a product message image
{' '} {' '}
Limited time offer
SAVE % on your upgrade

Page 1

Titel­Master_Layout 1 16.12.2019 13:26 Seite 1

INTERIEUR & WOHNEN

JANUAR/FEBRUAR/MÄRZ 2020

01/2020


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:44 Seite 002

handmade in black forest www.herner.de

07720 / 97970


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:45 Seite 003

Unser Titelbild stammt diesmal aus einem exklusiven Appartement in Moskau. Bild: Covet House/ Sergey Krasyuk

wohnfühlen Willkommen bei der neuen Ausgabe von INTERIEUR & WOHNEN. Auch wenn es aktuell draußen noch ungemütlich kalt ist, freuen wir uns mit dieser Ausgabe bereits auf den Frühling. Schließlich sind es nur noch wenige Wochen bis die Sonne wieder die Oberhand gewinnt – und das die Tage schon wieder länger werden lässt uns hoffen. Aber selbst bei Regen und Schnee bleibt uns dieses wunderbare „wohnfühlen“ wie wir es auf dem Titelbild ankündigen. Dazu brauchen wir nur eine kuschelige Decke (auf Seite 12), die passenden Inspirationen für das eigene Zuhause aus unseren Wohngeschichten und einen Teller lecker Himbeer-Macarons (Seite 98). Und wenn es dann schon bald wieder nach Flieder duftet (Seite 90) ist auch der Frühling wieder bei uns eingezogen. Bis dahin können Sie ja ein langes Bad nehmen. Ideen für Ihr eigenes Home-Spa bekommen Sie in unserem Special ab Seite 65. Wie in unserem Beispiel ab Seite 66. Dort zeigen wir ein kleines Bad mit großen Ambitionen. Es befindet sich im zweiten Obergeschoss einer Villa in der Nähe von Basel. Geplant wurde es für den vierzehnjährigen Sohn der Familie, der nun über seine ganz eigene Wohlfühlzone verfügt. Wer kann, der kann. Doch jetzt sind Sie an der Reihe, viel Spaß beim Lesen der Frühlings-Ausgabe von Interieur & Wohnen.

Bleiben Sie stilvoll!

Heiko Heinemann Herausgeber

003


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:45 Seite 004

inhalt

16

JANUAR / FEBRUAR / MÄRZ 2020

004

MARKEN GEWUSST Ein Sofa von Ihrer Lieblingsautomarke? Diese Möbel machen es möglich.

10

LAMPENFIEBER Wenn es draußen dunkel wird, schalten wir jetzt diese Lampen und Leuchter ein.

12

ZEIT ZUM KUSCHELN Wenn es draußen kälter wird, holen wir diese Decken, Kissen und Sessel raus.

16

GOLDEN TWENTIES Die goldenen Zwanziger wieder aufleben lassen, gelingt diesem Paar.

30

VERY CHARMING! Ein Globetrotter-Pärchen und ihre umgebaute Scheune mit Kuschelfaktor.

42

BLAUE STUNDEN Patrick und Sandy leben in einem Townhouse in London mit Cottage Feeling.

54

OBEN ANGEKOMMEN Downsizing in gelungener Form und mit einem phantastischen Blick.

65

BAD & WOHNEN Das große Special mit den schönsten Bad-Designs der Saison.

82

PARIS MON AMOUR Sie haben die ganze Welt gesehen. Nun sind sie in Paris zur Ruhe gekommen

90

IMMER WIEDER: FLIEDER Wir bereiten uns auf den Frühling vor. Mit diesen Deko-Tipps für Flieder.

94

FESTLICH GEDECKT IM FRÜHLING Diese Inspirationen für Ihren Frühlingstisch sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

98

UNSER REZEPT-LIEBLING Diese Himbeer-Macarons sind garantiert ein Gedicht für alle Sinne.

100

GEKONNTE KONTRASTE Kommen Sie mit uns nach Moskau. In ein Appartement voller farblicher Akzente.

110

UNSER ABO-ANGEBOT Nutzen Sie unsere attraktiven Prämien für regelmäßige Leser.

112

IMPRESSUM Die Mitwirkenden an dieser Ausgabe von Interieur & Wohnen

114

VORSCHAU Ein kleiner Ausblick auf ein Thema in der nächsten Ausgabe.

30

42

82

08

100


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:45 Seite 005

Fussböden

Kamine

Antik

Einrichtung

Rijksstraatweg 23 • NL-1396 JC Baambrugge • Telefoon: +31 294 29 37 77 • Direkt an der A2 Amsterdam-Utrecht Ausfahrt Abcoude • info@pietjonker.nl • www.pietjonker.de • Dienstag-Samstag 10.00 bis 17.00 Uhr


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:45 Seite 006

inhalt

JANUAR / FEBRUAR / MÄRZ 2020

Seite 65

BAD-SPECIAL Die schönsten Bad-Designs der Saison. Plus: Bäder zum Träumen als Inspiration für Ihr eigenes Home-Spa.

006


Einstieg_Layout 1 16.12.2019 14:45 Seite 007


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 008

M U S T - HAVES

MARKEN GEWUSST

Ein Sofa von Ihrer Lieblingsautomarke oder eine Leuchte, passend zum Abendkleid? Diese Möbel von berühmten Marken machen es möglich. BENTLEY: Wie in einem Fahrzeug der Edelmarke sitzt man auf dem „Westbury“ Sofa von Bentley. Inklusive der Holzeinsätze aus poliertem Makassar-Ebenholz. www.luxuryliving group.com

BUGATTI: Inspiriert von den Supersportwägen der Edelmarke ist die „C-AIR Lamp“ von Bugatti. Eigentlich also Lichtgeschwindigkeit. www.bugatti.com

HERMES: Mit einem Preis von 33,600 $ ist die „Matieres“ Tagesliege von Hermes ähnlich exklusiv, wie alles andere aus den Luxusimperium. www.hermes.com

FENDI: Die Manschettenknopf-Leuchte mit Messingdetails von Cristina Celestino für Fendi Casa ist eine echte Perle der Leuchtenkunst. www.fendi.com

FENDI: Der Sessel „Anna“ von der italienischen Modemarke Fendi, mixt gekonnt feines Leder mit Holz. Auf Wunsch auch mit Logoaufdruck. www.fendi.com

TRUSSARDI: Designer Carlo Colombo hat sich bei dem Schrank „Deven“ aus der Fashionwelt inspirieren lassen. www.luxuryliving group.com

HERITAGE: Das „Miller“ Sofa aus der Heritage Collection interpretiert zeitgenössische Designelemente mit einer klassischen Farbgebung.

008


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 009


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 010

M U S T - HAVES

LAMPENFIEBER

01

Wenn es draußen dunkel wird, schalten wir jetzt diese Lampen und Leuchter ein.

03

02 04 05

06

010

«01» Die „Helios Brass“ Tischlampe von Acanthus Studio ist von Hand gefertigt und macht mit ihrem runden Marmorsockel und der Messingstruktur eine gute Figur. www.acanthusstudioroma.com «02» Die „Orna Lampen“ von Kontra deuten mit ihrem Gerüstdesign viktorianische Formen an. In drei Farben. kontraist.com «03» Pailletten-Chic in Messing mit der „Mesh Pendant“ Lampe von Cosmo. Garantiert ein glänzender Eindruck über dem Esstisch. www.mydesign 24.com «04» Die Leuchten-Serie „Prag“ von Villeroy & Boch ist urbaner Purismus, perfekt zum Kombinieren. Die goldene Stadt in den eigenen vier Wänden. Der Fuß besteht aus hochwertig poliertem Edelstahl, der Schirm aus beigem Stoff. www.villeroy-boch.de «05» Einen Bogen von modernem Design zu klassischer Leuchteneleganz spannt die „Arc Collection“ von Ilumi. www.ilumilighting.com «06» Mehr Lampe als Spiegel: „Azar“ aus der Nest-Kollektion von Smania. www.smania.it «07» Ein Erlebnis für alle Sinne: die Tripod-Leuchte mit Schirm aus echtem Almheu. www.proidee.de

07


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 011


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 012

M U S T - HAVES

ZEIT ZUM KUSCHELN

Wenn es draußen kälter wird, holen wir aktuell diese Kuschelkollektionen raus.

STEFANIE GRAF BY FEILER – IT´S A MATCH! Seit 2019 ist die

Spitzensportlerin das Gesicht der Textil-Traditionsmarke FEILER. „Dieser Moment, wenn man sich nach dem Duschen oder Baden in die samt-weichen Chenille-Handtücher hüllt, ist für mich jedes Mal ein Wohlfühlerlebnis“, erklärt Stefanie Graf ihren Inspirationsgedanken zur Kollektion SPRING BREEZE. www.feiler.com

SCHLAF GUT Wir decken uns diesen Winter mit Bettwäsche von Curt Bauer-Textilien ein. Schon bei der Herstellung erlaubt sich das traditionsreiche Unternehmen den Luxus, nicht an Schnelligkeit und Profitmaximierung zu denken. www.curt-bauer.de

POLSTERMÖBEL: Per se gemütlich ist der Sessel „Dolognon“. Ein Hauch Louis-Quinze schwingt im charmanten Design dieses handgearbeiteten Sitzmöbels definitiv auch mit. www.loberon.de

012

PLAID GEHT IMMER: Sanft ziehen sich die kleinen Hügelchen über das Strickplaid „Landscape“ hinweg und sorgen für einen echten Blickfang. Genießen Sie die tollen Eigenschaften der Schurwolle, die angenehm wärmt. www.schlaf-und-raum.de


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 013

F Ü R M A N C H E I S T S C H L A F E T WA S , DA S E I N FAC H PA S S I E R T. BEI SOMNUS GESCHIEHT DIESES DURCH DESIGN. Unsere Handwerkskunst, kombiniert mit unseren innovativen ,,Sensa Intelligent Pocket Springs’’ und selbst erzeugten natürlichen Füllungen, machen jedes Bett einzigartig. H A N D M A D E I N ENGLAND S I N C E 1 840

W W W. H A R R I S O N S P I N K S . C O . U K / S O M N U S


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:47 Seite 014

M U S T - HAVES

FRÜH JA Das neue Jahr ist endlich angebrochen. Nach einem langen, kalten und vor allem dunklen Winter freuen wir uns schon auf den März. Er bedeutet Neubeginn. Startschuss in die neue Gartensaison. obald der Boden warm genug ist, geht die Arbeit los. Die Erde, vom Winter steinhart, muss erst mal umgegraben und gelockert werden. Nach der ersten Stunde, wenn der Rücken anfängt, sich bemerkbar zu machen und sich an den Händen die ersten Blasen einstellen, hilft nur noch die Feststellung, dass Gartenarbeit aktive Bewegung ist und man gerade jede Menge Kalorien verbraucht. Außerdem: Arbeit im Freien tut gut, der Körper nimmt immerhin das nützliche Vitamin D auf. Die Knochen werden gestärkt – heißt es. Aber kann man sich nicht heutzutage alles irgendwie schönreden? Doch der erste Schritt ist getan. Unser Gärtnerherz hüpft vor Und plötzlich, wie von Zauberhand, sehen wir die erste Reihe Glück. Nun kommt der nächste Schritt. Hobbygärtner sind mit einem zarten grünen Flaum. Dieser wird nun vehement gegen Sammler und in der Regel werden erst mal sämtliche Garten-, Schnecken,Wühlmäuse oder Rehe verteidigt. Ein Frühbeet-Vlies Bau-, und Supermärkte unsicher gemacht. Kein Ständer mit irwird gespannt, Folientunnel angelegt und jeder kleinste Zipfel gendwelchen Saaten bleibt achtlos an der Seite stehen – immer von Unkraut herausgerissen. Um die Setzlinge kommt eine auf der Suche nach einer neuen Sorte, die noch besser ist als die Schicht Mulch aus Strohpellets oder reinem Stroh. Das hält zuvom letzten Jahr. Da kommen Fragen auf, wie zum Beispiel: Wo mindest schon mal die Schnecken davon ab, darüberzukriechen, bekommt man das beste Ochsenherz? Der Gemüsegärtner weiß unterdrückt Unkraut und lockert die Erde. Und wer ein richtiger natürlich gleich, dass damit eine dicke rote wohlschmeckende Hobbygärtner ist, der lässt es sich auch nicht nehmen, jeden ZenTomatensorte gemeint ist. Nun geht es aber auch los. Alle vertimeter Wachstum seines Zöglings mit der Kamera zu dokumenfügbaren Fensterbänke werden mit tieren und diese stolz wie Oskar Töpfen zugestellt, wo nur braune auch wirklich jedem zu präsentieUND PLÖTZLICH, WIE Erde zu sehen ist. Jeden Tag schauen ren, den es interessieren könnte. VON ZAUBERHAND, SEHEN Willkommen Frühling! Irgendwie wir genauestens hin und suchen nach dem ersten kleinen grünen bist du doch die schönste JahresWIR DIE ERSTE REIHE Hälmchen, das sich aus der Erde zeit. Alles beginnt von vorne – quält und träumen schon von einer auch die Rückenschmerzen und MIT EINEM ZARTEN großen Ernte! Nun heißt es warten. Misserfolge im Beet. Aber aufgeGRÜNEN FLAUM. Noch schauen die Beete trostlos aus. ben? Gibt es bei uns nicht!

014


News 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:48 Seite 015


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 016

GOLDEN TWENTIES Die goldenen Zwanziger wieder aufleben lassen - einem Ehepaar aus Chicago gelingt das ausgezeichnet. Fotos: Bjรถrn Wallander/OTTO

016


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 017

Damit die gedämpften Farben nicht kalt wirken, tauchen in fast jedem Raum satte BlautÜne auf.

017


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 018

Die Wohnung befindet sich im Palmolive Building, einem Art-Deco-Wahrzeichen in Chicago von 1929 mit Blick auf den Michigansee.

018


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 019

Die Einrichtung orientiert sich an der Tradition der Wohnung und an der Leidenschaft der Hausbesitzer fßr Antiquitäten. Das Ergebnis ist ein Interieur, das raffiniert aber nicht steif ist.

019


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 020

Weiße Schränke, Arbeitsplatten und Kacheln aus glasierten Ziegeln erweckten die bisher glanzlose Küche zu neuem Leben.

020


Objekt 1 Otto_Layout 1 18.12.2019 14:18 Seite 021

« Lieber warten wir, bis das richtige Stück, also die Bank, die Vase oder das silberne Tablett, erscheint, als etwas zu nehmen, das nicht rundum befriedigt. » Sarah Dawson

021


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 022

Klassisch Wohnen: Das Paar lädt gerne Gäste ein. Oft hören sie dann von den begeisterten Besuchern: „Euer Heim ist wirklich gemütlich“.

022


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 023

« Neulich hat sich ein Freund sogar extra in Tweed und Knickerbockers geworfen, weil er meinte, dass sein Anzug nicht hierher passt. » Sarah Dawson

bwohl diese Wohnung eher klein ist, beherbergt sie eine ganze Welt, die man schon für untergegangen gehalten hat. Die Zwanzigerjahre, die in Chicago beinahe mystischen Charakter haben, sind das Motto, die Leidenschaft und die Grundidee für das Wohnen, wenn man das Ehepaar Dawson, die Eigentümer der Immobilie, fragt. Die Beiden haben sich hier ein Refugium fern von schnelllebigen Trends geschaffen. Natürlich spielte bei der Einrichtung der Wohnung die Tatsache, dass sie sich im Palmolive Building befindet, eine wichtige Rolle. Aber ein Zufall ist die Wahl des Gebäudes natürlich nicht. Sarah Dawson setzt auch gleich zu einer Erklärung an: „Das Gebäude hat uns gefunden, nicht wir das Gebäude“. Summer Thornton eilte zur Hilfe herbei

Damit alles wie aus einem Guss wirkt, hat das Ehepaar Dawson, Ben ist an der Börse tätig, seine Frau Sarah betreibt eine Arztpraxis, niemand Geringeres als Summer Thornton zur

Hilfe geholt. Aus einer Idee, die Zwanziger in Chicago wieder aufleben zu lassen, wurde in vielen Gesprächen und mit Hilfe von Skizzen und Bildern ein geschlossenes Ganzes, das durch schöne Details aber noch ständig erweitert werden kann. „Fertig Wohnen“, das ist für die Beiden nicht denkbar. „Ich sammle nun einmal liebend gerne schöne Dinge, die dann natürlich auch immer ihre Geschichte haben“, so Sarah. „Da muss ständig noch etwas integriert werden. Und das mit Begeisterung“. Es gibt im Raum Chicago wohl kaum eine Auktion, Kunstausstellung oder Messe, auf der die Beiden nicht als findige Besucher und Käufer zugegen sind. Das Palmolive Building, ein 1929 Art Déco Hingucker

Die Lage des Gebäudes hat natürlich auch ihren Reiz. Mit direktem Blick über den Lake Michigan kommt das Ehepaar täglich in seinem "Sweet Home" zur Ruhe. „Dieser Blick ist unersetzlich“, seufzt Sarah Dawson, die sich oft träumend in einem der gemütlichen Sessel wieder findet. „Geschichte, Kunst, ein Stück Natur – wir sind wirklich privilegiert“, davon ist Sarah überzeugt. Zuvor haben die Beiden in Europa gelebt, auch kurz in New York, aber hier scheint nun der Anker geworfen worden zu sein. Und dieser „Ankerort“ wird liebevoll mit guten Materialien wie Samt oder Leinen ausgekleidet. „Lieber warten wir, bis das richtige Stück, also die Bank, die Vase oder das silberne Tablett, erscheint, als etwas zu nehmen, das nicht rundum befriedigt“, so das Credo der Beiden. „Das sind wir dem Gebäude einfach schuldig“.

023


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 024

024


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:02 Seite 025

Hochglanzakzente glitzern in der gesamten Wohnung. Von Metalltapeten in einer versteckten Bar, über goldverziehrte Möbel bis zu vergoldeter Beleuchtung und offenen Messingregalen in der Küche.

025


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:03 Seite 026

Ein Hauch Märchenhaftes: Gold und Silber

Sarah hat einen extremen Hang zu edlen Materialien, also müssen es auch goldene Knäufe an den Kommoden sein bzw. ein Tablett aus Silber. „Hier ist alles authentisch, und wir gehen auch selten Kompromisse bei der Epoche ein“, erklärt Sarah. „Wir befinden uns hier zwar mitten in der modernen Großstadt, treten aber jeden Tag eine Zeitreise an.“ In dieser Epoche sind eben keine „modernen“ Möbel zu finden, sondern sorgfältig ausgewählte Chesterfield Stücke oder ein klar dem Art Déco zuzuordnender Spiegel. Um die glänzenden Details gut zur Geltung zu bringen, wurde bei den Wänden und auf den Böden eher auf Dezentes gesetzt. Anthrazit ist hier König, aber auch ein dezenter mehrfarbiger Perserteppich ist als Grundlage am Werk. Vorher – nachher – der Effekt ist verblüffend!

So wie hier Stilempfinden und Sorgfalt am Werk waren, kann auch das Gegenteil gegeben sein. Die Entscheidung für diese Wohnung war keine leichte, denn sie strahlte ursprünglich einen düsteren, repressiven 1960er Stil aus, der verstaubt und lieblos wirkte. Aber mit der 1920er Idee und dem Konzept wurde in mehreren Schritten ein Heim aus den Räumen, das wie die Erfüllung eines lang gehegten Traums wirkt. Sarah fand und findet immer wieder Zeit, sich auf Auktionen oder Messen zu zeigen, mit dem Ziel, möglichst viele authentische Stücke für das neue Heim zu finden. Aber die Bilder des „Vorher“ sind noch präsent, also der Schock über das Vorhandene. Aber umso größer war die Freude, den richtigen Interior-

026

Auch im Hauptschlafzimmer findet sich wieder ein blaues Element. Es stellt einen gekonnten Kontrast zur cremefarbenen Wandverkleidung und den sonstigen Brauntönen dar.

Designer an der Seite zu wissen und sich stilistisch auszutoben. „Mich fand man wirklich nur noch mit dem Thema Einrichtung beschäftigt“, so Sarah. „Das wurde zu meiner Passion. Kein Silbertablett entging mir, keine Vase aus den 1920ern blieb unbeachtet“, erinnert sich Sarah. Samt, edle Perserteppiche, Karaffen und Gläser: Der Stil ist perfekt

Das gestellte Motto erwies sich bei allen Anschaffungen, die nun getätigt wurden, als Leitlinie. „Natürlich habe ich auch einmal auf ein Stück moderne Kunst gesetzt, aber eher als Kontrapunkt“, so Sarah. Ansonsten ist der Art Déco Stil kennzeichnend und prägend. Entsprechende Details sind darum auch in den Funktionsräumen Küche und Bad auszumachen. Die Hähne an der Badewanne sind zwar neu, aber sie atmen den Charme des frühen letzten Jahrhundert aus. Auch die Küche ist im Twenties Stil gestaltet. „Selbst wenn die Utensilien und Möbel neu sind. goldene Knäufe zum abrunden müssen eben sein, zumal wir im selben Raum unsere Essecke haben“, erinnert sich Sarah an die Planung und Gestaltung dieses Bereichs. So sitzen die Beiden unter einem Kronleuchter, während sie die Zeitung morgens durchblättern oder sich den Toast aus einem silbernen Korb angeln. „Unsere Zeitreise


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:03 Seite 027


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:03 Seite 028

« Wenn man ein Gespür für Details hat, in ihnen auch ein Stück Geschichte erblickt, kann man sch nicht auf Minderwertiges einlassen. » Sarah Dawson

Einer der herausforderndsten Bereiche des Apartments war das Hauptbadezimmer. „Es war fensterlos und mit dunkelbeigem Marmor bedeckt", erinnert sich Designer Thornton. Er lies weiße Schränke, Marmoroberflächen und -böden sowie ein Paar vom Vintage inspirierte Spiegel über dem Waschtisch installierte. Das Ergebnis ist ein Raum, der sich wie mit natürlichem Licht anfühlt.

028


Objekt 1 Otto_Layout 1 17.12.2019 11:03 Seite 029

„Der reflektierende Marmor, die Spiegel, die Wandfarbe – es ging darum zu sehen, wie viel Licht wir in den Raum bekommen“, erinnert sich Summer Thornton.

Kachelöfen elektrisch beheizt mit 230 V

passiert also von selbst, wir sind immer verwundert, wenn wir das Gebäude verlassen und alles so modern wirkt“, freut sich Sarah. Die Verwandlung der Räume ist also rundum gelungen. Samtkissen, Marmorböden - ein Stück Luxus darf es gerne sein

Dass das Ehepaar nicht an der Qualität spart, also auch keine billigen Replika Einzug halten lässt, ist deutlich. „Wenn man ein Gespür für Details hat, in ihnen auch ein Stück Geschichte erblickt, kann man sch nicht auf Minderwertiges einlassen“, davon ist Sarah überzeugt. Dass das Geld, das in das Domizil investiert wird, gut angelegtes Geld ist, merkt das Paar jeden Tag. Ich liege gerne auf meiner Récamiere mit Samtkissen im Rücken und lasse die Blicke über die Tischchen, Kissen und Tabletts schweifen. Das ist eine wunderbare Art, von der Arbeit abzuschalten. Da das Paar gerne Gäste einlädt, finden sich oft begeisterte Besucher in den Räumen wieder. „Euer Heim ist wirklich gemütlich“, so wird es häufig kommentiert, etwas, das den Beiden gut tut. „Neulich hat sich ein Freund sogar extra in Tweed und Knickerbockers geworfen, weil er meinte, dass sein Anzug nicht hierher passt“, lacht Sarah. Auch die Gäste können also im Palmolive Building eine Zeitreise antreten. Vor allen Dingen aber gefällt die Umgebung den neuen Besitzern, die sich keine schönere Lage und keinen an anderen Stil mehr vorstellen können. „Coming home – etwas, das wir immer vor hatten, ist nun eingetreten“, schwärmt Sarah. Dieses traumhafte Gefühl, angekommen zu sein am richtigen Ort, wird die Beiden sicher nicht mehr verlassen. Sie haben zuvor diverse Wohnstile ausprobiert und an sehr unterschiedlichen Orten gelebt. „Irgendwann weiß man eben, das ist es; da sind wir uns völlig einig“, stellen Sarah und Ben fest, während sie auf den Lake Michigan blicken. This is pure Magic!

Werkstätte für Keramik

85567 Grafing bei München 029

www.leutschacher.de


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 030

VERY CHARMING! Bei Reading vor Anker gegangen: Ein Globetrotter-Pärchen und ihre umgebaute Scheune mit Kuschelfaktor.

Die umgebaute Scheune liegt in der Grafschaft Berkshire. Auf halber Strecke zwischen London und Oxford.

030


Fotos: Carpetright

Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 031

Das Interieur wirkt einladend und unkompliziert. Es schafft einen Ort, an dem man einfach selbst sein kann.

031


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 032

Die Hausherrin Isobel Parlowe ist Malerin. Vielleicht wirken ja auch deshalb viele der kleinen Details in dem Haus wie gezeichnet.

032


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 033

Und abends am Kamin ...

ie Scheune, in der das Paar lebt, dessen Interieur wir heute bewundern dürfen, würde dem zufällig des Weges kommenden Spaziergänger vermutlich kaum auffallen, wenn da nicht die Blumenpracht rund herum wäre. Kann das eine einfache Scheune sein? Die Frage drängt sich auf, und da uns die Hausherrin an diesem Tag eingeladen hatte, freuten wir uns schon, die Antwort selbst herauszufinden. Wir betätigten also die Klingel, in dem Fall eine melodiöse Kuhglocke, die Tür ging fast umgehend auf und die Hausherrin strahlte uns an. „Zeit für eine Teepause“, meinte sie zwinkernd, „Ich hatte sowieso gerade eine Art Schaffenstief“. Die Kleckse auf dem Overall und teilweise in ihrem Gesicht weisen auf den Beruf hin: Isobel Parlowe ist Malerin, stammt von „down under“ und ist für einen Schwatz immer gerne zu haben.

Ihr Lebensgefährte wird zunächst nicht gesehen, da er in Sachen Immobilien unterwegs ist. Wie kam es, dass das Paar in der Nähe der eher betulichen Stadt Reading gelandet ist, nach Jahren im pulsierenden London? Ein einfacher Grund, so Isobel, ihr Partner Daniel Adams stammt genau aus dieser Gegend. Er hat allerdings europaweit gearbeitet und kennt den Immobilienmarkt und seine vielen Blasen und Bläschen ganz genau. „Das war auch einer der Gründe, weshalb wir uns auf etwas ganz und gar Solides gestürzt haben – diese alte Scheune", erklärt Isobel. Die Scheune ist nun ein kuschliges Heim mit Hunden, Windspielen, und einer nicht näher benannten Anzahl Katzen. Ein Idyll? Ja, nachdem man mit Hilfe eines befreundeten Innenarchitekten ans Werk gegangen war. Die „vorher nachher“ Fotos zeigen es: Dieses Heim ist das Resultat harter Arbeit. Ein Traum wurde erfüllt! Eine House Warming Party, über die man heute noch spricht

„Daniel is back“, das spricht sich im Ort ganz schnell herum. Die Familie war bekannt und dass der Weitgereiste nun seinen Vintage Aston Martin vor der Scheune parkt, schien den meisten Dorfbewohnern nur normal. Dass Daniel sich abends im Pub zeigt, ist sozusagen Ehrensache – wird aber gerne von ihm in Anspruch genommen, so der mittlerweile nach Hause heimgekehrte Hausherr. Isobel hatte es als Fremde, als Australierin, etwas schwerer, aber da sie zu denen gehört, die


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 034

Die unterschiedlichen Stühle am großen Esstisch haben aller ihre eigene Geschichte. Isobel nennt das „Tradition mit unserer Geschichte gemischt".

In diese Küche ist immer Frühling. Der Grund liegt am Boden und ist ein aparter Teppich von Carpetright im optimistischen Blätterdesign.

034


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 035

gerne ein offenes Haus halten, waren die Barrieren bald keine mehr. Und ihre Bilder, zart hin getupfte Blumen oder Landschaften, findet man in fast allen Häusern ringsum. Das Paar ist angekommen!, kann man sagen, und als die Scheune endlich fertig war, war die House Warming Party so etwas wie ein „Coming home“. Der nun folgende Rundgang stellt sich wie eine Umsetzung des Konzepts „Tradition mit unserer Geschichte gemischt“ dar.

« Ein Idyll? Ja, nachdem man mit Hilfe eines befreundeten Innenarchitekten ans Werk gegangen war. Die „vorher nachher" Fotos zeigen es: Dieses Heim ist das Resultat harter Arbeit. Ein Traum wurde erfüllt! »

Spannend – Fundstücke aus aller Welt

Daniel hat, wie er lachend zugibt, schon früh sein Faible für Altes entdeckt. Schon als Student in Salisbury war sein Zimmer so etwas wie eine Ansammlung stets sich vermehrender Exponate. Eine Zeit lang bewahrte er alles, was er so gesammelt hat, in einer Garage auf. Das war vermutlich der Beginn dessen, was heute typisch für das Heim der Beiden: Was beim Rundgang und jeder Raum wird gerne gezeigt, besticht, ist die wie zufällig wirkende Ansammlung von Altem. Altes Spielzeug, alte Krüge, alte Schemel, die Reihe ließe sich unendlich fortsetzen. Klar wird aber schnell: Glatt durchgestylt ist hier nichts, das Paar mag es eklektisch, was heißt, dass alles zu allem passt, obwohl der Hintergrund so unterschiedlich ist. So wird auch klar, wieso ein Jagdhund aus Porzellan, a very British object, sich neben einem alten Krug aus Frankreich wieder findet. Beide zusammen ergeben die Grundlage für eins der vielen Arrangements, die Isobel so liebt und stets neu anordnet. „Sonst wird es mir langweilig“, lächelt sie.

Dem Gebäude alle Ehren erweisen

Nachdem die Bric a Bracs also besichtigt und bewundert wurden, fällt der Blick auf das, was in dem Gebäude so besticht: Die Arbeit, die ein gutes Jahr in Anspruch genommen hat, war wirklich umfassend! Eine neue Dämmung, die Holzbalken wurden teilweise ersetzt, teilweise entfernt. Die Decken wurden mit Holz ausgekleidet, und auch die Türen wurden einer behutsamen Verjüngungskur unterzogen. „Gerade die Türen sieht man ständig, die müssen schön sein dürfen, aber auch gerne ein paar Macken zeigen“, so der Hausherr. Auch hier wird wieder das Motto der Beiden deutlich, Altes zu erhalten, denn es hat einen beträchtlichen Wert. Die Scheiben, die die roh wirkenden Holztüren zieren, sind teilweise neu, mit dem Jugendstil nach empfundenen Ornamenten. Nach einem Schema geht man hier aber nirgends vor, auch die Türen wirken eher wie beliebig zusammengestellt. Very charming!


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 036

« Gerade die Türen sieht man ständig, die müssen schön sein dürfen, aber auch gerne ein paar Macken zeigen. » Daniel Adams

Die Tür im Schlafzimmer stammt aus einen Antiquitätengeschäft aus Oxford. Das die Höhe gepasst hat nennt Isobel „pures Glück“.

036


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 037

Tradition an der Wand: Auf einem der Bilder im Schlafzimmer ist Isobel Parlowes Großvater zu sehen, der um die vorletzte Jahrhundertwende Gold in Australien schürfte.

Ein Gebäude, das eine Geschichte erzählt

Ein Kamin darf natürlich nicht fehlen, und vor diesem sitzt das Paar, aber auch der häufig sich einfindende Besuch aus London (die Stadtflüchter). Man macht es sich auf den Ledersofas, den Couchen und verschiedenen Sesseln gemütlich. Der große Hauptraum wirkt einladend und unkompliziert, und das ist genau das, was viele Leute heute nicht mehr haben: einen Ort, an dem man einfach sein kann. Davon ist Daniel überzeugt, Ihm merkt man an, dass er es genießt, aus dem Londoner Hamsterrad regelmäßig aussteigen zu können. Die Kissen, auf denen man sitzt oder seinen Kopf bettet, stammen aus Isobels Nähmaschine. Schöne Stoffe sind für sie genau so anregend wie Farben. Und so hat sich eine Sammlung von Unikaten aus Leinen oder Samt angefunden, um es den Bewohnern nett zu machen. Planen? Nein, geschehen lassen!

Ganz haben die Beiden dem Stadtleben nicht abgeschworen, So kommt es, dass man sie häufig am Wochenende auf den Flohmärkten Londons antrifft: eine wahre Fundgrube stellen die „Church Sales“ dar, so Daniel, denn diese Events sind perfekt, wenn Menschen sich von Altem trennen wollen und Gutes tun. Das trifft sich perfekt und so stammt manche Lampe oder eine schöne Tischdecke, ein altes Buch von dort oder vom Flohmarkt am Camden Lock. Aber auch auf Reisen wird geschaut, klar, und so erklärt sich die Herkunft des Bettüberwurfs im Schlafzimmer. Feines Leinen aus Südfrankreich spielt mit. Die Frage, ob das Paar die Einrichtung plant, erübrigt sich wohl. „Ich glaube, die Sachen planen es, zu uns zu kommen“, so Isobell.

037


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 038

038


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 039

Beim Rundgang durch das Haus wird Daniels Leidenschaft für altes Blechspielzeug deutlich. „Allerdings restauriere ich meine Funde nicht. Ich mag die Patina daran.“

Und sie haben immer den geräumigen Zweitwagen dabei, wenn es auf Tour geht. Durchgängig weicher Boden – a Must

Da die Scheune nun mal ebenerdig gelegen ist, hat das Paar sich schnell darauf geeinigt, überall weiche Teppichböden auszulegen. Der englische Teppichspezialist Carpetright liefert dafür die Böden. Mit einem wunderbaren Ergebnis: Jeder Raum ist etwas anders, aber auch hier ergibt sich im Zusammenspiel etwas Harmonisches, für die Beiden Typisches. Ein letzter Blick fällt auf die vielen Schemel, die früher zum Melken genutzt wurden, auf das alte Schaukelpferd, das einem Kind einmal Freude bereitet hat, auf den Krug, in dem sich Brombeerzweige und Gräser zusammen finden – ein Haus voller Geschichten, voller Inspirationen; das ist die Erinnerung an diesen Besuch. Die Pflanzen, die in dem etwas verwunschenen Garten wie friedliche Kumpane wirken, runden die eigene Welt des Paars ab. Die Beiden haben sich bei Reading ihr Paradies geschaffen. Anmut, der Mut zum Kombinieren, schöne Materialien: Das alles ist einmalig, wie das Paar und seine Geschichte.

039


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:24 Seite 040

Ein Kamin darf natürlich nicht fehlen. Oft sitzen die beiden auch mit Besuch aus London hier. Ihre Freunde kommen gerne, Isobell nennt sie dann liebevoll „Stadtflüchter“.

« Ich glaube, die Sachen planen es, zu uns zu kommen. Wir haben immer den geräumigen Zweitwagen dabei, wenn es auf Tour geht. » :Isobel Parlowe

040


Objekt 1 Carpetright_Layout 1 16.12.2019 09:25 Seite 041

Wohlfühlen ist einfach. Wenn man einen Partner hat, der von Anfang bis Eigentum an alles denkt. In 2020 noch bauen oder kaufen und alle staatlichen Förderungen* sichern!

*Es gelten Fördervoraussetzungen und teilweise Einkommensgrenzen. Die staatliche Förderung Baukindergeld und das Bayerische Baukindergeld Plus werden nur gewährt, wenn die Kaufvertragsunterzeichnung/Baugenehmigungserteilung bis spätestens zum 31.12.2020 erfolgt. Die Bayerische Eigenheimzulage kann bis spätestens 31.12.2020 beantragt werden.

sparkasse.de/baufinanzierungsrechner


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:41 Seite 042

B L AUE STUNDEN Patrick und Sandy leben in einem Townhouse in London – aber mit Cottage Feeling.

Das Haus liegt in Kew einem Stadtteil Londons. In der Nachbarschaft befindet sich der berühmte Royal Botanic Garden.

042


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:41 Seite 043

Duis lorem vel eum lorem ipsum dolor. LOREM SEITE: in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum doloi.

043


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 044

« Wir sind beide in England und Europa viel herum gekommen und haben dabei gelernt, dass auch Kompromisse beim Wohnen akzeptabel sein können, wenn sie auf Zeit an sie heran getragen werden. » Sandy Cleese

Der kleine Schminktisch im Hauptschlafzimmer wirkt fast so, als hätte man ihn aus einem Londoner Hotel hierher gebeamt.

044


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 045

Dass die Hausherrin Blau mag, ist nicht zu übersehen. Die Kissen, die Oberflächen mancher Sofas und Sessel, die Esszimmerstühle: Sie alle tragen diesen weichen, edlen Bezug in Blau.

045


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 046

Zugegeben, die dunkelgraue Wandfarbe ist gewagt. Sie passt aber zum Haus und wird durch CremeTöne und Blau immer wieder durchbrochen.

« Wir haben das Haus in Kew an einem regnerischen Samstagnachmittag besichtigt, dennoch sagten alle sofort: Das ist es, hier wollen wir wohnen! » Patrick Cleese

046


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 047


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 048

In der Küche treffen Nostalgie, mit alten Krügen und Sieben auf einen Touch High-Tech bei den Geräten und Armaturen.

as Townhouse, das wir besuchen durften, reflektiert den Gedanken, dass es so etwas wie die Beste aller Welten geben kann. Die beiden Besitzer des Hauses, beide wochentags ins City Geschehen involviert, wollten mit dem nun mit allerhand Ergänzungen versehenen Haus in Kew genau das erreichen: den Kontrast aus Hektik und Ruhe aufzulösen, sich abends und am Wochenende in ihr „Home, sweet Home“ zurück ziehen zu können. Mit von der Partie sind die beiden Kinder Penny und Alex, die in Kew die Schule besuchen. Ihre Eltern, Patrick und Sandy Cleese, sind bei einer Bank in der Londoner City beschäftigt. Etwas herunter gekommen, aber schon ein Juwel

„Für die Suche nach dem perfekten Retreat haben wir uns viel Zeit gelassen. Wir sind beide in England und Europa viel herum gekommen und haben dabei gelernt, dass auch Kompromisse beim Wohnen akzeptabel sein können, wenn sie auf Zeit an sie heran getragen werden.“, berichtet Sandy. Für ihr Familienheim aber suchten sie das „perfekte“ Haus. Perfekt

048

bedeutet für sie: ein altes Gebäude mit Charme, Holzböden als Plus, ein Garten, in dem sich Alle wohl fühlen, also ein Stückchen Nutzgarten und viel freie Rasenflächen für Besuch aller Arten. „Wir haben das Haus in Kew an einem regnerischen Samstagnachmittag besichtigt, dennoch sagten alle sofort: Das ist es, hier wollen wir wohnen!“, erinnert sich Patrick. Die Aufgabe, aus dem etwas verwohnten Gebäude etwas Kuscheliges zu machen, wurde an einen Fachmann für Interior Design delegiert, der genau heraushörte, was der Familie vorschwebte. Alles neu, aber dennoch lauschig!

Vieles in diesem Haus ist nagelneu, es wirkt aber selten so, und das war auch gewollt. Dennoch sollte gerade die Küche „fuss-free“, als unkompliziert, sein und gerade morgens einen Ort darstellen, an dem alles bestens getaktet verläuft. Ein bisschen Nostalgie, mit alten Krügen und Kochbüchern sollte auf einen Hauch High-Tech. treffen, Genau so sollte die Küche sein - und dies gelang auch. Die Illusion, dass alle Teile der Küche alt sind, gefiel dem Paar besonders. Und so konnte gerade Sandy ihr Faible für Dekoratives mit Geschichte aus-

« Für die Suche nach dem perfekten Retreat haben wir uns viel Zeit gelassen. » Sandy Cleese


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 049


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 050

Das Bad wirkt einladend. Die beiden Becken in Zuberform verstärken den „Ein Tag auf dem Land“-Effekt. Auch hier findet sich wieder Blau – diesmal als Untertisch.

« Es wurden auch einige Möbel neu angeschafft, die sich aber hervorragend in das vorhandene Gefüge einpassen ließen. » Sandy Cleese

leben. Dass die Küche nun wie eine Station auf einer Zeitreise wirkt, ist genau so gewollt. Sie ist groß genug für Alle, aber auch gemütlich genug, um einen „Hier will ich bleiben“ Charme zu kreieren. Da die Küche direkt mit dem Garten verbunden ist, kommt noch ein Plus hinzu: Cornflakes und Toast auf der Terrasse, von Mai bis Oktober! So viel wie möglich blieb erhalten

Hohe Wände, die Türen, die Aufteilung der Räume: All das sollte unverändert beibehalten werden, so dass sich eine Art „unauffällige“ Renovierung anbot, dass also keine Brüche in der Architektur des Hauses erfolgen sollten. Nur eine Ecke wurde mit neuem Leben versehen. Es handelt sich um den nun als Büro dienenden Raum im Basement. Auch eine Garderobe für die häufig erscheinenden Gäste wurde bei dieser Gelegenheit im Basement integriert. Ansonsten wurden auch einige Möbel einer Kur unterzogen. Zum Beispiel erhielten die Sofas und Sessel eine neue Polsterung, so dass niemand mehr „versacken“ kann, wenn er zu lange vor dem Kamin gesessen hat, der selbstverständlich zu dem Gebäude gehörte. Dass der Kamin der Magnet im Haus ist, versteht sich von selbst. „Es wurden auch einige Möbel neu angeschafft, die sich aber hervorragend in das vorhandene Gefüge einpassen ließen“, erzählt uns Sandy. Curry, Braun und Petrol – die Farben der Gemütlichkeit

Der Effekt, den die Familie Cleese erzielen wollte, basiert auch sehr stark auf den gewählten Farben. Hier wurden Lieblingsfarben und der gewünschte "Kuschelfaktor" als Basis genommen und so entstand ein in sich geschlossenes Interior, bei dem die Farben Petrol (Sandy liebt diese Farbe!), Braun und Curry gemischt wurden. Das Büro wurde bewusst in einem an Senf erinnernden Ton gestaltet. So hat es nichts von dem grellen, zur Effizienz gemahnenden Charakter der Büros, in denen Sandy und Patrick ihre langen Arbeitstage verbringen müssen. An ihrem Schreibtisch im Basement soll es „nice“ sein, und das bedeutet Ruhe vermittelnd, zum Träumen einladend. Das Paar, so wird deutlich, weiß sehr viel über die eigenen Bedürfnisse und läuft keiner Mode nach, am wenigsten im Bereich des Wohnens!

050


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 051


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 052

Das Bad: gut für eine Zeitreise

Wir dürfen auch einen Blick ins Bad werfen. Auch dieser Raum wirkt einladend, lauter hübsche Details warten, wie eine Sammlung von Seifenstücken in einer Emailleschale. Auch die beiden Becken in Zuberform verstärken den „Ein Tag auf dem Land“ Effekt, und sie dienen im Duett dazu, dass sich zwei Bewohner zugleich schminken bzw. rasieren können. Funktionalität durchzieht das Haus in allen Bereichen, aber kein Raum wirkt rein funktional. Dafür sorgen auch die vielen Bilder, die die Wände zieren. Teilweise sind dies an Triptychen erinnernde Kunstwerke, die einen erstaunlichen Effekt hervor rufen. Sandy und Patrick lieben die „Garage Sales“ und kennen sämtliche Flohmärkte in London und Surrey. Sie würden sich nicht als Jäger sehen, auch nicht als Sammler, aber im Hintergrund steht bei jeder Neuanschaffung der Gedanke: Passt dieses Stück zu unserem Konzept des gemütlichen Wohnens?

« Man sieht, dass hier ein Paar zur Ruhe gekommen ist, ohne sich aus allem heraus zu ziehen. Ein bisschen Neid erzeigt das doch, aber wer sagt, dass nicht auch auf uns solch ein Traumhaus wartet? » 052


Objekt 3 Pimrose_Layout 1 16.12.2019 14:42 Seite 053

Wo früher die Räume für die Bediensteten waren (die Waschgelegenheit erinnert noch daran), befindet sich heute der Gästebereich..

Ein Hauch von Seaside: blauer Samt

Dass Sandy Blau mag, ist nicht zu übersehen. Die Kissen, die Oberflächen mancher Sofas und Sessel, die Esszimmerstühle: Sie alle tragen diesen weichen, edlen Bezug, der automatisch für ein Gefühl des Wohlbefindens sorgt. Auch Leinen mag Sandy, aber Samt ist ihr Größtes - vor allen Dingen, wenn es die Meeresfarbe Petrol trägt. Sandy stammt aus Brighton und ihre Erinnerungen an die Küste, an Wellen und den weiten Himmel hat sie in dieser Farbe aufleben lassen. Man merkt: „Cool“ ist in diesem Haus nicht viel, außer vielleicht Alex´ Zimmer. Der 14-Jährige verzichtet auf fast alles, Bett, Schreibtisch und Computer sind ihm genug. Penny mag mit ihren 11 Jahren lieber eine Bude mit Puppen, Tieren und Popstars. Die beiden Geschwister kommen aber prima mit einander aus. Stilfragen interessieren sie noch nicht übermäßig. Die City ist weit entfernt

Wir konnten bei den Cleeses den Tag gut verbringen und stellten erstaunt fest, dass die City die für uns Alle eine so große Rolle spielt, weit weg scheint. Beim Tee vor dem Kamin sitzend kommen wir auch auf das Thema Zukunft zu sprechen, „Das hier ist unsere Zukunft! Selbst wenn die Kinder ausziehen, wird das für uns genau richtig sein. Dann kommt das Büro eben in den ersten Stock“, so Sandy. Man sieht, dass hier ein Paar zur Ruhe gekommen ist, ohne sich aus allem heraus zu ziehen. Ein bisschen Neid erzeigt das doch, aber wer sagt, dass nicht auch auf uns solch ein Traumhaus wartet? Ein letztes Winken vom Garten aus - zurück in die City. In 20 Minuten sind wir da! Interieur-Design: Emma Sims Hilditch www.simshilditch.com

053


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 054

OBEN ANGEKOMMEN Ein neues Heim fĂźr Peg und Jack Wynant Downsizing in gelungener Form und mit einem phantastischen Blick auf den Ohio River.

054


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 055

Viele der Mรถbel in diesem Appartement in Ohio stammen von DeSede, Minotti, Ligne Roset und Gubi.

055


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 056

Der Leuchter über dem klassischen Esstisch ist einer von drei Solitären. Der Antiquitätenhändler erzählte ihr, dass er dereinst im Salon einer Operndiva hing. Wahr? Wer weiß es! Aber eine schöne Geschichte auf jeden Fall.

056


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 057

Hausherrin Peg sammelt alles, was ihr schön und wertvoll erscheint. Teller mit Jagdszenen gehören dazu genau so wie Stühle, die man auch in einem schwedischen Landhaus finden könnte.

057


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 058

Vom Schlafzimmer sind es nur wenige Schritte zum Homeoffice von Jack Wynant. Er benutzt es seit seinem Rßckzug aus dem Geschäftsleben aber nur noch selten.

058


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 059

ir betreten ein Appartement, dem man gleich anmerkt, dass hier alles seine Geschichte erzählt. Nach Jahren in einem Heim für die ganze Familie sind die beiden Eigentümer der Wohnung, Peg und Jack Wynant, nun in eine kleinere Immobilie umgezogen, die sie vor allen Dingen wegen des phantastischen Blicks auf den Ohio River gewählt haben. Um den Komplex herum, in dem die Beiden nun ihre neue Heimat gefunden haben, befindet sich ein Park, der sich für die täglichen Spaziergänge oder auch mal ein Laufprogramm eignet. Aber in erster Linie war es die direkte Nähe zum Wasser, die die Beiden so berührt hat, und die wir absolut nachvollziehen können! Auch im Hochhaus kann es gemütlich sein!

Wer das Haus, in dem die Beiden leben, von weitem sieht, denkt vielleicht „Oh, ein Hochhaus, wer mag sich darin wohl fühlen?“ bzw. stellt sich die Frage, ob das überhaupt gelingen kann. Ein Blick ins Gesicht der stolzen Hausherrin Peg sagt

mehr als viele Worte. Sie ist dort glücklich, das ist deutlich zu erkennen. Das Auge ruht auf dem heute ruhigen Ohio River, und auch wir bekommen sofort ein Gefühl für dieses Heim. Die Lage ist auch einmalig: gerade weit genug vom Rummel der Großstadt entfernt, dennoch dank guter Verkehrsverbindungen optimal an alles angebunden. Bevor Peg und Jack sich für dieses durch viel Glas und eine enorme Weite bestechende Objekt entschieden haben, wurden diverse Objekte besichtigt. Nichts hat die Beiden mehr überzeugt als diese „Rooms with a view“ Immobilie. Erst einmal kräftig renovieren und modernisieren

Vor den Einzug in diese wahrlich gemütliche Wohnung fand aber eine mit Hilfe eines Innenarchitekten durch geführte grundlegende Modernisierung der Wohnung statt. Man könnte sagen dass kein Stein auf dem anderen stehen blieb; neue Leitungen wurden verlegt, aber auch die Wände wurden einer grundlegenden Veränderung unterzogen. Auch die Beläge, die den Boden zieren, manche unifarben, andere mit kräftigen floralen Mustern versehen, wurden den Wünschen der neuen Eigentümer angepasst und stellen heute eine wichtige Grundlage der bemerkenswerten „Coziness“ dar, die auch die Kinder und Enkelkinder der Beiden so anzieht. Das Thema der passenden Beleuchtung wurde ebenfalls mit Verve angegangen. Die ohnehin lichte Wohnung ist nun ein Palast der Lichter, wozu auch manche Extravaganzen wie der im Esszimmer befindliche Kronleuchter beiträgt.


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 060

060


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:15 Seite 061

Stilmix at its best. Die eigentliche Küche ist nüchtern, modern und steht im Kontrast zu den alten Meistern an der Wand mit ihren opulneten Goldrahmen. Die Hocker schlagen eine farbliche Brücke dazu.

Großzügigkeit allerorten: Bäder und Küche als Erlebnisräume

Diverse Bäder laden Besuch und Bewohner zum Verweilen ein, und auch dort findet man die nun schon gewohnte Mischung aus modernen Details, die die Nutzung der Räume vereinfachen, und den persönlichen Elementen, die das Paar ins neue Heim mitbrachte. Bilder, Bilder, so weit das Auge blickt! Auch im Flur befindet sich eine Art Galerie, mit der passenden Bank plus Polster einladend gestaltet. Die Küche ist schön hell. Nur mit einer Kochinsel ausgestattet, klar, mit viel Weiß ist sie ein Ort, der auch schnell zum Mittelpunkt von Familientreffen wird. Man merkt: In diesem Heim soll kein Raum ungenutzt bleiben.

die Geschichte der Beiden reflektiert, wurden anlässlich des Umzugs auch neue Stücke angeschafft. Da das Paar auf gutes Design, kombiniert mit schönen Materialien großen Wert legt, musste es nicht lange überredet werden, so dass neu angeschaffte Designermöbel aus dem Hause DeSede, Minotti, Ligne Roset und Gubi nun zu den Hausgenossen gehören. Dekorative Elemente wie der erwähnte Kronleuchter ergänzen die gewagte, aber immer stilvolle Kombination. Auch an die Enkel wurde gedacht

Die Möbel: eine individuelle und hochwertige Mischung aus Alt und Neu

Da die Wynants ein offenes Haus pflegen und die Kinder plus Enkelkinder gerne vorbei schauen, wurde auch gleich für diese beiden Generationen mit gedacht und eingerichtet. Ein Bett aus dem Zirkus bringt die Augen der Kleinen zum Glänzen und regt ihre Phantasie an. Auch sie lernen schon den Wert von Qualität kennen.

Dass Peg eine Sammlerin ist, ist unverkennbar. Sie sammelt alles, was ihr schön und wertvoll erscheint. Teller mit Jagdszenen gehören dazu genau so wie Stühle, die man auch in einem schwedischen Landhaus finden könnte. Kissen aus Samt, Kissen mit Leinenbezügen und natürlich die Bilderrahmen: Sie alle sind Peg ein Anliegen. Auch die dazu gehörigen Bilder, teils Fotos, teils Ölgemälde aus verschiedenen Epochen und Quellen. Peg meint dazu nur lachend, dass die armen Möbelpacker sich nicht gerade gefreut haben, da so vieles „fragile“ war, aber sie wurden fürstlich verköstigt, so dass die Laune wieder anstieg. Neben manchem Stück, das

Holz, reine Wolle und andere wertige Materialien werden ihnen nahe gebracht und die Erkenntnis, dass Altes nicht unmodern oder gar muffig wirken muss, ist mit inbegriffen. Ein Rundgang durch die Wohnung lässt uns immer wieder voller Staunen stehen bleiben. So fällt der Blick auf das Ligne Roset 'Prado' Tagesbett, auf das man sofort sinken könnte. Der Esstisch plus Spiegel ist ganz sicher der Hingucker in einer auch sonst an Effekten nicht gerade armen Umgebung. Man möchte sofort mit einziehen, groß genug ist dieser Ort für einen Neuanfang sicher.

061


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 10:16 Seite 062

Dieses Appartement erzählt Geschichten. Wie die Bilder, Fotos und Ölgemälde aus verschiedenen Epochen und Quellen.

062


Objekt 4 Edgecliff_Layout 1 17.12.2019 14:45 Seite 063

« Wir waren nie jünger und energiegeladener. Das Leben ist viel bunter geworden, einfach schon durch den Umzug, die Veränderung, die manch überfällige Entscheidung für uns traf. » Peg Wynant

Ruhe und Bewegung – perfekt vereinbart

Der Ohio River als Magnet ist auf eine Art auch symbolisch für das, was das Paar sich nun für den Rest des Lebens erhofft. Sich an alten Büchern, Alben und all den Fundstücken zu erfreuen, also die eigene Geschichte um sich herum zu wissen, wird bei dieser Immobilie mit neuen Möbeln, einer ganz neuen Form des Wohnens - in einem Hochhaus! – verknüpft. Der Fluss steht auch für diese Kombination. Er fließt gemächlich und berechenbar, aber er fließt! Peg und Jack lachen auch beide, als wir scherzhaft fragen, ob sie sich zum alten Eisen zählen, da sie Großeltern sind. „Wir waren nie jünger und energiegeladener. Das Leben ist viel bunter geworden, einfach schon durch den Umzug, die Veränderung, die manch überfällige Entscheidung für uns traf“, so Peg. Jeden Tag etwas entdecken

Aktuell sind die Beiden immer noch damit beschäftigt, sich ihre neue Umgebung zu erobern. Das bedeutet, draußen die Chancen zu erkunden, die Nachbarn kennen zu lernen. Das bedeutet aber auch, sich in den neuen Räumen mit jedem neuen Stück zu beschäftigen. "Wir fühlen uns immer noch ein bisschen wie bei uns selbst zu Gast", so Peg. "Und diese Küche mit ihren Annehmlichkeiten und ihrer cleveren Struktur macht sogar aus mir Kochmuffel einen Fan der raffinierten Gerichte". Um dies zu erzielen, hat das Paar nun eine weitere Sammlung angefangen, und zwar eine Sammlung alter Kochbücher. "Clean Eating und so was haben auch Andere vor uns schon entdeckt, und endlich genug Zeit für alles zu haben, ist phantastisch", schwärmt Peg. Das Essen nehmen die Beiden oft direkt am Fenster sitzend ein. Der Ohio River ist sozusagen das TV Programm, dazu gibt es die leckersten Gerichte - oder auch mal ein Take Away. "Man muss ja nicht gleich übertreiben", so Peg. Die Beiden zu verlassen fällt schwer, aber wir dürfen wieder kommen! Eine Idee für ein Geschenk haben wir auch schon.

063


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 17.12.2019 11:05 Seite 064

VOLA bringt Farbe ins Bad seit 1968

vola.com 5471R- 061 Brausethermostat-Mischkombination mit Runder Kopfbrause 060 und Handbrause 070R. In schwarz matt, 26 weitere Farben sind mĂśglich.

Project: Laura Seppanen

The original


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 065

Die wunderbare Wanne von Achterhuis in Kombination mit dem eleganten Wasserhahn von Lefroy Brooks verleiht diesem Bad ein klassisches Flair. Besonders schĂśn: Der Wannenhintergrund. Er nimmt die Formgebung auf und ist das stilvolle Extra in diesem Interieur. www.achterhuis.nl

065


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 066

Groß im Kleinen Ein schönes Bad ist es weniger eine Frage der Raumgröße als der Gestaltung und ob man sich darin wohl fühlt. Selbst ein kleines Bad kann zu einer Insel der Entspannung werden. Wie in unserem Beispiel einer Familie aus Basel.

066


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 067

Ob auch alles seine Richtigkeit hat? Der Sohn von Badplanerin Viola A. Schmidt testet erst einmal das Waschbecken ... ... funktioniert! Die hochwertigen Armaturen der Serie „London“ verleihen dem Bad einen nostalgischen Touch.

067


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 068

Wenig Platz, viele Möglichkeiten: Das nur 1,90 x 2,40 Meter große Bad bietet ausreichend Raum zum baden und duschen, ohne überfüllt zu wirken.

068


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 069

ieses entzückende kleine Bad befindet sich im zweiten Obergeschoss einer Villa in der Nähe von Basel. Geplant wurde es für den vierzehnjährigen Sohn der Familie, der nun über seine ganz eigene Wohlfühlzone verfügt. „Anfang des Jahres haben wir die Bauherrschaft kennengelernt, die sich schon im Vorfeld für die bezaubernde Tapete entschieden hatte. Die Farbe der Fliesen, Wandfarbe und auch die Wannenfarbe wurden hierauf abgestimmt“, so Viola A. Schmidt, von Traditional Bathrooms, die sich um die Umsetzung kümmerten. Der Raum selbst hat eine Größe von 1, 90 x 2 ,40 Meter und verfügt über eine Dachschräge an der kürzeren Wand. Die Herausforderung für die Planer des Herstellers traditioneller Badeinrichtungen war es, eine großzügige Möglichkeit zum Baden und Duschen einzubinden, welche jedoch nicht zu dominant im kleinen Raum wirkt. Ausreichend Platz bietet nun eine freistehende Badewanne, welche trotz ihrer stattlichen Länge von 1,70 Meter diesem Anspruch mehr als gerecht wurde. Damit alles seinen richtigen Platz finden konnte, wurden kurzerhand die Leitungen verlegt und das WC fand seinen Platz an einer anderen Wand. Durch die freistehende Wanne, den Waschtisch mit Standsäule und die kleinen, aber feinen Accessoires wirkt der Raum jetzt trotz seiner geringen Größe luftig und gemütlich. Für angenehm warme und trockene Handtücher steht ein Handtuchwärmer zur Verfügung. Dieser sorgt mit seinem integrierten Radiator auch gleich für kuschelige Wärme im Bad. Aber auch das Lichtkonzept trägt zur warmen Atmosphäre ihren Teil bei. Besonderer Clou: Der Bauherrschaft lag es besonders am Herzen das kleine ovale Fenster an der Badewannenwand hervor-

zuheben und in das Gesamtbild zu integrieren. Nach dessen Restauration wirkt es nun tatsächlich wie ein kleines Schmuckstück.

« Die zauberhafte Tapete gibt dem Raum den Charme einer Unterwasserlandschaft » Viola A. Schmidt

069


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 070

Le Grand Bleu

Die Badewanne ist von Boca Do Lobo (www.bocadolobo.com), die Fliesen von Antolini (www.antolini.com).

070

FOTOS: MAISON VALENTINA

Blau leuchtende Schmucksteinwand, exklusive Inneneinrichtung und hochwertige Materialien – das ist Bad-Interieur der Extraklasse!


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:55 Seite 071

Z

u einer luxuriösen Villa in Italien gehört auch ein exklusives Badezimmer. Das ländlich gelegene Haus wurde von den beiden Designern Iryna Dzhemesiuk und Vitaliy Yurov ausgestattet. Die beiden jungen Gründer des Designstudios „Diff“ aus Kiew sind bekannt für ihren ungewöhnlichen Stil und kreative Herangehensweise, was auch dieses Badezimmer beweist.

„Unsere Mission liegt darin, einzigartige Räume mit unverwechselbarem Charakter zu schaffen, die Ästhetik und Funktionalität verbinden“, so Iryna Dzhemesiuk. Dank ihres einzigartigen Stils konnten die beiden Designer seit der Gründung ihres Studios 2015 bereits um die ganze Welt reisen, um dort besondere Häuser zu gestalten. Ob Los Angeles, Paris, Shanghai, Ruanda oder, wie hier, Italien: Die beiden legen Wert darauf, den einheimischen Stil in ihre Arbeit einfließen zu lassen. Laut dem Design-Duo ist dieser Raum Ausdruck der Charaktere der Hausbesitzer. Die italienische Handschrift ist klar erkennbar: Im Vordergrund stehen extravagante Designerstücke, wie die Badewanne, die Waschtische, die Beleuchtung und der Spiegel. Diese stammen von Maison Valentina, einem der führenden

Anbieter für luxuriöse Badezimmer. Die Badewanne aus der Kollektion „Diamond“ ist aus Fiberglas gefertigt und mit schwarzem Hochglanzlack veredelt. Sie ist geformt wie ein Diamant – wie der Name der Kollektion bereits sagt. Oben ist sie von einem dünnen Goldrand umgeben. Die Waschtische stammen aus der gleichen Reihe und haben auch eine dem Diamanten ähnelnde Form. Diese bestehen allerdings aus Holz mit einem schwarzen Hochglanz-Finish. Im Inneren sind sie komplett mit Blattgold ausgekleidet. Das Waschbecken selbst besteht aus schwarzem, undurchsichtigen Glas. Auch bei der Wandgestaltung blitzt das italienische Erbe durch: Boden- und Wandfliesen bestehen aus weißem Marmor. Seinen unvergleichlichen, exquisiten Charakter bekommt das Bad jedoch durch die Wand hinter der Badewanne. Diese ist aus blauem Achat gefertigt, einem Schmuckstein, der besonders in der Gegend von Vulkanen vorkommt und seinem Namen von dem Örtchen Acate in Sizilen hat, wo er das erste Mal gefunden wurde. Die Schmucksteinwand ist vollständig von hinten beleuchtet und lässt den Raum so erstrahlen. Das Bad als Ganzes ist das Schmuckstück des Hauses, eine atemberaubende Symphonie aus auffälligen Akzentmöbeln, glamourösen Dekorationen und einer unwiderstehlich schönen Kombination aus klassischen und zeitgenössischen Designelementen.


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 072

Die Schmucksteinwand ist von Hinten beleuchtet und Strahlt so im Ganzen Badezimmer.

Auch die Waschtische sind von Boca Do Lobo, die Wandleuchte von Delightfull (www.delightfull.eu).

Bei einem solchen Interieur finden sogar die Partys im Badezimmer statt.

072


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 073


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 074

W IS E BUYS

01

02

03

Wanne more? UNSERE BADEWANNENLIEBLINGE DER SAISON

04

06

074

«01» Symphony Oval Bathtub von Maison Valentina www.maisonvalen tina.net «02» Floatation Tub von Toto www.de.toto.com «03» Taizu von Victoria + Albert www.vandabaths.com «04» Mastello von Antonio Lupi www.antoniolupi.it «05» Essence Ceramic Mood von Grohe www.grohe.de «06» Livorno von Repabad www.repabad.com «07» Rio von Jee-O www.jee-o.com «08» Studio Mk27 von Agape www.agapedesign.it

07

05

08


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 18.12.2019 13:35 Seite 075


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 076

W IS E BUYS

01

02

03

Hebelwirkung!

DIESE ARMATUREN BRINGEN UNSER WASSER IN WALLUNG

04

06

076

«01» D.1e von Duravit www.duravit.de «02» Armatur Sense von Laufen www.de.lau fen.com «03» Automatikarmatur von Toto www.de.toto.com «04» Mod+ von Graff www.grafffaucets.com «05» Alpha Style von Heinrich Schulte www.heinrich schulte.com «06» Essence Spa Colours von Grohe www.grohe.de «07» Designarmatur Tiaara von Artize www.artize.com «08» AXOR Finish-Plus von Hansgrohe in Bronze www.hansgrohe.de

07

05

08


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 077


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 078

W IS E BUYS

01

02

03

Zu Tisch bitte

WASCHTISCHE UND -BECKEN FÜR INTERIEUR-FANS

04

06

078

«01» Plissé von Antonio Lupi www.an toniolupi.it «02» Bloom + Globo von Glass Design www.glassdesign.it «03» Pesuallas von Cariitti www.cariitti.fi «04» Lagoon Vessel Sink von Maison Valentina www.maisonvalentina.net «05» Octagon von Villeroy & Boch www.villeroy-boch.de «06» Teorema 2.0 von Scarabeo www.scarabeoceramica .com «07» Twin Basin von Conspire www.con-spire.com «08» Tortoise Waschtisch von Maison Valentina www.maisonvalentina.net

07

05

08


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 079


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 080

W IS E BUYS

01

02

03

Gutes von oben

FRISCHER STYLE MIT DIESEN DUSCHEN UND HANDBRAUSEN

04

06

080

«01» Wunderbare Eingriff-Brausemischkombination von Vola www.vola.de «02» Black Concept von Keuco www.keuco.com «03» Nero von Vallone www.vallone.de «04» Tinago Dusche von Dowsing and Reynolds www.dowsingandreynolds.com «05» ST1 4RK von Windsor Bathrooms www.windsorbathrooms.nl «06» Idealrain EVO von Ideal Standard www.ideal standard.de «07» Shower SetRS 75 von HSK www.hsk.de «08» Hansemotion Regenbrause von Hansa www.hansa.com

07

05

08


Bad­Special Ausgabe 01_2020_Layout 1 16.12.2019 14:56 Seite 081


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 082

Im Wohnzimmer kommt der prächtige Empirestil des Gebäudes voll zur Geltung, der Stuck wurde im kompletten Apartment erneuert. Der Kronleuchter ist aus venezianischem Glas, der goldene Spiegel über dem Kamin im Art-déco-Look kommt vom Flea Market.

082


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 083

PARIS MON AMOUR Juliette Somain und Eric Leblanc haben die Welt gesehen. Nun sieht man in ihrem Appartement die Welt. Denn berufsbedingt waren sie in Ländern wie Japan, Deutschland, Hongkong und den USA. Nun sind sie zur Ruhe gekommen. In Paris.

Zum Chesterfield-Sofa gesellen sich zwei antike Louis-XVStühle. Hinzu kommen die Asia-Schränke vom HongKong-Aufenthalt. Ingo Maurers „Campbell’s Tomato Soup“ findet man als Lampe über dem dunklen Schrank, die Stehlampe links mit gewelltem Glaskörper ist von Poltrona Frau.

083


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 084

Das Beistelltischchen im Art-Deco-Style auf dem violetten Teppich ist aus Bronze und wurde von Rabih Hage entworfen und gefertigt.

Im Gästezimmer steht Stuhl „Utrecht“ von Cassina nebst Stehleuchte „Tress Terra“ von Foscarini.

084

Die Wandleuchte von Patrice Gruffaz, einem französischen Designer, der immer für eine Überraschung gut ist.


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 085

ich in Paris eine Wohnung gekauft und eingerichtet zu haben, ist für das weit gereiste Paar Juliette Somain und Eric Leblanc so etwas wie die Quintessenz und Konsequenz aus einem Leben, das bisher weitgehend aus Reisen und längeren berufsbedingten Aufenthalten in Ländern wie Japan, Deutschland, Hongkong und USA bestand. Beide waren lange für eine international agierende Kanzlei tätig, die sie oft quer über den Globus schickte, eine Geschichte, die in der Wohnung sofort als markant auffällt. Nein, das sind keine billigen Souvenirs, die in jedem Raum ihren Platz haben, sondern Artefakte aus den verschiedenen Ländern. Der Mut zum Mixen von Genres, Epochen und Ethnien ist das auffälligste Merkmal der Wohnung. Renovieren – neu definieren

Das Paar, das zwar nicht aus Paris stammt, sondern aus Limoges bzw. Nantes, hat Paris nach einer langen Phase der nicht-Sesshaftigkeit bewusst gewählt. „In dieser Stadt kommen Energien aus vielen Ländern zusammen, wie wir es auch in Hongkong oder den USA kennen gelernt haben. Dieses den Horizont ungemein erweiternde Nebeneinander und Miteinander der Kulturen finden wir bei unseren Streifzügen

Bild links: Die runde Lampe über dem Piano ist „Skygarden“ von Marcel Wanders für Artemide. Bild rechts: In der Gästetoilette erfreuen eine chinesische Tapete und ein antiker Spiegel, der mit den Fasern einer Kokusnussschale verziert ist.

durch Paris auch wieder“, so Juliette. Die Wohnung soll nun ein Refugium und die letzte Heimat der Beiden sein, denn sie haben sich vor Kurzem selbständig gemacht und reisen nun zu ihren Auftraggebern - um danach wieder in den Pariser 16. Bezirk zurück zu kehren. Dem Einzug in dieses Refugium war natürlich eine lange Phase der Planung und Renovierung voraus gegangen. Was darf, was muss bleiben, wie sehr soll die Wohnung das Leben der Vormieter noch spiegeln? Ein Innenarchitekt nahm das Paar an die Hand, und ein echter Wohntraum wurde wahr! Wunderschöner Stuck, Fenster mit Charme – was darf bleiben?

Anders als andere Hausherren wollte das Paar unbedingt manche Elemente der Immobilie behalten. Wer den Stuck betrachtet, kann das sofort nachvollziehen, denn er ist ganz einfach prachtvoll und entspricht dem Eingangsbereich des imposanten Hauses im noblen 16. Arrondissement sehr gut. Ein Motto wurde schnell entdeckt und konsequent umgesetzt: Die Geschichte beiseite schieben, aber die Erinnerungen, und zwar die eigenen, behalten. Diese spannende

085


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 086

086


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:34 Seite 087

Die Stühle um den Esstisch sind modern interpretierte Louis-XVI-Stühle, bezogen mit Stoff von Jim Thomson. An der Wand hängt „Orange Disc“, eine weitere Wandleuchte von Ingo Maurer, der Schein der Glühbirne wird von der Disc nach unten reflektiert. Die Sessel im Vordergrund sind eine Sonderanfertigung, bezogen mit violettem Samt.

Aufgabe umzusetzen erwies sich nach den umfangreichen Mnodernisierungsmaßnahmen als pure Freude. Juliette konnte und kann ihrer Freude an Dekoration und schönen Details und Materialien im vollen Umfang frönen. „Wir Juristen gelten als Kopfmenschen – davon kann ich in unserer Wohnung nichts entdecken“, lacht Juliette. Und Eric ergänzt, dass es wohl nichts Beruhigenderes gibt, als nach Hause zu kommen und sich in edlen Materialien und Kunst zu verlieren. Das Paar ist sich einig: Unser heim ist das Schönste von tout Paris! Mut zum Stil- und Epochenmix

Dass das Paar Wert auf gutes Design legt und ihm auch wertige Materialien wichtig sind, merkt man an dem kleinen Who is who bekannter Namen, das sich in der Einrichtung wieder findet. Schöne Stücke aus dem Empire Stil finden sich neben solchen, die schon zu Zeiten Louis, des 16., Freude bereiteten. Daneben gibt es aber auch ganz moderne Stücke aus dem Hause Marcel Wanders, Cassina oder JP & G Baker. Sklavisch nach einem bestimmten Stil und nur mit großen Namen agieren, ist dem Paar allerdings zu langweilig. So sind viele Stücke, die geschickt auf Regalen oder Schemeln arrangiert sind, ganz normale Haushaltsgegenstände, die das Paar in Hongkong oder Berlin erworben hat. Was auf den ersten Blick etwas zusammen gewürfelt wirken könnte, hat aber einen gemeinsamen Nenner: Alle Stücke erinnern das Paar an eine Phase seines Lebens und an Erlebnisse, die sie gerne mit ihren Gästen teilen. Doch noch ein Stück Fernweh? „Ach nein, wir haben genug gesehen und erlebt und kommen nach wie vor viel herum, das reicht“, so Juliette. Musik, ein wichtiger Teil des Lebens

087


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:35 Seite 088

Bild links: Im Schlafzimmer steht ein weißer Ledersessel, eine Stehlampe von Poltrona Frau und der Kaffeetisch „Cicognino“. Bild rechts oben: Ein Beispiel für multifunktionelles Design ist der Nachttisch im Schlafzimmer von Rabih Hage. Beeinflusst von Constantin Brâncusi, designte er diese Sonderanfertigung aus Bronze. Eine integrierte Schublade dient zur Aufbewahrung von Büchern und Co., ohne dass dem Sonderentwurf der einzigartige Look genommen wird. Bild rechts unten: Das Bett ist ebenfalls von Poltrona Frau.

088

Das etwas unstete Leben, das die Beiden bisher geführt haben, hat sie ihrem Hobby, dem Musizieren, etwas entfremdet. So hat sich das Yamaha Klavier, das glänzend in einer Ecke steht, als Symbol für die neue Zeit erwiesen. „Nur wenn man weiß, dass man an einem Ort bleiben will, kommt der Klavierträger ins Haus“, freut sich Juliette, die nichts entspannender findet, als abends ein Stück von Eric Satie zu spielen. „Die Erics haben es mir wohl angetan“, davon ist Juliette überzeugt. Wenn sie nicht gerade am Piano verweilt, macht sich Juliette gerne auf, um die Märkte (La Valette, super!!) nach schönen Stoffen für ihre Kissen, Decken oder Vorhänge zu suchen. Sie hat eine beeindruckende Sammlung schöner Stoffe zusammen getragen, die sich in der Wohnung wieder finden. „Samt, Seide, Chintz, Voile, ich könnte davon träumen – aber wir haben den Traum ja schon realisiert“, so die stolze Bewohnerin des stilvollen Apartments. Mauve, eine Farbe voller Verheißungen


Objekt 5 Paris_Layout 1 16.12.2019 09:35 Seite 089

Kissen spielen in der Wohnung eine große Rolle. Auf den mit Samt oder Chintz bezogenen Couchen bzw. Sesseln finden sich Kissen in allen Formaten. Ihr verbindendes Element ist das "Pastellige", das sich in zarten Rosétönen oder einem hellen Mauve niederschlägt. „Diese Farbe wird leider in ihrer Wirkung unterschätzt oder als etwas 'girly' abgetan. ich finde sie sehr inspirierend und durchaus erotisch“, da ist sich Juliette sicher. Sie würde niemals zu harten Farben greifen, also einem grellen Gelbton oder Froschgrün. „Mauve ist meine Farbe, es findet sich sogar an den Wänden wieder und sorgt für Ruhe und Freundlichkeit“, weiß Juliette. Harmonie ist Juliette wichtig. Aber zu viel Harmonie behagt ihr auch wieder nicht, so das dass Paar auch einmal Rot und Schwarz zum Einsatz bringt. Allzu durchgestylt soll es bei ihnen nicht wirken. So darf Micky Mouse – woher die wohl stammt? – neben einer Zeichnung von Mirakami existieren. Die Beiden vertragen sich sehr gut. Bilderrahmen – very French!

Dass die Beiden nicht nur World Traveller sind sondern echte Franzosen, merkt man am leichten Strich, mit dem auch opulente goldene Bilderrahmen neben zarten Zeichnungen wunderbar einträchtig koexistieren. Wer sich die Mühe macht, und dies ist weniger mühsam als spannend, entdeckt an jeder Stelle Asiatika, wie das glänzende Set aus Schalen und Kanne, das schwarz und schlicht den niedrigen Tisch im Wohnzimmer ziert. Grüner Tee wird gerne getrunken, „Das versetzt

« Mauve ist mein Farbe, es findet sich sogar an den Wänden wieder und sorgt für Ruhe und Freundlichkeit. » Juliette Somain

uns sofort wieder nach Asien. Es funktioniert wie eine Reise auf einem Teppich“, lacht Juliette. Da auch viele Freunde aus Asien vorbei kommen, Besucher aus Hongkong oder Tokio, freuen sie sich über das kleine Stück Heimat, das sie bei den Beiden vorfinden. So schließen sich viele Kreise, und wenn Eric und Juliette eins von ihren Reisen mitgenommen haben, ist es die Erkenntnis, dass Menschen zwar unterschiedlich leben und sich einrichten, aber dass jeder Stil auch am anderen Orten funktionieren kann. Der globale Mix, er wird hier ganz sicher erzielt, aber auch die Freude an schönen Details wird klar. Leichte Vorhänge, die mehr frei legen als verbergen, Art Déco Gegenstände mit ihrem speziellen, verspielten Charme: Eine Welt wird hier erschaffen. Paris, der Mittelpunkt der Welt? Die Wohnung von Eric und Juliette könnte es sein.


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 090

FRÜHLING:

Endlich wieder Flieder Der Flieder läutet mit seinen üppigen Blütenrispen und seinem bezaubernden Duft den Frühling im Garten ein. Und auch in den vier Wänden macht er eine gute Figur und sorgt für Wohlfühlklima.

090


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 091

TRADITION Das Genealogieposter erlaubt einen Blick in die Vergangenheit und zeigt die Wurzeln der Zukunft. PACKEND Die Kissen sind mit einem einfachen Trick dekoriert: Paketband, wie bei einem Geschenk gebunden, umschließt die Kissen und bietet einem duftenden Kräuterbund Halt. BANKGEHEIMNIS Diese wunderbare ShabbyBank hat Leserin Agnes eigenhändig gezaubert. Mit ein wenig Mut zu Farbe und Pinsel lässt sich aus vielen Möbeln ein Unikat gestalten. Das Motiv erinnert an Bauernschrankmalerei.

091


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 092

der

lie Weißer F

HERZLICH Silberfarbenes Herz mit Vichy-Karo-Band in Grau.

KISSENPRACHT Süßes weißes Paisleykissen in feiner Jaquardwebung.

FÜLL MICH! Schöne Karaffe mit weißen Buchstaben von House Doctor.

Ganz in

Weiß Weiß ist die optimale Kombinationsfarbe für Blumen jeder Art. Mit diesen Accessoires blühen Ihre Blumen auf. PRACHTVOLL Deko-Kranz über und über wunderschön mit Margeritenblüten und -blättern verziert.

BEMAL MICH! Zauberhafte dekorative Bank in Weiß gewischt, im ShabbyLandhausstil. Mit Schublade unter der Sitzfläche.

PIEPSPATZ Was pfeifen die Spatzen heute von den Dächern? Weiße Spatzen (2-er-Set) von „Pols Potten“.

092


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 093

Flieder, so schön Mit dem Frühling kommt der Flieder. Ab Mitte April wagen sich die ersten Blüten raus. Flieder wächst am besten in alkalischen Böden. Durch einen luftigen Standort lässt sich Mehltau weitgehend vorbeugen. Grundsätzlich mag er die Sonne, maximal Halbschatten. Im Schatten fühlt er sich nicht so wohl und setzt weniger Blüten an. Flieder pflanzt man idealerweise im Frühjahr oder Herbst. Ein verbreiteter Irrglaube besagt, dass der Flieder häufig beschnitten werden sollte. Dies hat jedoch zur Folge, dass die Pflanze ein starkes Wachstum entwickelt, ohne Blüten auszubilden. Je nachdem, wie radikal der Beschnitt durchgeführt wurde, kann es ein bis fünf Jahre dauern, bis der Flieder wieder zu blühen beginnt. 093


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 094

Wenn im Frühling die Schnittblumen in voller Pracht erblühen, sieht es bei uns zu Hause wie in einem Blumenladen aus. Dazu passt das Porzellan „Caffè Club“ von Villeroy & Boch. Die praktischen Tassen und Teller passen zu jeder Gelegenheit – mit charmantem Blumen-Relief, eleganter Metallic-Optik, in schlichtem Weiß oder in harmonischen Farben. Natürlich auch hier mit auf dem Tisch: unsere leckeren Himbeer-Macarons. (www.villeroy-boch.de)

094


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 095

Wie die florale Ausbeute von einem ausgedehnten Bergspaziergang erscheinen die bunt leuchtenden Prachtexemplare auf diesem üppig bestückten Kranz. Ein Traditionsunternehmen in Österreich fertigt jeden dieser kunstvollen Kränze von Hand. Auf den Tisch gelegt oder als Begrüßung an die Tür gehängt verbreitet er garantiert überall im Haus sonnige Frühlingsstimmung. Diese wunderschönen Kränze gibt es bei Julia Grote. (www.hagengrote.de)

095


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 096

Die Pfingstrose ist eine unserer Lieblingsblumen im Frühling und nicht nur vom Namen her wunderbar für eine frühlingshafte Tischdeko geeignet. Noch besser zur Geltung kommen die weißen, rosa und scharlachroten Blütenblätter, wenn sie durch Tableware mit eleganten Blumenmustern zum Leben erweckt werden. Diese Kombination verleiht Ihrem Zuhause einen Hauch von zeitloser Romantik - ob in der Küche, im Wohnzimmer, im Esszimmer oder Schlafzimmer. (www.sophieallport.com)

096


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 097

Ein Grund, warum im Frühling unser Dekoherz höherschlägt, sind die vielen Anlässe die eine liebevolle Tischdekoration erst möglich machen. Beispielsweise Ostern, Muttertag oder Valentinstag. Apropos Liebe, dieser Tisch ist voll davon in Form von hellrosa Herzen, Blütenblättern und britischer Tableware von Sophie Allport. Romantische Anlässe gibt es viele, man muss sie nur nutzen. (www.sophieallport.com)

097


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 098

Himbeer-Macarons EINKAUFSLISTE FÜR 20 STÜCK:

Für die Macarons: 150 g Mandel, gemahlen 150 g Puderzucker 2 Eiweiß 1 EL Himbeerfruchtpulver 1 Prise Salz Lebensmittelfarbe, rot etwas Butter Für die Glühweinfüllung: 50 ml kräftiger trockener Rotwein

098

100 g feiner Zucker 1/2 TL Glühweingewürz 150 g Butter, weich

STEP 1: Mandeln und 100 g Puderzucker im Mixer sehr fein mahlen und durch ein feines Sieb streichen, sodass keine groben Partikel mehr enthalten sind. Eiweiß und Salz schaumig schlagen, dabei den übrigen Puderzucker einrieseln lassen und die Masse steif schlagen.

STEP 2: Mandel-Zucker-Pulver in 2 Portionen abwechselnd mit dem Himbeerpulver und einigen Tropfen Lebensmittelfarbe unter den Eischnee heben.

nuten trocknen lassen. Temperatur auf 180 Grad Umluft erhöhen. Macarons 8–10 Minuten backen. Abkühlen lassen, vorsichtig lösen.

STEP 4: Wein, Zucker und Gewürze in einem kleinen Topf ca. 5 Minuten einkochen lasSTEP 3: Ofen auf 80 Grad Umluft sen. Lauwarm abkühlen lassen. vorheizen. Backbleche mit Back- Butter schaumig rühren, dabei papier auslegen und mit wenig Glühweinsirup einfließen lasButter dünn einfetten. Eischnee- sen. Glühweinbutter in einen Spritzbeutel füllen und 10 Mimasse in einen Einwegspritznuten kalt stellen. Macarons beutel füllen und die Spitze damit füllen. Im Kühlschrank abschneiden. Tupfen auf die Bleche spritzen. Im Ofen 15 Mi- fest werden lassen.


Frühlingsgefühle_Layout 1 16.12.2019 09:38 Seite 099


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 100

GEKONNTE KONTRASTE

Die außergewöhnliche Pendelleuchte „Botti“ von Delightfull aus vergoldetem Messing ist Eyecatcher und Hommage an die Jazzmusik.

100

Fotos: Covet Haus/Sergey Krasyuk

Kommen Sie mit uns nach Moskau. In ein Appartement voller farblicher Akzente und stilistischer Überraschungen. In die Residenz einer Familie, die mit ihrem Interieur-Design ein Statement setzen wollte.


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 101

Der elegant leichte Couchtisch stammt von Boca di Lobo und ist ein handwerkliches Meisterstück. Die Stehlampe nennt sich „Duke“ und ist von Delightful.

101


Objekt 6 Covet House_Layout 1 18.12.2019 14:19 Seite 102

In der ganzen Wohnung rundet zeitgenรถssische Kunst das moderne Ambiente ab.

102


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 103

Blick auf die Kücheninsel. Die drei Stühle stehen sinnbildlich für das Ehepaar und seine Tochter. Hier besonders schön zu sehen: das Tageslicht liebt dieses Appartement.

103


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 104

104


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 105

Die Küche ist erstaunlich zurückhaltend was den Einsatz von Farben und Extravaganz betrifft. Trotzdem wirkt sie nicht weniger luxuriös als der Rest der Wohnung.

105


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:33 Seite 106

Die Wandfarbe kennt man doch irgendwoher? Richtig, es ist das berĂźhmte Tiffany-Blau.

106


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:34 Seite 107

T

reten wir ein in dieses luxuriöse Appartement in Moskau. Entworfen von der renommierten Interieur-Designerin Oksana Salberg-Vachnadze hat es bereits internationale DesignAwards gewonnen. Die Kunden, ein Ehepaar mit einer TeenagerTochter wollten eine gleichsam repräsentative wie wohnliche Residenz in der Hauptstadt. Die Lage, nahe dem Sokolniki Park, stimmte dafür auf jeden Fall schon mal. Auf der Wunschliste stand zudem ein moderner Stil, der sich gekonnt mit dem klassischen Rahmen der Wohnung ergänzt. Oksana erstellte zunächst eine monochrome Farbpalette um dann gekonnt kräftige Farben wir Gelb, Orange und Blau hinzuzufügen. Das Ergebnis sind auffällige Farbakzente, stilvolle Möbel und beeindruckende zeitgenössische Kunstwerke. Erlauben wir uns hier kurz einen Blick auf die Rahmenbedingungen des Appartements. Wand- und Deckenleisten und das Fischgrätparkett sind von den großen Pariser Altbauwohnungen inspiriert. Ein Stil, der in Moskau immer schon seine Fans hatte.

Diese Wohnung kommuniziert

Der neoklassizistische Stil und die Farbe Weiß, dienten als Ausgangspunkt für das Interieur. Weiße Wände und Stuck, sind hier ein schöner Kontrast zu den bunten modernen Möbeln. Sie schaffen einen kulturellen Kontext, der sagt: ich bin eine der Top-Adressen in einer europäischen Hauptstadt. Das Appartement besteht aus drei Zimmern mit einem großen Wohnzimmer, der Küche mit dem kombinierten Esszimmer und zwei Schlafzimmern, das der Eltern und eines für die Tochter. Im Wohnzimmer werden immer wieder Farbakzente vor dem weißen Hintergrund gesetzt. Der stilvolle Teppich mit einem Druck aus imitiertem Stein stellt dabei eine Verbindung zwischen den Möbeln her. Genauer gesagt zwischen dem Sofa, den leuchtend gelben Sessel und dem Couchtisch mit seiner durchbrochenen Metallbasis und dem gehärteten Rauchglas (von Boca di Lobo). Ein feines Schmuckstück, auffällig und Kontraststark. Neben den Wohnbereich ist das Esszimmer ein weiteres Highlight. Auch hier findet sich eine perfekte Symbiose von Stilen und Farben. Alles in einem Raum, der vom Wohnbereich mit zwei atemberaubenden Art-Deco Tischlampen getrennt ist. Ein ungewöhnlicher Kronleuchter, zeitgenössische Kunstwerke und Samtvorhänge schaffen hier eine Atmosphäre aristokratischen Chics. Gewagt aber trotzdem gekonnt: der Botti Kronleuchter über dem Esstisch. Er ist das perfekte Lichtdesign für die vom Jazz begeisterten Eltern und eine Hommage

107


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:34 Seite 108

Das Badezimmer ist bewusst luxuriös gehalten. Prägnant: die Marmorverkleidung, eine schwarze freistehende Badewanne und der kontrastierende schwarz-weiße Steinboden.

an Jazzmusiker Duke Ellington. Hier entsteht fast ein wenig Retro-Appeal ohne jedoch ins Kitschige abzugleiten. Der Blick in die Küche richtet unsere Aufmerksamkeit sogleich nach Oben. Dort ist der Stuck in der abgehängten Decke (mit reichlich Licht- und Klimatechnik) nämlich alles andere als zurückhaltend. Sagen wir es gerade heraus: er ist opulent. Und auch hier spielt die Interieur-Designerin wieder mit Kontrasten. Findet sich doch unter dieser Opulenz eine moderne, ja fast nüchtern wirkende, cremefarbene Küche. Fast sind wir geneigt zu sagen: „mit so viel Understatement hätten wir jetzt nicht gerechnet.“ Auch die Kücheninsel ist stilistisch und farblich neutral. Der Bereich soll wohl ganz bewusst der restlichen Wohnung nicht die Show stehlen oder gar herausstechen. So ist auch der Frühstückstisch eher neutral und zurückhaltend. Trotzdem wirkt die Küche nicht weniger luxuriös als der Rest der Wohnung.

108

Frühstück vor Tiffany

Apropos luxuriös, gibt es eine Farbe – außer vielleicht Gold, an dem es hier aber auch nicht fehlt – die luxuriöser wäre als das Tiffany-Blau! Nun, willkommen im Hauptschlafzimmer. Hier wünschte sich die Dame des Hauses nämlich genau dieses blasse Türkis-Blau als Wandfarbe. Frühstück im Bett wird hier zum Frühstück bei Tiffany. Im Kontrast (mal wieder) dazu steht das rote Bett. Im Erker befindet sich ein Teetisch mit farblich passendem Sessel. Unser letzter Blick gilt dem Bad. Es ist mit den Marmorpanelen an den Wänden, der Dusche und der freistehenden Badewanne wieder ein luxuriöses Statement. Ein Bad, dass sagt: hier wohnen Menschen, die erfolgreich sind. Gönnen wir ihnen diesen Eindruck, ist er doch nicht ganz ungewollt. Design: DESIGNED BY OKSANA SALBERG-VACHNADZE, O2 DESIGN MOSCOW STUDIO. Möbel u.a. von BOCA DO LOBO, DELIGHTFULL, BRABBU, KOKET, MAISON VALENTINA, CIRCU, LUXXU, ESSENTIAL HOME, RUG’SOCIETY, PULLCAST und FOOGO.


Objekt 6 Covet House_Layout 1 16.12.2019 14:34 Seite 109


Ausstieg_Layout 1 17.12.2019 10:12 Seite 110


Ausstieg_Layout 1 17.12.2019 10:12 Seite 111


Ausstieg_Layout 1 17.12.2019 10:12 Seite 112

impressum ABO/Leserservice: BT Verlag Bestellservice, Postfach 1331, 53335 Meckenheim, Tel: 02225/7085-331, Fax: 02225/7085-399, Email: bt@aboteam.de

Verlagsanschrift: BT Verlag GmbH Aidenbachstraße 52 a, 81379 München Tel. 089 457096-0, Fax 089 457096-10 E-Mail: info@bt.de Internet: www.bt.de

Herausgeber: Heiko Heinemann, Tel. 089 457096-20, E-Mail: hh@bt.de (verantwortlich für den redaktionellen Inhalt, Anschrift sieheVerlag) Objektleitung: Caroline McClure (verantwortlich für die Anzeigeninhalte, Anschrift sieheVerlag), Tel. 089 457096-26, Fax 089 457096-10, E-Mail: cm@bt.de Redaktionelle Mitarbeit: Maike Hannen, Andrea Heinemann, Stella Johanson, Earlybird Fotografen: Björn Wallander/OTTO, MAISON VALENTINA, Covet Haus/Sergey Krasyuk, Istockphoto, BT Verlag Archiv Schlussredaktion: Emanuel Joachims Verlagsleiter Wohn- und Wellnesszeitschriften: Maik Berger, Tel. 0208 99109517, E-Mail: mb@bt.de Anzeigenleitung: Caroline McClure, Tel. 089 457096-26, Fax 089 457096-10, E-Mail: cm@bt.de Grafik: Barton Berkovic, Art Director Herstellungsleitung: Michaela Joachims, Tel. 089 457096-20, E-Mail: mj@bt.de Buchhaltung: Barbara von Rüsten-Kupczak, Tel. 089 457092-21, E-Mail: bk@bt.de Druck: Schleunungdruck GmbH, Eltertstraße 27, 97828 Marktheidenfeld Kioskvertrieb: IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim Bezugspreis: 5,80 Euro Jahresabonnement (derzeit 4 Ausgaben) 23,20 Euro (inkl. Versandkosten) Auslandsabonnement (EU): 33,20 Euro Es gilt die Anzeigenpreisliste XI vom 01.09.2019 Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung kann trotz Prüfung durch die Redaktion und vom Herausgeber nicht übernommen werden. Bei dem Verlag zur Veröffentlichung übergebenen Artikeln, insbesondere bei Produktbeschreibungen, stellt der Verfasser bzw. der Hersteller des Produktes sicher, dass keine Copyrightverletzungen vorliegen. Honorierte Artikel gehen in das Verfügungsrecht des Verlages über. Mit Übergabe der Manuskripte und Abbildungen an den Verlag erteilt der Verfasser dem Verlag das Exklusivrecht zur Veröffentlichung. Der Verlag haftet nicht für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

112


Ausstieg_Layout 1 17.12.2019 10:12 Seite 113

BÜHNE FREI FÜR DAS NEUE GAMS ZU ZWEIT

D

as GAMS zu zweit läutet eine neue Ära ein. Nach der ersten Etappe des Relaunch hat das Hotel im idyllischen Bezau im Bregenzer Wald seit Oktober 2019 wieder seine Türen geöffnet. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein noch exklusiverer Rückzugsort für Paare mit reichlich Platz für Romantik geschaffen. Gäste, die ohne Kinder oder Alltagsstress eine Auszeit nehmen möchten, um ihre Zweisamkeit zu genießen, gut zu speisen und im Spa zu relaxen finden hier ihren perfekten Ort. Alle 58 Suiten haben ein Facelifting erhalten und sind mit eigener Whirlpoolwanne, offenem Kamin und Himmelbetten ausgestattet. Das Restaurant mit feinster, regionaler Kulinarik und Küche im früheren Ballsaal, die Bar und die Lounge mit Rezeption sowie die Spa-Lobby erstrahlen ebenfalls in frischem Look. Ein besonderer Ruhe- und Relaxbereich mit Skypool schwebt nun über dem Gebäudeensemble und verspricht entspan-

nende Momente. Damit vergrößerte sich der Wellnessbereich auf insgesamt 3.000 Quadratmeter und bietet Dampfbäder, ein Hammam, Saunen, einen Whirlpool, Cool-Pool sowie einen ganzjährig, beheizten Pool im Freien, Kneippbecken und vielfälftigen Ruhezonen. Zwölf Behandlungsräume mit neuen Spa-Ritualen lassen keine Wünsche offen. Für 2020 sind bereits weitere neue Highlights geplant. Es folgen noch eine Event-Gartensauna, die zum Innenhalten am pulsierenden Kern der Natur einlädt, und die „Oh-My-God-Suite“ am höchsten Punkt des Hotels auf 65 Quadratmetern mit viel Samt und Seide. Eins bleibt jedoch immer gleich: Im GAMS zu zweit spielt die Liebe die Hauptrolle. GAMS zu zweit | Platz 44 | 6870 Bezau www.hotel-gams.at Ellen Nenning & Andreas Mennel

113


Ausstieg_Layout 1 17.12.2019 10:12 Seite 114

im nächsten heft wohnen mit stil

ste Die näch

t am

erschein

20

09.04.20

Bild: Carpetright

WENN EPOCHEN UND STILE ZU EINEM WOHLFÜHLORT WERDEN.

KEIN HEFT MEHR VERPASSEN: 02225/7085-331 oder btverlag.de 114


Ausstieg_Layout 1 16.12.2019 16:06 Seite 115


Ausstieg_Layout 1 16.12.2019 14:37 Seite 116

Profile for bt-verlag

INTERIEUR & WOHNEN  

Der Styleguide rund um das hochwertige Einrichten. INTERIEUR WOHNEN ist das Magazin für den klassischen Lifestyle und richtet sich an all di...

INTERIEUR & WOHNEN  

Der Styleguide rund um das hochwertige Einrichten. INTERIEUR WOHNEN ist das Magazin für den klassischen Lifestyle und richtet sich an all di...

Profile for bt-verlag