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EINE ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG DER BERLINER ZEITUNG

ALEXA SHOPPING CENTER

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ANZEIGEN-SONDERVERÖFFENTLICHUNG

ALEXA SHOPPING CENTER

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IMAGO/DAVID HEERDE

Dichtes Gedränge am Eingang zum ALEXA: Zwischenzeitlich musste das Shoppingcenter komplett gesperrt werden. Bilanz des ersten Verkaufstages: 100 000 Kunden.

DAS ALEXA SCHAFFTE ES GLEICH ZUR ERÖFFNUNG IN DIE NACHRICHTEN – UND DAS SOGAR WELTWEIT

Ein Shoppingcenter sorgt für Schlagzeilen

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olche Bilder kennt man sonst nur aus dem Ausland: Dicht gedrängt schieben sich Menschenmassen durch ein Einkaufszentrum. Von dem bunten Fußboden ist nichts mehr zu sehen, kein Zentimeter. Wie eine dickflüssige Teigmasse wirkt das alles, nur dass es sich um mehr als 20 000 Menschen handelt. Oliver Hanna, der Centermanager des ALEXA, hat dieses Bild noch gut vor Augen und immer eine Kopie davon parat. Was sich damals, in der Nacht vom 11. auf den 12. September 2007 im ALEXA abspielte, sucht bis heute in Berlin seinesgleichen. Nie zuvor in der Geschichte der Stadt musste ein Einkaufszentrum schon wenige Stunden nach seiner Eröffnung mithilfe von Polizisten und Sicherheitskräften geschlossen werden. Bis heute gibt es von jenem denkwürdigen Tag viele Videos im Internetkanal Youtube. Eines davon wurde 460 000-mal angeklickt und steht zweifelsohne ganz oben der Hitliste der Filme, die weltweit bei solchen Anlässen entstehen. Mit der Eröffnung des Media-Marktes sollte damals der Startschuss für das ALEXA fallen. „Natürlich wurde im Vorfeld mit einer Reihe von Eröffnungsangeboten geworben“, sagt Oliver Hanna. Klar war man auf viele Menschen vorbereitet, aber wurde am Ende doch von dem Ansturm überrascht. Vorsorglich waren für den Media-Markt 500 Mitarbeiter abgestellt worden, sagt dessen Chef Michael Malessa. Innerhalb von nur 40 Minuten strömten 26 000 Menschen in den neuen Media-Markt. „Keiner hätte im Vorfeld geahnt, dass wir in der Eröffnungsnacht auf rund 40 000 Kunden kommen“, sagt Hanna rückblickend. Die Tagesbilanz weist sogar 100 000 Menschen am ersten Tag aus. „Das war die größte Einzelhandelseröffnung Europas und Gänsehaut für unsere Mitarbeiter“, sagt Michael Malessa. 24 Stunden am Stück hatte der neue Elektronikfachmarkt geöffnet. Auch so etwas gab es im Einzelhandel zuvor nicht. Eine gute Woche herrschte damals eine Art Ausnahmezustand im ALEXA. Die vom Centermanagement organisierten Absperrgitter blieben vorsorglich in der Mall, um sie bei Bedarf einzusetzen und die Besucherströme zu lenken. „Ich kann

IMAGO

Ausnahmezustand im Media-Markt: Nur mit Megafon konnten Polizisten die Lage in den Griff bekommen. Die Presse berichtete europaweit.

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S H O P S ,

Von der Brache zum Center: Das ALEXA befindet sich auf einem 26 500 Quadratmeter großen Grundstück an der Grunerstraße am Rande des Alexanderplatzes und parallel zu den S-Bahnbögen. Jahrzehntelang wurde das Areal als Parkplatz benutzt und diente im Winter als Standort für den Ost-Berliner Weihnachtsmarkt. Für den Neubau konnte der portugiesische Architekt José Quintela gewonnen werden. Das neue Shopping- und Erlebniscenter entstand unter der Regie des portugiesischen Projektentwicklers Sonae Sierra, der auch heute noch das Centermanagement verantwortet. Sonae Sierra besitzt neun Prozent der Anteile am ALEXA, die übrigen 91 Prozent gehören zu Union Investment, einer Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. Das ALEXA ist das zweitgrößte Shopping-Center der Hauptstadt.

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R E S T A U R A N T S ,

Zweieinhalb Jahre Bauzeit: Innerhalb von zweieinhalb Jahren Bauzeit für das 264 Meter lange und 120 Meter breite ALEXA wurden 112 000 Kubikmeter Beton und 21 000 Tonnen Stahl verbaut. Dafür mussten wiederum 330 000 Kubikmeter Erdreich abgetragen werden. Gut 290 Millionen Euro hat das Gesamtprojekt gekostet. Es konnte termingerecht an die Bauherren übergeben werden. Der Einzelhandelsbereich erstreckt sich auf einer Fläche von 45 000 Quadratmetern, der Gastronomiebereich auf 2 200 Quadratmeter und der Freizeit- sowie Unterhaltungsbereich auf 9 000 Quadratmetern. Shopping in ungewöhnlicher Architektur: Bewusst hat sich das Architekt beim ALEXA für Farbe entschieden. Weltweit ruft die Gestaltung Architekturkritiker auf den Plan und

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P A R K P L Ä T Z E

spaltet sie in Anhänger und Gegner. Drinnen hingegen entstand die Weite einer Kathedrale mit viel Tageslicht von oben und einer Mall, die nicht kerzengerade, sondern geschwungen angeordnet ist. Seit Kurzem sind auch die neben dem ALEXA liegenden Geschäfte in den S-Bahnbögen Teil des Shopping-Konzepts. Die 183 Shops verteilen sich auf vier Etagen. Das Center erstreckt sich insgesamt auf sechs Etagen. Es verfügt über 15 Restaurants und 1600 Parkplätze in der Tiefgarage unter dem Gebäude. Besuchermagnet und Ankermieter: Jeden Monat besuchen mehr als eine Million Kunden das ALEXA. Neun sogenannte Ankermieter haben ihre Stores und Shops im ALEXA. So ist der Media-Markt mit einer Fläche von 8 000 Quadratmetern, verteilt auf vier Etagen, der zweitgrößte in Deutschland.

Mehr als 80 000 Artikel der Unterhaltungsund Haushaltselektronik führt er im Sortiment. Weitere Großmieter sind Loxx Miniaturen Welt, H&M, Build-A-Bear Workshop, Zara, Intersport, 360º, Bench, name it und Thalia. Mit seinen Freizeitangeboten wie der Bowlingbahn Strike Lanes oder dem FitnessCenter Superfit sorgt das ALEXA dafür, dass quasi rund um die Uhr geöffnet ist. Die Innenarchitektur orientiert sich am Glamour und Flair der goldenen 20er-Jahre in Berlin. Millionenfach beliebt: Das ALEXA konnte seine Besucherzahlen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern. Gingen die Betreiber anfangs von neun Millionen Besuchern im Jahr aus, liegt deren Zahl inzwischen bei 15,2 Millionen. Damit zählt das ALEXA zu den erfolgreichsten ShoppingCentern Berlins.

mich gut erinnern, wie ich mit einem Megafon der Polizei versuchte, am ersten Tag für Ordnung zu sorgen“, sagt Oliver Hanna. Schnell wurde ihm jedoch klar, dass es ohne die Polizei nicht funktioniert. Die Bilder von der ersten Woche gingen um die Welt und schafften es in die Abendnachrichten von Sendern in Frankreich und England. Eine Werbung, von der andere nur träumen können und die dem ALEXA innerhalb weniger Tage zu Popularität in vielen Ländern verhalf. „Plötzlich waren wir in aller Munde“, sagt Oliver Hanna. 120 Medienvertreter waren akkreditiert und berichteten noch Wochen nach dem Ereignis. Dabei herrschte für Oliver Hanna und seine Mitarbeiter, für die Angestellten der Shops und die Bauleute schon Monate vor der Eröffnung eine Art Ausnahmezustand, über die zunächst niemand berichtete. Je näher der Tag der Eröffnung rückte, desto weniger Schlaf hatten alle. „So manche Besprechung wurde dann schon mal um 1 Uhr nachts angesetzt. Wenige Tage vor der Eröffnung konnte sich niemand so richtig vorstellen, dass das alles pünktlich fertig wird. Immerhin standen noch eine Woche vor dem großen Ereignis die Gerüste im Center. „Ich hatte zum Teil schlaflose Nächte“, sagt Hanna. Um schnell vor Ort zu sein, mietete er sich am Alex ein Hotelzimmer, in das er häufig nachts um 3 Uhr einkehrte und zweieinhalb Stunden später von dort wieder rüber ins ALEXA ging. Weil er von Anfang an in die Planungen involviert war, musste und wollte er überall dabei sein. Aus den Erfahrungen der Eröffnungszeit hat das ALEXA gelernt, sagt Centermanager Oliver Hanna heute. Die seinerzeit nur angemieteten Absperrgitter wurden inzwischen von centereigenen Absperrgittern ersetzt. Denn zu kleinen Menschentrauben kommt es im ALEXA immer wieder, etwa bei Autogrammstunden von Prominenten aus dem In- und Ausland. Immerhin waren in Zusammenarbeit mit dem Partner Media-Markt bereits mehr als 100 bekannte Persönlichkeiten vor Ort im ALEXA, um neue CDs vorzustellen oder ihre Autogrammkarten zu signieren. Marcel Gäding


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MARCEL GÄDING (4)

Oliver Hanna im Kino des ALEXA, das bei Bedarf für Previews genutzt wird. Hanna ist seit 2007 Centermanager des ALEXA. Der Diplom-Kaufmann studierte an der Freien Universität und erlangte an der European Business School den Abschluss als Immobilien-Ökonom.

CENTERMANAGER OLIVER HANNA ÜBER SHOPPINGERLEBNISSE DER NEUEN DIMENSION, DEN NERV DER KUNDEN UND TRENDS BEIM EINKAUFEN

„Bis heute ist das ALEXA einzigartig“ Herr Hanna, ein Motto des ALEXA lautet: „Wir wollen anders sein als die anderen.“ Was dürfen wir uns darunter vorstellen? Anders zu sein als die anderen beginnt bereits bei der Planung. Es fängt im Grunde schon damit an, wie ein Center aussehen soll und mit welcher thematischen Besetzung ein Center an den Markt geht. Darüber hat sich Sonae Sierra als Entwickler und Betreiber früh Gedanken gemacht. Unter anderem wurde daran gearbeitet, dass sich das ALEXA architektonisch von anderen ShoppingCentern klar unterscheidet: Das ALEXA ist sehr bunt in seinem Auftritt. Dazu gehören das farbenfrohe Erscheinungsbild und die Verbindung von verschiedenen Materialien. Nehmen wir nur mal den Epoxy-Boden. Der ist einzigartig in Deutschland. Dann haben wir auch Parkettböden, Teppichböden und Fliesen. Und der Architekt Jose Quintela hat sich als stilistisches Element für Art Déco entschieden. Art Déco ist eine Architekturlinie, die in den 1920er-Jahren geprägt wurde. Sie steht für Lebensfreude, Konsum und dafür, was Shopping und Entertainment ausmacht. Das sollte mit dem ALEXA auch am Alexanderplatz entstehen, den wir gleichzeitig wiederbeleben wollten. Wenn wir zurückblicken, dann ist uns das nicht zu 100 Prozent gelungen, sondern zu 110 Prozent. Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen – und das in jeder Hinsicht. Damit wurden auch die anfänglichen Skeptiker der neuen Generation von Shoppingcentern eines Besseren belehrt. Die hatten Zweifel, ob ein Shoppingcenter an der Seite des Alexanderplatzes überhaupt funktioniert. Auch die Farbe stand in der Kritik. Gerade aber die farbenfrohe Gestaltung und die verschiedenen stilistischen Elemente in unserem Center sorgen dafür, dass sich der Kunde gern bei uns aufhält. Auch der nicht am Shopping interessierte Kunde geht durch das ALEXA und sagt, dass es viel zu entdecken und zu sehen gibt. Das kennt man von woanders so nicht. Da denkt man bei Fliese, Alu und Glas eher, man geht in ein Krankenhaus als in ein Shoppingcenter. Anders sind wir auch vom Mietermix her. Wir haben uns für eine Mischung entschieden, die in dieser Form so nicht in anderen Shopping-Centern zu finden ist. Nehmen wir nur mal die Anbieter im zweiten Obergeschoss des ALEXA. Dort sind viele Mieter aus dem Jeans- und T-Shirtbereich untergebracht, welche in ihrer Gesamtheit eine erhebliche Anziehungskraft haben. Wichtig war uns auch, den

Foodcourt mit Tageslicht auszustatten. Das schafft mehr Charakter und Atmosphäre als eine Kantinensituation im Basement. Wir haben uns getraut, ein Shoppingcenter entstehen zu lassen, das es in dieser Form in Deutschland nicht gab. Bis heute ist das ALEXA einzigartig. Wir haben uns getraut, Marken und Mieter hereinzunehmen, die man woanders nicht findet. Ich denke da beispielsweise an HutStyler, der mal mit einem Stand in unserer Mall anfing und jetzt ein eigenes Geschäft im ALEXA betreibt. Marken wie Liebeskind oder Look54 sind Trendsetter, die es nicht überall gibt. Welche Impulse konnte ALEXA für den Standort Alexanderplatz geben? Wir wollen die ganz klare Verbindung zwischen Shopping und Entertainment, also Freizeit. Hier sollen die Leute mehr erleben können als reines Shopping. Da haben wir unter anderem die LOXX Miniatur Welt, eine Bowlinganlage und das Fitnessstudio Superfit mit etlichen Tausend Mitgliedern. Mit ALEXA ist die Verbindung zwischen Shopping und Entertainment zum Alexanderplatz zurückgekehrt. Berlin verfügt über mehr als 60 Shoppingcenter, weitere sind in Planung. Wie kann sich das ALEXA dauerhaft am Standort Berlin angesichts der größer werdenden Konkurrenz behaupten? Der Standort Berlin ist schon außergewöhnlich. Einerseits gewinnt die Stadt immens. In den vergangenen Jahren ist Berlin europäische Metropole geworden, mit dem Anspruch, diesen Status im Zusammenhang mit Shoppingcentern auszubauen. Nirgendwo in Deutschland gibt es in der Masse so viele Einkaufszentren. Da muss man schon den Nerv des Kunden treffen, damit auch die Zukunft gesichert ist. Dazu gehört, sich mit neuen Trends und dem Einkaufsverhalten auseinanderzusetzen. Ein Beispiel ist die Mietersituation in unserem Center. Ein gewisser Wechsel der Anbieter ist gesund und gehört dazu. 100 Prozent Vollvermietung über zehn Jahre lässt keine Luft für neue Konzepte. Daher ist es gut, drei oder vier neue Shops im Jahr etablieren zu können, um im Trend zu bleiben. Der Kunde erwartet, dass er das wiederfindet, was gerade „in“ ist. Darüber hinaus muss man sich eben auch mit Wandel befassen. Wie tickt der Kunde? Vor allem bei den jungen Kunden muss man sich mit den Begriffen Social Media oder Online-Shopping auseinandersetzen. Wie kann ich das erfolgreich mitein-

ander verknüpfen? Wir müssen da treibende Kraft sein. Das ALEXA hat eine eigene App auf den Markt gebracht und arbeitet sehr erfolgreich mit einer eigenen Facebook-Fanpage, die mehr als 30 000 Fans hat. Wie gelingt es Ihnen, den Nerv des Kunden zu treffen? Man muss seinen Kunden kennen, ihn analysieren. Man muss genau hinschauen und auch genau hinhören. Wir wissen, dass wir es mit Kunden zu tun haben, die über ein nicht allzu hohes Nettohaushaltseinkommen verfügen. Wir wissen jedoch auch, dass sich unser Kunde belohnen möchte. Wir bieten Marke und Qualität. Und das zum erschwinglichen Preis. Wir müssen aber auch neue Marken ins Center bringen. Über eines muss man sich immer im Klaren sein: Ob ein Konzept erfolgreich ist oder nicht, entscheidet am Ende immer der Kunde. Wir betreiben aber auch ständig Monitoring. Das zeigt uns, wo geht der Trend hin. In bestimmten Bereichen hat das ALEXA auch Kompetenzen entwickelt, sogenannte Cluster. An der Ausrichtung und am Mietermix muss man eben ständig arbeiten. Centermanagement ist nunmal ein ständiger Optimierungsprozess. Was macht ein gutes Centermanagement aus? Wenn es erkennt, dass es die operativen Tätigkeiten im Center zu erfüllen hat. Aber ein gutes Centermanagement beschäftigt sich auch mit der Außenwirkung. Wichtig ist, vorausschauend zu wirken. Probleme als Herausforderung zu sehen, ist einer der wesentlichen Grundsätze. Ein Centermanager, der gut sein will, der muss Probleme als Impulse betrachten. Lassen Sie uns noch einmal auf das Thema Trend kommen. Wohin geht der Trend beim Einkaufen? Ich erkenne den Trend bei vielen Händlern, dass sie ihre Shopkonzepte ändern. Es wird umgebaut, es wird modernisiert. Die neuen Shopkonzepte werden stylischer. Man wird auch teilweise besser in der Kundenansprache, was Farbe und Formen betrifft. Man merkt auch, dass weniger Warendruck herrscht. Früher hat man versucht, alles in den Laden zu stellen, was verfügbar war. Heute herrscht weniger Warendruck, aber der Anspruch, in der Beratung dem Kunden alles bieten zu können. Das Herausstellen einzelner Produkte aus der Masse

liegt im Trend. Ich sehe darin einen guten Ansatz für Cross-Selling, also die Verbindung zwischen dem dem stationären und dem Onlinehandel. Der Kunde soll ja trotz der geänderten Shop-Konzepte alle Farben und Formen bekommen. So kann man zum Beispiel an Terminals nachschauen, ob ein Produkt vorrätig ist und auf welchem Wege er es erhalten möchte. Ich denke schon, dass das Center auch in Zeiten des stärker werdenden Onlinehandels einen sehr hohen Stellenwert hat. Nirgendwo sonst kann der Kunde schließlich so gut beraten werden wie im Laden. Eine klare Stärke ist also die Beratungsqualität. Im Internet irrt der Kunde oft herum und wird mit Informationen überflutet. Im Geschäft kann er Produkte mal in die Hand nehmen, anfassen und vergleichen. Wer weiß, vielleicht wird es ja auch in Zukunft immer mehr Entertainment im Shoppingbereich geben. Shopping wird zur Unterhaltung. Da kann man was erleben, was sehen und mit Menschen zusammen sein. Das ist nicht zu ersetzen. In Ihrer Statistik lesen wir, dass jeder fünfte Kunde ein Berlin-Besucher ist. Woran liegt das? Das ALEXA ist bekannt. Da gab es mal eine Situation, an die ich mich gerne erinnere: Als in unserem Center umgebaut wurde, sollten von einem Unternehmen aus China Lieferungen zu uns erfolgen. Wir versuchten, den Chinesen zu beschreiben, wo unser Center liegt und gaben das Brandenburger Tor als Orientierung an. Damit konnten sie jedoch nichts anfangen. Als wir dann schließlich vom ALEXA sprachen, wussten sie sofort, wo sich unser Center befindet. Die Touristen kommen und und sprechen zu Hause darüber. Unser Auftritt, unsere Architektur und die Eröffnung des ALEXAS mit Zehntausenden Menschen an einem Tag hat natürlich auch im Ausland Beachtung gefunden. Über uns wurde berichtet. Als Centermanager sind Sie von Anfang an dabei – von der Eröffnung des ALEXA bis heute. Wie sieht Ihre Bilanz aus? Das Center hat die Erwartungen übertroffen. Von den Besuchern her hatten wir für das erste Jahr mit neun Millionen Kunden gerechnet. Gekommen sind 13,5 Millionen Menschen. Heute zählen wir knapp 16 Millionen Besucher pro Jahr, das ist gerade in einem steigenden Wettbewerbsumfeld ein überzeugender Erfolg. Das Gespräch führte Marcel Gäding.


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ALEXA SHOPPING CENTER

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MARCEL GÄDING

Andreas Reh versteht sich als unabhängiger Berater. Wo er mit seinen Kunden einkaufen geht, hängt von deren Wünschen und dem Budget ab.

ANDREAS REH IST PERSONALSHOPPER – IM ALEXA FINDET ER FÜR JEDE FRAU UND JEDEN MANN DAS PASSENDE OUTFIT

Farbe und Stil sind entscheidend

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er Personalshopper ist auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Kein Mann in einem teuren Anzug, sondern im eleganten Freizeitlook. Ein ganz normaler Typ, der sich nicht verstellt und der schon kurz nach der Begrüßung wirkt wie ein guter, alter Bekannter. Andreas Reh setzt als Personalshopper bewusst auf ein lockeres Outfit. Das sorgt sofort für eine angenehme Atmosphäre. Denn am Anfang ist eines entscheidend: Die Chemie zwischen dem sympathischen Wahl-Berliner und seinen Kundinnen und Kunden muss stimmen. Alles auf Augenhöhe könnte man auch sagen. „Es soll ja schließlich Spaß machen.“ Andreas Reh kommt selbst aus dem Einzelhandel, hat dort jahrelang gearbeitet. Richtig erfüllt hat ihn der Job aber nicht. Denn Reh ist kein klassischer Verkäufer, der Ware einfach so an die Frau oder an den Mann bringt. Er versteht sich vielmehr als Berater und Begleiter. „Mein großer Traum war es immer, ein Fachgeschäft für Herrenmode zu eröffnen“, sagt Reh. Doch dann kam er vor zehn Jahren nach Berlin, in diese für ihn hoch interessante, verrückte Stadt. Hier ließ ihn die Idee nicht mehr los, Farb- und Stilberater zu werden. Reh tauschte sein Leben im gutbürgerlichen Dresden gegen die neue Heimat Berlin, machte eine Zusatzausbildung und qualifizierte sich zudem zum Visagisten. Sein Ansatz ist ein ganzheitlicher. „Im Idealfall beginnt mein Job mit einer Farbund Stilberatung bei mir im Studio“, sagt Reh. Danach weiß er, welche Farben seinen Auftraggebern optimal stehen und welcher Stil passt. Als Beispiel erwähnt er lobend einige Outfits von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die gut zu der Regierungschefin passen. „Ihr stehen vor allem die warmen Töne, wie man ja jetzt wieder gut bei der Fußball-WM sehen konnte“, sagt Reh. Dort saß die Politike-

rin in einem roten Blazer auf der Tribüne, um die deutsche Nationalmannschaft anzufeuern. „Trägt Frau Merkel hingegen Schwarz oder Lila, wirkt sie sofort kühl und älter.“ Wenn Andreas Reh vorher weiß, welche Farbe und welcher Stil zu seinen Auftraggebern passen, dann wird das anschließende Einkaufen einfach. Mit den entsprechenden Informationen im Hinterkopf kann er sich zielgerichtet auf den Weg in die Geschäfte machen. Das alles passiert unabhängig, denn Absprachen mit bestimmten Anbietern gibt es keine. „Ich habe nicht vor, aus meinen Kunden einen völlig anderen Menschen zu machen, wie man dies häufig in diesen Fernsehsendungen sieht“, sagt Reh. Häufig genügen schon kleine Mittel, um das perfekte Outfit zu erhalten. „Es muss nicht immer Gucci sein, oftmals erfüllen Klamotten von unbekannten Herstellern ihren Zweck.“ Und so kommt es, dass er Kunden unterschiedlicher Herkunft bedient. „Das reicht von der Kundin mit einem Budget von 500 Euro bis hin zum Kunden, der sich für 10 000 Euro neu einkleidet.“ Auf eine bestimmte Bevölkerungsschicht – etwa Prominente – hat sich Andreas Reh im Gegensatz zu vielen anderen Kollegen in der Branche nicht festgelegt. Der junge Mann, der in Wilmersdorf wohnt, lässt sich von jedem buchen, der Lust hat. „Mein Klientel reicht von der Studentin bis hin zum Schauspieler“, sagt der 40-Jährige. Auch Geistliche seien mit ihm schon shoppen gewesen. Es gibt viele Dinge, die Andreas Reh in seiner Beratung zu berücksichtigen hat. Das Alter beispielsweise. „Der Körper eines Menschen blüht bis zum 30. Lebensjahr so richtig auf – danach fällt es dann oft nicht mehr so leicht, in Form zu bleiben“, sagt er. Kleine Speckröllchen am Bauch sind für Frauen und Männer gleichermaßen unangenehm und gehören, wie er sagt, zu den „Problemzönchen“.

➤FRAU MERKEL STEHEN VOR ALLEM DIE WARMEN TÖNE. ANDREAS REH

A L T E S

U N D

Farbberatung: Menschen können je nach Hautfärbung in Sommer- oder Wintertyp beziehungsweise in Frühlings- oder Herbsttyp eingeordnet werden. Man spricht auch von einer sogenannten Vier-Jahreszeiten-Typologie. Im Rahmen der Farbberatung werden ein sogenannter Tageslichtspiegel sowie Analysetücher benutzt. Die Festlegung des Farbtyps kann nicht nur für die Kleiderwahl ausschlaggebend sein. Davon hängt auch ab, ob jemand eher für Goldoder Silberschmuck geeignet ist. Zu jeder Farbberatung gehört ein Farbpass zur späteren Orientierung.

N E U E S

K O M B I N I E R E N

Stilberatung: Experten unterscheiden in vier Stilrichtungen: klassisch-zeitlos, sportlich-unkompliziert, romantisch-spielerisch und extravagent-unkonventionell. Mit typgerechter Kleidung lassen sich individuelle Stärken betonen, Schwächen treten in den Hintergrund. Es geht unter anderem darum, gerade im Job weder overstyled noch underdressed aufzutreten, sagt Andreas Reh. Überdies habe jede Stilberatung auch mit privaten und beruflichen Zielen und Wünschen zu tun. Er rät dazu, privat andere Kleidung zu tragen als tagsüber im Büro.

Schrankcheck: Es müssen nicht immer komplett neue Klamotten sein. Personalshopper Andreas Reh wirft mit seinen Kunden auch gerne einen Blick in den Kleiderschrank. Was zwei Jahre nicht getragen wurde, kann weg. Außerdem kann man auch die Frage klären, was gut aussieht und was nicht. Oftmals lässt sich vorhandene Kleidung gut und stilvoll mit einem neuen Teil kombinieren. Am Ende wird alles neu sortiert – und zwar passend. Weitere Informationen: http://www.stilberatungreh-berlin.de

Reh sagt, dass kaum jemand die Figur eines Models hat. „Jeder Mensch sieht schön aus, es kommt nur darauf an, was er aus sich macht.“ Er sei ehrlich, geradezu und direkt, sagt Andreas Reh. „Ich komme auf den Punkt, und das erwarten meine Kunden auch von mir.“ Dazu gehört auch, ohne Umschweife auf die Körperform zu sprechen zu kommen. „Mit Klamotten kann man Stärken in Szene setzen, auch viel kaschieren“, sagt Reh. Seine Inspirationen holt sich der Modeexperte, der seinen Lebenspartner geheiratet hat, auf der ganzen Welt. Er reist gerne viel. Gerade sind die beiden aus Israel zurück. Natürlich ging es in erster Linie darum, sich zu erholen. Doch es sei wie bei einem Zahnarzt, der ständig auf die Zähne achtet: „Man schaut schon genau hin und sieht gut gekleidete Frauen und Männer.“ In Tel Aviv und Jerusalem fiel ihm der gute Modegeschmack der Israelis auf. Ähnlich gehe es ihm, wenn er in Spanien ist. „In Madrid oder Barcelona sehe ich oft schöne Menschen, die sehr auf das Styling achten.“ In Thailand entdeckt er immer wieder kleine Designer, die sehr kreativ sind. Ab und an blättert er beim Friseur auch mal in einer Modezeitschrift oder schaut interessiert Modesendungen. „Meist gehe ich jedoch mit offenen Augen durch die Welt“, sagt Reh. Er sei Ästhet, gibt er zu. „Ich bin ein Mensch, der die schönen Dinge sieht und mag.“ Zudem habe er ein großes Interesse an Farben. „Ich habe den schönsten Job der Welt, denn ich habe jeden Tag mit anderen Menschen zu tun.“ In diesem Jahr hat er schon einige Trends ausgemacht. Kleider und Röcke kommen bei Frauen wieder in Mode. Farblich findet er Gelb spannend als Akzent und Kontrast. „Spannend ist auch, dass sich Lila als Modefarbe so lange hält.“ Einen bestimmten Stil für bestimmte Leute gibt es für den Personalshopper jedoch nicht. Jeder Typ, jeder Kunde ist an-

ders. „Das kann man nicht in Schubladen packen.“ Die Motive, seine Dienste in Anspruch zu nehmen, sind höchst unterschiedlich. Dazu zählt der Wechsel in einen neuen Job, der eine bestimmte Kleiderordnung verlangt. Oder eine Trennung. „Viele meiner Kunden haben einfach Lust auf Veränderung“, sagt Andreas Reh. Inzwischen wird er auch zunehmend von Männern gebucht, die 40 Prozent seiner Klientel ausmachen. „Diese Männer sind modebewusst und offen für neue Trends.“ Das erfreut ihn, denn Berlin ist in dieser Hinsicht ein ungewöhnliches Pflaster. „Berlin ist und bleibt eine coole Stadt.“ Man könne im Schlafanzug durch Berlin laufen, und es fällt nicht auf. Was ihn jedoch ärgert, ist der Anblick abends vor den Theatern der Stadt. „Niemand käme in Jogginghosen in die Semperoper“, sagt Reh. In Berlin hingegen machen sich die Leute vielleicht zu selten fein. Gut drei Stunden dauert eine Shoppingtour mit Andreas Reh, das Stundenhonorar beträgt 69 Euro. Sehr gerne ist er im ALEXA unterwegs. Zumindest ist das eine ideale Zeit, in der man ohne Hektik fündig wird. „Für mich ist es das schönste Shoppingcenter der Stadt“, sagt er. Immerhin findet er im ALEXA allein 60 Modefachgeschäfte – darunter sind auch Läden, die es in dieser Form nur im ALEXA gibt. „Viele kennen mich hier gut“, sagt Andreas Reh. So manches Mal gehen seine Kunden und er mit vollen Tüten aus dem Center. Oft bleibt es nicht bei der einen Tour. „Ich biete auch Halbjahresbegleitungen an.“ Das beinhaltet unter anderem eine Farbtypbestimmung, eine Stilberatung, eine Analyse der Körperform, einen sogenannten SchrankCheck, eine Make-up-Beratung und zwei Einkaufsbegleitungen. „Toll finde ich es jedes Mal wieder, wenn mir Kunden freudig erzählen, wie sie sich verändern“, sagt Andreas Reh. Marcel Gäding


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ALEXA SHOPPING CENTER

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PROMINENTE KÜNSTLER, GEFRAGTE DESIGNER: DAS ALEXA IST AUCH EVENT-LOCATION FÜR MUSIK UND MODE

SONAE SIERRA ZEICHNET WE-FASHION IM ALEXA AUS

Roter Teppich und Laufsteg

Ein Preis für die Gesundheit

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ie Arbeit im Einzelhandel kann zuDas Preisgeld in Höhe von 2 500 Euro weilen anstrengend sein. Doch ist bereits verplant, sagt Martin Wojtczak. der Erfolg eines Geschäftes steht Die Hälfte des Geldes wird in ein Event für und fällt mit der Motivation seiner Mitar- die rund 40 Angestellten investiert. Die beiter. WE-Fashion hat das schon vor vie- andere Hälfte soll wiederum in die Bereilen Jahren erkannt und betreibt auf seine che Arbeitssicherheit und Gesundheit inArt eine unternehmenseigene Mitarbei- vestiert werden. terpflege. „Unser Bestreben ist es, unSonae Sierra überschreibt seine Phisere Mitarbeiter langfristig im Team zu losophie im Zusammenhang mit Gesundhalten“, sagt Martin Wojtczak, der Be- heit und Arbeitsschutz mit dem Begriff zirksleiter von WE-Fashion in Berlin. Dazu „Null-Risiko-Kultur“. „Unser ständiges gehöre auch, die Gesundheit der Be- Bemühen in dieser Hinsicht mithilfe des schäftigten im Auge zu behalten. Für die- Personae-Projekts führte dazu, dass wir ses Engagement bekam das Modefach- in unseren Einkaufszentren und auf unsegeschäft im ALEXA vor zwei Wochen den ren Baustellen sicheres Verhalten und Ri„Personae Tenant Award 2013“ verlie- sikominderung fördern – was sich bereits hen. als sehr wirksam erwiesen hat“, erklärt Mit dem Preis würdigt Sonae Sierra das Unternehmen. Zu diesen Strategien das Engagement von Unternehmen für gehöre unter anderem die Sicherheitsihre Mitarbeiter. Sonae Sierra ist Eigentü- präventionsbeobachtung, eine Form des mer von weltweit 47 Einkaufszentren und Verhaltensaudits, das Sicherheitsprobbetreibt auch das ALEXA. Die Auszeich- leme am Arbeitsplatz aufdecken soll. Von nung würdigt besonders gute Praktiken Interesse bei regelmäßigen Rundgängen im Bereich Sicherheit und Gesundheit. sei auch, ob Fluchtwege frei sind, sagt Sie ist Teil der Unternehmensphilosophie Centermanager Oliver Hanna. Die Funktivon Sonae Sierra. Diese stellt die Verant- onsweise der Sprinkleranlagen wird perwortung für Mensch und Umwelt in den manent überprüft. „Wir sehen es als unMittelpunkt. „Diese Sensibilisierung sere Verantwortung an darauf zu achten, möchten wir auch an unsere Mieter wei- dass Missstände schnell behoben wertergeben“, erklärt Jens Horeis, der Gene- den.“ Mitarbeitern, Ladenpächtern und ralmanager von SoGeschäftspartnern nae Sierra stehen zudem re➤WIR WOLLEN Deutschland. Die gelmäßig FachPreisvergabe solle kurse zur VerfüUNSERE unter den Mietern gung. Monatlich MITARBEITER der Sonae-Sierrafinden zudem ArCenter eine Kultur beitsschutzsitzunNICHT ÜBERfördern, die den gen vor Ort statt. FORDERN. Themen Sicherheit Auch in Fragen und Gesundheit des Umweltschuteine besonders zes hat Sonae Siwichtige Rolle zuweist. Seit dem Jahr erra Standards entwickelt, die im ALEXA 2008 ist Sonae Sierra außerdem als ers- in die Praxis umgesetzt werden. So wird tes Unternehmen der Branche für sein der Verbrauch an Strom und Wasser so Management-System im Bereich Sicher- oft es geht überprüft und optimiert. Viel heit und Gesundheit zertifiziert. Energie spart das Center, weil man auf „Wir wollen unsere Mitarbeiter nicht sogenannte freie Kühlung setzt. Kalte überfordern“, sagt Martin Wojtczak, Luft strömt dann ins Gebäude. Anfallenselbst viele Jahre Filialleiter von WE-Fa- der Müll in Form von Verpackungen wird shion. So gibt es eine Regelung, wonach zudem getrennt entsorgt. die Transportkisten für Ware nicht schweVerantwortung übernimmt das Cenrer als zehn Kilogramm sein dürfen. Vom termanagement auch für die Läden im Pfandgeld, das wegen der Getränkever- Haus – in dem unter anderem Umsätze sorgung der Angestellten oft anfällt, wer- ausgewertet werden. „Sinken die Umden Obst und Gemüse gekauft. Außer- sätze, ist mitunter ein von uns angebotedem stellt WE-Fashion für alle Mitarbeiter nes Shopaudit aussagekräftig“, sagt OliDesinfektionsmittel zur Verfügung und ver Hanna. Dadurch kann unter anderem betreibt damit Gesundheitsvorsorge. herausgefunden werden, welche Gründe Eine Rolle bei der Preisvergabe spielten einen Umsatzrückgang bedingen. „Daaber auch Lagersicherheit, Sauberkeit, durch gelingt es uns, das eine oder anUnfallverhütung, Hygiene und Brand- dere strukturelle Problem zu ermitteln schutz. In allen Punkten schnitt die WE- und gemeinsam mit dem Mieter an einer Fashion-Filiale im ALEXA vorbildlich ab. Lösung zu arbeiten.“ (gäd.)

E

ALEXA SHOPPINGCENTRE

Auch Mode spielte bei den Star-Weeks dieses Jahr eine Rolle. Zu Gast war unter anderem Jorge Gonzales.

MARCEL GÄDING

Martin Wojtczak (Mitte) nahm den Preis von Oliver Hanna (links) und Jens Horeis entgegen.

DPA/TIM GRANT

ALEXA SHOPPINGCENTRE

David Beckham kam auf Einladung von H&M.

Ozzy Osbourne gab eine Autogramm-Stunde.

im Erdgeschoss am Seiteneingang Telefon: (030) 27581640 E-Mail: info@alexa-apotheke.de

s gibt Tage, da geben sich die Künstler im ALEXA die berühmte Klinke in die Hand: Vor einigen Wochen war das der Fall. 14 Tage hintereinander hatte das ALEXA erstmals zu StarWeeks eingeladen und aus der Mall eine Bühne gemacht. Krönender Höhepunkt war ein Privatkonzert mit der britischen Sängerin Leona Lewis, die für Stimmung sorgte und bis heute Gesprächsthema bei Stammkunden ist. Auch Fans von Heino, Wladimir Kaminer, DJ Tomekk oder Laufstegtrainer Jorge Gonzales kamen auf ihre Kosten. Seit seiner Eröffnung zieht das ALEXA die Stars an: 50Cent, Rihanna, David Beckham, Frida Gold, The Boss Hoss oder Jürgen Drews haben sich bereits im dicken Gästebuch des Shopping- und Erlebniscenters verewigt. „Gemeinsam mit Kooperationspartnern wie dem MediaMarkt gelingt es uns immer wieder, Stars im ALEXA zu begrüßen“, sagt Centermanager Oliver Hanna. Das liegt auch daran, dass die Filialen großer Ketten im ALEXA ihren deutschlandweit größten Umsatz generieren. „Viele Plattenfirmen veranstalten daher gerne ihre Autogrammstunden bei uns“, sagt Oliver Hanna. Erst kürzlich nahm sich Schlagersänger Roland Kaiser Zeit für einen Abstecher an die Grunerstraße. Doch die Stars geben nicht nur Autogramme, sie präsentieren auch neue Kollektionen – so wie David Beckham bei H&M oder Modeschöpfer Harald Glööckler bei Bijou Brigitte. Die Voraussetzungen, Stars zu betreuen, sind im ALEXA hervorragend. So verfügt das Shoppingcenter über einen exklusiven Bereich für Prominente mit Küche, eigenem Rückzugsort und eigener Garderobe sowie Platz für Pressekonferenzen. Stolz sagt Oliver Hanna, dass man sich auch gerne das Center der Stars und Sternchen nennt. „Das ALEXA ist bunt, trendy und hip“, sagt Hanna. Genau das wünschen sich viele Prominente, wenn sie neue CDs, Mode oder Produkte vorstellen. Dabei kündigt sich der Besuch der Promis in der Regel immer kurzfristig an: Am Montag rockte Musiker Ed Sheeran für den Media-Markt – mit einem halbstündigen Konzert auf der Open-AirBühne. „Über das Jahr verteilt kommen bestimmt zehn bis 15 Stars zu uns“, sagt Oliver Hanna. Die Star-Weeks sollen zusätzlich Promis ins Center locken. „In welcher Form wir das künftig fortführen, steht noch nicht fest.“ Klar ist aber, dass die Star-Weeks in jedem Fall wiederholt werden. „Die Resonanz war überwältigend“, sagt Christin Schreiner, Marketing-Expertin des ALEXA. Denn neben Stars wurde auch Mode präsentiert. Mode gibt es auch außerhalb der StarWeeks zu sehen. Mindestens zweimal im Jahr stellt Christin Schreiner gemeinsam mit den Modegeschäften im Center Fashion-Shows auf die Beine. Dann herrscht ein bisschen Atmosphäre wie bei Prêt-à-porter-Modeschauen in Paris oder auf der Fashion-Week in Berlin. „Popup Looks“ nennt sich die Reihe, für die eigens ein Catwalk organisiert wird und die Tausende vor allem junge Menschen anzieht. Obendrauf gibt es auch Model-Castings, bei denen es Shopping-Gutscheine zu gewinnen gibt. „Derzeit sind wir schon mitten in der Planung für die Herbstveranstaltung“, sagt Christin Schreiner. Was konkret stattfindet, verrät sie noch nicht. Nur so viel: „Wir werden wieder einiges Neues ausprobieren.“ Die zahlreichen Modegeschäfte nutzen die Fashionshows, um neue Kollektionen zu präsentieren. Aber auch Nachwuchsdesigner erhalten eine Chance, wie Christin Schreiner berichtet. „Wir verstehen uns auch als Plattform für neue Mode.“ Kunden könnten sich Inspirationen fürs eigene Outfit holen. „Derzeit liegen schmale Formen, Pastellfarben wie Himmelblau, Rosa, Türkis und Pink sowie der Sports-Style voll im Trend.“ Aber generell sind viele Kombinationsmöglichkeiten erlaubt und Individualität rückt immer mehr in den Vordergrund.“ Die Kunden sollen jedoch nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen. So gibt es Aktionen wie „Pimp Your Jeans“, bei der alte Jeans mit Nieten oder Kristallen ein neues Aussehen erhalten. Die Fashionshows im Frühjahr und Sommer zielen aber nicht ausschließlich auf ein junges Publikum. „Natürlich präsentieren viele unserer Mieter junge Fashion-Konzepte“, sagt Christin Schreiner. „Aber auch die ältere Kundschaft und OutdoorFans kommen nicht zu kurz.“ (gäd.)

Partner-Apotheke an der Gedächtniskirche Rankestraße 33/34

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DPA/BRITTA PEDERSEN

The Boss Hoss stellten ihre CD vor.

ALEXA SHOPPINGCENTRE

Leona Lewis gab ein Privatkonzert.

gültig bis 31. 12. 14


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ALEXA SHOPPING CENTER

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THY ANH NGUYEN(4)/ ALEXA CENTRE

Passt gut zu den Goldenen 20ern: Damenhut, gesehen bei HutStyler.

ZWISCHEN BEKANNTEN MARKEN HABEN AUCH BERLINER LABEL EINEN PLATZ IM ALEXA GEFUNDEN. DAZU GEHÖREN LIEBESKIND, LOOK54 UND HUT STYLER

Die Lässigkeit der Hauptstadt

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ehr als 60 Geschäfte im ALEXA haben einen Bezug zur Mode: Darunter sind große Ketten, namhafte Anbieter – und Berliner Label. Sie bereichern das Shoppingcenter. Eine Auswahl: Look54 war von Anfang an dabei, als das Shoppingcenter eröffnete. Die anfängliche Skepsis des Teams gegenüber dem Flair eines Einkaufscenters und den vielen Regeln verwandelte sich schnell in Begeisterung. Gegründet wurde das Label 2002 von Timo Röpcke alias DJ Ultimo. „Anfangs habe ich meine T-Shirts zu Hause produziert und zum Verkauf mit in den Club gebracht.“ Schnell erreichten die T-Shirts Kultstatuts, sodass das Team beschloss, ein eigenes Label zu kreieren. Look54 soll Mode herstellen, die man anzieht, um ins Berliner Nachtleben einzutauchen. Bei seinen Kreationen wollte Timo Röpcke möglichst viel Nightlife-Feeling. Er wollte buchstäblich die Disco-Kugel auf dem T-Shirt. Wie das geht? Mit Swarovski-Kristallen. So begann 2003 die Zusammenarbeit von Look54 mit dem Kristallschmuck-Hersteller. Herausgekommen sind außergewöhnliche Oberteile im Rockstil mit glitzernden Steinen und Metallaccessoires. Die Produkte stellt das Team in eigenen Werkstätten her. Vor allem mit der Hauptstadt Berlin identifiziert sich Look54 stark. So schmücken Berliner Motive und Slogans wie „Spreepiraten Berlin“ oder „Hauptstadtrocker“ die T-Shirts. Sina Beckmann war noch im BWL-Studium, als sie ihre erste Liebeskind-Tasche kaufte. „Ich habe mir mein Geld für die eine Tasche zusammengespart. Es war Liebe auf den ersten Blick“, schwärmt die Retail-Managerin, die heute für Liebeskind arbeitet. Dass es nicht nur ihr so ergeht, beweist der rasante Aufstieg des Unternehmens vom Berliner Taschenladen zum internationalen Modelabel. Seine Produktpalette hat Liebeskind mit den Jahren erheblich erweitert: Neben Taschen, Schals, Gürteln, Geldbeuteln, bietet Liebeskind mittlerweile auch Kleidungsstücke.

Gegründet wurde das Label 2002 von den Zwillingsbrüdern Rellecke und dem Studienfreund Semih Simsek. Die Idee war, qualitativ hochwertige Ledertaschen im mittleren Preissegment zu verkaufen. Damit trafen sie den Nerv der Zeit. Schon von Anfang an will Liebeskind den Bezug zu Berlin herstellen. Menschen, die Liebeskind-Taschen tragen, so Sina Beckmann, identifizieren sich auch mit der Berliner Lässigkeit. „Durch die Liebeskind Handarbeit mit Leder bringt jede Liebeskind-Tasche einen eigenen Charakter“. 2012 zog es Liebeskind auch ins ALEXA-Einkaufscenter. Es freut sie besonders, wenn Touristen ganz gezielt in den Laden kommen, um eine LiebeskindTasche zu kaufen. „So merke ich, wie bekannt unsere Marke auch im Ausland geworden ist.“ Mittlerweile ist Liebeskind in zehn Ländern vertreten.

Tasche von Liebeskind in Wildleder

Look54 bietet fetzige Berliner Mode.

Damenhüte vom HutStyler

Gürtel made in Berlin von Liebeskind

Im „HutStyler“ ist der Hut Protagonist. Da ist der Zylinder, der arrogant von den obersten Regalen aus den Laden beobachtet. Eine Reihe weiter unten haben die Melonen ihren Logenplatz. Mehr in Augenhöhe mit den Kunden stapeln sich neuere Modelle wie der freche Trilby oder der lässige Pork Pie. „Unsere Leidenschaft ist es, Menschenköpfe schön zu machen“, erklärt Nick Pätzold stolz. Gemeinsam mit Robert Schimke und Danilo Zuchold hat er 2010 das Label ins Leben gerufen. Dass es Berlin sein soll, stand von Anfang an fest. Berlin passe zu dem modernen, lässigen Image von HutStyler, erklärt Robert Schimke. Anfangs starteten sie mit einem Verkaufstand von vier Quadratmetern. Heute haben sie einen der TopStandorte im Alexa: Im Erdgeschoss, gegenüber vom Giganten Media-Markt, wirkt der kleine, boutiquenartige Laden geradezu anmutig. In Berlin sind Hutläden an einer Hand zu zählen. „Während andere Hutläden sich nicht verändern, verfolgen wir genau, was gerade in der Modewelt passiert. Unsere Produkte gehen mit der Zeit.“ Hier werden extravagante Kreationen mit Federn und Stoffblumen auch nach Wunsch handgefertigt. Thuy Anh Nguyen


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MEHRERE ZEHNTAUSEND MENSCHEN BESUCHEN DAS ALEXA – TÄGLICH. FÜR DIE REINIGUNGS- UND SICHERHEITSKRÄFTE BEDEUTET DIES EINE HERAUSFORDERUNG

Alles im Blick und alles im Griff

K

onzentriert sitzt der Sicherheitsmann vor einer Monitorwand. Mit einem Joystick klickt er sich von einer Ebene auf die andere, kann bei Bedarf 100 Kameras steuern und jeden Winkel im ALEXA sehen. Hier oben, in der Sicherheitszentrale, laufen die Fäden der Sicherheitsgruppe Berlin GmbH (SGB) zusammen. Sie ist für die Sicherheit und Ordnung in Berlins zweitgrößtem Shoppingcenter zuständig. Der Platz an den Monitoren ist rund um die Uhr besetzt. Zu ihm haben nur wenige Leute Zutritt. SGB-Objektleiter Matthias Heyl ist der Chef der Sicherheitstruppe, die gut an den blauen Uniformen zu erkennen ist. Zu den Öffnungszeiten sind im Center drei sogenannte Mallguards unterwegs – das sind Fachleute, die nicht nur auf die Sicherheit auf den Etagen achten. „Sie beantworten auch Fragen der Kunden oder leisten erste Hilfe, wenn ein Kunde einmal unpässlich sein sollte“, sagt Heyl. Aber auch in der Tiefgarage oder an der Information sowie am Lieferanteneingang hat die SGB ihre Leute postiert. Die Zentrale des Sicherheitsunternehmens bewacht auch den Außenbereich und schützt das ALEXA so vor Schäden durch Vandalismus. Wo sich viele Menschen aufhalten, sind Laden- und Taschendiebe nicht weit. Daher hat stets ein Mitarbeiter seinen Blick auf die Überwachungsmonitore gerichtet, um verdächtige Personen aufzuspüren. „Gerade Menschen, die sich lange aufhalten und Läden ausspähen sind für uns von Interesse“, sagt Heyl. Aber auch so mancher Kunde wird freundlich von den Center-Sicherheitsleuten angesprochen, etwa im Falle einer offenen Tasche oder eines offenen Rucksackes. „Der Hinweis darauf, dass dies eine Einladung für Taschendiebe sein kann, ist reine Prävention“, sagt Heyl. Er rät zudem davon ab, zu Einkäufen volle Taschen mitzunehmen, in denen etwa alle wichtigen Ausweisdokumente und Geldkarten sind. „Wenn mal etwas wegkommt, ist der Ärger groß.“ Für diesen Fall können die SGB-Mitarbeiter dabei behilflich sein, sofort Kreditkarten sperren zu lassen. Per Funk alarmiert die Leitstelle die Kollegen im Center, wenn auf den Bildschirmen ein Kunde mit Fahrrad oder Hund auftaucht. „Die Betroffenen werden dann von uns freundlich auf die Hausordnung hingewiesen.“ Eng ist zudem die Zusammenarbeit mit Polizei, Landes- und Bundeskriminalamt. Diese Behörden sind dankbar dafür, dass im Center so auf die Sicherheit geachtet wird. Dazu gehört, Jugendliche anzusprechen, die sich bei schlechtem Wetter ins trockene Center zurückziehen und Grüppchen bilden. „Hier setzen wir eher auf eine erzieherische Methode, sprechen mit den Jugendlichen und rufen, wenn es sein muss, deren Eltern an“, sagt Matthias Heyl. In den seltensten Fällen werden Anzeigen erstattet, meist wirkt das Gespräch. „Dafür werden unsere Fachkräfte regelmäßig geschult.“ Neben einem Kommunikationsund Konflikttraining halten sich die SGBMitarbeiter auch durch Sport fit. Außerdem wird der firmeneigene Nachwuchs im ALEXA ausgebildet. „So viel Praxis wie hier bekommen sie nirgendwo anders.“ Weil sich die Sicherheitsmitarbeiter als Ansprechpartner der Kunden sehen, erleben sie zuweilen auch mal ungewöhnliche Situationen. So wollte ein Kunde mal, dass die Mallguards beim Flughafen anrufen und mitteilen, dass der Kunde später kommt und seinen Flieger nicht schafft. Ein anderer Kunde wünschte sich, dass man jemanden für ihn auf dem Bahnhof Alexanderplatz ausrufen möge. Zentrale Anlaufstelle für solche Anliegen ist zudem die Centerinformation im Erdgeschoss, die ebenfalls von SGB-Mitarbeitern besetzt wird. „Wobei wir niemanden ausrufen, auch keine Eltern von kleinen Kindern“, sagt Matthias Heyl. In solchen Fällen verständigen sich die Sicherheitsleute einfach per Funk und halten gezielt Ausschau nach den Gesuchten. Natürlich sind die mindestens 1,80 Meter großen Männer auch im Nahkampf ausgebildet und sportlich. So richtig anwenden musste das aber bislang zum Glück keiner der Uniformierten. Wer für die SGB als Mallguard arbeitet, achtet auch auf so manchen Fleck, den unachtsame Kunden hinterlassen – etwa, weil sie ein Getränk oder ein Eis verschüttet haben. Oft dauert es nur wenige Sekunden, bis schließlich Thorsten Stephan und seine Kollegen von der Clemens Kleine Gebäudeservice GmbH ver-

MARCEL GÄDING

Ein Sicherheitsmann hat stets einen Blick auf die Überwachungsmonitore gerichtet.

Sauberkeit während der Öffnungszeiten. „Ansonsten wird vor der Ladenöffnung ab 5 Uhr gereinigt“, sagt Mucke. So können die Steigerwagen für das Putzen der Dachscheiben nur nachts aufgestellt werden, wenn kein Besucher im Center ist. Auch der Einsatz der vier Scheuersaugautomaten kann nur auf freien Gängen erfolgen. „Bis morgens um 12 Uhr sind unsere Leute dann raus und der Tagesdienst übernimmt.“ Zu tun gibt es auch außerhalb der Ladenzeilen viel. Hinter zahlreichen Türen mit der Aufschrift „Zutritt verboten“ verbergen sich Nebengänge wie bei einem großen Schloss. Sie dienen der Versorgung. Die Clemens Kleine Gebäudeservice GmbH ist auch dafür zuständig, in den hinteren Bereichen des Centers sauber zu machen. Dazu gehören unter anderem zwölf Personaltoiletten mit 107 Becken und 42 Treppenhäuser. Richtig viel Arbeit fällt im Winter an, vor allem an den Tagen, an denen es schneit. Da tragen die Kunden den Schnee ungewollt ins Center. Dort taut er, „und innerhalb weniger Minuten steht die Mall unter Wasser“, wie Andreas Mucke sagt. Für die Reinigungskräfte ist das ALEXA aber auch in anderer Sicht eine große Herausforderung. So sind allein 30 000 Quadratmeter Glasflächen im Center zu putzen. Hinzu kommt das schwarze Glas, mit dem die Rolltreppen verkleidet sind. Oder die vielen Elemente, die sich wie Bögen durchs Center ziehen und auf denen sich schnell Staub ablagert. Bis an die Lüftungsanlagen reichen die Reinigungskräfte, denn auch dort lagert sich der Dreck ab. „Lampen und Scheinwerfer halten wir ebenso sauber wie die Wegweiser auf den Etagen oder das Glas am Geländer“, sagt Andreas Mucke. Marcel Gäding

Praktikum Berufsausbildung Sicherheitsmitarbeiter

TEAMSPIRIT

Mallguard im Einsatz

wird im Alexa groß MARCEL GÄDING

Thorsten Stephan reinigt im Tagesdienst unter anderem die Handläufe der Geländer: ein Lappen oben, ein Lappen unten.

ständigt werden. Minuten später ist das Missgeschick beseitigt. Stephan arbeitet im sogenannten Tagesdienst und gehört zu jenen Reinigungskräften, die während der Öffnungszeiten das Center sauber halten. Ganz unten im Keller ist die Zentrale der Reinigungskräfte mit Pausenraum und Waschmaschine. Diese ist fast rund um die Uhr im Einsatz, um die verschmutzten Wischmöppe und Lappen zu reinigen. Neben Besen und Schrubbern stehen auch Polierautomaten bereit. Außerdem lagern hinter den Kulissen auch die verschiedensten Reinigungsmittel. Einige davon sind speziell auf die Bedürfnisse des ALEXA abgestimmt. So verträgt der Epoxi-Boden in der Mall nur spezielle Mischungen von Pflegemitteln. Alle scharfen Präparate würden den Boden schädigen oder gar zerstören. Das Revier von Thorsten Stephan ist die zweite Etage des Centers. Dort säubert er die Handläufe der Geländer, leert die Papierkörbe und wischt Flecken weg. Eine Stunde dauert eine Runde, gut sechs Runden schafft der 37-Jährige im Schnitt in einer Schicht. Besonders viel zu tun ist an den verkaufsoffenen Sonntagen, in den Sommerferien und zu Weihnachten. Weil Thorsten Stephan in seiner Arbeitskleidung mit dem weißem Hemd,

der schwarzen Hose und der schwarzen Weste nicht wie eine Tagesreinigungskraft aussieht, fragen ihn viele nach dem Weg zu bestimmten Geschäften oder zu den Toiletten. Zur Ausrüstung von Thorsten Stephan gehört ein Wagen, in dem sich Müllbehälter, Wassereimer und Reinigungsmittel befinden. An der Seite sind Besen, Wischmopp und Handschuhe befestigt. In einer Schublade liegt zudem ein Spachtel für achtlos weggeworfene Kaugummis. Er muss auf jede Eventualität vorbereitet sein, sagt Thorsten Stephan. Überquellende Mülleimer gibt es weder in Stephans Revier noch bei den Kollegen. Bei jeder Runde werden die Behälter entleert – und wenn auch nur ein Trinkbecher darin liegt. 17 Abfallbehälter werden regelmäßig kontrolliert und geleert. Ab und an finden Stephan und seine Kollegen darin auch Geldbörsen, die von Taschendieben hineingeworfen wurden. Zuweilen machen sie aber auch Kunden glücklich, die aus Versehen teure Smartphones oder Kameras auf der Bank ablegen und schlichtweg liegen lassen. Allein für die Reinigung des Centers sind 18 Mitarbeiter im Einsatz, sagt Stephans Chef Andreas Mucke. Hinzu kommen noch einmal 16 Damen im Foodcourt. Tagsüber sorgen fünf Kräfte für die

geschrieben. Wir suchen Dich als Sicherheitskraft im Einzelhandel.

®

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NUMMER 144 · DIENSTAG, 24. JUNI 2014

BERLINER ZEITUNG/MATTHIAS GÜNTHER

Der Alexanderplatz heute. Die Anrainer wünschen sich das pulsierende Großstadtleben. Derzeit laufen Berliner und Touristen eher zügig über den Platz.

DER ALEX HAT AN AUFENTHALTSQUALITÄT VERLOREN – DIE ANRAINER SEHEN DAS MIT SORGE UND WOLLEN ETWAS DAGEGEN TUN

Ein Platz, der verbindet

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er Alexanderplatz ist Berlins Wahrzeichen und ein Vorzeigeplatz. In jedem Reiseführer wird er erwähnt, tagsüber ist er sehr belebt und zieht Touristen an. Aber abends, wenn Berlins Nachtleben tobt, ist es hier im gegensatz zu Flaniermailen wie dem Kudamm oder dem Tauentzien still. Nicht zuletzt auch, weil es kaum einen Anlass gibt, auf dem Alex mit seiner öden Kulisse zu verweilen: An Sitzgelegenheiten mangelt es ebenso wie an Straßenkneipen. Zuletzt machte das Areal in der City-Ost zudem negative Schlagzeilen – unter anderem nach dem gewaltsamen Tod eines Jugendlichen. Der Alexanderplatz hat etwas Besseres verdient, als einen schlechten Ruf. Ihm soll wieder die Ehre eines Vorzeigeplatzes in Berlin zuteil werden. Darin sind sich die Gewerbetreibenden aus der Nachbarschaft einig. Im Rahmen einer eigens gegründeten Interessengruppe haben sich Anrainer wie die Galeria Kaufhof, C&A, Saturn, die Deutsche Bahn AG, das ALEXA, Media-Markt, der Fernsehturm und das Dom-Aquaree zusammengeschlossen. Ihr erklärtes Ziel: Sie wollen den ihrer Meinung nach wichtigsten und zentralsten Platz Berlin revitalisieren und vor allem für eines sorgen: mehr Aufenthaltsqualität. In einem Ideenpapier haben sie ihre Vorschläge für einen lebenswerten Alexanderplatz gesammelt. So soll der Platz seine kühle Wirkung verlieren und mehr Grün bekommen. Das Beleuchtungskonzept gehört überarbeitet. Und für die Passanten soll ein Leitsystem her, das Verbindungen schafft. „In der jetzigen Form wirkt der Alexanderplatz sehr kalt“, sagt Oliver Hanna, der Centermanager des ALEXA. Durch den Beton herrsche keine schöne Atmosphäre. „Es fehlt an Wohlfühlfaktoren.“ Der Alexanderplatz ist das Herz Berlins, so sehen das alle Anrainer. Mit dieser Aussage haben sie sich auch bei der Zentrumsinitiative der Industrie- und Handelskammer beworben. Im Rahmen der Kampagne „Mittendrin“ werden in der Regel vernachlässigte Einkaufsstraßen meist in den Außenbezirken gefördert und aufgepeppt. Dass diese Hilfe einmal für den Alexanderplatz in Anspruch genommen werden soll, hätte kein Anrainer gedacht. Doch es verbindet.

BERLINER VERLAG

1904: Der Alexanderplatz ist eng bebaut. Die „Berolina“ ziert den Platz.

DPA

29. Juli 1973: Weltfestspiele – Tanz auf dem Alexanderplatz.

V O M Stauraum: Der heutige Alexanderplatz diente zum Ende des 13. Jahrhunderts zunächst als Stauraum vor dem Oderberger Tor: Hier mussten Gespanne warten, bevor sie das 1701 in Königstor umbenannte Portal passieren durften. Viehmarkt: Später diente der Alex als Viehmarkt, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts den Namen Ochsenplatz erhielt. Gleich-

V I E H M A R K T

zeitig diente der heutige Alexanderplatz als Paradeplatz, auf dem die Preußen ihre Exerzierübungen absolvierten. Alexanderplatz: Seinen heutigen Namen bekam der Alex im Jahre 1805 zu Ehren des Russischen Zaren Alexander I. Dieser hielt sich im Herbst 1805 zu einem Staatsbesuch in Berlin auf. Die Umbenennung erfolgte auf Geheiß von König Friedrich III.

AFP

4. November 1989: Christa Wolf spricht vor 500 000 Demonstranten.

Z U R

T O U R I S T E N A T T R A K T I O N

Knotenpunkt: 1882 entstand der Bahnhof für die Stadt- und Fernbahn, einige Jahre später bekam die U-Bahn Anschluss an den Alex. Seit 1920 fuhren auch Autos über den Platz. In dieser Zeit entstanden auch das Alexander- und Berolinahaus, die nach dem Krieg erhalten blieben. Neugestaltung: In Folge des Zweiten Weltkrieges lag der Alex in Schutt und Asche. Ende der

1960er-Jahre ließ ihn die DDR nach ihren Vorstellungen neu gestalten – mit dem Fernsehturm, dem Hotel „Stadt Berlin“, dem „Haus des Lehrers“, dem Brunnen der Völkerfreundschaft und der Kongresshalle. Wende: Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer war der Alexanderplatz geprägt von Großdemos gegen die DDR-Regierung. Bekannte Schriftsteller wie Christa

Wolf, Stefan Heym oder Heiner Müller sprachen 1989 genauso zum Volk wie Ulrich Mühe oder Jan Josef Liefers. Jahrtausendwende: Nach dem Fall der Mauer hat sich das Gesicht des Alexanderplatzes verändert. Der Platz erhielt eine neue Gestaltung, zudem fährt die Straßenbahn wieder über den Alex. Neu ist das Saturngebäude vis-a-vis vom ALEXA.

Zunächst konzentriert sich die Bewerbung für die Zentrumsinitiative auf eine gemeinsame Veranstaltung im Sommer kommenden Jahres. So sollen E-Mobile Kunden von einem Ende des Platzes an das andere Ende bringen und verschiedene Themenpunkte miteinander verbinden: Dazu gehört die Geschichte des Alexanderplatzes, der Alex als Marktplatz und „Ruhe und Aktion“. Es sollen Ruheund Relaxzonen entstehen und Orte, an denen die Geschichte des berühmten Platzes interaktiv erlebbar wird. Eine kulinarische Verbindung garantieren Imbissstände mit Berliner Spezialitäten. Neben kurzfristigen Aktionen muss sich aber nach Ansicht der Anrainer auch langfristig etwas tun. Michael Malessa, geschäftsführender Gesellschafter des Media-Marktes, engagiert sich daher in der Interessengruppe. „Ich bin mit Leib und Seele Berliner“, sagt Malessa. „Daher ist es ein großes Anliegen, dass der Alexanderplatz wieder ein Platz wird, auf dem sich die Menschen mit Freude aufhalten.“ Berlin lebe auch von Touristen, der Handel ebenfalls. „Ich möchte, dass die Leute gerne zum Alexanderplatz kommen.“ Es soll Ziel sein, den Platz zur Visitenkarte Berlins außerhalb Deutschlands, wenn nicht sogar in der ganzen Welt zu machen. „Bislang endet der Wohlfühlfaktor aber an der Tür des ALEXA“, sagt Michael Malessa. Gefordert ist auch die Politik, auf dem Alexanderplatz etwas zu ändern, sagen die Anrainer. „Wir als Unternehmer haben keine Hoheitsrechte“, sagt Oliver Hanna. Vermisst wird auch die Bereitschaft der Politik, sich für den Platz zu engagieren und in dessen Gestaltung Geld zu investieren. Der Alexanderplatz sei im Laufe der Jahre mit der Stadt gewachsen und erfahre deutlich mehr Zulauf. „Doch die Menschen wollen nicht nur zum Einkaufen hierher kommen, sie verbinden damit auch Erlebnisse drum herum“, sagt Michael Malessa. Die gebe es derzeit aber kaum. Immerhin: Innensenator Frank Henkel (CDU) nahm Anfang des Jahres eine Einladung der Anlieger an und stellte sich den Sorgen und Nöten. Man fühlt sich zumindest ernst genommen und will miteinander im Gespräch bleiben, lautet das Ergebnis. Ein Anfang ist gemacht. (gäd.)


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Wer an die Decken schaut, entdeckt diese Malereien. Sie erinnern an das pulsierende Berlin der Zwanzigerjahre.

DIE GOLDENEN ZWANZIGERJAHRE PRÄGEN DAS INNENLEBEN DES ALEXA – BEWUSST ENTSCHIEDEN SICH DIE ARCHITEKTEN FÜR ART DÉCO

Eine Hommage an vergangene Zeiten

B

erlin ist auf einem guten Weg, wieder angesagte Metropole in der Welt zu werden. Es ziehen mehr Menschen in die Stadt, und auch die Berlin-Besucher nehmen zahlenmäßig zu. Das Kulturangebot hat sich verändert: Kabaretts, Revuen, Varieté, Theater und Musical ziehen Besucher wie Magneten an. Ob die Stadt damit an den Glanz und Glamour der Zwanzigerjahre anknüpfen kann? Das ALEXA weckt Erinnerungen an diese Zeit. Wo das Auge in dem Shoppingcenter hinschaut: Der in den Zwanzigerjahren geprägte Stil des Art Déco zieht sich wie ein roter Faden durchs Haus. Eine Hommage an die Goldenen Zwanziger. Damals, vor fast 100 Jahren, wuchs Berlin nicht nur durch die Vereinigung mit kleinen Vororten zu einer Metropole. In der Weimarer Republik vor der Zeit des Nationalsozialismus erfuhr die Stadt auch ihre kulturelle Blüte. Claire Waldoff, Josephine Baker oder Marlene Dietrich füllten die Säle. An jeder Ecke entstanden Tanzlokale, Kinos und Kabaretts. Von allen Kontinenten zog es die Künstler an. Locker konnte Berlin mit Städten wie Paris, London oder New York mithalten. Wenn es abends dunkel wurde, begann ein pulsierendes Nachtleben. Erst die Weltwirtschaftskrise 1929 beendete diesen Rausch jäh. Unterwegs im ALEXA werden Erinnerungen an eine Zeit wach, die viele Besucher nur noch aus Filmen wie „Metropolis“ von Fritz Lang oder aus Büchern kennen. Vom Fußboden bis zur Decke, vom Gelände bis zur Fassadenverkleidung weht ein Hauch der Zwanzigerjahre durchs Haus. Es fehlt nur noch der Charleston als Begleitmusik, um die Illusion zu vervollständigen. Die kubistischkonstruktive Kunst des Art Déco prägt das Bild des ALEXA entscheidend: Überall ist es bunt. Der Bodenbelag beispielsweise ist eine Mischung aus vielen Materialien. Am aufwendigsten ist der Epoxidharzboden. Er verleiht dem Shoppingcenter seinen Glanz und besteht aus vielen Farbelementen. Diese expressionistischen und utopischen Weltstadtbilder sind mal wie ein Bogen, mal wie ein übergroßes Mosaik angeordnet. Alle Farbtöne gehen harmonisch ineinander über. Eine Symphonie der Motive: In großen Lettern tauchen in den Boden einge-

Geschichte trifft auf Moderne: Fahrstuhlanzeiger im ALEXA in analoger und digitaler Form.

A R T Der Begriff: Die Bezeichnung Art Déco kommt aus dem Französischen. Dort steht „arts décoratifs“ sinngemäß für verzierende Künste. Bezeichnet wird eine Designepoche zwischen den Jahren 1920 bis 1940.

Klare Linien, warme Farben

Der Stil: Experten sehen im Art Déco eine Weiterentwicklung des Jugendstils, der Anfang des 20. Jahrhunderts prägend war. Gestalterisch werden Elemente wie Formen, Farben, Themen und Materialien miteinander verbunden.

D E C O Der Ursprung: Wien gilt als Geburtsstadt des Art Déco. Paris war jedoch das Zentrum. In der französischen Hauptstadt fand auch die Ausstellung „internationale des Arts Décoratifs et industriels modernes“ statt – ein Wegweiser für Mode und Innenarchitektur. Die Wirkung: Die Umsetzung von Art Déco basiert auf klaren Linien und schattenfreien Elementen. Die organischen und floralen Motive verschaffen dem Betrachter einen plakativen Eindruck, der durch kräftige Farben verstärkt wird.

MARCEL GÄDING (5)

Fassade des ALEXA

lassene Begriffe wie Tanz, Musik oder Metropolis auf – prägende Begriffe der Goldenen Zwanziger. Der Metropolis Court ist sodann auch jener Platz im ALEXA, der gerne für Veranstaltungen genutzt wird. Das über die verglasten Decken einfallende Tageslicht sorgt für unterschiedliche Stimmungen – je nach Tageszeit und Wetter. Auf diese Weise verändert das Innenleben des ALEXA allein über das Licht mehrmals am Tag sein Erscheinungsbild. Brücken überspannen die Etagen und geben den Blick frei auf das Leben unten in der Mall. Von hier aus wirkt alles viel, viel kleiner – wie in einer Miniaturenwelt. Die Geländer auf den Etagen sind genauso aufwendig gestaltet wie die Säulengänge mit ihren markanten, an New Yorker Wolkenkratzer erinnernde Trommellichter. „Jeder der hierherkommt, soll am Ende sagen, dass der Besuch interessant war“, sagt Oliver Hanna. Bewusst habe man bei der Planung seinerzeit darauf geachtet, dass ein stilvolles Ambiente die Etagen prägt. „Hier ist nichts von der Stange, sondern alles eine Spezialanfertigung“, erklärt der ALEXA-Centermanager. So wurden für den mit drei Zentimetern Epoxidharz beschichteten Bodenbelag Fachkräfte aus Portugal eingeflogen, die auch immer wieder zu Reparaturarbeiten anrücken. Bewusst habe man sich gegen den Kalksandstein-, Glas- und Aluminium-Einheitsbrei anderer Einkaufszentren entschieden. „Wir verstehen das ALEXA als Gesamtkunstwerk.“ Allein der Vorhof am Haupteingang rund um den Media-Markt erinnert von der Raumhöhe her an eine Kathedrale. Trotz seiner Einzigartigkeit, ganz neu ist die Innengestaltung nicht. Ihr Vorbild hat sie in den Warenhäusern der damaligen Zeit, die ebenfalls im Art-Déco-Stil gehalten waren. Gewagt bleibt jedoch das äußere Erscheinungsbild, das nicht nur geprägt ist von dem Altrosa der Fassade, sondern auch von den sakral anmutenden Spitzbögen der Fenster und dem goldenen Dach. „Die Reaktionen reichen vom Schmetterling in der Einkaufslandschaft bis hin zum monumentalen Bunker“, sagt Oliver Hanna, der gut mit der Auseinandersetzung der Fachleute leben kann. „Wichtig ist, dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen und unterhalten werden.“ (gäd.)


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ALEXA SHOPPING CENTER

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IN DER HAUPTSTADT DER MODEBLOGGER FÄLLT ES SCHWER, EINE MODISCHE LINIE AUSZUMACHEN. GETRAGEN WIRD, WAS GEFÄLLT

Auf der Suche nach dem Berliner Stil

K

urz vor der Berliner Fashion Week im Juli dreht die Welt ein bisschen durch. Während Models, Designer und andere Modeaffine auf der Suche nach möglichst originellen Outfits sind, will unsere Autorin den Großstadt-Style entdecken. Mit der Unterstützung einer Modebloggerin und mit viel Offenheit für die Modewelt hält sie die Augen auf nach dem Berliner Stil. Eine Modefrage stellt man am besten einer Modeexpertin. Der Name Anna Wintour geistert kurz herum, wird jedoch verworfen. Man muss nicht gleich eine Audienz bei der Autorität erbitten. Ein Glück, dass die Digitalisierung auch die Modebranche erreicht hat, sie offener macht und vielen Menschen die Beurteilung von Mode erlaubt, die nicht unbedingt Chefredakteurin der Vogue sind. Immerhin gibt es genug Modeblogger. Auf Online-Plattformen berichten sie über neue Trends, fassen ihre Eindrücke von Modeereignissen zusammen und tauschen sich mit (Jung-)Designern aus. Dass sie dennoch von der Modewelt schief beäugt werden, bestätigt auch Sevil Uguz, Modebloggerin und Mitgründerin von „Bloggers Melting Pot“, einer Blog-Gemeinschaft für Fashion. Es gebe Blogger, die es schon weit gebracht hätten. Die Autoren von Les Mads gehören dazu oder von Kalinka Kalinka. „Der Dialog ist da zwischen den Bloggern und der Modewelt. Aber sie bevorzugen die klassische Presse.“ Unterhält man sich mit Sevil Uguz, hat man das Gefühl, sie ist ein alter Hase im Blog- und Modebusiness. Auffällig ist ihre Art, wie sie mit Namen aus der Branche jongliert: nie übertrieben viel oder angeberisch, eher beiläufig. Tatsächlich ist die Diplom-Juristin erst seit über einem Jahr als Modebloggerin unterwegs. Ihr Entschluss, von der Studienstadt Göttingen nach Berlin zu ziehen und von der JuraWelt in die Fashion-Welt zu wechseln, hat sie nie bereut. In Berlin gründete sie mit anderen Bloggern die Plattform „Bloggers Melting Pot“, auf der die Autoren junge Designer vorstellen. Parallel arbeitete sie bei einer PR-Agentur, organisierte FashionEvents und knüpfte fleißig Kontakte. Heute, ein Jahr nach ihrem Umzug nach Berlin, führt sie einen eigenen Laden mit dem Namen „LNFA“ im Bikini-Haus in Charlottenburg. Hier präsentiert sie ausschließlich Mode von jungen Designern wie Nylon Berlin, Format oder Pau Esteve. „Man muss sagen, die Leute hier in Berlin sind sehr offen. Wenn man Lust hat und auch dran bleibt, kann man sehr viele Menschen aus der Branche kennenlernen, die einem erklären, wie es läuft.“ Sevil Uguz’ Begeisterung für Berlin kennt fast keine Grenzen. Berlin sei die Hochburg der Mode. Hier ist alles erlaubt und alles wird akzeptiert. Für sie macht das den Berliner Stil aus. „Cool und lässig, das findet man überall, auch in anderen Städten. Was den Berliner Stil ausmacht, ist das Provokante.“ Ihre Beschreibung vom Berliner Stil geht ungefähr einher mit der von Angelika Taschen und Alexa von Heyden in ihrem 2013 veröffentlichten Buch „Der Berliner Stil“. Auch sie charakterisieren die Berliner als authentische Modefreunde, die Spaß haben an der Eigenkreation ihres Looks. Anti-Chic sei der Berliner Stil. Man möchte schön sein und es gleichzeitig bequem haben. Man kombiniert Parka mit Pumps, trägt Jutebeutel zum Abendkleid. Individualität wird großgeschrieben, von Modedidakt keine Spur. Auch von Sexyness wie in den Hochglanzmagazinen hält die Berliner Frau wenig bis gar nichts. Jung und modebewusst wie sie ist, trägt sie zwar Minirock, achtet gleichzeitig sorgsam darauf, ihn mit einem sportlichen Sneaker zu kombinieren. Klassisch sexy sein, einen Kleidungsstil haben, der die Frau wieder zum Sexobjekt degradiert? Das lässt die moderne, selbstbewusste Berliner Frau nicht zu. Der Anti-Chic-Trend ist übers Ziel hinausgeschossen. Auch Sexyness muss mal wieder sein. Sexobjekt hin oder her, ein reizendes enganliegendes Kleid mit Highheels ist wunderschön und stört die weibliche Unabhängigkeit auf keinen Fall. Kurzum, der Protest gegen die übertriebene Lässigkeit wird immer lauter. Ob der Berliner Modemensch in naher Zukunft seinen Jutebeutel im Schrank verstaut, seine Highheels wieder herausholt und seine Jeans unter dem Abendkleid weglässt, um mal wieder richtig klassisch sexy zu sein? Bei den kommenden Berliner Fashion Weeks im Juli wird sich das zeigen.

THUY ANH NGUYEN (4)

Sportlich und locker mag es die männliche Fraktion, die keine Scheu davor hat, Farbe zu tragen wie im Fall dieser Umhängetasche. Kräftige Farbtöne setzen sich wieder mehr durch und sind bei Männern und Frauen beliebt.

Bohemian-Style nennt sich der Halsschmuck, der in diesem Jahr immer mehr bei Frauen zu sehen ist. Er erinnert an alten Schmuck, der von Generation zu Generation vererbt wird. Solche Accessoires kosten nicht viel Geld.

Die Zeit der Flipflops ist vorbei, gefragt sind jetzt Latschen mit Stil wie dieses angesagte Schuhwerk. Es erinnert ein wenig an die Besohlung der alten Römer, ist sehr bequem und zudem gesund, weil jederzeit Luft an die Füße kommt. Die Treter passen zu fast jedem Outfit.

Goldene Zeiten brechen an, wenn auch nur als Akzent an dieser Handtasche. Gold ist wieder in, beobachten Modeexperten – allerdings eher als Ergänzung und Kontrast zu anderen Farben. Der Glanz der Goldimitate ist erschwinglich.

Sevil Uguz fühlt sich weiterhin wohl in ihrem Stil. Bequem und praktisch, mit dunkleren Nuancen wie Schwarz und Grau, dann aber mit kleinen Highlights versetzt. Praktisch, schick bis rockig. Wichtig für sie ist, dass es zu ihrem Typ passt. „Man trägt wieder wadenlange Röcke und Kleider. Mir würde das nicht stehen, aber an einer anderen Person kann es wunderschön sein.“ Nach der Ära des Maxi-Rocks kommt nun der Midi-Rock. Als „goldene Mitte“ zwischen den Rocklängen beschrieben, verhüllt der MidiRock einiges, aber nicht alles. Mit ihm wirkt die Frau charmant und elegant, gleichzeitig verführt sie mit einem Hauch freier Haut am unteren Bein. Die großen Modehäuser machen es vor. In den Präsentationen der Sommerkollektion von Chloé, Céline und Balenciaga dominieren wadenlange Röcke und Kleider. Doch auch ZARA und H&M im ALEXA bieten 2014 verschiedene Modelle des Midis, vom Bohème-Stil mit Flower-Prints bis hin zum simplen weißen Fließkleid. „Derzeit im Kommen sind auch transparente Stoffe und Metallic-Farben“, sagt Sevil Uguz. Die Bloggerin macht es vor. Ihr silbernes Shirt aus Seide glänzt in der Nachmittagssonne, transparente Streifen deuten ein schwarzes Untertop an. Tatsächlich zeichnete sich der Trend zu Metallic-Tönen bereits im vergangenen Jahr ab und setzt sich in diesem Jahr fort. Nicht nur Gold-, Silber- und Kupfertöne, auch schimmerndes Blau, Violett oder Grün gehören zum Metallic-Look. Taschen mit Metallriemchen und -accessoires veredeln den Look. Gewagtere setzen auf silberne Röcke oder goldene T-Shirts. Der Transparent-Look bzw. Nude-Look wiederum hat eine lange Vorgeschichte. Der Look geht auf den französischen Boudoir-Stil der Jahrhundertwende zurück. Der Boudoir-Stil bedient sich an der Frivolität der vielen Spitzen, romantischen Rüschen, an den tiefen Dekolletés und an flatternden Volants. Nach einer langen Stil-Pause setzte in den 1960er-Jahren der französische Modeschöpfer Yves Saint Laurent den NudeLook wieder auf die Agenda. „Schönheit? Interessiert mich nicht. Was zählt, ist Verführung, ist der Schock. Das, was unter die Haut geht“, so seine Worte. „Die Trends gibt es auch in den gängigen Modegeschäften. Man kann ins ALEXA-Shoppingcenter gehen und findet dort den Berliner Stil “, sagt Sevil Uguz. Mit über 160 Läden ist ALEXA das zweitgrößte Shoppingcenter in Berlin. Neben den üblichen Verdächtigen wie ZARA und H&M, gibt es hier Läden, die die Hauptstadt im Namen tragen und sich stark mit ihr identifizieren. Liebeskind Berlin hat seit 2012 eine Filiale im Einkaufscenter. Die Vintage-Taschen aus Leder unterstreichen den lässigen Stil. Look54 wiederum kreiert Kleidungsstücke für den rockigen Berliner. Unübertroffen ist auch die Zahl der Modeaccessoires-Läden und Juweliere im ALEXA. Für jeden Geldbeutel und jeden Anlass findet sich die passende Klamotte – von edel und elegant bis sportlich und bequem. Es muss nicht immer „Made in Berlin“ sein, um den Berliner Stil zu bekommen. Man kann Plastiktaschen tragen, Socken in Sandalen anziehen, alles ist erlaubt. „Du kannst provozieren, musst aber nicht“, fasst Sevil Uguz zusammen. Als sie bei ihrer ersten Fashion Week unterwegs war, trug sie silberne Stiefel, die an Discokugeln erinnern und eine Weste aus Plastik. „Es war nicht schön im herkömmlichen Sinne, aber ich fand es super.“ Längst ziehen nicht mehr nur die angesagten internationalen Mode-Events das interessierte Fachpublikum an. Wer sich durch die zahlreichen Modeblogs im Internet klickt, sieht auch, dass Shoppingcenter wie das ALEXA oft auf der Besuchsliste der Modeexpertinnen stehen. Das mag unter anderem auch daran liegen, dass die peppig gemachten Blogs ein Publikum ansprechen, das über überschaubare finanzielle Mittel verfügt und lieber mal was kombiniert, als sich alles neu zu kaufen. Thy Anh Nguyen

IMPRESSUM Berliner Verlag GmbH Anzeigen: BVZ BM Vermarktung GmbH (Berlin Medien), Jens Kauerauf Redaktion: Peter Brock (verantwortlich), Angelika Giorgis Anzeigenverkauf: Mareen Beu Tel. 030 23 27 51 18 sonderprojekte@berlinmedien.com


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ALEXA SHOPPING CENTER

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SRIKE LANES BOWLING

Die Wohnzimmer-Atmosphäre in der Bowlingbahn Strike Lanes reicht bis an die Anlage. 18 Bahnen stehen insgesamt zur Verfügung.

DAS ALEXA BIETET EINE 9 000 QUADRATMETER GROSSE FREIZEITWELT – MIT BOWLING, FITNESS UND BERLIN ALS MINIATUREN-WELT

Nach dem Einkaufen eine ruhige Kugel schieben

I

m ALEXA steht nicht nur das Shopping an oberster Stelle – dort befindet sich auch eine 9 000 Quadratmeter große Freizeitwelt mit einer eigenen Bowlingbahn, einem großen Fitnessstudio und einer Miniaturen-Welt. Ein kurzer Ausflug: Berlin sehen in drei Stunden – das klingt ambitioniert, ist aber machbar. Zumindest für die Besucher der LOXX Miniatur-Welt. Diese hat seit der Eröffnung des ALEXA eine neue Heimat am Alexanderplatz gefunden. Der Alex ist dort im Kleinformat ebenso zu sehen wie der Bahnhof Zoologischer Garten, das Brandenburger Tor oder das Bundeskanzleramt. Fast alle Berliner Sehenswürdigkeiten wurden im Maßstab 1:87 nachgebildet – und das in zum Teil aufwendiger Kleinstarbeit. So ein leuchtender BVG-Doppeldecker-Bus kann bis zu sechs Wochen Arbeitszeit in Anspruch nehmen. Das Kanzleramt aus Holz war nach elf Monaten fertig. Und an der Beleuchtung zweier legendärer CocaCola-Trucks saßen die Modellbauer ein ganzes Jahr lang. „Die Originale bekamen wir vom Coca-Cola-Chef persönlich“, sagt Jörg Wreh, der LOXX-Betriebsleiter. Denn für gewöhnlich gibt es diese Trucks nicht zu kaufen. Der Coca-Cola-Chef gehört zu den Promis, die ab und an ins LOXX kommen. Für gewöhnlich zieht die Miniaturen-Welt jedoch Familien und Berlin-Besucher an. Bis zu 500 Menschen können sich auf der 1 100 Quadratmeter großen Anlage auf einmal aufhalten, ohne dass sich die Menschen in die Quere kommen. Das unterscheidet das LOXX von anderen, ähnlichen Einrichtungen. „Hinzu kommt, dass nichts der Fantasie entspringt, sondern Berlin so abgebildet wird, wie es tatsächlich ist“, sagt Jörg Wreh. Gerade arbeiten er und seine Kollegen daran, den Potsdamer Platz nachzubauen. In der Werkstatt gleich neben der Ausstellungsfläche entstehen aktuell die Potsdamer Platz Arkaden. Das Sony-Center ist schon gut zu sehen, das altehrwürdige Weinhaus Huth auch. Der Bundesrat wird noch gebaut, ebenso der Martin-Gropius-Bau. Gut drei bis vier Jahre kann das alles noch dauern, bis es fertig ist. Was bereits auf der fertigen Anlage steht, entspricht dem Stand von 2004 – auch der Bahnhof Ostkreuz ist dort noch als maroder Haltepunkt zu sehen. Berlin-Kenner wissen, dass er längst durch einen modernen Neubau ersetzt wurde. Natürlich kommen auch Eisenbahnfans auf ihre Kosten, denn durch das Klein-Berlin im ALEXA fahren ICE-Züge, SBahnen oder Regionalbahnen. Wie im echten Leben erklingen aus dem nachgebauten Hauptbahnhof die Bahnhofsdurchsagen mit dem typischen Gong der Deutschen Bahn, während einige Meter weiter der Lärm startender Flugzeuge zu

hören ist. Im Grunde genommen könnte man die Ausstellungsfläche auf fast 3 000 Quadratmeter erweitern. „Das sind aber auch gut und gerne noch einmal 20 Jahre Arbeit“, sagt Jörg Wreh. In jedem Quadratmeter haben die Modellbauer auch kleine Gags eingebaut – wie den Sensenmann, der einem alten Mann hinterherjagt. Oder Asterix und Obelix, die sich unters Volk mischen. Um Berlin möglichst originalgetreu abzubilden, werden vor dem eigentlichen Modellbau Filme und Fotos gemacht. Allein die Dokumentation des Bundeskanzleramtes und des Regierungsviertels mit seinen Straßen und Bürgersteigen nahm sieben Monate Zeit in Anspruch. Alle Häuser, Bahnhöfe und Brücken werden in der LOXX-eigenen Werktstatt gebaut. Dort sitzen die Männer dann an ihren Tischen zwischen jeder Menge Material und lassen sich von den Besuchern nicht stören. Mittags um 12 Uhr dürfen Besucher ihre Fragen stellen bei den Führungen, die das LOXX unter dem Titel „Blicke hinter die Kulissen“ anbietet. Jedes Teil auf der Anlage kostet viel Geld – allein so ein Lkw-Modell kann schon mal an die 5 000 Euro kosten. Der hohe Preis kommt in der Regel durch die Arbeitszeit zustande, die investiert werden muss. Ab und an arbeiten die LOXX-Mitarbeiter auch für fremde Auftraggeber. Die Deutsche Bahn AG setzte die Experten vor zwei Jahren ein, als es darum ging, den Bahnhof der Zukunft umzusetzen. Im Rahmen dieses Wettbewerbs waren Kunden aufgerufen worden, Vorschläge zu unterbreiten. Um das Ergebnis greifbar zu machen, erarbeiteten Jörg Wreh und seine Kollegen schließlich Modelle. Diese sind ebenfalls im LOXX zu sehen. Neben Berlin in Miniatur sollen irgendwann auch beliebte Regionen Brandenburgs abgebildet werden. Unter anderem ist daran gedacht, den Spreewald mit seinen Nebenarmen der Spree und den verträumten, reetgedeckten Bauernhöfen nachzubauen. Ganz nebenbei wird auch die bereits vorhandene Ausstellung auf den neuesten technischen Stand gebracht: QRCodes sorgen künftig dafür, dass die Besucher Informationen zu berühmten Bauwerken direkt über ihr Handy oder ihren Tablet-PC abrufen können. LOXX, tägl. geöffnet von 10 bis 20 Uhr, Eintritt: 12,90 Euro, Kinder ab 1 Meter Körpergröße 8 Euro. Internet: www.loxx-berlin.de Rund um die Uhr Sport treiben, das können die Mitglieder des Fitnessstudios Superfit. An allen Tagen im Jahr erwartet die Freizeitsportler ein Gruppenfitnessangebot, Kraft- und Ausdauerkurse und Dance-Workouts. Die Kursräume sind

großzügig gestaltet, der Gerätepark ist modern. Nach dem Sport kann die studioeigene Sauna genutzt werden. Superfit, geöffnet 0 bis 24 Uhr, Monatsbeitrag 18,50 Euro. Internet: www.mysuperfit.com

SRIKE LANES BOWLING

Drei Bars stehen den Gästen der Bowlingbahn zur Verfügung – unter anderem für Firmenevents.

MARCEL GÄDING

Blick in Richtung Ostbahnhof in Friedrichshain: In der LOXX Miniatur-Welt ist Berlin im Maßstab 1:87 zu sehen.

MARCEL GÄDING

Bekannte Berliner Bauwerke wie die „Schwangere Auster“ im Abendlicht: Alle 20 Minuten wird es im LOXX Nacht.

Der erste Eindruck: Es ist gemütlich hier. Täuschend echt wirkendes Kaminfeuer, dazu Sessel und Sofas und ein Hauch der 1970er-Jahre bilden den repräsentativen Eingang der Bowling-Bahn Strike Lanes im ALEXA. Braune Farben wurden mit Cremetönen und Orange kombiniert und sorgen für Wohlfühlatmosphäre. An einer Tanzfläche vorbei geht es dann zu den 18 Bowlingbahnen und weiter hinten folgt eine von drei Bars, die für Firmenveranstaltungen oder VIP-Events separiert werden kann. Bei Bedarf kann dieser Bereich komplett abgetrennt werden, erklärt Betreiber Guido Paeske. Sechs BowlingBahnen stehen dann unabhängig vom Rest der Anlage zur Verfügung. Auf 2 400 Quadratmetern ist Platz für maximal 320 Gäste, die im Schnitt von 50 Servicekräften umsorgt werden. Am Silvesterabend können es aber auch schon mal an die 700 Gäste werden. „Unser Fokus liegt auf Freizeitbowler“, sagt Betreiber Guido Paeske. Wären hier auch Vereine und Profis am Start, wäre die Bahn genauso grell beleuchtet wie viele andere ihrer Art in Berlin. So aber reicht den Besuchern das sogenannte Schwarzlicht, das für Lounge-Atmosphäre sorgt. Über den Bahnen hängen große Monitore, die auch für interaktive Spiele genutzt werden können. So können die Spieler der Bahnen gegeneinander in einen Wettbewerb treten. Formel 1 heißt zum Beispiel eines der Spiele. Die Autos der Teams bewegen sich um so eher, je mehr Pins umgeworfen werden. „Die Leute wollen nun mal vor allem unterhalten werden“, sagt Guido Paeske. Dreimal in der Woche heizt deshalb auch ein DJ den Spielern ein – mittwochs ab 18 Uhr zum After-Work-Bowlen sowie freitags und sonnabends ab 20 Uhr. „Ein Großteil der Besucher kommt aus Mitte sowie dem Ostteil der Stadt“, sagt Paeske. Die Inspiration für diese Art von Bowlingbahn kommt aus den USA, wo eine Kette ähnliche Läden betreibt. „Für Berlin wollten wir mal was Neues probieren“, sagt Guido Paeske. Zur Bowlingbahn gehört auch ein eigenes Restaurant, das kalifornische Gerichte bietet. Die Zutaten dafür kommen aber frisch aus der Region. Öffnungszeiten montags bis freitags ab 15 Uhr open end, Wochenende jeweils 10 Uhr bis open end. Internet: www.strikelanes.de


EIN VERLAGSTHEMA DER BERLINER ZEITUNG

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- MODE -

NUMMER 144 · DIENSTAG, 24. JUNI 2014

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