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SONNTAG

Die Spendenaktion des Tagesspiegels: Hilfe für Kinder, deren Eltern sterben – Berlin, Seite 13 BERLIN, SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / 67. JAHRGANG / NR. 21 176

Für Brüderle ist Basis-Votum nicht bindend Berlin - Wenige Tage vor der Abstimmung der FDP-Mitglieder über den künftigen Euro-Kurs ihrer Partei hat Fraktionschef Rainer Brüderle die Folgen des Basis-Votums relativiert. Bei dem Mitgliederentscheid gehe es um die Haltung der Partei in einer Sachfrage und „nicht um die Regierungsbeteiligung“, sagte Brüderle dem Tagesspiegel. Für die Abgeordneten der FDP-Bundestagsfraktion gebe es kein imperatives Mandat. Das gelte auch, wenn sich die Basis der FDP gegen den Euro-Rettungskurs der schwarz-gelben Koalition aussprechen sollte. Die Mitglieder der Partei können noch bis zum 13. Dezember ihre Stimme abgeben. Das Ergebnis soll am 16. Dezember bekanntgegeben werden. asi — Seiten 3, 6 und 24

BUNDESLIGA Bayern München – Werder Bremen M’gladbach – Borussia Dortmund 1. FC Kaiserslautern – Hertha BSC SC Freiburg – Hannover 96 VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 VfB Stuttgart – 1. FC Köln

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Dicke Schichtwolken am Himmel über Berlin und Umgebung, dazu Sprühregen.

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LESERBRIEFE@TAGESSPIEGEL.DE TEL. REDAKTION . . . . . . . . . . . . (030) 29021 - 0 TEL. ABO-SERVICE . . . . . . (030) 29021 - 500 TEL. SHOP . . . . . . . . . . . . . . . . . . (030) 29021 - 520 TEL. TICKETS . . . . . . . . . . . . . . (030) 29021 - 521 ISSN 1865-2263

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as, was an dem Fall Guttenberg ebenfalls interessant ist, aber in den letzten Tagen von niemandem aufgegriffen wurde: seine Wunderheilung. Herr Guttenberg pflegte eine Brille zu tragen. Bei seinem Comeback tritt er den Menschen ohne Brille entgegen. Man kann natürlich zu Kontaktlinsen übergehen. Man kann sich lasern lassen. Deshalb hätte ich mir, ehrlich gesagt, über die Abwesenheit der Guttenbergschen Brille keine Gedanken gemacht. Ein Fehler! Im „Zeit“-Interview wird er nämlich nach der Brille gefragt. Guttenberg sagt,dass er von einerÄrztin in den USA erfahren hat, dass er überhaupt keine Brille braucht. Er könne, wörtlich, „vollkommen ausreichend sehen“ – deswegen, vermute ich, sieht er jetzt auch die „Spinnweben“, die über der CSU liegen. Einige Zeilen weiter sagt er, dass er „auf dem linken Auge extrem kurzsichtig“ gewesen sei, auf dem rechten Auge hingegen „relativ weitsichtig“, und zwar seit Jahren. Ihm sei aber erklärt worden, dass die Augen sichim Alter verbessern können. Jetzt trage er nur noch beim Autofahren Brille: „Da ist es schon besser, wenn man mit dem linken Auge etwas mehr sieht als nur schwarze Klum-

Wie Starkoch Tim Raue Maos Lieblingsschwein Stellenmarkt entdeckte – Sonntag

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Neue Senatorin: Berlin braucht „Mentalitätskick“

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Die Zukunft der Stadt

Aus, vorbei

Berliner Mischung Von Ralf Schönball

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Von Obernitz fordert neues Verhältnis zu Leistung Notarkammer entlastet Justizsenator Braun Von Werner van Bebber, Moritz Döbler und Lars von Törne Berlin - Die neue Berliner Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz (parteilos, für CDU) fordert in der Hauptstadt ein anderes Verhältnis zu Leistung und Anstrengung. „Es muss klar werden: Wer sich zur Decke streckt, kommt damit auch weiter“, sagte sie dem Tagesspiegel im Interview. „Das ist ein Mentalitätskick, den ich gerne anstoßen möchte.“ Vor allem in den Schulen und im Übergang ins Berufsleben brauche Berlin „eine stärkere Leistungsmentalität“, sagte die aus Bayern stammende Volkswirtin, die am vergangenen Freitag ihr neues Amt angetreten hat. Von Obernitz, die zuvor beim Industrie- und Handelskammertag Bereichsleiterin für Berufsbildung und Bildungspolitik war, kündigte an, der von Klaus Wowereit (SPD) geführte neue schwarz-rote Senat werde „einen großen Schwerpunkt auf die Ansiedlung von Unternehmen legen“. Dazu sollen schnellere Genehmigungsverfahren und unbürokratische Hilfestellungen beitragen. Die umstrittene Trennung der bisher verbundenen Ressorts für Forschung (jetzt bei Wirtschaft) und Wissenschaft (weiterhin bei Bildung) bezeichnete die neue Senatorin als „Herausforderung für uns“. Die damit verbundene Vielzahl der Ansprechpartner für Wissenschaft und Wirtschaft müsse aber „kein Problem sein, wenn wir im Senat gut kooperieren“. Obwohl sie von CDU-Landeschef Frank Henkel als Senatorin geholt wurde, will von Obernitz bis auf Weiteres der Partei nicht beitreten. „Die Parteilosigkeit räumt einem ein Stück Freiheit ein“, sagte sie. „Das ist für ein Wirtschaftsressort durchaus interessant. Ich bin unter der Prämisse der Parteilosigkeit ins Amt gekommen, und das bleibt auch erst mal so. Eines der Themen, für das sich die

Das Wunder Guttenberg Von Harald Martenstein

pen, die einen überholen.“ Ein schwarzer Klumpen, der ihn links überholt, für michklingtdas wieein AngriffaufSeehofer. Mit Eitelkeit jedenfalls habe die ganze Sache nicht das Geringste zu tun. Zufällig habe ich einen ähnlichen Augenfehler, ein Auge kurz-, das andere weitsichtig. Vom Augenarzt weiß ich, dass es tatsächlich das Phänomen der Altersweitsichtigkeit gibt. Eine Kurzsich-

Mutter dreier Kinder künftig besonders einsetzen will, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zum einen soll dasBerliner Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder weiter ausgebaut werden, zum anderen will sie bei Arbeitgebern für mehr Flexibilität werben. Der neue Senator für Justiz und Verbraucherschutz Michael Braun sieht sich von dem Vorwurf entlastet, er habe als Notar seine Pflichten vernachlässigt. Braun verweist auf eine Erklärung der Berliner Notarkammer. Die Standesorganisation nimmt darin auf zwei Seiten zu dem Vorwurf Stellung, dass Braun den Verkauf von sogenannten Schrottimmobi-

Rechtsausschuss befasst sich mit Vorwürfen um Schrottimmobilien lien zum Nachteil getäuschter Käufer beurkundet habe. Das hatte ein Berliner Anleger-Anwalt behauptet. Der Notarkammer liegt indes keine Beschwerde gegen Braun wegen dessen Amtsführung vor. Man habe keine Anhaltspunkte dafür, dass Braun seine Pflichten als Notar vernachlässigt habe, schreibt die Präsidentin der Notarkammer, Elke Holthausen-Dux. In der CDU hatte der Angriff auf Braun erhebliche Aufregung zur Folge. Landeschef Frank Henkel, der neue Innensenator, sprach Braun am Sonnabend sein Vertrauen aus. In der Berliner Politik wird die Debatte über Brauns Eignung als Senator für Verbraucherschutz noch weitergehen. Der Rechtssausschuss soll sich auf Antrag der Grünen am Mittwoch mit den Vorwürfen gegen den neuen Senator befassen. — Seiten 10 und 12

tigkeit kann sich, etwa ab dem 40. Lebensjahr, abmildern. Weitsichtigkeit dagegen wird meistens schlimmer. Menschen, deren relativ starke Weitsichtigkeit im Laufe des Alterns verschwindet, sind erstaunliche Naturphänomene, vor allem, wenn dies innerhalb kurzer Zeit geschieht. Noch erstaunlicher ist es, wenn, wie im Falle Guttenberg, das eine Auge, das kurzsichtige, sich in Richtung Weitsichtigkeit entwickelt, während das andere Auge, das weitsichtige, in seiner Entwicklung diegenauumgekehrte Richtung einschlägt. Dies sind Vorgänge, die man nur mit Jesu Wandeln über das Wasser vergleichen kann. Guttenbergs Körper gehört nicht in die Politik, er muss der Wissenschaft zur Verfügung stehen. Und wenn er doch die Unwahrheit sagt? Heimlich Kontaktlinsen, nein, das wäre die denkbar größte Dummheit. Was ichfür möglich halte:Dass Herr Guttenberg auch seine Brille nicht sauber gekennzeichnet undauf verschiedenenDatenträgern abgelegt hat, wie die Zitate in der Doktorarbeit, und sie aufgrund seiner chaotischen Arbeitsweise und seiner Belastung als junger Vater nicht wiederfindet. Nun hat er nicht die Kraft, das sich selbst gegenüber einzugestehen.

Letzter Akt. Ein Knall, eine Rauchwolke, dann stürzte das Dach der 1956/57 wieder aufgebauten Deutschlandhalle in Berlin am Samstag, Punkt 9.53 Uhr, in sich zusammen. Mit der Sprengung begann die Endphase des Abrisses. Auf dem Areal soll eine neue Messehalle für 65 Millionen Euro entstehen (Seite 9). Fotos: dapd

n dieser Aufgabe haben sich schon viele vor ihm verhoben, Genossen zumal, denn die Entwicklung dieser Stadt, die Verantwortung für das Bauen und Wohnen in Berlin haben die Sozialdemokraten seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr aus der Hand gegeben. Kein anderer Senator hat bessere Möglichkeiten zu gestalten. Aber auch kaum ein anderes Amt ist fordernder und bringt größere Gefahren mit sich zu scheitern. Seit Freitag heißt der neue Berliner Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr Michael Müller. Der SPD-Mann muss nun ganze Quartiere gestalten: die stillgelegten Flughäfen in Tempelhof und Tegel, die Leere in Berlins Mitte über das Gebiet am Schloss hinaus zukunftsfähig machen. Vor allem muss er aber die soziale Spaltung der Stadt stoppen. Wenn ihm das gelingt, dem Drucker aus Tempelhof, dann empfiehlt er sich als Nachfolger des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Müller tritt in einer Zeit des Umbruchs an. Ein tiefgreifender Wandel hat die Stadt erfasst, die nach Jahren der Stagnation – endlich – wirtschaftlich auf Gesundungskurs ist. Berlin ist im Begriff, seinen Platz unter den europäischen Metropolen einzunehmen und holt im Zeitraffer nach, was sich anderswo in Jahrzehnten vollzogen hat: eine Neuordnung der Stadt anhand der Kaufkraft. Der Berliner ist seinem Kiez treu, so lange es eben geht. Für viele geht aber nichts mehr, seitdem die Stadt so hip ist, unter Schwaben und Norwegern, Irakern und Amerikanern. Neuberliner kommen mit einem Arbeitsvertrag in der Tasche oder einer üppigen Pension und suchen eine Wohnung mittenmang. Berlin ist eben sexy, wegen der Bühnen und Konzerthäuser, der Kneipen und Clubs, wegen der Regisseure und Starlets im Grill Royal oder auf dem roten Teppich am Potsdamer Platz. Unaufhaltsam ist der Zug ins Zentrum, und weil Jahr für Jahr dreimal so viele Haushalte entstehen wie neue Wohnungen, wächst der Druck aufs knappe Gut. Das ist gut, denn es nicht lange her, da beherrschten Ballonseide und Bierdose das Straßenbild von Neukölln oder Lichtenberg so wie Milchkaffee und Laptops das Leben in Prenzlauer Berg. Niemand hat ein Recht darauf, in der City zu wohnen, hat Klaus Wowereit den Kampf um den Wohnraum im Zentrum einmal kommentiert. Doch so eingängig die Formel auch sein mag, sie greift zu kurz. In den Banlieues von Paris und den Vorstädten von London ist das Ende der Entwicklung zu besichtigen, deren Anfang nun Spandau und Marzahn erfasst. Dorthin ziehen die Erwerbslosen, Alleinerziehenden und Migranten, sie wohnen an den Rändern der Stadt, wo die Büchereien rar, die Sportanlagen geschlossen und die Schulen mit ihrem Bildungsauftrag überfordert sind. Nein, niemand hat das Recht in der City zu wohnen, gewiss nicht. Aber sollte nicht jeder eine Chance auf eine gute Schule haben, auf eine Berufsausbildung, damit er seinen Platz auf dem Arbeitsmarkt findet? Armut vererbt sich, dort zumal, wo die Mischung nicht mehr stimmt. Kinder lernen von ihrem Umfeld – und das muss Optionen aufzeigen, jenseits der Stütze. Davon profitieren dann auch diejenigen, die sich Mitte leisten können, nicht nur durch geringere Sozialabgaben. Vor dieser Aufgabe steht jetzt Michael Müller, der Sozialdemokrat. Er muss sich daran messen lassen, wie er die soziale Spaltung der Stadt aufhält und die bewährte Berliner Mischung erhält.

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NACHRICHTEN

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

INLAND Neue Plagiatsvorwürfe gegen Guttenberg Berlin - Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sieht sich mit neuen Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Plagiatsjäger der Internet-Plattform GuttenPlag Wiki werfen nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ dem Politiker vor, beim Verfassen eines Aufsatzes aus dem Jahr 2004 ähnlich verfahren zu haben wie mit seiner Doktorarbeit 2006. Dem Bericht zufolge analysierten die Rechercheure einen 23 Seiten langen außenpolitischen Aufsatz Guttenbergs über die Beziehungen zwischen der Türkei und der EU. Dabei wiesen sie auf bisher 13 Seiten Textpassagen nach, die aus unterschiedlichen Quellen stammen, darunter Zeitungsartikel, Ausarbeitungen der EU und ein Dokument des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Rund ein Drittel des Essays, der in der Zeitschrift „aktuelle analysen“ der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht wurde, seien laut GuttenPlag abgeschrieben. „Unsere Analyse des Beitrags zeigt, dass sich hier in kleiner Form das Bauprinzip der Doktorarbeit widerspiegelt“, sagten die Internet-Aktivisten von GuttenPlag. Guttenberg war wegen der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit im März vom Ministeramt zurückgetreten. AFP

Foto: dapd

PARTEITAG

Piraten trauen Umfragen nicht Die Piratenpartei sieht einen Erfolg bei der nächsten Bundestagswahl noch längst nicht als gesichert an. Mit Blick auf die Erwartung, die Piraten könnten nach dem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus auch 2013 im Bund die Fünfprozenthürde nehmen, sagte die Politische Geschäftsführerin Marina Weisband am Samstag auf einem Bundesparteitag in Offenbach, sie glaube den Umfragen nicht. Es komme nicht nur auf gute Verpackung an, sondern es stehe noch „Scheiße viel Arbeit“ bevor, um die Ideen ihrer Bewegung verständlich an den Bürger heranzutragen. Zu dem Parteitag sind mehr als 1300 Mitglieder nach Offenbach gereist, der Saal musste zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden. m.m.

Röttgen holt Dienstwagen für zwei Stadtfahrten nach Hamburg Berlin - Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat seinen Dienstwagen leer nach Hamburg fahren lassen, damit er ihm dort für zwei Stadtfahrten zur Verfügung steht. Sein Ministerium bestätigte am Samstag einen entsprechenden „Focus“-Bericht. Röttgen selbst war von Berlin aus mit dem Zug nach Hamburg gefahren, weil dies schneller ging. In Hamburg war er zunächst in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ aufgetreten. Als der Moderator ihn fragte, ob er wie sein Vorgänger Sigmar Gabriel (SPD) zwar mit dem Zug angereist sei, aber den Dienstwagen neben sich herfahren lasse, antwortete Röttgen: „Nein, das ist nicht so.“ Später sagte er: „Ich muss mich korrigieren, was meinen Fahrer betrifft.“ Der fahre „von Berlin nach Bonn zum ersten Dienstsitz des Ministeriums über Hamburg“. Eine Sprecherin erläuterte, der Fahrer habe den Minister in Hamburg nach der Aufzeichnung der Sendung am späten Nachmittag zu einem Anschlusstermin und dann zum Bahnhof gefahren. dpa

Foto: AFP

SYRIEN

Frankreich zieht Teil des Personals aus der Botschaft in Teheran ab Teheran - Nach der Erstürmung und Schließung der britischen Botschaft in Teheran hat Frankreich eine vorübergehende Verringerung seines diplomatischen Personals beschlossen. Als Vorsichtsmaßnahme würden ein Teil des Botschaftspersonals und die Familien aller Diplomaten Teheran verlassen, hieß es am Samstag. Einer der höchsten geistlichen Würdenträger im Iran, Großayatollah Nasser Makarem Shirasi, kritisierte unterdessen den Angriff auf die britische Botschaft. Es habe dafür keine Erlaubnis vom Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, gegeben, erklärte der Geistliche. Manchmal könnten „illegale Aktionen“ dem „Feind“ einen Vorwand für Reaktionen liefern, die der Iran dann „teuer bezahlen“ müsse. AFP

Einigung im Grenzstreit Serbien hat eine Einigung im Grenzstreit mit dem Kosovo bestätigt. Sein Land habe dem Lösungsvorschlag der EU zugestimmt, nachdem „weitere Zugeständnisse“ gemacht worden seien, sagte der serbische Verhandlungsführer Borko Stefanovic in Brüssel. Die EU hatte zuvor mitgeteilt, dass sich beide Seiten geeinigt hätten. Demnach sieht das Abkommen eine „gemeinsame Verwaltung der Grenzposten“ vor. Der Norden des Kosovo (das Foto zeigt die geteilte Stadt Mitrovica) ist seit Monaten Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovaren und Serben, die dort die Bevölkerungsmehrheit stellen. AFP

USA

Republikanischer Bewerber Herman Cain gibt auf

Foto: AFP

Washington - Der republikanische Bewerber um die US-Präsidentschaftskandidatur Herman Cain gibt nach Berichten über eine jahrelange außereheliche Affäre auf. Zuvor hatten ihm mehrere Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Cain galt zeitweise als Favorit der Republikaner im Rennen um die Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen. Das sind nun Ex-Gouverneur Mitt Romney und der frühere Präsident des Abgeordnetenhauses, Newt Gingrich. dpa

Berlin und die Ostsee

Waren/Müritz 5/3 Prenzlau 6/3 Schwedt 7/3 Berlin

Rathenow 7/3

Berlin

4/2

Frankfurt/Oder 8/4

Brandenburg 8/4 Luckenwalde 8/3

Lübben 9/4

Finsterwalde 8/4

Cottbus 9/4

HEUTE IN BERLIN

Am Sonntag bedecken in Berlin und Umgebung ausgedehnte Schichtwolken den Himmel, die Sonne zeigt sich kaum. Zeitweise ist aus der starken Bewölkung auch ein wenig Sprühregen oder leichter Regen zu erwarten. Zwischendurch gibt es aber auch immer wieder trockene Abschnitte. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 6 und 8 Grad.

Mi

Do

Kiel 4/3

Rostock 5/3

Hamburg 5/4 Bremen 7/4 Hannover 7/4

Magdeburg 8/4

Dortmund 7/4

Wind: Der Wind weht lebhaft, zeitweise stark böig aus West mit Windstärke 5 bis 6 Grad. Biowetter: Für Wetterfühlige kann es Beeinträchtigungen geben. Das trübe, feuchte Wetter wirktsich bei sensiblen Personen negativ aus, depressive Verstimmungen sind die Folge. Zudem kann der kräftige Wind Kopfschmerzenund migräneartige Beschwerden auslösen.

4/1

6/6

10/4

Köln 8/4

GESTERN IN BERLIN Schwefeldioxid 3 µg/m3 (maximal 350) Tegel Mitte Tempelhof Dahlem Schönefeld Potsdam

2.3 1.8 2 1.4 1.3 1.1

6.4 6.5 6.7 6.2 6.7 5.7

1.1 1.1 0.8 1.2 0.7 1.2

0 0.1 0 0 0 0

Berlin 8/3

Leipzig 8/5

Eberswalde 7/3

Potsdam 8/4

8/3

Di

Sonnenstunden vorgestern

Wittenberge 6/3

Mo

Niederschlag bis 12 Uhr (mm)

Neuruppin 6/3

Temperatur um 14 Uhr

Pritzwalk 6/3

Europa

Frankfurt 10/5

Erfurt 8/4

Dresden 10/6

Nürnberg 10/6 Stuttgart 12/7

Saarbrücken 10/5

München 11/8 Freiburg 10/7

0 cm keine Meldung 0 cm keine Meldung

SONNE & MOND 07:58 15:54

10.12.

18.12.

12:52 24.12. 01.01. 01:27 Namenstage: Barbara, Johannes, Osmond,

HEUTE IN DEUTSCHLAND

Meist überwiegen dichte Wolken, und es regnet häufig. Besonders in der Südhälfte Deutschlands und im Bereich der Küste regnet es teils kräftig und anhaltend. Von Nordrhein-Westfalen bis Brandenburg zeitweise trockene Ab-

Tief Bob mit dem Zentrum über dem Eismeer führt feuchte, aber recht milde Atlantikluft nach Mitteleuropa. In diese stürmische Westströmung sind Störungszonen eingelagert. Besonders von den Britischen Inseln über Deutschland und Polen bis ins Baltikum überwiegen dichte Wolken, zeitweise regnet es. In den Küstenregionen an der Nord- und Ostsee ist mit stürmischem Westwind zu rechnen. Aber auch in Osteuropa ist es unbeständig mit Schauern. Deutlich ruhigeres Wetter ist im Mittelmeerraum von der Iberischen Halbinsel über Italien bis nach Griechenland und in der Türkei zu erwarten. Hoch Belice sorgt für überwiegend sonniges Wetter.

schnitte. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1200 und 1800m Seehöhe. Der Wind weht lebhaft bis stark, in höheren Lagen und an der See auch stürmisch aus West. Die Tageshöchsttemperaturen liegen von Nord nach Süd zwischen 5 und 12 Grad.

DEUTSCHLAND Reykjavik -6

T BOB

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Helsinki St. Petersburg Oslo Stockholm 4 4 0 4 Moskau Riga 2 Kopenhagen 5 5 Wilna

Dublin 6 London 8 CHRISTOPHParis 11

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Lissabon Madrid 11 16 Malaga 18 Las Palmas 19

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5 Berlin Warschau 8 8 Brüssel 8 Zürich Wien 8 11 Budapest Venedig 11 Bukarest 9 Cannes 13 Dubrovnik 17 Rom Sofia Istanbul 15 16 13 11

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Bordeaux 14

Palma 17 Algier 16

Athen 16

Tunis 18

H

BELICE

Tief Bob beeinflusst auch in den folgenden Tagen das Wetter in weiten Teilen Europas. Eingelagerte Frontensysteme sorgen verbreitet in Nord-, Mittel- und Osteuropa für bewölktes und regnerisches Wetter. Besonders im Alpenraum ist mit teils stürmischem Wind zu rechnen. Hoch Belice bringt im Mittelmeerraum mildes Hochdruckwetter, lediglich in Italien ist es unbeständig.

H Hochdruckzentrum

Warmfront

Kaltfront

Mischfront

Schauerlinie

WASSERTEMPERATUREN Nordsee Ostsee Biskaya Adria Ägäis Schwarzes Meer

9˚ 7˚ 14˚ 16˚ 17˚ 9˚

Westliches Mittelmeer Östliches Mittelmeer Algarve Kanarische Inseln Karibik Thailand

Auf unserer Internetseite: Das neue Berlin-Wetter – mit der Wetterlage und den Aussichten für jeden einzelnen Berliner Bezirk. Zu finden unter: www.tagesspiegel.de/wetter

Aachen Bonn Brocken Düsseldorf Feldberg/Schw. Fichtelberg Garmisch-P. Hof Karlsruhe Konstanz Passau Schwerin Sylt Trier Weimar Würzburg Zugspitze

stark bewölkt stark bewölkt leichte Regenschauer stark bewölkt Regen starker Regen stark bewölkt Regen Regen stark bewölkt Regenschauer Regenschauer Regenschauer Regen stark bewölkt Regen stark bewölkt

7˚ 8˚ 3˚ 8˚ 3˚ 6˚ 10˚ 6˚ 11˚ 11˚ 11˚ 5˚ 6˚ 8˚ 6˚ 8˚ -1˚

EUROPA UND DIE WELT

Antalya 16

T Tiefdruckzentrum

AUSSICHTEN

SCHNEEHÖHEN Zugspitze Brocken Feldberg Fichtelberg

Reisewetter

WETTERLAGE

Zu Beginn der Woche wechseln in Berlin bei lebhaftem bis kräftigem Westwind Sonne und Wolken einander ab. Zeitweise ziehen auch Regenschauer durch bei Höchstwerten um 4 Grad. Mittwoch und Donnerstag ist es deutlich milder, jedoch meist bewölkt und regnerisch.

Tiefstwert bis 8 Uhr

Schwerin 5/3

Heringsdorf 6/4

gen die Wehrmachtsausstellung soll sich ein mutmaßlicher Unterstützer der Jenaer Terrorzelle, Holger G., beteiligt haben. Der 37 Jahre alte Mann wurde am 13. November nahe Hannover festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ein nach dem Saarbrücker Anschlag bei Zeitungen eingegangenes Selbstbezichtigungsschreiben sei vermutlich das Werk eines Trittbrettfahrers gewesen, sagte ein Experte. Die Jenaer Terrorzelle hatte sich nie zu einer Tat bekannt. Die Polizei fand allerdings im Brandschutt des schwer beschädigten Hauses im sächsischen Zwickau, das Beate Zschäpe am 4. November angezündet hatte, Exemplare einer DVD mit dem perfiden „Paulchen-Panther-Video“, in dem mehrere Morde und die zwei Anschläge in Köln gefeiert werden. Zum Angriff in Saarbrücken findet sich nichts. Das schließe aber nicht aus, dass auch der Anschlag auf die Wehrmachtsausstellung auf das Konto der Terroristen gehe, sagten Fachleute. Eine Brandserie im saarländischen Völklingen, die jetzt die „Frankfurter Allgemeine“ auch mit der Terrorzelle in Verbindung brachte, dürfte eher das Werk „eines Feuerteufels oder eines rechtsextremen Einzeltäters aus der Region“ gewesen sein, hieß es in Sicherheitskreisen. Vom September 2006 bis September 2011 wurden in Völklingen Brandanschläge auf Gebäude verübt, in denen Migranten leben. Es sei wenig wahrscheinlich, dass die Jenaer Neonazis nach Völklingen gefahren seien, um in Hausfluren Kinderwagen anzuzünden, hieß es.

Deutschland AUSSICHTEN

04. 12. 2011

Rostock 5/3

Berlin - Im Fall des unaufgeklärten Sprengstoffanschlags vom März 1999 auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken wird der Verdacht offenbar stärker, die Jenaer Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) könnte verantwortlich sein. Die Ermittler wollen erneut einen Journalisten befragen, der nach der Explosion zwei Männer und eine Frau beobachtet haben will, die ihm verdächtig erschienen. Eine der drei Personen solle gesagt haben, „wir waren das“, hieß es am Sonnabend in Sicherheitskreisen. Bei den drei Personen könnte es sich um die Neonazis Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe gehandelt haben, die im Jahr 1998 untertauchten. Die Bundesanwaltschaft und die Polizei gehen davon aus, dass zumindest Mundlos und Böhnhardt wenigstens zehn Morde, 14 Banküberfälle und zwei Anschläge in Köln verübt haben. Ob die Detonation in Saarbrücken den dreien anzulasten ist, wird seit drei Wochen, wie berichtet, geprüft. Bei dem Anschlag am 9. März 1999 wurde in der saarländischen Landeshauptstadt das Gebäude einer Volkshochschule schwer beschädigt. In dem Komplex standen die Schautafeln, auf denen das Hamburger Institut für Sozialforschung über Verbrechen der Wehrmacht aufklärte. Die rechte Szene lief gegen die Wanderausstellung Sturm, in mehreren Städten demonstrierten Neonazis. An einem Aufmarsch in Schleswig-Holstein ge-

IRAN

KOSOVO

Kühlungsborn 5/4

Spur ins Saarland

AUSLAND

In Syrien hat es erneut heftige Gefechte zwischen Deserteuren aus der Armee und Regierungstruppen gegeben. Dabei kamen nach Angaben von Oppositionellen am Samstag mindestens 17 Menschen ums Leben. In Idlib starben sieben regimetreue Soldaten, fünf Deserteure und drei Zivilisten. Zwei weitere Zivilisten seien in Homs getötet worden. Wegen einer Medienblockade der Regierung lassen sich Berichte aus Syrien nicht unabhängig überprüfen. dpa

Foto: dpa

Verübte NSU Anschlag auf Wehrmachtsausstellung? Von Frank Jansen

Schwere Kämpfe mit Armee

Göhren 5/3

Auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken wurde 1999 ein Anschlag verübt.

15˚ 20˚ 15˚ 22˚ 28˚ 29˚

Amsterdam Barcelona Bern Djerba Eilat Genf Hongkong Innsbruck Jerusalem Kapstadt Kairo Korfu Kreta Larnaca Los Angeles Mailand Malta Miami New York Palermo Peking Prag Reykjavik Salzburg St. Moritz Sydney Tel Aviv Tokio Zermatt

wolkig sonnig bedeckt sonnig sonnig leichter Regen heiter stark bewölkt sonnig sonnig sonnig Regenschauer sonnig sonnig sonnig heiter heiter wolkig wolkig heiter heiter Regenschauer wolkig stark bewölkt stark bewölkt wolkig sonnig heiter wolkig

Quelle: mowis GmbH / www.mowis.com

9˚ 15˚ 11˚ 19˚ 23˚ 10˚ 19˚ 11˚ 14˚ 34˚ 21˚ 15˚ 17˚ 18˚ 18˚ 10˚ 18˚ 25˚ 11˚ 18˚ 5˚ 9˚ -6˚ 9˚ 3˚ 20˚ 20˚ 14˚ 3˚


INTERVIEW

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

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Herr Brüderle, läuft Ihnen bei der Rettung des Euro die Zeit davon? Wir sind in einer schwierigen Phase, aber es besteht kein Grund zur Dramatik. Wir haben in Europa mit dem Euro erst die gemeinsame Währung geschaffen und sind nun dabei, adäquate politische Strukturen aufzubauen. Wir hatten im Stabilitäts- und Wachstumspakt einen Ansatz von Instrumenten, aber dieser Pakt ist gesprengt, weil nie ein Verstoß sanktioniert wurde. Jetzt brauchen wir etwas Neues, den Stabilitätspakt II mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM). Auf diesem Weg sind wir. Die Bundesregierung will nun zwar schnell die Europäischen Verträge ändern. Aber es könnte sein, dass Europa zerfallen ist, wenn Sie die grundlegenden Probleme gelöst haben. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit. Die Ursachen der Krise sind wirtschaftliche. Es gibt zum Teil erhebliche Ungleichgewichte bei Strukturreformen und Anpassungsprozessen, in der Wettbewerbsfähigkeit. Wenn wir die Ursachen bekämpfen, schaffen wir auch Vertrauen an den Märkten. Wir müssen überzeugend zeigen, dass wir langfristig den richtigen Weg einschlagen. Wenn wir das nicht machen, hilft auch kurzfristiges Liquiditätsmanagement nicht.

ZUR PERSON

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MENSCH Der 66-jährige Rainer Brüderle ist gebürtiger Berliner und examinierter Diplomvolkswirt. Seit 1973 ist er Mitglied der FDP.

LANDESPOLITIKER Von 1983 bis 2011 führte Brüderle den FDP-Landesverband Rheinland-Pfalz. Von 1987 bis 1998 fungierte er als Wirtschaftsminister, viele Jahre davon war er auch stellvertretender Ministerpräsident.

BUNDESPOLITIKER Seit 1998 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Mit dem Sieg von Schwarz-Gelb wurde er am 28. Oktober 2009 zum Bundesminister für Wirtschaft und Technologie vereidigt. Seit Mai 2011 ist er Vorsitzender der FDP im Deutschen Bundestag.

„Solidarität heißt nicht nur, den anderen zu helfen“ Das eine tun, das andere nicht lassen. Europas Regierungen, die Zentralbank und die Kommission könnten eine Patronatserklärung abgeben – nach dem Muster der Zentralbanken, die gerade den Märkten gezeigt haben, dass sie keine Liquiditätskrise zulassen. War das nicht richtig? Eine Patronatserklärung abzugeben heißt, den hart arbeitenden deutschen Steuerzahler haftbar zu machen für alles, was in Europa schiefläuft. Dafür bekommen Sie in unserer Demokratie keine Mehrheit. Es ist grundverkehrt und hätte allenfalls einen kurzfristigen Effekt. Die Bundeskanzlerin steht im Zentrum der Euro-Rettung. Macht Angela Merkel ihre Sache gut? Ich finde ja. Es war ein deutliches Signal, als Angela Merkel und Nicolas Sarkozy auf dem Gipfel in Cannes dem griechischen Ministerpräsidenten, der plötzlich eine Volksabstimmung ankündigte, sagten: Entweder Sie bleiben bei unserer Vereinbarung oder Sie müssen einen anderen Weg gehen. Das muss man im Notfall auch machen. Warum sollen sich Länder wie Italien oder Spanien künftig die Hoheit über ihre Haushalte von Deutschland abnehmen lassen? Das sollen sie nicht. Sie sollen besser die notwendigen Reformen entschlossen durchführen. Solidarität heißt nicht nur, den anderen zu helfen. Solidarität heißt auch, dass der Empfänger von Hilfe alles ihm Mögliche tut, die Ursache seiner Misere abzuwenden. Eines müssen wir verhindern: Der deutsche Staatshaushalt darf nicht zum Selbstbedienungsladen für andere Länder werden. Die von den Märkten bedrängten Länder leiden unter hohen Zinsen, die das Sparen schwieriger machen. Warum wehren Sie sich dagegen, denen, die sich zu einem Reformkurs verpflichten, mit niedrigeren Zinsen für Eurobonds zu helfen? Die Länder in Südeuropa haben vor der Einführung des Euro wesentlich höhere Zinsen gezahlt. Sie haben aber die Phase der durch den Euro ermöglichten niedrigeren Zinsen nicht genutzt, um sich zu modernisieren, die Infrastruktur auszubauen, Forschung und Bildung voranzubringen. Sie haben das Geld oft falsch verwendet, nämlich hauptsächlich konsumiert. Dieses Problem werden Sie nicht

„Die totale Überwachung der Bürger ist mit uns nicht zu machen“ FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle über Lehren aus dem Rechtsterrorismus, Winfried Kretschmann und seine Sicht auf den Mitgliederentscheid der Partei zum Eurokurs der Koalition lösen, indem sie ein Pflaster draufkleben. Deutschland leistet das meiste in Europa, bei jedem europäischen Programm zahlt Deutschland am meisten ein. Das ist unser Solidaritätsbeitrag, und wir sind auch bereit, das fortzusetzen. Aber im Gegenzug erwarten wir auch, dass Verträge eingehalten werden. Frau Merkel sagt, Eurobonds könnten am Ende des Prozesses stehen. Gehen Sie mit? In der Ablehnung von Eurobonds sind wir uns mit der Kanzlerin völlig einig. Wenn wir einen europäischen Bundesstaat mit einer handlungsfähigen europäischen Gesamtregierung hätten, dann wäre das eine andere Konstellation. Einen solchen europäischen Bundesstaat sehe ich aber auf absehbare Zeit nicht.

fraktion, wenn der FDP-Mitgliederentscheid so ausgeht, dass eine Mehrheit den ESM ablehnt? Mein Eindruck aus der Debatte in der Partei ist, dass wir eine klare Mehrheit für den Antrag des Bundesvorstands bekommen werden. Wir wollen eine europäische Stabilitätsunion, keine Schuldenunion. Die Analyse von Frank Schäffler ... ... der die Gegner des Rettungsschirms ESM anführt ... ... seine Analyse mag ja teilweise nachvollziehbar sein, aber er hat keinen Lösungsvorschlag für Europa. Deutschland darf sich nicht wieder singularisieren. Alleingänge sind uns in der Geschichte nie gut bekommen. Wir brauchen eine europäische Perspektive.

Die zweite Möglichkeit wären Hilfen der Europäischen Zentralbank. Warum lehnen Sie auch das ab?

Geht es um die „Zukunftsfähigkeiten der Liberalen“, wie Ihr Ehrenvorsitzender Hans-Dietrich Genscher sagt?

Weil es nicht die Aufgabe der EZB ist, Fiskalpolitik zu machen. Italien zum Beispiel ist ein industrielles, leistungsfähiges Land, das nur richtig regiert werden muss. Ich fände es auch schöner, wenn der Onkel kommt und ohne Gegenleistung alles bezahlt. Aber das ist nicht die Lösung ...

Es geht um eine zentrale Zukunftsfrage. Das Ergebnis des Mitgliederentscheids wird in die Entscheidung des einzelnen Abgeordneten sicherlich mit Gewicht eingehen. Aber wie er im Parlament abstimmt, kann nur er selbst entscheiden. Denn es gibt eine klare Regelung im Grundgesetz, dass Abgeordnete bei ihren Entscheidungen nicht einem imperativen Mandat unterworfen sind, also nicht an Weisungen gebunden sind. Auf dieses Recht beruft sich Herr Schäffler ja auch.

... Sind wir der Onkel, der alles bezahlt? Wir sind es nicht. Es gibt aber den einen oder anderen, der genau das will. Wichtig ist, dass die Achsen jetzt richtig gelegt werden. Schauen wir nach vorne: Sind Sie in 14 Tagen noch Vorsitzender einer Regierungs-

Werden Sie einem ESM zustimmen, selbst wenn die Mehrheit der Partei dagegen ist? Die parlamentarische Abstimmung über

den ESM steht ja noch gar nicht an. Er muss erst noch ausverhandelt werden. Ich werbe aber sehr dafür, dass der ESM bald auf den Weg gebracht wird, mit klaren Auflagen und Stabilitätsmechanismen. Und dann werde ich auch zustimmen. Sie wollen weiterregieren, auch wenn die FDP-Mitglieder gegen die Parteiführung stimmen. Welche Bedeutung hat dann das Votum überhaupt noch?

„Der Verdacht des Behördenversagens muss aufgeklärt werden“ Der Mitgliederentscheid ist für uns Liberale ein lebendiges Instrument der innerparteilichen Demokratie. Diese Möglichkeit bieten andere Parteien ihren Mitgliedern gar nicht. Zudem sind unsere Veranstaltungen im Rahmen des Mitgliederentscheids öffentlich. Wir führen auf den Veranstaltungen einen intensiven Dialog nicht nur mit den Mitgliedern, sondern auch mit vielen interessierten Bürgern. Wie gesagt, wir nehmen den Mitgliederentscheid ernst. Es geht dabei um die Haltung der Partei in einer Sachfrage und nicht um die Regierungsbeteiligung. Die FDP hat bei der Bundestagswahl mit dem besten Ergebnis ihrer Geschichte einen klaren Regierungsauftrag bekommen. Diesen Auftrag werden wir bis zum Ende der Legislaturperiode wahrnehmen.

Der baden-württembergische Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann hat das Votum der Menschen für den Bau des Stuttgarter Bahnhofs akzeptiert, auch wenn er das Projekt selbst ablehnt. Nötigt Ihnen eine solche Haltung keinen Respekt ab? Respekt hätte ich, wenn die Grünen Konsequenzen aus ihrem Scheitern auf ganzer Linie bei Stuttgart 21 ziehen würden. Ich bin sehr gespannt, wie Herr Kretschmann und vor allem sein grüner Verkehrsminister jetzt glaubwürdig die klare Entscheidung der Bürger umsetzen wollen. Bei all den Forderungen, die jetzt an die Bahn gestellt werden, vermute ich eher eine sehr formelle Akzeptanz des Bürgerentscheids. Herr Brüderle, vor knapp einem Monat wurde die Öffentlichkeit mit der Erkenntnis konfrontiert, dass es seit Jahren in Deutschland rechtsextremen Terror gibt. Wann ist Ihnen dessen Dimension bewusst geworden? Im Laufe der Berichterstattung. Wir müssen die Ergebnisse der Ermittlungen aber abwarten. Erst dann ist das Ausmaß klar und zu beurteilen. Der Verdacht des Behördenversagens wiegt schwer und muss aufgeklärt werden. Wie ist ein solches Versagen zu erklären? Wie gesagt, die Aufklärung läuft und deren Ergebnisse müssen wir abwarten. Für mich ist neben der zügigen Ermittlung der Taten auch eine Diskussion über die Zukunft der staatlichen Strukturen wichtig. Sie wollen die Zahl der Landesverfassungsschutzämter reduzieren?

Für mich ist entscheidend, dass es weiterhin eine strikte Trennung von Polizei und Verfassungsschutz gibt. Das sind wir unserer Geschichte schuldig. Darüber hinaus jedoch müssen die Strukturen geprüft und möglicherweise neu organisiert werden. Ich habe erhebliche Zweifel, ob die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Verfassungsschutz und weiteren 16 Landesämtern in Deutschland vernünftig funktioniert. Deshalb erwarte ich, dass die Innenminister von Bund und Ländern Vorschläge unterbreiten, wie der Verfassungsschutz in Zukunft seiner gesetzlichen Aufgabe gerecht werden kann. Bei der Suche nach Hintermännern der rechten Terrorzelle haben die Ermittlungsbehörden vergeblich Verbindungsdaten bei den Internetprovidern abgefragt. Sie waren beinahe alle schon gelöscht. Verändert das Ihre Auffassung zur Vorratsdatenspeicherung? Nein. Auch in einer solchen Lage dürfen wir die Rechtsstaatlichkeit nicht aufs Spiel setzen. Wenn wir als Konsequenz aus solchen Taten jeden unschuldigen Bürger kontrollieren, dann haben die Gegner der Freiheit gewonnen. Deshalb muss man mit Freiheitsrechten sehr vorsichtig umgehen. Die totale Überwachung der Bürger ist mit der FDP nicht zu machen. Bundesinnenminister Friedrich hat einen Kompromiss vorgeschlagen: Die Daten sollen vier statt sechs Monate gespeichert werden. Können Sie das akzeptieren? Mich stört der Reflex, immer sofort schärfere und neue Gesetze zu fordern, die die Freiheit der Bürger unverhältnismäßig einschränken. Unsere Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat meine Unterstützung. Sie kämpft für eine Balance zwischen Freiheit und Sicherheit. Ihr Koalitionspartner hat Ihnen beim Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in Kitas bringen wollen und das die FDP immer abgelehnt hat, vor kurzem einen Kompromiss abgerungen. Nun debattiert die Union über zusätzliche Anrechnungszeiten der Kindererziehung auf die Rente. Kann die FDP da mitgehen? Die FDP ist vertragstreu. Wir haben im Koalitionsvertrag einer Prüfung des Betreuungsgeldes trotz unserer Skepsis zugestimmt. Diese Zusage haben wir jetzt eingehalten. Laufende Diskussionen in der Union will ich nicht bewerten, für uns gilt das Beschlossene. Im Koalitionsvertrag haben Sie auch verschiedene steuerpolitische Reformen vereinbart. Unter anderem eine Mehrwertsteuerreform oder Veränderungen bei den Unternehmenssteuern. Hat Finanzminister Schäuble mit Ihnen besprochen, dass er all diese Pläne von der Agenda dieser Legislaturperiode streichen will? Die Stabilität des Euro und die Konsolidierung der Haushalte stehen für uns zurzeit im Vordergrund. Daher müssen wir Prioritäten setzen und klären, was in dieser speziellen Situation in den einzelnen Bereichen machbar ist. Am Thema Steuervereinfachung halten wir auf jeden Fall fest. Das ist auch mit der Union so vereinbart. Die Bundesregierung hat im Übrigen doch selbst klargestellt, dass die steuerpolitischen Themen auf der Tagesordnung bleiben. Ein Mitgliederentscheid, der die Koalition ins Wanken bringen könnte, ein Finanzminister, der ohne Ihr Mittun Verabredungen von der Tagesordnung nimmt: Läuft die Zeit der schwarz-gelben Koalition vielleicht doch rascher ab, als Sie glauben, Herr Brüderle? Wir haben den klaren Auftrag der Wähler, bis zur nächsten Bundestagswahl 2013 zu regieren, und kämpfen dafür, dass die erfolgreiche schwarz-gelbe Koalition auch darüber hinaus fortgesetzt werden kann. — Das Gespräch führten Antje Sirleschtov und Hans Monath. Das Foto machte Paul Zinken.

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Die SONNTAGS frage

DER TAGESSPIEGEL

Wie die leben

Menschen inAfghanistan?

Seit zehn Jahren ist Krieg in Afghanistan. Am Montag wird über die Zukunft des Landes gesprochen. 100 Delegationen kommen nach Bonn: wichtige Staaten und die UN. Den Vorsitz hat Präsident Karsai. Die Afghanen sollen nach dem Abzug der internationalen Schutztruppe 2014 auf Hilfe zählen können. Es hängt aber von ihnen selbst ab, ob das Land eine Chance hat. Zwei afghanische Frauen berichten von der Lebenswirklichkeit am Hindukusch. Sie schreiben über ihre Erfahrungen, ihre Ängste – und ihre Hoffnungen

SCHÖNHEITSSALON Privat und unter der Verschleierung legen afghanische Frauen nicht weniger Wert auf ihr Äußeres als anderswo auch. Hier werden junge Afghaninnen für jene Fertigkeiten ausgebildet, die man in einem Schönheitssalon braucht. Davon gibt es Hunderte in ganz Afghanistan. In der Regel sind sie meist nur Frauen zugänglich. Das Besondere an diesem Bild: Der Salon ist Teil einer Berufsausbildung, die von einer deutschen Hilfsorganisation in Afghanistan angeboten wird. Ziel ist es, aus dem Iran zurückkehrende afghanische Flüchtlinge auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu integrieren und ihnen eine Perspektive zu geben. Wer erfolgreich ist und Glück hat, eröffnet nach der Ausbildung manchmal seinen eigenen Salon.

UNTER STAMMESFÜRSTEN Von Wazhma Frogh

Foto: Care/Wilke

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eißt du, was du da sagst? Nach Kabul zu gehen, ist für eine junge Frau in dieser Situation, wie sich in einen Fluss zu stürzen, wissend, dass du nicht schwimmen kannst. Und was bedeuten schon Frauenrechte in einer Zeit, in der jedermann ums Überleben kämpft. Auch Leute, die sehr viel mächtiger sind als du, könnten da nichts tun.“ Das waren die Worte meiner Mutter, als ich ihr erzählte, dass ich für immer nach Afghanistan zurückkehren will, um zumindest einen Ort zu haben, an den ich gehöre. Ungeachtet des Widerstands in meiner Familie und der wütenden Sorge meiner Mutter bin ich nach Afghanistan zurückgekehrt. Eine meiner ersten Reisen ging in die Berge nach Badakhshan, eine Provinz, in der Frauen die meiste Zeit ihres Lebens auf den Straßen verbringen, die fast acht Monate im Jahr durch Schnee oder Überschwemmungen blockiert sind. Es ist eine der Provinzen mit der höchsten Müttersterblichkeitsrate, weil schwangere Frauen es wegen der schlechten Straßen nicht ins Krankenhaus schaffen und es ohnehin zu wenige davon gibt. Das war im Juni 2002 direkt nach dem Sturz der Taliban-Regierung. Die Menschen hatten Angst vor einer Rückkehr der Taliban, schauten aber hoffnungsvoll in ihre Zukunft. Als ich in Badakhshan ankam, war mein erster Auftrag, ein Frauenförderungszentrum in der Mitte der Provinz zu gründen. Zusammen mit meinen Kollegen habe ich ein Treffen der ältesten Frauen im Haus eines Gemeindevorsitzenden abgehalten. Ich habe das Vorhaben des Zentrums erklärt und wie es den Frauen von Badakhshan helfen würde, lesen und schreiben zu lernen. Außerdem könne das Zentrum ihnen helfen, sich häufiger zu treffen und sich besser zu vernetzen. In den gesamten zwei Stunden war ich die einzige unter den rund 70 Frauen aus Badakhshan, die sprach. Ich konnte spüren, dass die Stille etwas bedeutete. Später am selben Tag wurden wir informiert, dass der Mullah in der Moschee bereits verkündet hatte, dass eine fehlgeleitete Frau in der Gegend sei, um die einheimischen Frauen ebenfalls fehlzuleiten. Man solle an der Frau ein Exempel statuieren, so dass ihr niemand folgen werde. An diesem Tag betrat ich erstmals eine

Moschee voller Männer, die bereit waren, mich in Stücke zu reißen. Im November 2011 fand die traditionelle Loya Jirga in Kabul statt, um über eine strategische Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten und die Zukunft des Friedensprozesses zu entscheiden. Dies war eine der größten Zusammenkünfte der Afghanen in den vergangenen zehn Jahren. Zur Jirga trafen sich rund 2100 Afghanen, die meisten waren Älteste und Stammesführer aus dem ganzen Land. In meinem Komitee war ich alleine mit 55 Männern, mit Stammesführern, religiösen Führern, Regierenden, Parlamentsmitgliedern und Senatoren aus vielen Landesprovinzen. Das bedeutete am ersten Tag der Jirga, dass niemand überhaupt Notiz davon nahm, dass ich eine Frau war: Jeder, der den Raum betrat, begrüßte die Anwesenden mit „Assalam u Aleikum, Brüder“, und niemand erwähnte die Schwester unter ihnen. Aber die Situation veränderte sich dramatisch, als ich anfing, die Unterschiede zwischen einer Erklärung, einem Vertrag und einer Übereinkunft im internationalen Recht zu erklären. Sie hatten keine wirkliche Vorstellung von diesen Begriffen und warum es so wichtig ist für Afghanistan, eine rechtlich bindende strategische Partnerschaft mit den USA oder anderen westli-

chen Staaten einzugehen, damit Afghanistan nicht seinen unfairen Nachbarn ausgeliefert ist. Jeder Mann in diesem Komitee begann mit mir zu sprechen, erklärte die Situation in seiner Provinz, erklärte, warum Korruption die Türen zur Bildung für Kinder zuschlägt, wie die Selbstmordattentate die Frauen davon abhalten, Kliniken zu besuchen, und wie sehr Frauen und Kinder durch nächtliche Überfälle verunsichert sind. Am zweiten Tag betraten die Männer den Raum und grüßten ihre Brüder „und die geschätzte Schwester“. Sie respektierten mich ab dem Moment, in dem sie verstanden, dass ich Verbesserungen für ihr Land und sie selbst erreichen kann. Als wir die Debatte über den Friedensprozess begannen, sagte der erste Redner, dass kein Abkommen die Ausbildung der Töchter stören solle, denn „wir wollen sie so stark und einflussreich sehen wie unsere Schwester hier“. Viele der Senatoren und Parlamentsmitglieder in meinem Komitee sagten danach, sie wollten mich der Regierung empfehlen, damit ich Afghanistans Repräsentantin bei den Vereinten Nationen werden kann, um so für Afghanistans Interessen in der internationalen Gemeinschaft einzutreten. Afghanische Frauen haben in den vergangenen Jahren gekämpft und Ziele erreicht, für die viele andere Länder viele Jahrzehnte gebraucht haben. Spielten Afghanistans Frauen im Jahr 2001 öffentlich noch überhaupt keine Rolle, sind sie heute in der Regierung, im Parlament, in Schulen, Krankenhäusern, Basaren und sogar in Moscheen vertreten. Trotzdem schauen wir besorgt in die Zukunft. Eine Zukunft, die daran gebunden ist, wie unsere afghanische Regierung und ihre Verbündeten ihre Versprechen und Vereinbarungen halten. Oder ob sie unsere Errungenschaften verkaufen und zu viele Kompromisse im Namen der Politik machen.

Fotos von Martin Gerner

FRISEURSALON

— Die Autorin engagiert sich bereits ihr gesamtes Leben für Frauenrechte. Seit 2001 hat Wazhma Frogh mit mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen in ganz Afghanistan an der Entwicklung von Menschenrechten gearbeitet, speziell an Projekten für Frauen und Mädchen. 2009 erhielt sie den „International Woman of Courage Award“ der USA. Sie promoviert an der Universität von Warwick in Großbritannien.

Das Pendant zu den Schönheitssalons der Frauen sind Friseurläden, in denen junge Männer ihren Haarschnitt verpasst bekommen. Die Poster an den Wänden zeigen Idole indischer Bollywood-Kultur. Auf Farbfotos wie auch über Musikvideos im Fernsehen werden viel nackter Bauch und unverhüllte Haare indischer Schauspielerinnen gezeigt. Beides steigert nur die Sehnsüchte junger Afghanen, zumal beides in der eigenen Gesellschaft ein absolutes Tabu ist. Der junge Friseurmeister in Doshi, zwei Autostunden nördlich von Kabul, wo dieses Bild aufgenommen wurde, nimmt 70 Afghani, umgerechnet einen Euro, für einen Haarschnitt. Er bietet auch eine sanfte Kopfmassage zur Beruhigung an und kümmert sich hingebungsvoll um die Behaarung an Ohren und Augenbrauen.

UNTER TALIBAN ines Tages klopfte jemand laut gegen meine Tür und ich rannte hin, um zu fragen, wer dort sei. Es klopfte wieder und sie riefen: „Wir sind Taliban, öffne die Tür!“ Ich habe mich sehr gefürchtet und meine Hände zitterten, als ich die Tür öffnete. Ich war voller Angst, weil sie bereits einmal meinen Mann mitgenommen, ihn im Gefängnis festgehalten und geschlagen hatten. Er hat deshalb bis heute psychische Probleme und Rückenschmerzen. Die Männer betraten mein Haus. Es war eine Gruppe von etwa zehn Männern, die mit Gewehren bewaffnet waren, und sie fragten, ob Männer im Haus seien. Ich sagte: „Ja, mein Stiefvater ist hier.“ Der Anführer der Gruppe stieß meinen Vater herüber und fragte: „Was geht in deinem Haus vor sich?“ Er antwortete nicht. Der bewaffnete Mann fragte: „Ist das eine Schule?“ Und mein Stiefvater antwortete: „Nein, es ist eine Näherei. Sie können es sich ansehen.“ Und sie betraten den Raum mit den Nähmaschinen und einer Gruppe Frauen. Ich habe ihnen erzählt, dass ich einen Vertrag mit einem Kleidergeschäft habe und wir die Klamotten für den Besitzer nähen, um so unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Dann, endlich, verließen sie unser Haus. Sie sind nicht wiedergekommen. Ich habe bis zur achten Klasse die Schule besucht. Ich habe mit 14 geheiratet. Nachdem mein Mann während des Taliban-Regimes ins Gefängnis gesperrt und geschlagen worden war, war er nach Pakistan geflohen, sobald er frei kam. Er hat dort Teppiche gewebt und uns 20 US-Dollar pro Monat geschickt. Als das Taliban-Regime zusammenbrach, kam er zurück und hat wieder angefangen, als Schuhmacher zu arbeiten. Zu dieser Zeit hatten wir zwei Kinder. Während die Taliban herrschten, verteilte die Hilfsorganisation Care Essen an die Armen in Gebieten der Stadt, die vom Krieg betroffen waren und sie haben außerdem eine Näherei in unserer Gemeinde eröffnet. Sie riefen die Frauen zusammen und wollten eine Frau als Anweiserin, die lesen und schreiben konnte. Ich war die einzige Nicht-Analphabetin. So wurde ich Vorarbeiterin und bekam 70 US-Dollar pro Monat und 30 US-Dollar zusätzlich, weil ich mein Haus für die Unterbringung der Näherei hergab. Alle Frauen trugen dort Burkas. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt, ich habe 80 bis 90 Frauen in der Näherei angelernt. Ich habe außerdem einen Vertrag mit einem Bekleidungsgeschäft unterschrieben, der Ladenbesitzer bestellte bei meiner Näherei seine Kleider. Mit der Unterstützung von Care haben wir auch begonnen, eine Frauengemeinschaft für Erspartes und Kredite zu gründen. Aber diese Projekte waren immer nur vorübergehend, als sie zu Ende waren, habe ich für mich selbst gesorgt.

Von Amena

Foto: promo

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NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Ich habe Verträge mit einem der Taschenläden der Stadt abgeschlossen, sie überließen uns Stoff, und mein Mann und ich haben daraus Taschen gemacht. Wir haben zwölf Taschen pro Tag fertiggestellt. Im Jahr 2006, als das Widows Association for Advocacy Projekt begann, hat das Projekt zehn Stellen vergeben für Community Mobilizers (Übersetzung: Jemand, der in der Gemeinschaft Dinge anstößt und organisiert), ich wurde auch ausgewählt. Seitdem arbeite ich als Community Mobilizer und verdiene am Tag sechs US-Dollar. Während des Taliban-Regimes gab es keine Möglichkeiten oder Chancen für Frauen und Mädchen. Wir saßen in unseren Häusern fest wie Gefangene. Es gab keine Jobs, keine Elektrizität, keine Straßen und andere städtische Einrichtungen. Jetzt haben wir exzellente Schulen für Jungen und Mädchen mit neuen Gebäuden, gut ausgebildeten Lehrern und Arbeit für Frauen. Was ich in meiner Gemeinde sehen kann, ist, dass alle Mädchen zur Schule gehen. Ich kenne mehrere Frauen, die in Regierungsbüros arbeiten, für die Vereinten Nationen oder in Büros von Nichtregierungsorganisationen. Sie bekommen gute Gehälter und sind selbstständig. Wir haben jetzt Elektrizität, in meiner Gemeinde haben alle Familien einen Fernseher. Fast 50 oder 60 Prozent der Familien haben einen Computer und die Kinder arbeiten alle mit einem PC. Das Bewusstsein und die Informiertheit der Gemeinde ist durch viele Dinge verbessert worden. Unsere Straßen sind fertig gebaut und asphaltiert. Das Bewusstsein für Gesundheit und Hygiene hat die gesundheitliche Lage in unserer Gemeinschaft verbessert, Krankheiten sind zurückgegangen. Weniger Mütter und Kinder sterben. Die Stimmen von Frauen wer-

den gehört, die Gewalt gegen Frauen ist zurückgegangen. Das Bewusstsein für Frauenrechte hat viel verändert, jetzt können Frauen ihr miras (Erbe nach dem Tod der Eltern) und ihr maher (Erbe und Geld, das die Frau vom Mann bekommt, so, wie es im Heiratsvertrag festgeschrieben steht) behalten und sind damit vor Zwangsehen geschützt. Zahlreiche Frauenrechte wurden der Regierung vorgetragen, und Frauen erkämpften ihre Rechte vor Gerichten und Gemeinderäten. Jetzt erlauben fast alle Familien der Stadt ihren Töchtern, zur Schule zu gehen, auch den Mädchen, deren Rechte während des Taliban-Regimes geraubt worden waren. Sie haben jetzt die Möglichkeit, ihre Schulausbildung fortzusetzen, auch wenn sie dem Schulalter längst entwachsen sind. Außerdem werden Berufsberatung und Alphabetisierungskurse für Frauen angeboten. Viele Frauen haben Arbeit und Einkommen eben wegen dieser Trainings. Und Frauen, die lesen und schreiben können, können ihren Kindern bei den Schulaufgaben helfen, Hinweistafeln lesen, wenn sie bei Ämtern, in Krankenhäusern oder Geschäften sind. Wir sind allen Organisationen und allen Menschen weltweit dankbar, die für Frauenrechte in Afghanistan kämpfen, und wir bitten sie, diese Bemühungen fortzusetzen. Wir bitten sie, Druck auf ihre Regierungen auszuüben, Frieden nach Afghanistan zu bringen und die Einmischung der Nachbarstaaten in unsere inneren Angelegenheiten zu unterbinden. Die Nachbarstaaten müssen daran gehindert werden, Bomben zu schicken oder Selbstmordattentäter und bewaffnete Kämpfer. Sie müssen daran gehindert werden, unser Land zu zerstören. Der Grund für die Unsicherheit in Afghanistan ist der Einfluss von Pakistan und dem Iran. Würden diese Länder uns in Ruhe lassen, könnten wir unsere Probleme mit eigenen Entscheidungen lösen. Ich bitte die Organisationen, uns zu helfen, Arbeit für afghanische Frauen zu schaffen, Märkte für unser Handwerk zu etablieren und ihre Regierungen zu überzeugen, von Frauen in Afghanistan hergestellte Produkte zu importieren. Und sie sollen der afghanischen Regierung helfen, mehr Einrichtungen für Frauen zu bauen – Märkte, Fortbildungszentren, Sportplätze, Unterhaltungsmöglichkeiten. Die afghanische Regierung muss befähigt werden, eine offene Umgebung bereitzustellen und mehr Arbeitsmöglichkeiten. Es ist wichtig, die Frauen gut auszubilden und zu fördern. Wir haben noch einen langen Weg vor uns. — Die Autorin ist 34 Jahre alt und lebt in Golaee Mahtab Qala, dem 13. District von Kabul-Stadt. Sie hat sechs Kinder im Alter von 16, 13, zwölf, zehn, sechs und drei Jahren. Bis auf das jüngste gehen alle Kinder zur Schule.

MUSIKSCHULE KABUL

ROCKGRUPPE Längst hat auch westliche Populär-Musik Eingang nach Afghanistan gefunden. Diese Musiker sind Teil einer der ersten Trash-Metal-Bands in Kabul. Obwohl alle drei Musiker bekennende Gläubige sind, eilt ihnen aufgrund ihrer Auftritte und ihres Aussehens im konservativ geprägten Afghanistan der Ruf voraus, ein lockeres Leben zu führen und es mit Alkohol nicht so genau zu nehmen. Die Musiker schützen sich vor Angriffen, indem sie ihre Auftritte oft nur über Botschaften kurz vor Konzertbeginn an zuverlässige Freundes- und Bekanntenkreise mitteilen. Trotzdem hat es auch hier Fortschritte gegeben. Im Herbst dieses Jahres fand in Kabul erstmals ein Rock-Festival mit Gruppen aus Afghanistan und den zentral-asiatischen Nachbarrepubliken statt. Viele der Auftritte dazu fanden in geschützten Kultur-Einrichtungen statt.

Das nationale Kabuler Institut für Musik bildet nicht nur junge Talente aus, sondern hält über ein Drittel seiner Ausbildungsplätze für Waisenkinder bereit. Unterrichtet werden seit dem vergangenen Jahr nicht nur traditionelle Instrumente aus dem zentral-asiatischen Raum, sondern auch westliche Klassik. Die jungen Dozenten sind oft Musiker aus Ensembles in den USA, Australien oder Europa, die eine Erweiterung ihres Lebenshorizontes suchen. Das Kabuler Institut für Musik versucht, mit seiner Ausbildung an eine alte Tradition anzuknüpfen. In den 60er und 70er Jahren verfügte der nationale Rundfunk in Kabul über ein komplettes Orchester, das später unter dem Einfluss des Krieges rasch zerfiel.

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Der Geist von Bonn D

ie Taliban, immer wieder die Taliban. Wenn über den Abzug der ausländischen Truppen aus Afghanistan gesprochen wird, geht es um sie, wenn über die Entwicklung des Landes nach dem dafür anvisierten Termin Ende 2014 spekuliert wird, ebenfalls. Gelingt es, die radikalen Fundamentalisten, die das Land bis 2001 beherrschten, zurückzudrängen oder einzubinden, wollen sie Krieg oder Frieden? Die Taliban sind letztlich der Gradmesser für Erreichtes und Mögliches in Afghanistan. „Wir können nicht mit ihnen leben, aber auch nicht ohne sie“, sagt die afghanische Parlamentsabgeordnete Shinkai Karokhail. Wer realistisch sei, der müsse erkennen, dass kein Weg daran vorbeiführe, mit den Taliban zu sprechen. In Bonn allerdings werden die Taliban nicht vertreten sein. So wie schon bei der ersten großen Afghanistan-Konferenz in Deutschland, 2001 auf dem Bonner Petersberg. Damals schienen die Taliban und ihre Verbündeten, Osama bin Ladens Al Qaida, geschlagen. Doch sie kamen zurück und sind heute so stark, dass ein dauerhafter Frieden gegen sie nicht möglich scheint. In einigen afgha- Taliban nischen Provinzen haben die Taliban quasi tolerieren Schattenregierungen errichtet – vor allem dort, wo die offiziellen Strukturen schwach und kor- jetzt auch rupt sind. Denn wo Bürger 10 000 Dollar zah- Schulen lenmüssen, wennsieeine Klage einreichen wollen, sind die parallelen islamischen Gerichte für Mädchen sehr willkommen. „In diesen Gebieten lässt sich auch beobachten, dass die Taliban neue Wege gehen“, berichtet Thomas Ruttig, Mitbegründer des Afghan-Analyst-Networks. Mädchenbildung etwa werde nicht mehr verteufelt. Die Abgeordnete Karokhail ist ohnehin überzeugt, dass sichFrauen nicht mehr aus dem Berufsleben zurückdrängen lassen. „Dazu sind wir einfach zu viele.“ Gleichberechtigung, Demokratie, darum ist es auch unter der Regierung von Hamid Karsai nicht gut bestellt. Ein junger afghanischer Journalist berichtete kürzlich in Berlin, wie Karsai und andere Regierungsmitglieder Journalisten mit Geld und Drohungen gefügig machen. „Manche unterhalten sogar eigene Fernsehsender.“ Kritische Zeitungen würden verboten, bestimmte Personen seien tabu. „Über sie zu berichten, ist schlicht lebensgefährlich. Das traut sich niemand.“ Gemeint sind vor allem ehemalige Warlords. In Wahrheit werde das Land von einer Art Mafia ehemaliger Warlords dominiert, sagen Afghanen, die gut unterrichtet sind. Tatsächlich wurden die früheren Kommandeure aus der Zeit des Bürgerkriegs nie zur Rechenschaft gezogen. Viele erhielten sogar lukrative Staatsaufträge oder Ämter, damit sie die neue Regierung akzeptieren. So wie Mohammed Fahim Khan, ein berüchtigter Kriegsverbrecher, der von Karsai zum Vizepräsidenten ernannt wurde. Am Drogenanbau, der trotz jahrelanger Eindämmungsbemühungen derzeit wieder zunimmt, sind mutmaßlich ebenfalls vieledieser Paten beteiligt. Die meisten haben längst wieder Männer unter Waffen – und die internationale Gemeinschaft hat dies indirekt gefördert. Auf Initiative der USA wurden Bürgerwehren aufgestellt, die zwar als lokale Polizei firmieren, letztlich jedoch nichts anderes als Milizen darstellen. „Unsere Recherchen haben ergeben, dass sie oft separate, informelle Kanäle zu mächtigen Regierungsmitgliedern oder lokalen Autoritäten unterhalten“, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Die Milizen seien an Überfällen, Vergewaltigungen und illegalen In den Razzien beteiligt. Auch im Operationsgebiet der Bundeswehr gibt es solche „lokalen PolizisProvinzen ten“, und sie sind zum Teil mit deutschen Wafgibt es fen ausgerüstet. Landesweit sollen den Milizen mehr als 25 000 Männer angehören. einen nur die Taliban gefährden alsoden Frieneuen Krieg denNicht in Afghanistan. „In den Provinzen haben wir längst wieder einen neuen Bürgerkrieg“, sagt Ruttig, der in der Vergangenheit in verschiedenen Positionen für die Europäische Union, die Vereinten Nationen (UN) und auch für die Bundesrepublik in Afghanistan tätig war. Westliche Militärs sind angesichts dieser Entwicklungen deutlich zurückhaltender als Politiker, was Umfang und Zeitplan für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan angeht. US-General John Allen, der derzeitige Oberkommandierende der Nato-geführten Schutztruppe (Isaf), spekulierte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa kürzlich bereits über eine langfristige strategische Partnerschaft der Nato mit Afghanistan. „Ob das heißt, dass es auch nach 2014 eine Truppe in Afghanistan gibt, (…) – also eine Art Nachfolge der Isaf –, das wird man sehen müssen.“ Von der Bundesregierung heißt es indes, alle ausländischen Kampftruppen würden Afghanistan bis Ende 2014 verlassen. Viele Afghanen fürchten, dass mit ihnen auch die Aufmerksamkeit abgezogen wird und es ihrem Land ähnlich ergehen könnte wieSomalia, dasheute mangelsDaten heute nicht einmal mehr in den Entwicklungsstatistiken der UN berücksichtigt wird. Ulrike Scheffer

HILFE FÜR AFGHANISTAN

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Auf den hintersten Plätzen Allein aus Deutschland sind in den vergangenen zehn Jahren 1,9 Milliarden Euro nach Afghanistan geflossen. Drei Viertel des Staatshaushalts werden über Hilfsgelder finanziert. Und dennoch ist das Land noch immer eines der ärmsten der Welt. Auf dem aktuellen Index der Menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen nimmt es einen der hintersten Plätze ein. Die Kindersterblichkeit ist seit 2001 von 250 auf 161 pro 1000 Kinder gesunken. Nicht eben beeindruckend. Auch die Müttersterblichkeit ist weiter hoch, denn in Afghanistan gibt es bis heute praktisch keine Hebammen. In der Bilanz des deutschen Entwicklungsministeriums heißt

es zwar, 80 Prozent aller 34 Millionen Afghanen hätten Zugang zu einer gesundheitlichen Basisversorgung. Doch Krankenhäuser und gut ausgebildete Ärzte gehören dazu eben nicht. Immerhin gehen heute sieben Millionen Kinder wieder zur Schule, ein Drittel davon sind Mädchen. Die Schulen sind allerdings meist schlecht ausgestattet, Klassen mit bis zu 100 Kindern keine Seltenheit, weil es an Lehrern fehlt. Francesc Vendrell, ehemaliger Sonderbeauftragter von EU und UN in Afghanistan, stellte die Aufbauerfolge kürzlich bei einer Tagung der Böll-Stiftung in Berlin denn auch infrage: „Ausländer neigen dazu, Quantität über Qualität zu stellen“, merkte er kritisch an. uls


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MEINUNG

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Am deutschen Wesen‌

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er Widerspruch kĂśnnte grĂśĂ&#x;er nicht sein. „Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa“, warnt Angela Merkel ein ums andere Mal – und das zu Recht. WĂźrde die Währungsunion zerfallen, wären die Folgen von „apokalyptischer GrĂśĂ&#x;enordnung“, wie selbst Radoslav Sikorski, AuĂ&#x;enminister des Nicht-Eurolandes Polen, diese Woche mahnte. Aber gleichzeitig sind es die deutsche Regierung und die deutschen Notenbanker, die in blinder Selbstgerechtigkeit die Währungsunion geradewegs ins UnglĂźck steuern. Da sollen „SchuldensĂźnder automatisch bestraft“ und vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt werden, plant die Kanzlerin und ignoriert wesentliche Ursachen der Krise. Da geiĂ&#x;elt ihr Azubi im Amt des Wirtschaftsministers, Philipp RĂśsler, die von fĂźhrenden Ă–konomen in aller Welt geforderte Deckung des Euro-Rettungsfonds EFSF durch die Europäische Zentralbank (EZB) als „Weg in die Inflation“, obwohl er das gar nicht begrĂźnden kann. Da erklärt der kĂźrzlich zum Bundesbankpräsidenten avancierte Merkel-Adlatus Jens Weidmann die nĂśtige Ausweitung der EZB-Käufe von Staatsanleihen zum „Rechtsbruch“, bietet aber keine Alternative. Und Industriepräsident Hans-Peter Keitel gibt zum Besten, dass mit Ausnahme der Kanzlerin „einzig die Politik“ Schuld an der Misere trage, während die private Wirtschaft nur deren unschuldiges Opfer sei. So ist die Botschaft der deutschen Europäer immer die gleiche: Wenn nur alle Euro-Staaten dem deutschen Pfad der Tugend mit eisernem Sparwillen folgen und die GeldschĂśpfung zur Staatsfinanzierung verboten bleibt, dann und nur dann werde die Währungsunion auf Dauer bestehen kĂśnnen. Doch tatsächlich ist es genau umgekehrt: Wenn die Merkel-Regierung das Programm aus fortgesetzter Schrumpfung der Staatshaushalte und geldpolitischem Dogmatismus europaweit durchsetzt, wird die Währungsunion schon bald zerfallen. Die im Ton moralischer Ăœberlegenheit vorgetragene deutsche Position zeugt in Wahrheit von Ăśkonomischer Ignoranz und Heuchelei. Das beginnt schon mit der Litanei Ăźber den „Schlendrian“ und die Korruption in den Schuldenstaaten. Dabei wird stets unterschlagen, dass gerade die deutsche Industrie Ăźber Jahrzehnte hemmungslosbestochenhat,insbesondere in Griechenland, wo mit Siemens, MAN, Daimler und Thyssen/HDW gleich vier deutscheKonzerne Korruptionsgeschichte schrieben. Auch hatten Deutschlands WirtschaftsgrĂśĂ&#x;en keine Skrupel, Griechenland fĂźr zig Milliarden Euro mit RĂźstungsgĂźtern zu beliefern, die sich das Land mit dem – in Relation zur BevĂślkerung – grĂśĂ&#x;ten Wehretat aller Nato-Staaten nie leisten konnte. Die Merkel-Regierung war sich nicht einmal zu schade, noch im Krisenjahr 2010 den Verkauf zweier zusätzlicher U-Boote an Griechenland zum Preis von fast einer Milliarde Euro zu befĂśrdern, als die Ermittlungen schon begonnen hatten. Von gleicher analytischer Tiefenschärfe ist die fortwährend wiederholte Klage Ăźber die mangelnde „Disziplin“ der „DefizitsĂźnder“. Die vorwiegend deutschen Apologeten dieser plumpen These ignorieren, dass mit Irland und Spanien auch zwei Länder der Krisenhilfe bedĂźrfen, die bis 2007 bei der FĂźhrung ihrer Staatshaushalte disziplinierter waren als die Deutschen und sogar ĂœberschĂźsse erwirtschafteten. Ihr Verhängnis war eine stark negative Leistungsbilanz und die damit einhergehende hohe Verschuldung der privaten Un-

Die Warner vor der fiktiven Inflation sahen tatenlos zu, als die Banken die Immobilienblasen finanzierten ternehmen und Haushalte. Erst mit dem Platzen der Immobilienblasen schlug diese dann auf die Ăśffentlichen Finanzen durch. Am Aufbau dieser privaten Ăœberschuldung in den späteren Krisenstaaten haben deutsche Geldhäuser allerdings kräftig mitgewirkt – wahrlich kein Grund, nun vom hohen Ross anderen Disziplin zu predigen. Gleichzeitig verweigern sich Merkel und ihre Strategen blindlings der Forderung, dass die EZB dem Vorbild der Notenbanken in den USA, Japan und GroĂ&#x;britannien folgt und als „Kreditgeber der letzten Instanz“ fĂźr die Staaten der Eurozone fungieren soll. Und das, obwohl es mit ihrem Flickwerk in Form des Rettungsfonds EFSF ganz offenkundig nicht gelingt, die dramatische Vertrauens-

rend die Verschuldung noch ansteigt. Genau das geschieht derzeit in allen Eurostaaten, die sich drakonische Sparprogramme verordnet haben. Und genau deshalb verschlechtert sich laufend ihre Lage – und das Vertrauen der Anleger schwindet erst recht. NatĂźrlich gilt: Wenn die Verschuldung so groĂ&#x; ist, dass die Zinslast, so wie in Griechenland, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Ăźberfordert, sind neue Kredite keine LĂśsung. Aber Schulden sind ja keine unabhängige GrĂśĂ&#x;e. Vielmehr gehĂśren stets die finanziellen AnsprĂźche anderer spiegelbildlich dazu. Des einen Schulden sind immer eines anderen VermĂśgen. Diesen Zusammenhang pflegen die deutschen Reichtumspfleger aber gemeinhin zu verschweigen. Dabei liegt genau hier der Ausweg. Um die Schuldenberge abzutragen, mĂźssen die ungeheuren VermĂśgen herangezogen werden, die sich parallel zur Ăśffentlichen Verarmung bei einer kleinen Minderheit angehäuft haben. Allein die rund drei Millionen Europäer, die nach einer Erhebung der Investmentbank Merrill Lynch Ăźber ein investierbares GeldvermĂśgen von jeweils mehr als einer Million Dollar verfĂźgen, vereinen mehr als 10 Billionen Dollar auf sich – und damit mehr als das

‌kÜnnte die europäische Währungsunion scheitern. Denn der geldpolitische Dogmatismus der Merkel-Regierung und ihr Programm zur Schrumpfung der Staatshaushalte zeugen von Ignoranz und Heuchelei Von Harald Schumann

Mehr als zehn Billionen Dollar GeldvermÜgen liegen in der Hand von nur drei Millionen Europäern

Illustration: Reiner Schwalme

krise am Anleihemarkt zu bewältigen. Mittels ihres elektronisch geschĂśpften Geldes kĂśnnte die EZB dagegen Staatsanleihen in beliebiger Menge Ăźber den EFSF kaufen lassen und somit klarstellen, dass – mit Ausnahme des Ăźberschuldeten Griechenland – alle Euroländer ihre Anleihen bedienen werden. Ein solches Signal ist schon deshalb geboten, weil die Furcht vor einem mĂśglichen Zahlungsausfall fĂźr Spanien, Italien und Belgien zusehends zur sich selbst erfĂźllenden Prognose wird. Wenn diese Staaten sich nur noch zu Zinsen von sieben Prozent und mehr refinanzieren kĂśnnen, werden sie allein dadurch zwangsläufig insolvent. Die EZB-Garantie ist auch deshalb unverzichtbar, weil die Banken dieser Länder ihrerseits in groĂ&#x;em Umfang Anleihen ihrer Heimatstaaten halten. Aber nur wenn diese nicht fortwährend an Wert verlieren, hĂśren ihre Kunden auf, immer mehr Geld abzuziehen. Und nur dann kĂśnnen die Kreditinstitute wieder ausreichend private Investitionen finanzieren. Schon jetzt mĂźssen italienische Unternehmen im Schnitt gut anderthalb Prozent mehr Zins zahlen als ihre deutschen Wettbewerber. Das kann nicht gut gehen. Ohne Investitionen geht gar nichts mehr. Darum sind sich vom NobelpreisĂśkonomen Paul Krugman Ăźber den Finanzmarktveteranen George Soros bis hin zum deutschen Wirtschaftsweisen Peter Bofinger und dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, Fachleute aus allen wirtschaftspolitischen Lagern einig, dass die Eurozone ohne eine EZB-Garantie fĂźr Staatsanleihen nicht Ăźberleben wird. Und weil Europas Notenbank selbst kein politisches Mandat hat, wäre die Erteilung einer Banklizenz fĂźr den Euro-Stabilisierungsfonds EFSF der einfachste Weg, um eine solche Notenbank-Garantie praktisch umzusetzen. Der Stabilisierungsfonds kĂśnnte sich bei der EZB Geld leihen und damit Anleihen der Krisenstaaten kaufen. Und er kĂśnnte, anders als die No-

Ohnehin sind alle Krisenländer in- und auĂ&#x;erhalb der Eurozone weit von einer Auslastung ihrer Produktionskapazitäten entfernt. Also kĂśnnte die GeldschĂśpfung allenfalls dann zur Inflation fĂźhren, wenn sie Ăźber vermehrte Kreditvergabe die Nachfrage so stark anheizen wĂźrde, dass plĂśtzlich Hochkonjunktur ausbricht. Davon ist aber weit und breit nichts zu sehen. Und selbst wenn, wäre dann immer noch Zeit genug, die Zinsschraube wieder anzuziehen. Die hysterische Warnung vor einer fiktiven Inflation ist auch deshalb verlogen, weil sie von jenen deutschen Geldpolitikern inspiriert ist, die, wie der zurĂźckgetretene EZB-ChefĂśkonom JĂźrgen Stark und sein Vorgänger Otmar Issing, in den sieben Jahren vor Ausbruch der Finanzkrise tatenlos zusahen, als die Banken die Geldmenge mal eben fast verdoppelten, indem sie die Kreditvergabe dramatisch ausweiteten. Das fĂźhrte klar sichtbar zur Inflationierung der Preise fĂźr Immobilien und andere VermĂśgenswerte. So erzeugten gerade auch die deutschen Geldhäuser jene Preisblasen, deren Platzen und die daraus folgende Rezession in Spanien, Irland und anderswo Ăźberhaupt erst die Staatsschulden explodieren lieĂ&#x;. Diese Ignoranz gegenĂźber den wirtschaftlichen Zusammenhängen setzt sich geradlinig fort in den von der Merkel-Regierung forcierten Sparprogrammen unter Ă„gide der EU-Kommission und der EZB. Indem sie fast ausschlieĂ&#x;lich die KĂźrzung der Staatsausgaben betreiben, untergraben sie die Kreditfähigkeit der Staaten immer weiter. Die im deutschen Politzirkus so gerne angefĂźhrte Perspektive der sparsamen schwäbischen Hausfrau ist eben ziemlich beschränkt. In einer Volkswirtschaft sind die Ausgaben des einen nun mal stets die Einkommen des anderen. Wenn aber sowohl die privaten Haushalte und Unternehmen als auch der Staat gleichzeitig sparen, dann sinken zwangsläufig die Nachfrage sowie die Wirtschaftsleistung und alle gemeinsam werden ärmer, wäh-

tenbank selbst – kontrolliert von Ministerrat und Parlamenten – dies an die Bedingung knĂźpfen, dass die Regierungen realistische Pläne zur Sanierung ihrer Haushalte aufstellen und durchfĂźhren. Aber, so wenden die deutschen Dogmatiker ein, das sei ja eine „Monetarisierung der Staatsschuld“ (Weidmann) und eine „Lizenz zum Geld drucken“ (FDP-Fraktionschef Rainer BrĂźderle). Ja, das wäre es. Aber genau das tun die privaten Banken schon immer. Sie leihen sich Geld bei der Zentralbank und verleihen es weiter an den Staat, mit einem ordentlichen Zinsaufschlag natĂźrlich. Die erworbenen Anleihen hinterlegen sie wiederum als Sicherheiten bei der Zentralbank, bekommen dafĂźr neues Geld, verleihen dies erneut und so weiter – ein seit je laufendes Subventionsprogramm fĂźr das Geldgewerbe zum beiderseitigen Nutzen. Die Banken verdienen Geld, ohne auch nur einen Cent Eigenkapital dafĂźr bereitstellen zu mĂźssen. DafĂźr bekommen die Staaten kostengĂźnstig Kredit. Wenn also die GeldschĂśpfung mit Gewinnen privater Banken einhergeht, dann ist sie kein Problem. Wenn sie aber Ăźber ein gemeinschaftliches Institut läuft und die Zinsgewinne der Allgemeinheit nutzen, dann soll sie des Teufels sein. Denn, so lautet das deutsche Mantra, eine politisch gewollte Geldvermehrung fĂźhre zwangsläufig in die Inflation. Und die sei schlieĂ&#x;lich „die grĂśĂ&#x;te soziale Ungerechtigkeit“, wie Finanzminister Wolfgang Schäuble warnte. Komisch nur, dass die gleiche Strategie weder Japan, noch die USA oder GroĂ&#x;britannien in das Inflations-Armageddon gefĂźhrt hat. WomĂśglich liegt das daran, dass das frisch geschĂśpfte Geld lediglich die infolge der Rezession ausbleibenden Steuereinnahmen kompensiert und damit den weiteren Absturz verhindert. Diese Sicherheit ist so viel wert, dass jetzt die britische Regierung neue Kredite billiger bekommt als die deutsche, und das, obwohl das britische Budgetdefizit das Zehnfache des deutschen beträgt.

Doppelte aller Staatsschulden der fĂźnf Krisenländer Italien, Spanien, Irland, Portugal und Griechenland zusammen. Dabei sind Immobilien noch nicht einmal eingerechnet. Ein ganz erheblicher Teil davon gehĂśrt zudem gerade jenen, die sich wie die griechischen Oligarchen in der Schweiz und anderswo der Besteuerung entziehen. In Deutschland liegen sogar, den Immobilienbesitz eingeschlossen, mehr als 4000 Milliarden Euro bei nur zehn Prozent der BevĂślkerung. Das entspricht dem Doppelten der Staatsverschuldung. Wenn also der Euro nicht an der Schuldenkrise scheitern soll, mĂźssen die Staatshaushalte auch Ăźber die Mehrung der Einnahmen auf Kosten jener saniert werden, deren Verluste eben nicht zur Senkung der Nachfrage fĂźhren, oder allenfalls jener nach Finanzanlagen. Das kĂśnnten zinslose Zwangsanleihen sein, wie sie der frĂźhere Vizepräsident der Osteuropabank EBRD, Joachim Jahnke, vorgeschlagen hat. Machbar wäre auch nach Art des deutschen Lastenausgleichs der Nachkriegszeit eine jährliche Abgabe von zwei Prozent auf VermĂśgen von mehr als einer halben Million Euro, die allein der Schuldentilgung dient. Oder die gesamte – Ăśffentliche und private – Ăœberschuldung lieĂ&#x;e sich Ăźber eine einmalige 30-prozentige europaweite VermĂśgensabgabe auf einen Schlag auf erträgliches Niveau senken, wie es die renommierte Unternehmensberatung Boston Consulting anhand der Verteilungsdaten kalkuliert hat. Dabei ist die BegrĂźndung der Berater, die jeder linksradikalen Neigung unverdächtig sind, hĂśchst rational: Die 30-prozentige Minderung der VermĂśgensansprĂźche entspreche angesichts der wirtschaftlichen Lage lediglich einer realistischen Bewertung der Anlagen, schrieben die Autoren. Doch gleich, welches Instrument man wählt: Entscheidend ist, dass die Euro-Retter endlich erkennen, wie die Krise der Währungsunion aufs Engste mit der Verteilung von Einkommen und VermĂśgen verbunden ist und nicht allein mit „Sparen“ aufgehalten werden kann. Wenn es nicht gelingt, erst mit Hilfe der EZB den Kapitalmarkt zu stabilisieren und anschlieĂ&#x;end die GeldvermĂśgen zur Schuldentilgung heranzuziehen, wird es kommen, wie die Kanzlerin gewarnt hat: Dann scheitert der Euro, und dann scheitert Europa.

Der Autor ist Redakteur fĂźr besondere Aufgaben beim Tagesspiegel. Foto: Mike Wolff

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MEINUNG

4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

7

MS HAMBURG – persönlich, leger, komfortabel

Ein SPRUCH

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Befreit sie alle! Jetzt! Jost Müller-Neuhof über Demonstranten beim G-8-Gipfel, die ihr Ruf nach Freiheit fünf Tage lang ins Gefängnis brachte Demonstrationen, auch die großen und eindrucksvollen, als Artikulation eines Volkswillens zu nehmen, war immer ein Fehler. Die schweigende Mehrheit zeichnet sich dadurch aus, dass sie schweigt, mitunter sogar in revolutionären Wirren. Im Großen ist es in Kairo zu besichtigen, wo die jungen Aufgeklärten auf die Straßen zogen und nun die alten Konservativen die Wahlen gewinnen. Im Kleinen durfte man es in Stuttgart studieren, wo eine schwarz-grüne Allianz aus Opas und Enkeln gegen einen Bahnhof zu Felde zog, den deren Kinder respektive Eltern gerne bauen möchten. Eine Demonstration ist keine Abstimmung; sie ist Hinweis, Mahnung, Aufbruchs- oder Stoppsignal. Sie braucht, unabhängig von der Zahl der Teilnehmer, besonderen Schutz. Beschämend für einen Staat, wenn er das nicht versteht und das Maß verliert. So geschehen ist es 2007 bei den Protesten gegen den G-8-Gipfel in Heiligendamm – als man Schutzwälle zog, Tornados donnern ließ und festsetzte, wer nach Polizeimegafonansagen nicht bis drei auf den Bäumen war. Damals gerieten, wie Hunderte andere, zwei junge Männer auf einem Parkplatz in eine Polizeikontrolle. Im Auto daneben lagen Transparente, die eine den Beamten ver-

dächtig erscheinende Aufschrift trugen: „Free all now“ und „Freedom for Prisoners“. Zwei interpretationswürdige Aussagen, die nach Behördenlesart aber umstandslos zur Straftat wurden, weil in der Nähe eine Justizvollzugsanstalt stand. Hier wollen wohl zwei üble Subjekte zur Gefangenenbefreiung anstiften! Dabei war die ausgreifende Gewahrsamspraxis der Polizei selbst schon längst zum protestwürdigen Politikum geworden. Aus der Situation dennoch zu folgern, hier stehe eine Straftat bevor, kann man den Polizisten nachsehen. In der Hitze des Heiligendammer Gefechts und im Gedröhn der Tornados konnten Fehler passieren. Einer wehrte sich auch, als die beiden ihre Ausweise zeigen sollten. Aber

DFB-Chef Theo Zwanziger

dann wurde das Versagen institutionell. Und es wurde ein Versagen der Justiz. Richter ordneten die Ingewahrsamnahme gleich für die gesamte Gipfelzeit an und einen Tag darüber hinaus. Die Plakatsprüche könnten vieles bedeuten, hieß es, aber es herrsche nun mal eine „allgemeine Gefahrenlage“. Nicht mal das Bundesverfassungsgericht erbarmte sich, einmal mehr war es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der dem Musterrechtsstaat Bundesrepublik eine Lektion erteilte und den beiden vergangene Woche einen Schadensersatz zusprach. Auch, weil sie an ihren berechtigten Protesten gehindert wurden. Polizei und Richter werden nun genauer hinsehen müssen, wen sie festsetzen, gerade im Umfeld von Demos. Durchwinken dürfen sie solche Anordnungen nicht mehr. Der Menschenrechtsgerichtshof schlug vor, man hätte den beiden ihre Plakate wegnehmen können, wenn sie denn so schlimm gewesen sind. Dann hätten sie sich neue gemalt, hielt die Bundesregierung allen Ernstes dagegen. Hätten! Ein Staat, der seinen Bürgern derart platt Rechtsbrüche unterschiebt, weil sie die falschen Dinge denken oder malen könnten, erinnert an die DDR. Zeit für eine Montagsdemo.

DER TAGESSPIEGEL RERUM

Gehen Sie mit MS HAMBURG auf die Jungfernreise zum Nordkap. Bestaunen Sie die imposanten Wasserfälle im Geirangerfjord, die unendliche Weite der norwegischen Fjordlandschaften, die Hansestadt Bergen, die wildromantischen Lofoten und die Eismeerkathedrale in Tromsö. Entdecken Sie auf der 2. Reise mit MS HAMBURG die baltische Ostseeküste. Es erwarten Sie der malerische Süden von Bornholm, das Ännchen von Tharau in Klaipeda, die wunderschönen Altstädte von Riga und Tallinn. In 2 Tagen in St. Petersburg erleben Sie die schönste Stadt Europas. Weiter geht es über Kaliningrad und Danzig zurück nach Bremerhaven.

Norwegische Fjorde und das Nordkap

Die Krise bin ich

Tromsø

Pflichtblatt der Börse Berlin

V

— Seite 19

Ein Zwischenruf zu …

…Berlins Senat Ursula Weidenfeld fragt, warum die Hauptstadt für politische Talente von außerhalb so unattraktiv ist em neuen Senat des Regierenden Bürgermeisters gehören zwei Damen an, die die Schlüsselressorts Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft verwalten werden. Die beiden Damen sind nahezu unbekannt. Das macht nichts, im Gegenteil: Die beiden haben die Chance, sich im Amt zu profilieren. Und doch ist die Berufung keine gute Nachricht. Warum will niemand, der politisches Profil, einen Namen und Expertise hat, nach Berlin? Klar, das liegt auch am schwierigen Zuschnitt der Ressorts. Ein kompliziertes Amt aber hat noch niemanden davon abgehalten, es anzutreten, wenn er (oder sie) sich davon etwas erhofft – inhaltliche Akzente zu setzen, persönliches Fortkommen, Reputation, die Empfehlung für höhere Weihen. Das hat Berlin im Augenblick nicht zu bieten. Wie schwierig es ist, inhaltliche Akzente zu setzen, hat Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner erfahren müssen. Der Mann kannte sich aus, er hatte Ideen – doch Berlin war am Ende zu sperrig, um vernünftige Ideen als das zu akzeptieren, was sie sind: eine Diskussionsgrundlage, keine Ideologie. Wenn aber einer wie Zöllner es in dieser Stadt kaum schafft, was kann sich ein ambitionierter Politiker aus der Provinz hier erhoffen? Berlin wäre der ideale Platz, um die Neuauflage einer Großen Koalition im Bund ab 2013 zu proben. Wer sich in Berlin profiliert, tut das direkt vor der Nase künftiger Koalitionsverhandler. Das sollte eine Verlockung sein für die jungen Talente, die in anderen Bundesländern auf ihre Chance warten. Ist es aber nicht. Das hat nicht mit mangelndem Ehrgeiz zu tun, sondern mit der mangelnden Bereitschaft, sich zu bewähren. Die Nachwuchspolitiker um die 40 sind sich ohnehin sicher, dass alles auf sie zuläuft. Ein bisschen Reputation reicht dafür aus, viel Profil schadet in der Politik zur Zeit eher. Da wärmt man sich lieber noch ein bisschen im eigenen Landesverband. Der Politik für Berlin muss das nicht schaden. Aber für die Politik insgesamt ist es schade. Wenn keiner mehr das Risiko eingeht, auf fremdem Terrain für seine Ideen zu streiten, wird die Politik schlechter. Sie verliert die Fähigkeit, Neues zu denken und sich darüber auseinanderzusetzen. Dass sich das ausgerechnet in Berlin – der Stadt der so ungemein inspirierenden Gegensätze – mit aller Schärfe zeigt, ist symptomatisch. Und alarmierend.

08.06. – 22.06.12 (15 Tage)

CAUSAS COGNOSCERE

ZEITUNG FÜR BERLIN UND DEUTSCHLAND

ielleicht kann Theo Zwanziger ja Fifa-Präsident Joseph Blatter beerben, dann wäre dieses Problem auch gelöst. Für größenwahnsinnig genug kann man den Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) halten nach seinen Eskapaden der zur Schau getragenen Eitelkeit, die am Freitagabend in seiner alle überrumpelnden Rücktrittsankündigung mündeten. Zwanziger hat 2004 als Präsident großartig begonnen und nach dem Suizid von Nationaltorwart Robert Enke eine große Rede gehalten, danach aber hielt er sich für unfehlbar, verhedderte sich im Kleinklein. Er beschwor Krisen herauf (wie die geplatzte Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Joachim Löw), redete sie klein (wie die Steuer-Razzien bei Referees) oder machte sie schlimmer (wie die Nötigungs-Affäre um den früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell). Nun nimmt sich der Krisenpräsident vorzeitig aus dem Spiel – und löst die nächste Krise aus. Als ob der deutsche Fußball angesichts der schweren EM-Lose und der anhaltenden Debatte um Fangewalt keine anderen Sorgen hätte, stürzt Zwanziger seinen Verband in einen internen Machtkampf. Und führt unfreiwillig vor, dass es im Fußball-Politbüro der alten Männer keinen Hoffnungsträger gibt. Wenn die Nationalmannschaft im EM-Sommer unerwartet früh scheitern sollte und Löw zurücktreten müsste, stünde der ganze DFB nackt da. Nicht mehr nur Theo Zwanziger. ide

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„Kleines Schiff – großer Urlaub“ das ist das Motto der MS HAMBURG, die nach einer umfangreichen Renovierung ab Juni 2012 für PLANTOURS Kreuzfahrten in See stechen wird. Mit max. 400 Gästen ist das deutschsprachige Schiff recht überschaubar. Die Atmosphäre ist persönlich, leger und komfortabel. Sie werden sich an Bord wohl fühlen, neue Freundschaften schließen, zauberhafte Häfen entdecken und mit vielen schönen Erinnerungen wieder von Bord gehen.

Verleger: Dieter von Holtzbrinck Herausgeber: Gerd Appenzeller, Dr. Pierre Gerckens, Giovanni di Lorenzo, Dr. Hermann Rudolph Chefredakteure: Stephan-Andreas Casdorff, Lorenz Maroldt Geschäftsführender Redakteur: Thomas Wurster Leitende Redakteure: Ingrid Müller, Gerd Nowakowski; Tissy Bruns (Politische Chefkorrespondentin), Markus Hesselmann (Berlin und Online), Malte Lehming (Meinung), Norbert Thomma (Sonntag) Autor: Harald Martenstein Ressortleitungen: Politik: Lutz Haverkamp, Armin Lehmann; Wirtschaft: Moritz Döbler; Sport: Robert Ide; Kultur: Christiane Peitz, Rüdiger Schaper; Wissen/Forschen: Dr. Hartmut Wewetzer Verantwortliche Redakteure: Wolfgang Prosinger (Die Dritte Seite); Dr. Moritz Schuller (Meinung/ Politische Literatur), Dr. Anja Kühne (Bildung); Dr. Joachim Huber (Medien); Rolf Brockschmidt (Beilagen/Sonderthemen); Ulrich Amling (Ticket/Spielzeit) Redakteure für besondere Aufgaben: Dr. Peter von Becker (Kulturautor), Dr. Elisabeth Binder, Bernd Matthies, Harald Schumann, Helmut Schümann Reporter: Werner van Bebber, Deike Diening, Caroline Fetscher, Sven Goldmann, Frank Jansen, Friedhard Teuffel Parlamentsredaktion: Antje Sirleschtov (Leitung), Robert Birnbaum (Reporter), Cordula Eubel, Stephan Haselberger, Hans Monath Redaktionsbüros: Washington: Dr. Christoph von Marschall; Potsdam: Thorsten Metzner Art-Direktion: Ursula Dahmen, Bettina Seuffert Fotoredaktion: Kai-Uwe Heinrich

Tag 08.06. 09.06 10.06. 11.06. 11.06. 12.06. 13.06. 14.06. 15.06. 16.06. 17.06. 18.06. 19.06. 20.06. 20.06. 21.06. 22.06.

Lofoten Ålesund

Hellesylt Geiranger Bergen Lysefjord Stavanger

ab Hamburg

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am Nordkap

Hafen Hamburg Erholung auf See Bergen / Norwegen Hellesylt / Norwegen Geiranger, Geirangerfjord / N. Erholung auf See Gravdal, Lofoten / Norwegen Honningsvåg, Nordkap / Norw. Kirkenes / Norwegen Hammerfest / Norwegen Tromsø / Norwegen Erholung auf See Ålesund / Norwegen Kreuzen im Lysefjord / Norw. Stavanger, Norwegen Erholung auf See Kiel

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Lofoten

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22.06. – 03.07.2012 (12 Tage)

Tallinn

Bornholm

Kaliningrad Gdingen Baltijsk Nord-Ostsee-Kanal

Kiel Bremerhaven

Gdingen

Riga Klaipeda

• Der malerische Süden Bornholms

Reiseverlauf

St. Petersburg

Die Redaktionen von „Der Tagesspiegel“, Berlin, und „Handelsblatt“, Düsseldorf, kooperieren. Verlag Der Tagesspiegel GmbH Geschäftsführung: Joachim Liebler Vertriebs- und Marketingleitung: Axel König Anzeigenleitung: Jens Robotta Registergericht: AG Charlottenburg 93 HRB 43850 Erfüllungsort und Gerichtsstand: Berlin-Tiergarten Postanschrift: 10876 Berlin Hausanschrift: Askanischer Platz 3, 10963 Berlin Sammel-Telefon (030) 29021-0 Sammel-Telefax (030) 29021-12090 Internet-Adresse: http://www.tagesspiegel.de E-Mail: redaktion@tagesspiegel.de leserservice@tagesspiegel.de Druck: Druckhaus Spandau, Brunsbütteler Damm 156 – 172, 13581 Berlin

Reiseverlauf

Kirkenes Honningsvåg Hammerfest

Tag 22.06. 23.06. 24.06. 25.06. 26.06. 27.06. 28.06. 29.06. 30.06. 30.06. 01.07. 02.07. 03.07.

Hafen Kiel Gudhjem / Bornholm Klaipeda / Litauen Riga / Lettland Tallinn / Estland St. Petersburg / Russland St. Petersburg / Russland Erholung auf See Baltijsk / Russland Kaliningrad / Russland Gdingen (Danzig) / Polen Passage Nord-Ostsee-Kanal Bremerhaven

Ank. 08:00 08:00 09:00 12:00 09:00 11:00 17:00 08:00 09:30

Abf. 18:00 14:00 13:00 16:00 17:00 18:00 14:00 22:00 14:00 -

• Die baltische Städte Klaipeda, Riga und Tallinn • 2 Tage in St. Petersburg Reisepreise pro Person in Euro 2-Bett-Kabine, innen 2-Bett-Kabine, außen

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DIE REPORTAGE

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Die Machtvertikale Die Parlamentswahlen in Russland werden heute nicht in Moskau entschieden, sondern in der Provinz. In Orten wie Kaluga, das vom Aufschwung profitiert. Trotzdem laufen hier der Kreml-Partei Einiges Russland die Anhänger davon. Von den Tücken „gelenkter Demokratie“ Von Moritz Gathmann, Kaluga

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ädchen und Jungen in bunten Folklore-Kostümen tanzen einen Reigen der Harmonie: Auf der Bühne der Philharmonie von Kaluga singen sie vom Regenbogen über der Stadt, vom Sternenregen, vom Birken-Morgengrauen. Dann erscheinen zwei Moderatoren: „In unserer Stadt gibt es nicht nur neue Investoren, sondern auch eine politische und wirtschaftliche Entwicklung, die jedem von uns beweist?“, und für einen kurzen Moment steht ein Fragezeichen mächtig im Raum. So mächtig, dass sie jetzt im Duett antworten: „Dass Kaluga die beste Stadt der Welt ist!“ Müdes Klatschen ist zu hören aus den Sitzreihen. In der siebten Reihe rechts, umgeben von Beamten in dunklen Anzügen, sitzt jener, der die Antwort schon vorher kannte: Anatolij Artamonow, seit elf Jahren Gouverneur des Gebietes Kaluga. Kein Haudrauf wie Putin ist er, nein, trotz seiner 59 Jahre hat er etwas Sanftes, Jungenhaftes - so könnte Dmitrij Medwedjew in 15 Jahren aussehen. Für seine Partei Einiges Russland ist Artamonow so eine Art Ludwig Erhard von Kaluga. Und auch in den Augen der Bundesregierung: Vor ein paar Wochen hat der deutsche Botschafter ihm das große Verdienstkreuz mit Stern überreicht. Man muss ein paar Jahre zurückblicken, um zu verstehen, was in diesem Gebiet passiert, das etwa zwei Autostunden südwestlich von Moskau liegt, etwas kleiner als Baden-Württemberg, aber nur von einer Million Menschen bewohnt ist. In Kaluga, der Hauptstadt der Region, wurden bis 1991 Turbinen, Motoren und Elektronik für sowjetische Raketen und Flugzeuge hergestellt. Mit dem Ende der Sowjetunion war da nur noch ein tiefes Loch. Aufträge der Rüstungsindustrie blieben aus, die Menschen verarmten, der Stadt fehlte das Geld, um Kindergärten, Schulen, Straßen zu erhalten. Die Auferstehung beginnt am 29. Mai 2006, als der Volkswagen-Konzern sich entschließt, vor der Stadt ein Werk zu bauen, für eine halbe Milliarde Euro und für 3000 Arbeiter. Es folgen Samsung, Volvo, Peugeot und Berlin-Chemie, gerade erst hat Continental den Grundstein für ein Werk gelegt, in dem der deutsche Konzern vier Millionen Reifen im Jahr produzieren will. Das Gebiet lockt ausländische Investoren mit Steuervergünstigungen und fertiger Infrastruktur. Und es zahlt sich aus. Das Haushaltsbudget der Stadt wuchs in den letzten Jahren um das Fünffache, die Fabrikarbeiter verdienen um die 600 Euro, mehr als das

Da stirbt eine Katze und wer ist Schuld? Fjodor Borinskich (re.) versteht die Kritik an seiner Partei nicht, die in Kaluga mit großen Plakaten für sich wirbt.

Doppelte wie vor fünf Jahren. Kaluga ist ein Modell für wirtschaftlichen Aufschwung. Wo, wenn nicht hier, müsste die Partei Einiges Russland, die seit einem Jahrzehnt treu den Kurs des ehemaligen und wohl zukünftigen Präsidenten Wladimir Putin stützt, bei den Parlamentswahlen am Sonntag einen grandiosen Sieg einfahren? Doch wer sich umhört, der spürt, dass der Partei die Felle davonschwimmen. Mit wachsendem Wohlstand weigern sich die Russen, das paternalistische Regierungsmodell zu akzeptieren, das ihnen Putin und Einiges Russland bieten. Was im reichen Moskau schon vor fünf Jahren passiert ist, vollzieht sich jetzt in den Regionen – die Entstehung einer selbstbewussten Mittelschicht. Der Blogger Alexej Nawalny ist mit seinen Antikorruptionskampagnen zum Helden dieser Schicht geworden, er hat Einiges Russland in „Partei der Gauner und Diebe“ umgetauft, von ihm stammt jene Strategie, die sich verbreitet wie ein Lauffeuer: Zur Wahl gehen und für irgendeine Partei stimmen, aber nicht für Einiges Russland. Denn Siege konnte die Partei auch deshalb einfahren, weil die meisten oppositionell gestimmten Wähler lieber zu Hause blieben. An den Kommunalwahlen in Kaluga im letzten Herbst haben nur 16 Prozent der Wähler teilgenommen. „Herr Präsident, die Partei der Gauner und Diebe gefällt uns nicht. Mit ihnen gibt es keine Zukunft“, sagt eine Frauenstimme, wenn das Handy des Bloggers Alexander Wassiljew klingelt. In einem Wollpullover und Jeans sitzt der 43-Jährige im Pub 102 im Zentrum der Stadt. Wassiljew war in den 90er Jahren bei einem Journalistenprogramm an der Freien Universität Berlin beteiligt. „Als ich zurückkam und dem Direktor des Regionalsenders von den Medien als der vierten

Gewalt erzählte, sagte er nur ,Vergiss es’.“ Wassiljew ging zum Privatsender Nika, der mehr Freiheit bot. Doch 2001 kaufte ihn Artamonows Gebietsverwaltung. Als die Zensur schließlich überhandnahm, warf Wassiljew das Handtuch. „Die Verwaltung gab uns Anweisungen, wen wir zeigen sollten – und wen nicht“, sagt er. Seitdem arbeitet er als Programmierer, aber er gibt nicht auf. Seit zwei Jahren dokumentiert er in seinem Blog jene Auswüchse eines Systems, in dem Gouverneur, Bürgermeister, Minister und Abgeordnete zu einer Wer Partei gehören. Einiausschert, ges Russland schreibt sich Wohltawird ten auf die Fahnen, abgestraft. die mit ihr eigentlich wenig zu tun haDas ist ben. Eine Woche ist das System es her, dass Artamonow mit großem Tamtam das neue Schwimmbad der Universität eröffnete – hinter ihm ein Plakat des Parteiprojekts „500 Schwimmbäder.“ Wassiljew hat recherchiert, welches Geschacher dahinter steckt: Die Verwaltung hatte die Stadtwerke angewiesen, 26 Millionen Rubel, das sind umgerechnet 600 000 Euro, an die Universität zu überweisen. „Woher haben die Stadtwerke, die uns Heizenergie liefern und dafür von uns bezahlt werden, plötzlich 600 000 Euro zu viel?“ Eine Antwort darauf konnte Wassiljew auch dem Rechnungshof nicht geben. Er sieht ziemlich erschöpft aus. Es sind Fälle wie dieser, die müde machen, weil so viel Arbeit dahinter steckt – und am Ende niemand zur Verantwortung gezogen wird. Das ist die Tragödie dieses Systems, in dem auch die unzähligen Untersuchungen der unabhängigen „Nowaja

Gaseta“ über korrupte Beamte und Politiker verpuffen wie Silvesterböller. Nika TV hat sich derweil zu einem Sprachrohr des Gouverneurs entwickelt, dessen Berichterstattung selbst Mitglieder seiner eigenen Partei hinter vorgehaltener Hand als „Arschleckerei“ bezeichnen. In den Nachrichten immer dasselbe freundliche Bild: Der Gouverneur eröffnet Sporthallen, erhöht den Lehrern die Gehälter um 40 Prozent und warnt Protestwähler vor den negativen Folgen einer „unüberlegten Wahl“. Oppositionelle tauchen nicht auf, nur im Wahlkampf dürfen sie sich täglich eine halbe Stunde teilen, die das russische Wahlgesetz ihnen gewährt. In Obninsk, wo die Opposition erstarkt ist, schlägt Gouverneur Artamonow offen drohende Töne an. „Die Partei, die siegt, wird sagen, ihr sympathisiert nicht mit unserer Partei, sondern mit einer an deren. Dann wartet, bis sie siegt, und dann löst mit ihrer Hilfe eure Probleme“, erklärt er Journalisten. Das ist die Putin’sche Machtvertikale in Aktion, wer ausschert, wird abgestraft. Aber Artamonow kämpft auch um seinen eigenen Kopf, der rollen dürfte, wenn Einiges Russland in seinem Hoheitsgebiet durchfällt. Er führt die Regionalliste der Partei an, auf Platz zwei steht Jurij Wolkow, ein Geheimdienstler aus St. Petersburg und Protegé Putins. Prognosen für Kaluga gibt es nicht. Die letzten russlandweiten Umfragen geben Einiges Russland etwas mehr als 50 Prozent. 2007 erhielt die Partei 64,3 Prozent. Ihre Zweidrittelmehrheit ist sie sicher los, aber verliert sie noch mehr? Es wäre eine Niederlage, die Putins Machtvertikale nicht zum Einsturz bringen, aber doch an ihr rütteln würde. In ihrem Bemühen um Wählerstimmen landet die Partei in Kaluga bei Me-

Fotos: Gathmann

thoden, die eher an Tupperware-Parties erinnern. Jedes Mitglied liefert der Partei Passdaten und Telefonnummern von mindestens zehn Bekannten und Verwandten – und bürgt dafür, dass diese zur Wahl erscheinen. Wer auf der Liste steht, bei dem klingelt das Telefon, und ein Vertreter des Parteibüros fragt freundlich: „Gehen Sie zur Wahl?“ Und dann bestimmt: „Und für wen werden Sie stimmen?“ Die Partei zeigt Nerven, und die wachsende Spannung spürt auch Fjodor Borinskich, der in seinem Wahlkreis für Einiges Russland trommelt. Der 41-jährige Stadtrat sitzt in Anzug und Krawatte in seinem Café im Zentrum Kalugas. Vor zehn Jahren hat er das erste „europäische“ Café der Stadt eröffnet und es Kofenja genannt. Er hält Anteile an Radiosendern und Immobilien und ist Direktor des Kinos. Er lebt den „American Dream“ von Kaluga. Deshalb versteht er die Erwartungshaltung der Bürger nicht. „Die Menschen überschätzen unsere Möglichkeiten“, sagt Borinskich und fährt sich durch die blonden Haare. „Da stirbt eine Katze, und wer ist schuld? Einiges Russland!“ Dabei baue die Verwaltung Straßen, Gehwege, schaffe Arbeitsplätze – „wir geben den Menschen Stabilität, aber niemand sagt Dankeschön.“ Dabei ist es Einiges Russland selbst, das Heilserwartungen produziert und die Versprechen nicht einlösen kann. „Die Menschen haben das Gefühl, dass der Horizont, der ihnen gezeigt wird, unerreichbar ist“, sagt Konstantin Iwanow, Chefredakteur von „Perekrjostok“, der einzigen mehr oder weniger unabhängigen Zeitung in Kaluga. Die Menschen sehen die baufälligen Plattenbauten, in denen sie wohnen, die Löcher in den neuen Straßen und dass Beamte sich bestechen lassen, wenn man eine Baugenehmigung braucht. Der Gouverneur lobt die High-

Tech-Ansiedlung, aber die Menschen schrauben nur Bausätze zusammen, die aus Europa geliefert werden. Und sehen, dass die eigenen Fabriken vergeblich auf große Rüstungsaufträge warten, die seit Jahren von Putin versprochen werden. Selbst jene, die dem Horizont nah wenden sich Putins Partei sind, von Einiges Russverspreche land ab. Andrej Jakowlew* fährt am viel und, Mittwochabend mit sagt ein dem Bus zur Nachtschicht im VWIngenieur, Werk. Nach seinem erfülle nichts Ingenieursstudium ging er in die Lackiererei von Volkswagen. Jetzt sitzt er acht Stunden täglich am Monitor und bekommt dafür tausend Euro, viel Geld für Kaluga. In ein paar Tagenwird das Leben des 26-Jährigenein gutes Stück komfortabler, wenn „sein“ Skoda Octavia vom Band läuft. Und doch sagt er: „Einiges Russland verspricht viel und erfüllt nichts.“ Jakowlew erinnert sich an ihr „Manifest“ von 2002, da war er 18: Jede Familie werde in einer eigenen Wohnung leben, stand da. Stattdessen sind die Lebenshaltungskosten explodiert, und Wohneigentum ist teurer geworden. 1300 Euro kostet der Quadratmeter in Kaluga im Schnitt, nur etwas weniger als in Berlin. Andrej wird deshalb am Sonntag wie die meisten seiner Freunde für Gerechtes Russland stimmen, für Menschen wie Andrej Pertschjan, 52, Besitzer eines russischen Autozulieferers und Duma-Kandidat. Pertschjan beschwert sich darüber, wie die Kreml-Partei die Medien dominiert, wie die Regionalregierung ausländische Unternehmen umgarnt und die eigenen vergisst. So weit geht er. Aber er würde nie den Gouverneur angreifen. Pertschjan ist ein erfolgreicher Unternehmer im Anzug, der geht nicht auf die Straße, umdasSystem zustürzen.Pertschjan hat auch mal Einiges Russland finanziert, als er Bürgermeister werden wollte. Damit symbolisiert er, was in Russland „Systemopposition“ heißt: Seine Gerechtes-Russland-Partei hatte der Kreml einst geschaffen, um den Kommunisten Stimmen abzujagen. Allerdings ist sie in letzter Zeit etwas außer Kontrolle geraten. Parteichef Sergej Mironow hat sich mit dem Kreml überworfen und wird wohl selbst für das Präsidentenamt kandidieren. Immerhin. Am Tag vor der Wahl eilen die Menschen im Zentrum der Stadt durch das Schneetreiben. Einiges Russland und die Gebietsverwaltung hat die ersten Seiten der „Perekrjostok“ gekauft, und Artamonow erklärt seinen Bürgern: „Am 4. Dezember wählen Sie nicht nur die Abgeordneten der Staatsduma, sondern auch den Gouverneur des Gebiets.“ Es ist eine offene Lüge. Aber auch die Wahrheit für einen, über dessen Kopf bei den Wahlen entschieden wird. * Name geändert

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Stargefunkel: Gala für den Europäischen Filmpreis im Tempodrom – Seite 11

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

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Von Tag zu Tag

Endlich Herbst Andreas Conrad lässt Handschuhe und Schal noch eine Weile im Schrank

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Parkeisenbahn: Orden für Mitarbeiter Auf den ersten Blick passt es nicht zusammen: Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der Parkeisenbahn in der Wuhlheide, bei der es zahlreiche Missbrauchsvorfälle an Kindern und Jugendliche durch Ehrenamtliche gegeben hat, erhält jetzt das Bundesverdienstkreuz, genau genommen dieVerdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. Der Geehrte steht aber nicht im Verdacht, an den Straftaten beteiligtgewesenzusein.UnddieVerdienstmedaille, die unterste Stufe der Auszeichnungsmöglichkeiten, erhält Bernhard Schreiber für seinen Einsatz nach einem Brandanschlag im April 2007, bei dem mehrere Fahrzeuge zerstört oder beschädigt worden waren. Schreiber, Jahrgang 1944, habe sich seit 1990 bei der Parkeisenbahn engagiert, teilte das Bezirksamt Treptow-Köpenick mit. Nachdem er sich nach seiner Pensionierung zunächst vom Ehrenamt zurückgezogen hatte, habe er sich nach dem Brandanschlag für den Wiederaufbau der beschädigten Fahrzeuge eingesetzt – erfolgreich. Mit Schreibers Hilfe gelang es, mehrere Unternehmen, darunter waren auch die S-Bahn und die Thyssen Krupp Gleistechnik, zu beteiligen. Heute koordiniert Schreiber die Arbeitseinsätze von BVG-Auszubildenden, die der Parkeisenbahn beim Gleisbau helfen. Vorschläge zum Verleihen der Verdienstmedaille kann jeder machen. Schreiber kam im März 2011 auf die Liste, als der Missbrauch öffentlich noch nicht bekannt war. Am Prüfverfahren für die Verleihung werden in der Regel alle fachlich berührten Behörden und Institutionen beteiligt, heißt es beim Bundespräsidialamt. Förmlich verleiht der Bundespräsident die Medaille. Überreicht wird sie Schreiber am 7. Dezember von Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD). kt

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NACHRICHTEN

Aus, vorbei. Von oben sieht man, wie das Dach der Deutschlandhalle trichterförmig nach innen einstürzte. Experten überprüfen nun, ob alles drumherum noch stabil ist, damit die Bauarbeiter ihren Abriss-Job erledigen können. Gleich nach der Sprengung dämmten automatische Wassersprenger oben an den Rändern des Daches die Staubentwicklung ein. Die Wolke über der Stadt war dennoch kilometerweit zu sehen. Foto: Robert Schlesinger/dpa

Ein Knall, eine Wolke, eine Ruine

Bis März wird planiert – dann entsteht die neue Halle

Um 9.53 Uhr wurde die Deutschlandhalle gesprengt Neugierige können heute auf dem Funkturm staunen Von Annette Kögel Für den Bruchteil einer Sekunde stockte Robert Halter der Atem. Als der 28-jährige Sprengfachmann die Kurbel am Gerät drehte, um die 40 Kilogramm Sprengstoff zu zünden, und es dann einfach still blieb. Doch es musste sich in der Riesenhalle alles erst einmal über die 1000 Meter Kabel verteilen, hin zu den fast 300 Zündern in den Bohrlöchern an den Stahlträgern und Stützen, bis das Dach der Deutschlandhalle am Sonnabend, exakt um 9.53 Uhr, mit einem heftigen Knall trichterförmig zusammensackte. Die Sprengung war an diesem Morgen Familiensache. Roberts Großvater gründete 1925 den Spandauer Betrieb, sein Vater Christoph ist heute Chef. Damals stand die Halle noch gar nicht, sie wurde erst zehn Jahre später anlässlich der Olympischen Spiele errichtet. Im Krieg wurde sie dannzerstört und inden 50ern wieder aufgebaut. Seit 14 Jahren aber war es in der Halle ruhig geworden, dort fanden nur noch kleine Veranstaltungen statt. Mit der Sprengung des 6000 Quadratmeter großen Daches begann am Sonnabend die letzte Phase des Abrisses. „Es wäre wegen der Einsturzgefahr zu gefährlich gewesen, das filigran gebaute Dach

Auf Draht. Hans-Jürgen Müller, Christoph Halter und sein Sohn Robert (v.l.) leiteten die Dachsprengung. Foto: Annette Kögel

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Homosexuelle in Prenzlauer Berg geschlagen und bespuckt Ein homosexuelles Paar ist in Prenzlauer Berg angegriffen worden. In der Nacht zum Sonnabend – kurz nach Mitternacht – wurden die beiden 33 und 40 Jahre alten Männer in der Schönhauser Allee auf dem Vorplatz eines Supermarktes von mehreren Jugendlichen wegen ihrer Beziehung zueinander beleidigt, wie die Polizei mitteilte. Anschließend bespuckten zwei der Unbekannten das Paar und schlugen den Männern mit der flachen Hand gegen die Köpfe. Durch die Schläge stürzte eines der Opfer und zog sich leichte Verletzungen am Kopf zu, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden. Die Täter entkamen unerkannt. dapd

DAS IST DIE ZUKUNFT

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Simulation: promo

ürde man für dieses Wochenende eine eigens ihm geweihte Hymne suchen, es käme nur ein Lied infrage: „Am Tag, als der Regen kam“ – vor einem halben Jahrhundert ein deutscher Superhit, gesungen von Dalida. Aus statistischer Sicht endete eine geradezu biblische Dürre: Der trockenste November seit Beginn der Aufzeichnungen, nur ein Prozent der normalen Regenmenge in Dahlem, dafür mit 120 Stunden blauem Himmel mehr als die doppelte Sonnenscheinmenge – davon wird man einmal seinen Enkeln erzählen. Vor Jahresfrist dagegen, am 26. November 2010, fiel in Berlin der erste Schnee der Saison. Verrückte Welt! Wären den Bäumen nicht doch schon die meisten Blätter entfallen, könnte man diese Wochen glatt für einen lupenreinen Herbst halten, während es doch nur ein aufgewärmter Winter ist. Ihm dies zu glauben, fällt aber ausgesprochen schwer. Er taugt auchnicht als Verkaufsargument für dicke Winterkleidung, von der die an diesem zweiten Adventssonntag geöffneten Geschäfte übervoll sein dürften. Wegen des angekündigten Eisgraupels schon warme Socken kaufen? Man kann auch übertreiben.

An der Staffelei. Ein Künstler – gekleidet in eine Werbejacke – lässt sich von der Sprengung inspirieren. Foto: dapd/Schmidt

TAGESSPIEGEL.DE Die Geschichte der Deutschlandhalle – von Elefanten, Musikstars und Fußballern – erzählen wir in vielen Bildern. Auf unserer Internetseite finden Sie zudem ein Video – aufgenommen vom Funkturm – von der Sprengung. Film ab! www.tagesspiegel.de/berlin

mitdenteilsangerostetenTrägern mitMaschinen von innen einzureißen“, sagte Christoph Halter. So verrichteten schließlich Zünder und Dynamit im Wert von 8000 Euro ihre Arbeit. Fünf Wochen dauerten dieVorbereitungen, denganzenFreitag über zogen Sprengstoffexperten 13 Stunden lang Kabel durchs Gebäude. Die Sprengung konnte die vielen Kamerateams am Sonnabend von der 126 Meter hohen Aussichtsplattform auf dem Funkturm beobachten, der im Wind schwankte. Während des Countdowns war der Turm für die Öffentlichkeit gesperrt, kurz danach aber machten sich die ersten Gruppen auch schon per Aufzug auf den Weg nach oben, um sich die Ruine einmal anzuschauen. Viele Neugierige werden wohl auch am heutigen Sonntag nach Westend kommen: Die Aussichtsplattform auf dem Funkturm ist von 10 bis 23 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,80 Euro. Wenn es allerdings zu windig und nass ist, bleibt der Aufzug am Boden. Am Tag der Sprengung sammelten sich die vielen Neugierigen an den Avusrängen, auch auf dem Teufelsberg sah man Grüppchen von Schaulustigen, und über die gesperrte Avus rannten Menschen noch bis zu den Polizeiabsperrungen. Handykameras klickten, ein Künstler verewigte die letzten Momente der Traditionshalle im Bild. Erst ertönten Warnsignale, dann war die Detonation zu hören, und in der Eiseskälte auf der Plattform sah man, wie sich eine immer größere helle Staubwolke über die Stadt ausdehnte. Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung bestand laut Sprengfirma und Messe Berlin nicht, asbesthaltige und andere schadstoffhaltige Teile seien aus Halle und Dach zuvor entfernt worden. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit habe vor der Sprengung alles abgenommen. Wie bei anderen spektakulären Sprengungen in der Vergangenheit auch: Beim Bellevue-Tower am Potsdamer Platz, beim Frohnauer Sendemast, dem Plattenbau an der Darßer Straße in Pankow, der Spandauer Schleuse, dem sich den Sprengungen mehrmals widersetzenden Heizkraftwerk Rudow. Sprengmeister Christoph Halter kannte die Deutschlandhalle gut, er hat in den 70 Jahren dort als Ordner gearbeitet. „Ich war bei Paul McCartney und den Wings, Pink Floyd, bei Boxwettkämpfen. Bei der Arbeit werden zwar schon Endorphinefreigesetzt, aber Emotionen können wiruns hier nichtleisten“, sagte er.Hannelore Buchleither kamen hingegen die Tränen. DieDame stieg mit ihrem Rollator extra in die S-Bahn und fuhr aus Hermsdorf zur Deutschlandhalle. „Hier war ich 1961 das erste Mal mit meinem Mann in einem Konzert, bei Zarah Leander oder Hildegard Knef“, erzählte sie und blickte noch einmalauf die Ruine,die seitdiesem Sonnabendmorgen, 9.53 Uhr, aussieht wie der Überrest eines Erdbebens. — Info-Telefon der Funkturmkasse unter der Nummer 3038 - 1905.

Mit Bär auf der Fassade. So soll die neue Halle am Messedamm Ende 2013 aussehen. In der Vergangenheit kam bereits Kritik auf: Die Architektur sei langweilig, so das Urteil.

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FÜR 9000 BESUCHER Jetzt ist das Dach der alten Halle sicher zu Boden gebracht, bis März soll alles abgeräumt sein. Den Abriss betreut eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Unternehmen RWG 1. Dann wird der Grundstein gelegt für die moderne kongresstaugliche Messehalle. Nach den Entwürfen des Dresdener Architektenbüros „Code Unique“, das den internationalen Architekturwettbewerb gewann, soll sie ab Ende 2013 bis zu 9000 Gästen Platz bieten.

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ICC WIRD SANIERT Die neue Halle soll 65 Millionen Euro kosten und bietet laut Messe Berlin die Möglichkeit, das 1979 eröffnete ICC ab 2014 zu sanieren, als alternativen Kongressstandort. Die Deutschlandhalle war 1998 durch einen Senatsbeschluss für modernere Veranstaltungsorte vom Markt genommen worden; die daneben gelegene Eishockeyhalle an der Jafféstraße wurde im Jahr 2001 abgerissen. Dort stehen längst Neubauten der Messe. kög

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BERLIN

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Türkischer Bund protestiert mit Autokorso gegen Nazis

PS-starke Aktion. In 150 Autos rollten türkische Berliner am Sonnabend gegen Rassismus durch die Stadt.

Foto: dapd/Manfred Gottschalk

Mit 150 Autos fuhr der Türkische Bund (TBB) am Sonnabend von Kreuzberg nach Köpenick – in die „Sperrzone“, wie Alisan Genc vom TBB spöttelte. Ohne Zwischenfälle passierte der Autokorso, begleitet von 300 Polizisten, die NPDBundeszentrale in der Seelenbinderstraße in Köpenick. „Wir wollen unseren geschützten Bereich West-Berlin verlassen, um den Nazis zu zeigen, dass es keine ,national befreiten Zonen‘ gibt“, begründete Genc die Demonstration. Auf Flugblättern fragte der TBB, weshalb die Behörden die Mordserie der Zwickauer Neonazi-Terroristen nicht früher aufgeklärt haben: „Wurden die Strafermittlungen durch eine rassistische Mentalität oder eine geheime Hand verhindert?“ Nach der Vorbeifahrt an der NPD-Zentrale – einem unscheinbaren Häuschen – fuhren die Demonstranten zum Innenministerium nach Moabit weiter. Dort setzten sich die rund 300 Teilnehmer selbstgebastelte Brillen auf, deren rechtes Auge mit braunem Papier abgeklebt war. Zuletzt legten sie am Reichstag einen Kranz für Opfer des Rassismus ab. Zu Zwischenfällen kam es laut Polizei nicht, auch in Köpenick habe es keine Proteste gegeben. Auf rechten Internetseiten wurde der Autokorso nicht thematisiert. „Wir wollen Stärke zeigen“, sagte Hassan Mecit, der sich mit seinem Auto weit vorn in dem Konvoi eingereiht hatte. An

seinem und den anderen Fahrzeugen klebten kleine Plakate, der Türkische Bund hatte diese mit etwa zehn verschiedenen Aufschriften gedruckt und verteilt. „Aufstehen, hinsehen, Nazis im Weg stehen“, hieß es zum Beispiel, „Deutschland 1933 oder 2011?“ oder auch „FamilienministerinSchröder hetztgegen Einwanderer.“Einer der Demonstranten sagte, wenn schon nicht den Anfänge gewehrt werden konnte, dann müsse man jetzt den Fortgang des braunen Terrors verhindern.

Auch in Potsdam gab es Proteste gegen rechts Auch in Potsdam demonstrierten am Sonnabend etwa 350 Menschen gegen Neonazis. „Den Auftritt von Rechtsextremen in unserer Landeshauptstadt nehmen wir nicht widerspruchslos hin", sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der im Namen des Bündnisses „Potsdam bekennt Farbe“ sprach. „Potsdam steht für Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit.“ Ha

Mehr Fotos vom Autokorso unter: www.tagesspiegel.de/berlin

Braun muss vor den Rechtsausschuss In der Kanzlei des Senators wurden angeblich dubiose Immobiliengeschäfte abgewickelt. Die Opposition will Aufklärung frontiert, das ihnen erhebliche Steuereinsparungen möglich machen soll. Das Geschäft muss dann, so berichteten es Kunden solcher Immobilienhändler, möglichst rasch beim Notar abgewickelt werden. Die Staatsanwaltschaft prüft ihrem Sprecher Martin Steltner zufolge derzeit in einem großen Verfahren, ob sich Mitarbeiter von Banken und auch Notare bei solchen Immobilienverkäufen strafbar gemacht haben. Ob sich Brauns Name darunter befindet, ist allerdings unbekannt. Der Anlegerschutz-Anwalt Jochen Resch, zugleich Vorsitzender der Brandenburger Verbraucherschutzzentrale, hatte behauptet, der Verbraucherschutzsenator gehöre zu den Notaren, die an dubiosen Immobilienverkäufen mitwirkten. Diese Notare werden, weil sie zu außergewöhnlichen Tageszeiten zur Verfügung stehen, „Mitternachtsnotare“ genannt. In Brauns Kanzlei am Kurfürstendamm, die er mit dem CDU-Parteifreund Uwe Lehmann-Brauns teilt, seien 40 solcher Verfahren abgewickelt worden. Braun bestreitet die Vorwürfe rigoros. Noch am Freitag hatte er die Notarkam-

mer gebeten, die Vorwürfe zu prüfen. Deren Präsidentin Elke Holthausen-Dux erklärte auf zwei Seiten, die Kammer habe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Braun seine Notarpflichten vernachlässigt hätte: „Uns liegen weder Beschwer-

Foto: dapd/Michael Gottschalk

Von Werner van Bebber Dem neuen Justizsenator Michael Braun dürfte der erste Auftritt vor dem Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses nicht ganz leicht fallen: Wenn der CDU-Politiker am Mittwoch mit den Parlamentariern zusammenkommt, soll es auch um Vorwürfe gegen den Notar Michael Braun gehen, die seinen Amtsantritt überschattet haben. Der Grünen-Rechtspolitiker Dirk Behrendt hat für die Sitzung des Ausschusses den Tagesordnungspunkt „Michael Braun und der Vertrieb von Schrottimmobilien“ beantragt. Braun war kaum zum Senator für Justiz und Verbraucherschutz ernannt, da hatten Verbraucherschützer ihm vorgeworfen, als Notar den Verkauf sogenannter Schrottimmobilien beurkundet zu haben. Über den Vertrieb solcher Immobilien war in jüngerer Zeit immer wieder berichtet worden: Dabei werden arglose, manchmal auch naive Leute telefonisch in ein Gespräch über Einkünfte und Steuersparmodelle verwickelt und wenig später mit einem Wohnungskaufangebot kon-

Braun bestreitet die Vorwürfe. Die Notarkammer gibt ihm recht

den von Urkundsbeteiligten vor, die ,über den Tisch gezogen wurden‘, noch Kostenbeschwerden, in denen Sie verpflichtet worden wären, Ihre Kostenrechnung ... niederzuschlagen noch Mitteilungen in Zivilsachen, in denen Ersatzansprüche wegen der Verletzung von Amtspflichten gegen Sie geltend gemacht wor-

den wären.“ Im Klartext: Kein Käufer einer sogenannten Schrottimmobilie habe versucht, Braun zu belangen, oder sich bei der Standesorganisation über ihn beklagt. Braun sagt, in den 15 Jahren seiner Amtszeit als Notar habe es ein einziges Mal Streit um eine Gebühr gegeben. Es sei nie jemand gegen ihn vorgegangen. Erledigt ist die Angelegenheit indes noch nicht, auch wenn CDU-Landeschef Frank Henkel sagt: „Er hat mein Vertrauen.“ Parteifreunde fürchten, dass Brauns Glaubwürdigkeit als Senator für Verbraucherschutz beschädigt ist. Ohnehin hätten viele Menschen bei der Abwicklung großer Geschäfte von den beteiligten Notaren nicht den günstigsten Eindruck gehabt. Immobilienkäufer sagen, sie seien in der Wahl des Notars nicht frei gewesen – oder der Notar habe sich für das zu beurkundende Geschäft nicht wirklich interessiert. Notarkammerpräsidentin Holthausen-Dux erinnert in ihrem Schreiben daran, der Notar solle „die Beteiligten über die rechtliche Tragweite des Geschäfts belehren, Irrtümer und Zweifel vermeiden und darauf achten,

dass unerfahrene und ungewandte Beteiligte nicht benachteiligt werden.“ Die Notarkammer habe keinen Grund anzunehmen, dass Braun seinen Pflichten nicht nachgekommen sei. Nicht zuletzt wegen der offenbar weiten Kreise, die der Handel mit minderwertigen Immobilien gezogen hat, gibt es unter Notaren eine Diskussion über die Art und Weise, wie das Amt auszuüben ist. Man fragt sich, wie es zu verhindern ist, dass Notare Geschäfte beurkunden, die eindeutig zum Nachteil „intellektuell unterlegener“ Beteiligter sind, wie es in einem Papier einer bayrischen Notarorganisation heißt. Das Problem ist ungelöst. In dem Schreiben der Berliner Notarkammer an Braun heißt es, es würde sogar gegen die „Ihnen auferlegte Neutralitätspflicht (...) verstoßen, wenn Sie beispielsweise einer Partei sagten, dass sich das Geschäft Ihres Erachtens nicht lohne.“ Diskutieren Sie das Thema mit unter www.tagesspiegel.de/berlin

Frohnau Schmuck vom Meister – Klasse statt Masse Schmuck ist nicht gleich Schmuck. Wer hochwertige Stücke abseits des Modeschmucks sucht, findet im Atelier Andreas Stratmann garantiert das Richtige. Denn der Goldschmiedemeister fertigt individuellen Schmuck ganz nach den Vorstellungen des Kunden. Dank seiner über 26-jährigen Berufserfahrung in diesem faszinierenden Handwerk weiß er selbst für ungewöhnliche Wünsche immer eine edle Lösung. Auch Omas Ring oder Mutters Halskette, die zwar wertvoll, aber vielleicht nicht mehr zeitgemäß sind, arbeitet er zu einem neuem Glanzstück um. Wer einfach nur alten Gold-, Silberoder Platinschmuck verkaufen will, bekommt hier einen fairen Preis. Auch für Reparaturen ist hier die richtige Adresse. „Schmuckläden und Juweliere senden Ihr zerrissenes Armband auch nur weiter an einen Goldschmied“, verrät Stratmann. Da geht man doch lieber gleich zum Fachmann: Hier weiß man, wem

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In den nächsten fünf Jahren sollen nach den Worten der neuen Bildungs- und Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) rund 23 000 neue Kitaplätze in Berlin geschaffen werden. Dies entspreche der aktuellen Nachfrage in der Stadt, sagte sie in der rbb-Abendschau. Die rot-schwarze Koalition habe sich vorgenommen, das Kitaangebot „dem Bedarf entsprechend“ zu erweitern, versicherte die Senatorin. Außerdem sollten Kinder vom Jahr 2013 an einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben. Dies ist auch schon bundesweit gesetzlich vorgesehen. Dem Ruf nach einer Verbeamtung der Berliner Lehrer erteilte die Senatorin eine klare Absage. Sie bekräftigte damit eine entsprechende Koalitionsvereinbarung. Um der „Abwanderung“ von Lehrern vorzubeugen, wolle man aber „andere Anreize schaffen, die Berlin für Lehrer attraktiv machen.“ Tsp

Überfall in Prenzlauer Berg: Frau mit Faustschlag schwer verletzt Zwei junge Paare sind samstagfrüh in Prenzlauer Berg auf dem gemeinsamen Heimweg von einem unbekannten Mann brutal angegriffen worden. Dabei erlitt eine 25-jährige Frau schwere Verletzungen im Gesicht. Als die Paare gegen 6.40 Uhr die Kulturbrauerei an der Eberswalder Straße verließen, wurde erst eine 20-Jährige von einem geschleuderten Kleinpflasterstein in den Rücken getroffen. Ihre drei Begleiter versuchten den Angreifer von weiteren Attacken abzuhalten, dabei schlug dieser nach Angaben der Polizei der 25-jährigen Frau mit der Faust ins Gesicht. Anschließend sei der Täter in ein herannahendes Taxi gestiegen und habe sich vom Ort entfernt. Die Verletzte wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. cs

Heute dürfen die Geschäfte von 13 bis 20 Uhr öffnen Am zweiten Adventssonntag dürfen alle Berliner Geschäfte ab 13 Uhr öffnen. Einige Warenhäuser verkaufen bis 20 Uhr – darunter das KaDeWe, die Galeria Kaufhof am Alexanderplatz sowie Karstadt am Ku’damm, in der Wilmersdorfer Straße und in Spandau. Bis 20 Uhr geöffnet sind die Shoppingcenter Alexa, das Gesundbrunnen-Center, die Neukölln Arcaden, die Wilmersdorfer Arcaden, das Europa-Center und das Neue Kranzler-Eck. Das Kulturkaufhaus Dussmann an der Friedrichstraße öffnet bis 19.30 Uhr. Ein Großteil der Läden bedient die Kunden von 13 bis 18 Uhr. Dazu gehören die Galeries Lafayette, Karstadt am Hermannplatz und in der Müllerstraße – an der Schlossstraße wird bis 19 Uhr verkauft –, Kaufhof am Ostbahnhof, die Potsdamer-Platz-Arkaden, Das Schloss in Steglitz, die Gropius-Passagen, das Eastgate, das Zentrum Tempelhofer Hafen, das Ring- und das Linden-Center, die Spandau Arcaden, die Schönhauser-Allee-Arcaden, das Forum Köpenick, die Hallen am Borsigturm, Der Clou, das Rathaus-Center in Pankow, das Schloss-Straßen-Center, das Forum Steglitz, das Märkische Zentrum, das Allee-Center und das Park-Center Treptow. Auch die Ikea-Möbelhäuser, Möbel Höffner in Wedding und Marzahn und Möbel Kraft am Sachsendamm öffnen bis 18 Uhr. Am 18. Dezember sind die Geschäfte erneut geöffnet – am 11. Dezember hingegen bleiben die Läden in Berlin geschlossen. CD Übersicht zu den Öffnungszeiten: www.hbb-ev.de

BERLINER Chronik

4. Dezember 1961 Vopos reißen Antennen ab, US-Soldaten ohne Funkkontakt

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Wegen verstärkter amerikanischer Militärpatrouillen in Ost-Berlin kommt es zu einem ernsten Zwischenfall. Vopos stoppen drei Wagen der US-Armee und reißen die Sprechfunkantennen ab, so dass der Kontakt mit dem US-Hauptquartier in West-Berlin verloren geht. Die amerikanische Militärpolizei stoppt daraufhin in West-Berlin zwei sowjetische Militärfahrzeuge und hält einen der Wagen eine Stunde lang fest. Gru

SERIE

Jahre Mauerbau

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NACHRICHTEN

Jugendsenatorin Scheeres: Koalition will 23 000 neue Kitaplätze schaffen

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STADTLEBEN

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

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TICKET-HOTLINE (030) 312 70 41 www.berliner-theaterclub.de Mo. - Fr. 8 - 16 Uhr Präsident: Otfried Laur Papagena - Tel.: Karten an allen Vorverkaufsstellen 030-479 974 19 11. Dezember, 15.30 Uhr 8. Januar, 15.30 Uhr

Philharmonie (Herbert-von-Karajan-Straße 1)

JOHANN STRAUSS-GALA „Wien bleibt Wien“

Prager Festival-Orchester u. -Ballett Erstklassige Solisten, farbenprächtige Kostüme, Operettenmelodien . Walzer, Märsche und Polkas 23. Dezember, 16 und 20 Uhr

UdK (Hardenberg-/Ecke Fasanenstraße)

Das entzückende Ballettmärchen von Peter I. Tschaikowsky

„DER NUSSKNACKER“

BALLET CLASSIQUE DE PARIS 23. Dezember, 20 Uhr

Kammermusiksaal / Philharmonie

Tschechische Kammerphilharmonie Prag Vivaldi:

DIE VIER JAHRESZEITEN

G. F. Händel: „Wassermusik” Suiten 1 und 2

24. Dezember, 14.30 Uhr Maritim Hotel (Stauffenbergstr. 26) 25. Dezember, 16 Uhr UdK (Hardenberg-/Ecke Fasanenstraße)

Überraschungsparty. Nur wenige waren eingeweiht. Unangekündigt erhielt Michel Piccoli bei den European Film Awards am Samstagabend im Tempodroom eine Auszeichnung für sein Lebenswerk. Er war auch für seine Rolle in „Habemus Papam“ nominiert, dieser Preis ging aber an Colin Firth für „The King’s Speech“. Foto: dapd

Preise statt Krise Das stand nicht im Programm, das wurde auch nicht geprobt. Rund ein Drittel der Zeremonie zur Verleihung der European Film Awards im Tempodrom lag bereits hinter den Gästen, die ersten Komikkanonaden von Anke Engelke waren abgefeuert, die ersten Preise überreicht, eine unterhaltsame Show alles in allem, und manch einer dachte wohl schon, das würde nun bis zum Ende so weitergehen. Aber nein: „Surprise, Surprise!“ Volker Schlöndorff und Bruno Ganz betraten die Bühne – und hatten einen weiteren Preis inpeto, von demaußereinem verschworenen Kreis niemand wusste: Sonderehrung für Michel Piccoli. Als die European Film Academy erfahren habe, dass Piccoli – nominiert für die Titelrolle in „Habemus Papam“ – tatsächlich komme, habe man sich spontan dazu entschlossen, teilte Schlöndorff der Samstagabend im Betonzelt am Anhalter Bahnhof versammelten Runde mit und löste erste Standing Ovations aus. Sie hatten in der Luft gelegen: Schon bei der Begrüßung hatte Piccoli Extraapplaus geerntet. Doch auch ohne diese Überraschung hatte sich ein gelungener, mal amüsanter, mal begeisternder, dann wieder geradezu erbaulicher Abend schon früh angedeu-

tet. Besonders am Anfang war viel von europäischer Identität die Rede, die sich eben nicht auf Euro- und Finanzkrise erstrecke, ja, die ihren wahren Kern eigentlich in der Kultur im Allgemeinen und im Film im Speziellen finde. Besonders Staatsminister Bernd Neumann hielt das Banner Europas wacker in die Höhe, Schlöndorff nicht minder – da war es schon eine willkommene Abwechslung, als Anke Engelke endlich die Bühne betrat, im Hochzeitskleid, das ihre Bewegungsfreiheit aber doch ein wenig beengte und bald durch ein blumiges, schulterfreies Kunstwerk abgelöst wurde. Solch ein Filmpreis hat ja naturgegeben gewisse Regeln, eine Standarddramaturgie, um die man nur schwer herumkommt: Preisträger müssen vorgestellt,

DIE PREISTRÄGER

Filme kurz angespielt werden, ein Laudator findet lobende Worte, zieht dann das entscheidende Kärtchen aus dem Umschlag. Aber es sind Varianten denkbar, und davon hat es gestern eine Menge gegeben. Etwa der erste Auftritt Anke Engelkes („Anke – wie danke“) mit der Balkanbeat-Truppe Shantel und der Bucovina Club Orkestar, sie eben mit Hochzeitsdress und einer ArtWünschelrute, mit der sie einige der Hauptfiguren im Saal ortete. Auch kann man einen nominierten Film wie „The Artist“, dieser Hommage an die große Zeit des Stummfilms, einfach routiniert anmoderieren – oder aber man spielt eine kleine Szene vor, einen stummen Zickenkrieg zwischen Anke Engelke und Heike Makatsch, unten auf derBühne leibhaftig, oben auf der Leinwand mit den Dia-

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Film: „Melancholia“ (Lars von Trier) Regisseur: Susanne Bier („In einer besseren Welt“) Schauspielerin: Tilda Swinton („We need to talk about Kevin“) Schauspieler: Colin Firth

(„The King’s Speech“) Drehbuch: Jean-Pierre und Luc Dardenne („Der Junge mit dem Fahrrad“) Kamera: Manuel Alberto Claro („Melancholia“) Schnitt: Tariq Anwar („The King’s Speech“)

E STADTMENSCHEN F

Gut drauf. Schirmherrin Bettina Wulff tanzte zu Alphaville gleich los. Foto: Eventpress

spielen Solisten der Kammeroper Schloss Rheinsberg weihnachtliche Lieder und Arien aus Opern. Am dritten Advent tritt dann ebenfalls um 16 Uhr das Kinderballett „Kinder tanzen für Kinder“ der Deutschen Oper mit Szenen aus Tschaikowskys „Der Nussknacker“ auf. Zuvor wird um 14.30 Uhr auf der LED-Wand der Film „Benjamin Blümchen und die Eisprinzessin“ gezeigt, der Eintritt ist an beiden Tagen umsonst. Am vierten Advent findet ein Benefizkonzert mit „Jugend musiziert“ statt. Beginn 11 Uhr, Karten kosten 15 Euro im Kartenshop des RBB, Kaiserdamm 80–81. Kinder bis sechs sind frei. Bis zum 31. Dezember können Besucher auch über eine Kunsteisbahn schweben. Schlittschuhe gibt’s zum Ausleihen. spa

BOLSCHOI DON KOSAKEN Kosakenlieder aus dem alten Rußland wie Wolgaschlepper Stenka Rasin . Kosakenpatrouille . Roter Sarafan . Wolga, Wolga . Abendglocken und deutsche Weihnachtslieder 26. Dezember, 20 Uhr

(Herbert-von-Karajan-Straße 1)

Tschechische Kammerphilharmonie Prag

FESTLICHES WEIHNACHTS-GALA-KONZERT Die schönsten Werke der Klassik zur Adventszeit 27. Dezember, 15.30 Uhr

Kammermusiksaal / Philharmonie

Boogie-Woogie-Hits: AXEL

ZWINGENBERGER

Die heißeste Musik, die je für das Klavier erfunden wurde! 27. Dezember, 15.30 Uhr 24. März, 20 Uhr

Konzerthaus am Gendarmenmarkt Konzerthaus am Gendarmenmarkt

DIE SCHÖNSTEN OPERNCHÖRE

Tschechische Symphoniker Prag . Prager Opernchor

logzeilen, wie auf der Kintoppzeit gewohnt. Aber es steigerte sich noch, denn als Heike Makatsch endlich mit der Lobeshymne loslegte, kam ihr auch noch ein Hund dazwischen, angeblich derselbe wie im Film, nun ja. Das hat es so sicher noch nie gegeben, und es war wohl auch das erste Mal in der Geschichte des Europäischen Filmpreises,dass sicheine007-Szene indie präsentierten Filmschnipsel einschmuggeln konnte. Durchaus mit Recht, schließlich war sein Auftritt als Bonds Gegner in „CasinoRoyale“für MadsMikkelsen der internationale Durchbruch. Der Däne, geehrt für die Verdienste um den europäischen Film, heimste die zweiten Standing Ovations des Abends ein, seine Danksagungen waren auch am umfassendsten. Da er fürs Lebenswerk geehrt wurde, fühlte er sich verpflichtet, jedem daran Beteiligten pauschalzu danken.Undimübrigen seidie European Film Academy die beste der Welt. Die vergab dann den Preis für den besten Film – der Zeitplan war dann doch etwasausdenFugengeraten– an„Melancholia“ von Lars von Trier. Der reisescheue Meister selbst war nicht gekommen, und so musste seine Frau die silberne Statuette entgegennehmen, bevor es für alle zur Aftershow-Party ins Hotel Concorde ging (Weiteres in der morgigen Ausgabe).

Dirigent: Petr Chromczák . Die schönsten Chöre und Arien aus Don Giovanni, La Traviata, Il Trovatore, Rusalka, Carmen, Faust, Zauberflöte, Nabucco u.v.a. 28. Dezember, 15.30 Uhr

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Andrej Hermlin und sein SWING

DANCE ORCHESTRA

28. Dezember, 20 Uhr

Kammermusiksaal / Philharmonie

THE KINGS OF SWING Benny Goodman - Harry James - Gene Krupa - Lionel Hampton TASTENFEUERWERK ZUM JAHRESWECHSEL mit dem jungen Berliner Star-Pianisten MARK EHRENFRIED

Werke von Beethoven, Liszt, Brahms, Schubert/Tausig, J.S. Bach/Tausig, Grünfeld u.a. 31. Dezember, 16 und 20 Uhr

UdK (Hardenberg-/Ecke Fasanenstraße)

Tschechische Kammerphilharmonie Prag

Johann Strauß-Ballett Prag . Hervorragende Solisten

FEUERWERK DER KLASSIK Werke von Rossini, Bizet, Rimskij-Korsakow, Tschaikowsky, Dvorák, Brahms u.a.

gespielt - gesungen - getanzt 31. Dezember, 18 und 22.15 Uhr

Urania-Theater Berlin

TRAVESTIE SILVESTER GALA Die tempogeladene Show mit den RED SHOE BOYS

2. Januar, 15.30 Uhr, Philharmonie (Herbert-von-Karajan-Straße 1)

NEUJAHRSKONZERT

Das große Berliner Operettenmelodien . Walzer . Märsche Großes Orchester . farbenprächtiges Ballett . hervorragende Solisten * * Eintrittskarten als

Weihnachtsgeschenk * *

6. Jan., 20 Uhr + 7. Jan., 15.30 Uhr

Philharmonie (Herbert-v.-Karajan-Str. 1)

Zwei Monumente der Klassik in einem Programm

Orff: CARMINA BURANA Beethoven: IX. SYMPHONIE Tschechische Symphoniker Prag . Prager Opernchor 7. Januar, 20 Uhr

So kann’s gehen

Benefizgala am Salzufer Die edlen Autos und der 17 Meter hohe Weihnachtsbaum waren nur schönes Beiwerk am Sonnabend in der Mercedes-Welt am Salzufer in Charlottenburg. Statt um Motorleistung und die neuesten Modelle ging es im Berliner Autohaus um Glamour und Prominenz. Und natürlich um viel Geld für den guten Zweck. Insgesamt 100 000 Euro kamen beim Advents-Charitykonzert für die Stiftung „Eine Chance für Kinder“ zusammen. Schirmherrin Bettina Wulff holte sich den Scheck persönlich ab. Mit dem Erlös aus der Benefizgala soll die Arbeit von Familienhebammen in Steglitz-Zehlendorf finanziert werden. Bettina Wulff kam mit ihrem Mann, Bundespräsident Christian Wulff am Arm und outete sich gleich als Fan der beiden Bands des Abends – Alphaville und Ich+Ich. „Alphaville mit dem Lied Forever Young, das ist die Musik meiner Jugend, das war eine großartige Zeit“, schwärmte die Schirmherrin und legte auf der Tanzfläche auch gleich begeistert los, als die Band spielte. Auch viele andere der rund 1000 Gäste, die Niederlassungsdirektor Walter Müller begrüßte, fühlten sich in ihre Jugend versetzt. Darunter auch etliche Prominente, so die Schauspieler Marek Erhardt und Marco Girnth, Eva Habermann und Saskia Valencia. Eva Habermann bekannte sich ebenfalls zu Alphaville: „Mein Herz schlägt für die Gruppe.“ Marco Girnth steht hingegen auf Ich+Ich: „Die sind mehr am Zahn der Zeit.“ Nach dem Charitykonzert geht das Weihnachtsprogramm am Salzufer auch am heutigen Sonntag weiter. Um 16 Uhr

Szenenbild: Jette Lehmann („Melancholia“) Filmmusik: Ludovic Bource („The Artist“) Dokumentarfilm: Wim Wenders („Pina“) Erstlingsfilm: Hans Van Nuffel („Oxygen“)

mit den ORIGINAL

Opern-Gala:

Bei den European Film Awards im Tempodrom siegte Lars von Triers „Melancholia“ Überraschend wurde auch Michel Piccoli für sein Lebenswerk geehrt Von Andreas Conrad

Die schönsten Kosakenlieder und deutsche Weihnachtslieder

Seien Sie nicht überhöflich sollte man sich das nicht Mein Filialleiter will mich anmerken lassen. unbedingt loswerden und Was die Einladung bebetreibt in der Zentrale trifft, finde ich die Kollemeine Versetzung. Auf Angen übervorsichtig. Man raten der Kollegen bin ich kann sich bei einer Party ihm aus dem Weg geganja auch aus dem Weg gegen und habe mich möghen. Ich würde mich silichst unsichtbar gemacht. Demnächst wechsele ich Immer wieder sonntags cher nicht unbedingt zu fragen Sie einem Kreis dazustellen, die Stelle, werde ihm aber Elisabeth Binder in dem er gerade seine bei der Geburtstagsfeier Urlaubserinnerungen meines Kollegen wieder bezum Besten gibt. Aber gegnen. Nun wollen die anderen, dass ich da erst hinkomme, wenn sich per Handy benachrichtigen zu lassen, wann die Luft rein ist, käme er gegangen ist. Was soll ich tun? mir auch unwürdig vor. Schließlich — Reinhild, gemobbt haben Sie jetzt den anderen Job. Wenn der Filialleiter spürt, dass enn die Chemie zwischen zwei Ihre Gegenwart ihn aggressiv macht, Menschen nicht stimmt, kann es kann er schließlich auch gehen. Vielmanchmal gut sein, sich aus dem Weg leicht ist die Besorgnis der Kollegen zu gehen, auch wenn das defensiv nur deren eigenen Egos geschuldet. wirkt. Schließlich ist es wahrschein- Sie wollen sich unbedingt nützlich lich, dass das Wort des Filialleiters in machen und sehen Gefahren, wo der Zentrale einiges Gewicht hat. Ge- ernsthaft keine sein können. Ich wiss ist es am besten, wenn man bei würde also zur Party gehen, wie gezufälligen Begegnungen kurz, aber höf- plant. Sollte es wider Erwarten doch lich grüßt und notwendige Gespräche zu einer spontanen Attacke kommen, so sachlich und knapp wie möglich lassen Sie sich auf einen Streit nicht hält. Auf Abneigung überhöflich zu rea- ein. Dann können Sie immer noch gieren, ist ebenso falsch wie pure Igno- gehen und gegebenenfalls später wieranz. Schließlich handelt es sich um ei- derkommen. nen professionellen Kontakt, den man am besten pragmatisch gestaltet. Es ist — Bitte schicken Sie Ihre Fragen mit der leicht gesagt, dass man sich vom unhöf- Post (Der Tagesspiegel, „Immer wieder lichen Verhalten anderer nicht verlet- sonntags“, 10876 Berlin) oder mailen Sie zen lassen soll. Das klappt oft sowieso diese an: nicht, aber wenn man es irgend schafft, meinefrage@tagesspiegel.de

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Kammermusiksaal / Philharmonie

Tschechische Kammerphilharmonie Prag

MOZART-GALA 7. Januar, 15.30 Uhr

Die schönsten Melodien von W.A. Mozart

Kammermusiksaal / Philharmonie

Tschechische Kammerphilharmonie Prag

JUWELEN DER KLASSIK

Beliebte Melodien der Klassik: Mozart, Bizet, Vivaldi, Händel, Albinoni u.v.a. 22. Januar, 15.30 Uhr

Philharmonie (Herbert-von-Karajan-Straße 1)

Andrej Hermlin und sein SWING

DANCE ORCHESTRA

BEST OF SWING sowie dem großartigen Vocal-Quartett THE

mit Bettina Labeau und David Rose

SKYLARKS

Die schönsten Swing-Titel von Glenn Miller, Benny Goodman, Duke Ellington, Artie Shaw, Jimmy und Tommy Dorsey und Cab Calloway im Original-Sound 28. Januar, 16 und 20 Uhr

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Tschechische Kammerphilharmonie Prag . Das große

WINTERKONZERT DER KLASSIK Melodien von: Haydn, J.S. Bach, W.A. Mozart, Tschaikowsky, Vivaldi, Verdi u.a. 4. Februar, 20 Uhr Kammermusiksaal / Philharmonie Der russische Meisterpianist Vladimir Mogilevsky

FRÉDÉRIC CHOPIN-GALA 17. Februar, 20 Uhr

Konzerthaus am Gendarmenmarkt

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Konzerthaus am Gendarmenmarkt

Tschechische Kammerphilharmonie Prag . Das große

FRÜHLINGSKONZERT DER KLASSIK 4. April, 20 Uhr

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CARNEGIE HALL MEMORIES Benny Goodmans legandäres Carnegie Hall-Konzert von 1938 Karten: Kasse Hardenbergstr. 6 (neben Renaissance-Theater) Mo. - Fr. von 9 - 16 Uhr . und an allen Vorverkaufsstellen


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BERLIN

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

„Wir brauchen eine stärkere Leistungsmentalität“ Erstmals spricht die neue Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz über ihre Ziele im Amt. Die Berliner Arbeitsmoral verwundert die parteilose Bayerin Sie sind die Überraschung der CDU für den neuen Senat. Wie kamen Sie als Bildungsexpertin der Industrie- und Handelskammern ins Gespräch für das Amt der Wirtschaftssenatorin – und was war Ihre Reaktion, als Sie gefragt wurden? Frank Henkel hat den Kontakt zu mir gesucht. Wirtschaft und Bildung hängen eng zusammen. Der Austausch mit ihm war so, dass ich den Eindruck hatte: Da begegnensich zwei,die integer miteinander umgehen. Er hat sofort respektiert, dass ich gesagt habe, ich starte parteilos. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Betonung der Wirtschaft im Koalitionsvertrag. Mir liegen Wirtschaftsthemen am Herzen, ich habe mein ganzes Berufsleben in einer unternehmerischen Organisation verbracht. Was reizt Sie am Amt der Wirtschaftssenatorin?

Braucht Berlin einen „Mentalitätskick“ in Sachen Leistung, wie die Senatorin meint? Diskutieren Sie mit unter www.tagesspiegel.de/berlin

Bisher habe ich die Politik beraten, jetzt kann ich mitgestalten. Berlin ist eine sagenhafte Stadt, und ich will meinen Beitrag leisten, dass sie jetzt auch die Wirtschaftskraft entfaltet, die ihr eigentlich entspricht. Wie? So etwas gelingt einem nie allein. Insofern reizt es mich auch,mit den Kollegen imSenat eine Zusammenarbeit zu entwickeln, die dabei hilft, aus Berlin eine wirtschaftsstärkere Stadt zu machen. Sie haben den Koalitionsvertrag nicht mit erarbeitet, den Sie umsetzen müssen – gibt es Aspekte darin, die Sie kritisch sehen? Ich übernehme mein Amt auf Basis dieses Koalitionsvertrages. Jetzt beschäftige ich mich damit, wie wir das umsetzen können, was da verabredet wurde. Wie sehen Sie die darin festgehaltene Trennung der Verwaltungen für Forschung und Wissenschaft, die in den vergangenen Wo-

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chen von vielen Seiten kritisiert wurde? Die Trennung von Forschung und Wissenschaft ist gut lebbar. Die Vielzahl der Ansprechpartner muss kein Problem sein, wenn wir im Senat gut kooperieren. Das ist eine Herausforderung für uns. Welche Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit als Expertin für Berufsbildung sind für Ihren neuen Job besonders hilfreich? Wir müssen Unterstützung bieten, wenn junge Menschen nicht gleich nach der Schule einen Ausbildungsplatz finden. Oft hapert es auch daran, dass Schulen Grundkenntnisse nicht vermitteln konnten. Das ist gerade in Berlin im bundesweiten Vergleich ein sehr großes Problem. Wie lässt sich das lösen? Wir müssen Unternehmen ermuntern und begleiten, damit möglichst viele junge Menschen schnell in Ausbildung kommen. Ausbildung heißt aber nicht nur, eine Chance zu bekommen – sondern auch eine Chance zu ergreifen. Solange jeder zweite Jugendliche den Nachvermittlungsaktionen fernbleibt, kann die Wirtschaft auch nur jedem zweiten Jugendlichen eine Chance geben.

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DIE BERLINERIN Bei der IHK Berlin war sie unter anderem Persönliche Referentin von IHK-Präsident und IHK-Hauptgeschäftsführer sowie Leiterin des Bereichs Bildungs- und Wissenschaftspolitik. Von 2004 an war sie beim Dachverband Deutscher Industrie- und Handelskammertag, ab 2005 als Bereichsleiterin Berufliche Bildung und Bildungspolitik.

Wie soll das geändert werden? Wir brauchen schulisch eine stärkere Leistungsmentalität. Das sage ich jetzt mal schmunzelnd als Bayerin. Das ist ein gesellschaftliches Thema, und wir sollten uns trauen, ein entspannteres Verhältnis zu Leistung und auch zu Anstrengung zu entwickeln. Es muss klar werden: Wer sich zur Decke streckt, kommt damit auch weiter. Das ist ein Mentalitätskick, den ich gerne anstoßen möchte. Sie haben angekündigt, mehr dafür zu tun, dass es in Berlin mehr Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt gibt. Da hat aber eine Wirtschaftssenatorin nur begrenzten Einfluss, wie auch Ihr Vorgänger lernen musste. Was wollen Sie anders machen? Das ist ein ressortübergreifendes Thema. Eine intensive, kollegiale Zusammenarbeit im Senat kann helfen. Viele Entscheidungen brauchen ein solches Selbstverständnis in einer Regierung.

BIOGRAFIE

DIE BAYERIN Sybille von Obernitz, geboren 1962, hat Abitur in Augsburg gemacht, in Freiburg und München studiert und war von 1993 bis 1996 bei der Industrie- und Handelskammer Augsburg Referentin für Volkswirtschaft und Hauptgeschäftsführung. Dann zog die diplomierte Volkswirtin aus privaten Gründen nach Berlin.

Neu im Amt. Sybille von Obernitz (parteilos) ist seit wenigen TaFoto: Mike Wolff gen Wirtschaftssenatorin für die CDU.

DIE PRIVATFRAU Die Senatorin läuft in der Freizeit häufig, auch mal Marathon, und fährt Ski. Sie besucht gern die Philharmonie und ist Beethoven-Fan. Ihr Mann ist Partner einer US-Anwaltskanzlei in Berlin, beide leben in Zehlendorf. Ihr Sohn und ihre Tochter sind Anfang 20 und studieren außerhalb von Berlin. Die älteste Tochter ist vor Jahren bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. lvt

Spielen Sie damit auf Klaus Wowereit an, der dafür kritisiert wurde, dass er zu wenig auf Unternehmer zuging? Nein. Ich möchte dazu beitragen, dass wir im neuen Senat gemeinsam einen großen Schwerpunkt auf die Ansiedlung von Unternehmen legen. Das Thema hat viele Facetten, die nicht nur in der Wirtschaftsverwaltung liegen. Ich brauche die anderen Kollegen, wenn es darum geht, unbürokratisch schnelle Entscheidungen zu treffen. Das ist für viele Unternehmen wichtig, wenn sie über einen neuen Standort nachdenken. Wie bei der Infrastruktursparte von Siemens, die München den Vorzug gab? Wir werden die Nase vorn haben, wenn wir gute Fachkräfte bieten und mit schnellen Genehmigungsverfahren überzeugen. Sie haben auf dem CDU-Parteitag kritisiert, dass Unternehmer bisher zu lange auf einen Termin beim Wirtschaftssenator warten mussten – wie lange musste man bisher warten, und was ist Ihr Ziel? Die Unternehmen haben meinen Vorgänger als einen Senator erlebt, der für sie durchaus ein offenes Ohr hatte. Die Frage ist jedoch, ob wir bei konkreten Anliegen auch Antworten finden. Das ist mein Ziel: Ich will ein offenes Ohr haben und mich daran messen lassen, inwieweit ich Unterstützung bei einem Anliegen gebe. Werden Sie wie Harald Wolf in die Aufsichtsräte der landeseigenen Unternehmen gehen, wie Wasserbetriebe, BSR, Messe, IBB? Ja, ich gehe davon aus, dass ich das in groben Linien so übernehme. Es gab Kritik der IHK daran, dass bei dieser Besetzung unklar bleibt, ob der Senator oder die Senatorin für den Staat als Eigentümer oder für das Wohl des Unternehmens handelt. Ich bin nicht die Vertreterin der IHK am Senatstisch, um das gleich klar zu sagen. Ich strebe beim Thema Aufsichtsräte, wie in anderen Bereichen, ein Stück Kontinuität an, aber die endgültige Entscheidung treffe ich erst, wenn ich mir ein Bild gemacht habe. Das ist bei allen Sachfragen

so:Ich werde erst mal gut hinschauen, und dann bilde ich mir eine Meinung. Sie hatten mit vielen Themen, die Sie künftig als Senatorin beschäftigen werden, bislang wenig zu tun – Vorteil oder Nachteil? Der Vorteil ist, dass ich einen frischen Blick habe. Der Nachteil ist, dass ich im Moment sehr viel arbeiten muss! Ihr Vorgänger Harald Wolf hat als Linker viele in der Wirtschaft positiv überrascht wie haben Sie seine Arbeit erlebt? Ich schließe mich der Einschätzung an, dass Herr Wolf es verstanden hat, Wirtschaft nicht aus der ihm eigentlich zugeordneten Rolle eines Vertreters der Linken zu gestalten. Was ist eigentlich mit dem Karl-MarxBild, das er im Büro des Wirtschaftssenators aufgehängt hat und das wir immer noch hier hängen sehen? Ich werde mir neue Bilder aussuchen. Aber nicht, weil ich auf keinen Fall Marx in meinem Büro haben möchte, sondern weil ich vom Schreibtisch aus einen etwas freudigeren Anblick haben möchte. Sie haben die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als eines Ihrer Ziele genannt. Was sind nach Ihrer Erfahrung die Berliner Hauptprobleme, wo wollen Sie ansetzen? Wir brauchen ein ausreichendes und qualitativ gutes Angebot an Betreuungseinrichtungen fürKinder,das müssenwirausbauen. Und wir brauchen Flexibilität bei den Arbeitgebern. Wir müssen uns angesichts der demographischen Entwicklung in sehr kurzer Zeit sehr viele gute, flexible Arbeitszeitmodelle einfallen lassen. Sie sind parteilos, aber Senatorin für die CDU. Was spricht aus Ihrer Sicht für, was gegen eine Mitgliedschaft bei der CDU? Die Parteilosigkeit räumt einem ein Stück Freiheit ein. Das ist für ein Wirtschaftsressort durchaus interessant. Ich bin unter der Prämisse der Parteilosigkeit ins Amt gekommen, und das bleibt auch erst mal so. — Das Interview führten Moritz Döbler und Lars von Törne

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Berlin - Sarah kann sich als Tochter nicht mehr an ihren Vater anlehnen. Er ist im Sommer 2009 gestorben, an einen Hirntumor. â&#x20AC;&#x17E;Ich habe das zuerst gar nicht glauben kĂśnnenâ&#x20AC;&#x153;, sagt die 16-Jährige, und rĂźckt noch ein bisschen näher an die Heizung. Kurz nach der Beerdigung sollte sie in der Schule ein Referat halten â&#x20AC;&#x201C; Ăźber das Gehirn. Sarah, die zierlich ist und trotzdem durchsetzungsfähig wirkt, hat sich gewehrt, und sie muss sich immer wieder wehren. Auch gegen die SprĂźche ihrer Klassenkameraden, wie: â&#x20AC;&#x17E;Davon, dass du so komisch drauf bist, kommt dein Vater auch nicht wiederâ&#x20AC;&#x153;. Die Lehrer raten ihr manchmal, sie solle â&#x20AC;&#x17E;sich Ăśffnenâ&#x20AC;&#x153;. Mit ihrer Geschichte ist die 16-Jährige nicht allein in der UeckermĂźnder StraĂ&#x;e 1 in Prenzlauer Berg. Dort hat der Verein â&#x20AC;&#x17E;Trauerzeit e.V â&#x20AC;&#x201C; Zentrum fĂźr trauernde Kinder Berlin-Brandenburgâ&#x20AC;&#x153; eine Altbau-Wohnung gemietet, in der Raum ist fĂźr Gespräche Ăźber das Sterben, den Tod und das ZurĂźckbleiben. Der Verein hofft nun auf UnterstĂźtzung durch die Spendenaktion, und auf einen baldigen Umzug. Denn fĂźr das groĂ&#x;e Angebot des Trauerzentrums ist die Drei-ZimmerWohnung längst zu klein geworden. Die 13- bis 19-Jährigen, die sich dort regelmäĂ&#x;ig in der Trauergruppe fĂźr Jugendliche treffen, sindfroh, dass sie mitihren Geschichten hier einer von vielen sind. â&#x20AC;&#x17E;Jeder trauert andersâ&#x20AC;&#x153;, sagt Simone RĂśnick, die vor einigen Jahren zuerst ihre Schwester verlor, und dann ihren Mann.

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NACHRICHT

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Grßne wählen ihre Spitze und verklagen ihren Ex-Schatzmeister Guben - Annalena Baerbock und Benjamin Raschke bleiben Landesvorsitzende der Brandenburger Grßnen. Die Politiker erhielten auf dem Parteitag in Guben jeweils ßber 95 Prozent der Stimmen. Es gab keine weiteren Kandidaten. Zur Schatzmeisterin wurde Sandra BraunGrßneberg gewählt. Zuletzt hatte Raschke dieses Amt kommissarisch inne, nachdemderfrßhere Schatzmeister Christian Goetjes im Februar ßberraschend seinen Rßcktritt verkßndet hatte und untergetaucht war. Er soll in den Jahren 2009 bis 2011 fast 290 000 Euro veruntreut haben und wird nun von den Grßnen verklagt. dapd

Therapeuten. Alles wird ausschlieĂ&#x;lich durch Spenden finanziert, und UnterstĂźtzung wird gebraucht, um weiterarbeiten zu kĂśnnen. Jede Woche kommen fĂźnf bis zehn neue Anfragen. Auch Jugendämter, Krankenhäuser und Hospizdienste schicken immer mehr Betroffene ins Trauerzentrum. â&#x20AC;&#x17E;Jugendliche trauern anders als Erwachsene und nicht mehr so wie Kin-

C SPENDENAKTION D

Im Gespräch. Der Verein â&#x20AC;&#x17E;Trauerzeitâ&#x20AC;&#x153; bietet Kindern und Jugendlichen Hilfe bei Schicksalsschlägen an.

Und mit vier Kindern plĂśtzlich alleine dastand. â&#x20AC;&#x17E;Damals musste ich feststellen, dass es fĂźr betroffene AngehĂśrige wenig UnterstĂźtzung gibtâ&#x20AC;&#x153;, sagt die 47-Jährige. Denn wie man mit dem Tod einer nahen Bezugsperson umgeht, das wird im Kinder- und Jugendhilfegesetz nicht geregelt â&#x20AC;&#x201C; im Unterschied zu Krisensituationen wieĂ&#x153;berforderung, Scheidungenoder Ge-

walt. Dabei leben in Berlin und Brandenburg mehr als 28 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Vater, Mutter oder beide Eltern verloren haben. Hinzu kommen diejenigen, die den Tod von Bruder oder Schwester verarbeiten mĂźssen. Simone RĂśnick lieĂ&#x; sich vor sieben Jahren zur integrativen Trauerbegleiterin und Heilpraktikerin fĂźr Psychotherapie

Foto: Mike Wolff

ausbilden. 2006 grßndete sie den Verein Trauerzeit Berlin, 2009 das Trauerzentrum, eine Einrichtung mit einem einmaligen Angebot: Simone RÜnick und ihre Mitstreiter bieten dort Gruppen fßr Kinder, Jugendliche, jung Verwitwete und Eltern an, Telefonsprechstunden und auch Einzelgespräche. Der Verein organisiert zudem Seminare fßr Lehrer, Erzieher und

derâ&#x20AC;&#x153;, sagt Simone RĂśnick. Sie brauchen Raum und MĂśglichkeiten, ihre GefĂźhle ausleben zu kĂśnnen, etwa durch Tanz oder Trommeln. Simone RĂśnick will das Angebot fĂźr die Jugendlichen ausbauen, eine zweite Teenager-Gruppe einrichten und auch mehr Einzelgespräche anbieten. Die Sparda-Bank hat das Trauerzentrum vor dem Start mit 5000 Euro unterstĂźtzt. Im vergangenen Sommer hat sie noch einmal 10 000 Euro gespendet. â&#x20AC;&#x17E;Sonst hätten wir die Teens-Gruppe schon längst schlieĂ&#x;en mĂźssen.â&#x20AC;&#x153; â&#x20AC;&#x201D; Spenden an: Spendenaktion Der Tagesspiegel e. V., Verwendungszweck: â&#x20AC;&#x17E;Menschen helfen!â&#x20AC;&#x153;, Berliner Sparkasse (BLZ 100 500 00), Konto 250 030 942. Namen und Anschrift fĂźr den Beleg notieren.

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Potsdam - Brandenburgs Linken-Spitze versucht eine drohende Koalitionskrise im rot-roten BĂźndnis zur kĂźnftigen Energiepolitik abzuwenden. Am Sonnabend warnten der designierte Parteichef Stefan Ludwig und der bisherige Vorsitzende Thomas Nord vor einem Bruch des rot-roten Koalitionsvertrages. Dies wäre der Fall, sagten beide gegenĂźber dem Tagesspiegel, wenn die Partei versuchen wĂźrde, Ăźber die neue â&#x20AC;&#x17E;Energiestrategie 2030â&#x20AC;&#x153; der rot-roten Regierung einen vorzeitigen Ausstieg aus der Braunkohle ab 2025 durchzusetzen. â&#x20AC;&#x17E;Das ist nicht vom Koalitionsvertrag gedecktâ&#x20AC;&#x153;, sagte Ludwig am Rande einer Leitbild-Konferenz der Linken in Potsdam. Er habe Verständnis, dass â&#x20AC;&#x17E;ein Ministerpräsident da sensibel reagiertâ&#x20AC;&#x153;. Tatsächlich hatte Platzeck Ăźber seinen Staatskanzleichef Albrecht Gerber bereits klargestellt, dass der Koalitionsvertrag eindeuNord tig und fĂźr die SPD ein vorzeitiger Kohle-Ausstieg nicht verhandelbar sei. Trotzdem rumort es bei den Linken, trotzdem ist der Richtungsstreit eskaliert. Umweltministerin Anita Tack, Teile der Fraktion, einige Kreischefs und die parlamentarische GeschäftsfĂźhrerin der Bundestagsfraktion Dagmar Enkelmann, drängen darauf, in der â&#x20AC;&#x17E;Energiestrategie 2030â&#x20AC;&#x153; den Verzicht auf ein ab 2020/2025 nĂśtiges Ersatzkohlekraftwerk fĂźr Jänschwalde festzuschreiben, da Brandenburg nur so Klimaschutzziele zur erheblichen Reduzierung der Kohlendioxidemissionen einhalten kĂśnnte. Linke-Wirtschaftsminister Ralf Christoffers, der die Strategie bald vorlegen wird, lehnt dies ab. â&#x20AC;&#x17E;Das wäre eine Festlegung, die Ăźber den Koalitionsvertrag hinausgehtâ&#x20AC;&#x153;, sagte auch Landeschef Nord. Er rate zu â&#x20AC;&#x17E;mehr Gelassenheitâ&#x20AC;&#x153;, da die Kraftwerks-Frage sich bis 2014 nicht stelle. Entschärft ist der Konflikt nicht. Auf dem Parteitag im Februar 2012 wird es einen Antrag gegen neue klimaschädliche Kohlekraftwerke geben. Thorsten Metzner

â&#x20AC;&#x17E;Trauerzeit e.V.â&#x20AC;&#x153; in Prenzlauer Berg will eine neue Gruppe fĂźr Jugendliche grĂźnden. DafĂźr bittet der Verein um Spenden

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Berlin - Wie in den vergangenen Jahren bittet der Tagesspiegel auch diesmal die Leserinnen und Leser um Spenden fĂźr den schwer behinderten Orazio Giamblanco. Dem Italiener wurde im September 1996 von einem rechtsextremen Skinhead in Trebbin, sĂźdlich von Berlin, eine Baseballkeule gegen den Kopf geschlagen. Giamblanco erlitt lebensgefährliche Verletzungen und leidet bis heute an spastischer Lähmung und weiteren Gebrechen. In der Ausgabe vom Sonnabend hat der Tagesspiegel, wie jedes Jahr seit 1997, Ăźber den Zustand des in Bielefeld lebenden Giamblanco, seiner Lebensgefährtin Angelica Berdes und ihrer Giamblanco Tochter Efthimia berichtet. Die Frauen pflegen den 70-Jährigen und sind selbst mit ihrer Kraft am Ende. Spender kĂśnnen auf die Konten der Vereine Opferperspektive und WeiĂ&#x;er Ring einzahlen. Die Daten lauten: Opferperspektive e.V., Stichwort Orazio, Bank fĂźr Sozialwirtschaft, Konto 381 31 00, Bankleitzahl 100 20 500 (fĂźr Quittungen bitte eigene Anschrift auf der Ă&#x153;berweisung nennen) und: WeiĂ&#x;er Ring e.V., Stichwort Orazio Giamblanco, Deutsche Bank Mainz, Konto 34 34 34, Bankleitzahl 550 700 40. Die Bundesgeschäftsstelle (WeberstraĂ&#x;e 16 in 55 130 Mainz) stellt Quittungen aus. Der Tagesspiegel und die Vereine danken fĂźr die Hilfe. Frank Jansen

Parteispitze fĂźrchtet um Koalitionsvertrag

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Wenn Kinder ihre Eltern verlieren

Spendenaufruf fĂźr Opfer rechter Gewalt

Linke streiten Ăźber Kohleausstieg

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BRANDENBURG

DER TAGESSPIEGEL

…und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände und er winkt und lächelt leise – und die Reise ist zu Ende. Matthias Claudius

Wir trauern um Wir trauern um unsere langjährige, liebe und uns eng verbundene Freundin

Patricia Ehlers

Wir nehmen Abschied in stiller Trauer von unserem geliebten Vater, Opa und Schwiegervater

Carola Regnier

Herbert Herken

Margitta u. Ernst Becker Edith u. Peter Bellaire Johanna u. Jürgen Bruns Eva u. Klaus Feiten Ingeborg u. Detlef Jablonski-Schmechel Wiebke Reinkensmeier Birgit u. Josef Seelhorst Beate u. Jürgen Stenzel

† 27. 11. 2011

Seinen Humor hat er sich bis zum Schluss bewahrt. Er wird in unseren Herzen weiterleben. Rolf Herken Sabine Herken und Jochen Hahn Julia Herken Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 7. Dezember 2011, um 12.00 Uhr auf dem Waldfriedhof Dahlem, Hüttenweg 47, 14195 Berlin, statt.

27.11.2011, 10781 Berlin

Alles hat seine Zeit. Sich begegnen und verstehen. Sich halten und lieben. Sich loslassen und erinnern.

1943 – 2011

* 13.06.1956 in Windsor / Kanada † 26.11.2011 in Luxemburg

Dr. med.

* 11. 6. 1920

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Ayelet Albenda, Irene von Alberti, Hubert Bächler, Rudolf Barmettler, Klaus Behnken, Julian Brinkmann, Kitty Clausen, Trixi Cordua, Steve Dwoskin, Heinz Emigholz, John Erdman, Helmut Färber, Annette Frick, Ueli Etter, Gerhard Faulhaber, Ila von Hasberg-Abelson, Stefan Hayn, Wilhelm Hein, Margaretha Huber, Silke Grossmann, Imri Kahn, Marion Kollbach, Käthe Kruse, Edda und Klara Kruse Rosset, Sheila McLaughlin, Eva Meyer, Elfi Mikesch, Klaus Loebell, Moshe Moograbi, Werner Müller, Petra Nettelbeck, Ulrike Ottinger, Bernd Skupin, Anja-Christin Remmert, Eckhard Rhode, May Rigler, Yves Rosset, Olaf Schäfer, Eran Schaerf, Frieder Schlaich, Gary Schneider, René Schoenenberger, Peter Schönherr, Stefanie Schulte Strathaus, Lior Shamriz, Katharina Sykora, Sissi Tax, H.C. Wagner, Oliver Weidner, Klaus Wyborny

Wolfgang Meergarten *2. 3. 1946

† 26. 11. 2011

In Liebe und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit Betty Freigang mit Kindern

Monika Meergarten Sven Meergarten

im Namen aller Angehörigen

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 7. Dezember 2011, um 13.00 Uhr auf dem Christus-Kirchhof in Berlin-Mariendorf, Mariendorfer Damm 225 (gegenüber der Trabrennbahn), statt.

In dankbarer Erinnerung nehmen wir Abschied von

Dr. med. Herbert Herken 11.06.1920 | 27.11.2011 Herr Dr. Herken war von 1950 bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 1985 aus dem aktiven Berufsleben Chefarzt der Inneren Medizin und Ärztlicher Direktor des Ev. Krankenhauses Hubertus. In den vielen Jahren seiner Zugehörigkeit hat er sich durch große Verdienste um unser Krankenhaus ausgezeichnet. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.

Wir sind tief betroffen vom Tod unserer Kollegin

Patricia Ehlers Frau Ehlers arbeitete an unserer Schule als Fachleiterin für Kunst von 1990 bis 2003 und ging dann in den Auslandsschuldienst, von dem sie nicht mehr an unsere Schule zurückkehren konnte. Wir werden ihr immer ein ehrendes Andenken bewahren. Kollegium und Schulleitung des Gottfried-Keller-Gymnasiums

Berlin, Dezember 2011 Dr. Ulrich Metzmacher Vorstandsvorsitzender Paul Gerhardt Diakonie e. V., Berlin und Wittenberg

Dr. Matthias Albrecht Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses Hubertus

Berlin-Charlottenburg

Nach einem ereignisreichen Leben ist meine Mutter in ihrer zweiten Heimat sanft entschlafen.

Ingeborg Großmann Hinter den Tränen der Trauer verbirgt sich das Lächeln der Erinnerung in Liebe

Nach langer schwerer Krankheit starb mein lieber Mann, mein guter Vater. Er war voller Hoffnung, wieder gesund zu werden. So gern hätte er noch gelebt.

Rolf Günter Wendland * 13. 4. 1932

† 25. 11. 2011

In stiller Trauer Gertrud Marx-Wendland Alexander Marx im Namen aller, die ihm nahe standen. Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am Dienstag, dem 13. Dezember 2011, um 13.00 Uhr, auf dem Evangelischen Friedhof Lichtenrade, Paplitzer Straße 10–24, 12307 Berlin, statt.

Ich glaube Herr, hilf meinem Unglauben. (Markus 9,24) In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16,33)

geb. Laas 29. August 1918 18. Oktober 2011 Berlin St. Catharines/Ontario Barbara Faccani Die Urnenbeisetzung findet statt am Montag, dem 12. Dezember 2011, um 11.00 Uhr auf dem Städtischen Friedhof Wilmersdorf, Berliner Straße 81–103.

Prof. Dr. Dietrich Steinbeck * 4. Mai 1937

† 24. November 2011

Mit ihm geht ein Teil von uns. Heidi Steinbeck geb. Pabst Johannes Steinbeck ~ Franziska Steinbeck und Luis Campana mit Johann und Tilda Friederike Steinbeck und im Namen aller Angehörigen

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet statt am Donnerstag, dem 15. Dezember 2011 um 13.00 Uhr auf dem städtischen Friedhof Grunewald, Bornstedter Straße 11 – 12, 10711 Berlin. Anstelle von Blumen bitten wir um eine Spende an die Initiative Stolperstein, Konto w/Stolperstein, bei der Berliner Commerzbank, Konto-Nr. 0 399 360 701, BLZ 100 800 00,Verwendungszweck: Gervinusstraße 17.

Der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung findet statt am Montag, dem 12. Dezember 2011, um 13.00 Uhr auf dem Städtischen Friedhof Schöneberg III, Stubenrauchstraße 43–45, in 12161 BerlinFriedenau.

Hermann Heinrich

Professor Dr.

Oberstudienrat i. R.

Dietrich Steinbeck

Herr Heinrich war von 1980 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1993 für die Fächer Latein und Griechisch am Arndt-Gymnasium tätig. Während dieser Zeit hat er die Alten Sprachen mit großem Einsatz und in humanistischem Geist vermittelt. Sein äußerst herzliches und verständnisvolles Wesen wird seinen ehemaligen Schülern und Kollegen in dankbarer Erinnerung bleiben. Wir verabschieden uns in Trauer und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Er prägte als Journalist, Kritiker und Moderator der „Galerie des Theaters“ sowie des „Musikmagazins“ die Kulturprogramme von SFB und rbb. Wir bewahren ihn als einen ideenreichen, wortgewaltigen, theater- und musikbegeisterten Kollegen und Freund in unserer Erinnerung.

Die Schulgemeinde sowie die ehemaligen Schüler und Eltern des Arndt-Gymnasiums Dahlem

In memoriam

Katharina Buchheim

* 4.5.1937

† 25.11.2011

Rainer Allgaier, Hannegret Biesenbaum, Inge Bongers, Monika Burghard, Petra Castell, Christian Detig, Dorothea Diekmann, Frank Dietschreit, Sabine Dreßler, Waltraud Fricke, Christine Gerberding, Andreas Göbel, Clemens Goldberg, Jens Günther, Claudia Henne, Silke Hennig, Dirk Hühner, Vivian Isaacs, Thorsten Jantschek, Jolanta Kalla, Susanne Karbach, Uwe Klapka, Andreas Knaesche, Iris König-Bäusch, Kai Luehrs-Kaiser, Aishe Malekshahi, Wilhelm Matejka, Bernhard Morbach, Maria Ossowski, Anne Quirin, Steffi Ressel, Charlotte Riemer-Slavik, Heinz Ritter, Carla Rhode, Werner Rhode, Ralph Schäfer, Frank Schmid, Cornelia Schönberg, Wolfgang Slavik, Petra Steinhorst, Jens Wendland, Barbara Wesel, Kaspar Wollheim, Mechthild Zierz

Ich bin gestorben dem Weltgetümmel, Und ruh‘ in einem stillen Gebiet ! Ich leb‘ allein in meinem Himmel, In meinem Lieben, in meinem Lied !

Günther Grill * 18.02.1944 † 14.11.2011

Die Beisetzng findet im engsten Familienkreis statt.

Wir sind sehr traurig. Dr. Matthias Danz, geb. Grill und Renate Danz mit Stephan und Daniel Cosima Urbanski, geb. Grill und Robert Urbanski mit Laura Gordon Max Grill und Dr. Polina Grill

Cosima Urbanski, Schützenstr. 19, 12105 Berlin

Drews Bestattungen Begleiten und Betreuen

030 / 43 72 70 38 Tag und Nacht Gerne besuchen wir Sie auch zu Hause.

Mommsenstraße 31 · 10629 Berlin www.drewsbestattungen.de

Weggefährten, ehemalige Kollegen und Schüler des Goethe-Gymnasiums

Berlin, im Dezember 2011

Anneli Holitzner geb. Satovainio geboren am 5. 1. 1947, gestorben am 21. 11. 2011

Raija und Risto Reponen Fam. Timo und Brita Satovainio Fam. Minna Kemppi und Esa Reponen Marjo, Vesa, Johanna und Teemu Reponen Jari, Julia und Janni Reponen Tuula Mikkola-Freiberger und Wolfgang Freiberger Fam. Eeva und Ossi Niemimuukko Fam. Tuula und Pentti Airio Fam. Irja und Dieter Wendisch Berlin und Lappeenranta im Dezember 2011

Ein reiches Leben hat sich vollendet

Dr. Liselotte Bingel geb. Micksch * 18. 8. 1916 † 22. 11. 2011 Ulrich und Brigitte Elisabeth und Klaus Eberhard und Verena Enkel und Urenkel Ruth Kätsch und Betreuerinnen Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 13. Dezember 2011, um 13.00 Uhr in der Paretzer Kirche, Parkring, statt. Bei der anschließenden Urnenbeisetzung bitten wir von Beileidsbekundungen abzusehen.

Friedrich Rückert, 1821

Hartmut Meierkord

Wir haben unseren Vater verloren.

geb. Frei (1936 – 2011) O dulces comitum valete coetus – Catulls Lebewohl an seine Gefährten hätte zu Christine gepasst. Freundschaft mit ehemaligen Schülern und Kollegen, Gastmahl wie Bibelkreis bedeuteten ihr viel. Sie wusste Geselligkeit zu pflegen, bisweilen auch, mit Goethe-Gedicht oder Feuerzangenbowle, zu zelebrieren – Weitergabe des Überlieferten, der begeisterten Lehrerin Pflicht und Freude zugleich. Nachzusinnen über das Woher und Wohin war ihr nicht fremd. Dankbar nehmen wir Abschied: Vale Christina!

Wir vermissen unsere Schwester, Schwägerin, Tante, Patentante und Freundin sehr.

17. 5. 1965 – 1. 12. 2005 In tiefer Trauer und Dankbarkeit Hans-Hermann König Martina König-Haase Florian Rainer Haase

Christine Roeingh

Gervinusstraße 17, 10629 Berlin

Wir trauern um

Ursula König für immer von uns gegangen.

Mein lieber Mann, unser geliebter Vater und Großvater ist gestorben.

Wir trauern um unseren langjährigen Kollegen

Nach schwerer Krankheit ist meine geliebte Ehefrau, unsere liebe Mutter, Oma und Schwiegermutter

geb. Bahlow 20. 9. 1941 – 21. 11. 2011

Wir setzen uns mit Tränen nieder und rufen dir im Grabe zu: Ruhe sanfte, sanfte ruh ! J.S. Bach, Matthäus-Passion

Ihr Berater im Trauerfall Hohenschönhausen

Friedrichshain

Barbara Plehn 13055 Berlin, Konrad-Wolf.Str. 33 gegenüber dem Ärztehaus Tag und Nacht 97 10 55 77 BSW-Partner

Barbara Plehn 10249 Berlin, Landsberger Allee 48 gegenüber dem Ärztehaus Tag und Nacht 97 10 55 77 BSW-Partner

Schöneberg

Tempelhof

Hunold & Co. Bestattungen GmbH seit 1896 GF: Martina Jacobsohn-Sehring Koburger Straße 9, 10825 Berlin a. d. Dominicusstraße Telefon 7 81 16 85 www.hunold-bestattungen.de

Seit 1805 aus Tradition Dannert-Bestattungen 12305 Berlin (Lichtenrade) Bahnhofstraße 15 Tag- und Nachtruf 7 44 50 07  auf dem Hof

Neukölln Zehlendorf GREVE-Bestattungen 14129 Berlin (Nikolassee) Hohenzollernplatz 1 Telefon 8 03 76 85

Mitglieder der Bestatter-Innung

Öffentliche Aufforderung In dem Nachlassverfahren der am 05. 09. 1938 geborenen und am 03. 04. 2007 verstorbenen, zuletzt Tile-Wardenberg-Str. 13, 10555 Berlin wohnhaft gewesenen Gertraud Edith Marquardt käme auf der mütterlichen Seite als Erbe in Betracht: der Bruder der Erblassermutter Martha Marquardt geb. Schulz und zwar Max Walter Schulz, geb. am 06. 03. 1900 in Großkotten, verst. wahrscheinlich am 10. 07. 1945 in Posen bzw. dessen evtl. Abkömmlinge. Meldet binnen 6 Wochen nach Veröffentlichung niemand aus dem gesuchten Personenkreis seine Rechte unter genauer Darlegung des Verwandtschaftsverhältnisses beim hiesigen Gericht an, wird ein Teilerbschein ohne Berücksichtigung dieser Rechte erteilt werden. Der Wert des Nachlasses beträgt 13.800,00 EUR. 60 VI 499/07 29. 11. 2011 Amtsgericht Tiergarten

Dr. med. Maria Francke * 7. Juli 1920

† 27. November 2011

Wir sind sehr traurig. Gerda Francke Dr. Elsbeth Lehmann-Jessen Dr. Silke und Prof. Dr. Dietmar Göbel im Namen aller Angehörigen

Öffentliche Aufforderung Am 3. Februar 2002 verstarb die am 13. Februar 1921 in Berlin-Charlottenburg, jetzt BerlinCharlottenburg-Wilmersdorf, geborene, zuletzt in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf, Christstraße 8 A wohnhaft gewesene, geschiedene Lieselotte Berta C h a l l geb. Schiller. Als gesetzliche Miterben zu jeweils sieben Vierundzwanzigstel des Nachlasses kommen eventuelle Abkömmlinge der beiden Tanten der Erblasserin väterlicherseits, nämlich der am 28. April 1888 geborenen, ledigen Frieda Ella Schiller und der am 18. Dezember 1889 geborenen, ledigen Liesbeth Clara Martha Schiller in Betracht. Diese Personen werden aufgefordert, binnen 6 Wochen ab Veröffentlichung ihr Erbrecht bei dem unterzeichneten Nachlassgericht anzumelden, andernfalls der Erbschein ohne Berücksichtigung ihrer Erbrechte erteilt wird. Berlin, den 21. November 2011 61 VI 394/11 Amtsgericht Charlottenburg

Öffentliche Aufforderung In dem Nachlassverfahren der am 12. 12. 1920 in Breslau geborenen und am 25. 2. 2011 in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf verstorbenen, zuletzt Lietzenburger Straße 107, 10707 Berlin, wohnhaft gewesenen Erika Liselotte Ilse Korn konnten keine Erben ermittelt werden. Personen, denen Erbrechte am Nachlass zustehen, werden aufgefordert, diese innerhalb von 6 Wochen seit Veröffentlichung beim Nachlassgericht geltend zu machen. Andernfalls wird fiskalisches Erbrecht festgestellt werden. Wert: 8.000,– € Berlin, den 21. November 2011 62 VI 420/11 Amtsgericht Charlottenburg

Meine geliebte Schwester, meine Cousine, unsere Tante ist nach einem Leben voller Liebe, Fürsorge und Pflichterfüllung von uns gegangen.

Die Beerdigung findet statt am 7. Dezember 2011 um 12.00 Uhr auf dem Christus-Kirchhof, Mariendorfer Damm 225, 12107 Berlin. Traueradresse: Silke Göbel, Am Großen Wannsee 49 a, 14109 Berlin.

In Erinnerung

Renate Skorupa geb. Herke – Berlin & Umland – – auch Sozialbestattungen –

Breite Str. 66, im Hof 13597 Berlin nahe Rathaus Spandau www.hafemeister-bestattungen.de

333 40 46 Tag und Nacht

* 22. Oktober 1939

† 5. Dezember 2007

Schon 4 Jahre des Alleinsens sind vergangen, aber ewig bleibt die liebe Erinnerung an Dich. Dein Peter-Rainer und Marcel


Architekt meines Lebens

Siegfried Hein

Architekt

* 21.06.1942 - † 20.11.2011

Siegfried Hein

Obwohl ich Dir die Ruhe gönne, ist mein Herz voller Schmerz. Du bist immer in mir. Dein Sohn Die Beisetzung findet am 20.12.2011 um 12 Uhr im Memoriam Garten statt. Friedhof Berlin Steglitz, Haupteingang Bergstr. 37

Manchmal begleitet man sich nur ein Weilchen im Leben… Wir durften uns über 22 Jahre begleiten – durch Höhen und Tiefen – und es war nicht immer leicht! Trotzdem haben wir einen gemeinsamen Weg und liebevollen Konsens gefunden. Viel Glück auf Deiner letzten Reise und „Tschüss, mein Siggi“ Ich werde dich vermissen und nehme Abschied von meinem Chef:

1942 –

Ich habe viel von ihm gelernt! Schön, dass es Dich gab! Dr. Henry Nielebock

Siegfried Hein * 21. 6. 1942

2011

Er war nicht nur der Partner im Büro „Nielebock und Partner“ sondern auch der Freund! Sein Credo war nicht der „Event“, sondern die Sauberkeit der Konstruktion und die soziale Verantwortung, die unserem Beruf eigentlich inhärent sein sollten.

† 20. 11. 2011

Conny Dose Arch. & Ing. Büro Dr. Henry Nielebock

Wir trauern um unseren Bruder, Vetter, Freund, Wegbegleiter und Ideengeber

Bernhard Tillmann der am 22. November 2011, kurz vor seinem 64. Geburtstag, in Dortmund verstorben ist. Er war ein Pionier der computergesteuerten Lichttechnik und später der Gründer und Motor des Zusepark e.V. Unermüdlich und selbstlos arbeitete er an der Sammlung historischer Computer und besonders für die Erinnerung an Konrad Zuse. Dabei schuf er unter anderem den Zusepark-Preis und den Entwurf für das Zuse-Denkmal in Berlin. Möge er ruhen in Frieden ! Im Namen der Angehörigen Bernhild Tillmann-Mielke

Verein Zusepark e.V. Der Vorstand info@zusepark.de

„Wir sind der Meinung, dass Zuse in Deutschland endlich die Anerkennung finden muss, die er in anderen Länder als Nationalhero längst hätte. Er hat dafür gesorgt, dass Deutschland die Geburtsstätte des Computers wurde.“ (Bernhard Tillmann im WDR2 Stichtag 18. 12. 2005)

Mit Frau Truelsen verlieren wir eine langjährige und zuverlässige Mitarbeiterin, die wegen ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer Hilfsbereitschaft von Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen stets sehr geschätzt wurde. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. Ihren Angehörigen gilt unsere Anteilnahme.

† 22. 11. 2011

Deine Freunde in stiller Trauer Anne & Daniel; Antje & Simon; Bahram; Beate & Markus; Björn; Catrin & Tobias & Linus; Corinna & Jule; Felix; Jan-Mirko; Janine; Jenny & Torsten; Jessica & Fabian; Julia & Niklas; Kelsey & Rhett; Knut; Manuel; Melli; Nancy; Percy; Sarah & Jonas; Saskia & Pascal

Berlin, im Dezember 2011

Phillip Kannenberg * 2. 7. 1979

† 22. 11. 2011

Durch einen tragischen Unfall im Nebel wurde das junge hoffnungsvolle Leben unseres geliebten Sohnes, Bruders, Neffen und Cousins beendet. Sein Lachen, seine Hilfsbereitschaft und seine Fröhlichkeit bleiben in unseren Herzen. In unendlicher Liebe und Traurigkeit Mathilde und Lothar Kannenberg Simon Kannenberg Frank Kannenberg und Inge Bärbel, Michi, Janina, Leon, Änny und Simon Helga, Ralph, Julia, Marie-Luise und Magnus Petra und Heinz-Bernd und alle, die ihn lieb hatten. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 6. Dezember 2011, um 13.15 Uhr auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin-Nikolassee, Potsdamer Chaussee 75 (Eingang Wasgensteig), statt. Für die Rettungskräfte bei dem schweren Unfall auf der A 9 am 22. November 2011 steht zur Trauerfeier eine Spendenbox bereit.

Eva Mattern geb. Gribach * 13. 1. 1932

† 19. 11. 2011

Deine Liebe, deine Fürsorge, dein herzliches Wesen, alles von dir werden wir für immer in Erinnerung behalten. *In Liebe und Dankbarkeit *Karin Kehl und Familie *Ulrich Mattern und Familie *Elke Verworrn und Familie *Joachim Gribach und Familie Werner Wilke und Familie

Landesbank Berlin AG Vorstand

* 2. 7. 1979

In großer Trauer verabschieden wir unsere Ev

die am 5. November 2011 im Alter von 50 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Aufsichtsrat

Unserem lieben Freund

Phillip Kannenberg

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. Johann Wolfgang von Goethe

Wir trauern um unsere Mitarbeiterin

Gabriele Truelsen

Wenn Ihr mich sucht, sucht mich in Euren Herzen. Habe ich dort eine neue Bleibe gefunden, lebe ich in Euch weiter. Antoine de Saint-Exupéry

Mit jedem Toten, den wir lieben, stirbt ein Teil von uns. Von jedem Toten, dem wir verbunden sind, bleibt ein Teil durch uns. Helmut Soltsien

Schockiert und fassungslos erhielten wir die Nachricht, dass unser Berliner Mitarbeiter, Herr

Phillip Kannenberg am 22. November 2011 durch einen tragischen Unglücksfall unverschuldet aus seinem jungen Leben gerissen wurde. Wir verlieren mit ihm einen hoffnungsvollen Mitarbeiter, der sich engagiert und mit großem persönlichen Einsatz seinen Platz in unserem Team und unseren Herzen erobert hat. Die Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Anton Gerl GmbH

Betriebsrat *Irmgardstraße 13, 14169 Berlin.

Berlin, den 4. Dezember 2011

Tom Fleischhauer Wir trauern um einen guten Freund und Kollegen und bewahren das Andenken seiner Kunst.

Hans Linke

Amador (Mallorca), Andreas Amrhein, Norbert Bisky, BUCCO, Hal Bruckner (South Hampton), Christiane Bühling-Schultz, Olaf Bühling, Manuel Cardia (Porto), Antonio Cardoso (Porto), Sobral Centeno (Porto), Sung Sun Cho (Seoul), Andrea Frey (Wien), Peter Frey (Wien), Kristina Girke, Burkhard Held, Stephan Kaluza, Katrin Kampmann, Astrid & Arie de Knecht (Salzburg), Helmut Leger, Helge Leiberg, Jörg Lohse, Jeronima Martinez (Mallorca), Ignacio Munoz und Irene Cabez (Madrid), Hans d´ Orville (Paris), A.R. Penck, Ulrich Riedel, Römer + Römer, Familie Saborowski, Yasam Sasmazer (Istanbul), Jürgen Schilling, Cornelia Schleime, Carla Schultz, Michael Schultz, SEO, Team der Galerie Berlin Art Projects, Tillmann Wöske, Familie Yoleri Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 9. Dezember 2011, um 13.00 Uhr auf dem Evangelischen Friedhof St. Johannis, Seestraße 124–126, 13353 Berlin, statt.

Nach kurzer schwerer Krankheit, verstarb plötzlich und unerwartet unser geschätzter Mitarbeiter

Peter Drewniaczyk geb. 24. 07.1957

gest. 22.11. 2011

* 25. 2. 1921

† 28. 11. 2011

Erika Knebel

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung. Der Vorstand

Christoph Ina Heiner Uli

Der Gesamtpersonalrat

Tag & Nacht 49 10 11 www.ottoberg.de

Bestattungen seit 1879

geb. Armster * 8. 2. 1923

In Liebe und Dankbarkeit Ilse Linke

† 26. 11. 2011

In großer Liebe und Dankbarkeit Gabriele Imholz und Dr. Werner Richtering Katrin Imholz und Prof. Konstantinos Boulouchos Annette Imholz und Dr. Ralph Kaiser Titus, Daphne, Lisa und Matteo

Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 13. Dezember 2011, um 11 Uhr auf dem Luisen III Kirchhof, Fürstenbrunner Weg 37–67,14059 Berlin, statt.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein... Singet dem Herrn ein neues Lied

Elisabeth Klara Imholz

sanft eingeschlafen.

Die Trauerfeier findet am 9. Dezember 2011 um 10.15 Uhr in der Dorfkirche St. Annen, Königin-Luise-Straße 55, 14195 Berlin-Dahlem, statt. Auf Wunsch der Verstorbenen findet die anschließende Beerdigung im engsten Familienkreis statt. Anstelle von Blumen bitten wir um eine Spende für: „UNSERE KLEINEN BRÜDER UND SCHWESTERN E.V.“, Sozialbank Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Kontonummer 8 747 000, Kennwort: Elisabeth Imholz.

Siegfried Conrad * 18. 2. 1919 Breslau

† 24. 11. 2011 Berlin

* 27.1.1919 † 26.11.2011

Unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau und seinen Kindern.

Was auch immer wir füreinander waren, sind wir auch jetzt noch. Spielt, lächelt, denkt an mich. Leben bedeutet auch jetzt all das, was es auch sonst bedeutet hat. Alles ist gut. Annette von Droste-Hülshoff

Nach langer, schwerer Krankheit ist mein geliebter Mann

Maler * 5. 7. 1954 † 18. 11. 2011

Uns bleiben liebevolle, dankbare Erinnerungen an unseren gütigen, hilfsbereiten, rastlos tätigen Vati, unseren anregenden, stolzen Opa und Uropa, meinen lieben Lebensgefährten. Karl-Heinz und Margret Conrad Brigitte und Peter Müffke Adina und Friedger Müffke mit Lorik, Taron, Janto Bionda Müffke und Henning Ravn Clemens Conrad Ursula Drewitz Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet statt am Mittwoch, dem 21. Dezember 2011, um 11.00 Uhr auf dem Städtischen Friedhof „Am Fließtal“, Waidmannsluster Damm 13, 13509 Berlin (Tegel).

Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffer

Gerhard Detlef Schulz Pfarrer * 11. 11. 1941 † 25. 11. 2011 Danke, dass Du bei uns warst Annatina Wieser

Rebekka Schulz und Reinhard Jesberger

Englischviertelstraße 31, 8032 Zürich, Schweiz

Perhamerstraße 18, 80687 München

Die Trauerfeier findet am 5. Dezember 2011 um 14.00 Uhr in der ev. Martha-Gemeinde, Glogauer Straße 22 in Berlin-Kreuzberg, statt. Gerhard wird seinem Wunsch entsprechend in Zürich beigesetzt.


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LESERMEINUNG

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Müssen Berliner für Touristen hinten anstehen? I

Zu viele Liberale „Nur mit Bypässen“ vom 30. November Ich bin sehr zufrieden mit der Bildung einer großen Koalition aus SPD und CDU. Nach einem Jahrzehnt linker Politik wird die CDU der Stadt guttun. Bei der Personalauswahl bin ich noch nicht überzeugt. Mit Henkel, Braun, Czaja und der parteilosen Frau von der IHK sind mir zu viele liberale Gesichter im neuen Senat vertreten. Da frage ich mich, wo Burkhard Dregger ist? Er ist geradlinig, spricht offen auch schwierige Themen an und steht harte Debatten durch, ohne der CDU zu schaden. Für mich hat Burkhard Dregger neben Klaus Wowereit Charisma. Alle anderen wirken blass und glattgeschliffen. Fast jeder vierte Berliner hat CDU gewählt. Darunter sind nicht nur liberale, sondern auch konservative Wähler. Die CDU sollte auch Persönlichkeiten, die Ausstrahlung haben, in den Senat mitnehmen.

— Dr. Johannes Stelter, Berlin-Charlottenburg

Kein Personal für die Kasse „Das geht glatt“ vom 25. November Sehr informativ ist der Bericht, in dem die derzeitigen Eislaufmöglichkeiten und ihre Besonderheiten detailliert dargestellt werden. Das Horst-Dohm-Eisstadion hebt sich von allen besonders dadurch ab, dass es nicht nur verkehrsgünstig liegt, sondern neben der im Inneren liegenden Eislauffläche auch eine 400m Außenbahn bietet und somit etwas für jeden Schlittschuhsportler. Leider gibt es offensichtlich bis auf längere Sicht bei dem vom Bezirksamt bewirtschafteten Stadion ein nicht nachvollziehbares Problem: Während das Stadion wochentags normalerweise ab 9 Uhr geöffnet hatte, wird dem Besucher durch Beschilderung klar gemacht, dass die Öffnungszeit mittwochs erst ab 14 Uhr beginnt und damit der gesamte Vormittag ausfällt. Auf Rückfrage wurde mitgeteilt, dass man nicht genügend Personal für die Kasse zur Verfügung habe. Mit einigem guten Willen und entsprechendem Engagement müsste es doch möglich sein, die Kasse bis zum Abend durchgängig mit geeignetem Personal besetzen zu können – oder ist Berlin auch hier wieder auf dem besten Weg in die Provinz, ähnlich wie bei der dahindämmernden S-Bahn? Aus besagtem Personalmangel gab es am 25.11. sogar freien Eintritt für einige Hundert Eisläufer – wie schön für den Einzelnen. Der wirtschaftliche Erfolg der ansonsten sehr schönen Anlage bleibt allerdings auf der Strecke, letzten Endes zu Lasten der Allgemeinheit.

— Thomas Strauch, Berlin-Lichterfelde

C

ADRESSE

D

VERLAG DER TAGESSPIEGEL Leserbriefe 10876 Berlin FAX ...........................(030) 29021-14091 TEL ...........................(030) 29021-14444

Per E-Mail erreichen Sie uns unter: leserbriefe @ tagesspiegel.de Bitte vermerken Sie auch bei E-Mails Ihre vollständige Anschrift. Die Redaktion behält sich Kürzungen der eingesandten Briefe vor. Weitere Lesermeinungen finden Sie unter www.tagesspiegel.de unter den jeweiligen Artikeln.

S

ehr geehrte Frau Birth, wir freuen uns, dass Sie die Ausstellung „Gesichter der Renaissance“ im Bode-Museum besucht haben und sich kritisch mit dem Besuchermanagement auseinandersetzen. Zu Ihren Überlegungen hinsichtlich des Ticketmanagements möchten wir folgende Dinge genauer erläutern: Aufgrund der hohen Qualität der Exponate und der herausragenden deutschlandweiten Berichterstattung hatten wir einen überwältigenden Besucherandrang – der uns sehr freut, der uns unter den gegebenen musealen Rahmenbedingungen aber auch vor große Herausforderungen stellte. Die Ausstellung selbst konnte aufgrund von konservatorischen und sicherheitstechnischen Vorgaben nur von 300 Besuchern gleichzeitig gesehen werden. Das von Ihnen angeregte Besuchermanagement mit Zeitfenstern ist bei solch starken Publikumsmagneten und sehr begrenzten Besuchskapazitäten keine optimale Lösung. Bei den gegebenen Öffnungszeiten (10-18 Uhr), der durchschnittlichen Verweildauer von 1,5 Std. und einer Kapazität von gleichzeitig 300 Besuchern in der Ausstellung könnten wir mit den von Ihnen gewünschten Zeitfenstern maximal 1.500 Besucher täglich in die Ausstellung einlassen. Mit unserem flexiblen System konnten wir selbst an den „kurzen Tagen“ deutlich mehr Menschen den Genuss der „Gesichter“ ermöglichen – im Schnitt waren es mindestens 2 000! Im Schnitt

Zurück GESCHRIEBEN Unsere Leserin ist verärgert über wiederholtes Schlangestehen der Berliner bei international begehrten Ausstellungen. Dr. Katharina von Chlebowski erklärt, wie komplex gutes Besuchermanagement ist.

500 Besucher mehr mag Ihnen wenig erscheinen, aber bei 86 Ausstellungstagen sind das in Summe bereits 43 000 Menschen mehr, die diese Ausstellung sehen konnten. Der zweite Punkt ist, dass wir bei Zeitfenster-Tickets, die man bereits für alle Ausstellungstage im Voraus kaufen kann, mit Sicherheit das Problem gehabt hätten, dass die Ausstellung nach dieser enormen Berichterstattung schon nach wenigen Tagen komplett ausverkauft gewesen wäre. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele in ganz Europa, und die Enttäuschung der Besucher kann man nur zu gut verstehen. Mit unserem System hatte man nicht nur jeden Tag wieder von neuem die Chance dabei zu sein, wir haben auch einem Schwarzmarkt vorgebaut, der, so wissen wir von „MoMA“ und den „Schönsten Franzosen“, unglaubliche Blüten treiben kann. Zu Ihrer Kritik, dass solche Ausstellungen nur für Touristen gemacht werden. Das ist natürlich nicht wahr, aber es bleibt trotzdem Realität, dass der Tourismus für Berlin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Und zur Anziehungskraft unserer Stadt tragen wir als Kulturdienstleister natürlich gerne bei – auch für die Berliner, die durch den Tourismus zahlreiche Arbeitsplätze erhalten. Aber nicht nur Touristen buchten weit im Voraus Ihre Tickets, wir hatten auch ca. 40 Prozent Berliner unter den Frühbuchern der Earlybird-Tickets. Die langen Öffnungszeiten bis 22 Uhr haben wir insbesondere für die Hauptstädter eingerichtet, speziell am Sonntag-

Der scheinbar sichere Euro Berichterstattung zur Euro-Schuldenkrise Das Kennzeichen dieser Krise ist neben dem Schuldenstand die allgemeine Ratlosigkeit über ihr Zustandekommen. Im besten Fall gibt es Mutmaßungen. Aber keine Erklärung. Sie nun gehen mutig „zurück zum Ursprung“. Die Krise wäre „von zwei Phänomenen getrieben: der Überschuldung und … dem schwindendem Vertrauen“. Das nennen Sie „Ursprung“. Und was bitte wäre der Ursprung der Überschuldung? Dazu kein Wort. Dafür eine weitere Tiefsinnigkeit: Was „auch immer“ die Euro-Zone beschließen mag ist zum Scheitern verurteilt, „solange nicht die Schulden sinken“. Würden Sie Erdbeben mit Verweisen auf Oberflächenspannungen erklären? Diese Krise ist bereits allgemein als „systemimmanent“ diagnostiziert. Tiefergehende Fragen sind also erlaubt. Zum Beispiel: Woher kommt das viele Geld? Wenn einer 100,- € Schulden hat, hat ein anderer immer 100,- € Guthaben. Das ist bei 100 Billionen € auch nicht anders. Aber wie kann jemand bitte soviel Geld haben? Reden wir doch mal nicht über die Schulden, sondern über die Guthaben. Es ist dieselbe Zahl. Nur mit umgekehrten Vorzeichen. Welche Pleuelstange im Getriebe ermöglicht bei der Verteilung unseres gesellschaftlichen Gesamteinkommens denn so ein sagenhaftes Ungleichgewicht? Und wie sinnvoll oder überhaupt möglich ist ein „Schuldenabbau“ bei unveränderter Existenz dieser Pleuelstange? Warum redet denn keiner darüber? Zum Beispiel.: Was ist der „Markt“? Kann denn nicht mal jemand diesem anonymen Ungetüm ein Gesicht verpassen? Bilder vom Mond sind doch auch machbar. Einerseits pumpt man Milliarden an

Steuergeldern in den „Markt“, damit der ja sein „Vertrauen“ nicht verliert. Auf der anderen Seite kommt genau dieser „Markt“ und „testet“ den Euro. Womöglich mit den gerade erhaltenen Steuergeldern? Ja um Himmels willen da läuft doch auch eine Pleuelstange komplett aus dem Ruder. Solange wir nicht über diese fehlerhaften Pleuelstangen nachdenken, Herr Döbler, kommen Sie nie zu Ihrem vermeintlichen „Ursprung“. — Enrico Mönke, Berlin-Grunewald *** Wann endlich wird der anschwellende Euro-Finanz-Wahnsinn grundlegend bearbeitet? Diese allein von Menschen gemachte Krise. Die Ursache ist klar: Die Maastricht-Verträge hatten keine Chance gegen die Gewinnsucht der Staatsverwalter, der Bankenmanager, der Bürger. Dieses jahrelange Anhäufen der Schulden, garniert mit Visionen und Wahlversprechen, betrieben mit Leichtfertigkeit und Betrug. Wann endlich wird das andauernde Finanz-Tricksen und Zögern beendet? Seit zwei Jahren ist die Krise offensichtlich. Dennoch werden zig Milliarden Steuerschulden nicht eingetrieben, schuldenbremsende Gesetze und Haushaltsdisziplin verzögert, aber gleichzeitig Milliarden Rettungs-Euros von der Gemeinschaft gefordert. Ist das dumm, dreist, höhnisch? Dabei ist die Lehre aus der Krise klar: Der Hafen der Eurozone war nur scheinbar sicher. Seit Jahren ist die Mischung aus Staaten mit unterschiedlicher Finanzpolitik und Wirtschaftskraft dabei, den Hafen zu zerstören. Wie die Euro-Jahre und die Krise zeigen, ist sich jeder der

Wiederholte Abzocke „Düstere Aussichten“ vom 28. November Im Jahre 2007 wollte ich etwas für die Umwelt tun und habe eine Luftwärmepumpe für zirka 30 000 Euro installieren lassen. Wesentliches Argument des einbauenden Unternehmens war ein günstiger Strompreis. Er betrug seinerzeit mit der Möglichkeit von Vattenfall, die Stromlieferungen zwei Mal am Tag für anderthalb Stunden abzuschalten 8,29 C/kwh. Danach hat Vattenfall die Preise ständig und zum Teil um 20 Prozent erhöht. Nach der letzten Preiserhöhung sind nunmehr 17,62 C/kwh zu zahlen.

— Prof. Dr. Uwe Baer, Berlin-Lichterfelde

E LICHTGESTALT „Guttenberg spricht über Rückkehr und eine neue Partei“ vom 24. November Dreimal großformatig Guttenberg, das ist dreimal zu viel, zumindest dreimal viel zu groß. Es ist ein bekanntes Phänomen, dass es Menschen gibt, die durch ihr Auftreten Sympathien wecken können, die in keinem Verhältnis zu ihren Fähigkeiten stehen, beispielsweise Heiratsschwindler, Hochstapler usw. Dass sie nun einem Blender eine solche Präsenz bieten, stimmt sehr nachdenklich und ich hoffe, dass die Redaktion hier lediglich einem Druck von außen ausgeliefert war und sich nicht freiwillig zum Herold dieser „Lichtgestalt“ gemacht hat. — Dietmar Kiele, Berlin *** BEREICHERUNG Polit-Comic vom 27. November Der Sonntagsfrager von heute ist ja wie-

Dichters Ruh’

Nächste. Das alte Spiel. Weitere Euro-Transfers allein, in welcher Form auch, setzen das Spiel nur fort. Die Schlussfolgerung ist ebenso klar: Die Lösung kann nur durch bindende Schritte gelingen. Zuerst Euro-weite Staatsverträge zur Finanzpolitik und zur Überwachung des Schuldenabbaus, erst dann begründete Hilfe zum Aufbau der Wirtschaftskraft. Wenn das nicht gelingt, was bleibt dem Euro als Scheitern? Kanzlerin Merkel, die sich deutlich gegen vorausgehende Euro-Transfers wendet, und andere Mitwirkende verdienen hierin jede Unterstützung. Mögen sie beharrlich sein. Auch wenn der Euro wackeln wird, bis eine finanziell und wirtschaftlich überzeugende Gemeinschaft gewonnen wird. — Sepp Seyfert, Berlin-Steglitz *** Die Schere zwischen Arm und Reich strebt seit Jahren immer weiter auseinander; in unserem Volk und in ganz Europa. Der idealisierte Euro ist längst gescheitert und musste scheitern. Denn auf das hohe ideelle Ziel war Europa nicht vorbereitet, weder strukturell noch kulturell. Deshalb wirkt der Euro als utopisches Machwerk heute wie eine politische Missgeburt, unter der drei Generationen leiden werden. Außerdem hat Europa das Tor zum Chaos schon längst weit aufgerissen. Die internationale Wertschätzung für Deutschland ist primär ein subjektives Ranking gegenüber anderen EU-Staaten. Dabei geraten die deutsche Selbstüberschätzung und die nur relative Stabilität Deutschlands oft aus dem Blickfeld. — Günter Fluck, Stuttgart

Frolleinwunder

Die Preissteigerung errechnet sich auf 112,5 Prozent in vier Jahren. Ich halte eine solche Preissteigerung für monströs und durch nichts gerechtfertigt. Vattenfall wirbt damit, dass der Grundpreis mit zirka 60 Euro pro Jahr gleichgeblieben ist – ein Hohn bei einem Verbrauch von ungefähr 30 000 kwh pro Jahr für die Heizung. Ich kann den Berliner Senat nur in seinen Bemühungen bestärken, wieder zur kommunalen Stromversorgung zurückzukehren.

KURZ & BÜNDIG

„Ein Zwölf-Pfundskerl“ vom 26. November Im Februar 1942 wurde ich in Berlin-Tegel-Süd als Zwölf-Pfund-Kind meiner Eltern Frieda und Alexander geboren. Es war eine Hausgeburt, da der Schnee meterhoch lag und keine Straßenbahnen bzw. Autos fuhren. Die Hebamme kam viel zu spät, und meine Mutter hat das alleine durchstehen müssen, denn mein Vater stand an der Ostfront. Er fiel am 18. Februar 1943, ohne mich zu sehen.

— Christa Weisner-Jahnel, Berlin-Lichtenrade

F

der ganz großartig. Der Polit-Comic ist für mich eine echte Bereicherung der Sonntagsausgabe, die ich in letzter Zeit häufiger beim Bäcker mitnehme. Weiter so!

setz ist ein Schein-Alibi für die, die ihren Hund unangeleint auf die Bevölkerung loslassen. Das Ordnungsamt muss endlich mal durchgreifen. — Eva Braun, Berlin-Lichterfelde

— Paul Gronert, Berlin-Friedrichshain *** HÜNDISCH FÜR ANFÄNGER „Uneinsichtige Hundehalter überfordern die Kiezstreifen“ vom 24. November Ich vermisse in der Berichterstattung über das neue Hundegesetz die Aufzählung der Hunderassen in der Kampfhundeliste. Besteht das Ordnungsamt eigentlich noch? Ich habe noch nie jemanden im Naturschutzgebiet in Lichterfelde gesehen. Dafür fehlende und überschmierte Schilder und viele Hunde unangeleint. Mit der größten Selbstverständigkeit. Erholungssuchende werden aus den Parks vertrieben. Das neue Hundege-

abend waren die meisten Touristen bereits auf der Heimreise, und es gab fast immer direkten Einlass ohne Wartezeiten... Schlangen vor dem Museum zu vermeiden liegt auch uns besonders am Herzen. Gerade aus den Erfahrungen, die wir bei der MoMA-Ausstellung 2004 sammeln konnten, entstand die Idee zu einem Ticketsystem, durch das die Schlange nur noch virtuell sichtbar wird. Trotzdem ist jede Ausstellung aufgrund ihrer individuellen Rahmenbedingungen (und dazu zählt übrigens auch das Publikum) immer wieder eine neue Herausforderung an das Besuchermanagement. Ihre Verärgerung ist von außen betrachtet zu verstehen, und so hoffen wir, mit diesen Erläuterungen Ihr Verständnis vergrößert zu haben. Wir erwägen hier zahlreiche Maßnahmen, um vielen Menschen den Genuss der wunderbaren Exponate zu ermöglichen – das ist immer unser oberstes Ziel. Bei dieser Ausstellung waren es am Ende sogar 250 000. Aber unter Wahrung der musealen Rahmenbedingungen ist die dafür beste Lösung nicht immer die scheinDr. Katharina von bar einfachste – ein gutes Chlebowski Besuchermanagement ist Geschäftsführerin Museum & Service wahrlich komplex! Foto: David von Becker

„Muse und Masse“ vom 19. November ch bin nicht die einzige, die sich über das Management der Ausstellungsleitung „Gesichter der Renaissance“ ärgert. Wenn es so ist, dass nur 300 Besucher sich in den Ausstellungsräumen aufhalten dürfen, dann ist klar, dass die Besucher sich nicht unbegrenzt dort aufhalten dürfen – auch in anderen Ausstellungen gibt es vorgegebene Zeitfenster. Dann ist auch zu übersehen, wie viele Eintrittskarten wann verkauft werden können. Dann kommt es nicht zu der ärgerlichen Situation, in einer Schlange zu warten und die Auskunft zu bekommen: vielleicht gibt es um 18 oder 19 Uhr noch Karten. Und: müssen denn schon Monate vorher – wenn die Berliner kaum wissen, dass es diese Ausstellung geben wird – Karten an Reise- und Busunternehmen verkauft werden? Ist das Museum der verlängerte Arm der Tourismuswerbung? Ich habe den Verdacht, die Ausstellungsmacher wollen sich mit langen Besucherschlangen brüsten. Für mich ist Schlangestehen ein Relikt der Notzeit, das hatten wir zu Genüge - heute ohne mich! Also bitte vermeiden! Event hin, Event her und Werbung für neue Besuchergruppen - auch mit der „Langen Nacht“ -, aber muss deshalb der Schauplatz Museum gestrichen werden? War es nicht schön, eine Lesung im Pergamonmuseum oder im Bröhanmuseum zu hören? — Eva-Maria Birth, Berlin-Lichterfelde

*** WÜNSCH DIR WAS „Im transatlantischen Graben“ vom 30. November Der Artikel war ja fast schon ein Weihnachtsgeschenk. Dass man, ohne gleich in die „Anti-Kiste“ gestopft zu werden, schreiben darf, was viele Deutsche denken und dass das dann auch noch gedruckt wird, macht ja richtig wieder Mut, eine eigene Meinung laut auszusprechen. Na ja, es geht eben auf Weihnachten zu, wo manche unausgesprochene Wünsche unverhofft erfüllt werden. — Klaus Scheuermann, Berlin-Friedenau

„Auf Umwegen zum Dichter“ vom 21. November In der Diskussion, wie sich das Erscheinungsbild des Kleist-Grabes mit seiner nach 1904 allzu knapp zugemessenen Parzelle entscheidend verbessern ließe, habe ich 1991 ein Projekt angeregt, wie dem Ort, an dem Heinrich von Kleist mit Henriette Vogel aus dem Leben schied, etwas von der ursprünglichen landschaftlichen Weite durch einen an der Königstraße beginnenden Weg zurückgegeben werden könnte. Die Kleist-Gesellschaft hat in ihrem KleistJahrbuch 1994 diesen Plan mit einem erläuternden Text veröffentlicht. Aus Anlass des in diesem Jahr begangenen Kleist-Jahres, in dem sich sein Tod zum 200. Male jährt, hat die Berliner Gartendenkmalpflege diesen Vorschlag aufgegriffen und dank der großzügigen, von der Cornelsen Kulturstiftung gewährten Finanzierung, verwirklicht – allerdings mit einer bedauernswerten Einschränkung: der nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Bode - Williams + Partner angelegte Weg führt nicht bis zur Parzelle des Kleist-Grabes, sondern kehrt zur Bismarckstraße zurück. Der Tagesspiegel hat in dem am Einweihungstag veröffentlichten Artikel die Verantwortlichen des Schülerruderverbandes mit ihren Gründen, weshalb dem Weg auf ihrem Grundstück kein Wegerecht eingeräumt werden konnte, zu

Wort kommen lassen. Ihre Erklärung, keine Kulturbanausen sein zu wollen, macht mir Hoffnung, dass sich ihre Bedenken gegen die Gewährung eines Wegerechtes über ihr Grundstück ausräumen lassen. Ich denke, dass die 150 Jugendlichen, die täglich Fahrrad fahrend zum Schülerruderverband den Weg zum Kleist-Grab kreuzen würden, kein stichhaltiges Argument sind, denn sie kreuzen ebenso den Bürgersteig, den man jetzt als Zugang auf dem letzten Stück zum Kleist-Grab benutzt. Der für den Weg zum Kleist-Grab benötigte Grundstücksbereich des Schülerrudervereins wird jetzt schon aus ästhetischen Rücksichten glücklicherweise nicht zum Abstellen von Booten und Hängern genutzt. Mit der Anlage des Weges zum Kleist-Grab wäre auch eine gestalterische Aufwertung für das Erscheinungsbild des Geländes des Schülerruderverbandes von der Bismarckstraße her verbunden. Ich will hoffen, dass die von der Stadträtin für Kultur des Bezirks Steglitz-Zehlendorf, Frau Cerstin Richter-Kotowski, geäußerte Meinung, dass eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung zu finden sei, zur Vollendung dieses beeindruckenden Vorhabens zum Kleist-Jahr führen wird. — Prof. Dr. Michael Seiler, 1. Vorsitzender der Pückler Gesellschaft Berlin

Pädagogisch wertvoll „Verbündete der Unbehausten“ vom 30. November Herzlichen Dank für den Artikel, der mir aus der Seele spricht. Katharina Saalfrank hat viel geleistet, um die Weitergabe von Defiziten, Problemen und Verletzungen von einer Generation zur nächsten zu unterbrechen. Sie hat Eltern gezeigt, wie man mit Kindern umgehen kann, damit es Eltern und Kindern gut geht bzw. besser geht. Daneben hat sie sich auch für Suchtprävention engagiert und die Arbeit unserer Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin nach Kräften unterstützt. Denn Sucht oder besser Abhängigkeit bedingt ein Verhalten, dass häufig auf die

nächste Generation übertragen wird (neben der Tatsache, dass es sich um eine Erkrankung handelt). Kinder aus Familien mit Suchtproblemen tragen ein sechsfach erhöhtes Risiko, selbst ein Abhängigkeitsverhalten zu entwickeln. Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen bei den öffentlich-rechtlichen Sendern diese Chance nutzen und Frau Saalfrank Gelegenheit geben, ihre Arbeit fortzusetzen. — Christine Köhler-Azara, Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Drogenbeauftragte des Landes Berlin

Positionierung

Das Versagen

„Wowereits Senatsreserve“ vom 29. November Die neue und unbekannte Bildungssenatorin Sandra Scheeres ist um das wohl schwierigste Senatsressort und Erbe von Klaus Böger und Jürgen Zöllner nicht zu beneiden. Wenn im Koalitionsvertrag der Vorrang der Bildung beschworen wird, spricht schon das traurige Wegschnippeln der gesamten Forschung an die dominierende Wirtschaft eine andere Sprache. Die Arbeitsersparnis dürfte für Frau Scheeres freilich nur marginal sein. Wenn sie nicht rasch Autorität gegenüber dem Regierenden sowie dem Finanzsenator zeigt, werden wir an Schulen ein Desaster erleben. Der Knackpunkt war und bleibt doch ein mit 400 bis 500 € Differenz eklatant auseinander klaffendes Gehalt. Viele angestellte Lehrerinnen und Lehrer spielen mit dem Gedanken, Berlin den Rücken zu kehren. Kein Wunder, sie werden in Brandenburg und anderen Bundesländern mit Kusshand genommen. Also bitte handeln, liebe Jungsenatorin.

Berichterstattung Rechtsterrorismus Ein Hauptgrund für Aufklärungs- und Verfolgungsdefizite ist die völlig ineffiziente Organisation diverser staatlicher Sicherheitsdienste. So existieren das Bundesamt für Verfassungsschutz, 16 in weiten Bereichen autonome Landesämter für Verfassungsschutz, die entsprechende Staatsschutzabteilung des Bundeskriminalamtes, weitere 16 polizeiliche Staatsschutzabteilungen der Landeskriminalämter und auch noch der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr. Wer die Organisation, Arbeitsweise und Mentalität von Behörden etwas kennt, weiß, was für ein Nebeneinander, Aneinandervorbei und z.T. auch Gegeneinander abläuft, wenn sage und schreibe 35 (!) selbstständige Organisationseinheiten im selben Feld operieren . Diese zwangsläufige Ineffizienz ist originär politisch gewollt, geschuldet dem Föderalismus in einer Zeit, wo wohl kaum jemand überhaupt eine Vorstellung von heutiger Kriminalität geschweige denn Terrorismus hatte.

— Hartmut Walsdorff, Berlin -Lankwitz

— Thomas Koch, Berlin-Spandau


Berlins Beste: eine Rheinländerin, ein Cottbuser, ein Bayer und eine Weltauswahl – S. 20

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Gemütlich an die Spitze

DER 15. SPIELTAG

Arjen Robben wird nach einer Stunde eingewechselt und sichert den Bayern mit zwei Elfmetertoren das 4:1 gegen Bremen und die Tabellenführung

Live aus dem Stadion Die Bundesliga kommentiert von Marcel Reif Es ist fast so sicher wie der Weihnachtstermin: Fallen die Blätter und naht der Frost, bricht beim FC Bayern München die Krise aus. Nun ist vom Frost noch nichts zu spüren und die allherbstliche Krise der Münchner ist auch nicht viel mehr als ein Räuspern, das sich schnell wieder legt – wie auch gestern eindrucksvoll gegen Werder Bremen. Aber die Aufregung ist immer wieder epochal. Mag der Kader noch so gut sein, von mir aus auch galaktisch, so besteht er immer noch aus Fußballern, und die sind aus Fleisch und Blut, sind sogar auch Menschen, die nicht permanent in Höchstform durchs Leben marschieren. Und wenn dann noch die Richtigen ausfallen, beziehungsweise aus Sicht der Bayern, die Falschen – ja, wovon reden wir dann? Von einer anderen Mannschaft. Wenn beim übergalaktischen FC Barcelona mal Xavi und Iniesta unpässlich sind, dann steht auch eine andere Mannschaft auf dem Platz, eine nur noch galaktische. Wir hatten vor einiger Zeit, es ist noch nicht so lange her, eine Führungsspielerdebatte. Ein paar Altvordere meldeten sich zu Wort, Oliver Kahn zum Beispiel, und sprachen dem ehemaligen Kollegen Bastian Schweinsteiger solche Führungsqualitäten ab. Die jungen Aktiven konterten seinerzeit leicht irritiert, auch ein wenig belustigt, wie wenn Opa vom Krieg erzählt, aber auch etwas vorschnell, dass es im heutigen Fußball solcher Alphatiere nicht mehr bedarf. Sie mögen dabei an die gedacht haben, die die Rudel anführten, als sie selber noch Kinder waren, an Lothar Matthäus etwa, an Stefan Effenberg. Und wenn sie damit meinten, dass es deren lautstarkem Geheule nicht mehr bedarf, so sei ihnen Recht zu geben. Aber dass es Spielertypen gibt, die unverzichtbar sind, das belegt Schweinsteigers Ausfall vortrefflich. Plötzlich nämlich verliert auch diese Mannschaft ihre Statik. Gute Mannschaften sind ein funktionierendes Gebilde, und wenn deren Metronom ausfällt, geraten sie eben aus dem Takt. Jupp Heynckes – er würde das wohl nie so öffentlich sagen – wird das Gefühl gehabt haben, noch nie eine so gute Mannschaft geführt zu haben. Nur ist die aktuelle Mannschaft nicht mehr jene, bei der ihn dieses Gefühl überkam. In der aktuellen fehlt ein Weltklassespieler. Und würde das nicht zu Buche schlagen, wäre er keiner. Schweinsteiger aber ist einer. Womit auch klar ist: Selbst wenn die Bayern mal schwächeln, wir haben wieder Weltklassespieler. Das also ist die Quintessenz der Bayern-Krise: ein 4:1 gegen Bremen, es fällt kein Blatt mehr.

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BUNDESLIGA

F

15. SPIELTAG 1. Bayern München 2. Borussia Dortmund 3. Mönchengladbach 4. Werder Bremen 5. FC Schalke 04 6. Bayer Leverkusen 7. VfB Stuttgart 8. Hannover 96 9. Hertha BSC 10. 1899 Hoffenheim 11. 1. FC Köln 12. VfL Wolfsburg 13. FSV Mainz 05 14. 1. FC Nürnberg 15. Hamburger SV 16. 1. FC Kaiserslautern 17. SC Freiburg 18. FC Augsburg

15 10 15 9 15 9 15 8 14 8 15 7 15 6 15 5 15 4 15 5 14 5 15 5 14 4 14 4 14 3 15 3 15 3 14 2

1 3 3 2 1 4 4 6 7 3 2 2 4 3 5 5 4 5

4 3 3 5 5 4 5 4 4 7 7 8 6 7 6 7 8 7

38:9 30:10 24:10 26:25 28:20 22:19 22:17 19:23 22:23 16:18 22:31 21:30 21:27 14:24 18:26 11:19 20:31 12:24

31 30 30 26 25 25 22 21 19 18 17 17 16 15 14 14 13 11

Bayern München - Werder Bremen . . . . . . 4:1 (1:0) SC Freiburg - Hannover 96 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1:1 (0:1) 1. FC Kaiserslautern - Hertha BSC . . . . . . . 1:1 (1:1) VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 . . . . . . . . . . . . . 2:2 (2:0) Bor. Mönchengladbach - Bor. Dortmund 1:1 (0:1) VfB Stuttgart - 1. FC Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2:2 (2:1) Bayer Leverkusen - TSG Hoffenheim . . . . . 2:0 (1:0) Hamburger SV - 1. FC Nürnberg . . . . . . . . . . So.,15.30 FC Schalke 04 - FC Augsburg . . . . . . . . . . . . So.,17.30 Nächster Spieltag, Freitag, 9. Dezember: Hertha BSC - Schalke (20.30). Samstag, 10. Dezember: Bremen - Wolfsburg, Mainz - Hamburg, Nürnberg Hoffenheim, Köln - Freiburg, Augsburg - Mönchengladbach (alle 15.30), Hannover - Leverkusen (18.30). Sonntag, 11. Dezember: Dortmund - Kaiserslautern (15.30), Stuttgart - München (17.30).

Mehr Bilder und Debatten vom Spieltag und die Sonntagsspiele im Live-Ticker: www.tagesspiegel.de/sport

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Ein Wille, ein Punkt Mönchengladbach holt gegen bessere Dortmunder im Spitzenspiel mit viel Einsatz noch ein 1:1 heraus

Von Sebastian Krass, München

Von Andreas Morbach, Mönchengladbach

Das Spiel war ein paar Minuten vorbei, aus den Lautsprechern plärrte schon die Bayern-Hymne, da brach plötzlich noch einmal Jubel los auf den Tribünen, so laut wie ein Torjubel. Auslöser war die Anzeigetafel, auf der der 1:1-Endstand zwischen Gladbach und Dortmund aufblinkte. Damit stand fest: Der FC Bayern ist wieder Tabellenführer der Fußball-Bundesliga. Denn die Münchner hatten zuvor Werder Bremen nach über weite Strecken dürftiger Leistung letztlich doch deutlich 4:1 (1:0) besiegt. Überschwang löste das bei den Spielern des Rekordmeisters allerdings nicht aus: „Die Punkte, die wir vorher verloren haben, können wir trotzdem nicht mehr reinholen“, sagte Kapitän Philipp Lahm. „Jetzt müssen wir bis zur Winterpause noch nachlegen.“ Erst dann könne man eventuell ein mildes Urteil über die vergangenen Wochen fällen. Für die Bayern ging es nicht nur darum, die dritte Niederlage in Serie zu vermeiden. Auch ein Unentschieden wäre nur schwer akzeptabel gewesen. Anfangs neutralisierten sich beide Mannschaften, weil sie äußerst darauf bedacht waren, stets die Kontrolle zu behalten. In der 22. Minute durchbrachen die Bayern das Patt. Nach einem abgewehrten Werder-Freistoß eroberte David Alaba den Ball und startete einen Konter. An der Mittellinie spielte er einen langen Querpass auf Franck Ribéry, der mit dem Ball in die Mitte zog, Neben derweil Mario GoRobben mez und Thomas geschickt erzielte auch Müller kreuzten. Weil RibéRibéry rys Gegenüber CleFritz sich aufs zwei Tore für mens Rückwärtslaufen die Bayern konzentrierte, war es dem Franzosen ein leichtes, aus knapp 20 Metern ins Tor zu schießen. Die Bayern drängten danach aber nicht auf ein weiteres Tor. Und den Bremern schien es ein Rätsel, wie dem Gastgeber beizukommen sei. Ihre gelegentlichen Versuche endeten meistens mit einem Fehlpass oder einem Irrläufer ins Seitenaus. „Wir waren ein dankbarer Gegner“, sagte Trainer Thomas Schaaf. Zudem bereicherten weder Marko Marin noch Marko Arnautovic noch Claudio Pizarro das Spiel um individuelle Akzente. Pizarro steuerte aber einen Tiefpunkt bei: Während eines Strafraumgerangels rammte er seinen Ellbogen auf den Solarplexus von Holger Badstuber. Die Aktion blieb ungesühnt. Knapp sieben Minuten nach Wiederanpfiff rutschte Müller nur knapp an einer Freistoßflanke vorbei. Wie ärgerlich diese verpasste Torchance war, zeigte sich ein paar Augenblicke später. Denn die Bayern verschliefen den direkten Gegenangriff. Der eingewechselte Markus Rosenberg stand plötzlich an fast der gleichen Stelle wie in der ersten Hälfte Ri-

Die Hoffnungen auf ein Freigetränk zum Feierabend tendierten bei Sebastian Kehl gegen Null. Ein akzeptabler Anlass war zwar gegeben – schließlich hatte Mannschaftskollege Robert Lewandowski nach neun Treffern zu Hause beim Dortmunder 1:1 in Mönchengladbach nun auch zum ersten Mal in dieser Saison auswärts getroffen. Sein Kopfballtor zur Dortmunder Führung im Anschluss an eine Ecke von Mario Götze reichte am Ende aber nicht zur Verteidigung der Tabellenführung. Doch der Grund, warum er nicht mit einem Freigetränk auf Kosten von Lewandowski rechnete, waren für Kehl nicht die zwei abgegebenen Punkte. Sondern seine grundsätzliche Erkenntnis: „Polen sind ja ein bisschen geizig.“ Gegeizt wurde beim Borussen-Gipfel aber vor allem mit einem nicht: mit Einsatz. „Wir haben hier ein richtig gutes und sehr intensives Fußballspiel gesehen“, fasste BVB-Trainer Jürgen Klopp die umkämpfte Partie im Borussia-Park zusammen. Und weil die Hausherren, denen der Ausfall ihres verletzten Top-Mannes Marco Reus speziell in der ersten Hälfte deutlich anzumerken war, sich auch im elften niederlagenlosen Heimspiel in Folge partout nicht geschlagen geben wollten, zog Klopp letztlich den Hut vor den willensstarken Gastgebern. „Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, was ich nicht glaube: Es ist festzustellen, dass Gladbach zu Recht da oben steht und einen richtig guten Ball spielt“, sagte er feierlich. Festzustellen war aber auch, dass das Team von Lucien Favre im aktuellen Titelträger diesmal fast seinen Meister gefunden hätte. Die Borussia aus Westfalen begann die Partie mit dem Selbstvertrauen der beiden jüngsten und wichtigen Siege – dem 1:0 beim nun in der Tabelle wieder führenden FC Bayern, und dem 2:0 im Revierderby gegen Schalke. Dazu gesellte sich der Umstand, das alle wundergläubigen Gladbach-Fans, die noch auf eine Blitzgenesung von Reus gehofft hatten, enttäuscht wurden: Zwanzig Minuten vor dem Anpfiff lief der 22-jährige Nationalspieler in weißem Hemd und dunkelblauem Pullover durchs Treppenhaus des Stadions und meinte auf die Frage, wann ihm sein gebrochener kleiner Zeh denn erlauben würde, wieder zu spielen: „Vielleicht in zwei Wochen.“ Keine Fragen offen blieben, als es um die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen ging. Der BVB übernahm vom ersten Moment an die Initiative, schon nach wenigen Sekunden musste Gladbach-Kapitän Filip Daems in höchster Not gegen Götze klären. Dortmund war sofort im Spiel, umso überraschender kam die Großchance für Raul Bobadilla, den Reus’ Verletzung in Favres Anfangsformation gespült hatte. Urplötzlich stand der Argentinier mehr oder weniger unbewacht vor Gäste-Keeper Roman Weidenfeller, machte dann aber deutlich, dass er zuletzt am 28. August in der Gladbacher

Münchner Klatschgeschichte. Mario Gomez gratuliert Arjen Robben zum Tor. Mit der anderen Hand konnte er den Holländer später auch zu seinem zweiten Treffer per Elfmeter beglückwünschen. Foto: Reuters

béry. Und weil er ähnlich wenig gestört wurde, schoss er den Ball ins selbe Eck wie zuvor Ribéry. „Es hat sich nicht so angefühlt, als könnte ein Gegentor fallen“, erinnerte sich Müller. Die Bayern hatten es sich zu früh gemütlich gemacht. Jupp Heynckes reagierte auf den „ärgerlichen und wegen unserer Überzahl unnötigen“ Ausgleich mit einem Wechsel: Für Alaba kam Arjen Robben nach einer Stunde. Der Niederländer sollte es richten, mal wieder. Und das tat er, allerdings nicht so elegant wie sonst so oft, sondern ganz nüchtern per Elfmeter. Zuvor hatte Andreas Wolf Thomas Müller bei einem Torschuss behindert.

Nun fiel die Bremer Abwehr auseinander. Nach einer vergebenen Großchance der Bayern folgte sogleich die nächste. Ribéry schnappte Gomez den Schuss zum 3:1 ins leere Tor weg. Die Bremer sorgten für noch einen Tiefpunkt: Nach einem üblen und – laut Trainer Schaaf – „absolut dummen“ Tritt gegen Toni Kroos musste Aaron Hunt mit Rot vom Platz. Wenigstens war das nicht die letzte nennenswerte Aktion. Es gab noch einen Elfmeter für Bayern, auch diesen verwandelte Robben. Und bei Manchester City am Mittwoch – so stellte Heynckes in Aussicht – könnte Robben dann auch wieder von Beginn an spielen.

Hertha rumpelt

Startelf gestanden hatte: Der bullige Südamerikaner legte sich den Ball recht langsam und durchaus kompliziert vom linken auf den rechten Fuß und brachte am Ende nur einen seltsam unplatzierten Heber zuwege. Ansonsten vermissten die Gladbacher Marco Reus, bei der Klopp-Elf hingegen vermisste man nichts – außer den überfälligen Führungstreffer. Fünf Minuten vor der Pause war es dann so weit, als Lewandowski nach der Ecke des insgesamt etwas müde wirkenden Götze höher sprang als die Gladbacher Roman Neustädter und Martin Stranzl, und platziert zum angemessenen 1:0 ins Toreck köpfte. Nach dem Seitenwechsel knüpfte der Besuch aus dem Ruhrgebiet an die Leistung der ersten 45 Minuten an – fand nun aber Gegner vor, die sich an die zentrale Vorgabe ihres Trainers hielten. „Die erste Halbzeit war sehr schwer für uns, deshalb wollten wir uns nach der Pause mehr zeigen, mehr Risiko gehen“, erläuterte Favre seine

Luftnummer. Dortmunds Brasilianer Santana wird von Gladbachs Brasilianer Dante am großen Sprung gehindert. Foto: dapd

Halbzeitansprache, die seiner Elf am Ende ein schönes Ausgleichstor durch Mike Hanke – nach feiner Vorarbeit von Bobadilla – bescherte. „Ich hatte in der Situation nicht unbedingt das Gefühl, dass die Gladbacher noch wirklich gefährlich werden würden“, sagte BVB-Kapitän Kehl später mit leichtem Erstaunen, während Teamkollege Mats Hummels aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis machte. „Wir wären gerne an der Tabellenspitze geblieben“, betonte Dortmunds Innenverteidiger und ging nach Hause. Gefolgt von Jürgen Klopp, der Hummels noch einmal mit dem Hinweis auf die Primärtugend der niederrheinischen Borussia zu trösten versuchte. „Gladbach ist einfach schwer zu spielen“, betonte der BVB-Coach zum Abschied, „denn die ziehen ihr Ding einfach durch.“

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Beim schwachen 1:1 in Kaiserslautern erzielen die Berliner beide Tore Kaiserslautern - Markus Babbel hatte ein ganz besonderes Präsent für Andre Mijatovic an dessen 32. Geburtstag. Der Trainer von Hertha BSC nahm seinen Kapitän aus der Startelf und verwies Mijatovic auf die Ersatzbank. Für das Spiel beim 1. FC Kaiserslautern übernahm Maik Franz die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Diese Maßnahme war allerdings von begrenzter Dauer – nach einer guten halben Stunde musste Franz verletzt raus, Mijatovic kam wieder zum Zug. Verhindern konnte auch er nicht, dass die Berliner auch ihr viertes Bundesligaspiel in Folge nicht gewinnen konnten. Gestern stand vor 36 856 Zuschauern und nach lauen 90 Minuten ein 1:1 (1:1), was beiden Mannschaften nicht wirklich hilft. „Berlin wollte hier heute nicht viel. Deshalb sind wir enttäuscht“, sagte Lauterns Torhüter Kevin Trapp. Bei Hertha haben sie nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie viel gesprochen über die vielen Gegentore, die der Aufsteiger zu leicht schluckte, was bessere Ergebnisse verhinderte. Und dann das: Gerade mal fünf Minuten war das Spiel alt, als Innenverteidiger Roman Hubnik quer in der Luft lag und den Ball mit dem Kopf unhaltbar versenkte. Es war ein ganz vorzüglicher Flugkopfball, einer aus dem Lehrbuch, doch leider landete der Ball im falschen, weil eigenen Tor. Hubnik wollte eine Flanke der Kaiserslauterer von der rechten Seite zur

Auf Ausgleich bedacht. Hier egalisiert Raffael die frühe Führung der Lauterer. Danach passierte nicht mehr viel. Foto: Reuters

Ecke klären, was ihm gründlich misslang. Auch in der Folgezeit sollte der Tscheche einige Wackler in seinem Spiel haben. Die Berliner konnten relativ schnell zurückschlagen. Raffael trieb den Ball übers halbe Feld, und nach einem Doppelpass mit Christian Lell erzielte der Brasilianer den Ausgleich. Es war der erste Torschuss der Berliner an diesem Nachmittag. Vielmehr lichte Momente gab es an diesem Nachmittag für die Berliner nicht. „Mit dem Punkt können wir sehr gut leben“, sagte Babbel knapp.

Nach der Anfangsviertelstunde passiert nicht viel, mal abgesehen davon, dass der Schiedsrichter das Spiel für ein paar Minuten ruhen ließ, weil im Block der Berliner Fans ein paar Bengalos abgefackelt wurden. Auf dem Rasen regierte der Zufall. Pierre-Michel Lasogga, der als alleinige Spitze fungierte, bekam nicht einen Ball. Für die Kaiserslauterer ergaben sich im ersten Abschnitt zwei gute Torchancen, bei der ersten löffelte Abwehrspieler Dick den Ball aus Nahdistanz über das Berliner Tor, kurz vor dem Halbzeitpfiff verzog Abwehrspieler Kirch vor dem leeren Tor im Nachschuss. Hier zeigte sich, warum die Pfälzer in Abstiegsnöten stecken. Es wurde auch in der zweiten Hälfte kein besseres Spiel mehr. Der FCK verwickelt seinen Gegner gern in Zweikämpfe. Die Berliner hielten dagegen, allerdings fanden sie so gut wie nie zu einer spielerischen Linie. Der Gastgeber blieb auch im zweiten Abschnitt die dominante Mannschaft, er investierte mehr und hatte so mehr Spielanteile und Chancen. „Natürlich ist das zu wenig, wenn man den Spielverlauf sieht“, sagte FCK-Mittelfeldspieler Olcay Sahan. Die Berliner verließen sich dagegen zu sehr auf ihr erprobt gutes Umkehrspiel. Doch so viele Konterchancen ergaben sich für sie gestern in Kaiserslautern gar nicht. Dafür waren sie an diesem nasskalten Tag zu mutlos und zu passiv. Tsp

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SPORT

DER TAGESSPIEGEL

RECHTSRADIKALE GESINNUNG IM SPORT

Wie Klubs und Fans auf rassistische Sprechchöre reagieren

Ein unpolitischer Verein

Wo der Spaß aufhört Vor dem Spiel in Wolfsburg stellen sich Fans der Eisbären gegen Rechte in den eigenen Reihen Berlin - Erst waren es böse Blicke in Richtung der Neuen im Stehplatzblock. Später kam ein „Was wollt ihr denn hier?“ Schließlich gab es rassistische Beleidigungen. Es ist anscheinend nicht für jeden Menschen ein spaßiges Vergnügen, sich unter die nach eigener Sichtweise „besten Eishockeyfans der Welt“ auf die Stehtribüne der Eisbären in der Arena am Ostbahnhof zu mischen. Das erfuhr eine Gruppe von 30 Jugendlichen aus Wilmersdorf Anfang November beim Spiel der Eisbären gegen Ingolstadt. Die Geschichte mit den 16 bis 17 Jahre alten Jugendlichen passt nicht in das Bild der friedlichen, familienfreundlichen Spaßgesellschaft, das sie bei den Eisbären gern anpreisen. Nun tobt deswegen eine heftige Diskussion unter den Anhängern, berichtet Fankoordinator Robbi Haschker. Natürlich gehe es im Fanblock rustikal zu und es werde dort auch mehr Alkohol getrunken als im Rest der Arena – aber Rassismus werde man nicht tolerieren, sagt Haschker. Der Fankoordinator der Eisbären hatte die Jugendlichen eingeladen, weil sie im Rahmen der Schulsozialarbeit mit ihrem Musiklehrer den Eisbären einen Song gewidmet hatten. Nach den Vorfällen schrieb Haschker im Internetforum auf der Homepage des Klubs über den Vorfall auf den Stehplätzen und löste eine Diskussion aus, deren Dimensionen ihn überraschten. „Tenor aller Fanklubs war, dass man gemeinsam gegen solche Leute angehen will“, sagt Haschker. „Viele haben das Wort Zivilcourage benutzt.“ Weniger zart behandelt der „Eis-Dynamo“, größtes Fanzine der Eisbären-Fanszene, das Thema. Auf der Titelillustration rammt ein Eishockeyspieler einem Nazi-Hooligan den Stock ins Gesicht. Brachialität sei das richtige Mittel, findet Herausgeber André Haase. Er sagt: „Wehret den Anfängen.“ Aber das Publikum sei eben ein „Mikrokosmus“ der Gesellschaft. „Und Rassismus und Homophobie sind gesellschaftliche Probleme.“ Früher, im alten Wellblechpalast, sei die Fanszene bei den Eisbären übersichtlicher gewesen. Da habe es schnell auf „die Fresse“ gegeben, wenn jemand rechtsradikale Parolen geschwungen habe. Anfang der Neunzigerjahre, nachdem viele Fans vom Fußballklub BFC zu den Eisbären kamen, hatten die Eisbären mitunter Probleme mit Menschen extrem rechter Gesinnung. Das schien allerdings Geschichte zu sein. Michael Albrecht, Mitglied des Eisbären-Fanklubs „Fanatics Ost 2002“ ist nicht überrascht von dem Vorfall mit den Jugendlichen. Albrecht ist einer der

„Capos“, also ein Einpeitscher mit Megaphon im Fanblock der Eisbären. Albrecht berichtet, dass die Stehplatzfans gerade darüber streiten, ob man sich nicht von bestimmten Sprechchören trennen solle. Zum Teil haben sie sich bei den Eisbären schon einen Maulkorb verpasst. Schiedsrichterdiffamierung wie „Hängt sie auf, die schwarze Sau“ rufen die Fans nun nicht mehr. Und „Scheiß West-Berliner“, sagt Albrecht, „das geht auch nicht.“ Dass sich viele Anhänger der Eisbären empören, löse das neue Problem nicht allein, sagt Haschker. Der Fankoordinator war beim Heimspiel gegen Augsburg inkognito auf den Stehplätzen im Fankleid unterwegs, um sich ein Bild zu machen. „Jedes Drittel habe ich an einer anderen Stelle gestanden, allerdings ist mir nichts aufgefallen.“ Er hoffe nun, dass die Fanklubs mithelfen und mögliche Vorfälle und Personen melden würden – etwa beim heutigen Spiel in Wolfsburg (14.30 Uhr).

Spaßgesellschaft auf Abwegen. Kürzlich gab es rassistische Beleidigungen im Eisbären-Block. Foto: dapd

Und was wäre, wenn? Stadionverbote? Die hält Haschker nur für ein allerletztes Mittel. „Mit einem Stadionverbot sind die Menschen nicht aus der Welt. Wir wollen sie lieber in die Geschäftsstelle einladen und mit ihnen reden. Wichtig ist, dass sie kapieren, dass Rassismus bei uns keine Chance hat.“ DieSache mit den Jugendlichenaus Wilmersdorf hat Haschker einrenken können. Alle 30 sind wiedergekommen und durftenihren Eisbären-Song am vergangenen Sonntag vor dem Spiel gegen Krefeld vorrappen. Der Text ist eishockey-kompatibel rustikal, im Sprechgesang heißt es: „Ihr kriegt ne Abreibung – Vollkontakt.“ Aber das bezieht sich nur auf die Gegner der Eisbären – auf dem Eis.

Der Fall des Fünftligisten FSV Zwickau zeigt, dass ein Klub leicht missbraucht werden kann, wenn er verharmlost, anstatt sich zu wehren Von Dominik Bardow Berlin - Die Stimmung war ausgelassen. Die Spieler tanzten auf den Umkleidebänken und schrien sich die Kehlen heiser. Im Stadion hatten die 2000 Zuschauer des Spiels FSV Zwickau gegen Erzgebirge Aue II (3:0) zuvor Wunderkerzen in die Luft gereckt. Alles in allem Fünftligafußball, wie er stimmungsvoller nicht sein könnte. Wenn da nicht diese Rufe gewesen wären. Als die Fußballer zu feiern begannen, hatte ein Spieler auf den „Sieg!“-Ruf des Teams mit „Heil!“ geantwortet. Dafür gab es Gelächter statt Protest. Im Stadion sangen Zwickauer Fans laut Zeugenaussagen zudem dasantisemitische U-Bahnlied, gegen den Rivalen aus Aue gerichtet. Staatsschutz und Staatsanwaltschaft ermitteln deswegen.DurchdieRepublik ging dieGeschichte wegen zusätzlicher Meldungen, die Fans hätten auch „Terrorzelle, olé, olé, olé“ und „NSU“ gerufen. Verherrlichende Sprechchöre für die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund, der zehn Morde in Deutschland zur Last gelegt werden? Ausgerechnet in Zwickau, dem letzten Wohnort der Rechtsterroristen? Doch die Geschichte des FSV Zwickau ist nicht so einfach, wie sie zunächst erschien. Da sind zum einen faschistische und antifaschistische Fans, die den Klub von beiden Seiten ins Visier nehmen. Und eine offiziell unpolitische Vereinsführung, die verleugnet und verharmlost. Ein trauriges Lehrstück über den Umgang von Fußballklubs mit Problemfans. Die Vorfälle rund um das Spiel Zwickau gegen Aue wären wohl nicht aufgefallen ohne den Einsatz eines Teils der UltraGruppe „Red Kaos“. Erst die PressemitteilungeinigerantifaschistischgesinnterMitglieder hatte auf die Rufe hingewiesen. Der Verein würde wie so oft nicht reagieren, sondern auch dulden, dass regelmäßig Nazigrößen zur NachwuchsrekrutierungaufdenTribünenweilten.Hauptsammelbecken für Rechte ist laut „Red Kaos“ der Ultra-Fanklub „Schedewitz“, der in BlockAsitztundindemrechtePlakatewie „Gott mit uns“ anzutreffen sein sollen. Mittlerweile distanziert sich „Red Kaos“ von der Mitteilung, auch aus Angst vor Übergriffen. Unstrittig ist: Es existiert ein Video, dass den „Heil!“-Ruf in der Kabine dokumentiert. Mehrere Zeugen wollen das U-Bahnlied gehört haben. Doch „Terrorzelle“-Sprechchöre haben weder Schiedsrichter, Vertreter der Vereine noch Journalisten wahrgenommen, auch auf Filmaufnahmen ist nichts zu hören. Im Internet ereiferten sich viele Fans, dem Verein solle bewusst geschadet werden, es ginge um Fanrivalitäten zwischen

Tatort Stadion. In Zwickau (hier rechts Maik Strobel gegen Carsten Sträßer vom Chemnitzer Foto: Imago FC) wird nicht nur um die sportliche Vorherrschaft gekämpft.

links und rechts. Die Gruppe „Red Kaos“ stand gegen Aue außerhalb des Stadions – aus Protest gegen vereinzelte Stadionverbote nach einem Platzsturm. Die Rufe seien ihnen zugetragen worden. Auch deshalb bezweifelt Präsidiumsmitglied Gerhard Neef den Wahrheitsgehalt. Neef geht es wie allen in Zwickau: Sie wollen raus aus den Schlagzeilen. Der ehemalige Zweitligist ist nach Jahren des Niedergangs wieder auf Aufstiegskurs, da soll nichts stören. Im aktuellen Fall teilte Neef der „Freien Presse“ erst mit, der Kabinenrufer habe sich gestellt. Einen Tag später widerrief er diese Aussage. „Wir nehmen es nicht hin, dass der Verein versucht, die Vorfälle intern zu klären“, drohte daraufhin eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Schließlich nannte der Verein den

Namen des Spielers dem Staatsschutz. Er werde um eine Suspendierung und eine Geldstrafe nicht herumkommen, so Neef. An grundsätzlicher Aufarbeitung besteht offenbar wenig Interesse. „Wir haben kein Problem mit Rechtsradikalen“, sagt Neef, obwohl gegen Aue auch Plakate und Logos der Bekleidungsmarke „Thor Steinar“ auf der Tribüne zu sehen waren – laut Verfassungsschutz ein Erkennungsmerkmal der neonazistischen Szene. Das eigentlich vom Verein ausgesprochene „Thor-Steinar“-Verbot wurde offenbar nicht konsequent durchgesetzt. Auch deswegenermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Natürlich müsse es Strafen geben, räumt Neef ein, „aber das trifft nur die Mitläufer, die es in Deutschland schon immer gab“.

Rund um den Bayerischen Platz Bald kommt der Nikolaus!

Foto: Uwe Steinert, Text: Friedrich Reip

Von Claus Vetter

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

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Am 6. Dezember kommt der Nikolaus! Süße Stiefel, rote Schokoladenpumps und alles, was hineingehört...

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Die Angst nach der Führung VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 2:2 Wolfsburg - Selbst Hasan Salihamidzic, dieser stets fröhliche Fußballprofi, ließ den Kopf hängen. „Ich kann das auch nicht erklären. Ich bin mit meinem Latein am Ende“, sagte der Routinier des VfL Wolfsburg nach einer kuriosen Bundesligapartie, die nur 24 321 Zuschauer sehen wollten. Die Niedersachsen hatten in ihrem Heimspiel gegen Mainz 05 schon wie der sichere Sieger ausgesehen und mit 2:0 in Führung gelegen. Sie mussten am Ende noch froh über den 2:2-Endstand sein. Das 1:0 durch Mario Mandzukic (10.) und ein Eigentor des Mainzers Jan Kirchhoff (41.) blieben ungekrönt. Andreas Ivanschitz per Foulelfmeter (70.) und der eingewechselte Maxim Choupo-Moting (81.) sorgten mit ihren Toren für Mainz für eine Punkteteilung. „Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir 60 Minuten lang guten Fußball spielen und dann solche Angst haben“, sagte Wolfsburgs Trainer Felix Magath. Eigentlich war der VfL-Boss, der zum dritten Mal in Folge eine unveränderte Elf aufgeboten hatte, der Meinung, dass er endlich das richtige System mit der richtigen Mannschaft gefunden hat. Aber nach dem Seitenwechsel hatten die Wolfsburger vor allem in der Defensive die Orientierung verloren und jeglichen Kampf vermissen lassen. Der Japaner Makoto Hasebe sah in der Schlussphase wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte, was selbst das Remis noch gefährdete. Mit Pfiffen bedachten einige Wolfsburger Fans ihre Mannschaft, als Magath diese zu den obligatorischen Laufeinheiten nach dem Abpfiff ins Stadion schickte. „Wir haben im Moment kein gutes Klima“, sagte der brasilianische Mittelfeldspieler Josue über die Stimmung in seiner Mannschaft, die trotz millionenschwerer Investitionen im Mittelfeld der Tabelle feststeckt. Christian Otto

Podolski rettet Köln VfB Stuttgart - 1. FC Köln 2:2 Stuttgart - Kurz vor Schluss hat Nationalstürmer Lukas Podolski mit seinem zweiten Tor dem 1. FC Köln einen wichtigen Punkt beim VfB Stuttgart beschert. Die Gastgeber konnten trotz zweier Tore von Christian Gentner gegen die Kölner erneut nicht gewinnen und mussten sich mit einem 2:2 (2:1) begnügen. Mittelfeldspieler Gentner hatte mit seinen ersten Saisontreffern die Stuttgarter lange Zeit auf einen Sieg gegen den Angstgegner hoffen lassen. „Wir haben unsere Chancen, unsere Konter nicht gut ausgespielt“, sagte Gentner. „Wichtiger als die zwei Tore von mir wären drei Punkte gewesen.“ Auch wenn Gentner stark spielte, der Mann des Spiels war Podolski. Der Nationalspieler hatte den Tabellenelften der Fußball-Bundesliga vor 56 255 Zuschauern in der Stuttgarter Arena per Foulelfmeter nach eine Viertelstunde in Führung geschossen. Podolski war dann auch zwei Minuten vor Spielende erfolgreich, so dass die Schwaben seit 15 Jahren auf einen Pflichtsieg gegen den 1. FC Köln warten. „Wenn man die zweite Halbzeit betrachtet, waren wir einen Tick besser. Wir haben bis zum Ende gefightet und den Ausgleich verdient“, sagte Podolski. dpa

Wieder kein Sieger SC Freiburg – Hannover 96 1:1 Freiburg - Hannover 96 geht am Ende eines erfolgreichen Jahres die Luft aus. Der Europa-League-Teilnehmer spielte am Samstag beim SC Freiburg nur 1:1 (1:0) und bleibt in der Bundesliga seit fünf Spielen ohne Sieg. Auch für den Führungstreffer in der 44. Minute benötigten die Gäste die Hilfe des Gegners, denn Freiburgs Felix Bastians traf ins eigene Tor. Durch den Ausgleich von Papiss Demba Cissé (67.) teilen sich die Freiburger zum dritten Mal in Folge die Punkte. Hannover war vor 20 000 Zuschauern die bessere Mannschaft. Doch nach dem Pfostentreffer von Jan Schlaudraff in der 43. Minute brachte erst der nächste Angriff mit dem Tor von Pechvogel Bastians die Führung. In der zweiten Halbzeit agierte Freiburg druckvoller. In der 65. Minute vergaben Anton Putsila und Cissé zunächst noch zwei gute Möglichkeiten. Nur zwei Minuten später köpfte der Senegalese aber dann sein neuntes Saisontor. „Wir wissen, dass es seit Wochen nicht ganz rund läuft, aber wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir bis jetzt geholt haben“, resümierte Schlaudraff den Punktgewinn von 96. dpa


SPORT

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

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BUNDESLIGA

Einer muss gewinnen

1. FC Kaiserslautern - Hertha BSC . . . . . 1:1 (1:1) Kaiserslautern: Trapp - Dick, Amedick, Abel, Bugera - Kirch (46. Shechter) - Sahan, Tiffert, De Wit, Fortounis - Kouemaha. Berlin: Kraft - Lell, Hubnik, Franz (38. Mijatovic), Kobiashvili - Ottl, Niemeyer Ramos, Raffael, Rukavytsya - Lasogga. Schiedsrichter: Weiner. Zuschauer: 36 856. Tore: 1:0 Hubnik (6., Eigentor), 1:1 Raffael (14.).

Nach Zwanzigers Rückzug von der DFB-Spitze tobt der Machtkampf – ohne klaren Favoriten

SC Freiburg - Hannover 96 . . . . . . . . . . . . . . . . . 1:1 (0:1) Freiburg: Baumann - Schmid, Krmas, Butscher (74. Ferati), Bastians - Schuster - Reisinger (84. Dembélé), Flum, Makiadi, Putsila (87. Jendrisek) Cissé. Hannover: Zieler - Cherundolo, Haggui, Pogatetz, Schulz - Pinto - Schmiedebach (30. Rausch), Pander (86. Stoppelkamp) - Schlaudraff - Ya Konan, Abdellaoue. Schiedsrichter: Drees. Zuschauer: 20 000. Tore: 0:1 Bastians (44./Eigentor), 1:1 Cissé (67.). VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 . . . . . . . . . . . . 2:2 (2:0) Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Chris, Madlung, Schäfer - Josué - Hasebe, Salihamidzic (87. Thoelke) - Dejagah (78. Jönsson), Mandzukic, Koo (53. Ochs). Mainz: Wetklo - Pospech, Bungert, Kirchhoff, Fathi - Nicolai Müller (77. Gavranovic), Baumgartlinger, Soto, Caligiuri (30. Malli) - Ivanschitz Allagui (59. Choupo-Moting). Schiedsrichter: Sippel. Gelb-Rote Karte: Hasebe (87./wiederholtes Foulspiel). Zuschauer: 24 321. Tore: 1:0 Mandzukic (10.), 2:0 Kirchhoff (41./Eigentor), 2:1 Ivanschitz (70./Foulelfmeter), 2:2 Choupo-Moting (81.). Mönchengladbach - Bor. Dortmund . . . . 1:1 (0:1) Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit, Neustädter Herrmann, Arango - Bobadilla (84. Leckie), Hanke (90.+2 Brouwers). Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Felipe Santana, Hummels, Schmelzer - Gündogan, Kehl - Götze (77. Barrios), Kagawa (77. Blaszczykowski), Großkreutz (86. Perisic) - Lewandowski. Schiedsrichter: Zwayer. Zuschauer: 54 047 (ausverkauft). Tore: 0:1 Lewandowski (40.), 1:1 Hanke (72.).

Coffee to go. Während Theo Zwanziger einen letzten Schluck nimmt, hält sich Wolfgang Niersbach zur Verfügung. Foto: dpa

hatte. Der 61 Jahre alte Niersbach kam als Sportjournalist 1988 zum DFB und wurde Pressechef. In der Administration stieg er aufgrund seines eloquenten Auftretens und seiner genauen Arbeitsweise zum Generalsekretär auf, er pflegt engen Kontakt zur Nationalmannschaft. In den Amateurverbänden stößt der hauptamtlich tätige Niersbach jedoch auf Skepsis. Zudem galt er lange als Mann Zwanzigers. Dieser soll sich aber zuletzt im DFB-Präsidium über die Arbeit der Administration beschwert haben, zudem lehnte Zwanziger einen von Niersbach ausgehandelten Sponsorenvertrag mit einer Brauerei ab. Ein externer Kandidat, wie ihn Zwanziger offenbar sucht und schon kontaktiert haben will, ist nicht im Interesse von Niersbach, heißt es aus der Verbandszentrale. Es wäre auch ein Novum in 111 Jahren DFB. Noch mehr gegen den Willen Zwanzigers wäre eine Kandidatur von Rainer Koch. Der DFB-Vize und langjährige Sportrichter, der sich in Süddeutschland zum Chef des einflussreichsten Regionalverbandes wählen ließ, blickt auf eine lange Funktionärskarriere im Hintergrund zurück. Mit Zwanziger überwarf er

VfB Stuttgart - 1. FC Köln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2:2 (2:1) Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz (46. Boka), Tasci, Maza, Molinaro - Kvist, Gentner - Harnik, Hajnal (67. Kuzmanovic), Okazaki - Cacau (84. Schieber). Köln: Rensing - Brecko, Geromel, Jemal, Sereno Lanig (85. Freis), Riether - Clemens (60. Roshi), Jajalo, Peszko (85. McKenna) - Podolski. Schiedsrichter: Brych. Zuschauer: 56 255. Tore: 0:1 Podolski (15./Foulelfmeter), 1:1 Gentner (29.), 2:1 Gentner (36.), 2:2 Podolski (88.). Hamburger SV - 1. FC Nürnberg . . . . . . . . . So., 15.30 FC Schalke 04 - FC Augsburg . . . . . . . . . . . So., 17.30

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TORSCHÜTZEN

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Unterschätzt die Dänen nicht! Die schweren EM-Lose ängstigen Bundestrainer Löw höchstens ein bisschen Von Michael Rosentritt

Von Robert Ide Berlin - Nach dem angekündigten Rücktritt von Theo Zwanziger ist im Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Debatte um die Nachfolge des Präsidenten voll entbrannt. Nach Informationen des Tagesspiegels plant Zwanziger offenbar, sein Amt im kommenden Oktober an einen externenKandidatenzuübergeben, stößtdamit jedoch bei führenden Funktionären auf Ablehnung. Ebenfalls in Stellung bringensichhinter denKulissenDFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach sowie der Chef des Süddeutschen Verbandes, Rainer Koch. Beide Kandidaten suchen nach Informationen aus VerbandskreisenRückhalt in den Verbänden – allerdings ohne Zwanzigers Segen, der sich zuletzt mit Koch überworfen hatte undtrotz gegenteiliger öffentlicher Aussagen („Er wäre ein geeigneter Präsident“) auch von Niersbach abgewendet haben soll. Als Kompromisskandidat hätte Ligapräsident Reinhard Rauball durchaus gute Chancen. Alle drei wollten sich am Samstag auf Nachfrage nicht äußern. Im öffentlich ausgetragenen Teil der Diskussion ging Niersbach zunächst in Führung. Neben Zwanziger sprach sich auch sein Förderer Franz Beckenbauer für ihn aus. „Wolfgang Niersbach ist in meinen Augen der Beste“, sagte Beckenbauer, der mit Niersbach bei der Organisation der WM 2006 eng zusammengearbeitet

Bayern München - Werder Bremen . . . . . 4:1 (1:0) München: Neuer - Boateng, van Buyten, Badstuber, Lahm - Luiz Gustavo, Alaba (60. Robben) - Müller (90.+1 Contento), Kroos, Ribéry (90.+1 Pranjic) - Gomez. Bremen: Mielitz - Sokratis, Wolf, Naldo, Ignjovski - Bargfrede - Fritz, Marin (74. Wagner), Hunt - Pizarro, Arnautovic (46. Rosenberg - 84. Wesley). Schiedsrichter: Meyer. Zuschauer: 69 000 (ausverkauft). Rote Karte: Hunt (80./grobes Foulspiel). Tore: 1:0 Ribéry (22.), 1:1 Rosenberg (52.), 2:1 Robben (69./Foulelfmeter), 3:1 Ribéry (77.), 4:1 Robben (83./Foulelfmeter).

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DER TAGESSPIEGEL

1. Mario Gomez (Bayern München) . . . . . . . . . . . . . 13 2. Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04) . . . . . . 12 3. Claudio Pizarro (Werder Bremen) . . . . . . . . . . . . . 11 Lukas Podolski (1. FC Köln) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 5. Marco Reus (Bor. Mönchengladbach) . . . . . 10 Robert Lewandowski (Bor. Dortmund) . . . . . . 10 7. Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) . . . . . . . . . . . 9 8. Franck Ribéry (Bayern München) . . . . . . . . . . . . . . 8 Mohammed Abdellaoue (Hannover 96) . . . . . 8 Mario Mandzukic (VfL Wolfsburg) . . . . . . . . . . . . . 8

sich im Zuge der Affäre um den früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell. Vor zwei Jahren gab er seine Zuständigkeit fürsSchiedsrichterwesen an Zwanziger ab, nachdem er nicht umgehend von den Vorwürfen sexueller Nötigung gegen Amerell erfahren hatte. Zuletzt war es zum offenenStreit zwischen Koch undseinem Chef über ein Mediationsverfahren mit Amerell gekommen, das Koch vorantrieb und Zwanziger torpedierte, obwohl er es selbst initiiert hatte. Koch wurde im DFB-Präsidium degradiert, einem offenen Machtkampf ging der 52-Jährige aus dem Weg. Als DFB-Chef müsste Koch mit Zwanziger wieder enger zusammenarbeiten, da der bis 2013 in der Uefa-Exekutive und bis 2015 in der Fifa-Exekutive weitermachen will und sich offenbar dort eine Zukunft erhofft. Der großen Öffentlichkeit ist Koch weitgehend unbekannt, in den Amateurverbänden genießt er aufgrund nachhaltiger Gremienarbeit durchaus Rückhalt. Dies könnte für eine mögliche Kampfabstimmung entscheidend sein; auch Zwanziger kam 2004 als „Präsident der Amateure“ überhaupt ins Amt. Im größten Sportverband der Welt geht nach Zwanzigers Rückzug, den er mit Amtsmüdigkeit begründete, der aber wohl vor allem der heftigen Kritik an seinem immer schlechteren Krisenmanagement geschuldet ist, die Angst vor einem monatelangen Machtkampf um. „Hoffentlich überstehen wir mit dieser Konstellationüberhauptdie EM“, sagte einhochrangiger Funktionär, der nicht genannt werden will. Beckenbauer sprach von einer „Verzweiflungstat“ Zwanzigers. Auch wichtige Kollegen wie Niersbach und engste Vertraute wie Schatzmeister Horst R. Schmidt gaben zu, am Freitagabend von der Entscheidung überrascht worden zu sein. „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, sagte Schmidt. Selbst Bundestrainer Joachim Löw wurde während der EM-Auslosung in Kiew vor vollendete Tatsachen gestellt. Zwanzigers Ambition, in der Machtfrage noch mitzureden („Ich binseit einigen Monaten mit einer Persönlichkeit im Gespräch.“), wird nach der letzten Volte um seinen Rückzug in der DFB-Zentrale nur noch als Wunschdenken eingeschätzt. Als allseits geachteter Kandidat aus dem Fußball könnte am Ende Ligapräsident Reinhard Rauball das Rennen machen. Der 64-Jährige vertritt zwar als Präsident von Borussia Dortmund den Profifußball, hat es sich aber mit den Amateurverbänden, etwa bei den Verhandlungen überdieVerlängerungdesGrundlagenvertrags, nie verscherzt. Geschickt hatte sich Rauball zuletzt öffentlich von Zwanziger abgesetzt – nach dem Suizidversuch des Schiedsrichters Babak Rafati breitete Zwanziger mit gewohnt großer Geste intime Details des Geschehens aus, während Rauball dem Referee lediglich gute Genesungbeschied.Auch mit der Bundespolitik ist das SPD-Mitglied Rauball gut vernetzt, wie sich gerade beim Gipfel gegen Fangewalt in Berlin zeigte. Dem deutschen Fußball stehen nun turbulente Monate bevor. Theo Zwanzigers Äußerung,nach der es für ihn „inDeutschland keine Herausforderung mehr gibt“, entbehrt da nicht einer gewissen Ironie.

Berlin - Und dann genehmigte Joachim Löw sich noch zwei Gläschen Wein. Als sich die Aufgeregtheiten rund um die Auslosung der EM-Gruppen in Kiew gelegt hatten und das gemeinsame Essen mit den Trainerkollegen aller an der Europameisterschaft im kommenden Sommer teilnehmenden Mannschaften verdaut war, zog sich die kleine deutsche Delegation um den Bundestrainer zurück. Man redete über dies und das und natürlich darüber, dass es für die deutsche Mannschaft schon in der Gruppenphase happig kommt. Die Gegner heißen Portugal, Niederlande und Dänemark. Löw spitzte den Mund und sagte: „Ich freue mich auf interessante Duelle.“ Die Mannschaft von Joachim Löw ist durch die Auslosung nicht weniger Favorit als zuvor. Was beispielsweise soll etwa Paulo Bento sagen? In der EM-Qualifikation musste die Mannschaft von Portugals Trainer schon Dänemark den Vortritt lassen. Und als Zugabe noch die Nummer zwei und Nummer drei der Welt. Bento dürfte unruhiger schlafen. Es ist doch so: Seit jeher möchte man deutschen Teams bei einem Turnier möglichst lange aus dem Weg gehen, erst recht dem jetzigen, das auch noch richtig gut Fußball spielen kann und vor wenigen Wochen erst die Niederländer zerlegte. Dennoch gelten die Holländer aufgrund ihrer Spielstärke gemeinsam mit den Spaniern und den Deutschen als Turnierfavoriten. „Jeder Gegner ist gut und kann viel leisten“, sagte Löw höflich. „Das alles Entscheidende ist doch: Welche Mannschaft bringt die beste Form mit ins Turnier, wer hat die wenigsten Probleme und Verletzungen?“ Die deutsche Auswahl trifft bei der EM in Polen und der Ukraine zunächst am 9. Juni, dem Tag nach der EM-Eröffnung, in Lwiw (Lemberg) auf Portugal. Vier Tage

später geht es in Charkow gegen die Niederlande. Das letzte Gruppenspiel findet am 17. Juni erneut in Lwiw gegen Dänemark statt. Im besten Fall sollte die deutsche Mannschaft vor dem Spiel gegen die Dänen mindestens als Gruppenzweiter feststehen. Die Dänen werden schließlich immer ein bisschen unterschätzt. „Niemand rechnet so richtig mit ihnen, aber sie leben von einem guten Kollektiv und einer guten Organisation“, sagte Löw. „Sie sind von ihrem Charakter her sehr toughe Spieler und sie haben keine Angst, egal gegen wen sie spielen.“ Der Bundestrainer hatte die Dänen bereits zweimal als Testspielgegner ausgesucht. Direkt nach der WM in Südafrika gab es im August 2010 in Kopenhagen ein 2:2. Gomez und Helmes hatten die deutsche Mannschaft in Führung gebracht, in der Schlussviertelstunde egalisierten die Dänen den deutschen Vorsprung. Zuvor verlor Löws Mannschaft das Testspiel im März 2007 in Duisburg 0:1. Die bisher letzte Turniererfahrung mit den Dänen ist auch keine gute. Bei

der EM 1992 war das Team von Berti Vogts zwar als Favorit ins Endspiel von Göteborg gegangen, dort aber den Dänen 0:2 unterlegen. Die deutsche Mannschaft wird bis zur Nominierung des EM-Kaders im Mai nur noch ein Länderspiel bestreiten: am 29. Februar 2012 gegen Frankreich in Bremen. Die konkrete Vorbereitung auf das EM-Turnier beginnt dann nach Ablauf der Bundesligasaison am 11. Mai mit einem siebentägigen Regenerationstrainingslager an der Costa Smeralda auf Sardinien. Direkt im Anschluss wird das deutsche Team voraussichtlich bis zum 30. Mai in Tourettes in Südfrankreich ein klassisches Trainigslager abhalten. Dort wird es zu einem der zwei geplanten Testspiele kommen. Der letzte Test wird dann in Leipzig stattfinden, vermutlich am 1. Juni. Beide Gegner werden in den kommenden Tagen bestimmt, sie sollen von ihrer Spielweise den Dänen und Portugiesen ähnlich sein. Am 4. Juni wird die deutsche Mannschaft ihr EM-Stammquartier in der Nähe von Danzig beziehen.

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vom 04.12. - 31.12.2011


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SPORT

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

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Helden der Stadt Eine Rheinländerin, ein Cottbuser, ein Bayer und eine Weltauswahl: Gestern Abend wurden Berlins Sportler des Jahres gekürt Beste Sportlerin SABINE LISICKI „Eine Auszeichnung gibt’s noch, die ich echt gerne bekommen würde... Berlins Sportler des Jahres!“, verkündete Sabine Lisicki am 16. November viaTwitter. Vielleicht waren es ja die mehrfach wiederholten Botschaften an ihre knapp 27 000 virtuellen Anhänger, die der Tennisspielerin bei der Erfüllung dieses Wunsches geholfen haben. 3555 Stimmen reichten, um vor Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und der Modernen Fünfkämpferin Lena Schönebornzum ersten MalBerlins Sportlerin des Jahres zu werden. Es gab 2011 allerdings auch genügend gute Gründe, der in Florida lebenden Lisicki die Stimme zu geben. Am Ende des erfolgreichsten Jahres ihrer Karriere steht ein beeindruckendesComeback vonPlatz218der Weltrangliste auf den 15. Rang, so hoch wie nie zuvor in ihrer Karriere. Die gebürtige Rheinländerin gewann in Birmingham ihr drittes WTA-Turnier und schaffte es in Wimbledon ungesetzt ins Halbfinale, nachdem sie die aktuelle French-Open-Siegerin aus demTurniergeworfen hatte.Fürdieses beachtliche Jahr hatte die Spielerinnenorganisation WTA der 22-Jährigen bereits die Auszeichnung„Comeback-Spieler des Jahres“ verliehen. Anke Myrrhe

Bester Sportler ROBERT HARTING Erhatin diesemJahrinDaegu nichtnurseinenWeltmeistertitel imDiskuswerfen verteidigt, sondern auch den im öffentlichen Trikotzerreißen. Kein Wunder also, dass Robert Harting bei dieser Sportlerwahl mit dem größten Vorsprung gewonnen hat, 4961 Stimmen erhielt er. Mit Berlino hat die Sportstadt Berlin ein Maskottchen, mit Harting den am besten geeigneten Repräsentanten. Erfolgreich in einer altehrwürdigen Sportart ist er, außerdem verfügt er über eine berlintypische große Schnauze, die manchmal aber auch nachdenklichleise sprechen kann. Das Istaf hat der 27-Jährige längst zu seinem Heimspiel gemacht, vor und nach seinen Würfen schallt sein eigenes Lied durchs Olympiastadion mit der einprägsamen Refrainzeile „Robert Harting“. Eine Stadt, eine Sportart, ein Athlet. Dass Harting in Cottbus geboren wurde – egal. Seine Stimmung kann so schnell schwanken wie die Laune Berlins. Mal selbstbewusst, mal zweifelnd, mal weiß er, was er will und im nächsten Moment schon wieder nicht. Zu der ganz großen Karriere fehlt eigentlich nur noch eine Olympiamedaille. Wenn es Gold würde, müsste das nächste Trikot dran glauben. Friedhard Teuffel

DemDOSBistOlympia2024in Berlinnäherals2022inMünchen Berlin – Klaus Wowereit und Thomas Bach sind sich am Samstag ziemlich nahe gekommen. Nur zehn Meter trennten die beiden, Wowereit stand auf der Bühne am Rednerpult, Bach saß am Präsidiumstisch. Das reichte für eine gute Verständigung. „Berlin ist bereit für Olympische Spiele“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister. Als Antwort bekam er vom Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): „Wenn sich Deutschland um Sommerspiele bewirbt, sind Sie einer der Ersten, mit dem wir reden.“ Noch im Sommer war die Kommunikationzwischen beiden völlig anders verlaufen. Wowereit hatte eigentlich das Gleiche gesagt, dass Berlin bereit sei, aber er sagte esin einemInterview mit dem Tagesspiegelund nichtBachpersönlich,woraufhin der Sportfunktionär, ebenfalls vor Journalisten, zurückblaffte: „Ein flapsiges Interview ist noch keine seriöse Bewerbung.“ Jetzt besteht sogar eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass beide noch mehr persönlich besprechen. Denn der DOSB beschloss am Samstag auf seiner Mitgliederversammlung in Berlin nahezu einstimmig, sich „zum jetzigen Zeitpunkt“ nicht mit München für die Winterspiele 2022 bewerben zu wollen. Es bestündengroße Unsicherheiten,was dieinternationalen Chancen, die innere Einigkeit, die Unterstützung der Bevölkerung und die Finanzen betrifft, erklärte Bach. Dieser Beschluss sei zustande gekommen, weil München und Bayern Planungssicherheit haben wollten. Auch für den

Sport sei die Entscheidung gut, „wir können nicht die ganze Zeit mit einer mentalen Reservation durch die Lande laufen“, formulierte Bach. Für die Qualität der Münchner Bewerbung um die Winterspiele ließ er sich in Berlin mit seiner Mannschaft ein letztes Mal feiern. Das Lob gab er gleich an den Bundespräsidentenweiter.Der DOSB verlieh Christian Wulff seine höchste Auszeichnung, die Ehrenmedaille. Bach gab sie ihm auch als Tapferkeitsmedaille fürs ehrenhafte Verlieren, denn Wulff habe sich bei der Abstimmungsniederlage MünchensimSommerinDurbangegen den südkoreanischen Mitbewerber Pyeongchang nicht zurückgezogen, sondern die Niederlage öffentlich mitgetragen. AuchderBundespräsiThomas Bach dentermutigtedieSportfunktionäre, sich wieder für Olympische Spiele zu bewerben, sei es im Winter oder Sommer. Weil sich der DOSB nun – im Grunde ohne öffentlichen Druck – von einerKandidatur Münchens für 2022 verabschiedet hat, ist auf einmal Berlin für 2024 im Rennen. Eine entscheidende Hürde ist dabei, in welche Stadt das Internationale Olympische Komitee die Sommerspiele 2020 in zwei Jahren vergibt. Findet Olympia 2020 außerhalb von Europa statt, wird der deutsche Sport sich ernsthaft mit Berlin als Bewerber beschäftigen müssen. „Ich habe die Botschaft von Herrn Wowereit mit Freude zur Kenntnis genommen“, sagte Bach und klang dabei sehr fröhlich. Foto: dapd

Von Friedhard Teuffel

Breite Brust. Diskuswerfer Robert Harting zelebrierte seinen WM-Titel in Daegu wieder auf spektakuläre Weise. Foto: dpa

Bester Trainer MARKUS BABBEL, HERTHA BSC Markus Babbel hat sich zuletzt mal als Hobby-Soziologe versucht und das Wesen des Berliners ergründet. Seine Forschungsergebnisse (große Klappe, wenig Eifer) haben sich im Nachhinein als nicht vollständig erwiesen. Der Berliner ist außerdem: wenig nachtragend. Sonst hätte er Babbel nicht zu Berlins Trainer des Jahresgewählt.All die Nebengeräusche –Babbels vermeintlich mangelnde Identifikation mit der Stadt, seine Anhänglichkeit an München, die Hinhaltetaktik bei der Vertragsverlängerung – haben offensichtlich keine Rolle gespielt. Über allem steht der sportliche Erfolg. Und der ist eindeutig. Babbel hat sich als Aufstiegstrainer in der Vereinschronik von Hertha BSC verewigt. Dass er mit dieser hochrangig besetzten Mannschaft eigentlich gar nicht anders konnte, als aufzusteigen, spricht nicht gegen den 39-Jährigen. Man muss mit einem solchen Anspruch erst einmal zurechtkommen unddasZiel derart souverän verwirklichen, wie Hertha es geschafft hat. Das lag auch und vor allem an Babbel, der sich selbst in der größten Aufregung rund um den wichtigsten Verein der Stadt immer seine bayrische Ruhe bewahrt hat. Stefan Hermanns

Beste Mannschaft FÜCHSE BERLIN Immer wieder einmal erzählt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning von seinem Start 2005inBerlin.Von den350Zuschauern in der Zweiten Liga und einer Jahreseinnahme von 1038 Euro. Welche Entwicklung die Füchse seitdem genommen haben, zeigt ihr Ist-Zustand zum Ende der vergangenen Saison. Der Zuschauerschnitt in der Max-Schmeling-Halle liegt längst jenseits der 8000er-Marke, mit Platz drei in der Handball-Bundesliga sind die Füchse nicht nur zu einem Spitzenteam in Deutschland gereift, sondern haben auch den Sprung in die höchste europäische Liga geschafft. Vor dem heutigen Champions-League-Spiel in Kielce (15.30 Uhr, live bei Eurosport) befindet sich das Team von Trainer Dagur Sigurdsson auf Achtelfinalkurs. Was den Aufstieg zusätzlich aufwertet, ist, dass er laut Hanning mit dem halben Etat anderer Spitzenklubs und ohne Schulden erreicht wurde. Auf diese Weise haben sich die Füchse zu einer starken Marke in der Stadt entwickelt,deren Leitbilder wieSilvioHeinevetter, Kapitän Torsten Laen, Sven-Sören Christophersen oder IkerRomero auch international zu Werbeträgern für Berlin geworden sind. Hartmut Moheit

E NACHRICHTEN F TENNIS

Davis-Cup: Entscheidung vertagt Spanien hat den vorzeitigen Sieg im Davis-Cup-Finale gegen Argentinien verpasst. Im Doppel unterlagen Fernando Verdasco und Feliciano Lopez dem argentinischen Duo David Nalbandian/Eduardo Schwank klar mit 4:6, 2:6, 3:6. Damit steht es 2:1 für Spanien, das am Freitag beide Einzel gewonnen hatte. dapd BOXEN

Sturm verteidigt WBA-Titel Felix Sturm hat seinen WBA-Weltmeistertitel verteidigt. Der Mittelgewichtler aus Köln kam Freitagnacht in Mannheim gegen den Briten Martin Murray aber nicht über ein Unentschieden hinaus. dpa

Klitschkos WM-Kampf gefährdet Der Titelkampf von Weltmeister Wladimir Klitschko am kommenden Samstag in Düsseldorf gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck ist akut gefährdet. Der Schwergewichtschampion von WBA, WBO und IBF unterzog sich gestern einer Nierenoperation. „Erst nach der OP entscheidet sich, ob der Fight in einer Woche steigen kann oder nicht“, sagte Manager Bernd Bönte. dpa BIATHLON

Neuner übernimmt Weltcup-Führung Magdalena Neuner hat beim Weltcup in Östersund das Sprintrennen über 7,5 Kilometer gewonnen. Im Ziel hatte sie zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf die Norwegerin Tora Berger. Neuner übernahm die Führung in der Gesamtwertung. dpa EISSCHNELLLAUF

Jenny Wolf belegt Rang zwei Einen Tag nach ihrem zweiten Platz über 5000 Meter hat Claudia Pechstein beim

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ZWEITE LIGA

17. SPIELTAG

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Weltcuprennen in Heerenveen über 1500 Meter den 13. Platz belegt. Beste Deutsche war die Berlinerin Monique Angermüller auf Platz sieben. Auf der 500-Meter-Strecke belegte Weltmeisterin Jenny Wolf unterdessen Rang zwei. Sie musste sich lediglich der Chinesin Yu Jing geschlagen geben. dpa SKI ALPIN

Miller und Vonn in Topform Bode Miller und Lindsey Vonn haben die Erfolgsbilanz der US-Equipe in diesem Winter weiter ausgebaut. Miller gewann beim Weltcup in Beaver Creek, Vonn ließ der Konkurrenz in Lake Louise keine Chance. Viktoria Rebensburg wurde Vierte, Maria Höfl-Riesch landete auf Rang sechs. Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Sturz von Laurenne Ross. Die 23-Jährige musste verletzt mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. dpa HANDBALL

WM: Frauen besiegen Norwegen Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hat in ihrem Auftaktspiel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien für eine Sensation gesorgt. Gegen den amtierenden Europameister und Olympiasieger Norwegen zeigte die DHB-Auswahl eine leidenschaftliche Leistung und gewann überraschend mit 31:28 (13:14). dapd VOLLEYBALL

Derby in der Schmeling-Halle Drei Tage nach dem 0:3-Debakel in eigener Halle gegen Tabellenführer Generali Haching haben die Berlin Volleys die Chance, sich zu rehabilitieren. In der Schmeling-Halle trifft die Mannschaft von Trainer Mark Lebedew am heutigen Sonntag (16 Uhr) auf den Tabellenvierten Netzhoppers KW-Bestensee. Tsp

1. Eintracht Frankfurt 2. Fortuna Düsseldorf 3. Greuther Fürth 4. FC St. Pauli 5. SC Paderborn 6. Eintr. Braunschweig 7. 1. FC Union Berlin 8. TSV 1860 München 9. Energie Cottbus 10. Dynamo Dresden 11. Erzgebirge Aue 12. VfL Bochum 13. MSV Duisburg 14. FSV Frankfurt 15. Alemannia Aachen 16. Karlsruher SC 17. Hansa Rostock 18. FC Ingolstadt 04

Bundesliga. 11. Spieltag: Hagen - Frankfurt 65:83 (24:39), Bayern München - Gießen 89:53 (52:17), Ludwigsburg - Trier 77:64 (34:35), Tübingen - Bonn 74:72 (33:33).

BIATHLON Weltcup. In Östersund, Frauen, 7,5 km Sprint: 1. Neuner (Wallgau) 22:01,7 Min./1 Schießfehler; 2. Berger (Norwegen) + 0:00,2/1; 3. Mäkäräinen (Finnland) + 0:15,2/2; ...8. Henkel (Großbreitenbach) + 0:43,4/2.

BOB Weltcup. In Innsbruck, Männer, Zweierbob: 1. Hefti/Lamparter (Schweiz) 1:44,24 Min. (52,20/52,04 Sek.); 2. Florschütz/Kuske (Riesa/ Potsdam) 1:44,36 (52,33/52,03); 3. Holcomb/Olsen (USA) 1:44,42 (52,26/52,16); ...7. Arndt/ Putze (Oberhof) 1:44,97 (52,61/52,36); 8. Machata/Bredau (Potsdam) 1:45,05 (52,72/52,33).

EISSCHNELLLAUF Weltcup. In Heerenveen, Männer, 500 m: 1. Koskela (Finnland) 35,01 Sekunden; 2. Kato (Japan) 35,02; 3. Hospes (Niederlande) 35,06. Frauen, 1500 m: 1. Nesbitt (Kanada) 1:55,68 Min.; 2. Wüst (Niederlande) 1:57,15; 3. Schichowa (Russland) 1:57,17; ...7. Angermüller (Berlin) 1:57,67; 13. Pechstein (Berlin) 1:58,35.500 m: 1. Yu Jing (China) 37,67 Sek.; 2. Wolf (Berlin) 38,19; 3. van Riessen (Niederlande) 38,20.

FUSSBALL DFB-Pokal. Frauen, Viertelfinale: Hamburger SV 1. FC Lok Leipzig 3:2 (1:1). Dritte Liga. 19. Spieltag: Osnabrück - Aalen 0:0, Werder Bremen II - Arminia Bielefeld 2:3 (1:3), Babelsberg - Wehen Wiesbaden 3:2 (2:2), Jena - Regensburg 0:1 (0:0), Oberhausen - Erfurt 0:1 (0:0), Chemnitz - Burghausen 2:1 (0:0), Heidenheim Sandhausen 2:1 (1:0). England. Premier League, 14. Spieltag: Newcastle United - FC Chelsea 0:3 (0:1), Blackburn Rovers Swansea City 4:2, Manchester City - Norwich City 5:1, Queens Park Rangers - West Bromwich Albion 1:1, Tottenham Hotspur - Bolton Wanderers 3:0, Wigan Athletic - FC Arsenal 0:4, Aston Villa - Manchester United 0:1. Italien. Serie A, 14. Spieltag: CFC Genua - AC Mailand 0:2 (0:0).

11 11 11 11 9 8 8 8 6 5 4 5 4 2 2 3 1 2

5 1 41:17 38 5 0 38:16 38 3 3 36:14 36 3 3 36:20 36 6 2 24:13 33 4 5 24:18 28 4 5 26:24 28 1 7 32:25 25 4 7 18:27 22 2 9 27:29 17 5 7 14:23 17 2 9 16:28 17 4 8 20:23 16 7 7 16:28 13 6 8 13:22 12 3 11 17:37 12 8 8 11:26 11 4 11 19:38 10

Greuther Fürth – Hansa Rostock . . . . . . . . 3:0 (1:0) Tore: 1:0 Occean (11.), 2:0 Schröck (58.), 3:0 Sararer (75.). Zuschauer: 7480.

Eintracht Frankfurt – Karlsruher SC . . . 2:0 (1:0) Tore: 1:0 Gekas (1.), 2:0 Gekas (66.). Zuschauer: 37 100.

1. FC Union – Energie Cottbus . . . . . . . . . . . . 1:0 (1:0) SC Paderborn – FC St. Pauli . . . . . . . . . . . . . . . 1:1 (1:0) FC Ingolstadt – Eintr. Braunschweig . . . . 0:1 (0:1) VfL Bochum – Erzgebirge Aue . . . . . . . . . . . So., 13.30 Alem. Aachen – 1860 München . . . . . . . . So., 13.30 Dynamo Dresden – FSV Frankfurt . . . . . . So., 13.30 MSV Duisburg – Fort. Düsseldorf . . . . . Mo., 20.15

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ZAHLEN

BASKETBALL

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Spanien. Primera Division. Racing Santander - FC Villarreal 1:0 (1:0), Sporting Gijon - Real Madrid 0:3 (0:1), FC Barcelona - UD Levante 5:0 (3:0).

HANDBALL Europapokal der Pokalsieger. Männer, 3. Runde: Flensburg-Handewitt - Banik Karvina 37:18 (19:9). EHF-Pokal. 3. Runde, Rückspiele: Lions Limburg/ NED - Rhein-Neckar Löwen 27:38 (11:20), Izvidac Ljubuski/BIH - SC Magdeburg 27:28 (13:16), Frisch Auf Göppingen - Tatabanya KC/HUN 34:25 (19:14). Rhein-Neckar Löwen, Magdeburg und Göppingen in der nächsten Runde. WM. In Santos, Frauen, Gruppe A: Norwegen Deutschland 28:31 (14:13), Montenegro - Island 21:22 (10:11).

HOCKEY Champions Trophy. In Auckland, Männer, 1. Spieltag, Gruppe A: Australien - Spanien 3:2 (1:2), Großbritannien - Pakistan 2:1 (0:1). Gruppe B: Deutschland - Neuseeland 2:1 (1:1), Niederlande - Südkorea 2:0 (1:0). Bundesliga. Männer, Gruppe Ost: Berliner HC Blau-Weiß Berlin 5:3 (2:3), Osternienburger HC TuS Lichterfelde 6:6 (3:3).

TENNIS Davis Cup. In Sevilla, Finale: Lopez/Verdasco - Nalbandian/Schwank 4:6, 2:6, 3:6. Zwischenstand: Spanien - Argentinien 2:1.

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FERNSEHTIPPS

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Eurosport. 6.00 Hockey. In Auckland. Männer, Champions Trophy: Niederlande - Deutschland. 15.30 Handball. Champions League: KS Kielce (POL) - Füchse Berlin. 17.15 HB Montpellier (FRA) THW Kiel. ZDF. 10.15 Sport extra. U.a. Nordische Kombination, Ski alpin, Biathlon, Langlauf, Eisschnelllauf, Skispringen (auch bei Eurosport). Sky. 13.00 Fußball. Zweite Liga: Alemannia Aachen 1860 München, VfL Bochum - Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden - FSV Frankfurt.15.15 Bundesliga: Hamburger SV - 1. FC Nürnberg. 17.15 FC Schalke 04 - FC Augsburg. Sport 1. 17.15 Handball. Frauen, WM: Deutschland - Montenegro. WDR. 23.45 Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs.

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TAGESTIPPS

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

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FAMILIENEVENT

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THEATER

Berliner Ensemble, Mitte, Bertolt-BrechtPl. 1, 콯 284 08-155, Lulu, von Frank Wedekind, Regie: Robert Wilson, 16 Uhr Biedermann und die Brandstifter, Regie: Cornelia Crombholz, Pavillon, 19.30 Uhr Deutsches Theater, Mitte, Schumannstr. 13a, 콯 28 44 12 25, Trauer muss Elektra tragen, von Eugene O’Neill, Regie: Stephan Kimmig, 19.30 Uhr, mit engl. ÜT ANZEIGE

HEUTE

18:00 UHR

Sir Simon Rattle / Magdalena Kožená

L’É T O I L E

TICKETS 20 35 45 55 / WWW.STAATSOPER-BERLIN.DE

frannz, Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 36, 콯 726 27 93 33, Der Kochlöffel oder Das Haus der Fischers kennt viele Türen und Gesichter, Hörtheater, 20 Uhr, Premiere Märchenhütte, Mitte, Monbijoupark, 콯2 888 66 999, Dornröschen / Frau Holle, Hexenkessel Hoftheater, 19.30 Uhr Hänsel und Gretel / Schneeweißchen und Rosenrot, Hexenkessel Hoftheater, 21 Uhr Maxim Gorki Theater, Mitte, Am Festungsgraben 2, 콯 20 22 11 15, Madame Bovary, von Flaubert, Regie: Nora Schlocker, 18 Uhr Oxymoron, Mitte, Rosenthaler Str. 40-41, 콯28 39 18 86, Kriminalmenü - Russisch Roulette, die auftakter, 19 Uhr Prime Time Theater, Wedding, Müllerstr. 163, 콯 49 90 79 58, Gutes Wedding, schlechtes Wedding, von Constanze Behrends, Sitcom - Folge 74: Berlinvision Songcontest, 20.15 Uhr Schaubühne, Wilmersdorf, Kurfürstendamm 153, 콯 89 00 23, Fräulein Julie, Regie: Katie Mitchell, Leo Warner, mit engl. + frz. ÜT, Saal B, 20 Uhr Nachtasyl, von Maxim Gorki, Regie: Peter Kleinert, Studio, 20.30 Uhr Theater am Ku’damm, Charlottenburg, Kurfürstendamm 206, 콯 88 59 11 88, Spätlese, Regie: Jürgen Wölffer, 16 Uhr Theater unterm Dach, Prenzlauer Berg, Danziger Str. 101, 콯 9 02 95 38 17, Irene Binz, die Frau im Kofferraum, von Ronald M. Schernikau, PortFolio Inc., Regie: Marc Lippuner, 20 Uhr Volksbühne im Prater, Prenzlauer Berg, Kastanienallee 7-9, 콯240 65-777, 4. Nordwind Festival: John Gabriel Borkman, von Henrik Ibsen, Regie: Vegard Vinge, 16 Uhr

SHOW

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Bar jeder Vernunft, Wilmersdorf, Schaperstr. 24, 콯 883 15 82, Stand-Up For Christmas, Désirée Nick, 19 Uhr Chamäleon, Mitte, Rosenthaler Str. 40-41, 콯400 05 90, Wunderkammer, C!RCA, Regie: Yaron Lifschitz, 16.30 Uhr Caveman - Du sammeln, ich jagen!, von Rob Becker, Regie: Esther Schweins, 20 Uhr Distel, Mitte, Friedrichstr. 101, 콯204 47 04, Blonde Republik Deutschland, 16 Uhr Friedrichstadt-Palast, Mitte, Friedrichstr. 107, 콯 23 26 23 26, Berlin Erleuchtet, 15.30, 19.30 Uhr Neuköllner Oper, Karl-Marx-Str. 131-133, 콯68 89 07 77, Frau Zucker will die Weltherrschaft, Ltg.: Hans-Peter Kirchberg, Tobias Bartholmeß, Regie: Peter Lund, Familiengrusical, 20 Uhr Scheinbar, Schöneberg, Monumentenstr. 9, 콯784 55 39, Kabarett der rote Stuhl, Thomas Kreimeyer, 20.30 Uhr Schlosspark Theater, Steglitz, Schlossstr. 48, 콯 789 56 67-100, Wer nimmt Oma?, Hans Scheibner, Weihnachtssatiren, 16 Uhr Sch... Weihnachten, Dirk Audehm, 20 Uhr Stachelschweine, Charlottenburg, Tauentzienstr. 9-10, 콯 261 47 95, 2012 - Planet Paradox, Regie: Dieter Nelle, 18 Uhr, Premiere Theater des Westens, Charlottenburg, Kantstr. 12, 콯 01805/44 44, Tanz der Vampire - Das Musical, Regie: Roman Polanski, 14.30 Uhr Tipi am Kanzleramt, Tiergarten, Große Querallee, 콯 39 06 65 50, Let it Show!, Ltg.: Bene Aperdannier, Marian Lux, Gayle Tufts, 19 Uhr

Noch mehr Veranstaltungstipps jeden Donnerstag in

TICKET und alle 14 Tage in

Rote Nasen und Weihnachtsblechmusik In diesem Familienkonzert hat man Konzert, Performance und Lesung in einem. Gelesen werden Geschichten zum Mitmachen wie „Die Weihnachtsgrippe“ und „Instrumentenerklärung“, unterdessen trötet das RSBrass Ensemble des Rundfunksinfonieorchesters Werke von Henry Purcell, Irving Berlin und vielen anderen.

2012 – Planet Paradox Außerirdische, das ächzend Ökosystem der Erde, Facebook-Hype und Flüchtlingströme bringt das neue Kabarettprogramm der Berliner Stachelschweine zusammen. Geschrieben haben es Ralf Linus Höke und Volker Surmann. Heute ist Premiere.

16 Uhr, 10/5 Euro Radialsystem V, Holzmarktstr. 33, Friedrichshain

18 Uhr, 15-28 Euro Stachelschweine, Tauentzienstr. 9-12, Charlottenburg.

TERMINE

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KLASSIK

Kammermusiksaal, Tiergarten, Herbert-vonKarajan-Str. 1, 콯 254 88-132, Alice Sara Ott (Klavier), Werek von Mozart, Beethoven, Chopin, Liszt, 20 Uhr Konzerthaus Berlin, Mitte, Gendarmenmarkt, 콯203 09 21 01, Gloria!: Konzerthausorchester Berlin, Dresdner Kreuzchor, Ltg. Roderich Kreile; Ania Vegry (Sopran), Cornelia Salje (Alt), Virgil Hartinger (Tenor), Thomas Laske (Bass), Werke von J. Chr. Bach, Vivaldi, Puccini, Gr. Saal, 16 Uhr (Einführung 15 Uhr) Musikinstrumenten-Museum, Tiergarten, Tiergartenstr. 1, 콯 25 48 11 78, Alte Musik live - Der Kosmische Tanz: Lautenconcort Delight in Disorder, Werke von Frescobaldi, Schein, Vallet, Phalése u. a., 11 Uhr

Kaffee Burger, Mitte, Torstr. 60, 콯28 04 64 95, Black Man’s Cry: All Disco Faves of Sammy, Chris B. or Cruz, 23 Uhr Schokoladen Mitte, Ackerstr. 169-170, 콯282 65 27, Karaoke-Nacht, 21 Uhr Sophienclub, Mitte, Sophienstr. 6, WorldRulaz DJ-Team (Worldwide Club Sounds), 22 Uhr Yaam, Friedrichshain, Stralauer Pl. 35, 콯615 13 54, Afrika Bambaataa: Snuff, Igadget, REW Kreuzberg, Freshfluke - LiveShowcase: LMNZ & Simple One), 20 Uhr

Museum für Kommunikation, Mitte, Leipziger Str. 16, 콯 20 29 40, Die Highlights des Museums. Besondere Exponate neu entdeckt!, 15 Uhr Schöne Künste, 콯 782 12 02, Busrundfahrt: Weihnachten im alten Berlin - Von Dreierschäfken und Waldteufeln, Treff: Rückseite Staatsoper/ Hedwigskathedrale, 15.30 Uhr

LITERATUR

Cabuwazi - Zelt Springling, Marzahn, Otto-Rosenberg-Str. 2, 콯 60 96 28 48, 2 Engel für Springling, 16 Uhr, Premiere Centrum Judaicum - Stiftung Neue Synagoge, Mitte, Oranienburger Str. 28-31, 콯8 80 28-316, Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum (1933 -1938), ab 6 Jahre, Moritz Oppenheim, Max Liebermann, Lesser Ury, Leonid Pstaernak u. a., 2. Etage, 10-18 Uhr

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Babylon Mitte, Mitte, Rosa-LuxemburgStr. 30, 콯 242 59 69, literatur live: Alfons Zitterbacke, Katharina Thalbach, 16 Uhr Parasiten der Ohnmacht, von Miron Zownir, Birol Ünel, Hörbuch-Premiere; Live-Musik: FM Einheit, 20 Uhr Cafe Tasso, Friedrichshain, Frankfurter Allee 11, 콯 48 62 47 08, Lesung zum Advent: Der Jaucheschöpfer, Wolfgang Louis, Robert Lucas Sanatanas, 19 Uhr

KINDER

CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF

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KATJA EBSTEIN Es fällt ein Stern herunter 05. & 12. Dezember Ein Weihnachtsprogramm jenseits aller Klischees

Philharmonie, Tiergarten, Herbert-vonKarajan-Str. 1, 콯 254 88-132/-301, Berliner Philharmoniker, Ltg. Iván Fischer; Daniel Stabrawa (Violine), Werke von Erno Dohnányi, Jeno Hubay, Schubert, 20 Uhr (Einführung 19 Uhr) Schloss Glienicke, Wannsee, Königstr. 36, 콯80 58 67 50, Charlottenburger Bachsolisten u. a., Barocke Musik im Advent - Sonaten von Albioni, Beyer, Buxtehude, Caldara, J.S. Bach und W.F. Bach, 16 Uhr

ROCK - POP - JAZZ

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Acud Session Café, Mitte, Veteranenstr. 21, Don’t Tell Mama feat. Berlin Blues Allstars (Blues Session - open stage), 22 Uhr A Trane, Charlottenburg, Bleibtreustr. 1, 콯313 25 50, Dean Brown Group (Funk Groove), Marvin Smithy Smith, 22 Uhr Ausland, Prenzlauer Berg, Lychener Str. 60, 콯447 70 08, Weird Weapons (CD-Release), 20.30 Uhr b-flat, Mitte, Rosenthaler Str. 13, 콯283 31 23, Die Garagenjungs (Groove Jazz), 21 Uhr BKA, Kreuzberg, Mehringdamm 34, 콯20 22 007, Lichterketten und Leuchtsterne: Stoppok solo, 20 Uhr Columbiahalle, Tempelhof, Columbiadamm 13-21, 콯 698 09 80, Maroon 5 (Pop) / Emily King, 20 Uhr Die Eins, Mitte, Wilhelmstr. 67 a, 콯22 48 98 88, Jazz-Brunch: Acki Hoffmann and Friends, 10-14.30 Uhr Eierschale Dahlem, Dahlem, Podbielskiallee 50, 콯83 228 387, Hans Nehm Swing Trio (Swing Hits & More), 11 Uhr Festsaal Kreuzberg, Kreuzberg, Skalitzer Str. 130, 콯 61 65 60 03, Hot Snakes (Indie, Punk, Rock), 21 Uhr Heimathafen Neukölln, Neukölln, Karl-Marx-Str. 141, 콯 56 82 13 33, Mo vene Natale ...: Rachelina & die Maccheronies (neapolitanisches Weihnachtskonzert für die ganze Familie), Saal, 16 Uhr Magnet Club, Kreuzberg, Falckensteinstr. 48, 콯 44 00 81 40, Krypteria (Rock, Metal, Gothic) / Tri State Corner, 21 Uhr O2 World, Friedrichshain, HedwigWachenheim-Str., 콯 0180/3 20 60 70, Red Hot Chili Peppers (Rock, HipHop, Crossover), 20 Uhr White Trash Fast Food, Mitte, Schönhauser Allee 6-7, Chocolate Starfish (Primordial, Rock ’n’ Roll - mit DJ Lobotomy), 22 Uhr Wild At Heart, Kreuzberg, Wiener Str. 20, 콯611 70 10, The Magnetix (Psychobilly) + Guest, 22 Uhr

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Berghain, Friedrichshain, Am Wriezener Bahnhof, Finest Sunday After Hour: Radio Slave, W!ld, Spencer Parker, 12 Uhr Cassiopeia, Friedrichshain, Revaler Str. 99, Sunday Selection: Blade, Red Sun (Strictly Roots Reggae), 23 Uhr

Soupanova, Prenzlauer Berg, Stargarder Str. 24, Salon Adler & Söhne: Sprachgebunden Magazin, Präsentation der neuen Ausgabe Gespräch u. Lesung mit Thomas Meinekce u. María Cecilia Barbetta über die „Bücher ihres Lebens“, Mod.: Jan Valk, 20 Uhr TAK - Theater Aufbau Kreuzberg, Kreuzberg, Prinzenstr. 85 F, 콯 50 56 70 00, Eine Reise durch den Advent: Kebabweihnacht, von Lale Agün, 15 Uhr Volksbühne, Mitte, Rosa-Luxemburg-Pl., 콯240 65-777, 4. Nordwind Festival: Traumland: Was bleibt, wenn alles verkauft ist?, Andri Snär Magnason, 17.30 Uhr, in engl. Sprache

MÄRCHENTHEATER Dornröschen / Frau Holle Das Hexenkessel Hoftheater zeigt in seiner Märchenhütte auf dem Bunker im Monbijoupark Grimms Märchen im Doppelpack.

KUNST

19.30 Uhr, 8/5 Euro Foto: Bernd Schoenberger Märchenhütte, Monbijoupark, Mitte

VORTRÄGE

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Leontief-Institut für Wirtschaftsanalyse, Wilmersdorf, Grainauer Str. 19, 콯211 17 65, Reale soziale Folgen für die Geberländer des Euro-Rettungsfonds, Prof. Dr. Helmut Maier, 18.15 Uhr Lido, Kreuzberg, Cuvrystr. 7, 콯69 56 68 40, Der 11Freunde Jahresrückblick, mit Philipp Köster und Jens Kirschneck, Gäste: Manni Breuckmann und Wolfgang Ley, 20 Uhr Stadttheater Cöpenick, Köpenick, Friedrichshagener Str. 9, 콯 65 01 62 34, Sonntagsmatinee: Gregor Gysi im Gespräch mit Herbert Köfer, 11 Uhr

FÜHRUNGEN filmstadt-berlin.de, 콯 0177/321 77 77, Filmstadt Berlin, das Original!, Tour zu 100 Jahre Filmgeschichte, 14 Uhr Literaturhaus Berlin, Charlottenburg, Fasanenstr. 23, 콯88 72 86-0, 25 Jahre Literaturhaus Berlin, Treff: Gr. Saal, 11 Uhr

Haus des Rundfunks, Charlottenburg, Masurenallee 8-14, 콯 97 99 30, Kulturradio-Kinderkonzert: Wir sausen durch das Jahr: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Ltg. Bernhard Hartog, Eva-Christina Schönweiß (Violine); Auszüge aus „Die vier Jahreszeiten“ von Vivaldi und Piazzolla, vorher Open House, 10.30 Uhr Jüdisches Museum, Kreuzberg, Lindenstr. 9-14, 콯 25 99 33 22, Chanukka-Knatsch bei den Cohens, Auditorium EG, 16 Uhr Komische Oper, Mitte, Behrenstr. 55-57, 콯479 974 00, Mikropolis (ab 6 Jahre), Regie: Nadja Loschky, Choreogr.: Zenta Haerter, abenteuerliche Insektenoper, 11 Uhr Radialsystem V, Friedrichshain, Holzmarktstr. 33, 콯 288 788 588, Geschichten um rote Nasen: RundfunkSinfonieorchester Berlin, RSBrass, Ltg. Anne Lehmann, Familienkonzert, 16 Uhr Staatsoper im Schiller Theater, Charlottenburg, Bismarckstr. 110, 콯 20 35 45 55, Aschenputtel (ab 6 Jahre), von Ermanno Wolf-Ferrari, Regie: Eva-Maria Weiß, Werkstatt, 15 Uhr Wintergarten, Tiergarten, Potsdamer Str. 96, 콯588 433, Zimt & Zauber: Der Zauberer von Oz, von Lyman Frank Baum, Kindercircus Cabuwazi - Zelt Springling, Varieté-Show von Kindern, 14 Uhr

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Aedes am Pfefferberg, Mitte, Christinenstr. 18/19, 콯 282 70 15, wirklichwahr, Blauraum Architekten, 13-17 Uhr Akademie der Künste am Pariser Platz, Mitte, Pariser Pl. 4, 콯 200 57 10 00, Blickwechsel: Fragment, Miroslaw Balka, 11-20 Uhr Akademie der Künste Hanseatenweg, Tiergarten, Hanseatenweg 10, 콯200 57 20 00, Blickwechsel Künstlerische Dialoge mit Polen: Der Stand der Bilder. Die Medienpioniere Zbigniew Rybczynski und Gábor Bódy, 11-20 Uhr Ateliergemeinschaft Milchhof e. V., Prenzlauer Berg, Schwedter Str. 232, 콯50 59 23 38, Fundorte, Silke Krüger, Fotografie, 24 Std., Pavillon Centrum Judaicum - Stiftung Neue Synagoge, Mitte, Oranienburger Str. 28-31, 콯8 80 28-316, Auf der Suche nach einer verlorenen Sammlung. Das Berliner Jüdische Museum (1933 -1938), Moritz Oppenheim, Max Liebermann, Lesser Ury, Leonid Pstaernak, Jacob Steinhardt, Eugen Spiro, Arnold Zadikow u. a., 10-18 Uhr, 2. Etage Neue Schule für Fotografie Berlin, Mitte, Brunnenstr. 188-190, 콯 28 04 68 62, Dozentenausstellung, Thomas Anschütz, Eva Bertram, Bertram Kober, Bodo Müller, Eva Maria Ocherbauer, Arne Reinhardt, Marc Volk, 14-19 Uhr Rosa Kunstsalon - Belle Etage, Kreuzberg, Mehringdamm 67, rosa pictures, Klaus Rudolf, schwul-lesbisch erotische Impressionen, ab 20 Uhr

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KABARETT

Foto: Dieter Nelle

20 Uhr, 70-82 Euro O2 World, Mühlenstraße 12-30, Friedrichshain

Wühlmäuse, Charlottenburg, Pommernallee 2-4, 콯 30 67 30 11, Hier stehe ich! Ich kann auch anders!, Martin Buchholz, 16.30 Uhr Weihnachts-Frustschutz, Nessi Tausendschön, 20 Uhr

PARTY Tickethotline: (030) 290 21 - 521 Mo. – Fr.: 7. 30 – 20.00 Uhr Sa. – So.: 8.00 – 12.00 Uhr

Red Hot Chili Peppers In der Top-Ten-Liste der Couch-Bands kommen sie direkt nach Metallica auf Platz 2. Wenige andere haben ihr Innenleben derart nach außen gekehrt, wie es die Red Hot Chili Peppers getan haben. Jetzt rocken und funken die runderneuerten und wieder mal ausgenüchterten kalifornischen Musiker um Sänger Anthony Kiedis wie einst im Mai... 1989. Foto: Kai Bienert

Foto: Ellen Von Unwerth

FORMULAFUNK

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Astor Film Lounge, Tel. 883 85 51: San Francisco Ballet: The Little Mermaid 11; Der Gott des Gemetzels 15.30, 20.30, 22.45; Anonymus 17.30; 3D: Arthur Weihnachtsmann 17.30; Bundesplatz-Studio, Tel. 85 40 60 85: Solo Sunny 11; Die Geschichte vom kleinen Muck 13.30; Fenster zum Sommer 15.45; Nur für Personal! 18; Contagion 20.30; Cinema Paris, Tel. 881 31 19: Die große Passion 12.30; Eine dunkle Begierde 15.30; Französische Filmwoche: La Fee (OmU) 18; Sarahs Schlüssel (OmU) 20.30; Delphi, Tel. 312 10 26: Die Mühle und das Kreuz 12.30; Der Gott des Gemetzels 14.30, 16.30, 18.30, 20.30; Eva-Lichtspiele, Tel. 92 25 53 05: Gerhard Richter Painting 11; Die Abenteuer von Tim und Struppi 13.15; Arthur Weihnachtsmann 15.45; Dreiviertelmond 18; Eine dunkle Begierde 20.30; Filmkunst 66, Tel. 882 17 53: FK 66 Kino 1 Die verlorene Zeit 15, 17.30; 3D: Die Höhle der vergessenen Träume 20; FK 66 Kino 1/2 Die Mühle und das Kreuz 15, 18.45; Wandlungen 17; Hotel Lux 20.30; Kant Kino, Tel. 319 98 66: K 1 Winnie Puuh 14; Eine dunkle Begierde 15.45, 18, 20.15; K 2 Tom Sawyer 15.30; Russische Filmwoche: Ljubov Morkov III (OmU) 18; Russische Filmwoche: Uprazhneniya v prekrasnom (OmU) 20.30; K 3 Charlotte Rampling: The Look (OmU) 12; Gerhard Richter Painting 14, 16; Der Fall Chodorkovsky 18.30, 20.50; K 4 Im Himmel, unter der Erde 13; Halt auf freier Strecke 15, 17.30, 20; K 5 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 13.45, 16; Cheyenne 18.15, 21; Die Kurbel, Tel. 88 91 59 98: K 1 Tom Sawyer 13, 15.15; Lauras Stern und die Traummonster 13; Die Abenteuer von Tim und Struppi 13.15, 15.30; Jane Eyre 14.30, 17, 19.30, 22; Zwei an einem Tag 17.30; Die Reise des Personalmanagers 17.45, 20; Anonymus 19.45, 22.15; Bullhead 22.15;

FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG

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b-ware! ladenkino, Tel. 63 41 31 15: Taste the Waste 16.30; The Future (OmU) 18.30; Le Havre (OmU) 20.30; Underwater Love (OmU) 22.30; Babylon Kreuzberg, Tel. 61 60 96 93: A Cheyenne (OmU) 17.15, 20; B Eine dunkle Begierde (OmU) 17.20, 19.30, 21.45; Eiszeit, Tel. 611 60 16: E 1 Die Reise des Personalmanagers 14.45; Die verlorene Zeit (OmU) 17; Die Reise des Personalmanagers (OmU) 19; Bullhead (OmU) 21; E 2 Mama Africa (OmU) 15.15, 23.15; Herz des Himmels, Herz der Erde 17.15; Turistas (09) (OmU) 19.15; Der Fall Chodorkovsky (OmU) 21.15; fsk am Oranienplatz, Tel. 614 24 64: f 1 Preview: Atmen (2011) 13; Day Is Done (OmU) 18; Meek's Cutoff (OmU) 20.15; The Ballad of Genesis and Lady Jaye (OmU) 22.30; f 2 Lila Lili (OmU) 14; Phoenix in der Asche 18; Submarine (10) (OmU) 19.45, 21.45; Intimes, Tel. 29 66 46 33: Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn 16; Le Havre 17.30; Melancholia 19.30; Die Haut, in der ich wohne 22; Moviemento, Tel. 692 47 85: M 1 Charlie und die Schokoladenfabrik (05) 10, 14.30, 16.30; Ein Tick anders 12.15; Im Weltraum gibt es keine Gefühle 19; Kein Sex ist auch keine Lösung 21; Weekend (2011 GB) 23.30; M 2 Eine dunkle Begierde 11.30, 18, 20.15, 22.30; Der kleine Maulwurf (1963-1975) 13.45; Anonymus 15.15; M 3 Lotta zieht um 10.15, 16.15; Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus 12; Halt auf freier Strecke 13.45, 20.45; Kein Sex ist auch keine Lösung 18.15, 23.15; Regenbogen Kino, Tel. 69 57 95 17: Mein Freund Knerten 15; Die Unerwünschten 19; Le Havre (OmU) 20.30; Sputnik (höfe am südstern), Tel. 694 11 47: S 1 Mein Freund Knerten 14.30; Dreiviertelmond 16; Nur für Personal! 18; Fenster zum Sommer 20; Melancholia 22; S 2 Charlotte Rampling: The Look (OmU) 14.30; Sommer in Orange 16; Die Haut, in der ich wohne 18, 22; Le Havre 20; Kinobar im Sputnik Paul Watson: Bekenntnisse eines Öko-Terroristen - Confessions of an Eco-Terrorist (OmU) 16.15; Über uns das All 20.15; Tilsiter-Lichtspiele, Tel. 426 81 29: Magic Silver: Das Geheimnis des magischen Silbers 14.15; Wintertochter 16; Brasch 18; Der Fall Chodorkovsky 19.45; Le Havre (OmU) 22; Mario Bava: Baron Blood (OmU) 23.45; UCI Kinowelt Friedrichshain, Tel. 42 20 42 20: K 1 3D: Happy Feet II 14, 17; Tom Sawyer 14; Breaking Dawn 14, 17, 20.15; Die Abenteuer von Tim und Struppi 14; Happy Feet II 14.15, 17; 3D: Der König der Löwen 14.15; 3D: Arthur Weihnachtsmann 14.15; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 14.15; In Time 17, 20; Kein Sex ist auch keine Lösung 17, 20.15; Arthur Weihnachtsmann 17; Real Steel 17; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 17; Anonymus 19.45; Zwei an einem Tag 20; 3D: Lord of the Dance 20; 3D: Shark Night 20.15; Paranormal Activity III 20.15; Yorck, Tel. 78 91 32 40: Yorck Wickie auf großer Fahrt 14; Der Gott des Gemetzels 16, 18, 20; New Yorck Halt auf freier Strecke 14.50, 17.10, 19.30;

LICHTENBERG

B

CineMotion Hohenschönhausen, Tel. 96 24 31 00: C 1 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 15; 3D: Arthur Weihnachtsmann 17.30; 3D: Krieg der Götter 20.15; C 2 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 15; Der ganz normale Wahnsinn: Working Mum 17.30; Paranormal Activity III 20; C 3 Breaking Dawn 14.45, 17.30, 20.15; C 4 Lauras Stern und die Traummonster 15.15; Anonymus 17; Sneak Preview 20; C 5 3D: Happy Feet II 14.45, 17.30; 3D: Shark Night 20.15; C 6 Breaking Dawn 14.30, 17, 19.30; C 7 Wie heiratet man einen König? 15; Kein Sex ist auch keine Lösung 17, 20; C 8 Tom Sawyer 14.45; Die Abenteuer von Tim und Struppi 17.15; Aushilfsgangster 20; C 9 In Time 15, 17.30, 20.15;

MARZAHN-HELLERSDORF

B

CineStar HellersdorfC 1 Tom Sawyer 11.15; Wickie auf großer Fahrt 14.40; Aushilfsgangster 17.15; Straw Dogs 20; C 2 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11, 14.15; Anonymus 16.50; Real Steel 19.45; C 3 3D: Happy Feet II 12, 17.20, 19.55; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater (2011) 15; C 4 Breaking Dawn 11.30, 17.15, 20; Preview: Der gestiefelte Kater 14.30; C 5 Arthur Weihnachtsmann 11.45, 14.30, 17; London Boulevard 19.30; C 6 Tom Sawyer 14.50, 17.25; Paranormal Activity III 20; C 7 Breaking Dawn 14, 16.45, 19.30; C 8 In Time 14.25, 17.05, 19.40; C 9 3D: Der König der Löwen 14.30, 17.10; 3D: Krieg der Götter 19.45; C 10 Happy Feet II 14.15, 16.50; Kein Sex ist auch keine Lösung 19.45; C 11 Lauras Stern und die Traummonster 14.25; Kein Sex ist auch keine Lösung 17; Zwei an einem Tag 19.50; C 12 Die Abenteuer von Tim und Struppi 14.40; Contagion 17.15; Wyssozki 19.50; Kino Kiste, Tel. 998 74 81: Ein Fall für die Borger 14; Melancholia 15.45; Die Liebesfälscher 18; Der große Crash 20.15; UCI Kinowelt am Eastgate, Tel. 93 03 02 60: U 1 3D: Happy Feet II 12, 14.30, 17.15; Breaking Dawn 19.45; U 2 Breaking Dawn 14, 17, 20; U 3 Lauras Stern und die Traummonster 12.30; 3D: Arthur Weihnachtsmann 15, 17.30; 3D: Krieg der Götter 20; U 4 3D: Der König der Löwen 12.15, 14.45, 17.30; 3D: Shark Night 20.15; U 5 Straw Dogs 12; Real Steel 14.30; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 17.30; 3D: Lord of the Dance 20; U 6 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 14; Happy Feet II 16.30; London Boulevard 20; U 7 Zwei an einem Tag 12; Arthur Weihnachtsmann 14.45; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.15, 20; U 8 Die Abenteuer von Tim und Struppi 12; Tom Sawyer 14.30; In Time 17, 20.15;

MITTE

B

Acud, Tel. 44 35 94 98: A 1-2 Wickie auf großer Fahrt 17; Taste the Waste (teilw.OmU) 18; Day Is Done (OmU) 19; Fenster zum Sommer 20; Le Havre 21; Whores' Glory (OmU) 22; Arsenal, Tel. 26 95 51 00: A 1 Andrzej Wajda: Das gelobte Land (1974) (OmenglU) 19.30; A 2 Klassiker nicht nur für Kinder: Karl Valentins Orchesterprobe u.a. Filme mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt 16; Magical History Tour: Chronik der Anna Magdalena Bach 19; Babylon Mitte, Tel. 242 59 69: B 1 Vergiss dein Ende 14.15; Das kleine Gespenst 15.30; Viola di mare 16; Vaterlandsverräter 17; Die Höhle der vergessenen Träume 18; Anduni 19; Brand 19.45; Central, Tel. 28 59 99 73: C 1 Prinzessin Lillifee 14.30; Restless (OmU) 16; Der Fall Chodorkovsky (DFmenglU) 17.45; Submarine (10) (OmU) 19.45, 21.30; Berlin Calling (DFmenglU) 23.15; C 2 Banksy (OmU) 14; The Guard (OmU) 15.45; Die Mühle und das Kreuz (OmU) 17.45, 19.30; I'm Not a F**king Princess (FranzmdtU) 21.15; Attack the Block (OV) 23; CinemaxX Potsdamer Platz, Tel. 018 05/24 63 62 99: C 1-19 Arthur Weihnachtsmann 10.50, 13.15, 15.40; Breaking Dawn 11, 14, 15.30, 17, 18, 20, 21, 23; Wickie auf großer Fahrt 11.30, 14; Die Abenteuer von Tim und Struppi 11.40, 14.30; Jane Eyre 11.45, 15, 17.55, 20.45; 3D: Die Höhle der vergessenen Träume 11.45; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11.50, 14.40, 17.15; Happy Feet II 12, 14.30, 17.15; In Time 12, 15, 17.45, 20.30, 23.20; Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn 12.30; Der Gott des Gemetzels 12.30, 14.40, 16.50, 19, 21.15, 23.30; 3D: Arthur Weihnachtsmann 12.45, 15.15; Midnight in Paris 12.45; Tom Sawyer 12.50; 3D: Happy Feet II 13, 15, 17.45, 20.15; Freunde mit gewissen Vorzügen 13.10; Dreiviertelmond 13.20, 15.50; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 14.30, 17.15; Lauras Stern und die Traummonster 14.30; Johnny English 2 15.15; 3D: Der König der Löwen 15.30; Anonymus 16.20, 19.30; Die Haut, in der ich wohne 16.30; Atemlos 16.30;

KINOPROGRAMM London Boulevard 17.10, 20, 22.40; Melancholia 17.40; Männerherzen... 17.50; 3D: Shark Night 18, 20.30, 23.10; What a Man 18.20; Eine dunkle Begierde 18.25, 21; Die Reise des Personalmanagers 19; Wyssozki 19.30; Kein Sex ist auch keine Lösung 19.45, 22.30; Hotel Lux 19.50; 3D: Krieg der Götter 20, 23; Aushilfsgangster 20.30; Straw Dogs 20.45, 23.30; Paranormal Activity III 21, 23.30; Der ganz normale Wahnsinn: Working Mum 21.35; Kill the Boss 22.30; The Thing 22.40; Contagion 22.40; Real Steel 22.50; 30 Minuten oder weniger 23.40; Cineplex Alhambra, Tel. 01 80/505 03 11: A 1-7 3D: Happy Feet 12.20, 14.45, 17.15, 19.45; Breaking Dawn 12.30, 14.50, 17.10, 17.30, 19.30, 20; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 12.30, 14.45; Tom Sawyer 12.45, 15.15; 3D: Der König der Löwen 13; Happy Feet II 13, 15.30, 17.45; 3D: Arthur Weihnachtsmann 13.10; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 15; In Time 15.15, 17.15, 19.50; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.45, 20.15; Mavi Pansiyon (TürkmdtU) 17.45, 20; 3D: Shark Night 20.20; CineStar CUBIX Filmpalast AlexanderplatzC 1 Tom Sawyer (2011) 11.15, 14; In Time 13.55; Anonymus 16.50; London Boulevard 20; Straw Dogs 23; C 2 Lauras Stern und die Traummonster 12.30; Kein Sex ist auch keine Lösung 14.25, 19.45; Zwei an einem Tag 17.05; Real Steel 22.35; C 3 Wickie auf großer Fahrt 11; Der ganz normale Wahnsinn 13.15; Breaking Dawn 15.25, 18.15, 21.15; C 4 Breaking Dawn 11.10, 19.15, 22.10; Happy Feet II 14, 16.40; C 5 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11.05; 3D: Happy Feet II 13.30; 3D: Der König der Löwen 16, 18.15; 3D: Shark Night 20.40, 23.15; C 6 Der Gott des Gemetzels 11, 18, 20.30; Arthur Weihnachtsmann 13.15; Preview: Der gestiefelte Kater 15.30; Paranormal Activity III 22.50; C 7 3D: Happy Feet II 11, 16.10, 18.45; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 13.30; 3D: Der König der Löwen 21.35; C 8 In Time 11.10, 16.45, 19.30, 22.40; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 14.15; C 9 3D: Arthur Weihnachtsmann 11.35; Breaking Dawn 14.10, 17.10, 20.10; Aushilfsgangster 23.10; CineStar EVENT Cinema3D: Sea Rex 11, 13.30; 3D: African Adventure: Safari im Okavango 12.15; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 14.45; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 17; Breaking Dawn 20, 22.50; CineStar im Sony CenterC 1 Preview: Der gestiefelte Kater (OV) 14; Jane Eyre (OV) 16.50, 19.45; Contagion (OV) 22.45; C 2 3D, Preview: Der gestiefelte Kater (OV) 13.30; 3D: Happy Feet II (OV) 16, 18.30; Straw Dogs (OV) 21; C 3 3D: Der König der Löwen (OV) 13.50; Der Gott des Gemetzels (OV) 16.10, 18.15, 20.30; 30 Minuten oder weniger (OV) 22.45; C 4 Breaking Dawn (OV) 14, 19.30, 22.30; In Time (OV) 16.45; C 5 Happy Feet II (OV) 14.45, 17.30; Eine dunkle Begierde (OV) 20; Real Steel (OV) 22.45; C 6 Cheyenne (OV) 14.15; Anonymus (OV) 17.15; London Boulevard (OV) 20.15, 23; C 7 In Time (OV) 19.45, 22.45; C 8 3D: Arthur Weihnachtsmann (OV) 14.15; Breaking Dawn (OV) 17, 20; 3D: Krieg der Götter (OV) 23; Filmrauschpalast, Tel. 394 43 44: The Guard (OmU) 20; Hackesche Höfe Kino, Tel. 283 46 03: H 1 Herz des Himmels, Herz der Erde (OmU) 10.30, 15; Jane Eyre (2011) (OmU) 12.30, 17.15, 19.45, 22.15; H 2 Brasch 10.30, 17.30; Cheyenne (OmU) 12.30, 22.30; About the Soul and Other Small Things (OmU) 15.30; Andrzej Wajda - Bekannt und unbekannt (OmenglU) 20; H 3 Der Gott des Gemetzels (OmU) 11, 16, 20.15, 22.15; Fenster zum Sommer 13, 18; H 4 Melancholia (OmU) 11.30, 17.15; Halt auf freier Strecke 14.30, 20; Meek's Cutoff (OmU) 22.30; H 5 Le Havre (OmU) 12, 17.30; Die Haut, in der ich wohne (OmU) 14.45, 19.45, 22.30; International, Tel. 24 75 60 11: International Der Gott des Gemetzels 12, 19.30; Preview: Und dann der Regen (OmU) 14; Halt auf freier Strecke 17; Der Gott des Gemetzels (OmU) 21.30; Kino im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur, Tel. 20 30 23 20: Russische Filmwoche: Moy papa Baryshnikov 18; Sibir, Monamur 20.30; Kino & Cafe am Ufer, Tel. 46 50 71 39: Wolf-Dieter Storl: Manitus grüne Krieger 18; Wandlungen 20.30; Z-inema, Tel. 28 38 91 21: The Weapons of Death (OV) 21; Zeughauskino, Tel. 20 30 47 70: Andrzej Wajda: Eröffnung der Filmreihe: Korczak (OmU) 12; Andrzej Wajda: Samson (61) (OmU) 18.30; Andrzej Wajda: Das Massaker von Katyn - Katyn (OmU) 21;

B

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln, Tel. 018 05 05 06 44: K 1-9 Real Steel 12.30; 3D: Happy Feet II 12.30, 14.50, 17.15, 19.45; Breaking Dawn 12.30, 14.50, 17.15, 19.50; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 12.30, 15; Happy Feet II 12.45, 15.15; Die Abenteuer von Tim und Struppi 13, 15.30; Lauras Stern und die Traummonster 13; 3D: Arthur Weihnachtsmann 13; Arthur Weihnachtsmann 13, 15.15, 17.30; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 15; In Time 15, 17.30, 20; Kein Sex ist auch keine Lösung 15.15, 17.40, 20.10; Anduni 17.30; 3D: Der König der Löwen 17.50; Musallat 2 (OmU) 17.50, 20.10; Mavi Pansiyon (OmU) 18, 20.15; Straw Dogs 20; Aushilfsgangster 20.15; 3D: Shark Night 20.15; Neues Off, Tel. 62 70 95 50: Jane Eyre (OmU) 17.15, 20; Passage, Tel. 68 23 70 18: P 1 Anonymus 15; Französische Filmwoche: A l'origine d'un cri 18; Le vendeur (OmU) 20.30; P 2 Der Gott des Gemetzels 14.30, 16.30, 18.30, 20.30; P 3 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 14.30, 16.45; Cheyenne 19, 21.30; P 4 Die Abenteuer von Tim und Struppi 14.30; Fenster zum Sommer 16.45, 21.30; Die Haut, in der ich wohne 19; Rollberg, Tel. 62 70 46 45: R 1 Nur für Personal! (OmU) 15.15; London Boulevard (OmU) 17.45, 20.15; R 2 Die Mühle und das Kreuz 14.45, 15.30, 20; R 3 Gerhard Richter Painting (DFmenglU) 15.15; Melancholia (OmU) 17.30, 20.30; R 4 Another Earth (OV) 15.30; Die Haut, in der ich wohne (OmU) 18, 20.45; R 5 Charlotte Rampling: The Look (OmU) 16.30; Der Fall Chodorkovsky 18.30; Anonymus (OmU) 21; UCI Kinowelt Gropius Passagen, Tel. 66 68 12 34: G 1 Breaking Dawn 12; Arthur Weihnachtsmann 15; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.25, 20.10; G 2 3D: Wickie auf großer Fahrt 12; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 14.30; 3D: Der König der Löwen 17.20; 3D: Lord of the Dance 20; G 3 Lauras Stern und die Traummonster 12.25; Tom Sawyer 14.15; In Time 17; Paranormal Activity III 19.50; G 4 3D: Happy Feet II 12, 14.40; Happy Feet II 17.20; Breaking Dawn 20; G 5 3D: Arthur Weihnachtsmann 12.05, 14.40; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 17.10; In Time 20; G 6 Breaking Dawn 14, 17; 3D: Shark Night 20.15;

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PANKOW

Blauer Stern Pankow, Tel. 47 61 18 98: B 1-2 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 13.30, 15.45; 3D: Arthur Weihnachtsmann 13.45, 16; 3D: Die Höhle der vergessenen Träume 18; Halt auf freier Strecke 18, 20.15; Anonymus 20; BrotfabrikKino, Tel. 471 40 01: Tom Atkins Blues (OmU) 18; Tournee (10) (OmU) 19.30; Bullhead (OmU) 21.45; Downstairs-Kino im Filmcafé, Tel. 81 01 90 50: Whores' Glory 19.30; FT am Friedrichshain, Tel. 42 84 51 88: F 1 Charlotte Rampling: The Look (OmU) 12.30; Der Gott des Gemetzels 14.30, 16.30, 18.30, 20.30; F 2 Melancholia 11.45; Tom Sawyer 12.45, 15.15; Französische Filmwoche: Impasse du desir (OmU) 18; Französische Filmwoche: Huhn mit Pflaumen (OmU) 20.30; F 3 3D: Die Höhle der vergessenen Träume 14, 18.15; Die Mühle und das Kreuz 16; Cheyenne 20.45; F 4 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 13.15, 15.30; Eine dunkle Begierde 17.40, 20; F 5 Im Himmel, unter der Erde 12.15; Jane Eyre 14.30, 17.15, 20; Kino in der KulturbrauereiK 1-8 3D, Pina (10) 12.20; Cars II 12.30; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 12.30; Arthur Weihnachtsmann 12.50, 15; Tom Sawyer 13, 15.30, 17.50; Kuddelmuddel bei Pettersson und Findus 13; Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn 13; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 14.30; Lauras Stern und die Traummonster 14.30; Wickie auf großer Fahrt 14.40; Jane Eyre 14.40, 17.20, 20, 22.45; Die Abenteuer von Tim und Struppi 14.50; Preview: Der gestiefelte Kater 15; Der Gott des Gemetzels 16.15, 18.20, 20.30, 22.40;

Flugzeugbesatzung

Gerät zur Warenentnahme

3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 16.30, 18.50; Hotel Lux 16.50; Anonymus 17.10, 20; Eine dunkle Begierde 17.15, 20.20, 22.40; Halt auf freier Strecke 17.30, 20.10; Die Reise des Personalmanagers 19; Die Haut, in der ich wohne 19.30; Cheyenne 21.15; Der Fall Chodorkovsky 21.20; Melancholia 22.15; Zwei an einem Tag (OmU) 22.45; Im Weltraum gibt es keine Gefühle 22.50; Krokodil, Tel. 44 04 92 98: Dem Himmel ganz nah (OmU) 15.30; Solo Sunny 17; Sonnensystem 19; Wyssozki (OmU) 21; Lichtblick-Kino, Tel. 44 05 81 79: Mein Freund Knerten 14; Berlin - Filme der Stadt: Der Himmel über Berlin 16; Der große Crash (OmU) 18.15; Le Havre (OmU) 20.15; Four Lions (OmU) 22; Toni & Tonino, Tel. 92 79 12 00: Toni Happy Feet II 14, 16, 18; Die verlorene Zeit 20; Tonino Arthur Weihnachtsmann 13.30, 15.30; Anonymus 17.30, 20; UCI Kinowelt Colosseum, Tel. 44 01 81 80: C 1 3D: Happy Feet II 14.45, 17.30; 3D: Shark Night 20.15, 23; C 2 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 12.45, 15.15; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.45, 20.15, 23; C 3 Tom Sawyer 12.45, 15.15, 17.45; Aushilfsgangster 20.15; Paranormal Activity III 23; C 4 Die Abenteuer von Tim und Struppi 12.45, 15.15, 17.45; Eine dunkle Begierde 20.15; The Thing 22.45; C 5 Wunderkinder 13; Der ganz normale Wahnsinn: Working Mum 15.15; London Boulevard 17.30, 20, 22.45; C 6 Lauras Stern und die Traummonster 13; In Time 14.45, 17.30, 20.15, 23; C 7 Breaking Dawn 14.30, 17.15, 20, 23; C 8 Happy Feet II 12.45, 15.15, 17.45, 20.15; 30 Minuten oder weniger 23; C 9 Real Steel 12.45; Arthur Weihnachtsmann 15.30; Anduni 17.45; Zwei an einem Tag 20; Straw Dogs 22.45; C 10 3D: Arthur Weihnachtsmann 12.45; 3D: Der König der Löwen 15.10, 17.30; 3D: Lord of the Dance 20; 3D: Krieg der Götter 23;

bepflanzungsfähig

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Astra Filmpalast, Tel. 636 16 50: A 1-5 Happy Feet II 10; 3D: Der König der Löwen 10, 12, 14, 16; Arthur Weihnachtsmann 10; Tom Sawyer 10, 12.30, 15; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 10, 12.30; 3D: Happy Feet II 12, 14, 16, 18; 3D: Arthur Weihnachtsmann 12, 14, 16; Breaking Dawn 15, 17.30, 20, 22.30; In Time 17.30, 20, 22.30; Kein Sex ist auch keine Lösung 18, 20.15, 22.30; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 18; 3D: Krieg der Götter 20.15, 22.30; Zwei an einem Tag 20.15; Paranormal Activity III 22.30; Casablanca, Tel. 677 57 52: Märchenstunde: Dornröschen (55) 10; Die Schlümpfe 14.15; Wunderkinder 16.15; Hotel Lux 18.15; Le Havre 20.15; CineStar - Der Filmpalast Treptower ParkC 1 Die Schlümpfe (2011) 11.50; Preview: Der gestiefelte Kater 14.30; In Time 17.15, 20; C 2 Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn 12; In Time 14; Breaking Dawn 16.45, 19.30; C 3 Wickie auf großer Fahrt 12.20; Der ganz normale Wahnsinn: Working Mum 14.50; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.20, 19.50; C 4 Lauras Stern und die Traummonster 12.50; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 14.45; Die Abenteuer von Tim und Struppi 17.30; Paranormal Activity III 20.10; C 5 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 12.10; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 15; 3D: Der König der Löwen 17.20; 3D: Krieg der Götter 19.50; C 6 Breaking Dawn 11.45, 14.25, 17.15, 20.10; C 7 Happy Feet II 12.15, 14.40, 17.15, 19.45; C 8 Tom Sawyer 11.45, 14.20; Real Steel 16.50; Anonymus 19.45; C 9 Arthur Weihnachtsmann 12.10, 14.40, 17.10; Straw Dogs 19.40; Kino Spreehöfe, Tel. 538 95 90: K 1 Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn 10.45; 3D: Lauras Stern und die Traummonster 10.45; Tom Sawyer 11, 13.15, 15.30; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11.15, 13.30, 15.45; 3D: Happy Feet II 11.15, 13.30, 15.45, 18; 3D: Der König der Löwen 12; Breaking Dawn 12.30, 15, 17.30, 20; 3D: Arthur Weihnachtsmann 14; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 16.15; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.45, 20.30; Männerherzen... 18; 3D: Die Höhle der vergessenen Träume 18.30; 3D: Krieg der Götter 20.15; Killer Elite 20.15; Dreiviertelmond 20.30; Union Filmtheater, Tel. 65 01 31 41: Lauras Stern und die Traummonster 13; Wunderkinder (2011) 18.30; Die Haut, in der ich wohne 20.30; Alle Angaben ohne Gewähr

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nord. Göttin d. ewigen Jugend

Sohn Isaaks (A.T.)

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westl. Weltmacht (Abk.)

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Teil des Auges

F M E V R U M P F E I L I G I L A E R O L L O F I S K U S A I N A N T I T H E S E T O N A R A P S K G S E A L

Gebirgsmulde

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Adria, Tel. 01 80/505 07 11: Berlin, wie es war 10.15; Die Nordsee von oben 12; Der Gott des Gemetzels 14, 16, 18, 20; Bali, Tel. 811 46 78: Die Stimme des Adlers 16; Über uns das All 20.30; Capitol, Tel. 831 64 17: Halt auf freier Strecke 12; Der Gott des Gemetzels 14.30, 16.30, 18.30, 20.30; Cineplex Titania Palast, Tel. 01 80/505 05 20: T 1-7 3D: Happy Feet II 10, 12.20, 14.45, 17.10, 19.45, 22.15; Die Abenteuer von Tim und Struppi 10, 12.30, 15, 20; 3D: Arthur Weihnachtsmann 10; Tom Sawyer 10, 12.30, 15; Breaking Dawn 10, 12.20, 14.45, 17.15, 17.45, 19.45, 20.15, 22.30; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 10, 12.20, 14.45; Happy Feet II 10, 12.15; 3D: Der König der Löwen 12.30; In Time 14.30, 17.10, 19.45, 22.15; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 15; 3D: Die Abenteuer von Tim und Struppi 17.15; Arthur Weihnachtsmann 17.20; Kein Sex ist auch keine Lösung 17.30, 20.10, 22.45; Zwei an einem Tag 20; Anonymus 22.30; Real Steel 22.30; Killer Elite 22.50; Thalia Movie Magic, Tel. 774 34 40: T 1 Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11.15, 13.30; Happy Feet II 11.15, 13.30, 15.45, 18.15; Johnny English 2 11.15; Lauras Stern und die Traummonster 12; Die Abenteuer von Tim und Struppi 13.30; Arthur Weihnachtsmann 13.30; Tom Sawyer 15.45; Breaking Dawn 15.45, 18, 20.30; In Time 15.45, 18.15, 20.30; Kein Sex ist auch keine Lösung 18, 20.30; Real Steel 20.30;

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CineStar TegelC 1 Die Abenteuer von Tim und Struppi 11; Breaking Dawn 11.20, 14.20, 16.40, 17.15, 19.30, 20.15; Johnny English 2 11.25; Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel 11.30; Tom Sawyer 11.40, 14.15; 3D: Arthur Weihnachtsmann 11.50; 3D: Happy Feet II 12.15, 14.45, 17.20, 19.50; Lauras Stern und die Traummonster 12.30; Happy Feet II 12.45, 15.15, 17.50; Preview: Der gestiefelte Kater 13.30; Zwei an einem Tag 14; 3D, Preview: Der gestiefelte Kater 14.15; Arthur Weihnachtsmann 14.35; Wickie auf großer Fahrt 15; Real Steel 16.50; Kein Sex ist auch keine Lösung 17, 19.35; 3D: Der König der Löwen 17.20; In Time 17.30, 20.10; Der ganz normale Wahnsinn: Working Mum 17.40; Paranormal Activity III 19.45; 3D: Krieg der Götter 19.55; London Boulevard 20; 3D: Shark Night 20.25;

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WIRTSCHAFT

DER TAGESSPIEGEL

DAS GESCHÄFT MIT DER SOLIDARITÄT

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Die Fair-Trade-Branche boomt wie nie

Eine Tüte voller Gerechtigkeit

„Das gute Gewissen kauft mit“

Immer mehr Deutsche interessieren sich für die Herkunft ihrer Einkäufe. Sie greifen verstärkt zu Produkten aus fairem Handel – auch als Geschenk zu Weihnachten

Mehr Geld. Die Arbeiter auf Kaffeeplantagen profitieren vom System. Fotos: dapd, Reuters

schen im Jahr 2010 für Fair-Trade-zertifizierte Artikel aus, im laufenden Jahr erwartet der gemeinnützige Verein TransFair nach durchweg positiven Quartalszahlen noch einmal ein Plus von etwa 20 Prozent (siehe Grafik). Es sind Zahlen wie diese, die Kai Falk, Geschäftsführer beim Handelsverband Deutschland HDE, zu der Einschätzung bringen, dass „immer mehr Verbraucher Wert auf einen sozialen und ökologisch verantwortlichen Konsum legen“. Wer es denn möchte, kann seinen Haushalt, seine Liebsten und sich selbst komplett mit Fair-Trade-Produkten ausstatten und so die Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien unterstützen. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Kaffee, Tee und Bananen. Mittlerweile werden fair gehandelte Kerzen

ohnehin mehr für Lebensmittel. Die Deutschen aber, „die geben mehr Geld für Motorenöl aus als für Olivenöl“. Das Konzept von Fair Trade bringt es mit sich, dass der Kunde im Vergleich zu konventionell produzierten Waren meist mehr zahlen muss. Dafür bekommt er gute Qualität und ein gutes Gewissen obendrauf (siehe Interview). Fair-Trade-Siegel auf Produkten versprechen, dass ökologische, ökonomische und soziale Standards bei der Herstellung eingehalten Fast keine werden. Dass den Handelskette Herstellern Mindestkommt noch preise dafür gezahlt werden und dass ohne diese keine Kinderarbeit Produkte aus dahintersteckt. Neben den existenzsichernden Preisen gibt es Zuschüsse für soziale Projekte oder den Aufbau der Infrastruktur. In einigen Regionen errichten sie Schulen, Kindergärten oder Sozialstationen, woanders investieren sie in klimafreundlichere Anlagen. „Bei der Verwendung der Mehreinnahmen haben die Produzenten freien Spielraum“, sagt Antje Edler, die Geschäftsführerin des Forums Fairer Handel – ein Netzwerk, das den fairen Handel in Deutschland organisiert. Rund 1,2 Millionen Kleinbauern und Arbeiter in rund 60 Ländern können ihre Lebensund Arbeitsbedingungen so nachhaltig verbessern. Allein über den deutschen Markt erhielten sie im vergangenen Jahr über 50 Millionen Euro Direkteinnahmen. „Hunger und Armut werden damit langfristig bekämpft“, sagt Edler und fordert deshalb bei Politik und Gesellschaft ein generelles Umdenken: „Wir brauchen einen grundlegenden Wandel der globalen Agrarpolitik hin zu einer stärkeren Förderung kleinbäuerlicher Nahrungsmittelproduktion.“

Um eine faire Teilnahme am Geschäft und eine gerechte Verteilung des Gewinns geht es bei Fair Trade – aber auch um Verantwortung. Früher, da hätten sich die Unternehmen davor gedrückt, heute sei dies dank der aufgeklärten Bürger kaum mehr möglich, findet der Geschäftsführer von Fair-Trade-Deutschland. Vielmehr gehört ein fairer Handel inzwischen zum guten Ruf eines Einzelhändlers, Fair Trade ist wichtig fürs Image und angesichts des so drastisch wachsenden Interesses ebenfalls ein

bedeutendes Wettbewerbskriterium. Mit Ausstrahlungseffekt. „Der Druck auf die Akteure wächst“, sagt auch Dieter Overath. „In drei bis fünf Jahren kann sich kein großer Handelskonzern mehr erlauben, die Hütte nicht sauber zu haben.“

Wie man mit Shoppen die Welt verbessern will Frau Willmann, statt zu sparen geben die Deutschen auch in der Krise immer mehr Geld für fair gehandelte Produkte aus. Sind wir verantwortungsbewusster geworden? Tatsächlich ist ein zunehmendes Bedürfnis nach Nachhaltigkeit zu erkennen. Vielen Verbrauchern ist es wichtig, zu wissen, dass Produkte unter vernünftigen Bedingungen hergestellt wurden. Warum ist das so? Wir werden verstärkt mit Schreckensnachrichten konfrontiert – der Tsunami und die Atomkatastrophe in Japan zum Beispiel. Oder die teils schlimmen Arbeitsbedingungen in Indien. Umweltthemen rücken in den Fokus, und uns wird die soziale Dimension, die das mit sich bringt, bewusst. Direkt etwas dagegen tun können Kunden nicht, aber sie können beim Einkauf auf Fairness achten. Die Moral kauft also mit ein? Ja, bei Fair-Trade-Produkten kauft man ein gutes Gewissen mit. Wenn die Menschen zu zertifizierten Waren greifen, spielt der Gedanke eine Rolle, die Welt ein bisschen zu verbessern. Das entspricht dem gesteigerten Wertesinn. Es ist noch gar nicht lange her, dass Kunden mit dem Geiz-Gedanken in die Geschäfte gelockt wurden.

Foto: promo, IFH Köln

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verkauft und Pullover, Teppiche und Fußbälle, Bonbons und Wein, Blumen, Schmuck und vieles mehr. Insgesamt bieten 33 000 Geschäfte und 800 Weltläden deutschlandweit circa 10 000 Produkte aus fairem Handel an. Das klingt zunächst beeindruckend, dennoch „handelt es sich immer noch um einen Nischenmarkt“, sagt Falk. Er glaubt, dass dies noch eine Zeitlang so bleiben werde. Der Marktanteil fair gehandelter Produkte liegt hierzulande in der Tat nicht einmal bei zwei Prozent. Verglichen mit der Schweiz, wo etwa jede zweite verkaufte Banane aus fairem Handel stammt, oder Großbritannien, wo einzelne Fair-Trade-Produktsparten Marktanteile von bis zu 30 Prozent erreichen, ist das wenig. Doch das Handelsvolumen allein entscheidet nicht über die Bedeutung von Fair Trade. Findet jedenfalls Dieter Overath. In Sachen Präsenz und Aufmerksamkeit zum Beispiel sieht der Geschäftsführer von Fair Trade Deutschland seinen Bereich schon seit einer ganzen Weile „in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Bis auf Aldi Nord verkaufen inzwischen alle größeren Handelsketten Fair-Trade-Produkte“. Einige Unternehmen wie Lidl oder Rewe haben den Trend zum System gemacht und bieten nun sogar Eigenmarken an. Das unter dem Namen „Fairglobe“ firmierende Sortiment von Lidl etwa beinhaltet Orangensaft, verschiedene Kaffeevarianten, Reis und Cookies – und hat nach Angaben des Discounters „in den vergangenen Jahre eine zufriedenstellende Entwicklung genommen“. Es hat viel mit der Verbreitung in den Supermärkten dieses Landes tun, dass das Geschäft mit der Gerechtigkeit in Deutschland immer besser funktioniert und dass es, glaubt man den Experten, ein enormes Wachstumspotenzial besitzt: Je mehr fair gehandelte Artikel sich in den Regalen tummeln, desto mehr werden verkauft. Irgendwie logisch. Allerdings ist der Boom der Fair-Trade-Branche auch auf eine „Sensibilisierung der Verbraucher“ zurückzuführen, wie Dieter Overath von Fair-Trade-Deutschland es ausdrückt. Die Konsumenten berücksichtigen beim Einkauf eben zunehmend Faktoren wie Herkunft, Qualität und Plausibilität. Ein T-Shirt für 1,99 Euro? Kaum vorzustellen, wie das unter seriösen Arbeitsbedingungen gefertigt werden soll. Dass viele Bürger trotzdem noch zur konventionell produzierten und damit zur Billigware greifen, erklärt Overath mit dem Preisbewusstsein: In anderen Ländern seien die Lebenshaltungskosten viel höher als hier, da zahle man

Foto: ddp/Montage: A.Bauer

Von Katrin Schulze ie Weihnachtskugeln sind mundgeblasen und aus Ägypten, die Krippen kommen aus Peru und die Adventskerzen, die Claudia Strauß verkauft, hat sie aus Südafrika. Los wird die Inhaberin des Weltladens in Prenzlauer Berg so wenige Wochen vor dem Fest jede Menge ihrer weihnachtlichen Waren. Überhaupt läuft es prächtig im „kleinen Fair-Trade-Kaufhaus“, wie Strauß ihren Laden nennt. Dreieinhalb Jahre leitet sie das Geschäft nun schon und seither, sagt sie, sei das Interesse an den Produkten immer größer geworden; der Umsatz auch. Was Claudia Strauß im Berliner Osten erlebt, lässt sich auf ganz Deutschland übertragen. Kaum eine Branche wächst so rasant wie das Geschäft mit den Produkten für eine bessere Welt. 340 Millionen Euro gaben die Deut-

Bettina Willmann ist Psychologin und beschäftigt sich als Bereichsleiterin am Institut für Handelsforschung in Köln unter anderem mit dem Konsumverhalten.

Der Trend geht zurück zum Ursprünglichen, zu den klassischen Unternehmertugenden: Zuverlässigkeit, Qualität, Ehrlichkeit. Unsere Umfragen haben ergeben, dass inzwischen neun von zehn Deutschen etwas mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ anfangen können. Und über die Hälfte beim Einkauf versucht, auf nachhaltige Produkte zu achten. Dennoch kommen fair gehandelte Produkte in Deutschland insgesamt nur auf einen Marktanteil von knapp zwei Prozent. Nicht alle, die Fair Trade befürworten, kaufen die angebotenen Produkte auch. Es geht darum, dass Verbraucher die Wahl haben. Dass ihnen die Möglichkeit gegeben wird, zwischen konventionellen und fair gehandelten Waren zu entscheiden. Was bedeutet das für die Unternehmen? In Zukunft werden wahrscheinlich immer mehr ihre Produkte fair herstellen – für ihr Image ist das wichtig, aber auch fürs Geschäft. Denn die Menschen in Deutschland sind gegenüber Anbietern durchaus boykottbereit. — Das Gespräch führte Katrin Schulze

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4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

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Schutz vor Blitz, Schatten und Flaute Versicherer entdecken die erneuerbaren Energien. Sie erfinden lauter neue Policen Von Kevin P. Hoffmann Berlin - Während Politiker aus 192 Ländern dieser Tage im südafrikanischen Durban – bisher ohne Erfolg – um ein neues Klimaschutzabkommen ringen, schafft die Wirtschaft Fakten: Weltweit werden immer mehr Windparks, Solarkraftwerke und Biomasseanlagen installiert. Schuldenkrise hin oder her. Anlagenhersteller machen steigende Umsätze, Konzerne wie Siemens mehrere Milliarden Euro im Jahr. Das Geschäft mit Ressourcen- und klimaschonender Energieerzeugung ist mittlerweile so groß, dass auch die Versicherungswirtschaft Gefallen daran gefunden hat und immer neue Produkte entwickelt. Zunächst kamen klassische Policen auf den Markt, die im Schadensfall greifen. Anbieter lassen dabei manches Risiko größer erscheinen, als es ist. Typisch Assekuranz eben. Große Zahlen sollen schocken: So listet etwa die Ergo-Versicherung in einem Prospekt angeblich echte Schadenfälle auf: „In den Rotor einer Windenergieanlage schlug der Blitz ein. Die Gondel brannte total aus: Schaden 750 000 Euro“, heißt es da. In einem Biomassekraftwerk sei es infolge eines Bedienungsfehlers zu einem Turbinenschaden gekommen: 230 000 Euro. Bei Ergos Muttergesellschaft Munich Re ist man mindestens einen Schritt weiANZEIGE

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ter: Dort hat man Modelle entwickelt, von denen Kunden profitieren können – ohne dass erst der Blitz einschlagen muss. Ein Prinzip dahinter lautet: Auch die Zeit nagt an den Anlagen. In diesem Sinne hat der weltgrößte Rückversicherungskonzern Ende Juli zum Beispiel einen Vertrag mit dem japanischen Unternehmen Solar Frontier geschlossen, dem größten Hersteller von Dünnschicht-Modulen. Die Münchner sichern die langjährige Leistungsgarantie ab, die Solar Frontier seinen Kunden weltweit gewährt. Letztere, das sind Betreiber oder Investoren von Solarparks, kön-

nen sich nun sicher sein, dass sie eine Entschädigung erhalten, sollten die Module doch früher als gedacht festgelegte Leistungsschwellen unterschreiten. Man verhelfe den Anlagenherstellern zu einem finanziellen Vorteil, sagt Thomas Blunck, der im Munich-Re-Vorstand für dieses junge Geschäftsfeld verantwortlich ist. Diese müssten sonst für ihre Leistungsgarantie, die meist 20 bis 25 Jahre wirksam sei, eine Rückstellung in der Bilanz bilden. „Wenn wir das Risiko übernehmen, kann der Hersteller seine Bilanz unter gewissen Umständen entlasten. Das setzt Kapital frei und erlaubt es den Herstellern, dieses für Wachstum einzusetzen“, sagt Blunck. Gerade besonders ehrgeizige Projekte könnten ohne derartigen Versicherungsschutz gar nicht realisiert werden. So hat der amerikanische IndusBlunck trieversicherer Marsh, der in 100 Ländern tätig ist, in diesem Jahr den Aufbau und Betrieb des Offshore-Windparks Global Tech I abgesichert. Mehr als zwei Jahre hatten die Marsh-Experten das Projekt geprüft und begleitet, bei dem im kommenden Jahr 80 Windräder 180 Kilometer vor Bremen in 40 Meter tiefer Nordsee aufgestellt werden sollen. Ohne den Vertrag hätte kein Investor grünes Licht gegeben. Neben den bereits existierenden Angeboten für Absicherungen gegen Schäden durch Naturgewalten und nachlassende technische Performance, könnte bald eine ganz neuartige Versicherung dazukommen: Konkret arbeitet die Munich Re an einem Schutz vor Windflauten oder länger ausbleibendem Sonnenschein: „Tatsächlich können wir ziemlich gut modellieren, wie viel Wind es in bestimmten Zonen gibt. Dieses Wissen können wir Kunden auch als Dienstleistung bereitstellen und sie dann dagegen absichern, sollte dort in einem Jahr mal nicht so viel Wind wehen“, sagt Blunck. Ab kommendem Jahr wolle man derartige Produkte auch vermarkten. Blunck glaubt, dass die Munich Re mit diesen neuen Policen, die über den bekannten Schutz vor Sachschäden hinausgehen, im gesamten Segmenten der Erneuerbaren in etwa vier bis fünf Jahren einen Umsatz im mittleren dreistelligen Millionenbereich erwirtschaften kann. „Im Verhältnis zu unserem gesamten Prämienvolumen ist das noch nicht so viel, aber es hat eine strategisch wichtige Bedeutung, weil es ermöglicht, Kunden im Bereich der erneuerbaren Energien auch weitere Produkte zu verkaufen“, sagt er. Auf Herstellerseite sieht er diese derzeit vor allem in Deutschland, Frankreich, China, Japan und den USA. Aber auch Brasilien, das zunehmend auf Erneuerbare setzt, werde als Markt interessant. Grüne Energietechnik kommt – mit oder ohne Klimaschutzabkommen. Dennoch hoffen Versicherer, dass sich die Staaten einigen und der Klimawandel gebremst werden kann. Denn gelingt das nicht und nimmt die Heftigkeit von Unwettern weiter zu, ist nicht Rost am Windrad das größte Problem, sondern doch der Blitz. Und das kann teuer werden – nicht nur für Munich Res Tochter Ergo.

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28.09. – 19.10.12 (21 Tage)

Tag 28.09. 29.09. 30.09. 01.10. 02.10. 03.10. 04.10. 05.10. 06.10. 07.10. 08.10. 09.10. 10.10. 11.10. 12.10. 13.10. 14.10. 15.10. 16.10. 17.10. 18.10. 19.10.

Hafen Ank. Abf. Bremerhaven - 19:00 Urlaub auf See Urlaub auf See Urlaub auf See Lissabon / Portugal 08:00 14:00 Urlaub auf See Las Palmas / Gran Canaria / Spanien 10:00 20:00 Puerto de la Estaca / El Hierro / Spanien 07:00 14:00 Urlaub auf See Mindelo / São Vicente / Kapverdische Inseln 13:00 20:00 Praia (São Tiago) / Kapverdische Inseln 07:00 13:00 Urlaub auf See Urlaub auf See Urlaub auf See Äquatorüberquerung Belém / Brasilien 08:00 16:00 Kreuzen im Amazonas-Delta Santana (Macapá) / Brasil. -nachmittagsKreuzen auf dem Amazonas Santarém / Brasilien -nachmittagsBoca da Valeria / Brasilien -ganztagsParintins / Brasilien -vormittagsManaus / Brasilien 08:00 Manaus / Brasilien -

19.10. – 08.11.2012 (20 Tage)

Amazonas

Reise 2: 19.10. – 08.11.12 Tag 19.10. 20.10. 21.10. 22.10. 23.10. 24.10. 25.10. 26.10. 27.10. 28.10. 29.10. 30.10. 31.10. 01.11. 02.11. 03.11. 04.11. 05.11. 06.11. 07.11. 08.11.

Martinique

Hafen Ank. Abf. Manaus / Brasilien Manaus / Brasilien - 19:00 Kreuzen auf dem Amazonas Parintins / Brasilien -nachmittagsAlter do Chão / Brasilien -vormittagsSantarém / Brasilien -nachmittagsCurua Uma / Brasilien -vormittagsPrainha / Amazonas / Brasil. -nachmittagsKreuzen auf dem Jari-Fluß Kreuzen auf dem Amazonas Santana (Macapá) / Brasil. -nachmittagsÄquatorüberquerung Teufelsinsel / Franz. Guayana 07:00 14:00 Erholung auf See Kreuzen im Orinoco-Delta Ciudad Guayana / Venezuela 13:00 Ciudad Guayana / Venezuela - 14:00 Kreuzen im Orinoco-Delta Scarborough / Tobago 12:00 21:00 Bridgetown / Barbados 08:00 18:00 Roseau/Dominica 08:00 18:00 Fort-de-France / Martinique 08:00 18:00 Castries / St.Lucia 08:00 18:00 Kingstown / St. Vincent 07:00 13:00 Bequia / Grenadinen 14:30 24:00 St. George‘s / Grenada 07:00 18:00 El Guamache / Isla Margarita 07:00 14:00 La Guaira / Venezuela 08:00 24:00

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Hoffentlich gut versichert. Wenn der Blitz in eine Windenergieanlage Foto: dpa/pa einschlägt, kann das teuer werden.

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C

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Solch eine Börsenwoche haben sich Händler und Anleger seit langem wieder einmal gewünscht. Um mehr als 12 Prozent hat der Deutsche Aktienindex Dax in der abgelaufenen Woche zugelegt, von knapp 5500 ging es auf zeitweise mehr als 6100 Punkte nach oben. Vor fast allen Werten stehen dicke Pluszeichen, sogar bei den Finanztiteln. Auslöser für den erstaunlichen Umschwung waren am Mittwoch die Notenbanken der wichtigsten Industrieländer, die den klammen Banken jetzt Dollar fast zum Nulltarif bereitstellen. Die Politik kommt bei der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise aber nach wie vor nur in Trippelschritten voran. Börsianer und Anleger hoffen jetzt auf den EU-Gipfel in der neuen Woche. Ein wenig Zuversicht scheint allerdings zu keimen. Das zeigen nicht nur die Kurse, das belegen auch die leicht sinkenden Renditen der Anleihen der Euro-Krisenstaaten. Joachim Goldberg von der Analysefirma Cognitrend will eine Aufhellung der Stimmung bei großen institutionellen Investoren erkennen. „Sie hat sich auf den höchsten Stand seit zehn Wochen verbessert.“ Viele Experten trauen dem Braten aber weiter nicht. „Aktieninvestoren sollten eher defensiv aufgestellt bleiben“, rät Jens Herdack von der Weberbank. Gunnar Hamann von der Commerzbank verweist auf die schwächere Konjunktur und auf den fallenden Gewinntrend der Unternehmen. Deshalb werde der Dax vorerst „in einer volatilen Seitwärtsbewegung verharren“. Wie hoch die Unsicherheit ist, dokumentiert die Spannweite der Prognosen. Daniel Zindstein vom Finanzdienstleister Gecam rechnet jetzt zumindest mit einem versöhnlichen Jahresende. Mittlerweile wagen sich auch die richtigen Optimisten wieder aus der Deckung. „8000 Punkte sind ab sofort das Ziel für den Dax“, schreibt der Analyst Wieland Staud.

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Klimakonferenz bisher ohne Fortschritt Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Erwartungen an die Weltklimakonferenz im südafrikanischen Durban gedämpft. „Wir wissen, dass die Schwellenländer zurzeit nicht bereit sind, bindende Reduktionsverpflichtungen im Bereich der CO2-Emission einzugehen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Podcast. Auch bei der wichtigen Frage der Verlängerung des Kyoto-Protokolls seien leider keine Fortschritte zu erwarten. Vorankommen könne man in Durban aber bei der Finanzierung bestimmter Umweltschutzprojekten. „Es geht darum, dass das Waldmanagement auf der Welt verbessert wird“, sagte sie. Denn Wälder seien wichtige Speicher für Kohlendioxid. Merkel drängte zugleich auf einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze in Deutschland, um die angestrebte Energiewende ohne Kanzlerin Atomstrom zu bedringt auf wältigen. „Wir müssen darauf achten, schnellen dass die erneuerbaAusbau der ren Energien auch wirklich dort ankomStromnetze men, wo sie gebraucht werden. Und das bedeutet neue Infrastruktur“, sagte Merkel. Sie fordere alle Menschen auf, den Ausbau dieser Infrastruktur nicht zu verhindern. Auf dem Weltklimagipfel verhandeln seit Montag Vertreter von rund 200 Staaten über Wege zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase. Mit einem Durchbruch wird kaum noch gerechnet. Nach dem Scheitern in Kopenhagen 2009 und den kleinen Fortschritten im mexikanischen Cancun im vergangenen Jahr setzt die Europäische Union nun zumindest auf einen Fahrplan für ein Abkommen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland forderte die Industriestaaten auf, mit gutem Beispiel voranzugehen. „Die Industriestaaten müssen endlich Farbe bekennen und konkrete Ziele zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen zusagen“, betonte Ann-Kathrin Schneider, Beobachterin für den BUND in Durban. Bundesumweltminister Norbert Röttgen solle nach seinem Eintreffen in Durban Deutschland und die EU stärker als Klimaschutz-Vorreiter zu profilieren, mahnte auch der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Deutschland und die EU müssten das politische Mikado beenden und sich ohne Wenn und Aber für die Fortführung des Kyoto-Abkommens nach 2012 einsetzen. Ein lediglich rhetorisches Bekenntnis zu Kyoto dürfe nicht das Ziel von Durban sein. hej/rtr — Auf Seite 23 lesen Sie heute, wie die Versicherer Windparks und Solaranlagen versichern. Auf der Verbraucherseite am Montag sagen wir Ihnen, wie jeder von uns Energie und Geld sparen kann

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NACHRICHTEN

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RWE streicht 8000 Stellen Düsseldorf/Essen - Beim Essener Energiekonzern RWE steht ein deutlicher Personalabbau bevor. Mehr als 8000 der weltweit 72 000 Stellen sollen nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ wegfallen. RWE-Sprecher Volker Heck bestätigte am Samstag den Stellenabbau, ohne Zahlen zu nennen. RWE will bis Ende 2013 Beteiligungen mit einem Volumen von elf Milliarden Euro verkaufen. dpa

Obi übernimmt Praktiker-Märkte Düsseldorf/Kirkel Die Baumarkt-Kette Obi übernimmt einige Standorte des Konkurrenten Praktiker. Es gebe Interesse an einzelnen Märkten, sagte der Chef der Obi-Mutter Tengelmann, Karl-Erivan Haub, der „Wirtschaftswoche“. „Inzwischen haben wir die ersten Abschlüsse für einige Standorte“, so Haub. An der gänzlichen Übernahme des Konkurrenten habe Tengelmann aber kein Interesse. Praktiker schreibt seit geraumer Zeit rote Zahlen. dpa

Zigaretten werden teurer Berlin - Zigaretten werden zum Jahreswechsel deutlich teurer. Wie die „Bild"-Zeitung am Samstag unter Berufung auf die Tabakindustrie berichtete, wollen mehrere Hersteller 10 Cent pro Schachtel aufschlagen. Die Standardpackung koste somit künftig fünf Euro. Feinschnittprodukte zum Selberdrehen und -stopfen sollen sogar bis zu zehn Prozent teurer werden. British American Tobacco (HB, Prince) wolle sich vorerst nicht an der Preisrunde beteiligen. AFP

Volles Rohr Nur wenn Europa alle Kräfte mobilisiert, ist die Einheitswährung noch zu retten. Drei Szenarien für die Zukunft des Euro Von Carsten Brönstrup Berlin - Der 9. Dezember ist in der Weltgeschichte kein unbedeutendes Datum. 1872 wird an diesem Tag erstmals ein Afroamerikaner Gouverneur in einem US-Bundesstaat. 1982 läuft der Film „E.T.“ in den deutschen Kinos an. 1987 beginnt die Intifada in den Palästinenser-Gebieten. 1990 gewinnt Lech Walesa die Präsidentenwahl in Polen. Der 9. Dezember 2011 könnte als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem das Schicksal des Euro besiegelt wurde. Noch ist für das Treffen der 27 EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel alles möglich – ein spektakuläres Scheitern ebenso wie ein strahlender Neuanfang. Fieberhaft arbeiten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Amtskollegen in diesen Tagen an einer Lösung der Schuldenkrise. Der Erfolg ist ungewiss. Drei Entwicklungen sind denkbar für die Zukunft des Geldes und die Einigung Europas. SZENARIO EINS: KLEINE MÜNZE Angela Merkel ahnte es bereits. „Es gibt keine einfachen und schnellen Lösungen“, rief sie vergangenen Freitag im Bundestag. Es gelingt der Kanzlerin trotz Verhandlungen bis tief in die Nacht nicht, Europa in Brüssel auf eine strenge Anti-Schulden-Politik einzuschwören. Nur zu einem wolkigen Bekenntnis zu sparsamerem Haushalten und mehr wirtschaftspolitischer Koordinierung kann sich der Gipfel durchringen, mehr verhindern die angeschlagenen Staaten. Die Finanzminister werden beauftragt, die strittigen Fragen zu klären. „Ein Déjà-vu“, stöhnt hinterher der mächtige Spekulant George Soros. „Die Europäer starten ihre Gipfel stets als Tiger und landen als Bettvorleger.“ Zwar beginnt der Rettungsfonds EFSF nach dem Treffen endlich,Anleihen Italiens undSpaniens aufzukaufen, und die Schuldenländer kündigen weitere Reformen an. Doch die Investoren sind nicht überzeugt: Die

Risikoaufschläge für die Staatsanleihen Italiens, Spaniens und auch Frankreichs steigen nach einer kurzen Verschnaufpause wieder, die Europäische Zentralbank (EZB) ist aber nicht bereit, unbegrenzt Schuldverschreibungen zu kaufen, um die Regierungen zu stützen. Im Februar wird ein neuer EU-Gipfelangesetzt – diesesMalunter Beteiligung Chinas und Russlands, die sich bereit erklären, Europa mit viel Geld unter die Arme zu greifen. Als Hu Jintao und Wladimir Putin in Belgiens Hauptstadt eintreffen, können sie vor Kraft kaum laufen. SZENARIO ZWEI: DER EKLAT Schon beim Essen am Vorabend des Gipfels zeichnet sich ab: Europa tut sich schwer mit einer einheitlichen Linie. Im Sitzungssaal wird es dann zur Gewissheit. Die Südeuropäer wollen sich für ihre Schuldenpolitik nicht vor Gericht zerren oder automatisch bestrafen lassen. Viele Regierungschefs lassen erkennen, dass sie ihren Wählern daheim keine weiteren Sparrunden zumuten wollen. Im Gegenzug bleibt Merkel in Sachen Euro-Bonds stur. Mario Monti und Lucas Papademos, die Regierungschefs Italiens und Griechenlands, verlassen den Gipfel vorzeitig. Am Montag gehen die Börsen rund um den Globus auf Talfahrt. Die Renditen für spanische und italienische Bonds streben Richtung zehn Prozent, der Euro-Kurs stürzt ab. US-Finanzminister Tim Geithner legt den heimischen Banken nahe, Aktien und Anleihen aus Europa abzustoßen. Wenig später geraten Commerzbank und Société Générale in Schieflage und müssen vom Staat gerettet werden. Die FDP sperrt sich im Parlament gegen neue Hilfspakete, die Bundesregierung ist am Ende.

Rettung per Bazooka. Nur größtmögliche Feuerkraft dürfte die Finanzmärkte noch beeindrucken. Foto: Cinetext

gen, die Leute wollen sich ihre Euro-Scheine mit fälschungssicherer magnetischer Tinte und dem Signet „DM“ stempeln lassen. Ein Jahr später werden die neuen D-Mark-Scheine ausgegeben, illustriert mit Brandenburger Tor und Hamburger Michel. „Scheitert der Euro, scheitert Europa“, hat Angela Merkel schon 2010 gewarnt. Sie behält recht. SZENARIO 3: ANGELA BISMARCK „Europa hat heute bewiesen, dass es vollständig handlungsfähig ist“, strahlt Merkel nach einer langen Brüsseler Verhandlungsnacht. Sie sagt es nicht, aber alle wissen: Deutschland hat sich auf ganzer Linie durchgesetzt. Alle Euro-Staaten verpflichten sich, eine Schuldenbremse in ihre Verfassung aufzunehmen und ihre Verbindlichkeiten binnen 20 Jahren deutlich zu reduzieren. Wer zu viele Schulden aufnimmt, bekommt es künftig mit einem Sparkommissar aus Brüssel zu tun. Dazu schließen die Euro-Länder gesonderte Verträge. Nicolas Sarkozy lässt sich als Retter des Euro feiern, weil er Merkel den teilweisen Schuldenverzicht der Privatbanken abgeschwatzt hat. „Ein einfaches Tauschgeschäft“, soll er gegrinst haben. Die Juristen brauchen allerdings noch ein paar Wochen, um die Details zu verhandeln. Bis dahin weiten EZB, EFSF und IWF ihre Anleihekäufe aus, um die Schuldzinsen zu drücken. Zusätzlich willigt Merkel inEuro-Bondsein, die allerdings auf zehn Jahre begrenzt sind. Kurssprünge anden Märkten sind dieFolge, allmählichfassen auchdieUnternehmer wieder Zuversicht. 2014 ist die Verschuldung auf dem Kontinent bereits spürbar gesunken. Und 2016 beantragt Großbritannien die Aufnahme in die Euro-Zone.

Weil immer mehr Griechen und Portugiesen ihr Erspartes außer Landes bringen, erklären die Regierungen am darauffolgenden Sonntag kurzerhand die Wiedereinführung von Escudo und Drachme. Merkel und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble versichern im Fernsehen abermals, das Geld der Sparer sei sicher. Die deutsche Wirtschaft holt ihre Notfallpläne für ein Euro-Ende aus der Schublade und streicht Zehntausende Jobs. Auf einem EU-Sondergipfel wird das Ende der Währungsunion offiziell besiegelt. Vor den deutschen Landeszentralbanken bilden sich lange Schlan-

Schärfere Gesetze gegen unseriöse Geldeintreiber Justizministerin geht gegen Inkassodienste vor Berlin - Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will mit schärferen Gesetzen gegen unseriöse Inkasso-Unternehmen vorgehen. Das geht aus einem Eckpunktepapier vor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Geplant sind danach vor allem drei Schritte: eine Deckelung der Inkassogebühren, eine bessere Transparenz über die Forderungen, die eingezogen werden sollen, und erweiterte Sanktionsmöglichkeiten der Aufsichtsbehörden gegen unseriöse Firmen. „Die Beschwerden über unseriöse Methoden einiger Inkassounternehmen reißen nicht ab“, heißt es in dem Papier. Verbraucherschützer prangen schon seit längerem die Methoden unseriöser Geldeintreiber an, die Verbraucher so einschüchtern, dass sie selbst für unberechtigte Forderungen zahlen. Zudem würden die Inkassounternehmen ihre Kosten nach Gutsherrenart festsetzen, kritisieren sie.

Foto: dapd

Merkel: Durban wird kein Erfolg

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Die Ministerin will die Verbraucher besser schützen

Für ihre Dienste würden die Firmen viel zu hohe Gebühren verlangen und so die Kosten für die Verbraucher in die Höhe treiben. Die Aufsicht, so beklagt der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV), könne diesem Geschäftsgebaren kaum etwas entgegen setzen. Mit ihrer Gesetzesinitiative nimmt Leutheusser-Schnarrenberger jetzt die Kritik der Verbraucherschützer auf. Sie will verhindern, dass die Inkassounternehmen die Verbraucher über Gebühr schröpfen. Stattdessen will die FDP-Politikerin eine „einfache und transparente Kostenerstattungsregelung“ schaffen, „die jeden Verbraucher sofort erkennen lässt, bis zu welcher Höhe er die Vergütung des Inkassounternehmens zu erstatten hat“, heißt es in dem Eckpunktepapier. Die bisher geltende Regelung, wonach sich die Inkassogebühren an der gesetzlichen Rechtsanwaltsvergütung orientiert, habe sich in der Praxis nicht be-

währt, räumt das Ministerium ein. In den Fällen des Masseninkassos habe dieser Grundsatz häufig zu „objektiv überhöhten Inkassokosten“ geführt. Wie hoch die Inkassosätze in Zukunft sein sollen, will Leutheusser-Schnarrenberger nun mit den betroffenen Unternehmen, den Berufsverbänden und Verbraucherzentralen abstimmen. Verbraucher sollen zudem künftig genau erfahren, für wen und was sie eigentlich zahlen sollen. In den Schreiben sollen die Inkassounternehmen künftig Namen und Anschrift des Gläubigers nennen müssen, den Grund der Forderung sowie den Zeitpunkt und die Fälligkeit ihres Entstehens. Auslagen etwa für Fahrtkosten oder die Ermittlung der Anschrift sollen übersichtlich und verständlich aufgelistet werden müssen, in Rechnung gestellte Zinsen müssen begründet werden. Um durchzusetzen, dass sich alle Inkassounternehmen an die neuen Vorschriften halten, sollen die Aufsichtsbehörden mehr Sanktionsmöglichkeiten erhalten. Bislang können sie Fehlverhalten nur mit einem Widerruf der Registrierung ahnden. Das setzt jedoch erhebliche Rechtsverstöße voraus und wird daher in der Praxis selten genutzt. Künftig soll den Aufsichtsbehörden daher auch die „Verhängung empfindlicher Bußgelder“ gegen unseriös arbeitende Inkassounternehmen ermöglicht werden. Bei den Verbraucherzentralen häufen sich die Beschwerden von Verbrauchern über die Praktiken unseriöser Inkassodienste. 3700 Fälle hatten die Verbraucherschützer in einer Studie ausgewertet, die VZBV-Chef Gerd Billen am Donnerstag vorgestellt hatte. Danach waren 99 Prozent der Forderungen, die von den Inkassodiensten eingetrieben werden sollten, entweder völlig unberechtigt oder es war auf Nachfrage unklar geblieben, ob der Anspruch besteht. Ein Großteil der Forderungen gründete sich auf Internet-Abos oder Verträge, die Verbrauchern am Telefon untergeschoben worden waren. Auch gegen solche Praktiken will die Bundesregierung vorgehen. Im Internetbereich sollen Firmen verpflichtet werden, ihre Kunden deutlich auf die Kosten eines Angebots hinzuweisen. Ein Vertrag soll erst dann zustande kommen, wenn Verbraucher ausdrücklich bestätigen, dass sie den Kostenhinweis gesehen haben (Button-Lösung). Heike Jahberg

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Die Wahrheit der Bilder Moskau: Viele Zuschauer für Chodorkowskij-Film Kurz vor 19 Uhr herrscht großes Gedränge im prächtigen Kino „Chudoschestwenny“ am Moskauer Gartenring. Die große Frage lautet: Ist es möglich, im System Putin einen Film zu zeigen, der den Nochpremier und Baldwiederpräsidenten offen attackiert? Der Film handelt vom Oligarchen Michail Chodorkowskij, der kurz davor stand, der reichste Mensch auf Erden zu werden und dessen politische Ambitionen im russischen Gefängnis endeten, wo er wohl auch bleiben wird, solange Putin an der Macht ist. Schon vor seiner Premiere auf der diesjährigen Berlinalemachte der Film des DoANZEIGE

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kumentarfilmers Cyril Tuschi Schlagzeilen. Tage vor der Aufführung wurde in Tuschis Berliner Büro eingebrochen, Medien mutmaßten, der russische Geheimdienst stecke dahinter. Am Ende war es ein ganz gewöhnlicher Einbruch. Nun feiert „Chodorkowskij“ Russland-Premiere auf einem Dokumentarfilm-Festival, und derSaalist überfüllt. Dass derFilmin Russland einen Verleih finden würde, konnte sich kaum jemand vorstellen. Trotzdem kam es so, doch nun verkündete Verleihchefin Olga Papernaja, dass die meisten Kinos, die interessiert gewesen seien, nun abgesagt hätten. Die Zeitung „Kommersant“ vermutete, politischer Druck habe verhindern sollen, dass der Film drei Tage vor den Parlamentswahlen anlaufe. Am Donnerstag ist „Chodorkowskij“ in zehn Kinos in sieben russischen Großstädten angelaufen, mindestens sechs Kinos folgen noch. Papernaja sagte bei der Premiere mit Genugtuung: „Manche Kinos bedauern jetzt schon, dass sie den Film nicht ins Programm genommen haben.“ Anna Pendrakowskaja, Direktorin des Kinobetreibers „Moskino“, bestreitet jeden politischen Einfluss auf ihre Entscheidung, den Film nicht zu zeigen, „Der Verleiher hat uns keine Möglichkeit gegeben, den Film zu sehen, bevor wir ihn ins Programm nehmen konnten.“ „Chodorkowskij“ gilt als „verbotene Frucht“, ein Etikett, das demFilm nutzt. NailChabibullin, stellvertretender Direktor des Multiplex-Kinos „Metschta“ in der tatarischen Millionenstadt Kasan, hat sich erst am Montag entschieden, den Film zu zeigen. „Unsere Zuschauer haben unszuletzt ständig nach dem Film gefragt“, erzählt er. Am Donnerstag waren bei der ersten Vorstellung 35 von 120 Plätzen seines Kinos besetzt, laut Chabibullin „nicht schlecht“ für einen Wochentag. Für das Wochenende erwartet er ein volles Haus. Er würde sich aber nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen das Telefon klingelt, und ein Mitarbeiter des Kulturministeriums entrüstet fragt, warum sie diesen Film zeigen. Denn der Film habe bei den Menschen einen eindeutigen Ruf: „Sie fragen an den Kassen: Ist das wirklich dieser Film, der gegen die Regierung ist?“ Ein Kassenschlager wird „Chodorkowskij“ kaum werden, aber welcher Dokumentarfilm hat in Deutschland zuletzt die Kinos gefüllt? Für Russen bringt der Film ohnehin wenig Neues. Wer sich für Chodorkowskij interessiert, konnte sich bereits im Internet und in Zeitschriften ANZEIGE

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ein Bild machen. Neu ist die naive Ehrlichkeit, mit der sich Cyril Tuschi Chodorkowskij nähert. „Wer bezahlt euch?“, bekam Tuschi zu hören, egal ob er zu Freunden oder Feinden des Oligarchen kam. In einem Land, in dem Journalisten allzu oft Auftragsarbeiter sind, ist es ein kaum vorstellbarer Luxus, nicht auf einer Seite zu stehen. „Nichts Neues“, sah auch Oppositionspolitiker Wladimir Ryschkow, der bei der Premiere im Moskauer Kino saß. „Aber es ist alles wahr.“ Tuschi hetzt von einem Mikrofon zum nächsten. Als er 2005 mit den Dreharbeiten begann, interessierte sich niemand für Chodorkowskij. Jetzt habe sich die Stimmung geändert. „Die Menschen im Kino lachen über Putin. Es ist, als ob des Kaisers Kleider weg wären.“ Moritz Gathmann

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Sie gehören zu uns Eine Gesellschaft, die Extremtäter wie die Zwickauer Neonazis oder Anders Breivik für gestört hält, macht es sich zu einfach Von Caroline Fetscher Nur der Zufall wollte es, dass Michael Buchholz, Sozialwissenschaftler und Psychologe an der Universität Göttingen, an diesem Tag mit anderen Urlaubern in Norwegen unterwegs war. Sie waren am 22. Juni 2011 keine vierzig Kilometer von der Insel Utøya entfernt, auf der gerade ein Massenmörder zur Exekution von jugendlichen Sozialdemokraten aufgetaucht war. Im Autoradio hörten die Urlauber schon kurz nach den ersten Meldungen zur Tat, es handle sich um einen Einzeltäter. Für den Wissenschaftler, der sich unter anderem mit gewalttätigen Inhaftierten auseinandergesetzt hat, gehören solche Einschätzungen zu den typischen Formen gesellschaftlicher Abwehr. Man will nicht wahrhaben, dass eine Gruppe – wie jetzt das sogenannte „Nazi-Trio“ – Unterstützer, Sympathisanten hat, dass sie zu einem sozialen Netzwerk gehört und damit potenziell mit „uns anderen“ verknüpft wäre. Doch weder Tatmotiv noch Tatlegitimation entstehen im gesellschaftlichen Vakuum. „Auch ein Breivik“, so Buchholz, „muss ein Umfeld ideologischer Art besessen haben, für das er Texte ins Internet stellte, über das er mit Waffen und Sprengstoff versorgt worden sein muss. Umso bemerkenswerter, dass in den norwegischen Medien bereits weANZEIGE

nige Stunden nach der Tat die Meldung verbreitet wurde, er sei Einzeltäter. Das konnte niemand zu diesem Zeitpunkt mit Sicherheit wissen.“ Jetzt haben forensische Psychiater in Norwegen den Massenmörder für schuldunfähig erklärt. Breivik reagierte empört: Die Gutachter hätten „nicht genügend Ahnung von politischen Ideologien“. Ist er verrückt? Michael Buchholz gehört zu den Fachleuten, die solche Diagnosen für problematisch halten. Wie „gestörtes Verhalten“ definiert werde, das könne „insgesamt weniger durch präzise Diagnostik beantwortet werden – vielen Beobachtern der psychiatrischen Diagnosesys-

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NACHRICHTEN

teme fällt auf, wie sehr sich darin moralische Bewertungen im Mantel der Diagnostik durchsetzen.“ Selbstverständlich wird ein Sozialpsychologe die Gutachten über Breivik, die bei der Osloer Staatsanwaltschaft unter Verschluss lagern, nicht anzweifeln, solange er sie nicht gesehen hat. Zweifel haben aber immer mehr Wissenschaftler wie er, die in der Tradition von Freud und Foucault stehen, an dem Trend, angesichts solcher Täter pauschale Ursachen parat zu haben, geliefert von Neurowissenschaftlern, Psychoanalytikern, Gehirnforschern oder der Religion. Schuld seien die Gene, oder die Kindheit, oder das Gehirn oder aber „das Böse“. Solche Determinismen, warnt Buchholz, „fungieren als unsere modernen, abstrakten Sündenböcke.“ Sie „liefern Gründe und Abgründe, und befreien von der Last der Verantwortlichkeit, die wir akzeptieren müssen, wenn wir die Freiheiten in Anspruch nehmen, die uns moderne, demokratische Gesellschaften gewähren.“ Nach der Logik des „der Täter kann nichts dafür“ ließen sich in der Tat ganze Großgruppen, die im ethnischen oder religiösen Furor an massenhaftem Morden und Ausgrenzen „Anderer“ teilhaben, in Psychiatrien unterbringen. Wie sehr sich gewalttätige Straftäter selber aber inzwischen Erklärungsmodelle angeeignet haben, mit denen sie ihre Taten rechtfertigen oder bagatellisieren, hat Buchholz gemeinsam mit zwei Kolleginnen bei der jahrelangen Auswertung von Video- und Tonprotokollen beobachtet, die während gruppentherapeutischer Sitzungen mit Sexualstraftätern entstanden (Michael Buchholz, Franziska Lamott und Kathrin Mörtl: Tat-Sachen. Narrative von Sexualstraftätern. Gießen 2008). Damit publizierten sie als Mitarbeiter der Forensischen Psychotherapie an der Universität Ulm die bundesweit erste gründliche Analyse dieser Art. Vieles lässt sich über Täter, und Mitmenschen überhaupt, gewissermaßen „auf der Oberfläche lesen“, sobald sie anfangen zu sprechen, erklärt der Göttinger Professor, dessen Publikationen sich viel mit Sprachund Metaphernforschung befassen. Es gilt nur, diese Oberfläche nur entziffern. Dazu wandte das Ulmer Team Methoden der mikroanalytischen Gesprächsforschung an, und deutete etwa nonverbale Signale beim Sprechen, wie Zögern, Blinzeln, Themenwechsel, Räuspern, Pausen und Satzreparaturen. Im Inhalt des Gesprochenen selber tritt meist zutage, wie ein Täter sich definiert oder definiert wissen möchte. Kriminelle

Spur des Schreckens. Ein Passant fotografiert das zerstörte Haus in der Zwickauer Frühlingsstraße, in dem das sogenannte „Neonazi-Trio“ gewohnt hatte. Foto: Arno Burgi/dpa

führen dabei inzwischen längst ihre, tatsächlich oft elende, Kindheit an. Zugleich distanzieren sie sich von der Tat, als sei ihnen diese zugestoßen: „Mir ist das passiert, dass ich dem Mädchen Gewalt angetan habe.“ Pervertiertes Denken, etwa von Neonazis, gleichzusetzen mit Krankheit, kann ebenso irreführend sein, wie Kindheit als „Schicksal“aufzufassen. „Kindheit bedeutet in der Psychoanalyse gerade nicht etwas Schicksalhaftes“, betont Michael

Buchholz. „Sonst brauchte man sich mit ihr gar nicht therapeutisch zu befassen. Sie hat enormen Einfluss, aber sie legt nicht fest.“ Ebenso täuschten sich Neurowissenschaftler,wo siebehaupten,dasGehirn determiniere einen Menschen. „Das Gehirn“, sagt Buchholz, ist vielmehr ein Beziehungsorgan, das die Beziehungen eines Menschen zu seiner Umgebung reguliert. Genau genommen ist es ja auch nicht das Gehirn, sondern die Person. Sie handelt, sie reagiert, sie nimmt Stellung.“

Häufig, wenn ein Sexualstraftäter, nach vielen Stunden in der Therapie, bewusst zu begreifen beginnt, welches Ausmaß an Leid sein Verbrechen ausgelöst hat, bricht bei ihm das Gefüge aus Rechtfertigung und Verharmlosung zusammen. Nicht selten sind solche Täter dann suizidgefährdet; es wird deutlich, welch existenziellen Zweck ihre Mauer aus Abwehr erfüllt hat. Abwehr besteht also auf beiden Seiten: Beim Täter, der nicht wissen will, was er tat, bei der Gesellschaft, die nicht wissen will, dass er die Freiheit hatte, es zu lassen. Buchholz und zahlreiche seiner Kollegen wehren sich sowohl gegen den Trend, zu viel zu psychiatrisieren, als auch gegen die Tendenz, zu viel zu individualisieren, und vor lauter „Einzeltätern“ die gesellschaftliche Mitverantwortung zu ignorieren. „Eine Wissenschaft, die der Öffentlichkeit mitteilt, bei schweren Straftaten handelees sichum Störungen, dieman medizinisch diagnostizieren könne, macht aus ihnen ohne Ansehung der konkreten Person und ihrer Kontexte Gestörte.“ Auch in der Debatte um Neo-Nazis tauchen solche Argumente auf. Für das Erkennen der mentalen Netzwerke, der Denkstrukturen von Neonazis, müsse die Gesellschaft, um besser einschreiten zu können, sensibilisiert werden, anstatt Täter und Umfeld mit dem Gestus des „die sind eben krank im Kopf“ von sich zu schieben. Derlei Determinismen haben den Sinn, der Gesellschaft den Glauben zu erhalten, dass es eine klare Grenze, einen tiefen Graben zwischen Gestörten und Normalen gebe. „Aber genau das ist nicht der Fall“, erläutert Buchholz. „Sigmund Freud erkannte, dass Neurose und Normalität auf einem Kontinuum liegen, in seiner Psychopathologie des Alltagslebens zeigte er, dass üblichen Fehlleistungen die gleichen seelischen Vorgänge zugrunde liegen, wie sogenannten Neurosen.“ Zu vermuten sei nun, fürchtet der Forscher, dass auch das Gutachten zu Breivik einmal mehr die Wirkung haben wird, dass „wir“ uns als „ungestört“ bestätigt sehen, dass die soziale Sphäre deterministisch reguliert ist, und Menschen nicht von ihrem Umfeld beeinflusst, sondern getrieben sind von dämonischen inneren Kräften oder entgleisten Neuronen. Auch dem Täter wird dabei übrigens sein Status als Mensch, als Subjekt genommen. Michael Buchholz bedauert: „So wird ein Weltbild des kausalen Determinismus stabilisiert, das sich wissenschaftlich gibt – aber es ist ein Weltbild ohne die Dimension der Freiheit.“

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André Schmitz für Museum des Kalten Kriegs am Checkpoint Charlie Der neue und alte Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz will möglichst rasch ein Museum des Kalten Kriegs am Checkpoint Charlie eröffnen. „Dieses Museum ist der letzte Baustein in unserem Erinnerungskonzept“, sagte er. „Es ist uns wichtig, an diesem weltweit bekannten, geschichtsträchtigen Ort die internationalen Aspekte der deutschen Teilung zu beleuchten.“ Daneben habe in den kommenden Wochen die Nachfolgeregelung für Maxim-Gorki-Intendant Armin Petras Vorrang. Auch die Entscheidung, ob Frank Castorf weiteran der Spitze der Berliner Volksbühne stehen soll, müsse in den kommenden Wochen getroffen werden. dpa

Die Patenschaft für das vierte Kalenderfenster mit dem Werk „Zauberland“ von Wolfgang Nocke wurde von der Bethmann Bank übernommen.

Zwei junge Berliner Sänger siegen bei Bundeswettbewerb Zwei Berliner Sänger haben beim 40. Bundeswettbewerb Gesang die ersten Plätze belegt. Die 23-jährige Antonia Bill siegte in der Sparte Chanson, der gleichaltrige Nicky Wuchinger wurde zum besten Musicalsänger gekürt. Als bester Sänger unter 22 Jahren setzte sich Julian Culemann aus Essen gegen die Konkurrenz durch. Die 17 Preisträger treten am Montag, 5. Dezember, bei einer Gala im Berliner Friedrichstadt-Palast auf. dapd

Berliner Staatsbibliothek kauft Humboldts Adressbuch Die Berliner Staatsbibliothek hat ein bislang unbekanntes Adressbuch von Alexander von Humboldt erworben. Die Schrift enthalte auf über 200 Seiten eine umfangreiche Dokumentation der gesamten Korrespondenz des Forschers. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Über 900 Namen habe Humboldt dort eigenhändig vermerkt, teilweise mit Straße und Hausnummer. Zudem finden sich in dem Büchlein Notizen etwa über Friedrich von Schiller. Bis zu seinem Tod habe Humboldt das Adressbuch zusammen mit einem Exemplar der „ Anleitung zum Glücklichsein“ von Epiktet bei sich getragen. Auch dieser Druck wurde von der Staatsbibliothek gekauft. epd

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KULTUR

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Abenteuer Partnerschaft

Seelenlandschaft und Wolkenatlas

Kolja Blacher in der Komischen Oper Berlin

Aus dem Fenster gefilmt: Thomas Imbachs „Day is Done“ ist ein magisch-suggestiver Trip Von Christiane Peitz Nie ist er da. Auf dem Anrufbeantworter beklagen sich die Freunde, die Familie, die Lebensgefährtin, die Mutter seines Kindes, sie fragen amüsiert bis verärgert nach ihm oder geben Sprüche zum Besten: „Hast du alle Tassen im Schrank, arbeiten sie noch?“, oder: „Hier ist die Müttervereinigung im Windelacker“. Der Regisseur ist der große Abwesende in dieser „fiktiven Autobiografie“, wie Thomas Imbach seinen Essayfilm nennt. Am Anfang von „Day is Done“ gerät der Schweizer Filmemacher kurz ins Bild, als er die 35-Millimeter-Kamera vor seinem Atelierfenster einrichtet. 15 Jahre lang wird er mit der Kamera den Blick auf das Züricher Güterbahnhofsgelände festhalten (von 1995 bis 2010), auf einen rauchendenSchlot in der Bildmitte, auf Schäfchenwolken und Kumulusgebirge, auf Schrotthändler und Kinder, Passanten und Paraden, Sonne, Mond und tanzenden Schnee. 15 Jahre lang hat Imbach

Persönliche Chronik. Anrufbeantworternachrichten füllen die Tonspur. Foto: Arsenal

(„Happiness is a Warm Gun“) außerdem die Nachrichten auf seinem Aunrufbeantworter gesammelt, von 1988 bis 2003, und nun eine Fensterblick- und Nachrichtenauswahlzur imaginärenChronikdereigenen Existenz montiert. Manchmal kommt Kunst von Geduld. Nachtaufnahmen, Tagträume, Seelenlandschaftmit Wolkenatlas.Zeitlupe, Zeitraffer, Kursbuch der Vergänglichkeit: Am Ende rückt neben den alten Schlot der Neubau des schicken City Towers in den Fokus. Aber es geht nicht einfach darum, wie die Zeiten sich ändern. Vielleicht liegt es daran, wie Imbach den Himmel zu filmen vermag, den Lichtkegel der Straßenlampen im Regen, die durchs Blickfeld rasendenZüge. Vielleichtliegt es am Nebeneinander von Bild und Ton, an den unterlegten, atmosphärisch dichten Sounds. Oder an den zwölf von George Vaine vorgetragenen Coverversionen von Dylan bis Conor Oberst, dass „Day is Done“ zur magisch-suggestiven Reise wird, zur Expedition ins Innerste einer Biografie.

Weil Bild und Ton unvermittelt bleiben, hört man anders zu, sieht man genauer hin. Erst die Nachricht vom Tod des Vaters, viel später der Motorradunfall draußen vor den Lagerhallen. Die Großmutter meldet sich, die Freundin will ihn noch sehen, der kleine Sohn plappert drauflos, Freunde, Geliebte, Kollegen und Fernseh-Redakteure hinterlassen Grüße. Die Liebe scheitert, der Sohn vermisst ihn – und draußen vor den Lagerhallen gehen die Menschen ihres Wegs. Rasender Stillstand der Jahreszeiten: Jeden Tag durchquert eine junge Frau das Bild, holt Zeitung und Post, kehrt wieder zurück – so huldigt die Kamera einer unbekannten Schönen. Und am Horizont steigen Flugzeuge auf. Mein Leben ohne mich: Der abwesende Filmemacher kommt dabei oft gar nicht gut weg. Seine Ehrlichkeit entwaffnet auch den Zuschauer. — In den Berliner Kinos Acud, Arsenal, fsk (alle OmU)

Er kommt und siegt. Zum ersten Mal spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin die Sinfonie Nr. 49 f-Moll, „La Passione“, von Joseph Haydn, die mit einem Adagio-Satz beginnt, und Kolja Blacher leitet die Aufführung überraschend vom ersten Geigenpult aus. Ein „Dirigent“, dem jede Magie des Taktstocks fremd ist. Gruppenführung hat der Berliner Violinist verinnerlicht, nicht zuletzt als Erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker unter Claudio Abbado. Das Wunder dieses Abends in der Komischen Oper aber heißt partnerschaftliches Miteinander, weil die Musiker des Orchesters jedem Ansporn, der von Blacher ausgeht, mit spürbarer Zuneigung folgen. In der Reihe der anspruchsvollen Sinfoniekonzerte des Musiktheaters an der Behrenstraße gewinnt hier schon die Eröffnung in Dynamik, Kontrapunkt und Harmonik den Glanz der Neuheit. Als Solist hat sich der Virtuose, auf seinem Instrument Gewinner mehrerer Preise der Schallplattenkritik, das Konzert Opus 61 von Ludwig van Beethoven vorgenommen. Hohes Ziel, großes Abenteuer.

Was nicht ganz lupenrein beginnt, wird zu einem umjubelten geigerischen Gipfelsturm. Die rechte Dirigierhand des Musikers, wenn sie denn frei ist, gibt ihre Impulse mit Bestimmtheit. Spielen und Leiten in Personalunion, wie es vergleichbar nicht vielen gelingt, überzeugt bei Blacher als Konsequenz daraus, dass er in seinen solistischen Höhen stets die Ganzheit der Partitur im Kopf hat. Als Interpret triumphiert er in den Kadenzen von Beethoven. Und mit Friedhelm May an den Pauken duettiert er wie ein Kammervirtuose. Diese souveräne musikalische Vorstellungskraft Blachers führt auch in der Serenade für Streichorchester E-Dur von Antonin Dvobák zu silberzarten Harmonien im empfindsamen Larghetto und rhythmisch vortrefflichem Schluss: Präzision, Allegro vivace, die wiederum vom Konzertmeisterpult ausgeht. Das Orchester feiert mit dem Publikum seinen Solisten und leitenden Gast, der ihm einen Höhepunkt der Saison beschert hat. Und er weiß, was er den Kollegen zu danken hat. Sybill Mahlke

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Collegium Vocale Gent So., 8. Jan. Konzerthaus Fr., 20. Jan. KMS / Philh. 20 Uhr

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DAVID FRAY Mozart · Beethoven ISABELLE FAUST ALEXANDER MELNIKOV Klavier

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Klavier

Mendelssohn Bartholdy · Bartók · Busoni

Fr., 3. Feb. Philharmonie 20 Uhr Do., 9. Feb. KMS / Philh.

KURT MASUR

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DANIEL MÜLLER-SCHOTT Cello PHILHARMONIA ORCHESTRA LONDON

LEIPZIGER STREICHQUARTETT Mendelssohn Bartholdy ∙ Beethoven ∙ Dvorˇák

Mi., 22. Feb. KMS / Philh.

MITSUKO UCHIDA

Fr., 24. Feb. KMS / Philh.

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Streichquartette von Schubert ∙ Dutilleux · Debussy

Mi., 7. März Philharmonie 20 Uhr

ANNE-SOPHIE MUTTER

Mo., 12. März KMS / Philh. 20 Uhr

Schumann LOUIS LORTIE Violine Brahms ALINA IBRAGIMOVA Violine NILS MÖNKEMEYER Viola MARIE-ELISABETH HECKER Violoncello

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LAMBERT ORKIS Klavier

Mozart ∙ Schubert ∙ Lutoslawski ∙ Saint Saëns

Mo., 19. März KMS / Philh.

LEIPZIGER STREICHQUARTETT

Fr., 23. März KMS / Philh. 20 Uhr

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Ein Abend mit Tönen und Texten über Wunderkinder und Musikwunder. Chopin Liszt

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Schubert · Schumann · Mendelssohn KRISTIAN BEZUIDENHOUT Hammerkl. · PABLO HERAS-CASADO Dir.

GRIGORIJ SOKOLOV Ostersonntag BACH: h-MOLL-MESSE 8. April Mi., 28. März Philharmonie

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Brahms

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HAYDN: DIE SCHÖPFUNG

Mi., 25. April Philharmonie 20 Uhr HELMUTH

RILLING Dirigent GÄCHINGER KANTOREI BACH-COLLEGIUM STUTTGART

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Mi., 25. April KMS / Philh. Il pianto d’Arianna 20 Uhr

Händel · Marcello · Locatelli · Galuppi · Porpora Gottfried von der Goltz Dirigent

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

Für immer jung

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Schwitzendes Pathos einer goldenen Dekade: Eindrücke von der „Back to the 80s“-Party in der O2 World

Klingelingeling mit Klanggirlanden Christiane Tewinkel freut sich auf Adventsgesang im Kerzenschein

Von Torsten Körner Wir sind drin! In der O2-World! Von außen ein Raumschiff, von innen ein Sarg! Lasst uns untergehen! Ab in die achtziger Jahre! Das Motto der Retroparty lautet „Back to the 80s!“ Zum Tanz bitten Nik Kershaw, ABC, Alphaville, Level 42 und Tony Hadley,die Stimme von Spandau Ballet. Die Halle ist schütter besetzt, die oberen Ränge verhüllt, etwa 7000 Zeitreisende wollen den zuckrigen RomanticPop schlürfen. Eine dralle Moderatorin in hautengen Jeans spricht mit uns, als seien wir Kleinkinder: „Ich bin stolz auf euch, das klappt richtig gut mit dem Applaus!“ Ach wirklich? ANZEIGE

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Noch einfacher als das Rezept für Blitzblätterteig (je ein Teil Butter, Quark und Mehl, prima für gefüllte Plätzchen) ist die Erklärung, warum zu Weihnachten Gesang gehört: Weil Singen wohltut, vor allem bei Kerzenlicht und wenn keine Ansprüche an die Virtuosität gestellt werden. Diese Woche lässt sich endlich einmal jeden Tag Gesang genießen. Adventsmusiken gibt es in der Auenkirche Wilmersdorf (am heutigen Sonntag), in Schönebergs St.-Norbert- (Montag) und der Apostel-Paulus- Kirche (Dienstag), in der Tempelhofer Glaubenskirche (Donnerstag), der Gethsemanekirche (Freitag) und St. Nikolai in Spandau (Samstag). Doch klingelingen natürlich auch in den seriösen Konzerthäusern die Weihnachtsglöckchen. Gleich heute singen zwei großartige Chöre Adventliches; die Dresdner Kreuzknaben treten im Konzerthaus auf, die Windsbacher in der Philharmonie. Und dann natürlich die herrliche Klanggirlande, die mit Bachs Weihnachtsoratorium über die Stadt gelegt wird: Festtagsfreude und Innigkeit bei absoluter Machbarkeit selbst für Laienchöre – so etwas konnte nur ein Bach. Am heutigen zweiten Adventssonntag wird in der Gethsemanekirche gejauchzt und in St. Josef (Weißensee) frohlockt, am Samstag wird weiter gerühmt, was der Höchste getan, im Dom, im Konzerthaus und in der Lichtenberger Erlöserkirche. Wer Gesang und Weihnachtsplätzchen nicht mag oder sich längst übergegessen und übersungen hat, findet dagegen kaum Obdach in diesen Tagen, höchstens vielleicht in der Philharmonie, wo am Mittwoch die 1981 abgefilmte Dirigier-Persiflage „An Evening With Danny Kaye and The New York Philharmonic“ gezeigt wird.

Ich sitze zunächst im Ehrenbereich, ein anderes Wort für leblose Zone. Nik Kershaw spielt aber auch zu traurig auf. Man merkt, dass er lieber Studiomusiker ist. Neben mir sitzt eine reglose Familie. Sind die in den Achtzigern eingesperrt? Kershaw singt „The Riddle“, seinen größten Hit. Wouldn’t it be good if we could wish ourselves away? Ich sag „Ja!“, verlasse die Ränge und gehe direkt in den

Ehrliche Haut. Alphaville-Sänger Marian Gold hat noch Biss.

Innenbereich. Dann, nach fünf Songs, geht auch schon das Licht an. Umbaupause. Ein DJ, der angeblich in Neuseeland ein Star ist, spielt derweil Hits der Achtziger. Die Frauen, sie sind heute Abend in der Mehrzahl, holen Sekt oder Bier, die Männer blicken auf ihre Smartphones. Das Smartphone! Es killt den Augenblick! Entweder fungiert es als mobiles Büro oder als Schatzkästchen und Erlebnisschatulle, mit dem man die Stars und Momente einfängt. Klick! Licht aus, Spot an! Martin Fry, der Kopf und die Stimme von ABC betritt die Bühne. Ein Herr in seinen Fünfzigern. Im grauen Anzug. Hinterhaupt kahl. Mit „The Lexikon of Love“, produziert von Trevor Horn, gelang ABC 1982 ein auch heute noch funkelnd schönes, unsterbli-

Foto: Davids

ches Pop-Album. Welterfolg! Fry zeigt, wie es gehen kann, das Überleben. Mit Würde! Professionell! Gut bei Stimme! Augenzwinkern! Kristalliner Sound! Mit „The Look of Love“ kommt es zum kleinen Pop-Orgasmus! When your world ist full of strange arrangements! Das ist Pop-Noblesse! Danke! Und Pause! Fühle mich für Augenblicke wie verstorben. Das ist eine Party, auf der immer einer das Licht anmacht, wenn wir uns gerade ... Wir, die Retrojünger, sind ohnehin ekstasescheu, selbstkontrolliert. Aber wir wollen auch tanzen! Vergnügungstüchtig! Verdrossenheit kommt auf. Die Menschen trinken Bier und lächeln nicht. Alle sind frisch geduscht, wirken wie neu eingekleidet, Haar- und Hautsorgfalt. Und dann Alphaville. Der Leadsänger Marian

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Heimat Humor Gold, letzter Mohikaner der Band, gibt alles. Ehrliche Haut, schwitzt das Pathos der goldenen Pop-Dekade. Hat noch Mumm, Biss, will was. Alphaville gehen mit ihrem Songmaterial am respektlosesten um. Spielen sogar einen neuen Song! Der Sound ist nicht gut, aber die leben. Die Bassistin knallt ihren Kopf gegen Luftwände. Und dann die Hymne, unser Vergänglichkeitsblues, unser kleiner Gottesdienst: „Forever young“. Zwei Frauen, Mitte vierzig, eben noch hüftbewegt, stehen jetzt still, kameradschaftlich umschlungen. Feuerzeuge hoch! Ja, wir gehen unter! It’s so hard to get old without a cause. Forever young, I want to be for ever young! Das erste und einzige Mal an diesem Abend altmodische „Zugabe!“- Rufe. Das Schlachtfeld des Alters liegt vor uns. Und die nächste Umbaupause. Am Bier festhalten. Jetzt knallt der entfesselte Daumen von Mark King auf die Saiten und wir wissen, dass Level 42 aufspielen. Hab sie nie gemocht. Der leidlich brutale Bass konnte nie die Seichtheit der Songs verbergen. Bass-Despotismus! Einige halten sich die Ohren zu. Level 42 sind die lautesten. Plank, Plank, Plank! Immerhin tanzen jetzt einige. Ja, wir sind alle mit Handbremse und Airbag unterwegs. Es ist eine Ü-40-Party! Viele Singles halten Ausschau nach dem nächsten Lebensabschnittsbegleiter. Wandelnde Bierstationen ziehen durch die Menge, oben ein tanzendes Wimpelchen am 12-Liter-Fässchen. Jetzt betritt der letzte Seelenbetanker die Bühne, Tony Hadley, Frontman der Gruppe Spandau Ballet, der Band, der wir Balladen wie „True“, „Gold“ oder „Through the Barricades“ verdanken. Ohne diese Monster-Schmusekätzchen kommt keine Achtziger-Jahre-Party aus. This is the sound of my soul. Tony, auch er im Anzug, hat immer noch Präsenz und eine tolle Stimme. Lacht sich halb tot. Singt „Somebody told me“ von The Killers, später „Somebody to love“ von Queen. Ja, ein bisschen Party-Stimmung. Aus! Schluss! Und dann noch „Santa Claus is coming into town“. Alle im Chor. Nur Nick Kershaw fehlt. Ich stelle mir vor, er sitzt tief im Keller unter der Arena und weint. Oder er telefoniert mit seinen Kindern. Wie auch immer. Wir flüchten. Husch, husch, heimwärts!

Elegant: Iván Fischer bei den Berliner Philharmonikern Ungar dirigiert Ungarisches – da mag man an gefühlsseliges Musizieren mit einem Schuss Paprika denken. Wenn Iván Fischer vor die Berliner Philharmoniker tritt, umspielt ein dezentes Lächeln seinen Mund, das nicht aus dem Land des Lächelns stammt. Es ist eine Einladung, das Wechselspiel der Musik an immer feinerem Humor zu schärfen. Diesen zu teilen, ist eine Kunst, die Fischer mit den von einer kräftezehrenden Asientournee zurückgekehrten Philharmonikern weitertreiben kann – zumal er als designierter Chef des Konzerthausorchesters künftig kurze Wege hat. Dann werden die „Symphonischen Minuten“ von Ernö Dohnányi noch schneller verrinnen, angetrieben von einem raffinierten Uhrwerk, das die Erwartungen des Zuhörers mit großer Genauigkeit antizipiert. Fischer justiert die orchestrale Unruhe gerade so, dass der ANZEIGE

Kunstcharakter des Werkes aufscheint. Auf überbordende Spiellust verlässt er sich nicht. Diese Haltung prägt auch die Aufführung von Jenö Hubays 3. Violinkonzert mit dem philharmonischen Konzertmeister Daniel Stabrawa als mild strahlendem Solisten. Internationale Podiumsware, 1907 vom Vater der ungarischen Violinschule verfasst. Eleganter als Fischer kann man sich der Aufgabe nicht entledigen, dieses Werk zu dirigieren, auch wenn es scheint, dass bei seinen Musikern unterwegs ein harter Zug um den Mund huscht. Schuberts Jugendwerke schließlich, „Fünf Deutsche Tänze“ und die 5. Symphonie, erklingen als perfekt ausgeleuchtetes Hörspiel, bar jeder Erdenschwere. Musik kennt nur eine Heimat: die des Humors (noch einmal am heutigen Sonntag, 20 Uhr). Ulrich Amling

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THEATER/VERANSTALTUNGEN

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

cccccc ccccD BERLINER BÜHNEN

WER IST DER MÖRDER? Vielleicht sitzt er direkt neben Ihnen! Ab dem 06.12. ist das Improtheater Paternoster wieder mit einem kriminalistisch-kulinarischen Hochgenuss zu sehen. Genießen Sie ein erstklassiges 4-Gänge-Menü, in dessen Verlauf ganz nebenbei ein Mord aufgeklärt wird. 06.12., 07.12., 09.12., 10.12., 11.12., 13.12., 14.12., 15.12., 16.12., 17.12., 18.12., 28.12., 29.12.2011 jeweils um 19:30 Uhr (Einlass um 18:30 Uhr), Saal Senator 79 Euro pro Person, Tickets unter 030/69001-411 oder rezeption@ellington-hotel.com

Nürnberger Straße 50 - 55 | 10789 Berlin Fon 030/68315-0 | www.ellington-hotel.com | contact@ellington-hotel.com

Tickets 01805 969 000 606(0,14 (0,14 €/min) €/min)www.classicopenair.de Do., 5. Juli Herbert Feuerstein präsentiert 19.30 Uhr

First Night – Best of Classics – Feuerwerksfinale –

Dance, Dance, Dance

Fr., 6. Juli 19.30 Uhr Die große Ballettgala – 50 Jahre Deutsches Fersehballett

So., 8. Juli 19.30 Uhr

Mo., 9. Juli 19.30 Uhr

Opera Italiana Verdi, Puccini, Rossini

Let it Swing Andrej Hermlin & his Swing Dance Orchestra Gustav-Brom Big Band & Special Guests

INTRO & RADIO FRITZ präsentieren :

LITTLE DRAGON

Katie Melua

Fr. 09.12. 21:00 Astra Kulturhaus

Secret Symphony Tour 2012

ROLLING STONE & StarFM präsentieren :

MELISSA ETHERIDGE Do. 01.03.2012 20:00 Astra Kulturhaus RADIO EINS präsentiert:

SELAH SUE

Do.15.03.2012 21:00 Astra Kulturhaus MUSIKEXPRESS, KULTURNEWS & RADIO EINS präsentieren:

FLORENCE & THE MACHINE spec. guest: Spector Sa. 24.03.2012 21:00 Columbiahalle KULTURNEWS & RADIO EINS präsentieren:

MAMAS GUN Di. 27.03.2012 20:00 Frannz Club

Tickets: 030 - 588 433 oder einfach selber drucken: www.wintergarten-berlin.de

präsentier t

RUFUS WAINWRIGHT Mi. 25.04.2012 20:00 UdK MUSIKEXPRESS & RADIO EINS präsentieren:

RADIOHEAD Fr. 06.07.2012 Einlass 17:00

7(032'520%(5/,1

-$18$5

ROCKIN‘ CHRISTMAS VARIETÉ SHOW

Kindlbühne Wuhlheide

Infos unter www.mct-agentur.com Online Tickets unter www.tickets.de Ticket Hotline: 030 - 6110 1313

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Berliner Musikkultur in Wilmersdorf

Sa., 7. Juli 19.30 Uhr

11.12.11 I 11.00 KONZERTHAUS

und Konzert für Klavier und Orchester d-Moll BMV 1052

Joanna Konefal, Sopran | Zvadra Ambric, Staatstheater Oldenburg, Alt | Michael Zabanoff, Tenor | Lars Grünwoldt, Bariton, Kantorei der Auenkirche | Mitglieder der Staatskapelle und des RSB | Trompetenensemble RANCHBRASS Dirigent: KMD Jörg Strodthoff Karten zu 25 | 23 | 17 | 13 | 5 Euro Mo-Fr tägl.15-18 Uhr vor Küsterei | telelefonisch 405 045 345 AB

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unterstützt von

Wilhelmsaue 119, 10715 Berlin | www.auenkirche.de U-Bhf. Berliner Straße / Blissestraße U7/U9 | Uhlandstraße, Bus 101, 104, 249 9.12.11 I 20.00 PHILHARMONIE EMMA KIRKBY & LONDON BAROQUE

MAX-SCHMELING-HALLE

FLEXSTROM CUP

14.01.2012 TRADITIONSTURNIER IM HALLENFUßBALL

18.12.11 I 17.00 PASSIONSKIRCHE ENSEMBLE AMARCORD WINTER WONDERLAND

THE BOSSHOSS 26.12.11 I 20.00 KONZERTHAUS

17. GROSSES BERLINER WEIHNACHTSFESTKONZERT WEIHNACHTEN IN BÖHMEN Sonntag Samstag 18. Dezember 2011 16 Uhr 17. Dezember 2011 18 Uhr Grunewaldkirche Lindenkirche Bismarckallee 28 b, 14193 Homburger Straße 48, 14197 Karten zu 5 - 24 (erm. 3 - 22) Euro

Sonnabend | 17.12. 2011 | 18 Uhr Auenkirche Berlin - Wilmersdorf Johann Sebastian Bach Weihnachtsoratorium | Kantaten I - III

24.03.2012

VELODROM

DISNEY ON ICE

07.-11.12.2011

PRINZESSINNEN & HELDEN

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DIE HELENE FISCHER SHOW 21.12.2011

030–6780111 | www.berliner-konzerte.de

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BACH Weihnachtsoratorium Kantaten I - III

Kantaten I - VI

Stefanie Wüst, Sopran • Nicole Pieper, Alt • Stephan Göhler, Tenor • Andrew Redmond, Bass Berliner Kantorei mit ihrem Kammerorchester • Leitung: Günter Brick

Karten unter 897 333 53 und an allen Theaterkassen• www.ticketonline.de

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

TAGESSPIEGEL-KRITIKER EMPFEHLEN

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Die besten CDs des Jahres

Soforthilfe gegen Winter-Blues Discorumpelsounds, Signale von dunklen Planeten, total unmögliche Arrangements und magische Dubstep-Balladen Kregele Klassik und großer Pop für glückliche Ohren

Foto: Mike Wolff

MEIN FAVORIT

DER NEWCOMER

DAS GROOVT

Schnittke & Prokofiev: Kammermusik Blacher, Küssner, Moser, Lobanov (Phil.harmonie)

Liszt: Les Préludes, Orpheus, Berg-Symphonie Orchester Wiener Akademie, Haselböck (NCA)

Vivaldi: Cellokonzerte Akademie für Alte Musik Berlin, Queyras (harmonia mundi)

Einsame Musik, große Musik. Der Geiger Kolja Blacher widmet sich ihr rückhaltlos zusammen mit seinen brillanten Kammermusikkollegen. Signale von einem dunklen Planeten.

Neues Klanggewand zum 200. Geburtstag: Liszts Orchesterwerke gewinnen in ihrer Weimarer Originalbesetzung nicht nur an Charme, sondern auch an Zusammenhalt.

Die derzeit aufregendste Einspielung dieser Lagunenmusik kommt von der Spree. Und der noble Cellist JeanGuihen Queyras genießt es hörbar, wenn die Wellen hoch schlagen.

SBTRKT: SBTRKT (Young Turks/Beggars/Indigo)

Jessica 6: See The Light (Peacefrog/Rough Trade)

Diverse: Total 12 (Kompakt/Rough Trade)

„Post-Dubstep“ heißt das musikalische Feld, das SBTRKT bestellen. Klingt fremd, kompliziert, wie der Name, vokallos für „subtract“. Noch Eingeweihtere sagen: mehr Jamie Woon als James Blake. Man könnte es auch Pop nennen; geschmeidiger Pop mit fein vertrackten Beats.

Schön feminin, schön transsexuell: Nomi Ruiz aka Jessica 6 ist Mitglied der New Yorker Übertanzband Hercules and Love Affair, dies hier ist ihr Solodebüt. Schöner Breitwanddiscorumpelsound, mit House, R&B- und King-Britt-Einsprengseln, am Ende vor allem: großer Pop!

Bei Techno aus Deutschland denkt man oft zuerst an den aus Köln, vom Kompakt-Label. Jede Total-Compilation ist stets aufs Neue ein toller Ritt durch die Techno-Subgenres, vorne dran immer der Superpitcher und Michael Mayer. Nach 13 hinreißenden Tracks weiß man: großer Pop!

Richard Wagner: Der Fliegende Holländer Dohmen, Merbeth, Salminen, Rundfunkchor Berlin, RundfunkSinfonieorchester Berlin, Marek Janowski (Pentatone)

Aleksandra Kurzak: Gioia! Orquestra de la Comunidad Valenciana, Omer Meir Wellber (Decca)

Four Corners! Das Hornquartett der Berliner Philharmoniker (Gebr. Alexander)

Eine junge Sopranistin mit strahlender Höhe und Divenpotenzial singt Wunschkonzerthits von Rossini bis Puccini – so klingt Soforthilfe gegen den Winter-Blues.

Eine Salonmusik-Gaudi für Philharmoniker-Fans. Total unmögliche Arrangements für vier Hörner von Pop bis Klassik: virtuos und wirklich witzig!

Joan As Police Woman: The Deep Field (PIAS)

The Weekend: House of Ballons. Thursday (Gratis-Downloads)

Auf ihrem dritten Album hat die wunderbare Joan Wasser alias Joan As Police Woman das Klangspektrum ihres soulinfizierten Kammer-Pops noch einmal erweitert. So viel Können verbunden mit so viel Intimität hat Seltenheitswert.

Mit einem Mini-Album im Frühling und einem Lang-Album im Sommer sorgte das Projekt des Kanadiers Abel Tesfaye zu Recht für Aufsehen in der R’n’B-Szene. Seine reduzierten Düstersongs über Drogen, Sex und Verzweiflung sind extrem atmosphärisch und fesselnd.

Christian Thielemann: Beethoven-Symphonien Wiener Philharmoniker (Sony) Und jetzt üben wir uns alle mal brav im Überwinden von Vorurteilen – und vergessen den süffigen Wiener Wohllaut ebenso schnell wie den WagnerDirigenten. Dann ist dieser Beethoven nämlich bestürzend vielschichtig und vital (erscheint am 9.12.).

ZUM WEGHÖREN Christmas with Los Romeros (Deutsche Grammophon) Spaniens Gitarren schrumpfen den Messiah zur Musik für träge Mäuse.

Awolnation: Megalithic Symphony (Red Bull Records)

Atlas Sound: Parallax (4AD/Beggars/Indigo)

Kate Bush: 50 Words For Snow (Noble & Brite Ltd/EMI)

The Fall: Ersatz GB (Cherry Red/Rough Trade)

Es müssen ja nicht immer Coldplay oder Soulpatrol sein. Schlimmes gibt es auch an der Heimfrickler-Front: Awolnation plündert die Soundtruhe der 80er, ohne was zu finden. Hier wird nur Volumen gepumpt. Das ist dann nicht mal trashig genug, dass man wieder Pop dazu sagen könnte.

Erstaunlich, was Bradford Cox mit jedem neuen Album, sei es solo als Atlas Sound oder mit seiner Band Deerhunter gelingt: Indie zu revitalisieren. Sind zwar immer Ausfaller dabei, die großen Shots in Form kleiner, feiner Songs aber überwiegen. Und die sind, na klar: Pop!

Dies ist mein erstes Kate-BushAlbum, das ich mir jemals gekauft habe, gezwungenermaßen. Aber siehe da: ein Super-Album mit SuperKlavier und Super-Soundscapes und Super- Duett mit Elton John. Kammermusik, dazu Kuschel, Tee, Plätzchen, und am Ende, ja, Sie wissen schon...

Ob es einmal eine De-luxe-Edition eines Fall-Albums geben wird? Vielleicht von „Kurious Orange“? Wohl kaum. Muss aber auch nicht. Denn Mark E. Smith macht einfach weiter und wird immer besser. Ein Klassiker zu produktivsten Lebzeiten. Pop? Nein, selten. Trotzdem einzigartig!

Yadegar Asisis Panorama im Hof des Pergamonmuseums begeistert jeden, den das Alltagsleben in der Antike interessiert – aber gab es für die akustische Untermalung wirklich keine Alternative zu der pathetischen Soundpampe von Eric Babak, die jetzt aus den Lautsprechern quillt?

Reynaldo Hahn, Florent Schmitt, Théodore Dubois: Quartette Ames Piano Quartet (Dorian)

Encores as performed by Pablo Casals. Alban Gerhard, Cecile Licad (Hyperion)

Fritz Wunderlich: Die Electrola-Querschnitte 1960–63 (EMI)

Drei Trouvaillen aus dem französischen Repertoire, elegant, idiomatisch überzeugend und hinreißend klangschön gespielt. Merci!

So reizend und raffiniert, wie die Pianistin und der Cellist diese Schmankerl aus der Zugabenkonfektschachtel servieren, kann man gar nicht genug bekommen...

Ein Ausflug auf sieben CDs in Zeiten, als Puccini noch auf Deutsch gesungen wurde und die Spieloperntradition lebendig war. Wie rührend fern wirkt das nach nur fünf Jahrzehnten.

Beastie Boys: Hot Sauce Committee Pt. 2 (Capitol/EMI)

Justice: Audio, Video, Disco (Ed Banger/Warner)

Bon Iver: Bon Iver (4AD/Beggars)

Mayer Hawthorne: How Do You Do (Universal)

Was für ein triumphales Comeback der New Yorker Hip-Hop-Eminenzen! Es klingt zwar größtenteils wie direkt aus den Achtzigern herübergebeamt, aber egal: Dieses Album ist ein ganz großer Spaß, genau wie der Kurzfilm zur Single „Make Some Noise“.

Willkommen in der Zitatenhölle, Abteilung Stadionrock. Inspiriert von Queen, Yes und Led Zeppelin erweitert das französische Duo seinen Electro-Dance-Horizont. Das klingt so schmierig und beknackt, dass es fast schon wieder gut ist.

Nach seinem introvertierten Songwriter-Debüt ist diese zweite Platte von Justin Vernon eine echte Überraschung. E-Gitarren, Keyboards! Die Verletzlichkeit und Offenheit seiner Song sind tief berührend.

Lässig und stilsicher schüttelt der Buddy-Holly-Brillenträger aus Michigan auf seinem zweiten Album zwölf tolle Soul-Nummern aus dem Handgelenk. Vom Hit „Long Time“ bis zur Timberlake-haften Nummer „No Strings“ ein großes Vergnügen.

Sharon Jones & The Dap-Kings: Soul Power (Daptone Records)

Alexej Gorlatch: Beethoven Symphonieorchester des BR, Sebastian Tewinkel (BRKlassik)

Oswald von Wolkenstein: Liebeslieder Ensemble Unicorn (Raumklang)

Martin Stadtfeld: Bach Philharmonisches Kammerorchester München (Sony)

Paul Lewis: Schubert (harmonia mundi)

Fritz Wunderlich: Die ElectrolaQuerschnitte (EMI)

Artemis Quartett: BeethovenStreichquartette (Virgin)

Was für ein Sturm- und Tastendränger! Das Largo aus Beethovens drittem Klavierkonzert aber weiß noch etwas: Der 23-jährige ARD-Preisgewinner kann auch singen. Mit weitem Herzen und lupenreiner Technik.

Wagners „Tristan“ ist nichts dagegen: „Frolich, zärtlich, lieplich und klärlich, lustlich, stille, leise/ in senfter, süsser, keuscher, sainer weise/ wach, du minnickliches schönes weib/ reck, streck, breis dein zarten, stolzen leip!“

Zweite Aufgüsse sind eben oft nicht erste Sahne. Mit Bachs Klavierkonzerten landete Stadtfeld einst einen Hit. Jetzt hat er die nächsten drei Konzerte aufgenommen – und man hört Reflex und Routine.

Die drei späten Sonaten, dazu Impromptus und späte Klavierstücke: kein kleines Unterfangen, das sich der britische Pianist hier auflädt. Aber so kregel! So fantasievoll! So gar nicht englisch! Schubert von der Insel für die Insel.

Gibt es einen besseren Opernführer durch die frühen Sechzigerjahre als Fritz Wunderlich? Ob „Mignon“, „Martha“ oder „Zar und Zimmermann“: Er legt uns die Welt zu Füßen. Mehr als Querschnitte haben da sowieso nicht Platz.

Es ist vollbracht – und der ganze Beethoven im Kasten. Oft grüblerisch, rau und hoch skrupulös in seiner Klanglichkeit, dafür rhetorisch aber auch derb und witzig. Die Artemisianer fühlen dem 21. Jahrhundert den Beethoven-Puls.

Arctic Monkeys: Suck It And See (Domino)

The Stepkids: The Stepkids (Stone Throw Records)

Tony Christie: Now’s The Time! (Acid Jazz/Sony)

Lou Reed & Metallica: Lulu (Mercury/Universal)

Ja, Panik: DMD KIU LIT

Elbow: Build A Rocket Boys! (Fiction)

Dusty Springfield: The Magic of Dusty Springfield (Universal)

Melodien! Beatgitarren! Und Alex Turners geschmeidiger, immer charismatischer werdender Gesang! Fünf Jahre nach dem weltweiten Smash-Hit ihres Debüts gelingt der Band aus Sheffield der Sprung in eine neue Dimension.

Drei weiße Enthusiasten von der Ostküste berauschen sich am psychedelischen Soul von Sly Stone und den Temptations und schwelgen in orchestralem Brausen, elektronischen Experimenten und engelsgleichen Falsettgesängen. Makellos.

„Get Christie“, fordert ein Song. Aber der 68-jährige „Amarillo“-Säusler und Tanzteeveteran ist nicht zu fassen. Er befreit sich aus den Schlagerketten des Produzenten Jack White und röhrt Soul-Knaller zu schärfsten Bläsersätzen und elektronischen Beats. Unfassbar.

Die neoexpressionistischen Texte über Jack the Ripper und Berliner Stummfilme der zwanziger Jahre, die der „Todeszwerg“ (Lester Bangs) Lou Reed grummelt, sind nicht übel. Aber dazu dieses immergleiche ideenlose Metal-Gitarren-Gebratze von Melallica: schlimm.

Melancholie und Schönheit, Teil 2. Schwelgerische, moll-lastige Balladen übers Älterwerden, die Sehnsucht nach der eigenen Kindheit und die britische Jugend von heute, die zu Unrecht beschimpft wird. Guy Garveys helle, ungemein biegsame Stimme strahlt.

Vergesst Amy, Duffy, Adele, die größte britische Soul-Sängerin war Dusty. Drei CDs und eine DVD folgen der Avantgardistin mit Bienenkorbfrisur von ihren Folk-Anfängen mit den Springfields über die motownhaften Hits bis zum späten, mit den Pet Shop Boys produzierten Synthiepop.

Duetti (Virgin Classics)

Oswald von Wolkenstein: Liebeslieder Ensemble Unicorn (Raumklang)

Ensemble Phoenix Munich: 100 Years of American Music (harmonia mundi)

Bach: Goldberg-Variationen Gambenconsort Fretwort (harmonia mundi)

Schubert: Forellenquintett und Arpeggione-Sonate (etcetera)

Amarcord: Coming Home for Christmas (Raumklang)

Frisch aus dem Mittelalter und so chic dargeboten, dass man die Maultrommel gleich anfangs für Elektropop hält. Das Ensemble unter Michael Posch bietet schön austarierte Stimmen und ein papierklares Instrumentaltimbre.

Das Thema Amerika und Kulturimperialismus einmal verkehrt herum: Was die europäischen Ankömmlinge im Wilden Westen so alles gesungen und getrommelt haben. Das Ensemble unter Joel Frederiksen musiziert schon fast zu intelligent.

Für alle, die das berühmte Variationenwerk kennen, ist dieses Experiment, aus einer Tasten- eine Streichmusik zu machen, nichts als ein schlecht geratener Versuch, sich ein Stück vom Bach-geht-immer-Kuchen herunterzuschneiden.

Ein sensationell alt klingendes Hammerklavier (Jan Vermeulen), darüber ein Streichquartett mit Christine Busch als Primaria, das sich herrlich in die Melodiebögen legt, der Modellfall eines Ineinanders von Atem und Musik.

Ein pulverschneefeiner Spaziergang durch Winterheimaten, mit Abstechern nach Polen, Tirol oder das Münsterland, letzteres auf einem Bonustrack mit Götz Alsmann, dessen Stimme gegen den Wohlklang der fünf Amarcord-Sänger leider zwangsläufig nach Gießkanne klingt.

Beethoven: Quartett op. 132 Antje Weithaas, Christian Tetzlaff, Rachel Roberts und Tanja Tetzlaff et al. (Avi-Music)

James Blake: James Blake (Warp)

Kanye West & Jay-Z: The Throne (Def Jam/Universal)

Lou Reed & Metallica: Lulu (Mercury/Universal)

Bon Iver: Bon Iver (4AD/Beggars)

My Morning Jacket: Circuital (Cooperative)

Der Senkrechtstarter des Jahres: Vor zwölf Monaten kannten den jungen Briten nur ein paar Eingeweihte. Jetzt werden seine magischen DubstepBalladen auch von uncoolen Leuten an den falschen Orten gehört. Egal: Die Welt wird nicht schlechter, wenn gute Musik in ihr erklingt.

Aus dem mäßigen Hip-Hop-Jahrgang 2011 ragt die Kollaboration der beiden Superstars durch gediegenes Handwerk, innovative Produktion und punktgenaue Samples heraus. Inhaltlich ist das zwar Heulsusen-Rap von Multimillionären, aber es groovt wie nichts Gutes.

Schlimmer, als man es sich in seinen übelsten Albträumen ausmalt. Metallicas bleierner Metalbrei trifft auf Reeds misogynes Gegrunze. Migräne auslösender Pseudokunstkrawall, gut geeignet, um einen Psychokrieg mit den Nachbarn anzuzetteln.

Erst jetzt in der dunklen Jahreszeit kommt die seelenumarmende Qualität dieses Folk- und Softrock-Wunderwerks so richtig zur Geltung. Wer von Justin Vernons zittrigem Gesang berührt wurde, wird ohne diese Platte nicht mehr leben wollen.

Das Südstaaten-Pendant zu Wilco: Könnerschaft gepaart mit stilistischem Wagemut – in diesem Falle der Spagat zwischen Psychedelia, Americana und Disco – ergibt eine sensationelle Platte. Und „Holdin’ On To Black Metal“ ist eine der Hymnen des Jahres.

Foto: Sophia Oelsner Foto: Thilo Rückeis

Wagner als orchestrales Hörspiel: Wie das saust und braust, schäumt und strudelt! Das RSB in absoluter Topform. Meer davon!

Foto: Kai-Uwe Heinrich Foto: Kai-Uwe Heinrich

Nadine Lange

Foto: Kai-Uwe Heinrich

Christine Lemke-Matwey

Christian Schröder

Foto: privat

Countertenorklang im Doppelpack: Schmal begleitet von William Christie und Les Arts Florissants, lassen Philippe Jaroussky und Max Emanuel Cencic ihre hohen Stimmen im Sinne der Pastoral-Mode um 1700 nachtigallengleich tirilieren.

Christiane Tewinkel

Wilco: The Whole Love (Anti)

Foto: Thilo Rückeis

Die können einfach alles: Mit dem achten Studioalbum leistet sich das Sextett aus Chicago jede Freiheit zwischen Krautrock, Gitarrenfreakouts und tiefenentspanntem FolkGesäusel. Und landet doch immer bei großartigen Songs, die umgehend in den Wilco-Klassikerkatalog aufgenommen werden.

Jörg Wunder

MEIN KLASSIKER Beethoven: Die Symphonien, 8 Ouvertüren Gewandhausorchester, Chailly (Decca)

Zwei knarzige Käuze mit Klarinette und Akkordeon wählen sich Offenbach zum Reisegefährten: Die Vergnügungen am Wegesrand spiegeln sich in lakonischem Humor. Unterhaltung mit Hintersinn – und einem Essay von Umberto Eco.

Für einen flüssigen Fortgang der Festtage ohne flaues Gefühl im Magen sorgt dagegen:

The Concerto Köln Christmas Album (Berlin Classics)

Frederik Hanssen

ZUR ENTSPANNUNG Gianluigi Trovesi, Gianni Coscia: Frère Jacques (ECM)

Der Großonkel von Johann Sebastian galt in der Bach-Familie als der „große und ausdrückende“ Komponist. Dieses zarte Album tröstlicher Trauer lässt daran keinen Zweifel.

Ulrich Amling

Gerrit Bartels

MEINE RETTUNG Johann Christoph Bach: Welt, gute Nacht Solisten, English Baroque Soloists, Sir John Eliot Gardiner (Soli Deo Gloria)

(Staatsakt) Melancholie und Schönheit, der Titel steht für „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“. Der beste deutsch- (und teils englisch-) sprachige Pop kommt derzeit von einer Wiener Band, die nach Berlin emigriert ist. Kammermusik, Feedbackgetöse, Dylan-Anverwandlungen.

Riccardo Chailly und sein fulminantes Leipziger Orchester spielen einen Beethoven mit Sinn für Traditionslinien, bei hellwachem Verstand. Aktuelle Zugabe: die Ouvertüre zu „Die Ruinen von Athen“.

Daptone Records aus Brooklyn ist einer der Motoren des Soul-Revivals. Zu seinem zehnten Geburtstag bringt das Label Raritäten und bisher nur als Vinylsingles veröffentlichte Songs seines Stars Sharon Jones heraus.

Hardcore-Klassik, mit Ehrfurcht, sehr genau und äußerst langsam dargeboten. Zum Aufwärmen gab’s beim Live-Konzert im Wasserkraftwerk Heimbach den elften Contrapunctus aus der Kunst der Fuge.

The Smiths: Complete (Rhino) Die De-luxe-Version mit allen 25 Smiths-Singles ist vergriffen und kostet jetzt so viel wie ein kleiner Gebrauchtwagen. Doch auch bei der Economy-Ausgabe für den schmalen Geldbeutel ist man mit dem AlbumGesamtwerk der besten britischen Band nach den Beatles gut bedient.

Weltstars in Berlin · Spielzeit 2011/2012 Mojca Erdmann

Hilary Hahn

Hélène Grimaud

Daniel Hope

Bob Ross

Martin Stadtfeld

Enoch zu Guttenberg

Martin Grubinger

Harald Schmidt

Juan Diego Flórez

Elina Garancˇa

John Malkovich

Bobby McFerrin

Chick Corea

Di., 6.12.11 · 20 Uhr · Konzerthaus

So., 18.12.11 · 20 Uhr · Kammermusiksaal

So., 18.3.12 · 15 Uhr · Philharmonie

Di./Mi., 10./11.4.12 · 19.30 Uhr · Philharmonie

Mo., 21.5.12 · 20 Uhr · Konzerthaus

Mo., 25.6.12 · 20 Uhr · Philharmonie

Mojca Erdmann

Daniel Hope

Martin Stadtfeld

Martin Grubinger

Juan Diego Flórez

John Malkovich

Sopran

Arien von Mozart, Salieri u.a. „La Cetra“ Barockorchester Basel Mi., 7.12.11 · 20 Uhr · Philharmonie

Hilary Hahn

Violine hr-Sinfonieorchester · Paavo Järvi, Leitung Mendelssohn: Violinkonzert Strauss: Till Eulenspiegel u.a.

Violine

Berliner Barocksolisten Mo., 19.12.11 · 20 Uhr · Philharmonie

Bach: Weihnachtsoratorium Dresdner Kreuzchor Dresdner Philharmonie Roderich Kreile, Leitung

Di., 3.1.12 · 20 Uhr · Philharmonie So., 11.12.11 · 11 Uhr · Philharmonie

Hélène Grimaud

Klavier Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks Mozart: Klavierkonzerte Nr. 19 und 23

Klavier Philharmonisches Kammerorchester München Bach: Klavierkonzerte g-moll, D-Dur und A-Dur Lorenz Nasturica-Herschcovici, Leitung

Planet Percussion

Tenor

Arienabend Württembergisches Kammerorchester Alessandro Vitiello, Leitung

The Infernal Comedy · Wiener Akademie Martin Haselböck, Leitung

So., 6.5.12 · 11 Uhr · Philharmonie So., 1.4.12 · 20 Uhr · Philharmonie

Enoch zu Guttenberg

Beethoven: Symphonie Nr. 9 Chor & Orchester der KlangVerwaltung München

Harald Schmidt & Concerto Köln

Mozart: Der Schauspieldirektor – mit Texten von und mit Harald Schmidt

Do., 7.6.12 · 20 Uhr · Philharmonie

Elina Garancˇa

Mezzosopran Arienabend · Münchner Rundfunkorchester Karel Mark Chichon, Leitung

Di., 26.6.12 · 20 Uhr · Philharmonie

Bobby McFerrin & Chick Corea Together

Blechschaden

Neujahrskonzert der Blechbläser der Münchner Philharmoniker unter der Leitung von Bob Ross

0800 - 633 66 20

Tickets Anruf kostenfrei www.firstclassics-berlin.de | Alle Vorverkaufsstellen


LITERATUR

DER TAGESSPIEGEL

Wer leben darf und wer nicht

Verzückungen „Selbstporträt mit Zwerg“: Gedichte von Volker Sielaff

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er Vers“, hat der amerikanische Dichter Charles Olson einmal gesagt, „muss gewisse Gesetze und Möglichkeiten des Atems einholen und sich ihnen verschreiben: des Atems und Atmens dessen, der schreibt, wie auch seines Zuhörens.“ Der neue fabelhafte Gedichtband von Volker Sielaff ist in dieser Hinsicht ein einziges Exerzitium der Atemgebung. Wenn der Autor am Ende „Zehn Zen Zeilen“ ausstreut, kleine leuchtende Offenbarungsaugenblicke, dann gibt er auch das Erkenntnisprinzip preis, das ihn zu seiner Poesie der Existenzerhellung geführt hat. Nicht zufällig verEin Schauen weist Sielaff auf die Achtsamkeitslehre ohne der Zen-Philosophie, zitiert deren Absicht, Konzentration auf fast wie die Gegenstände, das absichtslose im Zen Schauen, das den Dingen zur Sichtbarkeit verhilft. Seine Gedichte folgen denn auch einer Poetik der zarten mystischen Erleuchtung, die bei der Vergegenwärtigung der Phänomene Wort und Ding verschmelzen will: „Eine Art höchster Verzückung, / die den Unterschied zwischen Ding und Sprache / noch nicht kennt.“ Was der 1966 in der Lausitz geborene und heute in Dresden lebende Volker Sielaff in neun Kapiteln an sinnesöffnenden Gedichten, luziden Selbstbeobachtungen und Wahrnehmungsemphasen zusammengetragen hat, ist von überwältigender Intensität. Das Gedicht „Rollfeld“ spricht von der „Leere in ihrem höchsten Zustand“, der Leere als einem „Rollfeld, für Luft“. Ein anderes Gedicht evoziert die Windbewegung in bestimmten Bäumen – das „Ulmensausen“ gebiert hier den Wunsch des Subjekts, selbst „dem Wind anheimzufallen“. Eine Intensität des Schauens, die eine mystische Stille und Leere mit dem Hingegebensein an die Phänomene verbindet, trägt sehr viele Gedichte dieses Bandes – beglückende Epiphanien, die viel von Kindheit sprechen und von der Möglichkeit, die Welt anzuschauen wie zum ersten Mal. Sielaffs Behutsamkeit orientiert sich an an Inger Christensen, der grandiosen Verfasserin einer lyrischen Schöpfungsgeschichte („alphabet“), und an Robert Creeley, dem amerikanischen Meister der Beiläufigkeit. Zu den schönsten Stücken in Sielaffs „Selbstporträt mit Zwerg“ gehören die Gemäldegedichte, in denen der Autor religiöse Urszenen, etwa die Kreuzigung Jesu, mit dem Blick des skeptischen Nachgeborenen prüft. In den bewegenden Gedichten schließlich, die der Autor seiner Tochter gewidmet hat, sucht er nach einer „Form für das Glück“: „Es gibt Tage, sagt das Kind, / da ist Gott gar nicht Gott, da ist / der Mond auch nicht der Mond. / Da ist die Nacht eine große / Kugel, auf der man spazieren geht / bis wenn man müde ist. / Bis wenn der Mond / einfach bloß wieder / der Mond ist.“ Michael Braun

— Volker Sielaff: Selbstporträt mit Zwerg. Gedichte. Luxbooks, Wiesbaden 2011. 120 Seiten, 22 €.

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Zwischen Fakten und Fiktion: Steve Sam-Sandbergs Ghettoroman „Die Elenden von Lodz“

Wie ich ein Lesewesen wurde

Von Martin Lüdke Gregor Dotzauer über die lebenslange Erziehung zur Literatur

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s gibt Situationen, die dem Menschen die Sprache verschlagen, und solche, vor denen die Sprache versagt. Und es gibt Literatur, die auch das Verstummen beschreiben kann. Zum Beispiel die des schwedischen Journalisten Steve Sem-Sandberg, derSchriftsteller gewordenist. Mehrals100000der neunMillionen Schweden haben seinen im Original 2009 erschienenen Roman „Die Elenden von Lodz“ gekauft. Dabei handelt es sich um große Literatur. Allerdings auch spannend bis zum Ende, obwohl der Ausgang von Anfang an feststeht. „Mir fällt zu Hitler nichts ein.“ Mit dieser starken Behauptung begann Karl Kraus „Die dritte Walpurgisnacht“, seine 1933 geschriebene und immerhin 300 Seiten umfassende Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Es war sein Versuch, sich über die Sprachlosigkeit angesichts des aufgezogenen „Übels“ Rechenschaft abzulegen. Ein ähnlicher Gedanke hatte Adorno zu seiner viel geschmähten Aussage bewogen: „Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch, und das frisst auch die Erkenntnis an, die ausspricht, warum es heute unmöglich ward, Gedichte zu schreiben.“ Steve Sam-Sandberg wurde 1958 in Oslo geboren. Bereits 1976 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Lange Jahre leitete er den Kulturteil des „Svenska Dagbladet“. Mittlerweile sind über 15 Bücher von ihm erschienen, darunter 1996 „Theres“, ein Roman über Ulrike Meinhof, der nächstes Jahr bei Klett-Cotta erscheint. 2009 kamen „Die Elenden von Lodz“ heraus – keine Dokumentation, auch kein Dokumentarroman, obwohl sich Sem-Sandberg, wo immer möglich, auf dokumentarisches Material stützt, vor allem auf die mehrere tausend Seiten umfassende Chronik des Ghettos von Lodz. Er verwandelt die Fakten in Fiktion, in eine Art „Real-Fiktion“. Denn „Die Elenden von Lodz“ beschreiben etwas, was sich nicht beschreiben lässt. Sem-Sandberg rekonstruiert aus dem vorhandenen Material die Ge- Mit Arbeit schichte. Sein Verfahren ähnelt dem versuchten Sartres in dessen die Juden, Flaubert-Studie „Der Idiot der Fami- sich lie“. Auch Sartre zu retten überbrückte fehlende Fakten durch Fiktion, mit Hilfe einer Konstruktion, die er „Totalisierung“ nannte. Ebenso transparent geht Sem-Sandberg vor. Es gibt ein Foto, das einen Besuch des Reichsführers SS im Ghetto von Lodz zeigt. Eine Gruppe von 20 bis 30 deutschen Offizieren umringt das Auto Heinrich Himmlers, ein Cabriolet mit dem Kennzeichen SS – 1. Das Dach ist offen, das Fenster auf der Beifahrerseite heruntergekurbelt. Himmler selbst sitzt im Auto und spricht mit dem einzigen Mann auf diesem Bild, der keine Uniform trägt, sondern einen grauen Anzug mit einem großen gelben Judenstern. Die Offiziere haben fast ausnahmslos den Kopf erhoben, einige blicken geradeaus auf Himmler, andere in die Gegend. Nur der Jude hält, die Schultern leicht gebeugt, seinen Kopf gesenkt. Es ist Mordechai Chaim Rumkowski, der Vorsitzende des Ältestenrates der Juden im

D

er erste Film, das erste Konzert, die erste Ausstellung: Mit etwas Glück kann man sich auch daran erinnern. Doch die eigene Biografie als Leser hat fast immer mehr Gewicht, selbst wenn sich die persönlichen Leidenschaften schließlich auf das Kino oder die Oper richten. Dazumuss man keine falsche Hierarchie der Künste bemühen. Die Gründe sind banaler: Lektürebiografien fangen in der Regel früher an, ja sie beginnen lange vor dem Beherrschen der eigentlichen Kulturtechnik mit dem Vorlesen, und sie spielensich in dem Mediumab, in dem wir auch sonst unser Leben reflektieren: der

Gregor Dotzauer schreibt an dieser Stelle regelmäßig über Zeitschriften und Websites. Nächste Woche: Jens Sparschuh über Hörbücher.

Kolonne der Hoffnungslosen. Ghettobewohner in Lodz, bewacht von jüdischen Kapos.

Ghetto von Lodz. Seine Haltung drückt Demut, ja Unterwürfigkeit aus und zeigt zugleich die herausgehobene Stellung des Juden unter all den deutschen Offizieren. Ihre Aufmerksamkeit gilt ihm. In Sem-Sandbergs Roman erfahren wir zudem, dass Rumkowski es bei dieser Gelegenheit wagte, Himmler zu widersprechen. Er habe den Reichsführer der SS auf die enorme Produktivität des Lagers und damit auf den Beitrag der Juden zur Kriegsführung hingewiesen. Dieser Mordechai Chaim Rumkowski, die zentrale Figur des Romans, ist bis heute umstritten. Er war, meinen die einen, ein Kollaborateur, ein Verräter an seinem Volk, ein Ekel von Mensch und ein Päderast dazu. Er war, meinen andere, ein vernünftiger, aufrechter Kämpfer. Gut und Böse sind in ihm untrennbar verknüpft. Er war, historisch betrachtet, ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft. Aber darf man eine Geschichte, ja Geschichte überhaupt, vom Ende her beurteilen? Das Wahre, meinte Hegel in seiner „Phänomenologie“, sei das Ganze, „das Resultat samt seinem Werden“. Für Rumkowskis Dilemma gab es keine Lösung. Er hatte die einzige Chance zu überleben erkannt. Sie lag darin, sich durch Arbeit unentbehrlich zu machen. Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Damit wollte – und konnte – er sogar Himmler imponieren. Die Folgen waren auch klar: Er trug auf diese Weise zur Stabilisierung der Verhältnisse und zur Verlängerung des Krieges bei. Das Reich profitierte auf allen Ebenen. Die Juden litten dafür. Sie mussten bis über die Grenze der Erschöpfung hinaus arbeiten, unter meist unmenschlichen Bedingungen, bei einer Verpflegung, die

kaum so genannt werden konnte. Nur: Als die anderen Ghettos längst geräumt, ihre Bewohner längst ermordet waren, lief in Lodz der Betrieb noch immer weiter. Rumkowski versuchte, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um möglichst viele vor den Vernichtungslagern zu retten. Das ging, wer könnte darüber richANZEIGE

ten, vielleicht nur, weil er die Vollmachten, die er hatte, auch nutzte und sich als Diktator aufführte. Sein Adoptivsohn fragte ihn einmal: „Bestimmst du, wer sterben soll?“ Er gibt keine Antwort. Im Spätsommer 1942 kommt es zu einer tragischen Zuspitzung. Berlin verlangt von der Lagerverwaltung, alle unnützen Esser, die Alten, Kranken und Kinder, zu eliminieren. Rumkowski versucht vergeblich, zu taktieren. Ihm wird entgegnet, er „habe seine Chance gehabt und sie verspielt.“ Er beruft eine Versammlung ein. Dort erklärt er, mit „veränderter Stimme“, so „als bereite ihm das Aussprechen eines jeden Wortes Qualen“, dass er nicht gekommen sei, um zu trösten. „Wie ein Räuber“ sei er gekommen, „um euch die zu nehmen, die ihr am meisten liebt“:

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Foto: Stadtarchiv Lodz/Klett-Cotta

„Gebt sie mir! Gebt mir eure Kinder“. Was sich nach dieser Rede abgespielt hat, entzieht sich unserer Vorstellungskraft. Die Frankfurter Schriftstellerin Minka Pradelski („Und da kam Frau Kugelmann“) ist die Tochter eines Überlebenden des Ghettos von Lodz. Sie weiß, dass sie ihre Existenz diesem Rumkowski verdankt. Sie besteht darauf: Richtige Entscheidungen gab es nicht. Sem-Sandbergs Fiktion setzt auf der Schnittstelle zwischen Ästhetik und Moral an. Ohne Pathos, sachlich berichtend, aus der Perspektive mehrerer, auch erfundener Protagonisten. In einem Gespräch mit Andreas Platthaus sagte Sem-Sandberg, mit wissenschaftlicher Wahrheit habe sein Roman nichts zu tun. Das Gegenteil ist richtig. Der Roman erreicht mehr, als es die wissenschaftliche Analyse (hier) vermag. Jean-Paul Sartre, Alexander Kluge oder Walter Kempowski haben es ihm vorgemacht. Rekonstruktion der Fakten und Konstruktion der Fiktion durchdringen sich wechselseitig. Auf solche Weise hat jetzt auch Steve Sem-Sandberg eine Geschichte des Holocaust, am Beispiel der Elenden von Lodz, erzählen können. Ein bedrückendes, ein Mut machendes, erschütternd großes Buch.

— Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Lodz. Roman. Aus dem Schwedischen von Gisela Kosubek. Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2011. 651 S., 26,95 €.

Unter Wölfen Christoph Ransmayr und Martin Pollack erzählen

E

Wegsperren und dann? Gefangene brauchen Hilfe, um nach der Haft ein Leben ohne Straftaten führen zu können. Helfen Sie mit Ihrer Zeitungsspende. Bitte spenden Sie den »Tagesspiegel« für Menschen in Haft zum Preis von halbjährlich 89,10 €, jährlich 174,50 € oder überweisen Sie einen Betrag Ihrer Wahl an: Freiabonnements für Gefangene e. V., Bank für Sozialwirtschaft BLZ 100 205 00, Konto 30 85 400, Kennwort: »TSP«, Telefon 030-611 21 89, E-Mail: info@freiabos.de Foto: Beate Pundt

Zeit SCHRIFTEN

www.freiabos.de

s beginnt mit einem Massaker: In den polnischen Karpaten reißt ein Wolf fast eine gesamte Schafsherde. Die Landbevölkerung ist machtlos, die Regierung erlaubt nicht, genügend Wölfe zu schießen, um die Plage loszuwerden. Das namenlose Erzähler-Wir von Christoph Ransmayrs und Martin Pollacks Geschichte „Der Wolfsjäger“ deckt auf der Fährte der Wölfe immer mehr Probleme auf, mit denen Polen sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs konfrontiert sieht. Abseits der großen Städte stehen sich Mensch und Tier ebenso gegenüber wie postkommunistische Bürokratie und archaische Ordnung. „Der Wolfsjäger“ ist ein Projekt im Rahmen von Ransmayrs seit 1997 in loser Folge erscheinender Reihe „Spielformen des Erzählens“. Das erzählende Wir tritt dabei immer wieder in eine Art Dialog, um dann unvermittelt in ein Unisono zu verfallen. Wie sich die Stimmen der beiden Autoren einander nähern und schließlich überlagern, so verhält es sich auch mit den historischen Fakten und Mythen, die hier gedeihen. Wer der Wolfsjäger des Titels ist, wird nie direkt ausgesprochen. Im örtlichen Gasthaus stoßen die Erzähler auf die Tochter des Wirtshausbetreibers, die den „sogenannten Wolfsjäger“ Szymczuk als Warschauer Schnösel abtut, einen Sohn aus reichem Hause, der den Aberglauben von den blutrünstigen Wölfen ausnutzt.

Auch vom tief gläubigen Einsiedler Wasyl, in dessen Hütte der Weg am nächsten Tag führt, wird noch behauptet, er habe nie einen einzigen Wolf selbst erlegt. Dabei schwört er, dass er sein Leben der Ausrottung der Tiere gewidmet hätte, die einst seine Mutter getötet haben. Im Gasthaus heißt es, er sei vielmehr „an der Grausamkeit der Menschenwelt irre geworden“ und habe „unter den Wölfen vielleicht seine einzigen Freunde gefunden“. Wer sagt die Wahrheit? Zwei weitere Prosastücke, „Der Heilige“ und „Der Nachkomme“, einst in der Zeitschrift „Trans Atlantik“ veröffentlicht, erscheinen hier in überarbeiteter Form: die Geschichte vom fälschlicherweise als Pazifisten verehrten Wehrmachtssoldaten und der Bericht eines polnischen Juden, der sich widerstandslos aus seiner Heimat vertreiben ließ und dessen Sohn im Wiener Exil beginnt, sich von der Apathie seines Vaters zu distanzieren. Kristoffer Cornils

— Christoph Ransmayr und Martin Pollack: Der Wolfsjäger. Drei polnische Duette. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011. 68 Seiten, 14 €.

Foto: Kai-Uwe Heinrich

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Sprache. Auchdie Materialität des Gegenstandes Buch spielt eine Rolle. Weder die Schallplatte und ihre Gebrauchsspuren können damit konkurrieren geschweige denn die Neutralität einer DVD. Wie viele Eselsohren, Anstreichungen oder eingelegte Zettel machen Bücher zu Unikaten, die in der eigenen Lebensgeschichte situiert werden wollen. Zugleich verändern sie sich bei mehrmaligem Lesen im Laufe eines Lebens viel stärker als ein Musikstück beim wiederholten Hören. Nicht zuletzt okkupieren ungelesene Bücher eine Stellung zwischen Versprechen und Drohung, die kein entgangener Theaterabend und keine verpasste Vernissage beansprucht. „Das Leben als Leser“, das die von Jan Valk und Jonas Reuber herausgegebene „Zeitschrift für Text + Bild“ namens „Sprachgebunden“ in einer grandiosen Sonderausgabe untersucht (www.sprachgebunden.de, 120 Seiten, 9 €) nimmt selbst bei einem Filmregisseur wie Volker Schlöndorff einen Raum ein, der sich nicht mit dem der allgemeinen Erziehung zur künstlerischen Empfindsamkeit deckt. Zusammen mit 14 anderen Büchermenschen berichtet ervon seiner Lektürebiografie, die hier im Rahmen einer einzigen großen Gesprächscollage erscheint. Bei allem, was die Schriftsteller Judith Schalansky, Thomas Meinecke und Feridun Zaimoglu an Generations- und Regionalprägungen unterscheidet, was Juri Andruchowytsch, Maria Cecilia Barbetta und Galsan Tschinag an exotischen Farbtupfern hinzufügen und Wolfgang Büscher,Jürgen Kuttner undChristian Brückner aus ihrer je eigenen Erfahrung ergänzen, entsteht dabei doch so etwas wie ein einziges kollektives Lesewesen, in dem die disparatesten narrativen und dichterischen Muskel zucken. Doch niemand sollte sich einbilden, dass dies auf individueller Ebene einheitlicher wäre: Kulturelle Basistexte, Idiosynkrasien und Obsessionen führen auch hier eine muntere Koexistenz. DieInszenierung desGesprächs folgt einer stillschweigenden Dramaturgie von frühesten Vorlese- und Lektüreimpressionen, die zu Erweckungserlebnissen, Herzens- und Lebensbüchern übergeht, sich dann der Rolle von Leseorten widmet, das Gewicht kanonischer Werke schultert und zum Schluss einen Blick in private Bibliotheken und deren mehr oder weniger vorhandenen Systematikwirft.Welche Bedeutung hatte Defoes „Robinson Crusoe“? GlühtendieOhren bei Stevensons„Schatzinsel“ oder Coopers „Lederstrumpf“? Wie war das mit Hermann Hesse? Und: Darf’s heute noch Karl May sein? All das erfährt man und bekommt nebenbei Tipps wie den von Dietmar Dath, dass man ohne die LektürevonSteveAyletts Fakebiografie Lowrys „Lint“ nicht ins Grab „Unter dem sinken sollte. Die LeVulkan“, mit bendigkeit des Gesprächs entsteht soder Schere wohl durch seinen hohen Grad an zerteilt Mündlichkeit wie durch die Parallelmontagenund Einrückungen, die typografisch simulieren, wie sich die Mitwirkenden ins Wort fallen. Diese Collage skizziert tausend mögliche Wege durch die Welt der Literatur. Thomas Meinecke erzählt, wie er mit der Hilfe von Henry Miller,den ihmseine Mutter geschenkt hatte, von Arthur Rimbaud zu Patti Smith und weiter zu Hubert Fichte gelangte. Und Albert Ostermaier berichtet, wie er einst in einem mexikanischen Hotelzimmer, auf dem Weg nach Quauhnahuac, wo Malcolm Lowrys Roman „Unter dem Vulkan“ spielt, von der Atmosphäre des Buches derart überwältigt war, dass er dieses Erlebnis buchstäblich teilen wollte. Mit einer Nagelschere zerschnitt er das Exemplar, um seiner Frau die von ihm schon gelesene erste Hälfte zu geben. Das Buch, wenn es sich denn dadurch nicht in etwas Neues verwandelt hat, steht bei ihm heute noch so im Regal.


MEDIEN

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Hier spricht Edgar Wallace

Zu meinem ÄRGER

Welche Homepage können Sie denn empfehlen? http://meedia.de. Viele gute, schnelle, oft auch gut recherchierte, hintergründige Informationen aus der Branche.

Schweiger am „Tatort“ Kinostar ermittelt in Hamburg für den NDR

Foto: dpa

Til Schweiger wird neuer „Tatort“-Kommissar des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Hamburg. Das gaben der Schauspieler und der Sender am Samstag bekannt. Der 47-Jährige freut sich „wahnsinnig“, Til Schweiger NDR-Intendant Lutz Marmor freut sich „sehr“, das Publikum ist noch gespalten. Kürzlich ergab eine Umfrage, dass sich 59 Prozent der Deutschen Schweiger gut in der „Tatort“-Rolle vorstellen können, 41 Prozent sind dagegen. Dabei wollen mehr Frauen als Männer Schweiger im Krimi sehen: 62 Prozent der weiblichen Befragten sprachen sich für ihn aus, bei den Männern 55 Prozent. Es wird noch dauern, bis sich Pessimisten und Optimisten ein Bild machen können. Laut der NDR-Pressemitteilung wird der erste Fall mit Til Schweiger in der Hauptrolle ab September 2012 gedreht. Sein Kommissar werde direkt bei der Kriminalpolizei Hamburg angesiedelt sein –

ARD

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ZDF

anders als bei seinem Vorgänger Mehmet Kurtulus alias Cenk Batu, der als verdeckter Ermittler nicht innerhalb eines Polizei-Teams agierte. Til Schweiger, als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent viel beschäftigt, soll dem NDR auch über 2012 hinaus für eine „Tatort“-Folge pro Jahr zur Verfügung stehen. Zurzeit werde das erste Drehbuch für den neuen Hamburger „Tatort“-Kommissar entwickelt. In der Branche wird damit gerechnet, dass Schweiger bei „seinem Tatort“ nicht nur als Schauspieler mitwirken werde, sondern möglicherweise auch als Regisseur, Autoretc.pp. BeiseinenKinohits wie „Keinohrhasen“ (2007) oder „Kokowääh“ (2011) zeigte Schweiger, dass er bevorzugt alles in einer, seiner Hand hat. Til Schweiger hat schon einmal als Kriminalkommissar für die ARD gearbeitet, zwischen 1994 und 1996 war er der Assi Nick Siegel der „Kommissarin“ (Hannelore Elsner). Schweiger fiel damals mehr durch sein Nuscheln als durch sein durchdringendes Spiel auf. Joachim Huber

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RTL

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9.00 Tigerenten Club 10.03 König Drosselbart. Märchenfilm, D 2008 11.00 Kopfball 11.30 Die Sendung mit der Maus 12.00 Tagesschau 12.03 Presseclub. Guttenberg, Clement, Merz - alte Gesichter für eine neue Partei? 12.45 Wochenspiegel 13.15 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel. Märchenfilm, CS/DDR 1973 14.40 Alles Märchen, oder was? 14.50 Tagesschau 15.00 Neue Chance zum Glück. Familiendrama, D 2011. Mit Sonsee Neu, Jutta Speidel 16.30 Ratgeber: Bauen + Wohnen 17.03 W wie Wissen 17.30 Die Alten-WG 18.00 Sportschau 18.30 Bericht aus Berlin. Warmlaufen für 2013 - der SPD-Parteitag 18.49 Ein PlatzanderSonne 18.50Lindenstraße 19.20 Weltspiegel

6.10 Lauras Stern 6.35 In einem Land vor unserer Zeit 7.20 Bibi Blocksberg 7.45 Bibi und Tina 8.10 Löwenzahn 8.35 Löwenzahn Classics 9.00 heute 9.02 sonntags 9.30 Evangelischer Gottesdienst 10.15 Sportextra. Weltcup Nordische Kombination / Ski alpin: Super-G Herren / 11.00 Viererbob: Herren / Ski alpin: Abfahrt Damen / 12.05 Biathlon: 12,5 km Verfolgung Herren / 13.05 Langlauf: Teamsprint Damen und Herren / Nordische Kombination: 10 km Langlauf / 14.20 Biathlon: 10 km Verfolgung Damen / 15.15 Eisschnelllauf / 16.00 Skispringen 16.55 heute 17.00 Wetten, dass ..? 19.00 heute 19.10 Berlin direkt 19.28 Gewinner der Aktion Mensch 19.30 Terra X: Faszination Erde

5.25 Mitten im Leben! Doku-Soap 6.15 Die Camper. Comedy-Serie 6.45 Die Camper. Comedy-Serie 7.15 Alles Atze. Comedy-Serie 7.45 Alles Atze. Comedy-Serie 8.15 Ritas Welt. Comedy-Serie 8.45 Ritas Welt. Comedy-Serie 9.15 Monk. Comedy-Crime-Serie 10.05 Monk. Comedy-Crime-Serie 11.00 Die Zahnfee. Fantasykomödie, USA 1997. Mit Kirstie Alley, Lynn Redgrave, Dale Midkiff. Regie: Melanie Mayron 12.40 Das Supertalent - backstage. Magazin mit Nina Moghaddam 13.40 Das Supertalent. Inkl. Die Entscheidung 16.45 Bauer sucht Frau. Dazw. ca. 17.35 Bibelclip 17.45 Exclusiv - Weekend. Magazin mit Frauke Ludowig 18.45 Aktuell 19.03 Das Wetter 19.05 Verzeih mir

20.00 Tagesschau 20.15 Tatort Das Dorf. Krimi, D 2011 Mit Ulrich Tukur, Barbara Philipp, Thomas Thieme Regie: Justus von Dohnányi 21.45 Die Bluthochzeit Thrillersatire, D/B 2005 Mit Armin Rohde, Uwe Ochsenknecht, Imogen Kogge Regie: Dominique Deruddere 23.15 Tagesthemen 23.33 Das Wetter 23.35 ttt - titel thesen temperamente Hélène Grimaud spielt Mozart / Zum Tode von Christa Wolf - ein Nachruf 0.05 Bis später, Max Roadmovie, D 2007 Mit Otto Tausig, Barbara Hershey. Regie: Jan Schütte 1.25 Tagesschau 1.30 Der stille Amerikaner Politthriller, AUS/USA 2002 Mit Michael Caine, Brendan Fraser. Regie: Phillip Noyce

20.15 Inga Lindström: Frederiks Schuld Melodram, D 2011 Mit Michaela May, Christian Kohlund, Anna Hausburg Regie: Udo Witte 21.45 Heute-Journal 22.00 Inspector Barnaby Der Tod und die Lady Krimi, GB 2003 Mit John Nettles, Daniel Casey, Jane Wymark 23.40 ZDF-History Das Geheimnis von Pearl Harbor. Doku-Reihe 0.25 heute 0.30 Schätze des Islam Jahrhundertprojekt Museumsinsel. Dokumentation 1.15 Morgenland Ein Prophet verändert die Welt. Dokumentation 2.00 In geheimer Mission Der Fund vom Tell Halaf Doku-Reihe 2.45 Qatna - Entdeckung in der Königsgruft Dokumentation

20.15 2011! Menschen, Bilder, Emotionen Der große RTL-Jahresrückblick. Show mit Günther Jauch. Gäste: Gaby Köster, Wladimir und Vitali Klitschko, Barbara Schöneberger, Maite Kelly, Winfried Kretschmann, Herbert Grönemeyer, Pietro Lombardi und Sarah Engels 23.30 Spiegel TV Magazin Mit Maria Gresz und Kay Siering. U.a. Braune Helfershelfer Wie viel NSU steckt in der NPD? / Angeklagt - Die Karriere eines Höllenengels / Wozu arbeiten? Rundum-sorglos-Paket für Alleinerziehende 0.15 Faszination Leben Die Welpen-Fabrik - eine Frau kämpft gegen den illegalen Handel mit Hunden Reportage-Reihe 0.30 Mit Sack und Pack nach Alabama - Neue Heimat USA Reportage

RBB

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NDR

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ARTE

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13.55Einfachgenial14.25KönigDrosselbart. Märchenfilm, DDR 1965. Mit Manfred Krug, Karin Ugowsk 15.40 Weihnachtsmann gesucht. Liebeskomödie, D 2002. Mit Christoph Waltz, Barbara Auer 17.10 In aller Freundschaft 17.55 Sandmännchen 18.03 Theodor18.30Gartenzeit19.00TäterOpfer - Polizei 19.25 wetter 19.30 Abendschau / Brandenburg aktuell

10.00 Schleswig-Holstein-Magazin 10.30 buten un binnen 11.00 Plattdüütsch 11.30 NDR Talk Show 13.30 Gesundheit DDR - Neue Ärzte braucht das Land 14.15 7 Tage Hagenbeck 15.15 Das Leben! Der Doktor und das liebe Land 16.00 Lieb & Teuer 16.30 Polettos Kochschule 17.00 Bingo! - Die Umweltlotterie 18.00 Hanseblick 18.45 DAS! 19.30 Regional

13.00 Künstler hautnah. Patrick Jouin Designer 13.30 Philosophie: Würde 14.00 360˚ - Geo Wunschfilm 14.50 Darwins Reise ins Paradies der Evolution. Dokumentarspiel, F/D/AUS 2008. Regie: H. Schuler, K. v. Flotow 16.35 Mein Leben - Mads Mikkelsen 17.20 Yourope. Power Shoppen - Wie jungeEuropäereinkaufen17.45Metropolis 18.30 Zu Tisch in ... Hedmark

20.00 Tagesschau 20.15 Schlagerparty Mit Gitte Haenning, Nik P., Patrick Lindner, Simone, Marshall, Alexander, Tommy Steiner, Ireen Sheer 21.45 Aktuell 22.00 Sportplatz Sport in Berlin und Brandenburg 23.00 Festliche AIDS-Gala 2011 Mit Vivicia Genaux, Dalibor Jenis, Alex Esposito, Thomas Quasthoff, Simone Kermes, dem Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin. Max Raabe (Aufzeichnung aus der Deutschen Oper Berlin) 0.30 Bericht aus Berlin Gäste: Frank-Walter Steinmeier, Guido Westerwelle

20.00 Tagesschau 20.15 Landlust TV Vorweihnachtszeit 21.45 Sportclub Bundesliga Hamburger SV - 1. FC Nürnberg, FC Schalke 04 - FC Augsburg 22.00 Die NDR-Quizshow Ratespiel 22.45 Sportclub Fußball-Bundesliga / Handball, Champions League: Montpellier HB - THW Kiel Gast: Felix Magath 23.30 „Sportclub“-Stars Andy Holzer (Extrembergsteiger) 0.00 Dittsche Das wirklich wahre Leben 0.30 Hero Wanted - Helden brauchen kein Gesetz Thriller, USA 2008. Mit Cuba Gooding jr., Ray Liotta

19.00 Journal 19.15 Bryn Terfel singt die Bad Boys (Aufzeichnung aus der St. Davids Hall Cardiff, November 2009) 20.00 Karambolage Magazin 20.15 High Fidelity Komödie, USA 2000. Mit John Cusack, Iben Hjejle, Jack Black. Regie: Stephen Frears 22.10 Very British: Stephen Frears Porträt des Regisseurs 22.35 Gala der Europäischen Filmpreise 2011 Höhepunkte von der Verleihung des 24. Europäischen Filmpreises Mit Anke Engelke (Aufzeichnung vom 3.12.) 0.10 Baukunst Die Frauen-Universität Seoul

3 SAT

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11.30 Jezebel - Die boshafte Lady. Südstaatendrama, USA 1938. Mit Bette Davis, Henry Fonda 13.05 Opfer einer großen Liebe. Melodram, USA 1939. Mit Bette Davis 14.35 Verdammt sind sie alle. Melodram, USA 1958. Mit Frank Sinatra, Shirley MacLaine 16.45 Solange es Menschen gibt. Melodram, USA 1959. Mit Lana Turner, John Gavin 18.45 Was der Himmel erlaubt. Melodram, USA 1955. Mit Jane Wyman, Rock Hudson 20.15 Die wunderbare Macht. Melodram, USA 1954. Mit Rock Hudson, Jane Wyman 21.55 Ryans Tochter. Melodram, GB 1969/70. Mit Sarah Miles, Robert Mitchum 1.05 Die Ehe der Maria Braun. Nachkriegsdrama, D 1978. Mit Hanna Schygulla, Klaus Löwitsch

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KIKA

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15.45 Trickboxx.Kino! 16.00 Willi wills wissen 16.25 Coco auf wilder Verfolgungsjagd. Animationsfilm, USA 2009 17.35 1, 2 oder 3 18.00 Die Tigerentenbande 18.15 Der Mondbär 18.40 Beutolomäus 18.50 Sandmännchen 19.00 Wickie 19.25 pur+ 19.50 logo! 20.00 Sturmfrei 20.15 Majority Rules

RTL 2

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15.00 X-Factor 16.00 Der Trödeltrupp 17.00 Schau dich schlau! 18.00 Welt der Wunder 19.00 Grip - Das Motormagazin 20.00 News 20.15 Nicht auflegen! Psychothriller, USA 2002. Mit Colin Farrell, Kiefer Sutherland 21.50 The Closer 22.50 Law & Order: New York 23.45 Das Nachrichtenjournal

Fußball-Bundesliga-Talk 쮿 Fredi Bobic, VfB Stuttgart 쮿 Thomas Helmer, Sport1-Experte 쮿 Peter Großmann, ARD 쮿 Heiko Waßer, RTL 쮿 Wolff-Christoph Fuss, Liga total! und Sat1

PRESSECLUB ARD, 12 Uhr 03

Tina Hassel

Lilly und er. Kommissar Murot (Ulrich Tukur) hat einen Gehirntumor. Lilly beschert ihm Foto: HR diesmal Musical-Visionen, darunter mit den Kessler-Zwillingen.

wird schwer enttäuscht. Alles ist anders! Der Krimi wird hier zur Zeitmaschine, mit der Murot in einen Edgar-Wallace-Film katapultiert wird. Er stößt auf einen dubiosen Schlossherrn namens Bemering (Thomas Thieme), nach dessen Pfeife das ganze Dorf zu tanzen scheint. Die ebenso zwielichtige Ärztin Herkenrath (Claudia Michelsen) steckt mit dem barocken Machtmenschen unter einer Decke, und hinter jeder Wand lauert lau-

Eine Reverenz an das schwarz-weiße Fernsehen schend und spähend wie einst Klaus Kinski der finstere Mordgeselle Dietrich (Tobias Langhoff). Der Film hat fast alle Farbe verloren, mit braunen, grauen und grünen Tönen wird der schwarz-weißen Ära des Fernsehens die Reverenz erwiesen. Wer sich auf diesen spielerisch ironischen Film einlässt, wird reich belohnt. Es gibt irre Szenen, die zwischen Traum, Wahn und Halluzination pendeln. Da wird dem Retro-Pop auf eine ungemein witzige Art und Weise gehuldigt, die legendären Kessler-Zwillinge werfen noch einmal ihre Beine und haben einen fabelhaft ver-

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N24

Stündlich Nachrichten 10.05 9/11 Hilferufe aus den Twin Towers 11.05 Der geheime Krieg - Agenten im Anti-Terror-Kampf 12.10 Der geheime Krieg - Agenten im Anti-Terror-Kampf 13.05 Autopsie XXL 14.05 Kronzucker unterwegs auf der Vulkaninsel Java 15.05 Hamburger Hafen - Deutschlands Tor zur Welt 16.05 Transportwelt 16.30 Wissen 17.05 Tod in der Tiefe - Die größten U-Boot-Katastrophen 18.05 Die wahre Geschichte 19.05 sonnenklar.TV 20.15 Ein Ferrari entsteht 21.15 Mega-Maschinen 22.15 Die Panzerfabrik 23.15 Military Movers 2 - Die Truppen-Transporter 0.10 Hamburger Hafen - Deutschlands Tor zur Welt 1.05 Mega-Maschinen 1.50 Ein Ferrari entsteht

ruchten Auftritt. Diese Miniaturen werden im Rückblick zweifellos zu den Höhepunkten des Fernsehjahres zählen. Auch an den Psycho-Duellen, die sich Murot mit dem Schlossherrn Bemering liefert und die von den geschliffenen Dialogen des vielfach ausgezeichneten Drehbuchautors Daniel Nocke leben, kann sich der Zuschauer erfreuen. Sie können als Kommentar zur digitalen Betriebsamkeit gelesen, als Plädoyer für analoges Innehalten. Ebenso ungewöhnlich ist die Arbeitsbeziehung, die Murot zu seiner Assistentin Magda Waechter (Barbara Philipp) unterhält, auch das sind Szenen für Liebhaber. Dazukommt die Regie von Justus von Dohnányi, der zeigt, dass er sich in der Filmgeschichte bestens auskennt. Dieser „Tatort“ ist ein Film, der von seiner fast morbiden Lust an der Vergangenheit lebt, es ist ein Schwelgen in Motiven unserer Fernsehkindheit: Schatten, Spinnennetze, falsche Wände, Verliese, Gucklöcher, Nebel und Seelen voller Nacht und Finsternis. Man kann das auch langweilig finden. Man kann sich aber auch entführen lassen aus dem „Tatort“-Land, das wir kennen. Vielleicht wird Murot der erste Kommissar sein, der es wagt, im Jenseits zu ermitteln. Mit Lilly hat er eine kundige Lotsin an Bord.

PHOENIX

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8.30 700 Kilometer Einsamkeit. Eisiges Rennen in Kanadas Norden 9.15 Im Dialog 9.50 „Augstein und Blome“ 10.00 Vor Ort: Aktuelles 12.03 Presseclub 12.45 Presseclub nachgefragt 13.00 Vor Ort: Aktuelles 16.00 Wohin steuert Russland? Duma-Wahl 16.45 Schätze der Welt. St. Petersburg - Das Venedig des Nordens 17.00 Forum Wirtschaft. Wirtschaftsmacht Deutschland: Goldesel oder Zugpferd für Europa? 18.00 Nikolaus aus Leidenschaft 18.30 Das Ende des Politbüros 20.00 Tagesschau 20.15 Im Bann des Yukon - Mit Hundeschlittenführern durch Alaska 21.45 Zwischen Pflicht und Sehnsucht 23.15 An einem Tag in Kunduz. Der tödliche Befehl 0.00 Alaskas Dalton Highway

N-TV

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Stündlich Nachrichten 16.05 Herrscher des Schreckens 17.05 Hannibal - Erzfeind der Römer 18.25 PS - Klassik mobil 19.05 Wissen 20.05 Schiffsvergrößerung Extrem 21.05 Monster-Maschinen 22.05 Abriss Extrem 23.05 Wissen 0.15 Monster-Maschinen 1.05 Abriss Extrem 1.55 5th Avenue 2.15 Deluxe 3.15 Die tödlichen Waffen der Urzeit-Giganten 1

TELE 5

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19.05 Bettinas Hollywood 19.10 True Hollywood Story 20.10 Bettinas Hollywood 20.15 Die Schneekönigin. Fantasyfilm, USA/GB 2002. Mit Bridget Fonda, Jeremy Guilbaut. Regie: David Wu 23.55 Power - Weg zur Macht. Politsatire, USA 1985. Mit Richard Gere, Julie Christie, Gene Hackman

DAS VIERTE

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19.00 Neues aus der Medizin 19.30 Teleshopping 20.15 Fantomas gegen Interpol. Krimikomödie, F/I 1965. Mit Jean Marais, Louis de Funès, Mylène Démongeot, Jacques Dynam, Robert Dalban, Christian Toma. Regie: André Hunebelle 22.35 Teleshopping 23.50 Heiße Girls 0.55 Girls

WDR

D

18.15 Tiere suchen ein Zuhause 19.10 Aktuelle Stunde 19.30 Westpol 20.00 Tagesschau 20.15 Wunderschön! Die Wupper - eine Flussreise durchs Bergische Land 21.45 Bundesliga am Sonntag 22.15 Zimmer frei! 23.15 Dittsche - Das wirklich wahre Leben 23.45 Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs. Call-in 0.15 Rockpalast. Alter Bridge / Black Stone Cherry

MDR

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18.05 In aller Freundschaft 18.58 Wetter 19.00 Regional 19.30 Aktuell 19.50 Kripo live 20.15 Die große Show der Naturwunder 21.45 Aktuell 22.10 Weihnachtsmann gesucht. Liebeskomödie, D 2002. Mit Christoph Waltz, Barbara Auer 23.40 I love Mitteldeutschland. Kurzfilme

BR

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19.00 Dorf mit Zukunft. Langenegg in Vorarlberg 19.45 Der Komödienstadel: Die Widerspenstigen. Volksstück 21.15 Faszination Wissen 21.45 Blickpunkt Sport - Bundesliga 22.15 Sport in Bayern 22.30 Rundschau 22.50 Heimat in zwei Welten 23.35 Entweder Broder - Die Deutschland-Safari!

SAT 1

Guttenberg, Clement, Merz - alte Gesichter für eine neue Partei? 쮿 Michael Backhaus, Bild am Sonntag 쮿 Ferdos Forudastan, freie Journalistin 쮿 Eckart Lohse, F.A.S. 쮿 Daniela Vates, Berliner Zeitung 쮿 Tina Hassel, Moderatorin

BERICHT AUS BERLIN ARD, 18 Uhr 30

FrankWalter Steinmeier

Thema u.a.: Warmlaufen für 2013 der SPD-Parteitag

쮿 Frank-Walter Steinmeier,

SPD-Fraktionsvorsitzender (live zugeschaltet)

ZIMMER FREI! WDR, 22 Uhr 15 Prominente suchen ein Zuhause

Nazan Eckes

쮿 Nazan Eckes, Moderatorin

MENSCHENWÜRDEFORUM PHOENIX, 0 Uhr

Nina Ruge

„Tatort: Das Dorf“, ARD, 20 Uhr 15

Jahresrückblicker Nummer eins: Günther Jauch mit „2011! Menschen, Bilder, Emotionen“ (RTL, 20 Uhr 15). Gäste u. a.: die Klitschko-Brüder und Winfried Kretschmann. Foto: RTL

SUPER RTL

Foto: WDR

Peter Grossmann

TV-Tipp

16.00 Die Weihnachtsgeschichte. Zeichentrickfilm 17.15 Sally Bollywood 17.45 Cosmo & Wanda 18.10 Weihnachtsmann & Co. KG 18.45 Phineas und Ferb 19.15 Die Zauberer vom Waverly Place 19.45 Shake it Up - Tanzen ist alles 20.15 Das Dschungelbuch. Abenteuerfilm, USA 1993. Mit Jason Scott Lee, Cary Elwes 22.30 Columbo. Wer zuletzt lacht. Krimi, USA 1989

Hund und Mensch - Wer läuft da an der Leine? 쮿 Mona Entrup, entwirft Hunde-Mode 쮿 Filiz Erfurt, Hunde-Trainerin 쮿 Antoine F. Goetschel, Jurist 쮿 Christoph Kappel, Filmtiertrainer 쮿 Bernd Schinzel, Tierschützer 쮿 Tanja Busse, Moderator

DOPPELPASS SPORT 1, 11 Uhr Foto: WDR

Lilly ist ein Tumor. Gerade so groß wie eine Haselnuss. Lilly hockt im Kopf des LKA-Mannes Felix Murot und fühlt sich dort wohl. Das Gehirn des Kommissars ist für einen sensiblen Tumor wie Lilly ein wunderbares Zuhause, der Mann ist musikalisch, allen feinen Genüssen zugetan, er ist witzig und hat einen abwechslungsreichen Beruf. Außerdem spricht der Mann mit ihr, welcher Tumor findet schon so einen verständnisvollen Gastgeber? Diese Konstellation, dieser permanente Dialog zwischen Tumor und Mensch, ist der Ausgangspunkt für den ungewöhnlichsten Kommissar in der deutschen „Tatort“-Landschaft. Murot ist ein Nostalgiker, ein Tief- und Zurückschauender. Diese ungewöhnliche Figur hat der Hessische Rundfunk im Dialog mit Ulrich Tukur entwickelt, der dem Kommissar viel von seinen Vorlieben und Empfindungen mit auf den Weg gibt. Die fabelhaften drei – Murot/Tukur und Lilly – werden nicht oft zu sehen sein, ein-, zweimal im Jahr tritt das Trio seinen Dienst an. In seinem ersten Fall hatte es Murot mit den Schatten der Vergangenheit zu tun, er tauchte tief in die gewaltsamen Geschichten der RAF ein. Auch dieses Mal lässt Murot die Gegenwart links und rechts liegen und springt in einen Kessel Nostalgie und alte Lieder. Er verschwindet in einem Dorf im Hintertaunus, das aus allen Zeiten gefallen zu sein scheint. Ein alter Freund bittet den LKA-Mann um Hilfe. Ein Mord, klar! Und Korruption, Verschwörung, falsche Spuren. Als Murot endlich in dem Dorf ankommt, scheint der Fall bereits geklärt. Der Mörder hat sich selbst gerichtet, einen Abschiedsbrief hinterlassen, der das Mordmotiv enthält: Schnöde Erbstreitigkeiten. Murot tritt die Heimreise an, doch Lilly spielt verrückt, quatscht den Kommissar so zu, dass er mit seinem Wagen von der Straße abkommt und in den Wald rauscht. Murot trägt's mit Fassung, nimmt eine Mütze Schlaf und wacht erst am nächsten Morgen wieder auf. Da springt plötzlich der selbstmörderische Mörder durch den Wald, quicklebendig und offenbar auf der Flucht. Der Kommissar kehrt um und nimmt nun das Dorf, über dem ein hochherrschaftliches Schloss protzt und prunkt, genauer unter die Lupe. Wer jetzt eine ordentliche, sonntagsübliche „Tatort“-Handlung erwartet, der

Foto: WDR

vember. Heather Mills, Exfrau von Paul McCartney, verunglückte beim Skitraining. Zwei Jugendliche wollten helfen. „Als ich ... meine Beinprothese abnahm, schrieen sie erschreckt auf, weil sie dach-

Über den Gegenwind in den Medien für die „Zeit“ wegen des „Comeback“-Interviews mit dem ehemaligen Verteidigungsminister, für Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und für den unerträglichen Guttenberg, der immer noch nicht sieht, was er eigentlich gemacht hat: Diese Lügerei war ein bisschen mehr als die 23 Plagiate. Dann verunglimpft er noch Parteikollegen und glaubt wirklich, dass alles nach seinen verqueren Vorstellungen und Werten gehen muss.

Tanja Busse

Von Torsten Körner

Foto: dpa

Carola Wedel ist Kulturkorrespondentin des ZDF. Ihr Film „Schätze des Islam“ über das Museum für Islamische Kunst auf der Berliner Museumsinsel läuft am Sonntag um 0 Uhr 30 im ZDF.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?

WEST.ART TALK WDR, 11 Uhr

Ulrich Tukur dreht als Kommissar Murot wieder mal an der Zeitmaschine

Foto: WDR

Foto: ZDF

Der allgegenwärtige und immer weiter wachsende Promi-Kult. Beispiel – mit der unfreiwilligen Komik des Absurden, siehe „Berliner Morgenpost“ vom 28. No-

ten, das Bein wäre beim Unfall abgegangen." Die beiden Jugendlichen hatten wohl zu wenig yellow press verfolgt! Köstlich.

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E IN DEN TALKSHOWS F

Foto: dpa

Absurder Promi-Wahn Frau Wedel, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

DER TAGESSPIEGEL

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Verleihung Roland Berger Preis für Menschenwürde 2011 (mit Podiumsdiskussion) 쮿 Volker Perthes, Politikwissenschaftler 쮿 Hamed Abdel-Samad, Publizist 쮿 Jean-François Julliard, Reporter ohne Grenzen 쮿 Nina Ruge, Moderatorin

PRO 7

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5.30 Blockbuster TV - Making-of: „Kein Sex ist auch keine Lösung“ & weitere Neustarts 5.55 Kommissar Rex. Bring mir den Kopf von Beethoven 7.00 Kommissar Rex. Unter den Straßen von Wien 8.00 Weck up. Morning-Show 9.00 So gesehen - Talk am Sonntag 9.25 Genial daneben - Die Comedy-Arena. Rateshow 10.25 Clever - Die Show, die Wissen schafft. Gäste: Mathias Schlung, Cindy aus Marzahn 11.20 Sechserpack. Wasser. Sketch-Comedy 11.50 Norbit. Komödie, USA 2007. Mit Eddie Murphy, Thandie Newton, Terry Crews. Regie: Brian Robbins 13.45 Race of Champions - Vorbericht / Champion der Champions / Finale 17.00 Messie-Alarm! 18.00 Kilo-Alarm! 19.00 Schwer verliebt

7.40 How I Met Your Mother 8.35 Scrubs 9.30 Blockbuster TV - Making-of: „Kein Sex ist auch keine Lösung“ 9.40 Zachary Beaver - Mein dickster Freund. Familienfilm, USA 2003. Mit Jonathan Lipnicki, Cody Linley 11.10 Richie Rich. Komödie, USA 1994. Mit Macaulay Culkin, John Larroquette 12.55 Zoom - Akademie für Superhelden. Komödie, USA 2006. Mit Tim Allen, Courteney Cox 14.25 Die Abenteuer von Shark Boy und Lava Girl. Fantasyabenteuer, USA 2005. Mit Taylor Lautner. Regie: Robert Rodriguez 16.10 Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum. Fantasykomödie, USA 2005. Mit Jonah Bobo. Regie: Jon Favreau 18.00 Newstime 18.10 Die Simpsons 19.05 Galileo. XXL Adventskalender

20.00 Nachrichten 20.15 Navy CIS Rache ist bitter. Krimi-Serie 21.15 The Mentalist Giftiges Wasser. Krimi-Serie 22.15 Criminal Minds Alte Spuren. Krimi-Serie 23.15 Criminal Minds Liebling der Frauen Krimi-Serie 0.05 Blockbuster TV - Making-of: „Kein Sex ist auch keine Lösung“ 0.25 News & Stories Requiem auf die Unsterblichkeit 1.10 Navy CIS Rache ist bitter. Krimi-Serie 1.50 The Mentalist Giftiges Wasser. Krimi-Serie 2.30 Tage des Donners - Days of Thunder Actionfilm, USA 1990. Mit Tom Cruise, Robert Duvall, Nicole Kidman Regie: Tony Scott 4.10 Richterin Barbara Salesch Gerichtsshow

20.15 Leg dich nicht mit Zohan an Komödie, USA 2008 Mit Adam Sandler, John Turturro, Rob Schneider Regie: Dennis Dugan 22.30 Bad Boys - Harte Jungs Actionkomödie, USA 1995 Mit Will Smith, Martin Lawrence, Téa Leoni Regie: Michael Bay 0.40 Muscle Heat Actionfilm, J 2002 Mit Kane Kosugi, Sho Aikawa, Masaya Kato Regie: Ten Shimoyama 2.20 Bad Boys - Harte Jungs Actionkomödie, USA 1995 Mit Will Smith, Martin Lawrence, Téa Leoni Regie: Michael Bay (Wh.) 4.15 Muscle Heat Actionfilm, J 2002 Mit Kane Kosugi, Sho Aikawa, Masaya Kato Regie: Ten Shimoyama (Wh.) 5.40 Galileo

VOX

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KABEL 1

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7.00 Menschen, Tiere & Doktoren 7.55 hundkatzemaus 9.05 Kampf ums Leben 11.05 Geld spielt keine Rolle - Wie viel Luxus braucht der Mensch? 13.10 Goodbye Deutschland! Die Auswanderer 15.15 auf und davon 16.30 Schneller als die Polizei erlaubt 17.00 auto mobil 18.15 Unser Traum vom Haus Spezial - Pfusch am Bau 19.15 Die Küchenchefs

11.25 Die Eishockey-Prinzessin. Sportkomödie, USA 2005 13.00 D.A.R.Y.L. - Der Außergewöhnliche .... Science-Fiction-Film, USA/GB 1985. Mit Mary Beth Hurt 15.00 Die Coneheads. Science-Fiction-Komödie, USA 1993. Mit Dan Aykroyd 16.45 news 16.55 Earthsea - Die Saga von Erdsee. Fantasyfilm, USA 2004. Mit Shawn Ashmore, Isabella Rossellini

20.15 Das perfekte Promi Dinner Backen Spezial Mit Ralph Morgenstern, Hella von Sinnen, Oli P., Enie van de Meiklokjes und Joey Kelly. Koch-Doku 22.45 Prominent! Boulevardmagazin 23.25 X Factor Casting-Show Jury: Sarah Connor, Till Brönner, Das Bo 2.20 Wer is(s)t besser? Spielshow Mit Thorsten Schorn 4.30 CSI - Den Tätern auf der Spur Die Karpfen Horror Picture Show. Krimi-Serie 5.20 Wissenshunger Magazin 5.30 Die Einrichter Deko-Soap

20.15 Two and a Half Men Die See ist eine harte Mutter / Wo ist der blöde Hund? / Ein guter Schläfer / Ödipus. Comedy-Serie 22.10 Abenteuer Leben Die große Überraschung: Die besten Geschenke / Das Paragraphen-Schlupfloch: Gesetzeslücken im Baurecht 0.00 K1 Magazin 1.05 The Majestic Liebesdrama, USA 2001 Mit Jim Carrey, Martin Landau, Laurie Holden Regie: Frank Darabont 3.35 Die Coneheads Science-Fiction-Komödie, USA 1993. Mit Dan Aykroyd, Jane Curtin (Wh.)


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WELTSPIEGEL

DER TAGESSPIEGEL

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NACHRICHTEN

Tausende Koblenzer müssen Wohnungen verlassen Koblenz - Wegen der Entschärfung einer britischen Luftmine aus dem Zweiten Weltkrieg hat am Samstag die teilweise Evakuierung von Koblenz begonnen. Fast die Hälfte der 106 000 Einwohner von Koblenz müssen die Sperrzone bis Sonntagmittag verlassen, auch mehrere Krankenhäuser, Pflegeheime und ein Gefängnis wurden evakuiert. Die Mine wurde am 20. November bei Niedrigwasser im Rhein entdeckt. Die Entschärfung soll am Sonntagnachmittag beginnen. Tsp

K8><JJG@<><CK@:B<KJ K_\Xk\i$le[Bfeq\ikbXjj\ `dKX^\jjg`\^\c$J_fg Askanischer Platz 3 (Anhalter Bahnhof), 10963 Berlin Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9.00 bis 18.00 Uhr Mit eigenem Kundenparkplatz! Bestellhotline (030) 290 21 – 521 Mo. – Fr. 7.30 bis 20.00 Uhr Sa. – So. 8.00 bis 12.00 Uhr theaterkasse@tagesspiegel.de

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LEUTE

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Heute aus New York

Foto: AFP

Für das US-Musikmagazin „Billboard“ ist Taylor Swift die „Frau des Jahres 2011“. Die Künstlerin wurde beim „Women in Music“-Event in New York mit dem Titel ausgezeichnet. Sängerin Nicki Minaj wurde als „aufsteigender Stern“ geehrt. Swift („Love Story“, „Ours“) erinnerte sich in ihrer Dankesrede daran, wie sie als Teenagerin in „Billboard“ geblättert habe und davon träumte, eines Tages ihren eigenen Namen darin zu finden. Die Country-Pop-Sängerin und Schauspielerin hatte bereits bei den kürzlich verliehenen American Music Awards drei Preise abgeräumt. Die 21-Jährige ist außerdem für die Grammys dreimal nominiert. dpa

DIE letzte MELDUNG Wissenschaftler halten Klonen von Mammuts für möglich Nach dem Fund von gut erhaltenem Mammut-Knochenmark steigen nachEinschätzung von Wissenschaftlern die Chancen, die ausgestorbene Tierart zu klonen. Um das Mammut wieder aufleben zu lassen, wollen Forscher aus Japan und Russland im kommenden Jahr zusammenarbeiten. Im August war im sibirischen Dauerfrostboden der Oberschenkelknochen eines Mammuts entdeckt worden. AFP

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Staatsakt für den Klassiker Wehmut und etwas Langeweile: Gottschalks letzte „Wetten dass...?“-Show lässt zweifeln, ob sie seinen Abgang überleben kann Von Joachim Huber Angekündigt ist ein Fernsehstaatsakt. Thomas Gottschalk, der Gottvater der deutschen Showunterhaltung, verlässt „Wetten, dass..?“ nach fast 25 Jahren und 151 Ausgaben. Die Kleidung des Publikums in der Messehalle zu Friedrichshafen ist feierlich gedeckt, es kündigt sich ein Fernsehtheater aus den steifen TV-Zeiten an, als zu Hause die Mutti sich ins Schwarze Feierlich zwängte und Vati den Hochzeitsanzug Gedecktes von den Mottenku- dominiert die geln befreite. Gottschalk muss Halle – doch das schon beim zä- er will hen Warm-up gespürt haben. Wieder Spaß, nichts und wieder betont Weinerliches er, ja ermahnt er, dass auch an diesem Abend seines Abschieds Spaß angesagt sei, nicht Weinerlichkeit. Der Typ hat sein Publikum derart im Griff, dass es ihm auch an dieser Stelle folgsam folgt. Was gut war an dieser Show in der Gottschalk-Ära, das soll auch am 3. Dezember 2011 gut und auf keinen Fall vergessen sein. Es gibt ein Best of nach dem anderen, bei den Outfits, Gästen, bei den Wetten, unglaublich, was die stets leistungsbereiten Deutschen, Österreicher und Schweizer in ihrer Freizeit so alles anstellten und anstellen, um ins Scheinwerferlicht zu geraten. Ehrgeiz, Siegeswillen, aber eben auch gebrochen durch die Ironie des Verlieren-Könnens. Vielleicht anarchisch, bestimmt charmant. Dieser Show-Sound, dafür stand (?) Gottschalk, der überlebensgroße, so gar nicht verbissene US-Franke. Ein, sein Verdienst: Unterhaltung kann Pop sein.

Abschied auch von Co-Moderatorin Michelle Hunziker. Sie will beim ZDF bleiben, Gottschalk wechselt zur ARD.

Zu seinem Finale holt sich Gottschalk seine Lieblingsgäste auf die Couch. Was mit Günther Jauch, dem Gegenpart und der Ergänzung aus gemeinsamem Radio-Tagen, doch so wehmütig wie ein Weltkrieg-Zwo-Veteranen-Treffen be-

gann, muss so nicht bleiben. Der Basketballer Dirk Nowitzki, die Schauspieler Til Schweiger und Jessica Biel bringen die Show in die Gegenwart. Alles okay, manches interessant, manches Bla-Bla, Gottschalk hat wie stets keinerlei Scheu

Foto: Patrick Seeger/dpa

zu reden, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Er ist ein situationistischer Clown, er ist wiederum das, was keinem der bisher genannten Nachfolger zu eigen ist: Thomas Gottschalk versteht sich als Conférencier, er ist der erste Diener

Die Kraft reicht nicht aus

präsentiert:

Nena verschiebt alle Konzerte ins Frühjahr – sie ist nicht die einzige Künstlerin, die eine Auszeit braucht Von Eva Kalwa Auf dem Bildschirm, als Jurorin in der neuen TV-Castingshow „The Voice of Germany“, wirkt Nena vor quietschfidel und fährt Millionen-Quoten ein, vergangene Woche begeisterte sie die Gäste des Bundespresseballs in Berlin. Warum hat die 51-jährige Sängerin bloß soeben alle Konzerte ihrer „Live & Akustisch“- Tournee im Dezember und Januar abgesagt und sie auf April 2012 verschoben? Die Erklärung ist einfach: Ein Teil der TV-Sendung wurde bereits im Sommer aufgezeichnet. Allerdings beginnen im Januar die Live-Shows für das Sängercasting. Doch die seien nicht gefährdet, wie Sat1 und ProSieben mitteilen: „Wir freuen uns auf die ersten beiden Live-Shows mit Nena am 5. und 6. Januar“, so eine Sprecherin. Was der genaue Grund für die aktuellen Absagen ist, ist auch dort nicht bekannt. Auf ihrer Homepage schreibt Nena: „Ich bin nicht schwer krank oder so, aber es reicht im Moment noch nicht, um jeden Abend mit

voller Kraft auf der Bühne zu stehen. Ich weiß, dass ich spätestens im Frühjahr wieder richtig fit bin.“ Bereits Ende August hatte die in Hamburg lebende Sängerin ein Konzert in der Schweiz „krankheitsbedingt“ absagen müssen. Über mögliche Ursachen lässt sich nur spekulieren. Fest steht, dass es in der jüngeren Vergangenheit mehrere deutsche

Auftritt nach Mitternacht: Nena auf dem Berliner Bundespresseball Foto: Thilo Rückeis

Künstler gab, die sich eine Auszeit aus dem anstrengenden Musikgeschäft nehmen mussten. Dazu gehört neben dem Sänger von Rosenstolz, Peter Plate, bei dem 2009 Burnout diagnostiziert wurde, und dem Komiker Kurt Krömer, der vor einem Jahr wegen akuter Erschöpfung die Notbremse ziehen musste, auch Helge Schneider. Er hatte im Sommer 2011 einen Teil seiner Shows abgesagt, da er „urlaubsreif“ sei. Zuvor musste der 56-Jährige bereits mehrere Shows aus Krankheitsgründen abbrechen. Auch Judith Holofernes, 35-jährige Frontfrau der Gruppe Wir sind Helden, sagte 2010 in einem Interview über ihr neues Album „Bring mich nach Hause“: „Viele der neuen Lieder sind aus körperlicher und seelischer Erschöpfung entstanden.“ Von der war bei Nena während ihres Auftritts auf dem Bundespresseball in Berlin vor einer guten Woche allerdings nichts zu spüren. Zu später Stunde bescherte sie den Gästen mit Hits wie „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ selige Erinnerungen an längst vergangene Abife-

ten. Außerdem erzählte die vierfache Mutter und zweifache Großmutter gut gelaunt, dass sie sich sehr auf die kommende Tournee freue. Die in Hagen geborene gelernte Goldschmiedin, die in Wirklichkeit Gabriele Susanne Kerner heißt, nahm vor fast 30 Jahren ihre erste Single „Nur geträumt“ auf. Mit ihrem damaligen Lebensgefährten und Bandschlagzeuger Rolf Brendel war sie nach West-Berlin gezogen, wo 1983 ihr größter Hit entstand, das Antikriegslied „99 Luftballons“, das es ohne die Rolling Stones vielleicht nie gegeben hätte. Im Juni 1982 besuchte der 2002 verstorbene Bandgitarrist Carlo Karges deren Konzert in der Berliner Waldbühne. Als die Stones bunte Luftballons steigen ließen, überlegte sich der damals 30-Jährige, was wohl passieren würde, wenn die harmlosen Flugobjekte am Himmel des Ostens auftauchten. Würden sie eine Paranoia und atomare Kurzschlussreaktionen auslösen? Karges schreibt daraufhin einen Text über „99 Luftballons“, der bis heute um die Welt schwebt.

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seines Fernsehvolks. Da muss er sich klein und groß machen, er muss selbst dann umarmen, wenn ihm nicht danach zu mute ist. Und er hat sich von seinem Publikum nicht entfernt. Wer sich Meat Loaf zum Abschiedsständchen einlädt, der ist irgendwann stehengeblieben oder – wie Gottschalk eben – ein Klassiker geworden. Michelle Hunziker assistiert nach ihren (schwachen) Kräften, serviert Kuchen, Sekt und sorgt dafür, dass die Wetten ordnungsgemäß ablaufen. Es liegt – bei aller Wehmut – ein wenig Langeweile über dem Goodbye. Erst der Auftritt von Karl Lagerfeld bringt eine kurze Wende: Der Couturier ist unverkrampft, ganz er selbst, er lebt in seinem eigenen Universum. Ist das Persönlichkeit oder Chuzpe? Welch ein Gewinn auf der Couch, wo die Farblosigkeit sich breit gemacht und Iris Berben Platz genommen hat. Die Außenwette, moderiert von Olli Dittrich, ist, ehrlich gesagt, ein Flop aus Österreich. Wahrscheinlich ist dieser Satz ein Frevel an diesem Heiligabend des deutschen Fernsehens: „Wetten, dass..?“ ist dem Tode nah, Gottschalk wirkt da wie ein Herzschrittmacher. Ist das nur ein Eindruck, oder bringen diese besonderen Fernsehstunden nur die besonderen Stärken und Schwächen der Show vor Augen? Ein Gedanke schießt quer: Soll das ZDF jemanden finden, der Gottschalk nachfolgt, oder soll beim ZDF jemand den Mut finden, „Wetten, dass..?“ in die TV-Annalen zu schicken. Wo nimmt der Sender den Mut her zu glauben, dass ein neuer Moderator das modernisierte Format zur Millionenquote bringt? Selbst die in der Sendung angespielte Lösung, dass Günther Jauch sich in die Gottschalk-Spur begeben sollte, könnte, wollte, bringt nur Schrecken hervor. „Wetten, dass..?“ ist tot, es lebe Thomas Gottschalk.

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SONNTAG Foto: Reuters, Wikipedia

NOMEN Mit wem Rihanna am besten kann – Seite S 3

Nelken, Zimt und Lebkuchen – Seiten S 6 & S 7 AROMEN

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

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Tim Raue, 37, ist für den „Gault Millau“ der beste Koch in Berlin, das Magazin „Feinschmecker“ kürte ihn gerade zum „Koch des Jahres 2011“. Raue wuchs in Kreuzberg auf und war der einzige Deutsche bei den „36 Boys“, einer Jugendbande. Mit seiner Frau betreibt er das „Tim Raue“ in der Kochstraße.

ter und einer kommt mit 6 mal 6 daher, dann gibt's Feuer, und zwar in diesem Moment.

Interview: Björn Rosen und Norbert Thomma Foto: Mike Wolff

Yoga tut mir gut. Ich trete einen Schritt zurück, beobachte mich, ich dehne meine Muskeln durch, das entspannt den Körper. Meinen Guru habe ich „Major Pain“ getauft, es tut schon diabolisch weh.

Haben Sie manchmal Angst vor sich? Nö, ich sehe mich ja nicht. Aber meine Frau hat mich schon gefilmt, um mir zu zeigen wie ich aussehe, wenn ich wütend bin. Sehr beeindruckend. Ihren Werdegang haben Sie in einer Biografie schildern lassen: Ihre Eltern trennten sich früh, Sie haben schon Jahre keinen Kontakt mehr. Als Kind wurden sie zwischen beiden hin und her geschoben, besuchten acht Schulen in elf Jahren. Als Jugendlicher hatten Sie Prügeleien in einer Kreuzberger Straßengang. Pflegeleicht waren Sie auch als Koch für Ihre Chefs nie, einem Hoteldirektor haben Sie ein Ei an den Kopf geworfen. Und heute grüßen Sie mit zusammengelegten Händen vor der Brust und einer leichten Verbeugung, sanft wie der Dalai Lama. Diese Haltung habe ich vom Yoga, man hält damit auch auf angenehme Weise Distanz. Ich war nie ein Händeschüttler. Sie und Yoga? Sie waren Fußballer, haben in der Jugend mit späteren Bundesliga-Profis wie Carsten Ramelow und Zecke Neuendorf gekickt.

Bei Ihnen darf's gern jenseits der Schmerzgrenze sein. Ja.

Herr Raue, es ist Advent, an jeder Ecke von Berlin riecht es nach Weihnachtsmarkt, Glühwein, gebrannten Mandeln, Chinapfanne, frischen Waffeln. Kommen Sie langsam in Festtagslaune?

In der „FAS“ haben Sterneköche erzählt, wie Sie sich fit halten, das zu lesen, war ernüchternd. Die meisten essen fast nicht, trinken keinen Alkohol, joggen bis zur Marathondistanz. Wo bleibt da der Genuss?

Nein, ich hasse das. Was ich an dieser Jahreszeit mag, ist die Lichtstimmung. Die Straßen und Kaufhäuser sind illuminiert, und mir gefällt auch, dass es früh finster wird. Mit diesem gedimmten Licht assoziiere ich Wärme, Geborgenheit – und Aromen wie duftige, dunkle Tees. Jasmintee! Für mich als Koch allerdings sind die Feiertage die Hölle.

Köche sind Getriebene, es gibt zwei Typen davon. Die einen werden dünn, nervös und herrisch, die anderen werden dick, ruhig und explodieren gern mal jähzornig. Typ zwei sind Sie, man sieht es an Ihrer Wampe. Hey! Ich habe seit einem Jahr kein Junkfood mehr angefasst, keine einzige Currywurst. Ich habe gerade in acht Wochen zehn Kilo abgenommen! Ich war auf 103 Kilo bei 1,76 Metern Größe, jetzt steuere ich 90 an, damit wäre es fein.

Wieso? Ihr Restaurant ist doch geschlossen. Doch danach kommen die umsatzstärksten Tage, und unsere Logistik ist komplett im Eimer. Die Franzosen, diese Knalltüten, hören am 22. Dezember auf zu fischen! Wir brauchen täglich frische Ware, und Feiertage unterbrechen den Fluss all unserer Produkte. Wir sitzen dann da und zittern: Kommt heute der Wolfsbarsch, kommen die gewünschten Kräuter…?!

Fasten tun Sie nicht? Das wäre unmöglich, ich verbrauche zu viel Energie bei meinem Job. Die Frage ist nur: Wie nehme ich die Energie zu mir? Ich habe sonst tagsüber kaum gegessen und nach Mitternacht ganze Berge verschlungen. Jetzt esse ich am Nachmittag und dann ist Schluss.

Der Advent ist zumindest für Kinder eine ersehnte Zeit. Es gibt Spekulatius, Plätzchen, einen Kalender mit Schokolade für jeden Tag. So etwas hab ich nie gekriegt. Das einzige, was ich alsKind jedesJahr mitgroßer Liebevonmeinem Vater bekommen habe, waren Schläge mit derRute.Jedes beknackte Jahr immer nur die Rute. Ich würde sie ihm heute gerne… Ach, lassen wir das. Die wichtigsten Weihnachtsgewürze sind Anis, Ingwer, Kardamon, Koriander, Macis, Zimt, Vanille… …und das ist durchaus auch meine winterliche Würzwelt. Man muss aber verdammt aufpassen, dass damit nicht zu viel Harmonie entsteht. Ich will ja Ihren Gaumen nicht einlullen, ich möchte ihn kitzeln, provozieren. Deshalb besteht meine Basisaromatik aus den vier Komponenten Säure, Süße, Schärfe und vegetabil. Vegetabil – was bitte ist das? Kräuter, frische Kräuter, Sie finden auf jedem Teller einige Blättchen davon, Sauerklee, Giersch, Vogelmiere, Kayang, Koriander... Was ein Gericht eben ergänzt. Denn die frischen haben viel mehr ätherische Öle als getrocknete. Jedenfalls sollen Sie bei mir nicht den Geschmack von lecker und beliebig erleben, ich will Sie durchs Essen wach machen, will vitalisieren, Energie spenden. Jeder Biss soll aus kleinen Nadelstichen bestehen, dafür sorgen die feine Schärfe und Nuancen von Säure. Früher habe ich’s damit furchtbar übertrieben, da war das noch nicht ausbalanciert. Säure, Schärfe – das waren Massaker im Mund, da haben die Gäste angefangen zu weinen, aber nicht aus Freude. Ihre Küche ist geschmacklich von Asien geprägt, geistig auch? Sicher. In China gibt es die Philosophie der wärmenden und kühlenden Zutaten. Roter Chili wärmt, mit dem würzen wir im Moment, im Frühjahr schalten wir wieder um auf grünen, kühlenden. Auch Orangen und Mandarinen bringen Wärme. Aber der Kreuzberger in mir will auch mit Konventionen brechen. Mitten im Winter habe ich stets einen Teller im Menü, der Ihnen Südsee und Ukulele verspricht, wo schon rein optisch alles hell ist. Hatten Sie denn, was die asiatische Küche betrifft, ein Erweckungserlebnis? Restaurant Jade in Singapur, 2004 ist das gewesen und hat alles verändert. Contemporary Chinese Fine Dining Cuisine. Schon der erste Teller war nicht von diesem Planeten! Eine französische Entenstopfleber-Terrine, dazu Beilagen von der Peking-Ente, knusprige Haut, Gurke, Lauch, sehr hübsch angerichtet. Und dann gingen bei mir alle Lichter aus: Kabeljau in Tempurateig gebacken, auf einer süß-sauren Soße aus Schweinefüßen, obendrauf thailändischer Mangosalat, also rohe Mango, rote Zwiebel, Koriander und Chili. Den Teller habe ich vier Mal bestellt! Ich dachte, wie zur Hölle kann man so geil kochen? Und ich wusste, was ich bisher gemacht habe, war Müll.

„Ich seziere gutes Essen wie ein Pathologe“ Advent ist die Zeit der würzigen Aromen – und das ist die Welt von Tim Raue. Der Starkoch über die Liebe zu Asien, seinen Jähzorn und die Prügel vom Vater Und Sie sagten sich: Das koche ich nach. Nein, kopieren ist für mich die größte Schande, das habe ich noch nie gemacht. Dann erklären Sie doch mal an einem Beispiel, wie Sie Gerichte komponieren. Okay, nehmen wir das Dong-Po-Schwein – Mao hat das seine letzten 20 Jahre mächtig gefuttert. Ich war in Hongkong mit ein paar Chinesen essen, auf dem Tisch stand ein großer, gusseiserner Topf, darin schätzungsweise vier Kilo Schweinebauch, jedes Stück mit Paketschnur umwickelt, damit es in Form bleibt. Rote Soße, Pakete, dazu: nichts. Absolut puristisch. Es war das beste Schweinefleisch, das ich je im Leben gegessen hatte. Ich habe dann in alten Büchern und im Internet geforscht. Dong Po war ein Dichter, dieser Schweinebauch wird mit Sternanis, Zimt, Reiswein, Wasser und Sojasoße mariniert, dann darin gegart und in dem Sud serviert. Klingt simpel. Moment, ich wollte nicht den ganzen Bauch, nur die drei Zentimeter, die am besten marmoriert sind: viel Fett, eher weniger Fleisch. Dann Sojasoße fast weg, die war mir zu salzig, dafür mehr Reiswein rein. Wasser wurde ersetzt durch entsaftete Tomaten, damit war schon mehr Säure im Spiel. Rote geräucherte Chilis dazu für die Schärfe. Die Soße wird ganz ohne Salz gekocht, dafür ist das Schwein gepökelt. Soße und Schwein, das war mir zu langweilig, weil zweidimensional. Ich will auf jedem Teller die dritte Dimension schmecken, da muss etwas passieren im Mund, ich brauche Kontraste. Deshalb habe ich die Schwarte vom Schweinebauch genommen, frittiert, getrocknet, Korianderblätter getrocknet, beides zermörsert, aufs Schwein gestreut und einige winzig geschnittene Stückchen von frischem Ing-

wer dazugegeben. Nur haben europäische Gäste Probleme mit dem Fett. Daher liegen außen rum gedämpfte Lauchscheiben, die das Fett entzerren. Nun fehlte aber die Süße. Deswegen liegen noch kleine Würfel von eingelegter Wassermelone drauf. Das ist mein Dong Po! Und dann kommen, wie kürzlich geschehen, die Tester des renommierten Gastro-Führers „Michelin“ und sagen: Tim Raue bekommt einen von drei möglichen Sternen und nicht zwei, womit Sie ja fest gerechnet hatten. An diesem Tag waren viele meiner Mitarbeiter sehr, sehr traurig, andere sogar wütend. Ich habe ihnen erklärt, das hat keinen Sinn, das führt nirgendwo hin. Wir können nun totdiskutieren, wie ungerecht wir das finden, doch jetzt liegt es an uns: weiter konzentrieren, weiter arbeiten. Sie haben dem zweiten Stern entgegengefiebert, Sie wollten ihn sich sogar tätowieren lassen, Zitat Raue: „Ich lebe für dieses Ziel.“ Sie muss die schlechte Nachricht doch am meisten geschmerzt haben. Das mag so sein. Trotzdem habe ich als Chef für die anderen da zu sein. Soll ich mich echauffieren wie in der Schule? Das ist mir damals schon nicht gut bekommen. Meine Devise ist: Fresse halten und ackern! Ich zweifle ja nicht an meiner Leistung. Ich weiß, besser als im vergangenen Jahr konnten wir nicht sein. Der „Michelin“ ist die Koryphäe, das zu bewerten – basta. Ein zweiter Stern, so schätzen Branchenkenner, bringe 20 bis 30 Prozent mehr Umsatz. Internationale Gäste nehmen einen ganz anders wahr, ja, es wäre ein satter wirtschaftlicher Vorteil. Eine Woche später hat Sie der „Gault Millau“ mit 19 Punkten bewertet, das gilt als Weltklasse und ist einsame Spitze in Berlin. Ist das Trost genug?

Nein. Doch diese Wertung und vom „Feinschmecker“ zum Koch des Jahres gemacht zu werden: Besser geht’s praktisch nicht mehr! Beim „Michelin“ bleibt der Anreiz: Da ist noch was zu holen. Sie formulieren so diplomatisch. Ihr Image dagegen ist: arrogant, große Klappe. Ihre Mutter hat Sie mal in der Küche besucht und gesagt, Sie seien „ein widerliches Arschloch“, so wie Sie mit Leuten umgehen. Meine Mutter hatte nie Verständnis für meinen enormen, vielleicht überzogenen Ehrgeiz. Ich bin ein Hochleistungssportler am Herd, will immer gewinnen. Ich habe viel Energie, die mit Aggressivität einhergeht. Damit sind manche überfordert. Sie hatte mich im Swissotel besucht, da hatten wir ein Restaurant mit 120 Plätzen, darauf einen Stern und 18 Punkte im „Gault Millau“, daneben einen Ballsaal mit 400 Plätzen, wir haben am Tag 600 bis 800 Essen aus einer einzigen Küche geschickt. Ich habe nie, nie weniger als 18 Stunden gearbeitet, sieben Tage die Woche. Es war ein solcher Kraftakt, ich bin in der Küche umgekippt, ich war kein Mensch mehr, ich war ein Gespenst. Seit gut einem Jahr haben Sie ein eigenes Restaurant. Da ist es besser? Ich bin mit Sicherheit immer noch ein widerliches Arschloch, das ist ein Teil meines Ichs. Nur habe ich längst begriffen, dass ich so wie früher nicht mit Leuten umgehen kann. Respekt, das habe ich auch in Asien gelernt. Meine heutigen Mitarbeiter sind schon viele Jahre mit mir zusammen. Trotzdem, wenn unser Laden mit 47 Gästen besetzt ist, haben wir im Schnitt 18 Sekunden Zeit, alle Komponenten auf einen Teller zu packen und zu arrangieren. Dann kommt schon der nächste Abruf, die nächste Vorspeise oder der nächste Fischgang, so geht es stundenlang – nonstop. Wenn ich vorher sage, wir schneiden das Fleisch 5 mal 5 Zentime-

Was hat Sie so weise gemacht? Der Internist. Er sagte zu mir, wenn Sie älter als 45 werden, haben Sie einen Wunsch frei. Meine Frau war dabei und hat es gehört. Seitdem leben wir beide vernünftiger. Sie und Ihre Frau hätten schon mehrere Eigentumswohnungen verfuttert, haben Sie mal erzählt. Wenn sie beide auf einem kulinarischen Kurztrip in London oder Hongkong sind, werden mittags und abends je zwei Sternelokale besucht… …doch das heißt nicht, dass ich dort alles aufesse. Aufregende Sachen aber bestelle ich gleich fünf Mal hintereinander, wie das Hummer-Dim-Sum im Lung King Heen in Hongkong. Es war genial. Ich wollte das von allen Seiten noch einmal sehen: Wie ist das Verhältnis Farce zu Hummer? Hat er den Teig vorher schon angedämpft? Ich seziere diese Dim Sum wie ein Pathologe. Ich will die Technik begreifen, ich will in diese Ideenwelten vordringen. Ein Koch muss essen, essen, essen. Und auf den Preis schauen Sie da nicht? Im Gegenteil. Ich esse meist die ganz teuren Sachen, weil in Asien für gute Produkte irrsinnig viel Geld ausgegeben wird. Die große Küche definiert sich dort fast rein über die Zutaten. Haben Sie in Japan mal Fugu probiert, diesen Kugelfisch, der bei falscher Zubereitung tödlich ist? Das ist doch wohl selbstverständlich. Sie würden staunen, Fugu hat ganz wenig Fett, da schmilzt nichts am Gaumen, er ist durchsichtig und schmeckt nach absolut Null, nach gar nichts. Wenn Sie einen ganz, ganz frischen Zander hauchdünn aufschneiden – so schmeckt Fugu. Ich dachte, okay, jetzt habe ich 480 Euro für etwas bezahlt, das es in Europa für 20 Euro an jeder Sushi-Bude gibt: Sashimi vom weißen Fisch. Ich wollts halt einmal probieren. Ihr schärfstes Essen? In einer Bude namens Hunan Garden in Hongkong, Hunan ist die schärfste Region in China. Ich aß dicke Garnelen, die mit Bird-Chilis gespickt waren, ich tunke das Ding in Soße, kaue und – rammm!! Sofortiges Zungenkoma, Kreislauf auf 5000, Augen fünf Zentimeter aus den Höhlen, Motor überhitzt. Muss ich nicht mehr haben. Das ekeligste? Nattò, fermentierte Sojabohnen. Sieht aus wie Sperma, riecht wie vergammeltes Sperma. Brrrrrh. Oh, da fällt mir noch was Ekeligeres ein, das war beim Vietnamesen ein Darm… Aufhören, Herr Raue, danke! Sie schreckt nichts? Ich probiere alles. Ochsen- oder Fischaugen gehen gut runter, die sind schön fettig. Was mich weniger reizt, sind Geschlechtsorgane. Fortsetzung Seite 2


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ZU HAUSE

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Wer kocht für Ihren Geschmack in Deutschland am besten? Joachim Wissler in Bergisch-Gladbach. Nicht wegen seiner drei Michelin-Sterne, er ist handwerklich perfekt, aromatisch ausdrucksstark und auf dem Teller gigantisch. Ein Gericht sah bei ihm aus wie brauner Schnee, es war tiefgefrorene Gänsestopfleber, gehobelt, in einem Metallrohr leicht angepresst, auf einem Jus von grünen Pflaumen, obendrauf ein Bliny von schwarzer Lakritze und schwarzer Trüffel. Die Leber ist im Mund sanft geschmolzen, hat sich mit der Süße des Trüffels gemischt, die Frucht hat der Leber das Fett genommen… Komplett irre. Ich bin jetzt 37 und kann sechs Gänge so kochen, dass ich mit jedem zufrieden bin. Wissler schafft es mit 24 Gängen – das kriege ich nicht hin. Im Moment gilt das Noma in Kopenhagen als das aufregendste Restaurant der Welt.

Einblicke: Raue richtet ein Dong-PoSchwein an (links und oben); frische Kräuter sind bei ihm ein Muss; im Restaurant hängt ein Gemälde mit Müllsäcken. Fotos: Mike Wolff (3), Wolfgang Stahr

Ich war mehrfach dort. Rindertartar mit Sauerklee und einer Senfcreme, man musste das mit den Fingern essen. Wunderbare Idee. Aber noch besser als das Essen ist das Konzept. Schlichtes, nordisches Design, eine unglaubliche Herzlichkeit. Der Chef des Noma sagt, exotische Zutaten schicken lassen kann sich jeder, die Schwierigkeit sei, vor der eigenen Haustüre die besten Hagebutten zu finden. Warum kochen Sie nicht, was alle so loben: regionale Produkte? Ich habe zehn Jahre nach der Wende Teltower Rübchen gemacht und Königsberger Klopse. Ich wollte Rübchen groß wie Golfbälle und bekam Rübchen groß wie Handbälle. Es war zum Verzweifeln. Ich spürte auch, mit den Klopsen komme ich an meine Grenzen, ich wollte sie auch nicht dekonstruieren und mit Eis aus Roter Bete als Soufflé servieren. Dann habe ich mich in Asien verliebt – und das ist geschmacklich meine Heimat geworden. Und nun kochen Sie, der ehemalige Kreuzberger Rüpel, für die feine Gesellschaft: 148 Euro kostet ein Menu von sechs Gängen ohne Getränke. Rechnen wir die Mehrwertsteuer weg, sind es noch 118. Dann der Wareneinsatz, runde 35 Prozent, bleiben 80 Euro. Davon zahlen wir acht Köche, zehn im Service, exorbitante Energiekosten, Miete, Zins und Tilgung für einen Kredit, Geschirr, Reinigung der Wäsche undso weiter. WerGeld verdienen will, macht besser eine Frittenbude auf. Nebenbei kochen Sie bei den Heimspielen von Hertha BSC in VIP-Lounges, „Feinschmecker“-Leser können eine Shoppingtour mit Ihnen gewinnen, Sie sind für einen Monat Gastkoch beim Red-Bull-Boss in Salzburg, Sie sitzen in der Talkshow von Anne Will, Sie schreiben Rezepte fürs „SZ-Magazin“, man sieht Sie auf Spiegel-TV und im „Stern“, Sie haben in einer trashigen TV-Show gekocht. Herr Raue, für Ihre Selbstständigkeit müssen Sie am ganz großen Rad drehen.

„Ich seziere gutes Essen wie ein Pathologe“ Fortsetzung von Seite 1

Ethische Bedenken haben Sie keine? Doch, bei Haifischflossen. Sind nicht mal gut. Was dürfte man Ihnen nicht wegnehmen? Meine Gewürze, aber lasst mir auch den Vakuumierer! Eine Tomate in Scheiben schneiden, mit ihrem Saft und Aromen vakuumieren, 30 Minuten ruhen lassen und rausholen: unvorstellbar schmackhaft. Wir bekamen in Ihrem Restaurant mal Achillessehne vom Kalb serviert… …mit Gingerbier-Sud und Ananas. Das hatte ich in China gesehen, Achillessehne kann man nicht mal kurz in den Wok schmeißen, die braucht sechs, sieben Stunden. Die Sehne fliegt hierzulande ins Hundefutter, deshalb musste sie der Meister eigens für mich auslösen. Arbeit ist teuer, ein Kilo kostet im Einkauf 80 Euro. Viel Geld für eine fingerdicke, gallertartige Masse. Was soll das, Herr Raue? Es hat mich gereizt. Die Resonanz der Gäste war dann nicht so doll, Achillessehne ist wieder von der Karte verschwunden. Was noch aufgefallen ist: Bei Ihnen werden keine klassischen Beilagen serviert, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot. Sie sind der einzige Sterne-Koch, der seine Gäste mit Kohlehydraten kurz hält. Ich war nur der erste, der es laut gesagt und zum Programm gemacht hat. Ohne Kohlehydrate ist

die Küche bekömmlicher. Sie stehen nicht vollgestopft vom Tisch auf und fühlen sich am nächsten Morgen leichter. Gehen Sie mal in Asien in ein exzellentes Lokal und bestellen Reis – die gucken Sie an wie ein Auto. Reis isst aus Not, wer sich nichts anderes leisten kann. Da mühen sich Sie und neun Köche stundenlang an raffinierten Soßen, und dann hat man nicht mal ein Stückchen Baguette, um die Reste dieser Köstlichkeiten aufzutunken. Dann lecken Sie doch den Teller ab. Was noch ein wenig merkwürdig anmutet, ist die Eingangsfrage der Kellnerin: Haben Sie Allergien? Man denkt: Hilfe, was tischen die da auf! Jeder Zweite leidet doch an irgendeiner Unverträglichkeit. Schlimmer als diese Frage ist, wir fangen an zu kochen, und beim dritten Gang schicken Sie das Essen zurück und sagen, ich hab doch eine Fischallergie, das Gericht habe ich extra bestellt, weil kein Fisch dabei ist. Woher soll ich das wissen, wenn wir nicht miteinander reden? Ihre Kreationen erinnern optisch entfernt an Chagall oder Kandinsky. Wie soll man sich Ihrem geschmorten Kalbskamm nähern: Mit Ehrfurcht? Mit Appetit! Kochen ist Kunst und Handwerk. Perfektes Garen und eine Soße mit guter Textur, das ist Handwerk. Aromen aufscheinen zu lassen und den Teller zu präsentieren, das ist Kunst. Und die ist temporär, Sie essen sie auf – und weg ist die Kunst, das gefällt mir daran. Deutschlands höchstdekorierter Koch ist Harald Wohlfahrt. Er ist jahrelang an der Zubereitung eines Blätterteigs gescheitert. Kennen Sie so etwas auch?

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Sieben Jahre. Was? Abalone. Sieben elende Jahre hat mich die bescheuerte Abalone gequält! Ich habe diese sündhaft teuren Meeresschnecken kurz gekocht, frittiert, lang gekocht, gedämpft, gebraten, ich habe sie zerhämmert, geklopft und zerhackt. Nie war ich glücklich damit. Bis ich sie zu einem Freund nach Hongkong mitgenommen habe. Wir haben lange experimentiert und herausgefunden: 15 Sekunden bei 100 Grad Dampf, das ist es. Experimentieren, das ist es? Logisch, ich kann nicht sagen: Jetzt brat ich mal ein Rebhuhn. Wir tüfteln gerade am Rebhuhn, wir haben eine Brust im Dämpfer gegart und eine im Ofen, zwei haben wir vakuumiert und ins Wasserbad gelegt, mal bei 58 Grad, mal bei 68 Grad, wenn nichts davon optimal ist, geht es eben weiter. Für Sie als Gast mag wichtig sein, ist das Fleisch zart, michinteressiert mehr:Wie schmeckts? Zart ist einfach zu machen, aber ich will, dass beim Aroma des Rebhuhns Ihr Gaumen explodiert. Neulich haben Sie uns in Ihrer Küche die Aromen gezeigt, mit denen Sie hauptsächlich kochen. Sie verwenden nur drei Pfeffer, aus Sechuan, Madagaskar, Japan. Vom Madagaskar kostet ein Kilo 820 Euro. Woher wissen Sie denn so genau: Die drei sind ideal. Ich mache doch nichts anderes. Egal wo ich bin, gucke ich nach Gewürzen, nach Butter, nach Früchten. Ich hatte sicherlich 50, 60 verschiedene Sorten Sechuan-Pfeffer im Mund, bis ich den jetzigen erwählt habe. Wichtig ist auch die Logistik: Ich muss ihn, wenn ich frischen brauche, nach Berlin kriegen, sonst nutzt es nicht.

Für jeden Pfeffer haben Sie eine andere Mühle, die eine schabt, die andere pulverisiert… Geben Sie es ruhig zu, das ist Hokuspokus. Eine Verwechslung der Mühlen schmeckt in ihrem Fond aus Entenfüßen kein einziger Gast. Aber ich. Ich war mal auf einer Champagner-Verkostung und jemand sagte, Herr Raue, Sie behaupten doch immer, Sie hätten in Ihrem Leben schon so viel Krug getrunken, finden Sie ihn raus? Und dann schaute er hämisch, so hähhähä, den Raue führen wir mal vor. Von zwei Dutzend Champagnern war nachher der Krug bei mir auf Platz 1. In der Welt der Geschmäcker fühle ich mich sicher. Ich esse ja meine eigenen Sachen blind. Ich will schmecken! Ich lasse mir die Augen verbinden und mir wird nicht gesagt, was unsere Küche serviert, es wird extra verwirrend auf dem Teller angerichtet. Und wenn ich nicht genau schmecke, was es ist, wird das Gericht verändert. Sie sind mit Tütensuppen und Pommes aufgewachsen. Woher haben Sie die ästhetische Empfindsamkeit, die man für die feine Küche braucht? Keine Ahnung. Eine geschenkte Gabe. Vielleicht ein Ausgleich für die Scheiße, die ich als Kind durch die Eltern erleben durfte: Verachtung, Lieblosigkeit.

Ja, es gibt einen klaren Zusammenhang zwischen meiner öffentlichen Präsenz und der Anzahl unserer Gäste. Marketing ist wichtig. Ich gönne mir aber inzwischen klare Ruhephasen. Nicht mehr als 14 Stunden Arbeit am Tag, und der Sonntag ist heilig, kein Handy, kein Computer. Und in welchem Berliner Möbelhaus waren Sie am Sonntagnachmittag die große Attraktion? Oh fuck, Sie haben mich erwischt! Das Honorar war so, dass ich dachte, machst du halt drei Stunden den Affen, dafür kannst du mit deiner Frau in der Business-Class weit weg in Urlaub fliegen. Manche mit Ihrer Vergangenheit enden im Knast, andere finden zu Gott, Ihnen jedoch erschien im Alter von 18 Jahren Marie-Anne. Ein Glück. Meiner Frau gehört das Restaurant, sie organisiert den Service, wir arbeiten schon so lange zusammen. Sie ist die konservative Bürgerlichkeit, ich bin die völlige Rebellion, sie war immer mein Regulativ, aber nicht wie so eine beknackte Oberstudienrätin. Bewundern Sie Ihre Frau, dass Sie es mit Ihnen aushält? Jeden Tag, ganz ernsthaft, jeden Tag.

Lange Zeit galt der Spanier Ferran Adriá als größter Erneuerer der Küche. Haben Sie ihn besucht?

Und am Heiligen Abend sitzen Sie beide zu Hause, hören Weihnachtslieder unter einer Tanne mit Lametta und essen selbstgemachte Gans mit Rotkohl.

Ach, der Molekularquatsch. Es hat mich nie interessiert, wie Adriá Lachs mit Stickstoff in Schaum verwandelt und als flüssiges Bonbon serviert. Schauen Sie mich an, ich bin kein professoraler oder philosophisch angehauchter Mensch. Ich bin straight, geradeaus.

Nichts davon. Lametta geht gar nicht, ich schätze den asketischen Stil der Japaner. Musik ist nicht meins, mein privates Leben ist beherrscht von Stille. Und gekocht wird zu Hause grundsätzlich nicht. Ich vermute mal, wir gehen einfach im Good Friends nett chinesisch essen.

Ihre Spende hilft denjenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen. Die 19. Tagesspiegel-Aktion „Menschen helfen!“ unterstützt in diesem Jahr vorrangig die Kinder- und Familienhilfe, Initiativen für psychisch kranke Menschen sowie die Integration von Migranten – aber auch Projekte für benachteiligte Jugendliche, für Obdachlose, Initiativen im Behindertenwesen und freie Träger in der Frauen- und Altenarbeit. Neben den hier beschriebenen Einzelprojekten unterstützen Sie weitere 49 soziale Initiativen.

Kurzbeschreibung einiger Projekte

Ganz gleich wie groß Ihre Spende ausfällt, sie ist wirksam und über die Verwendung wird im Tagesspiegel sowie im Internet unter www.tagesspiegel. de/spendenaktion detailliert berichtet. Wir danken schon jetzt für Ihre Hilfe!

s Miete und technische Ausstattung der Schulungsräume für Angebote zu Berufsorientierung für Kinder mit Migrationshintergrund des kein abseits e.V..

Auf Wunsch erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Bitte geben Sie dafür Namen und Ihre genaue Adresse an. Die Namen der Spender werden im Tagesspiegel veröffentlicht. Sollten Sie keine Nennung wünschen, vermerken Sie bitte auf der Einzahlung „kein Name“. Sie können im Internet per Online-Banking überweisen.

s Warme Mahlzeiten sowie Hygiene- und Reinigungsartikel für Obdachlose in der Notübernachtung „Nachtcafé“ des ObDach e.V.. s Erweiterung des Kinderschlafraumes der Mutter-Kind-Einrichtung DOMUS der firmaris gGmbH. s Finanzierung von Mahlzeiten für Kinder von suchtkranken Eltern des „Kiezkids Projekt“ von Teen Challenge Berlin e.V. s Unterstützung der kiezbezogenen Gemeinde- und Integrationsarbeit im „Kiezkaffee“ der Kiebez.vgh gGmbH.

s Software und Computer für Schuldenprävention und Insolvenzberatung benachteiligter Kinder des GefAS e.V. (Brandenburg). s Unterstützung von Behinderten, Senioren und Alleinerziehenden, die von Isolation bedroht sind - Hilfe beim Aufbau des neuen Vereins: Kontakte schaffen Leben e.V.. s Kücheneinrichtungen und Kunsttherapie für die Zufluchtswohnungen im Frauenzentrum Marzahn-Hellersdorf des Matilde e.V.. s Verpflegung und Miete zur Gründung von Kindertagesgruppen der Betreuungseinrichtung für trauernde Jugendliche und Kinder des TrauerZeit Zentrum für trauernde Kinder und Familien Berlin Brandenburg e.V.. s Miete für die Ambulanz am Zoo zur medizinischen Betreuung von Wohnungslosen des Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.. s Ein Kommunikationshilfsgerät für das Förderzentrum Autismus e.V.

Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V., Stichwort: „Menschen helfen!“, Konto-Nr. 250 03 09 42, Berliner Sparkasse, BLZ 100 500 00

s Operation, Behandlung und Versorgung von Kindern mit Gehbehinderung in Kongo – Projekt des Deutschen Welthungerhilfe e.V..


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S4

RÄTSEL

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

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BILDERRÄTSEL

1

John Lennon mit „Imagine“, Bob Dylans „Blowin’ in the Wind“ oder Christian Anders mit dem „Zug nach Nirgendwo“: Es gibt Lieder, die gehen einem nie mehr aus dem Kopf. Jeden Sonntag erinnert unser Zeichner Sascha Dreier an einen Hit. Das ist doch der ... Der Name dieses Hits ist gewissermaßen Programm.

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SCHACHRÄTSEL

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KREUZWORTRÄTSEL

Es war einmal ein Riesenhit

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Lösungswort: Die Buchstaben in den Feldern mit den unten aufgeführten Zahlen ergeben eine leblose norddeutsche Schote.

19

D

SCHWEDENRÄTSEL niedriges Sofa (veralt.)

Hubschrau- Uranusberdreh- mond flügel

D Abk.: Picofarad

Baumwollstoff

Abk.: GefühlsRex Imwelt perator

mexikan. Rinderhirt

ein Brennmaterial

König von Theben

Peiniger

Eiserne Hou Wie es sich für junge Menschen gehört, mag Hou Yifan soziale Netzwerke. Facebook nutze sie nur, wenn sie im Ausland ist, sagte die 17-jährige chinesische Weltmeisterin in einem Interview auf der Webseite des Weltschachbundes Fide. In China sei Facebook verboten. Ein ganz anderes Geistesgut aus Amerika darf sich Hou aber bestimmt auch in China ansehen: die alten Partien von Bobby Fischer, ihrem Vorbild. „Ich bewundere seinen Spielstil“, sagt sie. Immer mehr Anlass zur Bewunderung bietet auch Hou Yifans eigener Stil. Gerade hat sie im WM-Finale der Frauen in Tirana/ Albanien wieder ihren Titel verteidigt; die Gegnerin, Großmeisterin Koneru Humpy aus Indien, blieb trotz intensiverVorbereitungnahezuchancenlos. 5,5:2,5 für Hou Yifan! Einmal mehr stand ihr bescheidenes Auftreten in reizvollem Kontrast zu ihren von eiserner Logik durchzogenen Partien. Keine Ahnung, ob man für die vorentscheidende sechste Partie den „Gefällt mir“-Button klicken konnte. Hübsch war es allemal, wie Hou mit Schwarz Martin Breutigam vollendete.

REBUS

Kurzform von: Nikolaus

span.: Strand

Fluss zum Voltasee (Ghana) Stadt in Schlesw.Holstein

dän. Astronom (Tycho) † 1601

nordostdeutsch: Spiegelei

Halbedelstein

Muskelkrampf

Zeichen für Silber

Wettart (Zahlenlotterie) russ. Maler in Frankr. † 1985

AUFLÖSUNG DES LETZTEN RÄTSELS

Vermächtnis

Farbschaber (Druckwesen)

Flugzeuglandesystem (Abk.)

US-Schauspieler (James) † 1955

engl. Anrede und Titel

gehässig, widerwärtig amerik. Filmstar, Sängerin (Liza)

etrusk. Stadt nördl. von Rom

®

Hauptstadt von Togo

Kfz-Z. Glarus (Schweiz)

Kw.: Arbeitsgemeinschaft

ital.: Kohl

früh.: Sporn an Kriegsschiffen

Anredeform

ehem. Abk.: Raummaß für Schiffe

behutsam, vorsichtig

ital. Filmregisseur (Sergio) †

engl.: Kuchen, Gebäck

poln. WeichselZufluss

portug. Name des Duero sein Kommen ankündigen

Irland in der Landessprache

lat.: drei

engl. persönl. Fürwort: er

antike kleinas. Landschaft

verschie- engl. dene Dichter alpine Pflanzen † 1824

Pass in den Julischen Alpen/ Slowenien

Vorname Hafen engl.: d. Schau- an der Tränen spielers Seine Pacino (2 Wörter)

Erdformation

engl.: Spur Sprecher des diplomat. Korps

altnord. Fürst

Abk.: Sozialamt

veraltet: schwere Tischdecke

span. geistl. Titel

CincaZufluss von den Pyrenäen Erbauer der zweit- engl.: größten Himmel Pyramide

Weltgeist, -verstand

ugs.: Psychiatrie

Stadt auf Sizilien

belg. Maler (James) † 1949

sl1816.19-142

M S ECUADO T I ME L ESS U OB I I I SKR ME LUS I NE T PARERE G TH I B GEHRE B E L AWA N U D I NAN R OBA J U JOAB SASEBO E LG I BANDA ANLASS R I TUDOR S TOER G DANAE DU EN I D BAYON

U R MEN F F I Z I A N E SONT A I S E T TR AERO N W I J AGE L AR RO D T E EN EN NE

D E A R

E N T A S UE E LD LO EM

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Waagerecht: 1 Wo proletarischer Nachwuchs versorgt wird? 17 Er hilft auf seine Weise bei hoch gespannten Berührungsängsten. 18 Zahl + Sinnesorgan lebt im Wasser. 19 Die mit dem schiefen Turm. 20 So ein Luder! 21 Vertikale Eigenschaft schottischer Löcher. 22 Kurzer Luftreifen. 23 Gedrehtes Psalmenzeichen. 24 Weibliches Interieur von Palmarum. 25 Fitzgerald ist ihr Nachname. 26 1897 gelang Clément Ader hiermit ein 300-m-Flug. 27 Wer keine ... verrät, der schweigt. 30 Schwedens Ingeborg. 33 Sie kommt stets noch vor der Dagover. 35 Auch das ist kreative geistige Tätigkeit. 41 Kunst auf lateinische Art. 42 Wer unter ihr steht, zählt zu den Schutzbefohlenen. 45 Hierbei denken wir: "Wie verrückt!" 46 Geht Mill vor, büßen sie ihre Ladung ein. 47 Den Männern machen sie gleich nach der Hochzeit den Garaus. 49 Endloses Tau. 50 Nicht orangengelb, nicht zitronensauer. 51 Von dieser Hafenstadt nach Tientsin ist es nicht weit hin. 52 Griechischer Gleichmacher. 53 "Schneeflöckchen" - Part. 54 Eine betagte Romanfigur. 55 Ist vor Brecht und in der Sesamstraße bei Ernie zu finden. 56 Russisches Gewässer mit Zug zum Ob-Busen. 57 Warum ist diese Frucht krumm? Senkrecht: 1 Zweiarmiger Hebel für Kinderfreuden. 2 Füllt die Adria auf. 3 Dame mit blumigem Wesen. 4 Bei manchen Vögeln liegt sie zum Greifen nahe. 5 Region voller Namibier. 6 Dante war einer, Verdi, Rossini und Caruso auch. 7 Eine Goldmünze vergangener Zeiten. 8 Diese Personen haben einen Doktortitel (Abk.). 9 Von unten kommt eine britische Prinzessin zum Vorschein. 10 Die Kunst, die Natur aus der Frosch-

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perspektive abzubilden (A. Bierce). 11 Agana ist die Hauptstadt dieser Marianen-Insel. 12 Beim Anrufbeantworter tonangebend. 13 Dies Unkraut man im Getreide finden kann. 14 Dieses Wort ist Ihnen sicher schleierhaft. 15 Auch er kann Sie schröpfen. 16 Dieser Himalaya-Staat die höchsten Berge aufzuweisen hat. 28 Dort auf dem Balkan siedelten Schwaben. 29 "Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein...". 31 Afrikanisches Sperrgebiet mit Diamantenvorkommen. 32 Schmuel Josef ... erhielt 1966 den Nobelpreis für Literatur. 34 Gedankenblitzgewitter. 35 Lagerhaus, kann auch ein Wohnblock sein. 36 Der Fechter führt sie aus. 37 Diesen Namen tragen nur Damen. 38 Hellgraues Metall; ist zum Walzen und Schmieden wie geschaffen. 39 Neun Stufen, die in England keinen darstellen. 40 "So richtig ... ist's nur im Bett". 43 Sind Sie reif für dieses spanische Eiland? 44 "... mit Weile". 48 Zentraler Teil vom Gaffelsegel. Auflösung vom 27. November: Waagerecht: 1 Piassavabesen, 14 qdm, 17 Elektrorasur, 18 Aula, 19 Geroell, 20 Cassa, 21 girl, 22 Exot, 23 Roth, 24 Saat, 25 Enge, 26 Leber, 29 nie, 31 Nylon, 33 Nar, 35 Schlagseiten, 42 BHKW, 45 Phiole, 46 Ansager, 47 Ute, 48 ASL, 49 Opi, 50 Adular, 51 Aken, 52 Tel., 53 kHz, 54 Kos, 55 Klo, 56 Main Senkrecht: 1 Pegel, 2 Ilex, 3 aerob, 4 Skote, 5 Ster, 6 Arlon, 7 Volt, 8 Arche, 9 Baas, 10 Essay, 11 Susa, 12 Erato, 13 nagen, 14 Quinn, 15 DLRG, 16 Maler, 27 Echse, 28 Ralph, 30 Isaak, 31 Nisus, 32 legal, 34 Aktei, 35 Spat, 36 hill, 37 Look, 38 Geiz, 39 Endo, 40 Talk, 41 Nero, 42 Bram, 43 Huka, 44 wenn Lösungswort:MEHLTAU

Bitte senden Sie das Lösungswort bis zum kommenden Donnerstag (Poststempel) an: Verlag Der Tagesspiegel GmbH, Kennwort Rätsel, Sonntag-Redaktion, 10876 Berlin oder per E-Mail sonntag@tagesspiegel.de. Unter den richtigen Einsendungen wird die Biographie „Karl May“ von Rüdiger Schaper, Leiter der Tagesspiegel-Kulturredaktion, verlost. Das Buch ist gerade im Siedler-Verlag erschienen.

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Gesucht wird ein Gut, um das derzeit viele Staaten bangen.

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Dies ist ein Rebus. Und so funktioniert er: Nehmen Sie die dargestellten Bilder wörtlich. Wichtig ist, dass Aussprache immer vor Rechtschreibung geht. Es hilft, wenn Sie die Begriffe laut aufsagen.

Grafik: Ulla Schilli

raus. Bürgerlich heißt der Tiroler Anton übrigens Gerhard Friedle, aber der Vater, der heißt Anton Friedle, lange war er besser bekannt als DJ Anton. Zahlenspiele für Kreuzund Querdenker – täglich in Ihrem Tagesspiegel!

5.Kf1 Th1 matt). Rebus: Bonität. Bilderrätsel: DJ Ötzi alias „Anton featuring DJ Ötzi“ kam 1999 mit dem Hit „Anton aus Tirol“ ganz groß

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DIE STADT

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

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Die Sowjetunion ist untergegangen – beinahe wenigstens. In der Hauptstadt Weißrusslands ist die Vergangenheit präsent wie nirgends sonst Von Jens Mühling

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an weiß nicht, ob die Zeit schon abgelaufen ist für Dmitrij Konowalow und Wladislaw Kowaljow. Am Mittwoch dieser Woche hat ein Minsker Gericht gegen beide Männer die Höchststrafe verhängt. Es gab Ungereimtheiten im Prozess, es blieb unklar, ob die beiden Mittzwanziger tatsächlich die Schuld an den Terroranschlägen tragen, bei denen im vergangenen April in Minsk 15 Menschen starben. Es wäre ein Verbrechen, das auch in jedem anderen Land schwer bestraft würde. In Europa aber ist Weißrussland das einzige Land, das als Höchststrafe noch den Tod verhängt, vollstreckt durch Genickschuss. Etwa 400 Verurteilte, schätzen Menschenrechtler, sind hier in den vergangenen 20 Jahren hingerichtet worden. Ob Konowalow und Kowaljow bereits Teil dieser Statistik sind, wissen derzeit nicht einmal ihre Angehörigen. Minsk im Jahr 2011. Am Zentralboulevard, dem Prospekt der Unabhängigkeit, reihen sich die alten Paläste der Sowjetära ehrfurchtgebietend wie Pharaonengräber. Ornamente aus 5000 Jahren Machtarchitektur zieren ihre Fassaden, vom alten Ägypten bis zum europäischen Barock. Stalin-Empire nennt sich der eklektische Stil, Erbe eines Imperiums, dessen Untergang 20 Jahre zurückliegt. Ihar Matawilau, Mitte fünfzig, wasserblaue Augen, erinnert sich gut an diesen Untergang. Als der große Zeitenwechsel seinen Lauf nahm, arbeitete er in einer Uhrenfabrik. Nicht in irgendeiner, sondern im berühmten Minsker Uhrenwerk „Lutsch“, dessen Hauptgebäude mit der charakteristischen Uhr auf dem Dach Teil des sowjetischen Architekturensembles im Stadtzentrum ist. Jahr für Jahr produzierte das Werk eine gute Million Armbanduhren und neun Millionen Uhrwerke für andere Hersteller – die halbe Union tickte im Minsker Takt. Für einen Ingenieur der Sowjetrepublik Weißrussland war eine Er feilte Stelle im „Lutsch“ an Uhren, ein Traumjob. Als Matawilau sie während antrat, im Oktober 1988, war er Anfang ringsum die 30. Das Werk war da- Zeit stockte mals ein eigener Planet. Die 9000 Menschen, die hier arbeiteten, mussten das Fabrikgelände praktisch nie verlassen,für alles war gesorgt: Es gab eine integrierte Poliklinik, eigene Sporthallen, Bibliotheken, Wohnheime, Lebensmittelläden, Kindergärten, Pioniertreffs und Komsomolabteilungen, eine ganze Etage für die Gewerkschaft, eine andere für den betriebsinternen KGB. Während Matawilau begann, an neuen Uhrmechanismen zu feilen, geriet ringsum die Zeit aus den Fugen. Das Sowjetimperium fiel aus dem Takt, man spürte es, auch in der Uhrenfabrik. Matawilau gehörte zu den Ersten, die sich in einer neuen werksinternen Arbeitervertretung engagierten, gegründet nach dem Vorbild der polnischen Solidarnosc. Während sie einen jahrelangen Machtkampf mit der Unternehmensleitung ausfocht, veränderte sich die Welt außerhalb des Werks immer rasanter. Ungekannte Möglichkeiten taten sich auf. Die ersten Kapitalisten traten auf den Plan, man hörte von findigen Menschen, die Lutsch-Uhren im Ausland verhökerten und mit dem Jahresgehalt eines Ingenieurs nach Minsk zurückkehrten. Man hörte von sozialistischen Planwirtschaftlern, die die neuen Kapitalströme skrupellos in die eigenen Taschen umleiteten. Nur bei den Arbeitern kam nichts von diesem Reichtum an. Im Gegenteil, die Menschen wurden ärmer, eine Inflation fraß ihre Spareinlagen auf, während die Preise für Lebensmittel und Konsumgüter stiegen. In der Fabrik gärte es. Etwa zu diesem Zeitpunkt, erinnert sich Matawilau, sei die weißrussische Gesellschaft in zwei Teile zerfallen, nicht nur im Uhrenwerk. Die einen, zu denen er selbst gehörte, wollten vorwärts. Sie glaubten an die Möglichkeiten des Markts, sie sahen eine Zukunft, die ihnen lebenswerter vorkam als die sowjetische Vergangenheit. Vor genau dieser Zukunft hatten die anderen Angst. Sie wollten zurück. Wo Matawilau Freiheit sah, sahen sie nur Chaos und Armut. Dieser Teil der Gesellschaft war es, glaubt Matawilau, der 1994, bei den ersten und letzten freien Wahlen in Weißrussland, Alexander Lukaschenko ans Ruder brachte: den Präsidenten, der die Uhren zurückdrehte. Matawilaus Leben hat seitdem ein paar Haken geschlagen, über die der Mittfünfziger nur in verschleierten Andeutungen

Stehengebliebene Zeit. Auf dem Dach des sowjetischen Uhrenwerks „Lutsch“ thront die charakteristische Uhr mit dem Firmenschriftzug.

Fotos: Matthias Schumann (2), Jens Mühling (4)

tickt anders

Minsk

spricht – nicht weil er Angst hätte, eher weil nicht alles so gelaufen ist, wie er es sich damals erträumte, in den Neunzigern, als er seine Stelle im Uhrenwerk aufgab. Er wollte sich als Kapitalist ausprobieren. Eine Zeitlang arbeitete er im Import-Export-Business, er verkaufte weißrussische Waren ins Baltikum, auch Armbanduhren. Zunächst liefen seine Geschäfte gut, auch wenn er ihren Umfang lieber im Vagen lässt. Dann aber, als Präsident Lukaschenko den Staatsunternehmen die Macht zurückgab, die sie nach der Wende eingebüßt hatten, wurde es zunehmend eng für Privatunternehmer wie Matawilau. Längst hat er sein Geschäft an den Nagel gehängt, um stattdessen Geschichte zu studieren. Ein Buch würde er jetzt gerne schreiben, sagt er. Ein Buch über die Perestroika, die Zeit des Umbaus, die Weißrussland aus der Vergangenheit riss, ohne in eine Zukunft zu münden. Wer sich in den Straßen von Minsk mit den Stadtbewohnern unterhält, hört Widersprüchliches über Weißrusslands Schwanken zwischen den Zeiten. Es gibt Menschen, die Lukaschenko schätzen, weil er sie vor dem postsowjetischen Chaos bewahrt, das ihnen täglich im Staatsfernsehen gezeigt wird. „Wir wollen doch nicht leben wie die Ukrainer!“, sagen sie. Dann gibt es Leute, nicht viele, die unverhohlen auf Lukaschenko schimpfen, weil er ihr Land in einen autoritären Polizeistaat verwandelt hat. Man trifft auch Menschen, gar nicht wenige, die sehr ausführlich über Lukaschenko klagen, um am Ende einzuräumen, dass sie ihn gewählt haben – nicht aus Angst vor Repressionen, sondern aus Angst vor dem Chaos, das viele hier immer noch für unausweichlich halten, sollte der hinausgezögerte Abschied von der Sowjetunion eines Tages stattfinden. „Die kommunistische Idee war ein Projekt zur Errichtung des allgemeinen Glücks“, schreibt der weißrussische Schriftsteller Artur Klinau in seinem

STADTPLAN

D

Stalins Stil

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde Minsk als sozialistische Musterstadt wiederaufgebaut. Der zentrale Boulevard, der Prospekt der Unabhängigkeit, ist von Prachtbauten im Stil des Stalin-Empire flankiert. Der Großteil der knapp zwei Millionen Einwohner lebt dagegen in Plattenbauten.

Buch „Minsk – Sonnenstadt der Träume“. Nur halb ironisch bezeichnet Klinau darin Minsk als „das Paradies auf Erden, einen Ort, den es nicht gibt, Utopia“. Utopia: der Name einer fiktiven Insel, erdacht von Thomas Morus, dem Engländer, der im frühen 16. Jahrhundert die Blaupause des kommunistischen Traums entwarf. Dass Minsk eines Tages zum Modell-Utopia werden würde, war zu Morus’ Zeiten kaum zu vermuten. Verheerende Kriege verwüsteten damals die Gebiete, die heute Weißrussland heißen und im 16. Jahrhundert zum Großfürstentum Litauen gehörten. Jeder zweite Einwohner der Region war tot, als um die Mitte des 17. Jahrhunderts vorläufig Frieden einkehrte. Wenig später, Anfang des 18. Jahrhunderts, kam erneut ein Drittel der Bevölkerung im Krieg gegen die Schweden um. Noch einmal ein Viertel starb Anfang des 19. Jahrhunderts in den napoleonischen Kriegen. Es folgten der Erste Weltkrieg, der Russische Bürgerkrieg, der Sowjetisch-Polnische Krieg und der Stalin-Terror, bis ganz zuletzt die Deutschen kamen und einen Krieg brachten, der das Land noch einmal ein Viertel seiner Einwohner kostete. Ein Historiker hat ausgerechnet, dass in den vergangenen acht Jahrhunderten etwa alle zehn Jahre Krieg geführt wurde in Weißrussland. Aus den Trümmern des letzten Kriegs, des ZweitenWeltkriegs, erhob sich Minsk wie ein steinerner Traum. Unter anderem von deutschen Kriegsgefangenen wurde die zerstörte Stadt als stalinistische Mustermetropole wiederaufgebaut, mit einem Zentralboulevard, wie es ihn in dieser architektonischen Geschlossenheit selbst in Moskau nie gab. Auch wenn der Boulevard heute „Prospekt der Unabhängigkeit“ heißt, auch wenn ihn inzwischen ein paar Werbetafeln flankieren, sieht er immer noch aus wie eine Schneise, die schnurstracks in die sowjetische Vergangenheit führt, ins Reich des allgemeinen Glücks. Utopia: ein Ort, den es nicht gibt. Einst versprach die Glücksstadt Minsk allen Menschen die gleiche Art von Glück. Heute macht sie verschiedene Menschen aufverschiedeneArten unglücklich.Matawilau, den Uhreningenieur, stört an Minsk vor allem, dass es mit der Stadt nicht vorwärtsgeht. Den oppositionellen Historiker Ihar Kusniazau stört eher, dass rückwärts Unordnung herrscht. Kusniazau erforscht die Geschichte von Kurapaty, einem Erschießungsort am Minsker Stadtrand, wo unter Stalin bis zu 250 000 Menschen ermordet wurden. Genau kann man es leider nicht mehr herausfinden, weil beim Bau der benachbarten Autobahn ein TeildesMassengrabs verschwunden ist. Man könnte jetzt sagen, dass ja irgendwo Autobahnen gebaut werden müssen in einem Land, das mit Knochen gesät und mit Blut gedüngt ist. Aber genau dieses Wegplanieren der Vergangenheit ist es, das Kusniazau so wütend macht. Die Gedenkstätte, die er und seine Mitstreiter in Kurapaty eingerichtet haben, hat kein Vertreter des Regimes je besucht. Generell verliert Lukaschenko selten ein

Wort über die Schattenseiten der Sowjetära, deren Errungenschaften er umso öfter betont. Kusniazau, der Historiker, verfällt in seinem Ärger manchmal ins gegenteilige Extrem. „Lukaschenko“, sagt er, „wälzt die Verantwortung für die Toten von Stalin auf Hitler ab.“ Nach offiziellen Angaben seien in Weißrussland 600 000 Menschen unter Stalin erschossen worden. „Nach meinen Berechnungen waren es anderthalb Millionen“, sagt Kusniazau. Während Hitlers Krieg offiziell jedem vierten Weißrussen das Leben gekostet habe, behaupte Lukaschenko in letzter Zeit gerne, es sei jeder dritte gewesen. „Nach meinen Berechnungen“, sagt Kusniazau, „war es aber nur jeder siebte!“ Es ist unsäglich traurig, wenn Oppositionsarbeit bedeutet, Leichen umzuschichten. Am selben Tag wird Frank Baumann, Leiter des Minsker Goethe-Instituts, von Gästen aus Deutschland gefragt, ob denn nun Weißrussland eine Diktatur sei oder nicht. Baumann, ein kluger, um Ausgewogenheit bemühter Mann, zögert, wie ein Mensch, der weiß, dass er sich auf Glatteis begibt. „Nun ja“, sagt er. „Diktatur, der Begriff ist in Deutschland ziemlich fest besetzt. Da denkt man an ein Land, wo die Leute morgens schon geknechtet an der Bushaltestelle stehen. Und wo es immer regnet. So ist es nicht.“ Baumanns weißrussische Projektassistentin nickt. Nach ein paar Sekunden fügt sie hinzu: „Obwohl es schon oft regnet.“ Der nächste Tag ist in diesem Sinne Ein Historiker ein diktatorischer. Es regnet, und an durchwühlt den Bushaltestellen rund um den Bangaden Boden, lore-Platz stehen er schichtet Menschen, die geknechteter nicht ausLeichen um sehen könnten. Es sind Geheimpolizisten. Sie tragen Trainingsanzüge, trotzdem erkennt man sie sofort, weil sie abseits stehen und in Headsets flüstern und mit Videokameras Demonstranten filmen. Was hier heute stattfindet, ist die erste Oppositionskundgebung seit den Präsidentschaftswahlen im Dezember. Es wird eine traurige Veranstaltung. Man weiß nicht recht, ob unter den paar Hundert Anwesenden mehr Demonstranten sind oder mehr Geheimdienstler. Der Platz, auf dem die Kundgebung stattfinden soll, ist polizeilich gesperrt, die Demonstranten weichen auf eine sumpfige Wiese aus. Ihr Megafon hat eine sehr begrenzte Reichweite, was leider viel über die weißrussische Opposition aussagt. Wer mehr als zehn Meter entfernt steht, hört nur verregnetes Rauschen. Die Polizei greift nicht ein. Es gibt ja auch kaum was zum Eingreifen. Das Minsker Uhrenwerk soll demnächst an einen Schweizer Investor verkauft werden. Es heißt, er wolle die Produktion an den Stadtrand verlagern und das alte Firmengebäude weitervermieten. Übrig bliebe dann nur eine große Uhr über dem Prospekt der Unabhängigkeit.

Stein gewordene Utopie. Blick vom Platz der Unabhängigkeit auf den Regierungssitz (ganz oben); Lenin-Denkmal (oben rechts); Platz des Sieges (oben links); Bahnhof (links); der Schriftsteller Artur Klinau auf dem Oktoberplatz, im Hintergrund der Palast der Republik (unten).


6

ESSEN & TRINKEN

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Nürnbergs dunkles

Von TISCH zu TISCH

Buchholz

Geheimnis

Von hier kommen seit Jahrhunderten die feinsten Lebkuchen. Was macht sie so gut? Unser kulinarischer Detektiv hat sich in Franken auf die Suche nach dem besten Bäcker begeben Von Michael Dietrich

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„Wir schaffen in Handarbeit jeden Tag etwa 4000 bis 5000 Lebkuchen“ Holger Düll, Bäcker

Im Internet finden sich die jüngsten Ergebnisse von Stiftung Warentest (12/2010). Demnach kommen die Produkte von Bahlsen, Rewe und Aldi Nord auf die ersten drei Plätze (Schulnoten 1,9 bis 2,1). Haeberlein-Metzger ist mit einer 4,1 Letzter. Empörte Leser bezeichneten dasErgebnisals „irrwitzig“:„Die Testerhaben offensichtlich noch nie bei einem Lebküchner in handwerklicher Tradition hergestellte Lebkuchen gekauft.“ Am Tag darauf stieg ich in den Zug. Fünf Stunden braucht die Bahn von Berlin nach Nürnberg. Zeit genug, mich in die Historie einzulesen. Und die beginnt bei den Pharaonen, die sich 1500 v. Chr. süße Fladen mit ins Grab legen ließen. In Nürnberg wird der Beruf des Lebküchners erstmals 1395 erwähnt. Im späten Mittelalter dann boomen die kleinen, gewürzten Laibe. Die Stadt liegt damals im Mittelpunkt des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Alle großen Handelswege führen hierher. Asiens sündhaft teure Gewürze, etwa Zimt, Piment oder Pfeffer, werden in Venedig auf Ochsenkarren geladen und unter Begleitschutz in die Kaiserstadt gefahren. Nürnberg ist aber nicht nur reich an Gewürzen, sondern auch an Honig, der in den weiten Mischwäldern der Umgebung geerntet wird. Zwei Voraussetzungen, die es zur Hauptstadt des Lebkuchens werden lassen. Größter Produzent ist heute „Lebkuchen-Schmidt“,der von Oktober bisWeihnachten täglich dreiMillionen Stück backt und in alle Welt versendet. Am Bahnsteig traf ich Jochen, einen alten Freund, der eine Menge von gutem Essen versteht. Über meine Pläne, hier nach allerfeinsten, noch handgemachten Lebkuchen zu fahnden, ließe sich am besten bei Bier und Schäufele (Schweineschulter) sprechen, sagte er. In der Traditionswirtschaft schwenkte die Kellnerin mit zwei Krügen an unseren Tisch, während

Gewinner. Nach Meinung unseres Autors sind diese Lebkuchen der Firma Düll die besten in Nürnberg.

Jochen Unterlagen hervorkramte und strahlte: „Hier, der Urenkel Heinrich Haeberleins könnte dir weiterhelfen...“ Der Urenkel öffnet höchstpersönlich. Utz W.Ulrichist72Jahrealt undRechtsanwalt. Er trägt gern gelbe Fliegen und kümmert sich seit mehr als 20 Jahren als FDP-Stadtratum kulturelle Angelegenheiten. Seine Wohnung samt Kanzlei misst 400 Quadratmeter. Bis 1977 sei er Chef im Hause Haeberlein gewesen. Dann habe die Firma Schoeller ein „unwiderstehliches Angebot“ gemacht. Ulrich hat es angenommen, „zermürbt von der Schlankheitswelle und dem ewigen Kampf um Supermarkt-Regale“. Schoeller wurde später von Nestlé aufgekauft. Heute produziert der Aachener Konzern „Lambertz“ unter dem Namen Haeberlein-Metzger. Ulrichs Urgroßvater würde sich in der Lebkuchenbüchse umdrehen. Beim Abschied im Treppenhaus des Patrizierhauses steckt mir der Liberale noch

einen Zettel zu: „Ich backe meine Lebkuchen meist selbst. Aber wenn Sie richtig gute finden wollen, dann suchen Sie bei diesen Adressen – alle in der Altstadt.“ Schon läuft die Fahndung. Während die Sonne vom Himmel lächelt, schlendere ichüberdiePegnitzzumältesten Nürnberger Bezirk, der Sebalder Altstadt. Links und rechts: Sandsteingotik des 14. und 15. Jahrhunderts. Es riecht schon verdächtig nach Lebkuchen und Bratwurst. Am Weinmarkt bleibe ich stehen. Bemerkenswert, was Romana Schell hier in ihrem Feinstkostlädchen „delikatEssen“ präsentiert: den wohl teuersten Lebkuchen (6,90 Euro) der Welt. Hersteller: „Tres Aromas“. Klingt nach Zeitgeist, klasse. Von denen wusste Urenkel Ulrich natürlich nichts. Ich trete ein und frage, wer diesen Luxusartikel kreiert habe. Frau Schell deutet nach links: „Das ZweiSterne-Restaurant ,Essigbrätlein’ auf der anderen Straßenseite.“

Foto: F. Krems

Sowohl Inhaber Andree Köthe (im November vom Gault Millau zum „Koch des Jahres“ gekürt) als auch dessen Chefkoch Yves Ollech haben Zeit, zu plaudern. Dazu servieren sie ihr Meisterstück – ein 130 Gramm schweres, pralinenähnliches Gebäck, das ich auf Anhieb zum besten Lebkuchen der Stadt erkläre. Sie lassen es seit 2006 in fünf Geschmacksrichtungen (traditionell,mit schokoladiger, thailändischer, indischer und chinesischer Note) produzieren. Ich bin am Ziel – aber nur scheinbar. Gebacken wird das gute Stück nämlich „beim besten Bäcker Frankens“, Arnd Erbel in Dachsbach, gut 40 Kilometerentfernt. Alsonixmit „NürnbergerLebkuchen“, der nur vor Ort hergestellt werden darf; der Name ist seit 1996 Jahren europaweit geschützt. Blöd. Also Zettel raus und zur nächsten Adresse. Die „Confiserie Neef“ in der Winklerstraße steht da an erster Stelle. Florian Neef, wie fast alle Lebküchner von

BERLINER SPITZENKÖCHE verraten ihre Tricks

Pressknödel Von Kurt Jäger

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ür die Knödel brauchen Sie altbackenes Baguette oder Brötchen: zwei, drei Tage alt, in Würfel geschnitten – für vier Personen 250 Gramm Weißbrot. Und dazu ein halbes Pfund gekochte mehlige Kartoffeln – geschälte Pellkartoffeln mit der Gabel leicht zerdrückt. Die feine Variante im Restaurant wäre: Rinde beim Brot vorher abschneiden und die Kartoffeln passieren. Aber das müssen Sie nicht unbedingt machen. Außer-

dem benötigen Sie 150 Gramm kräftigen geriebenen Käse (ein älterer Gouda, ein Bergkäse, Emmentaler oder Gruyere), ein Ei, ein Kaffeelöffel Mehl, Salz, Muskat – kein Pfeffer, der Käse gibt die nötige Schärfe. Außerdem noch einen Esslöffel voll gehackter Blattpetersilie oder Basilikum. Das Ganze wird zusammen zu einer festen Knödelmasse gerührt. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Foto: Michael Dietrich

einejüngste Lebkuchen-Attacke vor zwölf Tagen endete mit einer Verstimmung. Ich war durch einen Drogeriemarkt gelaufen, als er plötzlich vor mir stand: ein 200-Gramm-Pappkarton mit Foliendach in verführerischem Königsblau zu 1,59 Euro. Zu Hause riss ich die Schachtel auf und aß sofort drei Lebkuchen. Hernach fühlte ich mich schlecht. Aus Gier war ich auf diese kleinen Miststücke reingefallen –zumGroßteilbestehend aus Zucker,Weizenmehl und Glukose-Fruktose-Sirup. Erinnerungen hatten mich ins Regal greifen lassen: EinFest war das, wenn Mutter im Advent eine Büchse HaeberleinMetzger öffnete. Dieser Duft nach Nelken und Zimt, dieser satte Schokoladenüberzug! Der Markenname stand damals für höchste Qualität. Gibt es die Nürnberger Firma noch? Und wer produziert eigentlich heute den besten Lebkuchen in der Heimat des Gebäcks?

imposanter Körperfülle, serviert im orange bestuhlten Café seine Elisen-Lebkuchen, die Könige unter den Gewürzlingen. Sie müssten aus mindestens 25 Prozent Mandeln, Wal- oder Haselnüssen bestehen und dürften maximal zehn Prozent Mehl beinhalten. Selbstverständlich verwendet Neef mehr „Edelkerne“ (36 %) und nicht ganz so viel Mehl. Dazu gesellen sichbei ihmZitronat und Orangeat,Marzipan, Zucker, Aprikosenmarmelade, Honig, Eiweiß, Hirschhornsalz, Backpulver und jede Menge Gewürze, die – wie bei allen Lebküchnern – unter strengster Geheimhaltung stehen. Nur so viel verrät er: Zimt, Nelken, Vanille, Anis sind darunter. Ich breche einen Neef’schen Lebkuchen in zwei Stücke: bestechend der Duft, saftig und großporig die Konsistenz, nicht zu fein gemahlen die Nüsse. Schulnote: eins minus. Im Vergleich zum Tres-Aromas-Traum leider einen Tick weniger gut. Nach zwei weiteren Eliteproduzenten stehe ich vor einer Filiale der Lebküchnerei Düll. Ich kaufe einen Lebkuchen, beiße ab – und bin augenblicklich im Reich meiner Kindheit. Eins plus. Die und keine anderen! Und wo werden sie produziert? In Nürnberg! Mathildenstraße 28. Die Straßenbahn fährt mich hin. Hinten in der Backstube sitzt Holger Düll – neben drei weiteren Konditor- und Bäckermeistern – auf einem ausgeleierten Bürostuhl. Um seinen mächtigen Leib spannt sich eine Gummischürze. Vor ihm steht ein kleines, hantelförmiges Gerät, dassonicht mehr hergestelltwird:derLebkuchenstreicher. Darauf legt er Oblaten, die er mithilfe eines Schäufelchens mit Lebkuchenmasse belädt und zum kulinarischen Kunstwerk formt. 100 Prozent Handarbeit. Für den letzten Schliff sorgen eigens für den Überzug verantwortliche Mitarbeiter. Die ziehen die fertig gebackenen Scheiben entweder durch Kakao oder bestreichen sie mit Zuckerglasur. Wie viele von ihren Topmodellen schaffen die Künstler am Tag? Düll drückt sein Kreuz durch: „Von früh um sieben bis nachmittags gegen drei Uhr Fast alle etwa 4000 bis Lebküchner 5000.“ Holger Düll hilft haben eines mit. Er ist Qualitätsfanatiker und „kein gemeinsam: Typ, der wo lang im imposante Büro sitzen kann“. Der Nussanteil sei- Körperfülle ner Masse beträgt fast 50 Prozent. Die Edelkerne (neben Mandeln hauptsächlich Haselnüsse) werden täglich frisch geröstet und gemahlen. Orangeat und Zitronat würfelt er selbst. Seine belgische Kuvertüre hat einen Kakaogehalt von 80 Prozent. Gewürze kauft er vor Ort – beim Händler seines Vertrauens. Der „perfekte Lebkuchen“ ist Dülls Lebenswerk. Auch an Allergiker hat er gedacht. Für die verwendet er ausschließlich Walnüsse. Zufrieden mit meinem Fahndungserfolg betrete ich am Abend Stefan Rottners 200 Jahre altes Wirtshaus – mit grünem Kachelofen, Terracottaboden, Holzbänken und schmiedeeisernen Laternen an der Decke. Rottner, Nürnberger Mittelfeldmann in der Fußballnationalmannschaft der Spitzenköche, will mir „noch eine Steilvorlage zur Abrundung der Geschichte“ zuspielen. Auf seiner Speisekarte finden sich: Rinderfilet und -backen mit Lebkuchensauce. Außerdem: Lebkuchenmousse mit eingelegten Mandarinen. Wunderbar! Und welche Lebkuchen nutzt er als Zutat? „Die von Woitinek, dem besten Lebkuchenbäcker der Stadt.“

Gänsekeule mit Rotund Grünkohl Von Bernd Matthies

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inmal Sternekoch – immer Sternekoch? Es gibt nur wenige in der Branche, die ihren Ruf durch Müllwerbung und taube Sprüche permanent demolieren können und trotzdem noch als Große gelten; Sie kommen selbst auf die Namen, oder? Denn im Grunde gilt, dass überall dort, wo ein guter Name draufsteht, auch etwas drin sein muss, was diesem Namen angemessen ist. Das heißt nicht, dass einer wie Matthias Buchholz, der mal für einen Stern und 18 Gault-Millau-Punkte gekocht hat, damit nun weitermachen muss, bis man ihn aus der Küche trägt. Ganz folgerichtig hat er eine Auszeit genommen und anschließend zum Amtsantritt im Gutshof Britz mitgeteilt, er werde fortan nur noch bodenständige Landhausküche kochen, ohne, Zitat, karierte Maiglöckchen und Teller-Ikebana.

Buchholz Gutshof Britz, Alt-Britz 81, Tel. 60034607, täglich außer Mi. ab 12, Gourmetetage Do.-So. ab 18 Uhr. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Soweit okay. Nur steht draußen halt sein Name drauf, und damit ist der Weg in die Mittelmäßigkeit verboten, egal, wie das Konzept aussieht. Und das funktioniert leider im Moment noch überhaupt nicht. Ich habe hier kürzlich schon nach einem Mittagessen im Garten geschrieben, dass ich das Essen ziemlich gesichtslos und routinemäßig finde. Und diesen Eindruck hat nun auch ein Besuch in der ersten Etage bestätigt, wo es, ja: Gourmet-Menüs (?) gibt. Der kleine Raum ist anheimelnd eingerichtet, lässt Gutes erwarten. Dann kommt die Karte, erste Enttäuschung: Nur sieben verschiedene Gerichte, verpackt in zwei Menüs, nichts Vegetarisches, überhaupt nichts, was man interessiert bestellen würde, weil es originell, persönlich klingt. Auf der Weinkarte: zwei offene, 13 Flaschenweine, nichts besonders Verlockendes. Mit Verlaub: Da bietet jedes Landgasthaus mehr. Auch die übrigen Indizien sprechen eine deutliche Sprache. Es gibt ein bisschen Brot mit Paprikacreme, kein Amuse gueule, der Wein wird in einen Edelstahlkühler ohne Eis gestellt, das Wasser bleibt ganz ungekühlt. Dann kommen die Lachsvariationen mit Meerrettich und roten Beten. „Und hier“, erklärt der Kellner, „haben wir das Tatar...“ Dann stutzt er, bemerkt, dass da heute kein Tatar ist. Dann eben ohne. Es bleiben zwei aufgerollte Scheiben Beizlachs, Qualität zweitklassig, von der grauen Schicht unter der Haut nicht befreit, ein Stück feste Meerrettichterrine, ein paar Rote-Bete-Würfel – kalte Baukastenküche (14 Euro). Gut gelingt das sehr saftig gegarte Doradenfilet mit einer Jakobsmuschel in einer Currysauce und einem nicht identifizierbaren, kohlartigen Gemüse (18 Euro, Menüs 38/64 Euro). Die Gänsekeule mit Grün- und Rotkohl sowie einem Kartoffelknödel ist von normaler Gasthausqualität, durchweg ein wenig überintensiv gewürzt (18 Euro), und das gilt auch für die rosa gebratene Rehkeule mit, seufz, Preiselbeerbirne, Wirsing und gebratenem Serviettenknödel (28 Euro). Zwei Desserts, die sich gut vorbereiten lassen: Gewürzkaffeeschaum auf exotischen Früchten (mit Orangenkern), und Grießflammeri mit Rotweinbirne, mit undeutlichem Eis und Schokoschaum aufgemöbelt (8,50 Euro). Sehr selbstverliebter Service. Bilanz: So geht’s nicht. Hier sind Leute am Werk, die was können. Aber statt das nun enthusiastisch zu zeigen, schlagen sie die Zeit am Herd mit Kochen tot. Und das funktioniert weder mit einem Gourmet-Restaurant noch mit einer Wurstbude – und auf keinen Fall, wenn draußen „Buchholz“ draufsteht. Es gibt auch noch was zwischen Gourmet und langweilig. Aber vorerst nicht hier. *** in Leser hat mir das vietnamesische „Bao“ am Hindenburgdamm 57a in Lichterfelde wärmstens ans Herz gelegt, und das ist zumindest wegen der Vorspeisen durchaus berechtigt, die Sommerrollen und die Suppe schmecken, auch der Mango-Salat mit Krabben, der aber längst nicht so aufregend-scharf ist, wie die Karte verspricht. Die trockene, lange vorgebratene Ente in Erdnusssauce hätte ich weniger gebraucht – aber das ist im Lichte der sehr bescheidenen Preise zu sehen. Ich würde mal wieder hingehen, wenn ich in der Gegend bin. (www.bao-cooking.de, Tel. 83203483 Montag Ruhetag).

E Vielleicht braucht man noch ein bisschen aufgekochte warme Milch, je nachdem, was für ein Brot man hat. Aus diesem Teig formt man eine Art Bouletten, die werden in der Teflonpfanne in Butter schön knusprig gebraten. Und zwar frisch, vor dem Servieren, sonst zerfallen die. Dazu gibt’s Feld- oder feinen Krautsalat. In einer deftigen Rindssuppe schmecken die Knödel als Einlage auch toll. — Kurt Jäger ist Sternekoch und macht zurzeit eine kreative Pause.


DIE GESCHICHTE

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

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Von Matthias Glaubrecht

ZIMT VERBINDET VÖLKER „Sie war eine schöne Jungfrau, frischer als alle Kräuter der Welt“, rühmten Hofpoeten die Pharaonin Hatschepsut. Sie war die Tochter Thutmosis II., eine der ersten großen Frauen der Weltgeschichte. Ihr verdankte Ägypten um 1470 vor Christus Aufschwung und Ansehen – und eine abenteuerliche Gewürz-Expedition in das sagenhafte Land Punt. Von dort, so die Überlieferung, sollten nicht nur die Götter, sondern auch kostbare Gewürze stammen. Hatschepsut ließ fünf Segelschiffe ausrüsten, die von Theben nilabwärts zum Delta fuhren, um dann durch einen Kanal ins Rote Meer und südwärts an der Küste entlang nach Punt zu gelangen. Schwer beladen kehrten Hatschepsuts Schiffe nach Theben zurück. „Niemals, seit Könige leben, sind ihnen ähnliche Dinge gebracht worden“, so die Berichte am pharaonischen Hof. Neben Elfenbein und Ebenholz, Gold, Panthern und Pavianen entlud man unter den Augen der staunenden Thebaner auch getrocknete Zimtrinde. Bis in die Gegenwart streiten Archäologen um die Frage, wo genau jenes Land Punt gelegen hat. Vermutet wird ein Standort an der Küste des heutigen Somalias. Unstrittig ist dagegen, weshalb die Ägypter so große Mengen Zimt benötigten: Sie würzten nicht nur Speisen, sondern balsamierten damit auch ihre Mumien, nutzten es für kosmetische wie medizinische Zwecke und als Räuchermittel. Außerdem profitierte Ägypten als Durchgangsstation des Gewürzhandels: Über Karawanenwege und die Schifffahrt im Mittelmeer verbreitete sich das Zimtgewürz, brachte Araber, Assyrer, Babylonier, Perser, Hebräer und andere Völker des Nahen Ostens in Kontakt, ließ sie aber auch Kriege führen. Bei Punt handelte es sich sicher ebenfalls nur um einen Umschlagplatz. Tatsächlich wachsen Zimtbäume, von deren fingerdicken Zweigen ausschließlich die inneren Rindenteile Verwendung finden, vor allem auf der heutigen Insel Sri Lanka und in China. PFEFFER GEGEN DAS VERDERBEN „Hol dich der Teufel! Wer hat dich hierher gebracht?“ – Mit diesen Worten wurde der Mann empfangen, den der portugiesische Seefahrer Vasco da Gama als ersten an Land schickte. Nach einer abenteuerlichen Reise von zehneinhalb Monaten waren am 20. Mai 1498 vier Karavellen an dersüdwestindischen Küste vor Ankergegangen. Da Gama hatte seine Mannschaft in den Kerkern Lissabons unter den zum Tode Verurteilten rekrutiert. Die Vorhut an Land erklärte den Einheimischen ihr Ziel: „Wir kommen, um Christen und Gewürze zu suchen.“ Vasco da Gama war es als erstem Seefahrer gelungen, den Süden Afrikas zu umsegeln und entlang der Ostküste nach Indien zu gelangen. Es war eine der größten Entdeckungsfahrten der Geschichte – und der Beginn der Globalisierung. Wie Christoph Kolumbus und Fernando Magellan im Westen trieb Vasco da Gama im Osten die Suche nach dem kostbaren, mit Gold aufgewogenen Pfeffer über die Ozeane.Die gemahlenenKörner destropischen,immergrünen Kletterstrauches waren nicht nur als magenfreundliches Heilmittel bekannt. Das scharfe Gewürz half vor allem, leicht verderbliches Fleisch genießbar zu machen. „Über ein stinkend Fleisch macht man gern ein Pfeffer“, galt als eigentlicher Sinn des Würzens. Als „pippali“ wird Pfeffer bereits in den altindischen Sanskritschriften erwähnt. Die Griechen lernten das Gewürz im 4. Jahrhundert vor Christus durch die FeldzügeAlexanders desGroßenin Indienkennen. Mit dem asiatisch-arabischen Fernhandel gelangte Pfeffer dann über den Golf von Aden und Alexandria in den Mittelmeerraum. Die Römer bauten Lagerhäuser, um die Reichen jederzeit damit zu versorgen. Jahrhundertelang lag der Handel in den Händen moslemischer Kaufleute;baldreichte ervonderindischen Malabarküste bis nördlich der Alpen,oberita-

Fotos: picture-alliance/Mary Evans Pi, Wikipedia(4)

„Im Anfang war das Gewürz“, beginnt Stefan Zweigs berühmter Roman über den Seefahrer Fernando Magellan. Über viele Jahrhunderte war die Suche nach Zimt und Pfeffer, Muskatnuss und Nelken eine wichtige Antriebsfeder menschlichen Handelns. Sie führte zu folgenreichen Entdeckungen, Kriegen und neuen Allianzen. So lässt sich die Geschichte unserer Zivilisation auch als Geschichte der Gewürze schreiben; ohne sie wäre die Welt eine andere als die, die sie heute ist.

Gewürze,

1667 bekriegten sich Engländer und Holländer, beide wollten sich Einfluss in Übersee sichern. Am Ende ließ sich Holland auf einen folgenreichen Tausch ein. Links unten: eine Muskatnuss.

die die Welt bedeuten

Für die Muskatnuss gaben die Holländer einst Manhattan. Um Nelken wurde Krieg geführt, der Pfeffer in Gold aufgewogen. Fünf weihnachtliche Aromen und ihre Geschichte lienische Seestädte wie Venedig und Genua entwickelten sich zu Handelszentren. All das beendete Vasco da Gama mit seiner Expedition: Die neue Seeroute um das Kap der Guten Hoffnung machte alte Handelswege obsolet. DAS RÄTSEL DER VANILLE 21 Jahre nach Vasco da Gama drang der spanische Edelmann und Konquistador Hernando Cortez von Kuba aus nach Mexiko vor. Er staunte, als ihm der Aztekenherrscher Montezuma ein wohlduftendes Getränk namens „xocoatl“ vorsetzte, das dieser selbst aus einem goldenen Becher trank. Ausgezogen, um Gold zu finden, entdeckte Cortez nicht nur die Vorläufer unserer heutigen Schokolade, sondern auch jene eigenartig süßlich-würzige Beigabe, mit der die Azteken und Tolteken ihre Kakaogetränke und Kakaobrei würzten: „vaynilla“, so das aztekische Wort für „Schötchen“, die sie für gesundheitsfördernd hielten und auch als Parfum nutzten. Das Gewürz wird aus den knapp 20 Zentimeter langen, schmalen Kapseln einer bis zu zehn Meter hoch rankenden, zu den Orchideen zählenden Kletterpflanze gewonnen. Nach der Ernte der noch unreif-gelben Früchte werden diese getrocknet und fermentiert; dabei färbt sich die Schote dunkelbraun und entwickelt das typische, süßliche Aroma. Die Spanier versuchten, Vanillepflanzen nach Europa zu importieren. Doch der Anbau missglückte. Über Jahrhunderte blieb Mexiko so der einzige Vanillelieferant der Welt – zumal die Spanier

nun unter Androhung hoher Strafen verboten, Setzlinge auszuführen. Erst im frühen 19. Jahrhundert gelang es, das Geheimnis der Vanille zu lüften: Der Direktor eines holländischen Versuchsgartens auf der Insel Java entdeckte, dass die schmalen Blüten ausschließlich von langschnäbeligen Kolibris sowie Bienen der Gattung Melipone bestäubt werden können. Beide Arten aber fehlten außerhalb Mexikos. Der Holländer half sich mit der aufwendigen künstlichen Bestäubung von Menschenhand, indem er den Pollenstaub mit zugespitzten Bambusstäbchen auf die Blütennarbe übertrug. Heute wächst Vanille – als Königin der Gewürze gerühmt – außer in Mexiko auch auf Java, Sri Lanka und Tahiti sowie vor allem auf den Vanilleinseln Réunion, Mauritius, Madagaskar und den Seychellen. Von diesen stammt ein Großteil unserer Bourbon-Vanille. SCHLACHT UM DIE NELKE Im 15. Jahrhundert gab es Streit zwischen den Seefahrernationen Spanien und Portugal. Beide beanspruchten die Weltmeere für sich – und die Gewürze der darin liegenden Inseln. Papst Alexander VI. versuchte zu schlichten und empfahl eine gedachte Linie nahe des 47. westlichen Längengrads im Atlantik als Grenze: Allesöstlich davongehöre Portugal, der Westen dagegen werde Spanien zugeschlagen. Die Aufteilung wurde 1494 im Vertrag von Tordesillas festgeschrieben. Strittig blieben allerdings die Moluk-

ken, jene Reichtum verheißenden Gewürzinseln am anderen Ende der Welt, heute Teil Indonesiens. Der Portugiese Fernando Magellan wollte Fakten schaffen, mit einer kleinen Flotte um den Globus segeln und verschiedene Gewürze, vor allem die begehrten Nelken, zurückbringen. Als Magellans abenteuerliches Ansinnen am portugiesischen Hof kein Gehör fand, segelte er 1519 mit fünf Karavellen und 230 Mann im Auftrag der verfeindeten Spanier los – also in westlicher Richtung. Nelken waren bereits im Altertum auf verschlungenen Wegen ins Abendland gelangt. Schon Römer hatten damit ihre Geflügelgerichte verfeinert. Der Name geht auf das Wort „Nägelein“ zurück, weil die getrockneten Blütenknospen kleinen Nägeln ähneln. Durch die Kreuzzüge wurden die zarten Rispen der zu den Myrtengewächsen zählenden, bis zu 20 Meter hohen Bäume dann in weiten Teilen Europas zum begehrten Luxusgut. Der Reichtum, den sich Fernando Magellan mit seiner Reise erhoffte, blieb ihm versagt. Er starb im April 1521 auf den Philippinen, sechs Monate, bevor der Rest

Auf ihren Reisen fanden sie kostbare Gewürze: Hernando Cortez, Pierre Poivre und Vasco da Gama (von links). Rechts: eine Gewürznelke.

seiner Mannschaft schließlich die Molukken erreichte. Im Tausch gegen Tuchballen, Gläser und Messer füllten sie die Laderäume der zwei verbliebenen Schiffe mit Säcken der getrockneten Gewürznelken. Doch auch portugiesische Schiffe hatten es inzwischen bis zu den Molukken geschafft, sie hatten die östliche Route gewählt. Beide Flotten schlugen sich auf die Seite verfeindeter Inselvölker, den Nelkenkrieg auf den Molukken entschieden letztlich die Portugiesen für sich. Von den ursprünglich 230 Männern Magellans kehrten nur 18 nach Spanien zurück. Sie waren die ersten Seefahrer, die den Globus komplett umrundeten und damit jeden Zweifel an dessen Kugelgestalt ausräumten. Den Nelkenhandel dominierten nun zunächst die Portugiesen. Diese wurden aber – geschwächt durch fortwährende Auseinandersetzungen mit den Spaniern – Ende des 16. Jahrhunderts von den Holländern verdrängt. Mithilfe einer starken und straff organisierten Handelskompanie behaupteten diese mehr als ein Jahrhundert lang ihr Gewürzmonopol auf den Molukken. Die Nelkenkulturen mussten bewacht werden, mit ihnen zu handeln, war anderen Nationen untersagt. Wer es gar wagte, Samen und Pflanzen zu entführen, musste mit der Todesstrafe rechnen. Das Nelkenmonopol hielt bis Juni 1770: Da gelang es dem Franzosen Pierre Poivre, 70 belaubte Bäume und Kisten voller Stecklinge von den Molukken zu bringen. Er ließ sie auf französischem Territorium, der Insel Mauritus, anpflanzen. Dort wachsen heute noch Nelkenbäume. MUSKAT GEGEN INSEL Als sich Kapitän Nathaniel Courthope, ein englischer Abenteurer, am 23. Dezember 1616 dem winzigen Eiland Run bis auf zehn Meilen genähert hatte, konnte er sie bereits riechen. Ihr würziger Duft schwebte weit aufs Meer hinaus. Hier, mitten im Archipel der Molukken, wuchsen auf den sechs Inseln der Banda-Gruppe Muskatbäume; hier erntete man die in Europa begehrten Nüsse, die in den Handelszentren London und Antwerpen in Gold und zum 600-fachen Wert ihres Einkaufspreises aufgewogen wurden. Muskat war bereits seit dem Altertum als Heil- und Rauschmittel in China und Indien bekannt; über arabi-

sche Händler gelangten die knapp drei Zentimeter kleinen braunen Samen, die sich unter dem Fruchtfleisch aprikotfarbener Früchte verbergen, im Mittelalter auch nach Europa. Nachdem die Portugiesen 1511 die bis zu 15 Meter hohen Muskatbäume auf den Banda-Inseln selbst entdeckt hatten, wurden die Nüsse kurz darauf auch von Magellans dezimierter Mannschaft nach Spanien gebracht. Bald entbrannten um das Gewürz heftige Kämpfe auf den Meeren und den Molukken, erst zwischen Portugiesen und Spaniern, dann zwischen Holländern und Engländern, die sich gegenseitig den Gewürzhandel streitig machten. Nachdem Kapitän Nathaniel Courthope auf der Insel Run im Auftrag der „East India Company“ die englische Flagge gehisst hatte, kämpfte er fünf Jahre lang mit nur 30 Mann gegen eine holländische Übermacht. Schließlich wurde er verraten und umgebracht. Die Engländer ergaben sich trotzdem nicht und schafften es am Ende sogar, die Insel Run und deren Muskatbaumbestände unter ihrer Kontrolle zu halten. Es folgte der wohl schwerste Fehler in der holländischen Kolonialgeschichte – und ein schlechtes Geschäft auf beiden Seiten. Um in den Besitz der Muskatnuss-Insel zu kommen, erklärte sich Holland 1667 zu einem Tausch bereit: Der Staat verzichtete auf ein nahezu unbekanntes Eiland, das am anderen Ende der Welt in seinen Besitz gekommen war und von ihm „Nieuw Amsterdam“ genannt wurde. „Mannahatta“, wie die Insel am Hudson-River bei den indianischen Ureinwohnern hieß, sollte sich unter den Briten und kaum ein Jahrhundert später in den sich unabhängig erklärenden Vereinigten Staaten zum pulsierenden Zentrum New Yorks entwickeln. Über beinahe denselben Zeitraum hinweg behaupteten holländische Handelskompanien ihr Muskatnuss-Monopol auf den Gewürzinseln vor allem gegen Briten und Franzosen. Weder mit ihren Konkurrenten noch mit den Einheimischen gingen die Holländer dabei zimperlich um. Auf den Molukken versklavten sie die Arbeiter und begrenzten die Muskatnuss-Ernte auf die kleinen und mithin leichter zu kontrollierenden Banda-Inseln. Um den Preis künstlich hochzuhalten, verbrannten sie in Amsterdam sogar Speicherbestände.


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SONNTAGS

DER TAGESSPIEGEL

BERLINER LISTE

D

Kleine Geschichten aus unserer großen Stadt. Wäre doch schade, wir hätten sie nicht aufgeschrieben.

1 GESUNDHEIT! Dienstag in einer Charlottenburger Arztpraxis. Ein 60-jähriger Mann bittet um eine Grippeschutzimpfung. Die Sprechstundenhilfe fragt ihn erstaunt: „Sie waren aber lange nicht mehr bei uns – was war denn los?“ Der Mann: „Ich war gesund.“

2 DAS ÜBLICHE Samstag, eine Imbissbude in Moabit. Sagt ein Kunde zum Verkäufer: „Ach Ali, ich muss heute noch meinen Gerichtsvollzieher in seine Einzelteile zersägen und auf Mülltonnen verteilen.“ Ali, der gerade eine Bulette aus dem Frittenöl hebt: „Da haste dir ja noch einiges vorgenommen, Ralle.“ Ralle: „Na, du weißt ja, wie es ist: Druck, Stress, aber muss ja...“

3 UM DIE WETTE Mittwoch in Lichterfelde. Ein 14-Jähriger kommt aus der Schule und sieht seinen Bus an einer roten Ampel stehen. Er rennt los, überholt den Bus, die Ampel springt auf Grün, der Bus überholt den Jungen, der Junge gibt Gas, rennt, erreicht den Bus an der Haltestelle. Außer Atem will er eine Fahrkarte kaufen. Sagt der Fahrer: „Für den Sprint gibt’s eine Freifahrt!“

4 BRANDENBURGER TUSSI Dienstag im 100er-Bus. Eine Touristin fragt nach dem Weg zum Brandenburger Tor. Der Fahrer: „Nächste Station aussteigen, dann nach oben gucken – da steht ’ne Tussi mit ein paar Pferden.“

5 HIGH NOON Dienstag in Steglitz. Zwei BSR-Mitarbeiter leeren Mülltonnen aus, werfen aber vorher einen Blick hinein. Der eine zieht ein Kinderspielzeug aus seiner Tonne: eine Maschinenpistole. Er richtet sie auf seinen Kollegen. Der beugt sich über seine Tonne und zieht ebenfalls eine Spielzeugwaffe heraus: einen Plastik-Colt. Wie im Western stehen sich die beiden gegenüber – und lachen.

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

6 KRAFTAKT Sonntag im ICE von Braunschweig nach Berlin. Ein junger Mann schläft tief und fest. Auf seinem Schoß liegt eine aufgeschlagene Zeitschrift. Die Schlagzeile: „In der Ruhe liegt die Kraft.“

7 KONSEQUENT Montagvormittag in der Kreuzberger MarheinekeHalle. Ein Mann putzt von innen die Fenster, da tritt ein Bäckerlieferant ein und ruft ihm zu: „Mensch, bei der Kälte würd’ ich lieber zu Hause auf dem Sofa sitzen und Glühwein trinken.“ Antwort: „Wieso denn sitzen? Liegen!“

SONNTAG Norbert Thomma (Leitung), Andreas Austilat (Stv.), Susanne Kippenberger, Esther Kogelboom, Sebastian Leber, Jens Mühling. Mitarbeit: Deike Diening, Ulf Lippitz, Björn Rosen, Dr. Hartmut Wewetzer, Bettina Seuffert; Ursula Dahmen (Gestaltung). Liebe Leser, falls Sie unserer Berliner Liste schreiben wollen: Redaktion Sonntag, Tagesspiegel, 10876 Berlin oder sonntag@tagesspiegel.de

WISSENSHUNGER

Fragen an den Fisch

Kai Kupferschmidt ist Molekularbiomediziner und schreibt am ersten Sonntag jedes Monats über Ernährung und Wissenschaft.

Vom Leben gezeichnet. Ab Mittwoch erscheint eine Sammlung der ersten 50 Folgen von „Lästermaul & Wohlstandskind“ als großformatiges Querformat im avant-verlag, mit einem Vorwort von Harald Martenstein.

ie RTL-Sendung „Die Super-Nanny“ ist Vergangenheit. Die Super-Nanny selber beschwerte sich in einer Mail an RTL darüber, dass zum Teil gegen pädagogische Interessen in ihre Arbeit eingegriffen worden sei. Es ist beachtlich, dass die Super-Nanny nach sieben Jahren das Problem der pädagogischen Fragwürdigkeit aufwirft. Zumindest für mich persönlich ist das Absetzen der Sendung ein Glücksfall. Denn es bedeutet meinen Absprung vom RTL-Mittwochabend. Ich kann mir nun mal wieder was anderes vornehmen. Einen Sprachkurs besuchen oder ins Kino gehen. Was Fernsehsendungen angeht, lege ich eine bis zur Selbstaufgabe reichende Treue an den Tag. Schon als „Marienhof“ im Sommer endlich abgesetzt wurde, überkam mich ein überwältigendes Gefühl der Erleichterung. Jahre meines Lebens waren zwar für diese Sendung draufgegangen, aber ich hatte durchgehalten! Okay, die heiße Phase damals, in der ich Uniseminare nicht besuchen konnte, weil sie bis 18 Uhr gingen und ich es bis 18.25 Uhr nicht nach Hause geschafft hätte, war irgend-

Elena Senft schaltet nie ab

Musik ist mir egal – weitestgehend wann vorbei und manchmal verstand ich nicht, warum Sülo auf einmal schwul war und ein medizinisches Stützkorsett trug oder wer die neue Dicke war, aber die Big Lines hatte ich drauf. Natürlich frage ich mich manchmal, was Inge Busch jetzt für einen Job machen soll oder ob man einen von ihnen im Dschungelcamp wiedersehen darf. Ich muss aufpassen beim Fernsehen: Einmal versehentlich bei „The Voice of Germany“ reingezappt und schon häng ich mindestens bis zu den „Battle Rounds“ drin. Derartige Zwanghaftigkeit mag anderen Menschen etwa aus der Musik bekannt vorkommen. Was diesen Bereich betrifft, verfüge über eine Eigenschaft, die mir sehr viel Stress erspart: Mir ist Musik weitestgehend egal. Es stört mich nicht, wenn irgendwo was dudelt, ich finde es oft sogar schön, aber ich kann mich

Fotos: Mike Wolff

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nicht daran erinnern, wann ich mir zum letzten Mal eine CD gekauft habe oder dass ich schon mal auf das neue Album einer bestimmten Formation ernsthaft gewartet hätte. Die Frage „Und? Was für Musik hörst du so?“ hat mich bereits als Teenager in unangenehme Situationen und zu schwammigem Brabbeln gebracht. Ich verfüge zwar über eine beeindruckende iTunes-Bibliothek, aber dies eher aus blinder Sammelwut oder um nicht in Verlegenheit zu geraten, wenn wieder ein Spezialist meinen Musikordner öffnet. Ich finde Lieder meist gut, nachdem ich sie im Radio gehört oder was darüber gelesen habe. Musikfreaks regen sich über Menschen wie mich auf, die „auf einmaaaal“ irgendwas gut finden, obwohl es die Band ja eigentlich schon voll lange gibt und sie die ja noch von den illegalen Mitschnitten von Kleinkonzerten in

New Yorker Souterrain-Clubs kennen, während ich einen fröhlichen Radiomoderator brauche, der sie zwischen Staumeldung und Kultur-Tipp falsch ausgesprochen vom Sendeplan abliest. Vorweihnachtszeit ist Primetime für Musikkäufe. Und eine Zeit, in der auch ich mich zum Verschenken der ein oder anderen selbstgebrannten Mix-CD verleiten lasse an Leute, denen man eigentlich nichts schenken muss, denen man aber trotzdem in der Vorweihnachtszeit über den Weg läuft. Meiner Mutter habe ich vor Jahren mal „Andrea Boccelli & Sarah Brightman“ geschenkt. Hat sie am Weihnachtsabend eingelegt und höflich mit dem Kopf gewippt. Danach habe ich die CD nie wieder gesehen, nicht auszuschließen, dass sie weiter verschenkt wurde. Verwunderlich, dass bisher noch kein einziger Facebook-Freund „Last Christmas“ gepostet hat. Wenn das nicht bald passiert, mach ich es. Nur damit der Druck raus ist. — An dieser Stelle wechseln sich ab: Elena Senft, Moritz Rinke, Christine Lemke-Matwey und Jens Mühling.

Im Märchen vom Fischer und seiner Frau kehrt der arme Mann immer wieder zurück auf See, um den magischen Butt zu fragen, ob er nicht den neuesten Wunsch der Nervensäge daheim erfüllen kann. Mir geht es vor der Fischtheke ähnlich. Zunächst kaufe ich einen Fisch und dann kehre ich unweigerlich zurück und frage mich: Sollte ich doch lieber wilden Fisch kaufen statt ein Tier aus der Aquakultur? Lieber einen Fisch aus der Nordsee statt dem Südpazifik? Was ist gesünder? Was hat weniger Giftstoffe? Dass Fisch im Großen und Ganzen eine sinnvolle Ergänzung des Speiseplans ist, das weiß heute jedes Kind. Aber sobald es darum geht, welcher Fisch von wo denn nun besser als nur gut ist, wird es kompliziert. Kein Wunder, dass die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften diese Woche einen ganzen Abend zur „Ernährung aus dem Meer“ veranstaltete. Hartmut Rehbein vom Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch, das zum bundeseigenen Max-Rubner-Institut gehört, machte zunächst deutlich, dass Fisch Fische essen sehr gesund von der ist: Schließlich entSüdhalbkugel halten die Tiere viel Eiweiß, viel Vitamin enthalten D und die begehrten in der Regel Omega-3-Fettsäuren. Weil diese Fettweniger säuren beim Aufbau des Gehirns eine Giftstoffe wichtige Rolle spielen, sollten gerade Schwangere und ältere Menschen darauf achten, genügend davon aufzunehmen, sagte Rehbein. Grundsätzlich gilt: Je fetter ein Fisch, desto mehr Omega-3-Fettsäuren enthält er auch. Nur für Zuchtfische muss das nicht unbedingt stimmen. „Die sind in der Regel zwar fetter als ihre wilden Artgenossen, wie viel Omega-3-Fettsäuren sie enthalten, hängt aber davon ab, wie sie ernährt werden“, sagt Rehbein. Nur wenn die Tiere viel Fischöl erhalten, haben sie hinterher auch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Guter Fisch wird eben aus Fisch gemacht. Und die Belastung mit Giften? Olaf Päpke ist wissenschaftlicher Direktor von Eurofins, einem Labor, das unter anderem Proben von Fischen auf diverse Giftstoffe untersucht. „Über Schwermetalle muss man sich heute weniger Sorgen machen als früher“, sagt er. Deren Gehalt habe sich etwa in Fischen aus der Nordsee in den letzten 20 Jahren um mehr als 80 Prozent reduziert. Auch persistente Kohlenwasserstoffe, wie zum Beispiel Dioxine, seien heute weniger vorhanden. Lediglich Aale, die in Flüssen gefangen wurden, könnten immer noch eine sehr hohe Belastung aufweisen. „Da sind Sie dann besser dran, wenn Sie einen Zuchtaal kaufen“, sagt Päpke. Grundsätzlich gelte: Fische von der Südhalbkugel seien weniger belastet als Fische von der Nordhalbkugel, egal ob sie aus der Zucht oder dem Meer stammen. Manches Dilemma lässt sich nicht lösen. So haben Fische mit höherem Fettgehalt mehr Omega-3-Fettsäuren, aber auch mehr Giftstoffe, wenn sie aus belasteten Gewässern stammen, da diese sich im Fett anreichern. Und Fische von der Südhalbkugel enthalten zwar weniger Dioxine oder Schwermetalle. Dafür werden in der Fischzucht in Asien, besonders in Vietnam, China und Indien, aber häufig Antibiotika und Hormone eingesetzt. Letztlich bringt es wenig, wie Ilsebill alles zu wollen. Ein Fisch ist erstmal gesund – und wenn er dann auch noch schmeckt, hat er seine Aufgabe erfüllt.


REISE SCHWEDEN Wallanders Land, Foto: picture-alliance

gar nicht gruselig – Seite R 3

KREUZFAHRT Karibik-Törn – und neue Schiffe – Seiten R 4 & 5 WWW.TAGESSPIEGEL.DE/REISE

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

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Der Nabel der Welt Die Osterinsel liegt weit abgeschieden im Pazifk. Die Einheimischen zieht es manchmal fort, doch sie kehren immer wieder zurück Von Alexandra Frank Plötzlichist es da.Ein Stückchen Land mitten im endlosen Blau des Südostpazifiks. Mehr als fünf Stunden ist es her, seit sich die Boeing 767 in Santiago de Chile in die Luft erhoben hat. Seither hat kein FleckchenErde unseren Weg gekreuzt,3800 Kilometerlang nur Wasser.Und dannauf einmal eine Insel, grün, irgendwie dreieckig, mit einem Vulkan in jeder Ecke, nahezu menschenleer, wie es von oben scheint. Das Flugzeug nimmt Kurs auf den südwestlichen Zipfel der Insel, ein paar Straßen und Häuser werden sichtbar, eine Landebahn, die sich quer durch grüne Wiesen zieht. Anflug auf 27˚ 9'S, 109˚ ANZEIGE

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25'W: die Osterinsel. Das abgelegenste bewohnte Eiland der Welt. Die nächsten Nachbarn leben 2200 Kilometer weiter westlich, auf den Pitcairn-Inseln. Das Mutterland Chile im Osten ist eine halbe Tagesreise mit dem Flieger entfernt. An Land weht ein warmer Wind. Ein Duzend Rapa Nui, wie die Einwohner der

Insel sich selbst, ihre Heimat und ihre Sprache bezeichnen, warten vor dem einstöckigen Flughafengebäude. Sie begrüßen die Touristen mit Blumenkränzen und zeigen Fotos der Zimmer, die sie vermieten. Andere Einheimische drängen zur Maschine, um Verwandte abzuholen. Gepäck türmt sich. Jeeps laden Urlauber ein. In der Einsamkeit des Ozeans herrscht reger Betrieb. Auf mich wartet Tito Atan Pakarati, 37, ein Rapa Nui, durchtrainiert, mit schwarzen Tattoos auf den Armen und einer verspiegelten Sonnenbrille, die er ins lange, dunkle Haar gesteckt hat. Er ist Fremdenführer und Filmstar. Zugegeben, ein Filmstar, der nur eine einzige Rolle gespielt hat. Fast 20 Jahre ist es her, als Kevin Kostner auf die Insel kam. Der amerikanische Schauspieler und Filmproduzent suchte Komparsen für den Film „Rapa Nui – Rebellion im Paradies“. In diesem Streifen ist zu sehen, wie das Leben auf dem Eiland ausgesehen haben „Rebellion im könnte, bevor es am Ostersonntag 1722 Paradies“ – von dem niederländi- aber nur schen Seefahrer Jacob Roggeveen ent- im Film mit deckt wurde, jenem Kevin Kostner Mann, der diesem Stückchen Land den Namen Osterinsel gab. „Der Film“, sagt Tito und öffnet die Tür eines Jeeps, „hat einiges verändert.“ Auf der Insel und auch in seinem Leben. Er lenkt das Auto eine Schotterpiste entlang. Die Landschaft ist karg: schroffe Felsen aus Vulkangestein, Wiesen, auf denen Pferde grasen, niedrige Guavensträucher, vereinzelte Palmen und junge Eukalyptushaine. Tito parkt den Wagen am Fuß des Vulkankraters Rano Raraku, einem der Hauptdrehorte des Films. Und eine Attraktion für Touristen. Die kommen, wenn man die abgeschiedene Lage der Insel bedenkt, reichlich. Etwa 70 000 waren es im vergangenen Jahr. Bevor die Geschichte Rapa Nuis 1994 im Kino gezeigt wurde, waren es gerade einmal 6000. Am Hang des Rano Raraku liegen und stehen die eigentlichen Filmstars: die Moai. Bis zu 21 Meter hohe Skulptu-

Das Rätsel der kolossalen Steinstatuen der Osterinsel ist noch ungelöst. Oder zumindest unter Experten umstritten. Knapp 1000 der Figuren sind noch zu sehen.

ren aus vulkanischem Tuffstein, einzigartig auf der Welt. Auf der ganzen Insel gibt es nahezu 1000 von ihnen. Rano Raraku war so etwas wie eine Freilicht-Werkstadt. In dem Steinbruch erschufen Titos Vorfahren die markanten Figuren mit den großen Köpfen und langen Ohren. Anschließend wurden sie, vermutlich mithilfe von Seilen aus Baumrinde, auf Holzschlitten und Walzen zur Küste transportiert und auf große Steinaltäre, sogenannte Ahus, gestellt. Warum hunderte Moai im Steinbruch eines Tages achtlos und teils unvollendet zurückgelassen wurden, darüber spekulieren Forscher bis heute. „Unsere Vorfahren haben Raubbau an der Natur betrieben, die Bäume gefällt, die einst dicht an dicht standen, bis keiner mehr übrig war“, sagt Tito. Diese These vertritt auch der Geografieprofessor und Pulitzer-Preisträger Jared Fortsetzung Seite R2

TIPPS FÜR DIE OSTERINSEL

Foto: flickr

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Privatzimmer sind günstig ANREISE Die chilenische Fluglinie Lan fliegt sieben Mal in der Woche von Frankfurt am Main (via Madrid) nach Santiago de Chile. Von dort aus geht es weiter auf die Osterinsel. Diese Airline ist zurzeit die einzige, die die Insel anfliegt. Gesamtflugpreis ab 1381 Euro. Wer mag, kann vor der Weiterreise auf die Insel auch einen längeren Aufenthalt auf dem chilenischen Festland einlegen. Kontakt: www.lan.com, Telefon: 018 05 /34 07 67. Einreisebedingung: Der Reisepass sollte noch mindestens sechs Monate gültig sein.

UNTERKUNFT Das schönste Hotel der Insel ist die Lodge Explora Rapa Nui, die mit naturbelassenem Interieur, ausgebildeten Guides, guter Küche und unverbautem Ausblick auf den Pazifik punktet. Die Lodge bietet Übernachtungs- und Erlebnispakete an. Drei Übernachtungen im Doppelzimmer mit Vollpension, Ausflugsprogramm, Transfers und allen Getränken pro Person ab 1785 Euro. Kontakt: www.ex plora.com, www.artoftravel.de Privatzimmer ab circa 50 Euro bieten Einheimische direkt am Flughafen an. In Hanga Roa, der Inselhauptstadt, gibt es

auch kleine Pensionen und Hotels. VERANSTALTER Für so ein außergewöhnliches Reiseziel sind die Angebote

übersichtlich. In der Regel ist die Osterinsel wegen des langen Flugs von Santiago aus nur als Anschlussprogramm von Rundreisen zu buchen. Man sollte im Reisebüro fragen.

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REISE

DER TAGESSPIEGEL

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

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Der Nabel der Welt

NACHRICHTEN

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Palmen für „Grünes Reisen“ Diamond in dem Buch „Kollaps – Warum Gesellschaften überleben oder untergehen“. Durch die Ausbeutung ihrer Ressourcen richteten sich die Bewohner des „Nabels der Welt“, wie sie ihr Eiland auch nennen, selber zugrunde. Dem Roden der Wälder folgten Bodenerosion, Hungersnot, Bürgerkrieg, womöglich gar Kannibalismus.

Tito Atan Pakarati, Fremdenführer und einziger Filmstar der Osterinsel. Foto: Frank

Wir verlassen den Steinbruch und fahren an die Küste zu einem jener heiligen Ahus. Auf dem Steinplateau stehen 15 majestätische Moai, die Augen ausdruckslos in die Ferne gerichtet. Ob sie Häuptlinge oder Götter darstellen, ob sie errichtet wurden, um dem Schöpfer zu huldigen oder den Gemeinschaftssinn der Insulaner zu fördern, auch das ist bis heute nicht gänzlich geklärt. ANZEIGE

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Im Vorbeifahren sehen wir einen grünen Hügel, auf dem ein paar einzelne Palmen wachsen. „Das ist der Poike, unser ältester Vulkan“, erklärt Tito. Insgesamt, fügt er hinzu, gebe es auf dem Eiland drei Vulkane. Überhaupt, die Zahl drei. Immer wieder taucht sie auf, wenn man sich mit der Geologie Rapa Nuis beschäftigt. Die Osterinsel ist drei Millionen Jahre alt und dreieckig. Die drei Vulkane sind seit 3000 Jahren inaktiv. Und die Küste, gegen die die Wellen des Pazifiks krachen, fällt steil bis zu einer Meerestiefe von 3000 Metern hinab. „Und ich“, sagt Tito Atan Pakarati, „hatte drei Mal großes Glück in meinem Leben.“

Die Reisebranche setzt in Zukunft verstärkt auf Nachhaltigkeit als Kundenbindungsmittel. Die „ökologische Qualität der Produkte“ müsse „zum Gegenstand von Verkaufsgesprächen werden“, sagt Jürgen Büchy, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV). Ziel sei eine bundesweite Zertifizierung, damit Verbraucher – etwa in den Katalogen oder online – auf einen Blick erkennen, was „der eine Reiseveranstalter besser macht als der andere.“ Noch im Laufe des kommenden Jahres will der Verband eine Richtschnur für „Grüne Reisen“ vorlegen, an der sich alle Unternehmen orientieren können, die bei der Umsetzung des Gütesiegels mitmachen. Büchy schwebt dabei ein Punktesystem vor, beispielsweise mit Palmen als Symbol: Je klimaneutraler die Reise, desto mehr davon. Um dem „wichtigen Branchenthema“ auch nach außen mehr Gewicht zu verleihen, hat der DRV seinen Umweltausschuss nun in Nachhaltigkeitsausschuss umbenannt. tdt

Wohnen im Tramuntana-Gebirge

Finger weg! Fahrgäste und Bahnmitarbeiter rangieren Fahrzeuge auf den Autozug. Entspannung folgt erst nach der Arbeit.

Foto: dpa

Na dann, gute Nacht Die Bahn erweitert ihr Angebot bei Schlafwagen und Autoreisezügen Von Klaus Kurpjuweit Die Bahn setzt weiter auf Schlaf. Trotz der Konkurrenz durch Billigflieger bleiben die vorwiegend nachts verkehrenden Autoreise- und Nachtzüge im Programm. Im Sommerfahrplan, der im April beginnt, kommt als Ziel ab Berlin Alessandria im italienischen Piemont hinzu, Triest und Verona werden häufiger angeboten; dafür entfällt jedoch die Verbindung nach Avignon. Der Verladebahnhof in Berlin ist Wannsee. Fahrten gibt es im Sommer täglich nach München sowie an festgelegten Tagen nach Innsbruck, Alessandria, Triest, Verona und Narbonne. Die Preise variieren – die Bahn hat die Saison hier aufgeteilt. Mit dem AutozugSpezialpreis können zwei Personen im Liegewagen und dem Auto auf dem Transportwagen für 159 Euro nach München fahren; in der Vergleichsrechnung der Bahn schneidet das Auto mit 371 Euro

hier deutlich schlechter ab. Abhängig ist der Preis zudem von der Länge des Autos, wobei der Sprung bei 5,30 Metern einsetzt, und ob die Nacht im Liegewagen, im herkömmlichen Schlafwagen oder im Schlafwagen mit Dusche und WC im Abteil verAuch Biker bracht wird. wissen den So kostet die Automitnahme nach Verollenden rona im günstigsten Komfort Fall 189 Euro, ein zu schätzen Einzelplatz im Liegewagen dazu ist ab 80 Euro zu haben, das eigene Abteil mit Dusche und WC kostet mindestens 400 Euro. In der Hochsaison können es aber auch 530 Euro sein. Aber auch bei den Verbindungen ins Ausland gibt es Sparpreise. Buchen kann man grundsätzlich kurzfristig; allerdings sind Züge vor allem für

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Technische Mängel Eine Airline kann sich wegen eines „technischen Defekts“ oder eines „unerwarteten Sicherheitsmangels“ nicht zwangsläufig auf außergewöhnliche Umstände berufen, wenn eine ihrer Maschinen mehr als drei Stunden später als vorgesehen abhebt. Vielmehr hängt es davon ab, ob der Grund für die Verspätung ein Ereignis darstellt, „das der Beherrschbarkeit der Fluggesellschaft völlig entzogen“ war. Das Landgericht Darmstadt sieht einen technischen Mangel offenbar nicht in dieser Kategorie und erwähnt als Beispiele für „nicht beherrschbare Situationen“ Außenwirkungen wie Vogelschlag oder außergewöhnlichen Hagel. (Landgericht Darmstadt, Aktenzeichen: 7 S 46/11) *** Außergewöhnlich I Verzögert sich ein Abflug um elf Stunden, weil Hydrauliköl „plötzlich ausgelaufen“ ist, so kann es dahingestellt sein, ob es sich dabei um eine große Verspätung oder um eine Annullie-

RECHT & REISE

die Hochsaison sehr früh ausgebucht. Umgekehrt kann die Bahn Fahrten auch ausfallen lassen, wenn es zu wenig Buchungen gibt. Dies sei bisher allerdings noch nie vorgekommen, wird versichert. Häufigster Grund für die Wahl des Autoreisezuges ist nach Angaben von Kunden das entspannte und stressfreie Reisen, auch von Motorradfahrern geschätzt. Bei den Altersgruppen dominieren die über 60-Jährigen. Aber auch die Nutzer im Alter zwischen 40 und 59 Jahren sind stark vertreten. Bei den Nachtzügen – Fahrradmitnahme möglich – bleiben ab Berlin München, Amsterdam, Paris und Zürich im Programm. Neu: Kopenhagen–Prag, wobei in Berlin nur ein Ausstieg möglich ist. Das Fahren im Schlaf kostet einen Aufpreis zum üblichen Ticket. Er beginnt im Liegewagen bei 20 Euro und endet im 1.Klasse-Abteil bei 100 Euro, Sparpreise innerhalb Deutschland gibt’s ab 49 Euro.

Mallorcas Serra de Tramuntana droht der Verlust des erst kürzlich erlangten Welterbestatus. Grund: Die Balearen-Regierung will ihr Raumordnungsgesetz ändern, damit in dem – seit Juni 2011 von der Unesco geschützten – Gebirge auf einer Fläche von 104 Hektar ein Wohngebiet für bis zu 3000 Menschen entstehen kann. Das seien „so viele, wie in Palmas Altstadt wohnen“, klagt Jaume Adrover von der Umweltorganisation Grup Balear d’Ornitologia i Defensa de la Naturalesa (GOB), die dagegen heftig protestiert. Im Fall einer Realisierung der Pläne würde auch ein bisher unbebauter Küstenabschnitt „auf zehn Kilometer verschandelt“. tdt

Flughafen als Airline Der Flughafen Magdeburg-Cochstedt wird zur Airline. Nachdem Air Lipsia die zum Winter geplanten Passagen nach München abgesagt hatte, hat der Airport die Operation nun selbst übernommen – unter der Eigenmarke CSO City Fly. Zum Einsatz kommt eine Turboprop-Maschine mit 19 Sitzen. Das einfache Ticket kostet ab 99 Euro, inklusive Handgepäck und Koffer mit einem kombinierten Gesamtgewicht von maximal 15 Kilogramm. Der Flug von Cochstedt in Sachsen-Anhalt zum Airport Franz-Josef-Strauß bei München dauert 70 Minuten. tdt

TAGESSPIEGEL.DE

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rung des Fluges gehandelt hat: Die Airline muss den Passagieren eine Ausgleichsleistung zahlen. Dies unabhängig davon, dass das Flugunternehmen versichert, die Maschine sei ordnungsgemäß gewartet worden. Das Landgericht Stuttgart hält den Vorgang dennoch nicht für so „außergewöhnlich“, dass die Zahlung verweigert werden könne. Der Eintritt eines solchen Defekts sei „Teil der normalen Ausübung der Tätigkeit des Luftfahrtunternehmens“. (Landgericht Stuttgart, Aktenzeichen: 13 S 227/10) *** Außergewöhnlich II Klemmt die Tür eines Flugzeugs wegen eines technischen Defekts, so handelt es sich nicht um einen „außergewöhnlichen“ Vorgang, der eine erhebliche Verspätung des Abflugs mit entsprechend verspäteter Ankunft am Zielort zur Folge hat. Das Amtsgericht Frankfurt am Main: Nur wenn der Fehler (hier eine Delle in der Frachttür) auf Vorkommnisse zurückgehe, „die aufgrund ihrer Natur und Ursache nicht Teil der nor-

malen Ausübung der Tätigkeit des betroffenen Luftfahrtunternehmens und von ihm tatsächlich nicht zu beherrschen sind“, könne die Airline die ansonsten fällige Ausgleichsleistung an Fluggäste vermeiden. (Amtsgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen: 29 C 2034/10-21) *** Nicht außergewöhnlich Verspätet sich ein Flug um weniger als zwei Stunden, so ist grundsätzlich von keinem Reisemangel, sondern nur von einer „Unannehmlichkeit“ auszugehen. Die Folge: Die Fluggesellschaft ist nicht zu irgendwelchen Betreuungs- oder Ersatzleistungen verpflichtet, denn den Fluggästen ist das Warten auf den gebuchten Flug innerhalb dieser Zeitspanne zuzumuten – es kann noch nicht von einer „Leistungsstörung“ ausgegangen werden. Reisende hatten wegen eines um 65 Minuten verspäteten Fluges in Hurghada ihren Anschlussflieger in Kairo verpasst. (Amtsgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen: 31 C 745/10) Wolfgang Büser

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Foto: promo

Fortsetzung von Seite R1

Da war zum einen die Komparsenrolle in Costners Film. Von der Gage kaufte sich der junge Mann ein Flugticket nach Frankreich und lernte die Sprache dort. Um ein Studium in Frankreich zu finanzieren, reichte das Geld jedoch nicht. Zwei Tage vor dem geplanten Rückflug kratzte er sein letztes Geld zusammen und kaufte sich ein Lotterielos. Er hatte ein zweites Mal Glück: Er gewann so viel, dass er in Lille ein Lehramtstudium aufnehmen konnte. Das dritte Mal meinte es das Schicksal gut mit ihm, als er zurück in die Heimat gekehrt war. Eine blonde Amerikanerin kam auf die Insel, um Urlaub zu machen – und blieb. „Im Frühjahr werden wir heiraten“, sagt Tito und steuert den Wagen weiter gen Norden. Die Insel ist schnell durchfahren: Rapa Nui misst an seiner längsten Seite 24 Kilometer und ist an der breitesten Stelle 13 Kilometer lang. Unterwegs haben wir keinen Menschen gesehen. Die knapp 5000 Einwohner leben fast alle in den bunten, einstöckigen Häuschen des Inselhauptortes Hanga Roa. „Dort ist es mir zu hektisch“, sagt Maria Atan Pakarati, Titos Mutter. Teile des Jahrs verbringt sie deshalb an der Nordküste der Insel, dort, wo der Legende nach die ersten Siedler irgendwann zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert die Insel betraten. Fünf Häuser, notdürftig aus Holzplanken, Steinen und Wellblech zusammengeschustert, ohne Strom, ohne fließendes Wasser, gruppieren sich um die kleine Bucht Hanga Hoonu. In der Nähe befinden sich die beiden einzigen Sandstrände Rapa Nuis, von Palmen gesäumte Südseeträume. „Pah“, sagt Maria, „dorthin gehen ja nur Touristen.“ Tito nickt. Maria streift lieber die Steilküste entlang, zu ihren geheimen Plätzen, wie sie sagt. Dorthin, wo Petroglyphen, in Stein geschabte Zeichnungen, die schwarzen Felsen zieren. Die kopiert sie auf Tücher. Mit schwarzer Farbe hat sie schon alle erdenklichen Formen und Muster nachgezeichnet. Fische, Boote, menschliche Körper. Sie verkauft sie an Touristen. „So kann ich einen Teil unserer Kultur weitergeben“, sagt sie, „ohne etwas wegzunehmen oder zu zerstören.“ Petroglyphen zieren auch die Klippen im äußersten Südwesten der Insel, 400 Meter hoch über dem Meeresspiegel. Tito hat mich auf den Grat des Vulkans Rano Kau geführt. Der „gigantische Hexenkessel“, wie der verwegene Forscher Thor Heyerdahl den Krater bezeichnete, misst 1,6 Kilometer im Durchmesser und ist mit pechschwarzem Wasser, auf dem grüne Schilfinseln schwimmen, gefüllt. „Mein absoluter Lieblingsfleck auf der Insel“, sagt Tito. Er atmet tief ein. „Spürst du die Energie?“, fragt er. Dann wendet er sich der anderen Seite des Grats zu. Die Küste fällt steil zum Meer ab. Drei Felsen ragen aus dem dunkelblauen Wasser heraus, weiße Gischt leckt gierig an den schwarzen Steinen. Bis 1862 stürzten sich hier Jahr für Jahr junge Männer der verschiedenen Stämme die Klippen hinab und durchschwammen die Bucht bis zur Felseninsel Motu Nui. Sie blieben dort so lange, bis sie ein Ei einer schwarzen Seeschwalbe fanden. Wer als Erster eines heil an Land brachte, überreichte es seinem Häuptling. Dieser war im folgenden Jahr „Vogelmann“ – und hatte somit Macht über die anderen Stämme. Die Stille am Vulkan wird durch ein lautes Brummen gestört. Ein Flugzeug dreht eine Schleife über dem Krater. Tito blickt ihm nach, ein wenig sehnsüchtig. „Ich muss die Insel von Zeit zu Zeit verlassen und auf Reisen gehen, denn ich brauche Abwechslung“, sagt er. „Aber ich komme immer wieder zum Nabel der Welt zurück.“

AUF GROSSER FAHRT Mit der „Sea Cloud“ im Atlantik Sie ist die größte je für private Zwecke gebaute Segeljacht: die „Sea Cloud“. 1931 in Kiel vom Stapel gelaufen, fährt das Schiff heute als Luxussegler der Hansa Treuhand (Hamburg). Am Freitagabend setzte die Viermastbark in Portugal Segel und brach auf zum Transatlantik-Törn, Ziel St. John’s/Antigua. Mit an Bord: Tagesspiegel-Redakteur Reinhart Bünger. Sein Bordtagebuch finden Sie auf unserer Internetseite unter: www.tagesspiegel.de/atlantik-ueber querung

REISE: Sonntagsbeilage des Tagesspiegels.

Redaktion: Gerd W. Seidemann


REISE

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

Wohlsein bei Wallander

ANREISE Für eine Rundreise durch Schonen (Skane) bietet sich natürlich das eigene Auto an. Wer die Fähre Rostock–Trelleborg nimmt, hat nur noch 50 Kilometer bis Ystad vor sich. Unity Line fährt täglich von Swinemünde nach Ystad. UNTERKUNFT Nun ist in dieser Jahreszeit sicher nicht die Zeit, das grüne Schonen zu erkunden. Doch es ist ratsam, sich bereits jetzt um besonders schöne Unterkünfte zu kümmern, seien es Hotels, Frühstückspensionen oder Ferienhäuser (im Internet unter www.skane.com/de und www.visit.sweden.com). Auch in den Sommerkatalogen von Veranstaltern (Neckermann, Top Nord oder Wolters) lassen sich Hotels, Ferienhäuser, Campingplätze oder Zimmer in mehr als 100 Jugendherbergen in Schonen buchen. Bed&Breakfast für zwei Personen mit Frühstück gibt es zwischen 40 und 100 Euro.

Von Vera Gaserow

OSTSEE MECKLENBURG-VORPOMMERN

ESSEN UND TRINKEN Die Schlösser haben oft eigene Restaurants. An den Hafenpromenaden von Malmö, Ystad und Kivik sind die Fischräuchereien für ihren geräucherten Hering und Aal bekannt. Süßes gibt es etwa in Olof Viktors Café in Glemminge (www.olofviktors.se). Oder auch in Malmös kleiner Schokoladenfabrik, wo die Gebrüder Hansson in einem 100-jährigen Fabrikgebäude handgemachte Pralinen und reine Schokolade anbieten (www.malmochokladfa brik.se) und zugleich verschiedene Sorten Bier brauen (www.malmobrygghus. se).

mersitz zu einem prächtigen Natur-und Lehrpark gemacht, dem einzigen privaten Naturpark in Schweden. Mit ihrem ökologischen und sozialen Engagement hat sich die gräfliche Familie in adeligen Kreisen nicht unbedingt Freunde gemacht. Den Besuchern hingegen öffnet sich dadurch eine üppige Urlandschaft mit naturkundlichen Führungen und Wildexpeditionen inmitten von Bachläufen und jahrhundertealtem Laubwald. Blühende Schlosslandschaften, ökobewusster Adel, breite Sandstrände, sanft-hügelige Fahrradrouten, Golfplätze im 20-Kilometerradius – nichts davon passt recht zu dem Schonen, über das Kommissar Wallanders griesgrämiger Vater brummelt: „Grauer Lehm, graue Bäume, grauer Himmel und das graueste von allem sind die Men„Beim ersten schen.“ Eva Thuresson Hummer kann er damit nicht gemeint haben. Die habe ich Inhaberin vom Res- mich schön taurant Alé sprüht vor guter Laune blamiert.“ und Begeisterung Eva Thuresson, fürs Kochen. Lange Köchin war sie die einzige Frau in Schwedens Restaurantküchen. Dann ging sie für dreieinhalb Jahre nach Deutschland, lernte im Schwarzwälder Sterne-Restaurant Bareiss „wie man wirklich kocht“. Als sie dort das erste Mal Hummer zubereiten sollte, hat sie das Tier einfach in Salzwasser geworfen. „So wie man das bei uns halt macht. Da habe

RÜGEN

ERZGEBIRGE

ich mich total blamiert.“ Eva Thuresson könnte sich noch heute ausschütten vor Lachen. Wie Schlossherr Bonde gehört die Gastronomin zu jenen, denen das weite ländliche Schonen irgendwann zu eng wurde – und die der Region nun mit einer Mischung aus Weltoffenheit und Heimatverbundenheit einen sympathischen Stempel aufdrücken. Thuresson hat den Schweinestall ihrer Eltern zum Restaurant umgebaut. Ein Wagnis in einem kleinen Weiler, auf dem platten Land. Heute ist ihr Lokal über Schonens Grenzen hinaus bekannt. Sieben Mal schon hat sie den schwedischen König bewirtet – mit ländlich-deftigen Rezepten. Schweinebäckchen mit Quittengelee und Waldpilzen, Geräucherter Speck mit Zuckerrübensirup oder Schonens Nationalgericht Äggakaka, den Eierkuchen mit Schinken und Preiselbeeren. Ein paar Kilometer weiter, inmitten von Nils Holgerssons „gewürfeltem Tuch“, arbeitet auch Eva Olsson an Schonens Ruf als Schwedens kulinarischer Hochburg. Vor neun Jahren sind die Olssons aus ihren alten Berufen ausgestiegen und haben im Dörfchen Köpingebro den Hof der Großeltern zu Skandinaviens größter Kräuterfarm umgebaut. Inzwischen wachsen 7000 Lavendelpflanzen auf den Feldern und 30 verschiedene Kräutersorten. Bohnenkraut, Liebstöckel, Wermut – altbewährt, heute oft schwierig zu bekommen. Besucher können in Olssons Kräuterwerkstatt ihre Gewürzmischung selbst zusammenstellen oder sich Badesalze und duftende Essenzen mixen zum Kochen und Heilen. Im kommenden Jahr (2012) will „Kräuterfee“ Eva ihr erstes Parfum auf den Markt bringen: eine Premiere „allein aus skandinavischen Kräutern“.

ÖSTERREICH

Die Fahrt führt weiter in Schwedens Südosten, durch hügelige Apfelplantagen, die nach Kindheit riechen. Vorbei an bunten Holzhäusern in alten Küstenstädtchen, die bei Schwedens Schickeria und Künstlern derzeit hoch im Kurs stehen. Vorbei an weißen Kirchen und weitläufig hingewürfelten Gehöften. Zeit für „Fika“, die obligatorische schwedische Kaffeepause. Der Weg führt zu Olof Viktors Bageri, einem alten Vierseithof abseits der Hauptstraßen, vor Jahren zu Schwedens bester Bäckerei gekürt. An Sommertagen stehen hier An manchen bis zu 600 Kunden an nach handgeTagen stehen machtem Steinofenbrot, rundem Knäbis zu ckebrot und preisge600 Kunden krönten Torten. Und so sitzt man für das in Olof Viktors frische Café, das zugleich Steinbrot an Galerie ist für Schonens große Künstlergemeinde. Man lässt das Tortenstück aus Trüffelcreme, Milchschokolade und Himbeeren auf der Zunge zergehen. Man möchte gerade den misslaunigen Fastfood-Banausen Wallander zum schonischen Außerirdischen erklären. Doch dann taucht – „Lalülala“ – tatsächlich ein Kollege des Kommissars auf. Claus Erlandsson heißt der leibhaftige Polisen-Mann aus Ystad, trägt schmucke blaue Uniform und ist etliche Kilo schlanker als sein Krimi-Kollege. An Wallanders Seite hat Erlandsson schon etliche Morde aufgeklärt – als Film-Komparse. Im wahren Leben jedoch kämpft er gegen das in Schonen am weitesten verbreitete Vergehen – gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen.

BESONDERHEITEN Über www.skane.com/de lassen sich auch geführte Reittouren durch Schonen (fünf Tage mit Unterkunft und Halbpension rund 1100 Euro), Radtouren oder Golfplätze mit und ohne Unterkunft buchen. Immer zu Ostern stellen zahlreiche Maler, Bildhauer und Designer Schonens auf einem großen Kunstmarkt im Südost-Zipfel Schonens, in Österlen, ihre Werke aus. Schonen hat Graf Bonde eine weit verzweigte Künstlerszene, die in den Dörfern mit einem rot-gelben Ballon in den Nationalfarben Schonens oder mit dem Schild „atelier“ den Weg in ihre Werkstätten weisen. Im Fischerstädtchent Kivik findet am 3. Mittwoch im Juli einer von Schwedens größten traditionellen Märkten statt. Ende September feiert Kivik ein mehrtägiges Apfelfest, bei dem Künstler jedes Jahr ein Gemälde aus 70 000 Äpfeln vorstellen. In Malmö lohnt sich der Besuch im Formdesigncenter (www.formdesigncen ter.se) und dem Modern Museum, etwa mit Werken von Paul Klee und Henri Matisse, und ein Blick auf den Turning Torso, den gedrehten Hochhausturm des Architekten Santiago Calatrava. Rund zwei Dutzend Schlösser laden ein zu einer Tour durch Gebäude und Parks. Etwa Ekopark Schloss Christinehof (www.christinehof.nu), Schloss Bosjökloster (www.bosjoskloster.se) oder Schloss Swaneholm (www.swaneholmsslott.se). AUSKUNFT Visit Sweden, Telefon: 069 / 22 22 34 96 (Normaltarif), Internet: www.visitsweden.com

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kammer Schwedens. Noch heute wird die Hälfte der Fläche landwirtschaftlich genutzt, fast ein Drittel ist bewaldet. Der Reichtum der Natur zog andere an. Schonen wurde zum Lieblingswohnsitz des blaublütigen Dänemark, das die Provinz bis in 17. Jahrhundert beherrschte. Dänemarks Adel schätzte die Landschaft, die gen Norden so hügelig wird, dass Enthusiasten heute vollmundig von der „Toskana Schwedens“ schwärmen. Als die Dänen Schonen an Schweden abtreten mussten, hinterließen sie immerhin einen Schatz: 240 Schlösser zählt die Provinz. Jedes zehnte hat seine Türen und Parks für Besucher geöffnet. „Kommen Sie rein. Zunächst müssen Sie die Rosen sehen.“ Voller Gärtnerstolz lädt Graf Tord Bonde zur Besichtigung ein. Bonde ist Schlossherr von Bosjökloster, einem ehemaligen Benediktinerkloster, das in strahlendem Weiß wie ein Schmuckstück am Ringsjö, dem Ringsee, liegt. Bondes Familie hat das Schloss mitsamt Klosterkirche und feudaler Seeterrasse 1996 übernommen. Seitdem hat der heute 70-jährige Graf die 20 Hektar große Schlossanlage mit ihren prächtigen Eichen als öffentlichen Park gestaltet. „Im Frühjahr blühen hier 10 000 Tulpen. Die 2000 Rosen tragen bis in den November hinein Knospen“, schwärmt Bonde in akzentfreiem Deutsch. „Das hier ist unser kleines Mainau.“ Auf der Bodenseeinsel hat er schließlich das Gärtnerhandwerk gelernt. Bis heute hält der jung gebliebene Schwede mit dem eiligen Schritt seinen Park eigenhändig in Schuss. Eine halbe Fahrstunde von Bosjökloster entfernt lädt Schloss Christinehof in seinen „Ökopark“ ein. Auf einem Areal von 1000 Hektar hat hier die aus Deutschland stammende Familie Piper ihren Som-

Foto: Skane

Foto: Vera Gaserow

Ja, das historische Städtchen Ystad kann auch düster sein. Und natürlich profitiert es von Henning Mankells Figur Wallander. Nur manchmal nervt der Ruhm die Bewohner.

Sie haben es gut.

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Die Provinz Skane, geprägt von einem Krimikommissar, gilt als Toskana Schwedens Hier also haust das Verbrechen. „Ystad 15 Kilometer“ zeigt der Wegweiser an der Europastraße 65, die sich wie ein Endlostau durch abgeerntete Felder und satte Äcker zieht. Zuständigkeitsbereich von Kommissar Kurt Wallander. Geheimnisumwobene Tote und gewiefte Verbrecher können also nicht weit sein. Aber ist es möglich, dass hinter so liebevoll geschnitzten Haustüren Mord und Totschlag lauern? In diesen kuschelig-weißen Bauernhäusern? In diesen Dörfern, wo aus jedem Fenster eine Stehlampe die wohlige Atmosphäre der Wohnstube in die Gegend zaubert? Wo selbst Kirchen und Bahnhöfe so einladend beheizt sind, als ob Klimawandel ein Fremdwort wäre? Südschweden. Schonen. Unspektakuläres, kaum wahrgenommenes Land. Wer von Deutschland hierherkommt, ist meist auf der Durchreise. Oder er sucht das Verbrechen. Wallander! Ystad! Da dämmert’s. Touristen aus aller Welt kommen ins Hafenstädtchen Ystad, um auf den Spuren von Henning Mankells schwermütigem und -gewichtigem Krimihelden zu wandeln. Längst lenkt die Stadt mit einem eigenem Touristplan an die Wirkungsstätten ihres fiktiven Einwohners. Fast ehrfürchtig pilgert eine internationale Wallandergemeinde in die Marigatan. Hier in der kleinen Straße entspannte der Krimikommissar bei Opernarien von Polizeistress und notorisch nasskaltem Wetter. Doch dann steht man vor einem nichtssagenden Reihenhaus, Hausnummer 10. Am Klingelschild stehen die „Erikssons“, die „Hans- Lagerlöfs sons“. Keine Spur von Wallander – Wildgänse und die Sonne jubeln: lacht. Ein bisschen „ner- Äcker und vig“ sei der Rum- Wiesen! mel um die Krimifigur schon, räumt Äcker und die Anwohnerin der Wiesen! Marigatan ein. Aber nein, als Ystaderin ist sie „natürlich stolz“ auf ihren Tourismusmagnet. Nur verstellt die neblig-trübe Wallander-Welt auch den Blick auf die Urlaubsregion Schonen. Und die hat in ihrer ruhigen, sanft hügeligen Weite eine Kette von Perlen versteckt. Man muss sie nur suchen. Die Suche führt von Schwedens Multi-Kulti-Hauptstadt Malmö zunächst durch platte Landschaft. Selbst der Himmel scheint hier eigentümlich flach über dem Boden zu liegen. „Äcker und Wiesen! Äcker und Wiesen“ lässt Schriftstellerin Selma Lagerlöf die hungrigen Wildgänse jubeln, die den Bauernsohn Nils Holgersson auf ihren Flügeln über Schweden tragen. Als „großes gewürfeltes Tuch“ aus lauter Vierecken sieht der kleine Nils seine Heimat Schonen von oben, als er von hier aus zur Reise mit den Gänsen startet. Doch anders als in Lagerlöfs Kinderbuch hat das „große gewürfelte Tuch“ seine 1,3 Millionen Bewohner durchaus wohlhabend gemacht. Schonen, das nordische Skane, ist seit eh und je die Speise-

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REISE

DER TAGESSPIEGEL

KREUZFAHRT

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

Vom Wasser aus die Welt erleben E NEU AN BORD F

Foto: picture alliance

Tanzstunde auf Deck 10 Inselhüpfen in der Karibik – ein Klassiker. Auf der „Azamara Journey“ wird die Reise dabei sehr amerikanisch

Sonderpreis Transatlantikfahrt plus Flüge plus Hotels schon ab € 2.990 p.P.

TIPPS

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DIE REEDEREI Azamara Club Cruises wurde 2007 als Ableger von Royal Caribbean Cruises gegründet, die beiden Schiffe „Azamara Journey“ und „Azamara Quest“ wurde in dem Segment ziwschen Premium und Luxus platziert. Die beiden baugleichen Schiffe sind für 710 Passagiere ausgelegt bei gut 400 Mann Besatzung.

AN BORD Das Publikum ist überwiegend amerikanisch, die Bordsprache ist demnach Englisch. Die kleinsten Kabinen messen 14 Quadratmeter. Das Showprogramm und sonstige Unterhaltung an Bord ist eher auf den amerikanischen Geschmack zugeschnitten. Man muss es mögen. Die Kleiderordnung ist sportlich-leger bis elegant.

„schönes Boutique-Hotel“, dessen Konzept ganz einfach sei: Service, Service, Service für die 710 Passagiere. Dazu: Ruhe, Entspannung, keine Animation, kein Kinderlärm. Ruhe und Luxus, das ist Alltag in Gustavia auf St. Barths. Hollywood-Prominenz urlaubt gern auf der Insel und – man hätte es ahnen können – auch Sabine Christiansen wurde bereits gesichtet. Boutiquen von Cartier, Hermès und anderen Nobelmarken säumen die Einkaufsstraßen. Vor französisch anmutenden Brasserien sitzen schon bald viele der „Azamara“-Passagiere, um sich einen Pastis zu genehmigen. Doch der größte Luxus ist es, hier einen Stadtstrand zu finden, abseits von Schicki und Micki, an dem sich auch Otto-Normal-Kreuzfahrer willkommen fühlt und ein Stündchen Karibik genießt. Wir nähern uns der Insel Dominica und sehen – grün. Riesig sind ihre Ausmaße, hoch ihre Berge. Christoph Columbus war es, der ihr einen europäischen Namen gab. Unerschlossen noch die Regenwälder dieser Insel, doch dank EU-Fördergeldern zieht sich inzwischen der Waitukubuli National Trail fast 200 Kilometer lang von Nord nach Süd über die Insel. Es besteht also Hoffnung,

DIE PREISE Das ist immer so eine Sache. Grob gesprochen: von 103 bis 10 570 Euro pro Nacht. Konkret: Eine 13-tägige Reise mit der „Journey“ von Miami bis Puerto Rico kostet in der Innenkabine ab 1671Euro pro Person (Reisetermin: 18. bis 30. März), plus Flüge. Man sollte sich im Reisebüro beraten lassen. Internet: azamaraclubcruises.com

dass hier zumindest den gierigen Fängen der Tourismusindustrie die Grenzen aufgezeigt werden. Als wir in Basseterre, der Hauptstadt der Inselföderation St. Kitts und Nevis (Kleine Antillen), anlegen, haben die Passagiere die für sie wichtigste Information für ihren heutigen Landgang bereits dem Bordprogramm entnommen: Hier zahlt man in US-Dollar. Was offenbar sehr beruhigend ist für die vielen Amerikaner an Bord. Songs von Rihanna besorgen die Musikberieselung in den Einkaufsmeilen der Stadt, die schier überschwappt: Heute liegen gleich drei Kreuzfahrtschiffe im Hafen und alle Passagiere sind offenbar gleichzeitig unterwegs. Schmuck ist offenbar das magische Wort hier und entsprechende Geschäfte werben bereits direkt an der Pier um Kreuzfahrergeld. Da kommt doch fast so ein wenig Butterfahrt-Gefühl auf. Damit beim Captain’s-Dinner Gläser und Geschirr auf den Tischen bleiben, fährt die „Azamara Journey“ Kurs Nordwest, um einem Sturm auszuweichen. Zwei Seetage noch bis Miami. Wegen der Landgänge haben wir noch nicht ein einziges Mal die täglich angepriesene „elegant teatime“ auf Deck 10 genossen. Das

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gilt es nun nachzuholen. Die Stewards tragen weiße Handschuhe, Harfenmusik umplänkelt die Gäste, auf Etagèren finden sich Lachs-Sandwiches, petit fours und Scones. Das Teegeschirr aus Bone-China ist hauchdünn, das Ambiente grau-blau, edel. Währenddessen sind aus der nahen Küche des Prime C Restaurants Schläge zu hören. Ob etwa das kostbare KoberindFilet mürbe geschlagen wird? Die Speisekarte lässt nicht darauf schließen. Vielmehr werden hier Köstlichkeiten à la carte serviert wie: Lobster, Ziegenkäsesoufflee, Filet Mignon an Cherry Tomato Confit; und Amy aus der Ukraine wird dazu wieder mal melancholische Weisen harfen. Am letzten Abend geht unser griechischer Kapitän, der gern Diogenes zitiert, mal selbst „aus der Sonne“, sprich aus dem Rampenlicht, als es gilt, die fleißige Crew ins rechte Licht zu rücken. Alle guten Geister des Kreuzfahrtalltags werden auf die Bühne des Theaters geholt, Der Kapitän um ihren wohlverdienten Applaus entist Grieche gegenzunehmen. Deren Hilfsbereitschaft und zitiert und Freundlichkeit, gern mal denken wir, mag wohl kaum genüDiogenes gend gewürdigt werdenmit, auf amerikanischen Schiffen obligatorischen, Trinkgeldern von 12,50 Dollar pro Tag und Person, die auf alle Crewmitglieder gerecht aufgeteilt werden. 245 Seemeilen liegen noch vor uns bis nach Miami, wo es vorbei an rosa Flamingos, Millionärs-„Gefängnissen“ , zurückgehen wird nach Hause, zum Flugplatz, aber am liebsten gern noch für ein paar Tage zurück ins Hotel. Zu einem „Nachprogramm“, vor uns das Meer und die wieder zur nächsten Karibik-Reise auslaufende „Azamara Journey“. Auf dass damit der Passagiere Abschiedsschmerz vom Schiff ein wenig gemildert werde.

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Beim Auslaufen aus Miami sehen wir rosafarbene Flamingos. Langsam gleitet die „Azamara Journey“ an Fisher Island vorbei, der Insel der Millionäre. „Diese Leute leben doch im Gefängnis ihres Geldes“, sinniert Marta aus Kopenhagen leise vor sich hin. Marta trafen wir bereits gestern im Hotel Ritz Carlton Cococnut Grove, das beliebt ist wegen seiner sogenannten Pre-Cruise-Angebote, die die europäischen Kreuzfahrt-Passagiere mit Jetlag schon mal auf kommende Seewonnen einstimmen. Marta sehen wir später wieder bei einem Vortrag über St. Barths, der Insel der vermeintlich Schönen und Reichen. Es ist der erste Seetag auf dieser Reise von Miami nach Miami, die uns Tag für Tag eine neue karibische Insel bescheren wird. Mit 17 Knoten Geschwindigkeit nähern wir uns den amerikanischen Virgin Islands. Das Wasser im Pool beträgt 27Grad, die Lufttemperatur auch. Viele Passagiere freuen sich auf eine Tanzstunde im „Looking Glass“ auf Deck 10, ganz weit oben, wo man von raumhohen Fenstern hinab aufs ruhige smaragdgrüne Meer schauen kann. Merengue sollen wir lernen. „You feel it“, beschwört der Tanzlehrer diejenigen Gäste, die soeben versuchen, Gefühl für jene elektrisierenden Rhythmen zu entwickeln, denen sie auf dieser zwölftägigen Reise durch die Karibik noch oft begegnen werden. Abends steht erst einmal ein Klavierkonzert im bordeigenen Theater auf dem Programm. Der Pianist trabt im Paillettenjackett auf die Bühne. Neben uns wird etwas gehässig getuschelt: Gibt er noch richtige Konzerte oder tritt er „nur“ noch auf Kreuzfahrten auf? Wie auch immer, der Pianist macht mächtig viel Dampf; er schmiert die Oktaven auf dem Instrument nur so herunter. Die Insel St. John, Teil der U.S. Virgin Islands, ist bereits zu sehen, als wir aufwachen. Es sei die ultimativ „loveliest is-

land“, schwärmen die Stewards, die uns den Kaffee bringen. St. John war früher in dänischer Hand – wohl deshalb hat auch eine fröhliche Truppe aus Dänemark diese Kreuzfahrt gebucht. Die Dänen und viele der anderen, vorwiegend amerikanischen Passagiere stehen auf ihren Veranden und halten in den Händen das wichtigste Requisit auf See und auch beim Einlaufen: ein Fernglas, das jeder Gast leihweise in seiner Kabine vorfindet, die hier überall eine Suite ist. Eine offene Pferdekutsche fährt uns über die Insel zur Cruz Bay. Unser Kutscher strahlt: „Hier lässt sich’s gut leben – an den letzten Hurrikan kann ich mich kaum noch erinnern.“ Endlich, freut er sich, laufen die Schiffe diese Insel wieder an. Zur Zeit der Finanzkrise sei hier nichts los gewesen. Die Amerikaner hatten kein Geld mehr übrig für Kreuzfahrten, doch seit dem vergangenen Jahr sei wieder alles anders. Ein Sonnenhut im Shop gegenüber der Pier kostet auch schon wieder 50 Dollar. Als das Schiff ausläuft, geht die Sonne unter und man hängt den Gästen exotische Blütenkränze um. Mit Gnocchi, Parmesan und viel, viel Knoblauch lockt das Büfett im Windows Café auf Deck 9. „No woman, no cry“, Dominica singt ein Bob Marin Sicht – ley-Doppelgänger dazu, und bei „I will Passagiere survive“ fliegen schließlich die No- staunen über tenblätter der Bord- so viel Grün band weg. Das Schiff hat Fahrt aufgenommen. Der „Drink des Tages“ enthält viel Rum und die „Best Ager“, also die Gäste in den besten Jahren, verabschieden sich schon bald zu den Klängen von „By the Rivers of Babylon“ in Richtung ihrer Kabinen. Am Büfett begegnen wir Kreuzfahrtdirektorin Heike Berdos. Die Deutsche bezeichnet die „Azamara Journey“ als ein

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Von Dagmar Zurek

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St. Barths auf den Kleinen Antillen. Die Insel gilt als Fluchtpunkt von allerlei Hollywood-Prominenz, was die Kreuzfahrtgemeinde jedoch nicht weiter stört. Hier ein Blick auf den Hauptort Port Gustavia.

Mehr wissen. Drei der „Expedition Wissen“-Reisen der „Hanseatic“ (HapagLloyd) mit den Schwerpunkten Politik, Wirtschaft und Zeitgeschichte führen 2012 nach Asien. Im intensiven Austausch mit Experten wie Botschafter a. D. John Kornblum und Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, befassen sich die Gäste mit der ökonomischen Dynamik Chinas oder tauchen ein in die politischen Prinzipien Japans. Die zehntägige Reise Hongkong–Schanghai zum Beispiel kostet ab 5084 Euro pro Person inklusive der Flüge. Auskunft im Reisebüro. Tsp *** Sonderraten Die amerikanische Luxusreederei Princess Cruises bietet im Rahmen einer Karibik-Promotion bis April des kommenden Jahres Sonderraten für Kreuzfahrten ab/bis Fort Lauderdale. Die elftägigen Törns an Bord der gut 3000 Passagiere fassenden „Emerald Princess“ führen zu den Inseln der Süd- beziehungsweise Ostkaribik und sind ab 586 Euro pro Person (Innenkabine) zu haben. In der Außenkabine kosten die Reise ab 782 Euro. Weitere Informationen und Buchung in den Reisebüros sowie im Internet: www.princesscruises.de Tsp *** iPad an Bord Die „Splendour of the Seas“ wird das erste größere Kreuzfahrtschiff sein, auf dem alle Kabinen mit einem iPad ausgestattetsind. Wie die Reederei ankündigt, sollen die Tablet-PCs ab Mitte Februar 2012 auf dem Schiff verfügbar sein.

Im Rahmen der Flottenrenovierung sollen bis 2014 weitere Schiffe mit den kleinen Apple-Geräten ausgestattet werden. Die Nutzung ist für die Passagiere kostenlos, lediglich die üblichen Internetgebühren fallen an, sofern der Passagier das iPad auch zum Surfen im Web nutzt. Tsp *** Bonn–Berlin Phoenix Reisen hat vier neue Schiffe in seinem Flusskreuzfahrt-Katalog für 2012. Neu gebaut wurden die „Amelia“ und die „Ariana“, die auf Rhein und Donau kreuzen werden, wie der Veranstalter aus Bonn mitteilt. Außerdem habe er die „Swiss Pearl“ und die „Excellence Coral“ von schweizerischen Anbietern übernommen. Der neue Katalog umfasst Reisen auf insgesamt 51 Flussschiffen. Erstmals können Urlauber auch eine Flusskreuzfahrt von Bonn nach Berlin buchen. Auskunft in Reisebüros. Tsp

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Vom Wasser aus die Welt entdecken

Von Fred Friedrich

Die bisherige „Columbus“ von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten fährt bald als „Hamburg“ unter neuer Flagge.

– alles bei freier Tischwahl, ohne Kapitänsempfang und Galadinner. Die Premierenfahrt vom 16. bis 28. April führt von Palma de Mallorca nach Valletta. Den Glamour der goldenen Kreuzfahrtjahre beschwört die knapp 340 Meter lange „Disney Fantasy“ im Art-NouveauStil. Micky & Co. sind natürlich allgegenwärtig, bei der neuen Dinnershow im Restaurant „Animator’s Palate“ ebenso wie im Aladdin-Musical. Der von europäischen Reisezielen inspirierte Bereich fürs Nachtleben an Bord ist für Gäste unter 18 Jahren tabu. Bis zu 4000 Passagiere gehen mit der „Fantasy“ auf Kreuzfahrt. Am 31.März läuft sie das erste Mal in Fort Lauderdale aus und kreuzt dann durch die Karibik. Nach Europa kommt kein DisneySchiff im kommenden Jahr.

Deutlich kleiner ist die 238 Meter lange „Riviera“ von Oceania Cruises mit 1258 Passagieren, das Schwesterschiff der „Marina“. Ob amerikanisch, italienisch, französisch, asiatisch oder international – in den neun Restaurants dürfte bei der Jungfernfahrt vom 24. April bis 6. Mai von Piräus nach Istanbul fast jeder fündig werden. Gleich zwei Premieren gibt es bei Costa: Die 290 Meter lange „Costa Fascinosa“ wird mit maximal 3800 Passagieren das größte Kreuzfahrtschiff unter italienischer Flagge. Sie sticht am 2. Mai erstmals in Venedig in See und fährt bis 6. Mai nach Savonna. Zusätzlich investieren die Italiener rund 90 Millionen Euro in einen Umbau der „Costa Romantica“. Mit 789 Kabinen – 111 mehr als bisher –

Foto: Plantours Kreuzfahrten

und einer Kapazität von bis zu 1800 Passagieren wird sie nach ihrer Premierenfahrt vom 20. Februar bis 2. März als „Costa Neoromantica“ zunächst zu den Kanaren fahren. Im Sommer geht es dann vom Basishafen Kopenhagen aus in den hohen Norden. Zielgruppe ist die sogenannte Generation 50plus, die von den übrigen Costa-Schiffen bekannte Kinderermäßigung gilt hier nicht. Für spektakuläre Auftritte war Aida schon immer gut. Für die Taufe der 252 Meter langen „Aidamar“ hat die Reederei eine Weltpremiere angekündigt. Das neunte Schiff der Flotte wird beim 823. Hamburger Hafengeburtstag am 12. Mai 2012 im Beisein seiner Schwestern „Aidaluna“, „Aidablu“ und „Aidasol“ getauft. Von dort macht sie zum Auftakt

bis 26. Mai einen Törn durch die Gewässer Nordeuropas. Die bis zu 2174 Passagiere können an Bord in sieben Restaurants schlemmen, zwölf Bars besuchen – oder im Brauhaus eine bayerische Brotzeit bestellen. Die Göttliche, „La Divina“, nennt man Sophia Loren in Italien. Auf diesen Namen tauft die Diva am 26. Mai in Marseille für MSC Kreuzfahrten das dritte Schiff der Fantasia-Klasse. Dort startet einen Tag später die Jungfernfahrt, die am 2. Juni in Venedig endet. Mit 333 Metern Länge und maximal 4363 Passagieren ist sie größer als ihre Vorgängerinnen. Neu gestaltet wurde der Heckbereich mit seinem Infinitypool. Gut möglich, dass für MSC 2012 noch ein weiteres Schiff in Fahrt kommt. Die Reederei wird als möglicher Übernahmekandidat der „Phoenicia“ gehandelt, die für die libysche Staatsreederei GNMTC in der Werft STX France in St. Nazaire gebaut wird. Carnival Cruise Line trennt sich von seinem jahrelangen Innenarchitekten, dem US-Amerikaner Joe Farcus. Für das Kabinendesign der 306 Meter langen „Carnival Breeze“ ist erstmals das Unternehmen Partner Ship Design zuständig – die Hamburger kombinieren europäischen Stil mit tropischem Flair. Auf der Jungfernfahrt vom 3. bis 15. Juni von Venedig nach Barcelona können sich die bis zu 3646 Passagiere in einem riesigen Wasserpark und einem Hochseilgarten austoben, in der „Cucina del Capitano“ italienisch essen und im „Thirsty Frog“ eigens für Carnival gebrautes Bier trinken. Größer, breiter, höher – so lautet das Motto der gut 315 Meter langen „Celebrity Reflection“, auf der 3030 Passagiere Platz finden. Das elfte Schiff der Reederei – im niedersächsischen Papenburg gebaut – bietet zum Beispiel 2000 Quadratmeter feinsten grünen Rasen auf dem Oberdeck. Und im „Lawnclub-Grill“ braten Urlauber während der Premierenfahrt vom 12. bis 21. Oktober von Amsterdam nach Barcelona ihr Steak unter fachkundiger Anleitung selbst.

EinsteigerThomasCooklässt imkommenden Jahr erstmals ein Flussschiff unter eigener Flagge fahren. Die „Bolero“ wird als erster Vollcharter des Reiseveranstalters auf der Donau kreuzen, erklärt das Unternehmen mit Sitz in Oberursel. Die Wochentouren werden zu Feiertagen wie Pfingsten oder Christi Himmelfahrt angeANZEIGE

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boten. Beim Mittag- und Abendessen sind Tischgetränke inklusive. Zu den sechsKooperationspartnern von Thomas Cook gehört auch die französische Reederei Croisi Europe. Bei Fahrten mit den sechs Schiffen sindTischgetränke und Ausflugspakete im Preis enthalten. Neu sind Touren auf dem Douro und Po. Insgesamt bietet Thomas Cook von März bis Dezember 2012 Flussreisen auf 47 Schiffen an. Tsp

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Die neuen Hochsee-Kreuzfahrtschiffe 2012 erscheinen am Horizont, Dazu kommen auch ein paar herausgeputzte alte Bekannte

Thomas Cook will das Boot nicht verpassen

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Größer, breiter, höher Europa stehen goldene Zeiten bevor – zumindest, wenn es um den Urlaub auf hoherSeegeht.Die Auftragsbücherder Werften sind derzeit voll. Acht neue schwimmende Hotels stechen voraussichtlich im kommenden Jahr in See. Die großen Knüller sind allerdings erst im Frühjahr 2013 zu erwarten: Dann debütieren bei HapagLloyd Kreuzfahrten, Norwegian Cruise Line und Princess Cruises drei völlig neue Schiffstypen. Doch auch der Jahrgang 2012 verspricht bereits, interessant zu werden. Nicht zuletzt, weil sich zwei Legenden zurückmelden. Die „Berlin“, von 1986 bis 1998 das ZDF-Traumschiff, wird ab 21. Mai für die Münchener FTI Group zunächst im Mittelmeer unterwegs sein. Auf dem 139 Meter langen Schiff finden maximal 456 Passagiere Platz. Die bisherige „Columbus“ von HapagLloyd fährt demnächst als „Hamburg“ unter der Flagge von Plantours. Die Jungfernfahrt findet vom 25. bis 31. Mai mit der Passage Nizza–Lissabon statt. Den 400 Passagieren ermöglichen Zodiacs (motorbetriebene Schlauchboote) auch Expeditionen in der Antarktis, die zur Jahreswende2012/13aufdem144Meter langen Schiff angeboten werden. Die entstandene Lücke bei HapagLloyd Kreuzfahrten schließt die „Columbus 2“. Vom bisherigen Eigner als „schwimmenderCountry-Club“vermarktet, könnte das rund 180 Meter lange Schiff durchaus den Geschmack deutscher Urlauber treffen: schmiedeeiserne Treppengeländer, dunkle Holztöne, schwere Vorhänge im Laura-Ashley-Stil, dazu wuchtige Ledersessel und Teppichböden mit floralen Mustern. Den bis zu 698 Passagieren stehen elf Kabinenkategorien zur Auswahl. Fast alle liegen außen, zwei Drittel haben einen mit Teakholz belegten Balkon. Die Gäste speisen im „Fine Dining Restaurant Albert Ballin“ oder an den Büfetts des „Lido“, im „Polo Grill“ und im „Toscana“

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SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

Wie gelingt die Weihnachtsfeier?

KARRIERE Frage an Jürgen Hesse Büro für Berufsstrategie Ich bin Manager der mittleren Führungsebene und ein schüchterner Mensch, dem es schwer fällt auf Menschen zuzugehen – soweit es nicht um fachliche Themen geht. Nun habe ich gerade meinen Arbeitgeber gewechselt und mir graut es vor der anstehenden Weihnachtsfeier. Wie kann ich mich darauf vorbereiten, so dass mir der übliche Smalltalk nicht so schwer fällt? Auch wenn Ihnen davor graust – die alljährliche Weihnachtsfeier ist eine äußerst wichtige Gelegenheit, um mit den neuen Kollegen in Kontakt zu kommen. Sie bietet Ihnen außerdem die Chance, gegen Ihre Furcht vor Smalltalk anzugehen. Denn, auch wenn es einigen Menschen leichter fällt, ein lockeres Gespräch zu führen, als anderen: Smalltalk kann man lernen! Dabei gilt, wie so häufig, dass Übung den Meister macht. Allerdings kann man Kommunikation nicht im stillen Kämmerlein trainieren, sondern nur auf „freier Wildbahn“. Die betriebliche Weihnachtsfeier eignet sich als Übungsplatz deshalb so gut, weil Sie sich nicht lange auf Themensuche begeben müssen. Weihnachten ist ein weitläufiges Gesprächsthema, an dem sich alle Regeln für einen gelungen Smalltalk sehr gut ausprobieren lassen. Schnell ist mit der unverfänglichen Frage: „Und, wie feiern Sie Weihnachten?“ oder „Was haben Sie für Pläne zwischen den Jahren?“, der Einstieg eröffnet. Wichtig ist, dass Sie Ihre Fragen „offen“ formulieren, so dass Ihr Gegenüber etwas weiter ausholen muss und nicht einfach nur mit einem „Ja“ oder „Nein“ antworten kann. Aus der Antwort heraus ergibt sich mit Sicherheit bereits ein Aufhänger für die nächste Frage oder Bemerkung Ihrerseits und schon ist das Gespräch in Gang gekommen. Merken Sie allerdings, dass Ihren Gesprächspartner die besinnliche Jahreszeit nervt und Sie nach zwei Sätzen keine oder eine eher abwehrende Reaktion erhalten, ist es ratsam, das Thema zu wechseln (Vorschlag: Urlaubsplanung für den Sommer). Auch, wenn Sie selbst kein Freund von Weihnachten sind, sollten Sie das Thema besser nicht vertiefen. Denn selbst wenn es zunächst eigentlich nur um oberflächliches Geplänkel geht – der andere merkt sehr schnell, wie viel ehrliches Interesse hinter Ihren Fragen steckt. Nicht nur der Inhalt zählt. Beim Smalltalk gilt es einiges Weitere zu beachten: 1. Mit einem Lächeln, wirken Sie gleich sympathischer; 2. Hören Sie aufmerksam zu; 3. Lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden; 4. Gehen Sie auf das Gesagte ein und 5. Reden Sie nicht zu laut und nicht zu viel. Sie werden merken, in entspannter Atmosphäre zwischen Plätzchen, Grog und Kerzenschein, entwickeln auch Sie sich zu einem wahren „Weihnachts-Smalltalk-Experten“. Foto: Promo – Haben Sie auch eine Frage? Dann schreiben Sie uns:

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Von Benjamin Haerdle

SO GEHT’S Je nach Berufszweig und Abschluss sind andere Behörden oder Einrichtungen Ansprechpartner (siehe Kasten). Wer einen Beruf erlernt hat, der in Deutschland dual, in Schule und Betrieb, gelehrt wird, muss sich für das Verfahren nicht mehr wie bisher an die Senatsverwaltung für Integration und Arbeit wenden. Für Bürokaufleute, Industriekaufleute oder Einzelhandelskaufleute etwa ist demnächst die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ansprechpartner. „Wir beraten, nehmen Anträge entgegen und leiten diese dann an die zentrale Stelle in

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Deutsche Büroangestellte leisten laut einer Studie häufiger Überstunden als ihre Kollegen in anderen Ländern. Demnach sitzen 13 Prozent der Befragten in Deutschland jeden Tag mehr als elf Stunden im Büro – im globalen Schnitt sind es etwa zehn Prozent. Das ergab eine Befragung des Bürodienstleisters Regus. Ganz vorn steht Brasilien (17 Prozent) vor Japan. Deutschland folgt nach Südafrika und Frankreich auf Platz fünf – noch vor den USA. Mitarbeiter, die im „Home Office“ (Heimbüro) arbeiten, sind im Schnitt länger beschäftigt, profitieren also nicht von der wegfallenden Anfahrt, folgert Regus. So arbeiten in Deutschland 18 Prozent der Heimarbeiter täglich mehr als elf Stunden. Regus befragte rund 12 000 Mitarbeiter weltweit, davon etwa 1000 in Deutschland. dpa

Ein neues Gesetz soll Zuwanderern erleichtern, in Deutschland in ihrem erlernten Beruf zu arbeiten. Innerhalb von drei Monaten überprüfen Kammern oder Behörden jetzt ihren Abschluss Ob die Ärztin aus der Türkei, der Kfz-Mechatroniker aus Kroatien oder die Friseurin aus Russland – sie alle könnten ab dem 1. März von einer neuen Regelung profitieren. Denn dann tritt das so genannte Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen, kurz BQFG, in Kraft. Anfang November wurde es im Bundesrat verabschiedet. Das Gesetz soll dafür sorgen, dass die im Ausland erworbenen Berufsausbildungen von hunderttausenden Zuwanderern in Deutschland künftig schneller anerkannt werden. Die neue Regelung soll Migranten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und verhindern, dass gut ausgebildete Fachkräfte als unqualifizierte Hilfsarbeiter ihr Geld verdienen müssen. Und sie soll dem Fachkräftemangel in deutschen Firmen entgegenwirken. Für Zuwanderer ändert sie einiges: Sie haben nun einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr im Heimatland erworbener Abschluss in einem Anerkennungsverfahren auf Gleichwertigkeit geprüft wird; und das innerhalb von drei Monaten. Allerdings tritt diese Frist erst 2013 in Kraft: Den Behörden soll genügend Zeit eingeräumt werden, sich auf die erwarteten bis zu 300 000 Anträge einzustellen. Stimmt die Qualifikation mit den deutschen Anforderungen nicht überein, werden zumindest die im Ausland erworbenen Kenntnisse bescheinigt. Für den Antrag sind jedoch einige Voraussetzungen zu erfüllen. Zum einen muss die Ausbildung abgeschlossen sein. Zum anderen, darauf weist das Bundesbildungsministerium hin, muss die im Ausland durchgeführte Ausbildung mit einer entsprechenden inländischen vergleichbar sein. Gibt es also keinen entsprechenden Beruf in Deutschland, kann ein Beruf auch nicht anerkannt werden.

NACHRICHTEN

Bürojobs: Mehr als jeder Zehnte arbeitet über elf Stunden am Tag

In Rente gehen: Ältere wollen kein festes Eintrittsalter

Alternative Taxifahrer. Zuwanderer müssen oft unter ihrer Qualifikation arbeiten. Dabei sind ihre Kompetenzen gefragt. Foto: ddp

Nürnberg weiter, die als Zusammenschluss der beteiligten IHK über die Anträge entscheidet“, erklärt die Referentin für Bildungspolitik, Kathrin Tews. In Nürnberg werde der Antrag geprüft. Ist der ausländische Abschluss einem vergleichbaren Abschluss in Deutschland gleichwertig, erhält der Antragsteller einen Bescheid, der dies dokumentiert. Fällt die Antwort negativ aus, bescheinigt die zentrale Stelle, welche Qualifikationen im Vergleich zum deutschen Referenzberuf vorhanden sind und welche fehlen. „Damit soll der Antragsteller konkret erfahren, in welchen Bereichen er sich noch nachqualifizieren kann“, sagt Tews. Wie und wo er sich am besten weiterbildet, dazu berät, neben anderen Institutionen, wieder die IHK in Berlin. WAS MAN BELEGEN MUSS Für die Anerkennung sind diverse Nachweise nötig. Für einen Antrag bei der Berliner Handwerkskammer müssen Optiker, Bäcker, Tischler oder Friseure Ko-

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pien ihres Ausweises, ihrer Zeugnisse und ihrer Berufsabschlüsse vorlegen – ins Deutsche übersetzt und beglaubigt. Je nach Berufszweig ist auch eine Absichtserklärung über die künftige Erwerbstätigkeit erforderlich. Außerdem werden für den Antrag Gebühren fällig. Wie hoch diese ausfallen, hängt davon ab, wie aufwändig die Prüfung ist. Wie viel Euro Antragsteller dann konkret zu zahlen haben, stehe aber bisher noch nicht fest, sagt die Referatsleiterin für Bildungsberatung bei der Handwerkskammer (HWK), Katharina Schumann. Wie die IHK entscheidet die HWK, ob ein Abschluss etwa einem deutschen Gesellenbrief entspricht. Ist das nicht der Fall, schlägt auch sie Weiterbildungskurse vor. „Fehlen etwa einem Metallbauer oder Schlosser Kenntnisse im Schweißen, empfehlen wir einen entsprechenden Lehrgang“, sagt Schumann. Eine Verpflichtung, an diesen Kursen teilzunehmen, besteht laut Gesetz aber nicht.

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Die richtigen Ansprechpartner finden ZUSTÄNDIGE STELLEN Welche Kammer oder Behörde für welche Berufe und Abschlüsse zuständig ist, kann man auf der Seite der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen nachlesen. Unter der Rubrik „Zuständige Stellen in Deutschland“ stehen die entsprechenden Kontakte für die jeweiligen Bundesländer. (www.anabin.de).

ZUM BEISPIEL Für 150 Berufe, für Fortbildungs- und Meisterqualifikationen im Handwerk ist die Handwerkskammer Ansprechpartner, für Architekten die Architektenkammer, für Lehrer die Senatsverwaltung für Bildung. Die Industrie- und Handelskammer ist zuständig für rund 200 Ausbildungsberufe des dualen Systems.

DER ABLAUF Eine Übersicht über regionale Anlaufstellen, über Ablauf, Kosten und Dauer gibt es unter www.berufliche-anerkennung.de. DAS NEUE GESETZ Über das neue Anerkennungsgesetz informiert das Bundesbildungsministerium unter www.bmbf. de/de/15644.php Bha

BERUFE OHNE RECHTSANSPRUCH Bei akademischen Berufen gibt es eine Reihe von Ausnahmen hinsichtlich des Anerkennungsverfahrens. Wer einen Beruf hat, der in die Verantwortung des Bundes fällt, wie etwa Arzt oder Apotheker, stellt seinen Antrag beim Landesamt für Gesundheit und Soziales. Wegen des größeren Aufwandes bei der Überprüfung, ist in diesen Berufen mit einer Bearbeitungszeit von vier Monaten zu rechnen. Für Berufe, für die nicht der Bund, sondern die Länder zuständig sind, wie Erzieher, Ingenieur oder Architekt, gilt das neueGesetz dagegen nicht. Mit einem Abschluss in diesen Berufen hat man keinen Anspruch auf ein Anerkennungsverfahren. DieBildungsministerin Annette Schavan rät den Ländern aber in diesen Berufen ähnliche Modelle einzuführen. Das Gesetz bringt eine weitere wichtige Neuerung auf den Weg. In vielen Berufen war die Berufsausübung und der Zugang zu den entsprechenden Anerkennungsverfahren bisher an die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedsstaates gekoppelt. Für eine Vielzahl von Berufen, zum Beispiel für Lehrer, wird diese Verknüpfung des Berufszugangs an die deutsche Staatsangehörigkeit nun abgeschafft. Ausschlaggebend, so heißt es im Gesetz, soll künftig der Inhalt und die Qualität der Berufsqualifikationen sein – und nicht die Staatsangehörigkeit oder die Herkunft. „Für Berlin ist das Anerkennungsgesetz ein Gewinn“, sagt IHK-Referentin Tews. Viele Unternehmen seien daran interessiert, das Potenzial von Fachkräften mit ausländischen Bildungsabschlüssen zu nutzen. Gerade in der Baubranche, in der Gastronomie und in der Industrie werde es immer schwerer, offene Stellen adäquat zu besetzen. Das könnte sich jetzt ändern.

Drei von vier Arbeitnehmern über 50 wollen sich einer Studie zufolge nicht vorschreiben lassen, mit 67 Jahren in Rente gehen zu müssen. Sie wollen womöglich länger arbeiten, wie die Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe in dieser Woche berichteten. Sie nahmen damit Bezug auf die Studie „Vielfalt des Alterns“, die vom Institut für neue soziale Antworten (Insa) erstellt wurde. Befragt wurden 3000 Bundesbürger aller Altersklassen. Große Unternehmen wie RWE und dm hätten die Untersuchung finanziert. Zwei Drittel der Befragten lehne laut Insa die Rente mit 67 ab. Drei von vier Älteren aber forderten, dass ein Verbleib im Betrieb bis zum Alter von 69 Jahren möglich sein sollte. dapd ANZEIGE

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Diensthandy: Privatgespräche können den Job kosten Arbeitnehmer riskieren ihren Job, wenn sie trotz eines Verbots vom Diensthandy aus private Gespräche führen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz (Aktenzeichen: 2 K 405/11.KO). Darauf weist die Deutsche Anwaltauskunft hin. Eine Zeitsoldatin hatte von der Bundeswehr ein Diensthandy bekommen. Das Telefon nutzte sie in mehr als 100 Fällen für private Gespräche. Und das, obwohl ihr dies per schriftlicher Dienstanweisung ausdrücklich untersagt worden war. Zum Ersatz der Kosten für die Privatgespräche zahlte die Soldatin knapp 800 Euro. Ein gegen sie eingeleitetes Strafverfahren stellte das Amtsgericht wegen Geringfügigkeit ein. Im November 2009 beantragte die Soldatin, Berufssoldatin zu werden. Die Bundeswehr lehnte ab. Sie sei nicht für eine Übernahme geeignet – trotz ihrer bisherigen sehr guten dienstlichen Leistungen. dpa

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Sie führen selbstständig das Sekretariat des Präsidenten mit den Schwerpunkten: - Führung des Terminkalenders, Terminabstimmung und -koordination; - Koordination der Terminvorbereitung, Zusammenstellung der Tagesmappen; Terminkontrolle und Überwachung von Wiedervorlagen; - selbstständige Führung des Postein- und -ausgangs sowie der Korrespondenz; - allgemeine Schreibarbeiten nach Vorlage, nach Stichpunkten, nach vorgegebenen Standards bzw. nach Diktat in deutscher und englischer Sprache; - organisatorische Vorbereitung und Koordinierung von Beratungen/Besprechungen; - Planung, Organisation und Abrechnung der Dienstreisen (In- und Ausland); - telefonische und elektronische Kommunikation nach innen und außen, Auskunftserteilung, Besucherbetreuung; - Aufbereitung und Weiterleitung von Informationen, Recherchen; - Organisation und Führung der Aktenablage. - eine erfolgreich abgeschlossene einschlägige Ausbildung und Erfahrungen im herausgehobenen Sekretariatsbereich; - hohe organisatorische Kompetenz und zeitliche Flexibilität, sehr gute schreibtechnische Fähigkeiten; - sichere Beherrschung der deutschen Sprache, Stilsicherheit in Wort und Schrift; - sichere Beherrschung der englischen Sprache in Wort und Schrift, gerne weitere Fremdsprachenkenntnisse; - Beherrschung aller einschlägigen Office-Anwendungen; - gute Umgangsformen und Kommunikationsfähigkeit, hohe Sozialkompetenz, Zuverlässigkeit und strukturierte Arbeitsweise; - wünschenswert sind allgemeine Kenntnisse zu den Wissenschaftseinrichtungen der Region Berlin-Brandenburg und der bundesdeutschen Akademienlandschaft.

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 9 Angleichungs-TV des Landes Berlin. Die Stelle ist eine unbefristete Planstelle. Die Einstellung erfolgt jedoch vorerst befristet auf zwei Jahre. Bewerbungen von Frauen sowie Bewerberinnen und Bewerbern mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung vorrangig berücksichtigt. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen erbitten wir bis zum 9. Dezember 2011 zu richten an die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Leiterin des Präsidialbüros Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin Eine Rücksendung der Bewerbungsunterlagen kann nur erfolgen, wenn ein frankiertes Kuvert beigefügt ist.

Anzeigenannahme

befristet für 4 Jahre, E 13 TV-L FU Aufgabengebiet: Die Stelle soll Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Arbeitsgruppe „Mathematical Geometry Processing“ von Prof. Polthier unterstützen und in diesem Rahmen eigenverantwortliche Forschungsvorhaben durchführen. Hierbei sollen neue mathematische Methoden in der diskreten Differentialgeometrie und der Geometrieverarbeitung (Rekonstruktion, Merkmalserkennung, geometrische Flüsse) sowie neue leistungsfähige Algorithmen entwickelt werden; Mitarbeit in der Lehre am Fachbereich; Promotionsgelegenheit wird gegeben. Einstellungsvoraussetzungen: Abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom oder Master) der Mathematik. Erwünscht: Hohe Fachkompetenz, nachgewiesen durch einen qualifizierten Diplomabschluss oder einschlägige Publikationen; Sehr gute Kenntnisse auf mindestens einem der Gebiete: diskrete und klassische Differentialgeometrie, Geometrieverarbeitung, algorithmische Geometrie. Erfahrungen in Numerischer Mathematik, CAD/ CAGD, Bildverarbeitung, Computergrafik oder Visualisierung; Gute Ausdrucks- und Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift in Englisch; Erfahrungen in der Softwareentwicklung, bevorzugt in Sprachen Java; Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit und zur Mitwirkung an Drittmittelprojekten. Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen bis zum 12.12.2011 unter Angabe der Kennziffer WM 19-301 zu richten an die Freie Universität Berlin, Fachbereich Mathematik und Informatik, Herrn Prof. Konrad Polthier, Arnimallee 6, 14195 Berlin (Dahlem). Zentralinstitut Osteuropa-Institut - Soziologie

Wiss. Mitarbeiterin/Wiss. Mitarbeiter (Praedoc)

mit 1/2-Teilzeitbeschäftigung, befristet für 4 Jahre, E 13 TV-L FU Aufgabengebiet: Mitarbeit in Lehre und Forschung sowie Durchführung eines Promotionsvorhabens, wobei die Forschungs- und Lehrziele im Bereich der Wirtschafts- und Arbeitssoziologie und im Gesellschaftsvergleich mit Bezug auf Mittel- und Osteuropa liegen. Einstellungsvoraussetzungen: Ein mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes sozialwissenschaftliches Hochschulstudium mit einem Schwerpunkt in Soziologie (Diplom, Master oder vergleichbarer Abschluss). Erwünscht: Kenntnisse in den genannten Bereichen beziehungsweise die Bereitschaft zur Einarbeitung in die Schwerpunkte des Arbeitsgebietes; Sicherer Umgang mit sozialwissenschaftlichen Methoden (quantitativ oder/und qualitativ). Sehr gute Kenntnisse der englischen und einer osteuropäischen Sprache sind von Vorteil. Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen bis zum 27.12.2011 unter Angabe der Kennziffer ABS/2011/02 zu richten an die Freie Universität Berlin, Zentralinstitut Osteuropa-Institut, Soziologie, Frau Prof. Katharina Bluhm, Garystr. 55, 14195 Berlin (Dahlem). Zentraleinrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum

Bekannte Event & Kommunikationsagentur sucht ab sofort

Ass. d. Geschäftsführung Projektassistenz für u.a. Büromanagement, Mediaplanung etc. Bewerbungen per Mail an: reportcommunication@ t-online.de Tel.: 030 / 20 45 58 91

STEUERFACHBERUFE

Ausbildungsplatz Steuerberatungskanzlei stellt zum 01.02.2012 eine/n Auszubildene/n zur/m Steuerfachangestellte/n ein. Schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf und Zeugnissen bitte an E-001899, Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 10876 Berlin

Telefon: (030) 290 21- 570, Fax: (030) 290 21- 577, E-Mail: anzeigen@tagesspiegel.de

Angestellte/Angestellter E 8 TV-L FU Aufgabengebiet: Verwaltung der Zahlstelle der Zentraleinrichtung Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem mit eigenständiger Erledigung aller Zahlstellengeschäfte nach Maßgaben der kassenrechtlichen Vorschriften, eingeschlossen der Fachaufsicht über das Kassenpersonal; Kamerale Buchhaltung mit Hilfe des Mittelbewirtschaftungssystems SAP R/3 - Module PSM und FI; Bereitstellung von Eintritts- und Konzertkarten sowie Abrechnung von Konzerten; Führen und Erstellen von Statistiken. Einstellungsvoraussetzungen: Gründliche und umfassende Fachkenntnisse im kameralen Rechnungs- und Kassenwesen; abgeschlossene Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte/-r oder sonstige kaufmännische Ausbildung. Erwünscht: Fähigkeit und Bereitschaft zu verantwortungsbewusstem, selbstständigem und engagiertem Arbeiten; Flexibilität; ausgeprägte Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten; Dienstleistungsorientierung und gute Teamfähigkeit in einem dynamischen Umfeld; gute Kenntnisse der kameralen Buchführung und des Kassenwesens; gute Kenntnisse der haushaltsrechtlichen Bestimmungen; souveräner Umgang mit Bargeld; sicherer Umgang mit Microsoft Office-Produkten sowie Kenntnisse von SAP R/3 - Module PSM und FI. Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen bis zum 27.12.2011 unter Angabe der Kennziffer Zahlstelle 2011 zu richten an die Freie Universität Berlin, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, Frau Sylke Gottwald, Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin (Dahlem). Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. Die Freie Universität Berlin fordert Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, die die Einstellungsvoraussetzungen erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Vorstellungskosten können von der Freien Universität leider nicht übernommen werden. Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt. Bitte reichen Sie Ihre Unterlagen nur in Kopie ein.


STELLENANZEIGEN

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

WWW.TAGESSPIEGEL.STELLENANZEIGEN.DE

K3

PERSPEKTIVEN IN ERFOLGREICHER KLINIK- UND DIENSTLEISTUNGSGRUPPE Unser Klient ist ein moderner und kommunaler Träger, der auf wirtschaftlich absolut gesunder Basis unter anderem Krankenhäuser der Regelversorgung und Dienstleistungszentren an verschiedenen Standorten in der Region Berlin-Brandenburg betreibt. Vor dem Hintergrund geregelter Nachfolgebesetzungen bieten die Häuser engagierten und ambitionierten Medizinern (w/m) hervorragende EntwicklungsmÜglichkeiten, um Ihre Fachkarrieren mit gezielten Fßhrungskarrieren perspektivisch und langfristig zu verknßpfen:

Spitzenverband

www.gkv-spitzenverband.de

Der GKV-Spitzenverband ist eine KÜrperschaft des Üffentlichen Rechts und wurde auf Grundlage des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes am 01.07.2007 gegrßndet. Er vertritt die Interessen der 153 gesetzlichen Krankenkassen mit 70 Millionen Versicherten. Fßr die Abteilung Krankenhäuser suchen wir zum nächstmÜglichen Termin

Mediziner (m/w)

OĂ&#x201E;/OA PĂ&#x201E;DIATRIE

FĂ&#x201E;/FA/WB ARBEITSMEDIZIN

Kennziffer 1612 â&#x20AC;&#x201C; Vollzeit + Unbefristet â&#x20AC;&#x201C;

Kennziffer 1613 â&#x20AC;&#x201C; Vollzeit/Teilzeit + Unbefristet â&#x20AC;&#x201C;

Stellenausschreibung Nr. 56/2011 Ihre Aufgaben: In einem interdisziplinären Team sind Sie fĂźr die Weiterentwicklung des VergĂźtungssystems fĂźr Krankenhäuser, insbesondere des DRG-Systems und komplementärer VergĂźtungssysteme in den Fachgebieten Psychiatrie, ambulante Klinikleistungen etc., verantwortlich. Sie Ăźbernehmen die Klärung medizinischer Fragen auf der Basis empirischer Daten, z. B. bei der Abgrenzung ambulanter Klinikleistungen. DarĂźber hinaus begleiten Sie die gesetzgeberischen Aktivitäten zum ordnungspolitischen Rahmen und Ăźbernehmen die laufende Gremienarbeit zur Qualitätssicherung von Krankenhausleistungen. Was wir von Ihnen erwarten: Nach Ihrer fundierten medizinischen Ausbildung haben Sie bereits mehrjährige Berufserfahrung als Ă&#x201E;rztin/Arzt im Krankenhaus erworben. Idealerweise verfĂźgen Sie Ăźber Kenntnisse im Fachgebiet Public Health oder im Gesundheitsmanagement. Sie arbeiten routiniert mit dem MS-Office-Paket und kennen den professionellen Umgang mit medizinischen Daten. Kreativität im konzeptionellen Bereich bei der Abbildung medizinischer Sachverhalte setzen wir voraus. PersĂśnlich Ăźberzeugen Sie durch hohe Kompetenz in der interdisziplinären Zusammenarbeit und ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten. Wir bieten Ihnen: â&#x20AC;˘ eine Ihrer Qualifikation und den Anforderungen entsprechende VergĂźtung â&#x20AC;˘ die MĂśglichkeit, beim weiteren Aufbau des GKV-Spitzenverbandes mitzuwirken â&#x20AC;˘ eine attraktive betriebliche Altersversorgung â&#x20AC;˘ die Sicherheit eines Arbeitsplatzes im Ăśffentlichen Dienst

FĂźr RĂźckfragen steht Ihnen Frau Dr. Antje Haas (Telefon 030 206288-2206) zur VerfĂźgung.

Wir suchen zur Verstärkung unseres Teams eine/n qualifizierte/n

Bauleiter/-in fĂźr den Bereich Hochbau, mit besonderer Erfahrung im schlĂźsselfertigen Ausbau â&#x20AC;&#x201C; Schwerpunkt Trockenbau. Zu Ihren Aufgaben wird die Bauleitung mit Qualitätskontrolle, Koordinierung und Abrechnung von Monteuren einzelner Gewerke gehĂśren. Wir erwarten neben der entsprechenden Qualifizierung auch Ihre Berufserfahrung im Umgang mit Ausbaumaterialien und Grundwissen zur Kalkulation.

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Die Haushahn Gruppe mit Sitz in Stuttgart gehĂśrt zu den fĂźhrenden Aufzugsunternehmen und ist in einen internationalen Konzern eingebunden. Wir sind ein Traditionsunternehmen, das den Ruf hoher technologischer Kompetenz, groĂ&#x;er Innovationskraft und bester Qualität genieĂ&#x;t. Die Haushahn Gruppe ist Ihr deutschlandweites Netzwerk regional aufgestellter, altbewährter Aufzugsunternehmen. Die Firma Merkur Schoppe ist ein Geschäftsbetrieb der C. Haushahn GmbH & Co. KG. Um unsere Marktposition durch eine strikte Kundenorientierung und ein HĂśchstmaĂ&#x; an innerer und äuĂ&#x;erer Flexibilität weiter auszubauen, werden wir unser Serviceteam verstärken. Wir suchen daher zum nächstmĂśglichen Zeitpunkt fĂźr den Raum Berlin eine/n engagierte/n und qualifizierte/n

PC-Betreuer (m/w) Sie sind Teil unserer Arbeitsgruppe und arbeiten mit weiteren PC-Betreuern (m/w), Systemmanagern (m/w), Applikationsmanagern (m/w), Projektleitern (m/w), den Fachabteilungen und externen Dienstleistern eng zusammen.

Interesse? Dann senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der oben genannten Ausschreibungsnummer bitte bis 16.12.2011 an das Personalreferat des GKV-Spitzenverbandes, MittelstraĂ&#x;e 51, 10117 Berlin. Sie kĂśnnen uns Ihre Bewerbung auch online â&#x20AC;&#x201C; ebenfalls mit der Ausschreibungsnummer versehen â&#x20AC;&#x201C; zukommen lassen: personal@gkv-spitzenverband.de.

K. Rogge Spezialbau GmbH Saatwinkler Damm 13 13627 Berlin

Fßr unsere Arbeitsgruppe EDV suchen wir zum nächstmÜglichen Zeitpunkt befristet bis zum 7. November 2012 einen

Die Besetzung der Stelle in Teilzeit ist mĂśglich.

Die Besetzung der Stellen ist auch in Teilzeit mĂśglich. An Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen sind wir gleichermaĂ&#x;en interessiert.

Haben wir Ihr Interesse geweckt. Dann senden Sie Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen an

Ă&#x153;ber die Aufgaben, Anforderungen und EntwicklungsmĂśglichkeiten dieser anspruchsvollen Positionen informiert Sie unser Karriereportal unter www.vonwachtmeister.de unter den o.a. Kennziffern. FĂźr eine erste vertrauliche Kontaktaufnahme zu Ihrer individuellen beruflichen Standortbestimmung steht Ihnen als Karriere-Coach Herr Dr. v. Wachtmeister, Telefon (030) 25 49 32 63, vorab zur VerfĂźgung. Absolute Diskretion und das strikte Beachten von Sperrvermerken sind selbstverständlich.

Ihre Aufgaben: â&#x20AC;˘ Sie installieren Betriebssysteme und diverse Applikationen auf den Workstations, auch unter Nutzung einer Softwareverteilung, beschaffen, testen und betreuen Hard- und Software. â&#x20AC;˘ Sie sind fĂźr die Lizenzverwaltung zuständig. â&#x20AC;˘ Sie sorgen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses fĂźr den reibungslosen Betrieb der Clients, sind Ansprechpartner/in bei auftretenden Problemen, analysieren Fehlersituationen und beseitigen diese sowohl im Bereich der Hardware als auch auf Betriebssystemebene und im Bereich diverser Applikationen. â&#x20AC;˘ Im Active Directory richten Sie Accounts, E-Mail-Postfächer, Gruppen und Verteilerlisten ein. Sie vergeben und kontrollieren Zugriffsberechtigungen. Ihr Profil: â&#x20AC;˘ Neben einer abgeschlossenen Ausbildung zum Fachinformatiker (m/w) oder einer vergleichbaren IT-Ausbildung verfĂźgen Sie Ăźber praktische Erfahrung im Anwender-Support (First- und Second-Level) sowie Ăźber umfangreiche Kenntnisse in den Betriebssystemen Windows XP und Windows 7 sowie in den gängigen MS-Office-Produkten (ab 2003). â&#x20AC;˘ Sie haben bereits Erfahrungen im IT-Umfeld in mittelständischen und/oder grĂśĂ&#x;eren Unternehmen gesammelt. â&#x20AC;˘ Sie Ăźbernehmen gern Verantwortung fĂźr Ihre Aufgaben und sind zielorientiert bei der Umsetzung. GroĂ&#x;en Wert legen wir auf Eigeninitiative, Flexibilität und die Fähigkeit, Probleme gemeinsam mit Ihren Kolleginnen und Kollegen im Team zu lĂśsen. â&#x20AC;˘ Ihre Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung setzen wir voraus.

Seit 1964 bieten wir dem Verbraucher durch vergleichende Tests von Waren und Dienstleistungen eine unabhängige und objektive Unterstßtzung. Mit unseren marktfßhrenden Titeln test und Finanztest erreichen wir Monat fßr Monat mehr als 740.000 Käufer. Unser Online-Angebot wird monatlich von ca. 2,7 Millionen Usern besucht. Rund 290 Mitarbeiter in BerlinTiergarten sorgen fßr solide Verbraucherinformation. Stiftung Warentest Postfach 30 41 41 10724 Berlin

Servicetechniker/in (w/m) fĂźr die selbstständige Planung und DurchfĂźhrung von Reparatur- und Wartungsarbeiten an den Aufzugsanlagen unserer Kunden. Sie bringen eine abgeschlossene, technische Ausbildung â&#x20AC;&#x201C; idealerweise als Industrielektriker/in, Elektroinstallateur/in, oder Mechatroniker/in â&#x20AC;&#x201C; mit und verfĂźgen Ăźber mehrjährige, einschlägige Berufserfahrung. Eine grĂźndliche Einarbeitung ist gewährleistet. Ein Pkw-FĂźhrerschein (B bzw. Klasse 3) ist fĂźr die AusĂźbung von Servicearbeiten bei unseren Kunden zwingend erforderlich. Es erwartet Sie ein angenehmes Arbeitsklima in einem aufgeschlossenen Team, interessante Tätigkeitsfelder und eine leistungsgerechte VergĂźtung. Wir fĂśrdern Ihr Weiterkommen mit gezielter Fortbildung und bieten die vielfältigen Entwicklungschancen eines weltweit agierenden Konzerns. FĂźhlen Sie sich angesprochen? Dann senden Sie uns doch bitte Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe Ihres frĂźhestmĂśglichen Eintrittstermins sowie Ihrer Gehaltsvorstellung zu Händen von Herrn Thorsten Hein oder via E-Mail an: Thorsten.Hein@haushahn-gruppe.de Merkur Schoppe Geschäftsbetrieb der C. Haushahn GmbH & Co. KG Herrn Thorsten Hein Holzhauser StraĂ&#x;e 139 13509 Berlin

Schwerbehinderte Bewerber (m/w) werden bei gleicher Eignung bevorzugt berßcksichtigt. Die Stiftung Warentest bietet Ihnen eine abwechslungsreiche Arbeitsumgebung in einem sicheren Umfeld. Wir freuen uns darauf, Sie kennen zu lernen. Ihre aussagefähigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 12. Dezember 2011 (Eingang) per Post an die Abteilung Recht und Personal oder per E-Mail an: Bewerbung-EDV@stiftung-warentest.de.

Anzeigenannahme Tel.: (030) 290 21-570, Fax: -577 E-Mail: anzeigen@tagesspiegel.de

Erfahrene Fremdsprachensekretärin fßr Architekturbßro ab sofort gesucht.

Anzeigenschluss fĂźr den Stellenmarkt der kommenden Sonnntagsausgabe: Freitag, 11 Uhr

Einschlägige Berufsausbildung, sehr gute MS OfficeKenntnisse, Englisch in Wort und Schrift, Organisationstalent und Belastbarkeit werden vorausgesetzt. Schriftliche Bewerbungen mit Lichtbild und Gehaltsvorstellung bitte an m.hlawenka@braunfels-architekten.de

Im Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg am Evangelischen Krankenhaus KĂśnigin Elisabeth Herzberge gGmbH ist im Institut fĂźr Diagnostik der Epilepsien (IDE) gGmbH, im Verbund der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, am Standort Berlin ab 01.01.2012 eine

Standort Brandenburg

Arztstelle zur Weiterbildung Epileptologie zu besetzen. Diese Stelle ist sowohl fĂźr eine/n Fachärztin/-arzt fĂźr Neurologie als auch fĂźr eine/n Ă&#x201E;rztin/Arzt in Weiterbildung geeignet. Sie ist befristet fĂźr 2 Jahre mit der Option zur Verlängerung. Das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg ist eine Ăźberregionale Einrichtung zur medizinischen Versorgung sowie fĂźr Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Epileptologie. Das Spektrum diagnostischer und therapeutischer Tätigkeiten reicht von Lebensqualitätsforschung und Anfallsselbstkontrolle bis zur Epilepsiechirurgie und der Nervus-Vagus-Stimulation. Ab 2012 besteht Ăźber die Friedrich v. Bodelschwingh-Stiftungsprofessur fĂźr Epileptologie eine enge personelle und strukturelle Verbindung mit der Klinik fĂźr Neurologie der CharitĂŠ â&#x20AC;&#x201C; Universitätsmedizin Berlin. Die Bewerber arbeiten in allen Bereichen der Epileptologie und Elektroenzephalographie. Bereitschaftsdienste und Notfallversorgung erfolgen auch in der Allgemeinen Neurologie. MĂśglichkeiten zur wissenschaftlichen Arbeit im klinischen Bereich und in den Grundlagenfächern sind gegeben. Die Voraussetzungen zum EEG-Zertifikat und dem Zertifikat â&#x20AC;&#x17E;Epileptologie Plusâ&#x20AC;&#x153; kĂśnnen erworben werden. Als Mitgliedseinrichtung des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) erwarten wir, dass die Bewerber/innen den christlichen Anspruch unserer Einrichtung mittragen. Die VergĂźtung und sozialen Leistungen richten sich nach den Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR) des DWBO. Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte bis 14 Tage nach Erscheinen dieser Anzeige an: Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg am Ev. Krankenhaus KĂśnigin Elisabeth Herzberge gGmbH, Institut fĂźr Diagnostik der Epilepsien (IDE) gGmbH â&#x20AC;˘ Ltd. Oberarzt Dr. Christoph Dehnicke Herzbergstr. 79 â&#x20AC;˘ 10365 Berlin E-Mail: c.hegemann@keh-berlin.de â&#x20AC;˘ Tel.: 030 5472-3501 Besuchen Sie auch unsere Homepage: www.ezbb.de

â&#x20AC;&#x17E;Im Job suche ich maximale Entfaltungschancen in einem internationalen Umfeld. Das ist kein Problem bei einem Arbeitgeber wie voestalpine BWG.â&#x20AC;&#x153; voestalpine BWG â&#x20AC;&#x201C; Wegbereiter moderner Weichentechnologie In Deutschland zu Hause, weltweit aktiv: Die voestalpine BWG GmbH & Co. KG gehĂśrt zur Division Bahnsysteme der voestalpine AG, mit Sitz in Linz, Ă&#x2013;sterreich, welche Hochgeschwindigkeitsweichen an drei Standorten in Deutschland konstruiert und fertigt. Zur Betreuung mehrerer Standorte der voestalpine AG in Deutschland suchen wir am Dienstsitz Brandenburg an der Havel zum nächstmĂśglichen Zeitpunkt einen qualifizierten

Unternehmensjuristen (m/w) Ihre Aufgaben: â&#x20AC;˘ Betreuung des Unternehmens und seiner Beteiligungsgesellschaften bei allen juristischen Fragestellungen, insbesondere Wettbewerbsrecht, Handels-, Vertrags- und Gesellschaftsrecht â&#x20AC;˘ BehĂśrdenkontakte, Verwaltungsrecht â&#x20AC;˘ Professionelle Vertragsgestaltung und VertragsprĂźfung, Vertrags- und Reklamationsmanagement â&#x20AC;˘ Eigenverantwortliches Ausarbeiten von rechtlichen LĂśsungsvorschlägen bzw. LĂśsungsstrategien â&#x20AC;˘ Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten und Zusammenarbeit mit Experten im Team â&#x20AC;˘ Ansprechpartner fĂźr Anfragen der Geschäftsleitungen sowie Anforderungen des Vertriebs und des Produktionsbetriebes auch hinsichtlich umweltrechtlicher Fragen â&#x20AC;˘ Behandlung von Compliance-, Risikomanagement- und Versicherungsthemen â&#x20AC;˘ Schulung von Nichtjuristen

Ihr Profil:

BUCHHALTER/IN (KREDITORENBUCHHALTUNG) VOLL/TEILZEIT Aufgaben: ------------------------------------------------------------------------------------------------â&#x20AC;˘ Kreditoren: Bearbeitung mit allen dazugehĂśrigen Aufgaben, PrĂźfung von Rechnungen, Kontierung, Buchung, laufende Kontenabstimmung mit Lieferanten inkl. Mahnwesen sowie Datenpflege â&#x20AC;˘ KassenfĂźhrung â&#x20AC;˘ Kassenabrechnung â&#x20AC;˘ Reisekosten In- und Ausland â&#x20AC;˘ Zahlungsverkehr In- und Ausland â&#x20AC;˘ UnterstĂźtzung beim Jahresabschluss â&#x20AC;˘ Mitarbeit in der Debitoren-/Anlagenbuchhaltung â&#x20AC;˘ Rechnungsabgrenzungen Anforderungsprofil: ------------------------------------------------------------------------------------------------â&#x20AC;˘ abgeschlossene Ausbildung z.B. als Buchhalter/in und mindestens 2 Jährige Berufserfahrung â&#x20AC;˘ gutes Zahlenverständnis, sorgfältiges und gewissenhaftes Arbeiten, Belastbarkeit, selbstständige Arbeitsweise, Teamfähigkeit â&#x20AC;˘ sicherer Umgang mit Buchhaltungssystemen und den MS-OfficeProgrammen â&#x20AC;˘ Sprachkenntnisse: Englisch unbedingt erforderlich Vollständige Bewerbungen bitte an: Bread & butter GmbH & Co. KG, MĂźnzstrasse 13, 10178 Berlin oder digital als pdf an: roswitha.dittmar@breadandbutter.com (Stichwort Jobs)

MÜchten auch Sie im Rahmen der externen Finanzkontrolle dazu beitragen, dass in der Bundesverwaltung wirtschaftlich verfahren wird? Dann finden Sie bei uns ein geeignetes Aufgabenfeld. Als unabhängiges Organ der Finanzkontrolle prßft der Bundesrechnungshof die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsfßhrung des Bundes und berät den Bundestag, den Bundesrat und die Bundesregierung. Bei seinen Aufgaben wird er durch neun Prßfungsämter unterstßtzt. Fßr das Prßfungsamt des Bundes in Berlin suchen wir eine/einen Juristin/Juristen oder Wirtschafts-

wissenschaftlerin/Wirtschaftswissenschaftler

im hĂśheren Dienst fĂźr das Sachgebiet

â&#x20AC;&#x161;Personalausgabenâ&#x20AC;&#x2122; - Ausschreibung â&#x20AC;&#x161;BRH 2011-0071Pâ&#x20AC;&#x2122; Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bundesrechnungshof.de.

â&#x20AC;˘ Studium der Rechtswissenschaften, erfolgreicher Abschluss des zweiten Staatsexamens â&#x20AC;˘ Mindestens 5- bis 7-jährige einschlägige Berufserfahrung in einer Anwaltskanzlei oder Rechtsabteilung, konzeptionelles und strategisches Denken â&#x20AC;˘ Englisch verhandlungssicher â&#x20AC;˘ Verhandlungsgeschick â&#x20AC;˘ Vorteilhaft Arbeitserfahrung in einem internationalen/interkulturellen Umfeld â&#x20AC;˘ Bereitschaft zu nationalen/internationalen Dienstreisen â&#x20AC;˘ DurchsetzungsvermĂśgen â&#x20AC;˘ Gutes Verständnis fĂźr technische und wirtschaftliche Zusammenhänge â&#x20AC;˘ Professionalität, Loyalität, hohe Leistungsbereitschaft, Genauigkeit, Teamfähigkeit â&#x20AC;˘ Kommunikations- und Begeisterungsfähigkeit Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte bis zum 15.12.2011 an: voestalpine BWG GmbH & Co. KG Personalleitung Alte Wetzlarer StraĂ&#x;e 55 D-35510 Butzbach

Tel. 06033 / 892-185 roger.thomas@voestalpine.com www.voestalpine.com/bwg


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STELLENANZEIGEN

WWW.TAGESSPIEGEL.STELLENANZEIGEN.DE

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

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Interessante Herausforderung gesucht?

Wir suchen fĂźr unsere Klinik fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik einen

Approbierten Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (m/w) Wir bieten

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ein 835 Betten Haus der Schwerpunktversorgung mit 20 Kliniken und 5 Instituten eine Klinik fĂźr Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik mit 26 Betten und drei Institutsambulanzen ein attraktives Angebot in der Diagnostik und Behandlung aller kinder- und jugendpsychiatrischen StĂśrungen eine langfristige berufliche Perspektive ď Ž eine enge Kooperation mit der Klinik fĂźr Psychiatrie und Psychotherapie und dem Kinderzentrum ď Ž finanzielle UnterstĂźtzung bei Fortbildungen ď Ž eine landschaftlich äuĂ&#x;erst reizvolle Umgebung mit Naturschutzgebieten und die direkte Nähe zur Bundeshauptstadt Berlin ď Ž

Die SPSG betreut Ăźber 150 historische Baudenkmale â&#x20AC;&#x201C; davon allein 32 MuseumsschlĂśsser â&#x20AC;&#x201C; und Ăźber 700 ha denkmalgeschĂźtzte Gartenanlagen. Aufgabe ihrer rd. 500 Mitarbeiter ist es, dieses in groĂ&#x;en Teilen zum UNESCO-Welterbe gehĂśrende zentrale Zeugnis deutscher Kultur und Geschichte zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und zu interpretieren, zu präsentieren und zu vermitteln.

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Jährlich besuchen ßber zwei Millionen Besucher die SchlÜsser der SPSG. Die Verwaltung der SchlÜsser sowie die Betreuung der Besucher und die Vermittlung der in den SchlÜssern erfahrbaren Geschichte und Kunst bilden die zentralen Aufgaben der Abteilung Schlossmanagement. Fßr diese Aufgabe suchen wir zum 1. Juli 2012 mit dem Dienstsitz in Potsdam eine/einen

Nähere Auskßnfte erteilt Herr Dr. Niedermeyer, Chefarzt der Klinik, unter Tel. 0335/548 4501.

Wir suchen weiterhin fßr unser Sozialpädiatrisches Zentrum einen

Leiterin/Leiter der Abteilung Schlossmanagement

Dipl. Psychologen (m/w)

- Entgeltgruppe E 15 TVL -

mit der Zusatzqualifikation zum Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten oder ein unmittelbarer Abschluss mit dieser Qualifikation. Wßnschenswert sind Erfahrungen in der psychologischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Aber auch Berufsanfänger sind willkommen, mit Interesse fßr diese Arbeit und dem Ziel therapeutisch arbeiten zu wollen.

Ihnen obliegt die Leitung der Abteilung, die zur Zeit aus 15 Schlossbereichen besteht. Zu den Aufgaben gehÜren die Sicherstellung einer leitbild- und zielorientierten Verwaltung und Präsentation der MuseumsschlÜsser und die eines effizienten Betriebes der Besucherzentren und der Fähre auf der Pfaueninsel.

Wir bieten ď Ž

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Es kommen Bewerber/-innen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium auf dem Gebiet â&#x20AC;&#x17E;Kulturmanagementâ&#x20AC;&#x153;, â&#x20AC;&#x17E;BWL/Kulturwissenschaftâ&#x20AC;&#x153;, â&#x20AC;&#x17E;Kulturwissenschaft/BWLâ&#x20AC;&#x153; oder gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie langjähriger FĂźhrungs- und Managementerfahrung in Kultureinrichtungen vergleichbarer GrĂśĂ&#x;enordnung in Frage. Erwartet werden fundierte Kenntnisse und umfassendes Wissen auf den Gebieten Kulturmarketing, Kommunikation und Werbung. Vorausgesetzt werden Kenntnisse und Erfahrungen im Kultur-, Projekt- und Veranstaltungsmanagement.

die Diagnostik und Therapie von entwicklungsgestĂśrten und behinderten sowie von Behinderung bedrohten Kindern und die Begleitung ihrer Eltern im multiprofessionellen Team mit Ă&#x201E;rzten, anderen Psychologen, medizinischen Therapeuten und pädagogischen Fachkräften eine psychologische Diagnostik von EntwicklungsstĂśrungen bei Kindern und Jugendlichen bis hin zur Erstellung von Therapieplänen eine therapeutische Arbeit im Kontext mit dem sozialen Umfeld der Betroffenen die Beratung, Anleitung der Patienten und Eltern, gezielt als Einzel- oder Gruppenpsychotherapie die MĂśglichkeit der eigenverantwortlichen und engagierten Arbeit die VergĂźtung, soziale Leistungen und Alterssicherung nach Haustarifvertrag einschlieĂ&#x;lich einer finanziellen Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens

Gesucht wird eine fachlich qualifizierte PersÜnlichkeit mit besonderer Befähigung zum planerischen und strategischen Denken. Die Fähigkeit zur zielorientierten und kooperativen Leitung einer Fachabteilung ist unabdingbar. Sie mßssen in der Lage sein, Mitarbeiter/-innen auch bei sehr hoher Arbeitsbelastung kooperativ zu fßhren und zu motivieren.

Nähere Auskßnfte erteilt Herr Bernt, Leiter des SPZ, unter Tel. 0335/548 4976. Ihre schriftliche Bewerbung mit den ßblichen Unterlagen richten Sie bitte innerhalb von 2 Wochen nach Erscheinen dieser Anzeige an die Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH, Abteilung Personal, Mßllroser Chaussee 7, 15236 Frankfurt (Oder).

Es ist beabsichtigt, den/die Stelleninhaber/-in im Rahmen einer Nebentätigkeit mit der Geschäftsfßhrung der Fridericus-Servicegesellschaft zu betrauen. Erwartet werden hohe Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit, die Befähigung zum ziel- und ergebnisorientierten Handeln, Verhandlungsgeschick, Kreativität sowie eine ßberdurchschnittliche Leistungsbereitschaft.

Neugierig? Melden Sie sich!

Bewerbungen von Frauen sind ausdrĂźcklich erwĂźnscht. Bei gleicher Eignung und Qualifikation werden Bewerbungen von anerkannten Schwerbehinderten bevorzugt berĂźcksichtigt. Aus KostengrĂźnden werden eingereichte Bewerbungsunterlagen nur zurĂźckgesandt, wenn ein ausreichend frankierter RĂźckumschlag beigefĂźgt ist.

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FĂźr weitere Informationen steht Ihnen das Internet (www.spsg.de) oder telefonisch Dr. Berg (0331/96 94 320) zur VerfĂźgung. Bewerbungen senden Sie bitte bis zum 18. Dezember 2011 an die Stiftung PreuĂ&#x;ische SchlĂśsser und Gärten Berlin-Brandenburg, Referat Personal & Organisation, Postfach 60 14 62, 14414 Potsdam.

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Das Bundesnetzwerk BĂźrgerschaftliches Engagement BBE sucht ab dem 01. 01. 2012 (oder 01. 02. 2012) bis 31. Dezember 2014

eine Projektleiterin / einen Projektleiter fĂźr das Gemeinschaftsprojekt â&#x20AC;&#x17E;Civil Academyâ&#x20AC;&#x153; (m/w)

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Die ausfĂźhrlichen Stellenausschreibungen, die Bewerbungsfrist und weitere Hinweise finden Sie auch unter www.b-b-e.de Ihre Bewerbung richten Sie unter Einhaltung der Bewerbungsfrist an die BBE GeschĂ��ftsstelle gGmbH, Herr Andreas Pautzke, MichaelkirchstraĂ&#x;e 17/18, 10179 Berlin.

Veränderter Anzeigenschluss zu Weihnachten Erscheinungstag: Sonnabend, den 24. Dezember 2011 Rubriken

Anzeigenschluss

Haus & Garten

Mittwoch,

Mobil

Donnerstag, 22. Dezember 14.00 Uhr

Immobilien

Donnerstag, 22. Dezember 14.00 Uhr

21. Dezember 16.00 Uhr

Sonntag, Beilage

Bundestierärztekammer Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e. V. sucht zum 15. Januar fßr die Geschäftsstelle in Berlin-Mitte

Mitarbeiter/-in als

Schreibkraft/Sachbearbeiter/-in

Essen & Trinken

Dienstag,

20. Dezember 11.00 Uhr

Literatur

Mittwoch,

21. Dezember 11.00 Uhr

Bekanntschaften

Mittwoch,

21. Dezember 14.00 Uhr

Reise

Mittwoch,

21. Dezember 16.00 Uhr

Unterricht

Mittwoch,

Karriere & Beruf

Donnerstag, 22. Dezember 11.00 Uhr

alle anderen Anzeigen Freitag, fĂźr den 27. Dezember

21. Dezember 16.00 Uhr 23. Dezember 15.00 Uhr

(19,5 Std./Woche) mit guten Kenntnissen in EDV (MS-Office, Serienbriefe). VergĂźtung und Sozialleistungen in Anlehnung an den TVĂśD. Die Stelle ist befristet bis zum 15. Juni 2013 (Schwangerschaftsvertretung). Bewerbungen mit den Ăźblichen Unterlagen bitte bis zum 1. Januar 2012 an: geschaeftsstelle@btkberlin.de

BĂźro fĂźr Berufsstrategie

präsentiert

Hesse/Schrader Die Karrieremacher

Seminare fĂźr mehr Erfolg im Beruf Donnerstag 26. Januar 2012

Wie erklimmen Sie die Karriereleiter?

Bewerbung fßr Lebensläufe mit Ecken und Kanten

Karriere-Beratung Manche Menschen legen eine steile Karriere hin â&#x20AC;&#x201C; andere kommen trotz Kompetenzen und Potenzialen scheinbar weniger voran. Fangen Sie an, Ihre Karriere zu planen! Denn wer genau weiĂ&#x;, was er erreichen will und was seine Stärken sind, kann besser auf sein Ziel hinarbeiten. Wir helfen Ihnen, die wichtigsten Karrierefragen zu beantworten und eine individuelle Strategie zu entwickeln.

10.00 bis 17.30 Uhr, 95,- â&#x201A;Ź MĂśchten Sie den Arbeitsmarkt neu erobern? Wir helfen Ihnen dabei, diese Herausforderung anzunehmen und mit Bravour zu bestehen.

Weitere Seminartermine 2012: Intensivtraining Vorstellungsgespräche Zum 1. Mal Chef

11.02.12 eintägig 09.-10.03.12 zweitägig

Oranienburger StraĂ&#x;e 4-5, 10178 Berlin 030 28 88 57 0, info@berufsstrategie.de

ngebot Neu im AFĂźr alle Tagesspiegel-Leser

195,- â&#x201A;Ź

10 Prozent Rabatt auf die Karriere-Beratung! Mehr Informationen und Beratung unter 030 28 88 57 0

395,- â&#x201A;Ź

Alle Seminar- und Beratungskosten sind in der Regel steuerlich absetzbar. Foto: pixelio/S. Hofschlaeger


stellen.experteer.de

SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011 / NR. 21 176

DER TAGESSPIEGEL

K5

Banken

Beratung Position Rechtsanwalt Gesellschaftsrecht Volljurist/in Senior Online Developer Teamleader Payroll and HR Services Account Manager Sales Manager Life Sciene Manager Corporate Compliance Services Manager SAP operative Geschäftsprozesse Teamleiter/-in im Forderungsmanagement Wirtschaftsingenieur/Arzt als Manager Manager - Energierecht/ Regulierung Operation Manager Data Management

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 +

Ort Berlin Dortmund Berlin Berlin Hannover Frankfurt am Main Berlin Berlin Freiburg im Breisgau Berlin Berlin Nürnberg



Branche Anwaltskanzlei Werbung, PR Werbeagenturen Beratung Zeitarbeit, Personalverleih Beratung Beratung Beratung Beratung Beratung Rechtsberatung Marktforschungsinstitute

       

Online-ID 1435688 1492080 1325008 1454674 1489801 1485309 1278219 901895 1484423 1159779 834267 1483183

Finanzberatung Position Junior Software Developer Manager Value-based Management Senior Consultant Financial Services Consultants/Senior Consultants Projekt-Manager - Operational Transaction Services Senior Consultants - M&A Corporate Finance Senior Consultants Transaction Advisory Services (Senior) Manager Advisory P&T - Financial Services (Senior) Manager - Compliance Manager - Assurance Manager Finance Transformation Financial Sector Learning Center Project Manager Manager - M&A Corporate Finance Manager Transaction Advisory Services

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 90.000 + 90.000 +

Ort Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin

Branche Corporate Finance Finanzberatung Finanzberatung Corporate Finance Transaktionsberatung Transaktionsberatung Transaktionsberatung Finanzberatung Finanzberatung Finanzberatung Finanzberatung Corporate Finance M+A Beratung Transaktionsberatung



      

Online-ID 1448758 1082311 1183266 1454021 1284721 1153330 1417947 825536 1030668 1481857 1374480 1272742 1440755 1417938

Position Private Banking Berater/in Referent Treasury-Controlling Abteilungsleiter Controlling Zukünftiger Team Head Teamleiter Anwendungsbetrieb Prod Line Manager II

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 +

Ort Königstein im Taunus Frankfurt am Main München Hamburg Berlin Frankfurt am Main

Branche Private Banking Private Banking Banken Banken Bundesbank, Landesbanken Investment Banking



€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 90.000 + 90.000 +

Ort Poing Berlin Düsseldorf Berlin Berlin Deutschland Frankfurt am Main

Branche Informationstechnologie Informationstechnologie Informationstechnologie Informationstechnologie Informationstechnologie Informationstechnologie Informationstechnologie



  

Informationstechnologie Position Alliance Manager Citrix EMEA Abteilungsleiter IT Anwendungsberater/in SAP Senior IT Security Consultant Software Architect JEE EMEA Security Sales Specialist Leiter/-in Werkbahn/Massengutumschlag

 

€ Benchmark 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 90.000 + 90.000 + 100.000 + 100.000 + 100.000 + 100.000 + 130.000 + 130.000 +

Ort Frankfurt am Main Berlin Berlin Darmstadt Bonn Berlin Berlin Berlin Deutschland Berlin Berlin Berlin Berlin München Berlin Deutschland Berlin Hannover Berlin Deutschland Deutschland München Berlin Unterschleißheim

Branche Unternehmensberatung Strategieberatung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung Business Consulting Unternehmensberatung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung IT Beratung Unternehmensberatung IT Beratung Unternehmensberatung IT Beratung IT Beratung Business Consulting Unternehmensberatung IT Beratung



Position Ingenieur Elektrotechnik Senior Projektingenieur Wertanalytiker Regional Sales Manager Leiter Planung und Operations Branchenleiter/in Verkehrstechnik Head of SAP Release Management Bereichsleiter TGA Head of Global Commodity Management „Mechanics“

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 100.000 +

Ort Schleswig-Holstein Köln Nürtingen Ingolstadt Berlin Lohr am Main Berlin Home Office Schleswig-Holstein

Branche Elektrotechnik und Mechanik Isolierte Drähte, Leitungen, Kabel Elektroschweißgeräte Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -umwandlung Kabel- und leitungsbasierte Übertragungssysteme Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik Elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik Elektrotechnik und Mechanik Elektrotechnik und Mechanik



Position Gruppenleiter Strategischer Einkauf Procurement Engineer Projektleiter Netzbau/Ortsnetze Quality Project Manager Refurbishment Produktmanager PLC Smartwire DT Marketing Projekt Manager Lead Supplier Quality Engineer Sales Managers - Produkten für fossilbefeuerte Kraftwerke EHS Manager Central Eastern Europe Region Fertigungsleiter - Fossil Power Generation

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 100.000 + 100.000 +

Ort Berlin Bonn Langen Berlin Bonn Erlangen Berlin Erlangen Berlin Berlin

Branche Allgemeine Energietechnik Elektrische Energietechnik Energietechnik Allgemeine Energietechnik Elektrische Energietechnik Allgemeine Energietechnik Allgemeine Energietechnik Allgemeine Energietechnik Allgemeine Energietechnik Allgemeine Energietechnik

                

Position C++ Software Engineer, LBS algorithms MirrorLink- Senior Customer Product Engineer Partner Development Manager Senior Software Test Engineer Pre Sales Systems Engineer Technischer Pre-Sales-Spezialist SQL Server Software Engineering Manager Senior Manager/Head of Customer B2B relations

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 100.000 +

Ort Berlin Berlin Berlin Berlin Deutschland Berlin Berlin Berlin



Branche Mobiltelephone, PDAs Mobiltelephone, PDAs Mobiltelephone, PDAs Mobiltelephone, PDAs Hardware Hardware Hardware Mobiltelephone, PDAs

 

Online-ID 1484694 1276759 1399915 1491581 1491346 1445277 931812 1241823 1485040 1473081 1340977 1419839 1142788 1482819 1425696 1482589 1477650 1482403 1271221 1489841 1489833 1488498 1444509 1482699

Online-ID 1469072 1482939 1487808 1485147 1409724 1483522 1483572 1471202 1471060

Elektrische Energietechnik  

   

Online-ID 1448711 1482972 1484634 1485249 1482976 1490581 1472968 1485288 1468258 1475876

Finanzdienstleistung Position Junior Sales Manager IT Vendor Manager Projektmanager/in Webentwickler Java Application Manager XML, XSLT, Oracle Leiter/in einer Verkaufsregion Produktmanager/in Lebensversicherung Teamleiter JAVA Development & Maintenance IT & Svcs Referent - Finanzdienstleistung IT Partner Manager Cross Domain Functions & Operations

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 90.000 +

Ort Stuttgart Mainz Lübeck Berlin Braunschweig Amberg Lübeck Bayern Berlin München

Branche Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung Finanzdienstleistung



 

Online-ID 1305157 1395174 1404860 1414375 1488307 944430 1475883 1404839

Internet

Elektrotechnik und Mechanik

    

Online-ID 1489068 1477419 1489764 1477561 1188546 1489822 1482924

Hardware

Unternehmensberatung Position Senior Mechanical Engineer Senior Associate Chief IT-Architect Mail / Logistics Executive Delivery Manager EIM IT Senior Projektmanager Webentwickler Marketing Customer Insight Specialist (Senior) Manager Financials Lead Solution Manager Managing Consultant SAP IS-U Operations Manager IT- Service Desk Projektmanager SAP ERP Senior Business Developer Senior Consultant - Data Warehouse Senior Projektmanager SAP ERP Software Release Manager Team - und Unitmanager Global Account Manager Senior Manager Financials Business Consulting VI Client Principal Head of New Channels Sales Director Infrastruktur Consulting und Outsourcing Director, Systems Engineering, Central EMEA Job

Online-ID 1482957 1483184 1483118 1469056 1230673 1492924

Online-ID 1469080 1483630 1484411 1389286 1485578 1490025 1484393 1488901 1414592 1490007



Position (Sr.) Consumer PR Manager Leiter Online-Marketing Manager Global Core Payments Senior Consultant eCommerce SEO Manager VP, Finance Software-Entwickler .NET als Teamleiter Head of Mobile Development Product Manager Intl. & New Business Head of international Sales Head of Marketing

€ Benchmark 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 90.000 + 100.000 +

Ort Berlin Starnberg Berlin Frankfurt am Main Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin München

Branche Internet Services Internet Services Internet Services Internet Services Internet Services Internet Services Internet Software Internet Services Internet Services Internet Services E-commerce Services

Position Test Manager Director Sales (Utilities) IT Projektleiter Lizenzmanager Product Manager Head of SEM Senior Manager Display Senior Manager SEM Teammanager Analytics Key Account Director Strategic Account Manager Senior Sales Manager / Sales Director Fusion HCM Application ALLIANCES Director Geschäftsführer (PC-Tools)

€ Benchmark 60.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 80.000 + 90.000 + 90.000 + 90.000 + 130.000 + 130.000 +

Ort Berlin Deutschland Berlin Berlin München Berlin Berlin Berlin Berlin Deutschland Neu-Isenburg Berlin Deutschland Berlin

Branche Softwareunternehmen Softwareunternehmen Softwareunternehmen Softwareunternehmen CRM Software Softwareunternehmen Softwareunternehmen Softwareunternehmen Softwareunternehmen Softwareunternehmen Server Software CRM Software Softwareunternehmen Softwareunternehmen

    

Online-ID 1428817 1489414 1489367 1483738 1393718 1358707 1245747 1489382 1469676 1360674 1491146

Softwareunternehmen

Life Science



        

Online-ID 1465508 1482598 1070132 1292645 1488500 1474774 1125409 1125419 1466541 1490497 1483970 1429739 1490456 1459261

Medizintechnik

Position Teamleiter Kalibration Key Account Manager Projektmanager Medizinsysteme Volljurist Projektleiter Risikomanagement Fertigungsleiter/in Medizinprodukte Leiter Produktentwicklung Gruppenleiter Automation Teamleiter Studienprojektmanagement Linienleiter Externe Geräte

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 70.000 + 70.000 + 70.000 + 80.000 + 100.000 +

Ort Böblingen Berlin Deutschland Göttingen Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin

Branche Medizintechnik Medizintechnik Medizintechnik Medizintechnik minimal-invasive Chirurgie und Intervention Medizintechnik medizintechnische Geräte minimal-invasive Chirurgie und Intervention minimal-invasive Chirurgie und Intervention minimal-invasive Chirurgie und Intervention

Position Consultant Informatik Entwicklungsingenieur SAP Manager SAP-Projektmanager Project Director Executive or Senior Director of Project Management

€ Benchmark 60.000 + 60.000 + 60.000 + 60.000 + 80.000 + 100.000 +

Ort Mannheim Leipzig Ettlingen Bremen Berlin Berlin

Branche Diagnostika Diagnostika Diagnostika Diagnostika Pharmazeutische Industrie Pharmazeutische Industrie

 

    

Online-ID 1491998 1391356 1491994 1485808 1261058 1432232 861238 1353932 1447476 1261059

Pharmazeutische Industrie 

 

Online-ID 1482349 1492218 1485823 1492233 1450648 1266536


K6

WWW.TAGESSPIEGEL.STELLENANZEIGEN.DE

STELLENANZEIGEN

NR. 21 176 / SONNTAG, 4. DEZEMBER 2011

J A H N , M A C K & PA RT N E R architektur

und

stadtplanung

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir engagierte, teamfähige und kommunikative Mitarbeiter/innen mit Berufserfahrung fĂźr folgende Aufgabenbereiche: - Integrierte Entwicklungskonzepte, Stadtteilarbeit Erarbeitung von integrierten Entwicklungskonzepten sowie Netzwerk- und Ă&#x2013;ffentlichkeitsarbeit mit Politik, Verwaltung und Akteuren; Vorbereitung, DurchfĂźhrung/Steuerung von Projekten im Rahmen verschiedener Programmkulissen der StädtebaufĂśrderung. - Bauleitplanung/Baugebietsentwicklung Erarbeitung von Bebauungs- und Flächennutzungsplänen, regionalen Entwicklungskonzepten und städtebaulichen Machbarkeitsstudien. Voraussetzungen fĂźr die beiden Stellen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Stadtplanung oder vergleichbar) und mind. 2 - 3 Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Tätigkeitsbereich, Erfahrungen mit Moderationstechniken und Beteiligungsverfahren sowie in der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, der Politik und Ăśffentlichen Verwaltung. DarĂźber hinaus erwarten wir Kenntnisse im Bau- und Planungsrecht sowie der gängigen BĂźrosoftware, AutoCad und InDesign. Die Stellen sind ab sofort zu besetzen, auf 1 Jahr befristet und umfassen 40h/ Woche. DarĂźber hinaus suchen wir: - eine erfahrene, kommunikative, dienstleistungs- und ergebnisorientierte BĂźrokraft als Assistenz der GeschäftsfĂźhrung mit mind. zwei Jahren Berufserfahrung zur UnterstĂźtzung des Teams im Bereich BĂźro- und Personalmanagement, vorbereitende BuchfĂźhrung und Controlling, Akquise, Layout und Ă&#x2013;ffentlichkeitsdarstellung. Voraussetzungen fĂźr die Stelle sind mind. zwei Jahre Berufserfahrung, idealerweise Erfahrungen im PlanungsbĂźro, Kenntnisse in der Buchhaltung und kaufmännische Erfahrungen. Des Weiteren erwarten wir den sicheren Umgang mit moderner BĂźro- und Präsentationstechnik/ -software sowie sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache. Die Stelle ist ab dem 01. Februar 2012 zu besetzen, auf 1 - 1,5 Jahre befristet und umfasst 30h/ Woche. Aussagefähige Bewerbungen mit Nachweisen Ihrer Erfahrungen und Gehaltsvorstellungen senden Sie bitte bis zum 13. Dezember 2011 mit Angabe der Stelle, fĂźr die Sie sich interessieren, ausschlieĂ&#x;lich per Email an: JAHN, MACK & PARTNER bewerbungen@jahn-mack.de

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Universität Potsdam

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An der Universität Potsdam ist in der Zentralen Einrichtung fßr Informationsverarbeitung und Kommunikation (ZEIK) zum nächstmÜglichen Zeitpunkt die Stelle

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