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DAS MAGAZIN DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDES-SPORTORGANISATION • AUSGABE 2/2020

Sport Austria: als Partner in der Coronakrise viel erreicht

© iStockphoto/erhui1979

Der Brief an zwei Millionen Sportvereinsmitglieder

Sport Austria begrüßt neue Mitglieder Seite 7

Europäische Woche des Sports: #BeActive trotz Krise! Seite 21

Sport und Training via Skype, Zoom & Co – Chancen und Gefahren Seite 18

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SPO R T AUST R IA-PR Ä SIDEN T

© Sport Austria/Hagen

Meine Meinung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Sports! Hans Niessl

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anke! Danke, dass Sie in diesen schwierigen Zeiten durchhalten, engagiert bleiben und sich dafür einsetzen, dass die Sportvereine überleben. Nur gemeinsam können wir diese Krise bewältigen und gestärkt hervorgehen. Mir ist vollkommen bewusst, dass es noch weiter Hilfe braucht und ich erfahre auch in vielen Gesprächen, womit einzelne Vereine, Verbände und auch Personen aktuell zu kämpfen haben. Der Sport hat zwei Millionen Mitglieder in Österreich, er ist damit die drittgrößte Organisation nach der Arbeiterkammer und der Katholischen Kirche. Von diesen zwei Millionen sind ca. 570.000 auch freiwillig und ehrenamtlich tätig. Das ist eine ganz besondere Leistung, denn diese Ehrenamtlichen arbeiten jahrelang oder sogar jahrzehntelang unentgeltlich für ihren Verein, um der Jugend die Möglichkeit zu geben, Sport zu betreiben. Ich betrachte die 15.000 Sportvereine in Österreich als Kit unserer Gesellschaft. Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft wird in unseren Sportvereinen und allgemein in Vereinen gelebt. Ich habe deshalb von Anfang an immer auf einen adäquaten Ersatz des entstande-

nen Schadens gedrängt und ein Kraftpaket von mindestens 100 Millionen Euro für die gesamte österreichische Sportvereinsstruktur als Sofortmaßnahme eingefordert. Schließlich, auch nach Erhöhung des Drucks seitens des organisierten Sports auf die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, wurde ein 700 Millionen Euro Hilfspaket beschlossen, allerdings für alle gemeinnützigen Organisationen. Dafür möchte ich mich auch bedanken. Unsere Idee, einen eigenen Hilfstopf für den Sport einzuführen und diesen über die bestehenden Strukturen des Sports abzuwickeln, hätte jedoch raschere Hilfe bedeutet. Erfolge konnten wir auch in Verhandlungen zu einer Ausnahmeregelung der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung erreichen, die für viele Vereine und Verbände eine wertvolle Unterstützung ist und nun in Corona-Zeiten auch ohne Reisetätigkeit ausbezahlt werden kann. Ebenso haben wir mit den Sozialpartnern Kurzarbeit auch im Sport ermöglicht. Österreichs Sport forderte keine Privilegien, er forderte lediglich – so wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche – eine angemessene finanzielle Unterstützung, um

seine bedeutende Rolle weiterhin ausüben zu können. Und diese kann sich sehen lassen! Nicht weniger als 330.000 Arbeitsplätze sind direkt oder indirekt auf den Sport zurückzuführen, 18 Milliarden Euro (inklusive Tourismus und Sportartikelhandel) löst der Sport Jahr für Jahr direkt und indirekt in der österreichischen Wirtschaft aus und 530 Millionen Euro erspart er der Republik jährlich an Gesundheitskosten. Beeindruckende Zahlen, die ohne Hilfe aber akut gefährdet wären! Denn sterben die Vereine, stirbt mit dem Breiten- und Spitzensport auch der volkswirtschaftliche Faktor „Sport und Bewegung“ und für viele unserer zwei Millionen Sportvereinsmitglieder eine sinnstiftende, gesellschaftspolitisch immens wichtige Herzensangelegenheit!

Ihr Hans Niessl Sport Austria-Präsident

PARTNER VON SPORT AUSTRIA

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EDI TOR IAL

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ie zweite Ausgabe unseres Sport Austria Magazins steht, wie könnte es anders sein, ganz im Zeichen von Corona. Die Krise trifft uns alle, wenn auch in unterschiedlicher Form. So standen und stehen wir bei Sport Austria vor der Herausforderung die Vielzahl an neuen, kurzfristigen Aufgaben und Situationen zur Bewältigung dieser Krise und Hilfe unserer Verbände und Vereine zu organisieren und übernehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Beteiligten, externen Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertretern des Sports wie auch bei meinem Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich für ihr Engagement und den Zusammenhalt bedanken. Ich darf sagen, dass wir in den letzten Monaten nahezu 24 Stunden an 7 Tagen die Woche an der Krisenbewältigung gearbeitet haben. Auch wenn noch nicht alles erreicht ist, denke ich, dass sich unsere Arbeit durchaus sehen lassen kann. Viele hunderte Anfragen von Verbänden, Vereinen und Personen wurden persönlich innerhalb kürzester Zeit beantwortet, Handlungsempfehlungen wurden erstellt und immer am aktuellen Stand gehalten, über 100 FAQ konnten auf

Folgen Sie uns auf Social Media: 4

unserer Website abgerufen werden, eine Plattform zur Bewerbung von Bewegungsformen auch in Zeiten der Einschränkung wurde aus dem Boden gestampft und die österreichweite Kampagne #bleibimVerein wurde lanciert. Auf politischer Ebene konnten eine Ausnahme für die Pauschale Reiseaufwandsentschädigung sowie Kurzarbeit für den Sport ausverhandelt werden. Zudem wurde ein 700 Millionen Euro Hilfspaket für gemeinnützige Vereine beschlossen. Dieser Auszug an Erfolgen zeigt, dass es, bei allen Problemen und Herausforderungen, die solch eine Krise für das ganze Land mit sich bringt, enorm wichtig ist, eine Interessenvertretung zu haben, die sich für die Anliegen einsetzt. Und das sage ich ganz selbstbewusst, denn das Wiederhochfahren und der Fahrplan des Sports waren bereits in Umsetzung, wo andere Bereiche, wie zum Beispiel die Kultur, noch komplett in der Luft hingen. Wir werden uns selbstverständlich weiterhin dafür stark machen, dass der Sport nicht vergessen wird und dass er jenen Stellenwert und jene Hilfe erfährt, die ihm gebührt. Einen Auszug der Leistungen, die

www.facebook.com/bundessportorganisation

© Leo Hagen

Liebe Leserin, lieber Leser!

Gerd Bischofter

der Sport Jahr für Jahr in unterschiedlichen Bereichen erbringt, finden Sie übrigens im Datenvademecum von SportsEconAustria, das wir dem Magazin beigelegt haben. Viel Freude beim Lesen und trotz der schwierigen Zeiten einen schönen Sommer!

Mag. Gerd Bischofter Sport Austria-Geschäftsführer

www.instagram.com/sportaustria


IN HALT

SPO R T AUST R IA-PR Ä SIDEN T Seite

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„Meine Meinung“ von Hans Niessl

Seite

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EDI TO R IAL T ER M INE U ND PER SO NEN

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Wichtige Termine und Fristen

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Aktuelle Personalia

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Die Sportfamilie wächst: Racketlon und Darts neue assoziierte Mitglieder

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Sport Austria begrüßt neue außerordentliche Mitglieder SPO R T AUST R IA-M I TGLIEDER SER V ICE

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Coronakrise: Sport Austrias Brief an zwei Millionen Sportvereinsmitglieder

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Sport aus Schule verbannt: Druck des organisierten Sports zeigt Wirkung

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Sport Austria: als Partner in der Coronakrise viel erreicht

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Gut durch die und stark aus der Krise kommen: Bundesnetzwerk Sportpsychologie als Stütze für SportlerInnen und TrainerInnen

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Sportanlagen richtig versichern – Teil 1: Sturmschäden

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Motion4kids: Startschuss zum 3. Call for projects

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© (1) Sport Austria/Leo Hagen (2) iStockphoto/erhui1979

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O R G ANISIER T ER SPO R T

GE SELL SCHAF T SPO LI T IK Seite

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Sportunterricht und Trainingsanleitungen via Skype, Zoom & Co – Chancen und Gefahren SPO R T AUST R IA-F O R T BILDU NG S ANGEB OT

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Sport Austria-Fortbildungskalender V ER ANSTALT U NGEN

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Europäische Woche des Sports: #BeActive trotz Krise!

Seite

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F I T SPO R T AUST R IA

Seite

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AUS DEN V ER B ÄNDEN

IMPRESSUM Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Sport Austria (Österreichische Bundes-Sportorganisation), 1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 12; Tel.: 01/504 44 55, Fax: 01/504 44 55-66; Internet: www.sportaustria.at; E-Mail: office@sportaustria.at; ZVR 428560407; UID: ATU71067659; Für den Inhalt verantwortlich: GF Mag. Gerd Bischofter; Redaktion: Mag.(FH) Georg Höfner-Harttila; Layout: Elias & Partner KG, Wien; Blattlinie: Sport Austria ist die Interessenvertretung des gesamten österreichischen Sports und agiert als gemeinnütziges und überparteiliches Dach des Sports sowie als Service-Einrichtung für ihre Mitglieder. Sport Austria ist der Verbreitung und Förderung des Sports in seiner Gesamtheit verpflichtet. Es initiiert und koordiniert sportpolitische Aktivitäten. Seine Aktivitäten zielen darauf ab, Kompetenz im Sport durch Förderung von Ehren- und Hauptamtlichkeit zu stärken. Sport Austria bekennt sich zu den positiven Werten des Sports, insbesondere zu Fairness, Respekt, Gemeinschaft und Leistung. Disclaimer: Sport Austria übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Authentizität und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen, insbesondere nicht für Inhalte Dritter. Den vollständigen Disclaimer finden Sie auf www.sportaustria.at/disclaimer Sämtliche Inhalte sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Herausgebers und Verlages, die über das Maß des gesetzlich zulässigen Zitates gem. § 42f UrhG hinausgeht, stellt eine entgelt- und schadenersatzpflichtige Urheberrechtsverletzung dar.

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TER MIN E U N D PER SO N EN

Aktuelle Termine und Fristen

Aktuelle Personalia

10/09/20 Sport Austria ExpertInnentagung

Sporthilfe

Die für 18.6.2020 geplante ExpertInnentagung zum Thema „Gefahren und Chancen – Verbandsmanagement der Zukunft“ wurde auf 10.9.2020 verschoben und ist dieses Jahr in digitaler Form geplant.

03/06/21-06/06/21 Sport Austria Finals

Die Sport Austria Finals in Graz werden aufgrund der verschobenen Fußball-EM von 24.-27.6. auf 3.-6.6.2021 verschoben. Wir ersuchen alle Verbände, die interessiert an einer Teilnahme an dieser Veranstaltung sind und diesbezüglich noch nicht mit uns in Kontakt waren, sich an Martin Domes (m.domes@sportaustria.at) zu wenden. Dieser steht für Informationen und Auskünfte jederzeit zur Verfügung.

Die ehemalige Vizekanzlerin und Sportministerin Dr. Susanne Riess wurde zur Präsidentin der Österreichischen Sporthilfe gewählt. Sie folgt Eduard Müller nach.

Basketball

Stefan Laimer, bisher stellvertretender Generalsekretär, hat als neuer Generalsekretär die Gesamtverantwortungen im Österreichischen Basketballverband inne. Johannes Wiesmann, bis zuletzt Leiter der Marketing & Kommunikationsabteilung, übernimmt als Geschäftsführer die Basketball Superliga GmbH.

Triathlon

Walter Zettinig wurde als Präsident des Österreichischen Triathlonverbandes für weitere vier Jahre bestätigt.

Curling

Veronika Huber wurde zur neuen Präsidentin des Österreichischen Curling Verbandes gewählt.

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6 Facebook.com/ChampionsVienna

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O R G ANISIER TER SP OR T

Die Sportfamilie wächst: Racketlon und Darts neue assoziierte Mitglieder Mit Präsidiumsbeschluss vom 9. Juni 2020 begrüßen wir die Racketlon Federation Austria und den Österreichischen Darts Verband als assoziierte Mitglieder von Sport Austria.

Racktelon

RACKETLON FEDERATION AUSTRIA

Darts

Der Österreichische Darts Verband (ÖDV) wurde am 27.9.1990 von den damaligen Landesverbänden aus Wien (WDV) und Niederösterreich (NÖDSV) gegründet. Noch im selben Jahr trat der ÖDV als Vertreter des Österreichischen Dartssports der World Darts Federation (WDF) bei, welche der einzige international anerkannte Dachverband für die Sportart Darts ist und eine Vollmitgliedschaft bei der GAISF vorweisen kann. Seit seiner Gründung veranstaltet der ÖDV nationale Meisterschaften, führt eine Rangliste und nimmt mit Nationalteams an den internationalen Meisterschaften der WDF teil (World Cup, Europe Cup, World Masters). Insbesondere im Jugendbereich können hier bereits einige Erfolge vorgewiesen werden. Der Jugendbereich ist aktuell auch einer der Schwerpunkte im ÖDV. Durch gezielte Jugendförderung, sowie den Auf- und Ausbau eines standardisierten und zertifizierten TrainerInnenwesens, wird der ÖDV in Zukunft den österreichischen Dartssport und sein Image positiv weiterentwickeln. Aktuell besteht der ÖDV aus fünf Landesverbänden (W, NÖ, OÖ, ST, K) mit knapp 100 Vereinen und über 1.000 Sportausübenden, ist aber bestrebt, seine Tätigkeit auch auf die anderen Bundesländer zu erweitern und mittelfristig in jedem Bundesland einen Landesverband aufzubauen. Der ÖDV freut sich jedenfalls sehr, ab sofort Teil der österreichischen Sportfamilie zu sein und ist zuversichtlich, dass die Umsetzung der selbst gesetzten Ziele mit der Unterstützung von Sport Austria gelingen wird.

© ÖDV/Cornelia Baier

© Michele Agostinis/Visualbrand

Racketlon stammt ursprünglich aus Skandinavien und ist eine unabhängige Sportart für alle Leistungs- und Altersklassen, die aus den vier Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis besteht. Ein Match besteht aus je einem Satz pro Disziplin bis 21 Punkte, wer am Ende am meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt. Um den Neueinstieg zu erleichtern, werden seit 2015 auch SplitTurniere ausgetragen, wo nur zwei oder drei Disziplinen gespielt werden. Der RFA-Stützpunkt befindet sich in Wien, Geschäftsführender Präsident ist Marcel Weigl. Die RFA – Racketlon Federation Austria wurde 2004 gegründet und besteht heute aus 28 Vereinen in ganz Österreich. Sie war 2005 auch Gründungsmitglied des Weltverbands Federation FIR, welchen Marcel Weigl bis 2015 als geschäftsführender Präsident führte. 2019 wurde gemeinsam mit Lettland und Rumänien die European Racketlon Union mit Sitz in Graz gegründet. Sportlich zählt die RFA zu den erfolgreichsten Racketlon-Nationen der Welt. Das Nationalteam hält bei 3 WM-Titeln und Christoph Krenn kürte sich 2009 zum Weltmeister im Herren-Einzel. Die erfolgreichste Spielerin aller Zeiten ist die erst 25-jährige Christine Seehofer (Foto). Die Nummer eins der Weltrangliste hält bei 4 WM-Titeln im Damen-Einzel und ist auch regierende Weltmeisterin im Damen-Doppel mit Bettina Bugl. Auch organisatorisch nimmt die RFA eine internationale Vorreiterrolle ein. Nach vier Weltmeisterschaften in Österreich war die EM 2017 das Highlight. 2021 soll die nächste WM in Wien und Graz folgen. Weiter Infos auf www.racketlon.at

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OR G AN ISIER TER SPO R T

Sport Austria begrüßt neue außerordentliche Mitglieder Wir begrüßen die Vereine 100% Sport, Leistungssport Austria, Mamanet Austria und das Österreichische Bundesnetzwerk für Sportpsychologie als neue außerordentliche Mitglieder von Sport Austria.

100% Sport

Sportpsychologie

Das Österreichische Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS) bietet im Auftrag des Sportministeriums die komplette Infrastruktur für die Sportpsychologie im Leistungssport, von der Diagnostik über die Beratung und Betreuung in der Praxis des Leistungs- und Hochleistungssports bis zur wissenschaftlichen Evaluation und Fortbildung. Aufgrund der universitären Anbindung des ÖBS können diese Daten auch wissenschaftlich ausgewertet und in neue Konzepte integriert werden. Durch die österreichweite Kooperation mit Olympia- und (Nachwuchs-)Leistungssportzentren sowie Ausbildungseinrichtungen werden neue Erkenntnisse unmittelbar an TrainerInnen, BetreuerInnen und AusbildnerInnen weitergegeben. Das ÖBS ist ein Zusammenschluss qualifizierter SportpsychologInnen und Mentalcoaches für den Nachwuchs- und Leistungssport. Gegründet im Dezember 2005 stellt das Netzwerk die Infrastruktur für eine österreichweite Betreuung des Spitzensports nach internationalen Qualitätsstandards zur Verfügung und kooperiert eng mit dem Sportministerium, Sport Austria, der Bundes-Sport GmbH, dem ÖOC, der Sporthilfe und dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Aktuell stehen fünf hauptamtliche MitarbeiterInnen der Kompetenzzentren Wien, Salzburg, Innsbruck und Linz dem Leistungssport zur Verfügung. Ihre Tätigkeiten umfassen sportpsychologische Betreuung und Diagnostik, die Begleitung der Projekte, fachliche und koordinative Unterstützung der SportpsychologInnen des ÖBS-Pools, Kontakt zu den Bundes-Fachverbänden sowie Organisation und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen. Mehr Information auf www.sportpsychologie.at

Das 100% Sport-Team: Caroline Weber, Rudolf Sporrer, Christa Prets, Claudia Koller (v.l.n.r.)

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© ÖBS

© 100% Sport

100% Sport ist das österreichische Zentrum für Genderkompetenz im Sport. Es wurde vom Sportministerium als autonomer Verein eingerichtet, um Geschlechtergerechtigkeit und Gender Mainstreaming im österreichischen Sport voranzutreiben. Die Vision ist geschlechtergerechte Zugangschancen zu staatlich geförderten Vereinen, Sportangeboten und Spitzensportförderung. Darüber hinaus setzt sich 100% Sport für Geschlechtergerechtigkeit in Sport Gremien, Bewusstsein in und durch Medien, ausgewogene Geschlechterverhältnisse im TrainerInnen-Beruf sowie ein aktives Auftreten gegen sexualisierte Gewalt im Sport ein. „Für Respekt und Sicherheit“ ist eine von 100% Sport getragene Initiative, die aus den Mitteln der Bundes-Sportförderung finanziert und von der 100% Sport AG „Prävention sexualisierter Gewalt“ ins Leben gerufenen wurde. Unterstützt wird diese von Sport Austria, den Sportdachverbänden und dem ÖBS. Weiters bietet 100% Sport eine ReferentInnen-Ausbildung und den MultiplikatorInnenWorkshop „Für Respekt und Sicherheit“ sowie Fortbildungen für Genderbeauftragte an. Das Team setzt sich aus der Geschäftsführerin Mag. Claudia Koller MSSc, Office Managerin und Eventkoordinatorin Caroline Weber OLY BA sowie Mag. Barbara Kolb als Netzwerkkoordinatorin zusammen. Den Vorstand bildet allen voran Präsidentin Christa Prets, Vizepräsident und Finanzreferent Mag. Rudolf Sporrer und Schriftführerin Mag. Verena Holzer. Alle Infos gibt es auf unserer Website www.100prozent-sport.at


O R G ANISIER TER SP OR T

Mamanet

Mamanet ist eine internationale Sportbewegung für Mütter (jeden Alters) und alle Frauen ab 30 (auch ohne Kinder), die seit 2016 in Österreich erfolgreich aktiv ist. Die Sportart ist dem Volleyball ähnlich. Der Ball wird dabei aber gefangen und geworfen, daher kann sie leicht und ohne sportliche Vorerfahrung in jedem Alter erlernt werden. Anfang 2020 trainierten in Österreich 37 Teams in 7 Bundesländern (mehr als 600 Frauen und 250 Kinder) regelmäßig in Mehrsparten- und Kooperationsvereinen anderer Sportarten (z.B. Handball) und in Sozialeinrichtungen. 2019/20 verglichen sich 12 Teams in 3 regionalen Ligen. Das österreichische Auswahlteam erreichte bei den CSIT World Sports Games 2019 in Spanien den hervorragenden 5. Platz. Vorrangige Ziele des vom Österreichischen Sportministerium im 4. Jahr geförderten Projektes sind: • die Barrieren für den Einstieg oder Wiedereinstieg in den Sport für Mütter und Frauen zu minimieren • Zielgruppen zu erreichen, die sonst eher schwer Zugang zum Sport haben • die hierfür individuell bestmöglichen Rahmenbedingungen (wie z. B. Kinderbetreuung, geschützter Rahmen beim Training) zu schaffen • Umkehr Stereotyp, Vorbildwirkung innerhalb der Familie • Sport als Instrument für Soziales zu nutzen Als besonderer Erfolg ist die Arbeit mit Frauen mit Migrationsund Fluchtgeschichte zu werten. Mamanet Austria wurde mit dem Frauenpreis der Grünen Meidling und dem BSO Cristall „Frauen Power Award“ (2. Platz) 2017 sowie dem Integrationspreis NÖ 2018 ausgezeichnet. Mehr Infos auf www.mamanet.at

© LSA

Das Bundesinstitut für Leistungs- und Spitzensport LEISTUNGSSPORT AUSTRIA, welches sich am Areal des Bundessport- und Freizeitzentrums Südstadt befindet, steht mit seinen MitarbeiterInnen für alle LeistungssportlerInnen der Bundessportfachverbände (Schwerpunkt Sommersportarten) zur Verfügung und versorgt diese mit seinem über Jahrzehnte aufgebauten Know-how und Leistungen. Die Hauptaufgabe des Institutes ist die Unterstützung des österreichischen Leistungs- und Spitzensports unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung von Nachwuchstalenten mit der übergeordneten Zielsetzung die internationale Konkurrenzfähigkeit nachhaltig zu gewährleisten. Neben den klassischen Bereichen wie Sportwissenschaft und Sportmedizin wurden zusätzliche Teilbereiche wie Anthropometrie, Ernährungswissenschaft, regenerative und therapeutische Teildisziplinen installiert, um eine optimale Trainings- und Wettkampfbegleitung zu gewährleisten. Eine wichtige Rolle spielt auch das seit vielen Jahren bestehende internationale Netzwerk des High Performance Center (ASPC). LEISTUNGSSPORT AUSTRIA ist Mitglied dieser weltweiten Organisation und kann auf enge Kooperationen mit internationalen Leistungszentren führender Sportnationen zurückgreifen, die einerseits einen regelmäßigen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch sichern und andererseits auch eine stetige Weiterentwicklung leistungsdiagnostischer- und sportwissenschaftlicher Methodik entsprechend den internationalen Entwicklungstendenzen gewährleisten.

© SV Schwechat

Leistungssport Austria

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SPO R T AUSTR IA-MI TG LI ED ER SER V I CE

Coronakrise: Sport Austrias Brief an zwei Millionen Sportvereinsmitglieder

Sport Austria-Präsident Hans Niessl, ÖFB-Präsident Leo Windtner und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel präsentieren den Brief an zwei Millionen als Folge von stockender Hilfeleistung der Politik.

Daraufhin wurde der Hilfsfonds für NonProfit-Organisationen in der Höhe von 700 Millionen Euro beschlossen. Zu kritisieren ist aber, dass es kein eigener Hilfsfonds für den Sport ist, wie von uns gefordert, sondern generell für gemeinnützige Organisationen. Die Abwicklung der Hilfe für all diese unterschiedlichen Vereine über eine Stelle weckt die Befürchtung, dass der Sport noch länger auf Auszahlungen warten muss. Dazu kommt, dass die Richtlinien für die Vereine, wie sie zu den Hilfsgeldern kommen können, immer noch nicht festgelegt sind. Zu Beginn der Krise haben wir ein Kraftpaket für den Sport in der Höhe von mindestens 100 Millionen Euro als Sofortmaßnahme gefordert. Inzwischen ist der Schaden noch größer geworden. Viele unserer 15.000 Sportvereine befinden sich bereits in einer prekären Lage, viele Obleute sind bereits in die private Haftung geschlittert. Es drohen Vereins-Auflösungen

© Sport Austria/Leo Hagen (3)

Die Coronakrise ist eine enorme Herausforderung für unser gesamtes Land und bringt auch viele Vereine in eine existenzgefährdende Lage. Die österreichische Sport- und Vereinskultur ist eine unverzichtbare Grundsäule unserer Gesellschaft, die auch ein positives Miteinander und die Gemeinschaft fördert. Unsere 15.000 gemeinnützigen Sportvereine und -verbände bieten seit Jahren unbezahlbare Leistungen, nicht zuletzt dank hunderttausender Ehrenamtlicher, die häufig seit Jahrzehnten ihre Tatkraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Solidarität, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit haben den Sport in unseren Vereinen groß gemacht. Daher hat Sport Austria mit seinen Dach- und Fachverbänden viel Know-How in die Erarbeitung eines Hilfspakets für die 15.000 österreichischen Sportvereine investiert. Dass Entschädigungszahlungen an den Sport fließen werden, hat Sportminister Werner Kogler nach mehreren konstruktiven Gesprächen mit dem organisierten Sport auch mehrmals bestätigt. Zum Redaktionsschluss dieses Magazins sind jedoch bereits über 80 Tage seit dem vorübergehenden Einstellen des gesamten Sportbetriebes vergangen. Geld ist bis dahin noch keines geflossen. Die Corona-Krise setzt den 15.000 Sportvereinen Österreichs mehr und mehr zu. Im Rahmen einer Pressekonferenz haben wir den im Vorfeld angekündigten offenen Brief an unsere zwei Millionen Sportvereinsmitglieder gerichtet. Wir wollen damit auf die aktuelle Situation im Sport, die erreichten Maßnahmen aber auch auf die noch ausständigen konkreten finanziellen Entschädigungen für den Sport hinweisen.

Besonders in Zeiten von Corona ist Sport Austria-Präsident Hans Niessl ein gefragter Fernsehgast.

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Sport Austria-Präsident Hans Niessl, Vizepräsident Michael Eschlböck und die Dachverbandsvertreter Peter McDonald, Hermann Krist und Paul Haber setzen sich für den Sport ein.

und -Fusionen. Die gesamte Struktur des Sports, die so wichtig für die Gesundheit der Bevölkerung, für den sozialen Zusammenhalt und natürlich für unsere Wirtschaft ist, gerät ins Wanken. Wir befinden uns längst in der Overtime. Bald ist für viele Game over! Der Sport hat zwei Millionen Mitglieder in Österreich, er ist damit die drittgrößte Organisation nach der Arbeiterkammer und der Katholischen Kirche. Von diesen zwei Millionen sind ca. 570.000 auch freiwillig und ehrenamtlich tätig. Das ist eine ganz besondere Leistung, denn diese Ehrenamtlichen arbeiten jahrelang oder sogar jahrzehntelang unentgeltlich für ihren Verein, um der Jugend die Möglichkeit zu geben, Sport zu betreiben. Wir betrachten die 15.000 Sportvereine in Österreich als Kit unserer Gesellschaft. Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft wird in unseren Sportvereinen und allgemein in Vereinen gelebt. Der Sport macht keine Unterschiede, woher jemand kommt und was er ist. Österreich kann es sich einfach nicht leisten, auch nur einen Sportverein aufgrund der Coronakrise zu verlieren, zu wichtig ist jeder einzelne für die Gesundheit in unserem Land, für den sozialen Zusammenhalt und natürlich auch für die heimische Wirtschaft! Deshalb hält Sport Austria-Präsident Hans Niessl den Druck auf die Politik aufrecht. Den Brief an zwei Millionen finden Sie auf www.sportaustria.at/coronabrief


SPO R T AUST R IA-M I TGLIEDER SER VICE

Der Unterricht in den Schulen beginnt nach dem Lockdown wieder, aber der Sportunterricht darf nicht durchgeführt werden! Nicht einmal im Freien! Obwohl das Breitensport-Freilufttraining zu dem Zeitpunkt wieder erlaubt ist, bleiben Österreichs mit Steuergeld finanzierte Schulsportstätten zu und mindestens fünf Monate geschlossen! Es ist schlicht der verkehrte Weg, Unterricht in Klassenräumen zu ermöglichen, aber Sport und Bewegung im Rahmen der Schule im Freien, wo die COVID-19-Ansteckungsgefahr wesentlich geringer ist, zu untersagen. Dabei wäre es einfach, den nötigen Abstand im Sinne einer verantwortungsvollen neuen Normalität ein- und viele verschiedene Bewegungsübungen abzuhalten. Auch kurze, leichte Einheiten würden hier schon ihren Zweck erfüllen. Zahlreiche Studien zeigen, wie wichtig Sport und Bewegung für die Gesundheit und das Lernverhalten sind. „Ich schätze den Bundesminister als Wissenschaftler. Doch diese Studien haben seine Berater ignoriert. Sonst hätte das Bildungsministerium genau das Gegenteil tun und alles daran setzen müssen, dass die Schülerinnen und Schüler sogar täglich in Bewegung kommen.“, nimmt sich Sport Austria-Präsident Hans Niessl kein Blatt vor den Mund. Die Vorgangsweise des Bildungsministeriums, den Sportunterricht in einer schweren Gesundheitskrise ausfallen zu lassen, ist auf heftige Kritik von ExpertInnen des Sports, der Wissenschaft und der Gesundheit gestoßen. Sport Austria hat sich von



© Sport Austria/Leo Hagen

Sport aus Schule verbannt: Druck des organisierten Sports zeigt Wirkung

Sport Austria-Präsident Hans Niessl kritisiert die Verbannung des Sports aus den Schulen.

Beginn der Krise an, gemeinsam mit VertreterInnen unserer Dach- und Fachverbände und dem ÖOC für den Sportunterricht ausgesprochen. Wichtigste Begründung war, dass der Sport hervorragende Beiträge zur psychischen und physischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen leistet. Vor allem ist es dabei um Bewegungseinheiten im Freien gegangen, wo das Ansteckungsrisiko wesentlich geringer ist als in geschlossenen Räumen. „Würde man sich im Bildungsministerium intensiv mit Sport und Bewegung auseinandersetzen, müsste eigentlich klar sein, dass eine altersadäquate polysportive Ausführung von Bewegung auf den Sportplätzen im Freien sehr einfach möglich ist. Es müsste auch bekannt sein, dass es eine große Anzahl von bestausgebildeten PädagogInnen im Sportbereich gibt, die

den Sportunterricht von Beginn der Krise an verantwortungsvoll – unter Wahrung aller Vorsichtsmaßnahmen – durchgeführt hätten. Unverständlich ist auch die Tatsache, dass das Bildungsministerium in einer Zeit der Gesundheitskrise, die vorbildliche Aktion ‚Kinder gesund bewegen‘ ausgesperrt hat. Gerade tägliche Bewegung im Freien trägt dazu bei, das Immunsystem zu stärken!“, so die scharfen Worte des Sport Austria-Präsidenten. Schließlich ist unsere Forderung gehört geworden, der Druck des organisierten Sports hat Wirkung gezeigt: seit Anfang Juni wurde der Sportunterricht in den Schulen als freiwilliger Ergänzungsunterricht wieder eingeführt. Für Niessl zu wenig: „Eine falsche Entscheidung wird nun halbherzig zurückgenommen!“

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie auf www.sportaustria.at/corona

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SPO R T AUSTR IA-MI TG LI ED ER SER V I CE

Sport Austria: als Partner in der Coronakr 

Konzept für Hochfahren des Sportbetriebes



Handlungsempfehlungen für Vereine

  #BleibimVerein #ResteDansLeClub #RimaniNellaSocieta Text für Verbände, Mitglieder und Athleten #BleibimVerein Damit die Sportvereine ihre gesundheitlichen und gesellschaftlichen Funktionen auch nach der CoronaKrise wahrnehmen können, sind sie auf deine #Solidarität angewiesen. Bitte bezahl weiterhin deinen Mitgliederbeitrag, denn viele Kosten fallen trotz des temporären Stillstands an – vielen Dank für das Teilen!

Sport Austria gibt Perspektiven: Gemeinsam mit dem Sportministerium ist es uns gelungen, ein schrittweises Wiederhochfahren des Sports zu ermöglichen. Begonnen mit Erleichterungen für SpitzensportlerInnen, dann für den Outdoor-Bereich und schließlich auch für Indoor-Sportstätten, wurde innerhalb von sechs Wochen ein Großteil des österreichischen Sports wieder hochgefahren. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses dieses Magazins wird an Konzepten für Indoor-Mannschafts-, Kontakt- und Kampfsport bis hin zum Wettkampfbetrieb im Herbst gearbeitet.

Sport Austria gibt die Richtung vor: Die Politik überträgt einen Großteil der Verantwortung betreffend die Umsetzung der vorgegebenen Rahmenbedingungen und Maßnahmen auf die Vereine, Verbände und BürgerInnen selbst. Umso wichtiger ist es, im Bereich Sport eine einheitliche und verständliche Linie vorzugeben. Wir haben daher auf unserer Website Handlungsempfehlungen für den Umgang mit der Coronakrise im Bereich Sport erarbeitet, die von den jeweiligen Verbänden an deren Spezifika und Besonderheiten in der Sportart adaptiert werden sollen.

Einrichtung einer Informationsplattform zu COVID-19

Sport Austria beantwortet Ihre Fragen: Bei den vielen Verordnungen, Empfehlungen und Interpretationen, die sich zum Teil täglich ändern, ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Wir haben daher seit Beginn der Krise auf unserer Website einen eigenen FAQ-Bereich eingerichtet, der die wichtigsten und häufigsten Fragen beantwortet und mit dem Sportministerium abgestimmt ist. Behandelt werden insgesamt über 100 Fragen zur Sportausübung, zu Sportstätten, aber auch zu rechtlichen und finanziellen Fragen.

Kampagne #bleibimVerein

Sport Austria appelliert an Vereinsmitglieder: Obwohl der Sportbetrieb eingestellt war, Eintrittsgelder und andere Einnahmen fehlen, müssen die Vereine weiterhin für Miete und Unterhalt ihrer Sportstätten oder Stornogebühren aufgrund der Coronakrise aufkommen. Gerade jetzt ist es daher wichtig, dass die Mitglieder ihre Vereine unterstützen und ihnen treu und solidarisch gegenüber bleiben. Deshalb haben wir alle eingeladen, an der gemeinsamen Kampagne des österreichischen Sports mitzumachen und in die Kommunikation wo immer möglich diesen gemeinsamen Appell einzubauen und mit „#bleibimVerein“ versehen. Über Social Media wurden zudem Videobotschaften zu dieser Kampagne gestreut.

Texte pour les fédérations et les particuliers : #ResteDansLeClub Afin que les clubs de sport puissent reprendre leurs fonctions sportives et sociales après la crise du coronavirus, ils dépendent de ta #Solidarité. Nous te prions donc de continuer à verser ta cotisation de membre, car de nombreux frais doivent être supportés malgré l’arrêt temporaire – merci de partager ! Testo per federazioni e persone singole #RimaniNellaSocieta Affinché le società sportive possano garantire le loro funzioni sociali e legate alla salute anche dopo la crisi del coronavirus, devono poter contare sulla tua #solidarietà. Continua a pagare la tua quota associativa, perché molti costi devono essere sostenuti nonostante il temporaneo stop: grazie per la condivisione!

© Swiss Olympic

Beispiel / Exemple / Esempio

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Swiss Olympics übernahm die österreichische Kampagne #bleibimVerein.

Kampagne #bleibimVerein goes international Die Österreichische Kampagne #bleibimVerein fand auch international positiven Anklang. So hat beispielsweise Swiss Olympic eine gleichlautende Initiative in der Schweiz gestartet und die ENGSO plant eine europaweite virtuelle Kampagne, die alle dazu ermutigen soll, ihren Sportverein während und nach der Pandemie zu unterstützen. Die Kampagnenelemente aus kurzen Videos und anderen Materialien werden im Sommer über Social Media geteilt und mit dem Erasmus+ Sport-Projekt CHAMP verbunden, bei dem es um Innovationen in Sportvereinen geht.


SPO R T AUST R IA-M I TGLIEDER SER VICE

rise viel erreicht 

Corona-Kurzarbeit fĂźr Sport



Corona-Regelung fßr Pauschale Reiseaufwandsentschädigung



AnkĂźndigung eines 700 Mio. Euro Hilfspakets fĂźr gemeinnĂźtzige Organisationen

Sport Austria erreicht Einigung mit Sozialpartnern: Die MĂśglichkeit zur „Corona-Kurzarbeit“ steht auch allen 15.000 Sportvereinen in Ă–sterreich offen! Zuvor war dies nur Vereinen der FuĂ&#x;ball-Bundesliga mĂśglich, da diese dem Kollektivvertrag unterliegt. Damit soll besonders Vereinen und Verbände geholfen werden, die sich aufgrund der finanziellen Situation mit KĂźndigungen ihrer MitarbeiterInnen beschäftigen mĂźssen.

Sport Austria erwirkt gesetzliche Ausnahme: Die Ausnahmesituation rund um COVID-19 hat betreffend die Verwendung der Pauschalen Reiseaufwandsentschädigung (PRAE) einige Fragen aufgeworfen. Da fĂźr Heimtrainings bzw. angeleitete Trainings via Videokonferenz kein Reiseaufwand entsteht, dĂźrfte die PRAE nicht sozial- und steuerfrei zur Auszahlung gebracht werden. Durch intensive BemĂźhungen des Sports konnte eine Ausnahmeregelung fĂźr die Anwendung der PRAE erwirkt werden. GemäĂ&#x; dieser darf, wenn aufgrund der COVID-19-Krise Sportstätten gesperrt sind und alle anderen Voraussetzungen fĂźr den Bezug erfĂźllt sind, auch ohne das Vorliegen einer Reisetätigkeit vom Verein/ Verband steuer- und sozialversicherungsfrei eine PRAE ausgezahlt werden.

Sport Austria erhÜht Druck: Nach mehrfachen Zusagen rascher Hilfe fßr den Sport von Sportminister Werner Kogler, ist bis Juni immer noch kein Geld geflossen. Immerhin konnte nach ErhÜhung des Drucks und der Üffentlichen Kritik ein erster Erfolg verbucht werden: Ende Mai wurde im Parlament der Hilfsfonds fßr Non-Profit-Organisationen, wo sich auch der Sport wiederfindet, in der HÜhe von 700 Millionen Euro beschlossen. Nun gilt es Richtlinien zu erstellen und eine abwickelnde Stelle zu installieren. Bereits zu Beginn der Krise hat Sport Austria-Präsident Hans Niessl sofort eine Task Force einberufen, die sich vor allem mit Unterstßtzungsleistungen fßr den Sport befasst. Das Team rekrutiert sich aus unseren Dach- und Fachverbänden sowie dem Sport Austria-Finanz- und -RechtsAusschuss.

Stark in den Medien Im Gegensatz zur Kultur verstand es der organisierte Sport von Tag 1 der Coronakrise an, medial auf sich aufmerksam zu machen und Druck auf die politischen Verantwortlichen aufzubauen. In zwei Monaten konnten ßber 600 Beiträge seitens Sport Austria in relevanten Onlinemedien und Tageszeitungen gezählt werden. Dazu kommen drei Pressekonferenzen und etliche Auftritte des Sport Austria-Präsidenten in Nachrichten-, Radio- und Themensendungen. Auch die Social Media Kanäle wie Facebook und Instagram verzeichneten hohe Zugriffszahlen und konnten Botschaften viral verbreiten.

Š Sport Austria

Mehr als 600 Beiträge seitens Sport Austria konnten in relevanten Onlinemedien und Tageszeitungen in zwei Monaten gezählt werden.

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SPO R T AUSTR IA-MI TG LI ED ER SER V I CE

Gut durch die und stark aus der Krise kommen: Bundesnetzwerk Sportpsychologie als Stütze für SportlerInnen und TrainerInnen Aus. Schluss. Vorbei. So hieß es ab Mitte März für alle SportlerInnen und TrainerInnen in Österreich. War am Anfang die Hoffnung noch groß, dass der Lockdown nur vorübergehend sein würde und es in wenigen Wochen wieder zu einem normalen Alltag kommen würde, war die Realität umso ernüchternder, als Tag für Tag Wettkampf um Wettkampf abgesagt wurde, bis zuletzt auch die Olympischen Spiele in Tokio aus gesundheitlichen Überlegungen auf 2021 verschoben wurden. Und was nun? Wir befinden uns alle auf unbekanntem Gebiet und wahrscheinlich ohne angemessene Vorbereitung. Inmitten der gegenwärtigen globalen Krise ist es normal, dass wir uns manchmal wie in einer emotionalen Achterbahnfahrt fühlen. Kontrolliere das Kontrollierbare Das einzige, worüber wir die Kontrolle haben, sind wir selbst, insbesondere unsere Einstellung, unsere Bemühungen und unsere Handlungen. Verlassen wir uns auf unsere bisherigen Erfahrungen, auf unsere Stärken, um mit Belastbarkeit und Gelassenheit zu reagieren. Auch wenn wir die

derzeitigen Umstände nicht kontrollieren können, wir haben die Freiheit, auf die für uns bestmögliche Art darauf zu reagieren. Strukturen geben Halt Für nahezu alle wurde der Alltag komplett auf den Kopf gestellt. Daher ist es wichtig, klare Tagesstrukturen festzulegen und sinnvolle Tagesroutinen zu erarbeiten. Dies beinhaltet auch einen regelmäßigen Grundrhythmus, wann ich z.B. aufstehe und zu Bett gehe. Wird dem keine ausreichende Beachtung geschenkt, spüren wir dies häufig als erstes bei Ein- und Durchschlafproblemen.

Zur Ruhe kommen Die Zeit des Rückzugs ermöglicht es, sich wieder mit den eigenen Werten auseinander zu setzen: Was ist mir wichtig, wenn der Trainingsalltag wieder beginnt? Was möchte ich mir aus der Auszeit mitnehmen? Was möchte ich mir als TrainerIn aus dieser Zeit mitnehmen? Was war gut in dieser Zeit der Reduzierung und was will und kann ich als TrainerIn in nächster Zeit machen und nicht: was muss ich alles machen. Stärkung der mentalen Fähigkeiten Es gibt zahlreiche mentale Übungen, um unter Druck ruhiger zu werden, oder auch Entspannungs- und Visualisierungsübungen, die helfen, Bewegungsabläufe zu stabilisieren und automatisieren. Diese haben sich bereits in Phasen als effektiv erwiesen, in denen sich SportlerInnen in einem RehaProzess befanden. Das Trainieren mentaler Kompetenzen ist gerade jetzt von großer Bedeutung: Selbstvertrauen, Fokus, Zielsetzung, Entspannung oder Visualisierung können verbessert und stabilisiert werden. Motiviert bleiben Einige SportlerInnen finden es schwierig, ohne konkretes bevorstehendes Turnier zu trainieren, da ihre Motivation stark mit Wettkampfzielen verbunden ist. Wenn Wettkampfpläne keine Orientierung geben, können die Beziehung zur Trainingsgruppe und zu den TrainerInnen eine wichtige Ressource für die Motivation sein.

© iStockphoto/sanjeri

Stärker „zurück“ als zuvor „Erinnere dich an das ‚warum‘!“ Auch wenn derzeit keine konkreten Pläne gemacht werden können, können wir durch ruhiges Hinspüren den „Sinn“, den Wert oder Grund für das Training und 14


SPO R T AUST R IA-M I TGLIEDER SER VICE

INF OBOX

Mag. Andrea Engleder Österreichisches Bundesnetzwerk Sportpsychologie/Sportpsychologisches Kompetenzzentrum Wien E-Mail: andrea.engleder@ sportpsychologie.at

Web: www.sportpsychologie.at

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TrainerInnen bieten Orientierungsangebote Da die Dauer der Ungewissheit zum Teil noch offen ist, gilt es alle möglichen Hilfssysteme hochzufahren. Die SportlerInnen suchen Orientierung. Eine kontinuierliche Kommunikation mit den TrainerInnen ist wesentlich. Auch wenn sie im Moment möglicherweise noch nicht so einwirken können wie gewohnt, ist ihre Präsenz, auch online, für die SportlerInnen eine unglaublich wichtige emotionale Stütze.

Österreichische Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS) wichtiger Ansprechpartner Auch die sportpsychologische Perspektive stellt in dieser Situation eine Stütze und Entwicklungschance für SportlerInnen und TrainerInnen dar. Die Reaktionen der vergangenen Wochen reichen von Erleichterung und Gelassenheit bis zu echten Sinn- und Existenzkrisen. Das Österreichische Bundesnetzwerk Sportpsychologie (ÖBS) ist gerade jetzt eine wichtige Ansprechinstitution für den Sport in Österreich und bietet professionelle Beratung für SportlerInnen und TrainerInnen, um u.a. den Perspektivwechsel von der Krise zur Chance zu unterstützen und ein professionelles mentales Trainingsprogramm, in Zeiten der Einschränkung auch für Zuhause, anzubieten.

© Grabenbauer

den Wettkampf erfassen. Wenn Tempo und Ablenkungen fehlen, können wir uns unserem wirklichen Wollen zuwenden und dadurch klarer und motivierter aus der Krise kommen.

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SPO R T AUSTR IA-MI TG LI ED ER SER V I CE

Sportanlagen richtig versichern – Teil 1: Sturmschäden

Was gilt im Rahmen der Sturmversicherung als versichert? Von der Sturmversicherung umfasst sind die Gefahren Sturm, Hagel, Schneedruck, Felssturz/Steinschlag und Erdrutsch. Diese werden in den zugrundeliegenden Bedingungen genau umschrieben und sohin begrenzt. Schäden, die über diese Begrenzung hinaus entstehen, stehen nicht unter Versicherungsschutz. Ohne die zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen zu kennen, ist eine fundierte Aussage über den tatsächlichen Versicherungsschutz nicht möglich. Jede Versicherungsgesellschaft kann und darf ihre eigenen Versicherungsbedingungen schreiben. Eine vorab Kontrolle dieser gibt es nicht (mehr). Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit mit unabhängigen ExpertInnen. Diese Unabhängigkeit ist per Gewerbeordnung ausschließlich durch einen Versicherungsmakler gegeben. Gebäude und Inhalte Versichert gilt die unmittelbare Einwirkung sowie die unvermeidliche Folge des Sturms. Ein Schadenfall der letzten Zeit zeigt deutlich, die Auswirkungen eines solchen: Das Sturmtief „Petra“ deckte dreiviertel des Dachs der Kantine einer Sportanlage ab (unmittelbare Folge des Sturms). In weiterer Folge zerstörte der Sturm die gesamten Waren sowie die Einrichtung der Kantine. Das Eindringen des Regens stellt grundsätzlich eine unvermeidliche Folge des Sturms dar. Da in diesem Fall nur das Gebäude, jedoch nicht der Inhalt versichert war, steht folglich lediglich die Reparatur des Daches unter Versicherungsschutz. Ein Fehler, der durch eine sorgfältige Beratung durch ExpertInnen jedenfalls zu vermeiden gewesen wäre. Außenanlagen, Solardächer und Beleuchtungen Wichtig zu wissen ist, dass in der Regel Außenanlagen wie Flutlichtanlagen, Solardächer, großflächige Verglasungen oder Maschinen wie Rasenmäher nicht automatisch vom Versicherungsschutz 16

© iStockphoto/trendobjects

Die Herausforderungen der vergangenen Monate führen vielerorts unweigerlich zu Überlegungen, auf welchem Weg ehestmögliche Senkungen der Fixkosten herbeigeführt werden können. Rasch ist man in diesem Zusammenhang bei der Reduktion von Versicherungsprämien angelangt. Doch sind es gerade schnelle und vor allem unüberlegte Kürzungen der Versicherungsleistungen oder Vertragskündigungen die letzten Endes zu hohen finanziellen Schäden führen können. Denn: ein vorübergehender „Betriebsstillstand“ schützt in vielen Bereichen nicht vor etwaigen Schadeneintritten. Die Beitragsserie „Sportanlagen richtig versichern“ soll dazu beitragen einen Überblick über die für Sportstätten zu versichernden Risiken und deren Versicherungssparten zu geben. Von versicherten „Sturmschäden“ sprechen die VersicherungsexpertInnen, wenn Wind-Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 60 km/h auftreten und Schäden hinterlassen. Für die Feststellung der Geschwindigkeit ist im Einzelfall die Auskunft der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) maßgeblich. Wesentlich ist, dass der Nachweis des Schadeneintritts dem Versicherungsnehmer obliegt.

umfasst sind. Durch eine besondere Vereinbarung, die im jeweiligen Versicherungsvertrag festgehalten wird, können aber auch diese versichert werden. Ein umfassender Versicherungsschutz beinhaltet einerseits die bestehenden Gebäude, andererseits die vorhandenen Inhalte. Außenanlagen, Solardächer Beleuchtungen etc. müssen in der Regel separat eingeschlossen bzw. definiert werden. Auch hier gilt das Sprichwort „Wer schreibt der bleibt.“ Stolpersteine entfernen • Fremde Sachen sowie gemietete und geleaste Geräte: Dass auch fremde, geleaste und gemietete Sachen unter Versicherungsschutz stehen gilt es ebenso zu definieren. Ohne diese Definition gelten ausschließlich eigene Sachen als versichert. • 100% grobe Fahrlässigkeit: Der Einschluss der 100-prozentigen groben Fahrlässigkeit wird unabhängig von der versicherten Sparte (Feuer, Leitungswasser etc.) dringend empfohlen. Fehlt dieser Risikoeinschluss, so berufen sich Versicherer im Schadenfall allzu gerne darauf, um sich leistungsfrei zu halten. Kommt es zu einer Ablehnung des Schadens durch den Versicherer, so muss der/die VersicherungsnehmerIn die „Deckung“ einklagen. • Instandhaltung von Dächern, Gebäuden etc.: Es besteht die Verpflichtung vor allem das Dachwerk ordnungsgemäß instand zu halten. Mangelnde Instandhaltung führt zur Leistungsfreiheit des Versicherers.


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• Verhalten im Schadenfall: Schäden sind umgehend und wahrheitsgemäß gegenüber dem Versicherer anzuzeigen. Falsche Darstellungen der Schäden und des Schadenereignisses führen zur Leistungsfreiheit des Versicherers. Die Versicherung ist bei jeder arglistigen Täuschung durch den/die VersicherungsnehmerIn von der Entschädigungspflicht aus diesem Schadenfall frei. Eine spätere Berichtigung unwahrer Angaben einer Schadenmeldung beseitigt die Obliegenheitsverletzung nicht.

Versicherungsberatung Held & Held Hauptstraße 25 2353 Guntramsdorf Tel.: 02236/53 086-0 Fax: 02236/53 086-4 E-Mail: sportversicherungen@diehelden.at Web: www.diehelden.at/sportaustria

Es ist unmöglich alle wichtigen und wesentlichen Punkte der Vertragsgestaltung im Rahmen eines Magazin-Beitrages abzubilden. Umso wichtiger ist es, auf ausgewiesen ExpertInnen zurückgreifen und vertrauen zu können. Wir empfehlen die zu versichernden Sportstätten jedenfalls besichtigen zu lassen! Das Sport AustriaVersicherungsservice steht mit Rat, Tat und ExpertInnenwissen zur Verfügung!

Wie lautet die Redensart? „Einmal ist keinmal, zweimal ist Zufall, dreimal ist Tradition?“ Genau! Und deswegen startete motion4kids am 28. Mai 2020 zum dritten Mal seinen erfolgreichen „Call for Projects“ – diesmal mit einem neuen, zweistufigen Förderprogramm. Damit können smarte Initiativen zur Bildung und Bewegung von Kindern noch gezielter und nachhaltiger unterstützt werden. In Stufe 1 werden drei Projekte von motion4kids mit je 10.000 Euro und durch die Teilnahme am motion4kids-Begleitprogramm, das in Zusammenarbeit mit den Bildungs-NGOs „Bildünger“ und „Ashoka Österreich“ stattfindet, gefördert. Ziel ist die Entwicklung eines umsetzungsfähigen Detailkonzepts für jedes der drei Projekte. In Stufe 2 unterstützt motion4kids die drei Projekte beim Auffinden von Financiers, die eine Anschlussfinanzierung von bis zu 100.000 Euro zur Projektumsetzung zur Verfügung stellen. Klare Kriterien, klare Projektziele Damit ein Projekt bei motion4kids Förderchancen hat, muss es folgende Kriterien erfüllen: 1. Es richtet sich an Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren in Österreich. 2. Es motiviert Kinder auf innovative Weise nachhaltig und unter Einbeziehen moderner digitaler Technologien zu mehr Bewegung. 3. Es kooperiert idealerweise mit einer pädagogischen Einrichtung.

© motion4kids

motion4kids: Startschuss zum 3. Call for projects

Die besten Projekte des dritten Calls for Projects werden vom hochkarätig besetzten Kuratorium von motion4kids bis Ende August 2020 ausgewählt, die GewinnerInnen nach einer Präsentation dann Mitte September 2020 bekanntgegeben. Details zu den Bewertungskriterien und weitere Infos zur Projekteinreichung finden sich im Internet unter www.motion4kids.org

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G E SELL SCH AF T SP O LI T I K

Sportunterricht und Trainingsanleitungen via Skype, Zoom & Co – Chancen und Gefahren TrainerInnen sind vor allem für Kinder und Jugendliche wichtige und prägende Personen. Verantwortungsvoll durchgeführt kann durch achtsame Vermittlung von Sport das Leben von Kindern in vielerlei Hinsicht positiv beeinflusst werden. Sei es als Vorbild, als MotivatorIn oder auch als mögliche Hilfsperson. Aufgrund der COVID-19-Maßnahmen fanden und finden nun vermehrt Trainingseinheiten per Skype, Zoom & Co statt, was den Vorteil hat, dass die Anleitung zum Sport und die Motivation sich weiterhin körperlich zu betätigen auch bei eingeschränkten Möglichkeiten sich gemeinsam zum Training zu treffen, aufrecht bleibt. Online-Trainingseinheiten bieten zeitliche und räumliche Flexibilität und kommen dem aktuellen Lebensumständen und Bedürfnissen von vielen SportlerInnen entgegen. Die alltägliche Praxis von Sportunterricht und Trainingsanleitungen via Skype, Zoom & Co bedarf eines sehr verantwortlichen Umgangs und einer klaren und schützenden Haltung der TrainerInnen – ganz besonders bei einem Training von und mit Minderjährigen. Dazu haben wir im Folgenden einige Tipps zusammengestellt, wie auch hier ein wirksamer, respektvoller und gewaltfreier Umgang gelingen kann: 1. Bereiten Sie sich gewissenhaft vor und fördern Sie die Transparenz Vorab gilt es, auf die derzeitigen Möglichkeiten der Anleitung zum Sport mit Positivformulierungen aufmerksam zu machen und passende organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen für die Trainingseinheiten zu schaffen.

4. Achten Sie auf den Rahmen Sorgen Sie für einen zeitlich und räumlich angemessenen und möglichst ungestörten Rahmen. Richten Sie Ihren Arbeits- bzw. Trainingsplatz vorab her und überlegen Sie vorab welche privaten Gegenstände sichtbar sind. Beim Training von Minderjährigen ist ein 6-Augenprinzip und andere Vorsichtsmaßnahmen wie das Prinzip der offenen Tür wünschenswert. Der/die TrainerIn hat auch die Verantwortung für den Umgang der Minderjährigen untereinander. Durch die gefühlte Anonymität und Distanz entsteht ein höheres Risiko an Einschüchterung, sexueller Belästigung oder Cyberbullying zwischen den Minderjährigen. 5. Achten Sie auf Verhalten und Erscheinung Kleiden Sie sich trainingsangemessen und sorgen Sie insgesamt für ein passendes äußeres Erscheinungsbild und achtsames Verhalten auch in ihren Bewegungen. Vermeiden Sie jedenfalls bewertende sowie sexistische, insbesondere sexualisierende Aussagen. 6. Machen Sie sich mit der Technik und digitalen Möglichkeiten vertraut Klären Sie die Qualität des Internetempfangs vorab. Eignen Sie sich das technische Know-how an, eine Trainingseinheit vorab zu planen, andere gezielt dazu einzuladen sowie Kamera und Mikrofon rasch ein-/ausschalten zu können. Einigen Sie sich darüber wer wen sehen oder hören kann.

3. Professionelle Atmosphäre im Privaten schaffen Die gewohnte private Umgebung verleitet manchmal zu einem legeren Umgang. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass das Vertraute nicht zu unangemessenen Vertraulichkeiten verführt.

8. Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst Für alle oben angeführten Punkte gilt: Die Verantwortung für den Ablauf einer digitalen Trainingseinheit liegt bei Ihnen. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass Grenzen und Rollen auch in der digi-

© iStockphoto/Orbon Alija

2. Seien Sie sich Ihrer Rolle bewusst Klar definierte Rollen ermöglichen einen respektvollen Umgang miteinander. Bleiben Sie sich auch online Ihrer Rolle als professionelle/r TrainerIn bewusst und reflektieren Sie die damit einhergehende Autoritäts- oder Machtposition!

7. Bild- und Tondatenspeicherungsregeln vereinbaren Es sind klare Regelungen zu treffen, wer etwaige Aufnahmen von Trainingseinheiten wofür verwenden darf. Speicherungen von Trainingseinheiten bedürfen der Zustimmung aller Teilnehmenden bzw. deren gesetzlicher VertreterInnen. Die Art der Nutzung der Materialen bzw. gegebenenfalls deren Downloadmöglichkeit ist ebenfalls vorab zu vereinbaren.

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GE SELL SCHAF T SP OLI TIK

talen Kommunikation gewahrt bleiben. Die üblichen Richtlinien und ein eventueller Verhaltenskodex gelten selbstverständlich bei Sportunterricht und Trainingsanleitungen via Skype, Zoom & Co weiterhin. Besprechen Sie sich bei Unsicherheiten mit KollegInnen, denn Qualität und Schutz können nur gemeinsam hergestellt werden. Ist diese Übung für Zoom geeignet? Wie kann man diese Anleitung machen ohne mittels Körperkontakt zu korrigieren? Wie spreche ich bestimmte Körperteile an? Nehmen Sie bei all den Herausforderungen und Unsicherheiten dieser für alle außergewöhnlichen Zeit Ihre Rolle als Vertraute/r und HelferIn wahr. Vielleicht gibt es auch in Ihrer Gruppe Kinder oder andere, die gerade jetzt großen psychischen Belastungen ausgesetzt oder sogar Opfer von Gewalt sind. Bringen Sie sich als mögliche Vertrauensperson ins Spiel. Gerade jetzt brauchen die Kinder und Jugendlichen Vertrauenspersonen, die ihnen zuhören,

die Signale richtig einordnen können und ihnen gegebenenfalls helfen. Als TrainerIn, als UnterstützerIn, als Vorbild! Ausführlichere Informationen zu den Handlungsempfehlungen für Sportunterricht und Trainingsanleitungen via Skype, Zoom & Co finden Sie auf https://bit.ly/digitale-trainingsanleitung

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die möwe Telefonberatung: 01/532 15 15 (Mo-Do 9-17 Uhr, Fr 9-14 Uhr) Onlineberatung: https://die-moewe.beranet.info E-Mail: kinderschutz@die-moewe.at

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SPO R T AUSTR IA-F O R T BI LD U N G S AN G EB OT

Sport Austria-Fortbildungskalender Abhängig von der weiteren Entwicklung der Coronakrise und der damit einhergehenden möglichen Einschränkungen, planen wir den Fortbildungsbetrieb spätestens ab September wiederaufzunehmen. Halten Sie sich über unsere Website www.sportaustria.at/fortbildungskalender auf dem Laufenden Fr., 04.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Präsentationstechniken

Graz

Fr., 04.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Pressearbeit

Wien

Fr., 11.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Sportverein & Steuerpflicht

St. Pölten

Fr., 11.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Respekt und Sicherheit im Sportverein

Salzburg

Fr., 18.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Kreativitätstechniken und Innovation

Klagenfurt

Fr., 25.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

Graz

Fr., 25.09.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Jugendliche im Sportverein – rechtliche Rahmenbedingungen

Eisenstadt

Fr., 02.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation & Rhetorik

Klagenfurt

Fr., 09.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Aufwandsentschädigung & Beschäftigungsverhältnisse

Dornbirn

Fr., 09.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Digitale Medienarbeit

Salzburg

Fr., 16.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Gesellschaftspoltische & soziale Aspekte im Sport

Salzburg

Fr., 16.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Sportmarketing & Social Media Marketing

Eisenstadt

Fr., 23.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Struktur & Aufbau des organisierten Sports in Österreich

Innsbruck

Fr., 23.10.2020

13:00 - 17:00 Uhr

Teambuilding

Klagenfurt

Fr., 23.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Sportsponsoring

St. Pölten

Fr., 30.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Kommunikation & Rhetorik

Wien

Fr., 30.10.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Sportverein Zukunft (Marketing)

Linz

Fr., 06.11.2020

13:00 - 17:00 Uhr

Respekt und Sicherheit im Sportverein

Klagenfurt

Fr., 06.11.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Digitalisierung im Sport

Wien

Fr., 06.11.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Grundlagen Budgetierung & Finanzierung

Salzburg

Do., 12.11.2020

17:00 - 21:00 Uhr

Vereins- & Haftungsrecht im Sportverein

Dornbirn

Fr., 13.11.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Jugendliche im Sportverein – rechtliche Rahmenbedingungen

Innsbruck

Fr., 20.11.2020

14:00 - 18:00 Uhr

Crowdfunding– externe Finanzierungsmöglichkeit

Eisenstadt

Termin: 5. bis 6. September 2020 Thema: Richtig laufen – für EinsteigerInnen und LeistungssprotlerInnen Hinweis: Aufgrund der Coronakrise ist die TrainerInnenfortbildung in Schielleiten dieses Jahr in abgespeckter Variante mit weniger TeilnehmerInnen geplant.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Auflistung um in Planung befindliche Workshops vorbehaltlich etwaiger Änderungen handelt. Details bzgl. ReferentInnen, Ort und Inhalt folgen. Die aktuellen Veranstaltungen und auch mögliche Änderungen entnehmen Sie bitte unserer Website: www.sportaustria.at/fortbildungskalender 20

! n e k r e Vorm

INF OBOX Ihr Ansprechpartner in der Sport AustriaGeschäftsstelle: Mag. Martin Domes Tel.: 01/504 44 55-18 E-Mail: m.domes@sportaustria.at

© www.polsterpics.com

TrainerInnenfortbildung Schielleiten


V ER ANSTALT U NGEN

Europäische Woche des Sports: #BeActive trotz Krise!

#BeActive Schnupperwoche Mit der #BeActive Schnupperwoche werden in der Europäischen Woche des Sports Schnupperangebote in Sportvereinen in ganz Österreich angeboten. Vereine können sich seit 29. Juni 2020 unter www.schnupperwoche.at zur #BeActive Schnupperwoche anmelden. Die bis 1. September 2020 angemeldeten Vereine nehmen an der Verlosung toller Preise – Sportaufenthalt für Vereinsgruppe, Gutscheine für Sportmaterialien und Sportbekleidung – teil. Die teilnehmenden Vereine sind selbstständig für die Bewerbung der Schnupperangebote verantwortlich. Eine Umsetzung in webbasierter Form ist möglich, wenn der normale Vereinsbetrieb ebenso digital stattfindet. Die aktuell geltenden COVID-19-Bestimmungen sind einzuhalten. Die #BeActive Schnupperwoche ist eine Initiative der Fit Sport Austria GmbH, der drei Breitensportverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION sowie von Sport Austria. #BeActive Night Die #BeActive Night findet am Samstag, dem 26. September 2020 statt. Ziel ist es, körperliche Aktivität und Sport durch mehrere öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen der Bevölkerung nahezubringen. Im Zuge der #BeActive Night sollen daher verschiedene Bewegungsaktivitäten in frei zugänglichen Bereichen zum Mitmachen und Ausprobieren einladen. Rund 20 Veranstaltungen werden anhand festgelegter Kriterien ausgewählt und erhalten eine finanzielle Unterstützung, Promotions- und Brandingmaterial sowie #BeActive Goodies für die Organisation, Durchführung und Nachbereitung ihrer #BeActive Night. Die Fit Sport Austria GmbH koordiniert in Abstimmung mit Sport Austria die #BeActive Night. Weitere Infos unter www.fitsportaustria.at/go/BeActiveNight

#BeActive Tryouts Die #BeActive Tryouts sind 2020 erstmalig geplant, um das Netzwerk der Bundes-Sportfachverbände und ihrer Vereine verstärkt für die Europäische Woche des Sports einzubauen und zu nutzen. Ziel ist es, v.a. junge Menschen für die unterschiedlichen Sportarten zu begeistern und Möglichkeiten aufzuzeigen, die Sportart(en) auszuüben und möglicherweise neue Talente und Mitglieder für die Sportvereine und Sportarten zu gewinnen. Aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation wird diese Aktion nun online abgebildet: Dazu sollen sportartspezifische Trainings-Videos produziert bzw. Online-Probetrainings vorbereitet werden, die während der Europäischen Woche des Sports über Videoplattformen und Social Medial geteilt werden. Für die teilnehmenden Verbände gibt es eine finanzielle Unterstützung für ihren Aufwand. Interessierte Verbände können sich bis 31. Juli anmelden. Weitere Informationen unter www.beactive-austria.at Darüber hinaus finden zahlreiche weitere #BeActive Aktivitäten statt, wie der European School Sport Day, der European Fitness Badge und #BeActive Workplace on Tour.

Kofinanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union

Die Europäische Woche des Sports ist eine Initiative der Europäischen Kommission und wird kofinanziert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Kommission. Die Verantwortung für den Inhalt dieses Projekts trägt allein der Verfasser, die Europäische Kommission und die Exekutivagentur haften nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

INF OBOX Ihre Ansprechpartnerin in der Sport AustriaGeschäftsstelle: Mag. Anna-Maria Wiesner Tel.: 01/504 44 55-12 E-Mail: a.wiesner@sportaustria.at

© www.polsterpics.com

Auch heuer heißt es wieder in ganz Europa: #BeActive! Die Europäische Woche des Sports von 23. bis 30. September wird in diesem Jahr zum sechsten Mal in 42 Ländern und zusätzlich in Zusammenarbeit mit 51 europäischen und internationalen Partner-Organisationen stattfinden. Das Kampagnen-Thema soll die Menschen ermutigen, während der Woche aktiv zu sein und darüber hinaus das ganze Jahr über aktiv zu bleiben. Seit 2017 ist Sport Austria nationaler Koordinator der Europäischen Woche des Sports in Österreich. Aktuell werden die Initiativen vorbereitet und gemäß den aktuell geltenden COVID-19-Hygienemaßnahmen sowie Abstands- und Sicherheitsregeln angepasst. So wird z.B. das Europa-weite Opening der Europäischen Woche des Sports, aufgrund des Sitzes der Ratspräsidentschaft ursprünglich geplant in Frankfurt, ein Online-Event werden und die #BeActiveAtHome Kampagne fortgeführt.

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F I T SPO R T AUSTR IA

5. Kinder gesund bewegen-Kongress erstmals im Online-Format! So haben sich das die VertreterInnen der drei Sport-Dachverbände ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION nicht vorgestellt. Gleich am Beginn der Corona-Krise musste das bundesweiten Programm Kinder gesund bewegen 2.0 neu gedacht werden und dann stand die Durchführung des 5. Kinder gesund bewegen-Kongresses plötzlich auch noch auf Messers Schneide. Alles war vorbereitet und startklar, damit am 24. und 25. April in Wiener Neustadt zum fünften Mal in Folge die zentrale Fortbildungsveranstaltung der im Programm Kinder gesund bewegen 2.0 tätigen ÜbungsleiterInnen, über die Bühne gehen kann. Knapp drei Wochen vor dem geplanten Termin dann die traurige Gewissheit: Als logische Folge der Maßnahmen der Bundesregierung musste die Umsetzung der 80 Workshops vor Ort leider abgesagt werden. Doch so einfach wollten sich die OrganisatorInnen nicht geschlagen geben. Um den ÜbungsleiterInnen trotz der Corona-Krise eine qualitativ hochwertige Fortbildungsveranstaltung anzubieten, wurde der Kongress kurzerhand ins Web verlegt und kostenlos angeboten. Praktisch-methodische Arbeitskreise in ein Online-Format umzubauen, geht das? Eine völlig neue Struktur, eine Herausforderung für OrganisatorInnen, ReferentInnen und TeilnehmerInnen gleichermaßen. Die Technik musste entsprechend ausgewählt und getestet werden, ReferentInnen muss-

ten ihre Inhalte anpassen und eingeschult werden und umfassende Informationen und technische Support für die TeilnehmerInnen mussten bereitgestellt werden. Die TeilnehmerInnenzahlen sowie die nachträglichen Feedbacks sprechen jedoch für sich: 500 TeilnehmerInnen nahmen am ersten Online-Kongress teil! Fast doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Eine langjährige Kongress-Teilnehmerin fasste die beiden Tage zusammen: „Ja, es war anstrengend, konzentriert so lange vorm PC zu sitzen. Aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt und auch organisatorisch leichter neben Familie zu organisieren! Ja, die persönlichen Pausengespräche und das angenehme „Networking“ haben gefehlt. Aber dafür haben wir vereinsintern wesentlich mehr ausgetauscht als bei vergangenen Kongressen! Ja, die Bewegung hat gefehlt. Aber dennoch konnte so viel Wissen eingesaugt werden. Die Bewegung können wir individuell beim Umsetzen nachholen!“ Auch wenn die eine oder andere Internetverbindung zu schwach war und uns allen das Miteinander und die Stimmung unter den TeilnehmerInnen, ReferentInnen und OrganisatorInnen fehlte, so waren TeilnehmerInnen und ReferentInnen gleichermaßen engagiert und motiviert und viele neue Inputs konnten mitgenommen werden. Durch das Online-Format wurde die Teilnahme einer größeren Zielgrup-

pe ermöglicht (all jene die aufgrund von der Familie oder weiten Anreise nicht in Wiener Neustadt hätten dabei sein können) und somit konnten eine Vielzahl an „Kongress-Neulingen“ gewonnen werden. Krisen sind oft Brutstätte für Neues, Kreatives, Abenteuerliches. Das Online-Format eines Bewegungskongresses wird nicht das Zukunftsformat sein, aber die dadurch entwickelten neuen Strukturen können neue, zusätzliche Angebote generieren, die den organisierten Sport in seiner Weiterentwicklung ein ganzes Stück weiterbringen kann. Kinder gesund bewegen 2.0 zur CoronaZeit Die Pandemie des COVID-19-Virus hat naturgemäß auch die Initiative Kinder gesund bewegen 2.0, das Programm zur Bewegungs- und Sportförderung im Kindergarten, in der Volksschule und im Verein, getroffen und innerhalb einer Woche wurden bundesweit alle Kooperationen bis auf weiteres eingestellt. Mit umgehenden Abstimmungsgesprächen und Web-Meetings zwischen den Fördergebern (BMKÖS und BSG) und den Fördernehmern (ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION) wurde auf diese neue Situation rasch reagiert. Dabei einigten sich die ProgrammpartnerInnen auf fünf Ersatzleistungen, welche in der Corona-Zeit durch die ÜbungsleiterInnen im Rahmen von Kinder gesund bewegen INF OBOX

© Fit Sport Austria

Fit Sport Austria GmbH Waschhausgasse 2 / 2. OG 1020 Wien Tel.: 01/504 79 66 E-Mail: office@fitsportaustria.at Web: www.fitsportaustria.at

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F I T SPO R T AUSTR IA

2.0 umgesetzt werden können. So wurde beispielsweise ermöglicht, digitale Videoclips oder Stundenbilder bzw. Übungssammlungen zu erstellen, um diese anschließend den PädagogInnen und Kindern der kooperierenden Bildungseinrichtung zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus finden aktuell laufend Planungen für den Sommer (Feriencamps) und den Herbst 2020 statt, um bei Bedarf wieder rasch auf „Normalbetrieb“ schalten zu können. Eines zeigt die Pandemie jedoch auf: Wenn es darauf ankommt, dann können sich Kindergärten und Volksschulen auch in Krisenzeiten auf ihre Kooperationspartner, mehr als 600 Sportvereine von ASKÖ, ASVÖ und SPORTUNION im Rahmen von Kinder gesund bewegen 2.0, verlassen. Viele Vereine und ÜbungsleiterInnen haben Vorbehalte gegen digitale Bewegungs- und Sportinhalte abgebaut und aufgezeigt, was mit innovativen, engagierten und kreativen Verhalten möglich ist. Die Sportvereine waren und bleiben verlässliche Partner des Bildungsbereichs.

„50 Tage Bewegung“ – 7.9. bis 26.10.2020 Unter dem Motto „Gemeinsam fit. Beweg dich mit!“ werden die Menschen in Österreich zu mehr Bewegung animiert. Ziel ist es, Vereine, Gemeinden und Einrichtungen in ganz Österreich als Partner der Initiative „50 Tage Bewegung“ dauerhaft zu gewinnen. Sportvereine, Sportverbände und Gemeinden sind auch heuer wieder eingeladen von 7.9. bis 26.10. ihre Aktionen, Initiativen und Veranstaltungen zur Förderung von Bewegung und Sport auf der gemeinsamen InitiativenPlattform www.gemeinsambewegen.at einzutragen und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Anmeldung

und Bestellungen von Werbematerialien sind ab 22. Juni möglich. Wir möchten an dieser Stelle alle VeranstalterInnen und TeilnehmerInnen darauf hinweisen, dass im Herbst noch einschränkende Maßnahmen seitens der Bundesregierung vorliegen könnten, die dann unter Umständen die Umsetzung beeinflussen.

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ASKÖ: Gesundheitssport ONLINE Zu Beginn der Corona-Krise hat die ASKÖ einen Youtube-Kanal „Fit mach mit“ mit vielen Mitmach-Videos eingerichtet. Bei der „ASKÖ Fit mach mit Challenge“ lud der Sport-Dachverband alle ein, aufzuzeigen, wie vielfältig man die Wohnung, den Balkon, den Garten oder die Natur nutzen kann, um alleine oder im Kreis seiner Familie Sport zu betreiben. Kreativität und Spaß waren gefragt! Zahlreiche Videos haben uns erreicht, die ersten 100 Einsender haben jeweils ein ASKÖ Schupferl-Set erhalten. Die 3 originellsten Video-Einsendungen wurden mit Thermen-Gutscheinen prämiert. Hier geht’s zu den Videos: https://tinyurl.com/tted8hg

Anfang Mai verfeinerte die ASKÖ ihre Bemühungen und brachte mit dem Portal „ASKÖ - Gesundheitssport ONLINE“ noch mehr Qualität für Bewegung daheim. Ein übersichtlicher Wochenplan unterstützte die Interessierten dabei, ihre Bewegungspausen zu planen und bestmöglich in Ihre Tagesstruktur zu integrieren. Ganz nach dem ASKÖ-Motto „Sport in seiner Vielfalt“ wurden vielseitige, gesundheitsorientierte Bewegungsangebote zum Mit- und Nachmachen präsentiert. Teilnehmen konnten alle Bewegungsinteressierten unter www.gesundheitssport-online.at FIT-Komm mit. Gemeinsam bewegen! Bleib im Gleichgewicht!

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ASVÖ: Der ASVÖ bewegt und informiert! Gemeinsam mit seinen Mitgliedervereinen kämpft der ASVÖ gegen die „Seuche des 21 Jahrhunderts“: den Bewegungsmangel! Der ASVÖ hat es sich zum Ziel gemacht, in dieser fordernden Zeit für einen passenden Ersatz zu sorgen. Die Website „Sporteln einmal anders!“ soll allen Bewegungshungrigen mit Videos helfen, sich auch zu Hause zu bewegen! Aus allen Bundesländern werden Beiträge zusammengetragen, die zu den verschiedensten Sportarten aufrufen. Von kreativen Ideen für Kinder bis zu Crossfit für Senioren ist für alle Altersgruppen etwas dabei. Auf www.asvo-sportzuhause.at finden Sie alle Bewegungsmöglich-

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Badminton Bundesliga: Pressbaum nach Abbruch Meister Zum dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte nach 1994 und 2012 darf sich der ASV Pressbaum-Badminton österreichischer Badminton Mannschafts-Staatsmeister nennen. Aufgrund der CoronaSchutzmaßnahmen wurde die Badminton-Bundesliga nach dem Grunddurchgang ohne Playoff-Spiele beendet. Der Sieger des Grunddurchgangs, der ASV Pressbaum-Badminton, ist damit Bundesliga-Meister der Saison 2019/20. Entscheidend für den Ausgang der Bundesliga Saison 2019/20 waren die Entscheidungen der ÖBV Länderkonferenz, die dem Abbruch der Meisterschaft nach dem Grunddurchgang einstimmig zustimmte. Da die noch ausste-

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keiten für Zuhause und Garten. Weiters hat der ASVÖ für seine Mitglieder eine eigene Seite mit allen aktualisierten Informationen betreffend COVID-19 und auch der jeweils gültigen Verordnungen eingerichtet. Hier werden die aktuellsten Fragen rasch und detailliert beantwortet. Auch die Handlungsempfehlungen der einzelnen Fachverbände für die möglichen Trainingseinheiten stehen als Download zur Verfügung. Alle Informationen auf www.asvo-corona.at.

henden Finalspiele (Semifinale und Finale) Corona bedingt nicht mehr ausgetragen werden konnten, einigte sich die Länderkonferenz mit 7:1 Stimmen, das Ergebnis nach dem Grunddurchgang für die Titelentscheidung, heranzuziehen. Im Vorjahr konnte sich Traun in drei knappen Finalspielen noch gegen Pressbaum durchsetzen – Pressbaum konnte heuer somit das Finalergebnis drehen. Der freiwillige Ausstieg von ASKÖ Kärnten aus der 1. Bundesliga, ermöglicht BSC 70 Linz den Wiederaufstieg in die oberste Badminton Spielklasse.

Baseball: Baseball und Softball zurück im Training Nach einem langen Winter und knapp 10 Wochen Wartezeit dürfen auf Österreichs Baseball- und Softballplätzen wieder die Bälle fliegen. Allerdings weiterhin unter Einschränkungen. Für die Sportlerinnen und Sportler ist der Wiedereinstieg ins Training eine riesen Erleichterung. Der Vereinssport hat neben der Freude an der Bewegung auch eine große soziale Komponente, die nun zurückkehrt. Der Spielbetrieb für Baseball und Softball in Österreich muss weiterhin warten. International haben die Europäischen und Baseballverbände die Turniere für 2020 bereits abgesagt. Für die Nationalteams heißt es also warten auf 2021. 2

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Präsident Husty: Erfolgreichen Weg fortsetzen: „Als Verband ist es unser Ziel den erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortzusetzten.“, sagt ABF Präsident Rainer Husty in einem Interview mit dem ORF. „Wir wollen mit den Herren und den Damen unter die Top 8 Nationen in Europa und mit den Nachwuchsteams in der Topklasse das derzeit gute Niveau halten. Mittelfristig ist auch wieder eine Teilnahme an Weltmeisterschaften unser Ziel. Mit unseren Akademieprogrammen im Nachwuchsbereich haben wir dafür in den letzten Jahren, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, die besten Voraussetzungen geschafft.“ 3

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Behindertensport: Neue Onlineangebote beim ÖBSV Seit Beginn der Einschränkungen des Sportbetriebs bietet der Österreichische Behindertensportverband Live-Trainings und Trainings-Videos für all seine Aktiven an. Bei den Live-Trainings zeigen die Trainerinnen und Trainer des ÖSBV über Video-LiveChat Übungen und kontrollieren auch die Richtigkeit dieser. So hatten und haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiterhin die Möglichkeit Sport zu machen, fit zu bleiben und gemeinsam mit anderen zu trainieren. Das Angebot ist dabei sehr breit gefächert: Vom „Online-Rollisport für Kids“ bis hin zum Heimtraining speziell für Fußballer mit Behinderung ist alles zu finden. Bei

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Bild 4: Doris Fritz zeigt Übungen für Menschen mit schwerer körperlicher Einschränkung im Rollstuhl und im Elektrorollstuhl mit Assistenz. Das und mehr findet man auf dem auf dem YouTube-Kanal und der Webseite des ÖBSV.

Bob und Skeleton: Ex-Europameister Walter Stern übernimmt Skeleton-Nationalmannschaft Walter Stern aus Zirl übernimmt den Posten des Cheftrainers der Skeleton-Nationalmannschaft. Der 48-Jährige war selbst acht Jahre lang als Skeletonpilot unterwegs. Höhepunkt seiner Karriere war der Europameistertitel im Jahr 2003 in St. Moritz. In der Saison 2005/2006 beendete er seine Karriere. Danach war Stern immer wieder als Trainer aktiv. Unter anderem war er vier Jahre lang in Großbritannien im Nachwuchsbereich tätig, formte spätere Spitzenathleten wie Amy Williams (Olympiasiegerin 2010 in Vancouver, Vize-Weltmeisterin 2009 in Lake Placid), Lizzi Yarnold (Olympiasiegerin 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang,

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den Trainings-Videos „ÖBSV bewegt zuhause“ werden komplette Übungseinheit vorgezeigt, die man jederzeit auf der Webseite und dem YouTube-Kanal des ÖBSV abrufen kann. Ziel des ÖBSV ist es, für alle Behinderungsgruppen und Levels Trainingsclips in möglichst vielen Bereichen – also Kraft, Ausdauer und Koordination – zu haben.

Weltmeisterin 2015 in Winterberg) und Adam Pengilly (Vize-Weltmeister 2009 in Lake Placid). Später coachte Stern das Schweizer Weltcupteam und betreute dort unter anderem die Spitzenpilotin Marina Gilardoni. Immer wieder verschlug es den Tiroler auch in seine österreichische Heimat, wo er unter anderem als Betreuer für das Team bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer 2016 im Einsatz war. Als Nationalcoach Österreichs will er neben der Betreuung von Janine Flock die Talente Samuel Maier, Florian Auer und Alexander Schlintner Schritt für Schritt an die Weltspitze heranführen.

Casting: Sport steht ganz im Zeichen von COVID-19: nach Absagen und Betretungsverboten stimmen alternative Methoden optimistisch Wie die meisten Sportarten leidet der Castingsport massiv unter den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Reisebeschränkungen und fehlende Planungssicherheit für Veranstalter führten zur Absage der WM sowie aller Weltcupveranstaltungen im heurigen Jahr durch den Weltverband ICSF. Auch die stets gut besuchten internationalen Wettkämpfe in Österreich haben wir bereits absagen müssen oder weit nach hinten verschoben. Trotzdem halten sich unsere Spitzensportlerinnen und Spitzensportler auch in Krisenzeiten fit und ihre Formkurve aufrecht. Das verordnete Training zu Hause im eigenen Garten oder am Parkplatz stellte sich als

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brauchbarer Ersatz für das Training an den gesperrten Sportsstätten heraus. Im Fitnessraum wird die Kraftkomponente bei Weitwürfen mit Dehnbändern simuliert, und die technische Ausführung kommentiert und korrigiert der Bundestrainer live per Video in Konferenzschaltung. Nach Aufhebung des Betretungsverbotes für Sportanlagen findet das ordentliche Training wie gewohnt statt, und die überfälligen nationalen Veranstaltungen werden neu ausgeschrieben. Auch Besprechungen und Schulungen können unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden. Bild 6: Alena Kläusler beim Home Training 2020.

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Eisschnelllauf: Tolle Ergebnisse für Österreichs Eisschnellläufer und Short Tracker in der abgelaufenen Wintersaison Vanessa Herzog, Österreichs Sportlerin des Jahres, konnte nicht ganz an ihre Vorjahresleistungen anknüpfen, feierte einen Weltcupsieg und eroberte EM-Silber über 500 m. Bei der WM schrammte sie knapp an einer Medaille vorbei, wurde unglückliche Vierte. Jungstar Gabriel Odor wurde bei seiner Weltcuppremiere gleich Zehnter im Massenstart, holte die Silbermedaille im Massenstart bei der Junioren-WM und verpasste nur knapp das historisch erste Edelmetall im Vierkampf. Ein Strauchler über 1.500 Meter verhinderte mehr und so beendete der Tiroler den Wettkampf als Vierter. Bei den Olympischen Jugendspielen von Lausanne holte

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Jugendspielen von Lausanne.

Faustball: COVID-19: Start der Bundesliga verschoben – keine internationalen Bewerbe 2020 Der Start der Bundesligen Anfang Mai musste verschoben werden. Der Beginn ist aktuell für August geplant, natürlich unter Einbeziehung aller gesetzlichen Bestimmungen und Sicherheitsrichtlinien. Als wichtigstes Kriterium für weitere Entscheidungen gilt bei Faustball Austria, die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. „Wir haben eine große Verantwortung im Hinblick auf die Gesundheit aller FaustballerInnen. Diese steht bei allen Entscheidungen an oberster Stelle. Bis mindestens Ende Juni werden keine Veranstaltungen möglich sein. Mit einer entsprechenden Vorbereitungszeit gehen wir derzeit davon aus, die Saison mit 15. August

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Ignaz Gschwentner die Goldmedaille im Teamsprint. Mit dem sechsten Rang über 500 m sowie dem siebten Platz im Massenstart rundete er seine erfolgreiche Teilnahme an den Bewerben ab. Eine historische Qualifikation schafften Österreichs Short Tracker. Mit guten Weltcupergebnissen qualifizierte sich die Staffel zum ersten Mal für die EM. Wie gut sich das Team unter Nationaltrainer Ivan Pandov entwickelte, unterstrich Nicolas Andermann, der mit seinem elften Platz beim Weltcup in Salt Lake City in die absolute Weltspitze fuhr. / Bild 1: Ignaz Gschwentner gewinnt Gold bei den

verspätet, aber doch starten zu können“, erklärt Generalsekretär Hannes Dinböck. Auch der Weltverband IFA und der europäische Verband EFA haben Entscheidungen über Absagen bzw. Verschiebungen getroffen. Die Männer-EM in Kaltern (Italien) sowie die Kombiveranstaltung U18-WM/U21-EM in Grieskirchen wurden um ein Jahr verschoben. Alle europäischen Klub-Bewerbe wurden abgesagt, die laufende World Tour abgebrochen. Die Frauen-WM wurde auf 2021 verschoben und wird nicht in Chile stattfinden. Bild 2: Warten auf den Meisterschaftsbeginn: Iris Mayr von Frauen-Meister Union Nußbach.

Frisbee: Sport in Zeiten von Corona Ultimate: Gemeinsam mit dem Ministerium und Sport Austria haben wir Richtlinien (siehe www.oefsv.at) für die sichere Ausübung des Frisbeesports in Österreich während Corona erarbeitet. Doch nicht nur an den Corona-Richtlinien wurde in den letzten Wochen eifrig gearbeitet. Unsere Frauenbeauftrage Kathrina Rieger hat mit ihren KollegInnen aus Deutschland den Blog „Uplift Ultimate“ (www.uplift-ultimate.eu) ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um eine Austauschplattform primär für Frauen in der deutschsprachigen Ultimate-Szene. Hier werden Frisbee-Sport relevante Themen in Artikeln veröffentlicht und diskutiert. 2

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Discgolf: Schon vor Corona ist bei Discgolf das Abstandhalten zu den MitspielerInnen ein hohes Gut gewesen, denn zu geringer Abstand würde die Ausübung stören. Somit kein Wunder, dass gerade jetzt diese Frisbee-Disziplin boomt, denn Discgolf bietet ein attraktives Bewegungsangebot. In fast allen Bundesländern (Ausnahme Vorarlberg) gibt es Discgolfanlagen. Einen Überblick über die meist öffentlich zugänglichen und oft kostenlos oder kostengünstig bespielbaren Anlagen bietet www.discgolf.at unter »Parcours«. / Bild 3: St. Pölten, Green Park: Der neue Discgolf-Hotspot ist ganzjährig und kostenlos bespielbar.

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Handball: 8. Großereignis in einer Dekade: Herren für WM qualifiziert – Frauen EM-Quali abgebrochen, Nachwuchs WM und EM verschoben Österreichs Handball Männer Nationalteam fährt zum insgesamt vierten Mal innerhalb der letzten zehn Jahre zur WM, qualifiziert sich damit überhaupt zum achten Mal seit 2010 für ein Großereignis. Nach der mit Rang 8 besten EM-Platzierung aller Zeiten bei der Heim-EURO vergangenen Jänner, bekam man für das WM-Playoff die Niederlande zugelost. Aufgrund der Coronakrise brach die EHF sämtliche Quali-Bewerbe ab. Österreich erhielt als die besser gerankte Nation das WM-Ticket zugesprochen. Bei den Frauen wurden die Plätze für die Women´s EHF EURO 2020 anhand der Ergebnisse der EURO 2018, für die Österreich nicht

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Karate Austria hadert nach tollem Frühjahr mit Olympia-Verschiebung, U18-Weltmeisterin als Salzburgs Nachwuchs-Ass des Jahres Premier League-Bronze durch Bettina Plank in Dubai und Alisa Buchinger in Paris – dazu U21-EM-Gold durch Lora Ziller! Österreichs Karate-Asse befanden sich bis zur Corona-Pause in Top-Form. „Ihr seid großartig“, gratulierte Karate Austria Generalsekretär Ewald Roth dem Team nach den starken Auftritten und sieht deshalb die Olympia-Verschiebung auf 2021 mit einem weinenden Auge. „Es ist sehr schade, denn bei uns herrschte im Vorbereitungs-Camp zur Olympia-Qualifikation und zur EM perfekter Teamgeist. Unsere Athleten überzeugten in Paris, Dubai und Salzburg. Neben den WM- und EM-Medaillengewinnern

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qualifiziert war, vergeben. Dadurch verpassen Petra Blazek & Co. den Kontinentalwettkampf im Dezember dieses Jahres. Ebenfalls von der Coronakrise betroffen sind sämtliche Welt- und Europameisterschaften im Nachwuchs. Sämtliche ÖHB-Jahrgänge waren für die für Sommer angesetzten Großereignisse qualifiziert. Die Nachwuchs-WM weiblich wurde in den Herbst verschoben, die Burschen-EM in den Jänner 2021. Die Men´s 20 EHF EURO hätte im Juli 2020 in Innsbruck und Brixen ausgetragen werden sollen. Derzeit prüfen die Organisatoren, ob die gemeinsame Ausrichtung zum angedachten Termin im Jänner 2021 möglich ist.

Bettina Plank, Alisa Buchinger und Stefan Pokorny konnten auch die Brüder Luca und Robin Rettenbacher Weltklasse-Kämpfer schlagen. Sie alle hatten reelle Olympia-Chancen“, skizziert Roth: Die Turniere in Rabat, Baku und Paris werden 2021 nachgeholt, die WM im November in Dubai wird vermutlich auf 2021 verschoben werden.“ Erfreulich: Marina Vukovic wurde zu Salzburgs Nachwuchs-Sportlerin des Jahres gekürt. Die U18-Weltmeisterin führt dazu in ihrer Klasse wie auch die WM-Dritten Aleksandra Grujic (U18) und Isra Celo (U16) die Weltrangliste an. Bild 5: Bettina Plank punktet im Finale von Dubai.

Moderner Fünfkampf: Rang 19 beim 1. und heuer letzten Weltcup in Kairo Gustav Gustenau verzeichnete gute Leistungen im Finale des 1. Weltcups in Kairo am 27. und 29. Februar 2020. Rang 19 brachte wertvolle Punkte für die Olympiarangliste. Gustenau startete mit Rang 6 und 2:04,89 über die 200 m Kraul, der Fechtbewerb lief zu Beginn nicht ganz nach Plan, eine Steigerung gegen Ende brachte den 23. Platz mit 193 Punkten. Im anschließenden Reitbewerb konnte der routinierte Reiter mit Rang 6 (298 Punkte=1 Sekunde Zeitfehler) einige Plätze aufholen. Im abschließenden Laser Run musste er beim ersten Schießen acht Fehlschüsse hinnehmen, beim zweiten Schießen waren es noch 3 Fehlschüsse, die dritte

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und vierte Serie liefen mit jeweils 0 Fehlern perfekt. Damit konnte Gustenau als 19. (1.387 Punkte) die Ziellinie überqueren und sehr zufrieden sein. Sieger wurde der Ungar Marosi mit 1.470 Punkten.

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Olympisches Comité: Olympic Austria unterstützt „Wir tragen Maske“-Kampagne Österreichs Olympia-Hoffnungen für die Sommerspiele im nächsten Sommer in Tokio traten als Botschafter für die von den Österreichischen Lotterien und Casinos Austria initiierten Kampagne #wirtragenmaske auf. Karate-Ass Bettina Plank, Ruderin Magdalena Lobnig oder Leichtathlet Lukas Weißhaidinger unterstützten die Initiative ebenso wie ÖOC-Präsident Karl Stoss und Generalsekretär Peter Mennel. „Unsere Athletinnen und Athleten sind Vorbilder in vielerlei Hinsicht, also auch was das Tragen von Masken betrifft, weil so die Verbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden kann“, erklärt Karl Stoss. Das Chinesische Olympische

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nur im Ruderzentrum Maske.

Paralympisches Committee: Mehr Sicherheit für den großen Traum „Tokyo 2020“ Die Krise als Chance nutzen. Nach diesem Motto gestaltete das Österr. Paralympische Committee die letzten Monate. So fand die Sitzung des ÖPC-Sportlerbeirats erstmals online via Videokonferenz statt. Mit dabei waren acht VertreterInnen des Sommer- und Wintersports, Gasthörer Helmut Iwanoff in seiner Funktion als Referatsleiter Leistungssport im BMLV sowie ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber und die für Games Management verantwortliche Julia Wenninger. Hauptthema war die Verschiebung der Paralympischen Sommerspiele 2020 ins nächste Jahr. Walter Ablinger meinte als Vorsitzender des Sportlerbeirats: „Die Ausführungen und Erklä-

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Komitee stellte Olympic Austria 10.000 Schutzmasken für die SportlerInnen zur Verfügung. Die 7 Olympiazentren in Dornbirn, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt, Linz, St. Pölten und Wien wurden mit Masken beliefert, um den Trainingsbetrieb in Kraftkammern und Trainingshallen zu unterstützen. „Die Gesundheit steht trotz Training im Vordergrund, die aktuelle Situation verlangt Disziplin und Verantwortung. Aber alle, Sportler, Betreuer und die Verantwortlichen in den Olympiazentren machen eine tollen Job“, sagt Peter Mennel. / Bild 1: Vorbildfunktion: Magdalena Lobnig trägt nicht

rungen geben allen SportlerInnen wieder mehr Sicherheit.“ Auch das Europäische Paralympische Committee informierte die nationalen Komitees. „Es wird nach Lösungen und Angeboten gesucht, Veranstaltungen abzuhalten und Termine für Klassifizierungen zur Verfügung zu stellen, sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben werden“, berichtet ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber. Alle AthletInnen, die ihr „Ticket“ für Tokyo bereits gelöst haben, behalten es auch. Alle anderen haben länger Zeit, sich zu qualifizieren. Bild 2: Der Sportlerbeirat-Vorsitzende Walter Ablinger zog zufrieden Bilanz.

Orientierungslauf: ÖFOL goes virtual Was tut Österreichs Orientierungslauf-Elite, wenn die Perspektive auf den Vergleich bei internationalen Wettkämpfen fehlt? „Wir tun das, was wir gerne tun“, erklärt Martin Binder, Trainer der OLLeistungssportler beim Bundesheer. „Wir trainieren indoor, durften immer auch alleine draußen trainieren, das macht Spaß“, sagt Martin Binder. Die Stimmung im Team ist gut. Von Motivationslücke keine Spur. „Wenn es keine Wettkämpfe gibt, dann kümmern wir uns darum, die Grundlagen zu verbessern, an Mobilität und Stabilität zu arbeiten“, erklärt Martin Binder. Dreimal pro Woche wird den knapp 50 Kaderathleten des ÖFOL ein wissenschaftlich 2

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begleitetes, systematisch aufgebautes Videotraining geboten. Für die kognitive Komponente sorgen OL-Trockentrainings: Während sich die Athleten beim Krafttraining auspowern, lösen sie knifflige OL-Aufgaben. Die dritte Säule ist die Ernährung: Leistungssport Austria Ernährungswissenschaftlerin Isabella Grabner-Wollek gab Ende April bei einem Online-Workshop Tipps für die OL-spezifische Energiezufuhr. „Als Orientierungsläufer müssen wir flexibel auf Herausforderungen im Gelände reagieren“, sagt Martin Binder. Bild 3: ÖFOL-Kaderathletin Carina Polzer beim ÖFOL goes virtual Training.

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Radsport: Starkes Debüt der rot-weiß-roten eLiga – erfolgreiches Resümee der heißen Duelle in Österreichs Wohnzimmern Während der Coronakrise entstand mit der Austrian eCycling League eine neue, virtuelle Rennserie. Insgesamt über 160 Teilnehmer maßen sich auf ihren Heimtrainern und nach fünf Wochenenden wurden die ersten Gesamtsieger gekürt. „Die Rennen waren auf einem sehr hohen Niveau, eine Bereicherung für uns. Die Serie wurde kurzfristig ins Leben gerufen und lieferte hervorragende Ergebnisse. Das Teilnehmerfeld war toll besetzt“, freute sich ÖRV-Präsident Harald J. Mayer. Von Seite der Athleten empfing der Verband positives Feedback für die neu geschaffene Sportart, bei der sich die Sportler gegenseitig virtuell messen

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Bild 4: Virtuelle Rennen im Wohnzimmer.

Rollsport: Österreichische Staatsmeisterschaften 2020 Skateboarding Street Am Sonntag, den 8. März 2020 fanden in Innsbruck bereits zum zweiten Mal Staatsmeisterschaften in Skateboarding Street statt. Am Start war Österreichs Olympiahoffnung Julia Brückler. Die Niederösterreicherin, die sich für alle internationalen Wettkampfeinsätze in den Vereinigten Staaten vorbereitet, kam extra wegen dieses Wettkampftermines nach Österreich. Nach Rückflug in die USA musste Julia in 14-tägige Quarantäne, aber mittlerweile konnte sie ihr Training wiederaufnehmen. Zum Contest selbst: Nach 2019 war auch heuer wieder die Skatehalle Innsbruck Austragungsort der Staatsmeisterschaft. Der Skateboard Club

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konnten. Alle sechs heimischen Profiteams nahmen teil und sorgten somit in der rennfreien Zeit für Bewegung. „Ein Fünftel der Teilnehmer bildete der Nachwuchs. Hier haben wir von Beginn an Bedarf an Wettkämpfen gesehen, um die Motivation für das Training aufrechtzuerhalten“, blickte Florian Moser, Manager der eLiga, zurück. Die nächste Saison wird dann im Winter, zur eigentlich gewohnten Indoor-Zeit, ausgetragen. „Wir wollen mit der eLiga ein fixer Bestandteil des Spitzen-, Breiten- und Jugendsport sein.“, blickte Christoph Hugl, der Projektkoordinator, voraus.

Innsbruck sorgte wieder einmal für einen reibungslosen Ablauf der ÖRSV Veranstaltung. Sowohl das Publikum als auch die Spartenleiter sahen sehr gute Wettkämpfe. So konnte der Kader in der Disziplin Street für die internationalen Einsätze bestätigt werden. Der Contest selbst wurde vom internationalen Fachverband, der World Skate, in das Bewertungssystem für Olympia aufgenommen, sodass alle Wettkampfteilnehmer sich auch Punkte für die Weltrangliste sichern konnten. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren haben sich die Favoriten durchgesetzt und sicherten sich den begehrten Titel. / Bild 5: Martin Schrotter

Rudern: Der ÖRV präsentiert Robert Sens als neuen Nationaltrainer Der Österreichische Ruderverband hat mit Robert Sens einen neuen Nationaltrainer gefunden. Der 42-jährige Deutsche hat im Mai seine neue Tätigkeit aufgenommen. Mit Sens als Nationaltrainer geht der ÖRV in die verlängerte Vorbereitung zu den Olympischen Spielen in Tokio. Ziel ist es nach wie vor, weitere Boote für Olympia zu qualifizieren. „Der ÖRV hat mit seinen Athleten eine irrsinnig gute Entwicklung geschafft und es freut mich, diese weiterführen zu können und hier dabei sein zu dürfen“, sagt Robert Sens, der selbst in seiner aktiven Karriere zweimal (2000 und 2004) an der olympischen Regatta teilgenommen hat. ÖRV-

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Präsident Horst Nussbaumer: „Der Österreichische Ruderverband hat die Gunst der Stunde genutzt und das window of opportunity, das durch die Verschiebung der Olympischen Spiele aufgegangen ist, sofort genutzt und einen neuen Nationaltrainer unter Vertrag genommen.“ Robert Sens, selbst dreimaliger Weltmeister: „Der ÖRV ist ein international aufstrebender Ruderverband und dies ist eine extrem attraktive Position, auf die ich mich unheimlich freue. Österreich ist ein wunderschönes Land mit wunderbaren Trainingsrevieren, viele Nationen verbringen hier viel Zeit. Es haben viele Punkte dafürgesprochen.“ 6

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Special Olympics Österreich trotzt der Corona-Krise mit neuen Ideen und treuen Partnern Online-Trainingsvideos und Fotochallenge – auch Special Olympics Österreich war in den letzten Monaten gezwungen, die Aktivitäten ins Internet zu verlagern. Wie sich das weitere Jahr entwickeln wird, steht noch in den Sternen. Umso wertvoller ist es, dass man gerade jetzt auf treue Sponsoren und Partner vertrauen kann. Unternehmen wie Magna, Unicredit, Ruefa oder Erima haben erst vor Kurzem ihre Unterstützung für Special Olympics kundgetan. Auch Coca-Cola hat eine beträchtliche Summe aus dem #Miteinand-Fonds zur Verfügung gestellt. Dieses Geld stammt aus der geplanten Promotion für die abgesagte Fußball-EM 2020.

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Bild 1: Präsident Jürgen Winter bedankt sich, dass viele Unternehmen und Menschen weiterhin ein Herz für Special Olympics haben.

Sportschießen: Olympiaquotenplatzgewinn durch Steiner bei EM in Breslau Mit Spannung wurde vom ÖSB-Team die Europameisterschaft für Luftdruckwaffen im polnischen Breslau (Wrocław) erwartet. Von 23. Februar bis 1. März fiel für Österreichs SportschützInnen die – wie sich im Nachhinein herausstellen sollte – einzige große Entscheidung der Saison 2020. Wie im Jahr zuvor brachte die Europameisterschaft eine Medaille, diesmal erzielt von dem für Tirol schießenden Salzburger Stefan Wadlegger mit dem hervorragenden zweiten Platz im Luftgewehrbewerb der Junioren. Wadlegger krönte mit dem Vizeeuropameistertitel seine konstant gute Form der vergangenen Jahre. Überstahlt wurde das Event jedoch von dem

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Außerdem gibt es eine Spende von Coca-Cola und den Österreichischen Lotterien, obwohl der heurige Inclusion Run am 18. April abgesagt werden musste. „Es ist schön zu sehen, dass es auch in herausfordernden Zeiten treue Partner und Unternehmen, aber ebenso Privatpersonen gibt, die ein Herz für Menschen mit Beeinträchtigungen haben. Im Namen aller Athleten danke ich für diese Unterstützung!“, so Präsident Jürgen Winter.

erhofften zweiten Olympiaquotenplatz für die Spiele in Tokio, den sich Sylvia Steiner mit der Luftpistole sicherte. Die Salzburgerin war bei ihren Weltcup- und European-Games-Finalplatzierungen der vergangenen Saison bereits mehrmals, teils nur um Zehntelringe und einen Rang, an einen Olympiaquotenplatz herangekommen und erreichte damit ihr lange anvisiertes Ziel. Martin Strempfl hatte bereits im Februar 2019 beim ISSF World Cup Neu-Delhi den ersten Olympiaquotenplatz für das ÖSB-Team im Luftgewehrbewerb geholt. Bild 2: Sylvia Steiner

SPORTUNION schafft mit Sport-Digitalisierungsoffensive neue Verbindungen Seit dem Beginn der Corona-Krise gewannen digitale Innovationen, auch im Sport, enorm an Bedeutung. Die SPORTUNION hat daher eine Sport-Digitalisierungsoffensive gestartet, um Bewegung und Fitness in Österreich weiter zu fördern. Mit der HashtagAktion #sportunionathome, der Livestream-Plattform DIGITALSPORTS, den on-demand Work-Out-Trainingsvideos, der täglichen Turnstunde und der täglichen Bewegungseinheit wurden fünf digitale Projekte seit dem Beginn der Corona-Krise verwirklicht. Unter sportunion.at/digitalsports werden wöchentlich rund 200 Kurse von zirka 30 Vereinen angeboten und trotz Physical Distan2

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cing soziale Interaktionen gefördert. Allein im April haben über 100.000 Teilnehmende die kostenlosen Angebote genutzt. Zudem konnte mit der täglichen Turnstunde für Volksschulkinder zuhause eine langjähre Forderung – zumindest online – für ganz Österreich realisiert werden. Dank der Umsetzung der verschiedenartigen neuen Online-Plattformen konnte Sport und Bewegung, trotz der einschränkenden Maßnahmen, weiterentwickelt werden. Damit leistet die SPORTUNION einen wichtigen und krisenfesten Beitrag zur Bewegungsförderung in Zeiten des Coronavirus. Bild 3: SPORTUNION startete Sport-Digitaloffensive.

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Tischtennis: Liu Jia besiegt Stefan Fegerl im Geschlechter-Duell, Zwangspause für Europas Nr. 1 Sofia Polcanova Facettenreiche Corona-Auswirkungen: Einerseits gelten die MixedVize-Europameister Stefan Fegerl/Sofia Polcanova durch die abgesagten Turniere als uneinholbar in der Weltrangliste und sind damit für Olympia qualifiziert. Andererseits erwischte es die Hallensportart hart, mussten die Bundesligen, die Champions League mit Halbfinalist Linz AG Froschberg und die Europe Cups mit den Semi-Finalisten Walter Wels (Herren) und Villach (Damen) ohne Titel-Vergabe abgebrochen werden. Noch vor der Pause wurden Sofia Polcanova und Daniel Habesohn Staatsmeister. Bei der viel beachteten Top of Austria Challenge im Dancing Stars-Ballroom

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Triathlon: Ehre, wem Ehre gebührt Der Österreichische Triathlonverband (ÖTRV) zählt zu den jüngeren Sportfachverbänden in Österreich. Er wurde 1987 aus der Taufe gehoben, 1991 als Anwärterverband und 1994 als ordentliches Mitglied bei Sport Austria (vormals BSO) aufgenommen. Nicht nur Österreichs Athleten sorgten seitdem für großartige Erfolge, wie z.B. dem sensationellen Sieg von Kate Allen bei den Olympischen Spielen 2004, sondern auch Österreichs Funktionäre, Veranstalter und Technical Officials setzten sich in den letzten 30 Jahren für den Triathlonsport ein. Grund genug, um 2015 im ÖTRV eine Ehrenordnung einzuführen, um verdienstvolle Personen für ihren

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Einsatz auszuzeichnen. So gibt es das Leistungsabzeichen für besondere sportliche Leistungen und Erfolge, das Ehrenabzeichen für Technical Officials und jenes für besondere Leistungen innerhalb des Verbandes. Für außergewöhnliche Verdienste gibt es den ÖTRV-Ehrenring. Darüber hinaus können in Würdigung hervorragender Verdienste um den ÖTRV und den österreichischen Sport bestimmte Personen zur Ehrenpräsidentin bzw. zum Ehrenpräsidenten oder zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt werden. Bild 5: Joschi Schlögl (2.v.l.) erhielt 2015 das erste ÖTRV-Ehrenabzeichen.

Volleyball: Beachvolleyballer trotzen Coronakrise Krisenzeiten benötigen besondere Ideen: Österreichs BeachvolleyballerInnen wollen dem Coronavirus mit einer ChampionsTurnier-Serie trotzen. Um diese zu ermöglichen, werden sämtliche TeilnehmerInnen engmaschigen Tests unterzogen. Die Denizbank AG Volley League Women & Men sowie die 2. Bundesligen mussten vom ÖVV-Vorstand hingegen bereits im März aufgrund der unsicheren Lage vorzeitig für beendet erklärt werden. Da die DenizBank AG VL-Playoffs nicht zur Austragung kamen, entschied man, die Titel „Staatsmeister“ nicht zu vergeben. Dafür gibt es aber in beiden höchsten Spielklassen einen Rang 1 für die Saison

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des ORF musste die Linzerin aber absagen. Ihre Hüftschmerzen zwangen die Nummer 1 Europas zu einer Arthroskopie und einer Pause von bis zu zwölf Wochen. Corona-Opfer wurde auch Robert Gardos, der die französische Liga souverän angeführt hatte – Rouen wurde aber nur „Ehrenmeister“. Strahlen konnte dagegen Liu Jia, nicht ob ihrer Rückkehr vom deutschen Ex-Meister Kolbermoor zu ihrem Stammverein Froschberg – vor allem der Sieg bei der „Top of Austria Challenge“ fand enorme Beachtung. Die Ex-Europameisterin bezwang im Finale Stefan Fegerl dank der Punkte-Vorgabe mit 3:2. / Bild 4: Liu Jia

2019/2020. Somit belegte bei den Damen ASKÖ Linz-Steg Rang 1 vor dem UVC Holding Graz und der SG VB NÖ Sokol/Post. Bei den Herren stand der SK Zadruga Aich/Dob vor dem UVC Holding Graz und der Union Raiffeisen Waldviertel ganz oben. „Corona“ führte aber auch zu organisatorischen Herausforderungen für den ÖVV, der sämtliche LegionärInnen, die noch vor dem Schließen der Grenzen zurück nach Österreich wollten, bei der Heimreise mit Rat und Tat zur Seite stand. Das freut freilich auch Österreichs neuen Damen-Teamchef! Der Belgier Jan de Brandt, 61, tritt die Nachfolge von Svetlana Ilic an. 6

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Österreichische Post AG MZ 18Z041299 M Österr. Bundes-Sportorganisation, Prinz-Eugen-Str. 12, 1040 Wien

Sport Austria (Österreichische Bundes-Sportorganisation) Prinz-Eugen-Straße 12, 1040 Wien Telefon: 01 504 44 55 • Fax: 01 504 44 55 66 E-Mail: office@sportaustria.at • Internet: www.sportaustria.at

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Sport Austria Magazin 02/2020  

Sport Austria Magazin 02/2020