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Ausgabe 11 Dezember 2016

caritas eifel aktuell

Die Mitgliederzeitung des Caritasverbandes fĂźr die Region Eifel


Träger Caritasverband für die Region Eifel e.V. Gemünder Str. 40 53937 Schleiden  (02445) 8507-0

Impressum

Redaktion

Arndt Krömer, Rolf Schneider

Texte

Arndt Krömer, Martina Bertram, Dorothea Muysers, Jessica Rau, Sylvia Hinzmann, Elisabeth Nosbers

Layout

Arndt Krömer

Verantwortlich

Rolf Schneider

Fotonachweis Caritasverband für die Region Eifel e.V. Fotolia.de Seite 14: Mike Jentsch, Flickr, CC-Lizenz

http://bit.ly/2dAXTyj

Rückseite (Wien): Radu Rosca, Flickr, CC-Lizenz

https://www.flickr.com/photos/radyone/3857367788 Marcus Winter, Flickr, CC-Lizenz

https://www.flickr.com/photos/ghazzog/3992736014/


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Inhalt Vorwort............................................................................................ Seite 4

Fachbereich I: Psychiatrische Dienste Sommerfest .................................................................................... Seite 6 Tagesstätte erstmals beim Handwerkermarkt in Olef....................... Seite 7

Fachbereich II: Gesundheit und Pflege Fortbildung zum neuen Pflegestärkungsgesetz............................... Seite 8 Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen......................................... Seite 9

Fachbereich III: Soziale Arbeit Großes Sommerferienprogramm für unsere betreuten Kinder........Seite 10 NEU: Schuldnerberatung und Traumapädagogik in Kall..................Seite 12 Schulbegleitung - ein wachsendes Angebot...................................Seite 13 Präventionsprojekt in Grundschulen Blankenheim/Dollendorf.........Seite 14

Allgemeines Krankenhausbegegnungstag..........................................................Seite 16 Caritas-Sonntag: Gemeinsame Wanderung mit Flüchtlingen..........Seite 18 Einweihung des Caritas-Zentrums Kall........................................... Seite 20 Kurz notiert.................................................................................... Seite 22 caritas eifel aktuell


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Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Fรถrderer und Freunde, Generationengerechtigkeit ist die Zukunft Der Begriff Generationengerechtigkeit wird in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Diskussionen im wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Bereich benutzt. Dazu gehรถren die Problembereiche wie Umweltschutz und Staatsverschuldung, die Forderung nach einer Rentenreform oder gar einer mรถglichen Bevรถlkerungspolitik. Ebenso spielen die Tatsache einer Altersdiscaritas eifel aktuell


5 kriminierung in den westlichen Gesellschaften, etwa bei der Jobsuche, oder die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Staaten der Europäischen Union eine Rolle. Wir sind uns in der Caritas darüber im Klaren, dass die Herstellung von Gerechtigkeit ein gesellschaftlicher Prozess ist. Das Ziel beschreibt ein Ideal, dem wir uns in der gesellschaftlichen Entwicklung immer wieder annähern müssen. Das Idealbild einer generationengerechten Gesellschaft sollte jedem einzelnen unabhängig von seiner Altersstufe die Chance auf ein gutes Leben ermöglichen. Es geht um Chancengerechtigkeit und Zusammenhalt zwischen den Generationen. Zukünftige Generationen sind naturgemäß nicht in der Lage sich selbst zu Wort zu melden. Es ist deshalb erforderlich, stellvertretend ihre Interessen zu berücksichtigen. Es geht um Solidarität und Gerechtigkeit in Bezug auf die gegenwärtigen und künftigen Generationen. Jede Generation bereichert mit ihren Hoffnungen und Erfahrungen die Gesellschaft und macht sie vielfältiger. Große gesellschaftliche Herausforderungen sind nur gemeinsam

nachhaltig zu meistern. Das Miteinander und der gegenseitige Respekt müssen auf allen Ebenen gefördert werden. Jeder muss das Recht haben, die politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Prozesse einer Gesellschaft zu gestalten. Kein Mensch darf aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation benachteiligt sein. Es darf nicht um das Beharren und Festhalten an einer Ist-Situation gehen. Die sozialpolitische Sicherung einer generationengerechten Gesellschaft ist zentral. Gelebte Solidarität innerhalb einer Generation und zwischen den Generationen ist das Fundament für eine generationengerechte Gesellschaft: „Ohne eine Solidarität zwischen den Generationen kann von nachhaltiger Entwicklung keine Rede mehr sein.“

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Ihr

Rolf Schneider Geschäftsführer caritas eifel aktuell


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Fachbereich I - Psychiatrische Dienste

der Psychiatrischen Dienste Das kühle und nasse Wetter schien 2014 eine Ausnahme gewesen zu sein; seitdem haben wir wieder herrliches Sommerwetter während unseres traditionellen Sommerfestes der Psychiatrischen Dienste zu verzeichnen. Auf dem Parkplatz unseres Caritas-Hauses in Schleiden fanden sich in diesem Jahr 80 Klienten ein, um einen gemütlichen Nachmittag

bei Musik vom DJ, leckeren Speisen vom Grill, Salaten und kühlen, alkoholfreien Getränken zu genießen. „Ein großer Teil unserer betreuten Menschen war gekommen und nutzte die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende Freundschaften zu pflegen,“ berichtete Alexander Fischer, Fachbereichsleitung Psychiatrische Dienste. Die Mitarbeitenden des Fachbereichs hatten im Vorfeld mit ihnen gemeinsam Tische und Bänke aufgebaut, den Grill auf Temperatur gebracht und die Getränke besorgt. Die letzten Gäste blieben bis in den späten Abend.

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Fachbereich I - Psychiatrische Dienste

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Erstmals beim Handwerkermarkt in Olef Am 28. August feierte unsere Tagesstätte eine Premiere: zum ersten Mal haben wir am Olefer Handwerkermarkt mit einem eigenem Stand teilgenommen. Hier hatten die Besucher zum einen die Möglichkeit, sich über unsere Arbeit zu informieren, zum anderen wurden Artikel, die die Klienten in der Tagesstätte selbst hergestellt haben, verkauft.

sie, wenn sie eigens hergestellte Artikel zum Verkauf anbieten können.“ Aufgrund der enormen Hitze fielen die Gesamtbesucherzahlen eher gering aus. Für unsere Klienten war es nach eigener Angabe dennoch eine sehr gute Erfahrung, die sie gerne wiederholen möchten!

„Für unsere Tagesstättenbesucher wollten wir eine Gelegenheit schaffen, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und sich auch einmal darin auszupobieren, Verkaufsgespräche zu führen,“ erläutert Anna Meyer, Leiterin der Tagesstätte. „Zudem ist es ein gute und sinnstiftende Sache für caritas eifel aktuell


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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

zum neuen Pflegestärkungsgesetz Das neue Pflegestärkungsgesetz bringt ab 1.1.2017 viele Veränderungen ab mit sich. Aus Pflegestufen werden Pflegegrade, Versicherte werden aus Pflegestufen in Pflegegrade übergeleitet und Begutachtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) legen nicht mehr die Zeiten für Hilfestellungen zugrunde, sondern finden nach dem Neuen Begutachtungsassessment (NBA) statt. Das NBA umfasst sechs Module und Kriterien, die die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit bzw. der Fähigkeiten beurteilt. Bereits im 4. Quartal 2016 müssen unsere Kunden der ambulanten Pflege und Tagespflege beraten werden, welche Veränderungen auf sie zukommen. Gemeinsam mit dem Regionalen Caritasverband (RCV) Aacaritas eifel aktuell

chen Stadt/Land haben wir am 12. September eine ganztägige Fortbildungsveranstaltung mit der Firma “System & Praxis“ im Caritas-Haus Schleiden organisiert. Insgesamt 26 Pflegedienstleitungen, Stellvertretungen und Fachbereichsleitungen nahmen teil, davon 14 aus Aachen. Trotz des sehr heißen Wetters war es ein erfolgreicher Veranstaltungstag.


Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

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erfolgreich beendet, Mitarbeiterinnen übernommen Um dem Mangel an Pflegefachkräften entgegen zu wirken haben wir uns im Jahr 2012 dazu entschieden, in den Caritaspflegestationen examinierte Altenpfleger/innen selbst auszubilden. In diesem Jahr haben gleich vier junge Frauen die Ausbildung erfolgreich beendet: ÌÌ Birgit Hoff CPS Blankenheim ÌÌ Katharina Ifendu CPS Schleiden ÌÌ Miriam Gutsche CPS Schleiden ÌÌ Melanie Boehlke CPS Mechernich (Am Fototermin leider verhindert)

Alle frisch examinierten Altenpflegerinnen möchten weiterhin in ihrer Caritaspflegestation beschäftigt bleiben. Diesem Wunsch kann entsprochen werden. Wir sind stolz auf die guten Prüfungsergebnisse und gratulieren den Prüflingen zum bestandenen Examen. Wer an einer Ausbildung bei uns interessiert ist, wendet sich an Fachbereichsleitung Elisabeth Nosbers: Ihre Ansprechpartnerin Elisabeth Nosbers Fachbereichsleitung Gesundheit & Pflege  (02445) 8507-253

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Fachbereich III - Soziale Arbeit

Erstmals zehn Aktionen für Kinder und Jugendliche Die Erfahrungen der letzten Ferienprogramme für die Kinder unserer betreuten Familien fielen stets positiv aus, Wünsche auf Fortführung in den nächsten Ferien wurden immer wieder von den Schülerinnen und Schülern geäußert. So hat Mitarbeiterin Sylvia Hinzmann für die diesjährigen Sommerferien ein weiteres Programm ausgearbeitet. Mit insgesamt zehn Aktionen ist es das bisher breiteste Angebot, das wir den Kindern und Jugendlichen je angeboten haben. caritas eifel aktuell

Frei nach dem Motto „School’s out, ab in die Ferien!“ haben wir mit zehn tollen Ferienaktionen an all die Kinder unserer betreuten Familien gedacht, die aus verschiedenen Gründen nicht die Möglichkeit hatten zu verreisen oder etwas in den Ferien zu unternehmen. Jeweils dienstags und donnerstags starteten unsere Aktionen, die liebevoll von fachkundigen Mitarbeiterinnen betreut und begleitet wurden. „Glück auf!“, hieß es bereits zu Beginn der Ferien und so ging es erst


Fachbereich III - Soziale Arbeit einmal unter Tage in die Grube Wohlfahrt nach Rescheid, wo in einer spannenden, geführten Tour der 900 Meter lange Stollen besichtigt wurde und über 100 Jahre alte Bergarbeiter-Graffitis zu bestaunen waren.

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das Schmiedehandwerk erklärte und jedem Kind einen kleinen Talisman schmiedete. Abkühlung bot das angrenzende Wäldchen, wo ein leckeres Stockbrot über einem Lagerfeuer gebacken wurde.

In der Bäckerei Zimmer in Sistig konnten viele kleine „Lehrlinge“ dem Bäcker über die Schulter schauen, eine Verkostung des leckeren Backwerks durfte hier natürlich auch nicht fehlen. Im LVR-Freilichtmuseum Kommern wurde kräftig geschnibbelt und ein leckerer Gemüseeintopf nach altem Rezept zubereitet, der letztendlich auch den letzten Skeptiker geschmacklich überzeugte.

Es folgte ein toller Nachmittag auf dem Bauernhof der Familie Bonsberger-Stoff, wo es viel zu entdecken gab und der Bauer tatkräftige Unterstützung von vielen kleinen Helfern beim Füttern der Kälber und Melken der Kühe hatte.

Der Barfuß- und Generationenpark in Schmidtheim lud uns zu einem tollen Spielenachmittag in Sand und Wasser ein, es wurde gebastelt, Pizza gebacken und auch ein Kinonachmittag veranstaltet, so dass für jeden Geschmack etwas Passendes dabei war. Insgesamt ein gelungenes Programm, das allen Jungen und Mädchen, die teilgenommen haben, gut gefallen hat. Nach den Ferien gab es in der Schule eine Menge zu berichten.

An einem besonders warmen Tag bekamen wir auf dem Hof der Familie Hinzmann Besuch von Heron, dem Schmied, der uns alles über caritas eifel aktuell


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Fachbereich III - Soziale Arbeit

Schuldnerberatung und Traumapädagogik in Kall Unser neues Beratungsbüro im Caritas-Zentrum Kall wird von Andrea Zens (Schuldnerberatung) und Kollegin Doris Esken (Traumapädagogik) genutzt. „Es bietet durch seine angenehme Ausstattung und die Möglichkeit ungestört zu arbeiten das Maß an Ruhe, die es braucht, um Beratungsgespräche der Traumazentrierten Fachberatung und der Krisen- und Konflikt-Beratung zu führen“, erläutert Doris Esken. Es ist sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche geeignet. Seit 6. September findet dort zudem jeden Dienstag in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr eine offene Sprechcaritas eifel aktuell

stunde für alle Ratsuchenden zum Thema Schulden statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. „Die Eröffnung eines weiteren Beratungsbüros in der Region trägt den Gegebenheiten des ländlichen Raums Rechnung, d.h. kurze Wege und schnelle Hilfe für die Menschen vor Ort statt lange und teure Bus- oder Autofahrten sowie lange Wartezeiten“, so Andrea Zens. Ferner finden auch bei länger andauernden Beratungsprozessen Einzeltermine statt. Die neuen Räumlichkeiten können auch von unseren anderen Fachdiensten der Sozialen Arbeit genutzt werden, um weniger mobilen Klienten den Weg nach Schleiden oder Mechernich abzunehmen. Die gemeinsame Rufnummer für beide Dienste lautet (02441) 7776082.


Fachbereich III - Soziale Arbeit

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Ein wachsendes Angebot Zum Ende des Schuljahres konnten zwei Schulbegleitungen erfolgreich abgeschlossen werden und zu Beginn des neuen Schuljahres sechs neue Fälle starten. So ist das Team der Schulbegleiter jetzt mit vier neuen Mitarbeitenden auf 20 angestiegen. Erstmals sind wir mit einem Fall aus der StädteRegion Aachen beauftragt worden. Die neuen von uns betreuten Schülerinnen und Schüler sind fast ausschließlich Erstklässler, die auch schon im Kindergarten durch einen Inklusionshelfer begleitet wurden. In diesen Fällen sind die Eltern bewusst uns herangetreten, weil sie professionelle Arbeit mit guten Bedingungen

für den Mitarbeitenden wünschten. Diese wurden an den Schulen sehr offen aufgenommen, denn inzwischen hat sich die fachliche Arbeit der Schulbegleiter etabliert und wird als Unterstützung und Chance anerkannt. Regelmäßige Teamsitzungen, Supervision und In-House Weiterbildungen stärken die Fachlichkeit. Das Team, das aus den unterschiedlichsten Mitarbeitenden und Arbeitsanforderungen besteht, ist zu einem starken Fachdienst zusammengewachsen. Außerdem zeichnen sie sich durch viel Engagement, Humor und Zuverlässigkeit aus. Das zeigt sich in der Arbeit mit dem Kind, aber auch im kollegialen Miteinander.

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Fachbereich III - Soziale Arbeit

Projekt in Grundschulen Blankenheim und Dollendorf Im Mai hat Jessica Rau, Mitarbeiterin im Kinder-, Jugend- und Familienunterstützenden Dienst (KJFD), in Kooperation mit den Grundschulen Dollendorf und Blankenheim ein Präventionsprojekt gestartet, in dem die vierten Klassen mit den Themen Freundschaft, Gefühle und Pubertät altersgerecht vertraut gemacht wurden. Kollegin Uschi Grab (Schwangerschaftsberatung) war an der Vorbereitung mit beteiligt. Ziel war neben der Aufklärung über Themen wie Liebe und Sexualität gerade auch das „Nein-Sagen“, um klar und deutlich zu machen, wenn man etwas nicht möchte. Vor dem Projekt hatten die Kinder bereits Fragen aufgeschrieben, die gemeinsam in der Klasse besprocaritas eifel aktuell

chen wurden. Sie waren sehr interessiert und haben gut mitgearbeitet. Die jungen Menschen haben sich selbst gezeichnet um zu zeigen, was sich wo an ihrem Körper befindet und was sich mit der Pubertät verändert. Sie haben beschrieben, welche Gefühle es gibt und erzählt, welche sie schon einmal erlebt haben. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, laut „Stop!“ zu sagen und zur Unterstützung eine große Pratze (Schlagpolster) weggeschoben, die die Lehrerinnen festgehalten haben; so konnten sie deutlich zeigen und spürbar machen, dass sie nicht bedrängt werden möchten. In jeder Klasse wurden zwei Doppelstunden investiert, so dass viele für die Kinder wichtigen Themen ausführlich angesprochen und erklärt wurden.


Fachbereich III - Soziale Arbeit

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WIE SCHWEISSEN WIR ALLE GENERATIONEN FÜR EINE GUTE ZUKUNFT ZUSAMMEN? starke-generationen.de #generationengerecht

MACH DICH STARK FÜR GENERATIONENGERECHTIGKEIT Es geht um die Zukunft von uns allen. Packen wir sie gemeinsam an!

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der Freiwilligen Krankenhaushilfe mit dem Thema Demenz Fit für den Besuch demenziell erkrankter Menschen im Krankenhaus? Dieser Ausgangsfrage stellten sich die ehrenamtlich Mitwirkenden der Freiwilligen Krankenhaushilfe des Kreis Euskirchen an ihrem gemeinsamen Begegnungstag 2016.

Selbst ausprobiert, ein praktischer Auftakt In welcher Atmosphäre lässt sich wohl ein Kräuterquizspiel zur Vorbeugung gegen Demenz besser lösen, als in der Klosteranlage Steinfeld mit caritas eifel aktuell

Blick in den Klostergarten? So begann der Begegnungstag der Freiwilligen Krankenhaushilfe am Dienstag, 06.09.2016 mit einem gemeinsamen Rätselspaß. Mit dem Fachvortrag zum Thema Demenz vermittelte Herr Dr. Michael Münchmeyer, Facharzt im Krankenhaus Mechernich und Schleiden, in lebendiger Art und Weise einen Einblick in das Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten im Krankheitsfall sowie auch in vorbeugende Maßnahmen.


17 Gut zu wissen, was präventiv hilft:

Gemeinsamer Genuss

ÌÌ Kontakt zu anderen Menschen ÌÌ Bewegung ÌÌ das eigene Gehirn zum Denken anregen

Welch bewegte Geschichte aus Vergangenheit und Gegenwart das Kloster Steinfeld beherbergt erfuhren wir bei einer interessanten Führung und staunten, denn der Heilige Hermann Josef war „ne eschte Kölsche Jong“.

Gut zu wissen, was dem demenziell erkrankten Menschen hilft: ÌÌ Einfühlungsvermögen ÌÌ keine Gegenrede ÌÌ Anteilnahme an seiner Lebenswelt (oft Erlebnisse der Vergangenheit) ÌÌ Bewegung ermöglichen (Bewegungsdrang) ÌÌ Sicheres Umfeld ÌÌ keine freiheitsentziehenden Maßnahmen Ehrenamtlich Mitarbeitende der freiwilligen Krankenhaushilfe wenden sich erkrankten Menschen, die einen Krankenhausaufenthalt benötigen, mit sehr viel Einfühlungsvermögen zu und Themen wie Angst, Hoffen, Einsamkeit, Tod, Trauer, Sprachlosigkeit und Heilung gehören mit zur Gesprächsvielfalt und Schweigekultur in diesem Aufgabengebiet.

Auch die Klosterküche verwöhnte uns mit erlesenen Speisen: Wildkräutersuppe, knackfrischem Salat, gerösteten Kartoffelspalten, Currywurst und Kirschstreuselkuchen. Bei sonnigstem Wetter erkundeten in der Mittagspause alle auch die versteckten Winkel des Anwesens auf eigene Faust, die blühenden Blumen, das Labyrinth im Garten und das neue Gästehaus. Wir genossen die frische Luft und die Sonnenstrahlen an diesem eindrucksvollen Ort. Danke für diesen bereichernden Tag sagen das Kooperations-Team der Diakonie und der Caritas Euskirchen, des Deutschen Roten Kreuzes und der Caritas für die Region Eifel.

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auf dem Weg

Aktion am Caritas-Sonntag: „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“. Die eine Generation pflanzt den Baum, die andere isst die Pflaumen und pflanzt einen neuen Baum. Funktioniert dieser Generationenvertrag noch? Mit dem Thema der Kampagne 2016 wollte auch der Caritas-Sonntag am 18. September die Generationen ermutigen, nach Lösungen zu suchen, um eine Gesellschaft zu gestalten, die den Bedürfnissen aller gerecht wird. Wir nahmen diese Idee auf und luden in Kooperation mit der GdG Hl. Hermann-Josef Steinfeld alle Flüchtlinge caritas eifel aktuell

und Engagierten zu einem gemeinsamen Gottesdienst mit anschliessender Wanderung ein. Denn unsere neuen Nachbarn werden ebenso Teil der aktuellen und künftigen Generationen in unserer Region sein. „Sucht nach Wegen, dass alle Generationen miteinander in Würde leben können!“ Mit diesen Worten von Pfarrer Hans-Joachim Hellwig aus Kall machten wir uns nach seinem wunderbaren Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus Kall „gemeinsam auf den Weg“. Mit verschiedenen Generationen, Kulturen und Nationen wanderten wir los und erfuhren die Gastfreundschaft der


Allgemeine Infos

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Menschen an unserem Zielort, der osmanischen Herberge in Sötenich.

Musikalisch und lecker „Such dir Freunde, an denen du Freude hast“, so der Text eines persischen Liedes, welches von den Köchen und Trommlern der osmanischen Herberge vorgetragen wurde. Aufgetischt wurden dabei arabische Köstlichkeiten wie Muttabbage (Auberginenpaste), Humus (Kichererbsencreme) mit Kobes (arabisches Fladenbrot), Salat, gegrillte Hühnerspieße und arabische Pizzen. Deutlich wurde, dass jede Generation viele Fähigkeiten hat, Generationengerechtigkeit unsere Herausforderung bleibt und diese nur „gemeinsam“ gestemmt werden kann.

Auf dem Weg von Kall nach Sötenich kamen die verschiedenen Kulturen ins Gespräch.

Pfarrer Hans Joachim Hellwig heißt unsere neuen Nachbarn herzlich Willkommen.

Arabische Gastfreundschaft und Köstlichkeiten wussten die Teilnehmer nach der Wanderung zu schätzen.

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Allgemeine Infos

des Caritas-Zentrums Kall In der letzten Ausgabe berichteten wir über die Entstehung unseres neuen Caritas-Zentrums in Kall, in dem drei Dienste untergebracht wurden: die neue Caritaspflegestation (CPS) Hellenthal-Kall, die Schuldnerberatung sowie die Flüchtlingshilfe. Auch die Installation einer traumapädagogischen Beratung ins Angebotsspektrum des Hauses wurde vorgenommen. Anfang Juni haben die Mitarbeiterinnen der neuen CPS Hellenthal-Kall ihre Räumlichkeiten bezogen, die Flüchtlingshilfe zog kurz darauf nach. Am 29.6. fand schließlich die offizielle Einsegnung durch den Kaller Pfarrer Hans-Joachim Hellwig statt. caritas eifel aktuell

Vorstandsvorsitzender Hans Josef Schmitt begrüßte die geladenen Gäste. „Über 1000 Kunden werden von uns gepflegt − um keine Station zu überlasten, war der Bezug der neuen Räume notwendig“, erläuterte Schmitt. Er dankte nicht nur Pfarrer Hellwig vorab für die Einsegnung, sondern auch den Handwerkern und insbesondere den Mitarbeitenden, die viele der Renovierungsarbeiten in Eigenarbeit geleistet haben. Ebenso galt sein Dank dem Kaller Bürgermeister Herbert Radermacher für die gute Zusammenarbeit. Anschließend führte Hans Joachim Hellwig durch den Gottesdienst und nahm die Einsegnung vor. „Ich wünsche allen Mitarbeitern der Caritas eine gute neue


Allgemeine Infos Heimat und freue mich, dass ich sie einsegnen darf. Ich bin sicher, dass dieses Haus seine Bestimmung finden wird. Der Geist des Verstehens und der Anteilnahme möge in diesem Hause herrschen“, so Hellwig. Bürgermeister Radermacher hieß abschließend alle Mitarbeiter ganz herzlich in seiner Gemeinde willkommen. „Ihre Dienste haben hier in Kall noch ein wenig gefehlt. Ich wünsche Ihrem neuen Haus viel Erfolg − es ist gut zu wissen, dass Sie da sind.“ Anschließend stießen die rund 50 Gäste mit einem Glas auf gutes Gelingen an, kamen bei Fingerfood miteinander ins Gespräch und begutachteten die neuen Räume. Vera Henkel, bisher im Schleidener Caritas-Haus stellvertretende Pflegedienstleitung für den Bereich Kall, wird neue CPS-Leitung, ihre Stellvertretung übernimmt Anna Ibragimova. Beide Kolleginnen beziehen eigene Büros, zudem gibt es für die Pflegemitarbeitenden einen Dokumen-

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tationsraum sowie ein Büro für eine Mitarbeiterin der Verwaltung. Rund 180 Kunden werden künftig von hier aus versorgt, 37 Pflegekräfte bzw. Alltagsbegleiterinnen und Haushaltshilfen haben in Kall ihr neues Dienstgebäude. Seit dem Umzug hat sich auch die Parkplatzsituation in unserer Schleidener Geschäftsstelle etwas entspannt. Dorothea Muysers von der Flüchtlingshilfe ist ebenso von Schleiden nach Kall umgezogen. Andrea Zens, Schuldnerberaterin im Caritas-Zentrum Mechernich, hat seit 6. September jeden Dienstag von 10:00 bis 12:00 Uhr offene Sprechstunde für Ratsuchende. Zudem bietet Doris Esken, Leitung unserer Schulbegleitung sowie Mitarbeiterin im Kinder-, Jugend- und Familienunterstützenden Dienst (KJFD) die traumapädagogische Sprechstunde an. Die neuen Rufnummern auf einen Blick: ÌÌ Caritaspflegestation Hellenthal-Kall: (02441) 7776080 ÌÌ Schuldnerberatung/ Traumapädagogische Beratung: (02441) 7776082 ÌÌ Flüchtlingshilfe: (02441) 7776087

Nach der offiziellen Einweihung stießen die Mitarbeiterschaft sowie Geschäftsführung, Vorstand und Caritasrat auf das neue Zentrum in Kall an.

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Caritasreisen 2017 Der neue Reisekatalog für die Caritasreisen 2017 ist fertig und ab sofort als ePaper (Sie finden einen entsprechenden Link auf unserer Homepage) sowie als Papierausgabe erhältlich. Wir haben ihn wie in den letzten Jahren gemeinsam mit unseren Schwesternverbänden Aachen Stadt/Land und Düren-Jülich erstellt; für die Reiseteilnehmer resultiert daraus wieder ein vielfältiges Reiseangebot, denn jede Reise ist unabhängig von den drei Verbänden buchbar. Um dies zu unterstreichen verzichten wir diesmal bewusst auf die bisherige farbliche Unterscheidung je nach Caritasverband, stattdessen sind alle Reisen chronologisch sortiert. Erstmals sind für das kommende Jahr drei spirituelle Reisen sowie eine Wanderreise in Planung. Das Highlight unseres Verbandes wird erneut die 8-tägige Busreise caritas eifel aktuell

Passau-Wien sein, die viele kulturelle Angebote für die Gäste bereithält. Ein Novum ist die 3-tägige Reise nach Würzburg. Hier locken insbesondere der barocke Residenzbau, der Dom St. Kilian oder das Falkenhaus mit Rokokofassade. Auch die 7-tägige Busreise nach Bad Orb im Spessart ist neu im Programm. Weiterhin bieten wir eine 7-tägige Busreise nach Bad Soden-Salmünster sowie Tagesausflüge zum Kraftwerk Heimbach/Mariawald, nach Bendorf zum Schloss Sayn sowie eine Rheinschifffahrt Koblenz-St. Goar an. Wer Fragen hat, wendet sich an Ansprechpartnerin Monika Klinkhammer unter (02445) 8507-266.


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Möbeldienst organisierte Flohmarkt

Veröffentlichungen nun CariFair, die E-Mail-Adresse ist entsprechend carifair@caritas-eifel.de. Auch der Dienstwagen wurde verändert.

„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“

Am 27. August fand am Gebäude unseres Möbeldienstes in der Schleidener Karl-Kaufmann-Straße ein Flohmarkt statt. Die Mitarbeitenden Armin Locher und Doris Stoll hatten diesen gemeinsam mit Klienten des Betreuten Wohnen organisiert und auch für alle Mitarbeitenden geöffnet; wer mochte, konnte seinen eigenen Stand dort präsentieren. Für unsere Klienten ging insbesondere darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Zudem kam ihnen der Erlös des Tages zugute.

Aus „Caritas24“ wird „CariFair“ Unser Dienst „Caritas24“ heißt seit 1. Juli „CariFair“. Hintergrund: „Caritas24“ ist ein geschütztes Markenzeichen und mittlerweile deutschlandweit bekannt. Da es immer wieder zu Verwirrung kam, weil man mit „Caritas24“ eine ununterbrochene 24-Stunden-Betreuung in Verbindung gebracht hat, ist der geschützte Markenname geändert worden. Somit lautet der Name in all unseren

Unter diesem Motto fand Ende September bundesweit die Interkulturelle Woche statt, die 1975 von der Deutschen Bischofskonferenz, dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Orthodoxen Bischofskonferenz ins Leben gerufen wurde, um die Begegnung von Einheimischen und Menschen auf der Flucht in unserem Land zu fördern. Dorothea Muysers und Hartmut Kieven von der Flüchtlingshilfe haben ein großes interkulturelles Fest im Kloster Steinfeld organisiert, das am 1.10.2016 von 12:00 - 18:00 Uhr stattfand. Das Fest war von zahlreichen, gemeinsamen Aktionen gekennzeichnet und hervorragend besucht! Besonders eindrucksvoll war die interkulturelle Andacht, an der Christen und Muslime teilnahmen, um gemeinsam für den Frieden zu beten.

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2017 Wahrzeichen Wiens: die Karlskirche

Busreise Passau - Wien Auf unserer Busreise nach Wien erreichen wir zunächst Passau, auch das bayerische Venedig genannt. Während eines geführten Stadtrundgangs erfahren Sie Wissenswertes über die einst mächtige Bischofsstadt mit ihren prächtigen Barockfassaden, Residenz- und Kirchenbauten. Anschließend geht die Reise weiter entlang der Donau durch den Struden- und

Nibelungengau in die Wachau. Der Wallfahrtsort Maria Taferl und der Benediktinerstift Melk liegen am Nordufer der Donau. Nach dem Mittagsimbiss in Maria Taferl mit herrlichem Blick auf die Donau erreichen wir Wien gegen Abend. Während unseres Aufenthaltes in Wien stehen tolle Ausflüge und Besichtigungen auf dem Programm! Ein Spaziergang durch Wien ist eine Zeitreise in die kaiserliche Vergangenheit. Schlösser, Stadt- und Gartenpalais, imperiale Parkanlagen und Gärten oder auch die gemütlichen Kaffeehäuser machen die Stadt zu einem einzigartigen Erlebnis.

Alle Infos bei Monika Klinkhammer:  (02445) 8507-266

CaritasEifelAktuell - Ausgabe Dezember 2016  

Die Mitgliederzeitung des Caritasverbandes für die Region Eifel

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