Issuu on Google+

C-HEADS

FRENCH KISS!

19

C-Heads Magazine

Magazine for Photography, Music, Art & Trends


E 2

E

We


EDITORIAL Model: Elif Aksu

enn wir bedenken, dass wir alle verr체ckt sind, ist das Leben erkl채rt by Mark Twain

C-Heads Magazine


4


WWW.DUFTE-MUCKE.COM C-Heads Magazine


CONTENT ISSUE # 19 / January - February 2010

PHOTOGRAPHY Augustin Elizalde, Arne Hoffmann Christian Hertl Christoph Köstlin Denis Ignatov Destila Estilo Diego Diaz Marin Emiliano Santapaola Erica Simone Fabian Perfler Farrell Kramer Gavin O´Neill Ivan Gazzola James Loveday Jonathan Bell Manfred Baumann Manuel Pandalis Marc van Dalen Martin Siebenbrunner Matias Indjic Olivier Chapelle Paola Vertemati Ricky Kim SNOWFORK Tigre Escobar Virginie Dubois

6

MUSIC

Christopher aka Wreckage Machinery Detroit Grand Pubahs Franz Ferdinand Gabriel Georges GummiHz Joyce Mercedes Win „Pure“ Album Kane Roth Mike Sheridan Moonbootica - Save the Night! Oliver Ton feat. Idvet Pesantes Sono Sportfreunde Stiller Stimul festival

ILLUSTRATION Laura Veronesi Oliver Cartwright

STYLE & CULTURE Tuesday Night Band Practice Fashion Thouhgts & Thoughts of life


C-Heads Magazine


NEXT

BIRTHDAY-ISSUE # 20 01. MARCH 2010

8

Photographer: Tigre Escobar Model: Rebeca Willig Dress: H&M www.tigre-escobar.com


IMPRESSUM Publisher & Founder Editorial and Creative Director Christine Guggenberger Emanuel Sprosec Sigrun Guggenberger Associate Editor Charles Matthews Kat Brackley Ünal Karahan Music Editor Laura M. Zoder Manuel Ahornegger Samuel M. Kiss Simona Hypsová Roman Rosenmayr Cover Shot for:1224 Magazine Photography: Natali Arefieve Style & Directing: Alexander Rogov Make-Up & Hair: Olga Romanova Model: Daria Strokous

Many thanks for support MEDIAMIX - THE HAPPY FUTURE COMPANY VIM GROUP VIENNA Special thanks to Aleks Gavric (Club Pompadour) Alfred Härting Christopher Kröppel Beliayeva Xenia (Superstition Entertainment Network GmbH) Philipp Brünig (Poker Flat Recordings) Dalia Trugg Sonja Kuba Kim Booth Rieke Woker (Kontor Records) Marc Liebscher (Blickpunkt Pop) & to all participating artists!

C-Heads Magazine


Photographer: Tigre Escobar Production: Sophie Calder @ www.untitledidentity.com Styling: Andrea Hitts @ www.untitledidentity.com Model: Ana Paula Scopel @ Marilyn Paris Clothes: Junko Shimada www.tigre-escobar.com

10

Manchmal fin ziemlich seltsam


find ich Dinge seltsam.

THOUGHTS OF LIFE BY SIGRUN GUGGENBERGER

Als Kind wird einem viel spielerisch beigebracht und es wird einem erzählt, dass Lernen Spaß machen soll und dass die Welt schön bunt und freundlich ist. Als Erwachsener in der Arbeit zählt nur noch die Leistung und die Arbeiten sind sehr oft monoton und farblos. Da geht es dann fast nur noch darum effizient und besser als der Andere zu sein. Sogar ein menschliches Grundbedürfnis wie das Essen, passiert dann vor lauter Stress oft nur noch zwischendurch vor dem Bildschirm. Würde man das je von einem Kind verlangen? Kindern sagt man sie sollen nicht lügen, aber die Welt der Erwachsenen scheint aber oft sehr korrupt und verlogen. Zu Kindern ist man immer freundlich und alles was sie machen ist entweder niedlich oder lustig. Als Erwachsener muss

man sich ständig beweisen und verteidigen. Ein Kind wird gelobt - bei den Erwachsenen ist entweder alles selbstverständlich oder man wird kritisiert. Ich habe das absichtlich sehr schwarz und weiß aufgelistet, aber weiß natürlich, dass nicht alles so ist. Und mir ist klar, dass man auch eine gewisse Verantwortung übernehmen muss und das ganz Leben nicht nur aus Spaß und Spiel bestehen kann. Aber muss es wirklich so sein, dass man als Erwachsener nur noch ein funktionierendes Instrument für die Gesellschaft ist? Und warum kann man die Welt nicht ein bisschen mehr so gestalten, wie man es für Kinder immer darstellt?


v

1224 Shot for:1224 Magazine Photography: Natali Arefieve Style & Directing: Alexander Rogov Make-Up & Hair: Olga Romanova Model: Daria Strokous production: SNOWFORK

www.snowfork.com 12


4


14


C-Heads Magazine


16


C-Heads Magazine


18


20


C-Heads Magazine


22


24


C-Heads Magazine


Sportfreunde Stiller INTERVIEW BY SIGRUN Guggenberger

26


Hallo, zuerst mal vielen Dank, dass Ihr euch Zeit genommen habt! :) Ihr habt ja ein volles Tour Programm im Dezember und seid echt viel unterwegs. Wo habt ihr im Moment eigentlich Euren Lebensmittelpunkt? Zur Zeit sind wir viel zuhause in München, ehe wir Ende des Jahres nochmal durch die Lande ziehen um in der vor- und nachweihnachtlichen Zeit ungeplugged zu musizieren. D.h. gerade eben beschäftigen wir uns mit Vorfreude, Abhängen, Wäsche aufhängen, Altpapier runterbringen, schlechtgelaunte Freunde gut draufbringen, Krisen diskutieren (FCB, Löwen, Klima, Wirtschaft) und Frisen frisieren (Flo, Rüde, Peter) usw.

Anderen in einem hochenergetischen Brei zu verschmelzen. Bis wir uns aber an eine neue Platte ranmachen wird noch einige Zeit vergehen. Wir wollen uns im nächsten Jahr hauptsächlich mit der Rettung der Welt, der Freizeit und der Natur beschäftigen und zwischendurch eventuell ein paar mal ordentlich auf die Pauke hauen (Rock am Ring, Rock im Park). Was waren für Euch die schönsten Momente bei „MTV Unplugged in New York“? Das Warten auf den Startschuß unterm Gullideckel, die Explosion bei „rock‘n‘roll queen“, Zen Fang mit ihrer chinesischen Geige bei „Tischtennis“, unseren Streicherinnen, dem „Mio-Quartett“ beim Spielen zuzuschauen und zuzuhören, das gemeinsame Musizieren mit den Subways, Meret Becker, Udo Jürgens und allen anderen wunderbaren Gästen. Mist, wenn ich so zurückdenke war echt fast alles toll, weil die Leute das, was wir monatelang ausgetüftelt hatten einfach wunderbar aufgenommen haben und unsere Vorstellungen mehr als erfüllt wurden. Sogar als der Kamerakran für 1 Stunde den Geist aufgegeben hat entstand ein saulustiger Moment.

Ist die „Pause auf unbestimmte Zeit“, die ihr ja nach „MTV Unplugged in New York“ angekündigt habt noch aktuell, oder arbeitet Ihr mittlerweile schon wieder an neuen musikalischen Projekten? Für uns läuft die Pause gerade, wir haben uns sozusagen in einen Standbymodus versetzt, der keinen Strom verbraucht, die Akkus auflädt und gleichzeitig die Sensoren auf Hochempfindsamkeit einstellt. Zwischendurch fahren wir uns hoch und beamen uns auf konspirative Musikveranstaltungen, wie z.b. die 1 Live Krone (immer die lustigste Sause des Jahres) und unsere 9 Konzer- Eines meiner Favoriten ist das Lied te Ende des Jahres um dort zu „Ein Kompliment“, vor allem den verglühen und mit uns und den Text find ich echt schön. Wurde es

C-Heads Magazine


ne Vorbilder, denen wir nacheifern, aber es gibt eine Menge unglaublicher Bands und Künstler, die uns als Inspiration dienen. Zur Zeit bläst mich die neue Platte von „Muse“ geradezu aus den Schuhen. Was die sich stilistisch trauen und wie sie Ihre Instrumente beherrschen ist der Wahnsinn. Ich mag generell Menschen, die nicht angepasst und mutig sind, die machen worauf sie Bock haben und sich nicht durch UnGibt es so einen typischen Ablauf wägbarkeiten davon abbringen wie Eure songs entstehen? Z.B durch lassen. Und ich bewundere Leute, die nicht egoistisch, sondern gemeinsames Jammen? In den seltensten Fällen ent- empathisch handeln. steht bei uns ein Lied aus einem Jam heraus. Immer wenn wir Welche Musik hört ihr selbst am jammen hört sich das furchtbar liebsten? Vieles verschiedenes an. Das ist dann meistens Funk Musica wie Oasis, Foo Fighters, der übelsten Sorte mit den Beasty Boys, MGMT, Beethohässlichsten Texten der Welt. ven, Blur, Julian Casablancas, Ein gutes Lied entsteht bei uns Muse, Monta, Soundtrack of our lives, Adriano Celentano, meistens dann, wenn einer von uns mit einer konkreten Morrissey Idee ankommt und jeder der anderen beiden seinen musika- Wenn Ihr Eure Songs im Radio hört, lischen Part hinzufügt. Danach dreht Ihr lauter? Hab ich neulich folgt eine intensive Diskussion echt gemacht. Peinlich, oder? über den Text und wenn nach Ist ein bißchen so wie eigenes 3 mal schlafen alle 3 das Lied Sperma schlucken, oder? Andeimmer noch toll finden, ist der rerseits ist es aber auch Song für uns gebongt. Die ein- einfach obergeilo, man darf zige Hürde, die das Lied dann sich nur nicht dabei erwischen noch nehmen muss ist seinen lassen. Außerdem hab ich ja Arbeitstitel wie z.B. „Der brünf- bloß gecheckt ob‘s gut abgemischt ist... tige Esel“ in einen schönen, wohlklingenden umzuwandeln. Ich habe gelesen, dass Ihr schon öfter Habt Ihr musikalische oder private mal unter anderem Bandnamen Vorbilder? Wer oder was inspiriert aufgetreten seid oder Überraschungseuch? Wir haben so gesehen kei- auftritte macht. Was ist Eure Haupt-

für jemanden bestimmten geschrieben? Ja, aber es bleibt geheim um wen es sich handelt. Hier 3 Lösungsvorschläge: Mein Hund „Max“, Rüdes Katze „Mietzi“, Flos Rabe „Karl“? In Wahrheit ist es schön, dass sich viele verliebte Paare „das Kompliment“ als ihr Lied ausgesucht haben. immer wieder hören wir das. Das freut uns! Wenn Musik die Menschen zusammenbringt ist das super.

28


motivation dafür und wie reagiert das Publikum wenn da plötzlich die Sportfreunde Stiller vor Ihnen stehen? Das bringt Abwechslung für uns und Überraschung für die Leute. Es waren meistens lustige und besondere Momente und ein großer Spaß. Die Reaktionen waren von „wie jetzt..“ über „jipppieeeehhh“ bis zu „ihr spinnts wohl“. Zuletzt haben wir ein paar Lieder im Audimax der Uni München zum Besten gegeben um den demonstrierenden Studenten unsere Solidarität zu bekunden. Ich hoffe sehr, dass die Studenten es schaffen zusammenzustehen und sich nicht gegenseitig zu zerfleischen (BWLer gegen Hippies), damit der Protest Früchte tragen kann und nicht durch „Kleinkriege“ zerfällt. Letztendlich würden alle von einer besseren Bildung profitieren.

dass das was durch den Erfolg in einen hineinprojeziert wird auch nur irgendetwas mit der Realität zu tun hat.

Was hat sich in Eurem Leben am meisten verändert mit dem Erfolg? Der Erfolg brachte uns in die ungemein angenehme Situation von der Musik leben zu können und uns überwiegend damit zu beschäftigen. Das ist ein fettes Geschenk. Hiermit nochmal ein gejuchztes „Danke“ in den freien Raum. Wir haben dadurch echt tolle Privilegien. Auf der anderen Seite mussten wir damit umgehen lernen in der Öffentlichkeit erkannt zu werden, was unangenehm sein kann, wenn man z.B. gerade in der Nase bohrt. Das schwierigste jedoch ist es nicht anfangen zu denken,

Hattet Ihr schon mal zwischen euch sowas wie „künstlerische Differenzen“? Immer, stets, gerne zwischendurch und hinterher. Es ist total natürlich, dass man sich in 13 Jahren in unterschiedliche Richtungen entwickelt und verschiedene Vorlieben und Vorstellungen hat. Wir merken einfach, dass wir uns immer und immer wieder austauschen und auseinandersetzen müssen und dabei stellen wir fest, dass wir in den grundsätzlichen Dingen eine große Nähe haben, auch wenn der eine oder andere mal einen Kompromiß eingehen muss. Das ist toll und super, aber

Könnt Ihr uns irgendeine lustige Anekdote aus Euren Anfangszeiten als Band erzählen? Einst sprang ich bei einem Festival in Österreich ins Publikum und surfte ein wenig crowd. Als ich danach über den Graben wieder zurück auf die Bühne wollte ließen mich die Securities nicht, weil sie dachten ich wäre ein Fan. War schon leicht seltsam mit dem Typen zu diskutieren, (ich: „ach komm, jetzt lass mich halt wieder hoch, ich gehör da echt dazu...daraufhin er: das hör ich ungefähr hundert mal am Tag, geh scheissen...“) während Flo und Rüde sich einen abschrubbelten um die Zeit zu überbrücken.

C-Heads Magazine


manchmal auch echt sehr anstrengend, wie ne Dreierehe halt so ist... Komplett anderes Thema: Florian, du hast mal ein Buch geschrieben (You´ll never walk alone, 2006) Kannst du uns kurz erzählen worum es darin geht? War das eine einmalige Sache, oder gibt es noch mehr schriftstellerische Ambitionen? Da muss ich grad mal eben den Flo fragen. FFFFFLLLLLLOOOOOOHHHOOO? Ja was? Die Frage? Natürlich. Es handelt sich um einen Fußball-Musikroman, bei dem die Bruderliebe eine wichtige Komponente darstellt, bei dem die großen Künstlernamen der Fußballprofis vorherrschen, bei dem Musik als blitzende Energie dargestellt wird und der die Frage beantwortet, warum Torhüter keine guten Gitarrenspieler sind. Eine sehr humorvolle Erinnerung ans jugendliche Leben. Es soll ein weiteres Buch folgen, das eine ganz andere Thematik durchleuchtet. Verrückt und abgedreht wird es werden. Und noch ein Geheimnis sei verraten: Es wird Tote geben! Und jetzt noch ein paar typische CHeads Fragen... .Also zuerst mal ein kurzes Brainstorming: Was fällt euch zu den folgenden Begriffen ein: Musik: bedeutet Glück, wird immer wieder neu erfunden, macht jeden Moment intensiver. Thank you for the music.... Liebe: hält die Menschen zusammen und ist unendlich groß. Macht: zeigt sich oft als

eine hässliche Fratze. Sie wirkt auf viele Menschen wahnsinnig anziehend. Es ist sehr interessant, was mit manchen Personen passiert, wenn sie mit Macht ausgestattet sind. Oft ist es dann schnell vorbei mit den guten Vorsätzen und es geht nur noch darum um alles in der Welt die Macht zu bewahren. Angst: Ist Schutz und Hemmschuh in einem. Wenn man es schafft seine Ängste zu überwinden ist es ein unbeschreibliches Gefühl. Facebook: Wir haben dort mit der Band ca 20000 beste Kumpelinen und Kumpels. Neulich hab ich sie alle zu mir eingeladen, aber 10000 hatten keine Zeit. Udo Jürgens: Einer der Größten! Ziemlich alt aber dabei herrlich jung. Cherie, merci! 5 Dinge ohne die Ihr nicht leben könnt? Ball, Buch, Frau, Meer, Musik. (und hier und da ne Kleinigkeit zu mampfen) Das Wichtigste im Leben ist...? Die Liebe, love, amore per sempre! Letzte Frage: Wer wird Fußball Weltmeister 2010? FC Özil Vielen herzlichen Dank fürs Interview und viel Erfolg bei all Euren Auftritten! :) Danke für die Fragen und alles Gute!

www.sportfreunde-stiller.de 30


C-Heads Magazine


h

PHOTOGRAPHY BY CHRISTOPH KÖSTLIN

ow to apply a bandage Styling: Yvonne Reichmuth, Make-up & Hair: Claudia Kälin Models: Miriam M. @ Fotogen, Lena G. @ Munich Models Assistant: Cristina Zihlmann

32

www.christoph-koestlin.com


C-Heads Magazine


Miriam SILK BLOUSE: MaxMara (Vintage) Jeans: Levis (Vintage) EARRINGS: juicy Couture Lena SILK BLOUSE: BelAir BANDAGE as mini-skirt Shoes: Zara

34


DRESS: Zara CHAIN: Tosh by Poeme SHOES: Zara

C-Heads Magazine


Shirt: yvy LEATHER BELT: H&M Petticoat: Stylist‘s own EARRINGS: Tosh by Poeme

36


SILK BLOUSE: Jil Sander (Vintage) Bandage aS Top brOOCH: Mango SILK-BLOOMERS : meinegarderobe.ch C-Heads Magazine SHOES: Zara


SILK BLOUSE: Jil Sander (Vintage) Bandage as Top BROOCH: Mango SILK-BLOOMERS: meinegarderobe.ch 38 SHOES: Zara


C-Heads Magazine


40


DRESS: Missoni bandage as corsage

C-Heads Magazine


GAVIN O‘NEILL INTERVIEW By Kat Brackley

images: copyright by gavin

Wie bist Du zur Fotografie gekommen? Ich begann als Jugendlicher mit der Fotografie, als reines Hobby, während ich als Schlagzeuger bei einer RockBand spielte - aber nach einigen Jahren war für mich klar, dass die Fotografie ein wichtiger Punkt in meinem Leben ist. Als sich die Band aufsplittete, war es dann einfach der nächste Schritt... In den ersten Jahren fotografierte ich alles und jeden, Menschen, Autos, die Hunde - nachdem ich das hinter mir hatte, begann ich mit Fotos von Models - und der Rest hat sich dann von selbst ergeben. Du bist also autodikat gewesen in den ersten Jahren, wie hast Du Deine Fähigkeiten weiterentwickelt? Meine Fähigkeiten zu erweitern war ein Lern-Prozess, den ich mir selber erarbeitete. Es war für mich sehr wichtig zu lernen, zu

O´neill

verfeinern und an meinen eigenen Weg zu glauben, denn mein Stil und meine ganz eigenen Visionen sind das, wofür ich heute bezahlt werde. In dem Level indem ich arbeite, sind alle Fotografen großartig, alle haben Zugang zu dem gleichen Material und Equipment, somit ist der einzige Unterschied zwischen ihnen der eigene Stil und wie man Dinge sieht. Aus diesem Grund versuchte ich immer schon, äußere Einflüsse zu ignorieren und Dinge auf meine Art und Weise zu bewältigen. In der Mode-Fotografie gibt es viel Konkurrenz, auch in Punkto Bissigkeit und den manchmal sehr großen Egos - wie kommt es, dass Du die Modefotografie auserkoren hast? Weil ich sie einfach liebe. Der Prozess, etwas zu fotografieren und es zu formen ist wie eine Droge für mich. Der Wettbe-

C-Heads Magazine


„I‘m inspired by the unknown basically. Where I could be next week, the picture I could take tomorrow, even ‚the next frame‘...and all the things I could see and experience, and the people I could meet along the way, I love all of that mystery.“ werb, die verrückten Menschen sind für mich nicht relevant, denn sie ändern nichts daran, was ich tue oder was ich dafür empfinde. Als Du mit Deiner Karriere begonnen hast, wie bist Du zu Deinen ersten Veröffentlichungen gekommen? Ich fotografierte 4-5 Jahre lang Model-Portfolios, welche mir ein gutes Einkommen brachten und zugleich die Chance, ein eigenes Portfolio aufzubauen. Es half zudem, dass die Models meine Bilder zu ihren Klienten mitnahmen bei Castings - die Model-Agenturen sprechen wiederum ebenfalls mit den Klienten, diese Mundpropaganda unterstützte sehr. Wie schwierig oder leicht war der Übergang bzw. Schritt von Australien nach London? Nun, es war wirklich ein langer Weg, ich lebte dort in Sydney, hier in Milan, Hamburg, Cape Town, Istanbul, LA, Paris und nun in London - somit war dieses Leben ein Leben zwischen diesen Welten. Der ständige Wandel ist etwas konstantes für mich und gehört einfach dazu.

Ja, schon und ich denke, das ist auch die Basis. ich meine damit, zehn verschiedene Fotografen fotografieren die selbe Person auf zehn verschiedene Arten, da sie alle die Person auf unterschiedliche Weise wahrnehmen. Somit sind die Bilder, die entstehen am Ende, mehr über das Auge oder den Blick des Fotografen als über die Person, die fotografiert wurde. Was inspiriert und motiviert Dich? Ich bin prinzipiell vom Unbekannten inspiriert. Wo ich nächste Woche bin, das Bild, das ich morgen fotografiere, sogar „the next frame“.... und all die Dinge, die ich sehen und erforschen kann, die Menschen die ich treffe auf meinem Weg, ich liebe diese Mystik... Wiederholungen sind nichts für mich, sie frustrieren mich. Was mich inspiriert ist das Mystische und motiviert werde ich von dem Umfeld in dem ich lebe.

Auf was schaust Du normalerweise, wenn Du ein Team für ein Shooting zusammenstellst (Stylisten, Make-Up-Artist,...) und arbeitest Du mit einem Plan und Vorgaben für das Team oder schaust einfach, was pasRichard Avedon sagte einmal „Meine Por- siert? Zuerst mal wähle ich diejenigen traits sind mehr über mich, als über die Men- aus, deren Arbeiten mich inspirieren schen, die ich fotografierte“. Denkst Du das und solche, die auch ohne Anweisungen arbeiten können, denn ich gebe auch über Deine Arbeit? 44


C-Heads Magazine


46


C-Heads Magazine


48


„Ich denke, Musik spielt eine massive Rolle im Setting eines Shootings und der Szene, deshalb ist es eines der ersten Dinge auf die ich achte, wenn ich in das Studio gehe“ meine kreativen Köpfen keine Anweisungen. Ich bin kein Make-Up-Artist und kein Haar-Stylist, somit kann ich ihnen nicht erklären, was ich möchte, aber solange das, was sie tun, großartig ausschaut und mir eine Richtung und Inspiration gibt, bin ich glücklich. Je mehr Menschen in diesem Mix zusammenkommen, umso schwieriger kann ein Shooting werden!? Wie gehst Du es an, damit das Shooting „auf Linie“ bleibt? Sowas passiert mir nicht oft. Ich denke, das hängt oft bereits mit der Auswahl der Personen im Vorfeld des Shootings zusammen und das kann man verhindern - wenn es aber passiert, dann ist es das Beste, die Gemüter zu beruhigen und Diplomat zu spielen (auch wenn es nicht gerade meine Stärke ist). Oder sich raushalten. Das Wichtigste ist sicherlich das Model, denn wenn es da ein Problem gibt, wird es schwierig -

die Beziehung zu dem Model definiert das Bild, das am Ende herauskommt. Was liebst Du und was hasst Du an der Mode-FotografieIndustrie? Ich liebe die Freiheit, die ich darin finde. Es ist grundsätzlich das perfekte Leben. Ich habe mir eine Situation geschaffen, ich der ich schlafen, essen, reisen, arbeiten und alles tun kann, wo und wann ich will - und solche Jobs gibt es nur sehr selten, vor allem mit Bezahlung. Damit bleibt also kaum etwas zum „hassen“.

meinte, die Klos sind hinter dem Haus, also ging das Model nach hinten und das Einzige, was sie auf den ersten Blick sah, war ein portables MobilKlo. Also ging sie dort hinein... einer der dortigen Mitarbeiter kam ebenfalls um das Eck und bemerkte, dass sie in dem Mobile-Klo war, welches eigentlich für den Verkauf gedacht war. Er begann zu schreien und schimpfen (auf Spanisch), trat und hämmerte gegen die Türe und versuchte sie aufzubrechen und es umzukippen. Das Model rannte halb ausgezogen davon, sprang in unser Auto und wir fuhren wie Räuber davon, die gerade den Store überfallen hatten, den Typen schreiend und gegen das Auto tretend hinterher. Es war ein witziger, aber auch etwas angsteinflößender Moment zugleich...

Was war der witzigste Zwischenfall bei einem Shooting? Es ist amüsant, dass ich diese Frage oft gestellt bekomme - aber eine Geschichte hat sich bei mir eingeprägt. Ich fotografierte auf Ibiza, wir fuhren von einer Location zur anderen und das Model musste aufs Klo. Auf diesem Level Deiner Wir stoppten bei einem Arbeit, bist Du zu 100% Geschäft - der Inhaber zufrieden mit Deinem Schaf-

C-Heads Magazine


fen oder hast Du noch immer das Gefühl, etwas zu verbessern können oder beim nächsten Mal anders zu machen? Natürlich, es gibt immer etwas, das man besser machen kann, aber ich denke, man kann nicht von einem einzigen Shooting lernen - denn jedes Bild ist einzigartig, damit ist nichts, was ich heute tue, morgen relevant. Es ist eher die Frage, ob man auch wirklich alles aus dem Shooting geholt hat oder nicht. Ich schreibe mir nie auf, wie ich etwas fotografierte oder über das Shooting selber, denn ich möchte in der Zukunft nicht wieder in der selben MomentAufnahme sein, dafür gibt es keinen Grund. Durch die digitale Technik heutzutage kann man bereits am jeweiligen Tag Probleme bereits vor Ort direkt während des Shootings erkennen. Lass uns über Dein Equipment sprechen. Welche Kameras und Objektive verwendest Du? 5dmk2 für 35mm, mit 50mm 1.4, 85 1.2 und 1.8 Objektiv und die 70200 2.8, die Mamiya 645AFD3 mit p30+ (30 megapixel) digitalem Rückteil. Ich liebe beide, sie sind sehr einfach, schnell und sehr ähnlich in ihrem Stil und den Funktionen, damit ist der Wechsel zwischen den Kameras zur anderen sehr leicht.

50

Fotografierst Du digital oder analog? Mittlerweile digital. Und ich bin ein Fan muss ich zugeben, fotografieren ohne Pau-

sen und man weiß, man hat Hintergrundlicht eines Monitors - der Druck wirkt da ganz den „Shot“. anders. Mit den populären Möglichkeiten von digitaler Bildbearbeitung heute, Was war die großartigste Location, wie denkst Du über die Verwendung wo Du ein Shooting hattest? Ich oder den Mißbrauch von Photoshop? liebe es in der Weite und verlasIch liebe Photoshop. Ich ver- senen Gebieten zu fotografiebringe viel Zeit damit, aber ich ren, deshalb sind Namibia (Afverwende es dazu, um das beste rika), Death Valley (USA) und Gefühl aus dem Bild zu holen Fraser Island (Australien) die und es zum Leben zu bringen. großartigsten Plätze, an denen Es ist ähnlich wie die Arbeit in ich Shootings hatte. Ich liebe der Dunkelkammer in den frü- das Gefühl von Räumlichkeit heren Tagen. 30% der Zeit, die in meiner Arbeit und Du wirst ich mit der Retusche eines Bil- deshalb nur selten Häuser oder des aufwende, ist der Versuch, Bäume in meinen Bildern aus das Bild so zu bearbeiten, dass diesen Gründen sehen. es soweit wie möglich wie auf einem Foto-Film ausschaut. Welche Musik hörst Du am liebsIch versuche das Maximum an ten, wenn Du bei einem Shooting Details in meinen Bildern zu bist? Ich mag verschiedene Arlassen, denn das ist das Grund- ten und Richtungen von Musätzliche der Beauty-Fotogra- sik, deshalb ändere ich ständig fie... ein Bild via „airbrush“ zu meine Playlists und wähle sie je bearbeiten habe ich noch nie nachdem aus, wo ich gerade arin meinem Leben getan. Gute beite. Meistens Rock, Lounge Bildbearbeitung ist für mich und Mellow House, solanwie gute Schönheitschirugie - ge es Beat und den Cruisevon der man nichts sieht oder Faktor in sich trägt - und die Menschen um mich nicht bei erkennen kann. ihrer kreativen Arbeit stört. Wie schaut die Post-Produktion Ich denke, Musik spielt eine aus und welche Soft/Hardware ver- massive Rolle im Setting eiwendest Du? Capture One für nes Shootings und der Szene, die Bildaufnahme, Photoshop deshalb ist es eines der ersten CS3 oder CS4 zur Bildbear- Dinge auf die ich achte, wenn beitung mit Plugins wie „Alien ich in das Studio gehe bzw. skin“ für die Körnung, jedes unterwegs auf Location bin... Bild wird 2-3 mal einem Proofing unterzogen, solange bis es Danke für das Interview! perfekt ist. Das ist notwendig, denn viele Einzelheiten gehen am Bildschirm verloren oder werden übersehen durch das


„Der Prozess, etwas zu fotografieren und es zu formen ist wie eine Droge für mich. Der HARTE Wettbewerb, die verrückten Menschen sind für mich nicht relevant, denn sie ändern nichts daran, was ich tue oder was ich dafür empfinde.“

www.gavinoneill.com C-Heads Magazine


F

luo muse

PHOTOGRAPHY BY Agustin Elizalde Make-up: Belen Caputo Hair: Maria Correa Styling: Sofia Sarkany Clothes: Ricky Sarkany, Vintage Clothes Model: Romina Hartwig to Rebel management Special thanks to: Talisa Amendolara

www.flickr.com/faustooo

52


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


54


C-Heads Magazine


56


58


C-Heads Magazine


MANFRED BAUMANN copyright by Manfred Baumann

INTERVIEW By CHRISTINE GUGGENBERGER

www.manfredbaumann.com


Wenn man in Österreich oder in der Schweiz durch die Städte fährt, fällt einem zurzeit eine Werbung ganz besonders ins Auge. Denn sie ist sexy und kreativ. Und dann zur Überraschung: ausgerechnet für einen Burger. Ungewöhnlich wie wir finden und haben bei dem Fotografen der Kampagane Manfred Baumann nachgefragt… Was ist die Idee dahinter, zeigt, dass ich die richdass die Plakate in schwarz tige Bildsprache gewählt habe, da die Leute darüweiß gibt? ber sprechen. Wir haben unter anderem ein schwarz/weißes Es sind soweit ich gelesen Motiv gewählt um uns habe, weitere Kampagnen mit dieser Kampagne für Burger King von den anderen abzu- geplant. Kannst du uns heben. So kommt das dazu vielleicht schon etwas Logo besser zur Gel- verraten? tung und die Bildsprache spricht so für sich. Ja, bereits im Februar Wir wollten bewußt kein starten die neuen Proübliches Werbesujet ver- duktionen. Die Schwierigkeit dabei wird für wenden. mich sein den Frühling Ich nehme an, dass du sehr und Sommer in meiviel Feedback für die Pla- nen Bildern einzufankate bekommst. Welche Re- gen. Weiters wird es im aktion hat dich am meisten Sommer eine 14-tägige Überraschung geben zu gefreut? der ich allerdings noch Am meisten habe ich nichts näheres verrate. mich über die Reaktionen in der Werbebran- Das Jahr 2009 ist bald um. che intern gefreut. Die Hast du irgendwelche NeuKampagne wurde dort jahrsvorsätze? sehr gut aufgenommen und hat mir auch ge- 2010 ist bei mir bereits

so voll mit Ausstellungen, Produktionen und anderen Projekten. Auch werden wir wieder ein Drittel des Jahres in LA verbringen. Ein kleines Brainstorming zum Schluß. Was fällt dir zu den folgenden Wörtern spontan ein: Perfektion: Ein technisch einwandfreies Bild muss noch lange keine gute Fotografie sein! Freiheit: Münchner Liebe: Nelly - meine Seelenverwandte, seit 14 Jahren ein Team. Erfolg: Fleiß Träume: Sind gleichzusetzen mit Ziele. Vielen Dank!

C-Heads Magazine


‘Tuesday Night Band Practice’

Während der London Fashion Week im September traf ich Dylan, der Mann hinter „Tuesday Night Band Practice“ .Bestehend aus Grafiken von Robin Grave, Mark Murder‘s Entwürfen, Ben Bones Umgang mit Denim, und Dan „Dangerousness’s“ Produktion, geht Tuesday Night Band Practice den umgekehrten Weg - gründet Stores überall auf der Welt, um sich selber erst drei jahre später der Modewelt zu präsentieren. Aus der Welt von Underground-Bands stammend und der Sound von Grunge-Punk in Kleidung umgesetzt - nicht gerade gewöhnlich. Die Logos 62

sind völlig unkonventionell quer über Westen verteilt und eingebrannt, mit marmorierten Aufdrucken, welche batikähnliche Farbflächen erscheinen lassen. Blazer wirken wie gothische Outfits für den Laufsteg oder Bühnen, vervollständigt mit Acid-Washed Jeans, welche auch zur Zeit im Trend liegen. Die Stiefel sind ein echtes Highlight, mit dicken Leder und großen Schnallen, die dadurch eine Art von industriellen Touch bekommen. Um mehr über diese neue, ungewöhnliche Marke zu erfahren, schaut mal hier vorbei: www.tuesdaynightbandpractice.co.uk

Text by Charles Matthews


WANNA BE INSIDE

C-HEADS ? MORE ON

www.c-heads.com/beinside

Photography: Tarik Carroll, Styling & Art Direction: Tarik Carroll & Cam Marshall, Model: Alisa NadolishnyC-Heads Magazine


M

agdalena

PHOTOGRAPHY BY MARC VAN DALEN

model: magdalena, model team hamburg hair & make-up: mareike wuebbenhorst styling: nathalie neher

64

www.marcvandalen.com


m

MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


66


C-Heads Magazine


68


C-Heads Magazine


70


C-Heads Magazine


72


C-Heads Magazine


74


C-Heads Magazine


Y

eah, yeah PHOTOGRAPHY BY Christian Hertel

Styling: Charlotte Diestel (Loox Agency) Make Up: Arzu Kuecuek (Phoenix) & Heidemarie Rundbuchner (Rouge) Models: Isabell (Major Model Management) Yvonne S. (TUNE management)

www.christianhertel.com

76


sleeping mask Agent tights Falke panty Palmers

Provokateur


78


Bra Palmers jeans Patrick mohr boots Dries van Noten overall Princess Tam Tam sneaker Puma


t shirt Danielle Scut skirt Timo Weiland

80


bra Palmers jeans Patrick mohr

C-Heads Magazine


82


dress Alexander tights Wolford

Wang


jacket

84

Martin Margiela dress La Perla


panty Malizia by la perla t shirt Hennes und Mauritz t shirt Stephan Schneider panty Palmers C-Heads Magazine tights Hugo Boss


T Photographer: Emiliano Santapaola Styling: Franqui Nencini Makeup and Hair: Cecilia Dreller - Gilda De Cristofaro 86 Models: Leandro Abalos for Civiles Management


Fashion

MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

Thoughts by Emanuel Sprosec

Das letzte Mal, als ich ein weißes Hemd an hatte, bemerkte es niemand. Ich trug ein schwarzes Sakko und eine schwarze Krawatte - die Art von Krawatten, die man aus den alten, klassischen Filmen kennt. Schwarze Schuhe und schwarze Hose.

Ich war wirklich gut angezogen. Ich spazierte wie der ultimative Geschäftsmann über die Straßen, strahlte das das Gefühl von Erfolg, Sportlichkeit und Geld aus. Ein kleiner Tropfen Parfüm auf meiner Haut, ein leichter Glanz-Schimmer auf meinen - auch dunklen - Haaren, mein Handy in der Hand. Stil & Mode. Yeah! Fühlt sich gut an.

Aber niemand nimmt es wahr. An einem anderen Tag präsentierte ich mich selber in alten, ausgewaschenen Hosen, einem roten Shirt und einem Second-Hand-Pullover. Dazu auch noch dunkel und hellbraune Schuhe und... Überraschung... aus Zufall prompt noch eine rosa Plastiktasche. Jeder starrte mich an. Jeder schaute, sie sprachen über mich. Sie verstanden nicht, was das für „eine Art von Mode“ sei. Woher hast Du das? Ist das modern? Ha, das ist sicherlich einer von diesen eingebildeten, super-stylish gekleideten Schnösel, solche, die man im TV sieht und sich denkt

„Pffff, mühsam“ Nun stehe ich vorm Spiegel. In der einen Hand ein weißes, elegantes Hemd - aber niemand erkennt, dass es etwas besonderes ist. In der anderen Hand den alten Second-Hand-Pullover. Den, wo alle sagen: ���He, schaut euch mal den an!“ Es ist eine seltsame und verrückte Welt heutzutage. Mode ist nicht mehr Mode und Style ist nicht mehr der Style, den wir zu einem Style gemacht haben. Ich ziehe den alten Pulli an und gehe einkaufen. Verdammt, bin ich gut angezogen! C-Heads Magazine


b

PHOTOGRAPHY BY Matias Indjic

LACK CUTS

Stylist: CAMILLE Hair: Mike@be4agency MakeUp: Charlotte Blum Model: Tatiana R @idole agency paris

www.matiasindjic.com

88


90


C-Heads Magazine


92


C-Heads Magazine


94


C-Heads Magazine


96


C-Heads Magazine


GABRIEL GEORGES

INTERVIEW BY Christine Guggenberger PHOTOGRAPHY BY ÜNAL KARAHAN

Gabriel Georges ist schon viel durch die Welt herumgekommen. Ein richtiger Weltenbummler sozusagen. Von klein auf bestimmten verschiedene Länder und Städte sein Leben. Geboren wurde er in der Hauptstadt Österreichs in Wien, aufgewachsen ist er in New Jersey (USA). Amerika, das Land wo eher Hip Hop und Pop die musikalische Landschaft bestimmt. Doch mit 14 fiel ihm ein Mixtape von DJ X-Dream in die Hände und so begann sich die eigentliche Liebe zur elektronischen Musik zu entwickeln. Nach einem dreijährigen DJ-Trip durch Asien zog er in seine Geburtsstadt Wien. Österreich hat ihn also wieder zurück. Seine Bandbreite als DJ ist sehr gross, von minimal bis chillig. Treibende Sets und das immer in lächelnder Verbindung mit der tanzenden Menge. Lass uns mit dem Fakt anfangen, dass du in New Jersey aufgewachsen bist. Die elektronische Szene ist dort sicher ganz anders als die Europäische. Kannst du uns mehr darüber erzählen? Wenn ich über die elektronische Szene spreche, ich wuchs in einer Vorstadt, ca. 1 Stunde von NYC auf, aber auch diese eigentlich kurze Distanz zu NYC war nicht genug, dass dies wirklich einen bedeutenden Einfluss auf unser Gehör gehabt hätte. Hip Hop und Pop wie z.B Dr.Dre und 98

Britney Spears waren angesagt, als wir aufwuchsen, aber es war merkwürdig. Natürlich mochte ich diese kommerzielle Musik während meiner Jugendzeit, weil es alles war was ich kannte, aber als ich 14 war, zeigte mir ein Ex-Raver Typ aus meiner Kirche, ein Mix Tape von Dj X-Dream. Schon von ihm gehört? Er war dieser Trance Dj und Producer, der meine Weltanschauung verändert hat. Langsam kam ich also

zur elektronischen Musikszene und fand ganz kleine Communities in meiner Umgebung, die sich auch für diese Art der Musik interessierten. Das hat mich später in die Richtung gezogen, in der ich heute bin. Aber New York City, und auch andere Städte, die ich besucht und wo ich gefeiert habe, sind schon eine andere Liga. Die kulturelle Vielfalt gedeiht dort, und bringt eine Vielzahl an unterschiedlichen elektroni-


schen Sounds zu tage. Meine einzigen New York Party Zeit war 2006 für die Dauer von ein paar Monaten, bevor ich dann nach Bangkok zog. Es war als ich gerade von Japan zurück kam, und meine Liebe zu Goa war an einem hohen Stand. Die Clubs waren massiv, mit vielen verschiedenen Arten von Leuten. Leute von denen du es nie für möglich halten würdest, dass sie auf der Straße so harmonisch miteinander kommunizieren würden, waren in Harmonie aus einem einzigen

Was bedeutet Musik für dich? Ich denke, dass es ein Ausdruck von sich selber ist. Die Welt dreht sich darum, was gehört wurde oder wonach getanzt wurde. Wir ziehen uns meisten auch so an, je nachdem welche Musik wir hören. Wenn wir zu einem bestimmten Clubbing Event gehen, dann findet man dort meistens einen bestimmten Stil, wie sich die Leute dort kleiden, aber natürlich gibt es es immer Leute die auch anders sind. Musik ist Leben und ich fühle mich sehr glücklich, dass

hen, müssen wir nochmal so hart arbeiten, eine Richtung zu finden, die uns von den anderen unterscheidet. Ich habe gelesen, dass du auch an deinen eigenen Produktionen arbeitest. Was für eine Richtung wird das sein? Ich liebe diese Frage. Willst du meine ehrliche Antwort? Ich weiß es nicht. Der Grund dafür ist, meine Stiländerungen als DJ. Kürzlich habe ich zu einem „Berlin Style“ gewechselt, welches in meinen Ohren sehr gut klingt. Aber

„...My minimal. Its an art... a culture...a way of life...“ Grund: Der Musik. Aber um klar zu sein: Ich denke, Musik hat eine große Auswirkung auf unsere Kultur. Jede Stadt in die du gehst, hat einen Schwerpunkt auf einem oder einigen wenigen Genres. In der UK das ist es fidget house/drum n‘bass frenzy, in Amsterdam und im Mittleren Osten sind es trance/goa. In Deutschland, dessen Einfluss nach Österreich, Spanien, Italien, Frankreich, etc sickert, sind Minimal freaks und auch electro house Liebhaber. Asiaten lieben Goa/ Trance/Trip und Hip Hop... und zum Schluss Amerika, ist am kommerziellsten, und hat einen großen Einfluss auf die Hip Hop/RnB und Pop Szene.

ich das zurückgeben kann, was die Musik mir gegeben hat. Mit der Menge an Musik die derzeit erscheint, müssen DJ´s und Producer heutzutage noch härter arbeiten, um relevant zu sein. Hat sich aufgrund dessen dein Arbeitsaufwand in den letzten Jahren gesteigert? Mein Gott, du würdest es nicht glauben. Hahaha. DJ´s and Producers sind lustige Gestalten; wir streben ein Gefühl von Individualität an, und mit neuen Technologien die immer mehr zur Verfügung stehen, werden größere Möglichkeiten für Individualität gesucht. Wir können nicht alle gleich sein, wie sonst werden wir als Künstler betrachtet? Und mit allen neuen Ideen und Stilen die entste-

wenn ich einen Track produziere, so wie ich vorher gespielt habe, dann wäre es keine genaue Impression von mir selbst mehr. Ich würde es sofort von meiner myspace Seite löschen, wegen meines neuen Stil. Der Release deiner Tracks ist dein Statement für die Welt. Es ist die perfekte Beschreibung für dich als Künstler, und mit der konstanten Änderung der Musik Genres, bin ich immer noch auf der Suche, nach dem präzisen Ausdruck meiner Individualität. Aber keine Sorge, ich sitz nicht auf meinem Hintern, natürlich habe ich Projekte, aber über die möchte ich im Moment noch nichts sagen.

C-Heads Magazine


„Musik ist Leben und ich fühle mich sehr glücklich, dass ich das zurückgeben kann, was die Musik mir gegeben hat.“ Welches Programm benutzt du zum Producen & welches zum Djing? Ich verwende Ableton zum Producen & keines zum Djing. Ich mag nur „hands-on media“. Aber wer weiß? Frag mich nochmal in ein paar Jahren. Wenn du nicht das machen würdest, was du heute machst, was wäre Plan B? Nein, nein, nein, es gibt keinen Plan B für mich. Nichts passiert ohne Grund. So ist es. Ich sollte genau das hier machen, und ich möchte es nicht anders haben.

da ist ein Mann, der mir mal gesagt hat, dass es kein Versagen gibt, außer du gibst auf. Es gibt immer einen Beistrich zwischen dem, was du falsch gemacht hast, und dem was du getan hast um es wieder gut zu machen. Warst du ein glückliches Kind? Ja und nein. Aber ganz ehrlich, welcher Teenager ist wirklich glücklich, wenn er keine Chance auf einen freien Willen hat?

Wo siehst du dich in 10 Jahren? Schwierige Frage. Ich wäre deprimiert, wenn ich jetzt aufzählen würde, wo ich sein will, und dann in 10 Jahren lese ich das und habe es nicht geschafft (hahaha). Lass uns sagen, ich werd immer noch auflegen, weil ich nicht denke, dass mein starkes Band mit Djing schwächer werden wird. Und wer würde denn schon aufgeben, vor einer fröhlichen Menge zu spielen?

Hast du irgendein Vorbild? Einen Künstler, der dich wirklich inspiriert? Ja, Sven Väth. Dieser Typ ist in meinen Augen eine Legende. Es ist nicht seine Musik, die mich bewegt, es ist seine ganze Richtung. Er hat in seiner Karriere so viel erreicht und ich habe so viel Respekt vor seinem hoch angesehenen Record Label und seinem erstklassigen Club. Diese zwei Leistungen, sind meine Motivation bestrebt zu sein, und meine jeweiligen Ziele eines Tages zu meistern.

Gibt es irgendwas, wovor du Angst hast? Meinst du Versagen? Haben wir nicht alle Ängste? Aber

Was ist das merkwürdigste, dass du je gemacht hast, während du einen Gig gespielt hast? Ich kann mich echt

102

an nichts erinnern. Da gibt es immer wieder ungewöhnliche Momente, aber es gibt da jetzt nichts, was mir im Gedächtnis geblieben ist. Eine Sache die du an der Dance Music Culture nicht magst? Die Politik. Es geht nicht darum, was du weißt oder machst. Es geht darum, wen du kennst. Und für mich verhindert das die Beachtung des Talents. Eine Sache die du an der Dance Music Culture magst? Das Lachen der Leute. Es ist immer eine Freude etwas live zu hören, wofür man eine totale Passion hast. Und ich liebe es dieses Lachen zu sehen, und zurückzulachen, - mit Ihnen zu lachen. Es ist ein wunderbares Erlebnis, und ich habe das Glück, das jedes Wochenende zu genießen. After hours: ja oder nein? Ja. Letzte Worte? Wir sehen nur durch Taten. Vielen Dank für deine Zeit!


www.myspace.com/gabrielgeorges C-Heads Magazine


JOYCE MERCEDES INTERVIEW By CHRISTINE GUGGENBERGER

Joyce Mercedes hat “House” im Blut. Sie begann als Tänzerin für die besten Clubs der Welt. Dort wurde sie auch als Model entdeckt und Joyce erschien in Magazinen wie Playboy, FHM und Maxime oder verschönerte die Campari Werbung. Dann später - 1999. Ein sonniger Tag in Miami und ihr erster Versuch als Djane begeisterte die Zuhörer. Um später zu einer der erfolgreichsten weiblichen Djanes zu werden. Ende 2007 hat sie ihr eigenes Label QOC-Recordings gegründet. Aber genug der Zahlen und Fakten. „Pure“ ist ihre aktuelle Mixcompilation, die aus nichts Schöneres als aus Musik und Liebe besteht… Das Album ist in zwei verschiedene Teile gespalten. Einer für die Mädchen, einer für die Jungs. Wie kam es zu dieser Idee? Ich suchte nach einer Musik, die meine Gefühle beschreiben konnte, die ich gegenüber einem Jungen hatten, in den ich sehr verliebt war. Es kam direkt aus mir heraus, so dass ich es unbedingt veröffentlichen musste. „Pure“ mein Gefühl, Junge, DER Junge. Das Mädchen kommt eher dem näher, was ich in Clubs spiele, mehr gemischt mit Vokals. Mehr Joyce Mercedes, welche ja ein Mädchen ist (lacht). Wie war die Arbeit daran? Schön, manchmal sehr schwierig, aber als ich mein Baby in der Hand hatte, gab es nichts, das ich daran nicht mochte... Die Musik ist gut, auch kümmerte ich mich selber um das Mischen

und Mastern und deshalb liebe ich das Werk. Es ist ein schönes Werk. Sprechen wir über „Pure“. Was ist die „pure“ Joyce Mercedes? Ich bin eine ehrliche Person, sehr loyal, ich liebe es zu Lachen und fühle mich meinen eigenen Zielen verbunden. Was war das netteste Feedback, das Du bis jetzt bekommen hast? „Es ist alles so verschieden und so nett, schwer zu vergleichen..“. Aber zum Beispiel ist es auch schön zu wissen, wenn ich von Freunden höre, dass meine Musik auf einer Yacht in der Türkei gespielt wurde oder wenn mich ein Freund anruft und mir mitteilt, dass bei einer Hausparty immer und immer wieder die „the boy“ CD gespielt wird...

Wo ist der beste Platz um das Album zu hören? Es hängt von der Stimmung ab... für mich ist „the boy“ tiefgründiger, mehr Entspannung.... im Bett liegen, eine Chillout-Party? Girl ist stärker, mehr Party oder kurz bevor du das Haus zu einer Party verlässt... oder ein sonniger Tag am Strand. Es hängt wirklich von der Stimmung der Person in dem Moment ab. Hast Du bereits Pläne oder Gedanken für das neue Jahr? Ich möchte meiner Pop-Single „Give it up“ zu einem großen Erfolg verhelfen. Mein eigenes DJ Dance-Album veröffentlichen und ich möchte ein sehr gesundes Leben führen. Ein letztes Wort an unsere Leser? Respektiere und stehe zu Deinen eigenen Werte!

C-Heads Magazine


WIN JOYCE MERCEDES ALBUM „PURE“ Wenn ihr eines der beiden „Pure“ Albums von Joyce Mercedes gewinnen wollt, dann schreibt uns einfach eine e-mail an contact@c-heads.com Wir verlosen unter allen Einsendern und wünschen viel Glück!

106


www.joycemercedes.com

C-Heads Magazine


New York

PHOTOGRAPHY BY DENIS IGNATOV

Model: Natasha Lazareva & Nina Lansky

www.denisignatov.de

108


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


110


C-Heads Magazine


112


114


C-Heads Magazine


116


sleepless nights with

GummiHz

INTERVIEW BY Christine Guggenberger Aufmerksam geworden bin ich schon lange auf den damals noch eher unbekannten Griechen Alexander Tsotsos @ aka GummiHz. Seine Tracks waren detailgetreuer minimal techno in Höchstform und brachten mich etliche Male dazu nicht stillzusitzen. Ich erinnere mich z.B. gerne an „Headfull Of Loops“. Alexander ist gebürtiger Grieche, geboren in Edessa, einer kleinen Stadt im nördlichen Griechenland. Mittlerweile lebt er aber in Berlin – die Stadt die immer noch auf wundersame Weise den größten vibe und hype für Techno verbreitet. Sein Debutalbum „Sleepless nights“ ist gerade auf Mobilee Records erschienen und zeigt seine Veränderung in eine musikalisch viel vielseitigere Richtung. Frischer Wind für die Clubszene... Als in Berlin lebender Grieche, da stells sich natürlich die große Frage: warum hast Du Dein Land verlassen? Erst bist Du nach London gezogen, mittlerweile bist Du in Berlin. Wie kam es dazu und vermisst Du manchmal Deine Heimat, speziell wegen dem Wetter? Ich habe Griechenland Mitte der Neunziger Richtung England verlassen um eine technische Ausbildung zu machen. Es war eine spannende und schöne Zeit. Es half mir zu lernen und meinen Horizont zu erweitern. Vor drei Jahren ungefähr beschloss ich dann nach Berlin zu ziehen. Es ist ein etwas entspannterer und ruhigerer Ort als London und es hilft mir zur Zeit mich zu inspirieren. Außerdem leben die meisten meiner Freunde und „Komplizen“ in Berlin (lacht). Aber natürlich, ich versuche jeden Sommer auf einen kleinen Urlaub nach Griechenland zu kommen. 118

Ich habe mal gelesen, dass Du mal meintest „Mobilee“ ist wie eine große Familie mit kreativer Dynamik aber auch sehr gut organisiert. Wie bist Du zu dem Label gekommen? Und wie wichtig sind gute Connections zwischen den Leuten für Dich? Zu Mobilee bin ich über ein Demo gekommen, dass ich 2006 ihnen zugeschickt hatte. Es war sehr passend mit „what shakira wouldn‘t sing on“ benannt. Ungefähr ein Monat später bekam ich ein Mail von Anja mit einem Angebot für eine Aufnahme. Seit dieser Zeit arbeiten wir sehr gut zusammen und das führte zu mehr als zehn Releases in den letzten drei Jahren. Es liegt in der Natur unserer Arbeit, dass wir sehr gut miteinander kommunizieren müssen, wenn wir an einem Projekt arbeiten. Als kreativer und sensibler Individualist, muss man als Künstler auch manchmal angetrieben


C-Heads Magazine


oder auch inspiriert werden und gute Kommunikation und das Verständnis untereinander hilft sehr dabei. Gibt es „echte“ Freundschaften im Musik-Business? Natürlich gibt es die. Schlußendlich haben wir alle die selbe Leidenschaft für Musik... uns selber auszudrücken und Erfolg zu haben. Sag uns, wie ein typischer Gummi HzTag ausschaut! Also... die meisten Wochentagen schauen so aus: als erstes ein guuuutes Frühstück.... der größte Teil des Tages wird im Studio verbracht mit einigen kleinen Pausen für Kaffee oder Mittagessen. In der Nacht Freunde auf Drinks oder ein Abendessen treffen.... danach wieder bis in die Früh ins Studio.... schlaflose Nächte! Ok, lass uns über Dein Debut-Album „Sleepless nights“ sprechen, welches vor kurzem erschien. Welcher ist Dein persönlicher Favorit? Und warum? Mhhhhhhhhhh, nun - ich muss sagen, dass ich alle Tracks mag.... aber sagen wir mal, dass ich momentan vor allem Sunshine Dub spiele. Wie lange hast Du daran gearbeitet? In etwa 6 Monate, ich begann in Dezember 2008 und beendete es im Mai 2009. Es sind einige großartige Vocals darauf. Wie „findest“ Du die Sänger dazu? Nun, ich traf Malena Perez über einen Freund von mir. Ich kannte ihre Arbeit und fragte sie, ob sie 120

einige Sessions gemeinsam machen möchte und schaute einfach, was daraus entstand. Es dauerte nicht lange bis wir mit der Arbeit an einem Title-Track für das Album begannen. Sie ist ein echter Profi mit viel Charisma. Den Rest der Vocals machte ich anfänglich selber, aber entschloss mich dann weiter, auch sie mit Emena, welche ebenfalls Griechin ist, einzusingen. Wenn Du nicht das tun würdest, was Du tust, was wäre Dein Plan B? Sorry, kein Plan B!! Wo siehst Du Dich selber in 10 Jahren? Um ehrlich zu sein, das ist noch sehr weit weg. Es gibt einige Dinge, die ich gerne weiter verfolgen und erreichen möchte in den nächsten Jahren. Zum Beispiel mehr Sessions mit Musikern, vielleicht eine Familie zu haben und ein ein gutes Studio aufzubauen. Gibt es etwas, vor dem Du Angst hast? Ich mag es generell Risiken einzugehen und nicht immer auf der sicheren Seite des Lebens zu bleiben. Somit ist Angst nicht etwas, an das ich all zuviel Zeit verschwende. Gibt es eine Frage, die Du gerne mal gestellt bekommen möchtest? Ich bin für alle Fragen offen! Welchen Traum-Gig gibt es bei dem Du spielen möchtest und wo wäre das? Dunno..... vielleicht eine Party mit allen meinen Freunden auf dieser Welt auf einer Insel in der Ägäis. Sonne, Meer und Rum!


Womit assozierst Du Deinen Erfolg? Ich bleibe meinen Ohren gegenüber ehrlich. Welche Tipps hast Du für den Nachwuchs? Bleibe Deinen Ohren gegenüber ehrlich. Was ist das Witzigste, was Dir während eines Gigs passiert ist? Mhhh, ich bin sehr ernst wenn ich spiele (lacht)! Was sind Deine Einflüsse und Inspirationen? Es gibt viele Einflüsse, welche mich in meinem Leben inspirieren. So zum Beispiel Städte, die Nature, Einstellungen, Gedanken, Menschen, Freunde, Familie, gutes Essen, Flirts, Musik, Synthesizer und noch vieles mehr... After hours: Ja und nein!

ja

oder

nein?

Zu guter Letzt, gibt es etwas, dass Du uns sagen möchtest? Danke für die Zeit und das Lesen dieser Zeilen, ich hoffe, ihr habt zumindest einen ganz kleinen Einblick in meine Denkweise bekommen. Ich wünsche Euch alles Gute!

www.myspace.com/alextsotsos C-Heads Magazine


ny

xA

live

O

PHOTOGRAPHY BY Jonathan Bell

Stylist: Leanne Trigg www.triggandtrig.com, Makeup: Jennifer Noa, Model: Megan Fennya @ Liz Bell

www.jonathanbell.ca

122


PAIGE BLACK LABEL -tank SEE BY CHLOE -skirt JUICY COUTURE -boots


PINK TARTAN -blouse ELIE TAHARI -skirt H&M -gloves WOLFORD -bra

124

REBECC ALEXANDER


CA TAYLOR -bolero NDER WANG -dress

C-Heads Magazine


126

PINK TARTAN -blouse ELIE TAHARI -skirt H&M -gloves WOLFORD -bra


C-Heads Magazine


128

Vintage LIZ CLAIBORNE -worn as head wrap


CALVIN KLEIN -top WOLFORD -tights torn and worn as sleeves Stylist‘s Own -belt LEVI‘S -shorts


SOPHOMORE -tank 130 -skirt worn as sleeve H&M


C-Heads Magazine


REBECCA TAYLOR -bolero ALEXANDER WANG -dress

132


C-Heads Magazine


z

PHOTOGRAPHY BY TIGRE ESCOBAR

Careful With That Axe Eugene Stylist: Stefanie del Papa Make Up: Jordana Rabinowitz Model: Alexandra @ Elite Model Management Production: Sophie Calder @ www.untitledidentity.com Location - Miami, Fl

www.tigre-escobar.com 134


MARC BY MARC JACOBS VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

fishnets


136


MARC BY MARC JACOBS skirt NEKTAR DE STAGNI tights WOLFORD bracelets KENNETH JAY LANE heels BETSEY JOHNSON

cardigan

C-Heads Magazine


138


Left

BETSEY JOHNSON H&M heels MARAOLO at Rebel Boutique vest CASTING at Rebel Boutique pearl necklace NEKTAR DE STAGNI sunglasses VINTAGE CHRISTIAN DIOR dress

stockings

Right

MARC BY MARC JACOBS NEKTAR DE STAGNI tights WOLFORD bracelets KENNETH JAY LANE heels BETSEY JOHNSON

cardigan skirt

C-Heads Magazine


140


ONLY HEARTS NEKTAR DE STAGNI sequin cardigan DKNY mirror brooches NEKATR DE STAGNI crystal & chain necklace NEKTAR DE STAGNI bodysuit

skirt

C-Heads Magazine


MARC BY MARC JACOBS VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

fishnets

142


C-Heads Magazine


FRANZ

FERDINAND REVIEW BY SAMUEL KISS & LAURA M. ZODER IMAGES BY SAMUEL KISS

Franz Ferdinand, eine Konstellation aus vier jungen, talentierten und überwiegend multiinstrumentellen Musikern. Zur Bekanntheit verhalf ihnen 2004 ihr Ohrwurm „Take Me Out“, die zweite Single des Debütalbums „Franz Ferdinand“. Müsste man die jungen Briten stilistisch einordnen, wären die wahrscheinlichsten Genres noch Indie-Rock und Britpop mit Elementen des Post-Punks der späten Siebziger. Das Debütalbum wurde ein Erfolg in Großbritannien und mit der Zeit verbreitete sich ihre Musik auf der ganzen Welt! Ihre ersten Auftritte hatten Alex Kapranos, Nick McCarthy, Paul Thomson und Robert Hardy im „Chateau“, einem inoffiziellen Treffpunkt der Glasgower Indie-Szene. Der deutsche Einfluss auf den Bandnamen und einige ihrer Songs kommt vom Gitarristen Nick, der ein Gymnasium im deutschen Bayern besuchte und dort auch Klavier und Kontrabass studierte. Der Name ist deutsch auszusprechen und entspringt einem Gespräch über den österreichisch-ungarischen Erzherzog Franz Ferdinand. Der Klang des Namens motivierte die Musiker schliesslich zur Adaption. Ein Jahr nach ihrem Debüt 2004, erschien das zweite Studioalbum der Band. Weniger experimentell als das erste Album, mit einem deutlich monotonerem Sound-Schema blieb „You Could Have It So Much Better“, trotz der Verkaufszahlen und der Top-Ten Platzierungen unscheinbarer. 2009 erschien schliesslich die dritte Scheibe „Tonight:Franz Ferdinand“, mit Differenzen zur Vorgänger-

CD. Der Grundstil änderte sich wenig, aber durch die Verwendung von Synthesizern gewann die selbe Musik, einen neuen Klang, mit wiederum Chartplatzierungen unter den besten Zehn. Ungewöhnlichen Elemente wie ein Banjo, Menschenknochen als Drumsticks und durch das Pendeln von Mikrofons hervorgerufene Töne tragen zur Verfeinerung der Musik bei. Das Ziel der Band war es ein Dancealbum zu produzieren, was definitiv gelang. Am 11.12.2009 spielten Franz Ferdinand in der Bank Austria Halle im Wiener Gasometer., unter dem Titel Franz Ferdinand & Special Guest. Dieser unbekannte Gast, war die deutsche Band „1000 Robota“. Drei junge Hamburger, sehr rockig und heavy, die nach einer halben Stunde, aufgrund des desinteressierten Publikums, abrupt und ohne große Worte die Bühne verließen. Mit nur knappen 10 Minuten Verspätung stürmten Franz Ferdinand dann auf die Bühne und trugen nach einem lauten „Guten Abend“ zum Heben der Stimmung bei, während sie „No You Girls“ spielten. Das Publikum war schon beim ersten Lied sichtbar in Stimmung. Nach dem ersten Lied, übernahm der Gitarrist Nick das Mikro und begrüßte die Masse mit ein paar kurzen Sätzen, in einwandfreiem Deutsch. Er erzählte, dass dies der letzte Gig der „Tonight: Franz Ferdinand“-Tour sei. Außerdem erwähnte er dass sich die Band freue wieder zu Hause zu sein. Wobei aber nicht eindeutig verständlich war, ob er den deutschen C-Heads Magazine


Sprachraum oder die Vorfreude auf sein Zuhause meinte. Für die Menge war dies unwichtig und Grund genug, laut loszujubeln. Die Band, alle in möglichst enger Kleidung, gaben einen Song nach dem Anderen zum Besten. Anfangs bestand das Bühnenbild aus einem riesigen Banner mit dem Bandlogo. Während des zweiten Songs fiel der Banner und dahinter kam eine Leinwand in durch blassblaue Neonlichter unterteilte Quadrate zum Vorschein, auf welche verschiedene Szenen über einen Beamer projiziert wurden. Neben den Songs vom aktuellsten Album durften die Klassiker auch nicht fehlen. Relativ ausgeglichen wurden 4 Songs von „You Could Have It So Much Better“, sechs Lieder von „Tonight:Franz Ferdinand“, wobei „Lucid Dreams“ in einer verlängerten Version als Abschlusslied fungierte, mit garantiert 15 Minuten Laufzeit. Mit sieben Songs dominierte der Sound von „Franz Ferdinand“ das Konzert. Klassiker wie „Take Me Out“ oder „The Dark Of The Matinee“ waren natürlich mit dabei. Nach ca. einer Stunde Spielzeit wurde rechts auf der Bühne ein Schlagzeug aufgebaut, auf dem dann alle vier Bandmitglieder eine zehnminütige Trommeleinlage lieferten. Die Musiker hatten sichtlichen Spass daran, gemeinsam ein Schlagzeug zu betrommeln und auch die Menge war in euphorischer Stimmung. Da fiel auch auf, dass der Schlagzeuger Paul Thomson ein blutunterlaufenes Auge hatte. Dann verschwand der Hauptact abrupt von der Bühne, ohne große Worte, oder Verabschiedungen. Nach zweiminütigen Zugaberufen und Jubeln des Publikums kamen ein paar Tourbegleiter auf die Bühne und fingen an die Instrumente nachzustimmen. Wenig später tauchte die Band wieder auf,

146


jeder von ihnen mit einer Flasche Bier in der Hand, prostete der Menge zu und fuhr mit dem Auftritt fort. Einige der älteren Songs waren zusammengemixt, wie zum Beispiel „40‘“ und „Michael“. Mittendrin wurde ein Song gespielt, der bisher nicht veröffentlicht wurde und den Titel „Where Are Your Friends Tonight“ tragen könnte. Das Abschlusslied „Lucid Dreams“ zog sich in die Länge mit einer eindrucksvollen Performance, mit beeindruckenden, an die Leinwand projizierten Live-Bildern von Publikum und Band. Der Gitarrist Nick stand von Anfang an an den Tasten und Alex legte zwischendurch die Gitarre weg und stellte sich vor den Synthesizer. Der reihe nach Stellten sich die Musiker dann noch einzeln mit ihren Instrumenten direkt an den Bühnenrand und präsentierten sich noch ein letztes Mal. Zuerst Alex, dann Nick, Robert und Paul folgten. Nach dieser Darbietung kam die Gruppe noch einmal geschlossen auf die Bühne um sich zu verbeugen. Der Endbeifall war so tosend, dass es schien, als würden statt knapp 5.000, ungefähr 20.000 Menschen applaudieren. Die Zuschauer waren durchgehen bei der Sache, sie tobten, tanzten, sangen und kämpften um die besten Plätze. Doch irgendwie fehlte durchgehend der zündende Funken zwischen Band und Masse. Franz Ferdinand gilt als einer der besten Live-Acts der Welt, und trotz der Wahnsinns-Show im Wiener Gasometer, fehlte das „gewisse Etwas“. Letzten Sommer spielten sie am „Volt Fesztivál“ in Sopron vor knapp 30.000 Menschen und die Show wirkte damals eindrucksvoller und energiegeladener. Vielleicht war es die Erschöpfung der langen Tournee, es war leider nicht das was man von ihnen kennt. Fazit: Trotz der fehlenden Kommunikation zwischen Musikern und Menge immer noch sehr sehenswert. Franz Ferdinand sind und bleiben definitiv unter den besten LiveBands der Welt. Zwei volle Stunden Musik im feinsten Stil.

www.franzferdinand.co.uk C-Heads Magazine


d

PHOTOGRAPHY BY TIGRE ESCOBAR

BITE ME

Stylist: Stefanie del Papa, Make Up: Jordana Rabinowitz Model: Olga @ NEXT Miami, Production: Sophie Calder @ www.untitledidentity.com Location: Miami, Fl

www.tigre-escobar.com

148


Cool, Casual by Slow and Steady Wins the Race Tee, Vintage gold sequin bolero, Zara booties


Nektar De Stagni dress, Nektar De Stagni mirror brooch

150


iisli dress,

Nektar De Stagni crystal necklace

C-Heads Magazine


Betsey Johnson Vintage cashm Nektar De Stag

152


n dress mere cardigan agni crystal necklace

C-Heads Magazine


hanne PHOTOGRAPHY BY ARNE HOFFMANN

Model: Hanne (Megamodel, HH) Hair & Make-up: Karina Asmus, Styling: Louisa Witt

Www.arnehoffmann.de

154


e

MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


156


C-Heads Magazine


158


C-Heads Magazine


160


Clothes: Maria Lombardi, Burdel, Neon, Silvia Brown, Bolivia, Vestite y Andate, Los Blanco

B

162


B

eautiful Mess PHOTOGRAPHY BY Emiliano Santapaola

Styling: Franqui Nencini Makeup and Hair: Cecilia Dreller - Gilda De Cristofaro www.glam-makeup.com Models: Brenda Chiozza for Dotto Models and Leandro Abalos for Civiles Management

www.emilianosantapaola.com C-Heads Magazine


164


C-Heads Magazine


166


168


C-Heads Magazine


170


C-Heads Magazine


Kane Roth INTERVIEW BY SIMONA Hypsova

Die französische Minimal und Techno-Szene ist nicht unbedingt die, die am öftesten da und dort erwähnt wird. Aber von Zeit zu Zeit entdeckt man per Zufall ein Talent - was für eine Überraschung... vor allem wenn es sich dabei um eine Frau handelt. Ladies and gentlemen, Kane Roth! 172

www.kaneroth.com


Hallo Kane, vielen Dank für Deine Zeit! Wie geht es Dir heute? Danke Dir, alles gut!

usw... aufgetreten zu sein. Ich liebe es, im Freien zu spielen!

Zuerst muss ich mal sagen, dass Deine letzte EP Kamasutra brilliant ist, gratulation! Ich kann mir vorstellen, dass Du zur Zeit eine sehr gefragte Künstlerin bist, oder? Ich dachte nie daran, eine gefragte Künstlerin zu sein... ich denke, ich tue das was ich am besten kann, Musik und ich arbeite jeden Tag sehr hart - es ist nicht leicht heutzutage, da der Markt sehr übersättigt ist.

Lass uns über das Produzieren und die Arbeit um Studio sprechen? Welches Equipment verwendest Du? Ich habe nur wenig Equipment, denn ich möchte Musik überall machen. Ich verwende ein MacBook Pro, eine Soundkarte und einen Controller - das war‘s. Und das ist auch genug für den Moment. Ein Freund borgte mir vor kurzem ein Midi-Keyboard für sechs Monate und dennoch benötigte ich es nur ~10 Mal - ich realisierte damit, dass ich tatsächlich nur ein Minimum an Equipment brauchte.

Neben der Kamasutra EP hast Du außerdem bei Labels wie Multi Vitamins oder Groom Records sowie bei Archipel EPs herausgebracht. Fühlst Du einen Einfluss auf Deine Arbeit durch die verschiedenen Labels? Meine Einflüsse kommen aus meinem Leben, meinen Emotionen, meinen Freunden und so weiter... jeder Track hat seine eigene Geschichte. Als ich meinen ersten Track bei Archipal veröffentlichte, war mein Sound sehr minimal und experimentell, während bei Multi Vitamins er etwas groovy war. Mein letzter Release bei Groom Records war mehr in Richtung Kama Sutra EP. Ich möchte am liebsten ständig nur in diese Richtung produzieren, ohne Vorgaben oder Einschränkungen. Die Kooperation mit Archipel führte zu einer Reihe von Gigs in Kanada. Hat es Spass gemacht? Gibt es da einen Unterschied zu den Europäischen? Ich mochte es wirklich in Kanada zu spielen, die Menschen waren großartig, die Orte fantastisch. Großartige Erinnerungen, speziell beim Picnik Electronic in Montreal - ich erinnere mich an Menschen, die ständig ein Lächeln im Gesicht hatten und sehr offen gegenüber der Musik waren. Der perfekte Platz um zu spielen! Ich habe Dich sehr oft in Marseille oder Montpellier auftreten gesehen. Mich würde interessieren, wie die Musik-Szene im Süden von Frankreich ist? Leider ist die Szene in Südfrankreich beinahe tot.... und ich glaube, das ist fast überall in Frankreich (ausgenommen vielleicht in Paris). Der Süden Frankreichs war vor 10 Jahren großartig, viele Partys an verrückten Orten wie z.B. alte Kirchen und ich darf mich glücklich schätzen mehrmals an Orten wie in der Nähe vom Meer, auf Bergen,

Während der Auftritte in Clubs verwendest Du Ableton Live, oder? Spielst Du live, semi-live oder mixt Du nur die Tracks? Ich spiele mit Ableton - es ist eine Mischung zwischen live und set live, ich füge dann meine eigenen Tracks und Loops hinzu. Hast Du sowas wie ein Musik-Idol oder jemand, den Du respektierst? Ich respektiere viele Künstler wie Onur Ozer, Bruno Pronsato, Tim Xavier, Franco Cinelli, Ambivalent, Camea, Pheek, Magda , Jos Wink und viele andere mehr... Sag uns, was machst Du wenn Du nicht im Studio oder auf Tour bist? Ich produziere Musik seit 5 Jahren Tag für Tag - mein Studio ist quasi meine Wohnung, wie man sich vorstellen kann. Es ist schwierig, da nicht Musik zu machen. Nebenbei gebe ich Unterricht in DJing und Ableton Live. Welche Art von Musik außer Elektronischer hörst Du sonst noch? Das hängt von dem jeweiligen Moment ab, wenn ich spazieren gehe höre ich meistens Dub oder Trip Hop. 5 Dinge, ohne die Du nicht leben kannst? Hey! Darüber habe ich noch nie nachgedacht... (lacht) Meine Katze, meine Freunde, meinen Computer, Liebe und Sex, Kaffee! Gibt es noch etwas, dass Du uns sagen möchtest? Es ist nicht die Musik, die zählt, aber die Stille die danach folgt. Danke für Deine Zeit! C-Heads Magazine


h

PHOTOGRAPHY BY Farrell Kramer Stylist: Debra Ginyard (Ibadan Management) Hair/makeup: Mirna "Lola" Jose

www.farrellkramer.net

174


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

Model: Grace Bol T-shirt as armband: Global Recess Bikini: H&M Jewlery: Dot & Snookie Gold shoes: Nina C-Heads Magazine


176

Model: Emarie Wiltz T-shirt dress: Global Recess Bracelet: Alexis Bittar


C-Heads Magazine


178

Model: Grace Bol T-shirt: Global Recess Shorts: Jill Stuart Fishnet stockings: Danskin Black cuff: Ben-Amun


Model: Grace Bol T-shirt dress: Global Recess Gold shoes: Nina Ball necklace: Alexis Bittar Gold bracelets: Ben-Amun

C-Heads Magazine


MOONBOOTICA INTERVIEW By CHRISTINE GUGGENBERGER PHOTOGRAPHY BY TIMMO SCHREIBER

We still have to save the night!

Ich träum noch immer vom letzten Urlaub und quäle mich täglich mit den Wetterinfos aus den warmen sonnigen Ländern. Da sind die Nächte wohl wirklich das Beste ... ganz im Sinne von „Save the Night.“ Das ist auch das Motto der aktuellen Mix Compilation von den beiden Moonbootica - Jungs. Exzellent ausgewählte Tracks und das alles hochklassig gemixt. Wir feiern definitiv mit und lassen uns gerne durch die Nacht verzaubern…

C-Heads Magazine


182


Zuerst einmal ich muss sagen ich liebe den CD Titel und habe mir den Sticker „Save the Night“ sogar an meine Eingangstür geklebt. Wie schnell habt ihr die Wahl für den Titel getroffen? Vielen Dank. Sowas geht entweder ganz schnell oder dauert ewig. In diesem Fall ging es sehr schnell. Glücklicherweise sind wir uns untereinander meistens schnell einig, sodass gute Ideen nicht in schlechten Kompromissen untergehen!

an Mix CD‘s ist generell immer die gleiche. Anders ist da natürlich die Produktion eines Künstleralbums. Sehr viel aufwendiger und intensiver. Damit machen wir denn jetzt auch gleich weiter. Unser drittes Album soll 2010 erscheinen.

Auf der CD gibt es auch zwei neue und unveröffentlichte Tracks von Euch. „The Ease“ oder „Men of the Future“. Welchen der beiden spielt ihr öfter? Eigentlich beide gleich oft. Die sind Ihr habt ja bald euer 10-jäh- ja so unterschiedlich, riges Jubiläum. Also ein gan- dass man das ruhig mazes Moonbootica Jahrzehnt chen kann. sozusagen. Wie schafft ihr es den Zauber für euch sel- Bald ist Silvester. Wisst ihr ber immer noch so hoch zu schon wie ihr Neujahr verhalten? Das passiert von bringen werdet? In Wien, ganz allein. Wir lieben, was uns wahnsinnig was wir tun und sind sehr freut. Wir haben dort jeglücklich und dankbar, desmal eine Topzeit und dass wir dieses selbstbe- einige gute Freunde gestimmte Leben führen funden. dürfen. Zum Schluss, gibt es etwas Passend dazu: Wo seht ihr was ihr uns unbedingt sagen euch in zehn Jahren? Auf wollt? Na klar: Bis zum nächsten Mal und „Do dem Gipfel... the right thing in 2010....“ Was war an der Arbeit dieser Mix CD anders als an Vielen Dank! den anderen? Die Arbeit

www.moonbootica.com C-Heads Magazine


glasses

184

Ray Ban, dress Marquis, Bracelets H&M


Rainbow Day PHOTOGRAPHY BY VIRGINIE DUBOIS www.virginiedubois.fr

Stylist: Marie Le Maillaud Make up & hair style: Lamia Bernard ModelS: Justine@Ford

C-Heads Magazine


D 186

dress

April mai, glove h&m, Necklaces H&M, Boots Jonak


C-Heads Magazine


bracelet

188

H&M, top Zara


C-Heads Magazine


jacket

190

Zara, top Belair, necklaces H&M, short American Apparel, shoes


Zara, Headband H&M C-Heads Magazine


bracelet

192

H&M, vest & top Zara, short EriĂŠ NY, shoes Zara, socks Dim


C-Heads Magazine


194

vest

Zucca, top april mai, Bow tie Zucca


C-Heads Magazine


glasses

196

Ray ban, bracelet h&m, dress Marquis, socks Dim, shoes Minelli


C-Heads Magazine


r

ILLUSTRATION BY Oliver Cartwright

aw Style www.olivercartwright.com

198


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


200


C-Heads Magazine


202


C-Heads Magazine


204


C-Heads Magazine


Christopher Wehsner aka

Wreckage M

INTERVIEW BY Christine Guggenberger PHOTOGRAPHY BY Alexandra Wehsner

„Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ Dieses Zitat begleitet Christopher Wehsner aka Wreckage Machinery. Sein erstes Musikinstrument war ein Klavier. Später wurde daraus das viel mehr geliebte Schlagzeug. Und heute? Produziert er Drum and Bass. Und das ziemlich coolen wie wir finden. Hallo Christopher, stell dich mal kurz in eigenen Worten unseren Lesern vor... Hi! Puh, das ist schwierig. Aber vielleicht fang ich mal ganz sachlich an: Mein Name ist Christopher Wehsner, und ich bin seit ca 2006/07 auch als Wreckage Machinery bekannt. Ein Drum n Bass Projekt von mir, wobei ich mich nicht nur auf Drum n Bass festlegen will wie man in näherer Zukunft vielleicht hören wird. Du hast ja erst 2006 mit dem producen von drum and bass angefangen.Also eigentlich noch nicht so lange. Stimmt das? Ja, das ist wahr. Um ehrlich zu sein, als ich angefangen hab zu producen war das alles mit dem Hin206

tergedanken, “so schwer kann das ja nicht sein!“, aber mittlerweile bin ich ja schon um ein paar Jahre klüger um fest zu stellen: es braucht doch mehr als gute Samples um einen guten Track zu machen. Warum hast du dich gerade für die Musikrichtung drum and bass entschieden? Naja, bevor ich durch einen damaligen Schulkollegen zu Drum‘n‘Bass kam, war ich in diversen Metalbands als Schlagzeuger tätig. Und wenn man mal eher härtere Werke im DnB her nimmt, beispielsweise diverse Noisia Tunes, fühlt man halt doch Parallelen zu Metal im Bezug auf die Power die diese Musik mit sich bringt.

Also long story short, wegen der Power die es in kaum einem anderem Musikgenre gibt, egal ob elektronisch oder mit „muskelkraft betrieben“. Du hast schon einiges releast und viel positives Feedback aus der Szene bekommen. Wie viel Zeit verbringst du mit dem produzieren und co? An dieser Stelle möchte ich mich gleich mal an allen bedanken, die mich unterstützt haben und es nach wie vor tun. Danke Leute! Nun ja um auf die Frage zurück zu kommen, mehrere Stunden am Tag. Also es gibt Tage da wache ich auf und setze mich gleich mal ans Keyboard und arbeite dann an dieser einen Melodie bis spät in die Nacht.


Machinery

C-Heads Magazine


„...Also es gibt Tage da wache ich auf und setze mich gleich mal ans Keyboard und arbeite dann an dieser einen Melodie bis spät in die Nacht...“

www.myspace.com/wreckagemachinery

208


Und natürlich auch wieder Tage wo ich vielleicht nur 30 Minuten Zeit dafür habe. Und gelegentlich bzw oft braucht es auch mal Wochen, um eine kleine Melodie zu schreiben die auch was.. bedeutet, sag ich mal. Was unterscheidet deiner Meinung nach, das Publikum von DnB Events von den anderen elektronischen Richtungen? Ich würde sagen das Publikum ist lockerer. Und zeigt mehr Unterstützung für das was auf der Bühne passiert. Es gibt ja elektronische Musikrichtungen da wirkt die tanzende Menge so als wären sie Zombies die kaum Muskeln in den Armen und Beinen haben, und wiederrum welche wo es so wirkt als würde es darum gehen so wenig Kontakt wie möglich mit dem Boden zu haben (was meiner Meinung recht lächerlich aussehen kann haha). Was bedeutet Musik für dich? Alles. An dieser Stelle zitiere ich gleich mal ein Zitat vom Victor Hugo, das ich vor kurzer Zeit erst wieder wo gelesen habe: „Die Musik drückt aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“. Nehmen wir als Beispiel Samuel Barber‘s populärstes Werk „Adagio for Strings“. Nicht hundert, nicht tausend, nicht einmal eine millionen Wörter könnten die Drama-

turgie und die Tiefe in diesem zaubernden Ehe-Frau an meiStück beschreiben. Also ist Mu- ner Seite haha. sik, definitiv meine Lieblings „Sprache“. Der Sinn des Lebens? Wenn ich das beantworten könnte säßen Welcher Künstler inspiriert dich? wir jetzt nicht hier und die ganOder hast du sowas wie ein Vorbild? ze Welt würde dann vielleicht Ich produce ja nicht nur härte- nicht mehr existieren. Aber ren DnB sondern auch hin und wer weiß, vielleicht stoßen wir wieder „soften“, auch bekannt eines Tages am Rand des Weltals Liquid DnB (bzw in Zukunft alls auf unseren Schöpfer, und auch andere Genres aber man dem können wir dann diese darf gespannt sein hehe). Dem- Frage stellen. Aber noch wichnach sind für jede Richtung tiger wäre die Frage: Was dann? vollkommen andere Einflüsse (Man denke nur an ein Buch die Ursache. Für meine härteren das man durchliest und am Lieder waren immer schon In- Ende weglegt.) terpreten wie „Noisia“, „Spor“ aber auch Bands wie „Slipknot“, Dein Vorschlag zu einer schöneren „Chimaira“, „Sylosis“ etc... ein Welt? Besseres Musik-Angebot großer Einfluss. Und für mei- im Radio, die Einsicht das Geld ne Liquid Lieder...“Logistics“, nicht alles ist und mehr Humor „Lenzman“, „Thomas New- im grauen Alltag. man“, „Ed Shearmur“, „Dhafer Youssef“, etc. die Liste wäre Möchtest Du uns zum Schluss noch ewig haha. irgendetwas sagen? Also wie schon vorher erwähnt. Danke an alle Wo siehst du dich selber in 10 Jah- die mich unterstützen, sich ren wenn alles so kommt wie du es meine Musik anhören, Kritidir wünschst? In 10 Jahren? puh ken abgeben (denn nur so verhahaha. Sicherlich noch immer bessert man sich) und meine bei der Musik! Am besten mit Musik auch bei Events oder im einer Beschäftigung im Musik- Radio spielen! Und danke für business (wenn nicht eh als Mu- das Interview. Es hat mich sehr siker), von der man gut leben gefreut! kann aber nicht unbedingt dadurch im Geld schwimmt; Geld Wir bedanken uns auch! und „Fame“ verdirbt nur Menschen... Darüber hinaus vielleicht in einem anderem Land, und hoffentlich mit einer be-

C-Heads Magazine


d 210

PHOTOGRAPHY BY Destilaestilo INC.

LOVING THE A Clothes: Julia Ujcich Hair & Make up: Euge Estevez Model: Josefina Santiago

www.flickr.com/photos/destilaestilo


ING ALIEN


212


C-Heads Magazine


214


C-Heads Magazine


216


C-Heads Magazine


A

PHOTOGRAPHY BY Erica Simone

www.ericasimonePHOTO.com

na

218

Model: Ana Marques, Hair/Make-up: Hazuki Matsushita, Styling: Yumiko Ono


220


C-Heads Magazine


Mike Danish techno child Sheridan

TEXT BY SIMONA Hypsova

222


Was wissen wir über Dänemark? Ein kleines Köingreich, nahe der Nordund Oststee - mit der Hauptstadt Kopenhagen. Darüber hinaus ist es auch ein Land, welches großartige Künstler hervorgebracht hat - zum Beispiel Trentemoller. Aber vor zwei Jahren überraschte das DebutAlbum eines 17 Jährigen wirklich jeden. Mike Sheridan. Sein Debüt „I syv sind“ raubte jedem dem Atem. Leider entdeckte ich seine Musik erst dieses Jahr. Deshalb, für den Fall, dass es Leute wie mich gibt, schauen wir uns Mike ein wenig näher an... Zu der Zeit als Kinder normalerweise mit Spielzeug spielten, konnte man Mike Sheridan vor dem Computer beim komponieren seiner ersten Songs finden. Mit 13 besuchte er etliche musikalische Kurse, die ihm eine hervorragende Ausbildung ermöglichten. Zu diesem Zeitpunkt bekam er seine große Chance vor echtem Publikum aufzutreten - bei einer Party mit dem Namen „Under 18“ - und plötzlich entdeckte er die Macht der Unterhaltung. Es schien, als ob Mike alles hat, was man als Komponist benötigte, was jedoch noch fehlte war die musikalische Richtung. Unterstützung fand er dabei bei der RadioShow „D‘store“, welche unterschiedliche Konzepte von Musik präsentierte. Mike begann seine ersten Techno-Tracks zu komponieren, aber aufgrund seines Alters nahm ihn niemand ernst. Der Wendepunkt folgte als er einmal live bei einem Event auftrat, wo er zuerst DJ Lasse

Lovelace beeindrucken konnte und in weitere Folge mit dem Label M.I.S. Kontakt bekam. Zu dieser Zeit war Mike Sheridan einer der jüngsten Techno-Komponisten überhaupt. Kurz nach seinem Durchbruch traf er Anders Trentemoller, welcher ihm ein wenig Producer-Unterstützung zukommen ließ. Das Beste, dass einem passieren kann, ist von den Besten zu lernen, oder? Im Alter von 15 veröffentlichte er seine erste Aufnahme „Alt and Intet“ on M.I.S and „Radiotarnet er Hojere end man Tror“ bei Radio Recordings. Diese Stücke brachten ihn in die dänische Musikszene. Danach folgten die ersten großen Reviews und Nominierungen als „Best New Artist of 2007“ - nicht überraschend gewann Mike den Award. In der Nacht des Awards erschien er mit seinen Eltern und musste deshalb auch Cola statt Champagner trinken. Und das Publikum begann ihn als den „neuen“ Trentemoller zu bezeichnen. Er trat weiters auch bei verschiedenen Festivals und Events auf - so zum Beispiel bei Roskilde, Sonar, Watergate, usw... 2008 veröffentlichte Mike Sheridan sein Debüt-Album „I syv sind“ bei Playground Scandinavia. Dieses Werk ist eine Mischung von Dub, Chill Out, Trip-HopElementen und verführt die Seele in eine andere Welt - perfekt an kalten Tagen wie diesen, wo man zuhause festklebt...

www.mikesheridan.dk C-Heads Magazine


F uture

PHOTOGRAPHY BY MANUEL PANDALIS styling: Ariane Lindhorst, hair & make-up: Sina Velke model: Dalia, model management

www.MANUELPANDALIS.com

224


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


226


C-Heads Magazine


228


C-Heads Magazine


230


C-Heads Magazine


T

232

he City is mine PHOTOGRAPHY BY Rick Kim Model: Valeria, FORD Models Stylist: Sue Choi Make Up: Jofia Ross Hair: Roberto Rios

www.rickkimphotography.com


C-Heads Magazine


234


236


C-Heads Magazine


238


C-Heads Magazine


artists, rock bands, cinema stars, gypsies and gangastars, posh ladies 240


Ivan Cazzola Leitmotiv seiner verschiedenen Ausdrücke ist sein eigener Blick durch die Linse, welcher manchmal intim, insolent, aber immer original, ironisch und provozierend ist. Momentan arbeitete er an seinem ersten Film und bereitet eine Fotoausstellung mit ausgewählten Bildern vor, Mit seinen Bildern die europäische und erforscht er die ver- amerikanische Städschiedensten Welten, te repräsentieren in das beginnt von der denen er bereits tätig Nähe aufgenom- war. menen und autobiografischen Fotos seiner Freunde, über Fotos von Models, Künstlern, RockBands, Film-Stars, reisenden „Zigeunern“, Gangstern, vornehmen Damen, Prostituierten und Transsexuellen. Das Ivan Cazzola ist ein Fotograf, der bereits seit vielen Jahren für Magazines in Milan, London, Paris und New York arbeitet. Ein zeitgenössischer und zugleich vielseitiger Künstler, der sich auch als Kurzfilm und DokumentarFilmer und Director betätigt.

www.ivancazzola.co.uk


be intimate, sometimes insolent, but always original, ironic and provocating

242


B 244


B

runa

PHOTOGRAPHY BY Erica Simone

Model: Bruna Correia, Hair/Make-up: Hazuki Matsushita, Styling: Jessica Robinson + her jewelry line

www.ERICASIMONEPHOTO.com C-Heads Magazine


246


C-Heads Magazine


248


C-Heads Magazine


SONO INTERVIEW By MANUEL AHORNEGGER

Zwei Jahre nach ihrem letzten Album Panoramic View bringen Sono frisches Material unter die tanzwütigen Fans. Wir nutzten die Gelegenheit und baten Lennart A. Salomon, Martin Weiland und Florian Sikorski um ein Interview bezüglich ihres neuesten Werks Plus... Zu eurem aktuellen Album Plus: Das Album ist ja deutlich cluborientierter als das letzte Album! Wolltet ihr ein wenig zu euren Wurzeln zurückkehren? Genau. Zwei Schritte vorwärts und einen zurück. Wir hatten wieder Lust auf Clubmusik und auch das Gefühl, dass es wieder Zeit wäre den Fans unserer ersten Platte eine aktuelle Version von Sono zu zeigen.

trotz Wirtschaftskrise, allgemein im heurigen Jahr? Wir sind als Musiker Wirtschaftskrise gewohnt: Seit wir angefangen haben, sind die Umsätze in der Branche jedes Jahr um fast 30 Prozent eingebrochen. Positiver Nebeneffekt ist, dass man enger zusammenrückt und mit Leuten in Kontakt kommen kann, die einen vor ein paar Jahren wahrscheinlich nicht angekuckt hätten.

Die aktuelle Single ist „Better“. Was findet ihr persönlich „besser“ „Better“ wird ja auch auf Youtube


C-Heads Magazine


promotet. Seid ihr gespannt auf die Reaktionen der Fans, wenn ihr einen Song veröffentlicht oder muss man als Musiker neutral bleiben und eine gewisse Distanz zu persönlichen Kommentaren behalten? Man sollte die Distanz wahren, aber das ist nicht so leicht. In einen Song setzt man Blut, Schweiss und Tränen und da zieht man sich doch so manchen Kommentar rein. Das ist immer gefährlich, aber wir sind zu tief im Material drin, als dass es uns kalt lassen würde. Die Ballade „Back to me“ ist die langsamste Nummer des Albums. Gehört für mich persönlich zu den Lieblingsnummern. Sie zeigt deutlich auf wie vielfältig ihr mit Sono seit. Habt ihr einen persönlichen Bezug zu diesem Song oder habt ihr sie einfach euren Fans gewidmet und all den Leuten, die in einer schwierigen Phase sind? Der Song beruht auf keiner wahren Geschichte, insofern gibt es keinen direkten Bezug. Allerdings verlassen einen ja immer mal wieder Menschen, die man gerne weiter um sich gehabt hätte. Diese Stimmung wollten wir einfangen. Das mit der Widmung ist aber eine schöne Idee! Mein Lieblingslied des Albums ist „Talking“. Mit diesem Song beginne ich immer den Tag, jeden Morgen ;-) Mit wem würdet ihr gerne mal sprechen, bei wem würdet ihr nervös werden, wenn ihr ihm/ihr gegenüberstehen würdet? Oh, vielen Dank erstmal. Es gibt viele Leute, bei denen wir nervös werden würden, glaube ich. Jeder hat ja so seine Vorbilder und Helden – aber im Idealfall trifft man sich ja auf irgendeiner Ebene und es kommt ein Gespräch zustande. Dann passiert ein Austausch und alle Nervosität ist verflogen. Euer Album erscheint ja auch als Special Edition mit Live-Cd. Ein großartiges Geschenk für eure Fans. Werden in Zukunft solche Special Editions Standard sein, um Fans zum Kauf von Cds zu mobilisieren? Das kann gut sein – heutzutage reicht es oft 252

nicht mehr aus, ein Album auf CD zu verkaufen. Die Leute wollen immer noch einen Bonus, damit sie das Geld für eine CD ausgeben. Wer weiss, es mehren sich die Stimmen, dass das Konzept eines Albums überholt sei. Wahrscheinlich kann man dann nur noch mit Extras überzeugen. Wie geht ihr an neue Alben heran? Gibt es Songs, die ihr dann komplett wieder verwerft? Wäre so etwas mal eine Idee für die nächste Special Edition des kommenden Albums, dass solche Songs den Weg zu den Fans finden? Bei diesem Album gab es sogar viele Songs, die es nicht auf das Album geschafft haben. Allerdings haben wir die nie fertig gemacht, weil man meistens schon merkt, dass das irgendwie nicht auf dem Niveau ist, wie es sein sollte. Daher wird es die auch wahrscheinlich nie als Special Edition geben, denn es gibt gute Gründe, warum die nicht aufs Album gekommen sind! Gibt es Musiker (Djs, Sänger, Produzenten) mit denen ihr gerne arbeiten würdet bzw. Lennart ein Duett singen würde? Wir planen eigentlich für jedes Album ein Duett mit einer Sängerin, aber es kommt nie zustande. Entweder hapert es am Management, rechtlichen Gründen, oder auch ...Geld. Wir haben gerade einen Gig gehabt, wo auch Ida Corr aufgetreten ist. Mit der könnte ich mir ein Duett vorstellen, oder gerne mit Annie Lennox. Aber ....siehe oben. Habt ihr einen Österreich-Auftritt bei eurer aktuellen Tour geplant (Wenn nein, ihr habt viele Fans in Österreich :) )? Wir würden sehr gerne auch mal in Österreich spielen! Unser Booker versucht auch Clubs zu mobilisieren, aber bisher sind die Reaktionen nicht so, dass es nach großem Interesse aussieht. Leider.


Könntet ihr euch vorstellen mit Sono Songs mit deutschen Texten zu veröffentlichen? Was haltet ihr generell von der in den letzten Jahren stark gepushten „neuen deutschen Welle“? Deutsch zu singen ist gar nicht so leicht. Klingt komisch, ist aber so. Um einen Text glaubwürdig und gut rüberzubringen muss man auch da erstmal eine Lautsprache finden. Denn nichts ist in unseren Augen schlimmer, als wenn jemand

deutsche Texte singt, aber eigentlich alles auf amerikanisch macht, wenn du verstehst was ich meine. Aber wir schliessen nichts aus!

aus Österreich, die wir nicht ablehnen können.

Gedanken zum Jahreswechsel? Vorsätze fürs neue Jahr? Ganz klar: Die Weltherrschaft übernehWas habt ihr zum Jahreswechsel men. geplant? Tretet ihr auf oder verbringt ihr Silvester mit euren Fami- Danke, dass ihr euch die Zeit gelien? Silvester werden wir mit nommen habt, die Fragen zu beantFreunden und Familie verbrin- worten. Sehr gerne! gen. Es sei denn, jetzt kommt noch kurzfristig eine Anfrage

www.sono.fm C-Heads Magazine


t 254


Olivier Chapelle PHOTOGRAPHY BY

www.olivierchapelle.com Model: Roxanne Lane Hair Stylist: Jeremy Humbert Makeup Artist: Marylaure

C-Heads Magazine


ROX 256


C-Heads Magazine


apero

Model: Raphael Moinaux & Chico (the donkey) & Olivier Chapelle

258


C-Heads Magazine


you lost the monopole

Model: Roxanne Lane, Chico, Antoine Treil, Jeremy Humbert Hair Stylist: Jeremy Humbert Makeup Artist: Marylaure

260


C-Heads Magazine


LOU KILL

Model: Laurie-lou Desremaux, Olivier Chapelle 262 Makeup Artist: Bouchet-Fouillet Anna


C-Heads Magazine


SPLASH

Model: Lily Massa MakeUp: Marjorie Barthaux 264


C-Heads Magazine


266


SUM MER IS LOVE PHOTOGRAPHY BY Diego Diaz

Models: Sara Santalla, Luis Nevado Fran Navarro Angela Guerrero Raquel Acosta

www.flickr.com/photos/degophoto/show/

C-Heads Magazine


268


C-Heads Magazine


270


C-Heads Magazine


272


C-Heads Magazine


274


C-Heads Magazine


276


C-Heads Magazine


Detroit Gran INTERVIEW BY Christine Guggenberger Die beiden Produzenten lassen sich nicht ganz in die Karten schauen. Sie nennen sich Paris The Black Flu und Andy „Dr. Toefinger“ Toth. Und da haben wir hoffentlich nichts falsch verstanden. Mit dem Track „Sandwiches“ gelang ihnen im Jahre 2000 der Durchbruch und der Titel schaffte es sogar in die Top 20 der US-Charts. Wir baten sie zum Talk über ihr neuestes Album „BUttFUnkula and the Remixes from Earth“ und über ihre Pläne im neuen Jahr. Eure Songs wurden oft remixed. Gab es auch einmal einen, der Euch nicht gefiel? Vielleicht einen oder zwei von den früheren Tagen von „Sandwiches“, welche außerhalb unserer Kontrolle waren, Wie kommt man zu dieser Idee, als das Label (Jive/Zomba) ein Album voll mit Remixes zu sie auswählten, aber in letzveröffentlichen? Wir mochten ter Zeit... nein. immer die die Künstler, mit denen wir zusammen ge- Welchen Track von dem Album arbeitet hatten und dach- spielt ihr am öftesten zur Zeit? ten, es wäre eine gute Idee, Ich spiele momentan zwei, deren Interpretation der die „Sam Sessions remix of Tracks zusammenzustellen. Dr. Bootygrabber und den Außerdem wollten wir sie Advent-Remix of „Thanks in irgendeiner Form verän- For Coming“. Mr. O spielt den Robert Hood Remix dern. von „Funk All Y‘all“, aber Was erwartet den Zuhörer? Ein wir spielen eigentlich alle, je großer, verschiedener Be- nachdem auf welcher Parreich von Stilen und guter ty wir sind. Wenn es mehr Musik zum anhören, aber eine Elektro-Party ist, dann zum Beispiel „Aux 88 reauch zum Tanzen. Ihr habt gerade ein neues Album „BUttFUnkula and the Remixes from Earth“ veröffentlicht? Yeah, wir haben 2 EPs veröffentlicht, das Album selbst ist gerade erschienen.

278


nd Pubahs


www.myspace.com/detroitgrandpubahs

280


mix of Suture The Future“, „Ectomorph’s remix“ von Plasticene Gene, Robotnick’s Version von „After School Special“ und den Ghetto-Tech-Mix von „Ride the DJ Godfather did“. Alle haben ihren Platz und wir setzen sie je nachdem ein, wo sie am besten passen.

richtig bedient, zu kochen, zu essen was ich koche, mit meiner Frau und Freunden was trinken, mit meiner Mutter plaudern, auf der Bühne stehen - mit KLAREN, LAUTEN Sound! Ich denke, ich stoppe hier mal, es gäbe noch viel mehr....

Was macht Euch glücklich? Das ist eine sehr ausufernde Frage. Musik zu machen oder zu lernen, wie man eine Software

Habt ihr bereits Ziele für das neue Jahr? Ja, ich versuche immer kurz- und langfristige Ziele zu planen, das hält einem motiviert

und hilft, sie in den Augen zu behalten. Irgendwelche letzten Worte? Unterstützt Künstler, indem ihr Euch nicht deren Musik kostenlos herunterlädt - wenn ihr Musik wirklich liebt, egal was ihr hört und Euch gefällt, dann gebt dem Künstler auch etwas. Nicht jeder bekommt Geld durch die Werbung und Sponsoring, Konzert-Touren und ähnlichem. Und wenn Du selber Musiker bist, verwende keine gecrackte Software, sondern unterstützt den Hersteller, egal ob sie jetzt genug Geld haben Eurer Meinung - auch sie arbeiten hart.

Fünf Dinge, ohne denen Du nicht Ein wenig Brainstorming (Was ist leben kannst? Meine Ausrüstung, das Erste, das Euch in den Sinn die Liebe meines Lebens, Hinkommt, wenn ihr die folgenden Worte tern, Essen und Luft. hört...) Was bedeutet Musik für Euch? EtSandwiches: Hintern was, das Dich tröstet oder in Detroit: Familie einer anderen Form emotioLiebe: Stärke Geheimnis: Es ist gut, nal anspricht. Musik muss aber ein paar zu haben nicht immer etwas sein, dass Erfolg: Hüte Dich davor, ihn zu mit einem Instrument gespielt werden muss oder eine Melodie Vielen Dank! definieren Stage Names: Johnny und Walker hat. Den Sound, den der Hintern meiner Frau macht, wenn Religion: Da ist eine.... ich draufklatsche ist auch Musik Wenn ihr zu der Party ei- in meinen Ohren... nes Hauses eingeladen seit... Woran arbeitet ihr im Moment? An Ja, ja nur weiter... ? (lacht) einem neuen Album voll mit ....spielt sie Eure eigenen Tracks? Ja, FU FUN FUNK und etwas von aber nur, wenn ich verspreche, Mr. O Verrücktheit und Black zum danach fragen aufzuhören. FU Verdorbenheit.

C-Heads Magazine


C‘est moi

Stylist - Stacy Armand, Stylist Assistant - Javana Mundy, Hair Stylist - Shingo Shibata Make Up - Canaco Takase, Model - Maiara @ Next

www.JAMESLOVEDAY.com

282


Blue and Navy Bustier - Sujin Lee Gartier Belt and Stocking- Vintage Black Stilettos - Guess Marciano Ring - Stacy Armand Jewelry

PAIGE BLACK LABEL -tank SEE BY CHLOE -skirt JUICY COUTURE -boots

C-Heads Magazine


284


Lace White Racer Back Tank - La Fee Verte Ring Micheal Negrin

C-Heads Magazine


286

PINK TARTAN -blouse ELIE TAHARI -skirt H&M -gloves WOLFORD -bra

Navy Blue Robe -Bonsuior of London White Boy Short Panty - La Fee Verte Black Lace Bustier - Layne Schwartz


C-Heads Magazine


S

hadow

PHOTOGRAPHY BY MARTIN SIEBENBRUNNER Model: Flora Pein www.martinsiebenbrunner.com

288


MARC BY MARC JACOBS fishnets VINTAGE platforms VINTAGE COACH at Rebel Boutique necklace NEKTAR DE STAGNI socks HOT SOX gloves PORTOLANO dress

C-Heads Magazine


290


C-Heads Magazine


292


C-Heads Magazine


294


„ I LOVE CONTRADIction, paradox and clean design“ ILLUSTRATION BY LAURA VERONESI www.evereverse.com C-Heads Magazine


296


C-Heads Magazine


298


C-Heads Magazine


Stimul festi TEXT BY SIMONA Hypsova

eindrucksvoll. Besonders der Saxofon-Spieler Lucia Capece fiel mir auf, der mit seiner Musik perfekt in diese jazzartige Klangwolke passte. Es war eine Stunde der Klarheit und ich hatte das Gefühl, dass die Welt plötzlich still stand. Die Bühne wirkte wie ein echter Konzert-Raum, keine Projektionen oder andere störende Dinge, nur das Licht und die Musiker. Wunderschön! Kurz nach 22 Uhr erschienen schließlich Mr. Vainio and Mr. Väisänen – Pan Sonic. ich muss Trotz allem, Stimul ist ein Festival, wo die Zeit ganz ehrlich sagen, dass ihre Produktion nicht sich an die von Konzerten orientiert. Früher ganz mein „Ding“ waren und ich normalerweiStart, frühes Ende. Aber das klingt schlechter, als es in Wirklichkeit ist. Man kann sich voll und se diese Musik nicht oft höre, aber ich war sehr ganz der Musik hingeben. Es dauert einige Tage, neugierig darauf, mir das mal anzuschauen. Ihre Performance war wie die Reise in ein Musikbis ich ich mich durch die ganzen „bunten NaLaboratorium, eine Reise zu einem Ort, wo alles men“ der Künstler des Festivals gearbeitet hatte möglich ist. Seltene und bizzare Sounds, ver- schließlich entschied ich mich für die Performance von Vladislav Delay und seinem Quartett schiedene Höhen - man könnte vielleicht denken, dass es unmöglich ist, dazu zu tanzen, aber man sowie das „scientific“ Musik-Duo Pan Sonic. wird überrascht sein - es geht. Die Menge begann Aber bevor ich diese beiden Headliners sehen sich mehr und mehr zu bewegen, tanzte zu dem konnte, wurde ich völlig von dem tschechischen Rythmus der Performance. Es ist erstaunlich, was Experimental-Duo „Head in Boy“ völlig übereinfache Klänge bei uns bewirken können. Die rascht. Ihre Show splittete die Zuhörer in zwei konzertartige Atmosphäre war plötzlich vorbei Gruppen - die eine liebte es, die zweite Gruppe und nun folgte jeder mit seinen Augen simplen schätzte nicht wirklich deren Sicht von experiProjektionen hörte einfach der Musik zu. Am mentaler Musik. Ich muss zugeben, dass ich zu der Zweiten gehörte, es war zuviel des Guten (so- Schluss gab es einen großen Applaus und sogar noch eine Zugabe. Es war erst 23 Uhr und Freigar für mich). Aber Musik ist schließlich immer tag Nacht - und es hatte erst begonnen - was für eine Frage des eigenen Geschmackes und jeder ein Warm-Up! drückt sich auf seine eigene Art und Weise aus. Finn Vladislav Delay und seinem Quartett entEin paar Worte noch zum Schluss - ich bin sehr sprachen da schon eher meinem Geschmack Jeder in dieser Gruppe spielte ein anderes Instru- dankbar für Events wie diese. Liebe Promoter ment und es war eine Mischung zwischen Klassik und Veranstalter - bitte gebt uns mehr von diesen und Digital. Vladislav am Schlagzeug war wirklich Veranstaltungen! Der Sommer ist definitiv schon länger vorbei und somit ist es nun Zeit wieder in die Clubs zu gehen und Indoor zu feiern. Meine erste, musikalische Herbstreise führte in das Archa Theater in Prag, ein regelmäßiger Veranstaltungsort für das Stimul Festival. Leider ist die tschechische „andere Musikszene“ sehr klein und es gibt nur wenig Unterstützung für diese Art von Events, aber deshalb freuen wir uns umso mehr darüber.

300


festival

musical laboratory

www.stimul-festival.cz

„Ihre Performance war wie die Reise in ein Musik-Laboratorium, eine Reise zu einem Ort, wo alles möglich ist.“

C-Heads Magazine


PHOTOGRAPHY BY fabian perfler

www.fabianperfler.org

Lon 302


n o d n

C-Heads Magazine


„fotografie ist meine leidenschaft & ich liebe es zu reisen! ich bin schon einige male in london gewesen! ich komme immer wieder gerne in diese stadt. es ist ganz einfach eine wahnsinnig inspirierend. man kann jeden tag aufregende dinge erleben: tolle parties, ausstellungen von nahmhaften fotografen. london ist teuer zum leben aber die stadt ist den preis wert!

304


die schönsten gegenden sind meiner meinung nach camden town sowie die brick lane! man kann hier von schraubenziehern bis punkfrisuren alles bekommen, damit meine ich wirklich alles! ich zähle london definitiv zu meinen lieblingsstädten und möchte schon irgendwann für eine zeit lang in dieser stadt leben! By Fabian Perfler“

C-Heads Magazine


306


C-Heads Magazine


SMUT FASHION www.mysmut.eu.com American Apparel gold swimsuite customised by SMUT Photographer: Julia Underwood 308 Model: Natasha Pia


Oliver Ton feat. Idvet Pesantes –

HASTA EL FIN (Gigolo262) Text by Roman Rosenmayr

Der Titel von Gigolos letztem Release im Jahr 2009 passt perfekt: ‘Hasta el Fin’ – bis zum Ende. DJ Hell spielte diesen Track zum Abschluss jeder After-Hour während des Sommers. Nachdem die Publikumsreaktion dermaßen positiv war, wollte DJ Hell ‘Hasta el fin’ unbedingt auf seinem eigenen Label veröffentlichen und dafür lizensieren lassen. Der Track erschien zuvor bereits beim Berliner Label ‘WHITE records’ unter der Veröffentlichungsnummer 999! Nun aber zurück zum Start. Es war ein weiter Weg für Oliver Ton: Von seinen anfänglichen Versuchen als DJ bis zur Veröffentlichung von ‘Hasta el Fin’, dieser Perle exzellenter Musik! 2006 trat der 26 jährige Berliner erstmals hinter den Plattentellern in Berlin auf und began schnell Parties für so renommierte Clubs wie Tresor, ‘Maria am Ostbahnhof ’ und Pulp Mansion zu organisieren. Während der letzten drei Jahre versuchte Oliver Ton seinen eigenen Sound zu kreieren, der letztendlich sehr gut beim Publikum ankam. Im Sommer 2009 startete ‘Hasta el Fin’ endlich durch – man hörte den Track überall: Im Cocoon, auf Ibiza sowie in der Bar 25 in Berlin.

Wie klingt nun dieser einzigartige Track? Oliver lud seinen Produktionspartner Ronald Christoph und andere Musiker zu einer ‘jamming session’ ins Studio ein. Es gelang ihnen tatsächlich einige magische Momente festzuhalten. ‘Hasta el fin’ ist viel mehr als Minimal Techno: Die akustische Gitarre liefert die Melodie, die ein guter Song braucht, der Hörer wird jedoch genau dann überrascht wenn sie aussetzt, um dem Beat freien Lauf zu lassen. Das Piano verleiht dem Track das gewisse ‘tango feeling’ ohne jedoch zu verspielt zu wirken. Spätestens dann, wenn die unverwechselbare Stimme (Idvet Pesantes) ‘Estamos aqui, hasta el fin’ verkündet, weißt Du, dass dieser Track nichts weniger als eine großartige Perle ausgetüftelter und gleichzeitig zeitloser elektronischer Musik ist! Für den Remix hat DJ Hell den Berliner Tony Lionni engagiert, der bereits ‘Found a place’ – einen kraftvollen, euphorischen und vom Piano getriebenen House Track - zur ‘Berghain 03’ Compilation beigesteuert hat, welche von Len Faki abgemischt wurde (auf Ostgut Ton erhältlich). Lionni’s Remix von ‘Hasta el fin’ ist ein kraftvoller, positiv pushender Track, der Elemente aus Detroit Techno, Italo Disco und House vermischt. Das Piano ist vordergründiger als im Original, vielschichtige Synthesizer tragen das Echo von Idvet’s Stimme durch den Track, die Gitarre wurde zu einem konstanten Rhythmus reduziert, was im Kontext dieses Remixes absolut Sinn macht. Tony Lionni hat mit diesem Remix ganze Arbeit geleistet. Dieser Track ist für große Clubs in der peak time!

www.myspace.com/oliverton

J Alexander feat. Idvet - Relentless (Friends Electric) Dole & Kom – Smoke Monster EP (Ronald Christoph Remix) / Bondage Music

C-Heads Magazine


Photography bY

Paola V ertemati www.evil-me.com

310


PRAHA

Ich war aus verschiedenen Gründen mehrfach in Prag. Als ich für eine Skateboard-Tour dort war, hatte ich verschiedene Kameras bei mir - von der Lomo LCA I konnte ich einige abgelaufenen 35mm Abzüge sichern. Prag, getragen durch die Veränderungen von Spot zu Spot, bekommt einen anderen Geschmack - den, den man in alten Farben und in alten, vergessenen Postkarten findet. Schwere und monumentale Gebäude, verwahrlost durch Skateboarder, die die schmutzigen Straßen mit ihren Füssen treten, die in heruntergekommenen Wohnungen mit exotischen, amerikanischen Namen leben, versteckt hinter den Annehmlichkeiten des antiquierten Stadt-Zentrums. Prag ist rosa und schwarz und golden.


Prag ist rosa und schwarz und golden.

312


BERLIN

Das Licht von Berlin ist einzigartig, es ist das Element, dass das Feeling der Stadt erst vervollständigt. Die Häuser von Berlin wirken prachtvoll, aber zeitgleich auch heruntergekommen. Die gesamte Stadt wirkt dabei wie gefangen in einer Mischung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, gleichzeitig aber in der Gegenwart schwebend. Gerade Linien werde durch das Licht zu ganz weichen Formen, einsame Spots treten plÜtzlich hervor. Licht formt die Essenz der eindrucksvollen Geschichte, die sich hinter dieser Stadt verbirgt. Berlin ist wie helles Blau und grau und gelb zugleich.


314


Die gesamte Stadt wirkt dabei wie gefangen in einer Mischung zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, gleichzeitig aber in der Gegenwart schwebend.


WE WISH YOU ALL A HaPPY 2010 :)

WWW.C-HEADS.COM


C-Heads Magazine Issue 19 German