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NR. 01 5. JAHRGANG APRIL 2014

FRAKTION

inFORM DAS GL-MAGAZIN DER CDU-FRAKTION IM RAT DER STADT BERGISCH GLADBACH

Fro h e

O S T E R N Liebe Leserinnen und Leser, FÜNF JAHRE FRAKTIONINFORM

RÜCKBLICK IN EIGENER SACHE

Sie haben die 17. Ausgabe unserer Fraktions­ zeitung FRAKTIONinFORM in Ihren Händen. Es ist die letzte Ausgabe für diese Wahl­ periode. Nach der Kommunalwahl 2009 sind wir mit unserer Zeitung erstmals gestartet. Unsere Absicht war es, Ihnen Gelegenheit zu bieten, uns aus erster Hand über die Schulter zu schauen. Auf mehr als 70 Seiten haben wir versucht, Themen unserer täglichen Fraktions­ arbeit in Text und Bild zu fassen und zu Ihnen zu transportieren. In unserer Dialogreihe mit insgesamt 17 Interviews haben Sie die Spre­ cher/innen unserer Arbeitsgruppen kennen­ gelernt. Sie waren im Bilde darüber, was uns aus dem kommunalpolitischen Blickwinkel aktuell bewegt. Sie haben über die Kari­ katuren unseres ehemaligen Bürgermeisters Franz Karl Burgmer schmunzeln dürfen; aber auch kritische Zwischentöne waren durchaus gewollt. Jetzt stehen wir am Ende der Wahlperiode, denn am 25. Mai sind Kommunalwahlen. Dann haben die Wählerinnen und Wähler das Wort. Die Karten werden neu gemischt. Eine neue CDU­Fraktion wird sich konstituieren.

Rückblickend stelle ich gerne fest, dass un­ sere noch amtierende Mannschaft über die vergangenen fünf Jahre gut, sogar sehr gut gearbeitet und zusammengearbeitet hat. Ge­ meinsam mit meinem Fraktionsvorstand habe ich ihr gerne vorgestanden: Es wurde beherzt diskutiert, gestritten, aber dann auch ent­ schieden. Kurzum, unser Tun war von Stim­ migkeit und Kollegialität geprägt, und das auf und zwischen allen Ebenen: den 25 Man­ datsträgern, dem Kreis unserer sachkundigen Bürger – aktuell sind es zwölf –, den sieben CDU­Ausschussvorsitzenden, den Sprechern unserer zehn Arbeitsgruppen und Bürger­ meister Lutz Urbach. Wir konnten uns dabei auf ein eingespieltes Geschäftsstelleteam stützen, das uns unaufgeregt, kompetent und schnörkellos zugearbeitet hat. Der Austausch mit dem CDU­Stadtverband, mit der CDU­ Kreistagsfraktion, mit unseren Mandatsträ­ gern in Land und Bund funktionierte gut, weil wir uns immer als Teil des Ganzen verstanden haben. Sand im Getriebe war fehl am Platze. So könnte es eigentlich weitergehen. So wird es auch weitergehen: mit alten aber auch

neuen Gesichtern, aber allemal mit klugen Köpfen. Welche es sein werden? Wie gesagt: Das werden die Wählerinnen und Wähler am 25. Mai 2014 entscheiden.

FROHE OSTERN Ostern steht vor der Türe. Die Schulkinder mit ihren Familien freuen sich über wohlver­ diente Ferien. Sie dürfen ihre Schulbücher beiseite legen, lange ausschlafen und einfach einmal faul sein. Eltern und Lehrer dürfen ihre Schulaufsicht und Lehrbereitschaft schleifen lassen. Auch der Osterhase wird vornehmlich von den Kleinsten sehnlichst erwartet und die eine oder andere Überraschung liefern. Last but not least feiern wir Ostern aber auch als höchstes Fest der Christenheit mit der Auf­ erstehung Jesu. Sie sehen, für alle ist etwas dabei. Herzliche Grüße

Ihr Peter Mömkes Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion

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WAS WIR BEWEGT HABEN

2009 Die Kommunalwahl am 30. August 2009 bestätigt die CDU als stärkste Kraft im Rat der Stadt Bergisch Gladbach. Sie erhält 40,3 % der Stimmen. Gleichzeitig wird Lutz Urbach mit 50,5 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Im 63 ­Köpfe zählenden Rat hat die CDU 26 Sitze. Mit der FDP geht sie für die gesamte Wahlperiode eine Kooperation ein. In sieben von 12 Fachausschüssen stellt die CDU-­Fraktion den Vorsitz. Dazu richtet sie innerhalb der Fraktion 10 eigene Arbeitsgruppen ein, die die Ausschussarbeit vorbereiten.

Nothaushalt: 12 Tage vor der Wahl 2009 kommt es ans Licht: Bürgermeister und Käm­ merer verhängen eine Haushaltssperre. Die Stadt rutscht in den Nothaushalt.

Kleiner Lichtblick: Von ihren Fraktions­ zuwendungen aus städtischen Mitteln lässt die CDU-Fraktion 45 % des Gesamtbudgets von 53.600 Euro unangetastet. 24.000 Euro fließen zurück an die Stadtkasse. Über der Steinstraße in Bensberg entsteht ein moderner Kinokomplex (oben), Fußgängerzone Stadtmitte in der Bauphase (unten)

2010 Bittere Realität: Die Stadt hat sich ab so­ fort an einem Nothaushalt zu orientieren. Das Haushaltsdefizit liegt bei 37,5 Millionen Euro. Priorität bei den Schulen: Der Sanierungs­ stau macht fast 50 Millionen Euro aus. Trotz Nothaushalt fließen 13 Millionen Euro in die Schulen, 2,3 Millionen gehen an die Kinder­ tagesstätten.

Abgespeckte Regionale: Bürgermeister Lutz Urbach zieht die Reißleine und der Rat zieht mit: Regionale ja, aber in abgespeckter Ver­ sion, keinerlei Luxus, so lautet die Konsolidie­ rungsformel. Das Gesamtvolumen wird von 15,6 auf 11,1 Millionen Euro gekürzt. Der städti­ sche Eigenanteil lässt sich auf 10% senken. Die Regionale 2010 überlebt. Sie bietet weiter­ hin die Chance, die Stadtmitte nachhaltig zu ­stärken: Neue Fußgängerzone, ein veränderter Bahnhofsvorplatz, das Buchmühlen­ gelände als Gartenanlage und Neugestaltungen im Quellgebiet der Strunde.

Die Bücherei bleibt in Bensberg: Bensberg behält seine öffentliche Bücherei in zentraler Lage. Es ist ein tolles Signal, dass Gebäude­ eigentümer Helmut Brunotte mit einem lang­ fristigen Mietvertrag zugunsten der Bücherei eine Marke setzt.

Baurecht für ein nicht alltägliches Kino:

Städtepartnerschaft mit Bei Jala

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CDU und FDP lassen sich von der Idee des Investors überzeugen und schaffen Planungs­ recht für einen modernen Kinokomplex über der Steinstraße in Bensberg: Unten bewegen sich die Autos, oben die Kinobilder.

Schloss-Center auf der Über­holspur: In­ vestitionsbereitschaft auch im Bensberger Schloss-Center, das nach dem Auszug von Aldi mit neuen Ankermietern wieder aufblüht. PROBeWo-Wohnungen gesichert: Die Wohnungen für Menschen mit Behinderungen in der Schloßstraße 84 bleiben erhalten. Bür­ germeister Lutz Urbach hatte die handelnden Parteien an einen Tisch geholt: Die Bewohner sehen einer gesicherten Zukunft entgegen. Städtepartnerschaft mit Bei Jala: Die Idee einer Partnerschaft mit Beit Jala in Palästina, die Peter Mömkes als CDU-Fraktionsvorsit­ zender unterstützt und begleitet hat, wird per einstimmigem Ratsbeschluss Wirklichkeit.

Stadtentwicklungsgesellschaft auf den Weg gebracht: Trotz Not­haushalt gewinnt die Stadt mit der Stadtentwicklungsgesell­ schaft weitere Handlungsfähigkeit zurück. Sie vermarktet fortan städtische Grundstücke, entwickelt Projekte für Gewerbeansiedlungen und Infrastruktur. Endlich, muss man sagen, denn die CDU-Spitze hat sie bereits 2006 ein­ gefordert.


EINE RÜCKBLENDE IM ZEITRAFFER

2011 Die Zeiten der Wohltaten sind vorbei: Der Nothaushalt bestimmt das Tempo. Die Stadt muss sparen, da wo es weh tut, bei den freiwil­ ligen Ausgaben: Offene- Kinder- und Jugend­ arbeit, kulturelle Einrichtungen, Sportförde­ rung, Karneval. Aber es gibt auch Korrekturen: Die mitten im Kindergartenjahr erhöhten El­ ternbeiträge werden wieder gesenkt, weil sie die Planungen vieler Eltern durchkreuzt und über den Haufen geworfen haben. Neue Pflasterung – Lichtblick in der Stadtmitte: Nach Pflasterstreit folgt die ­ olitik dem Bürgervotum, wonach der favori­ P sierte Stein das Rennen macht. Händler und Bürgerschaft atmen durch. Am Ende stehen 17.300 Quadratmeter neu gepflasterte Fuß­ gängerzone, inklusive Blindenleitsystem, ge­ pflanzte Bäume, passende Sitzgelegenheiten, erneuerte Beleuchtung.

Öffnung der Bensberger Fußgängerzone: Der Bensberger Einzelhandel kränkelt. Die CDU-Fraktion greift eine Initiative des Han­ dels auf, die Fußgängerzone als Einbahnstraße zu öffnen. Das Anliegen wird umgesetzt.

Sommerpause ohne Pause: Der Verkehrs­ knoten Kölner Straße / Falltorstraße / Budde­­ stra­ße und die Kempener Straße werden kräf­ tig aufpoliert. Mittel aus dem Schulbudget und aus dem Konjunkturförderungspaket werden in 12 Schulgebäude gesteckt. Augenfälligste Bau­stelle im Stadtgebiet ist der die Steinstraße überspannende Kinorohbau.

Neue Wohngrundstücke an der Reiser (oben), Ausbau der Kreuzung Kölner Straße/Falltorstraße/Buddestraße (mitte), Gespensterball der Schulkinder im Bergischen Löwen (unten)

Der Stadtentwicklungsbetrieb erschließt das Gewerbegebiet Obereschbach: Mit dem stadteigenen Stadtentwicklungsbetrieb schaffen wir es, den Gewerbestandort Ober­ sagen treten wir auf der Stelle. Wir brauchen eschbach zu entwickeln. Dieses Angebot steht. Betriebe mit möglichst vielen Arbeitsplätzen Jetzt gilt es, neue Betriebe nach Bergisch Glad­ und mit zukunftsfähigem Ausbildungsangebot. bach zu holen. Obereschbach alleine reicht Das schafft kurze Wege zur Arbeit, mindert aber nicht. Für eine Stadt in unserer Größen­ unser Verkehrsaufkommen, stärkt aber auch ordnung bleibt die Ansiedlung von Unterneh­ unsere Gewerbesteuereinnamen. men eine Daueraufgabe, will sich unsere Stadt nicht von anderen Kommunen abhängen las­ Schaffung neuer Baugebiete: Die alte sen, denn schönes Wohnen will auch bezahl­ Bebauung der Wohngrundstücke Reiser / Im bar sein. Mit Voislöhe und Lustheide werden Mondsröttchen wird zum größten Teil abge­ weitere Standorte in die Diskussion einge­ rissen. In bester Wohnlage entstehen neue bracht, relativiert und fallen gelassen, weil es Baugrundstücke. Gleiches gilt für das Bauge­ Widerstand in der Bevölkerung gibt. Trotzdem: biet „Am Eichenkamp“. Am Ende stehen hier Denkverbote darf es nicht geben. Mit „Nein“ 15 Baugrundstücke zum Verkauf an.

Kultur in Bergisch Gladbach – Quo ­Vadis: Die städtischen Kulturbetriebe erwirtschaf­ ten aus eigener Kraft knapp 40 % der Kultur­ ausgaben. Der verbleibende städtische Zu­ schuss macht etwa 4 Millionen Euro aus – 3 % des städtischen Gesamthaushaltes. Die CDU sieht ihre Aufgabe darin, die öffentlichen Einrichtungen zu sichern, trotzdem aber zeit­ gemäß zu entwickeln. Dabei ist die Kultur noch stärker mit der Stadtentwicklung und dem Tourismus zu verknüpfen, ihre Steue­ rung wirtschaftlicher zu gestalten und die Akquisition finanzieller Mittel zu professionalisieren.

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WAS WIR BEWEGT HABEN

Achterbahnfahrt um die Schulstandorte: Schulzentrum Ahornweg, Otto-Hahn-Schulen, Schulen Im Kleefeld, Nicolaus-Cusanus-Gymnasium (oben, v. l.), Visualisierung der zukünftigen Bensberger Marktgalerie (unten)

2012

intensive Monate, die alle fordern: Eltern, Weichenstellung für eine Marktgalerie: Lehrer, Schüler, Verwaltung und die Politik. Mit den Stimmen der CDU­Fraktion stellt der Am Ende steht ein erfolgreiches Bürgerbe­ Planungsausschuss die Weichen für die Markt­ Mit dem Doppelhaushalt aus dem Not- gehren, dem sich der Rat anschließt. Und ein galerie in der Bensberger Schloßstraße. Endlich, haushalt Über einen Doppelhaushalt und guter Abschluss: Eine CDU­Initiative durch­ möchte man meinen, nachdem die leerstehende mit einem genehmigungsfähigen Haushalts­ schlägt den gordischen Schulknoten, nämlich Kaufhausimmobilie über lange Zeit vor sich hin­ sicherungskonzept verlassen wir das Nothaus­ am Ahornweg eine zweite Gesamtschule ein­ dümpelt. Bürgermeister Lutz Urbach weckt die haltsrecht. Die positiven Nachrichten über zurichten. An den bestehenden Standorten Immobilie aus ihrem Dornröschenschlaf und legt den kräftigen Schub bei den Steuern schaffen aller Gymnasien wird festgehalten. Erhaltung sich mit Einsatz und Geduld ins Zeug. Mehrfach neue Spielräume und geben der Stadt die er­ der Haupt­ und Realschule Im Kleefeld und da­ überarbeiten die planenden Architekten ihre mit Erhalt unseres gegliederten Schulsystems. Entwürfe, um den Wünschen und Anregungen forderliche Luft zum Atmen. Gleichzeitig kommt ein sehr ambitioniertes von Bürgern, Anliegern und Nachbarn gerecht Achterbahnfahrt um die Schulstandorte: Sanierungskonzept in die Gänge, von dem zu werden. So kann der planerischen Weichen­ Die Auseinandersetzungen über die Schul­ insbesondere die Otto­Hahn­Schulen und das stellung verbindliches Satzungsrecht für den Be­ bauungsplan „Marktgalerie“ folgen. standorte und Schulformen bescheren uns Nicolaus­ Cusanus­Gymnasium profitieren.

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EINE RÜCKBLENDE IM ZEITRAFFER

Einweihnung der Strundequelle

Geplantes Geschäftshaus an der Ecke Schloßstraße / Am Stockbrunnen

2013 Kinder und Jugendliche: Wir bauen die Kinder­ tagesbetreuung kontinuierlich aus. Stadtweit stehen aktuell 3.893 Betreuungs­ plätze zur Verfügung. Mit dieser Quote stehen wir in NRW an vorderster Stelle: Vorbildlich dabei unsere Tagesbetreuung der unter 3-Jäh­ rigen. Bei der Betreuung der 3 bis 6-Jährigen sind wir dabei, die Kita-Plätze noch besser auf das gesamte Stadtgebiet zu verteilen, damit kurze Beine auch tatsächlich kurze Wege ha­ ben. Das stadteigene Jugendhaus „Stiftung Scheurer“ öffnet seine Türen. Es betreut sta­ tionär Kinder und Jugendliche mit neuen Zu­ kunftsperspektiven. Städtepartnerschaft mit Ganey­Tikva: Für die CDU-Fraktion ist es erklärtes Ziel, pa­ rallel zur Stadtpartnerschaft mit Beit Jala in Palästina auch eine verbindliche deutsch-isra­ elische Freundschaft einzugehen. Dies gelingt mit der 10.000-Einwohner Stadt Ganey Tikva, eine direkte Nachbarstadt von Tel Aviv.

Max Bruch bestimmt das Kultur­ ge­ schehen: Zum 175. Geburtstag des Musikers

In der Kita-Betreuung ganz vorne

und das mit einer großen Lösung, weil sich die betroffenen Sportvereine mit einbringen. Im Schlepptau der Stadionsanierung erhält auch der Sportplatz Steinbreche in Refrath seine Aufwertung: eine Kunstrasenfläche wird an­ gelegt.

Herrenstrunden putzt sich raus: Fast eine Million Euro aus Regionale- und Landesmit­ teln fließen in das Strundedorf Herrenstrun­ den: für den Quellkopf der Strunde, die Müh­ lenwiese, für den Bereich der Burg Zweiffel und den Dorfplatz, für die Pulvermühle und die Schließung bestehender Radwegelücken.

Unterzeichnung der Stadtpartnerschaft Ganey Tikva

bestimmen gegenwärtig das Stadtbild: In der Eichelstraße in Bensberg entstehen auf dem Gelände des ehemaligen belgischen Verwal­ tungsgebäudes fünf Mehrfamilienhäuser mit 59 Wohnungen; auf dem Areal der ehemali­ gen Straßenmeisterei an der Kölner Straße wird eine Siedlung mit 17 Eigentumswohnun­ gen sowie 19 Reihen- und Doppelhäusern ge­ baut; zwischen Schlossstraße und Steinstraße schließt sich innerhalb der Fußgängerzone eine große Baulücke; im Laurentiuseck las­ sen die Rohbauten einen städtebaulichen Blickfang erwarten; in der Märchensiedlung in Heidkamp startet die Rheinisch Bergische Siedlungsgesellschaft ein umfangreiches über­­ viele Jahre gestrecktes Sanierungsprojekt; in der Stadtmitte tut sich für ein Kreisspar­ kassenprojekt eine riesige Baugrube auf mit H&M im Schlepptau.

feiert die Stadt ihren Ehrenbürger mit einem ganzjährigen Musik-Festival – und das alles Glasbau ersetzt Schandfleck am Bensohne Steuermittel. Birgit Bischoff, kulturpoli­ berger „Progymnasium“: Willibert Krü­ tische Sprecherin der CDU-Fraktion, ist eine ger, nicht nur Unternehmer und Ehrenbürger, der Triebfedern des Festivalteams. Mit mehr sondern auch ein Glückfall für die Stadt, die als 30 Veranstaltungen an 19 verschiedenen Bensberger Bank und das PRO. Er erwirbt die Spielorten hebt Max Bruch das Kulturleben „Solitärruine“ am Eingang zur Schlossstraße Für sauberes Wasser: Grünes Licht für Ver­ aus den Angeln. Und das zeigt: Nur, weil die und schließt nach einer Planung des Architek­ mögenswerte in Millionenhöhe: Sie werden Stadt kein Geld hat, hört die Kultur nicht auf. ten Bernd Zimmermann die offene­Flanke des in den kommenden sechs Jahren verbuddelt, baulichen Karrees mit einem verglasten Bau­ damit unser Wasser auch morgen noch sauber ist, damit wir vor Hochwasser und Umwelt­ Sportanlagen im Aufwind: Von der er­ körper als Geschäftshaus. schäden verschont bleiben. So fordert es das freulichen Haushaltslage profitieren auch die städtischen Sportanlagen. Das Stadion an der Bauprojekte über der Erde: Viele Bau­ Abwasserbeseitigungskonzept, das der Infra­ Paffrather Straße kann endlich saniert werden projekte mit durchweg positiven Signalen strukturausschuss beschließt.

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WAS WIR BEWEGT HABEN

2014 Besseres Baustellenmanagement: Natür­ lich können neue Versorgungsleitungen und sanierte Straßen nicht in und auf den Boden gezaubert werden. Den betroffenen Bürgern würde es aber schon gut tun, statt Sperrun­ gen und Staus auch zügige Baufortschritte beobachten zu dürfen. Mit dem Haushalt ist ein Baustellenmanagement in die Wege gelei­ tet, das hoffentlich auch bald seinen Namen verdient.

Auf Wiedersehen – Kommunalwahl am 25. Mai 2014

Energie für morgen – Die Würfel sind gefallen: Am 8. April 2014 beschließt der

auftretender gravierender Berechnungsfehler in der Besteuerung unser Energieschiff kurz Rat der Stadt Bergisch Gladbach mit großer ins Wanken. Die Folge: Bestehende Wirt­ Mehrheit, in eine Beteiligung an der BELKAW schaftlichkeits­ und Berechnungsmodelle einzusteigen, sprich Anteile von 49,9 % anzu­ müssen korrigiert und überarbeitet werden. kaufen. Das bedeutet, die BELKAW steht wie Mit drei städtischen Informationsveranstal­ bisher für „unsere Stadtwerke“ allerdings mit tungen – am 18. Februar 2014 und am 26. März dem Unterschied, dass wir jetzt mit im Boot 2014 im Bergischen Löwen und am 3. April sitzen. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir uns 2014 in der AMG­Aula in Bensberg wird die von der Neugründung eigener Stadtwerke mit Bürgerschaft über die Inhalte der Neuaus­ strategischem Partner verabschieden. Die richtung der Energieversorgung umfassend Ratsmehrheit möchte die hiermit verbunde­ informiert, erläutern die Bieter ihre Angebote, werden Fragen beantwortet und komplizierte nen Risiken nicht eingehen. Zusammenhänge verständlich gemacht. Mehr Zur Erinnerung: Gestartet sind wir diesen an Bürgerinfo geht nicht, konstatiert selbst Weg im Februar 2012 über Partei­ und Frak­ die Ortspresse. Allen Unkenrufen zum Trotz: tionsgrenzen hinweg mit dem einstimmigen Das ausgehandelte Ergebnis erweist sich im­ Ratsbeschluss, alle nötigen Schritte für die mer noch als gutes Geschäft, in unsere örtli­ Ausrichtung einer eigenen Energieversorgung che Energiewirtschaft einzusteigen als Ertrags­ zu unternehmen. Seit dieser Zeit entwickeln, und Anlagequelle für alle Bürgerinnen und durchleuchten und hinterfragen wir dieses Bürger. Und so ist die Zeit reif zu entscheiden. komplexe Thema in zahlreichen Fraktions­, Fachausschuss­ und Ratssitzungen, unter­ Wie rechnet sich der Wiedereinstieg in stützt vom Sachverstand fachkundiger Berater unsere kommunale Energiewirtschaft? und einem interfraktionellen politischen Len­ • Wir sichern die städtische Bäderlandschaft für kungsausschuss. Als sich Anfang 2014 dieser die kommenden 20 Jahre, indem Verluste von Beratungsmarathon zu Ende neigt, bringt ein über 30 Millionen Euro abgedeckt werden. • Die Gewinne aus der Versorgung mit Strom, Gas und Wasser flossen bisher zu 100% nach Köln. Jetzt bleiben sie zur Hälfte in Bergisch Gladbach. Die Gewinne decken den Schuldendienst für die erforderliche Kreditaufnahme. Sie sichern den nachhaltigen Erwerb von Infrastruktur zur Daseinsvorsorge und schaffen zusätzlichen Freiraum für zukunftsgerichtete städtische Investitionen. • Wir haben Einfluss auf die Energie- und Versorgungsentscheidungen und bestimmen damit auch die Gestaltung der Tarife. • Der Verzicht auf eigene Stadtwerke erspart es uns, mit Null Kunden zu starten und damit eine kosten- und zeitintensive Kundenwerbung und einen langjährigen Rechtsstreit über den Wert des Versorgungsnetzes führen zu müssen, denn dieses müsste erworben werden.

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„Hochkultivierte Menschen sind der Barbarei so nahe wie glänzendes Eisen dem Rost.“ Rivarol Zum Schmunzeln – Kommunalpolitik vor 30 Jahren – beobachtet und festgehalten mit der spitzen Feder von Franz Karl Burgmer – Bürgermeister von 1975 bis 1984 –, unterlegt und übersetzt durch Weisheiten kluger Leute

NEWS-TICKER Ortstermin NCG Am 4. Februar 2014 trafen sich Vertreter aus Schulleitung, Elternschaft, Verwaltung und CDU-Fraktion zum Ortstermin im Gebäudekomplex. Akute Gebäudeschäden und Materialmängel wurden besichtigt und beurteilt: Setzrisse, defekte Fenster, aufgeplatzte Decken, marode Betonpfeiler, Dach- und Wandschäden mit Wassereinbrüchen. Es bestand Einigkeit: Die meisten Schäden werden unverzüglich behoben. Ein Aufschub bis zur Großsanierung in den kommenden Jahren geht nicht.

IMPRESSUM HERAUSGEBER: CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach Konrad-Adenauer-Platz 1 • 51465 Bergisch Gladbach T: 02202 14-22 18 • F: 02202 14-2201 buero@cdu-gl-fraktion.de • www.cdu-gl-fraktion.de REDAKTION: Lennart Höring, Petra Holtzmann, Elke Lehnert, Peter Mömkes, Peter Schlösser (verantwortlich) SATZ/LAYOUT: Anke Klasen DRUCK: ICS Druck, Bergisch Gladbach VERSAND: CDU-Fraktionsgeschäftsstelle FOTOS/ILLUSTRATIONEN: Archiv BELKAW GmbH, Christopher Arlinghaus, Franz Karl Burgmer, Christian Buchen, Architekturbüro Grofke, Klaus Heider, Anke Klasen, Roland Neumann, Pressebüro, SEB, Architekt Bernd Zimmermann AUFLAGE: 2.000 Stück

Fraktioninform 1/2014 (Nr. 17)  

Magazin der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bergisch Gladbach - Große Bilanz der Wahlperiode 2009-2014

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