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WTUniverse

W

ie wir bereits in einem unserer regelmäßig erscheinenden WTU Artikel (auf der Homepage www.wingtsununiverse.org/home/wtu-articles und auf Scribd https://de.scribd.com/WingTsunUniverse) besprochen haben, ist der Begriff „Großmeister“ ein Funktionsbegriff des Westens. Hier trat er hauptsächlich zuerst im Rahmen der Geheimgesellschaften (Rosenkreuzer, Freimaurer, Templer, Martinisten, usw. und im Schachspiel auf). Er ist der Herausgeber der Lehrmaterialien, der Leiter einer Organisation oder eines umschriebenen Länderbereiches. In der Leitung der WTU übe diese Funktion ich aus. Si-Mo ist in der WTU die Bezeichnung für Rosa Ferrante Bannera (RFB). Sie ist in diesem Fall die „Mutter der WTU“ und meine Gefährtin. Darüber hinaus übt sie die Funktion des Si-Fu in den WTU Clubs in Lübeck und Bad Oldesloe aus. In der WTU sehen wir unsere Wurzeln im Osten und im Westen. In den verschiedenen Ausformungen der Bewegungskunst, Wing Chun in Asien, deren Ausformungen (Gurdjieff) im Westen, der asiatischen Philosophie und der westlichen Philosophie. Alles für eine neue Zeit und eine neue Kultur, die momentan erst in Ansätzen erkennbar ist. Wir nennen sie mal bildhaft die INTEGRALE Weltinterpretation. In fast allen Wing Chun/Wing Tsun Stilen spricht man von Prinzipien. In der WTU sind es für uns Bewegungsprinzipien, welche später erst in Kombination mit den 4 Wechselwirkungen (besprechen wir in einem späteren Artikel) „Wirkung“ erzeugen. Diese 3 Prinzipien definieren wir wie folgt: - Erlaube Kontakt - Begleite Bewegung - Vermeide Distanz In jedem Augenblick haben wir die Möglichkeit uns zu verändern oder das alte Muster zu wiederholen. Verändern heißt, in diesem Moment an den Konturen des JETZT entlang zu fließen. Doch wir sollten bedenken: gleiche Werkzeuge erzeugen die gleichen Resultate. Ein „Mehr“ ist nicht die Lösung. Es erzeugt keine anderen, sonder n nur mehr der gleichen Resultate. Und es ist ein Zeichen von Gier! Wenn man von Formen spricht denken die meisten Menschen an Wiederholen vom Gleichen. Üben Menschen Formen, dann suchen sie sofort Rhythmus und Positionen, ihren Rhythmus, in dem sie sich wohlfühlen oder besser gesagt, in dem sie gefangen sind und Positionen mit denen sie sich identifizieren. Dies ist ein Zeichen von Starrheit und Angst. Kennt man die Positionen eines Menschen, in denen er sich wohl fühlt, kann man ihn kontrollieren. Kennt man seine Konditionierungen, also die Reize, auf die er reagiert, dann ist er steuerbar. Das gilt für den Kampf, die Auseinandersetzung, den Konflikt, ja für den Alltag. Menschen automatisieren sofort. Sie denken, das sei ein Zeichen von Können, etwas zu tun und dabei


Kampfkunst-International Dezember 2014