Die Zufahrten zum FehmarnbeltTunnel auf dänischer Seite auf Lolland (oben) und auf deutscher Seite auf Fehmarn führen über Anhöhen mit Blick auf das Meer und die gegenüberliegende Seite, bevor die Straße im Tunnel verschwindet.
Camilla Hedegaard Møller Im Jahr 2022, so ist zu hoffen, werden die ersten Autos durch den Fehmarnbelttunnel rollen. Die Zufahrt zum Tunnel führt durch ein sanft ansteigendes Gelände bis auf eine Anhöhe von deren Kuppe der Blick bis zur gegenüberliegenden Küste schweift, dem Fahrtziel im Nachbarland. Dann geht es gemächlich abwärts zum Tunnelportal. Der 18 Kilometer lange Tunnel selbst ist, nach einer Zone, in die gefiltertes Tageslicht eindringt, abschnittsweise in wechselnden Farben beleuchtet. Die Vision hinter der Gestaltung für die Zufahrtszonen dieses in jeder Hinsicht künstlichen Projektes sei, dass die Nutzer des Tunnels wie selbstverständlich unter dem Meeresgrund hindurch fahren würden, erläutert Landschaftsarchitekt Jørgen Becker-Christensen, der dem dänischen
üro Schønherr angehört. Becker-ChristenB sen war zusammen mit dem in London ansässigen Architekturstudio Wilkinson Eyre Architects als Sub-Berater zum Aesthetic Design Team hingezogen worden. Die Tunnelpläne stachen 2011 ein parallel entwickeltes Brückenprojekt aus, woraufhin ein aus Rambøll, Arup und Tec bestehendes Joint Venture für den Auftrag geber Femern A/S die Arbeiten zur Entwurfsplanung aufnahm. Die Idee, den der Tunneleinfahrt zustrebenden Autofahrern wenigstens vorübergehend einen Blick auf Meer und Horizont zu gewähren, entstand bereits früh. Auf deutscher Seite gibt es eine natürliche Anhöhe. Auf dänischer Seite konnte die Idee mit einer über den vorhandenen Deich hinausragenden Aufschüttung verwirklicht werden. Garten + Landschaft
4/2015
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