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STADTBLATT campus KOSTENLOS

Wie im Kino Filmreife Locations an Uni & HS

Applaus, Applaus

Als Musical-Student zur „Addams-Family“

te! Save the da er ck rü b a 1. Osn

Campus Nacht. am 10.6

Schön, dass ihr da seid Wie 28.000 Studierende Osnabrück zur Studentenstadt machen

WEIL STUDIEREN IN OSNABRÜCK SUPER IST. NR. 46 | SOMMERSEMESTER 2017


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So wohne ich

Die Mitbewohner

Margit Kölln studiert Wirtschafts- und Sozialgeographie und ist in der Innenstadt zuhause _VON CAROLIN RUPP

Ich wohne mit meinem Freund zusammen in einer 4er-WG. Durch Freunde und ein gemeinsames Studium in Göttingen, kannten wir uns alle bereits. Somit ist die WG aus Freundschaft entstanden und alles andere als eine Zweck-WG.

Die Regeln

Einen Putzplan haben wir nicht. Jeder hat ein eigenes Verständnis von Sauberkeit. Ich mag es z. B. sauber, es darf dafür aber ruhig mal unaufgeräumt sein. Andere Mitbewohner räumen dafür mehr auf oder bringen den Müll raus. Jeder hat seine Stärken und Schwächen – da ergänzen wir uns fantastisch.

Die Deko

Natürlich haben wir als WG zusammengewürfelte Möbel und Dekoration. Viel davon machen wir aber selbst, wie der Regenbogenkronkortentisch oder die Lampen, die hinter mir hängen. Vieles unserer Deko hat mit dem Thema Reisen zu tun. Hier und da findet sich ein Globus oder eine riesengroße Weltkarte. Ich habe viel Spaß daran und sogar mal überlegt, Innenarchitektin zu werden.

FOTO: JACOB MASON

Die Gegend

Was soll man zum Innenstadtviertel noch groß sagen? Die Bars und Kneipen sind direkt vor der Tür, alles Wichtige ist zu Fuß erreichbar. Es ist sogar recht ruhig, da wir nicht direkt an der Großen Straße wohnen. Das wirklich einzige Manko ist, dass das Grün nicht um die Ecke ist. Aber die Innenstadt hat einfach zu viele Vorteile, als dass mich das stören würde.

Das Besondere

Dies ist ein wunderschönes, charmantes Fachwerkhaus auf zwei Etagen. Die großen Fenster werfen ein schönes Licht auf die Holzbalken, die im gesamten Haus verlegt sind. Als wir einmal am Flughafen einen Lonely Planet-Reiseführer in der Hand hatten, haben wir unser Haus in den Empfehlungen entdeckt. Das war schon recht witzig.

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Wer lässt den Hund raus? Von Nachhilfe bis Hundesitter: Die zehn beliebtesten Studentenjobs. VON CARINA HOORMANN

Promoter

Gassi-Geher

Eisverkäufer

Proben verteilen im Weihnachtsmannkonstüm, als Osterhase verkleidet ein neues Produkt bewerben oder abends im Club Gratis-Shots ausschenken: Für Kommunikationsfreudige genau das Richtige! Promoterjobs sind heißbegehrt, abwechslungsreich und besonders amüsant.

Zählt das überhaupt als Arbeit? Geld verdienen kann man jedenfalls damit! Mit dem Vierbeiner durch den Park spazieren: Das erfreut mit Sicherheit nicht nur den Hund und seinen Besitzer. Und Single-Studenten können nebenbei flirten – mit einem Hund an der Leine kommt man schnell ins Gespräch.

Gutgelaunte Kunden und sonniges Wetter: Eis verkaufen im Sommer zählt definitiv zu den beliebtesten und leckersten Nebenjobs für Studis. Geld verdienen leicht gemacht!

Der Klassiker der Nebenjobs. Für alle, die ihr Wissen aus der Schulzeit noch irgendwo gespeichert haben. Die eigenen Kenntnisse werden dabei aufgefrischt und der Lernende schreibt im Idealfall bessere Noten. Winwin-Situation für Schüler und Student.

Barkeeper Umgeben von feierfreudigen Mitstudenten und lauter Musik, lässt sich als Barkeeper in den Abend- und Nachtstunden problemlos Geld verdienen. Im Trubel der Partynacht vergeht die Arbeitszeit wie im Flug und das Trinkgeld sorgt für den ein oder anderen Extra-Euro im schmalen Studenten-Geldbeutel.

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Apothekenfahrer Medikament abholen – Medikament ausliefern. Viel mehr gibt es in diesem Job eigentlich nicht zu tun. Die meiste Zeit wird also damit verbracht, im Auto zu sitzen, Radio zu hören und von A nach B zu fahren. Geht es noch unkomplizierter?

Rettungsschwimmer Oder auch „Aufseher in Badekleidung“. Besonders in den Sommermonaten ein beliebter Nebenjob, denn im Freibad kann sogar während der Arbeit die Sonne genossen werden. Hektik, Stress und schlechte Laune? In diesem Job Fehlanzeige!

Der Traumjob für alle Hobby-Fußballer, die Spaß am Umgang mit Kindern haben. Welcher Job bietet schon die Möglichkeit, während der Arbeit sportlich aktiv zu sein?

Interviewer Wer, wie, was – wer so was fragt, der arbeitet. Mit dem Laptop oder einem Papier-Fragebogen bewaffnet, heißt es: Jeden ansprechen, der zur jeweiligen Zielgruppe passt. Wer kontaktfreudig und redegewandt ist, wird definitiv Spaß an diesem Job haben.

Erdbeerverkäufer Wer kennt sie nicht, diese duftenden Stände am Straßenrand? Der wohl gesündeste Nebenjob dieser Rubrik und, als könnte es nicht noch besser werden, gearbeitet wird natürlich im Sommer!

FOTO: MARIA SBYTOVA/FOTOLIA.COM

Nachhilfelehrer

Fußballtrainer für die Kids


_INTRO/INHALT

Geballte Power

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TITELFOTO: JAKE MASON

Rund 28.000 Studierende sind zurzeit an Universität und Hochschule Osnabrück eingeschrieben. Eine Community, die nicht nur den Campus prägt, sondern die gesamt Stadt. Osnabrück ist mehr denn je eine Studentenstadt und bei der Wahl für ein Studium längst so attraktiv wie Münster oder Oldenburg. In unserer Titelgeschichte haben wir Studierende und andere Osnabrücker gefragt, wie sich 28.000 Studierende bemerkbar machen? Und vor allem positive Statements erhalten. Wie Simon Peschges von der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, der den Arbeitsmarkt vor Ort im Blick hat und sagt: „Die Betriebe in Osnabrück sind sehr zufrieden mit der Versorgung von Akademikern." Es gibt aber auch kritische Stimmen. Unser Titelmodel Anita Gert, Kunststudentin an der Uni, meint: „Der Wunschkurs ist oft überlaufen – noch mehr Studenten machen das Problem nicht einfacher." Mal abwarten, ob und wann die Studentenstadt Osnabrück die magische Zahl von 30.000 Studierenden knackt … Eure Redaktion

IMPRESSUM: bvw Werbeagentur + Verlag GmbH Möserstraße 27 · 49074 Osnabrück Tel. 0541 357870 E-Mail: campus@stadtblatt-osnabrueck.de Redaktion: Mario Schwegmann, Andreas Bekemeier (V.i.S.d.P.) Anzeigen: Burkhard Müller

STADTBLATT campus Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 1.1.2017 Gestaltung: Roger Witte, Anja Schulze Druckauflage: 12.000 Druck: Steinbacher Druck Erscheinungsweise zweimal jährlich zu Semesterbeginn.

_Homestory: Margit Kölln ............................... 3 Wer lässt den Hund raus? ................................. 4 _Titel: Schön, dass ihr da seid ................... 6 Nach vorne schauen ............................................. 12 Winzige Community............................................... 14 Privates schützen...................................................... 18 Mit dem Bus zum Chef ....................................... 19 Tolle Rolle .......................................................................... 20 Klügster Event des Jahres ............................ 21 Von Killern verfolgt................................................ 22

_STUDENTENWERK Zutaten: Herzblut und Engagement. 24 Pläne: Nachhaltigkeit und Genuss.... 25 Mit Musik geht alles besser ....................... 26 „Miteinander reden, reden, reden“. 27

_LOUNGE Tipps für Studierende .................................... 30 Die Ex-Studentin: Hazel Brugger, Stand-Up-Comedien ............................................ 42 Kulturtipps: Ab nach draußen! ............ 44 Wir wollen wissen: Zu welchem Studiengang würdest Du gerne wechseln?............................................. 46


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Schön, dass ihr da seid Die Zahl der Studierenden in Osnabrück liegt bei fast 28.000. Damit studieren etwa 16% aller Osnabrücker. Spürt man das? Ist das eigentlich gut? Und: Geht da noch mehr? _TEXT UND FOTOS: MARCO BÄCKER

Eine von 28.000: Anita Gert ist zum Kunst-Studium nach Osnabrück gekommen

dienen. Nicht jeder Universitätsstandort kommt per Z se dafür in Frage. Im zurückliegenden Wintersemester

Das Prädikat „Studentenstadt“ muss man sich ver- wir hier schon einen Haken machen: „Ich bin mit dem Rad einfach schneller auf dem Campus, als mit Auto oder Bus – von der Parksituation am Westerberg ganz abgesehen“, wächst die Zahl der Studierenden an der Hochschule um meint etwa Felix Blase, Fahrzeugtechnik im siebten 200, an der Uni sogar 550 – das scheint nicht allzu viel. Semester, zum Thema Erreichbarkeit. Laut FahrradhändAber doch sind es 750 Personen mehr, die um einen Job, ler B.O.C. steigt die Nachfrage zu Semesterbeginn zwar ein WG-Zimmer oder einen Platz an der Theke streiten. beträchtlich, aber Studenten interessieren sich eher für Um ein Stadtbild zu zeichnen, reichen Zahlen aber nicht gebrauchte Modelle, als für Neuware. aus. Vielmehr geht es um die Atmosphäre auf dem Cam- Beim Stadtbild ist der Einfluss der insgesamt 27.755 Stupus und in der Innenstadt, um die Club- und Gastroszene dierenden besonders zu spüren, da immer mehr Kapazioder die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten. Wir checken täten benötigt werden und so zwangsläufig auf untypidie für uns wichtigsten Bereiche und beginnen mit dem sche Standorte gesetzt werden muss. Die alte Münze und das Institut für Islamische Theologie grenzen etwa direkt Stärksten aller Eindrücke. an die Saturn-Filiale auf der Kamp Promenade, was den Zu- und Abfluss der Studierendenschaft in den Stadtkern DER ERSTE EINDRUCK: ATMOSPHÄRE In einer klassischen Studentenstadt prägen vor allem Rad- garantiert. Das gleiche gilt für den Westerberg. „Viele fahrer das Verkehrschaos. Auf unserer Checkliste können Studis strömen vom Westerberg in die Cafés im Kathari-

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nenviertel – das bringt schon Atmosphäre!“, sagt Moritz Fabian den es nach seinem in Braunschweig absolvierten Master nun zurück in die Hasestadt geführt hat. Wie sich Uni- und Stadtgebäude hier gegenüberstehen, macht für ihn den Reiz des Stadtbildes aus: „Vor allem der Schlossgarten und seine Umgebung ist in den letzten Jahren immer mehr studentisiert worden!“

ten aufnehmen können, geschweige denn ausreichend Räume zur Verfügung stehen. Erlaubte Teilnehmerzahlen im einstelligen Bereich sind nicht zuletzt auf Platzprobleme zurückzuführen. „Es ist schon sehr demotivierend, wenn Du im ersten Semester feststellen musst, an 80% deiner Wunschkurse nicht teilnehmen zu können. Ich denke nicht, dass noch mehr Studenten das Problem einfacher machen.“ Anita Gert, genannt Ani, spricht damit vielen Studenten aus der Seele. Die frischgebackene Kunststudentin befürchtet, die Qualität der Seminare könne unter der Studentenflut leiden. Das bestätigt auch Dennis Puchalka aus dem fünften Semester Maschinenbau: „Wenn man sich nicht beeilt, sitzt man bei der einen oder anderen Veranstaltung eben auf der Treppe. Das kommt schon vor, wird im Normalfall aber schnell korrigiert.“ Kein spezifisches Problem der Uni also, dem die Hochschule etwa mit dem neuen Hörsaalgebäude – auch „Frosch“ genannt – versucht entgegenzuwirken. Auch die Uni trifft mit dem geplanten Studierendenzentrum zwischen Schlossmensa und EW-Gebäude auf Gegenwind, gelobt damit aber zumindest eine verbesserte Studiensituation auf dem Campus. Dr. Brigitte Schöning, Leiterin für Marketing und Kommunikation an der Universität, zum aktuellen Stand: „Es wird fleißig getagt und geplant, in Zusammenarbeit mit den Studierenden natürlich. Konkrete Entwürfe liegen hier allerdings noch nicht vor.“ Fest steht aber: Es wird kommen und die Situation hoffentlich entschärfen.

Kino, Kneipe, Konzerte – Dennis Puchalka freut sich über die zahlreichen StudentenRabatte

„Die Betriebe in Osnabrück sind sehr zufrieden mit der Versorgung von Akademikern“ Simon Peschges, IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim

DER CAMPUS Er wächst. Neue Gebäude werden aus dem Boden gestampf, gekauft und geplant. Vom Innovationscentrum ICO in der ehemaligen Scharnhorstkaserne, dem Institut für Kognitionswissenschaften im alten Polizeigebäude an der Wachsbleiche, der Zentralbibliothek und Mensa bis zum imposanten Hörsaalgebäude am Westerberg. Dennoch bemängeln Fachbereiche wie die Kunst oder Pädagogik seit jeher, dass Seminare nicht genügend Studen-

CAFÉS, KNEIPEN, CLUS Sie gehören zu jeder Studentenstadt und sind vielleicht noch essentieller als so manche Bibliothek: Die Studentenkneipen. Davon gibt es in Osnabrück reichlich: Tiefenrausch, Pollyesthers’s, Grand Hotel, Trash, Bottled, Zauber von Os, das Sonnendeck und Co. Nicht alle sind als Studi-Kneipe gestartet, wurden aber in kurzerhand dazu erklärt. Scheinbar wird jede Bar früher oder später zu ei- F

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Gekommen um zu studieren: Ein typisches Bild am Campus Westerberg. Auf dem Weg zu Campus: FahrzeugtechnikStudent Felix Blase fährt alles mit dem Rad

„Der Wunschkurs ist oft überlaufen – noch mehr Studenten machen das Problem nicht einfacher.“ Anita Gert, Kunststudentin (Uni)

ner Art Studentenkneipe. Henrik Schrage von der Flaschenbar Bottled freut sich etwa über das Bierdiplom und vergleichbare Aktionen: „Da machen wir natürlich mit. Es ist auch wichtig, sich mit den Trink-Trends der Studis zu befassen. Gin war jetzt zum Beispiel lange ein Thema. Als nächstes kommt vermutlich flavored Rum.“ Überhaupt erscheint die Gastro wie ein erweiterter Campus. Vor und hinter der Theke tummeln sich Elektrotechniker neben Sozialwissenschaftlern. Viele Fachbereiche haben ihre Stammkneipe: „Im Trash sind es die Cogscis, die uns jeden Mittwoch die Vorräte wegtrinken!“, lacht Anita Gert, die ihr Geld als Thekenkraft verdient. In Sachen Nachtleben hat sich unter den altbewährten Clubs, wie der Kleinen Freiheit oder dem Alando, der Nize Club als schwer beliebt herausgestellt. Studentenparty am Dienstag? Cocktails für 3,50€? Na klar! Fazit: In Osnabrück bestimmen die Studis, wo und was getrunken wird – ein klares Anzeichen einer Studentenstadt.

Mehr Likes als Lanz Vier Fakten zur Studentenstadt Osnabrück. ± Seit 2010 sind 7405 Studierende dazugekommen. Damit hat Osnabrück in dieser Zeit dreieinhalb mal mehr Studenten als Einwohner gewonnen. ± Die Gebäude und angemieteten Flächen der Hochschule und Universität fassen ca. 200.000m² Fläche. Das entspricht etwa 20 Fußballfeldern, 30 Bibliotheksgebäuden oder dem 4000-fachen einer durchschnittlichen Studenten-WG.

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± 58% der Universitätsstudenten sind weiblich, an der Hochschule sind es 42%. Die Geschlechterquote liegt damit bei genderfreundlichen 50%. ± Universität und Hochschule schaffen es auf etwa 15.500 Likes bei Facebook. Das sind zwar 8000 weniger als die Sportfreunde Lotte, aber 5000 mehr als Markus Lanz! Die Stadt Osnabrück schafft es auf 10.000 Likes.

WOHNEN UND ARBEITEN Etwa ein Drittel der Studierenden zieht es vor, in einer WG zu wohnen. Diese Zimmer sind heiß begehrt und schnell vergeben, eine gezielte Suche via „wggesucht.de“ liefert jedoch über 20 WG-Zimmer, die allein am Vortag annonciert wurden. Heißt: Wer richtig sucht, wird schnell fündig, obwohl die Zahl der Mitbewerber steigt. Gerade Erstsemester versuchen verstärkt über das Wartelistensystem des Studentenwerks an eines der begehrten Wohnheim-Zimmer zu kommen. Insbesondere Master-Studenten, die nebenbei jobben, zieht es schon bald in die eigene Bude. Und dann fangen die Probleme erst an: „Etwa 30 Besichtigungen hatte ich hinter mir“, erinnert sich Dennis Puchalka an seine Appartmentsuche. Einfacher wird es beim Thema Minijobs. Alle befragten Studis erklären, dass es von Paketdiensten und Callcentern bis zum genannten Gastro-Bereich jede Menge Möglichkeiten gebe, an Geld zu kommen. Generell profitiere auch der „richtige“ Arbeitsmarkt von der hohen Akademikerdichte, wie Simon Peschges von der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim erklärt: „In Osnabrück und im stadtnahen Gebiet zeigen sich die Betriebe sehr zufrieden mit der Versorgung von Akademikern“, damit bezieht sich Peschges auf die letzte Standortumfrage aus dem Jahr 2013.

WIR FASSEN ZUSAMMEN Studentenflut tut Osnabrück gut. Sie bestimmt schon jetzt in Sachen Gastro und Campusausdehnung wesentlich das Stadtbild. Sollte die Zahl in den nächsten Jahren über 30.000 ansteigen, werden sich Universität und Hochschule vermehrt auf Probleme konzentrieren müssen, um die Qualität des Studienangebotes zu erhalten.


DU STRAHLST MIT DEINER BRILLE 10/.-,+**+0)('+&%0$#("-&0,!'0$(!!+! "**+!0 0 !0"(+"0/,* 10(!-.-*!+!-,'( 10+"-"*.+-&0,!'0,"+'+!+-"!-+ 10.(-+!*(+"0$+-+-0 10$-,'+!-+!0-0*-+0$-,'+!-+!,+0 0 +"*-+!00 "( +!-0  --

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Nach vorne schauen Ahmad Wais Qayumi stammt aus Afghanistan und bereitet sich auf ein BWL-Masterstudium an der Hochschule vor. VON MARIO SCHWEGMANN

Sechs Sprachen spricht Ahmad Wais Qayumi, da- brück. Er nimmt teil am Gasthörerprogramm der Hochschule, das sind registrierte, aber nicht eingeschriebene Studierende, und er besucht seit dem Wintersemester Traumjob: „Ich möchte später gerne bei einem großen 2016/17 ausgewählte Veranstaltungen. Kerstin Frodl, LeiLogistiker arbeiten, der international aufgestellt ist. Mir terin des Center for International Students der Hochschule gefällt es, Dinge zu bewegen – da passiert immer etwas Osnabrück: „Das Gasthörendenprogramm verfolgt mehNeues und man entwickelt sich weiter.“ rere Ziele. Eines davon ist, Geflüchteten mit Interesse an Die Chancen auf diese Berufsperspektive erarbeitet sich einem Studium, die Möglichkeit zu geben, unser LernAhmad Wais Qayumi zurzeit an der Hochschule Osna- tempo, aber auch unsere Lehr- und Lernmethoden kennenzulernen.“ Nicht alle Gasthörer*innen bleiben am Ball, einige springen ab. Hauptproblem ist neben Unterschieden im eigenständigen Lernen die deutsche Sprache – deutsche Universitäten und Hochschulen verlangen das C1-Niveau für ein Studiumsbeginn. Das hat Ahmad Wais Qayumi, dank einem Intensivsprachkurs, bereits zertifiziert in der Tasche. „Wobei Deutsch wirklich eine schwere Sprache ist“, sagt der Sprachenkenner. Sein Ziel ist der Master of Arts im Studiengang Business Management, mit einer Spezialisierung auf Logistik. Zurzeit belegt er dafür Module im Bachelor. „Wenn die Noten gut sind, kann ich mich zum nächs„Wir sehen ten Wintersemester für den Master internationale bewerben“, sagt Ahmad Wais Studierende als Qayumi und lächelt, denn bislang eine enorme lagen die Klausurnoten im 1er- und Bereicherung.“ 2er-Bereich. Auch eine OsnabrüKerstin Frodl cker Bank war von seinen Qualitäten überzeugt und wollte ihn nach Leiterin des Center for International einem Praktikum dort am liebsten Students der Hochgleich einstellen. schule Osnabrück Damit die Inklusion von internationalen und geflüchteten Studierenden in die deutsche Hochschullandschaft und damit nachfolgend auch in den deutschen Arbeitsmarkt gelingt, richten Universitäten und Hochschulen entsprechende Anlaufstellen ein. An der Hochschule Osnabrück ist das Center for International Students (CIS) die richtige Adresse. Derzeit hat die Hochschule ca. 600 internationale Studierende und zusätzlich 70 Gasthörer*innen. Insbesondere die Anzahl der eingeschriebenen internationalen Studierenden möchte die Hochschule Osnabrück in den nächsten Jahren erhöhen. Kerstin Frodl: „Wir sehen internationale Studierende als eine enorme Bereicherung. Aus der Angekommen: Ahmad Wais Qayumi fühlt Begegnung zwischen deutschen und internationalen Stusich auf dem Hochschul-Campus wohl

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FOTO: MARIO SCHWEGMANN

runter Persisch, Englisch und auch schon sehr gut Z Deutsch. Beste Voraussetzungen für den zukünftigen


So läuft’s an der Uni Die Universität Osnabrück hat auf der Startseite ihrer Homepage im Bereich Studium einen Link hinterlegt, der alle wichtigen „Informationen für Geflüchtete“ enthält, die sich für ein Studium an der Uni OS interessieren. Geflüchtete können sich u.a. für eine spezielles Gasthörerprogramm einschreiben – im WS 2016/17 waren es 55 Studierende. Und mit „Studyprep OS“ (Foto) bieten die Hochschule und Universität Osnabrück gemeinsam ein Studienvorbereitungsprogramm für Geflüchtete an, welches vom DAAD gefördert wird. Darüber hinaus bietet das Sprachenzentrum der Uni Intensivsprachkurse Deutsch an, Studierende geben Sprachunterricht, bieten Kindern Freizeitangebote und sammeln Kleider sowie Sachspenden. Koordiniert werden die Flüchtlingsaktivitäten an der Uni Osnabrück von Dr. Sabine Bohne. News gibt es auf Facebook (nach „Refugees Osnabrück“ suchen). dierenden, auch durch die Reibung verschiedener Kulturen, entsteht positive Energie, von der alle Studierenden profitieren.“ Nicht nur den Anteil der internationalen Studierenden möchte das CIS erhöhen, sondern auch auf eine Verbesserung des Studienerfolgs durch eine zielgruppenorientierte Beratung sowie durch zielgruppenspezifische Angebote hinarbeiten. Ahmad Wais Qayumi fühlt sich sehr wohl und gut betreut an der Hochschule Osnabrück. „Ich bekomme viel Unter-

stützung durch das CIS, und auch die Kommilitonen helfen mir bei Fragen.“ Nur ein ,Kommunikationsproblem‘ muss der sprachbegabte Student noch beheben. „Vor kurzem saß ich neben einem internationalen Studierenden in der Bibliothek und wir haben uns auf Deutsch unterhalten. Er hat mich aufgrund meines Aussehens wohl für einen Türken oder Ägypter gehalten. Denn erst, als wir uns verabschiedet haben, haben wir festgestellt, das wir beide aus Afghanistan stammen.“

AOK Studenten-Service Osnabrück Neuer Graben 25 Mo.–Do. 11–13 Uhr und nach Vereinbarung

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Winzige Community Wie können Bakterien bei Krankheiten helfen? Prof. Christian Kost vom Uni-Fachbereich Biologie/Chemie ist dem Geheimnis auf der Spur. INTERVIEW: HARFF-PETER SCHÖNHERR

STADTBLATT CAMPUS: Wer Ihren Twitter-Account aufruft, sieht Sie vor einem riesigen Baum. Wo ist das? PROF. CHRISTIAN KOST: Das war in Neuseeland. Ein Kauribaum, in einem Naturschutzgebiet. Unglaublich beeindruckender Anblick. Das sind dann Momente, in denen spürst du sie sehr intensiv, die Ehrfurcht vor der Natur. Anblicke wie dieser haben mich zur Biologie gebracht. STADTBLATT CAMPUS: Ihren Tweets kann man als Außenstehender kaum folgen. Diskutieren Sie da nur Fachliches? PROF. CHRISTIAN KOST: Ausschließlich; privat twittere ich nie. Einer der einfachsten und schnellsten Wege, mit der Wissenschafts-Community zu kommunizieren. Von über 80 Prozent der neuen Literatur erfahre ich über Twitter – noch bevor sie offiziell erschienen ist. STADTBLATT CAMPUS: Biologie berührt nahezu alle Be-

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„Unsere Möglichkeiten sind heute nahezu unbegrenzt.“ Prof. Christian Kost

reiche des Lebens: Umweltschutz, Lebensmittel ... Eine „Brückendisziplin“ zwischen den Natur- und den Geistesbzw. Sozialwissenschaften? PROF. CHRISTIAN KOST: Absolut. Und gerade dieses Interdisziplinäre macht sie so spannend. Das geht bis hin zu philosophischen Aspekten: Was ist ein Organismus? STADTBLATT CAMPUS: Sie setzen „mikrobielle Gemeinschaften“ als „Modellsysteme“ ein, um grundlegende ökologische und evolutionsbiologische Fragen zu beantworten. Was im Kern bedeutet ... PROF. CHRISTIAN KOST: … dass wir die Frage stellen, warum Organismen miteinander kooperieren. Oft denken wir ja, dass alles grundsätzlich zueinander in Konkurrenz steht. Aber das stimmt oft nicht. Häufig helfen Organismen einander, so dass alle profitieren. STADTBLATT CAMPUS: Nicht nur der Erwerb von Eigen-

FOTO: HARFF-PETER SCHÖNHERR

Prof. Christian Kost beimpft Nährmedien mit Bakterienstämmen, um ihre Kooperationsfähigkeit zu untersuchen


schaften treibt die evolutionäre Anpassung an die Umwelt voran, sagen Sie, auch der Verlust. Ist das wie bei den Darwin-Finken? PROF. CHRISTIAN KOST: Genau. Nur bei den Finken dauert es ungleich länger, solche Entwicklungen zu beobachten. 2000 Generationen Bakterien erfordern nur wenige Monate. STADTBLATT CAMPUS: Auch die Forschung entwickelt sich rasant. PROF. CHRISTIAN KOST: Unsere Möglichkeiten sind heute nahezu unbegrenzt. Aber je größer deine Möglichkeiten, desto größer deine Verantwortung. Kein Problem etwa, an einer Ameise das Gen auszuschalten, das für soziales Verhalten sorgt. Spannend, einerseits. Andererseits ist da die moralische Komponente: Wohin könnte das führen? Da muss man sich schon Gedanken machen. Aus diesem Grund arbeiten wir mit harmlosen Bakterien. Dabei habe ich keine moralische Bedenken. STADTBLATT CAMPUS: Was reizt Sie am Forschen? PROF. CHRISTIAN KOST: Etwas zu beobachten, das vorher noch nie jemand beobachtet hat. In Neuland vorzustoßen. Oft ist es ja, wie wenn du dich durch einen Raum voller Nebel tastest. Und plötzlich merkst du, dass sich vor dir der Nebel ein wenig lichtet, dass etwas sich sortiert, klärt, Sinn ergibt. Das ist schon ein erhebendes Gefühl. Natürlich ist es immer auch eine psychologische Herausforderung, sich dem Unbekannten zu stellen. Denn es gibt immer jemanden, der einwendet: Das entspricht aber nicht der Lehrmeinung! Aber wenn ich immer nur auf Sicherheit setze, entdecke ich nie etwas Neues. STADTBLATT CAMPUS: Sie betreiben Grundlagenforschung. PROF. CHRISTIAN KOST: Warum sind wir, wie wir sind? Was ist der Kitt, der das Universum zusammenhält? STADTBLATT CAMPUS: Aber es gibt auch Anwendungsorientierung. PROF. CHRISTIAN KOST: Zum Beispiel in der Medizin. Nehmen wir die Mukoviszidose – ein Gendefekt, der dazu führt, dass sie schleimbildende Bakterien in der Lunge von Patienten einnisten können. Wer herausfindet, wie das zu stoppen ist, hat viel bewirkt. STADTBLATT CAMPUS: Was, wenn Bayer/Monsanto mit einer Wunschliste käme: Gentechnik für die Landwirtschaft? PROF. CHRISTIAN KOST: Forschung muss frei sein. Sobald Geld im Spiel ist, ist meist auch Einflussnahme im Spiel. Oft werden dann Ergebnisse zurückgehalten, um Wissensvorsprünge zu wahren. Das ist nicht gut. STADTBLATT CAMPUS: Zum Schluss nochmal zu Twitter. Könnte das nicht auch ein Mittel gegen den Anti-Wissenschafts-Twitterer Trump sein? PROF. CHRISTIAN KOST: Ist es auch. Die WissenschaftsCommunity diskutiert da intensiv, was derzeit in den USA passiert – Budgetkürzung der Umweltbehörde, Zensur von Daten zum Klimawandel. Klar, dass es da unsere Pflicht als Wissenschaftler ist, gegenzuhalten. Und das tun wir.

Stylische Alltagsbegleiter

Große Str. 10-12/Deutsch Passage 49074 Osnabrück www.lederrabe.de www.facebook.com/lederrabe Mo. - Sa. 10 bis 19 Uhr


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Privates schützen Experten für Datensicherheit: Juliette Große Gehling und Patrick Pokrant vom Niedersächsischen Datenschutzzentrum (NDZ) der Hochschule Osnabrück.

STADTBLATT CAMPUS: Warum ist es wichtig, auf seine Daten zu achten? JULIETTE GROSSE GEHLING: Die Digitalisierung ermöglicht uns wahnsinnig viele Dienste – nehmen wir nur mal das Smartphone mit seinen Apps, die uns den Alltag erleichtern. In dem Moment gebe ich aber ein sehr persönliches Profil von mir preis. STADTBLATT CAMPUS: Wann können Daten gefährlich werden? Haben den Durchblick bei JULIETTE GROSSE GEHLING: Produkte und Datenmissbrauch, UrheberPreise passen sich dem Nutzer an. So werden recht und Facebook: Apple-Usern zum Beispiel für eine Reise teil- Juliette Große Gehling und weise höhere Preise angeboten als Usern an- Patrick Pokrant derer Hersteller – schließlich kann er sich den Lifestyle leisten. Auch Fitnessarmbänder sind kritisch, wenn Krankenkassen die Daten nutzen: Was auf den ersten Blick charmant wirkt, klassifiziert unsere Gesellschaft. PATRICK POKRANT: Wer Daten preisgibt, könnte mit langfristigen Folgen rechnen. Vielleicht bekomme ich später keinen Kredit oder Job wegen eines Facebook-Posts. Da hilft nur Aufklärung – nicht im Sinne von AGBs, denn ich bin ehrlich, die lese ich auch nicht. Hilfreich wäre vielmehr der Aufbau von Datenschutzund Medienkompetenz, zum Beispiel in der Schule. STADTBLATT CAMPUS: Wenn ich ein Foto von meinem Hochschulsport-Team mache, darf ich das also nicht hochladen? JULIETTE GROSSE GEHLING: Wir alle haben das Recht am eigenen Bild. Bevor ich jemanden fotografiere, brauche ich seine Einwilligung. Bei Gruppen reicht es, wenn „Wer Daten ich signalisiere, dass ich ein Foto mache. Eine andere Sapreisgibt, che ist, es hochzuladen: Da halte ich die Einwilligung am könnte mit besten schriftlich fest. Viele wissen gar nicht, dass man langfristigen eigentlich gefragt werden müsste. Folgen rechnen“ Patrick Pokrant STADTBLATT CAMPUS: Wie ist das in einer Vorlesung? Darf ich die Folien meines Professors abfotografieren? JULIETTE GROSSE GEHLING: Zunächst wäre es höflich, vorher zu fragen. Die Folien des Professors könnten urheberrechtlich geschützt sein. Wer das Bild nur für seine eigenen Unterlagen nutzt, hat das Recht auf eine Privat-

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kopie und kann es im engsten privaten Umfeld teilen. Was ich nicht darf, ist die Kopie bei Facebook hochladen oder in einer großen Lerngruppe verteilen. STADTBLATT CAMPUS: Ist es erlaubt, eine Grafik in einem Vortrag zu zeigen? PATRICK POKRANT: Mit Creative Common (CC)-Lizenzen ist man in der Regel auf der sicheren Seite. Da hat der Urheber selbst entschieden, ob und wie er genannt werden möchte. Wichtig ist, den Urheber zu nennen. STADTBLATT CAMPUS: Mir ist vorhin etwas Lustiges passiert und ich habe es auf Instagram geteilt ... JULIETTE GROSSE GEHLING: Ist ein Kommilitone zu erkennen, muss ich ihn vorher fragen. Selbst wenn sein Gesicht nicht zu erkennen ist, könnte er durch andere Merkmale wie eine Tätowierung identifiziert werden. STADTBLATT CAMPUS: Sind Sie selbst noch bei Facebook angemeldet? JULIETTE GROSSE GEHLING: Ja, bin ich. Es ist eine Medaille mit zwei Seiten: Ich weiß, dass der Umgang mit meinen Daten kritisch ist. Allerdings möchte ich mit Freunden in Kontakt bleiben. Da muss jeder seine eigene Linie finden. Aber ich überlege mir gut, welche Freundschaftsanfragen ich annehme. PATRICK POKRANT: Meine Privatsphäre-Einstellungen sind alle auf das Mindestmaß eingestellt. Das beste Mittel ist, nur das preiszugeben, was ich vielleicht in fünf Jahren noch öffentlich haben möchte. Was Facebook mit den Daten macht, ist nochmal eine ganz andere Sache. STADTBLATT CAMPUS: Darf die Hochschule Daten über mich weitergeben? JULIETTE GROSSE GEHLING: Nein. Vielmehr kommt es darauf an, wer welche Daten anfordert und warum diese Daten weitergegeben werden sollen. Hiervon kann es begründete Ausnahmen geben. Als Lehrbeauftragte kann ich aber nicht beim Prüfungsamt anrufen und mir Prüfungsdaten von einem Studierenden holen. PATRICK POKRANT: Alles, was erforderlich ist, ist gesetzlich erlaubt. So sind organisatorische Informationen wie die Kursteilnehmer für den Dozenten verfügbar. Alles andere benötigt eine Einwilligung.

FOTO: FRANZISKA TEMMEN

VON FRANZISKA TEMMEN


Lockere Gespräche: Bei der Career-Tour lernt man Unternehmen unkompliziert kennen

Mit dem Bus zum Chef Zwischen Osnabrück und Bersenbrück: Die Career-Tour zeigt, warum angehende Fachkräfte den regionalen Arbeitsmarkt nicht unterschätzen sollten. VON FRANZISKA TEMMEN

sucht, hat oft ganz bestimmte Vorstellungen im Z Kopf, wie der erste Job zu sein hat. Zentrale Frage dabei:

Wer nach dem Studium den beruflichen Einstieg Mitmachen ist einfach: Interessierte können sich auf der Webseite www.careertour.de anmelden. Am Tag der Besichtigung holt ein Kleinbus um 14.30 Uhr die Teilnehmer Wo soll der sein? Bleibe ich oder versuche ich mein Glück an der Bushaltestelle „Hochschulen Westerberg“ ab und woanders? Um bei dieser Entscheidung zu helfen, haben fährt zum ersten Unternehmen – jedes weitere Unternehregionale Wirtschaftsförderungen ein Projekt ins Leben men wird dann einzeln mit dem Bus angefahren. gerufen: Die Career-Tour zeigt die Branchenvielfalt der Nach einer Betriebsbesichtigung warten schon die zuRegion und vermittelt den Kontakt zwischen Wirtschaft ständigen Ansprechpartner, um alle Fragen zu beantworund Hochschülern. ten. Doch nicht nur die Chefetage, sondern auch IngeVom 8.–11. Mai 2017 besuchen Studierende acht Unter- nieure, Maschinenbauer und weitere Fachkräfte nehmen nehmen im Landkreis Osnabrück und werfen einen Blick sich Zeit und informieren über ihre Arbeit. Winkler: „Für in die Betriebe: „Es ist eine sehr einfache Art und Weise, die nächste Runde haben wir schon viele Anfragen von mit Geschäftsführern und Personalverantwortlichen in Unternehmen bekommen. In der Auswahl berücksichtiKontakt zu treten. Anders als in Bewerbungssituationen, gen wir möglichst viele Studienbereiche und achten daentstehen lockere Gespräche und ein direkter Eindruck rauf, die komplette Fläche des Landkreises abzubilden.“ vor Ort“, sagt Alexander Winkler von der WFO Wirtschafts- Im November letzten Jahres beteiligten sich insgesamt förderung Osnabrück. 13 Unternehmen mit rund 80 Studierenden an der CaStudierende lernen potenzielle Arbeitgeber persönlich reer-Tour. Die Teilnehmer besuchten unter anderem das kennen und finden Unternehmen, in denen sie ein Prak- Consulting-Unternehmen Salt and Pepper (Osnabrück), tikum absolvieren oder ihre Bachelor- oder Masterarbeit Produkthersteller Duni (Bramsche), das Deutsche Institut schreiben können. Und es hilft auch den Unternehmen, für Lebensmitteltechnik (Quakenbrück) und das Maschidem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. nenbauunternehmen Korfhage (Melle).

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Tolle Rolle Eric Vilhelmsson studiert Musical am IfM. In seinem Abschlussjahr gehört er zum Ensemble der „Addams Family“. Das Musical um eine nicht ganz normale New Yorker Familie läuft zurzeit am Theater Osnabrück.

Verliebt in die Tochter der Addams Family – Eric Vilhelmsson als Lucas Beineke

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So beginnen Karrieren. Schon mit drei Jahren singt Eric Vilhelmsson im Kinderchor. Später dann im Schulchor und irgendwann steht ein Musical auf dem Programm. Singen, Schauspiel, Tanzen … – die Leidenschaft für das Bühnenleben ist geweckt. Richtig ,Klick‘ macht es dann bei einem Besuch des Musicals „Next To Normal“. „Das hat mich beeindruckt! Das ist ein Musical mit großer Schauspielarbeit und viel Tiefe, nicht nur Happy End und so.“ Von da an beschließt Eric, Musicaldarsteller zu werden. „Am Anfang denkt man: Musicaldarsteller? Ist das denn was Richtiges? Auch die Eltern fragen einen das. Aber dann lernt man das Metier und die Menschen kennen und stellt fest, dass Musical viel Arbeit und Handwerk ist – plus Talent.“ Nach dem Abi bewirbt Eric Vilhelmsson sich bei den wenigen Hochschulen in Deutschland und Österreich, die überhaupt eine Musical-Ausbildung anbieten. Und gleich das erste Vorsingen klappt. Der Frankfurter wird am Institut für Musik (IfM) der Hochschule Osnabrück angenommen und beginnt die vierjährige Ausbildung – ein Bachelor of Arts – zum Musicaldarsteller. Inzwischen ist Eric Vilhelmsson im Abschlussjahr und wird nach diesem Sommersemester fertig. Zum Abschlussjahrgang gehört auch die Praxis und die erlebt Eric zurzeit als Ensemble-Mitglied im Musical „The Addams Family“, das Mitte März Premiere hatte am Theater Osnabrück. Die „Ad-

dams Family“ ist Kult. Erdacht in den 1930er Jahren von dem US-amerikanischen CartoonZeichner Charles Addams, wurde die morbide Familie durch die gleichnamige TV-Serie aus den 60ern populär sowie durch erfolgreiche Kinoverfilmungen in den 90ern. Seit 2009 gibt es „The Addams Family“ auch als Musical. Die Addams’ lieben alles Seltsame, leben in einer verwunschenen Villa mitten im New Yorker Central Park und sind das Gegenteil des typischen US-Kleinbürgers. Eric spielt – abwechselnd mit dem Darsteller Felix Freund – die Rolle des Lucas Beineke, dem Freund von Wednesday Addams. „Lucas ist ein junger Mann aus einer ,normalen‘ Familie, der sich in Wednesday verliebt hat und die beiden wollen heiraten – nur wissen beide Familien noch nichts davon ...“ Und das führt zu amüsanten Konflikten. An seiner Rolle mag Eric Vilhelmsson besonders den Song „Verrückter sein als Du“. Denn eigentlich ist Lucas eher ein zurückhaltender, fast spießiger Typ, „aber in dem Song dreht er richtig auf.“ Neben der Rolle des Lucas übernimmt Eric Vilhelmsson auch noch einen der Ahnen der Addams Family – aufwenig geschminkte Vorfahren mit UntotenTouch. Doch „The Addams Family“ ist ein lustiges Musical im Rocksound, „mit viel Energie“, wie Eric sagt. Im Sommer ist Erics Studium dann beendet. Dann zieht es den ausgebildeten Musicaldarsteller zurück in die Heimat, zu den Burgfestspielen Bad Vilbel, vor den Toren Frankfurts. Dort wird Eric Vilhelmsson in der 60s-Revue „Summer In The City“ zu sehen sein und in Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“. P Termine: 7., 16., 22.5., 11.6., Theater am Domhof

FOTO JÖRG LANDSBERG

VON MARIO SCHWEGMANN


Klügster Event des Jahres In einer langen Nacht der Wissenschaften öffnen Universität und Hochschule Osnabrück ihre Türen für alle – Premiere der ersten Osnabrücker Campus Nacht. VON MARIO SCHWEGMANN

schon länger und sie sind ein Hit. Die „Nacht des Z Wissens“ an der Uni Hamburg, die „Lange Nacht der Wis-

FOTO JETTE GOLZ, UNIVERSITÄT OSNABRÜCK

In anderen Hochschulstädten gibt es solche Nächte

senschaften“ an der FU Berlin … Wenn die Akademien ihr Hörsäle und Labore auch für Nicht-Studierende öffnen, ist das Interesse groß. Jetzt gibt es auch in Osnabrück einen solchen Event: die erste Osnabrücker Campus Nacht. Am zweiten Juni-Samstag. Bei mehr als 150 Veranstaltungen können die Bürgerinnen und Bürger, Eltern von Studierenden, Studieninteressierte und Förderer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wissenschaft und Forschung rund um das Osnabrücker Schloss, auf dem Campus Westerberg und Campus Haste hautnah erleben. Ein kostenloser Bus-Shuttle verbindet die drei Veranstaltungsorte miteinander. Die beiden Hochschulen zeigen ein breites Spektrum ihrer Forschungsaktivitäten. Die Musik präsentiert im Schloss zum Beispiel „Die lange Nacht der neuen Flügel“, die Rechtswissenschaftler eine Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht. Szenische Lesungen, Mitmachaktionen für Kinder und Schlossführungen, Verhaltenstests der Psychologen sowie der Osnabrücker Thesenanschlag der Theologen ergänzen das Programm. Auf dem Campus Westerberg geht es u.a. um Mobilität. Da zeigen Feldroboter ihr Können und drehen Elektrofahrzeuge auf einer Teststrecke ihre Kurven. Und in der neuen Bibliothek können Besucher einen Song aufnehmen und als CD mit nach Hause nehmen. Am Standort Haste geht es nicht nur um den „Mord im Gewächshaus“. Die Pflanzenbiologen kreuzen Birnen und Äpfel und natürlich wird auch das Haster Kraftbier verkostet. Der Stau-

Lesungen, Experimente, Workshops … Über 150 Veranstaltungen können bei der Campus Nacht besucht werden

dengarten ist geöffnet und mit Beleuchtung in Szene gesetzt. Die Ornithologen bitten zur Abendexkursion. An allen drei Standorten laden Vorträge, Spiele, Experimente, Workshops, Lesungen und Führungen zum Entdecken und Erleben ein. Krönender Abschluss: Die Mitternachtsshow mit anschließendem Feuerwerk vor der Mensa am Westerberg. WANN Samstag, 10. Juni 2017, 17 bis 24 Uhr WO Campus Innenstadt/Schloss, Campus Westerberg, Campus Haste WIE Die Campuslinien 21 und 22 der Stadtwerke Osnabrück bringen die Besucher während der Campus Nacht praktisch und umweltfreundlich sowie kostenfrei zu den drei Standorten. WWW Weitere Infos unter osnabruecker-campusnacht.de

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Szenerie eines Hollywoodstreifens dienen könnten. _TEXT CARINA HOORMANN

Die Campus-Rutsche ins Zauberland (Fantasy) Auf dem Weg in ein neues Zuhause sieht eine mutige Studentin die geheimnisvolle Rutsche und reist durch sie direkt in eine andere Welt. Sie wird ihres Namens beraubt und lebt in einer fremden Zaubergalaxie. Wenn sie ihren wahren Namen vergisst, kann sie diese Welt nie wieder verlassen.

I am Student (Abenteuer) Ein Virus überfällt die Menschheit und infiziert jeden, bis auf einen: den Studenten. Tägliche Wanderungen über den verlassenen Campus bestimmen seinen Tagesablauf, auf der Suche nach einem Heilmittel gegen den Virus.

Planet der Studis (Science Fiction) Verloren in Raum und Zeit. Eine missglückte Weltraum-Expediton zwingt die Menschheit, auf einem unbekannten, futuristischen Planeten notzulanden. Aber halt, was ist das? Der Planet wird nicht von ihresgleichen beherrscht: Studenten sind an der Macht!

Mit dir unter dem Torbogen (Romanze) Die Eltern der 19-jährigen Lena haben sich getrennt und nun soll sie die Ferien bei ihrem Vater in Osnabrück verbringen. Am Schloss trifft sie den Studenten Till und findet in ihm ihre erste große Liebe. Doch ihre Beziehung wird auf die Probe gestellt ...

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FOTOS: CARINA HOORMANN, SIMON POHLMANN; ILLUSTRATION: BRYLJAEV/123RF.COM

VON KILLERN VERFOLGT

„Die Location wäre perfekt für einen Filmdreh!“ – auch schon mal gedacht? Unsere Fotostory zeigt Orte auf dem Campus, die glatt als


Skate or Study (Skatefilm) Studenten nutzen wie so häufig das Campusgelände als Skateboardpiste. Der Joint brennt, das Skateboard rollt, doch dann: Ein Drogendeal zwischen Fremden läuft aus dem Ruder und sie beobachten eine Schießerei. Von den Killern verfolgt, skaten die Studenten um ihr Leben.

The Door (Horror) Eine Tür, behaftet mit Erinnerungen an albtraumhafte Szenen. Wer diese Tür öffnet, wird angeblich in sieben Tagen sterben. Ein Student beginnt Nachforschungen anzustellen, um dem rätselhaften Treiben auf dem Campus ein Ende zu setzen. Wird er das Geheimnis der mysteriösen Tür lüften?

Studi Rider (Thriller) Zwei Studenten brennen durch. Von Mexiko nach Osnabrück: Das Mopped vollbeladen mit illegalen Drogen und Dollarnoten, versuchen sie, ihr Studenten-Budget aufzubessern. Doch das Rauschgiftgeschäft lockt Feinde an, die den beiden Bikern ihr Geschäft vermiesen wollen.

Project Campus (Komödie) Drei abgeschriebene Studenten: Sie wollen eine Party veranstalten, die ihr Leben verändern soll. Die Flure der Uni sind leergefegt und statt 50 Gästen feiern rund 2000 Studenten die Abrissparty des Jahrhunderts. So war das eigentlich nicht geplant!

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STUDENTENWERK

Zutaten: Herzblut und Engagement Annelen Trost war zehn Jahre lang Leiterin der Abteilung Hochschulgastronomie des Studentenwerks Osnabrück. Im Sommer geht die 'Chefin der Mensen & Cafeterien' in den Ruhestand. Essen Studierende heute anders als noch vor zehn Jahren? Ja, mittlerweile ist der Anteil von vegetarischen Gerichten im Verhältnis zu Fleisch auf fast 50% täglich angestiegen. Zudem legen unsere Gäste Wert auf Lebensmittel aus Bio-Anbau, auf Fleisch aus artgerechter Haltung, Fisch aus nachhaltigem Fang sowie auf Lebensmittel aus der Region und ein saisonales Angebot. Generell ist unseren Gästen Transparenz wichtig – sie möchten über die Lebensmittel, die wir verwenden, informiert sein. Ist das Angebot heute gesünder? Unser Angebot ist vielfältig, um möglichst viele Geschmacksrichtungen zu bedienen. Die Rezepte sind stets aktuell, die Zutaten frisch. Wie gesund sich unsere Gäste ernähen wollen, bestimmen sie selbst durch die Zusammenstellung der Komponenten. Aber was mir in der Mensa auffällt: Fast auf jedem Tablett ist eine grüne Schale! Die grünen Schalen stehen für unsere Bio-Angebote. Wie viele Essen werden täglich ausgeteilt? An den drei Mensa-Standorten Osnabrück, Vechta und

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„Die Wünsche der Gäste müssen sich nahezu erfüllen – und man muss Trendsetter sein“

Lingen teilen wir täglich zwischen 8.500–10.000 Essen aus. Eine ganze Menge. Am Ende muss sich der tägliche Speiseplan auch rechnen. Wie gelingt die Herausforderung, hochwertige Gerichte zu studentenfreundliche Preisen anzubieten? Hinter einer Großgastronomie wie der unseren steckt eine enorme Logistik – vom Wareneinkauf bis zur Essensausgabe. Wir haben das Ziel, in allen Bereichen möglichst effizient zu wirtschaften und dabei immer auf Qualität zu achten. Auch mit der genutzten Energie gehen wir bewusst um. Hinzu kommt, dass die Gerichte zu einem Teil vom Land Niedersachen subventioniert werden. So eine große Küche funktioniert nicht ohne ein eingespieltes Team. Ja, wir haben ein wirkliches tolles Team in der Hochschulgastronomie! Mit sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, mit diesem Team zu arbeiten. Ich bin allen für ihre Treue und zuverlässige Unterstützung sehr dankbar und ziehe vor der tollen Leistung meinen sprichwörtlichen Hut. Sie haben für die Mensen des Studentenwerks nicht nur „Goldene Tablets“ errungen, sie wurden auch „GV-Managerin des Jahres 2012“ – gewählt vom Fachmagazin „GVmanager“, das damit jedes Jahr bundesweit Führungskräfte der Großgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung (GV) auszeichnet. Was zeichnet eine erfolgreiche Großgastronomie aus? Da kommt es nicht auf einen entscheidenden Faktor an, das ist ein ganzer Strauß an Voraussetzungen. Es müssen wichtige Säulen aufgestellt werden, die dann belastbar sind: Die interne und externe Vorgehensweise muss stimmen, die Wünsche der Gäste müssen sich nahezu erfüllen, man muss Trendsetter sein, die Mitarbeiter müssen motiviert und zufrieden sein. Und schließlich muss man gute und nachvollziehbare Strukturen schaffen und diese permanent beobachten und anpassen. Sie sind selbst auch gerne mittags in die Mensa gegangen – welche Gerichte waren Ihre Favoriten? Ich esse sehr gerne die Gerichte aus der mensaVital Linie und besonders gerne Gerichte, die meine Kolleginnen und Kollegen in der Küche erfunden haben, wie zum Beispiel vor vielen Jahren die Bratlinge. Welches Lob von Studenten über die Mensen und Cafeterien des Studentenwerks würde Sie zum Abschied freuen? Es gibt schon ein Lieblingszitat: „Der ausgezeichnete Ruf der Mensen und Cafeterien hat mich dazu bewogen, in Osnabrück zu studieren.“

FOTOS: HERMANN PENTERMANN

Annelen Trost hat das Angebot der Mensen & Cafeterien des Studentenwerks mit geprägt


Pläne: Nachhaltigkeit und Genuss Michael Falkenreck wird der Nachfolger von Annelen Trost. Ab Sommer leitet der frühere Betriebsleiter der Mensa Bielefeld die Hochschulgastronomie des Studentenwerks Osnabrück. Bitte erzählen Sie uns kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang/Background. Meine mittlerweile über 30 Jahre in der Hotellerie und Gastronomie waren äußerst abwechslungsreich und sehr prägend, daher fällt es mir eigentlich schwer, das nur „kurz“ zu erzählen. Hier aber ein grober Überblick: Aufgewachsen in der Gastronomie, Koch und kaufmännische Ausbildung im Restaurant und im Hotel, 4 Semester Betriebswirtschaft an der WIHOGA in Dortmund, Führungspositionen in Hotels und anderen gastronomischen Betrieben im In- und Ausland, 10 Jahre selbständiger Gastronom und zuletzt über 7 Jahre in der Hochschulgastronomie beim Studierendenwerk in Bielefeld. Die Hochschulgastronomie des Studentenwerks genießt einen ausgezeichneten Ruf – wie lässt sich dieses hohe Level halten? Motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für mich eine der Grundvoraussetzung für eine gute Dienstleistung mit hohen Qualitätsstandards. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die permanente Kommunikation bzw. der Austausch mit unseren Gästen, sprich mit unseren Studierenden. Dadurch kann das Angebot permanent verbessert und Wünsche können frühzeitig wahrgenommen werden. Anschließend müssen im Team neue Angebote entwickelt werden, die dann, wenn man alles richtig gemacht hat, eine hohe Nachfrage und Akzeptanz erzielen. Welche Bereiche wollen Sie weiterentwickeln? Erst einmal muss ich mir einen genauen Überblick über alle Bereiche verschaffen, um darauf eine genaue Antwort geben zu können. Aber das Thema Nachhaltigkeit steht schon lange in der Hochschulgastronomie des Studentenwerks Osnabrück auf der Agenda ganz oben und auch ich möchte die Erfolgsgeschichte in diesem Bereich gerne mit den Kolleginnen und Kollegen im Studentenwerk stetig weiterentwickeln. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Vegane Speisen, Fleisch aus artgerechter Haltung, Bio-Produkte ... Wohin wird sich der Mensa-Speiseplan mittelfristig entwickeln?

Michael Falkenreck will die Erfolgsgeschichte der Osnabrücker Hochschulgastronomie fortführen

„Der Kreativität der Köchinnen und Köche sind auch in der Gemeinschaftsgastronomie fast keine Grenzen gesetzt“

Die Kriterien Bio, regional, saisonal, artgerechte Tierhaltung und vegane Speisen werden natürlich weithin berücksichtigt. Ich persönlich bin der Auffassung, dass die Studentenwerke auch eine gesellschaftspolitische Verantwortung haben, daher wird das Thema Nachhaltigkeit immer eine große Rolle spielen. Der Genuss muss dadurch aber nicht zu kurz kommen. Essen soll auch Spaß machen. Die Küche wird z.B. immer internationaler und der Kreativität der Köchinnen und Köche sind auch in der Gemeinschaftsgastronomie fast keine Grenzen gesetzt. Fast keine! Zum Schluss möchten wir noch wissen, was Sie gerne essen. Hier eine kleine Auswahl aus Mensa-Gerichten der letzten Wochen: Zwiebelsuppe oder Möhren-Orangen-Suppe? Bitte keine Zwiebelsuppe, weil ich während meiner Kochausbildung kiloweise Zwiebeln für die Zwiebelsuppe schälen musste und schon alleine bei dem Gedanken an Zwiebelsuppe Tränen in den Augen habe. Crazy Chips oder Bio-Schwenkkartoffeln? Das Leben ist schon crazy genug ;-), daher die fettärmeren Bio-Schwenkkartoffeln. Cannelloni mit Spinatfüllung oder Seelachs in Knusperpanade? Immer wieder gerne Seelachs, weil gebackener Seelachs schon fast Kult in den Mensen ist. Kokosmilchreis mit Erdbeertopping oder Quarkspeise mit Johannisbeersauce? Kokosmilchreis. Gerichte mit Kokosmilch erinnern mich an meinen zweijährigen Aufenthalt in Kenia.

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STUDENTENWERK

Mit Musik geht alles besser Die CampusKita des Studentenwerks Osnabrück feiert ihr 5-jähriges Jubiläum. Ein Schwerpunkt in der Arbeit mit den Kindern ist das gezielte Angebot aus Bewegung und Musik.

Motorik und Körperkoordination – die Bewegungslandschaft der CampusKita bietet viele Möglichkeiten

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Kindern ist das elementare Bedürfnis nach Bewegung und Musik zu eigen. Wenn sie Musik hören, reagieren sie meist freudig und beginnen sich im Rhythmus zu wiegen, zu tanzen, oder gleich mitzusingen. „Das unterstützen , fördern und nutzen wir als motivierende, ganzheitliche Lernform“, sagt Christiane Harig, Leiterin der CampusKita – und im Hintergrund hört man lachende Kinderstimmen und Füßetrappeln. Die Kids finden in der CampusKita großzügige Bewegungslandschaften und Räumlichkeiten vor, die sie permanent zum freien Spiel anregen. „Auch das tägliche Spiel auf dem Außengelände bei fast jedem Wind und Wetter bildet einen festen Punkt im Tageslauf!“ Die Kombination der Bereiche Musik und Bewegung ist gerade auch unter entwicklungspsychologischen Aspekten interessant. Nicht nur soziale und emotionale, auch sprachliche Kompetenzen, Merkfähigkeit und Konzentration, ebenso wie Motorik und Körperkoordination, oder die Kreativität werden angesprochen. „Das ist ästhetische Bildung pur!“, so Harig. Beim Singen kooperiert die CampusKita etwa mit dem Institut für Musik der Hochschule Osnabrück. Zurzeit besuchen 75 Kinder die CampusKita, aufgeteilt in die Bereiche Krippe (bis 3 Jahre) und Kindergarten (3-6 Jahre). Die CampusKita richtet sich nicht nur an Kinder Studierender sowie an Kinder Mitarbeitender beiReinder Osnabrücker Hochschulen, die schnuppern hier ihre Kinder gut versorgt wissen – erwünscht: 30 % der Kitaplätze stehen allen Am 9.9.2017 Osnabrücker Kindern offen. lädt die Betreut und versorgt werden die Kin- CampusKita der von 19 pädagogischen Mitarbei- zum Tag der tenden, sowie einer eigenen Kita- offenen Tür Köchin, die sich um das täglich frische Essen aus hochwertigen Lebensmitteln kümmert, zum größten Teil in Bioqualität. „Ich habe das große Glück, hier mit einem hervorragend qualifizierten, hoch motivierten Team zusammenarbeiten zu dürfen. Das macht sehr große Freude!“ Das pädagogische Programm der CampusKita beschränkt sich nicht ausschließlich auf Bewegung und Musik. Kooperationen und Vernetzung mit Partnern, wie z. B. dem Felix-Nussbaum-Haus, dem Fachbereich für Textiles Gestalten der Universität Osnabrück oder jüngst mit der Bläserphilharmonie Osnabrück, gehören zum Leitbild. Projekte mit den Kindern sind ein wichtiges Thema – wie der große Zirkustag zum vorletzten Sommerfest. „Es ist wichtig, die Kinder an der Planung solcher Projekte maßgeblich zu beteiligen, das stärkt ihr Selbstwertgefühl und lässt sie demokratische Prozesse erfahren.“ Zum 5-jährigen Jubiläum wird es am 9.9.2017 einen Tag der offenen Tür geben – interessierte Eltern, neugierige Kids und alle anderen Osnabrücker/innen sind herzlich willkommen, die CampusKita kennenzulernen.


„Miteinander reden, reden, reden“

FOTO: JACOB MASON

Fühlen sich Studierende gut informiert durch die Einrichtungen der Osnabrücker Hochschulen? Kommen Social-Media-Mitteilungen an? Kathrin Oevermann hat im Rahmen eines Praxismoduls im Studentenwerk Osnabrück die „Kommunikation mit Studierenden“ untersucht. Rund um die Uhr gehen Mails über Studip (Uni) oder das OSCA-Portal (HS) ein. Kaum ein Tag vergeht, an dem die Studierenden nicht mit Informationen seitens der Hochschulen, von Lehrenden oder anderen Institutionen auf dem Campus versorgt werden. Hinzu kommen Posts, Fotos und Videos auf Social-Media-Seiten wie Facebook oder YouTube. Da kann es passieren, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht. „Genau das ist ein Punkt, der bei meiner Untersuchung heraus kam – Studierende wünschen sich, gezielter angesprochen zu werden, indem wichtige von unwichtigen Mitteilungen getrennt werden.“ Kathrin Oevermann hat sich mit dem Thema „Kommunikation mit Studierenden“ beschäftigt. Die Mitarbeiterin in der Zentralverwaltung der Universität Osnabrück absolviert berufsbegleitend an der Hochschule Osnabrück den Masterstudiengang Hochschul- und Wissenschaftsmanagement. Im Rahmen ihres Studiums hat Kathrin Oevermann jetzt im zweiten Semester ein Praxismodul absolviert und sich dafür das Studentenwerk Osnabrück ausgesucht. Zusammen mit Claudia Puzik, verantwortlich für den Bereich Presse, Kommunikation und Marketing im Studentenwerk, ist die Idee entstanden, zu untersuchen, wie die Kommunikation zwischen den Hochschulen und dem Studentenwerk mit den Studierenden auch in Zeiten des digitalen Wandels gelingen kann. Für die Untersuchung hat Kathrin Oevermann drei Studierende, die sich in den ASten von Uni (Vechta und Osnabrück) und HS engagieren, drei Vertreter der jeweiligen Hochschulen sowie eine/n Mitarbeiter/in des Studentenwerks Osnabrück befragt. „Es ist keine repräsentative Umfrage“, erklärt Kathrin Oevermann, „aber eine Momentaufnahme, mit der man weiterarbeiten kann.“ Alle Beteiligten hatten großes Interesse an dem Projekt und wollten auch wissen, wie das ,Gegenüber‘ denkt. Ein entscheidendes Ergebnis der Befragung war: „Die Studierenden wünschen sich auf der einen Seite, stärker miteinbezogen zu werden, auf der anderen Seite konnte jedoch keiner der Befragten ein Patentrezept dafür geben, wie man die Studierenden am besten erreicht.“ Wenn die Universität oder Hochschule aber zum Beispiel die Kommunikation in ihrer Erstsemesterbegrüßung oder in anderen bestimmten Bereichen optimieren möchte – dann könnte ggf. das Feedback der betreffenden Studierenden genutzt werden, um herauszufinden, welche Mail, welches Video oder welcher Post zündet. Keine Datenflut, sondern konkrete Infos, Termine und vor allem die richti-

gen Ansprechpartner. „Und die Studierenden wünschen sich insgesamt eine bessere Abstimmung unter allen beteiligten Akteuren.“ „Zusammenfassend“, so Kathrin Oevermann, „lässt sich sagen, dass Informationen sich einer einfachen Sprache bedienen, Interesse weckend und leicht zugänglich sein und die richtigen Partner miteinbeziehen sollten.“ Die Verwendung von bewegten Bildern auf YouTube wie bspw. beim Studentenwerk oder auch vereinzelt bereits bei den Hochschulen, ist da eine innovativer Weg. „Es kommt darauf an, dass man immer wieder miteinander redet. Und das, was man bespricht, muss abgestimmt sein mit dem Kommunikationsverhalten und den modernen Kommunikationskanälen.“

„Studierende wollen gezielt angesprochen werden“ – Kathrin Oevermann über Kommunikation in Zeiten des digitalen Wandels

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FOTO: SCHEPP/PHOTOCASE.DE

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TIPPS FÜR STUDIERENDE

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GUT VERSICHERT Fragen zum Thema Versicherung kommen manchmal schneller, als man denkt. Wie sieht es z.B. mit dem Versicherungsschutz bei einem Auslandssemester oder einer längeren Reise aus? Für alle Versicherungsfragen steht die AOK Niedersachsen in Kooperation mit Uni und Hochschule mit eigener Studenten-Betreuung am Standort Osnabrück zur Verfügung. Unter 0800 0265637 sind die Experten zu erreichen oder online unter www.aok-niedersachsen.de. Und Di. + Mi. von 11-13 Uhr (und nach Absprache) sind die Ansprechpartner im AOK-Studentengeschäftsstelle direkt neben dem Schloss vor Ort. Apropos Auslandsaufenthalt: Die AOK zahlt übrigens bis zu 80 Prozent der nötigen Impfungen.

SALAT STATT SCHWEIN Wer sich für die Themen Veganismus und Tierrechte interessiert, sollte mal bei einem Treffen der Tierrechtsinitiative der Uni Osnabrück vorbeischauen. „Der Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Information über pflanzliche Ernährung, Veganismus, Karnismus und Tierrechte“, so Kristina Sprenger von der Tierrechtsinitiative Osnabrück. Darüber hinaus organisieret die Initiative auch Informationsstände, ExpertInnenvorträge, Filmvorführungen oder Backkurse. Mitte April fand zum Beispiel ein „Veganes Infocafé“ statt und Anfang des Jahres war die Philosophin und Journalistin Hilal Sezgin zu Gast, die über das Thema Veganismus referierte. Nächster Termin der Initiative: 13.6. Filmvorführung „Unlocking the Cage“ in Kooperation mit dem Unifilm. „Außerdem“, so Kristina Sprenger, „geben wir den VeggieGuide Osnabrück heraus und stehen allen Interessierten als Ansprechpartner zur Verfügung. Wichtig ist uns der konstruktive Charakter unserer Arbeit.“ Die Tierrechtsinitiative setzt sich zusammen aus Studierenden verschiedener Fachrichtungen sowie Personen ohne universitären Bezug. Neue Gesichter, Ideen und Engagement sind jederzeit willkommen. Die Treffen sind jeden Donnerstag um 18 Uhr im AStA, Alte Münze 12.

Die richtigen Bücher fürs Studium

Alles, was Sie fürs Studium brauchen, finden Sie bei Thalia. Wir haben das Richtige für Sie: die aktuellen Bücher fürs Studium sowie Fach- und Sachliteratur zu allen wichtigen Themen. Und für die entspannten Stunden finden Sie bei uns eine große Auswahl an informativer und unterhaltsamer Lektüre. Bei Thalia können Sie immer wieder Neues entdecken und nach Herzenslust stöbern und schmökern. Kommen Sie zu uns – sichern Sie sich Ihren Erfolg. Wir freuen uns auf Sie! Thalia-Buchhaus Große Str. 63-64 • 49074 Osnabrück Tel. 0541/34963-0 • E-Mail: thalia.osnabrueck@thalia.de

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ERFRISCHEND ANDERS Jeder muss sie mal probiert haben, die herrlich erfrischende WostockBrause. Ob für die nächste WG-Party oder als Erfrischung zwischendurch – die Bio-Brause ist zurzeit schwer angesagt. Die Liste der Zutaten ist ausgefallen und gerade deshalb so verlockend: Die Geschmacksrichtungen Dattel-Granatapfel, EstragonIngwer oder Pflaume-Kardamon ergänzen sich perfekt zu neuen, ganz eigenen Geschmackskombinationen. Viel Frucht, kombiniert mit spannenden Zutaten, ohne Farb- und Konservierungsstoffe – das zeichnet die neuen Sorten genauso wie das BioSiegel und der Verzicht auf raffinierten Zucker. Erhältlich ist die Berliner Limonade bei Getränke Schröder.

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Von Büchern bis Geschenk-Ideen Du bist auf der Suche nach einem bestimmten Fachbuch, einem neuen Roman oder einem interessanten Taschenbuch? Thalia bietet Studierenden eine große Auswahl an Literatur und vieles mehr: Kalender, Terminplaner wie der von Groh, mit heraustrennbaren Postkarten, DVDNeuheiten von „Criminal Minds“ bis „Findet Dorie“, Hörbücher, GeschenkIdeen und natürlich den tolino, den eBook Reader von Thalia.

Smombie oder Studi? Facebook, Instagram, Jodel und dann noch schnell ein paar Whatsapp-Nachrichten verschicken – Studenten sind während einer Vorlesung immer häufiger im Stand-by-Modus. Verschiedene Studien haben sich damit beschäftigt, wie häufig und wofür Smartphones im Laufe eines knapp 90-minütigen Seminares verwendet werden. Im Durchschnitt schauen die Studierenden alle 15 bis 20 Minuten auf ihr Handy, wobei sich die wenigsten, ca. 20 Prozent von ihnen, mit vorlesungsnahen Themen beschäftigen. Die Versuchung und die Angst davor, etwas Wichtiges zu verpassen, ist einfach zu groß. Einige schaffen es dennoch, ihr geliebtes Smartphone ganze 90 Minuten unberührt zu lassen.

Von Prince bis Lorde Jedes Semester erarbeitet der Unipopchor Osnabrück unter der Leitung von Aaron Bredemeier ein thematisches Programm mit verschiedenen Stücken aus älterer und aktueller Jazz-, Rockund Popmusik. Dieses Semester haben neben dem titelgebenden Song „Royals“ von Lorde (Foto) natürlich auch Queen, Prince oder die King’s Singers ihren Platz im Programm. Als Gäste dabei: Pop-Up von der Musikhochschule in Detmold. Das 30-köpfige a cappella-Vokalensemble, das im Juni 2014 als Background- Chor der Rolling Stones in der Düsseldorfer Esprit Arena vor über 50.000 Zuhörern zu erleben war, singt Popsongs, Jazzstandards und Titel von Songwritern. P 23.6. + 14.7., Aula im Schloss

FOTO: UNIVERSAL MUSIC

Als Student ein eigenes Auto finanzieren? Fast unmöglich! Trotzdem müssen Osnabrücker Studenten keinesfalls auf die Mobilität und die Vorteile eines Autos verzichten. Von der Uni zum Sport, vom Sport nach Hause und auf dem Weg am besten noch schnell die Familie besuchen: Die CampusCard machts möglich. Stadtteilauto bietet Studierenden die Möglichkeit, Carsharing ohne große Kosten zu nutzen. Nach der Registrierung kann der weitere Ablauf problemlos über die Stadtteilauto-App auf dem Smartphone gesteuert werden. Geöffnet werden die Carsharing Fahrzeuge mit der CampusCard. Flexibilität und Unabhängigkeit ist also auch ohne ein eigens Auto nicht unmöglich.

FOTO: SAM EDWARDS

Nutzen statt besitzen


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Feiertage Auch in diesem Jahr veranstaltet der Uni-AStA wieder das Fairytale Festival. Am 17. Juni spielen im Schlossinnenhof u. a. die folgenden Bands: Le Fly, Mr.Irish Bastard, The Hirsch Effekt, Liedfett, Django 3000, Antillectual und Brett. Headliner Le Fly (Foto) aus Hamburg spielen laut eigenem Bekunden „St. Pauli Tanzmusik“. Wie man sich das vorstellen darf? Als Mix aus Rap, Rock, Reggae, Rumba und Schnaps.

Kaufrausch

FOTO: CARINA HOORMANN

Wer in Osnabrück studiert, dem ist der Unishop mit Sicherheit nicht unbekannt. Doch welche Artikel sind eigentlich ein absolutes Musthave? Einer davon ist definitiv der neue to-go-Becher der nicht nur gut aussieht, sondern auch die Umwelt schont. Schluss mit öden Wegwerf-Bechern und her mit dem umweltfreundlichen Dauerbegleiter. Die Uni-Tassen für den morgendlichen Kaffee dürfen ebenfalls im Sortiment keines Studenten fehlen. Außerdem immer schon beliebt und ein ewiger Renner sind und bleiben die Hoodies: Fair Trade natürlich, was übrigens auf alle Klamotten aus dem Unishop zutrifft.

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Wie zuhause fühlen Auf der Suche nach einer kultigen Studi-Kneipe? Viele nennen das Grand Hotel auch ihr Wohnzimmer – nur in schön. Ein Ort, an dem man fantastische Drinks zu sich nehmen kann und dabei regelmäßig von abwechslungsreicher Musik (Indie/Elektro) durch diverse DJs verwöhnt wird. Wie es sich für eine Studentenkneipe gehört, stehen Tischkicker zur Verfügung und es darf geraucht werden.

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Überzeugend Ein Bewerbungsfoto ist eine Investition in das eigene Marketing. Das Team vom atelier 16 setzt dabei auf einen klaren und edlen Stil, höchste fotografische Qualität und vor allem auf eine kommunikative Aussage: Das Bewerbungsfoto soll den Betrachter sofort überzeugen. Wer dann ausreichend Zeit für das Shooting mitbringt und eine Idee, wie er oder sie wirken möchte – der bekommt das Beste für seine Bewerbung.

Rückkehr der Legende Das Zucker entstand, weil es das Glanz & Gloria nicht mehr gab. Jetzt gibt es das Zucker nicht mehr, und das Glanz & Gloria ist zurück! Und natürlich richtet es sich, wie einst, primär an alle, die beim Studieren mal eine Pause brauchen. Zurück zu den legendenumwobenen Tagen also, als es hieß: Endlich Wochenende, 00Glanz, Mixtape …

Bachelor meets Business

FOTO: HOCHSCHULE OSNABRÜCK

Unternehmen werben Studenten. Die Firmenkontaktmesse Chance (22.-23.11.2017, Hochschule Osnabrück) erwartet auch im 20. Messejahr rund 120 Aussteller und 2.500 Besucher. Die regional und überregional ansässigen Unternehmen präsentieren sich an den Messeständen, um qualifizierte Studierende und Absolventen für Abschlussarbeiten, Praktika oder den Berufseinstieg zu gewinnen. Es ist zwar noch eine Weile hin, Interessierte können sich den Termin jedoch schon jetzt rot im Kalender anstreichen.

Für Feinschmecker Du hast Heißhunger auf Deftiges, aber keine Lust zu kochen? Dann auf zum Imbiss Schlaraffenland am Osnabrücker Neumarkt! Hier wirst Du mit der legendären Brat- oder Currywurst, Pommes, Chicken Nuggets oder einem frischen Hot Dog mit gerösteten Zwiebeln bestens versorgt. Nicht ohne Grund heißt es auf der Facebookseite des Kult-Imbiss: „Beste Currywurst in Town!“.

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VORZEIGEUNTERNEHMEN Erdgas ist ein ebenso umweltfreundlicher wie verlässlicher Energieträger. Unverzichtbar für das Wohl in den eigenen vier Wänden, Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie. Wie kaum ein anderer besitzt der global agierende HoneywellKonzern umfassende Kompetenz in allen Bereichen der Gasversorgung und -nutzung. In Osnabrück ist Honeywell durch den Standort Kromschröder mit Sitz in Lotte präsent. Hier werden hochwertige Komponenten, intelligente Systemlösungen und vielfältige Dienstleistungen entwickelt, die zum Ressourcen sparenden Einsatz von Erdgas bei der Nutzung von Heiz- und Prozesswärme beitragen. Bei Themen wie etwa Smart Factory und Smart Metering wird Honeywell Kromschröder aktuell als deutsches Vorzeigeunternehmen angesehen. Ein derart gut aufgestelltes Unternehmen bietet auch vielfältige Karrierechancen. Weitere Infos auf: www.thermalsolutions.honeywell.com


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FOTO: OMT/FINKE-ENNEN

ANZEIGENPROMOTION Stars von morgen Unter dem Motto „A Night on Broadway“ gibt es zur Eröffnung der Maiwoche einen Musicalabend (5.5., 20h, Bühne Rathausplatz), der fest in studentischer Hand ist. In einer abwechslungsreichen Show präsentieren sich insgesamt über 30 Darsteller des Studienschwerpunktes Musical vom Institut für Musik der Hochschule Osnabrück auf der großen Bühne am Rathaus. Auf dem Programm stehen Ausschnitten aus der aktuellen Kooperation mit dem Osnabrücker Theater, „Addams Family“, „42nd Street", „Rent“ und vielen anderen bekannten Musicals. Durch das Programm führt der Hörfunkmoderator, Kabarettist und Musicalkenner des Westdeutschen Rundfunks, Axel Naumer.

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Brisant In der Reihe der Ökumenischen Hochschulgottesdienste steht im Sommersemester ein für Kirchenverhältnisse doch eher untypisches Thema auf dem Plan: „Lust“. Die Lust gehört definitiv zu den brisanteren Themen in unserer Gesellschaft, das machen nicht nur (soziale) Medien und Werbung deutlich. Daher haben sich die beiden Hochschulgemeinden KHG & esg, in Kooperation mit den Instituten der katholischen & evangelischen Theologie, in diesem Semester für diese Thematik im Rahmen der Ökumenischen Hochschulgottesdienste entschieden. Im Anschluss gibt es, wie gewohnt, Brot & Wein im Seitenschiff. Termine sind am 21.5. (Kanzelrede von Prof. Elmar Kos) und 18.6. (Kanzelrede von Prof. Margit Eckholt), jeweils um 18 Uhr.

SKY SPORT

Strand-Feeling Die Kleine Freiheit steht seit Jahren für Beach-Atmosphäre und eine erstklassige Musikauswahl. Wer mag es nicht, bei entspannter IndieMusik im Strandkorb zu sitzen, mit den Füßen im Sand zu spielen oder mit den besten Freunden die Tanzfläche unsicher zu machen? Regelmäßig stehen hier außerdem LiveKonzerte auf dem Programm.

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Cocktailschmiede Das Heimlich ist eine bei Studenten sehr beliebte Cocktailbar in der Altstadt, in der auch regelmäßig DJs auflegen. Ein Highlight ist der vom Barchef selbstkreierte Cocktail der Woche. Außerdem ist dienstags Mule Tag, mit Mules in etlichen Variationen und mittwochs gibt’s Becks für 2€.

Reinkommen und Wohlfühlen Die Altstadt-Kultkneipe Schmales Handtuch bietet Studierenden viel für wenig Geld: Bundesliga und Champions League live sowie Weizen für 3€ und Cobra für 1,50€. Und für alle Frühschoppen-Fans: Samstags ist schon ab 11 Uhr geöffnet.

SURFEN ZUM HALBEN PREIS Ein aktuelles Smartphone gehört zur Standard-Ausrüstung des modernen Studenten. Noch schnell eine Nachricht an die Freunde schreiben oder den Speiseplan der Mensa begutachten – das Smartphone macht es möglich. Doch auch das neueste Smartphone nützt dem Studenten nichts, ohne einen Tarif, der alles beinhaltet, was zum unbeschwerten surfen und telefonieren nötig ist. osnatel hat die Lösung: 50% im ersten Jahr ist die Devise. Dem schmalen Studenten-Geldbeutel angemessen, gibt es nun den Tarif osnatel Mobil L: 2GB Datenvolumen, Alles-Flat und die beste D-Netz Qualität für nur 12,47€ mtl. in den ersten zwölf Monaten. Wem das noch nicht genügt, dem steht außerdem der Tarif osnatel Mobil RED 1.5 GB LTE zur Verfügung: 3 GB, Alles-Flat, GIGA Travel Option und ebenfalls die beste D-NetzQualität für nur 17,47 € mtl. im ersten Jahr.

Seite um Seite

Alles für Studenten Ordnungsmappen, Register, Ordner, Textmarker und vieles mehr benötigen Studenten, um ihren Alltag zu organisieren. Mit der praktischen 8-teiligen Ordnungsmappe Iderama lassen sich verschiedene Themen und Fächer trennen. Diese gibt es im prelle shop in der Krahnstraße zu einem Preis von 12,50 EUR. Für Studenten gibt es einen Rabatt von 10% auf Bürobedarfsartikel sowie auf Taschen, Kalender, Geschenkartikel oder die große Auswahl an Schreibgeräten, die auf Wunsch mit einer Namensgravur versehen werden können.

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Einen Vortrag zu einem dunklen Thema der deutschen Geschichte hält Prof. Dr. Dr. Rolf Düsterberg vom Institut für Germanistik: „Wider den undeutschen Geist!“ Die Bücherverbrennungen vom 10. Mai 1933“. Am 10. Mai 1933 finden in vielen Städten Deutschlands öffentliche Bücherverbrennungen statt – initiiert und organisiert von der Deutschen Studentenschaft, nicht von der NSDAP. Unzählige Menschen – in München zählt man mehrere Zehntausend – sind zum Teil begeisterte Zeugen des archaischen Spektakels, dessen Berliner Inszenierung mit einer live im Rundfunk übertragenen und von zahlreichen Kameras für die Wochenschau gefilmten Rede des Propagandaministers politisch prominent aufgewertet wird. Um das historische Datum in Erinnerung zu rufen, findet auch der Vortrag am 10. Mai statt (18-20h, Gebäude 41/Altes Kreishaus, Raum 112).


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KOMFORT UND STYLE

FOTO: UWE LEWANDOWSKI

Bücher, Collegeblock, Stiftzeug und Trinkflasche: Jede Studentin und jeder Student benötigt eine Tasche. Unser heißer Tipp: Der Aevor Daypack – ein wahres Raumwunder. Durch die Expandable-Funktion kann er sein Volumen von stabilen 18 Litern auf satte 28 Liter vergrößern. Mit zwei einfachen Handgriffen lässt sich aus dem klassischen Daypack ein Rucksack für den schnellen Einkauf oder den Wochenendtrip zaubern. Das gibt dir die Freiheit, ab sofort alle wichtigen Dinge dabei zu haben ... Vorausgesetzt Du denkst daran, sie einzupacken. Entdecke das vielfältige Angebot bei Leder Rabe!

Theaterflatrate auch am Mensastand Donnerstags von 12.30 bis 13.30 Uhr bekommen Studierende der Universität und Hochschule Osnabrück neben Informationen zum Programm seit kurzem auch Theaterflatkarten am Stand in der Mensa im Schlossgarten. Die Flatrate beinhaltet gegen Vorlage des gültigen Studierendenausweises ein kostenloses Ticket pro Vorstellung im Theater Osnabrück ab zwei Tage vor Vorstellungstermin.

Neumarkt 6, Osnabrück (zwischen Große Str. und Galeria Kaufhof) Parkplatz Media Markt, Belm · Parkplatz Combi/Toys R’Us, Wallenhorst Parkplatz Porta-Möbel, Wallenhorst · Melle-Gerden: Parkplatz E-Center Ibbenbüren: Parkplatz Marktkauf

Wenn’s um die CURRY wurst geht... Trendsetter Charleen Thust und Leandra Wolter sind die Young Stylisten im Salon Siegward Schneider. Die beiden wissen, was aktuell geht und was für Dich das Richtige ist. Auf Waschen, Schneiden, Fönen gibt es 20% Studi-Rabatt.

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Studentische Aushilfen Du bist eine offene und kommunikative Persönlichkeit und hast Lust im Team zu arbeiten? Dann freuen wir uns auf eine kurze Bewerbung: Cathrin.Meyer@optikmeyer.de

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Bilder von früher

Du willst schreiben? Interviews führen? Die Stadt entdecken?

Noch bis zum 31.5. sind die Arbeiten von zwei Osnabrücker Kunststudentinnen zu sehen. Anna Adels, die in diesem Frühjahr für den 1. Osnabrücker Kunstpreis nominiert war, stellt im Foyer der Schlossmensa aus. Und die Siebdrucke von Anna Oeldig, ebenfalls Uni-Fachbereich Kunst/Kunstpädagogik, sind in der Galerie im Fenster (links neben dem Balou) zu sehen. Anna Oeldig hat sich mit dem Thema Familie beschäftigt: „Ich arbeitete mit alten Fotos, vor allem von meiner Großmutter, die sie mir nicht nur in der Rolle der Großmutter erkennen lassen, sondern auch zeigen, wie sie früher als Schwester, Tochter, Freundin, Ehefrau oder als Mutter war. Durch Anekdoten von Verwandten zu den Fotos wurde zudem ein spannendes Bild davon geschaffen, wie die Gesellschaft und die Stimmung zu den jeweiligen Zeiten waren.“

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Wir bieten Dir einen Einstieg in den Journalismus. Mit anschließender Möglichkeit, als freier Autor zu arbeiten. Kurzbewerbung an: STADTBLATT Osnabrück Andreas Bekemeier Möserstraße 27 · 49074 Osnabrück

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Mit Lust auf Magazin-Journalismus vom Portrait bis zur Reportage, mit kreativen Fotoideen und einem eigenen Stil. Kurze Bewerbung mit Arbeitsproben bitte an: STADTBLATT Osnabrück Andreas Bekemeier andreas.bekemeier@ stadtblatt-osnabrueck.de

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FOTO: JAKKAPAN JABJAINAI/123RF.COM

eine Freie Fotografin oder einen Freien Fotografen. Für Flammkuchen-Liebhaber Im Flammkuchenrestaurant Le Feu wird elsässer Lebensart stilecht auf dem Holzbrett zelebriert. In geselliger Runde lässt sich der Flammkuchen auch „all you can eat“ genießen. Für 15,90€ pro Person kann man am Tisch nach Herzenslust verschiedene Flammkuchen probieren. Deftig, frisch, vegetarisch oder süß? Bon appetit! Neben zahlreichen Flammkuchen-Variationen stehen ebenfalls Suppen, Salate und Vorspeisen auf der Karte. Hier ist für jeden was dabei.


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WIR. DIE IG METALL.

FOTO:GB KOMMUNIKATION HOCHSCHULE OSNABRÜCK

Auch Studierende sind in der IG Metall herzlich willkommen. Denn ob Praktikum oder Nebenjob – viele sind bereits während des Studiums in der Arbeitswelt unterwegs. Und dort kennen wir uns bestens aus. Wir prüfen Arbeitsund Praktikumsverträge sowie Zeugnisse und bieten kostenlosen Rechtsschutz im Arbeits- und Sozialrecht. Wir beraten bei den Themen Praktikum, Nebenjob, Einstiegsgehalt und Tarifbindung. Denn nur wer seine Rechte kennt, kann sie selbstbewusst vertreten. Wir bieten Mitgliedern kostenlos den internationalen Studentenausweis (ISIC) und setzen uns zudem für eine emanzipatorisch, kritische und gebührenfreie Bildung an den Hochschulen ein. Über 30.000 Studierende sind Mitglied der IG Metall. www.igmetall-osnabrueck.de

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INDIVIDUELLER EINGANGSCHECK Von Studenten für Studenten. Auf diesem Prinzip basiert das seit März 2010 bestehende Fitnessstudio In-Move der Hochschule Osnabrück. Allen Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule wird ein physiotherapeutisch begleitetes Fitnessprogramm angeboten. Das Besondere: Der individuelle Trainingsplan für jedes Mitglied wird von den Studenten des Studienganges Physiotherapie erarbeitet. Statt einer monatlichen Gebühr zahlen die Studierenden lediglich einen einmaligen Eingangscheck.

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Hazel Brugger, Stand-Up-Comedien. Mit ihrem Soloprogramm räumt sie gerade überall ab. Ihr nicht vollendetes Philosophie-Studium ist dafür eine gute Basis.

„Die Stunden in der Mensa haben mir gefallen, ebenso die Blutspendeaktionen an der Uni.“

STADTBLATT CAMPUS: Du hast ein Philosophie-Studium begonnen, aber jetzt aufgrund deines Erfolgs „auf Eis“ gelegt. An welcher Uni hast Du dich eingeschrieben und warum wolltest Du Philosophie studieren? HAZEL BRUGGER: Ich war an der Uni in Zürich eingeschrieben. Schon zu Schulzeiten habe ich gerne philosophische Texte gelesen, weil mir die Idee gefiel, dass es wohl Leute gibt, die versuchen, durch bloßes Nachdenken die Welt zu verändern. Da dachte ich, warum denn nicht mal Philosophie studieren. STADTBLATT CAMPUS: Gibt es einen Philosophen oder ein philosophisches Werk, dass Du besonders schätzt? HAZEL BRUGGER: Er ist zwar nicht wirklich ein klassischer Philosoph, aber ich mag Thomas Bernhard sehr gern. Es gibt ein Video von ihm, „Monologe auf Mallorca“, da passt einfach alles. Ansonsten gefällt mir „Der Begriff Angst“ von Kierkegaard ganz gut. STADTBLATT CAMPUS: Wie war denn das Studieren so? HAZEL BRUGGER: Die Stunden in der Mensa haben mir gefallen, ebenso die Blutspendeaktionen an der Uni. Weniger gefallen hat mir das Diskutieren von Formalitäten, wie die ganzen Regeln, die man einhalten muss, wenn man eine gute Arbeit schreiben will. Ich würde es aber als grundsätzlich sehr positive Erfahrung einschätzen.

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STADTBLATT CAMPUS: Baust Du Erfahrungen aus dem Studium jetzt in dein Programm ein? HAZEL BRUGGER: Ach, bewusst nicht. Aber unterdrücken kann man so etwas ja auch nicht. Jeder ist ja ein Produkt seiner Erfahrungen. STADTBLATT CAMPUS: Man möchte sich laufend Sätze aus deinem Programm notieren, z.B. „Eines Tages stirbt man, aber an allen anderen Tagen nicht“ oder „Liebe ist ... gemeinsam fett zu werden“. – Sind solche Pointen das Ergebnis vieler Stunden Arbeit? HAZEL BRUGGER: Pointen sind, so dumm das klingt, wie kleine Flaggen auf kleinen Gipfeln von riesigen Eisbergen. Da steckt sehr viel unsichtbare und zum Teil auch für mich unspürbare Arbeit dahinter. Das ständige Auftreten, Rumfahren. Diese Sachen sind es dann, die ab und zu dazu führen, dass man in einer guten Minute eine Pointe findet. Das mit dem einen Tag, an dem man stirbt, ist aber ein, wie ich auch im Programm sage, Zitat von den Peanuts, auf dem dann aber fünf Minuten basieren, die dem Abend eine andere Richtung geben. STADTBLATT CAMPUS: Wenn Du auf Tour bist, wie relaxt Du dann in der jeweiligen Stadt? HAZEL BRUGGER: Was ich in der Stadt mache, kommt natürlich auf die Stadt an. Ich kann ja schlecht in Münster in ein Wiener Café. Aber grundsätzlich gehe ich gerne spazieren. In der Regel gehe ich einmal die Bummelmeile hoch und wieder runter, und dann suche ich mir noch was zu essen. Meistens ist dann die Zeit genügend totgeschlagen, und man kann sich zum Theater begeben für den Soundcheck. INTERVIEW: MARIO SCHWEGMANN P 5.5., Lagerhalle

FOTO: ORNELLA CACACE

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Ab nach draußen!

A Summer’s Tale

Sommerzeit ist Festivalzeit. Hier kommt der Terminplan für musikalische Outdoor-Aktivitäten.

spielen in diesem Jahr unter anderem Green Day, Kings Of Leon, Imagine Dragons, Live, Kensington, Sean Paul, System Of A Down und Justin Bieber. P 3.–5.6., Landgraaf, Megaland

_VON MALTE SCHIPPER

Hurricane Festival

Das Festival für den guten Zweck. Die Einnahmen des Hunteburg Open Air, gelegen im Landkreis Osnabrück, gehen an ausgewählte wohltätige Organisationen. Neben Headliner Selig sind am Tag vor Christi Himmelfahrt auch Hi!Spencer, Gloria Volt, Nowaytonorway und Fenster auf Kipp mit dabei. Berüchtigt ist auch die After-ShowParty (im Zelt) nach den Live-Acts. P 24.5., Hunteburg, Festplatz

Rock am Ring Auf dem Nürburgring in der Eifel gibt es hier keine Formel 1-Boliden, sondern jede Menge Musik. Neben Ramstein, den Toten Hosen, den Beginnern, Kraftklub, Marteria und Rag’n’Bone Man gibt es auch einen Auftritt von Liam Gallagher, der mit neuer Band Titel von seinem Solo-Album und selten gehörte Oasis-Klassiker spielen will, auf die Bruder Noel live verzichtet. P 2.–4.6., Nürburg, Nürburgring

Nicht zu verwechseln mit dem Schlossgarten Open Air, das an gleicher Stelle am 4./5.8. stattfindet. Headliner des „Umsonst & Kings of Leon Draußen“-Festivals sind Rhonda, die mit ihrer Mischung aus Soul, Bossa Nova und Punk schon für Paul Weller eröffnet haben. Im Anschluss steigt im Unikeller die Aftershow-Party mit Miran Aiden und Massive Overdose In Nature. P 24.6., Schlossgarten

Pinkpop Diese legendäre Veranstaltung findet seit 1970 an Pfingsten (holländisch „Pinksteren“) statt und ist damit das älteste, ohne Unterbrechung stattfindende europäische Musikfestival. Im „Megaland“

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Schloga Open Air

Talge Open Air Wie jedes Jahr seit 1995 bieten die Veranstalter in Bersenbrück-Talge ein Programm zwischen Alternative, Indie und Rock. Dieses Mal mit dabei: Itchy Poopzkidz, Schrottgrenze, Lygo, Hi!Spencer, Val Sinestra, Kenso, Civil Courage und andere. Und auch bei der neuen Auflage darf natürlich das Kleinhirn-Fußballturnier in der Warnefeld Arena nicht fehlen. P 7.–8.7., Bersenbrück-Talge, Festivalgelände

FOTOS: NICOLE ZADDACH, PATRICK WAMSGANZ

Hunteburg Open Air

Das Schwesterfestival des Southside Festivals bietet über 60 Bands auf drei Bühnen. Dieses Mal sind mit Green Day, Blink 182 und Rancid drei altgediente Punkbands dabei. Casper und Mando Diao gehören ebenfalls zum Line-Up wie Bilderbuch und Milky Chance. Haftbefehl, Ssio, Kontra K und die Antilopen Gang bedienen die HipHop-Fraktion. P 23.–25.6., Scheeßel, Eichenring


Itchy Poopzkidz

Reggae Jam Zum 23. Mal lädt Bernd „Sheriff“ Lagemann in den Bersenbrücker Klostergarten. Das „Reggae Jam“ wird regelmäßig von den Lesern der Szene-Zeitung „RIDDIM!“ zum besten europäischen Festival gewählt. Das diesjährige Line-Up beinhaltet unter anderem David Rogan, King Jammy, Aswad, Big Mountain, Christopher Martin und Chuck Fenda. P 28.–30.7., Bersenbrück, Klostergarten

A Summer’s Tale „A Summer’s Tale“ ist das etwas andere Festival. Neben Konzerten mit den Pixies, Franz Ferdinand oder Conor Oberst gibt es auch Lesungen (Heinz Strunk, Rocko Schamoni), Theater und Filmvorführungen. Des weiteren kann der Besucher Plattdeutsch lernen, an einer japanischen TeeBeginner zeremonie teilnehmen oder „Winzeranekdoten“ lauschen. Besonders auch für Familien geeignet. P 2.–5.8., Westergellersen, Eventpark Luhmühlen

Schlossgarten Open Air Nicht zu verwechseln mit dem „Schloga Open Air“, das an gleicher Stelle am 24.7. stattfindet. Beim „Schlossgarten Open Air“ geht es Freitag mit Silbermond, Andreas Bourani und Wincent Weiss los. Der Samstag steht im Zeichen des HipHop. Dann übernehmen die Beginner und deren alter Weggefährte Samy Deluxe die Bühne vor dem Schloss. P 4.–5.8., Schlossgarten

Hütte Rockt Zum zehnjährigen Jubiläum im letzten Jahr kamen an zwei Tagen fast 4000 Besucher nach Georgsmarienhütte. In diesem Jahr spielen unter anderem folgende Bands an der Bielefelder Straße: Danko Jones, Massendefekt, Killerpilze, Dampfmaschine, The Intersphere, Zebrahead, Basement Apes, Xaja, I.Vortex, Savage Blood, Deterrent. P 18.–19.8., Georgsmarienhütte, Festivalgelände


_LOUNGE Das eigene Fach ist nicht die ganze akademische Welt. Daher wollten wir wissen:

ZU WELCHEM STUDIENGANG WÜRDEST DU GERNE WECHSELN? _TEXT & FOTOS CARINA HOORMANN

Tamara, Jura, 12. Semester „Ich würde Geschichte wählen. Ich finde, es ist schon etwas Besonderes, sich in diesem Bereich gut auszukennen!“

Yannik, Wirtschaftsrecht, 4. Semester „Sport auf Lehramt, weil mir der sportliche Aspekt in meinem Studium fehlt. Außerdem fände ich es interessant, später als Lehrer zu arbeiten.“

Kathrin, Latein/ Englisch (Master of Education), 3. Semester „Kreatives Schreiben, weil mich die Techniken des literarischen Schreibens interessieren. Ich habe einen Kurs im kreativen Schreiben belegt und war sehr begeistert davon.“

Emily, Anglistik/ Geschichte, 6. Semester „Ich würde den Studiengang Kunst wählen. Ich habe schon immer gern gemalt und hatte auch im Abi viel Spaß daran. Ich habe jedoch schon da bemerkt, wie groß die Konkurrenz ist.“

Agnes, Kunst/Kunstpädagogik, 6. Semester „Soziale Arbeit, weil ich mit verschiedenen Persönlichkeiten zu tun hätte und man immer etwas voneinander lernen kann.“

Lukas, Jura, 3. Semester „Psychologie, weil ich herausfinden will, was mit Mitja nicht stimmt ... Und weil mich die Massenpsychologie interessiert!“

Mitja, Jura, 3. Semester „Journalismus, weil es eine coole Möglichkeit ist, Themen korrekt darzustellen und darüber zu informieren. Außerdem habe ich, aufgrund meiner Familie, schon immer einen Bezug zum Journalismus.“

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Patrick, Wirtschaftswissenschaften, 9. Semester „Psychologie, weil ich später gerne im Bereich Wirtschaftspsychologie arbeiten möchte. Das würde sich super ergänzen!“


Studieren und Probieren Getr채nke f체r Neugierige und Profis

FOTO: KIRILL MAKAROV/FOTOLIA.COM

TRENDIGES: viele Colas, Fritz, ChariTea, diverse Tonic Water, Wostock BIERIGES: Zischke, Tannenz채pfle und 99 weitere Sorten aus aller Welt SPRITZIGES: Lillet, Prosecco, Cremant, Champagner HOCHPROZENTIGES: 50 Sorten Gin, 120 Whiskys SONSTIGES: Bischoffinger Weindepot Kartenvorverkauf

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Kromschrรถder gehรถrt ebenso wie die Unternehmen Maxon und Eclipse seit 2016 zum global agierenden Honeywell Konzern.

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Campus 2017 1  
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