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BSA Bund

Highlights im ersten Halbjahr 2017

BSA Oberösterreich

Landestag 2017: Wirtschaft – Standort – Innovation BSA Niederösterreich

Empfang mit Bundesministerin Hammerschmid BSA Steiermark

Aufbruch der steirischen Regionen


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BSA Bund

BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny

Richtungsentscheidung für die Sozialdemokratie

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tationen, Netzwerktreffen und Diskussionen etwa zum Thema Digitalisierung oder Gendermedizin organisiert.

BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny beim Neumitgliederempfang des BSA

Der BSA am Maiaufmarsch der Wiener Sozialdemokratie

Als AkademikerInnenorganisation begrüßt es der BSA besonders, wenn verdiente Wissenschafterinnen vor den Vorhang geholt werden. Es war uns daher eine große Freude, im April mit der „Wissenschafterin des Jahres 2016“ Univ.-Prof.in Dr.in Alexandra Kautzky-Willer über

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Seit der letzten Ausgabe der Akzente ist viel passiert – nicht nur in der Bundespolitik sondern auch im BSA. Den Beginn machte der Neumitgliederempfang mit dem Titel welcome@bsa im Generalsekretariat in der Landesgerichtsstraße in Wien. Alle Neumitglieder bekamen hier nicht nur die Möglichkeit unseren Präsidenten Andreas Mailath-Pokorny kennen zu lernen, sondern sich in gemütlichem Rahmen einen ersten Überblick über die Veranstaltungen, Schwerpunktsetzungen sowie Aktivitäten des BSA zu verschaffen. Im Jänner besuchten wir im Rahmen einer BSA Erkundung die Fachhochschule des bfi Wien. Nach einer Führung durch das kürzlich vergrößerte und renovierte Gebäude hatten wir die Gelegenheit mit Geschäftsführer Dr. Helmut Holzinger und Prof.in (FH) Dr.in Elisabeth

das Thema Gendermedizin als Möglichkeit für die bessere Gesundheitsversorgung von Männern und Frauen sprechen zu können. Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität! Unter diesem Motto beging die Wiener Sozialdemokratie den diesjährigen Tag der Arbeit am 1. Mai. Auch der BSA nahm wieder gemein-

sam mit vielen FreundInnen an dem Maiaufmarsch und der abschließenden Kundgebung am Rathausplatz teil! Das Parlament als Veranstaltungsort konnten wir dank einer Kooperation mit dem SPÖParlamentsklub gewinnen, wo im Mai MR a.D. Dr. Wolfgang Fritz sein neuestes Buch mit dem Titel „Sterne und Gassen. Sozialdemokratische Finanzpolitik - 1890 bis 1934“ präsentierte. „The future is female!“ Um über die wichtigen Anliegen des Frauenvolksbegehrens 2.0 zu diskutieren, organisierte BSA Frauen Vorsitzende a.o. Univ. Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger einen Talk sowohl mit Mitinitiatorinnen des aktuellen wie auch des Frauenvolksbegehrens aus dem Jahr 1997. In einleitenden Worten unterstrich Mag.a Andrea Brunner, Bundesgeschäftsführerin der SPÖ-Frauen, die darin enthaltenen wichtigen Forderungen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit oder dem Aufbrechen von Geschlechterrollen. Bevor es nach der Sommerpause in einen heißen Wahlkampfherbst geht, diskutierten wir Ende Juni unter dem Titel „Arbeitgeber Hochschule. Ein Ressourcenkampf?“ mit hochrangigen VertreterInnen des Bildungsbereichs über Hochschulfinanzierung aus Perspek­ tive der MitarbeiterInnen und deren Arbeitssituation an österreichischen Hochschulen. Aktuelle Veranstaltungsberichte, Fotos sowie inhaltliche Auseinandersetzungen sind immer auf bsa.at sowie auf unseren Social Media Kanälen Facebook und Instagram zu finden! © BSA

Im März diskutierten wir mit Staatssekretärin Mag.a Muna Duzdar, AK-Expertin Mag.a Sylvia Kuba und BSA Europasprecherin MMag.a Sonja Schneeweiss unter dem Titel „Digitalisierung und Politik – mehr als nur Einsen und Nullen“ wie die Digitalisierung in Zukunft weiter in unsere Lebens- und vor allem Arbeitsbereiche eingreifen wird und was die Politik hier tun kann und muss.

Impressum Medieninhaber und Herausgeber: BSA – Bund Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen, 1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16. Chefredaktion: Philipp Oberhaidinger; MitarbeiterInnen dieser Ausgabe: Dieter Etzelstorfer, Caroline Korneli, Christiane Mörth, Andreas Mailath-Pokorny, Anna Vukan, Herbert Wallentin, Redaktionsadresse: 1010 Wien, Landesgerichtsstraße 16, Tel. (01) 310 88 29, Fax. (01) 310 88 29-27, Mail. presse@bsa.at, Verlag: VA Verlag, 1110 Wien, Kaiserebersdorferstraße 305/3. Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: „Akzente“ ist die Zeitung des BSA und dient zur Mitgliederinformation über das Vereinsleben. „Akzente“ erscheint zweimal im Jahr.

liche Befindlichkeiten von Seiten der ÖVP dem ein Ende setzten. Die ÖVP versucht sich nun in Neuerfindung, was von einer Partei, die sich seit 30 Jahren ununterbrochen in Regierungsverantwortung befindet, angeführt von Sebastian Kurz, der seine gesamte berufliche Laufbahn in der ÖVP verbrachte, nur als regelrechte Täuschung betrachtet werden kann. Politische Verantwortung zu übernehmen, bedeutet einen Interessensausgleich herzustellen, der nur durch eine repräsentative Demokratie möglich ist. Mehr denn je stehen wir nun vor einer Richtungsentscheidung, in der unsere ursozialdemokratischen Themen mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Wir haben die Wahl zwischen der Sozialdemokratie, die

unverändert an den Zielen der Gerechtigkeit, der Solidarität und den Werten der repräsentativen Demokratie festhält und einer schwarz- Andreas Mailath-Pokorny blauen Gesinnung, die eben dies in Frage zu stellen droht. Mit all seinen Aktivitäten steht hier der BSA als Diskursplattform zu Verfügung und wird weiterhin mit Nachdruck für die Ziele der Sozialdemokratie eintreten. © BSA

Das bunte Veranstaltungsprogramm des BSAGeneralsekretariats konnte sich auch im ersten Halbjahr 2017 vieler BesucherInnen erfreuen. Neben Veranstaltungen zum inhaltlichen Jahresschwerpunkt zur Arbeitswelt von KünstlerInnen und AkademikerInnen wurden auch Exkursionen, Vernissagen, Buchpräsen-

Der BSA, seine Fachgruppen und Landesorganisationen bewegen sich mit ihren Veranstaltungen stets am Puls der Zeit. Eine Zeit, in der wir zunehmend vor die deutliche Wahl gestellt werden, in welche Richtung wir uns bewegen wollen: Lassen wir die rechtspopulistischen Strömungen in ganz Europa erstarken oder orientieren wir uns hin zu einer europafreundlichen, liberalen Weltoffenheit. Dass wir in Österreich auch schon so bald diese Entscheidung treffen müssen, hätten wir uns vor einem halben Jahr, als Bundeskanzler Christian Kern seinen Plan A für Österreich präsentiert hat, nicht gedacht. Hohe Kraftanstrengungen wurden in das daraus resultierende neue Regierungsprogramm investiert, bis persön-

BSA Bund

Außenpolitische Akademie des BSA Zum bereits 7. Mal fand von März bis Juni diesen Jahres die Außenpolitische Akademie des BSA statt. Dieses Programm erlaubt es jungen und motivierten GenossInnen, im Rahmen eines mehrwöchigen Kurses, komplexe außenpolitische Themen und Probleme hautnah mit EntscheidungsträgerInnen und ExpertInnen aus internationalen sowie nationalen Organisationen, dem Auswärtigen Dienst, Ministerien, Think-Tanks und der Privatwirtschaft zu diskutieren. Neben dem engen Austausch von Ansichten und den anregen-

den Diskussionen steht vor allem die Vernetzung von an internationaler Politik interessierten SozialdemokratInnen im Mittelpunkt, mit dem Ziel das außenpolitische Profil der Bewegung zu schärfen. Schlussendlich ist es uns im BSA ein wichtiges Anliegen, mehr Außenpolitik in die Sozialdemokratie und mehr Sozialdemokratie in die Außenpolitik zu bringen. GenossInnen mit Interesse an zukünftigen Lehrgängen, Veranstaltungen und am inhaltlichen Arbeiten im Bereich der Außenpolitik sind herzlich eingeladen, sich an akademie@bsa.at zu wenden.

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Highlights im ersten Halbjahr 2017

Springler das Prinzip Fachhochschule und die damit seit rund 20 Jahren einhergehenden Veränderungen in der AkademikerInnenwelt zu diskutieren. Eine Ausstellung mit Kunstwerken von Herbert Flois zierte seit der Vernissage im Februar den großen Veranstaltungssaal des BSA. Der Künstler transformiert in seinen Skulpturen oftmals Alltagsgegenstände, die er damit ihrer ursprünglichen Funktion enthebt. Zurück bleibt ein Kunstobjekt, das den eigentlichen Zweck des ausgewählten Gegenstandes so weit abstrahiert, dass das Objekt als „reine Form“ in den Kunstkontext überführt wird.

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Staatssekretärin Muna Duzdar bei einem Treffen der Außenpolitischen Akademie

BSA Bund

BSA gratuliert VSStÖ zum großartigen Erfolg bei den ÖH-Wahlen Plus 5,5 % und damit vier Mandate mehr auf Bundesebene und Platz eins an der Uni Wien. Bei der Wahl zur Bundesvertretung konnte der VSStÖ seine Stimmen an fast allen Standorten ausbauen: An der Universität

Wien von 21,5 auf 29,9 %, an der Universität Graz von 11 auf 18,5%, an der Universität Innsbruck von 15,5 auf 22,4 % und an der Universität Linz von 16,8 auf 19,5 %! Der BSA gratuliert der Spitzenkandidatin Hannah Lutz und dem gesamten Verband Sozialistischer

Student_innen sehr herzlich zu diesem hervorragenden Ergebnis! Der bedingungslose Einsatz für freie Bildung und gerechte Beihilfen hat sich gelohnt!


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BSA Döbling

BSA Oberösterreich

Im Gespräch mit Jean Ziegler

BSA Landestag 2017: Wirtschaft – Standort – Innovation

Verband sozialdemokratischer IngenieurInnen Wien

im Elektrizitätssystem Österreichs hat. Von dieser Leitzentrale werden bundesweit alle nationalen und übernationalen Stromtransporte sowie die 60 Umspannwerke und Schaltanlagen der APG gesteuert.

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Am 7. April 2017 besuchten wir die Steuerzentrale der Austrian Power Grid (APG), welche das überregionale Stromübertragungsnetz (380 kV und 220 kV) betreibt und als Regelzonenführer die Verantwortung für das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch

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Exkursion in die Steuerzentrale der APG

Wirtschaft – Standort – Innovation: Das waren die inhaltlichen Stichworte des Landestages am 18. März im Veranstaltungszentrum Central. Neben den Grußworten von Soziallandesrätin und SPOÖ-Vorsitzenden Birgit Gerstorfer und der Wahl des neuen Landesvorstands rundete Top-Referent Chris Müller (Tabakfabrik Linz) den gelungenen Vormittag ab. 250 BSA-Mitglieder und Gäste nützten einen der wichtigsten Termine des BSA OÖ, um alte Bekannte zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen, ausgewählten Top-ReferentInnen zu lauschen und – last but not least – die Weichen für die kommende Arbeit in der größten Landesorganisation innerhalb des BSA zu stellen. Unter den Gästen fanden sich unter anderem die SPOÖ-Vorsitzende und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer, die BSA-Generalsekretärin Anna Vukan und SPOÖ-Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer ein. Wirtschaft im Wandel Das Motto des Landestages war nicht zufällig gewählt: Der Zentralraum im Städte-­ Dreieck zwischen Linz, Wels und Steyr gilt als das wirtschaftliche Herz Oberösterreichs und ist eine der Konjunktur-Lokomotiven Österreichs. Der Strukturwandel wurde gut gemeistert, eine starke Industrie so-

Ein starkes Team: Die Mitglieder des neuen Landesausschusses für die Periode 2017 – 2019.

wie ein buntes Branchen-Netzwerk kleiner und mittlerer Unternehmen sichern zehntausende Arbeitsplätze und bietet den Menschen Sicherheit und Zukunftsperspektiven. Das Thema Zukunft fungiert auch als Fahrplan für den neuen BSA OÖ-Arbeitsschwer-

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re für den BSA auf Facebook live übertragen und ist weiterhin unter: https://www.facebook.com/bsabund/ nachzusehen. Jean Ziegler übermittelte mit seinen lebendigen, leidenschaftlichen und persönlichen Ausführungen eine Botschaft der Hoffnung und überzeugende Motive für politisches Engagement.

BSA OÖ-Vorsitzender Christian Forsterleitern erhielt 100 % Zustimmung

punkt „Innovation“ in den kommenden zwei Jahren. In seiner Rede machte BSA-Landesvorsitzender und Linzer Vizebürgermeister Christian Forsterleitner deutlich: „Innovation ist die Deutung der Zukunft. Sie ist eine aktive Grundhaltung in allen Lebensbereichen und Ausgangspunkt für gesellschaftlichen Fortschritt. Umarmen wir die Veränderung, drehen wir sie in unsere Richtung und gestalten wir sie aktiv!“ Innovation – Nährboden der Kreativwirtschaft Passend zum Thema konnte der BSA OÖ den Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden in der Tabakfabrik Linz – Chris Müller – als Gastreferenten gewinnen. Er kreiert, entwickelt und managt erfolgreich komplexe Projekte vom Stadtentwicklungs- und Immobilienbereich bis hin zu gesellschaftspolitischen Kampagnen. Die Tabakfabrik ist Sinnbild für die Symbiose aus Innovation und Wirtschaft: Als Triebfeder für die Innovationskraft des gesamten Zentralraums in Oberösterreich entsteht in der Tabakfabrik Linz ein einzigartiges Start-upÖkosystem. Wo einst pro Minute und Maschine rund 8.000 Zigaretten produziert wurden, rauchen nun die Köpfe kreativer Geister für zündende Ideen.

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Im Rahmen dieses Abends in Kooperation mit den Fachgruppen Medienberufe, GGS und GSB

im BSA ging der frühere UN-Sonderberichterstatter und spätere Vizepräsident des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats auf seinen Kampf gegen Hunger, für Menschenrechte, Gerechtigkeit und Frieden ein. Aufgrund des hohen Interesses an der Veranstaltung und den nicht genügend zur Verfügung stehenden Plätzen im BSA Veranstaltungssaal, wurde das Gespräch als Premie-

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Der international bekannte Schweizer Soziologe und Autor stellte auf Einladung des BSADöbling sein neuestes Buch „Der schmale Grat der Hoffnung – Meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe und die, die wir gemeinsam gewinnen werden“ vor.

Top-Referent am BSA OÖ-Landestag: TFL-Direktor Chris Müller.

100 % für Christian Forsterleitner Die Wahl des neuen BSA OÖ-Teams brachte ein eindeutiges Ergebnis: 100 % der Delegierten sprachen zum mittlerweile vierten Mal Christian Forsterleitner erneut ihr Vertrauen aus. Auch die übrigen Mitglieder im Landesvorstand wurden mit überwältigender Mehrheit neu- oder wiedergewählt. Wie in den letzten Jahren bewährt, profitiert das Landesteam von einem Mix aus Jung und Alt, quer durch die Fachgruppen und Bezirksorganisationen: Von A wie ÄrztInnen bis W wie Wirtschaft. Damit sind die Voraussetzungen für weitere zwei Jahre erfolgreiche BSA-Arbeit in Oberösterreich gelegt.


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BSA Niederösterreich

BSA Steiermark

Empfang mit Bundesministerin Hammerschmid: „Bildungssystem muss sich möglichst rasch auf Digitalisierung vorbereiten.”

im_puls „Aufbruch der steirischen Regionen – Impulse und Herausforderungen für die Entwicklung der steirischen Regionen”

künftigen Herausforderungen des Österreichischen Bildungssystems und erklärte, mit welchen Maßnahmen die Bundesregierung unsere Schulen zukunftsfit machen möchte. „Digitale Technologien und Kommunikationskanäle ändern sich rasant und sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Die Schule muss unsere Kinder mit dem nötigen Werkzeug ausrüsten, um mit diesen Entwicklungen ein Leben lang Schritt halten zu können, denn wir wissen nicht, wie sich Berufsfelder in Zukunft entwickeln werden und welche Herausforderungen sie dann an junge Menschen

Matthias Stadler, Sonja Hammerschmid, Günther Sidl und Alfredo Rosenmaier, Foto: Thomas Peschat

des BSA Niederösterreich Dr. Günther Sidl betonte: „Für uns als BSA Niederösterreich ist die Digitalisierung ein zentrales Thema. Der mit der Digitalisierung einhergehende Veränderungsprozess wirkt sich gravierend auf unsere gesamte Gesellschaft aus. Eine politische Organisation wie der BSA muss sich intensiv mit den entscheidenden Zukunftsfragen auseinandersetzten und auch Antworten darauf haben.“

BSA Niederösterreich

Gemeinsam mit allen Mitgliedern werden bei der Bezirkstour neue Visionen für die Zukunft des BSA Niederösterreich diskutiert und entwickelt. Ziel ist es, die Ideen, Perspektiven und Wünsche aller Mitglieder zu sammeln, um den BSA Niederösterreich gemeinschaftlich neu auszurichten und zu reformieren. Landtagsabgeordneter Dr. Günther Sidl fasst das Ziel des Prozesses wie folgt zusammen: „Ich sehe den BSA als Think Tank bzw. Denkwerkstatt der Sozialdemokratie. Es ist

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für uns als Organisation wichtig, dass wir gemeinsame Ziele und Visionen verfolgen. Daher wollen wir im Rahmen dieser Bezirkstour gemeinsam reflektieren, wohin sich der BSA Niederösterreich künftig entwickeln soll. Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse dieses Prozesses.“ Dr. Clemens Nagel dazu: „Es freut uns sehr, dass die BSA NÖ Bezirkstour hier bei uns im Bezirk Gänserndorf startet. Gemeinsam einen Prozess wie diesen zu gestalten und unsere sozialdemokratischen Visionen auszuformulieren ist besonders wichtig für die Positionierung des BSA als Ort der Diskussion und des Weiterdenkens.“ Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des BSA Niederösterreich Dr. Günther Sidl betonte: „Für uns als BSA Niederösterreich ist die Digitalisierung ein zentrales Thema. Der

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Bezirkstour „Visionen, Reformen und Veränderungen” startet in Gänserndorf Der Vorsitzende des Bundes der sozialdemokratischen AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen Niederösterreich, Landtagsabgeordneter Dr. Günther Sidl, startete die BSA NÖ-Bezirkstour in der Bezirksgruppe Gänserndorf.

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BSA NÖ-Bezirkstour in der Bezirksgruppe Gänserndorf

mit der Digitalisierung einhergehende Veränderungsprozess wirkt sich gravierend auf unsere gesamte Gesellschaft aus. Eine politische Organisation wie der BSA muss sich intensiv mit den entscheidenden Zukunftsfragen auseinandersetzten und auch Antworten darauf haben.“

aldemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen Steiermark organisierte Veranstaltung “Aufbruch der steirischen Regionen – Impulse und Herausforderungen für die Entwicklung der steirischen Regionen” am 13. Februar 2017 auseinander. Nach Begrüßung durch die Vorsitzende des BSA Steiermark, LRin Mag.a Doris Kampus, ging der Vorsitzende der Fachgruppe, VD Bernhard Türk, in seiner Einleitung auf die gesellschafts- und wirtschaftspolitische Brisanz des Themas der „Landflucht“ ein Mag.a Dr.in h.c. Monika Kircher (Senior Director Industrial Affairs, ehem. Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG) legte als erste Referentin den Fokus auf wirtschaftliche Entwicklungen in den Regionen: „Dinge in Frage zu stellen und innovativ zu sein, ist das, was Regionen nach vorne bringt. Kooperationen über Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinweg ist eine Frage des Überlebens. Die Steiermark ist bereits jetzt Vorreiter in gemeinde- und bezirksübergreifenden Kooperationen.” Prof.in Sabine Haring (Institut für Soziologie an der Universität Graz) stellte im Rahmen der Veranstaltung das Forschungsprojekt zum Thema „Perspektiven für bäuerliche Familien in Österreich“ vor. Im Rahmen des Projekts wurde auch untersucht, was junge Menschen dazu bewegt, nach der Ausbildung zurück in ihre Heimatorte zu ziehen. Ein wichtiger Faktor ist die Bindung zum Heimatort, ebenso wichtig ist jedoch auch, welche Möglichkeiten, etwa hinsichtlich der Berufschancen, es im Heimat-

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Mit diesen Fragen setzte sich die von der Fachgruppe Wirtschaft und Arbeit des Bundes sozi-

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terin Dr.in Sonja Hammerschmid Einblicke in die

Was macht steirische Regionen zukunftsfit? Welche Maßnahmen auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene müssen getroffen werden, damit Regionalentwicklung gelingen kann?

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Im Rahmen des ersten Niederösterreich-Empfanges des Bundes Sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA) Niederösterreich gab Bundesminis-

stellen werden. Zu dem nötigen Rüstzeug, das wir unseren Kindern und Jugendlichen mit der Digitalisierungsstrategie Schule 4.0 mitgeben, gehören neben technischen Know-how, genauso die Fähigkeit, digitale Inhalte kritisch zu hinterfragen und richtig einordnen zu können, aber auch Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Kreativität und vor allem eine Lust am Lernen“, erklärte die Bundesministerin. Der Landesparteivorsitzende der SPÖ Niederösterreich Mag. Matthias Stadler unterstützte die Digitalisierungsstrategie von Bundesministerin Hammerschmid: „Es findet ein Wandel in der Arbeitswelt, aber auch in unserer Gesellschaft statt, der es unabdingbar macht, dass sich unsere Kinder und Jugendlichen schon möglichst früh mit neuen Technologien und Kommunikationskanälen beschäftigen. Wir haben einen Bildungsauftrag, in dem es auch darum geht, die Kinder und Jugendlichen für den Berufseinstieg fit zu machen.“ Landtagsabgeordneter und Vorsitzender

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Umfassende Schulreform für die Zukunft: Mehr Autonomie, verstärkte Digitalisierung und modernste pädagogischen Maßnahmen.

Klaus Höfler, Sabine Haring, Harald Grießer, Bernhard Türk, Doris Kampus und Monika Kircher (v.l.n.r.)

ort gibt. Oft zieht es junge Menschen nach der Ausbildung aber, vor allem aufgrund der vorhandenen Infrastruktur, in neue Peripherien, die durch die neuen Speckgürtel erschlossen werden. Gemeinde- und bezirksübergreifenden Kooperationen werden auch vom Land Steiermark als wesentlicher Faktor für Standortentwicklung erachtet. Dipl.-Ing. Harald Grießer (Abteilung 17 - Landes- und Regionalentwicklung des Landes Steiermark), der an diesem Abend die Entwicklungstrends und strategische Projekte des Landes Steiermark präsentierte, erklärt dies am Beispiel KoralmbahnBahnhof Weststeiermark. Das Entwicklungspotenzial durch den neuen IC-Bahnhof kann vor allem durch interkommunale Standortentwicklung erschlossen werden, dazu zählt auch vorausschauende Flächensicherung zur Betriebsansiedelung. Das Mobilitätsnetz in der Stei­er­mark ist ebenso wichtig, da bedarfsorientierter öffentlicher Verkehr Mobilität für alle

BSA-Generalsekretariat: Landesgerichtsstraße 16, 1010 Wien Tel. (01) 310 88 29 | Fax. (01) 310 88 29-27 | presse@bsa.at | www.bsa.at Öffnungszeiten: MO bis DO 8.00 – 17.00 Uhr, FR 8.00 – 12.00 Uhr

unterstützt und die Erreichbarkeit von Angeboten der Daseinsvorsorge gesichert werden. Die Conclusio des Abends: Innovation, sei es im Bereich Bildung und Ausbildung, öffentlicher Verkehr oder verschiedener infrastruktureller Maßnahmen, ist der Schlüssel dazu, dass die steirischen Regionen zukunftsfit werden und bleiben.


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BSA Salzburg

Im Fokus standen nach einigen Ausführungen Nagelreiters ad „Dienstrecht ALT – Dienstrecht NEU“ Bereiche wie Aufsichtspflicht vor allem bei mehrtägigen Schulveranstaltungen, Aus-

nem Bahnhof nahe Wien Lehrpersonen bei geschlossenem Schranken 85 Kindern das Überqueren der Gleise erlaubten, um noch einen Zug zu erreichen. Glücklicherweise war es zu keinem Unfall gekommen. Die Lehrpersonen wurden jedoch teils entlassen und mit einem Strafverfahren bedacht. Auch wenn es sich um eine Stresssituation gehandelt hat und die

kunftsrecht gegenüber Elternteilen in Patchworkfamilien, Fragen zur Leistungsbeurteilung und der Umgang mit SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Diskutiert wurde beispielsweise auch über jenen Vorfall im Frühsommer 2016, als bei ei-

damalige Situation aktuell zum Glück ohne Schaden ausgegangen ist, so zeigt sich – wie auch in anderen Fällen – auf welch schmalem Grat sich Lehrpersonen mitunter bewegen, auch wenn sie es „gut“ meinen.

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Für eine Informationsveranstaltung zum Thema Schule und Recht gemeinsam mit SLÖ und FSG konnte mit Dr. Heinz Nagelreiter (ÖGBRechtsexperte aus Wien) ein höchst versierter Fachmann gewonnen werden.

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Diskussion mit Dr. Heinz Nagelreiter ad „Schule und Recht”

Vorsitzender des SLÖ Salzburg sowie Moderator Dietmar Plakolm und Heinz Nagelreiter (re.) Foto: Gabriele Kaliba

BSA Salzburg

Vortrag ad Radiologie Rund um das Thema Radioaktivität ging es in einer Veranstaltung des BSA Salzburg am 27. April mit Univ. Prof. Dr. Herbert Lettner von der Abteilung Physik und Biophysik der NAWI Salzburg. Die Strahlenbelastungen – verbunden auch mit wirtschaftlichen Verknüpfungen – standen dabei u.a.im Fokus. Um es vorwegzunehmen: Prof. Lettner gelang es in seinen auch zum Mitdiskutieren anregenden Ausführungen in hervorragender Weise die zunächst abstrakt erscheinenden Inhalte so aufzubereiten, dass auch die Laien im Auditorium spontan in den Bann gezogen wur-

den. Von Becquerel (1896), Marie und Pierre Curie (1898) über Tschernobyl (1986) bis zum umstrittenen Gifttod des Agenten Litvinenko spannte sich der Bogen aus der ferneren und näheren Vergangenheit. Beta-Kanonen in der Medizin, welche Krebszellen vernichten können, die Röntgenstrahlen an sich, deren Gamma-Strahlen durch Bleischutz bekanntlich für den Anwender unschädlich gemacht werden können, die Thematik radioaktiver Zerfall oder die Tatsache, wonach 1 kg Natururan dem Energiehaushalt von 2 t Stein kohle entsprechen, standen ebenso zur Diskussion wie der extrem landschafts-

schädliche Uranabbau im Tagebau. Keine Lösung zeichne sich laut Prof. Lettner übrigens nach wie vor bei der Endlagerung von Atommüll ab – wegen der langen Halbwertszeit. Prof. Lettner referierte ferner, dass auch bei uns in Österreich nach wie vor Krebstodesfälle nach Tschernobyl beobachtet und im Sinne von Langzeitdaten dokumentiert werden. Ferner finden sich – wenngleich in kleinen Mengen – noch immer Cäsium-Spuren im alpinen Raum und in Seesedimenten. Schwache Kontaminationen weisen in konstant schwacher Dosis etwa Wildpilze und unsere Milch auf – natürlich längst ungefährlich.

BSA Salzburg

Frauen-Arbeitskreis: Diskussion mit Romana Rotschopf Bei einer Veranstaltung im März berichtete die Referentin Mag.a Romana Rotschopf, MBA über ihre frühere Tätigkeit als Kabinettsleiterin bei Frauen- und Bildungsministerin a.D. Gabriele Heinisch-Hosek und ihre derzeitige Funktion im Rahmen der Österreichischen UNESCOKommission. Die Veranstaltung erhielt an diesem Abend zusätzliche Aktualität, als quasi

tags darauf das Autonomiepaket im Rahmen der heimischen Schulreform präsentiert wurde. Die ehemalige BMin Heinisch-Hosek war auch für Frauenangelegenheiten zuständig; ein Aufgabenbereich, welcher bekanntlich nunmehr zum Gesundheitsministerium von Pamela Rendi-Wagner gehört. Eingeleitet von unserer BSA-Frauenarbeitskreisleiterin Karin Dol-

linger folgte in den zweieinhalb Stunden ein abwechslungsreicher Abend mit Referats- und Diskussionsanteilen, wobei unter den TeilnehmerInnen viel Interesse und Vorwissen zu Bildungs- und Frauenfragen eingebracht wurde.

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