereitung Wir planen unser Team zu erweitern: • m/w • nach Richtlinie DVS®-IIW 1170 IWS, m/w

Industrie-Lackierer Schweiß-Fachmann • Erfahrener Konstrukteur (Maschinenbau), m/w Ihr Schwindt-Team aus Celle 16125001_13040609501030313

& (0 51 41) 88618-30 | info@schwindt-celle.de | www.schwindt-celle.de


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Helge Sauber

LOBETALARBEIT E.V.

Detlef Radmacher, Hubert König und Tanja Radmacher, Beschäftigte der Lobetaler Allertal-Werkstatt“ sind aktiv im Garten. Heidi Brinkmann (rechts im Bild) gibt hochwertigen Holzschatullen den letzten Schliff.

Arbeit darf auch SpaSS machen „Nachhaltigkeit hat für uns in erster Linie etwas mit den Menschen zu tun, die in Lobetal leben und arbeiten“, erläutert LobetalVorstand Carsten Bräumer. Ein Schwerpunkt liegt hierbei in der beruflichen Förderung von Menschen mit Behinderung. Nach dem mindestens zwölfjährigen Schulbesuch, bietet sich zum Beispiel der Besuch einer Werkstatt an. Hier arbeiten die Beschäftigten auf einem Niveau, das dem des allgemeinen Arbeitsmarktes sehr ähnlich ist. Doch bevor es so weit ist, durchlaufen die

Teilnehmer ein rund zweijähriges „Trainingsprogramm“, das einer Ausbildung vergleichbar ist. Hier kann jeder sein Talent entdecken. Sei es im Handwerk, beim Kochen und Backen, im Gestalten von Textilien, in der Land- und Forstwirtschaft oder im Gartenbau. Die Angebote sind vielfältig. Klar, dass Arbeit auch Schweiß kostet, aber sie darf auch Spaß machen. So wird auch nach der Ausbildung immer wieder geschaut, wo die persönlichen Begabungen liegen und wie der jeweilige Arbeitsplatz entsprechend gestaltet wer-

den kann. Nachhaltige Zufriedenheit eben. In der Lobetalarbeit leben über 800 Menschen mit Behinderungen. Zur Gestaltung ihres Lebens sind sie auf Hilfe und Begleitung angewiesen. In einem weiteren Arbeitszweig unterhält die Lobetalarbeit drei Altenpflegeheime in Celle und eines im mecklenburgischen Lübtheen. Etwa 260 Menschen nutzen dieses Angebot. In den evangelischen Fachschulen Heilerziehungspflege und Sozialpädagogik und den evangelischen Berufsfachschulen Sozial-

assistent und Altenpflege bietet die Lobetalarbeit rund 300 Schülern einen Ausbildungsplatz in sozialen Berufen an. Über 90 Kinder besuchen den evangelischen Kindergarten der Lobetalarbeit. Neben so genannten Regelgruppen bietet er eine angegliederte Krippe, eine integrative Gruppe und eine Naturund Bewegungsgruppe, die sich ganzjährig auf dem Lobetaler Abenteuerspielplatz trifft. Über 1200 Mitarbeiter haben in der Lobetalarbeit ihren Arbeitsplatz gefunden. (tr)

Gartenbau · Land- und Forstwirtschaft · Gärtnerei Herbula · Allertal-Café · Hotel & Café Gut Sunder ·

Die Allertal-Werkstatt – wir bewegen was! Werkstatt für Menschen mit Behinderung Telefon: 05141 401-325

Berufsbildung · Industriemontage · Textilwerkstatt · Hochwertige Holzartikel 16123801_13040609501030313

www.lobetalarbeit.de


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HALLIBURTON

Katja Müller (3)

Über Halliburton Halliburton ist ein führendes Service-Unternehmen im Bereich Erdöl, Erdgas sowie Geothermie mit Sitz in Celle und gehört zu einem weltweit operierenden amerikanischen Konzern mit mehr als 70.000 Beschäftigten. Die deutsche Tochtergesellschaft ist verantwortlich für den Bereich Kontinentaleuropa und

betreut von Celle aus in- und ausländische Schwestergesellschaften und Betriebsstätten. Sie steht für folgende Dienstleistungen: Zementier- und Pumpservice, Lagerstättenstimulation, Bohrlochkomplettierungen mit Produkten, Dienstleistungen, Werkzeugen und Testgeräten, Richtbohrservice, Bohrmeißel und -kerne.

Spezialist für Geothermie Was im Zusammenhang mit der Energiewende wie eine Utopie klingt, wird in Celle schon umgesetzt: Erdwärme steht in nahezu unendlichen Mengen zur Verfügung, hat eine beeindruckende CO2Bilanz und kann – im Gegensatz zu Windund Solarenergie – jederzeit genutzt werden. Um diese geothermische Energie zur Stromerzeugung oder als Fernwärme zu nutzen, sind Temperaturen von mindestens 120 Grad notwendig. Dies entspricht ungefähr den Bedingungen in einem Bohrloch von mindestens 3500 Metern Tiefe.

Startpunkt jedes Geothermieprojektes ist ein dauerhaft stabiles und sicheres Bohrloch – das Hauptbetätigungsfeld von Halliburton seit fast 100 Jahren. Halliburton als führendes Serviceunternehmen in der Öl- und Gas-

branche stellt Wissen, Personal, Erfahrung und Technologien für Geothermieprojekte zur Verfügung, um einen aktiven Beitrag zur Energiewende zu leisten. Zur Zeit sind in Deutschland ca. 20 Geothermie-Anlagen in Betrieb oder stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Über 100 weitere Anlagen sind geplant. Bis 2020 rechnet die Bundesregierung mit einem 87-fach höheren Beitrag der Geothermie zur Energieerzeugung in Deutschland. Gern leistet Halliburton einen Beitrag, um diese Ziele zu erreichen und diese Energie ressour-

From surface to the reservoir, solving your geothermal challenges for over 50 years

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censchonend nachhaltig anzuzapfen. Wissen und weltweite Erfahrung stellt das Unternehmen zudem als Mitbegründer des Netzwerkes „GeoEnergy Celle e.V.“ für professionelle und sichere Geothermie-Projekte zur Verfügung.


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CELLE-UELZEN NETZ GMBH

Seit 100 JahreN Nachhaltigkeit aus und für Celle SVO

ber ist der gleiche geblieben, nur der Name änderte sich. Die SVO-Tochter baut und unterhält die Kabel in der Erde bringen den Strom in die Steckdose. Energienetze in ihrem KonzesTechnische Sicherheit genießt Landschaftsbild sionsgebiet: und stellen eine höchste Priorität, wofür das 8000 Kilometer Gefahr für Vögel Unternehmen auch zertifiziert Stromnetz mit dar.“ Unterirdi- worden ist. Durch Beauftragung 2113 Trafostatiosche Leitungen qualifizierter örtlicher Firmen nen, ausgestatbelasten Sieber- beim Bau und Betrieb der Enertet mit verlustarnik zufolge die gienetze bleibt ein hoher Anteil men TransformaUmwelt weniger. von Wertschöpfung in der Retoren. „Zu 99 ProHorst-Henning Dazu kommen gion. zent liegen unseSiebernik Auch den Kunden wird beim rund 2100 Kilore Kabel unter Energieeinsatz, der Erde“, sagt Siebernik. Oberir- meter Gasnetz und rund 3000 ökologischen dische Leitungen wären preis- Kilometer Wassernetz – ökolo- beispielsweise mittels intelligengünstiger zu bauen. „Aber sie gisch und ökonomisch nachhal- ter Zählertechnik – den Smartsind störungsanfälliger und war- tige Rohrsysteme aus langlebi- meter-Zählern – geholfen. „Wer tungsintensiver. Ferner fühlen gem PE-Rohr (Polyurethan) für etwas bewegt, muss die Folgen sich Bürger und Anwohner durch umweltfreundliches Erdgas und bedenken – ökonomisch, ökolosie oft belästigt und sehen Ge- hochwertiges Trinkwasser. Alte gisch und sozial“, nach diesem sundheitsrisiken durch Strahlun- Graugussleitungen baut das Leitmotto arbeitet der Netzbegen. Außerdem zerstören sie das Unternehmen kontinuierlich ab. treiber an seiner Infrastruktur. Manfred Scharnberg

Eine nachhaltige und sichere Energie- und Wasserversorgung: Dieses Thema treibt die CelleUelzen Netz GmbH um. Und das stellvertretend für rund 251.000 Bürger und 10.000 Betriebe aus den Landkreisen Celle und Uelzen und Teilen der Landkreise Soltau-Fallingbostel und Gifhorn. „Nachhaltigkeit ist für unser Unternehmen Programm“, hält Horst-Henning Siebernik, Leiter des Bereichs Materialwirtschaft, fest. Siebernik koordiniert beim Netzbetreiber den Umweltschutz. „Wir feiern in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen der Stromversorgung in den Landkreisen Celle und Uelzen. In der Stadt Celle blickt das Unternehmen sogar schon auf 150 Jahre Firmengeschichte zurück.“ Die Celle-Uelzen Netz GmbH, bis vor kurzem besser bekannt unter dem Namen SVO Energie GmbH, ist eine Tochter der SVO Holding GmbH. Der Netzbetrei-

Nachhaltiges Celle – wir sind dabei!

Ob Material, Verarbeitung, Auslastung oder Steuerung – wir planen und betreiben unsere Netze nachhaltig! Celle-Uelzen Netz GmbH Sprengerstraße 2, 29221 Celle www.Celle-UelzenNetz.de 18220001_13040609501030313

MCZ_20130406.Nachhaltiges_Celle.epaper.pdf  

Die komplette Beilage in digitaler Form.

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