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NABU Mitgliedermagazin | Ausgabe II /10

Natur in Berlin nabu-berlin.de – Naturerlebnis und Naturschutz in Berlin

nen kursio x E e end von Spann geinsätze e NABU fl und P August im amm. is gr Juni b altungspro t s Veran

Im Interview:

Schwerpunkt:

Lurch des Jahres:

Wirtschaftssenator Harald Wolf

Was passiert mit TXL, THL und BBI?

Der Teichmolch

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ab Seite 5

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Inhalt | Editorial

Liebes Mitglied, liebe Freundin, lieber Freund des NABU, kommerzielle Versiegelung, Lebensraum Brache oder doch lieber Entertainment? Das sind nur einige Vorschläge, die sich in diesen Tagen für die Nachnutzung der Flugfelder von Tegel und Tempelhof für BerlinerInnen und Berlin stellen. Selbstverständlich hat sich auch der NABU Berlin mit diesen wertvollen Flächen befasst und entsprechend biologisch-ökologische Empfehlungen an die Politik ausgesprochen. Lesen Sie diese in unserem Schwerpunktthema „Versiegelung versus Freiflächen. Was passiert mit Tegel, Tempelhof und BBI?“ nach. Wirtschaftssenator Harald Wolf gibt seine Anregungen für eine Symbiose von Ökonomie und Ökologie auf dem Gelände der ehemaligen Flughäfen - im Interview auf Seite 4. In der Diskussion über städtische Kaltluftschneisen, Biotoperhaltung und innerstädtische Lebensraumsicherung ist auch der angestrebte Biotopverbund

ein dringendes Thema. Eine Gelegenheit für uns, dem Stand des Artensterbens (Countdown 2010, S. 14) in Berlin nachzugehen. Wie das cineastische Auge während der Berlinale in der GREEN ME Lounge Lust auf Natur machte, berichtet Diana Gevers auf Seite 3. Erfahren Sie mehr über grüne Drehbuchideen, die umweltpolitische Filmszene und natürlich alles über die Preisträger. NABU-Freunden ist es längst klar: Wir können viel für ein besseres, gesünderes Stadtklima tun. Und gerade Berlin ist schon lange eine Stadt der Improvisation und Inspiration. Wir stellen ein Kiezprojekt des Guerilla Gardening vor und legen Ihnen die vertikalen Gärten von Patrick Blanc ans Herz. Den praktischen Beitrag zum Lokalklima und Artenschutz gibt es dann wie gewohnt in unserem NABU-Veranstaltungsprogramm.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen mit der zweiten Ausgabe von „Natur in Berlin“.

Herzlich willkommen!

Ihr Rainer Altenkamp 2. Vorsitzender

Haben Sie noch Fragen zur Mitgliedschaft?

im Jahr 2009 konnten wir knapp 1000 neue Mitglieder begrüßen! Damit sind nun insgesamt 13.803 Menschen beim NABU Berlin im Naturund Umweltschutz aktiv.

Bitte wenden Sie sich an Diana Gevers: 030/ 986 08 37 18 oder: dgevers@nabu-berlin.de

Inhalt Aktuelles

NABU goes Berlinale: Die GREEN ME Lounge NABU Fotowettbewerb 2009 Im Interview: Wirtschaftssenator Harald Wolf

Thema

Nachnutzungskonzept Tempelhof Mehr als sexy: Das TXL - Biotop BBI in Turbulenzen

Exkursionen Juni - August Pflegeeinsätze NABU-Busexkursionen NABU-Adressenliste

Veranstaltungsprogramm

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Perspektiven

Spektrum

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Natur auf dem Rollfeld! 16 Singles 15 Wasserdrachen unter sich - Lurch des Jahres 2010 17

Impressum Wann kommt das Netzwerk für die Natur? Guerilla Gardening

15 18 19


Natur in Berlin | Aktuelles

GREEN ME

von Diana Gevers Berlin – Mitte Februar 2010 am Potsdamer Platz: Zum 60. Mal wird die Berlinale eröffnet. Am gleichen Ort findet zum 2. Mal die GREEN ME Lounge statt und etwas zeitversetzt wird die GREEN ME Story Drehbuchförderung von GREEN ME und NABU Berlin vergeben. Seit Anfang 2009 begibt sich der NABU Berlin auf ungewöhnliche Wege. Gemeinsam mit der Filminitiative GREEN ME GmbH veranstalten wir während der Berlinale die für alle Interessierten offene GREEN ME Lounge. 2010 drehte sich an vier Tagen im Filmhaus am Potsdamer Platz alles um aktuelle grüne Themen und um einige der Filme aus dem diesjährigen Berlinale-Programm, die sich mit Ökologie und Umweltschutz befassen. Ein Höhepunkte der GREEN ME Lounge war die GREEN ME Gala am 14. Februar, auf der ca. 350 geladene Gäste (u.a. die Juroren der GREEN ME Story und der NABU-Präsident Olaf Tschimpke) hoch über dem Potsdamer Platz die grüne Filmbewegung feierten. Abgerundet wurde die viertägige GREEN ME Lounge durch die Vorführung des Dokumentarfilmes „Die 4. Revolution“ von Carl Fechner am 19. Februar (Kinopremiere war offiziell erst am 18. März 2010), der Wege zur Autonomisierung des globalen Energiemarktes aufzeigt. Einen weiteren Höhepunkt bildete die öffentliche Präsentation der Finalisten der GREEN ME Story Drehbuchförderung: Seit dem Sommer 2009 waren Autoren aufgerufen, ihre grünen Filmideen für den GREEN ME Story Preis einzureichen. Mehr als 100 Talente folgten dem

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Fotowettbewerbs „Vögel in der Stadt Lebensraum aus zweiter Hand“ wurden am 27. Februar 2010 beim 11. Berliner Naturschutztag offiziell bekannt gegeben. Alle Einsendungen überzeugten mit originellen Motiven, Schnappschüssen oder einer besonderen künstlerischen Herangehensweise. Das Ergebnis ist eine umfangreiche Dokumentation über Wildvögel in der Stadt, die in ih-

Aufruf, acht von ihnen durften ihre Vision vor Jury und Publikum in der GREEN ME Lounge vorstellen. Am Abend standen die vier Gewinner fest. Das Ergebnis wurde bis zum 10. März geheim gehalten. Sichtlich erfreut überreichten dann in feierlichem Ambiente in der NABU-Bundesgeschäftsstelle GREEN ME Schirmherr Jochen Flasbarth (Präsident des Umweltbundesamtes und ehem. Präsident des NABU) und die GREEN ME Story-Juroren Jessica Schwarz (Schauspielerin und Bambi-Gewinnerin) sowie Torsten Hauschild (Vorsitzender des NABU Berlin) die Preise an: 1. Platz: Christian Huschga mit einer Kinderfilmvorlage „Operation Fledermaus oder wie Arnold die Erde rettet“. 2. Platz: Sylke Rene Meyer mit der halbfiktionalen Spielfilmvorlage „shine little astroid, glitter, glitter in small circles tumble, tumble“. 3. Platz: Olaf Schlippe mit der dokumentarischen Spielfilmvorlage „Kurs Mururoa“. 4. Platz: Kathrin Wischnatz und Clement Iheukwu mit der Spielfilmvorlage „Wenn die Nacht zum Tag wird“.

„Warm up“: Die GREEN ME Lounge vor dem großen Ansturm. Foto: Sebastián Laraia

Erwartungsvoll und skeptisch - Jurymitglieder Hannes Jaenicke und Jessica Schwarz, Foto: Sebastián Laraia

Eines steht fest: Die GREEN ME Lounge

2010 war eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, konstruktiver Diskussion und informativem Austausch. Ermöglicht wurde sie durch die Unterstützung zahlreicher Menschen, Initiativen und Unternehmen. Wir danken allen Sponsoren, den Jurymitgliedern sowie dem Schirmherrn. Fest steht: Die GREEN ME Filmförderung findet auch 2011 statt.

Ausgewählte Drehbuchideen in der Juryberatung. Foto: Sebastián Laraia

Ausführlichere Informationen und Bilder finden Sie auf unserer Homepage: http://berlin.nabu.de/projekte/wettbewerbe/ Drehbuchpreis/#

ren verschiedenen Lebensräumen, so ungewöhnlich sie manchmal auch sein mögen, ihre Schönheit, ihr Verhalten oder ihr Zusammenleben mit dem Menschen präsentieren. Es war wieder einmal eine Herausforderung für die Jury, aus der Vielzahl der preiswürdigen Einsendungen eine Auswahl zu treffen und zugleich auch alle anderen künstlerisch wie technisch anspruchsvollen Beiträge zu berücksichtigen. Neben den Hauptgewinnern wurden einige der vielen gelungenen

Gala am Sonntag. Foto: Bernd Langenfeldt

Aufnahmen mit Sachpreisen prämiert. Den 1. Preis erhielt Eckhard Baumann für seine „Raufenden Nebelkrähen“. Norbert Thimm überzeugte die Jury mit dem „Habicht“ und gewann den 2. Preis. Der 3. Preis ging an Jendrik Wuttke für die „Spreemöwe“. Mehr dazu unter: http://berlin.nabu.de/projekte/wettbewerbe/ fotowettbewerbe

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Aktuelles | Interview

Flugfeldes als Vorrangfläche für „einen Landschaftsraum mit einer natürlichen Begrenzung“ zur industriellen Nutzung. Welche Vorstellungen von wirtschaftlicher Innovation und ökologischer Nachhaltigkeit haben Sie für das Gebiet?

Harald Wolf auf der 3. Berliner Wirtschaftskonferenz 2009 „Green Economy“.

„Außerdem wird Tempelhof ergrünen...“ Interview mit Wirtschaftssenator Harald Wolf / LINKE Herr Senator, in den Koalitionsverträgen 2006 wurde bereits eine Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe festgelegt. Wie wollen Sie niedrigere Wasserpreise und mehr Transparenz erreichen? Berlin braucht wieder mehr öffentlichen Einfluss auf die Unternehmen der Daseinsvorsorge. Wasser ist ein natürliches Monopol, das nicht den Profitinteressen privater Unternehmen überlassen werden darf. Leider hat das die Große Koalition durch die Teilprivatisierung der Wasserbetriebe 1999 zugelassen. Das Ergebnis waren drastisch gestiegene Wasserpreise. Ich will den ständigen Anstieg der Wasserpreise stoppen und im Interesse der Berlinerinnen und Berliner die Tarife stabilisieren und langfristig senken. Als ersten Schritt habe ich angeregt, die Kalkulationsmethoden der Wassertarife zu ändern. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom Februar könnte auch das Kartellrecht eine Möglichkeit sein, die preistreibenden Regelungen in den Verträgen anzugehen. Um die Offenlegung der Verträge zu erreichen, wollen wir das Berliner Informationsfreiheitsgesetz (IFG) ändern. Ein Hindernis ist derzeit noch die Verschwiegenheitsklausel, die das gesamte Vertragswerk betrifft. Mein Ziel bleibt: mehr Transparenz der Wasserverträge und niedrigere Wasserpreise für die Berlinerinnen und Berliner. Was ist das Besondere an dem Investitionsprojekt „CleanTechPark Marzahn“? 4

Eine nicht unerhebliche Fläche für „grüne Technologien“ wird damit versiegelt. Ein Widerspruch für Sie? Das ist nur bei oberflächlicher Betrachtung ein Widerspruch. Zwar werden kurzfristig zusätzliche Flächen versiegelt. Dennoch: Der CleanTechPark Marzahn bietet exzellente Chancen für eine fruchtbare Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Mit rd. 90 ha ist der Park das größte freie Industriegebiet innerhalb der Stadt. Nirgendwo sonst in Berlin gibt es eine so große Fläche für produzierende Unternehmen der erneuerbaren Energien. Die Versiegelung der Brachflächen ist notwendig, um sie für die Nutzung vor allem von Solarunternehmen vorzubereiten. Berlins GreenTech-Unternehmen erhalten durch den CleanTechPark Marzahn die Chance, gemeinsam mit Berlins exzellenten Forschungs- und Hochschuhleinrichtungen innovative Produkte für erneuerbare Energien zu entwickeln, die unsere natürlichen Ressourcen schonen und sparsam mit Energie umgehen. Durch wirtschaftliches Wachstum entstehen auch hochqualifizierte Arbeitsplätze. Die günstigen Standortbedingungen haben bereits den namhaften Solarhersteller Inventux Technologies überzeugt, weitere Firmenansiedlungen werden folgen. Bei der 3. Standortkonferenz wurden verschiedene Konzepte zur Nachnutzung des Flughafens Tegel vorgestellt. Verschiedene Akteure plädieren für eine Offenhaltung des westlichen ehemaligen

Auch die Tegeler Flughafenflächen bedeuten eine große Chance für die Entwicklung der Stadt: zum einen für expandierende und ansiedlungswillige Unternehmen, denen Berlin mit neuen Flächenangeboten optimale Standortbedingungen bieten kann. So schaffen wir dauerhaft neue, qualifizierte Arbeitsplätze in Berlin. Zum anderen geben wir der Natur die Möglichkeit zur Revitalisierung. So erhält nicht nur die Natur einen Raum zurück, sondern auch die Berlinerinnen und Berliner ein Naherholungsgebiet. Ich will sicherstellen, dass die gewerblich-industrielle Nutzung für einen Teilbereich des Gesamtareals im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung geschieht, die die Natur schont. Ökologische und klimapolitisch angepasste Handlungen würden helfen, der Stadt ein entsprechendes »Branding« zu verschaffen. Welche Pläne haben Sie in diesem Zusammenhang mit der Fläche des Flughafens Tempelhof? Der Flughafen Tempelhof bekommt ein Solardach und wird so zum Schaufenster erneuerbarer Energien. Unter dem Motto „Bauen und urbane Landschaft“ wollen wir das Gelände zum Schauplatz einer Internationalen Bauausstellung machen. Dort wollen wir zeigen, wie sich Wohngebäude in eine große Grünlandschaft einfügen können. Es soll also vor allem um innovativen Wohnungsbau gehen: Das wäre eine gute Gelegenheit zu zeigen, was in Sachen CO2-Reduktion von Gebäuden durch energetische Sanierung bereits möglich ist. Außerdem wird Tempelhof ergrünen: Die Internationale Gartenschau (IGA) 2017 kommt auf das Tempelhof-Gelände. Es bietet herausragende Voraussetzungen aufgrund seiner weltweiten Bekanntheit, seiner zentralen Lage und seiner Größe. Die IGA ist ein Motor für die Entwicklung des Tempelhofer Feldes und bietet die Chance, einer breiten Öffentlichkeit eine Parklandschaft zu präsentieren und den Standort Berlin noch grüner und attraktiver zu machen. Die Parklandschaft wird 250 Hektar umfassen, der Kernbereich der IGA rund 100 Hektar. Das Interview führte Carmen Baden.


Aktuelles

Natur in Berlin | Aktuelles

mehr unter berlin.nabu.de/presse

Tiergarten

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Tiergarten im November 2009

ur ein kleiner Spaziergang, eine Abkürzung durch den nahe gelegenen Tiergarten, sollte es werden. Doch als die NABU Berlin Mitarbeiterin Ulrike Kielhorn im November letzten Jahres die Hälfte des Weges zurückgelegt hatte, traute sie ihren Augen nicht. Breite Schneisen wurden durch unzerschnittene Gehölzbestände geschlagen, um den Touristen das Pendeln zwischen verschiedenen Sehenswürdigkeiten rund um den Park zu erleichtern. Dieser „Zufallsfund“ führte zu einem gemeinsamen Protest von NABU und BUND. Pikant: Die neue Wegschneise von der Lennéstraße aus nach Westen, auf die nach Aussage der Senatorin Junge-Reyer noch 2006 verzichtet werden sollte, wurde nun doch eilig geholzt. Bei einer Begehung vor Ort sicherten Verwaltung und Planer zu, • die Schäden durch die Baumaßnahmen zu bilanzieren und auszugleichen, • ein Gutachten zu den entstandenen Baumschäden zu erstellen, • den Weiterbau kontinuierlich durch ein Fachgremium ökologisch zu begleiten • sowie die Baumaßnahmen unter guter fachlicher Praxis durchzuführen und dabei insbeondere auf den Baumschutz zu achten. „Bisher wurden 1,14 Mio. € verbaut. Die noch zur Verfügung stehenden 7,5 Mio. € für 2010/2011 müssen auch ins Grün des Großen Tiergartens investiert werden. Ansonsten wird aus der Maßnahme zur Tourismusförderung eine Maßnahme zur Vernichtung von Berlins berühmtestem Park“, so „Finderin“ Ulrike Kielhorn vom NABU und Herbert Lohner vom BUND.

Hellweg

W

ie erwirkt man eine Baugenehmigung für einen Baumarkt auf einer Fläche, für die es gemäß §34 (unbeplanter Innenbereich) Baugesetzbuch (BauGB) keine Aussicht auf Erfolg gibt? Die Firma Hellweg machte vor, was trotz BauGB möglich ist: Beantragt und gebaut wurde zunächst eine Lagerhalle, für die nach der Fertigstellung eine Nutzungsänderung beantragt wurde. Die festgelegte Summe der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im städtebaulichen Vertrag zwischen dem Bezirk Treptow-Köpenick und Hellweg wuchs damit auf 298.929,60 € an. Hellweg wollte unbedingt noch 2008 eröffnen. Deshalb fällten die „Heimwerker“ bis zum 14. Juli 2008 - aufgrund von Zeit- und Konkurrenzdruck - kurzerhand 124 geschützte sowie knapp 60 weitere Bäume. Dieser „Formalverstoß“, wie der zuständige Richter die Fällung bei der Bußgeldverhandlung bezeichnete, wurde auf 8.000 € fixiert. „Danke“, sagte Hellweg.

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Schnell aus der Lagerhalle einen Baumarkt gemacht. Foto: R. Stock

Bauvorhaben Hirschgarten

rfolg im Fall des zweifelhaften Bauvorhabens am „Alten Hafen“ im Köpenicker Ortsteil Hirschgarten: Per Gerichtsbeschluss konnte der NABU Berlin bereits aus artenschutzrechtlichen Gründen die Rodungen auf dem Grundstück stoppen. Einen weiteren Rechtsverstoß hätte die Zuschüttung des Gewässergrundstückes - wie vom Investor geplant - bedeutet. Da die verantwortlichen Behörden jedoch versäumten, auf ein hierfür notwendiges Planfeststellungsverfahren (mit Verbandsbeteiligung) hinzuweisen, ist nun auch die Baugenehmigung des Investors hinfällig.

Idyllisch geblieben - der alte Hafen in Köpenick. Foto: M. Hemmer

Personalien

A

uf der Mitgliederversammlung der BLN (Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz) am 4. März 2010 wurde der Vorsitzende des NABU Berlin auch als Vorsitzender der BLN für weitere zwei Jahre bestätigt. Neben Torsten Hauschild wurde auch Angele Schonert in ihrem Amt als Beisitzerin wieder gewählt. Die BLN koordiniert für ihre Mitgliederverbände, wie den NABU Berlin, Verfahren zur Verbandsbeteiligung. Jetzt gilt eingeschränkter Begegnungsverkehr.

Sacrow-Paretzer-Kanal

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m Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 sollte der Sacrow-Paretzer-Kanal für große Rheinschubverbände im Begegnungsverkehr ausgebaut werden. Damit ist jetzt Schluss! Der NABU bewertet den Vergleich vor dem Bundesverwaltungsgericht vom Januar 2010 als großen Erfolg. Lediglich ein Nachgeschmack bleibt. Die Pläne zur Vertiefung sind ein unnötiges Zugeständnis, da Containerschiffe auch bei der gegenwärtigen Tiefe fahren können. Dennoch, die Uferabgrabungen werden unterlassen und ein eingeschränkter Begegnungsverkehr wird eingeführt. Damit bleibt der wertvolle Baumbestand am Nordufer weitgehend erhalten. Die Wasserstandsabsenkung, die sich besonders im Berliner Bereich von Havel und Spree auswirken würde, wird deutlich reduziert. 5


Flughafen Tegel und Flughafensee / Entwicklung einer naturschutzfachlichen Konzeption. Auftraggeber: Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin. Quelle: Mit freundlicher Genehmingung des Auftragnehmers; ÖKOLOGIE & PLANUNG, Birkuschstraße 62, 12167 Berlin, Tel.030/ 3029070, Planbezeichnung: Nutzungszonierung. Datum: 15.11.2009, Maßstab: 1:12.000

Thema | Was passiert mit Tegel, Tempelhof und BBI?

Diese Abbildung einer naturschutzfachlichen Konzeption stimmt mit den NABU Berlin Vorstellungen am besten überein. Allerdings enspricht diese Nutzungszonierung nicht dem Flächennutzungsplan.

Mehr als sexy: Das TXL - Biotop von Anja Sorges

Es gibt viele Städte in der Welt, die zwei Flughäfen haben. Doch mit Paris, Moskau und London verfügt nur eine Handvoll europäischer Metropolen über drei Verkehrsflughäfen - wie auch über Jahrzehnte hinweg Berlin. Doch damit ist bald endgültig Schluß: Der Flughafen Schönefeld wird zum Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) ausgebaut und – nach Tempelhof (THL) 2008 – wird auch der Flughafen Tegel (TXL) im Oktober 2011 für den Flugverkehr geschlossen. Aus dem Chaos nach der Schließung von Tempelhof hat man gelernt. Während für den alten Traditionsflughafen trotz diverser Ideenbörsen und Bürgerbeteiligungen bis heute kein verbindliches Nachnutzungskonzept besteht, sollen für Tegel bereits im Vorfeld möglichst 6

alle Eventualitäten und potentielle Nutzungsformen geprüft werden. Der Druck auf die Fläche steigt ständig: Bisher haben sich verschiedene Akteure mit unterschiedlichsten Vorschlägen ins Gespräch gebracht. Die Spannbreite reicht von einer quasi Flächenvollnutzung bis hin zur Vereinbarkeit von Wirtschaftsund naturschutzfachlichen Interessen wie es beispielsweise das Konzept der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorsieht. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung befürwortet hingegen eine FNP-Änderung.

Saatkrähen haben andere Flugschneisen Seit mehr als 25 Jahren ist der NABU Berlin mit seiner Bezirksgruppe Reinickendorf und der Arbeitsgemeinschaft Vogelschutzreservat Flughafensee vor Ort aktiv und steht seit dieser Zeit auch im Austausch mit dem Flughafen Tegel. So wurden von Dr. Hans-Jürgen Stork (Leiter der BG Reinickendorf) Untersuchungen durchgeführt, um eine unmittelbar unterhalb des Towers brütende Saatkrähenkolonie vor der Vergrämung zu bewahren. Der Flughafenbetreiber

Kleiner Schillerfalter (Apatura ilia)

hatte seinerzeit Angst vor Unfällen aufgrund von Vogelschlag. Doch Stork fand heraus, dass die klugen Vögel sich aus dem für sie gefährlichen Bereich der startenden und landenden Maschinen fernhielten. Außerdem konnte beobachtet werden, dass die Saatkrähen in der Regel niedriger flogen als der Tower hoch war. Nach intensiven Gesprächen mit der Flughafenverwaltung wurde bis heute eine friedliche Koexistenz zwischen Flugverkehr und Saatkrähenkolonie erreicht. Für Frank Sieste (Leiter der AG Vogelschutzreservat Flughafensee) steht die Schutzwürdigkeit des von ihm betreuten Gebiets außer Frage. Seine Gruppe (vgl. Artikel S. 16) kann auf eine erfolgreiche Entwicklung von der Besetzung des Gebiets durch Naturschutzaktivisten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion 1984 bis zur anstehenden Ausweisung als Naturschutzgebiet zurückblicken. Erste Untersuchungen haben gezeigt, dass es in direkter Nachbarschaft zum Flugfeld Neu- und Wiederfunde in der Fauna gibt, die nicht nur für Berlin eine Besonderheit sind. Der Kiesbank-Grashüpfer (Chorthippus pullus) hat ein Vorkommen


Was passiert mit Tegel, Tempelhof und BBI? | Thema

von deutschlandweiter Bedeutung. Auch der eindrucksvolle Kleine Schillerfalter (Apatura ilia) kommt als große Tagfalterart vor (vgl. Abb. S 6 oben). Durch die permanente Freihaltung während des Flugbetriebes konnten sich umfangreiche Bestände von (nach § 26a NatSchGBln) geschützten Heide- und Trockenrasengesellschaften entwickeln. Jegliche Baumsukzession wurde unterbunden. Die Funde sehr seltener Arten (s. Abb. unten) haben historische Hintergründe. Der Schießplatz Tegel und die Tegeler Heide sind seit langem als offene Heideflächen mit entsprechender Fauna bekannt. Für die an Calluna lebenden Arten ist Tegel deshalb besonders bedeutsam. Erste ornithologische Untersuchungen haben rund 75 Reviere von Feldlerchen (Lauda arvensis) auf dem offenen Flughafengelände festgestellt. Außerdem wurden Reviere der seltenen Grauammer (Emberiza calandra) und des Steinschmätzers (Oenanthe oenanthe) gefunden. Mit Schließung des Flughafens Tegel besteht nun die Chance, weitere Flächen für den Naturschutz bzw. für den Berliner Biotopverbund zu sichern.

Rostbinde / Ockerbindiger Samtfalter (Hipparchia semele)

Kaltluftschneise vs. plus 2 Grad Neben ihrer großen Bedeutung als Biotop hat die Fläche aber auch einen großen Einfluss auf das Stadtklima. Denn das Flugfeld mit seiner West-OstRichtung spielt für die Frischluftzufuhr der Stadt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind die Flächen aufgrund ihrer geomorphologischen Besonderheit für die Grundwasserneubildung relevant. Auch das ist ein entscheidender Faktor für das Klima und die sich wandelnden stadtklimatischen Bedingungen.

Vor diesem Hintergrund fordert der NABU Berlin… • die Offenhaltung des westlichen ehemaligen Flugfeldes als Vorrangfläche für den Naturschutz. So werden die für den Großteil der schützenswerten Arten und Biotoptypen notwendigen Flächen erhalten und gefördert, • die Erweiterung des angrenzenden Vogelschutzreservates Flughafensee um die ökologisch besonders wertvollen Wald- und Heideflächen des westlichen Flugfeldes und deren Ausweisung zum

Charakterart des Spätsommers: Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) Quelle: Stephan Dörfler

Naturschutzgebiet. Eine Nachmeldung der Fläche als FFH bzw. SPA-Gebiet ist zu prüfen, • die Erhaltung des unbebauten restlichen ehemaligen Flugfeldes als Raum für kleinflächigen Biotopschutz, für Erholung und naturverträgliche Nutzung, • die Anlage eines Wegenetzes für Radfahrer und Wanderer entlang der ehemaligen Rollbahnen inkl. Verschmälerung der Betonflächen sowie • die durchgängige Untersuchung der Fläche auf Altlasten, v. a. in den Bereichen, in denen sich Besucher aufhalten.

Prinzipiell lehnt der NABU Berlin • die großflächige Aufforstung des Geländes unter biotopschützerischen und stadtklimatischen Aspekten, • die weitergehende großflächige Versiegelung, • die Verminderung der Klimaschutzfunktion des Areals für die gesamte Stadt Berlin durch Bebauung sowie • Lärm und Staub emittierende Industrieansiedlungen und Industriebetriebe gemäß SEVESO II-Richtlinie ab.

Galt lange Zeit in Berlin als verschollen. Nun ist der hochgradig gefährdete Geißklee-Bläuling (Plebeius argus) wieder da.

FFH steht für Fauna-Flora-Habitat. Nach der sog. FFH-Richtline werden EU-weit Gebiete ausgewiesen, die dem besonderen Schutz von Pflanzen (Flora), Tieren (Fauna) und Lebensraumtypen (Habitaten) dienen. SPA steht für „Special protection area“. In einigen Bezügen zur Vogelschutzrichtlinie wird dieser Begriff verwendet. FFH-Richtlinie und SPA unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zielstellung und Behandlung, können sich jedoch territorial beliebig überlappen. §26a NatSchGBln ist der Schutzparagraph für besondere Biotope. Zu ihnen zählen Moore und Sümpfe, aber auch Magerrasen, Trockenrasen, Feucht- und Frischwiesen. Sie dürfen nicht zerstört oder sonst erheblich oder nachhaltig beeinträchtigt werden. SEVESO II-Richtlinie ist eine EU-Richtlinie zur Verhütung schwerer Betriebsunfälle mit gefährlichen Stoffen und zur Begrenzung der Unfallfolgen (Sevesounglück). Für Betriebe, in denen sich gewisse Mengen solcher Stoffe befinden, gelten besondere Auflagen. Mehr über die Saatkrähenpopulation am Flughafen Tegel finden Sie unter: http://berlin.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/kraehenvoegel/ 7


Thema | Was passiert mit Tegel, Tempelhof, BBI?

Nachnutzungskonzept Tempelhof von Rainer Altenkamp Wie öffnet man in der Mitte einer Millionenstadt ein riesiges Areal, das seine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt vor allem der fast völligen Ungestörtheit durch den Menschen verdankt, für die Allgemeinheit, ohne dass diese Naturschätze verloren gehen? Eine Gretchenfrage?

Salbeitower in Tempelhof. Foto: Michael Kirsten

Die Frage ist alles andere als trivial und an ihrer Beantwortung arbeiten alle am Naturschutz Interessierten intensiv. Nachdem im Jahr 2005 die Ergebnisse der faunistischen und botanischen Untersuchungen vorlagen, war klar, dass das Gelände nicht einfach komplett geöffnet werden konnte, um es dann der freien Entwicklung einer unbegrenzten Nutzung durch alle denkbaren Freizeitaktivitäten zu überlassen. Auf dem insgesamt etwa 270 ha großen unbebauten Teil des Flugfeldes brüten mit etwa 95 Paaren der Feldlerche rund 20 % des Brutbestandes von Berlin; mit Steinschmätzer, Wiesenpieper, Brachpieper und Braunkehlchen leben dort weitere Arten, die in Berlin hochgefährdet sind. Hinzu kommen zahlreiche bedrohte Insekten. Diese Artengemeinschaft extensiv genutzter Offenlandschaften konnte sich auf dem Flughafen etablieren, weil keine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche stattfand und weil Menschen zu dem Gebiet praktisch keinen Zutritt hatten. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat zur Beantwortung der Frage einen durchaus beispielhaften Weg eingeschlagen. Es wurden Gespräche mit allen denkbaren Nutzergruppen geführt. Besonders intensiv wurde der Dialog mit Naturschutzexperten und Verbänden gesucht. Es zeigte sich, dass die ursprünglich geplante Bebauung eines Großteils der Fläche mangels Bedarf vom Tisch ist. Selbst die noch zur Diskussion stehenden Bauflächen im Nordosten und im Osten des Flugfeldes sorgen für massive Vorbehalte, da sie u. a. bestehende Grünverbindungen unterbrechen oder ohnehin schon problembelastete Kieze von einem direkten Zugang zum Grün trennen würden. Umso mehr trat die konkrete Gestaltung 8

der Fläche für die Erholungsnutzung in den Fokus der Diskussion. Als Ergebnis der Diskussionen sieht das vorläufige Öffnungskonzept der Senatsverwaltung unter anderem vor: • Das Flugfeld wird am 8. Mai 2010 dauerhaft für das Publikum geöffnet. • Der Zaun um das Flugfeld bleibt erhalten. • Zugänge zum Flugfeld werden an der West-, Nord-, und Ostseite eingerichtet. • Das Flugfeld wird abends geschlossen. • Auf dem größten Teil der Fläche herrscht Leinenzwang für Hunde. • Wertvolle Flächen im Südosten und im mittleren Teil des Flugfeldes werden mit Zäunen oder optischen Hindernissen und Infotafeln gegen das Betreten geschützt. • Zur Kontrolle werden Parklotsen eingesetzt. • Als Effizienzkontrolle soll ein dreijähriges Monitoring der Brutvögel und weiterer Tiergruppen durchgeführt werden.

gend erforderlich. Bisher wurde nicht überall verstanden, dass die flächige Umgestaltung des Flugfeldes in eine klassische Parkanlage nicht mit dem Schutz der jetzt vorhandenen Tierwelt vereinbar ist. Hier müssen Pflegekonzepte schnell erarbeitet werden. Das begleitende Monitoring wird eine zentrale Rolle spielen, um nach der Öffnung ggf. Konflikte zwischen Naturschutz und Nutzung zeitnah zu erkennen und zu entschärfen. Insgesamt steht der Naturschutz hier vor einem spannenden Experiment, dessen Ausgang von einer guten Planung, aber auch und vor allem von der gelungenen Vermittlung dieser Planung an die Besucher abhängt. Der NABU wird dieses Experiment aufmerksam und kritisch begleiten.

Wir gehen auf Schatzsuche!

Diese Maßnahmen sind gegenüber dem früher Geplanten eine ganz erhebliche Verbesserung. Trotzdem sind viele Probleme noch ungelöst: Für den Schutz der Brutvögel ist der Öffnungstermin am 8. Mai sehr ungünstig, denn er fällt mitten in die Brutzeit, in der viele Brutvögel kaum noch Zeit haben werden, Störungen auszuweichen. Für die ebenfalls sehr wertvolle Fläche des alten Hafens im Nordteil des Flugfeldes ist bisher kein Schutz vorgesehen. Neben einer Lenkung des Besucherverkehrs ist eine naturschutzgerechte Pflege und Gestaltung der Flächen zwin-

Wenn das Flugfeld Tempelhof am 8. Mai für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, ist der NABU Berlin dabei! Während der Brutzeit möchten wir auf den sensiblen Lebensraum aufmerksam machen. Gemeinsam mit Botanikern, Entomologen und Ornithologen zeigen wir Ihnen die naturschutzfachlichen Schätze. Das aktuelle Tagesprogramm finden Sie zeitnah auf unserer Internetseite: www.nabu-berlin.de


Exkursionen | Veranstaltungsprogramm

Der Exkursionstipp

Schaurig & Schön ist die NABU Berlin Moorwanderung im Nationalpark Müritz. Jens Scharon und Mitarbeiter des Nationalparks Müritz zeigen Ihnen die eindrucksvolle Landschaft in den Wäldern um Serrahn. Eingebettet in natürliche Buchenwälder findet man in der hügeligen Landschaft des östlichen Teils des Nationalparks Müritz eine Vielzahl an Mooren und Seen mit ihrer eigenen Vegetation, wie verschiedene Torfmoose, Sonnentau, Drachenwurz und Sumpfporst. Über den Gewässern kreisen See- und Fischadler und in den Mooren brütet der Kranich. Wissenswertes zur Anmeldung auf S. 12

NABU-Exkursionen ab Juni 2010 Samstag, 05.06.10, 8.30 Uhr Vogelkundliche Exkursion über die ehemaligen Rieselfelder Großbeeren Lothar Gelbicke – NABU Berlin Treffpunkt: Platz am Befreiungsdenkmal in Großbeeren (Verkehrsverbindung: Bus 710 fährt ab S-Bhf Buckower Chaussee (S2) nach Großbeeren), bitte Fernglas mitbringen, Dauer: ca. 4 Std.

Samstag, 12.06.10, 10.00 Uhr Mülldeponie und Todesstreifen – wie die Zeit die Welt verändert Pflanzenkundliche Wanderung rund um den Spandauer Hahneberg Susanna Komischke – NABU FG Naturgarten, Treffpunkt: Bushaltestelle Reimerweg (Bus M37 u. M49), Dauer: ca. 2 Std.

Samstag, 05.06.10, 9.00 Uhr Greifvogelbeobachtungen in der Lietzengrabenniederung im Bucher Forst Katrin Koch – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bahnhof Buch, Südausgang Westseite, Dauer: ca. 6 Std.

Sonntag, 13.06.10, 10.00 Uhr Natur erleben am Tegeler Fließ – Grasmückenparadies zwischen Osterquelle und Streuobstwiese Dr. Stork – NABU Reinickendorf Treffpunkt: Alt-Lübars, Alter Dorfkrug (Bus 222)

Samstag, 05.06.10, 13.00 bis 17.00 Uhr Kindertag bei Adebars Programm zum Kindertag: gemeinsam Störche beobachten, tümpeln, mikroskopieren, Nistkästen bauen, basteln, spielen uvm. Treffpunkt: Storchenschmiede Linum

Dienstag, 15.06.10, 18.00 Uhr Radtour zum NSG Idehorst Heinz Streiffeler – NABU Pankow Treffpunkt: Pankow-Blankenfelde, Kirche

Samstag, 05.06.10, 8.00 Uhr Auf den Spuren Paul Robiens Eine ornithologische Fahrt nach Stettin und Umgebung von Sa. 05.06 bis So. 06.06. Dominik Sopart – NABU Reinickendorf Treffpunkt: 8.00 Uhr, Hbf Berlin, Anmeldung unter 030/53 14 20 19 oder nabu.reinickendorf@mail.de Preis: Fahrt inkl. Übernachtung ca. 100 € Sonntag, 06.06.10, 9.00 Uhr Die Pflanzen der Hochkippe G. Künkel-Hoffmann Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, weitere Infos unter Tel. 03531/ 60 96 11 oder www.naturerbe.de Festes Schuhwerk u. wetterangepasste Kleidung mitbringen, Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 €, Dauer: 3 Std. Samstag, 12.06.10, 10.00 Uhr Im Wasser, zu Lande und in der Luft – Sommerliche Tierwelt feuchter Biotope Dr. Giere, Dr. Dunlop, Dr. Neumann – Museum für Naturkunde, Treffpunkt: Wildnisschule Teerofenbrücke, auf der Teerofenbrücke, Fernglas/Lupe vorteilhaft. Anmeldung unter 03332/219822 oder Nationalparkstiftung@Unteres-Odertal.info

Donnerstag, 17.06.10, 18.00 Uhr „Naturschutz vor der Haustür“ Infoabend des NABU Berlin Diana Gevers informiert über die Aktivitäten des NABU Berlin und die Mitmachmöglichkeiten für Interessierte. Ort: NABU-Geschäftsstelle, Wollankstr. 4, Dauer: ca. 1,5 Std. Freitag, 18.06.10, 15.00 Uhr Die wunderbare Kraft der Heilkräuter Riechen, schmecken und Geschichten hören im Freilandlabor Zehlendorf Thea Harbauer – Freilandlabor Zehlendorf Treffpunkt: Freilandlabor Zehlendorf, Sachtlebenstr. 30-32, 14165 Berlin, Bus 101 Nieritzweg, Tel. 030/ 818 36 12, Unkostenbeitrag: 3,00 €, Gummistiefel bei Regenwetter, Dauer: 1,5 Std. Samstag, 19.06.10, 7.00 Uhr Eisvogel, Kranich, Kolbente & Co. – für Frühaufsteher Führung zum Thema ornithologische Besonderheiten des Rhinluchs bei Linum, Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Preis: 5 €, NABU-Mitglieder: 3 €, Kinder und Schüler kostenlos

Teilnahmebedingungen

Alle Exkursionen werden von ortskundigen Fachkräften geleitet, so dass keine Störungen der Natur zu befürchten sind. Für Vogelbeobachtungen bitte Ferngläser, für botanische und entomologische Wanderungen Lupen mitbringen. Dieses Programm stellt lediglich ein Angebot von Veranstaltungen dar, für ihre Durchführung sind die jeweiligen Exkursionsleiter verantwortlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Für Unfälle, Sachschäden usw. haftet der Verein nicht. Das Mitbringen von Hunden ist nicht gestattet. Exkursionen, die von Institutionen oder Exkursionsleitern, die nicht dem NABU angehören, angeboten werden, sind teilweise kostenpflichtig. Bei Busexkursionen gewähren wir eine Kinderermäßigung von 25 %. Samstag, 19.06.10, 9.00 Uhr Radwanderung: Große ökologische Tümpeltour Gerda Wendehack – Naturschutzaktiv Schöneiche e.V. Treffpunkt: Pyramidenplatz, Haltestelle Rahnsdorfer Str. der Tram 88, Verkehrsverb.: ab S-Bhf. Friedrichshagen Tram 88, Länge: 12,5 km, Kosten: 2,50 €, Kinder 1,25 €, Dauer: 4,5 Std. Samstag, 19.06.10, 10.00 Uhr Die Fische im Unteren Odertal Dr. Wolter – Institut für Gewässerökologie Berlin, Treffpunkt: Wildnisschule Teerofenbrücke, auf der Teerofenbrücke, Anmeldung unter 03332/219822 oder Nationalparkstiftung@Unteres-Odertal.info Sonntag, 20.06.10, 8.00 Uhr Weideführung Beweidungsprojekt Rieselfelder Hobrechtsfelde Veranstaltung zum „Langen Tag der StadtNatur“ Carina Vogel – ARGE Beweidung Treffpunkt: Parkplatz „Steine ohne Grenzen“ am Hochwald, Hobrechtsfelder Chaussee in Berlin-Buch (Verkehrsverbindung: S2 S-Bhf. Buch und ½Std. Fußweg oder mit PKW), Anmeldung bei der Stiftung Naturschutz Berlin, Informationen unter Tel.: 030/ 2639 40 Dauer: ca. 2 Std. Sonntag, 20.06.10, 9.00 Uhr Oasen in der Bergbauwüste G. Künkel-Hoffmann Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, Weitere Infos unter Tel. 03531/ 60 96 11 oder www.naturerbe.de Festes Schuhwerk u. wetterangepasste Kleidung, Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 €, Dauer: 3 Std.

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Veranstaltungsprogramm | Exkursionen Juni - August 2010

NABU-Exkursionen ab Juni 2010 Sonntag, 20.06.10, 10.00 Uhr Brutvögel im NSG Karower Teiche Prof. Dr. Stefan Brehme – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bhf. Karow, Dauer: ca. 2 Std. Sonntag, 20.06.10, 16.00 Uhr Biber in der City? Der Biberausstieg in Friedrichshain. Veranstaltung zum „Langen Tag der StadtNatur“, Jan Heyen – NABU BG Friedrichshain-Kreuzberg Anmeldung erbeten unter: 030/ 26 39 40 oder www.langertagderstadtnatur.de Treffpunkt: Eingang in den Park an der Spree am Ende der East Side Gallery gegenüber vom alten Postbahnhof am Ostbahnhof. Verkehrsverbindung: Ostbahnhof Dauer: ca. 1 Std. Donnerstag, 24.06.10, 15.00 Uhr Humboldt 4: Das Lübarser Wiesental Eine Veranstaltung des NABU Reinickendorf zum „Jahr der Wissenschaften“. Eiszeitliches Urstrom(seiten)tal – Niedermoorwiesen – Ein Fließ mäandriert – Müll über dem Köppchensee - Paradies der Grasmücken – Streuobstwiesen – Ein altes Dorf Dr. Hans-Jürgen Stork - NABU Reinickendorf, Anmeldungen unter NABU Berlin, Treffpunkt: Alt-Lübars: Alter Dorfkrug (Verkehrsverbindung: Bus 222) Tel. 030/ 986 41 07 oder 986 08 37 – 0 E-Mail: lvberlin@nabu-berlin.de Teilnahmegebühr 5 € pro Veranstaltung Freitag, 25.06.10, 21.00 Uhr Beobachtung des Heldbockes im Schlosspark Niederschönhausen Eine Führung mit Jens Esser und Thomas Ziska (Fachgruppe Entomologie Berlin) Treffpunkt: Am Schlosspark / Ecke Ossietzkystraße (an der Pumpe), Verkehrsverbindung: Tram M1, 50 bis Pankow Kirche, bitte Taschenlampe mitbringen, Dauer: ca. 1,5 Std. Samstag, 26.06.10, 8.30 Uhr Vogelschutz und Landwirtschaft Dr. Tanneberger – Uni Greifswald und Dr. Bellebaum – NABU Brandenburg Treffpunkt: Parkplatz an der Stadtbrücke in Schwedt, Fernglas & Bestimmungsbuch vorteilhaft, Anmeldung unter 0 33 32/219 822 oder Nationalparkstiftung@Unteres-Odertal.info Sonntag, 27.06.10, 10.00 Uhr Alles klar bei Familie Adebar? Bei einer Wanderung durchs Storchendorf Linum besuchen wir die Storchenhorste, in denen Jungvögel schnell heranwachsen. Anschließend wandern wir ins Linumer Teichgebiet.Treffpunkt: Storchenschmiede Linum, Preis: 5 €, NABU-Mitglieder: 3 €, Kinder und Schüler kostenlos, Dauer ca. 3 Std. Donnerstag, 01.07.10, 15.00 Uhr Humboldt 5: Orinoco? Nein, Bootserkundung auf dem Tegeler See Eine Veranstaltung des NABU Reinickendorf zum „Jahr der Wissenschaften“. Auslaufen nahe am Humboldt-Schloss, an der Malche in Tegel - Biberspuren am Ufer – Röhrichtschutz am Seeufer – Wer wohnt im Schloss auf Reiherwerder? – Wasservögel -

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Freizeitsport - Tegeler Hafen Dr. Hans-Jürgen Stork - NABU Reinickendorf, Anmeldungen unter NABU Berlin, Treffpunkt: Tegeler See/ Bootsanleger HALLE MV e.V., Club de Peche – Schwarzer Weg Tel. 030/ 986 41 07 oder 986 08 37 – 0 E-Mail: lvberlin@nabu-berlin.de Teilnahmegebühr 5 € pro Veranstaltung Sonntag, 04.07.10, 9.00 Uhr Oasen in der Bergbauwüste G. Künkel-Hoffmann Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, Weitere Infos unter Tel. 03531/ 60 96 11 und unter www.naturerbe.de, festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung. Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 € Dauer: 3 Std. Sonntag, 04.07.10, 11.00 Uhr Krankenhauspark und Wuhletal Detlev Strauß – NABU Berlin Treffpunkt: Krankenhauskirche (Verkehrsverbindung: S+U Wuhletal) Dauer: ca. 2 Std. NABU-Camp in der Storchenschmiede Linum (voraussichtliche Termine) 1. Durchgang: 11.-17.07.10 (8-12 Jahre) 2. Durchgang: 18.-24.07.10 (8-12 Jahre) 3. Durchgang: 25.-31.07.10 SpezialistenCamp (Schüler ab 13 Jahre) Mit Schleiereulen kuscheln, Biber beobachten, Teichrohrsänger beringen oder sich bei der Nachtwanderung gruseln. Wir lernen unter fachkundiger Betreuung die Natur kennen. An einem Durchgang können 16 Kinder bzw. Schüler teilnehmen. Preis: 180 €, für NABU-Mitglieder (Eltern oder Großeltern) 160 €. Nähere Informationen und Anmeldung ab 06.04.10 unter Tel.: 03 39 22/ 5 05 00. Samstag, 17.07.10, 9.00 Uhr Radwanderung: Große ökologische Tümpeltour Wolfgang Cajar – Naturschutzaktiv Schöneiche e.V. Treffpunkt: Pyramidenplatz, Haltestelle Rahnsdorfer Str. der Tram 88, (Verkehrsverbindung: ab S-Bhf. Friedrichshagen Tram 88), Länge: 12,5 km, Kosten: 2,50 €, Kinder 1,25 €, Dauer: 4,5 Std.

Samstag, 17.07.10, 9.30 Uhr Den Relikten von Streuobstwiesen auf der Spur – Was kann für die Wiederbelebung getan werden? Prof. Dr. sc. G. Schalitz – ZALF Müncheberg Treffpunkt: Schloss Criewen Radtour: Bestimmungsbuch vorteilhaft. Anmeldung unter 0 33 32/21 98 22 oder Nationalparkstiftung@Unteres-Odertal.info, Dauer: ca. 2,5 Std. Sonntag, 25.07.10, 9.00 Uhr Führung ins Naturparadies H. Heumann Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, weitere Infos unter Tel. 03531/ 60 96 11 und unter www.naturerbe.de, festes Schuhwerk u. wetterangepasste Kleidung. Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 €, Dauer: 3 Std. Sonntag, 25.07.10, 9.00 Uhr Vögel der Marienfelder Feldmark Rundweg Gunter Berstorff – NABU Berlin Treffpunkt: Motzener Str. Ecke Nahmitzer Damm (Verkehrsverbindung: S-Bhf. Buckower Chaussee, Bus M11, 277, 183), Dauer: ca. 3 Std. Samstag, 31.07.10, 14.00 Uhr Die Springschrecken auf dem Biesenhorster Sand Andreas Ratsch – NABU Berlin Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz S-Bhf Wuhlheide, Dauer: ca. 2 Std. Sa. 31.07.10 und So.01.08.10 20. Linumer Storchenfest im Dorf Linum Samstag, 07.08.2010, 9.00 Uhr Naturkundliche Fahrradtour um den Rangsdorfer See Lothar Gelbicke – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bhf. Blankenfelde (S 2) Fernglas mitbringen, Dauer: ca. 4 Std. Samstag, 07.08.10, 9.00 Uhr Sommerliche Natur auf den ehemaligen Rieselfeldern Heinz Streiffeler – NABU Berlin Treffpunkt: Bushaltestelle Jugendclubheim (Bus 107) bzw. Schildower Straße Ecke „Am Wäldchen“, Dauer: ca. 3 Std.


Exkursionen bis August 2010 | Veranstaltungsprogramm

NABU-Exkursionen bis August 2010 Pflegeeinsätze Samstag, 07.08.10, 9.00 Uhr Naturkundliche Fahrradtour um den Rangsdorfer See und durch die Luchwiesen Lothar Gelbicke – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bhf. Blankenfelde (Verkehrsverbindung: S2), Fernglas mitbringen, Dauer: ca. 4 Std.

Deutsch - Japanischer Naturschutzaustausch

In Zusammenarbeit mit zwei ehemaligen Mitstreiterinnen der IG Pro-Rehwiese beabsichtigt der NABU Berlin, in diesem Jahr den 2007 begonnenen Deutsch-Japanischen Naturschutzaustausch fortzusetzen. Hierzu suchen wir Interessierte, die bereit sind, Ende September / Anfang Oktober für ca. 1 Woche ein oder zwei Gäste bei sich zu beherbergen. Interessierte melden sich bitte beim NABU Berlin, Torsten Hauschild, 0179/394 8790 oder bei Tania Reh, 030/ 804 90395. (valentine@artania.de) http://berlin.nabu.de/nabu/aktuelles/ Sonntag, 15.08.10, 9.00 Uhr Führung ins Naturparadies S. Röhrscheid – Projektbüro Grünhaus Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, Weitere Infos unter Tel. 0 35 31/ 60 96 11 oder www.naturerbe.de Festes Schuhwerk u. wetterangepasste Kleidung, Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 €, Dauer: 3 Std. Sonntag, 15.08.10, 18.30 Uhr Sehen statt glotzen: Abendführung Beweidungsprojekt Rieselfelder Hobrechtsfelde Carina Vogel – ARGE Beweidung Treffpunkt: Parkplatz „Steine ohne Grenzen“ am Hochwald, Hobrechtsfelder Chaussee in Berlin-Buch (Verkehrsverbindung: S2 S-Bhf. Buch und ½Std.Fußweg oder mit PKW), Anmeldung unter 0170/ 5374047, Dauer: ca. 2 - 3 Std. Freitag, 20.08.10, 11.00Uhr Pflanzen und Tiere am und im Teufelssee/ Teufelsmoor Angele Schonert – NABU Berlin Treffpunkt: Rübezahl, (Verkehrsverbindung: Bus X 69 von S-Bhf. Köpenick), Dauer: 2 Std. Freitag, 20.08.10, 15.00 Uhr Zeit der Kräuterernte - die heilkräftigsten Kräuter aus dem Bauerngarten im Freilandlabor Zehlendorf

Thea Harbauer – Freilandlabor Zehlendorf Treffpunkt: Freilandlabor Zehlendorf, Sachtlebenstr. 30-32, 14165 Berlin (Verkehrsverbindung: Bus 101 Nieritzweg), Tel. 030/ 818 36 12, Unkostenbeitrag: 3 €, Gummistiefel bei Regenwetter, Dauer: 1,5 Std. Samstag, 21.08.10, 9.00 Uhr Radwanderung Große ökologische Tümpeltour Gerda Wendehack – Naturschutzaktiv Schöneiche e.V. Treffpunkt: Pyramidenplatz, Haltestelle Rahnsdorfer Str. der Tram 88, (Verkehrsverbindung ab S-Bhf. Friedrichshagen Tram 88), Länge: 12,5 km, Kosten: 2,50 €, Kinder 1,25 €, Dauer: 4,5 Std Sonntag, 29.08.10, 9.00 Uhr Zum Vogelzug auf die Gatower Rieselfelder Dr. Horst Kowalsky – NABU Berlin Treffpunkt: Gatower Dorfkirche (Bus 134), Dauer: ca. 3 Std. Sonntag, 29.08.10, 9.00 Uhr Oasen in der Bergbauwüste G. Künkel-Hoffmann Treffpunkt: Projektbüro Grünhaus der NABUStiftung, Forststr. 1, 03238 Lichterfeld, Weitere Infos unter Tel. 03531/ 60 96 11 oder www.naturerbe.de Festes Schuhwerk u. wetterangepasste Kleidung, Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Familien 10 €, Dauer: 3 Std. Samstag, 28.08.10, 14.00 Uhr Radtour durch den Naturpark Barnim nach Hobrechtsfelde zum Naturparkfest auf dem historischen Gutshof Jens Scharon – NABU Berlin Treffpunkt: S-Bahnhof Karow, S 2 Samstag, 28.08.10, 15.00 – 18.00 Uhr 12. Naturparkfest Naturpark Barnim in Hobrechtsfelde Informationen über das denkmalgeschützte Dorf und den Gutshof, den Landschaftsraum, über Akteure im Naturpark, Freizeitund Ausflugtipps, kleine und große Köstlichkeiten aus der Region zum Probieren und Kaufen, Angebote für Kind und Kegel. Beginn der Festveranstaltung und Bekanntgabe der Sieger des Naturpark-Schülerprojekts sowie des Wettbewerbs Naturparkgemeinde 2010 um 16.00 Uhr. Ort: Hobrechtsfelder Dorfstraße (16341 Panketal), auf dem historischen Gutshof am alten Kornspeicher. (Verkehrsverbindung: Ab S-Bahnhof Zepernick (S 2) mit Bus 891 Richtung Schönwalde). Eintritt: 2 €, Erwachsene, Kinder bis 14 Jahre frei Sonntag, 27.06.10, 10.00 Uhr Sonntag, 17.07.10, 10.00 Uhr Sonntag, 31.07.10, 10.00 Uhr Wasserleben unter dem Mikroskop Rudolf Drews – NABU Berlin Treffpunkt: Infostation See, Str. 366, Nr.3, 13503 Berlin (Verkehrsverbindung: U Tegel + B133 (B 124)), Anmeldung mind. eine Woche vorher unter: Tel. 030/ 431 59 09 Kosten: 2 €, Dauer: 2 Std.

Samstag, 19.06.10, 9.00 Uhr Bezirksgruppe Marzahn - Hellersdorf Wiesenmahd am Schleipfuhl Eine Veranstaltung zum „Langen Tag der StadtNatur“ Camillo Kitzmann – NABU Berlin Naturschutzzentrum Schleipfuhl, Hermsdorfer Straße 11A, U-Bahn Linie 5 + Straßenbahn Linie M6 oder 18, Anmeldung über die Stiftung Naturschutz Berlin oder www. langertagderstadtnatur.de. Dauer: ca. 3 Std. Samstag, 26.06.10, 9.00 Uhr Bezirksgruppe Lichtenberg: Johannismahd in den Falkenberger Krugwiesen, Treffpunkt: Blockhütte im Grünen, Passower Straße 35, 13057 Berlin Samstag, 26.06.10, 09.00 Uhr Samstag, 28.08.10, 09.00 Uhr Bezirksgruppe Marzahn - Hellersdorf Wiesenmahd im LSG Kaulsdorfer Seen Igelschutzgebiet Camillo Kitzmann – NABU Berlin Treffpunkt: Eschenstraße/Eichhornstraße Kaulsdorf-Süd, Dauer: ca. 3 Std. Sonntag, 27.06.10, 15.00 Uhr Sonntag, 25.07.10, 15.00 Uhr Sonntag, 29.08.10, 15.00 Uhr NAJU Berlin und Hochschulgruppe Pflegeeinsätze und Treffen im Naturerlebnisgarten an der Bösebrücke Treffpunkt: Naturerlebnisgarten Bösebrücke, (Verkehrsanbindung: S-Bhf. Bornholmer Straße), Kontakt und Information bei: Alexandra Matschke (0151 1708 1220) und Kristian Klöckner (0157 7215 5749) Dauer: 3 – 4 Std.

Vorankündigung der Apfelernte

Freitag 17. und Samstag 18.09.10 NABU Bezirksgruppe Pankow Festes Schuhwerk und Arbeitskleidung mitbringen, Werkzeug wird gestellt, Treffpunkt: Vor Ort am Grenzweg, Verkehrsanbindung: Bus 107 Richtung Blankenfelde, Haltestelle Lübarser Weg und 15 Min. Fußweg Richtung Lübars oder Bus 222 bis Alt Lübars und 15 Min. Fußweg Richtung Blankenfelde Dauer: ca. 3 Std.

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Veranstaltungsprogramm | NABU Busexkursionen

Wir sind auf Ihre Mithilfe angewiesen!

NABU-Busexkursionen REISEBEDINGUNGEN FÜR UNSERE BUSEXKURSIONEN: Für die Busfahrten ab NABU-Geschäftsstelle melden Sie sich bitte telefonisch unter 986 08 37-0 oder 986 41 07 an. Die VERBINDLICHE ANMELDUNG für alle Reisen/Fahrten erfolgt nur durch Überweisung des jeweiligen Fahrpreises innerhalb von spätestens 14 Tagen nach der telefonischen Anmeldung unter Angabe des Kennwortes und Ihrer Telefonnummer auf das Konto: NABU Landesverband Berlin Postbank Berlin, BLZ 10010010 Konto Nr. 112300 108 Vergessen Sie bitte nicht, Ihren Namen, bei Mitreisenden auch deren Vorund Zunamen anzugeben. Es werden keine Buchungsbestätigungen versandt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs angenommen. Bei Auslandsreisen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitnehmen! Programmänderungen vorbehalten. Treffpunkt der Busfahrten ist immer: NABU-Landesgeschäftsstelle, Wollankstraße 4, 13187 Berlin Bei Rücktritt durch den Reisenden ergibt sich ein pauschalierter Anspruch auf Rücktrittsgebühren (in % des Reisepreises): Rücktritt bis 6 Wochen vor Reisebeginn: 10% Rücktritt unter 6 bis 4 Wochen vor Reisebeginn: 20% Rücktritt unter 4 bis 2 Wochen vor Reisebeginn: 30% Rücktritt unter 2 bis 1 Woche vor Reisebeginn: 50% Rücktritt ab 6 Tage vor Reisebeginn Vollverfall Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, ist es dem NABU Berlin vorbehalten, die Busexkursion bis 1 Woche vor Beginn abzusagen. Die Teilnehmer werden unverzüglich in Kenntnis gesetzt. Eingezahlte Reisepreise werden umgehend erstattet.

Samstag, 19.06.10 Fischadler bei der Jugenaufzucht (ggf. mit Beringung) Paul Sömmer – Naturschutzstation Woblitz Abfahrt: 7.30 Uhr ab NABU Geschäftsstelle Selbstfahrer melden sich unter Tel.: 0 33089/ 412 04, Preis: 30 € inkl. Führung, für NABU- Mitglieder 25 €, Kennwort: Fischadler, Dauer ca. 8 Std. Sonntag, 20.06.10 Auf der Suche nach dem Wiedehopf Wanderung über den ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose mit seinen ausgedehnten Sandflächen, Mooren und Klarwasserseen Mitarbeiter der Stiftung Naturlandschaft Brandenburg und Jens Scharon - NABU Berlin, 7.30 Uhr ab NABU Geschäftsstelle, Rückkehr ca. 17.00 Uhr Preis: 35 €, NABU-Mitglieder 30 €, Anmeldung erforderlich, Rucksackverpflegung mitbringen.

Samstag, 26.06.10 Schaurig & Schön – Moorwanderung im Nationalpark Müritz Besuch der ehem. biologischen Station und dem Wildforschungsgebietes Serrahn Mitarbeiter des Nationalparks und Jens Scharon – NABU Berlin Abfahrt: 8.00 Uhr ab NABU Geschäftsstelle, Rückkehr ca. 16.00 Uhr Preis: 35 €, für NABU-Mitglieder 30 €, Anmeldung erforderlich, Rucksackverpflegung mitbringen Kennwort: Moor

Melden Sie uns für den Raum Berlin Vorkommen von Mauerseglern, Sperlingen oder anderen Gebäudebrütern. Wenn Niststätten bekannt sind, kann im Zuge von Renovierungen/Sanierungen Ersatz geschaffen werden.

Leider gehen mit der Sanierung oft Nistplatze für Gebäudebrüter verloren. Naturschutz und Gebäudesanierung schließen sich jedoch nicht aus! Mit einfachen Mitteln und etwas Sachverstand können bei Fassadensanierungen oder Dachausbauten alte Brutplätze/ Schlafplätze gesichert und sogar neue geschaffen werden! Wir arbeiten mit den Naturschutzbehörden der Bezirksämter zusammen. Im Zweifelsfall begutachten wir auch Ihre „Fundstellen“! Meldungen an die NABU-Bezirksgruppe Steglitz-Tempelhof, Kontakt: Wolfgang Steffenhagen, Tel. 030/844 10 328, E-mail: wolfgangsteffenhagen@web.de oder Christina Baradari, Tel. 0174/ 928 00 88, E-mail: christina.baradari@berlin.de

Sonntag, 27.06.10 Besuch bei den Bienenfressern Wir besuchen Brutvorkommen des Bienenfressers im Raum Merseburg. A. Ryssel – NABU Sachsen-Anhalt und Jens Scharon - NABU Berlin. Abfahrt: 7.00 Uhr ab NABU Geschäftsstelle, Rückkehr ca. 20.00 Uhr Preis: 40 €, für NABU-Mitglieder 35 € Anmeldung erforderlich, Rucksackverpflegung mitbringen Kennwort: Bienenfresser

Der Natur auf der Spur... Natur- & Vogelkundliche Reisen 22.05.-06.06. Vansee/Ararat: Steinortolan, Wüstengimpel 06.06.-13.06. Oberes Vogtland: Wandern und Kultur 19.06.-26.06. Italien/Piemont: Flora der Westalpen 19.06.-26.06. Kroatien: Weltnaturerbe Plitvitzer Seen 19.06.-06.07. Türkei: Orchideen von Istanbul nach Trabzon 19.07.-25.07. Sachsen: Wölfe in der Lausitz 28.08.-12.09. Geier der Nordtürkei & Vogelzug am Bosporus 29.08.-06.09. Vogelzug bei Gibraltar

Reisen in kleinen Gruppen mit fachkundiger Leitung © N. Koch

(Ornithologen, Biologen, Ökologen und Naturführer)

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NABU-Adressenliste Landesgeschäftsstelle des NABU Berlin Wollankstr. 4 13187 Berlin Tel.: (030) 986 08 37-0 oder Tel.: (030) 9 86 41 07 Fax: (030) 986 70 51 E-Mail:lvberlin@nabu-berlin.de www.nabu-berlin.de Öffnungszeiten: Mo. - Do.: 9.00 - 17.00 Uhr Freitag: 9.00 - 15.00 Uhr Verkehrsanbindung: S-Bhf. Wollankstraße, S 1 und S 25, dann mit dem Bus 255 bis Wilhelm-Kuhr-Straße oder S-Bhf. Pankow, U 2, S 2 und S 8, dann mit dem Bus 255 bis Wilhelm-Kuhr-Straße Wildtierpflegestation Zum Forsthaus 7 12683 Berlin Tel.: (030) 54 71 28 92 Fax: (030) 54 71 28 93 E-Mail: wildtierpflege@nabu-berlin.de Storchenschmiede Linum NABU-Naturschutzzentrum Nauener Str. 54 16833 Linum Tel.: (03 39 22) 5 05 00 Fax: (03 39 22) 9 08 38 E-Mail: storchenschmiede@ nabu-berlin.de Öffnungszeiten: Ab 27.03.2010 bis Ende der Kranichrast im November: Di – Fr von 10 bis 16 Uhr, Sa, So und feiertags von 10 bis 18 Uhr Montags ist Ruhetag. Eintritt in die Storchenausstellung: 1,00 €, für Familien mit Kindern 1,50 €, für NABU-Mitglieder und Kinder unter 12 Jahre kostenlos.

Bezirksgruppen

Bezirksgruppe Friedrichshain-Kreuzberg Leitung: Jan Heyen Gruppentreffen ca. einmal im Monat, aktuelle Termine auf www.nabu-berlin.de oder zu erfragen bei Diana Gevers unter (030) 986 08 37-18, Schwerpunkte: Vogelschutz, Insektenhotels, Öffentlichkeitsarbeit. Bezirksgruppe Lichtenberg Leitung: Jens Scharon Treffen: Siehe Vorträge und Pflegeeinsätze in diesem Heft. Aktuelle Treffpunkte sind zu erfragen bei Jens Scharon unter: (030) 986 08 37-15. Schwerpunkte: Biotoppflege Biesenhorster Sand, Landschaftspark Herzberge. Bezirksgruppe Marzahn - Hellersdorf Leitung: Dr. Camillo Kitzmann Die Bezirksgruppen Marzahn und Hellersdorf treffen sich gemeinsam jeden 1. Montag eines Monats um 18.30 Uhr im Naturschutzzentrum, Schleipfuhl, Hermsdorfer Str. 11a Bezirksgruppe Pankow Leitung: Katrin Koch Die Bezirksgruppe trifft sich viermal im Jahr. Weitere Veranstaltungen siehe Exkursionsprogramm. Informationen: (030) 986 0837–0 oder 943 80011 Bezirksgruppe Reinickendorf Leitung: Dr. Hans-Jürgen Stork

Jeden 2. Montag im Monat um 17.00 Uhr im „Naturtreff Wittenau“ am Göschenpark, Oranienburger Str. 189. Bezirksgruppe Steglitz - Tempelhof Leitung: Wolfgang Steffenhagen Treffen finden jeden 1. Dienstag im Monat auf dem Südgelände Schöneberg um 19.00 Uhr statt. Rückfragen unter (030) 844 10328 oder 0179/ 914 9266, E-mail: wolfgangsteffenhagen@web.de, Schwerpunkte: Ansiedlung von Mauerseglern, Öffentlichkeitsarbeit, Junior-Ranger-Gruppe in Marienfelde.

NABU-Adressliste | Natur in Berlin Fachgruppe Hymenopterenschutz Leitung: Dr. Melanie von Orlow Kontakt: Tel.: 0163/ 685 95 96 Die AG Hymenopterenschutz berät bei der Aufnahme von Hummel- und Hornissennestern, Umsiedlungen und bietet Führungen und Vorträge (z.B. für Kitas, Schulen, Kleingartenvereine) an. Fachgruppe Igelschutz Leitung: Kurt Volkmann Zusammenkünfte nach Bedarf, Termine erfragen unter (030) 657 18 34

Bezirksgruppe Treptow - Köpenick Leitung: Antje Stavorinus Treffpunkt im Haus der Natur und Umwelt im FEZ in der Wuhlheide. Aktuelle Termine bitte bei Otto Bardella unter (030) 651 2076 erfragen. Schwerpunkte: Krötenzaunaktionen, Erhalt der Naturdenkmäler.

Fachgruppe Naturgarten Leitung: Karla Paliege, Kontakt: (030) 986 08 37-13 In den Wintermonaten trifft sich die Gruppe in der NABU-Geschäftsstelle, Wollankstr. 4, 13187 Berlin, in den Sommermonaten außerhalb der Geschäftsstelle

AG Vogelschutzreservat Flughafensee Tegel Leitung: Frank Sieste Zusammenkünfte nach den monatlichen Biotoppflegeeinsätzen in der Blockhütte am Eingang zum Reservat. Rückfragen bei Frank Sieste, Tel.: (030) 498 74900

Fachgruppe Ornithologie Leitung: Dr. Klaus Witt Treffen ab Oktober 2010 in den Räumen der NABU Geschäftsstelle, Wollankstr. 4, 13187 Berlin.

Bezirksgruppe Zehlendorf Leitung: Walter Handwerk Jeden 1. Dienstag im Monat um 19.30 Uhr im Martin-Niemöller-Haus, Pacelliallee 61, 14195 Berlin, Informationen: Tel.: (030) 805 81444

Fachgruppen

BOA Berliner ornithologische Arbeitsgemeinschaft e. V. Leitung: Dr. Jörg Böhner Jeden 3. Mittwoch in den ungeraden Monaten um 19.00 Uhr im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, linker Nebeneingang Fachgruppe Botanik Leitung: Dr. Gunter Klemm Jeden 3. Montag eines jeden Monats jeweils um 19.00 Uhr in den Räumen der NABU Geschäftsstelle, Wollankstr. 4, 13187 Berlin Fachgruppe Entomologie Berlin Leitung: Thomas Ziska Gemeinsamer Treffpunkt mit der Entomologischen Gesellschaft ORION ist an jedem 2. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, linker Nebeneingang, Hörsaal 201. Treffpunkt der FG in Lichtenberg ist an jedem 3. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr, Klubraum 2 in der Sporthalle am AntonSaefkow-Platz. www.entomologie-berlin. de, Thomas Ziska (030) 655 38 93 (ziska@ entomologie-berlin.de) oder Uwe Heinig, Tel./Fax: (030) 640 933 75, (uweheinig@t-online.de)

Fachgruppe Säugetierschutz Leitung: Tobias Teige, Kontakt unter: 0179/ 527 5860

NAJU und Hochschulgruppe NAJU (Naturschutzjugend) Leitung: Kristian Klöckner Treffen im Naturgarten an der Bösebrücke, S-Bhf Bornholmer Straße, siehe Veranstaltungsprogramm (Pflegeeinsätze) Kontakt: Tel. 0157/ 721 557 49 E-mail: naju@nabu-berlin.de NABU Hochschulgruppe Leitung: Alexandra Matschke Tel. 0151/ 170 812 20 E-Mail: hochschulgruppe@nabu-berlin.de Treffen im Naturgarten an der Bösebrücke, S-Bhf Bornholmer Straße, siehe Veranstaltungsprogramm (Pflegeeinsätze)

Kindergruppen Nähere Infos über die Kindergruppen erhalten Sie in der Geschäftsstelle Tel.: (030) 986 08 37-0 Schauen Sie auch auf unsere Internetseite. Kindergruppe Reinickendorf Leitung: Bozena Madela Wir treffen uns Dienstags, alle 14 Tage um 16.00 Uhr im Göschenpark Infos unter: Tel.: (030) 404 05 28

Fachgruppe Feldherpetologie Leitung: Jens Scharon Jeden 1. Dienstag in geraden Monaten, siehe Veranstaltungsprogramm

Kindergruppe Schöneberg Leitung: Karin Reichel Wir treffen uns Freitags, alle 14 Tage um 15.30 Uhr in der Friedenauer Ruppin Grundschule, Offenbacherstraße 5 a Infos unter: Tel.: (030) 825 8978, E-Mail: kindergruppe-schoeneberg@nabu-berlin.de

Arbeitsgruppe Greifvogelschutz Berlin-Bernau Leitung: Rainer Altenkamp Jeden 2. Donnerstag im Monat (außer Mai und Juni) um 19.00 im Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, linker Nebeneingang.

Kindergruppe Steglitz Leitung: Claudia Terasa Die Kindergruppe trifft sich im Freilandlabor Steglitz, Gärtnerstr. 14-16, 12207 Berlin, E-Mail: kindergruppe-steglitz@ nabu-berlin.de 13


Thema | Was passiert mit Tegel, Tempelhof und BBI?

(Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz) eine Überarbeitung der Planungsunterlagen gefordert. Nun ist der Planfeststellungsbeschluss zur Schienenanbindung (Ost) besiegelt. Die DB Netz AG als Vorhabenträgerin ist seit dem 19.02.10 berechtigt, mit den Bauarbeiten zu beginnen, d. h. mit der Zerschneidung von 21 ha Schutz- und Erholungswald. Verinselung und Verlärmung des siedlungsnahen Erholungsraums im gesamten Waldbereich südlich von Bohnsdorf ist nun Realität.

BBI in Turbulenzen von Carmen Baden Das neue Drehkreuz für die deutsche Luftfahrt und Berlins alleiniges Tor zur Welt ist eine Geschichte geplatzter Termine, gestiegener Kosten und einer Diskussion über die Eignung des Standortes. Nach Frank Weskop ist sie sogar vergleichbar mit einem „neuen Berliner Bankenskandal“. (s. u.)

Gerade 7 Tage Zeit hatte die BLN, den Planfeststellungsbeschluss zu prüfen, eine Woche später wurde schon mit den Rodungen begonnen. Versuche beim Vorhabensträger eine längere Zeit für die Prüfung zu erwirken, wurden abgelehnt. Auch wenn der neue Planfeststellungsbescheid die eingereichten Einwände fast vollständig aufgenommen hat und Kompensationsmaßnahmen durchgeführt werden sollen, bleibt das Bauvorhaben eine Entscheidung gegen den Naturschutz.

Frank Welskop analysiert das Crashszenario eines hoch verschuldeten „Luxusflughafens für Billigairlines“. BBI – ein neuer Berliner Bankenskandal? Kai Homilius Verlag, € 19,90

Höchst umstritten ist die östliche Schienenanbindung an den Flughafen BBI. Der NABU hatte bereits 2007 gemeinsam mit anderen Verbänden der BLN

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In der Argumentation der Streckenbefürworter wird eine verkürzte Reisezeit hervorgehoben. Errechnen lässt sich diese jedoch nur mit Wahrscheinlichkeitsklauseln, denn eine quantitative Darstellung über Fahrgastzahlen und Fahrzeitverkürzungen fehlt bislang. Eine ins Verhältnis gesetzte Abwägung der in Anspruch genommenen Schutzgüter wird damit zur Spekulation. Doch der Zug ist schon abgefahren! Man darf in diesen Tagen gespannt sein und hoffen, dass möglicherweise zehn

Minuten Fahrzeitgewinn nicht mit 43 besonders, 24 streng geschützten Arten sowie Waldbiotopen verrechnet werden. Eine Weichenstellung in Richtung Artensterben ist damit schon vorgenommen! Mehr Informationen auch unter: www.bln-berlin.de


Impressum

Perspektiven | Natur in Berlin

Herausgeber NABU Berlin e.V., Wollankstraße 4, 13187 Berlin Torsten Hauschild: 1. Vorsitzender Rainer Altenkamp: 2. Vorsitzender Anja Sorges: Geschäftsführerin (V.i.S.d.P.) Redaktion & Layout Carmen Baden (cb) Redaktionelle Beiträge Diana Gevers, Anja Sorges, Rainer Altenkamp, Gertrudis Kinscher, Wolfgang Steffenhagen, Frank Sieste, Dr. Melanie von Orlow, Jens Scharon, Carmen Baden

Singles

Anzeigendaten NABU Berlin e.V., Wollankstraße 4, 13187 Berlin,

von Dr. Melanie von Orlow

Tel.: (030) 9860837-18, cbaden@nabu-berlin.de Mediataten 2010 unter: www.nabu-berlin.de Titel

Auch auf den Flugfeldern von Tegel und Tempelhof finden sich Frühlingsboten. Solitäre Bienen und Wespen haben hier noch uneingeschränkte Flugerlaubnis. Charakterisch für die typischen Offenlandbewohner sind kleine Löcher zwischen Pflastersteinen oder kleine Sandhäufchen an Rasenkahlstellen. Es muss aber nicht immer ein Rollfeld sein - ein sonniger Balkon reicht schon aus, um die friedfertigen Tiere anzulocken. Das Besondere: Viele Arten sind gar nicht in der Lage, mit ihrem Stachel die menschliche Haut zu durchdringen. Das macht sie zu einem idealen Anschauungsobjekt für Kinder.

Die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) besiedelt jeden nur denkbaren Bohrgang mit etwa 5 mm Durchmesser.

Im Gegensatz zu... ...Honigbienen, Hummeln oder der Gemeinen Wespe sind sie solitär, d. h. sie leben „einzeln“. Für ihren Singlehaushalt legt das Weibchen selbst einen Nistplatz an (oft im Boden, aber auch in Lehmwänden, in Bohrlöchern im Holz oder Stein, Schilfstängeln usw.), verproviantiert diesen und verschließt ihn nach der Eiablage, um die Brut dann einfach sich selbst zu überlassen. Meist zeigen sich die Nachkommen erst im nächsten Jahr. Zwar leben diese Weibchen oft nur wenige Wochen, doch da die Arten zeitlich versetzt erscheinen und wieder verschwinden, kann man den ganzen Sommer über den An- und Abflugverkehr an diesen Nisthilfen beobachten. Nicht nur für Biologen ist die hohe An-

Diese Schwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) ist eine hummelgroße Solitärbiene, die mit ihren bläulich schimmernden, dunklen Flügeln und dem schnellen Flug entlang von Glycinen (gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler) sehr auffällt. Dieser Neubürger kam früher nur in den Wärmeinseln am Kaiserstuhl vor; jetzt aber erobert sie im Zuge der Klimaerwärmung ganz Deutschland.

Königslibelle (Anax imperator)

Foto: Dr. Klaus-Peter Grosz

Erscheinungsweise vierteljährlich nächster Redaktionsschluß: 1. Juni 2010 Papier

zahl parasitärer Arten interessant, die man fast zwangsläufig nebenbei mit beobachten kann. Wenn solitäre Bienen und Wespen auch lieber Singlehaushalte führen, bekommen sie doch häufig unerwünschte Gesellschaft: parasitäre Fliegen, Schlupfwespen oder andere Bienenarten, die ihre Eier noch während des Nestbaus einschmuggeln und so keine eigenen Nester mit Pollenvorräten anlegen müssen. Es gibt auch eine große Zahl solitärer Wespenarten, die sich in der Lebensweise von den Bienen im Wesentlichen nur in der Verproviantierung ihrer Brutnester unterscheiden. Sie tragen mittels Stich gelähmte Raupen und andere Insekten oder Spinnen ein, von denen sich die Brut dann ernähren kann. Da solitäre Bienen und Wespen in der Regel kein Problem mit enger Nachbarschaft haben, bilden sie sogar regelrechte Brutkolonien, was zu Irrtümern führt.

100% Recycling Auflage & Druck 12.000, Brandenburgische Universitätsdruckerei und Verlagsgesellschaft Potsdam mbH Bildnachweis S.2: Sonnenhut: vonnypony / photocase.com, Schild: AndreasF. / photocase.com, Heuschrecke: Juttaschnecke / photocase.com auch S.7 unten, Mehlschwalben und Storch: Monika Strukow-Hamel (auch S. 11, 13), S.4: Harald Wolf: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, S.5: Kanal: NABU Strohdehne_9497, S.6: Apatura ilia, Foto: Heiko Blaeser: Niederlausitz, Brandenburg, Germany (Sept. 2005) ‚‘Lizenz: {{GFDL}} [), S.7: Rostbinde und Gleißklee-Bläuling: imagebroker / Okapia, S.8: Feldlerche: NABU Matthias_Schf_0, S.9: Moorfrosch: Monika Strukow-Hamel, S.11: (Montage oben) Foto: Tania Reh und Masahiro Suzuki - Photomontage: Tania Reh, Apfelernte: Jens Scharon, Apfel: fult / photocase. com, S.12: Mauersegler: Lothar Fischer, Hibiskus:

Nicht zu verwechseln Viele halten diese Kolonien für „Erdwespen“ und damit für eine Gefahr. Allerdings sind alle Solitärbienenarten gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt – die Vernichtung ihrer Brutstätten ist nicht nur unnötig, sondern auch verboten. Die „lästigen“ Sandhäufchen verschwinden nach wenigen Wochen wie von Zauberhand, denn die Tiere verschließen den Nesteingang am Ende selber wieder. Ganz sorgfältig.

riko.roos / photocase.com, S.15: Schwarze Holzbiene u. Rote Mauerbiene: Dr. Melanie von Orlow, S.16: Helga Wagner: Dr. Hans-Jürgen Stork, S. 17: Lothar Gelbicke: Wolfgang Steffenhagen, S.17: (alle) Julia Jahnke. Hinweise der Redaktion Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion hält sich Kürzungen und Bearbeitung von Beiträgen vor. Der NABU Berlin haftet nicht für unverlangt eingesandte Beiträge. Das Magazin und alle in ihr enthaltenden Beiträge sind urheber-

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Perspektiven | Natur in Berlin

Natur aufs Rollfeld! Wie geht es weiter am Flughafensee und am Flughafen Tegel? Die Arbeitsgemeinschaft (AG) Flughafensee im NABU Berlin ist seit Jahren in dem Vogelschutzreservat aktiv, das an den Flughafen Tegel grenzt. Bedenken, Anregungen und Zukunftspläne von Frank Sieste.

der Großstadt, mit dem Fernsehturm als Landmarke, genossen werden. Dafür darf das Panorama nicht durch eine Bebauung der Sichtachsen zerstört werden. Gerade der Weitläufigkeit, verbunden mit einem geringen Versiegelungsgrad, ist es zu verdanken, dass das Gelände eine wichtige Frischluftschneise und ein Grundwasseranreicherungsgebiet bildet.

Herzlichen Glückwunsch!

Zwei Ereignisse bestimmen zukünftig die Arbeit der AG Flughafensee: Erstens die Ausweisung des derzeitigen Vogelschutzreservates als Naturschutzgebiet und zweitens die Schließung des bisherigen Flughafens Tegel. Beide Ereignisse werfen seit Jahren ihre Schatten voraus. Neben der Biotoppflege, der Öffentlichkeitsarbeit und der Instandhaltung der Infrastruktur des Vogelschutzreservates waren Mitglieder der AG immer wieder mit Bestandserfassungen beschäftigt. So wurden erstmalig fast alle Organismusgruppen auf dem Reservatsgelände untersucht. Dabei wurden viele, zum Teil überraschende Untersuchungsergebnisse erbracht, die derzeit noch ausgewertet werden.

Die botanische Nachbarschaft Seit 2008 wurden auch der Flughafen Tegel und angrenzende Gebiete flächendeckend erforscht. Bei den Untersuchungen erwies sich immer wieder die Bedeutung des derzeitigen Vogelschutzreservates. Es ist der strukturreichste und somit auch der artenreichste Bereich des Untersuchungsgebiets. Auch große Bereiche des Flughafens bilden enorm wertvolle Flächen. Das belegen vorangegangene Biotopkartierungen und Luftbildauswertungen. Vor allem die Flächen im westlichen und nördlichen Areal des derzeitigen Flughafens sind bedeutend (vgl. Karte S. 6). 16

Das Vogelschutzreservat, die aus Sicht des Naturschutzes wertvollen Flächen der Bundesnetzagentur und die naturschutzrelevanten Bereiche auf dem Flughafengelände liegen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Sie bieten sich für eine komplette Unterschutzstellung als Kernzone eines zukünftigen Naturschutzgebiets (NSG) - der Tegeler Heide - geradezu an. Diese Kernzone sollte in Zukunft nur mit einer verträglichen Nutzung versehen werden. Jedoch befürwortet die AG Flughafensee eine intensive Pflege dieses Gebietes, um den Offenlandcharakter und damit die Artenvielfalt zu erhalten. Aus Kostengründen schlagen wir eine Beweidung mit unterschiedlichen Tierarten vor. Eine Mahd allein wäre bei der Größe des Gebietes nicht ausreichend. Da es auch auf dem übrigen Gelände naturschutzfachlich interessante Flächen gibt, sollte hier der Status des Landschaftsschutzgebiets bzw. des Naturdenkmals geschaffen werden.

Am 3. April 2010 wurde Helga Wagner 90 Jahre alt. Frau Wagner war Mitglied im Vorstand des DBV LV Berlin und hat mit Sorgfalt die kleine Kasse betreut. Ihr Engagement in der AG Flughafensee hat sie auch fortgeführt, als aus dem DBV der NABU wurde. Bei so manchem Pflegeeinsatz war sie dabei, auch wenn sie in den letzten Jahren nur noch „Aufsicht führen“ konnte.

Freizeitdruck lenken Wichtig für ein Gelingen dieses, in seiner Dimension für Berlin einzigartigen Naturschutzprojektes ist eine intelligente Besucherlenkung. Große Weidetiere vor dem Hintergrund des ehemaligen Towers und Flughafengebäudes zu erleben, sollte sich bei der Bevölkerung schnell zu einem beliebten Ausflugsmotiv entwickeln. Durch die Weite des Geländes kann zugleich die Silhouette

Oben links: Flachwasserzone und Hauptbrutgebiet im Vogelschutzreservat. Oben: Untersuchung mit dem Botanischen Verein und Herrn Machatzi. Unten: Flughafensee (Fotos: Frank Sieste)

Wir empfehlen, den Besuchern auch das Kerngebiet des zukünftigen NSG (in Form eines Hochstandes oder einer Beobachtungsplattform) erlebbar zu machen. Das Naturerlebnis für interessierte Bürger zu gewährleisten, hat sich schon bei der Konzeption für das Vogelschutzreservat bewährt. Die Übertragung des Modells auf das zukünftige NSG würde auch die Akzeptanz bei der Bevölkerung erhöhen.


Perspektiven | Natur in Berlin

Wasserdrachen unter sich von Jens Scharon

Kaum sind die Ränder und ersten Bereiche kleiner Gewässer aufgetaut, kann man ihn mit etwas Glück in flachen Uferabschnitten beobachten, den Teichmolch – Lurch des Jahres 2010. Der schlanke Körper mit dem auffallend langen Schwanz verrät, dass es sich um einen Schwanzlurch handelt. Im Gegensatz zu den Froschlurchen verzichten sie auf arttypische Lautäußerungen während der Laichzeit. Teichmolche haben eine andere Paarungsstrategie: In den ersten warmen und feuchten Nächten machen sich die Lurche von ihren mitunter mehrere hundert Meter entfernten Winterquartieren auf den Weg in das Laichgewässer. An Land sehen sich Weibchen und Männchen recht ähnlich - unscheinbar bräunlich, das Männchen mit dunklen Flecken gefärbt.

Knall orange und bläulich Doch bereits auf dem Weg zum Laichgewässer und vor allem später im Wasser bilden die Männchen ihre prächtige „Wassertracht“ aus. Diese besteht aus einem gezackten Rückenkamm, der hinter dem Kopf beginnend über den gesamten Rücken verläuft, um dann in den Schwanzflossensaum überzugehen. Besonders markant sind die kräftigen orange und bläulich gefärbten Streifen am unteren Schwanzsaum sowie Streifen an den Kopfseiten. Die Weibchen sind auch während ihrer „Wassertracht“ deutlich schlichter gefärbt. Unverwechselbar ist die Bauchzeichnung des Teichmolchs: Auffallend ist

die orange Bauchmitte, die von helleren Bändern eingefasst wird. Die Bauchseite ist beim Männchen mit deutlich größeren dunklen Flecken überzogen, die beim Weibchen entsprechend kleiner sind. Durch Schwimmbewegungen beginnt das zum „Wasserdrachen“ verwandelte Männchen, die Aufmerksamkeit des Weibchens zu erregen.

Ein interessantes und vielfältige Paarungsritual ... ...kann beginnen. Durch vibrierende Schwanzbewegungen gelangen Duftstoffe zum Weibchen. War das Werben erfolgreich, dann berührt nach der beeindruckenden Balz beider Geschlechter das Weibchen den Schwanz des Männchens, was diesen zum Absetzen der Spermatophore animiert. Diese nimmt das Weibchen mit der Kloake auf und kurze Zeit später beginnt die Eiablage. Die Eier werden einzeln in Wasserpflanzenblätter eingefaltet. Temperaturabhängig schlüpfen nach ca. 14 Tagen die 10 mm großen Larven, die im Gegensatz zu den Larven der Froschlurche an ihrer hellen Färbung und vor allem den äußeren Kiemen zu erkennen sind. Beginnend im Sommer bis in den Spätherbst hinein verlassen die herangewachsenen und von der Kiemen- zur Lungenatmung übergegangenen Jungtiere das Gewässer und suchen gemeinsam mit den meist früher das Laichgewässer verlassenden Altmolchen die Winterquartiere auf. In den folgenden Jahren wachsen die Jungtiere bis auf eine Länge von ca. 11 cm heran und beteiligen sich nach 2 bis 3 Jahren an

der Fortpflanzung, wenn sie nicht schon vorher einem Fressfeind oder anderen Gefahren, wie dem Straßenverkehr, zum Opfer gefallen sind. Der Teichmolch gehört zu den häufigsten und verbreitetsten Lurcharten, auch in Berlin. Er besiedelt vor allem Kleingewässer und langsam fließende Gräben. Natürlich ist die Art auch auf den Flächen des Vogelschutzeservats am Flughafensee zu finden. Wichtig für eine Ansiedlung sind das Vorhandensein von Wasserpflanzen zur Eiablage, geeignete nahrungsreiche Sommerlebensräume und Winterquartiere in der näheren Umgebung. Häufig werden Gartenteiche besiedelt, vor allem fischfreie. Das Aussetzen von Fischen in ansonsten fischfreien Kleingewässern und der Verlust von Kleingewässern sind die wichtigsten Gefährdungsfaktoren. Um unseren Kenntnisstand über den Teichmolch in Berlin zu verbessern, bitten wir alle Interessenten, dem NABU Berlin Vorkommen, vor allem auch in unzugänglichen Gewässern auf privaten Grundstücken, mitzuteilen. Kontakt: NABU Berlin: 030/ 986 0837 0

oben rechts: Männchen. Quelle: imagebroker / Okapia unten: Männchen, Foto: Klaus-Detlef Kühnel.

Niemals verzählt

von Wolfgang Steffenhagen

Wird gezählt, dann ist er dabei! Seit 1989/1990 ist der vielseitige Lothar Gelbicke Mitglied der NABU-Bezirksgruppe Steglitz/Tempelhof sowie der Berliner Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft (BOA). Zu seinen ornithologischen Aufgaben gehört u.a. die Wasservogelzählung am Seddinsee, an der Dahme sowie an diversen Teichen im Bezirk Tempelhof. Wenn er nicht gerade mit seinem Wohnmobil tourt oder am Nordpol frühstückt, ist Lothar auch im Freizeitpark Ma-

rienfelde anzutreffen, wo er sich um die Brutkartierungen kümmert. Schon in den Jahren 2001 bis 2005, als der Park geschlossen war, hatte er eine Sondergenehmigung, ihn zur Brutkartierung zu betreten. Auch bei den Wintervogelzählungen, wie auf dem Friedhof am Thunerplatz (Parkfriedhof) und der Rodelbahn in Lichterfelde, ist Lothar dabei. Wer mit Lothar einmal zählen gehen, seine Führungen mitmachen oder Vorträgen lauschen möchte, schaut in das Veranstaltungsprogramm (ab S. 9). 17


Spektrum | Natur in Berlin

Wann kommt das Netzwerk für die Natur?

Großstadtperspektiven Vertikale Ansichten

von Gertrudis Kinscher Im Internationalen Jahr der Biodiversität Verbindungen pflegen. Der moderne Mensch ist vernetzt, neue Medien bieten Kommunikation (fast) ohne Grenzen, nahezu jeder besiedelte Ort ist erreichbar. Dass Vernetzung auch in der Natur eine große Rolle spielt, ist jedoch nur wenigen Menschen bewusst. Der Nutzungsdruck auf die Landschaft ist groß. Straßen- und Siedlungen zerschneiden die Lebensräume landlebender Tiere und Pflanzen, Schleusen und Wehre verhindern die Wanderung von Fischen. Ist der Kontakt zwischen verschiedenen Populationen einer Art unterbrochen, können genetische Verarmung und steigendes Aussterberisiko folgen. Ausreichend große Kernlebensräume mit Verbindung zu benachbarten Lebensräumen sind also Voraussetzung für Artenvielfalt! 2002 wurde daher die Schaffung eines Biotopverbundes auf mindestens 10 Prozent der Landesfläche im Bundesnaturschutzgesetz festgesetzt. Das Berliner Konzept für diesen Verbund wurde Ende 2009 vorgestellt: Breite Grünzüge an Bahntrassen und Gewässern unter Einbeziehung von Brachen und Wäldern sollen 34 Zielarten natürliche Korridore von der Peripherie bis ins Stadtinnere bieten. Feldhase und Biber gehören zu den bekanntesten dieser Zielarten, die stellvertretend für ihre verschiedenen Lebensräume stehen.

Zielart Feldhase, Foto: Jens Scharon 18

Doch entgegen der Verpflichtung in der Berliner Erklärung zum Countdown 2010 ist die zügige Einbindung des Biotopverbundes in das Berliner Landschaftsprogramm und damit dessen behördenverbindliche Festsetzung nach Informationen des NABU nicht in Sicht. Solange kein novelliertes Landschaftsprogramm vorliegt, werden auf Flächen, die für einen funktionierenden Biotopverbund unerlässlich sind, weithin naturunverträgliche Nutzungen ohne notwendige Auflagen genehmigt. Jüngst geschehen etwa an der Erpemündung in Köpenick, wo ein Investor ein Wassergrundstück und wichtiges Teilstück im Biotopverbund für den Biber kaufte, um dort Wohnhäuser zu bauen (vgl. Aktuelles S. 5).

Rote Ampel für Berlin Die Stadt Berlin verfügt über eine wertvolle Naturausstattung. Lebensräume wie Gewässer, Moore, Wälder und die typischen Sanddünen sind zu schützen, zu entwickeln und mit der Brandenburger Natur zu vernetzen. Mangels einer eigenen Länderstrategie zum Schutz der Biodiversität, welche in Bundesländern wie Bayern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bereits erarbeitet wurde, schneidet Berlin jedoch im Ländervergleich schlecht ab. Bereits 1993 hat die Bundesrepublik Deutschland das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt ratifiziert, im Jahr 2001 beschlossen die Regierungschefs der EU in Göteborg das so genannte 2010 - Ziel. In diesem Jahr gilt es also, Bilanz zu ziehen und einige Bundesländer werden dies auch tun. In Berlin dagegen will man im April 2010 das Konzept einer eigenen, später vom Abgeordnetenhaus zu beschließenden Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt erstmals öffentlich vorstellen. Fazit: Zu einem Zeitpunkt, an dem Ergebnisse gefordert sind, ist man hier über die Entwurfsphase noch nicht hinaus.

Grüne Wand von Patrick Blanc, Fondation Cartier, 1991- 1994, Foto: Rory Hyde, C.C.SA 2.0

Patrick Blanc ist Frankreichs berühmtester Gartenkünstler. Er setzte den Garten in die Vertikale. Endlich wurden Pflanzen damit von ihrem Status des „netten Begleitgrüns“ enthoben. Der ehemalige Wissenschaftler des CNRS (Centre national de la recherche scientifique) ließ sich von tropischen Wäldern zu seiner Idee inspirieren. Er entwickelte ein einfaches, jedoch effektives System senkrechte Wände zu bepflanzen und in grüne Oasen zu verwandeln. Das Geheimnis?

Pflanzenwand von Patrick Blanc in Avignon, Foto: Suberbus, C.C.- SA 3.0

Eigentlich ist es nicht mehr als ein fixierter Wischlappen auf einem Kunststoffbrett, an dessen Kopfende ein durchlöchertes Rohr sitzt. Viel wichtiger für den Erfolg der städischen Begrünung sind die Auswahl der Pflanzen, Lage, Sonneneinstrahlung und Klimaanpassung. Patrick Blanc gibt den Gärten ein Gesicht, ein Buch und eine Website (www.murvegetalpatrickblanc.com). (cb)

Vertikale Gärten. Die Natur in der Stadt. Patrick Blanc. Ulmer, 2009, 192 S., € 59,90


Spektrum - Begegnen | Natur in Berlin

Mission Substainability gegen Versiegelung

Samen, Mutterboden und Tonpulver). Andere Initiativen setzen auf breitere und legale Aktionen, Webpräsenz und den wissenschaftlichen Austausch über „vernetzte Balkonbiotope“.

von Carmen Baden

Subversives mit Rote Beete

Ist es nicht ein erhebendes Gefühl, selbst angebaute Bohnen zu essen oder auf das Durchbrechen zarter Keimlinge und Knospen herab- bzw. heraufzublicken? Das Gartenjahr in der Stadt zu erleben? „Wir sind so gerne in der Natur, weil diese keine Meinung über uns hat“, vermutete Friedrich Nietzsche. Das mag auch heute noch stimmen, gerade deshalb, da Natur mittlerweile zum Medium aufgestiegen ist. Denn Gärtnern ist längst zum politischen Statement geworden. Gärtnern ist en vogue. Sei es das plakative Gemüsebeet der Obamas, das bürgerlichpopuläre „doing gardening“ in Großbritannien oder die wiederentdeckte urbane Landwirtschaft aus schlichter Begeisterung oder notwendiger Versorgungsstütze heraus.

Ehem. „Rosa Rose Garten“ in Friedrichshain.

Kinderbeet in Friedrichshain.

Gartenpiraten Berlin So ähnlich sehen das auch die Gartenpiraten aus Friedrichshain, die sich in das globale Phänomen des urbanen Gärtnerns in New York, London und längst auch Berlin eingliedern. Nach dem Vorbild des „Guerilla Gardening“ erwuchsen in der jüngsten Vergangenheit nicht nur die „Gartenpiraten Berlin“. Die Initiative „Lecker Gemeinschaftsgärten - wir wollen den grünen Großstadtdschungel!“ entsprang aus der unabhängigen studentischen Hochschulgruppe grüneUni (www.gemeinschaftsdachgaerten.de). Online-Communities und Plattformen, wie www.mundraub.org, urbanacker. net, wikiwoods.org - die u. a. beim Bäumepflanzen anleiten, sind nur einige der virtuellen Keimlinge, die sich dem lokalen Kampf gegen den Klimawandel stellen. Die „Mission Subtainability“ findet bei den einen im Schutz der Dunkelheit statt: Gartenpiraten schleichen im Verborgenen mit Spaten und Schaufeln, Gießkannen und Saatgut auf Seitenstreifen, Verkehrsinseln, Baumscheiben oder machen sich über leerstehende Blumenkästen her. Zum Zweck der „illegalen Kultivierung von Land, das anderen gehört“ (Richard Reynolds), fallen auch „Saatbomben“ (bestehend aus

Flott mit dem Spaten an der Kastanienallee (Prenzlauer Berg).

Allen Aktionisten ist eines gemeinsam: Der Akt des Säuberns, Jätens und Pflanzens stellt mehr dar als die Beseitigung von Schutt, Hundekot oder Sperrmüll auf verdreckten öffentlichen Flächen. Es ist eine konstruktive Kritik an der modernen urbanen Gesellschaft, die ihrer ökologischen Verantwortung entfremdet ist und sich bereits mit sterilen DesignGrünflächen zufrieden gibt. Dabei stehen die Pflanzaktionen mit Lorbeer, Roter Beete oder Lavendel im Einklang mit einer aktuellen ökologischen Sehnsucht: Immer mehr Familien mit Kindern bewerben sich um einen Schrebergarten, interkulturelle und Gemeinschaftsgärten in Berlin haben großen Zulauf. Der Garten wird als emotionale Stütze empfunden. Mit Guerilla Gardening wird jedoch die einst konservativ-bürgerliche Gärtnerleidenschaft in ein neues Licht gesetzt. Denn die Botschaft ist einfach: Die Städte sollen schöner, grüner und lebenswerter werden. Ein simples Ziel, das auch dem Naturschutz gefällt. Schließlich gilt Berlin als „die Stadt mit der größten Artenvielfalt in Deutschland“. In Zukunft wird die Anzahl von Menschen, die ihre ersten Kontakte mit der Natur in städtischen Regionen und Ballungsgebieten erleben, weiter zunehmen. Dann sollten unsere Kinder zumindest über mehr als nur über Saatbomben stolpern können.

Spendenaufruf der NAJU! Nachtaktion in der Eckertstraße (Friedrichshain). Baumschutz ist nicht gleich Baumschutz. Was man den Bäumen besser nicht auf die Füße wirft, was erlaubt ist, was schadet und noch mehr, finden Sie in der NABU Berlin Broschüre unter: http://berlin.nabu.de/themen/baumschutz/ Mehr zu den Gartenpiraten Berlin Friedrichshain unter www.gruenewelle.org. New York, Tokio oder Osnabrück: international agierende Guerillia Gardening Aktionen unter: www.guerrillagardening.org Guerilla Gardening. Ein botanisches Manifest von Richard Reynolds, Freiburg, Orange Press 2009, 269 S., € 18,60

Im Rahmen der Kampagne „Wildes Land Deutschland“ der Naturschutzjugend (NAJU) im NABU sollen 111 Alleenbäume gepflanzt werden. Mit der Kampagne setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene aktiv für den Schutz von Fledermäusen, alten Bäumen und Alleen ein. Die Kampagne endet mit der Batnight, am letzten Wochenende im August. Bis dahin ist Zeit, die Aktion zu unterstützen. Auch kleinste Geldbeträge sind willkommen. Hier geht‘s direkt zum Spendenportal: http://www.helpedia.de/spenden-aktionen/baumpflanzaktion oder www.wild-will-dich.de

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Natur in Berlin, Ausgabe 2/2010  

Natur in Berlin_ Heft 2/2010

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