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Österreichs organisierter Sport trauert um seinen höchsten Repräsentanten. BSO-Präsident Rudolf Hundstorfer ist am 20. August 2019 67-jährig verstorben. Am 19. September hätte er seinen 68. Geburtstag gefeiert, im November hätte er sich nochmals um eine weitere Amtszeit als BSO-Präsident beworben. Mit ihm verliert der Österreichische Sport eine von Herzen engagierte Persönlichkeit. Seine Arbeit war geprägt von hohem persönlichen Einsatz und vom Willen Probleme zu lösen. Ein Ohr hatte er für jedermann. Wir werden ihn immer als aufrichtigen und herzlichen Menschen in Erinnerung behalten. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Familie. Unter seiner Führung unterstützte die BSO ihre Verbände erstmals bei der Teilnahme an den World Games, wurden erstmals statistisch belegbare Zahlen zur Sportvereinsmitgliedschaft der ÖsterreicherInnen erhoben und fand erstmals der Sport Austria Summit als Netzwerkveranstaltung im Sport statt. Weiters brachte Rudolf Hundstorfer seine Expertise im neuen Bundes-Sportförderungsgesetz 2017 ein, wirkte maßgeblich an den Verhandlungen zur Umsetzung der sportpolitischen Ziele des Regierungsprogramms 2017-2021 mit und und setzte sich für die Realisierung der täglichen Bewegungseinheit an Österreichs Pflichtschulen ein. Oberstes Ziel Hundstorfers in seiner Funktion als BSO-Präsident war es, die Rahmenbedingungen der Sportverbände und deren 15.000 Vereinen mit ihren 2,1 Millionen Mitgliedern zu verbessern. Nicht zuletzt deshalb leitete er erst kürzlich eine Parteienbefragung zum Thema Sport ein. Außerdem bewies der ehemalige Handballspieler und langjährige Präsident des Wiener Handball Verbandes im Rahmen des Statutenprozesses der BSO einen Blick für die zukünftigen Herausforderungen des Sports und die Wichtigkeit moderner Strukturen.

er für jedermann. Im Büro, auf der Straße, in der U-Bahn. Für (Interview-)Termine in Kaffeehäusern musste man gar einen Zeitpolster einbauen. Denn vom Betreten des Lokals bis zum Tisch benötigte der Präsident mitunter schon einmal fünf bis zehn Minuten. „Rudi, Servus, hast du einen Moment …?“ Sein dichter Terminkalender in seiner ehrenamtlichen Funktion als BSO-Präsident sprach Bände. Er betrachtete die Pension nicht als Ende, sondern als Veränderung seiner beruflichen Tätigkeit. Sport als Querschnittsmaterie war für den ehemaligen Gewerkschafter, Sozialminister und Bundespräsidentschafts-Kandidaten „pure Gesellschaftspolitik“. Seine Aufgabe als BSO-Präsident brachte er in seiner typischen Art einmal so auf den Punkt: „Im Prinzip geht es darum, dass die Ruderer ein gutes Boot bekommen …“ Seit 2018 unterstützte Rudolf Hundstorfer auch die Volkshilfe Wien mit vollem Engagement – beide Organisationen sagen nun gemeinsam Danke und rufen zur Spende auf: Aus der Bitte, bei seinem Begräbnis statt Blumen für den Kinder- und Jugendsport zu spenden, wird nun ein Projekt, das sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen den Weg zu einem glücklichen, gesunden Leben durch Bewegung und Sport ermöglichen soll.

© BSO

© Leo Hagen

„Rudi, hast du eine Minute …?“ Seine Arbeit als BSO-Präsident war geprägt von hohem persönlichen Einsatz und vom Willen Probleme zu lösen. Ein Ohr hatte

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Österreichs Sport trauert um Rudolf Hundstorfer – wir sagen zum letzten Mal: „Rudi, hast du eine Minute…?“

Das Begräbnis war ein Staatsereignis – unter den hunderten Anwesenden verabschiedete sich auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen von Rudolf Hundstorfer.

Eine Gedenkminute für Rudi beim BSO Jour-Fixe.

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Sport Austria Magazin 03/2019  

Sport Austria Magazin 03/2019