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Fünf Turmteile werden aufeinandergestellt und mit je 100 Schrauben à zwölf Kilogramm befestigt. (Bild: calandawind.ch)

mäuse zu verhindern, wurde in der Windan­ lage ein Modul installiert, welches gewähr­ leistet, dass die Anlage zwischen März und Oktober in der Dämmerungszeit jeweils bei Windgeschwindigkeiten unter 5,8 m pro Se­ kunde und bei über zwei Grad Celsius auto­ matisch abschaltet. Für Wildtiere wie Hirsche, Rehe, Hasen, Bären, Wölfe (!) und Füchse ist eine WEA eine kalkulierbare Störquelle. Sie gewöhnen sich rasch an die drehenden Roto­ ren und merken schnell, dass sie von dieser Seite nichts zu befürchten haben. Auch bei Nutztieren wie Pferden oder Kü­ hen wurden bisher keine Verhaltensauf­ fälligkeiten in Zusammenhang mit WEA festgestellt (www.suisseeole.ch). Dies be­ stätigen jetzt schon Rückmeldungen von Reitern.

Rückenwind für die Energiewende Aktuell sind in der Schweiz 32 grössere WEA mit 52 MW Gesamtleistung installiert und produzierten im Jahr 2012 88 Mio. kWh Windstrom. In Umweltschutzkreisen (www. Ein Gittermastkran mit einer Höhe von 139 Metern ist für den Aufbau des Windrades im Einsatz. (Bild: calandawind.ch)

Bereits mit Beginn der Planung im Jahr 2008 wurden die Umweltschutzorganisatio­ nen (Pro Natura GR, WWF Graubünden) und die Gemeinde Haldenstein sowie der Kanton Graubünden einbezogen. Ihre An­ liegen haben weitere Abklärungen, insbe­ sondere zum Vogelschutz ausgelöst, welche in die Planung der WEA eingeflossen sind. Damit bleibt der bestmögliche Schutz der Fauna und deren Lebensräume gewährleis­ tet. 38

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15.04.13 10:20

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