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Ausgabe 14 Juni 2018

caritas eifel aktuell

Die Mitgliederzeitung des Caritasverbandes fĂźr die Region Eifel


Fortbildung

Impressum

Alle Fortbildungsangebote aus den Bereichen Psychiatrische Dienste, Gesundheit und Pflege, Soziale Arbeit sowie Verwaltung finden Sie auf unserer Homepage www.caritas-eifel.de unter dem Reiter „Der Verband“.

Träger Caritasverband für die Region Eifel e.V. Gemünder Str. 40 53937 Schleiden  (02445) 8507-0

Redaktion

Texte

Layout

Verantwortlich

Arndt Krömer, Rolf Schneider Arndt Krömer, Martina Bertram Arndt Krömer Rolf Schneider

Fotonachweis Caritasverband für die Region Eifel e.V. Fotolia.de


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Inhalt Vorwort..................................................................................................... 4 Fachbereich I: Psychiatrische Dienste Gartentherapie mit Klienten der Tagesstätte............................................. 6 Kunstausstellung in Schleiden selbständig organisiert.............................. 8 Fachbereich II: Gesundheit und Pflege Einsegnung der Tagespflege in Dahlem.................................................. 10 Neues Ausbildungszentrum in Schleiden................................................ 14 Fachbereich III: Soziale Arbeit Kurs „Babymassage“ absolviert.............................................................. 16 Ferienprogramm für betreute Familien..................................................... 17 Youngcaritas: zahlreiche Aktionen gestartet............................................ 18 Stabsstellen Was macht die Caritas als Träger aus?................................................... 20 Neue Selbsthilfegruppe in Schleiden....................................................... 24 Hilfstransport nach Bosnien.................................................................... 26 Migrationshilfe Neujahrsfest nach persischem Brauch gefeiert....................................... 28 Allgemeines Kurz notiert............................................................................................. 32 caritas eifel aktuell


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Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Förderer und Freunde, Datenschutz von A bis Z – jeder, der sich mit Datenschutz auseinandergesetzt hat und in Berührung gekommen ist, weiß, dass das Datenschutzgesetz in Deutschland schon immer streng gefasst wurde. Neben den Europäischen Datenschutzverordnungen besteht noch einmal ein spezieller Datenschutz für katholische Einrichtungen. Die Datenschutzstellen der Bistümer fungieren als Kontroll- und Überwachungseinrichtungen, die bei Verstößen berechtigt sind, hohe Bußgelder zu verhängen. Das Gesetz sorgt für eine einheitliche Anwendung des Datenschutzes caritas eifel aktuell


5 innerhalb der Europäischen Union. Somit betrifft es Unternehmen, karitative sowie kirchliche Einrichtungen, Vereine und sonstige Stellen, die mit personenbezogenen Daten in Berührung kommen, gleichermaßen. Im Umkehrschluss heißt das, dass sämtliche Stellen, die personenbezogene Daten verarbeiten, auf einen Nenner mit der neuen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gebracht werden müssen.

den. Bereits bestehende Prozesse müssen überprüft und ggf. auf neue Anforderungen hin angepasst werden. Betroffene erhalten mehr Rechte.

Die größte Herausforderung für unseren Caritasverband wird sein, sämtlichen gesetzlichen Anforderungen Genüge zu tun, von der Auftragsdatenverarbeitung bis zur Beendigung der Hilfeprozesse. Dabei fällt es nicht leicht, den Überblick über den Paragrafendschungel zu behalten. Insbesondere, da sich das neue Kirchliche Datenschutzgesetz (KDG), das für uns gesondert gilt, stark an der komplexen DSGVO orientiert.

Mit klar definierten Prozessen und einer sinnvollen Einteilung in verschiedene Verantwortungsbereiche lässt sich der Datenschutz in unserem Caritasverband umsetzen. Eine große Aufgabe, die aber nicht nur dem Schutz unserer Klient/innen, Besucher/innen und Kund/innen dient, sondern auch allen Mitarbeitenden.

Welche wesentlichen Änderungen im Umgang mit personenbezogenen Daten bringt das neue Kirchliche Datenschutzgesetz für uns?

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Sämtliche Vorgänge in unserem Caritasverband, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden, müssen erfasst und Verantwortungsbereiche klar festgelegt wer-

Der Datenschutzbeauftragte unseres Caritasverbandes ist als externer Berater beim Diözesan-Caritasverband (DiCV) angestellt. Er steht uns bei allen Fragen und Umsetzungen zur Seite.

Gott Lob fangen wir nicht bei Null an, sondern können auf bereits bestehende Strukturen aufbauen.

Ihr

Rolf Schneider Geschäftsführer caritas eifel aktuell


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Fachbereich I - Psychiatrische Dienste

mit Klienten der Tagesstätte Der Caritasverband hat seit Januar 2018 Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Gebäude neben dem Schleidener Caritas-Haus, der ehemaligen sogenannten „Villa Wigger“, gemietet, um einerseits Auszubildende in der Pflege an einem zentralen Standort intensiv zu schulen (s. Artikel Seite 14), andererseits um den Außenbereich des Hauses für den Fachbereich Psychiatrische Dienste zu nutzen: Gartentherapeutin Carola Schmitz wird diesen gemeinsam mit Klienten gestalten. caritas eifel aktuell

Entstehen soll ein Wohlfühlgarten, der auf vielfältige Weise alle Sinne des Menschen anspricht. Es wird sowohl einen Nutzgartenbereich mit Gemüse, Obst und Kräutern als auch einen parkähnlichen Bereich geben, mit Blumen, Bänken und naturnahen Ecken. Gartentherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der Elemente aus Ergo- und Physiotherapie einbezieht. Vielfältige positive Wirkungen der Natur werden hier therapeutisch genutzt; der Einsatz von pflanzen- und gartenbezogenen Aktivitäten und Erlebnissen führt bei Menschen mit


Fachbereich I - Psychiatrische Dienste Behinderung nachweislich zur Steigerung des psychischen und physischen Wohlbefindens.

Gartentherapeutin Carola Schmitz (r.) baut mit Klienten der Tagesstätte ein Hochbeet

Carola Schmitz geht es dabei nicht in erster Linie um das Ergebnis. Es soll kein rekordverdächtiger Vorzeigegarten entstehen, sondern die Klienten sollen durch das Tun und Sein in der Natur auf vielfältige Weise unterstützt werden. „Wenn es aus meiner Ausbildung einen Satz gibt, der meine Arbeit nachhaltig geprägt hat, dann ist es der, dass der Mensch nicht für den Garten da ist, sondern der Garten für den Menschen“, erläutert Carola Schmitz. „Das heißt, dass nicht im Vordergrund steht, um jeden Preis bestimme Arbeiten zu erledigen, sondern welche Tätigkeiten den Menschen in seiner aktuellen Situation am besten unterstützen können.“ Sinn ist, den Klienten eine sinnvolle, tagesstrukturierende Beschäftigung

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sowie eine Möglichkeit anzubieten, sich mit ihren vorhandenen Fähigkeiten einbringen zu können. „Das kann Rasen mähen, Hecken schneiden, Beete rechen oder Unkraut jäten sein, aber ebenso Tomaten ernten, einen Blumenstrauß pflücken oder auch einfach mal auf der Bank in der Sonne sitzen und den Duft der Rosen einatmen“, so Carola Schmitz. Die große Fläche ist getrennt in Nutzgarten einerseits und parkähnlichen mit Sitzgelegenheit, Grillplatz oder Ähnlichem andererseits. Sie ist groß genug, um den Klienten jahrelang als Gestaltungsraum zu dienen.

Die Klienten haben bereits viele neue Ideen für die große Gartenfläche.

Ihre Ansprechpartnerin Carola Schmitz Gartentherapeutin

 (02445) 8507-103

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Fachbereich I - Psychiatrische Dienste

selbständig organisiert

Mehrere Klienten der Psychiatrischen Dienste der Eifeler Caritas haben Anfang des Jahres eine Kunstausstellung selbständig organisiert. Gemeinsam stellten sie Bilder, Objekte und Modelle einen Monat lang im Caritas-Haus aus.

reichsleiter Psychiatrische Dienste. „Kunst ermöglicht die Kommunikation menschlicher Erfahrungen ohne Sprache. Erlebnisse und Emotionen erhalten eine Form und werden so für den Künstler wie für den Betrachter wahrnehmbar.“

Verschiedene Werke, die während ihrer Betreuungszeiten, nach Klinikaufenthalten oder im Laufe ihres Lebens entstanden sind, konnten dort besichtigt werden. „Unaussprechliches, Katastrophales, Bewegendes, Beeindruckendes – das Unfassbare sucht sich immer einen Weg“, sagt Alexander Fischer, Fachbe-

Den gesamten Monat März waren die Exponate dann für alle Interessierten während der gängigen Öffnungszeiten frei zugänglich. Für die Klienten war die Aktion ein großer Erfolg; in der lokalen Presse erschien ein großer Artikel, zudem wurden in der Zeit auch einige Bilder verkauft.

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause In Deutschland fehlen 1 Million Wohnungen.

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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

der Tagespflege in Dahlem Unter dem Slogan „Tagsüber versorgt, abends daheim“ hat der Caritasverband für die Region Eifel in den vergangenen Jahren bereits drei Tagespflegen für pflegebedürftige Menschen in den Orten Simmerath, Blankenheim und Roetgen ins Leben gerufen. Am 15.01.2018 hat der Träger die nunmehr vierte Einrichtung dieser Art mit dem Namen „St. Anna“ eröffnet – Standort ist diesmal Dahlem. Am 15.03. fand die offizielle Einweihung statt. Hans Josef Schmitt, 1. Vorsitzender des Vorstands und selbst wohnhaft caritas eifel aktuell

in Dahlem, begrüßte die geladenen Gäste. „Getreu unserem Leitbild, eng mit der Eifelregion und ihren Menschen verbunden zu sein und die dortigen sozialen Probleme zu kennen, ist es für uns als Verband, aber besonders für die Dahlemer Einwohner und die Bürger der kleinsten Gemeinde in NRW eine besondere Ehre und Freude, neben der stationären Pflegeeinrichtung Haus Marienhöhe mit unserer Tagespflege nun auch eine teilstätionäre Einrichtung anbieten zu können“, sagte Schmitt den rund 40 Zuhörern. Die Errichtung sei ihm eine besondere Herzensangelegenheit gewesen und so habe er


Fachbereich II - Gesundheit und Pflege gemeinsam mit Bürgermeister Jan Lembach alles daran gesetzt, um die Planungen zu realisieren.

Der Bau war ihm eine Herzensangelegenheit: Vorstandsvorsitzender Hans Josef Schmitt

Mit dem Bau einer vierten Tagespflege hatte man sich im Vorstand und Rat intensiv beschäftigt. Da die Warteliste in der Caritas-Tagespflege Blankenheim jedoch länger und länger wurde und dort bereits Gäste aus Dahlem gepflegt und betreut wurden, entschloss man sich zu diesem Schritt. „Dabei haben Rat und Verwaltung der Gemeinde Dahlem das Vorhaben stets begleitet und auch finanzielle Schützenhilfe geleistet. Dafür herzlichen Dank“, so Schmitt. Dahlems Bürgermeister Jan Lembach betonte anschließend seine Freude darüber, dass die Gemeinde mit der neuen Einrichtung eine Versorgungslücke schließen konnte und es somit nun endlich ein „Rundum-Paket“ in Dahlem gibt. Auch ihm

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sei es eine Herzensangelegenheit gewesen, das Haus St. Anna ins Leben zu rufen. Im Anschluss daran stellte Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege beim Caritasverband, das Konzept von Tagespflege allgemein und im Besonderen die Tagespflege St. Anna vor. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, die tagsüber die Pflege und Betreuung von Senioren, einschließlich Demenzkranker, sicherstellt. Anschließend werden die Besucher wieder in ihr gewohntes Zuhause zurückgebracht. Der Gast kann frei wählen, an wie vielen Tagen pro Woche er die Tagespflege in Anspruch nehmen möchte. „Durch mehrere Reformen der letzten Jahre ist die Tagespflege deutlich besser finanzierbar geworden“, erklärte Elisabeth Nosbers. In der Tat

Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege, stellte den Gästen die Tagespflege vor.

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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

konnte man sich mit den Leistungen der Pflegekassen vor 10 Jahren bei der damaligen Pflegestufe 1 meistens nur vier Betreuungstage pro Monat leisten. Seither wurde deutlich nachgebessert. Tagespflege ist auch für Menschen mit niedrigerem Einkommen interessant geworden. „Ich bedanke mich herzlich bei den Mitarbeitenden, die sich vor ihrem offiziellen Arbeitsantritt im Januar bereit erklärten, mich bei den notwendigen Fahrten zum Beschaffen von Küche, Tischen, Stühle und vielem mehr zu begleiten“, so Nosbers Im Anschluss daran übernahm Philipp Cuck, Pfarrer der GdG Hellenthal-Schleiden und Mitglied im Caritas-Vorstand, die Einsegnung. Dahlems Pfarrer Michael Brandau an der Geige und Kirchenmusiker Friedbert Ströder übernahmen die musikalische Begleitung.

Pfarrer Philipp Cuck (l.) übernahm die Einsegnung der Einrichtung.

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Die Innenräume sind für die 15 Gäste hell und freundlich gestaltet.

Zahlen, Daten, Fakten Die Einrichtung St. Anna bietet 15 pflegebedürftigen Menschen Platz und ist Montag - Freitag in der Zeit von 8:00 - 16:00 Uhr geöffnet. Zudem kann ein Fahrdienst gebucht werden, der die Gäste morgens abholt und nachmittags sicher wieder nach Hause bringt. Auch Rollstuhltransporte sind möglich. Die großzügigen Innenräume in Dahlem sind dank großer Fenster lichtdurchflutet, hell und freundlich. Neben einem großen Hauptraum gibt es einen Therapieraum, eine Küche, Ruheräume mit Betten und Ruhesesseln, ein Bad mit behindertengerechter Dusche und natürlich behindertengerechte WCs. Die Mitarbeitenden bieten sinnvolle Freizeitangebote und eine feste Tagesstruktur an. Je nach Bedarf und Wunsch motivieren sie zur Teilnahme an Gedächtnistrainings, Bewegungsübun-


Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

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Gut gelaunt am Ende der Veranstaltung: Willibald Hövel (Vorsitzender des Caritas-Rates), Diana Tausch (Leitung Tagespflege), Hans Josef Schmitt (Vorstandsvorsitzender), Dorothee Esser, Pfarrer Philipp Cuck, Inge Heinen (alle drei im Vorstand), Elisabeth Nosbers (Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege) und Rolf Schneider (Geschäftsführung), v.l.n.r.

gen, hauswirtschaftlichen Arbeiten, aber auch zu Gesellschaftsspielen oder Kreativem Gestalten. Neben der Betreuung wird selbstverständlich auch die qualifizierte Pflege der Gäste sichergestellt: Medikamentengabe, Messen von Blutdruck und Blutzucker, Insulingabe und vieles mehr. Die Kosten sind abhängig von der Anzahl der Besuchstage und vom Pflegegrad des Pflegebedürftigen. Ab Pflegegrad 1 beteiligen sich die Pflegekassen an den Kosten und stellen Finanzierungsbudgets bereit, die bei Nicht-Inanspruchnahme verfallen. Weitere Kostenträger unter-

stützen den Besuch der Einrichtung mit monatlichen Zuschüssen. Wer Fragen hat, kann sich gerne an Einrichtungsleitung Diana Tausch unter der Rufnummer 02447 9139339 oder via E-Mail an tagespflege.st.anna@caritas-eifel.de wenden. Ihre Ansprechpartnerin Diana Tausch Pflegedienstleitung

 (02447) 9139339

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Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

Räume der ehemaligen „Villa Wigger“ gemietet Seit mehreren Jahren bildet der Caritasverband für die Region Eifel Mitarbeitende zu examinierten Altenpflegern/innen aus. Die Pflegeausbildung beinhaltet neben der Theorie mehrere praktische Pflichtanteile, die sowohl in den Pflegestationen in Schleiden, Kall, Mechernich, Blankenheim und Simmerath als auch in externen stationären Alten- und Krankenpflegeeinrichtungen absolviert werden. Diese praktische caritas eifel aktuell

Ausbildung erfordert die Begleitung durch ausgebildete Praxisanleitungen, die den Azubis stets als Ansprechpartner zur Seite stehen. Nun hat der Wohlfahrtsverband Räumlichkeiten im denkmalgeschützten Gebäude neben dem Schleidener Caritas-Haus, der ehemaligen „Villa Wigger“, gemietet, um die Azubis gemeinsam an einem zentralen Standort noch intensiver


Fachbereich II - Gesundheit und Pflege

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zu schulen und so die Qualität der Ausbildung noch einmal zu steigern. Zudem kann die Anzahl der Schülerinnen und Schüler auf diesem Wege erhöht werden. Bei den kooperierenden Pflegeschulen (Fachseminaren) hat das Ausbildungszentrum bereits großen Anklang gefunden. „In unserem Schleidener Ausbildungszentrum, der ehemaligen „Villa Wigger“, werden Auszubildende in Kleingruppen von einer Praxisanleitung intensiv begleitet“, erläutert Elisabeth Nosbers, Fachbereichsleitung Gesundheit und Pflege. „Wir haben einen Raum speziell als Pflegezimmer ausgestattet, der über die häufigsten Hilfsmittel wie Pflegebett, Rollstuhl, Patientenlifter oder Gleittuch verfügt. Hier werden theoreti-

Dorothee Schweisfurth (M.) sorgt dafür, dass das in der Theorie Erlernte...

sche Inhalte der Ausbildung praxisnah trainiert.“ Dorothee Schweisfurth von der Caritaspflegestation Mechernich hat bereits langjährige Erfahrung als Praxisanleiterin und die neue Aufgabe am 9. April übernommen. Zehn Azubis werden seither zweimal wöchentlich auf den späteren Beruf vorbereitet.

...von den Auszubildenden – hier an einer Pflegesimulationspuppe – praxisnah trainiert wird.

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Fachbereich III - Soziale Arbeit

Kurs erfolgreich absolviert Die Schwangerschaftsberatung der Caritas bot einen neuen Babymassagekurs unter Leitung von Rita Nöthen in Mechernich an. Die erfahrene Kinderkrankenschwester, Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) sowie zertifizierte Babymassagekursleiterin sorgte bei den fünf Kurseinheiten für eine Atmosphäre, bei der alle Fragen rund um das Leben mit einem Säugling gestellt und beantwortet werden. „Der Tagesraum im Caritas-Zentrum Mechernich verwandelt sich in dieIhre Ansprechpartnerin Uschi Grab Schwangerschaftsberatung  (02443) 8780

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ser Zeit zu einer Wohlfühloase bei gefühlten 35 Grad Raumtemperatur“, erläutert Uschi Grab, Schwangerschaftsberaterin der Caritas. „Mit Fingerspielen tasten sich die Eltern an die Massagetechniken und -rituale heran. Die Babys geben dabei das Tempo und den ‚Ton‘ an.“ Der Kurs wird gefördert durch das Programm Elternstart NRW. In Kooperation mit dem Katholischen Bildungsforum Düren wird den Eltern ermöglicht, fünf kostenlose Treffen wahrzunehmen. Es bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Familien in ähnlicher Lebensphase zu treffen und auszutauschen. „Auch in diesem Kurs ist es uns wieder gelungen, Eltern mehrerer Nationalitäten zu vereinen. Streicheln und Massieren ist schließlich sprachbarrierefrei“, so Uschi Grab.


Fachbereich III - Soziale Arbeit

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Osteraktionen für betreute Familien Für die Eltern und Kinder unserer betreuten Familien im Kinder-, Jugendund Familienunterstützenden Dienst (KJFD) hat die Caritas ein tolles Osterferienprogramm organisiert. Über 15 Kinder und auch einige Eltern kamen in der Woche vor den Ostertagen ins Schleidener Caritas-Haus und haben fleißig Osterdekoration gebastelt, gemalt, sich geschminkt und gespielt. Am zweiten Tag besuchte die Gruppe das Wildfreigehege Hellenthal, wo sie über zahlreiche Tiere etwas lernen und sie beobachten oder füttern konnten. Höhepunkt war die

Flugshow mit Greifvögeln, bei der sie den Start eines Falken aus nächster Nähe erlebten. Vorbereitet wurde alles von den Mitarbeiterinnen des Fachbereichs: Bettina Sauer, Roswitha Rau, Eva Lindt, Gisela Puchert, Sylvia Geschwind, Martina EversGroß und Christine Nitsch. Ihr Ansprechpartner Christoph Siebertz Fachbereichsleitung

 (02445) 8507-252

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Fachbereich III - Soziale Arbeit

Zahlreiche Aktionen mit und für junge Menschen Im Juli 2017 ging der Caritasverband für die Region Eifel mit „youngcaritas“, dem Ehrenamt für junge Leute, an den Start. Seither hat Koordinatorin Jessica Rau viele tolle Aktionen mit den jungen Freiwilligen durchgeführt. Ende vergangenen Jahres wurden mit verschiedenen Kooperationspartnern mehrere Spendenaktionen unter dem Namen „Coffee-to-help“ durchgeführt. Mit dem Jugendtreff „Point“ und dem Lebensmittelmarkt caritas eifel aktuell

NORMA in Hellenthal etwa organisierte man einen Stand, bei dem auf Spendenbasis Kaffee und andere Getränke für die Bürger ausgeschenkt wurden. Von den Einnahmen wurde das notwendige Material finanziert, das die jungen Besucher des „Point“ für den Eigenbau eines neuen Sofas aus Euro-Paletten und Polstern benötigten, für welches das dafür nötige Kleingeld jedoch fehlte. „Die Aktion war ein toller Erfolg, den Hellenthaler Bürgern gefiel die Idee und sie unterstützten uns mit über


Fachbereich III - Soziale Arbeit 147 €“, freute sich Jessica Rau. „Auch deshalb, weil die Jugendlichen durch den Bau des Sofas lernten, aus nicht mehr benötigten Dingen etwas Neues zu machen, Müll zu reduzieren und so verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen.“ Eine weitere Coffee-to-help-Aktion wurde mit der Freiwilligen Feuerwehr Gemünd während des dortigen Weihnachtsmarkts durchgeführt. Die Erlöse übergab Jessica Rau der Jugendfeuerwehr, die sie für Zeltlager, Ausflüge oder Schwimmbadbesuche nutzen werden. Hier kamen sogar über 600 € zusammen. Jessica Rau: „Mir war zum einen wichtig, die Idee der Jugendlichen selbst aufzugreifen und sie bei der Umsetzung zu unterstützen – denn genau das tun wir mit youngcaritas: wir fördern junges Engagement! Zum anderen lernen die jungen Menschen, dass es lohnt, sich für eine Sache einmal mit vollem Elan einzusetzen.“ Dann ist das sogenannte „Upcycling“ ein großes Thema bei youngcaritas. „Upcycling ist eine super Möglichkeit, um aus Dingen, die nicht mehr gebraucht werden, neue coole Sachen zu machen“, sagt Jessica Rau begeistert. In bedruckten Werbebannern etwa, sogenannten Blow-Ups, die überall aufgehängt werden, wird viel Kunststoff verarbeitet. Blow-Ups,

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die keine Verwendung mehr finden, weil das Gedruckte nicht mehr aktuell ist, stellen als Plastikschrott eine immense Belastung für die Umwelt dar. „Deshalb ist die Wiederverwendung der Materialien ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung unserer Umwelt“, betont Rau.

So hat sie u.a. mit Jugendlichen aus alten Blow-Ups von der Außenwand des Caritas-Hauses Schleiden unter Anleitung einer Schneiderin schöne und praktische Taschen gemacht oder mit Geflüchteten neue Schlüsselanhänger aus alten T-Shirts hergestellt. Weitere Aktionen folgen! Wer mitmachen möchte oder eigene Ideen hat, kann sich gerne melden! Ihre Ansprechpartnerin Jessica Rau

 01578 1859436

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Stabsstellen

Profis mit Profil – Profil mit Profis Was unterscheidet die Caritas von anderen Trägern?

Die religiösen Bildungsangebote der Caritas wie der Katholikentag Münster, die Heiligtumsfahrt nach Maastricht oder eine Wallfahrt nach Kevelaer haben Mitarbeiterin Martina Bertram, Gemeindecaritas und Ehrenamt, dazu bewogen, sich mit der Frage zu beschäftigen: was unterscheidet die Caritas eigentlich von anderen sozialen Dienstleistern, die nicht auf kirchliche Aspekte ausgerichtet sind. Der nachfolgende Artikel zeigt Überlegungen dazu auf. caritas eifel aktuell

Zunächst beschreibt unser katholisches Leitbild (Seite 23) präzise die Kernkompetenzen des Caritas-Mitarbeitenden mit den folgenden Qualitätskriterien: ÌÌ Kraftschöpfer aus dem Glauben ÌÌ Handelnder aus Nächstenliebe ÌÌ Beachter der Einmaligkeit des Menschen in der von Gott gegebenen unantastbaren Würde ÌÌ Helfer zur Selbsthilfe ÌÌ Garant für Qualitätsarbeit mit Engagement und hoher Qualifikation


Stabsstellen Mit diesem Wertegerüst ist der Caritas-Mitarbeitende sozusagen ein Highlight auf dem Markt der Wohlfahrtsdienstleister, denn er ist ein ÌÌ Erbringer professioneller Dienstleistungen, womit das tatsächliche „Dienen“ als spirituelle Grundhaltung verstanden wird ÌÌ Handelnder aus Nächstenliebe durch seine Glaubenskraft Unsere Kundschaft sieht das tatsächlich ähnlich: eine Studentin beschreibt in ihrer Masterarbeit diese Erwartungshaltung mittels statistischer Datenerhebung: „Mitarbeitende eines kirchlichen Wohlfahrtsverbandes werden als überdurchschnittlich bezüglich Fürsorglichkeit und Rücksichtnahme bewertet“ (Katharina Kühnel, 2016). Auch unsere Pflegekräfte heben neben ihrer fachlichen Dienstleistung hervor: „Metall bearbeiten geht ohne Liebe, einen Menschen ohne Liebe pflegen geht nicht.“

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Glaubwürdiger Anwalt der Benachteiligten und Mitmensch Sorgfältiges Beachten = Religio (lat.) rückt den uns anvertrauten Menschen ins Zentrum und mit Nächstenliebe, Herzenswärme und Glaubenskraft gewinnt die professionelle Dienstleistung an Qualität. Eine Kraft, die aus dem Glauben geschöpft werden kann, ist die Zuversicht, dass jedes Menschenleben gelingt und dies unter allen Umständen, selbst im Hinblick auf die Endlichkeit des Lebens. Dienstleistungen von Mitarbeitenden, z.B. im Pflege- und Beratungsprozess oder im ambulanten Betreuten Wohnen, sind im Minutentakt festgelegt und fordern zusätzlich Dokumentationsverfahren, die die Zeit des zwischenmenschlichen Bezuges verkürzen. „Not sehen und handeln“, der bundesweite Leitspruch der Caritas, ist nicht selten eine Herausforderung, die täglich gelingt. Verbindung entsteht durch gemeinsame Werte, wie sie im Leitbild unseres Verbandes festgeschrieben sind. Vielen Menschen – Kunden – ist die Begleitung durch Mitarbeitende eines kirchlichen Rechtsträgers wichtig, auch Menschen mit Migrationshintergrund. Selbst wenn konfessionelle Unterschiedlichkeiten caritas eifel aktuell


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Stabsstellen

bestehen, so gibt es Gemeinsamkeiten, die eine Trennung voneinander überwinden. Die von Gott gegebene unantastbare Würde schafft Verbindung und Vertrauen. Neben fachspezifischen Fortbildungen in der Altenhilfe, Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie sind religiöse Bildungsangebote ein Instrument der Mitarbeiterqualifizierung. Sie ermöglichen die Balance auf dem oft so schmalen Grad zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Führungskräfte sind nicht die Alleinverantwortlichen für eine christliche Unternehmenskultur, aber sie können Prozesse in Gang halten und Realisierung schaffen (Hülster 2011). Tipps für Besinnung, Begegnung, Gemeinschaft und Spaß: ÌÌ 09.05. - 13.05.2018: Katholikentag in Münster unter dem Motto „Suche Frieden“. Unsere Mitarbeitenden betreuen dort eine Quartierschule und caritas eifel aktuell

kümmern sich um die Besucher (Frühstück richten, Brandwache übernehmen, Ansprechpartner sein und mehr). ÌÌ 05.10.2018: Caritas-Wallfahrt nach Kevelaer zum Thema „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ für haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende der Caritas. Anmeldungen bei Martina Bertram unter 02445 8507-270. Martina Bertram, Gemeindecaritas

Caritas-Wallfahrt NRW zum Marien-Wallfahrtsort Kevelaer

5. Oktober 2018 11.30 Uhr: Pilgermesse in der Basilika mit Domkapitular Josef Leenders 13.00 Uhr: Mittagsessen im Forum Pax Christi anschließend wahlweise 14.30 Uhr: Kreuzweg 14.30 Uhr: Stadt- und Kirchenführung oder Freizeitgestaltung 16.30 Uhr: Schlussandacht in der Kerzenkapelle

#aufnachkevelaer


Stabsstellen

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Leitbild Caritas ist Teil der Katholischen Kirche. Aus dem Glauben schöpfen wir Kraft. Christliche Nächstenliebe ist die Grundlage unseres Handelns. Vor diesem Hintergrund stehen die Leistungen unserer Dienste. Wir gestalten unsere Hilfen wirtschaftlich, effektiv und verantwortungsbewusst. Für uns ist jeder Mensch einmalig als Person und besitzt eine von Gott gegebene unantastbare Würde. Aus diesem Menschenbild heraus wendet der Caritasverband menschliche Not ab und leistet Hilfe zur Selbsthilfe. Er ist eng mit der Region und ihren Menschen verbunden und kennt die sozialen Probleme. In unserem Verband ergänzen sich professionelle und ehrenamtliche Kompetenzen. Mitarbeitende finden bei uns fachliche Begleitung und Unterstützung und ein respektvolles Miteinander, denn nur engagierte und hochqualifizierte Mitarbeitende garantieren die Qualität unserer Arbeit.

Das Leitbild des Caritasverbandes für die Region Eifel, welches 2011 von Vorstand, Geschäftsführung und Führungskräften in einem ganztägigen Workshop gemeinsam ausgearbeitet wurde.

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Stabsstellen

für Menschen mit chronischen oder neurologischen Erkrankungen Eine neue Selbsthilfegruppe trifft sich seit Anfang des Jahres monatlich Im Schleidener Caritas-Haus: Menschen, die unter chronischen oder neurologischen Erkrankungen leiden, kommen dort jeden ersten Samstag im Monat zusammen, um über ihre Lebenssituation zu sprechen und sich zu unterstützen. Initiatorin und Gruppenleiterin ist Nadine Quetsch aus Schleiden, die die Gruppe bereits 2017 ins Leben gerufen hatte. Weil es jedoch an behindertengerechten Räumlichkeiten fehlte, hatte sie sich an Caritas-Mitarcaritas eifel aktuell

beiterin Martina Bertram, Ansprechpartnerin für die Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordinatorin, gewandt, um über geeignete Räume und eine weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Nun werden die Treffen jeden ersten Samstag im Monat kostenfrei für alle Betroffenen sowie deren Angehörigen in einem geschützten Rahmen angeboten. „Vor drei Jahren bin ich an einer degenerativen Muskelerkrankung erkrankt“, erläutert Nadine Quetsch. „Seitdem hatte ich immer gehofft, dass es bei uns im Schleidener Tal


Stabsstellen oder nahen Umgebung eine Selbsthilfegruppe für Menschen geben wird, die durch eine chronische oder neurologische Erkrankung in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und sich dadurch im Leben neu orientieren müssen.“ Da es jedoch keine Gruppe in der Eifel gab, fuhr sie gezwungenermaßen drei Jahre lang zu einer anderen, die eine Autostunde entfernt lag. Dort hatte sie durch den Erfahrungsaustausch mit ähnlich Erkrankten viel Gutes erfahren und lernen können. „In einer solchen Gruppe gewinnt man an Selbstbewusstsein, kann wertvolle Ratschläge durch Erfahrungen anderer Teilnehmer bekommen. Und was auch wichtig ist: es wird zusammen geweint und gelacht, man fühlt sich verstanden.“ Zuvor fühlte sie sich als Erkrankte oft alleine, weil sie das Tempo, das gesunde Menschen um sie herum führten, nicht mehr mithalten konnte. Von ihrem Wunsch nach einem entsprechenden Angebot in der Region Schleiden erzählte sie vergangenes Jahr ihrer Logopädin Vanessa Lauterbach. Diese habe sie daraufhin ermutigt, eine eigene Selbsthilfegruppe aufzubauen, führt Nadine Quetsch weiter aus. Anschließend habe sie sich viele Gedanken darum gemacht und alle wichtigen In-

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formationen zu einer Neugründung eingeholt. Weitere zwei Wochen später sei sie schließlich nach Euskirchen ins Selbsthilfebüro zu Lea Steinhoff vom Paritätischen Wohlfahrtsverband gefahren, die ihre Idee als neue Kooperationspartnerin sofort unterstützte und sie zugleich an Martina Bertram von der Eifeler Caritas vermittelte. Gemeinsam fand man dort geeignete Termine für die Raumnutzung, Geschäftsführer Rolf Schneider sicherte ihr spontan die Kostenübernahme für Getränke, Gebäck oder Druckartikel zu. Durch die Zusammenarbeit aller Partner konnte die neue Selbsthilfegruppe weiter geplant und abschließend unter dem Namen „Starke Eifel“ für maximal zwölf Teilnehmer an den Start gebracht werden. Die Bezeichnung hat für Nadine Quetsch eine besondere Bedeutung: „Stark ist jeder Mensch – damit meine ich aber weniger die körperliche Kraft, sondern die innere Stärke: der Wille, der nicht aufgibt.“ Die Selbsthilfegruppe trifft sich jeden ersten Samstag im Monat von 15:00 17:00 Uhr im Caritas-Haus Schleiden, Gemünder Str. 40. Weitere Informationen bei Nadine Quetsch unter der Rufnummer 02445 8009, per E-Mail an starke.eifel@web.de sowie im Internet: starke-eifel.jimdo.com caritas eifel aktuell


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Stabsstellen

nach Bosnien Der Caritasverband hat einen Hilfstransport mit Inkontinenzmaterial, Roll- und Toilettenstühlen für die Region Derventa in Bosnien-Herzegowina organisiert. Seit vielen Jahren unterstützen Gemeinden und Aktionskreise aus der Region die Maßnahme (ehemals „Bosnien-Aktion“). Die Caritaspflegestation in Schleiden sowie Vorstandsmitglied Inge Heinen aus Simmerath hatten über einen langen Zeitraum hinweg das Material gesammelt. Mithilfe des Caritas-Möbeldienstes kam das Material zum Diözesancaritasverband in Aachen. „Die finanzielle Lage alter und pflegebedürftiger Menschen ist in Bosnien caritas eifel aktuell

auch über 20 Jahre nach Ende des Balkankrieges schwierig“, erläutert Martina Bertram, Gemeindecaritas, die Hintergründe. „Wegen geringer Renten und staatlicher Leistungen sind sie auf die Unterstützung der Familie angewiesen, die jedoch selber kaum ein Auskommen hat.“ In Bosnien gibt es keine Pflegeversicherung wie in Deutschland. Dort leben viele alte Menschen ohne die notwendige medizinische Hilfe. Zudem ist Inkontinenzmaterial sehr teuer und gerade für die ältere Bevölkerung oft praktisch unerschwinglich. „Wir freuen uns daher, die Menschen in Bosnien mit unserem Transport wieder unterstützen zu können“, so Bertram.


Jeder Mensch braucht ein Zuhause In Deutschland fehlen 1 Million Wohnungen.

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Migrationshilfe

in Mechernich nach persischem Brauch gefeiert Bei uns läutet der 21. März den Frühling ein. Im Iran hingegen wird an diesem Tag das Neujahrsfest gefeiert. Zum ersten Mal wurde diese Tradition in diesem Jahr auch in der Eifel zelebriert. Bis in den Abend hinein wurde auf Einladung von Hassan Deldjouye Shahir und der Caritas Eifel das Fest in Mechernich begangen. Entstanden war die Idee, das persische Neujahrsfest auch in Deutschland zu feiern, durch ein Gespräch Deldjouye Shahirs beim Begegcaritas eifel aktuell

nungscafé im alten Casino Mechernich; alte persische Traditionen waren das Thema. Man beschloss anschließend, sich dem Gedanken intensiver zu widmen, denn eine solche Feier hatte es bislang noch nicht gegeben. Deldjouye Shahir nahm später mit Lena Winter, Koordinatorin der Migrationshilfe beim Caritasverband Eifel, Kontakt auf, um sie und ihre Kollegen zu den Feierlichkeiten einzuladen. Winter und Geschäftsführer Rolf Schneider dankten nicht nur der Einladung, sondern sagten zudem


Migrationshilfe spontan ihre Unterstützung für die Ausrichtung zu. Rasch wurde ein Team gebildet, um Speisen, Musikanlage, Plakate und einen Fahrdienst für alle Fälle zu organisieren.

Gute Stimmung: zu persischer Musik wurde nach dem Essen getanzt.

„Das Fest begann um 17:00 Uhr und der Raum war sehr gut gefüllt“, berichtete Alexander Neubauer, Ansprechpartner für die Migrationshilfe in der Kommune Mechernich. „Etwa 100 Männer, Frauen und Kinder aus dem persischen Kulturkreis sowie deutsche Bürgerinnen und Bürger waren unserer Einladung gefolgt und feierten gemeinsam. Die Altersspanne der Teilnehmer reichte von wenigen Monaten bis etwa 75 Jahre.“ Hassan Deldjouye Shahir begrüßte die Gäste in deutscher sowie persischer Sprache. Es war für die deutschen Besucher sehr interessant, die Neujahrs-Gepflogenheiten eines anderen Kulturkreises kennenzulernen.

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So wurden mit Rosenwasser die Hände gereinigt. Feste Bestandteile sind der Koran, Süßigkeiten, Früchte und vor allem die „Haft Sin“, mit dem Buchstaben S beginnenden Gegenstände, die Glück, Gesundheit und Wohlstand für das kommende Jahr symbolisieren sollen: Münzen (Sekke), Knoblauch (Sir), Serke (Essig) und ein Apfel (Sieb). Dazu können verschiedene andere Gegenstände gehören wie eine Uhr und Pflanzen. Außerdem wurden Spiele gespielt: insbesondere „Eiertitschen“, das auch bei uns in Deutschland verbreitet und beliebt ist, gerade an den Ostertagen. „Das stammt eigentlich aus Persien“, sagt Deldjouye Shahir. Ansonsten wurde gefeiert, wie man es auch bei uns kennt: mit gutem Essen, anschließendem Tanzen, Singen und guter Laune.

Der Brauch ist auch bei uns bekannt, stammt aber eigentlich aus Persien: „Eiertitschen.“

„Wir bekamen anschließend viele positive Rückmeldungen, alle hatten viel Spaß“, so Alexander Neubauer. caritas eifel aktuell


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Praktikum in der Gemeindecaritas

Maria Gerhards (links) hat einen Praktikumstag, den sie als Schülerin des Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasiums Schleiden ableisten musste, in der Gemeindecaritas gewählt. „Als erstes sind wir zur Nordeifelwerkstatt nach Kall gefahren, da dort eine Ehrenamtliche eingeteilt worden ist“, schrieb sie in einem anschließenden Kurzbericht. „Uns wurde dort dann noch der Arbeitsplatz aller Arbeiter gezeigt, die sich darüber sehr gefreut haben, uns ihre Aufgaben erklären zu dürfen. Als wir caritas eifel aktuell

wieder bei der Caritas waren habe ich dann noch einer weiteren Praktikantin beim Briefe einsortieren und im Kleiderladen geholfen.“ Auch Rebecca Hammer vom Berufskolleg Kall musste ein schulisches „Schnupperpraktikum“ ableisten und hatte sich für die Mitarbeit in der Gemeindecaritas entschieden. Sie arbeitet regelmäßig im Kleiderladen Schleiden mit. Beide Schülerinnen bewerten ihre Erfahrungen durchweg positiv.

Mitgliederbeiträge Die Mitgliederbeiträge werden zukünftig jedes Jahr im Juni über das SEPA-Lastschriftverfahren eingezogen. Wer Fragen hat, kann sich gerne an Marianne Klinkhammer unter der Rufnummer 02445 8507-254 wenden.


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Engagiert für mehr Mobilität

Fortbildungen 2018

Fortbildung In einer 3,5-stündigen von Martina Bertram (Gemeindecaritas und Ehrenamtskoordination bei der Caritas) moderierten Veranstaltung beschäftigte sich die Pfarrcaritas der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Blankenheim-Dahlem mit dem Thema „Unsere Dörfer werden mobiler“ und der Frage, ob sie hier helfend zu Seite stehen können und wenn ja, wie. Ende April wurden die ersten Ergebnisse aus der Maßnahmenplanung der Arbeitsgruppe gesammelt. Dabei wurde festgestellt, dass es bereits Möglichkeiten gibt, in der Region von A nach B zu gelangen, die älteren Bürger davon jedoch nur geringe oder keine Kenntnis haben. Gemeinsam mit der Caritas wird nun dafür gesorgt, dass das Wissen an diese Mitmenschen herangetragen wird. Zudem wurde festgehalten, dass die zeitlichen Kapazitäten der Ehrenamtlichen in der Pfarre mittlerweile ausgeschöpft sind und es nicht mehr zulassen, selbst als Fahrerin tätig zu werden.

Für dieses Jahr hat die Caritas eine Erweiterung der Fortbildungsangebote vorgenommen. Sie richten sich nun an Mitarbeitende aus allen Fachbereichen sowie an Auszubildende und Privatleute. Referenten sind nicht nur qualifizierte Fachkräfte des Verbandes, sondern auch Professoren von Fachhochschulen, Dozenten von Volkshochschulen, Systemische Berater oder Supervisoren, die die Teilnehmer mit viel Wissen und jahrelanger Erfahrung auf den aktuellen, fachlichen Stand bringen. Somit reichen die Titel der Fortbildungen nunmehr von „Psychiatrie kompakt“ und „Persönlichkeitsmanagement“ über „Aufbaukurs/Rezertifizierung Palliative Care“ und „Hauskrankenpflegekurs“ bis hin zu „Systemisch-lösungsorientierten Gesprächstechniken für die Soziale Arbeit“ oder „Prüfungsvorbereitung für Auszubildende“. Details finden sich auf der Homepage www.caritas-eifel.de unter dem Reiter „Der Verband“. caritas eifel aktuell


Jeder Mensch braucht ein Zuhause In Deutschland fehlen 1 Million Wohnungen.

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CaritasEifelAktuell - Ausgabe Juni 2018  

Die Mitgliederzeitschrift des Caritasverbandes für die Region Eifel

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