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MEDIZIN IM WANDEL

Jubiläen und Visionen der Paracelsus-Kliniken IM INTERVIEW

Thomas Bold, Peter Schnitzler und Frank Thörner

JAHRESBERICHT 2012 HEILEN MIT MODERNSTEN METHODEN

Neue Wege in Rehabilitation, Pflege und Medizin


JAHRESBERICHT 2012 „Die Rendite steht bei uns nicht an oberster Stelle. Das Geld, das wir verdienen, soll unseren Patienten zugutekommen.“ Dr. Manfred Georg Krukemeyer Vorsitzender der Gesellschafterversammlung


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VORWORT INTERVIEW MIT DR. MED. KRUKEMEYER Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Paracelsus-Kliniken.

Auszug aus einem Interview im Deutschen Ärzteblatt, Ausgabe Nr. 50, 2012

Der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Klinikkette über den Ausschluss eines Börsengangs und Investitionen. Herr Dr. Krukemeyer, haben Sie eigentlich auch Anteile an der Rhön-Klinikum AG gekauft, damit die Übernahme durch Fresenius und somit auch die Fusion mit den Helios-Kliniken platzt? Krukemeyer: Nein (lacht). Wie beurteilen Sie denn die aktuellen Vorgänge bei Ihrem Mitbewerber? Krukemeyer: Rhön hat in den vergangenen 25 Jahren eine beachtliche Erfolgsgeschichte hingelegt. Und für eine optimale Patientenversorgung ist Wachstum generell der strategisch richtige Weg. Wenn jetzt aber zwei Gruppen – Helios und Rhön – fusionieren, stellt sich die Frage: Wem bringt das was? Den Patienten, den Ärzten oder nur den Aktionären. Ziel darf auf keinen Fall nur die Gewinnmaximierung für gierige Investmentbanker sein.

„Krankenhäuser gehören nicht an die Börse.“ In Bezug auf eine gute Versorgung der Patienten gilt die Regel „Je größer, desto besser“ also nur bedingt? Krukemeyer: Schiere Größe bringt nichts. Die Dosis macht es. Zwar können Sie bessere Einkaufsbedingungen aushandeln, wenn Sie groß sind, zum Beispiel bei den Medizinprodukten. Auch bei der Ärzteakquise ist ein Konzern im Vorteil, weil er in der Weiterbildung viele Rotationsmöglichkeiten bieten kann. Man muss aber die Vorteile gegen die Nachteile abwägen. Wenn ich einen Bandscheibenvorfall habe, dann kann ich zum Neurochirurgen gehen und mich operieren lassen. Das funktioniert einmal gut, zweimal gut. Aber

irgendwann habe ich so viel Narbengewebe im Rücken, dass weitere Operationen schädlich werden. Genauso ist es mit der schieren Größe. Die Integration neuer Häuser in eine Gruppe ist immer eine Herausforderung. Angesichts des Ärgers am Universitätsklinikum Gießen und Marburg wird diskutiert, ob die Krankenversorgung in privater in richtiger Hand ist. Inwiefern schaden die aktuellen Vorgänge bei Rhön der gesamten Branche? Krukemeyer: Es ist ganz sicher nicht gut, wenn ein privater Unternehmer zwei Universitätsklinika übernimmt und dann damit scheitert. Und ja, das schadet der gesamten Branche. Jetzt heißt es doch: Die Privaten haben den Mund voll genommen, können es aber auch nicht. Es ist wichtig für die Menschen in Deutschland, dass sie, wenn sie in ein Krankenhaus kommen – egal ob kommunal, freigemeinnützig oder privat –, wissen: Hier werde ich optimal versorgt. Dieses Vertrauen muss wiederhergestellt werden. Als privater Klinikbetreiber erzielen auch Sie Gewinne aus der Behandlung kranker Menschen. Krukemeyer: Bei uns steht die Rendite nicht an oberster Stelle. Das ist schön gesagt ... Krukemeyer: Nein. Als Gesellschafter leiste ich es mir beispielsweise, auch dann an einem Standort festzuhalten, wenn er vorübergehend nicht profitabel ist. Ein Beispiel bitte. Krukemeyer: Wir sehen das gerade nördlich von Hamburg. In Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen gab es jeweils ein marodes Krankenhaus und allen war klar: Wir brauchen keine zwei Krankenhäuser. Wir entschieden uns, das neue Stateof-the-Art-Krankenhaus in Henstedt zu bauen und das Haus in Kaltenkirchen zu schließen. Der Ärger in Kaltenkirchen


KAPITEL 01 | EDITORIAL

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Dr. Manfred Georg Krukemeyer Vorsitzender der Gesellschafterversammlung

war so groß, dass die ärztlichen Zuweiser verkündeten, keine Patienten nach Henstedt zu schicken. Das müssen Sie sich einmal vorstellen! Wir hatten für zwei Krankenhäuser kalkuliert – Betten, Mitarbeiter, Funktionseinrichtungen –, es kamen aber nur Patienten für ein Krankenhaus. Das hat mich Millionen gekostet. Daraufhin wollten wir das Krankenhaus in Henstedt-Ulzburg verkaufen. Weil aber kein Kaufinteressent für den Fortbestand garantieren wollte, haben wir das dann doch nicht gemacht. Uns war der Fortbestand des Hauses wichtiger als die Rendite. Schreibt das Krankenhaus heute immer noch rote Zahlen? Krukemeyer: Die Lage hat sich beruhigt, wir werden im nächsten Jahr die Verlustzone verlassen. Das Haus wird gut angenommen. Als börsennotiertes Unternehmen hätten wir uns das so nicht leisten können. Ist ein Börsengang von Paracelsus denn definitiv ausgeschlossen? Was, wenn Sie dringend zusätzliches Kapital für Investitionen benötigen? Krukemeyer: Ja, selbst für diesen Fall. Aber Investitionen sind ein wichtiges Stichwort: Die sind für die Krankenhäuser derzeit überlebenswichtig, weil die dualistische Finanzierung in einigen Bundesländern beendet wird. Wenn die Länder sich aber aus der Krankenhausfinanzierung verabschieden, dann tun sie das bewusst, weil sie wollen, dass der Markt sich selbst reguliert. Damit kommt die Privatisierungswelle erst so richtig ins Rollen. Warum schließen Sie einen Börsengang so kategorisch aus? Krukemeyer: Krankenhäuser gehören nicht an die Börse. Punkt. Ich kann nicht auf Dauer im Krankenhaus die Gewinne maximieren, wie es von den Aktionären erwartet wird. Wenn das möglich ist, ist unser System falsch. Es muss immer genügend investiert werden. Dass es nicht funktioniert,

lässt sich doch wunderbar an der vorerst gescheiterten Rhön-Übernahme demonstrieren. Bei einem Kaufpreis von drei Milliarden Euro muss man sich fragen: Wie soll das refinanziert werden? Wovon? Die Fallpauschalen decken die Kosten für die Fälle ab, also die Kosten der Behandlung, nicht aber den Kapitaldienst.

„Niemand gibt ein gut gehendes saniertes Haus ab, das ein klares medizinisches Konzept hat.“ Jetzt betrachten Sie die Krankenhausversorgung als öffentliche Daseinsvorsorge, die notfalls auch trotz Verlusten zu finanzieren ist. Die Investitionen, die Sie tätigen, müssen doch irgendwie wieder verdient werden. Krukemeyer: Die Ausgaben für die Instandhaltung und das medizinische Gerät eines Krankenhauses durchaus, aber nicht ein Kaufpreis in Höhe von drei Milliarden Euro. Der Kaufpreis für eine Klinikkette hat mit Investitionen nichts zu tun. Aber Ihre Investitionen sollen sich doch auch rentieren. Krukemeyer: Die beinhalten aber auch noch Fördermittel vom Land. Am Neubau des Krankenhauses in Henstedt hat sich das Land beispielsweise mit 28 Millionen Euro beteiligt. Eine solche Summe kann ich mit dem Krankenhaus niemals refinanzieren. Bei Fresenius/Rhön liegt der Fall anders. Da sind zwei Krankenhausgruppen, die investieren, die ihre Förderanträge stellen, die ihre Kliniken führen. Und „on top“ müssen drei Milliarden refinanziert werden. Das funktioniert nicht. Das ist nur die Gier der Börse.

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VORWORT 3 FRAGEN AN 3 GESCHÄFTSFÜHRER Thomas Bold, Peter Schnitzler und Frank Thörner Was sind die drängendsten Aufgabenstellungen für das kommende Jahr? Schnitzler: Wir haben in den vergangenen Jahren extrem viel in Ausstattung und Infrastruktur unserer Kliniken investiert. Das war und ist wichtig, schließlich wollen wir auch weiterhin Bestnoten von unseren Patientinnen und Patienten bekommen (s. S. 30). Trotzdem wird es in diesem Jahr darum gehen, genau hinzuschauen und an unserer künftigen Ausrichtung zu feilen. Sind die Methoden der Vergangenheit noch die Methoden, mit denen man künftig erfolgreich ein Krankenhausunternehmen unserer Größe führt? Wo wollen wir in fünf Jahren stehen?

Ganz klar: die geeignetsten Köpfe für die unterschiedlichsten Stellen zu bekommen. In 2012 hatten wir 17 offene Stellen, das ist für ein Unternehmen unserer Größe mit 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gut. Aber das soll auch so bleiben. Deshalb setzen wir unter anderem auf interne Personalentwicklungsmaßnahmen. Und das, was der Kollege Schnitzler angeführt hat, ist selbstverständlich auch für mein Ressort wichtig: Patientinnen und Patienten schätzen unsere Behandlungsqualität. Das wiederum bekommen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit. Jeder arbeitet gerne in einem professionellen und erfolgreichen Umfeld. Hier dürfen wir also nicht nachlassen, um weiter Anziehungskraft für Stellenbewerber zu haben.

Thörner:

Bold: Die Rehalandschaft verändert sich weiterhin. Reha wird mehr und mehr ambulant nachgefragt und durchgeführt und auch Nachfragen in den verschiedenen Indikationen wandeln sich. Das sehe ich zunächst als einen ganz normalen Prozess. Das Leben, die Forschung, unsere Ansprüche sowie unsere Auffassung von Gesundheit und Krankheit sind nicht statisch. Infolgedessen die Rehaangebote auch nicht. Es kommt also darauf an, bestimmte Veränderungen

zu antizipieren und darauf vorbereitet zu sein. Wir müssen vor der Welle schwimmen, nicht hinterher. Ich freue mich, diesen Veränderungsprozess gemeinsam mit den Führungskräften von Paracelsus gestalten zu können. Ist gute Qualität künftig noch bezahlbar? Bold: Natürlich, Qualität muss leist- und bezahlbar sein. Wenn Sie Minderleistung bringen – egal, an welcher Stelle –, wird das am Ende immer zu Unzufriedenheit führen. Und zwar bei Patientinnen und Patienten, den Kostenträgern, aber auch bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Bei den Paracelsus-Kliniken sind wir mit dem hohen Anspruch unterwegs, unter den gegebenen Rahmenbedingungen die besten Pflegekonzepte sowie die besten medizinischen und therapeutischen Angebote vorzuhalten. Das ist mit ein Grund, warum die Paracelsus-Kliniken der älteste deutsche private Klinikkonzern sind. Dass wir uns knapp 50 Jahre auf dem Markt halten, ist kein Zufall. Thörner: Wenn Sie heute den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht qualitativ hochwertige Ausstattung bieten, haben Sie schon einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil. Ganz zu schweigen von Patienten, die die bestmögliche Behandlung und damit auch das bestmögliche Personal erwarten. Aber gutes Personal kostet Geld. Deshalb müssen wir an anderer Stelle schauen, dass wir diese Mehrkosten kompensiert bekommen, etwa durch Delegation oder andere organisatorische und/oder strukturelle Änderungen. Ich denke, das ist die Herausforderung der Zukunft für alle Träger. Ressourcen haben wir alle bereits gehoben in Sachen Spezialisierungen, Kooperationen, Fusionen etc. Jetzt geht es an organisatorische Veränderungen – im Auftrag der Qualität.


KAPITEL 01 | EDITORIAL

Thomas Bold Geschäftsführer Reha

Peter Schnitzler Geschäftsführer Finanzen und Controlling

Die Frage ist nicht, ob wir in Qualität investieren wollen, sondern wie. Natürlich kann ich als Finanzchef auf die Bremse treten, gerade weil wir in den vergangenen Jahren so viel investiert haben. Aber das wäre kurzsichtig und schlicht nicht klug. Das Thema „Qualität“ ist jetzt schon und wird künftig noch mehr ein Wettbewerbsparameter sein. Wir müssen unabhängig von politischen Vorgaben eigene interne Qualitätskriterien ausrufen, dieses Thema eigenverantwortlich behandeln und eigenverantwortlich mitgestalten. Künftig wird das Krankenhausunternehmen die Nase vorn haben, das subjektive und objektive Qualitätskriterien am besten bedient. Schnitzler:

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Frank Thörner Geschäftsführer Personal und Recht

verdient. Wir sorgen auf hohem Qualitätsniveau dafür, dass die Arbeitsfähigkeit von Menschen wiederhergestellt wird und lange erhalten bleibt. Auch der Grundsatz „Reha vor Pflege“ muss stärker beachtet und entsprechend gelebt werden, denn Rehabilitation verzögert oder vermeidet gar Pflegebedürftigkeit. Aber dafür brauchen wir auch eine angemessene Vergütung. Umgekehrt ist es unsere Pflicht, immer wieder nach Angeboten zu suchen, die unsere Patientinnen und Patienten auch tatsächlich brauchen und wollen. Im Gegenzug zu einer angemessenen Vergütung dürfen wir uns nicht ausruhen auf bisherigen Erfolgen. Schnitzler: Dass die gute Fee auf Onkel Dagobert trifft und der

Sie haben in Ihrem eigenen Ressort einen Wunsch frei – wie sähe der aus? Thörner: Da antworte ich jetzt mal sehr selbstbewusst: Ich habe keinen unerfüllten Wunsch. Es sei denn, man könnte den demografischen Wandel und damit den Fachkräftemangel rückgängig machen. Aber ich nehme an, dass das selbst die gute Fee überfordert. Also bleibt mir nicht mehr, als das zu machen, was wir ohnehin schon machen: Wir bilden unsere Fachkräfte selbst aus, wir fördern unsere eigenen Führungskräfte und wir arbeiten weiterhin hart dafür, dass wir als Arbeitgeber attraktiv bleiben.

Ich bin weniger bescheiden als mein Kollege. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist es extrem wichtig, dass Rehabilitation auch weiterhin und vielleicht sogar noch stärker die Anerkennung erfährt, die sie Bold:

mir seine Goldreserven zur Verfügung stellt, ist unwahrscheinlich. Also halte ich es mit dem Kollegen Thörner: Ich habe keinen Wunsch. Mehr Geld im System gibt es nicht, also müssen wir dafür sorgen, dass das Geld, das wir zur Verfügung haben, bestmöglich eingesetzt wird. Wir werden auch künftig wirtschaftlich arbeiten, aber dabei nicht die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten aus den Augen verlieren. Dafür müssen wir alte Gewohnheiten überprüfen, Bewährtes bewahren und den Mut haben, Gewohnheiten zu ändern. Wenn ich es recht überlege, habe ich doch einen Wunsch: Über so einen Veränderungsprozess lässt sich leicht reden. Dass uns im Doing dabei eine gewisse Leichtigkeit und die Lust auf Neues erhalten bleiben, das wünsche ich mir.

Jahresbericht 2012


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INHALT Jahresbericht 2012

01 EDITORIAL

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UNSERE HÖHEPUNKTE

NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

16 Gesundheit und Lebensqualität als kostenlose Beilage

24 Neue Führungskräfte an der Spitze

10 Standorte: Akutkliniken

17 75 Jahre im Namen der Königin

12 Standorte: Rehabilitationskliniken

18 Am Puls der Zeit, seit 30 Jahren

26 Mit Kostenträgern auf Augenhöhe verhandeln

20 Gesundheit im Wandel der Zeiten

27 Versorgungsintegration in den Paracelsus-Kliniken

21 Gesundheit inmitten der Gezeiten

28 Die App ist da

4 Vorwort Dr. med. Krukemeyer 6 3 Fragen an 3 Geschäftsführer

29 Paracelsus-Pressestelle auf Platz fünf 30 Qualität mit Brief und Siegel

„Ich habe beschlossen glücklich zu sein, weil das gut für die Gesundheit ist.“ Voltaire


KAPITEL 01 | EDITORIAL

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NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

MENSCHEN DES JAHRES

ZAHLEN UND FAKTEN

34 04.1 Zielgenau gegen Krankheiten

100 Dr. Norbert Langen Prof. Dr. Patrick Bastian

110 Gewinn- und Verlustrechnung

46 04.2 Geschärftes Profil

101 Erk Scheel Gerd Schneider

112 Konzernbilanz – Aktiva

58 04.3 Baustellen-News

102 Dr. Constanze Junghans Priv.-Doz. Ansgar Boczek

114 Statistische Daten

62 04.4 Heilen mit modernsten Geräten

103 Peder Koch Prof. Dr. Harald zur Hausen

66 04.5 Nichts dem Zufall überlassen

104 Prof. Dr. Brit Mollenhauer Günther Tillmann

72 04.6 Der Mensch steht im Mittelpunkt

105 Tae-young Moon Ri Si Hong

119 Mitglieder des Prüfungsausschusses

78 04.7 Zum Erfolg vernetzt

106 Papst Benedikt XVI.

120 Adressen der Paracelsus-Kliniken

84 04.8 Anerkannte Qualität

111 Umsatzerlöse 113 Konzernbilanz – Passiva 115 Dienstarten 116 Kennzahlen der Unternehmensentwicklung 118 Mitglieder des Aufsichtsrats

124 Impressum

90 04.9 Neue Erkenntnisse gewinnen

Jahresbericht 2012

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KAPITEL 01 | EDITORIAL

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AKUTKLINIKEN „Wir leisten höchste medizinische und pflegerische Qualität.“ Auszug aus unserem Unternehmensleitbild

1 Paracelsus-Klinik Adorf Sorger Straße 51 08626 Adorf T 037423 79-0 F 037423 79-27 12 2 Paracelsus-Klinik Bad Ems Taunusallee 7–11 56130 Bad Ems T 02603 6 00-0 F 02603 1 30 20 3 Paracelsus-Klinik Bremen In der Vahr 65 28329 Bremen T 0421 46 83-0 F 0421 46 83-5 55 4 Paracelsus-Klinik Golzheim Düsseldorf Friedrich-Lau-Straße 11 40474 Düsseldorf T 0211 4 38 60 F 0211 4 38 09 87

5 Paracelsus-Klinik am Silbersee HannoverLangenhagen Oertzeweg 24 30851 Langenhagen T 0511 77 94-0 F 0511 77 94-6 41 6 ParacelsusNordseeklinik Helgoland Invasorenpfad 27498 Helgoland T 04725 8 03-0 F 04725 8 03-1 27 7 Paracelsus-Klinik Hemer Breddestraße 22 58675 Hemer T 02372 9 03-0 F 02372 9 03-2 08 8 Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg Wilstedter Straße 134 24558 Henstedt-Ulzburg T 04193 70-0 F 04193 70-30 02

9 Paracelsus-Klinik Karlsruhe Raiherwiesenstraße 15–17 76227 Karlsruhe T 0721 40 91-0 F 0721 40 66-42

13 Paracelsus-Klinik Reichenbach Plauensche Straße 37 08468 Reichenbach T 03765 54-0 F 03765 54-0

10 Paracelsus-Elena-Klinik Kassel Klinikstraße 16 34128 Kassel T 0561 60 09-0 F 0561 60 09-1 39

14 Paracelsus-Klinik Schöneck Albertplatz 1 08261 Schöneck T 037464 85-0 F 037464 85-17 12

11 Paracelsus-Klinik München Klingsorstraße 5 81927 München T 089 9 20 05-0 F 089 91 77 56

15 Berit Paracelsus-Klinik Teufen (Schweiz) Steinweg 1, Niederteufen CH-9053 Teufen T +41 71 335 06 06 F +41 71 335 06 33

12 Paracelsus-Klinik Osnabrück Am Natruper Holz 69 49076 Osnabrück T 0541 9 66-0 F 0541 68 13 53

16 Paracelsus-Klinik Zwickau Werdauer Straße 68 08060 Zwickau T 0375 5 90-0 F 0375 52 39 37

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REHABILITATIONSKLINIKEN

1 Paracelsus-Klinik Am Schillergarten Bad Elster Martin-AndersenNexö-Straße 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0 F 037437 70-39 99 2 ParacelsusBerghofklinik Bad Essen Empterweg 5 49152 Bad Essen T 05472 9 35-00 F 05472 9 35-2 22 3 ParacelsusWittekindklinik Bad Essen Empterweg 5 49152 Bad Essen T 05472 9 35-00 F 05472 9 35-2 33

4 ParacelsusWiehengebirgsklinik Bad Essen Kokenrottstraße 71 49152 Bad Essen T 05472 4 05-0 F 05472 4 05-3 10 5 ParacelsusKlinik am See Bad Gandersheim Dehneweg 6 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 39-0 F 05382 9 39-1 01 6 ParacelsusKlinik an der Gande Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-JasperStraße 2a 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 17-0 F 05382 9 17-5 99

7 ParacelsusOsterberg- Klinik Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-JasperStraße 4 37581 Bad Gandersheim T 05382 7 07-0 F 05382 7 07-6 01 8 ParacelsusRoswitha -Klinik Bad Gandersheim Hildesheimer Straße 6 37581 Bad Gandersheim T 05382 74-0 F 05382 74-4 73 9 ParacelsusRotenfelsklinik Bad Münster Kurhausstraße 8 und 27 55583 Bad Münster am Stein T 06708 81-0 F 06708 13 02

10 Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode Paracelsusstraße 1 06485 Quedlinburg T 039485 99-0 F 039485 99-8 02 11 Paracelsus-Klinik Scheidegg Kurstraße 5 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0 F 08381 5 01-2 29 12 Berit Paracelsus-Klinik Teufen (Schweiz) Steinweg 1, Niederteufen CH-9053 Teufen T +41 71 335 06 06 F +41 71 335 06 33

„Wir sehen den Menschen und seine gesundheitliche Versorgung als Ganzes.“ Auszug aus unserem Unternehmensleitbild


KAPITEL 01 | EDITORIAL

Jahresbericht 2012

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KAPITEL 02 | UNSERE HÖHEPUNKTE

Jahresbericht 2012

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GESUNDHEIT UND LEBENSQUALITÄT ALS KOSTENLOSE BEILAGE Seit 2012 informieren die Paracelsus-Kliniken mit einem neuen Magazin in zwei Regionen ein breites Publikum.

Das neue Magazin „Mensch und Medizin“ druckfrisch aus der Presse

Osnabrücker Land und Sachsen Die Magazine entstehen in Medienkooperation mit Tageszeitungen vor Ort

„Mensch und Medizin – Gesundheit und Lebensqualität im Osnabrücker Land“ heißt das neue Magazin, das die Paracelsus-Kliniken in Osnabrück und Bad Essen gemeinsam mit der in Osnabrück ansässigen Tageszeitung „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ ) seit April veröffentlichen. Vierteljährlich erscheint das Magazin in Farbe und berichtet auf 16 Seiten in einer zeitgemäßen Aufmachung über Medizin- und Pflegethemen aus den Abteilungen der Kliniken. „Wir wollen auf qualitativ hohem Niveau zielgenau und auf Augenhöhe mit

unseren Patientinnen und Patienten unsere Kompetenz zeigen“, erklärt Alfred Felscher, Sprecher der Geschäftsführung. „Wir freuen uns sehr, dass die NOZ gemeinsam mit uns dieses Projekt verwirklicht hat.“ Das Magazin liegt in einer Auflage von 125.000 der NOZ bei, wird also direkt an die Haushalte im Osnabrücker Land verteilt. Die Redak tion „Sonderthemen“ der NOZ übernimmt das Schreiben der Artikel und die Schlussredaktion, also auch das Layout. „Das gewährleistet eine hohe, professionelle Qualität“, betont Felscher. Die Themen werden jeweils gemeinsam mit der Unternehmenskommunikation der Paracelsus-Kliniken festgelegt. Im September ist das Magazin auch in Sachsen gestartet. In dieser Region unterhalten die Paracelsus-Kliniken fünf Standorte, vier Akuthäuser und eine Rehaklinik. In einer Auflage von 140.000 haben die Kliniken Reichenbach, Adorf, Schöneck, Zwickau und Bad Elster in der Pilotausgabe über Interessantes aus Medizin und Pflege berichtet.


KAPITEL 02 | UNSERE HÖHEPUNKTE

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75 JAHRE IM NAMEN DER KÖNIGIN Mit einem Festakt und einem Patientenfest wurde in Kassel am 8. Juni das Jubiläum gefeiert. Kassel Die Paracelsus-Elena-Klinik ist in der Parkinsonbehandlung und -forschung eine Top-Adresse

Mit einem Festakt und einem Patientenfest hat die Kasseler Paracelsus-Elena-Klinik am 8. Juni ihr Jubiläum begangen. Deutschlands älteste und größte neurologische Fachklinik für die Behandlung von Parkinson-Syndromen und Bewegungsstörungen hatte ihre Arbeit 1937 aufgenommen. Bis heute trägt sie den Namen der Schirmherrin, der damaligen italienischen Königin Elena. Bei der Feierstunde waren neben Gästen aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen auch frühere Mitarbeiter und Paracelsus-Geschäftsführer Frank J. Alemany zugegen. Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, würdigte das Engagement der Klinik: „Die Paracelsus-Elena-Klinik gehört bundesweit zu den Spitzeneinrichtungen auf dem Gebiet der Parkinsonbehandlung und -forschung. Sie beweist immer wieder Mut, sich weiterzuentwickeln, um so die bestmögliche Versorgung für die Patientinnen und Ein Grund zum Feiern

Patienten sicherzustellen.“ Verwaltungsdirektor Birger Kirstein hob die international anerkannte fachliche Exzellenz der Elena-Klinik hervor. Univ.-Prof. Dr. Claudia Trenk walder präsentierte das aktuelle Leistungsprofil der zertifizierten Fach- und Akutklinik für Bewegungsstörungen. Aktuell sei die Elena-Klinik erneut an Studien etwa der Michael J. Fox Foundation beteiligt und habe das innovative Langzeitprojekt DeNoPa initiiert. „Wir setzen alles daran, Parkinson noch besser zu verstehen und zu therapieren“, umriss sie das Ziel der For schung. Ein buntes Patientenfest rundete die Feierlichkeiten ab. Ein weiterer Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten war das 5. Kaskaden-Symposium der Paracelsus-Elena-Klinik. Im Kasseler Kongress-Palais Stadthalle startete das Programm am 31. August mit einem Fortbildungskurs „Parkinson und Bewegungsstörungen“. Am 1. September schloss sich das wissenschaftliche Symposium an, zu dem sich vor allem klinische Neurologen, aber auch niedergelassene Ärzte und anderweitig mit Parkinsonpatienten arbeitende Menschen aus der therapeutischen Praxis angemeldet hatten. Den Abschluss bildete eine Führung über die documenta (13).

Blick auf die Kasseler Elena-Klinik

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AM PULS DER ZEIT, SEIT 30 JAHREN Vor 30 Jahren haben die ParacelsusKliniken die Trägerschaft für die „Silberseeklinik“ in Langenhagen übernommen. Oben links: Marco Brunotte, Landtagsabgeordneter (SPD) Oben rechts: Dr. Manfred Georg Krukemeyer, Ministerin Aygül Özkan und Dr. Jürgen Peter (AOK) beim Anschneiden der Torte Unten links: Friedhelm Fischer, Bürgermeister von Langenhagen Unten rechts: bestes Wetter in Langenhagen beim feierlichen Festakt im Klinikgarten


KAPITEL 02 | UNSERE HÖHEPUNKTE

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Besichtigung des modernen Operationssaals in der Klinik Langenhagen

Die Klinik hat ihr Leistungsspektrum in den vergangenen Jahren konsequent weiterentwickelt und ihr Profil geschärft. Hannover-Langenhagen Großer Festakt für die Silberseeklinik in Hannover

Vor 30 Jahren haben die Paracelsus-Kliniken Deutschland die Trägerschaft für die „Silberseeklinik“ übernommen. Zu dem Jubiläum gratulierten bei einem offiziellen Festakt am 7. September der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Paracelsus-Kliniken, Dr. Manfred Georg Krukemeyer, die damalige niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, der niedersächsische Landtagsabgeordnete Marco Brunotte, Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen, sowie Friedhelm Fischer, Bürgermeister von Langenhagen.

„Vor dem Hintergrund der Veränderungen in dem Krankenhauswesen und der Gesundheitsbranche sind wir besonders stolz, dass der Langenhagener Klinik nach wie vor jährlich 6 500 Patientinnen und Patienten ihr Vertrauen schenken. Wir sind das einzige Akutkrankenhaus in Langenhagen und nehmen unseren Versorgungsauftrag sehr ernst“, sagte Dr. Krukemeyer. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Klinik gearbeitet, etwa mit der Komplettsanierung zweier Stationen 2009 sowie der Inbetriebnahme des modernsten Operationssaals in Niedersachsen 2010. In diesem Jahr etablierte sich das Wundzentrum Hannover an der Klinik, das gleichzeitig Studienzentrum für das Diabetische Fußsyndrom in Niedersachsen ist. Darüber hinaus pflegt die Klinik ein eigenes Endoprothesenregister.

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GESUNDHEIT IM WANDEL DER ZEITEN Das Jubiläum der Reichenbacher Klinik wurde mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür gefeiert.

Die „Hasenambulanz“ für Kinder am Tag der offenen Tür

Reichenbach Krankenhaus wurde 150 Jahre alt

Das Jubiläum feierte die Paracelsus-Klinik am 24. November mit einem Festakt und einem Tag der offenen Tür mit vielen Gästen. Neben dem Geschäftsführer der ParacelsusKliniken Deutschland Thomas Bold nahm auch die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz Christine Clauß an dem feierlichen Festakt teil. In ihrer Gratulationsrede betonte sie, dass das Krankenhaus Reichenbach ein fester Bestandteil der Krankenhauslandschaft im Freistaat Sachsen sei. Nach der Feierstunde übergab Verwaltungsdirektor Rainer Leischker der Ministerin ein Exemplar der Chronik, die pünktlich zum Jubiläum fertiggestellt

worden war. Beim Besuch der Ausstellung von historischen Fotos und medizinischen Geräten, die unter dem Titel „Medizin im Wandel der Zeiten“ in der Cafeteria gezeigt wurden, konnten sich die Gäste selbst ein Bild von der 150-jährigen Geschichte machen. Am Nachmittag wurden die Klinik türen für alle interessierten Besucher geöffnet. Auf die geschätzten 1000 Gäste wartete ein abwechslungsreiches Programm. Im Oktober wurde dann nach rund 15-jähriger Vorarbeit auf einer Mitarbeiterfeier anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Klinik die Chronik des Krankenhauses präsentiert.


KAPITEL 02 | UNSERE HÖHEPUNKTE

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GESUNDHEIT INMITTEN DER GEZEITEN Im Juni 1912 wurde das erste Krankenhaus auf der Nordseeinsel eingeweiht. Helgoland 100 Jahre Inselkrankenhaus

Anfang Juni fand ein Tag der offenen Tür mit Kinderfest rund um die Paracelsus-Nordseeklinik statt. Grund war ein Jubiläum: Zwar stammt der heutige Klinikbau aus dem Jahr 1958, doch schon im Juni 1912 wurde das erste Krankenhaus auf Helgoland eingeweiht. Bevor dieses Gebäude entstand, wurden Kranke und Verletzte in der sogenann-

ten Döcker’schen Krankenbaracke versorgt, einem mobilen Lazarettbau. Helgoland, das 1890 ans Deutsche Reich übergegangen war, wurde in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg zum Marinestützpunkt ausgebaut. Da war ein Krankenhaus unentbehrlich. Die militärisch genutzte Insel wurde 1945 schwer zerstört und bis 1952 als BombenTrainingsgelände „missbraucht“, was das Gesicht der Insel nachhaltig veränderte. Fünf Jahre später konnten die Insulaner auf ihr geliebtes Eiland zurückkehren und mit dem Neuaufbau beginnen.

Die Paracelsus-Nordseeklinik hält für Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen 33 und für Patienten mit anderen Erkrankungen zehn Betten bereit

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KAPITEL 03 | NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

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NEUE FÜHRUNGSKRÄFTE AN DER SPITZE Peter Schnitzler, Frank Thörner und Thomas Bold bilden seit Herbst die neue Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken. Klinikkonzern für die Zukunft neu aufgestellt Seit September bilden Peter Schnitzler, Frank Thörner und Thomas Bold die Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken. Im Herbst hat Thomas Bold den Geschäftsbereich Reha übernommen. Frank Thörner übernahm die neu geschaffene Position des Geschäftsführers für Personal und Recht. Der dritte „Neuzugang“ ist Peter Schnitzler als Geschäftsführer für Finanzen und Controlling. Für die Paracelsus-Kliniken ist Schnitzler kein Unbekannter, bis 2004 hat er hier als Finanzdirektor gearbeitet. Danach verantwortete er unter anderem bei dem Berliner Klinikkonzern Vivantes vier Jahre den Geschäftsbereich Finanzmanagement. Der 53-jährige Thomas Bold ist Diplom-Soziologe und seit vielen Jahren im Rehabereich tätig. Er begann seine berufliche Laufbahn bei der Johannesbad Unternehmensgruppe im bayerischen Bad Füssing und wechselte 2004 zur Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff. Hier leitete er als Sprecher der Geschäftsführung die Gräflichen Kliniken sowie die Service- und Objektgesellschaften. „In der gesamten Gesundheitsbranche muss es zukünftig noch mehr darum gehen, Synergien zwischen verschiedenen Bereichen zu heben.

„Wir wollen Synergien zwischen verschiedenen Bereichen schaffen und Netzwerke koordinieren.“ Ein Schwerpunkt meiner neuen Tätigkeit wird sicherlich darin bestehen, die Vernetzung von Akut- und Rehabereich innerhalb des Konzerns ständig weiter zu optimieren“, skizzierte Bold seine künftige Arbeit bei den ParacelsusKliniken in Osnabrück. Außerdem sei es ihm ein Anliegen, die Rehakliniken auch künftig in die Lage zu versetzen, er-

folgreich mit den anhaltenden Veränderungen in der Branche umzugehen. Frank Thörner fungierte in der Konzernzentrale zuletzt als Justiziar sowie Ressortleiter Personal und Recht. In dieser Funktion verantwortete der gebürtige Osnabrücker und Fachanwalt für Arbeitsrecht schwerpunktmäßig arbeits- und betriebsverfassungsrechtliche Themen sowie Grundsatzfragen im Personalbereich zwischen Unter nehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen im Konzern. So konnte unter seiner Begleitung im Mai dieses Jahres ein ausgeglichener Tarifvertrag zur Entgelterhöhung für die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen werden. In seiner neuen Position will sich Thörner verstärkt um die Etablierung eines strategischen Personalmanagements kümmern: „Zielsetzung sind dabei die Bündelung und Koordination der Themen Personalbindung und Personalentwicklung sowie die kontinuierliche Bindung von Leistungsträgern.

„Wir setzen auf gute Medizin und Pflege, die nah am Menschen ist.“ Die strategische Personalgewinnung und Implementierung eines positiven Employer-Brandings sind im modernen Personalmanagement angesichts des zunehmenden Fachkräf temangels unabdingbar. Schließlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schlüsselfaktor für den Erfolg eines jeden Krankenhauses“, sagte der 37-jährige Volljurist. Peter Schnitzler betonte bei seiner Amtsübernahme zur künftigen Ausrichtung des Unternehmens: „Wir wollen unsere Standorte erhalten, setzen auch künftig auf Spezialisierungen, wo es geht, und werden auch in den nächsten Jahrzehnten das anbieten, wofür das Familienunternehmen seit 45 Jahren steht: gute Medizin und Pflege, die nah am Menschen ist.“


KAPITEL 03 | NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

Peter Schnitzler Geschäftsführer Finanzen und Controlling

Frank Thörner Geschäftsführer Personal und Recht

Thomas Bold Geschäftsführer Reha

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MIT KOSTENTRÄGERN AUF AUGENHÖHE VERHANDELN

Marc-André Pogonke, Leiter der Abteilung Krankenhausfinanzierung und Budgetrecht

Marc-André Pogonke leitet die Abteilung Krankenhausfinanzierung und Budgetrecht. Die Erfahrungswerte eines bundesweit tätigen Konzerns setzt er effizient und zielgerichtet ein. Rechtzeitige Weichenstellung für mehr Effizienz In der Osnabrücker Konzernzentrale ist die „Stabsstelle Krankenhausfinanzierung“ in die „Abteilung Krankenhausfinanzierung und Budgetrecht“ umgewandelt und spezialisiert worden. Geleitet wird sie von dem Diplom-Kaufmann Marc-André Pogonke, der seitdem die Budgetverhandlungen für sämtliche Akutkliniken des Unternehmens führt. Darin sieht er große Vorteile: „Die Kostenträger schicken Fachleute in die Verhandlungen, die nichts anderes machen, als Verhandlungen zu führen. Da sich meine Abteilung nun ebenfalls ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt,

können wir den Kostenträgern in den Verhandlungen partnerschaftlich auf Augenhöhe begegnen. Auch können wir unser Know-how als bundesweit tätiger Konzern noch zielgerichteter und effizienter einbringen.“ In den Verhandlungen wird jedes Jahr zwischen Klinik und Kostenträgern das Budget des Krankenhauses festgelegt. Ein zu niedrig verhandeltes Budget kann zu hohen Ausgleichsverpflichtungen aufseiten der Klinik führen. Verhandlungen sind somit nicht nur für den Betrieb des laufenden Jahres wichtig, sondern auch als Weichenstellung für die Entwicklung des Hauses.


KAPITEL 03 | NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

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Die Zusammenarbeit mit Akutkrankenhäusern garantiert dem Patienten eine nahtlose Versorgungskette.

VERSORGUNGSINTEGRATION IN DEN PARACELSUS-KLINIKEN Bei Paracelsus werden die Patienten zu VIPs Im vergangenen Jahr hat der Paracelsus-Konzern ein Projekt begonnen, mit dem die Zusammenarbeit zwischen den Akutkrankenhäusern und den Rehaeinrichtungen weiter intensiviert werden soll: Versorgungs-Integration Paracelsus. VIP bedeutet, dass der Übergang der Patienten zur Rehabilitation erleichtert wird. Die Projekt verantwortung für VIP haben Carsten Oberpenning und Tobias Brockmann, Referenten aus dem Akut- und dem Rehabereich der Konzernzentrale in Osnabrück, übernommen. Sie unterstützen sowohl die Akut- als auch die Rehakliniken beim Ausbau der

bereits bestehenden Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kliniken. Innerhalb der ersten Jahreshälfte 2012 wurden vor Ort in den Kliniken Maßnahmen besprochen, wie die Zusammenarbeit intensiviert werden kann. Der Austausch zwischen den Mitarbeitern, die bei der Auswahl einer Rehaklinik beraten, und den Ansprechpartnern in den Rehakliniken soll damit gefördert werden. Darüber hinaus wurde ein Patientenflyer zum VIP-Projekt entworfen, der den Patienten die Vorteile einer integrierten Versorgung innerhalb des Paracelsus-Verbundes aufzeigt.

Die Versorgungs-Integration Paracelsus erleichtert den Übergang vom Akut- zum Rehaaufenthalt

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DIE APP IST DA Die Paracelsus-App ist seit Herbst 2012 im Apple App Store erh채ltlich

Alle Kliniken in einer Hand.

Seit Herbst 2012 haben die Paracelsus-Kliniken eine eigene App Mit der Firma smartcircles wurde die umfangreiche und informative Anwendung entwickelt. Neben der Konzernzentrale werden alle Akut- und Rehakliniken inklusive Leis tungsspektrum und Kontaktdaten pr채sentiert. Die Routennavigation und der Klinikfinder runden das Angebot ab.


KAPITEL 03 | NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

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PARACELSUS-PRESSESTELLE AUF PLATZ FÜNF Experten suchen nach Lösungen, wie Kommunikation im Gesundheitssektor noch professioneller und patientenorientierter werden kann.

Stolz und Ansporn zugleich Auf dem Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft wurden Klinik-Pressestellen bewertet. Mehr als 260 Teilnehmer besuchten im Oktober den sechsten Hamburger Kommunikationskongress der Gesundheitswirtschaft (KommGe). Auf der Expertentagung drehte sich alles um die Frage: Wie kann Kommunikation im Gesundheitssektor noch professioneller und patientenorientierter werden? Um die Branche anzuspornen, hat der KommGe Preise für besonders gelungene Kommunikation vergeben. Für den Sonder preis „Beste Klinik-Pressestelle“ haben Fachjournalisten 30 Pressestellen bewertet. Die der Paracelsus-Kliniken belegte dabei den fünften Rang.

Simone Hoffmann, Direktorin Unternehmenskommunikation und Marketing, nahm den Preis stellvertretend entgegen

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QUALITÄT MIT BRIEF UND SIEGEL

Paracelsus-Klinik Osnabrück

Zahlreiche Zertifizierungsprojekte, die einen hohen Standard bei der Patientenversorgung belegen, wurden erfolgreich abgeschlossen. Top-Platzierung im Klinik-Ranking

Bestätigung durch externe Überprüfung

2012 fand die Arbeit der Paracelsus-Kliniken auch in der öf fentlichen Wahrnehmung viel Bestätigung. Eine TopPlatzierung im Klinik-Ranking des Focus erreichte die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel und ist damit eine der fünf bes ten Kliniken für die Behandlung von Parkinsonpatienten in Deutschland. Bestnoten bei Patientenbefragungen erhielten die Akutkliniken Osnabrück und Bremen, und die Paracelsus-Klinik in Scheidegg gehört laut einer Umfrage der Deutschen Rentenversicherung Bund zu den zehn besten Rehakliniken bundesweit.

Ebenso erfolgreich konnten in mehreren Paracelsus-Kliniken Zertifizierungsprojekte abgeschlossen werden, die den hohen Standard bei der Patientenversorgung belegen. So ließ sich z. B. die Paracelsus-Klinik in Bremen die Umsetzung ihres Schmerzmanagements zertifizieren. Die urologische Fachklinik in Düsseldorf-Golzheim erhielt das Zertifikat der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie (Certkom e. V.). In Karlsruhe erhielt die Paracelsus-Klinik als erste Klinik der Stadt das Zertifikat für qualifizierte Weiterbildung in der Ultraschalldiagnostik der Deutschen Gesellschaft


KAPITEL 03 | NEUES AUS UNSERER ZENTRALE

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Patientenzufriedenheit wird bei uns großgeschrieben

Eine bundesweite Umfrage ergab, dass 90 Prozent der befragten Patienten der Paracelsus-Klinik Osnabrück die Klinik weiterempfehlen würden. für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Und die ParacelsusKlinik Zwickau ist seit Dezember 2012 ein von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziertes Lungenkrebszentrum. Alle vier Rehabilitationsfachkliniken in Bad Gandersheim erhielten das Zertifikat „Exzellente Qualität in der Rehabilitation“, das sogenannte „IQMP-Reha-Siegel“. „Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Kliniken sich den hohen Anforderungen von Zertifizierungsprojekten stellen, um unsere Versorgungsqualität auch von externer Seite bestätigt zu wissen“, erklärt Martin Sternberg, Leiter des Qualitätsmanagements bei Paracelsus.

Was sagen die Patienten? Dass auch die direkt Betroffenen, nämlich die Patienten der Paracelsus-Kliniken, hochzufrieden mit ihrer Versorgung waren, machten unterschiedliche Patientenbefragungen deutlich. Eine bundesweite Umfrage von AOK, Barmer GEK, der Bertelsmann Stiftung und dem Bundesverband der Verbraucherzentralen ergab bei der regionalen Auswertung,

dass 90 Prozent der befragten Patienten der ParacelsusKlinik Osnabrück die Klinik weiterempfehlen würden. Die von der Deutschen Rentenversicherung Bund durchgeführte Patientenbefragung zur Rehabehandlung in Deutschland brachte eine Platzierung unter den besten zehn Rehakliniken für die Paracelsus-Klinik Scheidegg und bescheinigte ihr sehr gute Ergebnisse hinsichtlich Patientenzufriedenheit und des langfristigen Behandlungserfolgs. Und in Bremen belegte die Paracelsus-Klinik zum wiederholten Male Platz 1 des Bremer Krankenhausspiegels, der unter anderem die ärztliche und pflegerische Betreuung, die Ausstattung der Klinik und das Essen durch Patienten bewerten lässt. „Dass unsere Patientinnen und Patienten so zufrieden mit uns sind, freut uns besonders. Denn unsere Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie unsere Pflegekräfte geben Tag für Tag ihr Bestes, um den Patientinnen und Patienten zu helfen und ihnen den Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen“, erklärt Frank Thörner, Paracelsus-Geschäftsführer Personal und Recht.

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KAPITEL 04 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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1 | ZIELGENAU GEGEN KRANKHEITEN Verbesserte Diagnostik und innovative Behandlungsmethoden.

BREMEN

BAD ESSEN OSNABRÜCK

BAD GANDERSHEIM BAD SUDERODE

ADORF

BAD EMS BAD ELSTER

SCHEIDEGG


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Mit Mini-PNL gegen große Nierensteine. Bad Ems

Akutklinik | Taunusallee 7–11, 56130 Bad Ems T 02603 6 00-0, F 02603 1 30 20

Neue, patientenfreundlichere Behandlungsmethode Bei der Entfernung größerer Nierensteine kommt die innovative „Mini- PNL“ zum Einsatz. Die perkutane Nephrolitholapaxie (PNL) hat seit Jahren einen festen Platz im Therapie-

Ein Endoskop zertrümmert den Nierenstein unter optischer Kontrolle.

konzept zur endourologischen Behandlung von größeren Nierensteinen. Hierbei führt der Urologe ein Endoskop bis zur Niere und zertrümmert den Stein unter optischer Kontrolle unter anderem mithilfe von Ultraschall. Seit 2012 verfügt die Paracelsus-Klinik Bad Ems über eine moderne und patientenfreundlichere Weiterentwicklung dieses Instrumentariums. Hierbei wird über einen im Vergleich zum herkömmlichen Instrument deutlich dünneren Arbeitskanal mittels spezieller Sonden (Sonotroden) Ultraschall-Stoßwellenenergie an den im Nierenbecken oder Nierenkelch liegenden Stein geleitet, der nach Auslösen einer Schockstoßwelle zertrümmert wird. Die Fragmente werden abgesaugt. Gleichzeitig werden Desintegrate für eine spätere Steinanalyse und Metaphylaxe aufgefangen.

Mit Fitness zu mehr Leichtigkeit. Scheidegg

Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Ganzheitliches Körpertraining hilft, die gewohnte Leichtigkeit im Alltag wiederzuerlangen. Pilates stärkt vor allem die Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur

Erweitertes Therapieangebot für Krebspatienten Krebspatienten haben nach Operationen häufig Schmerzen und ein muskuläres Ungleichgewicht. Zusätzlich leiden sie oft unter Ängsten oder depressiven Verstimmungen. Die Patienten nehmen unbewusst eine Schonhaltung ein und verändern ihren Bewegungsablauf, was zu weiteren gesundheitlichen Problemen führt. Die fließenden Bewegungen des ganzheitlichen Körpertrainings „Pilates“ können

helfen. Die Scheidegger Fachklinik hat Pilates in das therapeutische Gruppenangebot aufgenommen. Ziel ist hierbei, besonders den Nutzen im Alltag zu gewährleisten und die gewohnte Leichtigkeit wiederzuerlangen. Seit September gehört auch das Angebot „Fitnessvariation“ zum Therapieangebot der Paracelsus-Klinik. Es beinhaltet Fitnesstrends wie lateinamerikanische Tänze ähnlich dem Zumba.

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Dr. Mario Dietzel, Chefarzt in Adorf, präsentiert das innovative Prothesenmodell

Prothesen sind ab jetzt Maßarbeit. Adorf und Bremen Akutklinik Adorf Sorger Straße 51, 08626 Adorf T 037423 79-0 F 037423 79-27 12

Akutklinik Bremen In der Vahr 65, 28329 Bremen T 0421 46 83-0 F 0421 46 83-5 55

Künstliche Kniegelenke mit individueller Passgenauigkeit In den beiden Paracelsus-Kliniken Adorf und Bremen sind 2012 die ersten individuellen Knieendoprothesen erfolgreich eingesetzt worden. Bisher hatten Knieendoprothesen den Nachteil, dass sie nur konfektioniert, also in bestimmten Größen, angeboten wurden. Die Knieanatomie des Patienten musste bestmöglich an die Gegebenheiten der jeweiligen Prothese angepasst werden. Dies führte dazu, dass nicht immer eine hundertprozentige Passgenauigkeit und Funktionalität realisiert werden konnten. Durch ein neuartiges Prothesendesign kann die komplexe funktionelle Anatomie des Kniegelenkes vollständig erhalten bleiben. Nach einer CT-Analyse des Kniegelenks werden die Prothese sowie alle zum Einsatz notwendigen Hilfsmaterialien unikal und patientenindividuell produziert. Mit dieser Entwicklung ist in der Gelenkchirurgie ein Meilenstein gesetzt worden. Das orthopädische Team Adorf um den Leitenden Chefarzt Dr. Mario Dietzel sowie Dr. Wilken und sein Team (Klinik Bremen) freuen sich, den Patienten diese revolutionäre Behandlungsmöglichkeit als bislang einzige Klinik im Vogtland und im weiteren Umkreis anbieten zu können.

Durch ein neuartiges Prothesendesign kann die komplexe funktionelle Anatomie des Kniegelenkes vollständig erhalten bleiben.


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Mit Implantaten läuft es richtig gut. Bremen Akutklinik In der Vahr 65, 28329 Bremen T 0421 46 83-0 F 0421 46 83-5 55

Innovative Methoden bei der Korrektur von Hammerzehen Vor allem Frauen leiden unter der sogenannten Hammerzehe. Meist durch zu enges Schuhwerk hervorgerufen, handelt es sich um eine Fehlstellung, bei der sich eine oder mehrere Zehen krallenartig verkrümmen und mit der Zeit starke Schmerzen hervorrufen. Zur Behandlung steht nun ein innovatives Implantat zur Verfügung, das betroffene Zehen in die ursprüngliche Position zurückbringt. Anfang 2012 führte Dr. Elmar Ahrens, Orthopäde an der Paracelsus-Klinik Bremen, europaweit die zweite Operation minimalinvasiv durch. „Es verlief alles reibungslos“, berichtet Dr. Ahrens begeistert. „Innerhalb von nur 15 Minuten haben wir die Fehlstellung der Zehe korrigiert.“ Durch das neue „Nextra-TM -System“ entfällt ein zweiter Eingriff. Im Gegensatz zum Draht geht das Implantat eine feste Verbindung mit dem Knochen ein und sorgt schon direkt im Anschluss an die Operation für eine gute Stabilität.

„Dank innovativer Methoden kann die Fehlstellung einer Hammerzehe in nur 15 Minuten korrigiert werden.“ Das neue Implantat sorgt sofort für eine gute Stabilität

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Tabletten statt Spritzen. Osnabrück Akutklinik Am Natruper Holz 69 49076 Osnabrück T 0541 9 66-0 F 0541 68 13 53

Thromboseprophylaxe sicherer und einfacher durch Tablettengabe Um das Thromboserisiko nach einer Gelenkersatz- OP zu minimieren, setzt die ParacelsusKlinik Osnabrück auf eine neue Therapie: Zur Thromboseprophylaxe werden jetzt Tabletten statt Spritzen gegeben. „Die Tablettengabe ist nicht nur einfacher, sondern auch sicherer“, erläutert Dr. Eckhard Kupczyk, Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie an der Paracelsus-Klinik Osnabrück. „Den allermeisten Patientinnen und Patienten ist es lieber, eine Tablette zu schlucken, als sich selbst in Bauch oder Beine zu spritzen. Das ist eine bedeutsame Erleichterung.“ Zudem muss bei der Tablettengabe die Medikamentendosis nicht an das Körpergewicht angepasst werden, was vor allem für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion wichtig ist.

„Den allermeisten Patientinnen und Patienten ist es lieber, eine Tablette zu schlucken, als sich selbst zu spritzen. Das ist eine bedeutsame Erleichterung.“


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Atemtherapie für Lungenkrebspatienten. Bad Elster Rehaklinik Martin-Andersen-Nexö-Straße 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0 F 037437 70-39 99

Indikationserweiterung Bronchialkarzinom Anschlussrehabilitation und Rehabilitation von Patienten mit Lungenkrebs sind wichtige Bausteine der ganzheitlichen Therapie. Die Behandlung dieser Patienten erfolgt in der Paracelsus-Klinik Bad Elster nach einem eigens entwickelten Konzept. Bereits zur Aufnahmeunter suchung wird den betrof fenen Patienten ein Atemtherapiegerät ausgehändigt und seine Handhabung gezeigt. Patienten erlernen in Kleingruppen die für ihre Erkrankung richtige Atemtechnik sowie ergänzend dazu nötige Hilfstechniken. Ein individuell angepasstes Training mit einer Kombination aus Atemtherapie, Ausdauer und Muskelaufbau verbessert die Prognose, lindert Symptome und baut Stress sowie Anspannung ab.

Patienten erlernen in Kleingruppen die für ihre Erkrankung richtige Atemtechnik.

Oberärztin Ina Schindler erklärt einem Patienten, wie das Atemgerät funktioniert

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Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik an der Gande | Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a 37581 Bad Gandersheim, T 05382 9 17-0, F 05382 9 17-5 99

Aus der Mitte in die Mitte. Mit Pfeil und Bogen zu einer verbesserten Muskulatur Seit Juli 2012 bietet die Klinik an der Gande Patienten der Verhaltensmedizinischen Orthopädischen Rehabilitation ( VMO) das intuitive Bogenschießen an. Geschossen wird ohne Visier, „Kimme und Korn“, wie es im Sportbogenschießen heißt. Medizinisch bewirkt das Training z. B. eine Kräftigung der aufrichtenden Oberkörpermuskulatur, eine Optimierung der Muskulaturspannung und eine Verbesserung der

Frank Härdter, Sporttherapeut der Klinik, beim intuitiven Bogenschießen

Atmung. Daneben sind die (psycho-)therapeutischen Aspekte relevant. So zeigen die Übungen mit dem Bogen den Weg, aus der eigenen Mitte heraus zu handeln. Die Konzentration auf die Atmung im Zusammenspiel mit den Bewegungsabläufen hat positive Effekte auf das vegetative Nervensystem.

Bad Essen Rehaklinik l Wittekindklinik | Empterweg 5, 49152 Bad Essen T 05472 9 35-00, F 05472 9 35-2 33

Ohne Angst zurück in den Job. Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation zur Rückkehr an den Arbeitsplatz Viele Patienten kommen mit einem Erschöpfungssyndrom und depressiven Störungen, oft auch kombiniert mit einer Angstsymptomatik, in die Wittekindklinik. Die Situation am Arbeitsplatz und der Grad erlebter Belastung spielen in vielen Fällen bei der Entstehung oder Aufrechterhaltung der Erkrankung eine Rolle. Im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) hat die Klinik jetzt ein

In der Gruppentherapie können die Teilnehmer ihre berufliche Situation reflektieren

Therapieangebot zum „Wiedereinstieg in die Berufstätigkeit“ eingerichtet. Zielgruppe sind Patienten mit arbeitsplatzbezogenen Ängsten oder Vermeidungsverhalten bezüglich des Arbeitsplatzes. Das Angebot ist auch für die Patienten gedacht, deren Rückkehr an den Arbeitsplatz gefährdet erscheint.


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Das neue Angebot macht es möglich, dass krebskranke Mütter und ihre therapiebedürftigen Kinder am selben Ort von einer Rehamaßnahme profitieren können

Gemeinsam schaffen wir das. Scheidegg Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Die Therapien und Behandlungen von Mutter und Kind werden zusammengelegt, um eine lange Trennungszeit zu vermeiden.

Therapiekonzept „Mama hat Krebs“ verzahnt die Therapien von Mutter und Kind Was tun, wenn eine Rehabilitation nach einer Krebserkrankung ansteht, das eigene Kind jedoch psychisch oder körperlich so belastet ist, dass eine mehrwöchige Trennung voneinander eigentlich unvorstellbar ist? Mit dem Therapiekonzept „Mama hat Krebs“ stellt die Paracelsus-Klinik Scheidegg in Kooperation mit der Fachklinik Prinzregent Luitpold eine Behandlungsmöglichkeit vor, die genau dieses Spannungsfeld berücksichtigt und einen Verzicht auf die so dringend benötigte Rehabehandlung vermeidet. Während die Mutter in der Paracelsus-Klinik Scheidegg eine vierwöchige ambulante Reha bekommt, erhält ihr Kind eine eigenständige, stationäre Rehamaßnahme in der benachbarten Fachklinik Prinzregent Luitpold. Die jeweiligen Therapien sind miteinander verzahnt. Für Mutter und Kind bleibt außerdem genug Freiraum, um unbeschwert Zeit miteinander zu verbringen und sich dennoch auf ihre Therapien konzentrieren zu können. Die beiden Kliniken haben mit dem neuen Scheidegger Konzept eine bisherige Versorgungslücke in Deutschland geschlossen.

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Patienten auf dem Weg in ein neues Leben

Bad Essen Rehaklinik l Berghofklinik | Empterweg 5, 49152 Bad Essen T 05472 9 35-00, F 05472 9 35-2 22

Lifestyle ohne Drogen. Amphetamin-Kapseln wurden Anfang der 1930er-Jahre als Asthmamittel verordnet

Berghofklinik zeigt neue Wege aus der Sucht Seit den 1980er-Jahren nimmt der Konsum von LifestyleDrogen bei jüngeren, aber auch bei älteren Menschen zu. Zu den Lifestyle-Drogen gehören Cannabis, Amphetamine, Kokain, aber auch missbräuchlich konsumierte Medikamente. Auf den von ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen festgestellten zunehmenden Bedarf an einer qualifizier ten indikationsspezifischen Behandlung bei ab-

hängigem Konsum von Lifestyle-Drogen hat die Berghofklinik mit einem neuen Behandlungsangebot reagiert. Psychotherapeutisch stehen vor allem bei jüngeren Patienten in der Entwöhnungsbehandlung die Arbeit an Ich-StrukturDefiziten, an Frustrationstoleranz und Konfliktfähigkeit und bei den Älteren die Wahrnehmung eigener Grenzen und Gefühle sowie der narzisstischen Abwehrstrukturen im Vordergrund.


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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So unterschiedlich die Gründe für die Sucht, so unterschiedlich sind auch die Gesprächsthemen

Bad Essen Rehaklinik l Wiehengebirgsklinik | Kokenrottstraße 71, 49152 Bad Essen T 05472 4 05-0, F 05472 4 05-3 10

Über den Unterschied zwischen Mann und Frau bei Suchtkrankheiten.

Unterschiedliche Gründe verlangen unterschiedliche Lösungen Die Funktion von Suchtmitteln ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Bei Frauen soll der Konsum häufig bewirken, dass die Funktionsfähigkeit erhalten bleibt. Eine geringe Selbstachtung soll kompensiert werden oder ein traumatisches Erlebnis „aushaltbar“ werden. Bei Männern haben Alkoholika als gewünschte Wirkung oftmals, eine Großartigkeit zu spüren und Ängste zu kompensieren. Um die biografisch und soziokulturell verankerten Abläufe zu verstehen, sind in der Wiehengebirgsklinik neue Angebote entwickelt worden: Eine Therapiegruppe wird nur für Frauen angeboten. Themen wie Erfahrung mit Gewalt und Missbrauch, aber auch typisch weibliche Biografien mit Verlust der Selbstachtung können in einem geschützten Rahmen besprochen werden. Seit April gibt es für Männer und Frauen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung, die Suchtmittel zur „Bewältigung“ der Symptomatik eingesetzt haben, geschlechtsspezifische Indikativgruppen zum Thema „Sicherheit finden“.

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Ein starkes Herz durch neue Programme. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Individuelle Rehabilitationsprogramme nach interventionellem Aortenklappenersatz Bei der degenerativen (kalzifizierenden) Aortenklappenstenose hat sich eine Therapiestrategie als Alternative zur konservativen und klassischen chirurgischen Therapie etabliert: der interventionelle Aortenklappenersatz ( TAVI). Hierbei wird eine Herzklappe im interdisziplinären Vorgehen von Kardiochirurgen und Kardiologen implantiert. Die Zahl der Patienten, die nach TAVI zur kardiologischkardiochirurgischen Rehabilitation stationär aufgenommen werden, steigt in Deutschland stetig an. Um den besonderen Anforderungen an diese Maßnahmen gerecht zu

Prof. Dr. med. habil. Axel Schlitt ist Chefarzt der ParacelsusHarz-Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Diabetes

werden, ist in der Paracelsus-Harz-Klinik ein spezifisches, interdisziplinäres Programm zur Behandlung von Patienten nach TAVI entwickelt worden. Ein dreiwöchiges Rehabilitationsprogramm führt die Patienten zurück zur ursprünglichen körperlichen Leistungsfähigkeit.

Neues Rehaprogramm bei pulmonaler Hypertonie. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Mit individuellen Therapien gelingt es, die Progression zu verlangsamen Aktuelle Daten sprechen dafür, dass durch das in einer Rehabilitationseinrichtung zu erlernende körperliche Training, das poststationär zu Hause fortgesetzt werden soll, die Progression der pulmonalen Hypertonie reduziert werden kann. Dazu eignet sich eine Atem- und Bewegungstherapie auf zunächst niedriger Belastungsstufe. In der ParacelsusHarz-Klinik ist ein spezifisches, interdisziplinäres Programm zur Behandlung von Patienten mit pulmonaler Hypertonie entwickelt worden, das den spezifischen Anforderungen

Die erlernten Übungen können poststationär zu Hause fortgeführt werden

dieser Erkrankung gerecht werden soll. In einem dreiwöchigen Programm werden die Patienten intensiv und entsprechend ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit rehabilitiert.


KAPITEL 04.1 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Staufrei aus der Therapie. Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik am See | Dehneweg 6 37581 Bad Gandersheim, T 05382 9 39-0, F 05382 9 39-1 01

In Kleingruppen soll die Eigenverantwortung der Patienten gefördert werden.

Gymnastik gegen Lymphstauungen verbessert das Wohlbefinden Für Patienten mit Lymphstauungen bietet die Klinik am See seit 2012 gezielte Gymnastikübungen an. Die spezielle Entstauungsgymnastik findet in Kleingruppen statt. Hauptziel dieser Therapie ist – neben der Entstauung – die Stärkung der Eigenverantwortung der Patienten. Die Teilnehmer erreichen eine bessere Beweglichkeit der betroffenen Extremitäten und erleben neue Freude an der Bewegung und deren positive Wirkung auf ihr körperliches Wohlbefinden.

Bewegung macht Spaß, zum Beispiel beim Slacklinen, einer Trendsportart ähnlich dem Seiltanzen

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2 | GESCHÄRFTES PROFIL Neuausrichtungen und Schwerpunktbildungen.

HENSTEDT-ULZBURG

OSNABRÜCK

HANNOVERLANGENHAGEN BAD GANDERSHEIM

HEMER

BAD SUDERODE

GOLZHEIM DÜSSELDORF

ZWICKAU REICHENBACH

BAD MÜNSTER

MÜNCHEN SCHEIDEGG


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Die neuen Ärzte der neuen Klinik: Leiter Prof. Siebert (Mi.) mit seinen beiden Kollegen Dr. Winnecken (li.) und Dr. Böker

Gelenkchirurgie erweitert ihren Radius. Hannover-Langenhagen Akutklinik Oertzeweg 24, 30851 Langenhagen T 0511 77 94-0 F 0511 77 94-6 41

Neue Klinik für Orthopädie und Sporttraumatologie gegründet Um die bestehende Kompetenz im Bereich der Gelenkchirurgie weiter auszubauen, hat die Paracelsus-Klinik Langenhagen eine Klinik für Orthopädie und Sporttraumatologie unter der Leitung von Prof. Dr. Christian H. Siebert ins Leben gerufen. Als Teil des orthopädischchirurgischen Bereichs, der sich bereits seit vielen Jahren unter Leitung von Privatdozent Dr. Michael Skutek und Dr. Uwe Triechelt am Markt etabliert hat, soll sie die Außenwirkung im Bereich der Gelenkchirurgie stärken. Prof. Siebert ist es gelungen, mit Dr. Hans-Jörg Winnecken und Dr. Michael Böker weitere über die Region Hannover hinaus bekannte Ärzte für sein Team zu gewinnen. Das somit ergänzte Gelenkzentrum wird das gesamte Spektrum an gelenkerhaltenden und -ersetzenden Eingriffen anbieten.

Das ausgebaute Gelenkzentrum wird das gesamte Spektrum an gelenkerhaltenden und -ersetzenden Eingriffen anbieten. Jahresbericht 2012


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Hilfe bei chronischen Wunden. München Akutklinik | Klingsorstraße 5, 81927 München T 089 9 20 05-0, F 089 91 77 56

Einzigartige Kompetenz im Bereich Wundheilung Der Chirurg Gerhard Rothenaicher kümmert sich um etwa 300 Wundpatienten – in seiner chirurgischen Praxis, im Wundzentrum Giesing und in der Paracelsus-Klinik München. Diese Kombination ist in Deutschland einzigartig. Daher reisen viele Patienten auch von weit her an. Seit 2012 verfügt die Paracelsus-Klinik München über eine Fachstation für Menschen mit chronischen Wunden. Seitdem kann sie sechs pflegeintensive Patienten aufnehmen. Diese verbringen zwei bis drei Wochen in der Klinik und werden rund um die Uhr betreut. Die Klinik hat damit ihr Profil im Bereich der Wundheilung noch einmal gestärkt.

Der Chirurg Gerhard Rothenaicher beschäftigt sich seit 15 Jahren damit, wie Wunden entstehen und warum sie chronisch werden können

Drittes Standbein gestärkt. Scheidegg Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Fachbereich jetzt auch für Patienten aus NRW zugelassen Die Paracelsus-Klinik Scheidegg ist nun auch bei der Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung in Nordrhein-Westfalen für die onkologische Anschlussreha der Verdauungsorgane zugelassen. Der federführende Kostenträger würdigt damit die konsequente Weiterentwicklung spezieller Rehabilitationskonzepte im Bereich der gastrointestinalen Onkologie in der Paracelsus-Klinik. Spezielle Frührehabilitationskonzepte der Klinik umfassen neben einer adaptierten physiotherapeutischen Behandlung in Kleingruppen medizinische Schulungsveranstaltungen zur Nachsorge und die Behandlung von therapiebedingten Folgestörungen. Außerdem wurden

Mit dem überarbeiteten Therapiekonzept können jetzt auch Patienten mit internistisch-onkologischen Erkrankungen aus Nordrhein-Westfalen versorgt werden

spezielle Ernährungsseminare etabliert. Das Konzept wurde durch den Erhalt der Zusatzbezeichnung „Gastroenterologie“ von Chefarzt Dr. Holger G. Hass komplettiert. Wurden bisher rund 330 Patienten der DRV Bund mit bösartigen Neubildungen an den Verdauungsorganen behandelt, können jetzt auch Patienten aus Nordrhein-Westfalen mit dieser Erkrankung zur Rehabilitation nach Scheidegg kommen. Das stärkt das Fachgebiet Verdauungsorgane, das sich in den vergangenen Jahren zu einem dritten Standbein in Scheidegg entwickelt hat.


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Auf dem Weg zum Wirbelsäulenzentrum. Hemer Akutklinik Breddestraße 22, 58675 Hemer T 02372 9 03-0 F 02372 9 03-2 08

Chirurgie in Hemer wird immer weiter gestärkt Dr. Thomas Matuschek ist seit 2012 Chefarzt der neuen Sektion für Wirbelsäulenchirurgie in der Paracelsus-Klinik Hemer. „Wir operieren in Hemer immer mit mehreren erfahrenen Wirbelsäulenchirurgen und führen den Eingriff minimalinvasiv so schnell und zielsicher wie möglich durch.“ Zum Spektrum von Dr. Matuschek und seinem Team zählen alle Formen der Wirbelsäulen- und Bandscheibenoperationen samt dem Einsetzen von modernen Implantaten. Zudem haben sie sich auf die Endoprothetik spezialisiert und ersetzen verschlissene Schulter-, Hüft-, Knie-, Sprung- und Zehengelenke. In Hemer will Dr. Matuschek eine eigenständige Orthopädie mit dem Schwerpunkt Wirbelsäulenchirurgie aufbauen: „Mittelfristiges Ziel ist die Etablierung eines international anerkannten Wirbelsäulenzentrums.“

Das Spektrum umfasst alle Formen der Wirbelsäulenund Bandscheibenoperationen samt dem Einsetzen von modernen Implantaten. Zum Spektrum zählen alle Formen der Wirbelsäulenund Bandscheibenoperationen

Jahresbericht 2012


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Bad Suderode

Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Das Ärzteteam der Onkologie

Hilfe für Gastroenterologiepatienten.

Mehr Pflege für Mehrfacherkrankte.

Innovative Anschlussrehabilitation erhält Kassenzulassung

Neues Rehabilitationskonzept für Patienten mit niedrigem Barthel-Index

Seit 1999 ist die onkologische Abteilung der ParacelsusHarz-Klinik für Anschlussrehabilitation (AHB) bösartiger Tumoren des Verdauungstraktes durch die Deutsche Rentenversicherung Bund zugelassen. Basis für eine Rehabilitation in der Onkologie sind die zugrunde liegenden Krankheitsund Therapiefolgen. Es erschien logisch, Patienten mit entzündlichen Erkrankungen oder gutartigen Tumoren, die vergleichbare Behandlungen erhalten und dadurch auch ähnliche Einschränkungen von Funktionen haben, vergleichbar rehabilitativ zu behandeln. Für diese Indikationsgruppe liegt der Klinik seit März 2012 die AHB -Zulassung seitens der gesetzlichen Krankenkassen vor. Das Rehabilitationsteam wurde durch einen Gastroenterologen erweitert.

Der medizinische und rehabilitative Behandlungsaufwand steigt, weil es immer mehr ältere und multimorbide Patienten gibt. Diese Patienten verfügen über eine deutlich herabgesetzte körperliche und psychische Belastbarkeit und zeichnen sich durch einen größeren und besonderen pflegerischen Unterstützungsbedarf aus. Um auch diesen Patienten die erforderlichen, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmten Rehabilitationsleistungen zu bieten, wurde in der Paracelsus-Harz-Klinik ein spezifisches Rehabilitationskonzept für Patienten mit einem Barthel-Index ab 55 entwickelt.


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Lungenkrebszentrum ist gegründet. Zwickau Akutklinik | Werdauer Straße 68, 08060 Zwickau T 0375 5 90-0, F 0375 52 39 37

Modernes Behandlungskonzept für Lungenkrebspatienten Die Paracelsus-Klinik Zwickau hat 2012 in Kooperation mit der Klinik für Pneumologie, der Klinik für Thoraxchirurgie und der Klinik für Strahlentherapie des SRH Wald-Klinikums Gera die Gründung eines interdisziplinären Lungenkrebszentrums vorangetrieben. Ziel ist es, Patienten in speziellen Zentren modernste Diagnostik- und Therapieoptionen anzubieten. Darüber hinaus soll sich das Zentrum regelmäßig an großen interventionellen Studien beteiligen. Im Rahmen des Lungenkrebszentrums erfolgen auch ganzheitliche Therapieangebote, die von Onko-Sportgruppen über Ernährungsberatung bis zur Psychoonkologie reichen. Ein Psychologe der Paracelsus-Klinik Bad Elster steht einmal wöchentlich zur psychologischen Patientenbetreuung

Dr. Reinhold Müller hat die Gründung und Zertifizierung des Lungenkrebszentrums stark vorangetrieben

in Zwickau zur Verfügung. Im Dezember hat das Lungenkrebszentrum die strengen Auflagen der Deutschen Krebsgesellschaft zur Zertifizierung mit Bravour erfüllt.

Neu ausgerichtet. Bad Münster Rehaklinik | Kurhausstraße 8 und 27, 55583 Bad Münster am Stein T 06708 81-0, F 06708 13 02

Interne Prozesse wurden optimiert Anfang 2012 hat Simon Vieten die Verwaltungsdirektion für die Paracelsus-Klinik Bad Münster übernommen. Gemeinsam mit dem Führungsteam gilt es, das Kontingent von 240 Betten im Bereich Orthopädie zu belegen. Gleichzeitig ist das Jahr 2012 genutzt worden, um die internen Prozesse der Fachklinik zu optimieren und die Paracelsus-Rotenfelsklinik und Parkklinik zu einer Einheit zusammenwachsen zu lassen.

Simon Vieten übernahm die Verwaltungsdirektion in Bad Münster

Das Jahr 2012 wurde genutzt, um die internen Prozesse der Fachklinik zu optimieren. Jahresbericht 2012


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Abteilung für Intensivmedizin umstrukturiert. Osnabrück Akutklinik | Am Natruper Holz 69, 49076 Osnabrück T 0541 9 66-0, F 0541 68 13 53

Neue Ärztespitze will Arbeitsprozesse effizienter gestalten In den vergangenen Monaten hat die Paracelsus-Klinik Osnabrück die personellen Weichen für die neue Hauptabteilung Anästhesie und Intensivmedizin gestellt. Privatdozent Dr. Henning Stubbe hat bereits im Oktober seine Tätigkeit als Chefarzt aufgenommen. Gemeinsam mit Dr. André David, einem langjährig erfahrenen Intensivmediziner, der im November als Leitender Oberarzt in Osnabrück begonnen hat, obliegt ihm die ärztliche und organisatorische Leitung der Station. Neben punktuell notwendigen Anpassungen im Bereich der klinischen Anästhesie wie der Einführung von Ultraschalltechniken oder der Ausweitung der Kinderanästhesie bis ins Säuglingsalter wird die OP-Koordination im Fokus stehen. Hier geht es darum, die Arbeitsprozesse so zu steuern, dass Operationen noch effizienter durchgeführt und Kapazitäten besser ausgelastet werden, und gleichzeitig die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen.

Neben neuen Ultraschalltechniken und der Ausweitung der Kinderanästhesie steht die OP-Koordination im Vordergrund. Chefarzt PD Dr. Henning Stubbe (2. v. re.) mit seinem neuen Team


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Gefäßchirurgische Kompetenz erweitert. Zwickau Akutklinik | Werdauer Straße 68, 08060 Zwickau T 0375 5 90-0, F 0375 52 39 37

Gründung der Fachabteilung ermöglicht optimales Behandlungsangebot Die Paracelsus-Klinik Zwickau baut eine eigenständige gefäßchirurgische Abteilung auf. Bisher unter dem Dach der Abteilung für Allgemein-, Gefäßund Unfallchirurgie angesiedelt, wird das gefäßchirurgische Fachgebiet nun von der Chefärztin Dr. Grit Neubert geführt. Durch die Gründung einer gefäßchirurgischen Abteilung wird der gesamte Behandlungsverlauf von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachbehandlung optimiert. Das Leistungsspektrum umfasst nahezu alle gängigen operativen und minimalinvasiven Verfahren des Fachgebietes. So wird die Operation bei Verengung der Halsschlagader unter Überwachung der Hirnfunktion durchgeführt. Bei Veränderungen der Bauchschlagadern, der Becken-, Bein- und Armarterien bietet die Klinik die Rekonstruktion an – gegebenenfalls mit Kunstgefäßimplantation. Darüber hinaus sind minimalinvasive Eingriffe zur Gefäßerweiterung samt Stentimplantation in periphere Gefäße möglich.

Das Leistungsspektrum umfasst nahezu alle gängigen operativen und minimalinvasiven Verfahren des Fachgebietes. Dr. Grit Neubert, die neue Chefärztin der Gefäßchirurgie

Jahresbericht 2012


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Herzkissen gegen den Schmerz. Reichenbach Akutklinik | Plauensche Straße 37, 08468 Reichenbach T 03765 54-0, F 03765 54-0

Tagesklinik betreut Tumorpatientinnen mit besonderer Fürsorge Seit Anfang des Jahres 2012 können gynäkologische Tumorpatientinnen in der Paracelsus-Klinik Reichenbach auf einer separaten onkologischen Tagesstation behandelt werden. Seitdem ist die teilstationäre Unterbringung bei Chemotherapie offiziell in den Krankenhausplan des Freistaates Sachsen aufgenommen. Die Patientinnen werden während der Chemotherapie mit besonderer Fürsorge und Zuwendung betreut, und auf eventuelle Begleiterscheinungen können der Arzt oder die betreuende Schwester gleich reagieren. In diesem Zusammenhang beteiligte sich die Klinik auch an einer Herzkissenaktion: Herzkissen sollen bei Brustkrebspatientinnen nach der Operation helfen, Schmerzen zu lindern.

Herzkissen helfen nach einer Brustkrebsoperation, die Schmerzen zu lindern. Kleines Kissen, große Wirkung gegen Begleiterscheinungen


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Optimale Behandlung bei chronischen Wunden durch Spezialisten

Qualitätszirkel für Wunden. Golzheim Akutklinik | Friedrich-Lau-Straße 11, 40474 Düsseldorf T 0211 4 38 60, F 0211 4 38 09 87

Optimale Versorgung dank ausgebildeter Wundexperten In der Paracelsus-Klinik Golzheim ist ein „Qualitätszirkel Wundmanagement“ etabliert worden. Zwei speziell ausgebildete Pflegekräfte sorgen dafür, dass alle chronischen und auch akuten Wunden optimal behandelt werden. Die wichtigsten Ziele des Qualitätszirkels sind die Sicherstellung einer optimalen Wundprophylaxe und die Versorgung der Patienten, die unter chronischen oder akuten Wunden leiden. Wird ein Patient bereits mit einer chronischen Wunde aufgenommen oder tritt eine postoperative Wundheilungsstörung auf, kann das Pflegepersonal den Wundexperten anfordern. Ausgehend von der Diagnose erstellt er einen Behandlungsplan, nach dem eine phasengerechte und problemorientierte Wundversorgung durchgeführt wird.

Experten versorgen die Patienten bereits im Vorfeld durch eine optimale Wundprophylaxe. Jahresbericht 2012


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Onkologische Anschluss-Reha: langjährige Expertise und konsequente Weiterentwicklung spezieller Rehakonzepte

Erfolg für onkologische Anschluss-Reha. Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik am See Dehneweg 6, 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 39-0, F 05382 9 39-1 01

Die langjährige Expertise und Weiterentwicklung im Bereich der urologischen Onkologie wurden anerkennend gewürdigt.

Rehakonzepte im Bereich der Urologie erhalten endlich Zulassung Die Paracelsus-Klinik am See wurde durch die ARGE Krebs in Nordrhein-Westfalen für die onkologische Anschluss-Reha der Urologie zugelassen. Als federführender Kostenträger würdigte diese damit die langjährige sehr gute Expertise und ständige konsequente Weiterentwicklung spezieller Rehabilitationskonzepte im Bereich der urologischen Onkologie in der Paracelsus-Klinik am See. Hierdurch wird die Klinik mit den bestehenden Bereichen der onkologischen Versorgung der Verdauungsorgane im Bereich der gastrointestinalen Onkologie, der Dermatologie, der Onkologie der weiblichen Geschlechtsorgane einschließlich Mammakarzinom sowie dem besonderen Angebot der spezialisierten Psychoonkologie weiter gestärkt.


KAPITEL 04.2 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Nur noch wenige Wochen und das Kniegelenk kann wieder normal belastet werden

Gesunde Knie – starke Schultern. HenstedtUlzburg Akutklinik | Wilstedter Straße 134 24558 Henstedt-Ulzburg T 04193 70-0, F 04193 70-30 02

Neuer Chefarzt bringt neue Möglichkeiten in der Endoprothetik In der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg wurde 2012 der Schwerpunkt Endoprothetik ausgebaut. Mit dem Beginn der Tätigkeit von Dr. Christian Clausen als Chefarzt der Abteilung für Unfall-, Hand-, Fuß- und wiederherstellende Chirurgie im Januar sind einige Weichen neu gestellt worden. So hat Dr. Clausen über die „übliche“ Endoprothetik von Knie und Hüfte hinaus die Schulterendoprothetik an der Klinik etabliert. Dank seiner langjährigen Erfahrung beherrscht Dr. Clausen ein breites Spektrum der operativen Verfahren und ist mit vielen Prothesentypen und -materialien vertraut.

Neben der Endoprothetik von Knie und Hüfte wurde nun auch die Schulterendoprothetik an der Klinik etabliert. Jahresbericht 2012


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3 | BAUSTELLENNEWS Umbauten und Modernisierungen.

BREMEN BAD ESSEN

BAD SUDERODE

BAD EMS

SCHEIDEGG

TEUFEN | CH


KAPITEL 04.3 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Karin Feldmann, Andrea Schlief und Heidi Rogas (v. li.) stehen in Bremen kompetent bei Fragen zur Verfügung

Freundlicher Empfang.

Schritt für Fortschritt.

Bremen

Teufen | CH

Akutklinik | In der Vahr 65, 28329 Bremen T 0421 46 83-0, F 0421 46 83-5 55

Akut- und Rehaklinik | Berit Paracelsus-Klinik | Steinweg 1, Niederteufen CH-9053 Teufen, T +41 71 335 06 06, F +41 71 335 06 33

Der gesamte Aufnahme- und Wartebereich wurde aufwendig modernisiert

Planung des Neubauprojekts nimmt Formen an

Zur Verbesserung von Qualität und Komfort im gesamten Aufnahmebereich und zur Optimierung der Laufwege für Patienten fanden im Herbst 2012 großflächige Umbaumaßnahmen statt. Freundliche und helle Büros bieten nun mehr Raum für noch strukturiertere und effizientere Abläufe. Die einstigen kleinen Aufnahmekabinen sind durch moderne Aufnahme- und Wartebereiche ersetzt worden. Gleichzeitig wurden die Besucher-WCs erneuert.

Das Jahr 2012 der Berit Paracelsus-Klinik war geprägt von den Planungsarbeiten rund um das Neubauprojekt in Speicher. In diesem Zusammenhang wurden alle notwendigen Schritte umgesetzt und sämtliche strategischen Weichen fahrplanmäßig gestellt. Im Hinblick auf den neuen Klinikbereich wurden auch 2012 bereits weitere hochspezialisierte Orthopäden in das Ärzteteam eingegliedert.

Jahresbericht 2012


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Mehr Frische und bessere Präsentationsmöglichkeiten bieten die neuen Räumlichkeiten ab Sommer 2013

Scheidegg

Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Mehr Barrierefreiheit.

Nouvelle Cuisine.

Moderner Lift im Hauptgebäude verbindet alle Ebenen

Umgebautes Restaurant bietet individuelle Speisen am Buffet

Im Oktober begannen in der Paracelsus-Klinik Scheidegg die Modernisierungsarbeiten am Aufzug im Hauptgebäude. Kurz vor Weihnachten waren die Arbeiten fertiggestellt. Ein neuer, moderner Glasaufzug verbindet nun alle Ebenen im Hauptgebäude, also auch Haupteingang und Therapiebereich. Der neue Lift bietet gerade gehbehinderten Patienten mehr Bewegungsfreiheit. Darüber hinaus ist er nicht nur schöner und großzügiger, sondern gibt vor allem auch mehr Sicherheit.

Im Dezember haben die Arbeiten zur Modernisierung und Umgestaltung der Küche, des Restaurants und der Cafeteria begonnen. Voraussichtlich im Sommer 2013 werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Der deutlich vergrößerte Speisesaal bietet dann wesentlich mehr Komfort und setzt das neue Konzept der Paracelsus-Klinik Scheidegg um, dass Patienten künftig am Buffet ihre Speisen individuell selbst zusammenstellen können. Auch ein Aktionsbereich ist geplant, in dem einzelne Gerichte unmittelbar für den Gast zubereitet werden können. Die Menüs werden künftig direkt am Buffet von den Köchen an die Patienten ausgegeben.


KAPITEL 04.3 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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OK für neuen OP.

Grenzenlose Freude.

Bad Ems

Bad Essen

Akutklinik | Taunusallee 7–11, 56130 Bad Ems T 02603 6 00-0, F 02603 1 30 20

Rehakliniken l Berghofklinik l Wittekindklinik Empterweg 5, 49152 Bad Essen, T 05472 9 35-00, F 05472 9 35-2 22/-2 33

Baugenehmigung für Neubau mit drei Operationssälen erteilt

Neuer Aufzug ermöglicht endlich barrierefreien Zugang zu allen Klinikbereichen

In Kürze werden die Maßnahmen für den Um- und Erweiterungsbau der Paracelsus-Klinik Bad Ems beginnen. Seit Oktober liegt der Paracelsus-Klinik Bad Ems die Baugenehmigung vor. Damit ist der Startschuss zu den Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen gefallen: Für insgesamt 12,1 Millionen Euro wird ab 2013 die OP-Abteilung mit drei Operationssälen neu gebaut, die Intensivstation umstrukturiert und die Außenfassade saniert. Außerdem werden die Fenster der gesamten Klinik ausgetauscht. Von den Gesamtkosten übernimmt das Land Rheinland-Pfalz 7,6 Millionen Euro, den Rest trägt der Paracelsus-Konzern. Im Februar 2013 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Mit der Fertigstellung der Gesamtmaßnahmen rechnet die Klinikleitung für Herbst 2015. „Unsere Patientinnen und Patienten müssen während der Baumaßnahmen kaum mit Beeinträchtigungen rechnen“, erläuterte Klinikleiter Gerd Schneider, „der größte Teil der Bauarbeiten wird den Neubau betreffen.“

Im September ist im Therapiezentrum ein neuer Aufzug in Betrieb genommen worden. Er ermöglicht den Zugang zu den Räumlichkeiten der EDV-Arbeitstherapie der Berghofklinik und der Kunsttherapie der Wittekindklinik sowie zur Sauna und zum Garten hinter der Klinik. Alle Räume der Berghof- und der Wittekindklinik sind nun barrierefrei zu erreichen. Außerdem ist in der Wittekindklinik das Dach ausgebaut worden. Im Zuge dessen sind neue Büros und Lager räume entstanden.

Neue Entfaltungsmöglichkeiten durch die Kunsttherapie

Sichtbare Fortschritte. So wird der Neubau einmal aussehen

Während der Baumaßnahmen müssen die Patienten kaum mit Beeinträchtigungen rechnen.

Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Renovierter Physiotherapiebereich erstrahlt in neuem Glanz Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten in den Behandlungsräumen werden die Patienten des Physiotherapiebereichs der Paracelsus-Harz-Klinik fortan in einem farbenfrohen und harmonisch abgestimmten Ambiente empfangen.

Jahresbericht 2012


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4 | HEILEN MIT MODERNSTEN GERÄTEN Investitionen in Medizintechnik und Ausstattung.

HELGOLAND

HEMER

BAD SUDERODE

REICHENBACH BAD ELSTER


KAPITEL 04.4 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Einsatz modernster Anästhesietechnik in Hemer

Schlafen Sie gut. Hemer Akutklinik Breddestraße 22, 58675 Hemer T 02372 9 03-0 F 02372 9 03-2 08

Neuromonitoring in allen OPs garantiert optimale Narkosetiefe Die Paracelsus-Klinik Hemer hat das Neuromonitoring umfassend eingeführt. So kann der Anästhesist bei einer Operation die Narkose zuverlässig steuern. „Wir haben auch sehr genau im Blick, ob eine Patientin oder ein Patient wacher zu werden droht.“ Dr. Matthias Jaschik, Chefarzt der Anästhesie, kann jetzt an jedem OP-Tisch mit einem Gerät zur Überwachung der Narkosetiefe arbeiten, denn das Haus hat alle Operationsplätze mit der Neuromonitoring-Technik ausgestattet. Laut Dr. Jaschik ist das ein absoluter Pluspunkt für die Patienten, da mit den Geräten „Awareness“ abgewendet werden kann – dieser Wachzustand kann zu unerwünschten Muskelzuckungen führen und lässt in Einzelfällen Patienten die Operation miterleben. Der Monitor ermöglicht eine sehr genaue und meist niedrigere Dosierung der Narkosemittel. Unnötige Medikamentengaben können so vermieden und die Aufwachphase des Patienten dank einer optimalen Dosierung verkürzt werden. Das Patientenwohl rechnet sich auch für die Klinik. Denn die Vermeidung einer zu intensiven bzw. zu tiefen Narkose spart Medikamente und damit Geld für Narkosemittel.

Die Geräte sind ein absoluter Pluspunkt für die Patienten, da mit ihnen „Awareness“ abgewendet werden kann. Jahresbericht 2012


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Doppelt so aufnahmefähig. Reichenbach Akutklinik | Plauensche Straße 37, 08468 Reichenbach T 03765 54-0, F 03765 54-0

Zweite Schilddrüsenkamera beschleunigt Untersuchung und Diagnose Im MVZ Reichenbach I ist Ende Mai eine neue Schilddrüsen-Gammakamera in Betrieb genommen worden. Sie soll die bisher eingesetzte Kamera entlasten und bietet darüber hinaus Vorteile für die Patienten und Ärzte. So werden die Anmelde- und Untersuchungszeiten deutlich verkürzt und die Bedingungen optimiert. Zudem wird der Patientendurchlauf erhöht und die Diagnostik verbessert.

Untersuchung der Schilddrüse mit der neuen Gammakamera

Und es hat klick gemacht. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Innovatives Audience Response System verbessert Lernerfolg bei Patientenschulungen Eines der wesentlichen Ziele der Rehabilitationsmaßnahmen ist die Edukation der Patienten. Hierfür werden klassischerweise in Patientenseminaren und -vorträgen Inhalte vermittelt. Es hat sich jedoch gezeigt, dass man durch ein einfaches und kostengünstiges Verfahren, das sogenannte Audience Response System, kurz ARS, einen besseren und nachhaltigeren Effekt erzielt. Die Anwendung eines ARS erlaubt es, während eines Vortrages den Kenntnisstand der Teilnehmenden sofort zu analysieren, indem jeder Teilnehmer durch eine sogenannte Response Card („Clicker“) die Möglichkeit erhält, seine präferierte Antwort auf die im Multiple-Choice-Format gestellten Fragen direkt einzugeben. Missverständnisse können dadurch sofort aufgegriffen werden. Die Anonymität unter den Teilnehmenden während der Intervention bleibt grundsätzlich erhalten.

Prof. Dr. med. habil. Axel Schlitt während eines Vortrags zum Thema Anschlussrehabilitation

Das Wissen über die Krankheit und der richtige Umgang mit ihr werden so nachhaltig geprägt. Ein entsprechendes System mit 100 Transpondern ist für die ParacelsusHarz-Klinik Bad Suderode angeschafft worden. Die in den Patientenvorträgen und -seminaren nach Erwerb des Systems subjektiv wahrgenommene bessere Aufmerksamkeit der Patienten und die erfolgreichere Wissensvermittlung sollen 2013 in einem Projekt objektiviert werden.


KAPITEL 04.4 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Klug trainieren. Bad Elster Rehaklinik | Martin-Andersen-Nexö-Straße 10, 08645 Bad Elster T 037437 70-0, F 037437 70-39 99

Hochprofessionelle Geräte ermöglichen individuelles Rehatraining Sport- und Physiotherapeuten leiten Patienten der Rehaklinik Bad Elster im Rahmen der medizinischen Trainingstherapie (MTT) an neuen, funktionell und technisch ausgereiften Geräten an. Das hochwertige Trainingsangebot wird z. B. mit dem neuen Hüftstrecker, dem Abduktor/Adduktor, dem Bauch- und Rückentrainer und dem Rudergerät erheblich erweitert. Bei postoperativen Zuständen wird das MTTProgramm individuell unter Vermeidung von Hebelkräften und Gewichtsbelastungen angepasst.

Auto ahoi! Helgoland Akutklinik | Invasorenpfad, 27498 Helgoland T 04725 8 03-0, F 04725 8 03-1 27

Inselklinik erhält nagelneuen Rettungswagen Über einen neuen Rettungswagen freut sich die ParacelsusNordseeklinik Helgoland. Das Mercedes-Modell kam Mitte November per Frachter auf die Insel. Zur Verfügung stellt es die Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), da der Vorgänger durch die salzhaltige Luft arg angegriffen war.

Der Rettungsdienst der Insel wird personell durch die Klinik besetzt

Jahresbericht 2012


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5 | NICHTS DEM ZUFALL ÜBERLASSEN Für eine optimale Patientensicherheit.

HENSTEDT-ULZBURG BREMEN

BAD SUDERODE KASSEL

BAD EMS

ZWICKAU

REICHENBACH SCHÖNECK BAD ELSTER

ADORF

KARLSRUHE

MÜNCHEN


KAPITEL 04.5 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Ein Abstrich bei jedem Patienten verhindert die Ausbreitung von MRSA

Keine Abstriche bei Abstrichen. Kassel Akutklinik Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0 F 0561 60 09-1 39

MRSA-Tests bei neuen Patienten aus anderen Kliniken schützen vor Bakterium Die Paracelsus-Elena-Klinik führt zum Schutz vor dem Bakterium Methicillinresistenter Staphylococcus aureus, kurz MRSA, bei allen Patienten, die zuvor in anderen Kliniken gewesen sind, Abstriche durch. Bis das Ergebnis vorliegt, bleiben sie vorsorglich ein oder zwei Tage isoliert in Einzelzimmern.

Bei einem Klinikwechsel wird jeder Patient vorsorglich auf das Bakterium Methicillinresistenter Staphylococcus aureus getestet. Jahresbericht 2012


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Verbesserte Hygiene. Hand drauf. Bremen und Karlsruhe Akutkliniken In der Vahr 65 28329 Bremen T 0421 46 83-0 F 0421 46 83-5 55 Raiherwiesenstraße 15 –17 76227 Karlsruhe T 0721 40 91-0 F 0721 40 66-42

Kliniken engagieren sich für konsequente Handhygiene zum Schutz vor Keimen Die Paracelsus-Kliniken setzen ihr Engagement zum Schutz vor Keimen fort. Denn Hände sind das wichtigste „medizinische Instrument“, aber über sie werden auch am häufigsten Keime im Krankenhaus übertragen. Viele Studien haben gezeigt, dass eine konsequente und gründliche Handhygiene Patienten und Personal vor Infektionen schützt. Daher engagieren sich die Paracelsus-Kliniken für die Desinfektion der Hände. So beteiligten sich die Kliniken in Bremen und Karlsruhe auch 2012 an der bundesweiten „Aktion Saubere Hände“. In den Kliniken durchgeführte Maßnahmen haben zu einer signifikanten Verbesserung der Compliance bei der Desinfektion der Hände geführt.

Hände sind das wichtigste „medizinische Instrument“, aber über sie werden auch am häufigsten Keime im Krankenhaus übertragen. Aktion Saubere Hände: das Team der Paracelsus-Klinik Karlsruhe mit Chefarzt Dr. Joachim Wawer-Matos


KAPITEL 04.5 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Verwechslung ausgeschlossen. Bad Ems, Henstedt-Ulzburg, Karlsruhe, München und Reichenbach Akutkliniken Taunusallee 7–11 56130 Bad Ems T 02603 6 00-0 F 02603 1 30 20 Wilstedter Straße 134 24558 Henstedt-Ulzburg T 04193 70-0 F 04193 70-30 02 Raiherwiesenstraße 15 –17 76227 Karlsruhe T 0721 40 91-0 F 0721 40 66-42 Klingsorstraße 5 81927 München T 089 9 20 05-0 F 089 91 77 56 Plauensche Straße 37 08468 Reichenbach T 03765 54-0 F 03765 54-0

Patientenarmband verbessert Sicherheit und Kommunikation Die Standorte Reichenbach und Henstedt-Ulzburg waren Vorreiter, jetzt haben die Kliniken in Bad Ems, Karlsruhe und München nachgezogen: Bei stationären Aufenthalten erhalten Patienten im Zuge der Aufnahme ein Plastikarmband mit Name, Geburtsdatum und Fallnummer ums Handgelenk. Es begleitet sie bis zur Entlassung und sorgt so für mehr Sicherheit auf dem Behandlungsweg, vor Operationen und bei der Medikation. Die Vorteile liegen auf der Hand: „Verwechslungen sind damit ausgeschlossen. Auch Patientinnen und Patienten, die sich nicht äußern können, werden von jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter sofort richtig zugeordnet, eine namentliche Ansprache ist jederzeit möglich“, erklärt Nuray Saltik, Pflegedienstleiterin in Karlsruhe. „Kommunikation mit unseren Patientinnen und Patienten ist nicht ersetzbar. Und obgleich es bisher noch nie zu einer Verwechslung von Patientinnen und Patienten gekommen ist, helfen uns die Armbänder vor allem bei Schwerverletzten oder Patienten mit Demenz“, ergänzt ihr Kollege aus Bad Ems, Michael Schneider. Vor allem wenn Patienten von der Station zu einer Untersuchung gebracht werden, steigt das Verwechslungsrisiko, da die Mitarbeiter in den Abteilungen die Patienten oft noch nicht kennen. Mitunter warten auch mehrere gleichzeitig auf eine Untersuchung. Muss erst die Identität geklärt werden, kommt es zu Zeitverlusten. Mit dem Armband ist das nun passé. Viele Patienten sind zunächst überrascht, reagieren dann aber durchweg positiv. Schmales Band, große Hilfe: So sehen die Patientenarmbänder aus

Jahresbericht 2012


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Infektionsschutz ist Chefsache. Adorf, Bad Elster, Reichenbach, Schöneck und Zwickau Akutklinik Sorger Straße 51 08626 Adorf T 037423 79-0 F 037423 79-27 12

Akutklinik Albertplatz 1 08261 Schöneck T 037464 85-0 F 037464 85-17 12

Rehaklinik Martin-Andersen-Nexö-Straße 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0 F 037437 70-39 99

Akutklinik Werdauer Straße 68 08060 Zwickau T 0375 5 90-0 F 0375 52 39 37

Akutklinik Plauensche Straße 37 08468 Reichenbach T 03765 54-0 F 03765 54-0

Krankenhaushygienikerin berät und kontrolliert sächsische Kliniken Durch die Novellierung des Infektionsschutzgesetzes und die Festlegungen in der Krankenhaushygieneverordnung Sachsens werden die Aufgaben der Krankenhaushygiene klar beschrieben, ihre Umsetzung wird ab dem Jahr 2016 verpflichtend. Die sächsischen Paracelsus-Kliniken haben in die Zukunft investiert und Hygiene zur Chefsache erklärt. Seit Juli 2012 ist Dr. Katharina Hendrich als Regionalkrankenhaushygienikerin für die Kliniken in Reichenbach, Zwickau, Adorf, Schöneck und Bad Elster zuständig. Sie steht den Kliniken beratend zur Seite und kontrolliert die Einhaltung sowie die Umsetzung der Krankenhaushygieneverordnung.

Zur Einhaltung und Umsetzung der neuen Hygieneverordnungen werden die sächsischen Paracelsus-Kliniken nun von Dr. Katharina Hendrich beraten und kontrolliert.

Dr. Katharina Hendrich, die Regionalkrankenhaushygienikerin

Das A und O: richtiges Händewaschen


KAPITEL 04.5 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Mit der Lizenz zur Hygiene. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Neues Fachpersonal sichert Infektionsprävention Richtige Hygiene bedeutet mehr Sicherheit für die Patienten. In Umsetzung des neuen Infektionsschutzgesetzes steht dem Rehabilitationsteam der Paracelsus-Harz-Klinik seit September 2012 ein Facharzt für Krankenhaushygiene mit Rat und Tat zur Seite und kontrolliert die Umsetzung sowie die Einhaltung der Hygienerichtlinien. Zudem befindet sich seit März eine examinierte Pflegefachkraft in Ausbildung zur Fachschwester für Hygiene und Infektionsprävention und wird diese voraussichtlich im Sommer 2013 beenden.

Im Bereich der Krankenhaushygiene stehen dem Ärzteteam nun ein zusätzlicher Facharzt und eine Fachschwester zur Seite. Mehr Sicherheit durch Kompetenz: Die Klinik setzt auf Fachkräfte für Hygiene

Jahresbericht 2012


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6 | DER MENSCH STEHT IM MITTELPUNKT Verbesserter Patientenservice und besondere Angebote.

BREMEN HANNOVERLANGENHAGEN BAD GANDERSHEIM BAD SUDERODE KASSEL

BAD ELSTER

MÜNCHEN


KAPITEL 04.6 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

Bremen

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Akutklinik | In der Vahr 65, 28329 Bremen T 0421 46 83-0, F 0421 46 83-5 55

Entspannter in den OP. Vorstationärer Tag bereitet Patienten optimal auf bevorstehende Eingriffe vor Im Patientenmanagement werden Aufnahme und Entlassung gesteuert sowie ambulante und stationäre Behandlung verzahnt. In der Paracelsus-Klinik Bremen kommen Patienten nun bereits einige Tage vor einer Operation zu einem „vorstationären Tag“ in die Klinik und erhalten sämtliche Informationen rund um den Aufenthalt. Zugleich werden bereits diagnostische Voruntersuchungen wie MRSA- und Laboruntersuchungen durchgeführt. Zusätzlich erhalten die Patienten Checklisten. Die ausführliche Aufklärung nimmt ihnen die Ängste. So können sie dem kommenden Krankenhausaufenthalt beruhigter entgegenblicken. Der ange-

Dank des neuen Angebots können die Patienten die Klinik schon einmal vor der stationären Aufnahme kennenlernen

passte Patientenfluss wirkt sich ebenfalls positiv auf die Patienten aus: Er sorgt für eine entspanntere Atmosphäre und unnötige Wartezeiten werden vermieden.

Die ausführliche Aufklärung vor dem Krankenhausaufenthalt nimmt den Patienten die Ängste.

Gut vorbereitet – schneller gesund. Präoperative Vortragsreihe informiert Patienten und Angehörige Ende August 2012 ist in Bremen die Informationsreihe der Paracelsus-Klinik „Brücken in die Genesung“ gestartet. Sie richtet sich an Patienten, denen eine Operation bevorsteht. Darin geht es um praktische Informationen und Wissenswertes für die Zeit vor, während und nach der Behandlung. Geeignet sind die Vorträge für Patienten, Interessierte und pflegende Angehörige, die sich informieren möchten. Themen sind die Vorbereitung auf den Krankenhausaufenthalt, die Unterstützung durch Krankenkassen, mögliche Reha-

Patienten der Klinik Bremen erhalten einen Leitfaden als Vorbereitung auf den Klinikaufenthalt

maßnahmen und die Zeit nach dem Aufenthalt. Teilnehmer erhalten zudem den zwölfseitigen Leitfaden „Gut vorbereitet – schneller gesund“. Die Reihe wird in Kooperation mit dem Verein Ambulante Versorgungslücken von der Paracelsus-Klinik Bremen angeboten.

Jahresbericht 2012


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Henning Friemelt und Chefarzt Dr. Reiner Caspari eröffnen den neuen Gehpfad

Sand und Moos für Geist und Seele. Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik am See Dehneweg 6 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 39-0, F 05382 9 39-1 01

Neuer Pfad der Sinne für Onkologiepatienten eröffnet In der Paracelsus-Klinik am See ist ein Geh- bzw. Barfußpfad eröffnet worden. Der Pfad für die Patienten der onkologischen Klinik ist im Rahmen des Projektes „Genusstraining/ Sinnesfokussierung“ entstanden. Die Patienten haben nun die Möglichkeit – im Sommer auch barfuß –, Steine, feuchte Erde, kühlen Sand oder weiches Moos als Sinneserfahrung wahrzunehmen. Diese Erfahrung ist nicht nur für den Körper gut, sondern sie wirkt sich auch positiv auf Bewusstsein, Geist und Seele aus.

Barfuß über Steine, feuchte Erde oder kühlen Sand – wertvolle Sinneserfahrungen für Körper und Geist.


KAPITEL 04.6 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Harz zeigt Herz. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Klinik beteiligt sich am Herzkissenprojekt für Brustkrebspatientinnen Die Paracelsus-Harz-Klinik beteiligt sich seit Februar 2012 aktiv am ehrenamtlichen Herzkissenprojekt. Das Projekt, das 2011 von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft ins Leben gerufen worden ist, hat zum Ziel, jeder Brustkrebspatientin in Sachsen-Anhalt ein per sönliches Herzkissen zu schenken. Betroffene Frauen tragen es unter dem Achselbereich, Operationsschmerzen können dadurch gelindert werden. Da jährlich viele Brustkrebspatientinnen das breit gefächerte Nachsorgeangebot der Klinik wahr nehmen, möchte auch die Paracelsus-Harz-Klinik Herz zeigen. Im Februar fand in der Klinik die Übergabe der ersten 50 Herzkissen im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt.

In der Harz-Klinik erhält jede Brustkrebspatientin ein persönliches Herzkissen. Ilona Heinze, Verwaltungsdirektorin der Harz-Klinik, bekommt das Herzkissen beim Klinikjubiläum überreicht

Jahresbericht 2012


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Die rote Farbe motiviert demenzkranke Patienten zum Essen und Trinken

Lebendige Farben. München Akutklinik Klingsorstraße 5, 81927 München T 089 9 20 05-0, F 089 91 77 56

Buntes Inventar aktiviert demenzkranke Patienten In Krankenhäusern servieren Pflegekräfte das Essen meist auf weißem Geschirr, das auf einem hellen Tablett steht. Da die Weißtöne demenzkranke Patienten aber nicht zum Essen und Trinken motivieren, hat die Paracelsus-Klinik München rotes Geschirr für diese Patientengruppe angeschafft. Um das Krankheitsbild und die speziellen Bedürfnisse von demenzkranken Patienten besser kennenzulernen, nahmen 20 Pflegekräfte der Klinik an einem zweitägigen Inhouse-Seminar teil. Hieraus bildete sich eine Arbeitsgruppe „Demenz“, die sich seitdem vierteljährlich trifft. Zu den weiteren Projekten der ParacelsusKlinik gehören farbig gestaltete Zimmer.

Aus Pflegeheimen weiß man, dass Teller mit einem roten Rand besser wahrgenommen werden.


KAPITEL 04.6 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Jeder Tag zählt. Kassel Akutklinik Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0, F 0561 60 09-1 39

Neues Aufnahmemanagement beschleunigt Therapiebeginn Seit Anfang Dezember 2012 gibt es in der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel ein neues therapeutisches Aufnahmemanagement. Vorbild ist die bewährte Arbeit der Aufnahmeassistentinnen. Durch das Gespräch mit den erfahrenen Therapeutinnen Pia Pohl (Leiterin Ergotherapie) oder Elke Löbring (Leiterin Physiotherapie) bekommen neue Patienten gleich am Tag ihrer Aufnahme einen detaillierten Therapieplan an die Hand, der später ärztlich bestätigt wird. Damit entfallen Einzeltermine, die zuvor mit viel Lauferei verbunden waren. Für die Patienten besteht der Vorteil darin, dass sie schon am Aufnahmetag ihre erste Therapieeinheit bei der Ergo- oder Physiotherapie erhalten und nicht auf den Beginn der Behandlung warten müssen.

Problemen vorbeugen. Hannover-Langenhagen Akutklinik Oertzeweg 24, 30851 Langenhagen T 0511 77 94-0, F 0511 77 94-6 41

Neues Patientenseminar zum Thema Hüft- und Knieimplantate Die Paracelsus-Klinik Hannover-Langenhagen hat Anfang Oktober das „Patientenseminar“ eingeführt. Es richtet sich an zukünftige Patienten, die ein Hüft- bzw. Knieimplantat erhalten werden, und wird an jedem ersten Montag und jedem letzten Donnerstag im Monat angeboten.

Die fachkundige und persönliche Beratung beinhaltet auch die alltäglichen Probleme der Patienten und fördert dadurch Sicherheit und Vertrauen. Hilfe zur Selbsthilfe. Bad Elster Rehaklinik Martin-Andersen-Nexö-Straße 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0, F 037437 70-39 99

Neues Gesprächsangebot für Prostatakrebspatienten Für Patienten mit Erkrankungen der Prostata bietet die Rehaklinik Bad Elster in Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Chemnitz und Umgebung ein neues Gesprächsangebot. Die Themen sind ganz auf das alltägliche Leben zugeschnitten und sollen prostatabezogene Selbsthilfeaktivitäten fördern. Dabei geht es um persönliche Probleme mit Auswirkung auf die Lebensqualität des Betroffenen und der Angehörigen unter dem Motto „Fachkundige Beratung fördert Sicherheit und schafft Vertrauen“.

Jahresbericht 2012


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7 | ZUM ERFOLG VERNETZT Bew채hrte Zusammenarbeit, neue Kooperationen.

BAD GANDERSHEIM HEMER

BAD SUDERODE KASSEL

BAD ELSTER

SCHEIDEGG


KAPITEL 04.7 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Doppelstunde: Gesundheit. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Klinik bietet Schülern spannende Einblicke in den Arbeitsalltag Die Paracelsus-Harz-Klinik in Bad Suderode engagiert sich intensiv für die aktive Gesundheitserziehung von Jugendlichen. Unter dem Motto „Gesundheit lehren – Gesundheit lernen“ verbindet die Klinik mit der Sekundarschule Am Hagenberg, Gernrode, seit Jahren eine ganz besondere Partnerschaft. Anfang 2012 hatten Schüler der 5. Klasse vor Ort die Möglichkeit, Klinikabläufe und -aufgaben kennen-

Der Praxisteil umfasste auch Besuche in der Lehrküche, bei denen die Schüler unter fachlicher Anleitung gesunde und leckere Speisen zubereiteten

zulernen. Dr. Jürgen Schwamborn, Leitender Chefarzt, und Klinikmitarbeiter gestalteten einen erlebnisreichen Stundenplan. Im März fand außerdem ein gemeinsamer Elternabend in der Paracelsus-Harz-Klinik statt.

Die Fortbildungskurse im Bereich der Bewegungsstörungen richten sich an Studierende, Ärzte wie auch interessiertes Fachpublikum.

Was den Fachbereich Parkinson bewegt. Kassel Akutklinik | Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0, F 0561 60 09-1 39

Experten leiten Fortbildung zum Thema Bewegungsstörungen In ihrem Jubiläumsjahr bot die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel im Rahmen des fünften Kaskaden-Symposiums eine Besonderheit an: Auf Initiative von Chefärztin Univ.-Prof. Dr. Claudia Trenkwalder fand erstmals in Deutschland ein Basic Movement Disorder Course zum Thema „Parkinson und Bewegungsstörungen“ statt. Der Fortbildungskurs für

Thema „Parkinson und Bewegungsstörungen“: Premiere für den Fortbildungskurs

Studierende, ärztliche Kollegen und das interessierte Fachpublikum umfasste ein von der Movement Disorder Society ausgearbeitetes standardisiertes Programm zu zentralen Themen auf dem Feld der Bewegungsstörungen. Die Kurse wurden von namhaften Experten aus Deutschland geleitet.

Jahresbericht 2012


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Prof. Dr. Peter Meyer von der Universität Rostock während seines Vortrags in der Paracelsus-Klinik Scheidegg

Blick auf die Familie. Scheidegg Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Neues Beratungsangebot für Betroffene von erblich bedingten Krebserkrankungen Etwa zehn bis 15 Prozent aller Krebserkrankungen sind Folge einer erblichen bzw. genetischen Veranlagung, was zu einem gehäuften familiären Vorkommen und einem erhöhten Rückfallrisiko für betroffene Patienten führen kann. Da der genetische Nachweis einer ursächlichen Mutation für

die Betroffenen und deren Angehörige nicht nur für das Erkrankungsrisiko, sondern auch für die Therapie und Durchführung der Vor- und Nachsorge von großer Bedeutung ist, sollten Betroffene frühzeitig ermittelt und über die klinische Relevanz der Veranlagung informiert werden. Bei vielen Patienten der Scheidegger Klinik mit ihrem deutschlandweit bekannten Schwerpunkt auf dem Gebiet der Rehabilitation bei Brustkrebs und gastrointestinalen sowie gynäkologischen Tumorerkrankungen bestehen Unsicherheiten über ein mögliches familiäres Krebsrisiko. Um Betroffene fundiert beraten zu können, hat die Paracelsus-Klinik im Rahmen einer wissenschaftlichen Kooperation mit der Abteilung Humangenetik der Universität Rostock im Juli ein Beratungsangebot etabliert. Da die Diagnose „familiäre, vererbliche Krebserkrankung“ eine sehr große psychische Belastung darstellt, muss vor jeder Testung zuerst eine fachkundige Beratung durch einen erfahrenen Humangenetiker erfolgen.

Vor jeder Testung erfolgt eine fachkundige Beratung durch einen erfahrenen Humangenetiker.


KAPITEL 04.7 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Hemer: Dr. Rainer Kunterding, Chefarzt Innere Medizin und Ärztlicher Direktor, beim Vortrag im Rahmen der Gastro-Sprechstunde

Paracelsus im Dialog.

Beide Flügel für Besucher geöffnet.

Hemer

Bad Elster

Akutklinik | Breddestraße 22, 58675 Hemer T 02372 9 03-0, F 02372 9 03-2 08

Innovatives Konzept informiert monatlich über aktuelle Themen und Therapien Die Paracelsus-Klinik Hemer wendet sich mit einem neuen Konzept an Patienten, niedergelassene Ärzte sowie Lieferanten. Es heißt „PiD – Paracelsus im Dialog“ und taucht immer dann auf, wenn sich das Krankenhaus präsentiert. Bereits bekannt ist „Ärzte direkt“, die erfolgreiche Vortragsreihe von Ärzten der Klinik. Etwa einmal im Monat informieren sie über aktuelle medizinische Themen, Krankheiten, Diagnosemöglichkeiten und Therapieformen. Mit dem Konzept will die Klinik ihre Dienstleistungen erweitern und verbessern und die Patienten möglichst umfassend informieren. Dazu gehören auch die Teilnahme an Festen und Aktionstagen sowie Flyer und Informationsbroschüren unter der Flagge PiD – Paracelsus im Dialog. Ein weiterer Baustein des Konzepts ist der Austausch mit niedergelassenen Ärzten und Lieferanten.

Rehaklinik | Martin-Andersen-Nexö-Straße 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0, F 037437 70-39 99

Begehbares Lungenmodell macht Medizin erlebbar Auch 2012 beteiligten sich wieder viele Paracelsus-Rehakliniken am Deutschen Reha-Tag. So veranstaltete die Klinik Am Schillergarten Bad Elster einen Aktionstag zum Thema „Erlebbare Medizin – das begehbare Lungenmodell“. Mitglieder von Selbsthilfegruppen, Betroffene, Familienangehörige sowie die regionale Bevölkerung informierten sich über die Prävention gegen Lungenerkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten. Ein 2,5 m langes und 2,6 m hohes Lungenmodell ließ sich dabei nicht nur besichtigen, sondern auch begehen.

Jahresbericht 2012


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Das Team des Parkinson-Zentrums Göttingen-Kassel mit den Spitzen Prof. Bähr (Mitte hinten), Prof. Paulus (2. v. li.) und Univ.-Prof. Trenkwalder (4. v. li.)

Neurologisch verknüpft. Kassel Akutklinik Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0 F 0561 60 09-1 39

Von der Zusammenarbeit profitieren auch die Patienten in Kassel.

Parkinson-Zentrum verbindet Abteilungen beider Kliniken Die Paracelsus-Elena-Klinik in Kassel und die neurologischen Abteilungen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) werden zukünftig eng kooperieren. Mit einem Eröffnungssymposium am 9. und 10. März hat das neu gegründete Parkinson-Zentrum Göttingen-Kassel seine Arbeit aufgenommen. In diesem Zentrum arbeiten die Abteilung Neurologie und die Abteilung Klinische Neurophysiologie der Universitätsmedizin Göttingen mit der Paracelsus-Elena-Klinik im Bereich Diagnostik und Therapie von Parkinsonerkrankungen eng zusammen. Die Ärztliche Leiterin der Paracelsus- Elena-Klinik, Univ.-Prof. Dr. Claudia Trenkwalder, übernimmt zudem eine Stiftungsprofessur „Neurologische Bewegungsstörungen“ in der Universitätsmedizin Göttingen. Das neue Parkinson-Zentrum dient als Platt form für den Austausch der beiden Kliniken bei konkreten Fragen der Behandlung von Patienten etwa mit fortgeschrittenen Parkinson-Syndromen oder bei der Durchführung der tiefen Hirnstimulation ( THS). Von der Zusammenarbeit profitieren auch die Patienten in Kassel.


KAPITEL 04.7 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Reha-Fachassistenten ergänzen das Fachpersonal in der Versorgung der Rehabilitanden

Neue berufliche Perspektiven. Bad Gandersheim Rehakliniken Klinik am See Dehneweg 6, 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 39-0, F 05382 9 39-1 01 Klinik an der Gande Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a, 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 17-0, F 05382 9 17-5 99 Osterberg-Klinik Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 4, 37581 Bad Gandersheim T 05382 7 07-0, F 05382 7 07-6 01 Roswitha-Klinik Hildesheimer Straße 6, 37581 Bad Gandersheim T 05382 74-0, F 05382 74-4 73

Klinik bietet Praxisplätze für die Qualifikation zum Reha-Fachassistenten Die Paracelsus-Kliniken unterstützen das neue Qualifikationsprogramm des Berufsförderungswerks Goslar für „Reha-Fachassistenten“. Im Herbst startete im Berufsförderungswerk Goslar die neue, 12-monatige Qualifizierung zum Reha-Fachassistenten. Besonderer Wert wird dabei auf die fünfmonatige praxisorientierte Qualifizierung gelegt. Die Paracelsus-Kliniken in Bad Gandersheim stellen hierfür Praxisplätze zur Verfügung. „Reha-Fachassistentinnen und -assistenten ergänzen unser Fachpersonal in der Versorgung der Rehabilitandinnen und Rehabilitanden und finden hier ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Betätigungsfeld“, betont Holger Kammann, Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken Bad Gandersheim. Ziel ist, den angehenden Reha-Fachassistenten im Anschluss an die Qualifizierung einen Arbeitsplatz anzubieten, für den sie passgenau qualifiziert sind.

Jahresbericht 2012


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8 | ANERKANNTE QUALITÄT Auszeichnungen, Preise und Zertifikate.

HELGOLAND

HENSTEDT-ULZBURG BREMEN BAD ESSEN HANNOVERLANGENHAGEN

OSNABRÜCK

BAD GANDERSHEIM

HEMER GOLZHEIM DÜSSELDORF BAD EMS

BAD SUDERODE KASSEL ZWICKAU

REICHENBACH

SCHÖNECK BAD ELSTER BAD MÜNSTER

ADORF

KARLSRUHE

MÜNCHEN SCHEIDEGG

TEUFEN | CH


KAPITEL 04.8 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Die Fachärzte für Innere Medizin (v. li.): Chefarzt Dr. Joachim Aspacher, OA Dr. Friederike Hübner, OA Dr. Peter Matheiowetz, OA Dr. Thorsten Piepgras

Ultraqualifiziert. Karlsruhe Leiter der Sonografie-Abteilung erlangt begehrtes DEGUM-Zertifikat Akutklinik Raiherwiesenstraße 15 –17 76227 Karlsruhe T 0721 40 91-0 F 0721 40 66-42

Mit Dr. Peter Matheiowetz wird die Ultraschallabteilung der Paracelsus-Klinik Karlsruhe von einem Mediziner geleitet, der in der Region als einer der führenden Experten für Ultraschalluntersuchungen gilt. Er ist zudem zertifizierter Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Bundesweit gibt es nur 90 zertifizierte Ärzte, die die hohen DEGUM -Voraussetzungen erfüllen. 2012 hat die Abteilung der Paracelsus-Klinik das begehrte DEGUM -Zertifikat erlangt.

Die Klinik wird von einem Mediziner geleitet, der als führender Experte im Bereich der Ultraschalluntersuchungen angesehen wird. Jahresbericht 2012


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Physiotherapeuten helfen die Beweglichkeit zu verbessern

Reha gut, alles gut.

Parkinson-Kliniken im „Focus“.

Scheidegg

Kassel

Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Akutklinik | Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0, F 0561 60 09-1 39

Sehr gutes Ergebnis bei Patientenbefragung bringt Klinik erneut unter die Top 10

Herausragende Qualität der Fachklinik mit Top-5-Platzierung gewürdigt

Die Paracelsus-Klinik Scheidegg hat bei der Patientenbefragung der DRV Bund erneut hervorragend abgeschnitten. Zum dritten Mal hintereinander erreichte sie ein sehr gutes Ergebnis hinsichtlich Patientenzufriedenheit und Behandlungserfolg. Sie zählt damit wieder zu den zehn besten Rehakliniken Deutschlands. Neun von zehn Befragten gaben an, dass ihre Reha in Scheidegg erfolgreich war. Ihr allgemeiner Gesundheitszustand, ihre psychophysischen Probleme, ihre Leistungsfähigkeit und ihr gesundheitsförderliches Verhalten hätten sich wesentlich verbessert. Auch körperliche Beschwerden seien deutlich zurückgegangen.

Verdiente Anerkennung für die engagierte Arbeit der Paracelsus-Elena-Klinik Kassel im Jubiläumsjahr: Im KlinikRanking des Magazins Focus (22/2012 vom 26. Mai) erreichte die Fachklinik für Parkinson-Syndrome und Bewegungsstörungen eine Top-Platzierung unter den fünf besten Parkinson-Kliniken in Deutschland – eine Nachricht, die unmittelbar im Vorfeld des Festaktes zum 75-jährigen Bestehen der Klinik am 8. Juni für große Freude sorgte. Die Platzierung belegt die herausragende medizinische und pflegerische Qualität der Patientenversorgung. Zudem unterstreicht sie die international anerkannte fachliche Exzellenz des Hauses sowie die herausragende Forschungsarbeit an der Paracelsus-Elena-Klinik. Das Focus-Rechercheteam hatte in monatelanger Arbeit 18.000 Ärzte befragt und Millionen Daten zur Qualität der therapeutischen Maßnahmen analysiert.


KAPITEL 04.8 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Zertifiziert qualifiziert. Paracelsus-Kliniken

Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA | Konzernzentrale Sedanstraße 109, 49076 Osnabrück, T 0541 66 92-0, F 0541 66 92-1 29

Qualitätsmanagement als zentrales Thema

mit erfüllen sie die rehaspezifischen Anforderungen der

Qualität als Leitmotiv wird bestimmt durch Kooperation, Vernetzung und Integration. Ziele der prozessualen Gesamt versorgung auf hohem Niveau sind die Professionalität der interdisziplinären Versorgung, Zufriedenheit und Sicherheit sowohl der Patienten als auch der Mitarbeiter sowie eine gute Kooperation mit den Einweisern. Die Paracelsus-Kliniken arbeiten bereits seit Mitte der 1990erJahre mit dem eingeführten Konzept Paracelsus Integratives Qualitätsmanagement – kurz PIQ –, das auf den drei Säulen Qualitätsmanagement, Risikomanagement inklusive des klinischen Risikomanagements sowie Arbeitsschutz basiert. Alle Akut- und Rehakliniken sind nach der aktuellen DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert bzw. befinden sich im Rezertifizierungsverfahren; zusätzlich sind seit 2004 die Rehakliniken auch nach dem Integrierten Qualitätsmanagement Programm Rehabilitation – IQMP-Reha 3.0 zertifiziert. Hier-

BAR an ein Qualitätsmanagementsystem gem. § 20 SGB IX.

Somit sind bis auf eine alle Rehakliniken sowohl nach der DIN EN ISO 9001:2008 als auch nach IQMP-Reha 3.0 zertifiziert. Die Klinik in Henstedt-Ulzburg ist außerdem als Brustzentrum, die Klinik in Karlsruhe als Traumazentrum zertifiziert. Die Kasseler Klinik ist eine von wenigen in Deutschland, die als ausgewiesene Spezialklinik nach den Richtlinien der Deutschen Parkinson Vereinigung ausgezeichnet wurden. Die besonderen Anforderungen der MAAS-BGW, d. h. die des Arbeitsschutzes, erfüllen die Akutkliniken HenstedtUlzburg, Hannover-Langenhagen, München und Zwickau sowie die Rehakliniken in Bad Elster und Bad Suderode. Weitere spezifische Zertifizierungen nach HACCP für Küchen bzw. RAL-Kompetenz richtig Essen sind in einigen Kliniken ebenfalls realisiert.

Dr. Michael Neubauer, Ärztlicher Leiter der Klinik, Verwaltungsdirektor Peer Kraatz und QM-Beauftragter Joachim Henß (v. li.) mit den neuen Zertifikaten

Jahresbericht 2012


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Golzheim

Akutklinik | Friedrich-Lau-Straße 11, 40474 Düsseldorf T 0211 4 38 60, F 0211 4 38 09 87

In Düsseldorf gibt es die zufriedensten Patienten.

Ausgezeichnete Schmerztherapie.

Urologische Fachklinik schneidet bei Patientenbefragung überdurchschnittlich gut ab

Als erste Düsseldorfer Klinik von der Certkom zertifiziert

Die Paracelsus-Klinik Golzheim hat bei der bislang größten Patientenbefragung in Deutschland mit mehr als einer Million Befragten – durchgeführt von den Krankenkassen AOK und Barmer GEK sowie der „Weißen Liste“ (Bertelsmann Stiftung) – überdurchschnittlich gut abgeschnitten. In allen vier Kategorien liegt die urologische Fachklinik über den bundesweiten Durchschnittswerten und ist in Düsseldorf auf Platz eins bei der Patientenzufriedenheit.

Nachdem die Paracelsus-Klinik mit großem Erfolg von der Gesellschaft für Qualifizierte Schmerztherapie, Certkom e. V., in der Akutschmerztherapie zertifiziert wurde, fand am 24. Februar die offizielle Überreichung der Urkunde statt. Die Golzheimer Klinik ist damit als erste Klinik in Düsseldorf mit dem begehrten Zertifikat ausgezeichnet worden.

Platz 1 bei Patientenzufriedenheit in Düsseldorf für die urologische Fachklinik. Eingangsportal der Düsseldorfer Paracelsus-Klinik Golzheim


KAPITEL 04.8 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

Bremen

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Akutklinik | In der Vahr 65, 28329 Bremen T 0421 46 83-0, F 0421 46 83-5 55

Offiziell schmerzarm.

Umfrageergebnis: hochzufrieden.

Zertifizierung für Schmerzmanagement erteilt

Klinik hat die zufriedensten Patienten des Bundeslandes

In der Paracelsus-Klinik Bremen wird der Expertenstandard „Schmerzmanagement in der Pflege“ (DNQP) konsequent angewendet. Dabei greift auch die „S3 -Leitlinie zur Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen“. Neben dem stationären Bereich werden so auch die nachstationäre Weiterbehandlung, die ambulante und stationäre operative Medizin sowie Medikamente oder deren Dosierungen mit betrachtet. Innerhalb dieses interdisziplinären Schmerzmanagements reduziert eine sorgfältige Dokumentation Koordinations- und Verständigungsprobleme. Hierfür erhielt die Klinik im September eine offizielle Zertifizierung.

Laut einer Umfrage hat die Paracelsus-Klinik die zufriedensten Patienten im ganzen Bremer Land. Grundlage sind aktuelle Umfrageergebnisse des Bremer Krankenhausspiegels, an dem unter anderem das Land Bremen und die Bremer Krankenhausgesellschaft beteiligt sind. Er unterstützt Versicherte bei der Auswahl des richtigen Krankenhauses. In ihm legen alle Kliniken des Landes Bremen ihre medizinische Qualität zu besonders häufigen Behandlungsgebieten offen. „Die Ergebnisse spiegeln unsere stetigen Qualitätsverbesserungen wider und zeigen, dass unser Krankenhaus mit einer allgemeinen Zufriedenheit von 95 Prozent nicht nur in Bremen auf Platz eins steht, sondern auch deutlich über dem Bundesdurchschnitt von circa 92 Prozent liegt“, so Verwaltungsdirektor Josef Jürgens.

Medizin und Pflege in überschaubaren Einheiten sowie Zuwendung und familiäre Atmosphäre zeichnen die Paracelsus-Klinik Bremen aus

Jahresbericht 2012


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9 | NEUE ERKENNTNISSE GEWINNEN Studien und Forschungsprojekte.

BAD ESSEN

HANNOVERLANGENHAGEN BAD GANDERSHEIM BAD SUDERODE KASSEL

BAD ELSTER

SCHEIDEGG


KAPITEL 04.9 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Die Wiehengebirgsklinik nimmt an der Multicenter-Studie teil

Bad Essen

Rehaklinik l Wiehengebirgsklinik | Kokenrottstraße 71 49152 Bad Essen, T 05472 4 05-0, F 05472 4 05-3 10

Das Unterbewusstsein im Griff.

Trauma und Sucht.

Neurokontrolltraining soll Rückfällen bei Alkoholabhängigkeit vorbeugen

Behandlungsteil der Studie beginnt

Die Wiehengebirgsklinik nimmt an der „Multicenter-Studie zur Wirksamkeit des Neurokontrolltrainings als zusätzlicher Therapiebaustein zur Rückfallverhütung bei alkoholabhängigen Patienten“ teil. Die Rückfallprophylaxe in der Klinik basiert aktuell auf einem Curriculum, das sich mit dem Rückfallmodell von Marlatt, Patientenschulungen und bewusst erlebten Kognitionen und Emotionen befasst. Mit dem Neurokontrolltraining sollen nun die unbewusst ablaufenden Anteile vor einem möglichen Rückfallgeschehen im Sinn der Abstinenzentscheidung beeinflusst werden. Untersucht wird in dieser Studie in zehn Kliniken, ob Patienten mit diesem Training gegenüber einer parallelisierten Kontrollgruppe nach einem Jahr eine verbesserte Abstinenzquote erreichen.

Als eine der ersten aller teilnehmenden Kliniken hat die Wiehengebirgsklinik den Behandlungsteil der Studie „Trauma und Sucht“ begonnen. Patienten mit einer posttraumatischen Belastungsstörung erhalten eine Behandlung in den Gruppen „Sicherheit finden“.

Jahresbericht 2012


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Gesunde Gewichtsabnahme unter ärztlicher Aufsicht

Weniger Gewicht – bessere Prognose. Scheidegg Rehaklinik | Kurstraße 5, 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29

Behandlungskonzept zu gesundheitlichen Risiken durch Adipositas Außer für kardiovaskuläre Erkrankungen ist die Adipositas auch ein Risikofaktor für die Entstehung und Progression maligner Erkrankungen, insbesondere des Mamma- und des Kolonkarzinoms. 2009 hat die Klinik in Scheidegg daher ein spezielles, multimodales Behandlungskonzept etabliert. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse einer Evaluation inklusive einer Verlaufskontrolle vor. Über 70 Prozent der Teilnehmer litten unter adipositasassoziierten Begleiterkrankungen wie arterieller Hypertonie, Diabetes mellitus oder Fettstoffwechselstörungen. 76 Prozent berichteten, dass sie sich durch das Übergewicht stark bzw. sehr stark belastet fühlen. Am Ende der Reha zeigte sich in 89 Prozent der Fälle eine Gewichtsabnahme von einem bis sechs Kilogramm. Neben einer Gewichtsabnahme ließen sich adipositasassoziierte Parameter kurz- und mittelfristig positiv beeinflussen und die Lebensqualität verbessern. Die vollständigen Studienergebnisse wurden im März 2012 beim rehawissenschaftlichen Kolloquium in Hamburg vorgestellt.

Durch das multimodale Therapieprogramm lassen sich neben dem Gewicht auch die adipositasassoziierten Parameter verbessern.


KAPITEL 04.9 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Geheimwaffe Vakuumpumpe. Hannover-Langenhagen Akutklinik | Oertzeweg 24, 30851 Langenhagen T 0511 77 94-0, F 0511 77 94-6 41

Ein positives Ergebnis der Studie kann dazu führen, dass die Krankenkassen die Kosten für die Therapie übernehmen.

Wundzentrum für Studie zur Behandlung diabetischer Fußwunden ausgewählt Das Wundzentrum Hannover in der Paracelsus-Klinik am Silbersee ist im Rahmen eines bundesweiten Forschungsprojekts als Studienzentrum ausgewählt worden. Hierbei geht es um die Frage, ob die Therapie mit einer speziellen Vakuumpumpe, die sogenannte Unterdrucktherapie, zur Heilung diabetischer Fußwunden führt. Die Vakuumpumpe hilft in erster Linie dabei, die Wunde sauber und somit keimfrei zu halten. Ein positives Ergebnis der Studie kann dazu führen, dass die Krankenkassen die Kosten für die Therapie übernehmen. Das wiederum kann eine Amputation eines Armes oder Fußes verhindern, da sich die weniger gut gestellten Patienten diese Therapie meist nicht leisten können.

Eine Fußmassage bringt Entspannung und Linderung

Jahresbericht 2012


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Voller Power zurück in den Alltag. Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik an der Gande Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a, 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 17-0, F 05382 9 17-5 99

Neue Studie zur Wirksamkeit aktivierender Bewegungsprogramme Seit 2003 ist die verhaltensmedizinische orthopädische Rehabilitation ( VMO) ein besonderer Schwerpunkt der Paracelsus-Klinik an der Gande unter Leitung der Chefärztin Dr. Désirée Herbold. Zur Verbesserung des Rehabilitationserfolgs und für die rasche Wiedereingliederung in das Alltagsund Erwerbsleben wird das sogenannte Empowerment angewendet, das heißt, alle Rehabilitationstherapien im VMO -Programm halten die Patienten zur aktiven Krankheitsbewältigung an. Seit März 2012 führen die Mitarbeiter der Klinik an der Gande mit dem Institut für Sportwissenschaften der Universität Erlangen unter Leitung von Prof. Klaus Pfeifer eine Studie zur nachhaltigen Wirksamkeit von speziellen aktivierenden verhaltensmedizinischen Bewegungsprogrammen als Ergänzung zu den bisherigen psychologischen Interventionen zur Krankheits-, Schmerz- und Stressbewältigung durch. Hierzu wurden Sport therapeuten der Klinik speziell geschult. Die DRV Bund unterstützt die Studie.

Die Programme sind eine Ergänzung zu bisherigen psychologischen Interventionen zur Krankheits-, Schmerz- und Stressbewältigung. Aktivierende Bewegungsprogramme unterstützen die Genesung


KAPITEL 04.9 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

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Parkinson auf der Spur. Kassel Akutklinik | Klinikstraße 16, 34128 Kassel T 0561 60 09-0, F 0561 60 09-1 39

Das großzügig angelegte Klinikgebäude liegt am Rande des Naturparks Habichtswald im Kasseler Kurbezirk Bad Wilhelmshöhe

Klinik initiiert verschiedene Untersuchungen zum Langzeitverlauf der Krankheit In der Paracelsus-Elena-Klinik gibt es seit mehreren Jahren ein klinisches Studienzentrum, in dem multizentrische Therapiestudien durchgeführt werden, aber auch Studien, die durch eigene Forschungsinitiative entstanden sind. 2012 sind insbesondere multizentrische europäische Studien zu Dyskinesie bei Morbus Parkinson, aber auch zu Schmerzsyndromen bei Parkinson-Patienten durchgeführt worden. In der von der Klinik initiierten bisher größten eigenen Untersuchung zum Langzeitverlauf der Parkinsonerkrankung, der sogenannten DeNoPa-Studie, wurde bei der Kohorte von nun über 150 Patienten und 110 Patienten in der Kontrollgruppe die erste Nachuntersuchung nach zwei Jahren durchgeführt. Hierbei soll gezeigt werden, welche Biomarker erforderlich sind, um frühzeitig zu erkennen, ob ein Parkinsonpatient an ausgeprägten Bewegungseinschränkungen oder auch an psychischen Symptomen oder einer frühen Demenz erkranken wird. Weitere Studien zum Thema des Restless-Legs-Syndroms in Verbindung mit der Entwicklung von arterieller Hypertonie in der Nacht, die von der Klinik in Zusammenarbeit mit einer Pharmafirma initiiert worden sind, wurden 2012 durchgeführt und abgeschlossen. Die Ergebnisse der Studien werden auf zahlreichen internationalen Kongressen präsentiert, z. B. dem der amerikanischen Neurologen (AAN), aber auch bei der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Dresden im Jahr 2013.

Jahresbericht 2012


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Beste Ergebnisse bei voller Auslastung. Bad Elster Rehaklinik | Martin-Andersen-Nexö-Straße 10, 08645 Bad Elster T 037437 70-0, F 037437 70-39 99

Auslastung der onkologischen Abteilung in der Paracelsus-Klinik Am Schillergarten mit durchschnittlich 98 Prozent bei 180 Betten Trotz stetig wachsender Anforderungen durch steigenden AHB -Anteil, ständig zu optimierende komplexe Rehabilitationsprogramme und Indikationserweiterung erzielte das

Der Fachbereich Onkologie wird geleitet von Chefärztin Dr. Constanze Junghans

interdisziplinäre onkologische Team eine sehr hohe Patientenzufriedenheit (MQI 1,7) sowie sehr gute Ergebnisse bei der Auswertung durch den Rentenversicherungsträger (1,6).

Erfolgreiche Beteiligung an einer wissenschaftlichen Studie über bestehende Rehabilitationskonzepte in der Orthopädie. Go für MBOR. Bad Gandersheim Rehaklinik l Klinik an der Gande Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a, 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 17-0, F 05382 9 17-5 99

Erfolg des medizinisch-beruflich orientierten Rehakonzepts bestätigt In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Paracelsus-Klinik an der Gande an einer wissenschaftlichen Studie beteiligt, bei der bestehende medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitationskonzepte in der Orthopädie an sechs Rehakliniken untersucht wurden. Auftraggeber war die Deutsche Rentenversicherung Bund. Die aktuelle Studie ergab, dass Therapieumfang und Rehabilitationsdauer sowie der Arbeits- und Berufsbezug bei der MBOR-Rehabilitation deutlich höher sind. Die Paracelsus-Klinik wurde in ihrem MBOR-Konzept, der praktischen Durchführung und der intensiven Teamarbeit bestätigt. Aufgrund der lang-

Regelmäßig finden Besprechungen des MBOR-Teams statt

jährigen Erfahrung und der guten Ergebnisse in nunmehr zwei Studien ist Dr. Désirée Herbold, die das MBOR-Konzept leitet, gebeten worden, in einer Arbeitsgruppe der Deutschen Rentenversicherung Bund mitzuarbeiten und das Anforderungsprofil der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation weiterzuentwickeln. Aktuell arbeitet die Klinik zudem mit Fachberatern der Deutschen Rentenversicherung Bund an einem Projekt zur Verbesserung der beruflichen Reintegration von Rehabilitanden.


KAPITEL 04.9 | NEUES AUS UNSEREN KLINIKEN

97

Tai Chi zeichnet sich durch langsame und fließende Bewegungen aus

Schattenboxen fürs Herz. Bad Suderode Rehaklinik | Paracelsusstraße 1, 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02

Tai Chi als Rehamaßnahme für Kardiopatienten An der Paracelsus-Harz-Klinik ist im Juli 2012 die Studie SHACE-IT! (Simple Improvement Of Cardiovascular Health And Cognitive Function in Elderly By Intermittant Tai Chi Training) zur Wirksamkeit von Tai Chi im Rahmen der Rehabilitation von Patienten mit einer Herzkrankheit gestartet. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Universitätsklinikums Halle (Saale) mit der Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode. Im Rahmen der Studie soll bei jeweils 42 Patienten in Halle und Bad Suderode untersucht werden, ob die regelmäßige Teilnahme an einem Tai-Chi-Übungsprogramm vergleichbare Effekte auf Körper und Geist hat wie die Teilnahme an einer konventionellen Herzsportgruppe. Weiterhin soll untersucht werden, ob durch den ganzheitlichen Ansatz und die Neuartigkeit der Maßnahme Tai Chi die Motivation zur Teilnahme an einem Sportprogramm gesteigert werden kann. Erste Ergebnisse sind für Dezember 2013 zu erwarten.

Hat Tai Chi vergleichbare Effekte auf Körper und Geist wie die Teilnahme an einer Herzsportgruppe? Jahresbericht 2012


KAPITEL 05 | MENSCHEN DES JAHRES

Jahresbericht 2012

99


100

DR. NORBERT LANGEN Neuer Direktor in Bremen. Als Nachfolger von Dr. Anna Tolle ist der Orthopäde neuer Ärztlicher Direktor der Paracelsus-Klinik Bremen. In der neuen Funktion vertritt Dr. Langen die Paracelsus-Klinik Bremen nach innen und außen: Er ist an der Auswahl der Ärzte beteiligt, führt die ärztliche Fachaufsicht, fungiert als Ansprechpartner für hygienische Belange sowie für das ärztliche Qualitätsmanagement. Auch die berufliche Weiterbildung der Ärzte zählt zu seinen Aufgaben. „Die Herausforderung der nächsten Jahre besteht darin, sowohl die Tradition der Paracelsus-Klinik zu wahren als auch eine patientengerechte und qualitativ anerkannte Medizin bestmöglich mit der aktuellen Situation des Gesundheitsmarktes in Einklang zu bringen“, erklärt Dr. Langen.

PROF. DR. PATRICK BASTIAN Neuer Direktor in Golzheim. Die Paracelsus-Klinik Golzheim Düsseldorf steht unter neuer ärztlicher Leitung. Nach 15 Jahren hat Prof. Dr. Caspers das Amt an Prof. Dr. Bastian übergeben. Der 39-Jährige leitet als neuer Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Urologie fortan die größte deutsche urologische Fachklinik. Der Facharzt für Urologie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Urologische Chirurgie, Andrologie, Röntgendiagnostik Harntrakt und Medikamentöse Tumortherapie mit entsprechender voller Weiterbildungsbefugnis war zuvor Oberarzt der Urologischen Klinik und Poliklinik am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München.


KAPITEL 05 | MENSCHEN DES JAHRES

101

ERK SCHEEL Neuer Regionaldirektor. Der 36-jährige studierte Diplom-Kaufmann und Wirtschaftsjurist hat am 1. Mai seine Tätigkeit als Regionaldirektor für die Paracelsus-Kliniken Adorf, Schöneck, Zwickau und Reichenbach aufgenommen. Zuvor war er bereits in zahlreichen leitenden Funktionen im Krankenhausbereich tätig, zuletzt als Verwaltungsdirektor des Klinikums Hildesheim sowie Geschäftsführer der Klinik Hildesheimer Land. „Neben der Verbesserung des medizinischen Leistungsangebotes für unsere Patientinnen und Patienten liegt mir eine Intensivierung der Kooperation mit den ortsansässigen Ärztinnen und Ärzten am Herzen“, so Erk Scheel.

GERD SCHNEIDER Direktor mit neuer Region. Die Paracelsus-Kliniken haben die Zuständigkeit der Regionalbereiche neu geordnet. Regionaldirektor Gerd Schneider ist außer für seine Kliniken Bad Ems und Karlsruhe nun auch für die Paracelsus-Kliniken Henstedt-Ulzburg, Düsseldorf-Golzheim und Hemer verantwortlich.

© Armin Kübelbeck

Jahresbericht 2012


102

DR. CONSTANZE JUNGHANS Vorsitzende des Tumorzentrums. Am 14. November 2012 wurde die Ärztliche Leiterin und Chefärztin der Paracelsus-Klinik Bad Elster, Dr. Constanze Junghans, zur Vorsitzenden des Südwestsächsischen Tumorzentrums Zwickau e. V. gewählt. Auch die ParacelsusÄrzte Dr. Jürgen Renz aus Zwickau und Dipl.-Med. Dieter Haugk aus Schöneck sind neue Mitglieder in dem 15-köpfigen Vorstand.

PRIV.-DOZ. ANSGAR BOCZEK Neuer Leiter auf Helgoland. Seit dem 1. Januar 2012 ist Priv.-Doz. Dr. Ansgar Boc zek neuer Leitender Arzt der Neurologischen Abteilung der Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland. Der 52-jährige Boczek ist Facharzt für Neurologie und hat sich 1997 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel habilitiert.


KAPITEL 05 | MENSCHEN DES JAHRES

103

PEDER KOCH Leader der Ostschweiz. Der Direktor der Berit Paracelsus-Klinik in der Schweiz hat 2012 nicht nur das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte der Klinik mit einer abermaligen Steigerung der Operationen um 25 Prozent verzeichnet. In der Sonderausgabe zum zehnjährigen Jubiläum des Wirtschaftsmagazins „Who’s who – Leaders der Ostschweiz 2012“ wurde er zudem als eine der herausragenden Persönlichkeiten und als Macher der Region porträtiert und ausgezeichnet.

PROF. DR. HARALD ZUR HAUSEN Nobelpreisträger beim Update. Im Januar 2012 fand das sechste Update Hämatologie der Paracelsus-Klinik Osnabrück statt. Rund 100 Krebsärzte sowie Interessierte aller Fachdisziplinen und medizinisches Fachpersonal informierten sich auf dem Kongress über neueste Erkenntnisse hinsichtlich der Behandlungsmethoden bei Bluterkrankungen. Als renommierten Gastredner begrüßten die Organisatoren den Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 2008, Prof. Dr. Harald zur Hausen.

Jahresbericht 2012


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PROF. DR. BRIT MOLLENHAUER Ausgezeichnete Arbeit. Im März 2012 wurde die Oberärztin an der ParacelsusElena-Klinik in Kassel von der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen zur außerplanmäßigen Professorin ernannt. Verliehen wurde ihr dieser Titel, weil sie nach ihrer Habilitation (2007) weiterhin herausragende Leistungen in Forschung und Lehre erbracht hat. Vor Kurzem wurde sie außerdem von der Kommission Leitende Krankenhausärzte der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) für ihre wissenschaftliche Arbeit zur Bedeutung von Biomarkern für die Frühdiagnose des Morbus Parkinson mit dem RobertWartenberg-Preis ausgezeichnet.

GÜNTHER TILLMANN Adieu nach 20 Jahren. Der langjährige Direktor Zentrales Personalwesen bei den Paracelsus-Kliniken hat Ende 2012 die aktive Phase der Altersteilzeit begonnen. Insgesamt war Tillmann 20 Jahre lang in dem Klinikkonzern tätig. Zu seinen Schwerpunkten zählten die Gewinnung und Integration von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen (Chefärzte, Verwaltungsdirektoren u. a.), die Personalentwicklung und Tarifarbeit sowie die Arbeit an der betrieblichen Altersversorgung. „Wenn ich zurückblicke, darf ich mich über ein sehr interessantes und erfülltes Berufsleben freuen“, sagte Tillmann anlässlich der Feierstunde, in der er offiziell verabschiedet wurde.


KAPITEL 05 | MENSCHEN DES JAHRES

105

TAE-YOUNG MOON Südkoreas Botschafter zu Gast. Am 10. Februar war der Botschafter der Republik Korea (Südkorea), Seine Exzellenz Tae-young Moon, in der Paracelsus-Klinik Reichenbach zu Gast. Hier wurde er von dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung der Paracelsus-Kliniken, Dr. Manfred Georg Krukemeyer, empfangen. Vorausgegangen war einige Wochen zuvor ein Besuch von Dr. Krukemeyer und Rainer Leischker in der Botschaft der Republik Korea in Berlin. Beide Seiten erkundeten die Möglichkeiten zur Kooperation von Ärzten und nutzten die Gelegenheit zu einem angeregten Erfahrungsaustausch.

RI SI HONG Nordkoreas Botschafter zu Gast. Im Oktober konnte Paracelsus-Gesellschafter Dr. Manfred Georg Krukemeyer in der Paracelsus-Klinik Zwickau den nordkoreanischen Botschafter, Seine Exzellenz Ri Si Hong, empfangen. Herr Ri besichtigte die Klinik und ließ einen Gesundheits-Check-up durchführen.

Jahresbericht 2012


106

PAPST BENEDIKT XVI. Audienz gewährt. Der Papst hat im Mai 2012 dem Paracelsus-Gesellschafter Dr. Manfred Georg Krukemeyer eine Audienz gewährt. Während des Gesprächs überreichte dieser dem Heiligen Vater sein neues Buch mit dem Titel „Kultur in der Medizin“ und berichtete von seinem sozialen und medizinischen Engagement in Nordkorea und dem Jemen. „Es war ein sehr anregendes und freundliches Gespräch“, resümierte Dr. Krukemeyer. „Papst Benedikt verfügt über eine Güte und Intellektualität, die mich tief beeindruckt haben.“ Der Papst habe sich über einen Gesprächspartner aus Münster in Westfalen gefreut, wo er selbst einige Jahre gelehrt hat. Dr. Krukemeyers Fazit der Audienz:

„Mich hat die Begegnung sehr berührt und ich bin dankbar für die Möglichkeit, diesem außergewöhnlichen Mann einmal persönlich begegnet zu sein.“ Dr. Krukemeyer zur Audienz


KAPITEL 05 | MENSCHEN DES JAHRES

Jahresbericht 2012

107


ZAHLEN UND FAKTEN


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

Jahresbericht 2012

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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 2009–2012

In Tausend Euro

Umsatzerlöse

2012 2011 2010 2009 344.844

331.461

335.600

326.320

14.865

15.298

18.484

19.197

Personalaufwand

205.813

195.888

200.678

199.643

Materialaufwand

87.690

85.333

84.388

86.716

Zwischenergebnis

66.206

65.538

69.018

59.158

Ergebnis aus der Krankenhausförderung

12.460

12.579

12.358

13.569

Abschreibungen

22.257

22.870

22.427

20.595

Sonstige betriebliche Aufwendungen

47.485

48.298

47.369

45.835

8.924

6.949

11.580

6.297

– 8.312

– 8.986

– 8.610

– 5.348

612

– 2.037

2.970

949

Außerordentliches Ergebnis

1.422

– 862

– 1.042

0

Steuern

– 408

337

1.912

507

2.442

– 3.236

16

442

20

92

211

21

2.462 –3.144

227

463

Sonstige betriebliche Erträge

Zwischenergebnis Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Jahresergebnis Anteile Fremder am Ergebnis

Konzernjahresergebnis


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

UMSATZERLÖSE 2006–2012

In Tausend Euro

344.844

331.461

335.600

326.320

313.771

302.055

283.835

Jahr

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

Jahresbericht 2012

111


112

KONZERNBILANZ AKTIVA 2009–2012 In Tausend Euro

31.12.

31.12.

31.12.

31.12.

2012 2011 2010 2009 Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände

5.565

6.590

7.967

8.277

268.748

279.040

279.358

273.953

2.682

2.808

1.509

4.696

276.995

288.438

288.834

286.926

7.283

7.486

7.099

6.494

89.418

73.378

60.643

63.877

5.898

5.537

10.950

7.407

102.599

86.401

78.692

77.778

Rechnungsabgrenzungsposten

1.372

1.563

1.387

975

Bilanzsumme

380.966

376.402

368.913

365.679

Sachanlagen Finanzanlagen

Umlaufvermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

KONZERNBILANZ PASSIVA 2009–2012 In Tausend Euro

31.12.

31.12.

31.12.

31.12.

2012 2011 2010 2009 Eigenkapital

16.361

15.622

20.923

21.677

130.266

138.529

133.733

132.554

Pensionsrückstellungen

48.556

46.147

43.936

40.713

Sonstige Rückstellungen

27.416

18.174

24.832

27.242

75.972

64.321

68.768

67.955

110.075

121.345

114.007

100.601

48.012

35.790

30.687

42.885

158.087

157.135

144.694

143.486

Rechnungsabgrenzungsposten

280

795

796

7

Bilanzsumme

380.966

376.402

368.913

365.679

Sonderposten aus Zuwendung zur Finanzierung des Sachanlagevermögens

Rückstellungen

Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Übrige Verbindlichkeiten

Jahresbericht 2012

113


114

STATISTISCHE DATEN 2009–2012

Segment

∆% (2012 vs. 2011)

2012 2011 2010 2009

1. Anzahl der Einrichtungen Akutkliniken

17

17

18

18

Rehabilitationskliniken

12

12

13

13

9

9

9

10

Ambulante Einrichtungen

2. Bettenanzahl Akutkliniken

– 2,0 %

2.060

2.101

2.105

2.169

Rehabilitationskliniken

+ 0,0 %

2.041

2.041

2.041

2.005

Akutkliniken

– 0,2 %

80.013

80.184

79.548

79.747

Rehabilitationskliniken

– 0,3 %

23.096

23.168

25.073

25.890

Akutkliniken

+1,5 %

6,6

6,5

6,7

6,9

Rehabilitationskliniken

+0,0 %

26,0

26,0

26,4

26,1

– 3,7 %

4.866

5.052

4.971

4.932

3. Fallzahlen

4. Verweildauer

5. Mitarbeiter Konzern (inkl. Berit Paracelsus-Klinik)


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

DIENSTARTEN Die Mitarbeiterschaft der Paracelsus-Kliniken in 2012

Personalbestand

Ă„rztlicher Dienst

12%

Pflegedienst

34%

Med.-techn. Dienst

Funktionsdienst

9% 11%

Klinisches Hauspersonal/Wirtschaftsdienst

9%

Technischer Dienst

3%

Verwaltungsdienst/Med. Schreibdienst

13%

Therapeutischer Dienst

8%

Sonstiges Personal/Sonderdienst

1%

Jahresbericht 2012

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116

KENNZAHLEN DER UNTERNEHMENSENTWICKLUNG Konzernüberblick 2009–2012

In Tausend Euro

Umsatzerlöse

2012 2011 2010 2009 344.844

331.461

335.600

326.320

Materialaufwand

87.690

85.333

84.388

86.716

Personalaufwand

205.813

195.888

200.678

199.643

Abschreibungen

22.257

22.870

22.427

20.595

Konzerngewinn

2.462

– 3.144

227

463

1.965

– 2.613

1.818

837

0,6 %

– 0,8 %

0,5 %

0,3 %

10.231

6.474

10.561

6.325

3,0 %

2,0 %

3,1 %

1,9 %

20.204

16.765

20.636

13.348

5,9 %

5,1 %

6,1 %

4,1 %

268.748

279.040

279.358

273.953

16.361

15.622

20.923

21.677

12,0 %

– 16,7 %

8,7 %

3,9 %

380.966

376.402

368.913

365.679

186.329

182.146

176.003

180.756

48,9 %

48,4 %

47,7 %

49,4 %

Langfristige Verbindlichkeiten

75.027

85.474

93.640

83.741

Investitionen

12.708

25.929

25.997

21.000

EBT % vs. Umsatz

EBIT % vs. Umsatz

EBITDA % vs. Umsatz

Sachanlagen Bilanzielles Eigenkapital Eigenkapitalrendite in %

Bilanzsumme Wirtschaftliches Eigenkapital* Eigenkapitalquote in %

*inkl. Fördermittel


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

Jahresbericht 2012

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MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Hansjoachim Fruschki

Sigrid Ehrmann*

Dr. Margret Steffen*

Berlin (bis 31. Dezember 2012) Vorsitzender des Aufsichtsrats, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse, Hamburg

Karlsruhe (bis 31. August 2012) Krankenschwester und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Paracelsus-Kliniken Deutschland

Berlin Gewerkschaftssekretärin, ver.diBundesverwaltung, Bereich Gesundheitspolitik

Manfred Steinchen* Wilfried Gleitze Dr. Joachim Geisler Essen (ab 1. Dezember 2012) Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender der Geschäftsführung der MIBRAG mbH

Münster Ehem. Erster Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung der Landesversicherungsanstalt (LVA) Westfalen und Vorsitzender des erweiterten Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund

Crimmitschau Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, Ingenieur für Medizintechnik und freigestelltes Betriebsratsmitglied in der Paracelsus-Klinik Zwickau

Rolf Stuppardt Reinhild Bechlem* Ibbenbüren (ab 1. September 2012) Krankenschwester

Dr. Ulrich Roppel

Overath (bis 30. April 2013) Dipl.-Sozialwissenschaftler, ehem. Geschäftsführer des IKK e. V., Inhaber des Beratungsunternehmens StuppardtPartner und Herausgeber der Zeitschrift „Welt der Krankenversicherung“

Siegburg (ab 1. Februar 2013) Ministerialdirektor a. D.

Franz Wiesing

Karl-Ernst Schmitz-Simonis

Osnabrück Ehem. Leitender Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken Deutschland

Dr. Claus Jacobi* Göttingen Chefarzt der Paracelsus-RoswithaKlinik in Bad Gandersheim

Axel Denker* Ostercappeln Betriebshandwerker und freigestelltes Betriebsratsmitglied in der ParacelsusKlinik Osnabrück sowie Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Paracelsus-Kliniken Deutschland

Dr. Oliver Dilcher* Berlin Gewerkschaftssekretär, ver.di-Bundesverwaltung, Bereich Betriebs- und Branchenpolitik

Ratingen Diplom-Volkswirt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen

*Arbeitnehmervertreter


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

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MITGLIEDER DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES

Hansjoachim Fruschki

Axel Denker* Ostercappeln Betriebshandwerker und freigestelltes Betriebsratsmitglied in der ParacelsusKlinik Osnabrück sowie Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Paracelsus-Kliniken Deutschland

Manfred Steinchen*

Berlin (bis 31. Dezember 2012) Vorsitzender des Aufsichtsrats, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Angestellten Krankenkasse, Hamburg

Dr. Joachim Geisler

Dr. Oliver Dilcher*

Rolf Stuppardt

Essen (ab 1. Dezember 2012) Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender der Geschäftsführung der MIBRAG mbH

Berlin Gewerkschaftssekretär, ver.di-Bundesverwaltung, Bereich Betriebs- und Branchenpolitik

Overath (bis 30. April 2013) Dipl.-Sozialwissenschaftler, ehem. Geschäftsführer des IKK e. V., Inhaber des Beratungsunternehmens StuppardtPartner und Herausgeber der Zeitschrift „Welt der Krankenversicherung“

Wilfried Gleitze Münster Ehem. Erster Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung der Landesversicherungsanstalt (LVA) Westfalen und Vorsitzender des erweiterten Direktoriums der Deutschen Rentenversicherung Bund

Crimmitschau Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Ingenieur für Medizintechnik und freigestelltes Betriebsratsmitglied in der Paracelsus-Klinik Zwickau

*Arbeitnehmervertreter

Jahresbericht 2012


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ADRESSEN DER PARACELSUS-KLINIKEN

Adorf Paracelsus-Klinik Adorf Sorger Straße 51 08626 Adorf T 037423 79-0, F 037423 79-27 12 adorf@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/adorf Medizinische Versorgungszentren Adorf 1–3 Siehe Paracelsus-Klinik Adorf

Paracelsus-Wittekindklinik Bad Essen Adresse: wie Berghofklinik T 05472 9 35-00, F 05472 9 35-2 33 wittekindklinik@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/wittekindklinik Paracelsus-Wiehengebirgsklinik Bad Essen Kokenrottstraße 71 49152 Bad Essen T 05472 4 05-0, F 05472 4 05-3 10 wiehengebirgsklinik@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/wiehengebirgsklinik

Bad Elster Paracelsus-Klinik Am Schillergarten Bad Elster Martin-Andersen-Nexö-Str. 10 08645 Bad Elster T 037437 70-0, F 037437 70-39 99 bad_elster@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/bad_elster

Bad Gandersheim Paracelsus-Klinik am See Bad Gandersheim Dehneweg 6 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 39-0, F 05382 9 39-1 01 klinik_am_see@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/klinik_am_see

Bad Ems Paracelsus-Klinik Bad Ems Taunusallee 7–11 56130 Bad Ems T 02603 6 00-0, F 02603 1 30 20 bad_ems@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/bad_ems

Bad Essen Paracelsus-Berghofklinik Bad Essen Empterweg 5 49152 Bad Essen T 05472 9 35-00, F 05472 9 35-2 22 berghofklinik@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/berghofklinik

Paracelsus-Klinik an der Gande Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 2a 37581 Bad Gandersheim T 05382 9 17-0, F 05382 9 17-5 99 klinik_an_der_gande@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/klinik_an_der_gande Paracelsus-Osterberg-Klinik Bad Gandersheim Dr.-Heinrich-Jasper-Straße 4 37581 Bad Gandersheim T 05382 7 07-0, F 05382 7 07-6 01 osterberg-klinik@pk-mx.de paracelsus-kliniken.de/osterberg-klinik


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

Paracelsus-Roswitha-Klinik Bad Gandersheim Hildesheimer Straße 6 37581 Bad Gandersheim T 05382 74-0, F 05382 74-4 73 roswitha-klinik@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/roswitha-klinik

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Düsseldorf Paracelsus-Klinik Golzheim Düsseldorf Friedrich-Lau-Straße 11 40474 Düsseldorf T 0211 4 38 60, F 0211 4 38 09 87 duesseldorf@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/duesseldorf

Bad Münster Paracelsus-Rotenfelsklinik Kurhausstraße 8 und 27 55583 Bad Münster am Stein T 06708 81-0, F 06708 13 02 rotenfelsklinik@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/rotenfelsklinik

Hannover-Langenhagen Paracelsus-Klinik am Silbersee Hannover-Langenhagen Oertzeweg 24 30851 Langenhagen T 0511 77 94-0, F 0511 77 94-6 41 langenhagen@pk-mx.de paracelsus-kliniken.de/langenhagen

Bad Suderode Paracelsus-Harz-Klinik Bad Suderode Paracelsusstraße 1 06485 Quedlinburg T 039485 99-0, F 039485 99-8 02 bad_suderode@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/bad_suderode

Helgoland Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland Invasorenpfad 27498 Helgoland T 04725 8 03-0, F 04725 8 03-1 27 helgoland@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/helgoland

Bremen Paracelsus-Klinik Bremen In der Vahr 65 28329 Bremen T 0421 46 83-0, F 0421 46 83-5 55 bremen@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/bremen

Hemer Paracelsus-Klinik Hemer Breddestraße 22 58675 Hemer T 02372 9 03-0, F 02372 9 03-2 08 hemer@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/hemer

Medizinisches Zentrum der Paracelsus-Klinik Bremen In der Vahr 65 28329 Bremen T 0421 46 83-5 45, F 0421 46 83-5 46

Jahresbericht 2012


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„Wir handeln effizient und wirtschaftlich. Deshalb nutzen wir vielfältige Synergie- und Verbundeffekte und können so selbst kleine Einrichtungen in ländlichen Regionen erfolgreich betreiben.“

Henstedt-Ulzburg

München

Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg Wilstedter Straße 134 24558 Henstedt-Ulzburg T 04193 70-0, F 04193 70-30 02 henstedt@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/henstedt

Paracelsus-Klinik München Klingsorstraße 5 81927 München T 089 9 20 05-0, F 089 91 77 56 muenchen@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/muenchen

Medizinisches Versorgungszentrum an der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg Beckersbeckstraße 2 24558 Henstedt-Ulzburg T 04193 70-0, F 04193 70-10 19

Karlsruhe Paracelsus-Klinik Karlsruhe Raiherwiesenstraße 15–17 76227 Karlsruhe T 0721 40 91-0, F 0721 40 66-42 karlsruhe@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/karlsruhe

Osnabrück Paracelsus-Klinik Osnabrück Am Natruper Holz 69 49076 Osnabrück T 0541 9 66-0, F 0541 68 13 53 osnabrueck@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/osnabrueck Medizinisches Zentrum für Tumordiagnostik und -therapie der Paracelsus-Klinik Osnabrück Am Natruper Holz 69 49076 Osnabrück T 0541 9 66-48 00, F 0541 68 11 37 osnabrueck@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/osnabrueck

Kassel Paracelsus-Elena-Klinik Kassel Klinikstraße 16 34128 Kassel T 0561 60 09-0, F 0561 60 09-1 39 kassel@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/kassel

Medizinisches Zentrum für Neurologie, Neurochirurgie und Innere Medizin der Paracelsus-Klinik Osnabrück Am Natruper Holz 69 49076 Osnabrück T 0541 9 66-30 40, F 0541 9 66-30 46 osnabrueck@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/osnabrueck Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA Konzernzentrale Sedanstraße 109 49076 Osnabrück T 0541 66 92-0, F 0541 66 92-1 29 info@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

Reichenbach Paracelsus-Klinik Reichenbach Plauensche Straße 37 08468 Reichenbach T 03765 54-0, F 03765 54-0 reichenbach@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/reichenbach Medizinisches Versorgungszentrum Reichenbach Plauensche Straße 37 08468 Reichenbach T 03765 54-0, F 03765 54-82 41 reichenbach@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/reichenbach

Medizinisches Versorgungszentrum Schöneck Albertplatz 1 08261 Schöneck T 037464 85-0, F 037464 85-17 12 mvz@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/schoeneck

Teufen (Schweiz) Berit Paracelsus-Klinik Steinweg 1, Niederteufen CH-9052 Teufen T +41 71 335 06 06 F +41 71 335 06 33 info@beritklinik.ch beritklinik.ch

Scheidegg Paracelsus-Klinik Scheidegg Kurstraße 5 88175 Scheidegg T 08381 5 01-0, F 08381 5 01-2 29 scheidegg@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/scheidegg

Schöneck Paracelsus-Klinik Schöneck Albertplatz 1 08261 Schöneck T 037464 85-0, F 037464 85-17 12 schoeneck@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/schoeneck Ambulanter Pflegedienst der Paracelsus-Klinik Schöneck Siehe Paracelsus-Klinik Schöneck

Zwickau Paracelsus-Klinik Zwickau Werdauer Straße 68 08060 Zwickau T 0375 5 90-0 F 0375 52 39 37 zwickau@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/zwickau Medizinisches Versorgungszentrum Zwickau Werdauer Straße 68 08060 Zwickau T 0375 5 90-40 00 F 0375 5 90-18 45 mvz@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de/zwickau

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IMPRESSUM

Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH & Co. KGaA Sedanstraße 109 49076 Osnabrück T 0541 66 92-0 F 0541 66 92-1 29 info@paracelsus-kliniken.de paracelsus-kliniken.de

Herausgeber Unternehmenskommunikation und Marketing, Direktorin Simone Hoffmann, im Auftrag der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken Deutschland, Osnabrück

Redaktion Christian Sälzer (Health-Care-Com, Offenbach am Main), Simone Hoffmann und Nina Knauer (Unternehmenskommunikation und Marketing, Paracelsus-Kliniken Deutschland, Osnabrück)

Konzept und Gestaltung BUTTER. GmbH

Fotografie Paracelsus-Kliniken, Corbis Images®, Getty Images®, iStockphoto®, Shutterstock ®, Photocase: S. 35, 38, 42, 45, 54

Illustrationen Silke Werzinger, Karina-Christin Neumann aka INI, UPPERORANGE™

Druck Druckstudio GmbH, Düsseldorf


KAPITEL 06 | ZAHLEN UND FAKTEN

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Dem Menschen verpflichtet. Nicht der Bรถrse.


130425_pck_RZ_FINAL_EINZELSEITEN_Paracelsus-Kliniken_Jahresbericht_2012