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aufgefallen

mach’s

dir selbst

Jeder Grat geglättet? Vier Augen sehen mehr als zwei Und läuft und läuft und läuft...

Hirschkäferkunst Nie gewaschen Melanie Willnow ist Zahntechnikerin. Und macht Schmuck. Mit ihrem Mann. rsprünglich hatte Melanie Willnow von einer Lehre als Goldschmiedin geträumt. Als das nicht klappte, wurde sie Zahntechnikerin und lernte, perfekt Modelle zu fertigen. Das kommt ihr heute zugute. Denn sie nutzte ihre Elternzeit, um umzusatteln. „Ich dachte: Jetzt oder nie“, so Willnow. Schon vorher hatte sie ab und zu Schmuck gestaltet und verschenkt. Dabei kam die bewährte Arbeitsweise aus dem Dentallabor zum Einsatz: Für ihre Schmuckstücke fertigt Willnow von Hand eine Wachsform als Modell. Der Schmuck wird dann nach dem Prinzip der verlorenen Form aus Gold, Silber oder Edelstahl gegossen und an-

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Das Thiele-NeumannTheater geht mit Süßkinds „Kontrabass“ in die 20. Saison.

schließend von Hand nachgearbeitet. Die Sachen verkauft Willnow – im Team mit ihrem Mann Detlef – unter dem Lable Pala Unikata. Ein Kettenanhänger in HirschkäferForm ist nicht nur eines ihrer Lieblingsstücke, sie konnte über ihn auch so manchen spannenden Kontakt herstellen. Beispielsweise besitzt der Schauspieler Manuel Cortez inzwischen einen davon. Außerdem sind Enie van de Maiklokjes, die Schauspielerin und Sängerin Judith Hoersch, die neuseeländische Sängerin und Songwriterin Gin Wigmore sowie der Musiker Sven Gillert und seine Band Haudegen auf den Geschmack gekommen. Die Schmuckdesignerin arbeitet inzwischen nicht mehr an einem Klapptisch im Wohnzimmer, sondern baut zu Hause gerade eine Werkstatt mit Galerie an. CLAUDIA SARRAZIN

STADTBLATT: Der gelbschwarze Bademantel: Ist das eigentlich immer noch derselbe wie zu Anfang? HELMUT THIELE: Den hatte ich schon, als ich das Stück in Coburg spielte, seit 1985. STADTBLATT: Ist er nicht schon ganz morsch, vom vielen Waschen? HELMUT THIELE: Den wasche ich nie. Seit 28 Jahren. Würde ich das tun, wäre er sofort kaputt. Ab und zu nähe ich ihn mal. Und der Originalgürtel ist durch eine Kordel ersetzt. STADTBLATT: Auch der Kontrabass muss ganz schön was erlebt haben. HELMUT THIELE: Das geht. Erst habe ich

mir ja immer einen geliehen. Dann hat mir ein Fan aus Holland einen aus Sperrholz gebaut, für 500 Mark. Als der kaputtging, habe ich mir einen richtigen gekauft. Ziemlich teuer. STADTBLATT: Woran merkt man die Zeit, die vergeht? HELMUT THIELE: Ich kenne Leute, die haben das Stück gesehen, kurz bevor ihre Tochter geboren wurde. Die ist heute erwachsen. STADTBLATT: Sicher ist irgendwann mal eine Saite gerissen? HELMUT THIELE: Klar. Einmal kurz vor der Vorstellung, und ich hatte keinen Ersatz dabei. Da hab ich schnell im Theater angerufen und mir eine geschnorrt. Eines Abend ist sogar mal der komplette Hals des Basses abgeknickt. Das war in der Sperrholzzeit. INTERVIEW: HARFF-PETER SCHÖNHERR

P 22.11., Lagerhalle

2 x 2 Tickets Schmidt

3 x 2 Tickets Horst Lichter

2 x 2 Tickets Genetikk

Mit Songwriter und Produzent Guy Chambers (Robbie Williams) hat sie ihr Debütalbum aufgenommen, mit Elton John war sie auf Tournee – es läuft rund für die 23jährige mit der braunen Mähne. Jetzt stellt sie ihren Chanson-Noir-Pop bei uns vor (14.11., Lagerhalle). P Einsendeschluss: 10.11.

Unter den deutschen TV-Köchen ist er der Bodenständige. Keine Schickimicki-Gerichte, sondern leckere Hausmannskost. Live (21.11. OsnabrückHalle) erzählt die rheinische Frohnatur – während des Showkochens – gerne Anekdoten aus seinem Leben. Oder gibt Schnurrbarttipps. P Einsendeschluss: 10.11.

Das Duo ist einer der angesagtesten Acts der jüngeren HipHop-Szene. Im Haus der Jugend (21.11.) kann man sich davon ein Bild machen. Ihr Outfit mit den Masken erklären sie dahingehend, dass Genetikk nicht zwei Typen aus Saarbrücken sind, sondern Außerirdische. P Einsendeschluss: 10.11.

STADTBLATT 11.2013

Stadtblatt 2013.11  

Das Osnabrück Magazin, November 2013

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