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DAS NEUE MAGAZIN DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDES-SPORTORGANISATION • AUSGABE 4/2018

© iStockphoto/nazarkru

Achtung Haftung: Rechtliche Tipps, damit Tombola oder Gewinnspiel im Sportverein nicht zum Verlustgeschäft werden

BSO kürt gemeinsam mit Sporthilfe Trainerpersönlichkeit des Jahres 2018 „Prävention sexualisierter Gewalt“ in der Praxis Seite 16

BSO-Mitgliederversammlungen 2018 Seite 8

BSO-Fortbildungskalender 2019 Seite 19

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B SO -PR Ä SIDEN T

© Robert Polster

Meine Meinung Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freundinnen und Freunde des Sports! Rudolf Hundstorfer

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ielen Dank! Danke für ein weiteres bewegtes Jahr, in dem sich in Österreich wieder viele Tausende für den Sport, größtenteils ehrenamtlich, engagiert haben. Stellvertretend für die unzähligen Menschen, die Tag für Tag im Hintergrund arbeiten und für Österreichs sportliche Erfolge mitverantwortlich sind, haben wir gemeinsam mit der Sporthilfe die Trainerpersönlichkeit des Jahres gekürt. Zum ersten Mal fand dies im würdigen Rahmen der Lotterien Sporthilfe Gala statt. 2018 war das erste Jahr der Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung. Wir haben viele unserer Forderungen und Anliegen des Sports in das Programm dieser Bundesregierung hineingebracht. In der Umsetzung ist bereits jetzt sichtbar, dass durch die Ressortführung von Vizekanzler Strache eine Aufwertung des Sportressorts erfolgt ist. Damit haben wir eine gute Ausgangsbasis für das kommende Jahr, in dem gerade finanziell für den Sport die Weichen durch die Bundesregierung neu gestellt werden. Für gemeinsame gute Lösungen für den Sport habe ich mich 2018 auch in Terminen mit Finanzminister Hartwig Löger und Bildungsminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann eingesetzt. 2018 war für uns als Stimme des Sports ein intensives Arbeitsjahr. Zwölf Jahresschwerpunkte in den Aufgabenbereichen

Interessenvertretung, Service für unsere Mitglieder und Arbeitsgrundlagen im Sport haben wir uns in der Jahresplanung vorgenommen. Zusätzliche Herausforderungen wie die Datenschutzgrundverordnung und die Prävention von Gefahren des Missbrauchs im Sport sind noch dazugekommen. Mit unserem Team aus einem ehrenamtlichem Präsidium und zwölf angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir diese Aufgaben gut bewältigt. In Sachen Interessenvertretung sind 2018 vor allem die neuerliche Koordination der Europäischen Woche des Sports in Österreich, der „Sport Austria Summit“, der die Leistungen des Sports in den unterschiedlichsten Bereichen in Szene setzte, sowie die Befragung zur Sportvereinsmitgliedschaft im Rahmen der MikrozensusArbeitskräfteerhebung 2017 der Statistik Austria hervorzuheben. Dabei zeigen diese erstmals erhobenen repräsentativen Daten, dass der Sport mit 2,1 Millionen Mitgliedern nach der Katholischen Kirche und der Arbeiterkammer auf Platz 3 der Mitgliederorganisationen liegt. Ein weiteres zentrales Thema in diesem Jahr, das mir auch persönlich enorm wichtig ist, war die Prävention sexualisierter Gewalt. Denn obwohl Sport enorm viel Potenzial für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen bietet, treten leider auch

in diesem gesellschaftlichen Bereich unterschiedliche Formen der Machtausübung und Grenzverletzungen auf. Wir haben daher bereits zu Jahresbeginn unsere Präventionsmaßnahmen spezifiziert, erweitert und in einem neuen 5-Punkte-Programm zusammengefasst. Die große Befürwortung der Sport-Verantwortlichen zu unserem Programm zeigt, dass ein neues Bewusstsein für das Thema entwickelt werden konnte. Diese Maßnahmen sollen für ein verantwortungsvolles, sicheres Klima im Sport sorgen, damit Österreichs 15.000 Sportvereine und rund 500.000 Ehrenamtliche auch künftig eine gute, auf Vertrauen basierende Arbeit für ihre 2,1 Millionen Mitglieder leisten können! In diesem Sinne möchte ich mich nochmals für Ihrer aller Engagement bedanken und wünsche Ihnen und Ihren Familien gesegnete Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ihr

Rudolf Hundstorfer BSO-Präsident

PARTNER DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDES-SPORTORGANISATION

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EDI TO R IAL

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uch in der vierten Ausgabe des Sport Austria Magazins 2018 erwartet Sie wieder eine Gastexpertise. Diesmal zum Thema Gewinnspiele und was dabei rechtlich zu beachten ist. Auch hier spielt die Datenschutzgrundverordnung eine Rolle. Weiters finden Sie einen Rückblick auf die Ehrung der Trainerpersönlichkeit des Jahres, die wir gemeinsam mit der Sporthilfe im Rahmen der Lotterien Sporthilfe Gala gekürt haben, und einen Bericht zu unseren Mitgliederversammlungen vom 9. November. Ein großes und wichtiges Thema, dem wir uns bereits seit einigen Jahren annehmen, ist die Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Hier konnten wir bei einem Medientermin eindrucksvoll veranschaulichen, wie Verhaltensregeln in der Praxis umgesetzt werden können. Dass das von uns ausgearbeitete 5-Punkte-Programm bereits in vielen Verbänden und Vereinen implementiert ist, hilft uns, den Sport in Zusammenhang mit dieser Thematik öffentlich in ein positives Licht zu rücken.

Ich freue mich, dass wir Ihnen in dieser Ausgabe bereits jetzt einen Großteil unserer Fortbildungsangebote für 2019 vorstellen können. Wie gewohnt wird es wieder Pflicht- und Wahlmodule im Rahmen des Sportverein-Management Zertifikatskurses sowie Informationsveranstaltungen und TrainerInnenfortbildungen geben. Ich darf Sie einladen, möglichst viele Termine zu besuchen. Wie gewohnt informieren wir Sie in diesem Heft auch wieder über etliche weitere Themen, die den Sport betreffen, und vermelden Neuigkeiten aus den Mitgliedsverbänden. Ich wünsche Ihnen besinnliche und erholsame Feiertage und einen gelungenen Start ins neue Jahr!

© privat

Liebe Leserin, lieber Leser!

Rainer Rößlhuber

Mag. Rainer Rößlhuber BSO-Geschäftsführer

Die Österreichische Bundes-Sportorganisation wünscht Ihnen allen ein frohes Fest und einen guten Start ins Jahr 2019!

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IN HALT

B SO -PR Ä SIDEN T Seite 3 „Meine Meinung“ von Rudolf Hundstorfer Seite 4 EDI TO R IAL

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O R G ANISIER T ER SPO R T Seite 6 Rechtssicherheit für den Sport: Berufssportgesetz – ein neuer Anlauf Seite 7

BSO zeichnet gemeinsam mit Sporthilfe Trainerpersönlichkeit des Jahres 2018 aus

Seite 8 BSO-Mitgliederversammlungen 2018 Seite 8 AthletInnenspezifische Spitzensportförderung tzensportförderung für nic nicht olympische Sportarten

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T ER M INE U ND PER SO NEN

B SO -M I TGLIEDER SER V ICE Seite 10 Achtung Haftung: Rechtliche Tipps, damit Tombola oder Gewinnspiel im Sportverein nicht zum Verlustgeschäft werden Seite 14 Erasmus+ ermöglicht EU-Förderungen für den Sport Seite 15 BSO-Versicherungsservice Teil 4: Reisekrankenversicherung GE SELL SCHAF T SPO LI T IK

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1: © BSO/Hagen / 2: © iStockphoto/nazarkru / 3: © BSO/Hagen

Seite 9

Seite 16 Prävention sexualisierter Gewalt in der Praxis Seite 17

Aktueller Umsetzungsstand der Gesundheitsziele Österreich

Seite 18

„100 Jahre Republik – Österreich sagt Danke!“: Sport-Delegation bei HBP Van der Bellen

Seite 18

„Sport for Europe: Strengthening European values through sport values“

B SO -F O R T BILDU NG S ANGEB OT Seite 19

BSO-Fortbildungskalender 2019

Seite 20

F I T SPO R T AUST R IA

Seite 23 AUS DEN V ER B ÄNDEN

IMPRESSUM  Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Österreichische Bundes-Sportorganisation, 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 12; Tel.: 01/504 44 55, Fax: 01/504 44 55-66; Internet: www.bso.or.at; E-Mail: office@bso.or.at; ZVR 428560407; UID: ATU71067659; Für den Inhalt verantwortlich: GF Mag. Rainer Rößlhuber; Redaktion: Mag.(FH) Georg Höfner-Harttila; Layout: Elias & Partner KG, Wien; Blattlinie: Die BSO ist die Interessenvertretung des gesamten österreichischen Sports und agiert als gemeinnütziges und überparteiliches Dach des Sports sowie als Service-Einrichtung für ihre Mitglieder. Die BSO ist der Verbreitung und Förderung des Sports in seiner Gesamtheit verpflichtet. Sie initiiert und koordiniert sportpolitische Aktivitäten. Ihre Aktivitäten zielen darauf ab, Kompetenz im Sport durch Förderung von Ehren- und Hauptamtlichkeit zu stärken. Die BSO bekennt sich zu den positiven Werten des Sports, insbesondere zu Fairness, Respekt, Gemeinschaft und Leistung. Disclaimer: Die BSO übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Authentizität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, insbesondere nicht für Inhalte Dritter. Den vollständigen Disclaimer finden Sie auf www. bso.or.at/disclaimer Sämtliche Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Herausgebers und Verlages, die über das Maß des gesetzlich zulässigen Zitates gem. § 42f UrhG hinausgeht, stellt eine entgelt- und schadenersatzpflichtige Urheberrechtsverletzung dar.

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OR G AN ISIER TER SPO R T

Rechtssicherheit für den Sport: Berufssportgesetz – ein neuer Anlauf Ein Kommentar von BSO-Geschäftsführer Rainer Rößlhuber

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rund um die Uhr gegeben? Handelt es sich um Vollarbeitszeit und wie können dabei maximale Tagesarbeitszeiten oder Wochenarbeitszeiten eingehalten werden? Drei typische Anwendungsbeispiele aus der vielfältigen Welt des Sports, die uns in der BSO in den letzten Wochen im Kontakt mit unseren Mitgliedsverbänden untergekommen sind. Man sieht daran eines: der Sport ist in seinem Handlungsrahmen, in seinen Spielregeln und in seiner Lebensrealität vielfältig und oftmals nach den Kriterien des normalen Arbeits- und Sozialversicherungsrechts schwer zu beurteilen. Auch aus diesem Grund hat es im Jahr 2003 bereits einen einstimmig beschlossenen Entschließungsantrag des Nationalrates zur Erarbeitung eines Berufssportgesetzes gegeben. In der Folge wurden von FachexpertInnen des Arbeitsrechts zwei Versionen für ein Berufssportgesetz erarbeitet, die

schließlich an der Unterscheidung zwischen selbständigen und unselbständigen SportlerInnen und an der Frage der Regelungsreichweite politisch gescheitert sind. Seitdem sind die Herausforderungen für den Sport nicht weniger geworden, verfestigt sich der Eindruck einer Verrechtlichung des Sportsektors durch eine verstärkte und in der Sache strengere Prüftätigkeit der Steuerund Sozialversicherungsbehörden und ist über die zunehmende Professionalisierung von Teilen des Sports der Bedarf nach rechtlich klaren Regelungen gestiegen. Deshalb wird derzeit im Sport-Strategieprozess der Bundesregierung wieder ernsthaft über einen neuen Anlauf für ein Berufssportgesetz nachgedacht. Die Bundes-Sportorganisation wird sich dabei intensiv in die politischen Gespräche einbringen, um dieser langjährigen Forderung des Sports zum Durchbruch zu verhelfen.

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in in einem Bundesliga-Verein mit Dienstvertrag angestellte/r TrainerIn übernimmt für wenige Wochen im Jahr die Betreuung einer Nachwuchs-Nationalmannschaft. Kann man diesem/dieser einen Werkvertrag oder zumindest einen freien Dienstvertrag geben? Ein/e SchiedsrichterIn wird von einem den Wettbewerb ausschreibenden Verband zur Leitung des Wettkampfs eingeteilt und übernimmt diese Aufgabe. Führen die terminliche Einteilung, die Anwendung der sportartspezifischen Reglements und die Bereitstellung der einheitlichen Schiedsrichterkleidung zu einer Einstufung als DienstnehmerIn des Verbandes? Ein/e VerbandstrainerIn fährt mit NachwuchssportlerInnen auf Trainingslager ins Ausland. Die SportlerInnen sind teilweise noch jünger als 14 Jahre alt. Ist die Aufsichtspflicht des Trainers/der Trainerin

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O R G ANISIER TER SP OR T

BSO zeichnet gemeinsam mit Sporthilfe Trainerpersönlichkeit des Jahres 2018 aus „Ich bin gerührt! Auch deshalb, weil ich die Leichtathletik als Mutter der Sportarten betrachte.“ Auf den weiteren „Podiumsplätzen“ landeten René Friedl, Sportdirektor und Cheftrainer des Österreichischen Rodelverbandes, sowie Kurt Traer, Stützpunkttrainer des Österreichischen Ruder-Verbandes und Cheftrainer von Magdalena Lobnig. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer: „Ich gratuliere Gregor Högler zu dieser hochverdienten Auszeichnung! Wer einen Athleten in einer Grundsportart in die Weltspitze führt, hat sich diesen Preis auch mehr als verdient! Generell freut es mich ganz

besonders, dass es gelungen ist, in Kooperation mit der Österreichischen Sporthilfe die Würdigung der Trainerpersönlichkeit des Jahres in den feierlichen Rahmen der LOTTERIEN Sporthilfe-Gala, der wichtigsten Sportehrung des Landes, zu integrieren und damit die immense Bedeutung der Trainerinnen und Trainer für den österreichischen Sport zu unterstreichen.“ Der Trainer des Jahres wurde durch eine von der BSO eingesetzte Fachjury in Kombination mit einem Publikumsvoting aus den von den Bundes-Sportfachverbänden eingereichten Nominierungen ermittelt.

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n Kooperation mit der Österreichischen Sporthilfe wurde am 31. Oktober im Rahmen der LOTTERIEN SporthilfeGala in der Marx Halle erstmals die „Trainerpersönlichkeit des Jahres präsentiert von P.O.S. Marketing“ geehrt! Den „Hero“ dieser Kategorie erhielt Gregor Högler! Der 46-Jährige, einst selbst WeltklasseSpeerwerfer, hat Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger als dessen Cheftrainer ebenfalls in die Weltspitze geführt. Dafür erhielt der Sportdirektor des Österreichischen Leichtathletik-Verbandes nun die erstmals vergebene Auszeichnung für die „Trainerpersönlichkeit des Jahres“. Högler:

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OR G AN ISIER TER SPO R T

BSO-Mitgliederversammlungen 2018

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m 9. November 2018 führte die BSO im Studio 44 der Österreichischen Lotterien ihre ordentlichen Mitgliederversammlungen, bestehend aus Österreichischem Sportrat, Österreichischem Sportfachrat und der Österreichischen Sportversammlung, durch. Im Sportrat wurde über die Aktivitäten der drei Sport-Dachverbände im Rahmen ihrer gemeinsamen Einrichtung, der Fit Sport Austria GmbH, und über die M.K.-Projekte berichtet sowie ein Ausblick auf die vom Sportminister und der Gesundheitsministerin geplante Initiative „Mach den 1. Schritt“ gegeben. Weitere Themen waren der Jahresbericht von BSO-Geschäftsführer Mag. Rainer Rößlhuber, die Vorstellung eines Entwurfs des neuen BSO-Statuts sowie Informationen zur Tätigkeit der Bundes-Sport GmbH durch deren Geschäftsführer Mag. Clemens Trimmel. In das Präsidium des Sportrates wurde aufgrund des Ausscheidens von GD Hartwig Löger und Abg.z.NR Michaela Steinacker aus dem Präsidium der SPORTUNION der neue Präsident der SPORTUNION, Mag. Peter McDonald, aufgenommen. Im Sportfachrat berichtete der Vorsitzende Dr. Leo Windtner über die Tätigkeiten des Spitzensportausschusses und weitere fachverbandsrelevante Themen des Jahres. Darauf informierte Helmar Hasenöhrl über den Statutenprozess der BSO. Abschließend gaben Bundes-Sport GmbH-Geschäftsführer Mag. Clemens Trimmel und Sektionschef Sport Philipp Trattner, BSc, BSc, LLM. einen Überblick über die Bundes-Sportförderung.

In der Sportversammlung stand der Bericht von BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer auf dem Programm, der gemeinsam mit BSOGeschäftsführer Mag. Rainer Rößlhuber die Leistungen der BSO im Jahr 2018 unter den Schlagworten „selbstbewusst, verantwortungsvoll, einig, zukunftsorientiert“ dokumentierte. Weitere Berichte brachten der Sportfachratsvorsitzende Dr. Leo Windtner und der Sportratsvorsitzende Univ.-Prof. Dr. Paul Haber. Einen Ausblick auf die Arbeitsschwerpunkte der BSO im Jahr 2019 gaben die ReferentInnen der Geschäftsstelle, danach folgte der Finanzausschussvorsitzende Mag. Herbert Houf mit der Vorstellung des Budgets. Der Erstentwurf des neuen BSO-Statuts wurde vom Vorsitzenden der AG Statuten und des Rechtsausschusses Mag. Ulrich Zafoschnig präsentiert. Abgerundet wurde die Sitzung mit einem Update zur Sport Strategie Austria vom Sektionschef Sport Philipp Trattner, BSc, BSc, LLM.

AthletInnenspezifische Spitzensportförderung für nicht olympische Sportarten

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a. Beschickung von AthletInnen, BetreuerInnen zu Wettkämpfen und Trainingskursen b. TrainerInnen (ÜbungsleiterInnen, InstruktorInnen) für den Leistungs- und Spitzensport c. Trainings- und Wettkampfumfeldbetreuung d. sportrelevante Wissenschaftsbereiche zur praxisorientierten Unterstützung des Nachwuchs-, Leistungs- und Spitzensports Für weitere Fragen zur Abwicklung, den Förderinhalten bzw. zur elektronischen Antragstellung steht Ihnen Projektbegleiter Dr. Hans-Peter Platzer (hans-peter.platzer@uibk.ac.at) gerne zur Verfügung. INF OBOX Ihr Ansprechpartner in der BSO-Geschäftsstelle: Aria Siami, MBA Tel.: 01/504 44 55-21 E-Mail: a.siami@bso.or.at

© www.polsterpics.com

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as neue BSFG 2017 sieht zwei Möglichkeiten für eine athletInnenspezifische Spitzensportförderung vor. Einerseits durch die Bundes-Sport GmbH gemäß § 5 (3) Z 2 BSFG 2017 mit 7.000.000 €, andererseits auch als besondere Vorhaben der Bundes-Sportförderung im § 14 (1) Z 10. Die Fördermittel aus dem § 5 (3) Z 2 BSFG 2017 stehen nach Beschluss der Leistungsund Spitzensportkommission der Bundes-Sport GmbH ausschließlich olympischen AthletInnen zur Verfügung. Sehr erfreulich ist es daher, dass es auch aufgrund des Engagements von BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer gelungen ist, auf Grundlage des § 14 (1) Z 10 BSFG 2017 eine athletInnenspezifische Spitzensportförderung auch für nicht olympische Sportarten zu ermöglichen. Zielsetzung dieses Förderprogramms des BMÖDS sind einerseits Medaillen bei internationalen Sport-Großveranstaltungen (z. B. World Games, WM, EM) aber darüber hinaus auch der Erhalt der Vielfalt im Spitzensport. Die Förderlaufzeit beträgt ein Jahr (1. Jänner bis 31. Dezember 2019) und die Fördermittel können für folgende Bereiche eingesetzt werden:


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Wichtige Termine

Aktuelle Personalia

BSO Jour-Fixe 2019

Fechten

Markus Mareich wurde am 5. Oktober 2018 als Präsident des Österreichischen Fechtverbandes wiedergewählt.

Kraftdreikampf

Dr. Michael Schrems, MBA wurde am 6. Oktober 2018 als Präsident des Österreichischen Verbandes für Kraftdreikampf wiedergewählt.

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Die gemeinsamen Termine im kommenden Jahr mit allen ordentlichen BSO-Mitgliedern, die dazu eine gesonderte Einladung erhalten werden, finden an folgenden Tagen um 15:00 Uhr im Spiegelsaal des Haus des Sports in Wien statt: 23. Jänner 2019 27. Februar 2019 27. März 2019 24. April 2019 22. Mai 2019 26. Juni 2019 28. August 2019 25. September 2019 23. Oktober 2019 27. November 2019

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Achtung: Es handelt sich bei diesem Artikel um eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte und ersetzt eine Auseinandersetzung der Verantwortlichen mit der Rechtsgrundlage nicht! Die Rechtsauskünfte dienen ausschließlich der Information der AdressatInnen. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Die BSO kann für deren Vollständigkeit und Richtigkeit dennoch keine Haftung übernehmen.

Achtung Haftung: Rechtliche Tipps, damit Tombola oder Gewinnspiel im Sportverein nicht zum Verlustgeschäft werden Gewinnspiele sind ein beliebtes Instrument, um KundInnen auf ein bestimmtes Unternehmen aufmerksam zu machen. Auch Vereine sind da keine Ausnahme und organisieren regelmäßig Gewinnspiele für Mitglieder, ZuschauerInnen und FreundInnen. Durch das Internet und die digitalen Medien haben solche Gewinnspiele natürlich noch zusätzlich eine ungemeine Verbreitung erfahren, zumal jeder bequem von zu Hause aus mit wenigen Klicks daran teilnehmen kann. Aber auch bei Vereinsfesten und Sportveranstaltungen werden durch Gewinnspiele regelmäßig Gelder in die Vereinskassen gespielt. Was ist ein Gewinnspiel? Schon die Frage, was überhaupt ein Gewinnspiel ist, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Das Glückspielgesetz definiert ein Glückspiel als ein Spiel, bei dem die Entscheidung über das Spielergebnis ausschließlich oder überwiegend vom Zufall abhängt. Demgegenüber ist beispielsweise ein Geschicklichkeitsspiel ein Spiel, bei dem Gewinn und Verlust von der Geschicklichkeit des Spielers/der Spielerin abhängt. Ob ein Gewinnspiel als Glückspiel oder als Geschicklichkeitsspiel einzuordnen ist, kann eigentlich nur im Einzelfall beurteilt werden. Die Einordnung ist aber wesentlich, zumal daran jeweils unterschiedliche rechtliche Konsequenzen geknüpft sind. Glückspiele, aus welchen keine Einnahmen erzielt werden Gewinnspiele sind manchmal derart ausgestaltet, dass von den TeilnehmerInnen eine Frage zu beantworten, ein Rätsel zu lösen oder einfach nur ein Teilnahmeformular einzusenden ist. Aus den (richtigen) Einsendungen wird in weiterer Folge der/die GewinnerIn ermittelt. Es entscheidet somit der Zufall über den Gewinn, die Gewinnchancen hängen also grundsätzlich nicht vom Kauf einer Ware oder einem sonstigen entgeltlichen Einsatz ab. Solche Gewinnspiele sind nach dem Glückspielgesetz als 10

Glückspiel einzuordnen und grundsätzlich nur dann zulässig, wenn daraus keine Einnahmen erzielt werden. Einnahmen aus Glückspielen sind aufgrund des Glückspielmonopols ausschließlich dem Staat vorbehalten. Bei Zuwiderhandeln droht eine Verwaltungsstrafe. Aber: Keine Regel ohne Ausnahme, das gilt auch bei Glückspielen. Ausspielungen: Glückspiele, aus welchen (geringe) Einnahmen erzielt werden Gewinnspiele, bei welchen Einnahmen erzielt werden, sind Ausspielungen im Sinne des Glückspielgesetzes. Diese sind unter gewissen, engen Voraussetzungen zulässig. Unter anderem wenn es sich um kleine Ausspielungen (Tombola, Glückshäfen, etc.) z. B. im Rahmen von Feuerwehrfesten, Vereinsfesten, Bällen, etc. handelt, sofern mit der Ausspielung weder Erwerbszwecke noch persönliche Interessen des Veranstalters verfolgt werden und das zusammengerechnete Spielkapital im Kalenderjahr 4.000 Euro nicht überschreitet. Der Losverkauf beim Vereinsfest ist somit ebenso zulässig wie die Verlosung von Tickets zum Match der Kampfmannschaft. Vorausgesetzt die Einnahmen liegen im Kalenderjahr nicht über 4.000 Euro und diese werden ausschließlich dem Vereinszweck zugeführt.

Geschicklichkeitsspiele: Wenn nicht das Prinzip Zufall gilt Gewinnspiele, bei denen der Gewinn oder Verlust nicht vom Zufall, sondern vom Wissen oder Können des Teilnehmers/der Teilnehmerin abhängt, sind Geschicklichkeitsspiele. Die während Sportgroßveranstaltungen allseits beliebten Tippspiele, bei welchen Vereinsmitglieder mit oder ohne Geldeinsatz auf den Ausgang von Spielen, den Weltmeister oder sonstige Ergebnisse setzen, sind beispielsweise als Geschicklichkeitsspiele einzuordnen. Diese sind vom Glückspielgesetz gar nicht erfasst und können daher sowohl entgeltlich als auch unentgeltlich durchgeführt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie auch sonst im rechtsleeren Raum stattfinden. Auch bei solchen Gewinnspielen ist auf einige Dinge rechtlich zu achten. Teilnahmebedingungen schaffen Klarheit Unabhängig davon, ob es sich um ein kostenloses Gewinnspiel, eine Ausspielung oder ein Geschicklichkeitsspiel handelt, ist es jedenfalls ratsam Teilnahmebedingungen zu definieren, die für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer klar verständlich sind. Insbesondere sollten in den Teilnahmebedingungen angeführt sein • Beginn und Ende des Gewinnspiels • Zeitpunkt der Auslosung des Preises


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• Berechtigte TeilnehmerInnen (z. B. Altersbeschränkungen) • Die Regeln, die den Gewinn bestimmen • Genaue Beschreibung des Gewinns (inkl. möglicher Zusatzkosten) Entgegen der landläufigen Meinung, wonach Spielschulden Ehrenschulden seien, besteht für Gewinne aus Gewinnspielen nämlich sehr wohl ein klagbarer Erfüllungsanspruch. Wenn in den Teilnahmebedingungen definiert ist, unter welchen Voraussetzungen der Gewinn ausgegeben wird, können allfällige Unklarheiten von vornherein beseitigt werden. Datenschutz: Achtung vor dem Kopplungsverbot Mit dem Inkrafttreten der vielzitierten Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind auch bei der Organisation von Gewinnspielen verschärfte datenschutzrechtliche Aspekte zu berücksichtigen. Die relevanteste Änderung ist das sogenannte datenschutzrechtliche Koppelungsverbot. Bisher war der Zweck von Gewinnspielen oft die Sammlung von KundInnendaten bzw. Daten potentieller Mitglieder, um diese in weiterer Folge für Werbung, Newsletter, Datenbanken oder ähnliches zu verwenden. Nach dem Inkrafttreten der DSGVO dürfen (personenbezogene) Daten aber nur dann eingeholt und verarbeitet werden, wenn dafür entweder eine vertragliche oder gesetzliche Grundlage besteht, oder der bzw. die Betroffene ausdrücklich

die Einwilligung zur Datenverarbeitung erteilt (weitere Hinweise zu den Rechten und Pflichten der Vereine, insbesondere Musterformulierungen für Einwilligungserklärungen finden Sie auf www.bso.or.at/ datenschutz). Darüber hinaus ist im Zusammenhang mit Gewinnspielen auch zu berücksichtigen, dass die erhobenen Daten ausschließlich zu dem Zweck, zu dem sie erhoben wurden, verarbeitet werden dürfen. Die von den TeilnehmerInnen im Zuge des Gewinnspiels eingegebenen und übermittelten personenbezogenen Daten dürfen daher auch nur zum Zweck der Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels verarbeitet und gespeichert werden. Sollten darüber hinaus an die betroffenen Personen auch Newsletter oder sonstige Informationen gesendet werden, so ist dafür eine gesonderte Einwilligung einzuholen. Eine Kopplung in dem Sinn, dass eine Teilnahme am Gewinnspiel nur dann möglich ist, wenn auch dem Empfang eines Newsletters bzw. einer sonstigen Verarbeitung der personenbezogenen Daten zugestimmt wird, ist unzulässig. Weiters gilt es zu bedenken, dass es zur Veröffentlichung des Gewinners/der Gewinnerin ebenfalls seiner/ihrer Einwilligung bedarf. Wie die Informations- bzw. Einwilligungserklärungen beispielsweise aussehen könnten sehen Sie unten. Wie die weiterführende Datenschutzerklärung lauten könnte, sehen Sie auf Seite 12.

Gewinnspiel über Facebook Sehr häufig werden Gewinnspiele über die Sozialen Medien, insbesondere auf Facebook, durchgeführt. Mit einem Like, dem Teilen oder einem Kommentar unter ein Gewinnspiel-Posting tragen die TeilnehmerInnen automatisch zur größeren Verbreitung des Gewinnspiels teil. Die oben genannten rechtlichen Voraussetzungen treffen selbstverständlich auch auf Facebook-Gewinnspiele zu. Hinzu kommen aber noch einige Regelungen, die aufgrund der Nutzungsbedingungen von Facebook einzuhalten sind. Diese sind abrufbar unter https://www.facebook.com/policies/pages_ groups_events/#

Gewinnspiele können auf Seiten, in Gruppen, in Veranstaltungen oder in Apps auf Facebook organisiert werden. OnlineGlückspiele und Online-Geschicklichkeitsspiele um echtes Geld dürfen jedoch nur mit ausdrücklicher vorheriger schriftlicher Genehmigung von Facebook durchgeführt werden. In der Regel werden Sportvereine solche Online-Glückspiele nicht durchführen. Aber auch bei sonstigen Gewinnspielen ist Vorsicht geboten. Die TeilnehmerInnen zum Teilen, Kommentieren und Freunde-Verlinken als Teilnahmevoraussetzung aufzufordern, ist nämlich ebenso nicht erlaubt. Das heißt, dass persönliche Chroniken und Verbindungen zu FreundInnen nicht für die Organisation von Gewinnspielen genutzt werden dürfen. So sind beispielsweise Aufforderungen wie

Die Informations- bzw. Einwilligungserklärungen könnten beispielsweise wie folgt aussehen:

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FRAGE

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Gewinnspiel

Anrede (Herr/Frau) Vorname Nachname Adresse (optional) E-Mail Die vorstehenden Informationen und personenbezogenen Daten werden ausschließlich zur Organisation und Durchführung des Gewinnspiels sowie zur Gewinnermittlung verarbeitet. Im Falle eines Gewinns, werden wir Sie per E-Mail zusätzlich um die Angabe Ihrer Adressdaten ersuchen, die wir ausschließlich zum Zweck der Versendung des Gewinns verarbeiten. Stellen Sie uns die genannten Daten nicht zur Verfügung ist eine Gewinnversendung nicht möglich. o Ich akzeptiere die Teilnahmebedingungen und die Datenschutzbestimmungen* o Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meines Vor- und Nachnamens sowie eines Siegerfotos auf der Website des Vereins, in den Sozialen Medien sowie in Printpublikationen des Vereins einverstanden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. o Ja, ich möchte den personalisierten Newsletter des Vereins XY erhalten. Diese Einwilligung kann ich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z. B. per Abmeldelink am Ende eines jeden Newsletters. * Verlinkung, falls online. Ansonsten Hinweis auf die online abrufbaren Datenschutzbestimmungen. 11


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Zu guter Letzt: Steuerliche Aspekte Geschicklichkeitsspiele unterliegen nicht der Glückspielsteuer. Was in den EM-Tipptopf von den TeilnehmerInnen einbezahlt wird, kann auch wieder steuerfrei ausbezahlt und entgegengenommen werden. Nicht so bei den Gewinnspielen, die als Glückspiele im Sinne des Glückspielgesetzes zu werten sind: • Ausspielungen, sprich Gewinnspiele gegen einen (geringen) Einsatz wie Tombolaspiele, sind von der Glücksspielabgabe ausdrücklich ausgenommen. • Werden hingegen kostenlose Gewinnspiele veranstaltet, so ist eine Gewinnspielabgabe in Höhe von 5% der in Aussicht gestellten vermögenswerten Leistung (z. B. des Verkaufspreises der verlosten Ware) an das Finanzamt abzuführen. Aber auch hier gibt es eine

Bagatellgrenze: Die Steuerpflicht entfällt, wenn die Glücksspielabgabe 500 Euro im Kalenderjahr nicht überschreitet. Somit bleiben Glückspielgewinne bis 10.000 Euro abgabenfrei. INF OBOX

Autorin: MMag. Christina Toth, MSc, Rechtsanwältin Laudongasse 12/2, 1080 Wien Tel.: 01/944 66 13 E-Mail: office@christinatoth.at Web: www.christinatoth.at

Die weiterführende Datenschutzerklärung könnte lauten:

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Der Verein führt das Gewinnspiel „XYZ“ (nachfolgend das „Gewinnspiel“) durch, welches den Teilnahmebedingungen unterliegt. Der Verein ist Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Die vorliegende Datenschutzerklärung gilt für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen der Durchführung des Gewinnspiels. In Ergänzung hierzu wird auf die allgemeine Datenschutzerklärung auf der Webseite des Vereins verwiesen.

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Gewinnspiel Datenschutzerklärung

1. Umfang und Zweck der Datenverarbeitung Bei einer Teilnahme am Gewinnspiel werden von Ihnen folgende personenbezogene Daten verarbeitet: • E-Mail-Adresse • Vorname • Nachname Die von Ihnen im Zuge des Gewinnspiels eingegebenen und übermittelten personenbezogenen Daten werden vom Verein ausschließlich zum Zweck der Durchführung und Abwicklung des Gewinnspiels verarbeitet und gespeichert. Im Falle Ihres Gewinns werden wir zudem von Ihnen die nachfolgenden Daten erfragen: • Anschrift. Ihr Name und Ihre Adressdaten, die wir im Falle einer Gewinnbenachrichtigung von Ihnen per E-Mail anfragen, dienen ausschließlich der Versendung des Gewinns. Stellen Sie uns die genannten Daten nicht zur Verfügung ist eine Gewinnversendung nicht möglich. 2. Empfänger der personenbezogenen Daten Ihre Daten werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben, es sei denn, die Weitergabe ist für die Durchführung des Gewinnspiels oder der Versendung des Gewinns erforderlich. Wir haben uns vergewissert, dass die von uns in Anspruch genommenen Auftragsverarbeiter den Schutz Ihrer personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO gewährleisten und haben dies entsprechend vertraglich vereinbart. Auftragsverarbeiter wurden sorgfältig ausgewählt und erhalten nur in dem Umfang und für den benötigten Zeitraum Zugang zu Ihren Daten, der für die Leistungserbringung erforderlich ist bzw. in dem Umfang, in dem Sie in die Datenverarbeitung eingewilligt haben. 3. Speicherdauer Ihre im Rahmen des Gewinnspiels verarbeiteten personenbezogenen Daten werden vom Verein nach Beendigung des Gewinnspiels unverzüglich gelöscht. 4. Ihre Betroffenenrechte Ihnen stehen grundsätzlich die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch zu. Dafür wenden Sie sich schriftlich, per E-Mail an unsere Vereinsadresse datenschutz@meinverein.at Wenn Sie der Meinung sind, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen das Datenschutzrecht verstößt oder Ihre datenschutzrechtlichen Ansprüche sonst in einer Weise verletzt worden sind, wenden Sie sich bitte zunächst an uns. Wir werden Ihr Anliegen ehestmöglich bearbeiten und uns spätestens binnen 30 Tagen bei Ihnen melden. Sie haben darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, sich an die Datenschutzbehörde zu wenden: Österreichische Datenschutzbehörde, Wickenburggasse 8, 1080 Wien, Tel.: 01/521 52-0, E-Mail: dsb@dsb.gv.at 12

© Maria Noisternig

• „teile diesen Beitrag in deiner Chronik, um teilzunehmen“ • „erhöhe deine Gewinnchancen durch Teilen in der Chronik deines Freundes/ deiner Freundin“ • „markiere deine Freunde/Freundinnen in diesem Beitrag, um teilzunehmen“ unzulässig. Weiters hält Facebook fest, dass der Organisator selbst für den rechtmäßigen Ablauf des Gewinnspiels verantwortlich ist sowie allfällige Genehmigungen oder Lizenzen selbst einzuholen hat. Schließlich ist auch beim Gewinnspiel-Posting darauf hinzuweisen, dass das Gewinnspiel in keiner Verbindung zu Facebook steht und Facebook auch in keiner Weise für das Gewinnspiel haftet. Natürlich ist auch an dieser Stelle ein Verweis auf die Datenschutzbestimmungen des Vereins ratsam.


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Erasmus+ ermöglicht EU-Förderungen für den Sport Die Förderung für Sport-Aktivitäten wird auf EU-Ebene über das Förderprogramm Erasmus+ abgewickelt, das auch die Bereiche Bildung und Jugend abdeckt. Das Programm ist auf die Förderung von europäischen Partnerschaften im Breitensport ausgerichtet und soll zur Entwicklung der europäischen Dimension des Sports beitragen. Die wesentlichen Ziele des Programms Erasmus+ im Sportbereich sind die Bekämpfung grenzüberschreitender Bedrohungen für die Integrität des Sports, die Förderung und Unterstützung von Good Governance im Sport sowie die Unterstützung von Freiwilligentätigkeit im Sport, Förderung sozialer Inklusion und Aufklärung über

die Bedeutung gesundheitsfördernde körperliche Betätigung. In Österreich wird das Programm Erasmus+ von zwei Nationalagenturen umgesetzt: Die OeAD-GmbH betreut den Bereich Bildung, das Interkulturelle Zentrum – Jugend in Aktion den Bereich Jugend. Der Bereich Sport wird direkt auf EU-Ebene über die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) der Europäischen Kommission abgewickelt. Die BSO und das Sportministerium stellen die entsprechenden Informationen in Österreich zur Verfügung. Die Einreichungsfrist für sämtliche Projekte ist der 4. April 2019. Weitere Informationen unter https://goo.gl/XE7i8o

Gefördert werden folgende Aktionen im Sport: Dauer

Partner

Kooperationspartnerschaften

12-36 Monate

mind. 5 Organisationen aus mind. 5 Ländern

€ 400.000,–

Kleine Kooperationspartnerschaften

12-24 Monate

mind. 3 Organisationen aus mind. 3 Ländern

€ 60.000,–

Gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen

max. 1 Jahr TeilnehmerInnen aus mind. 10 Ländern (inkl. Vor- und Nachbereitung)

€ 500.000,–

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Höchstbetrag


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BSO-Versicherungsservice Teil 4: Reise-Krankenversicherung SportlerInnen reisen ohne Bauchweh Die BSO Reise-Krankenversicherung ist ein speziell für im Ausland stattfindende Wettkämpfe und Trainingslager konzipierter Versicherungsschutz für SportlerInnen, FunktionärInnen und BetreuerInnen. Im Fokus der Versicherung steht einerseits die Kostenübernahmen für medizinisch notwendige Rücktransporte in die Heimat, andererseits auch die Übernahme stationärer und ambulanter Behandlungskosten. Ebenso können SportlerInnen aus dem Ausland den Versicherungsschutz der BSO Reisekrankenversicherung für die Dauer ihres Aufenthaltes in Österreich in Anspruch nehmen. Auch benötigte Versicherungsbestätigungen für Visa-Beantragungen werden auf einfachstem Weg zur Verfügung gestellt. Auf Versicherungslücken bei Reise-Krankenversicherungen achten Vorsicht ist bei gängigen Reise-Krankenversicherung sowie dem Versicherungsschutz von Kreditkartenanbietern geboten! Etliche Risiken des Sports gelten oftmals als vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Betroffen sind unter anderem die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben sowie das damit in Verbindung stehende Training. Hier hilft die BSO Reisekrankenversicherung, in der Wettbewerbe und Trainingseinheiten ebenso als versichert gelten. Sorgenfrei im Ausland um nur € 3,63 pro Tag Auf folgende Versicherungssummen kann bei Krankheit oder Unfall zurückgegriffen werden: • € 25.000,- medizinische Heilbehandlungen • € 50.000,- Nottransportkosten • € 10.000,- Rücktransportkosten im Todesfall EASY Handling: Anmeldung zur BSO Reisekrankenversicherung Die Anmeldung zur BSO Reisekrankenversicherung ist ein Leichtes und erfolgt über das Sportportal der BSO Versicherungsberatung Held & Held unter www.diehelden.at/bso ➜ Reisekrankenversicherung.

Wichtig: Das Formular muss ausgedruckt oder online befüllt inkl. Vereinssignatur vor Reiseantritt an office@diehelden.at übermitteln werden. Die Einzahlung der Prämie hat ebenso vor Reiseantritt zu erfolgen! Wissensbereich Sozialversicherung Wissenswert ist, dass sich auf der Rückseite der E-Card die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK) befindet. Versicherte Personen können mit dieser in den EU/EWR Staaten, BosnienHerzegowina, Mazedonien, Serbien und in der Schweiz ärztliche Leistungen jedoch nur nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Landes in Anspruch nehmen; wenngleich trotz der Abkommen die EKVK nicht immer akzeptiert und folglich eine Barzahlung notwendig wird. Weitere wichtige BSO-Sportversicherungen • BSO Vereins-Rechtsschutzversicherung • BSO Reise-Krankenversicherung • BSO Vereins-Haftpflichtversicherung

INF OBOX Versicherungsberatung Held & Held Hauptstraße 25 2353 Guntramsdorf Tel.: 02236/53 086-0 Fax: 02236/53 086-4 E-Mail: sportversicherungen@diehelden.at Web: www.diehelden.at/bso

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GE SELL SCH AF T SP O LI T I K

Prävention sexualisierter Gewalt in der Praxis Sport bietet enorm viel Potenzial für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die im Sport entstehende Nähe kann jedoch ausgenutzt werden. Leider treten damit auch in diesem gesellschaftlichen Bereich unterschiedliche Formen der Machtausübung und Grenzverletzungen auf, die bis zu sexualisierter Gewalt reichen können.

© BSO/Hagen (6)

Das Präsidium der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) – Dachorganisation und Repräsentant der österreichischen Sportverbände – hat im Jänner 2018 seine Präventionsmaßnahmen spezifiziert, erweitert und in einem neuen 5-Punkte-Programm zusammengefasst. Am 30. Oktober 2018 gab es dazu beim Training des Jiu-JitsuClubs Akebono in der Ganztagsvolksschule Pastinakweg in Wien einen Medientermin, bei dem anschaulich gezeigt wurde, wie Verhaltensregeln in der Praxis umgesetzt werden können. Ein wichtiger Punkt dieses BSO-Programms ist die Implementierung von sogenannten „MultiplikatorInnen“. Sie stehen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung, sorgen für Bewusstseinsbildung und verankern die Prävention sexualisierter Gewalt in den Strukturen des Verbands/Vereins. Einer dieser Multiplikatoren ist Ferdinand Kainz: „Das BSO5-Punkte-Programm ist ein sehr guter Leitfaden für die Praxis. Ich versuche in meinen Vorträgen, den Trainerinnen und Trainern die richtige Sensibilität für die Situation zu vermitteln. Besonders wichtig ist eine Kultur des Hinsehens und des Zuhörens – besonders bei Kindern“, so der staatlich geprüfter Jiu-Jitsu-Trainer und Gründer von Sicherheit4Kids. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer: „Die große Befürwortung der Sport-Verantwortlichen zum 5-Punkte-Programm der BSO zeigt, dass in den vergangenen Monaten – gemeinsam mit 100% Sport und den Opferschutzorganisationen – ein neues Bewusstsein

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GE SELL SCHAF T SP OLI TIK

Der Stand der Umsetzung des BSO-5-Punkte-Programms auf einen Blick • Ziel: 100 geschulte Ansprechpersonen im Sport Stand: Über 100 Personen wurden seit Ende 2017 über das Netzwerk der BSO und 100% Sport geschult. • Ziel: 67 Aufklärungs- und Infotermine in den Vorstandssitzungen der Bundesverbände Stand: Im Jahr 2018 fanden bereits 47 Termine statt, die Termine mit den weiteren Verbänden werden eingetaktet. Die Materialien und Unterlagen wurden allen Verbänden zur Verfügung gestellt. • Ziel: Einholung von Strafregisterbescheinigungen für SportbetreuerInnen Stand: Die Empfehlung wurde im Sinne der DSGVO ausgearbeitet. Bereits 34 Verbände haben MultiplikatorInnen geschult, entsprechende Paragraphen in ihre Statuten aufgenommen, Verhaltensregeln bzw. einen Ehrenkodex implementiert, holen Strafregisterbescheinigungen Kinder/Jugendfürsorge ein und informieren auch darüber.

• Ziel: Fortbildungsprogramm für die Vereinsebene in jedem Bundesland Stand: Die BSO bot 2018 sieben Workshops für Sport-FunktionärInnen an. Darüber hinaus wurden über 100% Sport MultiplikatorInnen und ReferentInnen geschult. • Ziel: Vernetzung mit externen Opferschutz-ExpertInnen Stand: Die BSO arbeitet eng mit 100% Sport zusammen, gemeinsam fanden seit 2017 zwei Round-Table-Gespräche mit Opferschutzorganisationen statt. Die BSO hat eine Kooperation mit dem Kinderschutzzentrum „die möwe“

INF OBOX Ihre Ansprechpartnerin in der BSO-Geschäftsstelle: Mag. Anna-Maria Wiesner Tel.: 01/504 44 55-12 E-Mail: a.wiesner@bso.or.at

© www.polsterpics.com

für das Thema entwickelt werden konnte. Diese Maßnahmen sollen für ein verantwortungsvolles, sicheres Klima im Sport sorgen, damit Österreichs 15.000 Sportvereine und rund 500.000 Ehrenamtliche auch künftig eine gute, auf Vertrauen basierende Arbeit für ihre 2,1 Millionen Mitglieder leisten können!“

Aktueller Umsetzungsstand der Gesundheitsziele Österreich 2012 wurden vom Ministerrat zehn Gesundheitsziele beschlossen, die auf eine Verbesserung der Gesundheit aller in Österreich lebenden Menschen abzielen. Eines der zehn Ziele fokussiert Bewegung: „Förderung der gesunden und sicheren Bewegung im Alltag durch die entsprechende Gestaltung der Lebensumwelt“. Der Bewegung wird somit eine wichtige Rolle zugeschrieben. Für das Gesundheitsziel 8 wurden Maßnahmen innerhalb der drei Schwerpunkte definiert: die zielgruppenspezifische Förderung und

Erhöhung von Bewegungskompetenzen, die Schaffung bewegungsfördernder und bewegungsförderlicher Lebenswelten sowie der Aufbau und der Erweiterung von Netzwerkstrukturen. Alle eingemeldeten Maßnahmen werden derzeit evaluiert und adaptiert. In der nächsten Phase des Prozesses ist geplant, sich der verstärkten Zusammenarbeit zu widmen und Gesundheitsziel-übergreifende Maßnahmen als Leuchttürme zu definieren. Weitere Informationen unter www.gesundheitsziele-oesterreich.at 17


GE SELL SCH AF T SP O LI T I K

„100 Jahre Republik – Österreich sagt Danke!“: Sport-Delegation bei HBP Van der Bellen sich aus MitarbeiterInnen karitativer und sozialer Organisationen und Vereine zusammen. Die Sport-Delegation umfasst rund 25 Sportverbände und wurde von BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer angeführt: „In Österreich sind rund 500.000 Personen im Bereich Sport und Bewegung freiwillig tätig und leisten dabei rund zwei Millionen unbezahlte Arbeitsstunden pro Woche. Damit ist der Sport die Nummer 1 bei der Freiwilligentätigkeit in Österreich.“

© HBF

Am 12. November 2018 jährte sich zum 100. Mal die Ausrufung der Republik Österreich. Aus diesem Anlass lud Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2018, zu einem festlichen Abend mit Live-Tanzmusik unter dem Motto „100 Jahre Republik – Österreich sagt Danke!“ in die Amtsräume der Präsidentschaftskanzlei in der Wiener Hofburg ein. Dieser außergewöhnliche Abend war den in Österreich ehrenamtlich tätigen BürgerInnen gewidmet. Der Gästekreis setzte

„Sport for Europe: Strengthening European values through sport values“ 2019 ist die BSO Partner in einem Erasmus+ geförderten Projekt, gemeinsam mit dem DOSB, Swiss Olympic und dem Schwedischen Riksidrottsförbundet. Ziel des Projekts „Sport for Europe“ ist es, die Rolle von Sportorganisationen als „Werteförderer“ in der Gesellschaft zu reflektieren und ihre Aktivitäten zu stärken. Werte wie Menschenwürde, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, einschließlich der Rechte von Minderheiten, bilden den Kern der Europäischen Union. Im Sport werden Werte wie Toleranz, Freundschaft oder Fairplay gefördert. Diese sind auch für viele andere 18

Bereiche unseres Lebens – im sozialen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereich – von grundlegender Bedeutung. Daraus entstand die Idee, europäische Werte und Werte des Sports zu verknüpfen, Sportorganisationen in ihrer Rolle als nachhaltig handelnde Organisationen zu stärken und soziale Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Projekt soll ein Austausch zwischen den teilnehmenden Ländern gefördert werden, um voneinander zu lernen sowie Programme und Projekte weiterzuentwickeln.


B SO -F O R T BILDU NG S AN GEBOT

BSO-Fortbildungskalender 2019 Fr., 25.01.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Selbstmanagement

Klagenfurt

Fr., 25.01.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation

Innsbruck

Sa., 26.01.2019

09:00 - 13:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Klagenfurt

Fr., 01.02.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Präsentationstechniken

Eisenstadt

Fr., 22.02.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Graz

Fr., 22.02.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Salzburg

Do., 28.02.2019 17:00 - 21:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Dornbirn

Fr., 01.03.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Sportverein Zukunft

Innsbruck

Fr., 08.03.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung & Finanzierung

Linz

Fr., 15.03.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

St. Pölten

Fr., 29.03.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Vereins- & Haftungsrecht

Innsbruck

Fr., 12.04.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Klagenfurt

Fr., 12.04.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

Eisenstadt

Fr., 26.04.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Salzburg

Fr., 10.05.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Wien

Fr., 17.05.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Graz

Fr., 24.05.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

Dornbirn

Fr., 07.06.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Vereins- & Haftungsrecht

St. Pölten

Fr., 14.06.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Linz

Fr., 14.06.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Präsentationstechniken

Dornbirn

Fr., 05.07.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

St. Pölten

Fr., 12.07.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Eisenstadt

Fr., 06.09.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung & Finanzierung

Eisenstadt

Fr., 13.09.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Wien

Fr., 13.09.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Innsbruck

Fr., 20.09.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Präsentationstechniken

Linz

Fr., 27.09.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Vereins- & Haftungsrecht

Graz

Fr., 04.10.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Innsbruck

Fr., 04.10.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation

St. Pölten

Fr., 11.10.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung & Finanzierung

Vorarlberg (Stadt offen)

Fr., 18.10.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Struktur & Aufbau des Sports in Österreich

Wien

Do., 24.10.2019 17:00 - 21:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Klagenfurt

Fr., 25.10.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

Salzburg

Fr., 08.11.2019

13:00 - 17:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Wien

Fr., 15.11.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation

Graz

Fr., 22.11.2019

14:00 - 18:00 Uhr

Gesellschaftspolitische & Soziale Aspekte

Linz

INF OBOX Ihr Ansprechpartner in der BSO-Geschäftsstelle: Mag. Martin Domes Tel.: 01/504 44 55-18 E-Mail: m.domes@bso.or.at

© www.polsterpics.com

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Auflistung um in Planung befindliche Workshops vorbehaltlich etwaiger Änderungen handelt. Details bzgl. ReferentInnen, Ort und Inhalt folgen. Die aktuellen Veranstaltungen und auch mögliche Änderungen entnehmen Sie bitte unserer Website: www.bso.or.at/fortbildungskalender

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F I T SPO R T AUSTR IA

Und wieder tanzt der Sportkongress 12. Fit Sport Austria-Kongress, 19. bis 21. Oktober in Saalfelden „Sensationell was ihr da auf die Beine stellt! Hochmotivierte TeilnehmerInnen, tolle inhaltliche Themenvielfalt und eine Wahnsinnsstimmung!“ sprach Dr. Andreas Petko, Sportwissenschaftler aus Würzburg. Er war einer der 46 TopreferentInnen der diesjährigen Flagship-Veranstaltung der drei Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION, dem 12. Fit Sport Austria-Kongress. Eine solche Dichte an hochqualifizierten ReferentInnen konnte diese Fortbildungsveranstaltung noch selten aufweisen. SportwissenschaftlerInnen, AusbildungsleiterInnen und jede Menge AusbildnerInnen aus speziellen Bereichen, wie etwa Jonglierpädagogik, Natural Movement, Beyond Systems, Mentaltraining oder Simply Strong präsentierten viele neue Erkenntnisse in den 92 Arbeitskreisen. Keynote-Speaker Dr. Marco Freiherr von Münchhausen, Top-Speaker des Jahres

2015, erläuterte in sehr klaren Botschaften und Bildern, wie man seinen inneren Schweinehund an der Hand nimmt und mit ihm gemeinsam Verhaltensänderungen hin zu einem aktiveren und gesünderen Leben erreichen kann. Seine wohl wichtigsten Tipps: Bei täglichen Vorhaben in den ersten 6-8 Wochen keine Ausnahme zulassen. Sich das Anfangen so leicht wie möglich machen. Seine Vorhaben machbar gestalten, um für sich selbst einen Flow zu erzeugen. Die TeilnehmerInnen hat er damit ganz sicher überzeugt. 190 Stunden und mehr… Bewegung und Sport 92 Workshops á 2 Stunden, morgendliche Bewegungsimpulse, ein Hauptvortrag und der schon traditionelle Tanzabend am Samstag mit Musik- und Sport-Quiz sowie Auftritten von ReferentInnen wie MitarbeiterInnen waren Garant für jede Menge Spiel, Sport, Spaß und Bewegung.

Durch das Programm führte hochprofessionell, leichtfüßig und stets gut gelaunt ORF-Aushängeschild Dr. Peter Resetarits. Der übrigens nicht zuletzt aufgrund der Befassung mit den Themen der Fit Sport Austria-Kongresse seine Arbeitswege in den ORF stets mit dem Rad zurücklegt und auch am Küniglberg nichts unversucht lässt, seine KollegInnen von der Wirksamkeit regelmäßiger körperlicher Aktivität zu überzeugen. Bewegungsangebote mit Qualitätssiegel Fit Sport Austria Die in Zusammenarbeit mit der BSO und den Österreichischen Lotterien durchgeführte #BeActive Schnupperwoche im Rahmen der Europäischen Woche des Sports vom 23.-30. September war ein voller Erfolg. Diese Aktion, die mit tollen Preisen für aktive Vereine aufwarten konnte, führte zu einer 35%igen Steigerung der Anzahl der derzeit aktiven Bewegungsangebote von aktuell über 9.600 Angeboten. Erfreulich dabei ist vor allem die Zahl der neu hinzugekommenen Vereine.

© Fit Sport Austria/Hagen (3)

50 Tage Bewegung, Österreichs größte Bewegungsinitiative vom 7. September bis 26. Oktober Die #BeActive Schnupperwoche hat auch der, seit 2016 gemeinsam mit dem Fonds Gesundes Österreich und dem Verband Alpiner Vereine Österreichs durchgeführten, Bewegungsinitiative „50 Tage Bewegung“ einen kräftigen Rückenwind beschert. Diese größte Bewegungsinitiative des Landes wurde durch die EU-Initiative der Europäischen Woche des Sports vor 3 Jahren auf den Zeitraum von 50 Tagen ausgeweitet und ist die Nachfolgeinitiative des Nationalen Fitlauf- und Fitwandertages am 26. Oktober des Jahres. Die schon im letzten Jahr hohe Anzahl an Veranstaltungen (1.212) konnte im heurigen Jahr auf 3.443 Veranstaltungen im Zeitraum vom 7. September bis 26. Oktober fast verdreifacht werden. EU-Projekt Activity Square Europe Das gemeinsame EU-Projekt mit dem hohen Ziel 80 Millionen Kinder in Europa zu aktivieren wurde nach 2,5 Jahren in diesem

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F I T SPO R T AUSTR IA

nen den 2. Tag des Schulsports im Wiener Prater einen Tag vor dem Tag des Sports um. Rund 2.000 SchülerInnen, mehr als 80 Klassen aus Wien und Umgebung waren an einem strahlend schönen Tag auf den drei Sportanlagen der Partner unterwegs. Ein voller Erfolg, der nach mehr schreit.

Sommer abgeschlossen. Die Erkenntnisse und Konzepte, die gemeinsam mit den neun Partnernationen erarbeitet wurden, können unter www.school-sport-cooperation.eu abgerufen werden und sollen helfen, weitere Konzepte und Ideen auf den Weg zu bringen mehr Bewegung und Sport für alle Heranwachsenden zu ermöglichen.

2. Tag des Schulsports, 21. September 2018 im Wiener Prater Gemeinsam mit der Fit Sport Austria setzten die drei Wiener Landesorganisatio-

INFOBOX

Fit Sport Austria GmbH Waschhausgasse 2 / 2. OG 1020 Wien Tel.: 01/504 79 66 Fax: 01/504 79 66-900 E-Mail: office@fitsportaustria.at Web: www.fitsportaustria.at

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Kinder gesund bewegen und Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit Im abgelaufenen Schuljahr konnte die Anzahl der Bewegungseinheiten dieser beiden Initiativen seitens der umsetzenden Vereine und Verbände auf 190.000 Einheiten gesteigert werden. In mehr als 5.700

Klassen in 1.800 Schulen und beinahe 2.300 Gruppen in über 1.300 Kindergärten. Das sind mehr als 3,5 Mio. Kinderbewegungsstunden. Das laufende Schuljahr ist ein Übergangsjahr, in dem diese beiden Initiativen fortgeführt werden. Ab dem Schuljahr 2019/20 wird dann das neue, vom Fördergeber beauftragte Konzept zur Umsetzung gelangen, das die Zusammenführung der beiden Initiativen in ein langfristiges Programm vorsieht.

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AUS DEN V ER B ÄN DEN

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ASKÖ: Sicher fit bis ins hohe Alter Der gemeinsame Thementag der ASKÖ und der Wiener Städtischen Versicherung im Ringturm stand im Zeichen von „Sicher fit bis ins hohe Alter“. Die Österreicher werden immer älter, die Lebenserwartung steigt. Doch wie steht es um die Aktivität im Alter? Die geistige und körperliche Fitness sind die Altersdeterminanten der Zukunft. Zahlreiche Bewegungsangebote bis ins hohe Alter und die private Gesundheitsvorsorge unterstützen dabei. Der Nutzen von Trainingswirkungen auf den Organismus ist vielfältig, körperliche Aktivität wirkt lebensverlängernd. ASKÖ-Präsident Hermann Krist: „Wir alle wollen im Alter möglichst lange selbst-

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Bild 1: Piero Lercher (Sportarzt und Präventivmediziner), Manfred Rapf (Vorstandsdirektor der Wiener Städtische Versicherung), Michael Maurer (ASKÖ Generalsekretär), Günter Schagerl (ASKÖ Abteilungsleiter Fitness & Gesundheitsförderung)

ASVÖ: Auf die Qualität kommt es an – die Richtig Fit-Ausbildungsschiene des ASVÖ garantiert einheitliche Standards Bildung ist ein ganz wichtiges Thema in unserer Gesellschaft. Auch für die fachliche Arbeit in den Vereinen des Allgemeinen Sportverbandes Österreichs ist Aus- und Weiterbildung eine wesentliche Voraussetzung. Für das Jahr 2019 wurde daher ein umfassendes Aus- und Fortbildungsprogramm mit interessanten Schwerpunkten zusammengestellt, damit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern theoretisches und praktisches Fachwissen bestmöglich vermittelt werden kann. Diese Fortbildungen und Workshops sind speziell für die Vereinsarbeit konzipiert worden. Die Auswahl der Programminhalte wird anhand aktueller sportwissenschaftlicher

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ständig, fit und selbstbestimmt sein und kein vorzeitiger Pflegefall werden. Daher ist für den Sportdachverband ASKÖ die Ermöglichung regelmäßiger und angemessener sportlicher Aktivität am besten in der Gruppe und in jedem Alter ein Herzensanliegen. Es gilt, in einem sicheren Rahmen den Jahren Leben zu geben, Begegnung durch Bewegung zu ermöglichen.“ www.gesundheitssport.at

Themen, sportartspezifischer Trends und entsprechend den Interessen der Zielgruppen getroffen. Damit wird ein breites Spektrum bewegungs- und sportbezogener Themen abgedeckt. Stärker denn je steht das Ziel, mehr Menschen zu regelmäßiger Bewegung zu bringen. Unser Programm umfasst neben den mehrtägigen Ausund Fortbildungen auch wieder zahlreiche eintägige Workshops mit neuen Trends und topaktuellen Themen im Sport. Unter www. asvoe.at/ausbildung kann man sich für einen Kurs anmelden. Hier ist sowohl eine aktuelle Übersicht über die geplanten als auch die kurzfristig anberaumten Kurse zu finden.

Baseball: Vienna Metrostars sind Staatsmeister 2018, Sharx gewinnen Softball Staatsmeisterschaft Der Wiener Rekordmeister Vienna Metrostars besiegte die Dornbirn Indians in der Best-Of-7-Serie 4:2 und krönte sich zum Baseball Staatsmeister. Damit holte sich die Nummer 1 aus dem Grunddurchgang auch den Pokal. Für die „Mets“ ist es der bereits 14. Titel in der Vereinsgeschichte. „Die Finalserie war enorm spannend, sehr hochwertig und damit eine tolle Werbung für den Baseballsport. 2018 war eine Saison voller Überraschungen, denn es haben sich etliche Klubs sehr stark entwickelt. Für den Verband war das Jahr ein sehr erfreuliches, denn das Nationalteam konnte sich über Litauen für den A-Pool qualifizieren. Wir werden uns bestmöglich 2

Bild 3: Die Softball Staatsmeisterinnen Sharx aus Vorarlberg.

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auf die EM 2019 in Deutschland vorbereiten und hoffen dort auf ein gutes Ergebnis.“, so Verbandspräsident Rainer Husty. Die Vorarlbergerinnen der Sharx setzten sich im Finale der Austrian Softball League gegen die Vienna M-Stars durch. Im Spiel um den Finaleinzug behielten die Wienerinnen überraschend gegen den Vorjahrsmeister Linz Witches, die den Grunddurchgang noch dominieren konnten, die Oberhand. Im Endspiel hatten die Sharx dann aber klar die Nase vorne und feierten einen deutlichen 13:2-Erfolg.

© ASKÖ

© iStockphoto/alvarez

© ABF

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AUS DEN V ER B ÄN D EN

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Behindertensport: Sport als Essenz Neun Tour-Stopps in neun Bundesländern, 2.200 TeilnehmerInnen, 70 TrainerInnern, die mehr als 30 Sportarten vorstellten: Die „Behindertensport bewegt!“-Tour zum 60-jährigen Bestehen des ÖBSV war ein voller Erfolg. Aufgabe der Bewegungs- und Informationstage: TrainerInnen und Fachleute in Theorieeinheiten über die Wichtigkeit von Bewegung und Sport, besonders bei behinderten Menschen, als auch über aktuelle Angebote in den Bundesländern informieren. In Praxiseinheiten konnten die Sportangebote in Mitmachstationen gleich ausprobiert werden. Der letzte TourStopp fand in Klosterneuburg am Reha-Zentrum Weißer Hof statt.

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Bogensport: Erfolge unserer SportlerInnen bei EM und WM Auch im Österreichischen Bogensportverband können wir auf einen erfolgreichen Sommer zurückblicken. Von 04.-09.09.2018 fand in Cortina d’Ampezzo die World Archery Feld WM statt, Nico Wiener holte in einem spannenden Finale Silber. Auch in Göteborg bei der World Archery 3D EM glänzten unsere SchützInnen, Ulrike Steinwender (Bild) holte Gold für Österreich, Klaus Grünsteidl Silber. Beim Outdoor Central European Cup 2018 mit den teilnehmenden Ländern Slowenien, Slowakei, Serbien, Österreich und Ungarn gewann Magret Pleschberger die Gesamtwertung der Recurve Damen. Manuela Fuchs holte sich den 2. Platz und

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Martin Habacher, Social-Media-Berater, Blogger und Influencer, hat die „Behindertensport bewegt!“-Tour von Anfang an moderiert und begleitet. Sein Resümee: „Sport fordert, verbindet und motiviert. Diese drei Aspekte des Sports sind essentiell für die persönliche Entwicklung von Alt und Jung. Diese vom Österreichischen Behindertensportverband und dem Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger organisierte Tour zeigt das sehr eindrucksvoll.“

Elisabeth Grube den 3. Bei den Compound Männern gewann Michael Matzner Gold und bei den Compound Damen Kateryna Dotsenko. Auch im Vorstand des Österreichischen Bogensportverbandes hat sich wieder was getan: Markus Klampfer übernimmt die Agenden des Wettkampfbeauftragten und Wolfgang Halvax ist neuer Referent für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing.

Boxen: Österreichs Boxer für Olympia-Quali gerüstet 2019 wird ein entscheidendes Jahr für Österreichs Vertreter im Olympischen Boxen. Bei den European Olympic Games sowie kurze Zeit später bei den AIBA-Weltmeisterschaften fallen wichtige Entscheidungen über das große Ziel: Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Auch die Olympischen Spiele 2024 in Paris sind bereits ein Thema. Die Österreichische Nationalmannschaft unter der Leitung von Bundestrainer Daniel Nader ist für die kommenden Aufgaben jedenfalls gerüstet. Bei zwei BOUNCE Fight Nights im heurigen Jahr ging Österreich gegen die bulgarische Nationalmannschaft und gegen Bosnien-Herzegowina 2

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© Sergiu Borcuta

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mit jeweils 6:1 klar als Sieger hervor. Die Erfolge vor heimischem Publikum konnten die Österreicher auch bei internationalen ATurnieren bestätigen. Zuletzt beim Tammer Turnier in Finnland, wo Umar Dzambekov die Goldmedaille und Daniel Janicijevic Silber holte. Unter dreizehn teilnehmenden Nationen erzielte Österreich damit den 5. Rang. Zuvor bei einem Turnier in Istanbul kamen Dzambekov und Stefan Nikolic jeweils auf Rang 3. Bild 3: Länderkampf gegen Bosnien-Herzegowina: Bounce-Boxer Umar Dzambekov holte auf der Bounce Fight Night den Sieg für Team Österreich.

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© Helmut Pöll

© Bounce / Thomas Haumer


AUS DEN V ER B ÄN DEN

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Eisstocksport: Nachwuchsinitiativen im Eis- und Stocksport Der Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler bemüht sich seit Jahren, mehr Nachwuchs für den Eis- und Stocksport zu begeistern. Mit der Schaffung von Jugendzentren und Schnuppertrainings in den Schulen kommen die Jüngsten mit einem „Indoorstock“ in Berührung. Die sechsfache Weltmeisterin Simone Steiner fungiert als Nachwuchskoordinatorin des BÖE und versucht gemeinsam mit den Vereinen und den Landesverbänden den Kontakt zu interessierten Schulen herzustellen. So tourt Steiner seit Beginn dieses Schuljahrs Woche für Woche durch ganz Österreich und das mit Erfolg: Denn derzeit entsteht ein Zentrum in Salz-

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© BÖE

als Titelverteidiger ins Rennen gehen, ist beim Frauen-Nationalteam Wiedergutmachung angesagt. Nach verpasstem Edelmetall bei der vergangenen Heim-WM will das Team von Trainer Christian Zöttl diesmal wieder ganz vorne mitmischen. Das Highlight 2019 bestreitet das Nationalteam der Männer. Bei der EM 2018 erreichte man zwar Bronze, im spielerischen Bereich sah Trainer Martin Weiß sein Team entgegen den Erwartungen aber noch nicht auf Augenhöhe mit dem Top-Duo Deutschland und Schweiz. Diese Lücke soll bei der WM in der Schweiz geschlossen werden. Bild 5: Männer-Teamspieler Jakob Huemer.

Frisbee-Sport: Rückschau und Ausblick Während sich mit den Staatsmeisterschaften im Beach Ultimate Mixed Ende September in Bibione (Siegerteam: Styrian Hawks Feldbach) und den Ultimate JuniorInnen Meisterschaften im Sportzentrum Niederösterreich Ende Oktober (Siegerteams: Organic Ultimate Salzburg – U15, Disc Fiction Klagenfurt – U17, Catchup Graz – U20) ein erfolgreiches Sportjahr dem Ende zuneigt, laufen die Vorbereitungen für nächstes Jahr bereits auf Hochtouren. 2019 können unsere NationalteamspielerInnen ihr Talent bei den Ultimate Europameisterschaften/Beach und U24 Weltmeisterschaften/Rasen und bei den Disc Golf Team Welt-

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Bild 4: Das JESZ des LV Salzburg ist in Zederhaus in Betrieb gegangen, Simone Steiner überreicht dem Standortkoordinator Weltmeister Rainer Pfeifenberger einen BÖE-Nachwuchsstock.

Faustball-Nationalteams: Kick-Off für 2019 Für die österreichischen Faustballnationalteams beginnt die Vorbereitung auf das Länderspieljahr 2019 bereits im November. Beim Kick-Off Event stehen für die Kaderspielerinnen und -spieler traditionell sportmotorische Tests auf dem Programm. Für die U18-Nachwuchsteams der Frauen und Männer, die zuletzt Bronze bei den Weltmeisterschaften in den USA erreichten, steht im kommenden Jahr wieder ein besonderes Highlight auf dem Programm. Bei der Heim-EM zählt man wieder zum Favoritenkreis auf die Titel. Ebenfalls um EM-Medaillen geht es bei einer Doppelveranstaltung in Deutschland. Während die U21-Männer

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burg (gemeinsames Projekt des ESV Zederhaus, ESV St. Michael i. L. und ESV Muhr). In der Bundeshauptstadt Wien gibt es ein ähnliches Projekt: Gemeinsam mit der VS Prandaugasse wollen drei Vereine in Wien-Donaustadt Nachwuchsarbeit leisten. Was noch fehlt, ist eine geeignete Halle, aber auch daran wird bereits gearbeitet. Derzeit müssen die Vereine ins Umland auswandern, jetzt träumt man in Wien von einem eigenen Stocksportzentrum.

meisterschaften unter Beweis stellen. Internationale Erfolge gab es bereits heuer zu verzeichnen. Den 3. Platz bei den Club-Europameisterschaften im Beach Ultimate Mixed holte sich huskEZ (EÖFC Wien). Im Disc Golf entschied Laurenz Schaurhofer die Gesamtwertung der Austro-Hungaro Tour 2018 vor Stanislaus Amann für sich. Bei den Damen feierte Katharina Gusenbauer den Tour-Sieg vor Irmgard Derschmidt. Auch die Juniorenwertung ging an drei Österreicher. Es gewann Jonas Neulinger vor Florian Lingenhel und Daniel Wilging. / Bild 6: Gewinner des Budapest Open und Open-Sieger der Austro-Hungaro Tour: Laurenz Schaurhofer

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© ÖFBB/Stefan Gusenleitner

© ÖDGV; Johannes Petz

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Handball: Nationalteam mit neuem Kapitän auf dem Weg zur WM, Start Ticketverkauf für die Heim-EURO 2020 Der 24. Oktober markierte in vielerlei Hinsicht einen Meilenstein auf dem Weg zur Heim-EM 2020. Österreich nahm gemeinsam mit Schweden, Norwegen und Spanien den neuen EHF EURO CUP in Angriff und zugleich startete der Ticketverkauf für die größte EM aller Zeiten. 30.000 Karten wurden innerhalb einer Woche abgesetzt. Tickets für die EURO 2020 sind unter www.oehb.at erhältlich. Im EHF EURO CUP ging der Auftakt gegen Vize-Weltmeister Norwegen mit 31:43 verloren. Mit dem Heimspiel gegen Vize-Europameister Schweden eröffnete man feierlich den neuen Raiffeisen Sportpark Graz. Mit den Skandinaviern lieferte man sich

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Karate: Mit Bilderbuch-Ippon zu Bronze! Plank erneut auf WM-Podium, Buchinger und Co. fehlte im Team-Viertelfinale nur ein Punkt „Schöner geht es nicht – der entscheidende Uramawashi Geri war eine Bilderbuch-Aktion“, jubelte Karate-Austria Generalsekretär Ewald Roth nach dem Ippon von Bettina Plank (-50 kg) im kleinen WM-Finale in Madrid. Die karate-do-Wels-Athletin gewann am Ende gegen Jelena Pehar (CRO) mit 8:0, verteidigte nach 2016 in Linz WM-Bronze. Die 26-Jährige holte aber auch 1.140 Punkte für das Olympia-Ranking und die Qualifikation für die European Games 2019 ist für die Vize-Europameisterin so gut wie fix. Bettina Plank verneigte sich auch vor ihren Kolleginnen: „Wir sind eine super Truppe, es hat echt Spaß gemacht im Teambewerb zu

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einen heißen Kampf, musste sich am Ende nur knapp mit 31:34 geschlagen geben. Österreich wurde in diesen Partien erstmals von seinem neuen Kapitän, Nikola Bilyk (Bild), angeführt. Im Jänner steht für die Equipe von Teamchef Patrekur Jóhannesson die WM in Deutschland und Dänemark, von 10.-27.01.2019, an. Zur Vorbereitung bestreitet man von 04.-06.01.2019 ein DreinationenTurnier in Innsbruck. In Herning (DEN) trifft man in der Vorrunde auf Saudi-Arabien, Chile, Norwegen, Dänemark und Tunesien.

kämpfen. Schade, dass wir im Viertelfinale so knapp ausgeschieden sind.“ Beim 1:1 (3:4) gegen Spanien hatte ein Pünktchen gefehlt. Nach einem 0:0 von Alisa Buchinger, kassierte Lora Ziller eine 0:4-Niederlage – das 3:0 von Bettina Plank reichte dann leider nicht. Viel Pech hatte Alisa Buchinger auch im Einzelbewerb: Die entthronte Weltmeisterin verlor im Achtelfinale äußerst unglücklich. Ebenfalls ins Achtelfinale kam Lora Ziller, Luca Rettenbacher und Kata-Mann Patrick Valet erreichten das 1/16-Finale. Bild 2: Jubelt über Bronze: Bettina Plank

Kickboxen: Genialer Erfolg bei WAKO Nachwuchs WM: 3 WeltmeisterInnen, 2 Silbermedaillen und 6 Bronzemedaillen Der österreichische Bundesfachverband für Kick- und Thaiboxen (ÖBFK) war bei den vom 15.-23.09.2018 stattfindenden Nachwuchs-Weltmeisterschaften in Jesolo mit 27 SportlerInnen vertreten. Fünf ÖsterreicherInnen schafften es ins Finale und somit in den entscheidenden Kampf um den Weltmeistertitel. Nach spannenden Kämpfen konnte sich das österreichische Nationalteam drei Weltmeistertitel sichern. Der Kärntner Raphael Wassertheurer im Pointfighting U19 -89 kg, die Tirolerin Jasmin Aigner im Pointfighting U16 -55 kg und die Burgenländerin Anna Schmidl im PF U13 -28 kg eroberten jeweils die Goldmedaille. Mit drei Gold-, 2

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zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen war die WM in Jesolo die erfolgreichste Nachwuchs-WM für den ÖBFK. „Nach der sehr erfolgreichen Europameisterschaft 2017 mit fünf EM-Titeln gingen wir mit einer gewissen Erwartungshaltung in das Turnier. Das gesamte Team konnte dem Druck standhalten, erbrachte herausragende Leistungen und übertraf unsere Erwartungen. Ich kann dem Team nur gratulieren und bin stolz auf die gezeigten Leistungen. Der eingeschlagene Weg im Nachwuchsbereich hat sich bewährt“, freut sich Otmar Felsberger, der Geschäftsführer des ÖBFK. Bild 3: Jasmin Aigner, Raphael Wassertheurer, Anna Schmidl

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© Ewald Roth/Karate Austria

@ ÖBFK


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Klettern: Der Kletterverband Österreich blickt auf eine tolle Heim-WM zurück Die Heim-WM in Innsbruck verlief für den Kletterverband Österreich überaus erfolgreich. Mit dreimal Gold und einmal Bronze sowie weiteren Top-Platzierungen setzte sich das österreichische Kletterteam an die Spitze des Medaillenspiegels. Auch aus organisatorischer Sicht war die Heim-WM ein voller Erfolg. Mit rund 58.000 Besuchern wurden die Erwartungen weit übertroffen. Sowohl die Bewerbe als auch das Rahmenprogramm erfreuten sich großen Zuspruchs von Einheimischen und Fans aus aller Welt. Die ersten WM-Medaillen wurden im Vorstieg vergeben, und Gold ging beide Male an Österreich: Jessica Pilz und Jakob Schubert sicher-

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Moderner Fünfkampf: Gustav Gustenau 4. bei der Militärweltmeisterschaft Vom 24.-29.9.2018 fand die Militär-WM im Modernen Fünfkampf in Budapest statt. Am Start waren knapp 100 Athletinnen und Athleten, die österreichische Delegation wurde durch den 21-jährigen Heeresleistungssportler Gustav Gustenau vertreten. Gustenau belegte den 4. Rang in der Allg. Klasse. Nach Rang 7 im Jahr 2016 und Rang 8 2017 konnte er sich heuer über Rang 4 freuen. Gustenau, der sich mittlerweile in den Vorbereitungen für die Saison 2019 befindet, gewann den Schwimmbewerb in 1:58,10, im Fechten erreichte er sein bisher bestes Ergebnis, 5. mit 232 Punkten. In einem starken Starterfeld ging es zunächst um den Einzug in

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ten sich die WM-Titel und sorgten für einen Traumstart. Hannah Schubert wurde in einem hochklassigen Finale Achte. Im Bouldern schaffte Jessica Pilz den Sprung ins Finale und wurde starke Vierte. Jakob Schubert und Jessica Pilz qualifizierten sich für das mit Spannung erwartete Kombinationsfinale. In Innsbruck wurde das Kombinationsfinale im Olympischen Format zum ersten Mal ausgetragen. Die Österreicher untermauerten ihre Ambitionen für die Olympische Premiere des Sportkletterns 2020 in Tokio: Pilz holte Bronze und Schubert kürte sich mit seiner zweiten Goldmedaille zum Doppelweltmeister.

das Finale der besten 36, was der Wiener Neustädter als 8. seiner Qualifikationsgruppe souverän schaffte. Im Finale verfehlte er nur um 4 Sekunden die Bronzemedaille. Gustenau: „Ich bin mit den Leistungen sehr zufrieden! Wir haben im Training jetzt den Fokus auf das Grundlagentraining gelegt, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon so gut in Form bin, ist eine positive Überraschung!“ Am Ende gewinnt der Olympiasechste Patrick Dogue aus Deutschland vor dem Chinesen Li Bin und dem Ungarn Marosi. Unmittelbar hinter Gustenau reihten sich unter anderem die beiden Weltmeister von 2015 und 2016 ein.

Paralympisches Committee: 20 Jahre ÖPC – ein Abend voller Höhepunkte Im Oktober feierte das Österreichische Paralympische Committee sein 20-jähriges Bestehen mit einer großen Gala. Im Studio 44 der Österreichischen Lotterien trafen Paralympics-Champions auf langjährige WegbegleiterInnen sowie VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft und Kultur und alle blickten gemeinsam auf 20 große Meilensteine seit der Gründung zurück. Es wurde in Erinnerungen geschwelgt und gebührend gefeiert. Durch das Show-Programm auf der Bühne führten Andreas Onea und Miriam Labus, ÖPC-Präsidentin Maria-Rauch Kallat eröffnete den Abend: „Eines der obersten Ziele des ÖPC ist die gelebte Inklusion. Es soll kein Unterschied

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© EXPA Pictures

in der Wahrnehmung und dem Umgang zwischen Sportlerinnen und Sportlern mit oder ohne Behinderung gemacht werden. Heute haben wir das geschafft, wie auch die Auftritte des Bundespräsidenten und des Bundeskanzlers beweisen.“ Bundespräsident Alexander Van der Bellen schickte eine Video-Botschaft, Bundeskanzler Sebastian Kurz kam nach einem Termin in Brüssel direkt vom Flughafen: „Ihr seid eine beeindruckende Visitenkarte für unser Land in dieser Welt. Überall wird Österreich geschätzt und das ist auch euer Verdienst. Außerdem macht ihr jungen Menschen Mut, weil ihr für sie ein Vorbild seid. Vielen Dank auch für diese Rolle.“ 6

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© ÖPC/Diener

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Radsport: Medaillenhamster Laura Stigger rockte die Rad WM in Innsbruck Der 27.09.2018 ging in die Geschichtsbücher des österr. Sports ein: Eine 18-jährige Tirolerin schafft das, was vor ihr noch niemandem gelang: WM-Gold in zwei unterschiedlichen Disziplinen innerhalb eines Jahres! Laura Stigger ist zweifellos ein Ausnahmetalent auf zwei Rädern. Wenige Wochen nach dem 2. WM-Gold im Cross Country triumphierte sie bei der UCI Straßenrad-WM in Innsbruck in ihrem erst zweiten Straßenrad-Rennen! Nach einem auch taktisch sehr ambitionierten Rennen bezwang Stigger im Sprint die Französin Marie le Net und die Kanadierin Simone Boilard. Zum dritten Mal nach Salzburg und Villach fand von 22.-

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Bild 1: Laura Stigger gewann heuer bei der Rad-WM in Innsbruck nach Felix Galls Junioren-Gold bei der WM 2015 das zweite Regenbogentrikot für den ÖRSV.

Ringen: Martina Kuenz holt Bronze bei der WM in Budapest/Ungarn 18 Jahre musste der Österreichische Ringsportverband (ÖRSV) nach der Goldmedaille von Nikola Hartmann auf eine WMMedaille warten. Am Mittwoch, 24. Oktober 2018, war es dann soweit. In der Laszlo Papp-Arena in Budapest/Ungarn holte sich die 24-jährige Polizeisportlerin Martina Kuenz vom RSC Inzing die Bronzemedaille in der Gewichtsklasse bis 72 kg. Nach der Bronzemedaille bei der EM in Kaspiisk/Russland im April 2018 setzte Kuenz dem erfolgreichsten Sportjahr der Verbandsgeschichte die Krone auf und holte Edelmetall. Nach einem Freilos in Runde 1 und einem Schultersieg gegen die Inderin Rajni musste sich

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30.09.2018 eine Rad-WM in Österreich statt. Diese sprengte zahlreiche Superlative: Kaiserwetter, spannende Rennen, sensationelle Stimmung mit über 600.000 Zuschauern und eine perfekte Organisation. Nach der Rad-WM in Innsbruck war Stiggers Erfolgshunger noch lange nicht gestillt. Gemeinsam mit Hannah Streicher vertrat sie Österreich bei der Jugendolympia in Argentinien. Die stolze Bilanz des Rad-Duos war der Gewinn der Silbermedaille!

die Tirolerin im Viertelfinale gegen die spätere Finalistin Justina Di Stasio aus Kanada knapp mit 3:6 nach Punkten geschlagen geben. In der Hoffnungsrunde konnte Kuenz gegen Alexandra Anghel aus Rumänien einen Schultersieg erkämpfen. Im Kampf um die Bronzemedaille konnte sich die ÖRSV-Sportlerin mit einem 2:1-Punktesieg gegen die Ägypterin Samar Hamza durchsetzen. Sportdirektor Jörg Helmdach und Bundestrainer Benedikt Ernst strahlten vor Freude und bedankten sich bei den zahlreich mitgereisten Fans aus ganz Österreich, die Martina die Daumen drückten.

Rudern: Erfolgreiche Saison für den Österreichischen Verband Der Österreichische Ruderverband (ÖRV) blickt auf eine erfolgreiche Saison zurück. Bei den Weltmeisterschaften in Plovdiv (Bulgarien) Mitte September feierte Magdalena Lobnig im Damen Einer die Bronzemedaille. Schon zuvor war Lobnig in der Saison 2018 erfolgreich: Beim Ruder-Weltcup in Linz-Ottensheim feierte sie ihre erste Silbermedaille im Weltcup. Bei der Ruder-Europameisterschaft in Glasgow konnte Lobnig mit der Silbermedaille die dritte EM-Medaille ihrer Karriere erobern. Auch im Nachwuchs, bei der U23-EM in Brest/Weißrussland, konnte der ÖRV Erfolge verzeichnen: Rainer Kepplinger (Leichtgewichts-Einer) durfte sich 2

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© Innsbruck-Tirol 2018/BettiniPhoto

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über Silber freuen, der Leichtgewichts-Doppelvierer mit Sebastian Kabas, Lukas Kreitmeier, Levi Weber, Umberto Bertagnoli gewann die Bronzemedaille, genauso wie die ÖRV-Crew Alexander Maderner/Johannes Hafergut im Leichtgewichts-Doppelzweier. Horst Nussbaumer, ÖRV-Präsident: „Wir wissen, dass unsere Mannschaft noch extrem jung ist, die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Das war die Saison 2018; 2019 wollen wir bei den HeimWeltmeisterschaften in Linz Ottensheim die Quotenplätze für die Olympischen Spiele holen oder auch erst 2020 bei der Restquotenregatta.“ 3

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© ÖRV/Seyb


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Rugby: Unglückliche Niederlagen bei 15er EM Nach 2 Saisonen in der Rugby Europe Conference 2 South wurde Österreichs Herren 15er Nationalteam 2018/19 in die Nord-Gruppe versetzt, was den „Steinböcken“ neue Gegner mit Norwegen, Finnland, Lettland und Dänemark bescherte. Das erste Spiel in Norwegen war auch die Premiere für das britische Trainer-Duo David Holby und Curtis Bradford – Jim Crick hatte Österreich im Sommer Richtung Niederlande verlassen. Der strömende Regen in Bergen war kein Vorteil für Österreich, das es mit dem nassen Ball deutlich schwerer hatte, seine starke Backline einzusetzen –9:6 für Norwegen. Im zweiten Saison-Spiel konnte Österreich

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Schach-Olympia: Ragger führt Österreich in die Weltelite Markus Ragger führt Österreich bei der Team-WM in Batumi mitten in die Weltelite. Der 14. Platz ist die beste Platzierung seit Dubai 1986 und der sportlich wertvollste in der 43. Austragung des Bewerbs. Ragger gewinnt zudem wertvolle Punkte für die Weltrangliste und nähert sich wieder seiner Karrierebestleistung von 2.700. An der Spitze gelingt China ein Doppelsieg bei Frauen und Herren. Österreichs Frauen gelingen sensationelle Punkteteilungen gegen Frankreich und Polen. Eine Niederlage in der Schlussrunde verhindert eine gute Platzierung. Österreich holt in der Geschichte der Olympia erstmals sechzehn Teampunkte und

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am Wiener Sportclub-Platz den Gruppen-Favoriten aus Lettland voll fordern und war zur Halbzeit sensationell 17:11 vorne. In der zweiten Hälfte besann sich das lettische Team allerdings auf seine Stärken, nutze seine physischen Vorteile in den Forwards und konnte das Spiel in den letzten Minuten auf 20:26 drehen. Die knappen Niederlagen brachten zwar jeweils einen Bonuspunkt für die Tabelle, in der Lettland nun mit zwei Siegen aus zwei Spielen an der Spitze liegt. Für Österreich gilt es aber im Frühjahr gegen Dänemark und Finnland den ersten Saison-Sieg zu holen und den Verbleib in der Gruppe zu sichern.

platziert sich in der Tabelle unter 185 Teams punktegleich mit Indien, Armenien, Frankreich, Ukraine oder Deutschland und vor Schachgroßmachten wie Aserbaidschan, Ungarn und Georgien. Das Team mit Ragger, Dragnev, Diermair, Shengelia und Schreiner übertrifft seine Einstufung in der Setzliste über 20 Plätze. „Dieser historische Erfolg ist die Krönung unseres vierjährigen Projekts Batumi 2018, das wir dank der Bundessportförderung konsequent durchziehen konnten“, freut sich Präsident Christian Hursky für den Österreichischen Schachbund. Bild 5: Das Herren Olympia-Team

Special Olympics: Die Kärntnerin Romana Zablatnik ist die „Special Olympics Persönlichkeit des Jahres“ Die Wahl ist geschlagen, das Geheimnis gelüftet: Die „Special Olympics Persönlichkeit des Jahres 2018“ heißt Romana Zablatnik. Die Kärntnerin konnte bei der heurigen Sportlerwahl die meisten Stimmen der österreichischen Sportjournalisten für sich verbuchen und durfte sich Ende Oktober bei der LOTTERIEN Sporthilfe-Gala in der Marx-Halle in Wien über die begehrte Trophäe freuen. Erstmals in der Geschichte der Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres stimmten die heimischen Sportjournalisten und Mitglieder von Sports Media Austria auch über die Special-Olympics-Sportler ab und wählten aus sechs Athleten (drei

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© Thomas Lieser

Damen, drei Herren) den Sieger. Am Ende bekam die 28-jährige Kärntnerin die meisten Stimmen und gewann vor der Vorarlbergerin Gabriele Kopf und dem Kärntner Markus Oberwinkler. Zablatnik schlug heuer im Juni bei den Nationalen Sommerspielen in Vöcklabruck so richtig zu und holte gleich drei Goldmedaillen im Schwimmen. Sie gewann über 50 Meter Freistil, 50 Meter Rücken und auch mit der 4x25 Meter Freistil-Staffel. Zablatnik: „Ich freue mich sehr über diese Ehrung. Ich werde weiter hart an mir arbeiten und will mich sportlich weiterentwickeln.“ Bild 6: Special-Olympics-Persönlichkeit des Jahres: Romana Zablatnik.

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Sportkegeln: BBSV Wien behauptet sich an der Weltspitze Nach dem Erreichen des Österreichischen Staatsmeistertitels (bereits Titel Nr. 28 und der 5. in Folge) konnte sich der BBSV Wien beim Weltpokal 2018 (03.-06.10.2018) in Zapresic/Kroatien wieder mit den Weltbesten messen. Durch eine Glanzleistung von Hana Wiedermannova im Schlussdurchgang der Vorentscheidung (657 Kegel) gelang der Einzug ins Finale der Besten 4 unter 12 Teilnehmern. Im Halbfinale musste man sich dem Seriensieger Viktoria Bamberg trotz guter Leistungen knapp mit 3:5 geschlagen geben. Das kleine Finale um Platz 3 gegen die Ungarinnen von Zalaegerszeg dominierte man klar und sicherte sich damit wieder einen Platz im Ram-

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Sportschießen: Der ÖSB-Kader 2019 Mit 35 talentierten und motivierten AthletInnen in den Gewehrund Pistolendisziplinen geht der ÖSB-Kader in die kommende Saison. 25 GewehrschützInnen (sechs Frauen, neun Männer, sechs Juniorinnen, vier Junioren) und zehn PistolenschützInnen (zwei Frauen, sechs Männer, zwei Junioren) werden 2019 um Medaillen kämpfen, wobei die Topgruppe ganz klar auch die Olympiaquotenplätze ins Visier genommen hat. Neuzugänge aus der Talentebzw. Fördergruppe sind Michael Grandits und Kevin Kasinger, die als Junioren im Pistolennachwuchs für frischen Wind sorgen, die Pistolen-Routiniers René Wankmüller und Richard Zechmeister

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penlicht des internationlen Kegelsportes. Trotz sehr guter Erfolgen in den letzten Jahren ist der Verein immer auf der Suche nach NachwuchsspielerInnen (kostenloses Kindertraining jeden Freitag ab 15:00 Uhr im 2. Bezirk – Praterstern – nach telefonischer Rücksprache mit Fr. Artner unter 0650 677 31 02 möglich). Zusätzlich würde der Verein sich auch über Sponsoren freuen! (Kontaktaufnahme mit Sektionsleiter Herbert Kaiser unter 0664 144 425 92).

sowie Tobias Mair im Gewehrbereich, der das glorreiche Gewehrjunioren-Trio Diem, Thum und Wadlegger verstärken wird. In Hinblick auf die Qualifikation für Tokio 2020 stehen in den nächsten Monaten die ISSF World Cups Neu Delhi (IND), Peking (CHN) und Rio de Janeiro (BRA), die European Games in Minsk (BLR) sowie die Kleinkaliber-Europameisterschaft in Bologna (ITA) auf dem Programm.

SPORTUNION: UGOTCHI 365 – für mehr Bewegung das ganze Jahr Anfang November wurde Österreichs größtes Vereinscrowdfundingprojekt gestartet. Mit dem Maskottchen UGOTCHI bewegt die SPORTUNION jährlich 55.000 Kinder über einen Zeitraum von 4 Wochen im Rahmen der Aktion „Punkten mit Klasse“. Jetzt ist es an der Zeit, dass sich Österreichs Kinder 365 Tage im Jahr bewegen. Im ersten Schritt werden die Kinder in ihrer digitalen Lebenswelt abgeholt, um sie über innovative Technologien zu mehr Sport und Bewegung im Verein, in der Natur und mit Freunden zu animieren. Die Fürsorglichkeit der Kinder wird angesprochen und sie werden motiviert, sich um ein virtuelles UGOTCHI 2

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zu kümmern. Dafür sammelt die SPORTUNION bis zum 19. Dezember 2018 insgesamt 50.000 Euro an Spenden. Bei der Stiftung motion4kids wurde bereits eine Förderung von Euro 15.000 gewonnen. Nun fehlen noch Euro 35.000, damit noch mehr für die Bewegung von Kindern getan werden kann und das 365 Tage im Jahr! Spenden unter www.ugotchi.at

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Tischtennis: Austrian Open als Event der Superlative Zur Gala wurden die Liebherr Austrian Open in Linz: Bei den Herren traten die besten 49 und bei den Damen die besten 35 der Welt geschlossen an. „So viel Weltklasse an einem Ort gab es weltweit noch nie zuvor. Außerdem wurden wir für unsere Lichtshow und die Präsentation der Sportler vom Weltverband über alle Maße gelobt“, freute sich ÖTTV-Präsident Hans Friedinger. Überraschen konnte die Nummer 80 der Welt: Liang Jingkun eliminierte erst den Weltranglisten-Ersten Fan Zhendong, dann die Nummer zwei Xu Xin. Chinesische Dominanz auch bei den Frauen: Chen Meng setzte sich gegen Vorjahrssiegerin Wang Manyu

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Bild 4: Triple-EM-Medaillengewinnerin Sofia Polcanova.

Triathlon: Österreichs Nachwuchs zählt zu den Besten Europas Mit kontinuierlichen Spitzenergebnissen konnte Österreichs Triathlonnachwuchs heuer wieder international aufzeigen und unter 32 Nationen den großartigen 2. Gesamtplatz im europäischen Nationenranking belegen. Magdalena Früh (1. TTC Innsbruck, T) startete mit einem Sieg Anfang August in Riga (LAT) die Punktejagd. Während Tjebbe Kaindl (Wave Tri-Team TS Wörgl, T) danach seinen ersten internationalen Podiumsplatz (3.) in Zilina (SVK) feierte, führte Pia Totschnig (Raika Tri Telfs, T) einen rot-weiß-roten Dreifachtriumph vor Lisa Hufnagl (PSV Tri-Linz, OÖ) und Anna Piskacek (Triathlonclub Kagran, W) in Tulcea (ROM) an. Wertvolle

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durch. Bei dieser Dichte an Superstars waren Österreichs Helden chancenlos: Die Mixed-Vizeeuropameister Sofia Polcanova/Stefan Fegerl verloren im Achtelfinale gegen die Turniersieger Xu Xin/Liu Shiwen (CHN). Auch die Doppel-Europameister Robert Gardos/ Daniel Habesohn hatten kein Losglück, unterlagen den Japanern Harimoto/Kizukuri mit 0:3. Am knappsten scheiterte die dreifache EM-Medaillen-Gewinnerin Sofia Polcanova im Damen-Doppel: Mit ihrer EM-Silber-Partnerin Yana Noskova (RUS) verlor die Linzerin im Achtelfinale gegen Samara/Szocs (RUM) knapp mit 2:3.

Punkte holte auch Lena Baumgartner mit dem 2. Platz in Zagreb (CRO). Der krönende Höhepunkt war aber der Junioren-Vizeeuropameistertitel von Magdalena Früh in Tartu (EST). „Ich bin sehr zufrieden! Dass wir erneut wieder einen Podiumsplatz einnehmen ist großartig und zeigt, dass nicht nur alles von zwei Athleten abhängt“, freut sich ÖTRV-Sportdirektor Robert Michlmayr. Auch ÖTRV-Präsident Walter Zettinig ist begeistert: „Das ist sensationell! Die gute Arbeit in den einzelnen Vereinen und die ausgezeichnete Verbandsstruktur im gesamten Sportbereich ermöglicht es, dass wir so erfolgreich sind.“

Volleyball: Eine Premiere und die historische Chance Das erste Jahr unter dem neuen ÖVV-Präsidenten Gernot Leitner lieferte viele Höhepunkte! Anfang des Jahres gab es sogar eine internationale Premiere: In Wagrain-Kleinarl & Flachau stieg vor 14.000 Besuchern die erste „CEV Snow Volleyball European Championship“. Sie sollte später sogar zum CEV Event des Jahres gekürt werden. Im Sommer heizten wieder die BeachvolleyballTurniere ein: Das BADEN OPEN presented by SPORT.LAND. NÖ, erstmals Teil der FIVB World Tour, und natürlich das A1 Major Vienna presented by Swatch auf der Donauinsel verstanden es einmal mehr zu begeistern. Das taten aber auch die ÖVV-Legionäre:

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Paul Buchegger holte mit Ravenna den Europacup, Alex Berger gewann mit Perugia die italienische Meisterschaft und Srna Markovic ist inzwischen als 1. Österreicherin in der Serie A angekommen (bei Cuneo)! Schon davor eroberte sie mit den ÖVV-Damen Silber in der CEV European League. Dem nicht genug, haben das ÖVVDamen- und Herren-Team auch noch die historische Chance, die EM-Qualifikation zu schaffen. Am 5. Jänner kommt es im neuen Raiffeisen Sportpark in Graz für beide zu Vor-Entscheidungsspielen gegen Albanien.

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Österreichische Bundes-Sportorganisation Prinz-Eugen-Straße 12, 1040 Wien Telefon: 01/504 44 55 • Fax: 01/504 44 55 66 E-Mail: office@bso.or.at • Internet: www.bso.or.at

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Sport Austria Magazin 04/2018  
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