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Systema wütender Sünder seine Seele in einer Flamme ausstößt, so, wie es die Volksmärchen erzählen. <…> 3. So wie das Feuer von Rauch begleitet wird <…> so strömt die Seele, laut einigen Aussagen, mit Rauch und Dunst aus dem Körper… 4. Später wurde die Seele als eine Flugkreatur verstanden, wie ein wehender Wind. <…> Eine solche Darstellung der Seele ist im kompletten Einklang mit dem physiologischen Gesetz, nach dem das Leben einer Person mit dem Einatmen von Luft zusammenhängt. Im Süden Sibiriens heißen die Brust und die Lungen Luft; die Bürger glauben, dass die Seele in der Luftröhre eingeschlossen ist, und ein Schnitt dort das Leben beendet. Die Verben atmen, strangulieren, ersticken bedeuten zu sterben, das heißt, die Fähigkeit zu verlieren Luft zu atmen, ohne der die Existenz unmöglich wird. Bei der Beerdigung sagen sie: „Er nahm den letzten Atemzug“ oder „den letzten Geist“. <…> Nach dem Tod löst sich sein Körper auf und wird zu Staub, und nur in den Herzen von Familienangehörigen, Bekannten und Freunden lebt eine Erinnerung an den Verstorbenen, an sein Gesicht, seine Methoden und Gewohnheiten weiter: es ist ein nichtkörperliches Bild, welches von der Vorstellungskraft erschaffen wurde <…>. Das Bild des Verstorbenen wird in unserem Gedächtnis gespeichert, und kann vor unserem inneren Auge abgerufen werden; aber trotzdem ist dieses Bild nicht mehr, als ein Schatten der lebenden und, einem nahestehenden, Person…<…>.

Nach russischem Glauben sieht derjenige, der drei Tage gefastet hat und dann in der Nacht vor dem Samstag der Eltern (dem Gedenktag) auf den Friedhof geht, nicht nur die Schatten der Gestorbenen, sondern auch derjenigen, die im Laufe des Jahres noch sterben werden. <…> 5. In Jahrhunderten die vom Heidentum getrennt waren, bekam der Blitz das mythische Bild eines Wurms, einer Raupe und von Winden: Vögeln; die menschliche Seele stand mit diesen und anderen elementaren Phänomenen in Beziehung und, bei der Trennung vom Körper, konnte sie die gleichen Bilder akzeptieren, wie die, die man den ohrenbetäubenden Flammen und blasenden Winden gibt. Ein anderer Gedanke kam zu diesem Blickpunkt dazu: nach dem Tod einer Person, fing seine Seele ein neues Leben an; mit Ausnahme von der natürlichen Geburt, wenn eine Person mit einer lebenden Seele im Licht auftaucht, erscheint die Seele, im mysteriösen Moment des Todes erneut, in einem anderen Moment, in einem anderen Leben, einem Leben im Grab. Sie verlässt die physische Hülle und verkörpert sich in einer neuen Form. Damit findet nach Meinung der Beobachter in der Kindheit, heidnisch, ohne Entwicklung, die gleiche Metamorphose statt, die man auch im Tierreich sehen kann.

Die Fantasie benutzt zwei visuelle Vergleiche: a) Die neugeborene Raupe (Wurm), wird nach dem Tod als Schmetterling mit leichten Flügeln oder als anderes

„Der Geist ist ein Partikel Gottes, er kann nicht durch bioenergetische Übungen erreicht werden. Er ist uns von Geburt an gegeben, und wächst als Ergebnis eines gerechten Lebens. Aus diesem Grund konzentrieren wir uns auf die Gegenspieler Körper-Seele, bei dem die Seele das erste spirituelle Doppel einer Person ist.“

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Kampfkunst Budo International 381 – Mai Teil 1 2019  

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