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Arbeitskreis Bildung + Arbeit Grundsatzprogramm

Kreisverband Friedrichshain - Kreuzberg


Grundsatzprogramm des Arbeitskreises für Bildung + Arbeit der CDU Friedrichshain-Kreuzberg

Präambel Der Arbeitskreis Bildung und Arbeit versteht sich als Institution des CDU-Kreisverbandes Friedrichshain-Kreuzberg. Er soll Forum für alle interessierten Mitglieder der CDU und der ihr nahe stehenden Organisationen sein. Darüber hinaus sind alle Bürger, Mitglieder des Bezirksamtes, der Elternausschüsse und der Bildungseinrichtungen sowie Unternehmen, Schulen und Organisationen in Friedrichshain-Kreuzberg als Gäste willkommen. Sie können so zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Bildungs- und Arbeitspolitik in Friedrichshain-Kreuzberg beitragen. Der Arbeitskreis versteht sich als kommunalpolitische Institution mit dem Ziel, Politik von Bürgern für Bürger zu betreiben. Schule ist mehr als nur die pure Vermittlung von Lehrinhalten. Schule ist auch Vorbereitung auf das Leben. Daher ist der Arbeitskreis verpflichtet, sich für eine verantwortungsvolle Vorbereitung der Jugend auf das spätere Berufsleben einzusetzen. Insbesondere gehören die Vermittlung von Jugendlichen in Lehrbetriebe und die Vermittlung von sozialen Werten zu den Hauptaufgaben des Arbeitskreises. Weitere elementare Themenfelder sind die Einbindung der Familie in den Bildungsprozess und die Stärkung der eigenverantwortlichen Bildung in Friedrichshain-Kreuzberg. Zur Umsetzung dieser Ziele ist es unerlässlich, ein verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner für den Mittelstand zu sein. Der Mittelstand als Rückgrat des Bezirks soll und muss zu Wort kommen und seine Vorstellungen äußern. Der Arbeitskreis sieht sich als Mittler zwischen Bildung und Arbeit! Wir laden deshalb alle Interessierten ein, sich aktiv am Arbeitskreis Bildung + Arbeit zu beteiligen.

Ihr Dirk Förster-Trallo (Leiter des Arbeitskreises)


Inhalte: Vermittlung von SchülerInnen in Lehrbetriebe Immer mehr Schüler stehen schon vor ihrem Abschluss vor der schwierigen Entscheidung: Welchen Weg soll ich einschlagen? Welches Studium liegt mir und wo komme ich mit meinem Notendurchschnitt in meinen Wunschstudiengang? Dies sind Fragen, die jeden Abiturienten quälen. Noch schwieriger wird die Entscheidung über den weiteren Lebensweg, wenn Schüler wegen schlechter Leistungen nicht ihren Wunschberuf erlernen können. Die Zeitungen melden Jahr für Jahr die Zahlen derer, die keine Lehrstelle finden. Auf der anderen Seite existieren viele Lehrbetriebe, die keine passenden Bewerber finden. Durch ein einfaches Konzept, das schon in anderen Bundesländern umgesetzt wurde, lässt sich ein Teil dieses Missstandes beheben: Lehrbetriebe kommen in die Schulen und stellen sich vor. Interessierte Schüler können ihre künftigen Chefs so direkt kennen lernen, durch Fragen ihr Interesse bekunden und näheres über den Beruf und die Zugangsmöglichkeiten erfahren. Nach kurzen Gesprächen wird ein Praktikum zwischen Unternehmen und Schüler vereinbart. Hier hat nun der Schüler die Möglichkeit, durch Werte wie Pünktlichkeit und Fleiß zu überzeugen. Diese Praktika können nach Vereinbarung mit der Schule in den Ferien oder an bestimmten Schultagen stattfinden. Im Idealfall bietet der Unternehmer dem Schüler nach Beendigung seines Praktikums einen Ausbildungsplatz an.

Wirtschaft als Schulfach Um unsere Kinder möglichst gut auf das Berufsleben vorzubereiten, ist es unser Anliegen, möglichst viel Praxis in den Schulalltag zu bringen. Wir treten daher aktiv für ein Schulfach Wirtschaft ein. Dieses sollte nicht nur die Grundlagen eines ökonomischen Miteinanders lehren, sondern vor allem auch durch einen hohen Bezug zur Praxis auf den weiteren Lebensweg vorbereiten. Welche Möglichkeiten haben die Schüler? Wie könnte das spätere Leben aussehen? All dies sind Fragen, die unbedingt in der Schule erörtert werden müssen. Um dies zu erreichen, sollte mit externen Personen zusammengearbeitet werden. Denn wer könnte den Beruf des Tischlers besser erklären als der Tischler aus dem Meisterbetrieb im Kiez. Studiensprecher könnten ihr Studium vorstellen oder das Arbeitsamt könnte Bewerbungstipps geben. All diese Möglichkeiten könnten durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und den Betrieben gewährleistet werden.

Stärkung der Allgemeinbildung Die Aufgaben der Institution Schule haben sich in den letzten Jahrzehnten enorm verändert. Schule ist nicht nur Mittel zur Berufsvorbereitung, sie ist vielmehr Vorbereitung aufs Leben. Diese Einsicht und dieses Wissen müssen sich in den Schulen und in den Curricula der Schulen durchsetzen und widerspiegeln. Es müssen die grundlegenden physikalischen, naturwissenschaftlichen, sprachlichen, historischen und kulturellen Kenntnisse und Werte vermittelt werden. Die klassischen Werke der Literatur, Musik und bildenden Künste sollen altersgerecht in breitem Umfang vermittelt werden. Nur ein Schüler, der am Ende seiner Schulkarriere über grundlegende Allgemeinbildung sowie weithin anerkannte Wertvorstellungen verfügt, kann seinen erfolgreichen Weg in unserer Gesellschaft selbständig finden. Daher setzen wir uns für eine Stärkung dieser Lehrinhalte ein. Insbesondere die regionale, die deutsche und die europäische Geschichte müssen vorgestellt und erklärt werden.


Nachhaltige Bildungskonzepte Um den Schülern Lehrinhalte zu vermitteln, müssen funktionierende Bildungskonzepte geschaffen werden. Wir fordern daher durchdachte, geprüfte und verantwortungsbewusste Konzepte. Wir setzen uns für eine ständige Überprüfung der Lehrmethoden unter Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Forschungen ein. Eine regelmäßige Betrachtung der Unterrichtsqualität ist Voraussetzung und Motor für eine funktionierende Bildung.

Wertvermittlung durch Integration In kaum einen Bezirk in Berlin leben so viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wie in Friedrichshain-Kreuzberg. Wir sind davon überzeugt, dass eine gelungene Integration der erste und der wichtigste Schritt zu einer erfolgreichen Schulkarriere ist, angefangen bei Deutsch als primärer Sprache in den Kindergärten. Hier werden die Grundlagen für den späteren Erfolg gelegt. Um den Kindern eine gute Ausgangsposition zu ermöglichen ist es unabdingbar, dass jedes Kind über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt. Dieses wird durch die Integration der Eltern gefördert. Wenn Mütter mit ihren Kindern zu Hause deutsch sprechen, steigen die Chancen des Kindes auf eine erfolgreiche Schullaufbahn. Wir fordern daher kostenlose Bildungsangebote (Deutsch als Fremdsprache) für Bürger mit Zuwanderungsgeschichte. Als weiterführende Maßnahme setzen wir uns für die vermehrte Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schulen ein. Nur durch gemeinsame Ziele und Überzeugungen lässt sich die Situation der Kinder in Friedrichshain-Kreuzberg verbessern. Denn Erziehung muss vorrangig Aufgabe der Eltern bleiben!

Vorschulische Bildung Bereits in den Kindergärten werden die Grundlagen für die spätere Schullaufbahn vermittelt. Wir setzen uns für die qualitative und quantitative Verbesserung der Kitas in unserem Bezirk ein. Es müssen Konzepte entwickelt werden, die der momentanen finanziellen Situation des Bezirkes entsprechen und dennoch zielgerichtet sind. Zum einen muss die Kommunikation zwischen den Kitas und den Eltern gesteigert und gefördert werden. Zum anderen müssen die Chancen und Angebote zur Integration stärker genutzt werden.


Erwachsenenbildung Lebenslanges Lernen ist eine Tugend unserer Gesellschaft. Das bedeutet, dass es auch nach Abschluss der regulären Schulzeit Angebote und Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung geben muss, angefangen von Sprachkursen an Volkshochschulen über Abendschulen zum Erwerb eines Schulabschlusses bis hin zu Angeboten von freien Trägern. Bildung ist eines der höchsten Güter unserer Gesellschaft. In einer Umwelt, die weg von Industrie und Handwerk, hin zur Dienstleistung steuert, können wir Arbeitsplätze nur erhalten, wenn wir ein Leben lang lernen. Und daher setzen wir uns für eine Förderung aller Stätten der Erwachsenbildung ein. Unser herausragendes Interesse gilt den Angeboten der schulischen und beruflichen Weiterbildung.

Wirtschaftsförderung Wirtschaftsförderung zur Schaffung von Arbeitsplätzen ist einer der wichtigsten Punkte jedes politischen Programms. Der Arbeitskreis versteht darunter aber nicht nur das bundespolitische Werben um die Großunternehmen, sondern vor allem die Stärkung des Mittelstandes. Das alles muss durch die Bereitstellung verschiedener Instrumente geschehen. Diese sind zum Beispiel die Unterstützung beim Finden von Gewerbeflächen, das Zur-Verfügung-Stellen der geeigneten Infrastruktur (z.B. durch Vermittlung von Standortgemeinschaften) oder auch gezielte Finanzhilfen. Die bereits existierende Wirtschaftsförderung im Bezirk muss unterstützt und ausgebaut werden. Ein gezieltes Standortmarketing ist notwendig. So können die Mittelständler ihre umfangreichen Beratungs- und Dienstleistungsangebote möglichst vielen Unternehmen zur Verfügung stellen. Denn eines muss allen klar sein: Die meisten Arbeitsplätze schafft in Deutschland der Mittelstand. Wir brauchen Arbeitsplätze im Bezirk, deshalb ist es eines der obersten Anliegen dieses Arbeitskreises, die Wirtschaft zu fördern und so Arbeitsplätze zu schaffen.


5 wichtige Fragen zum Arbeitskreis

Warum brauchen wir den Arbeitskreis?  Weil wir neue Ideen und Konzepte brauchen.

Wer macht mit?  Wir! Alle B체rger, denen die Zukunft des Bezirkes nicht egal ist. Eltern, Lehrer, und jeder, der sich interessiert.

Was wird gemacht?  Wir wollen unter anderem Informationsveranstaltungen zu den aktuellen Problemen in Schulen, Kitas und Wirtschaft abhalten.

Wen wollen wir erreichen?  Wir wollen alle Eltern, Lehrer, Unternehmer und interessierte B체rger erreichen, die mit uns gemeinsam etwas 채ndern wollen.

Wie wollen wir das schaffen?  Durch gemeinsames Engagement. Denn gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam bringen wir den Bezirk mit seinem reichen, bisher ungenutzten Potenzial nach vorne.


Dirk FÜrster-Trallo Lärchenweg 11 14806 Belzig, Germany Phone e-Mail -

+49 163 56 95 386 dirk.foerster@trallo.org


Grundsatzprogramm des AK Bildung und Arbeit