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Gruppierung: Giftspritze, Atombombe, Völkermord, Folter Zur Giftspritze bemerkt ein Junge, dass eine normale Spritze mit Wasser reicht. Auf unsere Frage, wieviele Wasserspritzen sie denn dabei haben, sagt ein Mädchen: „Alle Jungs!“ Daraufhin lachen alle. Ein Teamer fragt das Mädchen: „Wäre das o.k., wenn du angepinkelt wirst?“ Alle verneinen erschrocken. Ein Schüler bemerkt: „Wenn es sowieso regnet, ist es vielleicht ganz gut wenn wir alle trocken bleiben.“ Giftspritze >nein< Auch zum Begriff Atombombe fällt den Schülern Wasserbomben ein. Ein Schüler sagt: „Nicht gut, weil alle naß werden!“ Protest von den anderen, weil man die Hose ja auch am Feuer trocknen kann. Ein Teamer gibt zu bedenken, dass die Gruppe nur Trinkwasser hat. In einer Abstimmung entscheiden sich die Meisten gegen Wasserbomben. Atombomben >nein< Völkermord ist umsetzbar, denn, so ein Schüler, man kann ja eine ganze Gruppe überfallen und abknallen. >ja< Beim Begriff Folter hat ein Schüler die Idee, jemanden anzubinden, mit Matsch zu beschmeissen, auszukitzeln oder mit kleinen Tieren zu bewerfen. Ein Mädchen wendet ein: „Wir haben keine Geiseln, dann kann es auch keine Folter geben.“ Ein Junge, T., will das trotzdem. Ein Teamer fragt ihn, ob es für ihn eine Ausnahmeregelung geben soll. T.: „Ja.“ Er soll sich nun für Auskitzeln oder Matsch entscheiden. Doch nun will er doch nicht mehr als einiger gefoltert werden. Folter >nein< Gruppierung: Waffen, Munition Die Teamer erklären, dass als Waffen Luftpumpen eingesetzt werden sollen. Zur Munition fragt der Teamer, ob die Erschossenen alle Korken abgeben müssen. Eine Schülerin meint, es wäre besser, wenn nur zwei Korken abgegeben werden sollten. Die Gruppe stimmt daraufhin ab und entscheidet sich dafür, dass Tote nur zwei Korken abgeben müssen. Neuer Begriff: Fair Ein Teamer erklärt den Schülern, dass sie fair handeln müssen. „Wenn ihr tot seid bzw. abgeschossen werdet bleibt ehrlich. Weil es sonst Streß gibt und Ihr anfangt Euch gegenseitig zu durchsuchen. Alle haben ihre Intimsphäre, deswegen gibt es die Regel: Keiner wird durchsucht! Ihr müßt auch beim Abtreffen ehrlich sein. Ihr habt unendlich viele Leben. Insofern sagt lieber einmal mehr, dass Ihr tot seit, als dass Ihr Streß macht. Ihr macht sonst das Spiel kaputt.“ Zum Thema Nahkampf Dazu stellt der Teamer Fragen und die Teilnehmer müssen schnell abstimmen. Die Antwortmehrheit entscheidet: „Kneifen. Wer ist dafür?“ Keiner >nein< „Hinschmeissen?“ alle sagen „Ja“ >ja< „Wer hat Angst hingeworfen zu werden?“ einige sagen, sie hätten Angst >nein< „Wer hat Angst geschubst zu werden?“ einige sagen, sie hätten Angst >nein< „Wer hat Angst davor, dass ihm das Lebensband abgerissen wird?“ Keiner >ja< „Wer hat Angst auf dem Boden zu ringen?“ Keiner >ja< Der Teamer führt die Regel ein: Wer beim Ringen nicht mehr kann, muß eindeutig „Stop“ sagen! Nun müssen alle Schüler in der Runde „Stop“ sagen. Einige lächeln dabei und sagen es nach Meinung des Teamers nicht ernst genug. Sie müssen „Stop“ wiederholen. „Ist von hinten anspringen o.k.?“ einige sagen >ja< „Wer hat Angst davor?“ einige haben, also >nein< „Ist wegrennen o.k.?“ >ja< „Festhalten?“ >ja< „Ist treten o.k.?“ >nein< „Beschmeissen mit Gegenständen?“ >nein< „An den Haaren ziehen?“ >nein< Ein Junge fragt, ob man die Luftpumpen als Schwerter benutzen darf. Die Teamer verneinen, weil die Verletzungsgefahr zu groß sei. Das gleiche gilt für Stöcker. Ein anderer Junge fragt, ob Würge- oder Spezialgriffe in Ordnung sind. Er wird von den Teamern gebeten, den vor zu machen. Nachdem die anderen dies gesehen haben, sagen alle >nein<. Das gleiche gilt für den Polizeigriff (Arm umdrehen). Es wird beschlossen, das der daraus resultierende Kriegsvertrag von einer Teamerin geschrieben wird, und alle den am Nachmittag unterschreiben sollen.

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Hardliner Praxis  

Einge Praxisbeispiels des Hardliner-Konzepts.

Hardliner Praxis  

Einge Praxisbeispiels des Hardliner-Konzepts.

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