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NEUE GEWERBE, NEUE IDEEN FÜR GÖRLITZ

JAKOBPASSAGE OKTOBER

|

NOVEMBER

2015

KONZEPT

GEWERBE:KREATIV

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SOZIAL

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INNOVATIV


limitierte Druckauflage fĂźr Sponsoren und FĂśrderer - 50 Stk.


Konzept Jakobpassage Oktobeer 2015 Cover Image/Visualisierung Robert Melcher Tilman Weickert Marek Georgi Editorial Clemens Kießling

Initiatoren Robert Melcher, Sebastian König, Clemens Kießling

Kontakt: Initiative "jakobpassage" jakobstraße 5a 02826 görlitz info@jakobpassage.org tel: 01 62/ 27 67 49 3

www.jakobpassage.org info@jakobpassage.org einmalige Konzeptionsveröffentlichung

EIN KONZEPT FÜR DAS KLEINGEWERBE IN DER INNENSTADT

ATTIC


INHALT

VORBEMERKUNGEN Initiatorenvorwort

01

STANDORT Görlitz, Jakobstraße und die Herausforderung städtischer Gegebenheiten

02

Jakobstraße 5a – Beispiel für neuen Wind

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KONZEPT Konzept: Jakobpassage – Konzeption für sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Handel und Gewerbe

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Idee und Ziele

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Umsetzung: Konzeption, Organisation, Campaigning, Finanzierung, Ausbau, Laufender Betrieb

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NUTZER 20ZollFabrik

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Möbelmelcher

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Carlo:eco

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NETZWERK Initiatoren & Unterstützer

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"Was wir in der Jakobpassage sehen, ist die Chance, unsere Unternehmen unabhängig zu entfalten und doch enorm voneinander zu profitieren. Was uns geboten wird, ist eine Straße, die sich bewegt in einer Stadt, die sich bewegt mit Unterstützern, die uns als Teil der Bewegungen verstehen und bereit sind uns den ersten Anschub zu geben. Alles, was wir brauchen, ist die Möglichkeit, die Gegebenheiten hier und jetzt zu nutzen."


25 Jahre liegt die Wiedervereinigung zurück. Görlitz ist als östlichste Stadt der BRD Sinnbild der Entwicklung der neuen Bundesländer in dieser Zeit. Durch Investitionen und private Initiative konnte die Innenstadt weitgehend vor dem Verfall gerettet werden, ist nun Touristenmagnet und erfährt als Filmkulisse zunehmend internationale Aufmerksamkeit. Hinter diesen Kulissen allerdings werden die Schattenseiten einer strukturschwachen Region sichtbar. Der wiederholt letzte Platz im Bereich Kaufkraft in Deutschland ist nur ein Indikator für die Situation in der Kleinstadt unmittelbar an der Grenze zu Polen. Soziale Brennpunkte, enormer Leerstand und hohe Arbeitslosigkeit rufen nach innovativen Lösungen, die sozial, wirtschaftlich und kulturell Wirkung zeigen. Dabei verspricht die ambivalente Stadt mit deutschem und polnischem Teil einige Besonderheiten, die sie weit attraktiver machen könnten als manch anderen Ort.

STANDORT Görlitz, Jakobstraße und die Herausforderung städtischer Gegebenheiten

Quelle Aktionsring/Walkowiak

Totgesagte (Städte) leben länger könnte man denjenigen entgegnen, die Görlitz keine rosige Zukunft zusprechen. Auf den ersten Blick mögen die Skeptiker recht behalten: selbst die schönsten Altstadthäuser stehen unbewohnt, Ladenlokale, für die sich seit Jahren kein Betreiber findet und Einwohner, die immer älter werden oder die Region Richtung Arbeitsplatz in der Großstadt verlassen. Naiv, wer da nicht schwarz malt. Doch wer Görlitz einen Moment länger Zeit gibt, sieht die Vorzüge offensichtlich werden. Die Stadt bietet für ihre Größe unwahrscheinlich viel Kultur. Das große Gerhart-Hauptmann-Theater, kleinere Theatergruppen, deutsch-polnische Kooperationen, Konzerte – in der Spielsaison wird man sich kaum einen Abend frei nehmen können.

Wo die engstirnigen Betrachter eine Grenzstadt mit viel Kriminalität erwarten, präsentiert der weite Blick einen kooperativen Ort im Zentrum Europas. Und: Zittau und Görlitz sind Hochschulstädte. Zumindest im laufenden Semester hat man sie da, die jungen Menschen, die die Region so dringend braucht. Doch wie hält man sie vor Ort? Wie bekommt man sie dazu, ihre Energie in soziales Engagement und das Gründen regionaler Unternehmen zu stecken? Wie schafft eine alternde Stadt ein junges Umfeld, das zum Bleiben einlädt?

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Jakobstraße 5a – Beispiel für neuen Wind In der Jakobstraße finden sich die Antworten auf viele Fragen, die man sich in der Stadt stellt. Keine zwei Jahre besitzt Walter Kittel das Haus in der 5a. In der ersten Etage ein Fotograf aus Berlin, die zweite Etage als teilgewerbliche Wohnfläche voll vermietet und alle drei unteren Gewerbeeinheiten besetzt. Ein kleines Gewerbe aus Görlitz, ein Textilhandel aus Dresden und zwei Berliner Unternehmer, die mit Feinkost in Görlitz ihre Zukunft sehen – für die strukturschwache Lage eigentlich unfassbar. Mit diesem Projekt wurde der Leerstand zum Anziehungspunkt, weil er von den Unternehmen selbst gestaltet werden konnte.

Standort: Herz Leben braucht Herz. Die Jakobpassage ist mittendrin - im Herzen Europas, im Herzen der Innenstadt und mit Herz für soziale Verantwortung!

Lage: mitten in der Innenstadt Anbindung: mit Auto erreichbar Anschluss: direkt an der Haupteinkaufszone Fläche: 105 qm Ausstellungsfläche, 110qm Werkstatt und Lager 3


"Die Jakobpassage ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Sie bietet Gründern die Chance, ihre Ideen zu verwirklichen, ohne allzu große finanzielle Risiken eingehen zu müssen. Das Konzept, größere Gewerbeflächen gemeinschaftlich zu nutzen, um sich die Kosten zu teilen, ist ein sehr vernünftiger Ansatz. Auch die Verknüpfung von Handel und Handwerk klingt vielversprechend. Wie schön in Görlitz die Kulturund Kreativwirtschaft zu Hause sein kann, müsste sich noch viel mehr herumsprechen. Die Jakobpassage sollte ein gutes Beispiel dafür sein." Walter Kittel, Eigentümer Jakobstraße 5a


Drei simple Grundsätze haben nach Aussage des Hauseigentümers und der Mietparteien das Meisterstück der Vollvermietung bedingt:

Belebung, egal wie: Am Anfang kam Carlo:eco, der Vertrieb für bio-faire Streetwear. Auf der Suche nach günstigen Lagermöglichkeiten hat es das Jungunternehmen von Dresden nach Görlitz geführt. Der Standort spielte für das OnlineUnternehmen keine große Rolle. Inzwischen erzeugt das Ladenlokal mehr Umsätze als der Web-Shop. In der mittleren Gewerbeeinheit wurde von Beginn an Bewegung gezeigt. Andere Gewerbetreibende wurden auf die Immobilie aufmerksam und der Eigentümer bekam – anders als üblich etliche Mietanfragen, auch weil sich verbreitete, dass er sich offen für ungewöhnliche Mietmodelle zeigt. Walter Kittel kennt die gewerblichen Schwierigkeiten in Innenstädten und bot die erste Ladeneinheit im Rohzustand zum Selbstausbau mietfrei an. Ein großer Vertrauensvorschuss, der sich ausgezahlt hat und weiter auszahlen wird. Kurz darauf begannen die Nagelund Modeboutique „B7“ und das Feinkostgeschäft „Fein(e)kost“ den Ausbau der weiteren Gewerbeeinheiten. „B7“ und Robert Klebenow, Berliner Fotograf im 1. Obergeschoss, schaffen unmittelbare Mieteinnahmen, die „Fein(e)kost“ finanzierte den sehr aufwändigen gastronomischen Ausbau des dritten, vom Grundriss bis dato schwierig nutzbaren Ladens. Alle wären ohne die erste Bewegung wohl nie auf die 5a gekommen.

Leerstand als Freiraum begreifen: Ja, Leerstand vermittelt das Gegenteil einer lebendigen Stadt. Man fragt sich, gewollt oder ungewollt, ob der Platz, an dem man sich befindet, wohl mal einmal bessere Zeiten erfahren hat und kommt zum Schluss, dass man die Stadt zu einer schlechteren Zeit besucht. Leerstand wirkt aber auch anziehend. Angezogen werden die, die kreativen Freiraum brauchen, die sich ohne hohe Mietkosten ausprobieren wollen und die bestenfalls zu einem Motor der Binnenwirtschaft wachsen. Sozial- und Kreativwirtschaft heißt der neue Sektor, der Freiraum dringend braucht, der mit dem Internet rasant an Bedeutung gewinnt und für leergezogene Regionen wie die Lausitz ein enormes Zukunftspotential birgt. Carlo:eco jedenfalls ist durch die Suche nach Raum auf Görlitz gestoßen. Fläche für Kreativität könnte öffentlich vermarktet den Fluch des Leerstands in einen Segen verwandeln. Schaut man nur etwa 100 Kilometer weiter, kann man in der Entwicklung der Dresdner Neustadt sehen, wie alternatives, kreatives Wirtschaften ein Gebiet aufwertet. Heute gehört der Stadtteil zu den beliebtesten Wohnvierteln Dresdens.

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Versuche zu Ergebnissen bringen: Das Mieten auf Probe hat sich für Walter Kittel eigentlich schon gelohnt. Eine bessere Werbung als Mieter, die seinen Namen mit Begeisterung weitertragen, hätte er kaum haben können. Doch mit besetzten Einheiten allein kann auch er nicht zufrieden sein. Erst, wenn aus den „Probierenden“ zahlende Mieter werden, haben beide Seite das beste Ergebnis erzielt. Das Risiko, nach Görlitz zu kommen, war für Carlo:eco ohne Mietforderungen minimiert. Jetzt muss ein Weg gefunden werden, dass sich auch für den Eigentümer das Risiko durch regelmäßige Mietzahlungen in ein zufriedenstellendes Ergebnis wandelt. Das benötigte Konzept muss den nachhaltigen Ausbau, eine angemessene monatliche Miete und die Garantie sichern, dass die Jakobstraße belebt bleibt, bestenfalls sogar weiter aufgewertet wird.

Leuchtturm: Tilman Weickerts Akzentuierung gibt bereits einen Vorgeschmack auf die Leuchtkraft des Projekts.

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JAKOBPASSAGE

KONZEPT KONZEPTION FÜR SOZIALEN UND WIRTSCHAFTLICHEN WANDEL IN HANDEL UND GEWERBE

Das Projekt auf der Jakobstraße soll weitergehen. Zu groß sind die Synergieeffekte einer plötzlich belebten Straße, die man als Parallelstraße zur Haupteinkaufsmeile unbedingt belebt sehen will, um sie einfach als Versuch auslaufen zu lassen. Geschafft wurde die erste Wiederbelebung auf alternativem Wege. Warum also nicht die Jakobstraße als Alternative zu den „Großen“ auf der Berliner Straße unmittelbar daneben verstehen? Die Festigung auf neuen Wegen kann nur gelingen, wenn diese in einem umfassenden und nachhaltigen Konzept festgehalten und verwirklicht werden.

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Der Ausbau der mittleren Gewerbeeinheit auf der Jakobstraße 5a soll Görlitz einen Anziehungspunkt in der Innenstadt geben. Die künftige Passage wird in unmittelbarer Nähe zur „Straßburgpassage“ entstehen und hat damit einen festen, belebenden Punkt auf der Nebenstraße, sowie eine ausgezeichnete Anbindung an die Haupteinkaufsstraße. Der Standort ist hervorragend geeignet, um den Trubel im Zentrum auf die Innenstadt auszuweiten. Zugleich ist genügend Raum vorhanden, sich anders als die anderen zu präsentieren. Denn die Jakobpassage soll nicht nur von den präsentierten Händlern und Waren eine Alternative zum gewohnten Innenstadthandel bieten, der sich im Spektrum in vielen Städten immer mehr angleicht. Sie soll die soziale Verantwortung der Gewerbetreibenden in konkrete Projekte wandeln, die ihrerseits wieder als Belebungsansatz dienen können. Konkretisiert ergeben sich damit für die künftige Jakobpassage folgende Zielstellungen:

Idee & Ziele kreative Innenstadtbelebung: Alles, was zum Schauen anregt, soll ausprobiert werden. nachhaltige Wirkung auf möglichst vielen Ebenen: Der Ausbau, die Weiterführung, die alltägliche Umsetzung - alles soll im Sinne der Gewerbe, des Hauseigentümers, der Stadt, der Region, der Umwelt umgesetzt werden. Risiko für Kleinunternehmer und Startende dezimieren und Existenzen in der sozial- und kreativwirtschaftlichen Branche sichern: Zusammen Infrastruktur nutzen und sich gegenseitig bereichern. Gemeinsame Räume für gemeinsame Zielgruppen öffnen ein ganz neues Kundennetzwerk und schaffen die Möglichkeit der finanziellen Entlastung durch Kostenteilung an den vielen gemeinsamen Schnittstellen. soziales Engagement von Unternehmen fördern: Hauptziel des gemeinnützigen Vereins wird es sein, dass Gewerbetreibende von einem kreativen und attraktiven Umfeld, das in der Jakobpassage geschaffen wird, profitieren. Dieser Profit soll wiederum der Gesellschaft zugute kommen. Regelmäßige Workshops, Veranstaltungen und Förderangebote sind für die Händler in den Räumlichkeiten verpflichtend.

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Konzeption: In dieser Phase haben wir gemeinsam als Jungunternehmer unsere Vision einer Zusammenarbeit, die uns dennoch vollkommene Unabhängigkeit gewährleistet, artikuliert. Mit der vollständigen Unterstützung des Hauseigentümers Walter Kittel bildet die Jakobstraße 5a als fester Standort den konzeptionellen Rahmen.

Organisation: den Verwaltungsrahmen wird als Träger des Projekts der gemeinnützige Verein „Jakobpassage e.V.“ bilden. Dieser wird Hauptmieter der Räumlichkeiten und bietet den Gewerbetreibenden Ausstellungsfläche, Werkstatt und Lager zur Untermiete. Mietüberschüsse, Veranstaltungseinnahmen, Spenden und Fördergelder kommen ausschließlich dem Verein zu Gute. Dieser organisiert gemäß Satzung (Anlage 1) Workshops für sozial benachteiligte Gruppen sowie Gründungsseminare im sozial- und kreativwirtschaftlichen Bereich in Kooperation mit den ansässigen Unternehmen bzw. aktiven Nutzern der Jakobpassage.

Campaigning: Mit dem vorliegenden Konzept bestreiten wir den Aufbau und die Aktivierung eines Unterstützer- und Sympathisantennetzwerks. Angestrebt ist ein regionales Marketing über Presse und Veranstaltungen, sowie eine überregionale Kampagne über soziale Netzwerke.

Fundraising/Finanzierung: Die Beschaffung der finanziellen Mittel zur Umsetzung des Konzepts „Jakobpassage“ wird im wesentlichen auf drei Wegen geschehen:

Umsetzung

Firmensponsoring, Crowdfunding, Kleinspenden.

Ausbau: die mittlere Gewerbeeinheit in der Jakobstraße 5a ist schon besetzt. Dennoch bietet sie einiges an räumlichem Potential, das derzeit noch ungenutzt ist. Das visualisierte Ausbaukonzept schafft mit modernen Mitteln und dem Stil des bisherigen Ladens angepasst viel Platz für neue Ideen und eine neue Form des Arbeitens. Mit dem geplanten hinteren Zugang wird eine unmittelbare Anknüpfung an das Nachbargewerbe „Fein(e)kost“ geschaffen und das Wort „Passage“ wird erlebbar!

Konzeption Organisation Campaigning Finanzierung Ausbau laufender Betrieb 9

Laufender Betrieb: Sind die Startphasen erfolgreich abgeschlossen, kommt es zur wichtigsten Etappe – der Etablierung eines laufenden Betriebs. Der Verein wird einen Veranstaltungskalender vorstellen, Mitgliedschaften bewerben und so auch über die Erstfinanzierung hinaus Einnahmen generieren. Dabei sind die Gewerbe vor Ort stets einzubinden. Ihre Arbeit bleibt genau wie die des Vereins für Interessierte transparent.


"Das geplante Angebot wäre nicht nur ein weiterer Anziehungspunkt für die Innenstadt, sondern würde die positive Entwicklung der Jakobstraße fortsetzen" Roswitha Hennig, Europastadt Görlitz GmbH


Die Jakobpassage ist ein anspruchsvolles und umfassendes Projekt, dessen Anforderungen klar formuliert sind: Der Standort soll Jungunternehmern ein perfektes Umfeld für Arbeit und Verkauf liefern. Zugleich sollen die Kleinbetriebe ihr soziales Engagement in der Region vertiefen. Die organisatorische Herausforderung ist es folglich, einen Überbau zu schaffen, der Workshops und Veranstaltungen ermöglicht und andere Gründer mit den Nutzern der Jakobpassage verknüpft, den Einzelnen vor Ort aber ihre Unabhängigkeit als Händler oder Handwerker lässt. Der Trägerverein "Jakobpassage e.V." soll genau das erfüllen. Mit dem Satzungsgrundsatz der Förderung sozialen Engagements von Unternehmen setzt dieser den Fokus auf soziokulturelle Events, ohne die Gewerbetreibenden in ihrem Streben nach Wirtschaftlichkeit zu bremsen. Damit wirkt die Jakobpassage gleichzeitig als...

Trennung...

Hier anknüpfen: Im Sommer 2015 hat Sebastian König von der 20zollFabrik zusammen mit einem achtjährigen Jungen aus Görlitz ein Fahrrad Schritt für Schritt aufbaut. Der Stolz auf den Eigenbau war riesig! Bald könnte die Werkstatt für viele kleine und jugendliche Schrauber erreichbar sein.

Symbiose...

& ...sozialer und gewerblicher Aspekte

...weil mit einem unabhängigen Verein auch die Eigenverantwortung der Gewerbe gewahrt wird und diese ihre Wirtschaftlichkeit nicht zurückstellen müssen.

Jakobpassage e.V

Organisation Vision von einem Trägerverein für soziale und kreative Gewerbe

...weil die Gewerbetreibenden stets in die Arbeit des Vereins eingebunden sind und damit die Unternehmen selbst Teil sozialer Projekte werden

Vereinsmitglieder Magdalena Zielińska

Sebastian König

Claudia Ehrig

Robert Melcher

Eric Fejfar

Clemens Kießling

Andrea Fietzke

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Auch wenn die mittlere Gewerbeeinheit aktuell als Laden genutzt werden kann, benötigt sie eine grundlegende Sanierung, um das Vorhaben "Jakobpassage" zu realisieren. Belastbarer Boden, sichere Fenster, Erschließung des Kellers als Werkstatt - diese Posten sind notwendig und kostenintensiv.

Finanzierung Sponsoren bis Crowdfunding - Modell für eine private Erstfinanzierung

Finanzbedarf (Anlage 2): min. 33.000€, fixe Posten sind u.a.: Material Arbeitspodest 8.916,15€ Bodenrenovierung 16.472,93€ Fenster- und Türeneinbau 7.197,91€ hinzu kommen Einrichtung und kleinere Renovierungsarbeiten

Die Branche der Sozial- und Kreativwirtschaft ist in Verbindung mit dem Medium Internet ein rasant wachsender Wirtschaftszweig, der in einer individualisierten Dienstleistungsgesellschaft ein enormes Potential für Standorte wie Görlitz birgt. Doch die Förderstellen müssen sich erst auf dieses neue Phänomen einstellen. Um so wichtiger ist es für Pilotprojekte wie die Jakobstraße, den Finzanzbedarf durch private Förderung decken zu können. So modern wie die digitalgestützte Kreativwirtschaft sind auch die Wege der Budgetbeschaffung. Crowdfunding ist eine Methode, Startkapital durch eine öffentlichkeitswirksame Kampagne von einer Gemeinschaft an Kleininvestoren zu generieren.

"Dankeschöns" in einer Spanne von 5€-5..000€ werden als Gegenwert für die Investition geboten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Vom Kennenlern-Dinner mit den Gründern oder einem persönlichen T-Shirt kann so gut wie alles als Dankeschön attraktiv sein. Die Kampagne für die "Jakobpassage" soll ein Budget von 4.000€ generieren und im November 2015 gestartet werden.

Erfolgreich: der Endstand des Crowdfundings von Carlo:eco von 2013 kann sich sehen lassen.

Der weitaus größere Teil des Startbudget soll in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region aufgebracht werden. Dazu bietet das Initiatiorenteam den Firmen eine Fördermitgliedschaft, mit der ein umfassendes Paket an Gegenleistungen verbunden ist. In individuellen Gesprächen zeigt die Geschäftsführung der "Jakobpassage" Möglichkeiten der Verknüpfung und Repräsention von Unternehmen mit dem Projekt. Förderer werden z.B. für zwei Jahre auf allen Druck-

erzeugnissen wie Broschüren, Flyern, Info-Auslagen und Magazinen des Vereins präsentiert. Zudem erhalten Sponsoren auf Wunsch gut sichtbar einen Platz auf den Unterstützertafeln im Schaufenster. Auch bei Veranstaltungen wird ein mobiles Board über die Sponsoren der "Jakobpassage" informieren. So kann Förderern zugesichert werden, dass die Realisierung dieses neuen Anziehungspunkts unmittelbar mit ihnen in Verbindung gebracht wird. Insgesamt sollen auf dem Weg des Unternehmenssponsorings 24..000€ zusammen kommen. Denkbar ist etwa eine Staffelung von sechs mal 4.000€. Diese Limitierung sichert zusätzliche eine gewisse Exklusivität der Fördervereinbarungen. Die restlichen schätzungsweise 5.000€ müssen durch Kleinspenden im Zuge von Veranstaltungen und als Budgetaufbringung der Nutzer selbst erbracht werden.

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Kampagnenarbeit ist ein Teil der Projektverwirklichung, der sich über alle Schritte des Vorhabens streckt und auch im laufenden Betrieb eine essentielle Rolle spielen wird. Ein aktives Netzwerk an Menschen, die das Projekt stützen, sowie passiv Interessierte, die Neuigkeiten als Multiplikatoren weitertragen, sind unerlässlich für die erfolgreiche Umsetzung und Weiterführung. Gerade im Zeitalter des Informationsüberflusses ist es wichtig, eine vielseitige Medienstrategie zu entwickeln. Am besten ist man immer im Gespräch!

Campaigning die Jakobpassage bekannt machen und ihr ein Netzwerk geben!

Den Startschuss der Öffentlichkeitskampagne hat es schon gegeben. Die "Jakobpassage" ist bereits Stadtgespräch. Die fortwährenden Gespräche über die Vision von einer Erlebnispassage mitten in Görlitz haben einen wichtigen Kanal schon geöffnet:

Mund zu Mund Propaganda Auch in den sozialen Netzwerken ist das Projekt angekommen - mit 60 "Gefällt mir"-Angaben am ersten Tag sogar sehr gut! Bis zum Start des Fundings wird die Jakobpassage bereits auf ein wachsendes Online-Netzwerk verweisen können. Neben Facebook und Twitter wird auch ein eigener Blog über die Fortschritte in der Jakobstraße informieren.

Hinzu kommt der regelmäßige Kontakt mit der Presse, die die neuen Entwicklungen in der Straße bereits thematisiert und mit der ersten öffentlichen Erwähnung der Jakobpassage auch signalisiert hat, das Projekt weiter verfolgen zu wollen. Die Nutzer der Passage sind ebenfalls medial aufgetreten und haben damit unmittelbare Schnittstellen zu Tageszeitungen und dem Regionalfernsehen erschlossen. Diese werden mit Veröffentlichung des Konzepts abgerufen. Zusätzliche Hilfestellung zur Ausarbeitung der Medien- und Marketingstrategie erfolgt durch Axel Krüger von "Machwort", einem etablierten Unternehmen spezialisiert auf strategische Kommunikation. Krüger stützt das Projekt "Jakobpassage" aus Überzeugung privat.

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/jakobpassage #jakobpassage www.jakobpassage.org info@jakobpassage.org


Attraktive Verkaufs- und Ausstellungsfläche, offene Werkstatt, Gründerstützpunkt, Arbeitsplatz - das alles soll die Jakobpassage sein. Auf einer Fläche, die aktuell zu weiten Teilen von einem einzigen Geschäft genutzt wird, muss ein Raumkonzept verwirklicht werden, das das ungestörte Arbeiten genau so ermöglicht wie den offenen Einblick. Die vorliegenden Visualisierungen zeigen, wie es gehen kann. Sie geben der schlauchförmigen Ladeneinheit ganz neue Möglichkeiten, Raum zu erschließen und natürliche Lichtquellen voll zu nutzen. Vor allem die Höhe des Raumes birgt bisher verschenkte Nutzfläche. Aus dem 3D-Grundriss lässt sich ein erster Eindruck des Flächennutzungskonzepts im Ausstellungsbereich gewinnen.

Ausbau Visualisierung der Vision von Ausstellungsfläche, gemeinsamem Büro und offener Werkstatt

Die erste Innenansicht verdeutlicht, wie effektiv die natürlichen Lichtquellen den Raum ausstrahlen. Zusätzliche Spots schaffen Schlaglichter, etwa im Kassenbereich. So können die Produkte der Nutzer in ausbalanciertem Licht präsentiert werden. Auch das Podest für Arbeitsplätze, auf halber Höhe im Raum eingezogen, nimmt keine Helligkeit. Die Ausstellungsfläche wird barrierefrei gestaltet. Einrichtungsgegenstände sind durch Rollen beweglich und können gegebenenfalls sehr schnell verstellt werden, auch für Veranstaltungen oder regelmäßige Neudekorationen.

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Der Blick unter der Plattform Richtung Straße lässt erahnen, wie viel Ausstellungsfläche tatsächlich vorhanden ist . Es ist angedeutet, wie sich auch die Höhe des Raumes nutzen lässt. Der große Kamin schafft eine besondere Atmosphäre jenseits des Einkaufsstresses. Sommer oder Winter, hier kann man sich setzen und die Eindrücke in Ruhe wirken lassen oder mit den Gewerbetreibenden vor Ort ins Gespräch kommen. Überall kann man stoppen und schauen. Neugierige können vom Betrachterstandpunkt aus die Werkstätten im Keller begehen. Von den 105 qm wurde nichts für Arbeitsplätze verwendet. Die Nutzer der Jakobpassage können über die Treppe in ihren Arbeitsbreich gelangen und sind so in Ruhe und nahe beim Kunden zugleich.

Auf der Arbeitsplattform angekommen offenbaren sich die Vorzüge dieses Etageneinschubs. Hier oben ist es möglich, in ruhiger Atmosphäre konzentriert zu arbeiten. Gleichzeitig hat man durch den offenen Blick zur Eingangstür stets den Überblick über den gesamten Raum. Kunden können für individuelle Gespräche oder Produktvorführungen nach oben eingeladen werden. Die effiziente Konstruktion verschwendet keine Höhe und ist durch die Eisenträgerkonstruktion dennoch hoch stabil. Insgesamt bietet die Plattform mit Funktionsmöbeln mindestens vier Arbeitsplätze, von denen einer stets frei genutzt werden kann, sowie Stauraum für Unterlagen, Bürogeräte und eine Präsentationswand.

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Die Außenansicht macht deutlich, wie Passanten die Jakobpassage wahrnehmen könnten. Die großen Schaufenster bieten volle Sicht auf die Räumlichkeiten und Produkte. Intelligente Einrichtungselemente präsentieren die Waren der verschiedenen Gewerbe als Einheit und machen neugierig auf das, was es drin zu sehen gibt. An den unteren Arbeitstischen kann an manchen Tagen das Siebdrucken von Textilien beobachtet werden. An anderen Tagen lockt die Endmontage eines Fahrrads oder Möbelstücks Touristen, Kaufinteressierte und Schaulustige in die Jakobpassage. Schon von draußen kann man sehen, warum es sich nach dem Umbau um eine Passage handelt. Die neue hintere Tür gewährt Zugang zum Garten, ist räumlicher Anknüpfungspunkt zum benachbarten Gewerbe "Fein(e)kost" und gibt an ausgewählten Tagen auch Einblicke in das resltiche denkmalgeschützte Gebaude in der Jakobstraße 5a. Wer den Weg nach unten nicht scheut, für den ist auch der Werkstättenzugang frei. Die gewöhnliche Ladeneinheit wird durch den Ausbau zu einer regionalen Attraktion, weil sie Handwerk und Handel für Interessierte öffnet und mehr als einen Weg gibt, Produkte und deren Hintergrund zu erleben.

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Wenn Finanzierung und Ausbau und damit die Projektrealisierung gelungen sind, beginnt die eigentliche Arbeit in der "Jakobpassage". Im Apri/Mai 2016 soll die Eröffnung sein. Ab dann präsentieren sich mindestens drei Kleinunternehmen, deren reibungsloser Arbeitsalltag garantiert sein muss. Öffentlichkeitsarbeit, Weiterfinanzierung, Konzeption des ersten Betriebs- und Veranstaltungsjahres - fast alle Phasen der Projektinitiierung müssen für den laufenden Betrieb fortgeführt werden. Es gilt, das Jahr 2016 derart zu strukturieren, dass die "Jakobpassage" von Anfang an als die Attraktion wahrgenommen wird, die sie potentiell sein kann. Hinzu kommt der gesellschaftliche Auftrag, den der Trägerverein für sich selbst formuliert und der ebenso von Beginn an aufgegriffen werden soll. Der laufende Betrieb ist strukturell in tägliche, wöchentliche und monatliche Aufgaben gegliedert. Zudem wird der Vereinsvorstand die Position der Geschäftsführung ausschreiben, um die Mitglieder in ihrer Arbeit zu entlasten und einen fehlerfreien Betrieb - auch mit Fokus auf Kooperationen mit polnischen Trägern weiter zu sichern. Insgesamt ist ein Hauptziel jedoch, dass der Trägerverein "Jakobpassage e.V." weitgehend unabhängig von öffentlichen Fördemitteln bleibt. Auch wenn die Bewerbung für Fördergelder nicht grundsätzlich ausgeschlossen wird, streben die Initiatoren eine dauerhafte finanzielle Unabhängigkeit an. Die "Jakobpassage" wird nicht als Konkurrenz zu anderen gemeinnützigen Verbänden auftreten.

täglich

wöchentlich

Arbeitsumfeld für Nutzer bereiten und stetig verbessern Betrieb der "Jakobpassage" für Interessierte transparent darzustellen.

Werkstätten für Besucher öffnen Öffentlichkeitsarbeit fortsetzen, soziale Netzwerke mit Infos aktualisieren, gerade zu Beginn von Presse begleiten lassen

monatlich monatliche Mitgliedertreffen, kontinuierlich Vereinsziele verfolgen und Betrieb verbessern Planung von Veranstaltungen, Vorträgen, Workshops und öffentlichen Treffen im monatlichen Rahmen

Laufender Betrieb Projekt mit nachhaltigen Synergieeffekten und dauerhafter Unabhängigkeit

Auch die Kooperation mit öffentlichen Institutionen ist essentieller Bestandteil des laufenden Vereinsbetriebs. Die Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH hat das Projekt von der ersten Idee an begleitet und wird für die "Jakobpassage" auch als bestehende Institution 2016 das Bindeglied zur städtischen Verwaltung sein. Die "Jakobpassage" wiederum bietet sich an, junge Menschen, die mit Gründungsideen zur EGZ GmbH kommen, zu beraten und zu begleiten. Somit wird in der engen Zusammenarbeit auch eine Verknüpfung zu Gründungswilligen geschaffen. Gemeinsam soll die Sozial- und Kreativwirtschaft in Görlitz weiter gestärkt werden.

Zukünftiger Ansprechpartner: Philipp von Heymerle Projektmanager Europastadt Görlitz/Zgrozelec GmbH, Schwerpunkt: Dienstleistungen - Handel, Kultur- und Kreativwirtschaft

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Nutzer

20ZollFabrik 20-Zoll-R채der Sammlerst체cke oder ganz individuelle Neubauten.


"Wir zielen auf eine Nische, Eigentlich ist Sebastian König, Gründer der 20ZollFabrik, in der wir einerseits den gelernter Textilkaufmann. Die klassischen Suche nach dem, was ihn einmal Sammler mit unseren beruflich ausfüllen sollte, führte ihn auf einen Markt in Polen. Die Originalaufbauten zwei dort ausgestellten bedienen können, als auch Bonanzaräder entfachten die Leidenschaft für alles, was sich auf den Kunden, der ein 20-Zoll-Felgen bewegt. individuelles, auf seinen Inzwischen ist sein kleines Alltag angepasstes Unternehmen international vernetzt, hat einen ersten Fahrrad sucht, das mehr Zulieferer aus den USA und sein soll als bloßer sichtet Objekte zum Ankauf in Gebrauchsgegenstand" ganz Europa. Und der Trend wird kommen. In japanischen Großstädten sind die KleinradEgal, ob Sammler nach seltenen Teilen modelle enorm beliebt und auch oder ganzen Bikes aus der Retroszene bei uns wird die Zahl der Retrosuchen, die 20ZollFabrik ist Liebhaber stetig größer. Die deutschlandweit eine Adresse für 20ZollFabrik bedient schon jetzt Individualisten geworden. Sebastian König einen Nischenmarkt, der in seiner kann ihnen Originalaufbauten liefern, die Bedeutung wachsen wird und ist mit Liebe bis ins letzte Detail restauriert so mit einem großen wurden. Seine Kunden wissen die intensive Zukunftspotential ausgestattet. Recherche und Originaltreue zu schätzen.

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Auf dem kleinen Markt der Retro-BMXer hat sich die 20ZollFabrik bereits einen Namen erarbeitet. Neue 20-Zoll-Fahrräder werden in Großstädten ebenso zunehmend beliebter. Natürlich hat das Unternehmen diese Bewegung von Anfang an beobachtet und wird künftig auch die Nachfrage nach kleinen, wendigen, individuell angefertigten Citybikes bedienen können. Rahmen, Lenker, Pedale, Sattel, Kette - alles kann 2016 bei der 20ZollFabrik im Ausstellungsraum der "Jakobpassage" nach den ganz eigenen Farb- und Materialwünschen ausgewählt werden. Wer will, kann in der offenen Werkstatt auch Zeuge werden, wie die bestellten Teile dann Schritt für Schritt zum Fahrrad werden! Was man dann erworben hat, ist mehr als nur ein Nutzgegenstand. Siehe auch: www.20zollfabrik.de


Nutzer

Möbelmelcher kreative Einrichtungslösungen für jeden Bedarf designt.


Möbelmelcher ist die logische Konsequenz des bisherigen Berufslebens von Robert Melcher, der sich 2011 mit individueller Möbelgestaltung selbstständig machte. Begonnen hat der Jungunternehmer als Zimmermann, arbeitete dann als Projektleiter auf der Kulturinsel Einsiedel bis ihn der Wille nach einem Hochschulabschluss an die FH Schneeberg führte. Davor stand das Fachabitur im Sozialwesen. Heute ist der Dienstleister Möbelmelcher ein professioneller Fachbetrieb, hinter dem der DiplomDesigner Robert Melcher steckt und eigene Entwürfe handwerklich wie sozial umsetzt - etwa in Kooperation mit den Görlitzer Werkstätten, die Behinderten eine Arbeit ermöglichen. Soziale, kulturelle und handwerkliche Kompetenz spiegelt sich im Firmenprofil stetig wieder. Die "Sit-n-Roll"-Serie - eine Kombination aus Sessel und Stuhl ist eine der wenigen Eigenentwürfe, die auf Lager vorhanden sind. Für alle anderen Wünsche spricht man mit dem Designer persönlich.

"Diese Art zu arbeiten – im engen Kontakt mit denen, die die Möbel nutzen wollen – erscheint mir zunehmend als die für mich beste und effektivste." Wer sich in der Region eine individuelle Einrichtung wünscht, hat bisher das Homeoffice von Robert Melcher besucht. In Zukunft kann man ihn für erste Gespräche mitten in der Innenstadt auf der Jakobstraße aufsuchen. Dort finden sich auch Modelle und Materialproben. Besonders an dem Einrichtungsdienstleister ist auch, dass er sich vor Ort einen genauen Eindruck von dem Platz verschafft, an dem sein Entwurf einmal verwirklicht werden soll. Zudem spielen bei der Konzeption die Charaktere und Interessen der Kunden eine große Rolle. Das Endprodukt ist dann entsprechend mehr als nur funktional. Von der ersten Skizze bis zum fertigen Möbelstück ist man als Kunde Teil der Entstehung, kann Ideen des Designers bewerten und sich selbst einbringen. Was dann in Wohnung oder Büro steht, wird weit länger zufrieden stellen als manche Lösung aus den großen Möbelhäusern. Möbelmelcher ist offen für neue Auftragsprojekte, erweitert aber auch ständig die eigene Produktlinie. Infos zu Produkten und aktuellen Projekten gibt es unter: www.moebelmelcher.de

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Nutzer

Carlo:eco bio-faire Streetwear mit innovativen Materialien und kreativen Schnitten


"Die Frage, wie Kleidung produziert wird, ist für uns zum Dogma geworden. Wir sind Verfechter der Slow-FashionBewegung und stellen uns gegen die schnelllebige Billigmode der Großen."

die Fashion-Stadt sein möchte und Mode-Fotografen aus der ganzen Welt einmalige Kulissen liefert. Mit Carlo:eco ist in der Jakobpassage künftig Kleidung vertreten, die internationalen Arbeitsrechtsstandards gerecht wird und neue Naturfasern wie die Bambuszellulose Tencel verwendet. Mit internationalen Zulieferern bringt das Geschäft zudem ein Stück Weltmode in die aufstrebende Kleinstadt. Mit dem Umbau zur Jakobpassage erhält Carlo:eco auch ein kunsthandwerkliches Element. Ab Frühjahr 2016 können Siebdrucke in Auftrag gegeben und von Interessierten mitgestaltet werden. Einmal wöchentlich wird auf der Ausstellungsfläche das Siebdrucken zur Schau gestellt. Weitere Infos zu Carlo:eco fair Fashion gibt es unter: www.carlo-eco.de

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Mit Idealen hat es angefangen. Als Carlo:eco 2013 von Eric Fejfar und Clemens Kießling gegründet wurde, stand nur der Grundsatz, ein soziales Business zu starten. Faire Mode war zu dem Zeitpunkt gerade in den neuen Bundesländern kaum verbreitet. Es folgten erste Messebesuche und schließlich eine Crowdfunding-Kampagne zum Online-Shop für bedingungslos faire und biologische Streetwear. Im April 2014 wurde dieser dann nach einem erfolgreichen Funding gelauncht. Von dem Startbudget konnte eine große Warenbestellung erfolgen. Doch wohin mit der Lagerware? Die Suche nach einer Unterstellmöglichkeit führte das junge Unternehmen nach Görlitz. Angezogen von dem Angebot des Hauseigentümers Walter Kittel, eines seiner Ladenlokale mietfrei nutzen zu können, eröffnete im September 2014 der Pop-Up-Store des Dresdner Online-Shops vorerst nur für drei Monate. Unter den besonderen Bedingungen wurde der provisorische Laden, der eigentlich nicht mehr als ein offenes Lager sein sollte, zum Erfolg. Im April 2015 kam die bio-faire Mode dauerhaft nach Görlitz in die Jakobstraße. Die provisorische Einrichtung ist geblieben und wird von den Görlitzern weitgehend sehr positiv aufgenommen. Es ist ungewöhnlich für Geschäfte Einrichtung und Dekoration sehr stark zu begrenzen. Doch Neugierige und Kunden wollen etwas Ungewöhnliches und verstehen, worum es geht: ausschließlich um zertifizierte Alltagskleidung aus natürlicher und schonender Herstellung. So präsentiert wird noch deutlicher, dass die Bio-Mode ihren negativen Öko-Ruf nicht verdient. Innovativ geschnitten und qualitativ absolut hochwertig - dafür interessiert man sich auch in Görlitz, der Stadt,


Initiatorennetzwerk

Unterst端tzernetzwerk


Konzept jakobpassage  

Im Frühjahr/ Sommer 2016 planen die Initiatoren der Jakobpassage einen grundlegenden Ausbau der mittleren Gewerbeeinheit auf der Jakobstraße...

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