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BUNDmagazin 1. Quartal Heft 1 /2008

HESSENseiten Koalitionen für Bürgerrechte, Umwelt und Klimaschutz! Am 27. Januar 2008 wählten Bürgerinnen und Bürger Hessens ihre neuen Abgeordneten für die nächsten fünf Jahre in den Hessischen Landtag. Auch wenn im Wahlkampf nur von Wenigen diese Themen angesprochen wurden – für den BUND Hessen steht fest: falls Politik in Hessen zukunftsfähig sein will, muss eine Koalition gebildet werden, die neben (Umwelt-) Bildung und fortschrittlicher Politik im sozialen, integrierenden Bereich den Naturschutz wieder als Schutz der Natur begreift und Wald, Äcker und Wiesen unserer Heimat nicht kurzsichtigen wirtschaftlichen Interessen und der Mär von 40 oder 100.000 (wirklich neuen oder doch nur verlagerten?) Arbeitsplätzen opfert. Gentechnisch veränderte Pflanzen, auch als Versuch oder als eventuelle Energiepflanzen getarnt, haben auf hessischen Äckern nichts verloren. Bio-Bauern und Imkern erleichtert der Verzicht auf die Agrogentechnik die Arbeit, Schmetterlinge und VerbraucherInnen schützt der Verzicht vor Gefahren. Bürgerrechte müssen wieder gestärkt anstatt wie in den letzten neun Jahren stetig beschnitten werden, um mit weniger Bürgerrechten und mehr Hindernissen bei der Beteiligung in Planungsverfahren noch schneller Naturvernichtung im Kleinen und Großen durchzuwinken. Der BUND wünscht sich dabei durch die Politik eine größere Sachlichkeit und weniger Diffamierung Andersdenkender insbesondere in Rechtsverfahren, denn eine (Verbands-)Klage kann nur dann Planungen verhindern oder zu Umplanungen zum Schutz von Natur, Umwelt und Menschen führen, wenn die vorangegangenen Verfahren fehlerhaft und unzureichend waren. Eine neue politische Kultur des Miteinanders tut hier Not, eine Stärkung der Rechte von Naturschutzverbänden ermöglicht die Mitwirkung in Verfahren, die verträglichere Ergebnisse für Umwelt und Menschen auch auf längere Sicht erbringen!

EDITORIAL

Und nicht zuletzt muss die neue Koalition trotz aller Widerstände der Atom-Lobbyisten daran mitarbeiten, die Atomkraftwerke Biblis A und B so schnell als möglich für immer stillzulegen, anstatt Vernebelungsaktionen zu starten und Gefahren für die Menschen und die Umwelt noch länger zu verniedlichen. Wann, wenn nicht jetzt, kommt es gerade in der hessischen Politik darauf an, dass Hessen in Deutschland nicht Schlusslicht in der Klimapolitik bleibt, wie es eine Studie Ende 2007 feststellte. Windkraftanlagen sollten endlich auch in Hessen von Christ- und Freidemokraten als Zeichen einer fortschrittlichen Energieerzeugung und der Hoffnung auf ein Mindern der weltweiten Folgen des Klimawandels begriffen und nicht als Politikum vor Ort aufgebauscht werden. Gigantische Kohlekraftwerke wie der neue Staudingerblock „verschandeln das Landschaftsbild nachhaltiger“ und sind überdies nicht zeitgemäß. Ihre Abwärme kann nicht effektiv vollständig genutzt werden, sondern erhitzt die Umwelt. KohleGroßkraftwerke sind mit ihren CO2-Emissionen Klimakiller Nummer 1. Der AK Energie des BUND legte ein Alternativkonzept vor, dass sich in weiten Teilen in Programmen von SPD, Grünen und Linken widerspiegelt. Da aber auch CDU und FDP nicht zuletzt durch die Vorgaben der Europäischen Union gezwungen sein werden, mehr Klimaschutz auch in Hessen zuzulassen, sollte wirklich effiziente Nutzung von Energie möglich werden. Hessen muss wieder nach vorn gebracht werden, auch in der Umwelt- und Naturschutzpolitik – die Zeit dafür ist reif. Jetzt ist an Morgen zu denken. Die Positionspapiere des BUND geben hierfür wichtige Hinweise. Für Klimaschutz, Umwelt, Natur und VerbaucherInnen setzt sich der BUND auch mit seinem „Klimabären“ ein, der auf dem Foto von BUND-Vorstandssprecherin Claudia Weiand begleitet wird. Helfen Sie mit, die Ziele des BUND zu Zielen der Politik und des Handelns auch vor Ort zu machen, wir helfen Ihnen dabei.

Brigitte Martin, Vorstandssprecherin des BUND Hessen

Brigitte Martin für den Landesvorstand des BUND Hessen

IMPRESSUM Herausgeber: BUND Hessen e.V., Triftstraße 47, 60528 Frankfurt am Main, Tel. 069 /67 73 76-0, www.bund-hessen.de Spendenkonto: Konto-Nr. 369 853, Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01 Redaktion: Brigitte Martin (Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.) Layout und Satz: Julia Beltz

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Netzwerk Naturschutz NATURSCHUTZ

Aktion Streuobstkartierung

Der BUND Hessen wird im zweiten Halbjahr 2008 mit Hilfe der Kreis- und Ortsverbände und interessierter Mitglieder eine Streuobstkartierung durchführen. Außerdem ist geplant, eine Aktion „Obstbaumfreundlicher Garten“ zu starten. Wer mitmachen oder Aktionen zum Thema Streuobst veranstalten will, soll sich bei seinem Ortsverband melden.

D Mehr Infos Netzwerk Naturschutz Tel. 069 / 67 73 76-16 sonja.gaertner@ bund-hessen.de www.bund-hessen.de > Projekte > Aktion Streuobstkartierung Informativer Internetlink: http://de.wiki pedia. org/wiki/ Streuobstwiese

as Thema Streuobst ist in Hessen ein Dauerbrenner. Bei der Novellierung des Hessischen Naturschutzgesetzes 2006 konnte der BUND nur mit großer Anstrengung den Status der Streuobstbestände als gesetzlich geschützte Biotope aufrecht erhalten und 2007 gab ein politischer Erlass über eine mögliche Neudefinition von „Streuobst“ Anlass zur Besorgnis, der wiederum unserer Klärung bedurfte. Es gilt also, stetig am Thema dran zu bleiben und die Bevölkerung über die Bedeutung des Streuobstes zu informieren, denn wie heißt es so schön „Nur was man kennt kann man auch lieben – und was man liebt, das ist man auch bereit zu schützen“. In Streuobstwiesen können zwischen 2.000 und 5.000 Tierarten beheimatet sein. Den größten Anteil nehmen dabei Insekten, wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen ein, für viele Vogelarten sind alte Streuobstbestände durch ihren Höhlen- und Totholzreichtum die ideale Lebensstätte. Dem Menschen bringen sie gleichermaßen Nutzen: Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine Bewirtschaftung ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel aus und leisten somit einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung. Die Vermarktung vor Ort stärkt die lokale Wirtschaft und mit ihren unterschiedlichen Wuchsformen, Blühzeiten und Herbstfärbungen gestalten Streuobstwiesen die Landschaft.

Bis zum 20. Jahrhundert entstanden über 6.000 Obstsorten, darunter teils nur örtlich verbreitete Sorten, die mit ihrer traditionellen Bewirtschaftungsweise ein Teil der Landeskultur sind. Außerdem gilt die Vielfalt der alten Sorten gegenüber Krankheiten und Schaderregern als besonders robust und ist somit ein wertvolles genetisches Potential. Aufgrund ihres Wertes dürfen Streuobstbestände nicht still und heimlich durch Bebauung, Zerschneidung und Nutzungsänderung verschwinden. Ihr Bestand muss vielmehr regelmäßig erfasst und öffentlich dargestellt werden. Aus diesem Grund strebt der BUND Hessen im Spätsommer und Herbst 2008 eine hessenweite Streuobstkartierung an. Festgestellt werden sollen insbesondere Anzahl und Lage der Streuobstbäume. Und da das Thema in der Bevölkerung beliebt ist (es ist erstaunlich, wie viele Menschen sich in jedem Jahr aufs Neue für Streuobstexkursionen interessieren) kann sich der BUND durch öffentlichkeitswirksame Aktionen positiv präsentieren. Hierfür sind der Ideenvielfalt keine Grenzen gesetzt: Wanderungen, Radtouren, Streuobstquiz, Selbsternteaktionen, Ernteversteigerungen, der Verkauf von Apfelprodukten, Obstbaumpflanzaktionen, Obstbaumschnittkurse, das Einrichten eines Obstbaumlehrpfades oder Kelterfeste sind hierfür Beispiele. Als Ansporn ist zusätzlich die Aktion „Obstbaumfreundlicher Garten“ mit Verleihung eines Zertifikats an die BesitzerInnen obstbaumbestandener Privatgärten geplant. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und schöne Aktionen unserer Ortsverbände! Sonja Gärtner

Beschreibung Streuobstwiese Die Streuobstwiese ist eine traditionelle Form des Obstbaus, in Unterscheidung zum NiederstammObstbau in Plantagen. Sie beherbergt meist hochstämmige Obstbäume (Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschge, Walnuss, Kirsche u.a.; Astansatz ab 1,80 m), aber auch alte Halb- oder Niederstämme (unter 1,80 m). Die Bestände setzen sich nach Alter, Sorte und Baumform oft uneinheitlich zusammen und werden ohne synthetische Behandlungsmittel bewirtschaftet. Traditionell üblich ist die landwirtschaftliche Mehrfachnutzung der Flächen, die sowohl der Obsterzeugung als auch der Grünlandnutzung (Mähwiese oder Viehweide) dient. Für Neuanpflanzungen sind in Hessen eine Stammhöhe von 1,80 m vorgeschrieben.

Illustration: Julia Beltz

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Netzwerk Naturschutz NATURSCHUTZ

Die BUND-Kampagne „Rettungsnetz Wildkatze“ Bereits 2004 starteten die BUND-Landesverbände Hessen, Bayern und Thüringen das Projekt „Rettungsnetz Wildkatze“. Ziel ist es, die im Gegensatz zur Hauskatze in Europa heimische Wildkatze (Felis sylvestris) wieder in ihrem Gesamtlebensraum anzusiedeln und gleichzeitig einen Biotopverbund großer strukturreicher Wälder zu schaffen, der auch den anderen Waldbewohnern wie dem Luchs zu Gute kommt.

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en Wäldern in Hessen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Sie dienen langfristig als zentrales Bindeglied zwischen den Wildkatzenvorkommen Ost- und Westeuropas. Noch ist die Wildkatze in Hessen mit insgesamt 200 bis 400 Tieren in folgenden Gebieten vertreten: Kellerwald, Reinhardswald, Meißner, Kaufunger Wald, Söhre, Ringgau, Knüll, Seulingswald, Spessart, Rothaargebirge, Rheingau- und Hochtaunus. Im Habichtswald und im Michelsrombacher Wald wurden mehrfach Beobachtungen gemacht, aus anderen Gegenden sporadische Sichtungen gemeldet. Aus der Nähe von Schlitz gibt es einen gesicherten Einzelnachweis. Der Landesjagdverband nennt auch den Vogelsberg, die Rhön und den Odenwald.

Fotovorlage: BUND Thüringen/ Copyright Thomas Stephan

Doch das Rettungsnetz für die Wildkatze kann nur funktionieren, wenn auch ein Netz zwischen den Menschen geknüpft wird. Deshalb kommt der Öffentlichkeitsarbeit und dem Dialog mit allen Betroffenen große Bedeutung zu. Die BUND-Bundesgeschäftsstelle bietet unterstützende Materialien wie Faltblätter, Musterpressemitteilungen, Ideen für Kinderaktionen, Plüschtiere, vorgefertigte Vorträge und Anregungen zum Einbringen in Planungsprozesse an, mit deren Hilfe die Orts- und Kreisverbände das „Rettungsnetz Wildkatze“ auf vielfältige Weise bekannt machen können. Sonja Gärtner

Mehr Infos, Aktionen: www.bund-hessen.de > Projekte > Rettungsnetz Wildkatze www.wildkatze.info www.vorort.bund.net/ bundgruppenservice/ > Mitmachen > Rettungsnetz Wildkatze. Spendenkonto des BUND Hessen Sparkasse Frankfurt BLZ 500 502 01 Kontonummer 369 853 Stichwort: Wildkatze

Steckbrief Wildkatze Im Auftrag des BUND wurde für Hessen die erste Planungsgrundlage mit dem Biotopverbundkonzept „Wildkatzenwegeplan Hessen“ geschaffen. Dieses stellt die wichtigsten vorhandenen sowie potenziell geeigneten Wildkatzen-Wanderkorridore innerhalb Hessens und zu den Nachbarländern dar, benennt Konflikte wie Straßenneubauvorhaben und dient insgesamt als Planungsbeitrag, um die Landschaft für Wildkatzen und andere Waldbewohner durchgängiger zu machen. Insgesamt konnten 15 besonders geeignete Wanderkorridore ermittelt werden (siehe Internet). Nun soll der noch grobmaßstäbliche Wildkatzenwegeplan genauer verortet und in Abstimmung mit Landesbehörden, Landbesitzern und anderen Partnern in die Tat umgesetzt werden. In einem ersten Schritt erfolgt die Präzisierung im Korridor Rothaargebirge Burgwald - Kellerwald. Die Umsetzungsmöglichkeiten des Wildkatzenwegeplans reichen dann vom frühzeitigen Einbezug in behördliche Planungen über technische Bauwerke wie Grünbrücken und Durchlässe, die sinnvolle Bündelung von Ausgleichsmaßnahmen, Flächenkauf und Anpflanzungen, gezieltem Einsatz von Fördergeldern, spezifischer Waldbewirtschaftung bis hin zur Besucherlenkung in Erholungsgebieten.

Ihr Aussehen ist ähnlich der Hauskatze, mit einer Länge von 80 und einer Schulterhöhe von 40 Zentimetern ist sie jedoch größer und schwerer (bis zu 15 Kilogramm), der Kopf ist wuchtig, die Läufe dick, die Ohren hingegen wirken kleiner. Die Grundfarbe des langhaarigen, dichten Fells ist grau und cremegelb bis ockerfarbig getönt sowie mit abgeschwächter, verwischter Zeichnung. Von der Stirn ziehen sich vier dunkle Streifen zwischen den Ohren bis zum Rücken, wo sich die mittleren beiden zu einer Linie längs des Rückens vereinigen. Felis sylvestris hat einen weißen Kehlfleck und weiße, kräftig ausgebildete Schnurrhaare. Der Schwanz hat deutliche dunkle Ringe in der hinteren Hälfte, ist stumpfendig, stark buschig und ist über 50 Prozent der Körperlänge lang. Mit absoluter Sicherheit ist die Wildkatze jedoch nur über eine genetische Haaranalyse zu identifizieren. Sehr sichere Ergebnisse werden auch durch Schädelund Darmlängenvermessungen erzielt. Lebensweise: Die Wildkatze besiedelt störungsarme, große strukturreiche Waldgebiete. Als Jagdhabitate dienen den dämmerungsaktiven Katzen Lichtungen und Waldränder. Hier erbeuten sie überwiegend Mäuse. Baumhöhlen, Felshöhlen, Wurzelteller und Totholzhaufen sind wichtige Bestandteile ihres Lebensraums, die als Tagesversteck und Versteck für die Jungenaufzucht dienen. Wo Gebüsche und Hecken Deckung geben, wagen sich Wildkatzen auch aus dem Wald heraus. Von den Katern werden Aktionsräume von über 1000 Hektar genutzt.

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Europa-Gesetzgebung WASSER

Wasser-Rahmenrichtlinie – und was dann?

Auch in Hessen wird mit großem Aufwand an der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) gearbeitet. Der BUND ist „an der Quelle“, im landesweiten Beirat des Umweltministeriums, beteiligt. Wenn die Umsetzung nicht zum Papiertiger verkommen soll, sind allerdings enorme finanzielle Mittel nötig. Bisher wurden Renaturierungen von Oberflächengewässern und Grundwassersanierungen aus der Abwasserabgabe bezahlt oder sind bei großen Bauprojekten über so genannte Ökopunkte finanziert worden. Die Geldausstattung für das Programm des Landes „Naturnahe Gewässer“ ist seit 2003 von 10,3 Mio auf 1,7 Mio Euro im Jahre 2007 zurückgefahren worden. Der Ansatz von 21,6 Mio Euro im Haushaltsplan des Landes für 2008 für die „Förderung von Maßnahmen zum Erhalt und die Verbesserung der Gewässergüte“ ist nicht für das Programm „Naturnahe Gewässer“ bestimmt. Diese Mittel dienen beispielsweise zur Förderung des Kläranlagenausbaus. Mehr Infos: Broschüre zur WRRL www.bund-hessen.de > Über uns > AK Wasser

Woher soll das Geld also kommen? Auch Hessen wird nicht um die (Wieder-) Einführung der damals so ungeliebten (Grund-) Wasserabgabe herumkommen. Die Wasserrahmenrichtlinie sieht ausdrücklich vor, dass Wassernutzer einen Beitrag für die Nutzung zahlen. Dieser bezieht sich nicht nur auf die Nutzung von Wasser als Trinkwasser oder als Rohstoff für die Industrie. Er bezieht sich auch auf die Nutzung

als Kühlmittel für Kraftwerke, denn schließlich werden durch sie die Gewässer aufgeheizt und damit einher gehen Veränderungen des Sauerstoffgehalts und der Lebensbedingungen für die im Wasser lebenden Organismen. Das Entgeld muss sich somit auch auf die Nutzung als Kraftquelle bei der Stromerzeugung oder auf die Schifffahrt beziehen. In Hessen ist praktisch kein Grundwasserkörper in einem Zustand, der den Anforderungen der WRRL entspricht. Ganz zu schweigen davon, dass der „gute Zustand“ bis 2012 oder 2015 erreicht werden könnte. Was aber erreicht werden kann, sind Vorkehrungen für eine weitere Verschlechterung. Nitratwerte von 600 Milligramm pro Liter sind im Hessischen Ried durch landwirtschaftliche Sonderkulturen (Gemüse, Spargel) keine Seltenheit. Hier ist ein Umdenken und eine gezielte Förderung von Grundwasser schonenden Anbaumethoden notwendig. Angesichts der Praxis der EULandwirtschaftspolitik sind nur wenige Landwirte freiwillig bereit, auf die ökologische Bewirtschaftung ihrer Felder (Ökologischer Landbau) umzustellen – obwohl das nicht nur für das Grundwasser vorteilhaft wäre. Wenn wir also nicht zu einer vernünftig gestalteten und nachhaltigen Abgabe für die Wassernutzer kommen, bleibt die Wasserrahmenrichtlinie in Hessen ein großer wertloser Haufen Papier. Reiner Plasa

Flughafen Frankfurt VERKEHR

Mehr Infos www.bund-hessen.de „Kein Flughafenausbau Frankfurt“ – Mensch und Natur brauchen Ihre Hilfe! Spendenkonto: BUND Hessen, Konto 369853, Frankfurter Sparkasse, BLZ 500 502 01, Stichwort „Flughafenausbau“

Klage gegen Flughafenausbau Frankfurt Der BUND erhebt gegen den Planfeststellungsbeschluss (PFB) zum Ausbau des Frankfurter Flughafens Klage. „Die Rechtsfehler liegen auf der Hand. Täuschen und Tricksen beim Nachtflugverbot darf keinen Erfolg haben“, bekräftigte der BUND. Kritisiert werden die vom Ausbau hervorgerufene Zunahme der Lärmbelastung am Tag und in der Nacht, die völlige Ignoranz gegenüber dem Klimaschutz und die gewaltige Naturzerstörung durch den Flughafenausbau. „Es ist ein Hohn und Zeugnis der Unverlässlichkeit der Politik, dass jetzt 40 Prozent mehr Wald vernichtet werden sollen als für die Startbahn West“, so Vorstandssprecherin Brigitte Martin mit Hinweis auf das damals gegebene Versprechen, für den Flughafen keinen Wald mehr zu roden. Die Entscheidung zum Flughafenausbau ist für den BUND eine klare Fehlentscheidung und eine Kampfansage an die Bevölkerung. Scharf kritisiert BUND-Vorstandssprecherin Brigitte Martin auch den Wortbruch der Landesregierung zum Nachtflugverbot: „Die Men-

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schen wurden über Jahre hinweg getäuscht. Das Versprechen zum Nachtflugverbot entpuppt sich als Türöffner für eine noch nie da gewesene Ausweitung von Nachtflügen.“ Tatsächlich fanden zum Ende der sogenannten Mediation zu Beginn des Jahres 2000 rund 120 amtlich registrierte Nachtflüge (22– 6 Uhr) statt. Mit dem Planfeststellungsantrag unterstellte die Fraport AG bereits eine Steigerung auf 150 Flüge je Nacht in den Tagesrandzeiten. Im PFB ist allerdings dann von durchschnittlich 17 täglichen Ausnahmen in der sogenannten Mediationsnacht von 23 bis 5 Uhr die Rede, eine „Kernnacht“ besteht nur von 1 bis 3 Uhr. Ansatzpunkte für seine Verbandsklage sieht der BUND vor allem in den absehbaren Verstößen gegen das europäische und deutsche Naturschutzrecht. Mit den strengen Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs zur Erhaltung besonderer Schutzgebiete wird die Vernichtung des Kelsterbacher Waldes nicht zu vereinbaren


sein. Wenn die aktenkundigen Befürchtungen des Regierungspräsidiums Darmstadt aus dem Raumordnungsverfahren eintreten, dann wird sich der Waldverlust durch die zwangsläufigen Folgeschäden in den nächsten Jahren auf 500 bis 600 Hektar erhöhen. Der BUND befürchtet, dass der Ausbau nicht nur den Kelsterbacher Wald, sondern alle wertvollen Naturschutzgebiete rund um den Frankfurter Flughafen massiv schädigen wird. „Die unmittelbare Rodung der besten Hirschkäfer-Wälder Deutschlands ist nur die Spitze des Eisbergs“, erklärt der BUND. Für den BUND ist eine weitere Steigerung des Luftverkehrs am Frankfurter Flughafen auch unter wirtschaftlichen und Klima-Aspekten unverantwortlich. BUND-Vorstandssprecherin Brigitte Martin: „Mit dem Ausbau wird die Abhängigkeit vom Klimakiller Luftverkehr weiter vergrößert, anstatt sie zu reduzieren.“ Nach Meinung des Wuppertal Institutes für Klima, Umwelt und Energie verursachen allein die am Frankfurter Flughafen abgesetzten Kraftstoffe vermutlich mehr als fünf Prozent der gesamten von Deutschland ausgehenden anthropogenen Klimabelastungen. Bezogen auf die klimapolitischen Ziele für das Jahr 2050 der ersten und zweiten KlimaEnquete-Kommission des Deutschen Bundestages stellt der Ist-Zustand der durch den Flughafen Frankfurt verursachte Klimabelastung nahezu 20 Prozent des gesamten für Deutschland als zulässig zu erachtenden Wertes dar. Für die anstehenden Rechtsverfahren, es musste auch ein Eilantrag gestellt werden, um eine Rodung des Waldes vor einer Entscheidung des Gerichtes zu verhindern, bittet der BUND um Spenden. Gemeinsam schaffen wir es. bm

OV Altenstadt/Limeshain/ Glauburg

Wasser- und Energiesparaktion Die Gemeinde Altenstadt in der Wetterau schrieb die Empfehlung an alle Haushalte der Gemeinde: Der Ortsverband bietet allen Interessierten eine kostenlose Beratung und Verbrauchsmessung für den Verbrauch „des wichtigsten Lebensmittels Wasser“ an. Durch die Einsparung von Warmwasser wird auch Energie gespart und somit ein weiterer Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Lediglich Materialkosten müssen bezahlt wer-

den, wenn erprobte und von einem Fachinstitut geprüfte Produkte von Fachleuten eines vom BUND beauftragten Beratungsunternehmens installiert werden. Ein dem Schreiben des Bürgermeisters beigelegtes Faltblatt Ener des BUND Ortsvergieu Was sers nd bandes informierin A para ltenst ktio adt, und n G Lime shain lauburg te die Bewohner Kost enlo se B Verb e ratu ausführlich über rauch ng u zu a sme nd ssun lle gen Wass n Energ ie- u e die Aktion und nd im H rverbra uchss aush telle alt ! n gibt wichtige Tipps zum Wasser- und Energiesparen.

MAGAZIN

Bund für Umwe lt Naturs und chutz Deutsc hland

Dieses Faltbl att enthält sämtl iche Informatione n über die Spara ktion und viele nützli che Tipps, die Sie gleich nutzen könne n! Wir bitten Sie daher, die Informationen sorgfältig zu lesen.

Veran tw BUND ortlich: e.V. Or tsv

Mehr Infos OV Altenstadt/Limeshain/Glauburg Dr. Werner Neumann Stammheimer Str. 8b 63674 Altenstadt Tel. 06047 / 6 81 39 werner.neumann @bund.net

Werner Neumann

Einladung zur Landesdelegiertenversammlung des BUND Hessen Samstag, 12. April 2008, 9.45 Uhr, Bürgerhaus Saalbau Griesheim Schwarzerlenweg 57, 65933 Frankfurt-Griesheim, Nähe S-Bahnhof Griesheim (S1, S2) Tel. 069 / 38 87 07, Fax 069 / 3 90 46 75 Der Landesvorstand lädt alle Delegierten und Mitglieder zur Landesdelegiertenversammlung 2008 herzlich ein. Vorläufige Tagesordnung: Begrüßung Formalien (Wahl des Tagungspräsidiums, der Protokollführung, Verabschiedung der Geschäftsordnung und der Tagesordnung) Vorstandsbericht, Geschäftsbericht und Aussprache Kassenbericht 2007 und Aussprache Gastvortrag von Dr. Stefan Nawrath:* „Im internationalen Jahr der Biodiversität: Klimawandel und Biodiversität“ Bericht der KassenprüferInnen Entlastung des Vorstands Präsentation der BUNDjugend Beschlüsse über Finanzanträge Beschluss über den Haushaltsplan 2008 Entgegennahme der schriftlichen Berichte des Landesrates, des Fachrates und der Arbeitskreise Wahl einer Wahlkommission Bestätigung der Fachratssprecher und der ArbeitskreissprecherInnen Wahl zweier KassenprüferInnen Beschlüsse über Ehrenmitgliedschaften auf Vorschlag Beschlüsse über Satzungsanträge Beschlüsse über Sachanträge Schlusswort und Verabschiedung Brigitte Martin Vorstandssprecherin

Jörg Nitsch Vorstandssprecher

* Wenn sich im Mai 2008 Fachleute und politische Akteure vieler Nationen in Deutschland zum Thema Biodiversität treffen, wird auch die dramatische Veränderung der Artenvielfalt durch den Klimawandel ein wichtiges Thema sein. Der Referent und Biologe Dr. Stefan Nawrath legt in seinem Vortrag dar, welche Veränderungen wir in Hessen jetzt schon erleben, welche Arten durch den Klimawandel begünstigt werden und was darüberhinaus zu erwarten ist.

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Mehr Infos zum Ideenwettbewerb: BUND WaldeckFrankenberg Rudolf Schäfer Frankenberger Str. 12a 35066 FrankenbergRöddenau Tel. 0162 / 7 74 53 78 info@bund-waldeckfrankenberg.de Frank Schütz Tel. 02984 / 24 20 schuetzmo@aol.com www.bund-waldeckfrankenberg.de

Mehr Infos zur Speierlingspflanzung: Klaus Werk Asternweg 3 65321 Heidenrod Tel. 06120 / 70 18 klaus.werk@ t-online.de

OV Somplar

OV Heidenrod

OV Königstein-Glashütten

1. Platz beim Ideenwettbewerb

Speierlingspflanzung

Wildkatzenvortrag und Mitgliederversammlung

Anfang Juli 2007 startete ein Ideenwettbewerb in der neuen Region Burgwald-Ederbergland. Für regionale Entwicklungskonzepte wurden Projektideen gesucht, die die Handlungsfelder Tourismus & Kultur, Arbeit & Wohnen sowie Energie & Umwelt betreffen. Der BUND OV Somplar gewann dabei einen ersten Platz. Die Aktiven schlugen einen Energieeinsparwettbewerb für Haushalte, Gewerbebetriebe und Verwaltungen vor. Die besten Energiesparer sollen ausgezeichnet werden. Dieser Vorschlag gewann unter insgesamt 45 Bewerbungen von Privatpersonen, Vereinen und Organisationen einen ersten Platz im Bereich Energie und Umwelt. Die eingereichten Projekte wurden nach verschiedenen Kriterien der Regionalentwicklung bewertet: Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, Förderung des regionalen Arbeitsmarktes oder Innovation. Aber auch die Umweltund Naturverträglichkeit sowie die Stärkung der kulturellen Vielfalt spielten eine Rolle. Hierzu gratuliert der Landesverband herzlich und freut sich auch über die weiteren Vorschläge des Ortsverbandes wie eine Biogasanlage für Bioabfälle, für ein Naturschwimmbad Regershausen, eine Gentechnikfreie Region Burgwald-Ederbergland und einen Autofreien Sonntag. Rudolf Schäfer

Die Ortsgruppe des BUND Heidenrod im Rheingau-TaunusKreis pflanzt jedes Jahr im November zwei Speierlinge, um diese bedrohte und sehr wertvolle Baumart wieder zu verbreiten. Der Speierling war noch vor 40 Jahren in der Gemeinde sehr verbreitet und ist in den letzten Jahrzehnten sehr stark aufgrund von Rodungen zurück gegangen und hat in den einzelnen Ortsteilen nur noch wenige Restbestände. Mit seiner Aktion will der BUND diese typische hessische Baumart der Streuobstwiesen und der Landwirtschaftsfläche wieder bekannt machen. Dabei werden die beteiligten Ortsbeiräte angesprochen, die bei der jährlichen Pflanzaktion tatkräftig mittun und den BUND als willkommenen Partner schätzen lernen. Erklärt wird, wie wichtig der Speierling für die Produktion des typischen hessischen Apfelweins ist, wo er in geringen Mengen beigegeben wird und zur typischen Herbe beiträgt. Klaus Werk

Mehr Infos: BUND Ortsverband Königstein-Glashütten Dr. Claudia Weiand , Tel. 06174 / 96 93 09 dres.ncw@t-online.de www.bund.net/koenigstein-glashuetten

KV Groß-Gerau

Solaranlagen gehören aufs Dach

Auseinandersetzung um B8 wird Krimistoff

Den Krimi „Mordsfreunde“ zur B 8 kann man direkt bei der Autorin unter www. neleneuhaus.de oder im Buchhandel erwerben.

Im November 2007 präsentierte die im Rhein-Main-Gebiet bekannte Krimi-Autorin Nele Neuhaus ihren neuen Krimi „Mordsfreunde“. Aus dem Inhalt: Der erste Ermordete hat sich beim fiktiven Bund für Umwelt, Natur- und Tierschutz in Europa, von der Autorin BUNTE genannt, engagiert. Im Stadtparlament Kelkheims hat er immer wieder für Auf-

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Zur Mitgliederversammlung lädt der BUND Königstein-Glashütten am 29. Februar 2008 um 19.15 Uhr im Haus der Begegnung, Raum Altkönig, in der Bischof-KallerStraße 3 in 61462 Königstein ein. Um 20 Uhr wird Sonja Gärtner vom Netzwerk Naturschutz des BUND Hessen über die Wildkatze in Hessen und im Taunus berichten. Botanikwanderungen des BUND mit Dr. Stefan Nawrath finden statt am 11. Mai 2008 um 14 Uhr, Treffpunkt Parkplatz am Freibad in Königstein, Forellenweg zum FFH-Gebiet des Bangert und am 25. Mai 2008 um 14 Uhr, Treffpunkt Friedhof Mammolshain in Königstein. Am 7. Juni 2008 um 10 Uhr findet der Schmetterlingstag für die ganze Familie statt, Treffpunkt ist der Forellenweg in Königstein; Kooperationspartner des BUND ist hierbei der Verein Apollo e.V.

Foto: Klaus Werk

MAGAZIN

ruhr gesorgt und war Jugendlichen wegen seines Umweltengagements ein Vorbild. Nele Neuhaus’ Szenario verknüpft die Atmosphäre während der Fußball-WM mit viel Lokalkolorit der Städte Kelkheim und Königstein im Taunus und der heißen Phase während des Raumordnungsverfahrens zur B8-West. Dr. Claudia Weiand

BUND fordert vom Überlandwerk Groß-Gerau die Aufgabe des Solarprojektes Leeheim Als Schritt in die richtige Richtung wertet der BUND KV Groß-Gerau die Ankündigung des Überlandwerk Groß-Gerau (ÜLGG) zu einer verstärkten Orientierung im Bereich der Solarstromerzeugung. Der BUND hofft, dass das angekündigte Engagement zu einer Beendigung der abstrakten Politikdebatte führt und dass die Energiewende im Kreis Groß-Gerau auf allen möglichen Handlungsfeldern endlich konkret umgesetzt wird.


Rastende Gänse auf der geplanten Standortfläche für das Solarkraftwerk

Foto: J. Turk

In diesem Zusammenhang bekräftigt der BUND die Position, wonach Solaranlagen nicht zu Lasten von Landwirtschaftsflächen im Offenland gebaut werden sollen. Möglichkeiten sieht der BUND bei Deponieflächen, Lärmschutzeinrichtungen entlang von Verkehrswegen und Böschungsflächen an Brückenbauwerken. Ansonsten gilt der Grundsatz: Solaranlagen gehören aufs Dach. Der BUND verweist auf die Fülle kommunaler Liegenschaften und der kommunalpolitisch eingebundenen Wohnungsbaugesellschaften, deren Dachflächen für eine Belegung mit Solarmodulen weitgehend ungenutzt sind. Ein weiteres großes Potential bilden Großbauten in Gewerbegebieten. In Anbetracht dieses immensen Umfangs nicht genutzter Möglichkeiten zur Platzierung von Fotovoltaikanlagen hat der BUND Kreisverband den Bau einer Solarstromanlage im sensiblen Kernbereich des Europäi-

schen Vogelschutzgebietes „Hessisches Ried mit Kühkopf-Knoblochsaue“ bei Riedstadt-Leeheim abgelehnt und die Verlagerung an einen vertretbaren Ersatzstandort gefordert. Da es sich hier um das bedeutendste Rastgebiet der Tundra-Saatgans in Südwestdeutschland handelt, muss jegliches Risiko für eine Verschlechterung der Lebensraumstruktur ausgeschlossen werden. In Anbetracht des riesigen Potentials anderer ungenutzter Möglichkeiten kann es nicht darum gehen, den

Naturschutz gegen die Solarenergienutzung auszuspielen. Das Solarprojekt Leeheim wäre der fatale Einstieg in die falsche Richtung. Nur wenige Meter vom Überlandwerk Groß-Gerau entfernt erfolgt derzeit die Renovierung der Gebäude des Mittelstufentraktes des Prälat-Diehl-Gymnasiums GroßGerau. Der BUND verfolgt mit Interesse, ob die Chance genutzt wird, die Dachflächen mit einer Fotovoltaikanlage zu belegen. Beatrix Zitzkowski

Mehr Infos: BUND Kreisverband Groß-Gerau Beatrix Zitzkowski Tel. 06105 / 63 69 mail@bund-kv-gg.de

Termine im Rhein-Main-Gebiet Nach dem Ende der allseits beliebten Zeitung „Klärwerk“ hatte der Flörsheimer Stefan Wehr die Idee, den Veranstaltungskalender weiterzuführen. Dieser ist nunmehr im dritten Jahr unter www.naturtermine.de nutzbar. Der Betreiber freut sich über Terminmeldungen aus dem Rhein-Main-Gebiet unter stefan.wehr@online.de

Frühlings-interAktiv-Tage der BUNDjugend mit Jugendvollversammlung 29. Februar – 2. März 2008 in Marburg • für alle unter 25 Jahre• kostenlos Nette Leute treffen, Pläne schmieden ... wie geht’s weiter mit der BUNDjugend? Ihr könnt die Richtung mitbestimmen! Wie soll das zweite Erdecamp, diesen Sommer auf der Burg Lißberg aussehen? Was macht die BUNDjugend zum Thema Klimaschutz? Wie wollen wir uns an bundesweiten Projekten der BUNDjugend beteiligen? Was geht sonst noch ab? Dafür nehmen wir uns zwei Tage im Naturfreundehaus in Marburg Zeit, in bewährt gemütlicher Atmosphäre mit kreativen Angeboten und ökologischem Schlemmen. Nicht fehlen darf dabei eine öffentlichkeitswirksame Aktion zu einem Umweltthema in der Marburger Innenstadt. Volles Programm. Und damit das in Zukunft auch so bleibt, folgt am Sonntag die Jugendvollver-

sammlung, um über Projekte, Finanzen und Personen abzustimmen. Ihr könnt mitentscheiden, welche Aktionen und Veranstaltungen die BUNDjugend macht!

Die Formalia werden kurz und bündig am Sonntag, den 2. März 2008, ab 9.00 Uhr behandelt. Anträge können bis zum 15. Februar 2008 gestellt werden.

Tagesordnung JVV 2008: Begrüßung durch die Landesjugendleitung, Feststellung der Stimmberechtigung Wahl der Versammlungsleitung Feststellung der satzungsgemäßen Einladung Bestätigung des Protokolls der JVV 2007, Wahl eines/r ProtokollantIn Berichte: 1. Landesjugendleitung f 2. TeamerInnen-AK uns au n n e u e r e 3. Landesgeschäftsstelle Wir f komm e i d , e 4. Haushalt 2007, Finanzen 2008 eut ! viele L ischen m t i 5. Kassenprüferinnen m und Entlastung der Landesjugendleitung Wahl LandesjugendsprecherInnen, BeisitzerInnen Wahl Landes- und Bundesdelegierte Wahl KassenprüferIn Beschluss des Haushalts 2008 Anträge Ende der Versammlung gegen 13.00 Uhr

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Triftstr. 47 60528 Frankfurt Tel: 069/67 73 76 30 Fax: 069/67 73 76 20 www.bundjugend hessen.de Bundjugend. hessen @bund.net

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Auch dieses Jahr mit vielen tollen, kreativen Workshops und spannendem Rahmenprogramm, diesmal auf der Burg Lißberg im Wetterau-Kreis. In der besonderen Atmosphäre des Zeltplatzes Burgruine Lißberg Triftstr. 47 (Ortenberg/Wetteraukreis) wer60528 Frankfurt den wir vom 21. bis 28. Juli 2008 Tel: 069/67 73 76 30 wieder eine große Vielfalt an kreaFax: 069/67 73 76 20 www.bundjugend tiven u. inhaltlichen Workshops, hessen.de Aktionen und Projekten anbieten, Bundjugend. hessen u.a. zu den Themen Lebensstil, @bund.net Globalisierung, Natur erkunden und schützen, Klimawandel – begleitet von Lagerfeuer, Musik, Tanzen, Trommeln, Singen, Spielen, Jonglieren, Theater spielen, Akrobatik und mehr. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 13 Workshop beim Eine-Erde-Camp ‘07 und 26 Jahren.

Jubiläum: BUNDjugend Hessen wird 25 Jahre jung ... und das wollen wir gebührend feiern – und zwar auf dem EineErde-Camp 2008 (s.o.). Eine detailierte Einladung wird folgen. Wer sich noch an interessante Geschehnisse und Anekdoten aus der Gründungszeit der BUNDjugend erinnert oder Fotos aus dieser Zeit hat, sollte uns diese rechtzeitig vor der 25-Jahre-Feier zukommen lassen.

Praktikantin/Praktikant gesucht Zur Unterstützung der Vorbereitungen für das EineErde-Camp 2008 suchen wir wieder eine Praktikantin, bzw. einen Praktikanten. Das Praktikum soll sich über drei Wochen und die Zeit des Erdecamps erstrecken. Wir wünschen uns eine Unterstützung bei: Werbung, Pressearbeit, Web-Auftritt, Camp- Durchführung mit Auf- und Abbau, und Vorbereiten von Materialien fürs Camp, Inhaltliche Vorbereitungen und Kontakt zu Referent/innen. Weitere Informationen gibt es bei der BUNDjugend Hessen.

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Hessen-Seiten im BUNDmagazin [1-08]

Seminare der BUNDjugend Hessen • 1. Halbjahr 2008 Konsum global 15.–16. Februar, Gießen, kostenfrei • 4.–5. April, Frankfurt, kostenfrei Einführung in das Thema Globalisierung, Vorstellung des globalisierungskritischen Stadtrundganges 1.–4. Mai • Radelnd die Welt verändern • Südhessen-Verkehrs-AktionsRadtour • ab 15 Jahren • 30/23 € Jugendleiter-Schulung

der Weg zur Jugendleiter-Card

15.–17. Februar • Baustein II: Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Konflikte im Team • Darmstadt• 30/23 €• Planung & Organisation, 21. Juni• Baustein III: Aufsichtspflicht und Haftungsfragen•Frankfurt•15 € 7. – 9. November • Baustein I: Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen, Arbeiten in und mit Gruppen, Rolle und Selbstverständnis von Gruppenleiter/innen • Zornheim • 30/23 € 14. Juni • Jugendleiter-Aufbaukurs: Für die Verlängerung der Juleica, in Kooperation mit dem Jugendwerk der AWO • Frankfurt • 15 € Alter: ab ca. 16 Jahren • Mit den Bausteinen kann in beliebiger Reihenfolge begonnen werden. Freizeiten

Frühjahr – Sommer – Herbst

26.–30. März • Naturforscher im Frühling • 8–11 Jahre • Rimhorn/Odenwald, 120/105 € 30. März–5. April • Ab nach Berlin • ab 16 Jahre • Berlin, 225/210 € 1.–4. Mai • Familien-Naturforscher-Wochenende • Steinesmühle/Laubach • 85 € (Erw.), 48 € (Kinder) 22.–25. Mai • Abenteuerritt in die Vergangenheit • 11–14 Jahre • Frankenau-Ellershausen • 195/180 € 21.–26. Juni • Leben in der Natur – in Tipis • 8–12 Jahre • Pfaffenwiesbach 115/100 € 30. Juni–10. Juli • Leuchtturmfreizeit • 13–15 Jahre • Westerheversand 345/330 € 22. Juni–2. Juli • Puszta-Reise • ab 16 Jahre • Bugac-Puszta • 460/445 € 28. Juli–2. August • Leben auf dem Bauernhof • 9–12 Jahre • Hutzelberghof/Oberrieden • 260/245 € 6.–12. Juli • Bergwaldprojekt • ab 16 Jahre • Triberg/Schwarzwald • kostenfrei 21.–28. Juli • Das große Eine-Erde-Camp • 13–26 Jahre • Ortenberg/Burgruine Lißberg • 120/105€ 6.–10. Oktober • Naturforscher in Herbst • 9–11 Jahre • Darmstadt-Eberstadt 120/105 € 6.–18. Oktober • Sylt – Zauberhafter Insel-Herbst • 15–17 Jahre • Hörnum 345/330 €

Fotos: BUNDjugend

Das große Eine-ErdeCamp

Weitere Informationen und das Seminarprogramm erhaltet Ihr bei der BUNDjugend Hessen.


Hessenseiten im BUNDmagazin 1 / 2008