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Weltern채hrer oder Weltbeherrscher

MONSANTO

Kommunikationsdesign

BACHELOR


MONSANTO


Diese Quellen rekonstruieren wie das einstige amerikanische Chemieunternehmen Monsanto, mit Hilfe von Täuschungen, Druckmitteln und Bestechungsversuchen, sowie abgekartetem Spiel mit amerikanischen Behörden, zum größten Saatgut­hersteller weltweit avanciert ist. Monsanto’s Position machte es möglich, dass sich die gentechnisch veränderten Organismen auf der ganzen Welt ausbreiten konnten ohne, dass ihre Auswirkung auf die Natur und die Gesundheit von Menschen und Tier ernstlich kontrolliert wurde.

Alle Filme sind auf youtube.de veröffentlicht //

Monsanto, mit Gift und Genen, Dokumentarfilm von Marie-Monique Robin, Produktion ARTE Frankreich — Gift im Angebot – Die Erfolgsstory des US-Multis Monsanto, ein Film von Manfred Ladwig, Produktion SWR / RP — Das Leben außer Kontrolle, ein Film von Bertram Verhaag & Gabriele Kröber, Gemeinschafts­­produktion DENKmal Film und Haifisch Film in Co-Produktion mit dem SWR — Arme Sau – Das Geschäft mit dem Erbgut, ein Film von Christian Jentzsch, Produktion WDR — The Future of Food, eine Produktion von Lilly Films — Tote Ernte – Der Krieg ums Saatgut, ein Film von Kai Krüger und Bertram Verhaag

Monsanto – Welternährer oder Weltbeherrscher?

Die Quellen die ich für meine Bachelorarbeit verwende, stützen sich auf teilweise unveröffentlichte Dokumente und auf Stellungnahmen von Wissenschaftlern, Vertretern von Bürgerinitiativen, Geschädigten, Rechtsanwälten, Politikern, sowie Vertretern der staatlichen Food and Drug Administration (FDA).

Quellen

Vorwort

G. M. – Genmanipulation

Editorial —


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Monsanto’s Firmenhistorie

Agent Orange

rBGH

Aspartam

PCB Skandal

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Wie sieht sich Monsanto selbst?

inhalt —


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Roundup

Roundup Ready

Strategie Patentierung

Patente

Die Gensau

Monsanto’s Machenschaften

Drehtüreffekt

Welthunger

Gentechnik überall

Auswirkung

Kennzeichnung

Lösung

Saisonkalender

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Transgene Organismen (GVO’s)


— Unsere Gentechnik ist die Lösung um den Welthunger zu besiegen.

Monsanto ist mit seinen Niederlassungen in sechsund­vierzig Ländern weltweiter Markt­führer für gentechnisch veränderte Organismen (GVO). Auf seiner Internetseite stellt sich der US-ameri­kanische Konzern als Agrarunternehmen dar, dessen Ziel es ist, den Landwirten der Welt zu helfen sauberere Lebensmittel herzustellen, dabei die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt zu verringern, die natürlichen Ressourcen zu schonen und die Erträge und Qualität deutlich zu verbessern. Monsanto sieht sich einer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit verpflichtet. Durch ihre Forschung würde die Möglichkeit geschaffen, spezifischen regionalen Anforderungen aus Landwirtschaft und Forschung gerecht zu werden und so könne man alle Möglichkeiten ausschöpfen, die zu einer qualitativ hochwertigen, produktiven, innovativen und nachhaltigen Landwirtschaft beitragen. Monsanto engagiert sich auch für den Aufbau und die Pflege einer aktiven und innovativen Partnerschaft mit Landwirten, Forschungseinrichtungen, den beteiligten Nahrungsmittelherstellern und den Verbrauchern. »Wie innovativ Monsanto dieses Engagement ausübt wird man später noch sehen.« Laut Monsanto trägt das Unternehmen mit seinen bio-technologischen Methoden zu einer nach­haltigen Lösung für den weltweit wachsenden Bedarf in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung bei. Monsanto spricht von höheren Erträgen, höheren Gewinnen, niedrigeren Preisen, der breiteren Verfügbarkeit von Lebensmitteln und somit von der Lösung des Welthungers.

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— Wir forschen für gesunde Lebensmittel und eine saubere Umwelt.


Wie sieht sich monsanto selbst?


Monsanto’s Firmenhistorie


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— Die Chemie arbeitet für Sie. Auch Monsanto arbeitet für Sie. Monsanto: Hier vollbringt kreative Chemie wahre Wunder für Sie. [Werbespot Monsanto] — Agent Orange, RBgh, Aspartam, PCB.

Das 1901 in St. Louis / Missouri gegründete Unternehmen Monsanto war nicht von Anfang an für die Landwirtschaft tätig. Zunächst war es eines der größten Chemieunternehmen des 20. Jahrhunderts. Die von der Werbung gepriesenen Wunder, haben aus Monsanto eines der umstrittensten Unternehmen des Industriezeitalters gemacht. Das Unternehmen produzierte das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid Agent Orange, das heute als chemischer Kampfstoff klassifiziert ist. Zur Produkt­palette gehörte ferner der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBGH zur Steigerung der Milch­leistung von Rindern, sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB, die in Deutschland unter dem Namen Clophen bekannt ist und seit Beginn der 80er Jahre als hochgiftig eingestuft wird.


— Monsanto wusste bescheid und hat geschwiegen.

1960, der Vietnamkrieg ist auf seinem Höhepunkt. Die USA führen die Operation »Ranch Hand« durch. Es werden massive Sprüheinsätze, über dem vietnamesischen Dschungel geflogen. Dabei wird Agent Orange, ein Entlaubungsmittel, versprüht. Man will so dem Vietcong die Deckung nehmen. Mehr als 30 000 Quadratkilometer Vietnams, eine Fläche so groß wie die Schweiz, werden entlaubt und nachhaltig vergiftet. Agent Orange gilt mittlerweile als höchstgefährliches Gift, besonders wegen des darin enthaltenen Dioxins. In den 1980er Jahren war jedes zweite Kind das in Ho-Chi-Minh-Stadt geboren wurde behindert. Zehntausende Kinder starben im Mutterleib. Laut einer BBC Dokumentation, reicht eine Messerspitze des in Agent Orange enthaltenen Dioxins aus um 350 Menschen zu töten. Der Hersteller Monsanto bestreitet jedoch die Gefährlichkeit von Agent Orange bis heute und startete 2007 sogar eine Kampagne mit dem Inhalt, dass frühere Sorgen über die Giftigkeit übertrieben seien und Agent Orange viel harmloser sei. William Engdahl, Buchautor und Princeton Absolvent in Politik und Ökonomie, ist ein intimer Kenner von Monsanto. In seinen Augen betreibt das Unternehmen eine unmoralische Geschäftspolitik. Denn Monsanto leugnet nicht nur die Gefährlichkeit von Agent Orange, Monsanto hat 40 Jahre lang dessen Gefahren versteckt. 1949 explodiert ein überhitzter Tank in einer Monsanto Fabrik die Chlorphenol herstellte, ein Ausgangsstoff für Unkraut­ vernichtungsmittel. Arbeiter werden mit dem Staub der chemischen Substanz überzogen und Dioxin wird freigesetzt. Nach dem Unfall begannen umfangreiche, Jahrzehnte dauernde Untersuchungen der kontaminierten Arbeiter. Man wollte wissen wie gefährlich Dioxin ist. Die Ergebnisse die Monsanto drei Jahrzehnte später, Mitte der 1980er Jahre, veröffentlichte erregten Aufsehen. Die Todesursachen der im Laufe der Zeit verstorbenen Arbeiter, die mit dem Dioxin in Berührung kamen, seien nicht auf Dioxin zurückzuführen. Diese Langzeituntersuchung war lange Zeit die wichtigste Arbeit über Dioxin. Viele Sicherheitsbestimmungen leiten sich aus diesen Zahlen ab. Die Ergebnisse überraschten die Fachwelt zwar, doch immerhin hatte Monsanto die Arbeiter 30 Jahre lang immer wieder untersuchen lassen. Die Studie wurde deshalb nicht in Frage gestellt. Was keiner für möglich hielt, die präsentierte Studie entsprach nicht den Ergebnissen der Untersuchung. Entdeckt wurde das nur, weil eine Mitarbeiterin der amerikanischen Umweltbehörde EPA Verdacht schöpfte. Der Chemikerin Cate Jenkins erschien die Studie zu glatt, die veröffentlichten Ergebnisse zu unproblematisch. Unter Eid gaben Mitarbeiter zu das es dubiose Daten­ manipulationen gegeben habe. Konkret hieß das, dass verstorbene Arbeiter in die Gruppe der noch lebenden verschoben worden waren. Die Daten wurden manipuliert um die Todesfälle zu verschleiern. Durch die Fälschung gab es also statistisch keine höhere Sterblichkeit als Folge von Dioxin. Unmittelbar verantwortlich für diese Vorgehensweise war möglicherweise Monsanto’s damaliger Statistiker William Gaffey, sein Name steht über der vorgelegten Studie. Prof. Lennart Hardell aus Schweden ist ein angesehener Fachmann für die Wirkung von Dioxin. Deshalb wurde er Mitte der 1980er Jahre von der australischen Regierung, die ebenfalls Soldaten nach Vietnam geschickt hatte, zur Wirkung von Agent Orange befragt. Doch seine Daten wurden nicht berücksichtigt. Dafür aber meldete sich, ein ebenfalls ange­sehener britischer Kollege, Sir Richard Doll mit massiver Kritik an Hardell zu Wort. Hardell’s Team hat sich jahrelang gefragt wieso sich Doll dazu nur äußern konnte, er hatte ja keine eigenen Daten. Jetzt wurde im Nachlass von Sir Richard Doll ein Brief gefunden, indem zu lesen ist, dass Monsanto die täglichen Zahlungen an Sir Richard Doll von 1000 Dollar auf 1500 Dollar erhöhe. Der Vertrag zwischen Sir Richard Doll und Monsanto ist wiederum von William Gaffey unterschrieben. Monsanto leugnet somit die Faktenlage, fälscht Forschungsergebnisse und mietet sogenannte »unabhängige« Experten die den Standpunkt der Firma vertreten. Aber dieser Aufwand lohnt sich. Würde Monsanto zugeben das Agent Orange höchst gefährlich ist und Krebs auslöst, hätte der US-Multi Millionen klagen auf dem Tisch. Sie müssten auch Vietnam entschädigen, wo zum Beispiel der ganze Boden abgetragen werden müsste. Also geht es hier um unglaublich viel Geld.

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— Agent Orange gilt als höchstgefährliches Gift wegen des darin enthaltenen Dioxins.


Agent Orange —


rBGH —


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— mit eiter, antibiotika und wachstumshormonen verseuchte milch. — Laut Monsanto ist posilac für den verbraucher völlig unbedenklich.

rBGH ist ein transgenes Hormon das Kühen injiziert wird um ihre Milchproduktion um 20% zu steigern. Seit 1994 vertreibt Monsanto das rekombinante bovine Wachstumshormon unter dem Namen POSILAC. 1985 hat Monsanto bei der FDA Unterlagen eingereicht, um POSILAC auf den Markt bringen zu dürfen. Der bei der FDA für die Prüfung des Antrags zuständige Veterinär hieß Richard Burroughs. Er empfand Monsanto’s Studien aber als ungenügend, da gerade die entscheidenden Fragen zu Krankheiten, wie Mastitis, einer Infektion der Brustdrüsen, und zu Fortpflanzungs­problemen, gar nicht gestellt wurden. Er forderte weitere Studien an was die Zulassung von POSILAC erst einmal um zwei bis drei Jahre verzögerte. Daraufhin wurde Richard Burroughs die Zuständigkeit für POSILAC entzogen und schließlich wurde er gefeuert. In einem Interview hat er erklärt, dass Funktionäre der Behörde hätten für die Zulassung von POSILAC Daten beseitigt und manipuliert. 1990 veröffentlichte Dr. Epstein, Leiter des Bündnisses zur Krebs Prävention, einen Artikel in the Milkweed. Einer großen Fachzeitschrift für Milch, die von dem Journalisten Pete Hardin geleitet wird. Dieser Exklusiv Bericht gründete sich auf geheimen Unterlagen, die der FDA gestohlen und anonym an Dr. Samuel Epstein übermittelt wurden. Es waren alle Monsanto Unterlagen die der FDA, zu den veterinär-medizinischen Tests der letzten 6 Jahre, vorgelegt worden waren. Die Offenlegung dieser Informationen verärgerte Monsanto und die FDA über alle Maßen. Denn so konnte nachgewiesen werden, dass bei den Tieren, die Hormonspritzen bekamen, dramatische physiologische Veränderungen auftraten, die in der Kontrollgruppe nicht vorkamen. Die behandelten Tiere hatten zum Beispiel erhebliche Probleme bei der Fortpflanzung. Die Kühe litten sehr viel häufiger an Mastitis, wodurch Eiter in die Milch gelangt. Zudem findet man in der Milch viele verschiedene Antibiotika, die den Kühen verabreicht wurden, um die Mastitis zu behandeln. Des Weiteren weist die Milch einen deutlich erhöhten Gehalt an IGF1 auf, ein besonders starkes Wachstumshormon. Dieses findet man auch in der Mutter­milch beim Menschen, es hilft Babies zu wachsen. Es hilft allen Zellen zu wachsen, es hilft auch Krebszellen zu wachsen. Es wurden um die 60 Studien durchgeführt, die einen erhöhten IGF1 Gehalt in Verbindung mit Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs bringen. Monsanto bestreitet natürlich jegliche Risiken bezüglich rBGH und versichert das POSILAC für den Verbraucher völlig unbedenklich sei. Für Monsanto stellt das Hormon nicht nur keinerlei Problem dar, es hat sogar Vorteile für den Verbraucher. Da die chemische Zusammensetzung der Milch, durch die Verwendung von POSILAC nicht beeinträchtigt würde, gäbe es keine Veränderungen ihrer Eigenschaft und ihres Geschmacks. Auf Forderungen von Gegnern des gentechnisch veränderten Hormons rBGH, hatte auch der amerikanische Kongress eine Untersuchung eingeleitet. Die Gegner verlangten vor allem die Produktionsart der Milch kenntlich zu machen, damit die Verbraucher selbst entscheiden könnten. Merkwürdigerweise hat die Untersuchung des Kongresses nie zu einem Ergebnis geführt.


— ernähre dich gesund und werde krank.

Aspartam wurde 1965 von der Firma G. D. Searl & Company, die eigentlich auf der Suche nach einem Mittel gegen Geschwüre war, zufällig entdeckt. Aspartam ist ein Süßungsmittel, welches eine ungefähr 180mal so starke Süßkraft hat wie Zucker. Dadurch kann es in erheblich geringeren Mengen Produkten zugeführt werden und sollte so zu einer gesünderen Ernährung beitragen. Zur Einführung von Aspartam auf dem Markt, legte Searl der FDA (Food and Drug Administration) einige Studien vor die belegen sollten das Aspartam sicher sei. Allerdings wurde dies durch Studien von anderen Forschern widerlegt und mündete in einer Debatte darüber, ob Aspartam bei Ratten krebserregend wirken kann. Die Zulassung von Aspartam als Lebensmittelzusatzstoff wurde von der FDA abgelehnt. 1981, ernannte Ronald Reagan, un­mittelbar nach seinem Amtsantritt als US-Präsident, Arthur Hall Hayes zum Vorsitzenden der FDA. Hayes veranlasste noch im selben Jahr die Zulassung von Aspartam in Trockenprodukten. 1983 wurde Aspartam auch für die Verwendung in kohlensäurehaltigen Getränken zugelassen. 1986 wurde Searle und dessen Patent an Aspartam von Monsanto übernommen, welches die Süßstoffproduktion unter dem Namen NutraSweet Company fortführte. 1992 lief allerdings das Patent auf Aspartam aus und der weltweite Markt wurde von verschiedenen Wettbewerbern versorgt. So stieß Monsanto den selbständigen Unternehmensteil im Jahr 2000 wieder ab. Unter Kritikern gilt Aspartam als Gift. Bei manchen Studien zeigten sich Symptome wie Nesselsucht, Dermatitis und anderen allergischen Reaktionen. Es gibt auch Studien die belegen das Aspartam einen Beitrag zur Krebs­entstehung leisten könnte oder sogar selbst krebsauslösend wirken könnte. Doch immer wenn eine kritische Studie vorgelegt wird, wird diese angezweifelt und es werden Studien von obersten Stellen wie der FDA veröffent­licht die belegen das Aspartam sicher sei. Aspartam kommt in sehr vielen Produkten vor. Alles was süß schmeckt, aber als zuckerfrei bezeichnet wird, kann Aspartam enthalte. Auch in Deutschland findet man viele Produkte auf deren Zutatenliste Aspartam steht.

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— aspartam ist 180 mal süsser als zucker und wird in light produkten verwendet.


Aspartam —


PCB Skandal —


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— Fische die im Snow Creek ausgesetzt wurden starben innerhalb von 3,5 minuten. — Jeder MEnsch hat PCB in seinem Körper.

PCB’s sind chemische Öle die als Isoliermittel in elektrischen Transformatoren verwendet wurden und waren fast 50 Jahre lang das Aushängeschild des Unternehmens. Bis sie zu Beginn der 80er Jahre verboten wurden. Monsanto hatte in der Kleinstadt Anniston / Alabama, in der vorwiegend Schwarze und andere Minderheiten wohnen, 35 Jahre lang eine PCB-Fabrik unterhalten, die 1971 geschlossen wurde. Monsanto erhielt die Genehmigung in Anniston PCB zu vergraben. Die Verseuchung durch PCB wurde von Monsanto und den Behörden jahrzehntelang verschwiegen. Die Menschen in Anniston erkrankten sehr schwer an allen Krankheiten die von PCB verursacht werden, oder auf PCB zurückgeführt werden können. Frauen zum Beispiel die schwanger werden und PCB in ihrem Körper haben, bekommen ein Kind mit einem geringeren IQ. PCB bewirkt eine Unterfunktion der Schilddrüse, verursacht Hepatitis und Unfruchtbarkeit. PCB verursacht Krebs. Viele Menschen in Anniston starben bereits. Vertrauliche Unterlagen, die von dem Umweltschützer Ken Cook im Internet veröffentlicht wurden, beweisen das Monsanto wusste welche Auswirkungen PCB hatte. In einem Dokument von 1937 wird beschrieben das der Kontakt mit PCB toxische Auswirkungen auf den gesamten Organismus hervorruft. Ein Dokument aus dem Jahre 1961 belegt das Arbeiter nach dem Platzen einer Rohrleitung Symptome einer Hepatitis aufweisen. Ein Dokument von 1966 beschreibt wie Wissenschaftler Fische im Kanal von Snow Creek aussetzten und alle Fische innerhalb von 3,5 Minuten starben. In einem 1970 an die Verkaufsleitung gerichteten Brief über die Verschmutzung in Anniston wird die Aussage getroffen, dass man es sich geschäftlich nicht leisten könne auch nur 1 Dollar zu verlieren. Deshalb wurde die Bevölkerung von Anniston nicht informiert. Nach jahrelangem Rechtsstreit wurde Monsanto schließlich dazu verurteilt 700 Millionen Dollar Schadensersatz an die Opfer zu zahlen, den Ort zu dekontaminieren und ein Spezialkrankenhaus zu errichten. Aber nicht eine Führungskraft von Monsanto wurde gerichtlich belangt. Leider entspricht die Strafe die Monsanto jetzt erst nach Jahrzehnten zahlen musste nur einem Bruchteil ihres Gewinnes. Deshalb rentiert es sich für Monsanto diese Probleme geheim zu halten. Aber PCB ist nicht ein reines Problem der Menschen in Anniston. In der Vergangenheit wurde an einigen Standorten PCB freigesetzt. Im Laufe der Zeit ist es in die Luft und ins Wasser geraten und wurde weit transportiert. Dadurch ist heute die ganze Welt mit PCB kontaminiert und jeder von uns hat PCB in seinem Körper, sogar die Eisbären und Pinguine. Die »akzeptable« Menge von PCB im Körper sind 2,2 Nanogramm, das ist weltweiter Standard. Die Menschen in Anniston haben 29,6ng, 202ng aber auch 1800ng im Körper.


— die unkontrollierte verbreitung gefährdet mensch, tier und umwelt.

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— 90% der gvo’s stammen aus monsanto laboren und überschwemmen die welt.


Transgene organismen


Roundup —


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— ein unkrautvernichtungsmittel das alles tötet was grünt und blüht. — laut monsanto ist es 100% biologisch abbaubar.

Überall auf der Welt gibt es mittlerweile transgene Organismen. Die gentechnisch veränderten Pflanzen, haben die Welt überschwemmt. 90% der GVO’s, der gentechnisch veränderten Organismen, die auf der Erde angebaut werden, gehören Monsanto. Unter anderem hält der Konzern Patente auf Soja, Raps, Mais und Baumwolle. Über kurz oder lang scheint das Unternehmen die gesamte Nahrungsmittelkette kontrollieren zu wollen. Die meisten Pflanzensorten von Monsanto wurden gentechnisch verändert um gegen Roundup resistent zu sein. Round up ist das vorzeige Produkt von Monsanto und das seit 30 Jahren meist verkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt. Roundup ist ein Breitband-Herbizid, ebenso wie Agent Orange. Es tötet jede Pflanze ausnahmslos. Es ist das Lieblingsmittel der Farmer und Gärtner um das Unkraut auf ihren Feldern zu vernichten. Es kann allerdings nur ausgebracht werden so lange die Saat noch nicht sprießt. Monsanto versicherte stets das Roundup biologisch abbaubar und unschädlich für die Umwelt sei. Doch das ist eine reine Lüge. In Kolumbien wurde 1986 Roundup Ultra, im Kampf gegen den Drogenanbau, in großen Mengen über die Wälder versprüht. Roundup Ultra erwies sich als hoch toxisch. Aus Krankenhäusern in Gebieten, in denen gesprüht wurde, wurde von Vergiftungserscheinungen berichtet. Die Meldungen ähnelten jenen früheren aus Vietnam. Kritiker erhoben damals wieder schwere Anschuldigungen gegen Monsanto. Denn es gab bereits bei der Zulassung von Roundup Unregelmäßigkeiten. Monsanto hatte die Zulassungstests bezüglich der Giftigkeit von Roundup gefälscht. Als der Schwindel durch einen Zufall Jahre später aufflog gingen die Verantwortlichen für mehrere Jahre ins Gefängnis. Monsanto wurde verurteilt, zahlte und machte weiter. Monsanto stellte sich danach als Opfer dar und testete dann selbst sein Breitband-Herbizit. Wenig überraschendes Ergebnis der Zulassungsbehörde, der in Roundup enthaltene Wirkstoff Glyphosat war absolut sicher. Roundup wird bis heute, wie im Jahre 1986, im Kampf gegen den Drogenanbau versprüht. 1996 und 2006 wurde Monsanto wegen irreführender Werbung verurteilt. Die Richter befanden, dass die Angaben »biologisch abbaubar«, »lässt den Boden sauber« und »respektiert die Umwelt« trügerische Werbebotschaften seien. Umso mehr, als nach Studien, welche die Monsanto Gruppe selbst durchgeführt hat, nach 28 Tagen ein biologischer Abbau von nur 2% erreicht werden kann. Deshalb ist auch der Vermerk »biologisch abbaubar« von den Verpackungen verschwunden. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen das Roundup hoch giftig ist. Roundup schädige die Hormone, es gäbe krankhafte Veränderungen am Nervensystem, die Chromosome würden angegriffen. Roundup bewirke die ersten Etappen, die zu Krebs führen. Es wird bewusst nicht gesagt, dass es Krebs hervorruft, weil diese Krebserkrankungen erst in 30 oder 40 Jahren sichtbar werden. Wenn Universitäten kritische Studien veröffentlichten, wurden nach der Veröffentlichung ganze Fachbereich geschlossen. Wissenschaftler wurden entlassen und Studien als unseriös dargestellt. Aus der Industrie fließt viel Geld in die Forschung an den Universitäten. Das führt zu einer Forschung die im Interesse der Industrie liegt und die Veröffentlichungen dienen nur noch der Absatzförderung. In dem staatlich bezuschussten Universitätssystem der Amerikaner und im amerikanischen Landwirtschaftsministerium gibt es wenig Spielraum für Forschung die konventionelle Sichtweisen in Frage stellt.


— Monsanto’s Saatgut ist ungetestet und gefährlich.

Aufgrund der Tatsache das Roundup ausschließlich über grüne Pflanzenteile wirkt und somit nur solange gespritzt werden kann bis die Saat der Nutzpflanze zu sprießen beginnt, entwickelte Monsanto, passend zu ihrem Breitband-Herbizid Roundup, die Roundup Ready Nutzpflanzen. Roundup Ready Soja, Roundup Ready Raps, MON810 Mais und die BT Baumwolle Bollgard. Dies sind gentechnisch veränderte Nutzpflanzen die gegen Roundup resistent gemacht wurden. Sie sind dazu bestimmt eine Pestizid Dusche, die jegliches Leben vernichtet, unbeschadet zu überstehen. So verkauft Monsanto den Farmern neben dem patentierten Roundup Ready Saatgut, auch gleich die passende Chemie und sichert sich so den Absatz. In Indien kaufte Monsanto die alteingesessene indische Saatgut Firma Mahyco auf und stellte das Sortiment auf sein gentechnisch verändertes Saatgut um. Monsanto versprach durch die gentechnisch veränderten Baumwollpflanzen, höhere Erträge und bessere Qualität der Baumwolle. Außerdem sollte der Einsatz von Pestiziden verringert werden, da die Pflanze, durch die gentechnische Manipulation, ihr eigenes Insektengift produziere. In Erwartung hoher Gewinne ließen sich die Bauern verführen das viermal so teure Monsanto Saatgut zu kaufen. Dafür nahmen sie bei Banken und Saatguthändlern hohe Kredite zu enormen Zinssätzen auf. Doch die erhoffte Superernte blieb aus. Die Pflanzen waren von allen möglichen Krankheiten befallen. Die Knospen fielen ab, bevor die Baumwolle gereift war. Auch dem Haupt­ schädling, dem Bollwurm, gegen den die Bollgard Baumwolle ein eigenes Insektengift produzieren sollte, waren die Pflanzen schutzlos ausgeliefert. Die Bauern wussten nicht, dass die BT Baumwolle eine Kombination aus Genen von Tier und Pflanze ist. Weder die Firma noch die Regierung hatte sie darüber informiert. Die Krankheiten und der vermehrter Schädlingsbefall zwangen die Bauern zu noch mehr Einsatz von teuren Chemikalien. Die Ausgaben stiegen und trieben gleichzeitig die Bankschulden in die Höhe. So geraten die Bauern, schon wie damals bei der Einführung der chemischen Landwirtschaft, in eine Schuldenfalle. Viele Bauern sehen keinen Ausweg und begehen Selbstmord. In ganz Indien waren das in den letzten Jahren mehrere tausend Bauern. Andere versuchen verzweifelt mit dem Verkauf einer Niere die Schulden zu tilgen. Als Monsanto in Kanada sein genmanipuliertes Saatgut für Mais, Raps und Sojabohnen einführte, sind die Versprechen die gleichen wie die der Baumwolle. Hohe Erträge, bessere Qualität, weniger Einsatz von Spritzmitteln. Was bei der Baumwollpflanze nicht funktionierte, funktioniert bei Mosanto’s Genmais, sehr wohl. Der gegen Roundup resistente Mais MON810 ist selbst ein Insektizid. Jede Zelle ist darauf programmiert BT zu produzieren, ein natürliches bakterielles Toxin. Frisst ein Schädling einen beliebigen Teil der Pflanze stirbt er daran. MON810 wird zu Futtermittel für Rinder, Schweine und Schafe verarbeitet! Um sich den Absatz an Saatgut und Chemikalien zu sichern hat Monsanto noch eine genetische Manipulation vor­ genommen. Monsanto hat Hybridsorten entwickelt, wie zum Beispiel MON810. Damit diese Gensamen keimen und wachsen, müssen die Felder nach der Aussaat erst mit einer Chemikalie besprüht werden. Zusätzlich tragen diese Samen das so genannte Terminatorgen in sich. Ein Gen das die Pflanze veranlasst, kurz bevor das Korn reif ist, die Keimfähigkeit des Korns zu zerstören. Somit wird die Ernte steril und kann nicht mehr als Saatgut für das nächste Jahr verwendet werden. Durch diese Technologie macht Monsanto die Bauern endgültig von sich abhängig. Mitinhaber des Patents am Terminatorgen ist »The United States Government«. Die Terminator Technologie trifft aber nicht nur die Terminatorpflanze selbst. Blüht sie, bestäuben ihre Pollen auch andere Pflanzen und macht die Früchte dieser steril. [… ]

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— Das Terminatorgen veranlasst pflanzen ihre eigenen früchte zu sterilisieren.


Roundup Ready —


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[ ] Wie stark sich die gentechnisch veränderten Pflanzen auskreuzen sieht man am Beispiel der Soja- und Rapspflanzen von Monsanto. Dieses Saatgut trägt kein Terminatorgen in sich. Monsanto verpflichtet die Bauern vertraglich kein Saatgut von der Ernte zurück zu behalten, um es für eine Wideraussaat zu verwenden. Monsanto’s Roundup Ready Raps und Soja Felder liegen direkt neben Feldern die eine konventionelle oder biologische Landwirtschaft betreiben. Es muss lediglich eine geringe Pufferzone, wie ein schmales Stück Land oder eine Landstraße als Abstand zu den anderen Feldern eingehalten werden. Durch den Wind und Vögel werden die konventionellen und biologischen Felder mit genmanipulierten Samen verunreinigt. Es ist unvermeidbar das sich die genetisch veränderten Pflanzen mit den herkömmlichen Pflanzen kreuzen. Die GVO’s von Monsanto haben die Welt bereits überschwemmt. Vor allem Nord- und Südamerika, Asien und Australien. In 10 Jahre haben sich die gentechnisch veränderten Kulturen auf mehr als 100 Millionen Hektar ausgebreitet. In Kanada zum Beispiel gibt es kein reines Raps- oder Sojasaatgut mehr. 100% sind bereits kontaminiert. Diese Verseuchung und der Verlust der Artenvielfalt machen konventionellen und biologischen Anbau unmöglich. Monsanto zerstört dadurch die Existenz der Bauern. Jedoch werden die Farmer von Opfern zu Tätern gemacht. Monsanto verklagt die Bauern deren Felder mit Monsanto’s gentechnisch veränderten Saatgut verseucht wurden, weil die Farmer das von Monsanto patentierte Saatgut widerrechtlich angebaut hätten. Die Richter entschieden im Sinne von Monsanto. Egal woher der genmanipulierte Raps oder das Soja komme, das Bundesgericht befand, ein Landwirt sei verantwortlich für seine Felder und für das was darauf wächst. Monsanto’s Raps, Soja und Mais wird in die ganze Welt verkauft. Jährlich werden 35 bis 40 Millionen Tonnen Soja­ rohstoffe in die EU eingeführt und überwiegend zu Futtermitteln für zum Beispiel Schweine, Rinder und Schafe verarbeitet. Handelsübliche Futtermittel auf Sojabasis bestehen in der Regel zu 40-60 Prozent aus genveränderten Pflanzen. Im August 2001 entdeckte das brandenburgische Landwirtschaftsministerium auf drei Bauernhöfen, Rapsfelder die mit genmanipulierten Pflanzen verunreinigt waren. Die Ernte musste vernichtet werden. Die Auswirkungen von Monsanto’s Geschäftspolitik ist verheerend. Monsanto vernichtet durch die Verunreinigung, des herkömmlichen Saatguts, die vielen verschiedenen heimischen Sorten, die resistent gegen die unterschiedlichsten Krankheiten des jeweiligen Anbaugebietes sind. Die zurückbleibende genetische Einförmigkeit führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. So entsteht eine Pestizidspirale, die die Kosten erhöht, die Umwelt verschmutzt und die Gesundheit von Mensch und Tier gefährdet. Kritikern zu folge ist das Saatgut von Monsanto ungetestet und unsicher. Einige Bauern machen die Beobachtung, dass das genmanipulierte Futter aus Soja, Raps oder Mais, ihre Tiere steril werden lassen. Eine deutsche Forschergruppe aus Köln, geleitet von Dr. Walter Dörfel, zeigte anhand von Mäusen, denen sie gentechnisch verändertes Futter zu fressen gaben, dass es Typen von DNS gibt, die vom Organismus nicht ausgesondert werden. Diese gelangten in die inneren Organe und wurden sogar in die eigene DNS integriert. Wenn dieser Fall außerhalb des Forschungslabors wirklich eintritt, kenn­ zeichnet das möglicherweise den Anfang einer Reihe von höchst unerwünschten Nebenwirkungen auf die Gesundheit. Monsanto weißt jedoch Kritik bezüglich ihrer gentechnisch veränderten Produkte entschieden zurück. Wieder einmal leugnet und vertusch Monsanto die Faktenlage und schüchtert Kritiker ein.


— patente mit denen man die welt beherrschT.

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— Unglaubliche Gerichtsentscheidungen die man mit gesundem menschenverstand nicht nachvoLlziehen kann.


Strategie patentierung


Patente —


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— Beherrsche den Samen, beherrsche die nahrung, beherrsche die menschen. — Patentgebühren sind eine Wahre Goldgrube.

Gerade die Patentierung von Leben ist ein weiterer sehr strittiger Aspekt der Genrevolution. Aber auch eine der wirkungsvollen Strategien von Monsanto. Leider findet Monsanto immer wieder Mittel und Wege, mit welchen sie völlig obskure Patentanträge durchsetzen. Dabei zeigt sich wie einflussreich Monsanto ist. Denn mit gesundem Menschenverstand sind einige Gerichtsentscheidungen nicht mehr nachvollziehbar. In Artikel 1 der amerikanischen Verfassung wird das Recht auf Patente gesichert. Aus moralischen Gründen waren Kulturpflanzen davon jedoch ausdrücklich ausgenommen. Ab den 30er Jahren wurde Pflanzenzüchtern das Recht eingeräumt ihre Arbeit zu patentieren. Aber das bezog sich auf die Pflanzen, nicht jedoch auf die Samen. 1978 beantragte ein Forscher von General Electric ein Patent auf einen lebenden Organismus. Er hatte eine Öl zersetzende Mikrobe entwickelt. Aber das amerikanische Patentamt verweigerte die Patentierung, man könne keine Teile der Natur patentieren. Doch General Electric war beharrlich bis der Oberste Gerichtshof entschied, dass der gentechnisch veränderte Mikroorganismus patentfähig sei. Interessanterweise kam diese Öl zersetzende Mikrobe nie zum Einsatz, denn obwohl sie tatsächlich Ölverschmutzungen vertilgte, verspeiste sie zum Nachtisch noch vieles mehr. Somit waren also die Schranken für die Patentierung gentechnisch veränderter Organismen gefallen. Dadurch dass eine Firma ein Gen patentieren kann, räumt man dem Unternehmen die unglaubliche Macht ein, die Spezies unseres Planeten zu besitzen und zu kontrollieren. Denn wird in einer Pflanze oder einem Tier ein patentiertes Gen gefunden, so geht die Pflanze oder das Tier in den Besitz des Patentinhabers über. Sie könnten auf der ganzen Welt sogar sagen, wenn ein Mensch es trägt, gehört ihnen dieser Mensch. Das wäre verfassungsrechtlich bedenklich, aber die Firmen üben ihr Patentrecht auf das Gen in Pflanze und Tier bereits aus. In den 90er Jahren beginnt Monsanto nicht nur gentechnisch veränderte Samen zu patentieren, sondern auch Samen die nicht verändert wurden. Sie nutzten dafür die sogenannten Saatgutbanken, die die Regierung zur Erhaltung der biologischen Vielfalt angelegt hat. In diesen Saatgutbanken suchten sie nach Samen ohne Patent und waren sie die Ersten am Patentamt, erhielten sie das Patent. 1994 wurde der erste Vorstoß unternommen das Patentrecht international zu regeln. Das bedeutet, hat Monsanto in einem Dritte-Welt-Land eine Pflanze patentiert, können sie sagen, dass diese Pflanze nur gegen Zahlung der amerikanischen Patentgebühr genutzt werden darf. Für Monsanto ist das wie ein Lottogewinn. Den amerikanischen Markt zu kontrollieren ist eine Sache, aber wenn man Länder der dritten Welt zwingen kann, für Pflanzen zu bezahlen die man aus diesen Ländern hat, ist das eine echte Goldgrube. Man schätzt das Monsanto allein etwa 11 000 Patente besitzt. Mit Hilfe der Patentierung kann Monsanto all diese Samen durch einen einzigen ersetzen und so den Markt beherrschen. In den USA hat Monsanto bereits ungefähr 9000 Farmer wegen Patentrechtsverletzung verklagt. In Fällen von Saatgutverunreinigung durch Monsanto entschied das Gericht, dass es keine Rolle spielt wie Monsanto’s gentechnisch veränderter Raps auf fremde Felder gelangt. Es ist unerheblich, ob er durch Kreuzung, vom Wind, von Vögeln oder Bienen hergetragen wurde, oder von Lastwagen oder Mähdreschern gefallen ist. Allein durch die Tatsache, dass auf dem Feld einige Pflanzen stehen wird Monsanto’s Patent verletzt, auch wenn der Bauer die Pflanzen gar nicht auf seinem Feld wollte. Die zweite noch wichtigere Entscheidung betrifft jeden Farmer der eine normal herkömmliche Pflanze hat. Egal was das für eine Pflanze ist, ob es sich um einen Baum handelt oder um ein Samenkorn, wenn sie sich, obwohl vom Farmer nicht gewollt, mit einem Monsanto Gen kreuzt geht die Pflanze in Monsanto’s Eigentum über. Mit diesem Gerichtsbeschluss konnte Monsanto ein Exempel statuieren und bekam gleichzeitig einen Freifahrtschein ausgestellt. Diese Gerichtsentscheidung schüchtert die Farmer so ein, dass sie sich nicht mehr trauen ihr eigenes Saatgut zu verwenden. Denn kein Farmer weiß genau ob sein Saatgut nicht durch Monsanto’s Saatgut verunreinigt wurde, oder Monsanto ein Patent auf das verwendete Saatgut hält. [… ]


In bäuerlichen Gemeinschaften gibt es ein altes ungeschriebenes Gesetz. Wenn ich eine neue landwirtschaftliche Unternehmung beginne, die meinen Nachbarn schädigen könnte, zum Beispiel Vieh züchte das der Ernte meines Nachbarn schaden könnte, so liegt es in meiner Verantwortung das Vieh einzuzäunen, nicht in der meines Nachbarn es von seinen Feldern fern zu halten. So wie es jetzt läuft ist der Farmer dafür verantwortlich die Technologie von seinen Feldern fern zu halten und natürlich geht das nicht. Kein noch so hoher Zaun kann das verhindern. Die unkontrollierte Auskreuzung scheint Teil der Strategie von Monsanto zu sein. Was sie nicht mit legaler Aussaat von gentechnisch verändertem Saatgut erreichen, erreichen sie eben durch absichtliche Kontamination. Doch durch diese Kontamination, kann sich die DNS völlig neu ordnen, kann Gene löschen oder anschalten. Es können Mutationen entstehen, die zu Allergien führen, zu Giftstoffen, neuen Krankheiten oder Ernährungsproblemen. Es gibt viele Fälle in den USA in denen Schweinezüchter ihre ganze Zucht verloren, nur weil sie ihre Tiere mit genmanipuliertem Mais oder Soja gefüttert haben. Die Sauen wurden steril, hatten Scheinschwangerschaften oder gebaren nur Flüssigkeit. Bis die Züchter jedoch den Zusammenhang mit dem Futter herstellten, war es meist schon zu spät. »Monsanto should not have to vouchsafe the safety of biotech food, our interest is in selling as much of it as possible. Assuring its safety is the FDA’s job.« [Phil Angel, Director of Corporate Communication – Monsanto / New York Times, October 25, 1998] In den Vereinigten Staaten überwachen drei staatliche Organisationen die Sicherheit gentechnisch veränderter Organismen. Das Landwirtschaftsministerium, die Umweltschutzbehörde und die FDA. Einer Untersuchung zufolge, wurde für 8000 Testfelder mit genmanipulierten Pflanzen, jedoch nicht eine einzige Umweltverträglichkeitsstudie angefordert.

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Die Gensau —


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— Alles was ein patentiertes gen in sich trägt geht in den besitz des Patentinhabers über. — Monsanto besitzt patente auf tiere inklusive ihrer nachkommen.

Das sich die Patentierungswut von Monsanto auch schon längst auf die Tiere ausgeweitet hat, zeigt das Beispiel von Monsanto’s Gensau. Am 16.7.2008 hat das Europäische Patentamt in München ein Patent auf ein Verfahren zur Zucht von Schweinen erteilt. Das Patent, welches das Weltpatentamt bereits im Februar 2005 verzeichnete, ist ein Antrag zur Patentierung von Gensequenzen auf der Schweine DNS. Entschlüsselt und beschrieben von Monsanto. Doch diese Gene gab es schon immer. Untersuchungen eines von Greenpeace beauftragten unabhängigen Labors ergaben, dass die patentierten Erbanlagen in allen europäischen Schweinerassen vorkommen. Durch die Erteilung des Patents, kann Monsanto für alle Schweine Lizenzgebühren verlangen, in welchen das Gen natürlicherweise vorkommt. Die Bauern können nicht beweisen, dass sie nicht nach der Monsanto Methode gezüchtet haben und sind Monsanto somit vollkommen ausgeliefert. Diese Patentierung ist sehr weitreichend. Monsanto erhält damit die Kontrolle über einen wesentlichen Anteil aller Schweine. Das Patent gilt nicht nur für die Schweine, es schließt auch ihren gesamten Nachwuchs mit ein. Jedes Mal wenn diese Schweine gebären, ist das eine Patentverletzung für die man an Monsanto zahlen muss. Bisher ist das Patent nur in Europa erteilt worden. Ein Antrag auf Erteilung eines Patentes wird inzwischen aber auch in den USA, Kanada, Australien, Brasilien und Mexiko verfolgt. Obwohl Monsanto nicht als Entdecker des Gens gilt, sah das Europäische Patentamt alle Voraussetzungen zur Vergabe des Patentes gegeben. Unverständlich ist die Erteilung des Patentes vor allem, weil Patente auf »im Wesentlichen biologischen Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren« laut Europäischen Patentgesetzen verboten sind. Da diese Formulierung für Unklarheit sorgte, setzte das Europäische Patentamt eine Große Beschwerdekammer ein. Eine Entscheidung des Gremiums bezüglich einer Interpretation ist nicht vor 2009 zu erwarten. Über den Antrag von Monsanto hätte also noch gar nicht entschieden werden dürfen. Erst kürzlich wurden in Europa Patente auf Kühe und die Zucht von Rindern und Schweinen vergeben. Nach Angaben von »Kein Patent auf Leben« besitzt Monsanto allein 16 solcher Patente. Durch die Patente kann Monsanto nun auch ganz legal damit beginnen die Tiere gentechnisch zu verändern. Es gab bereits in den 80er Jahren Versuche, die vom amerikanischen Landwirtschaftsministerium beauftragt wurden, in denen man menschliche Wachstumsgene in ein Schwein verpflanzte. Hier bewirkte die genetische Manipulation, dass das Schwein schielte, O-Beine hatte, impotent war und die Muskeln seinen Körper überwucherten. Dieses Tier konnte noch nicht ein Mal wirklich stehen. Man kann sich vorstellen wie unendlich dieses Schwein leiden musste. Auch einer Kuh wurden menschliche Wachstumsgene implantiert. Sie war überwuchert von riesigen Muskeln, die es ihr schwer machten zu gehen. Bei einem anderen Experiment wollte man herausfinden ob ein Schwein mit veränderten Genen eine Kuhhaut produzieren kann. Wahrscheinlich weil es Vorteile beim Schlachten bringt. Die Gentechnik degradiert die Tiere zu reinen Fleischlieferanten inklusive höchstem Verwertungspotenzial. So werden die Tiere der Technologie angepasst, nicht umgekehrt. Es ist wohl das größte biologische Experiment in der Geschichte der Menschheit. Bei der Durchsetzung einer dermaßen unfassbaren Firmenpolitik, hilft der so genannte Drehtüren Effekt.


— Die Lösung des Welthungers als PR-Idee, frei nach dem motto: wie kann ich dagegen sein den hungernden zu helfen.

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— Die verbündeten sind zahlreich und sitzten an den richtigen positionen.


Monsanto’s Machenschaften


Drehtüreffekt —


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— Monsanto’s mitarbeiter wechseln zu behörden und in die Politik und öffnen tür und tor. — eine mit dem dollar-gen manipulierte regierung.

Monsanto ist ein riesiger Konzern. 2007 veröffentlicht der »Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft« einen Infobrief bezüglich des rasanten Konzentrationsprozess in der Pflanzenzüchtung. Noch vor 25 Jahren habe es weltweit mindestens 7.000 Züchtungsunternehmen gegeben, von denen keines einen Marktanteil von über einem Prozent innehielt. Heute beherrschen die zehn größten Agrakonzerne 50 Prozent des Saatgutangebotes. Mit Abstand der größte ist dabei Monsanto. Allein in den letzten acht Jahren hat Monsanto für mehr als 13 Milliarden Dollar Saatgutfirmen aufgekauft. Erst Ende 2006 sei der elftgrößte Saatguthersteller »Delta and Pine Land« zum Preis von 1,5 Milliarden Dollar über­ nommen worden. Für den Bereich der gentechnisch veränderten Pflanzen ist Monsanto schon heute Monopolist. Wie schon gesagt, über 90 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen weltweit stammen aus den Laboren von Monsanto. Es ist also nicht verwunderlich das Monsanto an vielen Tischen mitspielt. Aber was hilft Monsanto ganz konkret dabei, weitreichende Patente zu erwirken und Produkte auf den Markt und in die Umwelt zubringen, die ungetestet, unsicher und höchst gefährlich für Mensch, Tier und Umwelt sind? Der goldene Schlüssel ist der »Drehtüreffekt«. Mitarbeiter von Monsanto wechselten in die Behörden oder in die Politik und munter wieder zu Monsanto zurück. Zum Beispiel Michael Taylor, ein Monsanto Anwalt. Er wechselte in die FDA, dort öffnete er Monsanto’s Gentechnik Tür und Tor und wechselte dann wieder zurück zu Monsanto. Oder Linda Fischer, sie war sieben Jahre lang leitendes Vorstandsmitglied bei Monsanto und danach stellvertretende Leiterin in der Umweltschutzbehörde EPA. Richter Clarence Thomas » Mosanto’s Anwalt für behördliche Angelegenheiten » Richter am Oberster Gerichtshof — Micky Kantor » Vorstandsdirektor bei Monsanto » Wirtschaftsminister — Lidia Watrud » Biotech Forscherin bei Monsanto » Umweltschutzbehörde — Anne Veneman » Aufsichtsratmitglied von Calgene / Monsanto » Landwirtschaftsministerin — Michael Friedman » Senior Vizepräsident von G. D. Searl / Monsanto » Beauftragter der FDA — William Ruckelshaus » Vorstandmitglied bei Monsanto » Geschäftsführer der EPA Oder Donald Rumsfeld, er war alleiniger Geschäftsführer von Searl einem Tochterunternehmen von Monsanto und dann der Verteidigungsminister. »Agricultural biotechnology will find a supporter occupying the White House next year, regardless of which candidate wins the election in November.« [Monsanto Inhouse Newsletter, October 6. 2000] Wie so etwas möglich ist hat der Demokrat und scharfe Kritiker der Bush Regierung, Dennis Kucinich einmal deutlich erklärt. »Sie nehmen das Gen einer Dollarnote und dann implantieren sie dieses in die Bush Administration und dann haben sie eine gentechnisch veränderte Regierung. Diese Regierung ist designed um nur eines zu tun, die Biotec-Industrie zu unterstützen.« Um die Forschung an GVO’s in keiner Weise zu bremsen, werden auf Regierungsebene Entscheidungen getroffen, die rein politischer Natur sind und nicht auf wissenschaftlichen Fakten basieren und somit etwaige Risiken für den Endverbraucher außer Acht lassen. Um die Forschung an den gentechnisch veränderten Organismen zum Beispiel nicht durch erhöhte Bürokratie und viele ausführliche Studien zu eventuellen Risiken zu behindern, wurde von der FDA eine Richtlinie im Umgang mit GVO’s verabschiedet. Laut der FDA gelten für Nahrungsmittel die durch genetische Veränderungen hergestellt werden, dieselben Regeln wie für jene die durch traditionelles Kreuzen von Pflanzen hergestellt werden. [… ]


Allerdings kann man diese beiden Züchtungsarten keinesfalls miteinander gleichsetzten. Die gentechnische Veränderung von Pflanzen und Tieren unterscheidet sich erheblich von der konventionellen Züchtung. Bei der konventionellen Züchtung kreuzt man eine ganze Pflanze mit einer ganzen Pflanze derselben Art. Bei der gentechnischen Veränderung nimmt man ein völlig artfremdes Gen und baut es in das Tier oder die Pflanze ein. Dieses Gen kann von einer Bakterie stammen, von einem Menschen, einem Fisch oder einem Huhn. [Es gibt zwei Methoden um dieses fremde, unverwandte, exotische Gen in die Pflanze zu implantieren. Zum einen gibt es die so genannte Genkanone, das Gen wird einfach blindlings in die Zelle geschossen, bei der zweiten Methode wird die Pflanze mit einem Pflanzenkrebs infiziert, dem Agrobakterium.] Diese Deregulierung im Umgang mit GVO’s, bedeutet letztlich das die Regierung den Behörden sagt sie sollen wegsehen. Die Firmen übernehmen die Untersuchungen selbst und melden der Regierung ihre Ergebnisse. Dies ermöglicht es den forschenden Unternehmen, allen voran Monsanto, ihre Produkte schnellst möglich und mit so wenig staatlicher Einflussnahme wie möglich auf den Markt und in die Umwelt zubringen. Und das ist ein großes Problem für Mensch, Tier und Umwelt. Würde man die richtigen Fragen stellen, würden wir die Gentechnologie für Jahrzehnte stoppen. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Allein in den USA stieg der in den 80er Jahren noch nicht existente Anbau von gentechnisch verändertem Raps und Mais, von Baumwolle und Sojabohnen bis 1996 auf 1,5 Millionen Hektar Ackerfläche an und im Jahr 2003 waren es bereits 40 Millionen Hektar. Heute sind es ungefähr 100 Millionen Hektar. In einer Studie wurde der ökonomische Nutzen und die Kosten von transgenen BT Mais berechnet. Die staatlichen Statistiken zeigen, dass die Produktion von einer bestimmten Menge Mais etwa 3,20 Dollar kostet, die Farmer aber nur einen Erlös von 2,20 Dollar erzielen. Das bedeutet einen Verlust von 1 Dollar. Wieso bleibt jemand im Geschäft wenn er damit 1 Dollar, oder pro Hektar 50 Dollar Verlust macht? Die Erklärung sind staatliche Subventionen. Die wichtigsten Agraprodukte werden subventioniert. Mais, Weizen, Baumwolle und Sojabohnen. Diese Nutzpflanzen hatte die Industrie auch als erste für die Genmanipulation ins Visier genommen. Im Jahr 2002 unterzeichnete der damalige Präsident Georg W. Bush ein Gesetz für eine der bis dahin größten Agrasubvention. Auch wenn es offiziell nicht »Rabatt für transgenes Saatgut« heißt, hält man damit doch das Interesse der Farmer an dieser kostenintensiven Produktionsweise wach. Für eine Agrafirma die in ein Produkt investiert muss es, insbesondere wenn die Investition teuer werden kann, sehr beruhigend sein wenn es die Rückversicherung gibt, dass die Differenz zwischen Marktpreis und Produktionskosten von der Regierung ausgeglichen wird. Egal wie groß sie ist. Aber diese Subventionierung hilft auch bei der Verbreitung des eigenen Produktes auf dem Weltmarkt. Wenn reiche Länder ihre Ernten subventionieren, unterbieten sie die Marktpreise der Entwicklungsländer und schaffen so eine Monopolstellung. Ist diese Position erreicht kann man die Preise gestalten wie man möchte.

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Welthunger —


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— KEIN EINZIGES GENTECHNISCH VERÄNDERTES ERZEUGNIS HAT DIE ERNÄHRUNGSSITUATION DER HUNGERNDEN VERBESSERT. — NAHRUNG ALS WAFFE UM DIE ULTIMATIVE MACHT IN HÄNDEN ZU HALTEN.

Gentechnik — Lösung für den Welthunger! Laut Monsanto ist ihr oberstes Ziel den Welthunger zu beenden. Aber was steckt wirklich dahinter? Der Samen ist das erste Glied in der Nahrungskette. Nahrung wurde schon immer als Waffe genutzt, von denen die die ultimative Macht in den Händen halten wollten. Noch viel fundamentaler ist aber die Kontrolle über den Ursprung der Nahrung, über die Samen an sich. Deshalb spielt Monsanto mit solchen Sachen wie den Terminatorsamen. Es ist ein Versuch die Welt zu beherrschen und die Kontrolle über die Welt zu erlangen, indem man die Freiheit aller vernichtet um so die eigene Herrschaft und Macht zu entfalten. [Dr. Vandana Shiva » Physikerin und Umweltschützerin] Gentechnik hat mit der Sicherung von Lebensmitteln nichts zu tun. Hier geht es ausschließlich darum Monsanto’s Profit zu steigern. Dadurch das Saatgut Eigentum einer Firma sein kann, kann Monsanto Lizenzgebühren vereinnahmen. So werden alle, die die Pflanzen anbauen, von Monsanto abhängig. Kontrollieren sie das Saatgut, kontrollieren sie auch die Lebensmittel. Das verschafft mehr Macht als Bomben, ist mächtiger als Gewähre, das ist das wirkungsvollste Mittel um die Völker der Erde zu beherrschen. Die Gentechnik trägt die Schuld an der Vernichtung des ursprünglichen Saatguts, der Pflanzen und Artenvielfalt, der Heil­pflanzen und allen anderen Nutzpflanzen. Gentechnik ist ein falsches Versprechen zu einem hohen Preis den die Bauern in vielen Ländern bereits bezahlen mussten. Multinationale Konzerne haben den Bauern die Selbstbestimmung über ihr Saatgut entrissen. Unzuverlässiges und ungetestetes Saatgut, drängt auf den Markt und treibt die Bauern in den Ruin. Monsanto muss nicht so tun als wollten sie das Hungerproblem lösen. Sie wollen die Weltmarktherrschaft. Gentechnik ist Teil eines vollkommen kontrollierten Systems das unsere Nahrung und Landwirtschaft beherrscht. Bis zum heutigen Tag hat kein einziges der gentechnisch veränderten Erzeugnisse die Ernährungssituation der Hungernden, die Situation der Bauern, oder die der Konsumenten verbessert. Im Gegenteil, diese skrupellosen Experimente mit der Artenvielfalt unseres Planeten und mit der Landwirtschaft, gepaart mit Ignoranz und Verantwortungslosigkeit, setzten die Ernährungssituation der gesamten Menschheit aufs Spiel. Das 800 Millionen Menschen jeden Tag Hunger leiden, hat nichts mit der Menge der verfügbaren Nahrung zu tun. Die meisten Menschen die rund um die Welt hungern waren einmal Bauern. Doch aufgrund der Kredite von Weltbank und internationalem Währungsfond, können sich die verschuldeten Länder keine bäuerliche Selbstversorgung mehr leisten. Sie müssen nun für den Export produzieren um ihre Auslandsschulden zu tilgen. Also vertrieben sie Millionen Bauern von ihrem Land. Diese landeten ohne Geld, in den großen Städten. Sie bauen nicht mehr ihre eigenen Lebensmittel an, sondern konkurrieren um die wenigen Industriejobs. Sie bestimmen nicht mehr selbst über ihre Ernährung und sind nun abhängig. [Auszug aus einem Interview mit Dr. Vandana Shiva » Physikerin und Umweltschützerin] Das Problem des Hungers ist also nicht eine Frage der Produktion, es ist eine Frage des Zugangs von Nahrung und des Anspruchs darauf. Weltweit sterben 30 000 Menschen an Hunger, in einer Zeit der Überproduktion in der die Bauern nicht kostendeckend produzieren können und mit gewaltigen Subventionen unterstützt werden. Die Lösung des Welthungers durch Gentechnik ist eine PR-Idee und soll denen ein schlechtes Gewissen bereiten die gegen die Technologie sind, nach dem Motto, wie kann ich dagegen sein den Hungernden zu helfen.


— Die zukunft von mensch, tier und umwelt steht in den SterneN.

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— studien zu den auswirkungen der gentechnik sind nicht gewollt und werden nicht gefördert.


Gentechnik 端berall


Auswirkungen —


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— 95% aller wissenschaftler im bereich der gentechnik arbeiten für die industrie. — Gentechnik experimentiert mit uns allen.

Das Erschreckende an der Gentechnologie ist, zusehen zu müssen wie einige Wissenschaftler und Firmen, ohne irgendeine demokratische Abstimmung, versuchen die genetische Beschaffenheit, aller Lebewesen, all dieser Wesen die wir so sehr lieben, zu verändern und zwar in der Art, dass es kein Zurück mehr geben wird. Das einzige was man machen kann ist für die genetische Integrität dieser Tiere und Pflanzen zu kämpfen. Es sind Wesen von wunderbarer Schönheit, entstanden durch göttliche Intervention oder durch aber Millionen Jahren Evolution. Wir haben kein Recht sie für Profit oder Forschungszwecke zu verändern. Sie verdienen es geliebt und beschützt zu werden. Die Gentechnologie kann neben der Natur nicht existieren. Es ist eine Technologie die erobert, verschmutzt, verdirbt und letztlich die natürlichen Arten zerstört. Egal ob Tiere, Pflanzen oder Saatgut bei dieser Art von biologischer Verseuchung ist keine Co-Existenz möglich. [Auszug aus einem Interview mit Andrew Kimbrell » Rechtsanwalt für Umweltfragen] Man muss verstehen das die genetische Verschmutzung etwas komplett anderes ist, als die chemische Verschmutzung, die wir dank unserer Dummheit in den vergangenen 50 Jahren verbreitet haben. Denn Chemikalien können sich nicht selbst vermehren. Sogar eine riesige Chemieverschmutzung wird mit der Zeit kleiner. Bei der Gentechnik verläuft es genau umgekehrt. Da sich die DNS grundsätzlich selbst vermehren kann, ist es theoretisch möglich, dass eine kleine Verschmutzung, schließlich in einer ökologischen Katastrophe enden könnte, oder zu sehr gefährlichen Krankheiten führen könnte. Eine der größten Gefahren der Gentechnik besteht darin das 95% aller Wissenschaftler auf diesem Gebiet für die Industrie arbeiten, auf der Seite der Produzenten. Keine 5% sind wirklich unabhängig. Eines Tages wenn 100% für die Industrie arbeiten und 0% unabhängig sind, dann haben wir zwei grundlegende Probleme. Erstens ein äußerst ernsthaftes wissenschaftliches Problem und zweitens ein sehr gravierendes demokratisches Problem. [Auszug aus einem Interview mit Prof. Terje Traavic » Genforscher] Es gibt heute schon, nur ein Labor auf der ganzen Welt, welches die Auswirkung der Kreuzung von transgenen mit wilden Lebewesen untersucht. Jedes Jahr sind es zum Beispiel tausende von gentechnisch veränderten Fischen die entfliehen. Sie entkommen aus eingezäunten Bereichen im Ozean und mischen sich unter die natürlichen Fischpopulationen. Es ist also nichts Außergewöhnliches. Die spärlichen Sicherheitstests für die Zulassung genmanipulierte Tiere, wie zum Beispiel für Fische, mit denen ab 2010 der riesige asiatische Markt erobert werden soll, werden von den Firmen selbst durchgeführt. Weder andere unabhängige Wissenschaftler noch die Verbraucher haben Einblick in die Zulassungsverfahren. Sie sind geheim. Genauso forschen nur wenige Biowissenschaftler weltweit, die nicht im Auftrag der Industrie arbeiten, an den Auswirkungen die gentechnisch veränderte Nahrungsmittel auf die Gesundheit von Mensch und Tier haben. Wenn ein Organismus, wie ein Schwein gentechnisch verändertes Futter frisst, wissen wir nicht was passiert wenn der nächste der Nahrungskette dazu kommt. Es gibt keine Untersuchungsergebnisse darüber was in solch einem Fall genau passiert. Anders als in Europa, landen gentechnisch manipulierte Getreide wie Raps, Mais und Soja in den USA und Kanada immer noch unerkannt und ungekennzeichnet auf den Tellern der Verbraucher. Die Konsumenten haben keine Chance weder beim Einkauf noch im Restaurant, diese Lebensmittel zu erkennen. Doch geht es den Verbrauchern in der EU wirklich soviel besser?


— WIR VERBRAUCHER MÜSSEN EINFACH GENAUER INFORMIERT WERDEN. Welche Lebensmittel in der EU im Hinblick auf gentechnische Anwendungen zu kennzeichnen sind, ist in der EU-Verordnung für gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel festgelegt. Es besteht eine Kennzeichnungspflicht für … — Lebensmittel, die ein gentechnisch veränderter Organismus (GVO) sind oder daraus bestehen [bisher zugelassen sind gv-Pflanzen wie gv-Baumwolle, gv-Raps, gv-Soja und gv-Mais] — Lebensmittel, Zutaten oder Zusatzstoffe, die aus GVO’s hergestellt werden [gv-Sojaöl, gv-Sojamargarine, gv-Rapsöl, Cornflakes aus gv-Mais, Stärke aus gv-Mais, Lecithin aus gv-Sojabohnen, Vitamin E aus gv-Soja, Cellulose aus gv-Baumwolle als Verdickungs- und Bindemittel] Keine Kennzeichnungspflicht besteht zum Beispiel für … Lebensmittel, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt wurden. Das trifft aus Sicht des Gesetzgebers immer dann zu, wenn ein Lebensmittel, eine Zutat oder ein Zusatzstoff nicht direkt aus einem GVO hervorgegangen ist. — Tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Wurst, Eier, Milch und Milcherzeugnisse, wenn sie von Tieren stammen, die Futtermittel aus gentechnisch veränderten Pflanzen erhalten haben — Zusatzstoffe, Aromen und Vitaminen, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden [Beispiele für Zusatzstoffe bei denen eine Herstellung mit Hilfe von gv-Mikroorganismen möglich ist sind der Süßstoff Aspartam, Vitamin B, Geschmacksverstärker Glutamat, Verdickungsmittel Xanthan] — Honig, der Pollen oder Nektar von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält — Verschiedene Lebensmittelenzyme, die mit Hilfe von gv-Mikroorganismen hergestellt werden [Labferment bei der Käseherstellung, Stärke spaltende Amylasen in Brot oder Backmischungen, Zucker spaltende Invertasen in Süßwaren oder Pralinen, Amylasen und weitere Enzyme, die bei der Herstellung von Glukosesirup aus Stärke eingesetzt werden, Zellwand abbauende Pektinasen in Fruchtsäften und Wein] —…

Was steckt hinter der Kennzeichnung »Ohne Gentechnik«? Bei tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Eier oder Milch bezieht sich »ohne Gentechnik« ausschließlich auf die Vermeidung von gentechnisch veränderten Futterpflanzen. Der Einsatz etwa von gv-Soja oder gv-Mais in Futtermischungen ist nicht erlaubt. Allerdings müssen die Tiere nicht ihr ganzes Leben ohne gv-Futterpflanzen gefüttert werden. Bei Schweinen ist in den letzten vier Monaten vor der Schlachtung auf gv-Futterpflanzen zu verzichten, bei Milch produzierenden Tieren reichen die letzten drei Monate, bei Hühnern für die Eiererzeugung die letzten sechs Wochen. Zufällige, technisch unvermeidbare Beimischungen von zugelassenen gv-Pflanzen in den Futtermitteln sind erlaubt, sofern sie unterhalb des Schwellenwerts von 0,9 Prozents bleiben. [… ]

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— KENNZEICHNUNGEN BEI DENEN MAN NICHT ERKENNT WAS WIRKLICH DAHINTER STECKT.


Kennzeichnung —


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[ ] Bei »ohne Gentechnik-Produkten« sind Futtermittelzusätze wie Vitamine, Aminosäuren oder Enzyme erlaubt, bei deren Herstellung gentechnisch veränderte Mikroorganismen eingesetzt wurden. Die Tiere dürfen auch mit gentechnisch hergestellten Arzneimitteln oder Impfstoffen behandelt werden.

Was steckt hinter der Kennzeichnung Bio? Bei Produkten des Ökologischen Landbaus ist der bewusste Einsatz der Gentechnik gesetzlich verboten. Weder die Richtlinien der Öko-Verbände, noch die Ökolandbau-Verordnung der EU erlauben gentechnisch veränderte Pflanzen oder Mikroorganismen. Trotz des grundsätzlichen Verbots der Gentechnik, geringfügige GVO-Beimischungen werden auch bei Bio-Produkten toleriert. Bei Kontrollen der Lebensmittelüberwachung wurden mehrfach GVO-Spuren nach­ gewiesen.

Man sieht Gentechnik betrifft uns alle und das schon längst. Aber unsere Regierung betreibt alles in allem ein sehr windiges Vorgehen. Angela Merkel will unbedingt mehr Agrogentechnik auf dem Feld, Annette Schavan auch, Ilse Aigner sagt, überall nur nicht in Bayern. Bei der Kennzeichnung engagiert sich die Regierung auch nicht, bei MON810 macht sie keinen Widerruf und verhält sich auch in Brüssel bei Neuzulassungen nicht richtig. Es gibt nur eine Lösung und zwar zu sagen Genmanipulation ist eine Risikotechnologie und wir lassen sie nicht zu. [Auszug aus einem Interview mit Renate Künast » Die Grünen] Leider gibt es immer zwei Seiten einer Medaille. Soja ist eine gute Alternative im Kampf gegen Rinderwahnsinn (Verbot von Tiermehl) und auf der Suche nach Biokraftstoffen, doch dies lässt die Sojapreise gewaltig steigen und löst einen richtigen Run auf die Roundup Ready Kulturen aus.


Lรถsung


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— MONSANTO UND DIE GENTECHNIK IN DIE SCHRANKEN WEISEN UND SICH ALS VERBRAUCHER BEWUSSTER ENTSCHEIDEN. — RESPEKT VOR DEM LEBEN VON TIER UND PFLANZE.

Die Lösung wäre ökologische Landwirtschaft. Es ist ein System das vielfältig, gesund und nachhaltig ist. Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet, die lokal vorhandenen Ressourcen eines Ökosystems zu nutzen und diese innerhalb des Systems wieder zu verwenden, statt andere Ressourcen aus einem anderen Ökosystem zu nehmen. Dies schließt zum Beispiel auch ein, dass man die Sonnenenergie nutzt, statt sich auf importiertes Öl oder andere Energiequellen zu verlassen. Heutzutage haben in Supermärkten verkaufte Lebensmittel durchschnittlich 2400 Kilometer Transportweg hinter sich. Das verbraucht Treibstoff und macht uns von den Nahrungsmitteln anderer Länder abhängig. Man muss sich zurück besinnen und wieder saisonale und regionale Produkte kaufen. Gerade die Wahl die wir im Supermarkt treffen, bestimmt über die Zukunft der Lebensmittel. Der Kunde ist immer noch König, aber er kann nur handeln wenn er informiert ist. Deshalb muss dafür gesorgt werden, dass alle Informationen zugänglich sind und gentechnisch veränderte Lebensmittel genau gekennzeichnet werden. Ökologische Landwirtschaft respektiert die Logik der Natur. Sie schützt die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt.


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Mangold

Kürbis

Kohlrabi

Kartoffeln

Grünkohl

Fenchel

Erbsen, grün

Einlegegurken

Dicke Bohnen

Chinakohl

Chicorée

Champignons

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Broccoli

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Blumenkohl

Auberginen

Gemüsesorten

| * | Haupterntezeit, Angebot überwiegend aus heimischem Freilandanbau

Saisonkalender —

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Tomaten

SteckrĂźben

Staudensellerie

Stangenbohnen

Spinat

Spargel

Sellerie

Schwarzwurzel

Salatgurken

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Rotkohl

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Rote Beete

Rosenkohl

Rettich

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Postelein

Radieschen

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Porree / Lauch

MĂśhren

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Pastinaken

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Paprika

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Meerrettich

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Kirschen, süß

Johannisbeeren |* |

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Himbeeren

Holunderbeeren

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Heidelbeeren

Haselnüsse

Esskastanien

Erdbeeren

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Brombeeren

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Birnen

Aprikosen

Äpfel

Obstsorten

Zwiebeln

Zucchini |* |

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Wirsing

Zuckermais

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Weiß-Spitzkohl

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Gemüsesorten

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Kopfsalat

Lollo rossa

Feldsalat / Rapunzel

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Endiviensalat / Eskario |* |

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Eisbergsalat

Blattsalate

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Eichblattsalat

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Weintrauben

Wasser-Zuckermelonen

Waln端sse

Stachelbeeren

Rhabarber

Quitten

Preiselbeeren

Pflaumen, Zwetschgen

Pfirsich, Nektarinen

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Mirabellen

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Kirschen, sauer

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Trade Gothic / Frutiger / Sabon

Druck ABT Print und Medien GmbH, Weinheim www.abt-medien.de

Papier

Schutzumschlag: Bilderdruck matt, holzfrei, weiß, PEFC-zertifiziert, 200 g/m2 Umschlag: Bilderdruck matt, holzfrei, weiß, PEFC-zertifiziert, 300 g/m2 Inhalt: Bilderdruck matt, holzfrei, weiß, PEFC-zertifiziert, 135 g/m2

Schrift

24. Juni 2009 / Studiengang Kommunikationsdesign Betreuung durch Prof. Veruschka Götz

Bachelor

Hochschule Mannheim — Fakultät für Gestaltung

Impressum —


Weltern채hrer oder Weltbeherrscher

MONSANTO

Kommunikationsdesign

BACHELOR


MONSANTO — Welternährer oder Weltbeherrscher