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musik Sophie Hunger: Hat sie den schönsten Song aller Zeiten geschrieben?

Früher spielte Stefan Honig in der Heavy Metal-Band Benevolent. Übriggeblieben aus dieser Zeit ist eigentlich nur noch Bandkollege Martin Hannaford. Denn Honig docken viel mehr an Folk und Harmoniegesang der 60er Jahre an. Kurz vor dem Popsalon sind Honig auf Tour in China! 11.4., Lagerhalle

Herz und Ekstase Bereits zum vierten Mal öffnet der Popsalon seine Tore. Wir stellen die Bands des populären IndoorFestivals vor.

Sophie Hunger hängt das Etikett „Ausnahmesängerin“ an. Und auf die Schweizerin trifft dieses Label ausnahmsweise mal zu. Seit ihrem Debüt „Monday’s Ghost“ (2008) hat die Sängerin, Pianistin und Gitarristin in ganz Europa und den USA getourt und mit Musikern von den Red Hot Chili Peppers und Bright Eyes gespielt. Außerdem war Sophie Hunger die erste Schweizerin auf dem renommierten Glastonbury Festival in England. Die Diplomatentochter wechselt in ihren Songs zwischen Deutsch, Englisch und Französisch. Mit „Z’Lied vor Freiheitsstatue“ gibt’s sogar Schwyzerdütsch. Wer ihren sympathisch-konfusen Auftritt bei der NDR Talk Show gesehen und erlebt hat, wie sie scheinbar auf Knopfdruck in ihre ganz eigene Musikwelt abtaucht, wird sich den Auftritt von Sophie Hunger nicht entgehen lassen. Martina Scholz von der Lagerhalle freut sich besonders: „‘Walzer für niemand’ ist einer der schönsten Songs aller Zeiten!“ 12.4., Lagerhalle 28 STADTBLATT 4.2013

„Wir glauben, dass wir einen Mann brauchen, der gleichermaßen Knyphausen, Ton Steine Scherben, Dylan und Bright Eyes in- und auswendig kennt, und sich die Finger blutig spielt, um dem Ganzen eine weitere Nuance zu geben.“ Thees Uhlmann, Sänger von Tomte und Label-Eigner, war sofort in Patrick Richardt verliebt. Dessen Debüt, „So, wie nach Kriegen“, trägt das Herz ganz vorn auf der Zunge und hat seine Zuhörer nach den ersten Takten seiner Songs. Zugegeben, zurzeit wollen viele deutsche Sänger nach Rio Reiser klingen. Patrick Reinhardt tut es einfach. An Gitarre und Klavier ist die „Mischung aus River Phoenix und einem isländischen Fischerkuttermatrosen“ (Uhlmann) sicherlich einer der Geheimtipps des Festivals. 11.4., Lagerhalle

Retro Stefson ist die derzeit wohl angesagteste ‚Schülerband’. Die sieben isländischen Damen und Herren fanden sich zu Schulzeiten und warten mit einem unerwarteten Sound auf: Afrikanische Klänge, südländische Atmosphäre, Tanzmusik. Unnstein Stefanssons Eltern kommen aus Angola und Portugal, was die musikalische Sozialisation des Sängers erklärt. Auch die Songtexte sind multikulturell: Es wird auf Isländisch, Englisch, Französisch und Portugiesisch gesungen. Stefanssons einfache Erklärung: „Wir wollten einfach etwas Neues machen!“ Und Haraldur Stefansson droht: „Wenn das Publikum in Stimmung ist, führe ich die Polonaise an!“ Bitte einsteigen in den lustigen Klassenfahrtbus der „bestaussehendsten und cleversten Band der Stadt“. 12.4., Kleine Freiheit

Der Schock saß tief, als sich Superpunk auflösten. Jetzt gibt es Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, die nicht nur Bernd Begemann und Jan Müller (Tocotronic) für eine der besten Livebands halten. 11.4., Kleine Freiheit

Deaf Sty, Gora Sou und $P-Money$ aus Landau sind zusammen Sizarr und in der Münchener Szene zurzeit ein heißes Gerücht. Avantgarde Pop, Krautrock und „Der Fänger im Roggen“. Auch die Amerikaner haben es gemerkt: Sizarr traten beim legendären SXSW-Festival in Texas auf. 12.4., Kleine Freiheit

Cosmo Jarvis ist nicht nur erfolgreicher Singer-Songwriter, sondern auch Videokünstler, Regisseur und Schauspieler. Das Debüt des Engländers, „Is The World Strange Or Am I Strange?,“ erschien kürzlich. 12.4., Glanz & Gloria

STADTBLATT 2013.04  

Das Osnabrück Magazin, April 2013

STADTBLATT 2013.04  

Das Osnabrück Magazin, April 2013

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