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Stiftspostillchen Sommer 2013


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Steh auf Nordwind, und komm Südwind, und wehe durch meinen Garten, dass der Duft seiner Gewürze ströme … Hoheslied Salomos 4, 12-16

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Inhalt

5 Geistlicher Impuls Ulrike Oehler 6 Editorial 8 Der Generationenspielplatz Spielen, lachen, entspannen … 10 OB Salomon zu Besuch im Evangelischen Stift Vom »Desaster« zum Vorzeigeunternehmen 12 Pflege-Azubis aus Litauen Das Abenteuer Europa beginnt 15 Unsere Altenpflege-Azubis in Rumänien Das Abenteuer Europa geht weiter! 19 Pflege in Gundelfingen Ambulant plus stationär 22 Evangelisches Altenpflegeheim Bretten Peter-und-Paul-Fest 24

Kurz berichtet Seniorenzentrum Stockach, Emmaus, das Seniorenheim und Ambulanter Pflegedienst Freiburg

28 Begegnungsstätte Bildung, Beteiligung, Beratung, Unterhaltung 30 Unterstützen Sie das Evangelische Stift Freiburg 31 Impressum

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Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben …

EG 503,1

Dieses Lied wurde geschrieben, als Deutschland dreißig Jahre Krieg erlebt und überlebt hatte, und als das Land verwüstet war. Vor diesem Hintergrund bekommen diese Zeilen eine ganz besondere Bedeutung. Trotz aller Not und allem Leid kann und soll sich der Mensch an der Schönheit der Schöpfung Gottes erfreuen und aus dieser Freude Kraft für die Bewältigung seines Lebens gewinnen. Paul Gerhardt schrieb dieses Lied für seine Frau, die über den Verlust ihrer Kinder trauerte, um sie aus ihrem Kummer herauszuholen. Welch ein Urvertrauen, welch eine tiefe Beziehung zu Gott dem Schöpfer kommen hier zum Ausdruck. Bis heute hat dieses Lied, das zu den bekanntesten Sommerkirchenliedern gehört, vielen Menschen Freude und Kraft geschenkt. Die Gaben, die Gott uns schenkt, können uns in schwierigen Lebenssituationen helfen und Trost spenden, weil sie auf ihn, den Schöpfer weisen. Und siehe, werden wir aufgefordert, siehe das Wunder der Schöpfung Gottes und siehe, wie es schon im Schöpfungsbericht steht, dass Gott alles gut gemacht hat. So will Gott auch dir in deinem Leben Gutes zukommen lassen. Lassen wir uns von dieser Freude anstecken und leiten, unser Herz öffnen für die Gaben und die Schönheit, die uns der Schöpfer des Himmels und der Erde schenkt. Ihre Stiftspfarrerin Ulrike Oehler —5—


Liebe Leserin, lieber Leser, Sie sehen es schon: Das Stiftspostillchen kommt diesmal blütenreich und farbenfroh daher, auch um Ihnen zu zeigen, wie vielfältig das Leben im Evangelischen Stift gerade in letzter Zeit geworden ist. Mir persönlich macht das Wachsen und Gedeihen der unzähligen kleinen und großen Projekte in meinem Arbeitsalltag viel Freude. Auch bei meinen Mitarbeitenden spüre ich immer wieder die Begeisterung, die wir brauchen, wenn wir uns für das Evangelische Stift und seine Bewohner und Bewohnerinnen einsetzen. In den letzten Monaten ist so viel Neues passiert! Zumindest einen Teil davon können Sie in diesem Heft nachlesen. Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon hat uns besucht. Aus dem fernen Litauen kamen acht Pflege-Azubis nach Freiburg, um bei uns zu arbeiten. Das Austauschprojekt für Pflege-Auszubildende mit Rumänien wurde von der EU als för­derungswürdig anerkannt und startet im September. Im Seniorenzentrum Gundel­ fingen wird eine neue Ära eingeleitet: Damit wir neue Wohngruppenkonzepte realisieren können, werden die Gemeinschaftsräume erweitert. Auch die enge Kooperation mit der Kirchlichen Sozialstation Nördlicher Breisgau hilft dort auf dem Weg in eine stabile Zukunft. Und im Freiburger Stiftspark ist gerade unser Generationenspielplatz fertig geworden – ausschließlich mit ­Spendengeldern finanziert und etwas wirklich ganz Besonderes!

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Die Gesetzeslage des Landesheimgesetzes zwingt nicht nur unsere Häuser in Freiburg und Gundel­fingen, umzudenken und Neues zu wagen. Auch in den Stifts-Einrichtungen in Bretten bei Karlsruhe, Friesenheim bei Lahr, Stockach im Landkreis Konstanz oder Blumenfeld im Hegau gestalten wir die Zukunftsfähigkeit. Dabei geht es um die Sicherung vieler Arbeitsplätze und nicht zuletzt auch um die ­Zukunft der Bewohner(innen). In Stockach steht der Rohbau des neuen Senioren­ zentrums vor dem Abschluss. In Bretten haben wir ein sehr schönes Grundstück in Aussicht. An den anderen Standorten planen wir derzeit Ersatzneubauten. Über allen ­Planungs- und Bauaktivitäten steht aber die Sicherstellung der guten Versorgung der Bewohner(innen). Das haben wir uns als oberstes Ziel auf die Fahnen geschrieben. Ich danke Ihnen allen für Ihr Vertrauen und wünsche Ihnen viel Freude beim Schauen und Lesen!

Mit herzlichen Grüßen

Hartmut von Schöning Vorstand

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Stiftspark vorher …

Der Generationenspielplatz:

Spielen, lachen, entspannen … Kinderspielplätze? Na klar… Aber Spielgeräte für alle Generationen? Auch Erwachsene spielen noch mit Begeisterung! Und gerade älteren Menschen tun Balance-, Geschicklichkeits- und Sinnesspiele besonders gut. Wie schön, wenn sie dabei noch ganz zwanglos mit Kindern in Kontakt kommen – wie im Freiburger Stiftspark. Hier ist mit Hilfe großzügiger Spenden und unter der Projektleitung von Vorstandssekretärin Sandra Prinich ein Generationenspielplatz entstanden. Für die Kinder (insbesondere der Kleinkindbetreuung im Haus Schloßberg) gibt es einen Fisch mit Rutsche und Rampe, eine Wackelwanne und einen Sandkasten. Alt und Jung haben am Balancierpfad Spaß, der durch die niedrige Höhe, Handläufe auf beiden Seiten und einen weichen Untergrund be—8—


… und nachher. Hier zu sehen sind Fisch, Sandkasten, Wackelwanne, Balancierpfad und Wunderblume kurz vor der Fertigstellung.

sonders sicher gestaltet wurde. Geschicklichkeit und Ausdauer kann man am »Lebensweg« trainieren, einem Parcours mit Hindernissen. Am Gong schwingen sich Groß und Klein sanft aufeinander ein. Nach Herzenslust herumexperimentieren kann man auch am »Metallklang«, einem Musikinstrument mit Klangscheiben, das allein, aber auch zu Mehreren gespielt werden kann. All diese Geräte sind therapeutisch wirksam, entspannend und fördern die seelische und körperliche Fitness. Wer lieber mal nur zuschauen und -hören möchte, kann sich auf einer ergonomisch geschickt gestal­ teten Bank niederlassen. Auch ein bespielbares Kunstwerk gibt es: die »Wunderblume« von Claudia Lauster. Viel Spaß! sys —9—


Freiburger OB Salomon zu Besuch im Evangelischen Stift

Vom »Desaster« zum Vorzeigeunternehmen »Den Stiftspark sehe ich heute zum ersten Mal«, gab Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon zu. Aber von den Aktivitäten des Evangelischen Stifts Freiburg hatte er schon viel gehört: »Eine tolle Sache!« lobte er die Ideen des Intergenerativen Wohnens und der Kleinkindbetreuung mitten im Pflegeheim. Am Freitag, den 5. April begrüßte Vorstand Hartmut von Schöning den Gast in seinem Büro und lud ihn zu einem intensiven Gespräch mit einigen Führungskräften ein. Besonders interessierte den Oberbürger­ meister dabei der gelebte ökumenische Alltag im Evangelischen Stift. Stiftspfarrerin Ulrike Oehler berichtete von den monatlichen katholischen Messen in der Kapelle. Daniel Schies, Stellvertreter des Vorstands, »outete« sich zur Überraschung ­Salomons als Katholik.

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Der Oberbürgermeister erinnerte aber auch an das »Desaster« der finanziellen Schieflage vor einigen ­Jahren. An seine eigene Rolle als Vermittler zwischen unterschiedlichen Interessen hat er nicht nur gute ­Erinnerungen. Hartmut von Schöning, der das Stift mit seinen gewaltigen Problemen 2009 übernahm und in die schwarzen Zahlen zurückführte, erwarb dabei seinen Respekt. Doch der Stiftungsvorstand hielt sich nicht lange bei der Vergangenheit auf und erläuterte dem Gast lieber die umfangreichen Zukunftspläne des (laut Badische Zeitung) »Vorzeigeunternehmens«. Im Anschluss zeigte man dem Gast den Stiftspark und einige Einrichtungen. Im Haus Schloßberg war ein Besuch der »Kleinen Entdecker« angesagt. Auch im Pflegeheim-Wohnbereich erwarteten ihn die ­Senioren schon gespannt. Salomon unterhielt sich gut gelaunt mit vielen Bewohnern und Bewohnerinnen und interessierte sich intensiv für ihre Fragen. »Erleben wir das neue Rathaus noch?« wollte zum Beispiel eine Dame wissen, was Salomon mit gutem Gewissen bejahen konnte. Zum Abschluss bedankte er sich für einen besonders informativen und gut vorbereiteten Vormittag. sys

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Pflege-Azubis aus Litauen:

Das Abenteuer Europa beginnt Sie kamen aus Vilnas und Kaunas im fernen L­ itauen, mit großer Neugier und geringen Deutschkenntnissen: acht jugendliche Pflege-Azubis und ihre Lehrerin Reda Paplauskiene. Finanziert wurde ihr zweiwöchiger Besuch durch EU-Fördermittel des Programms Leonardo da Vinci. Am 22. April wurden sie mit einem Sektempfang begrüßt. Die litauischen Gäste arbeiteten im Pflegeheim Haus Schloßberg, zwei von ihnen auch im ambulanten Pflegedienst des Evangelischen Stifts. Sie wohnten in Gästezimmern des Carl-Mez-Hauses und wurden dort auch verpflegt. Die Organisation übernahm die Leiterin des Hauses Schloßberg, Birgit H. E. Walkenhorst, gemeinsam mit Vorstand Hartmut von Schöning. Ihnen stand das ganze Team der beteiligten Häuser tatkräf­ tig zur Seite. Die Verständigungsprobleme wurden von den Gästen und den Mitarbeitenden, aber auch den Bewohnern kreativ überbrückt: mit Händen und Füßen und Brocken aus allerlei Sprachen. — 12 —


Die Pflege-Azubis aus Litauen im historischen Ratssaal des Freiburger Rathauses. Mit Pflegedienstleiter Raphael Kirchherr (4.v.l.), Lehrerin Reda Paplauskiene, Bürgermeister von Kirchbach und Stiftungsvorstand Hartmut von Schöning (8. bis 10. v.l.).

Pflegedienstleiter Raphael Kirchherr begleitete die Gruppe am Wochenende zu zwei Ausflügen auf Freiburgs Hausberg Schauinsland und in die Stadt Staufen. Zusätzlich organisierte die Gruppe selbst noch eine Fahrt in die Europastadt Straßburg. Am Montag den 29. April empfing Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach die Gäste im Freiburger Rathaus. Nach einer Einführung in die Besonderheiten der Stadt Freiburg antwortete er kundig auf die Fragen der jungen Leute, die sich vor allem auch für die Chancen von geistig, körperlich und psychisch Behinderten in Deutschland interessierten. Das Inklusions-Prinzip wird zwar in ersten Ansätzen auch schon in ihrem Land praktiziert, doch »die Entwicklung steckt bei uns noch in den Kinderschuhen«, erklärte Paplauskiene. »Auch bei uns ist Inklusion und Barrierefreiheit oft ein mühsamer Prozess«, meinte von Kirchbach und erinnerte daran, dass die Innenstadt Freiburgs erst jetzt in Teilen barrierefrei gestaltet wird. Von Kirchbach bekam von den litauischen Gästen gleich eine ganze Reihe von Geschenken überreicht: unter anderem litauische Süßigkeiten, einen kleinen — 13 —


Neugierig und unermüdlich: die Jugendlichen beim Ausflug mit Herrn und Frau Kirchherr. landestypisch bemalten Schuh und ein BernsteinStück. Der Bürgermeister zeigte seinen Gästen anschließend nicht nur den Historischen Ratssaal, sondern auch den dazugehörigen Rathausbalkon, das Trauzimmer, die alte Aula und den Neuen Ratssaal. Im Anschluss an den ausführlichen und warmen Empfang lud Vorstand Hartmut von Schöning die Gruppe noch zum genüsslichen Abschluss ins Café Schmidt. Am Freitag darauf veranstaltete das Haus Schloßberg für seine Gäste einen Abschiedskaffee, zu dem auch alle Bewohner eingeladen waren. Der Andrang und die Begeisterung waren groß. Azubi Linas hatte sich in Freiburg Klaviernoten besorgt und spielte zur Freude aller einige Stücke. Die Auszubildenden ­waren über den Abschied traurig und wären gerne länger geblieben. Auch die Mitarbeitenden des Evangelischen Stift hatten sie innerhalb der kurzen Zeit schon in ihr Herz geschlossen. Der Kontakt zu ihnen und ihrer Fachschule soll weiter gepflegt und aus­gebaut werden. Walkenhorst / sys — 14 —


Das Seniorenzentrum »Diakonia« in Cluj, Rumänien.

Unsere Altenpflege-Azubis in Rumänien:

Das Abenteuer Europa geht weiter ! Am 2. September diesen Jahres ist es soweit: ­ nsere Auszubildenden Santoshi Darlamee, ErnstU Christian Daberkow, Annette Neumann und Carolin Pörschmann werden für drei Wochen nach Cluj-­ Napoca in Rumänien fliegen und dort arbeiten. Die angehenden AltenpflegerInnen bekommen mit diesem »Arbeitsbesuch« in einem fremden europäischen Kulturkreis eine einmalige Chance: Sie lernen den Umgang mit alten Menschen unter ganz anderen Bedingungen kennen. Auch dieses Projekt wird mit EU-Mitteln des ­Programms »Leonardo da Vinci Mobilität« finanziert. — 15 —


An der Landstraße bei Cluj: Im ländlichen Rumänien gehen die Uhren noch ganz anders. Das Praktikum wird von den Altenpflegeschulen hier in Freiburg als Teil der Praxisphase anerkannt. Die Schulleiterin der Evangelischen Fachschule für Altenpflege, Andrea Seeger-Utz, unterstützt das Projekt sehr engagiert und wird als Reisebegleiterin mitfahren. Im nächsten Jahr wird der Gegenbesuch von vier rumänischen Auszubildenden in Freiburg stattfinden. Die Organisation des Austauschs und nicht zuletzt die umfangreiche Antragstellung waren Neuland für uns und haben Mühe gekostet. Doch wir sind schon jetzt überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt. Das Projekt trägt neue Impulse in unsere ­Häuser und motiviert nicht nur die jungen Mitarbeitenden. Ein besonders wichtiges Ziel des Austauschs ist es, unsere Ausbildung in der Altenpflege attraktiv zu machen und aufzuwerten. Statt über den Fach— 16 —


kräftemangel zu jammern, handeln wir lieber – und laden die jungen Leute ein, ihr ganz persönliches »Abenteuer Europa« zu gestalten. Cluj (früher Klausenburg) ist eine Universitätsstadt, ungefähr von der Größe Freiburgs, im ehemaligen Siebenbürgen. Unsere Azubis werden dort im Seniorenzentrum »Diakonia« arbeiten, unserer Partnereinrichtung, der wir im Oktober letzten Jahres einen vorbereitenden Besuch abgestattet haben. Auch die Auszubildenden, die im nächsten Jahr bei uns arbeiten werden, werden von dort kommen. Die Diakonia wird die deutschen Azubis an drei Standorten beschäftigen: in einer vollstationären Pflegeeinrichtung, beim ambulanten Pflegedienst und im Mehrgenerationenhaus im Dorf Mera, das eine Pflegestation mit der Betreuung von Roma-­ Kindern verbindet. Gerade hier, am so genannten »Zigeunerberg« mit seinen selbstgebauten Lehmhütten, werden die jungen Leute sicher ein ganz anderes Europa kennenlernen. Wir wünschen ihnen reiche Eindrücke und wertvolle Erfahrungen! Walkenhorst / sys

Zu Besuch in der Diakonia: Birgit H.E. Walkenhorst, Leiterin Haus Schloßberg (ganz links) und Hartmut von Schöning, Vorstand (ganz rechts) mit Bewohnerinnen.

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Pflege in Gundelfingen:

Ambulant plus stationär In Gundelfingen wird sich die Zahl der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, aufgrund der demografischen Entwicklung in den nächsten zwanzig Jahren nahezu verdoppeln. Dabei wird in Zukunft eine individuelle, familiär geprägte Betreuung und Pflege im Vordergrund stehen. Stationäre und ambulante Pflege werden keine Gegensätze mehr sein, sondern sich einander annähern. Für das Seniorenzentrum Gundelfingen ist deshalb die Kirchliche Sozialstation Nördlicher Breisgau mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in der ambulanten Altenhilfe der ideale Partner. Unser gemeinsames Ziel: Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger in Gundelfingen, Wildtal und Heuweiler ein lückenloses Versorgungsangebot für alle Lebensbereiche von älteren, kranken und behinderten Menschen gestalten. Dabei sehen wir uns auch in der christlichen Verantwortung. Zusammen mit den Bürgern und Kommunen — 19 —


Der neue Sinnesgarten in Gundelfingen. wollen wir neue Formen der ambulanten, teilstationären und stationären Altenhilfe begleiten und initiieren. Anfang nächsten Jahres wird die Kirchliche Sozialstation Nördlicher Breisgau in neue Räume direkt beim Seniorenzentrum ziehen (ehemals Krankengymnastik). Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist die Erweiterung der Gemeinschaftsräume im Seniorenzentrum Gundelfingen. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das in den 1990er Jahren gebaute Seniorenzentrum schafft damit die räumliche Voraus­ setzung für moderne Wohngruppenkonzepte. Mit deutlich größeren, modern eingerichteten Gemeinschaftsräumen in beiden Wohnbereichen und mit den in diese Räume geöffneten Küchen soll ein All— 20 —


tag gestaltet werden, der sowohl hauswirtschaftliche Angebote als auch spezielle Aktivitäten für Menschen mit Demenz möglich macht. Dank einer unglaublichen 72-Stunden-Aktion hat das Seniorenzentrum jetzt auch einen großen Sinnesgarten. Im Juni haben rund fünfzig Pfadfinder der Gruppe Rochus Spiecker aus Gundelfingen für das Seniorenzentrum einen Sinnespfad angelegt. Sie pflanzten Beerensträucher, Gewürze und Blumen, installierten einen Springbrunnen, mauerten einen Grill und stellten Plätze für Sitzbänke her. Rund 65 Tonnen Erdmaterial musste entsorgt beziehungsweise eingebracht werden. Eine komplexe Aktionsaufgabe, die sie mit viel Engagement und Geschick erfüllten. Penno/ sys — 21 —


Evangelisches Altenpflegeheim Bretten:

Peter-und-Paul-Fest Jedes Jahr am Wochenende nach Peter und Paul wird aus der Stadt Bretten bei Karlsruhe die histo­ rische Stadt Brettheim. Das Rad wird ins Jahr 1504 zurückgedreht. Ausgelöst durch den Landshuter Erbfolgekrieg griffen damals die Württemberger das kurpfälzische Brettheim an und belagerten es. Zur Feier des Sieges der wehrhaften Bürger wurde auch dieses Jahr wieder vom 28. Juni bis 1. Juli Mittelalter

Hausleiterin Simone Schmidt im mittelalterlichen Gewand. — 22 —


gespielt, mit altem Handwerk und Fanfarenzügen, Vorführungen, Musik und Tanz, Speis und Trank. Das Evangelische Altenpflegeheim Bretten war wie immer dabei. Am Freitag bewirtete Hausleiterin Simone Schmidt Mitarbeitende der anderen Häuser des Evangelischen Stifts am Stand des Kettenhemdmachers – natürlich stilecht im mittelalterlichen ­Gewand. Sonntags besuchte eine Gruppe von BewohnerInnen den großen Festzug. Zum fröhlichen Abschluss kam am Montag ein Fanfarenzug vors Haus: Die BewohnerInnen bekamen Fahnenschwinger zu sehen, es gab Musik, Schwartenmagenbrot, Bier und andere Getränke. Schmidt/sys — 23 —


Kurz berichtet Seniorenzentrum Stockach

Der Rohbau steht Der Neubau des Seniorenzentrums Stockach, der von einem Investor erstellt wird, geht gut voran. Seit Januar 2012 ist das Evangelische Stift Freiburg über einen Geschäftsbesorgungsvertrag für den Betrieb des Evangelischen Altenpflegeheims Stockach zuständig. Mitte 2014 sollen die Neubauten mit einem Investitionsvolumen von 13,5 Mio. Euro fertig gestellt sein. Geplant sind ein Pflegeheim mit 87 ­Pflegeplätzen in sechs Wohngruppen, Betreutes Wohnen mit Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen sowie das Service-Wohnen mit Zwei- bis Vier-ZimmerWohnungen und optionaler Betreuung. Betreiber und Betreuungsträger ist die Hegau Bodensee Diakonie gGmbH, an der das Evangelische Stift Freiburg mehrheitlich beteiligt ist.

Emmaus, das Seniorenheim

Grüner Haken und Wunschbaum Der »Grüne Haken« ist ein Qualitätssiegel für Einrichtungen der stationären Langzeitpflege. Wer es erhält, wird in die Datenbank von heimverzeichnis.de aufgenommen, einer gemeinnützigen GmbH. Hinter ihr stehen Verbände wie die AWO, Caritas und DRK. Benotet werden Kriterien wie Selbstbestimmung, Teilhabe und Menschenwürde. Emmaus, das Seniorenheim in Oberweier, hat am 2. Mai die Be­stätigung bekommen, dass das Haus die Qualitätsprüfung mit voller Punktezahl bestanden hat. — 24 —


Der Wunschbaum in Emmaus, das Seniorenheim. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich außerdem über einen ganz besonderen Baum in ihrem Foyer: Heimleiterin Claudia Collet-Moschberger übergab am 17. Mai feierlich einen »Wunschbaum« und bestückte ihn auch gleich mit vielen Wünschen der Senior(inn)en. Darunter so bescheidene wie ei­ ne Tafel Vollmilchschokolade oder so sehnsüch­ti­ge wie der, »noch einmal den Schwarzwald zu sehen«. Ehrenamtliche, Angehörige und Freunde des Hauses sollen bei der Erfüllung helfen. — 25 —


Ambulanter Pflegedienst des Evangelischen Stift Freiburg

Betreuungsgruppe kognitive Einschränkungen Der Ambulante Pflegedienst des Evangelischen Stift bietet seit Mai 2013 in Freiburg eine Betreuungsgruppe für Menschen mit kognitiven Einschränkungen bzw. eingeschränkter Alltagskompetenz an. Jeden Freitag von 14.30 bis 17.00 Uhr wird die kleine Gruppe von geschultem Personal betreut und begleitet. Das Programm ist abwechslungsreich und wird auf die Teilnehmer individuell zugeschnitten. Angehörige profitieren von diesem Angebot auch deshalb, weil sie sich mit den Betreuerinnen und anderen Angehörigen austauschen können. Nähere Informationen unter Tel. 0761/31913-128. sys

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Sie k端mmert sich liebevoll um die Blumen des Stiftsgartens, die diese Seiten schm端cken: Elisabeth Galler, Bewohnerin des Hauses Gottestreue.


Begegnungsstätte

Begegnung · Bildung · Beteiligung · Beratung · Unterhaltung Die Begegnungsstätte im Evangelischen Stift in der Hermannstraße bietet viel Raum und Zeit für Begegnungen ganz verschiedener Art – und das nicht nur für Senioren! Ob Fremdsprachenkurse oder Vorträge, Konzerte oder Bewegungsangebote, Tanztee oder Waffelbäckerei, hier trifft man sich, kommt ins Gespräch und kann vielfach Kultur erleben. Das Programm des aktuellen Monats finden Sie auch im Internet unter www.stift-freiburg.de.

Kontak Tee

Änderungen in der Caféteria Haus Schloßberg Seit dem 1. Juli hat die Caféteria mit Elfi Kantereit eine neue Leitung. Wir bedauern sehr, aus personellen und wirtschaftlichen Gründen kein Mittagessen mehr anbieten zu können. Die Caféteria ist täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Mittwoch ist bis auf weiteres Ruhetag. Neu sind selbstgebackene Kuchen von unserem Küchenchef.

»KontakTee« Der beliebte Tanztee in der Caféteria, mit Martin Glönkler. Tanzfreudige, aber auch Zuschauer sind herzlich willkommen! Termine siehe aktuelles Programm. — 28 —


15. Oktober 2013 15 Uhr Musikvortrag mit Musik von Johannes Brahms in der Hermannstraße

19. Oktober 2013 ab 14 Uhr Tag der offenen Tür in der Hermannstraße

2. Dezember 2013 19 Uhr »Weihnukka« Zwei Lichterfeste einmal ganz anders. Weihnachten und Chanukka, das jüdische Lichterfest, werden auf humorvolle Weise miteinander in Verbindung gebracht. Kabarett mit Rivka Hollaender, veranstaltet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

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Ihre Hilfe kommt bei uns an Liebe Leserin, lieber Leser, ein herzliches Dankeschön an alle Spender! Durch Ihre großen und kleinen Beiträge konnten viele Projekte umgesetzt werden, wie zum Beispiel der neue Generationenspielplatz im Stiftspark. Das Evangelische Stift ist als gemeinnütziger Träger der Altenhilfe auf Ihr Engagement und Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen. Jede Spende hilft uns bei der Verbesserung der Pflege und Betreuung unserer Bewohner und wird gezielt für Projekte und zusätzliche Angebote verwendet. Evangelisches Stift Freiburg Kontonummer

201 095 7

Bankleitzahl

680 501 01

Bank

Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau

Der »Freundeskreis des Evangelischen Stifts ­Freiburg e. V.« unterstützt die Interessen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner, kulturelle Veranstaltungen sowie die seelsorgerische Betreuung. Wir ­bitten um Ihre Unterstützung und laden Sie gerne ein, Mitglied zu werden.

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Freundeskreis Evangelisches Stift Freiburg e.V. Kontonummer

130 045 81

Bankleitzahl

680 501 01

Bank

Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau

Wenn Sie auf dem Einzahlungsbeleg Ihren Namen mit Anschrift vermerken, erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Vielen Dank und herzliche Grüße Hartmut von Schöning Vorstand IMPRESSUM ................... .. .. .. .. .. Herausgeber Evangelisches Stift Freiburg Hermannstraße 10 D-79098 Freiburg Telefon 0761 / 31913 – 0 info@stift-freiburg.de www.stift-freiburg.de .................... .. .. .. .. . Redaktion Hartmut von Schöning (V.i.S.d.P.), Sylvia Schmieder, Barbara Gelbke .................... .. .. .. .. . Blumen In dieser Ausgabe präsentieren wir Ihnen Fotografien von Wolfgang Wick: Blüten aus dem Park des Evangelischen Stift Freiburg .................... .. .. .. .. . Fotografie Claudia Collet-Moschberger, Raphael Kirchherr, Peter Penno, Simone Schmidt, Sylvia Schmieder, Hartmut von Schöning, Stiftsarchiv, Birgit H. E. Walkenhorst, Wolfgang Wick .................... .. .. .. .. . Gestaltung Büro MAGENTA, Freiburg ................... .. .. .. .. .. Herstellung Furtwängler GmbH, Denzlingen .................... .. .. .. .. .

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Hermannstraße 10 D-79098 Freiburg Telefon 0761 / 3 19 13 – 0 www.stift-freiburg.de

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Stiftspostillchen Sommer 2013