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kulturmarken 2011

Jahrbuch f端r Kulturmarketing und Kultursponsoring

causales kultur marken


KULTURMARKEN JAHRBUCH 2011


Zwischen Kommerz und Innovation: Kulturmarken und Markenkultur Liebe Leser und Leserinnen, nachdem Kulturanbieter und Wirtschaftsunternehmen in den letzten Jahren überdurchschnittlich oft mit den Schlagworten „Depression“ und „Rotstift“ konfrontiert waren, finden aktuelle Umfragen andere Worte. „Erholung“ und „vorsichtiger Optimismus“ spiegeln die gegenwärtige Geschäftslage und die Erwartungen für das Jahr 2011. Eine neue, chancenreiche Zeit bricht an. Innovative Kooperationen zwischen Kultur und Wirtschaft haben bereits gezeigt, was möglich ist. Die Kulturhauptstadt RUHR.2010 als unverwechselbare Marke hat es geschafft, Wirtschaftsunternehmen wie Haniel, RWE, die Deutsche Bahn und Air Berlin als Investoren zu binden und in enger Zusammenarbeit bis Ende des Jahres 2010 mehr als 5.000 Kulturevents zu realisieren. Eine ganze Region befindet sich im Umbruch: Das einstige „Kohle- und Stahl-Image“ weicht dem eines lebenswerten und bunten Kulturraumes. Nur wie überzeugen Kulturanbieter potentielle Sponsoren und Investoren? Erfolgreich sind diejenigen Kulturanbieter, welche sich über individuelle Marketingkonzepte als unverwechselbare Marke positionieren. Die Kommunikation nach dem Markenprinzip ermöglicht diesen Kulturanbietern innerhalb eines immer stärker werdenden Wettbewerbes eine höhere Ökonomie der Aufmerksamkeit in klar definierten Zielgruppen. Davon profitieren auch Sponsoren und Investoren. Wie unlängst am Beispiel der Stadt Bonn bewiesen wurde, zeigt sich der Mehrwert der Investitionen auch in der Umwegrentabilität. Eine im Juni veröffentlichte Studie belegte „Jeder Euro, den die Stadt Bonn in das Beethovenfest investiert hat, fließt vierfach in die Region Bonn/Rhein-Sieg zurück.“ Diese Mehreinnahmen kurbeln den Konsum an und stärken den Standort. Die so genannten weichen Standortfaktoren wie Identität, Lebensqualität und kulturelle Bildung schaffen eine zufriedene Bevölkerung, gebildete Arbeitskräfte und potenzielle Konsumenten. Fazit: Kulturanbieter und Wirtschaftsunternehmen profitieren von einer Zusammenarbeit und stiften über gemeinsame Projekte auch einen gesellschaftlichen Nutzen. Es gilt, die Kooperationspotenziale auszuschöpfen und neue Formen der Vernetzung zu erproben, um eine der weltweit dichtesten Kulturlandschaften durch konsequente Weiterentwicklung zu stärken. Die siebte Ausgabe des Jahrbuches Kulturmarken haben wir in Fachbeiträgen und Interviews besonders den beiden Themen Kulturinvestitionen und Markenentwicklung gewidmet. Darüber hinaus stellen wir Ihnen attraktive Kulturmarken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, die ihre Sponsoringangebote und den damit verbundenen Nutzen für Sponsoren und Investoren klar definiert haben, mit ihren Investitionsmöglichkeiten für das Jahr 2011. Sie setzen mit ihren Angeboten Trends, kommunizieren in interessanten Zielgruppenmärkten und bieten den Zugang zu einem dankbaren Publikum. Gern stehen wir Ihnen beratend beim Aufbau einer langfristigen Partnerschaft zur Seite.

Viel Vergnügen beim Lesen und der Auswahl Ihrer Partner wünschen Ihnen Ihre Herausgeber Hans-Conrad Walter und Eva Nieuweboer. 5


EINFĂœHRUNG

BEST PRACTICE

Seite 9:

Seite 94:

Der Nutzen von Investitionen in die Kultur

Erfolgreiche SponsoringEngagements der Wirtschaft

Seite 45:

Wie wird Kultur zur Marke?

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WEGWEISER KULTURMARKEN 2011 Seite 102:

Attraktive Sponsoringangebote

DIE AGENTUR CAUSALES Seite 213:

Ihre Agentur f端r Kulturmarketing & Kultursponsoring

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INTERVIEWS UND FACHBEITRÄGE

DER NUTZEN VON INVESTITIONEN IN DIE KULTUR »KUNST UND KULTUR SIND KEIN DEKORATIVER LUXUS, SIE VERMITTELN GRUNDSÄTZLICHE WERTE – SIE SIND EIN AUSDRUCK VON HUMANITÄT. […] ABER GERADE WEGEN DIESES SO GRUNDSÄTZLICHEN CHARAKTERS UND ANSPRUCHS DER KUNST UND KULTUR MÜSSEN POLITIK UND DIE VERANTWORTLICHEN DAFÜR SORGE TRAGEN, DASS DEREN MÖGLICHKEITEN UND ANGEBOTE JEDEM BÜRGER OFFEN STEHEN.« Prof. Monika Grütters, Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag

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FACHBEITRAG

Investments durch die öffentliche Hand – Kulturfinanzierung in Deutschland Bianca Paulusch, Agentur Causales

Investitionsvolumen in Kultur von Bund, Ländern und Gemeinden Die Bundesrepublik Deutschland genießt weltweites Ansehen für ihre einmalig vielfältige Kulturlandschaft. Die finanzielle Unterstützung junger Kunstformen spielt dabei genauso eine Rolle, wie Zuwendungen für die klassische Hochkultur. Gewährleistet wird dieser kulturelle Reichtum durch die intensive Förderung der Kultur auf den drei föderalistischen Ebenen: Bund, Länder und Gemeinden unterstützen die Kultur jährlich mit ca. 8 Milliarden Euro. Kultur ist in Deutschland Ländersache. Dementsprechend liegt der gemeinsame Anteil von Ländern und Gemeinden an der Kulturfinanzierung bei ca. 86 Prozent und etwa 6,98 Milliarden Euro. Doch auch der Bund engagiert sich immer wieder in Projekten mit nationaler und internationaler Bedeutung. Nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2002 sanken die Kulturausgaben der öffentlichen Hand zunächst zwar be-denklich stark, jedoch wurde der Kulturhaushalt unter Kulturstaatsminister Bernd Neumann seit 2005 wieder kontinuierlich erhöht und konnte in vier Jahren um 10 Prozent gesteigert werden. So sind für den Kulturhaushalt auf Bundesebene im Jahr 2010 zusätzliche 22 Millionen Euro vorgesehen, was einer Steigerung von fast 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 1,2 Milliarden Euro entspricht. Nutzendimensionen von Kulturinvestments durch die öffentliche Hand Begründet liegt die stetige Erhöhung des Kulturetats in den jeweils unterschiedlichen Interessen der einzelnen Ebenen. Neben dem öffentlichen Bildungsauftrag, der nach wie vor die wichtigste politische Grundlage für die Kulturfinanzierung darstellt, rückt auch 10

die Idee eines ökonomischen Nutzens immer stärker in den Vordergrund. Besonders das hohe Arbeitsplatzpotential des Kultursektors, der nach dem Maschinenbau die zweithöchsten Beschäftigungszahlen in Deutschland aufweist, stellt ein wichtiges Argument der nach wie vor freiwilligen Aufgabe der Kulturförderung dar. Darüber hinaus ist für einen florierenden Standort ein reichhaltiges Kulturangebot ebenso unerlässlich wie eine stabile Industrie, da es die Lebensqualität in einer Region maßgeblich steigert. Das wiederum erleichtert es Unternehmen, wichtige Fachkräfte anzuziehen und zu halten und wirkt sich damit positiv auf die Wirtschaftskraft einer Region aus. Weiterhin steht Deutschland nach Frankreich mit einem Anteil von 10 Prozent aller europäischen Kulturreisenden an zweiter Stelle der beliebtesten Reiseziele. Um diese Position langfristig zu stärken und auszubauen, ist eine Investition von Seiten des Staates unbedingt notwendig. Dieser profitiert auf allen drei Ebenen von wachsenden Tourismuszahlen, insbesondere durch höhere Steuereinnahmen aus dem Gast- und Einzelgewerbe. Somit ist die Investition, wenn auch auf Umwegen, rentabel. Diese Umwegrentabilität findet sich nicht nur im Zusammenhang mit dem Kulturtourismus wieder. Ein erhöhter Kulturgenuss durch die Menschen aus der Region lässt ebenfalls die Steuereinnahmen steigen und die Ausgaben, die an die öffentliche Hand getätigt werden müssen, erhöhen sich. Die Einnahmen, die so erzielt werden, werden oft erst langfristig sichtbar und setzen eine vorausschauende und umsichtige Planung von Bund, Ländern und Kommunen voraus.

Zuständigkeiten der Kulturförderung in Deutschland Trotz Umfang und Intensität der öffentlichen Kulturförderung in Deutschland treten Schwierigkeiten auf. Dabei liegt das schwerwiegendste Problem keineswegs im Unwillen des Staates, Mittel fließen zu lassen, sondern in der Unklarheit der Zuständigkeiten. Im Art. 30/GG wird Kultur als Länderkompetenz beschrieben. Daher ist es besonders folgenschwer, dass viele Länderverfassungen keinen Artikel beinhalten, der Kultur zur Pflichtaufgabe deklariert. Dementsprechend stellt die Förderung von Kultur in Deutschland nach wie vor eine freiwillige Aufgabe dar. In finanziellen und wirtschaftlichen Krisenzeiten kann dies weitreichende Folgen für das kulturelle Leben Deutschlands haben: Immer wieder gibt es Befürchtungen, dass die Kultur als einer der ersten Bereiche massiven Kürzungen ausgesetzt wird. Bisher waren diese Befürchtungen glücklicherweise meist unbegründet. Wie sich die Situation in Anbetracht der schwierigen finanziellen Situation der meisten Kommunen weiter entwickelt, muss sich in den nächsten Jahren zeigen. Allerdings gibt es positive Ausnahmen. Mit gutem Beispiel geht der Freistaat Sachsen voran, der schon 1994 ein Gesetz verabschiedete, welches unter anderem die Kulturpflege zur Pflichtaufgabe erhebt. Bespiel: Das Kulturraumgesetz des Freistaates Sachsen Das Kulturraumgesetz trat im August 1994 erstmals in Kraft. Die zentralen Inhalte bestimmen die gedankliche Aufteilung Sachsens in fünf ländliche und drei urbane Kulturräume. Führender Gedanke bei der Konzeption des Gesetzes war, die ungleiche Kostenvertei-


lung zwischen den Gemeinden in Hinblick auf die Kulturförderung anzupassen. Aus diesem Grund wurde z.B. auch eine gemeinsame Finanzierung von regional bedeutsamen Projekten und Institutionen durch die Sitzgemeinde, den Kulturraum und den Freistaat Sachsen beschlossen. Dieses Verfahren gehört unter anderem zu dem sogenannten Kulturlastenausgleich, der einen großen Bestandteil des Gesetzes ausmacht. Der zweite Aspekt des Gesetzes ist von noch weit größerer Bedeutung für Sachsen und ganz Deutschland. Die Kulturförderung wird erstmalig in einer Landesverfassung der Bundesrepublik als kommunale Pflichtaufgabe mit Gesetzesrang festgelegt. Somit ist jede Kommune verpflichtet, einen bestimmten Anteil ihres Haushaltes für kulturelle Zwecke zu verwenden. Durch die Zusicherung von Fördermitteln für die Kultur auf Länderebene wird eine solide Basis für das kulturelle Leben Deutschlands geschaffen. Dass eine sichere und stabile finanzielle Grundlage der Kultur unschätzbar wichtig ist, zeigt ein Exkurs in die Kulturfinanzierung der Vereinigten Staaten. Exkurs USA: In den USA wird in die Kultur vorrangig durch Wirtschaftsunternehmen und Privatpersonen investiert. Dieses Modell wirkt sich nun verheerend auf das kulturelle Leben in den Vereinigten Staaten aus. Durch die Finanzkrise sind viele privatwirtschaftliche Unternehmen gezwungen, starke Kürzungen in ihren Ausgaben vorzunehmen. Leider wird dabei als erstes der rote Stift beim Sponsoring angesetzt. Somit stehen die kulturellen Einrichtungen in den USA nun ebenfalls vor großen finanziellen Problemen. Deutlich wird, dass eine zu große Abhängigkeit der Kultur von Wirtschaftsunternehmen in finanziell schwierigen Zeiten viele Risiken birgt. Ein mehr als anschauliches Beispiel, das zeigt, dass die staatliche Kulturförderung unbedingte Vorraussetzung ist, um der Kultur eine sichere Zukunft in Ausblick stellen zu können, während Sponsoring eher eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle darstellt.

Die Förderung von Kultur durch Bund, Länder und Kommunen erweist sich als grundlegende Bedingung für ein florierendes Kulturleben. Um diese auch zukünftig zu sichern, wurde in den letzten Jahren immer wieder die Idee diskutiert, die Förderung von Kultur im Grundgesetz zu verankern. Unter anderem setzte sich die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ in ihrem Abschlussbericht 2007 für diese Lösung ein. Die von der Bundesregierung eingesetzte überfraktionelle Arbeitsgruppe von Experten aus Kultur und Wirtschaft hatte die Aufgabe, langfristige Fragestellungen der Kultur in Deutschland zu thematisieren und Lösungsvorschläge zu finden. Die Notwendigkeit, das „Staatsziel Kultur“ durch eine Eintragung in das Grundgesetz noch stärker in unserer Gesellschaft zu verankern, wurde dabei ausführlich erörtert. Trotz der klaren Empfehlung der Kommission hat es jedoch auf der Regierungsebene noch keinen entsprechenden Antrag gegeben.

Anteile an der Kulturfinanzierung in Deutschland 2007 Bund

14 %

Länder

42 %

Gemeinden

44 %

1 – Antwort der Bundesregierung – Kulturausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden; Drucksache 16/9193 2 –www.bundesregierung. de, e.conomy – Das Wirtschaftsmagazin, Nr. 048 3 – Gesetz über die Kulturräume in Sachsen; Sächsisches Kulturraumgesetz – SächsKRG

Die öffentliche Kulturförderung in Deutschland ist auf einem guten Weg. Die Verankerung im Grundgesetz wäre ein weiterer wichtiger Schritt, die kulturelle Vielfalt auf Dauer zu sichern und das eigene Verständnis Deutschlands als „Kulturnation“ weiter zu stärken.

4 – Gesetz über die Kulturräume in Sachsen; Sächsisches Kulturraumgesetz – SächsKRG

Kulturausgaben von Bund, Länder und Gemeinden von 2001 bis 2007 Bund

Länder

Gemeinden

2001

2002

4,5 4 3,5 3 2,5 2 1,5 1 0,5 0 2003

2004

2005

2006

2007

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INTERVIEW

Berlin stärkt seine Kultur – auch in der Krise Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin Eva Nieuweboer und Hans-Conrad Walter (Agentur Causales) sprachen mit Klaus Wowereit über die Kulturfinanzierung in Berlin

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Im September 2006 wurde die rot-rote Landesregierung in Berlin wiedergewählt. Im Zuge der Regierungsbildung wurde die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur neu strukturiert und das Ressort Kultur in die Senatskanzlei ausgegliedert bzw. überführt. Seitdem zeichnet sich der Regierende Bürgermeister, Klaus Wowereit, verantwortlich für die Kultur. Administrativ wird das Amt durch den ehemaligen Chef der Staatskanzlei, André Schmitz, als Kulturstaatssekretär geführt.

Sehr geehrter Herr Wowereit, Berlin ist schon lang nicht mehr nur Bundeshauptstadt und Regierungssitz der Bundesrepublik Deutschland. Laut einer Erhebung des Magazins „Focus“ ist Berlin mit ca. 167 Museen, 113 BelletristikVerlagen, 25 öffentlichen und privaten Theatern sowie sieben Orchestern die Kultur-Hauptstadt Deutschlands. Wird die Stadt Berlin trotz ihres aktuellen Haushaltsnotstandes und den im kulturellen Sektor in Erwägung gezogenen erheblichen Einsparmaßnahmen ihre Vorreiterrolle beibehalten können? Berlin ist, wie Sie wissen, finanziell nicht auf Rosen gebettet. Wir haben in der Stadt einen Mentalitätswechsel bewirkt – weg von der alten Subventionsmentalität. Aber wir setzen auch klare Schwerpunkte bei den Ausgaben. Vor allem bei Bildung und Kultur. Deshalb hat Berlin trotz schwieriger Rahmenbedingungen seinen Kulturhaushalt 2008/2009 um 25 Millionen Euro erhöht und 2010/11 noch einmal um 16 Millionen Euro. Außerdem investieren wir kräftig in die kulturelle Infrastruktur der Stadt. Für die Sanierung von Museen und Theatern gibt Berlin in den nächsten Jahren

über 250 Millionen Euro aus. Da sind Großprojekte wie die Staatsopernsanierung, wo sich der Bund mit 200 Millionen Euro beteiligt, der Berliner Anteil für das Humboldt-Forum (32 Millionen Euro) oder der angestrebte Neubau einer Zentral- und Landesbibliothek auf dem Tempelhofer Feld (270 Millionen Euro) noch gar nicht mitgerechnet. Berlin stärkt seine Kultur, auch in der Krise, weil Kultur nicht nur das Image der Stadt weltweit prägt, sondern inzwischen ein echter Standortfaktor geworden ist. Die Stadt lockt mit ihrem reichhaltigen und facettenreichen kulturellen Angebot Besucher aus aller Welt und konnte 2009 einen Umsatz von 9 Milliarden Euro durch den Kulturtourismus verzeichnen. Im Vergleich dazu liegt der Kulturhaushalt der Stadt bei 370 Millionen Euro. Ein mehr als anschauliches Beispiel dafür, dass sich Investitionen in die Kultur durch die öffentliche Hand rentieren. Könnten Einsparmaßnahmen im Kultursektor zu einem sinkenden Return on Invest für Berlin führen? Einsparungen im Kultursektor wären in der Tat kontraproduktiv. Deshalb agieren wir hier seit Jahren gegen den Trend in anderen Ländern und Kommunen. Die Berlin Tourismus Marketing GmbH rechnet vor, dass aus dem BerlinTourismus ca. 1,8 Milliarden Euro in die Steuerkassen des Bundes und Berlins fließen. Wenn Sie sehen, dass fünf von sieben Gründen für einen Berlin-Besuch kultureller Natur sind, dann entspricht das Steuereinnahmen von über einer Milliarde Euro. Der Bund investiert nach eigenen Angaben jährlich etwa 400 Millionen Euro in die Berliner Kultur. Berlin selbst, mit den Kulturausgaben der Bezirke, etwa 500 Millionen Euro. So

gesehen, rechnet sich Kulturförderung in Berlin wirklich. Den Return on Investment gibt es hier tatsächlich. Laut Kulturfinanzbericht 2008 wies Berlin als Stadtstaat, deren Kultureinrichtungen nicht nur von den eigenen Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch von zahlreichen Touristen genutzt werden, für 2005 hohe Pro-Kopf-Ausgaben für Kultur aus, durchschnittlich 146,90 Euro je Einwohner, das sind 2,34 Prozent des Gesamthaushaltes. Sollte sich der Bund angesichts des steigenden Kulturtourismus in Berlin stärker finanziell engagieren? Das Engagement des Bundes in Berlin geschieht zum einen aus seiner gesamtdeutschen Verantwortung für das besondere historische Erbe der Stadt – von der Preußenzeit, über die Weimarer Republik, die NS-Diktatur und die Zeit der Teilung. Das betrifft nicht nur historische Ensembles wie die Museumsinsel, sondern auch die dichte Gedenkstättenlandschaft mit ihren Erinnerungen an die beiden deutschen Diktaturen. Zum anderen präsentiert sich der Bund in seiner Hauptstadt auch kulturell – und hier vor allem mit zeitgenössischer Kunst; sei es über den Hauptstadtkulturfonds oder über Einrichtungen wie den Hamburger Bahnhof. Natürlich ist ein stärkeres Engagement des Bundes in seiner Hauptstadt für Berlin immer wünschenswert. Aber zurzeit wären wir schon froh, wenn der Bund gegebene Zusagen und Termine einhält und diese nicht, wie beim Humboldt-Forum, symbolischen Sparbeschlüssen opfert. Während für den Berliner Industriesektor erst vor kurzem ein „Masterplan“ zur notwendigen Stärkung dieses Bereiches verabschiedet wurde, 13


macht Berlin mit Kultur große Umsätze. Das zeigt einmal mehr, dass der kulturelle Dienstleistungssektor die traditionelle Industrie als wichtigsten Standortfaktor abgelöst hat. Wird dies Auswirkungen auf die konkrete Vermarktung der Stadt haben? Das hat schon seit einigen Jahren sehr konkrete Auswirkungen auf die Vermarktung Berlins. Berlin gilt heute weltweit als „Rom der Zeitgeschichte“ und als „Mekka der zeitgenössischen Kunst“. Künstler und Kreative zieht es aus aller Welt in unsere Stadt. Nicht nur weil es sich hier relativ preiswert leben und arbeiten lässt, sondern weil wir ein kreatives Umfeld und Image aufgebaut haben. Und natürlich vermarkten wir das auch. Mit der Ausstellung „Create Berlin goes London“, die Sie als Schirmherr begleiten, wurde zum ersten Mal Berliner Kunst und Kultur in eine andere europäische Metropole exportiert. Haben Sie weitere Formate dieser Art geplant? Es ist nicht das erste Mal. Auch bei den meisten anderen Auftritten im Ausland, die unsere Hauptstadtkampagne be Berlin begleiten, gab es einen Kulturschwerpunkt. 2009 zum Beispiel in New York, Kopenhagen und Istanbul. So wird es auch bleiben. Berlin präsentiert sich weltweit als eine Metropole, in der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur einander begegnen und die ihre positive Spannung auch aus diesen Begegnungen zieht. Das wollen wir nach außen zeigen. Und die Resonanz ist rundum positiv. Berlin hat eine neue Faszination entwickelt, die wir bei den Auslandsauftritten auch rüberbringen.

Schon seit längerer Zeit besteht die Debatte über eine Kunsthalle in Berlin. Die Initiative „Berliner Kunsthalle“ fordert eine von der Stadt getragene Variante im Blumengroßmarkt im Stadtteil Berlin-Kreuzberg. Allerdings ist zurzeit noch kein solches, von der Stadt getragenes Projekt entstanden. Wir sprachen bereits darüber, dass Berlin im letzten Jahr beachtliche Umsätze durch die Kultur generieren konnte. Sollte das Land Berlin nicht gerade aus diesem Grund in ein derartiges Projekt investieren?

sches Signal. Berlin steht zum HumboldtForum und wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich an getroffene Beschlüsse und Vereinbarungen hält. Das gesamte Projekt als Feigenblatt für unsoziale Sparbeschlüsse zu gefährden, ist geradezu abenteuerlich.

Ja, Berlin braucht wieder eine Kunsthalle. Unbedingt. Allerdings sollte eine solche Kunsthalle eine dezidiert internationale Ausrichtung haben. Und sie braucht ein Umfeld, das durch die Präsentation zeitgenössischer Kunst geprägt ist. Deshalb wäre mein favorisierter Standort der Humboldt-Hafen mit seiner Nähe zum Hamburger Hafen und der Heidestraße. In Hamburg entsteht trotz steigender Kosten die Elbphilharmonie. Das Konzerthaus soll zukünftig ein Markenzeichen der Stadt darstellen und Kulturtouristen aus aller Welt anziehen. Die Bundesregierung will den Bau des Humboldt-Forums in Berlin hingegen verschieben. Welches Markenzeichen wird Berlin der Hansestadt entgegensetzen? Das Humboldt-Forum, in der nach langer Diskussion vom Bundestag beschlossenen Form, ist das größte kulturpolitische Projekt der Bundesrepublik in ihrer Hauptstadt. Die außereuropäischen Sammlungen im Herzen der Stadt und auf Augenhöhe mit der gegenüberliegenden europäischen Kunst und Kultur zu präsentieren, halte ich für ein richtiges und wichtiges (kultur-)politi15


INTERVIEW

Kultur zu fördern zeichnet aus Prof. Monika Grütters, MdB,Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag Kristin Just von der Agentur Causales sprach mit Frau Prof. Grütters über Investments in Kultur

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Kulturelle Einrichtungen in Deutschland finanzieren sich zu 95 Prozent über staatliche Investitionen. Der Bund, die Länder und die Kommunen stellen jährlich rund 8 Milliarden Euro für die Kultur bereit.

Sehr geehrte Frau Prof. Grütters, die Gesamtausgaben für Kultur in Deutschland sind in den letzten Jahren gestiegen, dennoch müssen das Stadttheater Wuppertal und kleinere soziokulturelle Zentren schließen. Das Land Berlin hingegen investiert in die Volksbühne pro Ticket 184 Euro. Nach welchen Kriterien werden die jeweiligen Haushaltsentscheidungen getroffen? Kunst und Kultur sind kein dekorativer Luxus, sie vermitteln grundsätzliche Werte – sie sind ein Ausdruck von Humanität. Die Entscheidungen über die jeweiligen Finanzierungsgrundlagen werden nach Qualität, öffentlichem Interesse und Haushaltslage gefällt. Aber gerade wegen dieses so grundsätzlichen Charakters und Anspruchs der Kunst und Kultur müssen Politik und die Verantwortlichen dafür Sorge tragen, dass deren Möglichkeiten und Angebote jedem Bürger offen stehen. Der deutsche Staat fördert und finanziert seine Kultur mit ca. 8,1 Milliarden Euro jährlich – das sind gerade 1,9 Prozent aller öffentlichen Haushalte – mit nachhaltiger Wirkung: Deutschland ist nach wie vor das Land mit der höchsten Theaterdichte der Welt, mit 50 Prozent aller Orchester weltweit, mit den meisten Festivals und mit der höchsten Anzahl hier lebender und arbeitender Künstler aller Sparten. Die Verantwortung, aber eben auch die Hoheit über die Kultur, liegt bei den Bundesländern. Diese finanzieren folglich auch den Löwenanteil an der öffentlich

geförderten Kultur mit 47 Prozent, gefolgt von den Kommunen mit 43 Prozent – dem Bund bleiben 10 Prozent. Kürzungen und Einschnitte in den kleinen Kulturetats richten langfristig einen viel größeren Schaden an, als dass sie zur Sanierung von Haushalten beitragen würden.

Im April 2010 legte der Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft die neue Studie zur „Unternehmerischen Kulturförderung“ vor und hob das Sponsoringpotenzial mittelständischer Unternehmen hervor. Wie sinnvoll ist es für Unternehmen, regionale Märkte zu bearbeiten?

Nicht nur der Staat investiert, auch Wirtschaftsunternehmen machen sich für die Kultur stark – aus den Budgets der Unternehmen werden jährlich insgesamt 4 Milliarden Euro für Sponsoring bereitgestellt. Dabei entfallen ungefähr 10 Prozent auf die Kulturförderung, wobei der Großteil der Sponsoringgelder in den Sport fließt. Worin besteht aus Ihrer Sicht der größere Anreiz für die Wirtschaft, in Sport statt in Kultur zu investieren?

Selbstverständlich sind die regionalen Märkte besonders für die vor Ort unternehmerisch aktiven Einrichtungen und Betriebe interessant. Insgesamt fließen über 500 Millionen Euro an privaten Geldern über gemeinnütziges Engagement in den Kultursektor. Das Verhältnis zwischen Kultur und Wirtschaft gestaltet sich immer professioneller. Die Aufwendungen für Kultur sind in den letzten fünf Jahren bei 90 Prozent der Unternehmen gestiegen (oder gleich geblieben); und die Mehrheit der Unternehmen (73 Prozent) fördert langfristig über mehrere Jahre. Die durchschnittlichen Ausgaben eines Unternehmens für die Kulturförderung in 2008 belaufen sich auf rund 634.000 Euro.

Sport ist noch breitenwirksamer als Kultur. Spannend ist dennoch, dass 112 Millionen Menschen deutsche Museen besuchten – das sind beinahe zehn mal so viele Gäste wie alle Bundesligaspiele einer Saison Besucher hatten. Zu den öffentlichen Fördergeldern von rund 8 Milliarden Euro, generieren der Sport und die Kultur zusätzliche Sponsoringgelder. Aus welchen Gründen betreiben Unternehmen Kultursponsoring? Überwältigende 90 Prozent der Unternehmen, die sich im Bereich Kulturförderung engagieren, sehen ihr Engagement als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Kultur und kulturelles Engagement sind für Unternehmen aber auch deshalb wichtig, weil sie von dem hohen Ansehen der Kultur profitieren.

Anders als in Deutschland, wo sich die private Kulturfinanzierung auf 10 Prozent der Gesamtinvestitionen beläuft, werden in den USA rund 87 Prozent der Kulturangebote privat gefördert. Welche Vorteile sehen Sie im Vergleich zum Beispiel der USA in der bundesdeutschen Kulturfinanzierung? In den USA wird Deutschland für seine reiche Kulturlandschaft und die vielfältigen ästhetischen Ansätze beneidet. Wir Deutschen dagegen schauen oft neidisch auf eine in den USA hochentwickelte Kultur des Sponsoring, auf diese große philanthropische Tradition. Doch Kunst und Kultur brauchen Freiräume, um sich entfalten zu können. 17


Sie brauchen Inspiration, Anstöße und den öffentlichen Diskurs. In Deutschland pflegen wir deshalb eine völlig andere Kulturtradition als in den USA: Es ist hier die staatliche Kulturfinanzierung, die die Unabhängigkeit und Freiheit der Kultur schützt. Insgesamt beläuft sich die Kulturförderung in Deutschland auf etwa 8,6 Milliarden Euro. Davon trägt die öffentliche Hand mit 8,1 Milliarden Euro über 90 Prozent. Der private Anteil über Stiftungen und Sponsoren machen immerhin über 500 Millionen Euro aus. Dieses hartnäckige Engagement von staatlicher Seite für Kunst und Kultur hat entscheidenden Anteil am hohen Ansehen Deutschlands in der Welt – und garantiert der Kunst und Kultur eine Freiheit und Unabhängigkeit von den legitimen Interessen privater Geldgeber. Doch das Engagement des sogenannten Dritten Sektors - Unternehmen, Kirchen, Verbände, Gewerkschaften, Stiftungen und Vereine – ist zusätzlich zur auskömmlich finanzierten institutionellen Kulturförderung des Staates für die kulturelle Infrastruktur von immens wichtiger Bedeutung. Ein viel diskutiertes Thema ist die Fehlbetragsfinanzierung. Bezieht eine Kultureinrichtung öffentliche Fördergelder und überschreitet diese Summe durch erhöhte Eigeneinnahmen, kann es zu einer Rückforderung in Höhe dieser Gelder kommen. In diesem Zusammenhang, worin besteht das Motiv für öffentlich geförderte Kulturanbieter, das Marketing zu professionalisieren und die Eigeneinnahmen über gutes Sponsoring zu erhöhen? Zuerst: Der Staat kann mit Steuergeldern schlechterdings keinen Gewinn zulassen – das muss zurück in die Staatskasse. Warum aber sollte eine öffentlich geförderte Kultureinrichtung nicht den Ehrgeiz haben, für das gute eigene Produkt zu werben, es öffentlich bekannt zu machen? Welche Rahmenbedingungen kann die Politik schaffen, um Wirtschaftsunternehmen stärker als Investoren für die Kultur zu gewinnen? 18

Steuerlich Anreize zu schaffen, wie wir es z.B. 2001 und 2007 getan haben, ist ein richtiger Weg, denn wir wissen, dass es zwischen der Bereitschaft zu spenden und steuerlichen Anreizen einen Zusammenhang gibt. Es ist mir aber ganz wichtig, noch einmal zu betonen, dass Kunst und Kultur nicht nur Geld kosten – Kultur trägt auch zur Stärkung der Wirtschafts- und Steuerkraft bei. Der Umsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft liegt bundesweit derzeit bei 132 Milliarden Euro, 238.000 Unternehmen und über 1 Million Erwerbstätige sind im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt beträgt 2,6 Prozent, damit liegt die Kultur- und Kreativwirtschaft noch vor der chemischen Industrie mit 2,1 Prozent und kurz hinter der Automobilindustrie mit 3,1 Prozent. Welche Verantwortung tragen die Medien, das Engagement von Sponsoren zu würdigen und über professionelle Medienpartnerschaften entsprechende Marktplattformen zu bieten? Ich glaube durchaus, dass das Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ im Bereich des Sponsoring und des privaten Engagements richtig und wichtig ist. Es sind nicht allein die schlechten Nachrichten, die unsere Aufmerksamkeit erhöhen – ich hätte gar nichts dagegen, wenn die Medien mehr über die „guten Taten“ der privaten Förderinitiativen berichteten. Die Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“ hat in ihrem Abschlussbericht von 2007 als Staatsziel „ Kultur ins Grundgesetz“ formuliert. Wäre dies aus Ihrer Sicht ein zusätzlicher Anreiz für die Wirtschaft noch stärker in Kultur zu investieren? Das gewinnbringende Zusammenwirken zwischen staatlicher Förderung und privaten Investitionen wird auch in der traditionellen Kultursparte des Museums- und Ausstellungswesens deutlich. Als Vorstand der privaten Stiftung Brandenburger Tor kann ich Ihnen zahllose Beispiele für die Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen in der

Ausstellungsarbeit aufzählen, die sich zum gegenseitigen Vorteil und als Gewinn für die Kulturarbeit erwiesen haben. Die Liebermann-Ausstellung haben wir gemeinsam mit der Nationalgalerie Berlin realisiert, „Slevogt“ zusammen mit dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal und unsere große Schau „Chagall und Deutschland“ gemeinsam mit dem Jüdischen Museum in Frankfurt am Main. Trotz großer, staatlicher, international renommierter Museen und Ausstellungshäuser in Berlin agieren hier etliche private Einrichtungen sehr erfolgreich. Das resultiert nicht zuletzt auch aus der Anziehungskraft und der Zusammenarbeit mit den großen staatlichen Museen. Ebenso unstrittig dürfte es sein, dass sich der Staat in diesem Bereich nicht aus der Verantwortung für die Pflege, Präsentation und Finanzierung unserer Kunst und Kultur zurückziehen und sie allein privater Initiative überlassen kann. Gerade in diesen finanziell schwierigen Zeiten sollten die Unternehmen die Mittel nicht streichen, die ihr Ansehen und Image fördern. Kultur zu fördern zeichnet aus. Der Neubau des Folkwang Museums in Essen ist ein besonders schönes und erfolgreiches Beispiel für ein glückliches Zusammenwirken von Kunst, Kultur und Wirtschaft – hier einer großartigen Unternehmerpersönlichkeit wie Berthold Beitz. In der Kulturpolitik drückt sich das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Geschichte aus, gleichzeitig ist sie auch Ausdruck unseres fundamentalen Selbstverständnisses als Kulturnation. Vielfalt und Identität spiegeln sich in der Kultur eines Landes. Lebendige Kultur braucht kulturelles Engagement und Einsatz.


FACHBEITRAG

Krise gestalten – nicht verwalten! Zielorientiertes Kommunalmanagement statt Konjunktur für Erbsenzähler Karl Janssen

Die Finanzsituation in den Kommunen in der Bundesrepublik Deutschland steht landauf, landab vor dem Kollaps. Viele Kreise und Städte befinden sich am Rande ihres finanziellen Ruins. Die unverantwortliche Lastenverteilung von Bund und Ländern auf die Kommunen, die Aufgabenvermehrungen durch neue Gesetze und Vorschriften auf dem Rücken der Städte und Gemeinden und insbesondere der Zusammenbruch der Einnahmen und die Steigerung der Kosten verlangt vor Ort neue Spar- und Konsolidierungskonzepte. Hierbei stehen die Kommunen nicht in alleiniger gesell-

schaftlicher Gesamtverantwortung. Meist sind sie das schwächste Glied am Ende der staatlichen „Zuständigkeitskette“. Es ist zu befürchten, dass die Städte, Kreise und Gemeinden in Deutschland nicht alleine aus eigener Kraft die kommunale Finanzkrise meistern können. Vermutlich wird es ohne ein gesamtstaatliches Hilfsprogramm nicht gehen. Dennoch sind die Verwaltungen vor Ort gefordert, alles erdenkbar Mögliche aus eigener Kraft für den Erhalt ihrer Kommunen und zur Abwendung der finanziellen Schieflage zu tun. Hierbei bedarf es unabdingbar einer strategischen Denk-

weise im Rahmen eines zeitgemäßen, wirtschaftlich denkenden Kommunalmanagements.

Die Ausgangslage in den Kommunen vor Ort ist schwierig. Die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung haben sich im Wesentlichen vier großen Herausforderungen zu stellen: 1. Großer Bedarf der Bürgerinnen und Bürger an Beratung und Unterstützung Der Bedarf an Informationen, Beratungen, Unterstützungen und Hilfen unterschiedlichster Art steigen stetig. Die Anforderungen an Leistungen der öffentlichen Hand durchziehen alle Arbeitsfelder der Kommunalverwaltung. Die Nachfragen und Bedarfe steigen von Jahr zu Jahr. 2. Hohe Anforderungen und Erwartungen an die Fachlichkeit und Qualität Kommunalverwaltungen bieten heute ein breites Spektrum unterschiedlicher Leistungen, sind in Großstädten weitaus größer als mittelständische Unternehmen und stehen, wie in der freien Wirtschaft, unter dem Diktat, Leistungen und Angebote in hoher Qualität anzubieten. Die Verwaltungen vor Ort sollen präventiv wirken, sich an den Lebenslagen und Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger orientieren, die Bürgerschaft beteiligen und in einer hohen Fachlichkeit und Qualität staatliche Leistungen unter strengster Beobachtung von Medien, Politik und Bürgerschaft erbringen. 3. Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Auch die Arbeitsplätze in den öffentlichen Verwaltungen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verän-

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dert. Die Ausstattungen der Arbeitsplätze selbst, aber insbesondere auch die Anforderungen an Fachlichkeit und Spezialwissen gehören in das Qualitätsportfolio einer zeitgemäßen Kommunalverwaltung. 4. Finanzielle Situation der Kommunen Die drei ersten Anforderungen, große Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger an Leistungen der Kommunalverwaltung, hohe Anforderungen und Erwartungen an die Fachlichkeit und Qualität und Anforderungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die Arbeitsplätze passt ganz und gar nicht zu der vierten Anforderung, der finanziellen Situation der Kommunen. Die Funktions- und Leistungsfähigkeit der Kommunen steht auf dem Prüfstand. Trotz Finanzkrise bin ich der festen Überzeugung, dass auch in Zeiten knapper Kassen durch ein zielorientiertes Kommunalmanagement, durch konsequente Aufgabenkritik, durch betriebswirtschaftliches Denken und Einsatz flexibler Ressourcen und Verantwortungen Handlungsspielräume für Innovationen und Wege aus der Krise geschaffen werden können. Gesamtstaatliche Verantwortung Konnexität und gesamtstaatliche Verantwortung dürfen nun endlich keine Leerhülsen mehr sein. Kommunalverwaltungen haben in ihrer Selbstverantwortung nur eine Chance, wenn die Regel „Wer bestellt, der auch bezahlt“ verbindlich und verlässlich gilt. Es muss klar sein, dass die Gesetzgeber in Bund und Land für die finanziellen Folgen ihrer Gesetzgebungsverfahren, die sich kommunal direkt auswirken, eintreten müssen. Neben den gesetzlichen Mehrverpflichtungen können die Kommunen vor Ort nicht für gesamtgesellschaftliche Themen finanziell verantwortlich gemacht werden, wie z.B. für Langzeitarbeitslosigkeit, Tagesbetreuung von Kindern und Bildungsqualität. Hier müssen staatliche Hilfen im Rahmen strengster Konnexität kommunal erfolgen, damit die Leistungen verbindlich vor Ort durch die Städte erfüllt werden können. Neben der Verbindlichkeit zur zuverlässigen Konnexität erscheint es unabdingbar, dass insbesondere für strukturschwache

Regionen umgehend ein Entschuldungsfonds eingerichtet werden muss. Auch die zwischenzeitlich deutlich ungerecht gewordene Ausgleichszahlung Aufbau Ost in beispielsweiser Abgrenzung zu den strukturschwachen Städten im Ruhrgebiet muss dringend neu geregelt werden. Unabhängig von gesamtstaatlicher Verantwortung müssen die Städte, Kreise und Gemeinden zur Haushaltskonsolidierung durch den Gesetzgeber rechtsverpflichtet werden. Leider entsteht zur Zeit verstärkt der Eindruck, dass in Zeiten der Finanzkrise eine Regelungshektik entsteht, die Steuerungsfehlern der Vergangenheit eine neue Konjunktur beschert. Eklatante Steuerungsfehler der Vergangenheit sind: zielloser Aktionismus, Inputorientierung, Zentralisierung, fehlerhafte Einmischung der Querschnittsämter, Trennung von Fach- und Ressourcenverantwortung, Antragsund Berichtsaktivismus, Zuständigkeitsverwaltung, Statusdenken, tagespolitisches Reagieren usw. Mit diesen Methoden werden auch in Zeiten der Krise Verwaltungsapparate aufgeblasen. Hier und da hat man den Eindruck, dass „Verwalter“ statt „Gestalter“ gefragt werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Falle aus der Finanzkrise kommunal nur durch ein aktives, zielorientiertes Kommunalmanagement zu bewältigen ist. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass kommunale Verwaltungen und Unternehmen Dienstleistungsunternehmen und keine reinen Wirtschaftsunternehmen sind. Die Phantasie, Kommunalunternehmen wie Wirtschaftsunternehmen eins zu eins zu führen, führt ebenso wenig zum Ziel. Die Nutzbarmachung von Instrumentarien aus der freien Wirtschaft für unsere Dienstleistungsunternehmen in den Kommunen ist die richtige Sichtweise. Zehn Ansätze für Wege aus der Finanzkrise 1. Ohne Ziele keine seriöse Steuerung! Die Herausforderungen auf kommunaler Ebene werden nicht mit einzelnen Maßnahmen und Aktionen zu bewältigen sein. Es bedarf eines Konzeptes für die gesamtstädtische Steuerung! Der bisherige Schwerpunkt der Reform

der Verwaltung nach dem sogenannten neuen Steuerungsmodell hat im Ergebnis zum Aufbau einer Steuerung mit Produkten für das operative Management geführt. Die bisherigen Reformbemühungen bedürfen der Ergänzung durch das strategische Verwaltungsmanagement. Im Mittelpunkt eines solchen konsequenten Kommunalmanagements stehen die vereinbarten Ziele zwischen Politik und Verwaltung! Zielfelder und Leitfragen Ergebnisse/Wirkungen – was wollen wir für die Bürger erreichen? Programme/Produkte – was müssen wir dafür tun? Prozesse/Strukturen – wie müssen wir es tun? Ressourcen – was müssen wir dafür einsetzen? Aus der Privatwirtschaft abgeleitet ist das Verwaltungsmanagement die zielorientierte Steuerung der Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen die Ziele, bei deren Zielfindung externe Informationen einbezogen werden, d. h., dass sich das Verwaltungshandeln konsequent an den Entwicklungen im Umfeld und den Herausforderungen und Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger orientiert. Wenn die Gesamtsteuerungsfunktion des Verwaltungsmanagements erfolgreich sein soll, muss eine systematische Arbeit mit Zielen der Verwaltung auf allen Ebenen der Kommunen stattfinden. Erst wenn die Ziele kommunalpolitischen Handelns feststehen, können und müssen daraus Konsequenzen für die Leistungen, also auch für die Ressourcen, gezogen werden, mit denen die Ziele erreicht werden. Wichtig ist, dass Messkriterien für die Zielerreichung entwickelt und vereinbart werden. Präzise messbare Ziele ergeben sich nicht von selbst, sie müssen erarbeitet und kommuniziert werden. Die Zielformulierungen sollen präzise und nachprüfbar das gewünschte Ergebnis zum Ausdruck bringen. Dabei dürfen die Erfolgskriterien, die Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit auf keinen Fall außer Acht gelassen werden. 2. Ohne Prioritäten keine Zielklarheit! Nicht jeder Wunsch ist finanzierbar. So schwer es auch fällt, erst kommt die Pflicht und dann die Kür! Als kommunale, staatliche Behörde müssen selbst21


verständlich die hoheitlichen Pflichtaufgaben, nach den Regeln strengster Konnexität, im Mittelpunkt der Realisierung stehen. Zur Kür gehören meist die sog. freiwilligen Leistungen, wie z.B. Kulturund Sportbereich. Selbstverständlich stehen die Pflichtaufgaben im Mittelpunkt. Mit den Pflichtaufgaben allein, auch in Zeiten in der Konsolidierung, kann eine Stadt nicht erfolgreich geführt werden. Deswegen braucht es den Mut zur klaren Prioritätensetzung. Halbherzige Entscheidungen zu Leistungen und Aufgaben mit halbherzigen Finanzausstattungen sind die falsche Vorgehensweise. Erst die klare Prioritätensetzung durch Politik und Verwaltung führt zur Transparenz in der Bürgerschaft. 3. Ohne politische Vereinbarung keine Gesamtstrategie! Allgemein formuliert ist die Politik für die Gesamtstrategie und die Verwaltung für die Umsetzung verantwortlich. Dennoch hat die sogenannte Fachverwaltung die Verpflichtung, die Politik durch klare Informationen und gut aufbereitete Rats- und Ausschussvorlagen zu beraten und zu unterstützen. Die Zieldebatte über die gesamtstädtische Ausrichtung der Kommune muss der Rat einer Stadt auf der Basis der Verwaltungsinformationen und seiner kommunalen Kenntnisse leisten. Zur Steuerung und Kontrolle der Verwaltung reichen Richtungsziele nicht aus. Ziele müssen messbar sein. Für eine Zielvereinbarung müssen alle Ziele operrationalisiert werden. Operrationalisieren bedeutet möglichst exakt zu bestimmen, welche Ergebnisse als Erfolg oder als Misserfolg bewertet werden. Voraussetzung für eine Vereinbarung sind nur Ziele, die klare, eindeutige Formulierungen haben, die kommunizierbar sind, die ausreichend operationalisiert sind und die mess- und überprüfbar sind. 4. Zielbezogene Budgetierung statt Pauschalkürzung! Die Verwaltungen wechseln zurzeit von der Kameralistik zur produktbezogenen Haushaltssystematik (Bilanzierung). Auf der Basis operationalisierter Ziele, den daraus zu entwickelnden Programmen und den örtlichen Machbarkei22

ten, wird der Weg der Ressourcenfestlegung geklärt. Erst wenn man weiß, was man will und was man kann, kann man über den Personal- und Sachmitteleinsatz entscheiden und nicht umgekehrt! Ein ganzheitlicher Managementansatz bezieht die Budgetierung mit ein. Es ist Aufgabe der Verwaltung, Alternativen anzubieten und zwar, welche strategischen Ziele sie bei gleichbleibendem Budget anstreben und welche Ausbaustrategien sie bei erhöhtem Budget, bzw. welche Rückbaustrategie sie bei reduziertem Budget verfolgen. Nur auf dieser Grundlage kann Verwaltungsführung und Politik entscheiden und Prioritäten setzen. 5. Ohne Controlling und Berichtswesen keine politische Steuerung! Jede Zielvereinbarung enthält konkrete Kennzahlen, mit denen die Zielerreichung gemessen werden kann. Insofern spielt die Kontrolle – hier verstanden im Wortsinn von Controlling (gleich steuern) – eine bedeutsame Rolle. Die insbesondere in den letzten Jahren im Rahmen des sogenannten neuen Steuerungsmodells aufgebauten Instrumente in den Städten und Kreisen unterstützen diesen Zielfindungsprozess. Entscheidungen finden immer dann mehr Zustimmung und Unterstützung, wenn sie nicht nur auf Institutionen und Durchsetzungsmacht beruhen, sondern auch auf der Grundlage nachvollziehbarer Daten und Fakten und wenn die Entscheidungsgründe transparent sind. Gerade zu irrwitzig ist es, dass zahlreiche Verwaltungen aufwendige Controllingsysteme aufgebaut haben, ohne eindeutige Zielklärungsprozesse. Nur klare und messbare Zielvorgaben können controllt werden. Ohne Controlling sind die Realisierung eines Berichtswesens und eine berechtigte politische Kontrolle nicht möglich. Berichtswesen auf der Basis von klar vereinbarten Zielen und Controlling ist die notwendige Grundlage für Kommunalpolitik, für politische Entscheidungen aber auch für Konsolidierungen. Häufig ist es immer noch üblich, dass Verwaltungsberichte eher zufällig und zeitlich ungenau erstellt werden. Berichtswesen auf der Basis von Zielen und Controlling muss rechtzeitig vor den jeweiligen Haushaltsberatungen erfolgen.

6. Ohne Einnahmen keine Ausgaben! In vielen Konsolidierungsprogrammen, aber auch leider bei vielen sogenannten Beratungsunternehmen, steht die reine Ausgabenbetrachtung im Mittelpunkt. Eine isolierte Ausgabenbetrachtung ist unwirtschaftlich und weit weg von einem strategischen kommunalen Management. Betriebswirtschaftlich gedacht müssen Einnahmen und Ausgaben insbesondere innerhalb eigenständiger Produkte betrachtet werden. Das stumpfe Kürzen von Ausgaben kann zeitlich versetzt zu empfindlichen Mehrausgaben führen. An einem Beispiel deutlich gemacht heißt das, die nicht ausreichende Betreuungssituation von Kindern und Jugendlichen, das Streichen von Angeboten der Jugendarbeit, kann mittelfristig zu erhöhten Kosten in der Erziehungshilfe führen, so kann Sparen furchtbar teuer werden. Gute Projekte und gute Produkte, insbesondere in den sogenannten freiwilligen Bereichen, müssen auch einnahmeorientiert gesehen werden. So gelingt im kulturellen Bereich eine Einnahme, beispielsweise durch Sponsoring, immer dann, wenn Produkt und Wirtschaftsphilosophie eines Unternehmens zusammen passen und zu Win-Win-Situationen führen. 7. Ohne Investitionen kein Gewinn! Wenn die öffentliche Verwaltung eines aus der freien Wirtschaft lernen kann, dann ist es die Tatsache, dass nur der, der investiert, auch gewinnt. Das bedeutet, dass man bei allen Konsolidierungsüberlegungen auch in Zeiten der Krise Mut haben muss zu sähen. Denn nur wer säht, kann auch ernten. Zu einer erfolgreichen Konsolidierung und Finanzsteuerung gehört eine lang- bis mittelfristige Finanzplanung. Es ist leider ein weit verbreiteter Irrglauben in den Kommunalverwaltungen, dass Investitionen sich im selben Haushaltsjahr gewinnbringend darstellen lassen müssen. Der Mut, mehrjährig zu denken, muss in der kommunalen Verwaltung immer noch wachgeküsst werden. 8. Ohne Ressourcenverantwortung keine Verantwortung! Gerade jetzt ist wieder zu beobachten, dass manche Stadtspitze glaubt,


durch die Zentralisierung von Aufgaben Konsolidierungserfolge zu erbringen. Solche Ansätze sind rückwärtsgewandt und durch die Fehler der Vergangenheit bereits als erfolglos belegt. Zentralisierung bedeutet keine Produktverantwortung, bedeutet Finanzzuweisung, bedeutet Organisationszuweisung und bedeutet Personalhoheit von außen. Erfolgreiche Steuerung heißt Fach- und Ressourcenverantwortung produktbezogen auf Amts- und Fachbereichsebenen. Querschnittsbereiche wie Hauptämter, Personalämter, Immobilienmanagement und Kämmerei müssen sich als Serviceeinheiten und nicht als Chef-Büros über Anderen begreifen. Wer glaubt, er könne mit der Macht der Finanzen erfolgreich Produkte in anderen Organisationsbereichen steuern, der irrt. Fachverantwortung und Finanzverantwortung gehören in eine Hand, damit wirtschaftlich gearbeitet wird. Nur so kann Verantwortung gelingen. Ohne Verantwortung in den einzelnen Organisationseinheiten einer Kommunalverwaltung kann Steuerung und letztendlich auch Konsolidierung nicht gelingen.

9. Ohne Personalführung kein Erfolg! „kommunale Zusammenarbeit“ kann hilfDie Oberbürgermeister, Bürger- reich, im Rahmen zeitgemäßer Konsolimeister und Landräte in den Kommunen dierung, sein. Das erfordert in den Kommüssen die Förderung der Qualifikation, munen oft den Mut, den ersten Schritt der Motivation und die Verantwortungs- zu tun und Arroganzen hinter sich zu bereitschaft ihrer Mitarbeiterinnen und lassen. Gerade in Ballungsräumen von Mitarbeiter wollen. Hierzu gehört die Großstädten, aber auch insbesondere in Schaffung der zuvor beschriebenen Fach- Landkreisen, kann die Zusammenfühund Ressourcenverantwortung aber auch rung von Aufgaben und Leistungen und kürzere und transparente Informations- einzelner Institutionen deutliche Konsound Entscheidungsverfahren, der Abbau lidierungseffekte haben. Die kommunale unnötiger Zwischeninstanzen (flache Zusammenarbeit ist keine Allheilwaffe. Hierarchien), eine zeitgemäße Personal- Viele Leistungen können aber in gemeinentwicklungsplanung und Personalqua- schaftlicher Organisation den Verwallifizierung aber auch Beratung, Supervi- tungsaufwand schmälern. Insbesondere sion und die Förderung von auch die Aufteilung einzelner Aufgaben, Fachkarrieren. Nur motivierte Mitarbei- z. B. in Landkreisen, die eine Kommune terinnen und Mitarbeiter führen ein macht jenes und die andere Kommune kommunales Unternehmen zum Erfolg. dieses, können durchaus ErfolgskonzepStumpfe Hierarchie von oben nach unten, te sein. Auch der gemeinsame Erfolg Misstrauen und Unmut führen zu Demo- benachbarter Kommunen führt zu Anertivation und sind letztendlich teuer und kennung in der Bürgerschaft. unwirtschaftlich. 10. Schulterschluss statt Kirchturmdenken! Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass man nur alleine stark ist. Auch die

Karl Janssen ist Vorstandsmitglied der Stadt Duisburg für die Geschäftsbereiche Bildung und Kultur, Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft und Kulturmanager des Jahres 2009

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FACHBEITRAG

Nutzenbringende Formen von Kulturinvestments durch Unternehmen Eva Nieuweboer und Annemarie Kunze, Agentur Causales

Kulturförderung und die Gewährleistung der kulturellen Grundversorgung werden in Deutschland häufig als selbstverständlich wahrgenommen. Doch die öffentliche Hand, die Kulturinstitutionen und -projekte finanziell (mit-) speist, ist gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten allgemeinen Spar- und Rationalisierungsmaßnahmen unterworfen. Da eigenerwirtschaftete Einnahmen diese Finanzierungslücke kaum schließen können, ist es nötig zunehmend neue Förderungsmöglichkeiten zu finden und in der Wirtschaft erfolgreiche Finanzierungsmodelle auf den Kulturbetrieb zu übertragen.

setzung aufzuteilen, die Qualität zu steigern und die Kosten zu senken. Im Kulturbereich sind PPPs als Form der Zusammenarbeit bisher wenig verbreitet. Eine museale Einrichtung, die dieses Finanzierungsmodell anwendet, ist das Museum Kunst Palast Düsseldorf, das als Kooperation der Stadt Düsseldorf mit dem Energieunternehmer E.ON getragen wird. Als sinnvolle Trägerschaft dieser langfristigen Kooperation hat das Museum, das den Kunstpalast und das Kunstmuseum umfasst, das Stiftungsmodell gewählt. Schon in der Sat-

zung wurden die Leistungen beider Parteien festgelegt: E.ON (damals noch VESPA AG) sollte das Grundstück für den neu geplanten Firmensitz von der Stiftung zum marktüblichen Preis kaufen und ab 1998 das Museum über zehn Jahre hinweg finanziell, beratend und durch Sachleistungen unterstützen. Im Gegenzug erhielt das Unternehmen ein geeignetes Grundstück für den neu geplanten Firmensitz auf dem Gelände des Museum Kunst Palast, sowie ein Objekt gesellschaftlichen Engagements, für das sich E.ON vor Ort engagieren kann. Zusätzlich würde sich die neu gegründete

Ein Modell, das zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben, gerade in infrastrukturellen Bereichen verbreitet ist, ist die Public Private Partnership (PPP) auch Öffentlich Private Partnerschaft (ÖPP) genannt. Sie bezeichnet die vertraglich geregelte, langfristige Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft mit dem Ziel, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und gleichzeitig die Risiken der Projektum-

Entlohnung als Auftraggeber

öffenliche Hand

Private Wirtschafts -

(Bund, Länder,

unternehmen

Kommunen)

_Stimulierung

_Qualitätssteigerung _Kostensenkung _Risikoteilung

der Wirtschaft _Bereitstellung von Know-how

Leistungserbringung als Vertragspartner 24

Burghof Lörrach


Mercandede © Foto: Juri Junkov

Marke E.ON durch ihr kulturelles Engagement von Beginn an als Förderer der Kultur positionieren, ein Image, das positiv auf Kunden wirkt und Mitarbeiter motiviert. An der Spitze der Stiftung steht der Vorstand, wobei dieser von einem 14köpfigen Kuratorium überprüft wird, das unter anderem aus Vertretern der Stadt und von E.ON besteht: Auf Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm nimmt dieses jedoch keinen Einfluss: So bleibt trotz der langfristigen und engen Zusammenarbeit die künstlerische Freiheit des Museums erhalten. Am Modell des PPP orientiert sich auch der Burghof Lörrach: Die Stadt Lörrach beschloss 1997, den Betrieb des Kultur- und Veranstaltungszentrums privatwirtschaftlich zu organisieren und eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gründen, die die Einrichtung betreiben sollte. Bei Gründung der GmbH erwarb die Stadt mehr als 50 Prozent der Anteile. Als weitere Gesellschafter, nutzen führende regionale Unternehmen, wie die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden,

badenova, die Volksbank Lörrach eG, die KOKO & DTK Entertainment GmbH und die SWISS die Chance, sich über das Anteilseigentum am Burghof Lörrach als Unterstützer der Region zu positionieren. So entstand ein deutschlandweit bekanntes Zentrum hochwertigen und niveauvollen Kulturgenusses, das die Synergien privater und öffentlicher Investoren nutzt. Als neues kulturelles Vorzeigeschild mit großer Strahlkraft für Touristen hat der Burghof Lörrach maßgeblich dazu beigetragen, Kultur als einflussreichen Standortfaktor für Stadt und Region zu etablieren. Von den positiven Folgen (Mehrkonsum, Umwegrentabilität, etc.) profitieren neben der Stadt auch regionale Unternehmen. Kommuniziert werden die Namen der Gesellschafter in allen hauseigenen Publikationen und auf der Website. Zusätzlich nutzen die Unternehmen ihren Status als Sponsoren des renommierten Burghofs, um dem eigenen Image ein Profil zu geben. Des Weiteren wird ein breites nationales wie internationales Publikum angesprochen, wodurch der Bekanntheitsgrad

Burghof Lörrach, Großer und kleiner Saal

der Unternehmen steigt. Überregionale Bekanntheit hat die Burghof Lörrach GmbH vor allem als Ausrichterin des Internationalen Chor- und Gesangsfestivals STIMMEN erlangt. Das Festival lockt jährlich bis zu 30.000 Besucher in die Region am Oberrhein und ist eine beliebte Werbeplattform für Unternehmen. Die Gesellschafter werden insbesondere über die Organe des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung als aktive Gestalter der GmbH verstanden, was bei den Unternehmen zu einer besonders starken Identifizierung mit der unterstützten Institution führt. Die private Kulturförderung – gerade auch in Kombination mit öffentlicher Finanzierung – stellt in vielen Fällen ein ausgesprochen konstruktives, für alle Beteiligten gewinnbringendes Finanzierungsmodell dar. Allerdings darf die Unterstützung von Kultureinrichtungen und -projekten durch private Investoren für die öffentliche Hand kein Grund sein, sich der Verantwortung der Kulturförderung zu entziehen. 25


INTERVIEW

Migros-Kulturprozent: Lücken schließen und Themen setzen Hedy Graber, Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund Natalie Junger von der Agentur Causales sprach mit Frau Graber über Investments in die Kultur

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Die Migros ist nicht nur der größte Ein- ge Aktivitäten und Projekte bilden einen zelhändler und private Arbeitgeber der weiteren Bestandteil des Engagements. Schweiz, sondern auch einer der namhaftesten privaten Förderer in den BereiÜber welche Einrichtungen und chen Kultur, Gesellschaft, Bildung, Frei- Strukturen ist im speziellen die Kulturzeit und Wirtschaft. Geregelt ist dieses förderung als Teil des Migros-KulturproEngagement der Migros in der wohl ein- zent organisiert? zigartigen Form des „Kulturprozent“, das in den Statuten des Migros-GenosDie Direktion Kultur und Soziales senschafts-Bundes verankert ist und die- ist verantwortlich für die nationalen sen sowie die einzelnen Genossenschaf- Aktivitäten des Migros-Kulturprozent in ten auf die Unterstützung von Kultur den Bereichen Kultur und Gesellschaft. und Gesellschaft verpflichtet. Das von Regionale Aktivitäten werden von den dem Migros-Begründer Gottlieb Duttwei- zehn Genossenschaften unterstützt. Auf ler initiierte „Kulturprozent“ wird auf nationaler Ebene realisieren wir eigene der Grundlage des Umsatzes berechnet Projekte, unterstützen Projekte mit und ist neben dem kommerziellen Erfolg Finanzierungsbeiträgen und führen seit gleichberechtigtes Unternehmensziel über 40 Jahren Talentwettbewerbe durch. des Schweizer Einzelhändlers. Mit dem Mit dem migros museum für gegenwartsMigros-Kulturprozent soll der breiten kunst betreiben wir eine Institution in Bevölkerung der Zugang zu Bildung, kul- Zürich, die Ausstellungen internationaturellen und sozialen Angeboten ermög- ler zeitgenössischer Gegenwartskunst licht werden. In diesem Sinne engagiert zeigt und über eine eigene Sammlung sich die Migros seit mehr als 50 Jahren verfügt. Des Weiteren konzipieren und für Institutionen, Projekte und Aktivitä- realisieren wir alle zwei Jahre das interten – im Jahr 2009 mit über 114 Millio- nationale Tanzfestival Steps. Mit den nen Schweizer Franken. Hedy Graber ist „Migros-Kulturprozent-Classics“ sind wir verantwortlich für den Teilbereich Kul- die einzigen Veranstalter von internatiotur und Soziales des Migros-Kulturpro- nalen Orchestertourneen in der Schweiz. zent. Unser Popmusik-Festival „m4music“ setzt Maßstäbe im Bereich Popmusik, Label- und Nachwuchsförderung. Sehr geehrte Frau Graber, die Migros ist mit dem Migros-KulturproÜber das Migros-Kulturprozent zent vertraglich auf die kulturelle Förde- werden die Bereiche Kultur, Gesellschaft, rung festgelegt. Würden Sie den Antrieb Bildung, Freizeit und Wirtschaft geförund die Idee hinter diesem Engagement dert. Nach welcher Maßgabe erfolgt die jenseits der Verpflichtung darauf noch- Verteilung der Fördersumme auf die einmals konkret formulieren? zelnen Bereiche? Das Migros-Kulturprozent ist ein freiwilliges Engagement der Migros in den Bereichen Kultur, Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft. Mit seinen Institutionen, Projekten und Aktivitäten ermöglicht es einer aktiven und interessierten Bevölkerung Zugang zu kulturellen und sozialen Leistungen in ihrem jeweiligen Nah- und Lebensraum. Tragende Säulen des Migros-Kulturprozent sind die Klubschule Migros, die Eurocentres, das Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) in Rüschlikon, die vier «Parks im Grünen», die Monte-GenerosoBahn im Tessin und das migros museum für gegenwartskunst in Zürich. Vielseiti-

Wie bereits erwähnt wird das Migros-Kulturprozent auf der Grundlage des Umsatzes berechnet und ist in den Statuten der Migros verankert. Rund die Hälfte des jährlichen Budgets wird historisch gewachsen in den Bereich Bildung investiert. Bildung für alle ist seit Anbeginn eines der wichtigsten Handlungsfelder des Migros-Kulturprozent. Es leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Förderung persönlicher und beruflicher Entwicklung. Die Klubschule Migros ist die größte private Weiterbildungsinstitution in der Schweiz und begrüßt an seinen 50 Standorten jährlich rund 500.000 Teilnehmer. Und mit den 30 Sprachschu-

len der Eurocentres bieten wir Fremdsprachenaufenthalte in 15 Ländern an. Gut ein Viertel der Fördersumme wird, wie in der vorherigen Antwort ausgeführt, für kulturelle Leistungen verwendet, und das andere Viertel steht für die Bereiche Gesellschaft, Freizeit und Wirtschaft zur Verfügung. Die Verteilung wie auch die Verwendung der Fördergelder unterliegen der strategischen Ausrichtung des Migros-Kulturprozent, welche laufend überprüft und weiterentwickelt wird. Mit dem Migros-Kulturprozent werden sowohl fremde Projekte unterstützt als auch eigene verwirklicht. Welche Gewichtung liegt hier vor? Mit unseren eigenen Projekten schließen wir Lücken und setzen Impulse in der Schweizer Förderlandschaft. Bei der Unterstützung von fremden Projekten achten wir darauf, dass sie eine nationale Ausstrahlung haben und über eine hohe Qualität verfügen. Auf nationaler Ebene sehen wir vom „Gießkannenprinzip“ ab und fördern lieber wenige Projekte mit substantiellen Mitteln als zahlreiche Projekte mit kleinen Beiträgen. Alle von uns realisierten oder geförderten Projekte entsprechen den Werten Innovation, Partizipation, Qualität und gesellschaftliche Relevanz, von denen das kulturelle und soziale Engagement des Migros-Kulturprozent getragen wird. Die Genossenschaften halten es direkt umgekehrt und verteilen ihre Unterstützungsleistungen bewusst breit nach dem Gießkannenprinzip, um großmöglichst die kulturelle Vielfalt der verschiedenen Regionen und Bevölkerungsgruppen im Genossenschaftsgebiet zu fördern. In den letzten fünf Jahrzehnten sind die durch das Migros-Kulturprozent gewährleisteten Aktivitäten stetig gewachsen. Sie überprüfen deren Wirkung regelmäßig. Wie gestaltet sich diese Wirkungsüberprüfung und welche Ergebnisse haben Sie gewonnen? In den von mir verantworteten Bereichen Kultur und Gesellschaft haben wir für unsere Projekte eine Strategie 27


etabliert, die Ziele, Wirkungen und Maßnahmen klar definiert. Mit Wirkungsindikatoren überprüfen wir regelmäßig die Zielerreichung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass wir nicht ausschließlich auf quantitative Ergebnisse fokussieren, sondern auch die qualitative Wirkung unserer Projekte evaluieren. Vor allem diese Erkenntnisse sind wertvoll für die inhaltliche Weiterentwicklung unserer Projekte. Wie steht es um die Marketingund PR-Maßnahmen zu den geförderten Projekten: Speist sich deren Finanzierung bereits aus dem Migros-Kulturprozent oder steht hierfür zusätzliches Geld zur Verfügung? Die Kommunikation ist ein integrierter Teil unserer Projekte. Wir achten sehr darauf, welche Zielgruppen wir mit welchen PR- und Marketingaktivitäten erreichen können, verzichten auf flächendeckende Kommunikationsmaßnahmen und erzielen auf diese Weise kostengünstig und effizient die gewünschten Resultate. Das Engagement in den Bereichen Kultur und Gesellschaft ist ein festverankerter Bestandteil der Unternehmenspraxis bei Migros. Wie sieht es im Denken der Mitarbeiter von Migros aus: Ist die Bedeutung und Relevanz dieses Engagements bewusst und anerkannt? Die gesellschaftliche Verantwortung gegen innen wie außen ist fest in der DNA der Migros verankert und wird täglich gelebt. Der Migros Gründer Gottlieb Duttweiler schätzte das „soziale Kapital“ höher ein als das wirtschaftliche und postulierte 1950: „Wir müssen wachsender eigener materieller Macht stets noch größere soziale und kulturelle Leistungen zur Seite stellen.“ Im Gegensatz zu früher haben sich die Kommunikationskanäle vereinfacht. Die Mitarbeitenden der Migros werden über verschiedene Informationskanäle über die vielseitigen Aktivitäten des MigrosKulturprozent informiert. Sie sind ein wichtiger Teil des Publikums unserer Projekte im Bereich Kultur und Gesellschaft und ebenso wichtige Multiplikato28

ren gegen außen. Wir genießen bei den Mitarbeitenden eine große Sympathie für unsere Leistungen und Engagements. Natürlich wird die Bedeutung und Relevanz des Migros-Kulturprozent nach innen und nach außen immer wieder kontrovers thematisiert – aber genau das macht es ja so spannend.

Förderung der Wirtschaft. Im Vergleich zu Kultur oder Bildung erscheint dieser Bereich sehr viel weniger förderbedürftig und seine Förderung daher in der Reihe mit den anderen Gebieten auch schwerer zu legitimieren. Weshalb Wirtschaftsförderung und wie gestaltet sich diese konkret?

Ergibt sich aus der Unterstützung der zahlreichen gesellschaftlich relevanten Gebiete ein konkreter Nutzen für Migros, etwa als Marketinginstrument? Wird überhaupt in diesen Kategorien eines Nutzens aus dem kulturellen Engagement gedacht oder spielt dies keine Rolle, da die Bereiche gesellschaftliches Engagement und kommerzieller Erfolg weitgehend unabhängig voneinander bestehen und praktiziert werden?

Als Leiterin der Direktion Kultur und Soziales ist der Bereich Wirtschaft nicht in meinem Kompetenzbereich. Was ich aber grundsätzlich sagen kann ist, dass wir mit dem Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) einen laufenden Diskurs über relevante wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends führen. Der international anerkannte Think Tank erforscht Megatrends und Gegentrends, und dokumentiert die Erkenntnisse in diversen Publikationen.

Das Migros-Kulturprozent ist ein eigenständiger Unternehmenszweck und hat in erster Linie zum Ziel, in der Schweizer Gesellschaft einen Mehrwert zu stiften. Die strategischen Ziele des Migros-Kulturprozent oder die Auswahl der einzelnen Aktivitäten werden nicht daran ausgelegt, die Migros als Unternehmung möglichst gut im Rampenlicht aussehen zu lassen. In diesem Sinne besteht kein direkter Zusammenhang zwischen den Einzelhandelszielen und dem Migros-Kulturprozent. Unbestritten ist jedoch, dass das Migros-Kulturprozent ein Sympathieträger für die Migros ist. Zudem wurde die Migros 2009 mit der Auszeichnung zum „Responsible Retailer of the Year“ bei den World Retail Awards 09 ausgezeichnet. Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist das Hauptkriterium, nach welchem der Preis „Responsible Retailer of the Year“ verliehen wurde. Seit 1957 fließt jährlich ein Beitrag des Unternehmensumsatzes an das Migros-Kulturprozent. Gemäß der Jury des World Retail Awards gibt es derzeit keinen anderen Einzelhändler, der sich dem Grundsatz der verantwortungsvollen Unternehmensführung langfristig so konsequent und effektiv verpflichtet hat wie die Migros.

Die Migros versteht sich selbst als Impulsgeber. In gewisser Weise bedeutet dies Einflussnahme statt reiner Unterstützung und damit den (ideellen wie finanziellen) Eingriff in beispielsweise die kulturelle Sphäre. Wie rechtfertigt die Migros dies?

Ein Teil des Geldes aus dem Migros-Kulturprozent fließt auch in die

Das Schweizer Kulturschaffen wird von der öffentlichen Hand und von privaten Finanzierern auf unterschiedliche Art und Weise gefördert. Die Direktion Kultur und Soziales des Migros-Kulturprozent übernimmt dort die Rolle des Impulsgebers, wo entsprechende Fördermaßnahmen fehlen. So haben wir sehr früh (1988 erste Ausgabe von Steps) auf die Förderung des zeitgenössischen Tanzes gesetzt. Die Etablierung einer eigenen Fachabteilung für Pop und Neue Medien vor über zehn Jahren führte dazu, dass wir auf diesen Gebieten früh Initiativen (zum Beispiel die Kulturbüros) ergriffen haben, die sich im Nachhinein als wegweisend herausgestellt haben. Im Filmbereich sind wir die einzigen Förderer im Bereich Postproduktion. Neu setzen wir bei den Finanzierungsbeiträgen einen Schwerpunkt mit der Förderung von Comics. Dabei gilt es immer, den Bedürfnissen der Kulturschaffenden und des Publikums Rechnung zu tragen. Auf dieser Basis entwickeln wir unsere Projekte laufend weiter.


FACHBEITRAG

Mäzenatentum als Form privater Kulturförderung Eva Nieuweboer und Natalie Junger, Agentur Causales

„Der größte Kulturfinanzierer in Deutschland ist der Bürger.“ 1 Diese Bemerkung Gitta Connemanns, Bundestagsabgeordnete und ehemalige Vorsitzende der Enquête-Kommission „Kultur in Deutschland“, verschiebt das in Deutschland gängige Bild, demzufolge Gemeinden, Länder, Bund und Europäische Union als wesentlichste Förderer von Kultur auftreten. Bürgerschaftliches

Engagement wird vor diesem Hintergrund nur in einer Ergänzungsfunktion wahrgenommen. Tatsächlich aber nimmt selbiges nach dem Beitrag der Kulturwirtschaft den zweiten Rang in der Finanzierung von Kultur in Deutschland ein. Genaue Zahlen sind für die private Kulturförderung 2 schwer zu ermitteln; weder erfolgt eine regelmäßige Erfassung der Spendentätigkeit, noch eine

verbindliche oder amtliche Dokumentation. Für das Jahr 2006 konnte das Maecenata Institut dennoch Werte zwischen 10,179 und 19,308 Milliarden Euro an jährlicher privater Kulturförderung in Deutschland nachweisen. 3 Eine Sonderform bürgerschaftlichen Engagements ist das Mäzenatentum, das auf den Etrusker Gaius Clinius Maecenas (ca. 70 – 8 v. Chr.) zurückgeht. Der Begriff benennt die Unterstützung und Förderung vorrangig von Künstlern, kulturellen Einrichtungen und Projekten über Geld oder Sachspenden durch einen Gönner, ohne die Erwartung eines ökonomischen oder persönlichen Nutzens als Gegenleistung. 4 Selbstlosigkeit, Freiwilligkeit und ein weitgehend informeller Rahmen sind weiterhin Merkmale des Mäzenatentums in seinem originären Verständnis. 5 Lange war das Mäzenatentum die einzige Form von Kulturförderung – heute bezeichnet es ein aussterbendes Betätigungsfeld. Andere, neuere Möglichkeiten privater Kulturförderung lassen mäzenatische Spenden selten werden. Diese in konkreten Zahlen darzustellen ist kaum möglich – wer sein Engagement nicht ohnehin gänzlich der Diskretion unterwirft, der schweigt für gewöhnlich zumindest zu Zahlen und Summen.

Wohnhaus Sammlung Boros-Bunker © Foto: noshe

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Die Familie Otto, Begründer und Inhaber des gleichnamigen Hamburger Versandhauskonzerns, investiert im Verborgenen Millionen in Kunst und Gesellschaft: Michael Otto engagiert sich stark über seine Stiftungen, 2008 wurde er dafür mit der „Medaille um das Stiftungswesen“ ausgezeichnet. Sein Vater Werner Otto spendet zusammen mit seiner Frau jährlich etwa zehn Millionen


Euro für kulturelle und karitative Belange – nur sprechen sie nicht darüber.6 Mäzene von größerer öffentlicher Präsenz finden sich vorwiegend in der Kunstszene: Wer Kunst heute fördern will, kauft und sammelt sie gezielt. Und baut ihr neuerdings eigene Häuser, statt sie als Schenkungen oder Dauerleihgaben staatlichen Museen zukommen zu lassen. Einer der bekanntesten Deutschen in dieser Reihe ist der VerlegerSohn und Unternehmer Frieder Burda. Seine international renommierte Sammlung mit Schwerpunkten in der Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst umfasst über 800 Werke und zählt zu den bedeutendsten Privatsammlungen Europas. 1998 gründete Frieder Burda die gleichnamige Stiftung, der er sein gesamtes Vermögen vermachte. Darüber finanzierte sich der 2004 in Baden-Baden eröffnete Neubau des Frieder Burda Museums mit 20 Millionen Euro, die laufenden Kosten trägt ebenfalls die Stiftung.7 Zu denen, die „Kunst nicht für den Keller sammeln“8, gehört auch Julia Stoschek. Die Gesellschafterin des Automobilzulieferers Brose erwarb sich in kürzester Zeit den Status einer der bedeutendsten jungen Kunstsammler Deutschlands. Sie ist Mitglied im Direktoren-Board des Kulturwerke-Trägervereins in Berlin und der Ankaufskommission für Medienperformance des Museum of Modern Art (MoMA) in New York, dem sie auch jährlich ein wichtiges Werk schenkt. Stoschek ist Jahrgang 1975 und nicht nur aufgrund ihres geringen Alters eine Ausnahmeerscheinung unter deutschen Sammlern: Nach US-Vorbild fördert sie Institutionen, unterstützt am MoMa maßgeblich die Ankäufe von Kunstwerken und bringt sich aktiv über die Partizipation an Diskussionen, eigene Ideen und Recherchen ein.9 Im Jahr 2003 initiierte die Mäzenin zudem das Künstlerstipendium Just zur Unterstützung junger KünstlerInnen. Die Julia Stoschek Collection konzentriert sich auf Medienkunst, zu der

die junge Sammlerin eine besondere Affinität hegt. 2007 eröffnete sie in Düsseldorf eigene Ausstellungsräume – nicht um der Selbstbeweihräucherung willen, sondern um die Kunst ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen:10 Der Auseinandersetzung mit ihr. Den gleichen Antrieb tragen auch die Ausstellungsräume der ehemaligen Galeristin Ingvild Goetz in München: Als Sammlerin und Förderin zeitgenössischer Kunst will sie die Öffentlichkeit an ihrer Seherfahrung und ihrem Erkenntniszuwachs teilhaben lassen. Ihr Ziel ist es, mit guter Kunst Augen zu öffnen, politisch wie ästhetisch.11 Die Tochter von Werner Otto ist eine der international bekanntesten Kunstsammlerinnen, die Sammlung Goetz umfasst mittlerweile etwa 3.000 Werke. Neben dem Ausbau ihrer Sammlung ist, wie auch für Stoschek, der persönliche Kontakt zu den Künstlern, der im genuinen Verständnis des Mäzenatentums grundgelegt ist, ein besonderes Anliegen. Die finanziellen Mittel für ihre Leidenschaft nimmt Goetz aus dem Galeriefundus und der Familie. Damit verfügt sie über ein überdurchschnittliches Jahresbudget von 500.000 Euro für ihre Sammlung, das sie auch bedacht einhält.12 Zentrale thematische Momente der Sammlung sind der Mensch und die Gesellschaft. Ingvild Goetz engagiert sich zusammen mit ihrem Mann auch abseits der Kunst durch die Unterstützung zahlreicher sozialer Projekte weltweit. Der Wunsch, die Gesellschaft ein Stück weit mit zu gestalten und einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten, steht meist als Motivation hinter bürgerschaftlichem Engagement.13 Bei Mäzenen im Besonderen spielt darüber hinaus neben der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung die Verbundenheit zu den geförderten Inhalten eine tragende Rolle – bei Burda, Stoschek und Goetz die Liebe zur Kunst. Im Engagement für die Kunst finden sie Erfüllung und Sinnhaftigkeit, eine Bereicherung, an der die Öffentlichkeit teilhaben soll.14

1–Zitat Gitta Connemann, nach: Rainer Sprengel / Rupert Graf Strachwitz: Private Spenden für Kultur. Bestandsaufnahme, Analyse, Perspektiven. Maecenata Schriften 2, Stuttgart 2008. Hier: Vorwort. 2 –darunter fallen: einfache Geldspenden, Stiftungen, Mitgliedsbeiträge, finale Spenden, Unternehmensspenden und – beiträge, Sponsoring, nach einer Empfehlung des Maecenata Instituts auch Zeitspenden, da in die Zahlen der öffentlichen Kulturförderung auch Personalkosten einfließen. 3–Sprengel / Strachwitz: S. 20. Werte unter Einbezug der Zeitspenden; Werte ohne Zeitspenden zwischen 829 und 2.608 Millionen Euro. 4–Vgl. http://www.kulturkreativwirtschaft.de/KuK/Nav igation/FinanzierungFoerderung/sponsoring-undmaezenatentum,did=328968. html und 2. Hessischer Kulturbericht 5–Izabella Parowicz: Denkmalpflege effektiv fördern: Finanzierung des Schutzes von Architekturdenkmälern in europäischer Perspektive. München 2006. Hier: S. 175f. 6–Franziska V. Mutius: Preis für stilles Mäzenatentum. In: Die Welt, 28. Juni 2008. 7–Vgl. hierzu: David Scherf: Die ehrliche Freude an der Kunst. Auf: stern.de, 18. März 2008. 8–Ute Thon: Ich sammle Kunst nicht für den Keller. In: art. Das Kunstmagazin, Heft 4 / 2007. 9– Christoph Mohr: Julia Stoschek: Kunst statt Autoteile. In: Handelsblatt, 7. Dezember 2008. 10–Thon. 11–Susanne Schreiber: Immer den Menschen im Blick. In: Handelsblatt, 5. April 2005. 12–Katja Blomberg: Wie Kunstwerke entstehen: der neue Markt der Kunst. Hamburg 2005. Hier: S. 44. 13–Sprengel / Strachwitz: S. 72. 14–Vgl. Elisabeth Dostert: Auseinandersetzung als innere Notwendigkeit.“ In: Süddeutsche Zeitung, 19. April 2007. Ebenso: Scherf; Mohr.

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INTERVIEW

Das Märchen von Görlitz Joachim Paulick, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz Natalie Junger von der Agentur Causales sprach mit Herrn Paulick über anonymes Mäzenatentum in Görlitz

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Mit beinahe 4.000 erhaltenen Baudenkmalen und einer gotisch, renaissancezeitlich und barock geprägten Altstadt weist Görlitz eines der besterhaltensten historischen Stadtbilder Deutschlands auf. Seit 1990 bemüht sich die ostdeutsche Stadt um den Erhalt und die Sanierung der Bauten und Denkmäler, ein maßgeblicher Teil der Finanzierung läuft über die „Altstadtmillion“. Seit 1995 lässt ein anonymer Spender der Stadt Görlitz jährlich 511.500 Euro zukommen – vor der Währungsumstellung genau 1 Million DM. Mehr als 500 Objekte profitierten bereits von der Großzügigkeit des Spenders, weitere sollen folgen. Vorausgesetzt die Anonymität des Gönners bleibt gewahrt. Natalie Junger von Causales sprach mit dem Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick über den namenlosen Geldsegen.

Sehr geehrter Herr Paulick, seit nunmehr 15 Jahren fließt das anonyme Geld nach Görlitz. Mit welchen Auflagen und Bestimmungen seitens des Gönners sind die jährlichen Spenden verbunden? Görlitz hat im Januar dieses Jahres seine 16. „Altstadt-Million“ erhalten, dieser Begriff wurde zu DM-Zeiten geprägt. Heute sind es rund 511.000 Euro. Die Spenderin/der Spender hat von Anfang an deutlich gemacht, dass sie/er nicht öffentlich bekannt werden möchte. Die Stadt ist aufgefordert, nichts dahingehend zu unternehmen, ihre/seine Identität ausfindig zu machen. Wir respektieren ihren/seinen Wunsch, anonym bleiben zu wollen. Es ist so viel spannender, weil niemand von uns weiß, wie lange diese Quelle sprudelt. Und das hat seinen ganz eigenen Reiz, wie wir über die Jahre feststellen konnten. Es ist immer eine besondere Überraschung, wenn vorab per Fax die Überweisung angekündigt wird und darüber freuen wir uns riesig. Weshalb, glauben Sie, beharrt der Spender auf der Wahrung seiner Identität? Welche Beweggründe vermuten Sie hinter seiner Großzügigkeit ausgerechnet Görlitz gegenüber?

Über die Identität und die Beweggründe der Stifterin/des Stifters können wir nur spekulieren. Die Vorstellung ist bei jedem sicherlich sehr unterschiedlich ausgeprägt – sie reicht von einer älteren Dame über einen älteren Herrn. … Zumindest muss es jedoch eine sehr vermögende Person sein, die Görlitz über alle Maßen liebt, sich dieser Stadt eng verbunden fühlt und ihr Gutes tun möchte. Anders wäre eine solch langjährige Unterstützung kaum denkbar. Über solch einen Zeitraum und völlig uneigennützig, denn die Spenderin/der Spender möchte dafür nicht einmal eine Spendenquittung. Es ist immer wieder unglaublich, deshalb bezeichne ich die Geschichte oft auch als „Das Märchen von Görlitz“. Immer, wenn ich Besucher im Rathaus empfange, gehört der herzliche Dank an die großzügige Spenderin/ den großzügigen Spender dazu. Ich bin überzeugt davon, dass sie/er manchmal Görlitz besucht und durch die Straßen geht, um sich selbst vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, wie sich Görlitz entwickelt. Und offensichtlich ist sie/er zufrieden mit dem, was wir vor Ort mit dem Geld anfangen. Mit der Verwaltung und Verteilung der „Altstadtmillion“ ist die Altstadtstiftung betraut. Nach welcher Maßgabe erfolgt die Verteilung des Geldes auf die einzelnen geförderten Projekte? Die Altstadtstiftung nimmt die Förderanträge entgegen und erarbeitet eine Vorschlagsliste für die förderungswürdigen Projekte. Grundvoraussetzung ist, dass die Objekte, die bedacht werden sollen, innerhalb der Stadtgrenzen von Görlitz liegen. Jeder Antrag wird geprüft und gewertet, dann entscheidet das

Kuratorium der Altstadtstiftung über die Vergabe der Mittel. Gewährt werden können Zuwendungen für Maßnahmen, die dem Schutz und der Pflege von Kulturdenkmalen dienen. Dazu gehören die Instandhaltung, Reparatur, Renovierung, Restaurierung, Instandsetzung, Sanierung, Konservierung, Ergänzung oder Vervollständigung eines Denkmals, aber auch dokumentierende Maßnahmen oder konzeptionelle Arbeiten werden gefördert. Dies setzt das Vorliegen einer denkmalschutzrechtlichen Genehmigung voraus. Mit dem Antrag sind diverse Unterlagen einzureichen. Nachgewiesen werden muss eine gesicherte Finanzierung. Nach Möglichkeit sollen lokale bzw. regionale Firmen mit der Ausführung beauftragt werden. Wie und in welchem Rahmen war die Objekterhaltung und Förderung möglich, bevor der anonyme Mäzen in Erscheinung trat? Wurde in diesem Zusammenhang auch mit Sponsoren kooperiert? Görlitz kam nach 1990 in den Genuss von erheblichen Zuwendungen aus Bundes- und Landesfördermitteln, hinzu kommen Investitionen privater Eigentümer in Größenordnungen. Dafür sind wir sehr dankbar. Der Sanierungsfortschritt ist deutlich sichtbar und schreitet – wenngleich auch langsamer als in den 1990er Jahren – aber doch weiter voran. Auch für die neue EFRE-Förderperiode hat die Stadt Mittel für Projekte beantragt und bewilligt bekommen. Auf das bisher Erreichte können wir wirklich stolz sein. Dank der Zahlungen des Spenders müsste es Görlitz möglich sein, eigene Ausgaben im Bereich der Denkmalpflege 33


einzusparen. Worauf verwendet die Stadt diese durch die Spenden freigewordenen Gelder? Bei dem Geld der Altstadtstiftung handelt es sich nicht um Ersatzdeckungsmittel. Die Mittel sind gewissermaßen ein zusätzliches Bonbon, sie können andere Förderungen ergänzen, werden jedoch niemals ausschließliche Finanzierungsquelle sein. D.h., mitunter braucht ein Investor einen Betrag x, um einen höheren Kredit für Maßnahmen am Denkmal zu erlangen. Dann kann die Zuwendung zur Aufstockung der Eigenmittel eingesetzt werden. Mal ist es nur ein Detail, dessen Restaurierung gefördert wird. Nicht zuletzt aufgrund des nach wie vor vorhandenen Sanierungsbedarfs kann man deshalb nicht von freiwerdenden Mitteln sprechen. Wir wissen jedoch um den positiven Effekt dieser Stiftungsmittel. Ein Euro aus der Altstadtstiftung bewirkt das Drei- bis Vierfache an Investitionen. Görlitz hatte sich als Kulturhauptstadt des Jahres 2010 beworben, konnte sich jedoch nicht gegen Essen durchsetzen. Dennoch war dieser Schritt für die Entwicklung der Stadt, nach innen ebenso wie nach außen, wichtig. Wie und mit welchen Maßnahmen gedenken Sie die Vision einer deutsch-polnischen Europastadt Görlitz-Zgorzelec mit einem neuen städtischen Bewusstsein und einem eigenständigen Profil weiterzuverfolgen? Die Stadt Görlitz hat im Bewerbungsverfahren viele Erfahrungen sammeln können, die sie nun beispielsweise an die polnische Stadt Breslau weitergeben möchte, welche sich um die Ausrichtung der Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2016 bewerben möchte. Der Stadtrat der großen Kreisstadt Görlitz hat Ende April den Beschluss gefasst, die Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien zunächst ideell und bei Erfolg auch bei der Umsetzung gemeinsamer Projekte zu unterstützen. Gewonnen haben wir durch die Bewerbung in jedem Fall europaweit an Bekanntheit, das spüren wir noch heute. Es war ein Novum, dass eine deutsche Stadt gemeinsam mit ihrer pol34

nischen Nachbar- und Partnerstadt ins Rennen ging: der Doppelstandort mit rund 100.000 Einwohnern gegen Essen und das Ruhrgebiet – quasi David gegen Goliath. Das hat für Aufsehen gesorgt, wurde wahrgenommen und brachte viel Anerkennung. Doch das Zusammenwachsen unserer Städte war nicht abhängig von der Kulturhauptstadt-Bewerbung. Bereits 1998 haben die Görlitzer und Zgorzelecer Stadträte gemeinsam die Europastadt Görlitz/Zgorzelec proklamiert mit dem Ziel, sich zu einer Stadt in zwei Nationen zu entwickeln. Das deutsch-polnische Miteinander ist längst Alltag und spiegelt sich auf allen Ebenen wieder. Die Kontakte zwischen den Verwaltungen sind eng, es gibt gemeinsame Arbeitsgruppen, die sich über alle Belange austauschen. Im vergangenen Jahr wurde eine gemeinsame Stadtentwicklungsstrategie formuliert, die nun schrittweise umgesetzt wird. Vereine und Initiativen sind grenzüberschreitend aktiv, kaum eine Veranstaltung findet ohne den jeweiligen Nachbarn statt. Das größte Stadtfest am letzten Augustwochenende (in Görlitz Altstadt- und in Zgorzelec Jacubyfest) wird ebenfalls gemeinsam gefeiert. Das Festgebiet erstreckt sich beiderseits der Neiße. Und es sind vor allem praktische Beispiele, wie die grenzüberschreitende Buslinie oder die Kindergärten, in denen deutsche und polnische Kinder gemeinsam betreut werden, Görlitzer Grundschulen bieten Polnischunterricht an und kooperieren mit Einrichtungen in Zgorzelec sowie die Wiedererrichtung der Altstadtbrücke, welche unsere Zusammenarbeit lebendig machen. Davon profitieren in erster Linie die Bürger. In der Kürze der Zeit haben wir vergleichsweise viel erreicht, das konnte ich bei Besuchen im Saarland oder anderen Grenzregionen im Vergleich durchaus feststellen. Im Bewerbungsprozess gewann Görlitz national wie international an Ansehen, das Sie halten und ausbauen wollen. Wie wird Ihnen das gelingen? Wir sind ja nach der Entscheidung nicht in ein tiefes Loch gefallen, sondern haben uns auf unsere Kräfte besonnen. Görlitz kann mit einer reich-

haltigen Kultur- und Bildungslandschaft sowie einem sehr aktiven Vereinswesen und engagierten Bürgern punkten. Wir haben gar keine Zeit, dieser Bewerbung nachzutrauern, denn vor uns liegen neue Herausforderungen. Der Freistaat Sachsen richtet 2011 die 3. Sächsische Landesausstellung in Görlitz aus. Dazu sind wir gefordert, die erforderliche Infrastruktur bereitzustellen. Derzeit werden eigens dafür unsere wichtigsten Museumsgebäude – der Kaisertrutz und das Barockhaus Neißstraße 30 – saniert. Sie werden die zentralen Ausstellungsgebäude bilden. Im Mittelpunkt wird die mittelalterliche Handelsstraße „via regia“ stehen, der Görlitz Blüte und Reichtum verdankt. Umrahmt von einem umfangreichen Begleitprogramm soll die Ausstellung Besucher aus dem Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien nach Görlitz führen. Darauf bereitet sich Görlitz vor, um eine gute und liebenswürdige Gastgeberin zu sein. Zum anderen haben wir in den letzten drei Jahren die Anstrengungen hinsichtlich unseres Stadtmarketings erheblich verstärkt. Neben den Großplakaten, die u.a. in Hamburg und Berlin platziert waren, haben wir mit diversen Beilagen in großen deutschen Tageszeitungen den Standort mit all seinen Facetten vorgestellt. Unsere mit Wirtschaftsförderung und Tourismuswerbung beauftragte städtische Gesellschaft, die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, ist sehr aktiv in punkto Standortwerbung. Und der Erfolg dieser Bemühungen ist inzwischen auch sichtbar. Im Gegensatz zum sächsischen Trend konnte Görlitz im Jahr 2009 einen zweistelligen Zuwachs bei den Übernachtungszahlen erreichen. Der Tourismus bildet auch künftig ein wichtiges Standbein. Ich bin zuversichtlich, dass der im Süden unserer Stadt entstehende Berz-


dorfer See eine wunderbare Ergänzung zu den steinernen Zeugnissen der Architekturgeschichte und den rund 4.000 Einzeldenkmalen bildet und somit die Anziehungskraft unserer Stadt weiter steigert. Inwieweit sollen konkret einzelne im Rahmen des Bewerbungsverfahrens erarbeitete Konzept- und Programmelemente weiterverfolgt werden und welcher Anteil an der Umsetzung verdankt sich der „Altstadtmillion“? Wir haben Ideen aus der Bewerbung beispielsweise mit aktuellen Ereignissen verbunden. So haben im vergangenen Jahr zehn junge Künstler aus Städten entlang der via regia an einem Workshop unter dem Titel „Hidden Places“ teilgenommen. Sie haben sich mit der kulturellen Bedeutung der mittelalterlichen Handelsstraße im Kontext europäischer urbaner Kultur auseinandergesetzt. Entstanden sind daraus Videokunst- und Fotoarbeiten, die nun als Kunstausstellung „Hidden Places – Verborgene Orte entlang der Via Regia“ in unterschiedlichen europäischen Städten gezeigt werden. Im Juni war Görlitz/Zgorzelec damit bei der RUHR.2010 in Essen präsent. Die „Altstadtmillion“ spielt in diesem Kontext keine Rolle. Unter den Voraussetzungen eines offenbar schon seit längerer Zeit fokussierten Imagegewinns der Stadt Görlitz verwundert es, dass abgesehen von Plakatwerbung für den Görlitzer Weihnachtsmarkt offenbar nie in Citymarketing investiert wurde – zumal dies angesichts der finanziellen Entlastung durch den Spender doch hätte möglich sein können. Weshalb? Stadtmarketing ist kein Stiftungszweck der „Altstadtstiftung“. Doch auch die Geschichte über die Görlitzer Millionenspenderin/den Görlitzer Millionenspender wirbt für unsere Stadt und bringt jedes Jahr aufs Neue positive Schlagzeilen. Vor meiner Amtszeit waren die Prioritäten möglicherweise anders gesetzt, der Schwerpunkt lag hier weniger auf der Außenwirkung. Dass wir nun die Stadt aktiv bewerben, hängt unter

anderem mit den im Jahr 2008 veränderten Strukturen zusammen. Wir haben damals die Aufgabe Wirtschaftsförderung aus der Verwaltung ausgegliedert und an die städtische Gesellschaft übertragen, welche die Tourismusinformation betreibt. Mit einem entsprechenden Budget ausgestattet, ist die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH nun zuständig für Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismuswerbung. Neben Messeauftritten und der Organisation von Pressereisen hat die Gesellschaft eine Vielzahl an Anzeigen in Printmedien initiiert. Anfang diesen Jahres drohte der Spender, den Geldfluss zu stoppen, sollte die Denkmalschutzbehörde an den Landkreis abgetreten werden, da sie/er fürchtete, das Geld würde nicht mehr den angedachten Zweck erreichen. Dies zeugt von großer Sensibilität des Mäzens, aber inwieweit wird sie/er über der Öffentlichkeit vorenthaltene stadtpolitische Diskussionen und Vorhaben unterrichtet? Sie haben es selbst so formuliert – es zeugt von großer Sensibilität. Die Spenderin/der Spender hat in den Medien Kenntnis von der Diskussion um die Abgabe der Unteren Denkmalschutzbehörde an den Landkreis Görlitz erlangt. Leider hat insbesondere die lokale Tageszeitung das Thema unsensibel behandelt. Das lag weder in unserem, noch im Interesse unserer Gönnerin/unseres Gönners, wie der beauftragte Rechtsanwalt uns bestätigte. Zum Ausdruck sollte vielmehr die Zufriedenheit mit der Arbeit der Altstadtstiftung kommen, welche die Mittel verwaltet und über deren Einsatz wacht.

Das sehe ich nicht so. Nein, die Spenderin/der Spender mischt sich keineswegs in die Kommunalpolitik ein. Aber natürlich verfolgt sie/er sehr aufmerksam das Geschehen. Und sie/er hat nichts anderes als ihre/seine Zufriedenheit über die Arbeit der Stiftung und die Betreuung durch die Untere Denkmalschutzbehörde zum Ausdruck gebracht. Es solle alles so bleiben wie bisher. Das halte ich für mehr als legitim. Vermögen Sie kurz das Szenario zu umreißen, das sich einstellen würde, wenn der Spender seine jährlichen Zahlungen tatsächlich einstellen würde? Da uns nicht bekannt ist, wie lange diese wunderbare Quelle sprudelt, müssen wir immer damit rechnen, dass sie zum Erliegen kommt. Die Spende ist keine Selbstverständlichkeit, das möchte ich noch einmal ausdrücklich sagen. Noch immer bedeutet dies eine Besonderheit, die uns ausgesprochen glücklich macht und in die Lage versetzt, Eigentümer bei der Erhaltung und Pflege ihrer Denkmale zu unterstützen. Insofern sind wir zutiefst dankbar für diesen Segen und hoffen, dass er noch lange anhält.

Letztlich verfügt der Mäzen mittels seiner großzügigen Spenden auch über eine gewisse, zumindest passive, Macht. Dies zeigt sich schließlich auch in der Diskussion um die Verlagerung der Denkmalschutzbehörde. Wie fällt Ihre Einschätzung diesbezüglich aus, inwieweit nimmt der Spender damit Einfluss auf politische Entscheidung bzw. in welchem Ausmaß könnte er das tun?

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FACHBEITRAG

Warum lohnt es sich in Kultur als Standortfaktor zu investieren? Jeanette van Beek, Agentur Causales

Die Finanzierung der kulturellen Infrastruktur wird in Deutschland weitestgehend als Aufgabe des Staates angesehen. Doch es lohnt sich – auch für mittelständische Unternehmen – in Kultur zu investieren. Kunst und Kultur wirken sich vorteilhaft auf ihren Standort aus. Sie fördern nicht nur Kreativität und Vielfalt des Freizeitangebotes einer Stadt, sondern ziehen auch in finanzieller Hinsicht positive Ergebnisse nach sich. Direkte und indirekte ökonomische Effekte sind gleichermaßen starke Argumente für Investitionen in Kultur – über den rein ideellen Anreiz hinaus belegen sie Attraktivität und Nutzen. Direkte Resultate des Investments in Kultur liegen in einem qualitativ hochwertigeren kulturellen Angebot, Zudem werden mehr Arbeitsplätze im kulturellen Sektor geschaffen. Diese offensichtlichen, „greifbaren“ Vorteile von Investitionen in die Kultur werden ergänzt durch indirekte Effekte. Dazu gehören die so genannten Input-Output Effekte:1 jede kulturelle Einrichtung braucht „Inputs“; etwa von Energielieferanten, Transport- oder Logistikunternehmen, Cateringanbietern und allen weiteren Partnern. Diese Anbieter stammen häufig aus der jeweiligen Region der Kulturinstitution und kurbeln somit die regionale Wirtschaft an. Hier können bei langfristiger Kooperation Synergien von Kultur und (mittelständischer) Wirtschaft entstehen. Regionale Güter und Dienstleistungen können die Grundlage für InputOutput Effekte bilden, da ein Ketteneffekt erzielt wird: Auch die Zulieferer für 36


die Kulturindustrie benötigen ihrerseits wieder Ressourcen. Ein weiterer Faktor mit positiven Folgen für die lokale Wirtschaft sind die Zusatzinvestitionen2 von Besuchern kultureller Einrichtungen. Gerade Touristen nutzen nicht nur das kulturelle Freizeitangebot einer Stadt, sondern geben auch Geld im Einzelhandel, in Restaurants und Hotels aus. Diese über den Kulturtourismus generierten Zusatzinvestitionen (oder auch Umwegrentabilität) wirken sich positiv auf den lokalen Arbeitsmarkt aus. Ein Beispiel ist das Groninger Museum, das an seinem Standort, der niederländischen Kleinstadt Groningen, in den ersten fünf Jahren nach der Eröffnung Zusatzinvestitionen von 11,8 Mio. Euro über den Kulturtourismus erwirkte (siehe auch das Interview Seite 38). Mit Investitionen in die Kultur belegt man demzufolge nicht nur sein kulturelles Engagement, sondern leistet freiwillig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung einer ganzen Region. Das Bewusstsein für diese Konsequenzen und die damit einhergehende Verantwortung findet sich in den Begriffen „Corporate Social Responsibility“ oder auch „Corporate Cultural Responsibility“. Neben jenen messbaren Effekten von Investments in Kunst und Kultur bietet eine starke kulturelle Infrastruktur einer Region auch einen immateriellen Nutzen: Wenn Kulturinvestments auf lange Sicht Bestand haben, können kulturelle Projekte realisiert werden und unterstützte Kulturinstitutionen können sich allmählich auf dem Markt etablieren. Es ist wahrscheinlich, dass sich in einem günstigen kulturellen Klima auch kleinere Museen, Theater und andere kulturelle Betriebe ansiedeln, die das kulturelle Angebot weiter bereichern. Wer in die kulturelle Infrastruktur investiert, erzielt im Umkehrschluss auch erstrebenswerte Rückwirkungen für sich selbst: Das Unternehmensimage wird positiv aufgeladen und mit Kulturaffinität sowie gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein assoziiert.

Input-Output Effekte Liferant 1

Liferant 2

Rohstoffe

Energiekonzern

Infrastruktur

Transport-

Lebensmittel

unternehmen

Etc.

Etc.

Zusatzinvestitionen Gastronomie

Kultur

Gemeinhin werden Regionen mit hoher kultureller Strahlkraft als sehr kreativ und innovativ wahrgenommen. Darüber hinaus schafft Kultur eine unverwechselbare Identität. Als exemplarisch hierfür darf das Projekt ruhr.2010 gelten: Bis in die 1960er Jahre prägten Kohle- und Stahlindustrie das Ruhrgebiet. Als Importprodukte jedoch günstiger wurden als die eigene Produktion, geriet die Region in eine ökonomische wie identitäre Krise. Nachdem man sich fast 150 Jahre lang auf die Montanindustrie gestützt und sich über diese definiert hatte, galt es umzudenken. In der Konsequenz erfolgte eine verstärkte Ausrichtung der Region auf Bildung und Kultur,3 ohne dabei die eigene industrielle Vergangenheit zu verleugnen – sie ist Teil der neuen, kreativen Identität des Ruhrgebiets. Die ehemalige Zeche Zollverein beispielsweise wurde 2001 zum unesco Weltkulturerbe ernannt. Die Region um das Ruhrgebiet profiliert sich zunehmend als starker Kulturstandort mit Highlights wie der Ruhrtriennale und den Ruhrfestspielen. Mit der Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas 2010 ist der Wandel vom Kohlepott zur Kreativschmiede wohl endgültig besiegelt.

Touristen

Freizeit industrie

& Besucher Hotellerie

In Regionen mit einer ausgeprägten kulturellen Identität ist zu beobachten, dass Anwohner in einem kreativen Umfeld und mit einer hohen Lebensqualität grundsätzlich zufriedener sind. Als Folge des kulturellen Reichtums, der auch Unternehmen und qualifizierte Arbeitskräfte in die kulturstarken Regionen zieht, ist in einigen Gebieten langfristig sogar eine Steigerung der Löhne zu beobachten.4 Es lohnt sich also nicht nur für den Staat in Kultur zu investieren. Auch Wirtschaftsunternehmen können mit kulturellem Engagement nicht nur direkt für ein vielseitiges Freizeitangebot und höhere Lebensqualität der Mitarbeiter und Bürger sorgen, sondern auch in die positive Entwicklung einer ganzen Region investieren.

1 + 4 – Bowitz, Einar und Ibenholt; „Economic Impacts of cultural heritage – research perspectives“. In: Journal of Cultural Heritage, No. 10 (2008), Seite 1 – 8. 2 – Idem. 3 – www.goethe.de

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INTERVIEW

Die Marke Groninger Museum: Qualität und hohes Niveau Kees van Twist, Direktor Groninger Museum Jeanette van Beek von der Agentur Causales sprach mit Herrn van Twist über unternehmerische Kulturfinanzierung

© Groninger Museum, Foto: Marten de Leeuw

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In der niederländischen Stadt Groningen wurde 1994 das „Groninger Museum“ in einem Neubau wiedereröffnet. Mit dem Museumsneubau, zentral gelegen gegenüber dem Hauptbahnhof, hatte das Museum die Chance sich neu zu positionieren und sich dem Publikum mit einem neuen Erscheinungsbild zu präsentieren. Nach einem Entwurf des Architekten und Designers Alessandro Mendini wurde das Gebäude verwirklicht und mit außergewöhnlichen Ausstellungsflächen verschiedener Gastarchitekten versehen. Das Design des Gebäudes mit dem zentralen goldenen Turm wurde schnell zum Markenzeichen des Museums. Unter der Leitung des Museumsdirektors Kees van Twist hat sich das Groninger Museum über die letzten Jahre als unkonventionelles, modernes Museum profiliert und sich kulturell-unternehmerisch aufgestellt. Von viktorianischer Kunst mit der Ausstellung „J.W.Waterhouse“ bis hin zum „Deutschen Expressionismus 1905 – 1913“ zeigt das Museum eine Vielfalt von publikumswirksamen Ausstellungen. Darüber hinaus bietet das Museum aber auch jungen, regionalen Künstlern die Möglichkeit ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.

Sehr geehrter Herr van Twist, Sie sind nunmehr seit elf Jahren Direktor des Groninger Museums und haben maßgeblich dazu beigetragen das Museum in den Niederlanden, aber auch in der internationalen Museumswelt, zu etablieren. Was macht neben der vielseitigen Programmatik den Erfolg des Museums aus und was ist das Markenzeichen des Groninger Museums? Das Groninger Museum hat seinen Status durch viele nationale und internationale Ausstellungen erlangt,

die sich an ein interessiertes, breites Publikum richten. Dabei ist die Architektur im Außen- wie auch Innenbereich eine Besonderheit. Die Marke Groninger Museum steht für Qualität und auch die Ausstellungen werden auf hohem Niveau organisiert. Beim Publikum waren vor allem die Ausstellungen zu Ilja Repin, Russischen Märchen, J.W. Waterhouse und Serrano beliebt. Aber auch nationale/niederländische Künstler wie Folkert de Jong und Anton Corbijn haben das Publikum angezogen. Auch Ausstellungseröffnungen durch internationale Größen wie Michail Gorbatsjov, Tarja Halonen (Präsident Finnlands), Bono und Joan Collins wurden von einem großen Publikum verfolgt. Das Groninger Museum ist bekannt für den besonderen Charakter seiner Ausstellungseröffnungen. Durch den großen Besucherandrang der letzten Jahre wurde das Gebäude stärker abgenutzt als erwartet und ist deshalb für Renovierungsarbeiten vom 12. April bis zum 18. Dezember geschlossen. Setzen Sie nach der Modernisierung auf das gleiche Erfolgsrezept? Ja, das Programm wird auch weiterhin sehr vielfältig sein. Wir besitzen viele verschiedene Sammlungen und werden diese auch weiterhin neben den internationalen Ausstellungen zeigen. Wir eröffnen im Dezember mit einer großen Ausstellung zum Thema „Das Unbekannte Russland – Malerei 1850 – 1920“. Diese Ausstellung ist auf ein breites Publikum ausgelegt. Darüber hinaus wird die Silbersammlung im Starck Pavillon glänzen und auch die anderen Säle werden mit Objekten aus dem eigenen Bestand bestückt. Die Sammlung umfasst antike Artefakte, Silber, Porzellan, zeitgenössische Kunst und Installationen, Gemälde aus dem 17. und 18. Jahr-

hundert, Werke der niederländischen Künstlervereinigung „De Ploeg“, Designobjekte, Mode und Fotografie. Unter Ihrer Leitung wurde auch die „Stichting Fonds Kunst en Economie“ (Stiftung Fonds für Kunst und Wirtschaft) gegründet. In diesen Fonds zahlen Unternehmen, aber auch die öffentliche Hand Gelder ein, die für die Verwirklichung großer Ausstellungen im Museum genutzt werden. Welche Unternehmen beteiligen sich zurzeit an dem Fonds und wie gelingt es Ihnen, große Unternehmen vom Nutzen dieser Private Public Partnerships zu überzeugen? Persönlicher Kontakt von Seiten der Direktion, um den Enthusiasmus für das Museum zu vermitteln – das ist wichtig. Man muss ebenso deutlich machen, dass das Museum eine soziale Funktion hat und als Plattform für Meinungsbildung fungieren kann. Darüber hinaus wirken sich steigende Besucherzahlen auch positiv auf den ökonomischen spinoff für die gesamte Region aus. Die folgenden Unternehmen unterstützen zurzeit den Fonds: Buchhandel Van der Velde B.V., Bos & Bos Catering, De Haan Anwälte & Notare, Groningen Seaports, Koninklijke Wagenborg BV, Koop Holding, Rabobank, RWE, TCN Groningen, TKP Pensioen B.V., UMCG (Universitätskrankenhaus Groningen). Weitere unterstützende Parteien sind: SNN, die Gemeinde Groningen und die Provinz Groningen. Der Fonds funktioniert als Revolving Fund, das heißt Unternehmen, die in den Fonds einzahlen, bekommen nach Ablauf einer erfolgreichen Ausstellung die Rendite nicht ausgezahlt, sondern der Gewinn fließt zurück in den Fonds. Unternehmen erhalten keine direkte 39


materielle Rendite. Warum lohnt es sich dennoch für sie in den Fonds des Museums einzuzahlen?

höhere Besucherzahlen erreicht werden – was sich auch positiv auf den gesamten Standort auswirken würde?

Gerade weil das Museum für Qualität und hohes Niveau steht. Damit wollen auch die Betriebe assoziiert werden. Darüber hinaus helfen auch der Status des Museums und der hohe Bekanntheitsgrad Unternehmen zu gewinnen. Denn große Unternehmen möchten Betriebe unterstützen, die nicht nur wichtig sind für Kunst- und Kulturinteressierte, sondern auch zur kulturellen Bildung beitragen regional, national aber auch international.

Absolut! Das Museum wird ausgebessert und erneuert. Einige Räumlichkeiten werden von international bekannten Designern wie Jaime Hayon, Studio Job und Maarten Baas neu ausgestattet. Außerdem entwirft Alessandro Mendini neue Kacheln für die Verkleidung des Mendinipavillons. Das Museum bekommt ein brandneues Informationszentrum mit neuartigen, modernen Techniken. Die Entwürfe für diesen Raum stammen von Ijsfontein. Es wird ein sehr ausgefallenes, modernes Informationszentrum mit einem vielfältigen digitalen Bildungsangebot entstehen, welches zusammen mit den spannenden Ausstellungen einen Ausflug zum Groninger Museum sicher lohnenswert macht.

Mit einer Studie des Marktforschungsbüros Vandertuurk haben Sie schon einmal nachgewiesen, dass die Umwegrentabilität des Groninger Museums hoch ist: Innerhalb der letzten fünf Jahre ergab sich ein Mehrwert mit Zusatzeinnahmen von 11,8 Millionen Euro für die Region Groningen. Denken Sie, dass nach der Modernisierung noch

In Deutschland ist „Kultureller Unternehmergeist“ noch nicht so ausge-

reift wie in den Niederlanden. Das Groninger Museum hat diesbezüglich eine Vorreiterrolle eingenommen und gezeigt, dass Kunst und Wirtschaft sehr gut kooperieren können. Was können wir also von unseren Nachbarn hinsichtlich des wirtschaftlichen Denkens im kulturellen Sektor lernen? Für das Groninger Museum ist es besonders wichtig, online aktiv zu sein und die aufkommenden „Social Media“ zu nutzen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Instituten, Organisationen und Museen ist wichtig. Eine essentielle Grundlage für das erfolgreiche Umsetzen der Grundidee dieses Museums ist die Unterstützung sowohl von Subventitionsgebern als auch Sponsoren. Ohne Subventionen und Sponsoring ist das Erfüllen des Anliegens unmöglich. Wir hoffen, dass wir durch unsere Mission, Vision und Strategie im Bereich Ausstellungen, Bildung und PR/Marketing weiterhin national und international erfolgreich bleiben.


FACHBEITRAG

Kulturinvestments und ihre vielfältigen Nutzendimensionen Ricarda Fürnrohr und Bianca Paulusch, Agentur Causales

_ kulturelle Bildung _ Identität _ Lebensqualität

KULTUR

GESELLSCHAFT/ STANDORT

reiches Kulturangebot

zufriedene Bevölkerung

_ monetäre Mittel _ Sachmittel _ Dienstleistungen

_ potenzielle Konsumenten _ gebildete Arbeitskräfte _ positive Rahmenbedingungen

INVESTOR gute Produktionsbedingungen

Wer in Kultur investiert bringt einen Kreislauf in Gang, aus dem nicht nur Kultur und Gesellschaft Nutzen ziehen – auch der Investor selbst profitiert davon. Die Investition ist dabei im engsten Sinne als Austauschprozess zwischen einer Kulturinstitution und einem privaten oder öffentlichen Förderer zu verstehen. Neben den klassischen Wegen über monetäre Mittel und Sachleistungen kann die Unterstützung des Kulturanbieters auch in Form von Dienstleistungen erfolgen. Was der Investor im Umkehrschluss an Rendite erhält, ist abhängig von dessen Zielsetzung: Unternehmen wie Privatpersonen kommt der positive Imagetransfer zugute, den die geförderten, sinnvoll ausgewählten Kulturprojekte und -institutionen über die Kommunikation des Investoren-Engagements in der Öffentlichkeit anstoßen. Indem Förderer ihre gesellschaftliche Verantwortung bewusst anerkennen und wahrnehmen, setzen sie sich bei (potenziellen) Kunden in positiver Weise von Konkurrenten ab.

Für Förderer von öffentlicher Seite dagegen stehen derartige unmittelbare Wirkungsaspekte weniger im Vordergrund – Bund, Länder und Gemeinden verfolgen Kulturförderung schließlich unter uneigennützigen Gesichtspunkten. Parteien und einzelne politische Träger allerdings können die Unterstützung von Kultur als Instrument der Eigenpositionierung und Selbstdefinition nutzen. Zusätzlich wird ein Zuwachs an Popularität generiert, der sich im Kreis der Wähler vorteilhaft niederschlagen kann. Über die eher unmittelbaren Wechselwirkungen zwischen Kulturanbietern und Investoren hinaus bedingen Kulturinvestments auch weitaus komplexere und weiter reichende Auswirkungen: Ein reichhaltiges Kulturangebot als Folge von Investitionen wirkt sich in vielfältiger Weise auf den Standort, einschließlich der dort lebenden Bevölkerung, aus.

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Zunächst kommt kultureller Bildung in Form einer aktiven wie passiven Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur eine tragende Rolle als unerlässlicher Bestandteil einer umfassenden Allgemeinbildung zu. Aufgrund der anregenden Wirkung der Auseinandersetzung mit Kultur gestaltet sich eine Gesellschaft, die auf ein großes Kulturangebot zurückgreifen kann, kreativer, aufgeschlossener und zufriedener. Neben der Bildungskomponente ist ein wichtiger Aspekt kultureller Mannigfaltigkeit der daraus entstehende Freizeitwert, der die Lebensqualität eines Standortes erhöht. Das vorhandene Freizeit- und Kulturangebot einer Region ist ein Index für die Lebensqualität. Steigt folglich das kulturelle Angebot, erhöht sich auch die Lebensqualität für die Bewohner; eine Region bzw. Stadt wird als Lebensmittelpunkt attraktiver und zieht dementsprechend eine wachsende, heterogene Bevölkerung an. Nicht zu unterschätzen ist weiterhin die identitätsstiftende Funktion, die Kultur für die Gesellschaft einnehmen kann. RUHR.2010 nutzt genau diesen identitätsbegründenden Effekt: Zahlreiche Kunstprojekte verbinden die 53 Städte des Ruhrgebiets zu einer Kulturmetropole, die als solche geschlossen, mit einer gemeinsamen Identität, auftritt. Eine reflektierte und oft auch kritische Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ist nicht nur elementarer Bestandteil der Selbstdefinition einer Region und der einzelnen Menschen dort; sie regt zugleich an, sich darüber hinaus mit sozialen, ökonomischen und gesellschaftskritischen Themen auseinanderzusetzen und sich zu positionieren – was wiederum in fruchtbarer Weise auf die Gesellschaft zurückfällt. Auch zur Stärkung des Profils einer Region in der Wahrnehmung durch Außenstehende trägt ein attraktives und definiertes Kulturangebot bei. Eine kulturell und wirtschaftlich florierende Region ist für Investoren auch insofern interessant, als damit günstigere Rahmenbedingungen und eine besser entwickelte Infrastruktur zur Verfügung stehen. Das kreative Potenzial eines Standortes erhöht die Attraktivität für qualifizierte und kompetente Arbeitskräfte im Speziellen und gebildete und kreative Bürger im Allgemeinen. Mit den durch jene eingebrachten Fähigkeiten und Qualifikationen steigt wiederum der „immaterielle Wert“ einer Region. Ein attraktiver Standort, der Anziehungspunkt für Anwohner wie Touristen ist, kann außerdem Nutzen aus dem steigenden Konsum – an Produkten wie Dienstleistungen – ziehen und die Stärkung der ansässigen Wirtschaft erfahren. Eindeutig ist, dass der Nutzen von Kulturinvestments vielschichtig und mehrdimensional ist. Auch wenn der erste und unmittelbare Blick nicht gleich diese Vielfältigkeit aufdeckt, ist der Mehrwert, der durch Investments in die Kultur entsteht, groß und unentbehrlich.


INTERVIEWS UND FACHBEITRÄGE

WIE WIRD KULTUR ZUR MARKE ? »ICH GLAUBE, ES IST WICHTIG, SEHR OFFEN ZU SEIN UND SICH AUF DIE MEINUNGEN UND DEN TON DER FANS EINZULASSEN. OHNE DABEI SEINEN EIGENEN STIL AUFZUGEBEN. AN MANCHEN TAGEN PASSIERT MEHR DIALOG, AN MANCHEN WENIGER. MAN MUSS EINFACH BEOBACHTEN, WELCHE THEMEN DIE LEUTE WIRKLICH INTERESSIEREN UND DAZU INHALTE ANBIETEN, SO KOMMT MAN SICH DANN AUCH NÄHER.« Julia Becker, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit Junge Deutsche Philharmonie

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FACHBEITRAG

Eine kleine Markengeschichte – vom Qualitätssiegel zur identitätsstiftenden Marke Kristin Just, Agentur Causales

Täglich befassen wir uns mehr oder weniger bewusst mit Marken. Wir reden darüber, kaufen und konsumieren sie. Doch was macht eine Marke zur Marke? Ist es ihr Inhalt, ist es die Verpackung, ist es das Marketing? Die Antwort lautet: Sie ist Inhalt, sie ist Verpackung und sie ist Marketing – und das nicht erst seit Coca-Cola. Die Geschichte der Marken setzt lange vor den klassischen Markenartikeln des 20. Jahrhunderts ein. Ihre Ursprünge reichen bis in die Frühgeschichte der Menschheit, in nahezu alle Hochkulturen. Das Wort „Mark“ und seine Verwendung in den unterschiedlichen Sprachen „markieren“ diese Erfolgsgeschichte. Der Wortstamm mit den verschiedenen Bedeutungsnuancen, findet sich in nahezu allen germanischen und romanischen Sprachen, wie das althochdeutsche „marc(h)a“ (Grenze), das lateinische „mercator“ (Händler) und das italienische sowie spanische „marca“ für Markierung belegen und haben ihren lautlichen Ursprung vermutlich im Vedischen Sanskrit „mag´gâ“ ´ (Innerstes, Kern).1 Die Mark als Grenze bezog sich ursprünglich nicht auf die Grenzlinie selbst, sondern auf die Art und Weise wie diese gekennzeichnet wurde. Analog lässt sich der englische

Begriff „brand“ vom Markieren des Viehs mit Brandzeichen ableiten.2 Das moderne wirtschaftliche Verständnis des Begriffs der Marke basiert jedoch auf dem französischen „marque“, das sich im 17. Jahrhundert als kaufmännische Bezeichnung für die Herkunftskennzeichnung herausbildete.3 Im Zeitverlauf übertrug sich dieser Ausweis- oder Belegcharakter der Bezeichnung Marke allgemein auf Objekte des täglichen Lebens, wie die Brief-, Garderoben- und Hundemarke. Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich neben den Warenmarken zum Schutz vor Fälschungen der zusätzliche Bedeutungsinhalt der „modernen“ Marke als Qualitätskennzeichen durch. Nicht nur die Semantik des Begriffes „Marke“, auch die wirtschaftliche Bedeutung unterlag einem ständigen Wandel. Um 3.000 v. Chr. benutzte man in Mesopotamien Rollsiegel mit individuell gestalteten Ornamenten, die in weichem Ton abgerollt wurden und den Verschlüssen von Krügen oder Urkunden einen hohen Wiedererkennungswert verliehen. Auch im alten Ägypten war die Markierung von Produkten gängige Praxis. Handwerker kennzeichneten ihre Ziegelsteine mit Symbolen, um deren Herkunft zu belegen. Schon damals waren die Men-

schen überzeugt, dass die von einem bestimmten Handwerker gefertigten Ziegel von besserer Qualität waren, als die der Konkurrenz. Nach präzisen Richtlinien hatten sich im Mittelalter und der Frühen Neuzeit auch die Mitglieder der Zünfte und Gilden zu richten. Sie mussten ihre Waren mit dem vorgegebenen Signet auszeichnen, um sie von Konkurrenzprodukten abzugrenzen. Das im 13. Jahrhundert aus den Zunftordnungen hervorgegangene Markenwesen nahm in Deutschland bis zum 16. Jahrhundert ständig an Bedeutung zu. Aus diesen Marken gingen jene wappenartigen Zeichen hervor, die neben der Schmuckfunktion auch Reklamezwecken ganzer Berufsstände dienten. Manche finden in unserer Zeit noch Verwendung, wie der Aesculapstab der Ärztezunft. Die Bemühungen deutscher und anderer europäischer Produzenten, die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, führte mit der Einführung der Massenproduktion und der Entstehung großer Industriestädte schließlich zur Bildung „moderner“ Marken. Insbesondere auf dem Gebiet der Nahrungs- und Genussmittelindustrie etablierten sich um die Wende zum 20. Jahrhundert eine Vielzahl von Marken, die aus der heutigen deutschen Markenwelt nicht mehr wegzudenken

BAYERISCHE THEATERAKADEMIE AU G U ST EVE R D I N G

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Europäische Filmphilharmonie – 2000

Bayerische Theaterakademie – 1993

Bar jeder Vernunft – 1992

Wiener Kammeroper – 1953

Ruhrfestspiele Recklinghausen – 1947

Bregenzer Festspiele – 1946

Dresdner Kreuzchhor – 13. Jhd.

PR NZREGENTENTHEATER


haben es geschafft, ihren kulturellen Qualitätsanspruch mit einem geschickten Marketing zu verknüpfen. Hier vollzieht sich der Wandel vom Qualitätszeichen zur identitätsstiftenden Marke, die mehr als ein kurzweiliges Kulturerlebnis bietet. Nur die Auseinandersetzung der Kulturanbieter mit dem strategischen Markenaufbau und der intelligenten Markenführung vermag Kulturmarken auf die nächste Entwicklungsstufe zu heben – und einige gehen bereits mit gutem Beispiel voran.

1 – zitiert nach Grimm, Jakob, Grimm, Wilhelm: Deutsches Wörterbuch. Band 6, Leipzig 1885, S.1636.

2 – Vgl. Pettis, Chuck: Techno Brands. How to create & use „brand identity“ to market, advertise & sell technology products, New York u.a. 1995, S.8. 3 – zitiert nach Grimm, Jakob, Grimm, Wilhelm: Deutsches Wörterbuch. Band 6, Leipzig 1885, S.1636.

4 – Vgl. Krichbaum, Jörg/Rohwedder, Detlev: Deutsche Standards, Köln 1997.

5 – Vgl. Anatol, Max: Zähne zeigen. Mythos Marke, diesmal Leibniz Butterkeks, in: Gong Nr.3 1999, S.112.

RUHR.2010 – 2010

6 – Vgl. Engelsing, Lutz/Müller Marko: Studie über die wirtschaftlichen Effekte der Stadt Bonn im Jahr 2009. Bonn 2010, S. 20ff.

Between the Beats – 2008

Ozeaneum – 2008

Die Geschichte erzählt vom wandelbaren Charakter der Marken. Erst als Herkunfts- und Qualitätssiegel bei den antiken Zivilisationen verwendet und mit strengen Zunftauflagen während der Frühen Neuzeit versehen, entwickelten sich moderne und klug geführte Wirtschaftsmarken zu Produkten mit Tradition. Am Anfang ihrer Entwicklungsgeschichte hingegen stehen die Kulturmarken: Kulturanbieter nutzen das hier schlummernde Potenzial für die Einrichtung, den Standort und die Marke selbst bislang nur zögerlich. Vorreiter, wie das Guggenheim-Museum, das Ozeaneum und das Beethovenfest Bonn,

Radialsystem – 2006

Märchenland – 2004

Universum Bremen – 2000

Was Marke kann, zeigen auch erfolgreiche Beispiele aus der Kultur. 1997 schuf der amerikanische Architekt Frank O. Gehry für die Guggenheim-Stiftung einen imposanten Museumsbau, der in den ersten drei Jahren 3,5 Millionen Besucher in eine kleine spanische Stadt lockte und ihr 500 Millionen Dollar an Zusatzerträgen bescherte. Der Marke

Guggenheim-Museum ist es durch ein beispielloses Gesamtkonzept geglückt, der verarmten Stadt Bilbao wieder ökonomische und kulturelle Strahlkraft zu verleihen. Vergleichbares findet man auch in Deutschland. Im Juli 2008 öffnete, in einer ebenfalls strukturschwachen Region, das Ozeaneum. Der markante und repräsentative Museumsneubau in Stralsund steht zwischen historischen Speichergebäuden und wurde im Mai 2010 zum „European Museum of the Year“ gekürt. Spannend bleibt, ob der renommierte Titel und die Architektur des jüngsten Hauses der Stiftung Deutsches Meeresmuseum einen ähnlichen Effekt für die Stadt Stralsund erzielen, wie es das Guggenheim-Museum für Bilbao tat. Im Falle des traditionsreichen Beethovenfestes Bonn konnte die regionale Bedeutung eines Kulturprojektes bereits nachgewiesen werden. Eine im Juni 2010 veröffentlichte Studie belegte, dass das Beethovenfest maßgeblich zum positiven Image-Aufbau der Stadt beiträgt und dessen Profil als Kulturstandort schärft.6

Phæno – 2005

sind, wie zum Beispiel Dr. Oetker (1892), Jacobs (1895), Melitta (1908), Brandt (1912) und Nivea (1912). Einige dieser Markenartikel waren so erfolgreich, dass sie nicht nur eine Marke im Gedächtnis der Verbraucher setzen konnten, sondern auch Sprache verändert haben, wie die Markennamen „Tempo“ und „Tesa“ eindrucksvoll belegen – sie stehen synonym für ein ganzes Marktsegment.4 Als außergewöhnlich ist auch die Leistung von Hermann Bahlsen, dem Gründer der Marke Leibniz-Butterkeks zu bezeichnen. Ihm ist die Existenz des Wortes „Keks“ im deutschen Sprachgebrauch zu verdanken. 1911 übernahm er den englischen Begriff „cakes“ und formte diesen gemäß seiner Lautgestalt zu einem deutschen Wort, um sich von seinen Wettbewerbern abzugrenzen.5 Jedoch bleibt der Unternehmensgründer Bahlsen der Nachwelt in erster Linie durch sein Engagement für die Kunst in Erinnerung. Er war es, der junge und umstrittene Künstler wie Ernst Barlach, Emil Nolde und Paula Modersohn-Becker förderte und sogar einigen protegierten Künstlern die Möglichkeit gab, an der Jugendstil-Dekoration des Bahlsen-Hauptgebäudes in Hannover mitzuwirken. So wurde die Kunst nicht nur Bestandteil der Fassade, sondern auch wesentliches Element der Marke Bahlsen selbst.

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FACHBEITRAG

Marke ist Kultur – Kultur ist Marke Hans-Conrad Walter, Gründer der Agentur Causales

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Der Markenbegriff prägt seit einigen Jahren nicht nur erfolgreiche Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen in der Wirtschaft, sondern hat sich mit rasanter Geschwindigkeit auch im sozialen, kulturellen und öffentlichen Bereich etabliert. Die Kommunikation nach dem Markenprinzip ermöglicht Kultureinrichtungen und -projekten, Städten und Gemeinden, Verbänden und Initiativen innerhalb eines immer stärker werdenden Wettbewerbes eine höhere Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Marke ist mittlerweile das unverzichtbaren Bindeglied zwischen Zielgruppe und kultureller, öffentlicher und touristischer Dienstleistung und darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil für eine interne Identitätspolitik.

Und wie wird Kultur zur Marke? Ebenso wie Wirtschaftsunternehmen müssen auch Kulturanbieter in der Umwelt- und Marktanalyse aktiv werden, bestehende und zukünftige Kulturbedürfnisse analysieren sowie durch Impulse neue Bedürfnisse und Märkte schaffen. Kulturanbieter brauchen mehr als nur eine konsequente Corporate-Identity-Politik mit einem zukunftsorientierten Leitbild, motivierenden und partizipativen Führungsstrukturen und weiteren Merkmalen einer Marke, die diese von anderen Marken dauerhaft unterscheidbar machen. Sie brauchen vor allem Ideen und Mut für neue, innovative Formate, um innerhalb ihrer Programmatik ihre Markenkompetenz unter Beweis zu stellen.

Nur was ist eine Marke? Eine Marke im herkömmlichen Sinne ist im Kopf des Kunden mit hochverdichteten Assoziationen und einem einzigartigen Nutzen verbunden. Die Marke macht den Kern sichtbar und transportiert ihn in den Kopf des Kunden. Die Architektur einer Marke setzt sich aus vier Markenkomponenten zusammen, dazu gehören: Markenidentität, Markenkompetenz, Markenerscheinung und Markenbenefit. Die Markenidentität, auch als Corporate Identity bezeichnet, definiert die Persönlichkeit der Marke. Dazu gehören Werte, Eigenschaften, Intentionen und die Rolle im Markt. Die ästhetische Programmatik mit Produkt- und Servicequalität transportiert innerhalb der Markenkompetenz, was die Marke kann. Mit dem Namen, Logo, Claim, Farben, der Architektur aber auch der Inszenierung tritt die Marke in Erscheinung. Innerhalb des Markenbenefits wird der funktionale, psychologische und soziale Nutzen definiert.

Eine weitere Voraussetzung für einen erfolgreichen Markenaufbau ist die Kommunikation der Unverwechselbarkeit des kulturellen Produktes. Erfolgreich geführte Kulturmarken kommunizieren systematisch ihren Markencharakter über einen unverwechselbaren Marktauftritt, mit dem sie sich eindeutig von Wettbewerbern abgrenzen. Aktiv kommuniziert wird dabei nur ein Teil der Markenidentität, die Markenpositionierung. Sie beschreibt die aktive Ausgestaltung der Position einer Marke im relevanten Markt und gibt die Beurteilung und Einstellung einer Marke aus Zielgruppen- und Kundensicht wieder. Damit dies überhaupt erreicht werden kann, gilt es, die Markenpositionierung durch Gestaltungsparameter der Markierung, die so genannten Markenelemente, umzusetzen und die Marke auf diese Weise „zum Leben zu erwecken".

Zu den klassischen Instrumenten der Markenkommunikation gehören prägnante, merkfähige Namen, ein einheitliches, unverwechselbares Erscheinungsbild, die passende Architektur und dialogorientierte Formen des Eventmarketings, also der Markeninszenierung sowie alle Facetten der Public Relations. Die Kommunikation des Markenbenefits mit dem funktionalen, psychologischen und sozialen Nutzen gegenüber den Zielgruppen und der Öffentlichkeit erzeugt Vertrauen und Reputation in die Marke, ein Image entsteht. Damit können bestehende Kunden gebunden und potenzielle Neukunden gewonnen werden. Dies hat Auswirkungen auf die Umsätze und die wirtschaftliche Performance von Kulturmarken und erhöht die Attraktivität für Investitionen durch die öffentliche Hand. Durch die professionelle Markenführung entstehen darüber hinaus auch Voraussetzungen für einen gegenseitigen Imagetransfer mit Wirtschaftsunternehmen und deren Marken. Eine wesentliche Grundlage für Sponsoringpartnerschaften mit Wirtschaftsunternehmen auf einer Augenhöhe.

kultur marke ® 2O10 Erkennungsmerkmal für professionelle Kulturanbieter mit einem durchdachten Marketingkonzept sowie den entsprechenden Angeboten für Sponsoren ist das von der Agentur Causales entwickelte und jährlich vergebene Qualitätssiegel Kulturmarke. Der Begriff Kulturmarke wurde aus diesem Grund als Wortmarke beim Deutschen Patentund Markenamt geschützt.


Jetzt Karten sichern! Preisverleihung in den Kategorien Kulturmarke, Trendmarke und Stadtmarke sowie Kulturmanager und Kulturinvestor des Jahres 2010

kulturmarken gala 2010 TIPI am Bundeskanzleramt, Berlin

28.Oktober 2010 www.kulturmarken.de

Veranstalter:

Förderer:

Mit freundlicher Unterstützung des ZEIT Verlages:

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Der Branchentreff für Kulturmanagement, -marketing, und -investment

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28./29.Oktober 2010 Anmeldung: www.kulturinvest.de

Veranstalter:

causales

Präsentiert von:

Förderer:


FACHBEITRAG

Strategischer Aufbau einer Kulturmarke Ricarda Fürnrohr, Agentur Causales

Eine am Markt fest etablierte Marke ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Ein Kulturangebot, das den Stellenwert einer Marke erreicht hat, ist besipielsweise das Rheingau Musikfestival: Durch kontinuierliche Qualität wurde auf Seiten der Kunden Vertrauen in die Leistungen des Festivals aufgebaut – so sind inzwischen bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe des neuen Programms 70 Prozent der Karten verkauft.

Diknu Schneeberger Trio im Weingut Allendorf © Ansgar Klostermann

Beethoven: Missa Solemnis in der Basilika von Kloster Eberbach mit Susanne Bernhard, Sopran, Anke Vondung, Alt, Jörg Dürmüller, Tenor, Christian van Horn, Bass, Orchester und Chor der KlangVerwaltung München, Enoch zu Guttenberg, Leitung © Ansgar Klostermann

Die Positionierung als Marke ist in der Wirtschaft fast schon eine Selbstverständlichkeit, im Zusammenhang mit Kultur wird der Begriff der „Marke“ hingegen noch immer selten gebraucht. Im betriebswirtschaftlichen Marketing bezeichnet der Begriff der „Marke“ Leistungen, die sich durch ein unterscheidungsfähiges Profil von Konkurrenzleistungen abheben. Über den Einsatz verschiedener Elemente der Marktbearbeitung geben sie ein erfüllbares Qualitätsversprechen an den Kunden ab.1 Auch für Kulturbetriebe, die sich auf einem enger werdenden Markt2 einer verschärften Konkurrenz stellen müssen, ist der Aufbau einer starken „Kulturmarke“ essentiell. Der Markenaufbau gestaltet sich als Entwicklungsprozess – von den ange-

Was kann die Marke?

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Wie ist ihre Pesönlichkeit?

Funktionale Produktqualität

Wie ist die Marke? Eigenschaften

Design (Ergonomie + Ästhetik)

Was ist die Marke? Rolle im Markt

Servicequalität

Wer ist die Marke? Intentionen, Werte

Marken-Kompetenz

Marken-Image/Identität

Marken-Benefit

Marken-Erscheinungen

Was bringt die Marke?

Wie tritt die Marke auf?

Funktionaler Nutzen

Name, Logo, Farbe

Psychologischer Nutzen

Verpackung

Sozialer Nutzen

Inszenierung

botenen Leistungen hin zur profilierten Marke. Seinen Anfang nimmt er in einer Entscheidung des Anbieters: Da der Endkunde die Leistungen nie in ihrer Gesamtheit wahrnimmt, muss eine Auswahl an Leistungsversprechen getroffen werden, die als Markenidentität fungiert und den Charakter der Marke definiert. Im Kern einer Marke manifestieren sich die zentralen Nutzenversprechen, die im Rahmen der Markenpositionierung kommuniziert werden.3 Die Positionierung als „psychologisches Marktmodell“4 aus Sicht der Nachfrager definiert die Attribute und Leistungen der Marke, ihr Alleinstellungsmerkmal und ihre Anreize für den Kunden. Die „Bregenzer Festspiele“ sind ein interessantes Beispiel hierfür: Mit ihrer einzigartigen Lage, dem imposanten Bühnenspektakel und dem Gesamterlebnis seiner Events heben sie sich von Konkurrenten ab. Diese charakteristischen Eigenschaften der Markenpositionierung bilden die Grundlage für die Umsetzung in konkrete Gestaltungsmaßnahmen. Die gestalterischen Markenelemente umfassen einzigartige und wiedererkennbare optische Signale: Neben Logo, Markennamen und Slogan wird die Markenkommunikation oft durch akustische Signale und Inszenierungen unterstützt. Die klar und konstant umgesetzte Corporate Identity einer Marke ist Grundlage für deren Wiedererkennung. Für die richtige Kommunikation des Positionierungsmodells muss der Anbieter vor dem Markteintritt eine Umweltanalyse durchführen, um die Chancen und Risiken der Marke zu prüfen. Diese umfasst vier Teilbereiche: 1. In der Marktanalyse werden die Struktur und die Teilnehmer des Marktes untersucht, um die mit der Marke anvi-


sierten Teilmärkte und Segmente zu definieren. 2. Die Wettbewerbsanalyse zeigt Konkurrenten auf dem Markt. 3. Die Analyse der Zielgruppen grenzt die potentiellen Kunden ein, die mit der Marke erreicht werden können. 4. Rechtliche, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen werden in der Umfeldanalyse untersucht. Auf den Ergebnissen der Analyse basiert die Kommunikationsstrategie, in der neben dem zeitlichen und räumlichen Rahmen die Kommunikationsinstrumente und die inhaltliche Gestaltung festgelegt werden. Das Fremdbild der Marke, das Markenimage, formt sich als Ergebnis der individuellen Wahrnehmung aller von der Marke ausgesendeten Signale bei den Zielgruppen, ist also ein fest verankertes Vorstellungsbild der Marke.5 Ein Beispiel für erfolgreiche Markenbildung ist das „Rheingau Musik Festival“, das seit seiner Gründung 1987 mit den verschiedenen Spielstätten entlang des Rheins kontinuierlich gewachsen ist und sich trotzdem seinen heimatverbundenen Charakter und seine musikalische Qualität bewahrt hat. Dadurch wurde

Markenidentität

Anbieterperspektive

Markenpositionierung Markenelemente

Markenimage

Nachfragerperspektive

nach und nach ein treues Stammpublikum aufgebaut, das ein tief verwurzeltes Vertrauen in die Marke hat. Dieser Prozess, bis eine Marke im Bewusstsein der Kunden mit einem Vorstellungsbild verknüpft ist, vollzieht sich über einen langen Zeitraum und ist nur durch einheitliche Kommunikation möglich. Vor allem im Kulturbereich ist es zudem essentiell, dass der versprochene Nutzen und die Qualität der Leistungen der Vorstellung des Kunden entspricht, der Kunde sollte als aktiver Partner der Programmentwicklung verstanden werden: Durch den Kauf der Leistung baut der Kunde die Marke auf und sichert durch konstantes Investieren ihr Bestehen. Ein weiteres Merkmal vieler Leistungen im Kulturbetrieb ist ihr flexibler Charakter und die daraus resultierende Fähigkeit, auf gesellschaftliche, ökonomische und soziale Tendenzen zu reagieren: Als so genannte Trendmarken orientieren sich manche Leistungen besonders stark an Märkten und Zielgruppen und gehen in breitem Umfang auf gesellschaftliche Entwicklungen ein. Ein Beispiel hierfür ist das Kulturfestival „48 Stunden Neukölln“, das seit 1999 jährlich im Berliner Bezirk Neukölln stattfindet. Es bietet Künstlern und Kulturschaffenden einen Ort für Präsentationen und künstlerische Experimente und lädt Anwohner und Festivalbesucher zur Teilhabe ein. Mit seinem Programm spiegelt es den Zeitgeist wieder, indem es unmittelbar aktuelle Kulturprodukte präsentiert. Zeitgleich zum wachsenden Erfolg des Festivals lässt sich eine positive Entwicklung des gesamten Bezirks verzeichnen. Dieses Beispiel zeigt, dass das kreative Kulturleben die Lage eines Standortes abbildet und nicht nur auf Rahmenbedingungen reagiert, sondern positiv beeinflussen kann.

Sommerfest auf Schloss Johannisberg © Ansgar Klostermann

Rheingau Musik Festival-LKW im Hof von Schloss Johannisberg © Ansgar Klostermann

1 – Vgl. Prof. Dr. Manfred Bruhn: „Was ist Marke“; Studie der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens e.V., Berlin (2002), S. 17 ff 2 – Institut für Demoskopie Allensbach: Studie „Interesse Kunst und Kultur“ ( Januar bis August 2009)

4 – Siehe Prof. Dr. Manfred Bruhn: „Marketing“; Gabler Verlag, Wiesbaden (2009), S. 67 5 – Vgl. Meffert, Heribert/Burmann, Christoph/Kirchgeorg, Manfred: „Marketing“; Gabler Verlag, Wiesbaden (2008), S. 360 ff

3 – Vgl. Prof. Dr. Manfred Bruhn: „Marketing“; Gabler Verlag, Wiesbaden (2009), S. 67 ff

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INTERVIEW

Authentisch, irre und bodenständig zugleich – Neukölln eben Jürgen Maier, Dr. Martin Steffens, 48 Stunden Neukölln Ricarda Fürnrohr von der Agentur Causales sprach mit Herrn Maier und Herrn Steffens über Markenaufbau in der Kultur

Seit 1999 findet im Berliner Bezirk Neukölln jährlich das Kunst- und Kulturfestival „48 Stunden Neukölln“ statt, das an verschiedenen Veranstaltungsorten regionalen Künstlern und Kulturschaffenden eine Plattform ihres künstlerischen Schaffens bietet. Mittlerweile hat sich „48 Stunden Neukölln“ als großes Kulturfestival mit stark publikumsnahem Charakter etabliert. Jürgen Maier, inzwischen Kaufmännischer Direktor des Goethe-Instituts, war als Gründungsvorstand und Geschäftsführer des Kulturnetzwerkes Neukölln maßgeblich an der Projektkonzeption beteiligt. Heute wird das Festival von Dr. Martin Steffens geleitet. Der studierte Kunsthistoriker ist seit 2008 für die künstlerische Leitung und die Organisation des Projektes verantwortlich.

Sehr geehrter Herr Maier, 1998 wurde „48 Stunden Neukölln“ als Initiative des Kulturnetzwerkes Neukölln ins Leben gerufen. Zu dieser Zeit sorgte der Bezirk überwiegend für negative Schlagzeilen. Welche Idee stand hinter der Fes52

tivalgründung und inwiefern haben Sie sich mit dem Projektkonzept zur damaligen Situation positioniert? Maier: Berlin musste sich in den 90er Jahren mehrfach neu erfinden. Erst war man die Stadt der uneingeschränkten Euphorie und des unendlichen Wachstums, dann wurde immer klarer, dass in erster Linie die Schulden wuchsen und gegen Ende des Jahrzehnts war die Hauptstadtwerdung die letzte verbliebene Hoffnung. In diesem Taumel musste die neue Ost-West-Stadt ihre strukturelle Balance zwischen Stadtregierung und den Bezirken, zwischen den Weltstadtphantasien und den soziokulturellen Lebensrealitäten erst noch finden. Das Kulturnetzwerk Neukölln und das Festival „48 Stunden Neukölln“ waren eine Art Vorwärts-Verteidigung gegen eine reine Leuchtturm-Kulturpolitik und gegen die politische Vernachlässigung der konkreten Lebensbedingungen in einem Bezirk wie Neukölln. Wir suchten nach einer Möglichkeit, den vielen Einzelkämpfern und Kleininitiativen einen größeren Wirkungszusammen-

hang zu geben. Und wir wollten das Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit weg von den Bronx-Klischees auf die kulturelle Vielfalt und damit auf das Zukunftspotential Neuköllns lenken. Es ging also sehr bewusst um Stadtpolitik und um Kulturpolitik als Stadtentwicklungsinstrument. Allerdings haben wir nicht den Fehler gemacht, daraus ein Projektkonzept zu machen und passende Belege in der Kulturszene auszuwählen. Wir haben uns selbst geglaubt und das Unverbundene, das Disparate und Vielfältige nur mit einer Raum-Zeit-Dramaturgie versehen. Ich glaube, das war es, was am Ende den Erfolg ausmachte: Das war authentisch, irre und bodenständig zugleich, Neukölln eben. „48 Stunden Neukölln“ ist mittlerweile zur Marke geworden: Der Besucher assoziiert mit dem Festival das Image einer kreativen und experimentierfreudigen Kulturschmiede. Haben Sie den Markenaufbau von Anfang an strategisch geplant, oder hat sich dieser „selbstständig“ entwickelt?


Maier: Kreativität und Experimentierfreude standen natürlich von Anfang an im Mittelpunkt des Konzepts. Wenn ich mich recht entsinne, tauchte auch das Wort „Eigensinn“ immer wieder auf. Es sollte deutlich machen, dass Neukölln keine Sackgasse, kein Abseits ist, sondern ein Ort, an dem hervorragende kreative Köpfe durchaus bewusst lebten und ungewöhnliche Ideen abseits des Mainstreams realisierten. Von einem bewussten Markenaufbau zu sprechen, wäre wahrscheinlich übertrieben, aber es gab eine offene, konstruktive Auseinandersetzung darum, wer und was denn nun bei den „48 Stunden Neukölln“ mitmachen sollte und was nicht. Ich vermute, dass diese Diskussionskultur auch in den Folgejahren angehalten hat und so Schritt für Schritt Marke und Programm mit der nötigen Glaubwürdigkeit entwickelt wurden. Im ersten Jahr fanden die „48 Stunden Neukölln“ an 25 Veranstaltungsorten statt, zehn Jahre später waren es 270. Parallel zum Erfolg des Festivals lässt sich eine positive Entwicklung des gesamten Bezirks beobachten. Inwiefern trug das Festival dazu bei, das Image Neuköllns zu verbessern? Maier: Ich weiß gar nicht, ob sich das Image des Bezirks verbessert hat. Neukölln bleibt ein Streitgegenstand, dafür sorgt ja schon der amtierende Bürgermeister. Viele negative Tendenzen, die die Stadt und die Gesellschaft insgesamt betreffen, treten in Neukölln früher auf als anderswo. Darin liegt auch ein Reiz. Ich treffe kaum jemanden, der mal in Neukölln gewohnt hat oder sich dort regelmäßig aufhält, der einseitig über Neukölln redet. Das heißt, die Meinungen über Neukölln sind vielfältiger und damit realistischer geworden und

für einen Kulturschaffenden ist der Bezirk heute ein attraktiveres Pflaster als vor zehn Jahren. Die „48 Stunden Neukölln“ haben mit Sicherheit dazu beigetragen. Ich wünsche Neukölln, dass es weiter davon profitiert und dass aus dem auf den ersten Blick beängstigenden Nebeneinander der sogenannten Parallelgesellschaften ganz neue Reibungspunkte und Kreativitätsausbrüche entstehen.

men wurden durchgeführt und wie wurden potentielle Besucher gezielt angesprochen?

Steffens: Das Besondere des Festivals ist die Integration aller Angebote und Kräfte, jenseits einer Qualitätssteuerung über die Festivalleitung. Dadurch entsteht eine unglaubliche und sehr spannende Vielfalt. Dabei geht es auch immer wieder um Fragen der Qualität. Doch ist gerade auch der kommunikative Aspekt und die Qualität der Begegnung bedeutsam. Da wir Diversität als „Markenzeichen“ betrachten, gehört eine Vielfalt von „Qualitäten“ und Ausdrucksformen zu unserem Konzept und wird entsprechend kommuniziert. Den teilnehmenden KünstlerInnen und VeranstalterInnen ist klar, dass die Marke zu einem großartigen, zusammenfassenden und konzentrierten Auftritt nach außen führt, und dass genau darin die Kraft und Einzigartigkeit steckt.

Maier: Beim ersten Mal haben wir uns trotz vieler Bedenken hinsichtlich der Profilschärfe dafür entschieden, das Karl-Marx-Straßenfest zu integrieren und mit einem etwas anderen Kulturprogramm als üblich zu bespielen, einfach um überhaupt eine kritische Masse an Publikum zu erreichen – und natürlich Politik und Wirtschaft mit ins Boot zu holen. Das hat definitiv funktioniert und war für den Einstieg die richtige Entscheidung. Ich hatte ein recht klares, vielfältig einsetzbares Logo entwickelt, mit dem wir den Bezirk quasi gepflastert haben, für Neuköllner gab es keine Chance, nicht zu wissen, dass es die „48 Stunden Neukölln“ gab. Dazu hatten wir die Neukölln-Card als Dauerkarte, ich glaube sogar mit BVG-Ticket, es gab Infostände und einen Shuttle-Service, Merchandising-Artikel, diverse Programminformationen für unterschiedliche Zielgruppen, eine intensive Gestaltung des öffentlichen Raums. Es wurde versucht, der Vielfalt der Projekte durch vielfältige Kommunikationsangebote gerecht zu werden, es gab auch Touren und Führungen. Außerhalb Neuköllns war die Kommunikation aus Geldgründen schon schwieriger, aber in den einschlägigen Medien waren wir vorab und hinterher recht gut präsent. Unterm Strich haben die, die da waren, genau das bekommen, was versprochen worden war. Und die, die nicht da waren, bekamen das Gefühl vermittelt, dass man was verpasst hatte – also genau die richtigen Voraussetzungen für eine Fortsetzung.

Entscheidend für das Wachsen des Festivals war die positive Resonanz der Besucher: Welche Marketingmaßnah-

2004 wurde beschlossen, das Kulturfestival vom vorher zeitgleich stattfindenden Straßenfest abzugrenzen, um

Sehr geehrter Herr Dr. Steffens, die Veranstaltungen finden an verschiedensten Orten im privaten und öffentlichen Raum statt. Wie stellen Sie sich der Herausforderung, die große Vielzahl an Veranstaltungsorten mit ihrem eigenen Charakter in eine einheitliche Markenführung zu integrieren und eine gleichwertige Qualität zu gewährleisten?

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den kulturellen Charakter der „48 Stunden Neukölln“ stärker zu betonen. Wurde diese inhaltliche Positionierung für einen Markenrelaunch genutzt? Steffens: 2005 hat Ilka Normann die Festivalleitung übernommen und den damaligen Markenrelaunch initiiert und begleitet. Durch eine höhere Professionalität und personelle Kontinuität konnte ein einheitlicheres Erscheinungsbild des Festivals gewährleistet und eine Renaissance eingeleitet werden. Durch die stärkere Konzentration auf ein Corporate Design (CD) wurde die öffentliche Wirkung erhöht, durch die Umstrukturierung der Homepage (strukturell und vom Design) konnte eine Verbesserung der Außenwirkung erzielt werden. Inhalt und Form haben seitdem zunehmend an Qualität gewonnen. Die Markenpräsenz wird von allen Beteiligten gern genutzt. Das Logo ist innerhalb des Festivals überall präsent. Eine Übersicht dazu gibt die Archiv-Seite unserer Homepage. Eine Marke positioniert sich erfolgreich auf dem Markt, wenn sie unverwechselbare Markenversprechen abgibt und die daraus resultierenden Erwartungen der Kunden erfüllt. Welche Erwartungen haben die Besucher an die Marke „48 Stunden Neukölln“? Steffens: Die BesucherInnen der 48 Stunden können direkten Kontakt zu Kunst und Kultur erwarten. Viele Veranstaltungen gehen gezielt auf sie zu. Die KünstlerInnen sind häufig selbst in ihren Ateliers oder in den oft temporären Kunstorten anwesend und stehen für Gespräche zur Verfügung. Die Kunst findet nicht in dafür vorgesehenen Räumen, den „White Cubes“ statt. Sie erobert den öffentlichen Raum und lädt

dazu ein, ungewöhnliche bzw. private Orte zu erkunden. Für diejenigen BesucherInnen die ein hohes Maß an Mobilität mitbringen, steht eine Vielzahl von Orten zur Auswahl. Schon rein räumlich, da ein ganzer Stadtteil (mit ca. 160.000 Einwohnern) im Grunde unser Ausstellungsort ist. Auch inhaltlich können unterschiedlichste Dinge erwartet werden: von der Lesung im privaten Esszimmer über die Kunstausstellung in einer öffentlichen Toilette, einer Performance auf der Hauptverkehrsstraße bis hin zu spektakulären Installationen und der Nutzung von industriellen Brachen durch die Kunst. Doch auch Menschen mit weniger Zeit können sich an einigen Orten innerhalb Neuköllns auf engstem Raum einen Überblick über verschiedenste Positionen verschaffen. Entsprechend ist unsere Zielgruppe sehr groß. Unser Markenzeichen ist die Vielfalt – das Gegenteil von Langeweile. Entscheidend für den Erfolg und die Attraktivität des Festivals ist vor allem auch die Stimmung, die auf nahezu alle BesucherInnen und BewohnerInnen ausstrahlt. Man kann sich immer aufs Neue überraschen lassen – und das ist für uns selbst auch das Faszinierende an der dezentralen und ungeheuer kommunikativen Gesamtveranstaltung. Bedeutsam ist auch der Aspekt der Teilhabe. Durch partizipatorische Ansätze und die Einbettung in lebensnahe Kontexte gelingt es uns immer wieder Menschen anzusprechen, die sich normalerweise nicht unbedingt für künstlerische Projekte oder kulturelle Angebote interessieren. Die „48 Stunden Neukölln“ haben sich letztes Jahr für den Titel der Trendmarke des Jahres beworben und sich aufgrund seiner präzisen Markenbildung in dieser Kategorie gegen zahlreiche andere Bewerber durchgesetzt. Welche innovati-

ven Marketingmaßnahmen sehen Sie durch diese Auszeichnung bestätigt? Und untersuchen Sie, welche Kommunikationsmaßnahmen von den Besuchern besonders wahrgenommen werden? Steffens: Wir sind immer noch dabei, unsere Marketingstrategien zu optimieren und weiter zu entwickeln. Daher freuen wir uns, dass die bisherigen Bestrebungen bereits gewürdigt wurden. Das wichtigste Mittel, auf das Festival aufmerksam zu machen ist zweifellos die Mundpropaganda, also die Kommunikation „nach Innen“. 1.700 Beteiligte können einen ungeheuren Personenkreis ansprechen und aktivieren. Die einzelnen Veranstaltungen betreiben innerhalb unseres Corporate Design ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit. Wir schaffen mit unserer Homepage und unserer PR dabei den Rahmen, dass die Einzelveranstaltungen im Kontext kommuniziert werden können und Aufmerksamkeit bekommen. Durch unser neues Festival-Blog sind wir dabei, neue und breitere Personenkreise zu interessieren und zu involvieren. Das sind Grass-RootsStrategien, die zu unserem Konzept hervorragend passen. Um die Modellhaftigkeit des Festivals zu kommunizieren sind wir bemüht, durch Plakatierungen, Anzeigen und Aktionen auf uns aufmerksam zu machen, um auch weiterhin privatwirtschaftliche Sponsoren, Stiftungen und Förderer zu mobilisieren und den Erhalt der kontinuierlich sich vergrößernden Veranstaltung auch in Zukunft gewährleisten zu können und ggf. sogar noch weiter zu optimieren. Dabei entwickeln wir in enger Kooperation mit unseren Sponsoren Kunst- und Vermarktungsprojekte, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Zielgruppen abgestimmt sind.

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FACHBEITRAG

Die Positionierung von Kulturanbietern durch Markenimage und Markenidentität Anne Tischer, Agentur Causales

Konsumenten treffen heutzutage für ihre Besucher über das eigentliche eine Vielzahl von Entscheidungen. Von Kernprodukt hinaus, dem Prinzip des der Wahl der Zahnpasta bis hin zu dem „added value“, auseinandersetzen. Damit Restaurant, in das man am Abend geht. wird die Marke zu einer wichtigen ProfiIm Kulturbereich geht es um die Aus- lierungsmöglichkeit. Mit der Marke verwahl des Buches oder die Frage, ob man bindet der Besucher nicht mehr nur die sich für den Besuch von Theater, Oper Kerndienstleistung, also zum Beispiel oder Kino entscheidet und in welchem die Theateraufführung, sondern das Haus man schließlich welche Vorstellung ganze Erlebnis seines Besuches bis hin zu besucht. Wonach trifft der Konsument einem bestimmten Lebensgefühl, das nun seine Wahl? Hohe qualitative Stan- ihm vermittelt wird. Emotionen werden dards werden heute meist bereits auto- so zum Bindeglied zwischen Konsument matisch vorausgesetzt, die ausschlagge- und Marke. Eine starke Marke entsteht benden Faktoren sind daher häufig dabei nicht von selbst, sondern muss andere. Daher müssen sich auch Kultur- gezielt gesteuert werden. anbieter stärker mit dem Zusatznutzen

Winter im MQ 2009 © MuseumsQuartier Wien, Foto: Ali Schafler

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MQ-Hauptfassade am Abend © MuseumsQuartier Wien, Foto: Ali Schafler

Die identitätsbasierte Markenführung, die heute die Grundlage der meisten Markenführungsstrategien bildet, geht dabei über die einseitige Ausrichtung auf die Wahrnehmung der Marke beim Konsumenten oder Besucher, dem so genannten Markenimage, hinaus. Der Fokus richtet sich gleichermaßen auf die Markenidentität. Denn nur wer sich seiner Identität bewusst ist und diese konsequent lebt, kann sich erfolgreich das Image aufbauen, mit dem er in der Außenwirkung wahrgenommen werden möchte. Ziel aller Anstrengungen der Markenführung ist es also, das Selbstbild eines Kulturanbieters und seiner Projekte und sein Fremdbild bei der relevanten Zielgruppe zur größtmöglichen Übereinstimmung zu bringen. Die Markenidentität eines Kulturanbieters bringt die wesensprägenden Merkmale seiner Marke zum Ausdruck, für welche die Marke nach Innen und im Idealfall auch nach Außen steht oder am Ende stehen soll. Sie baut auf die bereits vorhandenen Normen und Werte einer Institution auf und ist in einem gewissen Rahmen trotzdem gestalt- und steuerbar. Sehr überzeugend hat dies das MuseumsQuartier (MQ) Wien bewiesen. In einem der weltgrößten Areale für zeitgenössische Kunst und Kultur ist es gelungen, unabhängig von den einzelnen Institutionen, wie dem MUMOK – Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig oder dem Az W (Architekturzentrum Wien), das gesamte Gebiet als städtischen Lebensraum mit einer eigenständigen, grundlegenden Identität zu vermarkten. Erst diese Identität ermöglicht eine konsistente und erfolgreiche Kommunikation des Markennutzenversprechens und die Einhaltung dieses Versprechens durch das adäquate Verhalten aller Mitwirkenden. Damit wird sie zur eigentli-

chen Substanz der Marke, auf der langfristig ihre Differenzierungskraft beruht. Eine starke und konsequent gelebte Markenidentität erleichtert die Herstellung des gewünschten Images bei der relevanten Zielgruppe. Das Markenerlebnis wird grundsätzlich vor allem von dem persönlich Erlebten vor Ort und dementsprechend von der Interaktion mit den Mitarbeitern geprägt. Qualitätswahrnehmung und die Kundenzufriedenheit im Allgemeinen fußen auf dieser Basis und bestimmen die Einstellung zur Marke. Das Markenimage ist somit das Ergebnis individueller und subjektiver Wahrnehmung jedes Einzelnen und stellt sich als Folge eines Bewertungsprozesses dar. Starke Marken erzeugen dabei ein unverwechselbares Vorstellungsbild in den Köpfen der Konsumenten. Im Gegensatz zur Markenidentität kann und darf sich das Markenimage im Laufe der Zeit in einem gewissen Rahmen durchaus ändern. Das erlaubt es

Markenidentität

Markenimage

Markennutzenversprechen

Markenverhalten

Marke-Nachfrager-Beziehung Selbstbild der internen Zielgruppen

Markenerlebnis

Fremdbild der externen Zielgruppen

Markenerwartungen

einem Kulturanbieter sich weiter zu entwickeln und sich neuen Gegebenheiten anzupassen, ohne seine Kernidentität preiszugeben. Gut durchdachte Imagekampagnen bilden den Grundstein für die Wahrnehmung nach den eigenen Wünschen. Durch konsistente Marketingstrategien schafft man eine unverwechselbare Identität nach Innen und ein positives (oder provokatives/ modernes/ innovatives…) Image nach Außen und damit die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kulturmarke.

Sommer im MQ 2009 © MuseumsQuartier Wien, Foto: Ali Schafler

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INTERVIEW

Kunstraum, Lebensraum, Schaffensraum Dr. Wolfgang Waldner, Direktor MuseumsQuartier Wien Anne Tischer von der Agentur Causales sprach mit Herrn Dr. Waldner über den Imageaufbau in der Kultur

© MuseumsQuartier Wien, Foto: Marko Lipus

Als eines der weltgrößten Areale für zeitgenössische Kunst und Kultur zieht das MuseumsQuartier Wien (MQ) jährlich mehr als 3,6 Millionen BesucherInnen in das Kulturviertel inmitten der österreichischen Hauptstadt. Die Kommunikationsstrategie zielte von Anfang an darauf ab, die Vielschichtigkeit des Standortes als Ganzes zu bewerben und mit einem klaren eigenen Image zu positionieren. Im Jahr 2009 gehörte das MuseumsQuartier Wien zu den fünf Nominierten in der Kategorie Kulturmarke des Jahres im Rahmen des Kulturmarken-Awards. Sehr geehrter Herr Dr. Waldner, mit seinem 60.000 qm großen Areal und zahlreichen Museen, Ausstellungs58

und Veranstaltungsräumen gehört das MuseumsQuartier Wien zu den zehn größten Kulturarealen weltweit. Wie kamen Sie auf die Idee, das gesamte Areal gemeinsam zu vermarkten, statt die Kulturanbieter in den Vordergrund zu stellen? Der Wunsch der Eigentümer, der Republik Österreich und der Gemeinde Wien, war zunächst, für den Kulturkomplex MuseumsQuartier eine einheitliche Dachmarke zu schaffen und mit dieser zu werben. Die einzelnen großen Kulturinstitutionen im MQ wollten jedoch ihre eigenen Marken und Brands nicht aufgeben oder schwächen. Ich habe daher statt einer Dachmarke eine Standortmarke vorgeschlagen. Das hatte es zuvor im

Kulturbereich weltweit noch nie gegeben. Ziel war, damit alle Kräfte einzubeziehen und zu bündeln, um einen Kulturstandort, weltweit möglichst effizient zu positionieren und zu bewerben. Wie wird die Standortmarke den einzelnen Kulturanbietern auf dem Areal gerecht? Sind Sie zu Beginn auf Widerstände gestoßen und wenn ja, auf welche? Wie gesagt, war es ursprünglich der Wunsch der Kulturinstitutionen an uns, nur das Areal zu bewerben. Viele meinten damals, dass das wohl nur schwer funktionieren wird. Aber durch intensives Marketing und viele Aktionen ist die Marke innerhalb kurzer Zeit so


stark geworden, dass bei den im MQ ansässigen Institutionen der Wunsch aufkam, davon zu profitieren, und wir dann gebeten wurden, nicht so sehr den Standort als vielmehr mit unseren Ressourcen auch die Inhalte der Museen mitzubewerben. Mittlerweile besuchen rund 3,6 Millionen Menschen das Areal, anstelle der erwarteten 900.000. Man sieht somit, dass wir keinen schlechten Job gemacht haben. Das MuseumsQuartier ist extrem erfolgreich, und wir gehören zu den erfolgreichsten Kulturarealen weltweit. Sie haben von Anfang an auf eine starke Imagepositionierung des MQ gesetzt. Was muss beim Aufbau eines Markenimages in Kultureinrichtungen beachtet werden? Die Kommunikations- und Marketingmaßnahmen der MQ Errichtungsund Betriebsgesellschaft mbH zielen vorrangig darauf ab, die Vielfalt des MQ als Kunstraum, Lebensraum sowie künstlerischer Schaffensraum zu bewerben. Zudem ist es uns wichtig, Kultur für alle zu präsentieren und Kultur für jedermann zugänglich zu machen, weswegen in den Außenflächen seit Jahren ein umfangreiches Kulturprogramm geboten wird, das bei freiem Eintritt besucht werden kann. Dadurch sollen Barrieren abgebaut und Neugierde geweckt werden. Dieser kommunikationsstrategische Zugang spiegelt sich auch in der Bewerbung des MQ wider: Aktionistisch, spielerisch, (selbst-)ironisch, das Ungewohnte und Polarisierende soll zum Austausch und zu lebendiger Kommunikation anregen. Das MQ macht regelmäßig mit außergewöhnlichen Kampagnen auf sich aufmerksam. Wie stellen Sie sicher, dass die Besucher das Image des MQ wie von

Ihnen gewünscht wahrnehmen? Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch die Mitarbeiter? Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die Unverwechselbarkeit. Das MQ ist bekannt für seine jährlich wechselnden Kampagnen, die auch bereits mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet wurden und von der Agentur Büro X betreut werden. Ein wesentliches und immer wiederkehrendes Element der Kampagnen ist die Verbindung von Gegensätzlichem und Ungewohntem. Im Selbstverständnis des MQ spielen die BesucherInnen die wichtigste Rolle. Auf diese wird in den Kampagnen eingegangen. Eine erfolgreiche Imagekampagne muss sorgfältig entwickelt werden und gut durchdacht sein. Warum lohnt es sich für Kulturanbieter, an dieser Stelle die nötigen Zeit- und Geldressourcen zu investieren? Im Falle des MQ haben wir damit die Chance, ein einzigartiges Kulturareal weltweit bekannt zu machen. Zudem können wir so die Vielseitigkeit des MuseumsQuartier präsentieren, das neben den großen Kulturinstitutionen auch Kunst im öffentlichen Raum präsentiert. Dadurch können viele Leute für Kultur begeistert werden, die normalerweise nicht zu den klassischen MuseumsbesucherInnen gehören. Auf welche Erfolge können Sie beim Aufbau eines positiven Images für das MQ zurückschauen? Auf welche Idee sind Sie besonders stolz? Besonders stolz bin ich auf die erfolgreiche Umsetzung des Konzepts des MQ als Kunstraum, Schaffensraum,

Lebensraum. Neben den großen Kulturinstitutionen haben wir mit dem „quartier21“ einen Ort geschaffen, um zeitgenössische Kulturstrukturen und -produktion zu fördern. Wenn man sich heute nur die Highlights eines Monats im „quartier21“ ansieht, sieht man die verschiedensten Bereiche der Creative Industries in den über 60 Institutionen von Design, über Mode bis hin zu digitaler Kultur prominent vertreten. Stolz bin ich auch auf unsere MQ Hofmöblierung, die gemeinsam mit den vielfältigen Programmen in den Außenflächen zum Erfolg des „Lebensraum MQ“ beigetragen hat. Zu Beginn waren die Höfe leer, um den Fokus zunächst auf die Inhalte in den Institutionen zu lenken, doch bald gab es Kritik daran. Wir starteten daher das Kunstprojekt „Möblierung MuseumsQuartier“ von Josef Trattner, der riesige Schaumstoffkuben in den Höfen aufstellte. Ab dem ersten Tag sind dann plötzlich junge Menschen gekommen. Damit wusste ich, dass wir etwas ähnliches erarbeiten mussten, um die Höfe zu beleben. Daraufhin gab es einen Wettbewerb mit den Vorgaben, dass vandalensichere, ganzjahrestaugliche Outdoor-Möbel benötigt werden, die nach einem Art Baukastensystem zusammengesetzt werden können. Sieger war dann das Projekt der ArchitektInnen PPAG, die die heutigen MQ Hofmöbel entwarfen. Seitdem waren die Höfe voll mit Leuten, und wir haben begonnen, auch Rahmenprogramme zu entwickeln. Nun sind jedes Jahr 3,6 Millionen BesucherInnen hier. Wenn das MQ eine Person wäre, wie würden Sie sie beschreiben? Vielseitig, weltoffen, dynamisch, jung, Wienerisch, Trendsetterin

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FACHBEITRAG

Markenführung von Kulturanbietern Anne Tischer, Agentur Causales

Im Bereich der Markenführung geht es um mehr als die Frage, welche Formen der Werbung man wählt, oder wie teuer die Eintrittspreise in der nächsten Saison sein sollen. Vielmehr gilt es, das eigene Kulturangebot, die eigene Marke, kontinuierlich über einen längeren Zeitraum zu entfalten und weiter zu entwickeln. Ziel einer professionellen Markenführung ist es, Präferenzen für das eigene Angebot zu schaffen, es von

Ansicht des Foyers © Johannes-Maria Schlorke

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konkurrierenden Angeboten zu differenzieren und über diesen Weg langfristig Wachstumspotenziale zu eröffnen. Grundlage hierfür bildet ein übergreifendes strategisches Konzept, das trotz aller Einmaligkeit von Kunst und Kultur eine gewisse Konstanz zumindest im Bereich der Organisation und der Markenstruktur zum Ziel haben muss. Möglich ist dies nur, wenn man

auf einer starken Markenidentität aufbauen kann. Eine wichtige Entscheidung, die jeder Kulturanbieter treffen muss, ist die der grundlegenden Organisationsstruktur. Im Dienstleistungsbereich hat sich dabei über die Jahre das DachmarkenSubmarken-Prinzip stark durchgesetzt. Immer mehr Kultureinrichtungen bauen auf diese Organisationsform. Ein sehr


gelungenes Beispiel ist hier das Deutsche Meeresmuseum. Unter der starken Dachmarke werden das Meeresmuseum, das Ozeaneum, das Natureum und das Nautineum geführt. Sie alle profitieren vom guten Image des Deutschen Meeresmuseums, positionieren sich aber zusätzlich als eigenständige Marken mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dieses System spiegelt sich auch im Corporate Design wieder.

sein. Die Frage, wen man konkret ansprechen möchte, rückt hier in den Mittelpunkt. Je genauer die eigene Vorstellung von den bestehenden und potentiellen Besuchern ist, desto sinnvoller und zielgerichteter können die verschiedenen Werbemittel und Kommunikationsmaßnahmen eingesetzt werden. Gerade Kulturanbieter mit kleinen Marketingbudgets können so Ihren Ressourceneinsatz effizient gestalten.

Hat man nun seine Organisationsstruktur und Strategie entwickelt, gilt es, diese im Rahmen der operativen Markenführung in konkrete Aktionen umzusetzen. Ziel ist es, die Markenidentität des Kulturanbieters auf die verschiedenen Marketinginstrumente zu übersetzen. Die Marketinginstrumente, die in diesem Rahmen besonders hervorgehoben werden, sind die sogenannten vier P’s: Product (Produktpolitik), Promotion (Kommunikationspolitik), Price (Preispolitik) und Placement (Distributionspolitik).

Über eine gut durchdachte Preisgestaltung haben Kultureinrichtungen die Möglichkeit, auf die Bedürfnisse verschiedener Besuchergruppen zu reagieren und Besucherströme intelligent zu lenken. Dabei sollte immer darauf geachtet werden, dass die Preisgestaltung nicht der Markenidentität widerspricht. Ein Opernhaus will mit hochpreisigen Angeboten auch seine Exklusivität unterstreichen, während ein Festival, dass sich in seiner Kommunikation als für alle zugänglich darstellt, auch Tickets zu Preisen anbieten muss, die sich prinzipiell jeder leisten kann.

Die Produkte beziehungsweise Dienstleistungen, die ein Unternehmen oder ein Kulturbetrieb anbietet, bilden die Basis des zukünftigen Erfolgs. Im Rahmen der Produktpolitik sollte bei jeder Kultureinrichtung die Innovationsfähigkeit im Vordergrund stehen. Selbst Kulturanbieter, die auf eine lange Tradition zurückblicken, stehen vor der Herausforderung, immer wieder neue Zielgruppen erschließen zu müssen. Eine ständige Weiterentwicklung, um sich verändernden Rahmenbedingungen und gesellschaftlichen Prozessen anzupassen, ohne dabei die zu Grunde liegenden Werte oder die Freiheit der Kunst zu beeinträchtigen, müssen sich in einer klugen Produktpolitik widerspiegeln. Die Kommunikationspolitik betrifft in erster Linie die einheitliche Gestaltung sämtlicher Informationen. Dies bezieht sich sowohl auf die „klassischen“ Werbemittel, wie Plakate und Flyer, als auch auf visuelle Schlüsselbilder, Melodien, olfaktorische oder haptische Repräsentationen. Aber auch alle weiteren Maßnahmen sowie die Wahl der Kanäle, über die man an die Öffentlichkeit tritt, müssen gut durchdacht

Nun muss noch die Entscheidung nach den passenden Absatzkanälen getroffen werden, also in erster Linie: Wo verkaufe ich meine Tickets? Heutzutage können es sich Kulturanbieter nicht mehr leisten, dabei auf die Möglichkeiten des Internets zu verzichten. Die Besucher sind es inzwischen gewohnt, schnell und bequem von zu Hause aus Eintrittskarten erwerben zu können. Gerade Kultureinrichtungen mit einer älteren Besucherstruktur sollten aber keinesfalls auf die klassischen Distributionskanäle, wie Theaterkassen, verzichten. Die verschiedenen Marketinginstrumente geben den Kultureinrichtungen nahezu unbegrenzten Spielraum für Kreativität. Allerdings ist es wichtig, die vier P’s immer auf das Angebot der Kultureinrichtung und ihre Identität sowie auf die bestehenden und potentiellen Besucher, die man erreichen möchte, abzustimmen und somit eine konsistente und am Ende erfolgreiche Markenführung zu gewährleisten.

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INTERVIEW

Dort handeln, wo man stark ist Axel Renner, Bregenzer Festspiele Kristin Just von der Agentur Causales sprach mit Herrn Renner über erfolgreiche Markenführung

© Anja Köhler

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Die Bregenzer Festspiele zeichnen sich durch eine mutige Programmatik und ein außergewöhnliches Marketing aus. Die Macher aus Bregenz führen unterschiedliche Zielgruppen an das Format der Festspiele heran und sorgen mit der Kulisse in einem James-Bond-Film für internationale Ausstrahlung. Ein ZDF-Studio auf der Bühne zur Fußballeuropameisterschaft 2008 sorgte für nationale Bekanntheit. Im Oktober 2009 wählte eine namhafte Jury aus Medien, Wirtschaft und Kultur die Bregenzer Festspiele unter anderem deswegen zur Kulturmarke des Jahres. Kristin Just sprach mit Kommunikationschef Axel Renner über erfolgreiches Kulturmarketing.

Die vergangene Spielsaison brachte den Bregenzer Festspielen trotz Finanz- und Wirtschaftkrise einen neuen Zuschauerrekord: Insgesamt sahen 259.084 Besucher die Aufführungen der Festspiele im Sommer 2009. Dies entspricht einer Gesamtauslastung von 98 Prozent. Ihre Marketingstrategie ist offensichtlich aufgegangen. Was ist Ihr besonderes Erfolgsrezept? Wir verwenden folgende Zutaten: Hochwertige Produkte, Authentizität in der Kommunikation und Wert-Abbildung sowie eine sehr langfristige Bearbeitung der Kernmärkte ohne kostspielige Experimente auf sogenannten Hoffnungsmärkten. Das mag im Zeitalter der Globalisierung sehr unmodisch klingen, ist in unserem Fall aber sehr erfolgreich. Dort handeln, wo man stark ist und stark bleiben kann. Diese Handlungsfelder auch gegen den Meinungs-Mainstream zu erkennen, ist die wahre Kunst. Viele große Kulturanbieter möchten ihr Produkt an den internationalen Markt bringen. Mit der Präsenz der Seebühne als Kulisse für einen JamesBond-Film haben Sie für internationale Aufmerksamkeit gesorgt. War das Bestandteil Ihrer Marketingstrategie und hat Ihnen diese Bekanntheit auch internationales Publikum gebracht? Ja und Nein. Bregenz ist grundsätzlich offen für Neues, grenzt sich

nicht ab. Oper hat hier nicht nur Bildungsanspruch, sondern auch Unterhaltungswert. Wir erreichen dadurch grundsätzlich ein großes Publikum, das es in dieser heterogenen Zusammensetzung nur exakt hier gibt. Internationales Feuilleton auf dem Sitzplatz neben lokaler Stadtzeitung sowie Jeans neben Smoking und Abendkleid sind kein Widerspruch sondern Teil des besonderen Bregenzer Charmes. Ein erfolgreicher Kinofilm muss dasselbe leisten, nämlich viele unterschiedliche Menschen zu begeistern. Vielleicht war es daher nur konsequent, Herrn Bond bei uns in die Oper zu schicken – abgesehen von der außergewöhnlichen „Tosca“-Kulisse, die im Übrigen vom Fachmagazin „Opernwelt“ zum Bühnenbild des Jahres gewählt wurde. Die Bond-Präsenz hat unseren Markenwert weiter gesteigert, was Effekte in den verschiedensten Bezugsgruppen auslöst, nicht nur beim Publikum. Die ungewöhnlichen Inszenierungen, die gewagten Bühnenbilder auf der Seebühne und das Vermarktungskonzept haben den Bregenzer Festspielen zum Erfolg verholfen. Gibt es auch messbare Erfolge im Kulturtourismus durch Ihre Leuchtturmfunktion in der Region? Regelmäßig durchgeführte Umfragen und Studien belegen die außerordentlich große wirtschaftliche Bedeutung des Kulturunternehmens für die Region. Die indirekte Wertschöpfung liegt bei rund 170 Millionen Euro pro Jahr. Eine noch wichtigere Rolle aber spielt das Festival als Standortfaktor und lokale Identifikationsgröße. Die künstlerische Tätigkeit und deren kommunikative Verbreitung verschafft der Region langfristig überregionale Aufmerksamkeit, Prestige und letztlich die Glaubwürdigkeit eines nachhaltigen, werteorientierten Handelns. Das ist heute unbezahlbar und schafft nicht einmal ein milliardenteurer, aber eben singulärer Sport-Event wie die Olympischen Spiele.

und Pop die Sponsoringplattformen waren, prognostizieren die Unternehmen und Agenturen für 2010 einen Bedeutungszuwachs für Festspiele als Sponsoringnehmer. Sehen Sie sich mit Ihren Marketingerfolgen als Trendsetter bestätigt? Angesichts der wirtschaftlichen Situation sehen wir mit Respekt, aber zuversichtlich nach Vorne. Im Zentrum unserer Bestrebungen stehen Kontinuität, Verlässlichkeit und vor allem der Anspruch, Spitzenkunst für ein breites Publikum hervorzubringen. Deswegen kann unser Ziel nicht lauten, Trends als Selbstzweck zu setzen. Erfahrungsgemäß jedoch liegen wir mit unseren Entscheidungen in einem Bereich höchster Innovationskraft, was häufig zu Trends und Neuerungen führt, sozusagen als gern gesehener Beifang. Wir wollen einfach nur erstklassig sein, aber nicht modischmodern. Insofern ein „Ja“, aber nicht intendiert. Am 31. Juli 2010 hat „Das Portrait“ von Nikolai Gogol in Bregenz Premiere. Die satirische Oper beschäftigt sich mit den Gewissensnöten des Künstlers – Was ist Kunst und darf man Geld mit ihr verdienen? Zum letzten Teil der Frage: Natürlich, wieso nicht. Und was Kunst genau ist oder sein kann, möchte ich an dieser Stelle nicht interpretieren. Denn Kunst zu erfahren und zu erschaffen ist im Vergleich deutlich ergiebiger als darüber zu debattieren – sowie letztlich Sinn und Zweck eines Künstlers. Also, umso länger wir jetzt darüber sprechen, desto weniger Zeit bleibt uns für das eigene Erleben. Im kommenden Sommer ist das in Bregenz bei fast 100 Veranstaltungen vier Wochen lang möglich. Übrigens, Tickets sind noch verfügbar.

Am 25. März 2010 wurde in Hamburg die neue Sponsor Vision Studie 2010 vorgestellt. Nachdem im letzten Jahr die Filmindustrie sowie Rock 63


Markennutzen im Citymarketing Jeanette van Beek, Agentur Causales

Städte konkurrieren immer mehr um Einwohner, die Ansiedlung großer Unternehmen und touristische Besucher. Wichtige Standortfaktoren sind dabei Rohstoffe für die lokale Industrie, die nötige Infrastruktur, um für alle potentiellen Besucher gut erreichbar zu sein, und gute Bildungsangebote für die Anwohner. Von einem hohen Bildungsstand profitieren auch Unternehmen, die auf die Expertise ausgebildeter Fachkräfte angewiesen sind. Immer mehr Städte profilieren sich als „Marke“, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen. Die Markenbildung erfüllt drei Grundfunktionen: Informationseffizienz, Risikoreduktion und den ideellen Nutzen.1 Marken erleichtern die Informationsaufnahme und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Eine Stadt, die sich als individuelle Marke positioniert, kann effizient vermitteln, welche Vorzüge der eigene Standort hat. Ob als Firmenstandort oder Reiseziel – eine Marke erkennt man leicht wieder und sie steht für Qualität. Mit diesem Qualitätsversprechen der Marke wird auch das Risiko einer Fehlentscheidung für Anwohner, Unternehmen, aber auch Touristen minimiert. Der ideelle Nutzen einer Marke ist es, ihre Identität/ihr Image auf die Zielgruppe zu übertragen, so dass auch der Konsument mit den positiven Markenattributen assoziiert wird. Neben den so genannten „harten Standortfaktoren“ wie Rohstoffen, Infrastruktur und Bildungsangebot sind es besonders die „weichen Standortfaktoren“, die das Image einer Stadtmarke ausmachen. Das Markenprofil einer Stadt muss aus mehreren Bausteinen bestehen, um alle Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen zu erfüllen. Die 64

Mischung der verschiedenen Faktoren ergibt dabei ein einzigartiges Profil. Neben den sich ähnelnden Faktoren wie der Industrie oder der Infrastruktur ist gerade die Kultur ein wichtiger Faktor, um sich voneinander abzugrenzen. Deshalb wird Kunst und Kultur auch eine besondere Rolle im Citymarketing zugeschrieben.

nichtsprachlichen Reizen, die sowohl durch reale Eindrücke als auch die werbliche Kommunikation hervorgerufen werden, entsteht hier ein bestimmtes Wahrnehmungsbild in den Köpfen von Einwohnern und Touristen. Die Marke entwickelt sich schließlich, wenn dieses Wahrnehmungsbild immer wieder bestätigt und verstärkt wird.

Hamburg, „das Tor zur Welt“ beispielsweise, positioniert sich schon lange nicht mehr als reiner Hafen- und Industriestandort, sondern versucht erfolgreich mehr Touristen mit der kulturellen Vielfalt der Stadt anzuziehen. Auch Prestigeprojekte wie die Elbphilharmonie sollen zur Positionierung der Stadt beitragen (siehe auch Interview, Seite 66).

Ziel ist es, diesen Prozess mit Hilfe der Kultur voranzutreiben, so die Lebensqualität in der Stadt erhöhen und auch Touristen für den ehemaligen Finanzstandort gewinnen. Die einschlägige Marke wird national aber auch international mit einem konsequenten Corporate Design beworben.

Doch warum ist Kultur als Standortfaktor so wichtig? Nicht allein um Touristen anzuziehen ist es für „Stadtmarken“ interessant, sich über die Kultur zu positionieren. Auch Anwohner, Studenten und Arbeitnehmer, fühlen sich von Städten mit reichem kulturellen Angebot angezogen. Von zufriedenen Arbeitnehmern, guten Fachkräften und kreativem Potential profitieren letztendlich auch die Unternehmen. Das Image einer Stadtmarke setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Der Konsument verbindet eigene Eindrücke und Erfahrungen mit den Informationen, die gezielte Marketingaktivitäten übermitteln. Diese Gedächtnisbilder umfassen sowohl die kognitive als auch affektive Vorstellung einer Stadt.2 Einen beachtlichen Imagetransfer hat auch die Finanzstadt Frankfurt geschafft. Mit dem „Museumsufer Frankfurt“ stellt sich die Stadt als kreativer Standort dar. Aus sprachlichen und

Die Positionierung über Kultur spricht letztendlich alle Zielgruppen an: Anwohner, die ein vielfältiges kulturelles Angebot begrüßen, Touristen, die das Besondere und die Attraktion suchen, sowie Unternehmen, die ein kreatives und innovatives Umfeld als auch zufriedene Mitarbeiter zu schätzen wissen.

1 – „Mega-Macht Marke“ Hajo Riesenbeck und Jesko Perrey. Frankfurt/Wien: Redline Wirtschaft bei überreuter, 2004., S. 22 – 23 2 – Balderjahn, Ingo. „Markenpolitik für Städte und Regionen“ in: M. Bruhn (Hrsg.), Handbuch Markenartikel, 2. Aufl., Wiesbaden 2004, Band 3, S. 2357 – 2374


Reize

Sprachlicher Reiz

Visueler Reiz

Weitere nichtsprachliche Reize

Markenname

Bilder

reale Eindrücke

Beispiel

Kein außerer Reiz

interne Instruktionen

Interne Repräsentation

Sprachliche Repräsentation

Wahrnehmungsbild

Verarbeitungssystem

verbales System

bildliches System

Gedächtnisbild

Marke

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INTERVIEW

Entwicklung eines ganzheitlichen Stadtmarketings Thorsten Kausch, Gesch채ftsf체hrer Hamburg Marketing GmbH Jeanette van Beek von der Agentur Causales sprach mit Herrn Kausch 체ber die Kultur als Standortfaktor

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Hamburg ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Seit 2004 wird die Vielfalt der Stadt von der Hamburg Marketing GmbH mit einer einheitlichen Dachmarke beworben. Einzelne sektorale Marketing-Gesellschaften haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam das Image der Stadt zu stärken. In diesem Jahr positioniert sich Hamburg unter der Leitung von Thorsten Kausch als „Metropole der Kultur“.

Sehr geehrter Herr Kausch, nach der dreijährigen Pilotphase der Hamburg Marketing GmbH war man fest entschlossen das Stadtmarketing Hamburgs weiter auszubauen und zu professionalisieren. Welche anfänglichen Erfolge waren ausschlaggebend für diese Entscheidung? Die Entwicklung eines ganzheitlichen Stadtmarketings, das die unterschiedlichen Facetten, die heutzutage für eine Attraktivität eines Standortes von größter Bedeutung sind, zusammen führte. Die Verknüpfung zwischen Arbeits- und Privatleben, also der lebenswerten Komponente und der wirtschaftlichen Prosperität einer Region, inklusive der Integration der einzelnen Themenbereiche Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Sport usw., war der Schlüssel zum Erfolg. Hierfür war ein einheitlicher Vermarktungsansatz – inhaltlich und grafisch – für Hamburg ein wichtiger Aspekt. Mittels einer umfassenden Marktforschung wurden die mit Hamburg assoziierten Stärken erhoben und auf ihre wichtigsten Ursachen analysiert, die es in den Vordergrund der Kommunikation im Stadtmarketing zu stellen gilt. Verbunden wurde dieses mit einem wiedererkennbaren äußeren Design – sog. „Kommunikationsmuster“ – das alle Akti-

vitäten Hamburgs familienähnlich aussehen lässt und somit einen hohen Grad an Wiedererkennbarkeit ermöglicht. Durch diese Maßnahmen war es möglich, das Profil im Stadtmarketing zu schärfen und eine erhöhte Wahrnehmung, aber auch Bekanntheit Hamburgs und der damit verbundenen Attraktivität zu gewährleisten. Darüber hinaus gab es im Rahmen des Vermarktungsportfolios strategische Lücken, die durch die Hamburg Marketing GmbH gefüllt werden konnten: dazu zählten u. a. eine professionelle themenübergreifende Betreuung von Journalisten sowie eine Strategie des Eventmarketings. Zu guter Letzt wurden ein Markenmanagementsystem und ein Controlling eingeführt, das die Aktivitäten aller am Stadtmarketing beteiligten Gesellschaften und Synergien bzw. Kooperationsmöglichkeiten untereinander nochmals verbesserte. Hamburg will sich mehr und mehr als Marke etablieren. Die Hamburg Marketing GmbH hat aus diesem Grund ein unverwechselbares Corporate Design entwickelt, um regional, national aber auch international die Standortvorteile Hamburgs zu kommunizieren. Warum ist es heutzutage so wichtig für eine Großstadt wie Hamburg ein einheitliches Markenbild zu führen? Städte und Regionen befinden sich in einem weltweiten Wettbewerb um Ressourcen. Es geht dabei um die besten Köpfe als Bewohner und Arbeitnehmer, die den Standort weiter voran bringen sowie um Investoren, die am Standort neue Arbeitsplätze schaffen oder aber Innovation gewährleisten, als auch natürlich um Touristen. Im Rahmen des globalen Wettbewerbes ist es zwingend erforderlich, sich auf wenige, aber dafür klar definierte Stärken zu

fokussieren und diese in der Kommunikation nach Außen in den Vordergrund zu stellen und zu penetrieren. Das heißt, es gilt die Inhalte, für die Hamburg steht und die mit Hamburg positiv verbunden werden, so darzustellen, dass sie möglichst attraktiv auf die eben genannten Zielgruppen wirken und diese mit einem familienähnlichen Design zu verknüpfen, um im Wettbewerb um Aufmerksamkeit eine Wiedererkennbarkeit zu schaffen. Selbstverständlich haben Städte und Kommunen nicht die finanziellen Möglichkeiten, wie es große Marken und Konzerne haben, um ihre Produkte breit zu positionieren, aber mit Hilfe einer wiedererkennbaren Darstellung ist es möglich, dies etwas zu kompensieren. Die Stadt Hamburg setzt in ihrem Markenaufbau auf zehn verschiedene Erfolgsbausteine mit einer Mischung aus Freizeitangebot und Wirtschaftsfaktoren. Was macht Ihrer Meinung nach den Standort Hamburg besonders einzigartig? Hamburg schafft es wie kein anderer Standort ein überaus hohes Maß an Lebensqualität mit der wirtschaftlichen Prosperität der Region zu verknüpfen. Wir haben sehr viel Grün, eine faszinierende Umgebung, viele Wasserflächen und ein umfangreiches Kulturangebot – von klassischer Musik in der Elbphilharmonie bis zu Konzerten in den Clubs der Reeperbahn. Auf der anderen Seite verfügt Hamburg über eine starke Wirtschaft, die über die verschiedenen Cluster, wie Luftfahrt, erneuerbare Energien, Medien und IT, Life Science und Maritimes ihresgleichen in Deutschland, aber auch darüber hinaus, sucht. Im Jahr 2010 präsentiert sich Hamburg als kulturelle Stadt mit dem 69


Slogan „Hamburg – Metropole der Kultur“. Nicht alle Kulturschaffende unterstützen die Marke Hamburg: „Not In Our Name“ heißt das Manifest der Hamburger Kreativszene. Wie schaffen Sie es, die Interessen der Künstler und der Stadt Hamburg in einer Marketingstrategie zu vereinen? Hier muss ich Sie leider etwas korrigieren: Hamburg präsentiert sich nicht mit einem Slogan, sondern hat das Thema der Kultur als kommunikativen Schwerpunkt für das Jahr 2010 definiert. Danach werden alle mit dem Thema Kultur in Verbindung zu bringenden Aktivitäten verstärkt in der Kommunikation nach vorne gestellt. Den von Ihnen skizzierten Gegensatz gilt es tatsächlich im Stadtmarketing bewusst herauszuarbeiten und Antworten darauf zu finden. Für Regionen ist es sehr wichtig, Künstlern und Kreativen, die den Standort dann wiederum attraktiv machen, einen Humus an Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Hier sind die überaus beliebten Bereiche der Schanze, Ottensen, aber auch der Veddel zu nennen, die aufgrund ihres toleranten und weltoffenen Flairs und der szenigen Atmosphäre sehr geschätzt werden. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir auch die Aktivitäten der Künstler, die damit auf die Notwendigkeit, ihnen für ihre Aktivitäten entsprechend gute Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, aufmerksam machen. Wie wichtig ist die Balance zwischen Subkultur und Hochkultur für den kulturellen Standort Hamburg?

als Bildungsangebot für eine tolerante Region von großem Nutzen ist. Das eine geht nach unserer Auffassung nicht ohne das andere, und es ist die Kunst im Marketing, beides gut zu inszenieren, um als eine Stärke des Standortes wahrgenommen zu werden.

lights. Daher bieten sich aus unserer Sicht vielfältige Möglichkeiten, die moderne Metropole Hamburg mit ihrer Lebensqualität, aber auch mit der Power der Stifter bzw. des Bürgertums und der starken Wirtschaftskraft herauszustellen.

Als neues Highlight in der Hamburger Kulturlandschaft wird die Elbphilharmonie in der HafenCity gehandelt. Die Stadt will sich weiter entwickeln und nicht nur als „Musicalstadt“ wahrgenommen werden. Wie wird sich der neue kulturelle Leuchtturm auf den Standort der Stadt Hamburg und ihre Einwohner auswirken?

Befürchten Sie, dass der Streit um die Kostensteigerung und der sich immer weiter entfernende Eröffnungstermin des Konzertsaales Einfluss auf das Image der Elbphilharmonie und der Stadt Hamburg nehmen wird?

Unzweifelhaft ist, dass die Elbphilharmonie schon jetzt nicht nur ein neues Wahrzeichen für Hamburg, sondern für ganz Deutschland ist. Es ist die moderne Architektur in Verbindung mit der traditionellen Speicherstadt, die, an der Elbe gelegen, eine einzigartige Faszination weit über die Grenzen Hamburgs und Deutschlands hinaus ausmacht. Wenn darüber hinaus diese Architektur noch durch Hochkultur und entsprechende Angebote mit Inhalt gefüllt wird, dann sind wir davon fest überzeugt, dass es einen unglaublich positiven Imageeffekt haben und damit auch zu einer veränderten Wahrnehmung Hamburgs f��hren wird. Abgesehen davon bleibt Hamburg aber auch eine Stadt, die den Musicals – vor allem im Tourismus – viel zu verdanken hat. Daher wären wir schlecht beraten, diese Stärke zukünftig zu verschweigen.

Unter anderem mit der Kampagne Beides sind zwei Seiten der glei- „Hamburg baut ein Wahrzeichen“ konnchen Medaille und bedingen einander. ten Sponsoren aber auch Privatpersonen Die Clubszene auf der Reeperbahn mit von dem Projekt Elbphilharmonie begeisihren unzähligen Livebühnen, die tert werden, und es fanden sich viele Schanze mit den Straßencafes, Lüneburg Unterstützer. Wie wird das neue Wahrmit seiner Altstadt und andere Regionen zeichen die Markenbotschaft, die Hamum Hamburg herum bieten eine wichtige burg nach außen trägt, beeinflussen? Grundlage für die Lebensqualität und die Möglichkeit, sich beruflich, aber auch Die Elbphilharmonie ist die Verprivat zu entwickeln. Auf der anderen knüpfung der modernen Interpretation Seite der Medaille haben Sie mit dem Bal- der Metropole am Wasser in Verbindung lett, den Musicals, der klassischen Musik mit einer hochwertigen einzigartigen und der Theaterszene einen ganz wichti- Architektur und einem nochmals faszigen Aspekt der Hochkultur, der u.a. auch nierenderen Inhalt an kulturellen High-

Nein, ich bin davon überzeugt, dass mit jedem weiteren Baufortschritt die Faszination auch in Hamburg steigen wird. International ist es bereits heute ein einzigartiges Projekt! Das zeigen uns die diversen Präsentationen, die wir in Shanghai, in New York, aber auch in St. Petersburg in Kooperation mit dem NDR zum Thema Elbphilharmonie und Kulturmetropole Hamburg halten konnten. Die dortigen wichtigen Entscheider aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft waren fasziniert. Städte profilieren sich immer stärker über Kultur. Das schafft Identität und ein Gefühl von Zusammengehörigkeit für die Bürger. Aber auch Touristen werden von einem blühenden kulturellen Leben angezogen. Wird sich die Stadt Hamburg auch in Zukunft, nach Ablauf der diesjährigen Kampagne stärker über vielfältige Kultur positionieren? Selbstverständlich. Kultur ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität und die Attraktivität von Regionen. Daher werden wir auch zukünftig mit dieser werben.

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FACHBEITRAG

Brandcommunities Kristin Just, Agentur Causales

Die Begriffe „Marke“ und „Konsument“ erhalten in Zeiten interaktiver und partizipativer Medien eine neue Dimension. Vernetzte Märkte und ihre Kommunikatoren schaffen neue Dialogformen und einen damit verbundenen gruppendynamischen Informationsaustausch, der das herkömmliche StimulusResponse-Modell1 und seine Einwegkommunikation zwischen Kommunikator und Rezipient aus den Angeln hebt. Mit

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seinen Social Networks, Video-SharingPlattformen und Instant-Messaging-Services eröffnet das Web 2.0 sowohl dem Produzenten als auch dem Verbraucher vollkommen neue Möglichkeiten, Marken und ihren USP über die nie dagewesene Fülle an Kommunikationskanälen zu transportieren. Dies stellt insbesondere den Kulturanbieter vor die Herausforderung, die Verbraucher nicht nur als passive Empfänger seiner Produktbot-

schaften, sondern als aktive Gesprächspartner zu begreifen, die sich informiert und individuell im Netz bewegen2 . Sie senden 15.368 Tweets pro Minute3 und geben deutschlandweit durchschnittlich 44.400 Produktbewertungen im Monat ab.4 Der webaffine Kulturverbraucher ist ein wichtiger Multiplikator, dessen Einbeziehung in die Markenkommunikation außer Frage steht.


Wirtschaftsunternehmen haben die hier schlummernden Potentiale längst entdeckt. 60 Prozent der 100 größten Markenhersteller in Deutschland nutzen Social Media Tools. Jedoch ist eine umfassende Strategie noch die Ausnahme: Lediglich 5 Prozent der Unternehmen, wie RWE und die Sparkasse, bedienen zugleich Facebook, Twitter, YouTube und Corporate Blogs. 39 Prozent nutzen Twitter, den damit beliebtesten Social Media-Dienst, gefolgt von YouTube mit 37 Prozent, Facebook mit 28 Prozent und Corporate Blogs der Unternehmen mit 12 Prozent.5 Die gesamte Markenwelt wird durch Einsatz dieser Kommunikationsinstrumente einem tiefgreifenden Wandel unterzogen, der auch das Verhalten der Verbraucher grundlegend verändert: Der heutige, markentreue Internetnutzer bloggt, stellt Videos ins Netz, bewertet und empfiehlt Produkte und kommentiert Beiträge in Foren. Sei es aus Kommunikations-, Marketing- oder Wertschöpfungssicht – die Einbeziehung und das Engagement der Verbraucher untereinander bildet eine wichtige Quelle für den Erfolg einer Marke. Insbesondere die Web 2.0-Ideen setzen dabei auf das Konzept der Brand Community oder Markengemeinschaft. Weltweit sind schätzungsweise 90 Millionen Menschen in Markengemeinschaften6 vernetzt. Der heutige Kulturverbraucher sucht Authentizität. Er möchte etwas über die Marke in Erfahrung bringen und von ihr in seiner Persönlichkeit gespiegelt werden. Die Schnittmenge zwischen dem Markenimage und der Persönlichkeit des Verbrauchers bildet das entscheidende, sinnstiftende Element, welches den Dialog mit Gleichgesinnten 74

im Internet anregt und wiederum ein engmaschiges Netz zwischen den Verbrauchern und der Marke knüpft.

zu nutzen. Der Aktionsspielraum ist nahezu unbegrenzt: Über den Facebook „Fan werden“-Button treten neue Mitglieder der Community bei. Inhalte werden Im Hinblick auf das gesamte unter den vernetzten Mitgliedern geteilt Markenmanagement, erfüllen Marken- und diskutiert, Fotos und Videos getaggt, gemeinschaften eine immer wichtigere bewertet und empfohlen sowie innovatiFunktion. Mitglieder dieser Communi- ve Marketingmaßnahmen ausgetestet. ties verhalten sich der Marke gegenüber Darüber hinaus haben Kulturanbieter loyal, vor allem aber gestalten sie die die Möglichkeit, in ihren Blogrolls auf Kommunikation im Internet mit. Kul- andere Anbieter zu verweisen und eine turanbieter und Wirtschaftsunterneh- Präsenz zu schaffen, die von einer breimen, die ihre Markengemeinschaft über ten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. mehrere Social Media Tools ansprechen, Damit kann eine Interaktionsstufe bekommen nachweislich eine höhere erreicht werden, die die Inhalte zum Resonanz. Dieser Erfolg zeigt sich in den Ausgangspunkt der Kommunikation Klicks der Videos auf YouTube, den Follo- macht und zu einem produktiven Auswern bei Twitter, der Zahl der Fans tausch über und mit Kultur anregt. auf Facebook und deren geposteten Beiträgen. Ein leuchtendes Beispiel für erfolgreiche Markenkommunikation im Internet bieten die Berliner Philharmoniker. Seit mehr als einem Jahr betreiben sie die „Digital Concert Hall“. LiveKonzerte können im Abonnement oder mit Einzeltickets verfolgt werden. Die Nutzer haben außerdem Zugriff auf ein Videoarchiv, in welches sich in den vergangenen drei Spielzeiten ca. 20.000 Musikfans eingeloggt haben. Darüber hinaus bieten die Philharmoniker Vorschauen auf ihre Konzerte auf YouTube an, die bisher über eine Million Mal abgerufen wurden. Das Engagement der Berliner Philharmoniker zahlt sich aus. Die Fanseite auf Facebook zählt bereits 62.420 Mitglieder, Tendenz steigend. Die erzielten Effekte dürften auch andere Kulturanbieter überzeugen, das bereits vorhandene Social MediaEngagement zu professionalisieren und die sich daraus ergebenden Chancen für die Kundenbindung und die Imagepflege

1 – Vgl. Merten: Einführung in die Kommunikationswissenschaft. Berlin 2007 2 – Vgl. Brand Communities als neue Markenwelten. Heidelberg 2007 3 – Vgl.: http://www.slide share.net/ethority1/2009 0911-koehler-web20, zuletzt eingesehen am 18.5.2010. 4 –Vgl.:http://www.ethori ty.de/social-mediastudies/social-networkstudy.html, zuletzt eingesehen am 18.5.2010. 5 – Vgl.: Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media? Eine empirische Studie. Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, 2009 6 – Vgl.: Brand Communities als neue Markenwelten


INTERVIEW

Der Dialog kann gar nicht intensiv genug sein Julia Becker, Marketing & Ă–ffentlichkeitsarbeit, Junge Deutsche Philharmonie Kristin Just von der Agentur Causales sprach mit Frau Becker Ăźber Brand Communities

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Sie sind einer der gefragtesten Klangkörper Deutschlands, 170 Spitzennachwuchsmusiker spielen in den großen Konzertsälen unter weltbekannten Dirigenten wie Roger Norrington und Daniel Barenboim. Die Junge Deutsche Philharmonie macht ihrem Namen alle Ehre – sie ist jung und vor allem Web 2.0 versiert. Wie kein anderes Orchester, nutzt die Junge Deutsche Philharmonie das Internet: Auf eigenen Kanälen, bei vimeo und youtube laufen Video-Casts und die Fangemeinde bei facebook wächst.

Sehr geehrte Frau Becker, vor drei Jahren kamen Musiker und Fachleute aus dem Orchesterbetrieb zum Kongress VISION@JDPH zusammen und brachten ein neues, zielgruppenangepasstes Corporate Design auf den Weg. Haben Sie seit dem Kongress Ihre Kommunikationsstrategie insgesamt verjüngt? Bei unserem Visionskongress haben wir unsere Ziele und Leitlinien verbindlich formuliert, einige neue Leitlinien festgelegt und daraus folgend entschieden, noch konsequenter und offener auf unser Publikum und unsere potenziellen Partner zuzugehen. Und uns so zu zeigen, wie wir sind: jung, experimentierfreudig und immer in Bewegung. Die Musiker sind in unserem Orchester inhaltlich ohnehin sehr engagiert. Jetzt melden sie sich auch in der Kommunikation immer mehr selbst zu Wort und bringen viele Ideen ein. Zum Beispiel mit eigenen Beiträgen in unserem Orchestermagazin. Die Tonalität wurde ganz automatisch frischer, und wir wählten einige neue Kanäle. Die Rolle des Web 2.0 und der Social Media gewinnt an Bedeutung. Wie wichtig ist der Einsatz der intervernetz-

ten Medien für die Junge Deutsche Philharmonie und welcher Zielsetzung folgen Sie damit? Unsere Website wurde seit dem Relaunch 2008 immer intensiver genutzt. Das liegt sicher daran, dass sie sehr aktuell und attraktiv ist. Unter anderem durch sympathische Fotos unserer Musiker. Unsere Video-Casts mit Probenreportagen, Tourdokumentationen und Interviews tragen dazu auch viel bei. Unser Publikum lernt die Menschen im Orchester und die Hintergründe unserer Arbeit kennen. Das spricht viele Leute an. Auf der Website und auf unserem VimeoChannel schauen nach einem Newsletter-Hinweis oft schon am ersten Tag 500 Leute den aktuellen Clip an. Aber die Kommunikation läuft hier eben nur in eine Richtung. Wir fanden es spannend, eine Plattform für den direkten Dialog bei Facebook zu eröffnen. Hier sind fast alle unsere Musiker aktiv, wie eben sehr viele 20 – 30-jährige. Und darunter viele Leute, die bisher nichts mit der Klassik am Hut haben, aber sehr neugierig und offen sind. Die wollen wir hier treffen und für uns begeistern. Sie betreiben eine Facebook-Community, die mittlerweile aus 830 „Fans“ besteht – eine beachtliche Zahl für einen Kulturbetrieb. Wie gewinnen Sie neue Mitglieder und schaffen es, dass Ihre Fans der Jungen Deutschen Philharmonie treu bleiben? Wir haben unser neues FacebookProfil gleich mit einer netten Aktion eröffnet. Jeden Monat gibt es einen Musiker unseres Orchesters für einen Tag zu gewinnen. Dazu muss man auf „Gefällt mir“ klicken und auf unsere Pinnwand schreiben, warum man den Gewinn verdient hat! Während der Verlo-

sung gibt es täglich ein paar Anekdoten, Fotos oder Videos unseres Musikers. Und der Tag mit dem Gewinner wird dann mit einem kleinen Video-Cast dokumentiert. Also gibt es immer etwas zu entdecken auf der Seite, deshalb kommen die Leute wieder. Es gibt Orchester, die schon fünfstellige Fanzahlen haben … aber natürlich sind über 800 Fans in acht Wochen eine schöne Sache. Auf welche Herausforderungen stoßen Sie bei der Moderation? Bisher läuft das alles sehr entspannt ab. Ich glaube, es ist wichtig, sehr offen zu sein und sich auf die Meinungen und den Ton der Fans einzulassen, ohne dabei seinen eigenen Stil aufzugeben. An manchen Tagen passiert mehr Dialog, an manchen weniger. Man muss einfach beobachten, welche Themen die Leute wirklich interessieren und dazu Inhalte anbieten, so kommt man sich dann auch näher. Welches Nutzenpotenzial sehen Sie im Aufbau einer doch recht pflegeintensiven Online-Community? Wir sehen, dass viele Leute bei uns posten, denen die klassische Musik bisher fremd war und hoffen, da auf neue offene Ohren zu stoßen und eine ganz andere Gruppe für uns zu gewinnen. Da bricht offensichtlich das Eis, weil man entdeckt, dass wir spannender sind als gedacht. Wir bekommen immer öfter positives Feedback für unsere offene Art der Kommunikation. Bei Facebook ist die Zugänglichkeit natürlich besonders groß, ich denke, das schätzen viele Leute, die die Hochkultur und speziell die Klassik bisher mieden. Wir hoffen einerseits über den Input hier mehr darüber zu erfahren, was ein (potenzielles) Publi77


INTERVIEW

kum interessiert und wollen andererseits unsere Inhalte ansprechend vermitteln. Wer einen inspirierenden Austausch mit uns auf der Pinnwand hatte, empfiehlt uns weiter und plant vielleicht auch spontan den Festival-Besuch bei uns in Frankfurt! Hierfür gibt es bei Facebook einfach sehr praktische Tools (in Bezug auf Einladungen oder Empfehlungen). Der Pflegebedarf wird übrigens geringer, wenn man die Gewohnheiten der Fans besser kennt und sich in die Art des Dialogs eingefunden hat. Natürlich muss man im Blick behalten, wie sich der Aufwand zum Nutzen verhält. Und dabei auch bedenken, dass sich eine solche Community erstmal etablieren muss. Ich glaube, dass sich die Mühe absolut lohnt. Über Ihr Facebook-Profil können Fans für einen Tag Ihren ganz persönlichen Privatphilharmonisten gewinnen. Welche Attraktivität übt das Gewinnspiel aus und welche Effekte erzielen Sie? Nach anfänglichem Zögern erfreut sich das Gewinnspiel einer recht großen Beliebtheit. Die Fans posten inzwischen sogar mehrmals für einen Musiker und locken mit charmanten Angeboten. Zum Beispiel wollte jemand ein kleines Konzert organisieren und ein anderer Fan wollte es wagen, das erste Mal ein Instrument zu spielen. Ein nächster lud unseren Musiker zu einer schrägen Mottoparty ein und wollte sein Styling-Talent einbringen. Es bewerben sich immer mehr Leute, die tatsächlich gänzlich fachfremd sind. Unsere erste Verlosung hatte einen sehr produktiven Tag zur Folge, bei dem zwei Hörspielproduzenten ganz glücklich waren, mit einem professionellen Musiker spannende Töne für ihre Produktion aufzunehmen. Und unsere Musikerin fand die 78

Erfahrung nicht weniger interessant: Für sie war es eine besondere Chance, mal völlig anders und mit Menschen, die aus einem ganz anderen Gebiet kommen, zu arbeiten. Genau das wollen wir den Gewinnern und unseren Musikern bieten: Die Möglichkeit, sich neue Perspektiven zu erschließen und Dinge zu erfahren, die man nicht beim Konzertbesuch erlebt. Lässt sich der Erfolg Ihres Social Media Engagements messen und wie bewerten Sie diese Ergebnisse? Wie gesagt, haben wir einen ganz erfreulichen Fanzuwachs in sehr kurzer Zeit. Aber entscheidender ist letztlich, wie der Dialog abläuft. Das gilt es zu beobachten. Es gibt ein großes Interesse und jetzt muss man sehen, ob es tatsächlich klappt, die Fans auch für einen Konzertbesuch zu begeistern. Dass schon direkt zu Anfang einige Journalisten auf unsere Aktion aufmerksam wurden, Radio-Beiträge machten oder in ihren Blogs darüber schrieben, ist auf jeden Fall auch eine Bestätigung für uns. Sie binden auch einen AlumniClub in Ihr Netzwerk ein. Welche Vorteile bietet dieser der Marke „Junge Deutsche Philharmonie“? Hier sind wir noch in der Planung. Der offizielle Startschuss für den Alumni-Club wird im August/September diesen Jahres fallen. Dahinter steht, dass es mittlerweile einige Generationen von Musikern gibt, die bei der Jungen Deutschen Philharmonie ihre Karriere begannen. Viele spielen heute in sehr renommierten Orchestern, wie bei den Berliner Philharmonikern. Andere sind im Management verschiedener Klangkörper erfolgreich. Bei unserem Geburtstags-

Empfang 2009 haben sich viele Ehemalige nach Jahren wiedergetroffen und es sehr begrüßt, wieder im Austausch zu sein. Eben auch mit den heute Aktiven. Ich glaube, von einem lebendigen Alumni-Club können alle profitieren: Die jungen Musiker bekommen wertvolle Tipps und Einblicke, die Älteren erfahren die aktuellen Trends und Einstellungen des Nachwuchs und auch als Organisation können wir von diesem Netzwerk enorm profitieren. Zum Einen durch die vielen Kontakte. Zum Anderen muss man berücksichtigen, dass Musiker bei uns nur rund zwei Jahre spielen. Der Club wird sicher auch die Identität des Orchesters festigen und dafür sorgen, dass Erinnerungen und die gemeinsame Geschichte nicht so schnell verloren gehen. Die Junge Deutsche Philharmonie spielt eine breite Kommunikationsklaviatur: Dreimal jährlich erscheint das Magazin „Taktgeber“, bei Facebook spielen „Fans“ um ihren privaten Philharmonisten, in den Video-Podcasts begleitet man die Musiker bei den Proben und auf Tour und Alt-Philharmonisten organisieren sich in einem Alumni-Club. Hat die Junge Deutsche Philharmonie eine Brand Community geschaffen? Ich weiß nicht, ob ich es schon so nennen würde. Ich denke, die Vernetzung funktioniert schon sehr gut und wir erreichen viele Menschen durch die unterschiedlichen Kanäle. Tatsächlich ist es aber das Ziel, die Netzwerke noch enger zu verknüpfen. In diesem Jahr wollen wir unser Festival FREISPIEL in Frankfurt am Main etablieren und noch mehr Raum für den direkten Dialog schaffen. Der kann gar nicht intensiv genug sein. Also, wir haben da noch ein bisschen was vor … !


FACHBEITRAG

Was ist eine Marke? Die Bedeutung des Markenrechts im Eventmanagement

Kanzleikooperation Eventlawyers der Rechtsanwältinnen Picht und Risch-Kerst für Kunst-, Musik- und Eventrecht Rechtsanwältin M. Risch-Kerst, Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz Friedrichstraße 133 | 10117 Berlin

A. Einleitung Marken werden immer bedeutender. Jedoch selbst die Eventbranche, die aufgrund ihres Dienstleistungs- und hohen Kommunikationscharakters z.B. Logos gut aufbauen kann, behandelte noch vor einigen Jahren die Betreuung der Marken stiefmütterlich. Dies hat sich entscheidend geändert, wobei die Gründe vielschichtig sind. Hervorzuheben ist, neben der Globalisierung, das schnelle Wachstum der Eventbranche und damit der Wunsch nach Abgrenzung. Die Marke dient als Informationsträger für ein Produkt (z.B. Event, Gala, Kongress, Meeting), sie beschreibt ein 80

Gemeinschaftsmarkenverordnung. Danach sind Marken all jene Zeichen, die geeignet sind, Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen eines anderen Unternehmens zu unterscheiden. Kurz gesagt, Marken kennzeichnen Waren- und Dienstleistungsprodukte. Für die Eventbranche spielt dabei die Marke eines Dienstleistungsprodukts die größere Rolle. Die klassischen Markenformen sind die Wort- und Bildmarken. Häufig werden farbliche oder schwarz-weiße Bildelemente mit den Wortmarken kombiniert und zu Wort- und Bildmarken verbunden. Daneben kommt noch eine Vielzahl weiterer Markenformen in Betracht, da akustische Signale bis hin zu Tonfolgen sowie sinnlich wahrnehmbare Zeichen und dreidimensionale Gestaltungen ebenso Markenqualität besitzen können. Grundlegend im Markenrecht ist, dass Marken nicht „abstrakt“ schützen, sondern sich nur auf ihr Produkt beziehen. Der Markenschutz ist produktbezogen und wird durch die Klassifizierung bei der Anmeldung verbindlich festgelegt.

I. Register- und Benutzungsmarke Markenschutz kann man durch ganzes Bündel an Kommunikations- Registrierung oder kraft Benutzung merkmalen und kann daher als Visiten- erlangen. Obwohl sich die Benutzung für karte eines Produkts gesehen werden. viele, die Geld sparen wollen, verführeJedes Markenzeichen ist designed und risch anhört, sei an dieser Stelle ausumgekehrt entwickeln sich gerade im drücklich auf Folgendes hingewiesen: Eventmarketing häufig reine Designs zu „Wer eine Marke benutzt, sollte diese Markenzeichen. Mittlerweile ist der auch eintragen lassen“. Die MarkenregisMarkenerfolg auch messbar, da Marken- trierung begründet die sicherste Mögwerte häufig einen bedeutenden Teil des lichkeit ein Recht an der Marke zu erlanUnternehmenswertes ausmachen. gen. Nicht zu vergessen ist, dass der Markenschutz einer Registermarke zeitB. Markenschutz und andere lich auf zehn Jahre begrenzt ist. Im Schutzrechte Gegensatz zum Patentrecht ist er jedoch „Was ist eigentlich eine Marke?“ beliebig jeweils um zehn Jahre verlänDiese Frage beantwortet § 3 Abs. 1 Mar- gerbar. Sobald die verlängerte Marke kengesetz (MarkenG) und Artikel 4 der aber nicht mehr benutzt wird, ist sie


angreifbar. Umgekehrt besteht aber die Möglichkeit, eine Marke vorsorglich einzutragen, wenn diese innerhalb der nächsten fünf Jahre tatsächlich benutzt wird. Man spricht von der sog. fünfjährigen Benutzungsschonfrist, da die Eintragung zunächst ein förmliches Recht darstellt, das von der tatsächlichen Benutzung grundsätzlich unabhängig ist. II. Andere Schutzrechte Nicht selten stehen sich im Eventbereich eine Reihe anderer Schutzrechte gegenüber. Von Bedeutung sind hierbei das Namensrecht, das Firmenrecht, aber auch das Recht der geographischen Herkunftsangaben, Unternehmenskennzeichen und Werktitel (§ 5 MarkenG). III. Beispiele Bei der Event-/Ereignismarke ist für die Eintragung stets zu berücksichtigen, ob sie hinreichend unterscheidungskräftig ist, wenn die Marke ausschließlich das spezielle Ereignis/Event beschreibt. Im Fall „Fussball WM 2006“ sollten nach dem Willen des Anmelders die mit dieser Bezeichnung versehenen Dienstleistungen oder Waren der Sponsoren einer Sportveranstaltung als Produkt des Merchandising identifiziert und von Produkten der Nichtsponsoren unterschieden werden. Das Gericht verneinte die Markenfähigkeit, da der Verbraucher die Dienstleistungen oder Waren, die mit der Eventmarke versehen sind, nur als Hinweis auf das Event selbst verstehe.1 Nicht verstehen würde der Verbraucher, ob die Eventmarke einen bestimmten Hersteller kennzeichnet oder ob die Dienstleistungen oder Waren unter der besonderen Aufsicht des Markeninhabers erbracht oder hergestellt wurden.2 Bei Werbeslogans verlangt die Rechtsprechung (z. B. „Das Prinzip der Bequemlichkeit“3; „Energie mit Esprit“4; „Radio von hier“5) keine zusätzliche Originalität mehr, sondern nur eine prägnante und kurze Wortfolge.6 Besonders Mehrdeutigkeit und Interpretationsbedürftigkeit des Slogans können die Unterscheidungskraft liefern, die für die Markenfähigkeit zwingend notwendig ist. Slogans, die rein beschreibende und

werbeübliche Aussagen besitzen und nur eine allgemeine Aufforderung darstellen, sind nicht markenfähig (z.B. „Find mich“). Als Bildmarke können alle Abbildungen (Logos, Etiketten, Schriftzüge, abstrakte Bilder, Abbildungen von Waren oder Personen) in Betracht kommen. Schutzunfähig sind beschreibende Bildmarken, die quasi mit der Abbildung genau die von der Anmeldung beanspruchte Dienstleistung oder Ware wiedergeben, z. B. die Zeichnung eines Stuhls als Logo eines Verleihunternehmens für Messemöbel. Markenfähig ist hingegen eine naturgetreue Abbildung einer Ware, wenn diese nicht Gegenstand des Dienstleistungs- und Warenverzeichnisses der Marke ist (z.B. Computer- und Softwareunternehmen Apple). C. Schlussbemerkungen Wie alle bedeutsamen Wirtschaftsgüter entstehen (Marken-) Werte nicht von selbst, sondern müssen aufgebaut und vor Wertverlust geschützt werden. Neben dem konsequenten Markeneinsatz (Corporate Identity), dem sich das Marketing widmet, benötigt die Marke auch eine rechtliche Pflege. Nach der anfänglichen Eintragung der Marke im richtigen Umfang, darf die Verteidigung der Marke nicht vernachlässigt werden. Die stets größer werdende Markendichte erschwert es für die Konkurrenz, Zeichen zu finden, die nicht mit einem anderen Zeichen weltweit kollidieren. Trotz elektronischer Vorabrecherchemöglichkeiten kommt es zu Markenkollisionen. Die Auseinandersetzungen mit Inhabern älterer Rechte, die sich durch die neue Kennzeichnung in ihren Rechten verletzt fühlen, sind ebenso häufig, wie Kollisionen mit jüngeren Marken. Der Markeninhaber muss daher sehr wachsam sein, dass nicht jüngere Marken seiner Marke ähnlich sind und daher ihre Kennzeichnungskraft verwässern. Deshalb gehören die Beobachtung des Marktes und das Reagieren auf Kollisionen zu einem erfolgreichen Markenmanagement.

ISBN: 978-3-540-72461-2.

1 – BGH GRUR 2006, 850, 854f. = MarkenR 2006, 395, 397 f. FUSSBALL WM 2006. 2 – Näher hierzu Berlit GRUR 2006, 858, 858f. 3 – EuGH GRUR 2004, 1027. 4 – GRUR 2001, 511. 5 – BGH, GRUR 2000, 321, 322. 6 – Gamm- Büscher/ Dittmer/Schiwy, Kommentar Gewerb licher Rechtsschutz, Urheber recht, Medien recht, S. 458, Rn. 17.

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FACHBEITRAG

Kulturfinanzierung und Kulturmarken Lea Gräfenhahn, Agentur Causales

Die vorangegangen Artikel haben Optionen im Rahmen der Kulturförderung aufgezeigt und verdeutlicht, wie wichtig es für Kulturinstitutionen ist, eine Marke aufzubauen. Die Vielfältigkeit des Kulturangebots in Deutschland ist nahezu einmalig und braucht den Vergleich mit anderen Ländern der Welt nicht zu scheuen. Zum Erhalt dieser Vielfalt wird Kulturförderung überwiegend auf drei Ebenen betrieben: Bund, Länder und Gemeinden. Die Hauptzuständigkeit liegt jedoch bei den Ländern. Seit 2005 wurde der öffentliche Kulturhaushalt um insgesamt 10 Prozent erhöht und liegt nun bei jährlich über 8 Milliarden Euro. Da die Kulturförderung nicht fest im Grundgesetz verankert ist, müssen vor allem in Krisenzeiten auf Sparmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Finanzierung reagiert und neue Fördermöglichkeiten erschlossen werden.

der heutigen Zeit ist Frieder Burda, der seine gesammelten Werke in einem eigenen Museum präsentiert und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Kulturförderung hat nicht nur auf die einzelnen Institutionen selbst viele positive Auswirkungen, sondern durch direkte und indirekte ökonomische Effekte auch auf den gesamten Standort. Kulturangebote beleben die Attraktivität einer Region und erhöhen die Lebensqualität ihrer Bewohner. Mittlerweile stellt der Kulturtourismus einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Eine kulturell und wirtschaftlich florierende Region bietet auch einem Investor günstige Rahmenbedingungen. Dadurch zahlt sich die Förderung der Kultur auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten aus. Die Kultur ist ein wichtiger Faktor, um die eigene Einzigartigkeit hervorzuheben und die Identität einer Region im Sinne einer Marke mitzugestalten.

Eine Möglichkeit für Kulturinstitutionen ist das Private Public PartnerWas aber bedeutet eigentlich ship, eine Kooperation zwischen öffent- „Marke“? Das Wort „Marke“ stammt vom licher Hand und der Privatwirtschaft. Wortstamm „Mark“ und findet sich Im Kulturbereich ist diese Art der Förde- in fast allen germanischen und romanirung noch wenig verbreitet. Aber es schen Sprachen. Das moderne Verständfunktioniert, das macht das Museum nis beruht auf dem Französischen Kunst Palast Düsseldorf deutlich. Das „marque“ und bedeutet „HerkunftskennMuseum wird von der Stadt Düsseldorf zeichnung“. Im Rahmen der Einführung in Kooperation mit dem Energieunter- der Massenproduktion im 19. Jahrhunnehmen E.ON getragen. dert entstanden Marken als QualitätsIm Allgemeinen nimmt die priva- kennzeichen, beispielsweise die Marken te Förderung einen hohen Stellenwert Jacobs, Melitta, Brandt und Nivea. ein. Mit jährlich zwischen 10.179 und Starke Marken können sogar die Sprache 19.308 Milliarden Euro belegt diese in verändern, wie die Beispiele Tesa und Deutschland Rang zwei in der Kulturfi- Tempo belegen. Auch in der Kultur nanzierung. Eine besondere Form der gewinnt die Markenbildung immer mehr privaten Förderung ist das Mäzenaten- an Bedeutung. Das Guggenheim Museum tum, eine Unterstützung ohne Erwar- in Bilbao ist ein bekanntes Beispiel dafür. tung eines ökonomischen Gegenwertes Der Aufbau einer Marke ist für die Mäzene. Ein bekannter Mäzen jedoch ein langwieriger Prozess, der eine 82

einheitliche Kommunikation und schnelle Reaktionen auf Tendenzen in der Branche fordert. In einem immer enger werdenden Kulturmarkt wird der Aufbau einer Marke essentiell, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Um die Aufmerksamkeit potenzieller Besucher zu erhalten, müssen das Alleinstellungsmerkmal (USP) und der Zusatznutzen (added value) erarbeitet und gezielt kommuniziert werden. Optische Signale, wie zum Beispiel Logos, und das Markenimage schaffen Emotionen und werden zum Bindeglied zwischen Konsument und Marke. Die Markenidentität verkörpert die wesensprägenden Merkmale einer Marke, die sich in Reaktion auf die Bedürfnisse der Konsumenten im Zeitverlauf ändern und weiterentwickeln können. Durch neue Dialogformen wie Social Media können die Konsumenten aktiv einbezogen und die Identifikation mit der Marke erhöht werden. Für Kulturinstitution ist die Markenbildung essentiell. Scheuen Sie sich nicht, sondern setzten Sie sich mit Themen der Markenbildung auseinander und machen Sie sie zu einem wichtigen Bestandteil Ihrer Marketingaktivitäten. Ihnen, liebe Vertreter der Wirtschaft bringt die Zusammenarbeit mit der Kultur einen unschätzbaren Mehrwert sowohl in Bezug auf Ihr Image, als auch auf ökonomischer Ebene. Nutzen Sie die Chance Ihre Kunden zielgruppengenau anzusprechen.

Nutzen Sie vorhandene Potenziale! Kommunizieren Sie auf gleicher Augenhöhe und schaffen Sie einmalige Synergien in Deutschland!


SPEZIAL

RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas Marketing- und Kommunikationsplanung www.ruhr2010.de Die „Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010“ ist in vollem Gange. Aus über 2.000 eingereichten Projektvorschlägen wurden letztendlich 300 Projekte für das Kulturhauptstadtjahr realisiert. In der Kommunikation von RUHR.2010 und für diese 300 Projekte mit insgesamt rund 5.000 Veranstaltungen war und ist eine umfangreiche Marketing-, und Kommunikationsarbeit unabdingbar. Die Autorinnen dieses Beitrags, Marketingdirektorinnen der RUHR.2010 GmbH, beleuchten die Marketing- und Kommunikationsaufgaben in der aktuellen Kulturhauptstadt Europas. Sie zeigen die Unterstützung der Zielsetzungen der RUHR.2010 durch eine systematische und kontrollierte Planung der Marketing- und Kommunikationsaktivitäten, die wesentlichen Marketing- und Kommunikationsziele und geben einen Einblick in die Detailplanung sowie die konkrete Umsetzung der zahlreichen Aktivitäten. Katharina Langsch und Dr. Julia Frohne, Marketingdirektorinnen RUHR.2010

MARKETINGAUFTRAG UND AUSGANGSLAGE Marketing und Kommunikation kommt innerhalb der RUHR.2010 GmbH eine zentrale Funktion zu. Laut Gesellschaftsvertrag gehören sie zu den Kernaufgaben der GmbH und stehen nach der Programmgestaltung an zweiter Stelle der definierten Ziele und Aufgaben: „Die Kommunikation und Vermarktung für sämtliche Programmbestandteile ist ein weiteres Hauptziel der Gesellschaft. Das Ruhrgebiet hat die einmalige Chance, sich mit der „Marke“ Europäische Kulturhauptstadt in der nationalen und internationalen Öffentlichkeit neu zu positionieren. Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Marketing- und Tourismusaktivitäten bedürfen daher nationaler und internationaler Ausrichtung, wobei die Mobilisierung der Region selbst, wie schon in der Bewerbungsphase, weiterhin Ziel bleibt.“ Zentrales Ziel war und ist, das Programm von RUHR.2010 zu vermarkten und dem potenziellen Besucher Struktur und Orientierung zu bieten. Neben der Projektvermarktung galt es außerdem, das übergreifende Marketing für die Bekanntmachung der Marke RUHR.2010 im In- und Ausland zu planen. Eine genaue Marktübersicht war notwendig, um diese übergreifende Kommunikation und Vermarktung von RUHR.2010 sowohl bei der Bevölkerung vor Ort als auch im touristischen Bereich zu planen. Eine weitere zentrale Aufgabe war es, das sogenannte Special Interest Marketing zu bedienen, also diejenigen Zielgruppen und -personen zu identifizieren, die von dem Programm jeweils in besonderem Maße angesprochen werden, um sie für spezielle Kulturhauptstadtprojekte zu interessieren. Dafür galt es, eine detaillierte Mediaund Vertriebsplanung aufzubauen. Die dazu erstellte Marktübersicht umfasste sowohl die Struktur der Metropole Ruhr, eine Analyse der Eigen- und Fremdsicht der Bewohner und Besucher, des kulturellen und kulturwirtschaftlichen Angebotes sowie der touristischen Rahmenbedingungen. Für die Mediaplanung hilfreich erwies sich darüber hinaus eine Umfeldanalyse relevanter Veranstaltungen und Großereignisse in 2010. Im Folgenden wird besonders auf den Bereich der touristischen Entwicklung eingegangen.

ZIELE UND ZIELGRUPPEN Für die Operationalisierung der Marketingplanung war eine sorgfältige Betrachtung der unterschiedlichen Zielgruppen von RUHR.2010 notwendig. Dabei zeigte sich, dass es neben den naheliegenden Zielgruppen der Bevölkerung, der Touristen und der an speziellen Kulturangeboten Interessierten auch eine Reihe von weite84


ren Partnern und Stakeholdern zu berücksichtigen galt, wie die Verantwortlichen in den an der Kulturhauptstadt beteiligten 53 Städten und Gemeinden, die Gesellschafter, Sponsoren und natürlich die Projektautoren und Kooperationspartner. Besonderer Fokus lag auf der kulturellen Partizipation der Bevölkerung, der Einbeziehung von Migrantinnen und Migranten, der Teilnahme von Kindern und Jugendlichen sowie an der Sozialen Teilhabe. Im touristischen Bereich unterscheidet RUHR.2010 vier Gruppierungen: Tagestouristen, Mehrtagestouristen (mit besonderem Blick auf Kultur- und Städtereisende), Geschäftsreisende sowie den Jugendtourismus. Für alle Gruppen wurden die jeweiligen Märkte analysiert, teilweise aufwendige Studien erhoben, z.B. 2008 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim oder 2009 mit dem Zentrum für Kulturforschung. So konnten die Vorlieben und Nutzungsgewohnheiten der kulturell interessierten Bevölkerung genauer untersucht werden. Es wurden für die Metropole Ruhr acht Kulturtypen identifiziert, deren Charakteristika, insbesondere Mediennutzungsgewohnheiten und kulturelle Vorlieben, Anhaltspunkte für das zielgruppenspezifische Marketing boten. Beispiel Kinder und Jugendliche RUHR.2010 hat es sich auch zum Ziel gesetzt, ein breites Programmangebot für Kinder und Jugendliche zu schaffen. Deshalb gibt es Angebote für, mit und von Kindern und Jugendlichen, insgesamt ca. 40 Projekte für Kinder sowie ca. 80 Projekte für Jugendliche und junge Erwachsene. Darunter sind über 60 Projekte, die sich an Schulen richten oder mit ihnen zusammen durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es bei der überwiegenden Anzahl der Großprojekte von RUHR.2010 spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche, z.B. Führungen in den RuhrKunstMuseen. RUHR.2010 unterscheidet hier drei Zielgruppen: Familien mit Kindern im Haushalt von ca. 5 bis 12 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene von ca. 13 bis 23 Jahren sowie Schulen und Ausbildungsstätten (Lehrer und Lehrerinnen). Dabei sollen auch Jugendliche erreicht werden, die im Rahmen von Gruppen- oder Klassenfahrten Ausflüge planen. Im Marketing-Mix werden die Schwerpunkte auf die Bereiche Kommunikation, Distribution und Preis gelegt. Die Palette ist dabei weit gefächert und reicht von speziellen Publikationen über Mal- und Schreibwettbewerbe für Kinder und Jugendliche bis hin zu Beiträgen in Kinder- und Jugendführern sowie eigenen Anzeigen und Werbematerialien. Außerdem sind die Programmpublikationen und Veranstaltungskalender von RUHR.2010 mit speziellen Signets für Familien gekennzeichnet, um eine leichtere Orientierung zu gewährleisten. Um die Zielgruppen anzusprechen, wurde eine enge Zusammenarbeit mit Multiplikatoren und Kooperationspartnern angestrebt. Dazu zählen u.a. das Schulministerium NRW, Jugend- und Hochschulzeitschriften sowie das Deutsche Jugendherbergswerk, aber auch der Terzio Verlag, der seine berühmte Kinderbuchfigur Ritter Rost zum „Kulturhauptstadtbotschafter“ für Kinder machte.

METROPOLENDISKURS Eine besondere Zielsetzung war es, das Ruhrgebiet als neue touristische Destination auf der Landkarte Europas bekannt zu machen. Um diesem Anspruch einer neuen Städtemarke als Kultur- und Freizeitmetropole gerecht zu werden, war es zunächst für die Kommunikationsstrategie unabdingbar, den Metropolendiskurs zu führen. Vor RUHR.2010 war das Ruhrgebiet vor allem bekannt als heterogene Städtelandschaft, geprägt von Industrialisierung und einem „Kohle- und Stahl-Image“ mit verrußtem Himmel, Arbeitersiedlungen, sozialen Brennpunkten sowie einzelnen kulturellen Höhepunkten. Bevor nun mit dem General Interest Marketing, das heißt der Ansprache des gering involvierten Städtetouristen mit allgemeiner Neigung zu Freizeit, Wellness und Kultur, begonnen werden konnte, war es notwendig, ein Bewusstsein für die „neue Metropole“ zu schaffen. Das Thema Metropole Ruhr wurde entsprechend gemeinsam von RUHR.2010 und ihrem touristischen Partner, der Ruhr Tourismus GmbH (RTG), von Herbst 2008 an gegenüber der touristischen Fachpresse sowie in der Öffentlichkeit eingebracht und umgesetzt. 85


SPEZIAL

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ZIELE IM TOURISMUS Im Kulturhauptstadtjahr kann die Metropole Ruhr aufgrund der Erfahrungen bisheriger Kulturhauptstädte und bezogen auf den Gesamttourismus mit einer Anzahl von mindestens 5,7 Mio. Übernachtungen und daher mit einer Kaufkraftsteigerung von fast 23 Mio. Euro für Unterkunft, Verpflegung, Einkauf, Freizeit und Unterhaltung, lokalen Transport und sonstige Dienstleistungen rechnen. Diese Prognose bezieht noch nicht mit ein, dass das Ruhrgebiet bei den bislang vorwiegend geschäftlichen Besuchern auf dem kulturtouristischen Sektor nicht übersättigt ist, und dass gutsituierte Kulturtouristen mehr Geld ausgeben als durchschnittliche Urlaubstouristen. RUHR.2010 hat in Zusammenarbeit mit der RTG folgende Ziele für den Übernachtungstourismus definiert: Erhöhung der Übernachtungszahlen insgesamt, Erhöhung des Anteils an (internationalen) Freizeit-, Städte- und Kulturtouristen bei den Gästeankünften und die Verlängerung der Aufenthaltsdauer von Geschäftsreisenden.

MEDIENPRÄSENZ Um die nationalen und internationalen Gäste zu erreichen, war und ist eine enge Zusammenarbeit von Marketing und Presse unabdingbar. Aufgrund des Gesamtbudgets war national und international kaum eine werbliche Endverbraucheransprache möglich. Eine gezielte Multiplikatorenansprache (Reiseveranstalter, Reise- und Kulturjournalisten, Fachöffentlichkeit) wurde jedoch erreicht. Die Ansprache der nationalen und internationalen Medien erfolgt sowohl durch eine intensive Presseund Medienarbeit als auch über Media- und Anzeigenkooperationen, um damit massenkommunikativ wirksame Erfolge und Multiplikatoreneffekte sowie eine kontinuierliche Medienpräsenz zu erzielen. Nicht nur für Jugendliche gibt es zusätzlich ein intensives Angebot im Web 2.0 Bereich: RUHR.2010 ist u.a. vertreten auf Facebook, Twitter, myspace und youtube und bietet so eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich direkt zu informieren und teilzunehmen. Zusätzlich kommen im Jahr 2010 Reisekataloge mit einer Gesamtauflage von zehn Millionen Exemplaren in die Reisebüros in Deutschland und Europa. Eine Vielzahl neuer Reiseführer und Sondermagazine komplettieren das Bild.

KAMPAGNENPLANUNG Von besonderer Bedeutung für die Marketingarbeit waren die grundsätzliche Ausrichtung und der Aufbau der Kampagnenplanung. „Kampagne“ umfasst dabei die gesamte Kommunikationsstrategie, die Festlegung der wesentlichen inhaltlichen und zeitlichen Eckpfeiler, das Story-Telling sowie die Inszenierung der ausgewählten Botschaften. Konkret musste überlegt werden, wann mit welchen Instrumenten die zentralen Botschaften von RUHR.2010 in der Öffentlichkeit platziert werden sollten, um die bestmöglichen Effekte zu erzielen. Grundlage waren sowohl thematische Überlegungen als auch zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Es musste gelingen, sukzessive einen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten, der RUHR.2010 die bestmögliche Aufmerksamkeit garantiert und in der Bevölkerung das gewünschte „Feuer der Begeisterung“ entfachen, dieses aber auch über die lange Strecke des Kulturhauptstadtjahres tragen konnte.

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Nach dem gefeierten Erfolg der Bewerbung von RUHR.2010 im April 2006 gab es hohe Erwartungen, die Kommunikations- und Marketingaktivitäten mit demselben Kommunikationsdruck bis 2010 am Markt zu halten. Dies war jedoch aus einer Vielzahl von Gründen nicht möglich und auch nicht wünschenswert: Zunächst mussten nach der gewonnenen Bewerbung die organisatorischen Rahmenbedingungen entwickelt werden (Gründung der RUHR.2010 GmbH, Klärung der finanziellen und personellen Ausstattung). Auch in 2007/2008 konnte man nicht mit einer flächendeckenden Bewerbung beginnen, denn noch fehlten die wesentlichen Träger der Botschaften, die Inhalte. Das Programm war aus den rund 2.000 Projektvorschlägen noch nicht ausgewählt, so dass man sich weiterhin auf die Beschreibung der geplanten Projekte aus der Bewerbungsphase hätte beschränken müssen. Zum anderen war klar, dass es im Frühjahr 2008 zu großen Enttäuschungen bei einer Vielzahl derjenigen kommen musste, die Projekte eingereicht hatten, da RUHR.2010 niemals alle 2.000 Projektvorschläge würde realisieren können. In dieser Phase der Projektauswahl, die auch von der Presse mit kritischen Augen betrachtet und kommentiert wurde, wäre es nahezu kontraproduktiv gewesen, mit einer „Jubelkampagne“ auf die bevorstehende Kulturhauptstadt hinzuweisen. Für eine systematische Pressearbeit fehlte zu diesem Zeitpunkt darüber hinaus noch der Pressesprecher. Es wurde deshalb beschlossen, in dieser Zeit nicht mit großen Marketingkampagnen an die Öffentlichkeit zu gehen, sondern bis zu einer Konkretisierung der Programminhalte zu warten und dann über die Programmkommunikation, über Bevölkerungskampagnen und Messeauftritte den Kommunikationsdruck sukzessive zu steigern, bis er zur Eröffnung der Kulturhauptstadt eine hohe Dichte sowohl in der Metropole Ruhr, als auch außerhalb erreichen sollte, und dieses Niveau dann weitgehend zu erhalten. Die folgende Grafik verdeutlicht die Strategie:

RUHR.2010 – KAMPAGNENINSZENIERUNG

2004

2008 12.2006: Gründung der GmbH

2010

Zeit

03.2009: ITB 02.2009: Bevölkerung I

fortissimo

forte Bewerbung

crescendo Herbst 2009: Programm und Projekte / Bevölkerung II

piano Marketingund Kommunikationsaufwendungen

Taten

10. 2008: Erste Programmveröffentlichung

Ideen 87


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THEMEN Grundsätzlich kann eine Kampagne nicht losgelöst von den programmatischen Zielen und dem inhaltlichen Programmangebot erfolgreich sein. Deshalb orientieren sich die Kampagnenziele von RUHR.2010 an den Zielsetzungen, die auch der Projektauswahl zugrunde lagen: Vernetzung, Modellhaftigkeit für Europa und Nachhaltigkeit. 1. Herbst 2008 – Vernetzung: Der Blick war gelenkt auf den Metropolendiskurs, die Größe der Kulturhauptstadt und die Vielfältigkeit des Angebotes in den 53 beteiligten Städten und Gemeinden. Dementsprechend orientierte sich das erste Programmbuch, Buch eins, am Metropolenblick. Das gesamte Programm – ca. 300 Projekte – von RUHR.2010 wurde unter dem Aspekt des Geschehens in einer Metropole dargestellt. Die Kapitelüberschriften spiegelten dementsprechend keine Genre (z.B. Konzert, Theater, Kunst, o.ä.) wider, sondern stellten das Leben in einer Metropole in den Vordergrund und lauteten z.B. „Areale“, „Passagen“ oder „Brücken“. Um neue Bilder in den Köpfen zu erzeugen und das alte Image vom rauchenden Kohlenpott weiter zu verlassen, ließ RUHR.2010 zudem einen eigenen Imagefilm produzieren, der mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Der Film setzt die 53 Städte und Gemeinden des Ruhrgebiets, deren kulturelle Hochpunkte, Institutionen, Alltagskultur und Menschen so in Szene, dass er in knapp sechs Minuten Lust auf die große, bunte Metropole Ruhr macht und das Interesse an der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 weckt. 2. Frühjahr 2009 – Modellhaft für Europa: Der Blick wurde jetzt auf die internationale und interkulturelle Attraktivität der Metropole Ruhr gelenkt, die sich nicht zuletzt aus der Vielfalt der hier lebenden Nationen ergibt, aber auch aus der zentralen Lage im Herzen Europas herrührt. Dabei wurde im Frühjahr 2009 zweigleisig gefahren: Als „Partnerland“ der ITB im März 2009 erfolgte gemeinsam mit der RTG eine weitreichende Ansprache und Information des touristischen Sektors. Außerdem wurde ein Programmheft erstellt, das insbesondere die aus touristischer Sicht relevanten Projekte enthielt. Parallel erfolgte der Launch der ersten Bevölkerungskampagne in Print, Plakat, Funk und Online, die das „Wir-Gefühl“ in der Region und die Vorfreude auf 2010 stärken sollte. 3. Herbst 2009 – Nachhaltigkeit: In der dritten Stufe der Kommunikation wurde dann begonnen, vor allem die detaillierten Programminformationen und die nachhaltigen Effekte von RUHR.2010 zu kommunizieren. Dazu erfolgte eine Umstellung der Programmkommunikation: Seit Herbst 2009 werden die Geschichte von RUHR.2010 und das gesamte Programm über neun Themenfelder erzählt, mit denen sowohl die Programmatik schlüssig erklärt als auch das Programmangebot eingängig gegliedert werden. Diese werden dem Leitmotiv „Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel“ und der Vision „RUHR.21 – Europas neue Metropole“ stringent untergeordnet: Zu den drei übergreifenden Themenfeldern „Mythos Ruhr begreifen“, „Metropole gestalten“ und „Europa bewegen“ werden Projekte durchgeführt, die einen Dialog über die Vergangenheit und die Zukunft der Metropole Ruhr sowie ihrer Rolle in Europa in Gang setzen. Die Themenfelder „Bilder entdecken“, „Theater wagen“, „Musik leben“, „Sprache erfahren“, „Kreativwirtschaft stärken“ und „Feste feiern“ ermöglichen einen leichten Zugang zu und eine Orientierung in den verschiedenen Programmangeboten von RUHR.2010, da sie für die Endverbraucher „gelernte“ Begriffe – Theater, Musik usw. – verwenden. Sämtliche Projekte sind diesen Themen- und Programmfeldern zugeordnet. Zu jedem Feld gibt es ein visuelles Motiv, das sowohl in den Publikationen als auch im Internet als Orientierung dient. 88


CORPORATE DESIGN UND CO-BRANDING – UMSETZUNG UND ERFAHRUNGEN Ein durchgängiges und unverwechselbares Corporate Design (CD) ist wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Kommunikation von Institutionen und Unternehmen. Bei RUHR.2010 bestand zudem der Wunsch und die Notwendigkeit der differenzierten Darstellung unterschiedlicher Akteure unter einer Dachmarke. Das CD von RUHR.2010 sollte ein wesentliches Element sein, um die Leistung des Projekts und aller Mitwirkenden angemessen und einzigartig in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Alle Medien, mit denen die Akteure kommunizieren, sollten die Marke RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas transportieren und dadurch Marke und einheitliche visuelle Darstellung extern und intern stärken. Aus dem in der Bewerbungsphase im Frühjahr 2004 durch eine Essener Agentur entwickelten Logo „Ruhrgebiet 2010“ wurde 2007 das neue Logo „RUHR.2010“. Mit diesem überarbeiteten Logo sollten möglichst viele Akteure aus der Region mit auf den Weg ins Jahr 2010 genommen werden – Städte, Kultureinrichtungen, Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Unternehmen – vor allem aber die Akteure mit ihren Projekten innerhalb des Kulturhauptstadtprogramms. Das Signet von RUHR.2010 musste auf den ersten Blick kommunizieren: Wo das Logo erscheint, geht es um Programm oder Aktionen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Es nahm insofern gleichzeitig den Platz eines Gütesiegels ein. Dieses Vorgehen war nicht unumstritten: Ein so kurzlebiges Logo muss einerseits so weite Verbreitung wie möglich finden, um innerhalb kürzester Zeit den Status einer Marke erreichen zu können, andererseits sollten damit Projekte der Kulturhauptstadt als solche gekennzeichnet werden. Deshalb einigte man sich auf zwei verschiedene Logos: Eine Wort-Bild-Marke, die RUHR.2010-Organisation verwendet (mit buntem Fähnchenmuster) und daneben Textmarke zur kostenlosen Verwendung durch alle Unterstützer und Befürworter des Projekts. Für Letzteres, das sogenannte Community-Logo, steht für alle Interessierten auf www.ruhr2010.de ein Lizenzantrag zum Download bereit, der am PC ausgefüllt und an die GmbH zurückgesendet wird. Danach wird jedem Antragssteller das Community-Logo kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wesentlich, um den Erfolg der Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen von RUHR.2010 sicherzustellen, war die Schaffung einer Corporate Identity für RUHR.2010 und einheitlicher Richtlinien für das CD sowie die Kreation eines Co-Brandings für die beteiligten Akteure (Städte, Kooperationspartner, Sponsoren etc.). Es ging nicht nur um eine gestalterische Lösung, die die Einheit der Metropole Ruhr ausdrückt, sondern es sollte in der Öffentlichkeit ein einheitliches visuelles Bild der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 entstehen. Zu den ersten Aufgaben der neuen Leitagentur von RUHR.2010, KNSK aus Hamburg, zählten im Sommer 2008 daher die Entwicklung eines CD-Manuals für RUHR.2010 sowie eines Co-Branding-Manuals, das an die Partner – alle 53 Städte, Projektautoren, Sponsoren und kooperierende Institutionen – weitergegeben wurde. Das Manual beinhaltet verschiedene Adaptionsstufen und -modi, um den Partnern genügend Raum zu lassen, ihren – sofern vorhanden – eigenen und bekannten Marktauftritt beizubehalten und dennoch entsprechende Informationen als Teil des Kulturhauptstadtprogramms sichtbar zu machen. Das CD, das RUHR.2010 in selbst herausgegebenen Publikationen und im eigenen Internetauftritt verwendet, besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten, die im Zusammenspiel unverkennbar das Erscheinungsbild von RUHR.2010 bestimmen: Als Hausschrift wurde die Schriftenfamilie Akzidenz Grotesk eingeführt. Bilder werden stets mit 30-prozentig abgerundeten Ecken verwendet. Hergeleitet aus der Wabenstruktur des Bildmotivs in der Dachmarke sind diverse Karten kreiert worden, die je nach Bedarf eingesetzt werden, um die Metropole Ruhr mit ihren Städten darzustellen, Spielorte oder Projekte aufzuzeigen oder Touren zu illustrieren. Verschiedenste Sprüche oder claimartige Beschreibungen werden stets in Farb-Labels – die Farben leiten sich ausschließlich aus dem Bildmotiv der Dachmarke ab – mit abgerundeten Ecken gesetzt. 89


SPEZIAL

RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas Marketing- und Kommunikationsplanung www. www.ruhr2010.de Co-Branding der Städte Die Städte und Landkreise in der Kulturhauptstadt verfügten bereits über eigene Kulturhauptstadtlogos, bestehend aus der Dachmarke von RUHR.2010 mit dem jeweiligen Städte-/Kreisnamen neben dem Schriftzug Kulturhauptstadt Europas. Es stand den Städten frei, Aktionen und Projekten innerhalb des Kulturhauptstadtjahres dieses Logo zu geben. Auf diese Art war eine „Grundsichtbarkeit“ von RUHR.2010 in den Städten und Gemeinden gegeben. Anlässlich des Kulturhauptstadtjahres waren zahlreiche Publikationen und Internet-Relaunches städteeigener Websites geplant. Um auch hier eine bessere Sichtbarkeit und vor allem auch optisch die Mobilisierung und Emotionalisierung („Ich bin Teil der Kulturhauptstadt!“) aller zu gewährleisten, wurde durch KNSK anhand des RUHR.2010 – CDs ein leicht umzusetzendes Co-Branding-Manual entwickelt. Die Herausforderung bestand darin, die bereits vorhandenen Gestaltungsrichtlinien jeder Stadt zu bewahren, für den Mindestzeitraum bis Ende 2010 jedoch darauf aufmerksam zu machen, dass diese Stadt und ihre definierten Aktivitäten Teil von RUHR.2010 sind. KNSK hat auch hier verschiedene – bereits für RUHR.2010 eingeführte – Elemente für die Nutzung bei Printmaterialien und im Onlinebereich kreiert bzw. adaptiert: Das jeweilige CD der Stadt behielt den größten Raum, wurde aber mit Elementen aus dem CD von RUHR.2010 „umfasst“ und mit eigens für die Städte entwickelten Claims angereichert und konnte unkompliziert in Print und Online angewendet werden. Anfangs begegneten die Städte den Vorgaben des Co-Branding-Manuals skeptisch und befürchteten massive und unnötige Eingriffe in das eigene CD. Nach und nach waren jedoch die meisten davon überzeugt und erkannten die Vorteile dieser „gemeinsamen“ grafischen Sprache im Rahmen von RUHR.2010. Und obwohl die RUHR.2010 GmbH die Städte nicht verpflichten konnte, durch Anwendung des CoBrandings die Teilhabe an RUHR.2010 zu verdeutlichen, setzten es mit Beginn des Jahres 2010 nahezu alle „Kulturhauptstädte“ um. Finaler Beweggrund zur Adaption für die letzten Zögerer mag das imposante Eröffnungswochenende am 9. und 10. Januar 2010 gewesen sein: Nahezu 200.000 Menschen kamen trotz eisiger Temperaturen auf das Gelände von Zollverein in Essen und trafen u.a. auf zahlreiche Informationsstände von RUHR.2010. Hier lagen auch die Publikationen aus, die in den Städten produziert wurden um das Kulturhauptstadtprogramm zu kommunizieren. Publikationen, die nicht im Co-Branding gestaltet waren, wurden von den Besuchern nicht mitgenommen – man wollte ja schließlich wissen, was „im Rahmen“ von RUHR.2010 geschieht. Branding und Co-Branding der Projekte Die Projektpartner wiederum wurden vertraglich verpflichtet, die CD – Richtlinien von RUHR.2010 umzusetzen. Grund dafür waren neben der Notwendigkeit, durch ein einheitliches CD auf den Status als Kulturhauptstadtprojekt hinzuweisen, die Vereinbarungen der RUHR.2010 GmbH mit ihren Förderern, Gesellschaftern und Hauptsponsoren über die Mitführung ihrer Logos auf allen Projektveröffentlichungen. Verzichtet wurde im Branding für die künstlerischen Projekte weitestgehend auf besondere Sprüche/Claims. 90


Der Widerstand seitens der Projektpartner gegenüber den CI-Vorgaben war teilweise immens, hatten doch zahlreiche Projektteams bereits in der Konzeptionsphase, die zeitgleich mit der Beantragung der Aufnahme in das offizielle Kulturhauptstadtprogramm stattfand, ein eigenes Projektdesign entwickelt. Einige Kooperationspartner waren nicht bereit, die CD-Richtlinien von RUHR.2010 umzusetzen. Hier waren Kompromisse nötig. Den Kooperationspartnern wurde ebenso wie den Städten ein Co-Branding-Manual zur Verfügung gestellt, das eine grafische „Fassung“ beinhaltete, so dass die Eigenständigkeit des eigenen Projektauftritts erhalten wurde. In mehrseitigen Publikationen einigte man sich häufig auf eine Seite, die RUHR.2010 zur Eigendarstellung diente. Dies wurde auf den Projekt-Websites ebenso umgesetzt. Auf diesen Sonderseiten kommunizierte RUHR.2010 dann neben den genannten Finanziers zumeist auch Kurztexte über das Themenfeld, in dem das Projekt programmatisch verankert war.

AUSBLICK: NACHHALTIGE MARKETINGEFFEKTE Mit dem 31. Dezember 2010 endet das Kulturhauptstadtjahr an der Ruhr. Heute schon lässt sich sagen, dass es sich bei den geschaffenen Marken und Kommunikationsstrategien nicht um ein Strohfeuer in einer Region handelt, die danach wieder in den Dornröschenschlaf versinkt, den eine Hecke aus Kohle und Ruß 5o Jahre lang um sie zu halten vermochte. Es sind eine Reihe nachhaltiger Effekte zu verzeichnen, die bereits zur Hälfte des Kulturhauptstadtjahres Wirkung zeigen. Von Januar bis April konnte die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 im Rahmen der Veranstaltungen bereits rund 2,5 Mio. Besucher verzeichnen. Große Resonanz fanden das Eröffnungswochenende, das neueröffnete Ruhr Museum sowie das neu eröffnete Museum Folkwang mit der Sonderausstellung „Das schönste Museum der Welt“, aber auch die Ausstellung Auf Ruhr 1225, die SchachtZeichen und die Local Heroes Wochen in den Städten der Metropole Ruhr. Im touristischen Sektor konnte die Metropole Ruhr bereits in den traditionell eher reiseschwachen kalten Monaten von Januar bis März 2010 einen Zuwachs von 5,4 Prozent bei den Ankünften und 3,3 Prozent mehr Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Bei der Betrachtung der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland in der Metropole Ruhr konnte sogar ein Plus von elf Prozent verbucht werden. Ab April 2010 stiegen diese Zahlen rasant an. Marken- und Farbsystematik Eine der wichtigsten Entscheidungen nach der erfolgreichen Bewerbung um den Kulturhauptstadttitel war es, bei der Überarbeitung der Marke „Essen für das Ruhrgebiet“ mit RUHR.2010 künftig auf das „…gebiet“ im Namen zu verzichten. Viele Unternehmen und Institutionen sind RUHR.2010 auf diesem Weg gefolgt. So benannte sich beispielsweise der Initiativkreis Ruhrgebiet 2008 in Initiativkreis Ruhr um; der Gesellschafter von RUHR.2010 hat zudem sein Logo in der Farbsystematik im Relaunch Ende 2008 derjenigen von RUHR.2010 angepasst. Ähnliches gilt für die RTG, die sich von dem Namen „Ruhrgebietstouristik GmbH“ löste und heute als Ruhr Tourismus GmbH firmiert, mit einem ebenfalls an RUHR.2010 angelehnten Logo und Internetauftritt. Tourismuseffekte Auch die Entwicklung der touristischen Struktur, die durch den Erfolg der Kulturhauptstadt angestoßen wurde, wird nachhaltige Effekte erzielen. Die fünf anlässlich der Kulturhauptstadt errichteten Visitorcenter in den Portalstädten Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund und Oberhausen besitzen eine Betreiberzeit von 5 bis 15 Jahren. Ein einheitliches Branding und die übersichtliche, einheitliche Struktur gewährleisten dem touristischen Gast einen hohen Wiedererkennungswert. Der Masterplan Tourismus des Landes NRW bezieht diese touristischen Entwicklungen mit ein und garantiert so eine Verknüpfung der Entscheidungen an der Ruhr mit den allgemeinen Interessen des Landes. 91


SPEZIAL

RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas Marketing- und Kommunikationsplanung www. www.ruhr2010.de Heterogenes Programm mit homogenem Auftritt Der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 ist es gelungen, die elf kreisfreien Städte mit ihren Oberbürgermeistern, die 42 kreisangehörigen Städte mit ihren Bürgermeistern und die vier Landräte des Ruhrgebietes zusammenzubringen und ein gemeinsames Kulturprogramm für ein ganzes Jahr zu entwickeln, das sich mit einem wiedererkennbaren Corporate Design präsentiert. Mit städteübergreifenden Projekten wurden neue kulturelle und öffentlichkeitswirksame Bande zwischen den Städten, Kreisen und Kulturschaffenden geschmiedet, die teilweise deutlich über 2010 hinaus Bestand haben werden. RUHR.2010 wünscht der Metropole Ruhr eine dauerhafte Entwicklung in der interkommunalen Zusammenarbeit auch für die Zukunft. Heute lässt sich noch nicht abschließend klären, ob die von RUHR.2010 geschaffenen Allianzen auch in Zukunft weiter tragen werden, jedoch steht jetzt mit RUHR.2010 die Vision einer neuen Metropole zur Verwirklichung an. Dieser Beitrag ist eine Zusammenfassung der ausführlichen Marketing- und Kommunikationsaktivitäten von RUHR.2010, die im Herbst 2010 von den Autorinnen und den Geschäftsführern der RUHR.2010 GmbH veröffentlicht werden:

VORANKÜNDIGUNG: RUHR.VOM MYTHOS ZUR MARKE Julia Frohne, Katharina Langsch, Fritz Pleitgen, Oliver Scheytt: RUHR. Vom Mythos zur Marke Marketing und PR für die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010, ca. 200 Seiten, gebunden, Großformat, zahlreiche farbige Abbildungen; voraussichtlich ca. 39 Euro, erscheint Oktober 2010, ISBN 978-3-8375-0389-0. „RUHR. Vom Mythos zur Marke“ beschreibt die Rolle, die RUHR.2010 im Entwicklungsprozess des Ruhrgebietes auf dem Weg zu einer neuen Marke in der Städtelandschaft Europas spielt. Mit RUHR.2010 präsentierten sich 53 Städte und Gemeinden im Kulturhauptstadtjahr in seltener Eintracht, um zu zeigen, was sie als neue, polyzentrische Metropole im Herzen Europas zu bieten haben. Doch wie macht man in kürzester Zeit eine neue Marke bekannt und verändert ein bestehendes Image? Wie eint man die Interessen unzähliger Akteure, seien es Verantwortliche in den Städten, Künstler, Kreative oder Sponsoren? Wie nimmt man 5,3 Millionen Menschen auf diesem Weg mit? Das Buch beschreibt die Bedeutung der Kommunikations- und Marketingarbeit für RUHR.2010. Es schlägt einen großen Bogen von der Entstehung der Idee über die Entwicklung der Marke RUHR.2010 und der Konzepte für den touristischen Sektor bis hin zur Planung der konkreten Kampagnenstrategie und der operativen Marketing-, Presse- und PR-Maßnahmen. Dabei werden entscheidende Handlungsfelder (z. B. Zusammenarbeit mit beteiligten Akteuren, Medienkooperationen, ITB, Beitrag der Sponsoren) ebenso beleuchtet wie die Herausforderungen und Schlussfolgerungen vor denen das Marketing für Kulturhauptstädte steht. Angereichert wird die Publikation durch viele Zitate beteiligter Akteure sowie konkrete Fallbeispiele aus der Marketingpraxis. Der Bildwelt kommt besondere Bedeutung zu. Der Band richtet sich an Kultur- und Städteverantwortliche, Marketingfachleute, Festivalorganisatoren, Touristiker, Sponsoren, Kommunikationsverantwortliche in Unternehmen, Agenturen, Medien und Institutionen sowie eine breite interessierte Öffentlichkeit.

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BEST PRACTICE

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ERFOLGREICHE SPONSORINGENGAGEMENTS DER WIRTSCHAFT Seite:

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BERLINER SPARKASSE

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DEUTSCHE BAHN

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MIGROS

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PILSENER URQUELL

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ŠKODA

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TAGESSPIEGEL

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DIE ZEIT

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Berliner Sparkasse — Gut für Berlin Förderung der jüngsten Einwohner Berlins

„Die Berliner Sparkasse hat eine lange Tradition in unserer Stadt. Und immer schon spielten auch die jüngsten Einwohner Berlins für die Berliner Sparkasse eine wichtige Rolle. So engagieren wir uns in vielen gemeinnützigen Projekten und als Partner der Berliner Schulen. Dieser Grundsatz gilt seit Generationen. Und das ist gut für Berlin!“ Birgit Kornatz, Leiterin Marketing und Zielgruppenmanagement Berliner Sparkasse

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Die Berliner Sparkasse, 1818 gegründet, hat sich von jeher in gemeinnützigen Projekten engagiert. So spendete das Unternehmen schon im Jahr 1855 über 50.000 Taler für ein Waisenhaus. Eine für damalige Verhältnisse enorm große Summe. Dieser gemeinnützigen Tradition ist die Bank bis heute treu geblieben, wenn auch oft im Verborgenen. Und die Förderung des Nachwuchses nimmt noch immer einen hohen Stellenwert ein.

Die Berliner Sparkasse unterstützt FEZitty Alle zwei Jahre, während der Schulsommerferien, öffnet FEZitty, die Stadt der Kinder, ihre Tore im FEZ in der Berliner Wuhlheide. Und dann bauen Kinder zwischen 7 und 14 Jahren wieder ihre eigene Welt. Heimliches Zentrum dieser Stadt ist übrigens die dortige Filiale der Berliner Sparkasse, denn sie ist verantwortlich für die Abwicklung der gesamten Geldgeschäfte. Löhne, Kredite und Zinsen wollen natürlich verwaltet werden – von den jugendlichen Kundenberaterinnen und Kundenberatern. „Besonders förderungswürdig finden wir den ausgeprägten lern- und erlebnisorientierten Charakter der Veranstaltung im FEZ-Berlin“, so Ulrich Engel von der Berliner Sparkasse. „Drei gegen drei ist besser als drei gegen einen!“ Die Berliner Sparkasse setzt ein klares Zeichen für Fairplay und Toleranz unter Jugendlichen und gegen Gewalt und Diskriminierung. Als Ausrichter des bundesweiten Integrationsprojekts „Sparkassen Fairplay Soccer Tour 2010“ engagierte sie sich zusammen mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband und der Finanzgruppe Hessen-Thüringen für die Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher im Sport.

Berliner Sparkasse „Partner der Schulen“ Dass Lehren und Lernen bei der Berliner Sparkasse Programm ist, zeigt sich gerade in ihrem Engagement für alle Berliner Schulen. Als Partner der Schulen unterstützt sie diese mit kostenfreien Angeboten und Dienstleistungen zu allen schulrelevanten Themen und für alle Altersstufen. So gibt es u.a. den Sparkassen SchulService. Hier können Lehrer über 250 Medien zum Selbstkostenpreis bequem online bestellen: Unterrichtsmaterialien zur Verkehrserziehung, zum Lese-, Rechtschreibund Englischtraining oder zur Berufskunde. Um den Schulunterricht praxisnah zu gestalten, bieten die Mitarbeiter der Berliner Sparkasse auch ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen den Schulen an und unterstützen die Lehrkräfte im Unterricht und in Projektwochen. Darüber hinaus ist die Berliner Sparkasse Hauptsponsor der Bildungsinitiative CidS! (Computer in die Schulen), die für alle Berliner Schulen das Berliner Schulnetz organisiert. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer betreibt die Berliner Sparkasse diese gemeinnützige Initiative. Ob als Partner der Schulen, in FEZitty oder bei vielen anderen Veranstaltungen für unsere jungen Berliner – gilt seit Generationen: Die Berliner Sparkasse ist gemeinnützig und gut für Berlin. Gestern, heute und morgen.

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Deutsche Bahn Zukunft bewegen

„NRW ist für uns nicht nur ein wichtiger Markt, sondern wir verstehen uns auch als Partner der Ruhrregion, der seine gesellschaftliche Verantwortung aktiv wahrnimmt. Es ist daher konsequent, dass wir als Hauptsponsor das Vorhaben RUHR.2010 unterstützen und mit umweltfreundlicher Mobilität und Logistik zum Gelingen des Kulturhauptstadtjahres und seines Ziels der Integration beitragen.“ Gabriele Handel-Jung, Leiterin Marketingkommunikation und Media

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Die gemeinsame Herausforderung von Nordrhein-Westfalen und Deutscher Bahn: RUHR.2010 Das Ruhrgebiet durchlebt einen Wandel, der wahrscheinlich einzigartig in Europa ist. Die an Rhein und Ruhr lebenden Menschen gestalten diese Veränderung aktiv mit und „packen mit an“, wie es in ihrer Natur liegt. Dies gilt für die Wirtschaft ebenso wie für die Kultur. In diesem Jahr präsentiert sich die Region als Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 in rund 2.500 Veranstaltungen dem interessierten Publikum aus dem In- und Ausland. Um diese Herausforderung erfolgreich zu meistern, bedarf es nicht nur engagierter Sponsoren, sondern auch kompetenter Leistungspartner. Die Deutsche Bahn ist beides: Sie fördert RUHR.2010 sowohl finanziell als auch durch die Einbringung umfangreicher Mobilitäts- und Logistikkompetenzen aus dem gesamten Konzernportfolio. Mobilität für die Menschen Erklärtes Ziel der Verantwortlichen von RUHR.2010 ist der schonende Umgang mit Klima und Umweltressourcen. Hier werden sie von der Deutschen Bahn mit den richtigen umweltfreundlichen Lösungen unterstützt. Sei es auf der Schiene oder zwei bzw. vier Rädern, die DB hält die richtigen Mobilitätsleistungen bereit. Die Züge im Nah-, Regional- und im Fernverkehr bringen die Gäste komfortabel und sicher zu den Veranstaltungen von RUHR.2010. Und auch die Angebote wie das DB-Fahrradvermietsystem Call a Bike, DB Carsharing sowie Busse von DB Stadtverkehr bringen die Gäste der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 ans Ziel. Logistiklösungen Der „grüne Gedanke“ ist auch in der Logistik allgegenwärtig. So sorgen Experten von DB Schenker als offiziellem Logistikpartner von RUHR.2010 dafür, dass eingesetzter Frachtraum möglichst effizient genutzt und Leerfahrten von Lkw vermieden werden. Dabei greift DB Schenker auf langjähriges Know-how aus Großveranstaltungen zurück. In diesem Jahr war ihre Expertise unter anderem bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver und der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika gefragt. Als kompetenter Kunstlogistiker ist das Unternehmen zudem ein geschätzter Partner von Museen in aller Welt und bringt auch die konkrete Erfahrung aus der Arbeit für Linz als einer der Kulturhauptstädte Europas des Jahres 2009 ein. Einige Veranstaltungen werden durch DB Schenker überhaupt erst möglich. Dazu zählt das Aufstellen von über 20.000 Tischen in einer Nacht, assistiert vom THW, bei der Aktion „Still-Leben Ruhrschnellweg“.

zientes Energiemanagement verdeutlichen auch an kleinen und mittelgroßen Bahnhöfen, dass die Deutsche Bahn sich an Rhein und Ruhr fit für die Zukunft macht. Deutsche Bahn und NRW: Jeden Tag Partner für die Menschen Die Deutsche Bahn und Nordrhein-Westfalen sind zwei wichtige Partner, die das Leben von Millionen Menschen begleiten. Dies beginnt mit den Mitarbeitern des Unternehmens: Mit 31.000 Mitarbeitern, darunter 1.500 Auszubildenden, ist die Deutsche Bahn einer der größten Arbeitgeber und Ausbilder des bevölkerungsreichsten Bundeslandes der Republik und zugleich ein Unternehmen, das sich dieser Region in besonderem Maße verbunden fühlt. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern stellt sich die DB in Nordrhein-Westfalen täglich den Herausforderungen, die Mobilität und Logistik im Ballungsraum Rhein-Ruhr mitsichbringen. Jeden Tag befördert sie hunderttausende Schüler und Pendler sicher und umweltfreundlich zu ihren Schulen und Arbeitsplätzen. Die Logistikexperten von DB Schenker steuern von Essen aus ihre Aktivitäten im europäischen Landverkehr, in der weltweiten Luft- und Seefracht sowie in der Kontraktlogistik. Hand in Hand sorgen Unternehmen und Bundesland dafür, dass die Menschen im Land die Leistungen erhalten, die sie brauchen und dass die Weichen für Mobilität und Logistik auf Zukunft gestellt werden.

Integration und Zukunft Für das einzigartige Projekt „Ein Zug für MELEZ“ verwandeln 60 Azubis der DB eine S-Bahn in eine rollende Bühne für das Festival der Kulturen im Ruhrgebiet. Ihnen ist dies eine Herzensangelegenheit, denn Integrationsprojekte stehen im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements der DB-Azubis. Das Engagement der DB wirkt auch in den im Rahmen von RUHR.2010 modernisierten Bahnhöfen über das Ende des Jahres hinaus. Sanierte Gebäude, barrierefreie Zugänge und effi99


BEST PRACTICE SCHWEIZ

Steps: Die Welt tanzt in der Schweiz Das Tanzfestival des Migros-Kulturprozent bringt den zeitgenössischen Tanz zum Publikum.

Alle zwei Jahre veranstaltet das Migros-Kulturprozent das Intercity-Festival Steps – das größte Festival für zeitgenössischen Tanz in der Schweiz. Ein unverwechselbares Merkmal des Festivals ist seine dezentrale Struktur. Steps verteilt den Tanz beinahe flächendeckend in der ganzen Schweiz. Während drei Wochen touren zwölf internationale Tanzcompagnien durchs Land und bespielen die unterschiedlichsten Bühnen – von Staatstheatern, alternativen Kulturhäusern bis zu Mehrzweckhallen in der Provinz. Neben den rund 90 Vorstellungen organisiert das Festival Workshops für Schüler und Tanzschaffende sowie ein Fachsymposium. Das Festival erreichte im Frühling 2010 bei seiner 12. Ausgabe 28.000 Besucher.

Für die Programmierung zeichneten sich während der letzten sechs Ausgaben Isabella Spirig und Samuel Wuersten verantwortlich. Letzterer ist gleichzeitig Direktor der Tanzakademie Rotterdam und Leiter des Holland Dance Festivals. Das Programm berücksichtigt die Vielseitigkeit und das breite Spektrum von Formen und Stilrichtungen im zeitgenössischen Tanz sowie dessen neue Tendenzen. So findet man narrativ ausgerichtete Kreationen, eher neoklassische Produktionen wie auch zeitgenössische Experimente und Uraufführungen. Bei der 12. Ausgabe 2010 präsentierte Steps die wegweisenden Choreografien von José Limón aus den 1950er Jahren, wie auch die brandneue Produktion von Sidi Larbi Cherkaoui und Damien Jalet, 102

die nur wenige Tage nach der belgischen Uraufführung durch die Schweiz reiste, noch bevor sie auf den großen Festivals in Paris oder Berlin zu sehen war. Tanz aus dem Supermarkt Steps ist eine Eigenproduktion des Migros-Kulturprozent und damit ein integraler Teil der Migros, dem größten Detailhändler der Schweiz und seinen zehn regionalen Genossenschaften. Der Grundstein dieses außerordentlichen Engagements legte der Firmengründer Gottlieb Duttweiler vor über 50 Jahren, als er in den Statuten verankerte, dass sich ein Unternehmen im Verhältnis zu seiner wirtschaftlichen Bedeutung für die Gesell-


schaft einsetzen muss. Duttweiler hat früh erkannt, dass ein Handelsunternehmen seine Kunden nicht nur mit Gütern, sondern auch mit Geist glücklich machen kann. Wie Duttweiler in den 1930er Jahren mit seinen Lastwagen die Lebensmittel direkt zu den Verbrauchern brachte, bringt auch Steps 80 Jahre später den Tanz ins Land. Mit einem Großisten kann auch die Funktionsweise des Festivals verglichen werden: Steps verpflichtet in der ganzen Welt die besten Tanzproduktionen, organisiert mit ihnen Tourneen durch die Schweiz und „verkauft“ die einzelnen Vorstellungen stark vergünstigt wiederum an die regionalen Theater und Veranstalter. Dazu organisiert Steps Begleitveranstaltungen und sorgt mir einer landesweiten Werbekampagne für die nötige Aufmerksamkeit. Ein schweizweites Netzwerk Dank der landesweiten Verbreitung und der Zusammenarbeit mit 40 lokalen Veranstaltern ist um Steps herum ein einzigartiges Netzwerk gewachsen, das Künstler, Veranstalter und Kulturbehörden gleichermaßen verbindet. Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Kulturanbietern und privaten Kulturförderern ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das Festival steht jeweils unter dem Patronat des schweizerischen Innenministers, der in seinem diesjährigen Grußwort besonders das grenzenüberwindende Element von Steps würdigte. Sprachgrenzen überwinden Kernstück der Festivalorganisation ist neben der künstlerischen Leitung in erster Linie die Logistik. Für die zwölf Tourneen werden jeweils 150 Visa beantragt und ca. 3.000

Hotelübernachtungen in 30 Orten gebucht. Allein der Aufwand für Transport und Technik ist immens. Dank dem Effort und der Willensleistung von Steps erfreuen sich die Einwohner von Steckborn, einer kleinen ländlichen Gemeinde am Bodensee, ebenso an erstklassigen Tanzaufführungen, wie das Publikum in Chiasso im Süden des Landes. In der vielsprachigen Schweiz gelingt es der nonverbalen Kunstform die Sprachbarrieren zu überwinden und das Land über den Tanz zu verbinden. Zwei Jahre Vorbereitung Die nächste Ausgabe von Steps wird am 19. April 2012 Premiere feiern. Die Vorbereitungen dafür haben schon vor Abschluss der letzten Ausgabe begonnen. Immerhin gilt es, den individuellen Bedürfnissen der 30 veranstaltenden lokalen Partnern zu entsprechen. Einige von ihnen sind längst dabei, ihre Spielzeit 2011/2012 zu planen. Für sie wird heute konzipiert, was in zwei Jahren auf der Bühne strahlen wird. Weitere Informationen unter www.steps.ch

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BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Pilsner Urquell Eine substanzielle Bindung zur Kultur Authentische Kunst – Authentische Marke – Authentische Qualität

„Direkte und persönliche Verantwortung ist ein selbstverständlicher und zentraler Baustein unserer Werte. Unser Handeln zeichnet sich durch den Respekt und das Verständnis gegenüber Kunden und unseren Verbrauchern aus. Wir wollen das Unternehmen in der Bierindustrie sein, das weltweit hohes Ansehen genießt und die Bedeutung der Kulturkooperationen und gesellschaftlicher Verantwortung auf regionaler und nationaler Ebene in den Vordergrund rückt.“ Frank Höhler, Geschäftsführer Pilsner Urquell Deutschland GmbH

Art.Fair – Messe für aktuelle Kunst, Köln »New Talent of the Year 2009« links: Soloausstellung rechts: Gewinner des 1. AWARD by Pilsner Urquell

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Die Pilsner Urquell Deutschland GmbH, ist die deutsche Marketing- und Vertriebsgesellschaft einer der weltweit größten Brauereigruppen, SABMiller. Es ist ihre Aufgabe, internationale Premiummarken aus dem Konzernportfolio im deutschen Markt zu positionieren und erfolgreich auszubauen. Das junge Unternehmen mit Sitz in Köln unterhält seither eine beständige Tradition innerhalb einer marketing- und vertriebsorientierten Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden in Form von finanziellen, logistischen und beratenden Leistungen.

Beratung und strategische Allianzen Kulturelles Engagement sorgt für ein gesundes gesellschaftliches Umfeld Als einer der größten Importeure für Premiummarken, ist es zur Etablierung auf dem deutschen Markt notwendig, durch regionale und nationale Kulturkooperationen zur Schaffung eines gesunden gesellschaftlichen Umfeldes beizutragen, um somit nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich agieren zu können. Innerhalb des Kultursponsorings und der direkten Förderung von Nachwuchskünstlern positioniert sich die Marke Pilsner Urquell besonders in den Kategorien zeitgenössische Kunst, Fotografie und Kurzfilm. So arbeitet das Unternehmen seit Jahren erfolgreich mit Kulturschaffenden der Szene zusammen, wie beispielsweise den Deichtorhallen und dem Kurzfilmfestival IKFF in Hamburg, der Ostrale – dem Zentrum für zeitgenössische Kunst in Dresden oder den Kurzfilmtagen Oberhausen. „Gegenwart und Zukunft des Festivals und der vorgesehenen, ganzjährigen Bespielung der OSTRALE ist ohne Private Public Partnerships nicht denkbar. Pilsner Urquell ist nicht nur ein langjähriger, sondern auch ein idealer Partner einer solchen Synergie“ so Dr. Martin Müller, der gemeinsam mit der Initiatorin Andrea Hilger die Leitung der OSTRALE`010 bildet. Mit einer eigenen Künstlerförderung, dem Fotografiewettbewerb 1/AWARD, ruft Pilsner Urquell weiterhin jährlich Young Professionals, Amateure und Fotografiestudenten auf, Fotoarbeiten zum Thema „Streetphotography“ einzureichen und bietet ihnen u.a. durch Sonderausstellungen und eine Mentorenbetreuung die notwendige lokale und regionale Unterstützung, die sie auf dem Weg in die individuell zu findende Fotokarriere benötigen.

Die Pilsner Urquell Deutschland GmbH fördert nicht nur, sondern berät im Hinblick auf die Optimierung von monetären und immateriellen Wertschöpfungsaspekten. Denn heutzutage stehen die Kulturinstitutionen nicht nur der Herausforderung gegenüber, hochwertige Ausstellungen zu akquirieren und zu zeigen, sondern auch der, ein genauso hohes Niveau auf allen Serviceebenen zu erreichen. Die Pilsner Urquell Deutschland GmbH arbeitet mit Branchenführern der Gastronomielogistik zusammen und unterhält mit der tschechischen Marke Pilsner Urquell als erstem Pils der Welt und Vorbild aller Biere das weltweit größte Qualitätsprogramm. Durch die substanzielle Verbindung der hohen Qualitätsansprüche sowohl der Premiummarken als auch der Kulturschaffenden kann für den Besucher ein anspruchsvolles, authentisches Gesamterlebnis kreiert werden. „Es ist spürbar erkennbar, dass der gastronomische Service nicht nur beispielsweise für junge Initiativen am Kulturmarkt eine unverzichtbare Finanzierungsquelle darstellt, sondern auch für etablierte Kulturinstitutionen innerhalb ihres Gesamtkonzepts immer mehr an Bedeutung gewinnt.“ Sarah Gohm, Marketing und Kultursponsoring Pilsner Urquell. Das gelungene Zusammenspiel von Kompetenzen der Entscheider aus Kultur, der angrenzenden Servicebereiche und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pilsner Urquell Deutschland GmbH sowie das gegenseitige Verständnis für die Befriedigung kultureller Bedürfnisse und die Generierung von immaterieller und monetärer Wertschöpfung, lassen Möglichkeiten eines ganzheitlichen besucherorientierten Markenaufbaus entstehen.

„Stroke 02 – Messe für Urban Art, München“

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Einsatz für Mobilität – auch in den Köpfen

„Gerade in der Förderung junger Menschen sieht Škoda Auto Deutschland einen wichtigen Teil seines Kultur- und Sozialengagements. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Perspektive zu geben, und einen Anreiz zu schaffen, die Freizeit aktiv zu gestalten.“ Dr. Christoph Ludewig, Unternehmenskommunikation, Leiter Motor- und Wirtschaftspresse Škoda Auto Deutschland GmbH

Die „Swing Kids“ aus Rüsselsheim überzeugten bei Jugend jazzt und holten sich einen Škoda Preis: Der Sänger und Entertainer Tom Gaebel wird als Gaststar bei einem Konzert auftreten.

Links: Till Brönner übergibt den Škoda Jazzpreis.

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Rechts: Die JayJayBeCe Bigband aus Berlin bei „Jugend jazzt für Jazzorchester mit Škoda Jazzpreis“ in Aktion: Die jungen Musiker spielen ausschließlich Stücke von zeitgenössischen Komponisten aus ihrer Heimatstadt.


Aus Verantwortung für die Zukunft sieht sich Škoda Auto Deutschland in der Pflicht zu einem sinnvollen Umgang mit Ressourcen, dem Einsatz umweltschonender Technik und der Verbesserung automobiler Standards. Darüber hinaus unterstützt Škoda soziale und kulturelle Projekte. Leiten lässt sich Škoda Auto Deutschland dabei von seinen Unternehmenswerten und der Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl, wie sie auch im Grundgesetz verankert ist. Hier heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ In diesem Sinne hält Škoda Menschen in Bewegung – nicht nur auf den Straßen, sondern auch im sozialkulturellen Gefüge. Diese Herausforderung nimmt die Marke mit dem geflügelten Pfeil im Logo mit Leidenschaft an. Langfristige Partnerschaften verbinden Škoda Auto Deutschland mit der Kindernothilfe, mit dem Projekt KARO, in dem Frauen an der deutsch-tschechischen Grenze gegen Zwangs- und Kinder-Prostitution kämpfen, sowie mit der Stammzellentransplantationseinheit der Berliner Charité zur ambulanten Behandlung von Leukämie-Patienten. Außerdem fördert die tschechische Traditionsmarke die „Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not“. In ganz besonderer Weise ist Škoda mit der Stiftung Bärenherz verbunden. Sie finanziert Kinderhospize in ganz Deutschland und unterhält in Leipzig und in Wiesbaden selbst Einrichtungen, in denen unheilbar kranke Kinder die letzten Wochen oder Monate ihres Lebens zusammen mit ihren Familien oder auch alleine verbringen können. Škoda Auto Deutschland unterstützt die Stiftung und das Wiesbadener Kinderhospiz nicht nur mit finanziellen Zuwendungen. Der Heimleitung und den im Hospiz wohnenden Eltern werden Fahrzeuge zur Verfügung gestellt und auch die Mitarbeiter von Škoda Auto Deutschland helfen immer wieder bei Sommerfesten. Filmfestivals, Jazz und Literatur sind die Schwerpunkte der Kulturpartnerschaften, die zum festen Programm von Škoda in Deutschland gehören. Der von Škoda ins Leben gerufene Jazzpreis für Jugend-Bigbands wird bundesweit verliehen. Ein Engagement, mitbegründet von dem in diesem Jahr gestorbenen Peter Herbolzheimer und getragen von Jazzgrößen wie Tom Gaebel und Till Brönner. Dieses, in der Welt einmalige Projekt der musikalischen Jugend- und Talentförderung, wurde durch die Kooperation zwischen dem Deutschen Musikrat und Škoda Auto Deutschland ermöglicht. Neben dem Bundesjugendministerium und dem Deutschlandfunk sind die Landesarbeitsgemeinschaft Jazz und der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz sowie die Deutsche Jazz Föderation weitere Partner. Die Zahl von Jugend-Bigbands, insbesondere an den Schulen, geht inzwischen in viele Hunderte. Hier ist ein hoher Grad an Interesse und Motivation und großes generationsübergreifendes Engagement zu beobachten, dem Musikrat und Škoda nun regelmäßig eine Plattform für internationale Wahrnehmung bei Publikum und Fachwelt geben möchten. Gleichzeitig tourt jeden Herbst die International Škoda All Star Band, bestehend aus bekannten Jazz-Solisten aus ganz Europa, durch deutsche Konzertsäle. Für beste Fortbewegung

„Škoda fährt für das neue Städel“: Mit einem Octavia Combi unterstützt Škoda, seit rund zehn Jahren bereits Kulturpartner der Schirn Kunsthalle Frankfurt, nun auch das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main. Nikolaus Reichert, Leiter der Unternehmenskommunikation von Škoda Auto Deutschland (re.) übergab – stilgerecht in gelben Gummistiefeln – den Wagen an Max Hollein, den Direktor der drei Häuser.

sorgt Škoda bei der Messe „jazzahead“ – und zum Höhepunkt wird der jazzahead-Škoda Award verliehen. In diesem Jahr ging er an John McLaughlin. Das Weimarer Kunstfest unter der Leitung von Nike Wagner, der Urenkelin des großen Komponisten, erinnert an die gewachsene Vielfalt der Kultur in der Klassikerstadt. Es präsentiert Musik, Tanz, Ausstellungen und Schauspiel gleichermaßen. Škoda ist Partner der Kunsthalle Schirn, des Städel und des Liebieghauses in Frankfurt, der Nibelungen Festspiele in Worms mit Regisseur Dieter Wedel sowie des Berliner Ensembles mit Claus Peymann. Von den zahlreichen Kulturpartnerschaften profitieren auch die Škoda Fahrer: Bei vielen von Škoda unterstützten Veranstaltungen genügt die Vorlage des Škodaschlüssels, damit der Besitzer ermäßigten oder sogar freien Eintritt erhält.

Wer mehr über die kulturellen Seiten von Škoda Auto Deutschland erfahren möchte, kann alle Informationen im Internet unter www.skoda-kultur.de abrufen. 107


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Der Tagesspiegel

„Wer gibt, dem wird gegeben“ – wie gut sich dieses Zitat auf das Kultursponsoring übertragen lässt, wird oft unterschätzt. Eine richtige Einschätzung möchten wir gemeinsam mit dem KulturInvest-Kongress 2010 vermitteln. Die Kooperation spiegelt das langjährige Engagement des Verlages wider, den Bühnen, Konzerthäusern sowie der Filmbranche über die Stadtgrenzen hinaus besondere Bedeutung zu verleihen. Zudem führen wir mit dem Kongress unser Angebot an Leser und Geschäftskunden fort, in den Räumen des Tagesspiegels am Askanischen Platz attraktiven Veranstaltungen beizuwohnen.“ Dr. Marion Bleß, Geschäftsführerin

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„Der Tagesspiegel ist eine Idee. Und weil das so ist, erfindet er sich immer wieder neu, auf der Grundlage des Bewährten. Und so wie Berlin eine Werkstatt der Einheit ist, so ist diese Zeitung eine Ideenwerkstatt. Das verbindet beide. Auf Dauer. Untrennbar. Einige der Ideen lassen sich sehen.“ Stephan-Andreas Casdorff und Lorenz Maroldt, Chefredakteure Zeitung im Salon/Tagesspiegel-Salon Für den Tagesspiegel schreiben viele renommierte Journalisten, die auch als Buchautoren hervortreten. Deswegen gibt es seit 2004 die Reihe „Zeitung im Salon“: Tagesspiegel-Autoren lesen aus ihren Büchern und begegnen den Lesern bei einem Glas Wein. Ein zum Buch passendes Essen und Live-Pianomusik tragen zur anregenden Atmosphäre dieser Abende bei – bisher unter anderem mit Harald Martenstein, Pascale Hugues, Moritz Rinke, Susanne Kippenberger, Hermann Rudolph, Christoph von Marschall, Bas Kast, Harald Schumann, Kerstin Decker, Michael Jürgs. Seit 2010 wird der literarische Salon ergänzt durch einen Wissenschaftssalon, in dem bisher Detlev Ganten und Michael de Ridder ihre Bücher vorstellten.

Tagesspiegel zusammen. Und preisgekrönt sind sie auch, die Beilagen, die mehr als Beilagen sind. Unsere Beilagen haben Kultur – buchstäblich. Vor allem in Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und den Dresdner Musikfestspielen. Das Soziale nicht zu vergessen: Bethel, terre des hommes, die Bürgerstiftung Berlin, Johannisstift, die Aktion Mensch, sie alle sind dem Tagesspiegel verbunden. Last but not least: die American Academy.

Redaktionelle Serien Sie wollen kochen lernen, wirklich kochen können? Die TagesTagesspiegel-Akademie spiegel-Kochakademie hilft dabei. Mit Spitzenköchen in einem Überzeugend argumentieren, debattieren, auftreten: Das Workshop. Sie wollen wissen, was im Garten blüht? Die großen braucht man in der Schule, in der Uni und mehr noch im Leben. Gärten der Stadt werden vorgestellt, und Pflanztipps dazu. Sie Die Tagesspiegel-Akademie bietet daher seit 2004 Rhetorikkurse wollen die geheimen Orte Berlins sehen? Wir zeigen sie in für Schüler und Studenten an. Auch erwachsene Leser finden „Schlüsselerlebnissen“. Mit Schnittzeichnungen und Führungen. hier ein Seminarangebot und können zwischen Kursen zur Und sie wollen wissen, wie sich das arme Berlin retten kann? Konfliktlösung mit Mediation bis hin zu Körpersprache mit Der Tagesspiegel erklärt, was getan werden muss. Videoanalyse wählen. Damit schon die Jüngsten Spaß am Medium Zeitung gewinnen, gibt es die Kinderakademietage: Grund- Spaß muss sein schüler sind eingeladen, eigene Kinderseiten zu gestalten, 11 Freunde muss man haben, wenn man mit dem Thema Fußball Reporter zu spielen oder auch Zeitungshüte zu basteln. spielen will. Diese Zeitung hat sie: als Kooperationspartner für Berichterstattungen zu Europa- und Weltmeisterschaften, aber Erzählwettbewerb auch für eine wöchentliche Seite im Blatt. Zeitungen stecken voller Geschichten – und Zeitungsleser auch! Jedes Jahr beteiligen sich bis zu 600 junge und erwachsene Das sind also einige der Ideen. Die können sich doch wirklich Leser am Tagesspiegel-Erzählwettbewerb, schicken Geschichten sehen lassen, oder? Am besten, Sie schauen selbst. ein und tragen sie bei den öffentlichen Halbfinal- und Finaltagen dem Publikum vor. Denn hier kommt es nicht nur aufs Schreiben an: Gute Geschichten wollen auch gut vorgetragen sein. Wem es am besten gelingt, das Publikum zu fesseln, gewinnt. Redaktionelle Magazine Neben den geradezu klassischen redaktionellen Länderbeilagen hat sich im Laufe der Jahre ein besonderes Segment entwickelt: die Wissenschaftsbeilage. Beilagen, die in Inhalt und Machart Magazine sind. Einmal sind das die regelmäßigen Semesterbeilagen der Berliner Universitäten: der Humboldt-Universität, der Technischen Universität und der Universität der Künste. Die Freie Universität Berlin berichtet acht Mal im Jahr mit einer achtseitigen FU-Beilage über Neues aus Forschung und Wissenschaft im Tagesspiegel. Das alles hat Ausstrahlung: Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist ein regelmäßiger Partner, auch die Max-Planck-Gesellschaft. Die Universität Rostock arbeitet inzwischen auch mit dem 109


BEST PRACTICE DEUTSCHLAND

Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur Die Veranstaltungen des ZEIT Verlages

„Seit dem Start des ZEIT-Veranstaltungsprogramms haben wir unsere Aktivitäten deutlich ausgebaut – zum Beispiel mit den ZEIT KONFERENZEN und einer Erweiterung unserer Hochschulveranstaltungen. Die Ressorts erlebbar zu machen war unser Ziel, als wir die ersten Diskussionsrunden organisierten. Inzwischen sind die ZEIT-Veranstaltungen über Deutschland hinaus bekannt. Auch in Österreich und der Schweiz ist DIE ZEIT mit einem spannenden Programm präsent. Die Veranstaltungen stehen für die ZEIT und ihre Rolle als führende meinungsbildende Qualitätszeitung. Sie stehen für gute Unterhaltung und neue Denkansätze, für anregende Debatten und spannende Wortgefechte.“ Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlag

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Jedes Jahr besuchen über 60.000 Personen unsere rund 150 Veranstaltungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Bildung. Die Bandbreite der Themen ist herausragend, ebenso wie die Auswahl unserer Gäste: Hochrangige Politiker, deutsche und internationale Bestsellerautoren, Wirtschaftsexperten, Fachleute aus Wissenschaft, Forschung und Bildung stellen sich den Fragen von ZEIT-Autoren und dem Publikum.

ZEIT KONFERENZEN Seit 2006 organisiert der ZEIT Verlag auch ein- oder mehrtägige Konferenzen, auf denen große politische, kulturelle und wirtschaftliche Fragen diskutiert werden. Die ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und Helmut Schmidt sind Initiatoren der ZEIT KONFERENZEN. Die Veranstaltungen stehen für kontroverse Debatten, den Austausch von Meinungen und besondere Blickwinkel auf komplexe Themen. Die Diskussionen gehen in die Tiefe und über tagesaktuelle Fragen hinaus. Die Themenschwerpunkte der ZEIT KONFERENZEN reichen von Hochschule & Bildung über Logistik, Mobilität, Fußball als Wirtschaftsfaktor, Nachhaltigkeit und Gesundheitswirtschaft bis zur Sicherheitspolitik. Seit 2009 findet im November/ Dezember das Deutsche Wirtschaftsforum statt, das die wichtigsten Entscheider versammelt, um unter anderem über unternehmerische Verantwortung und Führung zu diskutieren. Zu den Referenten der ZEIT KONFERENZEN gehörten u.a. Josef Ackermann, Eckhard Cordes, Ursula von der Leyen, Regine Günther, Joschka Fischer, Günther Jauch, Michael Otto, Norbert Reithofer, Joachim Hunold und Sandra Maischberger.

ZEIT FORUM KULTUR Eine breite Themenpalette unterschiedlicher Veranstaltungen bietet DIE ZEIT in der Reihe ZEIT FORUM KULTUR. Den Schwerpunkt bilden Lesungen und literarische Diskussionsrunden mit bekannten Autoren, Kritikern, Schauspielern und anderen prominenten Persönlichkeiten. Zu den bisherigen Gesprächspartnern gehörten Günter Grass, Daniel Kehlmann, Henning Mankell, Isabel Allende, John Le Carré, Doris Lessing und Carlos Ruiz Zafón. Moderne und klassische Musik (z. B. Kooperation mit den Salzburger Festspielen), Architektur, Bildende Kunst und Fotografie sowie Film sind weitere Themen der ZEIT FOREN KULTUR. Gemeinsam mit der Stiftung Lesen organisiert der ZEIT Verlag den Bundesweiten Vorlesetag, an dem in jedem Jahr rund 8.000 Menschen Kindern vorlesen. ZEIT FORUM POLITIK Im ZEIT FORUM POLITIK diskutieren ZEIT-Herausgeber und -Redakteure mit führenden Persönlichkeiten aus der nationalen und internationalen Politik, u.a. mit Richard von Weizsäcker, Frank-Walter Steinmeier, Ole von Beust, Helmut Schmidt, Roberto Saviano und Peter Scholl-Latour. Die Themen reichen von Chinas Wirtschaftspolitik über die italienische Mafia bis zu europäischer Außenpolitik. Die Tochtergesellschaft des ZEIT-Verlages Tempus Corporate organisiert auch Veranstaltungen unterschiedlichster Art für Unternehmen, Stiftungen und wissenschaftliche Institutionen. Alle Veranstaltungen von Tempus Corporate werden auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten. Das Angebot reicht von der Konzeption über die konkrete Durchführung und Pressearbeit bis zur Dokumentation.

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KULTURMARKEN 2011

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ATTRAKTIVE SPONSORINGANGEBOTE

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Akademie Off-Theater nrw Neanderthal Museum Ruhrfestspiele Recklinghausen

Seite:

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BUNDESWEIT IFET – Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. Reiseziel Grimmland

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Goethe-Institut e.V. Staatstheater Nürnberg

BERLIN 48 Stunden Neukölln achtung berlin new berlin film award Architekturpreis Berlin e.V. Bar Jeder Vernunft Collegium Hungaricum Berlin Dalí Berlin Europäische Filmphilharmonie Europäische Route der Backsteingotik Freie Volksbühne Berlin e.V. Frozenwall Märchenland Pergamon Radialsystem V Stattbad Wedding TIPI am Kanzleramt transmediale

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SCHLESWIG-HOLSTEIN Nordkolleg Rendsburg

196 130

SACHSEN Dresdner Kammerchor Dresdner Kreuzchor Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

BADEN-WÜRTTEMBERG

BAYERN

SAARLAND Filmfestival Max Ophüls Preis

Between the Beats Württembergische Philharmonie Reutlingen

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NORDRHEIN-WESTFALEN

ÖSTERREICH Bregenzer Festspiele Osterfestspiele Salzburg Wiener Kammeroper

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SCHWEIZ Basel Tattoo

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WERBEMITTEL & PREISE Überblick

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KULTURMANAGER Die Macher hinter den Kulissen

BRANDENBURG Kulturland Brandenburg e.V.

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BREMEN GartenKultur-Musikfestival im Nordwesten Universum Bremen

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HAMBURG Kulturpalast Hamburg – HipHop Academy Kulturpalast Hamburg – Klangstrolche

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MECKLENBURG-VORPOMMERN Deutsches Meeresmuseum OZEANEUM

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NIEDERSACHSEN Morgenland Festival Osnabrück phaeno

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S C H L E S W I G - H O L S T E I N Nordkolleg Rendsburg

H A M B U R G Kulturpalast Hamburg – HipHop Academy Kulturpalast Hamburg – Klangstrolche

B R E M E N GartenKultur-Musikfestival im Nordwesten Universum Bremen

N I E D E R S A C H S E N Morgenland Festival Osnabrück phæno

N O R D R H E I N - W E S T F A L E N Akademie Off-Theater nrw Neanderthal Museum Ruhrfestspiele Recklinghausen

S A A R L A N D Filmfestival Max Ophüls Preis

B A D E N – W Ü R T T E M B E R G Between the Beats Württembergische Philharmonie Reutlingen

S C H W E I Z Basel Tattoo

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M E C K L E N B U R G - V O R P O M M E R N Deutsches Meeresmuseum OZEANEUM

B R A N D E N B U R G Kulturland Brandenburg e.V.

B E R L I N

S A C H S E N Dresdner Kammerchor Dresdner Kreuzchor Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH

48 Stunden Neukölln achtung berlin new berlin film award Architekturpreis Berlin e.V. Bar Jeder Vernunft Collegium Hungaricum Berlin Dalí Berlin Europäische Filmphilharmonie Europäische Route der Backsteingotik Freie Volksbühne Berlin e.V. Frozenwall Märchenland PERGAMON Radialsystem V Stattbad Wedding TIPI am Kanzleramt transmediale

B A Y E R N Goethe-Institut e.V. Staatstheater Nürnberg

Ö S T E R R E I C H Bregenzer Festspiele Osterfestspiele Salzburg Wiener Kammeroper

B U N D E S W E I T IFET – Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. Reiseziel Grimmland Die Angaben beziehen sich auf die Standorte der Kulturanbieter, nicht auf deren Strahlkraft! 115


BUNDESWEIT

(KEIN SINGULÄRER STANDORT)

IFET – Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. www.ifet.de | www.e-sound-competition.de | www.e-sound-competition.com Austragungsorte des Wettbewerbs 2010: München, Dresden, Hamburg, Berlin, Mannheim, Köln, Herdecke (Finale: 02.10.2010) Teilnehmer im Jahr 2010: 130 Besucher pro Jahr: 600 (steigende Anzahl) Rechtsform: eingetragener Verein Anzahl aktiver Fördermitglieder: 38 Bisherige Sponsoren: Casio, Korg, Roland, Yamaha, Nullacht15, Keyswerk, IFU, Experconsult Kooperationspartner: Popakademie BadenWürttemberg Medienpartner: Okey, Keys, Tastenwerk, Soundcheck Weitere Unterstützer: Die Taste, ISV Econet, Rovo Musikschule

Die Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. ist ein Wegbereiter und Initiator einer neuen Wahrnehmung elektronischer Tasteninstrumente in der breiten Öffentlichkeit. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hierbei die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen: IFET motiviert sie, sich mit elektronischen Tasteninstrumenten auseinanderzusetzen und hierbei die vielfältigen Möglichkeiten des kreativen und emotionalen Ausdrucks zu erleben. Gleichzeitig sieht IFET seine Aufgabe auch im Aufzeigen von Alternativen der Freizeitgestaltung und in der Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen. Durch das Medium der elektronischen Tasteninstrumente bietet IFET den Jugendlichen zeitgemäße Perspektiven und Alternativen, um ihrer Individualität Ausdruck zu verleihen. Der Umsetzung IFETs inhaltlicher Ziele sind keine Grenzen gesetzt, und so bietet IFET auch für die Einbindung von Sponsoren viel Raum. Jährlich veranstaltet IFET den E-Sound Competition Kids2Keys, einen innovativen und unabhängigen Musikwettbewerb für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 26 Jahren. Unterteilt in drei Alters- und Instrumentenstufen beweisen die Teilnehmer ihr Können auf Synthesizern, E-Orgeln, Keyboards, digitalen Sakralorgeln und anderen Instrumenten. Denn erlaubt ist alles, was schwarze und weiße Tasten hat und mit elektronischer, elektromagnetischer oder digitaler Tonerzeugung zum Klingen gebracht wird. Im Vordergrund der Bewertung stehen Spielfreude und Kreativität bei der Entdeckung der besonderen klanglichen Möglichkeiten der modernen Instrumente. Besonderen Wert legt IFET auf eine entspannte und angenehme Atmosphäre, denn Hauptziel sollen die Motivation der jungen Künstler und die Freude am Musizieren sein. Für die jungen Gewinner lockt neben einem Sachpreis auch die einmalige Gelegenheit, die jährlich erscheinende Wettbewerbs-CD im Tonstudio einzuspielen.

HIGHLIGHTS 2010 Das Finale des E-Sound Competiton Kids2Keys wird am 2. Oktober 2010 in Herdecke (NRW) im Rahmen des OKEY live Tastenfestivals ausgetragen. Im Finale können die Teilnehmer wieder ein frei gewähltes Stück spielen. Für jede Instrumentenkategorie wird dann der „Master of E-Sound“ von der Jury bestimmt. Am Abend des Finales können die Sieger ihre Pokale und Preise in Empfang nehmen und den erfolgreichen Abschluss der E-Sound Competition Kids2Keys 2010 verdient feiern.

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ZIELGRUPPEN Primärzielgruppe: die Teilnehmer am Wettbewerb; Publikum im Alter zwischen etwa 5 und 80 Jahren zu erwarten. Sekundärzielgruppen: Freunde, Familie und Bekannte der Teilnehmer; Musik- und Technikinteressierte; breit gefächertes Einkommensspektrum

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 500.000 Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Flyer, Banner, Aufsteller, Informa tionsstände, inhaltliche Einbindung, CD-Booklet Tausenderkontaktpreis: 5,90 – 16,00 Euro Wert der Partnerschaft: 1.500 – 7.000 Euro Mit einem Engagement für IFET wird Ihr Image mit einem jungen, innovativen Umfeld verbunden. Positionieren Sie sich als aufgeschlossenes, sich seiner sozialen Verantwort ung bewusstes und für Kinder und Jugendliche engagiertes Unternehmen.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Jahrespartner der IFET sind Sie ein Jahr lang bei allen Veranstaltungen und insbesondere beim E-Sound Competition Kids2Keys mit individuellen Marketingmaßnahmen vertreten. Als Co-Partner der IFET begleiten Sie den E-Sound Competition Kids2Keys bei allen Veranstaltungen. Als Projektpartner unterstützen Sie einzelne Projekte, die im Rahmen der Initiative für elektronische Tasteninstrumente e.V. stattfinden. Wie bei allen anderen Sponsorenpaketen können Sie die Initiative gerne auch durch Sachleistungen unterstützen. Als Fördermitglied sind Sie vielfach in die Aktivitäten und Planungen der IFET eingebunden. Sie erhalten wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit und können mit dem IFET-Vorstand Ihre eigenen Ideen besprechen.

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BUNDESWEIT

(KEIN SINGULÄRER STANDORT)

Reiseziel Grimmland Wenn es märchenhaft sein soll! Die Vermarktungsinitiative für Reisen und Ausflüge www.grimmland.de Standort: Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland, um die sich Mythen, Märchen, Sagen, Legenden und spannende Geschichten ranken Bisherige Publikationen: Literarische Reiseführer zu Urlaubsregionen in Deutschland (Köln, Rhein, Eifel) sowie zu Südafrika Auflagen je Titel: 10.000 bis 15.000 verkaufte Exemplare Weitere Aktivitäten: FERIENSTRASSEN.INFO – Das InfoServicePortal Deutscher Ferienstraßen (in Kooperation mit dem ADAC), Erstellung von Routenbeschreibungen, Erzählreisen und Dinnershows zu den von Edition Grimmland entwickelten »Literarischen Routen« Kooperationspartner: ADAC, Deutsche Märchenstraße, J.P. Bachem Verlag, zahlreiche Tourismusmarketing-Gesellschaften, Betreiber: Edition Grimmland GmbH & Co. KG

Zauberhafte Landschaften, romantische Orte sowie aufregende und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten in Deutschland stehen in Verbindung mit interessanten Geschichten, Mythen, Märchen, Sagen und Legenden. Das ist »Grimmland«. Unzählige Mythen, Sagen und Legenden führen in alle touristischen Regionen Deutschlands und bilden zusammen mit den verorteten Märchen den faszinierenden Märchen- und Sagenschatz, der das Reiseland Deutschland bei Touristen aus aller Welt einzigartig macht. Die Vermarktungsinitiative »Reiseziel Grimmland – Wenn es märchenhaft sein soll!« Die Vermarktungsinitiative stellt mit ihren Vermarktungsinstrumenten faszinierende Reiseziele in Deutschland vor und führt die Interessenten dort zu den herausragenden touristischen Angeboten (Hotels, Restaurants und Ausflugslokale, Sehenswürdigkeiten, Führungen, Aktivitäten, etc.), die einen Ausflug, eine Reise oder einen Aufenthalt garantieren, den man mit dem Attribut »Wenn es märchenhaft sein soll!« beschreiben kann. »Märchenhaft« bedeutet dabei, dass die von uns vorgestellten Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants sowie die eingebundenen Partner und Sponsoren Garanten für einzigartig schöne Erlebnisse bzw. herausragende Dienstleistungen und Produkte sind: faszinierende touristische Angebote, unvergessliche Genüsse für alle Sinne, Hotels und Restaurants mit einem außergewöhnlichen Standard und herausragender Servicequalität sowie Produkte und Dienstleistungen, die einen engen Bezug zu den Inhalten und der Philosophie unserer Marke haben. Dabei stehen die Reiseziele immer auch in Verbindung mit einem Märchen, einer Sage, einer Legende oder einer faszinierenden Geschichte, die sich um die von uns vorgestellten Landschaften und Orte ranken. Eine Reise ins »Grimmland« muss faszinieren und einzigartig sein. Und sie muss Gesprächsstoff liefern, so dass die Eindrücke und Erlebnisse noch lange in guter Erinnerung bleiben und den Freunden, Bekannten und Kollegen gerne weiterempfohlen werden. Grimmland 2012 – 200 Jahre Deutsche Märchen- und Sagenwelten Diese Initiative dient zudem der weltweiten touristischen Vermarktung Deutschlands – im Besonderen auch in Hinblick auf das Jubiläum »200 Jahre Deutsche Märchen und Sagen« im Dezember 2012. Die Deutschen Märchen und Sagen, aber auch die bekannten Legenden und viele weitere interessante Geschichten deutscher Literaten und Geschichtenerzähler, die sich um touristisch interessante Landschaften und Orte in Deutschland ranken, bilden die Grundlage für die Marke »Grimmland« sowie die Initiative. Sie ermöglichen eine authentische Vermarktung der Reiseziele sowie unserer Partner.

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Vermarktungsinstrumente Magazin »Reiseziel Grimmland« (Internetportal und Printmedium), März 2011 Zentrales Vermarktungsinstrument zum Projekt ist neben dem Internetportal eine Informationsbroschüre in Form eines Magazins, in dem die märchen- und sagenhaftesten Landschaften, Orte und Sehenswürdigkeiten in Deutschland vorgestellt werden. Das Magazin erscheint in einer deutschsprachigen und einer englischsprachigen Ausgabe, im Format und der Aufmachung vergleichbar mit dem Magazin »National Geographic Deutschland«. Grimmlands Reise(S)pass, ab März 2011 Grimmlands Reise(S)pass ist ein Rabattsystem, mit dem Touristen bei Reisen und Ausflügen ins Grimmland von den Preisnachlässen der eingebundenen Partner profitieren, z.B. Eintrittspreise, Übernachtungen, Veranstaltungen, Dinnershows, etc. Vermarktungsmaßnahmen Neben den Vermarktungsinstrumenten dienen die folgenden Vermarktungsmaßnahmen zur Bekanntmachung der Marke bzw. der Vermarktungsinitiative: »Wunderland der Märchen« – eine nationale Wanderausstellung und Hörbuchreihe, »Reiseziel Grimmland« – eine internationale Wanderausstellung und einzigartiger Bildband sowie »Grimmlands Erzählreisen« – märchenhafte Lesungen und Dinnershows.

ZIELGRUPPEN Kultur-, literatur- und reiseinteressiertes Publikum, Erwachsene ab 30 Jahren und Familien mit Kindern, Tourismusverantwortliche, Pädagogen und Lehrer, mittlere bis hohe Bildungsabschlüsse, mittleres bis hohes Einkommensniveau

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Internetportal, Informationsbroschüren, Magazin, Bücher, Routenbeschreibungen, Postkarten, Newsletter, Veranstaltungen (wie z. B. Lesungen, literarische Erzählreisen und Dinnershows) Tausenderkontaktpreis: ab 50 Euro Wert der Partnerschaft: ab 8.750 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Hauptsponsor haben Sie die Möglichkeit, die Vermarktungsinitiative »Reiseziel Grimmland – Wenn es märchenhaft sein soll!« national und international zu präsentieren. Als Sponsor bzw. Kooperationspartner erhalten Sie die Möglichkeit, sich und Ihre Dienstleistungen bzw. Produkte zu präsentieren. Neben standardisierten Leistungspaketen (Anzeigen in den Printmedien, Banner auf der Internetseite) werden mit Ihnen individuelle Maßnahmen als Gegenleistung vereinbart – wie z. B. Sondereditionen und individuelle Veranstaltungskonzepte. Im Besonderen bietet sich Ihnen als Partner die Möglichkeit, der von uns angesprochenen Zielgruppe Ihre eigenen Geschichten zu erzählen, die sich um Ihre Marken und/oder Produkte ranken und damit auch inhaltlich Teil der Initiative zu werden.

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BADEN-WÜRTTEMBERG

Between the Beats Home of Handpicked Music www.between-the-beats.de Standort: Freiburg im Breisgau Besucher 2011: Festival: Ca. 3.000 Insgesamt: Ca. 4.000 Between the Beats Series: Ca. 5.000 Besucher übers Jahr Innennutzfläche Festivallocation: Kultur & Bürgerhaus Denzlingen ca. 1.550 qm Außennutzfläche Festivallocation: Ca. 26.000 qm Veranstaltungstermin: Between the Beats Jazz-Festival jährlich Ende September (4–5 Tage, jährlich wachsend, maximal 14 Tage); Between the Beats Series: ca. 20 Konzerte pro Jahr Anzahl der Mitarbeiter:

4 feste Mitarbeiter und bis zu 30 freie Mitarbeiter Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Print Pool (Taunusstein), BMW/Mini-Autohaus Märtin (Freiburg), Michael Wissing BFF Fotodesigner (Winden), Büro für Internationale Kulturprojekte (BIK) (Freiburg), Rockshop (Karlsruhe), Bösendorfer (Wien) Medienpartner regional: Badische Zeitung, Freiburg Medienpartner überregional: Jazzthetik »Magazin für Jazz und Anderes« Rechtsform:

Between the Beats »Home of Handpicked Music« ist ein Projekt der Pinetree GmbH & Co. KG, Freiburg i.Br.

Between the Beats ist die neue Heimat für handverlesene Musik. Im Englischen sagt man wie im Deutschen für „zwischen den Zeilen lesen“, „to read between the lines“. Das bedeutet, neugierig zu sein, tiefer zu gehen und das Spannende hinter etwas Vordergründigem entdecken zu wollen. Between the Beats überträgt diese Neugierde auf das Hören von Musik. Hier geht es hauptsächlich um im Jazz verwurzelte Musik mit all ihren Spielarten wie Soul, Funk, Electronica, Blues usw., längst vergessene, aber auch aktuelle Musik, die überrascht und fordert. Between the Beats basiert auf zwei Säulen: Das Festival Die Idee von einem Festival war der Grundgedanke von Between the Beats. Bereits im März 2008 entstand der Plan ein ganz besonderes Festival mit eigenen Mitteln auf die Beine zu stellen: Handverlesene Musik in einer einzigartigen Location, in idyllischer Lage mitten in der Ferienregion des Südschwarzwalds. Das erste Festival, das im September 2010 stattfindet, wird uns bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, das Erlebnis von Kreativität in Livekonzerten wieder spürbar zu machen. Wir wollen jedes Jahr Ende September ein möglichst nachhaltiges Festival veranstalten, um gemeinsam einzigartige, kreative Momente erleben zu können. Die Website Mit unserer Website www.between-the-beats.de haben wir eine Plattform für diese Musik und die Menschen dahinter geschaffen. Wir wollen mit unserem Angebot niemanden musikalisch bekehren, sondern denen, die unsere Liebe und Leidenschaft für diese Musik teilen, eine verlässliche „Netzheimat“ bieten. Redaktionelle News, selbst produzierte Podcasts und ein Communitybereich bieten einerseits einen Wissensspeicher, andererseits aber auch die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung und Entwicklung der Website teilzunehmen. Wir wollen, dass Between the Beats neugierig macht und ein Synonym für gute, anspruchsvolle und spannende Musik wird.

HIGHLIGHTS 2010/2011: 1. Internationales Between the Beats Jazz-Festival 23.–25.9.2010. (Auftritte von Künstlern aus dem Bereich Jazz). 2. Internationales Between the Beats Jazz-Festival 21.–25.9.2011. (Auftritte von Künstlern aus den Bereichen Electronica, Rock und Jazz). Herbst 2010: Launch der Internet-Plattform »Between the Beats – Home of Handpicked Music« in Englisch und damit Verstärkung der Marketingaktivitäten unserer Repräsentanz in Großbritannien mit Fokus auf Ländern mit weitgehend englischsprachiger Webnutzung (UK, Nordamerika, Skandinavien etc.). Zwischen November 2010 und September 2011: ca. 20 Konzerte unter dem Motto »Between the Beats Series« in verschiedenen Locations in der Region Freiburg (Handpicked Music aus Jazz, Soul, Funk, Electronica und Rock).

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ZIELGRUPPEN Musik- und kulturinteressiertes Publikum; Altersschwerpunkt: 25 bis 65 Jahre; mittleres bis hohes Haushaltsnettoeinkommen; mittleres bis höchstes Bildungsniveau; internationales, weltoffenes und experimentierfreudiges Publikum; Einordnung in Sinus-Milieus: Etablierte, Postmaterielle, Moderne Performer, Experimentalisten und Bürgerliche Mitte. Das unmittelbare Einzugsgebiet des Festivals ist das so genannte „Dreiländer-Eck“: Deutschland: Süddeutschland. Frankreich: Elsass und Lothringen. Schweiz: Basel und Nordwest-Schweiz. Durch die Dreisprachigkeit der Website (deutsch, englisch und französisch) werden internationale Gäste angesprochen. Ziel ist ein kontinuierliches Wachstum der überregionalen Wahrnehmung.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 13,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, 18/1 Traffic-Board, A1-, A2- und A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Internetseite, Newsletter, Pressearbeit, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 1,09 – 3,62 Euro Wert der Partnerschaft: 3.000 – 50.000 Euro Hauptsponsor: ab 50.000 Euro Premiumsponsoren: 10.000 – 20.000 Euro Sponsoren: 3.000 – 5.000 Euro Titelsponsor nach Absprache: Sponsoring einzelner Themen, Künstler oder Projekte innerhalb des Festivals oder Sponsoring einzelner Konzerte mit attraktiven individuellen Gegenleistungen (Corporate Events, Incentives usw.) Für die Kommunikation der Website und des Festivals wurde ein ganzheitliches Kommunikationskonzept erarbeitet: Deutsch-, englisch- und französischsprachige Website als zentrales Element; Google AdWords; kontinuierliche Pressearbeit durch PR-Agentur; Social Media: twitter, mySpace, Facebook, Foren; Partnerschaften mit anderen Musik-Websites; Plakatierung; Programmheft; Flyer; Print-Anzeigen; Ticket-Verlosungen; Info-Veranstaltungen; Messe-Teilnahmen

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BADEN-WÜRTTEMBERG

Württembergische Philharmonie Reutlingen www.wuerttembergische-philharmonie.de Standort: Reutlingen Gründung: 1945 Besucher pro Jahr: 70.000, davon 20.000 in Reutlingen Konzerte pro Jahr: 110 (64 in Reutlingen, 27 in Baden-Württemberg, 3 in Deutschland, 16 im Ausland) Anzahl der Mitarbeiter: 75 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Land Baden-Württemberg, Stadt Reutlingen, Landkreis Reutlingen, Stadt Tübingen, Kreissparkasse Reutlingen, RWT-Gruppe, SV Versicherungen, LBS, Danzer Rechtsform: Stiftung des bürgerlichen Rechts

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Seit ihrer Gründung im Jahre 1945 hat sich die Württembergische Philharmonie (WPR) zu einem international gefragten Orchester entwickelt und nimmt darüber hinaus die Aufgaben eines Landesorchesters von Baden-Württemberg wahr. Unterschiedlichen musikalischen Bedürfnissen gerecht zu werden, wird dabei als wichtiger Auftrag angesehen und die Vielseitigkeit des Ensembles erlaubt es, alle Facetten orchestraler Tätigkeit auszufüllen: Sinfoniekonzerte, Kinder- und Jugendkonzerte, Opern, Chorsinfonik, Ballettmusik, Theater- und Crossoverprojekte sowie Medienaufnahmen. Seit der Spielzeit 2008/2009 ist der Schwede Ola Rudner Chefdirigent, zuvor wirkte als künstlerischer Leiter der japanische Dirigent Norichika Iimori, der dem Orchester als ständiger Gastdirigent weiter verbunden ist. Auf seinen zahlreichen Tourneen u.a. durch Österreich, die Schweiz, Italien, Spanien und die Niederlande hat sich das Orchester ein hohes internationales Ansehen erworben. Äußerst erfolgreich waren eine Spanienreise und Galakonzerte mit der weltweit gefeierten Sopranistin Edita Gruberova im Jahr 2000 und mit José Carreras im Jahr 2001 sowie seit 1999 mehrere Schweiz-Tourneen mit Ruggero Raimondi, Vesselina Kasarova, Neil Shicoff, Peter Seiffert, Agnes Baltsa und Ramón Vargas. Höhepunkt der jüngeren Orchestergeschichte war die knapp dreiwöchige Japan-Tournee im Jahr 2006, bei der das Orchester als offizieller Botschafter das Kulturleben BadenWürttembergs repräsentierte. Es folgten in den nächsten beiden Jahren das hochgelobte Debüt im Musikvereinssaal in Wien, Konzerte bei den „Gustav Mahler Musikwochen“ in Toblach und Brixen sowie im Großen Festspielhaus in Salzburg. Ferner bestritt das Orchester mit Ola Rudner eine Ungarn-Österreich-Tournee und kehrte für ein Gastspiel in den Wiener Musikvereinssaal zurück. 2009 nahm es Einladungen zum Ravello-Festival in Italien sowie ins Festspielhaus Baden-Baden wahr, 2010 stehen eine Spanien-Tournee und eine Schweiz-Tournee mit Thomas Hampson sowie Gastspiele in Dortmund und Wiesbaden auf dem Tourneeplan, 2011 eine Konzertreise nach Polen. Erfolge feierte die Württembergische Philharmonie zudem im Amsterdamer Concertgebouw, bei den Rotterdamer Opernfestspielen sowie in Rom, in der Kölner und der Berliner Philharmonie, dem Münchner Herkulessaal, der Tonhalle Zürich sowie in der Mailänder Sala Verdi und im Kultur- und Kongresszentrum Luzern, wo das Orchester regelmäßig gastiert. Auch Gastspiele bei einer Reihe von bekannten Festivals wie dem Choriner Musiksommer, den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach oder den Audi-Sommerkonzerten zeichnen das Orchester aus. Neben mehreren Konzertreihen in Reutlingen veranstaltete die Württembergische Philharmonie einen Konzert-Zyklus in der Barock-Basilika Weingarten, der


ZIELGRUPPEN

vom SWR für CD-Produktionen mitgeschnitten wurde. Das Orchester tritt zudem regelmäßig im Südwestrundfunk und im Deutschlandfunk in Erscheinung. Von 2004 bis 2006 war es als „Orchestra in residence“ bei den Internationalen Rossini-Festspielen in Bad Wildbad verpflichtet, woraus einige Operneinspielungen resultierten. In ihrer Heimat prägt das Orchester das Kulturleben mit unterschiedlichen Konzertreihen für verschiedene Zielgruppen, darunter die wohl einzigartige „Werkkonzert“-Reihe, die neben Opern-, Operetten- und Musicalgalas Neues wagt, Musik mit Lesungen durch prominente Schauspieler verbindet oder verschiedene Musikstile innovativ kombiniert und z.B. Orchesterklang mit Jazz, Pop oder gar Rock verbindet. Das Orchester setzt sich zudem intensiv für den Hörernachwuchs ein und veranstaltet in Reutlingen jährlich über zwanzig Kinder-, Jugend- und Familienkonzerte. 2009 erhielt die WPR zudem den bundesweiten „1. Preis zur kulturellen Bildung“ vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, für „Accompagnato“, einem Projekt des Orchesters mit geistig behinderten Künstlern. Die künstlerische Arbeit der Württembergischen Philharmonie ist durch zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen dokumentiert, darunter erschienen in jüngerer Zeit zwei von der internationalen Presse gelobte CDs mit Werken von Astor Piazzolla unter Gabriel Castagna, eine Aufnahme der 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ von Antonín Dvorˇak unter John Axelrod sowie eine CD zum 75. Geburtstag des Komponisten Siegfried Matthus. Die Württembergische Philharmonie Reutlingen bildet den kulturellen Mittelpunkt der Stadt. Die Konzerte tragen als gesellschaftliche Ereignisse zu der hohen Lebensqualität in der Region bei und erhöhen die kulturelle Anziehungskraft ihres Standorts. Ziel ist es, durch neue Kunstformen immer wieder neue Zielgruppen zu erreichen, deutschlandweit und international weitere Konzertpodien zu erschließen und damit den Namen von Orchester und Stadt weiter nach außen zu tragen.

HIGHLIGHTS 2010/2011 DEBÜT Europäischer Gesangswettbewerb, Bad Mergentheim 2. Oktober 2010 Herbstliche Musiktage Bad Urach, Bad Urach 10. Oktober 2010 PostfinanceClassics mit Thomas Hampson Genf, Basel, Bern (2 Konzerte), Luzern, Zürich Dezember 2010 Wien, Goldener Saal des Musikvereins, 12. Februar 2011, Leitung: Ola Rudner Internat. Beethoven-Festival Warschau, April 2011, Leitung: Ola Rudner „Enchanted“ – James Morrison in Concert, Reutlingen 20. April 2011

Altersstruktur (gemäß einer Publikumsbefragung von 2007) Sinfoniekonzerte und Matineen: vor allem über 50-Jährige; Werkkonzerte: vor allem 35- bis 65Jährige; überdurchschnittliches Bildungsniveau in allen Konzerten: über ein Drittel der Besucher besitzen einen Hochschulabschluss; Sinfoniekonzerte sprechen ein gutsituiertes, gebildetes Publikum an, Werkkonzerte diejenigen, die Unterhaltung auf höchstem Niveau suchen sowie ein besonders aufgeschlossenes, an Innovationen interessiertes Publikum mittleren Alters. Werkkonzerte richten sich je nach Programm an unterschiedliche Zielgruppen (z.B. Jazzfreunde, Opernliebhaber, Musical-Fans, Pop-/Rockhörer, Literaturliebhaber).

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 12 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Programmhefte, Imagefolder, Veranstaltungsfolder, Postkarten, Plakate, Internetseite, Infocube auf dem Marktplatz, Banner an Ortseinfahrt, Eintrittskarten Tausenderkontaktpreis: 1,68 – 6,47 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500– 20.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Sponsor unterstützen Sie die WPR und sind auf nahezu allen Werbemitteln vertreten, spezielle Sponsorenkonzerte oder Kartenkontingente sind verhandelbar. Als Projektsponsor unterstützen Sie ein konkretes Konzert (oder eine Konzertreihe) und sind auf den entsprechenden Werbemitteln vertreten. Kartenkontingente sind verhandelbar. Grundsätzlich bieten wir weitere Gegenleistungen nach individueller Absprache an.

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BAYERN

Bayerische Theaterakademie August Everding Prinzregententheater www.theaterakademie.de Standort: Prinzregententheater, München Bühnen: Prinzregententheater, Akademietheater, Akademiestudio, Freilichtbühne im Arkadenhof des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege Vorstellungen pro Jahr: Ca. 100 Studierende: Ca. 220 Mitarbeiter: Ca. 110

Foto: A.T. Schaefer

Besucher pro Jahr: Ca. 30.000

Für viele sind es Traumberufe: Schauspieler, Sänger, Musicaldarsteller, Regisseur, Maskenbildner, Bühnenbildner, Kostümbildner oder auch Dramaturg. Eines der in Europa führenden Ausbildungsinstitute für diese künstlerischen Berufe ist die Bayerische Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München. Die Theaterakademie wurde 1993 auf Initiative ihres Namenspatrons vom Freistaat Bayern gegründet und wird seit Oktober 2006 von Prof. Klaus Zehelein geleitet. In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Theater München, der Akademie der Bildenden Künste, der Ludwig-Maximilians-Universität und der Hochschule für Fernsehen und Film bietet sie zur Zeit acht Studiengänge an. Darüber hinaus gibt es Produktionspartnerschaften mit den drei Münchner Staatstheatern, dem Metropoltheater München, dem Bayerischen Rundfunk, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Münchener Kammerorchester, der Hofkapelle München sowie bayerischen, überregionalen und internationalen Theatern und Festspielen. Insgesamt 220 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren lernen und arbeiten hier je nach Studiengang zwischen zwei und vier Jahren zusammen mit erfahrenen Künstlerinnen, Künstlern und Lehrenden. Mehr als 40 Theaterproduktionen (Schauspiel, Musical und Musiktheater) werden von ihnen pro Jahr erarbeitet, 20 davon werden öffentlich gezeigt. Über 100 Vorstellungen stehen jedes Jahr auf dem Programm der drei von der Theaterakademie bespielten, professionell ausgestatteten Bühnen (Prinzregententheater, Akademietheater, Akademiestudio) und der Freilichtbühne im Arkadenhof des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (Alte Münze). „Das Besondere an der Theaterakademie ist die Vielfalt der Studiengänge und deren räumliche und inhaltliche Verbindung,“ schrieb jüngst DIE ZEIT. Die Neue Zürcher Zeitung stellte fest: „Für Akademiepräsident Prof. Klaus Zehelein steht das ganzheitliche Denken, das den Gesamtorganismus Theater interdisziplinär begreift als schöpferisches Zusammenwirken der Künste und Künstler im Hinblick auf eine kollektive Ästhetik im Zentrum der Ausbildung.“ Im Selbstverständnis begreift, sich die Theaterakademie August Everding selbst als einen „Ort der Zukunft“, an dem die Leidenschaft für Theaterarbeit gelebt wird – als Lust am Forschen, Suchen und Entdecken: Theater ist hier Raum der Zukunft in der Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart. Es ist Raum der Innenschau ebenso wie des mutigen Agierens, der Konzentration und der Verausgabung. Die Bühne wird zum Raum einer Begegnung möglicher Welten, der Unterhaltung zwischen Alltagserfahrung und Wunschdenken – sie ist ein Raum des Notwendigen. Wenn die Bayerische Theaterakademie das Prinzregententheater nicht selbst für Produktionen mit ihren Studierenden nutzt, vermietet sie es an ihre Kooperationspartner, Orchester und Münchner Konzertveranstalter. Der Erlös aus diesem Vermietgeschäft fließt direkt in die Finanzierung des Studienbetriebs. Gut 20 Prozent des Gesamtetats können so gedeckt werden.

Foto: A.T. Schaefer

HIGHLIGHTS 2010/2011

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Le nozze di Figaro, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Premiere: 12. November 2010, 19:30 Uhr, Prinzregententheater, musikalische Leitung: Alexander Liebreich, Inszenierung: Ingo Kerkhof, Münchener Kammerorchester, Studierende des Studiengangs Gesang/Musiktheater, in Kooperation mit der Staatsoper Hannover


BAYERISCHE THEATERAKADEMIE AU G U ST EVE R D I N G

Foto: A.T. Schaefer

PRINZREGENTENTHEATER

Street Scene, American Opera von Kurt Weill Premiere: 11. Februar 2011, 19:30 Uhr, Vorstellungen im Rahmen BR-„Klassik zum Staunen“: 18. und 17. Februar 2011, 11 Uhr, Prinzregententheater, musikalische Leitung: Ulf Schirmer, Inszenierung: Gil Mehmert, Choreographie: Ramses Sigl, Münchner Rundfunkorchester, Studierende der Studiengänge Musical, Schauspiel und Gesang/Musiktheater, in Kooperation mit dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen Didone abbandonata, Oper von Johann Adolf Hasse Premiere: 24. Mai 2011, 19:30 Uhr, Prinzregententheater, musikalische Leitung: Michael Hofstetter, Inszenierung Balázs Kovalik, Hofkapelle München, Studierende des Studiengangs Gesang/Musiktheater Tri Sestri, Oper in drei Sequenzen von Peter Eötvös Libretto von Claus H. Henneberg und Peter Eötvös, nach Anton Tschechow, in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln, Vorstellungen: 3., 4. und 6. Juli 2011, Schillertheater, Berlin, musikalische Leitung: Julien Salemkour/Joachim Tschiedel, Inszenierung: Rosamund Gilmore, Studierende des Studiengangs Gesang/Musiktheater, in Kooperation mit der Staatsoper Unter den Linden, Berlin Frühlings Erwachen, Musical von Duncan Sheik und Steven Sater Premiere: 29. Juni 2011, 20 Uhr, Deutsches Theater, musikalische Leitung: Philip Tillotson, Regie: Matthias Davids, Choreographie: Michael Schmieder, Studierende des Studiengangs Musical, in Kooperation mit dem Deutschen Theater München

Foto: A.T. Schaefer

Internationales Gastspiel Manderlay, nach Lars von Trier 15., 16. und 17. Oktober 2010, 12th China Shanghai International Arts Festival, Grand Theatre of the Shanghai Theatre Academy, Shanghai, China, Inszenierung: Jochen Schölch, Studierende des Studiengangs Schauspiel, in Kooperation mit dem MetropolTheater München, gefördert vom Goethe-Institut, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München und der Richard-Stury-Stiftung

ZIELGRUPPEN Alle, die Lust auf Theater haben und hochprofessionelle Aufführungen in Schauspiel, Musical und Oper lieben, mit renommierten künstlerischen Produktionsteams, hochbegabten, jungen Nachwuchskünstlern und exquisiten Orchestern. Alle, die beim Kauf einer Eintrittskarte nicht gleich einen Kleinkredit aufnehmen wollen. Alle, die bereit sind, sich überraschen zu lassen. Alle, die nicht immer das Gleiche sehen wollen.

ANGEBOT Werbemittel: Monatsprogrammübersicht, Programmhefte, Plakate, Postkarten, Internetseite, Bildschirmpräsentation im Foyer des Prinzregententheaters, Merchandising-Artikel, Facebook Wert der Partnerschaft: 1.000 – 80.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Engagieren Sie sich über das gestaffelte Partnerschaftsangebot für die Theaterakademie August Everding und unterstützen Sie einzelne Studierende, ausgewählte Produktionen oder das Haus in seiner Ausbildungsarbeit und anderen Aktivitäten! Ob Stipendien-, Galerieoder Produktionspartner, Logen- oder Präsidiumspartner, in jedem Fall profitieren Sie von den exklusiven Möglichkeiten und individuell abgestimmten Leistungen, die Ihnen die Theaterakademie August Everding bietet. Eine DVD (ca. 50 Minuten) zur Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie kann bestellt werden bei: thomas.koch@theaterakademie.de

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BAYERN/INTERNATIONAL

Goethe-Institut e.V. Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland www.goethe.de

Medienpartner: ZDF, Deutsche Welle, u.a.

Wir fördern die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegen die internationale kulturelle Zusammenarbeit. Darüber hinaus vermitteln wir ein umfassendes Deutschlandbild durch Informationen über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben. Mit unserem Netzwerk aus Goethe-Instituten, Goethe-Zentren, Kulturgesellschaften, Lesesälen sowie Prüfungs- und Sprachlernzentren nehmen wir seit über 50 Jahren weltweit zentrale Aufgaben der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik wahr. Die Auslandsinstitute organisieren gemeinsam mit ihren Partnern folgende Kulturprogramme: Konferenzen, Kolloquien, Symposien, Vorträge, Lesungen, Workshops, Konzerte klassischer und neuer Musik, Jazz, Pop, Rock und Hip-Hop, musikalische Meisterkurse, Ausstellungen, Filmveranstaltungen, Fernseh- und Hörfunkseminare, Ballett- und Tanzaufführungen, Theaterproduktionen. Der finanzielle und organisatorische Aufwand und die Größe dieser Veranstaltungen unterscheiden sich je nach Thema und Standort. Kleine Seminare für Experten mit multiplikatorischer Zielsetzung stehen dabei gleichwertig neben repräsentativen Großveranstaltungen.

Rechtsform: Eingetragener Verein

HIGHLIGHTS 2011

Standorte: 136 Institute und 11 Verbindungsbüros im Ausland in 92 Ländern, 13 Institute in Deutschland Besucher pro Jahr: 21.099.770 Kulturprogramme pro Jahr: 5.342 Anzahl der Mitarbeiter: 2.794 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Allianz, Audi, BMW, Deutsche Bank, Lufthansa, Merck, Siemens, u.a.

Deutschlandjahr in Indien: „Infinite Opportunities – Germany and India 2011 – 2012“. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt, dem Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und dem Ministerium für Forschung und Bildung sowie weiteren deutschen Mittlerorganisationen und Partnern präsentiert das Goethe-Institut neun Monate lang Veranstaltungen mit thematischer Fokussierung auf „StadtRäume – CitySpaces“ und schließt damit an relevante Transformationsprozesse in Indien an. „StadtRäume – CitySpaces“ bietet eine Plattform zur Vermittlung deutscher Kultur, Forschung und Wissenschaft und zur Vorstellung von Know-how und High-EndErzeugnissen. Die Grundlage dafür bilden die Erfahrungen Indiens mit Deutschland als verlässlichen Partner für Zusammenarbeit und Entwicklung.

Deutsch & Musik: Die multimediale Ausstellung „Musik + X“ in Budapest. Foto: © Goethe-Institut Budapest

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ZIELGRUPPEN Jugendliche, Schüler, Studenten, Künstler, Fachexperten, Akademiker, allgemeine Öffentlichkeit

ANGEBOT Für Unternehmen mit internationalen Niederlassungen bieten wir in Zusammenarbeit mit anerkannten Institutionen und Partnern unserer jeweiligen Gastländer. Veranstaltungen in den Sparten Kultur, Gesellschaft, Wissen und Umwelt an. Unsere Institute im Ausland bilden mit Deutschkursen, Bibliotheken und den zahlreichen Kulturveranstaltungen eine Brücke zwischen den Völkern. Wir bieten die intensive Begegnung mit kulturell und gesellschaftlich anerkannten Repräsentanten des Gastlandes, aber auch mit jugendlichen Zielgruppen oder mit der breiten Öffentlichkeit.

oben: Deutsch-Marokkanisches Kulturjahr: Das „Théâtre Nomade“ begeistert die Kinder und Jugendlichen in den Straßen von Salé. Foto: © Mohammed Kaouche

unten: „For Pina…“ stellte eine Hommage an das Leben und Werk Pina Bauschs und zugleich eine Reflexion über das zeitgenössische Indien dar. Das Stück wurde vom Attakkalari Centre for Movement Arts unter der Leitung von Jayachandran Palazhy konzipiert und aufgeführt. Foto: © Divya Babu

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BAYERN

:Das Staatstheater Nürnberg Für Jeden eine Bühne www.staatstheater-nuernberg.de Standort: Nürnberg Besucher pro Jahr: Ca. 250.000 Veranstaltungen pro Jahr: Ca. 700 Mitarbeiter: aktuell 512 Sponsoren: Mercedes Benz Niederlassung Nürnberg, Sparda-Bank Nürnberg eG, E. Breuninger GmbH & Co. Nürnberg Medienpartner: BR Klassik, Franken TV Förderer: Freunde der Staatsoper Nürnberg e.V., Damenclub zur Förderung der Oper Nürnberg, Förderverein Schauspiel Nürnberg e. V. Rechtsform: Stiftung

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Das Staatstheater Nürnberg ist mit seinen 250.000 Besuchern pro Jahr, davon 8.000 feste Abonnenten, herausragender Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt und der Metropolregion Nürnberg. Mit mehr als 700 Veranstaltungen pro Spielzeit aus Oper, Ballett, Schauspiel, Konzert sowie nationalen und internationalen Gastspielen und seinen über 500 Mitarbeitern aus mehr als 30 Nationen gehört das Haus zu den größten Drei-Sparten-Theatern Deutschlands. Durch grenzübergreifende Kooperationen mit renommierten europäischen Theatern hat sich das Nürnberger Theater zudem im internationalen Kontext positioniert. Als besonderes Ereignis zur Eröffnung einer neuen Saison gilt seit 2002 der Nürnberger Opernball „Albrecht Dürer“. Er findet jedes Jahr im September statt und hat sich als das gesellschaftliche Highlight der Metropolregion sowie als größter Opernball im süddeutschen Raum etabliert. Des Weiteren richtet das Staatstheater seit 2005 die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele aus. Im Juli 2010 wurden die Festspiele mit international renommierten Exponenten der Musiktheaterszene und einem hochkarätigen Programm bereits zum dritten Mal präsentiert. Das Opernhaus am Richard-Wagner-Platz – weithin in der Stadtsilhouette erkennbar im Zentrum Nürnbergs direkt an den Burgmauern der Altstadt – gehört zu den schönsten und markantesten Theaterbauten Deutschlands. Es wurde von 1903 bis 1905 im barockisierenden Jugendstil nach den Plänen des deutschen Theaterarchitekten Heinrich Seeling erbaut und am 1. September 1905 mit Richard Wagners „Meistersinger von Nürnberg“ feierlich eröffnet. 1935 ließen die NS-Machthaber das Innere des Opernhauses nach ihren Vorstellungen umbauen. Im Zuge der 1998 abgeschlossenen Generalsanierung konnten jedoch viele verlorene Details des ursprünglichen Entwurfs rekonstruiert werden, so dass das Opernhaus heute wieder als Jugendstilperle erstrahlt. Das Schauspielhaus am südlichen Ende des Richard-Wagner-Platzes wurde 1959 eröffnet. Das Gebäude wird seit Juni 2008 einer zweijährigen umfangreichen Generalsanierung unterzogen und im Oktober 2010 mit drei verschiedenen, modernen Bühnen wieder in Betrieb genommen. Das Publikum wird dann ein völlig verändertes Schauspielhaus betreten: Durch Anbau und Umbau erhält das Schauspielhaus ein großzügiges Foyer mit lichter Glasfassade, das alle drei Spielstätten – Großes Haus, Kammerspiele und BlueBox – miteinander verbindet. Im Rahmen der umfangreichen Generalsanierung wird zudem die Bühnentechnik auf den neuesten Stand gebracht und die neu gestalteten Zuschauerräume werden den heutigen Ansprüchen an Sitzkomfort und bestmöglichen Sichtverhältnissen angepasst sein.


HIGHLIGHTS 2010/2011: Die Sparte Oper startet mit der Uraufführung von Detlev Glanerts „Das Holzschiff“ nach dem gleichnamigen Roman von Hans Henny Jahnn, einem Auftragswerk des Staatstheaters. Mit den weiteren acht Premieren (u.a. Saint-Saens „Samson und Dalila“, Rossinis „Die Reise nach Reims“ und Schreckers „Der Ferne Klang“) werden Leitlinien des Hauses, wie der biblisch-alttestamentarische Zyklus, fortgesetzt. Im Schauspiel gibt es mit der Eröffnung des neuen Schauspielhauses paradiesische Zeiten: Noch nie gab es einen Spielplan mit so vielen neuen Stücken, Ur- und Erstaufführungen (z. B. „Enron“ von L. Prebble/„Waisen“ von D. Kelly/„Pride“ von A. K. Campbell) und Klassikern (wie Schillers „Kabale und Liebe“ oder Lessings „Nathan der Weise“). Das Ballett zeigt in der neuen Spielzeit drei Uraufführungen, neben dem großen Handlungsballett „Carmen“ wird Ballettdirektor Goyo Montero u.a. bei „Kylián/ Duato/Montero“ mit zwei der wichtigsten Choreographen der jüngsten Tanzgeschichte zusammenarbeiten.

ZIELGRUPPEN Neugierige und Liebhaber von Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert, Publikum aus Nürnberg, der gesamten Metropolregion, überregional, national, international, Kulturtouristen; über 400 theaterpädagogische Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Senioren; ausgewiesene Vorstellungen für Kinder, Jugendliche und Familien; über 250.000 Besucher und 8.000 Abonnenten pro Spielzeit

ANGEBOT Werbemittel: Sponsorentafel, Großflächenplakate, Infoscreens, CLPs, A1-Plakate, Beilagen in der Tageszeitung, Eintrittstickets, Direktmailings, Newsletter, Promotionstände, Aufsteller, Veranstaltungsbanner, Anzeigen in Printmedien, Website, Spielzeitheft, Konzertbroschüre, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Theatermagazin, Halbjahres- und Monatsleporello, Aktions- und Imagebroschüren, Auslage von give aways, Logenkennzeichnung, Übertitelungsanlage Besondere Vorzüge & Events: Einladung zu Premieren und zur Jahrespressekonferenz, Kartenvergünstigungen, Vergünstigungen auf eigene Veranstaltungen im Opernhaus und exklusive Theaterführungen, Besuch von Generalproben, Kartenvorkaufsrecht, provisionsfreie Künstlervermittlung

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Die Sponsoringmöglichkeiten beinhalten drei Pakete – das Haupt-, das Spartenund das Produktionssponsoring, die sich in Bezug auf die Leistungsvorzüge und den Förderbeitrag unterscheiden. Durch eine Partnerschaft mit dem Staatstheater Nürnberg unterstützen Sie eines der Flagschiffe der Kulturlandschaft in der Metropolregion Nürnberg. Dies unterstreicht seine Titulierung als Staatstheater. Das Staatstheater Nürnberg besticht in seinen Produktionen durch sein gewohnt hohes Niveau. Durch eine Sponsoring-Partnerschaft mit dem Staatstheater Nürnberg tragen Sie dazu bei, dass diese Qualität auch in Zukunft erhalten bleibt.

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BERLIN

48 Stunden Neukölln

trend marke ® 2OO9

www.48-stunden-neukoelln.de Standort: Berlin, Nord-Neukölln Besucher pro Festival: Ca. 60.000 Veranstaltungen: Ca. 700 Veranstaltungsorte: Ca. 350 Partner und Förderer: Bezirksamt Neukölln, Jobcenter Neukölln, comovis GbR, Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung, jfsb – die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, Fonds Soziokultur, PwCStiftung, Kreuzberger Kinderstiftung, Aktion Mensch „die gesellschafter.de“, Stiftung Pfefferwerk, Stiftung Deutsche Klassenlotterie, [Aktion! Karl-Marx-Straße], Soziale Stadt, EFRE Sponsoren: Biotronik SE & Co. KG, Fernheizwerk Neukölln AG, REMONDIS, Reederei Riedel, Škoda Auto Deutschland GmbH, VH-Druck GmbH, Kindl Boulevard, MSA Auer GmbH, Estrel Hotel, Neukölln Arcaden, zapf umzüge Medienpartner: Radio multikulti, Radio Eins (rbb), tip, zitty, Der Freitag, Die Tageszeitung, Yorck Kinogruppe, Neukölln TV, BerlinOnline, Berlin.de, Knust Mediendesign, Berliner Abendblatt

Berlin-Neukölln hat sich in den letzten Jahren zu einem der interessantesten kulturellen Experimentierfelder der deutschen Hauptstadt entwickelt. Das alljährlich im Juni stattfindende Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln ist mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Viele der teilnehmenden KünstlerInnen und BesucherInnen reisen aus anderen Teilen der Bundesrepublik oder dem Ausland an. Im Mittelpunkt steht die Idee einer innovativen Kunstpräsentation, mit dem Anspruch, möglichst viele Menschen zu involvieren und zur Teilhabe einzuladen. 2008 mit dem Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn ausgezeichnet, wurden die 48 Stunden Neukölln im vergangenen Jahr im Rahmen des von der Agentur Causales ausgelobten Kulturmarken-Awards zur „Trendmarke des Jahres 2009“ gewählt. Das große öffentliche Interesse an der Veranstaltung zeigt, dass der prozessorientierte Charakter des Festivals dem derzeitigen Trend in unserer Gesellschaft entspricht, Gegenwart mit innovativen Ideen und bürgerschaftlichem Engagement aktiv mitzugestalten. 2010 waren mehr als 1.700 Akteure aus dem kulturellen und sozio-kulturellen Bereich an der Realisierung des Festivals beteiligt. Rund 350 Orte im Norden Neuköllns, darunter zahlreiche Ateliers, private Kleingärten, idyllische Hinterhöfe und interessante Industriedenkmale, wurden zu Schauplätzen Konventionen brechender Kunstevents. Die 48 Stunden Neukölln sind eine kulturelle Großveranstaltung, die mit ihrem überaus vielseitigen Angebot eine breite Zielgruppe anspricht. Besonders jüngere Menschen, die Kultur nicht in erster Linie konsumieren wollen, sondern in besonderem Maße an einem kreativen Austausch interessiert sind, zieht es verstärkt zu den verschiedenen Events. Das Festival ist ein offener Raum, den die teilnehmenden KünstlerInnen in Interaktion mit den FestivalbesucherInnen mit Leben füllen. Sich abzeichnende Trends werden unmittelbar aufgegriffen und fließen in die Entwicklung neuer Projekte ein. Die 48 Stunden Neukölln werden seit 1999 vom Kulturnetzwerk Neukölln e.V. organisiert und kommuniziert. Neben dem Festival initiiert und unterstützt das Kulturnetzwerk Neukölln eine Vielzahl weiterer lokaler Kunst- und Kulturprojekte.

© Foto: Alexandra Nebel

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ZIELGRUPPEN

© Foto: Susann Kramer

HIGHLIGHTS 2010/2011 2010 lag ein Schwerpunkt des Festivals auf performativer Kunst, zusammengefasst in einer Highlightreihe mit dem Titel 650°Neukölln – Neukölln hat mehr Horizont. Zahlreiche Aktionen basierten auf der Kooperation mit Gewerbetreibenden, die ihre Schaufenster, bzw. die Geschäftsräume, für temporäre künstlerische Interventionen zur Verfügung stellten. Einen weiteren Höhepunkt bildeten die beiden Ausstellungen HORIZONTE und urban memories im Alten Museum Neukölln. Beide Kunstprojekte widmeten sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten dem diesjährigen Festivalthema „Erinnerung“. Für Besucher, die mehr über die Besonderheiten der Quartiere und die Kunststandorte erfahren wollten, gab es erneut unter der Rubrik Neukölln Safaris ein vielfältiges Angebot an Führungen. Sachkundige Kenner der verschiedenen Szenen brillierten durch die unterhaltsame Vermittlung von Insiderwissen. Am Festival-Samstag galt wieder das Motto Neukölln macht mobil, was bedeutet, dass die FestivalbesucherInnen den Service der exklusiven „Mobilitätshilfen“, wie den Škoda-Limousinen-Shuttle, den Rikscha-Shuttle auf der Karl-Marx-Straße und den Schiffs-Shuttle auf der Spreeprinzessin (Reederei Riedel) in Anspruch nehmen konnten. 2011 wird das Festival vom 19. bis 21. Juni stattfinden. Themenschwerpunkte sind dann Existenz und Luxus. Die künstlerischen Projekte stehen damit deutlich im Kontext gesellschaftlicher Prozesse und werden einmal mehr zum Spiegel für das, was Menschen bewegt.

In der Mehrheit gebildete, oft akademische, studentische bis besser verdienende Besucher aus allen Teilen Berlins, Menschen mit Interesse an internationaler und gegenwartsbezogener Kunst, multikulturellen Aktionen, Partys und Subkultur, Menschen mit Interesse an aktuellen Themen (Energie und Umwelt, Ernährung, Produktneuheiten, Stadtentwicklung, etc.), sozial Engagierte mit Interesse an Soziokultur und Interventions-Kunst

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 9,5 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A1-Plakate, Programmhefte, Highlightbooklet, Flyer, Internetseite, Festivalblog, Pressemitteilungen, Pressekonferenz, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,23 – 5,24 Euro Wert der Partnerschaft: 1.000 – 50.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Unseren Hauptsponsoren bieten wir die Möglichkeit, sich für eine Veranstaltung ihrer Wahl zu engagieren und sich in diesem Kontext öffentlichkeitswirksam zu präsentieren (z.B. Präsens am Veranstaltungsort, Teilnahme an der Pressekonferenz, Vorwort in Publikationen, etc.) Neben den Standardleistungen, die in unserer Sponsorenmappe aufgeführt sind (in den Größenordnungen S bis XL), bieten wir an, in Absprache mit dem Sponsor und abgestimmt auf das gesponserte Projekt, spezielle Aktionen zu entwickeln, um sich noch wirkungsvoller zu präsentieren.

© Foto: Amelie Losier

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BERLIN

7. achtung berlin new berlin film award Festival des Neuen Deutschen Kinos www.achtungberlin.de Termin: 13. bis 20. April 2011 Bisherige Locations: Babylon Mitte, Filmtheater am Friedrichshain (FaF), Kino International (Eröffnung), Hackesche Höfe Filmtheater, Passage Kinos, Volksbühne, Münzsalon, Club 103, HomeBase Lounge, Scala Anzahl Festivalkinos: 7 (1.000 Plätze) Veranstaltungen: 100 (Filmvorführungen, Projektpräsentationen, Branchengespräche) Besucher: Über 60.000 (2005 bis 2010) Mitarbeiter: Ca. 16 Rechtsform: Gemeinnütziger e. V. Jahresetat: Ca. 180.000 Euro Schirmherrschaft: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin Medienpartner: rbb Radio Eins, rbb Kulturradio, rbb Fernsehen, S-Bahn Berlin, DB Bahn-TV, Der Tagesspiegel, Zitty, Brand Eins, Monopol, Exberliner, Blickpunkt Film, Die Zeit – Reisen, netzeitung.de, Berliner Fenster Bisherige Sponsoren und Förderer: Medienboard Berlin-Brandenburg, Hauptstadtkulturfonds, DEFA-Stiftung, Berlin Tourismus Marketing, DAAD, Landesarchiv Berlin, Deutsche Kinemathek, Kodak, Berliner Flughäfen, Jägermeister, fritz-kola, Škoda Deutschland, Caninenberg & Schouten, Avid, Bionade, Berliner Bürgerbräu, General Mills Int., Angel Drink Bisherige Preisstifter: Studio Babelsberg, Joroni Film, 25p cine support, ARRI Rental, MME Moviement, Ziegler Film, DOK Film, PICTORION das werk, metakraft, Discovery Campus, berlin location, ALEX Fernsehen

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Vom 13. bis 20. April 2011 findet zum siebten Mal das Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ statt. Mit seiner Fokussierung auf das Filmschaffen in der Hauptstadtregion ist „achtung berlin“ in kürzester Zeit zu einer unverwechselbaren Marke am Medienstandort Berlin-Brandenburg und zum drittgrößten Berliner Filmfestival geworden. Der einzigartige Programmschwerpunkt mit brandaktuellen Filmproduktionen aus der deutschen Filmhauptstadt Berlin macht den „new berlin film award“ zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung mit hohem Wiedererkennungswert für Kinopublikum und Fachbesucher. Das Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“ präsentiert die Film- und Fernsehproduktion der Hauptstadtregion als starken Partner für internationale Koproduktionen, fördert die Filmarbeit von Nachwuchsregisseuren und -produzenten und verleiht alljährlich den „new berlin film award“ in verschiedenen Kategorien, gestiftet von Preisstiftern aus Wirtschaft und Medien. Die Berlin-Brandenburger Filmbranche als Teil der „Creative Industries“ birgt ein enormes Zukunftspotenzial für die Region und verschafft dem deutschen Film neues internationales Ansehen. Das Festival „liefert das Programm zum Boom der jungen, vielseitigen Filmszene der Hauptstadtregion“ (tip) und zeigt den Facettenreichtum sowie die Frische der neuen Generation von Filmemachern aus Berlin-Brandenburg. Beim „new berlin film award“ begegnen sich Zuschauer, Fachbesucher und Schauspielerprominenz auf gleicher Augenhöhe: Die Stars der diesjährigen Ausgabe wie Nora Tschirner, Heike Makatsch, Wim Wenders, Gesine Cukrowski, Peter Lohmeyer, Daniel Brühl, Stipe Erceg, Laura Tonke, Fabian Busch, Christopher Buchholz, Edgar Selge sowie Nachwuchsstars wie Florian Bartholomäi, Alice Dwyer, Anna Brüggemann und Rosalie Thomass genießen die angenehm lockere und dennoch feierliche Stimmung beim Filmfestival „achtung berlin – new berlin film award“. Nora Tschirner unter den Festivalgästen © Foto: Szallies


ZIELGRUPPEN Die Festivaleröffnung im Kino International

© Foto: Kisorsy

Fachbesucher und das stetig wachsende Kinopublikum sind gleichermaßen begeistert von der Festivalatmosphäre und der Qualität des Neuen Deutschen Kinos aus Berlin-Brandenburg – vom Drama bis zum Feel-Good-Movie.

HIGHLIGHTS 2011 Im Mittelpunkt des „new berlin film award“ steht der bereits renommierte Wettbewerb „Made in Berlin-Brandenburg“ mit neuen Spiel- und Dokumentarfilmen aus Berlin und Brandenburg. Dotierte Preise im Wert von über 20.000 Euro, die „Oscars des Berlin-Films“ (Klaus Wowereit), werden jedes Jahr von einer Fachjury und dem Kinopublikum vergeben und öffnen insbesondere dem filmischen Nachwuchs in der Hauptstadtregion die Türen zu neuen Filmprojekten. Eröffnung und Preisverleihung des Festivals werden begleitet von exklusiven VIPEmpfängen mit Filmstars und Entscheidern aus Film, Kultur, Politik und Wirtschaft. Schon legendär sind der alljährlich am Festivalsamstag stattfindende Filmbrunch, bei dem Branchenprofis auf Newcomer treffen, sowie die große Festivalparty, die jedes Jahr an einem anderen Hot Spot der Berliner Clubszene stattfindet. Abgerundet wird der „new berlin film award“ durch eine Retrospektive und jährlich wechselnde, thematische Programmreihen. Im „filmpolitischen Forum“ diskutieren Experten aus verschiedenen Bereichen der Berlin-Brandenburger Filmbranche über aktuelle Entwicklungen am Medienstandort.

Die Spielfilmjury 2010 (v.l.n.r.): Christian Schwochow, Cynthia Beatt, Florian Koerner von Gustorf © Foto: Kisorsy

internationale Berlinbesucher, Einheimische und Neu-Berliner; hochqualifiziertes Fachpublikum aus der Film- und Fernsehbranche, der Games- und Musikindustrie, Freiberufler und Festangestellte mit mittlerem bis höherem Einkommen sowie Studenten der verschiedensten Fachrichtungen; Alter: zwischen 18 und 60 Jahren; aufgeschlossen für neue Trends, weltoffen und experimentierfreudig

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 1,5 Mio. Brutto-Werbekontakte in Berlin und Brandenburg, Deutschland Werbemittel: Print, Hörfunk, Film, TV, Internet, Postkarten, City Light Boards, Programmheft, Festivalkatalog, Info-Flyer, Gewinnspielkarten, Einladungen, Kino-Trailer, A1-Plakate, Sponsorentafel vor Ort, Spots im Berliner Fenster, Banner, Newsletter, Direktmailing, Website, Geschäftspapiere Tausenderkontaktpreis: 6,41 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000–10.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als exklusiver Premiumpartner unterstützen Sie „achtung berlin“ langfristig und nachhaltig und fördern die gesamte Veranstaltung und alle damit verbundenen Aktivitäten. Als Eventpartner unterstützen Sie einzelne Projektbereiche wie z.B. die „Retrospektive Musikstadt Berlin“. Als Programmpartner präsentieren Sie ein ausgewähltes Filmprogramm wie z.B. „Made in Berlin-Brandenburg“, „HeimatDokumente“ oder eine Präsentation zum Thema „Mobile Entertainment“. Als Ausstatter helfen Sie mit, die Veranstaltung speziell durch Sach- und Materialspenden zu ermöglichen. Als Stifter von Geld- oder Sachpreisen fördern Sie junge Filmemacher aus der Hauptstadtregion bei ihrem Einstieg ins Film- und Fernsehgeschäft.

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BERLIN

Architekturpreis Berlin e.V. Der Architekturpreis der Hauptstadt www.architekturpreis-berlin.de Standort: Berlin Besucher pro Jahr: 5.000 Bisherige und aktuelle Sponsoren & Förderer: Caparol, Deutsche Wohnen, DOMPublisher, GSW, Groth Gruppe, Internationale Bauakademie Berlin, Investitionsbank Berlin, Lahr EDV Systeme, Penning Sanitär, Radialsystem, Reproplan Gruppe, Schüco, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Siematic, Siteco, Verseidag, Wilde & Spieth Rechtsform: e.V.

Architektur und Städtebau rangieren weit oben unter den Vorzügen Berlins, die sein Profil prägen und Besucher aus aller Welt anziehen. Zu der kulturellen Strahlkraft der Hauptstadt sowie ihrer bedeutenden Kreativwirtschaft tragen Architekten und ihre Bauherren maßgeblich bei. Der Architekturpreis Berlin, alle drei Jahre von dem unabhängigen und gemeinnützigen Verein Architekturpreis Berlin ausgelobt, prämiert alle drei Jahre herausragende architektonische Leistungen. Der Preis geht an Bauherren und Architekten, denn Bauten, die Maßstäbe setzen, entstehen aus dem Zusammenwirken der Kreativität von Architekten mit dem kulturellen Engagement entschlossener Bauherren und engagierter Nutzer. Die internationalen Jurys kommen stets von außerhalb Berlins. Drei von fünf Preisrichtern sind Architekten, zwei kommen aus anderen Kulturberufen. Doch erst wenn sie in der Gesellschaft nachhaltige Resonanz findet, wird die Leistung von Architekten und Bauherren wirklich zum Teil des Lebens einer Architekturmetropole wie Berlin. Darum macht es sich der Verein Architekturpreis Berlin zur Aufgabe, frei von Verbandspolitik und staatlicher Regie dem Architekturpreis der Hauptstadt nachhaltige öffentliche Wirkung zu verleihen. Mit Erfolg, wie sich unter anderem bei der Preisverleihung 2009 unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin gezeigt hat. Sie zog mehr als tausend Besucher an. In der Zeit zwischen den Preisauslobungen in dreijährigem Turnus dient das Domizil des VAB im Kutscherhaus Berlin am Kurfürstendamm als eine Mischung von Fachforum und Klubhaus. Seine Veranstaltungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit als Treffpunkt für Netzwerker aus der Architektur, dem Bauwesen undanderen Kultursparten. Die Zahl namhafter Mitglieder des VAB wächst dynamisch und branchenübergreifend. Mitglieder und Gäste schätzen die Möglichkeit zum informellen Austausch über den eigenen Einzugsbereich hinaus.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Ausstellungen und Veranstaltungen: Ke Nako Afrika – Afrika Jetzt! Stadien für die WM 2010 | Architekten v. Gerkan Marg und Partner | Berliner Architekten in Warschau | Deutscher Pavillion Expo Shanghai 2010 | Veranstaltungsreihe am jeden 3. Donnerstag im Monat: „Architektur: Positionen“ in Zusammenarbeit mit dem Jovis Verlag Netzwerkabende | Nächster Architekturpreis Berlin: 2013

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ZIELGRUPPEN Architekten, Ingenieure, Bauherren, Projektentwickler; Immobilien- und Bauwirtschaft; Kultur- und Architekturinteressierte; Berliner und Berlin-Besucher; nationale und internationale Kulturtouristen

ANGEBOT

oben links: Neues Museum: Ägyptischer Hof

Werbereichweite: bis zu 3,7 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Zeitschriften/ Printdokumentationen, A0-Plakate, Programmhefte, Direktmailings, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Aufsteller und Banner vor Ort, Anzeige beim Medienpartner Tausenderkontaktpreis: 1,39 – 27,51 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

© Foto: Christian Richters

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Exklusivpartner des Architekturpreis Berlin fördern Sie alle Aktivitäten des © Foto: Falk Vereins langfristig und nachhaltig und links: Tankstelle sind bei allen Veranstaltungen dominant Bülowstraße vor Ort vertreten. Ihr Logo wird auf allen © Foto: Annette Kisling Werbemitteln übergeordnet und hervorunten: gehoben platziert. Das Angebot für Sie Wohnen am Mauer- als Preis-, Ausstellungs- oder Symposipark, Fassade Aus- umspartner umfasst die Präsentation kragung, Luftraum Ihres Unternehmens im gesamten kom© Foto: Jan Bitter munikativen Auftritt des „Architekturpreis Berlin e.V.“, der im Zusammenhang mit der gesponserten Veranstaltung steht. Sie haben die Möglichkeit, sich mit Ihren Produkten vor Ort zu präsentieren. Des Weiteren können sie den Architekturpreis Berlin als Hauptpartner oder Partner unterstützen. Alle Sponsoren haben die Möglichkeit, an einer exklusiven Stadtrundfahrt mit den Bauherren und Architekten zu den prämierten Bauwerken des Architekturpreises Berlin teilzunehmen. Mit einer Spende unterstützen Sie als Förderer die zukünftige Arbeit des Vereins und den Diskurs um die weitere ästhetische Entwicklung Berlins. oben rechts: Wohnhaus Sammlung Boros

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BERLIN

Die Bar jeder Vernunft Bar – Theater – Cabaret www.bar-jeder-vernunft.de (T)raum ist in der kleinsten Hütte In einem alten Tanzzelt aus der Jahrhundertwende befindet sich das Theater der Bar jeder Vernunft. Hier begegnen Sie Nacht für Nacht dem Abenteuer Unterhaltung: kopflos, haltlos, schrecklich, schön! Furchtlos und mit erneuernder Frische stellen wir uns den Genres Cabaret, Comedy und Chanson und ihren innovativsten Gestaltern.

© Dirk Plamboeck

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Künstlerisches Profil Eröffnet im Juni 1992, hat sich die Bar jeder Vernunft sehr schnell als ein Ort außergewöhnlicher Unterhaltungskunst in einem außergewöhnlichen Ambiente etabliert. An sieben Abenden in der Woche unterhält das Cabaret-Theater mit Programmen aus Show, Comedy, Kabarett, Literatur, Theater, oftmals zwischen allen traditionellen Genres. Zu den Stammkünstlern des Spiegelzeltes gehören u.a. Ars Vitalis, die Geschwister Pfister, Meret Becker, Max Raabe, Otto Sander, Cora Frost, Georgette Dee, Gayle Tufts, Désirée Nick, Pigor & Eichhorn, Malediva, Andreas Rebers, Rainald Grebe und Ulrich Tukur. Den Durchbruch für die auch überregionale Anerkennung brachte die erste große Eigenproduktion der Bar jeder Vernunft 1994/1995, die Neuinszenierung der Operette „Im weißen Rößl am Wolfgangssee“ (u.a. mit Meret Becker, Max Raabe, Geschwister Pfister, Otto Sander, Gerd Wameling, Walter Schmidinger). Es folgten u.a. die Produktionen „Drei alte Schachteln in der Bar“ 1996 mit Brigitte Mira, Helen Vita und Evelyn Künneke, „Diva Gut“ 1998 mit Georgette Dee, Cora Frost, Mouron und der Popette Betancor und „The Voice of Snow White“ 1999 von und mit den Geschwister Pfister. 2004 wagte sich die Bar jeder Vernunft an eine neue große Eigenproduktion: das Musical Cabaret. Für die Inszenierung konnte der amerikanische Star-Choreograph und Regisseur Vincent Paterson gewonnen werden. Über 120.000 Berliner und Gäste haben die Verwandlung der Bar jeder Vernunft in den Kit Kat Klub erlebt. Christoph Marti und Tobias Bonn gaben sich als Conférencier und Clifford die Ehre, Angela Winkler, Maria Körber, Regina Lemnitz und Eva-Maria Hagen bilden die prominente Riege der Fräulein Schneiders, Anna Loos begeisterte ebenso als Sally wie Katharine Mehrling und Sophie Berner. Die Bar jeder Vernunft steht für ein anspruchsvolles und innovatives Programm, in dem intelligent unterhalten wird, jenseits sowohl des klassischen Theaters als auch des seichten Entertainments. Dabei gehört die Bar jeder Vernunft zu den wenigen Theatern Deutschlands, die nicht subventioniert, sondern vom Erfolg beim Publikum abhängig sind. Für die Programmplanung bedeutet dies eine Gratwanderung zwischen der Präsentation publicitiyträchtiger Stars, die oftmals den künstlerischen Freiraum der Bar jeder Vernunft nutzen, um Neues zu probieren, und der Förderung unbekannter Künstler und innovativer Projekte im Bereich der Unterhaltungskunst. Die Entdeckung und Förderung unbekannter Künstler ist die größte Herausforderung für die Bar jeder Vernunft. Wirkliche Talente, die etwas ganz Neues, Eigenes schaffen, sind rar. Zudem braucht es in einer Stadt wie Berlin, die Kultur im Überangebot bietet, viel Energie, um Medien und Publikum von Neuem zu überzeugen.


HIGHLIGHTS 2010 Die Roten Punkte – Robot/Lion Tour Die White Stripes sind genau Ihr Ding? Dieser Garagenrock der Pseudo-Geschwister White? Dann kennen Sie Die Roten Punkte noch nicht. Astrid und Otto Rot sind Bruder und Schwester. Aus Berlin. Behaupten sie jedenfalls. Und wer würde © Jan Wirdeier daran zweifeln? Schließlich gibt’s hier an jeder Ecke Drumsticks schwingende Dirndlträger-Mädels oder Topfhaarschnitt-Jungs mit ausufernd rot geschminkten Lippen. Neben diesen Äußerlichkeiten sind die beiden aber einfach nur einmalig. Ihr Punk-Rock ist respektlos gut. Ihre Comedy charmant lächerlich. Ein aberwitziger Austausch auf höchstem Niveau! Ein verdammt rockiger Spaß! Wenn Sie ein Rocker sind oder jemals einer waren, dann ist diese Show wie für Sie gemacht! Für Sie ganz allein! Come on, let your inner animal out for a while and rock! Burghart Klaußner – Burghart singt – Klaußner swingt Burghart Klaußner ist Berliner! Und Burghart Klaußner gehört zu den besten Schauspielern Deutschlands. Er spielte in „Der Vorleser“, in „Das weiße Band“, in „Die fetten Jahre sind vorbei“. Sein Erfolgsgeheimnis? Einfach keinen Mist machen! Und diesem Grundsatz folgt er auch und erst recht, wenn er singt! Sein neuestes Programm ist ein erstaunliches Sammelsurium von Sprachen, Stilen, Stimmen und Sehnsüchten. Vom großen Entertainment zur kleinen Todesfuge – vom Smoking zur Narrenkappe. Von Schubert über Eisler zu Cole Porter, von Karl Valentin über Tom Waits zu den Stones. Seine Liedauswahl ist streng subjektiv, seine Musiker sind handverlesen. Burghart Klaußner swingt und singt. Zwischen allen Stühlen und jetzt auch in der Bar jeder Vernunft. Mit Burghart Klaußner am Gesang, Jan-Peter Klöpfel am Klavier und Akkordeon, Matthias Pogoda an der Gitarre, Gerold Donker am Kontrabass und Edgar Herzog am Saxophon.

© Andreas Rentz

Désirée Nick – Ein Mädchen aus dem Volk „Dieses Programm Die Nick: Groß, blond und schön. Eine aus dem Volk. Eine mit ist das Beste was ich je Stil und mit Charme und mit Schnauze. Und jetzt auch noch bar von ihr gesehen habe.“ jeder Vernunft? Désirée Nick übertreibt nie! Nicht ein einziges (KLAUS WOWEREIT) Mal in ihren jetzt 25 Bühnenjahren! Hat sie ja auch gar nicht nötig. Warum? Ganz einfach: Sie ist Ur-Berlinerin. Sie weiß, wie „Sie ist perfekt!“ © Marcel Steger es sich oben und unten anfühlt. Sie ist entwaffnend schlagfertig, (BERLINER MORGENPOST) ehrlich bis ins Mark und sexy. So verdammt sexy, dass „ihre Schönheit schmerzt“ (Joop). Und singen kann sie! Mit ihrer glockenklaren Stimme „Ein Glücksfall.“ ließ sie in all den Jahren jeden Kritiker verstummen. Ob er nun wollte oder nicht… (BERLINER ZEITUNG) Am Flügel: Volker Sondershausen.

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BERLIN

Collegium Hungaricum Berlin Der ungarische Impuls www.hungaricum.de Standort: Berlin-Mitte, Dorotheenstraße 12, direkt hinter der Humboldt-Universität Besucher pro Jahr: Ca. 30.000 Innennutzfläche der Gebäude: Ca. 2.300 qm Außennutzfläche: Ca. 200 qm Vorstellungen pro Jahr: Ca. 70 Anzahl der Mitarbeiter: 12 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: OKM, Hauptstadtkulturfonds, Bundeszentrale für politische Bildung, Stiftung Aufarbeitung, RWE, Wall AG, Audi AG, Magyar Telekom, MEDIA Desk, ITC, Hungarian Filmfoundation Rechtsform: Teil des Balassi Institutes, eine Verwaltungseinheit des Ungarischen Staates mit eigenem Budget

Das Collegium Hungaricum Berlin (CHB) ist ein interdisziplinärer Kulturort für Kunst, Wissenschaft, Technologie und Lebensart im Berliner Diskussionsraum, gefördert durch den ungarischen Staat. Gegründet 1924, versteht sich das CHB heute als aktiver Partner in der Berliner und deutschen Kulturlandschaft, erarbeitet Inhalte, bietet aktuellen Fragen, Ideen und Konzepten seine spezielle Perspektive und trägt mit seinen Impulsen dazu bei, den gemeinsamen europäischen Kulturraum erlebbar zu gestalten. Stets offen für Impulse und Zusammenarbeit, engagiert sich das CHB mit seinem Know-how, seinem Anspruch auf Qualität sowie seinen infrastrukturellen und technischen Gegebenheiten für die Erarbeitung relevanter Inhalte und den kreativen Einsatz neuer Medien und Vermittlungstechniken. Das CHB verortet sich bewusst anhand seiner kommunikativen Architektur und einzigartigen Streetscreening-Möglichkeiten als ein Akteur von installativer Kunst im öffentlichen Berliner Raum. Durch seinen kreativen Ansatz, die Anregung neuer Gedanken, Projekte und Programme, die ständige Erweiterung des Kulturbegriffes und die Förderung von Kooperationen steht das CHB für den innovativen und traditionsreichen Beitrag, den die ungarische Kultur, Wissenschaft und Technologie im europäischen Raum beisteuern möchte. Das CHB ist zugleich bestrebt, das deutsche und europäische Kulturgeschehen und neue Aspekte des Zeitgenössischen nach Ungarn zu vermitteln. Das CHB ist als Mehrspartenhaus eine Bühne für Literatur, Musik, bildende und multimediale Kunst und neue Kunstformen, eine Szene für zeitgeschichtliche und zeitgenössische Auseinandersetzungen, ein Ort für die Vermittlung innovativer Technologien, kreativer Wirtschaft, Initiativen internationaler kultureller Zusammenarbeit, eine Werkstatt für die Ausarbeitung wissenschaftlicher interdisziplinärer Themen und ein Veranstaltungsort für Konferenzen und Workshops. Das kreative Team des CHB setzt sich zusammen aus Kulturmanagern, die in verschiedenen künstlerischen, wissenschaftlichen und kulturorganisatorischen Feldern zu Hause sind. Neben bewusster Planung ist das CHB immer bereit für Spontanität, Flexibilität und Experimente.

HIGHLIGHTS 2011 EU-Ratspräsidentschaft 2011, Cinema Total 4th Edition – das Filmhaus zur Berlinale, kássaKKassák – die ungarische Avantgarde in Berlin – Ausstellung, Fassbinder-Workshop mit Regisseuren und Fassbinder-Begleitern, Liszt-Jahr 2011 – Jubiläumskonzert, Kant der Ungar, Deutsche Einheit am Balaton – die intermediale Ausstellung des CHB auf Wanderschaft in Deutschland und Ungarn, Pictopia Ausstellung, Ungarn im Bauhaus, Beteiligungen/Beiprogramme: transmediale, Berlin Fashion Week, Lange Nacht der Wissenschaften/Museen …

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Peter Greenaway bespielt das CHB, 2009

ZIELGRUPPEN Kulturinteressierte, Aufgeschlossene, Künstler, Kuratoren, Multiplikatoren, Mitgestalter, junge Experimentalisten

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 8,6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: 42 qm Screeningfläche zu Unter den Linden, A1-Plakate, Flyer, Inhouse Screening, Direktmailings, Eintrittstickets, Give-Aways, Newsletter, Internetseite, Anzeigen, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 2,85 – 17,33 Euro Wert der Partnerschaft: 10.000 – 150.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Exklusivpartner unterstützen Sie das CHB über die Dauer von mindestens zwölf Monaten. Ihnen wird Branchenexklusivität zugesichert. Sie sind auf allen Werbemitteln des CHB dominant präsent. Je nach Engagement ist eine Einbindung in das Logo des CHB und in die inhaltliche Gestaltung von Veranstaltungen möglich. Außerdem werden Ihnen verschiedene Special Features, wie die Nutzung der Gästewohnungen, Street Screenings und Firmenincentives im gesamten Gebäude, angeboten. Als Multimediapartner unterstützen Sie das CHB als Partner für einzelne Multimedia-Veranstaltungen. Eine inhaltliche Einbindung bei der jeweiligen Veranstaltung ist möglich. Außerdem sind Sie auf den Werbemitteln der Veranstaltung präsent. Als Spartenpartner unterstützen Sie eine der Produktsparten, wie Literatur oder Film, des CHB. Sie sind auf den Werbemitteln der jeweiligen Sparte präsent. Gern entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam weitere individuelle Lösungen.

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BERLIN

Dalì Berlin DALI – Die Ausstellung am Potsdamer Platz www.DaliBerlin.de Standort: Am Potsdamer Platz, Eingang: Leipziger Platz, Berlin-Mitte Ausstellungsfläche: ca. 1.400 qm Besucher pro Jahr: ca. 100.000 (steigende Anzahl) Rechtsform: DaliBerlin Ausstellungsbetriebs GmbH

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Mit über 450 Exponaten aus Sammlungen weltweit ermöglicht Dalí Berlin als museale Dauerausstellung den wohl umfangreichsten Einblick in Salvador Dalís virtuose und experimentierfreudige Meisterschaft in nahezu allen Techniken der Kunst direkt in Berlins pulsierender Mitte. „Surrealismus für Alle“ – unter diesem Motto wird erstmals Dalís Werk dauerhaft in Deutschland den Besuchern aus aller Welt zugänglich gemacht. Und dies natürlich in der neuen Kulturmetrople Berlin, die wie kaum eine andere Stadt durch Ihre Vielfältigkeit und nicht auf den ersten Blick erkennbaren Charme dem Wesen Dalís beinahe gleicht und somit ebenfalls auf faszinierende Weise polarisiert. Dieses privat initiierte und getragene Museum wurde im Februar 2009 vom Initiator und Leiter, Carsten Kollmeier, ins Leben gerufen. Bewusst in dem Jahr, in dem 20 Jahre Mauerfall und der 20.Todestag dieses Genies zusammenkamen. Als einer der bekanntesten und genialsten Künstler der Moderne und damit auch des letzten Jahrtausends fasziniert sein Werk seit je her ein breites Publikum. Es sind jedoch nicht die omnipräsenten Postkartenmotive die den Reiz dieses neuen institutionellen Kulturhighlights ausmachen, sondern der Versuch dem Besucher über die Vielfältigkeit in der Wahl der unterschiedlichen Techniken einen viel intensiveren Zugang zu Dalí und seinem Werk zu ebnen, um der Einladung Dalís, „Come into my brain“, individuell mit allem Raum für die Phantasie des Betrachters selbst zu folgen. „Mein Dalí“ soll der Besucher für sich neu entdecken können. Gezeigt werden u.a. Werke bei denen er mit historischen Musketen auf Lithosteine schoss und damit den Bulletismus begründete, mit Nägeln gefüllte Bomben explodieren ließ oder mit einer Dampfwalze vor dem Eifelturm über eine Singer-Nähmaschine fuhr. Aber auch illustrierte Bücher, Dokumente und Arbeitsbelege, Originalgrafiken und komplette Mappenwerke, dreidimensionale Arbeiten, multiple Objekte und Skulpturen sowie zeitbegleitende Berichte, Texte und Filmsequenzen sind zu sehen. Dalí ist der erste und wohl einzige Künstler für den schon zu Lebzeiten zwei Museen geschaffen wurden: eines von ihm selbst initiiert in seiner Geburtsstadt Figueras (Spanien) und schon 2 Jahre zuvor das erste durch das Sammler-Ehepaar Morse in den USA, das dann nach St. Petersburg, Florida, zog. Nun hat er auch endlich eines im Herzen Berlins. Das Museum ist aber noch mehr. Ganz im Sinne Dalís paranoisch – kritischer Herangehensweise ist das Museum auch eine exklusive Eventlocation, die mit verschiedenen Raumsituationen, bis hin zum Penthouse mit Dachterrasse und Blick über die Dächer Berlins, in exponierter Lage von Firmen für besondere Anlässe, wie u.a. Veranstaltungen, Präsentationen, Konferenzen und Empfänge genutzt werden kann.


ZIELGRUPPE Nationale und internationale Besucher; Kunstliebhaber; interessierte Laien; Familien mit Kindern; Jugendliche, Erwachsene, Senioren; Entscheidungsträger

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 28 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Poster, Flyer, Eintrittskarten, Ausstellungskataloge, Anzeigen, Newsletter, Internetseite, Sponsorentafel Tausenderkontaktpreis: 4,32 – 16,26 Euro Wert der Partnerschaft: 20.000 – 500.000 Euro

Durch ein Engagement für das Dalí Berlin geben Sie Ihrem Unternehmen ein kulturfreundliches Image und zeigen „Corporate Social Responsibility“.

HIGHLIGHTS 2010 Sonderausstellungen im Dalí Berlin Geplant sind div. Sonderausstellung in den Räumlichkeiten des Dalí Berlin. Interessante Leihgaben werden exklusiv in der außergewöhnlichen Location gezeigt. Teilnahme am Festival of Lights als Leipziger Platz und DaliBerlin Bereits im ersten Jahr (2009) ist es Dalí Berlin gelungen mit einer attraktiven Lichtinstallation Zusammen mit den Nachbarn als Leipziger Platz am Festival of Lights teilzunehmen. Mit einer spektakulären Installation á la Dalí ist das auch für 2010 geplant. Der DalíBerlin-Audioguide kommt Die Neuauflage des Kataloges zur Ausstellung und auch des Pocketguides (auf Grund der großen Nachfrage). Neuer Internetauftritt und Kick-off des Online-Shops.Berlin

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als exklusiver Presentingsponsor des Dalí Berlin können Sie das Museum am Leipziger Platz langfristig unterstützen. Durch den Hinweis „Dalí Berlin – Präsentiert von …“ können Sie Ihre Marke an das positive Image des Museums binden. Zusammen mit Ihnen als Hauptsponsor kann das Museum darüber hinaus weitere exklusive Events ausrichten, die Sie für Ihren Betrieb als Werbeplattform nutzen können. Mit einer Beteiligung am Sponsorenpool des Dalí Berlin erhalten Sie die Möglichkeit, eines der museumsinternen Produkte mit Ihrem Firmenlogo zu branden. Gerne erarbeiten wir individuelle Lösungen um ihre Markenbotschaft mit den Produkten des Museums auf eine effektive, publikumswirksame Weise zu verbinden.

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BERLIN

EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE KINO FÜRS OHR www.filmphilharmonie.de Standort: Die Film-Philharmonie GmbH Sitz der Institution – Berlin/ Präsentation der Konzerte – weltweit Konzertbesucher pro Jahr: Weltweit ca. 80.000, jährlich wachsend Vorstellungen pro Jahr: 85 – 100, jährlich wachsend Anzahl der Mitarbeiter: 5 Bisherige Förderer und Sponsoren: Hauptstadtkulturfonds Berlin, Goethe-Institut, Kulturstiftung des Bundes, MATRIX LIVE – film in concert: NDR Radiophilharmonie Medienpartner der Projekte in Deutschland: ZDF/ARTE, Deutschlandradio Kultur, rbb Rechtsform: GmbH Jahresumsatz: Durchschnittlich 500.000 Euro

Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE ist eine Konzert- und Produktionsgesellschaft für Filmmusik. Sie entwickelt, lizenziert und produziert Konzertinhalte für Sinfonieorchester. Der Dirigent Frank Strobel und die Kulturmanagerin Beate Warkentien gründeten die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE im Jahr 2000 als privatwirtschaftliche Kulturinstitution. Ziel der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE ist es, das Genre „Film und Musik“ nachhaltig im allgemeinen Konzertleben zu verankern. Sie erschließt mit ihrer Arbeit Orchestern und Kulturveranstaltern eine neue Publikumsschicht und trägt zur Verjüngung der Besucherstruktur bei. Dadurch leistet sie ihren Beitrag, die Kultur des sinfonischen Klangkörpers für zukünftige Generationen zu erhalten. Die drei Säulen FilmKonzert, FilmSinfonieKonzert und Orchestereinspielungen von Filmmusik tragen die Arbeit der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE. Das FilmKonzert präsentiert Original- und Neukompositionen, live und synchron gespielt zum Film. Das Repertoire der FilmKonzerte reicht von Fritz Langs METROPOLIS (1927) über die großen CHAPLIN-Filme, bis zu dem mit vier Oscars ausgezeichneten THE MATRIX (1999). Das FilmSinfonieKonzert bietet Programme von Filmmusiken, die ihre Qualität auch ohne Film in einem Konzert entfalten. Zu den Kunden zählen Sinfonieorchester und Kulturveranstalter sowie zahlreiche Film- und Musikfestivals in ganz Europa, aber auch in Asien, Australien, Südamerika und den USA. Orchestereinspielungen von Filmmusik (u.a. BUDDENBROOKS, DIE PÄPSTIN) sichern den sinfonischen Klang im aktuellen Kino- und TV-Geschehen. Sie werden mit dem Orchesterverbund der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE realisiert. Zum Orchesterverbund gehören aktuell die Hamburger Symphoniker e.V., die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Staatskapelle Weimar, das WDR Rundfunkorchester, die Münchner Symphoniker und das ensembleKONTRASTE.

HIGHLIGHTS 2010/2011 METROPOLIS 27/10: Nach der umjubelten Premiere im Februar 2010 (s. Bild) schließen sich zahlreiche Aufführungen in Deutschland, Frankreich, Kroatien, Großbritannien, Südamerika und Singapur an. MATRIX LIVE – film in concert: Weltpremiere: Erstmalige Aufführung des Films als FilmKonzert mit der Originalmusik von Don Davis, gespielt von der NDR Radiophilharmonie in Hannover (weitere Konzerte in Planung, Mai und September 2011). Besondere Veranstaltungsorte für FilmKonzerte sind in 2010/2011 die Münchner Philharmonie, die Philharmonie in Luxembourg sowie die Konzerthäuser in Reykjavík, Oslo, Monte Carlo, Sydney und Christchurch. Eine FilmSinfonieKonzert-Serie präsentiert die Kölner Philharmonie: Steven Spielberg – John Williams, gespielt vom London Symphony Orchestra Alfred Hitchcock – Bernhard Herrmann, gespielt vom hr-Sinfonieorchester Federico Fellini – Nino Rota, gespielt vom National Polish Radio Symphony Orchestra 142


ZIELGRUPPEN Zu den Kunden der EUROPÄISCHEN FILMPHILHARMONIE zählen Sinfonieorchester, private und öffentliche Kulturveranstalter in Deutschland und weltweit. Zielgruppe der Konzertinhalte ist ein aufgeschlossenes Kultur- und Klassikpublikum aller Alters- und Sozialgruppen. Kinogänger und Cineasten werden von diesen Konzerten ebenso angezogen wie klassische Konzert- und Opernliebhaber. Kinder und Jugendliche, Senioren und Filmmusikfans sind gleichermaßen begeistert.

ANGEBOT Die EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE ermöglicht Ihnen die Präsentation Ihrer Wirtschaftsmarke in Kombination mit einer innovativen, populären und anspruchsvollen Konzertform. Institutionelles Sponsoring: Unterstützen Sie als Programmpate die Projektentwicklung der Institution EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE mit 60.000 Euro für ein Jahr und ermöglichen Sie damit die Entwicklung von spannenden Neuproduktionen.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Übernehmen Sie die Tourneepartnerschaft für MATRIX LIVE – film in concert mit einem Sponsoring der Tour im Februar 2012 mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Frank Strobel. Es finden Aufführungen in fünf bis sieben Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. 250.000 Euro: Tourneepartnerschaft/Titelpatronat für die gesamte Tour. Die Tour erhält den Namen des Unternehmens („Die … MATRIX LIVE Tour“) 180.000 Euro: Unterstützung der Promotion der Tour 50.000 Euro: Eventpartnerschaft für ein einzelnes Konzert der Tour 30.000 Euro: Unterstützung der Promotion pro Einzel-Konzert 10.000 Euro: Druckkostenzuschuss für das Programmheft pro Einzel-Konzert Sachsponsoring: Hotelunterbringung des Orchesters und Teams, Transport des Orchesters, Audiotechnik der Veranstaltungen

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BERLIN

Europäische Route der Backsteingotik Kultur des Mittelalters und der Hanse www.eurob.org Standort: Schleswig-Holstein, Niedersachsen, SachsenAnhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, südliches Dänemark, Nord- und Mittelpolen, Litauen und Estland Mitglieder und Förderer: Hansestadt Anklam, Bad Doberan und Torhaus Doberan, Brandenburg an der Havel, Buxtehude, Danzig/Gda´ n sk (PL), Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Barlachstadt Güstrow, Haderslev (DK), Horsens (DK), Hansestadt Lüneburg, Bardowick, Kirchen rund um Lüneburg, Mecklenburg-Vorpommern, Neubrandenburg, Burg Stargard, Neukloster, Allenstein/Olsztyn (PL), Parchim, Płock (PL), RibnitzDamgarten, Insel Rügen, Schwerin, Stargard in Pommern/Stargard Szczeci ´ n ski (PL), Hansestadt Stendal, Hansestadt Stralsund, Stettin/Szczecin (PL), Tartu (EE), Thorn/Toru´ n (PL), Hansestadt Wismar, Wolgast, Norddeutsche Backsteinbasiliken Exemplarische Besucherzahl 2009: Hansestadt Stralsund: 378.386 Übernachtungen Hansestadt Stendal: 43.966 Übernachtungen Geschätzt auf der gesamten Europäischen Route der Backsteingotik: mindestens 3 Mio. Übernachtungen pro Jahr Rechtsform: Seit seiner Gründung im September 2007 ist die „Europäische Route der Backsteingotik“ als gemeinnütziger Verein anerkannt

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Die Europäische Route der Backsteingotik verbindet Städte, Klöster, Kirchen, Rathäuser, Stadttore, Burgen, usw. überwiegend südlich der Ostsee. Hier zeigen sich die Vielfalt und die Besonderheiten eines herausragenden Kulturerbes und eines Baustils, der von der mittelalterlichen, durch die Hanse beeinflussten Blütezeit geprägt wurde. Heute lassen sich diese meisterlichen Baukunstwerke in einer Weise erleben, wie es in den vergangenen Jahrzehnten nicht möglich war. Viele der geschichtsträchtigen Bauten blieben erhalten, sind Symbole geistlicher und weltlicher Stärke vergangener Jahrhunderte und heute Landmarken und Wahrzeichen. Die Europäische Route der Backsteingotik fördert den Erhalt und die Pflege der Backsteingotik als herausragendes Kulturerbe. Städte und Regionen aus MecklenburgVorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, aus Polen, Litauen und Estland haben sich zusammengeschlossen und positionieren sich europaweit in Verbindung mit dieser Marke. Sie setzen dabei auf das langfristig wachsende Segment des Städte- und Kulturtourismus. Dem Reisenden werden mittelalterliche Stadtkerne, imposante Silhouetten und meisterhafte Baukunst inmitten einer reizvollen Landschaft im Landesinneren oder direkt an der Ostsee geboten. Die kulturtouristische Nutzung stärkt das Bewusstsein für die einzigartigen, leuchtendroten Zeugnisse nordeuropäischer Geschichte. Es entstehen lebendige Denkmale, die die faszinierende Welt der Backsteingotik zu einem Erlebnis machen. Die Zugehörigkeit zu dieser einmaligen Kulturroute wird durch ein Corporate Design visualisiert und von allen Mitgliedern der Europäischen Route der Backsteingotik in ihrer Außendarstellung genutzt.

HIGHLIHTS 2010/2011 Jedes Mitglied auf der Europäischen Route der Backsteingotik hat regelmäßig und dauerhaft Baukultur von Weltklasse zu bieten. Der Hochgenuss eines gotischen Bauwerks erschließt sich nicht nur in den Welterbestädten Stralsund, Wismar, Thorn und Vilnius – selbst kleine und noch weniger bekannte Städte im weiten Hinterland der Ostsee warten mit zahlreichen unvergesslichen Eindrücken, kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen auf. Neben einer Vielzahl kultureller Aktivitäten der Mitglieder präsentiert sich die Europäische Route der Backsteingotik regelmäßig auf Messen und Veranstaltungen, sowohl im Bereich Kulturtourismus als auch Denkmalpflege. Mit hochwertigen, beliebten und regelmäßig neu aufgelegten Publikationen wird das Interesse an Städten, Landschaften, Routen oder Bauwerken bedient. Jedes Jahr im Spätsommer wird ein Reiseführer „Entlang der Europäischen Route der Backsteingotik“ erstellt. Der Verein „Europäische Route der Backsteingotik e.V.“ hat im Rahmen eines europäisch geförderten Projektes die Möglichkeit erhalten, in seinem gesamten Wirkungsbereich und in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern hochwertige Tourismusprodukte zu erarbeiten, die über seine generellen Publikationen und Kooperationen hinausgehen. Innerhalb dieses Interreg IV-Projektes „AGORA 2.0“ ist zudem mit einer Erweiterung des geographischen Rahmens der Europäischen Route der Backsteingotik zu rechnen. Bis 2012 wird sich daher die Palette von Publikationen, Produkten und Präsentationen der Europäischen Route der Backsteingotik noch erweitern.


ZIELGRUPPEN Kultur- und Städtetouristen mit höherer Bildung; individuell oder in kleinen Gruppen; Alter 45+; Familien; Liebhaber von Kunst, Kultur, Geschichte und Lebensart; qualitätsbewusst und anspruchsvoll; erwarten Authentizität; sind Genießer, lieben gutes Essen und Trinken, sind aktiv und auch gern in der Natur; noch vorwiegend aus Deutschland oder dem deutschsprachigen Ausland.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Poster, Roll-Ups, Messe- & Veranstaltungspräsentationen, Websites, Postkarten, Backsteingotik-Flyer der Mitglieder, gemeinsame Faltblätter und Informationsbroschüren, ca. 60 – 80seitiger Reiseführer „Entlang der Europäischen Route der Backsteingotik“, Pressemitteilungen, Mailings Tausenderkontaktpreis: 6,26 Euro Wert der Partnerschaft: 20.000 bis 50.000 Euro

ganz oben: Burg des Ermländischen Kapitels © Foto: Mieczysław Wieliczko

oben: Güstrow: Marienkirche © Foto: André Hamann

links oben: Stralsund: Rathaus St. Nikolai © Foto: Tourismuszentrale Stralsund

links mitte: Bad Doberan: Münster © Foto: Münsterverwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirchenverwaltung

links unten: Neubrandenburg: Treptower Tor © Foto: Tourismuszentrale Stralsund

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumpartner sind Sie auf sämtlichen Publikationen in jeder einzelnen Stadt, auf Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Europäischen Route der Backsteingotik, bei Präsentationen und Vorträgen, Pressemitteilungen, auf ausgewählten touristischen Messen und eigens initiierten Events genannt und je nach Wunsch direkt vertreten. Mit einer Jahrespartnerschaft wird die Zusammenarbeit von malerischen Kleinoden, UNESCO-Welterbestädten und imposanten Hansestädten mit herausragender Backsteingotik unterstützt. Das Engagement als Sponsor ermöglicht Ihnen über die Integration Ihres Logos und ggf. weiterer Werbebotschaften in hochqualitative Produkte und Werbemittel der Europäischen Route der Backsteingotik eine verstärkte Medien- und Öffentlichkeitspräsenz. Es besteht Interesse an weiteren Medienpartnerschaften.

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BERLIN

Freie Volksbühne Berlin e.V.

www.lustaufkultur.de Standort: Ruhrstraße 6, 10709 Berlin Mitglieder: 6.000 Vorstellungen und Veranstaltungen pro Jahr: Vermittlung von über 10.000 Veranstaltungen im Jahr, darüber hinaus ca. 20 eigene Veranstaltungen im Rahmen der „Montagskultur“-Reihe Innennutzfläche: Veranstaltungsraum und Foyer 160 qm Außennutzfläche: Garten ca. 400 qm Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Alexander Verlag Berlin, Berlin Story, Manufactum. Gutes aus Klöstern, IBB – Investitionsbank Berlin, Kultur-Kaufhaus Dussmann, SODI – Solidaritätsdienstinternational e. V., TUSCH – Theater und Schule, Urania, VHS – Die Berliner Volkshochschulen

Die Freie Volksbühne Berlin e. V. (FVB) ist die traditionsreichste Besucherorganisation Berlins. Schon seit 1890 erleichtert die FVB allen Interessierten den Zugang zur Kultur und führt durch das mannigfaltige und umfangreiche Kulturangebot der Hauptstadt. Sie errichtete und betrieb eigene Theater, z.B. die Volksbühne am RosaLuxemburg-Platz, und prägte so auch das kulturelle Leben Berlins. Heute konzentriert sich die FVB auf die unkomplizierte und preisgünstige Vermittlung des Berliner Kulturangebotes und unterstützt ebenso den Austausch zwischen Künstlern, Kulturschaffenden und Publikum. Kompetente Mitarbeiter helfen, je nach Vorlieben, zwischen verschiedenen Kulturpaketen, so z.B. Bühnenklassiker, Unterhaltung oder Tanz zu wählen oder sich ein individuelles Programm zusammenzustellen. Neben der Vermittlung von Eintrittskarten – einzeln oder in Paketen – sieht sich die FVB auch der kulturellen Bildung verpflichtet. Durch abwechslungsreiche weitere Initiativen, wie Führungen hinter die Kulissen der Berliner Theater sowie Stückeinführungen oder Gespräche mit Theaterschaffenden, unterstützt sie das Publikum beim Kulturerlebnis. Die FVB engagiert sich fürs Publikum, gibt sachkundige Orientierungshilfe und macht Lust auf Kultur!

Medienpartner: Der Tagesspiegel, rbb Kulturradio, rbb Inforadio Rechtsform: Gemeinnütziger Verein

oben: Festveranstaltung der FVB im Deutschen Theater unten links: Traditionelles FVB-Sommerfest unten rechts: Bode-Museum © Hans Christian Krass

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HIGHLIGHTS 2010/2011 Im November 2010 feiert die FVB ihr 120-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass kehrt die FVB zu ihren Wurzeln zurück: Die Feierlichkeiten finden – eröffnet durch einen Festakt – in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz statt. Hier, wo in den 1920er Jahren mit dem Intendanten Erwin Piscator ein Stück Theatergeschichte geschrieben wurde, will sich die FVB im Zeitraum vom 21. – 28. November 2010 auf Spurensuche nach dem von Piscator entwickelten Totaltheater begeben sowie nach dessen heutiger Relevanz fragen. Im Veranstaltungsraum in der Geschäftsstelle lädt die FVB mehrmals im Monat zu Lesungen, Konzerten, Vorträgen oder Diskussionsrunden im Rahmen der „Montagskultur“. Die Spielzeit 2010/2011 hält viele interessante und unterhaltsame Veranstaltungen bereit: so z.B. im Oktober 2010 die Lesung von Michael Bienert zum Thema „Die 20er Jahre in Berlin“ oder der Liederabend „Herbsttöne“ mit der Sängerin Cristiane Roncaglio mit Werken von Schubert, Brahms und Mozart. Im April 2011 präsentiert die FVB ein Konzert des Barockensembles „Senza Sordini“ und der Sopranistin Anne-Katrin Schenck in der glanzvollen Kulisse der Basilika des Bode-Museums. Im Juli 2011 richtet die FVB zudem ihr traditionelles Sommerfest in der Geschäftsstelle in Berlin-Wilmersdorf aus.

ZIELGRUPPEN männlich und weiblich, ab 35 Jahren, wohnhaft in ganz Berlin, gut situierte Angestellte, Freiberufler, Akademiker, Familien mit Kindern im Schulalter, großes Interesse an Kultur, hoher Bildungsstand, kinoaffin, reiselustig, qualitätsbewusste Konsumenten ohne Bindungsangst

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 3,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Anzeigen, Plakate, Flyer, Programmhefte, Direktmailings, Internetseite, Banner, Eintrittskarten, Bühnenfinder, Promotionstände, Pressearbeit, Konzertfolder, Monatszeitschrift Tausenderkontaktpreis: 1,06 – 14,69 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500 – 50.000 Euro

© Monika Ritterhaus

ganz oben: Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim rechts: „La Traviata“ in der Staatsoper unten links: „Woyzeck“ im Deutschen Theater unten rechts: Festveranstaltung der FVB im Bode-Museum

© Arno Declair

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Premium-Partner: Unterstützen Sie als langfristiger Partner der FVB die Jubiläumsfeierlichkeiten, die „Montagskultur“Veranstaltungen, das Konzert im Bodemuseum und das Sommerfest. Sie platzieren Ihr Logo auf allen Drucksachen und sind während der Jubiläumsveranstaltungen in der Volksbühne am Rosa-LuxemburgPlatz mit einem Werbestand vertreten. Co-Jahrespartner: Sie können von einem langfristigen Beziehungsaufbau zu den Mitgliedern der FVB und einer Bekanntmachung Ihres Unternehmens in der Berliner Kulturszene profitieren. Für ein Jahr wird Ihr Firmenlogo über alle Werbemittel der FVB kommuniziert. Presenting-Partner: Sie unterstützen die Jubiläumsfeier der FVB und profitieren von der aufwändigen PR-Kampagne sowie der Einbeziehung in die Veranstaltungen. Auf den Werbemitteln der Kampagne werden Sie mit Ihrem Logo und dem Schriftzug „Das 120-jährige Jubiläum der FVB wird präsentiert von...“ besonders hervorgehoben. Außerdem können Sie die FVB als offizieller Ausstattungs-Partner durch Sachspenden unterstützen. 147


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Frozenwall Die Berliner Mauer aus Eis – eine Spaltung der Perspektive www.ice-art.com Standort: Berlin Mitte, Platz des 18. März am Brandenburger Tor Dauer: 10 Tage Erwartete Besucher: 500.000 Besucher medial ca. 10 Millionen Anzahl der Mitarbeiter: 60 Förderer: Prof. Monika Grütters, MdB

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Die Kunstinstallation Frozenwall erinnert im Sommer 2011, zum 50. Jahrestag des Mauerbaus, an die eiskalte Konfrontation der Weltgewalten, den Aufstieg und Fall des „EISernen Vorhangs“ – Synonym einer überwundenen, martialischen Weltepoche. 150 einzigartige, ca. 1.000 kg schwere Eisquader (2,0 m x 1,0 m x 0,5 m) werden von 50 Eisprofis der weltweit agierenden Firma Funk International Ice Carving GmbH in einer eindrucksvollen technischen Inszenierung zu einem gewaltigen Störfaktor verbaut, einer „Spaltung der Perspektive“ – zur Geisterstunde des „Kalten Krieges“, am 13. August, 00.00 Uhr … Pyramiden und Mausoleen wurden aus ähnlichen Blöcken geschaffen, für „die Ewigkeit“. Doch die Machtblöcke schmolzen, und auch der Grenzwall war – anders als geplant – begrenzt. Auf 28 Jahre und 3 Monate. Der Frozenwall vergeht über Wochenfrist durch die Launen der Stadtnatur, Sonne, Regen, Wind sowie das Einwirken von „Mauertouristen“ – auch als eine Reverenz an das „politische Tauwetter“, das Neue Europa, die Besinnung auf den immer fragilen Wert der Freiheit und der Toleranz.


So versperren nun ostseits wieder „verbotene Flucht- und Sichtlinien“ den sehnsüchtigen Blick durch das „Tor zur Freiheit“. Und irritieren jenseits und auf unbehagliche Weise sogar den nahenden Autofahrer aus Richtung Westen, der „Straße des 17. Juni“, der Siegessäule. Zu erwarten ist eine globale, enorme Anziehungskraft dieses fast 70 m breiten und fast 4 m hohen Eiskunstwerks – und seiner Destruktion. Dessen sich ständig von selbst ändernde Erscheinung verspricht gerade über die Magic Hour und die Hitze der Nacht durch fluoreszierendes Leuchten atemberaubende Motive – auch aus der Luft. Hunderttausende Besucher werden dieses dämonisch fotogene Kunstwerk und dessen gefeierte Vergängnis am legendären Ort und im historischen Zentrum der Stadt als „typisch Berlin“ erleben können. Und davon effektvollste Bilder, Assoziationen und nachhaltige Erinnerungen in die Welt tragen. Zudem bildet der dimensionale Fremdkörper ein thermisches Energiefeld, einen natürlichen Kältepol im Hochsommer, der selbst auf fernere Distanz ein geradezu magisch anmutendes, physisches Erlebnis verspricht – den fernen Hauch eisstarr verpackter Ideologien … Und so wird, in bizarren Formen, Motiven, Durchbrüchen, ein spektakulärer Berliner Albtraum Trinkwasser – umweltfreundlich.

ZIELGRUPPEN Berliner; nationale und internationale Touristen; jung und alt; alle Einkommens- und Bildungsschichten

ANGEBOT allgemeine weltweite Medienwirksamkeit; attraktives Film- und Fotomaterial; exklusive Einbindung möglich; Wahrnehmung in Millionenhöhe

HIGHLIGHTS 2010/2011 Oktober 2010 – Inszenierung „Kellerpredigt“ (Berlinspektakel) VOLKSBÜHNE am Rosa Luxemburg Platz April 2011 – „Bilder im Sturm“ – audiovisuelles Kunstprojekt im öffentlichen Raum aus internat. Fotomaterial des Stern – Kriegsreporters Perry Kretz VOLKSBÜHNE am Rosa Luxemburg Platz

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BERLIN

MÄRCHENLAND Deutsches Zentrum für Märchenkultur www.maerchenland-ev.de Standort: Berlin Besucher pro Jahr: 153.000 Veranstaltungen pro Jahr: Ca. 1.500 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Stiftung LOTTO, Stadt Berlin, Stiftung Brandenburger Tor, Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Volkswagen Stiftung, Fritz Thyssen Stiftung, Pro Geisteswissenschaften, Berliner Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Hugendubel, Berliner öffentliche Bibliotheken, goya, Institut für deutsche Literatur, Vattenfall, Siemens Medienpartner: kulturradio rbb, die tageszeitung, tip Berlin, TwoTickets.de, Berlin Magazin, herbstradio Berlin Rechtsform: Märchenland e.V., Märchenland gGmbH, Deutsches Märchenzentrum e.V.

Im Jahr 2004 haben Silke Fischer und Monika Panse MÄRCHENLAND – Deutsches Zentrum für Märchenkultur gegründet, um das Kulturgut Märchen in das Bewusstsein unserer Gesellschaft einzuprägen. Es ist das einzige Zentrum seiner Art in Deutschland und versteht sich als eine Institution für das traditionsgebundene und literarische Genre der Märchen, Sagen und Geschichten. MÄRCHENLAND organisiert jedes Jahr europaweit mehr als 1.500 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene. MÄRCHENLAND bewahrt das Märchen als Weltkulturerbe und bringt universelle Märchenbotschaften in aktuelle Diskussionen ein. MÄRCHENLAND bewegt Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien, sich gemeinsam für die Kinder- und Jugendkultur in Deutschland zu engagieren.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Die 21. Berliner Märchentage finden vom 4. bis zum 21. November 2010 statt und stehen ganz unter dem Motto „Vom Rio Grande bis Feuerland – Märchen und Geschichten aus Lateinamerika“. In zahlreichen Veranstaltungen zeigt MÄRCHENLAND ibero-amerikanische Lebendigkeit, die bis heute im Dreiklang der frühen Hochkulturen, der Kolonialherrschaft und der Moderne schwingt. Die Verleihung der „Goldenen Erbse“ bildet die feierliche Eröffnung der Berliner Märchentage. Mit dem Preis, der für Ethik und Sensibilität steht, ehrt MÄRCHENLAND Menschen, die sich wie die Märchenhelden für das Gute einsetzen. Preisträger des Jahres 2009 waren Reinhold Messner, Sabine Christiansen und Dirk Roßmann. In der alle zwei Monate erscheinenden Märchenpost sind Daten und aktuelle Themen der Märchenstunden ausgeschrieben. Das ganze Jahr über lädt MÄRCHENLAND in Kooperation mit der Senatskanzlei und der Stiftung Brandenburger Tor zu Märchenstunden in den Wappensaal des Roten Rathauses und ins Max-Liebermann-Haus ein. In Märchenkissen gekuschelt, können Schülerinnen und Schüler dort im Rahmen des Deutschunterrichts professionellen ErzählerInnen lauschen. Die 22. Berliner Märchentage widmen sich vom 10. bis 27. November 2011 dem Thema „Das Land der unbegrenzten Märchen –Geschichten aus den USA“.

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ZIELGRUPPEN Familien mit Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren, Familien mit überdurchschnittlichem Einkommen, akademisch Gebildete bzw. kulturell Interessierte, wertkonservatives sowie alternatives Milieu gleichermaßen, nahezu alle einschlägigen Multiplikatoren (Kitas, Schulen), exponierte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 19 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Anzeigenwerbung im Katalog der Berliner Märchentage, A1- und A2-Plakate, Flyer, Märchenpost, Jahreskalender, weitere projektspezifische Publikationen, Online-Marketing, Merchandising Tausenderkontaktpreis: 0,40 – 13,20 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 250.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Jahrespartner der Dachmarke erhalten Sie Präsenz auf sämtlichen Werbemitteln der Dachmarke Märchenland und aller Submarken und Veranstaltungen. Als Presentingpartner oder im Rahmen eines Titelpatronats können Sie die Submarken, wie z.B. die Berliner Märchentage, die Goldene Erbse oder das Märchenschiff finanziell unterstützen. Wir bieten Ihnen ebenfalls die Möglichkeit, sich als Veranstaltungs- oder Werbepartner zu engagieren.

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PERGAMON Panorama der antiken Metropole www.smb.museum | www.asisi.de Standort: Sonderausstellung im Pergamonmuseum, Panorama auf dem Ehrenhof des Pergamonmuseums auf der Museumsinsel Berlin

In Kooperation mit der Asisi Visual Culture GmbH, dem Deutschen Archäologischen Institut, Abteilung Istanbul, und türkischen Partnerinstitutionen bereitet die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin die erste umfassende Ausstellung zu Geschichte, Kultur und Umland der antiken, an der türkischen Westküste gelegenen Stadt Pergamon vor. Die Ausgrabungen und Forschungen in Pergamon werden seit 1878 durchgeführt – mit beeindruckenden Ergebnissen und einzigartigen Funden. Gleichwohl hat es bisher noch keine Präsentation dieses Umfanges und dieser Vielfalt gegeben. Ab Oktober 2011 wird einem breiten Publikum die glanzvolle Metropole erstmals mit einer Vielzahl von Objekten, die nie zuvor zu sehen waren sowie Leihgaben aus bedeutenden ausländischen Museen vorgestellt. Dazu präsentiert die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin Yadegar Asisis neues monumentales 360°- Panorama. Im Rahmen der ersten Gesamtschau »Pergamon – Panorama der antiken Metropole« errichtet die Asisi Visual Culture GmbH im Ehrenhof des Pergamonmuseums auf der Museumsinsel Berlin eine temporäre Rotunde (33 m Durchmesser, 25 m Höhe), die das 22 x 100 m große fotorealistische Rundbild aufnimmt. Als Bestandteil der Ausstellung im Pergamonmuseum soll das Panorama das antike Pergamon, seine Kultur, Architektur und das Leben in einer griechisch-römischen Stadt des Altertums erlebbar machen. Eine Tag- und Nachtsimulation mit Sonnenauf- und -untergang sowie eine akustische Untermalung, die das Leben in einer antiken Stadt nachempfindet, lassen die Besucher auf der 15 m hohen Plattform im Panorama einen ganzen Tag in Pergamon im Jahr 124 n. Chr. erleben. Einzigartig an dem Projekt »Pergamon – Panorama der antiken Metropole« ist die Verbindung einer großen archäologischen Ausstellung mit einem monumentalen 360°-Panorama von Yadegar Asisi.

Besucher: 1,8 Millionen während der Ausstellungszeit Laufzeit: Oktober 2011 bis Oktober 2012 Aktuelle Sponsoren: Museumsinsel Berlin – Das Kuratorium, (Allianz Group, Bank of America Merrill Lynch, Bertelsmann AG, Daimler Financial Services, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Union Investment Real Estate AG, E.ON AG, JPMorganChase, KPMG, Linde AG, Metro Group, Sal. Oppenheim, Siemens AG, Würth AG, ZDF) Rechtsform: Die Antikensammlung – Staatliche Museen zu Berlin gehört zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz, einer bundesunmittelbaren Körperschaft des öffentlichen Rechts; Asisi Visual Culture: GmbH

Luftbild-Simulation der Museumsinsel mit Pergamonmuseum und temporärer Rotunde für „PERGAMON – Panorama der antiken Metropole“ im Ehrenhof des Pergamonmuseums © Asisi

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Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin Die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin blickt auf eine über 300-jährige Geschichte zurück und gehört zu den ältesten Sammlungen Deutschlands. Sie bewahrt Kunstwerke des griechischen und römischen Altertums – Baukunst, Skulpturen, Mosaike, Vasen und Schmuck – und ist an drei Standorten zu besichtigen: im Pergamonmuseum, im Alten Museum und als Teil der sammlungsübergreifenden Präsentation im Neuen Museum, wo Werke der provinzialrömischen Kunst sowie die große Zypernsammlung ausgestellt sind. Seit Juli 2010 sind im Alten Museum auch wieder Highlights der berühmten etruskischen Sammlung zu sehen. Mit jährlich mehr als einer Million Besuchern ist das Pergamonmuseum das meistfrequentierte Museum Deutschlands. Neben der Antikensammlung sind das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin dort beheimatet. Hauptanziehungspunkt ist der Pergamonaltar (2. Jahrhundert v. Chr.), dessen 120 m langer Skulpturenfries den Kampf der Götter mit den Giganten zeigt und der zu den Meisterwerken der hellenistischen Kunst zählt. Asisi Visual Culture GmbH, Berlin Die Asisi Visual Culture hat es sich zur Aufgabe gemacht, den von Yadegar Asisi vertretenen Standpunkt zur wichtigen pädagogischen Funktion des Sehens in einer besonderen Art der Sehkultur zu fördern. Sehkultur kommt von Seherlebnis – so die Botschaft des Künstlers – und diese vermittelt er mit den weltgrößten 360°-Panoramen. Diese Form des Sehens soll besseres und nachhaltigeres Verstehen und Begreifen der Welt emotional ermöglichen. Angesprochen sind Menschen aller Altersgruppen, Bevölkerungsschichten, Bildungsgrade und Landeskulturen. Derzeit betreibt die Asisi Visual Culture zwei monumentale Panoramen von Asisi: im Asisi Panometer Leipzig „AMAZONIEN“ und in Dresden „1756 Dresden“. Das 360°-Panorama im Zentrum wird ergänzt durch thematisch eingebundene Ausstellungen, Anamorphosen, Exponate und Filme, begleitet von speziell angefertigten Geräusch- und Musikkompositionen von Eric Babak. Seit Eröffnung der ersten Ausstellung im Jahr 2003 „8848- Everest 360°“ besuchten mehr als 2,5 Millionen Gäste Asisis Panoramen.

HIGHLIGHT 2011 Eröffnungsfeier mit internationaler Ausstrahlung im Oktober 2011.

ZIELGRUPPEN Etablierter Kundenstamm der Museumsinsel, kulturinteressierte Einwohner Berlins, nationale und internationale Berlin-Touristen, Architekten, Künstler, Wissenschaftler und Archäologen, Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich (Schulen und Lehrer), Tourismusbranche, Kulturpolitik, Medien

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 162 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, City Light Poster, Bügelbanner, A0- und A4-Plakate, Imageflyer, Anzeigen, Eintrittskarten, Programmflyer, Panoramalegenden, Ausstellungskataloge, Citycards, Newsletter Tausenderkontaktpreis: 0,52 – 5,24 Euro Wert der Partnerschaft: 10.000 – 850.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring- Engagement Als Presenter präsentieren Sie das Projekt auf der Museumsinsel für die Dauer der Ausstellung auf allen Medien mit dem Slogan „Pergamon – Panorama der antiken Metropole wird Ihnen präsentiert von …“. Sie werden in alle relevanten Marketing- und PR-Maßnahmen integriert. Als Gold-, Silber- oder Bronze-Sponsor sind Sie auf allen Medien präsent. Die Art und der Umfang der Präsentation sind abhängig von der entsprechendenSponsorenkategorie. Zudem haben Sie die Möglichkeit Ihr Unternehmen am Standort auf verschiedene Weise zu integrieren. Als Förderer werden Sie auf einer Vielzahl von Medien genannt und erhalten die Möglichkeit sich temporär mit Ihrem Unternehmen am Projektstandort zu präsentieren. Gern können weitere Gegenleistungen in individueller Absprache vereinbart werden.

Der Pergamonaltar im Pergamonmuseum © Copyright Staatliche Museen zu Berlin, Foto: Johannes Laurentius

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BERLIN

RADIALSYSTEM V

www.radialsystem.de Standort: Berlin Besucher pro Jahr: Ca. 80.000 Veranstaltungen pro Jahr: 275 künstlerische Veranstaltungen/ 78,6 Prozent Auslastung, 70 gewerbliche Veranstaltungen Innennutzfläche: 2.500 qm Außennutzfläche: Deck 350 qm, Spreeterrasse 450 qm Anzahl der Mitarbeiter: 22 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Stiftung Deutsche Klassenlotterie, Hauptstadtkulturfonds, Yamaha Music Europe GmbH, Bionade Medienpartner: Tip Berlin, rbb radio eins, Concerti – Das Klassikmagazin Rechtsform: GmbH

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Hier tanzt die Musik! Das Radialsystem V hat sich seit seiner Gründung im September 2006 durch Jochen Sandig und Folkert Uhde als offener Raum für den Dialog der Künste weit über die Grenzen Berlins hinaus etabliert. Der historische Name des transformierten Pumpwerks am Spreeufer ist Programm: Ein radiales System strahlt von seinem Zentrum in alle Richtungen aus. Zentrales Thema des Hauses ist Offenheit: für neue Formen, ungewöhnliche Ideen, einen spartenübergreifenden Ansatz, unerwartete Fusionen und überraschende Einblicke. Das Radialsystem V initiiert, entwickelt, produziert und präsentiert Projekte und dient als flexible Plattform und Experimentierfeld für eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzer und Nutzungsformen. Es bringt Künstler, Kreative und Kulturbegeisterte in Kontakt miteinander und entwickelt aus der Begegnung von Tradition und Innovation, Alter Musik und Zeitgenössischem Tanz, Bildender Kunst und Neuen Medien neue Formate und Genres: choreographische Konzerte und Opern, Nachtmusik im Liegen, Barock Lounge, Annettes DaschSalon, Konzertinstallationen, Radiale Nächte, Familientage und Kinderopern. Risiko- und experimentierfreudig ohne elitäre Attitüde werden hier die Formate der Zukunft in der Praxis erprobt. Die überdurchschnittlich hohe Auslastung der künstlerischen Veranstaltungen spiegelt das Potenzial und den Erfolg dieses innovativen Konzeptes wider. Als Produktionsstätte ist das Radialsystem V die künstlerische Heimat von vier bedeutenden freien Ensembles: Akademie für Alte Musik Berlin, Sasha Waltz & Guests, Solistenensemble Kaleidoskop und Vocalconsort Berlin. Zukunftslabor mit Modellcharakter: Auch der Dialog von Kultur und Wirtschaft ist integraler Bestandteil der privatwirtschaftlich betriebenen Radialsystem V GmbH: Das Zusammenspiel von künstlerischen und gewerblichen Veranstaltungen erzielt Synergieeffekte und schafft einen Mehrwert für beide Seiten. Auf diese Weise hat sich das Radialsystem V innerhalb kürzester Zeit zu einer erstklassigen Adresse sowohl für innovative künstlerische Produktionen als auch für hochwertige Tagungen, Empfänge, Präsentationen und Medienproduktionen entwickelt. Neben international


ZIELGRUPPEN:

renommierten Künstlern nutzen Entscheidungsträger aus Landes- und Bundespolitik und Meinungsbildner aus Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Kulturindustrie die außergewöhnliche und flexible Struktur des Hauses für vielfältige Veranstaltungen. Das Radialsystem V ist Impulsgeber für künstlerische und gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei sind Innovation und Nachhaltigkeit wichtige Entscheidungskriterien für Ideen und deren Umsetzung. Die Dynamik und das Ambiente des Radialsystem V stoßen auf große öffentliche Resonanz (über 3.500 Veröffentlichungen seit 2006 in Print, Hörfunk und Fernsehen). Für ihre erfolgreiche Arbeit, ihr Engagement und ihre innovativen Ideen und Formen der Kulturvermittlung wurden Folkert Uhde und Jochen Sandig mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Die Philharmonische Nacht ist der Auftakt einer längerfristigen Kooperation des Radialsystem V mit den Berliner Philharmonikern: Solisten und Ensembles der Berliner Philharmoniker bespielen das Radialsystem V vom Keller bis zum Dachboden und eröffnen neue Perspektiven auf Musik und Musiker. Das Publikum wandert von einem Raum zum nächsten und genießt Konzerte im Sitzen, Stehen oder Liegen. Piano City Berlin – das erste Web 2.0-Klavierfestival, das die gesamte Stadt erklingen lässt. 80 Hauskonzerte, eine „Lange Nacht der Klaviermusik“ im Radialsystem V und zahlreiche weitere Veranstaltungen in ganz Berlin. Annettes DaschSalon: Die gefeierte Sopranistin Annette Dasch begrüßt regelmäßig illustre Gäste und ein begeistertes Publikum zu ihrem zwischen Liederabend und Talkshow angesiedelten Salon. Der DaschSalon wird auf 3sat und im ZDFtheaterkanal ausgestrahlt. Sasha Waltz’ Tanzstück „Travelogue I – Twenty to eight“ von 1993 avancierte in kürzester Zeit zum Welterfolg und legte den Grundstein ihrer Karriere. In der Barock Lounge trifft Barockmusik auf Clubkultur: Das junge Elbipolis Barockorchester Hamburg musiziert, wechselnde DJs zaubern elektronische Klänge aus ihren Pulten und bringen die barocken Klänge auf Touren. Nachtmusik: Nächtliche Konzerte im Liegen ohne Anzug und Etikette: Die Zuhörer machen es sich auf Yogamatten bequem, während sie zu später Stunde den Konzerten kleinerer Ensembles oder Solisten lauschen.

Kulturinteressiertes Publikum von 20 bis 70 Jahren aus Berlin & Deutschland; Kulturtouristen und internationales Publikum; Familien und Kinder; Künstler & Kuratoren; Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur; Entscheidungsträger, Meinungsbildner und Multiplikatoren aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Medien und Kulturindustrie

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 19,2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Veranstaltungsflyer, Postkarten, Anzeigen, Plakate, Tickets, Programmhefte, Direktmailings, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Facebook, Twitter, Pressemitteilungen, Imagebroschüren, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort, Screens im Foyer Tausenderkontaktpreis: 2,39 – 26,09 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 500.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Premiumpartner: Präsenz für mindestens 12 Monate auf allen Werbemitteln des Radialsystem V. Als institutioneller Partner unterstützen Sie die Arbeit des Radialsystem V und tragen zu dessen nachhaltiger Sicherung bei. Ihre Marke wird branchenexklusiv und prominent präsentiert. Spezielle Leistungen wie Firmen-Events, Empfänge, Incentives, die Nutzung des Gästehauses, gastronomische Angebote, Kartenkontingente, Führungen oder Künstlergespräche können individuell vereinbart werden. Projektpartner/Programmpartner: Unterstützung einer unserer innovativen und hochwertigen Veranstaltungen oder Programmreihen. Sie sind auf allen veranstaltungsbezogenen Werbemitteln und bei der Veranstaltung selbst als Partner präsent. Gern entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam individuelle Lösungen für eine Partnerschaft.

© Fotos: Sebastian Bolesch

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BERLIN

Stattbad Wedding

www.stattbad.net Standort: Wedding, Berlin Innennutzfläche der Gebäude: 2.500 qm Grundstücksfläche: 4.100 qm

Durch seine vielfältigen und qualitativ hochwertigen Aktivitäten hat sich Berlin in den letzten Jahren zu einem der führenden Kreativstandorte Europas entwickelt. Diese hohe Attraktivität bringt es mit sich, dass es einen großen Bedarf, sowohl an kreativwirtschaftlichen als auch Kulturstandorten, gibt. Ziel der verfolgten Entwicklung ist deshalb die Schaffung eines Ortes, der kreative Gewerbetreibende und Kunstschaffende in einen räumlichen Zusammenhang stellt, damit sich diese gegenseitig ergänzen und stützen und so ein „Place to be“ der Kreativszene geschaffen wird. Das ehemalige Stadtbad Wedding, mit zentraler städtischer Lage in der Gerichtstraße 65 – 69, diente fast 100 Jahre lang den Berlinern als Freizeit- und Erholungsstätte. Im Jahre 1907 nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann erbaut, wurde es im zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört, nach dem Kriege neu aufund mehrfach umgebaut. Im Jahr 2002 wurde das Schwimmbad wegen der herrschenden Finanzknappheit endgültig geschlossen und im Januar 2009 vom jetzigen Eigentümer mit dem Ziel erworben, hier eine neue Stätte der Kunst und Kreativität zu schaffen. Das Gebäude verfügt über eine vermietbare Fläche von knapp 700 qm und steht auf einem etwa 4.100 qm großen Grundstück. Der Bezirk Wedding selbst bietet mit seiner aufstrebenden Energie, günstigen Mieten und ungenutzten Flächen einen idealen Nährboden für künstlerische und kulturelle Einrichtungen. Im ehemaligen Arbeiterbezirk sind deshalb in den letzten Jahren zahlreiche solcher Einrichtungen entstanden. So liegen in direkter Nachbarschaft die Gerichtshöfe (Atelierhaus und Gewerbe), die Wiesenburg (Ateliers) und die Uferhallen (Atelierhaus und Ausstellungsflächen). Die Infrastruktur hat inzwischen viele auch international bekannte Künstler zum Leben und Arbeiten in den Bezirk gelockt. Viele der kulturellen Einrichtungen sind zudem erst vor kurzer Zeit entstanden und generieren einen „frischen Wind“ im Kiez.

Ausstellung „Urban Affaires“, artist: ALIAS, kuratiert von Riot Arts Ausstellung „NoMoreSugarForTheMonkey”, 2009, artist: Maxime Ballesteros, kuratiert von stattbad 156


HIGHLIGHTS Austellungshalle/Galerie Zum Park hin über ein großes Panoramafenster belichtet eignet sich dieser ca. 700 qm große Bereich sowohl als kleine Kunsthalle als auch als große (Verkaufs-)Galerie. Street und Urban Art Museum Neben einer Dauerausstellung wird es auch Wechselausstellungen zu bestimmten Themenbereichen geben, so dass für genügend Abwechslung gesorgt sein wird. Events und Clubs In den beiden Schwimmhallen und dem Keller mit seinen riesigen Wassertanks, sollen die vielfältigsten kulturnahen Veranstaltungen stattfinden, von Tanzveranstaltungen und Lesungen bis hin zu Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen. Temporäre Arbeitsplätze 150 kreativ Tätige sollen auf etwa 800 qm Fläche einen Arbeitsplatz in einem inspirierenden Umfeld anmieten können. Artists in Residence und Restaurant Abgerundet wird das Angebot als Kunst- und Kreativzentrum durch ein Restaurant sowie die Möglichkeit, im Dachgeschoss zehn internationale Künstler gleichzeitig zu beherbergen.

ZIELGRUPPEN Jugendliche und junge Erwachsene; kreativ Tätige, internationale Künstler; Kultur-, Kunst-, Musikinteressierte

ANGEBOT 1x Exklusivpartner: Zeitraum: 20 Jahre Kredit über 5 Mio. Euro (250.000 Euro p.a.) Verzinsung über Namensrechte und Eintragung im Grundbuch Rückzahlung: 250.000 Euro p.a. 5x Presentingpartner: Zeitraum: 20 Jahre 1 Mio. Euro (50.000 Euro p.a.) jeweils ein Presentingpartner für die Bereiche temporäre Arbeitsplätze, Clubs, Schwimmbecken, Ausstellungshalle und Street und Urban Art Museum Logopräsenz auf allen, den jeweiligen Bereiche betreffenden Werbemitteln Präsenz vor Ort Sponsorenpool: 10 Sponsoren Zeitraum: 20 Jahre 500.000 Euro (25.000 Euro p.a.) Logopräsenz auf allen Kommunikationsmitteln

Orchester von SKARK, 2010

Entwurf von fl!nk.architekten, Visualisierung von scoopimages 157


BERLIN

TIPI am Kanzleramt Entertainment im Großstadtformat www.tipi-am-kanzleramt.de

© Haddenhorst

Standort: Große Querallee, 10557 Berlin

© Stefan Klonk

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Gleich neben dem Kanzleramt, wo sich die Berliner schon um die Jahrhundertwende ‚In den Zelten‘ amüsierten, und nur wenige Minuten von Reichstag und Brandenburger Tor entfernt, ist mitten im Grün des Tiergartens einer der neuesten Veranstaltungsorte Berlins zu finden: das Tipi. Die Zeltbühne im Viermaster am Kanzleramt bietet seit 2002 ganzjährig Vergnügen der feinsten Art. Programme aus den Bereichen Chanson, Cabaret, Varieté, Tanz, Artistik oder Musical-Comedy sind gepaart mit einer anspruchsvollen und frischen Gastronomie. Der Name benennt einfach den Ort. Tipi, das ist ein Zelt, auch wenn das Berliner Tipi nicht das klassische Spitzdach trägt und keine Rauchklappe im Dach hat. In der Sprache der Dakota heißt ‚Ti‘ wohnen, ‚Pi‘ benutzen. Und so ist der Anspruch des Zelt-Zuhauses, das Künstlern und Publikum angeboten wird, schon beschrieben. Ob Chanson, Kabarett, Varieté, Tanz, Artistik oder Musical-Comedy – im Tipi präsentieren renommierte deutsche und internationale Künstler allabendlich ein Programm für höchste Ansprüche und intelligentes Entertainment im Großstadtformat. Hier zeigen bundesweit bekannte Künstler wie Tim Fischer, Gayle Tufts, Georgette Dee, die Geschwister Pfister, Cicero, und Rainald Grebe ihre neuesten Produktionen. Internationale Formationen wie das witzige ,Ukulele Orchestra of Great Britain‘, die verrückte Comedy-Flamenco-Show Olé, der Zirkus des 21. Jahrhunderts Tom Tom Crew oder auch der venezianische Verwandlungsstar Ennio gastieren regelmäßig im Tipi. In diesem Jahr präsentiert das Tipi „Cabaret – das Musical“, die viel gefeierte und von riesigem Erfolg gekrönte Erfolgsproduktion der Bar jeder Vernunft. Vor der Vorstellung können Sie im Tipi dinieren, eine exquisite und wohl balancierte Weinauswahl begleitet eine so frische wie brillante Gastronomie saisonaler Produkte. Das Erlebnis von Spektakel und Gourmandise machen jede Veranstaltung zu einem vollendeten Genuss für die Gäste. Im Sommer bietet der Biergarten mit Blick auf das Kanzleramt und unter schattigen Bäumen einen angenehmen Platz zum Verweilen. Das Tipi, ein Ort großer Variabilität, steht auch für Exklusivveranstaltungen zur Verfügung. Dabei ist das Tipi für große und kleinere Gesellschaften gleichermaßen attraktiv. Der freundlich-perfekte Service und die anregend-angenehme Atmosphäre machen den Abend im Tipi zum sicheren Erfolg. Mit 800 qm und mit bis zu 9 m Raumhöhe entfaltet die schöne Zeltarchitektur ein einzigartiges Ambiente für Veranstaltungen aller Art. Es bietet Platz für bis zu 800 Personen. Im Sommer lädt der Biergarten mit Barbecue und Blick auf den Reichstag ein. Die spezielle Infrastruktur lässt das Tipi zum idealen Ort für Feste, Produktpräsentationen, Foto- und Filmproduktionen, Modenschauen, Firmenjubiläen, Incentives und Tagesveranstaltungen werden. Das technische Equipment ist auf die neuesten Anforderungen ausgerichtet. Wir ergänzen diesen Vorteil mit unserer langjährigen Erfahrung bei der Konzeption, Organisation und Durchführung von exklusiven Veranstaltungen. Sie erhalten so den richtigen Rahmen für ein professionelles Event. Neben guter Unterhaltung und angenehmer Atmosphäre bieten wir eine anspruchsvolle und frische Gastronomie mit saisonalen Leckereien für den kleinen und großen Hunger. Die exquisite Weinkarte ergänzt das Angebot. Selbstverständlich hält unser Küchenchef für jeden Anlass ausgewählte Menüvorschläge für Sie bereit. Als eingespieltes Team integrieren wir das Catering perfekt in Ihre Veranstaltung.


Genießen Sie feinste Unterhaltung Tipi am Kanzleramt ist mehr als nur attraktiver Raum. Wir bieten Ihnen durch unsere engen Kontakte zu renommierten nationalen und internationalen Künstlern eine facettenreiche Auswahl an Unterhaltung. Dazu bringt die erlesene Gastronomie und die besondere Lage und Atmosphäre des Zeltes die gelungene Mischung für einen vollkommenen Abend.

HIGHLIGHTS 2010 Salut Salon – klassisch verführt Das Schlimmste, das einer Violinistin passieren kann? Peng! Ausgerechnet beim Solopart reißt der Geigenbogen. Der Sängerin rutscht das Mikrofon aus dem Gesicht oder der Sender verab© Thorsten Wingenfelder schiedet sich in die Tiefen des Rückendekolletés. Die vier charmanten Damen von Salut Salon absolvieren mit ihrem Programm »klassisch verführt« eine Pannenshow auf höchstem Niveau und zeigen mit musikalischer wie akrobatischer Virtuosität, was man mit Stimme, Violine, Cello und Piano noch so alles machen kann. Tom Tom Crew Gewagte Akrobatik, phänomenales Beatboxing, meisterhaftes Scratchen und atemberaubendes Schlagwerk – Australiens talentierteste Künstler legen richtig los! Nach dieser Show werden Sie ihren eigenen Takt nicht mehr wiederfinden. Dave Carberry, Ben Lewis, Daniel Catlow und Shane Witt, Absolventen des renommierten Flying Fruit Fly Circus, sowie Jamie MacDowell zeigen in so rasend schnellem Tempo eine Performance aus Seil-Artistik, Saltos und schwindelerregender Luft-Akrobatik, dass Sie nicht mehr wissen, wo oben oder unten ist. Hinzu kommt der ausnahmslos einmalige Hip-Hop-Sound von Schlagzeuger Ben Walsh, Scratch-King DJ Dub´s und Beatbox-Weltmeister Tom Thum. Willkommen im Zirkus des 21. Jahrhunderts!

© Jan Wirdeier

Cabaret – Das Musical Lassen Sie sich entführen in das Berlin der dreißiger Jahre! Treten Sie ein in den weltberühmten Kit Kat Klub! Willkommen. Bienvenue. Welcome. Manche sagen: Musicals sind losgelöst von Raum und Zeit. Ob Vampire, Indianer oder Löwen gestern, heute oder morgen im Ruhrgebiet, Schwabenland oder Donautal tanzen, steppen oder singen – ganz egal. Wir aber sagen: Musical ist nicht gleich Musical. Denn Cabaret ist Berlin. Mehr Berlin geht einfach nicht! Es ist das Berlin zu Beginn der 1930er Jahre, in das Sally Bowles, dieses naive und vergnügungssüchtige Nachtschattengewächs, ihr weltberühmtes „Life is a Cabaret“ schmettert. Ihre Welt ist der gesellige Nollendorfplatz, das billige Zimmer in Fräulein Schneiders Pension und der verruchte Kit Kat Klub. Vor allem aber ihr unbändiger Wunsch berühmt und geliebt zu werden. Für marschierende Nazis und Untergangsstimmung ist in ihrer Welt kein Platz. Das Tipi am Kanzleramt präsentiert die viel gefeierte und von riesigem Erfolg gekrönte Cabaret-Produktion der Bar Jeder Vernunft. 150.000 Zuschauer waren von ihr ebenso begeistert wie das Feuilleton: „Ein Muss!“ (STERN).

© Jan Wirdeier

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BERLIN

transmediale festival for art and digital culture berlin www.transmediale.de Standort: Haus der Kulturen der Welt (HKW), ehemaliges ungarisches Kulturzentrum (.HBC) sowie ca. 30 Partnerorte in Berlin, darunter Collegium Hungaricum Berlin (.CHB), Instituto Cervantes, cbase, Kanadische Botschaft - Marshall McLuhan Salon Besucher pro Jahr: Ca. 44.000 Vorstellungen/ Veranstaltungen pro Jahr: Festival (ca. 50 Veranstaltungen, z.B. Vorträge, Screenings, Performances, Workshops), mehrere Nebenveranstaltungen in Berlin (Satellites Programm) und weltweit (z.B. transmediale Touring Programm) sowie weitere Kooperations programme mit Beijing (China), Bandung (Indonesien), ISEA (RUHR.2010, Dortmund), Upgrade! Sao Paolo (Brasilien) Anzahl der Mitarbeiter: 5 feste Mitarbeiter, 11 freie Mitarbeiter, bis zu 40 während des Festivals Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Kulturstiftung des Bundes (KSB), Haus der Kulturen der Welt (HKW) / Privatwirtschaft wie z.B. Google, Novero, Ferchau Engineering GmbH, Gravis, serve-u, AVID, Geier-Tronic, SAP, Škoda, Bionade, Oktoberdruck, Echoo Konferenz Dolmetschen / Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB), Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Auswärtiges Amt (AA), Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ), Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), Heinrich-Böll-Stiftung (HBS), Allianz Kulturstiftung, ausländische Kulturinstitute (z.B. Pro Helvetia, Mondriaan Stiftung), Botschaften und Länderkultur institute (z.B. das Collegium Hungaricum Berlin, Bureau des Arts Plastiques, Botschaft von Kanada, Instituto Cervantes) Medienpartner: arte.tv, radioeins/rbb, die tageszeitung, Zitty Berlin, DE:BUG, Deutschlandradio Kultur, Berliner Fenster, unlike.net, freshmilk.tv Rechtsform: Projekt in der Trägerschaft der Kulturprojekte Berlin GmbH

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Die transmediale ist das führende Festival für Kunst und die kreative Anwendung digitaler Medien in Deutschland. Es versteht sich als internationale Plattform für die künstlerische Arbeit mit neuen Medien und ist ein jährliches Fachforum für internationale, nationale und lokale KünstlerInnen und Medienschaffende sowie ein breites, kunstinteressiertes Publikum, dessen große internationale Bedeutung weiter zunimmt. Insgesamt gesehen war die vergangene transmediale.10 die erfolgreichste seit Bestehen des Festivals. Die transmediale diskutiert und präsentiert avancierte künstlerische und theoretische Positionen zu den gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien und damit verbundene Fragen nach neuen Produktionsformen, Wissensvermittlung, sozialer Praxis und politischer Meinungsbildung. Die zunehmende Vernetzung unserer Lebenswelt mit Technologien sowie neue dynamische Formen der sozialen Interaktion sind Ausdruck für eine kulturelle Komplexität und ihre soziale, politische und ökonomische Praxis. Die transmediale widmet sich daher besonders der Entwicklung innovativer Formen der Kulturproduktion und digitaler Werkzeuge an der Schnittstelle lokaler und globaler Netzwerke, um den kritischen, kreativen und meinungsbildenden Umgang mit neuen Technologien zu fördern und unsere gegenwärtige Gesellschaft mitzugestalten. Schwerpunkte der transmediale bilden die Ausstellung, der Wettbewerb, die Konferenz, das Film- und Videoprogramm und die Publikationsreihe „transmediale parcours“. Darüber hinaus kooperiert sie mit dem ctm (club transmediale). Was 1988 im Rahmen des Berliner Filmfestivals „Berlinale“ als „VideoFilmFest“ gegründet wurde, entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem der international renommiertesten Festivals für Medienkunst. Gemeinsam mit dem Partnerfestival club transmediale wird die transmediale heute als kritisches und disziplinübergreifendes Festival auch in der Politik und Wirtschaft als Gradmesser für die von unseren digitalen Medien beeinflusste gesellschaftliche Entwicklung angesehen. Zu dieser Wertschätzung tragen u. a. die Konferenzen und Salonveranstaltungen bei, die seit 2008 wieder aus dem „Haus der Kulturen der Welt“ live ins Internet übertragen werden und namhafte Künstler, Aktivisten und Wissenschaftler wie Peter Greenaway,


ZIELGRUPPEN internationales Fachpublikum aus der Digital-, Medien- und Netzkunstszene; Schüler, Studenten aus Berlin-Brandenburg sowie von nationalen und internationalen Universitäten (kunst-, medienund kommunikationswissenschaftliche Studiengänge); Medienschaffende und Freiberufler der Kreativwirtschaft (Kunst, Medien, Design, IT); Kernzielgruppe: 26 – 35 Jahre; breites kunst- und kulturinteressiertes Publikum mit Affinität für neue Technologien, weltoffen und experimentierfreudig

ANGEBOT Rasmus Fleischer, Isaac Mao, Friedrich Kittler, Arthur Kroker, Steve Kurtz, Antonio Negri, Sheila Jasanoff, Humberto Maturana, Stelarc, Bruce Sterling und Steve Lambert präsentierten. Der transmediale Award ist einer der Höhepunkte des Festivals und zeichnet mit mehr als 1.500 Einreichungen aus 60 Ländern aktuelle, innovative und visionäre Kunstwerke aus, die in ihrer Konzeption und Ästhetik unser Verständnis und unser Verhältnis zur technologisch geprägten Gesellschaft thematisieren, hinterfragen und bereichern. Seit 2008 verleiht die transmediale darüber hinaus den Vilém Flusser Theory Award, einen Preis, der die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Hintergründe der künstlerischen Produktion stärker in den Mittelpunkt rückt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen international anerkannte Künstler wie Herman Asselberghs, Shilpa Gupta, Zhou Hongxiang, Istvan Kantor, Agnes Meyer-Brandis, Netochka Nezvanova, schoenerwissen und ubermorgen.com. Erstmalig in diesem Jahr schreiben die transmediale und Mozilla gemeinsam den Open Web Award aus, der radikale, offene und kreative Kunstwerke und Projekte auszeichnet, die im Internet stattfinden, freie und offene Technologien einsetzen und Partizipation und Zusammenarbeit fördern. Als bedeutender Dreh- und Angelpunkt für Kunst und digitale Kultur weltweit gehört es zu den zentralen Aufgaben der transmediale, neueste Strömungen und Kunstformen zu fördern und diese einem breiten Publikum im In- und Ausland zu vermitteln. Zu den Spezialisten der Szene, die aus der ganzen Welt anreisen, gesellt sich ein großes lokales Publikum, das die Chance nutzt, einmal im Jahr am Puls der globalen Medienkunst in Berlin teilzuhaben

HIGHLIGHTS 2010/2011

Werbereichweite: bis zu 1,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Zeitschriften/Printdokumentationen, A1-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Direktmailings, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort, Sponsorenwand, Trailer Tausenderkontaktpreis: 3,89 – 11,17 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 20.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Festival-Sponsor fördern Sie branchenexklusiv das gesamte transmedialeFestival. Neben einer hervorgehobenen Präsenz auf allen Werbemitteln der transmediale sind individuelle Gegenleistungen und eine inhaltliche Einbindung in das Festival möglich. Als Projekt-Sponsor unterstützen Sie einen Teil des Festivalprogramms oder eine konkrete Veranstaltung (Opening Ceremony, Award Verleihung, Kunstprojekte, Diskussionsreihen, Screenings, Workshops, Performances) und sind auf sämtlichen zugehörigen Werbemitteln präsent. Weitere individuelle Kooperationen sind nach Absprache möglich.

Beijing: transmediale Ausstellung „urban topos/edge city“ | Monatliche Workshopreihe zum Thema Kunst und Kreativwirtschaft | transmediale.11/ctm.11: 1. – 6. Februar 2011 | McLuhan in Europe 2011

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BRANDENBURG

Kulturland Brandenburg Die Dachmarke für kulturelle Vielfalt. Entdecken Sie Brandenburg neu. Mit uns! www.kulturland-brandenburg.de Standort: Potsdam Besucher pro Jahr: Ca. 300.000 – 350.000 Veranstaltungen pro Jahr: Ca. 300 Anzahl der Mitarbeiter: 5 Aktuelle Förderer und Sponsoren: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg; Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg; Sparkassen gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung (projektorientierte Förderung); Ostdeutscher Sparkassenverband (Hauptsponsor) Medienpartner: rbb Rechtsform: Eingetragener Verein (Dachmarke besteht seit 1998, der Verein Kulturland Brandenburg e.V. seit 2001) Jahresumsatz: 1,5 Millionen Euro

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Kulturelle und regionale Vielfalt Ob Ausstellungen, Konzerte, Theater- oder Filmprojekte, Bildende Kunst, Performances oder Stadtführungen – Brandenburg hat kulturell viel zu bieten: Historische Stadtkerne, Schlösser und Herrenhäuser, Klöster und Kirchen, zahlreiche Museen, technische Denkmale und eine reichhaltige Wasser-, Park- und Gartenlandschaft zeigen ein Land, das es mit seiner kulturellen und regionalen Vielfalt sowie seinem historischen Erbe zu entdecken lohnt. Entdeckungsreise und Spurensuche Die Dachmarke Kulturland Brandenburg nimmt sich dieser Vielfalt im Land rund um Berlin an und lädt die Brandenburger und ihre Gäste dazu ein, sich jedes Jahr zu einem neuen Motto auf Entdeckungsreise und Spurensuche zu spannenden Themen, interessanten Persönlichkeiten und authentischen, teilweise unbekannten Orten zu begeben. Dabei entstehen aus zahlreichen Kooperationen an den Schnittstellen zwischen Kultur, Bildung, Tourismus und Wissenschaft jedes Jahr aufs Neue vielfältige Projekte. Durch den interdisziplinären Ansatz und die dezentralen Aktivitäten trägt Kulturland Brandenburg zielgerichtet zur Förderung und Stärkung von Projekten und Einrichtungen im ländlichen Raum bei. 2007 zum Beispiel stand unter dem Aspekt „Fokus Wasser“ etwa die brandenburgische (Wasser-)Landschaft, ihr hoher Freizeitwert und die damit verbundenen kulturellen, touristischen und ökonomischen Potenziale für die Region im Mittelpunkt zahlreicher Veranstaltungen. Der Blick zurück ins Heute Dabei setzt Kulturland Brandenburg mit der Themenwahl häufig nachhaltige Akzente und ordnet historische Themen in den Kontext aktueller Fragestellungen ein. So wurde 2006 unter dem Motto „Horizonte. Kulturland Brandenburg 2006 | Baukultur“, ausgehend vom reichen Bestand an Baudenkmalen und historischen Stadtanlagen, ein Bogen zu Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur der Vor- und Nachkriegsmoderne bis hin zur Gegenwartsarchitektur geschlagen. 2008 wurde das Gegensatzpaar „Provinz und Metropole | Metropole und Provinz“ in all seinen demografischen, städtebaulichen und kulturellen Facetten mit neuen Tatsachen und ungewohnten Sichtweisen beleuchtet. Und im Jahr 2010 präsentieren sich Frauenpersönlichkeiten, die ihre Zeit und die Menschen in ihr prägten oder es gegenwärtig tun. Weitere Themen waren bisher unter anderem „Freiheit. Gleichheit. Brandenburg. Demokratie und Demokratiebewegungen“ (2009), „Landschaft und Gärten“ (2004) oder „Europa ist hier!“ (2003). Netzwerk der kulturellen Netzwerke Kulturland Brandenburg versteht sich als ein Netzwerk der kulturellen Netzwerke. Die kulturellen Akteure im Land können über eine zentrale Plattform in fachlichen Austausch treten und sich nachhaltig regional sowie thematisch vernetzen. So ist Kulturland Brandenburg zum Beispiel Träger des Kulturportals des Landes Brandenburg, das aktuelle Informationen aus Kulturpolitik und -praxis, Veranstaltungshinweise sowie Informationen zu Künstlern der Region und vieles mehr bietet. Dabei setzt Kulturland Brandenburg Schnittstellen sowohl zwischen den Akteuren im Land Brandenburg als auch zwischen Aktivitäten des Landes mit Projekten und Einrichtungen anderer Bundesländer, etwa durch das Engagement bei dem Verein Gartenland Brandenburg, der u.a. Gründungsmitglied des Gartennetz Deutschland e.V. ist.


HIGHLIGHTS 2010/2011 Themenjahr 2010 „Mut & Anmut. Frauen in Brandenburg – Preußen“ Themenjahr 2011 „Brandenburg zwischen Mythos und Moderne. Film, Kunst, Baukultur" (Arbeitstitel): Aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Filmstudios Babelsberg steht das moderne Leitmedium Film im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte werden Kunst und Architektur, u.a. der Klassischen Moderne, bilden.

ZIELGRUPPEN allgemein: Kunst- und Kulturinteressierte; Schwerpunkt: Tagestouristen aus Berlin und Bewohner der Region BerlinBrandenburg; speziell: Interessierte zum jeweiligen Themenjahr und an den Projekten vor Ort bzw. den jeweiligen Orten

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 11. Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Zeitschriften / Printdokumentationen, A1-, A2- und A3-Plakate, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailings, Einladungen, Internetportal, Pressemitteilungen und -konferenzen, Promotionstände Tausenderkontaktpreis: 2,47 – 9,10 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Partner von Kulturland Brandenburg e.V. engagieren Sie sich nachhaltig durch die Unterstützung von Institutionen im Land Brandenburg und die Förderung kultureller Projekte. Neben der Präsenz auf sämtlichen Werbemitteln ist nach individueller Absprache auch eine inhaltliche Einbindung bei Veranstaltungen möglich. Zudem erhalten Sie Kartenkontingente für diverse Veranstaltungen, kostenfreie Ausstellungsführungen und Stadtrundgänge sowie Hintergrundgespräche mit Akteuren aus Kultur und Tourismus. Wir bieten Ihnen außerdem die Teilnahme an Pressekonferenzen und öffentlichen Veranstaltungen sowie Ihre Werbepräsenz bei zentralen/dezentralen Veranstaltungen. Für Sie besteht die Möglichkeit, als Partner der Dachmarke Kulturland Brandenburg aufzutreten und/oder sich projektund zielgruppenspezifisch zu engagieren.

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BREMEN UND NIEDERSACHSEN

Das GartenKultur-Musikfestival im Nordwesten www.gartenkultur-musikfestival.de Standort: Bremen und Niedersachsen, ca. 45 Veranstaltunsgsorte: Gärten und Parks in der Stadt und auf dem Land, privat und öffentlich, idyllisch und originell Initiator: Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen e. V. Projektsteuerung: Projektallee GmbH Besucher pro Jahr: Ca. 16.000 Veranstaltungen pro Jahr: Ca. 50 Bisherige Förderer und Sponsoren: Senator für Kultur Bremen, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Oldenburgische Landschaft, Landschaftsverband Weser Hunte e. V., Metropolregion BremenOldenburg im Nordwesten e.V., RAG (Regionale Arbeitsgemeinschaft), EWE Stiftung, Bremer Landesbank, M+S Transportgesellschaft, GAR, Exxon Mobil, Hanse Wasser Medienpartner: Nordwestradio Rechtsform: Netzwerkkooperation unter dem Dach des Kommunalverbundes

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Faszinierende Gärten und stimmungsvolle Musik – das GartenKultur-Musikfestival lockt jedes Jahr im gesamten August tausende Besucher aus nah und fern in die Nordwestregion von Niedersachsen und Bremen. Das GartenKultur-Musikfestival ist ein regional sehr erfolgreiches Kooperationsprojekt. Kulturveranstalter, Vereine, private Gartenbesitzer und kommunale Institutionen – ganz verschiedene Interessensgemeinschaften arbeiten unter dem Dach des Kommunalverbundes Niedersachsen/Bremen e. V. zusammen, um den Besuchern ein Festival für alle Sinne zu bieten.


Die teilnehmenden Veranstalter organisieren ihre Events selbst, der Kommunalverbund übernimmt die Zusammenführung der einzelnen Veranstaltungen zur Festivalreihe „GartenKultur-Musikfestival im Nordwesten“ und ihre zentrale Bewerbung. Für diese besondere Kooperationsleistung wurde der Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen stellvertretend für alle Mitwirkenden im Jahr 2009 mit dem NordWest-Award der Bremer Landesbank ausgezeichnet. Der regionale Förderpreis belohnt Initiativen, die mit besonderer Tatkraft und Kreativität die Entwicklung der nordwestdeutschen Region fördern. Diese öffentliche Anerkennung zeigt nicht zuletzt, dass das GartenKultur-Musikfestival in den letzten acht Jahren zu einer renommierten und fest verankerten Größe in der Kulturszene gewachsen ist. Die gelebte Kultur von Kooperation, Gemeinsinn und Vielfalt erschafft eine herausragende, ausstrahlungsreiche und somit auch medienwirksame Kulturmarke. Die inhaltliche Idee des GartenKultur-Musikfestivals ist es, ein regionales Musikfestival an ganz besonderen Orten im Grünen anzubieten. Die als Veranstaltungsorte ausgewählten Gärten und Parks sind Teil der Route der GartenKultur oder vergleichbar zertifizierter Gartenrouten. Als besondere Highlights öffnen immer wieder bisher öffentlich nicht zugängliche Gärten ihre Tore, um ein außergewöhnliches Erlebnis für die Besucher anzubieten. Der besondere Reiz des Festivals liegt außerdem in der Vielfalt: Idyllische Gartenarchitekturen, malerische Alleen, romantische Privatgärten und stimmungsvolle Parks laden zum Verweilen und dem Genuss feinster Klassik, Jazz-, Folk-, Tango-, Blues- und Salonmusik ein. Begleitend zum Musikprogramm finden an vielen Orten Gartenführungen, Kunstausstellungen und Theateraufführungen statt. Die Festivalreihe hat in den vergangenen Jahren wesentlich zur Bereicherung der regionalen Kulturszene in der Nordwest-Region beigetragen. Bewohner und Besucher erleben ein vielfältiges Angebot kultureller Veranstaltungen. Die moderate Preisgestaltung bis hin zu eintrittsfreien Angeboten ermöglicht einer breiten Zielgruppe den Besuch der Konzerte. Familien, Tagesausflügler und Touristen genießen Jahr für Jahr besondere musikalische Momente unter freiem Himmel.

HIGHLIGHTS 2011 Im August 2011 wird erneut ein Festival mit vielfältigen musikalischen Perlen in idyllischen Gartenarchitekturen und stimmungsvollen Parks der Nordwestregion entstehen. Begleitend zum Musikprogramm finden an vielen Orten Gartenführungen statt.

ZIELGRUPPEN Aufgrund des vielfältigen musikalischen Programms, der kostenfreien bis moderaten Preisgestaltung und der wunderschönen Veranstaltungsorte erreicht das GartenKultur-Musikfestival ein breit interessiertes Publikum mit einem ausgedehnten Altersspektrum. Dies sind einerseits regional verankerte Erwachsene mit ihren Familien sowie mobile Gäste aus dem gesamten Nordwesten und eine Vielzahl an sommerlichen Touristen.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 5,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A2-Plakate, Programmhefte, Direktmailing, postalische Einladungen, Internetseite, Pressearbeit, Newsletter, Aufsteller und Promotionstände vor Ort Tausenderkontaktpreis: 0,94 – 4,65 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 25.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Engagieren Sie sich als Förderer oder Sponsor und unterstützen Sie das GartenKultur-Musikfestival! Neben der medienwirksamen Präsentation der Partnerschaft auf sämtlichen Werbemitteln profitieren Sie von der intensiven Pressearbeit über die Projektagentur sowie der Veranstalter vor Ort. Zudem stehen Ihnen Kartenkontingente für Ihre Gäste zum Empfang im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Festivals zu. Individualisierte Leistungspakete sind nach Absprache möglich.

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BREMEN

Universum® Bremen

www.universum-bremen.de Standort: Wiener Straße 1a, 28359 Bremen Besucher: 4 Millionen seit 2000 Innennutzfläche: 4.000 qm auf vier Ebenen im Science Center, 1550 qm in der SchauBox Außennutzfläche: Ca. 5.000 qm im EntdeckerPark Anzahl der Mitarbeiter: Ca. 150 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: AOK Bremen, Bionade GmbH, Sparkasse Bremen, swb AG, Zumtobel Lighting GmbH Medienpartner: Brunel GmbH, National Geographic Deutschland Bildungspartner: Bildungsverlag Eins Bildung von Anfang an, Bremische Evangelische Kirche, Deutsche Telekom Stiftung, Entdeckendes Lernen e.V., Finkenau Kindergärten e.V., Initiative "Haus der kleinen Forscher e.V.", KiTa Bremen, Landesinstitut für Schule, Senator für Bildung und Wissenschaft, Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Uni4Kita, Weiterbildung Uni Bremen Rechtsform: GmbH

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Seit einem Jahrzehnt bringt der „silberne Wal“ nun schon Besuchern die faszinierende Welt der Wissenschaft näher: Jahr für Jahr besuchen ungebrochen mehrere hunderttausend Gäste jeder Altersstufe das Universum® Bremen. Doch was macht die Faszination aus? Im Universum® wird der Besucher zum Akteur, kann wissenschaftliche Experimente ausprobieren und dabei spielerisch die Welt kennenlernen. Wissenschaftliche Phänomene aktiv mit allen Sinnen zu erleben, ist der Leitgedanke des Bremer Science Centers. Diese Interaktivität hat sich bewährt und wird von den Besuchern immer wieder gelobt. Das eigene Erleben, der individuelle emotionale Zugang und die eigenen Fragen bilden die Grundlage für das eigene Verstehen. Das Universum® will bei den Besuchern Neugierde wecken, sie zum Staunen verführen und Fragen provozieren. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Fragen führt die Besucher zu ihren eigenen Antworten. Im Science Center gibt es rund 250 Mitmach-Exponate zu den Themen Mensch, Erde und Kosmos. So kann man an einem riesigen Gong den Schall fühlen oder einen Tornado hautnah erleben. Auch die ganz jungen Besucher zwischen drei und acht Jahren kommen im Science Center auf ihre Kosten. Im Erdgeschoss befindet sich ein Kinderbereich namens Milchstraße, in dem Türme gebaut, Träume gelebt und Trickfilme erfunden werden können. Seit 2007 finden die Lernerlebnisse nicht nur drinnen, sondern auch draußen statt, denn das im Jahr 2000 eröffnete Science Center wurde um


einen Außenbereich namens EntdeckerPark und das Sonderausstellungsgebäude SchauBox erweitert. Der EntdeckerPark bietet verschiedene Stationen zum Thema Bewegung. Besucher aller Altersgruppen können hier an einem Erdxylofon ihr Rhythmusgefühl erproben und den 27 m hohen Turm der Lüfte erklimmen. In dem Erweiterungsbau namens SchauBox, ein rostrotes, würfelförmiges Gebäude, präsentiert das Universum® wechselnde Sonderausstellungen. Als Erstes wurde eine interaktive Schokoladenschau gezeigt. In der zweiten Erlebnisausstellung gingen die Gäste an über 60 Mitmach-Stationen und in fantasievoll inszenierten Räumen der Farb- und Formenpracht unserer Erde auf den Grund. Für Schulklassen bietet das Universum® Bremen umfangreiche Bildungsangebote. Das Besondere daran: In dieser Entdeckungswelt gibt es keine Führungen. Vielmehr bestimmen die Schülerinnen und Schüler in der ForscherZeit zu verschiedenen Themen ihren Weg, ihre Zeiteinteilung und ihre Herangehensweise selbst. So wird ein persönlicher Zugang zu den wissenschaftlichen Phänomenen und damit individuelles und vernetztes Lernen möglich. Spannende Veranstaltungsformate ergänzen das Angebot der Dauer- und Sonderausstellung. Speziell für Senioren bietet das Universum® Themennachmittage an. Die Vortragsreihe Science Time richtet sich dagegen an alle Altersstufen. Auch das jährliche Sommerprogramm mit Werkstätten und zahlreichen Sonderveranstaltungen bietet ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Unterschiedliche Science Shows mit spannenden Experimenten werden ganzjährig angeboten. Speziell für die kleinen Gäste gibt es im jährlich stattfindenden Kinder-Theaterstück verblüffende Versuche zu erleben. In den verschiedenen packenden und witzigen Geschichten mit berühmten Kinderbuchfiguren in der Hauptrolle werden auf spielerische Weise viele spannende Fragen beantwortet. Jedes Theaterstück wird in Zusammenarbeit mit der „Alte Liebe Produktionen“ speziell für das Universum® entwickelt. Beliebt sind auch das Café und Dinner im Dunkeln, bei denen Besucher mit vier ihrer fünf Sinne auf Entdeckungsreise gehen und zusätzlich Wissenswertes über den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen erfahren. Neu entwickelt wurde zudem das Science Dinner, ein faszinierender Abend mit fesselnden Experimenten, spannenden Einblicken in die Molekularküche und der Aufklärung beliebter Kochirrtümer. Auch Unternehmen und Organisationen bietet das Universum® Bremen vielfältige Möglichkeiten, um aus Veranstaltungen Erlebnisse werden zu lassen – und dauerhafte Erinnerungen. Denn wer im Universum® Bremen feiert oder präsentiert, beschert seinen Gästen ein unvergessliches Erlebnis.

HIGHLIGHTS 2010/2011 8. November 2010 – 28. Januar 2011: Sonderausstellung „Energy Island – Erneuerbare Energien entdecken“ Ab März 2011: Sonderausstellung „kopfüber herzwärts“

ZIELGRUPPEN Familien, Kinder und Jugendliche; Erwachsene; Senioren; Schulklassen; Touristen; Reisegruppen; Unternehmen, die das Universum® für Events nutzen

ANGEBOT Werbereichweite: 20 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Eintrittskarten, Imageflyer, Flyer für Sonderveranstaltungen, Anzeigen, Beilagen, Postkarten, Newsletter, Mailings, Ausstellungsbroschüre, Messen und Promotion, Postwurfsendungen, Plakate, Banner und Großflächen, Funkwerbung, Verkehrsmittelwerbung, Internetseite. Tausenderkontaktpreis: 24,00 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Übernahme einer Patenschaft für einen permanenten Ausstellungsbereich; Übernahme einer Patenschaft für eine Sonderausstellung; Übernahme der Patenschaft für ein Exponat; Übernahme der Patenschaft für ein Sonderprogramm (Beispielsweise: Science Shows, Science Theater, Dinner im Dunkeln, Café im Dunkeln); Übernahme von Patenschaften für Bildungsprojekte im Bereich „Forschendes und entdeckendes Lernen“ Gemeinsam werden mit den Partnern individuelle Konzepte ausgearbeitet.

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HAMBURG

HipHop Academy Hamburg Ein Projekt des Kulturpalast Hamburg KPH www.kph-hamburg.de | www.hiphopacademy-hamburg.de Standort: Hamburg-Billstedt, 79 Außenstellen des Kulturpalastes in ganz Hamburg, davon 31 der HipHop Academy Hamburg Besucher pro Jahr: 185.000 Innennutzfläche: 1.750 qm Vorstellungen pro Jahr: 300 Anzahl der Mitarbeiter: 31 Veranstaltungen der Academy: 75 Veranstaltungen mit über 22.500 Besuchern pro Jahr Students: 450 Students in 52 Kursen Bisherige und aktuelle Förderer: Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Haspa Hamburger Sparkasse, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH und Co. KG, BuhckStiftung, propellerhead, steinberg, edel AG, optimal media production Auszeichnungen: Inventio für innovative musikpädagogische Projekte (2007), Hamburger Stadtteilkulturpreis (2008), Ausgewählter Ort 2010 in Deutschland Land der Ideen Medienpartner: Backspin und Bronx Rechtsform: Eingetragener Verein

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Die HipHop Academy Hamburg ist ein deutschlandweit einzigartiges Non-Profit Projekt für Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren. Seit 2007 bietet sie ein kostenloses Trainingsprogramm in allen relevanten Sparten der HipHop Kultur: Breakdance, Graffiti, DJing, Rap, Beatbox, Producing und Newstyle-Dance. Jugendliche können jederzeit in die Kurse einsteigen und erhalten eine individuelle Förderung. Kerngedanke der HipHop Academy Hamburg ist es, den teilnehmenden Jugendlichen eine langfristige Talentförderung anzubieten. In Form eines dreistufigen Ausbildungsprogramms erhalten die Teilnehmer eine systematische Förderung gemäß ihres Leistungsstandes, um sich kontinuierlich vom Level 1 (Anfänger) bis hin zur Masterclass entwickeln zu können. Ziel der Zusammenarbeit mit den Jugendlichen ist, Rap-Stücke, Tanz-Choreografien und Beatbox-Shows zu entwickeln und für Theater, Bühnen und Events zu produzieren. Dabei wird von Beginn an ein hohes professionelles Engagement von den Jugendlichen erwartet. Für die Academy ist es von substanzieller Bedeutung, die HipHop Kultur und ihre Disziplinen in authentischer Form zu vermitteln. Daher arbeiten im Rahmen des Projektes ausschließlich Trainer mit den Jugendlichen, die hohes Ansehen in der HipHop Szene genießen und als Virtuosen in ihrer Disziplin gelten. So bilden Mirko Machine, Storm, Spax, Sleepwalker, Stok La Rock, Bee Low, Beat Boy Delles, Tasek, Davis, Tony Winchester, Pash Macintosh und viele andere eines der besten Trainerteams in ganz Deutschland. „HipHop ist die weltgrößte Jugendkultur aller Zeiten, sie ist Heimat und Orientierung für Jugendliche aller Nationalitäten. Die HipHop Academy Hamburg bietet jungen HipHop Künstlern die Möglichkeit, ihr Talent mit Unterstützung von hochkarätigen Trainern auszubauen und auf eine professionelle Ebene zu bringen. Ich freue mich über jede Förderung, denn Sie ermöglicht Hilfe für Jugendliche mit schlechten Startchancen, die ansonsten bedroht sind, aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!“ Dörte Inselmann, Intendantin und Geschäftsführerin der HipHop Academy Hamburg

Der Kulturpalast Hamburg KPH Seit der Gründung im April 1980 hat sich der Kulturpalast sehr dynamisch entwickelt. Lagen die Anfänge noch in einem kleinen 70 qm Laden ohne Heizung und Strom, so bespielt der Kulturpalast mittlerweile ganz Hamburg. Über 185.000 Besucher erreicht er jährlich mit seinen 300 Veranstaltungen und 370 Angeboten der kulturellen Bildung im Kulturzentrum Wasserwerk und mit den Projekten HipHop Academy und Klangstrolche. Der KPH will ungesehene kulturelle Potenziale für ganz Hamburg erschließen, um Qualifizierungsmöglichkeiten zu entwickeln. Seit 2007 haben sich die deutschlandweit einzigartigen Leuchtturmprojekte HipHop Academy Hamburg und Klangstrolche beispiellos entwickelt: In insgesamt 79 Außenstellen werden derzeit 1.000 Klangstrolche und 450 Teilnehmer der HipHop Academy Hamburg gefördert – Jugendliche und Kinder, die häufig aus gefährdeten und sozial schwachen Milieus stammen.


HIGHLIGHTS 2010/2011 Für die HipHop Academy Hamburg stehen im Herbst 2010 Auftritte mit den im Sommercamp erarbeiteten Shows an, u.a. in Stade und auf Hamburger Bühnen. Mit Kooperationspartnern aus Marseille wird eine Show erarbeitet, die in den Fliegenden Bauten aufgeführt wird. Im Frühjahr 2011 können sich Jugendliche wieder in sogenannten Battles für das Sommercamp 2011 qualifizieren, das in den Schulferien stattfindet. Die dort erarbeiteten Shows werden abschließend auf einer großen Hamburger Bühne präsentiert und gehen deutschlandweit auf Tournee. Für die Rapper, DJs und Producer stehen mindestens zwei CD-Produktionen an. Seit Sommer 2010 gibt es ein Ensemble, bestehend aus den zehn herausragendsten Talenten der HipHop Academy Hamburg, die in Kooperationen mit namenhaften Choreografen Shows erarbeiten (Premiere auf der EXPO in Shanghai). Für das Frühjahr 2011 ist eine Zusammenarbeit mit dem Ensemble Resonanz, dem Ensemble in Residence der Laeiszhalle – Musikhalle Hamburg, geplant.

ZIELGRUPPEN Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren, Familien mit Kindern und Jugendlichen, Interessierte an Jugendkultur/HipHop.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Trainingskalender, Programmhefte, Flyer, Postkarten, CDs, DVDs, Internetseite, T-Shirts Tausenderkontaktpreis: 2,99 – 16,69 Euro Wert der Partnerschaft: 500 – 100.000 Euro

Fotograf: Jan-Rasmus Lippels

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Sie haben die Möglichkeit, einen der verschiedenen Förderfonds der HipHop Academy Hamburg zu unterstützen. Zur Auswahl stehen beispielsweise Stipendienfonds, Ensemble- oder Konzertfonds ab einer Fördersumme von 5.000 Euro. Die Gegenleistungen der HipHop Academy Hamburg reichen von Kartenkontingenten für Ihre Mitarbeiter bis zu einer Corporate Show für Ihr Unternehmen. Ein detailliert abgestimmter Leistungskatalog sorgt für ausgewogene, nachhaltig wirksame und individuelle Gegenleistungen.

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HAMBURG

Klangstrolche Ein Projekt des Kulturpalast Hamburg KPH www.kph-hamburg.de | www.wir.klangstrolche.de Standort: Hamburg-Billstedt, 79 Außenstellen des Kulturpalastes in ganz Hamburg, davon 48 des Projektes Klangstrolche Besucher pro Jahr: 185.000 Innennutzfläche: 1.750 qm Vorstellungen pro Jahr: 300 Auftritte von KlangstrolchGruppen pro Jahr: 45 Klangstrolch-Lehrer: 77 Bisherige und aktuelle Förderer: Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Hamburger Sparkasse, Otto Wulff Bauunternehmung GmbH & Co. KG, BuhckStiftung, Margret Dworak Stiftung, Yamaha Academy of Music, Bankhaus Metzler seel. Sohn und Co.KG, Philip Moffat Auszeichnungen: Inventio für innovative musikpädagogische Projekte (2007) Anstiften! – Jubiläumsinitiative der Körberstiftung (2009) Rechtsform: Eingetragener Verein

Die ersten sechs Lebensjahre sind entscheidend Jedem Kind Musik – in Billstedt und ganz Hamburg. Schon 1.000 Klangstrolche machen mit! Gemeinsames Ziel des wachsenden Partnernetzwerkes mit derzeit 48 Kindereinrichtungen ist es, durch eine systematische Förderung eine flächendeckende Grundversorgung an musikalischer Bildung und eine wirkungsvolle Potenzialförderung für alle Kinder zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr zu erreichen. Kinder und ihre Familien, besonders aus bildungsfernen Schichten, erhalten einen regelmäßigen Zugang und lernen Nutzen und Freude von Musik kennen. Der Kulturpalast als Projektträger versorgt die Partner mit einer klingenden Grundausstattung (Instrumente, Lehrmaterial), bildet die Erzieher fort und veranstaltet ein begleitendes Konzertprogramm, die halbjährlichen „Kongresse der Klangstrolche“ sowie einen regelmäßigen Fachaustausch mit den Partnern. Initiiert 2007, werden jährlich zwölf neue Einrichtungen in das Netzwerk aufgenommen und Erzieher und Ehrenamtliche zu Klangstrolch-Lehrern ausgebildet. „Leider haben heute viele Kinder keine guten Startchancen. Wir wollen so weit wie möglich Kindern die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung geben. Darin sehen wir unsere Verantwortung, für die wir Ihre Unterstützung benötigen. Jede Hilfe zählt und ist wichtig. Werden Sie Förderer und unterstützen Sie die Klangstrolche. Herzlichen Dank!“ Dörte Inselmann, Geschäftsführerin des Projekts Klangstrolche

Eigene Marke schafft Qualität und Identifikation Mit einem kompetenten Netzwerk aus sogenannten „Strolchereien“ wird das gemeinsame Ziel einer flächendeckenden musikalischen Frühförderung umgesetzt. Die Strolchereien sind Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Elternschulen und Kindergärten, die sich der Einhaltung von Qualitätskriterien verpflichtet haben. Die Erzieher werden in den anerkannten Methoden Musikgarten (IfeM Mainz) und SimSaLaBim (YAMAHA) ausgebildet und bieten wöchentlichen Musikunterricht an. Damit erzielt das Projekt Nachhaltigkeit durch kontinuierliche musikalische Bildung ab dem frühest möglichen Zeitpunkt und unterstützt die ganzheitliche Entwicklung von Kindern für bessere Bildungschancen. Mit der laufenden Einbindung der Strolchereien und mit den Figuren der Klangstrolche Dore, Mifa, Sola, Tido wird eine hohe Identifikation der Kinder mit dem Projekt geschaffen.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Das Projekt Klangstrolche wird im Oktober 2010 sowie im März und Oktober 2011 jeweils über eine Woche Kongresse der Klangstrolche mit über 90 Workshopangeboten für alle Klangstrolche anbieten. Künstler, Musikpädagogen, Erzieher und Ehrenamtliche leiten in der Kongresswoche Workshops, die zum Musizieren, Singen und Tanzen anleiten. Bei den Kongressen wird mit einem Besucherdurchlauf von ca. 1.100 Gästen gerechnet. Neben den Kongressen wird ein monatlich abwechselndes Konzert- und Theaterprogramm organisiert, das sich als kostenloses Angebot an alle Klangstrolche wendet. Im Dezember 2010 findet das erste Gipfeltreffen der Klangstrolche als öffentliche Veranstaltung auf einer Hamburger Bühne statt.

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ZIELGRUPPEN Kinder zwischen dem ersten und sechsten Lebensjahr, Kinder und Familien, besonders aus bildungsfernen Schichten.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Plakate, Flyer, T-Shirts, Handpuppen, Spendenzahlschein, DVDs, Internetseite Tausenderkontaktpreis: 2,99 – 16,69 Euro Wert der Partnerschaft: 500 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Sie haben die Möglichkeit, das Projekt gezielt durch die Unterstützung von spezifischen Themen-Fonds zu fördern oder direkt eine Patenschaft für einzelne Klangstrolche zu übernehmen. Zur Auswahl stehen sieben Fonds für musikalische Frühförderung mit einem Gesamtvolumen von 320.000 Euro p.a. Sie entscheiden entsprechend Ihres Budgets, Ihrer Unternehmensphilosophie und Förderrichtlinen, ob Sie sich etwa am Strolcherei-Ausbildungsfonds (6.000 Euro p.a.) beteiligen oder den Fonds „Konzerte, Exkursionen und Kongresse der Klangstrolche“ fördern möchten (30.000 Euro). Als Gegenleistung bietet das Projekt Klangstrolche klar gestufte Leistungen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, eine Aufnahme in das FördererNetzwerk sowie einen Auftritt der Klangstrolche in Ihrem Haus. Detaillierte Informationen zu weiteren Fonds und zur Einbindung Ihres Unternehmens bzw. Ihrer Stiftung in die Projektkommunikation werden bereitgestellt.

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MECKLENBURG-VORPOMMERN

OZEANEUM

trend marke ®

des Jahres

2OO8

Lebensräume im und am Meer www.ozeaneum.de Bisherige Standorte: MEERESMUSEUM, Katharinenkloster, Stralsund NATUREUM, Leuchtturm Darßer Ort; NAUTINEUM, Insel Dänholm zwischen Stralsund und Rügen Ausstellungen pro Jahr inkl. Wanderausstellungen: 8 Besucher pro Jahr bei bisherigen 3 Standorten: 600.000 Prognostizierte Besucher p.a. OZEANEUM: 550.000 – 850.000 Bisherige Partner und Förderer: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wirtschaftsministerium MecklenburgVorpommern, Hansestadt Stralsund, Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Land Mecklenburg-Vorpommern mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Greenpeace, World Wide Fund for Nature, Nordmann Unternehmensgruppe, Stadtwerke Stralsund, Hansedom Stralsund und weitere Firmen und Institutionen der Region Medienpartnerschaften & Verlagskooperationen: NDR-Fernsehen und Radio, Ostsee-Zeitung, Jahr Top Special Verlag (u.a. Tauchen, Segeln, 4 Angelmagazine), mare-Verlag, ZDF „Tierische Kumpel“ Messeteilnahmen: u.a. ITB, Reisen Hamburg, Boot Düsseldorf, RDA Köln, TUR Göteborg, Reisemarkt Dresden Rechtsform: Deutsches Meeresmuseum Stiftung bürgerlichen Rechts, Ozeaneum gemeinnützige GmbH Das Deutsche Meeresmuseum ist Mitglied im Konsortium Deutsche Meeresforschung.

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„Am 11. Juli 2008 eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel den größten vom Bund geförderten Museumsneubau in Deutschland: Das OZEANEUM am Hafen der UNESCO-Welterbestadt Stralsund. Mit Fertigstellung dieser architektonischen Meisterleistung von Behnisch + Partner vergrößerte die Blaubuch-Einrichtung Deutsches Meeresmuseum seine Ausstellungsfläche um ein vielfaches. Das OZEANEUM Stralsund entwickelte sich zu einem Besuchermagneten ersten Ranges. Dem Deutschen Meeresmuseum gelang dadurch im Jahr 2009 mit über 1,2 Mio. Besuchern der Sprung auf den dritten Platz der besucherstärksten Museen in Deutschland. Das OZEANEUM kalkuliert – um sich selber wirtschaftlich tragen zu können – mit 550.000 Besuchern und wird damit nicht nur eine erstrangige Kultur- und Bildungseinrichtung, sondern zu einem touristischem Highlight für Gäste aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland. In den ersten 12 Monaten strömten bereits gut eine Million Besucher in das OZEANEUM. Die umfangreiche Berichterstattung in Fernsehen, Radio, Magazinen, Zeitungen und Internet sowie Werbung und ein eigener Vertrieb haben die Menschen bundesweit und im nahen Ausland neugierig auf eine Unterwasserreise durch die nördlichen Meere gemacht. Zu einem Urlaub an der Küste gehört das OZEANEUM für viele Menschen einfach dazu. Der Einzugsbereich für Tages- und Wochenendausflüge umfasst die Metropolen Hamburg, Berlin und Stettin. Ein wesentlicher Besuchermagnet sind die großen, zum Teil sogar schon spektakulären Aquarien, die als lebendige Ergänzung der attraktiven Ausstellungen anzusehen sind. Die zentralen Elemente der Ausstellungen sind Exponate, darunter viele Originale und Unikate aus unseren umfangreichen Sammlungen. Moderne und interaktive Medien stellen eine sinnvolle Ergänzung dar. Wir möchten Sie für unsere Vision vom OZEANEUM begeistern und mit Ihnen als Partner gemeinsam den Lebensraum Meer erlebbar machen und unsere Besucher für die Erforschung und den Schutz der Meere sensibilisieren. Insbesondere die innovativen Pläne zur Präsentation der Themen „Erforschung und Nutzung der Meere“ sowie „Weltmeer“ können wir erst gemeinsam mit einem engagierten Partner umsetzen. Ein weiteres attraktives Sponsoringumfeld ist die Pinguinanlage, die wir seit Sommer 2010 auf der Dachterrasse unseres „Meer für Kinder“ eröffnet haben. Das OZEANEUM in Stralsund ist „Europas Museum des Jahres 2010“ und steht damit in einer Reihe mit dem Guggenheim Museum in Bilbao und anderen Top-Museen in Europa. Direkt am Meer gelegen ist das OZEANEUM der ideale Standort für Kongresse, Konferenzen, Tagungen, Incentives, Seminare und Events aller Art. Hervorzuheben sind der Mehrzwecksaal für bis zu 300 Personen im historischen Speicher und die Halle „1:1 Riesen der Meere“. Hier unter den Walen setzen wir unsere erfolgreiche Konzertreihe „Kultur und Meer“ mit dem Theater Vorpommern mit anspruchsvollen und beliebten Orchesterwerken sowie die Reihe „Film und Meer“ fort. Mit Bistro und Bar sowie Cateringservice haben wir mit dem Radisson Blu Hotel Stralsund einen kompetenten Gastro- und Veranstaltungspartner an unserer Seite.“ Dr. Harald Benke, Direktor Deutsches Meeresmuseum


ZIELGRUPPEN bundesweit alle Altersgruppen, insbesondere Familien; Tages- und Wochenendausflügler inklusive Polen und Skandinavier; Schulklassen; einkommensstarke Kulturtouristen und bildungsorientierte Senioren; Wassersportler (Taucher, Segler, Angler)

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 52,7 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Imageplakate (A3, A1, Großfläche), Einladungen, Museumsführer, Eintritts karten, Flyer, Website, Branding der Mitarbeiterkleidung, aktive Einbindung bei Veranstaltungen, MerchandisingProdukte, gemeinsame Pressekonferenzen, Nennung in TV und Hörfunk, Newsletter, halbjährliche Besucherzeitung „MeerBlick“, Websites www.ozeaneum.de, www.kindermeer.de, Eintrittskarten Tausenderkontaktpreis: 18,97 Euro Wert der Partnerschaft: 50.000–1.000.000 Euro

Fotos: Johannes-Maria Schlorke

HIGHLIGHTS 2010/2011 Ausstellungen: Weltmeer – Vielfalt des Lebens: eine Ausstellung über die Artenvielfalt im Lebensraum Meer; Die Ostsee: größte Ostseeausstellung Europas; Erforschung und Nutzung der Meere: das Zukunftsthema in seiner ganzen Breite; Meer für Kinder: für die jüngsten Besucher mit interaktiven Spiel- und Lernelementen und einer Pinguinanlage; 1:1 Riesen der Meere: weltweit größte Walausstellung, Nachbildungen in Originalgröße, u.a. ein 26 Meter langer Blauwal Aquarien: 40 Aquarien zu den nördlichen Meeren: Tunnelaquarium, Schwarmfischbecken mit einer 10 x 5 m großen Panoramascheibe und 2,6 Mio. Litern Fassungsvermögen

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Premiumpartnerschaft: Sie werden „Offizieller Partner des OZEANEUMS“ für die Dauer von 1 – 3 Jahren. Ausstellungspartnerschaft: Sie unterstützen und/oder präsentieren eine Ausstellung über die gesamte Dauer. Presentingsponsorship: Sie präsentieren dauerhaft eines der außergewöhnlichen Aquarien oder die Pinguinanlage. Eventsponsorship: Sie unterstützen einzelne Events oder Veranstaltungsreihen. Namenspatronat: Sie geben einer spektakulären Räumlichkeit im OZEANEUM Ihren Namen.

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NIEDERSACHSEN

Morgenland Festival Osnabrück

www.morgenland-festival.com Standort: Osnabrück, sowie wechselnde Gastspielorte wie Berlin, Teheran/Iran, Nazareth/Israel, Damaskus/Syrien, Amman/Jordanien, etc. Besucher pro Jahr: 3.000 – 8.000 Veranstaltungen pro Jahr: 10 – 25 Anzahl der Mitarbeiter: 9 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Auswärtiges Amt, Bundesbeauftragter für Kultur und Medien, Kulturstiftung des Bundes, Baku – Kulturhauptstadt der Islamischen Welt 2009, Damaskus – Kulturhauptstadt der Arabischen Welt 2008, Deutsche Telekom, Hinrichs FotoFactory, Stiftung Niedersachsen, NDR – Musikförderung in Niedersachsen, Niedersächsische Lottostiftung, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Sievert Baustoffgruppe, Sparkasse Osnabrück, Stadtwerke Osnabrück, u.a. Medienpartner: Deutsche Welle, Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Die Zeit, Neue Osnabrücker Zeitung, NDR 1 Niedersachsen, Qantara – Dialog mit der Islamischen Welt Rechtsform: Zusammenschluss der Stadt Osnabrück – Kommunale Gebietskörperschaft – mit dem gemeinnützigen Kultur- und Kommunikationszentrum Lagerhalle Osnabrück e.V.

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Das Morgenland Festival Osnabrück wurde 2005 gegründet und erspielte sich innerhalb kürzester Zeit einen herausragenden Ruf unter den internationalen Musikfestivals. Vernetzt mit Musikinstitutionen weltweit, ist das jährliche Festivalprogramm repräsentativ für die gegenwärtige Musikkultur des Nahen und Mittleren Ostens, von traditioneller Musik bis Avantgarde, von klassischer Musik bis HipHop. Die Musikprojekte werden von Ausstellungen, Lesungen, Vorträgen und Workshops begleitet. Eigenproduktionen des Festivals, wie das Morgenland Chamber Orchestra mit Musikern aus dem Iran, Aserbaidschan, Syrien und Deutschland oder die Konzerte der Syrian Bigband mit Solisten aus aller Welt, gehen nach der Uraufführung in Osnabrück auf Tournee zu Spielorten wie Berlin, Damaskus, Amman, etc. Langjährige Kooperationsprojekte, wie der jährliche Schüleraustausch zwischen der BarenboimSaid-Musicschool Nazareth und der Musik & Kunstschule Osnabrück oder die Orchesterpartnerschaft zwischen dem Tehran Philharmonic Orchestra und dem Osnabrücker Symphonieorchester, gehören zum Festivalkonzept. Nicht zuletzt durch die Gastspiele des Tehran Symphony Orchestra in Deutschland – mit Werken persischer Komponisten aber auch von Beethoven, Tschaikowsky und Frank Zappa – und des Osnabrücker Symphonieorchesters in Teheran erlebte das Festival eine außergewöhnliche Publikums- und Presseresonanz. Von New York Times bis Hindu Post, von Australian News bis Syria Times widmen viele der großen Medien in Ost und West dem Morgenland Festival Osnabrück ihr Gehör. Mehrere Dokumentarfilmproduktionen entstanden im Umfeld des Festivals sowie eine Vielzahl deutscher und internationaler TV-Beiträge. Michael Dreyer, künstlerischer Leiter des Morgenland Festival Osnabrück, erhielt den Praetorius Musikpreis 2009 des Landes Niedersachsen in der Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis“. „Es geht um einen musikalischen Dialog, in dem sich die Reichtümer der verschiedenen Kulturen entfalten, einander beflügeln und etwas Neues, Drittes, nie Dagewesenes entsteht. Für mich ist dies ein wesentlicher Beitrag zur Avantgarde in der Musik des 21. Jahrhunderts.“ Michael Dreyer

HIGHLIGHTS Morgenland Chamber Orchestra mit Musikern aus Iran, Syrien, Aserbaidschan, Deutschland, Kooperationen des Osnabrücker Symphonieorchesters mit dem Tehran Philharmonic Orchestra, zahlreiche Europa-Premieren (Syrian Bigband, Tehran Philharmonic Orchestra, Tehran Underground Rock, Uigurische Rockmusik) und Auslandspremieren (Iran-Premiere der Johannes-Passion)


ZIELGRUPPEN Kultur-, reise- und politikinteressiertes Publikum aller Altersstufen (Durchschnittsalter ca. 40 Jahre), überwiegend höheres Bildungs- und Einkommensniveau, teilweise mit Migrationshintergrund sowie einkommensstarke Kulturund Städtetouristen.

ANGEBOT Werbereichweite:bis zu 20,6 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A0-, A1-, A2und A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Anzeigen, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Pressearbeit, inhaltliche Einbindung, Aufsteller, Banner oder Promotionstände vor Ort Tausenderkontaktpreis: 4,84 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumpartner unterstützen Sie das gesamte Veranstaltungsprogramm. Als Projektpartner unterstützen Sie eine Auswahl an Veranstaltungen und als Eventpartner entscheiden Sie sich für die Unterstützung einer einzelnen Veranstaltung des Gesamtprogramms. Entsprechend Ihrer gewählten Partnerschaft erhalten Sie umfangreiche Möglichkeiten der Darstellung für Ihr Unternehmen bei den Veranstaltungen, in den Printmedien des Morgenland Festival Osnabrück sowie auf dessen Homepage. Des Weiteren erhalten Sie Freikartenkontingente und können eigene Veranstaltungen im Rahmen des Festivals durchführen. Es besteht ein Interesse an weiteren Medienpartnerschaften.

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NIEDERSACHSEN

phæno

kultur marke ®

des Jahres

2OO7

www.phaeno.de Standort: Wolfsburg, direkt neben dem Hauptbahnhof Innennutzfläche: 9.000 qm (inkl. Restaurants, Shop und Nebenräumen) Außennutzfläche: 3.000 qm (teilweise überdacht) Ausstellungsfläche: 5.900 qm Besucher pro Jahr: Im Schnitt 250.000 Träger: Stiftung phæno Eigentümer des Geländes: Stadt Wolfsburg Medienpartner: Geo, Geolino Medienpartner im Rahmen von Sonderveranstaltungen: DE:BUG, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Norddeutscher Rundfunk Sponsoren und Förderer: Volkswagen AG, Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, Wolfsburg AG Mitarbeiter: Ca. 80 Rechtsform: gGmbH

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„Vater“ des phæno ist Dr. Wolfgang Guthardt, der im Jahre 1998 als damaliger Kulturdezernent der Stadt Wolfsburg die Idee in den Rat der Stadt einbrachte, als Drehscheibe zwischen Bahnhof, City und Autostadt im Schaufenster der Stadt an der ICE-Linie ein besonderes Science Center zu errichten. Aus dem im Jahre 2000 ausgeschriebenen Wettbewerb ging Zaha Hadids gewagter Entwurf als Sieger hervor. Nach rund vierjähriger Bauzeit konnte das phæno schließlich im November 2005 eröffnet werden. Deutschlands einzigartige Experimentierlandschaft begeistert mit ihren vielfältigen interaktiven Exponaten aus Natur und Technik und ihrem einzigartigen Architekturerlebnis täglich neue Besucher. Familien, Schüler, Manager, Arbeiter, Ästheten, Wissenschaftler und Architekten kommen gleichermaßen auf ihre Kosten – frei nach dem Motto „phæno – da staunst du.“ Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik zum Staunen und Ausprobieren bilden den Schwerpunkt des phæno. Rund 350 solcher interaktiven Stationen – darunter 40 von internationalen Künstlern gestaltete so genannte ArtWorks – sind in der Ausstellung des Hauses zu finden. Daneben werden Programme in den Laboren und dem Wissenschaftstheater angeboten: Workshops, Shows und Vorträge finden dort regelmäßig statt. Ergänzend zur Dauerausstellung werden seit Herbst 2007 zweimal jährlich attraktive Sonderausstellungen präsentiert. Nach der „Stromzeit“ mit spannenden Phänomenen rund um das Thema Energie zeigte die „PhantasieMechanik“ eine einmalige Zusammenstellung kinetischer Skulpturen von 14 internationalen Künstlern. In der ausgefallenen Mitmachausstellung „SteinZeit“ wurde mit der längsten freitragenden Brücke und dem längsten Containerschiff aus LEGO Steinen sogar ein Weltrekord aufgestellt. Nach der Sonderausstellung „SpürSinn“, die Besucher mit Wahrnehmungs-Phänomenen verblüffte, wurde das hochaktuelle Thema Biotechnologie in der Sonderausstellung „Bausteine des Lebens“ aufgegriffen. Im Jubiläumsjahr 2010 begeistert phæno mit der neuen Wasserlandschaft „Element Wasser“ auf 250 qm Fläche mit drei großen Bassins speziell für die Zielgruppe der Kinder von 3 – 12 Jahren und einer Vielzahl von Wasserkunstwerken die großen und kleinen Besucher. Ferner wird der Alltagsgegenstand Spiegel in einer Sonderausstellung für faszinierende Spiegelbilder sorgen. Zudem wurde mit Robo & Co. die Ausstellung mit zwölf neuen Exponaten aus den Sammlungen von Science Centern weltweit erweitert. In 2011 werden die Besucher in einer Sonderausstellung mit spielerischen Exponaten zur körperlichen Bewegung motiviert. Mit seiner außergewöhnlichen Architektur sowie seiner zentralen Lage ist das Haus prädestiniert für Firmenveranstaltungen und -präsentationen. Draußen und trotzdem drinnen – die Conehall des phæno, der überdachte Bereich unterhalb des Gebäudes, bietet zusätzlichen Raum für Events. Dort fanden auch Live-Übertragungen zur Fußball-WM 2006 und zur EM 2008 mit bis zu 3.000 Besuchern pro Veranstaltung statt. Verschiedenste Unternehmen und Organisationen nutzten phæno bisher als Veranstaltungsort: So präsentierte hier beispielsweise Volkswagen sein neues Produkt Golf Variant im Rahmen einer elftägigen Veranstaltungsreihe der Weltpresse. Neben Galadiners, Tagungen und Kongressen fanden in Zusammenarbeit mit dem italienischen Kulturinstitut auch schon die Feierlichkeiten zum italienischen Nationalfeiertag in der Experimentierlandschaft statt. Die Stimmen von Opernstars der Mailänder Scala füllten bei dieser Gelegenheit die landschaftsartige Architektur.


ZIELGRUPPEN Familien, Kinder und Jugendliche, Erwachsene sowie Senioren als Freizeitbesucher; Schulklassen und deren LehrerInnen, die phæno als Ort außerschulischen Lernens nutzen; Kindergartengruppen und ErzieherInnen; Unternehmen, welche die außergewöhnliche Architektur des Hauses sowie die interaktiven Ausstellungen für Events mit Mehrwert für ihre Gäste schätzen

ANGEBOT © Jan Grothklags

Werbereichweite: bis zu 22,8 Mio. Brutto-Werbekontakte pro Jahr insbesondere in Nord/Nord-OstDeutschland Werbemittel: Imageflyer (Verteilung z.B. per Versand, Verteildienst, auf Messen/Veranstaltungen, inhouse), Internetseite, Plakate, Anzeigen, Postkarten und Handzettel, Programmbroschüre für Schulen (Aussendung an rund 14.000 Schulen, Verteilung inhouse und auf Messen/ Veranstaltungen), Programmflyer Sonderprogramme (Verteilung z.B. per Versand, Verteildienst, auf Messen/ Veranstaltungen, inhouse), Austellungsausschilderung (Stelen), Banner für Sonderaktionen Tausenderkontaktpreis: 21,91 Euro Wert der Partnerschaft: 50.000–500.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Premiumpartner sind im phæno sowohl innerhalb der Ausstellung als auch auf Printprodukten und bei Außenauftritten wie z.B. Messen, vertreten. Weiterhin besteht für Sponsoringpartner von phæno die Möglichkeit, das Bauwerk beispielsweise für Veranstaltungen, Präsentationen, Fotoshootings, etc. zu nutzen. Neben dem generellen Sponsoring sind auch Zustiftungen oder Projektpartnerschaften, z.B. für Themenschwerpunkte oder Sonderausstellungen, möglich.

© Arne Weychardt im Auftrag der Bertelsmann Stiftung

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Akademie Off-Theater nrw Vermittlung von Theater, Tanz und Kultur www.off-theater.de Standort: Neuss, Salzstraße 55 Fortbildungs- und Projektteilnehmer pro Jahr: 350 Dauer der Fortbildungen: 1 – 2 Jahre Innennutzfläche: Saal mit Parkett: 240 qm Seminarraum: 48 qm Anzahl der Mitarbeiter: 5 feste / 54 freie Aktuelle Sponsoren und Förderer: Sparkassenstiftung Neuss, Sparkasse Neuss, SehetLanderschließungsBeteiligungs-GmbH Rechtsform: gGmbH

Die Bühne ist eine Arena, in der sich eine lebendige Auseinandersetzung e r e i g n e n k a n n . (Peter Brook) Seit mehr als 15 Jahren ist Neuss eine Art Mekka für Pädagogen und Künstler, die sich für die Vermittlung von Theater, Tanz, Musik und Kultur interessieren: Hier hat die staatlich anerkannte Akademie Off-Theater nrw ihren Hauptsitz. Aus halb Europa und dem gesamten Bundesgebiet strömen die Teilnehmer an den Rhein, um einen der Fortbildungsgänge in Theaterpädagogik, Tanzpädagogik, Rhythmik oder Kulturmanagement zu besuchen. Bis heute wurden mehr als 1.000 Teilnehmer/innen berufsbegleitend und in Vollzeit in Neuss oder an einem der fünf anderen AkademieStandorte weitergebildet. Das Off-Theater nrw® versteht sich als eine Schnittstelle zwischen Kunst und Pädagogik. Hier erwerben die Teilnehmenden methodisches Rüstzeug, um Theater-, Tanz-, Musik- und Kulturprojekte mit Menschen jeden Alters erfolgreich durchzuführen. Die Absolventen/innen arbeiten erfolgreich in den unterschiedlichsten künstlerischen, kulturellen, pädagogischen und sozialen Bereichen: in Theatern, an Opernhäusern, in Museen, in Ballett- und Tanzstudios, in Schulen und anderen Bildungsinstitutionen, in der freien Kulturarbeit und in der Erwachsenenbildung, in kommunalen Einrichtungen sowie in Unternehmen. Die Akademie ist nicht nur nach dem Weiterbildungsgesetz staatlich anerkannt, sondern auch zertifiziert durch den Gütesiegelverbund Weiterbildung sowie nach den AZWV-Richtlinien der Bundesagentur für Arbeit. Das Off-Theater nrw kooperiert mit dem Institut für Tanz und Bewegungskultur der Deutschen Sporthochschule in Köln und ist empfohlenes Weiterbildungsinstitut des Bundesverbandes Theaterpädagogik (BuT®). Dies bedeutet, die Akademie darf die rechtlich geschützte Berufsbezeichnung „Theaterpädagoge BuT®“ und „Theaterpädagogin BuT®“ vergeben.

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ZIELGRUPPEN Künstlerisch Tätige (Theater, Tanz, Musik), Kulturvermittler, Pädagogen, Lehrer, Erwachsenenbildner, Kommunikations- und Personal-Trainer, 60 Prozent der Teilnehmer kommen aus NRW, 30 Prozent aus dem gesamten Bundesgebiet und 10 Prozent aus dem deutschsprachigen Ausland; Altersstruktur: 20 bis 60 Jahre

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 1 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Image-Broschüren, Fortbildungs-Flyer, Newsletter, Postkarten Tausenderkontaktpreis: 5,50 – 8,50 Euro Wert der Partnerschaft: 3.000 – 30.000 Euro

Vernetzung und Verbandsarbeit werden groß geschrieben. Daher ist das OffTheater nrw® auch Mitglied in Fachverbänden wie dem Bundesverband Theaterpädagogik (BuT®), dem Deutschen Bundesverband Tanz (DBT), der Gesellschaft für Tanzforschung (GTF), dem Deutschen Berufsverband für Tanzpädagogik (DBfT) sowie dem Fachverband Kulturmanagement. Der Inhaber der Akademie ist der Off-Theater e.V. Dieser hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen jeden Alters mit den Ausdrucks- und Bildungsmöglichkeiten von Theater, Tanz und Kultur vertraut zu machen. Das Tätigkeitsfeld des Vereins reicht von Theateraufführungen mit verschiedenen Zielgruppen, Theater- und Tanzprojekten in Schulen bis hin zu Trainings für Pädagogen und andere Multiplikatoren. Besonders erwähnenswert ist das Mehrgenerationen-Theaterprojekt „Alte Hasen und junge Hüpfer“, bei dem seit 2005 Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen gemeinsam auf der Bühne stehen sowie das Projekt „Interkontinental“, bei dem Akteure aus 15 verschiedenen Ländern und drei Kontinenten mitwirken. Für diese kulturelle Bildungsarbeit ist der Verein bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Die Geschäftsführung der Akademie Off-Theater nrw liegt in den Händen der Kulturpädagogin Ute Plaumann M.A., die künstlerisch-pädagogische Beratung hat Prof. Dr. Jürgen Weintz inne, der an der Hochschule Niederrhein Kulturpädagogik und Kulturmanagement lehrt. Des Weiteren wirken mehr als 50 Fach-Dozenten/ -innen mit, die sowohl auf künstlerischem Gebiet (Schauspiel, Tanz, Regie oder Choreographie) als auch in pädagogischer Hinsicht über langjährige Erfahrung verfügen. Die Räumlichkeiten der Institution im Zentrum von Neuss (240 qm Tanzsaal mit Parkettboden sowie 50 qm Seminarraum) können für Vorträge sowie Unterricht/ Seminare von Unternehmen, Vereinen oder auch Privatpersonen angemietet werden.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Sponsor der Akademie Off-Theater nrw unterstützen Sie Theater- und Tanzprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Für Fortbildungsteilnehmer ermöglichen Sie Stipendien und unterstützen die Fortbildungsarbeit durch finanzielle Förderung oder Sachleistungen. Sie werden in allen Broschüren und Flyern der Akademie Off-Theater nrw namentlich genannt und erhalten bevorzugte Anzeigenplätze. Des Weiteren stehen Ihnen Freikartenkontingente zu Aufführungen und exklusive Preview-Veranstaltungen zu.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Theateraufführungen (Vollzeit- und Aufbaufortbildung), Neusser Kulturfächer, Neusser Kulturnacht

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Neanderthal Museum Zeitreise Erleben www.neanderthal.de Standort: Mettmann bei Düsseldorf, Talstraße 300 Besucher pro Jahr: 180.000 Museum inkl. 25.000 in der Steinzeitwerkstatt Innennutzfläche: 1.200 qm Außennutzfläche: 6.000 qm Ausstellungen pro Jahr: Neben der Dauerausstellung 2 – 3 Sonderausstellungen Führungen, Workshops und Events pro Jahr: Ca. 3.000 Anzahl der Mitarbeiter: 30 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Kreissparkasse Düsseldorf, Kreis Mettmann, Landschaftsverband Rheinland, NRWStiftung, Natur-HeimatKultur, Stadt Mettmann & Stadt Erkrath, RWE AG Rechtsform: Stiftung Jahresumsatz: 1,6 Mio. Euro (2008)

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Multimediales Erlebnismuseum am legendären Fundort Seit dem Fund des weltweit bekanntesten Humanfossils im Jahre 1856 im Neandertal, steht die Gegend ganz im Zeichen des Neanderthalers. Im damals von Steilwänden eingerahmten Tal der Düssel fanden Arbeiter beim Kalkabbau die Knochen, die der Wuppertaler Lehrer und Naturforscher Fuhlrott als Skelettreste eines eiszeitlichen Menschen identifizierte – der Neanderthaler war geboren. Heute ist der Neanderthaler ein wahrer Weltstar. Jeder kennt ihn – jeder hat ein Bild von ihm. Grund genug, dass ihm und der Menschheitsgeschichte, in der er eine bedeutende Rolle spielt, im Jahre 1996 ein Museum gewidmet wurde, welches seither jährlich 180.000 Besucher in das Neandertal nahe Düsseldorf lockt. Das Museum und seine Ausstellung wurden national und international mehrfach preisgekrönt, nicht zuletzt auf Grund der multimedialen Präsentation, die jedem Besucher, ob groß oder klein, mit eindrucksvollen Inszenierungen, Hörtexten, Filmen und interaktiven PCs einen abwechslungsreichen und spannenden Museumsbesuch ermöglicht. Besonders beeindruckend sind hierbei die zahlreichen Rekonstruktionen, die mittels modernster gerichtsmedizinischer Verfahren naturgetreu nachgebildet werden konnten. Ein Besuch im Neanderthal Museum gleicht einer Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte – von den Anfängen in den afrikanischen Savannen vor mehr als vier Millionen Jahren bis in die Gegenwart. Eindrucksvoll präsentiert sich auch die außergewöhnliche Architektur von Günter Zamp Kelp, Julius Kraus und Arno Brandlhuber. Das bläuliche Glas des spiralförmigen Gebäudes lässt das Museum fast unwirklich in der unter Naturschutz stehenden Tallandschaft erscheinen. Besonders Familien und Schulklassen präsentiert sich das Neanderthal Museum als attraktives Freizeit- und Bildungserlebnis mitten in Nordrhein-Westfalen. Neben dem reinen Museumsbesuch bieten sich der Besuch der Fundstelle sowie ein Workshop in der museumseigenen Steinzeitwerkstatt an, in der steinzeitliches Handwerk erlernt werden kann.


HIGHLIGHTS 2010/2011 Mammuts. Giganten der Eiszeit – 20. November 2010 bis 1. Mai 2011 Die Ausstellung bringt uns die Giganten der Eiszeit nahe. In den endlosen und eisig kalten Weiten Sibiriens entdecken Rentierhirten immer wieder Mammutknochen, -stoßzähne oder sogar ganze Körper. Das besterhaltene Mammut, das im ewigen Eis mumifizierte Mammutbaby Lyuba, ist ebenso zu sehen wie ganze Mammutskelette und eine lebensgroß rekonstruierte Mammutmutter mit -baby. Auch ihre Mitbewohner Höhlenbär, Steppenbison und andere eiszeitliche Säugetiere fehlen nicht. Die Ausstellung geht der Frage nach, wie die Urzeittiere lebten und wie wichtig sie als Jagdbeute der Steppenjäger waren. Sie gibt auch Antworten auf das größte Geheimnis der faszinierenden Giganten: Warum sie verschwanden. Von Zeit zu Zeit – 21. Mai bis 25. September 2011 Sie läuft, drängt, verstreicht und zieht sich. Wir gehen mit ihr, verlieren und gewinnen sie, vertreiben sie, schinden sie, (ver)missen sie und (ver)messen sie – die Zeit. Was ist Zeit? Unterschiedliche Lesarten und Wissenswertes rund um die Zeit sind in der Ausstellung zu entdecken: Philosophische Fragen und hochkomplizierte Zusammenhänge wie etwa Albert Einsteins Relativitätstheorie, die Theorie vom Urknall, die Entstehung der Zeitzonen der Erde, die Zeitrechnung unterschiedlicher Kulturen, sowohl die „objektive“ Zeitmessung – mit Uhren und Kalendern – als auch das subjektive Zeitempfinden – wie lange dauert was – und vieles mehr werden mit einer Prise Humor serviert.

ZIELGRUPPEN Schulklassen, Familien mit Kindern und Jugendlichen sowie Senioren, Touristen und Busreisegruppen, Unternehmen, die Architektur, Ausstellung, Natur und steinzeitliche Incentives in ihre Events und Tagungen einbinden

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 20,5 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, Brückenbanner, A1-, A2- und A3- Plakate, Flyer, Broschüren, Halbjahresprogramm, Eintrittstickets, Einladungen, Fassadenaufkleber, Give-Aways, Stundenpläne, Newsletter, Kundenbefragungskarten, Internetseite, diverse Anzeigen, Pressearbeit, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 4,75 – 9,73 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500 – 200.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Jahrespartner unterstützen Sie das Neanderthal Museum für ein Kalenderjahr und profitieren in großem Maße von der Einzigartigkeit dieses Museums. Dazu gehört neben einer Präsenz auf allen Kommunikationsmedien auch die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Museums für Veranstaltungen zu nutzen. Auch haben Sie die Option als Presenter einer Sonderausstellung oder eines ausgewählten Events in Erscheinung zu treten. Darüber hinaus können Sie als Ausstatter und Lieferant das Neanderthal Museum durch Sachspenden unterstützen. Engagieren Sie sich für das Neanderthal Museum und profitieren Sie von der mit Sympathie aufgeladenen Figur des Neanderthalers!

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NORDRHEIN-WESTFALEN

Ruhrfestspiele Recklinghausen A World Stage www.ruhrfestspiele.de Standort: Recklinghausen, Otto-Burrmeister-Allee 1 Besucher pro Jahr: Bis zu 100.000 zum Kulturvolksfest, bis zu 80.000 zu den Theateraufführungen Spielorte: Ruhrfestspielhaus: Großes Haus, Kleines Theater, Theaterzelt, Piano Bar, Schloss Herten; Theater Marl, Fringe-Zelt; Kunsthalle Recklinghausen, Vestlandhalle Recklinghausen, Stadtgarten Vorstellungen pro Jahr: Mehr als 200 Aufführungen in 6 Wochen sowie zahlreiche Gastspiele in Deutschland und weit über die Grenzen hinaus Träger: DGB, Stadt Recklinghausen Förderer: Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Wir sind Kulturhauptstadt! Endlich! Im Geist waren die Ruhrfestspiele seit ihrem Beginn Kulturhauptstadt – das älteste Theaterfestival Deutschlands und zugleich eines der renommiertesten Europas. Während der Festspielzeit verwandelt sich Recklinghausen in eine wahrhaft internationale Kulturmetropole. An zahlreichen Schauplätzen der Revierstadt begeistern alljährlich vom 1. Mai bis Mitte Juni internationale Theater- und Schauspielgrößen. Fesselnde Inszenierungen namhafter Regisseure, Darbietungen preisgekrönter SchauspielerInnen, Aufführungen junger Talente der Theaterszene und Uraufführungen bisher unbekannter Werke und Autoren verbinden sich zu einem runden Gesamtkonzept. Im Jahr 2005 übernahm Dr. Frank Hoffmann die Leitung der Ruhrfestspiele. Ihm ist es gelungen, Recklinghausen als kreativen Ort zu gestalten. „Qualität für alle“ lautet sein konzeptioneller Leitgedanke, der den Theaterliebhaber ebenso ansprechen soll wie den erstmaligen Besucher. Alljährlich stellt der Festspielleiter einen ausgewählten Autor bzw. eine thematische Klammer ins Zentrum der Spielzeit. Unter dem jährlichen Festspielmotto wird das Programm aus Eigeninszenierungen, Koproduktionen und Gastspielen mit renommierten internationalen und deutschsprachigen Theatern wie dem Old Vic Theatre, London, den Wiener Festwochen, dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, dem Deutschen Theater Berlin, der Schaubühne Berlin, dem Maxim Gorki Theater Berlin, dem Schauspiel Frankfurt, dem Grand Théâtre de Luxembourg und dem Théâtre National du Luxembourg konzipiert.

Hauptsponsor: Evonik Industries AG Festspielsponsoren: RAG AG, RWE, WestfalenWeser-Ems AG, Volkswagen, RUHR.2010, Mannesmann Röhrenwerke, Sparkasse Vest Recklinghausen, Medienhaus Bauer, Ostermann Unterstützer: IG BCE, IG Metall, Hans Böckler Stiftung, Verein der Freunde der Ruhrfestspiele, Parkhotel Engelsburg, Residenz am Festspielhaus, hettlage & fischer, Gymnasium Petrinum Kooperationspartner: Stadt Marl Medienpartner: WDR 3, K.West Rechtsform: GmbH Jahresumsatz: Ca. 6.500.000 Euro

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Dabei waren Hollywoodstars wie Kevin Spacey, Jeff Goldblum, Cate Blanchett, Ethan Hawke und John Malkovich in den vergangenen Jahren ebenso hautnah zu erleben wie Oscarpreisträger Maximilian Schell und internationale Stars wie David Bennent, Hanna Schygulla, Mathieu Carrière und Burghart Klaußner. Auch die Großen der deutschsprachigen Theaterszene wie etwa Eva Mattes, Angela Winkler, Edgar Selge, Ulrich Matthes, Iris Berben, Otto Sander, Dominique Horwitz, Hannelore Elsner, Nina Hoss, Thomas Thieme und viele weitere standen auf den Brettern der Ruhrfestspiel-Bühnen. Oscarpreisträger Sam Mendes führte zum zweiten Mal Regie in Recklinghausen. Renommierte internationale und deutschsprachige Regisseure wie Luc Bondy, Peter Brook, Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Erik Gedeon, Thomas Ostermeier oder Michael Thalheimer zeigen ihre Inszenierungen bei dem Theaterfestival.


ZIELGRUPPEN Menschen aus der Region, Kulturinteressierte, Medien, Gewerkschaftsmitglieder, Theater- und Kulturschaffende, Lobbyisten/Multiplikatoren

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 12,4 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, Festivalkataloge, Programmhefte, Streifenplakate, Eintrittstickets, Besetzungshefte, Veranstaltungsflyer, Direktmailings, Einladungen, Internetauftritt, Newsletter, Printmedien, Aufsteller & Banner vor Ort, Bauzaunwerbung Tausenderkontaktpreis: 2,04 – 80,55 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 1.000.000 Euro

Zu Gast in Recklinghausen sind viele Vertreter und Funktionäre aus Politik, Wirtschaft und den Gewerkschaften. Im vergangenen Jahr konnte der damalige Bundespräsident Horst Köhler zur Eröffnung der Festspiele begrüßt werden. Auch Angela Merkel ließ es sich nicht nehmen, die Festspielleitung bei einer Stippvisite in Recklinghausen zu begrüßen. Auch außerhalb der sechswöchigen Festspielzeit sind die Ruhrfestspiele präsent: Produktionen werden an renommierten Theatern in Deutschland und weltweit gezeigt. Bei der programmatischen Ausrichtung des Festivals legt Hoffmann besonderen Wert auf die Implementierung neuer Stücke zeitgenössischer Autoren. So wird Recklinghausen alljährlich zu einem „kreativen Ort“, der sich stets neu erfindet. Beim FRINGE Festival präsentieren internationale freie Künstler außergewöhnliche Darbietungen der Off-Szene. In der Zusammenstellung des FRINGE Programms spiegeln sich die letzten Entwicklungen der freien Theaterlandschaft, zugleich zeigen sich die Ruhrfestspiele als Wegbereiter neuer kreativer Schöpfungen. Zum Auftakt der Festspiele findet am 1. Mai alljährlich das größte Kulturvolksfest Europas statt, das bis zu hunderttausend Besucher auf den grünen Hügel lockt. Neben dem Ruhrfestspielhaus werden viele weitere Schauplätze bespielt wie z.B. Zelte, Industriehallen und Aufführungsorte in der Stadt, die den Künstlern immer wieder neue szenische Räume eröffnen. Dass es dem ambitionierten Festival gelingt, Qualität zu präsentieren und zugleich ein möglichst breites Publikum zu erreichen, belegen die fast 80.000 Besucher aus der Region, ganz Deutschland und der Welt im Jahr 2010.

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Presentingsponsor präsentieren und unterstützen Sie die Ruhrfestspiele Recklinghausen exklusiv mit all Ihren Veranstaltungen. Sie genießen vor Ort u.a. individuelle Hospitality-Packages wie z.B. Meet & Greets mit Regisseuren und Künstlern oder einen Blick hinter die Kulissen. Auch eine eigene VIP-Veranstaltung des Sponsors ist möglich. Je nach Wunsch transportieren Werbeplakate, Fahnen, Banner und Promotionstände vor und in den Veranstaltungsorten Ihre Kommunikationsbotschaft. Als Hauptsponsor begleiten Sie je nach Wunsch alle wichtigen Großveranstaltungen, z.B. die Eröffnungs- und Abschlussfeier, das Volksfest am 1. Mai mit bis zu 100.000 Besuchern oder das FRINGE-Festival. Ihnen wird neben der Möglichkeit der Produktpräsenz vor Ort in allen definierten Kommunikationsmaßnahmen mit der Hervorhebung Ihres Logos gedankt. Alternativ haben Sie die Möglichkeit, die Festspiele als Spielstätten-, Projekt- oder Eventsponsor zu begleiten. Neben einer Produktpräsenz vor Ort wird Ihnen durch die Hervorhebung Ihres Logos in den Werbe- und Kommunikationsmitteln, die die Spielstätte, das jeweilige Projekt oder Event betreffen, gedankt. 183


SAARLAND

Filmfestival Max Ophüls Preis 17.– 23.01.2011 www.max-ophuels-preis.de Standort: Saarbrücken (vier Festivalkinos: CineStar, Filmhaus, Kino 8 ½, Camera zwo) Besucher pro Jahr: Ca. 38.000 Vorstellungen pro Jahr: Ca. 200 (Filmvorführungen, Diskussionen, Präsentationen) Anzahl der Mitarbeiter: Ca. 15 Sponsoren und Förderer: Landeshauptstadt Saarbrücken, Cosmos-Direkt, Sparkasse Saarbrücken, Saarland-Sporttoto GmbH, Christie Digital Systems Inc., Gesellschaft zur Medienförderung Saarland – Saarland Medien mbH, O. Häfele GdbR Visuelles Marketing, Saarbahn GmbH, Stadtwerke Saarbrücken AG, Domicil Leidinger, Saarbrücken, Hotel Am Triller, Saarbrücken, Cinestar – Der Filmpalast, PEUGEOT Deutschland GmbH, GIU – Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung mbH, Der Ministerpräsident des Saarlandes, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Landeszentrale für politische Bildung Saarland, Bundeszentrale für politische Bildung, DEFA-Stiftung, BIG Cinema, hb-Veranstaltungstechnik Medienpartner: Saarländischer Rundfunk, Zweites Deutsches Fernsehen Rechtsform: Gemeinnützige GmbH Jahresumsatz: Ca. 900.000 Euro

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Das Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis, das vom 17. – 23. Januar 2011 seine 32. Ausgabe begeht, steht für die Entdeckung junger Talente. Es engagiert sich seit seiner Gründung für den jungen deutschsprachigen Film und versteht sich als wichtigstes Forum für die Förderung junger Filmemacher (bis zum dritten Langfilm) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Festival kann den Rang als einziges explizites Nachwuchsfilmfestival im deutschsprachigen Raum für sich beanspruchen. Für junge Filmemacher/innen stellt die Teilnahme am MAX OPHÜLS PREIS einen bedeutenden Schritt in ihre professionelle Zukunft dar. So standen Filmschaffende, die heute deutsche Kinogeschichte schreiben, in Saarbrücken zum ersten Mal im Rampenlicht, wie z. B. Christian Petzold, Andreas Dresen, Dani Levy oder die Schauspieler Til Schweiger, Christiane Paul und Maria Schrader. Ebenso haben die Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff, Stefan Ruzowitzky, Jochen Freydank und Florian Baxmeyer beim Festival früh auf sich aufmerksam gemacht. Preise und Auszeichnungen in den Kategorien Langfilm, Kurzfilm und mittellanger Film belegen das Bestreben des Festivals, auf junge Talente aufmerksam zu machen und sie durch gezielte Vernetzung mit Verleihern, Produzenten, Agenturen und Redaktionen fest in der Branche zu verankern. Auf die Trends und die Erfordernisse der Branche flexibel zu reagieren, stellt eine besondere Herausforderung dar. So hat der Dokumentarfilm seinen festen Platz im Wettbewerbsprogramm gefunden und die hoch auflösende digitale Filmprojektion trägt der Entwicklung der digitalen Produktion Rechnung. Neben seiner wichtigen Stellung als Branchentreffpunkt mit über 1.200 akkreditierten Fachbesuchern ist das Festival vor allem ein Publikumsmagnet: Seit 2003 haben sich die Zuschauerzahlen auf 38.000 Gäste nahezu verdoppelt. Dabei schätzen Zuschauer und Fachbesucher gleichermaßen die familiäre und kommunikative Festivalatmosphäre rund um die beteiligten vier Kinos. Einen besonderen Ruf genießt das Festival für seine hervorragenden Kontaktmöglichkeiten, was nicht zuletzt dem Festivaltreffpunkt Lolas Bistro zu verdanken ist, wo Kinogänger, Jurymitglieder und Filmemacher jede Nacht den Festivaltag ausklingen lassen.

HIGHLIGHTS 2011 Im Mittelpunkt der 32. Festivalausgabe stehen die Nominierungen für den begehrten Max Ophüls Preis. Dabei werden Auszeichnungen im Wert von über 100.000 Euro in den Bereichen Langfilm, Kurzfilm, Dokumentarfilm und mittellanger Film in verschiedenen Kategorien von prominent besetzten Jurys vergeben. Anhand einer Programmreihe mit aktuellen Produktionen ehemaliger Preisträger wird ein Bogen zwischen dem ersten Film und der weiteren Karriere geschlagen.


ZIELGRUPPEN Das Festival richtet sich an Besucher aller Altersgruppen, die für innovative Kinokultur offen sind. Die Anteile der 20-jährigen, 30-jährigen und 40-jährigen Festivalgäste liegen mit jeweils fast 25 Prozent gleich auf und machen damit nahezu 3/4 der Gesamtbesucherzahl aus. Während 2/3 der Gäste aus dem gesamten Saarland und Rheinland-Pfalz stammen, setzt sich 1/3 primär aus internationalen Gästen (CH/A/F/Lux) und v.a. überregionalen Fachbesuchern aus der Film- und Fernsehbranche zusammen.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 15,28 Mio. Brutto Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate (City Lights), Festivalkatalog, A1-Plakate, Eintrittstickets, Festivalguide, Veranstaltungsflyer, Direktmailing, postalische Einladungen, Internetseite, Pressearbeit, Festivaltrailer, Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 5,23 – 6,54 Euro Wert der Partnerschaft: 2.500 – 80.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumsponsor unterstützen Sie das Festival bei seiner Förderung des Filmnachwuchses nachhaltig und langfristig. Sie werden selbstverständlich eingebunden in alle Veranstaltungen. Als Sponsor haben Sie auch die Möglichkeit, einzelne Veranstaltungen oder Projekte im Bereich des Filmnachwuchses direkt zu fördern und ihr Unternehmen dabei zu präsentieren. Als Partner geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich in ausgewählte Programme und Projekte einzubinden. Als Stifter von Sachspenden unterstützen Sie die Filmschaffenden und ermöglichen Ihnen damit einen Eintritt ins Film- und Fernsehgeschäft. Durch Ihr Engagement erreichen Sie die zahlungskräftige und erfolgreiche Zielgruppe in der heutigen Medienlandschaft.

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SACHSEN

Dresdner Kammerchor

www.dresdner-kammerchor.de Standort: Dresden

Der Dresdner Kammerchor gehört zu den Spitzenchören Deutschlands und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Klang von großer Intensität und Klarheit. Lebendige Ausstrahlung sowie die oft gerühmte klangliche Homogenität und Transparenz sind die Stärken des international gefragten Ensembles. Seit seiner Gründung 1985 wurde der Chor von Hans-Christoph Rademann – einem der anerkanntesten Chorklangspezialisten unserer Zeit – zu einem professionellen Ensemble entwickelt, welches bei zahlreichen Konzertreisen auch außerhalb Europas (etwa in den USA, Südafrika, Indien oder China) große Erfolge feiert. Darüber hinaus erhält der Dresdner Kammerchor regelmäßig Einladungen zu international bedeutenden Festivals, wie z.B. dem Rheingau Musik Festival, Oude-Muziek-Festival (Utrecht), Festivales Musicales (Buenos Aires), der Bachwoche Ansbach oder den Händelfestspielen in Halle und Göttingen. Das breit gefächerte Repertoire des variabel besetzten gemischten Chores reicht von Musik der Renaissance bis zu Kompositionen des 21. Jahrhunderts. Vor allem die Interpretationen der romantischen Chormusik wurden mit zahlreichen Sonderpreisen bei internationalen Wettbewerben bedacht. Des Weiteren unterstreicht die Verleihung des Förderpreises der Ernst-von-Siemens-Stiftung die Leistung des Ensembles auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik. Neben dem A-cappellaGesang widmet sich der Dresdner Kammerchor intensiv der Zusammenarbeit mit dem Dresdner Barockorchester und ist impulsgebend für die Pflege der Alten Musik in Sachsen. Eine Vielzahl von Rundfunk- und CD-Aufnahmen sowie die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Orchestern und Dirigenten unterstreichen das Renommee des Dresdner Kammerchores. Genannt seien stellvertretend René Jacobs, Sir Roger Norrington, Adam Fischer und Riccardo Chailly sowie die Sächsische Staatskapelle, das Gewandhausorchester Leipzig, The Orchestra of the Age of Enlightenment, Concerto Köln und die Akademie für Alte Musik Berlin. Überdies erhielten die CD-Produktion des Schwanengesangs von Heinrich Schütz den Grand Prix du Disque und die Weltersteinspielung von Johann Adolf Hasses Requiem in Es den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Aktuell sind mit dem Dresdner Kammerchor eine Einspielung mit Heinrich Schütz’ Geistlicher Chormusic (1648) sowie das große Oratorium Saul von Georg Friedrich Händel erschienen. Der Dresdner Kammerchor startet 2010 mit dem ehrgeizigen Projekt, bis 2017 das monumentale Vokalwerk von Heinrich Schütz auf CD einzuspielen. Damit wird einer der wichtigsten Komponisten der mitteleuropäischen Musikgeschichte deutschlandweit erstmals in seiner Gesamtheit dokumentiert und gewürdigt.

Besucher pro Jahr: Ca. 14.000 Vorstellungen pro Jahr: Ca. 25 Mitarbeiter: 5 Bisherige Förderer und Sponsoren: Kulturstiftung der Dresdner Bank, Ostsächsische Sparkassenstiftung, GoetheInstitut, Kulturstiftung des Bundes, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Stadt Dresden, Ständige Konferenz, Ströer Deutsche Städte Medien GmbH, Mitteldeutsche Barockmusik, Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Medienpartner: Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Carus-Verlag GmbH & Co. KG, Deutschlandradio Kultur, Dresdner Neueste Nachrichten (DNN), Stadtmagazin DRESDNER, Stadtmagazin SAX Rechtsform: Eingetragener gemeinnütziger Verein Jahresumsatz: 250.000 Euro

© Foto: Matthias Heyde

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ZIELGRUPPEN kulturell interessiertes Klientel, Studenten, Wirtschaftsunternehmen, Multiplikatoren

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 3,5 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Zeitschriften und Printdokumentationen, A1- und A3-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailing, postalische Einladungen, Internetseite, Pressearbeit, Promotionstände und Aufsteller vor Ort Tausenderkontaktpreis: 8,56 – 17,11 Euro Wert der Partnerschaft: 1.500 – 60.000 Euro

HIGHLIGHTS 2010/2011 25 Jahre Dresdner Kammerchor | Musikfest Erzgebirge 5. September 2010 Marienberg, St. Marienkirche | Solisten, Dresdner Kammerchor, Dresdner Barockorchester, Hans-Christoph Rademann Mendelssohn: Paulus | Spanien 21. Oktober 2010 Castellon | 23. Oktober 2010 San Sebastian | Solisten, Dresdner Kammerchor, Mendelssohn-Kammerorchester Leipzig, Hans-Christoph Rademann Festakt 25 Jahre Dresdner Kammerchor 30. Oktober 2010 Dresden, Dreikönigskirche | Dresdner Kammerchor, Hans-Christoph Rademann Bach: Weihnachtsoratorium | Frankreich | Schweiz 16. + 17. Dezember 2010 Lorient | 18. Dezember 2010 Lyon | 19. Dezember 2010 Lausanne | 20. Dezember 2010 Basel | Solisten, Dresdner Kammerchor, Le Concert Lorrain, HansChristoph Rademann 2. Dresdner Chorwerkstatt 21.– 26. Februar 2011 Dresdner Kammerchor. a cappella | 26. Februar 2011 Dresden, Festspielhaus Hellerau | Uraufführungen | Dresdner Kammerchor, Hans-Christoph Rademann Festkonzert 25 Jahre Dresdner Kammerchor 22. Mai 2011 Dresden, Kreuzkirche | Mendelssohn Paulus | Anna Prohaska, René Pape Dresdner Kammerchor, Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle, Mitglieder der Dresdner Philharmonie, Hans-Christoph Rademann

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Premiumpartner gehen Sie eine besondere und exklusive Bindung mit dem Dresdner Kammerchor ein. Sie werden in sämtlichen Veröffentlichungen des Ensembles vertreten sein. Des Weiteren kann sich Ihr Unternehmen auf ausgewählten Veranstaltungen umfassend präsentieren. Ebenso kann der Dresdner Kammerchor auf einer Ihrer Mitarbeiter- und Kundenveranstaltungen mitwirken. Werden Sie Premiumpartner und nutzen Sie die Vorzüge dieses Angebots. Gerne sprechen wir auch mit Ihnen über Ihre Wünsche und Vorstellungen. Als Hauptsponsor werden Sie Partner der Konzertreihe „Dresdner Kammerchor. a cappella“ und aller weiteren Dresdner Aufführungen des Dresdner Kammerchores. Auf Druckerzeugnissen werden Sie ebenso vertreten sein wie bei den jeweiligen Veranstaltungen. Als Eventpartner sind Sie Partner für einzelne Veranstaltungen und können bei diesen Ihr Unternehmen präsentieren. Der Dresdner Kammerchor führt Sie dabei auf seinen Veröffentlichungen mit. Exklusivpartner des Langzeit-Projektes 2010 – 2017: deutschlandweite erste Gesamteinspielung des Œvres von Heinrich Schütz (1585 – 1672).

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SACHSEN

Dresdner Kreuzchor Musik im Zentrum www.kreuzchor.de Standort: Dresden Veranstaltungen pro Jahr: Ca. 110 Besucher pro Jahr: 150.000 Mitarbeiter: 32 Chorknaben: 150 Jungen und junge Männer im Alter von 9 bis 19 Jahren Medienpartner: alle ARD-Anstalten (TV, Hörfunk), ZDF, Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk Bisherige Sponsoren und Förderer: Allianz Versicherung AG, Ostsächsische Sparkasse Dresden Rechtsform: Einrichtung der Landeshauptstadt Dresden Jahresumsatz: 2,6 Mio. Euro

Der Dresdner Kreuzchor wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet und ist einer der ältesten und besonders renommierten Knabenchöre der Welt. Künstlerische Heimstatt des attraktiven Ausbildungs- und Kunstinstituts ist die Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt. Gemeinsam mit dem Evangelischen Kreuzgymnasium eröffnet der Chor einen Bildungsweg, der den jungen Menschen im Mittelpunkt sieht und seine Neigungen und Interessen zu fördern weiß. Nur wenige Chöre verfügen über ein gleichermaßen vielfältiges Repertoire wie der Kreuzchor. Im Mittelpunkt steht die Pflege der geistlichen und weltlichen A-cappella-Musik. Schwerpunkte bilden die Musik des 17. bis 19. Jahrhunderts, die traditionelle Moderne des 20. Jahrhunderts, Ur- und Erstaufführungen und ebenso weltliche Chormusik. Die gemeinsamen Konzerte mit der Dresdner Philharmonie oder der Sächsischen Staatskapelle Dresden sind aus dem Musikleben der Stadt nicht wegzudenken. Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium”, seine Passionen, Messen und Kantaten sowie „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms werden alljährlich in der Kreuzkirche aufgeführt: Werke, mit denen die jungen Sänger auch auf Tourneen die Zuhörer begeistern. Vornehmlich musiziert der Chor als gemischter Knaben- und Männerchor, wobei sich die Besetzungsstärke nach den aufzuführenden Werken richtet. Zu Gastspielen reisen etwa 80 Sänger. Bereits seit 1934 verpflichten große Schallplattenfirmen den Chor regelmäßig zu Tonaufnahmen. Werke aus nahezu allen Epochen der Musikgeschichte wurden bis heute eingespielt und liegen als CD-Aufnahmen bei renommierten Labels vor.

HIGHLIGHTS 2011 Die regelmäßigen Konzerte und Kreuzchorvespern in der Kreuzkirche Dresden, hier singt der Chor nahezu 60 Mal pro Jahr, etabliert die Heimstätte des Chores als das kirchenmusikalische Zentrum der Stadt. Regelmäßige Gastspiele und Tourneen erweitern den künstlerischen Wirkungsradius kontinuierlich: Die Kruzianer werden mit über 35 Konzerten in den wichtigsten Konzerthäusern und Kirchen Deutschlands gastieren. Eine weitere Tournee führt mit A-cappella Konzerten durch Asien. Zwei Erstveröffentlichungen erscheinen in der CD-Reihe „Kreuzchorvespern“ beim renommierten Label edel classics.

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ZIELGRUPPEN 50 Prozent Erwachsene im Alter von 30 bis 60 Jahren, Ruheständler ab 60 Jahre, Familien mit Kindern, Schüler, Studenten aus Dresden und Umgebung; Akademiker, höhere Angestellte und Selbständige; gehobenes Einkommensniveau; 50 Prozent Touristen aus dem In- und Ausland; Bildung, Tradition und die gehobene gesellschaftliche Stellung prägen die Zielgruppe. Das Publikum ist materiell sehr gut ausgestattet und legt viel Wert auf Kunst- und Kulturgenuss.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 24,2 Mio. Brutto-Werbekontakte in Dresden und Umgebung Werbemittel: Großflächen- und A1-Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Einladungen, Internetseite, Anzeigen in Stadtmagazinen, Banner Tausenderkontaktpreis: 4,13 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 100.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Musik entwickelt Kreativität und Kognition, sie fördert Konzentration, Lernund Leistungsbereitschaft. Um diesen Anspruch dauerhaft zu erfüllen, gewinnt die Unterstützung des Dresdner Kreuzchores durch Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Als Jahrespartner sind sie ganzjährig während der Konzerte, der drei bis vier Deutschlandtourneen sowie der Auslandsgastspiele präsent. Ebenso besteht die Möglichkeit, ausgewählte Konzerte und Tourneen zu präsentieren und dies gezielt für die Einladung von Geschäftspartnern und Kunden zu nutzen. Darüber hinaus können Sie als Exklusivpartner von CD-Produktionen Ihr kulturelles Engagement kommunizieren. Die Unterstützung generiert für Unternehmen einen positiven Transfer der Imagemerkmale des Chores wie Ästhetik, Seriösität, Originalität, Prestige, Harmonie, Tradition, Verantwortung und Jugendlichkeit. 189


SACHSEN

Gewandhausorchester und Gewandhaus zu Leipzig www.gewandhaus.de

Besucher pro Jahr: 500.000 Vorstellungen/Veranstaltungen pro Jahr: 600 Anzahl der Mitarbeiter: 273 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: DHL, Sparkasse Leipzig, BMW AG Niederlassung Leipzig, EnBW Energie BadenWürtemberg AG, Leipziger Volkszeitung, Stadtwerke Leipzig GmbH, Steigenberger Grandhotel Leipzig, VNG Verbundnetz Gas AG, BEV – Bauland-Erschließungsund Verwertungsgesellschaft mbH , Bosch Sicherheitssysteme GmbH, CLIMATECH Firmengruppe, CMS Hasche Sigle Rechtsanwälte Steuerberater, DeVacto Führungs- und Veränderungsakademie, Dow Olefinverbund GmbH, Dr. Arend Oetker Holding GmbH & Co., E. Breuninger GmbH & Co., Hitschfeld Büro für strategische Beratung, IMMOPLUS - Gebäude Service GmbH, KPMG AG, Leipziger Stadtbau AG, Leipziger Verlagsanstalt GmbH, Margon Brunnen GmbH, Martens & Prahl Versicherungskontor GmbH, Messedruck Leipzig GmbH, Musikhaus F. Syhre, Ostrei Dienstleistungen und Umwelttechnik GmbH, PricewaterhouseCoopers AG, Scharlemann Rechtsanwälte, Siemens AG, Ur-Krostitzer Brauerei, Volpina Haus- und Grundbesitzvewaltung GmbH Medienpartner: LVZ Rechtsform: Eigenbetrieb der Stadt Leipzig

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Das Gewandhausorchester ist das älteste bürgerliche Konzertorchester der Welt. Keimzelle des Orchesters war die 1743 von 16 Kaufleuten gegründete Konzertgesellschaft „Großes Concert“. Mit dem Umzug in das Messehaus der Tuchwarenhändler im Jahre 1781 erhielt das Ensemble den Namen „Gewandhausorchester“. Der Name dieses ersten Konzertsaales blieb dem Klangkörper und den danach folgenden Konzerthaus-Neubauten erhalten: dem 1884 bezogenen Zweiten Gewandhaus, das 1944 von Luftangriffen zerstört wurde sowie dem 1981 am Augustusplatz eingeweihten „Neuen Gewandhaus“. Wenige andere Klangkörper waren an der Entwicklung der symphonischen Musiktradition so stark beteiligt wie das Gewandhausorchester. Das Gewandhausorchester führte weltweit erstmalig den Zyklus von Beethovens neun Sinfonien im Konzertwinter 1825/1826 auf – also noch zu Lebzeiten des Komponisten! Auch der weltweit erste Bruckner-Zyklus ist dem Orchester zu verdanken. Die wichtigsten Komponisten und Solisten ihrer Zeit sind im Gewandhaus ein- und ausgegangen. Vor allem Felix Mendelssohn Bartholdy hat mit seinem Wirken als Gewandhauskapellmeister das Konzertleben weltweit bis heute beeinflusst. Weitere bedeutende Gewandhauskapellmeister waren außerdem Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter. Kurt Masur und Herbert Blomstedt sind die Ehrendirigenten des Gewandhausorchesters. Im Jahr 2009 wurde das inzwischen von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly geleitete Gewandhausorchester zur „Marke des Jahrhunderts“ gekürt. Zuvor erhielt es bereits eine Auszeichnung für das beste Konzertprogramm der Spielzeit 2008/2009 und alle CD-Einspielungen der letzten fünf Jahre wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, zuletzt die Matthäus-Passion mit dem „Prix Herbert Karajan“ der „Academie National du Disc Lyrique“ (Paris). Das Gewandhausorchester zeichnet sich durch ein selten großes RepertoireSpektrum und eine ungewöhnlich hohe Aufführungsdichte aus, was auch an seinem großen Aufgabenfeld liegt: Konzertorchester, Opernorchester der Leipziger Oper und Kammerorchester, das gemeinsam mit den weltberühmten Thomanern die Kantaten in der Thomaskirche gestaltet. Mit weit über 200 Aufführungen in diesen drei Spielstätten und weltweiten Tourneen ist das Gewandhausorchester das musikalische Zentrum der Stadt Leipzig und ihr wichtigster musikalischer Botschafter. © Gerd Mothes

Standort: Gewandhaus zu Leipzig, Augustusplatz, Leipzig


© Gerd Mothes

ZIELGRUPPEN Klassikaffine Personen, Leipziger Publikum, Kulturtouristen; Durchschnittsalter: 57 Jahre, überdurchschnittliches Bildungsniveau und Haushaltseinkommen. Pädagogische Angebote für Schüler und Studenten, über 12.000 Abonnenten Im Gewandhaus zu Leipzig finden jedes Jahr über 200 eigene Konzerte statt, nahezu 70 Konzerte mit dem Gewandhausorchester sowie Chor-, Orgel- und Kammerkonzerte. Auch die Eröffnung der Leipziger Buchmesse und die Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Stiftung werden vom Gewandhausorchester musikalisch gestaltet. Die musikpädagogische Abteilung bietet darüber hinaus pro Spielzeit ca. 100 Workshops und Konzerte für Kinder und Jugendliche an, die von Schulbesuchen über Probenbesuche im Gewandhaus bis zu Events wie der jährlich stattfindenden „Audio Invasion“, bei der 2.000 junge Erwachsene das Gewandhausorchester und elektronische Musik an einem Abend erleben können, reichen. Das Gewandhaus zu Leipzig beherbergt neben den eigenen Konzerten nahezu 400 weitere Veranstaltungen aller Gattungen. Für die Durchführung von Konzerten oder Tagungen ist das Haus technisch bestens gerüstet. Das Gewandhaus bietet mit einem eingespielten Team geschulter Mitarbeiter einen Full-Service, der dafür sorgt, dass jede Veranstaltung erfolgreich durchgeführt werden kann.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Die Highlights der Spielzeit 2010/2011 sind neben den Konzerten von Künstlern wie Riccardo Chailly, Hèléne Grimaud, Hillary Hahn, Arcadi Volodos, Kurt Masur oder Herbert Blomstedt vor allem das Internationale Mahler-Festival Leipzig 2011. Internationales Mahler-Festival Leipzig 17. bis 29. Mai 2011 Gustav Mahler dirigierte als zweiter Kapellmeister rund 200 Opern mit dem Gewandhausorchester. Ihm zu Ehren veranstaltet das Gewandhaus zu Leipzig vom 17. bis zum 29. Mai 2011 das Internationale Mahler-Festival Leipzig. Neben Konzerten des Gewandhausorchesters unter der Leitung von Riccardo Chailly werden zehn internationale Spitzenorchester zu erleben sein, die gemeinsam alle Sinfonien Mahlers aufführen werden, ein in dieser Dichte international einzigartiges Projekt. Bereits jetzt, ein Jahr vor dem Beginn des Festivals, sind mehr als 100 VIP-Pakete, die den Besuch aller Konzerte beinhalten, verkauft. Rund drei Viertel aller Tickets sind bereits verkauft oder reserviert. Erleben Sie vom 17. bis zum 29. Mai 2011 nur in Leipzig alle Mahler-Sinfonien in den Interpretationen des Gewandhausorchesters, Koninklijk Concertgebouworkest, London Symphony Orchestra, Mahler Chamber Orchestra, MDRSinfonieorchester, New York Philharmonic, Sächsische Staatskapelle Dresden, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Tonhalle-Orchester Zürich und den Wiener Philharmonikern.

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 17 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, CLPs, A0-, A1-, A3Plakate, Eintrittstickets, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailings, Newsletter, Pressemitteilungen, Pressekonferenz, Promotionstände, Aufsteller, Blow ups, Anzeigen in Printmedien Tausenderkontaktpreis: ab 1,18 Euro Wert der Partnerschaft: ab 5.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Partner können als Mitglieder des Gewandhaus Sponsor’s Club zwischen drei Modellen wählen, die sich in Bezug auf die maximale Mitgliederzahl, die Leistungsvorzüge und den Förderbeitrag unterscheiden. Gemeinsam ist ihnen die enge Bindung an eines der berühmtesten und besten Sinfonieorchester weltweit sowie der exklusive Zugang zum wichtigsten Kulturzirkel Leipzigs. Es existiert die Möglichkeit, spezielle Veranstaltungen wie das Internationale MahlerFestival 2011, die Mendelssohn-Festtage Leipzig, die Tourneen des Gewandhausorchesters oder musikpädagogische Angebote zu fördern.

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SACHSEN

Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH www.kultur-service-goerlitz.de Standort: Görlitz, 1998 Proklamation zur Europastadt Görlitz-Zgorzelec Einwohner: Görlitz-Zgorzelec 58.300 und 32.700 Baudenkmale: Ca. 4.000 Veranstaltungen in Eigenregie im Jahr: Ca. 15 Besucher pro Jahr: Ca. 200.000 Partner: Dom Kultury Zgorzelec, Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH, Hochschule Zittau/ Görlitz, Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen, Landskron Brauerei Görlitz GmbH, Škoda Autohaus Klische Inh. R. Kohli, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, Stadt Zgorzelec Rechtsform: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH (ein Unternehmen der Stadt Görlitz – weitere Informationen zur Stadt finden Sie auf www.goerlitz.de)

„Denn ein Schiff erschaffen heißt nicht die Segel hissen, die Nägel schmieden, die Sterne lesen, sondern die Freude am Meer wachrufen.“ Antoine de Saint-Exupéry (aus: Die Stadt in der Wüste) Wenn Sie zum ersten Mal nach Görlitz kommen, werden Sie vor allem von der architektonischen Vielfalt überwältigt sein. Görlitz gilt als größtes Flächendenkmal Deutschlands. Insgesamt 4.000 mittlerweile größtenteils sorgfältig restaurierte Baudenkmale erzählen vom großen Reichtum vergangener Zeiten. Die Stadt, in der böhmische, sächsische, preußische und schlesische Einflüsse spürbar sind, hat in den Jahren nach 1990 dank großzügiger Förderungsmaßnahmen sowie privatem bürgerschaftlichem Engagement zu alter Blüte gefunden und ist heute schöner denn je. Im Jahr 2011 steht nun das größte kulturtouristische Event des Freistaates Sachsen an. Von Mai bis Oktober wird die Neißestadt zum Gastgeber der 3. Sächsischen Landesausstellung. Unter dem Motto „via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“ werden Sie eine spektakuläre Zeitreise auf einem der ältesten mitteleuropäischen Handelswege erleben. Der Lage auf der Via Regia verdankt Görlitz die noch heute sichtbare, außergewöhnliche Pracht. Auf wenigen 100 Metern lassen sich hier Schätze aus mehr als einem halben Jahrtausend europäischer Architekturgeschichte entdecken. Das städtebauliche Gesamtkunstwerk begeistert mit Bauwerken der Spätgotik, der Renaissance, des Barocks sowie des Jugendstils und das historische Stadtbild zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Mitteleuropa. Gemeinsam mit der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec, auf der östlichen Seite der Neiße gelegen, hat sich Görlitz 1998 zur Europastadt erklärt und liefert ein Beispiel dafür, wie Menschen zweier Nationen Grenzen überwinden können.

© S. Wenzel

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HIGHLIGHTS 2011 Mai bis Oktober 2011: Begleitprogramm zur 3. Sächsischen Landesausstellung „via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“ – Vom 21. Mai bis 31. Oktober 2011 wird in Görlitz die 3. Sächsische Landesausstellung „via regia – 800 Jahre Bewegung und Begegnung“ zu sehen und zu erleben sein. Zentraler Ausstellungsort ist der Kaisertrutz, die imposante Kanonenbastei aus dem 15. Jahrhundert im Herzen der Stadt. Damit die Besucher dieser Schau sich auch außerhalb der dicken Kaisertrutzmauern ein Bild vom Leben an der Via Regia machen können, entwickeln und koordinieren der Landkreis Görlitz und Kultur.Service Görlitz ein buntgefächertes und abwechslungsreiches Begleitprogramm.

ANGEBOT August 2011: Altstadtfest Görlitz | Jakuby Zgorzelec – Drei Tage lang feiern Görlitzer und Zgorzelecer gemeinsam mit ihren Gästen entlang der Via Regia ein großes Fest zwischen Dresden und Breslau. September 2011: Patrimonium Gorlicense – Im Umfeld des Tages des offenen Denkmals wird mit einem Handwerkermarkt auf dem historischen Untermarkt das Thema Handel und Handwerk entlang der Via Regia erlebbar. September 2011: Internationales Kunst-Licht-Klang-Performance Festival – Zwischen der Industriekulisse des Kraftwerkes Boxberg und dem Bärwalder See ist das Internationale Festival zu erleben. International renommierte und ortsansässige Künstler verwandeln das Gelände in eine Erlebniswelt der Künste. Dezember 2011: Schlesischer Christkindelmarkt zu Görlitz – Anfang Dezember öffnet der Schlesische Christkindelmarkt zu Görlitz seine Tore. Traditionelle Lichtzepter, prächtig geschmückte Haushallen, Bläserklänge und Puppenspiel, Produkte von Händlern und Kunsthandwerkern entlang Via Regia laden zum Verweilen und Genießen ein.

Wir verfügen über starke lokale und regionale Netzwerke im Grenzbereich! Unseren Partnern und Sponsoren bieten wir ein individuelles Leistungspaket an. Gern unterstützen wir Sie bei der Konzeption und Organisation von Veranstaltungen in der vielleicht schönsten Stadt Deutschlands. Profitieren Sie von kurzen Wegen zu Wirtschaft und Verwaltung, gebündeltem Know-how und belastbaren Netzwerken. Beeindrucken Sie Ihre Partner mit dem Charme von 900 Jahren Geschichte und aktueller Kunst. Nehmen Sie sich die Zeit zum Denken in der Stadt, in der einst der erste deutsche Philosoph Jakob Böhme zu Hause war.

© Christian Suhrbier

© S. Wenzel

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

Nordkolleg Rendsburg Akademie für kulturelle Bildung www.nordkolleg.de Standort: Rendsburg Teilnehmertage pro Jahr: 14.000 Innennutzfläche: 3 Hörsäle (für 50, 60, 200 Personen), 11 Seminarräume, 66 Zimmer mit 116 Betten, Restaurant mit 120 Plätzen Außennutzfläche: Parkähnliche Gartenanlage auf 8.000 qm Veranstaltungen pro Jahr: 450 Seminare, Tagungen, Lesungen, Konzerte und andere Veranstaltungen Anzahl der Mitarbeiter: 34 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: Land Schleswig-Holstein, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Stadt Rendsburg, Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein, Landeskulturverband Schleswig-Holstein, Arno Schmidt Stiftung, Medienstiftung Hamburg SchleswigHolstein, UV Nord u.a. Medienpartner: NDR Kultur Rechtsform: Gemeinnützige GmbH Jahresumsatz: 1,5 Millionen Euro

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Das Nordkolleg Rendsburg ist eine Akademie für kulturelle Bildung, ein Tagungshaus mit Hotelbetrieb und Sitz zahlreicher kultureller Verbände, Vereine und Institutionen. Damit zählt das Nordkolleg zu den maßgebenden kulturellen Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Die Akademie-Fachbereiche bieten Seminare, Tagungen und andere Veranstaltungen in den Sparten Literatur und Medien, Musik, Sprachen und Kommunikation sowie KulturWirtschaft. Das Tagungshaus steht für Gastveranstaltungen jeglicher Art zur Verfügung. Als erste Bildungseinrichtung in Schleswig-Holstein wurde das Nordkolleg Rendsburg mit dem Gütesiegel ServiceQualität Schleswig-Holstein geehrt. Als eines von vier Häusern bundesweit ist das Nordkolleg Rendsburg zudem mit fünf Sternen für sein Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen ausgezeichnet worden. Ein ganz besonderer Anziehungspunkt für die Gäste und Besucher der Akademie ist der parkähnliche Nordkolleg-Garten. Das ganze Jahr über sind hier auf 8.000 qm ganz nach Saison blühende Besonderheiten anzuschauen. Die einladenden Sitzgruppen in den ruhigen Winkeln des weitläufigen Gartens machen diesen im Sommer zum schönsten Seminarraum. Im „Land zwischen den Meeren“ liegt das Nordkolleg idyllisch zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Eider im Zentrum Schleswig-Holsteins. Die Akademie bietet ideale Rahmenbedingungen für ihre Gäste. Sie ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt für ihre kulturelle Kompetenz, den wunderschönen Garten und die ausgezeichnete und viel gelobte Küche.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Juli/August 2010 Chorakademie des Schleswig-Holstein Musikfestivals September 2010 Konzert mit Kitty Hoff Dezember 2010 1. Radiofeaturesymposion Februar 2011 Lange Lesenacht Juni 2011 Offener Garten 2011 mit Midsommar Fest Juli 2011 Iron Slam IV – Poetry Slam ganzjährig Klanggarten


ZIELGRUPPEN Kulturmanager, Freiberufler, Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft, traditionelle Wirtschaft

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: A3-Plakate, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Hausprospekt, Direktmailings, Einladungen, Internetseite, Newsletter, Promotionstände, Aufsteller und Banner vor Ort Tausenderkontaktpreis: 6,66 – 15,74 Euro Wert der Partnerschaft: 5.000 – 30.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Sie haben die Möglichkeit als Premium-, Haupt- oder Projektsponsor einen der verschiedenen Bereiche des Nordkollegs zu unterstützen. Als Bildungspartner präsentieren Sie das qualitativ hochwertige Seminar- und Tagungsprogramm unserer vier Fachbereiche. Als Gartenpartner präsentieren Sie alle medienwirksamen Veranstaltungen, Aktionen und Publikationen rund um unseren parkähnlichen Garten – Ort der Inspiration und Erholung. Als Genusspartner präsentieren Sie die beliebte und viel gelobte Rundum-Verpflegung. Vier bis fünf Mahlzeiten am Tag halten mit Ihrer Unterstützung Leib und Seele unserer Gäste zusammen. Über unsere Küche wird gesprochen und geschrieben – immer positiv. Als Wohlfühlpartner präsentieren Sie den Aufenthalt unserer Gäste: von der Ankunft bis zur Abreise. Die gemütlichen Zimmer, die Sauna und die Freizeitprogramme werden durch Ihr Engagement zu einem besonderen Bestandteil des Aufenthaltes.

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ÖSTERREICH

Bregenzer Festspiele

kultur marke ®

des Jahres

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www.bregenzerfestspiele.com Standort: Bregenz am Bodensee Besucher pro Spielzeit: Ca. 200.000 Veranstaltungen pro Spielzeit: Rund 80 Bühnen: Seebühne, Festspielhaus, Werkstattbühne, Seefoyer, Seestudio, Parkstudio, Theater am Kornmarkt, Kunsthaus Bregenz, Theater Kosmos Platzangebot: Insgesamt 12.700 Sitze Hauptsponsoren: UBS, Casinos Austria Presenting-Sponsoren: Liebherr-Werk Biberach GmbH, Mercedes-Benz, Hilti Foundation, illwerke vkw, Vienna Insurance Group – Wiener Städtische Versicherung AG, Montfort Werbung, Ars Rhenia Co-Sponsoren: Mohrenbrauerei Dornbirn, Römerquelle, Sektkellerei Kattus, Herrmann Pfanner Getränke, Pfanner & Gutmann, Hypo Landesbank Vorarlberg, AGM, Jacobs, Diageo, Red Bull, Bauerland & Toni Kaiser, Kelly’s, FHE Franke Dornbirn, InterSky Rechtsform: GmbH

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Jedes Jahr im Juli ist es wieder soweit: Für vier Wochen öffnen die Bregenzer Festspiele ihre Pforten für Opern- und Schauspielbegeisterte aus aller Welt. Inzwischen haben sich die Festspielwochen längst als international beachtetes Kulturfestival etabliert, das unter anderem mit hochkarätigen Operninszenierungen aufwarten kann. Ihren Anfang nahmen die Festspielwochen noch ganz bescheiden auf zwei Kieskähnen auf dem Bodensee 1946 mit Mozarts Jugendwerk Bastian & Bastienne. Und obgleich die Idee, Festspiele in einer Stadt ohne Theater abzuhalten, kühn bis irrwitzig erschien, entwickelte sich die Wahl des markantesten Ortes der Stadt, des Bodensees, als Bühne zum anhaltenden Erfolg. Besucher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich ließen das Festival bereits im ersten Jahr zu dem internationalen Ereignis werden, das es bis heute ist. Durchschnittlich 200.000 Menschen kommen jährlich zu den Festspielwochen nach Bregenz. Im vergangenen Jahr verzeichneten die Festspiele einen neuen Rekord mit 259.084 Besuchern bei einer Gesamtauslastung von 98 Prozent. Die einzigartige Seebühne auf dem Bodensee hat die Bregenzer Festspiele weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt gemacht. Im Zusammenspiel der natürlichen Kulisse und einem gewohnte Dimensionen überschreitenden Bühnenbild werden hier spektakuläre Operninszenierungen in einer einmaligen Atmosphäre dargeboten. Als Gegenpol zum opulenten Spiel auf dem See zeigt das Festspielhaus zu Unrecht in Vergessenheit geratene, neu inszenierte Perlen der Opernliteratur. Musikalisch begeistern während der vier Festspielwochen die Wiener Symphoniker, das Hausorchester des Festivals, und das Symphonieorchester Vorarlberg mit zahlreichen Konzerten. Seit mehreren Jahren bieten die Festspiele mit Kunst aus der Zeit auch dem zeitgenössischen Kunstschaffen Raum. Starke programmatische Akzente setzt auch das an Jugendliche gerichtete crossculture. Beide Reihen finden starken Zuspruch seitens der Besucher, ebenso die durch den Intendanten David Pountney gesetzten Schwerpunkte, etwa die Werke Erich Kreneks oder Karol Szymanowskis. In diesem Jahr lag der Fokus auf Mieczyslaw Weinbergs Schaffen.


ZIELGRUPPEN Spiel auf dem See 2009/10 Aida Foto: Kamil Kloch

Die Vielfalt der Produktionen, der Mut zur Auslotung des Repertoires und ein eigener Bregenzer Aufführungsstil bilden die charakteristischen Kennzeichen der Festspiele. Von Beginn an distanzierte man sich mit dem Spiel auf dem See von der klassischen „Guck-Kasten“-Bühne und setzte auf den Gedanken eines für alle zugänglichen Volkstheaters bei zugleich hohem künstlerischem Anspruch. Eine betonte Visualisierung der Opernthemen ist die bis heute erhaltene Essenz dieser Idee. Ein Beweis für die Praktikabilität dieses Anliegens ist die Inszenierung von Verdis monumentaler Oper Aida in den Spielzeiten 2009/2010. Regisseur Graham Vick und Bühnenbildner Paul Brown begriffen den Bodensee als integralen Bestandteil ihrer Inszenierung: Mittels Plattformen, aus dem Wasser ragenden Bühnenelementen und damit nicht nur am, sondern auch im Wasser liegenden Auftrittsräumen für die Sänger, Choristen und Statisten schufen sie beeindruckende Opernbilder. Die eigenwillige Interpretation vermochte Publikum wie Kritiker gleichermaßen zu begeistern. Aida erwies sich mit 201.258 Besuchern und einer Auslastung von 99 Prozent letztlich als die bestbesuchte Opernproduktion auf der Seebühne. Ihr scharfes Profil und ihre Stärke verdanken die Bregenzer Festspiele neben der Qualität ihrer Produktionen vor allem ihrem Bekenntnis zu Dynamik und Innovation. Auch deshalb wurde das Festival zur Kulturmarke des Jahres 2009 gekürt. Das Festival steht weltweit für beständiges und mutiges Vorwärtsdenken – künstlerisch wie technisch. Bezeichnend für dieses Streben ist die vom Fraunhofer Institut und der Lawo AG mitgetragene Entwicklung der Bregenz Open Acoustics. Dieses neuartige System der Raumsimulation garantiert als Weiterführung des in Bregenz so erfolgreich praktizierten Richtungshörens ein einmaliges Klangerlebnis unter freiem Himmel auf höchstmöglichem musikalischem Niveau. 2006 wurde es mit dem deutschen Bühnenpreis Opus in der Kategorie Sounddesign für kreative Leistungen im Einsatz von Technik bei der Bühnengestaltung ausgezeichnet. Eine entscheidende Weiterentwicklung des künstlerischen Konzepts der Festspiele ist für 2011 angesetzt: Nachdem das Publikum im Festspielhaus über Jahre hinweg an unbekannte und selten gespielte Werke und Komponisten herangeführt wurde, werden ab dem nächsten Jahr Auftragswerke gezeigt. Ein logischer Schritt in der Entwicklung: Die Bregenzer Festspiele begreifen sich als Kulturinstitution, die sich auch um die Zukunft ihrer Kunst kümmern will.

Interessierte an Musik, Oper und Theater; alle Altersgruppen; geografische Zielgebiete: Süddeutschland, Österreich, Schweiz

ANGEBOT Sponsorbetrag: 10.000 – 300.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Werden Sie Teil der einzigartigen Idee hinter den Bregenzer Festspielen und engagieren Sie sich als Hauptsponsor, Presenting Sponsor oder Co-Sponsor! Zentrales Element und Ziel einer Partnerschaft mit den Bregenzer Festspielen ist es, nachhaltig positive Impulse und Begeisterung bei gemeinsamen Zielgruppen auszulösen. Sie profitieren dabei von dem hohen Bekanntheitsgrad und der internationalen Medienpräsenz der Festspiele und nutzen diese Marketing- und Präsentationsplattform exklusiv. Neben der Präsenz Ihres Logos auf sämtlichen Print- und Online-Werbemitteln erhalten Sie diverse Möglichkeiten zur Präsentation Ihres Unternehmens auf dem Vorplatz und rund um das Festspielhaus. Das Haus kann zudem exklusiv für Sponsorendinner, Hospitality- und Kundenevents genutzt werden. Auch „non-buyable-experiences“ wie Probenbesuche, Künstlergespräche oder Backstage-Führungen u.v.m. bieten wir Ihnen an. Individuelle Absprachen sind möglich.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Werkretrospektive des polnischen Komponisten Mieczyslaw Weinberg | Aida von Giuseppe Verdi als Spiel auf dem See | Die Passagierin von Mieczyslaw Weinberg als Oper im Festspielhaus | Das Portrait von Mieczyslaw Weinberg als satirische Oper am Kornmarkt | Herz der Finsternis und Öl als Gastspiele des Deutschen Theaters Berlin | Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker unter der Leitung von Vladimir Fedoseyev | Uraufführung Achterbahn der britischen Komponistin Judith Weir (2011) Spiel auf dem See 2011/2012 André Chénier von Umberto Giordano 197


ÖSTERREICH

Osterfestspiele Salzburg Gegründet von Herbert von Karajan www.osterfestspiele-salzburg.at Standort: Salzburg Besucher pro Jahr: Ca. 20.000 Veranstaltungen pro Jahr: 12–15 Anzahl Mitarbeiter: 8 Bisherige Sponsoren: VW, Premier Automotive Group, Nippon Foundation, Wiener Städtische Versicherung Aktuelle Sponsoren: AUDI, Bank Vontobel AG Förderer: Verein der Förderer der Osterfestspiele in Salzburg, American Friends, Land Salzburg, Stadt Salzburg, Salzburger Tourismus Förderungsfonds, VIDYAEV Stiftung Rechtsform: GmbH

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Die Osterfestspiele Salzburg gelten als eines der renommiertesten und exklusivsten Klassik-Festivals weltweit. Den von ihrem Gründer Herbert von Karajan erhobenen Anspruch nach höchster künstlerischer Qualität erfüllen sie seit jeher ungebrochen, was nicht zuletzt der seit 1967 kontinuierlichen Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern und ihrem jeweiligen künstlerischen Leiter zu verdanken ist. So bieten die Osterfestspiele Salzburg unter ihrem derzeitigen künstlerischen Leiter Sir Simon Rattle einem internationalen Publikum die weltweit einmalige Gelegenheit, dieses Orchester der Weltspitze alljährlich binnen zehn Tagen in all seiner Vielfalt zu erleben. Neben den großen Orchesterkonzerten im Großen Festspielhaus zählt der ebenfalls von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gestaltete, auf Claudio Abbado zurückgehende Kammermusikzyklus Kontrapunkte seit Jahren zum fixen Bestandteil des Osterfestspielprogramms. Die Besonderheit der Osterfestspiele Salzburg liegt jedoch nach wie vor in der einzigartigen Gelegenheit, die Berliner Philharmoniker als premierendes Opernorchester zu erleben. Im Zuge einer Neuorientierung wollen die Osterfestspiele Salzburg in Zukunft verstärkt auch auf Jugendarbeit setzen. Zahlreiche Sonderprojekte, Zusatzveranstaltungen und Publikationen, wiederum unter starker Einbindung der Berliner Philharmoniker, sind derzeit in Planung. Die auf Exklusivität ausgerichtete Unternehmensphilosophie der Osterfestspiele Salzburg soll sich auch darin qualitativ widerspiegeln. Die weitgehend private Finanzierung des Festivals sichert ganz im Sinne Herbert von Karajans, eine größtmögliche künstlerische Unabhängigkeit und dem Kreis teilweise langjähriger Sponsoren sowie dem weltweit beispielhaften Förderverein kommt dabei selbstverständlich eine ganz besondere Bedeutung zu.


HIGHLIGHTS 2011 In Richard Strauss’ Salome, welche das erste Mal bei den Osterfestspielen Salzburg aufgeführt wird, debütiert – unter der Leitung von Sir Simon Rattle und der Regie des Norwegers Stefan Herheim – die großartige amerikanische Sopranistin Emily Magee. Unter Sir Simon Rattle und Gastdirigent Gustavo Dudamel sind in den sechs philharmonischen Konzerten Solisten wie Christianne Stotijn, Julia Fischer oder Angela Denoke zu hören. Im Rahmen der Kontrapunkte darf sich das Publikum auf spannende Aufführungen mit Julia Fischer, Isabel Karajan und den Akademisten der Berliner Philharmoniker freuen.

ZIELGRUPPEN Internationales Publikum mit hoher Affinität zu klassischer Musik; alle Altersgruppen; Schwerpunkt 50+; mittleres bis hohes Einkommen; hoher Bildungsgrad; Musik- und Kunststudenten; im Rahmen der Jugendprojekte viele Schüler und Jugendliche sowie deren Familien; einkommensstärkere Kulturtouristen der Stadt Salzburg; internationale Journalisten, Fachpublikum sowie Partner aus kulturverwandten Branchen

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 2,2 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: Großflächenplakate, A1-Plakate, Programmhefte, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailing, Internetseite, Newsletter, Pressearbeit, Festspielalmanach, Promotionstände, Aufsteller und Fahnen vor Ort Wert der Partnerschaft: 20.000 – 500.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Als Hauptsponsor genießen Sie neben Branchenexklusivität alle Vorteile einer gewünschten Präsenz auf sämtlichen Werbemitteln sowie auf der Homepage der Osterfestspiele Salzburg, jeweils für den vertraglich vereinbarten Zeitraum. Als Projektsponsor unterstützen Sie ausgewählte Sonderprojekte, vor allem auch im Rahmen der Jugendarbeit. Darüber hinaus bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit, einzelne Publikationen finanziell zu unterstützen, je nach gewünschtem Engagement und thematischem Interesse. Um Ihnen ein individuelles Paket anbieten zu können, erstellen wir gerne mit Ihnen gemeinsam ein maßgeschneidertes Konzept, in welchem Sie Ihre Dienstleistungen oder Produkte entsprechend präsentieren können.

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ÖSTERREICH

Wiener Kammeroper Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb www.wienerkammeroper.at | www.wienerkammeroper.blogspot.com Standort: Wien, Fleischmarkt 24 Besucher pro Jahr: 15.000 – 18.000 Sitzplätze: Theaterraum mit 304 Sitzplätzen, 8 Stehplätzen, Backstage-Räume für Maske, Kostüm, Musikproben Veranstaltungen und Vorstellungen pro Jahr: 2010/2011 voraussichtlich 40 bis 50 Anzahl der Mitarbeiter: 12, pro Produktion werden Regisseur, Dirigent, Sänger, Chor, Orchester, etc. dazu engagiert Rechtsform: Verein Jahresumsatz: 1,5 Mio. Euro

obsession . schlimmer geht immer Musiktheater-Raritäten in der Wiener Kammeroper 2010/2011 „Leidenschaften und Krisen werden in der Spielzeit 2010/2011 in der Wiener Kammeroper auf unterschiedliche Weise durchlebt. Joseph Haydn komponierte „L’isola disabitata“ in Anlehnung an die bereits damals populäre Robinson-CrusoeGeschichte, der Brite Harrison Birtwistle lässt Götter und Dämonen auffahren, ein Mann verkauft in George Antheils „Venus in Africa“ seine Frau und in Darius Milhauds „Le pauvre matelot“ wird der eigene Ehemann in einer Zisterne entsorgt. Und die Krise der „realen Welt“? Sie gerät nur allzu gerne zum Vorwand und offenbart nicht weniger als tiefste Verunsicherung, maßlose Selbstüberschätzung und verstörende Unfähigkeit zu adäquaten Lösungen.“ Mit den besten Wünschen in eine spannende Saison, Isabella Gabor & Holger Bleck Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb Der Internationale Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb gehört zu den renommiertesten und größten Sängerwettbewerben weltweit und bietet jungen Talenten die Möglichkeit, internationale Kontakte für ihre zukünftige Karriere zu knüpfen. Vorauswahlen finden in rund 50 Städten auf allen Kontinenten statt. 2010 waren wieder etwa 3.000 junge Sängerinnen und Sänger am Start. Gut 150 Sängerinnen und Sänger qualifizieren sich jedes Jahr für den Hauptwettbewerb in Wien. Eine internationale Jury aus Opernintendanten und Agenten sowie zahlreiche Medienvertreter haben den Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb zur „Wallstreet der Kehle“ gemacht. Anmeldungen für den 30. Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb ab Februar 2011 online über www.wienerkammeroper.at.

Fotocollagen: Holger Bleck

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HIGHLIGHTS 2011 Musiktheater heute | Premiere: 10. Februar 2011 • Harrison Birtwistle – The Io Passion „Io Passion“ erzählt von einer Frau, die von einer ihr bislang unbekannten sexuellen Leidenschaft zu einem Mann erfüllt wird. Sie versucht, sich Klarheit darüber zu verschaffen. Aber die einmal aufgeschreckten Götter und Dämonen gönnen ihr keine Ruhe. Die zivilisierte Oberfläche ihres Seins wird zusehends von Mysterien beherrscht. Die Frau muss sich eingestehen: „Irgendetwas haben wir erweckt, das wir hätten schlafen lassen sollen.“ Der britische Komponist Harrison Birtwistle – Jahrgang 1934 – hat mit seiner 2004 in Aldeburgh uraufgeführten „Io Passion“ vielleicht am eindrucksvollsten verwirklicht, was ihm immer schon sein schöpferisches Anliegen war: die mythische Durchdringung der heutigen Welt. Unerhört Neu Gehört | Premiere: 17. Mai 2011 • Darius Milhaud – Le pauvre matelot / Gorge Antheil – Venus in Africa In Paris der 20er Jahre in aller Munde, heute etwas in Vergessenheit geraten: der Franzose Darius Milhaud (1892 – 1974) und der Amerikaner George Antheil (1900 – 1959). Durch die Einbindung populärer Musik, alltäglicher Klangmittel und Jazzelementen gaben sie dem Theater ihrer Zeit entscheidende Impulse. Während die Moritat „Le pauvre matelot“ auf äußerste Konzentration der Klangmittel und auf eine Minimalisierung des Stoffes abzielt, setzt der bizarre Einakter „Venus in Africa“ auf einen übermütig-kreativen Umgang mit den Traditionen des musikalischen Theaters. Schule und Universität | Workshops: 21. – 25. März 2011 • die kunst der stunde – Schul- und Musikvermittlungs-Projekte an der Wiener Kammeroper Aufgrund des überwältigenden Erfolges unserer Jugend-Workshops – rund 450 Schüler/Innen aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland nahmen in der vergangenen Spielzeit teil – und den begeisterten Rückmeldungen setzen wir unsere Musikvermittlungsaktivitäten auch 2010/2011 fort. Mit den Jugendlichen wird in den neuen Workshops (Konzeption und Leitung: Martin Sigmund) mit dem Titel „die kunst der stunde“ der Zugang zu „fremder“, unbekannter Musik erarbeitet, wobei die eigenen künstlerischen Aktivitäten der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen. Weitere Informationen und Anmeldungen unter: 01/512 01 00 – 77, ticket@wienerkammeroper.at, weitere Schulprojekte in Planung und auf Anfrage.

ZIELGRUPPEN Wiener Kammeroper: Jugendliche ab 12 Jahren, Studenten, Publikum aus Wien, Österreich, internationaler Kultur-Tourismus Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb: Sänger/Innen, internationale FachMedien, Intendanten, Casting-Direktoren und Sänger-Agenturen weltweit

ANGEBOT Unterstützen Sie die Wiener Kammeroper! Gerne entwickeln wir mit Ihnen je nach Höhe des Sponsorings individuelle Formen der Zusammenarbeit.

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SCHWEIZ

Basel Tattoo – Kaserne Basel Einzigartiger Farbtupfer in der Schweizer Eventlandschaft www.baseltattoo.ch | www.galakonzert.ch Standort: Basel Besucher pro Jahr: 85.000 (100.000 inkl. Probe und Vorpremiere) Vorstellungen pro Jahr: 11 (13 inkl. Probe und Vorpremiere) Anzahl der Mitarbeiter: 14 Bisherige und aktuelle Sponsoren und Förderer: coop, Basler Kantonalbank, Heineken, Henniez, Stadt Basel, Mercedes Benz Kestenholz, Glenfiddich, Basel Tourismus, PiperHeidsieck, swissôtel Le Plaza, Hotel Les Trois Rois, Basel United AG, MCH Group, uniplan, Schliengen-Müllheim e.G., Nüssli, Winston Churchill (Oettinger Imex AG/Davidoff) Medienpartner: Schweizer Fernsehen, Schweizer Radio DRS, Sonntagszeitung, touring, apg Affichage, Basler Zeitung, Basilisk, Die Oberbadische, Hessisches Fernsehen Schirmherr: VBS, Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport Rechtsform: GmbH Jahresumsatz: CHF 8,5 Mio. (ca. 6,2 Mio. Euro)

202

Dem Basel Tattoo ist es innerhalb weniger Jahre gelungen, was im Unterhaltungssektor als Ausnahme gilt: die erfolgreiche Lancierung eines neuen Entertainment-Genres in der Schweiz, eine Wachstumsrate von 130 Prozent innerhalb von fünf Jahren, 100 Prozent Auslastung seit der ersten Vorstellung 2006 und eine Rekordverkaufszeit von 36 Stunden für alle 85.000 Tickets des Basel Tattoo 2010 – und dies siebeneinhalb Monate vor dem Event. Einzigartig in der Schweiz, weltweit das zweitgrößte Open Air Tattoo: Das Basel Tattoo präsentiert weltbekannte Ohrwürmer, originelle Choreografien und eine brillante Lichtshow vor der wunderschönen historischen Kulisse der Kaserne in Basel, direkt am Rhein. Das Basel Tattoo steht als Synonym für «Musikhappening der Extraklasse». Seit der Schweizer Premiere 2006 erlebten 350.000 Zuschauer dieses Spektakel vor ausverkauften Rängen. Die fünfte Ausgabe wuchs in Bezug auf die Anzahl der Mitwirkenden aus aller Welt nochmals über sich hinaus: 1.300 Teilnehmer von vier Kontinenten waren am Basel Tattoo 2010 vertreten. Seit 2006 ist auch das Schweizer Fernsehen mit an Bord und strahlt das Basel Tattoo seit dem jährlich mehrmals in voller Länge aus. Zum Schweizer Fernsehen gesellte sich 2009 und 2010 das Hessische Fernsehen als Co-Produzent. Damit wird auch in Deutschland eine breite Zielgruppe erreicht.


Das Basel Tattoo grenzt sich bewusst vom Militär- und Blasmusikfestival-Charakter ab, ohne jedoch auf die Professionalität der Militärbands zu verzichten. Der Event steht mittlerweile ganz oben auf der Liste, so dass Königshäuser aus aller Welt ihre musikalischen Regimente nach Basel entsenden. Der exzellente Ruf des Basel Tattoo spiegelt sich u.a. auch durch die Kundentreue wider, welche 98 Prozent beträgt (Zuschauer plant gem. Umfrage wieder eine Vorstellung zu besuchen). Das Basel Tattoo ist zu einem nationalen und tri-regionalen Anziehungspunkt geworden. Knapp 60 Prozent der Besucher kommen aus Basel und der Region (inkl. Deutschland und Frankreich), gefolgt von Zürich, Aarau, Bern, Luzern, der West- und Ostschweiz. Mit Produktdiversifikationen hat sich das Basel Tattoo innerhalb der Zielgruppen nach Clustern sowie soziodemografisch national in der Schweiz glaubwürdig positionieren können.

HIGHLIGHTS 2010/2011 Basel Tattoo 2010, 17. – 24. Juli 2010, 5th Anniversary u.a. The Band of her Majesty’s Royal Marines (GB), The Band of her Majesty’s King’s Guard and Drill Platoon (Norwegen), Aguiluchos Marching Band & Compañia de Danza Tenochtitlan (Mexico) Massed Pipes and Drums u.a. Australian Federal Police Pipes and Drums (Australien), Canadian Scottish Association Pipes and Drums (Kanada), Drums and Pipes of the Cape Town Highlander (Südafrika) Basel Tattoo 2011, 16. – 23. Juli 2011 u.a. Aimachi Marching Band (Japan), Band of the Moscow Military Conservatoire (Russland), Musikkorps der Bundeswehr (Deutschland), Swiss Army Band (Schweiz) Massed Pipes and Drums u.a. Auckland Police Pipes and Drums (Neuseeland), Manchester Regional Police and Fire Pipes and Drums (USA), Tasmania Police Pipe Band (Australien)

ZIELGRUPPEN Soziodemografisch: breit; Segmente: mittels differenzierten Angeboten (hochpreisig, exklusiv; Hospitality); Cluster: nach Interessen (Hospitality, Vereine, Musik, Kultur, etc.); Corporatekunden: Hospitality, Skyboxen, VIP-Tickets, Wiederverkäufer national sowie in Europa und Übersee; den Großteil der Besucher machen die 25 – 55jährigen mit einem Anteil von 66 Prozent aus. 20 Prozent der Basel Tattoo Kunden haben eine höhere Berufsausbildung, mit einem Haushalts-einkommen von CHF 100.000 (ca. 73.000 Euro) und mehr. 60 Prozent haben eine normale Ausbildung mit einem Haushaltseinkommen von durchschnittlich CHF 58.000 (ca. 42.000 Euro).

ANGEBOT Werbereichweite: bis zu 62,8 Mio. Brutto-Werbekontakte Werbemittel: F4- und F12-Plakate, TV-Spots, Anzeigen, A3-Plakate, Ad-Screens, Radiospots, Radiotrailer, Eintrittstickets, Hospitality, Gutscheine, Basel Tattoo Magazine, Veranstaltungsflyer, Postkarten, Direktmailing, E-Newsletter, Internetseite, Pressearbeit, Basel Tattoo Tram, Basel Tattoo Cars, vor Ort: F4-Poster, Megaposter, Logoclips auf Großbildschirmen, Partnerwand, Danksagung vor jeder Show Tausenderkontaktpreis: 4,21 – 13,18 Euro Wert der Partnerschaft: 65.000 – 260.000 Euro

Möglichkeiten für Ihr Sponsoring-Engagement Für Sponsoren, Partner und Corporatekunden bietet das Basel Tattoo mit verschiedenen Hospitalityfacilities exklusive Plattformen. Dreh- und Angelpunkt des „Corporate Socialising“ ist die exquisite Basel Tattoo Lounge. Je nach Partnerschaft wird das Basel Tattoo national wie auch interregional von den Sponsoren für deren Zielsetzungen erfolgreich instrumentalisiert. Weitere Akzente setzen Präsenzmaßnahmen während dem Basel Tattoo in der Stadt Basel sowie zwei nationale Kommunikationsschwerpunkte unter dem Jahr. Mit der wirksamen Partnerpräsentation auf dem Eventgelände wird das Package für Sponsoren abgerundet. 203


Auflage 2.796

Auflage 2.500

Auflage 10

32.500 6.157.000 15.000.000 2.000

850.000 500 2.000 1.000 1.000 4.000 10.000 20.000

Collegium Hungaricum Berlin

Between the Beats

Auflage

Basel Tattoo

Auflage

Asisi Visual Culture - Pergamon

Architekturpreis Berlin

Auflage

Auflage 1 x jährlich

500 2.000

500 300

10.000 40.000 10.000 50.000

ja 1 ja 10.000

15.000 10.000 7.000 12.000 4.000 60.000 20.000 1.500 2 3 ja ja 3 3 ja 1.800

Max. Brutto-Werbekontakte 9.543.000 1.559.000

929.300

1.500 2.000 ja ja

2.000.000 200 2.017.500 5.000.000 1.000 6.000 250.000 100 450 1

2.000 120.000 45.000 150.000 5.000 45.000 370.000 96.000 10.500 2 ja ja ja

ja 3 2 ja ja 5.000 1.000.000

ja 320.000

150.000 400 1.000 3 10 ja ja 10 5 ja 9.000

1.500 1.000 20.000 120.000 120.000 24.000 36.000 1.300 1.000 3 ja ja ja ja ja ja

30.000 3.635.550 162.320.500 61.721.500 13.825.400 8.656.300

Wert der Partnerschaft in Euro von bis

1.000 50.000

5.000 10.000

3.000 30.000

5.000 100.000

10.000 850.000

65.000 260.000

3.000 50.000

10.000 150.000

Tausender Kontaktpreis (TKP) je nach Partnerschaft in Euro von bis

0,23 5,24

6,41

4,71

1,39 27,51

0,52 5,59

4,21 13,18

1,09 3,62

2,85 17,33

*Sonstige: Merchandising-Produkte, T-Shirts, Gravuren, Auftritte auf Live-Events, Platzierung des Logos auf Autos, Kino-Trailer, Hörfunk-Beiträge, TV-Beiträge, Straßenbahn Außenwerbung, Anzeigen, Aufkleber u.a.

204

Akademie Off-Theater nrw

Werbemittel Auflage Großflächenplakate Spots im U-Bahn Fernsehen Zeitschriften-/Printdokumentationen 500 A0-Plakate A1-Plakate 2.600 A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Programmhefte 120.000 Veranstaltungsflyer 100.000 Postkarten Direktmailing 2.500 Einladungen 400 Besucher auf Internetseite 3.500.000 Newsletter-Verteiler Pressemitteilungen 2.200 Pressekonferenzen 1 Promotionstände Inhaltliche Einbindung bei Veranstaltungen ja kostenloses Incentive Aufsteller Veranstaltungsbanner Sonstige* ja Kontakte vor Ort 60.000

achtung berlin – new berlin film award

48 Stunden Neukölln

Werbemittel & Preise im Überblick


2.000 3.000 2.000 50.000 5.000 4.000 1.200 240.000 75 2 2 ja 5 ja 14.000

2.500

22.000 33.000 100.000 2.500 225.000 900 5.000 2 1 ja ja 1

15.000

30.000 550.000 600.000 200.000 10.000

1.500 1.000 1.000 1.100 12.000 9.000 1.230 1.500 27.000 5.000 21.000 3

320 5.000 25.000 26.000 170.000 60.000 60.000 120.000 24.000 6.000 4

52.000 300 150 16.000 3.000 3 3

1.200 178.000 150.000 350.000 260.000 1.000 400.000 400.000 3.480 1 1

ja ja

ja ja 150.000 11.161.859

ja ja 34.000

1 ja 15.000

1 1 ja 20.000

ja 5 ja 500.000

Nordkolleg Rendsburg

1.000

80 2.500

Neanderthal Museum

80.000

500

Morgenland Festival Osnabrück

2.000

Auflage 1.160

Märchenland

Auflage

Kulturpalast Hamburg

Auflage

Kulturland Brandenburg

Auflage 300

Gewandhaus zu Leipzig

Filmfestival Max Ophüls Preis

GartenKultur-Musikfestival

Auflage

Freie Volksbühne Berlin

Auflage 260

Europäische Route der Backsteingotik

Dresdner Kreuzchor

Dresdner Kammerchor Auflage

Auflage

Auflage

Auflage 50

Auflage 150

Auflage

1.220.000

130 200 500 500 500 4.000 2.000 60.000 20.000

Auflage 20 100 ja 1.000 1.500 1.000

4.550

160.000 40 20.000 15.000 30.000 100.000

92.500 192.500 10.000

50.000 100.000

470.000

135.000

ja 73.000

ja 153.000

3.000 3.000

5.000 ja ja ja 350.000

3.506.125 24.197.938 6.570.000 15.286.000 3.403.600 5.399.900 16.902.480 10.995.000

500 50.000 600 1.000 2 3 ja ja 3 3 ja 10.000

20.000 3.000 3.000 3.000 150.000 40.000 300.000 3.000 210.000 40.000 30.000 5 2 ja ja 2 2 ja 205.000

800 84.000 8.000 20.000 8.000 24.000 50.000 800 300 3 3 ja ja 5 3 ja 35.000

5.993.342 18.942.000 20.627.450 20.586.000 1.906.100

1.500 60.000

5.000 100.000

3.000 50.000

2.500 80.000

2.500 50.000

5.000 25.000

5.000

5.000 100.000

500 100.000

5.000 250.000

5.000 100.000

2.500 200.000

5.000 30.000

8,56 17,11

4,13

2,34 7,60

6,54 5,23

1,06 14,69

0,94 4,65

1,18

2,47 9,10

2,99 16,69

0,40 13,20

4,48

4,74 9,72

6,66 15,74

Alle hier dargestellten Auflagen basieren auf einer Beteiligung von Sponsoren. Die Preise und Angaben zu Werbemitteln können daher von den Einzeldar stellungen abweichen. Die Plakatierung mit Großflächenplakaten ist mit einer Beteiligung von Sponsoren möglich. Werbemittel, Rahmen und Promotions stände am Standort werden vom jeweiligen Partner gestellt.

Kleine und Kleinstbeträge nutzen den Kulturmarken selbstverständlich auch. Das Leistungspaket kann nach Absprache verhandelt werden. Wenn Sie genauere Angaben zu Formaten, Logoplatzierung und Distribution der Werbemittel wünschen, entwickeln wir für Sie gern ein individuelles Angebot.

205


Max. Brutto-Werbekontakte Wert der Partnerschaft in Euro von bis Tausender Kontaktpreis (TKP) je nach Partnerschaft in Euro von bis

1 Woche 700.000 150 20.000 6.000 20.000 20.000 100.000 3.000 1 1 1 20.000

6.000

10

3.500 550.000 100.000 45.000 30.000 5.000 5.000 300.000 4.000 13.000 25 ja ja

200 300.000 50.000 75.000 10.000

ja ja ja 550.000

5 5

10.000 730.000 48.000 3.000 30 20

300.000

Auflage 30 110.000

1.000 43.000 35.000 550.000 300.000 1.000 6.000 165.000 11.000 30.000 2 4 ja ja 4 2 ja 80.000

2.000 85.000 10.000 20.000 5.000 40.000 40.000 1.100.000 2.500 2.000 22 3 ja ja 10 1 ja 80.000

20.000 50.000 500.000 1.000.000 10,36

18,97

50.000 500.000 21.91

5.000 5.000 500.000 1.000.000 2,39 26,09

2,04 80,55

Württembergische Philharmonie Reutlingen

Auflage 300 40.000 640.000

Auflage

Auflage 6

1.000

118.000

2.000

2.000 7.000 3.000

250.000 32.000 150.000 25.000 2.000 3 3 3 ja 250.000

2.173.000 52.718.000 22.817.000 19.321.850 12.415.400

*Sonstige: Merchandising-Produkte, T-Shirts, Gravuren, Auftritte auf Live-Events, Platzierung des Logos auf Autos, Kino-Trailer, Hörfunk-Beiträge, TV-Beiträge, Straßenbahn Außenwerbung, Anzeigen, Aufkleber u.a.

206

Auflage

transmediale

Auflage 500

Staatstheater Nürnberg

Auflage 1.000

Ruhrfestspiele Recklinghausen

phæno

Auflage 1

Radialsystem V

OZEANEUM

Werbemittel Großflächenplakate Spots im U-Bahn Fernsehen Zeitschriften-/Printdokumentationen A0-Plakate A1-Plakate A2-Plakate A3-Plakate Eintrittstickets Programmhefte Veranstaltungsflyer Postkarten Direktmailing Einladungen Besucher auf Internetseite Newsletter-Verteiler Pressemitteilungen Pressekonferenzen Promotionstände Inhaltliche Einbindung bei Veranstaltungen kostenloses Incentive Aufsteller Veranstaltungsbanner Sonstige* Kontakte vor Ort

Osterfestspiele Salzburg

Werbemittel & Preise im Überblick

14.000 3.000 17.500 12.000 15.000 2.000 116.000 5.000 2.100 2 3 ja ja 5 3 ja 44.000

22.000 20.000 40.000 1.400 215.000 700 2 1 1 1 20.000

1.865.100 11.916.500 6.000 50.000

5.000 20.000

5.000 15.000

1,56 1,98

2,97 10,78

1,26 5,95


Gabriella Bandel Künstlerische Leitung Filmfestival Max Ophüls Preis Jahrgang: 1958 Ausbildung: • 1978 – 83: Studium der Sozialarbeit/-pädagogik • 1989 – 1992: Studium der Informationswissenschaft und Kunst in Saarbrücken

Andreas R. Bartsch Dr. rer. nat. Regisseur, Bühnenbildner, Künstlerischer Leiter Harald Benke Direktor Jahrgang: 1958 Deutsches Meeres Ausbildung: museum Stralsund • Grafik-Studium an der Kunsthochschule Jahrgang: 1955 Ausbildung: Berlin-Weißensee Studium Biologie • Bühnen- & Kostümund Promotion an der bildstudium an der Hochschule für Bildende Universität Bonn Künste Dresden Berufsweg: • 1983: Diplom • 1989 – 1990: Mitarbeiter

Dr. Marc Bieling Geschäftsführer DIE DRAUSSENWERBER GmbH Jahrgang: 1974

Adrienne Boros Geschäftsführerin Freie Volksbühne Berlin Jahrgang: 1967 Ausbildung: Diplom-Ökonomin

Berufsweg: • 1990 – 1991 tätig im ungarischen Außenhandel • 1991 – 1993 Vertrieb und Marketing für die H.F. & Ph. F. Reemtsma GmbH Berufsweg: Konstruktionsbüro und Reemtsma InterBerufsweg: • 1985: Stadt Saarbrücken • 1996/2000 – 03: Dozent Benke GmbH national Berufsweg: im sozialen Bereich • 1994 – 2002 Freelancerin an beiden Hochschulen • 1990 – 1994: Wiss. • 1990 – 1992 redaktionelle • Freischaffend für 90 Mitarbeiter Forschungs- • 2000 – 2004 für diverse WerbeUniverstität Münster, Tätigkeit beim SR und Technologiezenund PR-Agenturen Inszenierungen, Marketing Centrum • 1994 – 1997: Leitung trum Westküste, Büsum sowie Verlage in Berlin Schauspiel + Oper, Münster, der Städt. Galerie • 1994 – 1995: • seit 2003 an über 20 Staats- und Wissenschaftlicher im Filmhaus Wiss. Mitarbeiter des Geschäftsführerin Stadttheatern + freie Mitarbeiter • 1997: Organisation, Landesamtes für den der Freien Volksbühne Projekte Sponsoring, Öffentlich- • Regie: u.a. Stücke von Nationalpark Schleswig- • 2005 – 2007 Berlin e. V. Städtemarketing, keitsarbeit beim FilmHolsteinisches • Mitglied in der P. Turrini, E. Kishon, Wall AG, Berlin festival Max Ophüls Preis B. Strauß, F. Dürrenmatt, Wattenmeer, Tönning Arbeitsgruppe Kulturelle • seit 2002 Leitung des • seit 09.1995: Direktor des • seit 5.11.2007 Bildung, im Rat für S. Mrozek, B. Brecht, Geschäftsführer Bereiches Kurzfilm Deutschen Meeresdie Künste Berlin und M. Frisch, DIE DRAUSSENWERBER in der Kulturpolitischen • seit 2008 Künstlerische museums in Stralsund, H. von Hofmannsthal GmbH Leitung Forschung an Walen Gesellschaft • Diverse Ausstellungen Ausbildung: • Dipl.-Kfm., Universität Münster • Diplôme, Sup de Co Montpellier • Dr. rer. pol., Universität Münster

Kulturmanager in Deutschland

Philipp Bräuer Künstlerische Leitung Filmfestival Max Ophüls Preis Jahrgang: 1974

Sebastian Brose Programmleiter Filmfestival achtung berlin – new berlin film award

Jahrgang: 1971 Ausbildung: • 1994 – 2002 Studium Ausbildung: Theater-/Film-/Fernseh- Studium Germanistik u. wissenschaft, AllgemeiKunstwissenschaften, ne und Vergleichende Gießen/Bremen Literaturwissenschaft in Berufsweg: Berlin, Wien, Lausanne • meOme Online Services Berufsweg: • Lektorat „Urban Art • seit 2004: ProgrammStories“,„Open Mike“ leitung Filmfestival • Ausstellung „Digitale Max Ophüls Preis Poesie“ Berlin • seit 2007 Künstlerische • Theaterfestival Leitung No Limits • Literaturwerkstatt Berlin • poesiefestival berlin • ZEBRA Poetry Film Award • Film- und Medientage Havelland • achtung berlin – new berlin film award

208

Michael Diem Kaufmännischer Direktor Bregenzer Festspiele

Michael Dreyer Künstlerischer Leiter Morgenland Festival Osnabrück

Jahrgang: 1970 Ausbildung: Studium Betriebswirtschaftslehre in Innsbruck

Jahrgang: 1970 Ausbildung: Diplom-Musikpädagoge

Berufsweg: Berufsweg: • 1995 bis 2001: • 1997 – 2003: Leitung Konzertgitarrist Controlling / EDV, • Seit 1997: Produzent für Bregenzer Festspiele klassische MusikproGmbH duktionen, seit 2001 • 2003 – 2008: Leitung unter seinem eigenen Administration / Label Dreyer.Gaido Rechnungswesen Musikproduktionen • 2003: Verleihung • Gründet 2005 das der Prokura Morgenland Festival • seit 2008: KaufmänniOsnabrück und ist seitscher Geschäftsführer dem sein Künstlerischer der Bregenzer Festspiele Leiter GmbH und der Bregenzer • Seit 2007: Co-Autor und Festspiel- und KongressProduzent von haus GmbH Musikfilmproduktionen • 2009: Auszeichnung mit dem Praetorius Musikpreis, Kategorie „Internationaler Friedensmusikpreis“.

Roland Ebbing Leiter Marketing & Betriebliches Management Neanderthal Museum Jahrgang: 1966 Ausbildung: • Studium der Sozialpädagogik an der FH Dortmund (Dipl.) Berufsweg: • 1990: Mitbegründer der Kulturinitiative Iserlohn • 1992: Gründung der Künstler- und Eventagentur FrontLINE • 1987 – 1995: gastronomische Berufserfahrung • 1995 – 1998: Leiter Event & Gastronomie Kulturzentrum WERK°STADT, Witten • 1998 – 2004: Geschäftsführer Kulturzentrum WERK°STADT, Witten • seit 2004: stellv. Direktor der Stiftung Neanderthal Museum


Brigitte Faber-Schmidt Geschäftsführerin & Vorstandsvorsitzende Kulturland Brandenburg e.V.

Guido Froese Akademieleiter und Geschäftsführer Nordkolleg Rendsburg – Akademie für kulturelle Bildung

Jahrgang: 1959

Jahrgang: 1969

Ausbildung: Studium Pädagogik

Ausbildung: Studium Rechtswissenschaften und Kulturmanagement

Berufsweg: • Arbeit in KunstBerufsweg: & Kulturprojekten; • 1991 – 1996: ProduktionsNRW & Berlin assistenzen für Tour• Projektleitung Qualifineen, RSO Frankfurt zierungsprogramm (HR); Tätigkeiten im in den Neuen Orchestermanagement Bundesländern • 1997 – 2007: • 1995 – 2000: Leitung Leiter des Kulturbüros Kulturförderung & Münsterland: Kulturveranstaltungen, Kulturförderung, Kulturamt Potsdam Regionenmarketing, • 2000 – 2002: KommissaProjektmanagement, rische Leitung Festivalmarketing Kulturamt Potsdam und -management • seit 2002: Geschäftsfür versch. Festivals führung & Vorstands• seit 2007: Akademieleiter vorsitz Kulturland und Geschäftsführer des Brandenburg e.V. Nordkolleg Rendsburg

Cornelius Grube Intendant Württembergische Philharmonie Reutlingen

Isabella Gabor & Holger Bleck Direktion Wiener Kammeroper Internationaler Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb

• KulturmanagementStudium, MHS Hamburg • 1997/98 Mitarbeiter in der Hamburgischen Kulturstiftung • 1998 – 2000: Orchestermanager, organisatorischer Leiter der Carl Flesch Akademie • 2000 – 2003: Orchesterdirektor in Kassel • seit April 2003 Intendant der WPR • Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Orchester Süddeutschlands, Mitglied im Orchesterausschuss des Deutschen Bühnenvereins, Juror beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrats, Gründungsmitglied des 1. Deutschen Orchestertages

WIR STELLEN IHNEN DIE MACHER HINTER DEN KULISSEN VOR.

Kulturmanager im deutschsprachigen Raum sind Generalisten und arbeiten in allen Betriebsbereichen wie Organisation, PR-Arbeit, Finanzierung bis hin zu administrativen Tätigkeiten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Konzeption und Finanzierung von Kulturvorhaben, etwa von Ausstellungen, Theaterfestivals, Kongressen, Fortbildungen und Publikationen.

Klaus-Peter Hausberg Herausgeber Edition Grimmland Jahrgang: 1964 Ausbildung: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln Berufsweg: • 1988 – 2000: GF der Veranstaltungsagentur C.C.M. Cologne Communication Management GmbH • 2001 – 2004: Durchführung des Märchenfestivals »fabulaColonia« in Köln • seit 2005: Herausgeber und Autor im J.P. Bachem Verlag, Köln • seit 2008: Herausgeber der Edition Grimmland

Dr. Frank Hoffmann Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen Jahrgang: 1954 Ausbildung: Studium der Germanistik, Romanistik und Philosophie in Luxemburg und Heidelberg. 1983 Promotion an der Universität Heidelberg

Dörte Inselmann Intendanz & GF Kulturpalast Hamburg

Erik Julliard Produzent und Geschäftsführer Basel Tattoo Productions

Ausbildung: Diplom Sozialpädagogin, Kultur- und BildungsAusbildung: mangement an der HWP • 1995 bis 2001: Studium Hamburg der Jurispudenz an der Universität Basel. Berufsweg: • 1980: Gründung, seit 1988 • 2001 bis 2002: Festanstellung bei der Vorsitzende und Firma Cruspi (SüssIntendantin des KPH warenimport) in der • Seit 1986: Vorstand von Rechtsabteilung „Stadtkultur Hamburg“ • 2003: Praktikum in der • Seit 2000: Vertreterin Rechtsabteilung Polizeifür den Bezirk Hamburg und Militärdepartement Mitte im Landesrat der

Berufsweg: • seit 1988: Professur für Regie am Konservatorium in Luxemburg • 1997: Gründung und Behörde für Kultur, Berufsweg: Leitung des Theatre • 1991: Gründung National Du Luxembourg Sport und Medien • Seit 2001: Begründerin/ Top Secret Drum Corps, • 2000: Gründung des Geschäftsführerin bis heute Manager ersten Luxemburger der BilleVue GBR • 2005 bis heute: Theaterfestivals im Zelt Gründung und Mit• Seit 1984: über 80 natio- • 2004: Gründerin des Musikclubs Bambi galore inhaber Basel Tattoo nale und internationale • 2007: Gründerin/ Productions GmbH Inszenierungen Intendantin der Projekte • Seit 2004: Intendant „HipHop Academy der Ruhrfestspiele Hamburg“ und Recklinghausen „Klangstrolche“

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Thomas Koch Mitglied des Direktoriums Bayerische Theaterakademie August Everding Jahrgang: 1956 Ausbildung: • 1976–82: Studium der Anglistik, Biologie und Psychologie in Kassel und Berkeley (USA) Berufsweg: • 1983 – 1984: Redakteur, Das Beste aus Reader’s Digest • 1984 – 1995: Leiter der Presse und Öffentlichkeitsarbeit, AmerikaHaus Stuttgart • 1995 – 2006: Sprecher der Intendanz, Staatsoper Stuttgart • seit 2006: Direktor für Kommunikation und internationale Beziehungen, Bayerische Theaterakademie, München

Stephen Kovats Künstlerischer Leiter transmediale

Susanne Krebser Geschäftsführerin Kommunalverbund Niedersachsen / Bremen e.V.

Jahrgang: 1965

Jahrgang: 1965

Ausbildung: Studium der Architektur und Urbanismus, Carleton University, Kanada

Ausbildung: Studium Geografie, Osnabrück; Master Leadership & Organizational Development in Bremen

Berufsweg: • seit 1990: Initiator und Leiter internationaler Projekte und Festivals • 1993 – 1999: „ostranenie“ – Festival für Medienkunst • 2000 – 2002: „City Forum Ausstellungen und Urban Masterplan“, Äthiopien • 2004 – 2006 „TransEuropean Picnics“ • 2004 – 2006 Dutch Electronic Art Festival, Rotterdam

Roderich Kreile Kreuzkantor, Intendant & künstlerischer Leiter Dresdner Kreuzchor

Dr. Gabriele Landwehr Bereichsleitung Wirtschaft & Stiftungen Goethe-Institut

Jahrgang: 1956

Jahrgang: 1952

Ausbildung: Studium der Kirchenmusik und Chorleitung in München

Ausbildung: Studium Geschichte, Germanistik in Stuttgart

Berufsweg: • 1992 – 1995: Verkehrsplanerin Ingenieurbüro, Berufsweg: • 1989 – 96: Professor Osnabrück an der Musikhochschule • 1996 / 97: Planerin für München und Leitung Verkehrsunternehmen, zweier Hochschulchöre Münsterland • 1994: Einstudierung • 1998 – 2007: Zweckdes Philharmonischen verband VerkehrsverChors München bund Bremen / Niedersachsen, zuletzt Leiterin • 1997: Berufung zum Kreuzkantor Planung & Qualität in Dresden, Produktion • seit 2008: Kommunalverbund Niedersachsen / zahlreicher Rundfunkund CD-Aufnahmen Bremen

Berufsweg: • Dozentenausbildung des Goethe-Instituts 1979 • Dozentin in Rom und München • seit 1985: Führungspositionen in Los Angeles, Mexiko-Stadt, New York und Chennai, Indien • seit 2009: verantwortlich für Wirtschafts- und Stiftungskooperationen des Goethe-Instituts im Hauptstadtbüro Berlin

Kulturmanager in Deutschland

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Markus Muffler Gründer und Geschäftsführer Between the Beats

Christoph Pienkoß Geschäftsführung Europäische Route der Backsteingotik e.V.

Jahrgang: 1963

Jahrgang: 1974

Ausbildung: Diplom-Volkswirt, Uni Mannheim

Ausbildung: Studium der Stadt- und Regionalplanung Berlin und Stockholm

Ute Plaumann M.A. (Magistra Artium) Geschäftsführerin Akademie Off-Theater nrw

Hans-Christoph Rademann Dirigent Dresdner Kammerchor

Ausbildung: • Studium in Chorund Orchesterdirigieren Ausbildung: Studium der Erziehungs- an der Musikhochschule in Dresden und SozialwissenBerufsweg: schaften in Düsseldorf Berufsweg: Markus Muffler hat Berufsweg: und Hagen • Gründer und Leiter des von 1992 bis 2003 in • 2001 – 2007: ProjektDresdner Kammerchores Frankfurt und London management KulturBerufsweg: bei internationalen projekte mit EU• seit 1990: Regie-Assistenz • musikalischer Leiter der Singakademie Dresden Finanzhäusern gearbeiFörderung, u.a. Aufbau und Organisations• 1999 – 2004: Chordirektor tet. Ende 2003 stieg er der Europäischen Route leitung in freien beim Norddeutschen aus dieser Branche aus, der Backsteingotik beim Theaterproduktionen bevor er sich 2004 selbst- Deutschen Verband für • 2000: Mitgründerin und Rundfunk • seit 2000: Professor für ändig machte. Wohnungswesen, Städte- Geschäftsführung der Chorleitung, Hochschule Seit 35 Jahren beschäfbau & Raumordnung e.V. Unternehmenstheaterfür Musik Carl Maria tigt sich Markus Muffler • seit 2007: VereinsgrünAgentur eventkom GbR leidenschaftlich und dung Europ. Route der • seit 2002: Co-Leitung der von Weber in Dresden • seit 2007: Chefdirigent intensiv mit musikaliBacksteingotik e.V., Akademie Off-Theater RIAS Kammerchor schen Entwicklungen. Übernahme der Genrw Mit dem Projekt Between schäftsführung, inter• seit 2009: Geschäftsthe Beats hat er sich nationales Netzwerkführung der Akademie einen langjährigen management (zusätzl. Off-Theater nrw Traum verwirklicht. Projektmanagement außerhalb Kulturbereichs) Jahrgang: 1959

Hajo Schäfer Festivalleiter Filmfestival achtung berlin – new berlin film award Jahrgang: 1969 Ausbildung: Studium Medienwissenschaften u. Geschichte, Bochum/Montpellier (F) Berufsweg: • Nederlands Filmmuseum Amsterdam • Stiftung Deutsche Kinemathek Berlin • Festival des Osteurop. Films Cottbus • Internationale Filmfestspiele Berlin • Internationales Filmfest München • Literaturwerkstatt Berlin • KurzFilmFestival Hamburg • achtung berlin – new berlin film award


Dr. Martin Steffens Festivalleitung 48 Stunden Neukölln (Kulturnetzwerk Neukölln e.V.) Jahrgang: 1967

Peter Theiler Staatsintendant Staatstheater Nürnberg

János Can Togay Direktor Collegium Hungaricum Berlin

Jahrgang: 1956

Jahrgang: 1955

Ausbildung: Studium Geschichte und Literaturwissenschaft

Ausbildung: Germanistik und Anglistik, Sprachwissenschaft; dann Film- und TV-Regie

Ausbildung: Promotion in Kunstgeschichte Berufsweg: an der FU Berlin • 1987/88: Regisseur • 2009 /10: Gesamtleitung Musiktheater im Revier „48 Stunden Neukölln“ • 1989: Betriebsdirektor & • 2008: Künstlerischer Regisseur Opéra de Nice Leiter „48 Stunden • 1991 – 95: Direktor Neukölln“ „Perspectives“ • 2007 / 08: Organisator • 1994 – 96: Oberspielleiter, der „Kunstaktionen Bühnenbildner der Oper im Körnerkiez“ am Nationaltheater • 2007: Leitung des Mannheim Kunstprojekts • 1996/97: Direktor „Windkanal“ ensemb!e Theâtre • seit 2006: Projektkoordi- des Régions Biel/ nator und Vorsitzender Bienne-Solothurn des „kunstraum t27“ • 2001/02: Generalinten• Seit 1997: Forschungsdant Musiktheater und Publikationstätigim Revier keit (Memorialkultur, • Seit 2008/09: Architekturgeschichte, Staatsintendant Ausstellungsprojekte) Staatstheater Nürnberg

Beate Warkentien Geschäftsführende Gesellschafterin EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE Ausbildung: • 1987 – 1993: Studium der Kultur- und Sozialwissenschaften an der Ludwigs-MaximiliansUniversität in München • 1994 – 1995: Weiterbildung zur Veranstaltungsspezialistin Berufsweg: • 1995 – 1997: Mitarbeiterin Eventteam Apple Computer Deutschland • 1997 – 2000: Event Manager USWeb/CKS Hamburg – Marketingagentur • 2000 – heute: Geschäftsführende Gesellschafterin EURO-PÄISCHE FILMPHILHARMONIE; strategische Entwicklung der Konzertform FilmKonzert im öffentlichen Kulturlebe

Berufsweg: • Schauspieler im Budapester Underground bis 1974 • danach in Filmen, auch Regieassistent, Drehbuchautor, Regisseur für Film und Theater, Schriftsteller • tätig in der Werbebranche • Konzepteur von Installationen (z.B. Budapester Holocaust Denkmal) • Lehrtätigkeit für Drehbuchautoren • Seit 2008: Direktor des CHB

Dennis Wiesch Gründer und Geschäftsführer Between the Beats

Petra Zillich Geschäftsführerin Architekturpreis Berlin e.V.

Jahrgang: 1978

Jahrgang: 1957

Berufsweg: Der gebürti- Ausbildung: ge Bremer ist 2001 für Industriefachwirtin sein Lehramtsstudium Berufsweg: nach Freiburg gezogen. • 1980 – 1985: leitende Durch seine Passion für Positionen in der Musik, seine Tätigkeit als Großindustrie DJ und die Moderation Hannover/Hamburg/ von Webradio-Shows Berlin gelang es ihm sehr • seit 1986: schnell, sich in der Szene Vereinsgeschäftseinen Namen zu führerin und machen. Im Sommer Projektmanagerin 2002 übernahm er die im Bereich Organisation der legenArchitektur dären Veranstaltung und Baukunst »tageins« in Freiburg. Er war als Mitorganisator der DJ-Nächte und Künstlerbetreuer beim Zelt-Musik- Festival in Freiburg aktiv und veranstaltet seit einiger Zeit auch Musikkonzerte und Clubnächte.

Dr. Ian Pascal Volz Leitung Marketing Gewandhaus zu Leipzig Jahrgang: 1978 Ausbildung: Studium Betriebswirtschaftslehre, Frankfurt a. M. & Paris-Dauphine; Studium Kulturmanagement, Weimar; Promotion in Musikmanagement Berufsweg: • 2004 – 2006: Marketingreferent Stiftung Oper, Berlin • 2006 – 2009: Team Manager Marketing Conception & Web Design, BB Promotion – The Art of Entertainment • 2007 – 2009: Dozent für Online-Marketing, Popakademie Mannheim • seit 2010: Leiter Marketing, Gewandhaus zu Leipzig

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DIE AGENTUR CAUSALES

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IHRE AGENTUR FÜR KULTURMARKETING UND KULTURSPONSORING Seite:

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DAS CAUSALES-PRINZIP

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DIENSTLEISTUNGEN

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REFERENZEN

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RÜCKBLICK KULTURMARKEN-AWARD 2006–2009

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KULTURMARKEN-AWARD 2010

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KULTURINVEST-KONGRESS 2010

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ONLINE-PORTAL WWW.KULTURMARKEN.DE

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CAUSALES – MAGAZIN FUR KULTURMARKETING UND KULTURSPONSORING

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CAUSALES-LEXIKON

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ANSPRECHPARTNER

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DANKSAGUNG & IMPRESSUM

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DIE AGENTUR CAUSALES

»AUF EMPFEHLUNG UND VERMITTLUNG DURCH DIE AGENTUR CAUSALES UNTERSTÜTZTE VATTENFALL IN DEN JAHREN 2006 BIS 2009 DAS […] FEZ-BERLIN ALS JAHRESPARTNER. […] DURCH DIE EVENTS IM FEZBERLIN ERREICHTE VATTENFALL IN DER ZIELGRUPPE EINE KONTINUIERLICHE PRÄSENZ UND EINE VERSTÄRKUNG DER WAHRNEHMUNG […].«

IHRE AGENTUR FÜR KULTURMARKETING UND KULTURSPONSORING

Dr. Reinhold Buttgereit, Leiter Kommunikation und Public Affairs Berlin Vattenfall Europa AG

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DIE AGENTUR CAUSALES

Das Causales-Prinzip

Prinzip

Dienstleistungen

Causales ist die Agentur für Kulturmarketing und Kultursponsoring im deutschsprachigen Raum. Als erfahrene Agentur beraten wir Ihr Wirtschaftsunternehmen in der strategischen Planung von Sponsoringprozessen und finden die attraktivsten Kulturprojekte für Ihr gesellschaftliches Engagement. Ihr Kulturprojekt beraten wir in Markenbildungsprozessen und finden für Sie die geeigneten Sponsoren aus der Wirtschaft.

Zu unseren Kerndienstleistungen gehören: Marketing und Sponsoringberatung, die Erstellung von Marketing- und Sponsoringkonzepten, Matching von Kultur und Wirtschaft für Sponsoringkooperationen, Marketing- und Kommunikationsmix im Zusammenhang mit Sponsoringkooperationen, Dozententätigkeit, Referate und Vorträge.

Marktstimulierung Philosophie Der Name „Causales“ ist Programm: In der Philosophie versteht man unter „Causa“ (lat. für Grund, Ursache) einen Sachverhalt der objektiven Realität, der einen anderen Sachverhalt – die Wirkung – hervorbringt (vgl. Kausalität). Die Philosophie der Agentur Causales besteht darin, Wirtschaft und Kultur zum gegenseitigen Nutzen zu verbinden und eine langfristige Wertschöpfung zu garantieren. Wir legen Wert auf eine nachhaltige Wirkung unseres Handelns.

Wertschöpfung Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Agentur Causales kann sowohl für Wirtschaftsunternehmen als auch für die von uns betreuten Kulturprojekte eine bessere Erfüllung der gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufgaben in Aussicht stellen. Seit Gründung hat die Agentur über 100 Sponsoringpartnerschaften zwischen Kultur und Wirtschaft im deutschsprachigen Raum in einem siebenstelligen Gesamtvolumen vermittelt. 216

Wir haben einmalige Produkte zur Marktstimulierung im deutschsprachigen Raum entwickelt, die Sie für Ihre Sponsoringaktivitäten nutzen sollten. Dazu gehören das Ihnen vorliegende Jahrbuch Kulturmarken, das führende Online-Portal für Kulturmarketing und Kultursponsoring www.kulturmarken.de, das Online-Magazin cauSales, welches Ihnen auf unserem Online-Portal zur Verfügung steht, der Kulturmarken-Award mit der jährlichen Ausschreibung um die Kulturmarke, Trendmarke, den Kulturmanager, den Kulturinvestor und die Stadtmarke des Jahres sowie den KulturInvest – Internationaler Kongress für Kulturmanagement, -marketing und Investments.


Dienstleistungen Die Agentur Causales – Professioneller Partner für Ihre Marketingund Sponsoringaktivitäten

Beratung von Wirtschaft und Kultur

Individuelle Strategieentwicklung

Sie möchten Ihre Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen strukturieren oder suchen zur Finanzierung Ihrer Projekte Sponsoren? Wir beraten langfristig Projekte, Organisationen und Unternehmen, um ein marktorientiertes und kundennahes Servicedenken zu entwickeln. Sie suchen Projekte und Organisationen für ein SponsoringEngagement Ihres Unternehmens? Wir strukturieren Ihre Sponsoringaktivitäten und begleiten Ihr Unternehmen langfristig als professionelle Sponsoringagentur.

Aufbauend auf unseren Analysen entwickeln wir mit Ihnen gemeinsam langfristige und auch ungewöhnliche Strategien für Ihre Marketing- und Sponsoringkommunikation, um Ihre Marke mit Sympathie aufzuladen. Mit Kulturprojekten entwickeln wir Strategien zur Marktpositionierung, begleiten Sie auf dem Weg zur Kulturmarke und entwickeln Strategien zur Gewinnung und langfristigen Bindung von Sponsoren.

Servicepaket für Kunden Wir beraten Ihr Wirtschaftsunternehmen oder Ihr Kulturprojekt gern über ein Jahr und erbringen unter anderem folgende Dienstleistungen: Tagesworkshop mit Bestandsaufnahme und Zielsetzung, Erarbeitung einer Marketing- oder Sponsoringstrategie und eines Marketing- oder Sponsoringkonzeptes, Identifizierung und Ansprache geeigneter Partner, Moderation von Vertragsverhandlungen und Maßnahmenplanung sowie deren Umsetzung. Mit der Buchung des Servicepaketes gewähren wir Ihnen umfangreiche Rabatte und Prioritäten.

Spezifische Themen-Workshops Wir bieten Ihnen die Durchführung von Tagesworkshops zur Bewertung, Entwicklung und Evaluierung Ihrer Marketingund Sponsoringaktivitäten an, die von uns geplant und realisiert werden. Spezifische Herausforderungen geben Sie vor, Fragestellungen und Lösungsvorschläge entwickeln wir. Innerhalb der Workshops werden Einführungen in die Themen Marketing oder Sponsoring gegeben. Die Dokumentation des Workshops wird Ihnen zur Verfügung gestellt.

Marketing- und Sponsoringanalyse Marketing- und Sponsoringaktivitäten sollten in regelmäßigen Abständen auf ihre quantitativen und qualitativen Zielsetzungen überprüft werden. Für Wirtschaftsunternehmen bieten wir fachkundige Analysen, um zum Beispiel bestehende Partnerschaften ins Leben zu rufen. Für Ihre Kultureinrichtung oder Ihr Projekt erstellen wir unter anderem eine Sponsoringpotentialanalyse.

Marketing- und Sponsoringkonzepte Causales entwickelt für Sie komplexe Marketing- und Sponsoringkonzepte mit umfangreichen Bestandsaufnahmen, Visionen, Zielsetzungen, Potenzialanalysen, Strategien und Maßnahmen. Je nach Bedarf werden spezifische Anforderungen in die Konzeptstruktur integriert. Wir entwickeln Handlungsempfehlungen zur optimalen Ausschöpfung des Potenzials Ihrer und unserer Ideen sowie deren späterer Evaluation. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Workshop und eine daraus entwickelte Zielstellung als individuelles Briefing.

Sponsoringpartnerschaften Wirtschaftsunternehmen und Kulturprojekte fällt es nicht immer leicht aufeinander zuzugehen, die Nutzendimensionen aufeinander abzustimmen und gemeinsame Ziele zu definieren. Als marktkundige Agentur bietet Causales Ihrem Unternehmen oder Ihrer Kultureinrichtung eine Identifizierung von potenziellen Partnern und die Kontaktaufnahme an. Unsere Vorschläge erbringen wir aus einem Pool von ca. 30.000 Profilen und Kontakten, die durch individuelle Recherchen ergänzt werden. Darüber hinaus haben wir eigene Produkte wie das Jahrbuch Kulturmarken, das Online-Portal kulturmarken.de und das Online-Magazin cauSales, den Kulturmarken-Award und den KulturInvest-Kongress entwickelt, die den Markt stimulieren.

Vorträge und Seminare Wir sind als Dozenten und Referenten für Marketing, Kommunikation und Sponsoring tätig. In praxisorientierten Seminaren vermitteln wir den komplexen Marketing- und Kommunikationsprozess. Unternehmen und Kulturinstitutionen können für die Fortbildung ihrer Mitarbeiter den gesamten Themenkomplex oder einzelne Seminare mit den Dozenten buchen. Bildungsinstitutionen können ihr Unterrichtsangebot mit diesen Seminaren bereichern. Gern unterstützen wir auch mit Vorträgen Ihr Kongressangebot.

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DIE AGENTUR CAUSALES

Referenzen Pionier in der Vermarktung von Kulturangeboten und im Kultursponsoring

Innerhalb der Vermittlungstätigkeit zwischen Wirtschaft und Kultur konnten wir in sechs Jahren über 100 attraktive Sponsoringpartnerschaften im deutschsprachigen Raum vermitteln. Darunter Exklusivpartnerschaften für unsere Kulturkunden mit namhaften Großkonzernen, die ein hohes Schnittmengenpotenzial mit der inhaltlichen Ausrichtung der Kultureinrichtungen aufweisen. Ausgewählte Partnerschaften hat Causales als Marketingagentur betreut und war für die Durchführung der Kampagnen verantwortlich.

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WIRTSCHAFT, KULTUR, WISSENSCHAFT Asien-Pazifik-Wochen 2007 Mit rund 250 Veranstaltungen zu Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft sind die Asien-PazifikWochen (APW) ein europaweites Großereignis. Vom 10. bis 23.09. 2007 waren die Berliner Flughäfen einer der Hauptsponsoren, die erstmalig neben Daimler-Chrysler und Siemens dieses Projekt finanziell förderten. Datum: 10. und 23. 9. 2007 Veranstalter: Senatskanzlei Berlin, Klaus Wowereit Bruttowerbereichweite: 5,9 Mio. Besucherzahl am POS Point of Sale: 700.000 Hauptsponsoren: DaimlerChrysler, Siemens, Berliner Flughäfen Mediapartner: Ströer

FILMFESTIVAL achtung berlin – new berlin film award Berlins wichtigstes Filmfestival nach der Berlinale! Datum: 18. bis 22. April 2007 4.500 Besucher und Filmemacher aus aller Welt Veranstalter: achtung berlin e.V. Bruttowerbereichweite: 6 Mio. Besucherzahl am POS: 4.500 Presenting-Sponsor: Berliner Flughäfen Sponsoren: Berliner Bürgerbräu, Caninenberg & Schouten Medienpartner: RadioEins, Zitty, Tagesspiegel, Blickpunkt Film, Exberliner, Brand Eins, Bahn TV, S-Bahn Berlin, Zeitreisen Videobus Mediapartner: Berliner Fenster


POLITIK Europafest Berlin Anlässlich der Eröffnung der Europawoche in Berlin Veranstalter: FEZ-Berlin in Kooperation mit der Europäischen Kommission, dem Land Berlin und dem Land Brandenburg Datum: 1. und 2. 5 2005 Schirm herr: Der Regierende Bürgermeister von Berlin Bruttowerbereichweite: 33 Mio. Besucherzahl am POS: 30.000 Sponsoren: Coca-Cola, BIONADE, Berliner Bürgerbräu

KINDERFILM 15. Berliner Kinderund Jugendfilmtage Mehr als 1.650 Filmbegeisterte waren in 14 Tagen mit Vattenfall und dem KINDERFILM Berlin e. V. unter wegs durch Raum und Zeit. Datum: 12. 9. – 25. 9.2005 Veranstalter: Kinderfilm Berlin e.V. Presenting-Sponsor: Bewag / Vattenfall Europe Partner: Medienbord BerlinBrandenburg Bruttowerbereichweite: 4,3 Mio. Besucherzahl am POS: 1.650 Mediapartner: VVR-Berek

JUGENDMESSE Avanti 6. Internationale Jugendmesse für Jobs, Bildung und Karriere im Ausland Datum: 11. und 12. 5. 2006 Veranstaltungsort: Berliner Rathaus Veranstalter: Europäisches Informationszentrum Bruttowerbereich weite: 8,0 Mio. Besucherzahl am POS: 12.000 Sponsoren: CITY BKK, Deutscher Gewerkschaftsbund, Electronic Arts, Duden, Hanse Merkur, Jetlag, KIA, Magix, Schwäbisch Hall, VitaCola, XL Energy Drink Mediapartner: Die Draußenwerber Medienpartner: Zitty

MUSIK Popkomm Die Internationale Business-Plattform für Musik und Entertainment mit Messe Kongress und Festival Datum: 20. – 22. 9.2006 Messefachbesucher: 15.000 Festivalbesucher: 71.000 Veranstalter: Popkomm GmbH Bruttowerbereichweite: 20,02 Mio. Besucherzahl am POS: ca. 86.000 Sponsoren: JetLag, KöstritzWernesgrüner Weitere Spon soren des Veran stal ters: Coke Zero, Core Media, Hanger 2 Tempelhof, Napster, Sony Ericsson, Volkswagen und Yahoo Music

OPEN AIR Weltkindertag am Potsdamer Platz in Berlin Datum: 17. 9.2006 Medienpartner: BB-Radio und Radio 104,6 Veranstalter: Unicef, Deutsches Kinderhilfswerk Produzent: FEZ-Berlin Schaltungszeitraum: 04. 9. – 19. 9.06 Bruttowerbereichweite: 7,9 Mio. Besucherzahl am POS: 200.000 Schirmherrschaft: Bundespräsident Horst Köhler Sponsoren: Tennis Borussia, Chiquita Banana, Electronic Arts, Dove, Eckes Granini und Nissan Mediapartner: VVR-Berek, Berliner Fenster

THEATER Open-Air Theater Köstritzer präsentierte Open-Air Theater in Zittau Inszeniert als Gegenwartskunst in der Popkultur, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, fand die Freiluftpremiere des trinationalen Theaterstücks „Dreiland oder Die Prophezeiung des Riesen“ auf dem Johannisplatz in Zittau statt. Die Spielfläche wurde aus 1.200 Bierkästen von Köstritz-Wernesgrüner gebaut und war sechs Wochen im Stadtbild von Zittau präsent. Datum: 11. 5.07 Veranstalter: Theater Zittau Sponsor: Köstritz-Wernesgrüner

Weitere Referenzen:

www.kulturmarken.de / referenzen KINDERRECHTE Internationaler Kindertag 2008 Präsentiert von Vattenfall. Mit Angeboten von über 50 Trägern der Kinder- und Jugendarbeit aus Berlin und Brandenburg Datum: 30. 5. – 1. 6 2008 Veranstalter: FEZ-Berlin Schaltungszeitraum: 18. 5. – 1. 6.08 Bruttowerbereichweite: 4,3 Mio. Besucherzahl am POS: 25.000 Titelsponsor: FEZ Jahrespartner 2007 Vattenfall Sponsoren: Berliner Sparkasse, Die Bahn, Scandlines, AOK Mediapartner: Die Draußenwerber

ÖKOLOGIE UND NACHHALTIGKEIT Heinrich-Böll-Stiftung Die Heinrich-BöllStiftung errichtete in der Schumannstraße in Berlin-Mitte 2008 ihr eigenes Domizil. Durch die Vermittlung von Causales hat die Stiftung mit dem mittelständigen Unternehmen Grammer Solar GmbH, Experte für Luftkollektortechnik, Gebäudeintegration und schlüsselfertige Fotovoltaikanlagen, eine Energie- und Sponsoringpartnerschaft für die Dauer von 21 Jahren zur Installation und zum Betrieb einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses abgeschlossen.

ARCHITEKTUR Architekturwettbewerb für Theaterneubau in Berlin Die Shakespeare Company Berlin hat 2008 in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin einen Wettbewerb unter Studenten der Fakultät VII zum Bau eines Globe-Theaters in Berlin ausgeschrieben. Eine zwölfköpfige Jury wählte drei Preisträger aus den Projektgruppen aus. Die HOBABaustoffhandel GmbH förderte den Wettbewerb unter anderem mit einem Preisgeld für den Gewinner. Datum: 23. 4. 2006 Veranstalter: TU-Berlin Sponsor: Hoba-Baustoffhandel GmbH

BILDUNG Ausstellung im Kindermuseum WALA unterstützt durch die Vermittlung von Causales als Partner die Erlebnisausstellung „Alle anders anders“ im Labyrinth Kindermuseum Berlin, die vom 21. Mai 2009 bis 29. November 2010 zu sehen ist. Ein Ziel der Ausstellung ist es, für die Kinder erlebbar zu machen, dass Anderssein Normalität ist und nicht die Ausnahme darstellt. Durch die Kooperation mit der Ausstellung wird der durch eine ganzheitliche Sichtweise andersartige Ansatz der anthroposophischen Medizin und anthroposophischer Arzneimittel von WALA gegenüber der Schulmedizin thematisiert.

CHOR Dresdner Kreuzchor Die Förderung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD) setzt sich zum Ziel, den Dresdner Kreuzchor als ein identitätsstiftendes Musikensemble im Bewusstsein der Menschen in Dresden und der Region zu erhalten und zu stärken. Fokus der von Causales vermittelten Partnerschaft 2008/ 2009 ist unter anderem die Unterstützung bei der Neuausstat-tung einer Knaben-etage im Alumnat des Kreuzchores.

KUNST Kulturkirche St. Jakobi Die Kirche St. Jakobi im Zentrum der Hansestadt Stralsund blickt auf eine mehr als 700-jährige Geschichte zurück. St. Jakobi wird für Konzerte, klassische und zeitgenössische Theateraufführungen, Ausstellungen, Märkte oder Messen genutzt und bietet überragende Erlebnisse in einem attraktiven Ambiente. Causales holt KöstritzWernesgrüner als Partner für 2009 in den Stralsunder Kulturbetrieb, der eine Jahresausstellung über Hundertwasser präsentiert.

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DIE AGENTUR CAUSALES

Rückblick Kulturmarken-Award 2006 – 2009 Der Wettbewerb um die Kulturmarke, die Trendmarke und den Kulturmanager des Jahres im deutschsprachigen Raum

Die Preisträger 2006 – 2009 Mit den Auszeichnungen fördert die Agentur Causales mit starken Partnern und namhaften Experten innovative Marketingideen und Markenführung sowie professionelles Management in der Kulturlandschaft.

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Auszeichnung: Kulturmarke des Jahres 2006

Feierliche Preisverleihung: Kulturmarke des Jahres 2007

Erstmalig wurde 2006 die Kulturmarke des Jahres mit einer erfolgreichen Online-Umfrage ermittelt, an der sich 14.411 Teilnehmer beteiligten. Aus 46 Kulturinstitutionen wählten die Besucher von Deutschlands führendem Onlineportal www.kulturmarken.de das Labyrinth Kindermuseum zur „Kulturmarke des Jahres 2006“. Ebenfalls ausgezeichnet wurden das Theater- und Konzerthaus ATZE und das Kinder- und Jugendtheater Murkelbühne. Scandlines, Vattenfall Europe und die Deutsche Bahn stifteten Preise im Gesamtwert von 10.000 Euro.

Der Wettbewerb wurde erstmalig in ganz Deutschland ausgeschrieben, 42 Kultureinrichtungen bewarben sich. Die Experimentierlandschaft phæno aus Wolfsburg erhielt am Abend des 9. November vor 250 geladenen Gästen in der Berliner Kulturbrauerei den Marketingpreis „Kulturmarke des Jahres 2007“ im Wert von 10.000 Euro. Der zweite Preis ging an die Semperoper aus Dresden, das Kinder- und Jugendtheater Murkelbühne aus Berlin belegte den dritten Platz. Der Hauptpreis wurde von der Deutschen Bahn gestiftet. Darüber hinaus wurde der Wettbewerb vom Lindner Hotel Berlin, Total Deutschland, Coca Cola, Berliner Pilsner, Škoda Auto Deutschland, Rotkäppchen Sekt und dem World for 2 Verlag unterstützt.


Öffentliche Ehrung zu Kulturmarke, Trendmarke und Kulturmanager des Jahres 2008 Nach der Ausschreibung im gesamten deutschsprachigen Raum bewarben sich 96 Kulturprojekte in den drei Kategorien. Eine namhafte Expertenjury bewertete die Einreichungen. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main erhielt schließlich am 7. November vor über 1.000 Gästen in der Berliner KulturBrauerei die Auszeichnung „Kulturmarke des Jahres 2008“. Darüber hinaus wurde das Ozeaneum Stralsund mit dem Preis „Trendmarke des Jahres 2008“ und Markus Rindt, Leiter der Dresdner Sinfoniker als „Kulturmanager des Jahres 2008“ geehrt. Die von Causales in Kooperation mit Deutschlands größtem Kultur-Magazin, dem KulturSPIEGEL, vergebenen Marketingpreise waren mit Leistungen im Wert von insgesamt über 75.000 Euro dotiert. Der Kulturmarken-Award 2008 wurde unterstützt von Škoda Auto Deutschland, Apollinaris, ABZ Ausbildungszentrum, BIONADE, Berliner Pilsener, Blumencafé Berlin, Deutsche Bahn AG, fritz-kola, Handelsagentur „Weinroman“, Heimbs Café, IB Hotel Berlin, in´t Veld 2.0 AG, Jägermeister, Rotkäppchen Sekt und der TLG IMMOBILIEN.

Kulturmarken-Award 2009: Causales rollt den roten Teppich für die Helden der Kulturszene aus Am 29. Oktober 2009 war es endlich soweit: Der legendäre Admiralspalast öffnete in Berlin seine Tore zur großen Kulturmarken-Gala im Rahmen des KulturInvest-Kongress, dem größten Branchentreff für Kulturmanagement, Kulturmarketing und Kultursponsoring im deutschsprachigen Raum. Rund 1.500 Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik waren am Abend geladen, um an der Verleihung der begehrten Auszeichnungen Kulturmarke, Trendmarke und Kulturmanager des Jahres 2009 teilzunehmen. Glückliche Gewinner und damit „Kulturmarke des Jahres 2009“ wurden die Bregenzer Festspiele. Für seine innovativen Ideen und großes bürgerlichen Engagement erhielt das Kulturnetzwerk Neukölln e.V. die Auszeichnung „Trendmarke des Jahres 2009“. Als „Kulturmanager des Jahres 2009“ wurden gleich zwei Preisträger geehrt: Folkert Uhde vom RADIALSYSTEM V und Karl Janssen, Geschäftsführer der Duisburg Marketing GmbH. Möglich gemacht wurde der Award durch die Förderung der Deutschen Post DHL und mit freundlicher Unterstützung des ZEIT Verlags. 221


DIE AGENTUR CAUSALES

Der Kulturmarken-Award 2010 Die Besten der Branche präsentieren ihre Konzepte und werden in Berlin geehrt!

Förderer:

mit freundlicher Unterstützung des ZEIT-Verlages:

Wettbewerb

Nominierung

Kultur braucht effizientes Marketing, um die Eigenwirtschaftlichkeit zu erhöhen und sich als interessanten Investitionsmarkt für die Wirtschaft ins Gespräch zu bringen. Kulturinstitutionen und -projekte im deutschsprachigen Raum konnten sich bis zum 31. Juli 2010 für die Auszeichnungen um die Kultur-marke, die Trendmarke, die Stadtmarke, den Kulturmanager, und den Kulturinvestor des Jahres bewerben. Ausgeschrieben werden die Wettbewerbe von Causales, mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Post DHL und des ZEIT Verlages.

Eine hochkarätige Jury nominiert in den fünf Kategorien jeweils die drei besten Wettbewerbseinreichungen. Die Nominierten werden während der Kulturmarken-Gala im TIPI am Kanzleramt den Teilnehmern und Gästen präsentiert und erhalten eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit, um ihre Markenbekanntheit zu erhöhen.

Kategorien Der Marketingpreis „Kulturmarke des Jahres“ zeichnet bestehende Kulturinstitutionen mit professionellem Marketingmanagement aus. Mit der „Trendmarke des Jahres“ werden Marketingstrategien ausgezeichnet, die ein hohes Zukunftspotential aufweisen. Mit dem Preis „Stadtmarke des Jahres“ werden die beste integrative Strategie zum nachhaltigen Aufbau eines einzigartigen Profils einer Stadt und die darauf aufbauenden effektiven Marketingaktivitäten gewürdigt. Als „Kulturmanager des Jahres“ wird ein außerordentlich engagierter Kulturvermittler geehrt. Besonders innovative, kreative und nachhaltige Formen von Investition in Kultur werden mit dem Preis „Kulturinvestor des Jahres“ ausgezeichnet.

Kulturmarken-Gala Die Preisverleihung findet am 28. Oktober 2010 im Rahmen einer abendlichen Galaveranstaltung mit bis zu 600 Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien im TIPI am Kanzleramt statt. Darüber hinaus werden die Preisträger in einer ganzseitigen Anzeigensonderveröffentlichung der ZEIT vorgestellt. Gala am 28. Oktober 2010 von 19.00 – 2.00 Uhr: Bestellung: www.kulturmarken.de/Kulturmarken-Gala, Hotline: 030-53-214-391

Ihr Branchentreff Auch Sie können dabei sein, wenn die führenden Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Kultur, Medien und Politik zusammen kommen. Bestellen Sie Ihre Galakarte mit Sitzplatz für die Preisverleihung zur Kulturmarke, Trendmarke, Stadtmarke, dem Kulturmanager und dem Kulturinvestor des Jahres 2010 und genießen Sie das kulturelle Rahmenprogramm im TIPI am Kanzleramt, inklusive Begrüßungssekt, Fingerfood, weiteren Getränken sowie einem Jahrbuch Kulturmarken 2011. 223


DIE AGENTUR CAUSALES

KulturInvest-Kongress Internationaler Kongress für Kultur-Management, -Marketing und -Sponsoring

KulturInvest 2009 Rückblick Der erste KulturInvest-Kongress war für die beiden Veranstalter, die Berliner Agentur Causales und die Europäische SponsoringBörse (ESB), ein voller Erfolg: Über 350 Experten aus Wirtschaft und Kultur kamen am 29. und 30.Oktober im Admiralspalast im Zentrum Berlins zusammen, um auf sechzehn Themenforen verteilt über 60 Vorträge zu aktuellen Themen zu hören. Die Referenten befassten sich unter anderem mit interessanten Lösungsansätzen für die Vermarktung von Kulturangeboten und -formaten, stellten Best-Practice aus Kultur und Wirtschaft vor und diskutierten unterschiedliche Akquisekonzepte. Überall wurde angeregt debattiert und so mancher neuer Kontakt geknüpft. Und bei einer Frage waren sich alle Beteiligten einig: Kultur und Wirtschaft stellen keine Gegensätze da. Auch die Keynote-Speaker des Hauptplenums, Thomas Girst, Sprecher Kulturkommunikation der BMW Group, Prof. Dr. Oliver Scheytt, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und die ehemalige Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Dr. Christina Weiss, betonten, dass Kultursponsoring immer wichtiger wird und inzwischen eine sehr hohe Aufmerksamkeit genießt. 224


KulturInvest 2010 28./29. Oktober 2010, Verlagsgebäude Tagesspiegel Berlin

Jetzt anmelden: www.kulturinvest.de Der Branchentreff in Berlin Veranstalter des zweitägigen Kongresses zum „Investitionsmarkt Kultur“ sind auch in diesem Jahr die Europäische Sponsoring-Börse ESB und die Agentur Causales. Ziel ist es, einen starken Branchentreff für Kulturmarketing und Kultursponsoring zu etablieren. Thema: Kultur-Business Die globalen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen stellen neue Herausforderungen für Kulturpolitiker, Kulturanbieter, deren Kooperationspartner und Dienstleister dar. Die Etablierung betriebswirtschaftlicher Management- und Marketingprozesse bei öffentlichen und privatwirtschaftlichen Kulturanbietern, die Übernahme kultureller Verantwortung durch Wirtschaftsunternehmen und kulturpolitisches Handeln eröffnen neue Entwicklungsperspektiven für das Zusammenwirken von Kultur, Wirtschaft, Öffentliche Hand und Medien. Informieren Sie sich über die neuesten Entwicklungen und Lösungsansätze im Kultur-Business, nutzen Sie die einzigartigen Networking-Möglichkeiten, freuen Sie sich auf Vorträge prominenter Größen aus Kultur, Wirtschaft und Politik und gewinnen Sie durch Spezialforen neue Einblicke in aktuelle Themengebiete. Schwerpunkte Unternehmen Kultur, Kulturkonsum im Wandel, Return on KulturInvest, Kultur als Tourismusmagnet, innovative Kulturkommunikation, die Stadt als Marke, Corporate Cultural Responsibility, Invest in Rock & Pop, Kultursponsoring 2010, Starke Marken – Starke Kultur, Kundenbindung – aber wie?, Online- & Social Media Marketing, erfolgreiche Beteiligungsmodelle, Medien & Partnerschaften

Veranstalter:

präsentiert von:

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Zielgruppen Der KulturInvest Kongress richtet sich an Führungskräfte aus Kultureinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, Agenturen, Medien und Politik. Top-Referenten u.a.: Dr. Marion Bleß (Geschäftsführerin Verlag Der Tagesspiegel), Oliver Borz (Vorsitzender der Geschäftsführung Berliner Bank), Stephan-Andreas Casdorff (Chefredakteur der Tagesspiegel), Sigmund Ehrmann (MdB), Hedy Graber (Leiterin Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschaftsbund), Doris Pack (Europaabgeordnete im Europäischen Parlament), Dorothee von Posadowsky (Leiterin Kulturkommunikation der E.ON AG), (Prof. Dr. Oliver Scheytt (Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH), Dr. h.c. Walter Smerling (Direktor des MKM Museuk Küppersmühle), u.v.m.

Förderer:

mit freundlicher Unterstützung des ZEIT-Verlages:

causales Agentur für Marketing und Kommunikation

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DIE AGENTUR CAUSALES

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Mediathek Nach Produkten geordnet und interaktiv gestaltet, finden Sie alle Videos und Bilder des Kulturmarken-Awards, der Kulturmarken-Gala und des KulturInvestKongresses. Sämtliche Ausgaben von cauSales sind archiviert und online zum Blättern verfügbar. Stöbern Sie in der Dokumentation unserer Kulturmarken-Events und lassen Sie die schönsten Momente der letzten Jahre Revue passieren! 227


DIE AGENTUR CAUSALES

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CAUSALES-LEXIKON

Glossar A Absatzpolitik >> Distributionspolitik Adaption Formatänderung oder Angleichung eines Layouts an ein bestehendes Layout Agenturprovision variabler, ergebnisabhängiger Bestandteil des Entgelts für Vermittlungsagenturen AIDA-Formel Stufenmodell der Werbewirkung, das von einer etappenweisen Entwicklung der Werbewirkung beim potentiellen Käufer ausgeht. Es umfasst die aufeinanderfolgenden Phasen: Attention (Aufmerk samkeit) – Interest (Interesse) – Desire (Wunsch) – Action (Aktion). Alleinstellungsmerkmal engl.: >> Unique Selling Proposition; beschreibt eine einzigartige Eigenschaft eines Unternehmens oder eines Produktes, das der Abgrenzung von der Konkur renz und der Wiedererkennung dient. Ambient Media (engl.)(auch Ambient Marketing oder Ambient Advertising) ist ein Begriff aus dem >> Marketing und bezeichnet alle nicht-klassischen Werbemittel die im direkten Lebensumfeld ihrer >> Zielgruppe eingesetzt werden. Ein Beispiel sind die in der Gastronomie ausgelegten Gratispostkarten. (>> Sampling) Äquivalenzwert Wert der Gegenleistung beim >> Sponsoring, auch Sponsoringwert genannt Artwork Bezeichnung für die Werbe- und Gebrauchsgrafik Auflage Gesamtzahl der produzierten Exemplare eines Druckwerks, auch Druckauflage genannt

B B2B Abk. von Business-to-Business; Bezeichnung für die Beziehung zwischen Unternehmen B2C Abk. von Business-to-Consumer; Bezeichnung für die Beziehung zwischen Unternehmen und Konsu menten/Privatpersonen Ballyhoo (engl.) Tamtam machen; bezeichnet eine marktschreierische >> Werbung, die vor allem das Ziel verfolgt, den Preis für ein Produkt auf dem >> Markt hochzutreiben. Der Lauteste gewinnt. Benchmarking (engl.) Leistungsvergleich; Leistungssteigerung bzw. Optimierung des Unternehmens oder Produktes, aufgrund des Vergleiches mit anderen Unternehmen oder Produkten und der Adaption dieser Strukturen in das eigene Unternehmen.

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Benefiting (engl.) vorteilhaft; Werbemaßnahme, von denen der Adressat profitieren kann z.B. Gutscheine, Gewinne oder Preisnachlässe; meist Bestandteil eines >> Mailings. Der Werbetreibende will Aufmerk samkeit auf sein Produkt lenken und dem Kunden einen zusätzlichen Nutzen bzw. Vorteil einräumen. Blickfang engl.: Eyecatcher; Erzeugung von Aufmerksamkeit durch Texte und grafische Mittel Bp30M Abk. von Besucher pro 30 Minuten; Einheit des Werbemittelkontaktes Brand Positioning >> Markenpositionierung Brand Value >> Markenwert Branding >> Markenbildung Bruttoreichweite Anzahl der von >> Werbeträgern oder >> Werbe mitteln erreichten Personen multipliziert mit der jeweiligen Zahl der Kontakte mit den Werbeträgern (>> Reichweite)

C City Light Poster (auch: City Light oder kurz: CLP) sind hinterleuchtete, hinter Glas geschützte Werbeflächen im innerstädtischen Bereich. CLP werden oft in Buswartehallen integriert. (>> Werbeträger) (>> FAW) Claim (engl.) Werbeslogan zu einem Produkt oder einer Dienstleistung mit hohem Wiedererkennungswert der zentral über den einzelnen Kommunikationsmaßnahmen steht und diese miteinander verbindet. Click-Through-Rate (CTR) (engl.) Klickrate; Einheit zur Ermittlung der Effi zienz von >> Werbung im Internet; Anzahl der Seitenaufrufe dividiert durch die Anzahl der Clicks auf den >> Web-Banner Clipping >> Pressespiegel Cluster (engl.) Anhäufung; Netzwerk von Produzenten, Forschungseinrichtungen und Dienstleistern (Agenturen) mit einer gewissen regionalen Nähe zueinander, die durch gemeinsame Interessen, >> Zielgruppen, eine Wettbewerbssituation oder Zusammenarbeit miteinander in Beziehung stehen. Dadurch können die Potentiale der einzelnen besser genutzt werden. CMYK Farbmodell, das die technische Grundlage für den modernen Vierfarbdruck bildet. Die Abkürzung steht für Cyan, Magenta, Yellow und Key. Controlling Optimierungsinstrument des >> Managements; Funktionen sind Informationsversorgung, Budgetierung, Planung, Datenauswertung und Ableitung von Verbesserungen bzw. Optimierungen für effizientere Abläufe im Unternehmen.

Corporate Affairs (engl.) Planung, Steuerung und Kontrolle der >> Kom muni kation aller Angelegenheiten des Unternehmens, die sich mit dem >> Image befassen. Dabei wird das gesamte Instrumentarium der externen und internen Kommunikation genutzt. Corporate Behaviour (engl.) einheitliches Verhalten eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter nach innen und nach außen z.B. gegenüber Kollegen, Kunden, Geschäftspartnern, Dienstleistern, Banken oder Medien; Teilbereich der >> Corporate Identity Corporate Brand (engl.) >> Dachmarke Corporate Citizenship (engl.) Unternehmensbürgerschaft; bezeichnet das bürgerschaftliche Engagement in und von Unter nehmen, die eine mittel- und langfristige unternehmerische >> Strategie auf der Basis verantwortungsvollen Handelns verfolgen und sich über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus als „guter Bürger“ aktiv für die lokale Zivilgesellschaft oder z.B. für ökologische oder kulturelle Belange engagieren. Corporate Communications (engl.) Unternehmenskommunikation; Bezeichnung für die gesamte interne und externe >> Kommunikation eines Unternehmens, die eine einheitliche Vermittlung der eigenen Aktivitäten und Interessen an die unterschiedlichen >> Ziel gruppen und >> Teilöffentlichkeiten erzielt. Dabei werden sämtliche >>Kommunikationsinstrumente eingesetzt. Teilbereich der >> Corporate Identity Corporate Cultural Responsibility CCR (engl.) Umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinausgeht. Es steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln und Engagement im Bereich Kultur. Corporate Culture (engl.) Unternehmenskultur; Bezeichnung für das gesamte „Wesen“ eines Unternehmens; umschließt Tradition, Geschichte und Unternehmenswerte; Teilbereich der >> Corporate Identity Corporate Design (CD) (engl.) Unternehmenserscheinung; einheitliches äußeres Erscheinungsbild eines Unternehmens; umschließt alle optischen und visuellen Signale eines Unternehmens z. B. kontinuierliche Verwen dung eines >> Logos, bestimmter Farben, eines Schriftzuges. Teilbereich der >> Corporate Identity Corporate Identity (CI) (engl.) Unternehmensidentität; setzt sich zusammen aus dem Verhalten (>> Corporate Behaviour), der Kommunikation (>> Corporate Communi cations), der Unternehmenskultur (>> Corporate Culture) und dem Erscheinungsbild (>> Corporate Design) eines Unternehmens und seiner am Markt angebotenen Leistungen und Produkte; Corporate Identity als Aufgabe, ist die strategisch geplante und operativ umgesetzte Selbstdarstellung und Verhaltensweise eines Unternehmens nach innen und außen.


Corporate Image (engl. Unternehmensimage) Fremdbild eines Unter nehmens; Einstellungen und Meinungen anderer zu einem Unternehmen (>> Image) Corporate Social Responsibility (CSR) (engl.) Umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung, der über die gesetzlichen Forderungen hinaus geht. Es steht für verantwortliches unternehmerisches Handeln. Creative Industries (engl.) >> Kreativwirtschaft Cross Media-Strategie Publikation eines Themas in unterschiedlichen Aufbereitungen und in mehreren Medien (Fernse hen, Radio, Print, Internet); >> Strategie wird je nach adressierten >> Zielgruppen entwickelt. Customer Relationship Management (CRM) (engl.) Führungskonzept, mit dem ein Unternehmen den Aufbau einer langfristigen Geschäftsbeziehung beabsichtigt, um dadurch einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu erreichen.

D Dachmarken engl.: Corporate Brand; Unternehmensmarke (>> Marke), die für alle Produkte eines Unterneh mens verwendet wird. Ziel sind die Zusammenfas sung aller Produkte unter diese Marke und eine einheitliche Markenführung. Direct Response (engl.) Reaktion eines Empfängers auf >> Direktmarketing, d.h. auf eine direkt an ihn gerichtete >> Kom mun ika tionsbotschaft Direktmarketing Bezeichnung der Marketing-Aktivitäten, bei denen die Botschaften direkt an den Kunden adressiert sind; Die Zustellung erfolgt per Post, per E-Mail oder andere direkte Vertriebskanäle. Neuerdings wird verstärkt das elektronische >> Mailing eingesetzt. Distributionspolitik Neben >> Produkt-, >> Preis- und >> Kommuni ka tions politik eins der vier Elemente des >> Mar ke ting-Mix. Genauer: >> Strategie, die dazu dient, ein Produkt vom Ort seiner Entstehung an den des Bedarfs zu bringen. Sie umfasst u.a. die Wahl der Absatzwege, die Form des Vertriebs und die Orga nisation der Logistik. Diversifikation Erweiterung des Produktsortiments oder Ausweitung des Dienstleistungsprogramms auf nicht verwandte Sparten.

E Enquete-Kommission (franz.) Untersuchungsausschuss; überfraktionelle Arbeitsgruppe, eingesetzt vom Deutschen Bundes tag oder von einem Landesparlament. Sie soll eine gemeinsame Position erarbeiten, die von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen werden kann. Ergebnis ist ein Abschluss bericht. 2003 bis 2007 lag der Schwerpunkt auf „Kultur in Deutschland“. Vorsitzende war Gitta Connemann. Der Bericht erschien im Dezember 2007.

Ethno-Marketing (auch ethnisches Marketing) Analyse des Konsumund Kaufverhaltens von ethnischen Minderheiten und die Entwicklung zielgruppenspezifischer Konzepte hinsichtlich sprachlicher, kultureller und religiöser Besonderheiten (>> Zielgruppenanalyse). Wichtige >> Zielgruppen des Ethno-Marketings für Deutschland sind Türken in Deutschland, Russlanddeutsche und vermehrt auch Chinesen. Evaluation Erfolgs- oder Wirkungskontrolle, misst Effektivität von Kommunikations- und Werbemaßnahmen hinsichtlich der Zielsetzung und Wirkung; Grundlage für Korrekturen und Optimierungen von Prozessen Event Promotion (engl.) Bewerbung eines Events unter Einsatz sämtlicher >> Kommunikationsinstrumente >> Event-PR Event-PR (engl.) Inszeniertes Ereignis mit stark aufmerksamkeitserregenden Effekten und dem Ziel einer um fassenden Medienberichterstattung z. B. im Zuge einer Produkteinführung, Eröffnung oder eines Firmen jubiläums; Instrument der Unterneh mens kommuni kation zur Erhöhung des Bekanntheits grads >> Event-Promotion. Eyecatcher >> Blickfang

F FASPO Abk. von Fachverband für Sponsoring und Sonderwerbe formen e.V.; Dachorganisation von Agenturen, Dienstleistern und Sponsoren FAW Abk. von Fachverband für Außenwerbung Full-Service-Agentur Bietet ein breites Dienstleitungsprogramm an, u.a. Konzeption, Gestaltung, >> Mediaplanung, Streuung, Produktion, Presse- und >> Öffentlichkeitsarbeit, >> Direktmarketing und >> Controlling. Fundraising (engl.) Mittelbeschaffung; mittel- bis langfristig angelegte >> Strategie zur Beschaffung von Ressourcen ohne marktadäquate materielle Gegenleistung, die hauptsächlich von Non-Profit-Organisationen eingesetzt wird. Geber sind zumeist staatliche Insitutionen und private Förderer; die Leistungen sind: Finanz-, Sach-, Dienst- und Arbeitsleistungen sowie Rechte und Informationen.

G Give-Away (engl.) Werbegeschenk oder Präsent; wird z.B. auf Firmenjubiläen, an Tagen der offenen Tür oder auf Messen verteilt; meist preiswerte Streuartikel wie Kugelschreiber, Feuerzeuge, Aufkleber; Pro Kunde und Jahr dürfen steuerlich abzugsfähige Werbege schenke nur einen festgesetzten Betrag kosten. Die Werbebeschriftung muss fest angebracht sein (Druck, Aufkleber, Aufnäher).

Guerilla-Marketing Auf Angriff ausgerichtete Wettbewerbsstrategie; ständige Offensive durch außergewöhnliche Werbemaßnahmen, die in die Illegalität reichen können; Der Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen wird dabei gering gehalten.

H Homepage (engl.) Startseite eines Internetauftritts, von der aus sich weitere Websites verzweigen und die über einzelne Menüpunkte im Navigationsfeld angesteuert werden können.

I Image (engl.) Summe aller Vorstellungen, Bilder und Meinungen, die eine Person von anderen Personen, einem Produkt, einem Unternehmen oder einer Institution hat; Erscheinungsbild, >> Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens prägen dieses >> Image, das dabei hilft, sich von anderen abzugrenzen und sich zu profilieren. Image-PR (engl.) Gesamtheit aller Public Relations-Maßnahmen (>> Öffentlichkeitsarbeit) zur Entwicklung, Profilierung oder Sicherung eines positiven >> Images; steht in einem übergreifenden Zusammenhang Imagetransfer Individueller Prozess der Übertragung des Images eines Objektes auf ein anderes Objekt; z.B. von einer Kultureinrichtung auf ein Unternehmen. >> Kultursponsoring ist ein häufig eingesetztes Instrument, um diesen Transfer umzusetzen. Incentive (engl.) Geld- oder Sachprämien, Veranstaltungen oder Reisen, die von Unternehmen eingesetzt werden, um Einzelpersonen (zum Beispiel Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Politiker) zu motivieren, zu belohnen oder zu beeinflussen. Infomercial (engl.) Wortschöpfung aus den Begriffen Information und Commercial (>> Werbung); bezeichnet Werbespots und Anzeigen, die einen eindeutigen Informations charakter haben; Grenze zwischen Information und Werbung ist fließend. Integrierte Kommunikation Abstimmung der >> Kommunikationsinstrumente und -mittel der externen und internen >> Kommuni kation; zielt auf eine effiziente und unwidersprüchliche Gesamtkommunikation eines Unternehmens. Investment (engl.) Investition; in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur gebräuchlicher Begriff, der die Verwendung finanzieller Mittel oder die Anlage von Kapital in Vermögen bzw. Geldkapital beschreibt, um damit neue Geldgewinne zu erzielen. Investor Relations (engl.) Bezeichnung für die Kommunikationsbeziehungen zwischen börsennotierten Unternehmen und ihren Aktionären bzw. Banken, Analysten, Wirtschafts journalisten oder Investoren.

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CAUSALES-LEXIKON

Issue Management (engl.) >> Themenmanagement Ist-Soll-Analyse Gegenüberstellung und Vergleich der aktuell vorherrschenden und der angestrebten Situation. Die Differenz zwischen Ist und Soll ergibt den Bedarf. Darauf aufbauend können >> Strategien entwickelt werden, um diesen Bedarf zu decken und die Zielsetzung zu erreichen. IVW Abk. von Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.; kontrolliert die Werbeträgerleistung von Print, TV, Radio, Online, Kino, Plakaten etc. (>> Werbeträger)

K Kampagne Umfassende kommunikative, detailliert geplante, taktisch flexible und zeitlich/räumlich begrenzte Großaktion zur Erreichung strategischer Ziele. Key-Visual (engl.) Visuelles Schlüsselmotiv, das eine komplette Werbekampagne (>> Kampagne) begleitet und den Wiedererkennungswert erhöht z.B. >> Logo, Pro dukt packung oder produktunabhängiges Motiv KISS-Formel Grundregel für die Gestaltung von Werbetexten; Abk. von „Keep it short and simple“ in etwa: „Halte es kurz und einfach“. Kognitive Dissonanz Tritt ein, wenn aktuelle Eindrücke von früheren Erfah rungen abweichen oder Erwartungen an ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht erfüllt wurden. Kommunikation Vereinfachte Darstellung des Ablaufs: Wer ? (Sender), Sagt was? (Botschaft), Unter welchen Bedingungen?, (Umweltsituation), Über welche Kanäle? (Medien), Zu wem? (Empfänger), Mit welcher Wirkung? (Feedback). Bei jeder Form des Ablaufs gibt es einen Sender und einen Empfänger, zwischen denen eine Botschaft ausgetauscht wird, deren Empfang von der Umweltsituation abhängig ist und die ein Feedback erzeugt. In der Unter neh menskommunikation wird in externe und interne Kommunikation unterschieden. Extern ist sie dann, wenn >> Zielgruppen und anderen >> Teilöffentlich keiten außerhalb des Unternehmens adressiert sind. Interne dagegen ist sie wenn sie innerhalb des Unternehmens stattfindet. Kommunikationsberatung Beratende Leistung für die kommunikativen Aktivitäten eines Unternehmens; Diese Dienst leistungen werden von Agenturen (z.B. PR- oder Werbe-Agenturen) oder einzelnen Beratern angeboten und umfassen ein vielfältiges Angebot, z.B. >> integrierte Kommunikation, Gestaltung eines >> Corporate Designs, Krisenkommunikation etc. >> Full-Service-Agentur.

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Kommunikationsbotschaft Konkretisierung bzw. Ausformulierung der Informationen und Bedeutungsinhalte, die im Zuge der >> Kommunikation von der >> Zielgruppe und den >> Teilöffentlichkeiten rezipiert wird. Kommunikationsinstrument Werkzeug, mit denen >> Zielgruppen und die Öffentlichkeit erreicht und angesprochen werden. Dabei orientieren sich die Instrumente an den Interessen, Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppen. Instrumente der externen >> Kommunikation sind Anzeigen, Spots, Pressemitteilungen, Pressekonfe renzen, Image-Broschüren, >> Sponsoring, Events, Messen, Lobbying, etc. Instrumente interner >> Kommunikation sind Mitarbeiterzeitschrift, Betriebsfeste und -ausflüge, Blackboards etc. Kommunikationskonzept Strategisch entwickeltes Planungspapier für die langfristige Lösung von Kommunikationsaufgaben; Es dient dem Unternehmen als Steuerungsinstru ment des kommunikativen Handelns und ist in die Unternehmensstrategie integriert. Es beinhaltet: Analyse und Informationssammlung, Zielstellung und Positionierung, Zielgruppenidentifikation, Umsetzung und Kontrolle. Kommunikationsmaßnahme Umsetzung der strategisch erarbeiteten Kom munika tionsplanung unter Anwendung sämtlicher Aktivitäten, die von einem kommunikationstreibenden Unternehmen bewusst zur Erreichung kommunikativer Zielsetzungen eingesetzt werden. Kommunikationspolitik Neben >> Produkt-, >> Preis- und >> Distributions politik eines der vier Elemente des >> MarketingMix. Ihre Aufgabe ist es die Richtung der Unter nehmens kommunikation festzulegen, die durch interne und externe >> Kommunikationsmaß nahmen verfolgt wird. Zu den Instrumenten der Kommunikationspolitik gehören u.a. >> Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation, Verkaufsförderung und persönlicher Verkauf. Kommunikationsziel Bezeichnet den Zustand, der erreicht werden soll, nachdem ein Kommunikationskonzept umgesetzt wurde. Dabei liegt meist eine zeitliche Differen zierung vor: kurz-, mittel- und langfristige Ziele. Die Formulierung der Ziele ist eine grundlegende Voraussetzung für die Entwicklung einer >> Strategie. Die Überprüfung der Zielerreichung wird mittels der >> Evaluation erreicht. Kreativwirtschaft engl.: Creative Industries; umschließt die Bereiche der >> Kulturwirtschaft und ergänzt sie um die Bran chen >> Werbung und Software und Games. Kulturmanagement Organisation und Führung von Kulturprojekten und Kultureinrichtungen. Schwerpunkte sind Planung, Durchführung, Kontrolle und Anpassung von Maßnahmen. Als Herausforderung wird dabei die Verbindung der Kreativität und „Zügellosigkeit“ der Kultur und Kunst mit Grundlagen der Betriebswirt schaft und der Managementlehre gesehen.

Kulturmarke Kultureinrichtungen, -organisationen, -projekte, und -güter, die sich als >> Marke im betriebswirtschfatlichen Sinne etabliert haben. Voraussetzungen sind unter anderem >> Alleinstellungsmerkmal, unverwechselbares Erscheinungsbild, Kontinuität und Qualität etc. Ziel ist Kundenvertrauen und >> Kundenbindung. Bezüglich Sponsoring bieten Kulturmarken eine geeignete Plattform für die >> Kommunikationsbotschaften von Unternehmen, die von dem positiven Image der Kulturmarken profitieren. Dies äußert sich in einem >> Imagetransfer. Kultursponsoring Die meist finanzielle Förderung von Kunst und Kultur durch Unternehmen; im Unterschied zum Mäzenatentum mit Erwartungen an die werbliche Wirkung und Ausstrahlung des in der Öffentlichkeit gewünschten Unternehmensimages (>> Image, >> Imagetransfer) verbunden; auch Sachsponsoring oder die Bereitstellung von Dienstleistungen. Kulturtourismus Reisen, die gezielt unternommen werden, um Kulturdenkmäler zu besuchen, die Kultur fremder Länder kennenzulernen, kulturelle Veranstaltungen zu besuchen oder seine Bildung anderweitig zu erweitern und zu vertiefen. Kulturwirtschaft Umfasst alle Unternehmen und Selbständigen, die erwerbsmäßig kulturelle Güter und Dienstleistun gen schaffen, produzieren, vermarkten und verteilen bzw. medial verbreiten. Des Weiteren zählen auch gewerbliche Betriebsteile öffentlich finanzierter Kulturinstitutionen wie beispielsweise Museums läden und -cafes zum erwerbswirtschaftlichen Sektor. Dazu gehören folgende Teilbranchen: 1. Verlagsgewerbe/Musikindustrie, 2. Film wirt schaft einschließlich TV-Produktion, 3. Rundfunk wirt schaft, 4. Gruppe der darstellenden, bildenden Künste, Musik und Literatur, 5. Journalisten- und Nachrichtenbüros, 6. Museumsshops, Kunstaus stellungen, 7. Einzelhandel mit Kulturgütern (Buchhandel, Musikfachhandel, Kunsthandel), 8. Architekturbüros und 9. Designwirtschaft. Kundenbindung Ausdruck längerfristiger Kundenbeziehungen; Marktstrategie (>> Strategie), die darauf abzielt, einmal gewonnene Kunden an die eigenen Produkte bzw. das Unternehmen zu binden. Kundenmanagement Effiziente Organisation und Steuerung von Kundenbindungsystemen (>> Kundenbindung) und Kundenkontakten; Instrumente sind z.B. Kunden magazine, >> Newsletter, >> Mailings oder Veran staltungen etc.


L Leitbild beschreibt eine Vision bzw. einen Zielzustand, dessen unternehmerische Aufgabe es ist, Chancen, Gestaltungsmöglichkeiten und schöpferisches Potential freizusetzen. Logo Firmen- oder Warenzeichen in Form einer reinen Bildmarke, einer Wortmarke oder einer Kombi nation dieser beiden Arten (>> Marke) LpA Reichweitenwährung für Zeitungen und Zeit schriften; Leser pro Ausgabe (>> Reichweite)

M Mailing Instrument des >> Direktmarketings; wird auch in der >> Öffentlichkeitsarbeit angewandt; Es besteht häufig aus einem personalisierten Anschreiben, zusätzlichem Informationsmaterial in Form einer Presseinformation oder einer Broschüre sowie einer Antwortmöglichkeit. Die Adressaten dieses Mate rials sind meist in einer Mailingliste oder in einem Verteiler zusammengefasst. Der Versand der Mailings kann auf verschiedenen Wegen stattfinden: per Post, per Fax, per E-Mail. Management (engl.) Führung von Institutionen sowie die Gesamtheit der Personen, die diese Funktion ausüben; Planung, Koordination und Kontrolle der Tätigkeiten von Mitarbeitern zur Verfolgung eines strategischen Ziels. Marke engl.: Brand; Zeichensystem bestehend aus einem oder mehreren Elementen wie Name, Begriff, Zeichen, Symbol, Gestaltungsform, Geruch etc. mit dem Ziel, die Leistung eines oder mehrerer Anbieter zu kennzeichnen und von Wettbewerbsangeboten abzugrenzen. Als Marken können laut Markengesetz (§ 3 Abs.1) „alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buch staben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstiger Aufmachun gen einschließlich Farben und Farbzusammen stellungen geschützt werden, die geeignet sind Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden“ (>> Markenbildung). Markenbildung engl.: Branding; ist die professionelle Kreation einer Marke. Dazu gehört neben einem hohen Bekanntheitsgrad, einer Marktdurchdringung und ein hoher Wiedererkennungswert vor allem die Akzeptanz der Nutzer und Konsumenten. (>> Marke). Markenmanagement Entwicklung und Betreuung einer >> Marke zum Ausbau von Markenbekanntheit und -präferenzen bei den Kunden sowie zum Aufbau eines Marken images (>> Image). Dazu müssen >> Kommuni ka tions instrumente im Sinne eines starken, unverwechselbaren Auftritts der >> Marke eingesetzt werden.

Markenpositionierung engl.: Brand Positioning; aktive >> Kommunikation und zielgerichtete Gestaltung der Stellung einer >> Marke gegenüber der >> Zielgruppe und der Öffentlichkeit Markenwert engl.: Brand Value; bezeichnet den Wert einer Marke, wobei die einfache Formel gilt: je bekannter und beliebter eine >> Marke ist, desto höher ist ihr Wert. Marketing Strategischer Prozess und geplanter, gesteuerter, koordinierter und kontrollierter Einsatz der >> Marketinginstrumente zur Erschließung ausgewählter gegenwärtiger und zukünftiger >> Ziel gruppen und Absatzpotentiale Marketinginstrument Bezeichnung für Marketingmittel und -maßnahmen, mit denen ein Unternehmen eine >> Zielgruppe anvisiert, nach deren Bedürfnissen er seine Produkte gestaltet, mit einer Zielgruppe kommuniziert und den Vertrieb gestaltet. Die gebräuchlich sten Instru mente sind >> Produkt-, >> Distributions-, >> Kommu nikations- und >> Preispolitik. Marketing-Mix Qualitative, quantitative und zeitliche Kombina tion der >> Marketinginstrumente, mit denen ein Unternehmen Marketingstrategien durchsetzt und Marketingziele erreicht. Die Realisierung dieser >> Strategien und Ziele erfolgt durch die „4 Ps“. Diese sind product (>> Produktpolitik) price (>> Preispo litik) promotion (>> Kommunikations politik) place (Absatz- bzw. >> Distributionspolitik). Markt Die Gesamtheit aller Subjekte (Personen und Organisationen), die ein Bedürfnis nach, ein Interesse an und die Kaufkraft für ein Produkt oder eine Dienstleistung haben. Ökonomisch definiert ist der Markt der Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage treffen. Mediadaten Informationen über >> Werbeträger für die Berech nung und Planung von Kosten, Zeit und Effektivität der >> Werbung. Dazu zählen im Printbereich z.B. die Analysen zur Leserschaft, Auflagenzahlen (>> Auf lage), Jahresüberblick über Sondernummern, Anzei genpreise, Anzeigensonderformate, Preise für Bei lagen. Mediaplanung Strukturierte Vorgehensweise im Zuge einer Werbekampagne (>> Kampagne). Sie umfasst sowohl die Auswahl aller Medien als auch die konkrete Zeitplanung der Anzeigen- und Spotschaltung. Medienresonanzanalyse Instrument zur Auswertung von PR-Arbeit (>> Öffentlichkeitsarbeit), das über das Sammeln von relevanten Medienerwähnungen (>> Clipping) hinausgeht; Medienberichte werden qualitativ ausgewertet. Dabei werden die an die Medien vermittelten Informationen mit den Medienbeiträgen verglichen. Aus der Interpretation der Bericht erstat tung lassen sich Rückschlüsse auf Effektivität der PR-Arbeit (>> Öffentlichkeitsarbeit) ziehen.

Mediensprecher >> Pressesprecher Meinungsführer engl.: Opinion Leader; bezeichnet Personen oder Institutionen, die ein besonderes Vertrauen innerhalb einer >> Zielgruppe besitzen und daher eine Schlüsselposition bei der Meinungsbildung einnehmen. Sie sind wichtig für die >> Öffentlichkeitsarbeit, um so die >> Kommunikation mit den jeweiligen Zielgruppen effektiver zu gestalten. Mission Statement Formale, meist schriftlich festgehaltene Erklärung der Vision und Mission eines Unternehmens. Dies umfasst u.a. die Zusammenfassung der Unterneh menswerte, die Festlegung der Unternehmensziele und die Verpflichtung des >> Managements zur Orientierung an diesen Werten und Zielen. Multiplikatoren Personen, die durch ihre Position und ihre Beziehungen geeignet sind Informationen an eine breitere Öffentlichkeit zu kommunizieren und damit das Unternehmen unterstützen, Werbe botschaften zu verbreiten.

N Nettoreichweite Anzahl der von >> Werbeträgern oder >> Werbe mitteln mindestens einmal erreichten Personen, unabhängig von der Zahl der gesamten Kontakte (>> Reichweite). Newsletter Instrument der externen >> Kommunikation, das Unternehmensnachrichten redaktionell zusammenfasst. Inhaltliche Orientierung an der adressierten >> Zielgruppe, wie z.B. Journalisten, relevante Medien und Kunden. Versand hauptsächlich per E-Mail. Non-Profit-Organisationen Organisationen in frei-gemeinnütziger oder privat-gewerblicher Trägerschaft, welche ergänzend zu Staat und >> Markt spezifische Zwecke der Bedarfsdeckung, Förderung und/oder Interessenvertretung für ihre Mitglieder oder Dritte wahrnehmen. Sie verfolgen keine kommerziellen Interessen, sondern dienen gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielsetzungen ihrer Mitglieder. (>> Fundraising)

O Öffentlichkeitsarbeit (ÖA) engl.: Public Relations; zielgerichtete Informations arbeit eines Unternehmens oder einer Institution in Bezug auf eine ausgewählte >> Teil öffentlichkeit bzw. auf >> Multiplikatoren mit dem Ziel der Überzeugung und Gewinnung. PR managt auf konzeptioneller Grundlage die Kommunikations prozesse in Form einer bewussten, zielgerichteten und systematischen Gestaltung der Kommunikati ons aktivi täten. (>> Kommunikation) Besonders in Krisen zeiten sind sie darum bemüht, durch Dialoge mit Kritikern und Befürwortern Interessen auszutauschen und Akzeptanz für ihr Verhalten zu schaffen.

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CAUSALES-LEXIKON

One-to-one Marketing (engl.) Segmentierungsstrategie, mittels derer eine besondere Individualisierung des Angebots verfolgt wird. Spezielle Nachfragebedürfnisse einzelner Personen sollen dadurch befriedigt werden. Online Marketing (engl.) Gesamtheit aller Maketingmaßnahmen, die zur Erreichung von Marke ting zielen über elektronische Datennetze wie das Internet geplant und realisiert werden. Es beinhaltet verschiedene Instru men te, wie z. B. E-Mail, Online-Shops, >> News letter, >> Web-Banner, Logopräsenz mit Verlinkung etc. Online PR (engl.) Medienspezifische >> Adaption der klassischen >> Öffentlichkeitsarbeit für das Internet. Erforderlich ist die Anpassung der klassischen Instrumente an das elektronische Medium sowie an die >> Ziel gruppe, die darüber erreicht werden soll. Hinzu kommt die Entwicklung neuer Instrumente durch die Nutzung der technischen Möglichkeiten des Internets. Opinion Leader (engl.) >> Meinungsführer Penetrationstest Verfahren zur Ermittlung des Bekanntheitsgrades eines Produktes auf Grund der >> Werbung

P Point of Purchase (POP) (engl.) Ort, an dem die Kaufentscheidung fällt Point of Sale (POS) (engl.) Ort, an dem der Verkauf stattfindet PR Abk. von Public Relations >> Öffentlichkeitsarbeit Preispolitik Neben >> Produkt-, >> Distributions- und >> Kommu nikationspolitik eins der vier Elemente des >> Marke ting-Mix; zielorientierte Gestaltung des Preis-Leitungs-Verhältnisses durch z. B. Festsetzung von Preisen, Preisempfehlungen, Rabattgewäh rung, Gestaltung von Zahlungsbedingungen. Pressearbeit Instrument der >> Öffentlichkeitsarbeit; umfasst die Bereitstellung von Informationen für die Presse, die gezielte Platzierung eigener Botschaften in der Presse sowie die Herstellung und Verbreitung von Medienerzeugnissen. Pressemitteilung (PM) Beinhalten Informationen zu Aussagen, Ereignis sen, Produkten und Veranstaltungen eines Unter nehmens. Adressaten dieser im Nachrichten stil verfassten Informationen sind Journalisten und Medienvertreter. Der Aufbau orientiert sich an W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? und die Wertigkeit der Informationen ist gegen Ende abfallend. Pressespiegel engl.: Clipping; Zusammenfassung von Artikeln aus Zeitschriften und Zeitungen, die ein bestimmtes Thema oder Unternehmen betreffen; auch als Pressespiegel bezeichnet.

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Pressesprecher Ansprechpartner eines Unternehmens oder einer Organisation für die Presse und andere Medien, darum auch als Mediensprecher bezeichnet. Pretest Test, der vor der endgültigen Markteinführung eines Produkts durchgeführt wird, um die Akzep tanz der Konsumenten zu testen Private-Public-Partnership (PPP) (engl.) Mobilisierung privaten Kapitals zur Erfüllung staatlicher Aufgaben. PPP geht in vielen Fällen mit einer Teilprivatisierung von öffentlichen Aufgaben einher. Produktpolitik Neben >> Preis-, >> Distributions- und >> Kommuni ka tionspolitik eins der vier Elemente des >> Marke ting-Mix; umfasst die Kreierung, Pflege und Modifizie rung der einzelnen Produkte sowie die Gestaltung des Service, der Verpackung und die >> Marken bildung. Projektmanagement Gesamtheit der Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel, die für die Abwicklung eines Projektes notwendig sind. Es ist meist der >> Strate gie der Unternehmenskommunikation untergeordnet. Promotion (engl.)>> Werbung Public Affairs (engl.) Unternehmensbeziehungen zur sozialen und politischen Umwelt; dies bezieht sich sowohl auf die interne als auch externe >> Kommunikation und verwendet Instrumente der >> Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es soziale und gesellschaftliche Verhaltens weisen oder Zustände zu bestärken oder verändern. Public Relations (PR) (engl.) >> Öffentlichkeitsarbeit

Q Qualitätsmanagement Methode, um systematisch die Abläufe und Arbeits prozesse im Unternehmen zu beschreiben, zu strukturieren und die Qualität sowie die Erfüllung der Kundenbedürfnisse gleichbleibend zu sichern und kontinuierlich zu verbessern.

R Recall-Test Wiedergabe der Eindrücke von Werbeaktionen; Dazu werden Testpersonen einem Erinnerungstest unterzogen. Reichweite Begriff aus der >> Mediaplanung, der angibt, wie viele Personen von einem Medium erreicht werden. Als wichtigste Kontaktmaßzahl zur Beurteilung eines >> Werbeträgers bietet sie wichtige Anhalts punkte für >> Werbung und >> Sponsoring. Remittende Drucksache, z.B. Zeitschrift oder Zeitschrift, die vom Grossisten an den Verlag zurückgesandt wird. Reputation (engl.) >> Image

S Sampling (engl.) Die Verteilung kostenloser Warenproben (Proben, Produkt mit Gratisprodukt u.a.), findet oft im Rahmen der >> Verkaufsförderung statt (siehe auch >> Ambient Media). Selektive Absatzpolitik Unterteilung eines großen Gesamtmarktes in verschiedene Teilmärkte Sinus-Milieus beschreibt neben den Segmentierungsvariablen geografisch, soziodemografisch und verhaltensbezogen die in den letzten Jahren immer wichtiger gewordene psychografische Variable. Softselling (engl.) vorsichtiges und zurückhaltendes >> Marketing, keine agressive >> Werbung Sponsoring Dient als Instrument der Unternehmens-PR (>> Öffentlichkeitsarbeit) dazu, den Bekanntheits grad eines Unternehmens zu erhöhen oder das >> Image positiv zu beeinflussen (>> Imagetransfer). Unter nehmen als Sponsoren erbringen Leistungen in Form von Geld, Sachmitteln oder Dienstleis tun gen und unterstützen damit die Durchführung von Veranstaltungen oder die Tätigkeit von Organisa tionen. Im Gegenzug erhalten sie vom Gesponserten kommunikative Gegenleistungen, die in vielfältiger Weise auf das Engagement des Sponsors hinweisen. Die bekanntesten Typen des Sponsoring sind das Sport-, Kultur-, Sozial- und Umweltsponsoring. Sponsoringdreieck Modell, entwickelt von Manfred Bruhn, stellt die Zusammenhänge zwischen Sponsor (>> Sponso ringgeber), >> Sponsoringnehmer und Vermittler (Medien) dar. Der Sponsor nutzt den Sponsoring nehmer als Ebene für seine >> Kommunikations botschaften, welche von den Medien in die Öffentlichkeit getragen werden. Norbert Drees ergänzte das Modell um die Größe Agentur, die als Vermittler zwischen Sponsor, Sponsoringnehmer und Medien auftritt. Sponsoringgeber Auch Sponsor; meist Wirschaftsunternehmen, die sich in den Bereich Kultur, Sport, Soziales oder Bildung engagieren. Sie unterstützen meist gemeinnützige Einrichtungen mit Geld-, Sachmittel oder Know-how. Sponsoringnehmer Meist gemeinnützige Einrichtungen in den Berei chen Kultur, Sport, Soziales und Bildung. Sie werden von Sponsoren (>> Sponsoringgeber) meist, Wirtschaftsunternehmen, finanziell oder durch Sachmittel und Know-how in der Ausübung ihrer Tätigkeit unterstützt. Sponsoringpotential Theoretische Möglichkeiten bzw. Fähigkeiten, die >> Sponsoring besitzt, um die Ziele der Unterneh mens kommunikation umzusetzen, wie z.B. >> Image transfer.


CAUSALES-LEXIKON

Sponsoring-Resonanz-Analyse Verfahren zur Einschätzung des Sponsoringerfol ges. Dazu wird der Werbewert der Sponsoreninte gration (z.B. durch ein >> Logo) als Äquivalent der Schalt-Kosten einer Anzeige berechnet. Dadurch kann die Werbewirkung von Sponsoring und damit die Versteuerung als Betriebsausgabe gerechtfertigt werden. Strategie (griech.) Heerführer; zentraler Begriff des >> Mana gements; Kombination aller Möglichkeiten zur Erreichung eines Zieles; Genauer: detaillierte Planung von Handlungen zur Erreichung von Unternehmenszielen unter Beachtung von Raum, Zeit und Resourcen. Supplement (engl.) Beilage in Zeitungen oder Zeitschriften SWOT-Analyse Abkürzung der englischen Begriffe für strength (Stärke), weakness (Schwäche), opportunity (Chance) und threat (Risiko). Die Stärken und Schwächen beziehen sich auf das Projekt bzw. Produkt selbst. Die Chancen und Risiken beziehen sich auf positive oder negative Rahmenbedin gungen. Diese Analyse ist ein wichtiger Teil der >> Konzeption, denn durch sie wird ein differenziertes Bild der Situation abgebildet und die Grundlage für strategische Entscheidungen (>> Strategie) geschaffen.

T Tausenderkontaktpreis (TKP) Gibt an, wie viel jeweils 1000 Kontakte des >> Werbe trägers kosten; Kriterium für werbetreibende Unternehmen für die Platzierung und die Schaltung von >> Werbemitteln. Er errechnet sich wie folgt: Preis der Schaltung dividiert durch die >> Reich weite multipliziert mit Tausend. Teaser Abgeleitet vom to tease engl. necken, locken; verwendet für das journalistische Texten, wenn ein Artikel oder eine Pressemeldung einen spannenden, humorvollen, oder reißerischen also „lockenden“ Einstieg hat. Teilöffentlichkeit Vielzahl von unterschiedlichen Öffentlichkeiten, die jeweils Teilbereiche des gesellschaftlichen Lebens umschreiben. Teilöffentlichkeiten stellen daher eine erste Strukturierung einer heterogenen Öffentlichkeit dar und führen zur Bildung von für die PR relevanten Gruppen. Themen-Management engl.: Issue-Management; strategisch geleiteter Prozess zur Steuerung der Meinungsbildung. Ziel ist es, Einfluss auf die öffentliche Diskussion zu nehmen, Krisen vorzubeugen und ein positives >> Image zu verbreiten. Dazu müssen relevante Themen identifiziert und diskutiert werden. TKP Abk. von >> Tausenderkontaktpreis Typologie Einteilung von >> Zielgruppen oder Produkten

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U Umwegrentabilität Wirtschaftliche Folgen der Existenz von Kulturein richtungen, die sich positiv auf die Steuerein nahmen einer Kommune, eines Landes und des Bundes auswirken. Es wird davon ausgegangen, dass ein kulturelles Angebot zu mehr Kaufkraft vor Ort durch Besucher und Ansässige führt, branchenübergreifend betriebliche Umsätze gesteigert werden und in Folge dessen mehr Steuern und Abgaben an den Staat entrichtet werden. Dies kann zu einer Multiplikation der eingesetzten öffentlichen Kulturförderung führen, so dass sich eine rentable Verzinsung dieser ergibt. Unique Selling Proposition (engl.) (USP)>> Alleinstellungsmerkmal

V Verkaufsförderung Werbemaßnahmen für den Verkauf von Produkten direkt an ihrem Verkaufstandort (>> Point of Sale) Viralmarketing Marketingmethoden, die Menschen dazu motivieren sollen, eine >> Kommunikationsbotschaft an andere Personen weiterzuleiten. Informationen über das beworbene Produkt verbreitet sich wie ein ansteckender Virus. Auf diese Weise kann eine exponentielle Steigerung des Bekanntheitsgrades erreicht werden. Die meisten Viralmarketing konzepte nutzen das Internet als Plattform. (>> Marketing) Visits (engl.) Besuch; bezeichnet einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang einer Website durch einen einzelnen Benutzer. Der Visit definiert den Werbeträgerkontakt und ist damit das wichtigste Maß für die >> Reichweite eines Online-Werbe trägers. (>> Werbeträger)

W Web-Banner (engl.) Werbefläche auf Internetseiten in Form einer Grafik, die animiert sein kann und einen direkten Verweis (Hyperlink) zur Internetseite des Werbetreibenden enthält. Werbemittel Ausgestaltung und Kombination von Kommuni kationsmitteln zu einer Werbebotschaft in Form von Anzeigen, Spots, Plakaten, Bannern etc. Werbeträger Medium, das Informationen beinhaltet und >> Werbemittel an die >> Zielgruppen heranträgt. Z.B. Zeitung, Fernsehen oder Plakatwand dienen der Verbreitung von Werbemitteln mit unternehmensspezifischen Botschaften im Rahmen der >> Kommunikationspolitik. Werbezyklen Drosselung (antizyklische Werbung) oder Verstär kung (prozyklische Werbung) der Werbeausgaben bei steigenden oder fallenden Umsätzen (>> Wer bung)

Werbung engl.: Promotion; bezeichnet den geplanten Einsatz verschiedener Kommunikationsmittel, die geeignet sind, das Kaufverhalten und die Einstellungen einer bestimmten >> Zielgruppe gegenüber dem Produkt zu beeinflussen. Für das Erreichen der Zielgruppen bedarf es eines gezielten Einsatzes von >> Werbe mitteln.

Z Zielgruppe Empfänger einer Kommunikationsbotschaft der >> Werbung, >> Öffentlichkeitsarbeit oder der Unter nehmenskommunikation (>> Corporate Communi cation). Die Marktsegmentierung nach bestimmten Merkmalen führt zu einer Eingrenzung der Ziel gruppe. Das >> Marketing wird entsprechend auf die >> Zielgruppen ausgerichtet. (>> Zielgrup pen analyse) Zielgruppenanalyse Mittel zur Bestimmung und Interpretation einer >> Zielgruppe. Die Identifikation von Zielgruppen ist wichtig für gezielte >> Kommunikation, da diese dadurch direkt angesprochen und Information vermittelt werden können. Darum sollten Zielgruppen mittels einer Analyse möglichst scharf differenziert und beschrieben werden.


DIE AGENTUR CAUSALES

Ansprechpartner

Gern werden wir für Sie tätig und stehen Ihnen als Dienstleister zur Verfügung. Wir vermitteln Ihnen den Kontakt zu den in diesem Jahrbuch vorgestellten Kulturprojekten und finden für Ihr Wirtschaftsunternehmen darüber hinaus den geeigneten Partner aus der Kultur. Gern senden wir Ihnen detaillierte Angebote zu, betreuen Ihre Sponsoringpartnerschaft bis zur Vertragsbindung und wickeln für Sie alle Kommunikationsdienstleistungen rund um die Partnerschaft ab.

Causales® Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH Geschäftsführer: Hans-Conrad Walter, Eva Nieuweboer Sitz der Gesellschaft: Amtsgericht Berlin Charlottenburg HRB 127 153 B Steuernummer: 37/229/21270, UID: DE271456997

www.causales.de www.kulturmarken.de Bötzowstraße 25 10407 Berlin

fon 030–53-214-391 fax 030–53-215-337 info@causales.de

Hans-Conrad Walter Dipl. Kommunikationswirt (dda) Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter Dozent für Marketing und Sponsoring Vorstand im FASPO Fachverband für Sponsoring e.V.

Mail: walter@causales.de Hans-Conrad Walter (geb. 1969) war nach seiner Facharbeiterausbildung als Maler von 1988 – 2003 in vielfältigen Kulturprojekten und Organisationen wie dem Babylon Berlin, dem Kulturamt Berlin-Mitte und dem FEZ-Berlin als Kulturmanager sowie als Marketingund Sponsoringverantwortlicher aktiv. Nach einem berufsbegleitenden Studium zum Diplom-Kommunikationswirt an der Deutschen Akademie für Direktmarketing gründete Hans-Conrad Walter 2003 die Agentur Causales und ist für Strategie, Finanzen, Marketing und Projektkoordination verantwortlich.

»UNSERE WAHRE ABSICHT IST, SICHTBAR ZU MACHEN DIE DINGE, DIE SIND, WIE SIE SIND.« (Friedrich II. von Hohenstaufen)

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Eva Nieuweboer

Kristin Just

Anne Tischer

Master of Arts Kulturmanagement und Kultur-

Bachelor of Arts Germanistik und Geschichte

Bachelor of Arts Kulturwissenschaften

tourismus, Geschäftsführende Gesellschafterin

Büroleitung, Kommunikationsmanagement,

Redaktion Jahrbuch Kulturmarken

Redaktion cauSales – Magazin für Kultur-

Kommunikationsmanagement

Mail: nieuweboer@causales.de

marketing und Kultursponsoring

Dozentin für Marketing und Sponsoring

Die Diplom-Kommunikationswirtin Eva Nieuweboer (geb. Neumann, 1979) studierte an der design akademie berlin Kommunikationsmanagement. Während ihres Studiums baute sie ihre theoretischen Kenntnisse der Kommunikationsplanung und -strategie im Vertriebsmarketing der DeTeWe AG, im Bereich Konzeption der Werbeagentur We Do communication sowie im Team Radio Promotions/ Kooperationen bei Sat.1 aus. Nach dem Studium war sie als freie Mitarbeiterin im Bereich Sponsoring & Eventmarketing des FEZ-Berlin und bei Causales aktiv. Seit Dezember 2004 ist sie für Konzeption, Sponsoringakquise und Werbekampagnen bei Causales verantwortlich.

Mail: just@causales.de

Mail: tischer@causales.de

B.A. Kristin Just (geb. 1985) studierte an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald Germanistik und Geschichte und setzte im Rahmen ihres dritten Hauptfachs General Studies Schwerpunkte in den Bereichen Schriftkompetenz und Kulturwissenschaft. Während des Studiums baute sie ihr theoretisches Wissen durch diverse Praktika im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus.

Anne Tischer (geb. 1984) studierte Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) mit den Schwerpunkten Sozialwissenschaften und Literaturwissenschaften. Das so erworbene theoretische Wissen baute sie durch diverse Praktika in den Bereichen Marketing und Veranstaltungsmanagement aus. Zurzeit studiert sie neben ihrer Tätigkeit bei Causales den berufsbegleitenden Master-Studiengang Kulturmanagement und Kulturtourismus an der Europa-Universität Viadrina.

»DIE KRÄFTE DER KULTUR ZU STÄRKEN, HEISST DIE GESELLSCHAFT BESSERN.« (Daniel Barenboim)

»WER NICHT AUF »DER KOPF IST SEINE WEISE RUND, DAMIT DENKT, DENKT DAS DENKEN ÜBERHAUPT NICHT.« DIE RICHTUNG (Oscar Wilde) ÄNDERN KANN.« (Francis Picabia)

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KM_Master_2011_abWerbemittel_KM_Template02 20.08.10 16:57 Seite 242

Impressum © Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH 2010 Bötzwostraße 25, 10407 Berlin, fon 030-53-214-391, fax 030-53-215-337, www.causales.de, www.kulturmarken.de, www.kulturinvest.de Konzept und Herausgeber: Hans-Conrad Walter und Eva Nieuweboer Projekt- und Redaktionsleitung: Anne Tischer Redaktion: Anne Tischer, Eva Nieuweboer, Hans-Conrad Walter, Kristin Just Gestaltungskonzept: Florian Haberstumpf, Tanja Weich, Alexander Branczyk Gestaltung: xplicit – Gesellschaft für visuelle Kommunikation mbH www.xplicit.de Textlektorat: Sabine Trümer Auflage: 5.000 Erscheinung: September 2010 Freiverteiler: Deutschland, Österreich, Schweiz, Entscheidungsträger in Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien Schutzgebühr: 44,95 Euro Direktvertrieb: www.kulturmarken.de ISBN: 978-3-00-032013-2 Alle Zahlen sind öffentlich zugänglichen Medien entnommen. Die Wortmarken Causales®, Kulturmarke® und Kulturmarken® sind eingetragene Marken im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes und stehen unter Markenschutz. Die Fotos der Kulturprojekte, Wirtschaftsunternehmen und Kulturmanager wurden der Agentur von den Auftraggebern zur Verfügung gestellt. Die Auftraggeber haften für die Urheberrechte der Fotos. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Uhrhebergesetzes ist ohne Zustimmung der Herausgeber unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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Danksagung Partner: Deutsche Post DHL, ZEIT Verlag, Der Tagesspiegel, RUHR.2010, Europäische Sponsoring-Börse (ESB), Kulturmanagement Network, FASPO Fachverband für Sponsoring Medienpartner: Theatermanagement-Aktuell, Blachreport, Stiftung & Sponsoring, Crescendo, Expodata, News Aktuell, Fundraiser, Fono Forum, Zitty, Weltkunst, Monopol Besonderer Dank an: Prof. Manfred Harnischfeger, Silvie Rundel, Pedro Munoz, Prof. Oliver Scheytt, HansWilly Brockes, Frank Smyrek, Susan Conrad, Matthias Müller-Klauke, Mike Martin Robacki, Tomski Binsert Dank an die Juroren des Kulturmarken-Awards: Dr. Marc Bieling, Roland Bischof, Alexander Branczyk, Henry C. Brinker, StephanAndreas Casdorff, Holger Christmann, Prof. Dr. Thomas Düllo, Bernd Fesel, Gabriele Fischer, Winfried Hanuschik, Prof. Manfred Harnischfeger, Prof. Dr. Andrea Hausmann, Dr. Gabriele Landwehr, Katharina Langsch, Pedro Muñoz, Dr. Stephan Muschik, Jürgen Preiß, Dirk Schütz sowie: Alexander Branczyk, Kai Clement, Johannes Drastik, Martina Flamme-Jasper, Tobias Fröhlich, Karin Geißler, Jan Gewinner, Sarah Gohm, Dr. Wolfgang Guthardt, Florian Haberstumpf, Andrea Hecher, Volker Heinz, Dirk Heinze, Eva Hübner, Kerstin Jorns, Mike Kairys, André Klemstein, Prof. Dr. Roland Kluge, Sibylle Kluge, Kai Liczewski, Torsten Rene Marten, Karel Müller, Suzanne Zoé Nautré, Peter Neumann, Petra Neumann, Tom Nieuweboer, Klaus Lunow, Jens Paasche, Arne Piepgras, Kira Potowski, Regina Richter, Sabine Röger, Charlotte Schreiber, Franziska Schröder, Dirk Schütz, Jan Smacka, Rainer Struß, Annette Weber und viele andere mehr. Causales-Autorenteam: Jeanette van Beek, Ricarda Fürnrohr, Lea Gräfenhahn, Natalie Junger, Kristin Just, Annemarie Kunze, Eva Nieuweboer, Bianca Paulusch, Franziska Schröder, Anne Tischer, Hans-Conrad Walter Wir bedanken uns für die Beteiligung als Sponsoren an den Projekten unserer Kunden sowie am Kulturmarken-Award 2007, 2008, 2009, 2010: ACE Auto Club Europa, ADAC Berlin Brandenburg, Allianz, AOK – Die Gesundheitskasse, Althaus Tee, AquaDom & Sea Life, Arla Foods, Audi, Autostadt Wolfsburg, Bauer Fruchtsaft, Beleduc, Berliner Bürgerbräu, Berliner Flughäfen, Berliner Pilsner, Berliner Sparkasse, Berliner Stadtreinigung, Berliner Verkehrsbetriebe, Berliner Wasserbetriebe, BIONADE, Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie, Caninenberg + Schouten, Capri-Sonne, Chiquita, CITY BKK, Coca-Cola Erfrischungsgetränke, Daewoo Electronics Europe, DanCenter, Darier & Cleef S.A., Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutsche See, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), db deutsche Bahn, DIE DRAUSSENWERBER, Dove, DUDEN, EA/ Electronic Arts, Edna, Egmont Ehapa Verlag, ELIXIA, European Space Agency ESA/ESOC, fritz-kola, FRUCHTTIGER, GASAG Berliner Gaswerke, GESOBAU, Gläserne Molkerei, Gorenje, Grammer Solar, Guthof-Ei, HanseMerkur Krankenversicherung, HASBRO DEUTSCHLAND GmbH, Herlitz, PBS, HILTON Berlin, HOBA Baustoffe, KIA MOTORS, Köstritzer Schwarzbierbrauerei, Krüger, Küche Aktiv, Landliebe, LEGOLAND, LEXUS, Lichtenauer Mineralquellen, Lindner Hotel Am Ku'damm, MAGIX, Mast-Jägermeister, Mattel, McDonalds, McPaper, Nintendo, NISSAN, Nürnberger Versicherung, OBI, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Park Inn, PlayStation, Rieber, Rotkäppchen Sektkellerei, Sander Gourmet, Scandlines Deutschland, Schwäbisch Hall, Schweden-Werbung, ŠkodaAuto Deutschland, SPIELE MAX, Ströer Out-of-Home Media, Team Grüner Punkt, Total Deutschland, Transrapid International, Vattenfall Europe, Victor's Residenz-Hotels, Vita Cola, WALA, WALL, Weihe, World for 2, XL Energy Drink.


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