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r e l i w s n e d ä W A

r e g i nze

Monatszeitung für Wädenswil und Umgebung. 10. Jahrgang 

Nr.

10 – Oktober 2020

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Die Kufen sind geschliffen für die neue Eisbahnsaison Am Samstag, 7. November, beginnt die neue Eisbahn-Saison auf dem Seeplatz. Das mit viel Enthusiasmus gestartete neue Team nimmt seine zweite Saison in Angriff. Vorstandsmitglied Emanuel Köppel verrät im Gespräch mit dem Wädenswiler Anzeiger, auf was sich die Besucher dieses Jahr freuen können.

WA: Blicken wir erst mal zurück: Der letztjährig geglückte Neustart der schönsten Eisbahn am Zürichsee hatte Euch viele Sympathien beschert. Hat sich das auch in höheren Vereinsmitgliederzahlen niedergeschlagen und mehr freiwilligen Helfern? EK: Wir hatten auf jeden Fall eine starke Erhöhung der Vereinsmitgliederzahlen.

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Für den bereits begonnen Aufbau konnten wir jedenfalls genügend freiwillige Helfer motivieren. Aktuell steht bereits das Rondodrom, und auch der Aufbau der EisRinks ist bereits im vollen Gange. Letztes Jahr waren die treibenden Kräfte im neuen Vorstand nahezu omnipräsent auf und neben der Eis-


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Noch fehlt das Eis, aber der Vorstand der Eisbahn ist bereit für die neue Saison. Nein, eigentlich nicht. Wir haben ja auch eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Wädenswil, und wenn dieses Jahr viele vielleicht nicht in die Ferien fahren können, wollen wir den Daheimgebliebenen auch etwas bieten. Ein attraktives Rahmenprogramm und Kurse sorgen für Spass einerseits, aber auch für eine gute Auslastung. Was erwartet die Besucher dieses Jahr, nebst dem für alle offenen Eislauf? Wir halten am Erfolgsrezept der letzten Saison fest. Wir planen weiter mit Hockey- und

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Eiskunstlaufkursen. Und auch Eisstockschiessen ist weiter im Programm. Hier kann neu auch nur das halbe Feld gemietet werden, so können zwei Gruppen gleichzeitig spielen. Aufgrund der aktuellen Situation sind wir zurückhaltender mit Events, also so organisieren wir etwa keine Konzerte im Rondodrom. Wir probieren jedoch, weitere kleinere Events zu organisieren – unsere Agenda auf der Homepage gibt da Auskunft. Dort findet sich auch das Reservationssystem, wo private Gruppen und Schulen ihre Eiszeit reservieren können. Grundsätzlich wollen wir noch professioneller Auftreten und

IM N O V N E Z R E H .. L I W S N E D WA

setzen weiter auf Kontinuität. Wir haben qualitative Verbesserungen an der Audioqualität der Aussenbeschallung und der Mikrofonqualität – so versteht man auch unsere Durchsagen besser. Die Eisbahn ist zusammen mit dem Gastropartner zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Werden weitere spezielle Anlässe oder Angebote angepriesen? Wir freuen uns, mit unserem Kooperationspartner die neue Saison in Angriff nehmen zu können. Beide Betriebe sollen sich ergänzen, aber selbstständig funktionieren.   Wir freuen uns auf die neue Saison – das ist dieses Jahr nicht selbstverständlich. Und wir setzen alles daran, unseren Gästen auf dem Seeplatz ein schönes Erlebnis bieten zu können.   Freuen wir uns also auf den 7. November, die Saisoneröffnung: Was erwartet die Besucher? Wir planen mit einem öffentlichen, kostenlosen Eislauf für alle, einer Ansprache von Philipp Kutter, einem Apéro und einer kleinen, aber feinen Eiskunstlaufvorführung den Saisoneinstieg. n

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bahn. Wie wird das dieses Jahr sein? Der Vorstand wird – natürlich – nach wie vor präsent sein. Wir konnten jedoch für das Tagesgeschäft eine operative Betriebsleitung finden, die auch noch nach weiterem Personal Ausschau hält.   Der Betrieb dieses Jahr steht unter besonderen Vorzeichen. Was galt es für Schwierigkeiten zu meistern? Wir haben uns bezüglich Covid-19 mit anderen Eisbahnen in der näheren und weiteren Umgebung ausgetauscht, stellten jedoch fest, dass jede Eisbahn anders funktioniert. Die behördlichen Vorgaben im Kanton Zürich sind strenger als in anderen Kantonen. Kurzum: Wir haben ein eigenes Covid-Schutzkonzept erstellt, einerseits für den Betrieb, andererseits ein Zonenkonzept für den Seeplatz, wo der Betrieb für Rondodrom, die Eisbahn und die Garderoben geregelt ist. (Einsehbar unter https:// eisbahnwaedi.ch/info)   Ein überzeugendes, gleichzeitig auch einfaches Konzept. Folglich stand der Betrieb dieses Jahr nie zur Diskussion?


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Nach 47 Jahren Betriebszugehörigkeit geht’s in die wohlverdiente Pension Wohnhaft in unmittelbarer Nähe der Bürstenfabrik Erzinger an der Buckstrasse trat Markus Wirz 1973 als junger Mann in diese Firma ein und erlernte das Bürstenmachen – damals noch weitgehend ein Handwerk. Bald schon wechselte er als Maschinenführer an die Streifenmaschine, wo nebst Abdichtbürsten die noch heute gebräuchlichen Bodenschrubber mit Metallband hergestellt werden. Es folgten Einsätze an mechanisch-numerisch gesteuerten Maschinen bis zu den heutigen CNC-gesteuerten Automaten.

«Wir schätzen besonders seine Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Ausgeglichenheit und natürlich sein über die lange Zeit angeeignetes Fachwissen. Seine Geselligkeit und sein eigener Humor freuten uns auch immer wieder», sagt Stefan Erzinger von der Inhaberfamilie. Und Thomas Erzinger, Vertreter der sechsten Generation, sagt Danke: «Markus, wir danken Dir für Deinen langjährigen Einsatz für unser kleines Familienunternehmen. Wir wünschen Dir für die Zukunft Gesundheit, Befriedigung bei der Pflege Deiner Hobbies und überhaupt alles Gute!» Ende Oktober 2020 geht nun Markus Wirz nach 47 Jahren Tätigkeit bei der Bürstenfabrik Erzinger AG in Pension. Er erlebte damit über ein Viertel der fast 175-jährigen Firmengeschichte der Wädenswiler Traditionsfirma. (e)

Panoramatafel Furthof feierlich eingeweiht Aufgrund von Anregungen aus der Bevölkerung, hat der Verkehrsverein Wädenswil eine Panoramatafel beim Aussichtspunkt Furthof in Auftrag gegeben. Diese Panoramatafel wurde am Samstag, 3. Oktober 2020, feierlich eingeweiht und der Bevölkerung übergeben. Anwesend waren unter anderem der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter, Martin Kälin, Präsident des Quartiervereins Langrüti, Martin Somogyi, Projektleiter, Vorstandsmitglieder des Verkehrsvereins Wädenswil, Kathrin Meister und Werner Eggenberger, auf deren Grund die Panoramatafel stehen darf. Für das Panoramafoto, welches mit einer Spezialkamera aufgenommen wurde, musste zuerst ein gutes Wetterfenster mit Fernsicht abgewartet werden. Mitte Mai 2020 war es endlich soweit. Auf dem Panoramafoto blühen im Vordergrund die Wiesen, ein Hauch von Bodennebel Richtung Linthebene fügt

eine leicht mystische Stimmung hinzu und die Berge sind in der Ferne kristallklar abgebildet. Grosses Augenmerk wurde auf die korrekte Beschriftung der auf der Panoramatafel im Hintergrund ersichtlichen Berge und der regionalen Hügelzüge im Vordergrund gelegt. Diverse Probedrucke wurden sorgfältig geprüft und präzisiert. Für die Herstellung wurde das finale Panoramabild direkt auf eine Aluminiumplatte gedruckt und auf ein wetterfestes Gestell montiert.

Der Verkehrsverein Wädenswil freut sich sehr über die neue Panoramatafel auf dem Furthof und bedankt sich bei allen Beteiligten für den geleisteten Einsatz, welcher die erfolgreiche Umsetzung dieses Projekts erst ermöglichte. Es war ein spannendes Projekt und der Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Wir laden Sie herzlich ein, gelegentlich die Gegend rund um den Furthof zu erkunden und die wunderbare Aussicht zu geniessen. Parkplätze befinden sich hinter der Autobahnraststätte Herrlisberg.  (e)

Brandanschlag auf Martha’s Snacks In der Nacht von Samstag, 10., auf Sonntag, 11. Oktober, wurde auf den Imbissstand auf dem Kantonsplatz ein Brandanschlag verübt.Dabei ist ein Sachschaden von mehreren 10 000 Franken entstanden. Nachdem ihm schon die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, ist der Anschlag für Stand­besitzer Daniel Marthaler nun doppelt bitter: «Finanziell gesehen ist das eine Katastrophe für mich, ich habe zurzeit gar keine Einnahmen.» Seinen Take-Away-Stand will der 54-Jährige nun wieder neu aufbauen. Wer den Brandanschlag verübt hat, ist nicht klar. Die Kantonspolizei Zürich ermittelt weiter.


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Generalversammlung der Grünen Wädenswil Statt im Frühling wurde die GV der Grünen Wädenswil am 10. September durchgeführt. Der Bericht der Präsidentin hat gezeigt, dass die Grünen auch im vergangenen Jahr sehr aktiv waren.

Nach 2020 findet auch 2021 kein Umzug statt.

So feiert Wädenswil 2021 Fasnacht Am 11. September führte die Neue Fasnachtsgesellschaft Wädenswil ihre alljährliche Generalversammlung durch. Sie erhielt dort auch den Auftrag, ihre Mitglieder – die Fasnachtsgruppen und -musiken – bis zum 1. November 2020 über die geplanten und wegfallenden Anlässe zu informieren. Die NFG debattierte intensiv darüber, auch am Klausurwochenende vom 3./4. Oktober. Folgende Entscheide wurden aufgrund der aktuellen Situation und den derzeit herrschenden Bestimmungen gefällt: – Wie in den vorhergehenden Jahren wird eine Fasnachtsplakette mit Motto kreiert und an der Plakettenvernissage am 6. Januar 2021 präsentiert. Auch der «Anlüger» soll wie geplant erscheinen. – Sämtliche Indoor-Anlässe in der Kulturhalle müssen abgesagt werden, da sie nicht wirtschaftlich durchgeführt werden können. Dies betrifft die Schnitzelbankfeste (12./19.2.2021) sowie Frühschoppen, Bööggentanz und die Maskenprämierung an der Kinderfasnacht. – Die beiden Umzüge, also der grosse Umzug vom Sonntag, 21. Februar, sowie der

Kinderumzug am Fasnachtsmontag, können wegen der geltenden Bestimmungen für Grossveranstaltungen (Maskenpflicht, Abstandsregel, etc.) nicht durchgeführt werden, da die NFG als Veranstalter für die Einhaltung der Regeln verantwortlich ist und allenfalls auch haftbar gemacht werden könnte. Die NFG unterstützt die dekorierten Wädenswiler Beizen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Durchführung der Beizenfasnacht, die dieses Jahr am Hauptfasnachtswochenende, am Freitag, 19. Februar, stattfinden soll. Ebenso soll die Dorffasnacht am Fasnachtssamstag durchgeführt werden; die Zugerstrasse wird wie vorgesehen abends gesperrt, hier soll fasnächtliches Treiben herrschen. Die Wädenswiler Fasnachtsgruppierungen präsentieren ihre Wagen, Guggenmusiken spielen an verschiedenen Plätzen auf. Die Neue Fasnachtsgesellschaft hofft, dass bis zu ihrem Jubiläumsjahr – 2022 feiert die NFG ihr 50-jähriges Bestehen – alle Viren und Narren wieder zur Besinnung gekommen sind.  (stb)

So haben sie massgeblich dazu beigetragen, dass eine neue Stelle zur Förderung der Biodiversität in Wädenswil geschaffen wurde. Es wurden auch diverse Vorstösse eingereicht zum Thema ökologischer Energiegewinnung, Klimaverträglichkeit von Überbauungen oder der Förderung des Langsamverkehrs in Wädenswil. Geglückt ist auch die Durchführung der Velobörse, welche wiederum tolle Fahrräder in Umlauf gebracht hat. Dass auch in diesem Jahr 10 Vorstandsmitglieder bestätigt werden konnten, rundet den positiven Jahresrückblick ab. Im Anschluss an die ordentliche Generalversammlung haben Tobias Hösli und René Reist den Grünen die «Energie Genossenschaft Zimmerberg» (EGZ) vorgestellt. Diese möchte mit uns zusammen die Energiewende umsetzen. Dazu muss beispielsweise der Strommix ökologischer werden. Bei der EGZ kann man Stromprodukte mit 100% Solaranteil beziehen. Die EGZ garantiert mit Herkunftsnachweisen, dass der Stromanteil quasi in der Nachbarschaft erzeugt wird und die Produzenten für den ökologischen Mehrwert fair entschädigt werden. Die spannende Diskussion im Anschluss an das Referat hat gezeigt, wie aktuell und wichtig diese Idee der ökologischen Strombeschaffung ist.  (e) https://kraftwerk-zimmerberg.ch/


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Der halb virtuelle, halb reale Ratsausflug Ernst Grand, Gemeinderatspräsident von Wädenswil, hat für den diesjährigen Ratsausflug einen virtuellen Anfang gewählt: Anstelle der geplanten Besichtigung des IBM-Forschungslabors konnten die Ratsmitglieder interessante Vorträge von Referenten der IBM per Video-Übertragung im Restaurant «Boccia» live erleben, und sie machten auch rege Gebrauch von der Möglichkeit, den Referenten direkt Fragen zu stellen. Text und Bild: Susi Klausner In den Vorträgen wurde ein Einblick in drei Forschungsprojekte der IBM gegeben: Es ging um die neue Quantum-Computer-Generation mit ihrer unvorstellbar riesigen Rechenleistung und um eine Möglichkeit, Künstliche Intelligenz in Ge-

sprächen als sprechende Diskussionspartner einzusetzen, die garantiert kein Argument verpassen und alle jemals im Internet gespeicherten Informationen zu den gestellten Fragen kennen, analysieren und wiedergeben. Zudem wurde das noch junge Forschungsprojekt

der Mirai Foods AG vorgestellt, die es bereits geschafft hat, aus wenigen Stammzellen von Rindern eine unermesslich grosse Menge (Tonnen!) zellbasiertes Fleisch herzustellen, ohne dass ein Tier geschlachtet werden muss. Ausserdem konnte virtuell eine kritische Betrachtung

der finanziellen Massnahmen des Kantons Zürich zur Unterstützung von Start-ups während der Corona-Krise mitverfolgt werden, die später bei den anwesenden Ratsmitgliedern beim ganz realen Apéro sicher für viel Gesprächsstoff gesorgt hat. n

Im Gespräch mit Gemeinderatspräsident Ernst Grand WA: Ernst Grand, seit dem 18. Mai, seit über 150 Tagen und doch eigentlich 2 Monate später als normal, sind Sie der «höchste Wädenswiler». Wie fühlt sich das Amt an? Ernst Grand: Sehr gut. Die neue Aufgabe und die intensivere Interaktion mit den Ratskollegen sowie die Leitung des Büro Gemeinderat macht mir Spass. Ich lerne jede Woche etwas dazu – das ist gut. Was hat sich seit der Wahl für Sie verändert? Mit dem Büro Gemeinderat bereiten wir die Gemeinderatssitzungen vor. Da ist es wichtig, die verschiedenen Geschäfte im Auge zu behalten und einzuplanen. In der Planung der Sitzungen bin ich viel aktiver eingebunden als vorher. Das Sekretariat, namentlich Roger Kempf, ist dabei eine grosse Stütze. Schliesslich ist das Sekretariat schon länger im Amt und bringt dadurch viel Erfahrung mit. Das erleichtert mir die Arbeit sehr. Die Gemeinderatssitzungen finden zurzeit alle in der Kulturhalle Glärnisch statt. Weshalb hat sich das Büro Gemeinderat für die weiteren Durchführungen der Ratssitzung in

der Kulturhalle entschieden? Theoretisch wäre doch eine Sitzung auch im Gemeinderatssaal möglich gewesen? Theoretisch und praktisch wäre es möglich gewesen, die Ratssitzungen im Gemeinderatssaal durchzuführen. Quasi, wie wenn nichts gewesen wäre. Das ist aber nicht so. Wir dürfen die Corona-Situation nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir müssen eine vernünftige Vorsicht walten lassen. Eine Ratssitzung in der Kulturhalle ist vermutlich etwas umständlicher, als eine Sitzung im Gemeinderatssaal. Aber für mich hat die Gesundheit der Stadt- und Gemeinderatsmitglieder eine höhere Priorität, als ein etwas einfacherer Ratsbetrieb. Aus meiner Sicht sind viele Menschen zu leichtsinnig mit den Corona-Lockerungsmassnahmen umgegangen. Solange es nicht exorbitant viel mehr kostet, ist ein vernünftiges Mass Vorsicht sicher angemessen. Schliesslich läuft man vernünftigerweise auch nicht ohne zu schauen über einen Fussgängerstreifen, nur weil man theoretisch als Fussgänger den Vortritt hat. Was ist Ihnen wichtig in Ihrer Rolle als Ratspräsident? Ich finde einen angemessenen Umgang unter den Ratskollegen wichtig. Obwohl mich

gewisse Ideen und Vorstösse manchmal auch etwas «stressen». Aber wir sind alle gewählte Volksvertreter, die unsere Wähler vertreten. So ist das System und das ist nicht schlecht. Manchmal ist unsere direkte Demokratie etwas langsam, dafür relativ ausgewogen, was einen grösseren sozialen Frieden mit sich bringt. Wir haben auch Demos in unseren Städten. Ich glaube aber, es gibt bei uns weniger ungebändigten Frust als in anderen Ländern (etwa USA). Das hat sicher auch mit unserem Wohlstand zu tun, aber eben auch damit, dass wir nach Lösungen suchen, welche viele Gewinner hat. Was wünschen Sie sich für Ihre Amtszeit? Ich wünsche mir mehr Engagement von freisinnig gesinnten Mitmenschen. Wir müssen die liberalen Anliegen aktiver und lauter vertreten. Die Extremen links wie rechts sind sehr laut, kreieren viel Stress ins System, bringen in der Regel aber ausser Unruhe wenig zustande. Wir Liberalen übernehmen Verantwortung und führen viele Initiativen zum Erfolg. Noch mehr freisinniges Engagement wäre deshalb sehr wünschenswert.  (wa)


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Sir Colin, ein Sohn unserer Stadt: Seine Studio Bar hat neu eine Star Hall Im Oktober feiert die Studio Bar von DJ und Musikproduzent Sir Colin ihr dreijähriges Bestehen. Zu der Kombi aus Restaurant, Bar und Tonstudio kommt ein neuer Clubraum dazu, die Star Hall. Sie ist für verschiedenste Zwecke nutzbar und kann auch für einen Event gemietet werden. Text & Bild: Ingrid Liedtke Sir Colin, mit bürgerlichem Namen Engin Colin Kilic, empfängt mich in seiner Studio Bar an der Zugerstrasse in Wädenswil. Diese ist ganz im Industrial Style gestaltet: viel schwarzes Eisen, Industrieleuchten und orange-rote Wände. Daran hängen mehr als hundert Retroradios, jedes einzelne mit dem Namen einer grossen Musikerin oder eines Musikers beschriftet. Auch die Wendeltreppe, die auf die Galerie und zum Tonstudio führt, ist eine Eisenkonstruktion. Unter der Galerie befinden sich Küche, Bar und Restaurant. Das Restaurant ist täglich bis 23 Uhr geöffnet und bietet mittags und abends gute, frisch zubereitete Speisen an. Man kocht möglichst mit lokalen Produkten und ausschliesslich mit Schweizer Fleisch. Star Hall schon lange geplant Der neue Clubraum liegt in der angebauten Shedhalle. Die Wände der Star Hall sind mit grossen Schwarz-Weiss-Fotos von berühmten Musikern und Bands tapeziert. Das getäferte Sheddach ist hellgrau gestrichen. Am grossen Billardtisch spielen zwei junge Männer Billard. Weiter hinten im Raum steht ein Töggelikasten, an den Wänden hängen zwei Dartautomaten. Tische und Stühle laden dazu ein, sich zu setzen, etwas zu trinken und sich zu unterhalten. Bisher verwandelte sich die Studio Bar freitags und samstags ab 22 Uhr in eine Bar mit Live- und Partymusik. Ein ganz spezieller

Sir Colin in der neuen Star Hall in seiner Studio Bar. Zusatz bei einem Auftritt in der Studio Bar ist, dass die Musiker nach ihrem Auftritt eine professionell aufbereitete Tonaufnahme ihres Auftrittes bekommen können. Das war vor Corona. Momentan werden noch keine Konzerte gespielt. Corona hat auch die sehr erfolgreiche Studio Bar hart getroffen. «Bei uns kam der Einbruch schon im März», sagt Sir Colin. «Eigentlich finde ich, hat man die Clubs zu früh geöffnet. Ich bin ein DJ. Von 1999 bis 2013 war ich jedes Wochenende in der ganzen Schweiz und im Ausland unterwegs. Ich weiss, was abgeht, wenn man in einen Club zum Tanzen geht und Party machen will. Da ist es sehr schwierig, die Abstandsregeln einzuhalten. Trotzdem waren die Clubbetreiber natürlich froh, dass sie wieder öffnen konnten. Denn sonst wären viele Konkurs gegangen.» Der Lockdown kam für die Studio Bar auf dem Höhepunkt des Erfolgs. Das Zielpublikum, Leute von 25 bis 60 und mehr Jahren, blieben weg. «Der Abend brach total weg, und es ist immer

noch ziemlich schwierig. Doch auch wir mussten wieder öffnen, um zu überleben, und versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.» Die Studio Bar ist ein Tonstudio mit Restaurant und Bar, die am Wochenende zu einem Club wird. «Bereits lange vor Corona hatten wir alles für die Star Hall geplant und in die Wege geleitet, um unser bisheriges Angebot zu erweitern und für mehr Entertainment zu sorgen.» Die Baueingabe und alle Pläne waren schon 2019 bereit. Es gab also kein Zurück mehr. Dieser neue Raum ist multifunktional, nicht nur ein Spielraum, sondern auch ein Clubraum, worin man Partys veranstalten kann. «Früher, wenn man die Studio Bar vermieten wollte, musste man die ganze Bar schliessen. Das fanden unsere Stammkunden nicht so toll – verständlicherweise. Jetzt haben wir einen Raum, den man zusätzlich vermieten kann, ohne den Restaurant- und Barbereich schliessen zu müssen. Er kann auch für Firmenevents und Konferenzen gebucht werden oder zum Bei-

spiel für einen Kinoabend.» Es hat eine grosse Leinwand und einen Beamer, und für das Spielvergnügen einen Töggelikasten, Dartautomaten und einen AchtFuss-Turnierbillardtisch. Schach und Backgammon sind geplant. Die Möblierung kann individuell angepasst werden und der Raum ist separat zugänglich. «Wir hatten oft Anfragen für Anlässe bis 200 Personen und konnten in der Vergangenheit vieles nicht machen. In der Studio Bar haben 100 Gäste Platz. Nun können wir erweitern auf 200 und haben die Kapazität für grössere Anlässe, wie zum Beispiel ein Firmenweihnachtsessen für 150 Personen.» Man hört von einigen Musikern, die die Corona-Zeit nutzen, um neue CDs aufzunehmen. Sir Colin kam dies nicht so sehr zugute. «Ich persönlich konnte die Zeit für meine eigenen Produktionen nutzen, weil ich mein eigenes Studio habe und auch selber Produzent bin. Ich kann alles alleine machen. Die meisten Musiker aber brauchen einen Produzenten und einen Tontechniker und müssen zudem die Miete für ein Tonstudio bezahlen. Wir sind relativ günstig, aber das Studio ist momentan nicht ausgelastet, weil den meisten Musikern das Geld fehlt. Alle ihre Auftritte wurden wegen Corona abgesagt und somit sind natürlich die Gagen ausgefallen.» Glück am Schopf gepackt Sir Collin ist ein Promi. Er gehört zu den erfolgreichsten DJs der Schweiz und hat mit seinen Produktionen mehrere Goldauszeichnungen erhalten. Warum, so fragt man sich, eröffnete er sein Lokal in Wädenswil und nicht an prominenter Lage in Zürich? Ist ihm der Ruhm so wenig zu Kopf gestiegen? Engin ist ein Sohn unserer Stadt. Er ist in Wädenswil aufgewachsen und zur Schule gegangen. Als Schweizer mit türkischen Wurzeln war es nicht immer einfach für ihn. Seine Familie wollte sich integrieren. So wusste er schon früh, was von ihm


8 WÄD E N S W I L L erwartet wurde. «Meine Eltern wollten, dass ich anständig bin und keine Schwierigkeiten mache. Das ist mir mehrheitlich gelungen. Zudem habe ich meine ganze Jugend im Tonstudio verbracht und hatte wenig bis gar keine Zeit für Partys. Und wenn

Wädenswiler Anzeiger 10-2020

ich später, als ich berühmt war, den Kopf hochtrug, haben mich meine Freunde immer schnell heruntergeholt. Natürlich hatte ich auch Glück und habe es im richtigen Moment beim Schopf gepackt. Zudem war ich immer tüchtig, denn ich habe auch für

meine Familie gearbeitet.» Seine Arbeit mit Herzblut machen, sich selber und ehrlich bleiben, das sind ihm wichtige Anliegen. Und die Heimat: «Ich weiss, woher ich komme, und dahin wollte ich auch wieder zurück. Die Stadt Wädenswil ist für mich

Programm Saisoneröffnung Samstag, 7. November 2020

noch das Dorf meiner Kindheit. Hier bin ich aufgewachsen und eigentlich bin ich immer noch derselbe. Wädenswil erdet mich.» Hier arbeiten und leben, das wollte er. Darum also steht die Studio Bar in Wädenswil und nicht in einer grösseren Schweizer Stadt. Hierhin kommen die Künstler, um in Engins Studio ihre Musik professionell aufnehmen zu lassen. Damit sie auch gut bewirtet werden können, entstand ursprünglich die Idee zur Studio Bar. Und wer kreativ ist, wie Sir Colin, baut seine Ideen weiter aus und daraus entsteht dann eine Star Hall.  n

13.00 h

Eislaufen für Gross und Klein bis 16.30 h, Eintritt frei

17.00 h

Begrüssungs-Ansprache durch Philipp Kutter, Stadtpräsident Wädenswil

Studio Bar, Zugerstrasse 162, 8820 Wädenswil, www.studiobar.ch

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Auftritt Eiskunstlauf

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Einen Platz auf dem Podest gab es für Jim Uster (l.) an der Wakeboard Schweizermeisterschaften 2020 in Montreux. (zvg)

Silbermedaille an SM Wakeboard Am Sonntag, den 20. September 2020, haben die Finalläufe der Wakeboard Schweizermeisterschaften in Montreux stattgefunden. Nachdem der Schönenberger Jim Uster im letzten Jahr in der Kategorie U12 noch den Schweizer Meistertitel gewonnen hatte, musste er in diesem Jahr als Jahrgangsjüngster in der Kategorie U14 antreten und gewann da die Silbermedaille mit einem knappen Punkt Rückstand auf den Sieger. Jim Uster startet für den Verein Wakeboard Academy aus Zürich Wollishofen. (e)


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Wellness fürs Hallenbad Mit Abschluss der vierten und letzten Sanierungsetappe hat das Hallenbad ein kleines, aber feines Wellness-Center mit Sauna, Dampfbad, Erlebnisdusche und Whirlpool bekommen – und somit eine weitere Attraktivitätssteigerung! Text & Bilder: Stefan Baumgartner Jahrelang betreute die im Hallenbad eingemietete Praxis Berchtold auch die Sauna. Nun konzentriert sich die Massagepraxis auf ihr Kernangebot, und die Abteilung Bäder der Stadt Wädenswil betreibt den neuen Wellness-Tempel in Eigenregie. In zehn Wochen Bauzeit, die Hälfte davon in den Sommerferien, in denen das Hallenbad jeweils geschlossen ist, wurde die oberste Etage im Hallenbad umgebaut. Die Massagepraxis hat einen neugestalteten, attraktiven Eingangsbereich erhalten, im neuen Wellnessbereich wurde die bestehende Sauna ersetzt durch eine Finnische und eine Bio-Sauna, weiter wurde ein Dampfbad, eine Erlebnisdusche mit Licht und Ton, eine Kübeldusche und eine Kneipp-Anlage eingebaut. Aus Budget- und Platzgründen fehlt im Saunabereich ein Tauchbad. Herzstück und Blickfang ist der neue, grosse Whirlpool, in dem es sich entspannt geniessen lässt. Ergänzt wird das Angebot mit einem Ruheraum und einem Aussenbereich. Die bestehende Sauna hatte einige langjährige Stammkunden. Wie wurden sie in den Planungsprozess einbezogen? Dazu meint

Jonas Erni, Stadtrat Sicherheit und Gesundheit, dass sich viele der Stammkunden von sich aus eingebracht hätten. Verschiedene Meinungen und Vorschläge seien so in die diversen Baukommissionsitzungen eingeflossen. Gekostet hat der neuen Wellnessbereich rund 280 000 Franken, nebst den gebunden Ausgaben der restlichen Sanierung (Energetik, Lüftung) in der Höhe von rund 1 Mio. Franken. Sebastian Epp, Leiter Sicherheit und Gesundheit, freut sich über die neue Anlage: «Wenn man die Sauna vorher gekannt hat und was jetzt daraus wurde – das ist eine massive Verbesserung. Und sie ist so gestaltet, dass man daran wieder 30 Jahre Freude haben kann.» Architekt Andreas Felber ergänzt: «Wir wollten auf einer klassischen Linie bleiben, Stadtrat Jonas Erni (l.) und Architekt Andreas Felber freuen sich über den neuen und gelungenen Wellness-Bereich mit Sauna.

mit hochwertigen Materialien». So wurde, abgesehen von einigen Farbtupfern, auf Designexperimente verzichtet. Natursteine und Holz – langlebige Materialien – dominieren. Jonas Erni freut sich, dass die Sportbauten Untermosen ein Komplett-Angebot bieten können: Ein Massage- und Fitnesscenter, abgedeckt durch eingemietete Partner – und die durch die Stadt selbst abgedeckten Bereiche Turnhalle und dem Hallenbad inklusive der neuen Spassrutsche sowie jetzt dem neuen Wellnessbereich. Seit dem 21. September ist der Wellnessbereich nun für die Bevölkerung offen. Zugänglich entweder über das Hallenbad oder über das Treppenhaus – je nachdem, ob ein Kombieintritt oder ein Nur-Wellness-Eintritt gelöst wurde. Die neue Anlage soll alle Bevölkerungsschichten ansprechen. So ist am Sonntag von 9 bis 17 Uhr Familientag, da dürfen auch 6- bis 16-Jährige in den Wellnessbereich (an den anderen Tagen ist der Besuch Erwachsenen vorbehalten). Die Anlage ist nicht mehr geschlechtergetrennt, es gibt jedoch Tage, an denen der Besuch entweder den weiblichen oder männlichen Besuchern vorbehalten ist. Coronabedingt dürfen sich aktuell nicht mehr als zwanzig Personen gleichzeitig im Wellnessbereich aufhalten – ein Zähler auf der Website der Stadt gibt Auskunft über die Anzahl freien Plätze. n https://www.waedenswil.ch/ belegungwellness

Neuer Pächter im Restaurant Hallenbad Wädenswil Das Winterthurer Gastronomie-Unternehmen Sakutshang GmbH betreibt erfolgreich seit über 22 Jahren in mehreren Freizeitanlagen (Hallen- und Freibäder, Eisbahnen) im Kanton Zürich Gastwirtschaftsbetriebe. In dieser langen Zeit konnte sie einen grossen Erfahrungsschatz im Betrieb von

Freizeitanlagen-Gastronomie aufbauen. Der Fokus des Verpflegungsangebots liegt auf qualitativ hochwertigen, wenn immer möglich einheimischen und regionalen Zutaten, sei es in asiatischen wie auch in anderen Speisen. Grundsätzlich sollen junge Gäste ebenso wie Erwachsene für den kleinen und

grossen Hunger gut und gesund verpflegt werden. Ab Oktober gibt es jeden Sonntag einen Brunch; ein Angebot, das es in Wädenswil noch nicht häufig gibt. Ebenso gibt es jeden letzten Freitagabend im Monat ein reichhaltiges asiatisches Buffet mit frisch zubereiteten Speisen. Der zuständige Stadtrat Jonas

Erni zeigt sich zufrieden, dass die Sportbauten Untermosen nun nach den aufwändigen, in mehreren Etappen durchgeführten Sanierungsarbeiten mit dem Höhepunkt durch die Neueröffnung des Sauna- und Wellnessbereiches auch wieder ein attraktives Gastroangebot aufweisen. n


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Erfolgreiche Generalversammlung der Mieterbaugenossenschaft Jetzt kam sie doch noch zustande, die 69. ordentliche Generalversammlung der Mieterbaugenossenschaft Wädenswil. Coronabedingt wurde sie von Anfang April auf den 1. Oktober 2020 verschoben und fand in viel kleinerem Rahmen als üblich und mit strenger Einhaltung des Schutzkonzeptes im Etzelsaal statt. Der Unterhaltungsteil mit Abendessen wurde abgesagt, dafür bekam jeder Teilnehmende als kleines «Trösterli» eine wertige Trinkflasche geschenkt. Text & Bild: Sarah Ott Den Auftakt machte der langjährige Präsident des Verwaltungsrates Hans Zbinden, der souverän durch den Abend führte. Nach der Begrüssung der 61 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschafter wurde sogleich über die Wahl der zwei Stimmenzähler abgestimmt, die ohne Einsprache bestätigt wurden. Im Anschluss hatte der Vizepräsident Ernst Gygli das Wort. Er machte das Publikum darauf aufmerksam, dass im Mai die neue Geschäftsstelle in den ehemaligen Geschäftsräumen des Musikhaus Ewald Hauser AG bezogen werden konnte. Nun ist die Verwaltung, das Sitzungszimmer und die Archivierung an einem Ort untergebracht. Zukunftsgerichtete Investitionen Die Mieterbaugenossenschaft wächst stetig. Waren es im Jahr 1985 213 Wohnungen, die verwaltet wurden, so liegt der Bestand 2020 bei 364 Wohnungen. Ende 2019 konnte durch den Kauf der Liegenschaft Zugerstrasse 85 drei weitere Wohnungen der Immobilienspekulation entzogen worden. Die Mieterbaugenossenschaft hat sich auf den Weg gemacht, um neuen und modernen Technologien zur Verminderung des CO2-Ausstosses in ihren Liegenschaften zum Durchbruch zu verhelfen. Energeti-

sche Massnahmen, wie zum Beispiel Wärmepumpen, Fotovoltaikanlagen oder Wärmedämmung, werden in Zukunft bei den Umbauten ein wichtiges Thema sein und wo immer möglich etappenweise umgesetzt. Das sind grosse Investitionen, die sich aber langfristig betrachtet lohnen werden. Zu erwähnen ist auch, dass die Mietzinsen bereits auf 1. Juli 2020 dem gesunkenen Referenzzinssatz von 1,25% angepasst wurden, und nicht erst auf 1. Oktober 2020. Ehrung für langjährige Mitarbeiter und Personelles Martin Isliker, genannt Barry, war 19 Jahre als Hauswart bei der Mieterbaugenossenschaft tätig. Er hatte am 1. September 2001 seine Arbeit aufgenommen. Sein grosses Wissen und seine praktischen Fähigkeiten kamen während all den Jahren vielen Mietern bei technischen Problemen zugute. Nun wird er pensioniert, und die Verwaltung wünscht ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und dankt ihm für seinen allzeit kompetenten und tollen Einsatz, den er geleistet hatte. Auch der Präsident Hans Zbinden, der bereits 1987 in den Verwaltungsrat eintrat, wurde mit grossem Applaus verdankt. Er stellte sich für eine Wiederwahl einer weiteren Amtsperiode zur Verfügung, die umgehend einstimmig angenommen wurde. Ernst Gygli, der seit 1985 bei der Mieterbaugenossenschaft tätig ist, wurde ebenfalls verdankt und mit einem kleinen Präsent für seinen grossen Einsatz geehrt. Der vakante Sitz im Verwaltungsrat konnte durch Nicole Lenz-Fegble besetzt werden. Die 36-jährige verheiratete Mutter zweier Kinder ist in Wädenswil geboren, aufgewachsen und sehr mit dem Ort verbunden. Durch ihre berufliche Erfahrungen in der Immobilienbranche hat sie die besten Voraussetzungen für die aktuelle Amtszeit 2020–2023.

Hans Zbinden, Präsident des Verwaltungsrats, führte souverän durch den Abend.

Nun folgte ein kurzer Unterhaltungsteil, bei dem wie auch in früheren Jahren eine kleine Preisverlosung stattfand. Tolle Preise in Form von Einkaufsgutscheinen für regionale Geschäfte winkten den Besitzern der fünf gezogenen Losnummern und sorgten für zufriedene Gesichter. Bauliche Massnahmen der Liegenschaft Baumgarten und Waisenhausstrasse Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit dem zweiten Teil der Generalversammlung und mit dem Antrag zum Kreditrahmen für die baulichen Massnahmen der Liegenschaft Baumgarten und Waisenhausstrasse. Die 1962 erstellte Überbauung besteht aus vier Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 32 Wohnungen und ist sehr in die Jahre gekommen. Dringende Sanierungs- und Anpassungsarbeiten stehen an, wie der Ersatz der unökologischen Ölheizung durch Gas/ Wärmepumpenheizungen, Sanierung der korrodierten Leitungsstränge, Ersatz der unterdimensionierten Elektroboiler, Küchen und Badezimmer sowie die Optimierung der Wohnungsgrundrisse. Ein vollständiger Rück- und Neubau für die bald 60-jährige Überbauung wurde geprüft, aber als nicht sinnvoll erachtet, da unter Berücksichtigung der Landflächen keine Ausnützungsreserven vorhanden sind. Bei der Planung wurden auch wertvermehrende Investitionen geprüft und folgende sinnvolle Ausbauarbeiten geplant: – Dachgeschoss-Ausbauten bei drei von vier Liegenschaften, also insgesamt sechs zusätzliche Dachwohnungen – Liftanbauten, damit alle Wohnungen auch für leicht beeinträchtige und ältere Menschen bequemer erreichbar und bewohnbar sind – Rück- und Neubau einer Liegenschaft, da dort das Dachgeschoss nicht durch ein Treppenhaus erschlossen werden kann und zu wenig hoch ist – Neubau einer Tiefgarage mit 14 Autoabstellplätzen sowie drei Aussen-Parkplätzen. Mit den geplanten Arbeiten wäre die Überbauung für die nächsten 20 bis 30 Jahre saniert und der Ausbaustandard für gefragten, günstigen Wohnraum erfüllt. Die bisherigen Mietzinsen würden lediglich um monatlich 50 bis 100 Franken erhöht. Nach der Vorstellung dieses umfangreichen Projektes stimmten die Genossenschafterinnen und Genossenschafter über das Kreditvolumen von 11 500 000 Franken ab. Auch dieser Punkt wurde einstimmig angenommen, und nun steht den geplanten Sanierungs- und Ausbauarbeiten in der Zeitspanne 2021 bis 2025 nichts mehr im Wege. n


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Ralph Jeitziner und André Albisser von der Helvetia Versicherung überreichten Andrew Bond einen Cheque über 25 000 Franken.

Musik im Therapeutischen Umfeld macht Spass und hilft Ein Dackel, der nicht zur Tierärztin will, die gute Wirkung der Bakterien killenden Antibiotika und das Gejucke unter einem Gipsbein sind Themen, die Andrew Bonds neuste CD thematisch tragen werden. Der Titel lautet «Tipps für den Gips» und erscheint auf der CD Hülle inmitten einer lustigen Zeichnung. Text & Bilder: Tobias Humm Lustig sind die Lieder und sprachlich gewitzt. Musikalisch liegen sie zwischen Rap und Pfadilied. Etwas, was den Kindern im Chor der Stiftung Bühl ganz offensichtlich Spass bereitet hat zum Mitsingen. Die Vorbereitung der jungen Choristen lag in den Händen von Doris R. Grossenbacher und Anna Maria Matthis.

Am Dienstagnachmittag wurde im Singsaal Bühl die Chorpartien zur Musik aufgenommen. Instrumente und Solostimmen waren bereits eingespielt und klingen vom Soundmonitor. Zahlreiche Mikrofone stehen im Raum und ein Computer als Aufnahmegerät. Andrew Bond leitet vom Mischpult aus, dirigiert, sinniert, hört zu und lobt die Kinder und Jugendlichen des Chores in mitreissender Art. Kleinigkeiten, die nicht von Anfang gelingen, werden wiederholt, doch es sind nur Kleinigkeiten. Das Meiste gelingt auf Anhieb. Nach einer guten Stunde ist die Aufnahme im Kasten. Die Initiative für diese CD geht auf eine Anfrage des Universitätskinderspitals (UKBB) beider Basel zurück und nahm ihren Anfang vor gut fünf Jahren, landete aber zwischenzeitlich in der Schublade. Zusammen mit der Stiftung UKBB wollten sie Lieder

haben, die das Leben im Spital thematisieren. Die Lieder sollten für die Krankenzimmer, aber auch für die Vorbereitung, die Pflege, die Therapien usw. dienen. Andrew Bond sagt dazu: «Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass wir in unserem Kulturkreis die heilende, pflegende, tröstende Kraft der Musik völlig unterschätzen. Ich habe im privaten Rahmen mehrmals erlebt und weiss aus vielen Zuschriften, wie heilsam Musik sein kann.» Eine CD kostet ziemlich viel Geld, und da ist die Helvetia Versicherung in die Bresche gesprungen. Ralph Jeitziner und André Albisser konnten einen Cheque über 25 000 Franken überreichen, damit der Dackel sein Lied singen kann, damit das Bein unter dem Gips nicht mehr juckt und dass die Antibiotika ihre heilsame Wirkung entfalten können. Gesangstechnisch wenigstens. n

Die Kinder im Chor der Stiftung Bühl hatten sehr viel Spass beim Mitsingen der Lieder von Andrew Bond.


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Miss Wädenswil Brown Swiss: Tora

Miss Wädenswil Original Braunvieh: Gisele

Miss Wädenswil Fleckvieh: Rimana

Miss-Wahl unter besonderen Vorzeichen Es war – wie derzeit überall – vieles etwas anders als die Jahre davor. Aber immerhin getraute sich der organisierende Verein zur Hebung der Viehzucht, die traditionelle Viehschau im Oedi­schwänd durchzuführen. Bis 9 Uhr waren alle Tiere auf Platz, um halb 10 bis zur Mit-

tagspause begann das Einstellen der verschiedenen Abteilungen. Text und Bilder: Stefan Baumgartner Derweil begann der Züchternachwuchs mit dem Herrichten der Tiere für die Kälberpräsentation: Ein erster Farbtupfer an diesem grauen, feuchtkalten Tag. Präsentiert von Obstbau-

er Vinzenz Bütler präsentierten die Kinder den Nachwuchs aus dem Stall. Mit einem Sprüchlein oder auch einem Witz stellten sie sich und ihre Kälbchen dem Publikum vor, verrieten noch kleine Geheimnisse, wie das Lieblingsessen (das eigene, wie das des Jungtieres) und ernteten dafür herzlichen Applaus. Gezeigt wurden im Anschluss auch die Kuh mit der höchsten

Lebensleistung: Bena aus dem Stall des Schönenbergers Emil Stocker hat in ihrem langen Leben – die Kuh wird in den nächsten Tag 20 Jahre alt – in 15 Laktationen 119 128 kg Milch abgeliefert. Ebenfalls geehrt wurde Graciella aus dem Stall der Generationengemeinschaft Hottinger-Bütler. Sie brachte in ihrem 17-jährigen Leben 15 Kälber zur Welt und ist aktuell

Viehprämierung 2020: Die Rangliste Brown Swiss

BS Kühe Abt. 1 1. Zinnia Stocker Emil 2. Gayanne GG Hottinger-Bütler 3. Gina GG Hottinger – Bütler BS Kühe Abt. 2 A 1. Nala GG Hottinger-Bütler 2. Pricilla Stocker Emil 3. Aloa Stocker Adrian BS Kühe Abt. 2 B 1. Tora Gwerder Konrad 2. Alaska GG Hottinger-Bütler 3. Jolanda Stocker Emil BS Kühe Abt. 3 A 1. Jana Stocker Emil 2. Solis Schuler Bernhard 3. Zita Schuler Bernhard BS Kühe Abt. 3 B 1. Rizza Gwerder Konrad 2. Snickers-ET Gwerder Konrad 3. Diana Gwerder Konrad BS Kühe Abt. 4 A 1. Petra Schuler Bernhard 2. Amora Schuler Bernhard 3. Akaja GG Hottinger-Bütler BS Kühe Abt. 4 B 1. Dayna GG Hottinger-Bütler 2. Alejandra GG Hottinger-Bütler 3. Nelke GG Hottinger – Bütler BS Kühe Abt. 5 A 1. Seisme Gwerder Konrad 2. Dalina GG Hottinger-Bütler 3. Fiona-ET Gwerder Konrad BS Rinder ältere Abt. 6 1. Bombay Gwerder Konrad 2. Java Stocker Emil 3. Brasil GG Hottinger-Bütler

Holstein und Red Holstein

BS Rinder jünger Abt. 7 1. Turin Schuler Bernhard 2. Sangria GG Hottinger-Bütler 3. Tayo GG Hottinger-Bütler

OB Kühe Abt. 2 C 1. Bernina Waldmeier Philipp 2. Woya GG Hottinger-Bütler 3. Volina Korrodi Paul

BS Maissen ältere Abt. 8 1. Schona Gwerder Konrad 2. Versasca Gwerder Konrad 3. Sahara GG Hottinger-Bütler

OB Kühe Abt. 3 A 1. Ivana Korrodi Paul 2. Jren Korrodi Paul 3. Halona GG Hottinger-Bütler

BS Maissen jüngere Abt. 9 Knox Waser Stefan 2. Amalia Waser Stefan 3. Bluebelle GG Hottinger-Bütler

OB Kühe Abt. 3 B 1. Waldfee Korrodi Paul 2. Limba Korrodi Paul 3. Evita Korrodi Paul

Fleck Abt. 3. Laktation 1. Nebraska Höhn Andrea & Res 2. Colorado Höhn Andrea & Res 3. Ludvika Höhn Andrea & Res

BS Jährlinge ältere Abt. 10 1. Jara Waser Stefan 2. Benja Stocker Emil 3. Ria Gwerder Konrad

OB Rinder ältere Abt. 4 1. Ricola Korrodi Paul 2. Hazel Waldmeier Philipp 3. Dulidu Korrodi Paul

Fleck Abt. 2. Laktation 1. Mali Höhn Andrea & Res 2. Leysin Höhn Andrea & Res 3. Sylke Stocker Adrian

BS Jährlinge jüngere Abt. 11 1. Pinie Stocker Emil 2. Bijoui Stocker Emil 3. Corina GG Hottinger-Bütler

OB Rinder jüngere Abt. 5 1. Luisa Korrodi Paul 2. Emma Korrodi Paul 3. Wolga Korrodi Paul

Original Braunvieh

OB Maissen ältere Abt. 6 1. Heaven GG Hottinger-Bütler 2. Zira Korrodi Paul 3. Diana Korrodi Paul

OB Kühe Abt. 1 A 1. Romi Waldmeier Philipp 2. Vreni Korrodi Paul 3. Stella Korrodi Paul OB Kühe Abt. 1 B 1. Hailey GG Hottinger-Bütler 2. Elektra Korrodi Paul 3. Ronya GG Hottinger-Bütler OB Kühe Abt. 2 A 1. Opera Korrodi Paul 2. Heidi Korrodi Paul 3. Princessin Korrodi Paul OB Kühe Abt. 2 B 1. Gisele Korrodi Paul 2. Lolyta Korrodi Paul 3. Lili Korrodi Paul

OB Maissen jüngere Abt. 7 1. Flurina Korrodi Paul 2. Java Korrodi Paul 3. Olivia Korrodi Paul OB Jährlinge ältere Abt. 8 1. Roxina GG Hottinger-Bütler 2. Raja Waldmeier Philipp 3. Rubina Korrodi Paul OB Jährlinge jüngere Abt. 9 1. Gundula Korrodi Paul 2. Omega Korrodi Paul 3. Sasilla Korrodi Paul

Fleck Abt. 4. + folgende Laktation 1. Rimana Stocker Emil 2. Argentina Höhn Andrea & Res 3. Joana Höhn Andrea & Res

Fleck Abt. 1. Laktation 1. Elvezia Höhn Andrea & Res 2. Tuvalu Höhn Andrea & Res 3. Piora Höhn Andrea & Res Fleck Abt. Rinder ältere 1. Laitila Höhn Andrea & Res 2. Columbia Höhn Andrea & Res 3. Almeria Höhn Andrea & Res Fleck Abt. Rinder jüngere 1. Bolbao Höhn Andrea & Res 2. Lopik Höhn Andrea & Res 3. Evita Stocker Emil

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Schöneuter Fleckvieh 1. & 2. Laktation Elvezia Höhn Andrea & Res Schöneuter Fleckvieh 3. Laktation und mehr Nebraska Höhn Andrea & Res Schöneuter OB 1. & 2. Laktation Luana Paul Korrodi Schöneuter OB 3. Laktation und mehr Bernina Waldmeier Philipp Schöneuter BS 1. & 2. Laktation Rizza Gwerder Konrad Schöneuter BS 3. Laktation und mehr Alaska GG Hottinger-Bütler

Miss Wädenswil Fleckvieh Rimana Stocker Emil

Miss Wädenswil Original Braunvieh

Gisele Paul Korrodi/Dario Wagner

Kuh mit den meisten Abkalbungen: Graciella GG Hottinger-Bütler Kuh mit der höchsten Lebensleistung: Bena Emil Stocker

Miss Wädenswil Brown Swiss

Tora Gwerder Konrad


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Die Experten schauen genau hin. wieder trächtig. Beide Spezialpreise werden seit 2018 verliehen, immer kamen Bena und Graciella in die Kränze. Für einmal wurde den Bauern und den Besuchern kein Mittagsmenü serviert; Speis und Trank musste aus den bekannten Gründen von den dezentral platzierten Verpflegungsständen geholt werden. Wohl wurde ein Festzelt gestellt, dies war jedoch unterteilt – und auf drei Seiten offen. Nach der Mittagspause wurden die Schöneuterpreise verliehen, anschliessend die Miss-Titel vergeben. Dieses Jahr – da die Veranstaltung im Oedi­schwänd die einzige durchgeführte Schau im Bezirk war – nur die MissWädenswil-Titel. Als Miss wolle man eine komplette Kuh, meinte einer der vier Experten auf Platz einleitend, und so gaben diese dem Publikum preis, auf was sie besonderes Augenmerk legten: ein schöner Rahmen, eine korrekte Linie, ein langes, breites Becken mit feinem Fundament und ein drüsiges Euter sind die Vorzüge einer Kuh-Schönheit. Solche Kühe erfüllen das gewünschte Zuchtziel

und werden darum auch ausgezeichnet. Beim Fleckvieh holte sich Rimana aus dem Stall von Emil Stocker den Titel, bei den BrownSwiss-Tieren gingen sowohl der Vize-Miss- wie auch der MissTitel an Kühe aus dem Stall von Koni Gwerder. Tora heisst das Sieger-Tier. Bei den OriginalBraunvieh-Tieren schwang Gisele, die im Stall von Paul Korrodi steht, obenauf – auch zur Überraschung von Besitzer Dario Wagner. Für die Züchter war dieser Donnerstag trotz allem ein Feiertag – und das Feiern liessen sie sich auch dieses Jahr nicht nehmen – wenn auch ohne Livemusik und Tanz. n Zeit und Platz auch für Fachsimpeleien.

Graciella aus dem Stall der Generationengemeinschaft Hottinger-Bütler hat den Spezialpreis für die meisten Abkalbungen erhalten.


WÄ DEN S W I L Gut besuchter Clean-Up-Day der FDP Wädenswil «Im September wird aufgeräumt». Das sagen mittlerweile 180 Länder weltweit. Sie alle unterstützen, zu Land und zu Wasser, den Kampf gegen das unachtsame Littering. Am letzten Samstag fanden sich auch bei uns über 20 Personen dazu bereit, die Initiative der lokalen FDP zu unterstützen und aktiv mitzuhelfen, unsere Stadt etwas sauberer und ansehnlicher zu machen. Schon erstaunlich, wie viel Güsel dabei zusammenkam! Bei tollem Wetter trafen sich zahlreiche freiwillige Helfer aller Altersgruppen an vier verschiedenen Standorten zu einem Sternmarsch hin zur Gerbestrasse. Sie wurden ausgerüstet mit allem, was ein guter Anti-Litterer braucht (Leuchtweste, Handschuhe, Abfallsack) um dann das Gebiet zwischen Strandbad Au, dem Bühlbrunnen und dem Meierhof-Quartier gründlich nach Güsel wie Getränkedosen, Znüniverpackungen, Zigarettenpäckli und -stummeln und neu auch Corona-Schutzmasken zu durchkämmen. Erstaunlich, wie viel Unrat dabei zusammengekommen ist. Dabei sei die Frage erlaubt, was unsere Gesellschaft denn noch alles tun muss, um jedem von uns verständlich zu machen, dass diese Form von Gleichgültigkeit gegenüber Natur und Umwelt weder cool noch lustig, sondern nur einfach rücksichtslos und schädlich ist?

Beim Gerbeplatz, Ziel der Säuberungsaktion und Verpflegungsort für die Teilnehmer, fanden sich neben den Helfern und Sammlern auch zahlreiche Passanten ein, die offenkundig Interesse an der Aktion selbst, aber auch am übrigen politischen Treiben in Wädenswil zeigten. Und so entwickelten sich rund um den Treffpunkt viele angeregte und gute Gespräche. Mag sein, dass das Problem der Verunreinigung in der Stadt über die Jahre, und ganz besonders im letzten Jahr, etwas abgenommen hat. Und doch bleibt noch viel zu tun. Mit Reinigungsaktionen allein ist es nicht getan. Die FDP wird sich weiterhin dafür engagieren, dass die Littering-Situation in Wädenswil weiter verbessert wird. Neben dem verbesserten Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen gehören da natürlich auch die Anzahl und die Standorte von Abfallsammelbehältern und Papierkörben dazu. Auch da ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Die FDP Wädenswil dankt allen freiwilligen Helferinnen und Helfern ganz herzlich für ihre Bereitschaft, da mitzuwirken, sich Hunderte von Malen nach Unrat zu bücken. Und als Zeichen des Dankes und der Anerkennung lud die Partei alle Beteiligten im Anschluss an die Aktion auf dem Gerbeplatz zu Wurst, Brot und Getränken ein.  (e)



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Die Regieassistenz und den Theaterblues meistern 08.11.2009 Theater Workshop! Eine Ausschreibung beim Chile Beck, welche mich sofort in den Bann zog. Obwohl ich mit Ausnahme von ein paar Sketches und der Rolle des Dornröschens im Kindergarten (cool, weil ich in einen hundertjährigen Schlaf fallen durfte), keine diesbezüglichen Erfahrungen gemacht hatte, meldete ich mich für den Workshop an. Mit einer Schar fröhlicher, theaterbegeisterter Spielerinnen und Spieler genoss ich diesen tollen Workshop. Voller Vorfreude startete ich 2010 im Volkstheater. Mein erster Einsatz an der 2010er Aufführung begann mit der Mithilfe in der Maske. Als blutige Anfängerin und mit etwas Bammel, sass ich dann vor den Gesichtern der Schauspielerinnen und Schauspieler und hoffte, dass meine Maskenkünste schon irgendwie toll würden. Zum Glück war da noch die geübte Meisterin, welche da und dort geschickt noch einen Effekt dazu setzte. «Hättest du nicht Lust, dieses Jahr mitzuspielen?», wurde ich 2011 gefragt. Trotz vorausgeahntem riesigem Lampenfieber spielte ich in «Romeo und Julia» mit. Zum Glück war meine Rolle nicht so gross. Denn pünktlich zum Start der Aufführungen blockierte mich dieses spezielle Fieber derart, dass ich mit heissem Kopf vergass, was ich über die ganzen Proben über eingeübt hatte und verpasste ab und an einen Einsatz, während andere zu Höchstleistungen angetrieben wurden. Nur dank dem tollen Spielteam, welches mir immer wieder Mut machte, konnte ich die Spielzeit doch mit einiger Freude beenden. Nach dieser Erfahrung fühle ich mich im Theater-Hinter-

grund, sei es im Theater-Bistro, in der Küche, an der Kasse oder als Platzanweiserin, wohler. 2015 bis heute teile ich die «Rolle» der Regieassistentin mit einer Kollegin. Das bedeutet, ab Mai des jeweiligen Jahres bis zur Première im September zweimal wöchentlich und an manchen Wochenenden, Text eingeben, Regieanweisungen eintragen, ändern, neu eintragen oder den Text für einen abwesenden Spieler eingeben. Bei den Proben geht es mit viel Situationskomik meist lustig zu und her. Je nach Regisseur und dessen Kreativität kann es sehr begeisternd bis schon mal sehr nervig werden. Première heisst für mich ab in den Hintergrund. In die Küche, ins Theater-Bistro, einrichten, aufräumen, putzen und mit den Spielern mitfiebern. Obwohl ich gegen Ende der Aufführungen ab und zu das Ende ersehne, hält auch bei mir nach der Dernière der Theaterblues Einzug. Der dauert dann eine lange Weile. Zum Glück wird an der GV schon das neue Theaterstück vorgestellt. Ich freue mich bereits! Ursi Gees einmal auf statt hinter der Bühne. (zvg)


Samstag, 31. Okt. 19.30 Uhr Kirche St. Marien Wädenswil

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Chorkonzert LUX AETERNA Tod und Abschied, Trost, Zuversicht und Hoffnung und der Glaube an ewiges Licht und Leben in Romantischer Chormusik

Vokalensemble Cantemus Leitung: Heinz Meyer

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SAC-Senioren auf abwechslungsreichen Wanderschaften Der Schweizer Alpen-Club SAC bietet Bergabenteuer für Jung und Alt. So treffen sich Seniorinnen und Senioren der SAC-Sektion Hoher Rohn, deren Mitglieder hauptsächlich in der Region Wädenswil und Richterswil wohnen, regelmässig für gemeinsame Wanderungen, Ski- und Schneeschuhtouren. Das ganze Jahr durch wird jeden Mittwoch eine Tour durchgeführt und im Jahresprogramm sind auch mehrtägige Touren und Tourenwochen keine Seltenheit. Erst kürzlich verbrachte eine Gruppe von 19 Seniorinnen und Senioren im Alter zwischen 66 und 89 Jahren eine Woche im Jura. Schon am Anreisetag wurde während einer mehrstündigen Wanderung die für die meisten der Gruppe unbekannte Gegend erkundet. Vom komfortablen Hotel Cristal in Saignelégier aus starteten die Seniorinnen und Senioren meist in zwei Gruppen aufgeteilt – die einen etwas gemütlicher (Gmüetligruppe), die anderen etwas sportlicher – die am Vortag besprochene Tour. Die guten Bahn- und Busverbindungen verhalfen auch entferntere Ziele zu erreichen und so erkundete die Seniorengruppe die Jura-Landschaft, geprägt von weiten Feldern, lichten Wäldern, prächtigen Jura-Bauernhäusern, Trockenmauern, romantischen Seelandschaften, gewaltigen Windrädern und natürlich der Pferdekultur. Neben den unvergesslichen Wanderungen kommen bei Ausflügen des SAC Hoher Rohn auch die feinen Apéros und Nachtessen sowie das gesellige und fröhli-

che Zusammensein nie zu kurz! Ein weiterer Höhepunkt des Senioren-Jahresprogramms 2020 war die bekannte Via Spluga, eine viertägige Wanderung von Thusis nach Chiavenna. Die Tour beinhaltete die Besichtigung der Via Mala Schlucht, den Besuch der Rofflaschlucht, den Aufenthalt bei der Festung Crestawald und die Übernachtung im legendären Bodehuus. Die Königsetappe über den Splügenpass nach Isola war eindrücklich und landschaftlich wunderschön. Auch der Winter gibt den Seniorinnen und Senioren des SAC Hoher Rohn unzählige Möglichkeiten sich gemeinsam gesund zu bewegen: Wanderungen im Flachland, Winterwanderungen, beliebte Schneeschuhtouren und viele Skitouren stehen regelmässig auf dem Programm. Zu erwähnen sind hier die beiden Skitourenwochen im Bregenzerwald und San Bernardino vom letzten Winter, welche bei idealen Schnee- und Wetterverhältnissen durchgeführt werden konnten. Der Schnee war so super, dass mancher Jauchzer zu hören war. (e) Wer sich nun angesprochen fühlt, Teil der SAC-Sektion Hoher Rohn zu werden oder auf eine Schnuppertour mitzukommen, findet auf der Webseite https://sac-hoherrohn.ch/ ausführliche Informationen inkl. öffentlich zugängliche Berichte der vergangenen Touren. Der Seniorenobmann Peter Hausmann steht für weitere Auskünfte auch gerne persönlich unter phausmann@bluewin.ch zur Verfügung.


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

IWS-DV Am 22. September wurde im Gasthof Oberort in der Au die Delegiertenversammlung der Interessengemeinschaft Wädenswiler Sportvereine (IWS) nachgeholt – mit genügend Abstand und Maskenpflicht. Etwa drei Dutzend Delegierte Wädenswiler Sportvereine sowie Vertreter der Nachbar-Organisationen besuchten den Anlass. Text: Stefan Baumgartner Die statutarischen Geschäfte wurden zügig abgewickelt – so auch das Budget, das eine schwarze Null vorsieht, an die der Kassier jedoch aufgrund der Unwägbarkeiten nicht glaubt. Nach langer Vorankündigung hat sich nun Christian Alder endgültig und nach 13 Jahren aus dem Vorstand verabschiedet. Er wird jedoch weiterhin für Spezialprojekte im Dienste der IWS agieren. Der beliebte IWS-Bus, den die Sportvereine, aber auch Private, mieten können, wurde weniger benutzt, so dass hier auch weniger Einnahmen generiert werden konnten – eine Tendenz, die sich in Corona-Zeiten noch weiter akzentuierte. Im Bereich der Nachwuchsförderung – die IWS ist zuständig für den Verteilschlüssel, mit dem Förderbeiträge an die Vereine ausbezahlt werden – strebt die IWS eine Änderung an. Künftig soll die Wettbewerbsund Trainingintensität stärker gewichtet werden. Ein Entscheid dazu soll an der Delegiertenversammlung in einem Jahr gefällt werden. Sebastian Epp, Leiter Sicherheit und Gesundheit der Stadt Wädenswil, orientierte über das neue Gebührenreglement, das die verschiedenen Einzelreglemente ablösen soll und demnächst im Stadtrat behandelt wird. Ausserdem gab er einen Kurzüberblick über die Sporthallensituation in der Au an den Standorten Ort, AuPark und dem noch zu bauenden Provisorium an der Alten Steinacherstrasse. Andrea Schürmann, Verantwortliche Sport und somit Bindeglied zwischen Stadt, IWS und den Sportvereinen, orientierte über Ihre Tätigkeit und machte Werbung für einen für Wädenswiler Vereine reservierten Jugend-und-Sport-Kurs im November. Leider wurde an der Delegiertenversammlung auch die Absage der Sportlerehrung 2021 bekanntgegeben – mangels zu ehrender Sportler. n

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Das Projekt «Miis Hallebad – Netzwerk Untermosen» nimmt Gestalt an Um die vielen ungenutzten Flächen rund um das Hallenbad Untermosen bestmöglich zu fördern, wurde im Herbst 2019 das Projekt «Miis Hallebad» zusammen mit den Vereinen Transition Wädenswil, dihei unterwägs und dem Naturschutz Wädenswil ins Leben gerufen. Am Samstag, 3. Oktober 2020 fand aus diesem Grund beim Hallenbad eine Pflanzaktion statt. Text und Bild: Sarah Ott So viel Wetterglück war ein grosser Segen für den geplanten Pflanztag. Hatte es am Vormittag noch wie aus Kübeln gegossen, so schien am Nachmittag die Sonne und bescherte den fleissigen Helferinnen und Helfern angenehme Bedingungen, um ein von Bodendeckern befreites Beet mit Wädenswiler Stauden zu bepflanzen und die Wiesen mit Zwiebelpflanzen zu bestücken. Das Resultat wird dann nächsten Frühling zu sehen sein, wenn daraus Narzissen und Osterglocken erblühen. Hochwachsende Wiesen, mehr einheimische Pflanzen und ein Barfussweg – das sind jetzt schon sichtbare Zeichen des Projekts «Miis Hallebad», das zur Umgestaltung und Aufwertung der Flächen rund ums Hallenbad Wädenswil beitragen soll und sich so zu einem lebendigen und vielfältigen Areal wandelt. Der Stadtrat sieht darin eine Chance, das Gebiet als attraktiven Treffpunkt zu entwickeln und gleichzeitig die Artenvielfalt zu fördern. Viele gute Ideen zur Umgestaltung und Aufwertung der Flächen wurden an mehreren öffentlichen Veranstaltungen gesam-

melt. Daraus kristallisierten sich drei Gruppen, welche die Themen «Grünraum», «Treffpunkte» und «Netzwerk» bearbeiten und erste Massnahmen umsetzen konnten. Da die ganze Umgebung einbezogen wird, hat sich die Gruppe in «Netzwerk Untermosen» umbenannt und die Themenbereiche «Ökologische Aufwertung», «Treffpunkte schaffen» und «Akteure vernetzen» bestimmt. Was heisst das konkret? Die Artenvielfalt im Grünraum soll gefördert werden und durch weniger häufiges Mähen der Wiesen artenreicher werden. Auch Treffpunkte im Innen- und Aussenbereich sollen geschaffen werden, so dass sich Jung und Alt begegnen können. Ein Barfussweg ist bereits entstanden. Genutzte Synergien Das «Netzwerk Untermosen» möchte zudem den Austausch zwischen den Organisationen rund um das Hallenbad fördern. Dadurch können Gemeinsamkeiten gefunden, Fachwissen ausgetauscht und Synergien genutzt werden. Das Projekt lebt nicht zuletzt vom Engagement von interessierten Anwohnerinnen und Anwohnern, damit die verschiedenen Ideen auch gemeinsam umgesetzt werden können. Das Herbstfest des Vereins Transition Wädenswil wurde dieses Jahr mit der Pflanzaktion verbunden. Auch stellte sich die Zukunftsbilderwerkstatt vor, die regelmässig stattfindende Anlässe zum Thema Zukunftsfähigkeit im Hallenbad Restaurant plant. Mit Speis und Trank sowie musikalischer Unterhaltung feierten die Anwesenden die erfolgreiche Pflanzaktion und das schöne Herbstwetter. n


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Stadtrat möchte Steuerfuss um 4% erhöhen Budget 2021: Corona belastet das Wädenswiler Budget stark. Darum schlägt der Stadtrat dem Parlament vor, den Steuersatz um 4 Prozentpunkte auf 108% (mit Oberstufenschulgemeinde) zu erhöhen. Der Mittelwert aller Gemeinden im Kanton Zürich lag 2020 bei 106,5%. Der Stadtrat budgetiert für 2021 einen Aufwandüberschuss von 4,4 Mio. Franken. Die markante Verschlechterung von 3,4 Mio. Franken gegenüber Budget 2020 ist hauptsächlich auf tiefere Erträge aus dem Ressourcenausgleich von netto 3,7 Mio. Franken infolge der Coronakrise zurückzuführen. Im letztjährigen Finanz- und Entwicklungsplan wurde für 2021 mit einem Aufwandüberschuss von 1,6 Mio. Franken gerechnet. Bei den Steuern wird gegenüber Budget 2020 mit 3,0 Mio. Franken höheren Erträgen gerechnet. Darin enthalten ist die beantragte Steuerfusserhöhung um 4 Prozentpunkte. Die Erhöhung ist unumgänglich, um die Zunahme der Verschuldung zu verlangsamen. Bei Nettoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen im Umfang von 23,0 Mio. Franken

liegt der Fokus auf Schulbauten, Wasserund Abwasseranlagen sowie den Bädern. Davon betreffen 6,6 Mio. Franken die Gebührenhaushalte. Im Steuerhaushalt sollen 16,4 Mio. Franken investiert werden. Der Stadtrat hat die geplanten Investitionsprojekte auf ihre Dringlichkeit und Notwendigkeit überprüft. Um die Finanzierung der nötigen Investitionen in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) sicherzustellen, ist eine Gebührenerhöhung beim Abwasser geplant. Einnahmen aus Parzellenverkauf im Rütihof Aus dem Verkauf weiterer Parzellen des Gewerbeparks Werk­stadt Zürisee werden der Stadt im Jahr 2021 ca. 3,1 Mio. Franken Erlös zufliessen. Zusammen mit Investitionen von 2,0 Mio. Franken in das Finanzvermögen ergeben sich Nettodesinvestitionen im Finanzvermögen von 1,1 Mio. Franken. Der durchschnittliche Selbstfinanzierungsgrad der Jahre 2020 bis 2024 liegt bei 35%. Dadurch erhöhen sich die verzinslichen Schulden um rund 45 Mio. Franken auf 175 Mio. Franken bis Ende 2024. Die Nettoschuld pro Einwohner steigt damit von 197

Franken (Ende 2019) auf hohe 3156 Franken bis Ende 2024. Die zunehmende Verschuldung ist die grosse finanzpolitische Herausforderung. Mit dem durch das Coronavirus ausgelösten negativen Wirtschaftswachstum ergeben sich zusätzliche finanzielle Ausfälle, die die Verschuldung weiter erhöhen und ein entschiedenes Eingreifen erfordern. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat den Steuerfuss von heute 85% um 4 Prozentpunkte auf 89% anzuheben. Der Stadtrat sieht sich in der Verantwortung zugunsten zukünftiger Generationen den Schuldenaufbau zu bremsen. Sparen ist weiterhin angesagt Die Steuerfusserhöhung erlaubt keine Lockerung der Ausgabendisziplin. Mit Blick auf die Finanzplanung 2022 bis 2025 wird der Stadtrat deshalb zusammen mit den Abteilungsleitungen weiter an der bereits angestossenen Leistungsüberprüfung arbeiten. Als Stadt, die aus dem kantonalen Ressourcenausgleich Geld bezieht, müssen die Leistungen auf ein verkraftbares Mass reduziert werden, um die Finanzierung langfristig zu sichern. (wa/w)

General-Werdmüller-Schiessen im Zeichen von Wind und Corona dem sinnstiftenden Namen «Orkan» führt mit 570 von 600 möglichen Punkten zugleich die Gruppenrangliste in der Kategorie Sportgewehre an. Mitgeschossen haben Sonja Haas und Peter Gasser mit je 114 Punkten, Godi Haas mit 113 und Rolf Zollinger mit 109 Punkten.

Exakt 600 Schützinnen und Schützen fanden den Weg in die Beichlen ans 35. General-Werdmüller-Schiessen, welches – coronabedingt – unter Einhaltung eines rigiden Schutzkonzepts durchgeführt worden ist.

ein Schnippchen geschlagen haben. Ein Einziger aber liess sich von alldem nicht beirren und schoss das Maximum von 120 Punkten: Roger Schnetzler von den Schützen Hallau. Satte zwölf «Zehner» zieren sein Standblatt. Doch damit nicht genug! Seine Mannschaft mit

Das sind rund ein Drittel weniger Teilnehmer als in den Vorjahren, entspricht jedoch den Erwartungen des Schützenvereins Wädenswil. Ungewöhnlich tief liegt mit ca. 70% auch die Kranzquote (Vorjahr: 80,6%). Dies hängt wohl damit zusammen, dass die Sportlerinnen und Sportler infolge der ausserordentlichen Lage heuer deutlich weniger Trainingsmöglichkeiten hatten. Aber auch die wiederholt aufgetretenen Windböen an sämtlichen drei Wettkampftagen dürften dem einen oder anderen Schützen

Sieger Roger Schnetzler und sein eindrückliches Standblatt.

Die Siegergruppe in der Kategorie Ordonnanzgewehre heisst «Walensee» von den Schützen Amden mit 558 Punkten. Mitgemacht haben Elmar Büsser mit 117, Mario Büsser mit 116, Urs Gmür mit 113 sowie Rolf Gmür und Benedikt Gmür mit je 106 Punkten. Beste Dame auf Rang 3 in der Einzelwertung ist Standardgewehrschützin Lydia Stump von der Schützengesellschaft Schwyz mit sehr guten 117 Punkten. Ausser Konkurrenz haben 31 «Wättischwyler» das «Heimspiel» absolviert. Vereinsinterner Sieger mit ebenfalls 117 Punkten ist Martin Kleiner, gefolgt von seinem Bruder Simon mit 114 Punkten. Fränzi Schneider ist mit ausgezeichneten 113 Punkten auf Rang 3 vereinsintern beste Dame.  (e) Weitere Resultate und Berichte im Internet unter www.svwaedenswil.ch


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klang – das Festival am Zürichsee muss abgesagt werden Mit grossem Bedauern muss das OK bekannt geben, dass klang’21 – geplant auf Samstag, 19. Juni 2021 in der reformierten Kirche Wädenswil – nicht durchgeführt wird. Die frisch diplomierten Bachelors in Biotechnologie am ZHAW-Institut; mit Institutsleiter Christian Hinderling und Studiengangleiterin Susanne Dombrowski (hinterste Reihe). (Bild: Foto Tevy, Wädenswil)

ZHAW diplomiert 44 neue ­Bachelors in Biotechnologie 44 Absolventinnen und Absolventen des BachelorStudiengangs Biotechnologie feierten am 2. Oktober 2020 an der ZHAW in Wädenswil den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums. Die frisch diplomierten Biotechnologinnen und Biotechnologen sind gefragte Fachleute in Biotechnologieunternehmen, in der Pharmabranche, der Lebensmittelindustrie, der Biomedizin oder der Umweltbranche. Die Diplomfeier fand auf dem ZHAW-Campus Grüental in Wädenswil statt. Angehörige und Bekannte konnten sich aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen auf virtuellem Weg zu-

schalten. 23 Absolventinnen und 21 Absolventen durften nach drei Jahren Studium ihr Diplom entgegennehmen. Zwei Absolvierende hatten ihre Ausbildung bereits 2016 nach dem Studienmodell «Praxisintegriertes Bachelorstudium» (PiBS) begonnen. Dieses Modell richtet sich an Abgängerinnen und Abgänger von Gymnasien, die keine Praxiserfahrung in einem dem Studienfach verwandten Berufsfeld haben. Sie können direkt im Anschluss zur Matura ins Studium starten und absolvieren nach dem dritten Semester ein Praktikumsjahr bei einem Industriepartner. Durch den Abend führte Christian Hinderling, Leiter des Instituts für Chemie und Bio-

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technologie an der ZHAW in Wädenswil. Studiengangleiterin Susanne Dombrowski übergab die Diplome auf indirektem Weg unter Einhaltung des Social Distancing. Urs Hilber, Direktor des Departements Life Sciences und Facility Management, betonte in seiner Festansprache, dass es angesichts der Corona-Pandemie ein besonderes Abschlussjahr sei, und er machte den Diplomierten Mut für ihren weiteren Weg. «Es wird und darf in Ihrer künftigen Berufslaufbahn auch mal etwas misslingen, das gehört dazu. Legen Sie Ihre Unsicherheit ab und nehmen Sie auch mal den Rat von Kolleginnen und Kollegen an. Mit der Unterstützung eines guten Teams kommen Sie schneller vorwärts – manchmal auch in eine ganz andere Richtung als erwartet.» Mira Witzig erhält SVCPreis für besten Studien­ abschluss Der Diplompreis des Schweizerischen Verbands Diplomierter Chemiker FH (SVC) ging dieses Jahr an die Studentin Mira Witzig aus Hasle-Rüegsau für den besten Studienabschluss, mit der Gesamtnote 5,61. Der SVC-Delegierte Marc Oliver Bürgi übergab persönlich, unter Einhaltung der Schutzmassnahmen, den mit 500 Franken dotierten Preis. (e)

klang – das Musikfestival in Wädenswil lebt von wechselndem Publikum für die attraktiven Kurzkonzerte sowie den Begegnungen bei diversen kulinarischen Angeboten auf dem Kirchplatz. Durch die Corona-Pandemie erschweren viele Faktoren und Vorgaben die Organisation und Durchführung, und die Sicherheit der Festivalgäste für den entspannten Besuch der Konzerte muss gewährleistet werden können. Auch ist die Probesituation für die Chöre und Musikvereine derzeit schwierig, was die Vorbereitungen der verschiedenen Formationen beeinflusst. Das OK wünscht sich ein unbeschwertes Festival, das ohne oder zumindest nur mit wenigen Einschränkungen vom Publikum genossen werden kann. Verzicht auf ein kulturelles Highlight Dem OK ist bewusst, dass mit diesem Entscheid gerade für die zwanzig Formationen, die sich um eine Teilnahme beworben haben, ein wertvoller Auftritt in der Jahresplanung wegfällt. Aber auch die zahlreichen treuen Festivalgäste müssen auf ein kulturelles Highlight in Wädenswil verzichten. Doch klang wird zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Das OK hofft, dass die eingegangenen Bewerbungen aufrecht erhalten bleiben und so wiederum ein vielfältiges Programm zusammengestellt werden kann. Denn die Begeisterung für klang ist im achtköpfigen OK selbst jetzt zu spüren und dieser Spirit wird wieder zum Tragen kommen, wenn sich die Lage einigermassen normalisiert hat.  (e)


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Anpacken statt Däumchen drehen Zum Glück gibt es sie, die positiv eingestellten Menschen, die sich durch nichts von ihren Projekten abhalten lassen! Dies haben vier Kulturschaffende vor Kurzem beim Tag der offenen Türe der multifunktionalen Räume des SeesichtTheaters bewiesen. Text & Bilder: Susi Klausner Sehr viele Interessierte jeden Alters sind am letzten Wochenende im September ins ehemalige Prociné-Gebäude im Hangenmoos gekommen, um zu erleben, was Reto Fürst, Jürg Hauser, Heinz Kernwein und Thomas Lüdi auf die Beine gestellt haben. Ein Provisorium als Herausforderung Thomas Lüdi und Heinz Kernwein, bestens bekannt durch ihr Engagement im «KinderJugendTheater» und der JugendTheatergruppe «Bühne frei», haben die Chance beim Schopf gepackt, die bis anhin durch den Kinderliedermacher Andrew Bond gemieteten Räume zu übernehmen und dort das neue SeesichtTheater einzurichten. «Noch ist natürlich längst nicht alles fertig», sagt Thomas Lüdi, «und es ist für alle eine Herausforderung, in den erst provisorisch eingerichteten Räumen den Betrieb zu führen. Aber es funktioniert!» An den beiden Eröffnungstagen zeigte sich, wie wichtig und richtig es war, das Theater schon jetzt zu eröffnen: Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Der bekannte spanische Pantomime Carlos Martinez hat bei seinen Auftritten natürlich Kinder auf die Bühne geholt, die begeistert mitmachten. haben an den Führungen teilgenommen und waren begeistert vom Live-Konzert von «Blues Max». Auch die Auftritte des Pantomimen Carlos Martinez und die Ausschnitte aus dem Theaterstück «Die Schweizermacher» mit den live gesungenen ABBA-Songs, waren Höhepunkte dieser Eröffnung des SeesichtTheaters. Mehr als ein Theater Eröffnet wurde jedoch nicht allein das neue Theater, sondern das Konzept sieht zusätzlich vor, dass die Räume für Anlässe aller Art vermietet werden, wie beispielsweise für Proben und Aufführungen von anderen Theatergruppen, für Konzerte, Vereins- oder Familienfeste oder für Firmen-Seminare. Auch zwei weitere Unternehmer, die optimal zum Theaterbetrieb passen, haben ihre Büros in diese Räume an der Holzmoosrütistrasse 48 verlegt: Reto Fürst hat sich einen attraktiven

Die vier Girls von der Seesicht-Bar boten an den Eröffnungstagen Snacks und Getränke an.

Ausstellungs- und Verkaufsraum und eine Werkstatt für seine so speziellen Gitarrenmodelle eingerichtet. Jürg Hauser ist, wie er lachend sagte, an einen seiner Arbeitsplätze zurückgekehrt, denn bei der Prociné habe er in diesen Räumen früher mit Aushilfsjobs das Taschengeld aufgebessert. Heute arbeitet er als Eventtechniker, vermietet und bedient Lichtund Ton-Anlagen, für die er hier den optimalen Lagerraum gefunden hat, und er ist auch noch als Klavierstimmer unterwegs. Es gibt noch viel zu tun Die vier Unternehmer haben es mit sehr viel Herzblut und Arbeit geschafft, das grosse Projekt, die beiden Büros und Werkstätten zu eröffnen und in die erste Saison des SeesichtTheaters zu starten. Thomas Lüdi und Heinz Kernwein wurden dabei auch von einigen Sponsoren auf unterschiedliche Art unterstützt: So konnte beispielsweise die Kücheneinrichtung vom Schreinerei-Betrieb des Kinderheims Bühl übernommen werden. Während der Führungen durch die Räume trafen die Besucher immer wieder kleine blaue «Wunschzettel» an, mit den Hinweisen, was für einen optimaleren Theaterbetrieb und die Vermietung der multifunktionalen Räume noch benötigt wird; wie etwa eine neue Bemalung des Eingangs-

bereichs, ein neuer Bodenbelag und eine Waschmaschine/ Tumbler. Thomas Lüdi bringt es auf den Punkt: «Wir wollten und konnten nicht warten, bis alles perfekt eingerichtet ist, sondern es ist doch die Hauptsache, dass wir den über 300 theaterbegeisterten Kindern und Jugendlichen endlich wieder die Gelegenheit geben konnten zu proben und aufzutreten und der Öffentlichkeit zu zeigen, dass das Kulturleben weitergeht!» n Raum-Vermietungen und alle sonstigen Fragen: www.kinderjugendtheater.ch kontakt@kinderjugendtheater.ch Tel. 044 680 46 55

Nächste Aufführungen im SeesichtTheater (Vorverkauf) 18.11.2020, 15 Uhr: Clown Schwuppdibupp «verzaubert, möchte schlafen» (www.kinderjugendtheater.ch) 27.11. bis 05.12.2020: Min Fründ Harvey Theatergruppe «Bühne frei» (www.bühne-frei.ch) 12. bis 27.03.2021: Die Schweizermacher Theatergruppe «Bühne frei» (www.bühne-frei.ch)


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Ein Fixstern weniger in der  Nach 39 Jahren, 4 Monaten und 21 Tagen hat am 18. September 2020 ein Fixstern der Wädenswiler Fasnacht aufgehört zu leuchten. Die Wadin Schränzer legten die Instrumente nieder und verstauten die Kostüme in den Mottensack. Grund genug, um den Wadin Schränzern mit einem Abgesang herzlich zu danken. Text: Walter «Cheesy» Tessarolo (Entstehung) und Wadin Schränzer (Das Ende) Bilder: zvg / stb Die Entstehung der Wadin Schränzer Nein, die Lawine, die lostreten würde, konnte ich wirklich nicht voraussehen! Nach mehr als zwanzig Jahren Mitgliedschaft bei der Mary Mäckers Gugge Band und deren Nachfolgerin Sakkophonie 1958, gelüstete es mich, meine Vision einer Guggenmusik mit Motto-Kostümen, Grind und einem eigenen Musikstil in die Tat umsetzen. Als Wädenswiler und Mitbegründer der Neuen Fasnachtsgesellschaft NFG war es mein Bestreben, dass der Name der neuen Guggenmusik in eben dieser Verbundenheit mit meiner Heimatstadt zum Ausdruck kommen sollte. Dafür musste der Alemanne Wadin herhalten und schränzen durfte die Musik ja dann doch auch ein wenig. Was lag also näher, als der Name Wadin Schränzer? Das Erkennungssujet, ein rudimentär gezeichneter Krieger mit Schild und Speer, zierte ein A3-Blatt. Jetzt waren Name und das Quasi-Abzeichen «meiner» Guggenmusik festgelegt, aber, und das war die grösste Herausforderung, die Musiker fehlten noch. Auf keinen Fall wollte ich bei den bereits bestehenden Wädenswiler Guggen Leute abwerben und so begab ich mich auf die Suche nach guggenmusikalisch nicht vorbelasteten Interessierten. Dank dem Boom, den die Fasnacht in Wädenswil ab 1972 erleben konnte, durfte ich am Montag, 27. April 1981, 21 Personen im Stübli des Restaurants Schmiedstube begrüssen und ihnen meine Vision vorstellen. Nach der Bemerkung, dass eine neue Guggenmusik in Wädenswil keinen leichten Stand haben werde, galt es zig Fragen zu beantworten. In absoluter Unkenntnis, was da auf sie zukommen würde, aber schon voller Tatendrang, konnten sich zwanzig der Anwesenden dazu entschliessen, auf das Wagnis «Wadin Schränzer» einzugehen. Erste Proben und erster Auftritt Als gestandenem Gugger war mir schon bewusst, dass neunzehn Pauken und ein

Piccolo noch keine Guggenmusik abgeben würden und so gestaltete sich die Zuteilung der einzelnen Instrumente zu einem wahrlichen Chaos. So kamen die Gugger zu Trompete, Trommel und Posaune wie die Jungfrau zum Kind. Dass sich gerade das schmalste Persönchen für eine Pauke entschied, löste Bewunderung aus. Nach dem ersten gemeinsamen Debakel, andere nannten es Probe, kam mir der Gedanke, das Ganze als Schnapsidee abzubuchen und die Gruppe wieder aufzulösen. Das Glück wollte es, dass sich in unseren Reihen ein, schon etwas älterer, ehemaliger Militärtrompeter befand. Er führte uns behutsam und mit enormer Geduld in die Grundkenntnisse der Musik ein. Schon sehr bald ähnelten die Melodien den Originalen. Ich glaubte sogar, den «Treu Husar», «La Paloma» und «Alouette» erkennen zu können. Irgendwann im November 1981 folgte die Première der Wadin Schränzer. Im Hotel Alexander in Thalwil feierten zwei Wadins ihre Hochzeit und es war Ehrensache, dass wir sie mit einem Konzert überraschen wollten. Die Gäste waren der Ansicht, dass es «gar nöd èso schlächt tönt hegi». Dieses Lob spornte die Wadin Schränzer weiter an und man beschloss, vor allem Ohrwürmer aus der Schlager-Hitparade ins Repertoire aufzunehmen. Auch wenn sich im Verlauf der Jahre immer mehr fetzige Pop-Hits hören liessen, sind die Wadin Schränzer dem einstigen Credo bis zum Schluss treu geblieben. Am Empfang der «Haanèdropfer» aus Basel im Februar 2020, spielten die Wadin Schränzer zum tausendsten Mal den Schlager «Aber Dich gibt’s nur einmal für mich». Hätte ich den Auftrag erhalten, alle erlebten Highlights, Episoden und Erlebnisse meiner Wadin-Schränzer-Jahre zu erzählen, hätte ich die Segel streichen müssen. Dies aus dem einfachen Grund, weil die schiere Anzahl aller Ereignisse eigentlich nur in einem dicken Wälzer Platz gefunden hätten. Gleichwohl sollen an dieser Stelle vier Ereignisse Erwähnung finden, die für Die Wadin Schränzer an ihrem ersten Umzug.

mich in ewiger Erinnerung bleiben werden. Nur diejenigen, die dabei waren, vermögen emotional nachzufühlen, was sie für mich und die Wadin Schränzer bedeuteten und immer noch bedeuten. Der erste Umzug als Guggenmusik Am bekannten Guggenmusiktreffen in Uznach erlebten die Wadin Schränzer ihre Feuertaufe. Die Kardinalsfrage aber war, in welcher Kostümierung sie dort auftreten sollten. In meiner Funktion als Schiffsdisponent hatte ich täglich mehrfachen Kontakt mit meinen Geschäftspartnern in Basel, und einer davon war ein aktiver Fasnächtler. Er installierte für mich einen Maskenkurs, den er mir jeden Morgen am Telefon vermittelte. So entstanden nach und nach unser erstes Sujet, die «Pink Panther»-Grinden, und die Wadin-Frauen nähten die Kostüme. Alles lag im Keller eines Wadin Schränzer bereit, aber – und das war uns wichtig – sie sollten erst an der Première des Schnitzelbankfests der Wädenswiler Bevölkerung zum ersten Mal gezeigt werden. Also wählten wir für den Umzug in Uznach das Motto «Charivari» und mussten zum Teil auf ausgediente Sakkophonie-Kostüme zurückgreifen. Wir mussten uns dafür einige saftige Sprüche der ebenfalls anwesenden Sakkophoniker anhören. Der Erfolg mit den Pink Panthern an der Wädenswiler Fasnacht entschädigte dafür umso mehr. Carnaval des Bolzes in Freiburg Der genannte Basler Fasnächtler empfahl mir 1983, dass sich die Wadin Schränzer doch einmal beim Komitee in Freiburg melden sollten. Der Carnaval des Bolzes


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Wädenswiler Fasnachts-Galaxie Die Wadin Schränzer an ihrem letzten Wädenswiler Umzug im Jahr 2019 (2020 fand coronabedingt kein Umzug statt).

friste ein eher klägliches Dasein und er könne sich vorstellen, dass eine Guggenmusik sehr gut in den Cortège passen würde. Gesagt, getan, und daraus entwickelte sich in der Folge eine nie mehr erlebte Freundschaft und Gastfreundschaft mit unglaublichen Erlebnissen und Episoden, die über 20 Jahre andauerte. Der definitiv finale Ritterschlag folgte dann, als uns der Maire de Fribourg 1985 zur «Musique officielle du Carnaval des Bolzes» ernannte. In den Folgejahren war es egal, welche Guggen auch noch in Freiburg aufspielten, die Wadin Schränzer hatten immer ein Heimspiel. Es waren unvergessliche Momente, die sich jeweils bei den Aprés-CortègePartys in der altehrwürdigen Vannerie abspielten, und manchmal glaubte man sich wirklich «bim hölzigè Himmel vorussè». Bezeichnend zu erwähnen sei auch noch, dass sich nach einigen Jahren eine Formation mit dem Namen «Les 3 Canards» bildete, die eins zu eins das Repertoire der 1. Wadin-Schränzer-Kassette kopierte. Diese begeisternde Guggenmusik durften die Wädenswiler Fasnächtler am Umzug 2019 erleben. Die Wadin Schränzer konnten sich mit Fug und Recht als eigentliche Geburtshelfer der «Les 3 Canards» fühlen. In Schwäbisch Gmünd Im Februar 2000 bot sich den Wadin Schränzern die grosse Gelegenheit, am internationalen Guggenmusiktreffen in Schwäbisch Gmünd teilzunehmen. Zur Teilnahme waren 20 Guggenmusiken aus Deutschland, dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweiz eingeladen. Allein schon am Treffen dabei sein zu können, durfte als Auszeichnung betrachtet werden. Am Nachmittag stand das Konzert vor dem

Oberbürgermeister und der Gmünder Narrengesellschaft im Bürgermeisteramt auf dem Programm. Auch aufgrund des frenetischen Applauses meinte der Spielleiter Pitsch lakonisch: «Gut gelungen». Das Monsterkonzert auf dem Hauptplatz am Abend übertraf dann aber alles bisher erlebte. Gegen 15  000 Guggenmusik-Liebhaber drängten sich Kopf an Kopf vor der dreistufigen Tribüne an der Stirnseite des Platzes. Vor den Wadin Schränzern spielte eine Guggenmusik aus Basel mit etwa 50 Mann. Man bemerkte, wie bei einigen Wadins das Herz in die Hosen fiel. Wie sollten wir mit unserer eher kleinen Formation hier bestehen können? Kurz darauf ertönte der Pfiff des Spielleiters, aber wie sollten wir durch die Menschenmauer zur Bühne gelangen? Vorneweg schritt unser imposante Spielleiter mit hocherhobenem Tambourmajorstock, und wie weiland Moses teilte er die Menschenmassen. Nachdem der unverkennbare Wadin-Schränzer-Rhythmus verklungen war, stellte sich die Frage, mit welchem Stück die erwartungsvollen Zuhörer begeistert werden sollen. Einer Eingebung folgend, befahl der Spielleiter den Schlager «Aber Dich …». Dann geschah etwas, was sich in diesem Ausmass vor- und nachher nie mehr wiederholte. Beim gesungenen Refrain gab es kaum einen der Zuschauer, der nicht aus voller Brust mitgesungen hatte, und es war tatsächlich so, dass wir unsere eigenen Stimmen auf der Bühne nicht mehr hörten. Nach dem Schlussakkord brandete tosender Applaus und Zugabe-Rufe auf. Wir waren hin und weg! Die Nachhaltigkeit unseres Auftritts zeigte sich dann am Sonntag in der grossen Sporthalle in doppelter Ausführung. Beim Einmarsch in die Halle sangen rund 3000 begeisterte Fans den Refrain von «Aber Dich». Natürlich packte der Spielleiter die Chance, um noch einmal aus dem Vollen zu schöpfen. Das Beste kam aber ganz zum Schluss, als wir, unter dem tosenden Applaus der Zuschauer, den 1. Preis für die beste musikalische Leistung entgegennehmen konnten. Ich kann mich noch heute an der Erinnerung berauschen! Die Guggenmusik mit zwei Schnitzelbankgruppen Als Schnitzelbänkler der ersten Stunde wollte ich auch als Wadin Schränzer auf keinen Fall darauf verzichten, der Obrigkeit wenigstens einmal im Jahr den Spiegel

vorzuhalten und auf der Engelbühne «èchli è frächi Schnurrè ha». Da mein ehemaliger Partner die Fasnacht in einer anderen Guggenmusik feierte, suchte ich mir eine neue Partnerin in meiner Gugge. Als «Ursi und dè Chäs» gelang uns, auch dank der schönen Helgen, auf Anhieb ein nicht unbedingt zu erwartender, Erfolg. Während einigen Jahren als Einzel-Bänkler mit den Figuren «dè Chäs» und «s Trudi» konnten weitere träfe Auftritte verbucht werden. Später, und mit neuem Partner, folgten dann die legendären Nummern als «d’Stöörwöscher», «Dè Tèll und dè Stapi» und als «Richter und Scharfrichter». Ab 1986 kamen dann die Jahre der Frauen. Drei Wadin Schränzerinnen fühlten sich bereit, als «Landhüener» auf die Bühne zu treten. Mit ihrer gesungenen Schnitzelbank, mit Gitarrenbegleitung und dem Refrain «z Wädischwil git’s Gott sei Dank, è Hüenerschnitzelbank» ernteten sie wahre Beifallsstürme. Damit stellten die Wadin Schränzer nicht nur die erste reine Frauen-Schnitzelbankgruppe, sondern bestritten mit der Guggenmusik und der zweiten Schnitzelbankgruppe beinahe einen Drittel des Schniba-Programms. Das gab es vorher noch nie und nachher nie mehr! Die Spielleiter Der Bericht über die Wadin Schränzer wäre in hohem Masse unvollständig, wenn die Spielleiter keine Erwähnung finden würden. Jeder Spielleiter, wovon auch zwei Frauen erwähnt werden können, prägte auf seine eigene Art die Wadin Schränzer und hinterliess seinen Fussabdruck. Ohne werten zu wollen, sollen zwei «Tambis» spezielle Erwähnung finden. Als «Cheesy» Tessarolo im Jahre 1983 die musikalische Leitung der Wadin Schränzer übernahm, legte er sein Hauptaugenmerk auf die Einhaltung des Credos, vor allem gängige Hits und Oldies aus der Schlagerwelt zu spielen. Er war es auch, der den Langzeit-Erfolgsschlager «Aber Dich» in das Repertoire aufnahm. Nebst vielen anderen Ohrwürmern war es aber vor allem das Stück «Nabucco», mit dem die Wadin Schränzer immer wieder glänzen konnten. Am Carnaval des Bolzes in Freiburg avancierte diese Melodie sogar zur eigentlichen Fasnachts-Hymne. Mit Pitsch Wissmann als Spielleiter hielt die Neuzeit Einzug bei den Wadin Schränzern. Allein schon durch seine imposante Erscheinung war er geradezu für das wichtigste Amt in einer Guggenmusik prädestiniert. Zur Hauptsache war es aber seiner Musikalität und seinem Rhythmusgefühl zu verdanken, dass, und um nur zwei von einer Vielzahl zu nennenden, Melodien wie


26 WÄ DE N S W I L L «Go West» oder «Love is in the Air» zu wah ren Erfolgsnummern der Wadin Schränzern wurden. Diese beiden, aber auch allen anderen Spielleiter der Wadin Schränzer, haben es verdient, dass wir ihnen unseren Respekt zollen und uns für ihre hervorragende Arbeit als Frontmänner und -frauen bedanken. Sie hatten massgeblichen Anteil am Erfolg der Wadin Schränzer. Im Jahre 2004 kam ich zum Entschluss, dass die Zeit für einen Abschluss als Guggenmusiker gekommen war. Ich legte die Posaune beiseite und habe sie nie mehr in die Hand genommen. Fortan konnte ich mich am Anblick und am Spiel «meiner» Wadin Schränzer erfreuen. Was mich jedes Jahr aufs Neue begeisterte, war die Tatsache, dass ich zwar immer weniger der neuen und jungen Wadin Schränzer kannte, aber das alte Credo der Motto-Kostüme und der gespielten Hits immer noch präsent war. Kostüme wie «Thor», «St. Andrews», «Highlander» oder «Indianer» gehörten zu den Augenweiden an den Umzügen. Die Wadin Schränzer überzeugten immer mit ihrem eigenen Stil in Sachen Musik und Kostümen und sie hielten nie etwas vom Kopieren und waren immer sie selbst. Obwohl ich die vielfachen Gründe für das Ende der Wadin Schränzer kenne und auch sehr gut nachvollziehen kann, hätte ich mir einen anderen Abgang vorstellen können. Wie die berühmte Guggenmusik Laslafaria aus Baar, die am Gründungstag im Jahre 1963 beschlossen hatte, die Guggenmusik nach genau 30 Jahren an eben diesem Datum wieder aufzulösen, und was auch geschah, hätten die Wadin Schränzer nach 40 Jahren auch am 27. April 2021 «nachahmen» können. Es freut mich aber ausserordentlich, dass sie auch hierbei ihrem Credo, «Nichts und niemanden zu kopieren», bis zum Schluss treu geblieben sind. ès Bonmot gib ich eui na uf dè Wäg / dänked immer dra wär sini eigni G’schicht vergisst / dä wird kei Zuèkunft ha bliibèd wiitèr d’Wadin Schränzer / mit däm b’sundèrè Esprit dass ich wiitèrhin voll Stolz chan sägè: ich bin dè Gründèr vo dänè gsi Walter «Cheesy» Tessarolo

Das Ende Die Suche nach Neumitgliedern gestaltete sich seit vielen Jahren, wie bei vielen anderen Vereinen, sehr harzig. Viele Fans finden Fasnacht toll und geniessen die Musik, aber die Verpflichtung, in einen Verein einzutreten, wollen oder können viele nicht eingehen. Aufgrund zahlreicher Austritte über die letzten Jahre schrumpften die Wadin Schränzer kontinuierlich. Ende Fasnacht 2019 war die Gugge mitgliedermässig so

Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Ein letztes Gruppenbild: Die Wadin Schränzer beenden 2020 ihre Geschichte. klein, dass sie mit den Aktivmitgliedern alleine nicht mehr mit der angestrebten Qualität an der Fasnacht teilnehmen konnte. Aus diesem Grund wurden ehemalige Mitglieder angeschrieben, welche als Mitglieder des sogenannten «Stöckli» zur Unterstützung bereit waren. Dank noch intensiverer Probenarbeit und nicht zuletzt dank der Unterstützung der «Stöcklianer», konnten die Wadin Schränzer eine in allen Belangen grandiose und erfolgreiche Fasnacht 2020 geniessen. Mit viel Werbung (der genialen Kafi-Bar an der Chilbi, mit Flyern, mit Zeitungsartikeln etc.) haben die Gugger auch ausserhalb der Fasnachtszeit auf sich aufmerksam gemacht. Einige Interessierte meldeten sich auch in diesem Jahr für den Infoabend an. Doch dann kam Corona. Wie alle wurden auch die Wadin Schränzer mit einer neuen und ungewissen Situation konfrontiert. Sämtliche vereinsinternen Veranstaltungen wie GV, Proben, Informationsabend für die neuen Mitglieder etc., durften nicht durchgeführt werden. Vieles blieb auf der Strecke. Und als wäre das nicht genug, wurde der Verein kurz vor der GV nochmals mit unerwarteten Austritten, Abwesenheiten durch Schwangerschaft, Rücktritten aus Vorstandsämtern etc. vor

erneut sehr schwierige Tatsachen gestellt. Über diese neue Situation musste ausgiebig gesprochen und nachgedacht werde. Alle Aktivmitglieder wurden dazu angehalten, sich zu überlegen, wie mit diesen neuen Tatsachen umzugehen wäre und was die Situation für die Zukunft der Guggenmusik Wadin Schränzer Wädischwyl bedeutet. (Köpfe rauchten, Emotionen kochten hoch, Ideen wurden gefunden und verworfen, Diskussionen wurden geführt, eine Entscheidung wurde gefällt.) Am Donnerstag, 17. September 2020, mussten die verbleibenden Mitglieder der Wadin Schränzer an einer hoch emotionalen Generalversammlung schweren Herzens entscheiden, dass die Geschichte der Guggenmusik Wadin Schränzer hier endet. Die Guggenmusik Wadin Schränzer Wädischwyl kann auf 40 Jahre, gefüllt mit vielen aussergewöhnlichen Erinnerungen, fantastischen Erlebnissen und tollen Freundschaften zurückblicken. Unzählige Auftritte vor begeistertem Publikum, Auszeichnungen für spezielle und wunderschöne Gwändli und Grinden, musikalische Erfolge, tolle Reisen und immer wieder herzerwärmendes Feedback und Applaus des Publikums werden für immer in den Köpfen aller zuletzt aktiven und ehemaligen Musikerinnen und Musikern der Wadin Schränzer bleiben. Und genau so möchten die Wadin Schränzer allen ihren Fans, Gönnern, Sponsoren, Freunden und Zuhörern in Erinnerung bleiben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön euch Allen für die langjährige Treue! Eine Ära geht zu Ende. Lang lebe die Erinnerung! Doch noch nicht alles zu Ende? Ganz im Stil der Wadin Schränzer ist es trotzdem noch nicht ganz Zeit für’s «Time to say good bye», denn «Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei» und «Es gibt kein Bier auf Hawaii» ... lasst Euch ein letztes Mal überraschen!  n


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«In einer Gruppe spazieren gehen? Ich doch nicht!» Erwünschte Nebenwirkungen

Zugegeben, dies war mein erster Gedanke, als ich im Sommer erstmals einen Artikel über «Zämegolaufe» gesehen habe – übrigens in dieser Zeitung. Doch dann war ich trotzdem neugierig ... Und schon nach dem ersten Treffen wusste ich: «Zämegolaufe? Doch, ich auch!» Text & Bild: Susi Klausner Es ist wie bei allem, was man nicht kennt: Der erste Schritt ist der Schwierigste. Man findet schnell viele Gründe, wieso man es nicht machen soll, kann oder will. Doch eigentlich gibt es kaum einen guten Grund, bei Zämegolaufe nicht mitzumachen, oder es nicht auszuprobieren. Am Anfang war es wissenschaftlich Vor rund fünf Jahren entwickelte ein Forscherteam der Universität Zürich unter Leitung von Prof. Milo Puhan das Projekt «Förderung der körperlichen Aktivität bei älteren Menschen». Für die schweizweite Umsetzung wurde das Projekt an das «Netzwerk Bewegung und Begegnung» übergeben. Dieses startete in Wetzikon den Pilotversuch für Menschen ab 60 Jahren, unabhängig allfälliger Gehbehinderungen, gemeinsame, geführte Spaziergänge in der nahen Wohn-Umgebung anzubieten, gratis und unverbindlich, um Bewegung an der frischen Luft und ein entspanntes Zusammensein mit anderen Menschen zu ermöglichen. Das Pilotprojekt wurde während eines Jahres wissenschaftlich begleitet, und nach weiteren drei Jahren wird Zämegolaufe inzwischen in zehn Gemeinden im Kanton Zürich angeboten, weitere Angebote sind im Aufbau. Auf der linken Seeseite gibt es ZGL in Rüschlikon, Horgen und seit Frühjahr 2020 in Wädenswil. 5 Motivierte, 17 Parcours Als Sandra Schäppi, die Leiterin der Infostelle Betreuung und Pflege der Stadt Wädenswil, von der kantonalen Projektleiterin ZGL, Christina Hirzel, angesprochen wurde, zögerte sie nicht, sondern suchte ein Team von Freiwilligen, um mit Unterstützung durch die Stadt das Projekt hier auf die Beine zu stellen. Bald haben sich fünf Leute gefunden: Margrith Christen, Freddy Koller, Verena Ruf, Ruth Sigg und Lucia Steger machten sich mit grosser Motivation, viel Zeitaufwand und Freude daran, Spazier-Wander-Routen in der nahen Umgebung auszukund-

Zämegolaufe ist bereits eine Erfolgsgeschichte: meist nehmen mehr als 25 Personen teil – nicht nur bei so strahlendem Wetter! schaften. Das Ziel war, einmal pro Woche während des ganzen Jahres verschiedene Parcours für gemächliche, gemütliche und zügigere Spaziergänge zu finden, mit einer Länge von zwei bis zehn Kilometern, mit einer Gehzeit zwischen 30 Minuten und 2,5 Stunden. Lucia Steger, die lokale ZGL-Koordinatorin, sagt hierzu: «Wir sind kreuz und quer, mit Karten ausgerüstet, durch die nahe Umgebung gewandert, haben nach abwechslungsreichen Wegen, Aussichtspunkten, Rastplätzen, Restaurants und öffentlichen Toiletten Ausschau gehalten, und wir haben Bus- und Zug-Fahrpläne studiert, immer mit dem Fokus auf die Zielgruppe, Menschen über 60, die sich mehr Bewegung und Begegnung wünschen». Aktuell hat die Gruppe 17 verschiedene Parcours ausgetüftelt, die zusammen mit den wichtigsten Informationen zum Angebot in der Broschüre «Herzlich willkommen bei Zämegolaufe» sehr anschaulich dokumentiert sind. Die Broschüre liegt im Stadthaus und in weiteren öffentlichen Einrichtungen auf. In der Nähe liegt die Würze Bei der Planung der Parcours achtete das Team besonders darauf, dass sich die Routen möglichst innerhalb des Gemeindegebietes befinden und die Ausgangs- und Endpunkte stets problemlos mit Bus oder Zug erreichbar sind. Dadurch sollen Menschen zum Mit-Spazieren animiert werden, die sehr kurze Anfahrtswege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schätzen und die nur für eine überschaubare Zeit in der Nähe ihres Wohnortes unterwegs sein möchten oder können – und dies in guter Gesellschaft. Diese Spaziergänge in der Nähe haben auch den grossen Vorteil, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Gemeinde aus einer anderen Perspektive erleben und an Orte gelangen, an denen sie vielleicht jahrelang achtlos vorbeigegangen sind.

Neben diesem «etwas anderen Blick» gibt es weitere erwünschte Nebenwirkungen: Auf den Spaziergängen herrscht kein Zeitdruck: Wo es schön ist, verweilt man, und wie von selbst ergeben sich rege Gespräche mit den Mitspazierenden über alle möglichen Themen, wobei man durchaus auch alte Hausrezepte oder sonstige Tipps erhält, die einem das Leben erleichtern können. Um das Angebot kennenzulernen und sich auszutauschen, lohnt sich der Besuch des ZGL-Stammtisches, der an jedem ersten Montag im Monat um 10 Uhr im WädiBrau-Huus stattfindet. Bereits jetzt werden die Angebote in Wädenswil rege genutzt. So nehmen an den Spaziergängen meistens mehr als 25 Personen teil, und dies nicht nur bei Sonnenschein. Sehr geschätzt wird, dass bei Zämegolaufe alles unverbindlich ist: Man braucht sich nicht anzumelden oder sich zu einer regelmässigen Teilnahme zu verpflichten. Das Angebot ist gratis, bis auf die persönlichen Getränke oder Zwischenverpflegung. Man «muss» auf den Spaziergängen auch nicht mit anderen sprechen, wenn es einem einmal «nicht drum» ist, oder man kann sich auch früher verabschieden ... was als Einziges jedoch der Begleitperson des Leiterteams gesagt werden muss, damit niemand verloren geht. Und noch etwas muss man selber tun: Den ersten Schritt, sich einen Tag zum Zämegolaufe aus dem Programm aussuchen und zum ausgeschriebenen Zeitpunkt am Treffpunkt oder am Stammtisch sein. Ich kann aus eigener Zämegolaufe-Erfahrung sagen: dieser erste Schritt lohnt sich, denn in einer Gruppe spazieren zu gehen, das macht einfach Freude! n Broschüre und Programm werden in gedruckten und Online-Veranstaltungskalendern, am Aushang beim Stadthaus, auf www.waedens wil.ch/projekte/1850, und www.zämego laufe.ch/wädenswil veröffentlicht.

Nächste ZGL-Treffen 26.10.: Grossholz, 60–90 Min. 02.11.: 10 Uhr Stammtisch, danach Sternenweiher, 30–60 Min. 09.11.: Sihlsprung, 60–90 Min. 16.11.: Hirzel Höchi-Höhenweg, 75–150 Min. 23.11.: Aamühle–Bachgaden, 60–90 Min. 30.11.: Wädenswilerberg, 75–150 Min. 07.12.: 10 Uhr Stammtisch


28 Schulleben

O b e r st u f e n schu le Wä d e n swil

Aufwandüberschuss von CHF 1,5 Mio. im Budget 2021 der Oberstufenschule Das Schuljahr 2020/21 ist noch nicht sehr alt, im September 2020 konnte erst gerade die OSW-Rechnung 2019 abgenommen werden, und im laufenden Schulbetrieb ist zur Zeit immer noch viel Flexibilität gefragt. Dennoch ist die Planung für das kommende Kalender- und Schuljahr bereits im vollen Gange, die Schulpflege hat das Budget 2021 an ihrer Sitzung vom 30. September 2020 zu Handen der Dezember-Gemeindeversammlung verabschiedet. Das Budget 2021 der Oberstufenschulgemeinde Wädenswil sieht einen Aufwandüberschuss von gut CHF 1,5 Mio. vor – dies mit einer Erhöhung des Steuerfusses um 1% eingerechnet. Gegenüber dem Budget 2020 erhöht sich der Aufwand um rund CHF 1 Mio. auf CHF 20,5 Mio., der Ertrag steigt um CHF 0,95 Mio. auf knapp CHF 19 Mio. Zur Aufwandsteigerung um 1 Mio. gegenüber dem Budget 2020 tragen zur Hauptsache die folgenden Faktoren bei: • Die kantonalen Besoldungen der Lehrpersonen steigen um gut CHF 230 000 an. Diese Erhöhung resultiert einerseits aus der Besoldung der Lehrpersonen der im Sommer 2020 neu eröffneten Sporttalentklasse, mit der die OSW nun insgesamt 31 Klassen führt. Anderseits wurden die vom Kanton zugeteilten Vollzeiteinheiten erhöht, da die Lehrpersonen seit dem 1. August 2020 – analog den übrigen Kantonsangestellten – neu einen Ferienanspruch von fünf anstelle von bisher vier Wochen haben. Den kantonalen Besoldungen gegenüber stehen im Jahr 2021 dank der neuen Sporttalentklasse um CHF 260 000 höhere Schulgeldeinnahmen. • In der Sonderschulung steigt der Aufwand für Beiträge an Sonderschulen und Heime um CHF 245 000 an. Diese Steigerung täuscht jedoch: Sie ist darauf zurückzu­

führen, dass der Aufwand neu brutto budgetiert werden muss. Die Sozialen Dienste leisten bestimmte Beiträge an einen Teil der externen Sonderschulungskosten. Zieht man diese Rückerstattung in der Höhe von CHF 315 000 vom Aufwand ab, resultiert gegenüber dem Budget 2020 eine Kostenreduktion von CHF 70 000 für die externe Sonderschulung. • Die Entschädigung an kantonale Mittelschulen steigt im Jahr 2021 um gut CHF 140 000 an. Grund dafür ist eine höhere Anzahl Wädenswiler Gymi-Schülerinnen und -Schüler. Einige davon besuchen die neu eröffnete, nahe gelegene Kantonsschule Zimmerberg in der Au. • Im Bereich Liegenschaften sind CHF 140 000 mehr Unterhaltskosten im Jahr 2021 budgetiert. Einerseits stehen einige Unterhaltsarbeiten in den Schulhäusern Fuhr und Steinacher an, anderseits erhöhen sich die Kosten für die Ver- und Entsorgung leicht. • Die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen der neuen 1. Klassen werden wie geplant mit Tablets ausgerüstet. Die Mehrkosten hierfür belaufen sich gegenüber dem Budget 2020 auf CHF 120 000.

Dem höheren Aufwand gegenüber steht ein um CHF 950 000 höherer Ertrag. Den Löwenanteil des gestiegenen Ertrages bilden die folgenden Positionen: • Dank der neuen Sporttalentklasse steigen die Schulgeldeinnahmen um CHF 260 000. • Die CHF 315 000 Kostenbeteiligung der Sozialen Dienste an den externen Sonderschulungen wird, wie vorher erwähnt, neu als Ertrag verbucht. • Der budgetierte Finanzausgleich sinkt im Jahr 2021 um CHF 180 000. Mit dem bud­getierten zusätzlichen Steuerprozent in Höhe von CHF 680 000 steigen die Steuereinnahmen netto um rund CHF 500 000. Mit einer finanziellen Entspannung ist in Zukunft an der OSW nicht zu rechnen: Die Schülerzahlen sind am steigen, die Kosten für das Personal und für die Sonderschulung werden auf dem aktuellen Niveau bestehen bleiben, im Liegenschaftenbereich steht noch einiges an Unterhaltsarbeiten an, und die Entwicklung der Steuereinnahmen ist ungewiss. Mit der beantragten Steuererhöhung um 1% auf 20% im Jahr 2021 resultiert ein Verlust in Höhe von gut CHF 1,5 Mio. Die Hochrechnung 2020 zeigt ebenfalls einen Verlust in derselben Höhe. Damit sinkt das Eigenkapital der OSW, welches Ende 2019 noch CHF 5,5 Mio. betrug, per Ende 2021 auf CHF 2,4 Mio. Seit 2016 hat die OSW zweimal die Steuern um insgesamt 3% von 22% auf 19% gesenkt. Mit diesem Steuerfuss können die aktuellen Aufwände nicht gedeckt werden. Die Schulpflege ist sich bewusst, dass die beantragte Steuererhöhung um 1% nicht ausreicht und eine weitere Steuererhöhung angezeigt ist. Die Budget-Gemeindeversammlung der Oberstufenschule Wädenswil findet am 1. Dezember 2020 um 20 Uhr statt. Herzlich eingeladen sind alle stimmberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Wädenswil.


Pr i marsc h ule Wä denswil 

Schulleben 29

Aufstockung Steinacher abgeschlossen Ein luftig und modern gestaltetes Stockwerk, grosse Fenster, die Ausblick gewähren, ein Mehrzwecksaal für kreative Schülerprojekte: Im Schulhaus Steinacher ist der Ausbau nach neun Jahren Planung und Realisierung abgeschlossen.

geebnet waren, um das Schulhaus Steinacher um ein Stockwerk zu erhöhen. Während dieser Planungsphase mussten in den Schulen Ort und Steinacher verschiedene Provisorien mit 10 Klassenzimmern aufgestellt werden, um alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen zu können.

Alles begann am 18. November 2011. Die zunehmende Anzahl Schülerinnen und Schüler in der Au sorgte für Platznot. Deshalb reichte der damalige Schulleiter der Schulbehörde ein mehrseitiges Planungspapier für eine nötige Schulraumerweiterung in der Au und im Steinacher ein. Es dauerte weitere sieben Jahre, bis die Wege

Im Spätherbst 2018 begannen die Umbauarbeiten. Als erstes stellte die Baufirma einen grösseren Container auf die Sportwiese. Um mit den Aufstockungsarbeiten beginnen zu können, wurde das Schulhaus komplett geleert und sämtliche Infrastruktur samt Mobiliar ins Provisorium gezügelt. Exakt ein Jahr später musste alles wieder

zurückgeschafft werden. Ein Gang durch das neue Stockwerk offenbart die Vorzüge: Barrierefreien Zugang, die breiten Gänge mit grossen Fenstern gewähren Luft, ein Mehrzwecksaal lädt ein, kreative Schülerprojekte durchzuführen, diverse weitere Neuigkeiten machen den modern gestalteten Arbeitsplatz attraktiv. Was die «Bewohnerinnen» und «Bewohner» am meisten an der Erneuerung schätzen? Es ist die Möglichkeit, dass nun nach mehreren Jahren das ganze Team wieder unter dem gleichen Dach wirken kann. Die nahen Kontakte und der einfachere Austausch beflügeln den Berufsalltag. Reinhard Weder & Regula Waltisberg


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SwissSkills 2020 in Dagmersellen

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Vom 9.–12. September fanden die SwissSkills der Plattenleger statt. Die Fé­dération Romande du Carrelage (FeRC) und der Schweizerische Plattenverband (SPV) haben die SwissSkills Championship 2020 im Bildungszentrum in Dagmersellen durchgeführt. Neun junge Berufsleute kämpften während vier Tagen­um den Schweizermeistertitel. Amarin Prediger aus Eyholz konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen und gewann die Goldmedaille. Zweiter wurde Silvan Ulrich aus Hütten (Lehrbetrieb: Plättli Meister AG, Wilden b. Wollerau, Arbeitgeber: Hauser Ofenbau GmbH, Wollerau), Bronze gewann Nico Moser aus Bennau. Während vier Tagen traten die qualifizierten Plattenleger am nationalen Wettbewerb in Dagmersellen an und durften ihr Können unter Beweis stellen. Die jungen Talente mussten

nach einem vorgegebenen Bauplan zwei Wandbeläge und einen Bodenbelag verkleiden. Mit Präzision, Konzentration und handwerklichem Geschick wurde Fliese um Fliese verlegt, um das vorgegebene Motiv abzubilden. Dieses setzte sich in diesem Jahr aus dem Bundeshaus und der Aare zusammen, welches thematisch zu den ursprünglich geplanten SwissSkills in Bern passt. Vier Tage hatten die Teilnehmenden Zeit, um die Aufgabe von der Arbeitsvorbereitung bis hin zum Verlegen und Fugen umzusetzen. (e) Der Hüttner Plattenleger Silvan Ulrich ist Vize-Schweizermeister.  (zvg)

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HÜ TTE N  N   31

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Dynamis – Lebenskraft durch Naturheilkunde Dynamis heisst die Praxis für Naturheilkunde von Tamara Ruppen (vormals Heglin) in der Krone Hütten. Neben dem Wirten in der Krone, die sie mit ihrem Partner führt, pflegt die vielseitige Frau eine weitere Leidenschaft. Sie behandelt, begleitet und heilt als Therapeutin Menschen – mit einem ganzheitlichen Ansatz. Text & Bild: Ingrid Eva Liedtke Dynamis bedeutet Lebenskraft, das Vermögen, eine Veränderung herbeizuführen. Genau das ist Tamara Ruppens Anliegen. Sie ist ausgebildete Naturheilpraktikerin FNH und kundig in: Klassischer Massage, Fussreflexzonenmassage, Pflanzenheilkunde, Homöopathie, orthomolekularer Medizin (Mineralstoffe und Spurenelemente), Darmgesundheit, Ernährung, Wickeln und Auflagen, ausleitenden Verfahren und bietet zudem noch Hot-Stone-Massagen und Bachblütentherapie an. Dies ihr momentanes Angebot, aber sicher nicht das endgültige, denn diese Frau ist in Bewegung, und damit wird sich ihre Erfahrung und ihr Wissen stetig vergrössern. Tamara Ruppens Weltbild und ihre Philosophie stehen für eine ganzheitliche Lebens- und Behandlungsweise. Sie weiss viel über den menschlichen Körper und das Zusammenspiel von Seele, Geist und Körper. Man fühlt sich gut aufgehoben bei ihr. Es gibt diese Momente, da ist das Bedürfnis sich etwas Gutes zu tun, gross. Der Nacken ist verspannt, das Kreuz tut weh. Man ist vielleicht nicht mehr die Jüngste und es wird nötig, mehr zu investieren in den eigenen Körper. Trotzdem zwickt es da und dort, und mancher fühlt sich unwohl, nicht in der Balance oder gar krank. Das kann auch jungen Menschen passieren. Es gibt viele Ursachen dafür, dass die Energieströme nicht offen sind und frei fliessen können: Traumata, seelischer Stress, Fehlverhalten in der Ernährung, Medikamente, ein Burnout. Nicht immer kann die Schulmedizin helfen. Doch es gibt Alternativen, und dafür ist Tamara Ruppen die Fachfrau. Als Naturheilpraktikerin kann sie helfen die Energien wieder zum Fliessen zu bringen. Mir hilft zum Beispiel manchmal eine Massage: Tamara knetet meinen Rücken dann durch, sie streicht, schiebt und zieht, saugt mit den Schröpfkolben meine Rückenhaut an, löst Faszien und Spannungen und im Gespräch manchmal noch ein paar andere Knöpfe. Nach einer Stunde bin ich to-

Tamara Ruppen ist ausgebildete Naturheilpraktikerin und betreibt die Praxis Dynamis in Hütten. tal durchgewalkt und wie ein guter Teig durchlüftet. Der Nacken ist elastisch und ich so gelöst, dass ich nach Hause schwebe und fast vergesse, dass ich noch das Mittagessen einkaufen sollte. Man könnte natürlich auch gerade anschliessend an eine DonnerstagmorgenMassage in der Krone zu Mittag essen. Sehr praktisch! Bevor Tamara Ruppen mit ihrem Partner die Krone Hütten übernahm, war sie schon Therapeutin in Zug. Dort hat sie auch ihre Ausbildung absolviert. «Als junge Mutter von drei Kindern wollte ich mich weiterentwickeln. Schon in meinem Elternhaus bin ich durch meinen Vater mit Homöopathie und Bachblüten in Kontakt gekommen. Für mich war schnell klar, dass ich mich auf diesem Gebiet ausbilden lassen wollte, denn ich helfe gerne den Menschen, möchte sie in ihrer Entwicklung und bei ihrer Genesung unterstützen. Und so stiess ich auf diese Ausbildung bei der Paramed, die in verschiedenen Modulen angeboten wurde und es mir so überhaupt ermöglichte neben der Familie eine Ausbildung zu machen.» Die Frage: «Wer bist Du?» ist in ganzheitlicher Absicht gestellt und wird von ihr nach kurzem Nachdenken auch so beantwortet. Sie sagt: «Ich bin ein offener Mensch und ich interessiere mich für andere. Ich kann Menschen gut so akzeptieren, wie sie sind und habe viel Verständnis. Dabei versuche ich immer, eine ganzheitliche Sicht zu haben. Das heisst jeden in seinem Wesen, seiner Umgebung, mit seinen Prägungen und

seiner eigenen Wahrnehmung zu erkennen. Weil ich den Menschen helfen möchte, muss ich sie verstehen, ihnen begegnen, mit ihnen sprechen, gut zuhören, aufnehmen, erfahren, und mehr und mehr wird oft auf den Punkt gebracht, wo die Wege zur Behandlung und zur Genesung durchführen – immer vorausgesetzt jemand will diesen Weg mit mir gehen. Dieses Anliegen zuzuhören und falls möglich zu helfen macht meine Persönlichkeit aus. Das kann ich auch während meiner Service-Tätigkeit im Restaurant Krone tun oder während dem Einkaufen im Dorf. Ich komme gut und gerne mit den Leuten ins Gespräch. Schnell offenbaren sich allfällige Problemoder Schwachstellen und ich freue mich immer wieder, wenn man mir vertraut und ich helfen kann.» Diese Frau ist eine Macherin. Wenn sie Ideen hat, will sie sie umsetzen. Freiheit ist wichtig. Sie ist nicht gerne in Strukturen gefangen. Niemand soll über sie bestimmen. Doch Tamara Ruppen ist auch Familienfrau. Ihre Kinder gehen noch zur Schule und brauchen sie. «Ich habe so tolle Kinder», schwärmt sie. «Ich verbringe sehr gerne Zeit mit ihnen. Auch ich muss manchmal schimpfen, aber gute Strukturen und Rituale helfen, auch wenn Teenager mal launisch sind. Und ich drück auch gern ein Auge zu», meint sie liebevoll. Auch hier helfe, wenn man seine Kinder so nehme, wie sie seien, zum Beispiel als Träumer, die sich nicht immer optimal in den gängigen Schulbetrieb einzureihen vermögen. «Man sollte die Kinder auf ihrem individuellen Weg unterstützen, damit sie ihren Platz finden. Genauso geht es auch mir. Ich muss meinen Platz finden und dann meine Ideen umsetzen. Manchmal bedeutet das auch, dass man sich neu orientieren und sich von Altem lösen muss. Das geht nicht immer schmerzlos vor sich.» Und wir wissen es ja: Manchmal ist der Rücken, der wehtut, oder der verspannte Nacken auch ein Zeichen für innere Anspannung oder Schmerz und eventuell die Aufforderung zum Loslassen. Jeder darf es selber herausfinden, doch es kann nie schaden dabei begleitet zu werden. Eine Massage tut auf jeden Fall wohl, und sicher ist eine Behandlung bei Tamara Ruppen ein Schritt zur Heilung. Sie kennt so viele Methoden! n Dynamis, Praxis für Naturheilkunde Dorfstrasse 21, 8825 Hütten Tel. 078 657 64 61, t.ruppen@hotmail.com Der Eingang befindet sich links neben dem Coiffeurgeschäft.


32 SCH Ö NE N B E R G G

Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Die Linden vom Himmel, vom Teufel die Hügel Der Titel der Veranstaltung unter freiem Himmel, zu der die Lesegesellschaft ins Aesch nach Schönenberg lädt, verspricht viel: Botanisches, Mystisches, Teuflisches, Sagenumwobenes. Man fragt sich, wer zu diesem Anlass das Wetter geschickt hat. Text & Bild: Ingrid Eva Liedtke Hat der Teufel das Wetter gemacht? Es scheint, als habe der Teufel an diesem Samstag im September auch die Finger beim Wetter massgeblich im Spiel. Was unter freiem Himmel in einer lauen Herbstbrise hätte stattfinden sollen, muss in eine Scheune verlegt werden. Wenigstens steht daneben – wie zum Schutz – eine fast himmelhohe Linde. Himmlisch sind die Temperaturen jedenfalls nicht, eiskalt bläst der Wind. Das Thermometer zeigt Temperaturen, die innerhalb vierundzwanzig Stunden in winterliche Tiefen gestürzt sind, ein paar hundert Meter weiter oben hat es sogar geschneit. Ist es Zufall oder hat wirklich der Teufel seine Hände oder Hufe im Spiel? Wir werden es Mit spannenden Geschichten, Liedern und Botanischem wurde man unterhalten.

nicht erfahren. Vielleicht ist ihm die Sage, die von ihm erzählt wird, nicht Aufmerksamkeit genug. Doch die Gruppe Menschen, die sich unerschrocken den teuflischen Wetterspielen entgegenstellt, ist guten Mutes und erstaunlich gross. Die Sitzreihen in der Scheune im Aesch sind voll. Dick angezogen und in Decken gehüllt warten rund 40 Personen gespannt auf Geschichten, Sagen, Lieder und Botanisches über den Lindenbaum, erzählt, bespielt und besungen von Xenia Schindler, Harfenistin, Daniela Ruth Stoll, Sopran, und Marco Sauter, Gärtner mit grossem botanischen Wissen. Eine Geschichte von Astrid Lindgren zum Auftakt Der Auftakt macht eine Geschichte von Astrid Lindgren, die im Zuhörer nachklingt. Es ist die von einem Mädchen, das einer Linde seine Seele schenkt, um sie zum Klingen zu bringen, so dass auch die Nachtigall wieder singt. Man muss die Seele geben, dies auch das Geheimnis des guten Gärtnerns. Das ist eine würdige Einleitung für einen Baum voller Herzen mit weichem Holz und wunderbarem Blütenduft. Lieder, Texte, Gedichte und Botanisches In der Folge erklingen Lieder, werden Texte und Gedichte vorgelesen, gekrönt durch spannende botanische Belehrungen zum Lindenbaum. Wir hören von Sommer- und Winterlinden und dass die jungen Blätter einen köstlichen Salat oder ein Gemüsegericht hergeben. Vom betörenden Duft der blühenden Linden kann so mancher schwärmen, und Lindenblütentee hat auch schon jeder mal getrunken. Dass der Baum aber auch Nüsschen trägt, woraus ein Öl gewonnen werden kann, weiss wohl kaum jemand. Es wurde früher für Öllampen verwendet. Die Rinde wurde zu Bast ver-

arbeiten und der zu Seilen und Schnur. Der sagenumwobene Lindenbaum Der Lindenbaum ist ein Friedensbaum, ein Freudenbaum, ein Liebes- und ein Tanzbaum. Er markierte Grenzen, war Treff- und Orientierungspunkt, und bei den Germanen fanden die Stammesversammlungen darunter statt. Die Linde symbolisierte für sie drei Ebenen: Oben war Gott, in der Mitte der Mensch und unten der Teufel, Zwerge und andere niederen Wesen. Der Lindwurm, der Drache in der Siegfriedssage, wohnt unter der Linde. Siegfried tötet ihn und badet in seinem Blut. Nur da, wo das Lindenblatt kleben bleibt, ist er noch verwundbar. In der Artuslegende, im Parzival, symbolisiert die Linde ewige Treue. Tristan und Isolde treffen sich unter einer Linde. Erstmals in der Literatur taucht die Linde in der griechischen Mythologie auf, in Philemon und Baucis. So viel erfahren wir über die mystische Welt der Linde. Die Linde: mächtig, beschützend, mütterlich und heilig Der Baum wächst 60 Jahre lang in die Höhe, erst dann in die Breite. Die Linde im Aesch ist 40 Jahre alt, aber hat jetzt schon eine imposante Höhe und Breite. Man möchte sich darunter stellen, sie berühren, sich anlehnen, darunter liegen, sitzen, eine Tafel zum Essen aufstellen (wohlverstanden bei schönerem Wetter). Dieser mächtige Baum strahlt etwas Beschützendes, Mütterliches und ja, Heiliges aus ... vom Himmel. Dieser Himmel ist grau und regnet auf uns und die mächtige Linde herunter, und so ziehen wir dann von dannen, nach Hause in warme, geschützte Gefilde und lassen all die spannenden Geschichten und Gesänge in uns nachwirken.  n

Drei ehemalige Gemeinderäte vor Gericht – und es ist noch nicht vorbei Kürzlich standen drei Ex-Gemeinderäte von Schönenberg vor Gericht. Sie waren wegen Amtsmissbrauch angeklagt und wurden freigesprochen. Doch dieser Fusionsstreit ist wohl noch nicht ausgestanden, obwohl die Gemeinden Schönenberg und Hütten schon seit Anfang 2019 zu Wädenswil gehören. Obwohl von Anfang an vom Einzelrichter Zweifel ausgesprochen wurden, ob der Fall überhaupt strafrechtlich aufgearbeitet werden müsste, findet er noch immer kein Ende. Der Kläger hat sich den Ratschlag, den Fall nicht ans Obergericht weiterzuziehen, offenbar nicht zu Herzen genommen. Deshalb steht jetzt die nächste Runde bevor. Das Bezirksgericht Horgen ist daran, das schriftliche Urteil zu verfassen. Es wird zusammen mit den Akten und der Berufungsanmeldung des Privatklägers ans Obergericht übermittelt. Die Partei, die Berufung angemeldet hat, muss dann dem Obergericht eine schriftliche Berufungserklärung einreichen. Wenn dies geschehen ist, kommt es zu einem Berufungsverfahren. (iel)

Die nächste Ausgabe erscheint am 19. November 2020 (Redaktions-/Inserateannahmeschluss Montag, 9. November)


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Wädenswiler Anzeiger 10-2020

Der Sommer war sehr gross

Kunstschaufenster im Dorfhuus Schönenberg Das Schaufenster im Dorfhuus Schönenberg wird wieder mit wechselnden Ausstellungen belebt. In regelmässig wechselnden Ausstellungen können Kunstschaffende ihre Werke zeigen. In den nächsten drei Monate sind die Aquarelle von Christin Brodbeck-Berger zu bewundern. Text & Bild: Ingrid Eva Liedtke Kurzer Lebenslauf: Christin Brodbeck-Berger ist 1947 in Solothurn geboren. Dort hat sie auch ihre ganze Schulzeit verbracht und das Kantonale Lehrerseminar besucht. 7 Jahre lang hat sie in Liestal unterrichtet, die 1. bis 5. Klasse an der Primarschule, später war sie 13 Jahre lang als Klassenlehrerin an der Rudolf-Steiner-Schule in Adliswil tätig. Die Familie, mit mittlerweile vier Kindern, zog im Winter 1983 von Wädenswil nach Schönenberg. Die drei Jahre 1986–89 verbrachten sie (berufsbedingt durch den Ehemann) in Holland. «Unsere» Schule in Adliswil hätten sie von Anfang an bewusst gewählt. «Diese Pädagogik war und ist uns ein grosses Anliegen», sagt Christin BrodbeckBerger. Künstlerisches Schaffen «Schon als Kind habe ich immer sehr gerne gemalt und gezeichnet, überhaupt gestaltet. Mich faszinierte alles, was mit Hand-Werk zu tun hatte. Zuhause wurde viel musiziert;

ich durfte verschiedene Instrumente erlernen. Auch das Theaterspielen hatte während vieler Jahre seinerzeit einen wichtigen Platz in meinem Leben. Der Neuanfang als Lehrerin, nachdem das jüngste Kind in die Mittelstufe kam, war mir sehr wichtig. Auch der Malunterricht mit meiner Klasse sollte nicht einfach irgendwie stattfinden. Die künstlerische Gestaltung, die Farbgebung und die altersentsprechende Wahl der Themen im Unterricht wollte ich von Grund auf noch besser kennenlernen. Die fachkundige Unterstützung dabei fand ich im damaligen Atelier der Künstlerin Magdalena Weber-Bosshard in Zürich. Während Jahren besuchte ich – auch nach meiner Klassenlehrerzeit – ihre inspirierenden Kurse. Sie bot uns Teilnehmerinnen, mit viel pädagogischem Geschick, immer einen grösstmöglichen Freiraum im Gestalten der eigenen Ideen. Die wechselnden Jahreszeiten ‹draussen› waren meist bestimmend für die Werke, die in uns ‹drinnen› entstanden. Diese Malstunden waren für mich Kraftquellen für den Alltag. Die ausgestellten Bilder entstanden alle im Laufe der letzten Jahre.» Noch ist Christin Brodbeck-Berger zweimal jährlich in der Lehrerausbildung in Peru tätig. Auch dort sind es vor allem die künstlerisch-handwerklichen Fächer – nebst Mathematik, Geometrie und Musik –, die sie unterrichtet. Die derzeitige Situation jedoch zwinge sie auch dort andere Möglichkeiten zu finden.  n

Es wird dunkel, die Tage kürzer. Es wird kälter und das Leben verkriecht sich immer mehr. Die Sommerhitze ist Vergangenheit. Unsere Geschichten, die sich abspielten in der Natur, in unseren Gärten, am See, im Wald, in Strassencafés und – coronabedingt – in der Einsamkeit, haben wir in der Sommerzeit zurückgelassen. Nun folgt eine neue, ebenso reiche Jahreszeit, und unser Lebensbuch füllt sich weiter mit Erzählungen, die nun der Herbst schreibt. Unaufhörliches Vergehen und neues Werden. Sie fliesst dahin, die Zeit, unaufhörlich. Wer erinnert sich noch an dieses wahnsinnig wuchtige Gedicht von Rilke? Eben gerade kam es mir in den Sinn und nun ist es mir kaum noch möglich schöne Herbstworte zu finden, die dem standhalten können. Es zu versuchen, wäre eine Anmassung. Darum trete ich vor dem grossen Dichter hier zurück, lasse ihm den Vorrang, verbeuge mich und schenke Ihnen, liebe Leser, dieses Gedicht zum Herbst. Es begleiten Sie meine Wünsche zu farbenfrohen, seuchenfreien Tagen, zu solchen voller Muse und langem Ein- und Ausatmen – und vielleicht reicht die Zeit dem Atemräuchlein, das sich in der kalten Herbstluft bildet, nachzuschauen – hinauf steigt es in die rot und goldenen Blätterdächer und weiter in den oktoberblauen Himmel. Vielleicht ist auch noch Zeit für ausgedehnte Waldspaziergänge, Zeit fürs Sammeln von Pilzen, um sich davon ein schmackhaftes Herbstgericht zu zaubern, oder von Nüssen, Zapfen und Ästen, um das Zuhause herbstlich zu dekorieren. Und dann, wenn es am Eindunkeln ist – viel früher in diesen Tage – dann wird das frischaufgeschichtete und getrocknete Holz aus der Garage geholt und in den Kamin gelegt, ein Feuer entfacht und es sich davor gemütlich gemacht. Ein letzter Blick auf eine Landschaft, die nochmals ihre reiche Farbpalette aufmischt vor dem grossen Dunkel, vor dem Erholungsschlaf, in der Hand ein Buch, vielleicht ein Gedichtband und darin Rilkes Verse: Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr gross. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren lass die Winde los. Befiehl den letzten Früchten voll zu sein; gieb ihnen noch zwei südlichere Tage, dränge sie zur Vollendung hin und jage die letzte Süsse in den schweren Wein. Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.  Rainer Maria Rilke Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst! Ihre Ingrid Eva Liedtke


Minilager 2020 Am Sonntag gingen wir mit dem Car in das schöne Österreich nach St. Gallenkirch im Montafon; eine Stunde von Feldkirch entfernt. Nach dem Ankommen gingen wir erst einmal in die Zimmer in der Pension Maria Hilf. Etwas später gab es eine Führung durchs Haus, noch später Abendessen. Danach beteten wir das beruhigende Abendgebet in der Kapelle des Klosters. Montag: Die Woche startete direkt mit der täglichen Plage eines Lagers: das Aufstehen. Als diese Hürde überwunden war, ging es zum Morgengebet, dann zum leckeren Morgenbuffet. Um etwa halb Zehn hatten wir die Messe. Mir kam die Messe viel kürzer vor als sonst. Wie auch später an den nächsten Tagen machten wir einen

spannenden, coolen Postenlauf oder spielten Spiele. Nachmittags gab es einen Orientierungslauf durch den Ort. Nach dem Abendessen zeichneten wir an

den Bags, die wir mit Acrylfarbe und Stiften bemalten. Dienstag: An diesem Tag waren wir hoch oben. Gerade nach dem harmonischen Morgenge-

bet und dem Frühstück gingen wir mit dem öffentlichen Bus zum Ende dieses Tals und hoch auf den Berg. Es war sehr kalt, als wir ankamen. Wir liefen um den Stausee, den es dort gab, hatten verschiedene Fragen zu beantworten und machten beim Mittagshalt ein paar Versuche Papierschiffchen auf dem Wasser schwimmen zu lassen. Später, als wir zurück waren, gab es leckeres Abendessen. Wir zeichneten noch weiter bis ungefähr zehn Uhr und gingen schlafen. Ich war mit Edo und Max im Zimmer und wir hatten es eigentlich immer gut miteinander. Mittwoch: Darauf freute ich mich am meisten: das Fussballturnier mit den Minis aus St. Gallenkirchen, denn ich spiele sehr gerne Fussball! Wir grillierten mit den anderen Minis, hatten Gelegenheit, den Rosenkranz mitzubeten in der Kirche dieser Ortschaft. Donnerstag (mein Highlight): Wir wussten es am Anfang noch nicht, aber wir gingen auf den Golm. Wir rutschten Riesenrutschen und rodelten zweimal 2,6 km herunter. Am Abend war dann schon der Schlussabend, bei dem sich jedes Zimmer ein Spiel oder eine andere Unterhaltung überlegen musste, und ich war Moderator. Wir, Max, Edo & ich, machten z.B. die Sendung «Herzblatt». Freitag: Packen! Packen! Packen! Am Freitag gingen wir nach Hause und assen in Feldkirch die berühmten grossen Schnitzel auf der Schattenburg. Wir sahen noch die Kopfreliquie vom Hl. Fidelis von Sigmaringen und fuhren nach Haus. Samuel


K ATHO LISCH E P FARREI ST. M ARIEN WÄDENSWIL  34

Bilder: Foto Tevy, Wädenswil

Da berühren sich Himmel und Erde Am Sonntag, 6. September 2020, durften eine Schar von 43 Mädchen und Buben die erste Heilige Kommunion empfangen. Nach dem diesjährig langen Warten war es jetzt endlich soweit, und alle haben sich riesig auf den Tag gefreut. Die AuKinder haben den Festgottesdienst um 8.30 Uhr mit Pfarrer Markus Dettling, die Wädenswiler um 10.30 Uhr mit Vikar Benjamin Schmid gefeiert. Wir danken allen – von den Musikern, den Blumenfrauen, den Platzordnern, dem Fotografen und der Technikcrew, den Ka-

techetinnen, dem Sakristan und Abwart, dem Diakon bis zu den Priestern – die beigetragen haben, dass die Erstkommunion so ein schönes Fest wurde. Durch das kräftige Mitsingen und Mitbeten haben alle gezeigt, wie viel Freude es macht, dieses Fest zu feiern und die Heilige Kommunion zum ersten Mal zu empfangen. Bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion haben die Kinder gelernt, was für ein grosses Geschenk es ist, dass Jesus Christus selbst in der Heiligen Kommunion zu ihnen kommt. Er will in uns wohnen, uns von innen erneuern und uns Kraft

schenken für unser Leben. In der Predigt von Pfr. Markus Dettling haben wir gehört, was es bedeutet getaufte Christinnen und Christen zu sein. So sind wir in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen, mit allen Getauften bilden wir eine grosse Familie und dürfen darauf vertrauen, dass Gott für jede(n) von uns einen Plan hat und wir in Ewigkeit leben dürfen. Durch unsere eigene Zusage beim Taufgeheimnis haben wir gezeigt, dass wir an Jesus und seine Botschaft glauben. Vikar Benjamin Schmid hat uns in der Predigt erklärt, dass es wichtig ist, in

Firmung 2020 Am Sonntag, den 27. September 2020, durften 66 Firmlinge unserer Pfarrei das Hl. Sakrament der Firmung empfangen. Weihbischof Dr. Marian Eleganti spendete die Firmung in zwei Gottesdiensten. Es waren zwei sehr würdige Feiern, in denen Weihbischof Eleganti in seiner Predigt den Jugendlichen, in der Sprache der digitalen Kommunikation, nahe legte die Verbin-

dung mit Gott nicht abzubrechen, sondern mit ihm immer online zu bleiben. Jetzt erst recht! Die Firmung ist keine Abschlussfeier, sondern der Beginn einer wachsenden, verantwortungsvollen lebendigen Beziehung zwischen Gott und mir. Die Botschaft schien in den Gesichtern der Jugendlichen angekommen zu sein. Sichtlich bewegt von seinen eindringlichen Worten traten sie vor den Weihbischof, der ihnen dann die Hände auflegte und sie mit heiligem Öl salbte.

der jetzigen Situation Feste zu feiern. Die Angst sollte für uns Christen nie die Oberhand gewinnen, da wir Jesus immer bei uns haben und ihn in jeder Eucharistie empfangen dürfen. Er hat für uns alles besiegt, sogar den Tod. Wir danken allen Familien, Gottis und Göttis, dass sie sich Zeit genommen haben im Gottesdienst mitzufeiern und diesen wichtigen Tag mit unseren Erstkommunikanten zu verbringen. Möge Jesus in den Herzen der Kinder und ihren Familien immer mehr Raum bekommen und sie prägen, ein Leben lang. Monja Züst

Bilder: Foto Tevy, Wädenswil

Durch die bewusste Stärkung des Heiligen Geistes sind diese 66 Jugendliche Zeugnis für den Glauben, die Liebe und die Hoffnung zu geben, damit durch sie das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus in die Zukunft hinein weiterhin verkündet werde. Allen Firmlingen, Paten und Eltern, sowie Weihbischof Dr. Marian Eleganti sei nochmals von Herzen für diese eindrückliche heilige Feier gedankt. Andreas Neira, Diakon


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Spitex Orchidee – bei uns helfen alle mit, jederzeit! «Ich bin stolz auf unsere Teams – wir packen alle mit an, um unsere Kunden jederzeit zu unterstützen», sagt Frau Curfs, die Geschäftsleiterin der Spitex Orchidee. Seit über 5 Jahren führt sie die Spitex Orchidee in Au. Auch die Geschäftsleiterin hilft in Einsätzen aus – ob eine pflegerische Abklärung oder ein Hauswirtschaftseinsatz, die Bedürfnisse der Kunden stehen im Zentrum. «In den über fünf Jahren konnten wir jeden Auftrag und neuen Kunden annehmen – manchmal braucht es etwas Kreativität, doch es klappt immer!» ergänzt Frau Curfs mit einem Lachen. Was unterscheidet die Spitex Orchidee von der öffentlichen Spitex? Gibt es ein Konkurrenzdenken in der Region? «Wir arbeiten aktiv mit der öffentlichen Spitex in Wädenswil zusammen und schätzen das offene Umfeld», führt Frau Curfs aus. Die Kundschaft steht im Mittelpunkt, das ist für alle das Wichtigste. Die Tarife für krankenkassenpflichtige Spitexleistungen sind bei allen Spitex-Betrieben gleich und schweizweit geregelt. «Wir unterscheiden uns bei der Flexibilität, welche wir als privates Unternehmen anbieten können. Seit der Gründung der Spitex Orchidee ist es uns wichtig, dass wir keine Toleranzzeiten haben und immer pünktlich bei den Einsätzen sind. Dies wird sehr geschätzt, im Speziellen, wenn die Kundschaft einen Termin hat und für die Vorbereitung auf Hilfe von der Spitex angewiesen ist. Wir begleiten unsere Kunden auch zu Arztbesuchen

oder zum Coiffeur. In der Spitex Orchidee begleiten wir unsere Kunden im Leben – soweit wie gewünscht. Auch die Zusammenarbeit mit Angehörigen und Nachbarn ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, das gehört für uns zum Wohlbefinden unserer Kunden dazu.» Die Spitex Orchidee bietet pflegerische und betreuerische Dienstleistungen an, welche individuelle kombiniert werden können. So entsteht das gewünschte Programm für die Kunden. «Wir arbeiten mit Pflegeteams – so haben unsere Kunden immer die gleichen Mitarbeitenden in den Einsätzen. Es entsteht ein gutes Vertrauensverhältnis und wir können sehr emphatisch auf alle Kunden eingehen», verrät Frau Curfs als Erfolgsrezept. «Bei der Mitarbeiterselektion legen wir sehr viel Wert auf die Persönlichkeit. Die pflegerischen Fähigkeiten sind die Grundvoraussetzung, doch muss jemand auch viel emphatisches Einfühlungsvermögen haben und gerne in einem Team arbeiten, wo alle mithelfen. Wir suchen aktuell Mitarbeitende im Orchidee-Team. Als Arbeitgeber ist der Spitex Orchidee auch das Wohlbefinden der Mitarbeitenden sehr wichtig. Auch da ist es uns wichtig auf Bedürfnisse einzugehen, und wir sind stolz auf unser tolles Arbeitsklima!» erklärt Frau Curfs. «Unseren Mitarbeitenden kann ich nicht genug danken für die grossen Leistungen und dem tollen Engagement mit unseren Kunden – dies macht uns zum Orchidee-Team, was sehr geschätzt wird.» Nun ist die Situation mit dem Covid19-Virus leider noch präsent, und die Lage scheint sich noch nicht zu entspannen. «Wir setzten die nötigen Massnahmen

nach wie vor professionell um und schützen dadurch unsere Kunden und uns selber. Bis heute haben wir zum Glück noch keine Infektionen mit Covid-19 gehabt, weder bei den Mitarbeitenden noch bei unseren Kunden. Das ist eine grosse Leistung und zeugt auch von der super Zusammenarbeit mit den Kunden und den Mitarbeitenden», erklärt Frau Curfs weiter. «Wir stellen fest, dass sich Menschen durch die Situation eher isoliert fühlen, und wir versuchen bei allen Kunden so gut wie möglich ein Gesprächspartner zu sein.» Wie kann man sich bei der Spitex Orchidee über die Dienstleistungen informieren und Kunde werden? «Wir sind telefonisch immer erreichbar – 0800 855 558 ist unsere Gratisnummer. Gerne erklären wir individuell unsere Dienstleistungen am Telefon oder beim Kunden persönlich. Dieses Abklärungsgespräch ist selbstverständlich kostenlos. Weiter informiert unsere Website www.spitex-orchidee.ch umfassend über unsere Dienstleistungen und Tarife. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!»

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«Wir sind leidenschaftliche Biker und engagierte Mechaniker» Zweibike – das ist das neue FahrradFachgeschäft an der Einsiedlerstrasse in Wädenswil. Zweibike, das sind Robin Jäggli, der versierte Schrauber, und Matthias Probst, der engagierte Verkäufer. Beide sind gelernte Fahrradmechaniker. Seit August 2020 ist Wädenswil fahrradtechnisch kein Ödland mehr. Mit der Eröffnung ihres Fachgeschäftes setzen die beiden 23-Jährigen einen spannenden Akzent. An der Einsiedlerstrasse können Velofahrer – vom ambitionierten Biker oder Rennvelofahrer bis zum eleganten E-Biker – alles finden, was das Fahrradherz wünscht: Neue Bikes in allen Grössen und Ausführungen sowie Zubehör. Reparaturen aller Marken können in Auftrag gegeben werden – und bald soll auch noch ein Occassionshandel hinzukommen. «Unser Herzenswunsch ist es, dass deine Erfahrung mit uns unkompliziert, bequem und zufriedenstellend ist», so lautet das Credo der Jungunternehmer. Dieser Leitsatz wird auch gelebt, man merkt es beim Betreten des Geschäftes: Showroom und Werkstatt sind kombiniert, die beiden Jungunternehmer, die sich in der Berufsschule kennen gelernt hatten, kümmern sich mit viel Freude um ihre Kunden. Robin Jäggli ist eher der Handwerker der bei-

den. Er ist wie sein Kompagnon gelernter Fahrradmechaniker und kennt sich so mit allen Teilen des Fahrrades bestens aus – auch mit den elektrischen. «Kürzlich nahm ich eine alte Sturmey-3-Gang-Schaltung komplett auseinander und setzte sie funktionstüchtig wieder zusammen – nebst all der Elektronik, die auch beim Velo immer mehr Einzug hält, sind das immer wieder besondere Momente für einen Fahrradmechaniker!» Jägglis Werkstatt ist komplett neu eingerichtet «mit dem richtigen und passenden Werkzeug, so können wir an Velos aller Marken Service und Reparaturen ausführen». Matthias Probst kümmert sich vor allem um den Verkauf und die Administration. Er konnte sich sein Wissen als stellvertretender Geschäftsführer aufbauen, ehe die beiden den Schritt in die Selbstständigkeit wagten. Was aber unterscheidet Zweibike von anderen Velogeschäften? «Wir wollen einerseits in unserem Geschäft Marken stehen haben, die in Europa gebaut werden. Andererseits wollen wir natürlich auch gute Qualität anbieten», sagt Probst. So stehen edle Stücke der Marken «Antidote Bikes», «Orbea» und «Superior Bikes» im Laden – Qualität, von denen beide überzeugt sind. Bei der Marke Orbea etwa können Kunden aus einer Vielzahl von Personalisierungen auswählen – ohne Aufpreis. Matthias Probst ist es auch wichtig, zu betonen, dass Fahrräder in jedem Preissegment angeboten werden.

Wichtig bei der Standortwahl war auch die Nähe zur ZHAW: «Studenten sind ein wichtiger Markt für uns; sie fahren aus Umweltoder Kostengründen viel Velo. Für Studis haben wir auch immer spezielle Angebote oder Rabatte.» Zweibike freut sich auf die Wädenswiler Biker: «Wir sind die Spezialisten für dein Velo, egal wo das Problem liegt. Wir finden immer eine Lösung!» Zweibike GmbH Einsiedlerstrasse 13a 8820 Wädenswil Tel. 076 611 01 62 info@zweibikegmbh.ch Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 9.00–18.30 Uhr Samstag: 10.00–15.00 Uhr Sonntag & Montag geschlossen

Testtag am 7. November Am Samstag, 7. November, stehen im Lokal an der Einsiedlerstrasse 13a Bikes der spanischen Marke Orbea sowie des tschechischen Hersteller Superior Bikes zur Testfahrt bereit. Nützen Sie die Gelegenheit, Ihr künftiges Wunschbike auf einer Testfahrt auf Herz und Nieren zu testen! Es stehen mehrere Ausführungen in allen Grössen zur Auswahl!


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Medisport Q: Physiotherapie und medizinisches Trainingscenter Vom umfassenden Angebot im Gesundheitsbereich profitiert jeder. Nicht zuletzt deshalb ist Medisport Q die zentrale Anlaufstation in der Region, wenn es um Physiotherapie und Training geht. Das Gesamtpaket von Physiotherapie und medizinischem Trainingscenter, die jahrelangen Erfahrungen in der Behandlung von verletzten und erkrankten Patienten, bis hin zum Coaching von Spitzensportlern und Vereinen, machen Medisport Q einzigartig. Das Team besteht aus Physiotherapeuten mit verschiedenen Spezialgebieten, sodass das komplette Spektrum an physiotherapeutischen Massnahmen abgedeckt werden kann, sowie erfahrenen Trainern. Auch im Trainingscenter spielt die individuelle Betreuung eine grosse Rolle. So sind in der Mitgliedschaft eine intensive Begleitung zu Beginn sowie periodische Checkups inklusive. Der modern ausgerüstete Trainingsbereich sowie das fachkun-

dige Team ermöglichen somit zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten für speziell zugeschnittene Programme in einer persönlichen Atmosphäre – unabhängig des Alters. Damit ist ein rascher und nachhaltiger Erfolg garantiert. «Die individuelle Betreuung ist Basis unseres Konzeptes», sagt Florian Schweer, Geschäftsführer: «Ein auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittenes Trainingsprogramm ist für uns selbstverständlich und wird nach einem festen, bewährten Betreuungskonzept regelmässig überarbeitet und angepasst. Sei es zur Verbesserung der körperlichen Fitness, Leistungsfähigkeit und Funktionalität in Hobby, Beruf, Sport und Alltag, der Gangsicherheit und Sturzprophylaxe bei älteren

oder gehandicapten Menschen oder, gerade aktuell, zur Stärkung des Immunsystems – wir helfen, die persönlichen Ziele zu erreichen. Auch bei Schmerzen am Bewegungsapparat sind wir als Rücken- und Gelenkspezialisten die erste Anlaufstelle. Natürlich ist das Medisport Q auch krankenkassenanerkannt.» Ihm liege es am Herzen, dass die Kunden kompetent und individuell betreut werden und dass man sich viel Zeit für jeden Einzelnen nimmt. «Gerade bei älteren Menschen, welche vom regelmässigen Training enorm profitieren können, ist eine intensive Betreuung vor allem am Anfang sehr förderlich, damit sie auch Spass am Training bekommen», erklärt Florian Schweer. «Ausserdem ist es den Kunden gerade jetzt auch sehr wichtig, dass das Ambiente stimmt und es genügend Platz zum Trainieren hat. Und genau das bieten wir.»  (e) Medisport Q, Rütistrasse 1, 8820 Wädenswil, www.medisportq.ch, info@medisportq.ch

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Neue Projekte von «déjàvu» sorgen für Aufmerksamkeit Während des Lockdowns haben sie die Musik nach Wädenswil zurückgebracht: Die Band «déjàvu» hat durch ihre Strassenkonzerte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Jetzt stehen neue Projekte an. Text: Susanna Valentin Bild: zvg

Das Buch aus dem Jenseits: Die Wendezeit Die Virus-Pandemie prägt das gegenwärtige Leben der gesamten Menschheit. Der unabwendbare Tod lässt sich nicht mehr so einfach verdrängen. Irrationale Ängste, bewusst oder unbewusst, treten übermächtig hervor. Wahres Wissen über das jenseitige Seelenleben kann dazu beitragen, diesen UrÄngsten zu begegnen. Bei seinem Tod legt der Mensch allein den materiellen Körper ab. Die Seele ist unsterblich. Doch gerade in den Wirren dieser Zeit erhalten wir von hohen Lichtwesen höchst dringliche Botschaften. Im vorliegenden Buch werden uns mediale Durchsagen von Jesus, Nostradamus und Sri Yukteswar authentisch niedergebracht. Alle Texte basieren auf dem Natur- und Schöpfungsgesetz. Erstmals wird auch nicht nur über Nahtoderfahrungen von Menschen detailliert berichtet. Heute stehen uns von bekannten Verstorbenen detailliertes Wissen zur Verfügung. Im vorliegenden Buch sprechen Prinzessin Diana Spencer und Stephen Hawking klare Worte über ihren schicksalhaften Tod und ihre Erfahrungen beim Übertritt in die geistige Welt. Sie bezeugen damit, dass das Seelenleben unmittelbar nach dem physischen Tod weitergeht. Es ist eine grosse Chance, sich schon im Diesseits mit dem eigenen Tod und Übertritt auseinanderzusetzen. Die Autorin (das Medium), Elisa van Grieken, fordert deshalb die Leser auf: «Lesen Sie und prüfen Sie selbst den Wahrheitsgehalt der medial niedergebrachten Texte – gerade in dieser Zeit der Umbrüche. Machen Sie sich selbst ein Bild, inwieweit Sie durch die Lichtwesen Hilfe erfahren und diese zur eigenen Anwendung bringen möchten.» Elisa van Grieken: Tod und Übertritt Erhältlich im Elisa Verlag: www.elisa-verlag.ch CHF 20.50; ISBN: 978-3-9819675-7-9

«Es gibt euch also auch mit Strom?», wurden sie beim letzten Konzert gefragt. Keine unberechtigte Frage, war die Band «déjàvu» doch in Wädenswil durch eher unkonventionelle Auftritte bekannt: Sie spielten während des Lockdowns Strassenkonzerte an verschiedenen Standorten in Wädenswil. Und zwar ganz ohne elektrische Hilfsmittel, akustisch und unverstärkt. Erzählt Betty Geissmann, Frontfrau und Sängerin der Band, von diesen Auftritten, ist die Begeisterung spürbar. «Die Konzerte waren der Hammer!», sagt sie denn auch, es sei spürbar gewesen, wie wohltuend die Musik für das Publikum gerade in einer so speziellen Zeit gewesen sei. Nach fünf Wochen ungewollter Musikpause waren damals auch die Bandmitglieder von «déjàvu» reif, wieder vor Publikum zu spielen. Die Strassen- und Quartiersauftritte fanden zwar an ungewohnten Orten statt, die Art ist jedoch nicht neu für die Sängerin. «So konnten wir zeigen, was wir können», sagt sie dazu. Denn: Auch unter normalen Umständen singt Geissmann im eingespielten Set einen Song ohne Mikrofon vor der Bühne, nah beim Publikum. Die Nähe zum Publikum sei denn auch Teil ihres Erfolges. Und dennoch schreibt Frontfrau Betty Geissmann keine Songs, nur um den Zuhörerinnen und Zuhörern zu gefallen. «Meine Texte sind sehr persönlich, ich verarbeite darin Erlebnisse und Erfahrungen», erklärt sie die Entstehung ihrer Musik. Ne-

ben den Texten liefert sie auch gleich die Melodien, welche dann mit anderen Bandmitgliedern zum Gesamtwerk weiterentwickelt werden. Gerade entstehen wieder neue Melodien und Texte, die schliesslich in vier bis fünf neuen Songs enden sollen. Während Zeile für Zeile entsteht, steht die Band nun auch wieder wöchentlich im Bandraum. Die Proben haben wieder ihren regelmässigen Platz im Leben der fünf Bandmitglieder gefunden. Am Wochenende finden wieder Auftritte statt, mit ihrer «Where dreams begin»-Tour ist «déjàvu» seit Anfang September unterwegs. Benannt ist die Tournee nach einem Song auf dem «déjàvu»-Album, der besingt, dass Träume keine Grenzen haben sollten. Für die Sängerin ein Lebensmotto. «Nebst dem, dass ich das so empfinde, war das unserer Meinung nach ein gutes Motto für eine unbekannte Band, eine Tour zu starten», erzählt Geissmann. Ihr Song hat sie darin bestärkt, an ihre Musik zu glauben. Mittlerweile dürfte sich diese Einstellung bewährt haben. «Wir müssen jetzt nicht mehr froh sein, wenn wir irgendwo spielen dürfen, sondern können auch mit gutem Gewissen etwas dafür verlangen», erklärt Betty Geissmann. Sie seien auf dem Bekanntheitstreppchen eine Stufe höher gestiegen. Das haben auch Schweizer Radiosender bemerkt, die Band wird hier und da für ein Radiointerview angefragt, zuletzt beim Schaffhausner Radio Munot. Für die Band «déjàvu» braucht es also auch neben der Bühne kein Strom, um unter Strom zu stehen.  n www.dejavu-music.ch Tour-Daten: Samstag, 21. November: Kegelbar Linde, Einsiedeln; Samstag, 28. November: Alte Schule, Horgen.


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Xu nd u n d f it   41

Echinacea, Immunsystem und Coronaviren Sie haben es sicher kürzlich gehört oder gelesen. Echinaforce, das Präparat aus dem roten Sonnenhut, von der thurgauischen A. Vogel AG, soll laut einer InVitro-Studie des renommierten Labor Spiez, ein vorzüglicher Corona-Virenkiller sein! So zumindest wurde es reisserisch und überschwänglich von den Boulevardmedien und auch vom Schweizer Fernsehen verkündet! Ich denke, nicht nur die Marketingleute bei der A. Vogel AG, sondern auch wir alle, die an der Front und in der Beratung mit Naturheilmittel in den letzten Monaten gefordert waren, hatten Freude an diesen tollen Neuigkeiten. Wobei – so neu ist ja das nicht! Echinacea im Wilden Westen Der Rote Sonnenhut und andere Echinacea-Arten, wie der schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia) und der blassfarbene Sonnenhut (Echinacea pallida), stammen ursprünglich aus Nordamerika. Bereits die Indianer nutzten die verschiedenen Echinacea-Arten für heilkundliche Zwecke. Sie zerrieben die Pflanzenteile zwischen Steinen, um einen Brei für das Verarzten von Wunden zuzubereiten. Es gibt Berichte, dass die Sioux-Indianer damit sogar Schlangenbisse behandelten. Des Weiteren war es in vielen Stämmen üblich die frische Wurzel bei Zahnschmerzen zu kauen. Als die Europäer anfingen, den amerikanischen Kontinent zu besiedeln, schauten sie die Verwendungsmöglichkeiten des Sonnenhuts bei den Indianern ab. Ein wissenschaftliches Werk über amerikanische Heilpflanzen aus dem Jahr 1787 empfiehlt den Roten Sonnenhut beispielsweise zur Behandlung von Sattelwunden auf Pferderücken. Der Siegeszug in Europa Im 18. Jahrhundert gelangte der Sonnenhut schliesslich nach Europa und war zunächst nur als Zierpflanze in Gärten anzutreffen. Im Sommer erfreuen die leuchtenden, purpurfarbenen Blüten des Roten Sonnenhuts

unser Auge und sorgen für gute Laune. Im Winter hilft uns die Heilpflanze gut durch die Erkältungszeit zu kommen, indem sie unsere Abwehrkräfte stärkt. Die etwa 5 mm langen Röhrenblüten in der Blütenmitte sind ziemlich hart und haben ein stacheliges Aussehen. Sie werden von purpurfarbenen Zungenblüten eingefasst, wodurch die Blumen schon von Weitem sichtbar sind. Während der Blütezeit von Juni bis September verschönert die Heilpflanze viele Gärten und ist ein Magnet für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten. Die ausdauernde Staude hat eine rot-braune, stark verzweigte Wurzel und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 Meter. An den leicht rauhaarigen Stängeln sitzen dunkelgrüne Blätter mit einer eiförmig-lanzettlichen Form. Neben anderen Bestandteilen enthält die Pflanze Polysaccharide, Kaffeesäureverbindungen und Alkamide, die als wirksame Inhaltsstoffe diskutiert werden. Die Wirkungsweise unter der Lupe Der Rote Sonnenhut ist heute eine der bekanntesten Heilpflanzen zur Stärkung des Immunsystems. Insbesondere in der kalten Jahreszeit wappnen sich so viele Menschen gegen Erkältungskrankheiten. Es ist noch nicht restlos geklärt,

wie der Rote Sonnenhut genau wirkt. Einige Untersuchungen, unter anderem auch des Forschungsteams unter der Leitung von Dr. Jürg Gertsch vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich, liefern neue Erkenntnisse. Der Nachweis wurde auch hier über ein In-Vitro-Experiment erbracht. Zuerst wurden Zellen aus dem menschlichen Blut gezüchtet, denen in einem Rea­genz­glas Flüssig-Extrakt der Echinacea purpurea beigegeben wurde. Gertsch: «Anschliessend wurde eine Infektion simuliert und untersucht, welche Wirkung die Frischpflanzentinktur und schliesslich einzelne Inhaltsstoffe auf das Verhalten von Genen in den Immunzellen haben. Dabei haben wir gesehen, dass die Zellen spezielle Proteine produzierten, die im Immunsystem des Menschen eine wichtige Rolle spielen.» Zudem habe das Team entdeckt, dass der erstaunliche Effekt in erster Linie von einem der Inhaltsstoffe der Echinacea-Pflanze ausgelöst wurde, den sogenannten Alkylamiden. Diese Substanzen haben eine strukturelle Ähnlichkeit mit den Endocannbinoiden, die in unserem Körper produziert werden. Wie anwenden? Teezubereitungen aus den getrockneten, oberirdischen Pflan­

zen- oder aus Wurzelteilen der Echinacea sind heute nicht mehr gebräuchlich. Meistens werden Fertigpräparate in Form von Tropfen, Lutschtabletten, Kapseln, Sprays und Globuli eingenommen. Diese sind oft bereits für Kinder geeignet. Des Weiteren findet man den Roten Sonnenhut in Kombination mit Salbei in Halsschmerz-Sprays zur Behandlung von Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, Schluckbeschwerden und Heiserkeit, oder auch in unserem Naturathek-Erkältungschocker, zur Behandlung aller HNO-Infekten. Die meisten Echinaceapräparate können auch vorbeugend eingesetzt werden. Je nach Lebensweise und Belastung durch Stress und Wetter empfehlen wir 2–3 Gaben pro Tag. Bei bestehenden Infekten ist es oft so, dass Dosierungen von bis zu 5 Gaben Sinn machen können. In manchen Ländern sind auch Produkte im Handel, die eine Anwendung bei wiederkehrenden Blasen- und Harnwegsentzündungen empfehlen. Für die äusserliche Anwendung gibt es sogar eine Crème, die einen Auszug aus dem Roten Sonnenhut enthält und zur Wundheilung verwendet werden kann. Wir beraten Sie gerne! Drogerie Süess, Julius Jezerniczky


42 Life & Style

Publireport

Perfekt für den Herbst: Die neue Haarfärbe-Technik «Color Melting» sorgt für sanfte Übergänge Kann das Ergebnis einer Färbetechnik noch natürlicher aussehen als bei einer Balayage? Aber ja doch! Beim neuen Trend «Color Melting» verschmelzen mehrere Haarfarben miteinander. Das Ergebnis ist ein sanfter, strahlender Look. Wir verraten, wie der genau aussieht und was Color Melting von Balayage unterscheidet. Natürliche Balayage-Looks, bei denen die Farbe mit dem Pinsel frei Hand aufgetragen wird, waren perfekt für die heissen Sommermonate. Doch was tun, wenn man im Herbst genug hat von der sonnengeküssten Surfer-Mähne, aber auch keine komplette Typveränderung anstrebt? Wir haben die beste Antwort darauf: «Color Melting». Es handelt sich hier um eine ähnliche Technik wie Balayage, die aber für einen noch sanfteren Look sorgt. Wir haben uns in diesem Bereich weitergebildet und sind fasziniert von den natürlichen Ergebnissen, die Color Melting zaubert. «Ich habe damit schon einige Kundinnen begeistert. Das freut mich sehr. Gerade im Herbst, wenn die Farben auch in der Mode gedämpfter werden, passt der harmonische Look der neuen Färbetechnik perfekt», sagt Dídac Gibal, der Color-Liebhaber in unserem Team. Wenn die Farben verschmelzen Wie der Name schon sagt, lässt Color-Melting verschiedene Farben miteinander verschmelzen und verleiht dem Haar warme und sanfte Reflexe. So harmoniert es optimal mit dem momentanen Herbst-Gefühl. Der grosse Unterschied zu Balayage und Co.: Anstatt mit nur zwei Farben arbeiten wir bei dieser Technik mit drei oder sogar mehreren Nuancen, inklusive Naturhaarfarbe. Dieses überlappende Farbenspektrum

Hier geschehen die Wunder: Dídac Gibal mischt im Farbraum von Les Artistes aus unzähligen Tönen die perfekte Farbe für seine Kundin zusammen. verleiht dem Haar an Dimension, und die Highlights schimmern nur sanft durch die anderen Farben hindurch, anstatt Streifen zu bilden, wie es bei Folien-Strähnchen oft der Fall ist. Ausserdem kaschiert man mit dieser Technik den Übergang zwischen Ansatz und hellen Highlights optimal, weshalb man auch länger ohne Nachfärben auskommt. Klingt nach der perfekten Idee für die anstehenden Herbstmonate? Finden wir auch! Zu diesen Haarfarben passt Color Melting Color Melting passt zu allen Haarfarben. Die Nuancen, die ins Haar gepinselt werden, können individuell an die Ausgangshaarfarbe angepasst werden. Tipp: Die gewählten Töne sollten nicht zu weit weg vom Ausgangston sein und aufeinander abge-

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stimmt werden. Am besten ist es, wenn alle Nuancen aus einer Farbfamilie kommen – wenn also etwa unterschiedliche Blondoder Kupfer-Töne miteinander kombiniert werden. So wirkt das Ergebnis besonders harmonisch und natürlich. Wie nach allen Colorationen gilt auch im Falle von Color Melting: Das Haar nach dem Färben mit einem speziellen Shampoo und Conditioner für coloriertes Haar pflegen. Dadurch wirken die einzelnen Haarfarben noch strahlender. Wir beraten Sie gerne bezüglich Haarfarben und Pflegeprodukten. Kommen Sie einfach für ein unverbindliches Gespräch vorbei! Intercoiffure Les Artistes Oberdorfstrasse 20 8820 Wädenswil www.intercoiffure-lesartistes.ch


INFO TV WÄDENSWIL  43

W-Dance auf dem Stoos Nach mehrjähriger Pause treffen sich 15 gutgelaunte Frauen mit Sack und Pack im Neubühl zum 2-tägigen Ausflug auf den Stoos. Da die Wettervorhersagen sehr schlecht waren, starteten wir unser Weekend erst am Nachmittag, statt wie geplant am Morgen. Somit fiel die ca. 6-stündige Höhenwanderung auf den Klingenstock via Fronalpstock und zurück leider ins Wasser, und wir verbrachten stattdessen einen gemütlichen Nachmittag im temperierten Wasser des Wellnessparks in Morschach. Gegen Abend dann in der verlassenen Skihütte auf dem Stoos angekommen, stellte uns das Küchenteam einen feinen Apéro bereit. Anschliessend für die einen Spaghetti-Bolognaise und die anderen ein feines KäseFondue. Mit viel Appetit wurde praktisch alles weggeputzt. Gestärkt wurde der fröhliche Abend nun mit viel Musik, tanzen, lachen und mit originellen Spielen verbracht, bis auch die Letzten nach Mitternacht in ihren Schlafsäcken verkrochen waren. Am Sonntagmorgen genossen wir zuerst das feine Frühstück

mit selbst gebackenem Zopf und frischen Konfitüre und mit allem, was dazu gehört. Danach machten wir uns auf den Weg bei wunderschönem Wetter an den Start des geplanten Fox-Trails. In Fünfergruppen suchten wir 13 verschiedene Posten mit Hilfe von GPS auf, um an denen dann witzige Aufgaben zu lösen. Gut versteckt waren sie, wie: unter Wasser, Abwasserkanal, Grüncontainer oder Briefkasten. Am letzten Posten fanden dann alle in einer Schatztruhe versteckt einen wohlverdienten, speziellen «Schlummertrunk»! So ging der Sonntagnachmittag wie im Flug vorbei, und wir mussten uns nach der Schlussreinigung der Skihütte schon wieder auf den Heimweg nach Wädenswil machen. Den Organisatoren nochmals ein herzliches Dankeschön für dieses unvergessliche, schöne Weekend! Auch geht der Dank an die Turnveteranen Sektion Wädenswil, die unsere Reise durch ihre grosszügige Auftrittsgage für uns vergünstigte. Für die W-Dance-Riege, Rita Blickenstorfer

Mini-Volleyballturnier in Wädenswil Als Trainerin der Volleyballriege habe ich mich ausserordentlich gefreut, als mir der Vorstand das «Go» für das traditionelle Volleyballturnier gegeben hat. Petrus bescherte uns einen wunderschönen spätsommerlichen Sonntag. Zum 13. Mal fand unser Volleyballturnier in der Sporthalle Steinacher in Au statt. In diesem Jahr nahmen acht Mannschaften an dem Turnier teil. Wegen der angespannten Corona-Situa­ tion gab es diverse Punkte bei der Organisation zu beachten: Fixe Zuteilung der Garderoben, Abstandhalten bei der Festwirtschaft, teamweises Zusammensitzen in der Spielpause usw. Alle Damen wie auch Gäste hielten sich an die definierten Regeln. Mir hat es sehr gefallen, dass jede Mannschaft eine Festbank-

garnitur zugeordnet bekam, mit der sie sich auf dem Pausenplatz des Schulhauses verteilen konnte. So kamen sich die verschiedenen Gruppen nicht zu nahe und konnten in aller Ruhe ihr Mittagessen und Spielpausen an der Sonne geniessen. Da ich zwei Sporthallen zur Verfügung hatte, stellte ich einen Spielplan zusammen, bei dem sich die Mannschaften in einer Vor- und Rückrunde begegneten. Nach spannenden Spielen durfte ich die Schlussrechnung machen und die Rangverkündigung draussen auf dem Schulhausplatz abhalten. Jede Mannschaft bekam ein Geschenk, wie auch schon die Einladung fürs nächste Jahr. Für die Volleyball-Riege, Evelyn Linsi

Über 50 Kinder suchen Dich! • Wir suchen dringend eine Riegenleitung für das MuKi-Turnen in der Au! Auf Dich warten 13 Mutter-/Vater-Kind-Pärli, welche sich freitags zwischen 9.10–10.10 Uhr im Steinacher treffen. • Das Kinderturnen am Dienstag in Wädenswil sucht per Herbst 2020 eine/einen Nachfolger/-in (mit oder ohne J+S Ausbildung möglich). • Montags im Kinderturnen in der Au suchen wir ein Mami/Papi/ Grosi/Opa oder einfach jemand, der Leiterin Nicole als Hilfs leiter/-in unter die Arme greift. Melde Dich bei Interesse bitte bei Marvin, teko@tv-waedenswil.ch


F C W - N E W S 

Spielzeit unter Corona-Bedingungen Trotz steigenden Corona­ fallzahlen läuft die neue Saison bis anhin fast störungsfrei. Die Massnahmen werden auf den Fussballplätzen so gut als möglich eingehalten. Es werden aber in Zukunft sicher einige Spiele der unteren Ligen coronabedingt verschoben werden müssen. So bereits geschehen beim angesetzten Spiel der 1. Mannschaft gegen Wollerau. Wegen eines infizierten Spielers des Gegners konnte die Partie nicht angepfiffen werden! Da auch in anderen Ligen schon Spiele neu angesetzt werden müssen, sind die Tabellen im Moment noch nicht ganz aussagekräftig. Erfreulich! Die 1. Mannschaft hat im CH-Cup seit langem wieder einmal die 3. Runde erreicht. Gegen Bülach (ebenfalls 3. Liga) feierten die VanariaBoys einen 2:1-Sieg. Highlight des Spiels war dabei das Siegtor. Marc Betschart zirkelte einen

Freistoss von der Seite in die weitere obere Torecke! In der Meisterschaft erkämpfte sich das Team aus den letzten drei Partien 5 Punkte und liegt damit auf Platz 6 der Tabelle. Es ist erfreulich zu sehen, wie das junge Team immer mehr zu einer Einheit zusammenwächst und weiter spielerische und taktische Fortschritte macht. Der 2. Mannschaft gelangen in den letzten vier Partien leider nur noch 4 Punkte. Mit Tabellenplatz 7 belegt man zwar noch einen Mittelfeldplatz, doch es bedarf in den weiteren Partien der Vorrunde einer Leistungssteigerung, um nicht in die Abstiegszone abzurutschen. Leider konnten die Frauen 1 in den vergangenen Spielen nicht mehr an die Leistungen der abgebrochenen letzten Saison anknüpfen. Mit einer Niederlage und drei Unentschieden erspielten sie sich lediglich 3 Punkte, was das Abrutschen auf Ranglistenplatz 4 bedeutet. Schwerer wiegt dabei der Rückstand auf die Tabellenspitze, beträgt

er doch bereits 7 Punkte; nicht ganz das, was sich Trainer und Mannschaft erhofften. Auch in den beiden letzten ausgetragenen Partien blieben die Frauen 2 geschlagen und warten so nach wie vor auf den ersten Punkt in der neuen Saison. Es zeigt sich hier wieder einmal exemplarisch, dass die zweite Saison nach dem Aufstieg immer besonders schwer zu spielen ist. Aufgefangen haben sich dagegen die Junioren A+. Mit drei Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage verbesserte sich das Team auf den 4. Tabellenplatz. Es ist zu hoffen, dass die Steigerung auch weiter aufrechterhalten werden kann, sollten aus dieser Mannschaft doch zukünftige Spieler der 1. Mannschaft heranwachsen. Weiterhin nicht ganz den Vorstellungen entsprechend verläuft die Saison für die jüngsten Senioren. Nachdem man im Regionalcup im Penaltyschiessen ausschied, resultierten aus den letzten vier Meisterschaftspartien lediglich 3 Punkte. Der Tabellenplatz gerade über dem Strich ist nicht das, was man

von diesem Team mit erfahrenen Spielern erwarten durfte. Noch schlechter ergeht es den Senioren 30+. Mit lediglich 2 Punkten aus den letzten vier Partien liegt die Mannschaft auf dem letzten Tabellenrang. Besser sieht es dafür in den beiden Cup-Wettbewerben aus. Im Regionalcup ist man dank eines Forfaitsieges eine Runde weiter, und im CH-Cup resultierte gegen das Team aus Tägerwilen TG ein hoher Erfolg. Für die nächste Runde reist das Team nach Genf, wo es auf die Mannschaft Perly-Certoux trifft. Nach wie vor auf dem ersten Tabellenrang liegen die alten Herren des Teams 50+, ohne dabei gespielt zu haben. Zwei Forfaitsiege bescherten 6 weitere Punkte, und im Regionalcup wurde im Derby Horgen geschlagen, und die Mannschaft trifft in der nächsten Runde zu Hause auf Witikon/Neumünster.  (hh) Die Resultate der anderen Juniorinnen- und Junioren-Mannschaften stehen auf unsere Website: www.fcwaedenswil.ch

Freitag, 6. November 2020: öffentliches

Supporter-Vereinigung

14. Preis-Jassen in der Kulturhalle Glärnisch

T G A S E 12. Preis-Jassen G B A

Gejasst werden 4 Runden Einzelschieber mit zugelostem Partner (mit «Uneufe» und «Obeabe», alles einfach, ohne Wys und Stöck). Freitag, 9. November Programm: 18.15 Uhr2018 Türöffnung und Apéro, 19.00 Uhr 4 x 12 Spiele (nach der 2. Runde Nachtessen), anschliessend Rangverkündigung. öffentliches agiert, erfahren und kompetent für Immobilien Preise: Naturalund Bar-Preise. Jeder Jasser erhält einen Preis! Einsatz CHF 50.– inkl. Apéro und Nachtessen, zu bezahlen vor Turnierbeginn. Inserat Wädenswiler Anzeiger 210 x 70 mm – 17-01 – MIT FILET

er Kulturhalle Glärnisch Wädenswil

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15 Uhr 00 Uhr schliessend

Türöffnung und Apéro 4 x 12 Spiele (nach der 2. Runde Nachtessen) Rangverkündigung

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Wädenswiler ig Anze

News aus dem HCW  45

er

Impressum Unabhängige Monatszeitung für Wädenswil und Umgebung

Herausgeberin: Buchstabenfabrik GmbH 8820 Wädenswil Telefon 044 680 22 26 Verleger: Stefan Baumgartner (stb) Ständige Mitarbeit: Lea Imhof (lim), Susi Klausner (kl.), Sarah Ott (ott), Susanna Valentin (suv) Redaktion Richterswil: Reni Bircher (rb) reni.bircher@ waedenswiler-anzeiger.ch Redaktion Schönenberg und Hütten: Ingrid Eva Liedtke (iel) ingrid.liedtke@ waedenswiler-anzeiger.ch Inserateverkauf: Marlies Meier Telefon 044 680 22 27 marlies.meier@ waedenswiler-anzeiger.ch

NL-B-Teamkapitän Daniel Gantner, hier beim Abschluss am Kreis, ist eine der Stützen der ausgeglichenen und eingespielten SG Wädenswil/Horgen.

NL-B-Team führt die Tabelle an!

Druck: Theiler Druck AG, Wollerau

Nach einem sensationellen Saisonstart stehen die SG Wädenswil/Horgen-Schützlinge von Trainer Pedja Milicic in der Nationalliga B nach sechs Spielen an der Tabellenspitze. Mit fünf Siegen und einer knappen Niederlage in Kreuzlingen mit 25:27 teilt sich die SG die Tabellenführung mit Fortitudo Gossau, weist aber dank zwei Kantersiegen in Winterthur und Schaffhausen ein deutlich besseres Torverhältnis aus. Das Team befindet sich in dieser Saison

Verteilung: Post CH AG

Top-Scorer Sandro Gantner in Aktion.

Mailadressen:  verlag inserate redaktion wettbewerb @waedenswiler-anzeiger.ch Auflage: 19 200 Ex.

Die Rubriken «Schaufenster», «Life & Style», «Auto & Motor», «Xund und Fit» sowie «Gartenfreuden» können nicht speziell gekennzeichnete Publireportagen enthalten. Erscheint monatlich in allen Haushaltungen in Wädenswil mit Au, Hütten und Schönenberg sowie in Richterswil und Samstagern. Zusätzlich liegen die Zeitungen in Wädenswil im Hotel Engel, bei Engel + Bengel sowie in Schönenberg im Volg auf.

in einer Top-Verfassung, was der Sieg am 10. Oktober gegen Stans, der Erste seit 12 Jahren in der Eichlihalle, oder auch die Ungeschlagenheit in der Waldegg seit 2018 beweisen. Wädenswil/Horgen erreicht Viertelfinal mühelos Der NL-B-Leader bezwang im Cup auch den Ligakonkurrenten Steffisburg auswärts gleich 35:24. Die Partie wurde letztlich zur Machtdemonstration der Spielgemeinschaft und somit steht das Team unter den besten acht Mannschaften der Handball-Schweiz. Trainingslager Zuchwil 12.–16. Oktober Es brauchte schon einiges an Vorbereitung, und am 12. Oktober war es dann soweit. Die Juniorinnen der SG Zürisee traten zusammen mit den Jungs der SG Wädi/Horgen den Weg ins Trainingslager 2020 an. Hauptinitiantin und OK-Chefin Corinne Ruf durfte 30 Handballbegeister-

te U13–U18-Mädchen und 30 U13–U15-Jungs im Trainingscamp Zuchwil willkommen heissen. Begleitet wurden die Teams von ihren Trainern und einigen erfahrenen Ausbildungsleitern. Auch auf dem Programm stand bereits am Dienstagabend ein Ausflug mit dem Car ans Cupspiel der NLB in Thun gegen TV Steffisburg. «Schüeli» 2020 in Wädenswil ist abgesagt Nachdem die Handballer, wie viele andere Vereine in der Umgebung, schon die Chilbi absagen mussten, versuchte man alles, um zumindest das Schülerturnier abhalten zu können. Leider mussten die Verantwortlichen des HCW einsehen, dass ein Turnier in dieser Grösse mit den geltenden Corona-Vorgaben und auch aus eigener Vernunft nicht durchführbar ist. Es ist zu hoffen, dass wir alle zusammen das Virus besiegen und im nächsten Jahr wieder ein «Schüeli» im gewohnten Mass durchführen können.


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Theater «Der zerbrochne Krug» Ein läppischer Krug ist zerbrochen worden. Warum sollte man da ein Theater machen? Nun ja, Heinrich von Kleists zeitloser Komödien-Klassiker ist seit über 200 Jahren ein Dauerbrenner auf deutschen Bühnen. Das liegt nicht nur an der Komik, sondern an den durchaus ernsten Themen, um welche sich die Geschichte dreht: Nicht nur ein läppischer Krug, sondern Minne, Macht und Missbrauch. Der verschlagene Dorfrichter Adam hat sich übel verletzt und seine Perücke verloren. Und ausgerechnet heute ist Gerichtstag. Und ausgerechnet heute kommt der Gerichtsrat Walter zur Revision vorbei. Und ausgerechnet wegen eines Kruges wird geklagt, der im Zimmer

einer Jungfer zu Bruch ging. Wer war der Täter? Richter Adam ermittelt, aber er hat seine Gründe, den fatalen Prozess schnellstmöglich abzuschliessen, bevor … Mit dem «Zerbrochnen Krug» bringt «Luut und Dütlich» unter der Leitung von Michael D. Schmid und Olivia Hagedorn ein ewig junges und politisch relevantes Lustspiel in einer spannenden Inszenierung auf die Bühne.  (e) Aufführungsdaten: Samstag, 14.11., 20 Uhr Sonntag, 15.11., 14 Uhr Donnerstag, 19.11., 20 Uhr Freitag, 20.11., 20 Uhr Samstag, 21.11., 14 und 20 Uhr jeweils im Etzelzentrum, Etzelstrasse 3, 8820 Wädenswil Informationen und Tickets: www.luutundduetlich.ch

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Bilder-Ausstellung in der Kulturgarage Wädenswil

Vom Freitag, 6. November, bis Sonntag, 8. November 2020, stellt Susanne Wuhrmann-Grimm, Au-Wädenswil, in der Kulturgarage Wädenswil ihre Werke aus.

terschiedlichen Motiven. Die Ausstellung zeigt einen guten Querschnitt aus dem breiten Spektrum ihres Schaffens.  (e)

Bei der von ihr angewendeten Mischtechnik auf Leinwand werden die Farben mit Pinsel und Wasser aufgetragen. Die brillanten Farben haben eine starke Leuchtkraft und doch ergeben sie auch sehr transparente und filigrane Farbtöne. Auf diese Weise entstehen ausdrucksvolle Bilder mit ganz un-

Öffnungszeiten: Freitag, 17.00– 20.00 Uhr, Samstag, 11.00–19.00 Uhr, Sonntag, 11.00–16.00 Uhr. Samstag, 7. November 2020, 16.30 Uhr Einführungsworte und Rundgang durch die Ausstellung mit Klaus Schilling aus Aesch am Hallwilersee.

Kulturgarage Wädenswil, Florhofstrasse 15, Wädenswil

www.wuhrmann-art.ch


V ER A N STA LTU NGE N 47

Wädenswiler Anzeiger 10-2020 

05.11.2020

14.11.2020

Singen & Klingen bei Kerzenlicht Reformierte Kirche 19.45 Uhr, ref. Kirche

Eltern-Kind-Treff Dienststelle Soziokultur Eltern-Kind-Treff für alle Eltern/Erziehungspersonen mit ihren Kleinkindern (0–4 Jahre). Infos zu weiteren Angeboten «Kind & Familie» Wädenswil. 09.00–11.00 Uhr, Freizeitanlage, Tobelrainstrasse 25, Wädenswil

«Der Fluch der Medusa» Lesegesellschaft Wädenswil Lesung mit «Drei ???»-Autor Marco Sonnleitner Wer kennt sie nicht, die drei Fragezeichen? Mit dem «Fluch der Medusa» erwartet Sie ein spannender Einblick hinter die Kulissen der Entstehung und Lösung eines Kriminalfalls des berühmten Junior-Detektivteams. Kinder CHF 15 / Erwachsene CHF 20 Reservation: info@lesegesellschaft. org oder www.lesegesellschaft.org. Es gelten die Corona-Schutzbestimmungen. 16.00 Uhr, Aula Schulhaus Rotweg

06.–08.11.2020

14.–21.11.2020

Bilder-Ausstellung von Susanne Wuhrmann-Grimm Kulturgarage Wädenswil Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt mit ausdrucksvollen Bildern aus dem breiten Spektrum des Schaffens von Susanne Wuhrmann-Grimm, Au. Freitag, 17.00–20.00 Uhr, Samstag, 11.00–19.00 Uhr, Sonntag, 11.00– 16.00 Uhr. Samstag, 7. November 2020, 16.30 Uhr: Einführungsworte und Rundgang durch die Ausstellung mit Klaus Schilling aus Aesch am Hallwilersee. Kulturgarage Wädenswil, Florhofstrasse 15, Wädenswil

Der zerbrochene Krug Theatergruppe Luut und Dütlich Lustspiel von Heinrich von Kleist. Eintrittspreise: Erwachsene CHF 20, Studierende CHF 15, Kinder CHF 5 Regie: Michael D. Schmid, Regieassistenz: Olivia Hagedorn, Technik: Filippo Rizzi. Darstellende: Anita Brunold, Heinz Brunold, Sibille Brunold, Priya Hohl, Edi Layritz, Jonathan Mantione, Alessandro Rizzi, Christa Schmid, Michael D. Schmid, Miriam Schnyder. Tickets: www.luutundduetlich.ch Aufführungsdaten: Samstag, 14.11., 20 Uhr; Sonntag, 15.11., 14 Uhr; Donnerstag, 19.11., 20 Uhr; Freitag, 20.11., 20 Uhr; Samstag, 21.11., 14 und 20 Uhr. Aufführungsort: Etzelzentrum, Etzelstrasse 3, Wädenswil

06.11.2020

Akzentstarker Brass-Band-Sound Geniessen Sie den Novemberabend mit Blasmusik, ruhigen Melodien und akzentstarkem Brass-Band-Sound. Solistisch wird unserem Publikum in diesem Jahr die Es-Trompete, den B-Bass mit Gesang, den Es-Bass sowie das Euphonium näher vorgestellt. Mit den diesjährigen Konzerten möchten wir Ihnen für Ihre Treue zu unserem Verein herzlich danken und Ihnen eine Abwechslung bieten in dieser

speziellen Zeit. Wir wünschen Ihnen viel Freude an unserer Musik und freuen uns, Sie in den Reihen der Zuhörer zu wissen.  (e)

22.10.2020

28.10.2020

Verschwenden oder verwenden – Was tun gegen Foodwaste? EVP-Ortsgruppen Wädenswil und ­Richterswil Podiumsdiskussion mit lokalen Gästen, mit anschliessendem Foodwaste-Apéro 19.30 Uhr, Aula Schulhaus Rotweg

Andreas Russenberger liest aus seinem Roman «Paradeplatz» Stadtbibliothek Wädenswil «Paradeplatz» ist eine packende Milieustudie mit detailliertem Insiderwissen und Krimi in einem. Anschliessend Apéro. Eintritt frei, die Platzzahl ist beschränkt, Anmeldung an: stadtbibliothek@waedenswil.ch, Tel. 044 789 75 50 oder in der Stadtbibliothek. Das Tragen einer Schutzmaske wird empfohlen. 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Wädenswil, Schönenbergstrasse 21, Wädenswil

23.10.2020 Eltern-Kind-Treff Dienststelle Soziokultur Eltern-Kind-Treff für alle Eltern/Erziehungspersonen mit ihren Kleinkindern (0–4 Jahre). Gemütliches Zusammensitzen bei Kaffee & Znüni, Kennenlernen, Austauschen, Spielen. Infos zu weiteren Angeboten «Kind & Familie» Wädenswil. 09.00–11.00 Uhr, Freizeitanlage, Tobelrainstrasse 25, Wädenswil

28.10.2020 Rosa Dorn – Dornröschen Reformierte Kirche Aufführung der zwanzig Kinder und Jugendlichen des Sing- und Theater­ lagers 2020. Leitung Esther Lenherr und Richard Wehrli. 19.00 Uhr, Etzelzentrum, Etzelstrasse 3, Wädenswil

Freitag, 06.11., 20 Uhr und Sonntag, 08.11., 17 Uhr, reformierte Kirche Wädenswil Bitte beachten Sie, dass infolge Corona-Schutzmassnahmen eine Anmeldepflicht besteht: www.bbpw.ch

04.11.2020 Gemütlicher Strickabend Stadtbibliothek Wädenswil Es geht auf in die nächste Stricksaison! In gemütlicher Runde stricken wir wieder gemeinsam an unseren Handarbeiten. Für alle Fragen rund ums Stricken steht eine Fachperson zur Seite. Ein kleiner Imbiss rundet den Abend ab. Bitte eine eigene Handarbeit mitbringen. Der Anlass ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig (es werden jedoch die Kontaktdaten ausgenommen). Tragen einer Schutzmaske empfohlen. 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr Stadtbibliothek Wädenswil, Schönenbergstrasse 21, Wädenswil

06. + 08.11.2020 Brass-Band-Sound Brass Band Posaunenchor Wädenswil Konzert des Brass-Band-Posaunenchors Wädenswil mit Blasmusik, ruhigen Melodien und akzentstarkem Brass-BandSound. Es besteht eine Anmeldepflicht. Anmeldung unter www.bbpw.ch Freitag, 06.11., 20.00 Uhr; Sonntag, 08.11., 17 Uhr. Ref. Kirche Wädenswil

11.11.2020 Nutzung digitaler Medien im Alter Aktive Senioren Wädenswil Referat von Dr. Alexander Seifert Unkostenbeitrag: CHF 10.— Beachten Sie bitte unser CoronavirusSchutzkonzept. Anmeldung bis spätestens 4. November – wenn möglich über unsere Homepage: www.aktivesenioren-waedenswil.ch. 14.30 Uhr Gemeinderatsaal Untermosen, Gulmenstrasse 6, Wädenswil

20.11.2020 Eltern-Kind-Treff Dienststelle Soziokultur Eltern-Kind-Treff für alle Eltern/Erziehungspersonen mit ihren Kleinkindern (0–4 Jahre). Infos zu weiteren Angeboten «Kind & Familie» Wädenswil. 09.00–11.00 Uhr, Freizeitanlage, Tobelrainstrasse 25, Wädenswil

29.11.2020 Adventssingen Reformierte Kirche Mit dem Musikverein Harmonie Wädenswil und Kantorin Esther Lenherr. Anschliessend Glüehmoscht und Guetsli an der Wunderbar. Anmeldung erforderlich unter: www.kirche-waedenswil.ch/ veranstaltung/16906 16.00 Uhr und 17.00 Uhr, reformierte Kirche


r e l i w s iR chter

A

r e g i nze

Seiten für Richterswil-Samstagern im Wädenswiler Anzeiger. 

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10 – Oktober 2020

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Pläne für Flachufer angepasst Auf den neusten Plänen der geplanten «Renaturierung Seeweg» finden sich jetzt breitere Grünzonen mit einem Gehweg, den mehr Bäume säumen sollen. Detailreiche Informationen werden im Januar 2021 vorgestellt. Text und Bild: Reni Bircher Im März 2019 hat die Baudirektion des Kantons Zürich das Projekt «Entlastungsstollen Thalwil» vorgestellt. Inzwischen wurde weiter an den Renaturierungsplänen entlang des Seeufers gearbeitet und Anpassungen gemacht. Gemeinderat Christian Stalder steht seit bald drei Jahren in Verhandlungen mit dem Kanton, um eine bestmögliche Ausführung für Richterswil und seine Bevölkerung zu erarbeiten. Die letzten Fragen zu den Kosten und bautechnischen Details werden derzeit noch mit dem

Ausblick während 365 Tagen im Jahr gewährleistet: das Inseli Schönen­wirt. Kanton geklärt. Die detaillierte Kostenaufstellung wird bereits im November der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die Pläne an einer Informationsveranstaltung im Januar 2021 samt Weisung der Bevölkerung präsentiert. Im März findet die Ge-

meindeversammlung statt, um über das Projekt «Renaturierung Seeweg» abzustimmen. Was soll gemacht werden? Der Bereich zwischen Seebadi und dem Känzeli (Grenze Bäch)

muss ausgebaggert werden, um für das Seewasser mehr Platz zu schaffen. Die Planung vom Aushub beim vorliegenden Projekt wird so berechnet, dass der Pegel vom Zürichsee gefahrlos um einen Meter steigen und das Mehr bei einem Jahrhundertwasser auffangen kann. Den Bahngleisen entlang wird eine Hecke gepflanzt, die für zusätzliches Grün und Lärmschutz sorgt. Deutlich mehr Platz als bei den 2019 vorgestellten Plänen bekommt der multifunktionale Grünstreifen, auf dem unter anderem auch Spielgeräte für Kinder denkbar sind. Es sind deutlich mehr Bäume angedacht, genauso wie Sitzgelegenheiten. Ein Asphaltstreifen sorgt bei Rollstuhlfahrern, Rollatoren- und Kleinfahrzeugbenutzer sowie Kinderwagen für ruhiges Fahren. Der ganze Seeuferweg wird gut einen Meter angehoben, damit der Blick auf den See über das Schilf hinweg gewährleistet ist.

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Unser Therapieangebot Medikamentöse Tumortherapie Wir bieten das gesamte Spektrum medikamentöser Tumortherapien:  Chemotherapie mit Zytostatika, Immuntherapeutika, zielgerichtete Spezialmedikamente wie Antikörper und Signalübermittlungshemmer  Hormonbehandlungen  Bisphosphonate und andere Knochenstabilisatoren (bei Knochenmetastasen)  Transfusionen von Blut und Blutplättchen (Erythrozyten- und Thrombozyten-Konzentrate)  Misteltherapie, Komplementärmedizin (anthroposophische und pflanzliche Medikamente)

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Richterswiler Anzeiger 10-2020

In der Mitte des Seeweges wird eine Aussichtsplattform über das Wasser gebaut mit Sitzplätzen und einer Abstufung, um näher ans Wasser zu gelangen. Die Aussicht zu den Inseln wird mit einer Kiesbank im Wasser geschützt, damit sie nicht zuwachsen kann. Ein Holzsteg führt nach der Schilfbepflanzung (Richtung Bäch) aufs Wasser hinaus und gibt den Blick Richtung Badi und Horn frei. Vor dem Känzeli wird eine grosse Badetreppe mit flachem Einstieg ins Wasser gebaut. Entgegen dem Pendant im Horn wird diese Treppe durch die Bäume beschattet. Geplant ist auch eine Zone mit Totholz, wo sich Fische und

Wasservögel aufhalten können. Die drei riesigen Weiden werden erhalten bleiben, denn ihnen macht die Nähe zum Wasser nichts aus. Das «Känzeli» wird aufgewertet und der Betonunterstand für die Boote erfährt eine Umgestaltung und wird mittels einer einfachen Pergola aus Holz «aufgepeppt». Die Zulieferung für Badi sowie Anfahrten von Blaulichtorganisationen sind jederzeit möglich. Warum Richterswil? Der Bau des Stollens, der Uferbereiche an Sihl und Zürichsee sowie Stadt und Dörfer vor einem Hochwasser schützen soll,

hat Auswirkungen auf die Umwelt, die eine gesetzliche Pflicht für ökologische Ersatzmassnahmen an beiden Gewässern nach sich zieht. Bei der Suche nach einer geeigneten Stelle am Zürichsee kam eine bald 20-jährige Schuld zum Vorschein, welche die Gemeinde Richterswil noch immer nicht beglichen hat: im Gegenzug für den damals neu errichteten Jachthafen hat sich Richterswil verpflichtet, ein Stück Seeufer zu renaturieren und ein Flachufer zu gestalten. Die letzten Fragen zu den Kosten und bautechnischen Details werden derzeit noch mit dem Kanton geklärt. Im November

wird die Gemeinde den aktuellen Stand an der Infoveranstaltung Gestern – Heute – Morgen vorstellen. Die detaillierte Kostenaufstellung samt Weisung wird im Januar 2021 an einer eigenen Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im März findet die Gemeindeversammlung statt, um über das Projekt «Renaturierung Seeweg» abzustimmen. n Gestern – Heute – Morgen: 4. November 2020, 20 Uhr, im Haaggeri-Saal Samstagern. Themen: Tempo 30 und Renaturierung Seeufer (Informationsupdate).

Die Quellen am Rossberg werden saniert Die Gemeinde ist daran, alle ihre Quellen zu sanieren. Die Versorgung mit Quellwasser in solch hervorragender Qualität ist für Richterswil von unschätzbarem Wert. Text: Reni Bircher Bild: Christian Stalder Bereits wurde die beiden Quellfassungen sowie die Brunnenstube Hurd saniert. Aufgrund ihres Alters musste eine Sanierung ins Auge gefasst werden, was nicht zu unerheblichen Kosten führt. «Dafür hat die Gemeinde Richterswil für weitere Jahrzehnte Trinkwasser in Topqualität für einen

sehr günstigen Preis», führt Werkvorsteher Christian Stalder aus. Eine Stilllegung kam deshalb nicht in Frage. Das Gesamt­inves­ti­ tions­volumen beläuft sich auf 3 Millionen Franken. Die Sanierungsplanung rechnet mit einem Zeitraum von sieben Jahren. Dies bezieht sich auf fünf Quellengruppen mit elf Quellen, welche alle der Gemeinde gehören. Ein Drittel des gesamten Trinkwassers für die Gemeinde wird aus den Quellen am Rossberg bezogen. Ein weiteres Drittel besteht aus Grundwasser von den Mülenen und ein Drittel besteht aus Seewasser, welches vom Seewasserwerk Horgen aufbereitet wird. Das Trinkwasser von mehreren Orten zu beziehen macht insofern Sinn,

dass bei einem Engpass «nur» ein Drittel fehlt. Auch wenn sich die Quellen auf Wädenswiler Gemeindeboden befinden, so gehört das Gebiet «Eggwaldigen» – wo sich auch das Ferienheim Mistlibühl befindet – doch Richterswil. Weil die Wasserversorgung zuerst privat war, ist nicht klar, seit wann die Gemeinde das Quellrecht in diesem Gebiet besitzt. Der Richterswiler «Brunnenmeister» hielt einmal ein Schreiben in Händen, welches das Quellrecht im Jahre 1898 erteilte. Mehr zu den schrittweise erfolgenden Sanierungen erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt exklusiv im Richterswiler Anzeiger. n

Hier wird die Brunnenstube Hurd saniert. In dieser fliesst das Wasser der Kuhn- und Hurdquellen zusammen.


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ORTSMUSEUM RICHTERSWIL IM HAUS ZUM BÄREN Ausstellung 23. Oktober – 22. November 2020

Der Samstagerer, der Gandhi und Mao fotografierte ORTSMUSEUM RICHTERSWIL Walter Bosshard IM HAUS ZUM BÄREN

ORTSMUSEUM RICHTERSWIL IM HAUS ZUM BÄREN

Revitalisierung  Der Souverän hat am 10. Juni 2018 der Neugestaltung des Dorfkerns zugestimmt. Das Projekt RED (Revitalisierung Dorfkern) schreitet voran Richtung Projektauflage Vorprojekt Mitte Oktober 2020 und Baubeginn im Frühling 2021. Es wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet. Text: Reni Bircher Bild: aearchitektur

Vernissage: Fr, 23. Okt., 19.30 Sa 24.10. 14.00–16.00 Fr 6.11. 16.00–20.00 So 25.10. 10.00–14.00 Sa 7.11. 14.00–17.00 Fr 30.10. 16.00–20.00 So 8.11. 10.00–14.00 Sa 31.10. 14.00–17.00 Fr 13.11. 16.00–20.00 So 1.11. 10.00–14.00 Sa 14.11. 10.00–17.30 Finissage: So, 22. Nov., 10.00–14.00

So 15.11. 10.00–14.00 Fr 20.11. 16.00–20.00 Sa 21.11. 14.00–17.00

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In den letzten Wochen hat Gemeinderat und Werkvorsteher Christian Stalder zusammen mit Amtskollege Hansjörg Germann (Ressort Planung und Bau) und Andreas Jud von der Geoterra AG mit beinahe 50 Grundstückseigentümern der Revitalisierungszone das Gespräch gesucht und ihnen die neusten Informationen zukommen lassen. Hauptsächlich ging es um die privaten Flächen und die Werkleitungen, welche während der Umsetzung des REDProjektes (Zone Dorf-, Dorfbach- und Poststrasse) saniert werden sollen – oder altershalber auch ersetzt werden müssen. Spannend fand es Stalder zu sehen, wie die Menschen zu Richterswil stehen, die ausserhalb des Dorfkerns oder gar der Gemeinde wohnen. «Diese Leute sind noch immer vom Charme hier überzeugt und sehen RED als Aufwertung ihrer Liegenschaft», erzählt der Werkvorsteher von seinen Erfahrungen. Den direkten Kontakt zu suchen scheint Stalder unabdingbar, denn bei solchen Gesprächen erhalte er nicht nur einen Eindruck von den Bedürfnissen der Bevölkerung, sondern könne Überlegungsfehler bei der Planung erkennen und diese dann anpassen. Beispielsweise müssen die Platzverhältnisse vor den Grossverteilern zur Zulieferung stimmen, oder die Verankerung für die neue Strassenbeleuchtung kann nicht wie geplant an einer dafür vorgesehenen Hauswand befestigt werden, weil die Wände dort aus

zu dünnem Backstein bestehen. «Das sind Sachen, die kommen nur im direkten Gespräch ans Licht und sind nicht auf einem Plan ersichtlich», erläutert Christian Stalder. «Darum sind diese Kontakte auch so wichtig für uns.» Begegnungszonen im ­Aufwind Inzwischen werden diese so genannten Begegnungszonen* höher eingestuft als bis anhin und dürften positiven Aufwind erfahren. So rutschte die Gemeinde Lachen vergangenen September im Gemeinderanking der «Weltwoche» auf Platz 3, und dies vornehmlich dank der verkehrsberuhigenden Massnahmen. In Richterswil beinhalten diese Begegnungszonen beispielsweise (mobile) Pflanzenkübel, Sitzgelegenheiten und eine trottoirfreie Strasse (niveaufrei). Die Anzahl Parkplätze bleibt erhalten. Um das Dreieck Raben–Freihof–Schmittenbrunnen soll alles Einbahn werden (zwei Seiten sind es schon seit langem). Das Problem sieht Stalder allerdings in der Programmierung der Navigationssysteme, denn


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  Dorfkern ist in den Startlöchern Wegen, und fliesst Richtung See. Wenn jedoch Dauerregen an­ gesagt ist oder eine Rückschlagklappe in einem der privaten Zugänge verklemmt ist (durch Laub usw.), dann kann es passieren, dass das Wasser zurück in die Häuser oder Läden gepresst wird. So schon mehrfach vorgekommen. In den nächsten Jahren will die Gemeinde ein Alarmsystem im Kanal einbauen, das bei einer Auslastung des Kanals von 80 Prozent einen Hochwasseralarm bei den Anwohnern und den Behörden auslöst. Je nach Wetterprognose muss dann rea­ giert werden. Heute muss ein Mitarbeiter der Werke in den Schacht steigen und den Wasserstand kontrollieren, was nicht ungefährlich ist. Start im Frühjahr diese würden Lastwagen von Zulieferern häufig mitten durch den Dorfkern führen. «Früher fuhren Fahrzeuglenker immer etwa dieselbe Tour und kannten sich somit aus in ihrem Gebiet. Das ist längst nicht mehr so, die Fahrer wechseln ständig und die Zulieferer verlassen sich auf das Navi. Einen Vierzigtönner um die Ecke Post- und Kirchstrasse zu bringen, dürfte kaum möglich sein». Generell will man den Lastwagenverkehr aussen herum führen und dies den Herstellern von Navigationsgeräten melden. Den Weg zur «Smart Village» beschritten Die Strassenbeleuchtung übernimmt das Konzept des konzentrischen Wellenganges in Form eines geplanten Kreises auf dem Boden und bestünde aus einer strom- und kostensparenden Lichtquelle. Im Sinne der immer häufiger angestrebten «Smart City»-Ideologie**, werden dies dimmbare LED-Lampen sein. Damit lässt sich die Strassenbeleuchtung entsprechend der Dämmerung abdunkeln, damit die Anwohner nicht von grellem Licht gestört werden, die

Passanten aber noch immer ein Gefühl der Sicherheit geniessen können. Auch bei Märkten oder Festivitäten wäre die Beleuchtung leicht anzupassen. Durch die ausgebreiteten Bautätigkeiten in Richterswil (genauso wie anderswo) wird der Boden «versiegelt» und Wasser, welches vorher natürlich in den Boden sickern konnte, bleibt an der Oberfläche, bis es in die Kanalisation oder ein natürliches

Gewässer gelangen kann. Dies führt zu mehr Wassermassen in den Werkleitungen, so auch im Dorfbach, der unterirdisch entlang der Dorfbachstrasse kanalisiert ist. Besagte Wassermassen brauchen immer mehr Platz in den ihnen zugewiesenen Kanälen, und so kommt es durchschnittlich dreimal pro Jahr vor, dass diese an ihre Kapazitätsgrenze gelangen. Zuerst passiert das Wasser, bleibt an der Oberfläche, also auf Strassen und

Gestartet werden soll das REDProjekt im kommenden Frühling. Damit der Dorfkern in besagtem Gebiet nicht komplett gesperrt werden muss, wird die Sanierung partiell stattfinden. Wo genau die Arbeiten begonnen werden, ist noch nicht klar. «Das muss mit dem Baumeister besprochen werden», erklärt Christian Stalder. n Aktuelle Informationen können auf der Homepage eingesehen werden: www.redrichti.ch

* In einer Begegnungszone gelten folgende Regeln: Höchstgeschwindigkeit 20 km/h; Fussgänger, Velo, Kraftfahrzeuge haben alle das Nutzungsrecht, der Fussgänger hat jedoch Vortritt, darf die Fahrzeuge aber nicht absichtlich behindern; parkiert werden darf nur an den markierten Plätzen. Diese Form der Verkehrsberuhigung wurde in der Schweiz entwickelt, findet inzwischen aber auch in weiteren Ländern Anklang. Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Steigerung von Strassenraumattraktivität, indem die Wohn- und Geschäftsnutzung gegenüber der Verkehrsfunktion stärker gewichtet wird. Entgegen den nach niederländischem Vorbild eingerichteten Wohnstrassen sind die Auflagen in einer Begegnungszone weniger streng. Sie wurden 2002 offiziell eingeführt. ** Die gesamtheitlichen Entwicklungskonzepte, welche unter dem Begriff «Smart City» bekannt sind, wollen Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver gestalten. Die Idee der Smart City geht mit der Nutzbarmachung digitaler Technologien einher und stellt zugleich eine Reaktion auf die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen dar, mit denen postindustrielle Gesellschaften um die Jahrtausendwende konfrontiert waren. Im Fokus stehen hierbei der Umgang mit Umweltverschmutzung, dem demografischen Wandel, Bevölkerungswachstum, Finanzkrise oder Ressourcenknappheit. Breiter gefasst schliesst der Begriff auch nichttechnische Innovationen mit ein, die zum besseren und nachhaltigeren Leben in der Stadt beitragen. (Quelle: Wikipedia) Mehr zum Smart-Village-Projekt in Richterswil siehe Bericht Seite 6.


6 RIC H T E R S W I L L

Richterswiler Anzeiger 10-2020

Richterswil will eine der ersten smarten ­Gemeinden werden Die Neugestaltung des Dorfzentrums veranlasste Richterswil, über Digitalisierung und technologischen Wandel nachzudenken. Denn intelligente Technologien können zu einem hohen Wohlbefinden der Bevölkerung beitragen. Richterswil beschloss deshalb eine Smart-City-Strategie, die über die nächsten Jahre umgesetzt werden soll. Text: Anja Rubin Bild: aearchitektur

«Wir wollten eine intelligente Beleuchtung, die Sicherheit und Wohlbefinden vereint.» Was macht eine Gemeinde lebenswert? Wie schafft man es, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner jeden Alters wohl fühlen in einer Gemeinde? Diese Frage stellte sich auch Richterswil. «Am Anfang stand das Projekt einer Revitalisierung des Ortszentrums», erzählt Christian Stalder, Gemeinderat von Richterswil und Ressortvorsteher Werke. Die Sanierung des Dorfkerns wird im nächsten Jahr lanciert. Es werden Werkleitungen erneuert, die Strasse saniert und das Zentrum wird neu gestaltet mit Sitzgelegenheiten, neuer Bepflanzung und einer modernen Beleuchtung. Und bei dieser Beleuchtung fängt es eben an: «Wir wollten nicht einfach helle LED-Leuchten, sondern eine intelligente Beleuchtung, die Sicherheit und Wohlbefinden vereint», führt Stalder aus. Damit war ein erster Stein gelegt im Fundament der Smart-City-Strategie von Richterswil, die diesen Sommer vom Gemeinderat abgesegnet wurde. Ein

der Bevölkerung an. Wie werden sich ältere Bewohner in der Gemeinde zurechtfinden? Wie kann die Gemeinde auch dieser Bevölkerungsgruppe möglichst viel Autonomie ermöglichen? Wie soll die Mobilität in der Gemeinde grundsätzlich ausgestaltet sein?

Die Gemeinde veranlasst eine Neugestaltung des Dorfzentrums. zweiter Baustein ist die Überwachung des Dorfbaches, der kanalisiert unterirdisch durchs Dorfzentrum führt. «Bei drohendem Hochwasser muss nach wie vor ein Gemeindearbeiter in den Schacht runtersteigen und den Wasserstand von Auge prüfen», erklärt Stalder. Künftig soll ein Sensor den Wasserfluss messen und im Notfall automatisch einen Alarm absetzen. «Das wird für die Gemeinde wie auch für die Anwohner einen riesigen Mehrwert bringen.»

Bevölkerung im Laufe des Projektes aktiv partizipieren, etwa im Rahmen von digitalen Umfragen oder über Ideen-Workshops», sagt Haller. Denn eine Smart City ist immer nur zum Teil ein technisches Projekt. Vielmehr verlange ein SmartCity-Projekt nach einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, bei der Aspekte des Zusammenlebens, der Kultur und vor allem auch des Schutzes von Persönlichkeitsrechten und Daten eine zentrale Rolle spielten.

Schrittweise Umsetzung

Gemeinderat Christian Stalder sieht die Umsetzung der SmartCity-Strategie deshalb entlang den verschiedenen Infrastrukturprojekten, die in Zukunft ohnehin anstehen. Nebst finanziellen Argumenten hat für ihn als gewählten Politiker die Akzeptanz in der Bevölkerung natürlich hohe Priorität. «Wir wollen den Richterswilerinnen und Richterswilern einen wirklichen Mehrwert bieten.» Mit den ersten beiden Massnahmen im Zentrum mache man den richtigen ersten Schritt. Doch ein Strategiepapier umfasst natürlich auch Ideen, Pläne, Massnahmen, die man heute vielleicht noch als Zukunftsmusik erachtet. Die Smart-CityStrategie in Richterswil umfasst nebst der Infrastruktur darum auch die Themenbereiche Lebensqualität, Mobilität, Umwelt, Entsorgung und Energie.

Die Smart-City-Strategie hat Richterswil gemeinsam mit den Smart-City-Spezialisten von EKZ ausgearbeitet. EKZ berät und unterstützt Gemeinden und Städte dabei, ihre Infrastruktur smart zu machen. Dass die Richterswiler Smart-CityStrategie somit rund um dieses Zentrumsprojekt entstand, mache durchaus Sinn, sagt Jörg Haller, Leiter Smart City und öffentliche Beleuchtung bei EKZ. Denn kaum eine Gemeinde hat die finanziellen Möglichkeiten, eine umfassende Smart-CityStrategie auf einen Schlag umzusetzen. «Ausserdem soll die

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Lebensqualität steigern Fakt ist: Auch in Richterswil steigt das Durchschnittsalter

Mit Elektromobilitätslösungen aller Art und entsprechenden Lademöglichkeiten, einem Verkehrsmonitoring und einem Parkplatzmanagement soll ein umwelt- und bewohnerfreundlicher Verkehr ermöglicht werden. Angedacht ist auch ein autonom fahrender Minibus, der den Personentransport fernab der Hauptachse zwischen Richterswil und Samstagern, also innerhalb der Quartiere, sicherstellen soll. Gleichzeitig sollen Umweltdaten, wie Luftqualität und Lärm erfasst und transparent kommuniziert werden. Nutzen für Verwaltung und Bevölkerung Smart Cities oder Smart Villages bieten also auf der einen Seite ihren Bewohnerinnen und Bewohnern einen Mehrwert. Auf der anderen Seite unterstützen intelligente Technologien auch die Verwaltung. So bieten Sensoren Hilfestellung im Entsorgungsmanagement. In der Praxis sind solche Applikationen für das Abfuhr- und Entsorgungswesen einer Gemeinde von Interesse. Interessant wird es, wenn die gesammelten Daten aus den verschiedenen Sensoren auf einer Plattform zusammengeführt und ausgewertet werden. EKZ nutzt hierfür eine eigens entwickelte, auf einer OpensourceLösung basierende Plattform, die die Daten visualisiert. «Ein solches Cockpit wäre auch in Richterswil denkbar», sagt Jörg Haller. Auch Christian Stalder sieht in der Digitalisierung der Gemeinde viele Chancen. Aber vorerst konzentriert sich der Gemeinderat nun auf das Zentrumsprojekt im 2021 – ein Schritt um den anderen. n


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Richterswiler Anzeiger 10-2020

Die Satus-Männer sind sportlich unterwegs in den Jura

Bei sehr schönem Wetter fuhren die Satus-Männer in den Jura. Nach einem kurzen Kaffeehalt war der erste Höhepunkt der Besuch der Asphaltmine in Tavers. Da wurde erklärt, dass die Schweiz den Grundstoff Asphalt für Strassen und Trottoirs für die ganze Welt in den 80 km langen Minen abbaute. Dies alles in Handarbeit von 1712 bis 1986. Es war sehr eindrücklich, was die Minenarbeiter mit ihren Pferden da so alles leisteten. Die Richterswiler Männer gehörten zu den über 22 000 Besuchern, welche die Minen im Jahr besuchen. Als Mittagessen bekamen sie dann eine Spezialität des Hauses: Schinken in Asphalt gekocht. Eine Attraktion folgte der nächsten, denn das nächste Ziel war nicht eine Mine, sondern der Creux du Van, welcher ein Naturspektakel im Schweizer Jura ist. Eine Felsenarena natürlichen Ausmasses. 160 Meter hohe, senkrechte Felswände umschliessen einen vier Kilometer langen und über einen Kilometer breiten Talkessel.

Den Besuchern wurde es zum Teil richtig mulmig, da herunter zu schauen. Was wäre ein Besuch im Jura, wenn man keine Absinth-Brennerei besichtigt hätte? In Couvet ist die erste legale Absinth-Brennerin (sagt man) mit ihren hausgemachten Elixieren von höchster Qualität, in denselben alten oder gleichähnlichen Alambics wie zur illegalen Zeit. Ja, der Absinth hatte es in sich! Nach dem ereignisreichen Tag bezogen die Männer nun ihr Hotel in Neuenburg und hatten auch in einem erneut wunderschönen Restaurant wieder die Spezialitäten der Westschweiz zur Auswahl. Am zweiten Tag war nun Sport pur angesagt. Der Marsch durch die Areuseschlucht war angesagt. Die Areuse – ein Wahrzeichen des Val de Traverse! Ein beindruckendes Schauspiel entlang des Flusses. Auch beeindruckend war die Zahl auf dem gelben Wegweiser. 3 Std. 05 Minuten standen da drauf. Ein weiter Weg, doch die abwechs-

lungsreichen, eindrücklichen Naturlandschaften mit Wald und mehreren Wasserfällen, vielen Brücklein und Picknickplätzen machten ihn zum Erlebnis. Die ersten waren schon in 2 Std. 30 Minuten am Ziel, was wieder einmal mehr alles über die Fitness der Männer im Satus aussagt. Nach einem leichten Mittagessen war nun auch noch der sportliche Dessert angesagt. Zuerst aber brachte uns die Ligerz-Preles-Standseilbahn Vinifuni quer durch die Weinberge hoch über den Bielersee, direkt an den Röstigraben. Von der Bergstation fuhren die Sportler mit den Trottinetts quer durch die Weinberge. Leider ging es nicht nur bergab, und bei den einen steckte noch die Morgenwanderung in den Beinen. Da alle sehr vernünftig unterwegs waren, passierte, ausser einem Plattfuss, nichts. Zum Schluss des sehr sportlichen Tages wurden wir noch durch das Weinbaumuseum in Ligerz geführt. Der zweite Tag hatte es in sich, denn bei der Nachhausefahrt mussten sich einige im Bus erholen. Jedoch – unsere Chauffeuse brachte uns sicher und mit vielen neuen und sehr schönen Eindrücken über das Juragebiet nach Hause. Nun heisst es, das sportliche Niveau aufrecht zu erhalten und jeden Donnerstag um 20 Uhr in der Bodenturnhalle weiter zu trainieren.  (e)

Samstagern: Brand in Spritzwerk Bei einem Brand in einem Autospritzwerk in Samstagern ist am Freitagmorgen, 9.10., ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken entstanden. Fünf Personen wurden vor Ort wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung untersucht. Im Werkgebäude einer Lackiererei brach kurz vor 09.30 Uhr ein Brand im Bereich der Spritzkabine aus. Die im Betrieb beschäftigten Personen konnten allesamt rechtzeitig evakuiert werden. Trotzdem erlitten fünf Mitarbeiter eine leichte Rauch-

gasvergiftung, die ambulant behandelt werden konnten. Mit einem schnellen Löscheinsatz gelang es der Feuerwehr Richterswil das weitere Ausbreiten des Feuers zu verhindern.

Durch den Brand entstand ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken. Die Brandursache ist noch unklar und wird durch den Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei Zürich abgeklärt. Neben der Kantonspolizei Zürich standen eine Patrouille der Kommunalpolizei Richterswil, die Stadtpolizei Wädenswil, der Statthalter, ein Ambulanzteam des Seespitals Horgen, ein Notarzt sowie ein Rettungsteam von Schutz und Rettung im Einsatz. (Text/Bild: kapo)

Viel Zuspruch für Konzernverantwortungsinitiative Seit über einem Jahr engagiert sich in Richterswil ein breit abgestütztes Lokalkomitee für die Konzernverantwortungsinitiative, die am 29. November zur Abstimmung kommt. Bei den Veranstaltungen und Standaktionen gab es aus der Bevölkerung viel Zuspruch. «Für viele Menschen in Richterswil ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Konzerne dafür geradestehen sollen, wenn sie Kinder mit Schwermetallen vergiften oder ganze Landstriche zerstören», sagt Martin Rathgeb vom Lokalkomitee. «In unserem Komitee hat es viele Mitglieder, die im Rahmen eines Hilfseinsatzes ihre eigenen Erfahrungen gemacht haben. Wenn Sie sich genauer über die Initiative informieren wollen, kommen Sie doch am 7. November an unseren Stand vis-à-vis Migroseingang Richterswil.» Die Konzernverantwortungsinitiative wurde vom ehemaligen FDP-Ständerat und Staatsanwalt Dick Marty zusammen mit einer breiten Koalition von 120 Menschenrechts- und Umweltorganisationen lanciert. Die Initiative wird heute von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Politikerinnen und Politikern aller Parteien unterstützt. Ebenfalls stehen die Schweizer Bischofskonferenz, die Evange­ lisch-­reformierte Kirche Schweiz und die Schweizerisch Evangelischen Allianz hinter der Initiative. Am Samstag, 3. Oktober, informierte das Komitee an einer Standaktion bereits über die Initiative. Dabei konnte das Komitee anhand von konkreten Fällen aufzeigen, warum die Initiative so dringend nötig ist. Das wird das Komitee am 7. und 21. November wiederholen. Dem aktiven Komitee für die Standaktionen sind mittlerweile 18 Richterswiler beigetreten. (e)


8 RIC H T E R S W I L L Aus dem Gemeinderat

Weinberg unter neuer Pacht 

Tempo-30: Bauliche Massnahmen Quartier Frohberg Nach Bearbeitung eingegangener Einsprachen zum Projekt, können die baulichen Massnahmen zur Tempo-30-Zone gemäss Projektplan festgesetzt werden. Sofern kein Rekurs erhoben wird, werden die Arbeiten voraussichtlich ab Herbst 2020 umgesetzt.

Der Rebberg unterhalb der katholischen Kirche Richterswil wird seit einem Jahr von Ivo Schreiber aus Hedingen (Nähe Affoltern am Albis) bewirtschaftet. Er verzichtet dabei ganz auf Pestizide und verwirklicht damit seine Vorstellung von naturnahem Weinbau.

Sanierung Burghaldenstrasse und Erneuerung Werkleitungen: Vergabe der Bauarbeiten Der Gemeinderat genehmigte das Projekt für die Erschliessungsanlagen Quartierplan Burghalden 2 und vergab die Bauarbeiten. Auch die Bauarbeiten für das Teilprojekt «Sanierung der Burghaldenstrasse Gemeinde» konnten vergeben werden. Sofern kein Rekurs erhoben wird, können die Arbeiten ab Herbst 2020 starten. Diese dauern rund zehn Monate.

Interview und Bilder: Reni Bircher

Standortförderung Zimmerberg-Sihltal Die Gemeinde richtet für die Jahre 2021 bis 2023 wiederum einen Beitrag von CHF 1.00 pro Einwohner/-in an die Standortförderung Zimmerberg-Sihltal. Kommunale Richtplanung Wollerau Die Gemeinde Richterswil hat vom Entwurf des kommunalen Richtplans der Gemeinde Wollerau Kenntnis genommen. Der Gemeinderat begrüsst die vorgeschlagene Reduktion des Siedlungserweiterungsgebiets Junker und beantragte in Bezug auf die übernommenen Deponiegebiete Neumühle und Schellhammer/Altenbach eine Streichung (Schellhammer) sowie eine andere Erschliessung (Neumühle). Ersatzwahl 2. Vizepräsident des ­Gemeinderates Nach der Amtsniederlegung von Schulpräsident Markus Oertle, der auch als 2. Vizepräsident amtete, wurde Gemeinderat Christian Stalder für den Rest der Amtsdauer 2018–2022 zum 2. Vizepräsidenten ernannt. (Ri)

Ivo, seit wann bewirtschaftest Du den Weinberg bei der katholischen Kirche? Seit Oktober 2019. Es war also mein erstes Weinjahr in Richterswil.

Was macht für Dich den Reiz dieses Berufes aus? Allem voran natürlich das Handwerk der Rebenkultivierung, aber auch die stille Arbeit mit und in der Natur, die Nähe zu den Kunden sowie die lange Tradition des Weinbaus. Wenn ich mit den Händen arbeite, habe ich den Kopf frei für neue Ideen, deren Ursprung bei mir fast immer in der lautlosen und manuellen Arbeit liegt. Ich probiere gerne Neues aus. Der Weinbau hat sich stark gewandelt; früher gehörte Wein zu den Grundnahrungsmitteln. Heute hingegen ist es ein Genussmittel und entsprechend hoch ist daher der Anspruch an das Produkt und dessen Herkunft sowie Anbau. Hier spielt uns Winzern in der Deutschschweiz der Klimawandel in die Hände. Heute können am Zü-

richsee ganz andere, reichhaltigere Weine produziert werden. Hast Du woanders auch noch einen Weinberg? Ich bestelle einzig den Rebhügel in Richterswil. Es ist ein Hobby – oder besser gesagt ein Nebenjob; ein zeitintensiver und hoffentlich auch erfolgreicher. Kannst Du davon leben oder hast Du noch ein zweites Standbein? Das Geld spielt bei dieser Leidenschaft nur eine Nebenrolle. Wenn ich ausschliesslich auf die Stunden und Kosten achten würde, welche die Pflege eines Weinberges verursacht, hätte ich ihn gar nicht erst übernehmen müssen. Ich bewirtschafte den Rebberg in meiner Freizeit neben meiner Tätigkeit als ausgebildeter Versicherungsfach-

Wie kam es zu dieser «Übernahme»? Ich wollte meine Vorstellung von naturnahem Weinbau in einem eigenen Weingarten ver- Eingespieltes Team: Ivana D’Addario und Ivo Schreiber, neuer Pächter wirklichen. Als die Katholische des Weinberges. Kirchgemeinde Richterswil im letzten Jahr in der «Roten», der Schweizer Zeitschrift für Obst und Weinbau, den Rebberg zur Pacht ausgeschrieben hatte, war mir rasch klar, dass es dieser schöne Fleck auf der Südseite der katholischen Kirche sein wird, um mein Projekt zu realisieren. Betreibst Du diesen alleine? Ich pflege die Reben persönlich und werde von meiner Lebenspartnerin und Mutter unserer gemeinsamen Tochter tatkräftig unterstützt. Bei Engpässen darf ich auf weitere liebe Menschen zählen, die mit anpacken. Ohne die fleissigen Helfer bei der Wümmet wäre die Arbeit alleine nicht zu bewältigen gewesen. Während des Winters stehen mir für die Bodenpflege zudem die frei grasenden Vierbeiner eines ortsansässigen Schafhalters zur Verfügung. Bist Du gelernter Winzer? Ja, ich bin diplomierter Winzer, habe aber erst mit 30 Jahren die Ausbildung in Wädenswil angefangen. Ursprünglich habe ich das KV gemacht.


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  und mit biologischen Grundsätzen mann als Ausgleich. Und natürlich aus Überzeugung und Leidenschaft. Mein Herz schlägt für das Winzertum. Du benutzt keine Pestizide, weder an den Reben noch beim Umland; was sind Deine Beweggründe, so zu agieren? Die treibende Kraft, auf biologischen Pflanzenschutz umzustellen und gänzlich auf Pestizide zu verzichten, war nicht einzig der Wunsch nach Bio-Wein, sondern vor allem um herauszufinden: Ist es möglich, Qualitätswein am Zürichsee auch ohne chemische Keulen herzustellen? Und vor allem: Kann ich als Jungwinzer einen solchen Qualitätswein herstellen? Des Weiteren ist es mir als neuer Pächter und diplomierter Winzer sehr wichtig, die im Jahr 1991 durch Hans Preisig gepflanzten Weinreben im Einklang mit der Natur zu kultivieren und so in eine Zukunft zu investieren, die für alle gesünder, besser und schöner ist. Meines Erachtens hat der Verzicht auf Pestizide einen positiven Einfluss auf Boden, Umwelt, Wein und schliesslich Mensch. Davon bin ich überzeugt. Wendest Du andere Methoden zur Schädlingsbekämpfung an? Um die Weinrebe vor Krankheiten zu schützen, setze ich pflanzliche oder mineralische Präparate ein. Und solche zur Düngung? Die 720 Rebstöcke werden ausschliesslich über die Begrünung mit Nährstoffen versorgt. Dank der organischen Düngung wachsen die Reben langsamer, die Traubenbeeren hängen lockerer, bilden festere Schalen, bleiben gesünder und entwickeln vielfältigere Aromen. Mit wieviel Verlust rechnest Du pro Ernte durch dieses ökologische Handeln? Entscheidend ist das Wetter, ob die Erträge geringer ausfallen. Bei wettermässig schlimmen

Ohne die flinken Hände vieler fleissiger Helfer geht es bei der Wümmet nicht. Jahren schätze ich den Ertragsverlust auf 30 Prozent im Vergleich zur konventionellen Bewirtschaftung. Dieses Jahr konnte ich dank beinahe perfekten Wetterbedingungen alle Trauben in den Keller bringen. Die Ernte hat bereits stattgefunden: wieviel Kilogramm Trauben habt Ihr abgelesen? Insgesamt waren es um die 1500 Kilogramm, wovon ein Drittel weisse und zwei Drittel rote Trauben sind. Werden die Trauben nach der Ernte noch einem speziellen Verfahren (anders als bei einem «gespritzten» Wein) unterzogen, damit von einem Bio-Wein geredet werden kann? Ich arbeite im Rebberg zwar nach biologischen Grundsätzen, darf den Wein jedoch nicht als «Bio-Wein» vermarkten. Die Bio-Knospe, das heisst, die Marke von Bio Suisse, ist geschützt, und ich habe den Rebberg (noch) nicht zertifizieren lassen. Dies gehört aber auch zu einer meiner Ideen für die Zukunft.

Meine Weine lasse ich bei Markus Schneider vom Weingut Hasenhalde in Feldmeilen keltern. Die Herstellung meines Weines läuft gleich ab wie jene bei konventionellen Weinen. Beim Keltern wird bewährte Tradition mit modernster Technologie verschmolzen. Das bedeutet, die Trauben werden schonend abgebeert. Anschliessend wird die Maische bei meinem Rotwein, dem Garanoir, in offenen Gärbehältern reinsortig vergoren. Mit anderen Worten: Durch den kontrolliert natürlichen Vorgang bei der Gärung und Reifung der Weine bleibt die Sortenreinheit erhalten. Der Ausbau der Weine erfolgt teilweise im Stahltank, teilweise im Barrique (Eichenfass). Bei meinem weissen Wein, dem Riesling-Silvaner, wird die Maische direkt nach dem Abbeeren behutsam mit einer Tankpresse entsaftet. Die Vergärung und der Ausbau erfolgt schliesslich im Edelstahltank. Wieviel Liter Wein kannst Du daraus produzieren? In dieser Saison produziere ich daraus meine ersten 1000 Liter Wein.

Wo wirst Du diesen verkaufen? Es ist angedacht, eine lokale Partnerschaft mit einem in Richterswil ansässigen Detailhändler einzugehen. Einen Teil der Weine vermarkte ich auch direkt. Dies wird im Sommer 2021 der Fall sein. Bis dahin wird auch meine neue Website stehen, die meine Lebenspartnerin Ivana noch erstellen wird. Wird für den Richterswiler Wein ein spezielles Etikett hergestellt? Ja, Ivana entwirft zwei individuelle Etiketten. Sie ist sehr kreativ und in der grafischen Gestaltung bewandert. Ganz allgemein darf ich auf die Expertise meiner lieben Lebenspartnerin zählen. Sie weist eine 25-jährige Erfahrung auf in der Markenführung, im Marketing sowie in der Kommunikation und kümmert sich für mich um all diese Angelegenheiten. So kann ich meinen Reben und der Weinherstellung meine volle Aufmerksamkeit schenken – und natürlich meiner wunderbaren Familie. n Kontakt: ivo.schreiber@gmx.ch


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«Wie dick ist das Eis in   Am Freitag, 2. Oktober, hatten die Fünftklässler der Schule Feld 1 in Richterswil die einmalige Gelegenheit, mit der Neumayer-Station III in der Antarktis per Funkübertragung in Kontakt zu treten. Möglich gemacht haben das die Amateurfunker Mario Malacarne, Hauswart im Feldschulhaus, und Roman Ackle, Techniker auf der Polarforschungsstation. Text: Reni Bircher Bilder: Reni Bircher und zvg Drei Schulklassen, zwei Amateurfunker und 15 Fragen: Damit wurde der letzte Vormittag im Schulhaus Feld 1 vor den Herbstferien gestaltet. Jede Klasse durfte sich fünf Fragen ausdenken, welche dem Mitarbeiter der Neumayer-Station gestellt werden sollten. Via Satellit ES’hail-2 QO-100, welcher parallel zur Erde auf der Südhalbkugel 13 000 Kilometer entfernt über dem Äquator seine Bahnen zieht, wurde mittels Amateurfunk der Kontakt hergestellt. Nach wiederholtem Anrufen meldete sich Roman Ackle am Funkgerät aus der Antarktis mit leisem Rauschen und Knacken und grüsste alle Anwesenden. Mit einfachen und blumigen Worten beantwortet der Techniker die ihm gestellten Fragen und lässt keine Zweifel aufkommen, dass ihm sein temporärer Arbeitsplatz ausserordentlich gut gefällt. Das Wunder des ewigen Winters, die besonderen Lichtverhältnisse, einmalige Sonnenauf- und untergänge sowie die Nachbarschaft zu den Pinguinkolonien, geben ihm eine besondere Sichtweise auf unseren Planeten. Ackle gehört zur Überwinterungscrew der Neumayer-Station III, die von Juni 2020 bis Februar 2021 diverse Messungen durchführt und protokolliert. Diese neun Mitglieder bestehen aus vier Wissenschaftlern, drei Technikern, einem Arzt und einem Koch. Von September an kommen einige Leute wie Forscher (vor allem wegen der

Mario Malacarne führt die Kinder behutsam und geduldig an das ihnen meist unbekannte Medium des Amateurfunkens heran. Pinguine) und weitere Wissenschaftler hinzu. Das sei zwar spannend und abwechslungsreich, wenn wieder mehr Ruhe einkehrt, ist der gelernte Elektroingenieur aus Thalwil auch nicht unglücklich. Allerdings wirkt sich die Corona-Pandemie auch auf die Forschung aus, und Besucher sind derzeit nicht erlaubt in der Neumayer. Schönheit der Einsamkeit Die Arbeiten auf einer Polarforschungsstation gehen nie aus. Roman Ackle beispielsweise ist verantwortlich für IT, Funk und Telekommunikation sowie die Betriebsbereitschaft von wissenschaftlichen Geräten diverser Observatorien. Da sind etwa die Überwachungskameras bei den Pinguinkolonien oder das Unterwassermikrofon, welches zwanzig Kilometer entfernt draussen ihm Meer positioniert ist. Aus den aufgezeichneten Daten lässt sich die Grösse einer Walpopulation bestimmen oder Eisabbrüche infolge der Klimaerwärmung erkennen. Dort wo die Neumayer steht, herrscht für zwei Monate im

Jahr Polarnacht (bis Anfang Juli). Ganz dunkel wird es bei ihnen selbst nicht, erklärt Ackle, denn sie wären 2000 Kilometer vom Pol entfernt, und so taucht das Land, welches etwa 330-mal so gross ist wie die Schweiz, um die Mittagszeit herum in ein Dämmerlicht. Genug hell also, um sich draussen bewegen zu können, wenn nicht gerade ein mehrtägiger Schneesturm mit 130 km/h über das Eis tobt und die Sichtweite auf wenige Zentimeter beschränkt. Dass in dieser Phase des Jahres die Zeit manchmal ad acta gelegt wird, scheint verständlich, weil der natürliche Wechsel von Licht und Dunkel fehlt und dem Körper «falsche» Signale sendet. Mit etwas blecherner Stimme berichtet der Mann am Mikrofon von der Schönheit dieses aussergewöhnlichen Ortes, an dem die Milchstrasse so hell und klar erscheint wie nirgends sonst. Es gibt aber auch zahlreiche Gefahren, beispielsweise die heftigen Stürme, während deren mit Wasser gespart werden muss und Temperaturen von minus 50 Grad (Ackle mass einmal minus 62 Grad) Mensch

und Material zusetzen. Und Eisbären? Nein, in der Antarktis gibt es keine dieser gewaltigen Raubtiere. Aber Pinguinkolonien von 5000–7000 Tieren. Diese zu beobachten ist nicht nur Teil der Forschungsarbeit, sondern versetzt die Crew regelrecht in Verzückung. Vor allem die Küken der Kaiserpinguine haben es Roman Ackle angetan und er bezeichnet sie liebevoll als daunenbepackte, plüschige Bowlingkugeln. «Die sind wahnsinnig herzig!» Berührt werden dürfen die Tiere nicht, sie seien allerdings sehr neugierig und wenn sich die Leute aus der Station mal irgendwohin setzen draussen, bekommen sie Besuch der tüchtigen Schwimmer. Schutzsuchende Pinguine haben auch schon verhindert, dass die Forscher und Techniker mit einem Fahrzeug raus konnten, weil sich die grossen Watschler vor der Garagenausfahrt positioniert hatten. Selten sind auch die viel kleineren, agilen Adelipinguine zu Gast. Zudem sehen die Leute dort Kegelrobben, bei offenem Meer Wale sowie diverse Sturmvögel und Skuas (Raub­möwen), nahe der Station vor allem Sturmseeschwalben. Was in der Antarktis nicht gehalten wird, das sind Schlittenhunde, denn diese wurden im Laufe der Zeit von diesem eisigen Eiland verbannt, weil sie nicht heimisch sind. Keine kurzfristigen Prognosen Die Datensammlung der Aussenstationen dient der Langzeitobservationen und soll Erkenntnisse in diversen Bereichen liefern (Magnetik, Seismik, Luftvermessung und Akustikforschung), die dann in Deutschland oder der Schweiz ausgewertet werden. Bei den Crewmitgliedern werden regelmässig Blutuntersuchungen gemacht und die Hirnströmungen zur medizinischen Untersuchung gemessen. Dabei lässt sich etwa feststellen, ob sich das Immunsystem in diesem Antarktisjahr verändert.


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  der Antarktis? – Over!» Auf die Frage einer Schülerin, ob in der Antarktis vom Klimawandel etwas zu spüren sei, erklärt der Techniker, dass dies eines der ganz grossen Themen sei. «Tatsächlich finde ich es erschreckend, dass immer wieder neue Rekorde gemessen werden», bekennt Roman Ackle. Diese betreffen Temperatur, Windgeschwindigkeit, Wetterphänomene oder Niederschläge. «Das ist sehr beunruhigend.» Es sei allerdings so, dass die Antarktis derart riesig sei, dass nicht überall das gleiche gemessen werden kann. Dass keine kurzfristigen Prognosen erstellt werden können, das macht die Forschung umso wichtiger. Hinzu kommt, dass Luft- sowie Meeresströmungen um die Antarktis herumfliessen, im sogenannten Antarktischen Zirkumpolarstrom. Diese Meeresströmung ist sehr wichtig für den Erdball, führt aber dazu, dass der Kontinent «abgeschirmt» ist vom Rest der Welt und die antarktischen Werte bei der Neumayer-Station III nicht in direkte Verbindung mit der Klimaerwärmung gesetzt werden können. Trotzdem: «Wir sollten Sorge dazu tragen, dass sich diese Phänomene nicht weiter verschlimmern», sagt Ackle mit eindringlichen Worten. Ein Forscherteam hat letztes Jahr festgestellt, dass es bei steigenden Temperaturen möglich ist, dass es zu Regenfällen kommt – bei der normalerweise sehr trockenen Luft gibt es Schneefall, aber keinen Regen. Das führt bei den Pinguinen zu einem nassen Federkleid und die Daunen wärmen sie nicht mehr. Wird es dann wieder kälter, erfrieren die Tiere schlichtweg. Hobby mit Wissen verbinden Diesem Funkkontakt vorangegangen war das Projekt Sonnensystem, Erde, Weltraum und Raumfahrt im Schulunterricht; Themen, die Mario Malacarne seit langem beschäftigen und faszinieren. Weil das Kollegium um diese Leidenschaften weiss,

haben sie den Hauswart angefragt, ob er den Schülerinnen und Schülern nicht etwas darüber berichten wolle. «Als leidenschaftlicher Amateurfunker bereitet es mir Freude, den Jungen und Mädchen einen Einblick in mein besonderes Hobby zu ermöglichen und sie gleichzeitig für die Umweltproblematik zu sensibilisieren», erklärt er freudig. Dass er nun der ersten Schweizer Schule angehört, welche mit der Antarktis Funkkontakt hatte, macht ihn stolz. Er arbeite gerne mit jungen Menschen: «Wenn man etwas bewegen kann und sieht, dass die Kinder Freude haben.» Es ist für Schulklassen (www. ariss.org) generell möglich, mit der ISS einen Funkkontakt herzustellen, das würde allerdings ein Jahr für die Vorbereitungen erfordern. Auch für Amateurfunker ist ein Kontakt zur Raumstation möglich. Mario Malacarne erzählt stolz: «Ich hatte schon ein paar Mal die Gelegenheit mit dem Raumfahrtexperten Bruno Stanek zu sprechen. Auch mit dem Schweizer Testpilot und Astronauten

Claude Nicollier hatte ich Kontakt; dieser ist selber Amateurfunker.» Dass der Funkkontakt nun an die Neumayer-Station gerichtet war, kommt nicht von ungefähr, denn Malacarne und Ackle kennen sich durch ihr Hobby schon länger. Ausserdem befasst sich die Forschungsstation – passenderweise zum Schulstoff – mit der Marsforschung oder dem künstlichen Garten «Eden ISS», in dem sie Gemüse anbauen, welches ausschliesslich unter künstlichem Licht und mit einer Nährlösung gezüchtet wird. Dieses Wissen soll eines Tages der Crew im Weltraum frische Lebensmittel ermöglichen. Die Neumayer-Station III Das Eis der Antarktis misst an der dicksten Stelle über 4,5 Kilometer. Die zweistöckige Forschungsstation selbst steht auf einem 200 Meter dicken Gletscher (Ekström-Schelfeis), welcher ins Meer hinauswächst (13 Meter/Monat) und das Gebäude jährlich um mehr als 150 Meter weiter verschiebt. Da es auf Stel-

zen steht, kann es hydraulisch waagerecht ausgeglichen werden. Das passiert einmal pro Woche. Durch diese «Abwanderung» müssen alle paar Wochen auch einige Messdaten neu berechnet werden. Zweimal im Jahr kommt ein Containerschiff vorbei, welches Vorräte bringt: eines aus Deutschland und eines aus Südafrika. Frisches Gemüse wird im hausinternen Gewächshaus der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) gezüchtet und geerntet. Als Energiequellen nutzt die Station einen Dieselmotor, die Windenergie und Solarpanels. Nach diesen zahlreichen, ausführlichen und spannenden Ausführungen und Antworten gab es einen herzlichen Gruss vom Zürichsee in die Antarktis und einen kräftigen Applaus der Kinder. Vielleicht wird Roman Ackle die Schüler nach seinem Arbeitsjahr am Ende der Welt ja mal besuchen – barfuss laufend, was ihm nebst Familie, Freunden und einem beherzten Sprung ins Wasser am meisten fehlt. n

Roman Ackle lebt und arbeitet für ein Jahr in der Antarktis. Zu seinen neuen Nachbarn zählen abertausend Kaiserpinguine.


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Die Bierhalle und Richterswil zum Zuhause erkoren bracht und mir geholfen, sie zu verstehen», erklärt er und lächelt zufrieden. «Sie sind eben schon ein Volk für sich, aber sie schauen auch zu ihrer Gemeinde.» Wer hier einmal akzeptiert worden ist, hat ein Zuhause gefunden. Die Chance, die ihm gegeben worden sei, habe er genutzt. Und die grosse Zahl an Stammgästen – auch solche, die er vorher in Zürich hatte – gibt ihm recht. Andreas Wende wurde definitiv in die Gemeinschaft aufgenommen.

Gut drei Jahre ist es her, dass die Bierhalle ihre Türen als Speiserestaurant wieder öffnete. Dem Geschäftsführer Andreas Wende ist es wichtig, dass Tradition und Geschichte in diesem altehrwürdigen Lokal weiterleben. Es war Liebe auf den ersten Blick, als Andreas Wende die Gaststube mit den alten Wirtshausmöbeln betrat. Freunde hatten ihm den Kontakt hierhin vermittelt, denn nachdem ihm in «seinem» Lokal in Zürich nach sieben erfolgreichen Jahren wegen Eigenbedarf gekündigt wurde, war er auf der Suche nach einem neuen Restaurant.

Traditionen erhalten

Wende konnte sich sofort mit der Bierhalle identifizieren, und sein Ehrgeiz, den traditionellen Geist ebendieser weiterleben zu lassen, war schnell geweckt. Dass es mit dem Hauseigentümer Adrian Leuthold so schnell zu einer Einigung kam, war ein Glücksfall. Der sei wirklich ein super Vermieter, nickt Wende. Nach dem Einbau einer neuen Küche – bei einem Wirtswechsel muss diese den aktuellen Standards entsprechen – wurde am 1. November 2017 die Wiedereröffnung als Speiselokal gefeiert. Klein, aber oho! Auf der Speisekarte finden sich Schweizer Spezialitäten, Wochenhits, Tagesmenüs, saisonale Spezialitäten und jeden Dienstag die beliebten Kalbsleberli. Die Speisen werden immer frisch zubereitet, selbst die Gipfeli und das Gebäck werden am Morgen früh nebst einem deftigen Frühstück für den Znüni selber hergestellt. «Ich will gute Küche zu fairen Preisen anbieten». Darum sei auch die Karte nicht zu gross. «Zudem biete ich (fast) nur das, was ich auch selber mag», zwinkert der gelernte Koch. Andreas Wende arbeitet möglichst mit regionalen Lieferanten.

Dhona Jane und Andreas Wende im Speisesaal der Bierhalle.  Werdegang Als Wende 1989 aus Berlin in die Schweiz kam, wurde aus den geplanten drei Monaten plötzlich ein Dauerengagement. Nachdem er als stellvertretender Geschäftsführer bei der Hotelkette Ibis erfolgreich das SwissBistro aufbaute – die das patentieren liess – zog es ihn von Grächen nach Zürich. Er arbeitete meist freiberuflich, erlangte in Zürich das Wirtepatent und führte später ein eigenes Lokal, bis es ihn nach Richterswil verschlug, wo der Gastwirt ein Jahr nach Eröffnung der Bierhalle auch privat seine Zelte aufschlug. Inzwischen ist Andreas Wende seit 34 Jahren in der Gastro- und Hotelleriebranche tätig. Im De-

(rb)

zember 2018 hat er Dhona Jane aus Cebu (Philippinen) geheiratet; sie unterstützt ihn vor allem im Service, gelegentlich hilft auch sein Sohn Maurice mit. Freundlich aufgenommen Es sei anfangs nicht einfach gewesen, gegen die Skeptiker anzukommen, welchen noch der ursprüngliche Gastbetrieb der Familie Gasparoli vertraut war. Dass sich einer dieser Sprösslinge, Daniel Gasparoli, über das neu eingekehrte Leben in der Bierhalle freut und sich persönlich dem neuen Gastwirt annahm, rechnet Andreas Wende ihm hoch an. «Er hat mir die Besonderheiten der Richterswiler Bevölkerung näher ge-

Dass er sein Lokal in diesem Traditionshaus führen darf, weiss der Allrounder zu schätzen. Das bereits seit 1717 als Wirtschaft betriebene Haus – damals noch Leuen genannt – hat eine lange Geschichte. Auch wenn der Ursprungsbau fünfzig Jahre später dem heutigen Gebäude weichen musste, wurde wieder ein Restaurant daraus. Um den vorletzten Jahrhundertwechsel herum erfuhr das Haus einen Umbau, bekam eine Terrasse und einen neuen Namen: Bierhalle. Geschäftsführer Andreas Wende hat alte Bilder in Schankraum und den beiden Sälen – die wieder offen sind für Privat-, Verein- und Firmenanlässe – aufgehängt. Zusätzlich hat er mit viel Aufwand eine Bildergalerie alter Fotografien und Zeichnungen von dem historischen Haus und Richterswil zusammengetragen und eingerahmt. Auch das schwungvolle Bierhallen-Logo hat er übernommen. Ein echter Fan halt. Mit noch vielen Ideen.  (rb) Restaurant Bierhalle Chüngengass 4, 8805 Richterswil Telefon 044 687 78 89 kontakt@bierhalle-richterswil.ch Öffnungszeiten: Mo–Fr 8.30– 24.00 Uhr, Sa 9.00–14.00 Uhr Tagesmenüs auf der Homepage ersichtlich: www.bierhalle-richterswil.ch Durchgehend warme Küche, Geschlossene Gesellschaften auf Anfrage


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FEUILLETON 

Engel und Dämonen streifen durch Wädenswils Wälder Der Richterswiler Schriftsteller Angelo Nero erweckt Schweizer Sagengestalten und Legenden zu neuem Leben. In seinem neusten Epos «Feuer und Finsternis» lässt er Vlad III. Dracul zusammen mit einem Halbgott durch unsere Gefilde streifen. Text und Bild: Reni Bircher Auf dem gewaltigen Bergmassiv des Pylatus im Herzen der Eidgenossenschaft lebt die Bruderschaft der Angelus Excubitor. Sie sind Nachfahren der Nephilim, mythologische riesenhafte Mischwesen, welche als neutrale Vermittler in der ganzen Welt geachtet sind. Die beiden Ordensbrüder Sariel il Nero und Vlad III. Dracul haben sich dem Schutz und der Verteidigung ihres Volkes verschrieben. Auf ihren Reisen begegnen sie unzähligen Gefahren und seltsamen wie unheimlichen Wesen. So entdecken sie beim Schwarzsee einen jungen Drachen, den sie auf den Pylatus mitnehmen. Oder müssen ein junges Mädchen aus den Klauen eines Hexenzirkels retten. In diesem Kapitel durchstreifen sie unter anderem den Krähenwald in Wädenswil, besuchen die Johanniterburg und nächtigen im Hof unterhalb des Reidholzes. Prächtige Buchausgabe Nachdem Angelo Nero den dritten Teil der Sage fertig geschrieben hatte, wurde ihm klar, dass er das in mehreren Teilen herausgebrachte Epos in einer Gesamtausgabe und mit ganz besonderem Erscheinungsbild veröffentlichen will. So kommt Ende Oktober ein gebundener, über 700 Seiten dicker Band mit Lesezeichenbändchen, schwarzem Seitenanschnitt und zahlreichen Illustrationen auf den Markt. In einem Spezialbundle gibt es hundert Ausgaben, welche einen vom Künstler «ibuki» gefertigten und handbemalten Drachenkopf beiliegt. Diese können nur direkt beim Schriftsteller bestellt werden. «Dies ist meine erste Veröffentlichung, für die ich so einen Aufwand betrieben habe», erzählt Angelo, und ist sichtlich stolz auf das Werk in seinen Händen. Dem Buch sind an den Buchdeckeln zwei handgemalte Schweizerkarten aus dem 15. Jahrhundert beigefügt, damit der Leser sich ein Bild machen kann, welche Reisen die beiden Protagonisten unternehmen. Diese wurden anhand langwieriger Recherchearbeiten gefertigt, welche das Land und seine Ortschaften und Namensgebungen zu der Zeit zeigen, in der sich die Geschichte abspielt. Die Recherchen werden aber auch

Angelo Nero mit einem der zahlreichen Bücher, in denen er mit Tinte und Feder seine Geschichten festhält. Neben ihm sein neuster Band «Feuer und Finsternis» mit dem Drachenkopf. auf die Protagonisten ausgeweitet. Gerade eine so vielschichtige Figur wie Vlad hat einiges an geschichtlichen Hintergründen zu bieten. «Mir ist wichtig, dass die Leserschaft die Beweggründe des allgemeinhin als Schlächter bekannten Fürsten aus der Walachei nachvollziehen können», erklärt Angelo seine Recherchen. Die Inspiration Manchmal ist es reiner Zufall, dass Angelo eine Sage oder Legende, eine spannende Figur entdeckt oder dass ihm jemand eine Geschichte erzählt. Etwa so wie ihm seine Oma vom Nekromanten vom Wallis berichtet hat, als er noch ein Kind war. Oder ein befreundeter Landwirt unterhalb des Krähenwaldes, der ihm den Tipp gab, sich einmal im Hexentäli umzusehen. Das sind Themen, denen Angelo nachgeht, weitergräbt, mehr darüber wissen will, um sie möglicherweise eines Tages in einem seiner Bücher auferstehen zu lassen. Inspiration liefert ihm auch Musik, dabei sind es nicht die Texte, sondern die Gefühle, welche bei dem Richterswiler beim Zuhören entstehen und eine Idee auslösen. Eine weitere Inspirationsquelle sind Zitate, die er gelesen oder gehört hat, einzelne Worte, die ihm zugeflogen sind. «Manchmal kommt mir etwas in den Sinn, wenn ich im Bett liege. Dann muss ich aufstehen und es niederschreiben, sonst ist nicht mehr an Schlaf zu denken», führt Angelo Nero aus.

Dieses Arsenal an Notizen sammelt er gewissenhaft. Macht er sich an ein neues Werk, nimmt er diese Zettel hervor, und sortiert sie aus. Er versucht die Worte in seinem Buch zu integrieren, will eine Verbindung zur Geschichte herzustellen. «Ich stelle mir dabei die Frage: was macht dieses Zitat mit mir.» Entweder passt es dann, oder wird wieder in die Zettelbox zurückgelegt. Sobald ein Buch beendet ist, werden die dazugehörigen Ideenspender vernichtet. Eine weitere Besonderheit des Worteschmiedes ist die Niederschrift seiner Bücher: diese werden mit Tinte und Feder handschriftlich in kleinen Büchern festgehalten, welche dann in einer schweren, hölzernen Truhe gesammelt werden. Für den dritten Teil von «Feuer und Finsternis»-Saga hat Angelo neun Bücher gefüllt. In die Tastatur hauen muss Angelo im Nachhinein selber, um das Manuskript für den Druck vorzubereiten, weil: «Meine Handschrift kann nicht von vielen entziffert werden», grinst er. Der Schriftsteller Vor 36 Jahren wurde Angelo Nero in Richterswil geboren. Nach turbulenten und nervenaufreibenden Jahren – vor allem für die Familie – als junger Mann, folgte eine 180-Grad-Wendung. Dies war die Geburtsstunde des Richterswiler Schriftstellers. Sein Erstling kostete ihn im wahrsten Sinne des Wortes einiges an Lehrgeld, und er blieb mehr oder weniger auf seinen Büchern sitzen. Bis ihm Iris Litschi, Geschäftsführerin der (ehemals) Papeterie Lüthy, den Rat gab, eine Autobiografie zu verfassen, denn sie kannte Angelos Geschichte. Der Erfolg gab ihr Recht, denn das Buch verkauft sich auch heute noch. Und jede neue Veröffentlichung von Angelo wird in der Papeterie aufgelegt. In den vergangenen zehn Jahren haben 14 Publikationen das Licht der Welt erblickt. Von einer weiteren Biografie über Western, ins Mittelalter bis zu den vorwiegend dem Fantasygenre zugrunde liegenden Werken, möchte sich Angelo nicht in ein Schema pressen lassen. Derzeit arbeitet er an einer Geschichte über Piraten. Das Buch widmet er seinem «Gottimeitli». An Ideen und Input-Zetteln mangelt es dem jungen Schriftsteller auf jeden Fall nicht. n Angelo Nero: «Feuer und Finsternis» CHF 44.– / im Bundle mit Drachenkopf: CHF 89.–; 725 Seiten. Altersempfehlung: ab 16 Jahren. ISBN 978-3-906953-04-5 Veröffentlichung: 31.10.2020 www.angelo-nero.ch


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Richterswiler Anzeiger 10-2020

Farbgeschichten im Paracelsus-Spital Unter dem Titel «Farbgeschichten» stellt Maltherapeutin Bernadette Gollmer zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern zahlreiche Werke in den Gängen des Paracelsus-Spitals aus. Text: Reni Bircher Bilder: zvg

Walter Bosshards Fotografien sind von mystischer Schönheit, und sie berühren jeden Betrachter, mit ihrem Blick auf Wunderbares, aber auch Grauenvolles.

Walter Bosshard – Der Samstagerer, der Gandhi und Mao fotografierte Dem Pionier des modernen Fotojournalismus vom «Frohberg» in Samstagern ist erstmals eine Ausstellung in seiner Heimatgemeinde gewidmet. Den Grundstein für seine Karriere legte Walter Bosshard 1927/28 als Fotograf der Deutschen Zentralasien-Expedition, die ihn in den Himalaya und die Taklamakan-Wüste führte. Mit Bildern und Texten von dieser Reise etablierte er sich als Fotojournalist und trug massgeblich zu diesem neuen Stil der Berichterstattung bei. Schon 1930 erhielt er von der Münchner Illustrierten Presse und der damals führenden Berliner Fotoagentur Dephot einen grossen Auftrag: Während rund acht Monaten konnte er Indien bereisen, um über die Unabhängigkeitsbewegung zu berichten. Dabei gelangen ihm einige sensationelle Gandhi-Porträts, die um die Welt gingen. 1933 verlegte Bosshard seinen Wohnsitz nach Beijing und wur­ de einer der produktivsten und angesehensten Asien-Korrespondenten. Seine Bildberichte vom japanisch-chinesischen Krieg sowie sein Besuch als erster westlicher Journalist bei Mao Zedong fanden riesiges Interesse. Seine wichtigsten Plattformen waren die Berliner Illustrirte Zeitung und weitere Medien des

Walter Bosshard war jahrzehntelang in Kriegsgebieten unterwegs und hat mit seinen Fotografien und als Kriegs-Korrespondent weltweit Anerkennung gefunden.

Ullstein-Verlags, die Münchner Illustrierte Presse und die Zürcher Illustrierte. Später kamen amerikanische und englische Medien, wie Life und Picture Post, dazu, bevor er schliesslich eine feste Stelle als Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung annahm. In der von Heinz Jucker gestalteten Ausstellung im Ortsmuseum Haus zum Bären sehen die Besucherinnen und Besucher Walter Bosshards beste Fotografien, seine Bücher, persönliche Gegenstände und Dokumente sowie Presseartikel.  (e) Öffnungszeiten siehe Inserat.

Die Bilder entstanden in den letzten Jahren im Atelier «Licht, Finsternis und Farbe» in Rüti und erzählen ganz persönliche Geschichten, zeigen die inneren Prozesse, die bei jedem einzelnen stattgefunden haben. Mit «Licht, Finsternis und Farbe» wird gleichzeitig eine der Malweisen aus der anthroposophischen Maltherapie bezeichnet. Die englischen Künstlerin Liane Collot d’Herbois entwickelte diese besondere Schichttechnik mit Aquarellfarben, in der sie geisteswissenschaftlichen Forschungen Rudolf Steiners zu einer Farbenlehre weiterentwickelte, um die Zusammenhänge der menschlichen Wesenheit aufzuzeigen. Anhand der Bilder liessen sich bei Menschen jeden Alters Diagnosen zu Krankheiten und Veranlagungen stellen, was eine wertvolle Hilfe war für die Ärzte. Die stark verdünnten Farben werden auf dem trockenen Blatt in mehreren Schichten aufgetragen. Diese Art des LichtFinsternis-Malens wird zu einer Entdeckungsreise, regt die Heilungsvorgänge an und wirkt ausgleichend auf die Seele. Zudem ist sie für jedermann leicht zugänglich. Fünfzehn Jahre lang hat sie im Paracelsus-Spital Richterswil als

Maltherapeutin gearbeitet. Für sie bedeutet Kunst eine Brücke zu neuen Ufern, für die Patientinnen und Patienten eine Möglichkeit, die Selbstheilungskräfte und das Vertrauen in die Behandlung zu stärken. «Künstlerisches Tun durchwärmt und weitet den Blick über den schmerzhaften Moment hinaus zu erneuernden Lebenskräften», ist Gollmers Überzeugung. Für Bernadette Gollmer ist die Ausstellung eine Art Finissage, denn sie geht ab diesem Oktober in Rente. Dass die Arbeiten von ihr und ihren Schülerinnen und Schüler für die nächsten Monate im Spital bewundert werden können, das freut sie sehr. «Ich empfinde sehr grosse Dankbarkeit gegenüber all den Patientinnen und Patienten, die ich in den Jahren begleiten durfte», erzählt die Maltherapeutin. «Sie haben das Paracelsus-Spital Richterswil vertrauensvoll aufgesucht. Dafür soll die Ausstellung ‹Farbgeschichten› stehen.» Es werden Werke von Marianne Diel, Bernadette Gollmer, Franz Häfliger, Trudi Halter, Ruth Kuster, Verena Metzger, Ursula Mühlethaler und Lucia Pelloni gezeigt. Die Kontaktdaten aller Künstlerinnen und Künstler sind auf der Bilderliste vermerkt. n Ausstellung: «Farbgeschichten» 3. Oktober 2020 bis 31. März 2021, jeweils von 8.00–18.00 Uhr Paracelsus-Spital Richterswil Bergstrasse 16, 8805 Richterswil Telefon 044 787 21 21 info@paracelsus-spital.ch, www.paracelsus-spital.ch Bitte melden Sie sich beim Empfang als Ausstellungsbesucher an.


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Dialog sorgt für individuelle Interpretationen, neue Sichtweisen, spannende und humorvolle Momente. Das neue Angebot findet in der Gemeindebibliothek statt. Text: Reni Bircher Bild: zvg

1967 Mit Krankheit oder Behinderung älter werden – was dann? 6 Non-Profit-Organisationen unterstützen betreuende Angehörige und beantworten Fragen.

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Susanna Ricklin, seit vielen Jahren in der Bibliothek Richterswil tätig, hat sich 2018 bei «Shared Reading Deutschland» und Bibliosuisse zur Shared-ReadingGruppenleiterin – dem sogenannten Facilitator – ausbilden lassen. In ihrer Funktion als Bibliothekarin sei sie immer wieder darauf angesprochen worden, wann sie einen eigenen Lesezirkel ins Leben rufe. Dieses Format habe sie aber nie richtig angesprochen: «Dass die Teilnehmenden vorgängig – quasi als Hausaufgabe – ein Buch lesen müssen und sich mit dem Autor beschäftigen, um dann in einer Runde das neue Wissen preiszugeben, das wollte ich nicht». In der Zeitschrift «Bibliosuisse Info» hat Ricklin dann etwas über Shared Reading gelesen und gewusst: Das ist es! «Es war ein grosses Glück für mich, dass ich mich im Pilotprojekt als Facilitator, als Leseleiterin, ausbilden lassen konnte», erklärt sie entschieden. Kein Vorwissen nötig

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Die Voraussetzungen sind für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich: Es benötigt keine Grundkenntnisse, kein Vorwissen, keine Vorbereitung. Es geht einzig um das Zuhören, das Gehörte auf sich wirken lassen – und ganz ehrlich: wann wurde Ihnen das letzte Mal etwas vorgelesen? Wer danach Lust hat, darf sich zum Text äussern, es darf debattiert werden, jeder kann sagen, was er denkt und fühlt. Jeder darf, keiner muss, denn Shared Reading soll offen und unangestrengt anre-

einen ambitionierten Literaturkreis ins Leben rufen, sondern die wohltuende Entfaltung von Texten und Wörtern fördern», erklärt die Bibliothekarin. Selbst wenn jemand sich noch nie an ein Buch gewagt hat, hier gilt: Wer zuhört, der gehört bereits dazu. In den grossen Bibliotheken in Zürich, Bern, Chur, Zug, Luzern finden seit dem Pilotprojekt 2018 regelmässig Shared Readings mit grossem Erfolg statt. Susanna Ricklin war mehrfach als Teilnehmende dabei, hat selbst aber schon Anlässe in den Stadtbibliotheken Aarau und Chur geleitet sowie am Jahresanlass für Bibliohekarinnen und Bibliohekare in Solothurn quasi als Botschafterin für Shared Reading fungiert. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Dort, wo das gemeinsame Lesen bereits seit längerem angeboten wird, gibt es bereits Stammpublikum. Ricklin wünscht sich, dass es in Richterswil auch mal soweit kommt. Ursprung in England Entstanden und entwickelt wurde das Shared Reading von Dr. Jane Davis. Sie führte 2002 an der Universität in Liverpool Kurse durch, welche das Lesen und die Kommunikation zwischen Lesenden und Text und den Dialog zwischen Lesenden über das Gelesene in den Mittelpunkt stellte. Die positiven Erfahrungen dort führte zu weitergreifenden Projekten, die «The Reader Organisation» wurde gegründet und der Begriff Shared Reading wurde zum Markenzeichen dieser Methode, Menschen aller Bevölkerungsschichten an Literatur heranzuführen. Inzwischen bestehen zahlreiche solcher Lese-Gruppen auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Infolge des Corona-Lockdowns hat Susanna Ricklin die fürs Frühjahr 2020 geplanten Sessions online via Videokonferenz-


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Richterswiler Anzeiger 10-2020

Eine Gruppe von Interessierten trifft sich unter der Leitung eines ausgebildeten Vermittlers, des Facilitators, zum Vorlesen und Diskutieren von ausgewählten Texten. plattform «Zoom» stattfinden lassen. «Auch diese aus der Not entstandene Variante war eine sehr bereichernde und schöne Erfahrung – sowohl für mich als auch für die Teilnehmenden». Ihrer Meinung nach unterstützen diese bezirksbezogenen Online-Leserunden im Rahmen einer Vernetzung das Projekt, Bibliotheken zu mehr Offenheit, Austausch und Begegnung zu bewegen. «Ich freue mich aber darauf, die Treffen ab Oktober wieder am runden Tisch in den Bibliotheken Thalwil und Richterswil durchzuführen», erklärt die Bibliothekarin. Sollte es wegen Corona nicht möglich sein, ist sie aber auch durchaus bereit, das Format erneut online anzubieten. Obwohl die Philosophie von Shared Reading eigentlich

keine Anmeldung verlangt – man soll sich auch spontan dazusetzen können –, muss man sich aufgrund der speziellen Situation nun für jedes gewünschte Datum anmelden, damit die Teilnehmerzahl bekannt ist. Auch am grossen Tisch in der Bibliothek soll der Abstand gewährleistet sein und die Zahl der Teilnehmenden somit begrenzt. n Shared Reading in der Bibliothek Richterswil, Friedenstrasse 8 jeweils donnerstags von 19.30– 21.00 Uhr: 22.10.; 5. und 19.11.; 3. und 17.12.; 14. und 28.1.2021; 11.2.2021 Anmeldung per Mail an: shared-reading@gmx.ch www.wortwelten.ch www.shared-reading.ch

03.11.2020 

15.11.2020

Vortrag: Essstörungen bei Jugendlichen unter dem Deckmantel der Gesundheit Elternmitwirkung Schule Richterswil Samstagern und Elternverein Richterswil Samstagern Gesund und im Gleichgewicht durch die Pubertät. Eine zunehmende Zahl Jugendlicher und neuerdings auch Kinder ist unteroder übergewichtig. Das Spannungsfeld in der Pubertät wird immer grösser, die Einflussfaktoren immer vielseitiger. Eintritt frei. Ohne Anmeldung. Plätze begrenzt wegen Corona-Schutzkonzept. 19.30–21.30 Uhr, Singsaal Schulhaus Boden, Göldistrasse 19, Richterswil

Jahreskonzert Gospelchor Wädenswil Gospelchor Wädenswil Leitung: Adeline Marty Gemäss Schutzkonzept ist die Anzahl Plätze für die Konzerte beschränkt und es gilt eine Anmeldepflicht über www.gcw.ch 17.00 Uhr sowie um 19.30 Uhr Katholische Kirche Richterswil

04.11.2020 Ernährung. Iss dich gesund. Offenes Forum Richterswil-Samstagern Die Mitbegründerin einer modernen Genossenschaft trifft einen Biobauer. Mit Gabriela Eggler und Martin Blum. 20.15 Uhr, Aula im Schulhaus Feld 2, Richterswil Gestern – Heute – Morgen Gemeinde Richterswil Informationsveranstaltung 20.00 Uhr, Haaggeri-Saal Samstagern

05.11.2020

21.10.2020

23.10.–22.11.2020

Mittagessen Pro Senectute Pro Senectute Richterswil An- und Abmeldungen bei Ruth und Hans Diem, Tel. 044 784 25 14 oder ov.richterswil@pszh.ch 12.00 Uhr, ref. Kirchgemeindehaus Rosengarten, Dorfstrasse 75, Richterswil

Erzählcafé – Geschichten, die das ­Leben schrieb: Auf Indianerspuren InfoPunkt•Alter Moderation Gabriela Giger, Tel. 044 687 13 32, gabriela.giger@pszh Eintritt frei, Anmeldung erforderlich! 14.15–16.00 Uhr, InfoPunkt•Alter, Dorfstrasse 11

Ausstellung: Walter Bosshard – Der Samstagerer, der Gandhi und Mao fotografierte Ortsmuseum Richterswil Haus zum Bären, Dorfbachstrasse 12 Öffnungszeiten siehe Inserat Seite 4

Shared Reading Gemeindebibliothek Richterswil Moderation: Susanna Ricklin, Anmeldung: shared-reading@gmx.ch 19.30–21.00 Uhr, Bibliothek Richterswil, Friedenstrasse 8

27.10.2020

10.11.2020

Wanderung: Hirzel–Hausen a.A. Pro Senectute Wandergruppe Route: mittel Kontakt: sg.zimmerberg@gmail.com

Wanderung: Biberbrugg– Schwantenau–Biberbrugg Pro Senectute Wandergruppe Route: einfach Kontakt: sg.zimmerberg@gmail.com

22.10.2020 Shared Reading Gemeindebibliothek Richterswil Moderation: Susanna Ricklin, Anmeldung: shared-reading@gmx.ch 19.30–21.00 Uhr, Bibliothek Richterswil, Friedenstrasse 8

03.–08.11.2020 Kerzenziehen mit Bienenwachs Forum Samstagern ABGESAGT

14.11.2020 Räbenchilbi ABGESAGT

18.11.2020  «SBB Mobile App»-Kurs InfoPunkt•Alter Moderation Gabriela Giger, Anmeldung: Tel. 044 687 13 32, gabriela.giger@pszh 14.00–16.00 Uhr, Gemeindehaus, 2. Stock, Seestrasse 19, Richterswil

19.11.2020 Shared Reading Gemeindebibliothek Richterswil Moderation: Susanna Ricklin, Anmeldung: shared-reading@gmx.ch 19.30–21.00 Uhr, Bibliothek Richterswil, Friedenstrasse 8

24.11.2020 Erzählcafé – Geschichten, die das Leben schrieb: Freundschaft InfoPunkt•Alter Moderation Gabriela Giger, Tel. 044 687 13 32, gabriela.giger@pszh Eintritt frei, Anmeldung erforderlich! 14.15–16.00 Uhr, Bibliothek Richterswil Wanderung: Kombiwanderung zum Saisonabschluss im Raum Wädenswil-Au Pro Senectute Wandergruppe Route: einfach/mittel Kontakt: sg.zimmerberg@gmail.com

02.12.2020 Gemeindeversammlung Traktanden: Jahresrechnung 2019; Budget 2021; Privater Gestaltungsplan Burgmoos 20.00 Uhr, ref. Kirche Richterswil

03.12.2020 Gemeindeversammlung Traktanden: Initiative Tempo-30-Zone Feld; Initiative Verkehrsberuhigung Stationsstrasse Samstagern 20.00 Uhr, ref. Kirche Richterswil

Profile for Baumgartner Stefan

WARA20-10  

Der Wädenswiler / Richterswiler Anzeiger im Oktober 2020.

WARA20-10  

Der Wädenswiler / Richterswiler Anzeiger im Oktober 2020.

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