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Kunst mal anders. Das Werk einer Behinderten.

Singen wie Hörende. Ein Kurs für Taube.

Unterwegs im Rollstuhl. Auf Reise in Schweden.

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EINE VERLAGSBEILAGE DER BERLINER ZEITUNG


2 I LEBEN MIT BEHINDERUNG

MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

Facebook ist für alle da

Bei einem Seminar in der Lebenshilfe lernen geistig Behinderte den Umgang mit neuen sozialen Medien

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an kann Facebook lieben oder hassen, direkt oder indirekt kommt man daran nicht vorbei, ebenso wenig wie an allen anderen neuen sozialen Medien. Gerade das Internet ist für viele behinderte Menschen ein wichtiges Informationsinstrument geworden. Unabhängig von realen Barrieren kann man sich dort völlig frei mit anderen austauschen, sich gegenseitig informieren oder einfach nur ein wenig quatschen. Vor dem Austausch steht allerdings das Einrichten. Wahrscheinlich hat jeder schon einmal ein Programm auf seinem Computer installieren wollen und es hat nicht funktioniert. Wenn der User dann noch ein Mensch mit sogenannter geistiger Behinderung ist, dann wird das zur schier unlösbaren Aufgabe. Der Bereich Bildung der Lebenshilfe Berlin ist angetreten, um genau solche Ausgrenzungen zu beseitigen. Im November fand deshalb ein Seminar zum Thema „Social Media und geistige Behinderung“ statt. Menschen mit Lernschwierigkeiten wurden gemeinsam mit ihren Betreuern oder Assistenten an zwei Tagen darin geschult, wie man eine FacebookSeite gestaltet, wie man eine Web-

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site einrichtet oder wie man YouTube nutzen kann. Martin Kilwing hat das DownSyndrom. Und er ist ein Fan von Jasmin Wagner, die für ihn noch Blümchen heißt. Seine Verehrung dokumentiert er auf seiner eigenen Facebook-Seite. Das heißt, er hat bereits Erfahrungen im Umgang mit Social-Media-Themen sammeln können. Damit ist er unter

den Teilnehmern dieses Seminars die Ausnahme. Nun möchte er lernen, wie er seine mit der Handy-Kamera gedrehten Filme auf YouTube zeigen kann. „Der Unterschied zu anderen Seminaren ist die Geschwindigkeit“, erklärt Seminarleiter Karl Bäck. Die anwesenden Assistenten und Betreuer verstehen viel schneller den Stoff als die behin-

derten Teilnehmer. „Man muss den Menschen mit Lernschwierigkeiten die Sache gut erklären und ihnen ausreichend Zeit zum Üben geben, dann können sie Facebook benutzen, wie andere auch.“ Für diese Menschen sind Webseiten mit langen Textpassagen nicht ideal. Bäck legt deshalb großen Wert auf den Umgang mit Fotos und Filmen. Die technische

Seite des Hochladens und des Einbauens in die Website ist dabei nur eine Seite. Viel wichtiger erscheint ihm die Fähigkeit, Bilder zu erstellen und auszuwählen, die etwas über die Person ausdrücken. „Genauso, wie sie lernen müssen, über sich selbst zu sprechen, müssen sie lernen, mit Fotos etwas über sich selbst auszusagen.“ „Wenn behinderte Menschen sich an der Online-Gesellschaft beteiligen, ist das auch mit Gefahren und Risiken verbunden“, stellt er fest. Diese aber auszuschließen, sei nicht zeitgemäß. Sie müssten lernen, damit umzugehen und sich mit anderen darüber auszutauschen. Bäck kommt von der Firma atempo aus Graz, die führend in der Umsetzung solcher Themen ist. Das Seminar hat Modellcharakter, betont Liane Neubert von der Lebenshilfe Bildung. Die Seminarteilnehmer sollen künftig als Multiplikatoren in ihren Einrichtungen für die Nutzung von sozialen Medien werben. (sis.) Weitere Infos: www.lebenshilfeberlin.de; E-Mail: bildung @lebenshilfe-berlin.de

Seit 1992 unterstützen wir Menschen bei der Teilhabe an der Gemeinschaft. Wir bieten für Menschen mit Lernschwierigkeiten  Betreute Wohngemeinschaften (BWG)  Betreutes Einzelwohnen (BEW) mit Treffpunkten  Begleitete Elternschaft (BEW + Familienhilfe)

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Wohngemeinschaften und Betreutes Einzelwohnen

Betreutes Paarwohnen und begleitete Elternschaft für Menschen mit Behinderungen

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stephAnus-stiftung Albertinenstraße 20 | 13086 Berlin Tel. 030 96249-122 | Fax 030 96249-128 wohnen@stephanus-stiftung.de www.stephanus-stiftung.de

Wir bieten für Menschen mit seelischer Behinderung schwerpunktmäßig ausgerichtet auf Klienten, die einen längerfristigen Betreuungsbedarf haben – einen Wohnverbund, er besteht aus:  Therapeutischen Wohngemeinschaften (TWG)  Betreutem Einzelwohnen (BEW) Ausführliche Informationen über die Arbeit und Organisation von COMES e.V. finden Sie auf unserer Website: www.comes-berlin.de

Integration in den

Arbeitsmarkt durch berufliche Rehabilitation www.bfw-berlin-brandenburg.de

Sie können aus gesundheitlichen Gründen Ihren Beruf oder Ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben? Wir bieten Beratung, berufliche Orientierung, Qualifizierung und Unterstützung bei Ihrem neuen Start in das Berufsleben. Besuchen Sie uns im Internet oder rufen Sie uns an!

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Standort Berlin Epiphanienweg 1 14059 Berlin-Charlottenburg Telefon 030 30399-0 info@bfw-berlin.de Standort Mühlenbeck Kastanienallee 25 16567 Mühlenbeck Telefon 033056 86-0 info@bfw-brandenburg.de BTZ | Berufliches Trainingszentrum Berlin Elsenstraße 87-96 12435 Berlin-Treptow Telefon 030 30399-701 btz@bfw-berlin.de

Offene Sprechstunden Standort Berlin: montags 13 b is 15 Uhr Standort Mühlenbeck: dienstags 10 b is 12 Uhr BTZ Berlin: montags 13 bis 15 Uhr


LEBEN MIT BEHINDERUNG I 3

MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

THEATER RAMBAZAMBA

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Sabine Kaemmel oft mit zwischenmenschlichen Themen. Liebe, Freude, Trauer, Angst – kein Thema ist der Künstlerin fremd.

Am Ende geht es immer um den Menschen

Sabine Kaemmel ist behindert. Das hindert sich aber nicht daran, eine herausragende Künstlerin zu sein.

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uf einmal ist er da, dieser Moment. Früher oder später kommt er eigentlich fast immer. Und dann ist es plötzlich soweit. Dann gibt es nur noch sie – und das Bild. Dann gibt es nur noch Farben und Formen, Pinsel und Tusche, Asche und Papier. Wenn dieser Moment kommt, dann gibt es nur noch Sabine Kaemmel – und das Bild. Es schwirrt ihr im Kopf herum und wartet nur noch darauf, auf die Leinwand gebannt zu werden. Wenn dieser Moment kommt, vergisst Sabine Kaemmel alles um sich herum. Sie vergisst, dass ihr Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Sonnenuhr, eines Vereins der behinderten Künstlern eine kreative Plattform bietet, so klein ist. Sie vergisst den Lärm und den Trubel um sich herum. Sie vergisst, dass Leute durch den Raum spazieren, dass sie kommen und gehen, lachen und reden. In diesem Moment gibt es nur sie und das Bild. Die erste eigene Ausstellung Jetzt gerade findet Sabine Kaemmel allerdings keine Ruhe mehr. Aufgeregt sei sie, sagt sie. Bei einer eigenen Ausstellung, nur mit ihren Bildern – da müsse man doch einfach aufgeregt sein. Und am Tag der Vernissage feiert sie auch noch ihren 50. Geburtstag. Es wird also eine Retrospektive, ein Rückblick auf das Leben einer außergewöhnlichen Künstlerin – und gleichzeitig auch ein Rückblick auf ein Leben mit Behinderung. Denn Sabine Kaemmel ist behindert, körperlich IMPRESSUM Berliner Verlag GmbH Anzeigenleitung: Mathias Forkel Redaktion: Peter Brock (verant.), Angelika Giorgis Anzeigenverkauf: Renate Werk, Tel.030 23 27 53 15 gesundheit@berliner-verlag.de Art Direction: Jane Dulfaqar, Annette Tiedge

B I O G R A P H I E Sabine Kaemmel wurde 1962 in Berlin geboren. Am 6. Dezember, dem Tag der Vernissage, feiert sie ihren 50. Geburtstag. Sie lebt in einer betreuten Wohngemeinschaft und arbeitete bis 2007 in der Behindertenwerkstatt Mosaik e.V. Seit fünf Jahren ist sie hautberufliche Künstlerin. Sabine Kaemmel zeigte ihre Arbeiten auf Ausstellungen in Berlin, Brüssel, Washington oder Basel. und geistig. „Für uns ist sie aber in erster Linie eine tolle Künstlerin, Behinderung hin oder her“, sagt Angelika Dubufé vom Theater RambaZamba. Und sie ist eine Künstlerin mit einer Hochbegabung. Ihre Bilder erzählen dabei meist eine Geschichte, oft sind sie zudem autobiografisch. Denn in ihren Bildern verarbeitet Sabine Kaemmel immer auch ihr eigenes Leben. Immer wieder geht es in ihrem Ar-

Reisefreiheit

beiten um das Zwischenmenschliche, um das, was sich zwei Menschen zu sagen oder auch nicht zu sagen haben. Um den Schmerz und die Traurigkeit, aber auch um die Freunde. Es geht um alles, was sich zwei Menschen gegenseitig eben so antun können. Dabei verarbeitet die Künstlerin in ihren Arbeiten oft auch ihre eigene Ängste. Worte wie Panik stehen dann auf der Leinwand,

verzerrte Gesichter und dunkle Farben sind zu sehen. Meistens sind ihre Bilder aber warm und farbenfroh – und sprühen vor Kreativität und Lebensfreude. Sprudelnde Kreativität 2 000 Bilder, Keramiken und Skulpturen hat sie im Laufe ihres bisherigen Künstlerlebens schon geschaffen – und damit schon einige internationale Kunstpreise gewonnen. Kathrin Schittkowski, die die aktuelle Ausstellung sozusagen kuratiert, hat die Qual der Wahl. „Die Vielfalt der Arbeiten ist das Herausragende an ihren Werken. Sie besitzt ein großes Repertoire an Techniken“, sagt Schittkowski, die selbst als Künstlerin arbeitet. Sabine Kaemmel malt auf Leinwand genauso wie auf Pappe, sie modelliert Skulpturen aus Keramik, fertigt Zeichnungen an, macht Kollagen, arbeitet mit Asche und Papier, zeichnet auf dünnem Japan-Papier oder bemalt kleine Postkarten. Nebenbei arbeitet sie

immer wieder am Bühnenbild für die aktuellen RambaZamba-Produktionen mit. Trotz ihrer Behinderung, eine rechtsseitige schlaffe Lähmung, sind ihre Zeichnungen leicht und fließend – und wirken nahezu mühelos. (spa.) Die Ausstellung „Sabine Kaemmel – Bilder, Zeichnungen, Skulpturen“ ist vom 6. Dezember bis Ende Januar im Theater RambaZamba zu sehen. Die Ausstellung ist jeweils von Montag bis Freitag geöffnet, jeweils ab 15 Uhr. Außerdem kann man die Ausstellung an allen Vorstellungstagen des Theaters RambaZamba besuchen. Alle Bilder der Ausstellung können auch gekauft werden. Das Theater RambaZamba befindet sich in der Kulturbrauerei, im ehemaligen Kesselhaus, Schönhauser Allee 36-39. Tel.: 030/44 04 90 44. Weitere Informationen gibt es auch im Internet auf der Seite: www.theater-rambazamba.org

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MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

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MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

Tipps fürs Leben in Berlin

Ein Ratgeber hilft Behinderten, sich in der Hauptstadt zurechtzufinden

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Wer singen will, braucht Hände

Mit der neuen Lernsoftware „Kleine Helfer“ soll tauben und schwerhörigen Kindern der Zugang zur Musik ermöglicht werden

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s gibt Musik, die ist lautlos. Sie braucht keine Instrumente und keinen Gesang. Diese Musik kann man nur sehen. Denn sie wird durch die Bewegungen der Hände zum Leben erweckt: Die Finger tanzen auf und ab, die Hände zeichnen einen Kreis und die Arme schwingen hin und her. Wer singen möchte, braucht nicht unbedingt eine Stimme, findet Stefanie Trzecinski, Lehrbeauftragte für Audio- und Gebärdensprachpädagogik an der Humboldt-Universität Berlin. Für sie ist Musik vor allem Emotion. Und diese könne man mit einer Gebärde genauso zum Ausdruck bringen wie mit Worten. Musik und Emotion, beides möchte Stefanie Trzecinski vermit-

teln. Und sie möchte tauben und schwerhörigen Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen. Mit Hilfe der Lernsoftware „Kleine Helfer“ wird das in Zukunft noch besser möglich sein. Kinder im Grundschulalter lernen nicht nur Lieder in Gebärdensprache zu singen, sie lernen auch, mit Metaphern umzugehen und deren Bedeutung zu verstehen. „Die gesprochene Sprache ist voller Metaphern. In der Gebärdensprache gibt es diese aber nicht“, erklärt Trzecinski. Sie sitzt auf einem Sofa, hat den Laptop auf den Knien – und lächelt. „Das ist einfach toll geworden“, sagt sie und meint damit die Lernsoftware, die gerade auf dem Laptop läuft. Diese kann man mittlerweile gegen eine

P R O G R A M M Die „Kleinen Helfer“ kann man bei der gemeinnützigen Gesellschaft „Kopf, Hand und Fuß“ bestellen. Man bekommt die Lernsoftware gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro. Kopf, Hand und Fuß engagiert sich unter anderem bei der Entwicklung von Schulungs- und Lernkonzepten für taube und schwerhörige Kinder und Erwachsene. Die Gesellschaft sitzt an der Hardenbergstraße 22, im Amerika Haus – gegenüber der S-Bahnstation Zoologischer Garten. Tel. 030 / 83 21 66 40. Weitere Informationen gibt es unter: www.khuf.eu

Schutzgebühr von 15 Euro kaufen. Entwickelt wurde die Lernsoftware von Studierenden der HumboldtUniversität. Zusammen mit Genia Börner-Hoffmann hat Trzecinski im vergangenen Wintersemester das Seminar „Neue Medien“ am Institut für Rehabilitationswissenschaften unterrichtet. Die „Kleinen Helfer“ sind zum Beispiel eine Lupe, eine Taschenlampe oder eine Uhr. Es gibt fünf solcher Symbole und jedes steht für ein Spiel. Der Ausgangspunkt für jedes Spiel ist ein Kinderlied. So wie zum Beispiel Rolf Zuckowskis Lied „Jahresuhr“. Sobald man das Lied anklickt, startet ein Musikvideo. Die Videos wurden vom Kinderkanal Ki.Ka kostenlos zur Verfügung gestellt. In einem zu-

sätzlichen kleinen Fenster wird der Text synchron in Gebärdensprache „mitgesungen“. Anschließend kann man das Spiel starten. Dabei müssen die Kinder Fragen beantworten. So wie diese hier: Was fällt im Herbst von den Bäumen? Alle Fragen orientieren sich thematisch am Lied, jeweils drei Antworten stehen zur Auswahl. „Bei den Spielen war uns wichtig, dass sich Bilder, Schrift und Gebärden miteinander verbinden“, erklärt Trzecinski. Die Kinder sollen so spielerisch alle drei Elemente lernen. Realisiert wurde das Programm von Brightside Games. Die mehrfach ausgezeichneten Entwickler Johannes Giering und Thomas Bedenk haben das Spiel ehrenamtlich programmiert. (spa.)

erlin ist führend bei der Umsetzung des Bundesarbeitsmarktprogrammes „Initiative Inklusion“, sagt der Senat. Für die etwa zehn Prozent der Berliner, die mit einer schweren Behinderung leben, habe sich der Senat das Ziel gesetzt, für sie gleichwertige Lebensbedingungen wie für Nichtbehinderte herzustellen. Mehr schwerbehinderte Menschen sollen künftig in regelmäßige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden, so der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja (CDU) in der neuen Ausgabe des Berliner Ratgebers für Menschen mit Behinderung. Dazu dient beispielsweise die Berliner Schwerbehinderten-Joboffensive 2013, mit der Arbeitgeber gefördert werden, die für diese Zielgruppe neue Arbeitsplätze schaffen. Aber auch der Übergang aus einer Werkstatt für Behinderte in den allgemeinen Arbeitsmarkt gehört dazu. In der zwölften Auflage des Berliner Ratgebers für Menschen mit

Behinderung gibt es unter anderem Informationen zur selbstbestimmten, gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zum Schwerbehindertenrecht und zum Anerkennungsverfahren für den Schwerbehindertenstatus sowie die damit verbundenen Nachteilsausgleiche. Im Abschnitt „Arbeit und Beruf“ geht es zum Beispiel um Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben, den besonderen Kündigungsschutz, die Aufgaben der Integrationsfachdienste, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung und um Rentenfragen. Ein Abschnitt widmet sich der Personenbeförderung im öffentlichen Nahverkehr, den neuen Freifahrtregelungen der Deutschen Bahn, Auslandsreisen und dem Flugverkehr, dem Begleitservice des VBB, dem Sonderfahrdienst, dem Mobilitätstraining der BVG und allen Fragen rund um das eigene Kraftfahrzeug. Weitere Themen sind das Steuerrecht, Fragen

zum Wohnen in Heimen, in Wohngemeinschaften, im betreuten Einzelwohnen, aber auch Tipps zur Unterstützung beim Umbau der eigenen Wohnung, zu Leistungen bei Pflegebedürftigkeit, zur Ermäßigung bei Eintrittsgeldern. Des Weiteren gibt es in der Broschüre Informationen für Hörgeschädigte und Angebote für Blinde und Sehbehinderte. Ein Adressenverzeichnis für alle Belange der Behinderten komplettiert die Übersicht. (ag.)

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Informationen/Bestellung: Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin/Versorgungsamt, Sächsische Straße 28, 10707 Berlin, Sprechzeiten: Mo/Di 9–15 Uhr, Do 9–18 Uhr, Fr 9–13 Uhr , Postanschrift: Postfach 31 09 29, 10639 Berlin, E-Mail: infoservice@lageso.berlin.de; Servicetelefon 030-9 02 29-64 64, Schutzgebühr 0,60 Euro, ISBN 978-3-938810-25-4.

Engagement für Menschen mit Behinderung VfJ Berlin * Integrationskindergarten * Freizeitclub * Reisen * Selbständiges Wohnen * Bildungsangebote * Freiwilligenarbeit www.vfj-berlin.de

VfJ Werkstätten * Bildungskurse * Bildungsbegleitung * Arbeitsangebote in 14 Bereichen * Fahrradwerkstatt * Außenarbeitsplätze * Integration in den 1. Arbeitsmarkt www.vfj-wfb.de

LfB Lebensräume * Wohngemeinschaften * Betreutes Einzelwohnen * Wohn- u. Betreuungsangebote für Menschen über 50 * Angehörigenberatung * Probewohnen www.lfb-lebensraeume.de

VfJ Sportclub * * * * * * * *

Fußball Tischtennis Leichtathletik Fitness Bowling Rückenschule Rehasport Laufen www.scvfj-berlin.de

VfJ Berlin e.V., Tel. (030) 68 281-3 · Grenzallee 53 · 12057 Berlin, info@vfj-berlin.de

Das UNIONHILFSWERK bietet in Berlin mit rund 2.500 Mitarbeitern zahlreiche Beratungsangebote, Beschäftigung und Betreuung für Menschen mit Behinderungen und psychischer Erkrankung sowie Angebote der beruflichen Rehabilitation. Mit unseren stadtweiten Angeboten unterstützen wir unsere Klienten nach ihren individuellen Bedürfnissen.

Wir sind für Sie da: • (Übergangs-) Wohnheime • • • •

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Wohngemeinschaften sowie BEW Kontakt- und Beratungsstellen Beschäftigungstagesstätten Zuverdienstwerkstatt

www.unionhilfswerk.de/behinderung

Vermittlungsstelle in Berlin Einige leibliche Eltern können ein Kind mit Behinderung oder schwerer Erkrankung nicht (mehr) betreuen. Deshalb werden Pflegefamilien gesucht mit pflegerischer Kompetenz vom heilpädagogischer Pflegekinderdienst von „Bethel regional“. Infos: Tel. 030-46 70 52 31; a.schoenborn@lobetal.de

Hilfe für Rollstuhlfahrer Kostelose App

Die Suche nach einer barrierefreien Toilette ist eine tägliche Herausforderung für viele Rollstuhlfahrer. Die App „WheelMate™“ von Coloplast hilft und kann im Apple App-Store heruntergeladen werden. Eine AndroidVersion des Programms ist in Arbeit. Infos: www.wheelmate.com/de

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IndIvIduelle lösungen

Unterstützung im alltag

ViEL ZEit FüR pERSönLichE GESpRächE

Lebenshilfe für Familien

» Inklusion heißt:

Menschen mit Behinderung gehören in allen Lebensbereichen von Anfang an dazu. «

Familien mit behinderten angehörigen sind bei der Lebenshilfe Berlin gut aufgehoben – ein interview mit Ulrich Bauch, Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbh

Angebote für Menschen mit Behinderungen

Pflegeeltern gesucht

Wie geht es Familien, wenn sie erfahren, dass ihr Kind anders ist als andere Kinder und wahrscheinlich sein ganzes Leben lang auf Unterstützung angewiesen ist?

» Oft ist es erst einmal ein Schock:

Warum trifft es ausgerechnet mich? Die Familien haben viele Fragen. Sie brauchen Informationen und Austausch. Was möchten Eltern gerne wissen?

» Das sind meistens ganz konkrete Fragen: Welche Hilfen stehen uns

zu? Wo kann ich Unterstützung bekommen? Wie kann mein Kind am besten gefördert werden? Welche Kita und welche Schule kommen für mein Kind in Frage? Wo finden sich passende Freizeitangebote? Wie geht es weiter nach der Schule? Welche Wege ins Arbeitsleben gibt es? Wie können behinderte Menschen wohnen, wenn sie Unterstützung brauchen? Was ist, wenn die Eltern nicht mehr da sind? Unsere Beraterinnen nehmen sich viel Zeit für persönliche Gespräche und suchen gemeinsam mit den Familien individuelle Lösungen.

Beim Betreuten Einzelwohnen bekommen Menschen mit Behinderung Unterstützung. In der eigenen Wohnung oder bei den Eltern, wenn sie noch zu Hause wohnen und ausziehen möchten. Foto: Florian von Ploetz

richten, dass sie sich hier mit ihren Ängsten und Hoffnungen verstanden fühlen. Wir können im direkten Austausch mit den Eltern unsere Angebote ständig an den Bedürfnissen » Bis heute hat die Lebenshilfe Ber- der Familien weiterentwickeln. Vielin aktive Elterngruppen, in denen le Eltern engagieren sich aktiv in der sich Eltern gegenseitig unterstüt- Lebenshilfe und übernehmen auch zen und austauschen. Die Eltern be- Verantwortung im Vorstand des ElDie Lebenshilfe ist vor über 50 Jahren aus der Elternselbsthilfe entstanden. Welche Rolle spielt das noch?

ternvereins und im Aufsichtsrat der Lebenshilfe gGmbH. Die Lebenshilfe Berlin ist heute einer der größten sozialen Dienstleister mit vielfältigen Angeboten für Menschen mit Behinderung und ihre Familien in Berlin. Eine Erfolgsgeschichte, die ohne Eltern nicht vorstellbar wäre. Was empfehlen Sie Familien?

» Holen Sie sich Hilfe und Unterstützung. Sie haben ein Recht darauf. Wir beraten Sie gern! Das Interview führte Christiane Müller-Zurek.

 WEitERE inFoRmationEn 

www.lebenshilfe-berlin.de


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MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

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Tipps fürs Leben in Berlin

Ein Ratgeber hilft Behinderten, sich in der Hauptstadt zurechtzufinden

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Wer singen will, braucht Hände

Mit der neuen Lernsoftware „Kleine Helfer“ soll tauben und schwerhörigen Kindern der Zugang zur Musik ermöglicht werden

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s gibt Musik, die ist lautlos. Sie braucht keine Instrumente und keinen Gesang. Diese Musik kann man nur sehen. Denn sie wird durch die Bewegungen der Hände zum Leben erweckt: Die Finger tanzen auf und ab, die Hände zeichnen einen Kreis und die Arme schwingen hin und her. Wer singen möchte, braucht nicht unbedingt eine Stimme, findet Stefanie Trzecinski, Lehrbeauftragte für Audio- und Gebärdensprachpädagogik an der Humboldt-Universität Berlin. Für sie ist Musik vor allem Emotion. Und diese könne man mit einer Gebärde genauso zum Ausdruck bringen wie mit Worten. Musik und Emotion, beides möchte Stefanie Trzecinski vermit-

teln. Und sie möchte tauben und schwerhörigen Kindern den Zugang zur Musik ermöglichen. Mit Hilfe der Lernsoftware „Kleine Helfer“ wird das in Zukunft noch besser möglich sein. Kinder im Grundschulalter lernen nicht nur Lieder in Gebärdensprache zu singen, sie lernen auch, mit Metaphern umzugehen und deren Bedeutung zu verstehen. „Die gesprochene Sprache ist voller Metaphern. In der Gebärdensprache gibt es diese aber nicht“, erklärt Trzecinski. Sie sitzt auf einem Sofa, hat den Laptop auf den Knien – und lächelt. „Das ist einfach toll geworden“, sagt sie und meint damit die Lernsoftware, die gerade auf dem Laptop läuft. Diese kann man mittlerweile gegen eine

P R O G R A M M Die „Kleinen Helfer“ kann man bei der gemeinnützigen Gesellschaft „Kopf, Hand und Fuß“ bestellen. Man bekommt die Lernsoftware gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro. Kopf, Hand und Fuß engagiert sich unter anderem bei der Entwicklung von Schulungs- und Lernkonzepten für taube und schwerhörige Kinder und Erwachsene. Die Gesellschaft sitzt an der Hardenbergstraße 22, im Amerika Haus – gegenüber der S-Bahnstation Zoologischer Garten. Tel. 030 / 83 21 66 40. Weitere Informationen gibt es unter: www.khuf.eu

Schutzgebühr von 15 Euro kaufen. Entwickelt wurde die Lernsoftware von Studierenden der HumboldtUniversität. Zusammen mit Genia Börner-Hoffmann hat Trzecinski im vergangenen Wintersemester das Seminar „Neue Medien“ am Institut für Rehabilitationswissenschaften unterrichtet. Die „Kleinen Helfer“ sind zum Beispiel eine Lupe, eine Taschenlampe oder eine Uhr. Es gibt fünf solcher Symbole und jedes steht für ein Spiel. Der Ausgangspunkt für jedes Spiel ist ein Kinderlied. So wie zum Beispiel Rolf Zuckowskis Lied „Jahresuhr“. Sobald man das Lied anklickt, startet ein Musikvideo. Die Videos wurden vom Kinderkanal Ki.Ka kostenlos zur Verfügung gestellt. In einem zu-

sätzlichen kleinen Fenster wird der Text synchron in Gebärdensprache „mitgesungen“. Anschließend kann man das Spiel starten. Dabei müssen die Kinder Fragen beantworten. So wie diese hier: Was fällt im Herbst von den Bäumen? Alle Fragen orientieren sich thematisch am Lied, jeweils drei Antworten stehen zur Auswahl. „Bei den Spielen war uns wichtig, dass sich Bilder, Schrift und Gebärden miteinander verbinden“, erklärt Trzecinski. Die Kinder sollen so spielerisch alle drei Elemente lernen. Realisiert wurde das Programm von Brightside Games. Die mehrfach ausgezeichneten Entwickler Johannes Giering und Thomas Bedenk haben das Spiel ehrenamtlich programmiert. (spa.)

erlin ist führend bei der Umsetzung des Bundesarbeitsmarktprogrammes „Initiative Inklusion“, sagt der Senat. Für die etwa zehn Prozent der Berliner, die mit einer schweren Behinderung leben, habe sich der Senat das Ziel gesetzt, für sie gleichwertige Lebensbedingungen wie für Nichtbehinderte herzustellen. Mehr schwerbehinderte Menschen sollen künftig in regelmäßige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden, so der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja (CDU) in der neuen Ausgabe des Berliner Ratgebers für Menschen mit Behinderung. Dazu dient beispielsweise die Berliner Schwerbehinderten-Joboffensive 2013, mit der Arbeitgeber gefördert werden, die für diese Zielgruppe neue Arbeitsplätze schaffen. Aber auch der Übergang aus einer Werkstatt für Behinderte in den allgemeinen Arbeitsmarkt gehört dazu. In der zwölften Auflage des Berliner Ratgebers für Menschen mit

Behinderung gibt es unter anderem Informationen zur selbstbestimmten, gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, zum Schwerbehindertenrecht und zum Anerkennungsverfahren für den Schwerbehindertenstatus sowie die damit verbundenen Nachteilsausgleiche. Im Abschnitt „Arbeit und Beruf“ geht es zum Beispiel um Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben, den besonderen Kündigungsschutz, die Aufgaben der Integrationsfachdienste, die Werkstätten für Menschen mit Behinderung und um Rentenfragen. Ein Abschnitt widmet sich der Personenbeförderung im öffentlichen Nahverkehr, den neuen Freifahrtregelungen der Deutschen Bahn, Auslandsreisen und dem Flugverkehr, dem Begleitservice des VBB, dem Sonderfahrdienst, dem Mobilitätstraining der BVG und allen Fragen rund um das eigene Kraftfahrzeug. Weitere Themen sind das Steuerrecht, Fragen

zum Wohnen in Heimen, in Wohngemeinschaften, im betreuten Einzelwohnen, aber auch Tipps zur Unterstützung beim Umbau der eigenen Wohnung, zu Leistungen bei Pflegebedürftigkeit, zur Ermäßigung bei Eintrittsgeldern. Des Weiteren gibt es in der Broschüre Informationen für Hörgeschädigte und Angebote für Blinde und Sehbehinderte. Ein Adressenverzeichnis für alle Belange der Behinderten komplettiert die Übersicht. (ag.)

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Informationen/Bestellung: Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin/Versorgungsamt, Sächsische Straße 28, 10707 Berlin, Sprechzeiten: Mo/Di 9–15 Uhr, Do 9–18 Uhr, Fr 9–13 Uhr , Postanschrift: Postfach 31 09 29, 10639 Berlin, E-Mail: infoservice@lageso.berlin.de; Servicetelefon 030-9 02 29-64 64, Schutzgebühr 0,60 Euro, ISBN 978-3-938810-25-4.

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Wir sind für Sie da: • (Übergangs-) Wohnheime • • • •

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Wohngemeinschaften sowie BEW Kontakt- und Beratungsstellen Beschäftigungstagesstätten Zuverdienstwerkstatt

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» Inklusion heißt:

Menschen mit Behinderung gehören in allen Lebensbereichen von Anfang an dazu. «

Familien mit behinderten angehörigen sind bei der Lebenshilfe Berlin gut aufgehoben – ein interview mit Ulrich Bauch, Geschäftsführer der Lebenshilfe gGmbh

Angebote für Menschen mit Behinderungen

Pflegeeltern gesucht

Wie geht es Familien, wenn sie erfahren, dass ihr Kind anders ist als andere Kinder und wahrscheinlich sein ganzes Leben lang auf Unterstützung angewiesen ist?

» Oft ist es erst einmal ein Schock:

Warum trifft es ausgerechnet mich? Die Familien haben viele Fragen. Sie brauchen Informationen und Austausch. Was möchten Eltern gerne wissen?

» Das sind meistens ganz konkrete Fragen: Welche Hilfen stehen uns

zu? Wo kann ich Unterstützung bekommen? Wie kann mein Kind am besten gefördert werden? Welche Kita und welche Schule kommen für mein Kind in Frage? Wo finden sich passende Freizeitangebote? Wie geht es weiter nach der Schule? Welche Wege ins Arbeitsleben gibt es? Wie können behinderte Menschen wohnen, wenn sie Unterstützung brauchen? Was ist, wenn die Eltern nicht mehr da sind? Unsere Beraterinnen nehmen sich viel Zeit für persönliche Gespräche und suchen gemeinsam mit den Familien individuelle Lösungen.

Beim Betreuten Einzelwohnen bekommen Menschen mit Behinderung Unterstützung. In der eigenen Wohnung oder bei den Eltern, wenn sie noch zu Hause wohnen und ausziehen möchten. Foto: Florian von Ploetz

richten, dass sie sich hier mit ihren Ängsten und Hoffnungen verstanden fühlen. Wir können im direkten Austausch mit den Eltern unsere Angebote ständig an den Bedürfnissen » Bis heute hat die Lebenshilfe Ber- der Familien weiterentwickeln. Vielin aktive Elterngruppen, in denen le Eltern engagieren sich aktiv in der sich Eltern gegenseitig unterstüt- Lebenshilfe und übernehmen auch zen und austauschen. Die Eltern be- Verantwortung im Vorstand des ElDie Lebenshilfe ist vor über 50 Jahren aus der Elternselbsthilfe entstanden. Welche Rolle spielt das noch?

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6 I LEBEN MIT BEHINDERUNG

MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

Bratwurst mit Vanillesoße

Behinderte und nichtbehinderte Jugendliche entwickeln gemeinsam eine Koch-Show vor der Kamera

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asst uns doch Bratwurst mit Vanillesoße machen, sagt Kevin und erntet damit Gelächter und Widerspruch. Kevin Buhle ist wie viele seine Mitstreiter 18 Jahre alt und wohnt in einer Einrichtung des Rehabilitationszentrums Berlin-Ost (RBU) in Lichtenberg. Er nimmt an einem inklusiven Videoprojekt teil. An diesem Nachmittag haben sich die Teilnehmer zusammengefunden, um über das Drehbuch zu reden. Nina Rummelsberger, Marcel Hoffmann und Kevin Buhle sitzen mit Projektleiterin Jennifer Lange (29) und Assistent Vitali Kunath (38) in der Küche des RBU. Es wird keine Bratwurst mit Vanillesoße geben, sondern Lasagne und als Nachspeise Apple Crumble, einen Apfelkuchen ohne Boden. Gegenseitiger Respekt Ein Drehbuch ist notwendig, weil dieses Projekt kein reiner Kochkurs ist. Über das Kochen wollen die Jugendlichen einen Dokumentationsfilm drehen. Jennifer Lange, eine Medienpädagogin, erzählte Margit Schwabe von der Kietzspinne FAS e. V., einem nachbarschaftlichen Verein in Lichtenberg, von der Projektidee, dass behinderte und nichtbehinderte Jugendliche einen Film über eine Kochshow drehen könnten. Das in der Kietzspinne beheimatete Medienkompetenzzentrum „Die Lücke“ ist Organisator dieses Projekts. Über die gemeinsame Arbeit an der Dokumentation lernen die Jugendlichen Stärken und Schwächen der anderen kennen und sie

K O C H K U R S

selbst einkaufen, um Erfahrung bei der Auswahl gesunder Lebensmittel zu machen. Die dritte Phase ist die spannendste im Ablauf. Nun werden die Speisen vor laufender Kamera zubereitet, dokumentiert und anschließend gemeinsam mit Freunden und Gästen verzehrt. Schließlich folgt der VideoSchnitt und die öffentliche Aufführung des Films. Er soll anschließend auf der Website der Wohneinrichtung zu sehen sein. „Was meint ihr, was sollten wir an der Raumgestaltung verändern?“ Jennifer Lange möchte mit dieser Frage von den Jugendlichen als Partner wahrgenommen werden. Diese sollen aktiv und eigenverantwortlich in alle Projektphasen eingebunden sein. Das betrifft die Vorbereitungsphase und die Drehzeit, in der die Akteure vor und hinter der Kamera tätig sind, und das geht bis zum Schnitt des fertigen Films. Alles zusammen soll zu mehr Selbstständigkeit im Alltag führen.

SIEGURD SEIFERT

Volle Konzentration für Kevin.

Das Medienkompetenzzentrum Die Lücke versteht sich als Koordinator für medienpädagogische Arbeit in Jugendeinrichtungen. Es werden Medienprojekte entwickelt und unterstützt und viele Veranstaltungen, Kurse und Workshops angeboten. Ansprechpartner: Margit Schwabe, E-Mail: margit. schwabe@kiezspinne.de Tel.: 030-55 49 18 94

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zu respektieren. Gleichzeitig erfahren sie, wie eine TV-Dokumentation entsteht. Das geht nur im Team, und das Zusammenspiel der einzelnen Akteure entscheidet über den Erfolg. Teamarbeit bedeutet, dass die Jugendlichen ihren Platz in der Gruppe finden müssen. Welche Rolle spielen sie dabei, wie kommunizieren sie miteinander? Ist ihnen bewusst, dass jede Auf-

gabe für den Erfolg des Projekts ausschlaggebend ist? So soll ihre Sozialkompetenz gefördert werden. Die ausgewählten Gerichte lassen sich leicht nachkochen und können deshalb auch in Zukunft von ihnen zubereitet werden. Die Auswahl der Zutaten und die Art der Zubereitung soll das Verständnis für eine gesunde Ernährung unterstützen.

Gesunde Lebensmittel In der ersten Phase werden sich die Teilnehmer kennenlernen. Die Aufgaben sind festzulegen, das Menü auszuwählen. Erste Übungen an der Kamera finden statt. Dann wird der Drehort vorbereitet, der Ablauf der Show besprochen und das Drehbuch erarbeitet. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen

Kochende Moderatoren Nina und Kevin sind die Moderatoren, die vor der Kamera die Gerichte zubereiten. Das klingt einfach, ist aber viel schwerer als gedacht. Man muss sich auf die Zubereitung konzentrieren. Und schließlich sollen die Akteure auch noch erzählen, was sie gerade zubereiten, und das auch noch vor der laufenden Kamera. Der Zuschauer soll ja schließlich das Gefühl haben, der Moderator spricht mit ihm. (sis.)

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Durchführung des besonderen Kündigungsschutzes

Das SGB IX sieht für schwerbehinderte und gleichgestellte Menschen einen besonderen Kündigungsschutz vor. Behinderte Beschäftigte sollen dadurch vor Nachteilen geschützt werden, die aufgrund ihrer Behinderung entstehen. Danach ist die Kündigung eines schwerbehinderten Arbeitnehmers mit vorheriger Zustimmung des Integrationsamtes möglich. Es muss aber nicht zu einer Kündigung kommen. Vorrangiges Ziel ist immer eine einvernehmliche Weiterbeschäftigung. Deshalb unterstützt das Integrationsamt sowohl den Arbeitgeber als auch den schwerbehinderten Beschäftigten in allen Belangen um die berufliche Situation.

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Das Land Berlin vergibt jährlich den Integrationspreis (ab 2013: Inklusionspreis) an Unternehmen, die schwerbehinderte Menschen vorbildlich ausbilden oder beschäftigen. Bewerben können sich private wie öffentliche Unternehmen jeder Größe und aller Wirtschaftsbereiche (mit Ausnahme anerkannter Integrationsunternehmen). Ansprechpartnerin für Bewerbungen: Fr. Stanko, Tel.: 030 / 90229-3307 E-Mail: Nelli.Stanko@lageso.berlin.de Internet: www.berlin.de/lageso/arbeit/integrationspreis

Aufklärungs-, Schulungs- und Bildungsmaßnahmen

Ziel: Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte sowie Arbeitgebervertretungen über ihre Rechte und Pflichten nach dem Schwerbehindertenrecht zu informieren.

Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe

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8 I LEBEN MIT BEHINDERUNG

MONTAG, 3. DEZEMBER 2012 I VERLAGSBEILAGE

Barrierefrei in Schweden

Mobilitätseingeschränkte Touristen sollen die Wälder bald auf einem Quad oder in einem Hundeschlitten erleben können

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er Landschaft mag, findet sie in Schweden in unverbauter Lage und in ihrer ganzen Urtümlichkeit. Wälder, Flüsse und Seen, dazwischen immer mal wieder einzelne Häuser, das ist Schweden, wie man es sich vorstellt. Die Schweden sind freundliche Menschen und sie teilen gern. Auch diese Landschaft. Die Gemeinde Sollefteå beispielsweise möchte sich dem barrierefreien Tourismus öffnen. In dem Ort findet alle zwei Jahre der Paralympics Winter World Cup (PWWC) statt, die Sportanlagen sind auf behinderte Menschen vorbereitet. Ob das aber auch für den Ort gilt, sollten Christiane Steger und ihr Lebensgefährte Bernd Hämmerle herausfinden. Sie wurden von der Stadtverwaltung eingeladen, um den Ort auf seine Barrierefreiheit hin zu testen. Christiane benutzt seit einigen Jahren einen Rollstuhl und ist deshalb dafür prädestiniert.

SIEGURD SEIFERT

Christiane Steger.

V I E L

N A T U R

Geografische Lage: Sollefteå liegt im Norden Mittelschwedens am Fluss Angermanälven. Die Gemeinde umfasst ein Territorium, das größer als die Fläche Berlins ist. Sie hat aber nur rund 16 000 Einwohner. Im Kernort, also im Zentrum, wohnen 9 000 Einwohner.

Rampen vor den Läden Ihre Reise führte per Bahn nach Kiel. Von dort ging es mit der Fähre nach Göteborg und weiter mit der Eisenbahn via Stockholm nach Sundsvall. Dort begann das Abenteuer. Bis Sollefteå ist es noch ein kleines Stück mit dem Bus. Ein kleines Stück heißt in Schweden rund 150 Kilometer. Sinnigerweise gibt es die skandinavische Meile, die zehn Kilometer lang ist. 15 Meilen bis Sollefteå klingt auch viel besser. Ab Göteborg wurden die beiden von Michael Hardt begleitet, einem Professor an der Hochschule in Sundsvall. Er unterrichtet Design und bemüht sich, das Label Design4all mit Leben zu erfüllen.

Ausflugstipp: In der Nähe Sollefteås befindet sich die größte zusammenhängende Stelle mit Felszeichnungen in Nordeuropa, von denen die ältesten vor 6 000 Jahren entstanden. Von Sollefteå aus sind Touren in eine reizvolle Landschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten möglich.

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Informationen: Touristinformation Sollefteå 0046-620 68 29 00 Accamino Reisen Tel. +49 (0)30 74924391 info@german4all.com

Hardt ist Deutscher und vor drei Jahren nach Schweden ausgewandert. In der Gemeinde Sollefteå organisiert er nun das Projekt, das Christiane und Bernd dorthin führte. Der Ort selbst ist barrierefrei, wie man es sich nur wünschen kann: Rampen vor jedem Geschäft und jeder Gaststätte, großzügig gestaltete Einkaufszentren, Bekleidungsgeschäfte, in denen Christiane mit ihrem Rollstuhl bequem zwischen die Kleiderständer fahren und sich selbst ihre Sachen aussuchen konnte. Gaststätten haben manchmal nur eine Toilette, die passt dann aber für alle. Das größte Erlebnis für Christiane allerdings war eine Schwimmhalle, in der es auch eine Wasserrutsche gibt, zu der man mit einem Aufzug hochfahren kann. Damit war sie als Rollifahrerin nicht ausgegrenzt und genoss die Rutsche mit großem Vergnügen. Mit dem Rentier unterwegs Der Chef des Reiseunternehmens Accamino Reisen, Felix Karsch, hat sich inzwischen umgeschaut und gemeinsam mit Michael Hardt Pläne für barrierefreie Touren besprochen. Der mobilitätseingeschränkte Tourist soll in Zukunft die schwedischen Wälder im Sommer auf einem Quad und im Winter in einem Rentier- oder einem Hundeschlitten erleben können. Touren in die Landschaft werden für Menschen mit allen Arten von Behinderungen möglich sein. Große Pläne. Aber die Infrastruktur zumindest ist ja schon vorhanden, im Februar 2013 werden wieder Hunderte behinderte Sportler zum PWWC nach Sollefteå kommen. (sis.)

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