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Überzulaufen; weiße Fahne; schlagen und treten; an Baum binden.

Erlaubt ist/sind: • • • • •

physische Gewalt (Ringen, Catchen); Korken klauen; ausrauben (Essen/ Trinken/ Feuerholz); Feuer ausmachen; Stolperfallen.

Mit der Unterzeichung bestätige ich folgende Regeln: • • • •

ehrlich zu kämpfen; andere nicht mutwillig mit Absicht zu verletzen; alle Regeln einzuhalten; beim meinem Tod unverzüglich ins Totenreich zu wechseln und auf eine Wiedergeburt zu hoffen.

Mit meiner Unterschrift erkläre ich mich bereit bei einem Regelbruch meinerseits sofort aus dem Kampf auszuscheiden, entwaffnet zu werden und unehrenhaft zur Basis zurückgebracht zu werden.

f) Selbstdarstellung der Jugendbildungsarbeit des Landkreises Vechta5 Zielvorstellungen: Der § 11 (Jugendarbeit) des Kinder- und Jugendhilfegesetzes fordert vom Jugendamt Angebote der Jugendarbeit, die an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Der § 14 (erzieherischer Kinder- und Jugendschutz) ergänzt dies mit der Forderung nach Maßnahmen, die junge Menschen befähigen, sich vor gefährdenden Einflüssen zu schützen und sie zur Kritikfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Eigenverantwortlichkeit sowie zur Verantwortung gegenüber ihren Mitmenschen führen. Alle diese Forderungen entstammen dem Selbstverständnis der Jugendarbeit, Jugendschutzarbeit, mindestens zurückblickend bis zum Kriegsende. Dies gilt bis heute auch für die Jugendbildungsarbeit des Landkreises Vechta. Wir sehen als Bildungsaspekt in unserer Arbeit keine Schul- oder Berufsbildung, keine Ausbildung zum Fotofachmann oder Videoexperten, sondern soziale Bildung. Wir wollen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre Kreativität, ihre Vorlieben, ihre Ziele und Grenzen, letztlich sich selbst bewußt zu entdecken. Vereinsamung, Leistungsdruck in der Schule, Ausbildungsplatzmangel, Zukunftsängste, neue Armut fordern den Kindern viele Selbstbehauptungsfähigkeiten ab. Auf der anderen Seite bieten ihre Erfahrungen mit der Konsumwelt, die auf vorgefertigten Entscheidungen beruhten, oder mit der Bürokratiewelt, die wenig Gestaltungsmöglichkeiten zuläßt, kaum geeignete Handlungsmodelle für eine erfolgreiche Lebensbewältigung. Gerade in der heutigen Zeit ist es für sie wichtig, sich in einer Gruppe von Gleichaltrigen zu erleben, dort ihren Platz zu finden und so etwas wie Solidarität und Toleranz zu erfahren. Dadurch lernen sie, andere und auch sich selbst zu achten, bekommen die Gewißheit, nicht alleine zu sein und gemeinsam etwas bewirken zu können. Sie lernen gemeinsam ein selbstgestecktes Ziel mit viel Mühe zu erreichen oder auch einen möglichen Mißerfolg zu verkraften. Das ist das Wichtigste, was ihnen als Startkapital für ein eigenständiges und gefestigtes Leben mitgegeben werden kann. 5

Es handelt sich hier um eine gekürzte Version der offiziellen Selbstdarstellung der Jugendbildungsarbeit des Jugendamtes des Landkreises Vechta, deren Verfasser der Kreisjugendpfleger Rudolf Bröer ist. Der Teil Rahmenstruktur ist gekürzt im theoretischen Teil dieser Arbeit zu lesen. Auch Die verschiedenen inhaltlichen Stränge beschreiben hier nur die geschlechtsspezifische und die medientechnische Arbeit. Die komplette Darstellung kann direkt beim Landkreis Vechta, Jugendamt, Herr Rudolf Bröer, Ravensberger Str. 20, 49377 Vechta angefordert werden. 34

Hardliner Praxis  

Einge Praxisbeispiels des Hardliner-Konzepts.

Hardliner Praxis  

Einge Praxisbeispiels des Hardliner-Konzepts.

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