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Zu gut für die Tonne Jeder Deutsche wirft pro Jahr durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel weg. Auf die gesamte Bundesrepublik hoch­gerechnet ergibt das 6,7 Millionen Tonnen.

wandern. Über eine Internetplattform will sie Personen vernetzen, die mehr Lebensmittel haben, als sie brauchen. Die Idee: Die Leute sollen sie gemeinsam verwenden, anstatt sie wegzuschmeißen. Immerhin wirft jeder Bundesbürger im Schnitt 82 Kilo Lebensmittel pro Jahr im Wert von mehreren hundert Euro weg. Da kommen nicht nur M ­ illiardenbeträge zusammen, sondern es ist auch eine erhebliche Ressourcen­ verschwendung und Klimabelastung.

3. Hypothek: Bedrohung durch ­Atommüll

Auch unsere heutige Energieversorgung hat viel mit Generationengerechtigkeit zu tun – und somit Auswirkungen auf die soziale Nachhaltigkeit. Das gilt vor allem für die Atomkraft, die wegen der schlechten CO2 -Bilanz von Braun- und Steinkohle lange als besonders klimafreundlich galt. Die HeinrichBöll-Stiftung zeigte 2010 in ihrer Publikation „Mythos Atomkraft“, warum der nu­kleare Pfad ein Irrweg ist.46 So seien günstige Strompreise ein wesentliches Argument der Atomkraftbefürworter gewesen. Berücksichtige man die staatlichen Subventionen,

Verteilung der ­vermeidbaren Lebensmittelabfälle (in Prozent) Gemüse und Obst (44) Back- und Teigwaren (20) Speisereste (12) Milchprodukte (8) Getränke (7) Fleisch und Fisch (6) Sonstiges wie Süßigkeiten (3)

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Quelle: Universität Stuttgart (2012)

StiftungsReport 2012/13

StiftungsReport 2012/13  

Auftrag Nachhaltigkeit: Wie Stiftungen den sozialen Zusammenhalt stärken

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