schaffrath now 24

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schaffrath  NOW

NR. 24 SOMMER 2012


now inhalt

seite 4

seite 10

seite 18

seite 20

titel glanzlichter

relaunch motivierende motive

Wie man Licht im Druck sichtbar macht.

Seite 4

Simplify – ein umfangreiches Shopsystem auf der Basis einer Typo3-Lösung.

entwicklung 2 pioniere, 1 ziel: die digitale zukunft

politik mittelpunkt mensch

App-Entwicklung von schaffrath medien mit Adobe Systems.

Seite 6 online pferdesport 2.0

Seite 14

Arbeits- und Gesundheitsschutz bei schaffrath medien.

Seite 16 feature woher weht der wind of change? Die Alchemie des Erfolgs.

Die Zeitschrift „Rheinlands Reiter+Pferde“ geht mit neuer Webseite online.

Seite 18

Seite 8

freizeit Klettergärten

unterhaltung guter geschmack Wie sich unsere Persönlichkeit auf unser ästhetisches Empfinden auswirkt.

Seite 10 reportage imagebroschüre

Ein besonderer Kick in schwindelerregender Höhe.

Seite 20 kuriosus den ball um die ecke bringen Wie eine Bananenflanke entsteht.

Seite 22

Eine individuelle Bildsprache für Querdenker.

Seite 13

impressum schaffrath NOW Herausgeber und Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien, Geldern | Objektleitung: Alexandra Visser-Angenendt | Text: wortlaut-pr, Bottrop | Konzeption und grafische Gestaltung: cantaloop GmbH, Duisburg | schaffrath NOW erscheint zweimal jährlich. Gedruckt wurde diese schaffrath NOW Nr. 24 auf , halbmatt, beidseitig ­gestrichen, weiß, aus 60 % Recyclingfasern und 40 % FSC®-zertifizierten Frischfasern, 150 g/m2, FSC®-zertifiziert. Die Faserkombination dieses umweltfreundlichen Bilderdruck-­ Papiers bietet einen besonders hohen Weißegrad sowie exzellente Bedruckbarkeit, hohen Druckglanz und eine samtige Haptik. Gleich­zeitig werden während des gesamten Herstellungsprozesses die CO2-Emissionen um ca. 20 % gegenüber vergleichbaren holzfreien Papieren reduziert. Ein Produkt der Antalis GmbH. Weitere Informationen unter www.antalis.de

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Alle in dieser Ausgabe genannten Handelsnamen, Warenbezeichnungen etc. können auch ohne ­besondere Kennzeichnung Marken sein und den entsprechenden­gesetzlichen Bestimmungen unterliegen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

bildnachweis Seite 3 © 4FR - istockphoto.com | Seite 4-5 © BEGA | Seite 6-7 © Adobe Systems GmbH, L.N. Schaffrath | Seite 8-9 © diego cervo - veer.com, rheinland media & kommunikation | Seite 10-12 © nesharm - istockphoto.com, yo- - fotolia.com, MrRoboto - istockphoto.com | Seite 13 © Michael Neuhaus | Seite 16 © MPower223 - de.fotolia.com, Michael Neuhaus | Seite 18-19 © Olly - veer. com | Seite 20-21 © karin eichinger - fotolia.com, Antje Lindert-Rottke - fotolia.com, Alexander Rochau - de.fotolia.com | Seite 22 © creativedoxfoto - veer.com | Seite 23 © leeser - veer.com


now editorial

liebe leserin, lieber leser, „Die Gesellschaft von heute kennt von fast allem den Preis – und nur von wenigem den Wert!“ Als ich diesen Spruch vor einigen Tagen las, musste ich wirklich für einen Moment innehalten. Preis? Wert? Wir wissen, was ein Tablet-PC oder ein Smartphone gleich welcher Marke kostet. Mit und ohne Vertrag. Wir kennen die Techniken von morgen und wissen, wie sich die digitalen und analogen Welten in einem Veränderungsprozess der besonderen Sorte zunehmend verknüpfen. Also begleiten auch wir unsere Kunden auf dem Weg in die Zukunft der Medien. Und gerade deshalb stoppte ich bei diesem Satz, denn hinter allen Mühen, technologischen Finessen und zukunftsweisenden Wirtschaftsgedanken steckt doch von Anfang bis Ende immer eine Geschichte, die wir lesen oder sehen wollen. Vorausgesetzt, sie trifft spannend, informativ, nüchtern oder provozierend unseren Geschmack. Und auch wir zeigen eine hohe Wertschätzung gegenüber diesen Inhalten bei der Erarbeitung von Medienlösungen. Kurz: Wir nutzen Medien, um Inhalte angemessen zu transportieren. Sie sind es schließlich wert, immer wieder beleuchtet zu werden, damit nicht die Form den Inhalt überrennt – und umgekehrt. Für eine optimale Darstellung. Und spätestens jetzt merke ich, wie genau wir nicht nur den Preis, sondern auch den allumfassenden Wert kennen. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit unserer neu(en)wertigen schaffrath

NOW,

Ihr Dirk Alten Geschäftsführer Planung, Vorstufe, Vertrieb, Marketing, Beteiligungen

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now titel

Nationalmuseum MAXXI in Rom

glanzlichter FĂźr die hochwertigen Design-Kataloge der BEGA Gantenbrink-Leuchten KG greift schaffrath medien in die Trickkiste der Drucktechnik, um die perfekte Lichtdramaturgie auch auf dem Papier zu inszenieren.

www.bega.de www.glashuette-limburg.de

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now titel

Künstliches Licht ist eine der wirklich wegweisenden Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Direkt oder indirekt erleuchten stilvolle Lichtelemente jedwede Räumlichkeit und tauchen Außenanlagen mit stimmungsvollen Glanzlichtern ins Traumhafte. Den Ansprüchen entsprechend sorgt Licht für eine besondere Atmosphäre und für echtes Wohlbehagen. Ansprüche, die auch die nordrhein-westfälische BEGA Gantenbrink-Leuchten KG seit über 60 Jahren erfüllt. Jahrzehnt für Jahrzehnt entwickelte und produzierte das Unternehmen hochwertige Leuchten und unterstreicht damit bis heute die ihr anvertraute Architektur, setzt Akzente und verleiht mit Hilfe außergewöhnlicher Lichtkonzepte eine besondere Struktur. Unterschiedlichste Lichttechniken stehen hierfür zur Verfügung, die nun in zwei hochwertigen Katalogen präsentiert werden. schaffrath medien produzierte diese besonderen Printmedien und schaffte es, die lichten Finessen in bester BEGA-Qualität – wortwörtlich – angemessen zu beleuchten.

Farbspiel in Schwarz-Weiß „Licht für Haus und Garten“, eine Broschur der Firma BEGA, sowie „Licht für zuhause“, das Produktprogramm des Unternehmens GLASHÜTTE LIMBURG, das gemeinsam mit BEGA und der belgischen BOOM BUITENVERLICHTING die Unternehmensgruppe bildet, sind Printprodukte in edler und moderner Form mit höchsten Qualitätsansprüchen. Die größte Herausforderung für Schaffrath bestand sicherlich darin, das wesentliche Element „Licht“ in den Katalogen sichtbar zu machen. Diesem Wunsch kamen die Schaffrath-Medienprofis für den Katalog „Licht für Haus und Garten“ nach, indem sie diesen im Fünffarbdruck (Cyan, Magenta, Gelb, einem eigens für BEGA hergestellten Mattschwarz sowie der Sonderfarbe Pantone Cool Grey) produzierten. So entstand eine Farbintensität, wie sie im herkömmlichen Vierfarbdruck unmöglich wäre. Und noch weitere Besonderheiten galt es professionell umzusetzen: Die Katalog-Abbildungen im Printprodukt „Licht für zuhause“ sind – elegant und reduziert – in Schwarz-Weiß gehalten, realisiert aus den vier Skalenfarben. „Nur so haben wir die gewünschte Ausdrucksstärke in den Vordergrund rücken können“, erklärt Schaffrath-Consultant Peter Müller, der BEGA beratend zur Seite steht und in enger Abstimmung die Realisierung der Kataloge begleitete.

BEGA Kataloge Licht für Haus und Garten Licht für zuhause

Visionen in Szene setzen Jeweils 64 Seiten sind angereichert mit hochwertigsten Design-Lichtelementen, die im DIN-A4-Format der Kataloge einen angemessenen Platz finden. Während die Produktion der Heftumschläge im Bogenoffsetdruck erfolgt, kommt der Kataloginhalt via Rollenoffsetdruck aufs Papier. Die zusätzliche Veredelung mit einem UV-Mattlack hebt die schwarzen und grauen Flächen hervor und unterstreicht die feinen Züge der dargestellten Designleuchten zusätzlich. Die Intention ist eindeutig: Hier geht es um Werte! Und dabei ergänzen sich die beiden Unternehmen BEGA und Schaffrath hervorragend, setzen sie sich doch dieselben qualitativ hohen Ziele, wie Peter Müller weiß: „Dadurch, dass wir mit unterschiedlichen Methoden besondere Effekte erzielen können, ist es uns möglich, die Visionen unseres Kunden auch drucktechnisch in Szene zu setzen.“ Und das verschafft BEGA die Möglichkeit, ihrer Zielgruppe (hier Unternehmen aus dem Elektrohandwerk mit Endkundenkontakt) die Produkte in wahrlich bestem Licht zu präsentieren.

Zusammenspiel der Extraklasse

Dateiname: Licht_f_zuhause_2012_Titel.pdf; Nettoformat:(420.00 x 297.00 mm); Datum: 05. Jan 2012 08:13:56; PDF-CMYK für Apogee; L. N. Schaffrath DruckMedien

BEGA geht seit jeher eigene Wege, um langlebige und wirtschaftliche Leuchten in optimaler Qualität zu entwickeln. Eine Kompetenz, die sich längst weltweit herumgesprochen hat, schließlich hat BEGA unter anderem das Lichtdesign des neuen italienischen Nationalmuseums MAXXI in Rom, das des Konzerthauses auf Teneriffa sowie das des Guggenheim-Museums in Bilbao realisiert. Prägend ist dabei der sachliche Stil bei gleichzeitig hoher Funktionalität. Ein Stil, der BEGA bereits 1952 den ersten Design­preis einbrachte. Das Unternehmen mit Hauptsitz im sauerländischen Menden setzte zunächst auf klassische, traditionelle Designs und wagte bereits Anfang der 60er Jahre die Fertigung moderner Architekturbeleuchtungen. Mit Erfolg. Heute exportiert die Unternehmensgruppe in alle Teile der Erde. Massenproduktion ist nicht das Ziel, hier wird Wert auf ausgewähltes Design gelegt, dessen Ausdruck mit gutem Geschmack einhergeht. Und diesen hat auch schaffrath medien einmal mehr bewiesen, in dem das Team mit Know-how und Engagement an die Druck-Aufgabe ging. Ein gutes Zusammenspiel, eindrucksvoll widergespiegelt in zwei außergewöhnlichen Design-Katalogen.  Licht für Haus und Garten

Bitte beachten Sie auch die Broschüre „BEGA · Licht für Haus und Garten“. Sie zeigt eine Leuchtenauswahl aus unserem Gesamtprogramm, die sich besonders für die Beleuchtung und Gestaltung des privaten Außenraums eignet. BEGA ist auf die Entwicklung und Herstellung hochwertiger Außenleuchten spezialisiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.bega.de im Internet.

Licht für zuhause

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now entwicklung

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Schaffrath wagte sich früh in eine Vorreiterrolle und wurde dieser ausnahmslos gerecht.

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2 pioniere, 1 ziel: die digitale zukunft schaffrath medien übernahm mit Entstehung der App-Entwicklung eine Vorreiterrolle: Das DigitalMedien-Team realisierte mit Hilfe von HTML5 und der Adobe Digital Publishing Suite innerhalb von zwei Jahren knapp 20 anspruchsvolle Applikationen für ebenso anspruchsvolle Kunden. Jetzt schafften die Profis es auch erstmalig, Anzeigenkunden von den vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten auf mobilen Endgeräten zu überzeugen. Als vor knapp zwei Jahren Apples iPad den Markt eroberte, löste die Einführung dieses innovativen Tablet-PC eine Welle neuer mobiler Kommunikations-Möglichkeiten aus. Und das hieß auch: neue Technik – neue Software. Der Einstieg in die App-Entwicklung konnte beginnen. Von Anfang an mit im Boot: Schaffrath DigitalMedien. Das Gelderner Multi-Media-Unternehmen entwickelte von Anfang 2010 bis heute 20 Applikationen und gehört damit deutschlandweit zur führenden Riege der Druck- und Mediendienstleister, die mit Hilfe der Adobe Digital Publishing Suite (DPS) arbeiten. Schwerpunktmäßig im Bereich Tablet-PC unterwegs, entstanden im Hause schaffrath medien aber auch bereits speziell auf Smartphones abgestimmte Apps. Das Deutsche Ärzteblatt setzte diesbezüglich als eines der Ersten sein Vertrauen in das Know-how der Medienprofis und auch das Börsenjournal Effecten-Spiegel wurde für das kompakte Mobil-Endgerät optimiert. Und weil bei Schaffrath niemals Stillstand herrscht, gab es im Herbst 2011 direkt die nächste Besonderheit, wie Consultant Ale-

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Ingo Eichel Senior Business Development Manager Adobe Systems

xander Hornen berichtet: „Wir haben erstmalig Anzeigenpartner von den digitalen Dimensionen innerhalb einer App überzeugen können und damit eine komplett neue Form der Vermarktung angestoßen.“ Denn in Applikationen eingebundene Anzeigen werden durch Videos oder ganze Bilderstrecken sowie direkte Weblinks interaktiv, sind damit deutlich attraktiver und finden – wie Studien eindeutig zeigen – beim User eine nachweisbar höhere Akzeptanz als die gedruckte Version.

Beeindruckende Kompetenzerweiterung Die ersten Anwendungen realisierte das DigitalMedienTeam noch im Alleingang, seit Mitte 2010 aber nutzt es die zahlreichen Vorzüge der Adobe Digital Publishing Suite. Hornen: „Das war eine absolut richtige Entscheidung: Der Workflow funktioniert ebenso reibungslos wie die Datenbereitstellung und Standardisierung aus Adobe InDesign. Einfach ideal.“ Adobe – Marktführer im Bereich der Publishingsysteme – gilt als Pionier der Magazin-Apps und entwickelte für InDesign eine Lösung, mit der bestehende Printlayouts für das iPad aufbereitet werden und dank Multi-Media so dem Leser einen echten Mehrwert bieten können. Schaffrath gehört zu den wenigen deutschen Unternehmen, die über das Adobe-Pre-Release-Programm ihren eigenen Prototypen entwickeln durften und mit dem Wandermagazin die deutschlandweit erste Magazin-App für das iPad auf den Markt brachten. Die Gelderner bewiesen also frühzeitig ein Gespür dafür, auf diesem Wege zusätzliche Umsätze zu generieren. Daraus wuchs eine Zusammenarbeit, die auch Adobe als Bereicherung sieht: „Schaffrath wagte sich früh in eine Vorreiterrolle und wur-


now entwicklung

de dieser ausnahmslos gerecht. Solch innovative Dienstleister braucht die Branche, um die vielen mobilen Möglichkeiten nicht nur auszuschöpfen, sondern auch permanent zu erweitern“, so Senior Business Development Manager Ingo Eichel von Adobe Systems. Er schätzt den Mut des Unternehmens, vom ursprünglich reinen Druckgewerbe aktiv in die digitale Zukunft einzusteigen. „Eine Kompetenzerweiterung, die äußerst beeindruckend ist. Eine echte Pionierleistung.“

Werbung so interaktiv wie nie Mittlerweile arbeiten die Multi-Media-Profis bereits an Überarbeitungsaufträgen, um schon entwickelte Apps mit allen (technischen) Neuerungen auszustatten und sie damit für den Leser noch attraktiver zu machen. So präsentiert die gleichnamige Anwendung des Magazins meinRheinland mit hochwertigen Layouts, praktischem Nutzen, Bildergalerien und Filmen das Rheinland als facettenreiche Kulturregion bereits in einer weiterführenden Version. Ein guter Grund für den Verlag, mit der technischen Unterstützung schaffrath mediens erstmalig aktiv auf Anzeigenkunden zuzugehen, um sie vom Nutzen interaktiver Werbeformen mit Bewegtbildern, direkten Weblinks und Audioinhalten zu überzeugen: Ein Uhrenfabrikant nutzt beispielsweise die Darstellungsformen auf dem Tablet-PC dazu, eine komplette Kollektion anzeigen zu können, wohingegen im Printbereich meist nur ein Modell abgebildet ist. „Das Nutzerverhalten verändert sich mit jeder technischen Entwicklung. Da ist es ratsam, rechtzeitig Erfahrungen zu sammeln und diese neuen Chancen früh auszukosten“, erklärt Alexander Hornen. Dass sich genau das lohnt, haben er und sein Team längst bewiesen.

Technik mit Zukunft Waren zunächst die mobilen Endgeräte aus Apple-Produktionen hauptsächliches Ziel der Entwicklungen, etablierten sich unterdessen auch Android-Geräte. An dieser Stelle macht sich einmal mehr die Entscheidung für die DPS-Software bezahlt, denn die von Schaffrath programmierten Apps können problemlos für die unterschiedlichen Geräte-Plattformen bereitgestellt werden – auch nachträglich. Weiterer Vorteil der App-Erlebnis-Schmiede: Zwar hat sich das Gelderner Unternehmen dem renommierten Adobe angeschlossen und nutzt die dort implementierte Technik, Schaffrath aber bleibt Herr der Sinne. Hornen: „Wir arbeiten unabhängig und sind frei, was kreative Ideen angeht. Auf der anderen Seite haben wir jedoch keinerlei Entwicklungskosten zu tragen, können zugleich von der hochwertigen Weiterentwicklung ausgehen. Hier sind viele Kunden-Vorteile im Einklang.“ So müssen auch User des im März eingeführten iPad3 nicht auf die vielseitigen neuen Applikationen verzichten und können sie ebenso problemlos herunterladen und nutzen, wie mit jedem Vorgängergerät. Eine kompatible Version der Adobe Digital Publishing Suite für das hochauflösende Retina-Display des neuen iPads wurde mit Bekanntwerden des Gerätes zeitgleich von Adobe zur Verfügung gestellt. So gesellen sich künftig noch viele weitere Versionen zu den Magazin-, Geschäftsberichts- und Smartphone-Apps konzipiert von den Multi-Media-Profis, um den User jederzeit und überall auf der Welt mit genau den Infos zu versorgen, die er sich just in diesem Moment wünscht.  Alexander Hornen T 0 28 31 925-534 hornen@schaffrath-digital.de

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now online

pferdesport 2.0 Frischer, jünger und auf dem technisch neuesten Stand. So soll das Online-Pendant zur Zeitschrift „Rheinlands Reiter+Pferde“ fortan sein. Eine Aufgabe, die rheinland ­media & kommunikation vertrauensvoll in die Hände von schaffrath medien legte. Es gibt Zeitschriften, die eine Branche über die Jahrzehnte hinweg begleiten und sie im Umkehrschluss durchaus auch prägen. Ein symbiotisches Miteinander. Das gilt auch für „Rheinlands Reiter+Pferde“: Eine Fachzeitschrift, die seit über 40 Jahren zur Pflichtlektüre rheinischer Pferdeliebhaber gehört. Auch das zugehörige Internetforum ist in der Szene äußerst beliebt – lediglich die Website selbst befand sich noch auf dem Stand ihrer Erstellung vor einigen Jahren und verlor so nach und nach nicht nur technisch an Aktualität. Eine neue sollte her, realisiert von schaffrath medien. Das Unternehmen entwickelte bereits mehrere Internetseiten für rheinland media & kommunikation und war deswegen die erste Wahl, als es darum ging, den Auftritt vermehrt auf die weibliche Hauptzielgruppe abzustimmen und gleichzeitig einen erweiterten Internetservice anzubieten. Abonnenten- und Newsbereich, Heftarchiv, Verknüpfungen zu Social Media, Werbemöglichkeiten und AboService, Umfragetools, Videos, ein Downloadbereich mit Checklisten und Formularen und vieles mehr – hier läuft nun zusammen, was zusammengehört. Multicontent-Elemente sorgen trotz der zahlreichen Angebote für Übersicht, der User verliert keine Zeit mit umständlichem Scrollen. Dabei soll das Printprodukt keinesfalls zur Nebensache werden: Bestelllinks und weitere Hinweise auf das Heft machen es dem User so einfach wie möglich, die gedruckte Ausgabe zu bestellen – einmalig oder in Form eines Abos. Dafür wird das Magazin neben dem Slider prominent in Szene gesetzt. „Ziel des Kunden ist es, die Seite stärker zu vermarkten“, erklärt Schaffrath-Consultant und Projektmanager Alexander Hornen. Mit der Schaff­ rath-Typo3-Verlagslösung war das kein Problem, vor

www.reiter-pferde.de

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now online

Mit dem neuen Internetauftritt bietet „Rheinlands Reiter+Pferde“ Mehrwerte sowohl für Leser als auch für Anzeigenkunden. „Heutzutage sind typische Funktionen bei Websites einfach ein Muss, so wie beispielsweise ein mehrstufiger Weg, um eine Bestellung aufzugeben“, erklärt Hornen. Sich einloggen, Kundendaten aktualisieren, Bestellung aufgeben – ein Prozess, den die User von anderen Anbietern bereits gewohnt sind. Und darum ist diese Technik auch an die neue Reitsport-Webseite angepasst. Nach dem Login im geschützten Abonnentenbereich erreichen Leser unter anderem das umfangreiche Heftarchiv, Funktionen wie die exklusive Turnierübersicht für das gesamte Rheinland sind hingegen jedem User zugänglich. Hengstporträts bieten ein interessantes neues Angebot für Züchter, was zu einem weiteren Mehrwert des Onlineauftritts führt. Hersteller von Pferdesportzubehör können zudem ihre Produkte mit Bild oder Video vorstellen. Nicht zuletzt werden hier wichtige Veranstaltungen und tagesaktuelle News (prominenter) Pferde und Halter veröffentlicht. Auch Veranstaltungen, Termine und Nachrichten fehlen nicht. Standard bei jedem Schaffrath-Typo3-System: Die Verlagsredaktion konnte nach einer zweitägigen Schulung durch das Gelderner Unternehmen alle Informations- und Videoboxen, das Bannersystem und natürlich auch das Forum selbst verwalten. Ein echter Flexibilitätsvorteil.

Aus zwei mach eins

Die weibliche Zielgruppe verbindet mit dem Reitsport vor allem Emotionen, und die galt es deutlicher hervorzuheben. „Dafür musste das Layout frischer und übersichtlicher gestaltet werden. Bei diesem Arbeitsprozess brachte das gesamte Team Ideen ein“, berichtet Webdesignerin Janina Claßen. Sie selbst schlug großformatige Bilder vor, da diese besonders viel Emotionalität vermitteln. „Um auch auf älteren Bildschirmen durch die Layoutoptimierung auf 1024 mal 786 Pixel und die großen Fotos keine Inhalte aus dem zunächst sichtbaren Bereich rutschen zu lassen, entschieden wir uns gemeinsam dazu, die neuen Bildergalerien so einzusetzen, dass die ersten Artikelanreißer nicht verdeckt werden“, ergänzt Hornen. Entstanden ist schließlich ein Layout, das die passionierten Reiterinnen des Verlags sofort überzeugte. Mit der fertigen Website kann sich neben dem Printprodukt nun auch der digitale Bereich stärker etablieren – technisches Know-how vorausgesetzt, welches rheinland media & kommunikation wie gewohnt von Schaffrath erwarten darf. Und auch menschlich harmonierte es bestens, wie Anzeigenleiterin Sandra Reitenbach erzählt: „Die Zusammenarbeit war von Anfang an ausgezeichnet. In Geldern sitzen pfiffige, kreative Leute mit vielen eigenen Ideen, die es schaffen, sogar uns Laien alle technischen Details verständlich zu machen.“ 

4-2012 RHEINLAND

S REITER+PF ERDE

Die bedeutende Verknüpfung von Forum und Webpräsenz erklärt Hornen folgendermaßen: „Im Traffic und in den Zugriffszahlen zeigt sich, dass Foren im ambitionierten Hobby-Bereich sehr beliebt und damit

Frauenpower fürs Design

Übrigens ... produziert schaffrath medien auch seit mehreren Jahren erfolgreich die Printausgabe von „Rheinlands Reiter+Pferde“.

RHEINLANDS

Starke Vermarktungsplattform

auch erfolgreich sind.“ Nachdem Forum und Web­site in der Vergangenheit getrennt aufgerufen wurden, gelang den DigitalMedien-Profis jetzt die perfekte Verbindung beider Systeme. Der Nutzer spürt keinen Unterschied zwischen CMS und Forum – beides ist aus einem Guss und in einem Layout. Dafür setzte schaffrath medien die Forensoftware komplett neu auf und übertrug die Inhalte in das aktuelle System. So beginnt das frisch aufgesetzte Forum dort, wo das alte endet. Nur eben besser.

Reiter +Pferde

allem, weil die notwendige Basis in Form von Konzeption und Layout schon im Vorfeld von Schaffrath geschaffen worden war.

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Reiter+Pferde

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GESUNDHEIT

Impf- und Entwurmungs plan PRAXISTIP PS

Turnierreiten – so geht’s! DRESSURS ERIE

Richtig Rückwärtsric hten WEIDE-SPE ZIAL

• POWER FÜR • NEUE HAL DEN WEIDEBODEN ME • RUND UMS FÜR DIE WEIDE • GIFTPFLA WEIDETOR NZEN IN DER ÜBERSICHT BuCha-Gesch ichte Teil II: Rheinische Hengstschau Rekord-Ponys en in Wickra th

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now unterhaltung

alles geschmackssache Hinter unserem Geschmack verbirgt sich weitaus mehr als der sinnliche Eindruck à la sauer, salzig, bitter, süß und der Extraportion umami* * = eine vom japanischen Geschmacksforscher Kikunae Ikeda 1908 entdeckte Geschmacksqualität, die weder als süß, sauer, salzig oder bitter umschrieben werden kann.

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Als Teilbereich der Ästhetik beschäftigt der Geschmack die Menschen bereits seit Jahrhunderten und macht deutlich: Egal, was ich als geschmackvoll oder -los betrachte – mit jedem Urteil gebe ich auch ein Stück meiner Persönlichkeit preis. Er macht sich beim Bummeln durch die Stadt bemerkbar, beim Theater- oder Kinobesuch, in der Auswahl der favorisierten Musik und bei jedem Bissen. Der Geschmack begleitet uns immer und überall. „Seine Geschichte beginnt bereits im 18. Jahrhundert und hängt eng mit der Geschichte der Ästhetik zusammen, die als eigenständige Wissenschaftsdisziplin den Geschmack als zentrales Thema beinhaltete“, erklärt Prof. Dr. Uta Kösser. Die 69-Jährige war bis zu ihrer Pensionierung am Institut für Kulturwissenschaften an der Uni Leipzig tätig und nimmt noch immer Prüfungen im Fach Ästhetik ab. Für sie ist der Geschmack auch deshalb


now unterhaltung

faszinierend, weil er sich wandelt. Ebenso wie die Ästhetik: „Ästhetik steht und stand in jeder Epoche in Zusammenhang mit Schönem bzw. mit der Hässlichkeit, mit Kunst und Sinnlichkeit. Diese Aspekte wurden lediglich zu unterschiedlichen Zeiten auf unterschiedliche Weise betont.“ Ästhetik reflektiert so auch immer das aktuelle Zeitgeschehen „und entwirft damit kontinuierlich neue Ideale.“

So viele Meinungen und Weisheiten sich auch bis heute durchgesetzt haben mögen: Einig ist man sich dahingehend, dass, wer Geschmack beweist, über Sensibilität, Emotionalität, Lebenserfahrung und Feingefühl verfügt. Das alles spiegelt sich nämlich in der Geschmacksfähigkeit und damit in dem Urteilsvermögen wider, etwas als geschmackvoll oder -los zu verstehen. So sieht es auch Thomas Hauer, der dieser Thematik ein ganzes Buch gewidmet hat: „Das Geheimnis des Geschmacks – Aspekte der Ess- und Lebenskunst“. Hierin bezeichnet Hauer guten Geschmack „als identitätsstiftende Form der Selbstvergewisserung“ in einer Zeit der „erdrückenden Wahlfreiheit“. Seiner Meinung nach bildet die Genussfähigkeit eine wesentliche Voraussetzung für Lebensfreude und körperliche wie seelische Gesundheit. Eine Aussage, die Uta Kösser durchaus teilt, denn: „Ästhetisches Empfinden verlangt differenzierte und kultivierte Sinne. Das bedeutet, der Mensch muss zunächst ein Gespür entwickeln und sich vor allem intensiv mit sich und seinen Mitmenschen auseinandersetzen, um qualifizierte Urteile treffen zu können.“

� Was ich fühle Und wer sich selbst gut kennt, der weiß eben auch, was ihm gut tut. Doch aufgepasst: Wir sprechen von einer Kulturtechnik, die beeinflussbar und manipulierbar ist und ökonomisch instrumentalisiert wird. Diese Möglichkeit ergibt sich auch aus der Besonderheit des Geschmacksurteils: Im Unterschied zum Erkenntnisurteil geht es bei ihm nicht um wahr und falsch, sondern um angenehm und unangenehm, schön und hässlich etc. Der Geschmack urteilt über Gegenstände in Beziehung auf uns selbst, wusste es schon der Franzose Charles Batteux im 18. Jahrhundert auf den Punkt zu bringen. Und genau deshalb lässt sich über Geschmack auch nicht streiten, wohl aber kommunizieren, wie Kant

treffend feststellte. Dabei geht es um komplexe Fragen wie: Welche Beziehung habe ich selbst zu dem Objekt, über das ich urteile? Was fühle ich? Was verbinde ich damit? Denn jede Beurteilung steht im Zusammenhang mit der Persönlichkeit eines Menschen.

� Definition im Wandel der Zeit Lange Zeit glaubte man, dass ungebildete Menschen auch ein weniger ausgeprägtes ästhetisches Empfinden haben. Heute widerlegen verschiedene Untersuchungen diese These. Kösser: „Das hat wohl damit zu tun, dass Bildung allein nicht ausreicht, um Lebenserfahrung sowie soziales Empfinden aufzuwiegen, wenngleich sie trotzdem ein entscheidendes Merkmal ist.“ Und zwar ein Merkmal von vielen, die es in Summe unmöglich machen, eine allgemeingültige Definition dessen, was Ästhetik nun eigentlich ist, zu formulieren. Einige wagten sich trotzdem an eine Zusammenfassung: War die Ästhetik im 18. Jahrhundert noch „die Lehre von der sinnlichen Erkenntnis“, entwickelte sie sich im 19. Jahrhundert zur „Lehre von der schönen Kunst“. Doch mit Beginn der modernen Kunst, verlor auch dieser Versuch einer Definition an Bedeutung, weil die Kunst nicht mehr nur als das „Schöne“ auftrat. Apropos: „Heute wird ästhetisch umgangssprachlich als Synonym für Schönheit und Geschmackvolles gebraucht – dem ist aber nicht so.“ Ursprünglich bedeutet der Ausdruck nämlich „die Sinne betreffend“, beinhaltet also durchaus auch negative Empfindungen. Und diese Empfindungen speichert das menschliche Gehirn in seinen komplexen neuronalen Strukturen, was dazu führt, dass Geschmacksempfinden in unmittelbarem Zusammenhang mit starken Gefühlszuständen steht, wie es Irene Schütze in ihrem Buch „Über Geschmack lässt sich doch streiten“ erklärt: „Im Hippocampus werden einige Ereignisse oder Erfahrungen ein Leben lang gespeichert und sind aufgrund der Verbindungen zum limbischen System häufig mit intensiven Emotionen gepaart. Diese komplexen Erinnerungen kommen häufig erst durch eine ganz spezifische Geschmackswahrnehmung zum Vorschein.“ Das kann ein Stück Kuchen sein, der an gemütliche Sonntage zu Kindheitstagen erinnert und wohlige Wärme hervorruft. „Schon Kleinigkeiten lösen auf diese Weise ein unerhörtes Glücksgefühl, eine mächtige Freude und detaillierte Erinnerungen aus.“

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now unterhaltung

� Kauf mich, das macht dich glücklich! Heute wird der Geschmackssinn gerne für ganz handfeste Dinge benutzt: So schafft es die Modewelt beispielsweise, regelmäßig neue Designs als geschmackvoll anzubieten und damit Umsatz zu generieren, indem sie an bestimmte Vorstellungen in der Zielgruppe anknüpft und damit ein „Gebrauchswertversprechen“ (nach Wolfgang Fritz Haug) liefert. Dieses verleiht dem Konsumenten beim Kauf eines Produktes das Gefühl, besonders erfolgreich, gesund oder „in“ zu sein. Soviel zum Thema Manipulation oder Warenästhetik. Dabei kann dieses positive Gefühl in Verbindung mit einem Unternehmen aber auch ganz schnell ins Gegenteil kippen: Mein moralisches Empfinden zu der mein Leben begleitenden Lieblingsmarke kann sich schlagartig ändern, wenn ich erfahre, dass sie unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird. Dann bleibt halt ein Geschmäckle. Oder auch einfach nur ein fader Nachgeschmack. Gleich ob süß oder sauer, rot oder grün – Geschmack ist eine individuelle Größe, die sich nicht mit wissenschaftlichen Einheiten fassen lässt. Gott Lob! Schönheit liegt also damals wie heute im Auge des Betrachters, und selbst der 3-Sterne-Koch trifft nicht den Geschmack jeder noch so kultivierten Knospe. Und irgendwie ist es

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doch auch gut so, dass letztlich jeder seinen Geschmack hat. Auch das macht Individualität aus. 

„Das Geheimnis des Geschmacks – Aspekte der Ess- und Lebenskunst“ Beiträge namhafter Soziologen, Psychologen und Volkskundler zur Bedeutung des Geschmacks von der Antike bis zur Gegenwart. Herausgeber: Thomas Hauer, Anabas Verlag, Reihe Werkverbund-Archiv Band 29, ISBN 3-87038-366-6, 24,80 EURO „Über Geschmack lässt sich doch streiten“ Interessante Texte von Praktikern und Theoretikern aus den verschiedensten Bereichen von der Physik über die Bildende Kunst bis hin zur Gastronomie basierend auf Vorträgen und Dokumenten der Veranstaltungsreihe „projet goût – Revolution des Geschmacks“. Herausgeber: Irene Schütze, Kulturverlag Kadmos, ISBN 3865990878, 22,50 EURO Wir verlosen 5 Exemplare „Über Geschmack lässt sich doch streiten“ Zur Teilnahme genügt eine E-Mail mit dem Stichwort „Geschmack“ an feedback@schaffrath.de oder nutzen Sie unser Antwortfax. Einsendeschluss ist der 19.7.2012. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner informieren wir schriftlich. Viel Glück!


now reportage

Backstage Die neue Schaffrath-Imagebroschüre verlangte nach einer besonderen Bildsprache und forderte den Griff in die Trickkiste. „Der Schuss ist im Kasten!“ Ein kurzer Satz für den Fotografen, ein großer Satz für das Team. Schließlich löst sich damit die Anspannung der Tage in Wohlwollen auf – nach unzähligen Tassen Durchhalte-Espressi. Tatsächlich bedeutet ein Fotoshooting tagelange Konzentration, Planung, Perspektivwechsel und Improvisation. Kurz: Arbeit. Insgesamt 6 Personen befanden sich 3 Tage lang am Set: 2 Grafiker der Duisburger Kreativagentur cantaloop, der Fotograf Michael Neuhaus, zwei Models einer Düsseldorfer Agentur sowie eine Visagistin, die übrigens viel Haarspray für die scheinbar kopfüber stehenden Haare versprühte. Und alles dafür, damit die Imagebroschüre am Ende das ausdrückt, was Schaffrath ausmacht: „Dort sind Querdenker am Werk, kreative Menschen, die das Unternehmen zu weitaus mehr als einer Druckerei haben wachsen lassen“, so Junior-Art-Director Elisabeth Freese. Entstanden ist eine Broschüre mit individueller Bildsprache. Das war der Plan. Nun, wo Querdenker am Werk sind, sollten auch Grafiken eine andere Sprache sprechen als bereits zig-tausendfach verwendete Stock-Bilder jemals aussagen könnten. „Schließlich war es unser Ziel, uns bewusst auf eine neue Weise auszudrücken“, erklärt Alexandra Visser-Angenendt, Schaff­rath-Marketing. Sie vertraut schon lange auf die Kompetenz cantaloops und ließ dem Team viel Freiraum. Das Ergebnis: Die eigens produzierten Fotos sind schlicht, kunstvoll, handfest und einfach schaffrathtypisch. Dafür schienen optische Täuschungen, Schwerelosigkeit und reduzierte Farben perfekt: „Hier geht es um mehr als Technik, Maschinen und Papier. Der Mensch steht ganz sichtbar im Mittelpunkt.“ Mit Pappröllchen, Holzstäbchen und einer Menge Fantasie schwebten Computer und flogen Tastaturen – und am Ende gab’s kaum noch Nachbearbeitungen am Rechner. Kreativität und Handwerk gehen hier eine erfolgreiche und sichtbare Symbiose ein. So soll's sein.

Bestellen, Blättern oder Down­ loaden unter www.schaffrath.de > Infomaterial > Broschüren

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now relaunch

Motivierende Motive Vor zehn Jahren programmierte schaffrath medien die erste simplify-Website im Auftrag des Orgenda Verlages für persönliche Weiterentwicklung. Jahre, in denen sich das Web massiv veränderte. Und so legte Schaffrath mit aktuellsten Lösungen nun auch die Aha!-PlakatSeite, Teil der simplify-Produktfamilie, neu auf und verknüpfte dafür ein umfangreiches Shopsystem mit einer Typo3-Lösung.

www.motivationsposter.de www.simplify.de

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„Wer nur an Sonnentagen wandert, kommt nie ans Ziel.“ Ein leicht formulierter Sinnspruch, mit einer kräftigen Prise Wahrheit. Ein Grundsatzprinzip der Motivationsposter aus dem Orgenda Verlag. Warum sollte man ihn also nicht gut sichtbar in Form eines Posters ins Büro hängen? Quasi als Dauer-Motivationsstütze. Man könnte damit aber auch einmal eine Unternehmenspräsentation anreichern. Eben das war auch die Überlegung des Bonner Orgenda Verlages, der genau solche Motivationsposter vertreibt. Um diesen Vertrieb für den Verlag selbst und auch die User so einfach wie möglich zu gestalten, konnte sich schaffrath medien bereits 1998 als qualifizierter Begleiter beweisen. Der Multi-Media-Profi gestaltete und programmierte vor zehn Jahren die erste Aha!-Plakat-Seite, nun stand der Relaunch der eigens für die Motivationsposter entwickelten Homepage (www. motivationsposter.de) auf dem Programm. Zwei miteinander verknüpfte Systeme ermöglichen ab sofort eine reibungslose Bestellaufgabe auf der einen und die perfekte Datenverwaltung auf der anderen Seite.

Aus allen Vorteilen schöpfen „In den vergangenen zehn Jahren veränderten sich nicht nur technische Bedingungen, auch rechtlich gab es einige Neuerungen in Bezug auf die AGB oder Datenschutzbestimmungen beim Onlinevertrieb. Es war nun einfach an der Zeit, hier komplett neu anzusetzen“, erklärt Mario Hirschfeld, ­Schaffrath-Softwareentwickler. „Um für den Kunden die bestmögliche Lösung zu realisieren, wurden in diesem Projekt, die Vorteile des Shopsystems XT-Commerce mit dem Content-Management-System Typo3 kombiniert“, erklärt Gregor Post, Consultant bei Schaffrath DigitalMedien. „Somit ist es dem Verlag möglich, sowohl die reinen Inhaltsseiten zu verwalten als andererseits auch aus allen Vorteilen der Shopfunktionen zu schöpfen.“ Dazu zählen die übersichtliche Darstellung der Produktfamilie, die Zahlungsart, Versandkostenhinweise, Bestellhistorien, Angebote und Produktverlinkungen. Klarer Vorteil: Der User bemerkt nicht, dass er von der CMS-Website in ein Shopsystem (verwaltet über XT Commerce) geleitet wird, sobald er


now relaunch

ein Produkt kaufen möchte. Für ihn befindet sich – ganz selbstverständlich – alles in einem klaren Rahmen, aus dem er sich nicht wegbewegen muss. Technisch einfacher sind Lösungen, bei denen man zur Aktivierung des Shopsystems die Seite verlässt und auf einer externen Seite bestellt. Schaffrath DigitalMedien wählte jedoch den technisch aufwendigeren Weg, da die vergleichsweise einfachere Methode die Verbreitung des sogenannten Phishing (engl. fishing = angeln, fischen) vorantreibt. Hierbei wird versucht, über gefälschte Internetadressen oder Kurznachrichten an Userdaten zu gelangen und sie zu missbrauchen. „Ein neu geöffnetes Fenster ist nicht nur wenig elegant, es sorgt auch schnell für Misstrauen. Das vermeiden wir, indem beide Systeme im Frontend grafisch identisch sind und sich lediglich im Backend unterscheiden.“

Modern, übersichtlich, einheitlich Die Idee, mit zwei unterschiedlichen Systemen zu arbeiten, bewährte sich bereits in der Umsetzung des Forums, das ebenfalls über eine eigene Software verwaltet wird und sich damit vom Typo3-System der Website abhebt. Der Verlag ist es also gewohnt, auf diese Weise zu arbeiten und kann auch in Zukunft absolut unabhängig agieren. Dafür bot sich XT Commerce bestens an, wie Hirschfeld erzählt: „Das System ist einfach zu bedienen und mit allem Notwendigen ausgestattet. Sogar die Grafik konnten wir darüber problemlos anpassen.“ Die Daten transferierte schaffrath medien manuell, Orgenda strukturierte die Inhalte neu – das Ergebnis kann sich sehen lassen: Web 2.0 in Perfektion. Modern, übersicht-

lich, einheitlich und vor allem den rechtlichen Bedingungen des Onlinevertriebs angepasst. Der User kann sich sein Wunschposter – illustriert von Cartoonist Tiki Küstenmacher – aus sechs Kategorien (Topseller, Arbeitsorganisation, Kundenzufriedenheit, Eigenverantwortlichkeit, Mitarbeiterführung und Ziele erreichen) auswählen und entweder digital oder als DIN-A3-Poster per Post versendet erwerben. Zusatzfunktionen wie ein Bewertungstool bereichern das System und lassen Raum für direktes Feedback und damit Eindrücke über die Kundenzufriedenheit. Das Shopsystem bedient aktuell rund 600 Artikel – und könnte rein technisch betrachtet problemlos das 100-fache verwalten. Es gibt also reichlich Softwareluft nach oben.

Mario Hirschfeld

Gregor Post

Bestens gerüstet Von der Auftragsvergabe bis zur Realisierung war das DigtalMedien-Team knapp sechs Monate im Einsatz. „Zugegeben, wir waren natürlich nicht einzig und allein hiermit beschäftigt. So gesehen ist eine verdichtete Umsetzung sicher auch in gut drei Monaten möglich“, so Post und ist sich sicher, dass die Entwicklung professioneller Shop-Systeme weiter zunehmen wird. „Immer mehr Daten müssen unter immer strengeren Bedingungen verwaltet werden. Eine spannende Aufgabe, der wir uns dank solcher Projekte bestens gewachsen fühlen.“  Gregor Post T 0 28 31 925-526 post@schaffrath-digital.de

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now politik

Obwohl einer der ­ele­men­­taren Grund­sätze eines ­jeden Unternehmens, kommt dem Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht immer seine wohlverdiente Aufmerksamkeit zu.

Anders bei schaffrath medien: Zufriedene Mitarbeiter und hohe Qualitätsansprüche genießen hier seit jeher höchste Priorität. Wenn es um den Umgang mit den Themen Arbeitsund Gesundheitsschutz geht, haben Unternehmen genau zwei Möglichkeiten: Sie tun entweder das, wozu sie gesetzlich gezwungen werden, oder sie tun mehr. schaffrath medien wählte die zweite Alternative und schafft es so, mit seinen Mitarbeitern in den Dialog zu treten, ihre Meinungen und Wünsche bezüglich ihres Arbeitsplatzes und ihrer Aufgaben zu verstehen und Anregungen umzusetzen. Denn Arbeitsschutzmaßnahmen – vor allem die nicht selbstverständlichen – lohnen sich: Mitarbeiter, denen psychische Belastungen genommen werden und die sich auch körperlich wohl fühlen, leisten am Ende mehr. Deswegen arbeiten im Sinne allgemeiner Zufriedenheit und optimaler Ergebnisse im Gelderner Medienunternehmen gleich vier Personen Hand in Hand, denn: „wenn wir das Wohlempfinden am Arbeitsplatz unterschätzen, dann geht das letztlich zu Lasten der Leistungsqualität“, erklärt Prokuristin Elisabeth Hornen. Sie ist in erster Linie für den Einkauf und das Gebäudemanagement

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zuständig und damit natürlich auch für das Wohlergehen der Schaffrath-Mitarbeiter innerhalb des Gebäudes. Unterstützend zur Seite stehen ihr der Betriebsarzt Dr. Wilhelm Maaßen, Dr. Gottfried Poersch als Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie Personalleiter Martin Pickelein. Die Übergänge der vier Wirkungskreise sind durchaus fließend, gerade deshalb zeigte die enge Zusammenarbeit aller Verantwortlichen in der Vergangenheit schnell die gewünschte Wirkung, wie der Personalleiter erläutert: „Statistisch gesehen liegen wir in Bezug auf die Unfallquote unter dem Durchschnitt. Und bei den tatsächlichen Unfällen handelte es sich gottlob nur um Lappalien, wie ein blauer Daumen durch einen Hammerschlag.“

Die Tücke liegt im Detail Um (schwere) Unfälle sowie gesundheitliche Schäden so früh wie möglich auszuschließen, helfen auch Betriebsbegehungen, wie Arbeitsmediziner Wilhelm Maaßen sie regelmäßig durchführt: „Ich sehe mir dabei alle Bereiche an, die für die Arbeitnehmer relevant sind. Vom Sozialraum über den Schreibtisch bis zur Toilette, denn mitunter ist es nur ein kleiner fehlen-


now politik

Umweltfreundliche SchaffrathDruckmaschine

der Warnhinweis, ein falscher Kontrast am Bildschirm oder ein Möbel, das schlecht platziert ist, damit Unglücksfälle passieren können.“ Und die führen im schlimmsten Fall zu Personalausfällen. „Um nicht Gefahr zu laufen, betriebsblind zu werden und dadurch Fehlerquellen zu übersehen, suche ich bewusst den Kontakt zu den Mitarbeitern und stehe für Anregungen und Fragen jederzeit zur Verfügung“, so Poersch, der zweimal wöchentlich seine Runden durch alle Abteilungen geht und nach möglichen technischen Problemstellen Ausschau hält. Das können Zugluft, Lärm oder eine schlechte Beleuchtung sein – alles Auslöser für diffuse schlechte Gefühle, die nicht selten größere Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

Unternehmenskultur im Wandel „Das Bewusstsein für die in den Mittelpunkt rückenden Menschen ist in den zurückliegenden 25 Jahren parallel zur unternehmerischen Offenheit gegenüber Arbeitsschutzmaßnahmen gewachsen“, erklärt Maaßen. Davor passierte es durchaus noch, dass Mitarbeiter mit ihren Fingern in die Druckmaschine kamen, weil sie unbedacht und ungesichert mit ihnen umgingen. „Heute undenkbar.“ Warum? Weil sich die komplette Unternehmenskultur einem Wandel unterzogen hat – in nahezu allen Branchen und in nahezu allen Industrieländern. Gesunde und zufriedene Mitarbeiter sind heute Zeichen eines perfekten Zusammenspiels von Werten und Normen, die sich – wenn sie jeder Einzelne lebt – prägend auf den gesamten Betrieb und die geleistete Arbeit auswirken. Hornen: „Schaffrath hat sich selbst seit jeher einen hohen Anspruch an Qualität gesetzt, der auch einen gewissen Grad an Verantwortung mit sich bringt. Dieses Ziel verfolgen wir hier gemeinsam mit allen Mitarbeitern. Selbstredend auch im Sinne unserer Kunden.“ 

Drucker Marcus Hiltrop mit Gehörschutz bei Schaffrath

V. l. n. r.: E. Hornen, M. Pickelein, Dr. G. Poersch, Dr. W. Maaßen

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now feature

woher weht der

wind of change? Organisation und Organismus verbinden sich nicht nur in ihrer griechischen Wurzel (organon = Werkzeug). Beide Begriffe stellen Systeme dar, die einer ständigen und zielgerichteten Entwicklung unterworfen sind – man denke nur an die Evolution. Und auch das System Mensch entwickelt sich immer weiter.

Der Wandel ist ein Motor der Zivilisation. Ein Motor, den bereits die alten Ägypter erkannten oder Johannes Gutenberg oder August Otto, die allesamt die Dinge weiterzuentwickeln versuchten. Ohne sie würden wir vielleicht noch immer in Höhlen sitzen, eine von Hand geschriebene Morgenzeitung lesen und später vielleicht mal zu Fuß gehen. Gleichstand ist eben häufig Stillstand, sodass auch Organisationen und Unternehmen sich und ihr Tun immer wieder reflektieren und gegebenenfalls verändern müssen, um im besten Falle lebens- und konkurrenzfähig zu bleiben. Dazu verleitet ein durchaus geheimnisvoller Impuls die Unternehmenswelt immer wieder zu einem spürbaren Wandel. Aber wie? Ist er aufgezwungen? Oder stecken Visionäre, Enabler, Macher dahinter? Und wenn ja, was treibt sie an?

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Marktzwänge, Visionen, Bauchentscheidungen Die klassische Wirtschaftswissenschaft kennt viele Gründe für die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen. Das können äußere Faktoren, wie starke Wettbewerber, technologische Umstellungen, Wirtschaftskrisen, politische Entscheidungen, neue Kundenwünsche oder eine kritische Öffentlichkeit sein. Und vor allem die Globalisierung bringt neben ihren unzweifelhaften Vorteilen der weltweiten Vernetzung auch einen Kosten- und Leistungsdruck mit sich. Auch Beschäftigte können Veränderungen initiieren, wenngleich Entschluss und Durchführung letztlich „von oben“ und damit aus den Führungsetagen kommen. Das Management muss beispielsweise veraltete Geschäftsmodelle reformieren, e­ ingerostete Unternehmensstrukturen flexibilisieren oder neue Produkte ein-

führen, um das Unternehmen in Summe den Zeichen der Zeit anpassen zu können. Klassische Wirtschaftsvokabeln und doch Gründe, die rationell, greifbar und zählbar sind. Also klar definiert. Was ist aber, wenn ein Visionär das Firmenruder herumreißt und eine gemeinsame Reise bis ans Ende des bisher Vorstellbaren verordnet? Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Apple machte schwierige Zeiten durch, nachdem Gründer Steve Jobs das Unternehmen Mitte der 80er Jahre verließ. Mit dem All-in-one-DesktopRechner iMac und innovativen Produkten außerhalb des klassischen Computer-Segments sorgte er nach seiner Rückkehr jedoch dafür, dass Apple in kurzer Zeit an die Marktspitze schoss. Jobs’ geniales Gespür für Design, Usability, Lifestyle und Marketing, sein an Besessenheit grenzender Perfektionismus und die Fähigkeit, alle mit seinen Ideen anzustecken, haben


now feature

den Apple-Mythos nachhaltig geprägt. Er hatte Ideale, stellte sich auf die Bühne und sagte: „JA! Das ist die neue Lösung.“ So klingt die Businessversion des Erfolgs. Die der brasilianischen Schriftstellerin Clarice Lispector klingt verspielter und meint doch nichts anderes. „Alles in der Welt begann mit einem JA. Ein Molekül sagte JA zu einem anderen Molekül – und das Leben begann.“ So positiv kann Veränderung sein.

Alchemie des Erfolgs Viele charismatische Unternehmerund Erfinderpersönlichkeiten gelten als sonderbar, mitunter gar als verrückt – wobei „verrückt“ hier als „etwas zur Seite rücken“ verstanden werden darf. Und damit als ein: Die-Dinge-Aus-Einem-AnderenBlickwinkel-Sehend. Das Jahrhundert-Genie Albert Einstein fasste es treffend in Worte: „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vorne herein ausgeschlossen erscheint.“ Kreative und geniale Regelbrecher beweisen bei ihren Projekten Mut und Beharrlichkeit, selbst wenn die ganze Welt gegen sie ist. Beispiel Walt Disney: Um seinen Traum von Disneyland zu erfüllen, musste er sein Konzept bei dreihundertundeiner Bank vorstellen. Erfolglos. Erst die Dreihundert-

zweite bewilligte den Kredit. Aber Disneys Durchsetzungswille – von der Wissenschaft Volition genannt und in Studien zum unternehmerischen Erfolg als unentbehrlich eingestuft – gab ihm Recht. Der Wille versetzt Berge – wie schön, dass die Forschung das jetzt auch herausgefunden hat! Wirtschaftspsychologen stellen bei allen außergewöhnlichen Persönlichkeiten zudem eine gesunde Risikobereitschaft fest. Gekoppelt mit einer feinen Spürnase für die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt förderte sie schon viele erfolgreiche Veränderungen zu Tage. Dabei ist die Intuition nur schwer zu erklären, und erlernen kann man sie schon gar nicht. Schade eigentlich, denn allein durch gute Produkte, Effizienz, Kollaboration und Gewinnmaximierung wird aus einem Start-Up noch keine Legende. Es gibt nur einen Walt Disney und nur einen Steve Jobs. Und allein ihr Name löst in unserem Kopf eine Flut an Assoziationen aus. Natürlich wird nicht jeder als Genie geboren, aber vielleicht wäre zumindest bei Veränderungsprozessen der Weg abseits der tristen Rationalität gehenswert? Auch wenn ein Denken außerhalb der Routinen, festen Abläufe und Regelwerke nicht immer einfach ist. Aber – um noch einmal Einstein zu bemühen: Man kann ein Problem nicht mit den gleichen

Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben. Und das beweisen erfolgreiche Firmen Tag für Tag. Dennoch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Sein natürlicher Instinkt rät ihm zunächst zur Vorsicht. Doch: „Wer wachsen will, darf das Risiko nicht scheuen. Es ist ein natürlicher Teil des Lebens“, erklärt Management- und Persönlichkeitstrainer Jörg Löhr. Um also erfolgreich(er) zu sein, braucht es demnach nicht nur eine Vision und ein anvisiertes Ziel. Es braucht vor allem „den Mut zur letzten Konsequenz: der Umsetzung.“ Und ein gehöriges Quäntchen Glück.

Ade, kalter Krieg Und so schuf eine Veränderung der Extraklasse 1989 sogar die Neuordnung unserer politischen Landkarte, als die Weltmächte das Ende ihres ergrauten kalten Krieges mit der Auflösung der Sowjet­ union erklärten. Ganz nebenbei – und herrlich zeitgleich – veränderte auch eine weltweit erfolgreiche Rockband den Anstrich der Vokabel „Veränderung“, in dem es die passende Titelmelodie dazu pfiff. Eine Melodie, die den Wind of Change für alle Zeiten in einen positiven Klang goss. 

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now freizeit

Mutig,

wer nach unten sieht

Hochseilgärten sorgen für einen ganz besonderen Kick. Denn je schwieriger in der Höh’, umso kribbeliger im Bauch.

Die Auswahl an Hochseilgärten in unserer Nähe ist groß. Ihr Mut auch?

Das Sicherungsgeschirr ist umgeschnallt, der Karabiner klickt. Quasi eingeloggt in der bis zum Ende durchlaufenden Sicherungsführung. Dann geht’s auf zu Plattform Nummer eins des fünf Meter hohen Startpunktes. Und schon stellt sich jenes Gefühl ein, das wir noch vom Drei-Meter-Brett aus dem Schwimmbad kennen – von unten sieht es so einfach aus, von oben zumindest beeindruckend. Und doch ist es irgendwie ein tolles Gefühl. Dabei ist es erst der Anfang eines Parcours, der Geschick und wohlüberlegtes Vorgehen verlangt. Klettern im Hochseilgarten mausert sich nicht umsonst zu einem beliebten Freizeitvergnügen, das übrigens weitaus weniger mit sportlicher Herausforderung zu tun hat, als man zunächst annehmen mag. Der balancierende Weg durch den Hochseilgarten zielt vornehmlich auf die bewusste und vielmehr noch auf die unbewusste Auseinandersetzung mit der Psyche. Das Klettern als Medium, welches uns dazu bewegt, den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen, Kräfte überlegt zu dosieren und Problemlösungsstrategien völlig auf sich gestellt zu entwickeln. Die Folge: nachlassende Ängste, ein gesteigertes Selbstbewusstsein und ein ganz besonderes Hochgefühl. Ob das die Intention der Franzosen war, als sie 1875 den ersten Klettergarten entwickelten, bleibt einmal dahingestellt. Doch Fakt ist, dass dieser Seilparcours zu einem regelrechten Trend avancierte, schleunigst über den Atlantik schwappte und schließlich in die weite Welt strömte. Allein in Deutschland können moderne Abenteurer ihrer Kletterlust heute in über 400 Seilgärten freien Lauf lassen.

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now freizeit

Innere Überwindung Abenteuerlust in Ehren: Die erste Hürde folgt auf dem Fuße, gilt es doch zuallererst, die ureigene Höhenangst zu besiegen. Sie steckt praktisch in jedem von uns und ist – nicht nur evolutionär betrachtet – durchaus sinnvoll: Der Selbsterhaltungstrieb meldet uns in luftiger Höhe eine akute Bedrohung für Leib und Leben, was erklärt, dass allein bloßes Herunterschauen zu Schweißausbrüchen, Herzrasen und Übelkeit führen kann. Und doch gibt es Menschen, die an dem Adrenalinrausch Gefallen finden und freiwillig weitaus größere Gefahren als die Bezwingung eines Parcours auf sich nehmen. Bereits das Klettern verhilft zu mehr als dem floskelhaften „Kick“: Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, ihre physischen und geistigen Grenzen auszutesten und über sich selbst hinauszuwachsen. Sie lernen sich in einer Gruppe als Team neu kennen und erleben ein reizvolles Highlight abseits einer weitgehend abgesicherten Welt. Ob allein, mit der Familie, den Freunden oder den Arbeitskollegen – das Gefühl des Miteinanders verändert sich tatsächlich im Laufe eines Hochseil-Parcours. Aus diesem Grund nutzen einige Unternehmen die Angebote der Hochseilparks auch für Management- und Motivationstrainings. Spielerisch bauen sich dabei Vertrauen sowie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit auf, während sich zwischenmenschliche Blockaden lösen. Und manchmal geht es dem Klettermax wohl auch einfach nur darum, ohne (Gesichts-)Verluste zu hangeln, zu balancieren und auszutoben, was die Seile halten, um der im Alltag abverlangten Contenance für einige Stunden zu entfliehen. Wer sich überwindet, bekommt also seine ureigene Glückshormon-Fontänen als Dreingabe zum Eintrittspreis geliefert. Spiel, Spaß und etwas zu naschen. Beinahe.

Hohe Sicherheit Der „Klettergartologe“ unterscheidet zwischen zwei Bauarten: dem Hochseilpark (Seilkons­ truktion zwischen frei stehenden Pfählen) und dem Waldseilpark, in dem Seile mitten in der Natur zwischen lebenden Bäumen gespannt zum Emporklimmen einladen. Auf dem Weg ins Adrenalinglück gilt es Seil- und Holzbrücken, Netze, Baumstämme und Rutschen geschickt zu überwinden. Und das in Höhen zwischen fünf und zwanzig Metern – wobei tief stapeln für den Anfang sicher der beste Rat ist, denn von oben betrachtet, erscheinen fünf Meter doch deutlich höher als vom sicheren Boden aus. Siehe Drei-Meter-Brett. Apropos sicher: Je nach Hochseilgarten sichern sich die Kletterwilligen bei jedem Hindernis selbst neu oder durchlaufen einen geradlinigen Parcours, bei dem sie durchgehend mit der eingangs erwähnten Laufschiene verankert sind. Doch immer wachen professionelle Trainer über das Geschehen in der Höh’, begleiten die Gruppen, geben Ratschläge, greifen bisweilen unverzüglich ein und seilen im Notfall auch schon mal ab. Es geht also hoch her in der Rhein-Ruhr-Region, denn allein hier laden über 30 Hochseilgärten zum Endorphintrip ein: Für Naturverbundene bieten sich beispielsweise die drei tree2tree Kletterparks im Dortmunder Revierpark Wischlingen, im Sportpark Wasserwelt Duisburg-Wedau und im Kletterwald am CentrO (www.tree2tree.de) an. Freistehende Hochseilgärten sorgen ebenfalls für den besonderen Kick. Diese sind in Düsseldorf (www.hochseilgarten-duesseldorf.de), im Hochseilklettergarten am Alpincenter Bottrop (www.alpincenter.com/bottrop/funsport/hochseilklettern) oder im Adventurepark Xanten (www.adventurepark-xanten.de) zu finden. Ein Highlight für alle Winnetou-Fans könnte das Big Tipi in Dortmund sein, denn hier locken findige Hindernisse, aufgebaut in einem überdimensionalen Indianerzelt (www.bigtipi.de). 

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now kuriosus

den ball um die ecke bringen oder: Wie entsteht eine Bananenflanke? Prof. Kuriosus hat die Lösung.

Der Torwart fürchtet sie, der Torjäger beherrscht sie und der Physiker versteht sie: Die berüchtigte Bananenflanke. Dieser Querpass wirkt auf den faszinierten Zuschauer wie ein Zaubertrick, der den Ball scheinbar entgegen allen physikalischen Gesetzen in einer Kurve um die feindliche Mauer herum ins Tor bringt. Dabei ist es gerade die Physik, die dieser „Zauberei“ erstmalig auf den Grund gegangen ist.

Fußball-Europameisterschaft 8. Juni bis 1. Juli 2012

Die Bananenflanke – oder genauer gesagt das dafür verantwortliche physikalische Phänomen – wurde bereits vor 160 Jahren vom deutschen Physiker und Chemiker Heinrich Gustav Magnus erklärt. Dieses Phänomen der Strömungsmechanik hat auch gleich seinen Namen bekommen: ­Magnus-Effekt. Magnus ist mit Hilfe der Bernouilli-Gleichung dem Verhältnis zwischen dem Luftdruck und der Geschwindigkeit rotierender Körper wie Kugeln oder Zylinder – oder wie im Fall der Bananenflanke eines Fußballs – auf die Schliche gekommen. Und das funktioniert so: Der Fußballer spielt den Ball mit Effet – also etwas seitlich von der Ballmitte, zum Beispiel rechts. Dadurch dreht sich der Ball mit etwa 100 km/h um die eigene Achse von rechts nach links und fliegt gleichzeitig – erst einmal – geradeaus. Die Rotationskraft und die Reibung zwischen der Luft und der Balloberfläche erzeugen Luftströmungen, die sich mit dem Ball in die Drehrichtung bewegen. Auf der rechten Ballseite – in der Flugrichtung – wird die Luftströmung durch die von vorn fließende Luft ausgebremst. Links – gegen die Flugrichtung – kann die Luft ungehindert am Ball vorbeiströmen und wird somit beschleunigt, wobei auf dieser Ballseite ein Unterdruck entsteht. Der Ball „sucht“ die Seite mit dem geringeren Luftwiderstand und driftet nach links ab. Je größer seine Rotationsgeschwindigkeit, desto stärker krümmt sich die Flugbahn. Von links gespielt fliegt die Bananenflanke – mit der für die Wissenschaft üblichen Logik – spiegelverkehrt. „Manni Banane, ich Kopf, Tor!“ – so beschrieb das „Kopfballungeheuer“ Horst Hrubesch in den 80er Jahren seine Siegesformel, die auf die berühmten Bananenflanken von Manfred Kaltz anspielt. Ob das Erfolgsgeheimnis der deutschen Nationalelf in diesem EM-Jahr genauso treffsicher in Worte gegossen werden kann, bleibt abzuwarten. Die Bananenflanke dürfte dabei eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielen. Wenn man nur weiß, wie es geht. 

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now news

unsere verantwortung

Unsere Verantwortung

"unsere verantwortung" entdecken sie die schaffrath umweltbroschüre Der Mensch ist mehr und mehr aufgefordert, sich Gedanken über den Schutz der Natur und der Umwelt zu machen. Als Prodktionsbetrieb trägt schaffrath medien auch in Zukunft diesbezüglich eine ganz besondere Verantwortung. Wir bieten unseren Kunden die Produktion qualitativ hochwertiger Printund Digitalmedien, die bei ihrer Herstellung die Umwelt so wenig wie möglich belasten. Was wir aus diesem Anspruch für unseren Betrieb ableiten und weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserer neuen Broschüre „Unsere Verantwortung" . Bestellen, blättern oder downloaden unter www.schaffrath.de > Infomaterial > Broschüren

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L.N. GmbH & Co. KG KG L.N.Schaffrath Schaffrath GmbH & Co. DruckMedien DruckMedien L.N. DigitalMedien GmbH L.N.Schaffrath Schaffrath DigitalMedien GmbH Marktweg Marktweg42–50 42–50 D-47608 D-47608Geldern Geldern T +49 +49(0)2831 (0)2831396-0 396 - 0 F +49 +49(0)2831 (0)2831396-110 396 -110 info@schaffrath.de info@schaffrath.de www.schaffrath.de www.schaffrath.de