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Das Gras Draußen scheint die Septembersonne. Aber ich sehe nur den Berg Hausarbeit, der sich vor mir auftürmt. Erst als mein Mädchen sich seufzend ins Gras sinken lässt, sehe ich, wie wundervoll es draußen ist. Ausgestreckt liegt sie da, und ich bin sicher, dass jeder Zentimeter ihres luftig bekleideten Körpers jeden einzelnen feuchtfröhlichen Grashalm unter sich spürt. Ich sehe ihre Zufriedenheit, ich spüre nun auch die Einladung, ich weiß, dass der Sommer zu Ende geht. Dennoch versorge ich erst noch die Wäsche, erledige Anrufe, reinige den Backofen. Bis ich rauskomme, liegt der Garten im Schatten und die Sonne ist zu anderen Menschen gewandert, ihre Einladung unaufdringlich wiederholend. Ich stehe draußen wie bestellt und nicht abgeholt und habe das Gefühl, mit der Sonne auch das Leben verpasst zu haben. Konnte ich nicht einen Augenblick innehalten?

gibt Gott mit Licht für meine Seele, Boden unter meine Füße, Kraft für meine Arbeit, Worte für mein Herz, neues Vertrauen. Duft, Essen, Musik und Blumen, Blumen. Ich will Sonne auf der Haut fühlen. Wind und Regen im Gesicht. Wärme, erdige Luft riechen. Den Vögeln zuhören. Schmetterlingen beim Tanzen zusehen. Den Geschmack der Erdbeere kosten. Dem Leben in die Augen blicken. Hinter allem Gott wissen. Ich möchte mein Leben nicht einfach verstreichen lassen. Morgen liege ich in der Sonne. von Bianca Bleier

„… denn er hat euch viel Gutes getan. Ihm verdankt ihr den Regen und die guten Ernten; er gibt zu essen und schenkt Freude.“ Apg. 14, 17

Folge ich den Einladungen des Lebens, an seinen Festen teilzunehmen, oder bleibe ich außen vor? Klage ich über Überforderung und lehne dennoch Gottes Aufforderung zum Feiern ab?

Das Leben ereignet sich in der Wirklichkeit des Augenblicks. Jeden Tag


Ohne mich könnt ihr nichts tun - Gott Es war ein starker Augenblick, als der bekannte Philosoph Jürgen Habermas bei einer Rede in der Paulskirche, dem Kulturtempel der Stadt Frankfurt, leidenschaftlich erklärte, er möge es sich nicht vorstellen, dass ein Kind eines Tages sagen müsse, sein Vater sei ein Ingenieur. Gemeint war die Herstellung von Menschen im Labor. Dabei nahm der Philosoph, der sich gelegentlich als „religiös unmusikalisch" erklärte, den Schöpfungsbericht der Bibel und das 1. Gebot als Grundlage seines Denkens. Es war eine starke „Predigt", die man von diesem Philosophen nicht erwartete. Aber was wir doch alles ganz ohne Gott tun und machen können! Unsere Religion heißt „die Machbarkeit aller Dinge". Was wir machen können, tun wir auch. Da fragen wir nicht nach Gott. Ethisch sind wir platt, da geht auch die Moral vor die Hunde. „Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie." (Stanislaw Lee) Hart aber wahr. Wir stoßen jeden Tag neu darauf. Nicht nur in den Chefetagen der Konzerne, auch in unserem persönlichen Umfeld. Das englische Parlament verabschiedete kürzlich eine Reihe von Entscheidungen zu Genmanipulationen, die in Deutschland bislang abgelehnt wurden. Forscher und Bioingenieure dürfen dort nun menschliches Erbgut in tierische Eizellen

verpflanzen, um an diesem Mischwesen Forschung zu betreiben. Und noch vieles mehr. Das geklonte Schaf Dolly war wohl nur der Anfang. Das ist keine Abneigung gegen die Wissenschaften, jedoch eine nachdenkliche Reaktion. „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei!" So spricht Gott in einem geheimnisvollen Wort. Man lese die ersten Seiten der Bibel, um die tiefgründige Lehre Israels zu meditieren. Niemand muss denken, dass es sich um eine wissenschaftliche Darstellung der Entstehung der Welt und des Menschen handelt. Es ist die Lehre der frühen Theologen und Priester Israels, dass Jahwe, der HERR, der eine und einzigartige Schöpfer aller Dinge ist. So bringt das Bekenntnis Israels zum lebendigen Gott Klarheit in die dampfende Götterwelt jener Zeit „Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott, gebt unserm Gott die Ehre ". Das ist der Grundton von allem Der „Schöpfungsbericht" ist ein Hymnus auf die Macht und Herrlichkeit Gottes. Lehre

und Lobgesang in einem Akt. Das hat weder mit der Evolutionslehre Darwins zu tun, noch mit den Kreationisten, die durchsetzen möchten, dass die Bibel den Anspruch erhebt, den Verlauf der Schöpfung fast historisch zu dokumentieren. Das müsse man glauben, anders sei man kein wahrer Christ. Ein


völlig unnützer Fundamentalismus, der keinen Halt an der Absicht der alten Theologen Israels hat. Niemand soll glauben müssen, dass die Erde, der Mensch und das ganze Universum in sechs Tagen a 24 Stunden von Gott ins Leben gerufen wurde. Und das auch noch in etwa 6000 Jahren der naiv nachgezählten Zahlen der biblischen Geschichtsbücher. Keiner soll sich mit solch unnötigen Zweifeln plagen müssen. Niemand muss sein Gehirn abstellen, um so ein Gott angenehmes Werk zu tun. Er soll Gott danken, dass er ein Mensch auf Gottes Welt sein darf. Und begreifen, dass Gott auch ihn gebrauchen will als seinen Mitarbeiter auf dieser Erde. Ohne mich könnt ihr nichts tun. - Gott. Ein radikales Nein gegen unsere „GottSpielereien" Und das auf allen Gebieten. Wir tun gewiss auch Gutes, doch leider auch viel Böses. Wir machen Fabriken und Maschinen. Wir machen Flugzeuge und Bomben. Wir spalten die Atome und erschrecken damit die Völker. Wir machen Krieg und machen Menschen tot. Wir

machen Millionen Sachen und wollen vor allem Erfolg. Gott möchte, dass wir „Frucht bringen". Gutes wirken, Menschen lieb haben. Füreinander beten. Andere zu Gott führen. Unserem Gott an jedem Tag neu danken für unser Leben. Mit ihm können wir viel tun, sehr viel, er hilft uns dabei. So wird unser Leben „fruchtbar". „Ich will euch segnen und ihr sollt ein Segen sein " Das ist Gottes Absicht mit uns. Sie und ich, wir sollen/können für andere ein Segen sein. Johannes Hansen (www.pfarrer-johanneshansen.de.vu)

Ohne mich könnt ihr nichts tun - Gott Quelle: www.gott.net


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