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Ferruccio Cainero

T heater

Caineros Lesung

S o z i a l e s P l u g -i n vo n Fa ce b o o k

23. Januar 20 13, Simo na Sala

Ferruccio Cainero hat mit den grossen Persönlichkeiten des europäischen T heaters zusammengearbeitet. Seit einigen Jahren lebt der Schauspieler, PDFmyURL.com


Regisseur und Autor im Tessin. Jetzt hat ihm das Teatro Sociale in Bellinzona die Regie von «Der lange Winter» übertragen, Giovanni Orellis epochale Schilderung eines Lawinenunglücks. Ferruccio Cainero wurde 19 53 in Udine (Friaul) gebo ren. Als Schauspieler, Regisseur und Auto r arbeitete er mit vielen gro ssen Persö nlichkeiten des euro päischen Theaters zusammen, darunter Dario Fo , Tadeusz Kanto r und Lele Luzzati. In der Deutschschweiz kennt man Cainero vo n seiner Radio rubrik «Mo rgengeschichte» auf SRF1 und wegen seiner Beziehung mit der Clo wnin Gardi Hutter, für die er auch Stücke schrieb. Jetzt hat Gianfranco Helbling, der Direkto r des Teatro So ciale in Bellinzo na, Cainero mit der Aufgabe betraut, den Ro man «Der lange Winter» («L'anno della valanga») vo n Gio vanni Orelli auf die Bühne zu bringen. Damit wagt sich das Theater der Kanto nshauptstadt – unterstützt durch das Migro s-Kulturpro zent – zum ersten Mal in seiner Geschichte an eine Eigenpro duktio n. Im Gespräch erläutert uns Cainero , wie er in seiner Inszenierung die Stilmittel Lesung und Rezitatio n einsetzt, um mö glichst wenig vo m ursprünglichen Wo rtlaut und der Erzählkraft Gio vanni Orellis zu verlieren. So gelingt es ihm, zwei wesentliche Aspekte des Ro mans zu erfassen: den allgemeingültigen Wert der Geschichte und die tiefe Krise, welche die ländliche Welt während der Entstehungszeit des Ro mans erfasst hat.

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Eine weltliche Liturgie

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Orelli beschreibt sehr präzise die Bedro hung eines Do rfes im Bedretto tal durch gewaltige Schneemassen und wie sich dadurch die Wahrnehmungen verschieben, das Vertraute langsam dem Unheimlichen weicht, die Alten an Einfluss verlieren und die Jungen sich durchsetzen. Nachdem die Bauern jahrhundertelang ihr Leben nach den Jahreszeiten und nach einer vo rgegebenen «so zialen Hierarchie» ausgerichtet hatten, in welcher der Glaube eine wichtige Ro lle spielt, werden sie plö tzlich mit einem Wertezerfall und der Umkehr ihrer Prio ritäten ko nfro ntiert. In dieser Krise, symbo lisch ausgelö st durch eine Lawine, die jedo ch die gesamte Gesellschaft auf all ihren Ebenen erfasst, erkennt Cainero ein Sinnbild unserer aktuellen Krise. Für den aus dem Friaul stammenden Regisseur war es wichtig, dem Originaltext den hö chstmö glichen Respekt zu zo llen und ihm so treu wie mö glich zu bleiben. Daher schrieb er den Ro man nicht in ein Theaterstück um, so ndern inszenierte, wie er sagt, «eine Lesung mit vier Schauspielern auf der Bühne». Dabei wechseln sich Teile, die im Cho r gelesen werden, mit einzeln vo rgetragen Passagen ab. Zudem wechseln vo rgelesene und auswendig vo rgetragene Stellen. All dies in einer vo m Regisseur festgelegten ko mpo sito rischen Ordnung. Mit diesem Ko nzept ehrt Cainero nicht zuletzt ein anderes, in Orellis Ro man o mnipräsentes Element – den Glauben. «Ich versuche eine Art weltliche Liturgie zu erschaffen, eine Messe, die auch eine Feier sein so ll», sagt Crainero . «Denn im Grunde geno mmen ist auch das Theater eine Feier.» Neben Ferruccio Cainero selbst stehen Anahì Traversi, Marco Ho rvat und Tatiana Nyffeler auf der Bühne.

Themen

Maschinengesänge Eine «Handy-Oper» vo rgetragen vo n Ro bo tern – das ist «Hermes» vo n Karl Heinz Jero n. Der Berliner weiterlesen Künstler hat Gesprächsfetzen aus Telefo naten, die er im Idee

Die Musik als Erzählelement In Cainero s Interpretatio n spielt die Musik eine wichtige Ro lle. Alle Ko mpo sitio nen für dieses Stück stammen vo n Danilo Bo ggini, der selber auch das Akko rdeo n spielt. Begleitet wird er vo n Sara Alberto ni an der Klarinette. «Die Lieder sind nicht als Intermezzo gedacht, so ndern verbinden sich mit dem Text», erklärt Crainero . «Die Musik hat nichts mit der Vo lksmusik der Regio n zu tun, Bo ggini wählt vielmehr einen jazzigen Ansatz. Wir tragen auch keine Bauernko stüme, so ndern

Idee

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neutrale Kleidung, schliesslich sind wir ja ein Cho r.» So entsteht immer wieder eine tiefe Wechselbeziehung zwischen Text und Musik, etwa in Passagen, die vo n allen Schauspielern gemeinsam in ko nstantem Crescendo gelesen werden. So entsteht der Eindruck einer Art Kirchenmusik. Es ist Cainero s inszenato rischer Trick, der es erlaubt, den Text vo rzulesen und mit einer Bedeutung aufzuladen. Gleichzeitig bleibt er damit dem Originaltext so treu wie mö glich.

Die Idee des Migro sKulturpro zent geht auf den Migro s-Gründer Go ttlieb Duttweiler zurück. weiterlesen

Aus: «Azio ne», 14.0 1.20 13; Übersetzung: Supertext Weitere Aufführungen von «Der lange Winter»: 01.02.2013 Theater Chur 09.03.2013 Aula Magna der Scuole Medie in Stabio Lesen Sie auch unser Gespräch mit dem Auto r

Gio vanni Orelli

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