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Ein Ort fĂźr die Begegnung mit der Natur

Entwurfsprojekt Wildes Halle Study project Wild Halle Studiengang Innenarchitektur Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Interior Architecture Department Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle betreut von coordinated by Prof. Rita Rentzsch KĂźnstlerische Mitarbeit Artistic assistance Andrea Horezky Sommersemester Summer semester 2016


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Projektgruppe


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Marktplatz Halle (Saale) Halle's marketplace


Wildes Halle Rita Rentzsch

Grüne Botschaft Zum 1200jährigen Stadtjubiläum erhielt der Hallesche Marktplatz im Jahr 2006 ein neues Gesicht. Der großflächige Einsatz von Natursteinplatten markiert den Platz als urbanen naturfernen Raum. Für diesen Ort soll eine temporäre Architektur entworfen werden, die von April bis Oktober Besucher anlockt und ihnen auf spektakuläre Weise Aspekte aus der Halleschen Naturvielfalt näherbringt. Die Inszenierung kann von Insektenkrimi bis Blütenromanze reichen. Im Zentrum der Aufgabe steht die befruchtende Verknüpfung von Inhalt und Raum.
Zur Verfügung steht eine Aktionsfläche von 15 x 10 Metern. Recherche Eine Exkursion führt die zehnköpfige Projektgruppe nach Norddeutschland. In vier Tagen tanken die TeilnehmerInnen Naturerlebnisse und erforschen Naturdarstellungen aus verschiedenen Kontexten. Hauptsächlicher Untersuchungsgegenstand ist das Spannungsfeld der musealen Wissensvermittlung zwischen statischen Fakten und emotionalem Erlebnis. Der anschließende Semesterauftakt in Halle startet mit Kurzvorträgen zur Rolle von Natur in diversen Medien. Die Rechercheergebnisse aus der vorlesungsfreien Zeit zeigen einen inspirierenden Überblick über Umsetzungen von Naturthemen auf der Bühne, in der Fotografie, im Film, im Computerspiel, in der Literatur, der Musik oder der Welt von Mode und Textil. Ebenso wird die

Lageplan Site plan

Wild Halle Be it the black spruce borer, the woodchat shrike or the wart-biter – what is behind these fantastic names? In and around Halle, nature holds many secrets. Seven nature reserves on city territory are home to hundreds of animal and plant species. This is a good reason to offer these big and small animals a stage and to surprise the citizens of Halle with new access to their everyday neighbours. Green message On its 1,200-year anniversary in 2006, Halle's marketplace was given a new appearance. The large-scale use of natural stone slabs marks it as an urban space far from nature. The task is to design a temporary structure for this square that attracts visitors from April to October and that gives them insights into Halle's natural diversity in a spectacular way. Scenarios can range from insect thriller to flower romance. The core of the task is to create a stimulating combination of space and content. An action area of 15 x 10 metres is provided. 
 Research An excursion leads the project group of ten to Northern Germany. In four days, they take in various experiences of nature and examine aspects of nature in different contexts. The main object of investigation is the variety of knowledge transfer between dry facts and emotional experience in a museum context.

Wildes Halle – Rita Rentzsch

Von Düsterbock über Rotkopfwürger bis Warzenbeißer... Was steckt hinter den fantastischen Begriffen? Die Natur in und um Halle birgt viele Geheimnisse. Sieben Naturschutzgebiete innerhalb der Stadtgrenzen bewahren die Heimat hunderter Tier- und Pflanzenarten. Grund genug, diesen großen und kleinen Lebewesen eine Bühne zu geben und die Hallenser mit einem neuen Zugang zu ihren alltäglichen Nachbarn zu überraschen.

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individuelle Naturwahrnehmung beleuchtet. In je einem halbminütigen Selfie-Film halten die Studierenden einen beeindruckenden Naturmoment fest. Exkursion, Vorträge und Naturerleben bilden Grundlage und Bezugspunkt für den Naturdiskurs im Semesterverlauf.

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Arche Nordholz

Entwurfsprozess In den ersten drei Wochen beschäftigen sich die SeminarteilnehmerInnen mit dem kuratorischen Konzept. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Festlegung eines inhaltlichen Leitfadens, der Eingrenzung der Zielgruppe und dem Abklopfen möglicher Vermittlungsstrategien. Geschichten zu erzählen heißt immer auch, diese für das Publikum begreifbar zu machen – Begreifen mit allen Sinnen. In einem Wochen-Workshop werden die gewählten Themen auf Publikumstauglichkeit überprüft. Die Studierenden entwickeln und bauen in Teams interaktive Exponate für einen Feldversuch auf dem Hallenser Marktplatz. Mit den Erkenntnissen des Workshops schärft jedes Team seine inhaltliche Grundidee sowie

At the semester opening event in Halle, students present short lectures about the role of nature in different media. The research results from the non-lecture-period show an inspiring summary of artistic realisations of natural themes – on stage, in photography, film, computer games, literature, music as well as the fashion and textile world. Individual perceptions of nature are also examined. Students prepare a 30-second selfie clip in which they convey a moment of nature experience that they were impressed by. The excursion, lectures and experiences of nature form the basis for the discourse on nature in the following semester. Design process During the first three weeks, the seminar participants work on the curatorial concept. There is a focus on determining a contentrelated thread, defining a target group as well as testing possible strategies of instruction. To tell stories always means making them tangible for the audience. A one-week workshop serves to test the selected stories regarding their potential public impact. Teams of students develop and build interactive exhibits for a field test on Halle's marketplace. The insights from the workshop help the teams to sharpen their fundamental idea as well as the desired user concept. First results are summarised for a first intermediate presentation. The next step is the concrete spatial implementation. Starting from the respective user concept, students create spatial concepts and develop suitable architectural shells in steps. This stage ends with the second intermediate presentation. Elaboration The students then move on to create a formal repertoire that substantiates their statements with regard to design and content. On the example of one selected constructive detail, they prove that they have fully understood the structural aspects of the draft. At the same time, students develop communication strategies for the presentation of their drafts. Visualising imaginary spaces is always a challenge for interior architects. Beyond the use


das gewünschte Nutzungskonzept und fasst diese in einer ersten Zwischenpräsentation zusammen. Im nächsten Schritt folgt die konkrete räumliche Umsetzung. Ausgehend vom jeweiligen Nutzungsprogramm erstellen die Studierenden Raumkonzepte und nähern sich schrittweise einer passenden architektonischen Hülle an. Diese Phase schließt mit der zweiten Zwischenpräsentation ab.

of the classical architectural plans – ground plan, section and axonometry – the task is to convey statements about the atmospheric quality of the planned space. A second workshop, which completes the semester programme, is held at this point: together with illustrator Lucie Göpfert, students train their individual means of expression and sharpen their visual language with a focus on depth of content and on fine-tuning of spatial concepts.

Wildes Halle – Rita Rentzsch

Ausarbeitung In der Folge entwickeln die EntwerferInnen ein Formenrepertoire, das ihre gestalterische und inhaltliche Aussage untermauert. Anhand eines konstruktiven Details wird der Beweis erbracht, den Entwurf baulich durchdrungen zu haben. Parallel dazu erarbeiten die Studierenden Kommunikationsstrategien zur Präsentation Ihrer Entwürfe. Das Darstellen von gedachten Räumen stellt Innenarchitekten stets vor Herausforderungen. Jenseits der klassischen architektonischen Pläne – Grundriss, Schnitt und Axonometrie – gilt es, Aussagen über die atmosphärische Raumqualität zu vermitteln. An dieser Stelle ergänzt ein zweiter Workshop das Semesterprogramm. Gemeinsam mit der Illustratorin Lucie Göpfert trainieren die Studierenden individuelle darstellerische Ausdrucksmittel und schärfen ihre Gestaltungssprache mit dem Augenmerk auf erzählerische Tiefe und gestimmte Raumbilder.

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Workshop mit with Lucie Göpfert


Wildes Halle – Rita Rentzsch 8

Projektpräsentation Der formale Rahmen für die Abgabe der Entwurfsprojekte ist vorgegeben: Alle Entwurfskomponenten – Konzeptdarstellung und Konzepttext, Plandarstellungen, Konstruktionsdetail und aussagekräftige perspektivische Ansichten – sind auf einem A0-Chart zusammengefasst. Teil des Arbeitspensums ist auch ein 1:100-Modell und eine A4-Dokumentation mit Aussagen zum Entwurfsprozess. Die Projektergebnisse werden im Rahmen der Innenarchitektur-Präsentationen am Semesterende in einer halbstündigen digital gestützten Präsentation vorgestellt und zur Jahresausstellung in einem eigens dafür inszenierten Raum gezeigt.

Project presentation The formal framework for handing in the draft projects is set: All draft components – concept representation and concept text, plan representations, construction detail and informative perspective views – must be combined on an A0 chart. Students are furthermore required to create a model on a 1:100 scale and a documentation with statements on the design process in A4 format. The project results are shown in a 30-minute digitally supported presentation as part of the Interior Architecture presentations at the end of the semester and are on display during the annual summer show in a specially prepared room.

Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Insbesondere den engagierten Studierenden, die der Natur in sehr verschiedenen Lesarten eindrucksvolle Bühnen geschaffen haben. An deren realer Umsetzung hätten alle Halleschen MarktbesucherInnen ihre Freude.

I would like to thank all those who have contributed to this project's success, particularly the committed students who have created such an impressive variety of platforms to present so many different facets of nature. The visitors to Halle's marketplace would definitely enjoy them had the project actually been implemented!

Projektschau zur Jahresausstellung 2016 Project presentation at the annual summer show 2016

Projektschau zur Jahresausstellung 2016


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Exkursion

Exkursion

Eine Reise in die Wildbahn Niedersachsens

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Erster Anlaufpunkt der Bildungsreise ist die Hansestadt Bremen. Wir starten mit der Besichtigung des Gestaltungsbüros GfG / Gruppe für Gestaltung und dem Besuch der interaktiven Ausstellung Ey Alter im Universum Bremen. Der Tag endet nach einem Einblick in die farbenfrohe Dauerausstellung Afrika im Übersee-Museum. Weiter führt die Route über das Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg, dessen feinfühlig gestaltete Dauerausstellung aus Künstlerperspektive uns begeistert, bis an die Nordseeküste bei Schillighörn, wo Gerke Enno Ennen für uns die Geheimnisse des Wattes auf einer Wanderung lüftet. Am nächsten Vormittag folgt der direkte Vergleich zweier NaturInformations-Zentren: das Nationalparkhaus Minsen und das UNESCO Wattenmeer Besucherzentrum Cuxhaven. Hier fällt vor allem der Unterschied im Umgang mit Raumgrafik ins Auge. Ergänzende Einblicke in Naturphänomene geben das Museum Windstärke 10, in alten Fischpackhallen mit überdachtem Zwischenbereich, und das Klimahaus Bremerhaven, dessen stark inszenierte Raumbilder uns plätten. Eine Übernachtung in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Wesermarsch auf dem Hof der Arche Nordholz bietet ein weiteres Naturerlebnis. Der Rückweg nach Halle erfolgt über die Autostadt Wolfsburg, wo wir das Spektrum technischer Möglichkeiten in der zeitgenössischen Ausstellungswelt untersuchen.

Vielen Dank an Carsten Dempewolf, der uns interessante Einblicke in die Genese der Ausstellung Ey Alter gegeben hat. Ebenso danke ich Dr. Peter-René Becker und Ralf Sinning, die durch persönliche Einsichten in Ihre Ausstellungshäuser erhellende Impulse zur Auseinandersetzung mit Natur im musealen Kontext zuließen.

Bremer Stadtmusikanten The Bremen Town Musicians

Excursion – A journey into the wilderness of Lower Saxony The Hanseatic City of Bremen is the first stop on this educational tour. We start out by visiting the design office GfG / Gruppe für Gestaltung and the interactive exhibition Ey Alter (Hey Old Man) at the Universum Bremen. The day concludes with a tour of the colourful permanent exhibition on Africa at the Übersee-Museum. Our tour then takes us to the Landesmuseum für Natur und Mensch in Oldenburg. We are inspired by the gentle design and artistic perspective of the permanent exhibition, then travel on to the North Sea coast, where Gerke Enno Ennen takes us on a long walk to introduce us to the secrets of the mudflats. The next morning is reserved for a direct comparison between two nature information centres: the Nationalparkhaus Minsen and the UNESCO Wattenmeer Besucherzentrum Cuxhaven (UNESCO Wadden Sea Visitor's Centre). We observe a big difference in the


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Besuch bei der GfG / Gruppe für Gestaltung A visit to GfG / Gruppe für Gestaltung Bremen Überseemuseum Bremen

use of spatial graphics. Additional insights can be gained in the Museum Windstärke 10 (Museum Wind Force 10), which was established in old fish packing sheds that are connected by covered hallways, and Klimahaus Bremerhaven, where we feel flattened by the highly designed spatial imagery. Our overnight stay at the farm of Arche Nordholz in the remote and peaceful district of Wesermarsch offers yet another nature experience. The return journey to Halle leads us via Autostadt Wolfsburg where we examine the spectrum of technical possibilities in contemporary exhibition making. Many thanks to Carsten Dempewolf who offered us valuable insights into the making of the exhibition Ey Alter. Thanks also to Dr. Peter-René Becker and Ralf Sinning who have opened the doors of their exhibition spaces to give us enlightening insights into the examination of nature in a museum context.


Exkursion

Landesmuseum fĂźr Natur und Mensch Oldenburg

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Autostadt Wolfsburg


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Wattenmeer Besucherzentrum Cuxhaven Wattwanderung A walk through the mudflats


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Uuuuund Action ...!

Jedes Jahr im April findet auf dem Halleschen Marktplatz der Frühlingsmarkt statt. Händler bieten Blumen, Pflanzen und Sämereien aller Art an. In vier Workshop-Tagen erarbeiten die TeilnehmerInnen interaktive Exponate, die den MarktbesucherInnen neue Blickwinkel auf Naturthemen eröffnen. Ziel dabei ist es, beim Publikum spielerische Momente zu erzeugen und gleichzeitig einen Erkenntnisgewinn zu unterstützen. Am fünften Tag präsentieren die Studierenden ihre Installationen zu Natur­ aspekten inmitten des Marktgeschehens auf einem Aktionsfeld von 4 x 10 Metern. Passanten werden zum Ausprobieren und Verweilen eingeladen. Der Einsatz vor Ort ermöglicht den Studierenden direktes Feedback von der Zielgruppe. Die Erfahrungen werden pro Exponat in einem kurzen Film festgehalten und im Nachgang gemeinsam ausgewertet.

Workshop I – Storytelling

Workshop Storytelling mit Prof. Rita Rentzsch und Andrea Horezky

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Aaaaand Action ...! Each year in April, a spring market is held on Halle's market place. Traders offer flowers, plants and seeds of all sorts. On four workshop days, participants create interactive exhibits with the intention of opening up new perspectives on nature for the market visitors. The aim is to create playful moments and to further insight at the same time. On day five, students present their installations on nature topics on a 4 x 10 metre area in the middle of the market activity. They invite passers-by to look and stay for a while. As they are right there on the spot, students can gather direct feedback from the target group. For each exhibit, they make a short film to present their experiences. Later, these films are evaluated together with the group.

Hallenser Frühlingsmarkt Spring market in Halle


Wo die wilden Tiere wohnen Where the Wild Animals live – Mona Schaffer, Kerstin Kunzmann & 16

Jorge Emilio Álvarez Trinchet Eine Minute Halle One Minute of Halle – Dorothea Uebach & Robert Hahn


Workshop I – Storytelling 17

Welcher Naturtyp bist Du? What nature type are you? Tessa Dean & Annika Keppler


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Hallescher Wolpertinger

Der viertägige Workshop erweitert die individuelle Bibliothek an Darstellungstechniken. Geprobt wird anhand von Wolpertingern – selbst geschaffene Kreaturen kombiniert aus Teilen realer Lebewesen. In Lockerungsübungen erkunden die Studierenden passende Zeichentechniken, Malmittel und Strichführungen für das Experiment mit den entstehenden Geschöpfen und deren möglichen Synthesen. Die fertigen Wesen werden im zweiten Schritt mit ihren fiktiven Lebenswelten umgeben. Hierfür erstellen die Studierenden eine fotografische Materialsammlung und ergründen die Schnittstelle zwischen zeichnerischen und digitalen Ausdruckformen. Anschließend werden für die Wolpertinger Begleitgeschichten getextet und geeignete typografische Umsetzungen für deren Präsentation gefunden. Schließlich ergeben Wesen, Lebensraum und Text eine feinfühlige Illustration von hoher atmosphärischer Dichte.

Workshop on atmospheric thinking The four-day workshop with Lucie Göpfert is intended to expand the students' individual repertoire of (re)presentation techniques. They test their abilities on jackalopes – selfinvented creatures composed of parts of real living beings. The workshop begins with exercises to loosen up and look for suitable drawing methods, paints and brushstrokes for experimenting with the creatures and their possible syntheses. In a second step, environments for the finished creatures are added. Students put together a photographic collection of material samples and examine the interface between drawn and digital means of expression. After that, they write accompanying stories for the jackalopes and select suitable typefaces for graphic representation. At last, the creature, its environment and the text are combined to form a sensitive illustration of high atmospheric value.

Arbeitsbesprechung mit Lucie Göpfert Working conference with Lucie Göpfert

Workshop II – Atmosphärisches Darstellen

Workshop Atmosphärisches Darstellen mit der Illustratorin Lucie Göpfert

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Wolpi Robert Hahn


Natur Pur

Klettern bei den Pillensegger Wanderkäfern

Workshop II – Atmosphärisches Darstellen

Morgenstimmung im Pillensegger Stadtpark nahe Halle an der Saale. Das größte Naturreservat in Sachsen- Anhalt bietet 180 Kilometer Fahrrad- und Wanderwege. Besucher mit besonders ausgeprägtem Naturdrang können in sichtweite der Pillensegger Wanderkäfer klettern und die große Lichtanziehungkraft der Käfer bewundern, die die morgendlichen Sonnenstrahlen magisch anzieht.

Rastafroguy Tessa Dean

Eintagsgimchel Dorothea Uebach Palumbus hat auch Hosen an, mit kariertem Muster, was man ganz deutlich sehen kann.

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Pillensegger Wanderkäfer Mona Schaffer

Kosquiga Jorge Emilio Álvarez Trinchet

Palumbus Annika Keppler

Workshopergebnisse


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Projektarbeiten


AuÃ&#x;enansicht Exterior view

1,03

3,60 2,06 25 10

1,20

18 1,03

12

1,03 1,03

12

1,08

1,90

12

1,61 28 68

3,60 70

1,40

START

35

67 12

3,60

1,72 1,03

60

28

1,04 2,05

12

12 1,08

1,38 3,60

45

1,38

1,08

37,5 12

1,2 0

60

1,03

1 ,03

1,3 8

START

1,20

37,5

1,03

12 12

75

0

1,8 5

3,6 1,3 8

STA

1,0 3

75

RT

12 12 1,0 3

Grundriss Ground plan

1,3

1

28

12 60 85 3,6

0

13 1,0 0 1,2

0

20

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Wo die wilden Zahlen wohnen

Natur ist abstrakt, voller für uns mit den Sinnen kaum greifbarer Größen. Regen, Sonnenschein, der Wald, ein Bienenschwarm, die Kraft eines Flusses – wir können alles messen, in explizite Zahlen umformulieren, aber verstehen wir die Dimensionen?

Lageplan Site plan

Wo die wilden Zahlen wohnen verknüpft die Zahlen der Natur Halles mit für uns alltäglichen Größen. Jede Zahl bewohnt ein eigenes Haus. In den kleinen Häusern der interaktiven Inszenierung begegnet der Besucher den Zahlen, wird von ihnen umgeben, begreift mit allen Sinnen die Ausmaße unserer natürlichen Umgebung. Das Zahlendorf wirkt auf dem Hallenser Marktplatz durch sein grafisches Erscheinungsbild als Magnet für Schlenderer und Bummler. Interessiert treten sie heran, sehen mit Kästchen bedeckte Häuser und ablaufende Countdowns. Im Eingangsbereich jedes Hauses ist zusätzlich zu der Zahl ein Alltagsgegenstand in einer Vitrine präsentiert. Nach Betreten des Hauses lösen die Besucher einen auch außen sichtbaren Countdown aus, eine Minute lang entfaltet sich vor ihren Augen und Ohren ein Naturerlebnis in Form eines verbildlichten Zahlenwertes. Ist die Minute abgelaufen, folgt die Auflösung – das Erlebnis wird durch die Nennung der Zahl, dem dazugehörigen Alltagsgegenstand und Naturkontext verortet.

Überrascht und beeindruckt von diesem Fakt, lassen sie das Erlebte Revue passieren, erhalten zur Erinnerung ein Merkkärtchen und treten gespannt den Weg zum nächsten Zahlenhaus an.

Where the wild figures are Nature is abstract, full of quantities we can hardly grasp. Rain, sunshine, the forest, a cluster of bees, the power of a river – we are able to measure all that, put it in explicit figures – but do we understand the dimensions? The project Where the wild figures are combines figures of Halle's wildlife with quantities that are familiar to us. Each figure lives in its own house. In the small houses of this interactive scenario, the visitors meet the figures, are surrounded by them, and understand with all their senses the dimensions of our natural environment. The graphic appearance of the figure village on Halle's market square acts as a magnet for strolling and wandering people. As they become curious and come closer, they see houses that are covered with little squares and running countdowns. In addition to the figures, an object of everyday use is presented in a glass case in the entrance area of each little house. After entering, visitors trigger a countdown that is visible also on the outside of the house. For one minute, a nature experience in the form of a visualised numerical value unfolds in front of their eyes and ears. An explanation follows once the one-minuteshow is over – the experience is explained by naming the figure, the related object of everyday use and the natural context. Surprised and impressed by the fact, visitors reconsider their experience, receive a little card as a reminder and can then move on to the next figure house.

Wo die wilden Zahlen wohnen – Dorothea Uebach & Robert Hahn

Dorothea Uebach & Robert Hahn

25


1,80

1,801

1,80

1,801

77

5,02 77

5,02 1,83

2,93 2,93

1,83 40 40 22 22

Schnitt A-A Section A-A

3,60 3,60

70 67 1,03 12

1,61

1,03 28

1,61

68 28

68 70

1,40

START START

1,40

35

12 67

35

12

Nachdem das Interesse der Besucher durch die Zahlen über dem Eingang geweckt wurde, betrachten sie die Objekte in der Vitrine, betreten das Zahlenhaus und aktivieren den Countdown.

12

1,03 10

Mit dem Auslösen des Countdowns startet die jeweilige Aktion: eine Minute lang können die Besucher ein Naturerlebnis mit allen Sinnen wahrnehmen: visuell, auditiv, taktil oder olfaktorisch.

12 25 10 25

1,20

1,08 1,03

1,03 1,9

2,06

1,08 2,06

1,20 3,60

12

12

26 18 1,03 1,03 1,9

12 18

1,03

3,60 Grundriss Haus Sonne Ground plan of the Sun House

Nach Ablauf der 60 Sekunden wird die Eingangswand hinterleuchtet und die Auflösung erscheint. Durch einen darunterliegenden Schlitz erhalten die Besucher ihr Merkkärtchen zum Mitnehmen.

Sonne Im Haus Nummer 352 hängt eine Sonnenbrille deutlich sichtbar über einer Sonnenliege, auf die das Start-Symbol projiziert wird. Die Besucher sind eingeladen, sich auf die Liege zu legen, die Sonnenbrille aufzusetzen und die Leuchtperformance von 352 Glühbirnen zu genießen. Die dabei entstehende Wärme lässt die Energie der Sonne am ganzen Körper spürbar werden.

Sonne

Erlebnisablauf Course of events

Schnittperspektiven Section perspectives

2 2


Wo die wilden Zahlen wohnen – Dorothea Uebach & Robert Hahn

Dachaufbau

Dachaufbau

HPL weiß, 6 mm, direkt bedruckt, mit Aluminium- Einhängeleisten an der Unterkonstruktion befestigt Beidseitig beplankte Holzrahmenkonstruktion; innenseitig gestrichen

Medientechnik

Medientechnik

Kurzdistanzbeamer Lautsprechersystem

Wandaufbau

Wandaufbau

HPL weiß, 6 mm, direkt bedruckt, mit Aluminium- Einhängeleisten an der Unterkonstruktion befestigt MDF, 16 mm, innenseitig gestrichen Rahmenkonstruktion KVH, 120 x 80 mm Akustikdämmung, 80 mm

Bodenaufbau

Bodenaufbau

Außen: Boden - HPL weiß, 6 mm, rutschhemmender Siebdruck, mit Aluminium- Einhängeleisten an Unterkonstruktion befestigt Innen: Linoleum, reversibel verklebt

Podestaufbau

Podestkonstruktion

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Siebdruckplatte 21 mm Spantenunterkonstruktion: 21 mm Siebdruckplatte, Rahmengröße 2 x 2 m Blende: HPL grau, 6 mm, mit Aluminium- Einhängeleisten an Unterkonstruktion befestigt

Axonometrie Axonometry

Saale

Bienen

Holz

Betreten die Besucher den Innenraum, nehmen sie zunächst eine Installation aus unzähligen Stöpseln wahr, die im Raster gehängt einen massiven Block über einer Badewanne bilden. Vor dieser Inszenierung befindet sich auf dem Boden das leuchtende StartSymbol. Wird das Erlebnis aktiviert, beginnt die Saale die Besucher sowohl visuell als auch auditiv zu umfließen.

Im Innenraum des Hauses Nummer 49 befindet sich ein eingestelltes, halbrundes Element. Aktivieren die Besucher das Erlebnis, wird eine dahinter liegende Ebene beleuchtet und im Raster angeordnete Blüten werden sichtbar. Auf diesen tummelt sich, beginnend mit nur einer Biene, kurz darauf ein ganzer Bienenschwarm, der für die Besucher visuell und auditiv wahrnehmbar ist.

Betreten die Besucher das Haus Nummer 13000, strömt ihnen ein angenehmer Duft von Kiefernholz entgegen, wohingegen sich die an der Wand akkurat aufgehängten Din A4 Papiere visuell zunächst zurück nehmen. Erst durch das Auslösen werden diese mit Leben erfüllt: durch kleine Motoren falten sich die Blätter ein, stellen sich auf und ein „Wachstum“ wird wahrnehmbar.

Saale

Bienen

Holz


AuĂ&#x;enansicht Exterior view 9,00

28

1,00

1,00

8,00

7,00

10,00

Grundriss Ground plan


Pixel wechsel dich

Die Natur befindet sich im ständigen Wandel. Der Entwurf Pixel wechsel dich erlaubt es, die individuellen Natur-Konzepte unterschiedlicher Hallenser im Wechsel zu präsentieren. Zwei Mal im Monat wird die Struktur mit den Erinnerungen und Gedanken einer anderen Person bespielt.

Halle. Twice per month, the structure displays another person's memories and thoughts. A variable 10 x 8 metre grid structure facilitates these changes. Offset printing is the basis for the structure of the space. Fifty tubes with 14 pixel elements each are organized in a base grid. Due to the systematic orientation of the pixels, pictures evolve that can only be seen from a fixed point outside the space, on the market square. As visitors enter the space, they realise that some pixels carry information, inviting to read, hear and smell. The basis for each rearrangement of the structure is a questionnaire that is filled in by a citizen of Halle. Depending on this person's individual story, all pixels form a big spatial image and the informative pixels' contents are reloaded.

Pixel wechsel dich – Jorge Emilio Álvarez Trinchet

Jorge Emilio Álvarez Trinchet

Lageplan Site plan 29

Eine variable Rasterstruktur auf 10 x 8 Metern ermöglicht diese Veränderungen. Das Prinzip des Offset-Drucks bietet dafür die Grundlage. In einem Bodenraster sind 50 Rohre mit jeweils 14 Pixelelementen angeordnet. Durch eine systematische Ausrichtung der Pixel entstehen wechselnde Bilder, die von einem bestimmten Punkt auf dem Marktplatz aus gesehen werden können. Betreten Besucher die Raumstruktur entdecken Sie, dass einige Pixel Informationsträger sind, die zum Lesen, Hören und Riechen einladen. Grundlage für jede Umgestaltung bildet ein Fragebogen, der von einem Halleschen Bewohner ausgefüllt wird. Je nach dessen persönlicher Geschichte richten sich alle Bildpunkte zu einem eigenen großen Raumbild aus und die Inhalte der Informations-Pixel werden neu gefüllt.

Pixel-swapping Nature changes constantly. The design Pixelswapping presents alternating individual concepts of nature of different citizens of


Kopfhรถrer Earphones

Gucklรถcher Peepholes

30

Perforierter AbreiรŸblock

Geruchserlebnis

Bildbox

Anmutung interaktive Stationen Appearance of the interactive stations


Pixel wechsel dich – Jorge Emilio Álvarez Trinchet

Funktionspixel mit interaktiven Stationen Functional pixel with interactive stations

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Schnüffelbox Sniffing box


1 488 2 480

+ 0.50

A

1 800

12 508

1 800

A

680

+ 0.50

Außenansicht Nacht Exterior view at night

830

1 430

+ 0.025

3 200 330

170

2 830

4 530

+- 0.00

394

32

1 130

400

4 476

2 000

400

3 791

14 790

4 180

3 850

schnitt A-A | section A-A | 1:50

Schnitt A-A Section A-A

685

1 120

394

4 200

2 560

830

14 790

Molkereiprodukte Milk products

Backwaren Bakery products

Fleischwaren Meat products

Beilagen Dry goods

Gemüse Fruit & Vegetables

Getränke Drinks

1 488

4 530

2 278

grundriss | floor plan | 1:50

2 480

500

672

250

+ 0.50

3 000

140

1 120

780

1 700

400

1 000

400

1 800

680

1 120

368

12 508

A

1 800

12 508

1 800

A

680

+ 0.50

1 430

+ 0.025

2 830

+- 0.00

Grundriss Ground plan


3900 l How much water do you eat?

3900 Liter – das ist die Menge an Wasser, die der deutsche Ottonormalverbraucher jeden Tag konsumiert. Ein Großteil dieser Wassermenge versteckt sich vor allem hinter der Herstellung der Lebensmittel, die wir essen.

Lageplan Site plan Steinbockgasse

Vor diesem Hintergrund entstand die temporäre Installation 3900 l auf dem Hallenser Marktplatz. Sie informiert die Besucher interaktiv und visuell über den Wasserverbrauch, der bei der Produktion von Lebensmitteln anfällt. Um dieses Themengebiet sowohl Jung als auch Alt spielerisch nahezubringen, lädt 3900 l in eine Art Wassersupermarkt ein. Das äußere Erscheinungsbild besteht aus 30 großen Flaschenwänden mit Lichtinstallation, im Innenraum befinden sich sechs interaktive Departements, Sitzmöglichkeiten und eine Wasserfilteranlage für Erfrischungsgetränke. Betreten die Besucher den Supermarkt, so erhalten sie zu Beginn eine Kreditkarte, die mit einem Guthaben von 3900 Litern Wasser aufgeladen ist. Die 3900 Liter fungieren als Währung und können im Laufe des Supermarktbesuches aufgebraucht werden. Hat man sich für ein erstes Departement entschieden, kann man dort die angezeigten Produkte ansehen, vergleichen und schließlich kaufen, indem die Kreditkarte an den Barcode-Scanner gehalten wird. Die Kosten für das Produkt werden nun vom Guthaben der Karte abgezogen. Nach einer jeden Kauftätigung, wandelt sich das Erscheinungsbild der Installation.

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Die Flaschenwände beginnen zu leuchten und zeigen die Wassermenge an, die für die Produktion des ausgewählten Lebensmittels benötigt wurde. Sind die 3900 Liter Guthaben aufgebraucht, erhält man beim Verlassen des Supermarkts einen ausgedruckten Kassenzettel, der die gekauften Produkte und deren Wasserverbrauch, auflistet.

3900 l How much water do you eat? An average German uses 3,900 litres of water per day, most of which is hidden in the food we eat. This water comes from the 0.007% of water available for human use. The aim of the exhibition is to inform about the water consumption of food produce through an interactive and visual experience and introduce a new perspective on how to choose products. By making a reference to supermarkets, the subject is approached in a relatable fashion. The exhibition consists of a large bottle wall with a light installation, six interactive departments and a seating area surrounding a green water filtration system. At arrival, visitors get a credit card containing 3,900 litres of water, which is used as a currency in the exhibition. Visitors can then compare, select and eventually buy the products displayed in the departments by showing their card to readers that are marked as barcodes. After making their choice, the bottle wall surrounding the action zone will light up to show how much water has been used to produce the chosen product. When the credit is finished, the visitor gets a printed receipt with all the chosen products and their water consumption. While the exhibition is a medium for visitors to change the view on their personal consumption, it is also a great way to study consumer behaviour. If the price of the daily food products was displayed not only in money, but also in resources, could this have a positive effect on the environment?

3900 l How much water do you eat? – Tessa Dean & Annika Keppler

Tessa Dean & Annika Keppler

33


topping!

axonometrie | axonometry | 1:100

Dachkonstruktion Roof construction Bestehend aus einem Druckring, einem Zugring und aus einer darauf gespannten Stoffmembran, schützt die Dachkonstruktion die Besucher vor Regen und Sonnenschein. Consisting of a compression ring, a tension ring and a streched fabric membrane, the construction protects the visitor from rain and sunshine.

Stoffmembran Fabric membrane

light up! Außenhaut Outer skin 30 Wandpaneele bilden die Außenhaut der Inszenierung, wobei ein jedes Wandpaneel mit 40 Wassergallonen bestückt ist. Die einzelnen Gallonen in den Wänden sind mit LED Lampen versehen und transportiere die Handlungen des Aktionsbereiches auf den Marktplatz. 30 wall panels form the outer skin of the staging,. Each panel is equipped with 40 bottles. The walls have LED-light installations inside that transport the interactions of the action zone to the market place.

MDF, weiß beschichtet MDF, white covered

cheers!

relax!

Wasserfilteranlage Water filtration

Rastplatz Resting area

Das Regenwasser wird aufgefangen, gefiltert und kann schließlich als Erfrischungsgetränk gezapft werden.

Getränke und Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen, Kommunizieren und Beobachten ein.

The rain water gets collected, filtered and can be tapped as a refresher after that.

Drinks and stools invite visitors to sit, communicate and watch.

information! information! information!

Rastplatz | Resting area Unterkonstruktion, MDF Verkleidung, Corian Designer White underconstruction, MDF covering, Corian Designer White

Insgesamt werden werden 1170 Insgesamt 1170WasWassergallonen je 18,9 llfür Insgesamt werden Wassergallonen je 18,91170 fürden den Bauder derInstallation Installation sergallonen je 18,9 lverwenfür den Bau verwendet. Das ergibt eine WassergeBauDas der ergibt Installation verwendet. eine Wassergesamtmenge von 22 113 Litern. det. Das ergibt Wassergesamtmenge voneine 22 113 Litern. Der Inhalt einer Wassergallone samtmenge von 22 113 Litern. Der Inhaltentspricht: einer Wassergallone Der Inhaltentspricht: einer Wassergallone There areentspricht: 1170 recyclable 18,9l There recyclable 18,9l bottlesare in 1170 the walls, adding up to There are 1170 recyclable bottles inlitres the walls, adding up 22 113 of water. With18,9l oneto bottles in the to bottle you canadding get: 22 113 litres walls, of water. Withupone 22 113bottle litres you of water. With one can get: bottle you can get:

Podest | Platform HPL, weiß beschichtet HPL, white covered

action! Aktionsbereich Action zone Sechs Abteilungen geben den Besuchern Spielraum, selbst aktiv zu werden und mit ihrer Wasserkreditkarte einkaufen zu gehen. Ob Fleisch, Gemüse oder Milch, alles kann in den Warenkorb. Wie viel Wasser man beim Kauf der einzelnen Produkte verbraucht, veranschaulichen die Lichtinstallationen der Außenwände.

1 Gramm Schokolade 1 gram of 40% chocolate

1 Gramm Schokolade Gramm Schokolade 11gram of 40% chocolate 1 gram of 40% chocolate

Six departments give the visitor some room to become proactive. No matter if you buy meat, vegetables or milk. How much water is spent buying the products is demonstrated by the light installations in the bottle walls.

18ml Kaffee 18ml of coffee

18ml Kaffee 18mlofKaffee 18ml coffee 18ml of coffee Einem geviertelten Apfel One quarter of an apple

Unterkonstruktion, MDF Verkleidung, Corian Designer White underconstruction, MDF covering, Corian Designer White

Einem geviertelten Apfel Einem geviertelten Apfel One quarter of an apple One quarter of an apple

welcome!

1 Gramm Rindfleisch 1 gram of Beef

Rampe Ramp Über die Rampe gelangt die Besucher, nach Erhalt ihrer Kreditkarte, in den 50 Zentimeter höher gelegenen Aktionsbereich. After being handed out the credit card, the visitor gets into the action zone via the ramp.

HPL, grau beschichtet HPL, grey covered

1 Gramm Rindfleisch 1 Gramm 1 gramRindfleisch of Beef 1 gram of Beef

Axonometrie Axonometry


3900 l How much water do you eat? – Tessa Dean & Annika Keppler

14 a

3900 l | how much water do you eat? | konzept | concept

so funktioniert’s | how it works 14 a

3900 l | how much water do you eat? | konzept | concept

zept | concept

1 14 a

3900 l | how much water do you eat? | konzept | concept

funktioniert’s | Blick auf den Rastplatz View of the seating area w it works

sn nen. ne

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Kaffee of coffee

14 a

3900 l | how much water do you eat? | konzept | concept

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2

3

4

5

action!

so funktioniert’s | Triff eine Auswahl und halte die Kreditkarte an den Barcode how it works Make an action by showing the credit card to

so funktioniert’s | how it works

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1

welcome!

4

Hereinspaziert in den Aktionsbereich Up the ramp into the action zone action! Treffe eine Aus1 welcome! wahl halte die much water do you eat? | konzept | concept 14 aund3900 l | how Kreditkarte an den Barcode Erhalte deine Kreditkarte action! Make an action Get your personal credit card by showing the credit Triff eine Auswahl und halte carddie toKreditthe barcode karte an den Barcode welcome! 2 Make an action by showing the credit card to the barcode Hereinspaziert in den Aktionsbereich relax! Up the ramp into the action zone Nehme Platz und relax! genieße die Atmosphäre Sit down and enjoy action! 3 Nimm Platz und genieße die Atmosphäre Sit down and enjoy Triff eine Auswahl und halte die Kreditkarte an den Barcode remember! Make an action by showing the credit card to remember! Drucke deinen persönlichen Kassenthe barcode bon als Erinnerung Drucke deinen persönlichen Kassenbon Print your results as a receipt als Erinnerung relax! 4 Print your results as a receipt

5

relax!

2

1 welcome! remember!

welcome!

Hereinspaziert in den Aktionsbereich Up the ramp into the action zone 4

3

so funktioniert’s | how it works

action!

action!

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relax!

Nimm Platz und genieß Sit down and enjoy

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4

relax!

Nimm Platz und genieße die Atmosphäre Sit down and enjoy

Nimm Platz und genieße die Atmosphäre Sit down and enjoy 1 welcome! 5

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Erhalte deine Kreditkarte Drucke deinen persönlichen Kassenbon Get your personal credit card als Erinnerung Print your results as a receipt 2

welcome!

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Nimm Platz und genieße die Atmosphäre Sit down and enjoy

welcome!

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Rindfleisch m of Beef

Hereinspaziert in den Aktionsbereich Up the ramp into the action zone

Erhalte deine Kreditkarte Get your personal credit card

welcome!

so funktioniert’s | how it works

welcome! 2 Eingang bei Nacht Entrance at night

welcome!

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welcome!

Erhalte deine Kreditkarte Get your personal credit card

5

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remember!

Erhalte deine Kreditkarte Drucke deinen persönlichen Kassenbon Get your personal credit card als Erinnerung Print your results as a receipt Drucke deinen persönlichen Kassenbon als Erinnerung 2 welcome! Print your results as a receipt

Funktionsweise Functioning

Hereinspaziert in den Aktionsbereich Up the ramp into the action zone


Axonometrie Axonometry 36

AuĂ&#x;enansicht Exterior view


Lichtung Mona Schaffer

Lageplan Site plan

Für diese anregenden Lichtszenen schaffe ich eine begehbare Raumfolge, eine Hülle aus einer textilen Membran, die zwischen einzelne Holzrahmen gespannt ist und die auf einem Holzsteg durchschritten wird. Die Rahmen verändern sich in ihrer Höhe und Breite, wodurch drei Raumabschnitte entstehen, die sich weiten und verengen, öffnen und wieder schließen. In diesen werden die Lichtstimmungen einzeln übertragen und können atmosphärisch erspürt werden. Die Lichtinstallationen bespielen je nach Situation die Decke, den Boden oder sind im Raum wahrnehmbar. Auf polygonalen Körpern, die aus dem Boden herauswachsen, können sich die Besucher niederlassen. Die Form und Anordnung der Polyeder im Raum bestimmen dabei die Körperhaltung der Besucher und lenken deren Blick auf die inszenierten Lichtflächen. Die Besucher werden zum Verweilen animiert

und dazu eingeladen, aus dem Alltag in die anregende Lichtatmosphäre des Waldes einzutauchen.

Clearing For this project I found inspiration in the fascinating lighting atmospheres of the forest. I focus on three lighting moods that are transformed into magical spectacles by sun and wind and that keep fascinating me: The shadows cast by the treetops, single rays of sun coming through the leaf canopy and the changing colour moods of treetops in the sun. These inspiring light scenes are presented in a sequence of rooms, a textile outer shell that is mounted on wooden frames with a wooden bridge for walking through. The frames change in height and width, creating three room sections that can widen and narrow, open and close again. The lighting atmospheres are transmitted separately and can be felt atmospherically in the spaces. Depending on the situation, ceiling, floor or the space itself are flooded with light. Visitors can sit on polygonal bodies that rise from the ground. Their shape and position defines the visitors' body posture and directs their view to the lit-up surfaces. Visitors are invited to stay, to step out of daily life and dive into the inspiring light atmosphere of a forest.

Lichtung – Mona Schaffer

Inspiration für das Projekt finde ich in den faszinierenden Lichtstimmungen des Waldes. Ich fokussiere mich auf drei Lichtatmosphären, die in Abhängigkeit von Sonne und Wind zu magischen Schauspielen werden und die mich immer wieder in ihren Bann ziehen: Die Schatten der Baumkronen auf dem Boden, vereinzelte durch das Blätterdach fallende Lichtstrahlen und die wechselnde Farbstimmung des von der Sonne beschienenen Blätterdachs.

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Farbstimmung Colour mood

Lichtstrahlen Rays of light

+ 5,00

+ 4,00

+ 3,00

+ 2,00

+- 0,00 - 0,38

1,85

12

88

12

6,88

12

6,88

12

5,88

12

88

12

1,85

25,80

Schnitt A-A Section A-A

A

1,20

B

7,58

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A

B

Grundriss Ground plan


Lichtung – Mona Schaffer Schatten Shadows

39

+ 5,00

+ 4,00

+ 3,00

+ 2,00

+- 0,00 - 0,38

1,85

4,20

20

4,90

7,58

1,20

Schnitt B-B Section B-B

Lichterlebnisse Light experiences


Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle University of Art and Design Halle Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale) www.burg-halle.de Projektbetreuung Project coordination Prof. Dipl.-Ing. Rita Rentzsch KM Andrea Horezky mit den Studierenden Student participants Annika Keppler & Tessa Lidia Dean Dorothea Uebach & Robert Hahn Jorge Emilio Álvarez Trinchet Mona Schaffer

Impressum

Workshop I – Storytelling Prof. Rita Rentzsch, Andrea Horezky

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Workshop II – Atmosphärisches Darstellen Workshop on atmospheric thinking Lucie Göpfert Redaktion Editorial staff Prof. Rita Rentzsch, Andrea Horezky Gestaltung Layout Andrea Horezky Titelbild Cover image Kerstin Kunzmann Übersetzung Translation Anna Helm außer Seite 35 Tessa Dean Fotos/Abbildungen Photographs/images Nicole Zander: Seite 2, 6, 11 oben, 13, 41 Simon Bonnen: Seite 4 Kerstin Kunzmann: Seite 7 Mona Schaffer: Seite 11 unten, Seite 16 oben Dorothea Uebach: Seite 8, 10, 12 unten, 22 Andrea Horezky: Seite 9, 12 oben, Seite 16 unten, 18, 19 Annika Keppler: Seite 14, 17 Seite 24-39 die jeweiligen EntwurfsverfasserInnen Kartengrundlage Source map Stadt Halle (Saale), FB Planen, Abt. Stadtvermessung


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Wildes Halle  

Entwurfsprojekt im Studiengang Innenarchitektur Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle Sommersemester 2016

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