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Nr. 6, Juni 2010, www.zürcherunternehmer.ch, Redaktion: Telefon 044 306 47 00

Kommunikation im Wandel

Foto: Siggi Bucher

Kein Tag, an dem nicht der Briefkasten mit Werbepost gefüllt ist. Das meiste ist einfach und emotionslos aufgemacht und findet oft unbeachtet seinen Weg in die Papiersammlung. In Zeiten, in denen keiner mehr Zeit hat, in denen Menschen alles machen, am liebsten gleichzeitig, da hat es das Produkt schwer, überhaupt noch Aufmerksamkeit zu gewinnen.

(v.l.n.r.) Marianne Kieser Heyworth, Graphic Design; Corina Bertschi, Graphic Design; Carmen M. Schiltknecht, Inhaberin und Spiritus Rector; Gaby Büchler-Kauth, Beratung; Anka Refghi, Beratung und Tina Lechner, Graphic Design.

Von Carmen M. Schiltknecht Der erhöhte Bedarf an Kommunikation ergibt sich durch die steigende Informationsflut und das wachsende Bedürfnis nach Verständigung. Der Kommunikationsbedarf entwickelt sich innerhalb dieses Spannungsfeldes steil nach oben. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, gehört heute zu jedem Produkt die Frage nach

seiner kommunikativen Behandlung. Für die Unternehmensführung heisst das, dass der Geist der Führung, das Firmenprofil nach innen und aussen wahrgenommen wird. Natürlich, als Chef kennt man die Inhalte und Werte der strategischen Ausrichtung für die Unternehmung, auch die Führungsspitze ist damit vertraut und durchaus auch die Führungsmannschaft.

Doch was ist mit den Mitarbeitenden, mit jener Crew, die in direktem Kontakt mit dem Kunden steht? An der Botschaft liegt es selten, sie wurde nur nicht gehört. Dafür gibt es viele Gründe: Vielleicht war sie nicht laut genug. Vielleicht war sie zu wenig klar. Vielleicht war die Mitteilung nicht interessant aufbereitet. Vielleicht wurde das Ganze nicht leidenschaftlich und überzeugend kommuniziert. Für den

Markterfolg ist es unabdingbar, dass die Mitarbeitenden die Vision der Unternehmung verinnerlicht haben. Dafür baut man am besten einen guten Draht zu ihnen auf, der geprägt ist von Offenheit, Vertrauen und kooperativer Zusammenarbeit. Kommunikation trägt einen erheblichen Teil zur Sicherung der Corporate Identity bei als auch für das Image der Unternehmung. Sie


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KOMMUNIKATION

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ART & WORK AG ZÜRICH Die Agentur hat sich auf die Bedürfnisse von KMUs spezialisiert. KMUs sind wichtige Träger der Wirtschaft, umso wichtiger ist es deshalb, dass sie der Instabilität der äusseren Welt mit innerer Stabilität begegnen. Die Agentur setzt auf Erfolg, der nur im Miteinander möglich ist. Nach dem Motto: Für den Kunden kann man nur mit dem Kunden sein. Carmen Schiltknecht, Inhaberin, lebt das Anspruchsdenken vor, «weil es gesund ist und das Gewohnheitstier in uns aufscheucht.» Team 6 Mitarbeiterinnen und ein ausgewählter Pool von Freischaffenden Dienstleistungen Kommunikation, Grafik- und Webdesign und Coaching

Foto: Siggi Bucher

Auszug aus der Kundenliste Möbelzentrum Volketswil, Pro Baby, Blue City Hotel, Helsana, Wilhelm, FBM Group, Wipf AG, Nationale Suisse, Baumesse Zentralschweiz, HRS, Implenia Das gesprochene Wort, die Begeisterungsfähigkeit ist die eine Form der emotionalen Kundenbeziehung. Die andere ist das gedruckte Wort, das aussagekräftige Bild.

ist aber auch die Basis der Mitarbeiterbeziehungen, und damit eine Macht, die nicht länger als Randerscheinung behandelt werden darf. Kommunikation ist Chefsache Das Kommunikationszeitalter ist von vielen Nachrichtenstrassen durchzogen, die öffentlich zugänglich sind. Doch parallel entwickelt sich eine Kultur der informellen Kommunikation. Hier werden Nachrichten, Meldungen und Meinungen bewegt und gestreut, teils unkontrolliert, oft unkontrollierbar. Es lohnt sich also, die Chance zu packen und zu kommunizieren, dass die Botschaft im gewünschten Sinn am richtigen Ort ankommt. In Zeiten raschen Wandels wo alles und jedes flexibel sein soll, bleibt auch die KommunikationsKultur nicht unbeeinflusst. Flexibles Handeln setzt eine klare Linie voraus, Gewissheiten, Wert und Profil gilt es zu bekennen. Die Gesamtverantwortung für die Kommu-

nikationsstrategie wird also zur Chefsache. In einem Unternehmen mit Raum für Kommunikationsimpulse hat es auch Platz für unterschiedliche Meinungen und den Prozess der Meinungsfindung. Denn es geht im Unternehmen darum, Mitarbeitende für die Unternehmensziele zu gewinnen. Das bedeutet für die Führung, dass es ein eindeutiges Kommunikationskonzept braucht, das besonders die nachfolgenden Aufgaben sichert: – Klare Information geben und verlangen – Vision bekannt machen – Kommunikation leben – Kreative Impulse geben – Kritische Fragen, gesunde Diskussionen, gefolgt von entschlossenem Handeln – Macherlaune stärken – Innovationsstimmung schaffen – Sicherheit geben – Glaubwürdigkeit herstellen – Zeitmanagement kultivieren – Unternehmen als Erlebnisraum positionieren.

Kunden begeistern mit Wort und Bild Was kann die Kraft der Kommunikation bewirken? Sie begeistert Menschen. Und Menschen sind die Zielgruppe jeder Unternehmung. Ob es ein Produktionsbetrieb oder eine Dienstleistungsfirma ist, letztlich führen immer Menschen das Gespräch. Wenn Kommunikation auf allen Ebenen wirkt, ist sie die Antriebskraft für partnerschaftliche Kundenbeziehungen. Das gesprochene Wort, die gelebte Beziehungs- und Begeisterungsfähigkeit ist die eine Form der emotionalen Kundenbeziehung. Die andere ist das gedruckte Wort, das aussagekräftige Bild, die Essenz über die Werbung, Internet, Direct Mailings, Kundenmagazine, Newsletter und ähnliches nach aussen getragen wird. Jedes Unternehmen hat ganz individuelle Stärken, Besonderheiten die im Markt gefragt sind, die der Kunde wünscht. Das soll kommuniziert werden, verbunden mit dem emotionalen Wert, der

eine ausreichende Differenzierung am Markt ermöglicht. Mensch im Mittelpunkt Wenn wir denken, wie wir immer gedacht haben, wird es bleiben wie es war. Doch nun wissen wir, dass es nicht genügt, im globalen Wettbewerb vorne mit dabei zu sein. So dynamisch wie die Welt, so unberechenbar ist der Kunde von morgen. Wenn wir ihn in die Zukunft begleiten wollen, müssen wir ihn kennen und seine Bedürfnisse und Wünsche ernst nehmen. Nur ein aktiver und andauerender Austausch mit dem Kunden öffnet uns seine Erwartungen. Trotz aller technischer Hilfsmittel ist es immer der Mensch, der im Mittelpunkt steht. Carmen M. Schiltknecht Agenturinhaberin Art & Work AG Carmenstrasse 25 8032 Zürich www.artandwork.ch


NEWS

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Köpfe & Karrieren DIRECTOR HUMAN RESOURCES LEITER FIRMENKUNDENGESCHÄFT

Heinz Kunz

Die Zürcher Kantonalbank hat Heinz Kunz zum Mitglied der Generaldirektion und Leiter der Geschäftseinheit Firmenkunden ernannt. Der 48jährige Bankfachmann tritt die Nachfolge von Charles Stettler an, der Ende Jahr in den Ruhestand tritt. Heinz Kunz machte bereits seine Lehre in der ZKB und leitete in der Region Unterland den Vertrieb des Firmenkundengeschäfts. Berufsbegleitend liess er sich am Swiss Finance Institute der Universität Zürich und an der London Business School weiterbilden. Momentan ist er für das Key Account Management verantwortlich.

Charles Neuhaus

Charles Neuhaus heisst der neue Director Human Resources bei Ricoh Schweiz AG, dem führenden Lösungsanbieter für moderne Bürokommunikation und Dokumentenmanagement. In über 25 Jahren Personalpraxis konnte sich der Stadtberner immer wieder mit der Frage befassen, was ein Unternehmen an personellen Rahmenbedingungen und Werkzeugen benötigt, um die Unternehmensziele zu erreichen. Der deutsch- und französischsprachige Neuhaus wird mit gesundem Pragmatismus und einem Gespür für das Machbare seinen Beitrag an die zukünftige Entwicklung der Firma leisten.

VERWALTUNGSRAT GESCHÄFTSLEITER

Urs Jäckli

Urs Jäckli wird neuer Geschäftsleiter der TTW Management AG. Eine junge Branchenpersönlichkeit, die ihr touristisches Know-how von der Pieke auf gelernt hat. Er absolvierte eine kaufmännische Reisebürolehre bei Hotelplan und wurde Sachbearbeiter Sales & Operations Fernflug Ost im Touroperating. Von Mitte 2002 war er wieder bei Hotelplan in verschiedenen Funktionen tätig um 2009 zu Holiday Autos (Schweiz) GmbH als Director Sales & Marketing zu wechseln. Berufsbegleitend absolvierte er an der HWZ ein Studium, das er mit dem Bachelor of Science ZFH in Betriebsökonomie abschloss.

Andreas Dietrich

Online Travel holt Andreas Dietrich in den Verwaltungsrat. Der ehemalige Chief Information Officer der SBB verknüpft seinen ausgezeichneten Leistungsausweis im IT-Bereich mit langjähriger Kenntnis der Touristikbranche. In seiner letzten Funktion als CIO hat sich Dietrich als gewiefter Stratege erwiesen, der in kurzer Zeit die dezentrale ITOrganisation zusammenfassen konnte. Er beseitigte damit erhebliche Stabilitätsprobleme der zentralen Informatikinfrastruktur. Seine berufliche Basis bilden ein Wirtschaftsinformatik- und BWL-Studium und diverse Managementkurse im In- und Ausland.

VORSTANDSMITGLIED

VORSTANDSMITGLIED

Alice Stümcke

Neu in den Vorstand der Schweizerischen Management Gesellschaft wurde Alice Stümcke gewählt, welche 2008 als CEO die Leitung der Möbelgruppe de Sede in Klingnau übernommen hat. Sie startete ihre Karriere im Brand Management von Procter Gamble und ging 1994 als Unternehmensberaterin zur Boston Consulting Group. 1998 wurde sie Geschäftsführerin der damaligen Tela AG (heute Tela-Kimberly. Danach wechselte sie erneut in die Beratung. Seit 2002 ist sie Inhaberin der Basler Werbeagentur Favo.

Caroline Müller-Möhl

Auch Carolina Müller-Möhl wurde in den Vorstand der SMG berufen. Sie studierte an der RuprechtKarls-Universität Heidelberg und am Otto-Suhr Institut der Freien Universität Berlin Politik, Geschichte sowie Recht und promovierte als Politologin. Es folgten Weiterbildungen an der London School of Economics und am Europa-Institut der Universität Basel. Neben VR-Mandaten u.a. bei Nestlé hat sie auch Stiftungsmandate und ist Mitglied verschiedener Jurys.

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Klimaneutral drucken – Verantwortung übernehmen

Nächste Ausgabe: Nr. 7/8 vom 14.07. 2010, Anzeigenschluss: 30.06.2010

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MANAGEMENT

Sitzen Sie in der «Monkey-Falle»? Chefs werden oft von ihren Mitarbeitenden instrumentalisiert. Sie kommen mit ihren Problemen und überwälzen sie ihren Vorgesetzten. Am Schluss übernimmt der Chef die Arbeit des Mitarbeiters.

Der Begriff «Monkey Business» wurde 1974 mit der Publikation «Managing Management Time: Who’s got the monkey?» von William Oncken sr. und Donald Wass kreiert. Dabei geht es um das Führungsproblem der Rückdelegation. Für unliebsame Aufgaben verwendeten sie die Metapher eines Affen, den die Mitarbeiter bei ihrem Chef abladen. 1989 folgte Ken Blanchard mit «The One Minute Manager meets the Monkey». Im Jahr 200 doppelte William Oncken jr. nach mit «Monkey Business». Nun erscheint Dr. Jan Roy Edlund’s «Monkey Management», ein ausgesprochen gelungener Leitfaden mit Gegenstrategien und Handlungsempfehlungen, der einer Führungskraft dabei hilft, ihren Handlungsspielraum wieder zurückgewinnen. Edlund schärft damit den Blick für eine weitgehend unerkannte Gefahr, die viele Unternehmen lähmt. Als Unternehmensberater und Managementtrainer mit Sitz in Küsnacht/ZH hat Dr. Jan Roy Edlund seine Erfahrungen in den letzten 16 Jahren an über 35 000 Manager weitergegeben. Darunter sind internationale Konzerne wie Coca-Cola, IBM, Ford, Deutsche Telekom, aber auch Migros, Credit Suisse, die FIFA oder Tamedia. Das Phänomen des «Monkey Business» beginnt meist ganz harmlos, kann sich aber zu einem Teufelskreis entwickeln, der den Chef davon abhält, sich auf seine eigentlichen Kernaufgaben zu konzentrieren. Ein Chef, der sich um zu viele operationale Details kümmert, verwöhnt die Mitarbeitenden, die wie selbstverständlich mit jedem Problem zu ihm rennen. Der Manager kann dadurch die wirklich wichtigen Grundprobleme nicht mehr lösen, die Firma gerät in Schwierigkeiten. Burnout, Fokusverlust und strategische Risiken drohen. Der Chef als Geisel der Organisation? Wir stellten dem Buchautor einige Fragen: Herr Dr. Edlund; was war das Hauptmotiv, dieses Buch zu schreiben? Seit vielen Jahren trainiere ich täglich Führungskräfte. Das Thema

«Monkey Management»: Sich Freiraum zu verschaffen, um sich auf die eigenen Kernaufgaben zu konzentrieren.


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«Monkey Business» und die Konsequenzen, die entstehen, wenn sich eine Führungskraft zu sehr ins operationale Tagesgeschäft hineinziehen lässt, kann man unumwunden als das Kernproblem des Leaderships überhaupt bezeichnen.

Fotos: Bilderbox.de

Und deshalb das Buch? Ja, immer wieder wurde ich von Kunden oder Seminarteilnehmern gefragt, wo Sie das nachlesen können. Und da die bisher dazu veröffentlichten Beiträge eher in der Erzählform einer kleinen Geschichte geschrieben sind, à la One Minute Manager, und das Phänomen auch nur partiell erfassen, habe ich mich dazu entschlossen, einen systematisierten Beitrag zu bringen, ein Standardwerk sozusagen, das das Phänomen «Monkey Business» vollumfänglich beschreibt. In dieses Buch habe ich dann die Erfahrung der vielen Jahre Beratung und Training eingearbeitet.

Ich habe das Thema ganz gezielt mit etwa 20 000 Managern behandelt. Die Erfahrung zeigt, dass es kaum einen Manager gibt, der in seiner täglichen Führungsarbeit nicht vom Problem des Monkey Business betroffen wäre. Der eine hat das Thema nur besser im Griff als der andere. Manche Manager haben sehr gute Spielregeln und eine Kultur der Selbstverantwortung etabliert. Andere müssen sich gegen die tägliche Flut von Anfragen, Problemen und cc-Emails, also die Affenplage, hart zur Wehr setzen. Ich schätze das sich etwa jeder dritte Manager zumindest nahe der Monkey-Falle aufhält und etwa jeder fünfte direkt darin feststeckt.

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das Problem durch seine Bemühungen, alles möglichst schnell abzuarbeiten noch verstärkt. Je mehr Monkeys er versucht weg zu bekommen, desto mehr Monkeys sitzen bei ihm auf dem Schreibtisch. Es ist ähnlich wie beim Treibsand. Je mehr ich versuche dagegen anzukämpfen, desto tiefer zieht es mich hinein.

Welche Art von Firmen sind betroffen, ist es die Industrie oder eher der Dienstleistungsbereich oder kommt das auch in der Verwaltung vor? Monkey Business ist ein Phänomen, das überall dort entsteht, wo geführt wird. Ich behaupte, es ist DAS Zentralthema der Führung schlechthin. Und zwar völlig unabKönnen Sie noch einmal hängig davon, ob es sich um eine erklären, wie das mit der privatwirtschaftliche Organisation, Monkey-Falle funktioniert? Die Monkey-Falle beschreibt das eine Verwaltung oder eine NGO Phänomen, dass ein Manager, der handelt. Wir sehen das Phänomen sich zu lange um das Operationale in grossen Unternehmen gleichermassen wie in KMUs. Es hängt oft damit zusammen, dass ein Warum der Titel «Monkey WER IST JAN ROY EDLUND? Chef sich um seine MitarbeiManagement»? ter kümmern möchte und sich Bisher wurde immer der BeGeb 1966, studierte Dr. Edlund an den Universitäten St.Gallen und Harvard. Als Managing daher deren Probleme und griff «Monkey Business» bePartner leitet er die Human Resources InternaAnfragen annimmt, . . . was ja nutzt. Es bezeichnet den Sachtional AG in 8700 Küsnacht, völlig in Ordnung ist. Dabei verhalt, dass Mitarbeiter ihre Telefon Sekretariat: +41 44 taucht jedoch die Gefahr auf, Verantwortung und ihre Pro577 00 10. Unter der Webdass er diese Themen zu seibleme versuchen beim Chef adresse: www.monkeymananen eigenen macht. Auch abzuladen. Ich meine, der Fogement.com bietet er wenn Chefs zu stark kontrolkus muss noch stärker auf der Management-Seminare zum lieren oder möglichst viele Lösung bzw. das Management Thema Monkey Management an. Unter dieser Adresse kann Entscheidungen selbst treffen dieses Problems liegen, daher auch sein gleichnamiges Buch wollen, besteht die Tendenz, «Monkey Management». Alfür den persönlichen Bedarf oder für Managedass es einen mit dem Ärmel les, was der Chef tun kann, um ment-Teams bestellt werden. Leser des Zürcher ins Operative hineinzieht. sich Freiraum zu verschaffen, Unternehmers geben bitte den Code 2254 an, Welches der Grund auch sein ... um sich letztlich wieder um Vorzugspreise bzw. garantierte Plätze im mag, die Mitarbeiter gewöhstärker auf seine KernaufgaSeminar zu erhalten . nen sich mit der Zeit an die ben (wie etwa Strategie und Komfortzone, dass sich der Konzeptionelles) zu kümmern ist im zweiten Teil des Buches in gekümmert hat, nicht mehr davon Chef «schon darum kümmern Form von 8 Gegenstrategien syste- loskommt, weil sich seine Mitarbei- wird». matisch aufgelistet. Ferner meine ter zu stark daran gewöhnt haben, ich, dass das Phänomen «Monkey Verantwortung abzuschieben und Wann sollte ein Manager merBusiness» bisher zu verniedlicht in gewissen Sinne eine «Kultur der ken, dass ihm Gefahr droht? dargestellt wurde, was nicht ganz erlernten Hilflosigkeit» entstanden Welche Zeichen sollte er richtig unwesentlich mit der lustigen Me- ist. Der Manager hat in einem sol- zu deuten wissen? tapher des Affen zusammenhing. chen Fall zwar alles im Griff, ist in Wenn ein Manager seine ChefaufDas hat zwar stark zur Verbreitung der Regel unersetzbar und dadurch gaben, also solche Tätigkeiten, die des Themas beigetragen, in Anbe- enorm «wichtig“, doch die Abtei- ausschliesslich er selbst ausführen tracht der Problematik um die es lung ist von ihm und seinen Ent- kann, vermehrt am Abend, in den Morgenstunden, am hier geht, muss das Thema jedoch scheidungen abhängig geworden. frühen in Zukunft einen deutlich höheren Er wird damit zum Engpass für alle Wochenende oder sogar im Urlaub Stellenwert bekommen und auch anderen. Davon loszukommen ist erledigt, ist meist «Monkey Busiviel stärker in die bestehende Ma- schwieriger als man denkt. Denn ness» daran schuld. Vielleicht sollte nagementlehre integriert werden. die Zeit, die der Manager nun ich hier etwas präzisieren. Denn «Monkey Management» ist deshalb bräuchte, um sein Umfeld wieder eigentlich ist es nicht die Schuld zur Eigenständigkeit und Selbstver- von Monkey Business. Das ist nur der passendere Begriff. antwortung zu erziehen hat er nicht eine Konsequenz aus einem Fehlmehr, da er ja täglich von einem verhalten, dessen sich die meisten Kein Mensch weiss, wieviele Detail zum nächsten hetzt. Er Manager überhaupt nicht bewusst Manager in dieser «Monkeybräuchte Zeit, um sich Zeit zu ver- sind. Einer der bekannteren Sätze Falle» sitzen. Überschätzen Sie das Problem oder haben Sie Zah- schaffen: Ein Dilemma. Und zu der Führungslehre heisst: «Spätesallem übel kommt hinzu, dass er tens nach 5 Jahren hat jede Fühlen, haben Sie Erfahrungswerte?


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MANAGEMENT

rungskraft, die Mitarbeiter, die sie verdient!“ In gewissem Sinne trägt also die Führungskraft Verantwortung dafür, in welcher Weise sie ihre Mitarbeiter «erzieht». Wird Eigeninitiative und Selbstverantwortung, erwartet, belohnt oder gar bestraft? Wird es dem Mitarbeiter einfach gemacht, Monkeys abzuschieben oder nicht? Mit wieviel Monkey Business sich eine Führungskraft herumschlagen muss ist langfristig immer das Resultat des eigenen Führungsverhaltens. Ab welchem Punkt wird es für den Manager und die Firma kritisch? Für den Manager wird das Phänomen «Monkey Business» genau dann kritisch, wenn er sich auf einen Burn-out zubewegt, weil er in der «Monkey-Falle» sitzt. Manager, die regelmässig dann krank werden, wenn sie im Urlaub sind oder sonst eine Verschnaufpause einlegen, sind stark gefährdet. Wenn Manager Schlafstörungen entwickeln, zu Medikamenten oder

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Aufputschmitteln aller Art greifen, um ihre Leistungskraft hoch zu halten, obwohl der Körper nicht mehr mitmacht, dann sind sie am kritischen Punkt. «Monkey Business» und Stressverhalten gehen dabei Hand in Hand. Und bei Firmen? Für das Unternehmen als Ganzes wird es gefährlich, wenn die Geschäftsleitung und das mittlere Management zu viel «Monkey Business» zulassen und es mit der Zeit zu einer kollektiven Fokusverschiebung kommt: Anstelle auf Strategie, Ziele und Resultate zu konzentrieren, rücken immer mehr Aktvitäten und Notwendigkeiten des Tagesgeschäfts ins Blickfeld. Nicht selten fokussieren solche Unternehmen ausschliesslich auf Problemfaktoren der Organisations-Innenwelt. Es geht um Kostensenkung, Personalabbau, Struktur- und Prozessoptimierung. Obwohl das vielerorts notwendig ist, vergisst man dabei leicht, dass die Organisation durch die starke Innenorientierung zunehmend Selbst-

beschäftigung betreibt. Der Weg zum Monkey Business ist dabei meist nicht weit. Durch die Konzentration der Verantwortlichen auf das tägliche Klein-Klein werden der Organisation wertvolle Gestaltungsimpulse entzogen. Unternehmen können auf diese Weise wichtige strategische Zukunftsentwicklungen in Technologie, Markt oder Wettbewerb verpassen. Wie bindet man dieses «Monkey Business» auf ein vernünftiges Mass zurück ohne den Mitarbeitenden zu brüskieren oder frustrieren? Die Gegenstrategien, die im Buch beschrieben sind, konzentrieren sich auf das Setzen von Spielregeln, auf Coaching, Delegation, auf Abblockstrategien und auf wirksame Techniken effektiverer Arbeitsorganisation. Ferner wird erklärt, wie Manager eine «Kultur der Selbstverantwortung» erzeugen können. An professionellem Coaching kommt jedoch kaum ein Manager vorbei. Es geht darum, dass der Mit-

arbeiter seinen Affen zwar ins Büro des Chefs hereinbringen darf, er muss ihn jedoch am Ende des Coaching-Gesprächs wieder «in bearbeiteter Form» mitnehmen. Hierzu wird dem Manager u.a. die «Harvard Problemlösungs-Methode» als Werkzeug an die Hand gegeben. Mit der kann er den Mitarbeiter oder das Team systematisch dazu befähigen, das Problem eigenständig zu lösen. Und zwar möglichst so, dass beim nächsten Mal nicht mehr der Chef konsultiert werden muss. Es geht unter anderem darum, den eigenen Verantwortungsbereich so leiten, dass Mitarbeiter lernen mitzudenken, sich voll fürs Unternehmen einsetzen und Methodenkompetenz entwickeln. «Monkey Management – Wie Manager in weniger Zeit mehr erreichen». Gebundene Ausgabe mit Prägedruck. 330 Seiten. Preis: €49.90. MV -Verlag. Erhältlich unter www.monkeymanagement.com. ISBN: 978-3-86991-038-3.

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ENERGIE

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Wind produziert klimafreundlichen Strom Erneuerbare Energiequellen spielen eine immer wichtigere Rolle. Neben den Urkräften Wasser und Sonne wird heute auch der Wind genutzt, der in Windkraftanlagen schadstoffarm in Strom umgewandelt werden kann. Wir zitieren aus dem Geschäftbericht von Stadtwerk Winterthur (www.stadtwerk.winterthur.ch).

menge geplant. Der grösste Windpark steht auf dem Mont-Crosin bei Saint-Imier. Weitere Grossanlagen befinden sich in Collonges (VS), Entlebuch (LU) und auf dem Gütsch ob Andermatt (UR). Auch in Winterthur sind drei Leichtwindkraftanlagen in Betrieb. Sie produzieren 30 000 Kilowattstunden. Es hat sich herausgestellt, dass die Region Winterthur kein idealer Standort für solche Anlagen ist, aber das Gesamtpotenzial in der Schweiz ist noch nicht ausgeschöpft. Das Bundesamt für Energie BFE schätzt, dass bis 2030 jährlich 600 Gigawattstunden Windstrom produziert werden könnten, was dem jährlichen Stromverbrauch einer Stadt wie Winterthur entspricht. Geeignete Standort sind die Jurahöhen, die Alpen und das westliche Mittelland. Die Standorte müssen einerseits energetischen Anforderungen, aber auch dem Natur- und Landschaftsschutz genügen.

Und in der Schweiz In unserem Land wurde die erste Windenergieanlage 1986 beim Soolhof (Langenbruck) in Betrieb genommen. Derzeit produzieren 34 Anlagen rund 27 Gigawattstunden. Bis Ende des Jahres ist eine Verdoppelung der produzierten Strom-

Foto: Bilderbox.de

Trotz internationalem Klimagipfel und endlosen Diskussionen nimmt der Ausstoss an Treibhausgasen in die Atmosphäre weiter zu. Der Weg zur Besserung führt über CO2 arme Energiequellen, das gilt vor allem für die Bereiche Mobilität und Gebäudeheizungen. Strom soll Erdöl möglichst bald ersetzen. Wind ist eine Elementarkraft, die Windrichtung wird durch die Lage von Tiefund Hochdruckgebieten bestimmt. Geografie und Thermik haben ihren Einfluss. Die Windkraft ist eine der ältesten vom Menschen genutzten Energieformen. Das reicht bis zu den Segelschiffen und den Windmühlen. Die ältesten stammen aus Persien (zum Getreidemahlen) und China (als Wasserpumpen). Die Windemühletechnik hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, ausser zum Mahlen nutzte man sie auch zum Dreschen, Wasserpumpen, Sägen und Hämmern. 1887 baute Charles F. Brush in Cleveland, Ohio, die erste vollautomatische Windkraftanlage zur Stromerzeugung. Das erste europäische Windkraftwerk stand ab 1891 in Dänemark. Nach der Ölkrise, 1973, entsann man sich der Windkraft erneut und es entstand eine erste 55-Kilowatt Energieanlage. Dänemark entpuppte sich lange Zeit als weltweit führend in Windkraftanlagen. Ein weltweites Netz von Windkraftwerken könnte rein theoretisch den Strombedarf der Menschheit abdecken. Mit Hilfe von Rotoren könnten jährlich bis zu 1,3 Millionen Terrawattstunden erzeugt werden. Die grössten Windpotenziale hätten Russland, gefolgt von Kanada und den USA.

Die Windkraft ist eine der ältesten vom Menschen genutzten Energieformen.

Neue Herausforderungen Smart Grids sollen in Zukunft eine kommunikative Vernetzung und eine optimale Steuerung, Verteilung, Speicherung und Erzeugung von Strom ermöglichen. Die Modernisierung der Stromnetze, die an ihre Kapazitätsgrenzen stossen, wird in den kommenden Jahren Milliardeninvestitionen bedingen. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Energieversorgung auf Basis einer energie- und kosteneffizienten, sicheren Versorgung. Die Kosten für Windstrom betragen zwischen 23 und 28 Rappen pro Kilowattstunde (Wasser 5 bis 10 Rappen). Trotzdem wird Windstrom langsam wirtschaftlich, dank Einspeisevergütunten der Produktionsländer. Die Rotorenlagen produzieren rund achtzigmal mehr Energie als zu ihrer Herstellung, Montage und den Rückbau benötigt wird. Eine Windturbine erzeugt praktisch keine Treibhausgase oder Luftschadstoffe.


PUBLIREPORTAGE

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Geschäftsaufgabe – Richtig geplant! Wer in nächster Zeit die Geschäftsaufgabe ins Auge fasst, sollte aus Steueroptimierungsgründen bis ins Jahr 2011 zuwarten! Dasselbe empfiehlt sich auch bei definitiver Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit.

Besteuerungsaufschub Der Aufschub der Besteuerung ist nur für Liegenschaften möglich, die der selbständig Erwerbende in seinem Anlagevermögen hält (Ausschluss des gewerbsmässigen Liegenschaftenhandels). Bei mehrheitlicher geschäftlicher Nutzung, verbleibt die Liegenschaft im Geschäftsvermögen. Auf Antrag der steuerpflichtigen Person wird der Wertzuwachsgewinn (Differenz zwischen Verkehrswert und Anlagekosten) ab Januar 2011 nicht bereits bei der Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit, sondern neu erst bei Veräusserung besteuert. Die wiedereingebrachten Abschreibungen (Differenz zwischen dem Einkommenssteuerwert und den Anlagekosten) werden, wie bisher, sofort besteuert. Zudem untersteht dieser Betrag auch den Sozialversicherungsabgaben! Als Veräusserung gilt jede entgeltliche oder unentgeltliche Handänderung mit Ausnahme des Erbganges und des Wegzuges des Eigentümers ins Ausland. Im letzteren Fall kann das Steueramt eine Sicherstellung der Steuerlast verlangen. Sofern der Verkehrswert im Zeitpunkt der Veräusserung unter den Einkommenssteuerwert gesunken ist, so kann der Verlust in derselben Steuerperiode mit dem übrigen Einkommen verrechnet werden. Zudem wird neu bei der Verpachtung eines Geschäftsbetriebes oder einer geschäftlich genutzten Liegenschaft – im Gegensatz zur früheren Praxis der Steuerbehörden- nicht automatisch eine Privatentnahme vermutet, sondern die «steuerliche»Überführung in das Privatvermögen erfolgt erst

basierend auf einer ausdrücklichen Deklaration der steuerpflichtigen Person gegenüber den Steuerbehörden. Ohne diese Erklärung gilt der daraus fliessende Ertrag als Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und untersteht der Einkommenssteuer und der Sozialversicherungspflicht. Ersatzbeschaffung Bisher war die «steuerneutrale»Übertragung von stillen Reserven auf die Ersatzbeschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen auf ein Ersatzobjekt mit gleicher Funktion beschränkt. Neu fällt das Erfordernis der gleichen Funktion weg. Es muss sich aber weiterhin um betriebsnotwendiges Anlagevermögen in der Schweiz handeln. In der Regel muss die Ersatzbeschaffung innerhalb von zwei Jahren erfolgen, ansonsten werden die stillen Reserven besteuert.

Wirtschaftsprüfung Treuhand Steuerberatung

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Sinne besitzt der Mensch. Durchschnittlich 5 883 Tage Berufserfahrung bringen unsere Mandatsleiter für Sie mit – und nicht selten auch den 6. Sinn.

Liquidationsgewinne Wer die selbständige Erwerbstätigkeit nach dem vollendeten 55. Altersjahr oder infolge Invalidität definitiv aufgibt, profitiert ab 2011 von niedrigeren Steuersätzen! Dies resultiert aus der getrennten Besteuerung der in den letzten beiden Geschäftsjahren realisierten stillen Reserven und der Liquidationsgewinne. Achtung, aufgepasst! Sofern die selbständige Erwerbstätigkeit wieder aufgenommen wird, kann diese privilegierte Besteuerung nicht geltend gemacht werden. Auch im Hinblick auf die Altersvorsorge gibt es einige interessante Neuerungen! Falls die steuerpflichtige Person einer Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist, kann sie sich im Liquidationsjahr und im Vorjahr steuerlich privilegiert in die Vorsorgeeinrichtung einkaufen. Besteht eine Vorsorgelücke, so kann die steuerpflichtige Person einen Antrag auf Besteuerung eines fiktiven

Beyond Numbers

Mit der Unternehmenssteuerreform II wurden für die selbständig erwerbstätigen Unternehmer (insbesondere im Hinblick auf die Aufgabe der Erwerbstätigkeit) diverse interessante Neuerungen eingeführt, welche voraussichtlich auf den 1. Januar 2011 in Kraft gesetzt werden. Neuerungen ergeben sich v.a. im Zusammenhang mit der Privatentnahme einer Liegenschaft des Anlagevermögens aus dem Geschäftsvermögen oder hinsichtlich Ersatzbeschaffung von Gegenständen des betrieblichen Anlagevermögens.

Einkaufs stellen. Das heisst, sie profitiert von dem gleich günstigen Steuersatz wie beim Kapitalbezug aus Vorsorge – auch wenn nicht tatsächlich ein Einkauf in eine Personalvorsorgeeinrichtung getätigt wird. Die Vorsorgelücke ermittelt sich anhand des Durchschnittseinkommens der letzten fünf Jahre vor dem Liquidationsjahr. Bei einem späteren Einkauf in eine Vorsorgeeinrichtung wird der fiktive Einkauf allerdings steuerlich angerechnet. Die privilegierte Besteuerung des Liquidationsgewinns gilt auch für Erben und Vermächtnisnehmer der steuerpflichtigen Person, wenn sie die selbständige Erwerbstätigkeit nicht fortführen oder innerhalb von fünf Jahren nach Ablauf des Todesjahres des Erblassers die Unternehmung liquidieren. Ein fiktiver Einkauf in eine Vorsorgeeinrichtung kann aber von den Erben und Vermächtnisnehmern nicht geltend gemacht werden. Führen die Erben oder Vermächtnisnehmer die Unternehmung fort

(Unternehmensnachfolge), so findet die privilegierte Liquidationsbesteuerung nur dann Anwendung, wenn sie selbst die gesetzlichen Bedingungen hierfür erfüllen. Besteuerungsaufschub Wird die Liegenschaft im Liquidationsjahr oder im Vorjahr veräussert, so kommt die privilegierte, getrennte Besteuerung der stillen Reserven vom übrigen Einkommen zur Anwendung mit der Möglichkeit eines effektiven oder fiktiven Einkaufs in die berufliche Vorsorge. Wird die Liegenschaft hingegen vor der definitiven Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit in das Privatvermögen überführt (ohne Veräusserung im Rahmen der Liquidation), so kann ein Aufschub der Besteuerung auf dem Wertzuwachsgewinn beantragt werden. Welches die steuerlich vorteilhaftere Variante ist, hängt primär von der Vorsorgesituation des selbständig Erwerbenden ab und muss im Einzelfall sorgfältig geprüft werden. Steuerrecht ist ein komplexes, von ständigem Wandel ergriffenes Gebiet. So ist es für Unternehmer nicht einfach, den Überblick zu behalten und aus steuerlicher Sicht vorteilhafte Entscheide zu treffen. Die Konsultation eines Steuerberaters ist für eine gute Steuerplanung oft unerlässlich. Steuerberatung – eine unserer Dienstleistungen Profitieren Sie vom fundierten Fachwissen und der Erfahrung unserer Mitarbeiter im SteuerberatungsTeam.

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BRANDSCHUTZ

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Brandschutz lohnt sich In der Schweiz ereignen sich jährlich über 25 000 Brände, die zwischen 20 und 50 Todesopfer und über 300 Verletzte fordern. Der jährliche Sachschaden übersteigt eine Milliarde Franken deutlich.

Von Jürg O. Neeracher, Leiter Kantonale Feuerpolizei Die Brandursache ist etwa zur Hälfte auf menschliches Versagen (Brandstiftung und Fahrlässigkeit) und zur anderen Hälfte auf äussere Ereignisse (technische Versagen und offenes Feuer) zurückzuführen. Vor dem Hintergrund dieser traurigen Bilanz wird erwartet, dass der Staat alles daran setzt, Leib, Leben und Gesundheit aber auch Hab und Gut der Einwohnerschaft gegen die Gefahren des Feuers zu schützen. Dieser Erwartungshaltung steht die Forderung aus Politik und Wirtschaft nach weniger staatlichen Regelungen, weniger restriktiven Vorschriften und mehr Eigenverantwortung gegenüber. Der Brandschutz in der Schweiz bewegt sich auf gutem Niveau. Mit einem Minimum an Kosten wird ein Optimum an Sicherheit erreicht. Davon profitieren Unternehmungen und die Hauseigentümerschaft im Kanton Zürich doppelt: durch gesamtschweizerisch tiefste Versicherungsprämien und eine hohe Brandsicherheit. Kosten des Brandschutzes Ein guter Brandschutz kostet im Neubau 2-3 Prozent der Brutto-Baukosten. Im Umbau kann dieser Anteil – bei sehr komplexen Vorhaben – 5-7 Prozent betragen. Auch bei der Prämiengestaltung durch die Privatversicherer (Fahrhabe, Betriebs-Produktionsausfall usw.) macht sich ein guter Brandschutz bezahlt. Eigenverantwortung endet bei der Gefährdung von Leib, Leben und Gesundheit Dritter und von fremdem Eigentum! Bestandesgarantie und Anpassung an die Brandvorschriften Brandschutzvorschriften gelten grundsätzlich für neu zu errichtende Bauten und Anlagen. Sie sind verhältnismässig an die Brandschutzvorschriften anzupassen, wenn: wesentliche bauliche und betriebliche Veränderungen, Erweiterungen oder Nutzungsänderungen vorgenommen werden oder die Gefahr für Personen besonders gross

ist. Verbesserungen können unabhängig von Änderungsbegehren der Eigentümerschaft angeordnet werden, wenn dadurch erhebliche polizeiliche (z.B. feuerpolizeiliche Missstände) beseitigt werden. Werden keine oder nur geringfügige Änderungen vorgenommen, besteht grundsätzlich Bestandesgarantie. Dies solange, als keine wesentlichen baulichen oder betrieblichen Veränderungen vorgenommen werden. Wesentliche Veränderungen sind: die Aufstockung bestehener Gebäude der nachträgliche Ausbau von Dachgeschossen der Einbau zusätzlicher Wohnungen, Büro- oder

Gewerberäume Nutzungsänderungen, welche ein höheres feuerpolizeiliches Risiko bewirken Pflichten der Eigentümer- und Nutzerschaft Sorgfaltspflicht: Mit Feuer und offenen Flammen, Wärme, Elektrizität oder anderen Energiearten, feueroder explosionsgefährlichen Stoffen sowie mit Maschinen, Apparaten usw. ist so umzugehen, dass keine Brände oder Explosionen entstehen. Eigentümer und Nutzer sorgen dafür, dass die Sicherheit von Personen, Tieren und Sachen gewährleistet ist.

Traurige Bilanz: 50% aller Brandursachen ist auf Brandstiftung und Fahrlässigkeit zurückzuführen. Foto: Bilderbox.de

FEUERSCHÄDEN (10-Jahre-Mittel) in Promille der Versicherungssumme 1998 – 2007 0.300 0.250 0.200 0.150 0.100 0.050 0.000 ZH SH NW TG GL GR AG BL BS ZG LU AR NE BE VD SO JU FR SG Quellenhinweis: «Zahlen und Fakten 2009» der GVZ

Unterhaltspflicht: Eigentümer und Nutzer sind dafür verantwortlich, dass Einrichtungen für den baulichen, technischen und abwehrenden Brandschutz sowie haustechnische Anlagen bestimmungsgemäss in Stand gehalten und jederzeit betriebsbereit sind. Brandschutzvorschriften und Eigenverantwortung: Brandschutzvorschriften enthalten, entgegen der weit verbreiteten Ansicht, nicht ein Maximum an Sicherheit. Sie beinhalten lediglich das gesetzliche vorgeschriebenen Minimum zur Erreichung der Schutzziele. Dies bedeutet, dass Eigentümer und Nutzer unter Wahrung der Eigenverantwortung auf freiwilliger Basis Brandschutzmassnahmen realisieren können, welche über das gesetzlich vorgeschriebene Minimum hinausgehen. Subventionen der Gebäudeversicherung (GVZ) Die GVZ gewährt an die Kosten freiwillig erstellter, vorschriftsgemässer Brandschutzmassnahmen eine einmalige Subvention, sofern der Personen- und Gebäudeschutz dadurch wesentlich verbessert wird und das Gebäude bei der GVZ versichert ist. Subventionsberechtigt sind die Errichtung von Brandmauern, die Erstellung von Brandunterteilungen und Fluchtwegen sowie der Einbau von Brandmelde- und automatischen Löschanlagen. Die Subventionen betragen je nach Massnahmen 20 resp. 30 Prozent der Kosten. Freiwillig im Sinne der Subventionsbestimmungen bedeutet, dass die Brandschutzmassnahmen nicht im Zusammenhang mit einem ordentlichen Bewilligungsverfahren mittels Verfügung oder einer Umnutzungsbewilligung auferlegt wurden. Im Reglement der GVZ «Subventionen an Verbesserungen des Brandschutzes» vom 1. Juni 2007 sind die Bedingungen aufgeführt, welche zu einer Subventionsberechtigung führen.

Weitere Informationen zum Thema «Brandschutz» unter www.gvz.ch – Feuerpolizei


UMWELT

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«Wasser – alles klar!» Die Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch hat eine neue Ausstellung zusammengestellt, welche auf originelle Weise für einen sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser wirbt. Die Ausstellung ist mobil und wird an Schulen und in Gemeinden gezeigt.

Ohne Wasser kein Leben, das Motto des diesjährigen Weltwassertages hiess denn auch «Sauberes Wasser für eine gesunde Welt». Pusch will diese Botschaft einfach und verständlich vermitteln. Auch in der Schweiz nimmt der Nutzungsdruck auf die Gewässer weiter zu und zivilisationsbedingte Probleme wie Mikroverunreinigungen bedrohen die Wasserqualität. Zudem droht die Klimaerwärmung die Wasserressourcen negativ zu beeinflussen. Das Abwägen zwischen Schutz und

COCA-COLA Als weltweit tätiges Unternehmen hat sich CocaCola zum Ziel gesetzt, eine Vorreiterrolle im Umweltmanagement einzunehmen. Der Getränkehersteller unterstützt deshalb die Ausstellung «Wasser – alles klar!». Eines der Ausstellungsexperimente zeigt, wie Coca-Cola mit kaum belasteten Spülwasser Böden und Fabrikanlagen reinigt und so bis zu fünf Prozent der verbrauchten Gesamtwassermenge einspart. Durch laufende Optimierungen konnte der Wasserverbrauch in den Schweizer Abfüllbetrieben um einen Viertel gesenkt werden. www.coca.cola.ch Aktiv mitmachen, ausprobieren, und erst noch Spass haben.

Nutzung wird vermehrt eine Aufgabe von Politik und Gesellschaft sein. Es ist daher wichtig, die Bevölkerung für den Wert von sauberem Wasser und gesunden Gewässern zu sensibilisieren. Die Ausstellung zeigt, was wir alle im Alltag für sauberes Wasser und gesunde Gewäs-

ser tun können. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit Coca-Cola und dem Bundesamt für Umwelt BAFU sowie verschiedener Kantone und des Fürstentums Liechtenstein realisiert. Die Ausstellung kann als Do-it-yourself-set gemietet, aber auch fixfertig einge-

Foto: zVg

richtet mit Betreuungspersonal gebucht werden. Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch, Hottingerstrasse 4, Postfach, 8024 Zürich, Telefon 044 267 44 11. Geschäftsleiter ist Ion Karagounis. www.umweltschutz.ch

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ENERGIE

Nr. 6 – 2010

Energiepolitische Ziele Der Zürcher Regierungsrat hat ein klares Ziel, unabhängiger von fossilen Energien zu werden und die Klimaerwärmung zu bremsen. 2050 soll ein CO2-Ausstoss von lediglich 2,2 Tonnen pro Person und Jahr erreicht werden. Im Fokus steht der Gebäudebereich.

Anpassungen im Energiegesetz, siehe Kasten. Die Massnahmen sind zwischen den Kantonen abgesprochen, entsprechend den so genannten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) und garantieren damit eine einheitliche Praxis in der ganzen Schweiz.

Ein Drittel weniger Wärmebedarf Die Massnahmen des Kantons haben zur Folge, dass Neubauten künftig nur noch die Energie von umgerechnet 4,8 Liter Heizöl pro Quadratmeter Energiebezugsfläche und Jahr verbrauchen, umfassend sanierte Gebäude rund 9 Liter. Bereits per 1. Juli 2009 wurden verschiedenen Verordnungen und die Wärmedämmvorschriften auf den neuesten Stand gebracht. Der Regierungsrat beantragt dem Kanton weitere

Foto: zVg

Von zentraler Bedeutung sind gut gedämmte Häuser sowie energiesparendes Heizen, Kühlen und Erzeugen von Warmwasser. Da die Zuständigkeit im Gebäudebereich bei den Kantonen liegt, können sie hier am meisten erreichen. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat Anpassungen des Energiegesetzes, um den Energieverbrauch von Neubauten und sanierten Liegenschaften zu senken. Im Legislaturprogramm 2007-2011 hat sich die Zürcher Regierung zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch im Gebäudebereich zu senken.

Erbarmen mit den Rauchern: pro Restaurant wärmt ein Heizpilz.

Neue Regelungen und Anreize Die Anpassungen des kantonalen Energiegesetzes umfassen im Wesentlichen die folgenden Punkte: – Installation von individuellen Heiz- und Warmwasserkostenzählern für Mietwohnunen, Wohnungen im Stockwerkeigentum und mehreren Häusern mit einer gemeinsamen Heizung (die verursachergerechte Verrechnung von Energiekosten schafft einen Sparanreiz) – Keine neuen Elektroheizungen mehr, wenn Strom für Heizungen eingesetzt wird, dann ist eine Wärmepumpe Voraussetzung. Heizungen im Freien dürfen weiterhin nur mit Warmwassersolaranlagen oder Holzheizungen betrieben werden. Heizpilze sind nicht mehr zugelassen (Ausnahme: ein Heizpilz pro Restaurant für die Raucher, die draussen rauchen müssen). – Bei Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Brennstoffen muss künftig die Abwärme genutzt werden.

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VIER SCHRITTE ZUR ENERGIEREDUKTION 1. Änderung der Allgemeinen Bauverordnung (ABV): Wenn das Volumen eines Hauses zunimmt, weil durch erhöhte Anforderungen an die Wärmedämmung die Wände dicker werden, soll sich deswegen die gesetzlich zugelassene nutzbare Fläche eines Hauses nicht reduzieren. 2. Änderung der Besonderen Bauverordnung und der Wärmedämmvorschriften: Technische Detailbestimmungen, insbesondere zur Wärmedämmung von Gebäuden und zu Heizungs- und Lüftungsanlagen. 3. Änderung des Energiegesetzes: Zur Umsetzung neuer oder geänderter Themenbereiche, insbesondere verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung, ortsfeste elektrische Widerstandheizungen, Heizungen im Freien und Freiluftschwimmbäder und Wärmenutzung bei Elektrizitätserzeugsanlagen. Änderung durch Beschluss des Kantonsrats. 4. Änderung der Besonderen Bauverordnung I (BBV I): Themenbereiche: verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung, ortsfeste elektrische Widerstandsheizungen, Heizungen im Freien und Freiluftschwimmbäder, Wärmenutzung bei Elektrizitätserzeugungsanlagen, freiwilliger Gebäudeauweis, Klimaanlagen und elektrische Energie im Hochhaus. Änderung durch Beschluss des Kantonsrats.

In Kürze Am 18. Juni geht es um die Zukunft des Stadtraums, erneuerbaren Energien und einem CO2-freien Verkehr. 10 Referenten prägen die Tagesveranstaltung. Energieplaner Conrad U. Brunner spricht über die 2000-WattStadt. Mit der Elektromobilität befasst sich Prof. Dr. Franz Baumgartner vom Institut für Energiesysteme. Dr. Dieter Genske ortet Potenzial der erneuerbaren Energieversorgung in Schweizer Städten. Verkehrsplaner Marc Schneiter spricht über Elektromobilität. Das gleiche Thema hat Kurt Hug, Dozent für Automobilelektrik an der Berner Fachhochschule. Energieplaner Robert Horbaty stellt die Frage, ob wir alle Strom-Unternehmer werden. Dr. Hans Werder vom UVEK äussert sich zum Thema «Wo fliesst neues Geld?». Prof.

6.ZÜRCHER UMWELTTAGE Bild: swissimage/Caroline Minjolle

KONGRESS: STADT, ENERGIE, VERKEHR

Erneuerbare Energien und CO2-freier Verkehr prägen die Tagesveranstaltung.

Armin Reller von der Universität Augsburg wägt Chancen und Risiken strategischer Ressourcen ab. Verkehrsspezialist Mario Keller bindet Elektromobilität in das gesamte Verkehrsnetz ein. Dr. Almut Kirchner von Prognos behandelt Elektromobilität und erneuerbare Energien. ConventionPoint

Kongresszentrum, Neue Börse Zürich, Selnaustrasse 30. Eintritt CHF 400.–, Mitglieder VFC, SES, VCS CHF 350.–, Anmeldeschluss ist der 4. Juni: www.stadt-energie-verkehr.ch. Auskünfte erteilt Tanja Pete von sanu unter Telefon 032 322 14 33, tpete@sanu.ch

Vom 28. und 29. Mai 2010 lautet das Motto der Umwelttage: «Biodiversität – Reichtum für die Stadt». 30 Veranstaltungen rund um Artenvielfalt , Umwelt und Gesundheit sind geplant. Alltagsnah und anschaulich können sich Interessierte jeden Alters in der Zürcher Innenstadt zur Bedeutung der genannten Themen informieren. Zwei Highlights: Die Bedeutung der Obstbäume als Obstlieferant und für die Artenvielfalt. Wie es um die Biodiversität steht, zeigt der Forschungstand der Universität Zürich. Veranstaltungen zu Klimawandel, Energie, Gewässer und Luftqualität ergänzen die Umwelttage. www.stadt-zuerich.ch/umwelttage.


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PUBLIREPORTAGE

Nr. 6 – 2010

Die Chance für Querund Wiedereinsteiger/-innen

Fotos: zVg

Die KV ZÜRICH BUSINESS SCHOOL WEITERBILDUNG bietet Sachbearbeiter-Ausbildungen explizit für Querund Wiedereinsteiger/-innen in folgenden Bereichen an: Marketing und Verkauf, Personalwesen, Rechnungswesen, Sozialversicherung, Treuhand.

FOLGENDE AUSBILDUNGEN BEGINNEN DEMNÄCHST Sachbearbeiter/-in Rechnungswesen Dauer: 4 Semester Nächster Beginn: 28.8.2010 Info-Abend: 10.06.2010 Auskunft: Angelica Sette, Tel. 044-444 66 15

Win-Win-Situation für Arbeitnehmende und Arbeitgeber Ein edupool.ch-Sachbearbeiter/-inZertifikat qualifiziert die Studierenden als selbstständige, verantwortungsvolle und handlungsorientierte Mitarbeitende. Sie können administrative Tätigkeiten in den entsprechenden Berufsfeldern eigenständig übernehmen. Alle edupool.ch-Bildungsgänge dauern mindestens ein Jahr, eine Schulpräsenz von 80 Prozent bildet eine Zulassungsvoraussetzung zur zentral durchgeführten Schlussprüfung. Damit wird das Ziel einer nachhaltigen Grundausbildung erreicht. Diese Vorgaben gewähren den Arbeitgebern, dass eine seriöse Ausbildung absolviert wurde und die Träger/-innen des Zertifikats sich einer

Prüfungsbelastung ausgesetzt haben; dies bringt eine wichtige persönliche Erfahrung bzw. eine daraus resultierende Qualifikation mit sich. Weitere Vorteile: – Überschaubare Ausbildungsdauer mininum zwei, maximal vier Semester – Planbarer Schulbesuch: pro Semester immer der gleiche Abend (und ab und zu ein Samstagmorgen) Lebendiger Unterricht Wir setzen verschiedene Unterrichtsmethoden ein, damit das Lernen leichter fällt. Der Stoff wird mit Grundlagenreferaten, Lehrgesprächen, in Gruppen- und Einzelübun-

Sachbearbeiter/-in Personalwesen Nächster Beginn: 25.10.2010 Info-Abend: 08.06.2010 Auskunft: Madeleine Buser, Tel. 044-444 66 18

Sachbearbeiter/-in Marketing und Verkauf Nächster Beginn: 28.10.2010 Info-Abend: 10.9.2010 Auskunft: Gabriela Perola, Tel. 044-444 66 19

gen, mit Präsentationen, Moderationen durch Dozierende und Studierende, anhand von Fallstudien, Workshops, mit Gruppendiskussionen, in Werkstätten, mit Rollenspielen, in Diskussionsrunden und im Eigenstudium erarbeitet.

Standort Schule: Hauptgebäude Limmatstrasse 310, 8005 Zürich Tramhaltestelle Escher Wyss-Platz vor dem Gebäude Parkplätze im Gebäude

Unser Credo: Aus der Praxis für die Praxis: Unsere Dozierenden sind alles ausgewiesene Fachkräfte, die sowohl über ein überdurchschnittliches Fachwissen als auch über methodisch/didaktische Kenntnisse verfügen.


AKTUELL

Nr. 6 – 2010

VZH News

IMPRESSUM 6. Jahrgang Der ZürcherUnternehmer/ vormals KMU Manager Zürich Erscheint im Verlag Swiss Businesspress SA Köschenrütistrasse 109 8052 Zürich Telefon 044 306 47 00 Fax 044 306 47 11 www.zuercherunternehmer.ch info@zuercherunternehmer.ch

Auf der Basis des Mitteilungsblattes 753 des Verbandes Zürcher Handelsfirmen geben wir für das Gewerbe relevante Informationen weiter.

Missbräuchlich?

Herausgeber Remo Kuhn, kuhn@swissnews.ch

Ein Arbeitnehmer, der eine Kündigung während der Probezeit als missbräuchlich erachtet, muss beim Arbeitnehmer vor Ablauf der Kündigungsfrist Einsprache erheben, wenn er Anspruch auf Entschädigung geltend machen will. Dies gilt gemäss Entscheid des Bundesgerichts auch dann, wenn

Redaktion Peter Blattner, blattner@zuercherunternehmer.ch Telefon 044 306 47 02

Robert G. Kroese (Fotoreportagen) Telefon 079 353 25 20

die Parteien die Kündigungfrist während der Probezeit von den gesetzlich vorgeschriebenen sieben Tagen auf drei Tage verkürzt haben. Es sei möglich gewesen, auch während der verkürzten Frist Einsprache zu erheben. Da diese nicht erfolgte, ist die Kündigung rechtens.

Urs Hübscher huebscher@swissnews.ch

Druckunterlagen www.swissbusinesspress.ch/ kundendaten

Druck Ringier Print, Adligenswil. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und Quellenangabe © ZürcherUnternehmer. Im Verlag SWISS BUSINESSPRESS SA erscheinen ausserdem SWISS NEWS, The National English Journal, ATTIKA, das Zürcher Premium Magazin, PAULI-CUISINE, das Gastronomie-Fachmagazin. Verlag und Redaktion übernehmen keine Haftung für nicht verlangtes Presse- und Bildmatrial. Die namentlich gezeichneten Beiträge stehen unter der Verantwortung ihres Verfassers und decken sich nicht zwingend mit der Meinung der Redaktion.

VERLÄNGERTE KURZARBEITSENTSCHÄDIGUNG Der Bundesrat hat die Höchstdauer zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigungen von 18 auf 24 Monate erhöht. Weiter hat er beschlossen, die verkürzte Karenzfrist von einem Tag beizubehalten. Die Regelung trat per 1. April 2010 in Kraft und gilt bis zum 31. Dezember 2011. Mit Kurzarbeit soll in konunkturell schwierigen Zeiten der Personalabbau wegen Auftragmangels verhindert werden. So bleibt den Betrieben das Know-how der Mitarbeitenden erhalten und Arbeitslosigkeit kann verhindert werden. Der Bund geht davon aus, dass die Kosten der Arbeitslosenversicherung durch diese Verlängerung nicht ansteigen werden, da die Kosten bei Kurzarbeit geringer sind als bei Arbeitslosigkeit.

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses wird erst wirksam durch den Empfang des Adressaten. Entscheidend ist also nicht das Datum des Poststempels sondern der Zeitpunkt des Empfangs der Kündigung. Der VZH empfiehlt, Kündigungen erst nach Ablauf der Sperrfrist auszusprechen, um Unsicherheiten zu vermeiden.

Layout und Produktion Nicole Collins, Manuel Jorquera und Bruno Strupler print@unternehmerzeitung.ch

THIS-PRIIS Foto: Bilderbox.de

Abonnements Der ZürcherUnternehmer liegt im Grossraum Zürich der Unternehmer Zeitung bei und kann nicht separat abonniert werden. Ein Jahresabonnement der Unternehmerzeitung kostet 40 Franken (10 Ausgaben), abo@unternehmerzeitung.ch

In Kürze

EMPFANG DER KÜNDIGUNG

Oliver Wietlisbach wietlisbach@unternehmerzeitung.ch Telefon 044 306 47 12

Anzeigenleitung Angela Ardenghi ardenghi@swissnews.ch Telefon 044 306 47 16

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Meistens hat die Mutter eine Teilzeitstelle inne und kümmert sich um die Kinder.

Flexible Arbeitsbedingungen Universität und ETH Zürich haben ein Human-Relations-Barometer erstellt und ziehen daraus den Schluss, dass Arbeitsnehmende in der Schweiz zufriedener sind, wenn sie flexible Arbeitsbedingungen haben. Basis für diese Untersuchung bilden 1350 telefonische Interviews mit Beschäftigten, Schwerpunktthema waren Arbeitsflexibilität und Familie. Zwei Drittel der arbeitstäti-

gen Bevölkerung arbeitet Teilzeit oder im Gleitzeit-System. Zwanzig Prozent der Befragten leisten Telearbeit und es gibt viele Arbeitnehmende, die eine solche Arbeit wünschten. Bei Familien ist es so, dass meistens die Mutter eine Teilzeitstelle inne hat und sich um die Kinder kümmert, während der Vater vollbeschäftigt ist. Die Studie ist im Buchhandel erhältlich.

Dieser Preis zeichnet Betriebe aus, welche Handicapierte in die Arbeitswelt integrieren. Im Januar wurden die Ernst Schweizer AG aus Hedingen und die H&G Meister AG/Ammer AG aus Zürich/Rümlang ausgezeichnet. Für die Preisvergabe 2011 ist Anmeldeschluss am 1. Oktober 2010. Melden können sich Unternehmen direkt, aber auch Dritte. Informationen finden sich unter www.this-priis.ch

INFOPLATTFORM DES SECO Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat seine Informationen zu den neuen arbeitsrechtlichen Massnahmen auf der Website www.stabilisierung.ch überarbeitet. Es finden sich dort Informationen zur Jugendarbeitslosigkeit, zur Kurzarbeit, zu Finanzhilfen zur Förderung des Einstiegs in den Arbeitsmarkt, zu Finanzhilfen für die Weiterbildung, zur Exportförderung, zu Bürgschaften und Krediten. Verfügbar sind auch Kontaktadressen und Formulare.

Verband Zürcher Handelsfirmen, Seegartenstrasse 2, 8008 Zürich, Tel. 044 211 40 58


Solidarität aus Erfahrung. Die GVZ versichert die Gebäude im Kanton Zürich gegen Feuer-, Elementar- und Erdbebenschäden zum Neuwert. Die Erfüllung präventiver Schutzaufgaben macht sie darüber hinaus zur umfassenden Sicherheits-Institution. Gezielte Investitionen in den präventiven Brandschutz und die Feuerwehren wirken positiv auf den Personen- und Sachwertschutz ein, was wiederum die Schadenentwicklung vermindert. Das zahlt sich aus und kommt

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Zürcher Unternehmerzeitung 6/2010