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STADTBLATT OSNABRÜCK

H 1573 SEPTEMBER 2011 Nr. 392 € 1,80

www.stadtblatt-osnabrueck.de

Mach’s dir selbst Von Häkeln bis Imkern – warum echte Handarbeit beglückt

KULTUR SPEZIAL

Theater geht los! Neuer Chef, neue Schauspieler, neues Programm

WER WO WAS KINO | MUSIK | BÜHNE | KUNST | PARTYS | CAMPUS | SPORT DampfmaschinežWo die Lokalhelden abhängen Hyde Park Geschichte(n) Das Buch über die Kultdisco


7. bis 11. Oktober 2011

www.morgenland-festival.com

/PUYPJOZ L I C H T+ D R U C K G M B H


TITELFOTO: JUDITH KANTNER

intro

Mit Herzblut: Schneidern, Stricken, Imkern für den Eigenbedarf

Gewinner werden Sein Vortrag Ende September in

g der OsnabrückHalle ist ausver-

kauft. Doch wir möchten unseren Leserinnen und Lesern Antony Fedrigotti trotzdem vorstellen. Der Schweizer Motivations-Trainer und Erfinder des Power Thinking will, das wir positiv denken – schon ein Interview verleiht Flügel. STADTBLATT: Sie sagen „Erfolg beginnt im Kopf“. Warum? ANTONY FEDRIGOTTI: Was ich denke, bestimmt mein Handeln. Und je positiver wir denken, umso mehr gelingt uns. Es ist entscheidend, dass man zum Regisseur seiner Gedanken wird – dann kommt auch der Erfolg. Im Alltag, im Beruf, in Beziehungen ... STADTBLATT: Sagen Sie das auch einem Arbeitslosen? ANTONY FEDRIGOTTI: Gegenfrage: Soll ich dem etwa sagen: „Du bist verloren!“? Nein, wir müssen alles für möglich halten und alles dafür tun. Aber das ist ein typisch deutsches Problem: wir klagen zu viel und handeln zu wenig. STADTBLATT: Positiv denken, das klingt so esoterisch. ANTONY FEDRIGOTTI: Ist es aber überhaupt nicht. Es geht vielmehr um Energie. Warum bin ich zum Beispiel

schlecht drauf? Weil ich irgendwo Energie verloren habe. Das lässt sich ändern, jeden Tag ein bisschen – ohne die Realität dabei aus dem Blick zu verlieren. STADTBLATT: Wie muss man sich Ihre Auftritte vorstellen? ANTONY FEDRIGOTTI: Ich gebe Impulse. Ich versuche mein Publikum wachzurütteln, ich erinnere jeden an seine ursprüngliche Kraft. Den Rest muss jeder selber in die Hand nehmen. STADTBLATT: Sie geben auch Beziehungstipps. ANTONY FEDRIGOTTI: Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden. Warum? Weil wir kein klares Bild davon im Kopf haben, was wir wirklich wollen. Wer das weiß, führt auch eine gesunde Beziehung. STADTBLATT: Warum sind Sie Motivations-Trainer geworden? ANTONY FEDRIGOTTI: Als ich von Südtirol nach Deutschland gekommen bin, habe ich mich gefragt: „Warum gelingt dem einen alles, dem nächsten kaum etwas?“ Das beschäftigt mich bis heute.

Bis bald Mario Schwegmann

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Erh채ltlich Ab 6. September 2011

Pizza Hut in Osnabr체ck: Domhof 9


inhalt

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LUFTIGER FUNSPORT ULTIMATE FRISBEE IM TREND

themen 6 LEUTE King Juli – Dancehall-Talent Stefan Wollschläger – FantasyAutor Mikko – Sänger & Gitarrist Julia Schuster – Stadtlook

8 WHAT’S UP Gastro & Nightlife-News

10 CLUBBING Abtanzdates im September TITEL

12 MACH’S DIR DOCH SELBST! Von Honig bis zur Wollmütze – Osnabrücker entdecken die Lust an der Eigenproduktion.

16 AUFGEFALLEN Der mit der Brille. Guido Halfters innovativer Wahlkampf im Landkreis.

20 3 MAL 2 Letzter Teil unserer InterviewReihe zur Kommunalwahl. Diesen Monat mit den FraktionsChefs von SPD und CDU.

22 DISCO FÜR ALLE Wir haben schon in die „Hyde Park-Memories“ reingeschaut.

24 GANZ SCHÖN WAS LOS Der Haseuferweg soll unseren Stadtfluss zum Hot Spot machen.

NEUGIERIGE LESER „SCHOSSGEBETE“ IM BUCHHANDEL

26 CAMPUSLEBEN Dynamisches Duo. Christian Vennemann und Samuel Tieben rudern zur Studenten-WM.

27 SPORTSCHAU Körperloses Spiel. Ultimate Frisbee ist der Geheimtipp im Funsport.

28 ORTSTERMIN Schoßgebet gleich Stoßgebet? Erstverkaufstag von Charlotte Roches neuem Roman.

service 29 WER WO WAS Der vier Wochen Programmkalender. Osnabrück & Umland komplett auf einen Blick. Veranstaltungen und Termine vom 1.-30.9.2011

47 KLEINANZEIGEN Die bunte Wiese der Leserwünsche

kultur 50 MUSIK „Ästhetische Aktfotos“. Osnabrücks Hardcore-Poeten Dampfmaschine zeigen ihr Osnabrück.

FOTO: JUDITH KANTNER

FOTO: CHRISTINA LOTTER

SEPTEMBER 2011

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ENTSPANNTE KÜNSTLERIN EVA PRECKWINKEL IM ATELIER

BITTE BEACHTEN!

Die STADTBLATT-Verlosungen stehen auf Seite 18.

56 HÖRTEST Red Hot Chili Peppers, Viva Brother, Thees Uhlmann

58 BUCH Tipps, Lesungen & Hörbücher

60 KULTUR SPEZIAL Unterhaltung mit Sinn. Alles Wichtige zum Start der neuen Theater-Saison.

64 BÜHNE Komm her, Puppe! Eine Annäherung an GroßkunstSuperstar René Marik

66 KUNST Arbeiten im Partyraum. Zu Besuch im Atelier von Eva Preckwinkel.

67 MEDIEN Wie sozial sind Netzwerke? Podiumsdiskussion zur Integration im Web 2.0.

68 KINO Aus dem Drogensumpf bis ganz nach oben. Drew Barrymore führt bei „Roller Girl“ Regie.

74 KLICK Wann: 4.8.2011 Wo: Am Willy-Brandt-Platz Wir fragen: Nach wem oder was müsste unbedingt mal ein Platz benannt werden?

IN JEDEM STADTBLATT 17 Sie & Er 30 Das lohnt sich 42 Kids & Co 44 Kunst & Ausstellungen 46 Vorschau 52 Pauken & Trompeten 55 Musik in Kürze 65 Bühne in Kürze 66 Kunst in Kürze 67 Spieltipps 67 DVD-Tipps 70 Der Platzanweiser 70 Filme in Kürze 74 Impressum

werwowas NACHSCHLAG

Termine nach Redaktionsschluss ausverkauft · abgesagt neu im Vorverkauf und mehr unter

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FOTO: PR

leute

Fragen an ...

Julian aka King Juli Seit zwei Jahren in Sachen DancehallReggae unterwegs.

g Reggae gekommen?

STADTBLATT: Wie bist Du auf

King Juli: „Mein Lieblingsthema ist Party und Spaß haben“

und dann waren sie reduziert, so dass ich sie mir kaufen konnte. Da habe ich über ein Jahr drauf gewartet. Brille: Ich mag die markante Brille eigentlich ganz gerne. Ich hätte auch ganz gerne noch eine größere genommen, aber mein Gesicht ist zu klein dafür. Schmuck: Wenn ich Schmuck trage, dann kostbare Geschenke meiner Eltern für den Tag und fürs Leben.

STADTBLATT: Du machst DancehallReggae. Wo liegt der Unterschied zu Roots-Reggae und was es sonst noch alles gibt? KING JULI: Haha, das kann ich auch gar nicht so genau sagen. Moderner Dancehall jedenfalls hat immer ein bißchen mit Hiphop zu tun. STADTBLATT: Wie entstehen Deine Tracks? KING JULI: Riddims, also das, was beim Hiphop der Beat ist, produziere ich nicht selbst. Das machen andere Leute. Ich höre mir dann ein bisschen was an, und wenn mir was gefällt, nehme ich das für meine Tracks. Ich habe häufig vorher schon so grobe Ideen für die Lyrics, zum Ausarbeiten brauche ich aber einfach die Musik. STADTBLATT: Hast Du ein Thema, das Dir in Deinen Texten besonders am Herzen liegt? KING JULI: Mein Lieblingsthema ist Party und Spaß haben! Allerdings beschäftige ich mich neuerdings auch mit medienkritischen Themen und Geschichten aus dem Leben. Beziehungen zum Beispiel. STADTBLATT: Hast Du ein Vorbild? KING JULI: Zu Anfangszeiten habe ich viel Peter Fox gehört. Der ist auch mit Seeed unterwegs. Womöglich hat er mich dazu animiert, auf Deutsch zu texten, das machen ja nicht so viele. Er ist einer der wenigen Texter die ich kenne, die Deutsch gut klingen lassen können. Außerdem bewundere ich Frank Sinatra – der Mann konnte entertainen! STADTBLATT: Welches war Dein größtes Konzert bisher? KING JULI: Das war in Oldenburg als Support für Mono & Nikitaman. Einfach Wahnsinn! Da hatte ich auch eine fette Band im Hintergrund. Normalerweise hat man es als Support ja etwas schwer beim Publikum, aber dort ist die Meute einfach nur steilgegangen! STADTBLATT: Und welche Pläne verfolgst Du? KING JULI: Mein Traum ist es, auf den richtig großen Reggae-Festivals aufzutreten. Dort gibt es immer recht wenige deutschspachige Acts. Das will ich ändern. Ein Label suche ich eigentlich nicht, ich behalte das lieber selbst in der Hand. Im September erscheint erstmal ein Video, das wurde in Berlin gedreht. Das gibt’s dann auf Youtube zu sehen.

TEXT & FOTO: CHRISTINA LOTTER

INTERVIEW: MARCO GAUSMANN

KING JULI: Eigentlich habe ich als Jugendlicher zusammen mit einem Freund mit Hiphop angefangen. Ab und zu stand ich dann als Gast beim ChinChillaClan mit auf der Bühne – so kam der Draht zum Reggae zustande. Seit zwei Jahren bin ich jetzt als King Juli unterwegs. Mein Kumpel macht jetzt übrigens Punkrock. STADTBLATT: Und was machst Du, wenn Du nicht auf der Bühne stehst? KING JULI: Ich studiere Betriebswirtschaft in Bochum, bin aber so gut wie fertig. Meine Wurzeln liegen aber hier in Osnabrück. So kommt es, dass ich ziemlich viel pendle. STADTBLATT: Gibt es in Osnabrück eigentlich eine große Szene für Dancehall-Reggae? KING JULI: Szene kann man das eigentlich nicht nennen. Es gibt zwei, drei Soundsystems und ebenso viele Partys. Die sind allerdings immer ganz gut besucht. Nein, eine richtige Szene gibt es höchstens in großen Städten wie Berlin. STADTBLATT: Es gibt ja so einige Klischees über Reggae-Fans. Die haben immer Dreadlocks und rauchen den ganzen Tag dicke dampfende Tüten. KING JULI: Jaja, jedes Klischee hat natürlich irgendwo einen wahren Kern. Aber schau doch einfach mich an: Ich habe weder Dreadlocks noch rauche ich was. Reggaefans sind aber im Allgemeinen sehr tolerant, da wird man akzeptiert, egal wie man aussieht.

stadtlook Julia Schuster, 24, Jura-Studentin Mein Stil: Eher schick. Aber wenn ich tagsüber rausgehe, eher casual. Abends darf es dann schicker sein. Jacke: Aus dem Outlet-Center von Gant. Top: Von Mango. Gürtel: Den habe ich mir in Amerika gegönnt. Hose: Von Zara. Schuhe: Die habe ich aus so einer ganz kleinen Boutique hier. Die habe ich mir ganz lange gewünscht

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FOTO: JUDITH KANTNER

Klick mich! Werbung ist das A und O ...

Von Theologie zu Fantasy Stefan Wollschläger alias Steve Cotten über den Mut, zu sich selbst zu stehen und sein erstes Buch. Eine „Tour de Force“ für die bei-

g den Hauptfiguren – so fasst der

Osnabrücker Autor Stefan Wollschläger alias Steve Cotten den Inhalt seines Buches „Prinzessinnenspiel“ zusammen. Es geht darin um Prinzessinnen, die in einem Wettbewerb bestehen müssen, um sich den Prinzen und das dazugehörige Königreich zu angeln – also eine Umkehrung der traditionellen Märchenthematik. Den Kampf zwischen Gut und Böse gibt es aber natürlich trotzdem. Wichtig ist Wollschläger/Cotten, dass die Prinzessin und ihre Gefährtin beginnen, zu sich selbst zu stehen und aus den Rollen, die ihnen von ihrer Umwelt zugedacht werden, fliehen. Eine Parallele zum Leben des ehemaligen Theologie-Studenten, der schon seit seinem elften Lebensjahr schreibt und sich mit dem ersten Ro-

mein osnabrück Mikko, 44, Sänger & Gitarrist von Krügers Randgruppe Ich wohne ... in Atter. Die beste Live-Musik in Osnabrück gibt es ... im Big Buttinsky. Die Auszeichnung mit der Goldenen Säge bedeutet für mich ... Ehre. Musik bedeutet für mich ... mein schönstes Hobby. Hauptberuflich bin ich Land-

man seinen Traum erfüllt. Der Clou: Jeder kann ihn dabei unterstützen! Und zwar nicht nur durch den Kauf des Buches, sondern auch durch den „Gefällt mir“-Button bei Facebook. Je mehr Klicks Wollschläger dort erhält, desto größer sind seine Gewinnchancen bei dem Online-Wettbewerb seines Verlages epubli, Zeit online und Der Tagesspiegel. Epubli ist ein Self-Publishing-Verlag, der nach dem Prinzip Print-onDemand funktioniert: Das eigene Manuskript hochladen, die genauen Konditionen des Buches festlegen (z.B. Cover, mit ISBN-Nummer oder ohne) und schon kann jeder das Buch bestellen. Auf diesem Weg kann Stefan Wollschläger das tun, worin schon seit Jahren sein eigentliches Interesse liegt – und vielleicht ja sogar richtig

schaftsarchitekt. Unser Proberaum... ist eine beheizte Black Box, seit sechs Jahren im Hafen. Vor einem Auftritt... baue ich auf und stimme die Gitarre. Nach einem Auftritt... trinke ich einen Schnaps. Das schönste Erlebnis mit der Band... war der Auftritt in der JVA Fuhlsbüttel. Organisiert wurde er vom Hamburger Verein KiK (Kunst im Knast), zu dem unser Bassist den Kontakt herstellte. Das Publikum war total hilfsbereit

Zum Schreiben gekommen bin ich ... ... durch meine Brüder, die Geschichten auf Kassette aufgenommen haben. Mein erstes „Werk“ war ... ... ein Comic. Kritisieren und korrigieren dürfen ... ... meine Freunde, aber erst, wenn ein Kapitel abgeschlossen ist.

erfolgreich. Zu wünschen wäre es nicht nur ihm, sondern auch seinen Unterstützern: Von den 5.000 Euro Preisgeld, so verriet der hauptberufliche Filmvorführer des Cinema Arthouse, würde er für sie eine große Party veranstalten. Neugierig auf einen Satz des Neuen? Wenn Wollschläger/Cotten schreibt, dann klingt das so: „Das Mädchen aus dem See und das Mädchen mit der Schlangenhaut, zwei Fremde in dieser Welt.“ CHRISTINA LOTTER

www.epubli.de/shop/buch/8937 4.9., Lesung mit Stefan Wollschläger, Filmkneipe 8 1/2

und sogar die Anstaltsleitung blieb bis zum Konzertende. Die Musikszene in Osnabrück ... ist bunt. Ich höre privat ... Frank Zappa. Die besten Ideen für Texte/Musik habe ich ... auf dem Fahrrad und in der Badewanne. Die Glaubensfrage: LP, Kassette, CD oder ipod? LP und CD. Das habe ich zu Hause, und das kriege ich am einfachsten zum Laufen. TEXT: CHRISTINA LOTTER/ FOTO: KRÜGERS RANDGRUPPE STADTBLATT≈9.2011

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what’s up by Hedda Horch

ChariTea im Lieblingscafé

Als

gesundheitsbewusster

g Mensch ist Hedda bei ihrer Li-

mo-Suche diesmal auf ganz besondere Neuentdeckungen gestoßen. Bei Getränk Nummer 1 handelt es sich um eine feinherbe Erfrischung mit Zitronegeschmack. Barre Fassbrause ist alkoholfrei, gesund und dazu noch richtig lecker. Es sind keinerlei künstliche Farb- bzw. Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker enthalten. Dafür deckt eine Flasche 100 Prozent des täglichen Bedarfs an Vitamin C und B6 sowie 15 Prozent des Kalziumbedarfs ab. Zu ergattern ist der erfrischende Drink unter anderem bei Getränke Schröder, in der L+T-Gastro und in der Tanzschule Hull. Weitere Gastro-Betriebe befinden sich aktuell noch in der Testphase, werden den erfrischenden Drink aber sicherlich ins Sortiment aufnehmen.

Knigge Dinner

Eine weitere Neuentdeckung überzeugt Hedda sowohl geschmacklich als auch von der Philosophie. Die da lautet: „Trinkend die Welt verändern.“ LemonAid ist halb Limonade (Lemon), halb Entwicklungshilfe (Aid). Dieses Wortspiel ist nicht nur witzig, sondern auch wirklich so gemeint. Die leckere Erfrischung ist biologisch hergestellt mit fair gehandelten Rohstoffen und von jeder verkauften Flasche fließt Geld in soziale Projekte. Auch optisch überzeugen die Flaschen durch ein frisches Design. ChariTea ist das leckere Pendant dazu in der Aufbrühversion. Zum Beispiel: ChariTea green mit frischem Ingwer und grünem Tee. Die beiden Weltverbesserer der Erfrischungsgetränke werden ab sofort im Grand Hotel, Heimlich, Glanz&Gloria und im Lieblingskaffee über die Tresen gereicht. Moment mal,Lieblingskaffee? Hedda hat sich das neue Café am Domhof 5 vor der Eröffnung am 2.9. schon mal angesehen und ist entzückt. Das Konzept ist einzigartig in Osnabrück und steht ganz im Zeichen von Bio/Fairtrade/Nachhaltigkeit. Da passt die LemonAid-Limo genauso

what’s new

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Hotel Westerkamp

wie die Haji-Cola ins Programm. „Haji ist die gesunde Alternative zur Cola, da sie anstelle von Phosphorsäure auf Zitrone setzt und aus natürlichem Fruchtzucker, Limetten, Orangen, Zitronen, Koriander, Ingwer, Vanille, Muskat, Zimt und Dattelsirup besteht“, erklärt Lieblingskaffee-Betreiberin Christina Woltering. Mehr köstliche Details aus dem kinderfreundlichen Schmuckstück gegenüber der Buchhandlung Jonscher gibt es in der nächsten Ausgabe. Nur soviel sei verraten: Im Café ist alles, vom Teelöffel bis zum antiken Kaffeestuhl-Unikat, käuflich. Die kulinarischen Köstlichkeiten werden von regionalen Betrieben wie dem Café Läer oder dem Bioimbiss Kraut & Rüben geliefert und sind auch in der umweltbewussten to go-Variante erhältlich: Suppe und Kuchen im Weckglas! Das Café hat täglich bis 18 Uhr geöffnet, Sonntag ist Ruhetag. Hedda freut sich auf ein fröhliches Einmaleins der Benimmregeln inklusive Dinner. Am 10.9. geht das Knigge Dinner Originell im Romantik Hotel Walhalla in die nächste Runde. Für alle Schnäppchenjäger: Am 18.9. gibt es einen Gastro-Flohmarkt in der Lagerhalle. Ausrangierte Din-

Bis die Nächte...

thekentalk

Hüggelmeyer Hoffs Sportgaststätte

Bottled

Ambiente: Erster Eindruck: Wow. Alles noch ganz frisch. Im Hauptraum eine große Theke aus dunklem Holz, dunkle Bestuhlung. Modern, aber gemütlich. Im Raucherraum ein anderes Bild: Heller, luftiger. Eine extra Theke, natürlich in lilaweiß. Dritte Räumlichkeit: Ein kleiner lounge-artiger Bereich. Kann auch gemietet werden, für mehr Privatsphäre beim Fußballgucken. Angebot: Die Getränkekarte ist gut gefüllt, von Bier über Schnaps bis hin zu Nicht-Alkoholischem. Die stadiontaugliche Speisekarte wird zurzeit noch ausgetüftelt.

Wer kommt hierher? Ganz gemischt. Morgens Mütter, die hier Kaffeekränzchen machen, abends Studenten. Der Geheimtipp auf der Speise-/Getränkekarte? Der Hot Dog Deluxe und der Hot Brownie Deluxe. Deine Lieblingsarbeitszeit? Abends, da vergeht die Zeit schneller, weil es mehr zu tun gibt. Wie machst Du Pause? Essen. Einfach nur essen. Welchen Promi würdest Du gerne mal bedienen? Jemanden aus der deutschen Nationalmannschaft. Dein persönlicher Lieblingsplatz im

STADTBLATT≈9.2011

ge suchen neue Besitzer: Gläser, Tassen, Kneipen-Kram ... Das Hotel Westerkamp lädt ab dem 19.9. bis Ende Oktober zu den Bayrischen Spezialitäten Wochen. „Auf unserer Zusatzkarte stehen bayrische Speisen wie Haxen, Leberkaas, Wurstsalat, Leberknödelsuppe, Weißwurst ... Dazu gibt es natürlich Oktoberfestbier“, verrät David Westerkamp. Wie immer gilt: stilechte Kleidung ist ausdrücklich erwünscht! Neuigkeiten aus dem Hause Herforder: Die herrliche Volltreffer-Aktion geht in die fünfte Runde. Bis zum 12.11. kann man mit nur einem Wurf/Schuss den großen Gewinn von 10.000 Euro kassieren! Üben sollte man schon mal folgende Disziplinen: Fußball-Querlattenschuss (VfL Osnabrück), Handball-Querlattenwurf (TBV Lemgo), Eishockey-Minitorwandschuß (Fischtown Pinguins), Basketball-Mittellinienwurf (Artland Dragons). Ab sofort unter www.herforder.de bewerben und mit etwas Glück zu den 24 Kandidaten zählen, die die Chance auf den Gewinn erhalten.

Constantin v. Kleinsorgen, 23

Besonders zu empfehlen: Von jedem Platz aus hat man gute Sicht auf die Bildschirme, auf denen auch Bundesligaspiele übertragen werden. Ein Nostalgie-Ort für den echten VfL-Fan: Gerahmte Zeitungsartikel, kleine lila Tischlampen, ein signiertes Trikot und eine große VfL-Collage Bremer Str. 4, Mo-So ab 17 h TEXT/FOTO: CHRISTINA LOTTER

Bottled? Das Sofa! Das Bottled in drei Worten: Nett, klein, charismatisch. Deine Thekenphilosophie? Bei Stress einfach cool bleiben und nicht in Hektik verfallen. Nach Feierabend ... Sitze ich an der Theke und trinke noch ein Bierchen mit Kollegen. Das Osnabrücker Nachtleben ... Ist gut, könnte aber noch variabler sein. INTERVIEW/FOTO: CHRISTINA LOTTER


14.14. undund 15.15. Oktober Oktober 2011 2011 Oktoberfest Oktoberfest im Remarque. im Remarque. "O´zapft "O´zapft is!" zum is!" zum viertenvierten Mal im Malgroßen im großen Festzelt Festzelt in Dirndl in Dirndl und Tracht. und Tracht. Die "Original Die "Original Tiroler Tiroler Alpenbummler" Alpenbummler" aus dem aus dem Alpbachtal Alpbachtal sorgensorgen wiederwieder dafür,dafür, dass dass auf auf Tischen Tischen und Bänken und Bänken gesungen, gesungen, getanzt getanzt und geschunkelt und geschunkelt wird!wird! Freuen Freuen Sie sich Sie auf sicheine auf ausgelassene eine ausgelassene GaudiGaudi mit typischer mit typischer Wiesn-Stimmung. Wiesn-Stimmung. Festzeltkarte Festzeltkarte pro Tag: pro Tag: EUR 10,EUR 10,Beginn: Beginn: 19.0019.00 Uhr Uhr KartenKarten direktdirekt an deranRezeption der Rezeption oder oder bei Gruppenanfragen bei Gruppenanfragen unterunter Telefon Telefon +49 +49 541 541 6096-669 6096-669


what’s up Clubbing

Kleine Freiheit

Der Balkan zieht ins Glanz&Gloria. Und zwar am 2.9. in Form der neuen Partyreihe Global Beatz Balkan Greatz. An den Plattentellern schrauben das M.I.R.Soundsystem und Hyperventilieren. Balkan, Gypsy, Cumbia, Elektro(Swing), Rooster Funk, House, Break-Beats, Kwaito, Rakia-Step, Ghetto-Tech, Dub Step ... Klingt nach einem rauschenden Fest!

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Das Trash wird endlich erwachsen. Die beliebte Kneipe an der Meller Straße feiert am 3.9. ihren 18. Geburtstag mit Livemusik und vielen Überraschungen. Das musikalische Feuerwerk eröffnen Horse With No Name und Bubi Elektrick. Da wird doch glatt die Kneipe zum Tanzschuppen!

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Am 9.9. veranstaltet die Indie-Partyreihe „Is This It“ einen FestivalRückblick 2011. Mehr dazu von Mitveranstalter Sebastian Osterhaus. Dein bestes Festival 2011? Ich selbst bin Anhänger kleinerer Festivals. Wir waren als K.O.DJ-Team auf dem Appletree Garden. Tolle Atmosphäre, klein, fein, super Stimmung und ganz großartige Bands. Welche Band hat Dich am meisten beeindruckt? Ganz großartig fand ich die Auftritte von Arcade Fire beim Hurricane und von Bodi Bill auf dem Appletree Garden. Deine TOP3 Festival-Songs? The Strokes - Machu Picchu Metronomy - The Look Crystal Fighters - I Love London Die Newcomer des Jahres? Da kann ich mich nicht wirklich entscheiden, aber hier einige auffällig gute Bands: Yuksek, Woodkid, Austra, Miami

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ROCK/POP Gitarren und Hits

M FUNKY Black Music, HipHop

1 HOUSY House, Chill Out, Techno 4 STAR-DJ n SEXY Singles, Gay & Lesbian | ELEGANT Bälle, Galas 10 STADTBLATT≈9.2011

Kleine Freiheit

Horror oder The Hundred In The Hands ... Ihr zeigt Videoprojektionen mit Festivaleindrücken ... Wir haben einen kleinen Fotowettbewerb ins Leben gerufen. Die schönsten, trashigsten und emotionalsten Festivaleindrücke werden mit kleinen Preisen prämiert, zusammen geschnitten und als Fotofilm gezeigt. Fotos können noch bis zum 5.9. an unsere E-Mail k.o.djteam@gmx.de geschickt werden. Am 10.9. lädt die 6. Electric Musicland Party getreu dem Motto A Night to Remember in Restrup zu einer authentischen, audiovisuellen Zeitreise. Zu hören und betanzen gibt es allerfeinste alternative Siebziger-Jahre-Musik im renovierten Theatersaal. Der wird natürlich wieder den Anschein einer Original Siebziger-Jahre-Diskothek mit großer Tanzfläche und mit Original-Lightshow haben. Am Mischpult: Harald Keller, Udo Pooschke, Gisbert Wegener. VJ: Frank Oelkers.

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Am 16.9. gibt es wieder eine Johnny Cash Tribute Party in der Kleinen Freiheit. Mehr dazu von Veranstalter Zucki. Was fasziniert Dich so an Johnny Cash? Zu Beginn des 21. Jahrhunderts dürfte es kaum einen anderen Musiker geben, der einen ähnlich ikonenhaften Charakter für die Musik-Szene und den amerikanischen Traum – und zwar die hellen und die dunklen Seiten – besitzt wie er. Ein Mann voller Widersprüche. Sein „Walk the Line“ ist für mich ein Lebensmotto. Wie feiert ihr den Abend? Zuerst gibt es Live-Musik, unter anderem von Cashley, einer Cash Tribute Band aus Berlin. Danach ist Party auf zwei Areas. Der Dresscode des Abends? Pflicht ist natürlich an dem Abend der Cowboyhut, wer hat, sollte auch ein feines Westernhemd tragen. Was trinkt man auf einem Johnny Cash Abend? Nun „lay off that whiskey and let that cocaine be“ hat Cash auch gesungen, aber vielleicht sollte man sich nur an Letzteres halten.

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Musicland

Karacho klingt nach ganz viel Schwung. Stimmt. Die neue Partyreihe verleiht der Kleinen Freiheit am 23.9. musikalisch einen zünftigen Tritt in den Allerwertesten. Die DJs So.Mbie und DJ Maatze werden die ganze Bandbreite der Rockmusik durch den Club schallen. „Musik, deren Fokus sich ganz deutlich auf die gute gepflegte E-Gitarre richtet und die im Uptempo unterwegs ist. Hierbei werden wir versuchen, eine Zeitspanne von den End-70s bis hin zu aktuellen Interpreten abzudecken. Dabei geht es definitiv NICHT um eine Classic-Rock-Veranstaltung, sondern mehr um Bands, die unserer Meinung nach zu kurz kommen in den Clubs unserer Stadt“, verrät DJ Maatze.

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Am 30.9. wird das Sonnendeck sechs Jahre und feiert das ganze Wochenende. Wie, verrät Kati vom Sonnendeck. Welche drei Songs wurden in den letzten sechs Jahren am häufigsten gespielt? Auf jeden Fall ist „Jein“ von Fettes Brot immer ein Partygarant, Mylo vs. Miami Sound Machine mit „Doctor Pressure“ war ein Dauerbrenner und auch Crooklyn Clan mit „Be faithful“ bringt die Meute zum Durchdrehen. Ihr beteiligt euch auch an der „Gewalt bleibt draußen“-Kampagne. Was habt ihr bisher für Erfahrungen damit gemacht? Bis jetzt haben wir nur positives Feedback bekommen. Die Gäste fühlen sich in unserem Laden sicher, was auch unseren Türstehern zu verdanken ist. In den letzten 6 Jahren ist es bei uns noch nie zu schwerwiegenden Zwischenfällen gekommen. Wir hoffen, dass die Kampagne zusätzlich abschreckt! Ein echter Klassiker in Sachen Drinks im Sonnendeck? Schwarzer Sambuca von Marcello. Der ist ein Muss! Wie feiert ihr euren 6. Geburtstag? Bunt, laut und natürlich feucht fröhlich! Am 30.9. heißt es back to the roots mit DJ Jonny Playa, der in der Anfangszeit für uns an den Turntables stand! Am 1.10. legen unsere Resident DJs abwechselnd auf. Dazu reichen wir natürlich den ein oder anderen Schwarzen

Sambuca. Die Gäste erwarten außerdem heiße Tänzer und viele Überraschungen.

dj des monats

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Captain SpOOky Eigentlich heißt DJ „Gruselig" Daniel Müller und beschäftigt sich schon seit seinem 13. Lebensjahr intensivst mit Musik. Gruselig ist das, was er auflegt, aber nicht – das beweisen seine zahllosen erfolgreichen Auftritte quer durch die Republik (von Flensburg bis nach München) und Europa (Spanien, Portugal). In Osnabrück ist er im Sonnendeck zu Hause, wo er eine abwechslungsreiche Mischung aus House, Black und Partymusik mit eigenen Mashups und Bootlegs vervollständigt. Aktuelle Top 5 Sun At Night - Where Is Your Mind (Marcapasos Remix) Avicii - Levels (spOOky Higher Levels Mashup) Deniz Koyu - Tung! Format B - Gospel Ray Foxx - The Trumpeter (Chocolate Puma Remix) Alltime Favorites Marek Hemmann - Gemini Moby - Raining Again (Steve Angello Vocal Remix) Termine ab Oktober im Sonnendeck


ANZEIGEN

y p p Ha

! y a d h Birt 6 Jahre S

nnendeck

30. 09. DJ Jonny Playa

01. 10. Resident-DJ’s in the mix * viele Specials * heiße Gogos * Eintritt frei

STADTBLATT

live

Lohstraße 22 | Osnabrück | www.sonnendeck.biz

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titel

Uli Schubert: Hat was Meditatives

Stricken im Mojo: Jeder ist willkommen

Rebecca Huntemann: Verpackungen sind ihr Markenzeichen

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Mach's Dir selbst Socken stricken, Mützen nähen, Honig imkern – Osnabrücker haben Lust am Selbermachen. Die kreative Eigenleistung macht zudem noch glücklich! VON CLAUDIA SARRAZIN UND JUDITH KANTNER | FOTOS JUDITH KANTNER

Häkeln in allen Lebenslagen Gloria Sophie Wille kann auch Teddys Mit Häkeln assoziiert man Toilettenpapier-Mützen und alte Menschen. Gloria Sophie Wille sagt: „Häkeln rockt!“ Und Gloria Sophie Wille fällt auf. Nicht nur weil sie knallrote Haare hat, eine Beanie-Mütze und eine rote Nerdbrille trägt. Während andere Menschen permanent an ihrem Smartphone fummeln, schwingt sie die Häkelnadel. In der Uni, im Wartezimmer der Arztpraxis, vorm Fernseher – eigentlich überall. Die 23-Jährige hat einen ungewöhnlichen Vornamen. Man kann sich lebhaft vorstellen, dass sie mit der Veröffentlichung der Single „Gloria" von Mando Diao im Jahr 2009 ihre liebe Freude hatte, als ihr Umfeld in ihrem Beisein unter akutem Ohrwurm litt. Dennoch klingt ihr Name wie ein Label. Es lag quasi auf der Hand, ihren Dawanda-Shop „Gloria Sophie" zu taufen (www.de.dawanda.com /shop/gloria-sophie). Den betreibt die Social Science-Studentin zusammen mit ihrer Mutter. Die Regale im virtuellen Laden füllt Häkelzeugs jeglicher Art: Teddys, Mützen, Stulpen, Babyschühchen, Schals, selbst genähte Taschen. Ihr textiler Schwerpunkt liegt zurzeit auf Beanie-Mützen, die auch der Grund für ihre Textil-Leidenschaft sind. „Während meines Auslandssemesters habe ich ein Exemplar von einer Frau auf einem Markt in Swasiland gekauft. Meine Mutter hat mir erklärt, wie man so ein Ding macht, da die Dame leider nur Zulu sprach. Seitdem krieg ich nicht genug davon. Am liebsten würde ich dieser Frau noch mal danken." Mindestens ein Teil am Leib der 23-Jährigen ist handgemacht. Ein Hobby, das sie aber nicht zum Beruf machen will. „Ein kleiner Laden nebenbei wäre jedoch ein Traum." Übrigens ist Häkeln nicht nur sportlich (wenn man bedenkt, wie viel Kilo Wolle man durch die Gegend tragen kann), sondern auch kommunikativ. Ein super Masche für Singles: „Egal wo ich häkel – ich werde immer drauf angesprochen." Vielleicht gibt es ja bald auch in Osnabrück ein Strick-Café wie in vielen anderen Städten. Das würde jedenfalls Gloria Sophie freuen. „Ich wünschte, es würden mehr Leute wieder mehr Gefallen am Selbermachen finden." Häkeln bedeutet für Gloria Sophie: Lebensfreude! Und am liebsten häkelt sie im Schlossgarten mit iPod in den Ohren. „Dabei kann ich

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wunderbar die Seele baumeln lassen." Ihr Material kauft sie bei der Wollperle oder auf dem Stoffmarkt auf dem Kaufland-Parkplatz, der zwei Mal im Jahr stattfindet. Den Faden hat sie bei ihrem Hobby noch nie verloren, bis auf letztens „bei einem Weinabend mit einer Freundin, als wir über den Sinn des Lebens philosophiert haben“.

Kein Bock auf Schnittmuster Rebecca Huntemann pimpt „Ritter Sport" „Mein Freund hat mir nicht nur diesen tollen Nähtisch gebaut, er besorgt mir auch immer frische Blumen für die Vase, die darauf steht", erklärt Rebecca Huntemann. Solch perfekte Bedingungen müssen natürlich ausgenutzt werden: „Wenn ich was anfange, dann mache ich es meist gleich fertig. Deshalb kann es sein, dass ich auch mal bis drei Uhr nachts nähe." Dabei ist die Bandbreite der Selbermacherin wirklich erstaunlich groß: Sie reicht von Körnerkissen über Taschen bis hin zu Klamotten. Doch Produkte aus Verpackungen sind inzwischen fast so etwas wie ihr Markenzeichen geworden. Alles fing vor rund fünf Jahren mit einem VHS-Kurs und einer Tasche aus Caprisonne-Tüten an. „Inzwischen bekommen ich von allen den Müll geschenkt. So nach dem Motto: Hier, Du kannst das doch gebrauchen", so Huntemann. Und so kann es auch schon mal passieren, dass sie Süßigkeiten nur wegen der Verpackung kauft – den Inhalt aber verschenkt. Als besonders praktisch haben sich RitterSport-Verpackungen erwiesen: „Die sind super, weil sie die richtige Größe haben – für die meisten Sachen muss ich höchsten etwas abschneiden", so die Hobbyschneiderin, die aus der Schokoladenumhüllung Geld- oder Tabakbeutel, Federetuis sowie unterschiedliche Taschen näht, zum Beispiel auch welche für Handys. „Mein letztes Ritter-Sport-Portmonee hat drei Jahre gehalten. In der Zeit wollten es eine Reihe von Kassiererinnen diverser Supermärkte einscannen. Die dachten immer, das sei wirklich eine Tafel Schokolade." Neu und echt ausgefallen: Eine TeebeutelTransporttasche. Bisher flogen Teebeutel immer so in Huntemanns Taschen rum, aber das war nix. Jetzt hat die Tee-Liebhaberin eine Art Brieftasche mit Fächern für eine Handvoll Teebeutel genäht.

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Honig, Honig! Sie können sich ein Leben ohne Bienen im Garten nicht mehr vorstellen: Jung-Imker Uli Schubert und seine Bienenfreunde. STADTBLATT: Wie seid ihr auf die Idee mit der Imkerei gekommen? ULI SCHUBERT: Eine entfernte Bekannte hat berichtet, ihr Vater wolle seine Imkerei aufgeben. Unsere Freundin Franziska fand das Thema spannend und hat sich damit auseinander gesetzt. So fing alles an. STADTBLATT: Stichwort Ganzheitlichkeit. ULI SCHUBERT: Die findet sich im Kleinen wieder, besonders wenn man auf die Bienen schaut – allerdings muss man schon genau hinsehen. Außerdem profitiert die gesamte Neustadt von unseren Bienen, da sie in einem Umkreis von drei Kilometern eine gewaltige Bestäubungsleistung bringen. Da erfreut sich der Nachbar im nächsten Jahr über höhere Obsterträge an den Bäumen. Ein anderer Aspekt: Für uns bedeutet Ganzheitlichkeit auch, das Wesen der Bienen zu respektieren und nicht den letzten Tropfen Honig aus ihnen pressen zu wollen. STADTBLATT: Was sagen die Nachbarn? ULI SCHUBERT: Da gab es ganz unterschiedliche Reaktionen. Inzwischen wundern sich viele, dass sie – entgegen mancher Befürchtung – von den Bienen nichts mitbekommen. Einige Nachbarn sind auch sehr interessiert und haben sich die Bienen schon aus der Nähe angeschaut. STADTBLATT: Was für Vorsichtsmaßnahmen müsst ihr einhalten? ULI SCHUBERT: Auf alle Fälle ein helles Oberteil, denn der Bär trägt schwarz! Wir haben eine Kombi aus Jacke plus Schleierhüte, wer mag, trägt noch Handschuhe. Ansonsten ist es gut, selbst eine gewisse Ruhe auszustrahlen und den Bienen Liebe zu schicken. STADTBLATT: Wann gibt es den ersten Honig? ULI SCHUBERT: Im nächsten Jahr, denn unsere Bienenvölker sind frische Ableger. Wir ernten zukünftig zweimal im Jahr bis zu 30 Liter Honig pro Volk. In der Stadt finden die Bienen ein reiches Angebot an Blüten vor. STADTBLATT: Wie viele Bienen habt ihr? ULI SCHUBERT: Wir haben Mitte Mai mit zwei Ablegern und rund 5.000 Bienen pro Jungvolk angefangen. Wenn alles gut läuft, haben wir im nächsten Mai/Juni ca. 30.000 Bienen pro Volk. STADTBLATT: Was gefällt euch an der Imkerei besonders gut? ULI SCHUBERT: Sie bringt viel Ruhe mit sich. Die Beuten zu öffnen und reinzuschauen hat etwas Meditatives. Außerdem ändert sich die Wahrnehmung für unsere Umwelt. Wir gucken jetzt genauer hin: Was blüht gerade und honigt wie stark? In einem Bienenvolk geschehen eine Menge kleiner und großer Wunder.

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titel

Traumfabrik Petersburg: Nicht nur ein Garten – eine Lebenseinstellung

Kein Stress, aber viel Spaß

Socken stehen hoch im Kurs

Aus grau mach grün

Judith Beyer schneidert für Freunde

Stricken & Quatschen im Café Mojo

Gemeinschaftsgarten zum Mit-Ernten

Judith Beyer ist seit Anfang an beim Nähkurs dabei, den Schneiderin Petra Achtert seit gut zwei Jahren im Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink anbietet. Das Schöne dabei: In gemütlicher Runde kann jeder an Projekten seiner Wahl arbeiten. „Wenn eine Sache dann beim dritten Mal zurechtziehen immer noch nichts wird und auch kein Schrägband mehr hilft, dann kommt Petra und gibt Tipps", so Beyer. „Sie ist aber nicht die strenge, böse Lehrerin, die einem immer über die Schulter schaut. Und man braucht auch keine Angst zu haben, eine doofe Frage zu stellen." Was der Nähbegeisterten besonders an ihrem Kurs gefällt: Dort darf gerne auch mal improvisiert werden, und der Plausch nebenbei ist genauso wichtig wie das Nähen. Konkurrenzdenken oder Akkordarbeit überlassen die Hobbyschneiderinnen gerne anderen. „Manche von uns haben schon vorher mal Kurse mitgemacht, doch dort lief es meist ganz anders ab: Das Nähen war eine ernste Angelegenheit, nebenbei unterhalten gab es nicht, dafür wurde eine Decke nach der anderen gefertigt", erklärt Beyer. Apropos, was näht sie gerade? „Ich nähe bunt durch die Gegend: Hier mal ein Kissen, da einen Vorhang, eine Tasche oder auch eine Handytasche. Und das mache ich dann mal für mich, mal für meine Familie oder Freunde. Derzeit habe ich ein Patchworkprojekt in Arbeit." Natürlich freut sich Beyer am Ende auch über Ergebnisse, doch genauso wichtig ist ihr die Arbeit an sich: „Ich finde es toll, was man alles aus Stoffen machen kann. Und ich mag es einfach, herumzupruzzeln. Das Produktive, das Handwerkliche, das liegt mir, das mache ich gerne." So verwundert es auch nicht, dass die Selbermacherin neben dem Nähen auch gerne malt, fotografiert, gärtnert und kocht.

Auf den ersten Blick eine eher ungewöhnliche Szene: Jeden Dienstag ab 18.30 Uhr treffen mit Handarbeitszeug bewaffnete Osnabrücker im Cafe Mojo ein. Der Strickclub trifft sich, und dann klimpern die Stricknadeln. Unter anderem mit dabei Vorstrickerin Susanne Müller-Kirk sowie Martin Schepers, Ayfer Cam und Katharina Geis mit Töchterchen Clara. „Wir sind immer so zwischen zwei und zehn Leute, wobei im Winter tendenziell mehr kommen als im Sommer, dann sind viele mit ihren Gärten beschäftigt", erklärt Schepers. Besondere Kennzeichen des Strickclubs: „Wir sind keine eingefahrene Truppe, jeder ist willkommen", so Müller-Kirk. „Genauso wichtig wie das Stricken ist die Unterhaltung." Alterstechnisch ist fast alles vertreten: Von Kindern bis zur Pensionärin. „Ich bin ganz glücklich, dass ich den Strickclub entdeckt habe", berichtet Cam, die seit ein paar Monaten mit dabei ist. „Hier kann ich mein Repertoire noch erweitern." Wie die meisten anderen strickt sie derzeit Socken – die sind beim Strickclub gerade total angesagt. Einzige Ausnahme an diesem Abend: Geis arbeitet an einem Windelhöschen für ihre sechs Wochen alte Tochter. Generell gilt: Was man strickt, ist jedem selbst überlassen. Ebenso auffällig: Zwar sind alle zum Handarbeiten gekommen, doch wenn die Unterhaltung mal besonders spannend wird, ruhen für eine Weile durchaus auch mal die Nadeln. Ansonsten arbeitet jeder gemütlich in seinem Tempo vor sich hin. Wer nicht weiter weiß, fragt Müller-Krik um Rat, die gibt dann Tipps.

Hier kann jeder mitmachen, beim gemeinschaftlichen Gärtnern auf dem Gelände der „Traumfabrik Petersburg" am alten Güterbahnhof. Voraussetzungen sind Spaß an der Sache, Experimentierfreude und Lust zum Anpacken. Die in Osnabrück noch junge „Transition Town Initiative" startete die Aktion letztes Jahr, um brachliegende Fläche in einen Raum für gemeinschaftliches, ökologisch verträgliches Gärtnern zu verwandeln. Inzwischen stehen in der City rund 40 recycelte Pflanzkästen in denen unter anderem Karotten, Salat, bunte Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Zwiebeln, und Erbsen, aber auch Kräuter, Sonnenblumen und Mohn wachsen. Dabei verwenden die Stadtgärtner möglichst alte Sorten aus Demeter Saatgut. Im Frühjahr traf sich die Gruppe jeden Samstag, im Sommer in der Ferienzeit kam meist alle zwei Tage jemand zum Gießen vorbei. Außerdem gibt es gemeinsame Aktionen wie den Bau einer Kräuterspirale oder eines Tomatenhauses. Aber auch Feiern und Kochabende kommen nicht zur kurz. Und was passiert mit der Ernte? Wer mitarbeitet darf auch miternten. Außerdem können Besucher der Erntefeste an der Petersburg auch dort einkaufen. Eine der Mitorganisatoren des Gemeinschaftsgartens ist Angelika Wildemann: „Der Garten bedeutet für mich Entspannung. Auch wenn es teilweise dort viel zu tun gibt. Die Arbeit mit den anderen macht immer Spaß." Der Garten ist eine kleine grüne Oase in der Stadt, die sich Gleichgesinnte teilen, und die dennoch offen für Besucher ist. Er ist für alle, die nicht nur von einem nachhaltigeren Leben träumen, sondern es auch leben. „Das schätze ich daran sehr", so Wildemann. „Es ist nicht nur ein Garten, es ist eine Lebenseinstellung."

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kinderzeit 11 Messe für Eltern und Kinder

ive

inklus

011 09.2 . 4 2 . r h a U S 0 0 –18:0 15:0

Sa. + So. 24. + 25.09.2011 11:00 –18:00 Uhr www.kinderzeit.eu www.osnabrueckhalle.de

Veranstalter: Osnabrücker Veranstaltungs- und Kongress GmbH


aufgefallen

Der mit der Brille Auch im Landkreis sind Kommunalwahlen. Der parteilose Kandidat Guido Halfter will mit einer plakativen Kampagne Landrat werden.

Wiedererkennbarer als manch anderer Kandidat: Guido Halfter in PopArt und normal

Man ist ja schon darauf pro-

g grammiert, dass zu Wahlkampf-

Zeiten Plakate am Wegesrand stehen. Die laufen unbewusst am Auge vobei: „Gerechtigkeit für alle“, „Jetzt ökologisch denken“ ... wenig originell. Da erhält derjenige sofort die ganze Aufmerksamkeit, der zu überraschen weiß. Wie Guido Halfter. Der Bissendorfer Bürgermeister will Landrat werden, Nachfolger von Manfred Hugo. Und seine Wahl-Kampagne darf man guten Gewissens als innovativ deklarieren. Ein Eckpfeiler

dabei sind Halfters Großflächenplakate. Der Kandidat im Popart-Konterfei – die markante Brille als Markenzeichen. Das erinnert an Werbung von Apollo Optik oder Fielmann. Auch auf dem Plakat: ein großes Facebook-F und, über allem und noch größer, der Website-Link zum Wahlkampf. So erreicht man die Internet-Community. Auf der Homepage geht der Wahlkampf 2.0 dann weiter, ganz nach Halfters Slogan: „Auf neuem Weg zum Landrat für alle“. Im Mittelpunkt

steht die Kommunikation. Guido Halfter ist für seine Wähler (oder Nicht-Wähler) auf allen wichtigen digitalen Kanälen erreichbar: per Twitter, RSS Feed, E-Mail und natürlich über Facebook, auf dem heute 20 von 80 Millionen Deutsche ein Profil haben. Fehlt nur noch die Guido-Halfter-App. Witzig auch die Idee, mit dem Brillen-Motiv zu spielen. So stehen unter „Brille unterwegs“ Termine des Kandidaten, unter „Brille zum Downloaden“ kann man sich das markante

Reden als Chance! Nach 25 Jahren hat Osnabrück wieder ein VfL-Fanprojekt. Das Team tritt vor Ort als Mittler an.

g Stadt Osnabrück zusammen mit Cari-

Gestartet wurde das Projekt von der

Mai 2008: VfL-Fans feiern den Klassenerhalt

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tas und Diakonie. Unterstützt wird es durch den Deutschen Fußballbund, das Land Niedersachsen, den Landkreis Osnabrück die örtliche Polizei, den VfL Osnabrück – und natürlich durch die Fans selbst. 115.500 Euro kostet das Ganze pro Jahr. Zuständig für den Kontakt zur Fanszene des VfL Osnabrück ist ein Team von Sozialpädagogen um Projektleiter Detlef Strüben vom städtischen Fachdienst Jugend. In Bezug auf mögliche Problematiken zwischen Teilen der sogenannten „Ultras“ bzw. Hooligans und der Polizei bzw. Ordnungsdiensten (Pyrotechnik, Zaunfahnen, Stadionverbote) ist er sich im klaren: „Probleme sind nicht durch Repression in den Griff zu kriegen.“ Vielmehr

Wahlplakat herunterladen. Fehlt nur noch das Guido-Halfter-Modell im örtlichen Optiker-Einzelhandel. Dabei vergisst man glatt den Blick auf die politischen Themen des gebürtigen Osnabrückers und Familienvaters: mehr Bildung für Kinder, ein starker Mittelstand, kreisweiter Klimaschutz. Fünf Kandidaten gibt es für die Neubesetzung des Landrates – der mit der Brille bleibt im Gedächtnis. MARIO SCHWEGMANN

sollen sozialpädagogische Mittel zum Einsatz kommen. Kriminellen Karrieren soll so vorgebeugt werden, rechten Tendenzen, Ausländerfeindlichkeit. Das Team setzt auf Konfliktlösung durch Worte. Vor allem soll aber auch Positives verstärkt werden: „Das Fantum hat für die jungen Leute einen hohen Stellenwert.“ Um ihrer Glaubwürdigkeit Nachdruck zu verleihen, begleiten Detlef Strüben, Michael Aschmann und Marc Hülsmann, die selbst große Fußballfans sind, die Fans bei allen Heim- und Auswärtsspiele des VfL Osnabrück. Vor Ort möchte man ins Gespräch kommen. Dabei soll es vor allem darum gehen, Mittler zu sein, Kompromisse zu finden. „Wir sind keine unkritischen Lobbyisten“, betont Strüben. „Weder für die Fans noch für jemand anderen.“ Als Anlaufstelle bei Heimspielen dienen die „Fancontainer“ vor der Ostkurve, die auch sonst als Austauschort genutzt werden. Ansonsten ist das Projektteam in den Gebäuden der ehemaligen Teutoburger Schule und unter 0541 200 794 10 oder 11 sowie unter fanprojekt@osnabrueck.de zu erreichen. MALTE SCHIPPER


sie + er

Oktoberfest Von Maren Gäbel und Mario Schwegmann

FManch eine nimmt sich fürs neue Jahr vor: weniger rauchen, mehr Sport und jede Woche eine Haarkur. Ich hatte einen anderen Silvestervorsatz: zum Oktoberfest gehen! Der Gedanke kam mir, als ich am anderen Ende der Welt von Australiern verhöhnt wurde: „Waaas? Du warst noch nie da? Ich nehme dafür meinen Jahresurlaub!“ Landsleute behaupten ja auch oft: Als richtiger Deutscher habe man gefälligst einmal im Leben die Erfahrung zu machen. Was so toll an literweise Bier (und entsprechend betrunkenen Gästen), Schunkelmusik und Trachtenmode ist, werde ich nun bald herausfinden. Vorausgesetzt, ich bin bereit, mich in ein überteuertes Hotel einzuquartieren, viel Geld für Klamotten auszugeben, die ich nie wieder tragen werde und meine mühsam errungenen Diät-Erfolge leichtfertig zunichte zu machen. Mh. Ich überleg’s mir lieber noch mal.

meine Baustelle Alles in Bewegung ... in der neuen „Bewegungs-Kita“ des Studentenwerks

Nach der Sanierung der Mensa

g am Schlossgarten und dem Bau

einer neuen Wohnanlage in Lingen nimmt das Studentenwerk Osnabrück bereits das nächste Projekt in Angriff: An der Jahnstraße 79 wird derzeit unter der Aufsicht des Architekturbüros PLAN|CONCEPT Osnabrück, auch schon für die beiden anderen Bauprojekte verantwortlich, eine neue Kindertagesstätte gebaut. „Bedarf für zusätzliche Betreuungsplätze vor allem für Unter-DreiJährige besteht auf jeden Fall“, so die Geschäftsführerin des Studentenwerks, Birgit Bornemann. „Das sieht man schon alleine an den langen Wartelisten der anderen Kinder-Betreuungsangebote des Studentenwerks.“ Das Besondere an der neuen Kita: Inspiriert von der räumlichen Nähe zum Gebäude des Fachbereichs Sport soll die neue Tagesstätte eine „Bewegungs-Kita“ werden. Das beinhaltet insbesondere die Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Bewegung und

F Oktoberfeste kann ich teilweise sehr begrüßen. Weil die Damen da Dirndl tragen. Und Dirndl machen ein ziemlich aufregendes Dekolletee. Irgendwie scheint so ein Dirndl die dazugehörige Frau auch in einen Zustand der Freizügigkeit zu versetzen - Holz vor der Hütt’n zeigen, auf Tischen tanzen usw. Das Gegenteil zum Dirndl ist das Oktoberfest-typische Kleidungsstück für den Mann. Die kurze Lederhose. Lange Lederhosen gehen ja schon gar nicht, aber kurze?! Das haben vielleicht Kinder im Sommer im Kindergarten an, aber doch keine Männer. Besonders schlimm sind die Varianten, wo die Hosenträger wie so eine Art Geschirr vor der Brust baumeln. Ein Nogo. Und dann dazu dieses BWLer-Hemd in weiß-rotem Karo. Furchtbar. Eine Herrentruppe, die es wohl nie schnallen wird, wie lächerlich das Wiesn-Outfit ist, sind die Kicker des FC Bayern.

Psychomotorik von Frau Prof. Dr. Renate Zimmer, zum anderen ist aber auch in der Kita selbst viel Platz zum Toben eingeplant: Es gibt im Innenbereich beispielsweise einen Bewegungsraum, der als besonderes Highlight ein fest im Boden installiertes Trampolin zu bieten hat. „Die Förderung anderer Bereiche, wie etwa der Sprachentwicklung und mathematisch-naturwissenschaftlicher Kompetenzen kommt darüber hinaus jedoch nicht zu kurz“, versichert Bornemann. Dass dies nach neuesten Forschungserkenntnissen geschieht, dafür sorgt die Kooperation mit nifbe, dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung, dessen Geschäfts- und Koordinierungsstelle in einem separaten Bereich, aber im gleichen Gebäude unterkommt. Die Fertigstellung des 2,9 Mio. teuren Baus, den das Studentenwerk fast vollständig aus eigener Tasche finanziert, ist für April/Mai 2012 geplant. „Das Interesse an den 80 Betreuungsplätzen, davon 30 für Kinder unter drei Jahren, ist jedoch schon jetzt groß“, so Bornemann, „obwohl verbindliche Anmeldungen erst ab Januar möglich sind.“ Und zwar nicht nur für die Kinder von Studierenden oder Uni-Angehörigen. CHRISTINA LOTTER

Farbenfrohes Gebäude: Die neue Kita STADTBLATT≈9.2011 17


FOTO: HELPAGE

aufgefallen

Artenvielfalt: So unterschiedliche Kartoffelsorten gibt es in Peru

Nachhaltige Knollenkunde Gemüse aus lokaler und globaler Perspektive: HelpAge bringt erneut die Kartoffel ins Spiel. Diesmal steht ihr Ursprung Südamerika im Mittelpunkt vielfältiger Aktionen. Was haben Annabelle, Bintje,

g Princess, Kipfler oder Bamber-

ger Hörnchen gemeinsam? Alle bezeichnen dasselbe Gemüse: Kartoffeln. So unterschiedlich die Namen, so vielfältig die einzelnen Sorten. Und genau darum geht es in dem neuen Projekt von HelpAge. Die internationale Hilfsorganisation mit Sitz in Osnabrück setzt sich für den Erhalt der Artenvielfalt des bekannten Grundnahrungsmittels

verlosungen

ein, die aufgrund industrieller Produktionsweisen und des Klimawandels nicht nur in Deutschland, sondern auch in Peru gefährdet ist, einem der Ursprungsländer der Kartoffel. Über 3.000 Sorten sind dort bekannt, die zu bewahren und bekannt zu machen sich HelpAge zum Ziel gesetzt hat. Das neue Projekt „Artenvielfalt in lokaler und globaler Perspektive am Beispiel Kartoffel“ ist der

Nachfolger der „Kartoffelspuren“ des letzten Jahres und bekommt auch bald einen ebenso griffigen Namen. Wie schon der Vorgänger wird es von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert, ist aber auf drei Jahre statt nur einem angelegt. Allerdings geht es dabei nicht nur um die Artenvielfalt, sondern auch, wie der Name HelpAge schon andeutet, um die Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen in Entwicklungs- und Transformationsländern. Um das zu erreichen, unterstützt HelpAge die peruanische Organisation „Asociación Pacha Uyway“, die alte Kartoffelbauern darin bestärkt, ihr Wissen um die Sorten zu bewahren und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Auf diesem Weg schlägt das Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum

einen bekommen ältere Menschen neue Anerkennung, zum anderen geht traditionelles Wissen nicht verloren und trägt so zum nachhaltigen Erhalt der Artenvielfalt bei. In Deutschland organisiert HelpAge vielfältige Aktionen, zum Beispiel die 2. Osnabrücker Kartoffelwoche in den ersten beiden Novemberwochen oder die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit der Hochschule Osnabrück, mit deren Hilfe Grundschüler an den Themenkomplex herangeführt werden können. Beide Ebenen sollen aber nicht unabhängig voneinander bestehen; so ist unter anderem eine Projektreise nach Peru geplant. Langfristig soll so ein Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen dem eigenen Konsumverhalten und der Produktion von Lebensmitteln geschaffen werden. CHRISTINA LOTTER

Mitmachen per E-Mail: gewinnen@stadtblatt-osnabrueck.de Mitmachen per Postkarte: STADTBLATT, Georgstraße 14, 49074 Osnabrück

1 x 1 VfL-Fanpaket

1 x 2 Kickern mit Art Brut

3 x 1 Hyde Park Buch

Das besteht aus 2 Sitzplatz-Tickets für das Heimspiel gegen Preußen Münster. Bei dem Heim-Derby am 10.9. können die Lila-Weißen jede Unterstützung gebrauchen. Für das passende StadionOutfit sorgen ein VfL-T-Shirt und ein lila-weißer Fanschal! F Einsendeschluss: 7.9.

Ein spannendes Match 2 gegen 2. Beim Tischfußball wird der Klassiker „Deutschland vs. England“ mit der Band Art Brut ausgetragen. Der Eintritt für das Konzert am 14.9. in der Kleinen Freiheit ist natürlich inklusive. F Einsendeschluss: 9.9.

Die Kult-Disse ist nun 35 Jahre. Was sich alles im Laufe der Zeit dort abgespielt hat, erfährt man im Buch ‘Hyde Park’Memories - Ein Osnabrücker Musikclub und seine Geschichte(n)“. Ein Muss für jeden Hyde Park-Freund. F Einsendeschluss: 12.9.

Bahn frei! FHeiß auf Eis? Dann rauf auf die Kufen und ab auf die spiegelglatte Eisbahn an der Vehrter Landstraße. Hier erklingt bereits der Gong zur neuen Saison: Am 16.9. (ab 17h) dreht sich im Eissportcenter alles um den schnellen Schlittschuhsport. DJs und VJs mit ihrer Sound- und Lightshow heizen von der Bühne in der Mitte der Eisfläche ein, während die Läufer sie unermüdlich umrunden können. Nach der Bahneröffnung geht’s dann in den regulären Laufbetrieb. It’s cool man!

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FOTO: C. HÉLIE GALLIMARD

Einfach mal einsteigen

Mehr Ruhm

Pop in der Kirche

Lichtblick

F Sommerzeit ist Radfahrzeit. Und im Winter, wenn es kalt und nass ist? Dann steigen viele aufs Auto um oder in den Bus ein. Die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) gibt allen Noch-Nicht-Busfahrgästen einen Anreiz, es einmal zu probieren: Ab dem 1.9. bietet sie ein dreimonatiges Schnupperabo an. Jeder Neukunde, der sich bis zum 30.11. überzeugen lässt, in ein einjähriges Bus-Abo zu wechseln, bekommt den Dezember kostenlos oben drauf oder wahlweise eine Jahreskarte 2012 für den Zoo Osnabrück. Wer nach der dreimonatigen Testphase nicht überzeugt ist, muss gar nichts tun, denn das Schnupperabo endet automatisch. Erhältlich ist das Kurzzeitangebot in den VOS-Kundenzentren oder auch online. CHRISTINA LOTTER www.vos.info 24.9., ÖPNV-Tag, Platz vorm Dom, 10-14h

F Als junge Band muss man auf sich aufmerksam machen. Zum Beispiel durch sehr gute Konzerte oder ausgefallene Guerilla-Aktionen. Eine neue Quelle, die sich jetzt auftut: der Grolsch Proberaum. Eine kostenlose Plattform für NewcomerBands, die sich im virtuellen Proberaum anmelden können und ein eigenes Bandprofil bekommen, um sich einem überregionalen Publikum zu präsentieren. So wie Sir Toby, Couchdivers oder Guess You Like It (s. Foto). Die Band aus Gelsenkirchen ist schon dabei und hat jetzt im schwedischen Stockholm – auf der Grolsch Blockparty – ihren ersten internationalen Auftritt. „Der Gig war erst der Auftakt. In den kommenden Monaten werden wir über den Proberaum gezielt nach Bands suchen, die wir mit einer ganzen Reihe von Aktionen unterstützen können“, so Alexander Schacht, GrolschProduktmanager bei Pilsner Urquell Deutschland. MARS www.grolsch-proberaum.de

F Ein Robbie Williams-Coverbandsänger als Kirchenmusiker? Ende 2010 wurde im Bistum Osnabrück die Stelle eines Beauftragten für Popularmusik geschaffen. Diese Funktion hat seitdem Kai Lünnemann inne, der durch Musikprojekte wie Entertained oder Thirty Toes bekannt ist. Lünnemann richtet Workshops zum Thema Neues Geistliches Lied aus, bildet Musiker fort und betreut Schulen, Chöre und Bands des Bistums. Seine Aufgabe sieht er darin, „vorhandene Distanz beidseitig zu verringern“. Pop und Gospel sollen genauso im Kirchenleben vorkommen wie Orgelmusik. Auf der Maiwoche traten unter dem Motto „Kirche on stage“ Chöre und Bands auf, beim Kinderfestival „Play It!“ wurde ein Familiengottesdienst mit Gospelmusik gefeiert. Im August betreute Lünneman einen Projektchor auf dem Weltjugendtag in Madrid. Für das kommende Jahr sind weitere Workshops, CDProduktionen und vielleicht eine eigene Radiosendung geplant. MALTE SCHIPPER

F „Die Familie Assad hat Verbrechen im Blut“, twittert Tahar Ben Jelloun am 15. August auf der Internet-Seite des ErichMaria-Remarque-Friedenspreises, „1982 hat der Vater in Hama Massaker orchestriert; der Sohn macht weiter und träumt dabei süß.“ Statements wie diese, harte Kommentare zum aktuellen Stand der Proteste der Demokratiebewegungen in Nordafrika und im Nahen Osten, wird er hier bis Mitte September abgeben – dann erhält der marokkanische Schriftsteller den 11. Remarque-Friedenspreis für sein Engagement für „ein friedliches Miteinander der christlichen und islamischen Kulturen“, insbesondere aber für seine Essaysammlung „Arabischer Frühling“. Warum Statements in Twitterkürze? Weil Medien wie Twitter derzeit eine der stärksten Waffen der Protestierer des Arabischen Frühlings sind. HPS 15.9., Arabischer Frühling, Lesung mit Tahar Ben Jelloun, Aula der Universität 16.9., Preisverleihung Rathaus


DIE ZUVERSICHTLICHEN Frank Henning, Fraktionsvorsitzender der SPD, über Solidarität, den Neumarkt und die Trennung von Kirche und Staat.

STADTBLATT: Sie sind schon 25 Jahre in der

gSPD. Sieht man Ihnen nicht an.

FRANK HENNING (lacht): Politik hält eben jung. Ich hab übrigens ein Dreierjubiläum: 25 Jahre SPD, 25 Jahre Abitur, 25 Jahre Finanzbeamter. 1986 war für mich ein ganz besonderes Jahr. STADTBLATT: Die CDU ist derzeit stark unter

Papierfabrik Schoeller. Energieintensiv. Ökologisch?

Druck, inhaltlich wie personell, regional wie auf Bundesebene. Der FDP geht es nicht besser. Wird die Wahl ein leichter Gang? FRANK HENNING: Leicht nicht. Aber wenn Sie mein Wunschziel hören möchten: Eine rotgrüne Mehrheit. Meine Prognose: 32 Prozent für die SPD, 20 für die Grünen. STADTBLATT: Ihr Wahlprogramm steht unter dem Motto „Osnabrück gemeinsam stark“. Rockt nicht so richtig, oder? FRANK HENNING: Der Satz bündelt, für was die SPD seit 150 Jahren steht: Wir wollen eine solidarische Gesellschaft. Man kann das auf mehreren Ebenen verstehen. Zum Beispiel so: In dieser Stadt ist jeder willkommen, auch Alte, Schwache, Behinderte, Migranten. Oder so: Gute Politik setzt starke Bürgerbeteiligung voraus. Oder so: Hier kämpfen Genossen für eine Mehrheit. STADTBLATT: Stichwort Plakate. Es gibt ja Kandidaten, die sich auch noch die winzigste Hautunreinheit von Bildbearbeitungsprogrammen wegpixeln lassen. FRANK HENNING: Aber keine von uns. STADTBLATT: Die Spitzenkandidaten der FDP. FRANK HENNING: Ja, die sehen wirklich aus wie Gemälde. Die Wirkung von Plakaten wird übrigens oft überschätzt. Sie können nie das Argument ersetzen, das Gespräch mit dem Bürger. Wer das nicht führt, und das permanent, nicht nur ein paar Wochen vor der Wahl, hat keine Chance. STADTBLATT: Apropos FDP. Die SPD macht ihr das Thema Wirtschaftsfreundlichkeit streitig. FRANK HENNING: Aber mit anderen Vorzeichen. Ja, wir wollen eine starke Wirtschaft. Denn das bedeutet Gewerbesteuereinahmen und Arbeitsplätze. Aber die Ökonomie muss sich mit Ökologie paaren. Und wir wollen sozial gerechte Arbeitsplätze – Lohndumping und Leiharbeit sind für uns keine Option. STADTBLATT: Stichwort Neumarkt. Die CDU sagt, wenn das 220-Millionen-Euro-Einkaufszentrum kommt, brechen zwei Drittel des Umsatzes des innenstädtischen Einzelhandels weg. FRANK HENNING: Da haben sie die Zahlen nicht richtig gelesen – oder betreiben Konkurrenzschutz. Das Gutachten sagt: Zwei Drittel des Umsatzes des Einzelhandels der gesamten Stadt könnten umverteilt werden. Das heißt

32 mal

auch: Umsatz wird vom Rand in den Kern der Stadt abwandern, wovon die City insgesamt profitiert. Und: Ein Drittel Neuumsatz von Neukunden käme dazu. STADTBLATT: Der Investor wünscht sich 23.500 qm Verkaufsfläche. FRANK HENNING: L + T hat ähnlich viel. Klar, wir müssen dafür sorgen, dass das Center eine verträgliche Größe hat – unter 15.000 qm rechnet es sich allerdings nicht. Außerdem wird es kein in sich geschlossener Block sein, sondern baulich zur Großen Straße hin offen, als Anreiz für die Kunden, sich auch die übrige Stadt anzusehen. Endlich haben wir die Chance, den jahrzehntelangen Stillstand am Neumarkt zu beenden! Dann wird auch die sechsspurige Autobahn Vergangenheit sein, die sich jetzt noch über den Platz fräst. STADTBLATT: Ihr Kommunalwahlprogramm gibt es auch in „Leichter Sprache“ – eingedampft auf kurze Kernsätze, dazu viele Bilder. Im Prinzip eine gute Sache. Aber da stehen dann Passagen wie: „Es muss auch Plätze zum Bauen geben. Dabei darf die Natur nicht sehr zerstört werden.“ Zuviel vereinfacht? FRANK HENNING: Sagen wir besser: „nicht zu sehr“. Insgesamt gilt: Zupflastern liegt uns nicht. Viele von den neuen Baugebieten, die CDU und FDP wollten, haben wir verhindert oder in ihrer Fläche stark reduziert. STADTBLATT: Was entgegnen Sie, wenn jemand sagt: Kirche und Staat muss man trennen. FRANK HENNING: Dass er Recht hat. Sie spielen auf die Konfessionsschulen an? In der Tat halten wir die ebenso für falsch wie die Privatschulen. Alle sollten zusammen lernen, unter denselben Prämissen, von der Grundschule an, schon der Chancengleichheit wegen – Elitenbildung fördert gesellschaftliche Ungerechtigkeit. STADTBLATT: Kämpferisch. Haben Sie Vorbilder in der Partei? Wilhelm Liebknecht? August Bebel? FRANK HENNING: Willy Brandt. Weil er die verkrusteten Strukturen der Adenauer-Ära aufgebrochen hat, hin zu mehr Demokratie. Aber eigentlich habe ich eher Werte als Vorbild, nicht so sehr Personen. Zivilcourage. Zuverlässigkeit. Mut. INTERVIEW: HARFF-PETER SCHÖNHERR

„32 Prozent für die SPD, 20 für die Grünen“

Das Gewerkschaftshaus. Ort der sozialen Gerechtigkeit

Windrad, Lüstringen. Hat Henning mit durchgesetzt

GS Schinkel. Henning: Schulform mit Vorbildcharakter

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WAHL LOKAL AM 11.9.2011: In den Ausgaben Juli bis September stellen wir die sechs Parteien/Gruppierungen vor, die derzeit den Stadtrat bilden. Wir begannen mit der Paarung UWG/DIE LINKE, es folgten DIE GRÜNEN/FDP, diesen Monat ist die Paarung SPD/CDU dran. Die Interviewpartner übernehmen die Bebilderung selbst. Dafür bekommt jeder von ihnen eine Einwegkamera von uns gestellt. Bis auf Kandidat Brickwedde. Der sperrte sich: angeblich aus Öko-Gründen.

DIE VORAUSSCHAUENDEN Dr. E.h. Fritz Brickwedde, Fraktionsvorsitzender der CDU, über Wahlkampf Termine, den Neumarkt und Frauen in der Fraktion.

STADTBLATT: Grillfest der CDU Innenstadt, Politischer Frühschoppen in Voxtrup – ist Kommunalwahlkampf anstrengend? FRITZ BRICKWEDDE: (lacht) Nein, das sind alles schöne Termine und die machen Spaß. Aber man kann aus ihnen ablesen: Die Bürger wünschen sich einen Mix aus Politik und Unterhaltung. STADTBLATT: Sie haben auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann nach Osnabrück eingeladen, ins Nussbaum-Haus. Warum gerade ihn? FRITZ BRICKWEDDE: Mit Bernd Neumann verbindet mich eine fast 40-jährige Freundschaft. Ich möchte ihm Osnabrück als Kulturstadt noch stärker ans Herz legen. Der Bund unterstützt ja unter anderem schon das Morgenland Festival, aber vielleicht ist da noch Luft nach oben ... STADTBLATT: Nutzen Sie im Wahlkampf auch soziale Netzwerke? FRITZ BRICKWEDDE: Vor allem junge Menschen kann man so erreichen, es liest ja nicht jeder die Tageszeitung. STADTBLATT: Ein Thema, das den Wahlkampf mitbestimmt, ist der Neumarkt als Standort für ein Einkaufszentrum. Was sagt die CDU? FRITZ BRICKWEDDE: Die große Variante ist mit uns nicht zu machen. 22.500 qm Einzelhandelsfläche plus Verkehrsfläche plus Gastronomie? Dann landen wir bei über 30.000 qm. Dazu sagen wir ‚Nein’. Ein Center dieser Dimension ist völlig autark, das entspricht etwa 100 Geschäften. Dadurch entstehen in der gewachsenen Innenstadt Leerstände und Pleiten. STADTBLATT: Was möchte die CDU stattdessen? FRITZ BRICKWEDDE: Eine nach wie vor hohe Einkaufsqualität für Osnabrück. Mit Kunden, die verschiedene Geschäfte aufsuchen, sich in der Stadt bewegen, vielleicht noch ins Café gehen

oder sich St. Marien oder ein Museum angucken. Dazu würde ein Einkaufscenter von maximal 15.000 qm passen, also halb so groß. STADTBLATT: Im Rahmen der Neumarkt-Diskussion ist oft vom Image Osnabrücks die Rede. Das wird vom Frieden geprägt, es gibt aber auch andere Ideen – Frau Prof. Renate Zimmer möchte, dass Osnabrück eine Bewegungsstadt wird. FRITZ BRICKWEDDE: Die Vorschläge von Frau Prof. Zimmer sind mir sehr sympathisch, wie insgesamt die Arbeit des nifbe (Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Förderung, mit Sitz in Osnabrück, Anm. d. Red.). Frühkindliche Förderung ist ein zentrales Thema, das betrifft Migranten wie Deutsche – weil wir in Zukunft zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte haben werden. Schon aus wirtschaftlichen Gründen darf niemand verloren gehen. Wobei mir, als Nachkriegskind, das Thema Frieden – und Europa – sehr wichtig ist. Zukünftig muss Frieden aber nicht der einzige Imageträger Osnabrücks bleiben. STADTBLATT: Die erwähnten qualifizierten Fachkräfte. Wie hält man sie in der Stadt? FRITZ BRICKWEDDE: Aus politischer Sicht können wir dafür die Rahmenbedingungen schaffen. So stellen wir Geld zur Verfügung für den Ausbau des Wissenschaftsparks, um kreative und innovative Wissenschaftler hier zu halten. Wir müssen auch die Hochschule und die Universität weiter ausbauen – damit möglichst viele Absolventen in der Stadt bleiben. Das fängt aber schon in den Schulen an. Wir müssen Schüler für Umwelttechnik begeistern, denn viele Energie-relevante Branchen suchen bald dringend Personal. STADTBLATT: Mit 19 Mitgliedern stellt die CDU die größte Ratsfraktion. Und die Frauen sind mit 10:9 in der Mehrzahl. Ist das gewollt? FRITZ BRICKWEDDE: Ein hoher Frauenanteil hat in der Osnabrücker CDU eine lange Tradition – denken Sie an Ursula Flick, die erste Osnabrücker Oberbürgermeisterin (1985-1991, Anm. d. Red.). Wir haben als CDU im Rat auch darauf gedrungen, dass im Vorstand der Stadt erstmals eine Frau Dezernentin wurde. Das war uns wichtig als Signal. Andere Parteien im Rat ärgert es übrigens, dass die CDU mehr Frauen als Männer in der Fraktion hat. (lacht) STADTBLATT: Sie sind auch Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Daher die Schlussfrage: Welche ökologischen Ziele verfolgt die CDU? FRITZ BRICKWEDDE: Wir haben im Frühjahr im Rat einen Antrag zum Energiesparen sowie zu mehr Energie-Effizienz eingebracht. Der wurde einstimmig beschlossen. Es geht uns darum, dass die Stadt selber Vorbild sein muss. Das gilt für die energetische Sanierung von städtischen Immobilien, aber auch für den Stromverbrauch der zum Einsatz kommenden Geräte oder unsere Kläranlagen, die viel Strom fressen. Bei der Energiepolitik herrscht im Rat zum Glück großer Konsens.

Mit McAllister und VW-Chef Winterkorn

Besuch der Freiwilligen Feuerwehr Sutthausen

Mit Bernd Neumann im Felix-Nußbaum-Haus

„Schüler für Umwelttechnik begeistern“

INTERVIEW: MARIO SCHWEGMANN

Veranstaltung der CDU-Fraktion zum Thema Integration

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Verlosung! 3 x 1 Buch auf Seite 18

Eine Disco für alle ...war der Hyde Park. Was Reiner Wolf und Harald Keller noch zu einem der ältesten Musikclubs der Region zu sagen haben, kann man in ihrem Buch nachlesen. Der Hyde Park wird 35. Ein ganz besonde-

g res Geburtstagsgeschenk bekommt er von

Harald Keller und Reiner Wolf: Anfang September erscheint ihr Buch „‚Hyde Park‘-Memories. Ein Osnabrücker Musikclub und seine Geschichte(n)“. Aber gibt der Hyde Park denn überhaupt genug her für ein ganzes Buch? Klar: Da ist die von Zufällen geprägte Entstehungsgeschichte, damals, 1976, noch in einem ehemaligen Ausflugslokal in der Rheiner Landstraße. Die Gerüchte rund um den verrufenen Club. Das bunt gemischte Publikum von Alt-Hippies bis hin zu den ersten Punks. Nicht zuletzt die Konflikte um die Schließung an der Rheiner Landstraße, die Osnabrück sogar einen Beitrag in der „Tagesschau“ über Besorgnis erregende „Punker-Krawalle“ einbrachten. Und auch ein Zirkuszelt spielt in der Geschichte des Parks eine Rolle... Darüber könnte man glatt die Musik vergessen. Doch auch diesbezüglich brannte da die

Luft, wie sich schon kurz nach der Eröffnung herumsprach. Es gab Konzerte von großen Namen. Und von solchen, die es noch werden sollten. Zum Beispiel: Scorpions, Edgar Broughton Band, Damned, ZK (heute: Die Toten Hosen), Ton Steine Scherben, Ginger Baker, Dead Kennedys, Uriah Heep, Nina Hagen. Clubs wie der Hyde Park erfüllten dabei mehrere Funktionen: „In der Prä-Internet-Zeit“, erklären die Herausgeber, „suchten nicht nur Bands händeringend nach Auftrittsmöglichkeiten. Auch für die Veranstalter war es anfangs schwer, ihre Säle zu füllen.“ Konzerte waren da die einzige Möglichkeit, sich als Band vorzustellen – dem Publikum, aber auch der Presse und Konzertveranstaltern. All das und noch viel mehr gibt die Lektüre der „‚Hyde Park‘-Memories“ her. Ein „Erinnerungsbuch“ soll es sein für die vielen Generationen, die mit dem Hyde Park groß geworden sind. Für sie bietet das Buch eine abwechs-

Rheiner Landstraße: Um diesen Standort entspannen sich Straßenschlachten

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Zelt am Pieserg

lungsreiche Mischung aus Zeitzeugenberichten, Interviews, Hintergrundinformationen, zeitgeschichtlichen Dokumenten und natürlich Fotos. Außerdem werden weit verbreitete „Fakten“ als Märchen enttarnt, wie etwa, dass die erste Diskothek Deutschlands in Aachen zu Hause. Als Appetitanreger hier eine kleine Auswahl an Fakten, die garantiert keine Märchen sind, rund um den Hyde Park und das Buch: F Toleranz I: Wie aufgeschlossen die frühen Hyde Park-Gänger in Bezug auf Äußerlichkeiten waren, zeigte sich, als eines Abends ein Patient aus dem Landeskrankenhaus mit Bier und Bademantel an der Theke stand – unbehelligt. F Toleranz II: Nach dem Inhalt der Tasche gefragt, die er bei jedem Besuch an der Theke zur Aufbewahrung abgab, antwortete ein Punker: „Das sind meine Klamotten, ich ziehe mich hier auf der Toilette um.“ Außerhalb des „Parks“ konnte er sich damit wohl nicht blicken lassen. F Prominente Mitarbeiter: Für das Buch haben unter anderem Campino, Subway to Sally und Heinz Rudolf Kunze Texte beigesteuert. „Großzügig und unkompliziert“, so Harald Keller. F Prominenter Besuch: Auf Anfrage bestätigte Bundespräsident Christian Wulff, gelegentlich das ein oder andere Bier im Hyde Park getrunken zu haben. F „Kommt auf die Bühne, ich zeig’s euch“: So lud der Star-Schlagzeuger Ginger Baker alle anwesenden Hobby-Kollegen zu einer außergewöhnlichen Unterrichtsstunde während des Konzertes ein. F Billard mit Bob: Der Sänger von Canned Heat, Bob Hite, spielte nach dem Konzert lieber mit einigen Zuschauern Billard als sich in den Backstage-Bereich zu verziehen. F Extrawurst: Die bekam der Hyde Park von den Scorpions. Nur für dieses Konzert wurde der sonst eingeforderte gesonderte Zugang zur Bühne aus dem Vertragstext gestrichen. F Glückwünsche: Reiner Wolf zu seinen Wünschen für den Park: „Statistisch gesehen müsste jetzt eigentlich wieder ein Standortwechsel fällig sein – vielleicht wieder ein bisschen mehr in die Stadtmitte...“ In diesem Sinne: Happy Birthday, Hyde Park – auf die nächsten 35 Jahre! Egal an welchem Standort. CHRISTINA LOTTER Harald Keller, Reiner Wolf (Hg.): ‚Hyde Park‘-Memories. Oktober-Verlag, 24,90 EUR


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Ganz schÜn was los Wer an Hamburg denkt, denkt an die Elbe. Bei Frankfurt fallen Oder und Main ein. Aber wer denkt bei Osnabrßck an die Hase? Der Haseuferweg soll das ändern. Aber auch der Klassiker Herrenteichswall ist schÜn. Wie lebt und arbeitet es sich am Fluss? VON CLAUDIA SARRAZIN | FOTOS CLAUDIA SARRAZIN

1 Ein groĂ&#x;es Ziel: In Zukunft sollen Osna-

g brßcker und ihre Gäste lßckenlos am Ha-

seufer entlang gehen oder radeln kĂśnnen, um so den Fluss und die Stadt neu zu entdecken. Seit Ende August ist ein weiteres TeilstĂźck des Haseuferwegs fertig – zwischen der Schlagvorder- und der WittekindstraĂ&#x;e. Wer will, kann jetzt vom Alando bis zum Neumarkt den Alternativweg am Wasser nutzen. Machen wir einen Versuch. Montagabend 18.30 Uhr. Ich will wissen, wer so alles nach Feierabend am Fluss ist und fahre zur Neuen MĂźhle, wo es eine Art kleine Piazza gibt. AuĂ&#x;er mir sind zunächst nur ein paar Enten und TeichhĂźhner dort. Dann biegt JĂśrn Borke um die Ecke: „Ich gehe ganz gerne hier her, wenn ich vom Bahnhof nach Hause in die WĂźste gehe.“ Dann sehe ich Abdullah Karabulut í˘ą. Er läuft mit Eimer und Angel vom unteren Ufer nach oben Richtung Alando. Jetzt bin ich neugierig. Tatsächlich, da steht er, oben auf der BrĂźcke und angelt, mitten in der Stadt. Gibt es hier denn Ăźberhaupt Fische? Sogar allerhand. Forellen, Brassen, Barsche, Aale, Hechte. „Ich bin fast jeden Tag hier, aber die meisten Fische lasse ich wieder frei, ich mach das nur so zum Entspan-

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nen“, so der Hobbyangler. Ich schaue ihm eine Weile zu, und wirklich, ein paar kleinere Fische beiĂ&#x;en auch an. Aber er hatte auch schon mal eine tellergroĂ&#x;e Brasse und eine 45 cm lange Lachsforelle am Haken. Nun will ich wissen, was am Herrenteichswall los ist. Touristen mit Stadtplan in der Hand, Feierabendspaziergänger, einige Pärchen, Hundebesitzer mit ihren Lieblingen genieĂ&#x;en die letzten Sonnenstrahlen. Mit dabei Katrin Lucas mit Beagle Paula sowie Bernd und Cathrin Schäfer mit Parson Roussel Nacho í˘˛. Die drei haben sich Ăźber ihre Hunde kennen gelernt und treffen sich nun regelmäĂ&#x;ig hier. „Viele wundern sich, dass wir mit Hund mitten in der Stadt wohnen, doch die meisten vergessen, wie viel GrĂźn wir hier haben“, so Lucas. Auf einer Landzunge in der Hase gegenĂźber dem Herrenteichwall wohnen Christopher Morris, Tachi (Alexander) Tachtsidis und Jan-Hendrik Zwoch. Der Garten ist auf zwei Seiten vom Wasser umgeben, es gibt eine Treppe in den Fluss und einen Steg. „Wir hatten auch ein Boot, doch das wurde uns leider geklaut“, bedauert Morris. Die drei leben seit 2008 dort und haben mit der Hase schon gut was mitgemacht. „Als nebenan die BrĂźcke renoviert wurde, hat teilweise unser ganzes Haus gewackelt. Aber fĂźr den Garten wĂźrde ich auch in einem Kabuff wohnen“, so Tachtsidis. „Wir nennen den Fluss Ăźbrigens auch Zauberhase, manchmal wird man morgens wach und es ist fast kein Wasser mehr da.“ Inzwischen ist es Abend geworden, das Wetter hält. Kein Wunder, dass in der Kinokneipe 8 1/8 schon fast alle Tische am Wasser besetzt sind. „Sobald die Sonne scheint, kommen auch die Leute“, so Marius Hackenspiel í˘ł, der heute den Service macht. Sven Aufermann vom Heimlich schräg gegenĂźber kann das nur bestätigen: „Die Plätze am Wasser sind als erstes weg. Und typisch OsnabrĂźck: Sobald der erste Sonnenstrahl raus kommt, wollen die Leute drauĂ&#x;en sitzen, auch wenn es nur fĂźnf Grad warm ist.“ Eine Woche später, Donnerstagmorgen. Erster Schultag nach den Ferien in der VĂślker-

3 Schule: Die Terrasse an der Hase ist bei den SchĂźlern stets beliebt – nicht nur in den Pausen í˘´. Auch so mancher Unterricht startet dort. Demnächst soll auch noch ein Kanuanleger gebaut werden, das erste Boot wartet schon im Keller auf seinen Einsatz. Und Rektor Dietmar Schubert plant, kĂźnftig enger mit dem Schulnetzwerk „Lebendige Hase“ zusammenzuarbeiten. Das Gymnasium Carolinum ist schon mit dabei, wie Lehrer Sven Schwichtenberg erklärt, und die Hase fester Bestandteil des Unterrichtes. Das bietet sich schlieĂ&#x;lich auch an, wenn schon ein GroĂ&#x;teil der SchĂźler mit Blick auf den Fluss lernt.

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Die Bahn macht mobil.


FOTO: LENA DUVENDACK

campusleben

Gutes tun und drüber reden

FOTO: LENA DUVENDACK

FSymposium. Klingt nach Elfenbeinturm, nicht sehr nach Alltagsbezug. Aber wer das „Osnabrücker Umweltsymposium“ besucht, hat danach garantiert ein paar neue Mittel in der Hand, unsere Welt ein bisschen grüner zu machen. Die Tagung, veranstaltet von Osnabrücker Doktoran-

den und Auftakt der städtischen und universitären Initiative „Grün tagen in Osnabrück“, fragt nämlich: Wie kann Öffentlichkeitsbeteiligung zu einem guten Umweltmanagement beitragen? Wichtige Sache. „Wie man in den Diskussionen um Stuttgart 21 oder bei der Suche nach atomaren Endlagern ja sehr gut beobachten kann“, so Mitorganisatorin Geeske Scholz. Das Besondere an der Tagung ist ihre Interdisziplinarität. Promovierende aus der Geschichts-, Rechts-, System- und Sprachwissenschaft gehören zu den Organisatoren, der Physik, Geografie, Politologie. Wissenschaftler kommen zu Wort, aber auch Praktiker aus Verwaltung, Wirtschaft, Umweltverbänden. Stichwort Nachhaltigkeit: Das Symposion soll nicht das einzige seiner Art bleiben. HPS Es gibt schließlich viel zu lernen. 22.-23.9., Universität, Schloss www.umwelttage.uni-osnabrueck.de

Campustüte FCampustüte? Nein, mit einer ordentlichen Portion Marihuana hat diese Tüte nichts zu tun – Schwarzer Afghane, Rote Libanese, Grüner Türke... Aber auch in ihr sind Sachen drin, die ihren Wert haben. Zum Beispiel die aktuelle Ausgabe des STADTBLATTs. Denn die Rede ist natürlich von der Welcometüte, die auf der Erstsemesterbegrüßung der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück an rund 800 neue Studenten verteilt wird. Ein „Schnuppermarkt“, eine kleine hausinterne Messe, und das STADTBLATT ist nicht nur in Papierform dabei, sondern auch

Durchtrainiert und erfolgreich: Samuel Tieben und Christian Vennemann

Dynamisches Duo Wer hat sie nicht schon auf dem Kanal fahren sehen? Die Rede ist von Ruderern. Zwei davon studieren an der Uni und sind seit kurzem Deutsche Hochschulmeister. Stählerne Arme (und ebenso brauchten Christian Vennemann und Samuel Tieben für die diesjährigen Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern. Und die hatten sie dann auch – sie gewannen in der Bootsklasse „Doppelzweier" und nahmen die Qualifikation für die StudentenEuropameisterschaft in Moskau gleich mit.

g stählerne Nerven)

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Das hatten die beiden nicht erwartet. Sie sind mit eher geringen Ansprüchen an den Start gegangen. Christian Vennemann studiert Realschullehramt im achten Semester, Samuel Tieben im zweiten Semester Jura, gemeinsam trainiert wird erst seit einigen Wochen. Die Meisterschaften waren zum Probieren gedacht. Dass sie nun das beste von 14 Teams aus allen Ecken Deutschlands sind, ist ei-

ne angenehme Überraschung. Kennen gelernt haben sich Samuel und Christian allerdings schon während der gemeinsamen Schulzeit auf dem Sportinternat Ratzeburg in Lübeck. Von Teambuilding konnte damals aber noch nicht die Rede sein. „Da mochten wir uns nicht so. Er war ja auch viel älter als ich“, erklärt Samuel. Drei Jahre haben sie nach Christians Abschluss dann nichts mit-

mit einem Infostand. Ach ja: Nicht nur Studienanfänger sind willkommen und können sich ein Gratis-STADTBLATT abgreifen. Auch wer schon ein paar Dutzend Vorlesungen und Seminare auf dem Buckel hat, kommt zum Zug. Solange der Vorrat reicht. Start ist Punkt 12 Uhr. HPS 27.9., Hochschule, Campus Haste

einander zu tun gehabt, bis Samuel in Osnabrück und auch im Osnabrücker Ruderverein auftauchte. „Als ich gehört habe, dass er kommt, dachte ich nur, jetzt geht das wieder los wie in Ratzeburg. Aber wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden.“ Und sie haben beschlossen, zusammen in den Zweier zu steigen. Dass Probieren über Studieren geht, scheint tatsächlich hin und wieder zu stimmen, allerdings scheint der Sieg der Osnabrücker auch für die Veranstalter der Deutschen Hochschulmeisterschaften überraschend gewesen zu sein: „Wir wurden verwechselt“, sagt Samuel zu ihrer Siegerehrung. Statt ihm und Christian sollte das Team aus Aachen als Sieger ausgerufen werden, ein großes Missverständnis also. „Wir haben dann aber ganz schnell richtiggestellt, dass wir die ersten im Ziel waren und gesagt, das wir die goldene Medaille bekommen müssen“, so Christian. Und wie geht's weiter? „Wir werden wohl nächstes Jahr versuchen, bei der WM mitzufahren", sagt Christian. Bei ihm klingt das alles sehr entspannt und nicht so mit Druck behaftet, wie man es sonst aus dem Sport kennt. Auch die Chemie zwischen den Teamkollegen scheint zu stimmen, die beiden wirken zwischendurch wie ein altes Ehepaar. Aber ein lustiges. Auch wenn Christian Vennemann und Samuel Tieben gerade mal nicht gemeinsam im Boot sitzen und sich auf die EM oder WM vorbereiten, sind sie mit ihrem Sport beschäftigt. Bis vor kurzem noch hat Christian den Hochschulsport-Ruderkurs geleitet. Doch ein Auslandssemester in Irland steht an und Samuel übernimmt den Uni-Job. „Ich habe ja die geheime Hoffnung, dass er mir den Platz warmhält“, sagt Christian und beide müssen grinsen. LENA DUVENDACK


sportschau Laufen und spenden FDeutschlandweit gibt es so genannte Volksläufe, bei denen jeder mitmachen kann. In Osnabrück veranstaltet die Kreishandwerkerschaft Osnabrück Mitte Sep-

tember den 3. Osnabrücker Altstadtlauf. Sportliche Ertüchtigung läuft hier Hand in Hand mit dem guten Zweck: die Startgelder (20 Euro pro Läufer) gehen an die Don Bosco Jugendhilfe. Die Strecke verläuft durch das Herz der Osnabrücker Altstadt. Start- und Zielpunkt ist der Domvorplatz, dann geht es über die Domsfreiheiten, Turmstraße, Große Gildewart, Neue Straße, Gerberhof und Herrenteichswall wieder zurück zum Dom. Der Rundkurs dieses „Jedermann-Laufs“ ist etwas über drei Kilometer lang. Diese Strecke kann bis zu dreimal gelaufen und unter www.handwerkerlauf-os.de schon mal vorab ins Auge gefasst werden. Wer will, kann sich hier auch gleich anmelden. Die Vergabe der Startnummern und passender T-Shirts findet zwischen 11 und 14 Uhr statt. MALTE SCHIPPER

17.9., Domvorplatz

Gemeinsam aktiv FEnde September heißt es im Sportpark Gretesch wieder „Gretesch aktiv“. Ab 12 Uhr gibt es als Vorprogramm die Frauenfußball-Regionalliga-Partie TSG 07 Burg Gretesch gegen den FFC Oldesloe 2000. Um 14 Uhr folgt die offizielle Eröffnung mit einem Maskottchenrennen, der Gretescher Olympia mit 13 Disziplinen aus neun Sportarten, dem Sportabzeichen für alle, einem Testwettkampf des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (Kinderleichtathletik) und der Osnabrücker Meisterschaft im 50m-Autoschieben. Um 15 Uhr der Gretescher Nordic Walking Cup. Um 17.30 Uhr fällt der Startschuss für den Höhepunkt des Tages. Beim 100x100mStaffellauf treten acht Teams aus Vereinen, Schulen und den Stadtwerken Osnabrück gegeneinander an. Damit der Überblick gewahrt bleibt, werden alle Aktivitäten auf einer großen Videoleinwand über-

tragen. Im Rahmenprogramm spielt u.a. die Siegerband des Wettbewerbs „Rauschfrei", des weiteren werden zahlreiche Gesprächsrunden zu Themen wie Spitzensport und Sportmanagement angeboten. MALTE SCHIPPER 25.9., Sportpark Gretesch www.burg-gretesch.de

Auch Frauen stehen auf Ultimate Frisbee

Körperloses Spiel Nein, ganz ohne Körpereinsatz geht es natürlich nicht beim Ultimate Frisbee. Woraus das besteht? Aus Wurftechnik, Kampf und Willen. Ein bisschen American Football,

g ein bisschen Strandfeeling und

ganz viel Frisbee. Was das ergibt? Ganz einfach – Ultimate Frisbee. Dahinter steckt, der „Vorname“ verrät es ja quasi schon, weit mehr als das simple Werfen der runden Plastikscheibe im Park. Ultimate Frisbee ist ein richtig schnelles Spiel, das auf einem Fußballfeld mit zwei Mannschaften à sieben Spielern gezockt wird. In Osnabrück hat der Club dazu auch noch einen lustigen Namen: Ultimate Frisbee Osnabrück, kurz UFO. Haupt-„Ufojäger“ ist Malte Blanke. Der Lehrer hat das Spiel während des Referendariats von einem Kollegen gelernt und für sich entdeckt. „Es ist

eine tolle Kombination aus Wurftechnik, die man immer verbessern kann, Kampf und Willen", beschreibt Blanke seine Motivation. Gespielt wird auf voller Länge und der halben Breite des Rasenplatzes. Anstatt der Tore gibt es an den Enden jeweils eine Endzone, ähnlich wie beim Football. Mit Pässen muss man mit seiner Mannschaft bis in eine dieser Endzonen vordringen, um einen Punkt zu erzielen. Laufen darf man mit der Scheibe in der Hand nicht. Der Ball ist zwar kein Ball, aber dafür rund und ein Spiel dauert auch hier frei nach Sepp Herberger 90 Minuten. Allerdings nur, wenn keine Mannschaft zuvor 17 Punkte erzielt

hat, dann ist auch Schluss. Ultimate Frisbee wird als körperloses Spiel bezeichnet und das ist es auch meistens. Bestes Beispiel: es gibt keinen Schiedsrichter. Einen Regelverstoß zeigt man selber an, die gegnerische Mannschaft muss dem dann zustimmen, was in den meisten Fällen auch kein Problem ist. „Hin und wieder werden die Spiele aber ziemlich oft unterbrochen und es wird diskutiert", lacht Malte Blanke. Aus seiner Begeisterung für den schnellen Sport hat er schnell mehr gemacht. Anfangs eine AG an seiner Schule. Und dann, vor zwei Jahren, die Vereinsgründung. 30 Mitglieder sind es heute. Trainiert wird immer dienstags und freitags, am Wochenende geht es oft zu Turnieren. So steigt zum Beispiel vom 16. bis 18. September in Frankfurt die mittlerweile schon 31. Deutsche Meisterschaft. Um den Titel werden die Osnabrücker Werfer, die bei großen Events in

einer Spielgemeinschaft mit Oldenburg und Bremen antreten, sicherlich nicht mitreden. Dennoch scheint der Weg für eine erfolgreiche Zukunft geebnet. Steffen Wenk (U20) und Paul Meyer (U17) haben mit Team Deutschland bei der Europameisterschaft in Polen gerade die Goldmedaille abgeräumt, für Caroline Tisson (U20) gab es Silber. Frauen sind beim Ultimate Frisbee zwar traditionell eher in der Unterzahl, aber natürlich immer gern gesehen. Sowieso sind die „UFOs“ immer bereit, neuen Spielern ihren Sport zu zeigen und sie dafür zu begeistern. „Es wird zwar nie mehr als eine Randsportart sein, aber das ist auch gar nicht so schlecht“, sagt Malte Blanke. Für ihn zählt, dass man bei den Turnieren immer wieder auf die gleichen alten Bekannten trifft und so über die Jahre eine starke Community entstanden ist. MALTE SCHLAACK www.ufo-ultimate.de STADTBLATT≈9.2011 27


FOTOS: CHRISTINA LOTTER

ortstermin

Türme, Haufen, Wände: Charlotte Roche wohin man sieht und greift. Viel Arbeit für Luise Schitteck und Kollegen.

Schoßgebet gleich Stoßgebet? Was wohl die gleichnamige Muse dazu sagt? Ein Protokoll des Erscheinungstages von Charlott Roches „Schoßgebete“ beim Buchhaus Thalia. Von „Pipi-Kacka-Prosa“ (Stern)

g bis hin zu „Aufschrei gegen den

Hygiene-Wahn“ (taz) lauteten die Urteile über Charlotte Roches „Feuchtgebiete“. Wie Käufer und Buchhändler mit dem als „radikal offen“ beworbenen Nachfolger „Schoßgebete“ umgehen und ob er ähnliche Reaktionen hervorruft? Wir haben es beobachtet. Am 10. August. Bei Thalia. 9.40 Uhr: Die Buchhandlung hat gerade die Türen geöffnet. Man erwartet Massen enthusiastischer Fans, die auf einen Berg „Schoßgebete“ zustürmen und findet – nichts. Weder Bücher noch Fans. 10.05 Uhr: Luise Schitteck, Buchhändlerin bei Thalia, erklärt, dass die Regale erst im Laufe des Tages mit dem Roman bestückt werden, und zwar Regale direkt im Eingangsbereich. Das hat mehrere Gründe: Erfahrungsgemäß verkaufen sich Bücher gut, die eine hohe Medienpräsenz und eine gewisse Skandalträchtigkeit aufweisen, zum anderen möchte man es den Kunden einfacher machen. Apropos Kunden: Wer kauft denn nun eigentlich „Schoßgebete“ beziehungsweise den Vorgänger? „Ganz unterschiedlich“, sagt Luise Schitteck: Einerseits junge Leute, die Charlotte Roche aus den Medien kennen, andererseits viele Ältere. Einigen von ihnen wäre es durchaus peinlich, nach dem Buch zu fragen, weswegen es unübersehbar am Eingang platziert wird. So kann es neben Fans auch Neugierige anlocken. 28 STADTBLATT≈9.2011

Und was sagt das Thalia-Team zu dem Thema? Da, so Schitteck, herrschen geteilte Meinungen: Während sie selbst „Feuchtgebiete“ als „extrem überspitzte Satire und Gesellschaftskritik“ auffasst und dementsprechend „gar nicht so schlecht“ findet, beendete manch ein Kollege schon nach wenigen Seiten angeekelt die Lektüre. Zu „Schoßgebete“ gibt es noch kein Urteil, da der Buchhandel keine Vorab-Leseexemplare erhielt. 15.30 Uhr: Die Regale sind inzwischen gefüllt. Während der Mittagspause konnte sich auch Luise Schitteck eine erste Meinung bilden: „Schon eine interessante Sache, die sie transportieren will. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Roche sich mit ihrer Sprache da nicht selbst im Weg steht.“ 16.15 Uhr: Die ersten Käufer werden gesichtet, wollen sich aber nicht für das STADTBLATT fotografieren lassen. Aus Datenschutzgründen – oder ist ihnen ihre neue Lektüre peinlich? 17.50 Uhr: Anna Brake ist bereit zu einem Interview plus Foto (s. Box). Der erste Verkaufstag neigt sich langsam dem Ende. Fazit: „Schoßgebete“ läuft gut – eine Nachbestellung von 150 Exemplaren gleich am ersten Tag schafft nicht jeder Roman! Übrigens: Ob das Buch eine lohnende Lektüre ist, kann auf Seite 58 nachgelesen werden. CHRISTINA LOTTER

Anna Brake gehört zu den ersten Käufern von „Schoßgebete“. STADTBLATT: Warum haben Sie sich „Schoßgebete“ gekauft? ANNA BRAKE: Weil ich „Feuchtgebiete“ gelesen habe und sehr interessant fand. Dann habe ich heute gehört, dass „Schoßgebiete“ rauskommt und war gerade hier in der Nähe, da dachte ich: Nimmst es mal mit. STADTBLATT: Was sagen Sie zu dem Standpunkt einiger Rezensenten, dass „Feuchtgebiete“ keine Literatur sei? ANNA BRAKE: Ich finde schon, dass das Literatur ist. Jeder Autor denkt sich ja

seine Stories aus und das ist genau so eine ausgedachte Story. STADTBLATT: Wird es eine ähnliche Diskussion um „Schoßgebete“ geben? ANNA BRAKE: Wenn es so ähnlich ist wie „Feuchtgebiete“, dann ja. STADTBLATT: Was erwarten Sie denn? Wird es so ähnlich? ANNA BRAKE: Nachdem ich eben den Klappentext gelesen habe, glaube ich, es ist was anderes. Es ist vielleicht nicht ganz so krass. Aber ich lass‘ mich überraschen.


september 2011

werwowas

Der Veranstaltungskalender für Osnabrück und Umgebung

Phrasenmäher Powerpop und Texte à la Die Ärzte

17.9., Westwerk

Das lohnt sich ................... Seite 30 Kids & Co ............................ Seite 42 Kunst & Ausstellungen .... Seite 44 Vorschau ........................... Seite 46


das lohnt sich KONZERTE

Kellermensch

Art Brut

Cristin Claas

Stockholm Lisboa Project

F Was nach einem Roman von Stephen King klingt, ist eine dänische Rockband, die zurzeit steil geht. Wobei das Stichwort Literatur gar nicht so verkehrt ist – Kellermensch haben sich nach Dostojewskis Novelle „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“ benannt. Aber keine Bange, so düster ist die Mucke nicht. Vielmehr extrem vielschichtig. Pop, Indie, Prog, Metal, Stoner, 80er-Wave, die Dänen kriegen alles auf die Kette. So erinnert das grandiose „Army Ants“ an Arcade Fire oder Interpol, „Black Dress“ an Nirvana und „The Way You Walked“ könnte von Tool sein. Das der Mix ankommt, zeigt ihre jüngste Festival-Vergangenheit: Kellermensch spielten diesen Sommer u.a. bei „Rock am Ring“ und in Roskilde. 1.9. Kleine Freiheit

F Ob er das verdient hat? Art Brut haben auf ihrem neuen Album „Brillant! Tragic!“ einen Song namens „Axl Rose“. Eine Hommage an den schrulligen Sänger der Guns’n’Roses. Art Brut-Frontmann Eddie Argos singt davon, wie er früher ein Poster von Axl in seinem Zimmer hatte – das gab ihm Kraft. Die Hymne kulminiert schließlich in die wunderbaren Verse: „I want to give the world the finger / With the exception of my favorite lead singer!“. Musikalisch untermalten Art Brut das mit ihrem gewohnt lässigem Britpop, wobei es seit kurzem etwas kantiger zugeht. Denn das neue Album wurde von Black Francis produziert, dem Sänger/Gitarristen der Pixies. Und der hat Eddie Argos eine Portion Punk verschrieben. 14.9. Kleine Freiheit

F Sie hat die Haare ab. Das soll ja bei Frauen was heißen. Folgt man der Hobbypsychologie: ein Neustart. Emma Watson – zum Beispiel – hat sich die Haare abgeschnitten, nachdem der letzte Harry Potter-Film abgedreht war. Wie dem auch sei: es sieht gut aus bei Cristin Claasen, der Wahl-Berlinerin mit der tollen Stimme. Über die Jazz-Trompeter Nils Landgren sagt: „Cristin Claas singt einfach fantastisch, unfassbar gut.“ Zusammen mit ihrem Gitarristen Stephan Bormann und Christoph Reuter an Piano und Percussion singt sie luftigen Jazz. Zwischen Pop und Lounge. Im Vorprogramm spielt die Osnabrücker Sängerin Viviane Kudo. Auf dieses Frauen-Doppel darf man sich freuen. 17.9. Lagerhalle

F Sie spielen Fado mit schwedischem Folk-Einschlag. Wer jetzt bei Fado aber an irgendwelche abgetakelten Sängerinnen in Touristenbars in Albufeira oder Coimbra denkt, die sich durch ein Klischee schluchzen, denkt falsch. Die vier Musiker (drei Portugiesen, ein Schwede) des Stockholm Lisboa Project bringen große Kunst auf die Bühne. Allen voran Sängerin Liana, deren Stimme sowohl Sehnsucht (saudade) als auch pure Freude parat hält. Dazu spielen ihre drei Männer eine minimalistische, aber sehr effektvolle Begleitmusik: Gitarre, Violine und eine Art Mundharmonika. Und die Folk-Weisen Schwedens haben genauso viel Platz wie der Fado Portugals. 24.9. Lutherhaus

Noch mehr Konzerte ab Seite 50

BÜHNE

FOTO: HARALD HOFFMANN

Gerburg Jahnke & Gäste

Nils Heinrich

Paul Ingendaay

Ulan & Bator

F „Ich mag eigentlich alles, was damit zu tun hat, gute Unterhaltung herzustellen,“ sagt Gerburg Jahnke, die als eine Hälfte der Missfits die deutsche Kabarettszene geprägt hat. In ihrem neuen Programm „Frau Jahnke hat eingeladen“ mit dem im Ruhrpottidiom gehaltenen Untertitel „Ma gucken wer kommt“ holt sie sich zahlreiche Kolleginnen aus Kabarett, Comedy und Entertainment auf die Bühne, sowohl Nachwuchs als auch gestandene Künstlerinnen. Im Rosenhof werden Natascha Petz, Andrea Bongers & Katie Freudenschuss, Lisa Feller und Rebecca Carrington mit dabei sein. Gerburg Jahnke fürt als eine Art Conferencier durch den Abend. 7.9., Rosenhof

F Nils Heinrich aus Sangerhausen ist im Social Network-Zeitalter angekommen. Bei YouTube kann man sich eine Vorschau seines neuen Programms „Weiss Bescheid – Neues vom Hamsterradkapitalismus“ ansehen. Auch der Hinweis „Kabarett nicht nur für Lehrer“ lässt auf einen launigen Humor schließen. In diesem Jahr erhielt Heinrich den renommierten „Salzburger Stier“ und darf sich seitdem mit einem generösen Zitat von Harald Schmidt schmücken. Seine DDR-Sozialisation arbeitete der Absolvent der POS Ernst Thälmann bereits in seinem Programm „Als ich ein FDJler war“ ab. In „Weiss Bescheid“ widmet er sich nun den Auswirkungen des Kapitalismus auf den Menschen. 17.9., Lagerhalle

F Der 1961 in Köln geborene Autor war sechs Jahre Literaturredakteur der FAZ und ist seit 13 Jahren Kulturkorrespondent in Madrid, wo er lebt und arbeitet. In Ingendaays neuem Roman, „Die romantischen Jahre“, tritt mit dem Versicherungsvertreter Marko Theunissen ein alter Bekannter aus dem 2006 erschienen Buch „Warum du mich verlassen hast“ auf. Theunissen versucht durch eine Affäre mit einer Kundin, die zudem auch noch verheiratet ist, seiner grauen Realität zu entfliehen. Das setzt allerdings eine Kette von Ereignissen in Gang, die Theunissen dazu zwingen, mit sich selbst und seiner Familie ins Reine zu kommen. 21.9., BlueNote

F Genau, die mit den Mützen. Ulan & Bator haben nicht nur einen für Kabarettverhältnisse geradezu originellen Namen, sondern bringen auch eine spezielle Bühnenkunst mit. Ohne visuellen oder akustischen Schnickschnack wird sich hier die Bühne zu eigen gemacht. Wer einen roten Faden zum Amüsieren benötigt, braucht gar nicht erst zu suchen. Oder ihn erst später entdecken. Ulan & Bator spielen so etwas wie Miniaturszenen, in denen Schiller, Sophokles und Domian ganz natürlich zueinanderfinden. Das Publikum weiß zwar, dass die beiden da auf der Bühne der Auftritt sind, aber wissen Ulan & Bator das selber auch? Und ist das eigentlich wichtig? 22.9., Lagerhalle (Spitzboden)

Noch mehr Theater, Kabarett & Comedy ab Seite 64 30 STADTBLATT≈9.2011


KINO

What a man

Kill The Boss

Le Havre

Valerie

F Matthias SchweighĂśfer ist gerade mal 30 Jahre alt und hat als Schauspieler schon alle bedeutenden deutschen Filmpreise abgesahnt. Auch in KomĂśdien war er Ăźberaus erfolgreich, „Friendship!“ war immerhin der erfolgreichste deutsche Film 2010. Aber auch in den Til Schweiger-KomĂśdien „Keinohrhasen“ und „ZweiohrkĂźken“ bewies er sein Talent. Jetzt versucht SchweighĂśfer sich auch als Regisseur, Drehbuchautor und Koproduzent. Dabei hält er sich an bewährte Muster und darf sich als Junglehrer Alex auf die Suche nach der wahrer Liebe begeben – und nach sich selbst. Gewisse Ă„hnlichkeiten mit Schweigers Humor sind unverkennbar, der schrieb sich die Rolle des Ludo ja auch selbst auf den Leib. ab 25.8., Cinema-Arthouse

F Was tun, wenn der Boss einem das Leben zur HĂślle macht? FĂźr die Freunde Nick, Dale und Kurt gibt es darauf nur eine Antwort: Mord! Lange genug haben die drei sich schikanieren lassen, Nick von einem sadistischen Chef (Kevin Spacey), Kurt von dem drogensĂźchtigen Sohn (Colin Farrell), der das Chemieunternehmen nach dem Tod seines Vaters Ăźbernommen hat, und Dale von seiner nymphomanen Chefin (Jennifer Aniston), die ihn sexuell belästigt. Eines Abends beschlieĂ&#x;en sie zu handeln. Als UnterstĂźtzung engagieren sie den „Mordberater“ Motherfucker Jones (Jamie Foxx). Mit seiner Hilfe schreiten die MĂśchtegern-MĂśrder zur Tat, wobei erwartungsgemäĂ&#x; einiges schief geht. ab 1.9.

F Obgleich kĂźnstlerisch und meist auch kommerziell einigermaĂ&#x;en erfolgreich, hält sich der finnische Regisseur Aki Kaurismäki selbst fĂźr einen Versager. Diese Haltung bestimmt seine filmische Perspektive, den mitfĂźhlenden Blick auf Menschen am Rande. Da schwingt viel Melancholie mit, aber auch ein ganz eigener, widerständiger Humor. FĂźr „Le Havre“ gilt dies mehr denn je, wenn Kaurismäki von einem Schuhputzer erzählt, der in Zeiten der Turnschuhmode kaum noch Einnahmen verbucht, von der liebenden Frau dieses Mannes und dessen Einsatz fĂźr einen afrikanischen Jungen, der sich vor der Polizei versteckt, um bei passender Gelegenheit nach England Ăźberzusetzen. ab 8.9., Cinema Arthouse

F Ein reizvoller Kontrast: Der Genrefilmer Josef Rusnak, der deutsche und franzĂśsische Krimiserien sowie USamerikanische B-Filme inszeniert hat, verfilmt einen Roman des Intellektuellen Roger Willemsen. Getragen wird die Geschichte von Franka Potente als Valerie. Die Architektin hat in den USA Karriere gemacht, lebt aber mit ihrem Geliebten Raphael in Berlin. Als der in ein Koma fällt, entschlieĂ&#x;t sie sich zur endgĂźltigen RĂźckkehr. Während sie alles NĂśtige erledigt, fĂźhrt sie ein Videotagebuch, das fĂźr Raphael bestimmt ist. Aus den Romanschauplätzen Tokio und Wien wurden L. A. und Berlin – ein autobiographischer Bezug sowohl fĂźr Rusnak und Potente. ab 22.9.

Noch mehr Kino ab Seite 68

AUSSERDEM

CLUBBING WAS GEHT AM WOCHENENDE?

Freitag, 2.9. Hyde Park R Rocknacht Blue Note R Motown Party Kleine Freiheit R Beatstreet Bastard Club R Mosh Zone

Samstag, 3.9.

inter.kult – Wochen der Kulturen F Der September steht ganz im Zeichen der kulturellen, internationalen Vielfalt OsnabrĂźcks. Das STADTBLATT empfiehlt folgende Termine besonders. í˘ą New Yam Festival: Ein Umzug mit Trommeln und Gesang durch die Innenstadt, in Anlehnung an die Yam-Ernte in Afrika. Vom Neumarkt aus geht es zum abschlieĂ&#x;enden Fest in der Halle Gartlage (17.9.). í˘˛ Fest der Kulturen: Auf der Rathaus-BĂźhne gibt es u.a. Bollywoodtänze, Capoeira und ein ukrainisches Puppentheater zu sehen. Dazu Speisen aus aller Welt (18.9., Markt). í˘ł Tod in der Zelle: Der Dokumentarfilm Ăźber den FlĂźchtling Oury Jalloh bekam den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis (6.9., Substanz). í˘´ Klassischer

thailändischer Tanz: Die Bewegungen thailändischer Tänzerinnen sind anmutig und exotisch, die OsnabrĂźcker Gruppe Samaki zeigt, wie’s geht (23.9., StadtgaleriecafĂŠ). í˘ľ Lange Nacht der Synagoge: Die JĂźdische Gemeinde OsnabrĂźcks lädt zu einem Besuch ein, inklusive koscherem BĂźffet (10.9., Synagoge, In der Barlage 41). í˘ś Der Schmerz der Engel: Islands Top-Autor JĂłn Kalman StefĂĄnsson liest (mit Ăœbersetzer) aus seinem aktuellen Roman (15.9., Steinwerk Ledenhof). í˘ˇ Sind die Muslime in Deutschland integriert?: Die Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jammat lädt dazu ein, die Integrationsdebatte aus islamischer Perspektive zu diskutieren (Basharat Moschee, Atter StraĂ&#x;e 104a). 1.-30.9., verschiedene Orte

Five Elements R Round about 25 Party Halle Gartlage R OsnabrĂźcker Oktoberfest Kleine Freiheit R Starclub Hyde Park R Feel The Beat

Freitag, 9.9. Haus der Jugend R CafĂŠ Caliente Hyde Park R Rabennacht Bastard Club R Headful of Rock Blue Note R Motown Party

Samstag, 10.9. Lagerhalle R Club 30 Party Unikeller R Trust in Bass Hyde Park R Hyde Park vs. Malle Alando Palais R Ăœ30 Party

Freitag, 16.9. Five Elements R Krankenschwesterparty Kleinen Freiheit R Johnny Cash Tribute Party

Bastard Club R Laborprobe Ballroom R Mittelalternacht

Samstag, 17.9. Bastard Club R Grolsch’n’Roll Ballroom R Rock Legends Five Elements R OS Gay Night Unikeller R Outta Babylon

Freitag, 23.9. Bastard Club R Easy Ragga Dance Blue Note R Motown Party Hyde Park R Rocknacht Classix Kleine Freiheit R Karacho

Samstag, 24.9. Unikeller R Tom Tom Club Five Elements R F**k Me Now And Love Me Later Ballroom R Depeche Mode & Wave Classics Party Bastard Club R Duesen-Disko

Freitag, 30.9. Alando Palais R Oktoberfestsause Kleine Freiheit R Kleine Freiheit Allstars Hyde Park R Rabennacht Spezial Blue Note R Ballroom Blitz Party

STADTBLATT 9.2011 31


werwowas 1.9.

2.9.

Sie rockten mit den Dwarves und Eagles Of Death Metal. Ihre Musik betiteln sie „Punkrock der 20er Jahre“. Auch ein Ex-Osnabrücker rockt bei den Kamikaze Queens: Tex Morton. > Bastard Club

Da war das Wetter selbst für den Grafen am 15.7. ein bisschen zu apokalyptisch. Das geplante Konzert von Unheilig im Ravensberger Park findet heute in heiligen Hallen statt. > Seidenstickerhalle, Bielefeld

Tiefenrausch Garagen-

Do 1 f Konzerte Osnabrück Kamikaze Queens Punkrock, Bastard Club, 20.00 P Siehe Foto Soundcheck Open Stage, Onkel Tony, 20.00 K-Dur - Special Guest: Uwe Nolopp, BlueNote, 20.30 STADTBLATT präsentiert Kellermensch - Experimental-Rock aus Dänemark, Kleine Freiheit, 21.00 P Siehe Das lohnt sich Bielefeld Unheilig, Seidensticker Halle, 19.30 P Siehe Foto f Party Osnabrück Astra Nacht - Indie, Alternative und Pop; mit Getränkespecial, Kleine Freiheit, 23.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais Weekend Start & Schneckenpass-Party, 21.30 Bastard Club BeepBop-A-Bastard Rock’n’Roll, Punk, Oi, Scand.Rock, 22.00 Grand Hotel Hotellounge - Mit Becks Sonderpreisen und dem Mixtape DJTeam, 19.00 Hyde Park Thursday’s - Guitars, Dark, Electronics + Herrengedeck und Kaffeeflat, 22.00

peters Garagen-

lounge, 20.00

Movie Easy Skanking Dancehall, Reggae, 22.00 Münster Cuba Nova Kinder der Neunziger - Hip Hop, Britpop, Crossover, 22.00 SpecOps BingoBeats mit BingoBernd Kneipenabend mit Bingo, 20.00 f Bühne

Trash Freundeskreis,

19.00

Bielefeld

Far Out Jagdrevier!

Der StudyClub -

Dance, Rock, House,

Black, 80s, 90s,

Tecklenburg Jesus Christ Superstar - Rock-Oper auf der Freilichtbühne, Freilichtbühne, 20.00 f Kino FILMSTARTS R Baikonur Komödie, Romanze P Siehe Kino R Cairo Time Drama, Romanze R Die drei Musketiere - Abenteuer R Giulia geht abends nie aus Thriller, Drama R How I Ended This Summer Drama R Kill The Boss - Komödie R Mein bester Feind - Drama P Siehe Kino R Perry Rhodan – Unser Mann im All - Komödie R Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn - Zeichentrick, Kinder P Siehe Kids & Co. R Roller Girl Drama, Komödie P Siehe Kino

22.00 f Literatur

Erothek 4,90 € 1 x rein 6,90 € rte Tageska

Erlebniskino

Öffnungszeiten: Mo.–Mi. 9.30 bis 22.00 Uhr · Do.-Fr. 9.30 bis 23.00 Uhr Sa. 9.30 bis 22.00 Uhr · So. 14.00 bis 21.00 Uhr Möserstraße 29 (neben der Hauptpost) 49074 Osnabrück · Telefon 0541/21468

32 STADTBLATT≈9.2011

Osnabrück Poetry Slam - Dichter sind andere auch nicht, Lagerhalle, 21.00 f Kids Osnabrück lOSlesen! Mit 2 dabei! - Bücher-Treffs für die ganz Kleinen in der Stadtbibliothek, Kinder- und Jugendbibliothek, 15.30

3.9.

Beim Band Stand Meeting Spezial serviert die Wir sind Helden-Vorband TAIGA feinste Musik. Für wen? Für Freunde von: Herbst, Fernweh, Wortspiel, Tanzwut und ehrlicher Popmusik. > Bocksmauer, Haus der Jugend

f Ausserdem Osnabrück Der Circus Belly zeigt die neue Show Stars of Cinema – Die Helden der Leinwand live in der Manege, HermannNohl-Schule, 17.00 Eröffnung inter.kult2011 - Mit OB Boris Pistorius und dem Improvisationstheater „Fatma Express“, Lutherhaus, 18.30 Topografien des Terrors: Nationalsozialismus vor Ort - „Persilweiße Flecken – Vereine im Nationalsozialismus“, Villa Schlikker, 19.30 Uferlos Stammtisch, Café Larimar, 20.00 Kalkriese Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30

Ein bisschen Karibik-Feeling gefällig? Die Reggaelites liefern tonnenweise Sonne am Abend auf dem Straßenfest „Lotter Straße (er)leben“. Wie in der Bacardi-Werbung! > Weißenburger Platz

Years Of Soulful

Music, Hot Jazz

Club, 21.00

f Party

Osnabrück

MotownParty, BlueNoFr 2 te, 21.30 f Konzerte Osnabrück Damnation Defaced Death-Metal, Bastard Club, 20.00 Goodwill Intent Akustik-Rock, Café Mojo, 20.00 Northern Star - Frischer, energiegeladener Pop-Rock, Lagerhalle, 20.00 Band Stand Meeting Spezial: - TAIGA & Freunde, Haus der Jugend, 21.00 P Siehe Foto Lengerich/Hohne Indigo Masala - Acoustic Asian World Fusion, Ehemalige Grundschule, 19.30 Münster Philipp Poisel am Stadtstrand Coconut Beach - Support: Boy, Heaven, 20.00 Death Metal Konzert Nihilion, Heaven Dies, Crimson Front, Remember the past, Sputnikcafe, 20.00 Friend’n’Fellow: 20

Ohne Motto Party, The

Whisky, 21.30

Headbangers Ballroom

Party – Die Metal

Party, Ballroom,

22.00

Mosh Zone - Rock, Trash & Metal Classix, Bastard Club, 22.00 Beatstreet No. 29 HipHop, Kleine Freiheit, 23.00 Bielefeld Students Pop pres. Golden Era - Independentsuperpop, Adult HipHop & Rare Grooves, Stereo, 23.00 Ibbenbüren Ultimate Birthday Excess, Aura, 23.00 Minden 30’ Dancin Special Tanzparty, Kulturzentrum BÜZ, 21.30 Münster Fieber Tanzparty und Sound Nomaden Indie, Electro-Swing & Trompeten-House, Amp, 23.00 Firetrain - Reggae Party, Gleis 22, 23.00 Rieste Schlager & Oldies Anschließend Charts, Alfsee Strandarena, 20.00 Schüttorf Kiss Me – Single Party - Blind Date Kiss, Kiss-Wall, Dauerküssen, Index, 22.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais The Beauty and the Beast, 22.00 Grand Hotel Hin und Becks - Mit dem DJTeam DreiEckenEinElfer, 19.00 Hyde Park Rocknacht Rock, Metal, EmoCore und mehr, 22.00 Sonnendeck Dance into the night... - Mit DJ FDK, 20.00 Tiefenrausch Immer richtig, 20.00 Trash Rocking Trash Mit Dosenbier, 19.00 Bielefeld Movie Thank God it’s Friday, 22.00 Ringlokschuppen 2 Jahre Fieser Freitag Geburtstagsparty EBM Industrial, rocko-tronic, Deep Inside, 22.30 Herforder X Get It Up! - Party, Charts, Hits, 21.00 Münster


4.9.

21-23 Uhr: Ab 21 Uhr:

„Osnabrück unter Dampf“. So lautet das Motto vom Dampfloktag am Piesberg. Der Weg dorthin lässt sich stilecht mit dem stündlich pendelnden Zug ab Hauptbahnhof gestalten. > Zechenbahnhof Piesberg

Heaven Thank God it’s Heaven - Funk, Soul, Discoclassics und House, 23.00 Hot Jazz Club What’s The F*nk - Funk, Rap, Breaks, 23.00 SpecOps Phono Phono - Von Dubstep bis Electronica, 20.00 Sputnikhalle Datscha Electro Swing, Balkan Beats, Folkstepp, Russendisco, 23.00

Heute startet das Festival MusicaViva mit einer barocken Eröffnungsgala. Dabei ist das Concerto Köln (Foto), das weltweit zu den absoluten Top-Spitzenensembles zählt. > Ehemalige Kirche, Hagen a.T.W.

f Sport Osnabrück Deutschland – Österreich - EM-Qualifikation Übertragung, Filmpassage, 20.45 Deutschland – Österreich - EM-Quali live auf Großbildleinwand, Lagerhalle, 20.45

f Bühne Osnabrück Spieltriebe 4 - Beginn mit „Tod einer Hündin Teil 1“, anschl. 5 verschiedene Routen zur Auswahl, Theater am Domhof, 17.00 Bad Rothenfelde Mord au Chocolat DinnerKrimi, Parkcafé Kurhaus, 19.00 Greven Ladies Night, Freilichtbühne, 20.30 Tecklenburg Jesus Christ Superstar - Rock-Oper auf der Freilichtbühne, Freilichtbühne, 20.00 f Literatur

f Ausserdem Osnabrück Der Circus Belly zeigt die neue Show Stars of Cinema – Die Helden der Leinwand live in der Manege, HermannNohl-Schule, 15.30+19.30 Lotter Straße (er)leben! - Aktionen für die ganze Familie in und vor den Geschäften, Lotter Straße, ganztägig Kalkriese

Borgholzhausen Der Märchen-Schmaus - Erzählte und kulinarische Köstlichkeiten, Campo, 19.30

Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30

f Kunst

Tecklenburg

Osnabrück Willkommen am Anfang – umsorgt am Ende - Ausstellungseröffnung i.R. der Wochen der Kulturen, Stadthaus II, Foyer, 15.30

Weinfest, Marktplatz, 15.00

DAVON TRÄUMT AMERIKA:

BIER GARTEN

Sa 3

f Konzerte Osnabrück STADTBLATT präsentiert

Achmerstr. 2 · Lotte-Wersen Tel. 0 54 04/9 83 83 www.tennessee-mountain.de

Dampfmaschine & Sixxten - ReleaseKonzert, Bastard Club, 20.00 P Siehe Musik

Jazz Sommernacht Die Swinging Five, Herrenteichsstraße, 20.00-23.00 Wind Machine – Das Jugendjazzorchester Niedersachsen, BlueNote, 20.30 Punkrock Konzert Pestfest + Orräng Ättäng, substAnZ, 21.00 Hasbergen hüggelrockt - MusikFestival mit LaminusX, Play And Rewind und diEfüNf, Gelände Reit- und Fahrverein, 19.00 Münster Münster Metal Massaker 2 - Warhammer, Burden of Grief, Terrorblade, Dead Head Down, Skyconqueror, Supreme Carnage, Victima, Difused, Sputnikcafe, 16.00 Hootin’ The Blues Blues, Country, Ragtime, Hot Jazz Club, 21.00 Rheine-Mesum Trosse-Kult OpenAir 2011 - The Toasters, PeterPanSpeedrock, The Inspector Cluzo, Ludwig van, Revolving Door, Verdigo u.a. www.trossekult.de, Hohe Heide, ganztägig f Party Osnabrück 3. Osnabrücker Oktoberfest 2011, Halle Gartlage, 19.00 Ü40-Party - Mit Chris Thompson & Mads Eriksen Band sowie Route 66, Alando Palais, 20.00 Einer für alle - Verzehrspecials, Alpenmax, 21.00 Bloodline Festival: Asphyx, Disbelief, Ballroom, 22.00 Gimme! Gimme! Indie, Rock & Alternative-Classix, Bastard Club, 22.00 Round about 25 Party, Five Elements Club, 23.00 Bielefeld Fistful of Love – 11 Jahre Kulturkombinat Kamp e.V., JZ Kamp, 20.00 Midnightclubbing, Far Out, 22.00 Magnus Party, Hechelei, 22.30

Alle Cocktails

Mi: Alle Kurzen 1.00 Fr: Alle Klaren 1.00 Sa: Alle Whisky 1.50

3.50

15-18 Uhr:+ 1 Getränk / Speise +

1 Stück Torte 1.20 1 Stück Kuchen 0.80 - selbstgebacken -

2 Groß-Leinwände 3 Groß-Fernseher Bundesliga DFB - Pokal Europa - League Champions - League

Die.+Mi.

0,4 l Warsteiner Premium 2.70 0,4 l Frankenheim Alt 2.70 0,5 l König Ludwig Weissbier 3.20 hell und dunkel

Kulturbüro Gronau und

rock'n'popmuseum Gronau präsentieren:

16.09. 18.09.

Stadtfest Gronau (Innenstadt)

22.09.

„DietutniX“ Kabarett (Aula)

20.00 Uhr

30.09. 20.00 Uhr

06.10. 20.00 Uhr

13.10. 20.00 Uhr

03.12. 20.00 Uhr

Ganztägiges Programm mit „Gastromeile“

Programm: „Gut durchgelüftet“

Limehouse Lizzy (Thin Lizzy Tribute Band) Münsterlandfestival „Part 6“ (rock´n´popmuseum)

Paul Panzer (Bürgerhalle) Neues Programm: „Hart Backbord“

Max Mutzke & Band (Galakonzert) (rock´n´popmuseum)

Bernd Stelter (Bürgerhalle) Programm: „Mundwinkel hoch“

Tickets: Touristik-Service Gronau, Fon 02562/99006 touristik@gronau.de · www.ticketonline.de Info: Kulturbüro Gronau GmbH, Fon 0 25 62 / 7 18 70 rock'n'popmuseum Gronau, Fon 0 25 62 / 81 480 STADTBLATT≈9.2011 33


werwowas 5.9.

6.9.

Altern wie ein Gentleman. Wie das genau funktioniert, erklärt Sven Kuntze bei seiner Lesung. Der Journalist zieht eine kritische Lebensbilanz und lässt alle dran teilhaben. > Lagerhalle

80s Hairmetal Party, Forum, 23.00 Ibbenbüren Member Deal, Aura, 23.00 Münster Monopark – Träumer und Spieler - aid, jen, Steve Stix + support, Club Favela, 23.00 Rieste Mexikanischer Abend, Alfsee Strandarena, 20.00 f Clubs Osnabrück Glanz & Gloria We Say Dance! - Pop, Rock, 23.00 Grand Hotel Wechselstrom, 19.00 Hyde Park Feel the Beat - Pop, Indie, Alternative und Electronics, 22.00 Kleine Freiheit Starclub - Party-Rock und -Pop, 23.00 Onkel Tony Clubtime 90, 21.00 Rosenhof Türkce pop Bayram, 22.00 Sonnendeck Get on the floor... - Mit DJ 4T, 20.00 The Whisky Rock & Metal & more..., 20.00

7.9.

Ein Perspektivwechsel ist immer gut. Bei der Ausstellung gibt es einige. 80 Jugendliche aus Niedersachsen haben sich kreativ zum Thema „Diskriminierung“ ausgelassen. > Lutherhaus

Tiefenrausch Balalaika Beats, 20.00 Trash Lauschangriff, 20.00 Bielefeld Bunker Ulmenwall Helter Shelter Clubnight & DJ Contest ClubDisco, 23.00 Movie 27up, 22.00 Stereo Disko Total trifft Elekronika Love International Label Party - Mit DJ Ray Soo, Pop, Gitarre, Soul, Deep – Waldbühne: Local Shop, Indiepop, 23.00 Herforder X Dark Society - EBM, Gothic-Rock, Industrial, 22.00 Münster Amp Tempocopter und We Funk You - Gitarrenlastige Indieklassiker und Straight Funk, 23.00 Cuba Nova Robots & Botanics - Funky Breaks, Swing House, 22.00 Heaven One Year M&B - Dokker & Philo – The Urban Agents, HipHop, RnB, Dancehall, House, 23.00 Hot Jazz Club Urban Dance Classics, 23.00 Sputnikhalle 90er

Fr. 16. September 20 Uhr

DÁN fine irish music Vorschau: So. 23. Oktober 20 Uhr HULDRELOKKK

Rock Party - Cross Over, Rock, Alternative, Grunge der 90er, 23.00 Schüttorf Index Hauptsache Index - Party in allen Areas, Index Summercamp Finale, 22.00 f Bühne Osnabrück Spieltriebe 4 - Beginn mit „Tod einer Hündin Teil 1“, anschl. 5 verschiedene Routen zur Auswahl, Theater am Domhof, 17.00 Bielefeld Philipp Weber - Kabarett, Zweischlingen, 20.00 Cloppenburg NightWash Stand-UpComedy-Show - Mit Knacki Deuser, VW Südbeck-Halle, 20.00 Georgsmarienhütte Gypsy, Waldbühne, 19.30 Greven Ladies Night, Freilichtbühne, 20.30 Tecklenburg Jesus Christ Superstar - Rock-Oper auf der Freilichtbühne, Freilichtbühne, 20.00

Gartlage, 08.0016.00

Tecklenburg Weinfest, Marktplatz, 11.00

din Teil 1“, anschl. 5

verschiedene Routen

die neue Show Stars of Cinema – Die Helden der Lein-

So 4

zur Auswahl, Theater

wand live in der Manege, HermannNohl-Schule, 15.30+19.30 Lotter Straße (er)leben! - Aktionen für die ganze Familie in und vor den Geschäften, Lotter Straße, ganztägig P Siehe Foto

Hilter-Borgloh Seefest - „Jazz tut nicht weh!“ mit dem Holger-Till-Jazz-Orchester, Renkenörener See, 18.00

Kalkriese Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30

f Sport

Osnabrück Großflohmarkt, Halle

Salon Hip Hop. So nennt das Kabarett-Duo Pigor & Eichhorn seinen Stilmix, der seit Mitte der 90er die deutsche Chansonlandschaft prägt. Witzig, intelligent und sehr bösartig! > Lagerhalle

Der Circus Belly zeigt

Osnabrück Gemeinschaftsausstellung: Margit Rusert und Christine Vennemann - Thema: da zwischen, Performance: Erneste Junge und Livemusik von Holger Schwetter 18.00-19.00, Offenes Atelier Martinistraße, 16.00-20.00 Robert Meyer – Oh, der Mensch - Ausstellungseröffnung, Zur Einführung spricht Alfred Cordes, Galerie Letsah, 18.00

f Ausserdem

34 STADTBLATT≈9.2011

Ich hab mein Rockexamen gemacht? Das würden viele gern von sich behaupten. Yannic Günther am Schlagzeug und Martin Golldack an der Gitarre haben’s schon gemacht. > Onkel Tony

f Kunst

Osnabrück Osnabrücker Rutschenmeisterschaft, Nettebad, 14.0018.00

8.9.

Rheine Kinderflohmarkt - Ca. 1300 Kinder preisen ihre Artikel an, Innenstadt, 08.00

f Konzerte Bad Iburg Ottos Dixieband - Dixie, Blues und Swing zur Mountainbike TeutoTour, Kurpark, 11.00-13.00 Hagen a.T.W. MusicaViva 2011 - Johannette Zomer, Marteen Engeltjes – Concerto Köln, Ehemalige Kirche, 18.00 P Siehe Foto Lohne Konzertante Musik für Tompete und Orgel Geistliche Abendmusik, Pfarrkirche St. Gertrud, 20.00 Münster Marla Glen & Band Soul, Blues & Jazz, Hot Jazz Club, 19.00 f Party Osnabrück Play Games – Der Spieleabend - Kickern, Kniffeln & Klönen, Bastard Club, 20.00 f Clubs Osnabrück Grand Hotel Tatort Der Krimi auf Großbildleinwand, 20.15 Tiefenrausch Chips, Bex & Rock’n’Roll, 20.00 Trash Mixology - Cocktailabend, 18.00 Münster Hot Jazz Club After Church Club - Christoph Kopp & Friends, 15.00 SpecOps Home is where good music läuft Veganer Kuchen, Kaffee und Musik, 16.00-22.00 f Bühne Osnabrück Spieltriebe 4 - Beginn mit „Tod einer Hün-

am Domhof, 16.00

Krise mit Luise -

Ju./Erw., Figuren-

theater Alte Fuhrhal-

terei, 18.00

P Siehe Bühne

Halle

Helge Schneider - „Bu-

xe voll!“, Gerry We-

ber Event Center,

20.00


9.9.

Westwer JUGENDZENTRUM

141

SEPTEMBER 2011 TERMINE Sa., 17.09.2011, 20 Uhr Kulturnews, Soundcheck & Stadtblatt präsentieren: Sympathie ist der Teufel Tour 2011 Trifft man auf einen Menschen, dessen rechte Hand ein Eigenleben führt, handelt es sich um den italienischen Akustikgitarristen Walter Lupi. Muss man hören! > Lutherhaus

Tecklenburg Jesus Christ Superstar - Rock-Oper auf der Freilichtbühne, Freilichtbühne, 19.00

f Kino Münster SpecOps: Filmvorführung: Die Farbe - Mystery Thriller, 19.00

f Literatur Osnabrück Stefan Wollschläger „Steve Cotton: Das Prinzessinnenspiel“, Fantasy-Lesung, Achteinhalb, 17.30

f Kunst Osnabrück Vernon Trent – Seance - Ausstellungseröffnung, Entwicklungsraum, 15.00

f Kids

Nadia Kossinskaja ist eine blonde Schönheit aus der Ukraine. Mit Matthias Rethmann macht sie als Nadiamar Musik in zwischen Rock und Klassik. > Lagerhalle

Bielefeld Wackelpeter feiert Geburtstag - Kinderund Familienfest, Ravensberger Park, 11.00-18.00 Georgsmarienhütte Simba, Waldbühne, 16.00 Greven Das Dschungelbuch, Freilichtbühne, 16.00 f Ausserdem Osnabrück Oldtimertreffpunkt Interessierte sind mit oder ohne Oldtimer zu Benzingesprächen und Erfahrungsaustausch willkommen, Museum Industriekultur, 10.00-13.00 Unbekannter Piesberg - Führung durch den Piesberg, Museum Industriekultur, 10.00 Osnabrück unter Dampf 2011 - Mit historischen und seltenen Dampflokomotiven, sowie LKWund Bus-Oldtimer – stündlicher Pendelverkehr zwischen dem Zechenbahnhof und Osnabrück Hbf, Museum Industriekultur, 10.00-18.00 P Siehe Foto Fallenstellen im Pflanzenreich - Tierfangende Pflanzen, Sonntags-Spaziergang, Botanischer Garten, 11.00 Philosophisches Café, BlueNote, 11.30 Tag der offenen Tür im Buddhistischen Zentrum, Buddhistisches Zentrum, 12.00

Das 8. Sicksound Rock Open Air bietet alle Sparten des Rock zum Mitwippen. Headliner: Insolvent Insomniacs (Foto) mit einem Ska/Rock/Folk-Mix. > Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink

Der Circus Belly zeigt die neue Show Stars of Cinema – Die Helden der Leinwand live in der Manege, HermannNohl-Schule, 15.00 Stammtisch des SaferSex-Teams, Café Larimar, 17.00 Tango Media Luna Tango-Tanzclub, BlueNote, 18.00 Kalla Wefels Osnabrücker Heimatabend Parteien zur Wahl – Kommunalwahlen in OS, Lagerhalle, 20.00 Tatort im Caliente Tatort auf Großbildleinwand, Café Caliente, 20.15 Lotter Straße (er)leben! - Aktionen für die ganze Familie in und vor den Geschäften, Lotter Straße, ganztägig Hilter-Borgloh Seefest - Kaffee, Kuchen und dezente Unterhaltungsmusik, Renkenörener See, 14.00 Kalkriese Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30 Quakenbrück Quakenbrücker Renntag - Traditioneller Pferderenntag und Familienfest, Rennplatz Hasepark, ganztägig Tecklenburg Weinfest, Marktplatz, 11.00

Takter, Lagerhalle,

21.00

5 SORTEN

STEAKS!

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London Baroque ist ein weltweit begehrtes Ensemble der Alten Musik. Heute gibt es barocken Zauber von Purcell und Händel auf der MusicaViva. > Ehemalige Kirche, Hagen a.T.W.

Zurücklehnen und die Augen noch mal schließen. Das 1. Sinfoniekonzert 2011/2012 des Theaters Osnabrück streichelt sanft die härtesten Langschläfer in den Sonntag. > OsnabrückHalle

Keine schwere Geburt! Die Operation Testosteron von Chefarzt Matze Knop. Zum Glück hat der Comedystar und Kult-Kaiser Nerven wie Drahtseile. > Lagerhalle

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f Kino Osnabrück Cinestar: CineSneak, 20.00 Bramsche Universum: Von Göttern und Menschen - Filmkunstreihe, 20.00

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andere Musical,

f Literatur Osnabrück Altern wie ein Gentleman - Lesung mit Sven Kuntze, Lagerhalle Spitzboden, 18.00 P Siehe Foto

Sputnikhalle, 20.00

f Sport Osnabrück OSC-Mavericks Doppel Tischfußball-Turnierserie 2011, Haus der Jugend, 19.00

f Party

f Ausserdem Osnabrück Lesbenstammtisch Osnabrück, Café Larimar, 20.00 Kalkriese Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30

Osnabrück

Highschool vs. HauptDi 6 f Konzerte Osnabrück The Freeze + GhostStreet - Punk & HardCore, Bastard Club, 20.00 Open Stage Session Open stage für Musiker. Eintritt frei, Big Buttinsky, 21.00 Emsdetten Bluesnight Band feat. Ron Williams, Stroetsmanns Fabrik, 20.30 Münster Der Vaginaraub – Se36 STADTBLATT≈9.2011

f Clubs Osnabrück Grand Hotel Gutes & Böses - DJ Knalltee mit HipHop – dazu: Martini-Specials, 19.00 Sonnendeck Nachtseminar - Studipreise und DJ, 20.00 Tiefenrausch Ed’s & Nino’s Groovebox, 20.00 Trash Rock, Pop und Becks - Mit Getränke-Sonderpreisen, 19.00 Unikeller Kickern für lau - Gratis Kickern auf Turniertisch, 19.00 Bielefeld Bunker Ulmenwall unscheinBar – mit Soulkiss - ClubBar, 20.30 Münster Hot Jazz Club Wex am Dienstag, 21.00 f Kino Osnabrück Lagerhalle Spitzboden: Mr. Nice - Filmsatire nach der Autobiografie des Drogen-Tricksers Howard Marks, 18.00+20.45 P Siehe Kino f Literatur Osnabrück Peter Kurzeck - „Vorabend“, BlueNote, 20.30 f Kunst Osnabrück Perspektivwechsel Exponate von 80 Jugendlichen aus Niedersachsen zum Thema „Diskriminierung“, i.R. von inter.kult 2011, Lutherhaus, 18.30 P Siehe Foto

school - Punk, HC,

PostPunk, Alles!,

Bastard Club, 22.00

f Ausserdem Osnabrück Finanzmarktkrise und Eurochaos: Ursachen, Zusammenhänge, Folgen - Vortrag mit Diskussion, Volkshochschule, 19.30 Salsa-Schnupperstunde - Eintritt frei, Café Caliente, 20.00 Bielefeld 30. Bielefelder Wein-

markt, Altstadt, ganztägig Kalkriese Archäologie aktuell – Stippvisite auf der Ausgrabung, Museum Kalkriese, 13.30

Diverse Bierspezialitäten, 19.00 Bielefeld Movie No Compromise, 22.00 Münster

Mi 7 f Konzerte Osnabrück Russische und Deutsche Musik aus der Klassik - Mit Werken von Bach bis Tschaikowksi, Institut für Musik, 20.00 Examenskonzert Goldack / Günter, Onkel Tony, 20.00 P Siehe Foto Bad Iburg MusicaViva 2011 Barthold Kuijken, Gustav Leonhardt, Rittersaal, Schloss, 20.00 Lengerich Gempt Blues Session The Bluescasters & Specia Guest, Gempt-Bistro, 20.00 Münster Toy Horses + Soft Bullets - Brit-Folkpop, Gleis 22, 21.00 f Party Osnabrück Black Point - 80s/90s New Wave, Gothic & EBM, Bastard Club, 19.00 f Clubs Osnabrück Glanz & Gloria Endlich Wochenende! Indie, Pop, Elektro & Getränkespecials, 23.00 Grand Hotel Disco Bingo mit Christian Steiffen, 20.00 substAnZ Punkkneipe, 21.00 Tiefenrausch Die Nacht der halben Biere, 20.00 Trash Studentenseminar - GetränkeSonderpreise, 19.00 Unikeller Fassnacht -

Amp Disco Pigs & Pop - Rave & Elektro, Pop & Indiepop, 23.00 Cuba Nova Disco 2000 - Milleniumsparty, Lieblingslieder 20002010, 22.00 SpecOps Frei in der Stadt - Elektronischakustische Tanz- und Listening-Musik, 20.00

f Bühne

Osnabrück Tod einer Hündin Antikenprojekt nach Euripides, Theater am Domhof, 19.30

f Kino Osnabrück Cinestar: CineLady – Vorpremiere - „Freunde mit gewissen Vorzügen“, 19.45 Lagerhalle Spitzboden: Mr. Nice - Filmsatire nach der Autobiografie des Drogen-Tricksers Howard Marks, 18.00+20.45 P Siehe Kino f Kids Osnabrück Slacklining - Balancieren auf einem wackeligen und elastischen Gurt, ab 8-12 J., Museum Industriekultur, 15.30 P Siehe Kids & Co. Bad Iburg Two Pints Each - Musikalischer Streifzug durch Großbritannien & Irland, Irish Folk, Hanseplatz, 15.30 f Ausserdem Osnabrück Ideentag – Ideen entwickeln, prüfen, sichern - Für Gründungsinteressierte aus Stadt und Landkreis Osnabrück, Gründerhaus im Kreishaus, 09.0019.00 Podiumsdiskussion zum Thema Integration und Soziale Netzwerke - I.R. von inter.kult2011, Medienhaus NOZ, 18.30 Bielefeld 30. Bielefelder Weinmarkt, Altstadt, ganztägig

STADTBLATT präsentiert Frau Jahnke lädt ein... - Mit: Krissie Illing, Natascha Petz, Andrea Bongers & Katie Freudenschuss, Lisa Feller, Rosenhof, 20.00 P Siehe Das lohnt sich

Do 8 f Konzerte Osnabrück Viscious Rumors, Ballroom, 20.00 Walter Lupi - Italienischer Akustikgitarrist, Lutherhaus, 20.00


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Cristin Claas Verzaubernde Musik. . Sa. 24.9 Auf der Kreativnacht kann man seine schlummernden Talente präsentieren. Musik, Tanz, Performance, Lesung, Poetry ... jeden zweiten Dienstag im Monat! > Lutherhaus

P Siehe Foto Soundcheck Open Stage, Onkel Tony, 20.00 Bluesnight Band feat. Ron Williams, BlueNote, 20.30 Bersenbrück 25. Niedersächsische Musiktage - „Auf der Suche nach vergangenen Zeiten“, Das Vok, Ev. Bonnus-Kirche, 19.00

NEVIO ist Halbitaliener. Und als wenn das nicht schon genug für ein Frauenherz wäre, kann er auch noch singen. Das stellte er 2006 bei DSDS unter Beweis. > Rosenhof

Placebotheater, Hot

Jazz Club, 20.00

f Party Osnabrück BrettamBrett - Death, Grind, Black-MetalDJs, Bastard Club, 19.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais Weekend Start & Schneckenpass-Party, 21.30 Grand Hotel Hotellounge - Becks Sonderpreise, 19.00 Hyde Park Thursday’s - Guitars, Dark, Electronics + Herrengedeck und Kaffeeflat, 22.00 Kleine Freiheit Astra Nacht - Indie, Alternative und Pop; mit Getränkespecial, 23.00 Tiefenrausch Garagenpeters Garagenlounge, 20.00 Trash Freundeskreis, 19.00 Bielefeld Bunker Ulmenwall JazzSession, 21.00 Far Out Jagdrevier! Der StudyClub Dance, Rock, House, Black, 80s, 90s, 22.00 Münster Cuba Nova Kinder der Neunziger - Hip Hop, Britpop, Crossover, 22.00 SpecOps Listen with open ears & mind Experimental, Drone, Doom, 20.00 f Bühne Osnabrück STADTBLATT präsentiert Pigor & Eichhorn - Kabarett, Lagerhalle, 20.00 P Siehe Foto Münster

Tecklenburg

Jesus Christ Superstar

- Rock-Oper auf der

Freilichtbühne,

Freilichtbühne, 20.00

Architektur steht meist unter freiem Himmel. Ein Architekturfilm eher selten. Zum Glück gibt es den Filmclub Baukultur. Gezeigt wird „Infinite Space“. > martini|50, Innenhof

f Kino FILMSTARTS R Conan - Action, Fantasy P Siehe Kino R Freunde mit gewissen Vorzügen Komödie, Romanze R Gerhard Richter – Painting Dokumentation R Le Havre Drama, Komödie R Tournée Drama, Komödie f Kids Osnabrück Peter Pan fliegt um die Welt - Mehrsprachige Lesung für Kinder i.R. der inter.kult 2011, Kinder- und Jugendbibliothek, 17.00 f Ausserdem Osnabrück Tahar Ben Jelloun Vorstellung und Kurzlesung des Friedenspreisträgers, Erich-Maria-Remarque Friedenszentrum, 18.00 Uferlos Stammtisch, Café Larimar, 20.00 Bielefeld 30. Bielefelder Weinmarkt, Altstadt, ganztägig

Fr 9 f Konzerte Osnabrück 8. Sicksound Rock Open Air - Barry Yoko, Hybridz, Gunslinger,North and About, Insolvent Insomniacs , GZ Ziegenbrink, 18.30 P Siehe Foto Serum114, BRDigung, Raven Henley, Ballroom, 19.00 Forbidden - Metal, Bastard Club, 20.00 Zeitgenössische Musik aus Osnabrück und Twer, Institut für Musik, 20.00 Nadiamar - Zwei Instrumente, eine See-

le, Lagerhalle, 20.00 P Siehe Foto Bielefeld Martin Ehlers Trio Jazz und Popkultur, Bunker Ulmenwall, 20.30 Cloppenburg 12. Cloppenburger Kultursommer - „Last Night of the Proms... very British“ – Nordwestdeutsche Philharmonie Herford mit populärer klassischer Musik, Stadthalle, 20.00 Münster Your Gig Bandcontest Lake Side In, The Love, Sex & Motion Soundsystem, Good Morning Fire Eeater, Sputnikcafe, 20.00 Acid Baby Jesus + Les Aspirateurs - PsychPunk, Gleis 22, 21.00 Wallenhorst MusicaViva 2011 Sytse Buwalda (Countertenor) & David van Ooijen (Laute), Alte Alexanderkirche, 20.00 f Party Osnabrück Café Caliente - Salsa Disco, Haus der Jugend, 21.00 MotownParty, BlueNote, 21.30 Headful of Rock Rock, Metal & Crossover, Bastard Club, 22.00 RabenNacht - Gothic, EBM, Industrial, 80er, Hyde Park, 22.00 Kult 90 – 90er Jahre Party, Five Elements Club, 23.00 90er Trash Party - Pop, 90er, Trash, Eurodance, Glanz & Gloria, 23.00 Is This It - Festival Rückblick 2011, Kleine Freiheit, 23.00 Bielefeld Dear Reader & Marching Band - Pop, Forum, 21.00 Ibbenbüren 9 Gute Gründe, Aura, 23.00 Münster Die Impro Party - 24hImpro-Marathon, Hot Jazz Club, 00.00 Girl-Fieber und Elek-

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Faszination für Technik-Fans – Die neuen Windkraftanlagen am Piesberg, Museum Industrie-

Die Gründungsmitglieder der Kult-Kapelle Hoelderlin Express, Johannes Mayr und Jørgen Lang, haben sich Franziska Urton ins Boot geholt: Dán machen fesinsten Irish-Celtic-Folk. > Venne, Gasthaus Linnenschmidt

Buddhismus heute Einführungsvortrag, Lagerhalle Raum 205, 20.00 Bielefeld 30. Bielefelder Weinmarkt, Altstadt, ganztägig Dissen Eröffnung Dissen skurril 2011 - 18.15: Northern Star, 22.30: Achtung Baby, Innenstadt, 18.00

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Osnabrück

Ü30-Party, Alando Palais, 21.00

Einer für alle - Verzehrspecials, Alpenmax, 21.00

Club 30 Party - Rock, Pop, Funk und Soul, Lagerhalle, 22.00 Sneakers Time - Mit DJ Boomroot und DJ Isl, Five Elements Club, 23.00 Trust in Bass - D’n’B, Dubstep, Unikeller, 23.00 Bad Iburg Casablanca Rock Night 2011 - „High Five“, „Die Gewinner des heutigen Abends“, „At Oncé Core“, Casablanca, 20.00 Bielefeld Electronic Lounge, Forum, 23.00 Ibbenbüren Pure Party Excess, Aura, 23.00 Münster Tempocopter und High Voltage - Gitarrenlastige Indieklassiker und 70er, 90er Gitarrengrooves, Amp, 23.00 Fast Forward Party Punk, Alternative, Post-core, Rock, Gleis 22, 23.00 Electric Ballroom Special mit 2 Floors Alternative-Rock, Indie, Metal und Batcave, Wave, Industrial, Gothic Rock, Sputnikhalle, 23.00 Schüttorf Hauptsache Index Party in allen Areas, Index, 22.00 f Clubs

Wir machen lauter! Elektronische Tanzveranstaltung, Bastard Club, 22.00

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Osnabrück Glanz & Gloria We Say Dance! - Pop, Rock, 23.00 Grand Hotel Wechselstrom, 19.00 Kleine Freiheit Starclub - Party-Rock und -Pop, 23.00 Sonnendeck Get on the floor... - Mit DJ Mittwoch, 20.00 The Whisky All mixed up... - PartyNight, 20.00 Tiefenrausch Balalaika Beats, 20.00 Trash Lauschangriff, 20.00 Bielefeld Movie 27up, 22.00 Ringlokschuppen SuperSamstag - Pop, Star Tracks, 80s/90s Eurodance, 22.30 Stereo Disko Total fe-


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Axxis bedeutet in diesem Fall Hardrock. Die Rocker haben 20 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel und es sogar auf den Sampler zur Meisterschaft von Borussia Dortmund geschafft. > New Ballroom

f Bühne Osnabrück Knigge Dinner Originell - Achtung (k)ein BenimmKurs, Walhalla, 19.30 Krise mit Luise Ju./Erw., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 20.00 P Siehe Bühne Bielefeld Ausbilder Schmidt Comedy, Zweischlingen, 20.00 Greven Ladies Night, Freilichtbühne, 20.30 Hollage Strategie der Schmetterlinge - Ensemble Bouquet, Theaterschiff Lyra, 21.00 P Siehe Bühne Tecklenburg Jesus Christ Superstar - Rock-Oper auf der Freilichtbühne, Freilichtbühne, 19.00 f Sport Osnabrück VfL Osnabrück – SC Preußen Münster - 3. Liga, osnatel Arena, 14.00 1. Bundesliga live auf Großbildleinwand, Lagerhalle, 15.00 f Kids Osnabrück Schwein gehabt, Müsli - Ab 4J., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 11.00 P Siehe Kids & Co. f Ausserdem Osnabrück Großflohmarkt, Halle Gartlage, 08.0016.00 Tag des Friedhofs, Domvorplatz, 10.0015.30 Japanischer Nachmittag in Osnabrück Demonstrationen der Künste des Aikido, Judo, Karate-Do, IaiDo, Kobudo – Rahmenprogramm mit Kunst, Musik und Literatur, Aikido Dojo, 14.00 Die evangelisch-methodistische Kirche feiert 125jähriges Bestehen - Rahmenprogramm auf dem Wil-

24.09.

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Alexander von Rothkirch singt auf der Songs&Whispers Liebeslieder an das Leben. Seine Musik passt in keine Schublade – so wie er selbst mit 1,96 Metern. > Big Buttinsky

Lust auf ein Kult-Treffen echter Punkrock-Legenden? Dann empfiehlt sich dieses Doppelpack: The Queers (Foto) treffen auf die The Sentiments. > Bastard Club

Dass Spielsucht und Fußball nah beieinander liegen, weiß Fußballprofi René Schnitzler. Aus dem Roman „Zockerliga. Ein Fußballprofi packt aus“ liest der Journalist Rainer Schäfer. > Lagerhalle

Bad Essen Ländliches Herbstfest Aussteller aus ganz Deutschland versammeln sich um das Schloss, Schloss Ippenburg, 11.0019.00 Bielefeld 30. Bielefelder Weinmarkt, Altstadt, ganztägig Dissen Dissen skurril 2011 Kinderangebote und abends Musik: 20.30: Flo Mega & The Ruffcats, 22:45: Jahcoustix & The Yard Vibes Crew, Innenstadt, 14.00 Ibbenbüren Bücherflohmarkt 2011 - Schmöker, Comics, CDs und Schallplatten, Alter Posthof, ganztägig Lohne 24. Lohner Stadtfest, Innenstadt, ganztägig Tecklenburg Traditioneller Leinenund Handwerkermarkt, Innenstadt, 10.00-18.00

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Johannes Baptist,

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Studierenden der 35.

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Kammermusik

Niedersachsen,

Bahnhof, 11.00

Melle 25. Niedersächsische Musiktage - „Am Anfang der Zeit“, Bremer Philharmoniker – Joseph Haydn: Die Schöpfung, St. Matthäus-Kirche, 17.00 Münster Kara Grainger & Band - Blues, Pop & Soul, Hot Jazz Club, 20.00 f Party Osnabrück Play Games – Der Spieleabend - Kickern, Kniffeln, Klönen, Bastard Club, 20.00 f Clubs Osnabrück Grand Hotel Tatort Der Krimi auf Großbildleinwand, 20.15 Rosenhof Tanzbar, 22.00 Tiefenrausch Chips, Bex & Rock’n’Roll, 20.00 Trash Mixology - Cocktailabend, 18.00 Bielefeld Movie aTRockX – the dark exit, 22.00 Münster Hot Jazz Club After Church Club - Winne Vogel Trio, 15.00 SpecOps Wackelkontakt - Wackelkontakt feat. Feinstrom: LiveElektronik, 20.30 f Bühne Osnabrück Einführungsmatinee zur Premiere Minna von Barnhelm, Theater am Domhof Orchesterstudio, 11.30 Krise mit Luise Ju./Erw., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 18.00 P Siehe Bühne f Sport Bielefeld 8. run & roll day - Inliner-Lauf, verschiedene Wettbewerbe bis 15.30, OstWestfalenDamm, 08.55 f Kids Osnabrück Der Chronist der Winde - Henning Mankell für alle ab 10

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Das Dschungelbuch,

Freilichtbühne, 16.00

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Osnabrück

Treffen der US-Car-

Bionik – BIOlogie und TechNIK - Die Natur zum Vorbild nehmen, Sonntags-Spaziergang, Botanischer Garten, 11.00 Tag des offenen Denkmals - Unter dem Motto: „Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“, Museum Industriekultur, 11.00+17.00 Was kommt nach 2012 - Vortrag von Daan Akkerman, Schamanenstube, 20.00 Tatort im Caliente Tatort auf Großbildleinwand, Café Caliente, 20.15 8. Osnabrücker Jobmesse - Rund 80 namhafte Unternehmen präsentierten sich potenziellen Mitarbeitern aller Ebenen, Autohaus Walkenhorst, ganztägig Bad Essen Ländliches Herbstfest Aussteller aus ganz Deutschland versammeln sich um das Schloss, Schloss Ippenburg, 11.0019.00 Bielefeld 30. Bielefelder Weinmarkt, Altstadt, ganztägig Dissen Dissen skurril 2011 Kinderangebote und abends Musik: 18.30: A:Life, 19.30: Salon de Bastards, Akustik, Innenstadt, 10.00 Lengerich 9. Lengericher Oldtimertreffen, Gempt-Bis-

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Museum Industrie-

kultur, 10.00-13.00

tro, 09.30 Lohne 24. Lohner Stadtfest, Innenstadt, ganztägig Stemwede-Wehdem 6. Stemweder Biker Treffen - Musik von „Little Mystery“, Folk, Rock, LifeHouse, 10.00-15.00 Tecklenburg Traditioneller Leinenund Handwerkermarkt, Innenstadt, 10.00-18.00

Achmerstr. 2 · Lotte-Wersen Tel. 0 54 04/9 83 83 www.tennessee-mountain.de

f Ausserdem Osnabrück


22.9.

Die Angefahrenen Schulkinder präsentieren ihr neues Bühnenwerk „Guggurutz und Kokain“ mit vielen bekannten Gesichtern. Wasser- und wurstfeste Kleidung nicht vergessen! > Lagerhalle

Lesbenstammtisch Osnabrück, Café Larimar, 20.00

Di 13

Eine 4-Oktaven-Stimme verdient Respekt. Bet Williams ist eine furchtlose Sängerin und charismatische Frau, die in ergreifenden Songs viel zu erzählen hat! > Lutherhaus

f Bühne Osnabrück Matze Knop, Lagerhalle, 20.00 P Siehe Foto Gütersloh Dave Davis feat. Motombo Umbokko „Spaß um die Ecke“, Comedy, Stadthalle, 20.00

Juri Artamonov - Plau-

dern, Essen, Jazz,

.space, 19.00

f Literatur f Konzerte Osnabrück Kreativnacht mit Open Stage, Lutherhaus, 20.00 P Siehe Foto Open Stage Session Open stage für Musiker. Eintritt frei, Big Buttinsky, 21.00 f Party

Osnabrück Ilija Trojanow und das Trio Cosi Facciamo „EisTau“, BlueNote, 20.00 Paula Quast - „...sie sprechen von mir nur leise“. Hommage an Mascha Kaléko, Renaissance-Saal Ledenhof, 20.00

Nevio - DSDS-Sänger,

Rosenhof, 20.00

f Kunst Bielefeld Künstlerhaus Lydda & Bunker Ulmenwall „Nebenhöhlen Jazz“, Vernissage, Bunker Ulmenwall, 19.30

P Siehe Foto

Osnabrück Campus Club - Indie, Pop, Alternative, Bastard Club, 19.00 f Clubs Osnabrück Grand Hotel Gutes & Böses - DJ Knalltee mit HipHop – dazu: Martini-Specials, 19.00 Sonnendeck Nachtseminar - Studipreise und DJ, 20.00 Tiefenrausch Ed’s & Nino’s Groovebox, 20.00 Trash Rock, Pop und Becks - Mit Getränke-Sonderpreisen, 19.00 Unikeller Kickern für lau - Gratis Kickern auf Turniertisch, 19.00

f Kids Osnabrück Der Chronist der Winde - Henning Mankell für alle ab 10 Jahren, emma-theater, 09.30+11.30 Aschenputtel & Kolobok - & Aschenputtel & Kalif Storch – Puppentheater, Lagerhalle Spitzboden, 16.00+20.00 P Siehe Bühne

STADTBLATT präsen-

tiert

Art Brut - „Brilliant! f Ausserdem Osnabrück Arabien im Umbruch – Von der Revolte zu neuen Ordnungen? Vortrag, Volkshochschule, 19.30 Salsa-Schnupperstunde - Eintritt frei, Café Caliente, 20.00

Mi 14

Tragic!“ Tour, Kleine

Freiheit, 21.00

P Siehe Das lohnt

Bielefeld Bunker Ulmenwall unscheinBar - ClubBar, 20.30

f Konzerte Osnabrück

sich

23.9.

24.9.

Ein Haufen Mafiosi, ein mysteriöser Auftragskiller, spanische Gurken und süchtig machender Beton. Die Mafia-Show vom Theater am Güterbahnhof ist großartig komisch. > Ort s. www.improtheater.blog.de

Radio Havanna machen Poppunk und kommen dazu aus Berlin angereist. „Lauter Zweifel“ müssen sie nicht haben. Auch wenn so ihr letztes Album heißt. > Ostbunker

Bielefeld Pablo Ziegler, Quique Sinesi & Walter Castro - Weltnacht Festival Reihe, Bunker Ulmenwall, 20.30 Meppen 25. Niedersächsische Musiktage - „Zeitbrücken“, Vokalmusik der Renaissance mit Klezmer Improvisationen, Gymnasialkirche, 20.00 Münster Dear Reader + Marching Band - IndiePop, Gleis 22, 21.00 Latin & Salsa Jam Mit Grupo Vacila & DJ Juan Pa, Hot Jazz Club, 21.00 f Party Osnabrück BooMBoxx – Die Beat Bar - Hip Hop Kneipe, Bastard Club, 20.00 f Clubs Osnabrück Glanz & Gloria Endlich Wochenende! Indie, Pop, Elektro & Getränkespecials, 23.00 Grand Hotel Hotel Mama - StudentenSonderpreise, 19.00 substAnZ Punkkneipe, 21.00 Tiefenrausch Die Nacht der halben Biere, 20.00 Trash Studentenseminar - GetränkeSonderpreise, 19.00 Unikeller Fassnacht Diverse Bierspezialitäten, 19.00 Bielefeld Movie No Compromise, 22.00 Münster Amp Disco Pigs & Pop - Rave & Elektro, Pop & Indiepop, 23.00 Cuba Nova Disco 2000 - Milleniumsparty, Lieblingslieder 20002010, 22.00 f Bühne Osnabrück Tod einer Hündin Antikenprojekt nach Euripides, Theater am Domhof, 19.30 Krise mit Luise Ju./Erw., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 20.00

P Siehe Bühne

Bielefeld

Die Stereotypen - Im-

protheater, JZ Kamp,

20.00

f Kino

>

Lagerhalle Spitzboden: Deutscher Kurzfilmpreis Kinotournee Fünf Preisträgerfilme, 18.00+20.15 f Kids Osnabrück Der Chronist der Winde - Henning Mankell für alle ab 10 Jahren, emma-theater, 09.30+11.30 Schwein gehabt, Müsli - Ab 4J., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 16.00 P Siehe Kids & Co. f Ausserdem Osnabrück Osnabrücker Bürgerforum für Darum/Gretesch/Lüstringen Diskussion und Gespräch mit Vertretern aus Politik und Verwaltung zu div. Themen, vitam Seniorenzentrum, 19.30

Osnabrück

Do 15 Innenhof martini50:

Der Filmclub Baukul-

tur zeigt Infinite Spa-

ce - Porträit des ame-

rikanischen Architek-

ten John Lautner,

Open Air Spezial,

20.00

P Siehe Foto

f Konzerte Osnabrück Geburtstagskonzert Das Mojo wird 6 mit Peter Piek, Songwriter, Café Mojo, 20.00 P Siehe Foto Grolsch Songnight Singer-/Songwriter: Viviane Kudo, Fabian von Wegen, Jock Watson, Lagerhalle Spitzboden, 20.00 P Siehe Foto STADTBLATT präsentiert Lisa Bassenge Jazz/Lounge, Rosenhof, 20.00 P Siehe Musik Bielefeld The Naked + Famous + Wolf Gang, Ringlokschuppen, 20.00 P Siehe Musik Exploding Boy - Zwischen Joy Division und The Cure, Bunker Ulmenwall, 20.30 Münster STADTBLATT≈9.2011 41


werwowas 24.9.

25.9.

Kinder an die Macht! Auf der Kinderzeit 11 – Messe für Eltern und Kinder dreht sich alles rund um den Nachwuchs: Shopping, Freizeit, Sport, Bildung, Betreuung, Gesundheit ... > OsnabrückHalle

Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“: Was hat Herr Samsa geträumt, damit er sich in einen Käfer verwandelt? Die Band Samsas Traum liefert die musikalische Antwort. > Bastard Club

kids & co

Schwein gehabt, Müsli!

Zeit für eine Reise ins sommerliche Feenreich Rosarien. Denn da lebt Prinzessin Lillifee. Und in „Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn“ (ab 1.9. im Kino) könnt ihr miterleben, was passiert, als Lillifee ins Nachbarland Bluetopien reisen muss, um Einhorn Rosalie zu helfen. Eine Zeitung. Habt ihr schon oft gesehen. Aber könnt ihr euch auch vorstellen, wie sie gemacht wird? Dann ist das „Familienfest mit Tag der offenen Tür“ (4.9., Medienhaus NOZ) was für euch. Ihr seid beim Drucken dabei. Außerdem gibt’s viel Spiel und Spaß...

Kinderzeit

Ihr wisst doch sicher, was „Slacklining“ ist (7.9., Museum Industriekultur, Haseschachtgebäude), oder? Nein? Macht nichts, hier könnt ihrs kennenlernen. Es ist ein bisschen wie beim Seiltanzen, denn es geht drum, das Gleichgewicht zu halten. Aber der Gurt, auf dem ihr steht, ist bewusst elastisch. Ihr wollt mitmachen? Dann müsst ihr feste Schuhe anziehen. Der Sommer ist vorbei? Hoffentlich noch nicht. Aber ein Anzeichen gibt es: die Theatersaison startet wieder. Ein Beispiel: „Schwein gehabt, Müsli!“ (10., 11., 14.9., Figurentheater Alte Fuhrhalterei). Das ist ein Marionettenstück bei dem wir Müsli begegnen, einem kleinen Schwein, das fliegen lernen will. Denn es ist Kükenfest, und jeder Gast muss was vormachen. Tanzen? Nicht nur was für Erwachsene. Beim „Tag der offenen Tür“ (18.9., Astrid Heinrich Tanzforum) heißt es: „Kinder, macht das Tanzen Spaß!“ Und nicht nur heute könnt ihr hier tanzen. Kindertanz gibt es ab 3 Jahre, Kinderballett ab 6, Jazz Dance / Hip Hop und

42 STADTBLATT≈9.2011

Stepp Tap Dance ab 7, Musical Dance ab 12 Jahre... Der Boden. Leblose Sache, oder? Man steht drauf rum, und unter einem tut sich nichts? Nein, stimmt natürlich nicht. Und das könnt ihr in „Was krabbelt im Boden?“ (21.9., Museum Industriekultur) erforschen. Einfach mal ein bisschen Erde ausgraben und genau draufschauen. Was tun, wenn es in „Der Wolf und die 7 Geißlein“ (24., 25., 28.9., Figurentheater Alte Fuhrhalterei) gar keinen Wolf gibt? Das fragt sich Wuffi auch, der kleine Stoffhund. Denn der Wolf ist plötzlich weg, und nun soll er seine Rolle übernehmen. Aber wie kann man den bösen Wolf spielen, wenn man noch nicht mal böse gucken kann? Oder sind Wölfe gar nicht böse? Und jetzt auf zur „Kinderzeit 11“, der Messe für euch und eure Eltern (24., 25. 9., OsnabrückHalle). Spiel und Spaß ohne Ende, Musik und Tanz, jede Menge Mitmachaktionen, und die Großen können sich derweil über aktuelle Trends informieren, neue Produkte. Musik-, Tanz- und Kunstschulen präsentieren sich, Vereine, Kindergärten, Familienbildungsstätten und Lernstudios.

Wickie auf großer Fahrt

„Hey, hey, Wickie, hey, Wickie, hey, zieh fest das Segel an...“ Tja, so oder so ähnlich wird es wohl auch in „Wickie auf großer Fahrt“ (ab 29.9. im Kino) zu hören sein. Aber ob Vater Halvar hier wirklich erlebt, dass aus dem kleinen Wickie endlich ein richtiger Wikinger wird? Weitere Tipps & Termine im Internet unter www.kinderkultur-os.de

Zélia Fronseca Band Jazz, Latin & Pop, Hot Jazz Club, 20.00 Wheels On Fire + Mr. Occhio - Garage-Power-Pop-Rock, Gleis 22, 21.00

mehr, 22.30

f Bühne

Münster Improvisationsthater „Glutamat“, SpecOps, 20.00 f Party Osnabrück Examensparty Grewe Schule, Glanz & Gloria, 21.00 Beep-Bop-A-Bastard Rock’n’Roll, Punk, Oi, Scand.Rock, Bastard Club, 22.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais Weekend Start & Schneckenpass-Party, 21.30 Grand Hotel Hotellounge - Mit Becks Sonderpreisen und dem Mixtape DJTeam, 19.00 Hyde Park Thursday’s - Guitars, Dark, Electronics + Herrengedeck und Kaffeeflat, 22.00 Kleine Freiheit Astra Nacht - Indie, Alternative und Pop; mit Getränkespecial, 23.00 Onkel Tony Examenskonzert A. Schmitz, 20.00 Tiefenrausch Garagenpeters Garagenlounge, 20.00 Trash Freundeskreis, 19.00 Bielefeld Far Out Jagdrevier! Der StudyClub Dance, Rock, House, Black, 80s, 90s, 22.00 Movie Easy Skanking Reggae, Dancehall, 22.00 Münster Cuba Nova Kinder der Neunziger - Hip Hop, Britpop, Crossover, 22.00 Sputnikhalle Der Dunkle Donnerstag - Gothic, Electro, DarkWave, EBM und

f Kino

FILMSTARTS R Colombiana - Thriller, Action R Easy Money - Thriller R El Bulli – Cooking in Progress Dokumentation R Mein Stück vom Kuchen Drama, Komödie R Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe Komödie, Romanze R Shanghai Action, Drama R Unter Schnee - Dokumentation R Über uns das All - Drama

f Literatur Osnabrück Arabischer Frühling – Chancen und Gefahren - Tahar Ben Jelloun liest aus seinen Werken und diskutiert über die Entwicklung der Demokratiebewegung, Aula der Universität (Schloss), 19.00 Jon Kalman Stefansson, Karl-Ludwig Wetzig – Literaturfest Niedersachsen - „Der Schmerz der Engel“, Ledenhof, 20.00 Bissendorf-Schledehausen Literaturfest Niedersachsen - „Das Buch der Tagebücher“, Siegfried W. Kernen, Rainer Wieland, Axel Kahrs, Wasserschloss Schelenburg, 19.30 f Kids Osnabrück Eine Fahrt durch den Steinbruch am Piesberg - Wofür braucht man die Steine, was kann man mit ihnen machen, was findet man noch im Piesberg? Ab 8-12 J., Museum Industriekultur, 15.00 f Ausserdem Osnabrück Uferlos Stammtisch, Café Larimar, 20.00

Fr 16 f Konzerte Osnabrück Freunde von Niemand - HipHop, Bastard Club, 20.00 Roswitha Dasch Deutschprachige Lieder aus den 20er und 30er Jahren von Mischa Spoliansky, Felix-Nussbaum-Haus, 20.00 Manhattan Skyline – a-ha Tribute, Lagerhalle, 20.00 P Siehe Foto Alles muss raus! Kurzfilme und Koko-


FOTO: KALLEJIPP/PHOTOCASE.COM

26.9.

Wie hartgesotten muss man sein, um bei einem Label namens „Massacre Records“ ein Album namens „Demonic Art“ zu veröffentlichen? Die schwedischen Trash-Metaller Darkane wissen es am besten. > Bastard Club

lores von Reinhards Resterampe, Lagerhalle Spiztboden, 20.00 Physical Graffiti - Led Zeppelin Tribute, Support: Legends of Rock, Rosenhof, 20.00 MusicaViva 2011 Bell’Arte Salzburg & Annegret Siedel (Violine), Schloßkirche Gut Sutthausen, 20.00 Konzertabend mit Carmen Orlet und Hugo Dietrich - Von Holländer bis Gundermann, von Elssner bis Brecht, Stadtteiltreff Alte Kasse, 20.00 Johnny Cash Tribute Live - Live. CASHLEY, Eddy & the Backfires und mehr, Kleine Freiheit, 21.00 Bielefeld Kazutoki Umezu Kiki Band - Japanischer Power-Jazz, Bunker Ulmenwall, 20.30 Click Click Decker & Petulla, JZ Kamp, 21.00 Detmold Klangkosmos Weltmusik - Zuf de Zur (Italien), Folk, Aula der Alten Schule am Wall, 20.00 Lingen Rock am Pferdemarkt 2011 - Itchy Poopzkid, Triggerfinger, Bakkushan, Ira Atari, Findus, Mambo Kurt, Keule, Naked Fuzz Ensemble, u.a. www.alterschlachthof.de, Wilhelmstraße, 18.00 P Siehe Musik Melle Ain’t No Before - Osnabrücker Singer/SongwriterBand, Kulturwerkstatt Buer e.V., 20.30 Minden Jam Session - Der Treffpunkt für Musiker und Publikum, Jazz Club, 21.00 Münster Bianca Núnez Band Folk & Pop, Hot Jazz Club, 21.00 Osnabrück-Hellern Kultur und Kleinkunst in Hellern - Carme Oriet + Hugo Dietrich, Lieder von Hol-

länder bis Brecht, Stadtteiltreff Alte Kasse, 20.00 Venne Dán - Folk, Gasthof Linnenschmidt, 20.00 P Siehe Foto f Party Osnabrück Johnny Cash Tribute Party - Rockabilly, Country, Swing, Kleine Freiheit, 00.00 MotownParty, BlueNote, 21.30 Mittelalternacht – Allerley Spielerey Gäste in mittelalterlichem Gewand erhalten freien Zugang, Ballroom, 22.00 Krankenschwesternparty, Five Elements Club, 22.00 Laborprobe! - 80s/90s, Rock, Pop & Crossover, Bastard Club, 23.00 Ibbenbüren Chart Attack, Aura, 23.00 Minden 30’ Dancing Tanzparty, Kulturzentrum BÜZ, 21.30 Münster Kräutertempel - Weltmusik zum Feiern und Tanzen, Gleis 22, 21.00 Collegebreak – Die Party für alle Oberstufen, Sputnikhalle, 21.00 Fieber-Tanzparty und Kitsuné-Special bei Elektrikfieber - Indie, Electronic Music & Remixes, Amp, 23.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais Special Guest: DJ Mike Candy, 22.00 Glanz & Gloria Mixtape - Pop, Indie, Rock, 23.00 Grand Hotel Hin und Becks - Mit dem DJTeam DreiEckenEinElfer, 19.00 Hyde Park Rocknacht – Bandspecial: In Flames - Roch, Metal, Numetal, Emo(Core) – dieses Mal mit In Flames Verlosungen, 22.00 Onkel Tony StudiTime 70er, 21.30 Sonnendeck Dance in-

Das Osnabrück-Magazin – jeden Monat im Zeitschriftenhandel. ... und als Abo für 19 € im Jahr: www.stadtblatt-osnabrueck.de

T T A L B STADT OSNABRÜ

CK


werwowas kunst & ausstellungen

Pablo Picasso, Kunsthalle Bielefeld OSNABRÜCK

EMAF ArtBox: Music Apartment, Stadtbibliothek beiten von Gabriela Toennes, bis Ende 2011 Stadtbibliothek. EMAF ArtBox: „Music For One Apartement And Six Drummers“, bis 4.10.; „Die schönsten Bücher 2010“, bis 5.11. Stadtgalerie. Kati Gausmann: „Zwischen“, bis 18.9. Stadthaus II. „Willkommen am Anfang – umsorgt am Ende“, bis 16.9. Steigenberger Hotel Remarque. „Goldspuren auf Sylt“, bis 3.12. Unikeller. Cartoons: „Lachen im Keller – Käffer, Nester, öde Orte“, bis 4.9. Zoo Osnabrück. „United Buddy Bears – The Minis“, bis Oktober

Akzisehaus. „In die Wüste gebaut“. Zur 1000-jährigen Geschichte der Johanniskirche, bis 13.11. AMEOS Klinikum. „Auf Augenhöhe Teil 2“, bis 26.10.; „Menschen, Tiere, Sensationen“, bis 27.7.2012 Architekturbüro Planen und Bauen. Ulrike Emmanouilidis „Im Rückspiegel – Bilder aus 12 Jahren Malerei“, bis 1.10. Atelier Martinistraße 82. Offenes Atelier: Margit Rusert, Christine Vennemann, 3., 4.9. Bischof-Lilje Altenzentrum. „Naturschönheiten von Osnabrück und der Laga Bad Essen“ Fotografie von Herbert Sommerfeld, bis 31.12. UMGEBUNG Carl-Sonnenschein-Haus. Malerei von Bettina Hellmann, bis 12.11. Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Diözesanmuseum/Forum am Dom. „Typisch Münster. „Localhost – internationale KünstBischof. Detmar von Osnabrück und die ler in/aus NRW“, bis 4.9. Gründung des Stiftes St. Johann“, bis 30.10. Daniel-Pöppelmann-Haus Herford. „Die Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Suche“ – der frühe Horst Janssen, 18.9. „Jene wahre Hölle. Hiroshima- Nagasaki bis 27.11. 1945“, 1.9. bis 21.11. Haus der Niederlande im Krameramtshaus Felix-Nussbaum-Haus/KulturgeschichtliMünster. Lisa Büscher: „Hyperrealismus“, ches Museum. „In die Wüste gebaut“, bis 2.bis 22.9. 13.11.; „Levitation“, Werke von Daniel Pesta, Kulturhof Westerbeck, Westerkappeln. „Die 17.9. bis 27.11. Bildhauer aus Simbabwe“ bis 3.10. Forum am Dom. Anna Pellet, Susanne Kunst- und Museumskreis Bad Essen. Bernd Steats, Marat A. Ivanov: „Stummer Schrei“, Rüsel: „Rüsels Tierleben“, bis 3.10. bis 16.10. Kunsthalle Bielefeld. „Picasso 1905 in Galerie écart. Eva Preckwinkel „Männer Paris“, 25.9. bis 15.1.2012 Träume – Frauen Themen“: MaleKunsthalle Emden. Malerei der rei, Objekte, Druckgrafik, bis „Glasnost“ – Zeit, bis 25.9. 8.10. Kunsthalle Lingen. Suse Weber, Galerie Entwicklungsraum. Verbis 25.9. non Trent, „Seance“, 4.9. bis Kunstmuseum Picasso Mün4.10. ster. „Who is Who. Die AvantGalerie im Studentenwerk – garde der 50er bis 70er Jahre“, Mensa im Schlossgarten. Malebis 9.10. rei von Ronja Patzer, bis 25.10. Kunstverein Bielefeld. „Beyond Galerie Letsah. Robert Meyer: Gestaltung“, 10.9. bis 6.11. „Oh, der Mensch“, bis Oktober Landesmuseum für Kunst und Galerie Moser. „Peter Gaymann“, Kulturgeschichte Oldenburg. „Berhard Vogel“, bis auf weiteres „Der zweite Aufbruch in die MoGalerie schwarz | weiß. derne. Expressionismus – BauStephan Kaluza „Schwein sagt haus – Neue Sachlichkeit“, 25.9. (Ein Dialog zu Schumann)“, bis 29.1.2012 Robert Meyer: bis 9.10. MARTa Herford. „Wir sind alle As„Oh, der Mensch“, Galerie Vordemberge-Gildetronauten“ – Universum Richard Galerie Letsah wart. „Kunststädte, Kirchen und Buckminster Fuller, bis 18.9. Schlösser am südwestlichen Rand Europas“, Museum Folkwang Essen. Joel Sternfeld, Fotos von Gertrud Hendriks, bis auf weiteFotos, bis 23.10. res Museum und Park Kalkriese – Varusintervision-studio. Sabine Kürzel. „Home lischlacht im Osnabrücker Land. „COLOSSAL fe“: Digitale fotografische Malerei, bis 10.9. Art Fact Fiction“, bis Ende 2011 (sowie an Kunsthalle Dominikanerkirche. „Kunstköranderen Orten in der Region) perlich – Körperkünstlich 3 – Bodies“, NRW-Forum Kultur und Wirtschaft Düsselbis18.9. dorf. „CONTAINER ARCHITEKTUR“, bis 4.9. Kunsthandlung Th. Hülsmeier. Udo LindenRock’n’Popmuseum Gronau. „Stage Photoberg. „Panikrocker“: Gemälde, Aquarelle graphy“, bis 4.9. und Likörelle., bis 24.9. Sprengel Museum Hannover. Anna Blume Kunst-Quartier. Objekte von Christine Brand und ich – Zeichnungen von Kurt Schwitters, und Malerei von Ulrike Emmanouilidis, bis bis 4.9.; Roman Bezjak, bis 16.10. 3.9. Städtische Galerie Delmenhorst. „Thomas Lutherhaus. Ramona Schulz, Rainer M. Kapielski: „De dingsbums non est disputanBrieskorn: „Blickwechsel“, 13.9. bis 28.10. dum“, bis 4.9. Museum am Schölerberg – Natur und UmTheaterzelt, Restrup. „Einzig ARTländisch“, welt. „Dinosaurier, Säbelzahnkatze und 16. bis 18.9. Co.“, bis 11.3.2012 Tuchmacher Museum Bramsche. „BramMuseum Industriekultur. „Dufte Bohne – scher Rot & Grüner Rock 425 Jahre TuchVom Kaffee machen in Osnabrück“, bis 9.10. machergilde und Schützengesellschaft“, Nils-Stensen-Kliniken, Brustzentrum. Arbis 30.10.

44 STADTBLATT≈9.2011

27.9.

28.9.

Goethe hat Minna von Barnhelm als „glänzendes Meteor“ bezeichnet. Lessing ist eine Komödie gelungen, die bis kurz vor Schluss reichlich Tragik aufbaut. > Theater am Domhof

Preisfrage: Gibt es in Ghana eine Evangelisch-Presbyterianische Kirche? Die Antwort ist der Jubilee-Choir von Kenn Kafui – er singt afrikanische Kirchenmusik. >Lagerhalle

f Literatur

Cloppenburf Cloppenburger Kaufrausch 2011 - Örtliche Geschäfte bieten ihre Waren an, Münsterlandhalle, 08.0016.00 Gronau Stadtfest - Kinderprogramm, Modenschauen, sowie eine Autoschau, Innenstadt, ganztägig Haste Abendflohmarkt „Rund ums Kind“, Kinderkleidung und Spielsachen, Kindertagesstätte, 18.0020.30 Quakenbrück Burgmannsfest Quakenbrück - Fest mit Familienprogramm und Livemusik, Eröffnung, Innenstadt, 19.00

to the night... - Mit DJ Mittwoch, 20.00 The Whisky Rock Karaoke, 20.00 Tiefenrausch Immer richtig, 20.00 Trash Rocking Trash Mit Dosenbier, 19.00 Bielefeld Ringlokschuppen Fieser Freitag - EBM Industrial, rock-o-tronic, Deep Inside, 22.30 Stereo Students Pop feat. Maximal Digital feat. Gesaffelstein Superindependentpop, New Rave, Electro, Indietronics, Maximal, 23.00 Herforder X Desperados Night Charts, Hits, Black Music, 21.00 Münster Heaven Thank God it’s Heaven - Funk, Soul, Discoclassics und House, 23.00 Hot Jazz Club Feel Like Jumping - Rocksteady, Early Reggae & Dancehall Classics, 23.00 SpecOps Schall und Rausch - Dirty old School, Rap & HipHop, Electrofunk, Urbanreggae u.m., 22.00 Schüttorf Index Black Music Beach Festival - On Stage: Lil Jon, 22.00 f Bühne Osnabrück Blind Date, Erstes unordentliches Zimmertheater, 20.00 Krise mit Luise Ju./Erw., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 20.00 P Siehe Bühne Der Lampenschirm Komödie von Curt Goetz, Probebühne, 20.00 Bielefeld Improtheater Knall auf Fall - Anschl. „Thank God it’s Friday“, Movie, 19.30 Greven Ladies Night, Freilichtbühne, 20.30 f Kino R Contracorriente – Gegen den Strom - Drama

Nordhorn Zeit ist Geld - I.R. des Literaturfest Niedersachsen, Tobias Kluckert, Tobias Meister, Stadtmuseum, 20.00 Tecklenburg 13 Monate - Von Erich Kästner, Trio LiMUSin, Ev. Stadtkirche, 20.00 f Kunst Delmenhorst Olav Christopher Jenssen – Das kleine Haus - Vernissage zum eigens für die Städtische Galerie entwickelten Ausstellungsprojekt des norwegischen Künstlers, Städtische Galerie, 20.00 f Kids Osnabrück Der Chronist der Winde - Henning Mankell für alle ab 10 Jahren, emma-theater, 09.30+11.30 f Ausserdem Osnabrück Nadel und Faden 2011 – 17. Messe für textile Kunst und Handarbeit, OsnabrückHalle, 14.00 Bissendorf Dinner Kriminell – Der Restauranttester, Schelenburg, 20.00

1 . P L AT Z !

PRO STEAKTEST

Achmerstr. 2 · Lotte-Wersen Tel. 0 54 04/9 83 83 www.tennessee-mountain.de

Sa 17 f Konzerte Osnabrück KulturSamstag - Improvisationstheater Olympro, „Zuckersüß erwischt!“, StadtgalerieCafé, 19.30 STADTBLATT präsentiert Phrasenmäher - Sympathie ist der Teufel Tour 2011, + The Age of Sound + Bravour, JZ Westwerk, 20.00 P Siehe Musik Axxis, Ballroom, 20.00 P Siehe Foto Cristin Claas - Jazz, Support: Viviane Kudo, Lagerhalle, 20.00 P Siehe Das lohnt sich Maryland Jazzband of Cologne, BlueNote, 20.30 Live on Stage - Bands werden per Aushang bekannt gegeben, Onkel Tony, 21.00 Punkrock Konzert Hirnsäule + 20 Years of Hate, substAnZ, 21.00 Bielefeld Audiolith – Ira Atari,


29.10.

30.10.

Blues. Das kommt dabei heraus, wenn sich Paul Batto mit Ondra Kriz zusammentut. Seine musikalischen Einflüsse? John Lee Hooker, Mahalia Jackson. > Café Mojo

Captain Capa, Ego-

tronic DJ-Team, JZ

Kamp, 21.00

Bramsche

Razzmatazz & Support

- Funk und Reggae,

Alte Webschule,

20.00

Dissen

Lamarotte–Jazz–Band,

Jazz-Club, 20.00

Gütersloh

Honky-Tonk Festival -

Rock, Blues, Reggae

und Soul, Lokale i.d.

Innenstadt, 21.00

Wenn Pippo Pollina an seinem Bistrotisch lehnt, wird es politisch und poetisch zugleich. Und keine Sorge: er ist zwar aus Palermo, aber bleilastig wird der multimediale Abend nicht. > Haus der Jugend

Hasbergen Gaste Snowy White and Friends, Gaste-Garage, 20.00 Lingen Rock am Pferdemarkt 2011 - Lineup s. 16.09., Wilhelmstraße, 18.00 Reinhard Mey - Mairegen-Tournee 2011, Theater an der Wilhelmshöhe, 20.00 Minden Peter Eldridge Band, Jazz Club, 21.00 Münster Talking to Turtles + Kid Dakota Indie/Acoustic + Singer/Songwriter, Amp, 21.00 Steve Cradock + Atomic - Britpop, Gleis 22, 21.00 P Siehe Musik Handsome Furs + Les Jupes - IndietronicPop, Gleis 22, 21.00 Physical Graffiti - Led Zeppelin Tribute, Hot Jazz Club, 21.00 Justin Sane & Support: Hello Piedpiper - Sänger & Gitarrist von Anti Flag, Sputnikhalle, 21.00 f Party Osnabrück Grolsch’n’Roll - „Inkasso Moskau“ und Gäste, Bastard Club, 20.00 P Siehe Foto Einer für alle - Verzehrspecials, Alpenmax, 21.00 Metal Experience, The Whisky, 21.30 Rock Legends - Best of 70s, 80s, 90s HardRock Classix, Ballroom, 22.00 OS-Gay-Night, Five Elements Club, 22.30 outta Babylon - Reggae, Dancehall, Unikeller, 23.00 Ibbenbüren Beach Abschlussparty, Beach Club am Aasee, 20.00 1,00€ Party, Aura, 23.00 Münster Tempocopter und Zwei moshen - einer bangt - Gitarrenlastige Indieklassiker und Metal, Hardcore, Amp, 23.30 Schüttorf

Beach Party Total Membercard Special, Index, 22.00 f Clubs Osnabrück Alando Palais Sol y Vida – die Sommerabschlussparty - Sommerdrink-Getränkespecials, 22.00 Glanz & Gloria We Say Dance! - Pop, Rock, 23.00 Grand Hotel Wechselstrom, 19.00 Hyde Park Feel the Beat - Pop, Indie, Alternative und Electronics, 22.00 Kleine Freiheit Starclub - Party-Rock und -Pop, 23.00 Rosenhof 90er Jahre Party, 22.00 Sonnendeck Get on the floor... - Mit DJ 4T, 20.00 Tiefenrausch Balalaika Beats, 20.00 Trash Lauschangriff, 20.00 Bielefeld Forum R! - Guitar beats Pop, 23.00 Movie 27up, 22.00 Ringlokschuppen SuperFreitag - pOp, Star Tracks 60s–90s, Connect, 22.30 Stereo Disko Total Popkultur vs. Use your Feet - Gitarre, Pop & Party, Real House Music – Waldbühne: Blindtext, Pop/Rock, 22.00 Herford X After Midnight EBM, Mittelalter, Goth-Rock, Wave, Metal, Getränkespecials, 22.00 Münster Cuba Nova Robots & Botanics - Funky Breaks, Swing House, 22.00 Heaven Glam!, 23.00 Hot Jazz Club Urban Dance Night: Dancefloor Classics & Nu Beats, 23.00 Sputnikhalle Indie vs. Rock, 23.00

Musikkabarettistin Martina Schwarzmann beweist in „Wer Glück hat, kommt“, dass sie durch die Geburt ihrer Tochter nicht milder geworden ist. Gibt es sie also gar nicht, die Stilldemenz? > Lagerhalle

ordentliches Zimmertheater, 20.00 STADTBLATT präsentiert Nils Heinrich - Comedy, Lagerhalle Spitzboden, 20.00 P Siehe Das lohnt sich Bielefeld Peter Vollmer - Kabarett, Zweischlingen, 20.00 Greven Ladies Night, Freilichtbühne, 20.30 f Literatur Bissendorf Das Buch der Tagebücher - I.R. des Literaturfest Niedersachsen, Siegfried W. Kernen, Rainer Wieland, Wasserschloss Schelenburg, 20.00 f Kunst Osnabrück Levitation - Werke von Daniel Pesta, FelixNussbaum-Haus, 10.00-18.00

UFOs in Osnabrück? Keine Sorge, das Unabhängige Filmfest Osnabrück ist ganz harmlos (im Oktober steht es an). Heute ist als Warm Up das Team von A Wall Is A Screen zu Gast. > Innenstadt

f Sport Osnabrück VfL Osnabrück – Kickers Offenbach - 3. Liga, osnatel Arena, 14.00 1. Bundesliga live auf Großbildleinwand, Lagerhalle, 15.00 f Kids Osnabrück Tante Bertas Kirschbaum - Ab 4J., Figurentheater Alte Fuhrhalterei, 16.00 f Ausserdem Osnabrück Großflohmarkt, Halle Gartlage, 08.0016.00 Nadel und Faden 2011 – 17. Messe für textile Kunst und Handarbeit, OsnabrückHalle, 10.00 Flohmarkt mit Cafeteria - Der Erlös ist für die Aufgaben des Fördervereins der Diesterwegschule bestimmt, Diesterwegschule, 14.00 Cloppenburf Cloppenburger Kaufrausch 2011 - Örtliche Geschäfte bieten ihre Waren an, Münsterlandhalle, 08.0016.00 Gronau Stadtfest - Kinderprogramm, Modenschauen, sowie eine Autoschau, Innenstadt, ganztägig Herford 5. Kulturnacht, Innen-

stadt, 18.00 Münster Kampf der afrikanischen Frauen um die Freiheit - Musikalische, poetische und tänzerische Darbietungen, SpecOps, 18.00 Quakenbrück Burgmannsfest Quakenbrück - Fest mit Familienprogramm und Livemusik, 21.00 – Mr. Cracker, Rock’n’Roll, Innenstadt, ganztägig

So 18

f Konzerte Bad Iburg Swing Con Action Swing & Evergreens aus den 30er und 40er Jahren, Handwerkerbrunnen, 16.00 MusicaViva 2011 Flanders Recorder Quartet, Rittersaal Schloss, 18.00

f Bühne Osnabrück Minna von Barnhelm Lustspiel von Gotthold Ephraim Lessing, Theater am Domhof Orchesterstudio, 19.30 Blind Date, Erstes unSTADTBLATT≈9.2011 45


vorschau 29.10.

B&W Rhythm’n’Blues Festival Ring frei zur Runde 9! Mit Chris Kramer (und Band), der noch immer auf der Blues Harp spielt, die ihm einst sein Vater schenkte. Mit Julian Sas (und Band), der von sich sagt: „Musik ist mein Leben!“ Mit der Gospelsängerin Gail Duncan (und Band/Foto). Mit Jessy Marten (und Band). 4a Tickets: 05201/8180 4a 29.10., Halle/Westfalen, Gerry Weber Event & Convention Center

f

BÜHNE

11.11. Cats (bis 4.11.) BI, Theaterzelt an der Radrennbahn 16.11. Michael Flatley’s Lord of the Dance BI, Stadthalle 18.11. Caveman OS, Rosenhof 25.11. Zauber der Travestie OS, Rosenhof 13.12. Paul Panzer Comedy, OS, OsnabrückHalle 14.12. Heaven sings x-mas volume 2 OS, Haus der Jugend 22.12. The Blues Brothers Musical OS, OsnabrückHalle 27.12. Magic of the Dance OS, OsnabrückHalle 29.12. Musical Starlights BI, Stadthalle

f

KABARETT/COMEDY

2.10. Ingo Oschmann OS, Rosenhof 4.10. Helge Schneider BI, Stadthalle 4.10. Roger Willemsen & Dieter Hildebrandt OS, Lagerhalle 6.10. The Fuck Hornisschen Orchestra OS, Lagerhalle 6.10. Paul Panzer Gronau, Bürgerhalle 8.10. Kaya Yanar MS, MCC Halle Münsterland 12.10. Tom Gerhardt OS, Rosenhof 15.10. Oliver Pocher BI, Rudolf-Oetker-Halle 19.10. Wolfgang Trepper OS, Lagerhalle 26.10. Kurt Krömer MS, Halle Münsterland 30.10. Reiner Kröhnert OS, Lagerhalle 2.11. Kurt Krömer BI, Ringlokschuppen 5.11. Michael & Jennifer Ehnert OS, Lagerhalle 5.11. NightWash Stand-Up-Comedy-Show mit Knacki Deuser Bissendorf, SolarluxForum 10.11. Trude träumt von Afrika OS, Lagerhalle 12.11. Luise Kinseher OS, Lagerhalle 14.11. Bernd Stelter OS, OsnabrückHalle 15.11. Paul Panzer BI, Stadthalle 16.11. Der Familie Popolski OS, OsnabrückHalle 18.11. Alfons OS, Lagerhalle 18.11. Sascha Grammel OS, OsnabrückHalle 18.11. Caveman OS, Rosenhof 19.11. Robert Gries OS, Lagerhalle 20.11. Matthias Deutschmann OS, Lagerhalle 24.11. Frank Goosen OS, Lagerhalle 25.11. Bülent Ceylan BI, Seidensticker Halle 26.11. Barbara Kuster OS, Lagerhalle 27.11. Andreas Rebers OS, Lagerhalle 2.12. Böhmermann & Heufer-Umlauf BI, Ringlokschuppen 4.12. Jan Böhmermann & Klaas HeuferUmlauf OS, Rosenhof 9.12. Carolin Kebekus OS, Lagerhalle 9.12. Erika Berger und Lilo Wanders BI, Stadthalle

46 STADTBLATT≈9.2011

13.11.

29.1.

18.3.

Heather Nova

Tim Bendzko

Casper

„300 Days At Sea“ heißt ihr neues Album. Das hat seinen Grund: Heather Nova ist die Urenkelin eines Piraten - der machte einst die Bermudas unsicher. Und ihre Eltern wohnten mit ihr auf einem 12-Meter-Segler in der Karibik, der „Moon“, Atlantiküberquerung inklusive. Nicht ganz abwegig also, wenn es Leute gibt, die in ihr eine „moderne Meerjungfrau“ sehen.

Es gibt Talentwettbewerbe und es gibt Talentwettbewerbe. Der, durch den Tim Bendzko endgültig zur Musik kam, war einer der guten. Am Ende stand er mit den Söhnen Mannheims auf der Bühne – der Kick. Jetzt führt ihn seine „Du-warst-noch-nie-hier-Tour“ durch Österreich, Deutschland, die Schweiz.

Es gibt ja massenweise Rapper, deren Biografie ist ein Fake. Bei Casper ist das anders. Seine Vergangenheit passt perfekt zu seiner Musik: Versiffter Wohnwagen in den Südstaaten der USA, Trennung der Eltern, keine Kohle ... Aber jetzt ist Casper wer. Und bricht auf zu neuen Ufern. Ganz ohne leere Attitüde.

4a Tickets: www.rosenhof-os.de 4a 29.1.2012, Rosenhof

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14.12. Dr. Eckart von Hirschhausen MS, MCC Halle Münsterland

f

LESUNGEN

Judith Schalansky OS, BlueNote Sven Flohr OS, Rosenhof Yassin Musharbash OS, BlueNote Michael Kumpfmüller OS, BlueNote Christoph Maria Herbst OS, OsnabrückHalle 22.12. Dennis Gastmann OS, Lagerhalle/ Spitzboden 4.10. 6.10. 10.10. 18.10. 10.11.

f

POP

2.10. 8.10. 8.10. 12.10. 12.10. 13.10. 13.10.

20.11. 23.11. 27.11. 30.11. 17.12. 29.1. 12.2. 18.3. 23.3.

Jahcoustix BI, JZ Kamp James Blunt Halle, Gerry Weber Stadion Rock Rainer OS, Rosenhof Boy OS, Glanz & Gloria Casper BI, JZ Kamp Casper Zusatzkonzert BI, JZ Kamp Max Mutzke & Band Gronau, rock’n’popmuseum Roxette Halle, Gerry Weber Stadion Klee MS, Jovel Music Hall Frida Gold OS, Rosenhof Casper MS, Skaters Palace Roland Bless BI, Ringlokschuppen Die Höhner & Spider Murphy Gang Hannover, AWD-Hall Wise Guys BI, Stadthalle Tony Mono Detmold, Stadthalle Johannes Oerding OS, Rosenhof Katzenjammer BI, Ringlokschuppen Heather Nova BI, Ringlokschuppen Marillion & Saga MS, Jovel Music Hall Bap MS, Jovel Music Hall Marianne Rosenberg BI, Ringlokschuppen Shantel & Bucovina Orkestar BI, Ringlokschuppen Tiemo Hauer OS, Rosenhof Bosse MS, Jovel Music Hall The Black Pony OS, Rosenhof Der Tante Renate OS, Glanz & Gloria Gregor McEwan OS, Glanz & Gloria Tim Bendzko + Band OS, Rosenhof Ina Müller OS, OsnabrückHalle Casper OS, Rosenhof Roger Cicero OS, OsnabrückHalle

f

ROCK/ALTERNATIVE

14.10. 18.10. 24.10. 31.10. 8.11. 9.11. 9.11. 10.11. 11.11. 12.11. 13.11. 14.11. 15.11. 18.11. 20.11.

Talking To Turtles OS, Glanz & Gloria Blackmail OS, Kleine Freiheit Kakkamaddafakka OS, Kleine Freiheit Muffalo OS, JZ Westwerk Samian, Off With Their Heads Lingen, Alter Schlachthof 13.10. Jupiter Jones Lingen, Alter Schlachthof 1.10. 2.10. 5.10. 7.10. 8.10.

13.10. 13.10. 14.10. 14.10. 16.10. 16.10. 18.10. 19.10. 20.10. 22.10. 22.10. 23.10. 24.10. 27.10. 27.10. 27.10. 28.10. 28.10. 29.10. 29.10. 29.10. 29.10. 31.10. 3.11. 4.11. 4.11. 5.11. 5.11. 7.11. 8.11. 9.11. 11.11. 11.11. 12.11. 13.11. 15.11. 16.11. 17.11. 18.11. 19.11. 20.11. 24.11. 26.11. 28.11. 30.11. 2.12. 4.12. 8.12. 9.12.

Guru Guru BI, Forum Julia Neigel OS, Rosenhof Alphaville BI, Ringlokschuppen Emil Bulls OS, Rosenhof Jupiter Jones BI, JZ Kamp Bobby Kimball OS, Rosenhof Motorpsycho OS, Rosenhof Ja, Panik MS, Gleis 22 Ja, Panik BI, Forum Blockflöte des Todes OS, Glanz & Gloria Flo Mega & The Ruffcats OS, Rosenhof ASP + Lahannya BI, Ringlokschuppen Brit Floyd - The Pink Floyd Tribute Show MS, Halle Münsterland Broilers MS, Skaters Palace iLiketrains OS, Kleine Freiheit Thees Uhlmann & Band Lingen, Alter Schlachthof Jamaram BI, JZ Kamp Milow BI, Stadthalle Helgi Jonsson & Band MS, Gleis 22 Southside Johnny OS, Rosenhof Haudegen OS, Kleine Freiheit The Pretty Things OS, Haus der Jugend Friska Viljor OS, Lagerhalle Jupiter Jones MS, Skaters Palace Pothead OS, Rosenhof Rocky Votolato OS, Glanz & Gloria Gus Black & Band MS, Gleis 22 Crippled Black Phoenix OS, Kleine Freiheit Beatsteaks OS, OsnabrückHalle An Horse / Tim Neuhaus & The Cabinet OS, Kleine Freiheit Jennifer Rostock OS, Rosenhof Johnny Throttle + The About Blanks MS, Gleis 22 And So I Watch You From Afar OS, Kleine Freiheit Young Rebel Set OS, Kleine Freiheit Mutter BI, Kamp 17 Hippies OS, Lagerhalle Herrenmagazin OS, Kleine Freiheit Royal Republic OS, Kleine Freiheit TV Noir Konzerte mit Yasmine Tourist und Wolfgang Müller OS, Glanz & Gloria Mutter OS, Glanz & Gloria Joan as Police Woman BI, Forum We Butter The Bread With Butter OS, Kleine Freiheit Pohlmann BI, Ringlokschuppen Metronomy OS, Lagerhalle Ton Steine Scherben Family OS, Rosenhof Faun – Die Rockshow OS, Rosenhof Yes BI, Ringlokschuppen Mikroboy OS, Glanz & Gloria Fest van Cleef BI, Ringlokschuppen

Torfrock OS, Rosenhof Scott Matthew OS, Glanz & Gloria Arch Enemy OS, Rosenhof Turbostaat OS, Glanz & Gloria Doro & Guest OS, Rosenhof Kassierer OS, Rosenhof Eisheilige Nacht 2011 OS, Halle Gartlage 28.12. Amorphis & Supports OS, Hyde Park 29.12. Eisheilige Nacht 2011 BI, Ringlokschuppen

9.12. 10.12. 11.12. 15.12. 16.12. 23.12. 26.12.

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HIPHOP/BLACK/REGGAE

1.10. RotFront: Emigrantski Raggamuffin Kollektiv OS, Kleine Freiheit 2.10. Königsklasse 2011 MS, Skaters Palace 8.10. F.R. MS, Skaters Palace 14.10. K.I.Z. OS, Hyde Park 14.10. Bushido Emsdetten, EMS-Halle 27.10. Samy Deluxe & Tsunami Band BI, Ringlokschuppen 4.11. RotFront: Emigrantski Raggamuffin Kollektiv MS, Sputnikhalle 4.11. Kollegah Skaters Palace, Münster 11.11. Samy Deluxe & Tsunami Band MS, Skaters Palace 13.12. Die Fantastischen Vier MS, MCC Halle Münsterland 16.12. Kollegah BI, JZ Kamp 21.1. Äl Jawala OS, Kleine Freiheit

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JAZZ/BLUES/FOLK

2.10. Cassandra Steen BI, Ringlokschuppen 2.10. The Dizzy Dudes OS, Lagerhalle 3.10. Nils Landgren Quartet Gütersloh, Theater 8.10. Nick Howard OS, Glanz & Gloria 9.10. Maike Rosa Vogel OS, Glanz & Gloria 10.10. International Skoda Allstar Band Gütersloh, Theater 17.10. Fink OS, Rosenhof 21.10. Annett Louisan BI, Stadthalle 29.10. 9. Bowers & Wilkins Rhythm’n’Blues Festival Halle, Gerry Weber Event & Concvention Center 2.11. Joja Wendt OS, OsnabrückHalle 5.11. Fourplay Minden, Jazz Club 6.11. Bob Dylan & Band featuring Mark Knopfler & Band Hannover, TUI Arena 13.11.Monsters of Liedermaching OS, Rosenhof 19.11. Joshua Redmann & Brad Mehldau Gütersloh, Theater 25.11. The Dubliners BI, Ringlokschuppen 26.11. Fiddlers Green OS, Rosenhof 27.11. Al Di Meola OS, Theater am Domhof 5.1. Pasion de Buena Vista OS, OsnabrückHalle


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GruĂ&#x; & Kuss FIch bin da! Endlich! Hallo Ricarda, Heiko, Ulf, Katja, Marion, Eva, Carlos, Veronika, Olaf, Ralf... GrĂźĂ&#x;e natĂźrlich auch an alle, die mich noch nicht kennen. Der Liebe wegen nach Osna hat endlich geklappt. Bussi!

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che Arbeitszeit beträgt 10,75 Stunden. Nähere Informationen erhalten Sie bei Norman Zipplies, Dipl.-Soz.-Päd./-arb., Café Connection, Hermannstrasse 1, 49080 Osnabrück. Email: cafeconnection@diakonie-os.de FDipl.-Soz.Päd (34 J.; offen u. vielseitig interessiert, ungekündigt) sucht nach „Elternzeit“ Arbeit (ca. 20-25 Std/Woche) im Bereich: Arbeit mit Kindern (gerne in Verbindung mit Natur u./o. Tieren, Betreuung,...! Gerne auch auf Erzieher-Stelle :-)Raum Melle, Bissendorf, Osnabrück, Bad Essen!

Sports & Fun FVolleyballerinnen für Bezirksklasse gesucht! Wir vom VCO/OTB suchen dringend für die kommende Saison 2011/12 motivierte Spielerinnen für unsere 5. Damenmannschaft, die bestenfalls auch noch Erfahrung im Volleyball haben! Meldet euch einfach bei JeannetteGering@web.de. Wir freuen uns auf euch :-) FDamen Hobbyfußballteam gesucht! Gibt es in Osnabrück ein Team für Frauen (Alter um die 30 Jahre), die just for fun Fußball spielen, vielleicht ab und an ein Spiel haben, und wo jeder (auch ohne Vorerfahrung etc) mitspielen kann? Ganz zwanglos? Also kein Verein, der 3mal wöchentlich Pflichttermine hat. Interessiert sind mittlerweile 4 Mädels. Email: kaozkris@web.de

Lernen FSchlagzeuger erteilt Unterricht in Osnabrück. Tel. 05401/824255 Email: joerse@ gmx.de FHola, busco a alguien que tiene ganas de tener conversacion en espanol, si tu sabes hablar castellano, porque no lo practicamos de vez en cuando, hasta pronto. Email: spanisch@unios.de FWer kann mir günstig Nachhilfe in dem Programm Adobe Illustrator geben? Email an dieter@uni-os.de FGitarren-Bassunterricht, kostenlose Probestunde unter Tel. 0541/2026907

Frau sucht Mann Fwww.Gleichklang.de: Die andere Partnerbörse! FMiss Piggy (39 Jahre) sucht Kermit! Email: meisterproperxs@web.de FFrau, 49: attraktiv, bewusst, charmant, direkt, energetisch, fischt Gegenüber: humorvoll, intelligent, jodelnd, kreativ, liebevoll. Mit neugierigem Optimismus persönlich quatschen, respektvoll sich trauen und vielleicht Wunscherfüllung. Zauberhaft! Email: abcohnexy@googlemail.com Chiffre: 39202 FOS-HW-5 Freitag,12.8.11, 16.40 Uhr, nette Blicke im Hellweg Baumarkt und wenig später an der Ampel Hansastr. Hätte zurückwinken sollen... :o) Kann ich das nachholen? ;o) Würd mich freuen! Email: sommerstimmung75@web.de

FHachs, die Tage werden kürzer und Du fehlst. Du (w, ab 35 ) magst die Natur, Reisen, bist bodenständig, clever und hast Humor? Dann melde Dich, kann damit nämlich auch dienen. Also, wir sollten das Versteckspiel beenden, oder? Email: schmetterlingeimbauch@gmx.de FBist Du eine feminine Frau mit Herz, Hirn und Humor, die das Leben liebt und „Frau“ zu sein genießt? Ich 49/178 cm, junggeblieben im Kopf, nicht dumm, unternehmungslustig, meistens gut gelaunt und mit sicherem Einkommen, mag es sehr, wenn Frau gerne Frau ist! Ich denke, wenn Du mir antwortest, weißt Du, was ich meine! Oder? Bin jetzt auf Deine Antwort gespannt und freue mich auf unser weiteres Kennenlernen. Nachricht bitte an wir2011@ t-onlinde.de FIch, 595 Monate jung, will mit dir Spaß haben, lachen, reden, streiten, versöhnen, küssen, fühlen, berühren, die Freizeit gemeinsam gestalten und zu jeder Jahreszeit die Zweisamkeit genießen. Bist Du die „normale“ Frau mit Schuhtick, Herz, Hirn, Humor, Niveau, Stil und Charakter und findest Dich hier wieder? Meine Interessen sind lange Spaziergänge (am liebsten am Wasser), Kino, Essen gehen, Musik hören, gute Gespräche, Kabarett/Comedy, Natur, die See, Sonne, das Meer und mehr! Aber das Wichtigste sind die gemeinsamen Stunden mit dem Partner! Mail bitte an mister-right@ t-online.de FAuf welchem Campus treffe ich dich denn mal? Singletyp, 40 plus, ohne Anhang, wissensdurstig, irgendwo zwischen Jura und BWL angesiedelt, groß, kulturinteressiert, aber auch durchaus ein bisschen sportlich, NR, kein Bart, sucht selbstbewusste Sie mit und ohne Bachelor. Email: brainstormerx@email.de

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STADTBLATT≈9.2011 49


FOTOS: JOSEFINE DIEKMANN

musik

Session Music

Shock Records rn te en e n hi sc a m pf ttenladen: Dam Eine Band im Pla

„Ästhetische Aktfotos“ Die neue CD ist draußen, die Tour rollt an – Dampfmaschine räumen ab. Jetzt zeigen die Lokalhelden uns ihre Hot Spots in Osnabrück.

Proberaum Sänger Siggy Rock: „Sehr schön! Im Keller. Wir proben unter der Kleinen Freiheit, seitdem es sie gibt. Manchmal gehen wir anschließend noch für ein kühles Bier nach oben. Manchmal schauen Freunde vorbei, früher haben wir für die auch Proberaum-Konzerte gegeben. Bei uns hängen natürlich auch ästhetische Aktfotos, unter anderem von Amanda Lear und

Grace Jones. Und selbst geschossene Geweihe!“

Bastard Club Gitarrist Daniel: „Schnalli ist ja sowieso jeden Tag hier, und wir anderen schauen dann zwischendurch mal rein. Ein bisschen relaxen, ein bisschen quatschen, ein bisschen Bier trinken, bei gutem Wetter in den Biergarten. Unser zweites Zuhause.“

Proberaum

Session Music Bassist Fitten: „Hier kaufen wir unser Equipment, wobei wir jetzt nicht so eine Technik-versessene Band sind. Eher nach der Devise: An/Aus. Aber manchmal ist eben doch was kaputt – oder geklaut ... Nach einem Konzert in Hannover, zusammen mit Gluecifer, war auf einmal mein Bass weg. Der ist nie wieder aufgetaucht. Wir nehmen an, dass die Band ihn gemopst hat. Aber egal: Gluecifer haben sich aufgelöst, uns gibt es noch!“

Martinistr. 45

Bastard Club 50 STADTBLATT≈9.2011

Gitarrist Rave Paulsen: „Unsere alte WG! Bis auf Schnalli haben hier alle anderen aus der Band gewohnt. Wir wollten zusammen ziehen, um ganz

viele Songs zu schreiben – am Ende wurde es dann ein Song in vier Jahren. War trotzdem lustig, tolle Partys gefeiert. Und wir waren die besten Kunden bei der Pizzeria Pinocchio.“

Shock Records Drummer Schnalli: „Bibbi ist ein Unikat in der Stadt. Der weiß genau, was man für Musik hört. Da kommst du in den Laden rein und sofort holt er dir Platten, die du gut findest. Und beim Reinhören in die Platte kannst du einen Kaffee trinken. Unser neues Album kann man natürlich auch bei Shock kaufen!“

3.9., Bastard Club AUFGEZEICHNET VON MARIO SCHWEGMANN


Der Alte ist die Neue Mit Life of Agony machte Keith Mina Caputo Alternative-Rock. Solo geht er ruhigere Wege – und steht zu seiner Sexualität. Was ist hier los? Keith MINA Ca-

g puto? Auf IHRER Tour? Am 15.

Juli ließ Caputo via Twitter die Katze aus dem Sack: „YES I’m Transexual & PROUD. Clearly I’m not ashamed. I deeply thank all who have shown me much support in the recent days ESP on Twitter.“ – Im Interview mit dem britischen Musikmagazin Kerrang! verriet sie, eigentlich habe sie es schon von Kindesalter an gewusst. Als es dann aber mit Life of Agony losgegangen sei, habe sie ihre Transexualität zunächst verdrängt, obwohl sie sich zwischen all diesen „Macho Alpha-Male“ Typen immer etwas unwohl gefühlt habe. Caputos Karriere beginnt im Alter von 16 Jahren, als Caputo als Kind des New Yorker Hardcore-Undergrounds mit Joey Z. und Alan Robert Life of Agony gründet; als Schlagzeuger wird kurzerhand Sal Abruscato von den damals bereits recht etablierten Type-O-Negative abgeworben. Der Durchbruch lässt nicht lange auf sich warten: Geprägt durch brettharten Sound, unkonventionelles Songwriting und vor allem die markante Stimme Caputos erscheint 1993 die Debüt-Platte „River Runs Red“, ein inhaltlich an Pink Floyds „The Wall“ angelehntes Konzeptalbum, welches die letzte Woche eines jungen Mannes bis zu seinem Suizid beschreibt. Beim zweiten Album „Ugly“ halten Life of Agony am harten Sound fest, die nachfolgende Platte „Soul Searching Sun“ klingt aber deutlich weicher. Kurz nach Erscheinen trennt

sich Caputo 1997 von der Band, um nunmehr neben einigen Nebenprojekten vor allem die Solokarriere voranzutreiben. Das 1999er-Solodebut knüpft an den Sound des dritten LoA-Albums an: Wunderbar melancholische Songwriter-Balladen, County-Einschlag, Indie-Attitüde. Bis heute veröffentlichte Keith Mina vier Studioalben, zum Teil mit prominenten Gastmusikern wie Flea, dem Bass-Genie der Red Hot Chili Peppers, ausnahmsweise an der Trompete. Stilvolles Ableben großartiger Rockbands scheint heutzutage jedoch aus der Mode, daher folgte 2005 konsequenterweise die Reunion von Life of Agony in Originalbesetzung, mit neuem Album in alter Manier und allem Drum und Dran. Doch spätestens jetzt nach Caputos Outing liegt die Band wohl in den allerletzten Zügen. In einem Webradio-Interview lässt Caputo verlauten, Life of Agony sei mittlerweile ein „sehr nostalgischer Act“ mit „etwas antiquierter“ Musik. „Wir haben dieses Jahr noch drei Shows und das sind vermutlich die letzten, die wir für eine sehr lange Zeit spielen werden.“ Doch sei es drum, wir in Osnabrück werden die neue Caputo solo zu sehen bekommen. Im Twitter-Channel freut sie sich schon richtig auf die Tour: „Why can’t I just roam planet earth freely? I hate you schengen countries ... Your fuckin me good ...“

JEDEN FREITAG

MARCO GAUSMANN

10.9., Kleine Freiheit

Möchte die Welt in Freiheit bereisen: Keith Mina Caputo STADTBLATT≈9.2011 51


FOTO: MATTHIAS SCHNECK

musik pauken & trompeten

Bodecker & Neander

Flanders Recorder Quartet

tenden Orchestern wie den Berliner F MusicaViva zum 23. Das Forum ArPhilharmonikern, den Wiener Symphotium in Georgsmarienhütte ist mit dienikern oder dem BBC Symphony sem Festival – ursprünglich „Tage Alter Orchestra zu hören war. Neben MoMusik“ – groß geworden. Erneut komzarts letztem Klavierkonzert Nr. 27 KV men prominente Künstler als Lehrer 595 sind im 1. Sinfoniekonzert (11./ und junge Nachwuchsmusiker als ihre 12.9.2011, OsnabrückHalle) der neuen Meisterschüler zum Lernen und MusiSpielzeit Beethovens 3. Symphonie zieren zusammen. Außergewöhnliche und Liszts Sinfonische Dichtung MaKonzerte tragen ihr Wirken in die Rezeppa unter der Leitung von Andreas gion (5.9.-14.10.). Eröffnet wird mit Hotz (Bewerber um die Position des dem Barockorchester Concerto Köln GMD) zu hören. (4.9., Ehemalige Kirche Hagen a.T.W.). Das Trio Hufeisen stellt auf einzigartiMit Johanette Zoomer, Sopran, und gen, teilweise originalen Marten Engeltjes, CounInstrumenten barocke tertenor, debütieren zwei Musik, beispielsweise der zurzeit prominentesvon Telemann, den moten Vokalsolisten der dernen Kompositionen internationalen Konzertseines Flötisten Hansund Oratorienszene. Auf Jürgen Hufeisen gegenüdem Programm stehen ber (11.9., Lutherhaus Werke von Vivaldi, PergoOsnabrück). lesi u. a. Der niederländiWenn die Osnabrücker sche Cembalist Gustav Leonhardt spielt auf dem 2. Symphoniker im Rahmen Martin Helmchen Festivalkonzert mit dem der Niedersächsischen belgischen Traversflötisten Barthold Musiktage die dritte Sinfonie von MiniKuijken (7.9., Rittersaal Schloss Iburg) mal-Music-Meister Philip Glass anstimmen, spüren die Pantomimen Sonaten und Suiten u.a. von Händel, Frescobaldi und Bach. Die Sopranistin Wolfram von Bodecker und Alexander Neander dem Phänomen Zeit mit GeHannah Medlam (11.9., Ehemalige Kirche Hagen a.T.W.) wird bei Werken von sten, Bewegungen und ausdrucksvolPurcell, Händel u.a. von dem britischen len mimischen Verzauberungen nach: Barockensemble London Baroque be„Die Zeit sehen“ (24.9., Theater Osnabrück). Auch die 101. Symphonie „Die gleitet. Uhr“ von Haydn spielt an diesem Abend Mit dem Flanders Recorder Quartet mit dem Thema „Zeit“. (18.9., Rittersaal Schloss Iburg) und dem Barockensemble La Dada Amsterdam (23.9., Schlosskirche Gut SutthauCD-TIPP sen) sind zwei der prominentesten Blockflötenensembles zu Gast. Einen „Bach’n’Blues“ weiteren Höhepunkt verspricht der (Oehms ClasAuftritt des Main-Barockorchester sics) mit dem Frankfurt mit Ludger Remy (Hammerjungen Nachwuchsstar Isklavier), Henrike Seitz (Cembalo) und kandar Widjaja führt die zwei Extreme Martin Jopp (Solovioline). Auf dem Programm stehen Bach und Mendelszusammen: Die fast mystische sohn-Bartholdy (25.9., Ehemalige KirChaconne für Violine Solo von Bach und che Hagen a.T.W.). Der Jazz-Saxophodie Passacaglia von Biber begegnen nist Jan Garbarek und das Hilliard Enden laut Widjaja „poppigsten“ Geigensemble (14.10., Marienkirche) beenden werken der Musikliteratur, den Sonaten von Poulenc und Ravel. Dabei hermit „Officium Novum“ das Festival. ausgekommen ist ein Album mit viel Wolfgang Amadeus Mozarts KlavierGegensatz, aber – wenn man genau konzerte spielen eine zentrale Rolle im hinhört – doch auch viel VerwandtRepertoire des jungen Pianisten Martin Helmchen, der bereits mit bedeuschaft. DAVID NASSE

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Quatschen und spielen TV Noir ist zurzeit das Ding im Musikfernsehen. Die ZDF.kultur-Sendung geht jetzt auch auf Tour – mit Tex und Florian Ostertag.

Florian Ostertag: Talent und Songwriter

Intime Konzerte, im Vorder-

g grund steht die Beziehung zwi-

schen Künstler und Publikum. So in etwa ist die Idee von TV Noir, einem Musikfernsehformat aus dem Internet. Entwickelt von Tex Drieschner, wurde TV Noir zunächst beim Berliner Sender ALEX, inzwischen aber auch bei ZDF Kultur gesendet. Das Konzept hinter TV Noir ist so einfach wie bestechend: Bevor ein Künstler oder eine Band auftreten, stehen sie Moderator Tex Rede und Antwort oder spielen kleine Spielchen mit dem Publikum. Das alles läuft in einer so entspannten Atmosphäre ab, dass die Sendung den Beinamen „Wohnzimmer der Songwriter“ führt. Womit dann auch die ungefähre musikalische Ausrichtung klar wäre. Sehr schön ist dabei, dass nicht nur etablierte Künstler, wie etwa William Fitzsimmons oder Wir sind Helden, eingeladen werden. Nachwuchsförderung wird bei TV Noir groß geschrieben. Nun kommen die Wohnzimmerkonzerte in die Städte und auch zu

uns nach Osnabrück. Im Glanz & Gloria werden der deutsche SingerSongwriter Florian Ostertag und Tex Drieschner höchstpersönlich die Nähe zum Osnabrücker Publikum suchen. Florian Ostertag ist ein junger Mann, der nicht nur bloggt, sondern auch sehr gute Musik macht und sein Talent bislang als Support von Philipp Poisel unter Beweis stellen durfte. Sein Debütalbum heißt „The Constant Search“ und seine Livequalitäten haben ihm vor kurzem den Musikpreis des Verbandes der deutschen Konzertdirektionen eingebracht. Tex Drieschner hingegen ist ein alter Hase im Showbiz und hat mit seiner Band Tex schon sechs Alben veröffentlicht. Es gab eine Tour zusammen mit Juli, Ausflüge von Tex Drieschner in die Filmproduktion, ein multimediales Konzeptalbum und dann ist da natürlich die Moderation von TV Noir. In Osnabrück tritt er als Solokünstler auf. LENA DUVENDACK 30.9., Haus der Jugend


Von Walen und Maulwürfen Dear Reader aus Südafrika kommen mit einem neuen Album voller metaphorischer Tiergeschichten auf Tour. Anfang 2009 weckte ein süd-

g afrikanisches Duo mit seinem

Album „Replace Why With Funny“ in Europa Aufmerksamkeit. Auf ihrem Debüt verarbeitete Texterin Cheri MacNeil zusammen mit Darryl Torr die Fremdheitsgfühle Angehöriger der weißen Mittelschicht in ihrer Heimat. Schon damals waren die Dear Reader-Songs so gehalten, dass der ernste Inhalt in leichte Melodien verpackt war. So verhält es sich auch mit dem neuen Album, „Idealistic Animals“, das Anfang September erscheint. Inzwischen hat sich einiges getan. Darryl Torr ist nicht mehr dabei und Cheri MacNeil nach Berlin gezogen. Die neuen Songs handeln vom Verlassen (werden). MacNeil wuchs in einem streng religiösen Umfeld auf und bezeichnet sich rückblickend als „proper Jesus freak“. Nach und nach schien das fest gefügte Glaubenssystem zu zerbrechen. „Heute ist mir bewusst, dass es keine einfachen Antworten gibt,“ sagt MacNeil. Und auch, dass die Trennlinie zwischen Mensch und Tier eher marginal ist. Deshalb sind alle Songs auf „Idealistic Animals“ nach Tieren benannt. Kamele, Maulwürfe, Wale und Bären tummeln sich in metaphorischen Geschichten, die wie eine moderne Version von Aesops Fabeln wirken. Hinzu kam wieder das Gefühl der Fremdheit: An African in Berlin. Zusammen mit Musikern und dem Produzen-

ten Brent Knopf entstanden in zwei Wochen in einer Leipziger Kommune die neuen Songs. Die Kompositionen sind komplexer geworden, die Instrumentierung mit Oboe, Fagott und Waldhorn üppiger. Es sind immer noch Popsongs mit einem gewissen Twist und schwergängigen Inhalten. Das Mitwirken eines US-amerikanischen Kirchenchors verleiht dem ganzen zeitweise eine fast sakrale Stimmung. Nun geht es auf Tour – mit neuen Songs und neuen Erkenntnissen. Die Bandmitglieder, die MacNeil als Dear Reader um sich schart, kommen aus Deutschland, Südafrika, Nordirland, Schweden und den USA. Da kann dann vielleicht etwas Heimat im Internationalen gefunden werden. Im Vorprogramm spielt das Duo Marching Band aus Schweden. Erik Sunbring und Jacob Lind mögen The Byrds und Teenage Fanclub, und das hört man zum Glück auch. Außerdem spielen sie beide in Cheri MacNeil’s Liveband, was dem Ganzen wieder etwas von einer musikalischen Kommune gibt. MALTE SCHIPPER

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KEITH CAPUTO Vom Grunge zum Song 10.9. Kleine Freiheit

ART BRUT Britpop von Popbriten 14.9. Kleine Freiheit

LISA BASSENGE Top Lounge-Jazz 15.9. Rosenhof

NILS HEINRICH Comedy mit Anspruch 17.9. Lagerhalle/ Spitzboden

FORTSETZUNG FOLGT 54 STADTBLATT≈9.2011

Kabarett mit Klavier 24.9. Lagerhalle

RENÉ MARIK Autschn! 28. + 29.9. OsnabrückHalle

DEAR READER Südafrikas Popgeheimnis 22.9. Rosenhof

TV NOIR KONZERTE Mit Tex & Florian Ostertag 30.9. Haus der Jugend

ROTFRONT: EMIGRANTSKI ... Polka-Rap mit Berliner Schnauze 1.10. Kleine Freiheit

TALKING TO TURTLES Lo-Fi-Pop 1.10. Glanz & Gloria

Alle Präsentationen auf unserer Homepage

Bass statt Blockflöte Osnabrück bekommt eine neue Musikschule. Bei bobeatz stehen Pop und Rock auf dem Stundenplan – und DJ-Workshops. g Studium fertig, was jetzt? Eine Frage, die sich viele stellen. Auch Philip Borgmann stand vor dieser Frage. Der Osnabrücker hat an der Hochschule Popularmusik studiert und will jetzt keine Zeit verlieren: Anfang September eröffnet er seine eigene Musikschule. Musikschule – allein der Begriff ruft bei vielen schon unangenehme Erinnerungen an sterile Räume mit Korkwänden und stundenlangen, langweiligen Übungen an der Blockflöte hervor ... Bei „bobeatz“, so der Name der Schule, soll das in Zukunft alles etwas anders laufen. „Wir wollen unsere Schüler zum Lernen motivieren und neben dem Handwerk auch jede Menge Spaß vermitteln“, sagt Philip Borgmann, genannt „Bo“. Seit Ende März hat er an der Neulandstraße in Eigenregie mit jeder Menge Hilfe von Freunden, Kumpels und professionellen Handwerkern seine Musikschule aufgebaut. Dabei wurde kräftig investiert. In den Räumlichkeiten ist im Prinzip alles neu und dazu ziemlich schick: „Man soll sich hier ja auch wohl fühlen“, sagt Borgmann. Auch der wichtigste Bestandteil von „bobeatz“ wurde komplett neu

angeschafft: die Instrumente. Im Mittelpunkt stehen dabei die Klassiker, die für eine Band gebraucht werden. Gitarre, Bass, Gesang und natürlich Schlagzeug. Borgmann sitzt selber bei Starlight Excess an der Schießbude und hat schon während seines Studiums Unterricht gegeben. Dabei kam ihm dann auch nach und nach die Idee für die Schule. Anstelle einer zweiten Lehrprobe galt es, ein didaktisches Projekt zu entwickeln. Schnell war die „Musikerbörse“ geboren. „Ich habe gemerkt, dass viele jüngere Schüler das Problem hatten, in einer Band unterzukommen“, beschreibt Borgmann die Idee. Das soll jetzt bei „bobeatz“, verbunden mit praxisorientiertem Unterricht, quasi unter einem Dach passieren. Die Schüler lernen für sich, können aber auch als Band erste Demo-CDs aufnehmen. Das Team besteht aus jungen Leuten, durch die Bank erfahrene und auch studierte Musiker. Eröffnet wird „bobeatz“ am 4. September ab 14 Uhr mit einem Tag der offenen Tür und Livemusik von StarMALTE SCHLAACK light Excess. www.bobeatz.de

VORBAND DES MONATS:

Wolf Gang Support von The Naked and the Famous. F Dramatischer Wave-Pop mit viel Melodie ist in England momentan sehr hip. Da kommt Max McElligott gerade recht. Der Schotte ist im Prinzip Wolf Gang, live unterstützt von befreundeten Musikern. Zu seinen Einflüssen zählt er Bowie, Roxy Music, die Talking Heads und die Stones – daraus formt McElligott seinen mitreißenden Neo-Pop. In England geht’s damit im Herbst auf die wichtige „NME Radar Tour 2011“. Auf der sind schon Bands wie Hurts oder Anna Calvi zu großen Dingern geworden. OSCH 15.9., Bielefeld, Ringlokschuppen


JAZZ

OPEN AIR

F Bislang gab es bei Jazzsängerin Lisa Bassenge aus Berlin englische Texte zu hören. Für ihr aktuelles Album, „Nur fort“, nahm sie sich moderner Klassiker des deutschen Liedguts (u.a. Hildegard Knef und Udo Lindenberg) an und schrieb passend auch ihre eigenen Songs auf Deutsch. Neben ihrer Band spielen auf dem Album als Gäste Paul Niehaus und Martin Wenk von Calexico mit. 15.9., Rosenhof

BRITPOP

F Das Festival ist traditioneller Bestandteil des Lingener Altstadtfests. Mit Itchy Poopzkid spielt eine der tourfleißigsten Bands Deutschlands. Zwischendurch fanden Sibbi, Panzer und Max noch Zeit, ihr eigenes Label zu gründen, auf dem das neue Album, „Lights Out London“, sowie ihre ersten drei Veröffentlichungen mit Bonusmaterial herauskamen. Bakkushan aus Mannheim haben sich spätestens mit ihrem Debüt bei Fans von deutschspra-

chigem Rock mit Laune-Anspruch beliebt gemacht. Als „lauteste Band Antwerpens“ bezeichnen sich Triggerfinger. Drei Leute, klassischer Rock’n’Roll. Ira Atari (Foto) ist die neueste Entdeckung des AudiolithLabels (Frittenbude, Egotronic): Soul & Disco in Hörweite von Gloria Gaynor. Einen ordentlichen Schritt nach vorn haben Findus mit ihrem zweiten Album, „Mrugalla“, gemacht. Gaslight Anthem mit deutschen Texten? Ach ja, Mambo Kurt kommt natürlich auch. 16.-17.9., Lingen, Festivalgelände

F Das Gleis bezeichnet den Termin als „Britpop-Pflichtkonzert“. Zu recht, denn Steve Cradock hat einiges auf dem Zettel: getourt und gespielt mit The Who, Paul Weller und Oasis. Höchstselbst Mastermind der hierzulande unterschätzten Ocean Colour Scene. „Peace City West“ ist das zweite Solo-Album Cradocks, der gerade erst mit Beady Eye in Deutschland war. 17.9., Münster, Gleis 22

BRITPOP

ACOUSTIC PUNK

ELECTRO-POP

SUPAFUNKROCK

F „Die Beatles und Oasis waren unsere Lehrer.“ Dieser Satz der Hamburger Band The Age Of Sound klingt doch schon mal sympathisch. Nach fünfjähriger Clubochsentour erschien im Frühjahr das Debüt „... and then came The Age Of Sound“. Für den FC St.Pauli sind sie eine Art Hausband, die bei Parties und Saisoneröffnungen aufspielt. Britpop-Revival, anyone? 17.9., Westwerk

F 2002 erschien das erste Solo-Album des Anti-Flag-Sängers, das zweite soll demnächst folgen. „Viele Songs, die ich schreibe, passen nicht ganz zum AntiFlag-Stil,“ begründet Sane. „Es gibt zwar Anti-Kriegs-Hymnen, aber ich singe auch über Liebe, Freundschaft, Katzen und Trinken auf der Straße.“ Solo gibt es dann nur Justin und seine Gitarre. 18.9., Münster, Sputnik Café

F An ihrem Hit „Young Blood“ kam man kaum vorbei. Der lief auf VIVA genauso wie bei Hit Radio Antenne. Die Band aus Auckland/Neuseeland surft seitdem auf einer Erfolgswelle, war mit dem Debütalbum in den deutschen Charts und kam in England auf die wichtige Liste „Sound of 2011“. Das Raffinierte an ihnen: die Kombination aus Sänger Thom Powers und Sängerin Alisa Xayalith. 15.9., Bielefeld, Ringlokschuppen

F Troy Andrews alias Trombone Shorty ist ein Frühstarter. Bereits mit 16 nahm der Posaunist und Trompeter aus New Orleans seine erste Platte auf. Mit der Band Orleans Avenue ist er nun auf dem renommierten Verve-Label gelandet. Auf dem neuen Album, „For True“, gibt es OldSchool-New-Orleans-Jazz, Funk, Soul, Hardrock-Riffs und HipHop-Beats. 20.9., Bremen, Modernes

CELTIC FOLK

ELECTROPOP

F 17 Jahre sind bereits seit der FolkGroßtat „The Mystery Of Love Is Greater Than The Mystery Of Death“ von Jackie Leven (Foto) ins Land gezogen. Und verlässlich kommt fast jedes Jahr ein neues Album dazu. Zusammen mit Michael Cosgrave hat sich Leven in die Wildnis von Dartmoor zurückgezogen, um das aktuelle Werk aufzunehmen. 22.9., Münster, Hot Jazz Club

F Da Wolf Parade gerade pausieren, fand Dan Boeckner, Sänger und Gitarrist der kanadischen Indie-Band, mal wieder Zeit, mit seiner musikalischen wie romantischen Partnerin Alexei Perry als Handsome Furs auf Tour zu gehen. Heraus kam im Juli das dritte Album der Furs, „Sound Kapital“. Dan und Alexei machten sich zu Orten auf, in denen Rock’n’Roll noch wirklich Untergrund ist: Osteuropa, Südamerika, Ferner Osten. Man spielte mit jungen

Bands, die noch die Obrigkeit fürchten müssen. Diese Eindrücke und weitere Kulturschocks verarbeiteten die Handsome Furs in Songs unter der Maxime: Keyboards + Gitarren + Drum Machine = lebensbejahende Hymnen. Simple Melodien, Reizüberflutung, Krach und Kampfansage an „ironische Electropop-Coolness“. Im Vorprogramm die kanadischen Landsleute von Les Jupes, die Anfang September ihr Debütalbum „Modern Myths“ veröffentlichen. 18.9., Münster, Gleis 22

Lisa Bassenge

The Age Of Sound

Jackie Leven & Michael Cosgrave

Rock am Pferdemarkt

Justin Sane

Handsome Furs

The Naked and Famous

Steve Cradock

Trombone Shorty & Orleans Avenue

INDIEPOP

Locas In Love F Wenn Björn Sonnenberg, Jan Niklas Jansen und Stefanie Schrank nicht gerade ihre „Vision von radiotauglicher Musik“ mit der Band Karpatenhund (und Sängerin Claire Oelkers) umzusetzen versuchen, spielen sie als Locas In Love zusammen. Gerade erschien das vierte Album, „Lemming“, auf dem die Vision ziemlich perfekten deutschsprachigen Indiepops umgesetzt wird. 30.9., Münster, Amp STADTBLATT≈9.2011 55


hörtest DEUTSCHER INDIE

hörenswert WÖLLI & DIE BAND DES JAHRES „Das ist noch nicht alles“. Der ehemalige Drummer der Toten Hosen singt eigene Rock’n’Roll-Songs, als Gast ist u.a. Campino dabei. JKP/Warner SAMPLER „Bravo Hits 74“. Die nach wie vor ultimative Compilation. Das Allerneueste aus den Charts + zukünftige Hits (Rock bis RnB). Universal ZOMBY „Dedication“. Dubstep, Ambient-Rave, Lounge-Jungle – das richtige Album zum Vorglühen für die spätere Electro-Party. 4AD/Beggars Group PHILIPP SAYCE „Ruby Electric“. Der nächste Guitar Hero? Sayce (Kanada) spielt rockig wie Hendrix und jazzy wie McLaughlin. Geil! Provogue LITTLE RIVER BAND „Lonesome Loser Best Of – Live“. Großartiger Konzertmitschnitt (Juni 2001) der australischen Roots-Rocker. ZYX Music SARABETH TUCEK „Get Well Soon“. Elegische Songs, sanfte Stimme, etwas Folk. Sonic Cathedral J.B.O. „Killeralbum“. Heavy Metal zum Mitsingen. Für Songs wie „Tony Marshall“ oder „Dr. Met“ muss man die Band lieben. Megapress SPARROW AND THE WORKSHOP „Spitting Daggers“. Glasgower IndierockTrio mit Sängerin – beeinflusst von den Beach Boys und Sonic Youth! Distiller Records/Soulfood ERIC SARDINAS & BIG MOTOR „Sticks & Stones“. Knackiger US-Southern-Rock. Lynyrd Skynyrd trifft Kid Rock. Provogue/Mascot DESIGN THE SKYLINE „Nevaeh“. Hardcore-Metal mit krass-geilem Grunzgesang. Die jungen Texaner sind in den USA schon ganz heiß! Victory Records F.R. „Ganz normaler Wahnsinn“. Teil fünf der „Vertonungen meines Lebens“. Deutscher HipHop von einem jungen Vertreter mit Verneigungen in Richtung Fettes Brot und Fünf Sterne Deluxe. DEAG Music BEIRUT „The Rip Tide“. Während eines schneeverwehten Winters nahm Zach Condon diese Songs auf, bei denen er sich auf Klavier, Bläser und Streicher reduziert. Pompeji/Indigo IVY „All Hours“. Das New Yorker Trio hat den Edel-Pop entdeckt. Als wenn die Pet Shop Boys eine Sängerin hätten. Nettwerk/Soulfood JONATHAN JEREMIAH „A Solitary Man“. Frank Sinatra? Tom Jones? Der USSongwriter erinnert an die genannten Herren. Universal WETO „Schattenspieler“. Deutsch-Rock mit pathetischen Texten. Dahinter stecken Thomas Lindner und Martin Duckstein von Schandmaul. Fame Recordings/Sony DUNKELSCHÖN „Zauberwort“. Mittelalter-Folk-Rock mit Elfengesang. Der Albumtitel meint ein Eichendorff-Gedicht. Screaming Banshee/ALIVE

56 STADTBLATT≈9.2011

Thees Uhlmann

cd des monats

Thees Uhlmann F Wie lange ist es jetzt her, dass Thees Uhlmann erklärt hat, dass er ein Soloalbum herausbringt? Gefühlte Jahre. Und nun ist es endlich soweit, das nach ihm benannte Debütalbum ist da! Es ist nicht ein weiteres Tomte-Album, aber auch nicht die Innovation des Jahres. Es ist auch garantiert nicht schlecht. Allerdings möchte dieses Album gerne eingehend gehört werden. Die erste Single „Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf“ geht sofort ins Ohr, ist damit aber die Ausnahme. Die anderen zehn Songs entfalten sich erst nach und nach. Zu entdecken gibt es neben der Uhlmann-Lyrik seine Liebe zum Heimatdorf und Springsteenzitate, Conor-Oberst-Anleihen, eine Kollaboration mit dem Kritikerliebling Casper, die Beschäftigung mit dem großen Thema Vater sein. Das alles macht es definitiv zu einem der fröhlichsten und schönsten Alben des Jahres. Schönster Song: „Paris im Herbst“ (den er auf der Special-Edition auf Französisch singt...) DUVE Grand Hotel van Cleef POP VS. PUNK

Jennifer Rostock Mit Haut und Haar F Das dritte Album in vier Jahren – Jennifer Rostock stehen nach wie vor voll im Saft. Sie drehen sogar noch ein bisschen am Rad und erhöhen die Schlagzahl, von Rock in Richtung Elektro-Punk-Pop („Der Kapitän“, „Meine bessere Hälfte“). Kommt gut. Sängerin Jennifer Weist ist eh so etwas wie eine moderne Nina Hagen, herrlich exzentrisch und mit einer großen Stimme gesegnet. Davon kann man sich am 29.9. überzeugen, wenn die Rostocker Band beim „Bundesvision Song Contest“ für Meck-Pomm antritt. Mit der Beziehungskiste „Ich OSCH kann nicht mehr“. Warner SYNTHOP

The Drums Portamento F Die Rezeption von The Drums begann mit einer Art Missverständnis. Die 2010 erschienene „Summertime EP“ setzte den Hörer mit seinem sonnigen Beachpop zumindest teilweise auf eine falsche Fährte. Das Debütalbum zeigte zwar eine durchaus harmonieverliebte Band, doch die Sonne schien nicht mehr ganz so grell. Trotz

BRITPOP

Viva Brother Famous First Words F „Die Leute können über uns sagen, was sie wollen, solange sie über uns reden.“ Lee Nowell, Sänger von Viva Brother aus Slough, kennt seinen Andy Warhol. Seit längerem macht die Band in der englischen Presse klare Ansagen und legt jetzt ein gewaltiges Debüt vor. „Famous First Words“ ist eine Feier von klassischen Gitarrensongs, sowohl die frühen Blur als auch die jungen Oasis scheinen klar durch. Einen so energetischen Opener wie „New Year’s Day“ hat man vielleicht seit „Rock’n’Roll Star“ nicht mehr gehört. Fast jeder Song ist ein Instant Hit. Als die BritpopMeilensteine herauskamen, waren Lee und seine Jungs Kinder. Jetzt nehmen sie den Faden auf. „Wir sind Lads und spielen Rockmusik, und damit hat sich’s eigentlich“, sagt Lee. Manchmal kann alles so einfach sein. CHROM Geffen/Universal

der Trennung von Gitarrist Adam Kessler und daraus resultierenden Umbesetzungen hatten The Drums das zweite Album schnell im Kasten. Jacob Graham wechselte an die Synthesizer, was „Portamento“ gut steht. Die Songs klingen immer noch wie in einer leeren Keksdose aufgenommen, und aus einer Joy Division ähnlichen Simplizität schälen sich wunderbare Melodien, die sich aber immer in Zurückhaltung üben. Besonders gerieten „Searching For Heaven“ mit seinen antiken Synthiesounds und das einfach umwerfende „In The Cold“. CHROM

Cooperative Music/Universal

FRAUEN-POP

Boy Mutual Friends F Junge, Junge, Junge. Nein, Mädchen. Genauer gesagt, zwei junge Frauen. Zwei junge Frauen nicht etwa aus dem Musikland Großbritannien, sondern aus Hamburg und Zürich. Valeska Steiner und Sonja Glass sind zusammen Boy und verdrehen mit ihrem lockerleichten Mix aus Folk, Indie und Pop und autobiographischen und daher sehr persönlichen Texten nicht nur dem Phoenix-Schlagzeuger Thomas Hedlund den Kopf. Dieser half auch gleich beim Album mit. Womit auch schon eine der starken Referenzen genannt wäre. Weitere sind etwa Feist und Justin Vernon alias

Bon Iver. Exzellente Voraussetzungen also für eine lange Karriere als die Lieblings-Singer-Songwriterinnen. Dazu noch eine Prise Eigenständigkeit und dass perfekte Spätsommeralbum ist da! Von ihren Live-Qualitäten kann man sich übrigens im Oktober überzeugen. Dann machen die beiden Damen Halt in Osnabrück. DUVE Grönland US-SONGWRITING

The Horrible Crowes Elsie F Bekannter Mann hinter diesem Duo ist Brian Fallon, Sänger von The Gaslight Anthem. Zusammen mit seinem Kumpel Ian Perkins hat er ein Album aufgenommen, dass sich zu seiner Stammband so verhält wie Bruce Springsteens „Devils & Dust“ zu Springsteens „Born To Run“. Die Songs auf „Elsie“ sind also mehr Songwriting als Rock, kommen im Refrain aber genauso knackig auf den Punkt („Behold The Hurricane“). Während der Aufnahmen sollen die beiden u.a. PJ Harvey, Tom Waits und die Afghan Whigs gehört haben. Aufbauend auf diesem Kanon ist ihnen ein starkes Debüt gelungen, dass Fallon mit seiner markanten Stimme MARS veredelt. Side One Dummy Records ÖKO-POP

Rainald Grebe & Die Kapelle der Versöhnung Zurück zur Natur F Da hat jemand eine Marktlücke entdeckt: Rainald Grebe singt Lieder zum bundesweit grassierenden Ökotrend. Deutsche Romantik im Biomarkt, die eigene Klimaneutralität – Grebe bezieht gewohnt süffisant Stellung. Das Perfide an seinen Texten ist allerdings, dass man nie genau weiß, ob er einen verarscht oder es ernst meint. „waldbrand waldbrand ruf mich an“, „dirk holt aus seinem erdkeller das dinkelbier“, „morgens kräht der hahn und die trecker fahrnfahrn“ ... Message oder Dada? Fakt: „Aufs Land“ ist ein echter Hit, den man im Indieclub locker zwischen Deichkind MARS und Kettcar spielen kann! Versöhnungsrecords 70ER-POWER

Lenny Kravitz Black And White America F Wer mit seinem Funk-Rock noch nie was anfangen konnte, kann jetzt schwimmen gehen oder sich ein Bier holen – alle anderen lesen bitte wei-


ter. Weil „Black And White America“ aus dem Stand in die besten KravitzAlben ever hüpft! So funky und rockig war sein Funk-Rock noch nie. Kein Wunder, hat Kravitz sich doch vor allem am Soul und RnB seiner Jugend orientiert: Earth Wind and Fire, The Brothers Johnson, Sly & the Family Stone. Aufgenommen wurden die Tracks dann in Paris und auf den Bahamas, auch sehr inspirierend. Und wie der Albumtitel andeutet, geht es dem Sohn eines ukrainisch-jüdischen Papas und einer bahama-afro-amerikanischen Mama um Fragen wie Gleichheit, Freiheit und die Zukunft annefürsich. Wer das mal live sehen will: Anfang November ist Kravitz auf MARS Deutschland-Tour! Roadrunner Records MELLOW POP

Fountains Of Wayne Sky Full Of Holes F Die New Yorker Band um die beiden Songschreiber Adam Schlesinger und Chris Collingwood steht für etwas Rares im Musikgeschäft: Kontinuität. Das gilt für das seit 15 Jahren unveränderte Line-Up wie für die Qualität ihrer Alben. „Sky Full Of Holes“ ist die fünfte Veröffentlichung von Fountains Of Wayne. Erneut beweist die Band ihre Geschmackssicherheit was ruhigen Midtempo-Gitarren-Pop angeht. „Action Hero“ steht exemplarisch für Fountains Of Wayne. Tragikomische Helden werden besungen, durchaus mit Ironie, aber nie vorführend, sondern voller Empathie: „He’s an action hero/And he should be fighting crime/ [...] / He’s an action hero/In his mind“. „Sky Full Of Holes“ ist eine wunderbare Angelegenheit: Melodiös, meCHROM lancholisch und klug. Lojinx

Buzzcocks. Voller Stolz wird verkündet, es seien diesmal so viele Gitarrenspuren dabei, dass man live auf einen weiteren Gitarristen zurückgreifen muss. Das würde J Mascis sicher gefallen. CHROM Sub Pop ALTERNATIVE-COUNTRY

Lindi Ortega Little Red Boots F Das könnte was Großes werden! Die Kanadierin mit irisch-mexikanischen Wurzeln singt sich erfrischend durch einen Mix aus Folk, Bluegrass und Country. Dabei bleibt sie immer schön ‚indie’. Das erinnert an die frühen Werke von Jewel, an Emiliana Torrini („Jungle Drum“) oder die Dixie Chicks. Wobei Lindi Ortega definitiv die originelleren Songs am Start hat, etwa „I’m No Elvis Presley“ oder „Dying Of Another Broken Heart“. Bewunderer ihrer Kunst ist u. a. KillersFrontmann Brandon Flowers, auf dessem Soloalbum sie mitsang. Und letztlich steht ihr Plattenlabel „Last Gang Records“ (Crystal Castles, MeOSCH tric) für exquisite Musik. Last Gang Records/ADA/Warner SONGWRITER

The Jayhawks Mockingbird Time F Ihre Popularität steht im krassen Gegensatz zu ihrer Qualität. Wenn es nach Letzterer ginge, wären The Jayhawks megasuperduper erfolgreich. Denn die Songs der US-Band bewegen sich auf einem derart hohen

spezialmusik

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MARS

HR FLO N EN SVEDICK JAHRE

Rounder/Universal

DIE

ROCK

6.10. OSNABRÜCK ROSENHOF

Red Hot Chili Peppers I’m With You F Die große Frage: Rocken sie auch ohne Gitarrengott John Frusciante? Ja, sie rocken! Der neue Mann an der Fender Stratocaster ist mehr als ein würdiger Ersatz – Josh Klinghoffer macht den Peppers Beine. Seine Riffs haben die richtige Fettness und Speed, führen die Band wieder an den druckvoll-funkigen Sound von „Mother’s Milk“ (1989) heran. Auch wenn die erste Single, „The Adventures of Rain Dance Maggie“, noch gewohnt smart daherkommt, spätestens „Look Around“ und „Police Station“ sind ein Brett. Und „Ethiopia“ zeigt die neue Musikalität der Band: Bassist Flea hat in L.A. Kompositionslehre und Piano studiert und war mit Neuzugang Klinghoffer (auf Einladung von Damon Albarn) in Äthiopien, zum Musik machen. Passend zu den geilen neuen Songs auch das Cover-Artwork von KunstOSCH star Damien Hirst. Warner

SIND VORBEI!

ES BLUNT JAM & JUKEBOX THE GHOST

SOME KIND OF TROUBLE

N

8.10. HALLE GERRY-WEBER-STADIO

MILOW

FROM NORTH TO SOUTH 2011

28.10. BIELEFELD STADTHALLE

S

& SPECIAL GUEST: THE HOOTER 29.10. BIELEFELD STADTHALLE

JOJA WENDT

IM ZEICHEN DER LYRA

EINE MUSIKALISCHE GESCHICHTE

LE

2.11. OSNABRÜCK OSNABRÜCKHAL

JOHANNES OERDING EN TAG SILVESTER

&JED BOXER TOUR BRÜCK ROSENHOF OSNA . 11.11

KER DETLEVWILLJÖC KOMMEN IM TAMUSILAND

TANZ-ROCK

11.12. OSNABRÜCK OSNABRÜCKHAL

Hard-Fi Killer Sounds

JEDE MENGE GITARREN

Gillian Welch

Male Bonding

The Harrow & The Harvest F Sich an ihren Namen nicht zu erinnern, kann passieren – das letzte Album von Gillian Welch erschien vor acht Jahren. Was sie damals begann, setzt sie nun fort: Puristischer Country ohne Schnickschnack. Zusammen mit ihrem Partner im Geiste, David Rawlings, geht die US-Countrylady zurück zu den Roots, gibt dem Hörer nur ihre Stimme und eine spärliche Gitarre. Der Sound ist warm, der Gesang erinnert an Carole King oder Stevie Nicks. Fans von Emmylou Harris sollten zugreifen, aber auch wer Conor Oberst hört, wird sich irgendwie zuhause fühlen. MARS Warner

F Mit ihrem leicht angestrengt wirkenden sozialwissenschaftlichen Namen über Bindungsverhalten von Männern hat die Musik auf „Endless Now“ zum Glück gar nichts zu tun. Getreu ihres DIY-Ethos nahmen Male Bonding kurz nach dem Debüt „Nothing Hurts“ (2010) die neuen Songs auf, um schnell wieder auf Tour gehen zu können. Auf dem neuen Album wird wieder eine so überbordende Melodieseligkeit durch das Fuzzpedal gejagt, dass es eine wahre Freude ist. Male Bonding kommen übrigens aus London, klingen allerdings eher wie Dinosaur Jr in den Neunzigern unter Berücksichtigung von Ride und den

GMBH HANS STRATMANN KONZERTBÜRO

LE

COUNTRY

Endless Now

Niveau, dass eigentlich nur die ganz Großen als Referenz herhalten können: The Beatles, Neil Young, Stones zu „Exile ...“-Zeiten. Was Gary Louris und Mark Olson da zusammen ins Mikro singen, ist superb. Country, Folk, Rock, selten gelingt einer Band die Balance dieser drei Elemente so genial. Wer trotz dieser Lobeshymne immer noch zweifelt, höre bitte in „Tiny Arrows“, „Black Eyed Susan“ oder „High Water Blues“ rein!

F Angetreten waren sie 2003 mit Ska-infiziertem Rock. Die Hitsingle „Hard To Beat“ hat sich aus der Zeit bis heute in nahezu jeder guten ClubPlaylist gehalten. Seitdem ist mit der Band einiges passiert, die weltweite Fan-Community immer größer geworden. Möglicherweise hat das etwas die Geschmackssinne verwirrt, denn was hier „Killer Sounds“ sein sollen, ist bestenfalls gediegener Electro-Dance-Rock. Und mit Stuart Price (Madonna, The Killers) haben sie sich auch gerade noch den Produzenten geholt, der alles zu einem Einheitsbrei abmischt. Das Album dürfte Fans der ersten Stunde sehr enttäuschen; wer aber mit „Human“ von The Killers per Du ist, möge zuMARS greifen. Warner

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buch ARMAGEDDON

ALPENGEFLIMMER

TÖDLICHER TAG

DANN DOCH DAWKINS

Crash

Bad Fucking

Nine Eleven

Kain

Mark Alpert F Der Weltuntergang? Für Bruder Cyrus, den Kopf der „Neuen Gläubigen“, ist das nicht genug. Sein religiöser Wahn zielt auf das Ende des gesamten Kosmos, auf einen neuen Urknall. Und er hat die Macht dazu: Er presst Einsteins Ururenkel die Formel ab, mit der sich der größte Computer von allen zum Absturz bringen lässt – das Universum... Klingt abstrus? Alpert, Astrophysiker und Redakteur des „Scientific American“, ist kein Wirrkopf – Einsteins Suche nach der Einheitlichen Feldtheorie, der Weltformel, ist Realität. Aber beruhigender Weise ist der Rest technologische Fiktion. Und keine Sorge: Am Ende sorgt eine Eliteeinheit mit reichlich Explosivkraft für Ordnung. Für alle, die den Nahen und Mittleren Osten mögen, Bruce Willis-Action, Wissenschaftsgeheimnisse. Schade nur, dass „Crash“ sprachlich Schwächen hat. Und auch militärisch kennt Alpert sich nicht wirklich aus – der britische SAS bekäme Lachkrämpfe. Trotzdem: gute Unterhaltung

Kurt Palm F Gähn. Blinzel. Es geht nicht. Die Augen wollen einfach nicht mehr offen bleiben. Auch nicht für den laut Klappentext „...besten deutschsprachigen Kriminalroman 2011“. Bad Fucking ist auch leider nicht, wie vom Focus versprochen, „böse, obszön, zum Brüllen komisch“, sondern eher was für alle, die Nachts nicht schlafen können. Es geht um einen plötzlichen Todesfall, mysteriöse Höhlenmalereien und Unmengen von Cheerleadern und Aalen. Das alles zusammengerottet in einem Sackgassendorf ohne Internet und Handynetz. Verfasst in teilweise so gewollt obszöner Sprache, dass es schon lächerlich wirkt. Alte Dorftrottel lechzen jungen Mädchen hinterher, ein unfähiger Bürgermeister verjubelt die Gemeindemillion. Das alles ist nicht einfach nur extrem öde, sondern auch noch wirr. Dann doch lieber die richtigen Krimis der US-Kollegen lesen. Übrigens: Wer den Titel auf Englisch liest, liegt nicht falsch. Allerdings: so heißt auch ganz einfach nur der LENA DUVENDACK Schauplatz. Rowohlt, 9,99 EUR

Elmar Theveßen F Man kennt ihn aus dem „heute journal“. Als Terrorismus-Experte des ZDF (und dessen stellvertretender Chefredakteur) ist Elmar Theveßen oft einer der Ersten, der einen Terroranschlag auf der Welt kommentiert. Und als langjähriger Washington-Korrespondent ist er zudem ein profunder Kenner der USA. Beides fließt ein in sein Buch über die Anschläge auf das World Trade Center, die sich am 11.9. zum zehnten Mal jähren. Über die Hintergründe der Tat hat man schon viel gehört. Doch Theveßen gelingt es, die Vorgeschichte von 9/11, den Tag selber sowie die Folgen mit neuen Fakten und zahlreichen Hintergrund-Interviews (u.a. Condoleeza Rice, Donald Rumsfeld, Gerhard Schröder) anzureichern, dass sich sein Buch wie ein Thriller liest. Vor allem die 1999 im letzten Moment (durch Bill Clinton) gestoppte Exekution Osama Bin Ladens könnte das Feuer in der Diskussion um 9/11 neu entfachen.

José Saramago F Zugegeben, gerne lässt sich blenden, wer ums Goldene Kalb tanzt. Da liest man von einer unerhörten Abrechnung mit dem Christentum und das Ganze nun posthum auf Deutsch, nachdem José Saramago, Gott hab ihn selig oder nicht, 2010 das Zeitliche segnete. Zunächst offenbart sich: Dünn ist sie geworden, diese Abrechnung mit dem Alten Testament. Die Idee, Kain an verschiedene Schauplätze biblischen Ungemachs per Esel zu teleportieren, ist auch im Bistum Osnabrück sicherlich von provokantem Reiz. Doch alleine bei der charmanten biblischen Lilith hält sich Kain seitenlang auf und verausgabt sich dort an der Nimmersatten bis er ganz bleich im Gesicht ist. Von der farbenfrohen Reise per Anhalter durch die Bibel, die man sich, naiv wie der Mensch ist, versprochen hatte, fehlt jede Spur. Religionskritische Menschen können besser die erste Hälfte von Dawkins „Gotteswahn“ lesen, das ist immer noch mehr als der DANIEL RÜFFER ganze „Kain“. Hoffmann & Campe, 19,99 EUR Hörbuch: Hoffmann & Campe, 19,99 EUR

HARFF-PETER SCHÖNHERR

Page & Turner, 14,99 EUR

buch des monats Schoßgebete Charlotte Roche In Zeiten, in denen Menschen die belanglosesten privaten Details via facebook der breiten Öffentlichkeit mitteilen, ist es nicht verwunderlich, dass eine Autorin es auch tut. Charlotte Roche berichtet jedoch nicht nur über lauter detailverliebte Belanglosigkeiten (von denen man manche vielleicht nicht wissen möchte, beispielsweise wie die Protagonistin Elisabeth es handhabt, sich nach dem Stuhlgang ihren Allerwertesten abzuwischen, diverse Sexkniffe etc.). Sie berichtet jedoch genauso detailverliebt über ein tiefes Trauma, das sowohl die Protagonistin wie auch die Autorin durchlebt haben. Charlotte Roche versteht es, schonungslos all ihre (wirren) Gedanken darzulegen. Eines steht fest: Der Roman lässt einen trotz anfänglicher Vorurteile nicht kalt. Und das sollten gute Bücher tun. JUDITH KANTNER

Piper, 16,99 EUR; Hörbuch, Osterwoldaudio, 16,99 EUR

im seitensprung Doris Dörrie „Alles inklusive“. Als Regisseurin gefeiert, wird die WahlMünchenerin als Autorin sträflich unterschätzt. Ihre bilderreiche Prosa, ihre Perspektive als gestandene Frau – stark. Diesmal schickt sie vier Glückssuchende nach Südspanien. Diogenes, 21,90 EUR Fabio Volo „Noch ein Tag und eine Nacht“. Ein Italiener in New York – auf der Suche nach der großen Liebe. Diese witzige Lovestory ist herzerfrischend, anders, einfach perfekt. Und man weiß nun, dass einige Frauen „post-orgasmic-chill-Haare“ haben. Diogenes, 9,90 EUR Martin Suter „Allmen und der rosa Diamant“. Mit Johann Friedrich von Allmen hat Suter den wohl coolsten Detektiv seit langem erschaffen. In seinem zweiten Fall muss er einen wertvollen rosa Diamanten auftreiben. Und ermittelt in London wie in Heiligendamm. Auch wenn der Gegner clever ist, Allmen hat eine Lösung ... Diogenes, 18,90 EUR MARIO SCHWEGMANN

58 STADTBLATT≈9.2011

MARIO SCHWEGMANN

Propyläen, 21,90 EUR

zum anhören Johann Wolfgang Goethe „Werke“. Eine Auswahl auf 40 CDs. Die ultimative Lesung für alle Lesefaulen, die dennoch mit literarischem Wissen protzen möchten. Ob Gründgens, Flickenschildt, Oskar Werner: Die Lesenden sind selbst schon Klassiker. 3000 Minuten! Random House Audio, 40 CDs, ca. 149 EUR Christian Brückner gibt Denkanstöße. Der Schauspieler, unter anderem Synchronstimme Robert de Niros, liest Marx, Thoreau, Platon, Seleca und präsentiert jene Denkanstöße zum Thema Staatswesen, die der gegenwärtigen Verwaltung der Politik fehlen. Hochkultur für kritische Denker. Parlando, 5 CDs, ca. 25 EUR Arthur Schopenhauer in 100 Minuten. Aller guten Bildungsbürgerlichkeiten sind drei. Jeder kennt ihn, aber wer hat ihn gelesen? Also: Hier gibt es den komprimierten Philosophen auf zwei CDs. Ein VHSKurs wäre teurer! der hörverlag, 2 CDs, 14,99 EUR CHRISTIAN LUKAS

auf literatour Poetry Slam. 1.9., Lagerhalle Stefan Wollschläger: „Prinzessinnenspiel“. 4.9., Achteinhalb „Altern wie ein Gentleman“ mit Sven Kuntze. 5.9., Lagerhalle „Vorabend“ mit Peter Kurzeck. Eine Geschichte wie über ein versunkenes Land. 6.9., Blue Note „Der Paradiesgarten“. Von wundersamem Gemüse und zauberhaften Gärten. 9.9., Steinwerk Ledenhof „Eistau“. Konzertante Lesung mit Ilja Trojanow und dem Trio Cosi Facciamo über einen Mann, der nichts so sehr liebt wie die Unberührbarkeit der Gletscher. 13.9., Blue Note „...sie sprechen von mir nur leise“. Hommage an Mascha Kaleko, 13.9., Steinwerk Ledenhof „Der Schmerz der Engel“ – poetische Reise in die hintersten Winkel der Fjorde Islands. Lesung und Gespräch mit Jón Kalman Stefánsson. 15.9., Steinwerk Ledenhof Paul Ingendaay liest aus „Die romantischen Jahre“. Das berührt Fragen wie: Wie kann man die Frauen lieben und keine besitzen? Wie um alles in der Welt kann man Romantiker sein und doch Versicherungsvertreter werden? 21.9., Blue Note „Auf der Suche nach dem Glück“. Märchen vom Aufbruch und Ankommen, 26.9., Steinwerk Ledenhof


KLEINBÜRGERLICHE ABGRÜNDE

KÜNSTLER-CASTING

E-BOOK-THRILLER

Die Lichter von Bullet Park

Kosmas

Glanz

John Cheever F John Cheever war ein vielbeachteter Autor hervorragender Short Storys, bevor er mit „Die Geschichte der Wapshots“ zeigte, dass er auch ein großartiger Romanautor ist. Die Geschichte der Wapshots war hauptsächlich eine Stilübung in Sachen Roman, die sehr ausufernd erzählt ist. Stilistisch nach wie vor bemerkenswert, hat Cheever in „Die Lichter von Bullet Park“ mehr Augenmerk auf eine kompakte Geschichte gelegt. Bullet Park ist eine kleine aufgeräumte Vorstadt im Umland von New York. Ordnung und gute Nachbarschaft werden groß geschrieben, der Bahnhof ist adrett, die Häuser sind weiß, die Cocktailpartys nicht zu zügellos. Kurz: Bullet Park ist ein Spießer-Paradies. Doch der kürzlich neu zugezogene Paul Hammer merkt schnell: In Bullet Park ist nichts wie es scheint. Cheever beschreibt die Abgründe der braven Bürger subtil aber unbarmherzig, mit Sätzen, deren poetische Schönheit oft erst auf den zweiten Blick offenbar wird.

Wolfgang Müller F Casting Shows haben das Musikbusiness entzaubert, die Menschheit verblödet ... Wer etwas auf sich hält, wer sich abheben will, wer Intelligenz vortäuschen und sinnvolle Investitionen vornehmen möchte, begibt sich in den Kunstbetrieb ... Kunststudent Hirst konserviert einen Tigerhai – denn die Menschen suchen „in der Kunst nach dem Leben“. Gunter von Hagen („Körperwelten“) unterstützt den jungen Künstler bei der Umsetzung. Hirst ist „formbar, anpassungsfähig, (...) also hochtalentiert für den Kunstbetrieb“. Solche Studenten sind den gescheiterten Künstlern, die sich ihr Brot als Professoren verdienen, am liebsten. Der depressive Milliardär Tong hingegen findet ein neues Hobby: Kunst sammeln. Der Tigerhai ist nur eine seiner Errungenschaften. Und modert. Und modert. Bis die Nachbarn klagen. Müller gelingt eine Persiflage. Das ist perfekte geistreiche Verzerrung und Satire und dabei wird sein Buch selbst zum Kunstwerk.

Karl Olsberg In den Vereinigten Staaten ist relativ unbemerkt eine kleine Kulturrevolution vonstatten gegangen. Nach jetzt veröffentlichten Zahlen gab es dort 2010 mehr Downloads von Romanen als klassische Käufe im Buchhandel. Zudem ist gerade Borders pleite gegangen, die zweitgrößte US-Buchkette. Gewinner der Marktverschiebung: Amazon, Digital-Anbieter Nr.1 in den USA für Buch-Downloads. Die mit dem „Kindle“ ein eigenes E-BookLesegerät verticken. Digital besiegt analog – so weit sind wir in Deutschland noch nicht, aber auch hier steigen die Buch-Downloads rasch. Logisch, das jetzt mit „Glanz“ bundesweit der erste Thriller als interaktives E-Book erscheint. Wir Leser können entscheiden, das Buch klassisch oder interaktiv zu konsumieren. Die interaktive Version enthält mehr als 200 Seiten zusätzlichen Text, neue Schauplätze sowie zwei alternative Enden. Amerika, wir kommen ...

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Von Hollywood nach Uganda

Auf Tour mit den Ramones

Sophie Albers F Der rosa Schriftzug auf dem Cover, ein Stencil als Titelbild – rein optisch meint man, es mit Popliteratur zu tun zu haben. Doch Sophie Albers, Kultur-Redakteurin bei stern.de und Jahrgang 1970, reüssiert im Bereich des Migrationsromans. Die Berliner Autorin ist am ehesten noch mit Lena Goerelik zu vergleichenoder der etwas zu kurz gekommenden Gewinnerin des letztjährigen Deutschen Buchpreises, Nadj Abonji. In „Wunderland“ erzählt Sophie Albers die Geschichte von Hanna und Tamer. Eine Lovestory, die sich langsam entwickelt und dabei kulturelle Hürden nimmt. Sie, die weltoffene Medienfrau mit gescheiterter Ehe, er, der jüngere Macho-Deutsch-Araber. Beide müssen die Welt des anderen kennenlernen. Und beide lernen ihre Heimat Berlin neu schätzen ... Doch reicht das für ein Happy End? Lassen wir die Frage offen und erwähnen lieber noch, dass „Wunderland“ auch eine Metapher für Berlin ist – ein Berlin, wie es Peter Fox in „Schwarz zu Blau“ besingt. MARIO SCHWEGMANN Knaus, 14,99 EUR

Jane Bussmann F Die ehemalige Comedy-Autorin (u.a. South Park) und Celebrity-Journalistin Jane Bussmann hat einen Roman geschrieben über eine ehemalige Comedy-Autorin, die mittlerweile Celebrity-Journalistin in Hollywood ist. Die Oberflächlichkeit und der Schönheitswahn Hollywoods gehen ihr aber bald auf den Geist. Als sie sich in einen Arzt verliebt, der für Ärzte ohne Grenzen arbeitet, versucht sie, diesen zu treffen und muss sich dafür nach Uganda begeben. Der erste Teil des Buches, der in Hollywood spielt, ist bissig, lustig und vor allem gut beobachtet. Das ist zwar nicht gerade aufregend originell, aber doch sehr kurzweilig. Flotte Prosa mit einem angenehm rotzigen Tonfall. Als unsere Protagonistin in Uganda ankommt, ist sie leider plötzlich genau so dumm und überheblich wie die von ihr verachteten Hollywood Persönlichkeiten. Das ist bisweilen gar nicht mehr lustig. Der zweite Teil zieht sich doch dann arg in die Länge.

Monte A. Melnick (mit Frank Meyer) F Er war von Anfang bis zum Ende dabei: Monte A. Melnick, Tourmanager der Ramones. Seit New Yorker High School-Zeiten befreundet mit Tommy Ramone (Bass), hat er die Band durch alle Hochs und Tiefs begleitet. Über 2000 Konzerte in 20 Jahren. Das Buch ist aber weit mehr als ein Tagebuch, das lediglich Anekdoten in Sachen Sex, Drugs & Rock’n’Roll listet. Melnick zeichnet ein umfassendes Bild der wichtigsten Punkrock-Band ever. Er lässt zahlreiche Weggefährten der Ramones zu Wort kommen. Musiker, Journalisten, Fans, Freunde bis hin zur Familie, wie Dee Dee Ramone’s Exfrau Vera Davie. Alle erzählen voller Respekt und Bewunderung für diese einmalige Band – deren Größe dadurch noch wächst. Zwischendurch erheitern Interna aus dem Tourleben, etwa Anweisungen zum Hotel in der jeweiligen Stadt: Immer mit Swimming Pool und großen Doppelbetten!

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bühne

be „Als Frau hdaere ich eine an das Sichattera“uf The n Annette Pulle

Unterhaltung mit Sinn Am Theater Osnabrück beginnt eine neue Ära. Dr. Ralf Waldschmidt und Annette Pullen wollen sich mit brennenden Fragen der Gegenwart beschäftigen – das Publikum aber auch mit Klassikern in allen Sparten begeistern. VON MARIO SCHWEGMANN UND HARFF-PETER SCHÖNHERR

1. Akt In dem der neue Intendant auftritt. Über „Freiräume und Spielräume“ spricht. Und wir erfahren, worüber er seine Doktorarbeit geschrieben hat.

Ein Intendantenwechsel. Für ein Theater gibt es nichts Einschneidenderes. Neuer Führungsstil. Neue Spielplangestaltung. Neue Inszenierungsformate. Neue Dramaturgen, Regisseure, Darsteller. Neue Außendarstellung. Intendantenwechsel. Das klingt, als ob eine Person geht und dafür eine andere kommt. Aber so einfach ist das nicht. Ein solcher Wechsel geht tief. Er verändert viel. Auch durch Dr. Ralf Waldschmidt, mit Beginn der Spielzeit 2011/12 als Nachfolger von Hol60 STADTBLATT≈9.2011

ger Schultze neuer Intendant des Osnabrücker Theaters, verändert sich viel. Das fällt im Moment vielleicht noch nicht so auf, denn Waldschmidt ist kein Mann der Aktionismen, der Marktschreierei. Sein Denken ist besonnen, seine Stimme ist leise, seine Gesten sind sparsam. Aber hinter den Kulissen ist der Wechsel längst zu einem Wandel geworden. Waldschmidt kommt aus Augsburg. Dort war er seit 2007 Operndirektor. Die 20-köpfige Findungskommission hat ihn einstimmig gewählt. Oberbürgermeister Boris Pistorius danach, sichtlich beeindruckt: „herausragende künstlerische Qualifikation“. Das trifft es: Waldschmidts bisherige Bilanz ist beeindruckend. Er war an der Oper Frankfurt, am Nationaltheater Mannheim und am Düs-

seldorfer Schauspielhaus, am Staatstheater Darmstadt, am Theater Bremen, an der Berliner Staatsoper „Unter den Linden". Er hat mit Daniel Barenboim gearbeitet, einem der weltweit renommiertesten Pianisten und Dirigenten. Mit AvantgardeKomponisten wie Sidney Corbett und Giorgio Battistelli. Mit Regisseuren wie Jürgen Flimm, Harry Kupfer, Urs Troller, Ruth Berghaus, Percy Adlon. Er hat nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik und Theaterwissenschaft 1987 zu Wagners „Parsifal“ promoviert und war in Darmstadt und Freiburg Universitätsdozent. Und er war Dramaturg für Schauspiel, Oper und Ballett – da wundert es nicht, dass er in Osnabrück „die Sparten


des Theaters stärker zusammenbringen“ will. Auch was er nicht will, ist klar: „pure Unterhaltung ohne Sinn“. Waldschmidt ist bereits der zweite Intendant des Theaters Osnabrück, der aus Augsburg kommt – auch Schultze kam hierher, 2005. Wie Waldschmidt sich profilieren wird? Er bringt Pioniergeist und Agitativkraft mit, wie einst Erdmut C. August. Er hat Sinn für unorthodoxe Spielorte, wie einst Norbert Hilchenbach. Er entwickelt Drive, wie Schultze. Was ihn ausmacht, ist seine Zurückhaltung, seine Nachdenklichkeit. Seine Offenheit, seine Zugewandtheit. Er ist keiner der Menschen, die immer sofort wissen, wie alles geht – oder es vorgeben. „Solche Menschen finde ich langweilig“, sagt er und lächelt ein bisschen, wie in sich hinein. „Ich jedenfalls weiß nicht, wie alles geht. Aber ich finde es spannend, herauszufinden, wie es gehen könnte.“ Er ist auch keiner der Menschen, die sich und anderen ihre Wichtigkeit demonstrieren, ihre Entschlusskraft, ihre Energie, indem sie unausgesetzt Betriebsamkeit ausstrahlen, Hektik, Stress, indem sie die Dinge ständig pushen bis ans Limit. „Ich habe mir vorgenommen, mir Zeit zu nehmen“, sagt Waldschmidt. Und dann sagt er Worte wie: Genauigkeit, Beharrlichkeit. Ralf Waldschmidt ist ein Mensch, der ermöglicht, der auf Überraschungen hofft, der kluge Fragen stellt, der klare Antworten gibt. Experimente sind ihm willkommen, Äußerlichkeiten fremd. „Freiräume“ will Waldschmidt ermöglichen, „Spielräume lassen“. Und schon die Spielzeit 2011/12 trägt deutlich seine Prägung. Eines seiner Haupthemen in den nächsten Jahren: Krieg und Frieden. Die vierte Ausgabe des Festivals „Spieltriebe“ zeigt, wie er das meint. Ihr roter Faden: Zehn Jahre nach 9/11. Damit hinterfragt er den Anspruch Osnabrücks, Friedenstadt zu sein: „Wie kaum ein anderer Ort in Deutschland“ habe die Stadt die Möglichkeit, „sich mit den brennenden Fragen der Gegenwart zu beschäftigen“. Die Möglichkeit? Auch die Pflicht. Ein vielversprechender Anfang.

2. Akt

Auftritt Annette Pullen. Die Leitende Schauspielregisseurin zieht aus Hamburg nach Osnabrück. Mag Indierock und moderne Autorinnen.

Seit 2004 ist sie als freie Regisseurin tätig und inszenierte an Häusern wie dem Deutschen Theater Berlin und dem Schauspiel Bochum. Zuvor war sie Assistentin am Hamburger Thalia Theater, arbeitete dort mit Leander Haußmann und Michael Thalheimer. Annette Pullen gehört zu einer Generation junger, erfolgreicher Theaterregisseurinnen. Jetzt hat sie für drei Jahre in Osnabrück unterschrieben. Annette Pullen: „Ich freue mich auf die Arbeit im Team und mit Ralf Waldschmidt. Und ich hatte schon Kontakt mit einigen Osnabrücker Theatergängern, die auf mich zugekommen sind und mir gesagt haben, was sie gut oder nicht so gut finden – das gefällt mir. Das ist wie im Ruhrgebiet.“ Ihrer Heimat: 1974 geboren in Gelsenkirchen. „Aber Schalke-Fan war ich nur als Kind“, sagt sie und lacht. Heute ist Musik ihre große Leidenschaft abseits des Theaters. „Ich habe schon gehört, dass in Osnabrück öfter mal Indie-Bands vorbeischauen. Dagegen ist nichts einzuwenden.“ Als Regisseurin hat sich Annette Pullen im zeitgenössischen Theater einen Namen gemacht. Erhielt 2007 den Förderpreis der Deutschen Intendanten (Dr.-Otto-Kasten-Preis), war eingeladen zu den Mühlheimer Theatertagen. Alles große Namen im Theatergeschäft. Zu ihren favorisierten Autoren gehören Theresia Walser und Dea Loher, von denen sie je ein Stück in der neuen Spielzeit inszenieren wird. Aber auch an Klassiker möchte Annette Pullen zukünftig ran: Tschechows „Drei Schwestern“ unter ihrer Regie hat im Mai 2012 Premiere. Sie selbst sieht sich als „Schauspielerregisseurin“: „Ich finde es immer ganz wichtig, die jeweilige Inszenierung auf meine Schauspieler zuzuschneiden. Und ich denke auch, dass ich als Frau eine andere Sicht auf die Dinge habe. Ich bin mir der Chance, als Frau in einer Führungs-

„Ich finde es spannend, herauszufind en, wie Dinge gehen könnten“ Ralf Waldschmidt

position, sehr bewusst.“ Das Osnabrücker Publikum kann ihre Kunst dann im Rahmen der „Spieltriebe“ erstmals begutachten. Am 2.9. hat „Eine Stille für Frau Schirakesch“ von Theresia Walser Premiere im emma-theater. Inszenierung: Annette Pullen.

3. Akt

Stadt frei für die „Spieltriebe“. Das Festival für zeitgenössisches Theater wird noch einen Tick zeitgenössischer.

Das von Holger Schultze begründete Festival wird auch unter Ralf Waldschmidt fortgesetzt (2.-4.9.). Doch die Risikoschrauben werden angezogen. Damit die vierte Auflage – trotz Gegenwartstheater – nicht zu bequem wird, zu etabliert. Passend dazu das kämpferische Motto des Festivals: „Entsichert“.

Soundcollagen und Videoclips Neben den bekannten Uraufführungen wird es auch Performances geben. Von Regisseuren, die sehr experimentell arbeiten und den Rahmen „Stadttheater“ locker sprengen. Pedro Martins Beja wird sich etwa in „Wartopia“ mit Kriegsbildern herumschlagen, befeuert von Soundcollagen und Videoclips. Neu an den „Spieltrieben“ ist auch die Hinzunahme von musiktheatralischen Projekten sowie die stärkere thematische Akzentuierung. Zehn Jahre nach 9/11 will sich das Festival den drängenden Fragen der Gegenwart stellen. Wie in der Uraufführung „Wenn die Sonne immer noch so schön scheint ...“. Der Regisseur Frank Abt und der Journalist Dirk Schneider haben Osnabrücker zu ihren Erinnerungen an den 11. September 2001 befragt. Diese Porträts setzt das Schauspielensemble szenisch um. Und Nanine Linnig lässt zehn Tänzer in „Grey Dust“ durch das Felix-Nussbaum-Haus irren. Die Verbindung hier ist Architekt Daniel Libeskind, er entwarf das Osnabrücker Museum genauso wie er den Ground Zero neugestalten soll. Beibehalten werden die ungewöhnlichen „Spieltriebe“-Spielorte und die verschiedenen Routen. So geht es raus in das Ameos Klinikum, ins Landgericht und mehrmals auf das Gelände der Kaserne am Limberg, u.a. ins dortige Mannschaftskasino und in eine ehemalige Briten-Kirche.

4. Akt

In dem wir einen Blick auf die Spielzeit 2011/12 werfen. Von einem Herrn Tellheim hören und von Schauspielern im Dschungel.

Die erste große Premiere im Schauspiel ist „Minna von Barnhelm“ (17.9., Theater am Domhof). Lessings Lustspiel von 1767, mit dem sich so mancher Abiturient rumquälen musste. Das Stück gilt nicht gerade als cool. Warum also dieser Einstieg? Annette Pullen: „Zum einen haben wir mit Frank Abt einen wunderbaren Regisseur, der die feinen psychologischen Facetten rauskitzeln kann. Zum anderen haben wir zwei ganz STADTBLATT≈9.2011

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bühne nabrückHalle), wo sich zwei neue Dirigenten um die Position des GMD bewerben. Man merkt’s, die Spielzeit wird spannend. Und dann kommt ja auch noch das auf die Bühne: „Leben des Galilei“ (Brecht), „Das letzte Feuer“ (Dea Loher), „Leonce und Lena“ (Büchner, auf der kleinen emma-Bühne!), „Aida“ (Verdi, ohne Elefanten!) und das Musical „Anatevka“ (mit dem Hit „Wenn ich einmal reich wär ...“).

5. Akt Tod einer Hündin

tolle Hauptfiguren: Oliver Meskendahl spielt den Tellheim, Stephanie Schadeweg die Minna. Das sind schon zwei Typen – wenn die sich auf der Bühne begegnen, ist das aufregend!“ Dann werden mehrere Stücke aus den „Spieltrieben“ in die reguläre Spielzeit übergenommen, u.a. die „Drahtseilakrobaten“ (ab 18.9., emma-theater) des rumänischen Autoren Peca Stefan. Ein Drama über Liebe und Tod, dessen Premiere sowohl in Bukarest wie in New York bereits für Aufsehen sorgte. Osnabrück ist die deut-

„Pension Schöller“ hat das Zeug zum Publikums-Hit sche Uraufführung. Lustig wird’s Anfang November. Mit der „Pension Schöller“ kommt ein Komödienklassiker auf die Bühne. Über angeblich Verrückte. Harald Juhnke und Willy Millowitsch haben in der Hauptrolle einst brilliert. Geliebt wird das Stück vom Publikum auch für die Figur des Eugen Rümpel, der kein L sprechen kann und stattdessen immer ein N rausquetscht. Was ihn nicht daran hindert, Schauspielunterricht zu nehmen: „... mein Nehrer behauptet auch, ich hätte ein riesiges Tanent.“ Ein Publikumsliebling wird mit Sicherheit auch „Das Dschungelbuch“ (ab 23.10., Theater am Domhof). Das Weihnachtsstück läuft zwar im Kinder- und Jugendtheater, sorgt aber auch bei Erwachsenen – die mit der Disney-Verfilmung groß geworden sind – für ein Leuchten in den Augen. Eine Herausforderung für die beteiligten Schauspieler wird es sein, die Tiere des Dschungels darzustellen. Baloo, Shir Khan, Bagheera ... Auch auf das Bühnenbild von Franziska Gebhardt darf man sich freuen. Im Musiktheater steht, so Hermann Bäumer, „die Oper aller Opern“ auf dem Plan: Mozarts „Don Giovanni“. Es wird die vorletzte Arbeit des Osnabrücker Generalmusikdirektors Bäumer sein, der sich 2012 verabschieden wird. Im Zuge dessen sei auf die ersten beiden Sinfoniekonzerte verwiesen (11./12.9. + 31.10., Os62 STADTBLATT≈9.2011

Zum Finale betreten Anna von Haebler und Jakob Plutte die Bühne. Die beiden Ex-Berliner sind neu am Theater – und die Jüngsten im Schauspiel-Ensemble.

„Vor kurzem waren wir noch Studenten, jetzt sind wir Schauspieler und müssen richtig ran. Das ist schon aufregend“, fasst Jakob Plutte, 26, seine Gefühle zusammen. Genau wie Anna von Haebler, 24, hat auch er eine Schauspiel-Ausbildung an der Berliner Universität der Künste absolviert. In der Hauptstadt haben sie auch Annette Pullen kennen gelernt, unter ihrer Regie am Deutschen Theater Berlin gespielt und wegen ihr sind sie jetzt nach Osnabrück gekommen. Das erste feste Engagement. „Wir sind sozusagen die Küken im Ensemble“, sagt Anna von Haebler. Man probiert sich aus, sucht die eigene Stimme und beobachtet die erfahrenen Kollegen. „In ‚Tod einer Hündin’ spiele ich zusammen mit Christel Leuner, einer ganz

tollen Schauspielerin, die ganz wach und offen für Neues ist. Da lerne ich viel nur durchs Zugucken.“ Osnabrück kannten beide lediglich vom Hörensagen. Doch sie sind positiv überrascht, vor allem die beiden Häuser – emma-theater und Theater am Domhof – haben es ihnen angetan. Jakob Plutte: „Das ist schon eine Herausforderung, auf der großen Bühne zu stehen und bis nach oben in den zweiten Rang zu spielen.“ Auch eine Wohnung haben sie gefunden: Anna in der Altstadt, Jakob im Katharinenviertel. Die weitere Erkundung der Stadt steht noch aus. Anna: „Ich möchte unbedingt Power-Yoga machen und gerne auch irgendwo Tango tanzen.“ Jakob ist auf der Suche nach gutem Boxtraining und Afrodance, „und ich war schon einen Abend in der ‚Kleinen Freiheit’“. Beide freuen sich auf die Arbeit in Osnabrück. Auf ein, so Jakob, „sehr lebendiges, ehrliches und konkretes Theater“.

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„Die Bühne ist ei ne Herausforderung“ b Plutte Anna von Haebler und Jako


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Komm her, Puppe! Wenn Puppen sprechen und alle Erwachsenen das richtig gut finden, hat René Marik den Maulwurf im Spiel. Warum ist das eigentlich so, Herr Marik? „Hage! Jemand ze Hage?“ René Mariks kleiner Maulwurf mit kaum verständlichem Sprachfehler aus der Erde bohrt, rührt das. Seit 2007 füllt Marik mit seiner dadaistischen Puppen-Comedy die Hallen. Und die sind zumeist ruckzuck ausverkauft, was Folgetermine notwendig macht, damit das Publikum zufrieden ist. Fühlt man sich durchs Puppentheater in seine Kindheit zurückversetzt oder woher stammt die entfachte Euphorie? Wenn man diese Frage an René Marik richtet, hört er das gar nicht gern. „Ich versuche gegen dieses Stigma anzukämpfen. Es macht mich wahnsinnig. Sobald man sagt, man macht was mit Puppen, hört man gleich: Wie ist es denn, vor Kindern zu spielen? Ich mache Theater, momentan Comedy. Das hat rein gar nichts mit Kindern zu tun. Irgendein Pädagoge aus der Weimarer Republik, der nicht ganz bei Trost war, hat sich überlegt, dass der Kasper ein gutes pädagogisches Werkzeug für Kinder sein könnte. Vorher war Puppen-

g Wenn

spiel nicht für Kinder vorgesehen und ich habe in meiner Kindheit so was auch nicht gesehen.“ Die Leidenschaft fürs Puppenspiel erfasste René Marik viel später. Nämlich als ihn eine Hausbesetzer-Freundin in die Berliner Schaubude mitnahm. „Da lief Schneewittchen für Erwachsene. Es wurde von zwei Typen mit ganz einfachen Mitteln gespielt. Das hat mich von der ersten Sekunde an fasziniert. Puppenspiel baut darauf, dass alles im Kopf des Zuschauers stattfindet und ist genau das Gegenteil von dem ganzen 3D-Hollywoodkino, was man so um die Ohren kriegt und wo man gar nicht mehr unterscheiden kann, was ist Trick und was Realität?“ In letzter Zeit scheint das Puppenspiel für Erwachsene einen regelrechten Boom zu erfahren. Die Show von Bauchredner Sascha Grammel, der mit seinen drei skurrilen Puppen im November in die OsnabrückHalle kommt, ist schon lange restlos ausverkauft. Auch Michael Hatzius und seine Zigarre rauchende Riesen-Ech-

Marik, Maulwurf & Frosch: „Puppenspiel ist genau das Gegenteil von dem ganzen 3D-Hollywoodkino“

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se werden vom Publikum abgefeiert. Die Puppen der Künstler besitzen ihren eigenen Kopf, eine eigene Biografie und zum Teil sogar eine eigene Homepage(www.dieechse.de). René Marik untermalt die Minidramen seiner Puppen mit Gesangseinlagen. „Es sind die beiden Sachen, die mir Spaß machen. Wenn ich gern Makramee machen würde, gäbe es wahrscheinlich einen Abend mit Puppen und Makramee.“ Statt Makramee gibt es nun Pop, „KasperPop“. „Es gibt eine neue Figur: den Hasskasper. Und Pop, weil mein Kollege Ingo Günther und ich Popmusik mit deutschen Texten machen.“ Harald Voß vom Theater Musik & Fadenspiel führt mit seiner Partnerin schon seit 1992 das Stück „Krise mit Luise“ im Figurentheater auf. Um die 60 Mal im Jahr. Auch er ist bekennender René Marik-Fan: „Ich habe ihn schon live gesehen und im Fernsehen. Fantastisch: Sehr guter Puppenspieler mit richtig hohe Spielqualität. Er hat nicht umsonst soviel Erfolg damit.“

Bei Freunden des Puppentheaters scheint es sich um die Spezies Wiederholungstäter zu handeln. Sie können sich das gleiche Stück immer und immer wieder ansehen. Das beobachtet zumindest Harald Voß bei seinen „Krise mit Luise“-Fans. Auch Guido Remmert von der Eventagentur Zukunftsmusik ist dieses Phänomen geläufig. „Es gibt Leute, die sind so verrückt nach René Marik und seinen Puppen, dass sie sich gleich Karten für beide Shows in Osnabrück gekauft haben“, erzählt der JUDITH KANTNER Veranstalter. 28.9.(Zusatztermin), 29.9. (ausverkauft) René Marik, OsnabrückHalle 13.9., Aschenputtel & Kalif Storch, Puppentheater für Erwachsene aus der Ukraine, Lagerhalle 18.11. (ausverkauft), 15.11.2012, Sascha Grammel, OsnabrückHalle 4., 9., 10., 11., 14., 16.9., Krise mit Luise, Figurentheater Alte Fuhrhalterei


NDR Intensiv-Station live F Oh, Mann. Wer hier eintritt, lässt besser alle Hoffnung fahren. Denn die Satiriker von NDR Info machen unmissverständlich klar: die Welt ist ziemlich am Arsch. Kabarett, Musik, Live-HĂśrspiel, skurrile O-TĂśne. Diesmal dabei: ein ungewohnt bĂśser Ingolf LĂźck, Jochen Malmsheimer, JĂźrgen Becker, Martina Schwarzmann und Andreas Rebers, den die SĂźddeutsche Zeitung mal den „abgefeimtesten aller Kabarettisten“ genannt hat. HPS 25.9., Rosenhof

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Eine Stille fĂźr Frau Schirakesch

Sa. 17.09. KulturSamstag

Eine Stille fßr Frau Schirakesch F Es geht um eine Steinigung. In 77 Minuten soll sie auf dem Marktplatz von Tschundakar stattfinden. Aber vorher treffen sich sechs Menschen zur TV-TalkRunde ßber Krieg und Menschenrechte: ein General, zwei SchÜnheitskÜniginnen, eine traumatisierte deutsche Afghanistan-Veteranin, die ein Talibanohr mit sich herumträgt, deren Vater – und Hilda, die die Fragen stellt. Nur Frau Schirakesch kommt nicht zu Wort. Sie ist das Opfer, das in 77 Minuten sterben soll. Universalgßltig, obwohl Theresia Walser das Opfer eine Burka tragen lässt. HPS 3., 4., 23., 24., 27., 28.9., emma-theater

Strategie der Schmetterlinge F Ob Schmetterlinge wirklich strategisch denken? Auf jeden Fall kĂśnnen sie nicht stechen. Ganz im Gegensatz zu Moskitos. Und die fallen in ganzen Wolken Ăźber uns her, wenn das „Ensemble Bouquet“ mit der „Lyra“ auf dem Stichkanal schippert. Denn eigentlich sind wir ja auf einem Hausboot, bei Buenos Aires. Es ist brĂźtend heiĂ&#x;. Und Carlos ist tot, dem das Boot gehĂśrt, als Liebesnest. Was ist passiert? Wir ahnen es: In Esther Vilars KriminalstĂźck sind Schmetterlinge gar nicht nur Schmetterlinge. Die zweite Spielstätte hat auch mit Wasser zu tun. Und darauf kommts ja an. HPS 9., 10.9., Hollager Schleuse 23., 24.9., Waldbad GM-HĂźtte

     

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NDR Intensiv-Station live: Andreas Rebers

Der Bau F Es ist wie oft bei Kafka, aus dessen Spätwerk diese unvollendete MonologErzählung aus dem Jahr 1931 stammt: es geht um Angst, um Panik, um Paranoia. Ein Tier gräbt sich einen labyrinthischen Erdbau, als Bollwerk gegen seine Feinde. Genug Vorräte, alles ist ruhig. Das Tier gräbt und gräbt, aber soviel es auch verbessert, die Unsicherheit bleibt. Dann ist da dieses Geräusch ... Eine beklemmende Parabel auf die Furcht vor dem Namenlosen. HPS 30.9., Erstes unordentliches Zimmertheater

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kunst sehenswert Ola Simonsson Johannes S. Nilsson

Arbeiten im Partyraum Bevor ihre Werke Ende August in die Galerie écart wandern, schauen wir Eva Preckwinkel bei der Arbeit über die Schulter. Ein Atelierbesuch. FOTO: JUDITH KANTNER

F 9 Minuten und 30 Sekunden dauert diese Attacke auf die Vorstadt: „Music For One Apartment And Six Drummers“ (im Rahmen der EMAF ArtBox) ist ein höchst subversives Konzert für Küche, Schlaf-, Bade- und Wohnzimmer. bis 4.10., Stadtbibliothek

Stephan Kaluza F Genialität? Sie fliegt nicht zu, man muss sie sich erkämpfen. Das empfindet jedenfalls Robert Schumann so. Und „Schwein sagt (Ein Dialog zu Schumann) – complexe 17“ demonstriert in Malerei und Fotografie, dass Kunst oft dicht an der Frustration langschrammt. bis 9.10., Galerie Schwarz/Weiss

Ramona Schulz Rainer M. Brieskorn F Manche denken ja, das wahre Abenteuer wartet irgendwo ganz weit weg. Aber das wahrste Abenteuer ist unser Alltag! Die Schau „Blickwinkel“ vereint Malerei und Fotografie. Und zeigt, dass man nur genau genug hinschauen muss, um überall Neues zu entdecken. 13.9. bis 28.10., Lutherhaus

Markus Lüpertz F Das ist doch mal ein großer Name. Einer der größten in Deutschland neben Immendorff und Baselitz. Hier zu sehen: Skulpturales, Zeichnungen, Grafik. Durs Grünbein: „Hoheit und Heiterkeit.“ 17.9. bis 23.11., Kunsthalle Dominikanerkirche

Eva Preckwinkel in einem Winkel ihres Kunstlabyrinths

Eva Preckwinkel wohnt mit

g ihren beiden Kindern, ihrem

Freund und zwei Katzen in Wellingholzhausen. Dabei handelt es sich weniger um ein gewöhnliches Haus als um ein Wohn-Atelier-LagerhallenKonstrukt. Ein riesiges Labyrinth. „Ich habe ein paar Jahre gebraucht, bis ich jede Tür kannte“, gesteht die Künstlerin. Das glaubt man ihr gern. Ein paar Wohnräume, verwinkelte Gänge, Treppen und Türen später befindet man sich in ihrem Atelier, das sich in einem ehemaligen Betriebspartyraum befindet („Ich hab sogar ne Theke!“). Unter der Woche, wenn die Kinder in der Schule sind, findet man die Künstlerin hier. „Alles hat seinem Platz, auch wenn es nicht so aussieht.“ Druckpressen, Nähmaschine, Leiter, Papierschneidegerät, Leinwände, ein antiquierter Staubsauger, Bügeleisen, Stoff, Farben, Pinsel, ein altes Klavier („Das klingt wie Honky Tonk, ich habe unten ein besseres.“) und eine Geige. „Die ist besonderes schön, hab ich gerade erst gelernt.“ Stolz greift Eva

Preckwinkel zur Geige. Es erklingt „Hey Jude“ von den Beatles im Sound einer Spieluhr, deren Mechanismus sie an das weiße Supermarktexemplar montiert hat. Eva Preckwinkel hat Humor. Kleine Boshaftigkeiten sind in ihrer Kunst Programm. Sie zeigt auf eine Arbeit, entstanden nach einem Frauenfrühstück unter gutsituierten Müttern. Sie saß am Tisch, hätte aber lieber in ihrem Atelier gearbeitet. „Ein paar Gesprächsthemen haben mich genervt. Es ist auch nicht besonders nett, dass ich das so verwurste. Unter jeder Arbeit steht ein kleiner Spruch, den ich beim Frühstück eingefangen hab. Zum Beispiel: Lisa hatte Windpocken. Deshalb konnte Diana sie nicht in den Kindergarten bringen. Oder: Das süße Geschirr soll es in Holland zum halben Preis geben. Oder: Kathrin hat mir versprochen, dass sie mir das Rezept für den Obstquark mailt.“ Diese amüsante Arbeit wird auch in ihrer Ausstellung mit dem Titel „MännerTräume / FrauenThemen“ in der Galerie écart zu sehen sein. Wir durchqueren Lagerräume, in

denen sich unfassbare Mengen Gerümpel befinden: Holz, ein ausgestopfter Fuchs, Hausstände von verstorbenen Tanten ... „Die Vorstellung, das hier mal aufzulösen ist grauenerregend. Wenn meine Kinder mal ausziehen, brauchen sie sich keine Möbel zu kaufen. Hier gibt es alles. Andere Künstler beneiden uns um den Platz.“ Jetzt befindet sich die Künstlerin (wie immer ohne Arbeitskleidung) in einer Halle an der Stichsäge – ihrem Lieblingsgerät. Damit sägt sie ein kleines Holzschild, bohrt dann zwei Löcher rein. Auf ihm wird bald „Revolutions-Auslöser“ stehen. „Er hat praktische zwei Löcher. Damit kann man ihn überall annähen oder aufhängen und eine Revolution auslösen.“ Ich verabschiede mich aus dem Kunstlabyrinth. „Und wenn Du mal wieder spazieren gehen willst, komm vorbei und wir gehen eine Runde ums Haus“, ruft mir die sympathische Künstlerin hinterher. JUDITH KANTNER

Galerie écart, bis 8.10.

Adrian Faes Katharina Pöhlmann

Levitation

FSpuren menschlicher Anwesenheit? Spuren menschlicher Abwesenheit? Die Orte, die „Still. How are you.“ zeigt, als Fotos, als Objektkunst, sind Orte des Existenziellen. Hier werden Fragen gestellt, die sich jeder von uns stellt – oder stellen sollte. 24.9. bis 6.11., Stadtgalerie HPS Weitere Ausstellungen auf Seite 44

FUnter Levitationen versteht man im Allgemeinen schwebende Dinge. Zum Beispiel Masken, die man mit Wäscheklammern an die Leine hängt. Schwebende Leichtigkeit? Nein, fröhlich sehen sie nicht aus, die Masken des tschechischen Künstlers Daniel Pe˘sta. Eher wie leblose Gesichter. Und irgendwie unheimlich. Und damit passen sie wunderbar ins Felix-Nussbaum-Haus. Daniel Pe˘stas Arbeiten gehen teilweise auf das Werk Felix Nussbaums ein – aber eben nicht nur auf das dramatische Lebensschicksal Nussbaums, sondern auch auf seinen Humor, auf seine Suche nach Identität. Das tut Pe˘sta in Form von Malerei, Installation, Videoart und Konzeptkunst. Dabei stellt er Fragen. Zum Beispiel nach der Vorbestimmtheit des menschlichen Lebens. Er kritisiert die „kalte“ wissenschaftliche Analyse eines Gen-Codes wie in seinem großformatigen Werk „Genetischer Code 4, Bräute“. JUDKA 17.9. bis 27.11, Felix-Nussbaum-Haus/ Kulturgeschichtliches Museum

66 STADTBLATT≈9.2011


medien dvd-tipps Paul - Ein Alien auf der Flucht. Graeme und Clive sind Comic-Nerds und Ufo-Gläubige. Während eines US-Trips läuft ihnen Paul vors Wohnmobil. Der ist ein Außerirdischer, der gerne kifft und billige Zoten reißt. Harmloser Spaß der „Shawn of the Dead“-Darsteller Nick Frost und Simon Pegg, die auch das Drehbuch verfasst haben. Universal HE, ca. 16 EUR Der Fall Sylvester Matuska. 1982 produzierten das ZDF und das ungarische Staatsfernsehen einen TV-Film, der die Hintergründe eines Zugattentats im Jahre 1931 beleuchtete. Mag die Inszenierung auch aus heutiger Sicht enervierend langsam erscheinen: Der Verleih hat hier ein vergessenes Kleinod an die Oberfläche gezaubert! Pidax, ca. 10 EUR

Wie sozial sind Netzwerke? Im Rahmen der „Wochen der Kulturen“ steigt eine Podiumsdiskussion zur Integration im Web 2.0. Hamburg, Istanbul, London,

g Berlin, Kairo, demnächst Ox-

ford. Wenn man sich die Stationen der jungen taz-Kolumnistin und Bloggerin Kübra Gümüsay ansieht, passt das Thema der diesjährigen Wochen der Kulturen nicht nur zu den vielen Angeboten, sondern auch zum Lebensstil der 22-Jährigen: „... in Bewegung“! Doch nicht nur ihr eigenes Leben ist bewegt, sondern vermutlich auch die Podiumsdiskussion am 7. September im Medienzentrum der Neuen Osnabrücker Zeitung. Denn es geht um die Frage, inwieweit das Internet bzw. das interaktive Web 2.0 zur Integration beitragen kann. Im Netz hat zunächst jeder die gleichen Möglichkeiten – kulturelle und soziale Unterschiede scheinen unerheblich zu sein. Ein spannender Ansatz das als Basis zu nutzen, um darüber zu diskutieren, ob sich ein solcher Gedanke in die Realität übertragen lässt. Neben ihren Kolumne „Das Tuch“ bei der taz betreibt Kübra Gümüsay seit 2008 ihren Blog ein-fremdwoerterbuch.com. Dort schreibt sie regelmäßig zu unterschiedlichsten Themen. Politik und Islam sind dabei ebenso vertreten wie Kunst und Kultur. Dinge, die sie bewegen. Dinge,

die andere Menschen um sie herum bewegen. Und dabei spielt die Herkunft zumindest auf dieser Plattform nur eine untergeordnete Rolle – ihre eigene und die ihrer Leser. Doch anders als beispielsweise in den USA, wo man gleichzeitig Amerikaner ist, aber ebenso Türke, Deutscher oder woher auch immer, zählt in Deutschland der Migrationshintergrund. Sie selbst schrieb in einer Kolumne: „Menschen werden zu Minderheiten gemacht.“ (aus: „Ich reise per Anhalter durch die Galaxis. Endlich“ taz, 23.6.2010) Umso spannender, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob das digitale Zeitalter etwas an dieser Sichtweise ändern kann. Wünschenswert wäre es. Mit an der Diskussion beteiligen sich Gesprächspartner, die sich ebenso wie Kübra Gümüsay im Web 2.0 bewegen oder sich anderweitig damit auseinandersetzen. Nadia Shehadeh beispielsweise ist Chefredakteurin eines Online-Pop-Feuilletons, Prof. Dr. Andreas Hepp beschäftigt sich wissenschaftlich mit Kommunikationstheorie und Medienkultur. Eine bewegte Diskussion ist garantiert. Ob sich die gestellten Fragen eindeutig beantworten lassen, wird sich im Nachhinein finden. HANNA VON BEHR

Hotel der toten Gäste. Als die Edgar-WallaceFilme boomten, wollten alle Studios irgendwie dran verdienen. Und so sieht auch dieser Film wie ein Wallace-Film aus. Nur alles

eine Spur kleiner, dafür mit Wallace-Star Joachim Fuchsberger. Der ist ein Reporter auf dem Schlagerfestival in San Remo, wo ein Killer sein Unwesen treibt. Für Fans von deutschem 60-er Trash. Pidax, ca. 10 EUR Black Moon. Als die Steuerbehörden bei den Ermittlungen gegen einen Großkonzern nicht voran kommen, engagieren sie den freiberuflichen Agenten Quint. Der beschafft illegal belastende Unterlagen, versteckt sie auf seiner Flucht im Prototypen einen High-Tech-Autos, das seinerseits kurz darauf gestohlen wird. Klasse Actionfilm von 1986, der beweist, dass Action keine Frage eines großes Budgets ist. John Carpenter schrieb das Drehbuch. Concorde HE, ca. 12 EUR Das Boot. Am 17.9. feiert Wolfgang Petersens Erfolgs-Produktion „Das Boot“, die 1981 ihre Kino-Uraufführung hatte, ihren 30. Jahrestag. Zum Jubiläum erscheint eine üppig ausgestattete Blu-ray Sonderedition (3 DVDs), die alles, was bislang zu „Das Boot“ veröffentlicht wurde, in den Schatten stellt. Euro Video, ca. 39 EUR CHRISTIAN LUKAS / MARS

spieltipps BILDSCHIRM

TISCHPLATTE

„Arnie is back“, mag manch Kinobesucher denken, wenn er den Teaser des Remakes von Conan dem Barbaren sieht. Doch spätestens beim Auftauchen des schmalbrüstigen Protagonisten ist die Euphorie verflogen. Zum Glück bietet Funcom sein Online-Rollenspiel „Age of Conan“ kostenlos im Netz an (www.ageofconan.com/de/playfree). Das bereits im Jahr 2008 erschienene Spiel verkaufte sich anno dazumal über eine Million Mal. Wie bisher prügelt sich der Spieler als Barbar, Wächter, Mitrapriester oder Dämonologe bis zu Level 80 hoch. Natürlich sind nicht alle Heldenklassen gratis verfügbar. Wer die komplette Auswahl möchte, muss weiterhin zahlen und so verwundert es nicht, dass zahlende Kunden Gratisspielern überlegen sind.

„O du loderndes Feuer“, sang Peter Ustinov als Kaiser Nero angesichts des brennenden Roms. Nach dem kaiserlichen Barbecue müssen 2-5 Spieler den Wiederaufbau der ewigen Stadt in die Hand nehmen. Dazu erhalten sie Karten auf die Hand, die sechs (!) Funktionen erfüllen. Neben dem Geld stellen sie Baumaterial, Gebäudetypen, Rollen dar... Mit den Rollen sind unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten verbunden, wie z. B. das Bauen eines Gebäudes. Runde für Runde bauen die Spieler an Gebäuden, die - wenn fertiggestellt - zusätzliche Funktionsmöglichkeiten eröffnen. „Ruhm für Rom“ (Lookout Games, ca. 20 EUR) ist optisch klein und einfach, bietet aber bei einer Spielzeit von ca. 90 -120 Minuten große taktische Vielfalt. THOMAS HART STADTBLATT≈9.2011 67


kino Bloß nicht brav: Bliss (Ellen Page) rollt gut durchs Leben

Aus dem Drogensumpf bis ganz nach oben Drew Barrymore inszenierte mit Roller Girl – Manchmal ist die schiefe Bahn der richtige Weg ihren ersten Kinofilm. Manche Eltern verfolgen das

g Ziel mit größtmöglichem Ein-

satz, aber oft erweist es sich als unselige Entscheidung, wenn Kinder schon in jungen Jahren ins Showgeschäft gelotst werden. Lang ist die Liste derjenigen, die vor dem ersten zweistelligen Geburtstag Starruhm erlangten, danach aber nie Tritt fassten im echten Leben oder sogar ein tragisches Ende nahmen. Drew Barrymore hätte solches auch passieren können. Sie entstammt einer legendären Schauspielerdynastie und entwickelte angeblich selbst früh den Wunsch, in dieses Familienerbe einzutreten. Sie spielte in Werbespots und im Alter von drei Jahren bereits in ihrem ersten TVFilm. Mehrere kleine Kinorollen folgten, dann der Part, der die damals Siebenjährige auf einen Schlag weltweit populär machte: sie war die blond gezopfte, goldige Gertie in Steven Spielbergs Welterfolg „E. T. – Der Außerirdische“. Die Nachfrage nach der kleinen Darstellerin hielt an. Die sah sich unversehens hin und her gerissen zwischen dem Filmbetrieb, der sie hofierte, und einem quälenden Schulalltag mit missgünstigen Klassenkameraden und spöttelnden Lehrern. Im Elternhaus fand sie nur wenig Halt. Der Vater, der Drews Mutter noch vor 68 STADTBLATT≈9.2011

der Geburt des gemeinsamen Kindes dann ihr darstellerisches Spektrum verlassen hatte, litt an Alkoholismus behutsam zu erweitern. Sie brillierte und Drogensucht. Der Weg war bei- in Dramen und romantischen Komönahe vorgezeichnet: Auf einer Holly- dien, wurde preisgekrönt und zählt wood-Party trank Drew ihr erstes Glas heute zu den bestbezahlten SchauChampagner, und es blieb nicht bei spielerinnen Hollywoods. dem einen. Alkohol wurde ihr ständiDieses Comeback allein wäre schon ger Begleiter, sie rauchte Marihuana, bewundernswert, aber Drew Barrymit 13 verfiel sie dem Kokain. Noch more ließ es nicht dabei bewenden. vor ihrem 15. Geburtstag hatte sie ih- Schon mit 20 gründete sie eine eigere erste Entziehungskur hinter sich ne Produktionsfirma mit Namen Flogebracht, einen Selbstmordversuch wer Films. Heute verzeichnet die Firüberlebt und ihre Memoiren geschrie- menbilanz Blockbuster wie „Drei Enben. Ihre Karriere schien ruiniert, sie gel für Charlie“ und den Kultfilm stand nur noch sporadisch, und wenn „Donnie Darko“, außerdem eine Dodann für belanglose Filme, vor der kumentation über die politische UnKamera. lust amerikanischer Teenager mit Mit zäher Arbeit, dem Titel „Choose or einer klugen RollenLose Presents: The auswahl und künstBest Place to Start“. lerischer Intelligenz Regie: Drew Barrymoeroberte sich Barryre. more ihren Platz an Der nächste Karrieder Spitze zurück. In reschritt lag nahe: Mit Filmen wie „Poison „Roller Girl – ManchIvy“ oder „Guncrazy mal ist die schiefe – Junge Killer“ spielBahn der richtige te sie, das Image des Weg“ kommt in dieverdorbenen Mädsem Monat Drew Barchens geschickt umrymores Spielfilmdemünzend, gefährlibüt in die Kinos. Die che junge Frauen. Regisseurin selbst Sie bewies ihre Zuwirkt mit, die Hauptverlässigkeit und ihrolle aber vergab sie Action!: Drew Barrymore re Begabung, um soan Ellen Page, eine

Kollegin, die wie Barrymore früh ins Filmgeschäft eintrat. Mit „Juno“ spielte sie eine Rolle, an der sie vielleicht ihr Leben lang gemessen werden wird, aber bislang gelang es ihr recht gut, sich aus dieser Fessel zu lösen. Auch der Part der Bliss wird ihr diesbezüglich helfen. Bliss lebt in einer texanischen Kleinstadt, und ihre ehrgeizige Mutter – man denkt unwillkürlich an Drew Barrymores Lebensgeschichte – drängt sie, an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen. Bliss fühlt sich unwohl im Kreise der wohlerzogenen Töchter in adretten Kleidchen. Ihre Interessen sehen anders aus, wie sie bald durch Zufall entdeckt: Im nahen Austin besucht sie ein Rollerderby, lernt starke, lebenslustige Sportlerinnen kennen und beginnt ohne Wissen der Eltern ein Training bei dem fröhlichen RollKommando. Ein Emanzipationsprozess setzt ein, der der scheuen jungen Frau genügend Selbstbewusstsein verschafft, es auch mit dem anderen Geschlecht aufzunehmen ... HARALD KELLER

USA 2009. R: Drew Barrymore. D: Ellen Page, Marcia Gay Harden, Juliette Lewis, Jimmy Fallon, Kristen Wiig, Zoe Bell u. a. ab 1.9.


Männer wie wir ... Ein Stoff, der gefühlt bestimmt 30 Mal verfilmt wurde: Nun schickt auch noch Regisseur Paul W.S. Anderson Die drei Musketiere ins Gefecht. Ohne Stars in den Hauptrollen. Wer Bamberg schon einmal be-

g sucht hat, dem wird das Gefühl,

ein Hauch einer anderen Zeit zu erleben, nicht unbekannt sein. Die Stadt mit ihren spätmittelalterlichen Bauten versprüht ein historisches Flair, das sich nun Paul W.S. Anderson zu Nutzen gemacht hat, um eine Neuauflage von „Die drei Musketiere“ zu produzieren. Die Dreharbeiten begannen mit Fechtszenen in der Alten Hofhaltung, die kurzerhand zu Paris wird, der Domplatz verwandelt sich dank Greenscreen zur Hafenstadt Calais. Auch weitere süddeutsche Städte, wie beispielsweise Würzburg und München, wurden zu einer Kulisse, die das Frankreich des 17. Jahrhunderts darstellt. Alles andere, was sich nicht in echter Umgebung realisieren ließ, wurde kurzerhand in den Filmstudios Babelsberg nachgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts veröffentlichte Alexandre Dumas erste Abenteuergeschichten in Pariser Zei-

tungen, in denen Athos, Porthos und Aramis die Hauptrolle spielten. Allesamt angelehnt an vormals real existierende Charaktere, nach kurzer Zeit stieß der idealistische, hitzköpfige junge D’Artagnan zu ihnen, der um jeden Preis selbst Musketier werden wollte. Diese Geschichte ist Hauptstoff des ersten Buchs der Trilogie und bietet die Grundlage für den Film. Nach unzähligen Adaptionen der Werke seit den 1920er Jahren, sowohl fürs Fernsehen als auch für die Leinwand, dürfte die Geschichte hinreichend bekannt sein. Dennoch hat – neben der deutschen Szenerie – auch dieser Film seine Besonderheiten. Es fällt auf, dass nicht die drei Musketiere starbesetzt sind, sondern Kardinal Richelieu (Christoph Waltz) und dem fiesen Leibwächter seiner Leibgarde Rochefort (Mads Mikkelsen), sowie Milady De Winter (Milla Jovovich) und dem Herzog von Buckingham (Orlando Bloom) eine große Wichtigkeit beigemessen

Paris liegt in Deutschland: Gedreht wurde u. a. in Bamberg

wird. Ausgefeilt ist insbesondere der Charakter der eiskalten Milady De Winter. Ihr kommt in diesem Film eine Aufmerksamkeit zu, die sonst einer Frau bei den drei Musketieren vermutlich nur in „D’Artagnans Tochter“ (1994) geschenkt wurde. Pläne für eine weitere Verfilmung der Trilogie, ob wieder in Deutschland oder anderswo, gibt es noch nicht. Doch je nach Erfolg darf man

sich sicherlich schon auf die beiden nächsten Teile „20 Jahre später“ und „Der Vicomte von Bragelonne“ freuen. Doch erst einmal heißt es erneut: „Einer für alle, alle für einen!“ HANNA VON BEHR

USA 2011. R: Paul W.S. Anderson. D: Milla Jovovich, Orlando Bloom, Christoph Waltz, Mads Mikkelesen u.a. ab 1.9., Cinema Arthouse

Zurück in die Zukunft

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kino der platzanweiser

Mein bester Feind

Endlich wird es wieder Herbst. Dann braucht niemand mehr in mediterraner Kleidung Sommer spielen, nur weil eine Jahreszeit zufällig gerade so heißt. Und die Lichtspielhausbetreiber werden wieder mutiger in der Auswahl ihrer Programme. Was heißt hier eigentlich Auswahl? In den letzten Monaten wirkte das Angebot mitunter so vielfältig wie zuletzt zwischen 1933 und 1945. Wahrscheinlich hätte selbst das Porno-Kino in Bahnhofsnähe Harry Potter 7 2 3D gespielt, wenn es so ein Etablissement noch geben würde. Neben zweifelnden Seitenblicken auf die ganz großen mutmaßlichen Abräumer wie Conan the Barbarian 3D (ab 15.9.) lohnt es sich, das Augenmerk auf

Plötzlich Star

die etwas schwächer beworbenen Filme des Monats zu richten. Die haben nicht nur manchmal ziemlich schräge Titel wie das bereits gestartete Lichtspiel Fliegende Fische müssen ins Meer (seit 25.8.) über eine dysfunktionale Mutter, deren Kinder bei der Männersuche helfen. Manche Titel führen sogar richtig böse in die Irre. Wer denkt bei Mein bester Feind (ab 1.9., Cinema Arthouse) nicht automatisch an Werner Herzogs Kinski-Biografie Mein liebster Feind? Beim vorgenannten Film geht es allerdings um die Adaption von Paul Hengges Roman Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben. Man darf sehr gespannt sein, wie Regisseur Wolfgang Murnberger (Der Knochenmann) diesen Stoff mit Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu umgesetzt hat. Willkommen in Baikonur (ab 1.9.), wo nicht nur unser Lieblingsweltraumbahnhof steht, sondern auch der Titel für den sehnsüchig erwarteten Film von Veit Helmer (Tuvalu) herrührt. Hier

70 STADTBLATT≈9.2011

Cowboys & Aliens

liest ein kasachischer Funker mit dem Spitznamen Gagarin eine abhanden gekommene Weltraumtouristin auf, die ihr Gedächtnis verloren hat. Er behält sie einfach. Zurück in Osnabrück und ziemlich genau zwischen Heger Tor und Hauptbahnhof liegt das Cinema Arthouse. Dort findet das fünfte British Schools Film Festival (22.-28.9.) statt. In englischer Originalfassung stehen unter anderem The Wizard of Oz sowie Coraline zur Auswahl. Mit deutschen Untertiteln. Ob diese bei den von Natur aus denkfaulen Schülern eine Hilfe beim Fremdsprachenerwerb sind, darf zumindest a little bit bezweifelt werden. Um derlei pädagogische Fragen braucht sich die Lagerhalle freilich keine Gedanken machen. Wobei es ihr sowieso hoch anzurechnen ist, dass sie in ihrem Großen Saal immer wieder Filme in Fremdsprachen mit Untertiteln auf ihre Leinwand lässt. Noch dazu Werke, die es aus unerfindlichen Gründen sonst nie in die Hasestadt geschafft hätten. Wie zum Beispiel Mr. Nice (6./7.9.), die unterhaltsam inszenierte Biografie über den einst größten Haschisch-Schmuggler Howard Marks. Oder auch das kurdische Drama Min dit – Die Kinder von Diyabakir (27.9.). Wer es noch ein paar Treppen höher auf den Spitzboden schafft, sollte sich den 16.9. ab 20 Uhr freihalten.

Cowboys & Aliens F Wieder so eine Geschichte, die vor Jahren noch als B-Movie realisiert worden und womöglich direkt auf dem Videomarkt gelandet wäre. Aber längst hat sich das große Hollywood solcher Stoffe angenommen, pumpt sie kräftig auf und vermarktet sie als großes Effektkino. „Cowboys & Aliens“ basiert tatsächlich auf einem Groschenroman, wurde aber anders als so viele Spektakel der aktuellen Saison sehr liebevoll und charakterorientiert inszeniert. Regisseur Jon Favreau ist selbst ein erfahrener Theater- und Filmschauspieler und trägt Sorge, dass seine hochkarätigen Kollegen nicht von den Spezialeffekten erschlagen werden. Der Film beginnt wie ein klassischer Western, nicht unähnlich Howard Hawks’ großartigem Klassiker „El Dorado“: Der Sohn eines reichen Ranchers ist ein Lümmel und wird von dem Revolverhelden Jake Lonergan gezüchtigt. Der mächtige Woodrow Dolarhyde mischt sich ein, der Konflikt scheint klar. Doch dann steht plötzlich ein riesiges Raumschiff über der Wüste. Die Aliens entführen Menschen und sind offenbar auf Gold aus. Es braucht ungewöhnliche Allianzen – auch die Apachen schließen sich an –, um dieser Bedrohung zu H.K. begegnen. USA 2011. R: Jon Favreau. D: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Abigail Spencer u. a. ab 25.8., CineStar

Westwind

Min dit

Unter dem Motto „Alles muss raus! Kurzfilme und Kokolores von Reinhards Resterampe“ lädt Kinoleiter Westendorf zu „hausgemachten Schnäppchen“. FRANK JÜRGENS

F Sommer 1988: Die ostdeutschen Zwillingsschwestern Isabel (Luise Heyer) und Doreen (Friederike Becht) sind 17 Jahre alt und auf dem besten Weg, als Leistungssportlerinnen durchzustarten. Zur Vorbereitung schickt man sie an den Balaton nach Ungarn. Dort lernen sie zwei junge Westdeutsche kennen – und Doreen verliebt sich in Arne (Franz Dinda). Sie glaubt, dass er die Liebe ihres Lebens ist und steht plötzlich vor einer schweren Entscheidung: soll sie mit Arne nach Westdeutschland ge-

hen, oder bei ihrer Schwester bleiben, zu der sie schließlich eine ganz besonders enge Bindung hat? Dass nur gut ein Jahr später die Mauer fallen wird, können die jungen Leute nicht ahnen. Klingt kitschig, ist aber so ähnlich tatsächlich passiert. Susann Schimk, eine der Schwestern, produzierte den Film und schrieb auch am Drehbuch mit. NB D 2011. R: Robert Thalheim. D: Franz Dinda, Friederike Becht, Luise Heyer u.a. ab 25.8., Cinema Arthouse

Conan the Barbarian F Als im Jahre 1982 die Verfilmung einer literarischen Figur namens Conan nach Motiven der erstmals 1932 erschienenen „Conan“-Romane von Robert E. Howard über deutsche Leinwände flimmerte, schieden sich die Geister. Auf der einen Seite herrschte schieres Entsetzen ob der für damalige Verhältnisse expliziten Gewaltdarstellungen. Auf der anderen Seite schüttelte man sich vor Lachen, wenn der einst noch völlig unbekannte Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger als muskelbepackter Schwertkämpfer zwischen Grunzund Kampflauten auch mal das ein oder andere Wörtchen abzusondern versuchte. Heute ist der Film natürlich längst Geschichte und schreit geradezu nach einem Remake. Die liefert nun – selbstredend in 3D – der in Frankfurt am Main geborene Regisseur Marcus Nispel, der sich in der Vergangenheit schon des öfteren an Neuverfilmungen blutiger Genre-Klassiker wie „Freitag der 13.“ oder „Texas Chainsaw Masscre“ versucht hat. Die Handlung ist auch hier wieder beinahe Nebensache. Hauptsache, Conan-Darsteller Jason Momoa lässt seine dreidimensionalen Muskelpakete auf seinem archaischen Rachefeldzug gegen fiese Gegner und eine böse Hexe spielen. FJ USA 2011. R: Marcus Nispel. D: Jason Momoa, Ron Perlman, Stephen Lang u.a. ab 8.9.


Conan the Barbarian

Männerherzen ...

Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe F Nachdem „Männerherzen“ 2009 mit über 2 Millionen Besuchern ein großer Erfolg war, ziehen die vier Männer diesen September ein weiteres Mal los, um die ganz, ganz große Liebe zu finden. Benannt ist der Film nach dem neuen Lied „Die ganz, ganz große Liebe“ des herrlich skurrilen Schlagerstars Bruce Berger, das sich als roter Faden durch den Film zieht. Die Handlung knüpft direkt an den ersten Teil an. Phillip wird Vater von gleich zwei Kindern, während Niklas (Florian David Fítz) von seiner Frau verlassen wird und sich auf die verzweifelte Suche nach der neuen, großen Liebe macht. Günther (Christian Ulmen) hat zwar die Frau fürs Leben gefunden, aber Angst beim Sex zu versagen und sucht wieder einmal Rat bei Frauenheld Jerome. Der nimmt sich eine Auszeit bei seinen Eltern auf dem Land, wo auch er wider Erwarten der Liebe begegnet. Obwohl der Film nicht besonders viel Originalität und Tiefgang zu bieten hat, verspricht auch der zweite Teil der heiteren Beziehungskomödie ein ganz, ganz großer Spaß zu werden. KIM RUNGE D 2011. R: Simon Verhoeven. D: Til Schweiger, Christian Ulmen, Florian Da-

Shanghai

Shanghai

Easy Money

F Die Drehbuchautoren Luc Besson und Robert Mark Kamen bringen drei Jahre nach „Transporter 3“ einen neuen Film auf die Leinwand. Zwar ohne Jason Statham, dafür aber mit einer sexy Hauptdarstellerin. Cataleya (Amandla Stenberg) muss als 9-Jährige miterleben, wie ihre Eltern in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá von einem Mafiaboss erschossen werden. Sie beschließt, Rache zu nehmen – als junge Frau (jetzt Zoe Saldana) lässt sie sich zur Killerin ausbilden und begibt sich auf die Suche nach ihren Feinden... Wer das Autoren-Duo kennt, was, weiß er hier zu erwarten hat und kriegt auch genau das: Nicht gerade anspruchsvoll, aber geschossen, geprügelt und kaputt gemacht wird hier reichlich. Außerdem gibt es massig Gelegenheiten für die attraktive Hauptdarstellerin, sich in engen und NB knappen Outfits zu zeigen.

F Shanghai 1941: der amerikanische Geheimagent Paul Soames (Cusack) versucht, den Mord an seinem Freund aufzuklären. Doch das Land ist von den Japanern besetzt, was die Sache für ihn nicht einfacher macht – und dann verliebt er sich auch noch in die Frau eines chinesischen Gangsters. Auf den ersten Blick scheint hier alles ziemlich zusammengewürfelt: Schauplatz China, der Regisseur ist Schwede, die Darsteller kommen aus Amerika, Asien und Europa. Sinn macht das Ganze, wenn man weiß, dass Produzent Mike Medavoy 1941 in Shanghai geboren wurde, und das es ein lang gehegter Wunsch war, einen Film über diese Stadt im Stil von „Casablanca“ zu drehen. Schön für ihn, dass das so viele Weltstars mitgemacht haben (auch die Deutschen Horst Buchholz und Franka Potente sind dabei), nur Johnny Depp lehnte die Hauptrolle ab. Ach ja: Potente. Wenn man ab und zu nicht ganz aufpasst, könnte man meinen, sie hat gar nicht mitgespielt, so knapp sind NB ihre Szenen gemessen.

F In Skandinavien werden seit je gute Thriller gedreht, aber erst die Erfolge der ziemlich abstrusen „Millenium“-Trilogie Stieg Larssons haben bewirkt, dass die Originale ins deutsche Kino kommen, ehe sie in Hollywood neu verfilmt werden. Auch diesen Krimi haben die Amerikaner bereits gekapert, Zac Efron ist als Hauptdarsteller im Gespräch. Das Interesse hat seinen Grund: Regisseur Daniel Espinosa hat einen hochspannenden Gangsterthriller erster Güte abgeliefert. Der Wirtschaftsstudent J. W. möchte so gern mit seinen reichen Kommilitonen mithalten, ist aber gezwungen, neben der Ausbildung arbeiten zu gehen. Und er macht alles: Seminararbeiten fälschen, Taxi fahren, Drogen schmuggeln. Auf diese Weise gerät er erst an den entflohenen Sträfling Jorge und dann mitten in einen Krieg zwischen serbischen und arabischen Drogenhändlern. Und zwischendurch versucht er noch, den wohlhabenden Eltern seiner Freundin zu imponieren – in der Hoffnung, dass sie den blutigen Fleck auf seinem Hemd nicht bemerken ... H.K.

F/USA 2011. R: Olivier Megaton. D: Zoe Saldana, Amandla Stenberg, Michael Vartan u. a. ab 15.9., CineStar

USA/China 2010. R: Mikael Håfström. D: John Cusack, Ken Watanabe, Chow YunFat u.a. ab 15.9.

2010. R: Daniel Espinosa. D: Joel Kinnaman, Matias Padin Varela, Dragomir Mrsic, Lisa Henni u. a. ab 15.9.

vid Fitz, Justus von Dohnányi, Maxim Mehmet u. a. ab 15.9., CineStar, Cinema Arthouse

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kino

Glee on Tour

Attack the Block

Glee on Tour – Der 3D Film F Die Serie ist Kult! Gleich für den Pilot der Sendung vor zwei Jahren gab es einen Emmy-Award für Autor, Regisseur und Produzenten Ryan Murphy, weitere Auszeichnungen und diverse Nominierungen folgten. Die Darsteller des Glee Clubs rund um ihren Lehrer Will Schuester (Matthew Morrison) sangen und tanzten sich in die Herzen des Publikums. Kontra bietet lediglich die ständige Widersacherin Cheerleading-Coach Sue Sylvester (Jane Lynch). Aufgrund des bombastischen Erfolgs gab die Crew der Musical-TVSerie bereits im letzten Jahr einige Konzerte. Diesen Sommer startete die fiktive Gruppe eine komplette Tournee durch Nordamerika, Irland und England. Ausverkaufte Hallen lassen vermuten, dass auch der abendfüllende Kinofilm, der Konzertausschnitte dokumentiert und einen Blick hinter die Kulissen wirft, begeistertes Publikum finden wird. HANNA VON BEHR

äußerst heikel, zumal Rachel mit einem der beteiligten Geheimdienstleute liiert war. Nun, viele Jahre später, wird sie noch einmal mit den längst ad acta gelegten Vorgängen konfrontiert. Denn die offizielle Version der Ereignisse stimmt nicht mit den Tatsachen überein ... H.K. USA 2010. R: John Madden. D: Sam Worthington, Tom Wilkinson u. a. ab 22.9.

Attack the Block F Großbritanniens Jugendliche, so der nicht zuletzt durch die jüngsten Krawalle entstandene Eindruck, haben in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun, als ihre eigenen Wohnorte plündernd und randalierend in Brand zu setzen. Ein Tag, an dem es sowieso immer wieder gerne zu Ausschreitungen kommt, ist der 5. November. Auch als „Guy Fawkes Night“ bekannt, wenn mit Lagerfeuern und Feuerwerk einem missglückten Attentat jener historischen Figur gedacht wird, deren Konterfei sich un-

USA 2011. R: Kevin Tancharoen. D: Dianna Agron, Mark Salling u.a. ab 22.9.

SOUNDTRACK DES MONATS

Eine offene Rechnung

Norwegian Wood

F In einem Filmporträt aus den Neunzigern sieht man die gefeierte Schauspielerin Helen Mirren mit ihrer Karriere hadern. Die guten Rollen, so klagt sie bitter, würden zumeist an jüngere Kolleginnen vergeben. Das Blatt hat sich seither gewendet. Heute ist Mirren sogar 66 Jahre alt und gehört dennoch zu Hollywood Top-Stars. Kürzlich wurde sie sogar von einem Internetportal als „Body of the Year“ geehrt. Mirren kam zugute, dass Hollywoods Produzenten wieder vermehrt ältere Zuschauer in die Kinos locken möchten. Das könnte insbesondere mit Mirrens neuem Film gelingen. Sie spielt die ehemalige israelische Agentin Rachel Singer, die einst mit der Entführung eines Nazi-Verbrechers beauftragt gewesen war und diesem dabei sehr nahe kam. Die Operation erwies sich als

F Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood hat nach seinem gefeierten Soundtrack zu „There Will Be Blood“ ein neues Werk abgeliefert. Thematisch musste er einiges bewältigen: Der Film des Regisseurs Anh Hung Tran („Der Duft der grünen Papaya“) mixt politische Umwälzungen im Tokyo der späten 1960er mit einer großen Liebesgeschichte. Greenwood hat sich für einen sphärischen Ambient-trifftAvantgarde-Sound entschieden, irgendwo zwischen Pink Floyd und Karlheinz Stockhausen. Eingespielt wurden die Songs vom BBC Concert Orchestra und dem Emperor Quartet. MARS Nonesuch/Warner

72 STADTBLATT≈9.2011

The Guard

ter anderem die Online-Aktivisten von „Anonymous“ zu eigen gemacht haben. In dieser Nacht spielt auch „Attack the Block“. Sirenen heulen. Straßen brennen. Und eine Handvoll Jugendlicher zieht durch den eigenen Block. Zum Kampf bereit. Aber nicht gegen Polizei oder Militär. Sondern frei nach dem Motto „Inner City vs Outer Space“ gegen beißwütige Aliens. Die subversive Komödie verspricht vor allem tiefsinnigen Spaß tiefschwarzer Prägung. FJ GB 2011. R: Joe Cornish. D: Nick Frost, Jodie Whittaker, Luke Treadaway u.a. ab 22.9.

die Drogen, die die beiden in den Taschen hatten. So lernen wir Boyle kennen, einen knorrigen, ruppigen Beamten, der im irischen Connemara Dienst tut und dabei stets seinen eigenen Kopf bewahrt. Boyle schäkert mit Prostituierten und pflegt hingebungsvoll seine chronisch kranke Mutter, eckt gern mal an und hat ein freches Mundwerk, was auch der schwarze US-Ermittler Wendell Everett zu spüren bekommt, der die irischen Kollegen bei der Jagd nach Drogenschmugglern unterstützen soll. H.K. R: John Michael McDonagh. D: Brendan Gleeson, Don Cheadle u. a. ab 22.9.

Hell F Wir schreiben das Jahr 2016. Die Sonne hat ganze Arbeit geleistet und in kürzester Zeit die Durchschnittstemperatur auf der Erde um katastrophale 10 Grad ansteigen lassen. Über Regen hat in den letzten Jahren niemand mehr gemeckert. Die wenigen Überlebenden schützen sich so gut wie möglich vor den Strahlen unseres Himmelsgestirns. Marie (Hannah Herzsprung) ist mit ihrer kleinen Schwester (Lisa Vicari) und Phillip (Lars Eidinger) unterwegs in die Berge, wo es noch Wasser geben soll. Was es wirklich mehr als genug gibt, ist Misstrauen. Das auch zunächst Tom (Stipe Erceg) entgegenschlägt, den sie unterwegs aufgabeln. Produziert wurde „Hell“ von Roland Emmerich. Herausgekommen ist ein waschechter Endzeit-Thriller. FJ

D 2011. R: Tim Fehlbaum. D: Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, u.a. ab 22.9

The Guard F Los geht’s mit der rasanten Autofahrt zweier Jugendlicher, die offenbar gerade „The Fast and the Furious“ nachspielen, sich in Wahrheit aber „Dumb and Dumber“ verhalten und bald tot auf der Straße liegen. Der zuständige Sergeant Gerry Boyle bleibt gelassen und mopst stiekum

WEITERE KINO-PREMIEREN Siehe „Das lohnt sich“ im Veranstaltungskalender What a Man, ab 25.8., CineStar, Cinema Arthouse Kill the boss, ab 1.9., CineStar Le Havre, ab 8.9., Cinema Arthouse Valerie, ab 22.9.

FILM AB CINEMA ARTHOUSE Angéle und Tony, ab 25.8. Mein bester Feind, ab 1.9. Prinzessin Lillifee und das kleine Einhorn, ab 1.9. Freunde mit gewissen Vorzügen, ab 8.9. British School Film festival # 5, 22.-28.9. CINESTAR Ausgewechselt, ab 25.8. Freunde mit gewissen Vorzügen, ab 8.9. Wicki auf großer Fahrt, ab 29.9. LAGERHALLE Mr. Nice, 6., 7.9. Deutscher Kurzfilmpreis, 14.9. Alles muss raus!, 16.9. Beginners, 18./20.9. Min Dit – Die Kinder von Diyabakir, 27.9. UNIVERSUM BRAMSCHE Von Göttern und Menschen, 5.9., Wicki geht auf große Fahrt, 29.9.


LOKALRUNDE

[Restaurants, Bistros, Bars und Kneipen in Osnabrück]

Großes Sommer-BBQ

Kabarett im Forsthaus

Jeden Do. + So. ab 18 Uhr: Ab Mitte September gibt’s die Bayrischen Spezialitäten-Wochen

Mi., 21.9., 20 Uhr: „Das Klimakterium schlägt zurück“

Bardinghaushof · Georgsmarienhütte Telefon 05401 35434 www.forsthaus-oesede.de

täglich ab 11 Uhr geöffnet bremer straße 120 osnabrück tel: 0541 9777-0 www.westerkamp.de

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ZWIEBEL Der Kneipen-Treff am Heger Tor Osnabrück

lässige Gemütlichkeit drinnen und draußen F immer gute Stimmung F manchmal Live Musik F

Heger Straße 34 · 49074 Osnabrück Tel. 0541 23673 · Mo-Sa ab 18 Uhr

Grüner Jäger 1. + 2. Bundesliga sowie Champions League Kneipen-Café Restaurant

auf 4 Großbildleinwänden Mo.: GROLSCH-TAG, Flasche 2,50 € Bei Wind und Wetter überdachter Biergarten

Seminarstraße 32 Tel. 21943

Mo-Do 11.00-1.00 / Fr+Sa 11.00-2.00 / So 13.00-2.00

An der Katharinenkirche 1 · Tel 0541 27360 Merkmal und Philosophie ist unsere „Rote Tafel“

My kitchen my rules Hier wird gekocht, auf was wir Lust haben.

4.11.2011 ab 19.30 Uhr

Comedy-Menü

Adolfstr. 40 · OS (Ecke Katharinenstr.) Tel. 0541 6687319 www.tatort-engels.de Di.–Sa. ab 18 Uhr

American Breakfast jeden Sonntag – all inclusive – 15 €

ein 3-Gang-Menü mit Dr. Johnny Walker Mehr dazu auf unserer Webseite!

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klick WANN: 4.8.2011 WO: Am Willy-Brandt-Platz WIR FRAGEN: Nach wem oder was müsste unbedingt mal ein Platz benannt werden? INTERVIEWS/ FOTOS: CHRISTINA LOTTER

IMPRESSUM

STADTBLATT OSNABRÜCK

erscheint in bvw werbeagentur + verlag GmbH

Jack Kerouac oder Allen Ginsberg, weil Nach der Bewegung des Arabischen Nach (links) Kurt Cobain. Nach (rechts) Elton John, weil ich den so sie für ein bestimmtes, entspanntes Frühlings. gut finde. Lebensgefühl stehen.

Georgstraße 14 · 49074 Osnabrück Tel.: 0541 357870 · Fax: 0541 24602 E-Mail: redaktion@stadtblatt-osnabrueck.de office@stadtblatt-osnabrueck.de kleinanzeigen@stadtblatt-osnabrueck.de werwowas@stadtblatt-osnabrueck.de HERAUSGEBER: bvw verlag GmbH

REDAKTION: Andreas Bekemeier (V.i.S.d.P.; Redaktionsleitung), Judith Kantner, Harff-Peter Schönherr, Mario Schwegmann, Roger Witte

PROGRAMMREDAKTION: Daniel Rüffer

FOTOGRAFEN: Judith Kantner

AUTOREN/INNEN DIESER AUSGABE:

Einen Platz an der Sonne. Weil die Sonne Freiheitsplatz. Weil die Friedenspro- Rastplatz. Ein Platz zum Entspanangenehmer ist als der Regen. fessur an der Uni an Neville Alexander nen und Erholen. ging, einen Mitstreiter Mandelas.

Hedda Horch, Harald Keller, David Nasse, Frank Jürgens, Thomas Hart, Jörg Ehrnsberger, Christian Lukas, Georg Webber, Ralf Gotthardt, Daniel Rüffer, Maren Gäbel, Claudia Sarrazin, Hanna von Behr, Malte Schlaack, Malte Schipper, Bobby Fischer, Lena Duvendack, Marco Gausmann, Kim Runge, Peter Wilde, Nina Bartholomaeus NamentlichgekennzeichneteArtikelgebendie Meinungdes Verfasserswieder, nichtunbedingt die der Redaktion.Abdruck, auchauszugsweise,nur nach AbsprachemitdemVerlag.

GESTALTUNG: Roger Witte, Anja Schulze, Silvan Fey, Sabrina Dienstbier, Sophia Kränke, Jens Tiemann

ANZEIGEN REGIONAL: Burkhard Müller es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 26 vom 1.1.2011

ANZEIGEN ÜBERREGIONAL: City-Medien Verlagsgesellschaft mbH, Varrentrappstraße 53, 60486 Frankfurt Tel. 069 979517-10

VERTRIEB: Pressevertrieb Ludwig Mölk, Osnabrück. Eigenvertrieb in Kneipen, Kinos, Läden und Frei-Hand-Verkauf im Stadtgebiet

Amy Winehouse. Aus gegebenem Günter Wallraff. Anlass.

Platz der Kinder. Weil Kinder wichtig sind.

DRUCK: STEINBACHER DRUCK, Anton-Storch-Str. 15, Osnabrück Das STADTBLATT erscheint monatlich. Die Veranstaltungshinweise im Tagesprogramm und private Kleinanzeigen sind kostenlos. Eine Veröffentlichungsgarantie kann nicht gegeben werden. Für unverlangt eingesendete Manuskripte und Fotos wird keine Garantie übernommen.

intern&interna

BANKVERBINDUNG: F Interview-Termin bei Fritz Brickwedde. Zum Finale unserer Kommunalwahl-Reihe sprechen wir mit dem Fraktionschef der Osnabrücker CDU. Seinen politischen Alltag soll der Ratsherr mit einer Einwegkamera festhalten. Und lehnt freundlich ab. Als Geschäftsführer der Deutschen Bundes Umweltstiftung (DBU) sind ‚Plastikfotos’ für ihn natürlich ein No-go. Unser Fauxpas. F Das gabs noch nie: Gleich drei neue Praktikanten bevölkern unsere Büros! Willkommen also, Christina Lotter – sie verstärkt uns in der Redaktion. Und willkommen, Sophie Kränke und Jens Tiemann – durch sie hat sich unsere Grafikabteilung fast verdoppelt. Mal schaun, wie schnell unser Heft demnächst fertig wird. F Nachtrag zum Beitrag „Wacken ist Walhalla“ im Au-

74 STADTBLATT≈9.2011

gust-STADTBLATT: Ein Teil der Fotos von Autor Harald Keller steht jetzt auf der „Reliquiae“-Facebook-Seite. Apropos Fotos: Wacken-Stammbesucher Arne aus Taarstedt hat oben auf seinem Unimog eine Sitzgruppe mit kleiner Bar nebst Sonnendach installiert und bot spontan an, hier mit „Reliquiae“ ein Foto zu machen. Das forderte Kollege Keller akrobatisches Können ab – auf einer Leiter frei schwebend zwischen Himmel und Erde... FUnsere Autorin Hanna von Behr geht auf große Fahrt. Nein, sie hat keine Einhand-Nonstop-Weltumsegelung vor, wie einst Wilfried Erdmann, der ja noch immer mit seinen Kathena-Jachten unterwegs ist. Sie hat ihren ersten Segelschein gemacht. Ob sie jetzt besonders fleißig schreibt, damit es bald zum eigenen Boot reicht?

Kto. Nr. 311 376 000 Volksbank Osnabrück (BLZ 265 900 25)

ABO: Preis des Einzelheftes 1,80 € im Jahresabo (12 Ausgaben) 19,- € Studentenabo 15,- € zu überweisen auf das Konto 311 376 001 bei der Volksbank Osnabrück (BLZ 265 900 25) Die Auflage des STADTBLATT wird regelmäßig IVW-geprüft (IVW = Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.)

DAS OKTOBER-STADTBLATT ERSCHEINT AM MITTWOCH, DEN 28.9.2011 REDAKTIONSSCHLUSS MO. 12.9.2011


Gut ankommen mit der VOS. chaft s in e m e g s r h e k Die Ver vor! h ic s t ll e t s ) S O Osnabrück (V

rplatz OS o v m o D r, h U 4 1 eptember, 10 -

24. S

DAS BIETEN WIR IHNEN: - Kostenlose Fahrt am 24.09.11 bis 18 Uhr - Buntes Rahmenprogramm für Groß & Klein - Maskottchentreffen

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STADTBLATT 2011.09