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Nr. 11, November 2011 17. Jahrgang, SFr. 6.– www.unternehmerzeitung.ch

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WIRTSCHAFT UND POLITIK

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GELD 30

KOMMUNIKATION

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10 FRAGEN AN

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F R A N K M . R I N D E R K N E C H T, R I N S P E E D A G

ZÜRCHER UNTERNEHMER

«Ohne Leidenschaft geht es nicht» Seite 10 66 Foto: Birthe Grautmann

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EDITORIAL l UZ

l Nr. 11 l 2011 l 3

Von Querdenkern Querdenker sind in der heutigen Zeit der schnellen Veränderungen gefragt. Und oft äusserst erfolgreich, wie die Referenten des Schweizer KMU-Tages vom 28. Oktober beweisen. Daniel Frei hat mit der tibits ag einen erfolgreichen Brand für vegetarisches Essen geschaffen (siehe unser Interview in der Oktober-Ausgabe) und Frank M. Rinderknecht entwickelt mit seiner Rinspeed AG immer wieder verblüffende Mobilitätskonzepte (Seite 10 in dieser Ausgabe).

5 NEWS 6 Impressum

WIRTSCHAFT UND POLITIK 9 Persönlich 10 Frank M. Rinderknecht, Inhaber und CEO der Rinspeed AG, im Gespräch

16 Euresearch: Interview mit Oliver Küttel,

Ein Querdenker in einer besonderen Liga ist Warren Buffet, der sich darüber aufregt, dass seine Sekretärin mit einem höheren Prozentsatz besteuert wird als er, der Multi-Milliardär. Auch in Deutschland und Frankreich äussern sich Superreiche ähnlich (Versandhändler Michael Otto, Liliane Bettencourt etc.). In der Schweiz sind in den letzten zehn Jahren die Steuern der Superreichen zum Teil massiv gesenkt worden, immer mit der Begründung, damit Arbeitsplätze zu schaffen. Mal quer gefragt: wenn der Staat auf eine Milliarde Steuern von z.B. 5000 MultiMillionären verzichtet oder, als Alternative, auf eine Milliarde von 500 000 Arbeitnehmern mit einem Jahreseinkommen von max. 25 000.–: von welcher Milliarde würde wohl mehr in die Volkswirtschaft (sprich: Realwirtschaft) fliessen?

Direktor von Euresearch 19 Erfolgreiche Exportplattformen 20 Europa Forum Luzern: Dr. Walter Grüebler von der Sika Group im Gespräch

In einem viel beachteten Beitrag in der NZZ v. 29.9. illustrierte Thomas Cottier, Professor für Europa- und Wirtschaftsvölkerrecht an der Universität Bern, die vielen Parallelen von der Entwicklung der Schweiz ab 1848 mit dem Einigungsprozess der EU. «[. . .] Die moderne Eidgenossenschaft nahm ihren Anfang 1848 als Grundlage des Religionsfriedens unter souverän gedachten Kantonen [. . .]» und «Die Einführung einer gemeinsamen Währungspolitik stand in ihren Wirren und Rückschlägen der heutigen EU nicht nach [. . .]. Die Verlagerung von Kompetenzen auf den Bund erfolgte in geschichtlicher Notwendigkeit, Einheit, Zusammenhalt und sozialen Frieden herzustellen [. . .]».

38 Business-Software-Studie 2011

Eher Zynismus als Querdenken offenbarte der bekannte Financier Tito Tettamanti in seiner Replik in der NZZ vom 12. Oktober. Darin unterstützt er die Meinung des Buchautors Ian Morris, dass die vergleichsweise kleinen Staaten Europas in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrtausends das mächtige, bürokratische chinesische Reich zu übertreffen vermochten. «Warum? Weil in Europa stets Wettbewerb herrschte, oft Streitigkeiten, oft auch Krieg (!), aber immer Vielfalt. Diese Konkurrenz der Systeme hat es den Europäern erlaubt, die Welt zu erobern [. . .].» Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

57 Marke des Monats: Giahi

22 UZ Energie-Serie Teil VI: Wasserkraft 26 3-D-Drucker 28 Cleantech News

GELD 30 OTC-Börse: Drei Aufsteiger 36 ODEC-Salärstudie 2011/2012

K O M M U N I K AT I O N

MOBIL 44 Kleintransporter im Vergleich 50 Dolphin Express: Interview mit dem Erfinder Michael Kutter

MANAGEMENT 52 Markus Flühmann, Inhaber und CEO der Markus Flühmann AG, im Gespräch

MARKETING

WEITERBILDUNG 58 ICT- Berufsbildung: Vier eidg. Fachausweise

RECHT 60 Corporate Governance für KMU 62 Das Unternehmer-Testament

ZÜRCHERUNTERNEHMER 66 «Weltoffenes Zürich»: Interview mit Martin Naville

72 VZH News

10 FRAGEN AN 75 Thomas Matter, Matter Group AG/Neue Helvetische Bank AG

DAS LETZTE Remo Kuhn, Herausgeber

78 Von Ruedi Stricker


Willkommen bei der Bank, die auch ein KMU ist. Als lokale, unternehmerisch unabhängige Bank sind wir selbst ein KMU und kennen deshalb Ihre Herausforderungen bestens. Wir sind flexibel, engagieren uns für Ihre Ziele und sprechen Ihre Sprache. Gleichzeitig sind wir Teil der Raiffeisen Gruppe mit über 200 Firmenkundenberatern. Dadurch verfügen wir über ein weitreichendes Netzwerk und das Know-how, um Sie kompetent und zukunftsorientiert zu beraten. Vertrauen auch Sie – wie bereits jedes dritte KMU in der Schweiz – einem fairen und soliden Partner. Ganz gleich, ob es um Zahlungsverkehr, um Liquidität oder um Investitionen geht. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin. www.raiffeisen.ch / kmu

Wir machen den Weg frei


l Nr. 11 l 2011 l 5

NEWS l UZ IN KÜRZE Schweizer KMU-Tag ausgebucht Einen Monat vor der Durchführung ist der Schweizer KMU-Tag ausgebucht. Er widmet sich am 28. Oktober 2011 dem Thema «KMU und Kreativität – vom Wert des Querdenkens». Für Interessent(inn)en wird ab sofort eine Warteliste geführt, so dass bei Abmeldungen Teilnehmende noch nachrücken können. www.kmu-tag.ch Berufsbildung Der Ständerat will die Mittel zugunsten der Berufsbildung im nächsten Jahr nicht im gleichen Mass aufstocken wie der Nationalrat. Er will den Rahmenkredit 2012 für die Berufsbildung nur um 36 Mio. und nicht um 82 Mio. Franken anheben. Die kleine Kammer entschied sich mit 21 zu 9 Stimmen für die Aufstockung des Rahmenkredits um 36 Mio. Franken. Gleichzeitig sprach sich der Ständerat dagegen aus, die Zahlungskredite für die Berufsbildung im gleichen Ausmass anzuheben, wie das der Nationalrat will. Dieser möchte die Zahlungskredite um 18 Mio. Franken erhöhen. Höherer Selbstbehalt bei freier Arztwahl Nach dem Ständerat entschied auch der Nationalrat, den Selbstbehalt für Versicherte von zehn auf 15 Prozent anzuheben, die sich nicht bei einem Managed-Care-Modell versichern lassen. Damit sollen all jene einen höheren Selbstbehalt hinnehmen müssen, die auch in Zukunft ihren Arzt frei wählen wollen. Die Frage des Anreizmodells war derart umstritten, dass Vertreter beider Räte nach drei Verhandlungsrunden in die Einigungskonferenz mussten. Für die Reform sprachen sich die FDP, die CVP und die SVP aus. Der Ständerat hatte die Vorlage bereits letzte Woche gebilligt. Sie ist nun bereit für die Schlussabstimmung.

ETH ZÜRICH

Science City Entdeckungen und Erfindungen stehen im Mittelpunkt des populären Wissenschaftsprogramms «Treffpunkt Science City», das die Welt der Forschung im Dialog mit der ETH Zürich für alle eröffnen soll. Der Anlass dauert noch bis zum 4. Dezember 2011. In Kurzvorlesungen, Science Talks, Demonstrationen, Laborbesuchen, Ausstellungen und Rundgängen erlebt der Besucher, wie neues Wissen

IBM Forschungslabor im neu eröffneten Binnig and Rohrer Nanotechnology Center. Foto: ©zurich.ibm.com

entsteht und unsere Welt bestimmt. Es ist Gelegenheit, Forscherinnen und Forscher persönlich kennen zu lernen. An Mittwochabenden und Sonntagen findet eine Fülle von Veranstaltungen in Science City, im Stadtzentrum und in der Umgebung von Zürich statt. Zu den Highlights zählen: «Der Schlüs-

sel zum Fortschritt»: Pioniere der Informatik sowie junge Wissenschaftler präsentieren am 6. November 2011 Entdeckungen und Erfindungen aus der Welt der Informatik und öffnen den Blick in die Zukunft. Zeit: 11.00-15.00 Uhr, Ort: ETH Zürich, Gebäude CAB. Am 13. November findet ein «Science Talk»

von 11.00 bis 12.00 Uhr statt. Kurt Aeschbacher, der bekannte Fernsehmoderator, und Felicitas Pauss, Professorin für experimentelle Teilchenphysik treffen sich zum Gespräch über bewegende Entdeckungen. Schliesslich besteht am 23. November die Möglichkeit, einen exklusiven Rundgang durch das IBM Forschungslabor im neu eröffneten Binnig and Rohrer Nanotechnology Center von IBM und ETH beizuwohnen. Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung: treffpunkt@sl.ethz.ch

Foto: bilderbox.de

KOF

Exportvolumen kaum beeinträchtigt COMPASSO

Infoportal Anfang 2012 tritt die nächste Revision der Invalidenversicherung in Kraft. Mit dem Massnahmenpaket der IV-Revision 6a soll vor allem die Wiedereingliederung von IV-Rentnern in den Arbeitsmarkt gefördert werden. Neue Unterstützungs-Massnahmen für Unternehmen sollen dazu beitragen, dass die Integration von Behinderten möglich wird und die IV wieder eine ausgeglichene Rechnung schreiben kann. Das Thema der Integration von Beeinträchtigten betrifft somit auch KMU - dies natürlich als Arbeitgeber, als Steuerzahlende und als wichtige Pfeiler der Gesellschaft/Volkswirtschaft. Die Öffentlichkeit erwartet von den Arbeitgebern, dass sie soziale Verantwortung übernehmen. KMU sind gemäss Studien sogar aktiver im Bereich der Beruflichen Eingliederung als Grossunternehmen. Trotzdem braucht es weitere Informations- und Sensibilisierungsarbeit. www.compasso.ch

Während der vergangenen zwölf Monate rückte die durch die Frankenstärke belastete Schweizer Exportwirtschaft ins Zentrum der wirtschaftspolitischen Diskussion. Die starke Aufwertung gefährdete zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit der Exportunternehmen und löste Rezessionsängste aus. Dennoch zeigte sich das Exportvolumen durch diese Situation bislang kaum beeinträchtigt. Wie Studienergebnisse der KOF zeigen, dürfte die wichtigste Determinante für diese positive Entwicklung die ausländische Nachfrage sein. Vor allem die hohe konjunkturel-

Der Export nach China lieferte Impulse für die Schweizer Wirtschaft. Foto: Bilderbox.de

le Dynamik Chinas und der asiatischen Schwellenländer lieferte kräftige Impulse für den Schweizer Aussenhandel. Als Vorteil erwies sich zusätzlich die

Konzentration der Schweizer Exporteure auf wenige hoch spezialisierte Branchen, in denen die Preiselastizität der Nachfrage teils gering ist. Anzeige

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l Nr. 11 l 2011

UZ l EVENTS

Auch 2009 waren Besucher und Aussteller zahlreich erschienen.

BERN, 10.–13.11.

Transport

CH

Der Schweizer Nutzfahrzeugsalon auf dem Gelände der BEA bern expo wird am 10. November (im Beisein) von Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet und dauert bis zum 13. November 2011. Unter den circa 170 angemeldeten Ausstellern findet sich alles, was im Strassentransport Rang und Namen hat. Alle sieben grossen Lastwagenproduzenten zeigen ihre neuesten Fahrzeugen, ebenso die wichtigsten 15 Hersteller von leichten Nutzfahrzeugen. 44 Unternehmen für Fahrzeugaufbauten demonstrieren die verschiedensten Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten. Im Weiteren stellen alle schweizerischen Fahrzeugkrananbieter ihre Produkte aus. Vier der sechs Partner- und Strassentransportverbände ASTAG, Les Routiers Suisses, AGVS, auto-schweiz, VSCI und SAA präsentieren ihre Verbands- und Ausbildungstätigkeiten. Weitere Informationen unter: www.transport-ch.com

Foto: Thomas Entzeroth

ZÜRICH, 15.–18.11

Sicherheit

Das Swiss Innovation Forum findet auf dem Novartis Campus im futuristischen Gehry-Gebäude statt. Foto: ©SIF2010 BASEL, 3.11.11

Swiss Innovation Forum Das Swiss Innovation Forum ist die führende Innovations-Plattform der Schweiz und bündelt das Wissen der bedeutendsten Institutionen im Bereich von Innovation, F&E und Design. Am 3. November 2011 erfahren Sie aus erster Hand von führenden nationalen und internationalen Experten die neuesten Erkenntnisse zu den Themen Innovation, Kreativität und Design. 2011 sind dies unter anderen Morten Lund, Co-Gründer

von Skype und VentureCapitalist; Sven Gabor Janszky, Trendforscher und Rule-BreakingExperte sowie der Verwaltungsratspräsident von ABB, Hubertus von Grünberg. Im weiteren Programm erfahren Sie von Experten und Firmenchefs in Workshops und Best-Case-Sessions wie die vielfältigen Erkenntnisse rundum die Thematik «Innovation» erfolgreich in der Praxis angewendet werden kön-

nen. Die Future Expo, das Schaufenster in die Zukunft, bietet hervorragende Networking-Möglichkeiten und präsentiert neueste Erfindungen und Innovationen aus der ganzen Welt. Im Rahmen dieser hochkarätigen Veranstaltung wird der Swiss TechnologyAward, der bedeutendste Technologiepreis der Schweiz, verliehen. Anmeldung & Information: www.swiss-innovation.com

Vom 15. – 18. November 2011 trifft sich die Schweizer Sicherheits-Branche in den Hallen der Messe Zürich zur SICHERHEIT 2011. Das Interesse an der Sicherheits-Fachmesse, die alle zwei Jahre stattfindet, ist in der Vergangenheit kontinuierlich gewachsen. Dafür mitverantwortlich ist der traditionelle Fachkongress, der auch bei der SICHERHEIT 2011 parallel zum Messebetrieb stattfinden wird und erneut ein hochkarätiges Programm verspricht. Erwartet wird am wichtigsten Anlass der Schweizer Sicherheitsbranche die fast lückenlose Präsenz der bedeutendsten Anbieter. Von ArbeitsschutzBekleidung über GebäudeBrandschutz bis zu IT-Sicherheit und hochtechnologischen Sicherheitssystemen für die Industrie. www.sicherheit-messe.ch

IMPRESSUM UnternehmerZeitung: 5. Jahrgang (17. Jahrgang KMU-Manager), Die UnternehmerZeitung erscheint im Verlag SWISS BUSINESSPRESS SA, Köschenrütistrasse 109, CH-8052 Zürich; Telefon 044 306 47 00, Fax 044 306 47 11, www.unternehmerzeitung.ch, info@unternehmerzeitung.ch Herausgeber: Remo Kuhn, kuhn@swissnews.ch Verlagsleitung: Urs Huebscher, huebscher@unternehmerzeitung.ch Redaktion: Peter Blattner, blattner@unternehmerzeitung.ch; Birthe Grautmann, grautmann@unternehmerzeitung.ch; Willy-Andreas Heckmann, heckmann@unternehmerzeitung.ch Layout und Produktion: Manuel Jorquera und Bruno Strupler, print@unternehmerzeitung.ch Mitarbeit an dieser Ausgabe: Gerhard Bleile, Franziska Buob, Tiffany Burk, André Caradonna, Fredy Gilgen, Evelin Hartmann, Hansjörg Hofpeter, Elena Ibello, Steffen Klatt, Georg Kreis, Uwe Leimstoll, Steven Löepfe, Andrea Mathis, Max Mueller, Corinne Päper, Timothy Pfannkuchen, Michael Quade, Beatrice Suter, Anne-Careen Stolze, Raoul Stöhlker, Rudolf Strahm, Ruedi Stricker, Stefan Vogler, Jörg Zeuner Anzeigen: Maureen Malhis, malhis@unternehmerzeitung.ch, Telefon 044 306 47 00 Druckunterlagen: www.swissbusinesspress.ch/kundendaten Abonnements: UnternehmerZeitung, Postfach, 8052 Zürich, abo@unternehmerzeitung.ch, Einzelverkaufspreis: Fr. 6.–, Jahres-Abonnement Fr. 54.– Inland. WEMF-beglaubigte Auflage 2011: 52 514 Exemplare, Druck: Ringier Print AG, Adligenswil Nachdruck: Nur mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion und genauer Quellenangabe © UnternehmerZeitung gestattet. Für unverlangt eingesandtes Text- und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen Im Verlag SWISS BUSINESSPRESS SA erscheinen ausserdem: SWISS NEWS, The international Magazine of Switzerland, ATTIKA, das Zürcher Magazin, PAULI-CUISINE, das Gastronomie-Fachmagazin, sowie als Supplement zur UnternehmerZeitung: VR-Praxis, CLEANTECH.CH und BUSINESSCLASS


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UZ l WIRTSCHAFT UND POLITIK

Köpfe und Karrieren

Mitteilungen für diese Rubrik: Text und Foto (300 dpi) an: blattner@unternehmerzeitung.ch

Geschäftsführer Der erfahrene Touristiker Hans Wiesner hat die Geschäftsführung von Imbach Reisen übernommen. Er gilt als ausgewiesener Fachmann für Aktiv- und insbesondere Wanderferien. Er war unter anderem 21 Jahre lang für Imholz tätig und hat das Reiseveranstalter-Handwerk von der Pike auf gelernt. Er begann als Reiseleiter auf Bus- und Rundreisen und brachte es bis zum Geschäftsleitungsmitglied von Imholz Reisen. Von 2000 bis 2007 war Wiesner Geschäftsführer des Wanderferienspezialisten Baumeler Reisen AG. Er folgt auf Peter Herzog, der zur SBB wechselt.

Partner Per 1. Januar 2012 wird Claudia Schwers das internationale Top Executive Search und Führungsberatungsunternehmen Heidrick & Struggles als Partner verstärken. Sie wird dabei den Fachbereich ICT abdecken und Schweizer Kunden bei der Besetzung von Führungspositionen beraten sowie Projekte im Ausland begleiten. Zuvor war sie Geschäftsführerin bei Alcatel Lucent AG. Sie ist Vorstandsmitglied bei asut, dem Schweizerischen Verband der Telekommunikation sowie bei MNC Mobile New Channels SA, einem Anbieter von mobilen Diensten und Multimedia-Anwendungen.

Managing Director Luca Semeraro ist neuer Managing Director bei Michael Page International Schweiz, einem weltweit führenden Unternehmen der Personalvermittlung mit Büros in Genf, Lausanne, Zürich und Basel. Semeraro begann seine Karriere bei Page Personnel Mailand, zuletzt war er Leiter der Marke Page Personnel in der Schweiz. Mit seiner Beförderung übernimmt Luca Semeraro die Verantwortung der drei Marken Michael Page Executive Search, Michael Page International und Page Personnel. Sein Vorgänger Thibault Lefèbre übernimmt in Warschau die Leitung der Region Michael Page Osteuropa.

Leiter Tax Michael Bächli ist neu Leiter Tax bei Kendris Basel. Der erfahrene Rechtsanwalt und Steuerberater verstärkt das inhabergeführte Unternehmen in Basel und erweitert das Angebot im Steuerbereich. Bächli ist auf nationale und internationale Steuerfragen für natürliche und juristische Personen spezialisiert und bringt über 15 Jahre Berufserfahrung mit. Er verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk von ausländischen Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. Kendris ist eine führende Anbieterin von Trust, Family Office und Treuhand-Dienstleistungen.

Kommunikationsbeauftragter Urs Grob wird neuer Kommunikationsbeauftragter für die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Er schloss an der Universität Zürich ein Studium in Philosophie, Mittelalterlichem Latein und Politischer Wissenschaft mit dem Lizenziat ab. Er arbeitete danach in verschiedenen Zürcher PR-Agenturen und war von 2005 bis 2007 Mitglied des Zürcher Kantonsrats. Seit 2010 ist er Senior Consultant in der Zürcher PRAgentur Farner. Er unterrichtet zudem als externer Lehrbeauftragter am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich

CFO Der Verwaltungsrat der Verwaltungs- und PrivatBank Aktiengesellschaft hat Siegbert Näscher zum künftigen Chief Financial Officer der VP Bank Gruppe gewählt. Er übernimmt seine neue Funktion per 1. April 2012 von Fredy Vogt, der an der GV vom 27. April 2012 zur Wahl in den VR steht. Siegbert Näscher ist eidg. dipl. Wirtschaftsprüfer und Experte in Rechnungslegung und Controlling und arbeitet bei der VP Bank als Leiter Group Finance & Risk. Zuvor war der Liechtensteiner zwölf Jahre bei einer liechtensteinischen Bank, davon zehn Jahre als Leiter Group Finance & Risk.

Sitzleiter Die Banque CIC (Suisse) hat Michel Berger zum neuen Leiter des Sitzes in Lausanne ernannt. Der erfahrene Banker verfügt über ein weitreichendes Beziehungsnetz in der Romandie und insbesondere im Kanton Waadt. Der diplomierte Ökonom war viele Jahre für die Geschäfte im Grossunternehmen bei der Banque Cantonale Vaudoise zuständig. Zudem zeichnete er für die Leitung wichtiger Transaktionen in Verbindung mit der Finanzierung von Unternehmen verantwortlich. Davor bekleidete er bei UBS verschiedene Funktionen als Key Account Manager für KMU-Kunden.

Fleetmanager Marco Venturini wird neuer Fleet Manager bei der Hertz Autovermietung Schweiz. Er ist seit 2009 bei Hertz, wo er bis anhin die Funktion des Yield, Logistics and Revenue Managers inne hatte. Venturini verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Autovermieterbranche, arbeitete er doch bereits sieben Jahre bei Hert in verschiedenen Funktionen, bevor er für drei Jahre als Controller für DHL Logistics und FIAT Group Automobiles tätig war.


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WIRTSCHAFT UND POLITIK l UZ PERSÖNLICH

EU – eine Fehlkonstruktion? VON GEORG KREIS

GEORG KREIS

Der Autor ist Historiker an der Universität Basel und Leiter des Europainstituts. georg.kreis@unibas.ch

Dank des ewigen Polterns des grossen Vorsitzenden der Rechtsnationalen hat es vor den Wahlen doch noch eine kleine EuropaDebatte gegeben. Christoph Blochers Input: «EU = Fehlkonstruktion, ja Geburtsfehler». Replik des Berner Wirtschaftsprofessors Thomas Cottier: «Diese Aussage steht für Unwissen oder ist Verführung.» Von verschiedenen Leserbriefen begleitet, dann die Blocher unterstützende Duplik des Grossfinanciers Tito Tettamanti: «Die EU ist doch eine Fehlkonstruktion!» Auch bei Tettamanti gibt es Unwissenheit oder Verführung - und Fehleinschätzung zum Beispiel im Falle des Europäischen

Parlaments. Vorgehalten wird ihm die zu schwache Kompetenzausstattung. Er und seinesgleichen wären aber die Ersten, die gegen ein starkes Parlament, das bekanntlich eine Gesetzesmaschinerie ist, wettern würden. Die EU ist sicher nicht undemokratisch, sie ist allenfalls unterdemokratisch. Es wird ihr vorgeworfen, dass sie nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten geschaffen worden sei. Aber Blocher, Tettamanti & Co. hätten sich nach 1945 am vehementesten gegen ein von unten aufgebautes Europa gewehrt und wie Churchill (ein von Blocher sehr geschätzter Mann) für ein Europa von oben eingesetzt, in dem die Basis

nichts zu sagen hat. Die EU ist keine Fehlkonstruktion, auch wenn sie Konstruktionsschwächen aufweist. Blocher und Tettamanti, an sich ja kluge Männer, sind nicht fähig und vor allem nicht Willens, die EU auf Grund von Bilanzierungen zu beurteilen. Das heisst: die nicht in Abrede zu stellenden Schwäche mit den ebenfalls vorhandenen Stärken zu verrechnen, man denke nur an den freien Verkehr von Personen, Waren, Kapital und Dienstleistungen, die Förderung des Wettbewerbs und damit der Innovation, den Konsumentenschutz und die Rechtssicherheit bis hin zur friedenssichernden Wirkung.

Die strukturellen Schwächen mussten wegen der historischen Gegebenheiten in Kauf genommen werden. Die grosse Schwäche ist aber nicht der angebliche Zentralismus, sondern noch immer die in der EU weiterwirkende Vielstaaterei mit den Absprachen ausserhalb der zentralen Organe. Ganz nach Zwergstaaten wie die Slowakei, die einerseits von Brüssel jedes Jahr dreistellige Millionenbeiträge bezieht, anderseits aber keine Hemmungen hat, sich über den Willen der anderen 16 Euro-Länder hinwegzusetzen. Das kommt Verhältnissen vor 1848 gleich. Man stelle sich vor, ein Obwalden könnte Entscheide in Bern blockieren. Blocher und Co. leben in der Schweiz prächtig von Voraussetzungen, deren Prinzip sie nicht begreifen.

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UZ l INTERVIEW

F R A N K M . R I N D E R K N E C H T, I N H A B E R U N D C E O D E R R I N S P E E D A G , I S T R E F E R E N T A M K M U - TA G

Träume als Treibstoff 1979 gegründet, hat sich die Rinspeed AG über mehr als drei Jahrzehnte hinweg weltweit einen Namen im Automobilbau und in der Entwicklung innovativer Fahrzeuge sowie visionärer Mobilitätskonzepte gemacht. Die UnternehmerZeitung sprach mit Frank M. Rinderknecht über Querdenken, Leidenschaft und warum so bald kein Schweizer Auto in Serie gehen wird.

FRANK M. RINDERKNECHT Frank M. Rinderknecht wurde 1955 in Zürich geboren, studierte nach einem Auslandsaufenthalt in Los Angeles Maschinenbau an der ETH und gründete 1979 die Rinspeed AG. Zu seinen Leidenschaften zählen nebst Automobilen die Nautik und das Reisen. Rinderknecht ist Vater einer erwachsenen Tochter.

Pionier und Visionär: Frank M. Rinderknecht vor der firmeneigenen Ladestation.

Fotos: Birthe Grautmann


INTERVIEW l UZ

auch zu Ende zu bringen. Natürlich hat man Zweifel: funktioniert das, funktioniert es nicht? Aber etwas das mich auszeichnet, ist eine gewisse Hartnäckigkeit. Ich sage mir immer: Don’t give up! Oder mit den Worten von Jimmy Cliff: You can get it, if you really want.

INTERVIEW WILLY-ANDREAS HECKMANN

Halten Sie sich für einen Querdenker? Es kommt natürlich darauf an, wie man Dinge definiert. In meinen Augen denke ich ganz normal, für andere bin ich wohl schon ein Querdenker. Wir suchen Lösungen, die nicht schon bereitliegen, sondern neu und anders sind und sicher auch polarisieren. Nur auf diese Weise, so glaube ich, lässt sich etwas bewegen. Haben Sie zu spüren bekommen, dass Sie anecken? Mein Leben lang sagte man mir: «Das geht doch nicht!». Vielleicht ein typisch Schweizerischer Spruch. Tatsächlich hat es rund 30 Jahre gedauert, bis ich das nicht mehr zu hören bekam. In der Schweiz wird Aussergewöhnliches und Anderes sehr argwöhnisch betrachtet. Vielleicht spielte da auch etwas Neid mit. Dieses Prophet-im-eigenen-LandeSyndrom; so haben wir beispielsweise in Deutschland einen viel höheren Stellenwert und werden ernster genommen. Da gehen Türen auf. Der Schweizer ist per se skeptisch, wenn jemand mit neuen, innovativen und queren Ideen kommt. Woran könnte das liegen? Ich denke, hier versucht man eher sich im Mainstream zu bewegen. Ich aber versuche etwas verrückt zu sein – wobei das Wort «verrückt» für mich ein Kompliment ist. Denn «verrücken» heisst «bewegen» und ich will genau das: mit meinen Ideen bewegen. Ich will die Menschen mit unseren Ansätzen, unseren Autos zum Denken bewegen. Was war Ihre Vision als Sie die Rinspeed AG 1979 gründeten? Eigentlich keine konkrete. Keine? Die Motivation dann vielleicht? Der Treiber meines Schaffens ist meine Passion. Meine Passion Neues zu kreieren, neue Ideen verwirklichen zu können. An dem Tag, an dem mir diese Passion fehlen wird, an diesem Tag werde ich meinen Job nicht mehr gut machen und dann wäre es an der Zeit aufzuhören. Wann haben Sie diese Passion entdeckt? Mit 12 oder 13 baute ich mein Velo um. Dazumal mit einem hohen Lenkrad im Stil von «Easy Rider». Da wurde mir schon von den Leuten gesagt, dass gehe doch nicht, mit so einem Lenkrad könne man doch nicht in der Weltgeschichte herumfahren. Dann kam mein erstes Motorrad, dann das erste Auto. Als Unternehmer verhielt ich mich nie der Norm entsprechend. Jahresstrategien und Zielsetzungen wie «das sollten wir in fünf Jahren erreicht haben», machte ich nie. Vielmehr liess ich mich treiben. Dazumal sah ich die Möglichkeit, mit Sonnendächern Geld zu verdienen, und habe diese Gelegenheit gepackt. Was sich daraus entwickelte, konnte ich nicht ahnen, habe ich nicht erwartet und wagte ich auch nicht zu hoffen. Ich will in meinem Leben die Dinge passieren lassen, ich will offen sein und mich frei bewegen können. Würden Sie mich fragen, wo ich in einem Jahr sein werde, wäre die Antwort: wahrscheinlich hier, aber keine Ahnung, an was wir dann genau arbeiten. Mit welchen Schwierigkeiten hatten Sie zu kämpfen? Zu Beginn sicher mit der Akzeptanz. Ich war damals sehr jung, um Autos zu bauen, das ist ein extrem finanzintensives Geschäft. Gerade heute sprechen wir da von siebenstelligen Budgets. Dennoch suche ich jeden Tag eine neue Herausforderung. Ich sage mir nicht: Jetzt haben wir alles erreicht. Es geht immer noch einen Schritt weiter, man kann sich immer verbessern. Heute und jetzt will ich nicht stehen bleiben. Alles, was ich angepackt habe, versuchte ich

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«

Man muss

das im Leben machen, was man gerne macht»

Was war der wichtigste Meilenstein Ihres Berufslebens? Da gibt es verschiedenen Momente wie etwa die Überquerung des Ärmelkanals mit unserem Splash. Davon träumte ich Jahre und Jahrzehnte lang, stellte mich darauf ein, liess viele Hindernisse hinter mir, auch Momente, in denen ich mich fragen musste: bin ich jetzt verbissen geworden? Denn Verbissenheit ist schlecht, man verliert den Fokus und die Übersicht. Schlussendlich gab ich nie auf und das führte zum Erfolg. Für mich war es nicht wichtig, einen Weltrekord aufzustellen, wichtig war, dass ich durchgehalten habe und meinen Traum nie aufgab. Wenn Sie Schweizer nach ihrem Traum fragen, hören Sie sofort: mein Traum ist... und dann holt er oder sie tief Luft und dann hören Sie zehn Minuten lang, warum dieser Traum unmöglich ist. Ich aber will mich den schwierigen Herausforderungen stellen. Man muss die Dinge durchziehen, auch in Krisenjahren. Selbst wenn es wirtschaftlich manchmal klüger gewesen wäre aufzugeben, war ich immer geradlinig. Das ist auch ein Signal nach aussen, dass ich ein verlässlicher Partner bin: wenn ich sage ich mache, dann mache ich. Von was für Menschen sind Sie beeindruckt? In der Regel sind das Menschen, die viel erreicht haben und doch demütig geblieben sind. Mir widerstreben Menschen, die mit ihrem Erfolg ihre Demut verloren haben und überheblich geworden sind. Von solchen Menschen halte ich mich, egal wie bekannt diese sind, fern. Es gibt viele Menschen, die mich beeindrucken. Zum Beispiel Yves Rossy, der Rocket Man, sicher auch Bertrand Piccard, alles Menschen, die an oder über Grenzen hinaus gehen. Mit solchen Menschen fühle ich mich verbunden, solche Leute bewundere ich und wir sind quasi «Brothers in Arms». Welche Ihrer Kreationen erfüllt Sie mit besonderem Stolz? Das Produkt, das mich am meisten stolz macht, ist das Lenkrad mit integrierter Tastatur aus den 80er Jahren. Das wird auch heute noch millionenfach verkauft. Leider konnte ich das nicht patentieren lassen, andernfalls würde es mir heute finanziell sehr, sehr, sehr gut gehen (lacht). Stolz macht mich sicher auch, dass wir in Genf 2001 die ersten und einzigen waren, die ein grünes Auto vorstellten. Den CO2-Verbrauch etc. interessierte damals eigentlich niemanden. Wie das heute aussieht, brauche ich ja nicht zu erklären. Als Firmen-Ikone haben wir den sQuba, unser TauchAuto, das kennt nun wirklich jeder. Vielleicht wissen einige nicht, dass dieses Auto von Rinspeed ist, aber in den Medien gesehen haben das alle. Wenn ich die Leute mit unseren Autos berühren kann, zum Träumen anregen kann, dann empfinde ich das als sehr schön und wertvoll. Für mich sind Träume der Treibstoff des Lebens. Wenn ich keine Träume mehr habe, dann will ich eigentlich auch nicht mehr leben. Gab es denn auch grosse Enttäuschungen? Leider tappe ich auch heute noch in die Falle, wenn es um Vertrauen geht. Ich vertraue den Menschen relativ schnell und gehe optimistisch auf Menschen zu. Ethik und Moral scheinen aber immer individueller und weiter aufgefasst zu werden und der Verlust des Vertrauens ist für mich fast schlimmer als der Verlust von Geld. Betrogen und hintergangen zu werden, wiegt für mich sehr schwer.


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UZ l INTERVIEW

An welchen Projekten und Ideen arbeiten Sie zurzeit? Wir versuchen, mobile Visionen darzustellen, die weiter über ein Auto herausgehen. Vor zwei Jahren begannen wir damit, dies zu illustrieren; mit dem UC, der sich im Zug transportieren lässt. Intermodale Mobilität, also Ketten von Mobilität, werden wir auch nächstes Jahr in Genf wieder aufgreifen. Elektromobilität ist, medial gesehen nichts Neues, da holen Sie sich keinen neuen Blumentopf mehr. Ich bin aber positiv überrascht, wie einige Hersteller, auch was kleine Stadtflitzer anbelangt, doch bereit sind, zu provozieren und weiter zu gehen als erwartet. Das zeigt mir auch, dass wir hier Vordenker waren und nun andere bereit sind, freier zu denken. Würden Sie sagen, dass Nachhaltigkeit bereits ein zwingender Erfolgsfaktor ist? Ich muss das so beantworten: Wenn wir Kontinuität in unserer Lebensqualität und in unserer Wirtschaft wollen, dann müssen wir uns umstellen. Also nicht nur zur Umwelt Sorge tragen, sondern vor allem in Bezug auf Erneuerbarkeit. Regionen wie China und Indien werden mehr Autos schlucken können als Westeuropa und Amerika zusammen. Das wird nicht nur zu einem massiven Umweltproblem, sondern auch sehr kritisch was Ressourcen anbelangt; Benzin, Metall, generell auch die Materialien die zum Autobau gebraucht werden. Wenn hier kein guter Kreislauf geschaffen werden kann, stehen wir vor immensen Problemen auf jeder Ebene.

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Wenn ich

sage ich mache, dann mache ich»

Frustriert es Sie manchmal, dass gewisse Dinge die technisch möglich sind, aus Kostengründen nicht gemacht werden oder keinen Erfolg haben? Ehrlich gesagt habe ich manchmal fast das Gefühl, die Autoindustrie ist da weiter als der Konsument. Man kann elektrische Autos kaufen, aber der Konsument läuft mental noch auf dem Betriebssystem Windows 3.1 und nicht auf Windows 7. Er spricht hier immer von Reichweitenängsten, aber ich halte das für unbegründet. Man muss nicht jeden Tag 400km zurücklegen, im Schnitt sind gerade mal deren 40. Natürlich ist, was Elektro-Autos angeht, noch sehr viel möglich. Der Preis spielt immer eine Rolle. Wenn man skalieren will, braucht man einen anständigen Preis. Ein anständiger Preis kommt jedoch kaum ohne anständiges Volumen; das ist eben diese Henne-und-EiThematik.

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INTERVIEW l UZ

RINSPEED AG Die Rinspeed AG entstand aus der Rinspeed Garage, welche zunächst Sonnendächer aus den USA importierte und Behindertenfahrzeuge herstellte. 1979 trat die Rinspeed AG erstmals am Auto-Salon in Genf auf und präsentierte den VW Golf Turbo. 2006 überquerte das Modell Splash den Ärmelkanal und stellte damit einen Weltrekord auf. Das Tauch-Auto sQuba erhielt 2008 weltweit grosse mediale Beachtung. Im gleichen Jahr verkaufte die Rinspeed AG den Bereich Tuning-Aktivitäten an die Mansory (Switzerland) AG.

Was erachten Sie als grösste Herausforderung im Hinblick auf das Führen Ihres Unternehmens? Wir arbeiten momentan mit sehr hohen Budgets. Immer gute und verlässliche Partner zu finden, ist nicht einfach. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Dank unseres guten Namens, unserer Zuverlässigkeit und unserer Kreativität schaffen wir es zum Glück doch immer wieder. Jedes Jahr, und das ist mir sehr wichtig, stellen wir unsere Spitzenposition erneut unter Beweis. Wünschen Sie sich, dass Ihre Autos in Serie gehen? Aktuell ist das ein Thema, ja. Wir haben uns da etwas neu positioniert. Unsere heutigen Fahrzeuge sind sehr nah an der Serie. Ob beispielsweise der BamBoo tatsächlich in Serie gehen wird, das wissen im Moment noch die Götter. Ein Anliegen ist mir diese Skalierbarkeit jedoch schon.

Ist die Schweiz für Unternehmer ein guter Platz, wird es vielleicht sogar ein Schweizer Auto geben? Vergessen Sie das. Wir sind für die Produktion viel zu teuer, das Thema Euro/Schweizerfranken muss ich da erst gar nicht anschneiden. Jeder meint, er müsse jetzt eigene Elektro-Autos bauen. Meine Prognose ist die, dass in fünf Jahren 99 von 100 dieser Projekte verschwunden sind. Ein ganz kleiner Teil wurde vielleicht aufgekauft, weil diese Ideen Potenzial haben, der Grossteil wird aber nicht bestehen können. Die Schweiz als ein Land für Unternehmer schätze ich im Grundsatz sehr und unsere Steuer-Kultur unterstützt das Unternehmertum. In Deutschland würde ich mich fragen, für wen ich eigentlich arbeite. Nebst der Passion braucht es schon eine monetäre Ausgeglichenheit. Ich bin definitiv gerne Unternehmer hier. Welchen Rat würden Sie einem Jungunternehmer geben? Mein Lebensgrundsatz ist relativ simpel: Man muss das im Leben machen, was man gerne macht. Und wenn man etwas macht, das man gerne macht, macht man es in der Regel auch gut. Wenn Sie etwas gut machen, haben Sie Erfolg. Und wenn Sie Erfolg haben, verdienen Sie Geld. Geld verdienen heisst hingegen nicht, dass man etwas zwingend gerne macht. Der wichtigste Grundmotivator ist meiner Meinung nach, dass man sich auf die Arbeit freut und da seinem Herzen folgt und nicht nur darauf schaut, wo man am meisten Geld verdienen kann. Ohne Leidenschaft geht es nicht.

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Mir wider-

streben Menschen, die mit ihrem Erfolg ihre Demut verloren haben»

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UZ l WIRTSCHAFT UND POLITIK

KOLUMNE

Schulden-Grüsse aus Hellas VON RUDOLF STRAHM

Wie soll es weitergehen? Im wöchentlichen Rhythmus zeigt uns das Fernsehen Demonstrationen, Strassenschlachten, Abfallberge und hilflos-geschwätzige Politiker aus Athen. Je nach Optik zeigt die griechische Finanzkrise allerdings verschiedene Gesichter. Erster Blick ins Dorf In Athen ist tatsächlich der Teufel los, in Thessaloniki auch. Aber das ist nicht ganz Griechenland. Auf den Inseln, die ich seit dreissig Jahre kenne und von dort ich eben zurückkehre, nimmt man die Finanzkrise des Landes gelassener. Manifestationen oder Proteste gibt es dort keine. Die Finanzkrise ist die Sorge der Regierung im fernen Athen. «Diese korrupten Beamten haben viel zu lange auf grossem Fuss und auf unsere Kosten gelebt», so lautet unisono der Tenor auf den Inseln, «nun sollen sie auch zahlen». Auf den Inseln lebt man von den Touristen, von der Parahotellerie, vom Durchwursteln, allenfalls von den à fonds perdu-Investitionsbeiträgen aus dem EU-Kohäsionsfonds. Natürlich spürt man dort auch die Kürzungen, und das ärgert viele. Die Altersrenten sind von 600 auf rund 450 Euro gekürzt worden, die Lehrerlöhne (Senior) von 1500 auf 1200 Euro. Aber der Tourismus, der nur während drei Sommermonaten wirklich Geld bringt, ist nicht eingebrochen, nicht zuletzt dank dem Umstand, dass Tunesien und Ägypten diesen Sommer fast leer blieben. Die vom Staat entlöhnten Ärzte verlangten bis anhin von den Patienten zusätzliche 600 Euro bar unter dem Tisch durch, wenn sie rasch dran kommen und nicht auf ellenlangen Wartelisten landen wollten. Die Advokaten, Ärzte, Liegenschaftsmakler wohnten in Villen mit Schwimmbädern und unterhielten millionenteure Yachten, aber als Einkommen versteuerten sie bloss 10’000 bis 20’000 Euro Jahreslohn. Und die ganz Reichen brachten und bringen ihre Euro ins Ausland, auf Schweizer Banken – ein Problem, das uns noch einholen wird! Zwölf Passagierschiff-Besitzer mussten allein in der Ostregion (Dodekanes) ihre Betriebsbewilligung nun abgeben, weil sie zuvor jahrelang mit einer über Strohmänner in Russland erworbenen Schiffslizenz steuerfrei zur See gefahren sind. Korruption ist quasi das Schmiermittel der griechischen Wirtschaft. Griechenlands Elite ist, nicht übertrieben, korrupt, gaunerhaft und dazu noch wirtschaftlich unfähig. Was die Regierung und die griechischen Banken in grossem Stil mit den Finanzen angestellt hatten, hat jede griechische Familie, Städter oder Insulaner, ebenfalls praktiziert: Kaufen auf Pump, nach dem Motto: Kaufe heute, zahle später. Man ist kreuz und quer verschuldet: bei der Bank, beim Nachbarn, beim Autoverkäufer, beim Detailhändler im Dorf.

DER AUTOR

Rudolf Strahm ist Chemiker und Ökonom. Er war von 1991-2004 Nationalrat und von 2004-2008 Eidgenössischer Preisüberwacher.

Zweiter Blick zu den Finanzstrategen Hat die Troika, das Expertenteam von Europäischer Zentralbank EZB, Internationalem Währungsfonds IWF und EU-Kommission, je an ihre Empfehlungen geglaubt? Oder hat sie nur taktische Forderungen aufgestellt, um der griechischen Regierung Papandreu Rückhalt beim Sparprogramm zu liefern? Jedenfalls wären die von ihr empfohlenen rigiden Sparmassnahmen nur unter den Bedingungen einer Militärdiktatur voll realisierbar. Sicher verstärken diese Massnahmen die Depression und verunmöglichen die

Schuldentilgung. Und die Vorgabe der Troika, durch Privatisierungen der maroden Staatsbetriebe müssten 50 Mrd. Euro zur Schuldentilgung hereingeholt werden, war fahrlässig inkompetent. Seit einem Jahr wusste man, dass die Griechen die Tilgung von 300 Mrd. Euro Staatsschulden nie und nimmer erwirtschaften können. Mit viel gutem Willen ist den europäischen Staatschefs, Juncker, Merkel und Sarkozy, zuzugestehen, dass sie vor einem Sanierungsschnitt einfach Zeit gewinnen mussten, erstens, um die Griechen zu Sparmassnahmen zu zwingen und zweitens, um den schwächlichen eigenen Geschäftsbanken ihrer Länder Zeit zur Refinanzierung der Abschreibungen der Griechenland-Kredite zu geben. Dritter Blick in die Zukunft Selbst wenn man jetzt sämtliche griechische Schulden im Nichts auflösen würde, das Problem des Handels- und Zahlungsbilanzdefizits Griechenlands ist auch in Zukunft nicht gelöst. Griechenland hat keine exportfähige Industrie. Die inländische Produktion von Textilien, Schuhen, Lederartikeln, Möbeln, Haushaltgeräten ist innert weniger Jahre durch billige Importe aus Asien, finanziert mit Krediten und kaufkraftstarken Euros, liquidiert worden. Die Fischerei, früher eine Exportbranche, ist in drei Jahrzehnten durch Überfischen um 90 Prozent eingebrochen. Die griechische Wirtschaft hat zwar eine Reservearmee von hunderttausenden schlecht und falsch ausgebildeten Universitätsabsolventen, aber sie hat keine qualifizierten Berufsarbeiter. Eine Berufslehre gibt es nicht. Pfusch im Handwert ist Normalstandard. Wer ein Haus in Griechenland hat, nimmt am besten den Phasenprüfer mit, um nicht mit einem falsch angeschlossenen Gerät einen Stromschlag zu erleiden. Und er packt am besten den Feglappen in den Koffer, weil Hahnen, WC-Schüsseln und Duscheschalen auslaufen. Im «Spengler-Rating» ist Hellas auf der Stufe Schwellenland. Nicht nur dort. Die Produktivität, die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde, ist in der ganzen Wirtschaft Griechenlands tief. Eigentlich müsste es seine Währung abwerten, um ihre Exporte im Ausland billiger zu machen und die Importe zum Schutz der Inlandproduktion zu verteuern. Doch, eingebunden in die Euro-Währung, kann es seine Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Währungsabwertung verbessern. Und die tiefe Arbeitsproduktivität kann es mit dem lausigen, arbeitsmarktfernen Ausbildungssystem bestenfalls punktuell, aber nicht flächendeckend verbessern. Mit diesem Bildungssystem und dieser Arbeitsmentalität werden es ausländische Investoren nicht lange aushalten. Griechenland ist im Euro gefangen und wird von der effizienteren Produktion der Asiaten in die Ecke gedrängt. Wenn man ganz unvoreingenommen die griechische Wirtschaft analysiert, gibt es für sie eingebunden im EuroRaum in der langfristigen Betrachtung keine Lösung zur Erlangung der Wettbewerbsfähigkeit und zum Ausgleich der Zahlungsbilanz. Es sei denn, das Ausland zahle, oder es geschehe ein Wunder.


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UZ l WIRTSCHAFT UND POLITIK

EURESEARCH

Brüssel will näher kommen Auch Schweizer KMU haben die Möglichkeit, an Projekten des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms teilzunehmen. Im nächsten Jahr steht dabei mit neun Mrd. Euro deutlich mehr Geld zur Verfügung als bisher. Die EU fördert dabei explizit die Beteiligung von KMU.

Die grösste Herausforderung für KMU ist, dass man sie in Europa kennenlernt.

INTERVIEW STEFFEN KLATT

Euresearch versteht sich als Tor für die Schweizer Wirtschaft zum 7. Forschungsrahmenprogramm. Ist das auch für KMU interessant? Olivier Küttel: Durchaus. Das ist ein politisches Ziel der EUKommission. Mindestens 15 Prozent des Budgets soll an die KMU gehen. In der Schweiz haben wir 13 bis 14 Prozent erreicht. Welche KMU sollen sich angesprochen fühlen? Das 7. Forschungsrahmenprogramm umfasst 52 Mrd. Euro über sieben Jahre. Es gibt dabei verschiedene Teile. Einige Teile stehen nur Forschungseinrichtungen offen und solchen Unternehmen, die selber Forschung betreiben. Dazu zählen auch Hightech-KMU. Das sind Unternehmen, die bewusst innovieren und dafür Kooperationen suchen. Oft sind das Startups. Wie funktioniert die Zusammenarbeit der Unternehmen mit den Forschungseinrichtungen? Ein EU-Projekt hat im Schnitt neun Partner. Die EU-Kommission schreibt jedes Jahr Themen aus. Konsortien aus Forschungseinrichtungen und forschenden Unternehmen bewerben sich darum. Die KMU sind dabei, etwa weil sie Kompetenzen bei der Erarbeitung der Projektideen oder der Umsetzung haben. Die grösste Herausforderung für KMU ist, dass man sie in Europa kennenlernt. Wenn sie erst ein-

Foto: zVg / Bilderbox.de

mal im Netzwerk drin sind, wird die Zusammenarbeit schnell mal ein Selbstläufer. Und Sie helfen den Unternehmen, in diese Netzwerke hineinzukommen? Wir helfen bei der Information. Wir beraten bei der Projekteingabe. Wir geben auch eine gewisse Hilfestellung, die richtigen Netzwerke zu finden. Da stossen wir allerdings auch an unsere Grenzen. Es gibt aber auch Teile des Rahmenprogramms, die ähnlich wie die Schweizer KTI (die Innovationsförderagentur des Bundes, stk) funktionieren. Dort betreibt eine Forschungseinrichtung die Forschung für ein KMU, welches das nicht selber machen kann. Können sich Unternehmen bei Ihnen melden, wenn sie Kooperationspartner unter Forschungseinrichtungen in der EU suchen? Genau. Die Themen sind dabei nicht vorgegeben. Die Projekte sind auch kleiner. In der Regel beteiligen sich jeweils vier bis fünf Partner. Dafür stehen eigene Fördermittel zur Verfügung, die jedes Jahr neu ausgeschrieben werden. Wie aufwendig sind solche Bewerbungen um Mittel des EU-Forschungsrahmenprogrammes, verglichen etwa mit Bewerbungen um KTI-Mittel? Es ist in der Tat aufwendiger. Aber das muss man relativieren: Es geht dabei um Projekte mit bis zu 20 Mio. Euro. Ent-


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WIRTSCHAFT UND POLITIK l UZ sprechend gross ist auch der Aufwand. Es gibt für die Beteiligten besonders am Anfang einen grossen Lernaufwand. Da möchten wir den Unternehmen helfen. Wenn sie das System mal begriffen haben, geht das in der Regel relativ gut. Ein Teil des Aufwandes hat auch mit den Konsortien selbst zu tun: Da sind mehrere Partner beteiligt, verteilt über ganz Europa. Wie gut die Zusammenarbeit funktioniert, hängt vor allem auch von der Qualität der Koordination und des Management des Projektes ab. Das 7. Forschungsrahmenprogramm ist zum grösseren Teil bereits gelaufen. Ist das noch für Unternehmen interessant?

Gibt es Erfolgsgeschichten? Es gibt viele. Die Schweiz ist gut aufgestellt bei den Lifesciences und in der Biotechnologie, erstaunlicherweise in der Informations- und Kommunikationstechnologie, aber auch in Nanotechnologie und Energie. Obwohl wir in der Schweiz keine grossen Unternehmen wie Siemens oder Phillips haben, gibt es hier viele kleine und sogar kleinste Firmen, die exzellente Produkte herstellen. Würden Sie Firmen ermutigen, zu Ihnen zu kommen? Auf jeden Fall. Wir sind nicht nur zuständig für das 7. Forschungsrahmenprogramm, sondern für alle Möglichkeiten der europäischen Kooperation im Bereich von Forschung und Innovation. Auf EU-Ebene gibt es etwa auch das Enterprise Europe Network. Das wurde gegründet, um KMUs bei der Innovation sowie bei Marktzugang zu helfen. Wir vermitteln Technologieangebote aus ganz Europa und sind auch erste Anlaufstelle für viele andere Programme, wie Eurostar und AAL (Ambient Assisted Living, ein EU-Programm zur Förderung der Lebensqualität älterer Menschen mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologien, stk). Für KMU, die eine europäische Strategie haben, stellt sich die Frage, ob sie nur auf den Markt wollen oder schon vorher in der Forschung und Entwicklung auf europäische Kooperation setzen wollen. Da gibt es eine breite Palette von Instrumenten. Wir sehen es als unsere Rolle, für jedes KMU, das bei uns vorbeikommt, die beste Lösung zu suchen.

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ZUR PERSON Olivier Küttel ist seit dem Jahr 2000 Direktor von Euresearch. Er hat an der Universität Freiburg i.Ue Physik studiert und promoviert. Euresearch ist vom Bund mandatiert, die Beteiligung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen am 7. Forschungsrahmenprogramm zu begleiten. Zum Euresearch-Netz gehören ausser dem nationalen Büro in Bern regionale Büros an den Universitäten und den beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen. Swiss Core in Brüssel ist Partner im Netzwerk.

Es wird sogar immer interessanter für Unternehmen. Zum einen wird der Umfang der zur Verfügung stehenden Mittel mit jedem Jahr grösser. Die nächste Runde beginnt im Juli 2012. Dann stehen neun Mrd. Euro zur Verfügung. Zum anderen geht die Diskussion auf EU-Ebene immer mehr in Richtung auf Innovation. Es geht dabei um Unterstützung der KMU für die Umsetzung der Forschungsresultate. Es gilt bei den Ausschreibungen teilweise schon heute die Bedingung, dass beispielsweise 35 Prozent des Budgets eines Projekts an KMU gehen müssen. Das hat es früher so nicht gegeben. Brüssel geht also auf die KMU zu? Die EU-Kommission geht auf die KMU zu. Die politische Verankerung des Forschungsrahmenprogramms hat immer mit dem Ziel zu tun gehabt, die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu erhöhen.

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WIRTSCHAFT UND POLITIK l UZ

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ERFOLGREICHE EXPORTFÖRDERUNG

Ein guter Rat ist nicht teuer Die offiziellen Aussenwirtschaftsförderer spüren die Unruhe unter den Exportunternehmen. Doch nicht alle Branchen sind vom starken Franken gleich betroffen. Gerade diejenigen, denen der Bund bei der letzten Krise geholfen hat, geben sich nun gelassen: Cleantech, Medizintechnik, Gesundheitswesen und Kreativwirtschaft.

TEXT STEFFEN KLATT

Daniel Racine ist mit dem Auftritt zufrieden. «Die erste Reaktion ist immer Sympathie», sagt der Geschäftsführer von Ingenious Switzerland, der Exportplattform für Architektur, Ingenieurwesen und Design. Ingenious Switzerland ist Anfang Oktober zum ersten Mal mit einem eigenen Stand an der Expo Real in München vertreten gewesen, der grössten Immobilienmesse Europas. Aus der Sicht Racines hat es sich gelohnt. «Für uns macht das Sinn.» Die Besucher reagierten sehr positiv. «Die Schweizer Kreativbranche spürt besonders in Deutschland und Frankreich Rückenwind.» Wettbewerbsfähig durch Leistung Allerdings heisst Interesse noch nicht Geschäft. Die Konkurrenz ist hart – und in Zeiten des starken Frankens noch härter. «Aber wenn wir nur noch über den Preis konkurrenzieren, dann sind wir schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig», sagt Racine. Die Konkurrenz sollte primär über Leistung gehen. «Je weniger austauschbar die Leistung ist, desto weniger spielt der Preis eine Rolle.» Ingenious Switzerland konzentriere sich auf KMU, die bereits im Ausland vertreten sind und sich weiterentwickeln wollen. «Das sind oft Unternehmen mit zehn bis 30 Leuten, die teilweise schon Filialen haben. Solche Unternehmen können wir sehr gut fördern», sagt Racine. Wegen der Frankenstärke sei er von seinen knapp 90 Mitgliedsunternehmen noch nicht angesprochen worden. Zum einen machten die Kosten von Architekten, Planern und Gestaltern nur einen kleineren Teil der Gesamtkosten von Projekten aus. Zum andern könnten Schweizer Unternehmen über ihre Filialen und über Kooperationen Kosten verlagern. 25 Millionen für die Exportplattformen Ingenious Switzerland ist wie die zwei Exportplattformen Cleantech Switzerland und Medtech Switzerland in der Folge der Krise 2008/2009 im Rahmen des dritten Stabilisierungsprogramms gegründet worden. Zusammen mit «Swiss Health», die bereits vor dem Stabilisierungsprogramm des Bundes ins

Leben gerufen wurde, sollen die vier Plattformen den Branchen mit vielen kleineren und mittleren Unternehmen den Zugang zu zukunftsträchtigen Exportmärkten erleichtern. Die gemeinsame Marke Schweiz soll dabei zum Erfolg verhelfen. Der Bund hat für drei der vier Plattformen insgesamt 25 Mio. Franken zur Verfügung gestellt. Cleantech verkauft sich gut Von der sich jetzt abschwächenden Exportwirtschaft, ausgelöst durch die Frankenaufwertung, sind ausgerechnet diese Branchen kaum betroffen. Das trifft sogar auf die Exportplattform zu, die den klassischen Industrien am nächsten steht. «Bei Cleantech Switzerland ist seitens der Unternehmen noch nichts von der Frankenstärke zu spüren», sagt Rolf Häner, Geschäftsführer der mit acht Mio. Franken Budget über drei Jahre grössten Exportplattform. «Investitionen in Cleantech, wie etwa in erneuerbare Energien, haben in den Zielmärkten hohe Priorität und werden aus langfristiger Optik vorgenommen.» Die richtige technologische Lösung, der Innovationsgrad und die Qualität seien als Entscheidungskriterien für die Kunden ebenso wichtig wie der Preis. Die Frankenstärke zeige aber, wie wichtig es ist, dass die Exportwirtschaft Produkte und Leistungen anbiete, bei denen sie Alleinstellungsmerkmale und somit eine gewisse Preissetzungsmacht habe. Cleantech Switzerland habe bereits 70 qualifizierte Projekte identifiziert. Daraus seien unterschriebene Verträge entstanden mit einem Auftragsvolumen von mehreren Mio. Franken. Eigentliche Massnahmen gegen die Frankenstärke sehe die Exportplattform nicht vor. Preise je nach Zielmarkt diversifizieren Das ist bei der Medizintechnik ein wenig anders – gerade weil es der Branche bisher sehr gut gegangen ist. Laut Patrick Dümmler, Geschäftsführer von Medtech Switzerland, hätten die Margen vor der Frankenaufwertung bei rund 30 Prozent gelegen. Die Aufwertung habe das fast aufgefressen, weil die Kosten zu einem grossen Teil in der Schweiz anfielen, aber der Exportanteil bis zu 80 Prozent betrage. Die Besonderheit der Branche: Die Ferti-

gungstiefe in der Schweiz sei sehr hoch. «Nun überlegen alle Produzenten, ob sie nicht Produktion ins Ausland verlagern sollen», sagt Dümmler. Das sei eine Gefahr für den Standort Schweiz. Die Exportplattform biete deshalb Seminare an, wie man die Preise je nach Zielmärkten ausdifferenzieren könne. Sie gebe auch Hilfestellung bei der Entwicklung von Auslandsstrategien – seit einem halben Jahr ein zentrales Anliegen für Unternehmen der Medizintechnik. Dank der niedrigen Kapitalkosten und des geringeren Ausschusses bleibe die Schweiz als Produktionsstandort interessant. Gesundheitstouristen wollen nicht nur Gesundheit Eine Sonderstellung nimmt die vierte Exportplattform ein: Swiss Health vertritt mit den Anbietern von Gesundheitsdienstleistern eine Branche, die ihre Leistungen nicht verlagern kann. «Die Frankenstärke betrifft uns indirekt schon», sagt denn auch Geschäftsführer Gregor Frei. Es gebe durchaus ein Kundensegment, bei dem der Preis eine Rolle spiele und Preisofferten für medizinische Behandlungen weltweit eingeholt werden. Es gebe aber auch eine zweite Gruppe von Kunden, die nicht auf den Preis schauten. Die Schweizer Anbieter könnten aber Werte wie Verlässlichkeit, Genauigkeit und Pünktlichkeit ausspielen. Ausserdem suchten viele Kunden die touristischen und kulturellen Vorzüge und da habe die Schweiz starke Trümpfe, gute Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten eingeschlossen. Eine Sonderstellung hat Swiss Health auch bei der eigenen Finanzierung: Als einzige Plattform wurde sie nicht direkt über das dritte Stabilisierungsprogramm vom Bund gestützt, sondern indirekt von der Osec. Entsprechend leisten die Mitglieder schon heute einen grossen Anteil an die Finanzierung. Märkte neu im Blick Osec macht auf die Möglichkeit aufmerksam, Märkte ausserhalb der Eurozone anzugehen. Gerade in Asien habe die Schweiz dank Freihandelsabkommen die Nase vorn - vor Wettbewerbern der EU.


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2 1 . I N T E R N AT I O N A L E S E U R O PA F O R U M L U Z E R N

Wege aus der Schuldenkrise Die weltweiten Wirtschaftsprognosen sagen schwierige Zeiten voraus: Währungskrise, drohende Inflation, sinkende Konsumlust, hohe Arbeitslosigkeit sind Anzeichen eines wirtschaftlichen Abschwungs. Dr. Walter Grüebler, Verwaltungsratspräsident der Sika Groupe, erläutert seine Einschätzungen.

INTERVIEW BEATRICE SUTER

Wie schätzen Sie die weltweite Wirtschaftsentwicklung nach den ernüchternden Prognosen aus den USA ein? Die wesentlichsten Basis-Faktoren der Wirtschaftsentwicklung sind nach wie vor positiv: Wissensexplosion, Produktivitätsfortschritte, stark wachsende Konsumenten Kaufkraft in den Schwellenländern. Die westliche Finanzwelt verursacht seit ihrer Deregulierung in den neunziger Jahren immer grössere Volatilitäten, die für die Realwirtschaft kaum berechenbar sind. Die meisten westlichen Staaten haben mit ihrer Politik des «easy money» und der staatlichen Schuldenpolitik die Blasenbildung zusätzlich gefördert. Es wäre an der Zeit, sich der positiven Seiten des «glass-steagall-act» zu erinnern, um der ausufernden Spekulation Grenzen zu setzen und die Nachhaltigkeit der Wirtschaftsentwicklung sicher zu stellen. Spürt Ihre Branche bereits den von vielen Seiten prognostizierten Konjunktur-Rückgang und die ungünstige Wechselkursituation? Wie sehen die Aussichten für Ihre Branche und speziell die Sika aus? Den Konjunkturrückgang spüren wir bis dato nur in Ländern, die in der Schuldenfalle sitzen wie Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Dubai, Kalifornien und Delaware oder die durch politische Unruhen geschüttelt werden, wie Ägypten,

2 1 . I N T E R N AT. E U R O PA FORUM LUZERN

Dr. Walter Grüebler, Verwaltungsrats-Präsident von Sika. Fotos: zVg

Antworten auf aktuell brennende Fragen und mögliche Wege aus der Schuldenkrise zeigen am 21. Internationalen Europa Forum Luzern vom 7. und 8. November im KKL Luzern Top-Shots aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Am Symposium vom 8. November analysieren hochkarätige Experten die aktuelle Lage im internationalen Kontext. Weitere Infos und Anmeldung: www.europa-forum-luzern.ch.

Lybien oder Tunesien. In den meisten übrigen Ländern wachsen unsere Zielmärkte (Bau und Automotive) noch und Sika wächst zusätzlich dank Gewinn von Marktanteilen (USA, England). Da wir «vor Ort» produzieren, profitieren wir von einem natürlichen «hedging». Wir haben daher einen sehr geringen TransaktionsEffekt. Aber der Translations-Effekt – durch die Umrechnung der Gewinnbeiträge der ausländischen Tochtergesellschaften in Schweizer Franken - ist trotzdem erheblich. Im ersten Halbjahr 2011 immerhin rund 30 Mio. Franken. Sika profitiert davon, dass sie eine starke Position in den Schwellenländern hat, wo sie gegen 40 Prozent ihres Umsatzes generiert. Hier sehen wir auch in den kommenden Monaten ein starkes Wachstum. Braucht es für Ihre Branche Stabilisierungsmassnahmen auf Bundesebene? Falls ja, wären diese Ihrer Meinung nach sinnvoll? Die nun eingeschlagene Politik der SNB und eine mögliche Verlängerungen der Subventionierung der Kurzarbeit würden genügen. Die meisten übrigen Stabilisierungsmassnahmen wirken vielmehr strukturerhaltend und sind für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung wenig förderlich. Vielmehr wären eine Entschlackung der Verwaltung respektive der Verwaltungsabläufe und die vermehrte Förderung von Innovation und Ausbildung zielführender. Was für Auswirkungen würde ein Staatsbankrott eines EU-Landes auf die Schweiz und auf Ihre Branche, allenfalls auf Ihr Unternehmen haben? Es könnte wiederum zu einem Vertrauenskollaps unter den Banken führen, wie einst der Konkurs der Lehmann Bank. Wir hätten dann eine zweite Finanzkrise, die die Realwirtschaft wieder erheblich treffen würde. Eine Wirtschaftskrise kann ich mir nur als Folge einer Finanzkrise vorstellen und diese erachte ich als real. Es braucht wohl noch einige Finanzkrisen bis sich die politische Führung der westlichen Welt aufrafft und von der gefährlichen «easy money» Politik Abstand nimmt.


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Das Oberhasli, die Region um den Grimselstausee, ist bezüglich Wasserkraft ausbauwürdig.

U Z - S E R I E : A LT E R N AT I V E N Z U M AT O M S T R O M ( V I ) - W A S S E R K R A F T

Blockaden lösen Die Wasserkraft ist die bisher unbestrittene Königin unter den erneuerbaren Energiequellen. Sie soll nun weiter ausgebaut werden. Die Frage ist, wo und in welcher Form neue Kraftwerke entstehen sollen.

TEXT ELENA IBELLO

Rund 55 Prozent des in der Schweiz benötigten Stroms werden mithilfe von Wasserkraft erzeugt. Schon lange vor Fukushima hatte der Bund entschieden, die Wasserkraft in der Schweiz vermehrt zu fördern. Nun, seit Bundesrat und Ständerat den Atomausstieg beschlossen haben, rückt die Förderung der Wasserkraft weiter in den Fokus. Die fast 40 Prozent Atomstrom, die zurzeit einen Teil des Schweizer Strombedarfs decken, müssen über kurz oder lang ersetzt werden. Dazu setzt der Bundesrat im Rahmen der neuen Energiestrategie 2050 unter anderem auf den Ausbau der Wasserkraft. Die Hälfte aus Speicherkraftwerken In der Wasserkraft sehen Experten denn auch den grossen Trumpf der Schweiz in der Energieproduktion. Ein grosser Vorteil der Wasserkraft liegt darin, dass sie eine gute Möglichkeit zum Speichern von Energie bietet: die Stauseen. Mit ihrer Hilfe kann die Stromlieferung dem Bedarf angepasst und je nach Saison reguliert werden. Rund die Hälfte des Stroms aus Wasserkraft stammt aus Speicherkraftwerken. Die Stauseen bedeuten also einen grossen Wettbewerbsvorteil für Schweizer Stromproduzenten. Ein runder Tisch für die Wasserkraft Doch nicht alle freuen sich über den geplanten massiven Ausbau der Wasserkraft. Bei Umweltschützern stossen ein-

zelne Pläne auf Ablehnung. Nick Beglinger, Präsident von swisscleantech, dem Wirtschaftsverband, der sich für eine nachhaltige und liberale Wirtschaftspolitik ausspricht, ist mit der Problematik vertraut. «Ich weiss von vielen Projekten in der Wasserkraft, die in den Schubladen bleiben, weil die Betreiber befürchten, dass Umwelt- und Landschaftsschützer die geplanten Gebiete umgehend zu Schutzgebieten erklären wollen», sagt er. Es sei sicher in vielen Fällen richtig, Einsprache zu erheben, so Beglinger. Doch würden oft auch gute, nachhaltige Projekte verhindert. «Zurzeit maximiert man so weder das ökologische noch das ökonomische Potenzial der Wasserkraft», sagt Beglinger, der genau dies aber für nötig erachtet. Runder Tisch im November Darum will Beglinger die relevanten Parteien im November erstmals an einen Runden Tisch bitten, um über mögliche Lösungen zu diskutieren, die ökologische sowie ökonomische Anliegen berücksichtigen. Beglingers Vorschlag für die Lösung der Differenzen: eine geografische Trennung zwischen Energiegewinnung und ökologischer Kompensation. «Anstatt den ökologischen Verlust einer hohen Staumauer in den Bergen zu kompensieren, sollte man dies viel besser im Mittelland tun, indem man beispielsweise möglichst viele Flüsse renaturiert», so Beglinger. Im Mittelland würden solche Massnahmen viel mehr Nutzen bringen als in den Bergen, ist er überzeugt.


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Foto: swiss-image.ch/Christof Sonderegger

Staumauer Ferpècle.

Umweltverbände sind bereit Die Idee eines Runden Tisches kommt bei den Umweltverbänden insgesamt gut an. Noch sind keine Einladungen erfolgt, doch Philip Gehri, Mediensprecher des WWF sagt: «Wir haben gegenüber der Swisscleantech bereits Offenheit für Gespräche signalisiert.» Und auch Roman Hapka von der Stiftung Landschaftsschutz sagt: «Wir würden natürlich teilnehmen, wenn wir eingeladen würden.» Beide betonen derweil, sie seien grundsätzlich nie gegen den Ausbau der Wasserkraft gewesen. Nur dürfe es nicht sein, dass der Gewässerschutz einem Wasserkraft-Ausbau um jeden Preis geopfert würde, so Gehri vom WWF. Wichtig ist den Umweltvertretern, wie der Ausbau der Wasserkraft vonstatten gehen soll. Zu bedenken sei auch, ob es wirklich besser sei, viele kleine Kraftwerke an bisher wenig angetasteten Orten zu bauen, oder ob man besser mittlere und grosse Kraftwerke an bereits vorbelasteten Standorten ausbaue, so Hapka. Keine neue, vielversprechende Technologie Diese Haltung teilt der Experte Robert Boes von der ETH Zürich. Der Professor für Wasserbau sagt: «Persönlich bin ich der Meinung, dass es besser ist, gewisse Gebiete intensiv zu nutzen, dafür andere Orte unter Schutz zu stellen und dort wirklich nichts anzurühren.» Das Oberhasli, die Region um den Grimselstausee, sieht er als weiter ausbauwürdig an, dafür würde er in Gebieten mit besonders schutzwürdigen Gewässern auf kleinere Kraftwerke weitgehend verzichten. «Aber es ist natürlich die Aufgabe der Gesellschaft, so etwas zu bestimmen.» Boes betont, dass kleine Wasserkraftwerke sicher hie und da Sinn machten, doch gebe es viele Gebiete, wo der Nutzen der erzeugten Energie zu den ökologischen Beeinträchtigungen in einem ungünstigen Verhältnis steht. «Zudem ist das klassische, grosse Wasserkraftwerk nach wie vor am effizientesten», so Boes. Damit sagt er auch: Es gibt bisher keine neue, vielversprechende Technologie in der Wasserkraft, die umweltverträglicher ist als die bisherige. «Es gibt Ideen, zum Beispiel mit WasserwirbelTurbinen, aber vom Potenzial her sind diese noch lange

Foto: www.grande-dixence.ch

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Das Wasserkraftwerk am Lago di Lucendro.

nicht gleichzusetzen mit dem Aufstau- oder AusleitungsPrinzip eines herkömmlichen Kraftwerks. Da sehe ich noch nicht die Reife für eine grosse Anwendung», sagt Boes. Und fügt an, grundsätzlich funktioniere das klassische Prinzip immer mit dem künstlichen Aufstauen bzw. dem Ausleiten von Wasser, damit die Fallhöhen genutzt werden könnten. «Das unterbricht nun einmal das natürliche Kontinuum und beeinflusst die Wassermenge im Gewässer, was aus Gewässerschutz-Sicht natürlich nachteilig ist.» Neubauten sind unumgänglich Um die grossen Kraftwerke umweltverträglicher zu gestalten, wird deshalb einiges unternommen. Hier geht es vor allem darum, die Durchgängigkeit für Fische sowie für Geschiebe möglich zu machen. «Gerade in der Schweiz ist man hier schon sehr weit», sagt Boes. Ein weiteres wichtiges Thema sind die unterhalb von Speicherkraftwerken künstlich erzeugten Schwankungen im Wasserpegel, die besonders für die Fische problematisch sind, die teilweise abgedriftet/abgeschwemmt werden. Die entsprechenden Massnahmen sind inzwischen im Gewässerschutzgesetz verankert und Konzessionen werden nur unter deren Einhaltung vergeben. Nachrüstung tendenziell überschätzt Auf neue Kraftwerke nach dem bisherigen Prinzip wird man derweil kaum verzichten können. «Bestehende Kraftwerke können zwar teilweise effizienter gestaltet werden», sagt Boes. «Doch dieses Potenzial wird tendenziell überschätzt.» Die Werke seien mehrheitlich sehr gut ausgestattet, viel rauszuholen gebe es hier nicht, so Boes. «Schon alleine, um die Produktion auf dem heutigen Niveau zu halten, braucht es neue Kraftwerke, denn die Anwendung der Restwasserbestimmungen auch bei alten Kraftwerken bringt in der Wasserkraft Erzeugungsverluste.» Die Frage, die Umweltverbände, Behörden, Bevölkerung und Betreiber darum in nächster Zeit umtreiben wird, ist, wo und in welcher Form künftig neue Wasserkraftwerke vernünftigerweise zu stehen kommen sollen. «Darum müssen sich nun alle relevanten Parteien zusammensetzen», sagt Beglinger von swisscleantech.

Foto: alpiq.ch


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S T R O M D U R C H S A L Z B AT T E R I E

Pionierstimmung im Haslital Ein Physiker, ein Wasserkraftwerk, eine Raiffeisenbank und Geld aus Brasilien – alles zusammen könnte die Welt der Stromautos revolutionieren. Im neuen Batteriekompetenzzentrum in Meiringen wird die Salzbatterie weiterentwickelt. Mit Messgerät und Salzbatterie ausgestattetes Fahrzeug.

gehalten werden kann. Doch das Modell ist das eine, seine Überprüfung das andere. Das ist auch der Grund, warum der in Sagno TI lebende Dustmann sein Kompetenzzentrum in Meiringen eingerichtet hat: Hier ist die ese mobility Management zu Hause. Mit 45 Stromfahrzeugen und 60 Batterien ist die Genossenschaft eine der grössten Flottenbesitzerinnen der Schweiz. Die Fahrzeuge sind mit Messgeräten ausgestattet: Sie messen im Alltagsbetrieb, ob das Modell mit der Wirklichkeit übereinstimmt.

Umbau der Gebäude des Kraftwerks Oberhasli. Neuer Mieter wird Battery Consult.

Der Name der Strasse sagt, wer hier einst zuhause war: Die Zeughausstrasse mündet in ein Gelände, das heute nichts mehr mit dem Militär zu tun hat. Heute ist auf dem Gelände in Meiringen das Seilbahnkompetenzzentrum untergebracht, Lehrlinge aus der ganzen Schweiz lassen sich hier ausbilden. Ein Gebäude wird von den Kraftwerken Oberhasli (KWO) genutzt. Direkt gegenüber dem Eingang wird ein weiteres Gebäude renoviert. Für 960.000 Franken lässt die Gemeinde das Gebäude umbauen. Einziger Mieter: die Battery Consult.

Monopolisten dieser Technologie gearbeitet, die heutige FIAMM Sonick in Stabio TI. 2007 hat er sich selbständig gemacht, um die Technologie weiterzuentwickeln. Denn Salzbatterien haben einige Vorteile gegenüber Lithiumbatterien, den derzeitigen Lieblingen der grossen Autohersteller. Zwei ihrer Grundstoffe – Natrium und Chlor – sind in Form von Kochsalz fast überall verfügbar und der dritte – Nickel – kann leicht wiederverwendet werden. In einer Welt knapper Rohstoffe ist das ein wichtiges Argument. Auch die elektrische Selbstentladung entfällt. Allerdings ist das elektrochemische Potential nicht so gross wie bei Lithium.

Vorteile gegenüber Lithium Cord-Henrich Dustmann startet mit vier Arbeitsplätzen. Vier Prüfstände sind in Meiringen aufgebaut, fünf weitere stehen bei Partnern. Der deutsche Physiker ist einer der wenigen Spezialisten weltweit für Salzbatterien. Er hat einst für den Quasi-

Modell im Alltag getestet Dustmann will die Batterie so verbessern, dass sie länger hält. Dazu testet er die Batterien auf den neun Prüfständen nach verschiedenen Parametern. Mit Hilfe dieser Daten wird ein Modell entwickelt, wie die Batterien altern und wie die Alterung auf-

TEXT STEFFEN KLATT

Fotos: Steffen Klatt

Itaipu und Raiffeisen finanzieren Batterien Das grösste Wasserkraftwerk Brasiliens, Itaipu, baut auf der Basis von Fiat-Kleinwagen Elektrofahrzeuge. Es ist an einer eigenen Batterieproduktion interessiert und zahlt sechs Mio. Franken in den nächsten zwei Jahren. Die Verbindung zu Itaipu ist über die KWO zustande gekommen. Die Betreiberin des Grimselkraftwerks pflegt seit Jahren die Zusammenarbeit mit Brasilien. Sie hat auch die Gründung der ese mobility mit einer Anstossfinanzierung ermöglicht, ist eine ihrer Genossenschafter und Kunden. Ursin wiederum ist im Hauptberuf KWOInnovationschef. Zusammen mit KWOChef Gianni Biasutti steht er hinter der Strategie, Strom nicht nur zu produzieren, sondern auch erlebbar zu machen. Dazu gehört die Grimselwelt mit thematischen Wanderwegen rund um den Stausee ebenso wie die Mobilität. Für die Finanzierung der Batterien konnte er die Raiffeisenbank Region Haslital Brienz gewinnen. Hermann Marti, Leiter Kundenbetreuung und ab Januar Bankleiter, ist sich des Risikos bewusst. «Aber wenn wir als Berggebiet eine Zukunft haben wollen, dann müssen wir etwas tun.» Ende September waren die Partner zu Gast im künftigen Kompetenzzentrum, darunter auch Vertreter von Itaipu und Gabriele Burn, Marketingchefin von Raiffeisen Schweiz. «Es war eine Pionierstimmung», sagt Marti.


Markus Naegeli, CEO, Canon (Schweiz) AG

Die Canon (Schweiz) AG ist Business Sunrise Kunde, weil auch ihr Kerngeschäft aus innovativen Technologien besteht.

Die Canon (Schweiz) AG bietet ihren Kunden umfassende Lösungen für effiziente Kommunikation und setzt dabei auf innovative Technologie im Home- und Officebereich. Damit auch die eigene Geschäftskommunikation reibungslos und effizient funktioniert, vertraut sie seit Jahren auf Business Sunrise. Wechseln auch Sie zu Business Sunrise. Weil Sie dort nicht nur die attraktivsten Kommunikationslösungen erhalten, sondern auch einen Service, der genau auf Sie abgestimmt ist. business-sunrise.ch


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Roman Jurt ist Industriedesigner und Leiter des Fabrication Laboratory Luzern (FabLab). Man kauft die Rohstoffe, füllt das Material in den Drucker, drückt auf den Print-Knopf und die Maschine spukt das fertige Produkt aus. Fotos: zVg

3-D-DRUCKER

Wenn die Möbel aus dem Drucker kommen Aus für IKEA und Konsorten: Die Konsumenten können künftig ihre Möbel wie auch andere Produkte selber herstellen – mit dem 3-D-Drucker. Die Produkte werden nach einer digitalen Vorlage Schicht für Schicht «ausgedruckt». Erste Drucker sind auf dem Markt erhältlich.

TEXT EVELIN HARTMANN

Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen neuen Stuhl kaufen. Aber anstatt ins nächste Möbelhaus zu fahren, laden Sie sich einen Bauplan aus dem Internet herunter und drucken das Möbelstück aus. Oder Sie entwerfen ihren Wunsch-Stuhl am Computer gleich selbst. Die eigene Fabrik in der Wohnung Was wie ein Science-Fiction-Szenario klingt, steht nach Expertenaussagen kurz bevor, als zweite industrielle Revolution. Die Rede ist von der generativen Fertigung oder vom «Additive Manufacturing»: Fertigungssysteme, bei denen Gegenstände nicht mehr wie herkömmlich gegossen, gefräst oder gedreht, sondern aus mikrometerdünnen Schichten nach einer digitalen Vorlage aufgebaut werden. Die Materialien: Kunststoff, Metall, Kunstharz, flüssiges Holz oder Gips. In der Luftfahrt werden diese Fertigungstechniken heute schon angewandt, ebenso in der Automobilindustrie sowie der Medizintechnik. Die entsprechenden Maschinen sind gross, teuer und sehr präzise. Aber es gibt auch kleine, preiswerte 3-D-Drucker für den Hausgebrauch.

So wird das Zuhause zur Fabrik, aus Konsumenten werden Designer und Produzenten: Anstatt das fertige Produkt kauft man dann die Rohstoffe, füllt das Material in den Drucker und drückt auf den Print-Knopf: Und die Maschine spukt das fertige Produkt aus. In fünf bis zehn Jahren werden wir alle solche 3-D-Drucker Zuhause haben, sagen Experten wie der 3-D-Pionier Neil Gershenfeld voraus. Bisher vor allem für Tüftler Noch ist es nicht soweit. Noch erfordert die Anwendung eines Do-it-Yourself 3-D-Druckers ein gewisses technisches Geschick. «Deshalb nutzen vorwiegend Tüftler dieses Gerät», weiss Roman Jurt, Industriedesigner und Leiter des Fabrication Laboratory Luzern (FabLab). Aber: Es werden stetig mehr. Auch im Luzerner FabLab, dem ersten der Schweiz, wird mit einem solchen 3-D-Drucker gearbeitet. Hier sollen nicht nur Studenten erfahren, was es heisst, die digitale in die analoge Welt zu transferieren. «Jeder soll die Möglichkeit haben, die digitale Fabrikation kennen zu lernen und zu nutzen», erklärt Jurt das Prinzip. Das Labor ist ein Projekt


l UZ im Rahmen des interdisziplinären Schwerpunkts Creative Living Lab der Hochschule Luzern. Finanziert wird es zum Teil von der Gebert Rüf Stiftung zum Teil von der Hochschule selbst. Ab 2012 soll es dem Department Technik und Kunst zugeordnet werden. Dabei stand das FabLab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) Pate, das vor etwa zehn Jahren von Neil Gershenfeld gegründet wurde. Mittlerweile gibt es 67 solcher Labors weltweit. Niedriger Rohstoffverbrauch Roman Jurt hat den FabLab-3-D-Drucker im Internet bestellt. Sein Produktname: Ultimaker, sein Preis: 1200 Franken. Nicht wesentlich teurer als andere Heimdrucker. Und auch die Optik lässt nicht sofort auf eine der wichtigsten technischen Errungenschaften der Gegenwart schliessen. Ein simples Holzgestell gibt den Blick frei auf sein Innenleben: Über eine Plattform ist eine bewegliche Einspritzdüse aufgehängt, aus der ein dünner Faden flüssigen Kunststoffs austritt. Dieses wird nach den Vorgaben eines digitalen Bauplans Schicht für Schicht aufgetragen. Dabei verbinden sich die Kunststofffäden zu einer festen Form. Dauer: je nach Komplexität des Objekts 20 Minuten bis mehrere Stunden. Heraus kommt ein Produkt mit einer fühlbar gerippten Oberfläche. Trotzdem seien schon bei den «Tüftler-Druckern» die Vorteile der additiven Fertigungsmethoden bestechend: Da nur Material aufgetragen wird, wo Material gebraucht wird, ist der Rohstoffverbrauch um ein Vielfaches geringer als bei herkömmlichen Verarbeitungsmetho-

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den. «Ausserdem ist der Gestaltungsspielraum bei dieser Methode revolutionär», freut sich Roman Jurt. Entwickler müssen umdenken Von dem hohen innovativen Potential additiver Technologien ist auch Ralf Schindel vom Institute for Rapid Product Development (IRPDirpd) in St.Gallen überzeugt. Das Institut gehört zur Inspire AG, dem Kompetenzzentrum für Produktionstechnik der ETH Zürich. Dabei unterschiedet der Ingenieur klar zwischen der Qualität günstiger Heimdrucker und den hochprofessionellen 3-D-Maschinen, die heute schon in der industriellen Fertigung eingesetzt werden - dies allerdings überwiegend als Nischenverfahren. «Nur zehn bis etwa 15 Prozent der angewendeten additiven Verfahren dient Produktionszwecken, der Rest dem Prototypenbau», erklärt Ralf Schindel. «Das liegt aber nicht an der Qualität der Methode, sondern an dem noch mangelnden Wissen vieler Konstrukteure. Die Entwickler müssen lernen, auch additiv zu denken!» Funktionsgerecht statt fertigungsgerecht Dabei sei die Wirtschaftlichkeit in vielen Branchen heute schon gegeben. Zum Beispiel in der Medizintechnik. So lassen sich Implantate dank neuer Legierungen Schicht für Schicht zu einem dichten und hochfestem Bauteil aufbauen. Der Vorteil: Da mit Schichtbauverfahren praktisch jede beliebige Geometrie direkt am Computer in die physische Welt übertragen werden kann, brauchen die Konstrukteure keine Rücksicht auf die Beschränkungen herkömmlicher Fertigungsprozesse zu nehmen. «Funktionsgerecht statt fertigungsgerecht konstruieren», nennen das Experten.

Publireportage

Erfolgreich dank Kaffee und Kontokorrentkredit Die Masslos GmbH behauptet sich im anspruchsvollen Gastrogeschäft mit Nischenprodukten wie «Café Noir» und «Amboss Bier». Und dank dem Kontokorrentkredit von PostFinance. «Die Gastrobranche ist rein finanzplanerisch ein schwieriges Geschäft. Um die Zahlungsmoral steht es nicht so gut, die Kunden zahlen nicht selten erst nach 60 bis 70 Tagen. Entsprechend schwierig ist es, an Fremdkapital zu kommen.» Dies

Mit dem Kontokorrentkredit finanziert Mischa Gubler das Wachstum der Masslos GmbH. Beispielsweise mit der Anschaffung einer grösseren Kaffeeröstmaschine.

müsse man einkalkulieren, das Geschäft entsprechend diversifizieren, sagt Mischa Gubler, Geschäftsführer der Masslos GmbH. Das Stadtzürcher Kleinunternehmen setzt darum auf drei verschiedene Standbeine: Es beliefert die Gastroszene seit 2003 mit dem eigenen «Amboss Bier», röstet jährlich rund 14 Tonnen «Café Noir» für Restaurants und Private und betreibt im Zürcher Langstrassenquartier das winzige Lokal Café Noir, wo man die Kaffeespezialitäten geniessen kann. Kontokorrentkredit statt eiserne Reserven anzapfen «Wir wachsen jährlich um 20 bis 30 Prozent, und das will finanziert sein», sagt Mischa Gubler. Seit 2008 haben er und seine beiden Geschäftspartner Pascal Stübi und Thomas Schreiber einen Kontokorrentkredit von PostFinance. «So müssen wir zur Finanzierung unseres Wachstums nicht die eisernen Reserven aus dem Privatvermögen anzapfen.» Dank der Finanzierung von PostFinance konnte Mischa Gubler beispielsweise eine grössere Kaffeeröstmaschine kaufen. Und die Firma hat nun auch fürs Biergeschäft genügend flüssige Mittel: «Wie in der Branche üblich, stellen wir den Bars Kühlschränke und Zapfhahnen mit Amboss-Logo zur Verfügung. Ins-

Beratung auf Augenhöhe: Mischa Gubler (l.) und sein PostFinance-Kundenberater Daniel Gradenegger.

besondere für die Umsatzprovisionen für ausgeschenktes Bier müssen wir Ende Jahr liquid sein», erklärt Mischa Gubler. Die dringendste Investition – gerade bezüglich Liquiditätsmanagement – sei jedoch die Anschaffung einer Buchhaltungssoftware gewesen. Heute kümmert sich die Buchhalterin zweimal pro Woche um die Finanzen der Masslos GmbH. «So wissen wir genau, wo wir stehen», meint Mischa Gubler.

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CLEANTECH NEWS Politiker stehen zu Cleantech Bern –Solar Impulse von Bertrand Piccard und der Wirtschaftsverband swisscleantech haben eine Energie Charta lanciert, die allen Kandidierenden der EidgenĂśssischen Wahlen vorgelegt worden ist. Sie sei nun von mehr als 520 Vertretern aller Parteien unterzeichnet. Die Unterzeichner bekräftigten, dass sie mit sauberen Technologien der Wirtschaft neue Dynamik verleihen sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien fĂśrdern wollen. Ăœber viermal mehr Energie Genf – Das neue Werkstattgebäude der Heizplan AG in Gams SG ist mit dem Norman Foster Solar Award fĂźr PlusEnergieBauten ausgezeichnet worden. Damit ging der mit 100.000 Franken dotierte Preis an ein Gebäude, das zu 448 Prozent die Energie erzeugt, die es selbst benĂśtigt. Insgesamt wurden 14 PersĂśnlichkei

(ten, Institutionen in den verschiedenen Kategorien der Schweizer Solarpreise 2011 ausgezeichnet. Sonne macht Gas effizienter Zßrich – Der Zßrcher Maschinenbauingenieur Illias Hischier erhält fßr seinen Sonnenstrahlempfänger den swisselectric research award 2011. Der Empfänger nutzt die Sonnenenergie, um die Effizienz einer Gasturbine zu steigern. Der Maschinenbauingenieur hat den Empfänger im Rahmen seiner Doktorarbeit an der ETH Zßrich entwickelt. Kompetenzzentrum fßr Batterien Meiringen – Auf dem ehemaligen Zeughausgelände in Meiringen ist ein Batteriekompetenzzentrum erÜffnet worden. Die Arbeiten werden unter anderem vom Betreiber des brasilianischen Wasserkraftwerks Itaipu finanziert. Zu den Partnern gehÜren auch die

Mit dem Programm ÂŤpro climaÂť engagiert sich die Post fĂźr die Umwelt (Im Bild ein Elektrofahrzeug fĂźr die Briefzustellung). Foto: www.post.ch

Zum Programm ÂŤpro climaÂť, in dem die Post ihr Engagement fĂźr den Klimaschutz bĂźndelt, gehĂśrt unter anderem auch der Betrieb von 140 Gasfahrzeugen fĂźr die Postzustellung, die mit 100 Prozent Biogas fahren.

Swissgrid gewährt dem Geothermieprojekt in Lavey-les-Bains VD Risikodeckung. Foto: swissgrid.ch

Kraftwerke Oberhasli und die Genossenschaft ese mobility Management. Ziel des Kompetenzzentrums ist es, die Serienproduktion von Salzbatterien zu ermÜglichen. Elektroautos im Angebot Luzern – Die Schweizer CarSharing-Organisation Mobility bietet nun auch Elektroautos an. An acht grossen BahnhÜfen stehen Elektroautos vom Typ Think City zur Verfßgung. Wegen der langen Ladezeit der Batterien werden die Fahrzeuge vorerst nur fßr ganze Tage angeboten. Post setzt auf Solarstrom Bern – Bis 2013 will die Post ihren jährlichen CO2-Ausstoss um 15 000 Tonnen senken. Dafßr sollen Dächer von 20 Betriebsgebäuden mit Photovoltaikanlagen ausgerßstet werden. Zudem rßstet sie ihre Rollerflotte in der Briefzustellung auf Elektrofahrzeuge um.

Geothermieprojekt erhält Risikodeckung Bern – Die Schweizer Netzgesellschaft Swissgrid gewährt zum ersten Mal einem Geothermieprojekt Risikodeckung. Es handelt sich hierbei um eine Anlage in Lavey-les-Bains VD zur Produktion von Strom und Wärme. 2012 sollen die Bohrungen beginnen. Die Risikodeckung wird aus dem Fonds der Kostendeckenden Einspeisevergßtung finanziert wird. Swissgrid ßbernimmt maximal 50 Prozent der effektiven Bohr- und Testkosten, falls die zur Stromproduktion notwendige Temperatur und Wassermenge nicht gefunden werden.

Kreditkarte kompensiert automatisch Zßrich – Der KreditkartenHerausgeber Cornèrcard und das Klimaschutzunternehmen South Pole Carbon lancieren die Climate Credit Card, mit der Emissionen kompensiert werden. Ein Klima-Rechner ermittelt bei jedem Einsatz der Kreditkarte den Ausstoss an Treibhausgasen. Dieser wird von Cornèrcard ßber die FÜrderung von Klimaschutzprojekten kompensiert. Auf die Karteninhaber kommen keine Mehrkosten zu. Kunststoff aus Meerrettich Basel – Forschenden der Universität Basel ist es gelungen, mit einem aus Meerrettich isoliertem Enzym eine Polymerisationsreaktion zur Herstellung von Kunststoffen nachzuweisen. Damit kÜnnen schädliche Katalysatoren in Verpackungsmaterialien fßr Lebensmittel oder in Materialien in der Medizintechnik ersetzt werden.

Die Heizplan AG wurde mit dem Norman Foster Solar Award ausgezeichnet. Foto: Heizplan AG Anzeige

 

 

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PUBLIREPORTAGE

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GE MONEY BANK

Sicher in stürmischen Zeiten Die seit langem anhaltenden Turbulenzen an den Finanzmärkten machen risikoarme, transparente sowie verständliche Anlagen im Franken-, Geld- und Kapitalmarkt immer attraktiver.

schliesslich zur Refinanzierung des Kerngeschäfts in der Schweiz verwendet (Privatkredite, Leasing, Kreditkarten). Durch die Konzentration auf das traditionelle Geschäft und den Verzicht auf Hypotheken, strukturierte Produkte und Anlagen in Fremdwährungen bleibt das Risiko auch in den gegenwärtig unruhigen Zeiten vergleichsweise niedrig. Von Anfang 2010 bis Ende Juli 2011 konnten über eine Mrd. Franken an Passivgelder für die GE Money Bank generiert werden.

TEXT MAX MUELLER*

Das Verhalten unserer Kunden zeigt, dass GE Money Bank mit den kompetitiven Konditionen für Kassenobligationen und Festgelder, die sie seit Anfang 2010 im Schweizer Markt anbietet, in diesen unsicheren Zeiten vor allem auch bei institutionellen Investoren voll ins Schwarze getroffen hat. Schweizer Zinslandschaft 2011 Aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und der hohen Bewertung des Franken sind die Schweizer Zinsen 2011 tiefer als im Vorjahr und dürften mittelfristig auf einem tiefen Niveau verharren. Bei längeren Laufzeiten ist es gegenwärtig mit Produkten der GE Money Bank beinahe möglich, die gewünschte Performance der Pensionskassen zu erreichen. Die Massnahmen der SNB gegen die Frankenstärke haben dazu geführt, dass gegenwärtig die Kassenobligationen der GE Money Bank sogar etwas besser rentieren als «Eidgenossen». Da wir die Marktentwicklung aufmerksam verfolgen, sind wir Dank unseres Geschäftsmodells in der Lage, rasch auf allfällige Veränderungen im Zinsgefüge zu reagieren. Deshalb rechnen wir auch weiterhin damit, sehr attraktive Zinskonditionen über dem üblichen Marktdurchschnitt für unsere festverzinslichen Anlagen anbieten zu können. Risikoarme Anlagen bleiben im Schweizer Markt gefragt Die andauernden Unsicherheiten an den Finanzmärkten sorgen dafür, dass risi-

ANLAGEPRODUKTE DER GE MONEY BANK Stand: 17. Oktober 2011 Kassenobligationen Laufzeit Zins* 2 Jahre 1.00% p.a. 3 Jahre 1.50% p.a. 4 Jahre 1.75% p.a. 5 Jahre 2.00% p.a.

Marktdurchschnitt (%)** 0.30% p.a. bis 0.50% p.a. 0.30% p.a. bis 0.50% p.a. 0.40% p.a. bis 0.65% p.a. 0.75% p.a. bis 1.25% p.a.

Festgelder Laufzeit 12 Monate 15 Monate 18 Monate

Marktdurchschnitt (%)** 0.00 % p.a. bis 0.30% p.a. 0.20 % p.a. bis 0.40% p.a. 0.22 % p.a. bis 0.45% p.a.

Zins* 0.60% p.a. 0.70% p.a. 0.75% p.a.

* Indikativ ** Quelle: Bloomberg

Kassenobligationen und Festgelder sind interessante Alternativen für sowohl professionelle als auch private Anleger. Foto: iStock

koarme Anlageprodukte wie Kassenobligationen und Festgelder in der Schweiz anhaltend populär sind. Kassenobligationen und Festgelder mögen heutzutage einfach, gar langweilig erscheinen, bieten aber in unruhigen Zeiten vielen Investoren die gewünschte

Sicherheit sowie eine kalkulierbare Rendite. So beträgt der Bestand der Kassenobligationen bei den Banken in der Schweiz rund 35 Mrd. Franken (Quelle: SNB Statistisches Monatsheft August 2011). Die grössten Emittenten

Die Anlageprodukte – kostengünstig und attraktiv Die gebührenfreie Verwaltung, eine im Konkurrenzvergleich attraktive Zinsstruktur und das gegenwärtige Renditeumfeld bei «Eidgenossen» machen sowohl Kassenobligationen als auch Festgelder zu interessanten Alternativen für professionelle wie auch private Anleger. Dadurch, dass keine versteckten Kosten anfallen, kennt der Investor bereits zum Zeitpunkt seiner Anlage seinen effektiven, jährlichen Zinsertrag und kann bereits dann die Verwendung bei Fälligkeit planen. Zu den Kunden gehören Institutionelle wie Banken, Versicherungen, Krankenund Pensionskassen, sowie grosse und kleine Unternehmen und öffentlich-rechtliche Körperschaften.

sind Kantonal- und Raiffeisenbanken. Risikoarme Refinanzierung Die Mittel, welche der GE Money Bank durch Kassenobligationen und Festgelder neu zufliessen, werden aus-

* Max Mueller ist seit Januar 2010 als Director Institutional Sales bei der GE Money Bank AG. Kontakt: GE Money Bank AG, Bändliweg 20, 8048 Zürich oder institutionals.ch@ge.com.


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OTC-BÖRSE

Drei Aufsteiger im Jahr 2011 Das Börsenjahr neigt sich langsam dem Ende und es kristallisieren sich die ersten Gewinner heraus. Unsere Autoren Fredy Gilgen und Anne-Careen Stolze portraitieren drei Aufsteiger des Jahres 2011.

Visualisierung des neuen Kursaal Terrazo.

KONGRESS + KURSAAL BERN AG

Mit Engagement dem Franken trotzen Für die Kongress + Kursaal Bern AG ist das Jahr 2011 ein ereignisreiches Jahr. Soeben hat der junge Spitzenkoch Markus Arnold ihr Restaurant Meridiano zu neuen 17-PunkteHöhen im Gault-Millaut-Gastroführer gebracht. Im Juni erhielt der Kursaal den Zuschlag für das Casino in Neuenburg - ebenfalls Grund zur Freude, denn das Business mit Roulette und Co. ist lukrativ. Der Kursaal erwirtschaftet zwei Drittel seines Gewinns in diesem Bereich. Hinzu kommt noch das 35 Mio. Franken teure Bauvorhaben: Die denkmalgeschützte Arena und die Bühne werden modernisiert und zudem wird als Highlight das neue Aussichtsfoyer fertig gestellt. Neu werden bis zu 2200 Personen Platz haben. Damit will der Kursaal in den nächsten Jahren zum national führenden Kongressanbieter aufsteigen. Die rege Bautätigkeit, die für Generaldirektor Patrick Scherrer eine lohnende Investition in die Zukunft ist, beeinflusste erwartungsgemäss die Rechnung 2010. Der Konzernumsatz ging um 0,9 Mio. auf 73,3 Mio. Franken zurück. Der Gewinn verminderte sich um 1,4 Mio. auf 4,4 Mio. Franken. Trotzdem wurde eine unveränderte Dividende von 25 Prozent ausgeschüttet. Das turbulente Jahr zeichnete sich auch an der OTC-XHandelsplattform ab. Im ersten Quartal kletterte die Kursaalaktie in drei Monaten um 18,3 Prozent auf 550 Franken. Direkt nach dem Entscheid für das Neuenburger Casino wurde die Aktie prompt für 580 Franken umgesetzt. Aktuell hat sie etwas nachgelassen, liegt aber gegenüber Anfang des Jahres noch um sieben Prozent im Plus. Zudem ist die Kursaalaktie aus turbulenten Zeiten jeweils mit soliden Ergebnissen heraus gegangen. Das verdankt der Kursaal sicherlich auch der positiven Entwicklung des Eigenkapi-

tals. Mit einem Plus von 2,9 Mio. Franken liegt es nun bei 38,5 Mio. Franken - ein Rekord in der über 100-jährigen Unternehmensgeschichte. Erstmals beträgt die Eigenmittelquote hohe 73,3 Prozent. Eine grosse Herausforderung für den Kursaal ist der starke Franken. «Für die Hotellerie sind die Rahmenbedingungen alles andere als günstig, wir spüren die konjunkturellen Schwankungen deutlich», sagt Scherrer. Dennoch ist er zuversichtlich. «Im Kongressgeschäft generieren wir unseren Umsatz hauptsächlich in der Schweiz.» Die Krise in Europa mache sich insofern bemerkbar, als dass betroffene Kunden ihre Veranstaltungsbudgets teils kürzen müssten und noch preisbewusster würden. Wachstumspotenzial sieht Scherrer im Städtetourismus: «Da befinden wir uns in einer komfortableren Situation als die Bergregionen. Zudem profitieren wir von unserem Geschäftsmodell mit Hotel, Gastronomie, Casino, Kongressen und Veranstaltungen unter einem Dach.» (acs)

KONGRESS UND KURSAAL BERN IN ZAHLEN Umsatz in Mio Fr. Gewinn Mio Fr. Dividendenrendite in % KGV KUV Buchwert je Aktie in Fr. Kurs in Fr. 6.10.11 * Schätzungen ZU

2010 73.3 4.4 2.0 9.9 0.6 839

2011 * 73 4 2 10 0.6 850 524


GELD l UZ ZÜRCHER OBERLAND MEDIEN (ZOM)

Kräftig im Aufwind

Foto: zVg / Zahlenquelle OTC-X

Die Aktien der Zürcher Oberland Medien (ZOM) gehören zu den spektakulärsten Aufsteigern des Nichtkotierten-Handels in den vergangenen zwölf Monaten. Innerhalb dieser Periode hat sich der Kurs nämlich fast verdreifacht. Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Dank der guten Branchenkonjunktur und Synergiegewinnen aus der engeren Zusammenarbeit mit der Hauptaktionärin Tamedia winken weitere Kursgewinne. Die Kooperation mit dem Zürcher Medienkonzern ist Ende des letzten Jahres bis ins Jahr 2019 festgeschrieben worden. Sie ermöglicht es, die hohen Betriebskosten, die hauptsächlich wegen des kostenintensiven Druckzentrums anfielen, künftig deutlich zu senken. Das bisher gemeinsam mit den Zürcher Landmedien betriebene Druckzentrum konnte bereits vor einem halben Jahr geschlossen werden Im ersten Halbjahr 2011 stieg der ZOM-Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent auf 14,3 Mio. Franken und der Betriebsgewinn gar um fast die Hälfte auf 1,2 Mio. Dazu kommt noch ein ausserordentlicher Ertrag aus einem Liegenschaftsverkauf von 2,2 Mio. Franken. Für das Umsatzplus im ersten Semester waren ausschliesslich die Inseratenverkäufe verantwortlich, die um 7,2 Prozent auf 8,9 Mio zulegten. Die Abonnementseinnahmen sanken dagegen um knapp zwei Prozent auf 5,1 Mio. Franken. Für das Gesamtjahr rechnet das Medienhaus mit einem Umsatz von 28,4 Mio. (+18 Prozent) und einem Gewinn von vier Mio. (+166 Prozent). Ein wichtiger Grund für diese Zuversicht: Die aktuellen Ebit- und Ebitda-Margen liegen klar über jenen des Vorjahres und über dem derzeitigen Budget.

Oberstes Ziel des Medienunternehmens ist aber nicht eine maximale Rendite, sondern der Erhalt der wirtschaftlichen und publizistischen Unabhängigkeit. Deshalb hat der ZOM-Verwaltungsrat beschlossen, den Restbestand an eigenen Aktien öffentlich einem breiten Publikum zum Kauf anzubieten. Dabei müssen die statutarischen Vinkulierungsbestimmungen eingehalten werden. Sie legen im Wesentlichen fest, dass ein Erwerber nicht mehr als zwei Prozent der Gesamtzahl der Aktien auf sich vereinigen darf. Die Titel mit einem Nominalwert von 100 Franken wurden dem Publikum bis Ende Oktober zum Preis von 760 Franken angeboten. Vorgesehen ist, dass die Aktionäre künftig 30 und 40 Prozent des Free Cashflow als Dividende erhalten. Dieser dürfte in den Jahren 2011 bis 2013 zwischen 2,3 und drei Mio. Franken betragen, was sehr attraktive Ausschüttungen zwischen 40 und 70 Franken pro Aktie erlauben würde. Bis zum öffentlichen Kaufangebot zählte das ZOM-Aktionariat rund 470 AktionärInnen. Ausser dem Verlagshaus Tamedia, das seit Ende des letzten Jahres mit knapp 38 Prozent beteiligt ist, vereinigt kein Aktionär mehr als zwei Prozent der Aktien auf sich. Die ZOM-Aktien werden mit der ZKB als Market-Maker ausserbörslich gehandelt. (fg)

ZÜRCHER OBERLAND MEDIEN IN ZAHLEN Umsatz Mio Fr. Gewinn Mio Fr. Dividendenrendite in % KGV Buchwert je Aktie in Fr. Kurs in Fr. 6.10.11

GRIESSER HOLDING

Licht unter den Scheffel gestellt Die im Storengeschäft tätige Griesser-Gruppe mit Sitz in Aadorf (TG) hat ihr Licht bisher eindeutig unter den Scheffel gestellt. Gemessen an ihren Verkäufen und der Beschäftigtenzahl gehört das Familienunternehmen nämlich zu den Grossen im Land. Mit einem Marktanteil von gut einem Viertel ist sie in der Schweiz eindeutige Marktleaderin in ihrer Branche. Auch europaweit zählt die traditionsreiche Gruppe zu den führenden Anbietern von Sonnenschutzsystemen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichten die Verkäufe der Griesser-Gruppe knapp 300 Mio. Franken. Gegenüber dem Vorjahr resultierte trotz dem harten Franken ein Plus von 8 Prozent. Der Jahresgewinn stieg 2010 sogar um satte 38 Prozent auf 12,5 Mio. Franken. Auch für das laufende Jahr zeigen sich die Unternehmensverantwortlichen zuversichtlich. Zurzeit wird das klassische Familienunternehmen in vierter Generation von Walter Strässle geführt. Betrieben wird das Geschäft an 18 Standorten mit eigener Montage. Im Ausland arbeitet Grieser in 15 Ländern mit dem Fachhandelsgeschäft zusammen. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schüttet die Griesser Holding eine Dividende von 15 Prozent sowie zusätzlich eine Jubiläumsdividende von fünf Prozent aus. Das ergibt zwar nur eine bescheidene Rendite von etwas mehr als einem Prozent. Mit einem Kurs/Gewinnverhältnis von acht ist die Griesser-Aktie aber günstig bewertet und verfügt noch über ein stattliches Kurspotenzial. Gründung vor 130 Jahren Die Basis für das heutige Traditionsunternehmen legte Firmengründer Anton Griesser schon 1882 mit dem Kauf einer

Werkstatt in thurgauischen Aadorf. Seither ist Griesser ein Familienunternehmen geblieben und hat sich seine Unabhängigkeit bis heute bewahrt. Die Aadorfer können auch mit gutem Recht von sich behaupten, regelmässig mit echten Innovationen aufzuwarten. 1949 führte es die ersten flexiblen Rafflamellenstoren ein, in den 1970er Jahren folgte die Erfindung der Faltrollladen. Für diese Neuentwicklung erhielt das Unternehmen 1975 an der internationalen Baumesse Batimat in Paris einen Innovationspreis. Ebenfalls Mitte der 70er Jahre übernahm Griesser die in Dübendorf ansässige Elektronikfirma Multronic AG (heute Griesser Electronic AG). Diese ist in der Entwicklung und Herstellung von Steuerungssystemen tätig. 1991 übernahm Griesser sodann den 1960 gegründeten deutschen Markisenhersteller Weinor mit seinen zwei Werken in Köln und Magdeburg. Vor zwei Jahren wurde Griesser ausserdem mit dem KMU-Preis der kantonalen FDP ausgezeichnet. Dies für die Anstrengungen in Energieeffizienz und im Umweltschutz. (fg) GRIESSER IN ZAHLEN Umsatz Mio Fr. Gewinn Mio Fr. Dividendenrendite in % KGV KUV Buchwert je Aktie in Fr. Kurs in Fr. 6.10.11 * Schätzungen ZU

l Nr. 11 l 2011 l 31

2010 300 12.5 1.1 8.3 0.4 1228

2011 * 320 15 1.2 8.0 0.4 1250 1250

2010 24.1 1.5 2.5 22.2 410

2011 28.5 4.0 5 4 440 800


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l Nr. 11 l 2011 l 33

CARE MANAGEMENT

Wiedereingliederung lohnt sich Es ist nicht immer einfach, Mitarbeitende nach Krankheit oder Unfall wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern. Durch die Unterstützung eines Care Managements reduzieren sich der organisatorische Aufwand und das finanzielle Risiko.

arbeitende dank finanzieller Beiträge der Invalidenversicherung umgeschult und eingearbeitet werden. Der Care Manager von der SWICA Gesundheitsorganisation koordinierte die Angelegenheit mit der Invalidenversicherung und regelte die administrativen Belange. Durch seine Erfahrung konnte er die Chancen des Angestellten, in einer neuen Tätigkeit im Betrieb wieder Fuss zu fassen, abschätzen. Die Wiedereingliederung gelang: Der Fachmann überwacht heute die Baustellen schweisstechnisch und kann die meisten Arbeiten vom Büro aus erledigen.

TEXT JASMIN LIOLIOU

Ein 52-jähriger Schweissfachmann und Rohrschlosser ist langjähriger Mitarbeiter eines Anlagen- und Rohrleitungsbauunternehmens. Die schwere körperliche Arbeit auf der Baustelle ging nicht spurlos an ihm vorbei. Er erlitt einen schweren Bandscheibenvorfall und musste sich bald einer Operation und Rehabilitation unterziehen. Die körperlich schwere Arbeit konnte er nicht mehr leisten. Der Arbeitgeber stand vor einem Problem: Sein Mitarbeiter leistete viele Jahre sehr gute Arbeit, verfügte über wertvolles, aber zu spezifisches Fachwissen. Wie sollte er den Mitarbeiter wieder eingliedern? Eine solche Situation kann auf jedes Unternehmen zutreffen. Besonders KMU sind auf langjährige Fachkräfte angewiesen. Der Mangel an Fachkräften nimmt durch die demographische Entwicklung zu. Die berufliche Integration von er-

krankten Mitarbeitenden wird deshalb immer wichtiger. Für die meisten Betriebe ist eine Wiedereingliederung mit finanziellen Risiken und organisatorischem Aufwand verbunden. Es gibt jedoch kompetente Unterstützung. Koordination mit Invalidenversicherung Einige Krankentaggeld- und Unfallversicherer bieten Care Managements an. Hierbei werden sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer über die Möglichkeiten einer beruflichen Wiedereingliederung nach einer Krankheit oder einem Unfall beraten. Während der Eingliederungszeit ist der Arbeitnehmer in der Regel nicht sofort zu 100 Prozent einsetzbar. Sind bestimmte Voraussetzungen gegeben, beteiligt sich die Invalidenversicherung an den Lohnkosten während der Einarbeitungszeit. Im geschilderten Beispiel konnte der Mit-

Es mangelt heute an guten Fachleuten. Berufliche Integration wird auch für ältere Mitarbeiter nach Krankheit oder Unfall immer wichtiger. Foto: zVg

Administrative Entlastung Je früher ein erkrankter Arbeitnehmer unterstützt wird, desto besser sind die Chancen für eine erfolgreiche berufliche Integration. Langzeitabsenzen sollten möglichst verhindert werden. Wichtig ist, dass die Betriebe die Krank- und Unfallmeldungen so rasch als möglich der Versicherung übermitteln und nicht erst nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Wartefrist. Für einige Firmen ist der administrative Aufwand gross, für jede Krank- und Unfallmeldung ein Formular auszufüllen und an die Versicherung zu senden. Um den Meldprozess zu vereinfachen, stellen die meisten Versicherer ihren Kunden eine elektronische Plattform zu Verfügung. Sie werden so administrativ entlastet und die Krankentaggeld- und Unfallversicherung ist frühzeitig informiert. Sozialpartnerschaftlicher Mehrwert «Als neutrale Fachperson gelingt es dem Care Manager meist besser, eine schwierige Situation zu lösen», sagt Roger Ritler, Leiter SWICA Care Management. «Er nimmt mit dem Betroffenen Kontakt auf und bietet ihm seine Unterstützung an. Dazu kann er auf ein breites Netzwerk von Spezialisten, Ärzten und Gesundheitszentren zurückgreifen.» Die SWICA Gesundheitsorganisation bietet den versicherten Betrieben das Care Management kostenlos an. Das Care Management senkt Absenz- und Sozialkosten und schafft einen sozialpartnerschaftlichen Mehrwert. Infos und Kontakt Roger Ritler, Leiter Care Management Telefon 052 244 27 60, roger.ritler@swica.ch


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l Nr.11 l 2011

UZ l GELD Foto: Bilderbox.de

INVESTITION

Von der Energiewende profitieren Seit der Atomkatastrophe von Fukushima hat besonders in Europa ein Umdenken stattgefunden. In Deutschland sollen nun 2022 die letzten Atommeiler endgültig vom Netz gehen. In der Schweiz beginnt die stufenweise Abschaltung 2019 und endet voraussichtlich 2034.

VON JÖRG ZEUNER

DR. JÖRG ZEUNER Der Autor ist Chief Economist der VP Bank Gruppe. Dort leitet er das Research und die Produktselektion und ist Vorsitzender des Anlageausschusses. joerg.zeuner@vpbank.com

Derzeit wird rund 40 Prozent des Schweizer Strombedarfs durch Atomstrom gedeckt. Der Anteil erneuerbarer Energien ohne Wasserkraft liegt gerade mal bei einem Prozent. Um den Atomstrom zu ersetzen, konzentriert sich der Bundesrat auf drei Säulen: Ausbau der Wasserkraft, Aufbau neuer Energieformen sowie Energieeffizienz sprich Strom sparen. Anleger, die an der Energiewende partizipieren wollen, setzen meist direkt auf Unternehmen

des erneuerbaren Energiesektors. Beliebt sind Hersteller von Solar- oder Windkraftanlagen. Doch aufgepasst: Alleine aufgrund des Marktpotenzials sollte nicht auf die Aussichten eines Unternehmens beziehungsweise seines Aktienkurses geschlossen werden. Die Begeisterung für eine Technologie kann dazu führen, dass fundamentale Aktienbewertungen schlicht ignoriert werden. Eine Tatsache, welche Investoren gerade in den letzen Monaten schmerz-

lich erfahren mussten. Mittlerweile hat sich die hohe Bewertung zwar deutlich abgebaut, Konkurrenz aus China und potenzielle Kürzungen von Förderungen lasten jedoch weiter auf der von Subventionen abhängigen Branche. Energieeffizienz und Erdgas als Investitionsalternativen Weniger populär, aber ebenso vielversprechend und deutlich risikoärmer, sind Anlagen in Unternehmen der Energieeffizienzbranche. Diese sind weniger von staatlichen Unterstützungen abhängig, erwirtschaften einen positiven Cash Flow und haben ein tragfähiges Geschäftsmodell, das sich in der

Vergangenheit bereits bewährt hat. Ein schneller Energiewandel ist mit den erneuerbaren Energien (noch) nicht zu bewerkstelligen. Die Abkehr von der Atomenergie hierzulande hat jedoch ein klar definiertes Ziel. Es braucht deshalb eine Überbrückungstechnologie wie beispielsweise Erdgas. Dank neuer, alternativer Schiefergasvorkommen verbindet es hohe Versorgungssicherheit mit ökonomischer Nutzung. Der CO2-Austoss von Erdgas ist deutlich tiefer als bei anderen fossilen Energiequellen – eine Lösung, die sowohl für Konsumenten als auch Investoren mehr als eine Übergangslösung sein könnte. Anzeige

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l Nr. 11 l 2011 l 35

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VON TIFFANY BURK

TIFFANY BURK Die Autorin ist Analystin bei der Firma Ruesch Travelex, die mit GlobalPay ein innovatives Online-System zur strategischen Abwicklung von internationalen Zahlungen offeriert. Telefon: 0848 80 42 42 Tiffany.burk@travelex.com www.travelexbusiness.com/ch-de

Der Schweizer Franken wurde von der Nationalbank in eine Warteschlaufe verbannt. Kein Wunder, denn die missglückten Versuche in den Jahren 2009 und 2010, einer Stärkung des Frankens entgegen zu wirken, haben zu einem Verlust von fast 20 Mrd. Franken geführt. Die Entscheidung der Nationalbank, in diesem Jahr bloss ein minimales Kaufangebot auf den Euro/Franken abzugeben, ist somit absolut nachvollziehbar. Der Chef der Nationalbank, Philipp Hildebrand, kam wegen der grossen Verluste schon unter scharfen Beschuss und zeitweise wurden sogar Stimmen laut, die seinen Rücktritt forderten.

Aber all dies änderte sich im dritten Quartal dieses Jahres, nachdem die Regierung der Nationalbank grünes Licht gab, um den Höhenflug des Frankens aufzuhalten. Diese Unterstützung bestärkt die Nationalbank noch mehr in ihrer Absicht, das Niveau von 1.20 zu halten. Das Handeln der Politiker könnte zudem durch die bevorstehenden Wahlen im Oktober beeinflusst gewesen sein. Klar ist aber, dass ein Fall unter das Niveau von 1.20 die Glaubwürdigkeit der Nationalbank bedrohen würde. Es lässt sich nun mutmassen, dass der Schweizer Franken nicht über die 1.20-Grenze gegenüber dem Euro steigen wird,

was wiederum eine Stärkung des Frankens gegenüber anderen Währungen eingrenzt. Investoren und Spekulanten werden es somit nicht unversucht lassen, die Entschlossenheit der Nationalbank zu testen. Der sichere Stand des Frankens wurde zwar durch die politischen Entscheidungen der Nationalbank ins Wanken gebracht, ökonomische Daten zeigen aber noch immer eine relativ starke Wirtschaft im Herzen von Europa. Zwei weitere Ereignisse in diesem Jahr könnten dazu beitragen, dass der Franken als sicherer Wert nicht mehr Stand halten kann. Erstens, die Schweizer Regierung hat mit Deutschland einen Vertrag

Foto: Bilderbox.de

Zur Standhaftigkeit des Frankens abgeschlossen, der dabei helfen soll, deutsche Steuerschwindler aufzudekken. Es wird gemutmasst, dass bis zu 150 Mrd. Franken von Deutschen auf Schweizer Bankkonten liegen. Zweitens könnten die negativen Schlagzeilen in Bezug auf das Investment Banking der UBS die Regierung zu mehr Regulierungen führen. Die beiden Ereignisse werden die Behörden sicherlich zu mehr Interventionen verleiten, welche die Aussicht auf ein Wachstum weiter schmälern.

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l Nr.11 l 2011

UZ l WEITERBILDUNG

Salärstudie 2011/2012: Zu den bestverdienenden HF-Absolventen gehören Informatiker.

Foto: bilderbox.de

ODEC SALÄRSTUDIE 2011/2012

Erfolgsmodell Höhere Fachschule Während die öffentlichen Investitionen in Höhere Fachschulen unterdurchschnittlich ausfallen, wird das Studium in vielen Bereichen privat finanziert. Die Karriere- und Verdienstchancen der HF-Absolventen sind jedoch erfreulich. Dies belegt die aktuelle Salärstudie des ODEC (Schweizerischer Verband der diplomierten Absolventen HF).

TEXT CORINNE PÄPER

Bildungsgänge der Höheren Fachschulen (HF) zeichnen sich durch ihren starken Bezug zum Arbeitsmarkt auf – so werden beispielsweise Vorgaben zur Gestaltung der Bildungsgänge HF von Vertretern der Wirtschaft und der Bildungsanbieter gemeinsam erarbeitet. Durch diese Vorgehensweise werden Qualifikationsanforderungen rapide an die Bedürfnisse der Wirtschaft angepasst und Studenten befähigt, nach Abschluss ihres Studium methodisch und vernetzt zu denken sowie Fach- und Führungsverantwortung zu übernehmen. Bildungsgänge der Höheren Fachschulen (acht Bereiche mit 33 Fachrichtungen) werden zusammen mit den eidgenössischen Berufsprüfungen und

den Höheren Fachprüfungen unter dem Begriff «Höhere Berufsbildung» zusammengefasst und im Bildungssystem Schweiz im Bereich «Tertiär B» eingestuft. Finanzierung weitgehend Privatsache 2009 haben Bund und Kantone 347 Mio. Franken in die Höheren Fachschulen (HF) investiert, oder rund 16 000 Franken pro Student und Jahr, das ist weniger als die Hälfte dessen, was für Absolventen von Fachhochschulen (FH) an Geldern ausgeschüttet wird. Je nach Fachbereich fallen die Subventionen jedoch unterschiedlich stark aus. Während Bildungsgänge im Gesundheitswesen, der Landwirtschaft und der Wald- und Forstwirtschaft stark subventioniert sind, werden Bildungs-

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l Nr. 11 l 2011 l 37

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gänge der Wirtschaft (z.B. Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik) hauptsächlich von privaten Organisationen angeboten. Studenten und Arbeitgeber tragen in diesen Bereichen den grössten Teil der Studienkosten selbst, wobei sich Arbeitgeber grosszügig zeigen: So werden rund 60 Prozent der Studenten in der Höheren Berufsbildung von ihrem Arbeitgeber in zeitlicher oder finanzieller Form unterstützt. Dies zeigt eine Studie des Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS).

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Verdienst- und Karrierechancen erfreulich – aber unterschiedlich Nach Abschluss ihres Studiums verdienen Absolventen Höherer Fachschulen gemäss der aktuellen HF-Salärstudie 2011/2012 des ODEC (2 164 Teilnehmer) durchschnittlich 82 600 Franken und steigern ihr Einkommen innerhalb von zehn Jahren auf rund 104 700 Franken. Die Verdienstchancen variieren nach Studienrichtung jedoch erheblich. Ein durchschnittlich 30.9 jähriger Betriebswirtschafter erhält beispielsweise nach Abschluss seines Studiums ein Jahressalär von rund 91.400 Franken, im Alter von 37,9 Jahren und weiteren 7,4 Jahren Berufspraxis sogar 118 100 Franken. Zu den bestverdienenden HF-Absolventen gehören Informatiker mit einem Durchschnittseinkommen von 109 000 Franken. Nach Branche aufgeschlüsselt, bezahlen Banken und Versicherungen mit durchschnittlich 111 000 Franken, die öffentliche Verwaltung sowie Transport, Verkehr und Nachrichten mit 106 000 Franken die höchsten Löhne. Auch regional sind die Spannbreiten zwischen den Löhnen gross; im Bereich «Informatikdienste» erhält ein Tessiner beispielsweise 13,7 Prozent weniger Lohn als der gesamtschweizerische Durchschnitt. Bei Lohnerhöhungen werden hingegen nicht alle HF-Absolventen gleich berücksichtigt; Spezialisten und Kaderangehörige erhalten deutlich häufiger Lohnerhöhungen als Personen ohne Führungsfunktion. Während 60 Prozent der Angehörigen des Kaders oder der Projektleiter im vergangenen Jahr bei Lohnerhöhungsrunden berücksichtigt wurden, waren es bei den Sachbearbeitern nur 47 Prozent.

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Corinne Päper ist Marketing- und Kommunikationsverantwortliche beim ODEC, dem Schweizerischen Verband der diplomierten Absolventinnen und Absolventen Höherer Fachschulen. www.odec.ch Bezug der Salärstudie: www.odec.ch/salaer

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l Nr.11 l 2011

UZ l KOMMUNIKATION

Auf dem Schweizer Markt sind 300 bis 400 verschiedene Business-Software-Produkte verfügbar.

BUSINESS-SOFTWARE-STUDIE 2011

Die Software im Unternehmen Die Business-Software-Studie 2011 der Fachhochschule Nordwestschweiz zeigt auf, wie KMU und andere Schweizer Organisationen ihre zentralen Geschäftsprozesse mit Software unterstützen. Auch die Einstellungen zu Cloud Computing und Mobile Computing wurden untersucht.

TEXT UWE LEIMSTOLL UND MICHAEL H. QUADE

Die Unterstützung zentraler Geschäftsprozesse mit geeigneter Software ist heute auch in kleineren Unternehmen von immenser Bedeutung. Die Qualität, die Geschwindigkeit und natürlich auch die Kosten der betrieblichen Abläufe werden entscheidend von der Software beeinflusst. Und damit fallen Entscheidungen nicht leicht: Welche Tätigkeitsbereiche sollen mit spezialisierter Software unterstützt werden? Welches Softwareprodukt passt optimal zu unserem Unternehmen? Welcher Anbieter ist der optimale Partner für uns? Die Business-Software-Studie 2011 der Fachhochschule Nordwestschweiz kann auf diese Fragen natürlich keine Antwort geben. Aber sie hat sich mit der Softwareausstattung von KMU mit zehn bis 250 Beschäftigten und auch von Kleinstunternehmen mit einem bis unter zehn Beschäftigten auseinandergesetzt. Mit fundierten Zahlen aus einer Befragung von 1.024 Personen in leitender Funktion liefert die Studie eine Übersicht über die am weitesten verbreiteten Softwareprodukte und über die Abdeckung verschiedener Tätigkeitsbereiche. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem speziellen, aber umfassenden Gebiet der Business-Software. Business-Software – auch betriebswirtschaftliche Software genannt – deckt sowohl die klassischen Bereiche wie Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Auftrags-

abwicklung ab als auch die neueren Konzepte wie Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und Lieferantenbeziehungsmanagement (SRM). Die Studie untersucht ausserdem die künftige Entwicklung der Investitionen im Bereich der Business-Software sowie die Einstellung der Schweizer KMU zum Cloud Computing und den Stand des Mobile Computing. Umfassende Unterstützung Die Softwareunterstützung in den klassischen betriebswirtschaftlichen Prozessbereichen erreichte in Schweizer KMU schon vor einigen Jahren ein sehr hohes Niveau. Im Vergleich dazu kann in der aktuellen Business-Software-Studie 2011 kein nennenswerter Anstieg in der Softwareabdeckung mehr erkannt werden. Die sekundären Prozessbereiche Finanzbuchhaltung und Personalwesen/Lohnbuchhaltung werden praktisch in allen KMU mit Software unterstützt. Rund 90 Prozent der KMU tun dies selbst, die übrigen zehn Prozent überlassen es externen Dienstleistern (z.B. einem Treuhänder). Zu den am häufigsten unterstützten Tätigkeiten zählt ausserdem der primäre Prozessbereich Auftrags- und Projektabwicklung. Rund 85 Prozent der KMU unterstützen ihn mit betriebswirtschaftlicher Software oder auch mit Office-Anwendungen. Zu den Prozessbereichen, die nicht so häufig unterstützt werden, zählen einerseits Einkauf, Beschaffung und Lieferantenbeziehungsmana-


KOMMUNIKATION l UZ

l Nr. 11 l 2011 l 39

BUSINESS SOFTWARE*

Grafikquelle: zVg / Foto: Bilderbox.de / zVg

BESCHREIBUNG DER STUDIE Die Business-Software-Studie 2011 wurde vom Kompetenzschwerpunkt E-Business des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW konzipiert und durchgeführt. Sie bezieht Unternehmen und andere Schweizer Organisationen mit ein bis 250 Beschäftigten, gemessen in Vollzeitäquivalenten, der Wirtschaftssektoren zwei (Industrie) und drei (Dienstleistungen) ein. Die Fragen wurden gemeinsam mit Forschungspartnern aus der Wirtschaft erarbeitet, um die Praxisrelevanz und Aktualität der Themen gewährleisten zu können. Das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen DemoSCOPE AG führte im Frühjahr 2011 1.024 auswertbare telefonische Interviews durch. Zielpersonen waren Führungskräfte, insbesondere IT-Verantwortliche und Geschäftsführer. Weitere Informationen: www.fhnw.ch/iwi/bss

gement und andererseits Marketing und Vertrieb. Nur rund 60 Prozent der KMU sagen aus, diese Bereiche mit Software zu unterstützen. Deutlich niedriger ist die Softwareabdeckung in den Kleinstunternehmen. Der Abdeckungsgrad mit Software erreicht dort nur 40 bis 80 Prozent. Der Prozessbereich, den Kleinstunternehmen am häufigsten selbst unterstützen, ist die Auftrags- und Projektabwicklung, gefolgt von Finanzbuchhaltung und Personalwesen/Lohnbuchhaltung. Bei letzteren betreibt und nutzt ausserdem in 20 Prozent der Fälle ein Treuhänder oder ein anderer externer Dienstleister die Software. Zu den am wenigsten unterstützten Tätigkeitsbereichen zählen auch in den Kleinstunternehmen Einkauf, Beschaffung und Lieferantenbeziehungsmanagement sowie Marketing und Vertrieb. Wenige grosse und viele kleine Anbieter Auf dem Schweizer Markt sind 300 bis 400 verschiedene Business-Software-Produkte verfügbar. Im Bereich der Finanzbuchhaltung kommt ABACUS in den KMU auf einen Anteil von rund 20 Prozent. Bei den Kleinstunternehmen sind Produkte aus dem Hause Sage mit knapp 20 Prozent

führend. Auf den weiteren Plätzen folgen SAP und Microsoft Dynamics. Bei den kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten kommen neben Sage und ABACUS auch Banana, WinBiz, BusPro und Crésus auf beachtliche Marktanteile. Im Bereich der Auftragsabwicklung dominieren bei den Firmen mit weniger als 50 Beschäftigten Microsoft-Office-Anwendungen und bei den grösseren KMU ab 100 Beschäftigten SAP, ABACUS und Microsoft Dynamics. Investitionen Für die Beschaffung betrieblicher Software gaben Schweizer KMU im Geschäftsjahr 2010 im Durchschnitt zwischen 2.342 und 3.152 Franken pro Mitarbeitende/n aus (eingeschlossen sind Ausgaben für Lizenzen, Schulung und Beratung). Diese Werte werden allerdings von einzelnen Unternehmen stark nach oben beeinflusst, die grössere Investitionen tätigten, wie zum Beispiel die Ablösung oder Neubeschaffung von Softwaremodulen oder gar kompletten ERP-Systemen. Der Median, das ist der Wert in der Mitte aller Nennungen, liegt zwischen 1.071 und 1.250 Franken, also deutlich niedriger. Die dicht beieinander liegenden Werte zeigen ausserdem an, dass die durchschnittliche Höhe der Investitionen pro Mitarbeitende/n sich kaum zwischen den kleineren und den grösseren Unternehmen unterscheidet. Cloud-Computing Um Cloud-Computing-Dienste nutzen zu können, müssen Unternehmen bereit sein, Rechnersysteme ausserhalb des Unternehmens zu nutzen oder Daten ausserhalb des Unternehmens zu speichern. Ein Blick auf die aktuelle Situation macht deutlich, dass Schweizer KMU noch zurückhaltend gegenüber Cloud Computing sind. Mehr als 80 Prozent der untersuchten Kleinstunternehmen und KMU betreiben ihre Business-Software ausschliesslich auf internen Rechnersystemen. Immerhin wären künftig knapp 40 Prozent der KMU bereit, betriebliche Software zu nutzen, die auf Rechnersystemen im Internet betrieben wird. Für die Zukunft kündigen die Ergebnisse also ein gewisses Potenzial an. Aber mit einem Ansturm auf Cloud Computing kann – zumindest im Bereich von Business-Software – in naher Zukunft nicht gerechnet werden.

ABACUS Sage MS Dynamics SAP WinBiz Eigenentwicklung MS Office Banana BusPro Ruf Informatik GIT S.A. SelectLine Lobos ProConcept ERP Oracle Europa 3000 Domis Soreco Brönnimann Heimsoft Dialog IBM AS/400 TOP BAU IFAS I2 Polynorm Mirus PEPE Finanz Rimo Crésus Quorom Software Q3 Software Andere * Produkte auf dem Schweizer Markt im Bereich Finanzbuchhaltung; KMU mit 10 bis 250 Beschäftigten

DIE AUTOREN Prof. Dr. Uwe Leimstoll ist Dozent für Wirtschaftsinformatik und E-Business am Institut für Wirtschaftsinformatik FHNW, Kompetenzschwerpunkt E-Business. Michael H. Quade M.Sc. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim gleichen Kompetenzschwerpunkt.


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UZ l KOMMUNIKATION

TECHNOLOGIE

online Services setzen KMU bereits ein erstes und zugleich starkes Zeichen hinsichtlich ökologischen Bewusstseins. So nutzen die verschiedenen Provider auf unterschiedliche Art und Weise die vorhandenen Energieressourcen. Im Idealfall wird der komplette Energiebedarf eines Anbieters aus erneuerbaren Ressourcen gedeckt. Selbstverständlich steht in erster Linie die Qualität der Produkte und Dienstleistungen eines Providers im Zentrum.

einzelnen Geräten werden jedoch immer kleiner. Eine ökologisch interessante Möglichkeit ist es deshalb, jene Produkte zu favorisieren, welche bei der Herstellung und dem Betrieb möglichst schonend mit Ressourcen umgehen. Damit die Transparenz solcher Kriterien gegenüber den Konsumenten grösser wird, führen immer mehr Hersteller sowie Provider Klassifizierungssysteme über die Herstellungsenergie oder den Stromverbrauch bei der Nutzung ein. Der Kunde kann die Modelle nach ökologischen Kriterien vergleichen und leistet mit seinem Entscheid etwas für die Umwelt.

Ökologische Kriterien Die Auswahl an Produkten zur Kommunikation, dem Datenaustausch und der IT ist mittlerweile riesig, die Unterscheide zwischen den

Ressourcenschonung durch Virtualisierung Nicht zuletzt können KMU in ihrem Arbeitsalltag mit einfachen Mitteln mithelfen, die Umweltbelastung

Mehr Nachhaltigkeit VON ANDRÉ CARADONNA

ANDRÉ CARADONNA Der Autor ist Produktspezialist von Swisscom und beantwortet Fragen zur Informationsund Kommunikationstechnologie. vernetzt@unternehmerzeitung.ch

Ereignisse mit ökologisch gravierenden Auswirkungen haben mein Gewissen zur Nachhaltigkeit sensibilisiert. Wie kann ich selber ohne zusätzlichen Aufwand und Kosten einen Beitrag zur Umwelt leisten? Bei der unternehmerischen Entwicklung liegt der Fokus auf der Optimierung von Kosten und Prozessen, als auch der Absatzentwikklung. In diesem Umfeld sind Überlegungen zu ökologischen Fragestellungen eher zweitrangig. Dabei wird gerne vergessen, dass sich unternehmerische Entwicklung und ökologisches Bewusstsein keinesfalls ausschliessen müssen. Mit der Wahl des Providers für die Telekommunikationsdienstleistungen und

zu reduzieren. Beispielsweise können Telefonate durchgeführt werden, statt die Reise zu auswärtigen Besprechungen anzutreten. Weiter besteht die Möglichkeit, auf eine eigene IT-Infrastruktur zu verzichten und dafür Mietmodelle zu nutzen. Konkret wird hierbei auf einen eigenen Server im Unternehmen verzichtet, die entsprechenden Dienstleistungen werden bei einem spezialisierten Anbieter eingekauft bzw. gemietet. Weil solche Server von mehreren Kunden geteilt werden, hat das für KMU nicht nur einen tieferen Stromverbrauch, sondern auch einen finanziellen Vorteil zur Folge.

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PUBLIREPORTAGE P RO CO N C E P T E R P VO N S O LVA X I S

Einwandfreies Funktionieren Die besten Softwarelösungen bringen keinen Mehrwert für ein Unternehmen, wenn Mitarbeitern das produktspezifische wie fachliche Know-How fehlt. Als Partnerin garantiert SolvAxis Verfügbarkeit, Kompetenz und Effizienz in der Umsetzung der ihr anvertrauten Projekte. Roman Siegfried, Leiter Logistik/Produktion der Witschi Electronic AG, über die Vorteile von SolvAxis.

Würden Sie Ihr Unternehmen und seine Tätigkeitsbereich kurz vorstellen? Witschi Electronic ist weltweit führend in der Herstellung von Mess- und Prüftechnologien für Uhrenservice, Uhrenproduktion und andere mechanische und elektrische Grössen. Das Unternehmen wurde 1947 gegründet. Neben einem kompetenten und vorausschauenden Entwicklungsteam wird mit einem umsichtigen Unterhalts- und Reparaturdienst für grösstmögliche Kundenzufriedenheit gesorgt. Seit wann sind Sie Kunde von SolvAxis? Die ProConcept ERP wurde bei uns im Juni 1999 eingeführt. Warum haben Sie SolvAxis gewählt? Der ausschlaggebende Punkt war sicher, dass ProConcept ERP bereits in der Standardkonfiguration sehr viele Möglichkeiten zur Gestaltung der individuellen Prozesse offen lässt. Die Konfiguration kann sehr einfach und ohne grosse Vorkenntnisse angepasst und verfeinert werden. Wir wollen mit unserem Unternehmen vorwiegend regionale und Schweizer Firmen unterstützen. Da SolvAxis eine solche ist, und zudem ein KMU in derselben Grössenordnung ist wie wir es sind, erleichterte dies den Entscheid ebenfalls. ProConcept ERP ist komplett in die Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch übersetzt, was die Bedienung für unsere verschiedensprachigen Mitarbeiter stark vereinfacht.

Der Chronoscope X1 (G2) ist das Top-Gerät für den Einsatz in der Produktion, im Reparaturservice und im Uhrenlabor.

W I TS CH I E L E C T RO N I C AG

Foto: witschi electronic

S O LVA X I S SolvAxis entwickelt und vertreibt ihre integrierte Unternehmenssoftware ProConcept ERP für KMU in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung. Seit über 20 Jahren hat sich das Unternehmen eine hervorragende Position auf dem Schweizer ERP-Markt aufgebaut. Täglich verlassen sich Benutzer an über 1 000 Standorten auf ein zuverlässiges ERP-System.

Was macht den Unterschied aus? ProConcept ERP ist für ein KMU eine vernetzte und überschaubare Lösung. Die Prozesse können auf einfache Weise implementiert und angepasst werden. Es ist selten ein Spezialist nötig, der Anpassungen am System vornimmt. Die Lösung ist schlank, trotzdem umfassend und setzt die Akzente an den Stellen, die zum einwandfreien Funktionieren eines Unternehmens notwendig sind.

Welchen Gewinn hat Ihnen die Installation von ProConcept ERP gebracht? Die Mitarbeiter in der Produktion können sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren und beschäftigen sich nur noch am Rande mit logistischen Aufgaben. Durch die komplette Vernetzung der Prozesse, der Ressourcen und des Geldflusses kann vorausschauender geplant und reagiert werden. Wir wissen, welche Aufwände wir für welche Produkte haben.

Witschi Electronic AG entwickelt und produziert für die Mess- und Prüftechnik hochwertige Geräte. Vom Hauptsitz Büren an der Aare aus unterhält Witschi Electronic Tochtergesellschaften in Hong Kong und Rumänien und betreut Vertretungen in über 30 Ländern weltweit. Insgesamt sind 80 Mitarbeitende für Witschi Electronic im Einsatz. www.witschi.com

Hat die Implementierung von ProConcept ERP Ihre Erwartungen erfüllt? SolvAxis hat uns sehr gut durch den Prozess der Implementierung geführt und unsere Erwartungen bis auf ein paar Kleinigkeiten erfüllt. Sind Sie mit den Dienstleistungen von SolvAxis zufrieden? Falls Probleme auftauchen oder ein Benutzer eine spezifische Frage hat, ist die Phone-Hotline oder die E-Hotline sehr kompetent und rasch mit einer Antwort bereit. ProConcept wird auch ständig weiter entwickelt, und die kosten-

losen Updates beinhalten immer wieder neue, hilfreiche Features. Dank der einfachen Konfiguration ermöglicht ProConcept eine freie Entwicklung. Wie viel Zeit hat die Realisierung des Prozesses in Anspruch genommen? Bis zur fehlerfreien Funktionsfähigkeit etwa vier Monate. Können Sie sich heute vorstellen, auf die ERP zu verzichten? Unmöglich. Es bräuchte viele zusätzliche Mitarbeiter und die Fehlerquellen sind viel zu gross.


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UZ l MOBIL

TRANSPORTER

Harte «Büezer» für alle Fälle Sie sind die Arbeitstiere unterhalb der «richtigen» Lkw: Leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Nun strebt die «Sprinter-Klasse» intensiv nach wenig Durst und Emissionen.

TEXT TIMOTHY PFANNKUCHEN

Fotos: zVg

Der «Sonderfall Schweiz» gilt selbst für Transporter: Ähnlich wie bei Personenwagen darf es auch im Transporterbereich in der Schweiz gerne etwas mehr sein: Während viele Gewerbetreibende in Europa auf PW basierende Kleinstlieferwagen wie etwa den Fiat Doblo Cargo wählen, entscheiden sich viele Schweizer Gewerbler meist lieber für «richtige» Transporter à la Renault Trafic, Toyota

Hiace oder VW T5 – oder gar für die Ladevolumenwunder der Liga um den Mercedes Sprinter. Die Vorteile der Transporter bis knapp 3,5 Tonnen Gesamtgewicht liegen auf der Hand: Sie bieten höchsten Nutzwert unter der LSVA-Grenze und sind mit PW-Ausweis zu bewegen. Sparsam auf ganzer Linie Wie zurzeit bei den Personenwagen gibt es auch bei den Nutzfahrzeugen erhebliche, leider aber nicht sehr trans-


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Ford Transit: Den Klassiker unter den Transportern gibt es auch mit Allradantrieb.

Opel Movano: Erst 2010 lanciert, beeindruckt er mit dem praktischsten Cockpit.

Fiat Ducato: Nutzt eigene Motoren statt jene der Verwandten Jumper und Boxer.

TRANSPORTER DER 3,5-TONNEN-KLASSE Marke Modell Motorisierungen Preis1 ab Citroën Jumper 2.2/3.0 HDi, 100 – 180 PS 35 810 Franken Fiat Ducato 2 2.2/2.3/3.0 MultiJet, 100 – 157 PS 34 300 Franken Ford Transit 2.2/2.4/3.2 TDCi, 85 – 200 PS 33 350 Franken Iveco Daily 2 2.3/3.0 HPI/HPT, 106–205 PS noch unbekannt Mercedes Sprinter 2 2.2/3.0 CDI, 95 – 190 PS; 1.8/3.5, 156 – 258 PS 39 300 Franken Nissan NV400 2.3 dCi, 100 – 146 PS noch unbekannt Opel Movano 2.3 CDTI, 100 – 146 PS 34 950 Franken Peugeot Boxer 2.2/3.0 HDi, 110 – 180 PS 35 700 Franken Renault Master 2.3 dCi, 100 – 146 PS 34 300 Franken VW Crafter 2.0/2.5 TDI, 109 – 163 PS 41 210 Franken 1 Listenpreis exkl. MwSt. ohne «Euro-Rabatte», Aktionen, Lagerabverkäufe, etc. 2 Auch als CNG-Version erhältlich.


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UZ l MOBIL

parent vermittelte «Euro-Rabatte» und Aktionen von bis zu 30 Prozent. Doch im Trend liegen nicht nur tiefe Preise. Neben den heute bereits auf 40 000 bis 50 000 Kilometer gestreckten Serviceintervallen ist – nicht anders als bei den Personenwagen auch – «Downsizing» (also Spritsparen durch weniger Hubraum) angesagt. Viele Nutzfahrzeuge erfüllen bereits die Euro-5-Abgasnorm. Und erste Modelle wie etwa der VW Crafter peilen mit Erfüllung der EEV-Norm gar bereits Euro 6 an. Dieselpartikelfilter sind häufig verbaut, leider aber in Basismodellen (die dann oft auf Euro 4 «zurückfallen») nicht immer Serie. Zudem gibt es Spritsparsysteme wie die Stopp-Start-Automatik. Unternehmer freuen sich so über tiefere Betriebskosten. Gemeinsamkeiten und Unterschiede Viele Nutzfahrzeughersteller setzen weiter auf die Devise «gemeinsam entwickeln, getrennt vermarkten». Dies führt traditionell zu Zwillings- bzw. Drillingsmodellen. So erfüllen bei Citroën und Schwester Peugeot neue laufruhige HDiMotoren mit meist serienmässigem Partikelfilter beim Jumper und dessen Technikbruder Boxer den Wunsch nach der Euro-5-Norm. Geblieben sind beiden guter Komfort, hohe Nutzlast – aber auch eher schlechte Übersicht über die lange «Nase» der seit 2007 verkauften Modelle. Der dritte im primär in Italien entwickelten Bunde ist der Fiat Ducato. Er verfügt über Dieselmotoren aus dem hauseigenen Regal. Neue Multijet-Triebwerke bescheren ihm mehr Kraft bei weniger Durst, allerdings in der Basis leider nur mit fünf Gängen. Der Fahrkomfort ist kein Highlight; dafür gefällt der Ducato aber mit hoher Nutzlast und guter Raumöko-

Iveco Daily: Die brandaktuelle Neuauflage startet mit einem markanten Gesicht.

nomie. Bei Konkurrent Ford steht wohl für Ende 2012 der nagelneue Transit in den Startlöchern. Um die elfjährige, bereits sechste Generation des Erfolgsmodells aktuell zu halten, gibt es viel Feinschliff. Künftig ist der 2,2-Liter-TDCi das Mass der Dinge – stets mit sechs Gängen. Den Transit gibt es mit Front-, Heck- oder Allradantrieb. Optional kann man ein Eco-Paket haben. Die Nutzlast des Transit ist hoch

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MWST-Info 20: zeitliche Wirkung von Praxisfestlegungen Holding- und Beteiligungsproblematik Änderungen im Grundstücksbereich Funktionsweise der neuen UID-Nr. Neue Fälle, Vorsteuerkürzungen

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MOBIL l UZ

und der Komfort gut, die Kabine dagegen gilt als knapp. Zu den Konkurrenten zählt der Klassiker von Iveco: Der Daily, den es als EcoDaily gar in einer Elektrovariante gab. Seit 2006 in der vierten Generation, wird er per November grundlegend überholt und profitiert von vielen Verbesserungen, etwa ein neues ESP und Anhängerstabilisierung. Eindrucksvoll sind die tiefen Abgaswerte des überarbeite-

VW Crafter: Hinter der neuen «Nase» stecken besonders sparsame TDI-Motoren.

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ten Euro-5-Motors 2.3 HPI. In Sachen Nutzlast gilt der Daily als nicht sehr vorbildlich, dafür bietet er aber viele Varianten und ist sehr fahrsicher. Das gilt auch für den Crafter von VW, einem der Marktführer im Bereich leichter Nutzfahrzeuge. Der Crafter tritt nun mit Facelift und vor allem dem neuen 2,0-Liter-TDI an. Dessen Highlight sind Durchzugsvermögen und Sparsamkeit und sensible, optionale StoppStart-System. Der Komfort ist top, nur dürfte die Ladekante tiefer, die Raumökonomie ausgefeilter sein. Das trifft auch für den Zwilling, den seit 2006 in zweiter Generation enorm populären Mercedes Sprinter zu (nach dem die «SprinterKlasse» seit 1995 oft benannt wird). Inzwischen hat der Sprinter gar gen USA (Freightliner und zeitweise als Dodge) Karriere gemacht. Seine Qualitäten sind vor allem der tolle Fahrkomfort und der wie bei VW aus der jeweiligen PWPalette entliehene Diesel. Der 2,2-Liter-CDI ist eine echte Empfehlung wert. Auf Wunsch gibt es hier Stopp-Start-Systeme. Erst im letzten Jahr erneuert wurde das französischdeutsch-japanische Trio Renault Master, Nissan NV400 und Opel Movano. Der Opel beeindruckt mit dicht gestaffelter Palette und vielen Varianten, darunter Heck- oder Frontantrieb. Das Cockpit gilt als ungewöhnlich durchdacht. Als Motor dient der 2,3-Liter-Diesel mit 100 bis 146 PS, der teils mit automatisiertem Getriebe verfügbar ist. Der Master von Renault als einem der tonangebenden Hersteller im Bereich leichter Nutzfahrzeuge bietet die identischen Antriebsvarianten und Vorteile. Logisch eigentlich, dass all das auch beim Ableger Nissan NV400 gilt: Ein gutes Produkt verkauft sich auch verdreifacht.

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UZ l BUSINESS TRAVEL

K L A U S S TA P E L , G E S C H Ä F T S F Ü H R E R V O N A I R P L U S I N T E R N AT I O N A L S C H W E I Z

Neue Karte statt neuer Gebühren Die Nachfrage für Geschäftsreisen wächst trotz Euro-Krise. Dennoch brodelt es im Business Travel – um die Einführung der Kreditkarten-Buchungs-Gebühr ist eine heisse Diskussion entbrannt. Klaus Stapel, Geschäftsführer von AirPlus International Schweiz, steht Rede und Antwort.

INTERVIEW URS HUEBSCHER

Wie schätzen Sie die derzeitige Situation für den Geschäftsreisenbereich ein? Die Situation sieht momentan recht ähnlich aus wie im Herbst 2008. Es wird noch immer fleissig gereist und auch die durchschnittlichen Kosten pro Flugreise sind relativ stabil. Es gibt aber einige Anzeichen dafür, dass die Firmen in der Schweiz bei einem anhaltend starken Frankenkurs Mühe bekommen und dementsprechend auf die Kostenbremse treten werden. Nun erhebt die Lufthansa Group ab 2. November eine Kreditkartengebühr. Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und dieser Einführung – was ist der Hintergrund? Eine Kreditkartengebühr wird bereits heute von einigen Airlines in verschiedenen Ländern sowie auch von diversen Low Cost Carriern erhoben. Für uns in der Schweiz ist die Erhebung einer solchen Gebühr aber in dieser Form neu. Die Lufthansa Group, zu der die Airlines Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, British Midland und Brussels Airlines gehören, geht diesen Weg ganz klar, um zusätzliche Erträge zu generieren. Die USA ist in diesem Bereich einmal mehr Vorreiter. Dort werden bereits Milliarden an Erträgen mit Gebühren für Zusatzleistungen aller möglichen Art erhoben, sogenannte «Ancillary Fees», wie zum Beispiel für Übergepäck oder mehr Beinfreiheit in bestimmten Sitzreihen.

Der AirPlus Debit Account ist ein Zahlungsmittel für Firmen, bei dem sämtliche getätigten Umsätze täglich verrechnet und per Lastschriftverfahren eingezogen werden. Die Rechnungsqualität entspricht dabei dem hohen Standard, den die Kunden schon vom AirPlus Company Account her kennen: Zusatzinformationen wie Kostenstelle, Projektnummer oder Ähnliches, wie auch Transaktionsgebühren der Reisebüros, werden zusammen mit dem Ticket auf der Rechnung angezeigt. Eine elektronische Rechnungsstellung ist ebenso möglich, wie die Datenanlieferung an alle gängigen Spesensysteme. Zudem steht selbstverständlich auch der AirPlus Informations Manager, der die Analyse der Reisekosten und damit entsprechende Verhandlungen mit Airlines und anderen Reisedienstleistern ermöglicht, zur Verfügung.

Das Kreditkartenentgelt der Lufthansa Group trifft vor allem Geschäftsreisende und Unternehmen. Gibt es eine Alternative die Gebühr zu umgehen? Das Kreditkartenentgelt der Lufthansa Group trifft alle Kunden gleichermassen – egal ob im Leisure- oder Geschäftsreisebereich. Auch der Buchungskanal spielt keine Rolle. Im Geschäftsreisebereich gibt es bis dato nur eine gleichwertige Alternative zur Kreditkarte – und das ist der AirPlus Debit Account. Unternehmen erhalten die Firmenförderung der Lufthansa Group aber nur, wenn sie über Kreditkarte buchen. Gibt es noch andere Möglichkeiten? Diese Tatsache hat damit zu tun, dass dies der verlässlichste Weg ist, ein zwischen Firmen, oder sogar Gruppen, und Airlines vereinbartes Flugvolumen zu messen. Nur bei Verwendung einer Kreditkarte kann eine Firma sicher sein, dass auch wirklich alle Flugumsätze komplett erfasst werden und somit das für die Firma beste Resultat erreicht wird. Firmenkunden, die ihren Buchhaltungs- oder Abrechungsprozess bereits mit AirPlus vornehmen, steht zudem der neue AirPlus Debit Account zur Verfügung. Er kann genauso wie der AirPlus Company Account für das Tracking dieser Verträge mit Airlines eingesetzt werden. Wie genau funktioniert diese AirPlus Debit Card bzw. was sind die Voraussetzungen?

DAS UNTERNEHMEN AirPlus International Schweiz ist ein führender internationaler Anbieter von Lösungen für das tägliche Management von Geschäftsreisen und offeriert für Firmenkunden – vom KMU über das Grossunternehmen bis hin zum multinationalen Konzern – eine Reihe von Produkten und Service-Leistungen: Von der Planung über die Bezahlung bis zur Auswertung von Geschäftsreiseausgaben. Höchste Datenqualität und -sicherheit weltweit machen das Angebot für über 35000 Firmenkunden attraktiv.

Mit der AirPlus Debit Card können Firmen die getätigten Umsätze täglich verrechnen. Fotos: zVg


BUSINESS TRAVEL l UZ Gibt es Nachteile? Nachteile gibt es nur aus Sicht der Finanzabteilung des jeweiligen Unternehmens, da im Unterschied zum AirPlus Company Account beim Einsatz des AirPlus Debit Accounts eben kein Kredit mehr gewährt werden kann und die Transaktionen sofort beglichen werden müssen. Ob die eingesparte Kreditkartengebühr die Kosten für den wegfallenden Kredit und die Prozessänderungen aufwiegen kann, muss natürlich jede Firma individuell berechnen und entscheiden. AirPlus kann bei dieser Rechnung Hilfestellung leisten, indem wir unseren Kunden aufzeigen können, wie hoch die möglichen Einsparungen insgesamt sind. Im Moment haben Sie als einziger Anbieter ja einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Schätzen Sie, dass andere in Kürze nachziehen werden? Wir vermuten, dass früher oder später weitere Anbieter mit Debit Produkten auf den Markt kommen werden, insbesondere, wenn die Anzahl der Airlines, die ein Kreditkartenentgelt erheben, steigt. Kunden werden vermehrt nach alternativen Zahlungsmitteln suchen und der Druck auf die Anbieter wird sich erhöhen. Da die Anforderungen der Firmenkunden aber sehr hoch sind, gehen wir davon aus, dass dies noch eine Weile dauern wird. Wir haben bereits achtzehn Monate Entwicklungszeit investiert.

Zeit, dass jeder die selbst verursachten Kosten auch selbst tragen muss. Und wie kann ein Travel Manager das am besten handeln? Die Aufgabe der Travel Manager in den Unternehmen wird durch das Anfallen dieser Gebühren leider nicht einfacher werden. Ein Travel Manager muss das Verhalten seiner Reisenden steuern können und braucht dazu natürlich entsprechende Auswertungsmöglichkeiten. Haben Sie diesbezüglich eine Lösung parat? Ja. AirPlus hat in den USA bereits mit ersten Auswertungsmöglichkeiten dieser Art aufgewartet, die auf sehr grosses Interesse gestossen sind. Wir sind gespannt, ob solche Auswertungen bald auch schon in Europa vermehrt nachgefragt werden. Es wird auf jeden Fall viel komplizierter werden, verlässliche Auswertungen zu erhalten und den Überblick zu bewahren, da diese Gebühren nur teilweise bereits bei der Buchung anfallen. Ein grosser Teil findet erst beim Check-in oder sogar während des Fluges an Bord statt.

Ist in Zukunft mit weiteren Gebühren zu rechnen? Wir gehen davon aus, dass wir eine ähnliche Entwicklung wie in den USA auch in Europa sehen werden, sprich zusätzliche Kosten für Extraleistungen. Es passt in unsere heutige

ZUR PERSON Klaus Stapel (49) wurde im Jahr 2003 bei der Gründung der AirPlus International AG (Schweiz) zum Geschäftsführer der AG berufen. Der gebürtige Klotener hat wesentlich zum Aufbau des Zürcher AirPlus-Büros beigetragen. Zuvor war er 16 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Swissair tätig, zuletzt als Verantwortlicher für das Inkasso der weltweiten Kreditkartenverkäufe und als Leiter der Swissair-UATP-Kreditkartenabteilung. Seine berufliche Laufbahn hatte Stapel bei IBM in Zürich begonnen. Stapel lebt heute in Lufingen, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

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UZ l UNTERNEHMEN

ZEHN JAHRE DOLPHIN E-BIKE

Freiheit auf zwei Rädern Der Erfolg des heute boomenden E-Bike Marktes geht auf die Innovationskraft eines Basler Pioniers zurück: Michael Kutter ist der Erfinder des E-Bikes. Jetzt startet der Basler Erfinder mit dem serienmässig produzierten Modell Dolphin Express durch.

TEXT RAOUL STÖHLKER

DOLPHIN E-BIKES GMBH

Der Dolphin Express hat die grössten Energiereserven aller serienmässig produzierten E-Bikes der Schweiz. Dank dieser enormen Kapazität und Kutters patentierten Antriebssystems hängte am Berg selbst ein untrainierter «Kassensturz»-Testfahrer den mehrfachen Weltmeister im Zeitfahren, Fabian Cancellara, schlichtweg ab. Kein anderes E-Bike ist so schnell und bei der Überwindung von Höhenmetern dermassen leistungsstark. Von der Sendung «Kassensturz» erhielt das Dolphin E-Bike in einem Vergleich mit den besten Pedelecs der Schweiz die Bestnote. Mobilität der Zukunft verändern Der Erfolg der Dolphin E-Bikes geht auf Kutters Weitsicht und eine klare Vision zurück: Eine neue Art der Fortbewegung zu schaffen und die Mobilität der Zukunft zu verändern. Seine E-Bikes sind seit Beginn darauf ausgerichtet, längere Distanzen und viele Höhenmeter bei einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit zurückzulegen. Bereits beim ersten Rennerfolg 1990 erkannte der Erfinder Kutter die herausragende Kombination der Merkmale seines Antriebs - hohe Geschwindigkeit, enorme Steigfähigkeit und grosse Reichweite - als Grundlage für eine neue Art der Fortbewegung. Denn nur unter diesen Voraussetzungen kann ein E-Bike die Mobilität nachhaltig verändern und wird für Pendler, Familien, Freizeitfahrer und Wieder-

Das Dolphin ist bis zu 40 km/h schnell. Die Pedelec-Technologie, auf welcher der heutige E-Bike Boom aufbaut, geht auf den Basler Visionär Michael Kutter zurück: 1989 entwickelte Michael Kutter mit seinem Unternehmen Velocity die ersten Pedelec-Prototypen, die seit Beginn auf Leistung und

Herzstück ist der «EVO-Drive».

hohe Distanzen ausgerichtet sind. 1991 lancierte er bereits das erste serienmässig produzierbare E-Bike und war damit seiner Zeit weit voraus. Pedelecs sind Elektrofahrräder mit einem Tretsensor, der Trittfrequenz und Leistung des Fahrers misst und so die Leistung

Fotos: zVg

des Elektromotors regelt – im Gegensatz zum bekannten Gasgriff beim Mofa. Das Unternehmen beschäftigt sieben Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Basel. Testfahrten sind jederzeit möglich. www.dolphin-ebike.ch

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UNTERNEHMEN l UZ

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MICHAEL KUTTER, ERFINDER DES E-BIKES

«Unser Erfindergeist ist ungebrochen» Herr Kutter, wie kamen Sie auf die Idee des E-Bikes? Eigentlich war ich mit der Entwicklung eines dreirädrigen durch Muskelkraft und Elektromotor getriebenen Fahrzeugs beschäftigt. Auf der Suche nach einer Lösung für den Rückwärtsgang kam mir die entscheidende Idee für das EVO Getriebe (electronically variable overdrive), das patentierte Kernstück des Dolphin. Die einfachste Möglichkeit, das neu erdachte Getriebe mit geringem finanziellem Aufwand zu testen, schien mir ein Prototyp auf einem Fahrrad zu sein. Die erwarteten technischen Probleme erwiesen sich als marginal. Der erste Prototyp funktionierte auf Anhieb viel besser als erwartet. Die Anwendung des

Antriebs als Elektrofahrrad weiterzuverfolgen und zu einem verkäuflichen Fahrzeug weiterzuentwickeln, war eine logische Konsequenz.

gemein ist ein Trend hin zu schnellen sportlichen E-Bikes feststellbar und eine Ablösung vom Image des Fahrzeugs für eine ältere Zielgruppe.

Hat sich die Nachfrage durch das schnelle Modell geändert? Seit der Entwicklung des Dolphin Express hat die Nachfrage stark zugenommen. Unser Dolphin Erfinder: neues Modell ist leistungsfäMichael Kutter. higer als ein Spitzensportler von Weltrang (Fabian Cancella- Rollerersatz ist. Das gab es vorher noch nie. Mit der Kombination ra). Eine Kassensturz Sendung dokumentiert dies eindrücklich. von hoher Geschwindigkeit und grosser Reichweiten konnte erstWir haben mit dem Dolphin Express erstmals ein richtig schnel- mals ein breiteres Klientel von Pendlern und Familien angesproles E-Bike geschaffen, das aufchen werden, die ein solches grund seiner Geschwindigkeit UND seiner Reichweite quasi ein Fahrzeug täglich einsetzen. All-

Kann ich mein E-Bike bequem zu Hause an der Steckdose aufladen? Befindet sich eine Steckdose am Abstellplatz (z.Bsp. Garage), kann das Dolphin Express direkt dort aufgeladen werden. Die Akkubox lässt sich auch leicht vom Fahrrad entfernen und in der Wohnung, dem Büro oder dem Restaurant aufladen.

einsteiger zur sinnvollen Alternative und zum effektiven Ersatz für ein Zweitauto oder einen Roller. Das Herzstück des Dolphin Express ist Kutters patentierter Antrieb «EVO-Drive», der den technisch anspruchsvollen Spagat zwischen hohen Geschwindigkeiten in der Ebene und Zugkraft am Berg ermöglicht. Dolphin Fahrer wechseln die Gänge viel weniger als «normale» E-Bike-Fahrer, weil bei konstanter Trittfrequenz im gleichen Gang verschiedene Geschwindigkeiten gefahren werden können. Das fühlt sich für den Fahrer ähnlich an wie ein stufenloses Automatikgetriebe beim Auto. Das Dolphin Powerbike passt sich dadurch dem Fahrverhalten von Pendlern, Familien, Freizeitfahrern und Geschwindigkeitsjunkies perfekt

Kann ich Reparaturen selbst vornehmen? Bieten Sie auch einen Reparatur-Service an? Das Dolphin hat ein spezielles

Service Konzept: Die gesamte Elektronik und Motorsteuerung befindet sich in der Akkubox. Entfernt man diese vom Fahrrad, ist auch jegliche Elektronik entfernt. Am Fahrzeug verbleibt nur Mechanik, die jeder Fahrradmechaniker ohne grosse Fachkenntnisse selbst reparieren kann. Für alle elektronischen Wartungsarbeiten wird einfach die Akkubox zum Hersteller eingeschickt. Wie sieht das nächste Projekt aus? Eventuell das überdachte SchlechtwetterBike oder ein Liege-Velo? Mit dem Dolphin Express haben wir dieses Jahr das stärkste und schnellste E-Bike der Schweiz auf den Markt gebracht. Sie können sicher sein, dass wir unser Dolphin laufend weiter entwickeln und unser Erfindergeist ungebrochen ist.

an. Geschwindigkeiten von über 40 km/h sind mühelos erreichbar. Fabian Cancellara erzeugt in Bestform am Berg für kurze Zeit eine Leistung von 540 Watt. Die rekordverdächtige 36 Volt Lithium-Ionen-Mangan Batterie des Dolphin mit 20 Ampere-Stunden «enthält» eine Energiemenge von 720 Wattstunden: Das reicht, um rund zwei Stunden mit der Spitzenleistung von Cancellara die Berge hoch zu fahren. Die Lebensdauer des Akkus beträgt ca. 700 Vollladezyklen oder ein entsprechend Mehrfaches an Teilladezyklen. Bei häufigem Gebrauch hält die Batterie ca. drei bis fünf Jahre, also einer Gesamtreichweite von 20000 bis 30000 km.

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UZ l UNTERNEHMEN

MARKUS FLÜHMANN, INHABER UND CEO MARKUS FLÜHMANN AG

«Eine Reise kann man nicht Probe fahren» Weshalb man sich als KMU auch in Boomphasen jederzeit mit der Strategie für die Zukunft befassen und die Nachfolgeregelung zum Dauerthema erklären sollte und wie man es schafft, lukrative Trends frühzeitig zu erkennen, erklärt Markus Flühmann, CEO und Inhaber des Logistikunternehmens Markus Flühmann AG.

INTERVIEW URS HUEBSCHER

Herr Flühmann, vor 20 Jahren haben Sie mit einem neuartigen Konzept die Kataloglogistik der Schweizer Reisebranche revolutioniert. Wie kam es dazu? Ich komme ursprünglich aus der Reisebranche. Nach einer Lehre bei Kuoni und einigen Jahren im Feriengeschäft machte ich mich 1983 mit einer Anzeigenagentur selbständig. Im Rahmen meines Hauptmandates kaufte ich mir einen PC. Das war damals eine Investition von rund 12 000 Franken. Ich entwickelte eine Software, die es mir ermöglichte, Kundenadressen nach diversen Kriterien zu erfassen. Ich begann, meine Kunden mit regelmässigen, personifizierten Newslettern, Briefen, etc. anzuschreiben. Im Lauf der Jahre entwickelte sich die zunächst bescheidene Adresskartei zu einer umfassenden Branchendatenbank. Eines Tages fragte mich ein Kunde, ob ich auch seine Flugpläne versenden könnte. Die Idee für das «Mailinghouse» war geboren. Heute zählen auch Firmen wie UBS, Emmi, Shell, Migros etc. zu Ihren Kunden. Was führte zur Diversifikation? Der Hauptgrund war, dass in der Reisebranche für uns irgendwann kein Wachstum mehr möglich war. Zudem wollten wir das Risiko der Branchenabhängigkeit reduzieren. Zu Beginn der 2000er-Jahre haben wir deshalb beschlossen, unsere Dienstleistungen auch anderen Branchen zur Verfügung zu stellen. Welche Dienstleistungen erbringen Sie für diese Unternehmen? Die Markus Flühmann AG übernimmt für diese Kunden die Lagerlogistik, sprich die treuhänderische Verwaltung der abrufbaren Lagerartikel. Wir stellen den Kunden zur Abwicklung ihrer Lagerabrufe unsere Online-Bestell-Plattform zur Verfügung. Pro Tag werden durchschnittlich 2500 Pakete mit rund 11 000 Bestellpositionen generiert. Im B2CBereich geht unsere Dienstleistung vom Versand über die Fakturierung bis zur Debitorenbuchhaltung. Ausserdem wickeln wir für unsere Kunden periodische Versände ab wie zum Beispiel Geschäftsberichte oder Kampagnen. Ende 2009 haben Sie in Merenschwand ein neues Logistikcenter in Betrieb genommen. Die Diversifikation in andere Branchen hat sich offenbar gelohnt… Der Entscheid für den Bau des zweiten Logistikcenters fiel bereits 2008. Unser Logistikcenter 1 war zu diesem Zeitpunkt stark überlastet, so dass wir diverse Aussenlager

unterhalten mussten. Die wirtschaftliche Instabilität ermöglichte uns, das Logistikcenter 2 relativ günstig zu bauen. Hinzu kam, dass wir für den nächsten Aufschwung bereit sein wollten. Und ja: Mit der Diversifikation ist unser Auftragsvolumen in den letzten zehn Jahren auf jeden Fall gewachsen, was eine Erweiterung der Kapazitäten zusätzlich notwendig gemacht hat. Sind die logistischen Herausforderungen seit der Diversifikation gewachsen? Ja. Die Voraussetzungen der Kunden aus der Reisebranche gleichen sich mehr oder weniger. In den anderen Branchen hingegen hat jeder Auftraggeber sehr spezifische Bedürfnisse. Dies führt bei der Kundenbetreuung und den Produktionsabläufen zu aufwendigeren Prozessen. Dank unserer Tochterfirma tonazzi.net konnten wir diese Anforderungen auch immer mit neuen IT-Entwicklungen verbinden. Welches sind zurzeit die grössten Herausforderungen für Ihr Unternehmen? Generell sind wir mit einem relativ starken Preisdruck konfrontiert. Spürbar sind für uns auch die Veränderungen in der Reiseindustrie. Das traditionelle Katalog-Konzept spielt im Vertrieb der Partner nicht mehr die gleiche Rolle wie noch vor zehn Jahren. Wir befinden uns im digitalen Zeitalter. Haben Reisekataloge da überhaupt noch eine Existenzberechtigung? Absolut. Eine Reise kann man nicht Probe fahren oder Probe trinken. Der Download im Internet dauert zurzeit noch viel zu lange. Ferien-Emotionen lassen sich nur per Katalog hochkochen. Der durchschnittliche Schweizer bucht zwar online sein Last-Minute-Arrangement, bestellt dazu immer noch sehr häufig auch einen gedruckten Ferienkatalog, um sich inspirieren zu lassen. Welche kommerzielle Bedeutung hat denn die Reisebranche heute noch für Ihr Unternehmen? Sie ist nach wie vor die wichtigste Kundin für uns, die noch immer rund 46 Prozent unseres Umsatzes generiert. Ihr Logistikkonzept ist bis in oberste Gremien bekannt – im 2009 unterbreitete Ihnen die Schweizerische Post ein Kaufangebot, das Sie ablehnten. Warum? Der Hauptgrund ist, dass ich nach wie vor sehr viel Spass habe an meiner Arbeit. Ich wollte deshalb nach 26 Jahren der Selbständigkeit nicht wieder als Angestellter in einem Grosskonzern arbeiten. Zudem zeichnete sich schon damals eine familieninterne Lösung mit meiner ältesten Tochter ab.

Markus Flühmann, Simone Ruckli-Flühmann und Daniel Montanari übernehmen für ihre Kunden die Lagerlogistik. Fotos: zVg


UNTERNEHMEN l UZ

ZUR PERSON Markus Flühmann (54) ist Gründer und Inhaber der gleichnamigen Markus Flühmann AG. Das 1983 gegründete Logistikunternehmen beschäftigt am Sitz in Merenschwand AG rund 50 Angestellte. Die zwei modernen Logistikcenter verfügen gemeinsam über 22 000 Quadratmetern Verarbeitungsund Lagerfläche und 5 700 Palettenplätze in Schieberegalen. Das Dienstleistungsangebot umfasst sämtliche Bereiche der Logistik und richtet sich an Firmen aus diversen Branchen.

Wie sieht diese Lösung aus? Die heute 27-jährige Simone Ruckli-Flühmann ist seit 2010 als «CEO-Stift» in der Firma tätig. Ihre Probezeit läuft noch bis Ende 2012. In diesen drei Jahren kann sie das Unternehmen mit allen Mechanismen bestens kennen lernen. Danach wird sie als Angestellte verschiedene Stufen in der Firma

durchlaufen. Die operative Übernahme ist zwischen 2017 und 2019 geplant. Kann man bereits von einer geglückten Nachfolgeregelung sprechen? Ich bin sehr zuversichtlich. Meine Tochter ist bereits heute Teil des Strategie-Teams. Sie hat auch bereits viele neue Impulse und Ideen ins Unternehmen eingebracht. Wie sehen Ihre Pläne für die Zeit nach dem Rücktritt aus dem operativen Geschäft aus? Ich möchte auf jeden Fall viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Bis zu meinem Rücktritt als CEO habe ich vielleicht schon Enkelkinder … Zudem reise ich gerne, bin ein passionierter Skifahrer, jasse mit Freunden oder geniesse einfach das Leben. Und wenn dann noch Zeit bleibt, habe ich auch noch eine Bassgeige, die seit einiger Zeit in meinem Büro steht und darauf wartet, bespielt zu werden.

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Erfolgreich exportieren. Wir helfen, Grenzen zu überschreiten. Nutzen Sie unsere Beziehungen. Sie haben eine Exportidee oder planen bereits ganz konkret, ein Produkt oder eine Dienstleistung im Ausland anzubieten? Als neutrale Organisation unterstützen wir Sie unter anderem mit Informationen, Marktabklärungen, Analysen und der Vermittlung von Geschäftskontakten. Wir kennen die Wege in die etablierten und aufstrebenden Märkte und begleiten Sie kompetent. osec.ch I

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MANAGEMENT l UZ

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AUSWIRKUNGEN UND PLANUNGSBEDARF

Erbschaftssteuerreform Bei Annahme der im August lancierten Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV (Erbschaftssteuerreform)» würde der Bund eine nationale Erbschafts- und Schenkungssteuer erheben.

HAUPTPUNKTE D E R V O L K S I N I T I AT I V E – Steuersatz 20 Prozent – Einmaliger Freibetrag Nachlass und Schenkungen zwei Mio. Franken – Nachlass und Schenkungen steuerfrei an Ehegattin/Ehegatte – Nachlass und Schenkungen steuerfrei an eingetragene Partnerin/Partner – Nachlass und Schenkungen steuerfrei an steuerbefreite juristische Personen – Steuerfreie Geschenke 20 000 Franken pro beschenkte Person/Jahr

TEXT ANDREA MATHIS

Die Volksinitiative sieht vor, dass der neue Verfassungsartikel am 1. Januar des zweiten Jahres nach Annahme in Kraft tritt. Bei einem raschen Ablauf des politischen Prozesses wird die Volksabstimmung frühestens im Jahr 2014 erfolgen. Die Erbschafts- und Schenkungssteuer auf Bundesebene würde bei einem Volks- und Ständemehr somit frühestens zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Wer nun glaubt, dass damit genügend Zeit verbleibt, Vermögensübergänge infolge Schenkung zu planen, täuscht sich. Die Volksinitiative enthält eine Übergangsbestimmung, welche ebenso klar wie brisant ist: Schenkungen werden rückwirkend ab 1. Januar 2012 dem Nachlass zugerechnet. Steuergegenstand Wird die Volksinitiative angenommen, erhebt der Bund eine Erbschafts- und Schenkungssteuer. Alle kantonalen Erlasse über die Erbschafts- und Schenkungssteuer werden aufgehoben. Im Gegensatz zu heute, wo Erbschaften und Schenkungen an direkte Nachkommen in fast allen Kantonen und beim Bund steuerfrei sind, kann es bei der geplanten Erbschafts- und Schenkungssteuer auf Bundesebene zu einer Besteuerung kommen. Steuerhöhe, Freibetrag und Ausnahmen Die Besteuerung erfolgt unabhängig von der Höhe der Vermögenswerte und unabhängig vom Verwandtschaftsgrad zum Steuersatz von 20 Prozent. Nicht besteuert wird ein einmaliger Freibetrag

von zwei Mio. Franken auf der Summe des Nachlasses und aller steuerpflichtigen Schenkungen. Steuerfrei sind zudem der Nachlass und die Schenkungen an Ehegattin/Ehegatte sowie registrierte Partnerin/Partner und steuerbefreite juristische Personen, sowie Geschenke von höchstens 20’000 Franken pro Jahr und beschenkte Person. Gehören Unternehmen oder Landwirtschaftsbetriebe zum Nachlass oder zur Schenkung, gelten für die Besteuerung besondere Ermässigungen. Übergangsregelung mit Handlungsbedarf Falls die Initiative dereinst zustande kommt und von Volk und Ständen angenommen wird, bleiben nur noch wenige

NACHSCHLAGEWERK GÜTER UND ERBRECHT mit Stichwortverzeichnis Hilfreiches und informatives Nachschlagewerk mit praktischen Tipps und Beispielen, um güter- und erbrechtliche Situationen zu analysieren und zu planen. Herausgeber: preferred leaders club, Unternehmer Forum Schweiz Bestellung und weitere Informationen unter shop.unternehmerforum.ch.

Die Volksinitiative sieht eine nationale Erbschafts- und Schenkungssteuer vor. Foto: bilderbox.de

Den Text der Volksinitiative und weitere Informationen finden Sie unter www.unternehmerforum.ch/events/esr.html

Wochen zur Planung. Es gilt im Einzelfall zu prüfen, ob ein zukünftiger Nachlass die Freigrenze übersteigt. In einem solchen Fall ist es empfehlenswert, sich noch vor Ende 2011 mit Erbschafts- und Schenkungsfragen zu beschäftigen, guten Rat einzuholen und wo nötig zu disponieren. Dabei ist zu beachten, dass Schenkungen von Liegenschaften öffentlich beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden müssen. Im Zusammenhang mit dem Übertrag von Liegenschaften ergeben sich steuerplanerisch vielfach auch Fragen wie Nutzniessung oder Wohnrecht, die es sofort zu klären gilt. Fazit Es wird noch Jahre dauern bis wir wissen, ob die Erbschafts- und Schenkungssteuer auf Bundesebene eingeführt wird. Wegen der umstrittenen Rückwirkung auf Schenkungen ab dem 1. Januar 2012 ist aber bereits heute allenfalls Handlungsbedarf angesagt. Ein guter Grund, sich mit der Planung des eigenen Nachlasses zu beschäftigen.

DER AUTOR Andrea Mathis ist dipl. Treuhandexperte und Geschäftsleiter Unternehmer Forum Schweiz AG, Zürich und Mathis Treuhand AG, Zürich.


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PUBLIREPORTAGE

E V E N T AG E N T U R E N

Die Qual der Wahl Ist die Entscheidung getroffen, eine Eventagentur mit der Organisation der geplanten Veranstaltung zu beauftragen, stellt sich die Frage – wie finde ich die passende Agentur, die zu meinem geplanten Event passt? Ist regionale Nähe oder Fachkompetenz entscheidend?

TEXT GERHARD BLEILE*

Die große Anzahl von Anbietern macht es den Unternehmen zunehmend schwerer die geeignete Agentur zu finden, daher ist eine gezielte und strukturierte Vorgehensweise bei der Auswahl der Agentur sehr wichtig. Bei der Recherche stehen verschiedene Wege und Möglichkeiten offen: Die Empfehlung, die Internetsuche, Fachpresse und branchenbezogene Verbände. Um bereits im Vorfeld potenzielle Agenturen prüfen zu können und im Idealfall dann einzugrenzen, empfiehlt es sich, genauere Informationen zu den in Frage kommenden Agenturen einzuholen und anhand organisatorisch-formaler und kreativ-inhaltlicher Leistungsmerkmale zu bewerten und zu selektieren. Formale Auswahlkriterien: Referenzen Ein verlässlicher Hinweis für die gute Arbeit und vor allem das Know-how einer Eventagentur sind die Referenzen. Lassen Sie sich eine Liste von den letzten fünf Veranstaltungen geben, welche die Agentur durchgeführt hat. Aus dieser Liste suchen Sie zwei bis drei Firmen aus, die Sie dann kontaktieren und nach der Zufriedenheit in Bezug auf die Zusammenarbeit und den Erfolg der Agentur befragen. Oder Sie nehmen an einem von der Agentur durchgeführten Event teil. Ranking und Awards Es gibt in der Branche unterschiedliche Wettbewerbe, die inklusive Auszeichnungen oder Awards in der Presse erwähnt werden.

Ein qualifizierter Projektmanager begleitet Sie durch den gesamten Prozess.

Die Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren ist ein Netzwerkpartner der Celebrationpoint AG

www.celebrationpoint.ch

Eine gute und etablierte Agentur sollte dabei unter den besten zehn sein. Empfehlungen Empfehlungen anderer Unternehmen spiegeln die Zufriedenheit mit der Eventagentur wider. Hier gilt es aber genau zu hinterfragen: Wann und wo hat der Event stattgefunden? Welche Leistungen hat die Eventagentur im Rahmen dieser Veranstaltung erbracht? War der Auftraggeber zufrieden? Agenturart & Agenturschwerpunkt Suchen Sie gezielt nach der

Agentur, die auf Ihre Eventbedürfnisse ausgerichtet ist. Jede Veranstaltung hat einen anderen Umfang und Rahmenbedingungen. Diesen Anforderungen sollte die personelle Kapazität der Agentur gewachsen sein. Regionale Nähe ist nicht immer entscheidend. Reisekosten sollten auf jeden Fall bei der Entscheidung nicht übersehen werden. Erfahrungspotenzial Ihr Eventpartner sollte sich mindesten drei Jahre erfolgreich auf dem Markt bewährt haben. Die Eventagentur sollte genügend

Erfahrung und Know-how besitzen, um Marketingstrategien zu verstehen. Dazu sollte sie ein qualifizierter Projektmanager durch den gesamten Prozess begleiten. Arbeitsweise, Termintreue, Flexibilität und Kreativität Strukturierte Arbeitsweise ist das A und O. Das Projekt muss zeit- und terminverbindlich abgewickelt werden. Dennoch sollte Flexibilität die oberste Maxime sein. Kreative Events wirken nachhaltiger als austauschbare Veranstaltungen. Budget und Budgettreue Das vorgegebene Budget sollte eingehalten werden und es sollten Tools vorhanden sein, welche sofort auf Abweichungen hinweisen. Dramaturgie und Erfolg Dramaturgie und Inszenierung sind der Schlüssel zum

Fotos: zVg

Eventerfolg. Was man nicht messen kann, kann man auch nicht steuern . Die Erfolgskontrolle ist ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Eventplanung. Fazit Kreativität, BeratungsKnow-how, Kostentransparenz, personelle Kompetenz sind nur einige von den Top Ten der Auswahlkriterien. Unabhängig davon gilt es einen ganz wesentlichen Aspekt zu berücksichtigen: Agentur und Kunde müssen zusammenpassen. Vertrauen Sie bei der Auswahl Ihrer Eventagentur nicht nur auf Ihren Kopf, sondern auch auf Ihr Bauchgefühl.

* Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Veranstaltungsorganisatoren und Buchautor.


MARKETING l UZ M A R K E D E S M O N AT S : G I A H I

The Tattoo Piercing Gallery VON STEFAN VOGLER

DER AUTOR Stefan Vogler berichtet über die aktuelle Markenführung einer grossen oder kleinen, globalen, nationalen oder lokalen, altbewährten, aufgefrischten oder neuen Marke. www.markenexperte.ch. Marke des Monats im November 2011

www.giahi.ch

Kennen Sie eine Jungunternehmerin, die den Sprung in die Selbständigkeit mit 16 Jahren wagte? Ich jedenfalls nicht, bis ich am Startupday 2011 des Startzentrum (www.startentrum.ch) Giada Ilardo kennen lernte. Vor Enthusiasmus sprühend begeisterte die mittlerweile 28-Jährige das Publikum mit ihrer unternehmerisch einzigartigen Story. Mit 1000 Franken geliehenem Geld ihrer Mutter startete Giadi die konsequente Umsetzung ihrer Vision einer «Tattoo Piercing Gallery» unter der Marke GIAHI. Danach borgte sie nie mehr einen Franken, wuchs rasant, eröffnete mehrere Tattoo-Shops und mietete vor kurzem auch

noch das vierte und fünfte Obergeschoss an der Zürcher Löwenstrasse 22. Wenn Sie sich nun eine typisch-schummrige HinterhofrockerbrautTattoo & Piercingbude vorstellen, liegen Sie völlig falsch. GIAHI hat schon mit der superdesignten Einrichtung (alles selbst entworfen und heute noch von den denselben Handwerkern für jede neue «Tattoo Piercing Gallery» angefertigt) dafür gesorgt, das Schmuddel-Image der Branche zu beseitigen. Der Gang zu GIAHI ist auch für Bankdirektoren und gestylte Ladies salonfähig und ein echtes Erlebnis. Freundliche, äusserst fachkompetente und motiviert-engagierte

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l Nr. 11 l 2011 l 57 NEWS AUS DER M A R K E N W E LT Ranking «Personal Brands» gem. Reputation Institute: 78,5 Prozent der in 25 Ländern befragten 50 000 Personen nannten Nelson Mandela als weltweit bestreputierter Mensch. Zweiter wurde Nationalheld Roger Federer (72,1 Prozent), gefolgt von Microsoft-Seele Bill Gates (71,7 Prozent). Die weiteren Top 10: 4. Warren Buffet 5. Richard Branson 6. Steve Jobs 7. Oprah Winfrey 8. Bono 9. Ratan Tata 10. Elizabeth II. Gemäss Tim Wildshut, Uni Southampton, stärkt Nostalgie das Selbstwertgefühl. Good News für Retromarken wie Tiki, Lahco, Nabholz, Aromat, Kägifrett & Co.

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UZ l WEITERBILDUNG

I C T- B E R U F S B I L D U N G S C H W E I Z

Dynamisches Berufsfeld ICT- Berufe sind anspruchsvoll und vor allem in nahezu allen Unternehmungen und Verwaltungen mehr denn je gefragt. Der Fachkräftemangel ist nach wie vor ein Thema. Vier neue Fachausweise weisen den Weg in die Zukunft.

Eidg. ICT- Fachausweise eröffnen Möglichkeiten für anspruchsvolle Tätigkeiten.

TEXT HANSJÖRG HOFPETER*

AUSBILDUNG UND PRÜFUNG Mit dem erfolgreichen Absolvieren der eidgenössischen Prüfung organisiert durch den Berufsverband ICT-Berufsbildung Schweiz erlangt man den vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie anerkannten Fachausweis mit geschütztem Berufstitel. Dieser Abschluss qualifiziert zur ICT-Berufsfachkraft, die den Anforderungen von Unternehmungen und Verwaltungen in der Schweiz entspricht. Mit den vier Richtungen der eidg. ICT- Fachausweise eröffnen sich Möglichkeiten und Chancen für anspruchsvolle Tätigkeiten in einem dynamischen Berufsfeld. System- und NetzwerktechnikerInnen Sie sind für Evaluation, Aufbau, Unterhalt und Betrieb von ICT-System- und Netzwerkinfrastrukturen zuständig. Sie können Störungen von Diensten oder ganzen Systemen beheben. Die Teamleitung von technischen Mitarbeitenden im Unterhalt und den Betrieb gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Sie verantworten die Datensicherheit, die Verfügbarkeit und die Verarbeitungssicherheit der ICT-Systeme und Netzwerkinfrastrukturen. ICT-ApplikationsentwicklerInnen Entwicklung und Wartung von Applikationen gehören zu diesem Berufsbild. ApplikationsentwicklerInnen übernehmen die Leitung von Teilprojekten mit einem Team von Programmierern, die Applikationen realisieren, Designs konzipieren und implementieren. Sie stellen für die systematische Sammlung und Priorisierung der Change Requests alles Notwendige für den Release Wechsel sicher

Erste Lehrgänge starten in diversen Schulen im Herbst 2011 und die ersten Prüfungen in den neuen Fachrichtungen werden 2013 durchgeführt. Weitere Informationen zu unseren Angeboten, Terminen, Prüfungsordnungen und Wegleitungen finden Sie auf www.ict-berufsbildung.ch.

und sind für deren Implementierung zuständig. WirtschaftsinformatikerInnen Zusammen mit den ICT-Fachleuten und den Vertretern der Fachbereiche analysieren sie betriebswirtschaftliche Prozesse, prüfen deren Potenzial zur Unterstützung durch Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und definieren die entsprechenden Vorgaben

Grafik: zVg / Foto: Bilderbox.de

für die Entwicklung oder die Evaluation von Systemen. Sie setzen sich dabei als Projekt-MitarbeiterInnen für ressourceneffiziente Geschäftsprozesse ein. Bei Evaluationsprojekten sind sie für die Identifikation möglicher Anbieter bis zur Einführung der Systeme und der Schulung der Benutzer zuständig. MediamatikerInnen Diese Fachpersonen sind für die Konzeption, Herstellung, Organisation und Publikation von Mediendaten (Text, Bilder, Ton, Film usw.) zuständig. Sie stellen die CI-/CD-konforme Realisierung von Präsentationen, Drucksachen, Websites und Multimediaproduktionen sicher. Sie arbeiten mit dem Management, den IT-Verantwortlichen, den Zuständigen für Marketing und Kommunikation sowie mit externen Dienstleistungsbetrieben zusammen und sind in der Lage, Projekte zu planen und zu realisieren. Duales Ausbildungssystem Die Vorteile der eidgenössischen Fachausweise liegen ganz klar in unserem einzigartigen dualen Ausbildungssystem. Kein Lohnausfall, kurze Ausbildungszeit (2-3 Semester) und praxisorientierte Lerninhalte. Zusatzprüfung zum Neuen Fachausweis Wer den aktuellen eidgenössischen Fachausweis als InformatikerIn besitzt, kann in einer Übergangsfrist von 2013 bis 2016 mit einer verkürzten Zusatzprüfung in der angestrebten Fachrichtung den Neuen Fachausweis nachholen. * Hansjörg Hofpeter ist Leiter Höhere Berufsbildung, ICT-Berufsbildung Schweiz


        



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UZ l RECHT

GESELLSCHAFTSRECHT

Corporate Governance für KMU? Es lässt sich feststellen, dass Fragen rund um die Corporate Governance (CG) in erster Linie mit Bezug auf börsenkotierte Gesellschaften diskutiert werden. Ist CG also primär ein Problem von Publikumsgesellschaften? Brauchen KMU keine CG? Was ist überhaupt CG?

TEXT FRANZISKA BUOB

Verfolgt man die Diskussion in den Medien, so scheint sich Corporate Governance (CG) im Wesentlichen auf die Frage zu reduzieren, wer über die Vergütung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung bestimmen soll. Für die grosse Mehrheit der KMU in der Schweiz dürften exzessive Managerlöhne jedoch kaum ein zentrales Problem darstellen. Doch auch wenn man von der medialen Fokussierung absieht, lässt sich feststellen, dass Fragen rund um die CG in erster Linie mit Bezug auf börsenkotierte Gesellschaften behandelt werden. Auch der vom Wirtschaftsdachverband economiesuisse verabschiedete «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance» (Swiss Code), der im Sinne von Empfehlungen Regeln zur CG aufstellt, wendet sich nur an Publikumsgesellschaften und enthält lediglich den Hinweis, dass auch nicht kotierte volkswirtschaftlich bedeutende Gesellschaften dem Swiss Code «zweckmässige Leitideen» entnehmen können. Doch wie verhält sich das bei KMU? Regeln der CG Die heute bestehenden Regeln zur CG sind entstanden, um bei einem Auseinanderfallen von Eigentum und Geschäftsleitung im Interesse der Kapitalgeber (Aktionäre) sicherzustellen, dass ihr Kapital von den Managern optimal, d.h. im langfristigen Aktionärsinteresse genutzt wird. Bei der CG geht es also um Regeln guter Unternehmensführung und –kontrolle im Interesse der Aktionäre (und allenfalls weiterer sog. Stakeholder wie Arbeitnehmer und Kunden). Entsprechend zielt auch die gegenwärtig im Parlament beratene Aktienrechtsrevision, die unter anderem auch eine Vorlage zur Reform der CG schweizerischer Aktiengesellschaften ist, in erster Linie auf eine Stärkung der Aktionärsrechte und der Generalversammlung ab. Ein zentraler Unterschied zwischen KMU und Publikumsgesellschaften liegt nun aber darin, dass die KMU meist nur einige wenige Aktionäre haben und diese zudem mindestens teilweise auch in der Unternehmensleitung tätig

sind. Der für die Publikumsgesellschaften prägende Interessengegensatz zwischen Management und Aktionariat entfällt demnach. Er wird jedoch in seiner Bedeutung ersetzt durch den nicht minder prägenden Interessengegensatz zwischen aktiven Unternehmeraktionären und passiven Investorenaktionären. Die nicht in der Unternehmensleitung tätigen Investorenaktionäre haben oft nicht das Sagen in der Gesellschaft, obwohl sie u.U. einen beträchtlichen Anteil ihres Vermögens in die Unternehmung investiert haben. Sie können sogar kapitalmässig die Mehrheit halten, ohne jedoch auf die Geschicke der Gesellschaft massgebend Einfluss nehmen zu können, weil die Unternehmeraktionäre mittels Stimmrechtsaktien oder auch gestützt auf Regelungen in einem Aktionärbindungsvertrag (ABV) die Entscheidungen dominieren. Gerade – aber nicht nur – in Familienunternehmen birgt dieser Interessengegensatz ein beträchtliches Konfliktpotential, das ausserdem oft nicht mittels Verkauf der Aktien aufgelöst werden kann, weil es an einem organisierten, liquiden Markt und damit regelmässig an einem Käufer fehlt, der bereit wäre, einen angemessenen Preis für das Aktienpaket zu bezahlen. KMU-spezifische Governance-Regeln So ist das eben, könnte man sagen. Schliesslich lässt das Aktienrecht zu, dass es zu solchen Interessengegensätzen kommt. Fasst man aber CG als Regeln der guten Unternehmensführung und –kontrolle im Interesse aller Aktionäre auf, so spricht nichts dagegen, dass man sich auch bei der Führung einer KMU Gedanken macht zu Grundsätzen, die im Interesse von Fairness und Vertrauen einen Ausgleich zwischen diesen unterschiedlichen Interessenlagen schaffen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sollen daher nachfolgend einige KMU-spezifische Governance-Regeln dargelegt werden, wie sie in der Lehre herausgearbeitet wurden und teilweise auch in den bundesrätlichen Entwurf zur Aktienrechtsrevision eingeflossen sind. In Anbetracht der Vielfalt der Konstellationen, die bei den privaten Aktiengesellschaften anzutreffen sind, können solche Regeln aller-

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RECHT l UZ

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dings nur Anregungen sein und einen individuellen Lösungsansatz nicht ersetzen. Zusammensetzung des Verwaltungsrates Gerade in Familienunternehmen kann der Beizug externer, unabhängiger Verwaltungsratsmitglieder nicht nur die Fachkompetenz verstärken, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum System der «checks and balances» und zur Lösung möglicherweise bestehender Familienkonflikte leisten. Allenfalls drängt es sich auch auf, den Investorenaktionären einen Sitz im Verwaltungsrat zu gewähren. Im Interesse einer Professionalisierung und Systematisierung der Verwaltungstätigkeit bei KMU kann auf die Grundsätze verwiesen werden, die der Swiss Code auflistet. Insbesondere sollte der Verwaltungsrat so klein wie möglich, aber auch so gross wie nötig sein, um durch Erfahrung und Wissen eine effiziente Unternehmensführung sicherzustellen. Für Interessenkonflikte sollten klare Regeln aufgestellt werden. Alterslimiten können hilfreich sein. Familienmitglieder, Freunde und Vereinskollegen sollten nur Einsitz nehmen, wenn sie sich durch Sachverstand, Marktkenntnisse und Unabhängigkeit auszeichnen. Dividendenpolitik Investorenaktionäre stellen ihr Vermögen einer Gesellschaft als Eigenkapital zur Verfügung. An der Börse wird dies mit einem Risikoaufschlag belohnt. Dies sollte auch im KMUBereich gelten. Eine statutarische Klausel oder ein ABV sollte daher sicherstellen, dass – wenn immer möglich – zumindest ein Betrag ausgeschüttet wird, der ausreicht, um die auf der Beteiligung liegende Steuerlast zu begleichen. Darüber hinaus kann auch ein bestimmter Prozentsatz des nach vereinbarten Kriterien ermittelten Gewinns festgelegt werden, der ausgeschüttet werden muss. Es kann auch die Schaffung von Dividendenreserven vorgesehen werden, damit auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten aus diesen Reserven eine Dividende ausgeschüttet werden kann.

Der für die Publikumsgesellschaft prägende Interessengegensatz zwischen Management und Aktionariat entfällt bei den KMU meistens. Foto: Keystone / Andy Ridder

Aktionärbindungsverträge helfen Ein ABV erlaubt es, dem strikt kapitalbezogenen Aktienrecht eine personenbezogene Komponente beizumischen. Die so begründeten Rechte und Pflichten gelten zwar nur im Verhältnis zwischen den Aktionären und vermögen die Gesellschaft selbst nicht zu verpflichten. Sie sind jedoch ein in der Praxis bestens erprobtes und bewährtes Mittel und haben überdies den Vorteil, dass ihr Inhalt nicht publik gemacht werden muss. Ein ABV kann z.B. Regeln enthalten über die Zusammensetzung der Organe, Informations- und Mitwirkungsrechte oder erhöhte Transparenz verbunden mit Schweigepflichten. Die Dividendenpolitik kann im ABV festgelegt werden. Er kann ferner das Verfahren, die Wertbestimmung sowie die Zahlungsmodalitäten für den Verkauf von Aktien regeln. Mittels Konventionalstrafen kann sodann die Einhaltung der Vertragspflichten sichergestellt werden.

DIE AUTORIN Dr. Franziska Buob ist Partnerin in der Zürcher Wirtschaftskanzlei Ruoss Vögele Partner. U.a. berät sie Unternehmen und Unternehmer im Gesellschaftsund Vertragsrecht sowie bei der Nachfolgeplanung. Ausserdem ist sie prozessierend tätig.

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UZ l RECHT

NACHLASS

Das Unternehmer-Testament Ein Testament regelt die Vermögensverteilung an die Hinterbliebenen. Dabei sind fast immer Ehepartner und Familienangehörige gemeint. Doch das Testament eines Unternehmers besteht nicht nur aus finanziellen Punkten.

können Entscheidungen und Weichenstellungen auch «in absentia» im Betrieb getroffen werden. Um diese Werte grundlegend zu vermitteln, braucht es nicht viel mehr als stetes «Wandeln und Missionieren» innerhalb des Betriebs. 3. Die kompromisslos kundenorientierte Haltung Das klingt auf den ersten Blick etwas abwegig oder banal. Doch fast alle Fragen rund um die Vermarktung einer Firma drehen sich um das gleiche Ziel: Kundenzufriedenheit. So gesehen tut ein Unternehmer gut daran, die Maxime der kompromisslosen Orientierung am Kunden schon zu Lebzeiten in den Köpfen und Herzen seiner Nächsten zu verankern. Auch hier gibt es oft viel Handlungsbedarf.

TEXT STEVEN LOEPFE

Ein Unternehmer ist seiner Firma, seinen Mitarbeitenden, Partnern und Kunden über das Leben hinaus verpflichtet. Eine Verpflichtung, die mit dem Tod nicht endet. Eine ganzheitliche Nachfolgeplanung respektiert alle Interessen der Beteiligten. Diese Verpflichtung schuldet der Unternehmer seinen Nachfahren, wie auch Nachfolgern. Doch wie lässt sich eine optimale Nachfolge planen? Rechtzeitige Planung Das Finanzielle lässt sich regeln, sofern man die steuerlichen und liquiditätsbedingten Konsequenzen eines Todesfalls rechtzeitig vorwegnimmt und plant. Mit einem guten Treuhänder oder Anwalt an der Seite, sollte dies kein Problem sein. Doch was passiert mit den Werten, der Philosophie und dem «Mindset» der Firma? Was passiert, wenn eine schwere Krankheit den Unternehmer an der Weitergabe seiner Vision hindert? Was passiert mit dem Spirit des Unternehmens, wenn «er» oder «sie» urplötzlich tödlich verunglückt?

Es macht Sinn, das klassische und unternehmerische Testament miteinander zu verbinden. Unser Plädoyer für ein «Ganzheitliches Unternehmer-Testament» verhallt leider nur allzu oft ungehört. Erst wenn es schon fast zu spät ist, befassen sich Unternehmer mit ihrem Testament. Dabei wäre es ziemlich einfach, wenn man vier Punkte rechtzeitig bei bester Gesundheit anpacken würde. Oder wer will schon, dass die jahrelang gelebten Werte in Ihrer Firma plötzlich nur noch Lippenbekenntnisse sind? 1. Vision aufs Papier bringen Das Ziel definiert die Vision: «Warum wir tun, was wir tun». Diese Definition sollte schriftlich formuliert sein, in Leitsätzen, Biografien oder Argumentarien. Was man schreibt, das bleibt. Berater sind dafür ungeeignet, da so etwas vom Chef kommen muss. 2. Teams und Führungskräfte inspirieren Je klarer den Menschen im und rund ums Unternehmen das Ziel ist, desto klarer wird die Firmen-DNA und desto klarer

In vier Schritten zum ganzheitlichen UnternehmerTestament. Foto: bilderbox.de

4. Den Nachfolgeprozess einleiten Viele Unternehmer machen einen fundamentalen Fehler: Sie arbeiten zu stark im statt am Unternehmen. Wenn ein Unternehmer operativ zu stark eingebunden ist und dann ausfällt, ist das Chaos beim Ausscheiden komplett. Deshalb sollte sich der Unternehmer schon zu Lebzeiten vom Unternehmer zum «Übergeber» entwickelt. Fazit Mit vier Punkten lässt sich ein ganzheitliches Unternehmer-Testament erstellen. Rechtzeitig angepackt hat der Unternehmer jederzeit die Gewissheit ein Erbe zu hinterlassen, welches die Verpflichtungen aller Anspruchsgruppen erfüllt. Folglich beginnt eine erfolgreiche Nachfolgeregelung, ob bedingt durch Tod, Krankheit oder geplante Übergabe, bereits am ersten Tag. DER AUTOR Steven Loepfe gründete 1996 das Strategie-, Kommunikations- und Trainingsunternehmen Loepfe Reputation in Zug. Er ist Kommunikator, Unternehmer-Trainer und Autor. Zu den Kunden seiner Firma zählen Unternehmen wie Bayer, Credit Suisse, DHL, Emmi, Ikea, Novartis und Roche. www.loepfe.ch


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PUBLIREPORTAGE

l Nr. 11 l 2011 l 65

HP IPG

Mobiler Consultant-Alltag: HP ePrint Flexibilität ist im Geschäftsalltag zentral, besonders auch für KMU wie RMWconsult, ein Start-up aus Zürich. René Michael Weber von RMWconsult ist viel unterwegs. Sein Arbeitsplatz ist nicht nur das Büro, sondern auch der Flughafen, das Taxi oder das Hotelzimmer. Mit seinem Team unterstützt Weber Banken auf dem Weg zu mehr Kundenorientierung und höheren Erträgen. Früher hat ihn das Drucken in seinem hypermobilen Arbeitsalltag vor Probleme gestellt. Denn

er und sein Team ihre Präsentationen via HP ePrint von überall auf der Welt direkt im Büro aus. So sparen sie Zeit, Nerven und gewinnen Flexibilität.

Dank HP ePrint kann René Michael Weber von RMWconsult seine Präsentationen von überall auf der Welt direkt im Büro ausdrucken. Foto: zVg

Kunden schätzen Informationen auf Papier auch heute – von unterwegs war es

jedoch oft schwierig, die überarbeitete Präsentation noch rechtzeitig im Büro

auszudrucken. Dieses Problem hat Weber dank HP ePrint gelöst. Heute drucken

Überall drucken KMU können dank HP ePrint einfach per E-Mail und von nahezu überall drucken. «HP ePrint anzuwenden ist ein Kinderspiel. Jeder, der e-mailen kann, kann drucken», erklärt Daniel Tschudi, Country Manager der Imaging und Printing Group von HP Schweiz. «Der User benötigt lediglich ein E-Mail-fähiges Gerät, einen Internetzugang und einen ePrint-Drucker von HP.» Weil echte Flexibilität beim Drucken nicht aufhört.

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Freundschaft und Geschäftsbeziehungen Als unabhängiger Reiseveranstalter sind wir auf die Organisation von Kreuzfahrten-Arrangements für kleine bis sehr grosse Gruppen spezialisiert. Unsere langjährige Erfahrung und ein sorgfältig gepflegtes Beziehungsnetz in der Welt der Kreuzfahrten sind unser Plus. «Unser Ziel ist es, Ihnen mehr zu bieten, als ein herkömmliches Reisebüro», sagt der CEO George Studer von der CruiseCenter AG Zürich. Dank den günstigen Basispreisen für eine Kreuzfahrt sind IncentivReisen als Bonus- oder Motivationsinstrument oder auch zur Kundenbindung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes äusserst beliebt. Seit Jahren chartern Grossunternehmen ganze Kreuzfahrtenschiffe für Ihre Belegschaft oder gute Key Accounts, um Ihnen in entspannter Atmosphäre die Produkte oder Standpunkte näher zu bringen.

Mini-Kreuzfahrten von drei bis vier Nächten sorgen für ein besonderes Erlebnis.

ein knapp kalkuliertes Budget – das sind für CruiseCenter AG keine Probleme, sondern Herausforderungen. CruiseCenter sorgt auf jeden Fall dafür, dass Sie einen maximalen Gegenwert erhalten und die Reisen in bester Erinnerung bleiben. Kontaktieren Sie CruiseCenter AG in Zürich und verlangen Sie eine unverbindliche Incentiv-Kreuzfahrt-Offerte für Ihre Belegschaft oder Kunden und stechen Sie in See.

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In der Zwischenzeit haben auch die KMU‘s die Kreuzfahrten entdeckt und buchen vermehrt die beliebten Mini-Kreuzfahrten für Ihre Mitarbeiter, Kunden, Familie oder Ihre Firmenjubiläen usw. Viele Patrons von KMU’s bezeichnen einen Firmenausflug von drei bis vier Nächten auf einem Kreuzfahrtenschiff als

die idealste Form, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem besonderen Erlebnis für hervorragende Leistungen zu belohnen. In dieser entspannten Umgebung – auf einem komfortablem Schiff – werden oft neue, innovative Ideen gefunden und spannende Diskussionen geführt, welche wiederum

wertvolle Dienste im Arbeitsalltag leisten. Von der Beratung, über die Evaluation, zur Vorbereitung und über die Organisation bis hin zum Reiseerlebnis selbst, garantiert CruiseCenter höchste Qualität mit einem optimalen Preis-/Leistungsverhältnis. Besondere Wünsche, enge Terminvorgaben oder

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66

l Nr. 11 l 2011

ZÜRCHERUNTERNEHMER

M A R T I N N AV I L L E

«Weltoffenes Zürich» Unser Land ist aussenwirtschaftlich stark verflochten. Als Binnenland ist die Schweiz auf eine hervorragende internationale Verkehrsanbindung angewiesen. Dieser Aufgabe hat sich das Komitee «Weltoffenes Zürich» verschrieben. Wir befragten den neuen Präsidenten Martin Naville.

INTERVIEW PETER BLATTNER

Herr Naville, man kennt Sie als CEO der SwissAmerican Chamber of Commerce. Was bewog Sie, das Präsidentenamt des Komitees «Weltoffenes Zürich» zu übernehmen? Die Swiss-American Chamber of Commerce ist der grösste Verband für international tätige Firmen, Schweizer und ausländische, grosse und kleine Firmen. Für all diese Firmen sind leistungsfähige Infrastrukturen und ein zukunftsorientierter Flughafen von grösster Bedeutung für wettbewerbsfähiges Wirken aus dem Standort Schweiz. Und als Zürcher (mit Genfer Bürgerort) liegt es mir am Herzen, dass Zürich auch in Zukunft ein Magnet und ein optimaler Platz für die zukunftsträchtige internationale Wirtschaft ist. Ihre Organisation wurde 1968 gegründet, sie ist als Verein liberalen und marktwirtschaftlichen Grundsätzen verpflichtet. Wo positionieren Sie Ihr Komitee unter all den Organisationen wie Standortförderung, Wirtschaftsförderung, Osec usw.? Wir pflegen einen zentralen Aspekt des Produkts Zürich: Die internationale Erreichbarkeit. Die Steuern können tief sein, die Arbeitskräfte talentiert, die Lebensqualität hoch und der soziale Frieden stabil. Ist Zürich schlecht erreichbar, ist es für internationale tätige Unternehmen, als würde dieser Standort nicht existieren. Der Flughafen und andere Verkehrsinfrastrukturen sind deshalb zentral für den Erfolg Zürichs im internationalen Wettbewerb. Unsere Arbeit entwickelt und stärkt die politische wie auch die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber dem Bau und dem Betrieb strategisch bedeutsamer Verkehrsinfrastrukturen. Wie finanzieren Sie sich? Erhalten Sie Subventionen vom Staat? Wir sind ein privater Verein. Unsere Arbeit wird durch Gönnerbeiträge von Firmen und Privatpersonen finanziert, welche den Stellenwert der internationalen Erreichbarkeit Zürichs hoch einschätzen. Wie kommunizieren Sie Ihre Tätigkeiten der Bevölkerung, dem Stimmbürger? Der Schwerpunkt liegt in der Medienarbeit. Die Gewichte verschieben sich in den letzten Jahren allerdings mehr und mehr in Richtung direkte Meinungsbildung in Politik und Wirtschaft. Seit rund zehn Jahren arbeiten wir auch mit Hochschulen zusammen. Wir lassen spezifische Themen untersuchen, die wir dann in die öffentliche Debatte einbringen. Wenn nötig, beteiligen wir uns an politischen Kam-

Martin Naville, Präsident des Komitees «Weltoffenes Zürich».

K O M I T E E « W E LT O F F E N E S Z Ü R I C H » Foto: zVg

Geschäftstelle, Weinbergstrasse 131 Postfach, 8042 Zürich, Telefon 043 299 66 20 kontakt@weltoffenes-zuerich.ch www.weltoffenes-zuerich.ch

pagnen. Das liegt quasi in den Genen des Komitees: Es war das Abstimmungskomitee, das 1970 das Volk von der Notwendigkeit der dritten Bauetappe des Flughafens Zürich überzeugte. Am 27. November 2011 wird über zwei FlughafenVorlagen abgestimmt. Die Behördeninitiative «Keine Neu- und Ausbauten von Pisten» und über einen Gegenvorschlag unter Federführung des Vereins


ZĂ&#x153;RCHERUNTERNEHMER

Flugschneise Sßd Nein (VFSN). Welche Konsequenzen drohen dem Flughafen und was unternimmt Ihr Komitee? Es geht bei diesen Vorlagen NICHT um einen Ausbau der Pisten. Schon unter heutigem Gesetz wird das Volk bei allen kßnftigen Ausbauplänen das letzte Wort haben. Die beiden Vorlagen sind darum unnÜtig und rauben den zukßnftigen Generationen jeglichen Handlungsspielraum. Wßrde auch nur eine der beiden Vorlagen angenommen, wäre das ein katastrophales Signal fßr alle international tätigen Unternehmen in Zßrich: Ihre Entwicklungsperspektiven wßrden stark eingeengt. Das bremst ihre Bereitschaft, in Zßrich zu investieren und zentrale Unternehmensfunktionen anzusiedeln. Das wiederum trifft nicht nur den Arbeitsmarkt ganz empfindlich, sondern schlägt auch auf KMU und Gewerbe durch, die Zulieferer oder Dienstleister fßr solche Internationals sind. Das Komitee nimmt deshalb ganz massgeblichen Anteil an der Kampagnenfßhrung fßr ein doppeltes Nein. Wir sind intensiv an der Arbeit. Man wird nach den nationalen Parlamentswahlen von uns hÜren. Mehr will ich dazu im Moment nicht sagen. Die Fßhrungscrew des Komitees wurde erweitert, das lässt verstärkte Aktivitäten vermuten. Welche Schwerpunkte hat sich Ihr Komitee fßr 2011/2012 vorgenommen?

l Nr. 11 l 2011 l 67

Die Wahl von Andreas W. Keller in den Vorstand hat den Charakter eines qualitativen Ausbaus, einer Ergänzung: Er ist ein profunder Kenner des internationalen Handels. Das gibt uns gewiss wichtige inhaltliche Impulse. Ein wichtiges Thema wird ohne Zweifel die Revision des Luftfahrtgesetzes, 2. Teil, sein. Darin geht es unter anderem um die Kompetenzverteilung zwischen dem Bund und den Flughafenkantonen. Lassen wir im Ă&#x153;brigen einmal den 27. November vorĂźbergehen. Dann werden wir die Lage beurteilen und die Schwerpunkte festlegen. Ihnen liegt nicht nur viel an einem attraktiven internationalen Flughafen sondern auch an einer Anbindung ZĂźrichs an das europäische Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz. Wie weit sind die Pläne gediehen? Während Bauvorhaben am Flughafen einen Planungshorizont von zehn bis 15 Jahren haben, sind es beim schienengebundenen Verkehr 20 bis 30 Jahre. In ZĂźrich haben wir geholfen, den Durchgangsbahnhof auf Spur zu halten, und wir waren massgeblich daran beteiligt, dass die Glattalbahn heute fährt. Was die Zukunft angeht: Bei der Nord-SĂźdAchse, Stichwort NEAT, sind wir auf dem richtigen Weg. Bei der West-Ost-Achse hapert es dagegen. Mittel- bis langfristig muss diese gestärkt werden. Die grĂśsste Schwierigkeit wird dabei wohl sein, die Bahnpolitik aus ihrer regionalpolitischen Umklammerung zu lĂśsen.

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l Nr. 11 l 2011 l 69

ZÜRCHERUNTERNEHMER HILTON ZH AIRPORT

Neuer GM Michael Reinhardt hat seinen Posten als neuer General Manager des Hilton Zürich Airport im vergangenen Monat angetreten.

Der gebürtige Deutsche blickt bereits auf eine steile Karriere bei Hilton Worldwide zurück und leitete zuletzt das Hilton Wien Plaza. Reinhardt startete seine Laufbahn 1994 bei Hilton Worldwide als Servicemitarbeiter zur Neueröffnung des Hilton Mainz City. Von dort führte sein Weg im F&B Bereich nach Dresden und anschliessend nach Dubai. Er begleitete als Director Operations die Neueröffnung des Hilton Köln und hatte dann die gleiche

arbeitende eines Hauses, das sich schon durch seinen Standort als perfekte Adresse für Geschäftsreisende und Touristen anbietet. Das Hilton Zürich Airport hat 323 Zimmer sowie 67 weitere im angrenzenden Drei-SterneApart-Hotel. Für Konferenzen und Veranstaltungen stehen 25 Tagungsräume mit Kapazitäten Michael Reinhardt: «Gut gelaunt bis zu 260 Persoklappt vieles besser – und das nen zur Verfügebe ich gerne auch an meine gung. Ein kostenMitarbeiter weiter.» Foto: zVg loser Shuttle-Bus Service bringt die Gäste vom Flughafen-TerPosition in München inne. minal direkt ins Hotel und Dann erfolgte die Befördezurück. rung zum Direktor des Hilton Wien Plaza und nun führt er also 150 Mitwww.hilton.de/zuerich

MICROSOFT SCHWEIZ

Country GM Petra Jenner hat die Funktion als Country General Manager von Microsoft Schweiz übernommen.

Petra Jenner: «Microsoft Schweiz zielstrebig weiterentwickeln.» Foto: microsoft.ch

Sie folgt Peter Waser, der für die Leitung der ServiceSparte von Microsoft Westeuropa zuständig wird. Petra Jenner bringt über 20 Jahre Erfahrung in der ITBranche mit. Bevor sie Anfang 2009 die Leitung von Microsoft Österreich übernahm, war sie in leitender Funktion für international tätige Software-Unternehmen in Zentral- und Nordeuropa tätig. Das waren Unternehmen wie Check Point Software, Informix Software, Sybase und Pivo-

tal Corporation. Sie verfügt über ausgewiesene Kenntnisse in den Bereichen CRM-Business-Lösungen, Database Software sowie Infrastruktur-, Securityund Netzwerktechnologie. In ihrer neuen Funktion leitet sie 550 Mitarbeitende. Zum Partnernetzwerk zählen 750 zertifizierte Geschäftspartner, 5250 Vertriebspartner und 14 000 zertifizierte Produkt- und Lösungsspezialisten. www.microsoft.ch

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l Nr. 11 l 2011 l 71

ADRIAN LIGGENSTORFER, PCU

3. Zürcher Unternehmerball Der Pioneer’s Club PCU lädt zum dritten Mal an den Unternehmerball ein. Grund genug, den Mann, der dahinter steht, Adrian Liggenstorfer, zu befragen.

Foto: zVg

INTERVIEW PETER BLATTNER

Sie haben ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich absolviert und unter anderem am Bezirksgericht Zürich und bei Privatbanken gearbeitet. Sie verfügen somit über ein grosses Beziehungsnetz. Wie kamen Sie auf die Idee, den Pioneer’s Club PCU 2003 in Zürich zu gründen? Adrian Liggenstorfer: 2003 war ich mitten im Studium und hatte, umgeben von dicken Büchern, je länger je mehr einen Tatendrang verspürt. Ich war Mitbegründer einer Organisation an der ETH, welche ein Webportal zur Vermittlung wissenschaftlicher Projekte betreibt. Dies war meine erste Begegnung mit der unternehmerischen Tätigkeit. Ein paar Grundlagen in VWL und BWL hatte ich bereits im Grundstudium. Weil ich aber der Überzeugung war und immer noch bin, dass man Unternehmertum kaum theoretisch erlernen kann, sondern selbst erfahren muss durch «try and error», wollte ich mich mit etablierten Unternehmern treffen, um von ihren Erfahrungen lernen zu können. Auch wenn jede Unternehmerin und jeder Unternehmer einen eigenen Weg geht, oft durch unberührte Gebiete, so sind doch bei allen gewisse Gemeinsamkeiten als Erfolgsfaktoren heraus zu kristallisieren. Diese Erfahrungen und den Austausch mit anderen Start Ups wollte ich innerhalb einer Organisation teilen.

Adrian Liggenstorfer, Gründer des Pioneer’s Club PCU, mit seiner Frau Annette Heimlicher.

In Zürich fehlte zu dieser Zeit eine Plattform für innovative Unternehmerinnen und als Gründer stand ich ohne Möglichkeit eines regelmässigen Austauschs alleine da. Ich engagierte mich zuerst in der Studenteninitiative STARTglobal, bevor wir den Pioneer’s Club PCU Zürich gründeten. Der kritische Austausch zwischen erfahrenen und jungen Unternehmern ist meines Erachtens die effektivste Form, sich Unternehmersinn anzueignen. Aber auch im Gespräch mit Jungunternehmern sind schon viele Ideen, Kooperationen oder gar neue Start Ups entstanden. Ich würde mich freuen, wenn sich vermehrt erfahrene Unternehmerinnen an unseren Events am Dialog mit der jüngeren findigen Generation beteiligen würden.

Wie alle Clubs führen Sie Veranstaltungen durch, dazu zählen auch LunchSamstag, 12. November 2011 meetings in der Stadt. Grand Hotel Dolder, Zürich: Moderation Wie kamen Sie auf die Miriam Rickli, Key Note Speaker Rolf Hiltl, Idee, einen Unterneh18.30h Apéro im Foyer, merball zu lancieren? 19.15h Platzierung im Ballsaal, Lieben Sie Chic und 19.25h Eröffnungsansprachen Glamour? 19.45h Gala Dinner Wir treffen uns über das 21.00h Barbetrieb, Tombola, Networking Jahr an etwa sechs Events ab 21.30h Party und Kaiser Tanz mit Nina mit renommierten UnterGutknecht Band nehmerpersönlichkeiten 22.30h Tombola-Verlosung und pflegen einen interes24.00h Mitternachtssnack santen, unternehmeribis 2.00h Barbetrieb und Party, Dresscode schen Austausch, der oft Black Tie (Smoking mit Fliege) anstrengend und ernsthaft Ball-Ticket inkl. Dinner ohne Getränke: geführt wird. Zur AbCHF 230.– www.unternehmerball.ch Es gab aber bereits in andewechslung und zur Feier ren europäischen Metropodes Jahres wollten wir ein len Pioneer’s Clubs. Woher Eventformat schaffen, welstammt die Grundidee? ches die Förderung des Ist es nicht wieder eine der vielen Unternehmergeistes in festlichem RahOrganisationen, die Jungunternehmer men ermöglicht. Zusammen mit dem fördern, indem Sie diese mit Partner oder der Partnerin können die erfahrenen Unternehmern Pioniere für einmal vom oft harten unterzusammenbringen? nehmerischen Alltag etwas Abstand neh3.ZÜRCHER UNTERNEHMERBALL

men und den Abend geniessen. Wir möchten die Unternehmerperson als zentralen Antrieb des Fortschritts und des Wohlstandes in unserer Gesellschaft ins Zentrum stellen. Mit dem 3. Zürcher Unternehmerball möchten wir diese Botschaft nach aussen tragen. Ein Ball, diesmal im Dolder Grand ist – akustisch gesehen – meist eine laute Angelegenheit, nicht zuletzt dank der Musik. Erschwert das nicht den beabsichtigten Austausch unter Gleichgesinnten oder sehen Sie den Unternehmerball eher als alljährliches gesellschaftliches Ereignis? Persönlich sehe ich den Unternehmerball primär als ein Fest mit interessanten Persönlichkeiten und verschiedenen Charakteren in einer gepflegten Atmosphäre mit ungezwungenen Gesprächen. Wem die Musik zu laut wird und wer den direkten Austausch sucht, kann es sich in unserer Zigarrenlounge bequem machen. Was glauben Sie mit dem Pioneers Club PCU bewegen zu können? Wir versuchen jungen Menschen die Idee des eigenen Unternehmens näher zu bringen, sie zu inspirieren und bieten ihnen als Netzwerk einen Erfahrungsaustausch an. Der PCU zählt heute über 650 innovative Pioniere, welche Wissen in neue Produkte und Dienstleistungen umsetzen und bereits dutzende von Arbeitsplätzen schaffen konnten. Wenn der PCU für die Pioniere auf ihrem Weg zum Erfolg in irgendeiner Weise unterstützend sein kann, dann haben wir unser Ziel erreicht. Wie sehen Sie die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz für Jungunternehmer im kommenden Jahr? Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Volatile Wechselkurse, erneute Stresssituationen im Finanzsystem, eine abkühlende Konjunktur und ein unsicheres, regulatorisches Umfeld stellt insbesondere die exportierenden Unternehmen vor einen Härtetest. Anpassungsfähige Start Ups, welche sich durch einzigartige Produkte und Innovation einen Vorsprung in einer Nische erarbeiten konnten, sollten sich in einem härteren Umfeld besser behaupten können.


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l Nr. 11 l 2011

ZÜRCHERUNTERNEHMER

Foto: swiss-image.ch/Franziska Pfenniger

FLUGLÄRMSTREIT

Keine Lösung in Sicht?

Am Zürichsee steigen die Bodenpreise an.

Zentrale Lagen begehrt Der mittlere Bodenpreis lag im Kanton Zürich 2010 bei 658 Franken. Nach über zehn Jahren mehrheitlich stagnierender Preise stieg das Niveau seit 2005 in den meisten Gebieten des Kantons an, wie einer Mitteilung des Statistischen Amtes zu entnehmen ist. Der Preisanstieg ist die Folge bedeutsamer Veränderungen auf dem Bodenmarkt in jüngster Zeit. In der Agglomeration kommt immer weniger Bauland auf den Markt, an zentralen Lagen werden vermehrt unternutzte Liegenschaften abgebrochen und neu bebaut. Die Landpreise, die für Abbruchliegenschaften bezahlt werden, liegen um 50 bis 65 Prozent höher als bei unbebautem Land. Dies liegt meistens an der besseren und zentralen Lage. Die Preiszunahme ist am höchsten am Zürichsee und im Limmattal, also in Gebieten in denen die Baureserven knapp sind.

18 Wirtschaftsverbände beidseits der Grenze zwischen Bodensee und Basel fordern in einem gemeinsamen Brief Bundesrätin Doris Leuthard und den deutschen Bundesminister Dr. Peter Ramsauer auf, zu einer für beide Seiten tragfähigen Lösung im «Fluglärmstreit Zürich» zu kommen. Der Streit um die Abflugregelung über deutsches Hoheitsgebiet schwelt schon seit Jahrzehnten, ohne dass eine Lösung in absehbarer Zukunft in Sicht wäre. Die 18 Wirtschaftsverbände aus Südbaden und der Nordschweiz, die im Netzwerk «Wirtschaft am Hochrhein» zusammenarbeiten, nehmen mit zunehmender Sorge eine Verhärtung der Situation zur Kenntnis. Dieser negative Trend kontrastiere mit der ausserordentlich dynamischen Entwicklung der regionalen Wirtschaft, in der der Flughafen Zürich eine zentrale Rolle spiele. Die Verbände fordern, dass die von beiden Ländern eingesetzte Arbeitsgruppe

Massenentlassungen Gemäss OR gelten als Massentlassungen Kündigungen, die der Arbeitgeber innert 30 Tage in einem Betrieb ausspricht und die in keinem Zusammenhang mit der Person der Arbeitnehmenden stehen. Das gilt für mindestens zehn Arbeitnehmende in Unternehmen, welche in der Regel mehr als 20 und weniger als 100 Arbeitnehmer beschäftigen.

«Wirtschaft am Hochrhein» sucht das Gespräch mit Bundesrätin Doris Leuthard Foto: cvp

nicht zum Jahresende ihre Arbeit unverrichteter Dinge einstellen dürfe. So würde die Chance verspielt, eine nachhaltige Akzeptanz des Flughafens Zürich in der schweizeri-

Umgebung, das Limmattal sowie das Zürcher Oberland erarbeitet. Hier geht es um langfristig aufeinander abgestimmte Entwicklungsziele in den Bereichen Verkehr, Siedlung und Landschaft. Die Einreichung der Programme beim Bund erfolgt Mitte 2012. Zwei Informations-

Arbeitsmarktentwicklung Nach einer Stagnation im August sind die Arbeitslosenzahlen gemäss dem Amt für Wirtschaft und Arbeit im September gestiegen. Die Quote verharrte bei 2,9 Prozent, für die kommenden Monate

ist eine weitere Eintrübung der Arbeitsmarktlage zu erwarten. In den RAV des Kantons Zürich waren Ende September 2011 20’772 Personen arbeitslos gemeldet, 144 mehr als im Vormonat. Auch die An-

044 211 40 58 w w w. v z h . c h

News

schen und deutschen Bevölkerung aufzubauen. Es wurde um eine Gelegenheit gebeten, Anliegen und Einschätzung des Dossiers persönlich vortragen zu dürfen.

Agglomerationsprogramme Der Regierungsrat hat das Mitwirkungsverfahren für die vier Agglomerationsprogramme der 2. Generation gestartet. Gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Planungsregionen hat der Kanton die Programme für die Stadt Zürich, das Glattal, die Stadt Winterthur und

VERBAND ZÜRCHER HANDELSFIRMEN

meldungen zur Kurzarbeitsentschädigung nahmen zu, mehr als die Hälfte der Firmen gab als Grund die Frankenstärke an. Die effektiven Kurzarbeitszahlen lassen sich erst Ende Jahr erfassen.

veranstaltungen sind noch zu besuchen: Am 3. November um 19.30 Uhr im Hotel Restaurant Drei Linden in Wetzikon und am 25. November um 19.30 Uhr im Kirchgemeindehaus Liebestrasse in Winterthur. www.afv.zh.ch/aggloprogramm

Entlassungen im grösseren Umfang nahmen neun Unternehmen vor, insgesamt 627 Beschäftigte betreffend. Es ist lediglich von einer Wachstumsverlangsamung die Rede. Grundsätzlich bleiben die Aussichten für das Winterhalbjahr 2011/12 trüb.

Verwirkung von Ansprüchen Grundsätzlich gilt eine Verjährungsfrist von fünf Jahren für die Forderungen von Arbeitnehmern gegen den Arbeitgeber. Daneben gibt es aber auch den Tatbestand der Verwirkung, wenn die Geltendmachung von noch nicht verjährten Ansprüchen im Widerspruch mit der früheren Untätigkeit des Arbeitnehmers stehe. Bei der damaligen Einigung konnte der Arbeitgeber nicht damit rechnen, dass der Arbeitgeber Jahre später noch finanzielle Ansprüche aus Überstunden geltend machen würde. In diesem Fall erhielt der klagende Arbeitnehmer keinen Rechtsschutz. Nachweis der Lohnzahlung Eigentlich sollte der Nachweis einer Lohnzahlung keine Probleme ergeben. Ein Arbeitgeber machte geltend, den Nettolohn des Arbeitnehmers auf dessen Konto überwiesen oder ihm resp. seiner Frau persönlich in bar übergeben zu haben. Dies allerdings nicht in allen Fällen gegen Quittung! Das Beweisverfahren ergab, dass die Ehefrau des Klägers den Lohn für die Bezahlung laufender Rechnungen und die Verköstigung der Familie erhalten hatte und der Kläger somit mit der Vorgehensweise einverstanden war.


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10 FRAGEN AN l UZ

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T H O M A S M AT T E R , M AT T E R G R O U P A G / N E U E H E LV E T I S C H E B A N K A G

Einsatz für Schweizer Werte 1. Warum sind Sie Unternehmer geworden? Ich wollte immer etwas Eigenständiges schaffen, Initiative ergreifen, Verantwortung übernehmen. Ich fühle mich privilegiert, dass mir dies gelungen ist und ich heute als Unternehmer tätig sein darf.

T H O M A S M AT T E R Unternehmen: Matter Group AG / Neue Helvetische Bank AG Position: Präsident des Verwaltungsrates Erster Job: Ringhändler an der Basler Börse Werdegang: Nach diversen Positionen bei ausländischen sowie Schweizer Banken im In- und Ausland, gründete er 1994 die Swissfirst AG und hatte 12 Jahre lang die Position des CEO inne. 2005 gründete er die Matter Group AG. Die 2011 eröffnete Neue Helvetische Bank AG hat er mitbegründet. Aktuell kandidiert er für den Nationalrat.

2. Wenn nichts unmöglich wäre, was wäre Ihr Traumjob? Mit meinen zwei Standbeinen – unserer Unternehmerbank sowie meiner privaten Beteiligungsgesellschaft, über die ich interessante Projekte finanzieren und unterstützen kann – bin ich rundum glücklich. Ich habe als Unternehmer meinen Traumjob gefunden. Abgesehen davon wollte ich schon immer gerne Astronom werden. 3. Was mögen Sie nicht an Ihrer Branche? Wenn Sie die Bankenbranche ansprechen, stört es mich, dass es in den vergangenen Jahren zu Übertreibungen auch bei den Salären gekommen ist. Es gibt ganz viele redliche Bankmitarbeiter in der Schweiz, leider werden oft alle in denselben Topf geworfen. 4. An welches Ereignis in Ihrer Karriere erinnern Sie sich am liebsten? Ich durfte zweimal mit hervorragenden Teams eine Bank mitgründen. An diese Gründertage denke ich gerne zurück. Im Falle der Neuen Helvetischen Bank liegt die Gründung erst etwa acht Monate zurück, das Gründerfieber hält also immer noch etwas an. 5. Was war Ihr grösster Fehlentscheid? Ich habe mit Geschäftspartnern zusammengearbeitet, auf die ich mich lieber nicht eingelassen hätte, aber daraus habe ich für das weitere Leben viel gelernt. 6. Welche Persönlichkeit hätten Sie schon immer einmal gerne getroffen? Sicherlich gibt es spannende Persönlichkeiten z.B. aus der Wirtschaft, mit denen man sich gerne einmal unterhalten würde, wie zum Beispiel Warren Buffett. Mehr beeindrucken mich aber Menschen, die im wissenschaftlichen Bereich Entdeckungen oder Erfindungen gemacht haben, wie Galileo Galilei, Newton oder Albert Einstein. 7. Worüber können Sie sich ärgern? Am meisten ärgere ich mich über Leute, die meinen, mit dem Ruf nach mehr Staat

Ausbildung: Banklehre bei der UBS AG Liebstes Hobby: Wandern / Astronomie Zivilstand: Verheiratet, 4 Kinder

und höheren Steuern könne man die Welt verbessern. Anstatt die Faust im Sack zu machen und mich zu ärgern, unternehme ich lieber etwas dagegen. Zum Beispiel über die von mir gegründete Interessengemeinschaft Schweizer Unternehmer gegen wirtschaftsfeindliche Initiativen, oder in Zukunft hoffentlich als Nationalrat. 8. Wie erholen Sie sich vom Stress? Beim Zusammensein mit meiner Familie und mit guten Freunden, sowie beim Wandern in der Natur. 9. Was zeichnet die Schweizer Wirtschaft aus? Unser Land – nicht nur die Wirtschaft – zeichnete sich seit jeher dadurch aus, dass sich Selbstverantwortung und Leistungs-

bereitschaft des einzelnen Werktätigen lohnen. Dies hat unsere Wirtschaft so erfolgreich gemacht und uns eine hohe Lebensqualität ermöglicht. 10. Was wünschen Sie sich für die Schweiz? Wir müssen aufpassen, dass wir die Rahmenbedingungen, die unseren Wohlstand begründet haben, nicht kaputtmachen. Vor allem müssen wir unsere Unabhängigkeit, unseren Föderalismus, die direkte Demokratie und die freie Marktwirtschaft erhalten. Sie sind die Garanten für unsere Freiheit und unseren Wohlstand. Ich wünsche mir – und setze mich dafür ein –, dass unser Erfolgsmodell auch für unsere Kinder und künftige Generationen erhalten bleibt.

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Gemeinsames, geselliges Trinken* VON RUEDI STRICKER

Kongresse, Symposien und Tagungen sind hervorragende Gelegenheiten für Aktivitäten, für die Familien und Arbeitgeber zu wenig Verständnis aufbringen. Hier ein paar Tipps, um Stolperfallen zu umgehen.

Korrektes Äusseres Falls Ihnen ein Staatspräsident vorgestellt werden sollte, wollen Sie nicht in ungeputzten Schuhen dastehen. Wenn Sie unerwartet auf die Bühne gebeten werden, riskieren Sie, dass Ihr schlecht rasiertes Gesicht am Abend in der Tagesschau gezeigt wird. Oder noch schlimmer: Eine KniggeExpertin referiert über den richtigen Auftritt und zählt schlechte Beispiele auf, während Ihnen auffällt, dass man in mehreren Sitzreihen über Sie zu tuscheln beginnt. Visitenkarten Nehmen Sie keine Visitenkarten mit, wenn Sie den Eindruck vermeiden wollen, Sie seinen nur erschienen, um krampfhaft neue Kontakte herzustellen. Wenn Sie nach einer Karte gefragt werden, verweisen Sie an Ihre Assistentin, die gern eine solche per Post verschickt. Check In Checken Sie nicht zu früh ein. Sie riskieren sonst, unangesprochen herumzustehen und für einen stinknormalen Bürger gehalten zu werden. Auch gespielte Zeitungslektüre hilft da nicht; Sie werden ebenso durchschaut wie jene Angeber, die ständig ein Handy ans Ohr halten, obwohl jedermann weiss, dass Sie in diesem Raum sowieso keinen Empfang haben. Kaffeepausen Als Erster aus dem Saal zu stürmen, um sich einen warmen Buttergipfel zu sichern, gilt als unfein. Geben Sie sich grosszügig und unterdrücken Sie abschätzige Bemerkungen über Mitmenschen, die nicht Schlange stehen können.

RUEDI STRICKER Der Autor ist Inhaber der Beratungsfirma Stricker Consulting in Speicher AR. www.stricker-consultung.ch

Unerwünschte Begegnungen Auch das ist kaum zu vermeiden: Sie werden von einem ehemaligen Kollegen gesehen, dem Sie lieber aus dem Weg gehen würden. Spielen Sie nicht den Kurzsichtigen, der Andere hat Sie längst durchschaut. Gehen Sie forschen Schrittes auf ihn zu, grüssen Sie ihn auf drei Meter Distanz und gehen Sie weiter, ohne das Tempo zu reduzieren. Verhalten während Referaten Geben Sie sich als interessierter, nicht unkritischer Zuhörer. Halten Sie den Kopf leicht schräg und machen Sie hin und wieder diskret, aber sichtbar Notizen. Stellen Sie keine

Fragen. Sie riskieren sonst den Eindruck, die bereits publizierten Bücher des Referenten nicht zu kennen. Diskretes Raunen wird im Allgemeinen eher akzeptiert als laute Buhrufe. Werfen Sie auch keine Gegenstände auf die Bühne. Stehlunch Gehen Sie dem GAU aus dem Weg. Ursache für den GAU ist meistens Tomatensauce in unkontrollierbarer Flugbahn. Wenn Sie sich azyklisch verhalten, stehen Sie nicht Schlange und können mittels grosszügiger Dessertportionen Salat sparen. Seien Sie auf der Hut, wenn Ihnen mit übertriebener Aufmerksamkeit guter Rotwein angeboten wird. Es könnte sein, dass Sie ihn bezahlen müssen. Umgang mit Frauen (gilt für männliche Teilnehmer) Prägen Sie sich die folgenden Grundsätze unbedingt ein: Bevor Sie bei einer Dame Kaffee bestellen, vergewissern Sie sich, dass es sich bei ihr nicht um eine Referentin handelt. VerFoto: bilderbox.de wechseln Sie während des Small Talks nicht das Dekolleté mit der Brille. Rechnen Sie damit, dass die Frage «Was tut so eine attraktive Dame an einem solchen Anlass?» nicht immer als Kompliment verstanden wird. Umgang mit Männern (gilt für weibliche Teilnehmer) Prägen Sie sich die folgenden Grundsätze unbedingt ein: Falls ein Mann bei Ihnen einen Kaffee bestellt, bedanken Sie sich und entfernen Sie sich. Er wird selber merken, dass Sie keine Kellnerin sind. Falls ein Mann im Gespräch Ihr Dekolleté mit Ihren Augen verwechseln sollte, fragen Sie ihn, ob er Herrn Fielmann kennt. Die Frage «Was tut so eine attraktive Dame an einem solchen Anlass?» kontern Sie am besten mit «Was hat ein so intelligenter Mann an einem Model Casting verloren?» Abgang Verzichten Sie auf die Mitnahme von Lachsbrötchen und angebrochenen Flaschen. Wenn Sie erhaltene Visitenkarten noch vor dem Aufbruch entsorgen, tun Sie dies diskret. Sie wissen sicher, warum. * Symposium (lat.)


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