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EIN UNTERNEHMEN VON


Reise durch die Regionen

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Seite 10 Yve s Kübler, Val-de -Travers

Die Reise geht weiter Liebe Leserinnen und Leser «REGIONAL’S» von CCA Angehrn geht in die zweite Runde. Nach den erfreulich positiven Kundenrückmeldungen in den letzten Monaten werden die regionalen Angebote weiterentwickelt. Dies geschieht einerseits mit bereits bekannten Produzenten. Andererseits freut es uns, Ihnen auch neue Lieferanten vorzustellen. Aus dem

Seite 4 Pascal Meier, Ber

n

Herzen der Schweiz bis an den Bodensee, von der Stadt Bern bis ins Zürcher Oberland – unsere regionalen Produzenten stellen in der Umgebung der neun CCA-Märkte frische Spezialitäten her. Etwas haben die Hersteller aus der Region mit ihren Produkten gemeinsam: Sie haben alle einen ausgeprägten Charakter. Darüber können Sie Ihren Gästen interessante Geschichten erzählen. Auf www.cca-regionals.ch finden Sie auch noch weitere Informationen. Viel Spass bei der Reise durch die Regionen und frische Grüsse

Martin Angehrn

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Seite 6 Ka rin und Stefan erwald Niederhauser, Zimm


Seite 18 ch Jonas, Sarina und Pirmin Bötsch , Salmsa Frauenfeld

Pratteln Spreitenbach Brüttisellen

Seite 14 Christoph Möhl, Arbon

Gossau

Rapperswil

Luzern Bern

Sargans

Seite 16 ker, Marco Stric Thur er Ellikon an d

Seite 12 Daniela Bucher, Esther Ma re, Uster Seite 8 Thomas Schnider, Gis

wil

Übersicht

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Wie der Vater, so der Sohn

Pasc al Me ie r, Be rn

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a stehen sie vor den kupfernen Sudkesseln der Brauerei Felsenau in Bern und prüfen das Bier «Bärner Müntschi», welches im Innern vor sich hinkocht.

Informationen zum Betrieb: www.cca-regionals.ch

Die Rede ist von Sepp Meier und seinem Sohn Pascal, welche als Braumeister die Produktion der Traditions-Brauerei leiten. Lange deutete nichts darauf hin, dass Pascal denselben Berufsweg einschlagen würde wie sein Vater. «In der Oberstufe konnte ich als Schnupper-Lehrling bei meinem Vater einen ersten Einblick in die Tätigkeiten des Braumeisters gewinnen. Aber das fand ich furchtbar langweilig.» Ein paar Jahre später hingegen kam er – im wahrsten Sinne des Wortes – auf den Bier-Geschmack. Nach einer Zusatzlehre als Brauer absolvierte Pascal Meier die zweijährige Ausbildung zum Braumeister an der Braumeisterschule in der Bier-Metropole München. Dort standen Fächer wie Chemie, Mikrobiologie oder Verfahrenstechnologie auf dem Stundenplan. Das Diplom in der Tasche, folgte er schliesslich vor vier Jahren seinem Vater in die Brauerei Felsenau, wo seit 1888 Bier gebraut wird. Wie

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damals stammt das Wasser für die Produktion aus der brauereiei-


genen Quelle. Auch die Gärung der Biere findet wie vor 130 Jahren in offenen Bottichen und nicht, wie heute üblich, in geschlossenen Gärtanks statt. «Dies macht unser Bier so aromatisch und hebt uns von den anderen Brauereien ab», erklärt der 33-jährige Jung-Braumeister nicht ohne Stolz. «Soulecker», wie Pascal Meier es in breitem Berndeutsch ausdrückt, findet er das Junkerbier. «Die hopfige Note verbinde ich automatisch mit Feierabend.» Ist der Fussball-Fan ausserhalb Berns unterwegs, hat er dennoch kein Problem, andere Biere zu trinken. «Du kriegst überall auf der Welt das beste Bier, denn jedes Bier schmeckt in der Region am besten, in der es gebraut wird. Ein Bier braucht Heimat.»

Region Bern

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Erdbeerzeit - Sommerzeit

Kar in und S t e f an Nie de r hause r, Z imme r w ald (B E )

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enn Karin und Stefan Niederhauser die ersten Erdbeeren vom eigenen Hof, der «Chueweid», kosten, dann ist der Winter für die vierköpfige Familie defi-

nitiv passé. Das kalte und nasse Wetter hätte sich dieses Jahr weit

in den Frühling hineingezogen, sagen Karin und Stefan Niederhauser. Nun sind «wir aus dem Winterschlaf erwacht», ergänzen sie mit einem Schmunzeln im Gesicht. Trotz des langen Winters konnten die rund 1.5 Hektaren, auf denen Erdbeeren wachsen, rechtzeitig bestellt, die Stauden geputzt und vom alten Laub befreit werden, damit Anfang Mai alles bereit ist für die ersten Auslieferungen. Die Bewirtschaftung der Erdbeeren ist mit grossen Risiken und einem hohen personellen Aufwand verbunden. «Es muss viel Hand angelegt werden», erklärt Karin. «Und die weiche Konsistenz der Erdbeere macht sie anfällig», betont Stefan. Auch müssen die Niederhausers ihre Erdbeerkulturen teilweise mit Netzen und Folien vor dem Wetter schützen. Wer mag sie nicht, diese kalorienarme Frucht, die erst noch eine

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regelrechte Vitamin-Bombe ist. Die Saison dauert vom Mai bis in den Oktober hinein. Dann ist einiges los auf dem Hof. «Die Erdbeere wird dann samt ihrer grünen Kelchblätter und einem Stück Stiel gepflückt, und wandert direkt ins Kartonkörbchen. Um das Auslaufen von Saft zu verhindern und um Druckstellen zu vermeiden, fassen die geübten Hände die Erdbeere nur mit Daumen und Zeigefinger am Stiel an», erklärt Stefan den aufwendigen Arbeitsschritt auf dem Feld. Schweizer Erdbeeren liegen im Trend. «Sie sind besonders beliebt, sagt das Ehepaar. Und für beide hat die einheimische Frucht einige entscheidende Vorteile. «Sie ist schön in der Farbe, aromatisch im Geschmack», und durch die kurzen Anfahrtswege, «steht die Beere, wenn sie am Vormittag gepflückt wird bereits am Nachmittag auf dem Ladentisch», erklärt Stefan. Sommerzeit ist Erdbeerzeit! Dann kommen nicht nur bei den Niederhausers jeden zweiten Tag Erdbeeren auf den Tisch, sondern das süsse Früchtchen erwärmt das Herz vieler anderen Kindern und Familien.

Region Bern

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Innovation auf das KäseRezept geschrieben

Tho mas S c hnide r, Gisw il (O W)

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Giotä Morgä!» Ein Handschlag. Draussen ist es noch dunkel, als Thomas Schnider, Leiter der Molkerei-Käserei Schnider in Giswil, einen Landwirt in breitem Obwaldner-Dialekt vor

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seiner Käserei begrüsst. Die Milch, die der Bauer und seine Berufskollegen Schnider täglich anliefern, stammt aus der unmittelbaren Umgebung. Auf Qualität und kurze Transportwege, auch aus ökologischen Gründen, legt der zweifache Familienvater grossen Wert. Es ist ihm wichtig, den Landwirten «e rächte Priis», wie er es nennt, für den Rohstoff des Käses zu bezahlen. Von Ende Mai bis im September produziert er einen Teil seines Käses auf der Fluonalp hoch über dem Sarnersee. «Das war immer ein Bubentraum von mir.» Im Herbst wieder im Tal, entwickelt der humorvolle Schnider gemeinsam mit seinen vier Angestellten, seiner Ehefrau, den Eltern sowie seinen beiden Schwestern stets neue und innovative Produkte. Dazu gehört gewiss auch der Jakobsweg-Käse, ein Halbhart-Käse. «Der Jakobsweg führt durch unser Dorf. Mit dieser

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Namensgebung können wir die Verbindung dieses regionalen Produktes zur Gegend sehr gut aufzeigen», so Schnider. Der pfiffige Käser liess diesen Namen schützen. Der Erfolg gibt ihm recht. Mittlerweile ist der Jakobsweg-Käse nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland ein Renner. Es seien die Eltern gewesen, die Gründer des Unternehmens, die ihm schon früh die Bedeutung der Innovation bewusst gemacht hätten, zeigt sich Schnider dankbar. «Man muss bewegen, sonst wird man bewegt», pflegte schon sein Vater Hanspeter zu sagen. Schnider Juniors neuster Coup: Er tüftelt an einem Enzym zur Milchgerinnung auf pflanzlicher Basis. Damit auch Vegetarier in Zukunft die Spezialitäten vom Fusse des Giswilerstocks bedenkenlos geniessen können.

Region Zentralschweiz

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Hochprozentige Fee

Yv e s Küb le r, Val-de -Travers (NE)

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ythen ranken sich rund um das grünschillernde Getränk, das im Val-de-Travers im Kanton Neuenburg eine lange Tradition hat, und dessen Kunst der Herstellung bis heute geheim geblieben ist.

Im fernen 1910 verbot ein Gesetz die Produktion von Absinth. Zu gefährlich waren die billigen Kopien geworden, die mit schlechtem Industriealkohol und Chemikalien gepanscht wurden. Auch Yves Kübler, der aus einer Dynastie von Absinthbrenner stammt, musste sich lange gedulden, um sich seinen Traum zu erfüllen. «Ich wollte einen Absinth möglichst nahe am Original meines Urgrossvaters herstellen.» Am 10. Oktober 2001, 91 Jahre und 3 Tage nach der «Interdiction de l’Absinthe» war es dann soweit. Der neue «Extrait d’Absinthe Kübler» tröpfelte aus den historischen Brennhäfen. Der Absinth, der wegen der Farbe auch «Grüne Fee» genannt wird, stellt hohe Fertigkeiten an die Herstellung. Er wird in drei Etappen hergestellt, und «beginnt als blanche», wie Kübler erklärt. Ein Destillat aus Naturalkohol, der mit Wermut, Sternanis,

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Fenchel und hochwertigen Kräutern angesetzt wird. «Anschliessend wird ein kleiner Teil des Destillats mit Melisse, Ysop, Pontischem Wermut und Minze aus dem Val-de-Travers eingefärbt». Und in einem letzten Schritt wird die hochprozentige Urtinktur mit dem restlichen klaren Destillat vermischt. «Die Reifezeit macht den Unterschied», betont Kübler. Während mehrerer Wochen lagert der Kübler Verte Suisse 72% in Fässern, um die Trübstoffe schonend zu klären und den komplexen Geschmack zu verfeinern. Der Absinth aus dem Hause «Blackmint» wird in limitierter Auflage produziert, und die hochprozentige Fee wird immer mehr zum Szene-Drink. Dabei kommt er so gut an, wie damals, als kurz nach der Jahrhundertwende die «Grüne Fee» viele Anbeter um den Verstand brachte. «Verdünnt mit eiskaltem Wasser schmeckt er mir am besten», sagt Kübler.

Region Basel /Jura

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Die Bier-Botschafterinnen

Danie la B uc he r, E s t he r M a r e , U s t e r (Z H )

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rauereien sind oft in Männerhand. Verkehrte Welt in Uster, der Heimat des Spezialbieres «Züri Hell», welches im letzten Herbst mit der Swiss Beer Award Silbermedaille ausgezeichnet wurde. In der dort ansässigen Brauerei Uster im Zürcher Oberland sind mit Daniela Bucher und Esther Mare gleich zwei Frauen die Aushängeschilder des Unternehmens. Und dies bei lediglich sechs Angestellten.

«Das Interesse für Bier war immer schon da», erklärt Daniela Bucher, welche den Verkauf und das Marketing verantwortet. Nicht weiter verwunderlich, denn ihr Vater, Geschäftsführer der Brauerei Uster, ist schon viele Jahre in der Branche tätig. Die Faszination am Bier begründet Daniela Bucher mit der Vielfalt des Produktes. «Es gibt zu jedem Essen das passende Bier. Es ist für mich ein sehr vielfältiges Genussmittel.» Alle neun Biere, die in der Brauerei Uster produziert werden, schmecken der Bier-Sommelière ausgezeichnet. Dazu mag sie auch gerne Starkbiere aus Belgien, dem erklärten Ziel ihrer nächsten Entdeckungsreise. 12


Auch im Leben von Esther Mare, Diplomierte Bier-Sommelière, dreht sich fast alles um das Getränk aus Hopfen und Malz. Neben ihrer Tätigkeit in der Brauerei Uster als Verkaufsleiterin, kocht Esther Mare sehr gerne – und zwar mit Bier. Sie probiert immer wieder neue Biermenüs aus. Dazu darf natürlich auch die passende Bier-Begleitung nicht fehlen. Die Damen sind sich einig: Die Männerwelt schätzt es sehr, wenn sie detailliert Auskunft über die verschiedenen Biere und deren Stile geben können. Ebenso wichtig ist auch, dass das Bier beim Essen einen höheren Stellenwert einnimmt. Dafür setzen sich Esther Mare und Daniela Bucher ein – Perfekte Bier-Botschafterinnen eben.

Region Zürich

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Voll im Saft

C hr ist o ph M ö hl , A r b o n ( T G)

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ie haben klingende Namen wie Gravensteiner, Rawena oder Boskoop. Diese und viele weitere besondere Mostobstsorten werden bei der Mosterei Möhl in Arbon (TG) zu schmackhaftem Apfelsaft und feinem Apfelwein gepresst.

In jedem Produkt stecken die Erfahrung und das Wissen der Familie Möhl, die mittlerweile in der fünften Generation geführt wird. Christoph Möhl, Marketingverantwortlicher und Leiter Produktinnovation, erklärt: «Zwei Drittel des Mostobstes stammt von Landwirten aus der unmittelbaren Umgebung». Rund 300 Bauern zählen zu seinen Lieferanten, die Möhl beim Anbau der vorwiegend Hochstammkulturen unterstützt. Man kennt jeden Obstlieferanten persönlich und vertraut einander. «Denn die gelieferten Äpfel müssen sauber sein und eine optimale Säure aufweisen. Deshalb werden alle Anlieferungen von unseren Mitarbeitenden streng kontrolliert», so Möhl. Man merkt, auf Hingabe und Qualität legt er grossen Wert. Hohe Anforderungen stelle er nicht nur an seine rund 70 Mitarbei-

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tenden, betont der 35-Jährige, der in seiner Freizeit gerne in den Bergen unterwegs ist. «Ich überlege mir ständig, wie wir neue Produkte und Marken entwickeln können.» Die besten Ideen kommen ihm auf Entdeckungstouren in ganz Europa, in den USA und Kanada. Erst kürzlich verbrachte er einige Tage in einer Region in Frankreich, welche für ihren «Cidre» (Apfelwein) bekannt ist. Möhl informierte sich vor Ort über die Herstellung sowie den Geschmack dieser Spezialität und hält rückblickend fest: «Solche Besuche sind für mich ideale Gedankenanstösse, um neue Produkte auf den Markt zu bringen». Immer mit Fokus auf seine Kunden. So wie bei seiner neusten Cider Linie «Cider Clan», die frech und fruchtig mit frischen Geschmacksrichtungen daherkommt. Denn Cider, so ist sich Christoph Möhl sicher, habe genau so viel Tradition wie Zukunft, vor allem hier in der Schweiz, wo die Mosterei Möhl Vorreiterin in Sachen Cider sei.

Region Ostschweiz

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Der Tomatenkenner

Marco Stricker, Ellikon an der Thur (Z H)

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E

s ist ein Genuss, Andreas Feiler zuzuhören, wie er auf dem Rundgang im neuen Gewächshaus in Ellikon an der Thur über Tomaten spricht. Er erzählt, woher die Tomate ursprünglich stammte, wie sie von den peruanischen Anden nach Europa gelangte, und warum es wohl die Italiener und Spanier waren, die sie trotz anfänglich grosser Skepsis als erste gegessen haben. Ohne Zweifel: Andreas Feiler, Leiter Verkauf Tomaten bei der Purnatur AG, ist ein Kenner. An diesem Tag präsentiert er den neuesten Stolz des Unternehmens. «Das Glashaus mit über 45000 Quadratmetern, konnte im Mai 2017 erstmalig bepflanzt werden, dies ermöglicht eine grosse Versorgungssicherheit in der Region», betont der gelernte Gemüsehändler. «Unser Gewächshaus mit seinen hochstehenden Gläsern erlaubt mehr Lichteintritt für die Tomatenstöcke. So können die Jungpflanzen in rund zehn Wochen geschmackvolle Tomaten entwickeln.»

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Auch Marco Stricker ist ein Kenner, wenn er erwähnt, dass die Tomaten in der Schweizer Beliebtheitsskala mit dem Rüebli alle Jahre ein Kopf-an-Kopf-Rennen führen würden. Als Betriebsleiter Tomaten kümmert er sich unter anderem um die Ernte. Vom Mai bis Oktober ernten bis zu 55 Mitarbeitenden sieben Tomatensorten, darunter die beliebten Rispen-, Datteloder Cherrytomaten. Viel Handarbeit sei nötig, damit das Unternehmen ein hochwertiges, frisches und gesundes Produkt für die gesamte Region anbieten könne. Und im Gewächshaus unterstützen auch natürliche Helfer das Wachstum. «Nützlinge schützen vor Schädlingen, und bei der Bestäubung der Blüten setzen wir Hummeln ein», betont Stricker. Und zum Schluss hat der Tomatenkenner noch folgenden Tipp parat: «Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank.» Ansonsten gehe der gute Geschmack verloren.

Region Ostschweiz

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Drei Herzen für den Salat

Jo nas und S ari na , Pir min B ö tsc h S almsac h ( T G)

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Leidenschaft ist unser Antrieb. Freude unser Erfolg.» steht auf den Arbeitsjacken der Bötschs und ihren Mitarbeitenden geschrieben. Die Bötschs, das sind die Geschwister Jonas, Pirmin und Sarina, die gemeinsam mit Vater Ralph den Bötsch Gemüsebau leiten.

Während des Fotoshootings mit der Familienbande wird schnell klar, dass das aufgestickte Motto nicht nur Worthülsen sind. Es wird viel gelacht und zwischen den Aufnahmen werden auf den Feldern die verschiedenen Salat-Sorten begutachtet. Leidenschaft und Freude werden im Familienbetrieb in Salmsach (TG) gelebt. Oder wie es Pirmin, der Älteste und unter anderem verantwortlich für den Anbau, mit einem Augenzwinkern erklärt: «Am liebsten würde ich im Sommer zwischen den Salaten übernachten.» Eigentlich gar keine schlechte Idee, denn mehrere Felder der Bötschs sind wunderschön am Bodensee gelegen. Dies ist kein Zufall: Der Bodensee sorgt für ein ausgeglichenes Klima. Im Frühling und Herbst wärmt das Seewasser die Luft auf, im Sommer bringt

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es die notwendige Abkühlung.


«Die Produktion im Einklang mit der Natur zu halten, ist uns wichtig», betont Jonas, der wie sein älterer Bruder gelernter Gemüsebauer und für den Verkauf zuständig ist. So tauschen die Bötschs, die in der Hochsaison im Sommer bis zu 100 Mitarbeitende beschäftigen, jedes Jahr die Felder mit den Landwirten aus der Nachbarschaft aus. Die unterschiedlichen Fruchtfolgen machen den Boden dadurch auf natürliche Weise viel weniger anfällig auf Schädlinge. Während Pirmin dazu die Verhandlungen mit den Bauern führt, kümmert sich seine Schwester Sarina im Hintergrund um die Administration und das Personal. Jedes Zahnrädchen ist im Familienuhrwerk Bötsch perfekt auf die anderen abgestimmt. Angetrieben durch die tägliche Leidenschaft am Salat.

Region Ostschweiz

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REGIONAL’S isch Trumpf www.cca-regionals.ch

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CCA Angehrn AG Mooswiesstrasse 42 9201 Gossau www.cca-angehrn.ch

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