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Es ist nicht selbstverständlich, dass sich Menschen für eine gemeinsame Sache engagieren. Unsere gemeinsame Sache ist der Wald. Dieses Jahr musste ich aber mehr als je zuvor feststellen, dass das leider nicht so einfach ist. Erstens meinen – wenn wir bildlich vom Wald sprechen – nicht alle den gleichen Wald und zweitens sind jene, welche den gleichen Wald meinen, sich noch lange nicht einig, was es braucht, um diesem Wald zu seiner Blüte zu verhelfen. Irgendwie scheint uns das Rezept abhanden gekommen zu sein, wie man mit unterschiedlichen Auffassungen umgeht und eine konstruktive Auseinandersetzung führt, um zusammen einen Weg zu finden, der zum

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gemeinsamen Ziel führt. Oft habe ich den Eindruck, dass wir unsere Energie mit Kompetenzgerangel und Machtgeplänkel verschwenden, anstatt uns gemeinsam und mit geeinter Kraft, jeder in seiner Position und nach seinen Möglichkeiten, den sich uns bietenden Herausforderungen zu stellen. Als Mitarbeiter beim Amt für Wald und Naturgefahren spüre ich am eigenen Leib, dass uns von der Front ein zunehmend rauerer Wind entgegenweht. Es wäre schade, wenn in unserer kleinen Branche zwischen dem kantonalen und dem kommunalen Forstdienst der Respekt und das Vertrauen verloren gingen und wir uns gegenseitig nur die Haare in der Suppe vorwerfen würden. In einer Suppe, welche wir uns schliesslich nicht selber eingebrockt haben und welche wir doch eigentlich, ob wir wollen oder nicht, gemeinsam auslöffeln müssen. Chur, 2. April 2013

Beat Philipp Graubünden Wald Samenreinigungs-u.Samenmischanlage

/Pflanzen

Loëstrasse, CH-7000 Chur beat.philipp@awn.gr.ch

12.M ai2013 –11.30 U hr

www.schutzfilisur.ch

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