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APRIL – JUNI 2009

PALM SPRINGS POOLS & PALMEN

EUROPRIDE Best of Zürich

PARTYSTADT Wo Berlin feiert

SAVOIR VIVRE Laue Nächte in Lyon

Kopenhagen € 3,95

4 196365 303958

02

CHF 7,10

Dänisches Sommermärchen

&

Die schönsten Wellness-Hotels

GEWINNE 1 TUI-Städtereise für 2 Personen in die Partystadt Berlin!


666!


Editorial

G

laubt man aktuellen Umfragen, scheint die aktuelle Rezession der Gay-Community wenig anzuhaben. Während Familien sich ernsthaft Sorgen um ihre Zukunft machen, planen Schwule und Lesben weiterhin ihren Urlaub. Das zumindest ist das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie von Ende 2008, auf die die „International Gay & Lesbian Association“ Anfang Februar hingewiesen hat. Man denkt positiv und bleibt selbstbewusst. „Dinks“ – Double Income No Kids – nennt sich denn auch etwas selbstironisch das kürzlich in Palm Springs eröffnete und in der Szene zurzeit beliebteste Restaurant. Als wohl schwulste Stadt Amerikas ist das Mekka für Sonnenhungrige und Architekturfans genau der richtige Ort, um nach einer Tour durch Südkalifornien ordentlich auszuspannen (S. 12). Wer nicht gleich über den großen Teich will um sich ein Wochenende zu erholen, findet quasi vor der Tür wunderschöne Hotels, die mit ihren großzügigen Spas und Wellness-Bereichen den Alltagsstress vergessen lassen (S. 28). Und wer eher auf eine exzessive Partynacht steht anstatt ein paar Stunden im Whirlpool zu blubbern, fährt – natürlich – nach Berlin, das bisherigen Hochburgen wie London oder New York inzwischen die Schau stiehlt (S. 38). Europas Top-Homo-Events des Jahres könnten an gegensätzlicheren Orten gar nicht stattfinden. Beide sind einen Abstecher wert – und das zu jeder Jah-

reszeit. Während der Zürcher Europride 2009 ab Mai zu einem Besuch an den Rand der Alpen einlädt, wird die Hafenstadt Kopenhagen das Ziel Tausender Sportler, die sich im Sommer zu den zweiten World Out Games treffen (S. 21 und 48). Gourmets und Technofreaks treffen dagegen in Lyon aufeinander. Ende Mai findet mit den „Nuits Sonores“ eines der größten Festivals für elektronische Musik in Europa statt, das die an Kultur ohnehin nicht arme Stadt um eine weiteres Event bereichert (S. 34). Viele Ideen für weitere Urlaubsziele findet man auch in dem ersten wirklich gelungenen schwul-lesbischen Reisekatalog, der Anfang des Jahres erschien und der den schwulen Traveler und dessen Ansprüche an die schönsten Tage des Jahres wirklich ernst nimmt. Die Schweiz macht deutschen Reiseunternehmen vor, wie man uns wirklich begeistert (S. 46).

Nur Mut

Eine gute Reise wünscht

Dirk Baugartl Chefredakteur

Fotos: Felix Drobek, iStockphoto.com

Glückwunsch! Der Gewinner der TUI-Weltentdecker-Reise nach Las Vegas ist Bernd Hägele aus Stuttgart. Ihm und seiner Begleitung wünschen wir eine wunderschöne Reise. TUI und Spartacus Traveler verlosen in dieser Ausgabe eine Reise nach Berlin. Mehr auf Seite 43.

02/2009 Spartacus Traveler  3


Kopenhagen

48

Zürich

21

Lyon

34

Inhalt 8

Termine

18 News 25 On Tour 26 Media 44 Style 54 Health Hepatitis

Berlin 4  Spartacus Traveler 02/2009

38

56 Party Life Ball

58 Duty Free 66 Insider Toronto

STANDARDS 3

Editorial

6

Impressum/ Contributors

7

Mail


Wellness-Hotels

28

12

Palm Springs

Travel 12 Palm Springs Vom Wüstennest zum Liebesnest. Seit vielen Jahren gilt Palm Springs als schwulste Stadt der USA und eignet sich bestens für einen Zwischenstopp auf einer Reise durch Kalifornien.

34 Lyon Die Stadt an Rhône und Saône hat weit mehr zu bieten als Haute Cuisine und Weltkulturerbe. In Frankreichs drittgrößter Stadt weiß man zu genießen – in jeder Hinsicht.

48 Kopenhagen Kopenhagen hat Weltstadtflair, ist Trendsetter in Sachen Mode und Design und wird Ende Juli als Gastgeber der World Out Games zu einer der schwulsten Orte Europas.

21 Zürich Sie ist Banken- und Homometropole zugleich. Die Stadt am Zürichsee feiert den Europride 2009. Zehn Tipps, was man bei einem Besuch in Zürich keinesfalls verpassen sollte.

38 Berlin Berlin hat nicht nur die vielseitigste Homoszene Deutschlands, auch im Vergleich zum schwulen Nachtleben von Paris bis New York sehen die Berliner Clubs verdammt gut aus.

GUIDE

28 Hotels Zeit zum Relaxen: Sechs homofreundliche Wellness-Hotels für den perfekten Kurzurlaub.

46 Tipp Der Schweizer Reisekonzern Kuoni hat einen eigenen Katalog für Schwule und Lesben im Programm.

42 Berlin

17 Palm Springs 24 Zürich 36 Lyon 52 Kopenhagen 59 International 02/2009 Spartacus Traveler  5


conTRIBUToRS THOMAS ABElTSHAUSER Jahrelang kam der in einem oberbayerischen Dorf aufgewachsene Journalist (u.a. „Vanity Fair“, „Die Welt“ und „Männer“) auf seinen Reisen nicht weiter als bis zum Bauernhof der Großeltern oder dem nächsten Baggersee. Sein Kindheitstrauma lebt er heute in jährlichen Fahrten zu den Filmfestivals in Cannes und Venedig aus. Für SPARTACUS TRAVELER flog er in die Gourmet- und Kulturmetropole Lyon (Seite 34) und fasste die Ergebnisse seiner jahrelangen, intensiven Studien im schwulen Nachtleben Berlins zusammen (Seite 38).

IMPRESSUM VerLag Bruno gmünder Verlag gmbH Kleiststr. 23-26, 10787 Berlin HerauSgeBer Bruno gmünder (V.i.S.d.P.) CHeFreDaKteur Dirk Baumgartl (dax) MitarBeit/a eit/ utoren eit/a thomas abeltshauser (abel), Stefan adler (sa), Johannes J. arens, Briand Bedford-eichler, alexander Küssner, Stefan rambow, Sven rebel (sr), Christian Scheuß, Micha Schulze (ms), Mathias Vef (mv) LeKtorat achim Bodewig graFiK & LitHograFie atelierholgerlindner.de

Der in Paris lebende Fotograf Fred Goudon, der das Coverfoto für diese Ausgabe schoss, arbeitete nach seinem Journalismusstudium lange Zeit als Amerikakorrespondent für eine Vielzahl von Magazinen und Zeitungen. Seit seiner Rückkehr nach Frankreich ist er hauptsächlich als Mode- und Werbefotograf tätig. Im Bruno Gmünder Verlag erschienen bisher zahlreiche Bücher, zuletzt sein Fotoband „Virility“.

CHRISTIAN SCHEUSS lesen bildet bekanntlich, Reisen ebenfalls. Womit bereits zwei der Lieblingsbeschäftigungen des 1966 geborenen Journalisten und Buchautoren benannt wären. Erst Radio- und Fernsehtechniker, danach Radiosprecher, wechselte er Anfang der 90er zur schreibenden Zunft, um fortan seinen Blick auf das schwul-lesbische Geschehen zu richten. Seit 2003 arbeitet Christian Scheuß überwiegend im OnlineJournalismus, zum Beispiel für das Portal Queer.de. Für diese Ausgabe schrieb er über ein eher unangenehmes Reisemitbringsel: Hepatitisinfektion (Seite 54).

MAGNUS RAGNvID Soeben von einer Reise aus Kapstadt heimgekehrt, träumt der gebürtige Schwede von einem Umzug nach Südafrika, um von dort aus die Welt zu verändern. Der 34-jährige Fotograf lebt seit einigen Jahren in Kopenhagen, arbeitete für Kunden wie IKEA, Glamour, Vila oder b.young und eröffnet im April seine Onlin-Galerie (www.vaeggen.com). Kopenhagen wählte seine Fotos für den offiziellen Gayguide, seine romantische KussAufnahme zweier Männer an einem Kopenhagener Sommerabend eröffnet den Reiseartikel über den Austragungsort der World Out Games (S. 48). 6 Spartacus Traveler 02/2009

BiLDreDaKtion Dirk Baumgartl CoVer Fred goudon www.fredgoudon.com FotoS thomas abeltshauser, raymond angeles, ingo Brack, Kevin McDermot, alexandre Dinz, Felix Drobek, Fred goudon, Johannes grau, iStockphoto.com, Jürg Koller, Krizzi, Patrick Leonard, Max Moser, Perou, Magnus ragnvid, ralf rühmeier, aidan tierney, andreas tischler, Stefan Wyckoff reDaKtion Bruno gmünder Verlag gmbH Spartacus traveler Kleiststr. 23–26, 10787 Berlin tel. +49 (0) 30 615 003–34, Fax –20 traveler@brunogmuender.com anZeigen thomas Purz (Leitung) tel. +49 (0) 30 615 003–26, Fax –61 anzeigen@ brunogmuender.com oliver ambach (it), Briand Bedford-eichler (Za), Marc Cunha (Pt, Br), David Dulieu (uK, ie), Carsten Hinz (eS, ar), robert Kühnl, Peter Michels, géza Molnár (at), Luis Pestana (CH), Jamel Yassine (F) es gilt die anzeigenpreisliste nr. 5 vom 01.10.2008 VertrieB eigenvertrieb: Bruno gmünder Verlag gmbH tel. +49 (0) 30 615 003–50, Fax –53 distribution@brunogmuender.com DruCK Druckhaus Wende, Berlin Spartacus traveler erscheint alle drei Monate zum Heftpreis von 3,95 eur (7,10 Schweizer Franken). Das Jahresabo (4 ausgaben) kostet 11,95 eur (inkl. Versand innerhalb Deutschlands, im ausland zzgl. 6 eur Versandkosten). aBoSerViCe Manuel Bieber, Bruno gmünder Verlag gmbH Postfach 30 13 40, 10721 Berlin tel. +49 (0) 30 615 003–30, Fax –20 abo@brunogmuender.com Mitglied der

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jegliche Verwertung ohne einwilligung des Verlags ist untersagt. namentlich gekennzeichnete artikel stellen nicht unbedingt die Meinung der redaktion dar. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen. © Bruno gmünder Verlag gmbH, 2009 iSSn 1862-7943

Fotos: Magnus ragnvid, Patrick Leonard, privat (2)

FRED GOUDON


MAIL

Gratuliere! Endlich gibt es ein Reisemagazin, das mich als Schwulen von Aufmachung und Inhalten anspricht, ohne mich gleich in die Ecke eines Sextouristen zu stellen. Schließlich ist Urlaub mehr als sämtliche Nacktbadestrände, Saunen und schummrige Bars abzuklappern.

Danke für die vielen Anregungen für Lissabon und Las Vegas, ich habe jedenfalls tierisch Lust bekommen, meine Koffer zu packen. Und Bette Middler wollte ich eh schon immer mal sehen.

Peter aus Stuttgart

Ich hoffe sehr, dass die USA die geplante Aufhebung des Einreiseverbots für HIV-Positive auch wirklich bald umsetzen. Ich gehöre zu denen, die auf Grund des politischen Klimas einen Urlaub nach Amerika boykottiert haben. Nun, mit einem neuen Präsidenten an der Spitze und dem auch bei der diesjährigen Oscarverleihung an „Milk“ spürbaren Wandel im Land möchte ich endlich mit gutem Gewissen über die Straßen San Franciscos oder New Yorks spazieren.

Müssen es denn immer so bekannte Ziele wie Gran Canaria, Amsterdam oder Las Vegas sein? Das hat man doch schon alles gesehen. Ich jedenfalls freue mich über Tipps zu Städten und Ländern, die noch nicht ganz oben auf der Liste des Homo- Urlaubers stehen. Daniel aus Rostock

Christian aus Bayreuth

Bernd aus Saarbrücken

leserbriefe und Reisetipps an: traveler@brunogmuender.com

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Termine

weltweit2009

Toronto 7. bis 10. Mai 19. bis 28. Juni Gleich zwei schwul-lesbische Großereignisse finden im Frühsommer im kanadischen Toronto statt. Anfang Mai trifft sich der Verband schwuler und lesbischer Reiseprofis, die IGLTA, zu seiner Jahreshauptversammlung. Ende Juni feiert die am Ufer des Ontariosees gelegene Stadt die Pride Week mit zahlreichen kulturellen Veranstaltungen und Partys. Höhepunkt ist die Parade am Sonntag, den 28. Juni. www.iglta.org www.pridetoronto.com

São Paulo 14. Juni Mit seinen zwei bis drei Millionen Besuchern ist der Gay Pride in der brasilianischen Megametropole São Paulo der größte CSD der Welt und schaffte es mit dieser kaum vorstellbaren Teilnehmerzahl sogar ins Guinness-Buch der Rekorde. Schon Tage vorher wird in den Clubs der Stadt mächtig gefeiert, bis sich schließlich während der Parade auf der Avenida Paulista die schönsten Jungs des Landes auf riesigen Trucks präsentieren. www.paradasp.org.br

8  Spartacus Traveler 02/2009

Fotos: Aidan Tierney/Toronto Pride, Alexandre Dinz, oscarloya.com, iStockphoto.com, dax (2)

Orlando 2. bis 8. Juni Fans von Donald Duck, Mickey Mouse und Goofy aufgepasst! Eine Woche lang herrscht in Floridas Disney World Ausnahmezustand. Tausende schwule und lesbische Freizeitparkfans tummeln sich in roten T-Shirts tagsüber in Magic Kingdom, Epcot Center und den Hollywood Studios bevor sie sich nachts ihrer Oberbekleidung entledigen und auf den Circuit Partys des „One Mighty Weekends“, die zum Teil ebenfalls in den Themenund Wasserparks stattfinden, bis in die frühen Morgenstunden feiern. www.gaydays.com www.onemightyweekend.com


Moskau 12. bis 16. Mai Mit Spannung erwarten Europas Grand-Prix-Fans das Finale in Moskau (das Foto zeigt den deutschen Teilnehmer Oscar Loya) und ob Bürgermeister Juri Luschkow nun will oder nicht: Schwule und Lesben werden sich den Besuch eines ihrer Lieblings-Events sicher nicht nehmen lassen, von etlichen Teilnehmern vor und hinter den Kulissen ganz zu schweigen. Die Veranstalter des Moskauer CSDs haben zudem angekündigt, den Pride zeitgleich mit dem Eurovision Song Contest stattfinden zu lassen. Turin 23. bis 30. April „Da Sodoma a Hollywood“ unter diesem Motto steht das im 24. Jahr stattfindende Gay Film Festival in Turin, das damit zu einem der ältesten und wichtigsten schwulen Filmfeste der Welt zählt. Neben einem Kinobesuch bleibt zudem noch genügend Zeit, die sich von der Industrie- zur Kulturmetropole gemauserte Stadt mit ihren zahlreichen Museen und Straßencafés zu erkunden und dem ein oder anderen attraktiven Italiener hinterherzuschauen. www.tglff.com Tel Aviv 12. Juni 2008 feierte Tel Aviv mit Tausenden Teilnehmern aus Israel und der ganzen Welt den zehnten Geburtstag seines Gay Prides. Bügermeister Ron Huldai eröffnete dabei ein neues Zentrum für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender, das seither von bis zu 400 Leuten pro Woche besucht wird. Anders als im von Orthodoxen dominierten Jerusalem stoßen die jährliche Parade durch Tel Aviv und die anschließenden Partys in Clubs wie dem Haoman 17 auf keine Kritik. www.gaytelaviv.net/tel-avivcsd-2009

02/2009 Spartacus Traveler  9


TERMInE Wien

GEWAGT den ausstellenden Künstlern zählen Bruce LaBruce, das für das Berliner Homomahnmal verantwortliche Duo Elmgreen & Dragset sowie das derzeitige Enfant Terrible der internationalen Kunstszene Terence Koh. The Porn Identity Bis 1. Juni, Kunsthalle www.kunsthallewien.at

Manchester / london

FEIERLAUNE EIERLAUNE Anlässlich ihres Brit Award für ihren herausraherausra genden Beitrag zur Musik geben die Pet Shop Boys im Juni zwei exklusive Sonderkonzerte in ihrer Heimat Großbritannien. Während das neue Album „Yes“ Ende März erschien, arbeiarbei tet das Pop-Duo gerade an einem Ballett nach einem Märchen von Hans Christian AnderAnder sen. Die geplante Uraufführung am Londoner Sadler’s Wells Theater ist für 2011 geplant. Pet Shop Boys 18. Juni, Manchester 19. Juni, London www.petshopboys.co.uk

10 Spartacus Traveler 02/2009

Fotos: admiralspalast, Stephan Wyckoff/Kunsthalle Wien 2009, CiDCoM, Perou (eMi), the estate of Francis Bacon/Metropolitan Museum nYC

Zu Expeditionen in die Dunkelzone lädt das Wiener Kunsthaus in einer der umfassendsten Ausstellung zum Thema Pornografie ein, die es bisher gab. Längst hat Porno den Alltag erobert, findet sich in Werbung, Kunst und Pop. Videos, Installationen und Skulpturen thematisieren schwulen wie heterosexuellen Porno, zu


A L L E S

W A S

Europa

In Wien gefloppt, kommt die Inszenierung der deutschsprachigen Erstaufführung von Mel Brooks satirischem Broadway-Hit „The Producers“ ab Mitte Mai nach Berlin. Offensichtlich verstanden die Österreicher bei der Show, deren Story sich um die Aufführung eines Hitlermusicals mit böser Komik, geschmacklosen Witzen und jeder Menge Tunten dreht, nur wenig Spaß. Dabei gehört „The Producers – Frühling für Hitler“ mit zwölf Tony Awards zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten und wurde 2005 mit Nathan Lane, Matthew Broderick und Uma Thurman für das Kino verflimt. Mal sehen, wie humorvoll Deutschland wirklich ist. The Producers Ab 15. Mai, Admiralspalast www.admiralspalast.de

Wenn Pam Ann nicht von der australischen Comedienne Caroline Reid verkörpert werden würde, wäre sie vielleicht eine Figur von Hape Kerkeling. Als stilbewusste, aber himmelschreihimmelschrei end dämliche Stewardess ist sie ein Relikt aus Zeiten, in denen Fliegen noch Luxus war. Und da Pam ignoriert, dass sie es ist, die den Passagieren ihre Aufmerksamkeit schenken sollte, und nicht umgekehrt, ist sie das ultimative Showgirl. Elton John bucht sich Pam Ann für Privat-Auftritte, Madonna findet sie „brutal lustig“. Jetzt tourt sie quer durch Europa – u.a. mit Stopovers in Amsterdam, Köln, Oslo, Frankfurt, Stockholm, München, Wien und während des Europrides in Zürich.

© David Vance

SO GAY

B R A U C H S T

präsentiert:

SMILES & MORE M

Berlin

D U

Pam Ann on Tour März bis Juni www.pamann-live.com

David Vance HEAVENLY BODIES Einfach himmlisch: Männerkörper glatt wie griechische Statuen. Verführerisch, sexy, zeitlos! € 29,95

Madrid / New York

EINZIGARTIG Am 16. August wäre Francis Bacon, einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, 100 Jahre alt geworden. Mit einer der größten Retrospektiven, die es bisher zu sehen gab, feiert das New Yorker Metropolitan Museum in Zusammenarbeit dem Prado in Madrid und der Tate Britain in London den schwulen Künstler mit den wichtigsten Werken aus seinen unterschiedlichen Schaffensperioden. Neben den gut 70 Gemälden aus Beständen von Museen und Privatsammlungen wird die Ausstellung um Archivmaterial und bisher nicht öffentlich gezeigten Arbeiten ergänzt. Francis Bacon: A Centenary Retrospective Bis 19. April, Museo Nacional del Prado 20. Mai bis 16. August, Metropolitan Museum www.museodelprado.es www.metmuseum.org

Moritz Sturm VORSTADTJUNGE Geistreich, bitter und ungeheuer witzig. Ein gutaussehender Hamburger Teenager findet seinen Weg. Affären, Konflikte, die erste Liebe … € 14,95

Peter Hofmann DER LETZTE PRINZ Ein Beziehungsroman, wie ihn das Leben schreibt: Berlin-Schöneberg, zwei Freunde Mitte Dreißig – und ein Typ dem sie beide zu verfallen drohen … € 14,95 BÜCHER · MAGAZINE · DVD TOOLS & TOYS · UNDERWEAR

B E R L I N Nollendorfplatz · Schönhauser Allee 131 H A M B U R G Lange Reihe / Danziger Str. 70 K Ö L N Kettengasse 20 M Ü N C H E N Thalkirchnerstr. 4 / Fliegenstr.

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Travel Palm Springs

12  Spartacus Traveler 02/2009


Pools & Palmen von Dirk Baumgartl | Fotos: Felix Drobek

Vom Wüstennest zum Liebesnest. Seit vielen Jahren gilt Palm Springs als schwulste Stadt der USA und eignet sich bestens für einen Zwischenstopp auf einer Reise durch Kalifornien.

M

it seinem Sonnenhut, der hellen Leinenhose und dem bunten, kurzärmeligen Hemd ist Robert Imber eigentlich kaum zu übersehen. Sein grauer Dreitagebart steht ihm gut und irgendwie passt der ältere Herr mit dem freundlichen Wesen perfekt in diese immersonnige Kleinstadt. „Willkommen in Palm Springs“. Die Stadt genießt den Ruf einer Rentner-, Homo- und Hollywoodstarhochburg, wobei das eine das andere nicht ausschließt. Seit den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts diente das vormalige Wüstenkaff als Fluchtburg für genervte Großstädter. Hier draußen in der Wüste, in der das Thermometer auch an Wintertagen selten unter 20 Grad Celsius fällt, ließ sich schon damals herrlich entspannen. Vor allem Filmstars wie Marlene Dietrich, Liz Taylor oder Cary Grant nutzten die Abgeschiedenheit des von Palmen gesäumten Coachella Tales dazu, fern ab der allzu aufdringlichen Paparazzi die ein oder andere Affäre auszuleben. Den Glamour von Greta Garbo, Elvis Presley, Marilyn Monroe und Co. sowie den Ruf als Liebesnest, in dem immer ein wenig mehr erlaubt ist als im „normalen“ Leben, hat sich Palm Springs bis heute erhalten. 02/2009 Spartacus Traveler  13


Travel Palm Springs

Nachmittagsstimmung im „Hacienda at Warm Sands“, sportliche Jungs während der White Party: Palm Springs ist ideal, um ein paar Tage auszuspannen.


Fotos: White Party, Felix Drobek

Womöglich ist das auch der Grund, warum Schwule und Lesben sich von diesem Ort fernab von San Franciscos Castro Street und dem New Yorker West Village so magisch angezogen fühlen. Heute, heißt es, sind gut 45 Prozent der 45.000 Einwohner von Palm Springs schwul, der Bürgermeister eingeschlossen. „Wer hier ein Geschäft aufmacht, kommt an den Homos nicht vorbei“. Jill lächelt. Die bullige Bilderbuchlesbe mit riesigem Truck ist als Mitglied der Gay Tourism Desert Guild dafür verantwortlich, die Stadt auch über die Grenzen des amerikanischen Kontinents hinaus als schwule Urlaubsdestination bekannt zu machen. „Zählt man die Touristen mit, sind Schwule und Lesben sogar in der Mehrheit.“ Auch Robert Imber ist schwul, auch er liebt Palm Springs, doch seine Liebe gilt nicht nur anderen Männern, sondern vor allem der Architektur. Der studierte Psychologe bietet mit seiner Ein-Mann-Firma „PS Modern Tours“ Führungen durch die vom „Desert Modernism“ der Stararchitekten Lloyd Wright, Albert Frey, Rudolph Schindler und Richard Neutra geprägten Kleinstadt an – entweder als große Entdeckungsreise mit dem Mini-Van oder als kleinere Tour durch die bei den Stars als Bleibe besonders beliebte „Movie Colony“. Auf sogenannten Segways, zweirädrigen Elektrorollern, gleitet man stehend an den schick designten Wüstenvillen großer Diven und noch größerer Exzentriker wie dem schwulen Las-Vegas-Pianisten Liberace surrend vorbei. Palm Springs birgt einen architektonischen Schatz und Robert Imber versteht es wie kein anderer, diesen für seine Gäste immer wieder neu zu heben. Der Mittfünfziger ist ein wandelndes Lexikon, spricht über Details an einem Bungalow wie von einem verflossenen Geliebten, er weiß wem er gehörte und wo es heute noch rauschende Privatpartys mit den hübschesten Jungs des Landes gibt. So wie im Haus von Jeffrey Sanker, Amerikas ungekröntem Homopartypapst, der mit seiner White Party jedes Jahr zu Ostern gut 30.000 Homos nach Palm Springs lockt und damit zum Gastgeber eines der größten Gay Events der USA avancierte. Wenn nicht gerade die White Party, der Gay Pride oder das bei Lesben beliebte Dinah Shore Weekend steigt, ist Palm Springs genau der richtige Ort, um für ein paar Tage auszuspannen. Wer mit dem Mietwagen durch Südkalifornien reist und Highlights wie Los Angeles, San Diego, Las Vegas oder Nationalparks wie Grand Canyon, Joshua Tree oder Death Valley besuchen will, kommt an der Stadt sowieso nicht vorbei, zumal nach einsamen Naturerlebnissen ein wenig Nachtund Szeneleben zur Abwechslung ganz gut tut. Wer allerdings Megaclubs und Partys bis in die frühen Morgenstunden erwartet, wird von Palm Springs womöglich enttäuscht sein. Die Szene lebt vor allem von den an den Wochenenden einfallenden Homos aus Los Angeles und San Diego, die sich in unzähligen Gay Resorts oder gemieteten bzw. eigenen Bungalows ins Private zurückziehen und sich einfach am Pool erholen wollen. Und so beschränkt man sich auf ein nettes Abendessen in Restaurants wie Wang’s, Azul oder dem neu eröffneten Dink’s (Double Income No Kids), in

… In a Resort Atmosphere

02/2009 Spartacus Traveler 15


travel Palm Springs

dem man auch Robert Imber und Jill trifft. Danach geht es auf einen Drink noch schnell in Bars wie dem Mixies, der Hunters Video Bar oder der Toucans Tiki Lounge, einem kleinen Club, in dem sich nachts letztendlich alles trifft, was noch keine Lust hat, in seinem Hotel oder Resort schlafen zu gehen. Und derer gibt es viele.

Desert Modernism: Richard Neutras „Kaufmann House“, Homoviertel Warm Sands.

Je nachdem, auf was es der Palm-Springs-Besucher abgesehen hat, steht ein fast unüberschaubares Angebot an Unterkünften zur Verfügung. Resorts der Luxusklasse wie das East Canyon Hotel & Spa oder das Hacienda at Warm Sands bieten allen erdenklichen Komfort und perfekten Service. Es sind Pärchen wie Paul und Lam aus Columbus/Ohio, die sich ganz bewusst für das East Canyon entschieden haben. Als eines der ganz wenigen Resorts ist nacktes Sonnenbaden am Pool („Clothing Optional“) hier unerwünscht. Der Anwalt und sein Freund aus der Kreditbranche hatten beruflich im nur zwei Autostunden entfernten Los Angeles zu tun und sind zum ersten Mal hier. „Wir wollen einfach ein paar Tage Urlaub machen und sind nicht auf der Suche nach sexuellen Abenteuern wie viele andere hier“, so Paul.

45

Prozent der Einwohner von Palm Springs sind schwul, der Bürgermeister eingeschlossen.

Die findet man vor allem im Stadtteil Warm Sands. Das „All World Resort“ und das „Mirage“ sind Orte, an den das Cruisen fast schon als Pflicht erscheint. Bekannt als Kulisse für unzählige Pornos, besteht das All Worlds Resort aus mehreren Anlagen, die alle miteinander verbunden sind. Das „Mirage“ dagegen gleicht eher einem tropischen Garten, im dem sich immer wieder neue Pools und Verstecke auftun. Bob, der sich rühmt, als erster das nackte Sonnenbaden in seinem Resort erlaubt zu haben, ist ein echter Palm-Springs-Veteran, die gute Seele des „Mirage“ und ein guter Geschäftsmann. Während die Gäste anderer Resorts für ein paar Dollar einen Tagespass für das Mirage kaufen können, haben Locals, also Kellner, Köche oder Poolboys, die in Palm Springs leben und arbeiten, bis 16 Uhr freien Eintritt. Dementsprechend gut besucht ist das weitläufige Gelände, auf den Straßen davor treiben sich ab dem Spätnachmittag jede Menge Jogger, Rad- und Autofahrer herum – meist ohne T-Shirt und immer für einen Flirt zu haben. Gleich neben dem „Mirage“ liegt mit dem „Hacienda at Warm Sands“ eines der luxuriösesten Clothing-Optional-Resorts der Stadt, das mit zwei Pools und insgesamt zehn Zimmern und Suiten von einer Größe bis zu 270 Quadratmetern vor allem den Ansprüchen verwöhnter Traveler gerecht wird. Jim und Maurice, die das Resort seit einigen Jahren führen, haben sich mit dem „Hacienda“ ihren privaten Traum verwirklicht. Nach ihren Manager-Karrieren haben sich die beiden älteren Herren wie viele andere Homopärchen auch für ein Leben und Arbeiten in der Wüste entschieden – Palmen und Pool inklusive. • 16  Spartacus Traveler 02/2009


Guide Palm Springs www.palm-springs.org Offizielle Tourismus-Website von Palm Springs mit allen wichtigen Infos.

Luxuriös und komfortabel. Als einziges Gay Resort hat das East Canyon ein Spa mit Behandlungs- und Massageräumen. Clothing Non-Optional. www.eastcanyonps.com

www.gaypalmspringsca.com Infos des Tourismusbüros für Schwule und Lesben. Über die Seite kann auch der offizielle „Gay & Lesbian Visitors Guide“ kostenlos angefordert werden.

Warm Sands Vacation Rentals 975 E. Camino Parocela, Suite 1 Modern und stillvoll eingerichtete Apartments für Selbstversorger. www.warmsandsps.com

INFO

ANREISE Neben diversen Direktverbindungen nach Los Angeles bietet sich eine Anreise über Las Vegas an: Condor fliegt dreimal wöchentlich als einzige Airline nonstop von Deutschland (Frankfurt) nach Las Vegas. Die Flugdauer beträgt ca. elf Stunden. Flüge gibt es ab ca. 600 Euro (inkl. Steuer und Gebühren) in der Economy Class, auf der Strecke sind auch die neu geschaffenen Klassen „Comfort“ und „Premium Economy“ verfügbar. Zudem bietet Condor Rail-&-Fly-Tickets für 25 Euro pro Person und Strecke. Bei Aktionen wie „Eintagsfliegen“ auf der Condor-Homepage gibt es die einfache Strecke schon ab 199 Euro (inkl. Steuer und Gebühren). www.condor.de Tel. 01805 767757 (0,14 Euro/Min. a. d. dt. Festnetz) Unbedingt zu empfehlen ist ein Mietwagen, um von Los Angeles (ca. zwei Stunden) oder Las Vegas (ca. vier Stunden) nach Palm Springs zu kommen. Auch während des Aufenthalts in Palm Springs ist ein Auto von Vorteil. Mit Holiday Autos kostet eine Woche Mietwagen ab 149 Euro. Buchbar im Reisebüro oder Tel. 01805 179191 (0,14 Euro/Min. a. d. dt. Festnetz). www.holidayautos.de

Hotels The Hacienda At Warm Sands 586 Warm Sands Drive Eine des besten und luxuriösesten GayResorts im Homostadtteil Warm Sands mit zwei Pools sowie leichtem Mittagssnack inklusive. Clothing Optional und in direkter Nachbarschaft zu den Vista Grande Resorts (Mirage). www.thehacienda.com East Canyon Hotel & Spa 288 E. Camino Monte Vista

Musiktipp

INNdulge Palm Springs 601 Grenfall Road Beliebtes Clothing-Optional-Resort im Stil der 50er und 60er Jahre. www.innduldge.com Vista Grande Resorts 574 Warm Sands Drive Zusammenschluss der Resorts Vista Grande, Atrium, Avalon und Mirage. Tropischer Garten, zwei Pools, Sauna, Dampfbad. ClothingOptional und sehr cruisy. Tagespässe. www.mirage4men.com All Worlds Resorts Zusammenschluss mehrerer Resorts unterschiedlicher Kategorien, zum Beispiel mit Suiten mit den Namen „Liberace“ oder „Liz Taylor“. www.allworldsresorts.com Hotel Zoso 150 South Indian Canyon Drive Luxuriöses Designhotel im Herzen von Palm Springs. www.hotelzoso.com Miethäuser Hier finden sich Bungalows im Stil des „Desert Modernism“ zur Miete. www.vacationpalmsprings.com www.beaumondevillas.com

Riesiges Outletcenter ca. 20 Minuten westlich von Palm Springs. Calvin Klein, Armani, Banana Republic, Bottega Veneta, Diesel, Dior, Gap, Lacoste, Prada, Tommy Hilfiger u.v.a. www.premiumoutlets.com/deserthills

HIGHLIGHTS Palm Springs Modern Tours Architekturführungen zum Thema „Desert Modernsim” per Auto oder Segway mit dem charmanten und kenntnisreichen Robert Imber. Sehr zu empfehlen. psmoderntours@aol.com Indian Canyons 38520 S. Palm Canyon Drive Canyon-Landschaft unmittelbar bei Palm Springs mit vielen Wanderwegen. www.indian-canyons.com Aerial Tramway One Tramway Drive Seilbahn zum Mount San Jacinto mit tollem Blick ins Tal. www.pstramway.com The Fabulous Palm Springs Follies 128 S. Palm Canyon Drive Eine Institution und weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt: die Broadway reife Show mit Darstellern im Rentenalter zwischen 58 und 84 Jahren. www.psfollies.com Joshua Tree National Park Die einzigartige Wüstenlandschaft mit den charakteristischen Palmlilien ist in knapp einer Stunde von Palm Springs aus zu erreichen und lädt ein zum Wandern, Klettern und Campen. www.nps.gov/jotr

TERMINE

Dinah Shore Weekend Das vermutlich weltweit größte Party-Event für Lesben. 1. bis 5. April www.dinahshoreweekend.com White Party Eine der größten Partys der USA mit gut 30.000 Besuchern. 9. bis 12. April 2009 www.jeffreysanker.com Cinema Diverse Schwul-lesbisches Filmfestival. 23. bis 30. Juli www.cinemadiverse.ning.com Greater Palm Springs Pride 7. & 8. November 2009 www.pspride.org

Sport & Spa Gold’s Gym 4070 Airport Center Dr. Bei Homos beliebtes Sportstudio. www.goldsgym.com Agua Caliente Spa Resort Casino 707 E. Canyon Way Das in Besitz von Indianern befindliche neueröffnete Casino bietet in seinem Spa Massagen und Beauty-Treatments. www.SpaResortCasino.com

Buch Spartacus International Gay Guide Bruno Gmünder 2009, 25,95 Euro Ausführliches Listing vieler Resorts, Bars und Restaurants inklusive Stadtplan. www.brunogmuender.com

AUSGEHEN Dink’s 2080 N. Palm Canyon Drive Brandneues, stylisches und sehr beliebtes Restaurant neben der Toucans Tiki Lounge. Unbedingt reservieren. www.dinksrestaurant.com Hamburger Mary’s 415 N. Palm Canyon Drive Ableger des campen American Diner. Die Rechnung wird im glitzernden Stöckel serviert. www.hamburgermarys.net Azul 369 N. Palm Canyon Drive Beliebtes Open-Air-Restaurant mit Bar und Special Events. Vor allem am Abend beliebt. www.azultapaslounge.com Wang’s in the Desert 424 S. Indian Canyon Schönes Pan-Asia-Restaurant mit Bar. Mixies 120 S. Palm Canyon Drive Beliebte Homobar mit großem Balkon. www.mixiesboybar.com

Sie ist der Stargast auf Jeffrey Sankers White Party im April. Kein Wunder, denn Lady Gaga trifft mir ihrem Song „Pokerface“ genau den Geschmack all jener muskelbepackten, schwulen Partyboys, die sich neben ihren glanzvollen Auftritten auf den Tanzflächen dieser Welt hauptsächlich um ihr Äußeres kümmern. The Fame Interscope (Universal)

Hunters Video Bar 302 E. Arena Road Sports- und Videobar. Vor allem am Wochenende einen Besuch wert. www.huntersnightclubs.com Toucans Tiki Lounge 2100 N. Palm Canyon Drive Lounge und Club am Wochenende mit Dancefloor-Musik, Gogos und Dragshows. www.toucanstikilounge.com

SHOPPING Desert Hills Premium Outlets 48400 Seminole Drive, Cabazon 02/2009 Spartacus Traveler  17


News

Ryanair startet am 31. März eine neue Verbindung von Bremen nach Faro an der portugiesischen Algarve. Damit bietet der Low-Cost-Carrier von seiner deutschen Basis insgesamt 20 Ziele an, www.ryanair.com +++ Air Berlin fliegt ab 25. April erstmals ab Berlin-Tegel in die zweitgrößte polnische Stadt Krakau. Ebenfalls neu im Flugplan sind ab 24. April Nonstop-Flüge von Berlin in die norwegische Hauptstadt Oslo, www.airberlin.com +++ Easyjet wird ab 2. April von München aus nicht nur London-Stansted sondern auch London-Gatwick anfliegen. Zeitgleich starten Verbindungen von Gatwick nach Wien und Zürich, www. easyjet.com +++ Germanwings hat seine Webseite relauncht. Die Online-Buchung von Flügen wurde vereinfacht, zudem lassen sich nun sämtliche Services der Günstig-Airline mit wenigen Klicks kombinieren, www.germanwings. com +++ Aegean Airlines fliegt ab dem 8. April sechsmal wöchentlich von Berlin-Tegel nach Athen. Die private griechische Fluggesellschaft wurde 1997 gegründet, www. aegeanair.com +++ Brussels Airlines soll noch in diesem Jahr ein neues Mitglied der Star Alliance werden. Bereits seit 15. Februar ermöglicht die belgische Fluggesellschaft vielfliegenden Miles-&-More-Mitgliedern den Zugang zu ihren Lounges, www.brusselsairlines.com +++ FlyOnAir bietet im Sommer zwei neue Direktverbindungen von Berlin-Schönefeld nach Italien an: Ab 9. April wird Pescara angeflogen, ab 10. Juli kommt Bologna hinzu, www.flyonair.it +++ Air Baltic hat einen Web-Check-In für Flüge ab Deutschland eingeführt. Passagiere können sich dabei ihren Sitzplatz aussuchen und die Bordkarte sofort ausdrucken oder sich per E-Mail zuschicken lassen, www.airbaltic.com +++ British Airways führt im Herbst die mobile Kommunikation an Bord von Transatlantikflügen ein. Passagiere, die das reine Business-Flugangebot nutzen, sind dann während des ganzen Fluges per SMS, E-Mail und Internet erreichbar, www.britishairways.com +++ Swiss hat eine neue First Class eingeführt. Herzstück ist der neue Swiss First-Sitz mit verstellbaren Seitenwänden und 23-Zoll-Flachbildschirm. Per Knopfdruck lässt er sich in ein flaches, über zwei Meter langes Bett mit Daunendecke verwandeln, www.swiss.com +++ Thai Airways erleichtert das Umsteigen in Bangkok. Mit Beginn des Sommerflugplans ab 29. März heben alle Inlandsflüge vom Suvarnabhumi International Airport (BKK) ab. Der zweite Flughafen Bangkoks, Don Mueang (DMK), wird dann nicht mehr angeflogen, www.thaiair.com +++ Armavia bietet ab dem 14. April zweimal wöchentlich eine Nonstop-Verbindung von Berlin-Tegel nach Eriwan an. Die armenische Fluggesellschaft bedient die Strecke mit einem Airbus A319, www.armavia.am +++ LAN verdoppelt ab 18. Juni die Flugfrequenz von Frankfurt nach Lima. Sechsmal wöchentlich startet dann der Nachtflug um 19.35 Uhr mit kurzem Zwischenstopp in Madrid, www.lan.com +++ Singapore Airlines setzt ab 1. Juni einen Airbus A380 auch auf der täglichen Strecke zwischen Singapur und Paris ein. Bislang wurden nur London, Sydney und Tokio mit dem größten Passagierflugzeug der Welt bedient, www.singaporeair.com +++ South African Airways fliegt ab 23. März zweimal täglich von Johannesburg nach Gaborone und bedient damit eine Urlaubsdestination in Botswana. Passagiere ab Frankfurt und München haben direkten Anschluss, www.flysaa.com +++ Air Asia bietet ab 11. März Flüge zwischen Kuala Lumpur und LondonStansted an. One-Way-Tickets können ab umgerechnet 120 Euro gebucht werden, www.airasia.com +++ Vietnam Airlines bietet noch bis 20. April einen Sondertarif nach Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) an. Ein Hin- und Rückflugticket vom Frankfurter Flughafen gibt es ab 520 Euro zuzüglich Steuern und Gebühren in der Economy Class, www.vietnam-air.de 18  Spartacus Traveler 02/2009

No–Go–Area Jamaika ist und bleibt für Schwule ein gefährliches Pflaster. In seinen jüngsten Reise- und Sicherheitshinweisen hat das Auswärtige Amt erneut vor dem Besuch der wegen ihrer Homophobie berüchtigten Insel gewarnt: „Ein großer Teil der Bevölkerung ist Gleichgeschlechtlichen gegenüber feindlich eingestellt. Es hat in jüngster Zeit mehrfach Übergriffe auf Homosexuelle gegeben.“ Zudem weist das Ministerium darauf hin, dass Sex zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern strafbar ist. „Die tatsächliche Strafverfolgung ist sehr unheitlich.“ Immer wieder kommt es auf der Insel zu schwulenfeindlichen Übergriffen und Lynchmorden. 2007 nannte das „Time Magazine“ Jamaika das homophobste Land der westlichen Hemisphäre, amerikanische Aktivisten und auch die schwul-lesbische Werbeagentur Communigayte aus Deutschland haben zum Boykott des vor allem vom Tourismus abhängigen Landes aufgerufen. www.auswaertiges-amt.de

Almrausch Mit seinen „Gay-Single-Wanderwochen“ möchte das Hotel Kollerhof in der österreichischen Dachstein-Tauern-Region schwulen Singles die Möglichkeit geben, einen gleichgesinnten Partner für den Urlaub und vielleicht sogar fürs Leben zu finden. Die Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen sind vielfältig, ob beim Wandern, Klettern, Abendessen oder bei einem Drink an der Bar. Zum Programm gehören Ausflüge in einen Klettergarten, zum Hohen Dachstein mit seinem Skywalk, Nachtwandern sowie eine Kasnock’n–Party auf einer urigen Alm. Die Wanderwochen finden zwischen dem 4. und 11. Juli sowie zwschen 22. und 29. August statt. www.kollerhof.at/gayfriendly

Cool Britannia Selten ging es der Wirtschaft schlechter und nie lag der Kurs des britischen Pfunds so sehr am Boden. Im Januar lag die einst so stabile Landeswährung mit dem Euro fast gleich auf. Während die Industrie unter den Folgen der weltweiten Finanzkrise leidet, erlebt Großbritanniens Handel einen wahren Run aus Kontinentaleuropa. Vor allem die Shopping- und Kulturmetropole London profitiert von den Besuchern, die sich nun günstig mit aktuellster Mode eindecken oder die neuesten Produktionen der Theater im West End besuchen. Und wer schon immer mal Städte wie Edinburgh, Manchester oder Brighton besuchen wollte, findet nun besonders preisgünstige Angebote. www.visitbritain.de

Abenteuer Alaska Tausende von Gletschern, eine atemberaubende Landschaft und schier endlose Wildnis: Ein Trip nach Alaska verspricht Abenteuer pur sowie Begegnungen mit Bären, Elchen, Seeottern und Killerwalen. Der schwule Travel-Spezialist Out in Alaska bietet zwischen Mai und September insgesamt 13 Gruppen-Erlebnisreisen für jeweils acht bis zehn Schwule und Lesben an. Die Auswahl reicht von Hotel basierten Trips über Campingtouren bis zu Kajakwanderungen durch unberührte Natur. Geleitet werden die Reisen vom erfahrenen Outdoor-Spezialisten Tim Stallard, der viele Jahre im Auftrag der Universität von Alaska Tausende von Studenten durch die Weiten Alaskas lotste und Amerikas höchsten Berg, den Mount McKinley bezwang. Die meisten Touren beginnen ab Anchorage oder Fairbanks, Condor bietet dreimal pro Woche Direktverbindungen in beide Städte an, die sich als Gabelflüge kombinieren lassen. www.outinalaska.com www.condor.de

Text: iStockphoto.com (3), Out In Alaska

Airline Ticker


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1 Urlaub auf Jamaika? Nein Danke! 2 Mit schwulen Singles auf die Alm. 3 Großbritannien: Reiseziel für Sparfüchse. 4 Mit Rucksack oder Paddel: Homos entdecken Alaska.

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Zürich

Travel

Best of Zürich Sie ist Banken- und Homometropole zugleich. Die Stadt an Limmat und Zürichsee feiert von Mai bis Juni den Europride 2009. Zehn Tipps, was man bei einem Besuch in Zürich keinesfalls verpassen sollte. Zürich West

Fotos: Jürg Koller/Zürich Tourismus, dax

1

Hier schlägt das Herz des jungen Zürich. In ehemaligen Industriehallen und Fabrikanlagen mit Namen wie Schiffbau und Turbinenhalle haben sich Kulturbetriebe wie die Dependance des Schauspielhauses und Kreative aus der Galerie-, Mode- und Gastroszene niedergelassen. Die Kunst- und Partyzone ist nur wenige Tramstationen vom Hauptbahnhof entfernt. Ganz in der Nähe des Turbinenplatzes, auf dem auch der Zürcher CSD stattfindet, befindet sich mit dem Labyrinth zudem der schwule Clubklassiker schlechthin. 02/2009 Spartacus Traveler  21


TRAVEL Zürich 2009

KRONENhALLE

3

2

Am Bellevue, dort, wo die Zürich am schönsten ist, befindet sich eines der gastronomischen Highlights der Stadt. Ob Bündner Fleisch, Kalbsgeschnetzeltes mit Rösti, Mistkratzerli oder das sagenhafte Mousse au chocolat – wer die Schweizer Küche von ihrer besten Seite erleben will, ist in der Kronenhalle genau richtig. Außergewöhnlich auch das Ambiente: Als Treffpunkt von Schauspielern, Malern, Dichtern gelangte das Haus durch seine erlesene Gemäldesammlung zu weltweitem Ruf. Hier speist man unter Originalen von Braques, Chagall, Miró und Picasso – am besten nach einem Opernbesuch.

EUROPRIDE 09

Am 2, Mai beginnt für Zürich der Startschuss für Europas wichtigstes schwul-lesbisches Happening. Das Filmfestival „Pink Apple“ und das Homokulturfestival „Warmer Mai“ markieren den Beginn des Pride-Monats, der mit einem Stadtfest am 5. und 6. Juni auf Münsterhof und Bürkliplatz und der abschließenden Parade inmitten der historischen Innenstadt seinen Höhepunkt erreicht. Mit 100.000 Besuchern rechnen die Veranstalter – in der überschaubaren Stadt wird diese Zahl allemal ausreichen, um Zürich die schwulsten Tage ihres Bestehens zu bescheren.

ZOO

UETLIBERG

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871 über dem Meer erhebt sich über dem Zürichsee der Uetliberg. Für Schweizer Verhältnisse eher ein Hügel, hat man von dort oben bei gutem Wetter eine prachtvolle Rundsicht über Stadt und See. Wenn Zürich an nebeligen Novembertagen im grauen Nass steckt, hat man von dem leicht mit S- und Bergbahn erreichbaren Gipfel die Chance auf etwas Sonne, im Winter nutzt man den Berg zum „Schlitteln“.

22 Spartacus Traveler 02/2009

Fotos: iStockphoto.com, Zürich tourismus, Kronenhalle, Zürcher Ballett, ProLitteris/Kunshaus Zürich

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Seine Lage an den Hängen des Zürichberges und eine riesige Tropenhalle machen diesen Tierpark zu einem beliebten Ausflugsziel. Für schwule Zoofans hat man eine ganz besondere Führung parat, die man während des Europride, aber auch auf Wunsch zu jedem anderen Termin buchen kann. Die Tierärztin Myriam Schärz erzählt in dem einstündigen Rundgang zum Thema „Homosexualität im Tierreich“ von gleichgeschlechtlichen Beziehungen zwischen Flamingos, Löwen, Elefanten und Gorillas, für die Sex unter Männchen gar nichts Ungewöhnliches ist.


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STRANDBAD TRANDBAD TIEFENBRUNNEN

Sehen und gesehen werden. Wer sich auf den Weg in das große Seebad am Zürichsee macht, packt am besten seine schickste Badehose ein, denn er Wettbewerb ist groß. Hier zeigt Zürichs Körperkult-Fraktion, woran sie den Winter über in den Fitnessstudios gearbeitet hat. Die in den 50er Jahren angelegte Badeanstalt mit ihrem parkähnlichen Charakter erfreut sich bei Schwulen größter Beliebtheit. Ob man sich nun vom Blick auf die Alpen oder den Waschbrettbauch eines Schweizer Burschen beeindrucken lässt, bleibt jedem selbst überlassen. Und zur Abkühlung dann rein in den See!

cRANBERR cRANBERRy

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Die trendige Bar auf zwei Etagen und zentraler Lage nahe der Limmat ist die schwule Anlaufstelle am Wochenende. Irgendwann im Laufe des Abends schaut jeder hier mindestens einmal vorbei – und sei es nur, um sich zu Beginn des Monats mit den neuesten Ausgaben diverser Homomagazine einzudecken. Von Berlin hat sich das Cranberry sein Glamourquiz jeweils freitags abgeschaut: Stilecht mit Transe und cooler Mucke.

EWIGI LIEBI

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Es ist der Schweizer Musicalerfolg schlechthin: Das mit heimischen Mundarthits gespickte Bühnenstück erzählt die Liebesgeschichte von Dänu und Heidi, die nach 30 Jahren der Trennung wieder aufeinandertreffen und ihren verpassten Chancen nachtrauern. Parallel dazu herrscht in einer Murmeltierfamilie heller Aufruhr. Sohn Bruno will sich einen Tunnel ins Engadin graben und dort als Au-pair arbeiten – da das schwule Murmeli auch noch sein Coming-out durchlebt, ist mit dem Familienidyll endgültig Schluss.

BALLETT ALLETT

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Unter seinem Direktor und Chefchoreografen Heinz Spoerli ist das Zürcher Ballett seit 1996 zu einer der meist beachteten und angesehensten Ballettkompanien Europas geworden, deren Besuch auf alle Fälle lohnt. Seiner schwulen Fans bewusst, gibt das Ballett eine Sondervorstellung anlässlich des Europrides.

KUNST UNSThAUS

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Der Reichtum der Stadt und die Großzügigkeit der Banken durch Schenkungen und Dauerleihgaben haben dafür gesorgt, dass das Kunsthaus Zürich zu den bedeutendsten Museen der Welt zählt. Auf über 7000 Quadratmeter sind rund 600 Kunstwerke ausgestellt, darunter ein großer Bestand an Impressionisten und Künstlern der Klassischen Moderne, aber auch Alte Meister und zeitgenössische Kunst seit 1945.

02/2009 Spartacus Traveler 23


GUIDE Zürich INFO www.zuerich.com/gay Offizielle Homepage des Tourismusamtes mit Szene- und Hoteltipps für Schwule und Lesben. Gay.CH Kostenloses Szenemagazin mit News und Infos für die Schweiz. www.gay.ch Display Schwules Lifestyle-Magazin für die Schweiz mit aktuellen Infos auf der Homepage. www.display-magazin.ch ANREISE Je nach Entfernung Anreise mit Auto, Bahn oder Flugzeug. Als Bahnreiseland Nummer Eins hat die Schweiz beste Anbindungen an den süddeutschen Raum. Swiss Airlines fliegt mehrmals täglich ab Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg, Stuttgart) nach Zürich (ab 99 Euro). www.swiss.com Kürzeste Verbindung vom Flughafen in die Stadt ist die Bahn. Die Fahrtzeit beträgt ca. 10 bis 15 Minuten. Zürich verfügt über einen sehr guten Öffentlichen Nahverkehr, der überwiegend aus Straßenbahnen besteht. Die Taktfrequenz beträgt meist unter zehn Minuten. Mit der ZürichCARD (erhältlich für 24 oder 72 Stunden) kann man alle Busse, Bahnen, Seilbahnen und Schiffe in Zürich nutzen und erhält Eintritt in 37 Museen sowie Ermäßigungen in Restaurants, auf Stadtführungen und im Zoo. Der Preis beträgt 19 bzw. 38 Schweizer Franken (CHF). www.zuerich.com HOTElS The Dolder Grand, Kurhausstrasse 65 Zürichs erste Adresse mit herrlichem Blick auf Stadt und Zürichsee. Zum Europride bietet das Hotel ein Gaypackage mit ermäßigtem Zimmerpreis, W-Lan, Late Check-out um 15 Uhr, Busshuttle in die Stadt sowie 30 Prozent Ermäßigung auf Spa-Behandlungen an. www.thedoldergrand.com Park Hyatt Beethoven-Strasse 21 Modernes 5-Sterne-Hotel nahe Bahnhofstrasse und Zürichsee. www.zurich.park.hyatt.ch Designhotel Plattenhof Plattenstrasse 26 Am Fuße des Zürichbergs gelegenes

Designhotel. www.plattenhof.ch Goldenes Schwert Marktgasse 14 Mitten in der schwulen Szene der Altstadt gelegenes Gay-Hotel. Im gleichen Haus befinden sich die Clubs T&M und AHHH! sowie die Pigalle Schlagerbar. www.g-hotel.ch AUSGEHEN Rathaus Café Limmatquai 61 In der Szene beliebtes, kleines und schönes Café direkt am Fluss gelegen. www.rathauscafe.ch Odeon Limmatquai 2 Kaffehaus im Art-Deco-Stil. www.odeon.ch

Schicke Cocktailbar mit täglicher Happy Hour. www.laby.ch G-Colors House Marktgasse 14 Hier findet man die Disco T&M sowie den Cruisingclub AHHH! Sehr beliebt und am Wochenende immer voll. Rage Wagisstrasse 13 Etwas außerhalb gelegener aber sehr beliebter Cruisingclub. Shuttlebusse am Wochenende. www.rage.ch labyrinth abyrinth (Lotus Club) Pfingstweidstrasse 70 Seit Jahren eine feste Größe im Züricher Nachtleben. www.laby.ch SHOPPING

The Restaurant Kurhausstrasse 65 Das im Dolder Grand liegende Gourmetrestaurant bietet junge und innovative Küche. Auszeichnet mit 17 Gault-Millau-Punkten und einem Michelin Stern. www.thedoldergrand.com/de/dining

Bahnhofstrasse Zürichs erste Adresse in Sachen Einkauf. In der Fußgängerzone finden sich beliebte Kaufhäuser wie Globus und Jelmoli, aber auch exklusive Modelabels sowie Uhrenläden. www.bahnhofstrasse-zuerich.ch

Kronenhalle Rämistrasse 4 Exzellente Schweizer Küche und herausragende Kunst an den Wänden. www.kronenhalle.com

Confiserie Sprüngli Sprüngli, Bahnhofstrasse 21 Das am Paradeplatz gelegene Haupthaus der bekannten Schweizer Konfiserie ist ein Muss für alle Naschkatzen. Tipp: Die Luxemburgerli. www.spruengli.ch

Gnüsserei Gießereistrasse 18 Restaurant und Gourmetshop in einer alten Fabrikhalle in Zürich West. www.gnuesserei.ch Swiss Chuchi Rosengasse 10 Traditionelles Restaurant mit großer Auswahl an Fondues. www.swiss-chuchi.ch Hiltl Sihlstrasse 28 Eine Institution für Vegetarier. www.hiltl.ch Barfüsser Spitalgasse 14 Eine der ältesten Homobars der Stadt, die inzwischen als Sushi-Lounge auch sehr viel heterosexuelles Publikum anlockt. www.barfuesser.ch Cranberry Metzgergasse 3 Sehr beliebte, trendige Bar mit Homoquizabend am Freitag. www.cranberry.ch lobby obby Spitalgasse 3

Freitag Geroldstrasse 17 Aus 17 Überseecontainern haben sich der Schweizer Taschenfabrikanten-Brüder Marcus und Daniel Freitag einen Shop in Zürich West gebaut, den man unbedingt sehen sollte. www.freitag.ch SPORT & SPA Fitnesspark Puls 5 Gießereistrasse 18 Das Sportstudio in Zürich West mit großem Sauna- und Spabereich ist sehr beliebt in der Szene. Die Tageskarte kostet 35 Schweizer Franken. www.fitnesspark.ch/puls5 Spa – The Dolder Grand Kurhausstrasse 65 Exklusiver Day-Spa (s. Seite 30). www.thedoldergrand.com/de/spa TERMINE Europride 2009 2. Mai bis 7. Juni Das Homo-Großereignis des Jahres. www.europride09.eu

GEWINNE mit SPARTACUS TRAvElER und ZüRICH TOURISMUS DAS UlTIMATIvE EUROPRIDE-PACKAGE 2009 Zum Paket gehören neben dem Zugang zum VIP-Bereich des Europrides mit tollem Blick auf die Parade eine Übernachtung vom 6. auf den 7. Juni im Park Hyatt Zürich. Nur einen Spaziergang von der Bahnhofstraße und dem Zürich See entfernt bietet das exklusive Hotel mit warmem Ambiente räumliche Großzügigkeit, avantgardistische Architektur und zeitgemäße Kunst. Die 142 Zimmer und Suiten bieten luxuriösen Komfort und Ausstattungen unter kompromissloser Einbindung der Funktionalität. Dazu gehören Breitbandverbindung zum Internet wie auch die Standardausstattungen mit Flachbildschirmen von Bang & Olufsen. Teilnahme bis zum 30. April unter WWW.ZUERICH.COM/GAYCONTEST

24 Spartacus Traveler 02/2009

Pink Apple 29. April bis 6. Mai Das jährlich stattfindende schwul-lesbische Filmfestival ist das größte der Schweiz und feiert 2009 sein zehnjähriges Jubiläum. www.pinkapple.ch Warmer Mai Unter dem Namen „Warmer Mai“ findet seit dem Jahr 2000 ein Festival in Zürich statt, das die Vielfalt lesbischen und schwulen Kulturschaffens sicht-, hör- und erfahrbar macht. www.warmermai.ch Streetparade 8. August Das Überbleibsel auf Love-Parade-Zeiten hält sich in Zürich tapfer und begeistert noch immer Jahr für Jahr schwule wie heterosexuelle Technofans. www.streetparade.ch HIGHlIGHTS Kunsthaus Heimplatz 1 Hervorragende Gemäldesammlung Alter Meister sowie Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. www.kunsthaus.ch Zoo Zürichbergstrasse 221 Besonders sehenswert: die große Tropenhalle. www.zoo.ch Uetliberg 871 Meter über dem Meeresspiegel gelegen hat man von Zürichs Hausberg bei gutem Wetter eine wunderbare Sicht auf Stadt, See und Alpen. Zürcher Ballett Falkenstrasse 1 Eine der angesehensten Ballettkompanien Europas. www.opernhaus.ch/d/ballett Ewigi liebi Maag MusicHall, Hardstrasse 219 Der schweizer Musical-Hit. www. ewigiliebi.ch Strandbad Tiefenbrunnen, Bellerivestrasse 200 Das große Seebad ist im Sommer der Treffpunkt für die attraktivsten Männer der Stadt. www.badi-info.ch/Tiefenbrunnen.html lITERATUR City Guide Zürich Reise Know-How 2009, 12,80 Euro Der derzeit aktuellste Stadtführer mit guten Tipps und ausführlichen Beschreibungen. www.reise-know-how.de


Private Reisetipps

On tour

Thorsten

Micky

Trendiges Bangkok, pulsierendes New York oder die unberührten Weiten Alaskas – das sind die Reisepläne dieser drei Männer. Ingo Ingo

Fotos: Kevin McDermot, Mathias Vef, Ingo Brack

Thorsten

Alaska ist das nächste Traumziel des Kreativdirektors (www.schwarzrosagold.de). Es ist die Mischung aus Winter im Sommer und schier unglaublicher Natur, die für ihn den Reiz ausmacht. „So sehr ich Berlin im Sommer liebe, es reizt mich einmal eine Welt zu erleben, in die sich sonst kaum Homos verirren. Dort, wo die Natur faszinierender ist als jede Party, irgendwohin, wo man die Seele baumeln lassen kann. Ich will mit meinem Freund zwischen Karibus, Bären und Wölfen wandern, fernab von großen Touristenströmen in unberührter Natur. www.travelalaska.com

Als Artdirector einer internationalen Modeschule mit Dependancen in 13 Ländern der Welt ist der Produkt- und Modedesigner (BMW/Mini, Lacoste, Svarowski) eigentlich ständig unterwegs – seit einiger Zeit besonders viel in Asien wie zum Beispiel in Bangkok. „Die Stadt ist für mich Inspiration pur, gerade für den Fashion-Bereich. Ich wohne dort gerne im Sukhothai Hotel, das perfekt liegt, um die Shoppingcenter mit ihren kreativen Thailabels zu erreichen. Der neueste „place to be“ ist im Moment das Zense, ein Open Air Restaurant über den Dächern der Stadt, aus dessen Karte man aus vier unterschiedlichen Küchen wählen kann. The Sukhothai, South Satorn Road, Bangkok www.sukhothaihotel.com Zense, ZEN Building, Bangkok www.zensebangkok.com

Micky

Als DJ ist Micky viel unterwegs und legt in den Clubs von Berlin, São Paulo und Toronto auf. Regelmäßig verschlägt es ihn auch nach New York, wo er für die Alegria-Party gebucht ist. „Wenn ich in New York Zeit habe, gehe ich gerne ins Buddakan. Das Asia-Restaurant auf zwei Stockwerken an der 9th Avenue hat ein tolles Ambiente und von der Vor- bis zur Nachspeise ist das Essen einfach genial. Hier wurde auch die Polterabendszene des „Sex and the City“-Kinofilms gedreht. Buddakan, 75, 9th Avenue, New York www.buddakannyc.com www.myspace.com/djmickyfriedmann

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MEDIA

Sehnsucht Spätestens bei der Großaufnahme von Hugh Jackmans vom Schweiße glänzenden Sixpack hat Baz Luhrmans („Moulin Rouge“) monumentaler Schmachtfetzen „Australia“ bei heimischen Homos die Sehnsucht nach dem Outback geweckt. Was könnte auch schöner sein als mit einer Herde unbeugsamer Rinder eine rotsandige Wüste zu durchqueren? Natürlich ist der Film, in dem sich Nicole Kidman an einen von Jackman gespielten Viehtreiber ranschmeißen darf, viel zu kitschig, viel zu lang und viel zu berechenbar. Für einen Langstreckenflug auf den fünften Kontinent ist das 159-minütige Epos aber allemal gut genug. Australia, Twentieth Century Fox Home, 12,99 Euro

T

rotz Zeiten des Internets gilt er immer noch als unverzichtbarer Reisebegleiter für den schwulen Traveler und als das Standardwerk schlechthin. Die 38. aktualisierte Auflage des Spartacus International Gay Guide vereint die wichtigsten Informationen über knapp 130 Reiseländer mit allen relevanten Adressen der GaySzene. Von Hotels, über Medien, Restaurants, Clubs und schwulen Stränden listet der Guide rund 20.000 Einträge auf über 1.200 Seiten auf. An die 90 Stadtpläne sorgen für schnelle Orien-

26 Spartacus Traveler 02/2009

tierung in Szenehotspots von Amerika bis Zypern. Darüber hinaus beobachtet der Spartacus International Gay Guide die Situation von Schwulen und Lesben in der Welt und informiert über politische Tendenzen und rechtliche Diskriminierungen. „2008 konnte die schwule Gleichberechtigung in manchen Gegenden der Welt weitere Fortschritte erringen, in vielen anderen wurde sie jedoch durch Intoleranz und Ignoranz gleich mehrere Schritte in eine feindselige Vergangenheit zurückgeworfen“, so Chefredakteur Briand Bedford. Momentan seien die Rückschläge,

wie zum Beispiel jüngst bei der Ablehnung der Homoehe in Kalifornien, in der Überzahl, in 83 Staaten herrschen auch weiterhin Gesetzesregelungen, die Homosexualität unter Strafe stellen. Damit man bei der nächsten Reise auch wirklich die richtige Wahl des Urlaubszieles trifft, ist der Spartacus International Gay Guide ein zuverlässiger und unverzichtbarer Reisebegleiter. Spartacus International Gay Guide Bruno Gmünder 2009, 25,95 Euro

text: dax, abel, sa, Fotos: Fox Home, iStockphoto.com, Bruno gmünder Verlag

SCHWULER REISEn


Wildlife

www.southaustralia.de

oder

Nightlife?

Discover gay-friendly South Australia Don´t dream it – do it! Wer das echte Australien kennenlernen möchte, findet im Bundesstaat Südaustralien alles, was man sich nur von diesem Kontinent erhofft. Die unendliche Weite des Outbacks, die außergewöhnliche Artenvielfalt der Flora und Fauna, die endlos lange Küste mit unzähligen Stränden ... Südaustralien ist ein unbeschreiblich vielfältiges Land! Auch Shopping, Dining oder Nachtleben kommen hier nicht zu kurz: Die kosmopolitische & progressive Hauptstadt Adelaide hat für die Gay Comunity viel zu bieten und man fühlt sich hier schnell wie unter Freunden. Alle weiteren Infos findet ihr auf der offiziellen Website von Südaustralien: www.southaustralia.de Boomerang Reisen ist ein innovativer Spezialveranstalter für Australien mit elf Niederlassungen in Deutschland und bietet seit 15 Jahren ein großes Angebot an Touren und Individualreisen: z.B. „Facettenreiches Südaustralien“, eine 16-tägige Erlebnisreise ab 2.669,- Euro Eingeschlossene Leistungen: Qantas Airways Flug Frankfurt – Singapur – Adelaide – Singapur – Frankfurt (Economy Class), Flughafensteuern und Gebühren (Stand 02/09), Rail & Fly Ticket 2. Klasse, 9 Übernachtungen in Hotels der Mittelklasse oder der gehobenen Mittelklasse, 5 Miettage Mietwagen / Kategorie Compact inkl. Standardversicherung, 2-tägiger Ausflug nach Kangaroo Island mit englischsprachigem Reiseleiter, 3-tägige Minikreuzfahrt auf dem Murray River in einer Doppelkabine, Programm und Verpflegung gemäß Reiseverlauf. Weitere Infos und Preise unter www.australien.com EDV-Code: XOZ290


Foto: PR

Schloss Elmau

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Hotels Travel

Zeit

zum Relaxen von Dirk Baumgartl & Stefan Rambow

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ein Kurzurlaub in deutschen, österreichischen oder Schweizer Hotels, die mit ihren großzügigen Spas dem gestressten Mann ein wenig Erholung gönnen, kann wahre Wunder bewirken. Diese sechs homofreundlichen Oasen der Ruhe wären die perfekte Wahl.

Elmau · Zürich · Langenlois · Weggis · Zingst · Bad Saarow

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Travel Hotels

Zürich

Elmau

Langenlois

The Dolder Grand

Schloss Elmau

Loisium

Mit grandiosem Blick auf Zürichsee und Stadt ist dieses City Resort der Luxusklasse eines des Wahrzeichen Zürichs. Das 1899 als „Curhaus“ eröffnete Dolder Grand wurde nach vierjähriger Umbauzeit durch den Stararchitekten Sir Norman Foster im letzten Jahr wiedereröffnet und präsentiert sich in zeitgenössisch-klarem Design und einem Spa der Extraklasse. Europäische und japanische Einflüsse prägen das 4000 Quadratmeter große Spa. In eigenen Bereichen können Männer und Frauen getrennt voneinander relaxen und saunieren, in der gemischten „Aqua Zone“ stehen den Gästen Swimmingpool, Sanarium, Inund Outdoor-Whirlpools, ein Dampfbad sowie ein Schneeparadies zur Verfügung. 19 Treatment-Räume und zwei Spa-Suiten bieten genügend Raum für Massagen und Behandlungen mit Produkten von La Prairie, Kerstin Florian und Kenzoki.

Dieses 5-Sterne-Hotel, 17 Kilometer südlich von Garmisch-Partenkirchen bietet jede Menge Spa-Luxus. Die Lage des stilvollen Alpen-Refugiums lädt ein zu Wanderungen, geführten Bergtouren und Ausflügen mit den hoteleigenen Mountainbikes. Danach lässt es sich auf drei Etagen in der Saunalandschaft des Badehauses herrlich entspannen. Allein der Blick vom dunkelblauen Rooftop-Pool oder aus der finnischen Sauna auf die gewaltige Wettersteinwand ist einen Aufenthalt wert. Spa-Aficionados lockt man mit dem wohl größten HotelHamam westlich von Istanbul. Im Souterrain des Badehauses sind auf 500 Quadratmetern drei Kuppelräume mit warmen Nabelsteinen, zwei private Dampfbäder, eine Säulenhalle als Ruhezone, eine Lounge mit Trinkbrunnen, arabischen Süßigkeiten und Tees sowie ein Sole-Pool Floating Center geboten. Hamam-Meister Sadik Simsek arbeitet mit original türkischen Rohseidenhandschuhen und Cellmen Cellularkosmetik. Badehaus und Hamam sind Erwachsenen vorbehalten.

Nicht nur Weinkenner finden ihren Weg in das gut 45 Autominuten von Wien entfernte Kamptal am Rande der Wachau. Entworfen vom New Yorker Architekten Steven Holl, setzt das zu den „Design Hotels“ gehörende Wine&Spa-Resort Loisium mit seiner Metall glänzenden Kubusform einen futuristischen Kontrast inmitten der Weinberge. Das Aveda Spa bietet auf 1000 Quadratmetern vier Saunen, einen Outdoor-Pool, Sonnenterrasse sowie zwei VintageRelax-Lounges mit Rundblick auf die Weinanlagen. Die ganzheitlichen Behandlungsprodukte für Gesicht und Körper basieren auf Elementen ayurvedischer Heiltradition mit natürlichen Inhaltsstoffen aus Blumen- und Pflanzenessenzen sowie Traubenkernölen.

Erst feiern, dann relaxen – Zürich von seiner besten Seite, auch mit dem Europride Package des Dolder Grand. www.thedoldergrand.com

Das Spa-Erlebnis schlechtin. Für ein perfektes Erholungswochenende am Fuße der Alpen. www.schloss-elmau.de

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Weingenuss einmal anders: Mit einer Vinotherapie dem Körper Gutes tun. www.loisiumhotel.at


The Dolder Grand

Schloss Elmau

Loisium

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PoHo

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Steigenberger Strandhotel

Sport & Spa Resort A-Rosa


Hotels Travel

Weggis

Zingst

Bad Saarow

POHO

Steigenberger Strandhotel

Sport & Spa Resort A-Rosa Scharmützelsee

Das 4-Sterne-Superior-Hotel, direkt an der Uferpromenade des Vierwaldstättersees gelegen, verbindet in seinem Design urbanen Lifestyle mit der Schweizer Natur. Während jedes der insgesamt 45 Zimmer das Gefühl eines Chillout-Raumes vermittelt, lädt das Lakeside Center im Sommer zur Nutzung des vielfältigen Wassersportangebots ein. Der neu konzipierte Wellness-Bereich mit einem in Schwarz gehaltenen Pool, klassischer Sauna, Dampfbad und Eisgrotte ist ideal zum Relaxen. Beauty Treatments, wohltuende Massagen und Shiatsu-Behandlungen können im benachbarten Parkhotel Weggis gebucht werden, das zudem über sechs private Spa-Cottages verfügt. Sommerfrische in der Schweiz – zu Wasser, zu Lande und im trendigen Spa. www.poho.ch

Mit Blick auf Strandpromenade, Seebrücke und die Ostsee liegt das Steigenberger Strandhotel auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst am Rande des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ideal, um von dort aus Spaziergänge entlang des 18 Kilometer langen Strandes zu unternehmen. Danach lässt sich im Spa des von der Architektin Anne Marie Jagfeld gestalteten 4-SterneSuperior-Hauses prima relaxen. Auf 1400 Quadratmetern ist der lichtdurchflutete Wellnessbereich mit Innen-, Außen- und Whirlpool sowie einer großzügigen Saunalandschaft bestens auf erholungshungrige Gäste eingestellt. Die Anwendungen reichen von Meerschaumwaschungen auf dem Hamamstein über Thalgobehandlungen und Thalassoanwendungen bis zu Meersalz-Öl-Peelings und Fußreflexzonenmassagen. Entspannung auf hohem Niveau in Deutschlands jüngstem Heilbad an der Ostsee. www.steigenberger.com/zingst

Der brandenburgische Kurort unweit von Berlin gehört mit seiner Therme zu einem der erholsamen Anlaufpunkte gestresster Hauptstädter. Das A-ROSA Scharmützelsee liegt mit seinem weitläufigen Gelände mit Golfplatz und Wäldern direkt am Seeufer. Auf über 4000 Quadratmeter erstreckt sich das Spa- und Wellnessareal mit Saunalandschaft, Innen- und Außenpool sowie privaten Spa-Suiten für umfangreiche Beauty- und BodyTreatments. Zum Angebot des auf Wellness, Aktivität und Entspannung angelegten Spa-ROSA gehören Kurse wie Qigong, Reiki und Yoga sowie Behandlungen, die von traditionellem Ayurveda und hawaiianischer Tempelmassage bis zu Aqua-Balancing für die Tiefenentspannung reichen. Entspannung pur vor den Toren Berlins. www.tui.com

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Travel

Lyon

SAVOIR Vivre von Thomas Abeltshauser

Lyon hat weit mehr zu bieten als Haute Cuisine und Weltkulturerbe. In Frankreichs drittgrößter Stadt weiß man zu genießen – in jeder Hinsicht.

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D

ie an berühmten Söhnen nicht arme Stadt zwischen den Flüssen Rhône und Saône ist vor allem durch ihn bekannt geworden: Sternekoch Paul Bocuse. Der mittlerweile 82-Jährige sorgt seit über vier Dekaden für den Ruf Lyons als „la ville de gueule“, die Gourmetmetropole. Die unzähligen ausgezeichneten Restaurants, nicht zuletzt Bocuse‘ vier Himmelsrichtungslokale Le Nord, Le Sud, L’Est und L’Ouest, sprechen für sich. Die durch Foie Gras und andere kulinarische Schweinereien angefutterten Kalorien lassen sich am besten am Rhône-Ufer abstrampeln – auf einem der unzähligen Mieträder, die in der ganzen Stadt herumstehen und die man auch stundenweise mieten kann. Die Flusspromenade wurde erst 2007 auf einer Strecke von fünf Kilometern mit Rad- und Fußwegen ausgebaut und so der Öffentlichkeit komplett zugänglich gemacht. Am Ufer liegen jede Menge Restaurantund Clubboote, auf denen abends immer was los ist, die aber auch nachmittags für eine Kaffepause oder einen Apéro gut sind. Oder man guckt im Skaterpark den Jungs dabei zu, wie sie mit ihren Boards durch die Halfpipe sausen – wenn es im Sommer heiß wird auch gern oben ohne. Gleich daneben ragen ein

paar retrofuturistische Türme in den Himmel, die wie aus einem 70er Jahre Science-Fiction-Comic wirken. Es sind die Fluter des Freibades, das dort im Sommer für weiteres Frischfleisch sorgt – die nötige Abkühlung inklusive. Einen Besuch lohnt auch die Nationaloper von Lyon, nicht nur wegen des tollen Blicks aus dem Restaurant unterm Dach, sondern vor allem wegen des vielseitigen Programms aus Oper (Ende Mai etwa Benjamin Brittens „Tod in Venedig“ nach Thomas Manns Novelle und im Juni die „La Traviata“-Inszenierung des 2008 verstorbenen Regisseurs Klaus Michael Grüber), Ballett, modernem Tanz und Konzerten. Vor dem imposanten Eingang üben meist ein Dutzend Jungs ihren Streetdance – und das schon so lange, dass die Oper sie irgendwann reingeholt hat und die besten von ihnen nun fördert. Sie sind mittlerweile fester Bestandteil des im Wechsel mit der Kunstbiennale stattfindenden Tanzfestivals. Auch sonst hat die Stadt für Kulturschwuppen einiges zu bieten, sind doch der „Kleine Prinz“-Erfinder Antoine de Saint-Exupéry und die Gebrüder Lumière geborene Lyoner. Letztere haben 1895 mit ihrem Cinématographen das Kino erfunden. Zu ihren Ehren


Fotos: abel (2), iStockphoto.com (3)

gibt es auf dem Gelände ihrer alten Fabrik ein sehr sehenswertes Museum, in dem auch die zeitgenössische Filmkunst gepflegt wird. Ein Fixpunkt im Kalender jedes französischen Technofans sind die Nuits Sonores, ein Elektromusikfestival, das dieses Jahr zum siebten Mal stattfindet und sich die halbe Stadt zu eigen macht. Stillgelegte Fabrikgelände, alte Hausboote, das Freibad an der Rhône: Überall werden Partys gefeiert, legen DJs auf oder geben Acts wie letztes Jahr Underworld, DJ Krush und Einstürzende Neubauten Konzerte. Es ist wie ein Volksfest: Die Straßen sind voller junger Leute, überall wird getanzt und gefeiert und auch die lokale Homoszene ist dabei. Doch auch im Winter lohnt sich eine Reise in die Stadt der zwei Flüsse. Am 8. Dezember feiert Lyon die Fête des Lumières, das Lichterfest, und die ganze Stadt wird erleuchtet – von kleinen Kerzen, die die Lyoner in ihre Fenster stellen bis zu imposanten Lichtinstallationen, die in den Nachthimmel strahlen. Vier Millionen Menschen laufen jedes Jahr staunend durch die Altstadtgassen. Vor zehn Jahren ernannte die Unesco die zweitausendjährige Altstadt mit ihren „Traboules“ zum Weltkulturerbe. Am besten erlebt man diese engen, oft Dutzende Meter langen Durchgänge zwischen einzelnen Häusern zu Fuß. Für eine kleine Stärkung zwischendurch muss man nie weit laufen. Zum einen ist Lyon durch die Berge und die beiden Flüsse natürlich begrenzt, außerdem verfügt die Stadt angeblich über die höchste Restaurantdichte des Landes. Wenn man durch die Altstadt läuft, zweifelt man keine Sekunde daran. Aber auch an Homokneipen mangelt es der drittgrößten Stadt Frankreichs nicht, Lyon ist ordentlich bestückt. Ob die Bärenkneipen Forum Bar und Station B, die trendige Booster Bar oder die Jungsdisco United Café – hier ist für jeden was dabei. Und mit der Großraumdisco La Chapelle hat man gar eine multisexuelle Technohochburg mit internationalem Ruf. Der Weg auf den Hügel auf der anderen Flussseite lohnt sich allemal: In den alten Gemäuern feiert eine wilde, sexy Meute unter einer warholesken Interpretation des Freskos aus der Sixtinischen Kapelle zu House und Techno. Im Sommer wird der Jardin d’Eden, der Garten Eden des Anwesens geöffnet und man kann sich bei Barbecue stärken oder anderweitig seinen Appetit stillen. Wenn dann frühmorgens die Sonne am Horizont aufgeht, wähnt man sich wirklich im Paradies. • Guide Lyon

Lyons neue Flusspromenade, im Hintergrund die futuristischen Fluter des Freibades (links). Luxus über den Dächern Lyons im „Les Muses de l’Opera“, Homotreffpunkt Broc’ Bar, illuminierte Altstadt während des Lichterfestes: Lyon ist eine Stadt für Gourmets und Kulturschwuppen.

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INFO www.lyon-france.com Offizielle Homepage des Tourismusamtes Hétéroclite Kostenlose schwule Monatszeitung für Lyon und Umgebung mit Szenetipps und allen Terminen. Online auch als PDF. www.heteroclite.org Le Petit Bulletin Lyoner Ausgabe des Stadtmagazins mit allen Terminen für Theater, Konzerte etc. www.petit-bulletin.fr/lyon Forum Gai & Lesbien Homozentrum der Stadt, das auch auswärtigen Gästen gerne weiterhilft. www.fgllyon.org

HOTELS Cour de Loges 2-8, rue du Boeuf Edel-eklektisches Nobelhotel in Renaissancegemäuern aus dem 14., 16. und 17. Jahrhundert. www.courdeloges.com Collège Hotel 5, place Saint Paul Bezahlbares Designhotel im Stil eines alten Knabeninternats mit antiker „Mensa“. Très charmant! www.college-hotel.com Le Patio des Terreaux 9, rue Sainte-Catherine Keine zwei Minuten von der Oper und dem Rathaus entfernt liegt dieses gayfriendly Mittelklassehotel. www.lepatiodesterreaux.fr

Gay Lyon Schwule Website mit allen wichtigen Adressen und Terminen. www.lyongay.net ANREISE Direktflüge nach Lyon bietet Lufthansa ab München und Düsseldorf, Air France ab Frankfurt und Stuttgart, ab allen anderen Flughäfen gibt es Flüge über Paris oder Amsterdam. Preise ab 100 Euro. www.lufthansa.de www.airfrance.de

AUSGEHEN Booster Bar 22, rue Serlin Trendige Gaybar mit feierfreudigem Publikum, vor allem am Wochenende. www.boosterbar.fr Broc’ Bar 20, rue Lanterne Nette Homobar mit kleiner, feiner Terrasse. La Chapelle Café 8, quai des Célestins Schicker Café-Ableger des Disco-Imperiums. Nicht nur, um auf den kostenlosen Shuttle zum Club zu warten. www.lachapelle-lyon.fr

Das öffentliche Verkehrsnetz ist mit Bussen und Bahnen gut ausgestattet. Am besten kauft man sich eine Lyon City Card für einen, zwei oder drei Tage (18, 27 bzw. 36 Euro), mit der man auch freien Eintritt in viele Museen und andere Ermäßigungen hat. Taxi Radio Lyon 400 Fahrer stehen Tag und Nacht zur Verfügung. Anruf genügt. Man kann auch online buchen und vorher den Preis schätzen (Tel: 04 72 10 86 86). www.taxilyon.com Vélo’v Mit einer Chipkarte kann man an 340 Stellen in Lyon Fahrräder ausleihen und an einer anderen Stelle wieder abstellen. Die erste halbe Stunde ist immer kostenlos. www.velov.grandylon.com 36  Spartacus Traveler 02/2009

La Chapelle 60, Montée de Choulans Großraumdisco in einer alten Kathedrale. Regelmäßige Gay Partys mit internationalen DJs, aber auch sonst immer hoher Homoanteil. Mit Lounge und im Sommer auch draußen, im Garten Eden. www.lachapelle-lyon.fr

Les Feuillants 5, petite rue des Feuillants DAS schwule In-Restaurant der Stadt mit exzellenter französischer Küche.

Station B 21, place Gabriel-Rambaud Treffpunkt der Lyoner Bären. Freundlich und sexy. www.stationb.fr

SPORT & SPA Body Lounge 22, quai Jean Moulin Das Gym ist offizieller Partner von Power Plate. Wellness Beauty 98, rue Dugesclin Chic designtes Bionaturalspa mit speziellen Anwendungen für Männerhaut, Haarentfernungen und diverse Massagen. www.wellnessbeauty.fr

Double Side 8, rue Constantine Lyons beste Sauna mit wirklich allem, was dazugehört. Seit kurzem auch ein Sling. www.doubleside.fr

Yvann Colors 99, rue Dugesclin Yvann Rhamani gilt als der schwule Topfriseur in Lyon. Unbedingt reservieren. Tel: 04 78 24 15 65

SHOPPING

TERMINE

Antic Wine 18, rue du Boeuf Georges Dos Santos ist „der fliegende Weinhändler“, der auch Paul Bocuse beliefert und wahre Schätze in seinem Keller hat. www.anticwine.com

Nuits Sonores 20. bis 24. Mai Die siebte Ausgabe des Elektromusikfestival hat einen London-Schwerpunkt (mit Liveauftritten von Erol Alkan, Mowgli, Hot Chip). www.nuits-sonores.com

Le Village des Créateurs Passage Thiaffait/19, rue René Leynaud Zusammenschluss 40 junger Designer, die in einer alten Passage kleine Boutiquen eröffnet haben. Von T-Shirts über Schmuck bis Wandsticker. www.villagedescreateurs.com Les Halles de Lyon 102, cours Lafayette Die Gourmetmarkthallen von Paul Bocuse liegen ein bisschen außerhalb der Altstadt, lohnen wegen der schieren Menge an hervorragenden Delikatessen aber immer einen Abstecher. Les Dessous d’Apollon 20, rue Constantine Der bekannte Unterwäscheshop aus Paris hat seit kurzem auch hier eine Filiale. www.lesdessousdapollon.com

Le Marché de la Mode Vintage 30. und 31. Mai Jährlicher, riesiger Straßenmarkt für Vintagemode, organisiert von der Modehochschule Lyon. www.marchemodevintage.com CSD Lyon 12. bis 26. Juni Lyon feiert seinen CSD gleich zwei Wochen lang. Die eigentliche Parade („Fierté“) findet am 20. Juni statt. www.fierte.com Kunstbiennale 16. September 2009 bis 3. Januar 2010 Im Wechsel mit der Tanzbiennale, die 2010 wieder dran ist, findet im Herbst zum zehnten Mal die Biennale für zeitgenössische Kunst statt. www.biennale-de-lyon.org/bac2009 Fête des Lumières 8. Dezember Vier Millionen Menschen kommen jedes Jahr zum Festival der Lichter, wenn in der ganzen Stadt die Nacht mit Projektionen, Installationen und Feuerwerken erleuchtet wird. www.lumieres.lyon.fr HIGHLIGHTS

Musiktipp

Les Demoiselles de Rochefort 31, rue René Leynaud Schick-schwülstiges Restaurant, benannt nach dem besten aller französischen Musicals – und mindestens so gut. www.lesdemoisellesderochefort.blogspot. com Les Muses de l’Opéra 1, place Comédie Hoch über der Oper von Lyon speist man hier auf einer Terrasse zwischen steinernen Musen mit traumhaftem Blick über die Altstadt. Tel: 04 72 00 45 58

Dogklub 12, rue Romarin Sexshop mit allem, was Hunde und ihre Herrchen so zum Spielen brauchen. Der charmante Besitzer Didier hilft auch gern mit Ausgehtipps. www.dogklub.com

United Café Impasse de la Pêcherie Homodisco mit jungem Publikum unter 30. Immer voll, immer lustig. www.united-cafe.com

La Pâtisserie Chocolaterie Sève 29, quai Saint-Antoine Wenn es mal was Süßes sein soll: Die besten Pralinen und Petits Fours der Gourmethauptstadt. www.chocolatseve.com

Der Hochgeschwindigkeitszug TGV braucht ab Paris zwei Stunden bis Lyon. www.tgveurope.de

Vom Flughafen Saint Exupéry fährt regelmäßig ein Bus von SATOBUS in die Innenstadt, Fahrzeit ca. 50 Minuten. Das Oneway-Ticket kostet 8,90 Euro.

Le Trou 6, rue Romarin Bester Cruisingclub der Umgebung. Sonntags Mottopartys. www.letrou.fr

Jean Michel Jarre mag es gerne etwas größer und opulenter. Mit seinem Syntheziser-Meisterwerk „Oxygene“ aus dem Jahr 1977 gilt der gebürtige Lyoner als Pionier der Elektromusik und Techno-Urvater. Das bewusstseinserweiternde Soundgewaber wirkt am besten mit einer Überdosis Hustensaft. Polydor (Universal)

Museum Lumière 25, rue du Premier-Film Am Geburtsort des Kinos, der Villa der Gebrüder Lumière, sind ein Museum, eine Kinemathek und ein Archiv entstanden. Sehenswert. www.institut-lumiere.org Tod in Venedig In der Nationaloper Lyon wird vom 23. Mai bis 1. Juni Benjamin Brittens Oper von 1973 nach Thomas Manns Novelle aufgeführt. Koproduktion mit den Bregenzer Festspielen, in englischer Sprache. www.opera-lyon.com LITERATUR Michelin – Der Grüne Reiseführer: Rhônetal Ardèche Lyon Michelin/Travel House Media 2008 19,90 Euro Die beste Reihe für Reisen nach Frankreich brachte letztes Jahr zum ersten Mal auch einen deutschsprachigen Guide für Lyon und Umgebung heraus. www.michelin.com/travel

Fotos: abel (2), Universal

Guide Lyon


STyLE

Fotos: 24hours Comany/Johannes grau, Courtesy Faena Hotel + universe – daab

Style Bible Mit ihren oft spektakulären Entwürfen für Hotels setzen die Architekturstars von heute Trends, die sich Jahre später auch in öffentlichen Gebäuden und Privathäusern widerspiegeln. Entlegene Landstriche werden durch außerordentliche Hotels zu Pilgerstätten moderner Designfans, die sich auf der Suche nach einem avantgardistischen Flair hinaus in die Natur wagen. In Metropolen werden etablierten und oft plüschig-überladenen Grand Hotels neue Häuser mit cooler Lounge- und Clubatmosphäre für den anspruchsvollen Reisenden entgegengesetzt. Das im Mai erscheinende Buch „Hotel Designs“ zeigt auf knapp 400 Seiten die weltweit aufsehenerregendsten Pro-

jekte renommierter Architekten mit dazugehörigen Plänen, darunter Arbeiten von Jean Nouvel, Zaha Hadid, Ian Schrager und Philippe Starck. Hotel Design, daab 2009, 49,95 Euro www.daab-online.com

Wahre Leidenschaft www.gay.visitBerlin.de


Travel

Berlin

Die

Party-

Hauptstadt von Thomas Abeltshauser

DIE KLASSIKER

Wie eine Kathedrale der Nacht ragt es in den Berliner Himmel, das Heizkraftwerk am Wriezener Bahnhof, für das die Partyinternationale aus ganz Europa anreist. Es beherbergt den Technoclub Berghain, der zu einem der besten der Welt zählt. Wer es einmal am furchteinflößenden Türsteher mit dem vielen Metall im Gesicht vorbeigeschafft hat und ehrfürchtig in diesen heiligen Hallen steht, versteht, warum für viele das Ausgehen eine Religion ist. Gehuldigt wird bis in den späten Sonntagnachmittag und die Absolution in den verwinkelten Ecken im Untergeschoss erteilt. Eine Institution ist auch das SchwuZ, das Schwulen- und Lesbenzentrum der Stadt, das mit seinen Partys immer eine sichere Nummer ist, wobei freitags Leute angesprochen werden, die auf eine bestimmte Musikrichtung stehen, zu der sie woanders nicht schwul feiern 38  Spartacus Traveler 02/2009

können (siehe Geheimtipps) und samstags mit Disco und Schlagern eher das breite Publikum jenseits der 30 anlockt. Entspannt und unaufgeregt ist es immer. Als das Connection zum ersten Mal seine Pforten öffnete, stand die Mauer noch. Für viele Homotouristen ist die Anlaufstelle im Schöneberger Schwulenkiez noch immer Pflicht, wobei der Laden weniger für seine Tanzfläche berühmt ist als für seine riesige, unterirdische Darkroom- und Cruising-Area, in der sich schon so mancher verlaufen hat. Ebenfalls legendär, wenn auch aus ganz anderen Gründen, ist das Haus B, ehemals Die Busche, die größte Homodisco im Osten. Hier bringt die aufgedonnerte Osthusche ihre beste, dicke Freundin mit und wünscht sich beim DJ – der mit seiner unwiderstehlichen Unterhalterstimme nicht nur jeden Titel ansagt, sondern auch Geburts-

Fotos: Krizzi/Kino International (3), SchwuZ, dax

Berlin hat nicht nur die vielseitigste Homoszene Deutschlands, auch im Vergleich zum schwulen Nachtleben in den Metropolen von Paris bis New York sehen die Berliner Clubs verdammt gut aus. Kein Wunder, dass halb Homo-Europa zum Feiern an die Spree kommt. SPARTACUS TRAVELER stellt die besten, wichtigsten, schönsten, geilsten und skurrilsten Partys der Stadt vor.


Schlips und Schnauzer: FashionFetischist im Spy Club (links). Feiern in der Hauptstadt schönstem Kino: Eine junge, tanzfreudige Meute trifft im Klub International auf Berliner Promitransen wie Biggy van Blond und Ades Zabel (oben, unten). Immer eine sichere Nummer: Die Wochenendpartys im SchwuZ (rechts).

tagsglückwünsche in die Menge plärrt – die Charts rauf und runter. Billig, stehste doch druff! Wenn schon geschmacklos, dann richtig. Donnerstags bei Chantal’s House of Shame gibt es fiese Auftritte alkoholkranker Trümmertransen, bei denen einem die Augen übergehen. Aber mit Stil! Schwanzmädchenalarm auch bei Nina Queers („Ficki Ficki Aua Aua“) Irrenhouse. Dort ist einer der vielen Höhepunkte der Samstagnacht, wenn sich das gemietete Rentnerpaar auf der Bühne nackig macht. Auch Justin Timberlake war schon zu Gast – adrett gekleidet wie immer. Etwas gesitteter – zumindest auf der Tanzfläche – geht es im Klub International zu. Die Party im schönsten Kino Berlins, einem 60er-Jahre-Juwel in Friedrichshain, zieht seit Jahren kontinuierlich eine sehr junge, feierhungrige Meute an.

Ganze Generationen schwuler Partygenossen sind mit einer Institution groß geworden, zu der sie jeden Sonntag wie zu einem Gottesdienst pilgern: Bob Youngs GMF. Mittlerweile im Weekend im zwölften Stock eines Hochhauses am Alexanderplatz, hat der als Gay Tea Dance gestartete Techno- und HouseEvent nichts von seinem Reiz als Laufsteg der Berliner Fashion- und Muskelboys verloren und ist längst Legende unter all jenen, die Montagfrüh nicht aufstehen müssen.

DIE ALTERNATIVEN

Wer durch Berlins Straßen läuft und sich wundert, wo diese immer leicht hungrig wirkenden Jungs in ihren superengen Röhrenjeans, mit den übergroßen Hornbrillen, den Seitenscheiteln und Schnurrbärt02/2009 Spartacus Traveler  39


Travel

Berlin

Hemmungen fallen. Locations in alten Fabrikhallen und Industrieanlagen werden eigens für die Großevents mit dem entsprechenden Zubehör ausgestattet, um für eine Nacht Spielplatz aller möglichen sexuellen Vorlieben zu werden. Bietet das Berghain und besonders dessen Lab.oratory mit der sehr beliebten Freitagsparty das ganze Jahr über Gelegenheit für Abenteuer jenseits der Tanzfläche, verwandelt sich das gesamte Areal jeweils am Karsamstag zum Snax Club. Seit langem genießt die Party den Ruf, eine der besten ihrer Art zu sein. Pornostars und -liebhaber haben sich die letzten Jahre dagegen gerne auf dem Hustlaball im Oktober sehen lassen, ob die Veranstaltung auch 2009 stattfinden wird, ist allerdings ungewiss.

Bekannte Gesichter im Geburtstagsclub, Transenalarm im SchwuZ, Tanztee im Café Fatal, Go-go-Tänzer bei „Propaganda“: Die vielseitigste Homoszene Deutschlands feiert gerne und gut.

chen nachts hingehen, dem seien folgende Lokalitäten wärmstens ans Herz gelegt: Mittwochs trifft sich die internationale Queer-Indie-Electro-Gemeinde im NBI zur Berlin Hilton Party, im Sommer ist der halbe Innenhof der Kulturbrauerei vor dem stickigen Laden mit schlacksigen Boys gefüllt. Nach Mitternacht tritt meistens eine die Gendergrenzen überschreitende Independen-Band auf – und dank Easyjetset lassen sich flirtend Englisch-, Spanisch- oder Italienischkenntnisse aufbessern. Dienstags und donnerstags trifft sich die linke Alternativ- und Punkszene im Ackerkeller – im Februar kam selbst „Milk“-Regisseur Gus Van Sant lieber hierher als zu seiner eigenen Filmpremiere. Und freitags hat man abwechselnd die Wahl zwischen der sehr lauten, testosterongeschwängerten Queer Noise Party Search & Destroy, der Electropopperparty Poppourri oder dem lustigtrashigen Poopsyclub. Um in diesen Etablissements queerer Juvenilität nicht weiter unangenehm aufzufallen, sollte man möglichst nicht älter als 29 aussehen, über den neuesten Bandhype aus Brooklyn, Glasgow oder Stockholm Bescheid wissen und zumindest schon mal gehört haben, wer Judith Butler ist.

DIE HARTEN

Berlin – Stadt des Lasters. Was in den 20er Jahren schon einmal galt, hat sich die Hauptstadt im Laufe der letzten Jahre vor allem durch Großveranstaltungen wie dem Ledertreffen zu Ostern und dem FolsomStraßenfest im Spätsommer wieder zurückerobert. Auf Partys wie Snax, Perverts und Pig lassen Tausende von Fetischanhängern aus Europa und Übersee alle 40  Spartacus Traveler 02/2009

In der gerade neu eröffneten Loreley in der frisch renovierten Location des Ex-Kinzoclubs am Alexanderplatz lohnt sich vor allem der erste Freitag des Monats. Dann wird im Kachelraum bei „Haakle Feucht – Deinem Po zuliebe“ durchgedreht, der Party von der Exil-ÖsiTranse Nina Queer und dem bezaubernden Magnus vom Dudel-Disco-Team, der Pophits der Stunde und so ziemlich jeden irgendwann erschienenen Remix von Ihrer Heiligen Dreifaltigkeit Whitneykyliemadonna auflegt. Auch schön, der vierte Freitag im Monat: Dann sind die Jungs vom NBI mit ihrer Indiedisco dran. Ebenfalls gerade gestartet ist Ex-Bangaluu-Chef Isan Oral mit seinem ambitionierten Dice Club, ab Mai soll es auch eine Dachterrasse auf dem kubusförmigen Umspannwerk neben dem Alexanderplatz geben. Eine neue Location hat auch die Partyreihe Propaganda, die zuvor im Goya am Nollendorfplatz residierte und mit poppigem Dancefloor auf den Mainstream zielt. Seit März wird einmal im Monat im E4 am Potsdamer Platz gefeiert – mit Videoanimationen über drei Etagen, VIP-Area und den heißesten Gogoboys der Stadt! Im Spy Club – dem neuesten Kind des schwulen Hauptstadt-Partymachers Bob Young – hat das Who-is-Who des Berliner Nachtlebens einmal monatlich im Cookies an der Friedrichstraße einen Ort, sein Modebewusstsein unter Beweis zu stellen. Hier trägt Mann schmalen Lederschlips, Oberlippenbart und auch im Anzug fühlt man sich auf der erfreulich großen Tanzfläche nicht fehl am Platze. Mit Partyhosts wie Michael Michalsky oder Wolfgang Joop, die vorab 100 geladene Gäste

Fotos: Raymond Angeles, SchwuZ, Propaganda

DIE NEWCOMER


zum Dinner ins Cookies-Restaurant laden, unterstreicht der Spy Club seinen Anspruch, die Party für Großstadt-Fashionistas zu sein. So schick, kosmopolitisch und ganz unironisch glamourös zu sein, hätte man der Ex-Trümmerstadt gar nicht zugetraut. Berlin erfindet sich eben ständig neu.

DIE GEHEIMTIPPS

Dein Gay Hotel in Berlin Mitten im schwulen Kiez

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Die Zeiten, in denen in jedem zweiten Keller in Mitte ein illegaler Club war, sind zwar leider lange vorbei, aber die Berliner Clubszene ist noch immer wild, feuchtfröhlich und unberechenbar, auch wenn heute das meiste in angemeldeten Locations mit ordentlichen Sanitäreinrichtungen stattfindet. Immer wieder schön durchgeknallt ist die Pet Shop Bears Par ty mit „Schwulipop von schwierig bis schmierig“. Die ironischexzessive Undergroundparty ist längst weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt – Anfang des Jahres feierte hier das Butt Magazine aus Amsterdam mit einer wilden Horde bärtiger Kerle seine Releaseparty. Eine ähnlich haarige Klientel feiert auch bis zum Umfallen (und darüber hinaus), wenn die urban-alternative Trinkhalle Möbel Olfe zu ihren unregelmäßigen Partys in einem Betonbunker lädt. Eine der ältesten Partys der Stadt ist zugleich auch eine der schönsten. Jeden Sonntag lädt das Café Fatal in den Kreuzberger Punkschuppen SO36 zum Standardtanztee – Einführung in die ersten Walzer- und Tangoschritte inklusive. Wie aus der Zeit gerissen wirken die Homopaare, die hier zu alten (und auch ein paar neuen) Melodien eng umschlungen das Tanzbein schwingen. Berlin, die Partystadt der Widersprüche. Noch so eine Kombi, die auf den ersten Blick nicht zusammenpasst: Homos und HipHop. Nur allzu gut kennt man die Rapvideos mit arschwackelnden Tanganuttenärschen und den heterosexistischen Texten. Dass es auch anders geht – und zwar sehr „soulful“ – beweist Peaches & Cream, die monatliche R’n’B- und HipHop-Party im SchwuZ. Die Party-Crowd ist dementsprechend bunt gemischt, vom Kreuzberger Türken über afrodeutsche Boys bis zu den geschniegelten Steglitzjungs und ihrer besten, dicken Soulmama. Apropos abseits des deutschstämmigen Mainstreams: Während Berlins homophile Türken und Araber (ja, die gibt es!) mit Gayhane zumindest partypolitisch schon längst etabliert sind, feiern auch andere schwule Minderheiten Feste mit eigener Musik und eigenen Stars, wenn auch unregelmäßiger. Die griechische Community tanzt bei Homoglendi zu Sirtaki und Zeimbekiko, die jüdischen Schwulen und Lesben bei Meschugge zu YiddishPOP, Israeli Rock & EurovisionFreeStyle. Dass es dabei alles andere als sektiererisch und humorlos zugeht, zeigen schon Name und Logo der „Unkosher Jewish Queer Party“: Es ist ein rosa Ferkel. Oink! • Guide Berlin

02/2009 Spartacus Traveler  41


Guide Berlin INFO www.gay.visitberlin.de Offizielle Seite von Berlin Tourismus mit Tipps für Schwule und Lesben. Siegessäule Berlins größtes kostenloses queeres Stadtmagazin mit ausführlichem Terminkalender und Szenenews. www.siegessaeule.de ANREISE Neben der Anreise per Auto oder Bahn fliegt Air Berlin im Sommerflugplan den Flughafen Tegel von den deutschen Flughäfen in Düsseldorf, Karlsruhe/Baden-Baden, Köln/Bonn, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart und Sylt an. Auch von Zürich, Wien und Innsbruck aus bestehen tägliche Direktverbindungen nach Berlin. Wer Glück hat, bekommt die einfache City-Shuttle-Verbindung ab 29 Euro (inkl. Steuern und Gebühren). www.airberlin.com Vom Flughafen Tegel erreicht man mit Expressbussen (2,10 Euro) in 15 bis 20 Minuten die Bahnhöfe Zoo bzw. Alexanderplatz. Mit der Welcome Card für zwei,

Covertauglich: Pornostar François Sagat mit Fan und viel nackte Haut beim Hustlaball.

drei oder fünf Tage (ab 16,50 Euro) haben Berlinbesucher die Möglichkeit, alle öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, erhalten einen Reiseführer und zudem Ermäßigungen bis zu 50 Prozent bei 140 teilnehmenden Partnern (Theater, Museen, Stadtführungen, Restaurants). www.berlin-welcomecard.de HOTELS Hôtel Concorde Berlin Augsburger Straße 41 Luxuriöses 5-Sterne-Hotel am Kurfürstendamm mit Specials zum Berliner CSD. www.berlin.concorde-hotels.com Arcotel John F Werderscher Markt 11 Neu eröffnetes, modernes Hotel in Mitte. www.arcotel.at Ellington Hotel Berlin Nürnberger Straße 50-55 Designhotel in einem markanten Gebäude aus den 20er Jahren unweit des KaDeWe. www.ellington-hotel.com Axel Hotel Berlin Lietzenburger Straße 13/15 Brandneues Haus der spanischen AxelGruppe, „heterofriendly“. www.axelhotels.com Tom’s Hotel Motzstraße 19 Schwules Appartement-Hotel inmitten der Schöneberger Szene. www.toms-hotel.de ArtHotel Connection Fuggerstraße 33 Schwules Hotel im Herzen der Szene, zum Teil mit „Playrooms“. www.arthotel-connection.de Enjoy Bed & Breakfast Bülowstraße 106 Private Zimmervermittlung zu günstigen Preisen. www.ebab.com Weitere Hotelangebote, Erlebnispakete und Tickets für Musical, Konzert und Theater unter www.tui.com RESTAURANTS

Party-Host Nina Queer (Irrenhouse) 42  Spartacus Traveler 02/2009

Spindler & Klatt Köpenicker Straße 16-17 Berlins trendigster Dinnerclub ist untergebracht in einer ehemaligen Lagerhalle.

Große Terrasse direkt an der Spree. www.spindlerklatt.com Grill Royal Friedrichstraße 105b Angesagtes Restaurant für gehobene Ansprüche. www.grillroyal.com La Cocotte Vorbergstraße 10 Der kleine Franzose mit guter Küche. www.lacocotte.de More Motzstraße 28 Beliebtes, schwules Restaurant in Schöneberg mit Business-Lunch. www.more-berlin.de Sissi Motzstraße 34 Österreichische Küche im Herzen der schwulen Szene. CLUBS Ackerkeller Bergstraße 68 www.ackerkeller.de Berghain/Panorama Bar, Am Wriezener Bahnhof www.berghain.de Connection Fuggerstraße 33 www.connection-berlin.de Dice Club Voltairestraße 5 www.dice-club.de

PARTYS Berlin Hilton (NBI) Schönhauser Allee 36 mittwochs www.berlinhilton.net Bouncing Boys (VCF) Rochstraße/Dircksenstraße Jeden dritten Samstag des Monats www.bouncingboys.de Café Fatal (SO36) Oranienstraße 190 sonntags www.so36.de Chantal’s House of Shame (Bassy Cowboy Club) Schönhauser Allee 176a donnerstags http://www.myspace.com/chantals houseofshame Gayhane (SO36) Oranienstraße 190 Jeden letzten Samstag des Monats www.so36.de GMF (Weekend) Alexanderstraße 7 sonntags www.gmf-berlin.de Homoglendi Schwul-lesbische griechische Partyreihe. unregelmäßig www.homoglendi.de Irrenhouse (Geburtstagsclub) Am Friedrichshain 33 Jeden dritten Samstag des Monats www.ninaqueer.com

Haus B (Ex-Busche) Warschauer Platz 18 www.dashausb.de

Klub International (Kino International) Karl-Marx-Allee 33 Jeden ersten Samstag des Monats www.klub-international.com

KitKatClub Köpeniker Straße 76 www.kitkatclub.org

Meschugge The unkosher jewish queer night unregelmäßig www.myspace.com/berlin_meschugge

Lab.oratory Am Wriezener Bahnhof www.lab-oratory.de Loreley Karl-Liebknecht-Straße 11 Möbel Olfe Reichenberger Straße 177 www.moebel-olfe.de Schwuz Mehringdamm 61 www.schwuz.de

Peaches & Cream (Schwuz) Mehringdamm 61 Jeden zweiten Freitag des Monats www.schwuz.de Perverts (Glashaus) Eichenstraße 4 10. April & 4. September www.pervertsberlin.com Pet Shop Bears (Berghain/Cuntine) Am Wriezener Bahnhof Jeden letzten Freitag des Monats http://www.myspace.com/petshopbears

Fotos: Raymond Angeles (3), dax (2)

Schöne Aussichten: die GMF-Terrasse.


Spartacus Traveler ... schicken euch nach Berlin!

Wenn schon geschmacklos, dann richtig: Chantal’s House of Shame.

Poopsyclub (West Germany) Skalitzerstraße 133 Jeden letzten Freitag http://www.myspace.com/poopsyclub Poppourri (Magnet Club) Greifswalder Straße 212-213 Jeden zweiten Freitag des Monats www.poppourri.de Propaganda (E4) Eichhornstraße 4 Jeden zweiten Samstag des Monats www.propaganda-party.de Search & Destroy (SchwuZ) Mehringdamm 61 Jeden dritten Freitag des Monats www.myspace.com/destroyberlin Snax (Berghain) Am Wriezener Bahnhof 11. April www.lab-oratory.de Spy Club (Cookies) Friedrichstraße 158-164 Einmal monatlich, samstags www.spyclub.de

BUCHTIPP

SPORT & SPA Elixia Prager Platz 1-3 Besonders beliebt sind die Studios der Fitness-Kette in Wilmersdorf, Kreuzberg und Mitte. www.exlixia.de/berlin Axxel City Fitness 24 Bülowstraße 57 Hier treffen sich Schöneberger Jungs zum gemeinsamen Training. Rund um die Uhr geöffnet. www.axxel24.de

3 Nächte am Wochenende im Hotel Bleibtreu (****) inklusive „Segway Citytour Berlin“

Centro Delfino Nollendorfstraße 20 Massagen und Kosmetik für Männer – ideal nach einem heftigen Partymarathon. www.centro-delfino.de

Aufenthalt von Freitag bis Montag für zwei Personen im Doppelzimmer inklusive Frühstück und Anreise mit der Deutschen Bahn ab allen deutschen DB-Bahnhöfen (2. Klasse) sowie das TUI Erlebnis Paket „Segway Citytour Berlin“ für zwei Personen.

leder- und Fetischtreffen 8. bis 14. April Events und Partys (Snax, Perverts) rund um das Ostertreffen der Lederszene. www.blf.de lesbisch-Schwules Stadtfest 20. & 21. Juni Das größte Homostraßenfest Europas lockt an die 350.000 Gäste in den Schöneberger Szenekiez zwischen Motz- und Fuggerstraße. www.regenbogenfonds.de CSD 27. Juni Wenn das Wetter passt, ist der Berliner CSD der Höhepunkt des Szenekalenders. Start der Parade ist 2009 der Kurfürstendamm, gefeiert wird am Abend rund um die Siegessäule und in den Clubs der Stadt. www.csd-berlin.de

Für die Neuauflage des handlichen Szeneguides mit übersichtlichem Kartenteil wurden alle Lokale und Szenetreffs der Homohauptstadt neu recherchiert. Artikel über einzelne Stadtteile und ausführliche Einzelbeschreibungen machen den Guide zu einem nützlichen Begleiter durch Berlin. Berlin von hinten Bruno Gmünder 2009, 11,95 Euro www.brunogmuender.com

Berlin – Bundeshauptstadt, Kulturmetropole und eine der zurzeit aufregendsten Städte der Welt. Ob Musical, Theater, Konzert, Shopping oder Nachtleben: Berlin ist immer eine Reise wert. Erlebe die Stadt mit einer Tour zu Sehenswürdigkeiten wie dem Brandenburger Tor oder dem Berliner Dom auf dem derzeit modernsten Fortbewegungsmittel, dem Segway. Das Hotel Bleibtreu liegt in unmittelbarer Nähe des Kurfürstendamms und vereint in seinem Konzept Tradition und Moderne mit individuell entworfenen Möbelstücken.

TERMINE

Folsom Europe 5. September Größtes Leder- und Fetischstraßenfest Europas mit Partys wie Perverts und Pig. www.folsomeurope.com lITERATUR Cool Guide Berlin teNeues 2008, 19,90 Euro Schön bebilderter Guide über die trendigsten Clubs und Restaurants der Hauptstadt. CAFÈS, BARS UND SHOPPING siehe Seite 61

Foto: iStockphoto.com

Pig 5. September (Folsom Europe) www.pigberlin.com

Lust bekommen, die Metropole Berlin in all ihrer Vielfalt zu entdecken? Einfach Coupon ausfüllen und losschicken an: Bruno Gmünder Verlag GmbH, Spartacus Traveler, Kleiststraße 23-26, 10787 Berlin. Unter den Einsendern verlosen wir einen TUI-Reisegutschein für 2 Personen.* Einsendeschluss ist der 15. Mai 2009.

Ja, ich bin ein glücklicher Weltentdecker und möchte die „TUI-Städte-erleben“Reise nach Berlin gewinnen!

www.tui.com

name, Vorname

Straße, Hausnummer

PLZ, Stadt

telefon

Spartacus Traveler

e-Mail

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STyLE

D Ü S E N J Ä G E R Erst H&M, nun Samsonite. Das niederländische Courturiers-Duo Viktor & Rolf kommt nicht zur Ruhe und legt nach seiner Kollektion für die schwedische Modekaufhauskette eine Auswahl an schickem Reisegepäck vor. Inspirieren ließen sich die beiden Kreativbolzen von Düsenflugzeugen der 50er und 60er Jahre, die sich in den verspielten Vintage-Mustern der Modelle in Scharlachrot und Himmelblau wiederfinden. Wer es dezenter mag, greift auf die Varianten in klassischem Schwarz zurück. Die sind zwar längst nicht so extravagant wie die gemusterten Brüder und Schwestern, weisen ihren Besitzer aber dennoch als modebewussten Reisenden aus. Samsonite Black label by viktor & Rolf, ab 465 Euro www.samsoniteblacklabel.com

SuPeRmodeL

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SoUnDExPERTE

Nichts ist lästiger als im Flugzeug statt seiner Lieblingsmusik nur das Rauschen der Triebwerke zu hören. Für Abhilfe sorgt die elektronische Geräuschkompensation (Noise-Guard) des Sennheiser-Kopfhörers PXC300, der sich ideal für den Einsatz mit MP3-Playern, Notebooks oder Bordunterhaltunsgsystemen eignet. Der ultraleichte Stereo-Mini-Kopfhörer lässt sich praktisch zusammenfalten, im Lieferumfang enthalten sind außerdem ein praktisches Transportcase sowie für Flugzeuge kompatible Adapter. Sennheiser PXC300, ca. 190 Euro www.sennheiser.com

Fotos: Pr (4)

PAUSEnFüLLER

Dieses Travel-Set ist für all jene gedacht, die auf einer einsamen Insel, in unwirtlichen Bergregionen oder während eines romantischen Picknicks nicht auf eine Tasse frisch gebrühten Espresso verzichten wollen. Einfach zu handhaben, elegant im Design und mit einem Druck von 16 Bar sorgt das HandpressoSystem auch unterwegs für die richtige Crema. Im Reiseset enthalten sind neben der Espressomaschine eine Thermoflasche, zwei Handtücher sowie vier unzerbrechliche Tassen. Handpresso Outdoor Set, 169 Euro www.handpresso.de

Erhältlich in den Farben Silber, Schwarz, Gold und Rot verbindet das neueste Modell aus Canons IXUS-Serie Schick, Stil und Komfort. Ausgestattet mit 12,1 Megapixeln, einer HD-Movie-Funktion sowie dem neuen Auto-Modus, bei dem die superschlanke Kamera automatisch erkennt, um welche Art Motiv es sich handelt, sorgt das Supermodel für maximale Qualität bei minimalen Aufwand – ob am Strand, während einer Besichtungstour oder auf der nächsten Party. Canon Digital IXUS 100 IS, 279 Euro www.canon.de


Spanien – So frei wie du

www.spain.info


Travel

Tipp

Rosa Wolke von Alexander Küffner

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D

ie Schweiz hat das schwule Reisen zwar nicht erfunden aber revolutioniert. Erstmals richtet sich einer der führenden Reisekonzerne Europas (8800 Mitarbeiter, Umsatz 2007: ca. drei Milliarden Euro) mit einem eigenen Katalog direkt an Schwule und Lesben. Unter der Marke „Pink Cloud“ bringt das Unternehmen die Ansprüche der in Urlaubsfragen durchaus kritischen Zielgruppe mit den Vorteilen eines erfahrenden Reiseveranstalters zusammen. Vorbei die Zeiten, als man sich bei der Buchung eines Gay-Resorts auf eigene Faust um den Transfer vom Flughafen ins Hotel kümmern musste. Vom Abholservice über Mietwagenbuchung bis zur Vortortbetreuung durch einen Reiseleiter ist für alles gesorgt – und das zu günstigen Konditionen. Die Reaktionen der Schweizer Medien auf die Entscheidung des bisher als konservativ bekannten KuoniKonzerns, gezielt um Schwule und Lesben zu werben, waren gewaltig – und allesamt positiv. „Wir konnten uns vor Interviewanfragen kaum retten“, so Ray Fuhrer, der die Verantwortung für „Pink Cloud“ trägt. Gegründet hat er das als schwul-lesbisches Reisebüro gestartete Unternehmen bereits vor neun Jahren. Mit dem Verkauf an die Kuoni AG 2008 hat der seit über 30 Jahren in der Reisebranche tätige Schweizer nun einen Partner, mit dem er einen seiner Träume verwirklichen konnte. In über 1200 Schweizer Reisebüros ist der Katalog zu haben, die Reisen können vor Ort, am Telefon oder im Internet gebucht werden und auch Deutsche können Reisen bei „Pink Cloud“ buchen. „Ich wurde immer wieder gefragt, ob man heutzutage noch einen speziellen Katalog für Homosexuelle braucht“, so Fuhrer. Seine Antwort: „Aber selbstverständlich. Nicht alle Schwulen leben in so einer offenen Stadt wie Zürich. Man stelle sich vor, dass selbst im entlegensten Reisebüro eines Bergdorfs unser Katalog liegt. Jeder kann in seinem Reisebüro nach dem Katalog fragen und die Antwort wird lauten: ,Aber natürlich!’“ Der nächste Schritt ist die Schulung von Reisebüromitarbeitern, Winterreiseziele wie Florida, Brasilien und Thailand sind in Planung und über die Homepage, auf der auch der Katalog zum Download bereit steht, zu buchen. Die erste Ausgabe des Katalogs, dessen Bildsprache und Aufmachung voll im Trend liegen, hat zunächst beliebte Mittelmeerdestinationen wie Mykonos, Gran Canaria, Ibiza, Sitges und Barcelona im Programm, dazu eine Auswahl von acht schwulen Kreuzfahrten

mit Zielen in Alaska, Französisch Polynesien, Mexiko, der Karibik sowie der Ostsee. Vom preiswerten MenOnly-Resort bis zum luxuriösen 5-Sterne-Hotel wie dem Mirador de Dalt Vila auf Ibiza reicht die Auswahl der angebotenen Unterkünfte. Dass sich Schwule und Lesben in den im Katalog gelisteten Hotels wohlfühlen, garantiert Ray Fuhrer persönlich. „Ich habe jedes Haus gesehen und mich von Qualität und Service überzeugt.“ Unter dem Motto „The Gay Way To Explore“ veranstaltet „Pink Cloud“ in diesem Jahr zudem zwei exklusive Gruppenreisen: Die eine führt in Deutschlands Homohauptstadt Berlin und wird vom bekannten Schweizer Fernsehstar Patrick Rohr begleitet. Neben Übernachtungen im Hotel Hyatt am Potsdamer Platz gehört zur viertägigen Reise ein Meet & Greet mit Promis wie Udo Walz und René Koch. Mit den beiden findet ein Dinnerspektakel in privatem Rahmen zum Thema „Kochen für Haut und Haar“ statt. Eine zweite Reise, mit dem erfahrenen schwulen Reiseleiter Kevin Seiwert, führt im Oktober nach St. Petersburg. Neben kulturellen Highlights steht auch eine Kaviar- und Wodkaverkostung auf dem Programm. Pink Cloud Travel Service Hardstrasse 235, 8010 Zürich Tel. +41 (0)44 274 15 55 www.pinkcloud.ch

Foto: Pink Cloud Travel

Der Schweizer Reisekonzern Kuoni hat einen eigenen Katalog für Schwule und Lesben im Programm.


Wer sich beim Sex „nur“ mit Syphilis angesteckt hat, ist vielleicht erst mal erleichtert. Denn trotz der möglichen schweren Folgen gilt bei rechtzeitiger Behandlung: Syphilis ist heilbar. HIV und Aids nicht. Kondome schützen vor HIV und Aids. Und sie helfen, andere sexuell übertragbare Krankheiten (STDs) wie Syphilis, Tripper, Feigwarzen, Chlamydien und Herpes zu vermeiden, die das Risiko einer HIV-Übertragung erhöhen können. Bei häufig wechselnden Sexpartnern oder Verdacht auf Ansteckung empfehlen wir Beratung, Untersuchung und – wenn nötig – Behandlung. Das gilt auch für die Sexpartner! Mehr Informationen: www.stdinfo.de. Persönliche Beratung: www.aidshilfe-beratung.de und (02 21 ) 89 20 31 (BZgA-Beratungstelefon).

Eine gemeinsame Anzeige der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und der Deutschen AIDS-Hilfe e.V., unterstützt vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V.

Verband der privaten Krankenversicherung e.V.


Travel

Kopenhagen

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Sommer-

märchen von Dirk Baumgartl | Foto: Magnus Ragnvid

Kopenhagen hat Weltstadtflair, ist Trendsetter in Sachen Mode und Design und wird Ende Juli als Gastgeber der World Out Games zu einem der schwulsten Orte Europas.

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chwule und Lesben wohin man sieht. Egal ob beim Shoppen in einer der längsten und attraktivsten Fußgängerzonen der Welt, während einer obligatorischen Hafenrundfahrt oder im mit Sicherheit überfüllten Vergnügungspark Tivoli. So oder so ähnlich wird es in Kopenhagen diesen Sommer zugehen, wenn sich Tausende sportbegeisterter Homos zu den zweiten World Out Games in Dänemarks Hauptstadt zur Gay Olympiade treffen. Für die gut eine halbe Million Einwohner zählende Stadt am Öresund sind die Out Games das größte Sportevent des Jahres, die 8000 bis 10.000 Teilnehmer, mit denen die Veranstalter rechnen, werden eine Woche lang das Stadtbild dominieren. Neben dem eigentlichen Sportereignis finden gleichzeitig ein schwul-lesbisches Kulturfestival auf den Straßen und Plätzen der Innenstadt sowie eine Menschenrechtskonferenz im vor wenigen Wochen eröffneten neuen Konzerthaus statt. Ähnlich wie bei den Gay Games 1998 in Amsterdam, während der sich die Stadt in eine einzige schwule Partyzone verwandelte, hat Kopenhagen die wohl besten Voraussetzungen, es der niederländischen Gastgeberin gleich zu tun.

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Kopenhagen

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ie Dänen sehen dem Großereignis eher gelassen entgegen. Diskussionen über Homorechte und Toleranz haben sich für sie zum größten Teil längst erledigt. Genau 20 Jahre ist es her, dass Dänemark als erstes Land der Welt die Homoehe einführte, seit 1999 dürfen die angetrauten Partner zumindest das leibliche Kind des Ehemannes bzw. der Ehefrau adoptieren. Bereits im Jahr 1948 gründete sich der Nationale Schwulen- und Lesbenverband LBL und wer einen Sinn fürs Historische hat, sollte nicht nur auf den Spuren des schwulen Märchenautors Hans Christian Andersen wandeln, sondern unbedingt im vor über 80 Jahren eröffneten und immer noch gut besuchten Central Hjørnet im Herzen der Altstadt vorbeischauen – der vermutlich ältesten noch existierenden Homokneipe der Welt. Die schwule Szene Kopenhagens ist so übersichtlich wie die Stadt selbst. Von A nach B sind es selten mehr als 15 oder 20 Fußminuten, ganz gleich ob man sich vom Sitz der dänischen Königin auf Schloss Amalienborg zum am anderen Ende der Innenstadt gelegenen Parlament oder vom beliebten Café Oscar am Rathaus in die mit Gitterstäben und Zellen ausgestattete Konzeptbar Jailhouse im alternativen „Latin Quarter“ begibt. Die kurzen Wege erlauben es dem Besucher, innerhalb eines Wochenendes die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt kennen zu lernen. Kunstfreunde kommen an der Glyptothek mit ihrer herausragenden Skulpturen- und Impressionistensammlung kaum vorbei, Shoppingfans werden mühelos ein paar Stunden auf der Haupteinkaufsstraße Strøget zwischen Rathaus und dem Kongens Nytorv verbringen. Designliebhaber begeben sich nach einem kurzen Besuch des dänischen Designzentrums am besten direkt in das Einrichtungshaus Illum Bolighus und achten dabei gut auf ihren heimischen Kontostand. Ein Spaziergang vom Königlichen Theater über Schloss Amalienborg zum architektonisch meisterhaft konzipierten neuen Opernhaus sowie zum historischen Nyhavn lässt sich problemlos in zwei bis

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drei Stunden bewältigen und böte sogar noch Zeit für einen Zwischenstopp in einem der angesagtesten Gastrobetriebe Kopenhagens, dem Custom House. Große Diskussionen, wie und wo man am Abend denn ausgehen soll, bleiben der Kopenhagener Szene erspart. Während man samstags nach dem Einkaufsbummel kurz noch im hell und freundlich eingerichteten Oscar auf eine Tasse starken Kaffee und ein paar kunstvoll belegte Brote (Smørebrød) vorbeischaut, beginnt der Abend so etwa gegen 22 Uhr im Code. Die schicke Lounge beglückt am Wochenende die eher trendigen Gäste meist mit einer kleinen Show-Einlage und verwandelt sich zu späterer Stunde in eine szenetypische Kylie-Madonna-Pet-Shop-BoysDisco. Einmal im Monat zieht die Rocco-Party mit härteren Beats ein alternatives und recht gemischtes Publikum an, echte Kerle und jene, die sich dafür halten, findet man im Jailhouse, der Men’s Bar oder in Nordeuropas größtem Leder- und Fetischclub SLM. Bleibt man länger als zwei Tage in der Stadt und erwischt einen heißen Sommertag, lohnt ein Besuch des schwulen Strandes von Tisvildeleje. Der ist zwar ein ganzes Stück von Kopenhagen entfernt, gilt aber als der beliebteste und schönste Strand der Szene. Alternativ bietet sich ein Ausflug nach Klampenborg an, das nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt liegt und gut mit S-Bahn oder Bus zu erreichen ist. Kein geringerer als der dänische Designpapst Arne Jacobsen – dessen Möbel in keinem Kopenhagener Homohaushalt fehlen dürfen – hat hier einen gesamten Strandabschnitt (Bellavista) samt Restaurant, Umkleidekabinen und Türmen für die Strandwache entworfen. Ebenfalls Richtung Norden liegt das Hamletschloss Helsingør, eine beeindruckende Burganlage aus dem 17. Jahrhundert, von deren Mauern man auf die Küste des benachbarten Schweden sieht. Bliebe noch das Tivoli, die wohl bekannteste Attraktion Kopenhagens. Der mitten in der Stadt neben dem Hauptbahnhof gelegne Vergnügungspark lockt seine Besucher nicht wegen atemberaubende Attraktionen wie etwa das Münchner Oktoberfest, sondern besticht vor allem durch seinen Charme vergangener Jahrzehnte. Besonders die Restaurants in jeglicher Preisklasse sind bei den Kopenhagenern äußerst beliebt und Schlange stehen für einen Sitzplatz gehört hier zum Alltag. Das wird während der World Out Games nicht anders sein, zumal das Tivoli – wie bereits 2008 – einen Homotag unter dem Motto „Tivoli Goes Gay“ veranstalten will. • Guide Kopenhagen

Fotos: iStockphoto.com, dax (2), Magnus Ragnvid

Travel


Postkartenidyll Nyhavn, Schloss Kronborg, die Ny Carlsberg Glyptotek, verliebte Jungs: Kopenhagen ist die ideale Kulisse f체r die n채chsten World Out Games.


Guide Kopenhagen INFO

AUSGEHEN

www.visitcopenhagen.com/gay Offizielle Homepage des Tourismusamtes mit ausführlichen Szenetipps für Schwule und Lesben und kostenloser Download eines Gay Guides.

Oscar Bar Café Rådhuspladsen 77 Der Klassiker. Für ein kleines Mittagessen, einen Kaffee nach dem Einkaufsbummel oder als Start ins Kopenhagener Nachtleben bestens geeignet. www.oscarbarcafe.dk

ANREISE SAS Scandinavian Airlines fliegt mehrmals täglich direkt ab insgesamt acht deutschen Flughäfen (Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Hannover, Nürnberg, Stuttgart und Berlin) sowie ab Zürich und Wien. Tickets kosten ab 60 Euro Oneway inklusive aller Steuern und Gebühren und einschließlich SAS Service-Entgelts. www.flysas.de Vom mehrmals als bester der Welt ausgezeichneten Flughafen fahren in kurzer Taktzeit S- und U-Bahnen ins Stadtzentrum, die Fahrtzeit beträgt ca. 15 Minuten. Mit der CPHCARD (erhältlich für 24 und 72 Stunden zum Preis von 29 bzw. 58 Euro) kann man das gesamte Streckennetz von Bussen und Bahnen im Großraum Kopenhagen (bis hinauf nach Helsingør) nutzen und erhält zudem Eintritt in ca. 60 Museen und weiteren Attraktionen. www.visitcopenhagen.com

La Glace Skoubogade 3 Traditionelles Café und Konditorei. Hier gibt es exklusiv den extra für die World Outgames kreierten Sternen-Kuchen. www.laglace.dk Custom House Havnegade 44 Noble Bar & Grill am Hafen mit Terrasse und Blick auf das neue Opernhaus. www.customhouse.dk Copenhagen Food Consulting Insgesamt sechs Restaurants mit verschieden Konzepten und gutem Preis-Leistungsverhältnis wie zum Beispiel das im „Les Trois Cochons“, Værnedamsvej 10. www.cofoco.dk Musiktipp

HOTELS

Hotel Fox Jarmers Plads 3 Das einzigartige Hotel in direkter Umgebung der schwulen Szene ist berühmt für seine extravaganten Zimmer. 21 internationale Künstler haben die insgesamt 61 Zimmer individuell designt. Vor der Buchung unbedingt sein Zimmer im Internet aussuchen! www.hotelfox.dk The Square Rådhuspladsen 14 2003 eröffnetes Designhotel am Rathausplatz mit zum Teil toller Aussicht auf die Stadt. www.thesquarecopenhagen.com Carsten’s Guest House Christians Brygge 28 Schickes, schwules und sehr beliebtes Guesthouse sowie Apartments unweit des Bahnhofs. www.carstensguesthouse.dk Amagerhus Skovmarken 4A Schwules Bed & Breakfast unweit des Flughafens. www.amagerhus.dk Copenhagen Rainbow Frederiksberggade 25C Sehr zentral gelegenes schwules Guesthouse an der Fußgängerzone. www.copenhagen-rainbow.dk

Mit Soft-Pop schickt Dänemark den smarten Sänger Niels Brinck ins Rennen um den Eurovision Song Contest. Sein Song „Believe Again“ könnte auch ganz gut als Hymne der World Outgames dienen. Believe Again

Jailhouse Studiestræde 12 Schwules Restaurant und Konzeptbar mit dänisch-internationaler Küche, in der Kellner und Barkeeper Polizeiuniformen tragen. www.jailhouse.cph.dk Café Intime Allégade 25 Plüschige Künstler- und Pianobar mit einzigartigem Flair im Stadtteil Frederiksberg. www.cafeintime.dk Centralhjørnet Kattesundet 18 Kopenhagens älteste Homobar mit recht gemischtem Publikum. www.centralhjornet.dk Code Rådhustræde Trendige Bar und Club mit kleiner Bühne und Shows am Wochenende. www.code.dk Cosy Bar Studiestræde 24 Sehr beliebte Bar zu später Stunde. Never Mind Nørre Voldgade 2 Die Bar zum Abstürzen. www.nevermindbar.dk Men’s Bar Teglgårdsstræde 3

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Menge Sport und Spiel. www.copenhagen2009.org

Foxy Club Meldahlsgade 4 Kleiner Club, aber als einzige ständige Homodisco immer gut besucht. www.foxyclub.dk

Pride Festival 25. Juli bis 2. August Auf Grund der World Out Games findet der Gay Pride in diesem Jahr etwas früher statt. www.copenhagenpride.dk

Rocco Axeltorv 12 (Sommer), Kødboderne 18 (Winter) Monatliche Party und der Event der Szene. Findet in den Wintermonaten im Meatpacking District und im Sommer in der Location „Zum Biergarden“ statt. www.myspace.com/roccoinfo Meat Kødboderne 18 Brandneue Party, jeweils freitags SHOPPINg Strøget Mit 3,2 Kilometern ist die Aneinanderreihung mehrerer Straßen die längste Fußgängerzone Europas. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: Von dänischem Design über verschiedene Modeketten bis zu exklusiven Boutiquen von Gucci, Sand oder Louis Vuitton. Illums Bolighus Amagertorv 10 Das Einrichtungshaus in der Fußgängerzone ist die erste Adresse für Design- und Möbelfans. www.illumsbolighus.dk

Kopenhagen ist zudem die richtige Stadt für Fahrradfahrer. Rund 2200 Räder stehen in der Innenstadt kostenlos an über hundert Fahrradparkplätzen zur Verfügung. Eine 20-Kronen-Münze als Pfand löst das Schloss.

Hotel Kong Arthur Nørre Søgade 11 Das in Familienbesitz befindliche Hotel am Rande der Innenstadt besticht durch seine ruhige Lage und helle Atmosphäre. Für Gäste ist die Nutzung des Avalon Spas kostenlos. www.kongarthur.dk

Kleine und nette Jeans- und Lederbar. www.mensbar.dk

My Bikes Handwerkskunst vom Feinsten und für Fahrradfahrer ein Must. Wie wäre es mal mit einem maßgeschneiderten Rad? www.mybikes.dk Georg Jensen Amagertorv 4 Der dänische Silberschmied genießt einen exzellenten Ruf, seine Designs sind schlicht und zeitlos. www.georgjensen.com Flughafen Hinter der Pass- und Sicherheitskontrolle eröffnet sich ein wahres Shopping-Paradies. Unbedingt rechtzeitig einchecken. www.cph.dk SPORT & SPA Fitness dk – Royal Hammerichsgarde 5 Bei Schwulen besonders beliebtes Sportstudio auf 2000 Quadratmeter am Rathausplatz. www.fitnessdk.dk Avalon Spa Vendersgade 27 An das Hotel Kong Arthur angeschlossenes Day Spa mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und großem Angebot an Massagen und Beauty-Behandlungen. www.avalonspa.dk

Copenhagen Gay & Lesbian Film Festival, 16. bis 25. Oktober Aktuelle Filme des internationalen schwullesbischen Kinos. www.cglff.com HIGHLIGHTS Tivoli Vesterbrogade 3 Die bekannteste Attraktion Kopenhagens ist der beschauliche Vergnügungspark im Herzen der Stadt. Vor allem die Restaurants sind bei den Einwohnern sehr beliebt. Während der Out Games ist ein Gay Day geplant. www.tivoli.dk Nyhavn Der alte Hafen mit seinen bunten Häusern gilt als eine der schönsten Ecken der Stadt. Hier wohnte auch eine zeitlang der Märchendichter Hans Christian Andersen (Hausnummern 20, 67, 18). Det Koneglige Teater Tordenskjoldsgade 5 Oper, Ballett und Schauspiel im alten Haus am Kongens Nytorv oder im genialen Neubau am Hafen. www.kglteater.dk Ny Carlsberg Glyptotek Tietgensgade Für Kunstliebhaber zählt dieses Museum zu den spannendsten in Europa. Neben einem Wintergarten mit Palmen, beherbergt die Glypthotek eine großartige Skulpturen-Sammlung sowie französische Kunst (Rodin, Degas, Monet, Gauguin). www.glyptoteket.dk Louisiana Das in der kleinen Ortschaft nahe Helsingør gelegene Museum für Moderne Kunst gehört zu den wichtigsten seiner Art in Nordeuropa und lädt mit seinem Skulpturenpark direkt am Meer zu Spaziergängen ein. www.louisiana.dk Schloss Kronborg Das als Hamlet-Schloss bekannte Schloss Kronborg in Helsingør gilt als eine der Hauptattraktionen in der Umgebung von Kopenhagen, ist UNESCO-Weltkulturerbe und beeindruckt vor allem von außen und durch seine Lage am Øresund. www.kronborg.dk Klampenborg Die Wohnsiedlung Bellavista samt Strandabschnitt wurde vom dänischen Designpapst Arne Jacobsen entworfen. Tisvildeleje Beliebtester Homostrand weit außerhalb der Stadt.

TERMINE St. Hans 23. Juni Auch die Community feiert die Mittsommernacht mit besonderen Partys, z.B. im Amager Strand Park. www.lbl.dk

LITERATUR

World Outgames 25. Juli bis 2. August Das weltweite größte Homosportevent des Jahres mit großem Kulturprogramm, einer Menschenrechtskonferenz und jeder

Kopenhagen City Guide Reise Know-How 2007, 12,80 Ausgezeichneter Reiseführer mit vielen Karten, Ausflugszielen und Rundgängen. www.reise-know-how.de

Wallpaper City Guide Kopenhagen Phaidon 2008, 8,95 Euro Trendscout und Designführer im Taschenformat mit tollen Tipps. www.phaidon.com/travel


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Hoch im Norden Mit dem Schiff zu den schönsten Ostseemetropolen

Fotos: iStockphoto.com, Dertour

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ie sind anders als die Städte im Süden, kühler, weniger barock: Die Metropolen des Nordens haben ihren ganz eigenen Reiz. Helsinki etwa, die Hauptstadt Finnland, Hochburg des Klassizismus, gilt als Hauptstadt des Designs, modern, hip und hellwach. Auf den Flaniermeilen wird der Einkaufsbummel zum Augenschmaus und das Kulturprogramm reicht von Klassik bis zu Heavy Metal. Tallinn in Estland wirkt auf den ersten Blick wie das genaue Gegenteil, ein lebhaftes Städtchen mit Mittelalter-Flair, das seine wechselhafte Geschichte nicht verleugnen will. Die überwältigende Innenstadt des ehemaligen Leningrads, das sich heute wieder St. Petersburg nennt, zählt dann auch zum Weltkulturerbe. Allein in der Eremitage mit ihrer beispiellosen Sammlung europäischer bildender Kunst könnte man Tage verbringen. Doch dann würde man womöglich Schönheiten wie die Peter–und–Paul-Festung, die Isaak–Kathedrale, das Smolny–Kloster oder den Newski-Prospekt, die Flaniermeile der Stadt, verpassen. Eine königliche Stadt ist das schwedische Stockholm bis heute und vom Schloss aus, in dem seit über 30 Jahren zusammen mit König Carl XVI. Gustav die deutschstämmige Silvia Sommerlath als Königin resi-

diert, hat man den schönsten Überblick über die aufgeräumte, charmante Metropole mit dem imposanten Stadthuset, in dem alljährlich die Nobelpreise verliehen werden. Alles andere als nüchtern ist auch das Nachtleben in der swingenden Metropole. Die kleine Meerjungfrau, das Tivoli, Nyhavn: Die Königsstadt Kopenhagen gibt sich fast schon wieder mediterran mit pastellfarbenen Häusern und bunten Fischerbooten – vor allem im alten Hafen. Hier war einmal die sündige Meile, auf der Seeleute aus aller Welt ihr Geld durchbrachten. Heute geben Touristen aus aller Welt ihr Geld in den kunterbunten Kneipen und Restaurants aus. Bei so viel großstädtischer Verführung trifft es sich gut, dass zwei Seetage der Erholung dienen und in Dover auch mehr die Kreidefelsen und die Burg Aufmerksamkeit erheischen als das Leben in dem geschichtsträchtigen Städtchen.

Preisbeispiel Die Kreuzfahrt „Hauptstädte der Ostsee“, ab Warnemünde/bis Dover inklusive zwölf Übernachtungen an Bord der Norwegian Jewel (Reisetermine vom 1. Mai bis 19. September) ist ab 1339 Euro buchbar. Im Preis inklusive ist die Vollpension an Bord, freie Benutzung vieler Bordeinrichtungen, Gepäcktransport bei Ein- und Ausschiffung sowie alle Hafen- und Sicherheitsgebühren. Gut zu wissen:

Die Bordwährung ist US-Dollar. Kleiderempfehlung: leger. Keine Jeans/Shorts abends in den Restaurants. Für festliche Veranstaltungen: Abendgarderobe.

Die Reise aus dem Programm von Dertour Kreuzfahrten kann im Reisebüro gebucht werden, online unter www.dertour.de, Rubrik Flüsse und Meer/ Kreuzfahrten oder per Telefon 01805 337666 (0,14 Euro/ Min. aus dem deutschen Festnetz). 02/2009 Spartacus Traveler  53


Health

T

obias hatte es sich gut gehen lassen während seines letzten Urlaubs an der Adria. Tagsüber eisgekühlte Drinks im Schatten der Palmen, abends ordentlich Schlemmen bei frischem Fisch und Meeresfrüchten. Kaum vier Wochen nach seiner Rückkehr sind zwar immer noch alle neidisch auf seine Bräune, doch den 25-Jährigen quälen plötzlich diverse Krankheitssymptome: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Durchfall und eine unglaubliche Abgeschlagenheit. Sein Arzt horcht beim Stichwort Urlaub auf, macht ein paar Bluttests und stellt schon bald fest: Das Hepatitis-A-Virus hat sich eingenistet, vermutlich übertragen durch verunreinigte Lebensmittel, Eiswürfel oder unsauberes Wasser. Hepatitis, das ist eine Entzündung der Leber, dem Organ, das die Funktion einer gründlichen Putzhilfe erfüllt. Sie filtert kontinuierlich all die Stoffe aus unserem Körper raus, die nicht in den Blutkreislauf gehören. Das Hepatitis-Virus fühlt sich im Lebergewebe wohl und richtet sich dort, je nach Typus, sogar häuslich ein. Die Entzündung wird chronisch, auf Dauer wird die Leber zerstört (Leberzirrhose). Mehrere Millionen Menschen in Europa, so schätzt die Deutsche Leberstiftung, leiden an einer chronischen Leberentzündung, mehrere Tausend kommen jährlich hinzu.

Sie lauern in Lebensmitteln, Eiswürfeln oder dem Urlaubsflirt: Hepatitis-Viren sind Mitbringsel, auf die man nur allzu gerne verzichtet. von Christian Scheuß

Hepatitis B und C werden ähnlich übertragen wie HIV: vor allem sexuell und durch Blut-Blut-Kontakt. HepatitisViren sind jedoch weitaus widerstandsfähiger und daher auch sehr viel leichter übertragbar als HIV. Zum 54  Spartacus Traveler 02/2009

Foto: iStocksphoto.com

Die gelbe Gefahr

Tobias hatte noch Glück im Unglück, denn sein Virus war vom Typ A, also dem harmlosesten in der Hepatitis-Buchstabenreihe, die derzeit bis G reicht. Hep-A heilt nach einigen Wochen wieder aus und verläuft nicht chronisch. Kritischer sieht es bei Carsten aus. Der 37-Jährige ist kein Kind von Traurigkeit, hat gern und oft Sex und reist dafür auch immer wieder in andere Länder. Dass er sich dabei mit sexuell übertragbaren Krankheiten anstecken kann, ist ihm bewusst. Ein Routinecheck durch seinen Hausarzt weist eine Infektion mit Hepatitis-B nach. Carsten wundert sich, da er in den vergangenen Monaten keinerlei Symptome feststellen konnte, wie die typische Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel (daher auch der Name „Gelbsucht“). Dass man nichts von der Infektion mitbekommt, ist typisch für Hepatitis, klärt ihn sein Arzt auf. In zwei Dritteln aller Fälle merkt der Infizierte nichts. Jetzt kann Carsten nur abwarten und hoffen. Denn sollte die Hepatitis nicht innerhalb von sechs Monaten nach der Infizierung von allein ausgeheilt sein, wird sie chronisch und muss lebenslang medikamentös behandelt werden.


Beispiel durchs Küssen bei Verletzungen der Mundschleimhaut. Auch Hepatitis A kann man sich durch Sex einfangen, nämlich bei allen oral-analen Kontakten. Deshalb reduziert Safer Sex das Risiko auch nur wenig. Die Gelbsucht ist zudem weltweit unterschiedlich stark verbreitet. Asien, Afrika und Südamerika gehören zu den Kontinenten mit höherem Risiko, aber auch in der Mittelmeerregion ist es wahrscheinlicher, auf eine infizierte Person zu stoßen als in der Heimat. Wer also bislang noch keine Vorsorge getroffen hat und einen Urlaub in wärmeren Regionen plant, der sollte nicht nur checken, ob der Reisepass noch gültig ist. Er sollte auch mit seinem Impfpass zum Arzt und sich eine Immunisierung gegen Hepatitis A und B verpassen lassen. Da homosexuelle Männer zur Gruppe der Personen mit einem hohen Risiko gehören, übernehmen die Krankenkassen in der Regel die Kosten für den Schutz, der sonst etwa 180 Euro kosten würde. Gegen Hepatitis C gibt es leider keine Impfung, und man ist nach einer erfolgten Infektion auch nicht immun dagegen. Noch tückischer: Unbehandelt wird Hep-C in den meisten Fällen chronisch.

Der 45-jährige Manfred ist seit ein paar Jahren HIVpositiv, dank der Kombitherapie ist sein Immunsystem aber fit und das HI-Virus in Schach gehalten. Da er seit Jahrzehnten gern Urlaub in Südostasien macht, hat er sich vorbeugend gegen Hep-A und -B impfen lassen. Er weiß durch den Berater der Aidshilfe, dass schätzungsweise etwa 6000 der in Deutschland HIV-positiven Patienten (15 Prozent) auch eine chronische Hep-C haben. Da diese Co-Infektion das Immunsystem zusätzlich schwer belastet und dadurch beide Erkrankungen schwerer und schneller verlaufen können, möchte er eine solche Situation natürlich vermeiden. Aber bange machen lassen will er sich auch nicht. Deswegen geht er alle sechs Monate zum Test auf diverse sexuell übertragbare Krankheiten. Sollte er nach der romantischen Nacht mit seinem Lover in der Strandhütte eine Hepatitis-Infektion mit nach Hause gebracht haben, kann dies rechtzeitig festgestellt und noch in der akuten Phase der Erkrankung mit dem dafür üblichen Wirkstoff Interferon gegengesteuert werden. Damit bei ihm nur das Fernweh und nicht die Gelbsucht chronisch bleibt.

Länderkarte mit Risikogebieten der einzelnen Hep-Typen: http://de.wikipedia.org/wiki/ Hepatitis Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet zu diesem Thema eine sehr detaillierte Broschüre im PDF-Format als Download an: www.aidshilfe.de

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Party

Wien

Wien

Life Ball Er ist in Österreichs Ballsaison eine ebenso feste Größe wie der Wiener Opernball, allerdings zwängen sich viele der Besucher nicht in langweilige Roben und eng sitzende Fräcke, sondern zeigen viel Haut oder werfen sich alternativ in schrille Kostüme. Seit 17 Jahren hat es sich der Life-Ball zur Aufgabe gemacht, eine möglichst große Summe für HIV- und Aidsprojekte auf der ganzen Welt zu sammeln und sich dabei zu Europas größtem Aids-Charity-Event gemausert. Seit 1993 konnte der von Gery Keszler und Dr. Torgom Petrosian gegründete Verein Aids Life, der hinter dem Life Ball steht, einen Reinerlös von knapp elf Millionen Euro erzielen. Der Run auf die Tickets ist Jahr für Jahr gewaltig, bereits Monate zuvor werden die Karten per SMS-Verkauf zugeteilt. Seit 2000 wird der Ball auf einer großen Red-Ribbon-Bühne vor dem Wiener Rathaus eröffnet, vor dem sich bis zu 45.000 Menschen versammeln. Anschließend feiern Promis, Homos und die österreichische Society im Rathaus die wohl ausgelassenste Party des Jahres. Stars wie Sharon Stone, Sir Elton John, Liza Minenelli, Heidi Klum, Naomi Campbell, The Scissor Sisters und Dita von Teese haben sich bereits zum Life Ball blicken lassen. Als Highlight zählt zudem eine Fashionshow, die jährlich einem anderen Modelabel gewidmet ist. Unter dem Motto „Let Love flow!” startet der Life Ball zugleich seinen Countdown zum 20. Jubiläum im Jahr 2012. Bis dahin werden sich die Kostümvorschläge der „Stylebible“, die auf einer separaten Internetseite veröffentlicht werden, den vier Elementen Wasser, Erde, Luft und Feuer annehmen, beginnend mit Wasser. Beste Voraussetzungen also für besonders knappe und sexy Kostüme.

Fotos: Andreas Tischler, Max Moser/Life Ball

16. Mai www.lifeball.org www.stylebible.org

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58 Spartacus Traveler 02/2009

texte: dax, sr

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AMERIKA ASIEN AUSTRAlIEN EUROPA

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n

ach Barcelona und Buenos Aires nun auch Berlin: Die spanische Axel-Gruppe, bekannt für ihren Slogan „heterofriendly“, hat ihm Frühjahr inmitten der Schöneberger Szene unweit von Motz- und Fuggerstraße ihr weltweit drittes Hotel eröffnet. Mit einer Summe von 13 Millionen Euro ist der Neubau die wohl größte Investition für ein schwules Projekt innerhalb Deutschlands überhaupt. Neben 86 Designer-Zimmer mit Plasma-TV, King-Size-Betten, W-Lan

und iPod-kompatiblen Soundsystemen – davon fünf Suiten und elf Junior Suiten – werden auch ein Restaurant, eine Skybar sowie der Axel-Wellness-Spa im 6. Stock für eine Bereicherung der Berliner Szene sorgen. Axel Hotel Berlin Lietzenburger Straße 13/15 10789 Berlin www.axelhotels.com

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Guide international Amerika Brasilien Salvador da bahia Hotels Casa do Amarelindo, Rua das Portas do Carmo N° 6 Wunderschön restauriertes Hotel in der Altstadt. www.casadoamarelindo.com Pousda Estrela do Mar, Rua Alfonso Celso 119 Angenehme und schöne Pension unter schwuler Leitung. www.estreladomarsalvador.com

USA Chicago Hotels Essex Inn, 800 S Michigan Ave. MIttelgroßes Hotel mit großem Pool und Gym dirket am Park. www.essexinn.com Ausgehen Nookies, 3334 N Halsted Hier stärkt man sich nach durchtanzter Nacht. Prima Pancakes. www.nookiesrestaurants.net Stella’s, 3042 N Broadway

American Diner in griechischer Hand, sehr homofreundlich und tolle Omeletts. Big Chicks, 5024 Sheridan Tolle queere Bar mit Dancefloor. Sonntagsbrunch. www.bigchicks.com Chicago Eagle, 5015 Clark St. Klassiker der Lederszene in Andersonville. www.chicagoeagle.com Hydrate, 3458 N Halsted Stylische Bar für den Sonntagnachmittagscocktail. www.hydratechicago.com Sidetrack, 3349 Halsted Ein eigenes Universum. Riesige Bar. www.sidetrackchicago.com

New York Hotels Bryant Park Hotel 40 W 40th St. Extrem schickes und in der Fashionszene beliebtes Designhotel in Midtown Manhattan. www.bryantparkhotel.com The Standard Hotel 848 Washington St. Brandneues Hotel am Rande des Meat Packing Districts. www.standardhotels.com Ausgehen HK Lounge & Restaurant 523 9th Ave.

Trendiges Szenerestaurant in Hell’s Kitchen www.hkhellskitchen.com Vinyl, 754 9th Ave. Campe Lounge & Restaurant. www.vynl-nyc.com Therapy, 248 W 52nd St. Schicke Homobar in Hell’s Kitchen www.therapy-nyc.com Eagle, 554 W 28th St. Klassische Leder- und Jeansbar mit „Beer Blast“ am Sonntag Nachmittag. www.eaglenyc.com Stonewall Inn, 53 Christopher St. Der Geburtsort des CSD. Legendär. Splash, 50 W 17th St. Eine der beliebtesten Bars Manhattans. www.splashbar.com Shopping

Sheraton Grande Sukhumvit, 250 Sukhumvit Rd. Zentral gelegenes Luxushotel mit direktem Zugang zum Skytrain. www.sheratongrandesukhumvit.com The Metropolitan, 27 South Sathorn Rd. Cooles Designhotel unweit der Babylon Sauna. www.metropolitan.co.uk Ausgehen Koi, 26 Sukhumvit Soi 20 Sehr, sehr schick und hip. www.koirestaurantbkk.com Telephone Pub, 114/11 Silom Soi 4 Der Bar-Klassiker. www.telephonepub.com The Expresso Bar, Silom Soi 2 Schicke Lounge.

Abercrombie & Fitch 720 5th Ave. Wo wird man heutzutage noch von einem halbnackten Model am Eingang begrüßt? www.abercrombie.com

DJ Station, Silom Soi 2 Größter Homoclub der Stadt. www.dj-station.com

Brooks Brothers 364 Madison Ave. Klassische Herrenmode und das beste Angebot an Schuhen für Männer. www.brooksbrothers.com

Apsara Day Spa, 12/1-2 Silom Rd. Tolle Massagen bei nette Atmosphäre und trotzem preiswert. www.apsara-spa.com

Forbidden Planet 840 Broadway Alles für Science-Fiction- und Comic-Fans. www.fpnyc.com Kiehl’s 109 3rd Ave. Kosmetik ganz klassisch. www.kiehls.com Magnolia Bakery 401 Bleeker Str. Der beste Kuchen der Stadt, bekannt aus Sex & The City. www.magnoliacupcakes.com St. Marks Bookshop 31 3rd Ave. Der Klassiker für Leseratten und beste Anlaufstelle, sich im Village mit schwulen Stadtmagazinen einzudecken. www.strmarksbookshop.com

WASHINGTON D.C. Hotels Hotel Helix, 1430 Rhode Island Ave Hippes Boutiquehotel der Kimpton Hotels. www.hotelhelix.com

Sport & Spa

Cutey & Beauty, Silom Rd./Soi Thaniya Bangkoks erster schwuler Beauty-Salon. www.cuteyandbeauty.com

Australien Cairns Hotels Shangri-La The Marina, Pierpoint Rd. Hotel der Luxusklasse. www.shangri-la.com Skinny Dips,18 James St. Schwules Resort mit Pool und nettem Personal. www.skinnydips.com.au Turtle Cove Resort,Cpt. Cook Highway Eines der beliebtesten Gay-Resorts Australiens mit Privatstrand nördlich von Cairns. www.turtlecove.com Angsana Resort & Spa,1 Veivers Rd. Schöne Anlage im Nobelort Palm Coves. www.angsana.com

Sydney Ausgehen

Hotels

DC Eagle, 639 New York Ave Große Lederbar. www.dceagle.com

Hotel Stellar,4 Wenthworth Ave. Schick und beliebt. www.hotelstellar.com

Cobalt, 1639 R Street Sehr beliebte Bar und Club. www.cobaltdc.com

Sheraton on the Park, 161 Elizabeth St. Schönes Hotel in bester Lage. www.starwoodhotels.com

Asien

Ausgehen

Thailand

Bank Hotel, 324 King St. Exzellentes Thai-Restaurant im Untergeschoss. www.bankhotel.com.au

Bangkok Hotels Siam@Siam, 865 Rama 1 Rd. Neues gayfriendly Designhotel im Herzen der Megastadt Bangkok. www.siamatsiam.com 60  Spartacus Traveler 02/2009

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international Guide Nick’s Bondi Beach Pavilion, Queen Elizabeth Dr. Gutes Seafood-Restaurant mit Blick auf den Bondi Beach. www.nicks-seafood.com.au Newtown Hotel, 174 King Street Beliebte Bar im Multikulti-Stadtteil Newtown. www.newtownhotel.com Imperial Hotel, 35 Erskineville Rd. Hier läuft die Show, mit der der Film Priscilla beginnt. Mr Marys, 106-110 George St. Angesagte Bar in Redfern. www.mrmarys.com Shopping Aussieboys, 102 Oxford St. Modeladen, sehr schwul-affin. www.aussieboys.com.au The Froot Store, 160 King St. Geschenke und schwule Souvenirs. The Bookshop, 207 Oxford St. Australiens erster schwuler Buchladen. www.thebookshop.com.au

Europa Belgien Antwerpen Hotels Hotel SAS Radisson, Van Eycklei 32-36 Sehr homofreundliches 4-Sterne-Haus am Stadtpark, Fitness-Studio und kostenloses Wireless-LAN. www.antwerp.radissonsas.com Gästehaus G8, Geulincstraat 8 Schwules und szenenahes Gästehaus. www.G8.be Gästehaus 26, Pelgrimsstraat 26 Schwules Gästehaus im Gay-Quartier. Guesthouse26@hotmail.com

Ausgehen Café Popi, Plantinkaai 12 Ideales Innenstadt-Café, um nach dem Shopping in Ruhe zu Kräften zu kommen, auch tagsüber gut besucht. www.popi.be Café/ Bar Hessenhuis, Falconrui 53 Historisches Ambiente, am Wochenende erste Anlaufstelle für die Schönen vor dem Party-Hopping www.hessenhuis.com

La Démence. www.lademence.com

auf zwei Etagen. www.cafe-berio.de

Bar Chez Maman, rue des Grand Carmes Ein Highlight für Freunde des gepflegten Trashs mit kultigen Shows. www.chezmaman.be

Schall & Rauch, Gleimstraße 23 Schönes Szenecafé und Stadthotel nahe Schönhauser Allee. www.schall-und-rauch.de

Bar Le Belgica, 32, rue Marché au Charbon Im ehemaligen Künstlercafé treffen sich ab 15 Uhr richtige Männer zum Bier. Abends ist es hier wie in vielen Bars im Viertel Saint Jacques gerammelt voll. www.lebelgica.be

Sarotti Höfe, Mehringdamm 57 Schönes Café und Hotel mit günstigem Frühstücksbuffet. www.cafe-sarottihoefe.de

Shopping Chocolaterie Hans Burie, Stefaniestraat 8 Erstklassige Pralinen aus eigener Produktion. www. chobel.be Swiet & Seksie, Oever 1 (beim Voetgangerstunnel) Shop mit lustigen Sex-Süßwaren www.swiet-seksie.com Toys 4 Boys, Nosestraat 6 Allerlei nützliche bis bizarre Utensilien für private Spielereien. www.toys4boysleather.com

Sport & Spa Sauna Club 3000, 9, boulevard Jamar Schwule Sauna mit Wellness- und Kennlern-Charakter. Sauna Spades 4 Our, Bodegemstraat 23-25 Eine der größten Schwulen-Saunen Belgiens (1400m²) mit Sommer-Sonnen-Terrasse www.saunaspades.be Fitness-Sauna Macho, 106, rue du Marché au Charbon Fittness-Studio und Schwulensauna: viel junges Publikum.

Brüssel

Shopping

Hotels

RoB-Man to Man, 1, rue des Riches Claires Frisör und Fetisch-Shop.

LíAmigo, 1-3, rue de l'Amigo 5-Sterne-Hotel mit eigenem Fitness-Raum, Top-Restaurant und moderner Ausstattung. www.hotelamigo.com Bedford Hotel, 135-137, rue du Midi 4-Sterne und inmitten des schwulen Viertels gelegen. www.hotelbedford.be Les Ecrins, 15, rue du Rouleau Historisches Gebäude, komfortabel eingerichtet und sehr gay-friendly. www.lesecrins.com Bruxellesmabelle, Tel. 0032-4-96939252 In einem ruhigen Vorort gelegen, bietet dieses Gästehaus komfortabel-schicke Zimmer. www.bruxellesmabelle.com

Boris Boy, 95, rue di Midi Klamotten von straßentauglich bis Lederund Gummifetisch. Darakan, 9, rue di Midi, Tel. 0032-2-5122076. Schwuler Buchladen im Gay-Quartier.

Deutschland Berlin CAFÈS

Ausgehen

Neues Ufer, Hauptstraße 157 Legendäres Homocafé, in dem einst David Bowie Stammgast war.

Fuse Club, Blaesstraat 208 Hier steigt einmal im Monat die Party

Berio, Maaßenstraße 7 Beliebtes schwules Café in Schöneberg

Steiner, Motzstraße 30 Kleines und schickes Café mit einem ausgewähltem Angebot an Suppen, Quiches und Kuchen. BARS Barbie Deinhoff’s, Schlesische Straße 16 Punkig-Alternative Bar in Kreuzberg. www.barbiedeinhoff.de Hafen, Motzstraße 19 Kleine, sehr beliebte Szenebar in Schöneberg. Montags ist Quizabend. www.hafen-berlin.de Heile Welt, Motzstraße 5 Trendige Bar in Schöneberg. Prinzknecht, Fuggerstraße 33 Große Bar in Schöneberg mit Two-forOne am Mittwoch Abend. www.prinzknecht.de Roses, Oranienstraße 187 Kultig-plüschige Homobar in Kreuzberg. Tom’s, Motzstraße 19 Beliebte Jeans- und Lederbar. Two-for-One am Montag. Zum Schmutzigen Hobby, Rykestraße 45 Szenebar von Promi-Transe Nina Queer in Prenzlauer Berg mit Glamor-Quiz am Mittwoch. www.ninaqueer.com Shopping Bruno’s, Bülowstr. 106 Der größte Gay-Media-Store der Republik mit allem, was das schwule Herz begehrt. www.brunos.de Wagner Berlin, Motzstr. 32 Designunterwäsche. www.wagnerberlin.com PR

Ein Luxushotel

der neuen Generation: Zeitlos elegant und mit charmantem Service – so präsentiert sich das Hôtel Concorde Berlin am legendären Kurfürsten­damm. Als ein Haus der französischen Hotelkollektion Concorde Hotels & Resorts bringt es mit seinem Fokus auf Kunst, Architektur und Design das Flair des Savoir-vivre in die Hauptstadt. Alle 311 Zimmer inklusive 44 Suiten sind puristisch und extravagant zugleich technisch auf dem neusten Stand und gehören zu den größten der Stadt. In der 10. und 11. Etage bietet der Club Etoile seinen Gästen einen separaten CheckIn sowie eine Lounge mit atemberaubendem Panoramablick – die angenehmste Art, die Sehenswürdigkeiten Berlins kennen zu lernen. Das Business-Center, das Frühstücksrestaurant St. Germain, die Brasserie Le Faubourg mit Lounge und Lutèce Bar, sowie ein hochwertiger Wellness- und Fitnessbereich sind weitere Highlights.

Hôtel Concorde Berlin PRIDE WEEK ANGEBOT 2 Nächte im Doppelzimmer ab 158 Euro pro Nacht, im Einzelzimmer ab 142 Euro pro Nacht, inklusive Frühstück im Restaurant St. Germain. Kostenfreies Upgrade in ein Zimmer der DeluxeKategorie. Hierfür bitte bei der Reservierung das Kennwort PRIDE WEEK angeben! (Mindestaufenthalt von 2 Nächten) Hôtel Concorde Berlin CSD Angebot (26. – 28. Juni 2009) 1 Übernachtung im Executive-Doppelzimmer inklusive Willkommensgruß bei Anreise. Frühstück im Club Etoile mit einem atemberaubenden Blick über Berlin. 2 CSD-Eintrittskarten in den VIP-Bereich und 1 Jahresabonnement für das Spartacus Traveler Magazin. Ab 170 Euro im Doppelzimmer pro Person und Nacht und 260 Euro im Einzelzimmer. Reservierung Hôtel Concorde Berlin, Augsburger Straße 41, 10789 Berlin, Germany. Tel.: +49 (0)30 800 999 25, Fax: +49 (0)30 800 999 36 oder E-Mail: reservierung@concorde-hotels.com, www.concorde-hotels.com/concordeberlin

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Guide international Boyz’R‘Us, Maaßenstr. 8 Designermode, Adidas, Calvin Klein, Bikkembergs. www.boyz-r-us.de Bruno’s, Schönhauser Allee 131 Die Filiale der schwulen Einzelhandelskette in Prenzlauer Berg. My Style Shop, Motzstr. 12 Body- und Streetwear sowie Schuhe und Sportklamotten. www.mystyleshop.de Gear, Kalckreuthstr. 13 Leather, Rubber, Sport, Urban. Brandneuer Shop in Schöneberg mit allem, was Mann braucht. www.gearberlin.com

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Café Gnosa, Lange Reihe 93 Populäres Homo-Café mit wunderbarem Kuchenangebot. www.gnosa.de

Altera Pars Hotel, Thieboldsgasse 133-135 Schwulenfreundliches und charmantes Hotel in der Altstadt. www.alterapars-koeln.de

Bruno’s, Thalkirchner Str. 4 Unterwäsche, Bücher, DVDs, Magazine und Toys. www.brunos.de

Schmidt Theater (Tivoli), Spielbudenplatz 24–28 Berühmtes Kabarett und Theater – queer und richtig gut. www.schmidts.de

Marsil, Marsilstein 27 Design und Coolness mit seichtem Kitsch vereint: kleines und feines Hotel mit populärer Trend-Bar. www.marsil.de

Sport & Spa

Dragon, Pulverteich 37 Große Schwulensauna im Asia-Style und sehr angesagt. www.dragonsauna.com

Ausgehen

Le Boulevard, Schmilinskystr. 19 Bei Gays beliebtes Bistro, deutsche und internationale Küche.

Hamburg

Shopping

Hotels

Bruno´s, Lange Reihe/Danziger Str. 70 Gay-Media-Store mit Büchern, DVDs, Magazinen und allem, was Mann sonst so braucht. www.brunos.de

Königshof, Pulverteich 18 Sehr gut ausgestattetes Hotel mit vielen schwulen Gästen direkt im Schwulenviertel St. Georg. www.koenigshof-hamburg.de Empire Riverside Hotel, Bernhard-NochtStraße 97 Schickes und schwulenfreundliches Hotel. www.empire-riverside.de Gay Resort Altes Land, Am Elbteich 25 Schwules Gästehaus in Jork-Bostel, 20 km außerhalb von Hamburg. www.hay-hh.de Ausgehen Trattoria da Giovanni, Pulverteich 18 Sehr gutes ital. Restaurant im Hotel Königshof, viele schwule Gäste.

Clemens Gay Store, Clemens-Schult-Str. 77 Gay-Shop in St.Pauli. Empire of Sins, Koppel 1 Fetisch-Bedarf. www.empire-of-sins.com Lange Reihe Apotheke, Lange Reihe 24 Tel. 0049-40-28804748. HIV-Medikamente vorrätig, schwulenfreundlich. www.apotheke-langereihe.de

Köln HOTELS Maritim, Heumarkt 20 Modernes Luxus-Hotel am Rhein und

Bobotie, Marsilstein 9-13 Angesagtes Restaurant mit südafrikanischer Küche. www.bobotie.de Iron, Schaafenstr. 45 Cocktailbar & more. www.iron-bar.com Le Boulevard Bastard, Friesenwall 29 Trendy und freundlich mit tollen Snacks. Ex-Corner, Schaafenstr. 57-59 So säuft Köln Kölsch bis zum Rausschmiss am Morgen. Legendär! www.excorner.de

Frankreich Paris Hotels Hotel Home Plazza 4, 74, rue Amelot Schickes Hotel, gayfriendly. www.homeplazza.com Kudeta Home, 22, rue Rambuteau Gäste-Apartments mit Stil. www.kudeta-home.com

The O, An d’r Hahnepooz 8 Zur Zeit einer der beliebtesten Clubs der Stadt. www.the-o.biz

Central Marais, 2, rue St. Croix Schwules Hotel direkt über der populären Schwulenbar gelegen. www.hotelcentralmarais.com

Sauna Phoenix, Richard-Wagner-Str. 12 Wellness und Cruising leicht gemacht. www.phoenixsaunen.de

Ausgehen

Shopping Bruno’s, Kettengas­se 20 Gay-Media-Store mit Büchern, DVDs, Magazinen und allem, was Mann sonst so braucht. www.brunos.de Teddy Travel, Mathiasstr. 12–14 Die schwule Reise-Institution in Köln. www.teddy-travel.de

München Hotels Carat Hotel, Lindwurmstr. 13 Sehr zentrales und schwulenfreundliches, komfortabel-schickes 3-Sterne-Hotel. Auch Appartments. www.carat-hotel-muenchen.de Pension Seibel, Reichenbachstr. 8 Inmitten der Gay-Szene am Viktualienmarkt. www.seibel-hotels-munich.de Hotel Seibel, Theresienhöhe 9 3-Sterne Hotel unter schwuler Leitung mit 60 Zimmern www.seibel-hotels-munich.de Hotel Sonnenbichl, Zur Sonnleiten 8 (Bergen-Bernhaupten), Schwulenfreundliches Hotel mit Sonnenterrasse für Biker, Urlauber und Wellnessfans. www.sonnenbichl.eu Ausgehen Iwan’s Bar, Hans-Sachs-Str. 20, Angesagte Bar mit asiatischer und mediterraner Küche. www.iwans-bar.de Morizz, Klenzestr. 43 Bekannte Schwulenbar mit guter Thai-Küche und tollen Cocktails. www.club-morizz.de Deutsche Eiche, Reichenbachstr. 13 Schwules Hotel und Restaurant mit bayerischer Küche, dazu die populärste Sauna der Stadt. www.deutsche-eiche.com Shopping Alakara Reisebüro, Hans-Sachs-Str. 22 62  Spartacus Traveler 02/2009

Centro Delfino, Buttermelcherstr. 4 Medizinische Massage, Wellness und Kosmetik für und von schwulen Männern. www.centro-delfino.de

Au Diable des Lombards, 64, rue des Lombards Berühmt, sehr gutes schwules Restaurant. www.diable.com Au P’tit Canaillou, 4, rue Saint-Merri Manager Mathieu lässt in diesem kleinen schwulen Restaurant wahre Köstlichkeiten servieren. Le Raidd Bar, 23, rue du Temple Täglich DJs, perfekte Barmänner und duschende Gogos. www.radidbar.com Tango, 11, rue Maire Gemischter, lustiger Club mit Standardtanz und 70er-Hits. www.boite-a-frissons.fr Les Bain Douches, 7, rue du Bourg-l’Abbé Bar, Restaurant, Club. Ein Klassiker seit 30 Jahren und größte Homodisse der Stadt. www.lesbainsdouches.net Shopping Boy’z Bazaar Collection, 5, rue Ste Croix de la Bretonnerie Größter Gay-Fashion-Store der Stadt. www.boyzbazaar.com Blue Books Paris, 61, rue Quincampoix Buchshop mit integrierter Café-Bar. Sport & Spa Gym Louvre, 7, rue du Louvre Das größte schwule Fitness-Studio Europas mit integrierter Gay-Sauna. www.gymlouvre.com

GroSSbritannien London Hotels The Philbeach Hotel, 30-31 Philbeach Gardens Schwules Hotel mit Thai-Restaurant in hübscher Gegend. www.philbeachhotel.co.uk


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Praktisch

Mister B., Warmoesstraat 89 Fetisch-Shop: Leder und Gummi. www.misterb.com

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it seiner zentralen Lagen inmitten der schwulen Szene rund um das Sendlinger Tor ist das homofreundliche Carathotel München ein idealer Standpunkt für Ausflüge ins Nachtleben der bayerischen Landeshauptstadt. Neben dem eigentlichen Hotel der gehobenen 3-Sterne-Kategorie befindet sich in einem ruhigen Hinterhof ein Apartmenthaus mit 48 Wohneinheiten, das für all jene Gäste gedacht ist, die Wert auf ihre Privatsphäre legen. In der Hotellobby kann man sich mit kostenlosen schwulen Stadtmagazinen und -plänen eindecken, die hoteleigene Tiefgarage erspart eine lästige Parkplatzsuche. Beste Voraussetzungen also für einen angenehmen Aufenthalt.

Thermos Beautysalon, Raamdwarsstraat 5 Frisör und Kosmetikstudio innerhalb der gleichnamigen schwulen Sauna. www.thermos.nl

Österreich Scheffau Hotels Haus Romeo, Blaiken 71 Schwules Hotel in den Tiroler Bergen. www.hausromeo.at

carathotel München Lindwurmstraße 13 www.carat-hotel-muenchen.de

Wien Hotels The Trafalgar, 2 Spring Gardens Stylisches Designhotel mit Dachterrasse direkt am Trafalgar Square. www.thetrafalgar.com Cadogan Hotel, 75 Sloane St. 5-Sterne-Hotel zwischen Harrod‘s und King‘s Road, in einem der Zimmer wurde Oscar Wilde verhaftet. www.cadogan.com Accommodations Outlet, Old Compton St. 32 Studio-Appartments für Homos. www.outlet.co.uk Ausgehen Barcode, 3–4 Archer St. Schöne, unarrogante Männer nach Feierabend. www.bar-code.co.uk

The Golden Bear, Kerkstraat 37 Gut ausgestattet und in schwulem Besitz. www.goldenbear.nl Hotel Orlando, Prinsengracht 1099 Schönes Hotel in einem Haus aus dem 17. Jahrhundert. www.hotelorlando.nl Ausgehen BIHP, Keizersgracht 335 Schwulenfreundliches und trendy Restau-

rant, internationale Küche. www.bihp.nl

Hotel-Pension Wild, Lange Gasse 10 Gay-Only-Hotel und Pension. www.pension-wild.at

Cockring, Warmoesstraat 96 Beliebter Club. www.clubcockring.com

Hotel Kaiserhof Frankenberggasse 10 www.hotel-kaiserhof.at

Argos, Warmoesstraat 95 Alteingesessene Leder-Bar. www.argosbar.com

Wine & Spa Resort Loisium Hotel Loisium Allee 2 Modernes Designhotel mit vielen Annehmlichkeiten, tollem Weinangebot und wunderschönem Spa in Langenlois bei Traveller Guide 2009.pdf 19.11.2008 17:17:29 Wien. www.loisiumhotel.at

Oygeb Gay Bike Tours Fahrradtouren. gaybiketours.com

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The Box, 32–34 Monmouth St. Volle Bar, gute Stimmung. www.boxbar.com George & The Dragon, 2–4 Hackney Rd. Gemütliche Bar mit kitschiger Deko. Lo-Profile, 84 Wardour St. Einer der beiden Clubs von Gaydar. Hübsche Jungs ohne Shirt und Discogedudel. Heaven, Arches Villiers St. Größte Disco der Stadt und immer noch beliebt. www.heaven-london.com Beyond@Area, 67 Albert Embankment After-Hour-Club für die harten Fälle, ab 5 Uhr morgens!

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MY

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Harrod‘s, 87-135 Brompton Rd. Es gibt nichts, was es nicht gibt. www.harrods.com

Niederlande Amsterdam Hotels Freeland, Marnixstraat 386 Schwules Hotel mit guter Ausstattung. www.hotelfreeland.com 02/2009 Spartacus Traveler  63


Guide international Ausgehen Felixx Café Bar, Gumpendorfer Str. 5 Sehr geschmackvoll eingerichtetes trendy Café mit Barbetrieb. www.felixx-bar.at Café Willendorf, Linke Wienzeile 102 Schwul, freundliches Personal und gute Küche – Tipp!

Anjo Azul, Rua Luz Soriano 75 Kleines schwules Hotel in Bairro Alto, dem Herzen der schwulen Szene. www.anjoazul.com

Finalmente, Rua da Palmeira 38 Skuriller Schluss. Der Club zum Abstürzen www.youtube.com/ watch?v=YG9R9PBTVjE

Pasion Tropical, Calle Las Adelfas 6 Schönes Homo-Resort am Meer in Playa del Ingles. www.pasion-tropical.com

Pouso dos Anjos, Rua dos Anjos 31 Liebevoll gestaltetes, homofreundliches Hotel. www.pousadadosanjos.com

SPORT & SPA

Bungalow Tenesoya Schwule Mietbungalows ab 9,80 Euro pro Person/Tag auf Gran Canaria. www.teddy-gaytravel.de

Why Not, Tiefer Graben 22 Diese Disco ist in Wien ein Evergreen und populär. www.why-not.at

My Rainbow Rooms, Saldanha Sehr schöne Gästezimmer in einem alten Bürgerhaus gleich neben dem Fontana Park Hotel. www.myrainbowrooms.com

Kaiserbründl, Weihburgergasse 18-20 Sauna mit außergewöhnlichem Innendesign. www.gaysauna.at

AUSGEHEN

Shopping Spartacus XXL Store, Mariahilfer Str. 49 Klamotten von Fetisch- bis Streetwear. www.spartacus.at

Portugal

H2omem, Rua Viriato 11a Portugals erstes Spa nur für Männer. Exklusiv und perfekt im Design. www.h2omem.com

Alfaia Restaurante, Travessa da Queimada 22 Traditionelle Küche unweit der Szene.

Spanien

Pap’Açorda, Rua da Atalaia 57 Hier speist der modebewusste Homo.

Barcelona

Bric-A-Bar, Rua Cecílio de Sousa 82-84 Älteste Homobar der Stadt. www.bricabardisco.com Clube da Esquina, Rua da Barroca 30 Auftakt fürs schwule Nachtlebens im Bairro Alto. Selbst vor der Tür wird’s eng.

Lissabon

Frágil, Rua da Atalaia 126 Beliebter Homoclub im Bairro Alto. Nicht vor 3 Uhr morgens.

HOTELS

Trumps, Rua da Imprensa Nacional 104 B Schwul und gut besucht. Zwei Tanzflächen www.trumps.pt

Fontana Park, Rua Eng. Vieira da Silva 2 Brandneues Designhotel unweit der UBahnstation Saldanha. Zimmer der obersten Etage mit privater Terrasse und tollem Blick auf Altstadt und Tejo. www.fontanaparkhotel.com

Holmes Place, Av. da Liberdade 38 Mit sechs Fitnessclubs eine gute Adresse. www.holmesplace.pt

Lux-Frágil, Av. Infante D. Henrique, Armazém A (Metro Sta. Apolónia) The Club To Be mit hoher Homoquote. Durchhalten! www.luxfragil.com

Ausgehen Juniorbar, Planta 1 Beliebte Bar im Yumbo-Center. www.junior-gc.com Mantrix, Planta 4 Der House-Club im Yumbo-Center mit Darkroom. Heaven, Planta 2. Größte Disco vor Ort. www.heaven-grancanaria.com

Hotels Hotel Axel, Calle Aribau 33 Schickes schwules Hotel – heterofriendly www.axelhotels.com Ausgehen Comedor del Axel, Calle Aribau 33, Wer hier nicht im Axel wohnt, sollte zumindest das Restaurant besuchen. www.axelhotels.com Salvation, Ronda San Pedro 19-21 Angesagter Disco-Club. www.matineegroup.com Grupo Arena Zusammenschluss schwuler Clubs und Lokale; von Salsa bis Techno. www.arenadisco.com Shopping Stephane Breysse Fotoatelier, Tel. 0034-655 842 458 www.stephanebreysse.com

Gran Canaria Hotels Lopesan Gran Hotel Costa Meloneras, Mar Mediterráneo 1 Vier-Sterne-Haus im Stil der Kolonialzeit in Maspalomas. www.lopesanhr.com

Madrid Hotels Hotel Puerta América, Av. América 41 Das Hotel für Designliebhaber und absolut sehenswert. www.hotelpuertoamerica.com Hostal La Fontane, Calle Valverde 6 Schwul-lesbisches Hotel. Hostal La Zona, Calle Valverde 7 Schwules Hotel. www.hostallazona.com Ausgehen Sama Sama, Calle San Bartolomé 23 Gutes Essen, entspannte Atmosphäre, Jazz-Musik. Liquid, Calle Barquillo 8 Der perfekte Ort den Abend zu starten. Schwul & sexy. www.liquid.es Spank, Plaza del Carmen Freitagnacht zu später Stunde ist dieser Club der Hit. www.tripfamily.com Shopping Berkana, Calle Hortaleza 64 Lesbisch-schwuler Buchladen – hier begann der Aufstieg des Schwulenviertels Chueca!

Club Tucanes Schwule Unterkünfte auf der Insel. www.clubtucances.com

AnzeigenHotline: +49 · 30 · 615  003 26

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InSIDER

Toronto

RON Alter: 35 Beruf: IT-Berater land: Kanada Stadt: Toronto Stadtteil: Downtown

ICH MAG MEINE STADT, WEIl … … meine Freunde dort leben, Toronto eine sehr lebendige Szene hat und die Leute hier einfach immer freund lich und höflich sind. BESTE REISEZEIT Von Juni bis September. Die Tempe Temperaturen liegen dann um die 30 Grad. In der Nähe der Stadt, auf Toron to Island, liegt Hanlans Point – ein schöner Nacktbadestrand mit einem schwulen Abschnitt. Dort kommt man schnell mit Leuten ins Gespräch und die Atmosphäre ist sehr entspannt. RESTAURANT-TIPP Das „King Noodle“ (296 Spadina Avenue), eines der vielen asiatischen Restaurants in Toronto, ist sehr gut. Das Essen ist zwar einfach, aber le cker. Teurer ist da schon mein Lieb-

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lingsrestaurant: Im „North 44°“ (2537 Yonge Street) gibt es kontinentales Essen. Steak, Lachs – alles ist lecker! www.north44restaurant.com BESTE BAR Das „Straight“ (553 Church Street). Sehr klein (was aber alle Bars in To ronto sind) aber toll. Gut aussehen tut dort nicht nur die Inneneinrichtung, sondern auch die Männer. Klas Klasse Musik! www.straightonchurch.com BESTER ClUB Mein Lieblingsclub ist das „Guvernment“ (132 Queens Quay East), einer der zehn besten Clubs in Nordameri ka. Es ist sehr groß, hat eine Lichtan Lichtanlage wie ich sie sonst noch nie gese hen habe und ist nicht ausschließlich schwul. www.theguvernment.com

BESTER FlIRT Auf der Church Street. Dort gibt es viele Bars, zum Beispiel das „Woo „Woodys“ (465-467 Church Street). Aber eigentlich kann man in Toronto über all flirten. www.woodystoronto.com NICHT vERPASSEN Den CN Tower, das Rogers Centre, den Strand, Toronto Island, das Royal Ontario Museum und die Nationalga lerie – wo es immer interessante Ausstellungen gibt. MEIN GEHEIMTIPP Queenstreet West, ein sehr schöner Teil von Toronto mit vielen Läden, Restaurants – aber ohne Touristen. Foto: Ralf Rühmeier


Coverphoto: www.falconstudios.com

Der neue SPARTACUS: ab sofort erhältlich!

t4FJUFO t"ESFTTFO t-ĂŠOEFS t4UBEUQMĂŠOF tEFUBJMMJFSUF3FJTFJOGPT Ăœberall im Handel oder direkt bei Bruno's, ZeughofstraĂ&#x;e 1, D 10997 Berlin, www.brunos.de

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Zürich. EuroPride 09. Zürich rockt. Abtanzen in den Gay-Clubs. Party und Trends endlos im Quartier Zürich-West. Konzerte, Shows und Events, Marke Weltklasse. Shopping grenzenlos. Zürich-Labels: Mode und Design, frech und einzigartig. Das Seebad, das nachts zur Seebar wird. Sich näherkommen, Openair-Style. Der Wind vom See im Gesicht. Müde? Kopfüber in den See, auftanken. Zürich macht frisch. Ihn und ihn. Sie und sie. Zürich. Go for it. Zürich Tourismus Tourist Service im Hauptbahnhof Postfach, CH-8021 Zürich Tel. +41 44 215 40 06 hotel@zuerich.com www.zuerich.com/gay


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