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Die Fluggesellschaften übernehmen Verantwortung für die Umwelt Die europäischen Fluggesellschaften kommen der Einbeziehung in den CO2-Emissionshandel der EU zuvor.

Ab dem Jahre 2011 wird der Luftverkehr dem Plan zum Umgang mit den CO2-Emissionen der Europäischen Union unterworfen. Dadurch soll das Kyotoprotokoll erfüllt werden, in dem festgelegt wurde, dass alle Fluglinien ihren Anteil an der globalen Erwärmung zu kompensieren haben, so wie andere Industriebereiche auch, z.B. die Stahlindustrie oder die Energiewirtschaft. Und das obwohl, wie der Stern-Report über die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels feststellt, der Luftverkehr lediglich für 1,6% der Treibhausgase verantwortlich ist. Ein Wert, der bis zum Jahre 2050 auf 2,5% ansteigen kann und damit viel niedriger liegt als die Werte zuvor genannten Industriebereiche. Die Einbeziehung in den Emissionshandel wird die europäischen Fluggesellschaften jährlich 4 Mrd. Euro kosten, rechneten die Wirtschaftsberater von Ernst & Young in einer Studie im Auftrag der Wirtschaftsführer vor. Wie die Studie zeigt, müssten die Fluggesellschaften im Jahr 2022 bis zu 45 % ihrer Emissionsrechte kaufen, was einem Betrag von 45 Mrd. Euro innerhalb von wenig mehr als einem Jahrzehnt entspräche. Dieser Betrag ist doppelt so hoch wie der Gewinn der Fluggesellschaften innerhalb der letzten zehn Jahre. Deshalb warnen die Vereinigungen im Bereich Luftverkehr davor, dass „diese Aussicht dem Bestand der europäischen Luftfahrtindustrie langfristig schadet“, weil nicht mehr als ein Drittel dieser Kosten an den Kunden weiter gegeben werden könnte, da die Nachfrage sehr sen-

sibel auf den Preis reagiert. Hierbei herrscht Übereinstimmung mit dem Runden Tisch des Tourismus, der etwa 30 der führenden Tourismusunternehmen des Landes vereint und vor den schwerwiegenden Folgen einer EU-Richtlinie in dieser Richtung für den Tourismus in Spanien warnt. Mit den Worten seines Präsidenten, Juan Andrés Melián,“ übervorteilt das neue Recht die großen Unternehmen, deren ökonomische Kraft eine größere Verfügbarkeit der Emissionsrechte

British Airways, SAS, Spanair, Lufthansa, Airfrance, easyJet und Delta haben mit ihren Programmen bereits begonnen ermöglicht, was es ihnen leichter macht den Tourismus an die Urlaubsziele zu lenken, die für sie am interessantesten sind“. Ausgleichsprogramme Angesichts dieser Debatte haben die großen europäischen und einige US-Fluggesellschaften beschlossen, der neuen Regelung zuvor zu kommen und bieten ihren Passagieren mit der Entrichtung einer CO2Abgabe auf freiwilliger Basis die Möglichkeit, die Emissionen entsprechend der zurück gelegten Flugmeilen zu kompensieren. Das Geld wird für Projekte im Umweltschutz

bereitgestellt, die von gemeinnützigen Organisationen betrieben und zertifiziert werden. Ein Großteil wird in wirtschaftlich gut erreichbaren Entwicklungsländern investiert, zur Stärkung der Nachhaltigkeit, in Initiativen zur Wiederaufforstung, in die Energieeinsparung oder in regenerative Energien. Hinzu kommen positive soziale Effekte für die Gemeinden, in denen die Projekte umgesetzt werden. British Airways war eine der ersten, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Climate Care die Möglichkeit der freiwilligen CO2-Kompensation auf ihrer Website eingeführt hat. Außerdem haben sie bei der Beratung der britischen Regierung zur Aufstellung von Empfehlungen mitgewirkt, die zu einer Reduktion ihrer Emissionen um 23% geführt haben. Nicht vergebens, wie ihr Berater Willie Walsh signalisiert: „die Umwelt spielt eine wesentliche Rolle in unserer Agenda. Den Beweis liefern unsere Pläne für die Zukunft, die sich auf die Verbesserung der Effizienz um 25% bis zum Jahre 2025 fokussieren“. SAS ist ebenfalls eine der Aktiven auf diesem Gebiet. Tatsache ist, so ihr Direktor für Umweltangelegenheiten Niels Eirik Nerón, der für die internationale Anwendung der europäischen Initiative plädiert, dass „dieses System besser ist als andere bisher angewendeten, sei es in Form von Steuern oder Abgaben, die nur durch Ausgaben für wirt-

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Die CO2-Emissionen der Luftfahrt tragen mit 1,6% zu den Treibhausgasen bei.

schaftliches Wachstum Vorteile für die Umwelt bringen“. Die skandinavische Gesellschaft arbeitet schon seit Jahren gegen die Verschmutzung durch den Luftverkehr. Gutes Beispiel hierfür ist ihre Unterstützung bei der Erforschung biologischer Treibstoffe und der Verbesserung des ökologischen Landeanfluges. Ein Pilotprojekt, das die Einsparung von 100 bis 300 kg Treibstoff dank eines geplanten Sinkfluges von der Reiseflughöhe bis zum Aufsetzen ermöglicht. Seit März können Kunden, die das Anliegen unterstützen wollen, im Netz einen professionellen Anbieter für den CO2-Ausgleich und das Projekt, welches sie unterstützen wollen, auswählen. DieAufsicht führt die „CarbonNeutral Gesellschaft“. Als Mitglied der Gruppe und einzige Fluglinie Spaniens ermöglicht Spanair seinen Kunden, den Ausstoß an CO2 zu berechnen und durch Investitionen in erneuerbare Energien in Ländern der dritten Welt zu „neutralisieren“. Lufthansa arbeitet ihrerseits mit der schweizerischen gemeinnützigen Organisation Myclimate mit dem Ziel, Spenden für den Umweltschutz zu sammeln, zusammen. Sie benutzen zu diesem Zweck einen CO2-Emissionsrechner auf ihrer Internet-Präsenz. Der Gesamtbetrag

der in ihrem Treueprogramm gesammelten Flugmeilen wird humanitären und umweltrelevanten Projekten innerhalb ihrer Initiative „Miles to help“ zur Verfügung gestellt. Beiden Gesellschaften gemein ist das Ziel, den Verbrauch an Kerosin und die daraus resultierenden Emissionen an Kohlendioxid zu reduzieren. Seit 1991 gelang dank eines Programms zur Flottenmodernisierung, dass umfangreichste in ihrer Geschich-

Der Fluggast kann die durch seine Reise erzeugten Emissionen an CO2 durch einen freiwilligen Beitrag kompensieren te, mit einem Investitionsvolumen von über 12 Mrd. Euro und zahlreicher Anpassungsmaßnahmen im Bereich der besseren Nutzung, eine Reduktion um 30 % an CO2-Emission. Air France-KLM bietet seinen Kunden ebenfalls die Möglichkeit des Emissionsausgleichs über die Projekte der gemeinnützigen Vereinigung GoodPlanet und ihr Programm Action Carbone auf Basis von 15 Euro je Tonne CO2. Dabei

können die Passagiere die Höhe ihrer Spende wählen, da sie steuerlich absetzbar ist. Delta Airlines hat in diesem Sommer als erste US-Fluggesellschaft mit einem ähnlichen Programm begonnen. In Zusammenarbeit mit The Conservation Found, der 5,50 Dollar für jeden Inlands-Hin- und Rückflug und 11 Dollar für jeden internationalen Flug erhält, werden Initiativen zur Wiederaufforstung unterstützt. Die Fluggesellschaft hat weitere Maßnahmen ergriffen, um positive Veränderungen für die Umwelt zu erreichen, wie Pläne zur Erhaltung und Recycling von Treibstoff, die es ermöglichten mehr als 94 Mrd. Liter Treibstoff alleine im Jahr 2006 einzusparen; ein System zur Verringerung des Wasserverbrauchs um bis zu 50% eingeführt und die Anschaffung von mehr als 600 elektrisch angetrieben Fahrzeugen ohne CO2Emission für die Bodenunterstützung angeschafft. Weiterhin unterstützt sie ein neues System zur Kontrolle des Luftverkehrs, in den USA wie auch in Europa, mit kürzeren Flugrouten und der daraus folgenden Verringerung der Treibhausgase. Bis hin zu den Billigflieger wie easyJet haben alle zugesagt, die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern – und zwar in der Luft wie auch auf dem Boden. V.H.

Freiwilliger Ausgleich der Emissionen Fluggesellschaft

Flugstrecke

CO2-Emissionen

Ausgleich

British Airways

Madrid-London Heathrow

280 Kilogramm

3,00 Euro

Air France-KLM

Madrid-Paris

266 Kilogramm

4,00 Euro

Skandinavien-Europa

300 Kilogramm

4,50 Euro

Madrid-Frankfurt

365 Kilogramm

7,00 Euro

SAS Lufthansa

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Express-Hotels, ein Tourismussegment im Aufschwung Im Zeitraum 2007/2008 lassen sich in Spanien 22 eröffnete oder kurz vor der Eröffnung stehende Niederlassungen beziffern 1977 eröffnete die japanische Stadt Osaka das erste „KapselHotel“, eine für Geschäftsleute entworfene Einrichtung, die beim Verpassen des letzten Zugs nach Hause keine große Summe Geld weder für ein Taxi noch für eine Unterkunft ausgeben wollten. Dem Kunden standen eine winzige „Bienenwa-

In Spanien operieren acht Hotelketten mit dem preisgünstigen Modell, im Angebot haben sie 8.212 Übernachtungseinheiten be“ mit Bett, Fernseher, Radio, Wecker und Leselampe zur Verfügung … und weiter nichts. Zweifelsohne ist dies der grundsätzliche Vorläufer der preisgünstigen Hotels im internationalen Maßstab, eine Firmenphilosophie, welche sich zum Ziel gesetzt hat, einen akzep-

tablen Platz zum Übernachten und relativ verschiedenartige Serviceleistungen zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten. Obwohl sich dieses Modell erst Anfang der 90er Jahre in Spanien etabliert hat und verschiedene der japanischen „Kapsel“-Elemente übernommen wurden, zählte unser Land im vergangenen Jahr bereits insgesamt 8.212 Unterkunftseinheiten. Dabei sind 22 Niederlassungen in Spanien, die bereits eröffnet sind oder in dem Zeitraum 2007-2008 eröffnet werden, so der Bericht von Cajamar, welche derartige Hotels als „in vollem Aufschwung“ definiert. Die Zunahme dieser Art von preisgünstigen Hotels ist in der angelsächsischen Terminologie auch als “Limited Service Hotels“ bekannt, auch wenn einige Betreiber dafür gestimmt haben, sie in Express umzubenennen. Sie sind ist die Antwort auf die Verschiebung eines Teiles der wirtschaftlichen Aktivität „von den Städten hin zu den Vororten“, eine Organisation des industriellen Gewerbes in „In-

dustrieparks und Gewerbegebieten“, den „hohen Preis“ für Grund und Boden in den Städten und das „Aufkommen“ neuer Tendenzen im Tourismus wie etwa Kurzurlaube. Hinzu kommt das „Überangebot von 4-Sterne-Hotels und die Neigung, durchschnittliche Ausgaben pro Besucher zu reduzieren“, bestätigt die Studie. Nicht umsonst, so eine weitere von der Gesellschaft Christie + Co präsentierte Studie, wird dieses Segment in den nächsten Jahren eine Erhöhung des Angebots um 40 Prozent in den Außenbezirken der großen Geschäftshauptstädte wie Madrid oder Barcelona erfahren. Dabei richtet es sich insbesondere an Geschäftsreisende und Durchreisende, die nicht viel Geld fürs Übernachten ausgeben möchten. Deshalb stützt sich der angebotene Preis auf ein grundsätzliches Kriterium der wirtschaftlichen Rentabilität, nämlich der Anschaffung von Grundstücken in den Außenbereichen der Stadt. In der Innenstadt würde die Konstrukti-

on eines Hotels dieser Art um 50 bis 100 Prozent teurer sein. Dies ist einer der Schlüsselaspekte, der eine Schwankung des Endpreises pro Zimmer und Nacht zwischen 36 und 75 Euros erlaubt. Es ist offensichtlic, dass sich das Segment preisgünstiger Hotels im Moment in einer Expansionspha-

Das Segment der preiswerten Hotels befindet sich derzeit in einer Expansionsphase se befindet. So sollte erneut die vorgesehene Zahl von Projekten betont werden, die im Zeitraum 2007-2008 eröffnet werden: insgesamt 22 neuen Hotelniederlassungen, von denen 63,3 Prozent den Unternehmen Accor und Intercontinental gehören. Was Accor

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- unter dem Markennamen Ibis betrifft, so werden zu der im Jahr 2006 verzeichneten Kapazität von 3101 Betten fast 900 dazukommen, so dass dieses Unternehmen auf dem spanischen Markt der unumstrittene Führer in der Kategorie der preisgünstigen Hotels ist. Intercontinental wird der Betreiber sein, der mit insgesamt acht die meisten Niederlassungen eröffnet, die mehrheitlich in der Provinz von Madrid und Katalonien angesiedelt sind. Dies erlaubt dem Unternehmen, den zweiten Platz auf dem Ranking zu einzunehmen und die Kette NH Hoteles von demselben zu verdrängen. Ihrerseits haben die Sindorme Hotels ihr aktuelles Angebot im vierten Quartal 2007 mit der Eröffnung von zwei neuen Niederlassungen in Gerona und Paterna (Valencia) erweitert. Ebenso sollen sich, so die Vorhersage für 2008, die Türen von drei weiteren Hotels öffnen (Albacete, Granollers und Vitoria). Derzeit hat die katalani-

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sche Firma einen ambitionierten Expansionsplan, dessen Ziel es ist, zum Jahresbeginn 2011 in etwa 30 Hotels bereitzustellen, erläutert die Studie von Cajamar. Die Louvre Hotels ihrerseits verfügen 2008 mit der Eröffnung zwei neuer Campanile, deren Kapazität bei 100 und 138 Betten liegen wird, im genannten Geschäftsjahr über acht Einrichtungen. Zum Schluss bleibt hervorzuheben, dass die „Posadas de España“ zu Beginn des Jahres 2009 mit zwei neuen Einrichtungen in Archena (Murcia) und Málaga rechnet. Konkret operieren in Spanien acht Hotelketten im preiswerten Segment, wenngleich zu betonen ist, dass wichtige Unterschiede zwischen ihnen bestehen.

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Auf dem ersten Platz befindet sich Accor (Ibis), deren Marktquote auf 41,6 Prozent gestiegen ist, den zweiten Platz belegt mit 22,12 Prozent NH Hoteles und nächstfolgend Intercontinental mit 17,6 Prozent. „So gesehen handelt es sich um einen konzentrierten Markt, da die drei Unternehmen einen Anteil von 81,3 Prozent aufweisen, was 6.682 Betten entspricht“, hebt der Bericht hervor. Mit einer Marktquote von 8,7 und 4,2 Prozent positionieren sich Louvre Hotels (Campanile) und Posadas de España, während der Rest der Betreiber einen Verbreitungsgrad zeigen, der zwischen 2,8 Prozent bei Travelodge und 0,9 Prozent bei As Hoteles variiert. Bezieht man sich auf die Katalogisierung der Hotels nach der

Auf dem ersten Platz der Express-Ketten befindet sich Accor (Ibis), deren Marktquote auf 41,6 Prozent gestiegen ist

Anzahl von Sternen, zeichnen sich sechs Ketten – Intercontinental, Louvre Hotels, NH Hoteles, Posadas de España, Sidorme und Travelodge - als Einrichtungen mit drei Sternen aus. Im Gegensatz dazu operiert die führende Hotelkette mehrheitlich mit Niederlassungen, die einen oder zwei Sterne besitzen. Zuletzt zeigt der Bericht von Cajamar in seiner Schlussfolgerung auf, dass wir uns im Fall der preiswerten Hotels vor einem sehr dynamischen Sektor mit einem großen Wachstumspotential befinden, bei dem besonders das Interesse spanischer Investoren hervorzuheben ist, auch wenn sein Wachstum in unserem Land durch ausländische Firmen – Accor und Intercontinental – bestimmt ist. Das ist der Fall von Posadas de España und Sidorme als neue nationale Unternehmen, von denen sich letztere in einen umfangreichen Expansionsplan involviert sieht. J.S.

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Das Überangebot an Hotels hinterlässt bei klassischen Reisezielen seine Spuren Die kleinen Unternehmungen haben die größten Nachteile Das Problem des Hotelüberangebots in spanischen Reiseregionen gewinnt zunehmend an Aktualität. Die Gründe hierfür liegen in der in einigen Märkten zu verzeichnenden Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, sowie unlauteren Konkurrenz durch Privatvermietungen als auch einer starren Verwaltung in Fällen einer Nutzungsänderung von unrentablen Häusern. In diesem Sinne warnte der Beirat von Barceló Hotels & Resorts für Europa, die arabische Welt und Afrika, Raul Gonzalez davor, „dass es in soliden und erfahrenen nationalen Tourismus-Branchen ein großes Hotel- und Vergnügungsangebot gibt, demgegenüber aber eine Nachfrage steht, die nur sehr langsam wächst“. Seiner Meinung nach werden es vor allem die kleinen Unternehmungen sein, die die starken Überkapazitäten an Unterkünften zu spüren bekommen werden, warum Barceló auf die Unternehmen im Luxus-Segment und auf seine Premium-Marke setzt. Quellen der Riu Hotels & Resorts unterstützen diese Sicht und geben zu Bedenken, „dass es in Spanien effektiv einige Regionen mit Überangebot gibt. Im Gegensatz steht die Karibik, wo wir auf Reiseziele mit einer wachsenden Nachfrage aus Nordamerika stoßen, die noch wenig erschlossen sind. In jedem Falle ist es unser oberstes Ziel, dass unser Produkt bei einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis gut im Wettbewerb besteht.“

Die Kanaren bieten noch einen großen Spielraum, um die Nachfrage im Niedrig-PreisSegment anzukurbeln

Für Sol Meliá hat die Bedeutung des spanischen Publikums in den letzten drei bis vier Jahren zugenommen. Es wurden beachtliche Wachstumsraten erzielt, dank der günstigen einheimischen wirtschaftlichen Konjunktur und aufgrund der wegen ihrer wirtschaftlichen Stagnation nachlassenden Nachfrage der deutschen und englischen Märkte. Das hat die Hotelketten dazu bewegt, ihre Anstrengungen mehr an den einheimischen Touristen zu orientieren, um diese Ausfälle zu kompensieren. Dieser Trend „hat gewissermaßen zu einer exzessiven Nachfrage in einigen Reisezielen wie den Kanarischen Inseln geführt. Hier ist es in der Wintersaison durch die Abnahme der Touristen aus Zentral-Europa, die sonst zu dieser Jahreszeit immer besonders konzentriert kamen, fast zu einer

schwierigen Situation gekommen. Daher bleibt als Hauptadressat zunehmend der spanische Markt. Dieser Rollentausch produziert dabei ein gewisses Überangebot im Winter, da die spanischen Kunden nicht das Potential besitzen, um die Betten der ausgebliebenen Touristen aus Europa zu füllen.“ Selbst wenn auf mittlere wie lange Sicht die einheimische Nachfrage weiter zunehmen wird, fügen die gleichen Quellen hinzu, dass „dies aufgrund der Verteuerung des Geldes und der Hypotheken nicht mehr im gleichen Rhythmus wie in den letzten Jahren geschehen wird“. Auch wenn man auf den Kanarischen Inseln das Problem des Überangebotes anerkennt, kann man sie nach den Worten des Hotelunternehmer- und Tourismus-Verbandes von Las Palmas Fernando Fraile „nicht

An der Costa Blanca steigt die Nachfrage in ausreichendem Tempo, um das Angebotswachstum zu kompensieren

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mit anderen Touristenzentren wie den Balearen oder der Costa del Sol vergleichen, wo praktisch alle Möglichkeiten, die Nachfrage zu steigern, erschöpft sind, da bereits sämtliche verfügbare Ressourcen genutzt sind. Dagegen hat diese Region noch einen weiten und viel versprechenden Weg vor sich“. Er erklärt, dass die etablierten und erfahrenen Reiseziele am Mittelmeer alle potentiell möglichen Marktsegmente erschöpft haben, wobei neben den Individualtouristen 30 Prozent der Reisenden Pauschal-Urlauber sind, „wogegen auf den Kanarischen Inseln genau im Gegenteil 70 Prozent der Touristen mit Pauschalangebot anreisen und der Rest seine Reisen selber organisiert. Daher bleibt uns immer noch viel Spielraum, die Nachfrage etwa im Niedrig-Preis-Segment oder mittels anderer Angebote zu steigern.“ Aus diesem Grunde ist er der Meinung, dass das Überangebot auf den Kanarischen Inseln nicht so ne-

Die zunehmende Bedeutung des spanischen Tourismus hat auf den Kanaren im Winter zu einem gewissen Überangebot geführt gativ zu bewerten sei wie in anderen Regionen. „Wir sind mit zu viel Optimismus gewachsen - zu einer Zeit, in der wir dachten, dass dieser Trend anhalten würde, aber seit sechs Jahren planen die großen europäischen Reiseveranstalter nicht einen einzigen Platz mehr im Flugzeug zu den Kanarischen Inseln ein. Jetzt müssen wir uns auf die Suche nach neuen Klienten machen für all die Betten, die wir zu viel geplant haben und die zu belegen uns bisher nicht gelang,“ überlegt Fraile. Auch an der Costa Blanca zeigt man sich unbesorgt, wo laut Nuria Montes, der Generalsekretärin von HOSBEC (Hotelunternehmerverein von Benidorm und der Costa Blanca), „die Nachfrage kontinuierlich

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Die Hotelnachfrage auf den Balearen ist durch die Abwanderung von Kunden gesunken

… und ausreichend wächst, um die Zunahme des Angebots zu kompensieren. Daher handelt es sich um eine wirtschaftlich positive und wettbewerbsfähige Branche, bezüglich derer es notwendig ist, mit einer Politik der öffentlichen und privaten Investitionen fortzufahren, die diese privilegierte Situation weiterhin schützt.“ Dagegen „vertreten wir die Ansicht, dass in dieser sowohl national als international immer stärker auf Wettbewerb ausgerichteten Welt die kleinen Hotels diejenigen sein werden, die am meisten leiden, warum wir seitens des Vereins Maßnahmen beantragt haben, die ihren Ausstieg aus dem Markt erleichtern. Montes identifiziert diese Maßnahmen als „grundsätzlich städtebaulicher Art um ihre Umwandlung in andere Gebäude mit anderer Nutzung zu begünstigen, die es ihren Besitzern ermöglicht ihr Eigentum zu erhalten und möglicherweise neu zu bewerten“. Die gleiche Meinung teilt der Präsident des Tourismus-Rates des Verbandes der andalusischen Unternehmer (CEA), Miguel Sanchez, der eingesteht, dass, „wenn sich die Zunahme des Angebotes fortsetzt - auch wenn es richtig ist, das es in 2006 nach den Boom-Jahren zwischen 2000 und 2005 zu einer gewissen Entspannung bezüglich der Eröffnung neuer Unternehmungen kam -, viele Hotels ihre Türen schließen müssen, was in der Regel zu einem Image-Schaden der Marke oder dem Reiseziel generell führen kann. Oder aber es wird eine Nutzungsänderung herbeigeführt, ein Verfahren, das die Verwaltungen nicht zu erleichtern

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bereit erscheinen. Da wir in einer freien Marktwirtschaft leben, sollte die öffentliche Hand nicht das Entstehen neuer Unterkünfte beschränken, sondern sollte sich flexibler bei der Genehmigung der Nutzungsänderung eines unrentablen Hotels zeigen. Wenn ein Unternehmer die freie Wahl für die Öffnung eines Hotels hat, sollte er auch frei entscheiden können, wenn er dessen Nutzung ändern möchte“. Dabei ist es so, erklärt Sanchez, „dass in unserer Region ein klares Hotelüberangebot existiert“. Nicht von ungefähr ist das Angebot in Andalusien in den letzten acht Jahren um ca. 35 Prozent gestiegen, „wogegen die Nachfrage dahin tendiert stabil zu bleiben und zur Zeit bei weitem nicht das Angebotsvolumen abdeckt, vor allem nicht im Jahresverlauf.“ Es ist offensichtlich, dass während der Hochsaison hohe Auslastungsgrade erreicht werden, warum das besagte Überangebot dann nicht mehr so problematisch erscheint, „ aber das Jahr hat nun mal 365 Tage, warum die allgemeine Belegung in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen hat. Der Grund hierfür ist, dass die Nachfrage nicht in der Lage ist, den wahllosen Anstieg an Unterkünften in einer Region zu assimilieren, in der gerade die Saisonalität als ein endemisches Übel gilt.“ Dieses Phänomen, das nicht nur in den Küstenregionen entstanden ist, wo der größte Teil der andalusischen Hotelindustrie angesiedelt ist, sondern sich auch auf die großen Städte in der Region ausgeweitet hat, hat nicht nur zu einer generellen Abnahme der Auslastung geführt, sondern

auch einen Verlust an Wirtschaftlichkeit zur Folge. Das beunruhigt die Hoteliers letztlich genauso wie der Trend zu einer geringeren Bettenbelegung. Sanchez zieht den Schluss, dass das Überangebot schuld daran ist, „dass in den letzten drei Jahren die Preise in Andalusien eingefroren sind und es sogar Fälle gibt, in denen in einem verzweifelten Versuch die Hotelzimmer zu belegen, die Preise gesenkt wurden. Auf der anderen Seite steigen Jahr für Jahr die eigenen Ausgaben an, was für die Hotelbranche einen herben Verlust an Wirtschaftlichkeit bedeutet.“ Tatsache ist, so wie es der Präsident der Hotel-Vereinigung der Balearen, Aurelio Vazquez, herausstellt, „dass die Zahlen und Angaben des letzten Jahrzehnts einen deutlicheren Anstieg des Angebots im Mittelmeerraum verzeichnen als in der Nachfrage. Es gibt eine Schieflage, die die Unternehmen spüren, vor allem diejenigen, die in Fragen von Produkt und Marketing schlechtere Voraussetzungen mitbringen, um im Wettbewerb zu bestehen.“ Die Balearen „zeigen sich auch nicht völlig unberührt von dieser allgemeinen Lage, denn auch wenn auf den Inseln der Angebotszuwachs nur moderat war, ist die Nachfrage nach Hotels nicht gewachsen, sondern sogar gefallen“. Eine Situation, die im Kontrast zu der gestiegenen Anzahl an Touristen steht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich verringert und um die Auslastung aufrecht zu halten, werden mehr Touristen benötigt“, sagt Vázques, der dieses Phänomen „mit der Abwanderung

von Kunden von dem regulären Hotelangebot hin zu Apartments oder Privatvermietungen“ erklärt, „letztere konkurrieren dabei in den meisten Fällen in illegaler Weise oder am Rande der Legalität“. Im Rahmen des exzessiven Hotelangebots „werden nur die Besten überleben“, versichert der Präsident der Vereinigung scharf und fügt hinzu, dass „es sich für die Unternehmen auch um eine Gelegenheit handelt, die Dinge besser zu machen. Diejenigen, die in der Lage sind, ihr Angebot zu differenzieren, werden mehr Erfolg haben, ebenso wie die mit den besten Innovationen.“ In Katalonien variiert die Lage je nach Region. So ist das Überangebot an Unterkünften an der Costa Blanca spürbar. Auf der einen Seite gibt es sehr gut restaurierte und erhaltene Häuser von hoher Qualität mit einem guten Preis-Leistung-Verhältnis. Wohin gegen sich im Niedrig-Seg-

Die Eigentümer erwarten von den Verwaltungen eine flexiblere Haltung bei der Umwandlungen nicht rentabler Hotels ment einige mit wenigen Erfolgschancen befinden, abgesehen von Marktnischen für die Nachfrage mit geringer Kaufkraft, wie die so genannten „Sauf-Touristen“. So muss es nicht wundern, dass in bestimmten Kommunen Hotels schließen mussten und sich in gewöhnliche Wohnhäuser zurück verwandelten. Die Nachfrage konzentriert sich immer stärker auf wenige Tage und der Rest der Saison gestaltet sich über attraktive Gruppen-Angebote. Auch an der Costa Brava und in allen Küstenregionen ist das halb-legale und in einigen Fällen illegale Angebot von Touristen-Apartments, die in direkter Konkurrenz zu den Hotels stehen, ein Problem. P.M./R.H./ G.M./J.S./V.H.

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