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Sonderausgabe der Natur+Umwelt Juni 2013


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Der BN wird 100 – aber was soll ich bloß schenken?

JANDA+ROSCHER, Die WerbeBotschafter

Fotos: BN-Archiv, fotolia, istock

UNSERE IDEE FÜR EIN GEBURTSTAGSGESCHENK AN DEN BN: GEWINNEN SIE DOCH EIN NEUES MITGLIED!

JEDER BEITRAG ZÄHLT!

Jede und jeder einzelne bringt die gute Sache nach vorne. Je mehr Menschen die Ziele des BN unterstützen, desto mehr erkennen Politik und Öffentlichkeit, wie wichtig Natur- und Umweltschutz sind.

Mitglied kann man schon schon ab 48 € (ermäßigt 22 €) pro Jahr werden. Das sind 13 Cent am Tag für gerettete Landschaften, gentechnikfreie Lebensmittel, nachhaltige Energiepolitik und gesundes Leben.

Und: als einer der ganz wenigen Umwelt- und Naturschutzverbände in Europa verzichtet der BN auf Sponsoring. Damit ist der BN unbestechlich und keinem Wirtschaftsunternehmen verpflichtet.

Eine Beitrittskarte finden Sie im Heft. Vielen Dank für Ihr Engagement!

Weitere Infomaterialien für Interessenten können Sie in der Landesgeschäftsstelle anfordern. Das Faltblatt „BN-Erfolge 2012“ zeigt z.B. kurz und anschaulich einen Ausschnitt aus der Arbeit des BN.

www.bund-naturschutz.de

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1934

Liebe Mitglieder, Biotopen bei, und auf Demos fordern die BNler lautstark eine Politik ein, die nicht nur Wirtschaftsinteressen, sondern auch der Natur und dem Erhalt unserer Heimat Rechnung trägt. Mit Bildern von »Menschen im BN« möchten wir Ihnen einige Eindrücke aus dieser großen Vielfalt vermitteln. »Wenn der BN etwas sagt, dann hat das Hand und Fuß«, so die landläufige Meinung. Zu verdanken ist diese positive Wahrnehmung dem geballten ehrenamtlichen Expertenwissen, auf das der BUND Naturschutz zurückgreifen kann. So engagieren sich die Experten des Verbandes für eine ökologische, bäuerliche Landwirtschaft ohne Gentechnik, für eine erfolgreiche Energiewende, für eine Heimat für Luchs und Wildkatze oder einen Nationalpark Steigerwald. Ganz aktuell argumentieren BN-Vorstandsmitglieder und -Fachleute vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof für ein Ende des Wachstums am Münchner Flughafen, der Bewahrung von 800 Hektar vor einer dritten Startbahn und dem Schutz der Anwohner vor noch mehr Lärm und Abgasen. Auch die Arbeit unserer haupt- und ­ehrenamtlichen Experten stellen wir Ihnen in diesem Jubiläumsheft vor. Fremdenverkehrsprojekte und Werbebroschüren schmücken sich heute mit den »Kampfplätzen« von einst. Was sie meist nicht erwähnen, sind die Menschen, denen es zu verdanken ist, dass solche Bilder überhaupt noch möglich sind. Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns bei Ihnen allen, ob Aktive vor Ort oder stille Förderer im Hintergrund, zu bedanken. Lassen Sie uns gemeinsam unser Engagement fortsetzen – für ein liebens- und lebenswertes Bayern auch in den nächsten 100 Jahren! Es grüßen Sie herzlich

Foto: Roggenthin

für eine Linde sind 100 Jahre ein fast noch jugendliches Alter – für einen Verband wie den BN, der in seinem Verbandszeichen die Linde als Symbolbaum führt, keineswegs. 2013 wird auch der BUND Naturschutz Bayern 100 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit und Frische. Er ist über die Jahre stetig gewachsen, hat dazugelernt und sich entwickelt. 100 Jahre Lebensgeschichte eines so vielfältigen Verbandes darzustellen, würde den Rahmen der »Natur+Umwelt« bei weitem sprengen. Deshalb möchten wir Ihnen in dieser Jubiläumsausgabe mit vielen schönen Bildern beispielhaft zeigen, woran im Verband gearbeitet wurde und wird und was wir erreicht haben. Denn es gibt vieles, das wir im BN alle miteinander erreicht haben und auf das wir stolz sein können. Ohne Übertreibung lässt sich sagen, dass Bayern ein anderes Gesicht hätte, wenn es den BN nicht gäbe. Drei (!) ­weitere AKWs, ein Stausee in der Weltenburger Enge, eine Autobahn quer durchs Voralpenland oder eine komplett verbaute Donau würden unsere Heimat heute prägen. Eine Bayernkarte zeigt Ihnen einige der schlimms­ten und glücklicherweise verhinderten Fehlplanungen. Oft wird uns Naturschützern vorgeworfen, wir seien Verhinderer und »immer dagegen«. Doch in Wirklichkeit sind wir keine Verhinderer, sondern Bewahrer. Wunderschöne Landschaften, viele Pflanzen- und Tierarten und zahllose Biotope überall in Bayern konnten dank des mutigen und beharrlichen Einsatzes von ­BN-Aktiven gerettet werden. Beispielhaft stellen wir Ihnen aus jedem Regierungsbezirk eine »gerettete Landschaft« vor. Vor 100 Jahren ist der BUND Naturschutz von einem kleinen Kreis von Wissenschaftlern, Künstlern und Honoratioren gegründet worden. Heute ist daraus ein mit 76 Kreis- und rund 600 Ortsgruppen sowie der Jugend­ organisation JBN ein in Bayern flächendeckend vor Ort verankerter, lebendiger und vielfältiger Verband geworden. Mit fast 195 000 Mitgliedern und Förderern ist der BN so groß wie nie zuvor. Dementsprechend enorm ist die Bandbreite, die wir abdecken. Alljährlich retten BN-Ehrenamtliche zigtausende von Fröschen und Kröten. Erwachsene, Kinder und Jugendliche profitieren von einem breiten Angebot an Umweltbildung und Naturerlebnis. Viele fleißige Hände tragen zur Pflege von

Prof. Dr. Hubert Weiger, Landesvorsitzender Doris Tropper, stv. Landesvorsitzende Sebastian Schönauer, stv. Landesvorsitzender

Natur + Umwelt  Sonderdruck 100 Jahre BUND Naturschutz  Juni 2013 

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1974

1996

1999

Symbolkraft Auch wenn das BN-Logo über die Jahrzehnte hinweg leicht abgewandelt wurde, ist die siebenblättrige Linde zu einem bayernweit bekannten Symbol geworden.


100 Jahre BUND Naturschutz

Foto: Stephan

»Viele Verantwortliche halten die Natur noch immer für einen miserablen Verhau, so dass wir uns als Gegen­ bewegung, als Opposition zur Begradi­ gung, Bereinigung und Entwässerung verstehen müssen. Viele Techniker sehen in der Erschließung noch immer die Ordnung und nicht den Kahlschlag, weil ihre Seelen so monoton geworden sind wie die Kartoffelschläge und so einfältig wie die neuen Autostraßen.« Dies sind nicht die Ausführungen eines engagierten Kreisvorsitzenden, sondern ein Zitat aus dem Jahr 1913, aus dem Munde des BN-Gründungsvorsitzenden Carl Freiherr von Tubeuf. Es zeigt, wie aktuell die Anliegen des Naturschutzes immer noch sind.

100 Jahre BUND Naturschutz in Bayern, das heißt 100 Jahre ehrenamtliche Arbeit, 100 Jahre Kampf. 100 Jahre voller wunderbarer Erfolge, aber auch bitterer Niederlagen. Wir haben vieles erreicht wie das Aus für die WAA, die Energie­ wende und das Umdenken beim Donau­ ausbau, aber es bleibt viel zu tun. Natur­ schützer müssen Optimisten sein und daran glauben, dass eine Veränderung zum Besseren möglich ist. So kann der BN auch in den nächsten 100 Jahren ein Anwalt für die Natur sein. (lf)


in Bayern


Das »Granitene Hufeisen« des Fichtel­ gebirges blieb intakt, doch es bedurfte eines ausdauernden, zähen Widerstands. Wenn es nach dem Willen des ehemali­ gen ­bayerischen Innenministers Dr. Alfred Seidl oder des ehemaligen Umweltminis­ ters Werner Schnappauf gegangen wäre, würde heute auf einer Autobahn der Schwerlastverkehr durch die ruhige Land­ schaft donnern. Doch die Franken setzten sich – in seltener Einigkeit zwischen BUND Naturschutz, Bauernverband und Gemeinden – zur Wehr. Von 1978 bis 2009 war die Autobahn (zuletzt als B 303 neu getarnt) in Planung, erst 2009 ließ das ­Innenministerium davon ab. Die jährliche Protestkundgebung auf dem Waldstein­ gipfel ist seitdem ein Freudenfest.

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Foto: Berner

Wilde Berge statt Autobahn

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Foto: KG Wunsiedel

Fred Terporten-Löhner, seit 2001 Kreis­ gruppen-Vorsitzender in Wunsiedel, ­ war gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Karl Paulus und vielen Aktivisten der Bürgerinitiative eine der treibenden Kräfte beim Widerstand gegen die Fichtelgebirgsautobahn. Mit unzähligen Aktionen und viel Energie hat er dazu beigetragen, wertvolle Le­ bensräume im Fichtelgebirge zu retten.


Es ist einer der vielen Fälle, in denen über­ eifrige Fortschrittsgläubigkeit beinahe ein Naturidyll unwiederbringlich zerstört hätte. So wollte die Regierung von Unter­ franken den mittleren Abschnitt des Spessarttals in einen riesigen Speichersee verwandeln. Doch es formierte sich schnell eine starke Bürgerbewegung, die Aktionsgemeinschaft Hafenlohrtal, und stemmte sich gemeinsam mit dem BN dagegen. Es ist auch einer der vielen Fälle, in denen sich zeigt, dass Umweltschützer einen langen Atem brauchen: 30 Jahre Engagement waren notwendig, bevor 2008 die Wende kam. Die Regierung gab die Baupläne auf. Heute ist die arten­ reiche Region des Hafenlohrtals Natur­ schutzgebiet.

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Foto: Grabe

Rettung durch langen Atem

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Foto: Stephan

Sebastian Schönauer ist stellvertretender Landesvorsitzender des BN. Sein Motto: »Wasser ist Leben.« Seit vielen Jahren setzt er sich mit unermüdlichem Engage­ ment und in vielen Ämtern für den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein – seit 1978 insbesondere als Vorsitzen­ der der AGH, der Aktionsgemeinschaft »Gerettete Landschaft Hafenlohrtal«.


Es ist ein zäher Kampf gegen den Flächen­ hunger der Großstadt. Der Nürnberger Reichswald war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Begehrlich­ keiten ausgesetzt, obwohl er seit 1979 auf ­Initiative des BN als Bannwald ge­ schützt ist. Wie ein grüner Halbkreis um­ schließt er im Osten den Ballungsraum Erlangen-Nürnberg-Fürth. Dass es die rund 250 Quadratkilometer große Wald­ fläche in dieser Geschlossenheit über­ haupt noch gibt, ist ein k ­ leines Wunder. Ein Selbstläufer ist das grüne Wunder aber nicht. Jahr für Jahr muss der Reichs­ wald aufs Neue gegen Bauvor­haben verteidigt werden. Dass dies dem BN und zahlreichen Mitstreitern oft g ­ elingt, wird jedes Jahr beim BN-Reichswaldfest gefeiert.

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Foto: Berner

Kampf gegen Flächenfraß

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Foto: Puder

Prof. Hubert Weiger ist Vorsitzender des BN und des BUND. Der Forstwissenschaft­ ler hat bereits in den 70er-Jahren als BN-Beauftragter für Nordbayern das »Reichswaldprogramm« des BN mitent­ wickelt und damit die entscheidende Wende zur Rettung der »Grünen Lunge« Nürnbergs eingeläutet.


Der Königssee und die monumentale Berglandschaft rund um den Watzmann gehören zu den beliebtesten Touristen­ zielen Bayerns. Ihre unverbaute Schönheit ist der erste große Erfolg des BN. Schon 1916 wandte sich der Gründungsvor­ sitzende Prof. Carl Freiherr von Tubeuf gegen die geplante Monumentalver­ schandelung, in die Falkensteiner Wand des Sees einen riesigen assyrischen Löwen einmeißeln zu lassen. Der absurde Plan wurde ad acta gelegt. Stattdessen entstand 1921 aus einem »Pflanzen­ schonbezirk« ein Naturschutzgebiet und 1978 der 210 Quadratkilometer große ­Nationalpark Berchtesgaden, der einzige deutsche ­Nationalpark in den Alpen.

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Foto: Nationalpark Berchtesgaden

Nachhall vom Königssee

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Foto: TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan

Prof. Carl Freiherr von Tubeuf (1862 – 1941), erster BN-Vorsitzender, war Forstwissen­ schaftler und Pflanzenpathologe. Ganz gegen den damaligen Zeitgeist erkannte er, dass die Natur Schutz braucht vor übereifrigem Fortschrittsglauben.


Der Lech ist die Lebensachse Schwabens. Durch menschliche Eingriffe wurde dieser einst so wilde Fluss jedoch massiv ver­ ändert. Vor allem der Energiehunger der Nachkriegszeit führte zu ungehemmter Bebauung mit Staustufen. Heute ist der Lech nur noch auf dem kleinen Abschnitt der Litzauer Schleife und auf ein paar ­Kilometern in Augsburg ein freier Fluss. Erst im 21. Jahrhundert setzte sich die ­Erkenntnis durch, dass die Lebensräume im und am Fluss ein erhaltenswertes Gut sind: Im Rahmen des 2013 gestarteten Projekts »Licca Liber« soll Schwabens Fluss wieder etwas von seiner früheren Natürlichkeit zurückbekommen.

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Foto: Berner

Kleiner Rest an Freiheit

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Foto: ANL-Archiv Naturschutzgeschichte

Otto Kraus (1905 – 1984) war der erste amtliche Naturschützer Bayerns. ­Besonders am Herzen lagen ihm der Schutz der Gewässer und der Moore. Viele Staustufenbebauungen in bayerischen Flüssen lehnte er kom­promisslos ab und konnte so unersetz­bare Biotope bewahren.


Es ist eine von jeglicher Verkehrserschlie­ ßung freie, wunderschöne Oberpfälzer Naturlandschaft. Wäre es aber nach dem Willen bayerischer Behörden gegangen, wäre aus dieser artenreichen Idylle in der Waldnaabaue bei Gumpen ein gigan­ tischer Stausee geworden. Dessen wech­ selnde Wasserstände hätten aus der ­Region immer wieder eine austrocknende Schlammwüste gemacht. Mit einem ­jahrelangen, engagiert geführten Kampf und einer Klage konnte das Projekt verhindert werden. Im heute als »Bundes­ naturschutzgroßprojekt« definierten Raum Waldnaabaue leben unter anderem 126 Vogelarten, 38 Libellen-, 25 Fisch-, 45 Tagfalter- und 110 Käferarten.

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Foto: Berner

Idylle statt Schlammwüste

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Foto: Koch

Dr. Klaus Arbter und seinem Engagement – gemeinsam mit weiteren Mitstreitern – ist es zu verdanken, dass der geplante Stausee bei Gumpen nie verwirklicht wurde. Der Medienrummel war damals groß, denn der inzwischen pensionierte Biologielehrer war bei Journalisten bekannt dafür, in Sachen Naturschutz kein Blatt vor den Mund zu nehmen.


Der erste Nationalpark Deutschlands entsprang der Begegnung des berühmten Tierfilmers Bernhard Grzimek und des langjährigen BN-Vorsitzenden Hubert Weinzierl. Gemeinsam gelang es ihnen, die bayerische Staatsregierung für den Plan zu begeistern. Das kaum besiedelte Bergwaldgebiet des Bayerischen Waldes entlang der Grenze zu Tschechien bot sich dafür an, und 1970 wurde der Traum Wirklichkeit. Trotz mancher Probleme wie des massiven Borkenkäferbefalls in den 90er-Jahren ist der Nationalpark Baye­ rischer Wald heute ein Tourismus-Magnet und zusammen mit dem Schutzgebiet auf tschechischer Seite die größte un­ zerschnittene Waldfläche Mitteleuropas.

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Foto: Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

Heimat für Bär, Wolf und Luchs

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Foto: BN-Archiv

Hubert Weinzierl war von 1969 bis 2002 Vorsitzender des BUND Naturschutz. Er war über Jahrzehnte hinweg eine der ganz großen Persönlichkeiten des Umwelt- und Naturschutzes und gilt als Vater des ersten deutschen National­ parks im Bayerwald.


Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Naturschutz und Landwirtschaft: Partner

Fotos: Ruppaner

Bäuerliche, regionale Tierhaltung: Diese Kühe dürfen Gras statt GenSoja fressen.

Foto:Mader

A Marion Ruppaner ist die Referentin für Landwirtschaft des BUND Naturschutz.

rtensterben, Ausräumung der Kulturlandschaft und Umweltbelastung durch Stickstoff und Pestizide – Folgen der politischen Weichenstellungen in der Agrarpolitik. Schon 1975 kritisierte der BUND Naturschutz mit seinem ersten agrarpolitischen Grundsatzprogramm diese Politik. Viele kleinere Betriebe mussten seitdem aufgeben, weil mit EU-Subventionsgeldern flächenstarke Betriebe in den agrarisch günstigen Lagen bevorzugt unterstützt wurden. Das BN-Landwirtschaftsreferat setzte sich für die bevorzugte Förderung umweltverträglich wirtschaftender bäuerlicher Betriebe mit flächengebundener Tierhaltung und regionaler Kreislaufwirtschaft ein. Und dies durchaus erfolgreich! Für eine Agrarwende kämpfen heute breite gesellschaftliche Bündnisse Seite an Seite mit dem BN für eine Agrarpolitik, die an den ökologischen und sozialen Leistungen der Landwirtschaft Maß nimmt. Der

Ökolandbau soll zum Leitbild für die Landwirtschaft werden, Futtermittelimporte und EU-Agrardumping sollen eingedämmt werden. Lobbyarbeit wird auch in internationalen Netzwerken wie »Friends oft he Earth« oder Euronatur geleistet. In den 80er-Jahren startete der BN flächendeckend in Bayern Veranstaltungen zum Ökolandbau, rief Ökomärkte ins Leben und klärte Verbraucher über die Vorzüge ökologischer Ernährung auf. Heute wirtschaften sechs Prozent der Landwirte in Bayern ökologisch. Nicht erst seit 2004, als das Moratorium zum Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der EU fiel, organisierte der BN den Widerstand gegen die »Monsantoisierung« und Freisetzungsversuche in ganz Bayern. Gentechnikfreie Regionen und Kommunen wuchsen. Immer wichtiger ist auch der Kampf gegen die Patentierung von Leben geworden.

Links: Auftakt zu vielen Demon­ strationen gegen Agrogentechnik und Patentierung war die erste Großdemo in München 2004. Rechts: »Wir wollen wissen, was wir essen«: Aufklärungsarbeit über gesunde Ernährung

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Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Energiewende bietet Jahrhundertchance

Foto: Fotolia/fotoflash

Windkraft ist ein zentraler Bestandteil der Energiewende. Für eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung ist eine sensible Standortwahl wichtig. Foto: Mader

Foto: Wraneschitz

Foto: Fotolia/Ansebach

ach dem Krieg startete auch in Bayern die Industrialisierung der Wirtschaftswunderzeit. Strom kam vor allem aus Wasserkraftwerken – die Flüsse Bayerns waren der Preis. Im BUND Naturschutz reifte damals die Idee, Strom aus »Kernkraft« könne die baye­ rische Natur retten. Aber bereits in den 70er-Jahren war der BN Vorreiter gegen die Gefahren der »Atomenergie« – und stand an der Spitze der Kritik der »friedlichen Nutzung«. 1979 kam der BN-Beschluss: »Raus aus der Atomenergie«. Eine Weitsicht, die im GAU von Tschernobyl 1986 leider bestätigt wurde. Im März 2011 explodierten dann im AKW Fukushima Daiishi in Japan vier Reaktoren infolge eines See­ bebens. Mit machtvollen Kundgebungen und vielen Mahnwachen konnte der BUND nun in Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie durchsetzen. Wir haben heute die Jahrhundertchance einer »Energiewende von unten« in Bayern! Aber: Es gibt viele Profiteure, die die Energiewende für ihre eigenen Interessen nutzen, verändern oder gar stoppen wollen. Das Energiereferat bündelt deshalb die Analysen und Vorschläge aus dem Verband, die unabhängig von monetären Interessen die Idee der Zukunftsfähigkeit verfolgen. Kreativität beim Energiesparen – minus 50 Prozent Verbrauch bis 2050, von diesem Ziel konnte das Energiereferat das Umweltministerium überzeugen. Heiz- und Blockheizkraftwerke dezentral böten die notwendige elektrische Leistung, um alle Atomkraftwerke, Öl- und Gaskraftwerke in Bayern abzuschalten – bei optimaler Nutzung der Abwärme. ­Potenziale und Technik wären da, wir müssten es nur umsetzen. Für zukünftig bezahlbare Strompreise brauchen wir einen regionalen Ausbau der Erneuer­baren Energien mit ökologischen Leitplanken.

Links oben: Wie hier 2011 in Fürth demonstrieren BN-Aktive immer wieder für die Abschaltung der Atomkraftwerke.

Der Chemiker Dr. Herbert Barthel leitet das Energieund Klimaschutzreferat des BUND Naturschutz.

Links unten: Energiesparen ist angesagt! ­Einige BN-Kreisgruppen bieten den Service, das eigene Haus mit einer Wärmebildkamera zu fotografieren, um Wärmelecks auf die Spur zu kommen.

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Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Foto: Leidorf

Verkehrspolitik für Mensch und Umwelt

Seit den 90erJahren der BNExperte in Sachen Verkehrspolitik: Landesbeauf­ tragter Richard Mergner

eit seiner Gründung engagiert sich der BUND Naturschutz für eine menschen- und umweltfreundliche Verkehrspolitik. Er setzt sich für einen besseren Umweltverbund aus Bahn, Bus, Radfahren und Zufußgehen ein und gegen Schrumpfbahnkonzepte, neue Autobahnschneisen, Flughäfen und Verkehrsprestigeprojekte. Im Jahr 2012 standen insbesondere der ­er­folgreiche Einsatz für die frei fließende Donau, der Widerstand gegen die 3. Start- und Landebahn am ­ Münchner Flughafen mit einem gewonnenen Bürger­ entscheid in der Landeshauptstadt, Aktionen und Stellungnahmen zum Bundesverkehrswegeplan 2015 sowie die Auseinandersetzung mit unnötigen Flugplatzund Straßenbauprojekten im Zentrum der BN-Arbeit. Gegen die Scheinlösung »Gegen Stau hilft nur Straßenbau« braucht es Verkehrsvermeidungsstrategien, eine gerechte Kostenstruktur durch Ökosteuer und Lkw-Maut sowie neue Logistikkonzepte. In Zusammenarbeit mit BN-Kreisgruppen und Bürgerinitiativen vor Ort konnten wertvolle Heimatlandschaften wie das Fichtelgebirge vor der Zerschneidung durch neue ­Autobahnprojekte bewahrt werden. Auch ein Prestigeprojekt wie der geplante Transrapid zum Münchner Flughafen wurde dank besserer Alternativen vom BN gestoppt. Das Verkehrsreferat im BUND Naturschutz wurde von Richard Mergner in den 90er-Jahren aufgebaut. Auch in seiner jetzigen Tätigkeit als Landesbeauftragter führt er das Referat kommissarisch weiter.

Foto: Fotolia/Udo Bojahr

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Foto: Lieber

Foto: Mader

Der BN engagiert sich gegen fehl­ geleitete Planungen wie diese Straßenbauorgie in einem Ge­ werbegebiet in ­Gersthofen.

Oben: Ziel des BN ist ein besserer Umweltverbund aus Bahn, Bus, Radfahren und Zufußgehen. Unten: BN-Aktive demonstrieren gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen.

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Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Bildungsarbeit mit Kopf, Hand und Herz

Foto: Lessig

Ganz oben: »Garten für alle« – ein Umweltbildungsprojekt aus dem Jahr 2011 Oben: Umweltbildungstagung: Gute Ideen – zur Nachahmung empfohlen Links: Aha-Effekte beim Seminar »Erlebnisspaziergänge«

Foto: Leipold

Foto: Sacher-Ley

amit das ankommt, was der BUND Naturschutz zu sagen hat, muss der Wurm dem Fisch schmecken und nicht dem Angler. Zielgruppenspezifische Angebote heißt das Zauberwort. Und so finden Jugendliche Gelegenheit, ihre Meinung im Radio-Interview kundzutun, Erwachsene schlüpfen beim Seminar zur Exkursionsdidaktik in fremde Rollen oder lernen den Umgang mit spielerischen Methoden der Wissensvermittlung. Denn erfolgreiche Naturschutzarbeit braucht beides: grundlegende Kenntnisse über Natur und Umwelt und Methoden, die einen Zugang zur Natur eröffnen. »Wir wollen Menschen befähigen, an der Gestaltung ihrer Zukunft mitzuarbeiten. Und wir wollen sie begeistern, denn die Natur ist unsere Lebensgrundlage, sie ist voller Wunder und eine große Lehrmeisterin«, so Ulli Sacher-Ley, die als Bildungs­ referentin die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger Ludwig Trautmann-Popp und Beate Seitz-Weinzierl fortsetzt. Mit Tagesangeboten wie »Des Apfels neue Kleider« oder »Von Bibern und Menschen« stellt das Bildungswerk, das 1978 gegründet wurde, neue Ideen und aktuelle Entwicklungen vor. Auch die Debatte über die großen gesellschaftlichen Fragen begleitet das Bildungswerk mit Bildungsprojekten wie »Garten für alle«-Fachtagen zur Biomassenutzung oder einem Seminartag zur Nanotechnologie: »Kleine Teilchen – große Wirkung«. Aktive Mitglieder finden Unterstützung für die täglichen Herausforderungen der BN-Arbeit bei internen Fortbildungen zum Naturschutz- und Baurecht, zu Haftung und Versicherungen. Aber auch die Webmaster und Fotografen lernen im Workshop noch den ein oder anderen hilfreichen Trick. Das BN-Bildungswerk ist zudem die zentrale Vernetzungsstelle im Verband für alle Fragen rund um die Umweltbildung – und die reichen von der Referentensuche über die Beratung für Förderanträge bis zur Mitgliedschaft im Bayerischen Volkshochschulverband.

Foto: Lessig

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Das Team des BN-Bildungswerkes in ­Regensburg (von links): Referentin ­ Ulli Sacher-Ley, Bettina Helmholz, Martina Graef

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Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Foto: Stephan

Mehr Schutz für Bayerns Wälder

Foto: BN-Archiv

Das BN-Leitbild: Naturnahe Wälder mit vielen alten Bäumen

Foto: Straußberger

er Schutz der Wälder hat im BUND Naturschutz seit jeher eine große Rolle gespielt, so bei den Themen Waldsterben, Nationalparke oder naturgemäße Waldwirtschaft. Viele Forstwissenschaftler und forstliche Praktiker haben sich im BN engagiert. Als einziger Landesnaturschutzverband hat der BN mit dem 2002 gegründeten Waldreferat eine Vollzeitstelle im Wald­ naturschutz eingerichtet. Um die Ökonomisierung im Staatswald zu stoppen, initiierte der BN 2004 das Volksbegehren »Aus Liebe zum Wald«, um die Forstreformbeschlüsse der Staatsregierung zu stoppen. Es scheiterte zwar knapp, verhinderte aber die schlimmsten Auswüchse der Forst­ reform. In den Folgejahren begleitete der BN mit vielen Aktionen kritisch die gewinnorientierte Waldwirtschaft der Bayerischen Staatsforsten und deckte viele Fehlentwicklungen auf. Doch auch unter schwierigen Rahmenbedingungen gelingt es engagierten Förstern und Waldbauern, ihre Wälder vorbildlich zu bewirtschaften. Seit 1977 ehrte der BN deshalb 28 Persönlichkeiten mit der Karl-Gayer-Medaille für besondere Verdienste um naturgemäßen Waldbau und Jagd. Ein weiterer Schwerpunkt im BN-Waldreferat lag in den vergangenen Jahren im Einsatz für mehr nutzungsfreie Wälder, so zum Beispiel im Steigerwald oder im Spessart. Auch beim Schutz des Bergwaldes mit seiner Bedeutung für das Gemeinwohl ist der BN immer wieder gefordert, ob beim Konfliktfeld Schutzwald­ sanierung/Wildverbiss oder bei der Umwidmung von 7000 Hektar Bergwäldern zu Weideland. Als Daueraufgabe erweist sich der Einsatz für angepasste Wildbestände nach dem Grundsatz »Wald vor Wild«. So fordert der BN immer wieder, die vielerorts überhöhten Wildbestände abzusenken, weil nur dann der Wald­ umbau der Nadelbaumforste hin zu Mischwäldern gelingen kann.

Dr. Ralf Straußberger ist der Waldreferent des BN und selbst Waldbauer, Jäger und Landwirt.

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Rechts: Trotz vieler öffentlichkeitswirk­ samer Aktionen ist das Volksbegehren »Aus Liebe zum Wald« 2004 ganz knapp gescheitert.

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Foto: BN-Archiv

Oben rechts: Raus in den Wald: Der BN wirbt mit vielen Aktionen und Führungen für einen Nationalpark Steigerwald.


Die Fachbereiche des BN stellen sich vor

Den Ruf der Wildnis hören

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nter einem Fachreferat stellt man sich gemeinhin etwas Größeres vor: lange Flure mit namensschildbewehrten Türen, hinter denen viele eifrige Angestellte arbeiten. Das Referat für Arten- und Biotopschutz beim BUND Naturschutz in Bayern hat drei feste Mitarbeiter, davon zwei in Teilzeit: Dr. Kai Frobel, Brigitte Mader und Dr. Christine Margraf. Und doch werden hier Jahr für Jahr 50 bis 60 Projekte vorbereitet, ­gestartet und betreut – von klassischen Artenschutzprojekten über Biotopverbundprojekte, Kartierungen, Landschaftspflege- und Vermarktungsprojekte bis hin zur Koordination von einem Dutzend externer Projektmitarbeiter bei Biber, Wildkatze oder Löffelkraut. Ein besonderer Schwerpunkt ist seit 1989 das Grüne Band: Unter Leitung von Dr. Liana Geidezis bearbeitet das Projektbüro mit Melanie Kreutz, Daniela Leitzbach und Uwe Friedel bundesweit Projekte und ist Regionalkoordinator für den zentraleuropäischen Bereich des Grünen Bandes Europa.

Statt auf unbewegliche Großstrukturen setzt der BUND Naturschutz auf flexible, effektive Netzwerke, in die die aktiven Mitglieder vor Ort ebenso wie externe Fachleute eingebunden sind. Das können Biologen und Ökologen sein, Geografen, Landschaftsplaner, ­Agrarexperten, Vermarktungsstrategen oder auch Tourismusspezialisten. Damit ist der BN einer der größten Auftraggeber für freiberufliche Biologen und Planer in Bayern. Naturschutzarbeit im Artenschutzreferat, das bedeutet heute auch, sich intensiv mit der EU-Agrarpolitik zu beschäftigen, mit Förderanträgen, Abrechnungsbürokratie und Lobbyarbeit in den Ministerien. Ortstermine sind da fast schon wie Urlaub.

Foto: BN-Archiv

Foto: Stephan

Auf leisen Pfoten ist die Wildkatze in Bayern wieder heimisch ge­ worden – ein Beispiel für erfolg­ reiche Artenschutzarbeit des BN.

Setzt sich ein für gefährdete Arten: der Geoökologe und BN-Artenschutzreferent Dr. Kai Frobel

Links: Auch der Biber verdankt maßgeblich dem BN sein Comeback im Freistaat.

Foto: Hoffmann

Foto: Schwemmer

Rechts: Hand anlegen: Unzählige Ehrenamtliche engagieren sich jedes Jahr bei der Pflege von Bio­ topen, wie hier in Marktoberdorf.

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Die JBN – Bayerns größter Jugendumweltverband

Fotos: JBN

Mit kreativen Aktionen wiesen die JBN-Aktiven 2012 auf Miss­ stände in der Landwirtschaft hin.

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Kurt Heine ist Geschäftsführer der JBN.

pektakuläre umweltpolitische Kampagnen, Zelt­ lager, jede Menge Kinder- und Jugendgruppen, Alpentouren, Klimacamps, Naturerlebnisse und praktischer Umweltschutz und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ): Dies und noch viel mehr – das ist die Jugendorganisation Bund Naturschutz (JBN), Bayerns größter Jugendumweltverband. Die JBN ist der selbstständige Kinder- und Jugendverband des BUND Naturschutz in Bayern. Die JBN ist Mitglied im Bayerischen Jugendring (BJR) und damit anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und gemeinnützig tätig. Mit mehr als 29 000 Mitgliedern und 200 Kinder-, Müpfe-, Jugend- und Studentengruppen, Arbeitskreisen und Aktionsteams macht sich die JBN in ganz ­Bayern für den Schutz der Umwelt und der Natur stark. Mit Hilfe von umwelt- und erlebnispädagogischen Seminaren und Veranstaltungen macht die Jugend­ organisation Natur und Gemeinschaft für junge Menschen erlebbar und bildet die ehrenamtlich Aktiven und Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus. Die JBN bezieht zu umweltpolitischen Themen Stellung und verleiht ihrer Meinung durch medienwirksame Aktionen und Demonstrationen lautstark Ausdruck. Als einer von drei bayerischen Trägern des Freiwil­ ligen Ökologischen Jahres (FÖJ) bietet sie jungen Erwachsenen in fast 50 Einsatzstellen die Möglichkeit, sich im Rahmen eines einjährigen Praktikums für den Umweltschutz zu engagieren und während dieser Zeit wertvolle persönliche Erfahrungen zu sammeln.

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Oben: Naturerlebnis für Kinder und Jugendliche – ein wichtiger Baustein der JBN-Arbeit Unten: Die JBN bildet eigene Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus.


Gastkommentar

Foto: Bayerischer Rundfunk/Ulrike Kreutzer

Mein BUND Naturschutz hat ein Gesicht …

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Rudolf Erhard arbeitet als freier Journalist für den Bayerischen Rundfunk sowie für verschiedene ARD-Sender. Sein Schwer­ punkt ist bayerische Landespolitik. Er lebt auf seinem Hof zwischen Kiefersfelden und Oberaudorf mit praktizierter Nähe zu

ein BUND Naturschutz hat ein Gesicht. Mein BUND Naturschutz hat einen Namen. Mein BUND Naturschutz redet nicht, er packt an. Mein BUND Naturschutz ist kein Programmatiker sondern ein Praktiker. Sepp Baumgartner repräsentiert für mich und viele Bürger im oberbayerischen Inntal den BUND Naturschutz. Er gründete 1982 die Ortsgruppe KiefersfeldenOberaudorf und »musste« sie auch noch zehn Jahre lang leiten. Musste, weil solche Führungsaufgaben, gar wenn sie mit reden verbunden waren, dem Sepp zu­ wider waren. Der gelernte Maurer, Bauhofmitarbeiter und spätere Bademeister lebt auch jetzt als Rentner für den Naturschutz nach dem biblischen Grundsatz »an ihren Taten, nicht an ihren Worten sollt ihr sie erkennen«. Der Sepp baute mühsam seine Ortsgruppe auf und war froh, als er das Vorsitzendenamt zugunsten dafür Berufenerer abgeben konnte. Als Praktiker an der Spitze zu stehen, liegt ihm bis heute mehr. So organisierte er mit seiner Ortsgruppe gegen all die Skeptiker die erste »Bürgerfotovoltaikanlage« auf dem Schul­ hausdach von Kiefersfelden. Konsequenterweise pflasterte er umgehend als einer der ersten Privatleute in der Gemeinde auch das Dach seines Häuschens mit Kollektoren zu. Er nahm das Kopfschütteln der Nachbarn lächelnd in Kauf und blieb weiter der tätige Pionier. Ob mit einem Brennwertkessel der ersten Generation, der nachträglichen Wärmedämmung seines Privathauses oder seinem 3-Liter-Lupo, den er noch heute fährt. Seinen Garten gestaltete er zum Nist- und Tummelplatz für alle anfliegenden Vogelarten um und ein ererbtes landwirtschaftliches Grundstück bei Wasserburg zu einem Park mit heimischen Bäumen aller Art. Sepp Baumgartner lebt Natur- und Umweltschutz vor. Ohne Zeigefinger und ohne anderen durch plaka­ tives Handeln ein schlechtes Gewissen machen zu wollen. Was aus der Regensburger Zentrale kommt, ist ihm nicht immer einsichtig. Was der Weinzierl sagte oder der Weiger meinte, war ihm ganz selten Programm. Er will selbst gestalten und nicht Kampagnen vollziehen. Er entdeckte auf seinen Streifzügen das Amphibienbio-

Natur- und Umweltschutz. Er ist lang­ jähriger Vorsitzender des örtlichen Wasserund Bodenverbandes. Anlässlich von 100 Jahre BUND Naturschutz schwärmt er von seinem Lieblings­aktivisten.

top im alten Kiefersfeldener Zementwerkssteinbruch und bemuttert seither die dortige Gelbbauchunkenpopulation. Die benachbarten Mototrialfahrer bekämpft er nicht, sondern motiviert sie zur Rücksicht. Wenn es gilt aktiv zu werden, ist Josef Baumgartner seit über 40 Jahren stets als Erster vor Ort, ob beim Krötenschutz oder beim Streuwiesenmähen. Ein immer freundlicher und kundiger Repräsentant des BUND Naturschutz. In dessen Hierarchie ist er ein typischer Graswurzler. Aktive Naturschützer mit der Haltung eines Sepp Baumgartner werden vor Ort respektiert und geachtet. Sie leben Überzeugung vor und lassen keine Vorurteile gegen »die Greana da« aufkommen. Vielleicht auch deshalb gehört der Sepp seit Jahrzehnten bayernweit zu den Erfolgreichsten bei der alljähr­ lichen Haussammlung des BUND Naturschutz. Ihm, der seit Jahrzehnten bei Wind und Wetter als Sammler mit dem Radl unterwegs ist, vertrauen die Bürger sozusagen persönlich ihre Spenden für den BUND Naturschutz an. Einen wie den Josef Baumgartner braucht der BUND Naturschutz. Das ist Stärke durch Nähe. Dies darf bei all dem nicht minder wichtigen Netzwerken, bei all den politischen und überregionalen Aktionen nicht vergessen werden. Die Menschen honorieren den Kampf des BUND Naturschutz für unsere bedrohte Umwelt, für die Bewahrung der Arten und gegen die Zerstörung gewachsener Lebensräume. Aber so manche »Verbandszeitschriftrhetorik« von denen da oben in Regensburg kommt denen da unten an der Basis eben nicht über die Lippen. Das Wurzelgeflecht an der Naturschutz­ basis unterscheidet pragmatisch zwischen Fluch und Segen so mancher Artenschutzprogramme. Zum Beispiel wenn sich vor Ort Widerstand gegen den Biber regt, weil er Vorfluter ohne Sinn aufstaut und dadurch öko­ logisch bewirtschaftete Grünflächen vernässen oder der als »Ur-Bayer« und »Meister Bockert« gerühmte Nager selbst Schutzhecken und Streuobstbestände zernagt. Da helfen dann kein Biberberater und kein beschämend unterfinanzierter Entschädigungsfond. Da leben Natur und Mensch nicht mehr im Einklang. Da ist es besser Dämme und örtliche Biberfamilien zu beseitigen. Wer das versteht und toleriert gehört nicht zu den »Hetzern gegen den Biber« sondern zu den Naturschutzrealisten. Wenn Naturschutz begreifbar bleiben will, muss es gelingen die Menschen mitzunehmen.

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Meine Gratulation zum Jubiläum des BUND Naturschutz in Bayern! Glücklicherweise engagieren sich zahllose Menschen in Bayern für unsere Heimat, für den Schutz der Schöpfung und für die Erhaltung von Natur und Umwelt. Viele von ihnen tun das im BUND Naturschutz, andere wählen andere Wege. Was aber alle verbindet, ist das gemeinsame Ziel: unser ­lebenswertes und liebenswertes Bayern zu bewahren! Das erreichen wir am besten, wenn wir miteinander reden, klug beraten und die guten Wege dann entschlossen und gemeinsam gehen. Ich danke dem BUND Naturschutz in Bayern herzlich für seinen ­Einsatz. Horst Seehofer Bayerischer Ministerpräsident

Herzlichen Glückwunsch zum 100-jährigen Bestehen Ihres Verbandes, verbunden mit großem Dank und Respekt für die geleistete Arbeit im bayerischen Naturund Umweltschutz. Besonders ­ die ehrenamtlichen und hoch ­engagierten Mitglieder verdienen große Anerkennung. Mit Recht können Sie von sich sagen, dass Bayern heute anders aussähe, wenn es den BUND Naturschutz in Bayern nicht gäbe. Auch die bayerische Staatsregierung setzt

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sich für den Erhalt der einmaligen bayerischen Natur- und Artenvielfalt ein, um unseren großartigen Naturschatz zu bewahren. Dass wir auch für das gleiche Ziel kämpfen können, haben wir bei unserem Einsatz für den naturund umweltverträglichen Donauausbau bewiesen. Auch die Energiewende, die zentrale gesellschaftspolitische Herausforderung der kommenden Jahre, werden wir nur gemeinsam erfolgreich schaffen. Ich freue mich auf die weitere vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Ziel, Bayerns Natur und Umwelt auch für künftige Gene­ rationen zu bewahren. Dr. Marcel Huber Staatsminister für Umwelt und Gesundheit

Seit 300 Jahren ist »Schützen durch Nützen« unser Motto und seit 100 Jahren haben wir mit dem BUND Naturschutz im gesellschaftlichen Dialog einen starken Verbündeten. Naturschutz, Landwirtschaft, Siedlung, Infrastruktur – sie alle nutzen die gleiche ­Fläche. Gemeinsam setzen wir uns für den Ausgleich von Landnutzungsinteressen ein – für die Natur, die Gesellschaft und unsere Heimat. Helmut Brunner Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

100 Jahre BUND Naturschutz in Bayern, 33 Jahre Grüne: Vom Alter her könnten wir Ihre Enkel sein; und inhaltlich sind wir das ja ­irgendwo auch. Die in Ihrer Satzung angeführten Ziele können wir als Grüne allesamt unterschreiben. Uns verbindet der alltägliche Kampf für ein ökologischeres Bayern und gegen den Raubbau an der Natur. Allein 2012 haben wir eine Reihe von bedeutenden Kämpfen gemeinsam ­gefochten – und gewonnen. Mit unserem Einsatz für die frei fließende Donau, gegen eine dritte Startbahn am Flughafen Erdinger Moos, gegen die Nutzung der Atomkraft und für die Energiewende haben wir sinnlose, die Natur zerstörende Großprojekte verhindert. Mit fast 200 000 Mitgliedern – so viele hat nicht einmal die CSU – ist der BUND ­Naturschutz in Bayern eine unüberhörbare Stimme bei umweltpolitischen Fragen. Wir werden uns auch künftig gemeinsam gegen unsinnige Bauprojekte, für die Artenvielfalt, gegen Flächenfraß und Klimawandel, für eine ökologische Landwirtschaft engagieren. Dem BUND Naturschutz gratuliere ich herzlich zu seinem 100. Geburtstag – und wünsche weitere 100 erfolgreiche Jahre beim Kampf für den Schutz unserer Umwelt und der Menschen, die in ihr leben. Margarete Bause Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ Die Grünen im Bayerischen Landtag

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Foto: Klaus D. Wolf

Herzlichen Glückwunsch, BN!

Zu seinem 100-jährigen Bestehen gratuliere ich dem BUND Naturschutz in Bayern. In diesen 100 Jahren hat der BUND Naturschutz vieles bewegt, sich zivilgesellschaftlich engagiert für unzählige Menschen, sich immer wieder gesellschaftlicher Mehrheitsmeinung entgegengestellt und häufig wider den Stachel gelockt. Seit 100 Jahren hat sich der BUND in Bayern mit Kopf, Herz und Hand eingebracht für den Erhalt der ­natürlichen Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen. Dafür ein aufrichtiges und herzliches Vergelt’s Gott! Auch der katholischen Kirche in Bayern und jedem einzelnen der sieben bayerischen Bistümer hat der BUND Naturschutz Anregungen gegeben für eine aktive Zusammenarbeit beim Erhalt der Schöpfung – nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für künftige Generationen. In diesem Sinne: Gottes Segen für weitere gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Anliegen und viel Erfolg für die nächsten 100 Jahre! Reinhard Kardinal Marx Erzbischof von München und Freising; Vorsitzender der Freisinger Bischofskonferenz


Foto: Hans-Peter Hösl

Vor 100 Jahren war die Gründung des BUND Naturschutz ein visionärer Schritt. Die Sorge um unsere Lebensgrundlagen war damals eine Angelegenheit der intellektuellen Avantgarde, heute ist sie längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Der Bayerische Rundfunk hat den BUND Naturschutz in den zurückliegenden Jahren stets publizistisch ­begleitet. Gemeinsam ist uns die Liebe zu unserer bayerischen ­Heimat und das Bemühen um die Bewahrung der Schöpfung. In diesem Sinne wünsche ich dem BUND Naturschutz in Bayern auch für die nächsten 100 Jahre viel ­Erfolg! Ulrich Wilhelm Intendant des Bayerischen Rundfunks

Lieber BUND Naturschutz, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und willkommen im Club der 100-Jährigen! Nicht nur das Alter verbindet uns: Wie Pro Natura seid Ihr der flächendeckende Mitgliederverband im ­Naturschutz, wie wir habt Ihr den ersten Nationalpark bei Euch (mit-) begründet, wie wir betreut Ihr zahlreiche Naturschutzflächen und wie wir seid Ihr die ­Organisation, die dem Biber zu einem gigantischen Comeback verholfen habt.  Und wie wir seid Ihr noch immer hoch motiviert und topfit. Dies ist angesichts der großen heutigen Herausfor­ derungen für Natur und Mensch auch dringend nötig. Mein Wunsch: Weiter so, mit Elan und Freude! Silva Semadeni, Präsidentin Pro Natura (Schweiz)

Wackersdorf, Altmühltal Rhein-Main-Donaukanal Flughafen im Erdiger Moos Tschernobyl, Teifi los Daxenberger, Isental, Milllibauern, warn einmal E-Bikes auf der Kampenwand Söder, Huber, Dilettant Fokushima, Ohu zwei Donauausbau, Startbahn drei Klima, Gletscher, Abgesang Bienen sterben, Weltuntergang Auf beim BUND, sonst geht d’ Woit z’ Grund! Wann ma nimmer lebn, samma nimmer gsund! Kemma nimmer singa: Auf beim BUND, sonst geht d’ Woit z’ Grund! Bumm! Herzlichen Glückwunsch zum 100sten von den Wellküren

Der BUND Naturschutz in Bayern ist in den letzten 100 Jahren zu einer Institution geworden, deren Meinung und Expertise in Umweltfragen etwas gilt. Dazu haben unzählige Menschen aller Altersklassen beigetragen, die sich tatkräftig und meist ehrenamtlich für unsere Natur einsetzen. Ihnen allen gratuliere und danke ich von ganzem Herzen und wünsche weiter viel Ausdauer: Jeder von uns wird gebraucht! Dr. Franz Ehrnsperger Inhaber der Neumarkter Lammsbräu

Zusammen arbeiten und etwas zum Wohle der Umwelt und der Menschen in Bayern bewegen, das zeichnet die erfolgreiche Arbeit des BUND Naturschutz aus. Ich gratuliere ganz persönlich und im Namen der Bevölkerung des Landkreises Rhön-Grabfeld zu diesem Jubiläum und wünsche allen engagierten haupt- und ­ehrenamtlich Tätigen weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Große Unterstützung durch den BUND Naturschutz erfahren die Landratsämter bei größeren Genehmigungsverfahren. Dank der kooperativen Zusammenarbeit und den aufgezeigten alternativen Lösungswegen können naturschutzrechtliche Belange berücksichtigt werden und damit positive Rückwirkungen auf ­Umwelt und Natur erzielt werden. Dafür danke ich den Verantwort­ lichen sehr herzlich. Ich freue mich auch über die vielfältigen Aktivitäten im Kreisverband Rhön-Grabfeld. Stellvertretend für viele initiierte Projekte danke ich allen Beteiligten für das vorbildliche Engagement zur Er­ haltung der Haustierrasse des Rhönschafes. Lassen Sie uns alle weiterhin an einem Strang ziehen, damit das Leben in Bayern und Unterfranken für uns alle lebenswert bleibt! Thomas Habermann Landrat Landkreis Rhön-Grabfeld

Ein auf vielen Feldern äußerst ­aktiver und erfolgreicher Verband feiert seinen 100. Geburtstag: der BUND Naturschutz. Er hat die moderne Naturschutzbewegung durch innovative Impulse, ganzheitliche Ansätze und konkrete Schutzmaßnahmen in Bayern ­wesentlich mitgestaltet. Dieses vom Ehrenamt getragene hundertjährige Engagement verdient höchsten Respekt. LBV und BN arbeiten auf vielen Feldern sehr gut zusammen. Wir werden diese erfolgreiche ­Kooperation fortsetzen, denn nur so können wir den großen Herausforderungen wie Klimawandel und Verlust der biologischen ­Vielfalt begegnen und vor Ort die ­Lebensqualität in Bayern für Menschen und Arten über die ­Sicherung von Lebensräumen erhalten. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum. Ludwig Sothmann Vorsitzender Landesbund für Vogelschutz

Seit 44 Jahren bin ich Mitglied beim BUND Naturschutz. Die Bewacher- und Bewahrerfunktion des BN war und wird gerade in dieser Zeit immer wichtiger, um die Natur vor sinnloser Zerstörung zu schützen. Gerne engagiere ich mich weiterhin für die Belange des BN und wünsche zum 100. Geburtstag: weitermachen! Hans-Jürgen Buchner (Haindling)

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Die Saat geht auf: Was heute in allen Gesellschaftsschichten als selbstverständlich gilt, wurde vom BUND Naturschutz über 100 Jahre hart erkämpft. Das Eintreten für den Schutz unserer Lebensgrundlagen und insbesondere für den Schutz der Natur mit ihren viel­fältigen Kreaturen ist für uns alle überlebensnotwendig. Als Brauerei mit ökologischer Unternehmensphilosophie war der BN von Anfang an unser Begleiter, der uns gerade in den schwierigen Anfangsjahren Mut machte. Wir schätzen sowohl die klare Linie in der Sache als auch die verbindende gewinnende Art der Auseinandersetzung. Nicht immer konnten wir unsere Natur vor kurzfristigen Interessen beschützen: Den Kampf ums Altmühltal konnten wir nicht gewinnen. Umso mehr freuen wir uns mit dem BUND ­Naturschutz, dass endlich die Saat aufgeht und der Schutz von Natur- und Umwelt von der Politik nicht länger als Randthema behandelt wird, sondern zunehmend politischer Konsens wird. Damit es nicht bei oberfläch­ lichen Bekenntnissen bleibt, braucht unsere Natur den BUND Naturschutz weiterhin als treuen Verbündeten. Der BUND Naturschutz in ­Bayern ist somit unersetzlich und wir ­gratulieren herzlich zum 100-jährigen Jubiläum! Martha Krieger Riedenburger Brauhaus

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Die gelungene Wiedereinbürgerung des Bibers, die erfolgreiche Verteidigung des Hafenlohrtales, der Einsatz für eine an den gesellschaftlichen Aufgaben orientierte, naturnahe Waldwirtschaft und eine bäuerliche, gentechnikfreie ökologische Landwirtschaft und nicht zuletzt der Kampf um die Erhaltung des letzten frei fließenden Donauabschnittes in Bayern sind herausragende Beispiele für das erfolgreiche Bemühen des BN um unsere heimatliche Umwelt. Der 100. Geburtstag ist einmal mehr ein Anlass, für dieses große Engagement zu danken! Prof. Dr. Ulrich Ammer

100 Jahre leidenschaftlicher und ehrenamtlicher Einsatz für Natur und Mensch – das ist einmalig. Der BUND Naturschutz hat als unabhängige Bürgerinitiative in all der Zeit viel bewegt und zum Glück manches verhindert. Vor allem immer wieder das Bewusstsein für Tiere, Pflanzen und Landschaften geschärft. Der BN ist überparteilich, aber im besten Sinn parteiisch. Herzlichen Dank allen BN-Mitgliedern für ihr Engagement und herzlichen Glückwunsch zum großen Jubiläum. Dr. Ulrich Maly Oberbürger­meister der Stadt Nürnberg und Vorsitzender des Bayerischen Städtetags

Den BUND Naturschutz in Bayern und den Deutschen Alpenverein verbindet vor allem der langjäh­ rige, gemeinsame Einsatz für den Erhalt einzigartiger Natur- und Kulturräume in den bayerischen Alpen. Gemeinsame Positionen und Initiativen, beispielsweise für eine zukunftsfähige Bergland­ wirtschaft oder zur Umsetzung und zum Erhalt des Bayerischen ­Alpenplans, sind Zeichen der erfolgreichen Zusammenarbeit von starken Partnern. Josef Klenner Präsident des Deutschen Alpenvereins

Herzlichen Dank dem BUND ­Naturschutz in Bayern für seinen engagierten Einsatz zum Erhalt unserer Heimat als Lebensgrundlage! Auch für uns hat dies höchsten Stellenwert. Wir sagen Nein zu Donau-Staustufe und 3. Startbahn. Die Energiewende ist ein alternativloses Zukunftsprojekt, wir dürfen es nicht madig machen lassen. Der Erhalt kleiner, bäuer­ licher Strukturen ist gut für ­Tierschutz und Verbraucher. Ich gratuliere zum 100-jährigen Bestehen! Hubert Aiwanger Vorsitzender der Freie WählerLandtagsfraktion

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Ein Verein, der den Schutz der Natur und ihrer Lebewesen zu seinem Leitmotiv gemacht hat und nun seinen 100sten Geburtstag feiern kann, hat dadurch bewiesen, dass er den Zeitgeist getroffen und gute Arbeit geleistet hat. Dass wir 2013 in Deutschland und Österreich dieses Jubiläum begehen können, zeigt, dass unsere Arbeit heute genauso wichtig ist wie vor hundert Jahren. Eine noch engere Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinaus kann uns in Zukunft dabei nur beflügeln. Ich freue mich darauf! Roman Türk Präsident Naturschutzbund Österreich

100 Jahre BUND Naturschutz in Bayern heißt auch 100 Jahre eine starke Stimme für Umweltschutz in Bayern. Dazu gratuliere ich, besonders als stellvertretender Vorsitzender des Umweltausschusses im Deutschen Bundestag, ganz herzlich. Gerade der gemeinsame Kampf für die frei fließende Donau wird mir immer in bester Erinnerung bleiben. Dass Umweltpolitik keine politische Eintagsfliege ist, sondern eines der großen Zukunftsthemen, beweist Ihre Standhaftigkeit über ein Jahrhundert. Ich wünsche Ihnen weiterhin dasselbe Durchsetzungsvermögen und dieselbe Streitfreudigkeit und freue mich auf viele weitere Begegnungen mit dem BN in Bayern! Horst Meierhofer (FDP) MdB, stv. Vorsitzender des Umwelt­ausschusses


Seit 1949 arbeiten unsere Verbände, der Verband bayerischer Geschichtsvereine ebenso wie der Landesverein für Heimatpflege und auch der BUND Naturschutz in Bayern im Bayerischen Heimattag zusammen und kämpfen seit 2005 für die Aufnahme der niederbayerischen Donau in das Weltkultur- und -naturerbe. Die institutionellen Verbindungen wurden bereichert durch viele persönliche Erfahrungen und vor allem die freundschaftliche Verbundenheit mit Hubert Weinzierl und Hubert Weiger. Angesichts der fortdauernden, ja gesteigerten Bedrohung von Heimat ist dieses Bündnis, mit dem wir in einer fast zweihundertjährigen Tradition stehen, auch weiterhin unverzichtbar. Aus vollem Herzen und

Die natürlichen Lebensgrund­ lagen für Menschen, Tiere und Pflanzen zu erhalten – dieses ­gemeinsame Ziel verbindet die Andechser Molkerei Scheitz mit dem BUND Naturschutz in Bayern e.V. Wir gratulieren herzlich zum 100-jährigen Bestehen und freuen uns, auch weiterhin zusammen die Aufgabe zu verfolgen, die natürliche Schönheit und Vielfalt unserer bayerischen Heimat zu bewahren. Barbara Scheitz, Geschäfts­führerin Molkerei Andechs

Hundert Jahre alt zu werden und immer noch jung und frisch zu sein ist eine Kunst. Die Gründer des BUND Naturschutz haben schon früh erkannt, dass die Natur unser höchstes Gut ist. Die Natur war und ist durch die Industrialisierung, das Streben nach Wachstum, Reichtum, Technisierung und Vollautomation stark belastet. Seit ca. 15 Jahren arbeiten das Kamkehrerhandwerk und der BUND Naturschutz im Bereich der Energieberatung zusammen. Mit dem Energie-Spar-Check bietet das Kaminkehrerhandwerk

eine neutrale, fachlich hoch qua­ lifizierte Energieberatung an. Die BN-Aktion »Tausch alter Heizungspumpen« wurde ebenfalls von uns unterstützt. Der Grundsatz, dass jeder eingesparte Liter Öl und jeder m³ Gas, der nicht verbrannt wird, nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch praktizierter Umweltschutz ist, ­erscheint uns äußerst wichtig. Für diese Unterstützung einen aufrichtigen Dank. Dem BUND Naturschutz gratulieren wir herzlich zu seinem runden Jubiläum und wünschen nur das Beste und die Erkenntnis vieler, dass der Erhalt der Natur wichtig ist, damit wir auch in 100 Jahren wieder gratulieren können. Oswald Wilhelm Landesinnungsmeister des Bayerischen Kaminkehrerhandwerks

Einen herzlichen Glückwunsch an den BUND Naturschutz in Bayern zum Hundertsten sagt der Baye­ rische Landesverein für Heimatpflege. Gepaart ist dieser Glückwunsch mit viel Respekt für die beeindruckende Bilanz und mit Dank für die gute und wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen unseren Verbänden. In der Arbeitsgemeinschaft »Der Bayerische Heimattag« kooperieren ­unsere beiden bürgerschaftlichen Vereinigungen seit vielen Jahrzehnten. Sie bewahren dadurch miteinander Heimat, sichern ­Kultur, Landschaft und Natur im Freistaat. Wir wünschen dem BN weiterhin Erfolg und viele Menschen, die seine Ziele mittragen. Johann Böhm Landtagspräsident a. D., Vorsitzender des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege

Foto: Olschewski

Foto: Kaufmann

Wann begreifen wir endlich: Es ist die Natur, von der wir leben, die uns ernährt und deren Teil wir sind. Lernen wir, achtsam mit ihr umzugehen und auf ihre Gesetze zu achten. Schließen wir Frieden mit ihr. Den Ausbeutungs- und Zerstörungskrieg können wir ohnehin nicht gewinnen. BUND hilft dabei, den rechten Weg zu finden. Karl Ludwig Schweisfurth ­Metzgermeister und Begründer der Hermannsdorfer ­Landwerkstätten

in brüderlicher Verbundenheit entbiete ich daher die besten Wünsche für das nächste Saeculum. Prof. Dr. Manfred Treml Verband bayerischer Geschichtsvereine e.V., Gesamtverein der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine e.V.

»Die Natur ist die beste Führerin des Lebens«, erkannte bereits der römische Philosoph Cicero. ­Ähnlich dachten vermutlich vor 100 Jahren auch die Gründer des BUND Naturschutz in Bayern. Ich bin sehr froh, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich für den Schutz unserer Natur einsetzen. Auch ist die Natur der beste Therapeut. Deswegen verfolgen wir mit der Peter Maffay Stiftung das Ziel, Kinder in Kontakt mit der Natur zu bringen. Die Natur muss aber auch für unsere Nachkommen gesichert werden. Mein Sohn macht mir immer stärker bewusst, dass wir verantwortlich sind für eine lebenswerte Zukunft der kommenden Generationen. Mir ist bewusst, dass ohne den BUND Naturschutz das Gesicht Bayerns anders aussehen würde. Ich denke da an die bäuerliche, ökologische Landwirtschaft, an die frei fließende Donau oder an erhaltene Feuchtgebiete. Die Natur braucht auch in Zukunft einen unabhängigen und basis­ demokratischen Anwalt. Dem BUND Naturschutz wünsche ich weiterhin viel Erfolg und Durchsetzungskraft. Peter Maffay

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Mit seinen Biberberatern leistet der BUND Naturschutz einen wertvollen Beitrag zur Akzeptanz der nützlichen Nager. Viel unterwegs und hier zu Besuch bei den Rhönschafen: BN-Beiratssprecher Manfred Engelhardt (rechts)

Kreative Protestaktionen: Als Schweine verkleidet, ­demonstrieren JBN-Aktive gegen die Massentierhaltung.

Mit anpacken: Unzählige Ehrenamtliche engagieren sich Jahr für Jahr in der Biotoppflege oder bei der Rettung von Amphibien, wie hier in der Kreisgruppe Herzogenaurach.

Fotos: Mader, Stephan, BN-Archiv

Der bekannte kanadische Landwirt Percy Schmeiser und seine Frau Louise erhielten 2010 für ihren mutigen Kampf gegen den ­Gentech-Konzern Monsanto den Bayerischen Naturschutzpreis.

2012 ehrte der BN die indische Physikerin und Streiterin gegen die Gentechnik-Industrie, Vandana Shiva, mit dem Bayerischen Naturschutzpreis.

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Mit Führungen und vielfältigen Aktionen versucht der BN, breite Schichten der Bevölkerung für die Anliegen des Natur- und Umweltschutzes zu begeistern.


Über 20 Jahre haben die Menschen für eine frei fließende Donau zwischen Straubing und Vilshofen gekämpft. Jetzt ist Bayerns großer Strom – zumindest vorerst – gerettet. Einer der größten Erfolge in der Geschichte des ­bayerischen Naturschutzes: Mit Protestaktionen aus der Mitte der Bevölkerung ­heraus wurde 1989 das Aus für die geplante WAA in Wackersdorf erreicht.

Fotos: Konopka, BN-Archiv, Ammer, BN-Archiv

Fotos: JBN, BN-Archiv, KG Bad Kissingen, Stephan

Nur was man kennt, kann man schätzen: Kindern und Jugend­ lichen Naturerlebnisse zu vermitteln, ist eines der erklärten Ziele des BUND Naturschutz.

Mit seiner bisher größten Kampagne engagierte sich der BN für einen Nationalpark Steigerwald, zum Beispiel mit dieser Presseaktion 2008 in Bamberg (oben). Auch »Buche Emma« warb für das Projekt.

Menschen im BN Ein Verband ist immer nur so aktiv und so erfolgreich wie seine Mitglieder. Auch nach 100 Jahren kann der BUND Natur­ schutz in Bayern sich glücklich schätzen, denn die Ehrenamtlichen leisten unermüdliches Engagement, ob auf Demos, an Info­ständen, bei der Biotoppflege oder der Organisation von Veranstaltungen. Ein Bilderbogen der Menschen im BN.


Seit 100 Jahren eine Arche Dieses Jubiläumsaquarell von Horst Haitzinger wird zuguns­ ten eines Naturschutzprojektes versteigert. Wer bietet mit?

www.bund-naturschutz.de/ 100-jahre-auktion

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r ist einer der bekanntesten ­Politik-Karikaturisten in Deutschland: Horst Haitzinger. Über viele Jahre hinweg hat der gebürtige ­Österreicher die Publika­ tionen des BUND Naturschutz mit seinen Werken bereichert. Umweltund Naturschutzthemen lagen ihm seit jeher besonders am Herzen. Für Zeitungen und Zeitschriften im deutschsprachigen Raum sowie in England und den USA hat Horst Haitzinger das politische Weltgeschehen stets mit spitzer Feder auf den Punkt gebracht. 2006 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Karikaturistenpreis geehrt. Heute lebt der Künstler zurückgezogen in München. Zum 100. Geburtstag des BUND Naturschutz hat Horst Haitzinger eine schöne Tradition fortgesetzt und dem Verband ein neues Werk vermacht: Der BN als Arche Noah, auf dem die Tierund Pflanzenwelt des Freistaats bestens gedeiht und zum Jubiläum ein Ständchen darbringt. Horst Haitzinger hat dem BUND Naturschutz sein Original-Kunstwerk zur Verfügung gestellt, damit es zugunsten eines BN-Naturschutzprojektes versteigert werden kann. Eine einmalige Gelegenheit, ein Werk dieses mehrfach ausgezeichneten Künstlers zu erwerben und gleichzeitig etwas für den Naturschutz zu tun! Bieten Sie mit! Und so funktioniert’s: Schreiben Sie eine E-Mail an 100-Jahre-auktion@ bund-naturschutz.de mit Ihrem Gebot. Die Gebote werden gesammelt und Ende des Jahres der Meistbietende ermittelt, der dann glück­ licher Besitzer des Aquarells wird. Den jeweiligen Höchststand und neue Infos zu dieser Benefiz­aktion finden Sie immer aktuell unter www.bund-naturschutz.de/100jahre-auktion. Der BUND Naturschutz bedankt sich ganz herzlich bei Horst Haitzinger! (lf)


Zum Jubiläum ein Blick in die Natur und die Geschichte Zu seinem hundertjährigen Bestehen gibt der größte Umweltschutz­ verband Bayerns drei spannende Publikationen heraus: einen Wanderführer, einen prächtigen Bildband sowie eine wissenschaft­ liche Aufarbeitung der Geschichte des BUND Naturschutz in Bayern.

B

ayern sähe heute anders aus, wenn es den BUND Naturschutz nicht gäbe: Nicht zuletzt durch seine Arbeit wurden in den letzten hundert Jahren schönste bayerische Landschaften vor der Zerstörung gerettet. 40 davon kann man jetzt anhand des im Rother Verlags erschienenen Wanderführers »Gerettete Landschaften« entdecken. Entstanden ist das Buch durch intensive, ehrenamtliche ­Arbeit des BN-Vorstandsmitglieds Winfried Berner und seiner Frau ­Ulrike Rohm-Berner. Ein Wanderführer, der Lust auf mehr Natur macht und motiviert, sich für deren Schutz zu engagieren. »Gerettete Landschaften« ist im Buchhandel, im Internet und bei der BN Service GmbH erhältlich.

Ein bisschen wie Blättern im Foto­album der Familie könnte sich die Lektüre des großen Bildbandes anfühlen, der anlässlich des BN-­ Jubiläums im zweiten Halbjahr erscheinen wird. In dieser umfassenden, lebendigen und kritischen ­Dokumentation wird es um die ­Tätigkeitsfelder des Vereins, seine größten Erfolge und Niederlagen, um spektakuläre Aktionen und nicht zuletzt um eine Vision für ein nachhaltiges Bayern gehen. Nicht zuletzt hat der BUND ­Naturschutz sein 100-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, die Verbandsgeschichte von drei ­renommierten Umwelthistorikern unabhängig und wissenschaftlich fundiert aufarbeiten zu lassen. Diese Chronik wird ebenfalls im

Gerettete Landschaften, Bergverlag Rother, ISBN 9783-7633-4438-3, 14,90 Euro

zweiten Halbjahr 2013 in der Reihe »BN Forschung« erscheinen. Nicht zuletzt sollen in dieser Publikation Fakten zum Verband (frühere Vorstandsmitglieder, Entwicklung der Kreisgruppen und Mitgliederzahlen oder Grundstücks­ankäufe) aufgelistet werden. (lf)

Adressen und Ansprechpartner

Fachabteilung in München

Pettenkoferstraße 10a 80336 München Tel. 0 89-54 82 98 63 Fax 0 89-54 82 98 18 Referentin: Dr. Christine Margraf

Landesgeschäftsstelle

Dr.-JohannMaier-Str. 4 93049 Regensburg Tel. 09 41-2 97 20-12 Fax 09 41-2 97 20-30 info@bund-naturschutz.de Landesgeschäftsführer: Peter Rottner

Naturschutz- und Jugendzentrum Wartaweil

Villa Habersack Wartaweil 76/77 82211 Herrsching Tel. 0 81 52-96 77 08 Fax 0 81 52-96 77 10 wartaweil@bund-naturschutz.de Leitung: Axel Schreiner

Landesfachgeschäftsstelle

Bauernfeindstr. 23 90471 Nürnberg Tel. 09 11-8 18 78-0 Fax 09 11-86 95 68 lfg@bund-naturschutz.de Landesbeauftragter: Richard Mergner

Herausgeber: BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN), vertreten durch Peter Rottner, Landesgeschäfts­ führer, Dr.-Johann-Maier-Str. 4, 93049 Regensburg, www.bund-naturschutz.de Redaktion: Luise Frank (verant­ wortlich), Tel. 09 41 - 2 97 20 22, nu@bund-naturschutz.de Gestaltung: Gorbach GmbH, Utting (Layout: Waltraud Hofbauer), Bayernkarte: Janda+Roscher, Regensburg Titel: Janda+Roscher Druck: Aumüller Druck KG, Regensburg

Auflage: 10 000 Bezug: BN Service GmbH, Tel. 0 91 23 -99 95 70, www.service.bund-naturschutz.de BN-Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, Konto 8 844 000, BLZ 700 205 00 Ab 1. Januar 2014: Bank für Sozialwirtschaft München, IBAN DE27700205000008844000, BIC: BFSWDE33MUE

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IMPRESSUM

Prof. Dr. Hubert Weiger Tel. 09 11- 8 18 78-10

Foto: Roggenthin

Foto: Roggenthin

Vorsitzender


Gefahren für Bayerns Natur – vom BN erfolgreich abgewendet Trinkwassertalsperre im Hafenlohrtal geplant 1978–2008 Autobahn Westum- Hochwasserspeicher fahrung Würzburg Püttlachtal geplant seit den geplant 1957–1988 1970ern AKW Viereth geplant 1973– 1998

Ausbau Flughafen Hof geplant in den 90er- und 2000er-Jahren Vierspuriger Ausbau B 173, Maintal geplant von den 90er-Jahren bis in die 2000er-Jahre

Hof

Schnellstraße B 2 A neu neu geplant in den 1980ern Rednitztal geplant 1968–2003

Stauhaltung Lamitztal geplant 1991– 1994

Trinkwassertalsperre im Kremnitztal geplant in den 1970ern

Kohlekraftwerk Franken III geplant 1980 – 1995

Schweinfurt

Bamberg

Bayreuth

Hochwasserspeicher Gumpen geplant 1973– 1981

Würzburg

Müllverschwelungsanlage Fürth geplant 1983–1998

Erlangen

WAA Wackersdorf geplant 1979– 1989

Fürth Nürnberg

Rangierbahnhof im Nürnberger Reichswald geplant 1972–1977

Regensburg

Zweite Start- und Landebahn Flughafen Nürnberg geplant seit den 1970ern

Passau Landshut

Augsburg

AKW Pfaffenhofen geplant 1978–2001

München

Staustufen in der Weltenburger Enge geplant 1950–1952 AKW Pleinting bei Vilshofen geplant 1974– 1976

Transrapid geplant 2000– 2008 Vierspuriger Bau B 15 neu zwischen Landshut und Rosenheim geplant seit den 1970ern

3. Startbahn am Münchner Flughafen geplant seit 2005 Müllverbrennungsanlage Lauingen/Donau geplant 1979 –1988 Autobahn Kempten-Lindau geplant seit 1973

Staustufen in der Donau zwischen Straubing und Vilshofen geplant seit 1966

Ansbach

Autobahn Westumfahrung Nürnberg geplant seit den 1970ern

Magnetschwebebahn Donauried geplant in den 1970ern

Ohne den Mut und ­Ideenreichtum der BNMitglieder würde Bayern heute ganz anders ­aus­sehen. Jeder dieser Balken steht für eine vom BN verhinderte Zerstörung von Bayerns Natur und Landschaft.

Staustufen in der Salzach geplant in den 1970ern Staustufen in der Litzauer Lechschleife geplant 1955–1960

Queralpenautobahn geplant in den 1970ern

Autobahnring München-Süd geplant seit 1972

So hätte es im Donauried fast ausgesehen Großdemo gegen die 3. Startbahn am Münchner Flughafen Demonstration für die frei fließende Donau in Niederalteich

Sonderheft 100 Jahre BUND Naturschutz  

Der BUND Naturschutz feiert 100. Geburtstag.