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caratart episode 1

werner pawlok

und Claudia Riede im Gespräch:

Wann hast du die Fotografie für dich entdeckt und was war deine erste eigene Kamera?

Jimi Hendrix aus der Serie Rockstars, 1969

ausschicken möchte ich noch, dass ich Autodidakt bin. Das heißt, ich habe keine konkrete Ausbildung in Richtung Foto-

Zur Fotografie kam ich mehr oder weniger zufällig.

grafie gemacht. Ich habe nie für irgendeinen Fotografen assis-

Schon als Teenager hatte ich die Malerei für mich entdeckt.

tiert. Auch da war es für mich wichtig, möglichst unbefleckt

Ich versuchte möglichst realistisch, fast schon fotorealistisch

zu bleiben. Heißt, ich wollte nicht kopieren, ich wollte auch

zu malen – leider war ich mit den Ergebnissen nie richtig zu-

keine direkten Vorbilder haben, denen ich nacheiferte. Ich

frieden. So kam es zwangsläufig, als ich meine erste Kamera

wollte einfach, dass die Dinge, die passieren, aus mir selber

von meinen Eltern geschenkt bekommen habe, eine Kodak

kommen, mit allen Höhen und Tiefen und der ganzen Kon-

Instamatic, dass das Medium Fotografie mein Ding wurde.

sequenz, die das Ganze mit sich bringt.

Was hat die Fotografie so viele Jahre lang für dich spannend gehalten?

Und so war dann der erste Schritt logisch, erstmal die Technik in den Griff zu bekommen. Ich hab damals ziemlich viele

Ich hab mich mit der Fotografie nie auf ein Objekt oder

Fachbücher gelesen, das Gelernte in der Praxis ausprobiert,

eine Sparte festgelegt, sondern ich war grundsätzlich in alle

um dann mit ganz banalen Aufgaben anzufangen und diese

Richtungen offen. Zunächst kam eine Phase, da musste ich

zu lösen. Ich habe mich mit 23 Jahren selbstständig gemacht,

erstmal begreifen, was Fotografie für mich bedeutet… Vor-

brauchte Kameras und so weiter, musste also Geld verdienen.

Ausstellungskatalog caratart Episode 1  

Ausstellungskatalog zur Kunstausstellung caratart Episode 1 vom 14. bis 19. Juni im carathotel Basel in Weil am Rhein. Teilnehmende Künstler...

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