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Fähigkeiten entwickeln, weiterentwickeln und harmonisieren kann oder könnte, um die Prinzipien lebendig werden zu lassen. Es ist auch nicht die Frage ob jemand „traditionelle“ Werkzeuge (Lang-stock, Doppelmesser) oder etwas anderes (Schwert, Glaive, Steitaxt, Kampfmesser, etc.) führt. Sehe ich eine Übung, müsste ich wissen oder erkennen, an welchen Fähigkeiten diese Menschen arbeiten. So können die gleichen Werkzeuge sehr unterschiedlich ausschauen. Es ist die Frage, ob es die Prinzi-pien sind, nach denen er sich bewegt. Ob er die Fähigkeiten hat ist entscheidend und nicht, ob er die Programme einer bestimmten Ausformung der Kunst kennt.

Spreche ich nun im Zusammenhang der WTU von „TRADITION“, so meine ich etwas ganz bestimmtes. Denn betrachte ich im Wing Tsun nur den Bewegungs/Instinktaspekt, berücksichtige ich nur ein Ar-beitsfeld des menschlichen Seins. Die anderen Felder sind für die WTU das „Denken“ und die „Gefühle“. Alle drei Bereiche gehören har-monisch entwickelt. Die alleinige Entwicklung eines „Zentrums“ mag vielleicht zu Erfolg in Bezug auf Materie und Macht führen, doch insgesamt ist der Mensch oder die Gesellschaft, die das macht, aus der Balance, aus dem Gleichgewicht.

Kampfkunst Budo International 294 – August 2015  

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