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Projektarbeit

Talentportfolio auf der Oberstufe

Bruno Richner Projektkurs 2010/11


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Schülerportfolio

A

Einführung

Seiten

Inhaltsverzeichnis

1-2

1. Wortsammlung 2. Sprichwörter und Zitate 3. Vorwort a. Der Beruf des Lehrers b. Mein eigenes kleines Portfolio-Meine eigene Lernbiografie c. Träume und Ziele 4. Situationsanalyse- wo stehe ich ? 5. Beginn der Projektarbeit 6. Präsentation 7. Portfolio –ein kurzer Überblick B

Theorie 1. 2. 3. 4.

C

3 3 4 4 5-6 7-8 9 9 10 10

Herkunft des Portfolios – wo liegt der Ursprung Was ist nun ein Portfolio Definition eines Portfolios in der Schule Das Talentportfolio und Realschule

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Das Lernen mit dem Talentportfolio 1. Leitziele a. Förderung für alle innerhalb der Klasse durch das Führen des Talentportfolios b. Voraussetzungen schaffen durch das Vermitteln von Lern- und Arbeitstechniken c. Den Horizont über den üblichen Schulrahmen hinaus erweitern d. Lernformen e. Eigenständige Projekte innerhalb der Klasse 2. Vorgehen a. Sammeln – Auswählen – Gestalten – Reflektieren – Bewerten b. Entdecken, Erfassen und Entwickeln von Stärken 3. Inhaltsverzeichnis unseres Talentportfolios 4. Das Lernjournal 5. Reflexion und Rückmeldungen 6. Was gehört ins Talentportfolio f. Sachkompetenz g. Selbst – und Sozialkompetenz h. Rückmeldungen i. Ausserschulische Dokumente 7. Talente erkennen 8. Portfolio-Regeln 9. Fragen zum Portfolio 10. Zusammenfassung/Überblick

Bruno Richner

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Projektkurs


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Schülerportfolio

D

E

Praktische Beispiele und Übungen aus dem Unterricht 1. Themensammlung aus verschiedenen Fächern mit Unterrichtsbeispielen

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2. Portfolio-Vorübungen aus dem Realienunterricht a. Sammeln nach folgenden Regeln (wird bewertet) b. Titelblattbeispiele c. Sortieren- Erstellen eines Inhaltsverzeichnis (Beispiel) d. Reflektieren: Rückmeldung zur Unterrichtseinheit e. Präsentation

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Portfoliothemen aus dem „bildÖffner 2“ 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Meine Welt Meine Welt als Collage Mein Idol Meine Freunde Meine Schulsachen Meine Titelblätter Mein Gesicht a. Schattenrisse b. Rubin`sche Vasen c. Frontalansicht d. Das Selbstporträt e. Gesichtscollage f. Porträtfotos g. Gesichter ergänzen h. Gesichter schminken i. Fotos schminken j. Drahtprofile k. Profilstreifen mit Gipsbinden l. Mein Gesicht: Fotoumsetzung m. Zweimal links zweimal rechts n. Selbstporträt räumlich 8. Mein Name – meine Farben 9. Meine Schuhe 10. Mein Sport- meine Bewegungen

F

Litheraturangaben

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31-34 35 36 36-37 37-38 38 39

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Projektkurs


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Schülerportfolio A Einführung 1. Wortsammlung

2. Sprichwörter und Zitate „Ein Portfolio ist eine Mappe, die schützt, was man schätzt“.

„Das Portfolio zeigt Die Meilensteine auf DeM Weg Der inDiviDuellen entWicklung“.

„Die Portfolio-Arbeit ermöglicht den Brückenschlag zwischen „privatem“ und „schulischem“ Lernen“.

„Das Portfolio erzählt die Geschichte des Lernens, wobei die Schülerinnen und Schüler unterstützt werden, alles ins Portfolio aufzunehmen, was ihnen hilft, diese Geschichte besser zu erzählen“.

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Schülerportfolio 3. Vorwort a. Der Beruf des Lehrers Der Lehrerberuf ist der schönste Beruf den es gibt. Man hat so viele Möglichkeiten sich dort zu verwirklichen und einzubringen. Es geht dabei immer um Menschen und deshalb sollte man in diesem Beruf auch entsprechend handeln. Man muss viel Zeit aufwenden die Menschen dort abzuholen wo sie stehen und sie anschliessend versuchen weiter zu bringen. Das sehe ich als meine Aufgabe. Ich selber lerne von allen Menschen - auch von den Schülerinnen und Schülern. Jeder ist ein „Modell“ wie man leben kann. Ich versuche als Lehrkraft zuerst immer als Fundament eine gute Beziehung zu meiner Klasse auf zu bauen. Die Stimmung hängt aber auch vom Umgang unter den Schülern ab. Auf der Realschule stösst man ab und zu auch an seine Grenzen. In Zukunft möchte ich weiterführen, wo ich erfolgreich war und nach zusätzlichen Wegen suchen, die Schülerinnen und Schüler weiter zu bringen. Ich beachte vor allem das was die Jugendlichen bereits mitbringen und versuche, dass sie möglichst selbständig zu arbeiten lernen. Sie sollen die Ziele auch mitbestimmen können aber vor allem ein Fundament von Grundkenntnissen erhalten. Dabei soll auch die Welt des Schülers ein Gewicht bekommen. Sie sollen sich daran freuen, was sie können und wissen und stolz sein auf das was sie erreichen. Das Projekt „Talentportfolio“ soll den Schülerinnen und Schülern helfen ihre „Erfolge“ zu dokumentieren und zu verwalten.

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Schülerportfolio b. Mein eigenes kleines Portfolio-Meine eigene Lernbiografie

In meiner Lernbiografie spielten Talente immer eine wichtige Rolle. Heute weiss ich, dass ich sehr viele Talente mit auf den Lebensweg bekommen habe. Doch meine „Schulentwicklung“ war eine harzige Angelegenheit. Es kam mir vor, als wäre ich irgendwie noch verpackt wie eine Raupe. Meine Erinnerungen sind verschleiert und ich verharrte bis zur 5.Klasse in diesem Zustand. So landete ich also in der ersten Realschule, wo ich mich aber plötzlich zu verpuppen begann. Wer weiss wieso gelang mir plötzlich alles und mein damaliger Lehrer beförderte mich nach einem Jahr prüfungsfrei in die Bezirksschule (das spricht für das Modell 6/3). Dort durchlief ich die Klassen recht gut. Schon damals war ich körperlich recht entwickelt, der „Geist“ kam etwas hinterher. In unserem Quartier hatte es viele gleichaltrige Kinder und wir hatten eine herrliche Kindheit und Jugend. Ständig waren wir draussen in Wald und Feld und trieben Sport, bauten Hütten, machten Erkundungen und Spiele. In dieser natürlichen Umgebung entwickelten sich so viele Talente. Vor allem bewegungsmässig war ich sehr begabt: Leichtathletik, Turnen, Eishockey, Radfahren, Fussball, Ski-und Snowboardfahren und andere – viele Sportarten waren oder sind immer noch meine Leidenschaft. Der Sport hat mir immer viel gebracht, er war Freude und Lebensschule zugleich. Könnte man das Rad zurückdrehen, würde ich mich vermutlich heute in die Sportund Talentschule Rohr-Buchs anmelden um dort meine Talente zu fördern. Die Vielseitigkeit kann aber auch dazu führen, dass man Mühe hat, sich auf ein Spezialgebiet fest zu legen, wo man dann grossen Erfolg hat. So hatte ich die Chance im Fussball sehr weit zu kommen, aber dafür hätte ich mich entscheiden und alles darauf setzen müssen, das wollte ich nicht.

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Schülerportfolio

Natürlich interessierten mich auch noch für andere Bereiche ausser Sport und ich hatte immer wieder neue Ziele. Vielleicht ist das auch der Grund, wieso ich Reallehrer wurde - denn dort muss man sehr vielseitig sein: •

Theater: Theaterrolle

Formen, gestalten: Töpfern, Modeschau, Dekorationen, Möbeldesign, Gartengestaltung, Weinberg für Grappaherstellung

• • •

Zeigen: Buch, Ausstellungen, Videos Reden: Präsentationen, Vorträge, Nonverbale Kommunikation Schreiben: Gedichte, Bildergeschichten, aus Bildern Wörter schaffen

• •

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Kunst: Bilder malen, Zeichnen, ein Kunst-Buch mitgestalten, Ausstellungen, Vernissagen, Fotografie, Künstlerbesuche, Räume gestalten und einrichten, Gartengestaltung Musik: Singen, Konzertbesuche Computer: Websites. Blogs herstellen, unterhalten, Bildgestaltungen, Dokumetationen erstellen u.a.

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Schülerportfolio c. Träume und Ziele Da es für mich wichtig ist, mir immer wieder neue schulische oder ausserschulische Ziele zu setzen, suche ich ab und zu neue Herausforderungen:

Vor 10 Jahren hatte ich mir vorgenommen ein Lehrmittel im BG zu entwickeln, doch die Sache klappte nicht, weil es zu teuer kam. Doch dann öffnete sich eine Tür durch ein Inserat, wo vom Berner Lehrmittelverlag Lehrkräfte gesucht wurden, welche mit halfen bei der Entwicklung des BG-Lehrmittels bildÖffner. So hat es dann doch noch geklappt! Schon immer waren mir zeichnen, malen und gestalten wichtig in allen Fächern im Unterricht. Es hilft Sachen und Zusammenhänge besser zu verstehen. So habe ich die Möglichkeit bekommen, das Lehrmittel „bildÖffner 2 „ mit zu gestalten. Man findet dort auf 50 Seiten 10 Unterrichtseinheiten aus der Schulpraxis von mir. Einige dieser Themen können sehr gut in ein Talentportfolio eingebaut werden, denn es geht immer um Themen, welche den Schüler in seiner Welt in den Mittelpunkt stellen. So lernt er sich zu reflektieren und zu entwickeln. Mitarbeit am bildÖffner 2 :

Auch für dieses Jahr 2011 habe ich mir wieder sehr viel vorgenommen. Dadurch hatte ich drei ganz wichtige Entscheidungen zu treffen, welche ich dann auch umgesetzt habe:

Vor etwa einem Jahr entschloss ich mich dafür, mich für den Projektkurs anzumelden, wo ich dann aufgenommen wurde.

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Schülerportfolio

Später wurde ich angefragt für einen Stellenwechsel an die Realschule im Nachbardorf. Nie hätte ich daran gedacht, mich von meiner alten Wirkungsstätte, wo ich 36 Jahre als Reallehrer unterrichtete, zu verabschieden.

Gleichzeitig reifte in mir der Wunsch, noch einmal eine grosse sportliche Herausforderung anzunehmen, indem ich mich für das härteste Mountain-BikeEtappenrennen, die „Transalp“, anmeldete.

Diese drei sehr bedeutenden Entscheidungen haben bei mir sehr vieles ausgelöst. Es wurde mir später auch langsam klar, dass sich nun mein gewohntes Leben ändern musste. Den Stellenwechsel habe ich bereits vollzogen, trete aber erst im Januar zum ersten Mal vor meine neue Klasse. Ich bin sehr gespannt auf sie. Für meinen Transalp-Event musste ich seit Januar Körper und Geist gezielt vorbereiten, um den hohen Anforderungen eines Rennens über die Alpen gewachsen zu sein. Im Juli 2011 habe ich dann meine Alpenüberquerung erfolgreich absolviert. Es war ein unglaubliches Erlebnis und ich schöpfe jetzt noch viel Kraft von den atemberaubenden Eindrücken die ich zusammen mit meinem Bike- Partner bei unserem „Ritt“ über die Alpen erlebt habe! Im August begann dann der Projektkurs: Während dieser ersten Phase habe ich immer wieder realisiert wie wertvoll diese Weiterbildung ist. Ich merkte, dass es neben dem Berufsleben noch ein anderes Leben gibt. Ich habe während dieser sieben Wochen unglaublich viel gelernt, sei es von den Veranstaltungen und Unternehmungen, oder von meinen Kollegen und den Dozenten. Ich habe das so richtig aufgesaugt und es hat gut getan. Gleichzeitig konnte ich aber auch so richtig abschalten vom Berufsalltag.

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Schülerportfolio 4. Situationsanalyse –wo stehe ich jetzt?

5. Beginn mit der Projektarbeit Zuerst habe ich unzählige Informationen aus dem Netz und aus Büchern gesammelt, zusammengetragen und ausgewertet. Parallel dazu habe ich ein Konzept mit Inhaltsangaben begonnen. Das Thema Portfolio habe ich gewählt, weil ich etwas Konkretes bearbeiten wollte, das ich dann im Unterricht auch sofort anwenden kann. Es sollte also nicht zu viel Theorie sondern vor allem „Praxis entstehen“. Dabei habe ich gemerkt, dass ich immer wieder auf Beispiele aus meinem eigenen, persönlichen Portfolio-Leben komme. Darum habe ich mich dazu entschlossen, den Projektplan etwas abzuändern. Aus dem Schülerportfolio wurde das Talentportfolio. An der Realschule sind Motivation und Leistungsbereitschaft oft ein Problem. Es mangelt oft auch am positiven Selbstwertgefühl. Deshalb versuche ich, den Schülern nicht ihre Defizite aufzuzeigen sondern ich will ihnen ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente bewusst machen und fördern (Selbstwerterhöhung). Ich orientiere mich dabei an ihren Stärken. Diese Stärken, Begabungen, Talente, Kompetenzen, Fähigkeiten…, die jeder besitzt möchte ich mit den Schülern durch das Talentportfolio dokumentieren. Dadurch werden die Schüler motiviert und angeregt sich weiter zu entwickeln: „Das kann ich – das will ich auch noch können!“

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Schülerportfolio 6. Präsentation Während den Vorbereitungen zur Präsentation habe ich versucht meinen Vortrag möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Dabei kam mir immer wieder der Ausdruck „multimedial“ in den Sinn. Ich wollte alle Medien miteinander verknüpfen welche ich in den ersten Phasen meiner Weiterbildung kennen gelernt habe: Textarbeit Powerpoint-Präsentationen Bildpräsentation Podcast/Videobearbeitung Dabei stiess ich oft auf technische Probleme. Als „Autodidakt“ wollte ich diese in der Regel selbst lösen, war aber doch einige Male auf Fremdhilfe angewiesen. 7. Portfolioarbeit – ein kurzer Überblick Ein Hauptziel meines individuellen Projektes war das Erstellen von Materialien und Unterrichtshilfen, welche interessierten Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden können. Während des Projektes habe ich realisiert, dass mich der Weg dann doch noch auf andere Pfade bringt. Ich wollte nicht mehr in erster Linie auf ein Produkt für andere Lehrkräfte zusteuern, sondern auch noch über mich persönlich noch etwas machen. Es entstand also so auch über mich eine Art Talentportfolio. Es zeigt meine schulische und menschliche Entwicklung aus der Vergangenheit bis heute. Mein persönlicher Werdegang hilft mir, die Entwicklung meiner Schülerinnen und Schüler zu verstehen und zu fördern. Meine Projektarbeit ist gegliedert in 6 Hauptteile:

A

Einführung

B

Theorie

C

Das Lernen mit dem Talentportfolio

D

Praktische Beispiele und Übungen aus dem Unterricht

E

Portfoliothemen aus dem „bildÖffner 2“

F

Zusatzmaterial

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Schülerportfolio B Theorie 1. Herkunft

Etymologisch betrachtet ist ein Portfolio etwas, womit man Blätter (foglio=Blatt) transportieren kann (portare=tragen). Der Begriff Portfolio stammt ursprünglich nicht aus schulischen Zusammenhängen, sondern aus dem Finanzwesen (Wertpapiere werden in einem Portfolio aufbewahrt) und von Künstlern und Architekten, die ihre bisherigen Leistungen in einer Werkmappe zusammenstellen, um sich mit diesen Arbeiten zu präsentieren und zu empfehlen. „Schon in der Renaissance haben Künstler und Architekten ein Portfolio mit sich geführt, wenn sie sich um Plätze an Akademien oder um Bauaufträge bewarben. Mit Hilfe der darin enthaltenen Dokumente konnten sie nicht nur die Qualität ihrer Arbeit zeigen, sondern zugleich auch, wie sie ihr Können im Laufe der Zeit weiter entwickelt haben. Darüber hinaus konnten anhand von Skizzen und Entwürfen die persönlichen Arbeitstechniken bzw. der eigene Arbeitsstil dargestellt werden.“ (Häcker 2006, S. 27)

In der Schule hielt der Begriff Portfolio zuerst im angloamerikanischen Sprachraum, später auch in Österreich und in der Schweiz Einzug. Allerdings gibt es derzeit keine allgemeingültige Definition schulischer Portfolios. Allein durch die Vielfalt der Begriffe wird dies deutlich. Hier eine Auswahl: Es gibt… Kurs-,Entwicklungs-,Bewerbungs-, Präsentations-, Arbeits-, Prüfungs-, Produkt-, Lern-, Abschluss-, Vorzeige-, Talent-, Sprachen-, Kompetenz- und Epochen-Portfolios.

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Schülerportfolio 2. Was ist nun ein Portfolio? An Schulen sind häufig folgende Arten von Portfolios zu finden:

Präsentationsoder ProduktPortfolio

Kompetenzmappe Zum Beispiel: Das Talentportfolio

Sammlung bester Arbeiten innerhalb der Ausbildungszeit mit eher wenigen Hinweisen zum Lernprozess.

Lern-,Entwicklungsoder Prozessportfolio

Projektmappe

Zeitlich begrenzte Projekte oder selbstgesteuerte Lernprozesse, enthält auch unfertige oder misslungene Ergebnisse und erzählt ausführlich die Geschichte des Lernenden, angefangen bei der Lernplanung bis zur vorliegenden Mappe. Im Vordergrund steht hier die Darstellung des Lernweges.

Anmerkung: Für meinen Unterricht bevorzuge ich das Talentportfolio. Damit ist der Erfolg auf der Realschule eher möglich. Ich werde im praktischen Teil in dieser Dokumentation das Talentportfolio beschreiben. Es handelt sich bei meinem Portfolio-Verständnis also um eine Art „Portfolio-Light“ - Variante.

3. Definition eines Portfolios in der Schule

Das Portfolio ist eine zielgerichtete Sammlung von Arbeiten, welche die individuellen Bemühungen, Fortschritte und Leistungen der/des Lernenden auf einem oder mehreren Gebieten zeigt. Die Sammlung muss die Beteiligung der/des Lernenden an der Auswahl der Inhalte, der Kriterien für die Auswahl, der Festlegung der Beurteilungskriterien sowie Hinweise auf die Selbstreflexion der/des Lernenden einschliessen.

Die wesentlichen Schritte beim Erstellen eines Portfolios: Sammeln: Sammeln aller Produkte die im Unterricht entstehen Auswählen: Aus den vorliegenden Produkten wird nun ausgewählt Reflektieren: Die Schüler machen sich bewusst und begründen, wie sie an vorliegendem Produkt gearbeitet haben, benennen ihren Lernzuwachs und ihre Kompetenzen. Präsentieren: Das Präsentationsportfolio schließlich enthält die besten Arbeiten eines Schülers. Die Arbeiten zeigen, was es selbst für bedeutsam hält, was es anderen zeigen möchte. Im Prinzip zeigt das Vorzeigeportfolio die höchste Leistungsstufe, die ein Schüler nach seiner Auffassung erreicht hat.

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Schülerportfolio

4. Das Talentportfolio und die Realschule An der Realschule bereiten Motivation und Leistungsbereitschaft oft Probleme. Es mangelt oft auch am positiven Selbstwertgefühl. Deshalb versuche ich, den Schülern nicht ihre Defizite aufzuzeigen sondern ich will ihnen ihre Fähigkeiten, Kompetenzen und Talente aufzeigen und fördern (Selbstwerterhöhung). Ich orientiere mich dabei an ihren Stärken. Diese Stärken, Begabungen, Talente, Kompetenzen, Fähigkeiten…, die jeder besitzt möchte ich mit den Schülern durch ein Portfolio herausfinden und dokumentieren. Dadurch werden die Schüler motiviert und angeregt sich weiter zu entwickeln: „Das kann ich – das will ich auch noch können!“ Es handelt sich also bei meinem Portfolio-Begriff eigentlich um das Talentportfolio oder eine Stärkesammlung. Ein Talentportfolio ist eine Dokumentation der Stärken, welche die Lernenden über die Schulzeit aufbauen, stetig reflektieren und weiterentwickeln. Dabei werden nicht nur schulisches - sondern auch ausserschulisches Engagement und Können mit einbezogen.

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Schülerportfolio C Das Lernen mit dem Talentportfolio 1. Leitziele: a. Förderung für alle innerhalb der Klasse durch das Führen des Talentportfolios    

Alle Schülerinnen und Schüler haben Stärken und Talente und diese sollen gefördert werden. Die Klasse ist der erste und wichtigste Förderort. Mit dem Talentportfolio werden gezielte Informationen über die Interessen und Stärken jedes Kindes gesammelt und genutzt. Die Fähigkeiten, Interessen und die Besonderheiten des individuellen Lernstils werden dokumentiert. Lernende entscheiden selber, welche Dinge sie ins Talentportfolio legen (Arbeiten, worauf sie stolz sind, schulische und ausserschulische Tätigkeiten).

b. Voraussetzungen schaffen durch das Vermitteln von Lern- und Arbeitstechniken 

Tastaturschreiben, Umgang mit den wichtigsten PC-Programmen (Power Point Präsentation), Medienkompetenzen, Informationssuche und Recherchen im Internet, in der Bibliothek, in Nachschlagewerken, Darstellungstechniken, Präsentationstechniken, Interviewen, Notizen machen

c. Den Horizont über den üblichen Schulrahmen hinaus erweitern 

Buchvorstellung, Ausstellungsbesuch, spezielles Hobby präsentieren, Theaterbesuch, Film, Betriebsbesichtigung, Erlebnisse in der Natur…

d. Lernformen 

Freiarbeit, Lernatelier und „Kooperatives Lernen“ sind geeignete Unterrichtsmethoden, wo zum Beispiel Gefühle wie Empfindungsvermögen, Verständnis und Wertschätzung weiterentwickelt oder Gesprächsregeln und Gesprächsleitung geübt werden können.

e. Eigenständige Projekte innerhalb der Klasse 

Die Lernenden erhalten die Gelegenheit, alleine oder in Kleingruppen ihr Wissen, ihre Interessen, ihre kreativen Ideen und ihr Engagement an einem selbstgewählten Thema anzuwenden und zu präsentieren. Dadurch fühlen sich die Lernenden in ihren besonderen Fähigkeiten wahrgenommen.

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Schülerportfolio 2. Vorgehen

a. Sammeln – Auswählen – Gestalten – Reflektieren - Bewerten     

Die Lernenden sammeln Beweisstücke von ihren Fähigkeiten und Talenten, Interessen und Vorlieben. Aus ihrer Sammlung wählen sie geeignete Stücke heraus, um die Qualität, das Potenzial oder die Entwicklung sichtbar zu machen. Sie wählen den Inhalt in der Regel selbst aus, da es sich um ein persönliches Projekt handelt. Das Portfolio wird sauber und anregend-kreativ gestaltet. Die Lernenden verfassen über ihre Arbeiten schriftliche Reflexionen und bewerten ihre Ergebnisse. Anhand des Portfolios werden Gespräche über Stärken, Fähigkeiten, Interessen … geführt. Die Portfolios werden durch Rückmeldungen (Gleichaltrige, Lehrpersonen, Eltern…) fremdbeurteilt. b. Entdecken, Erfassen und Entwickeln von Stärken

Wenn die Lernenden nicht bereits ein Portfolio aus der vorangehenden Schulstufe mitbringen kann jederzeit damit begonnen werden. Die Lernenden sammeln dazu „Beweisstücke“, worauf sie stolz sind, in das sie viel Zeit investiert haben, das ihnen sehr wichtig ist oder ihnen viel bedeutet: Pokale, Medaillen, Sportgeräte, Fotos….. Gesammelt werden die „Beweisstücke“ als Objekte in einer speziellen Schatzkiste (siehe Bild), als Dokumente in einem Ordner und auch auf CD`s im Ordner integriert. Die Sammlungen werden im Schulzimmer aufbewahrt.

Die Lernenden bekommen regelmässig (wöchentlich) Unterrichtszeit, um an ihren Portfolios zu arbeiten, gestalterische Arbeiten können auch zu Hause erledigt werden.

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Schülerportfolio 3. Inhaltsverzeichnis unseres Talentportfolios Die Lernenden erstellen als Ausgangspunkt ein Inhaltsverzeichnis mit folgendem Inhalt: a. Willkommensgruss an die Leser/-innen Hier werden die Leserinnen und Leser begrüsst, sowie auf die wichtigsten Teile, Sinn und Zweck des Talentportfolios aufmerksam gemacht. b. Inhaltsverzeichnis/Journal/Hilfen für Reflexion Als wertvolle Unterstützung legen die Lernenden hier Reflexionshilfen ab. Im Journal halten sie fest, in welcher Form sie an ihrem Talentportfolio gearbeitet haben (wann, was, wie lange). c. Das bin ich! Dies kann ein individuell gestalteter Steckbrief mit den persönlichen Daten sein, aber auch viele weitere Themen und Beweise zu deiner Person. d. Meine Ziele e. Meine Interessen Hier können gezielt „Beweise“ gesammelt und reflektiert werden. f. Meine Fähigkeiten/Lernfortschritte Hier werden wichtige schulische und ausserschulische Leistungen (Stärken) belegt und reflektiert. g. Evaluationen und Auswertungen Hier werden Rückmeldungen und Auswertungen von grösseren Arbeiten und Projekten abgelegt. h. Diplome und Auszeichnungen von Kursen und Anlässen Es handelt sich hier um offizielle Ausweise wie zum Beispiel Babysitterkurs, aber auch schulische Diplome wie z.B. Schülerin des Monats (monatliche Auszeichnung für besondere Verdienste in der Klasse). i. Meine Berufswahlvorbereitung Die Lernenden dokumentieren ihren Weg zur Berufswahl z.B. mit Elementen ewie einen „Interessenskompass“ aus dem Berufswahltagebuch nach Egloff. Dabei steht die folgende These im Mittelpunkt: “Ich mit meinen Fähigkeiten und Interessen eigne mich für den Beruf als….“ j. Kommentare und Rückmeldungen der Leser/-innen Die Klassenlehrperson, Eltern, Mitlernenden und Freunde, sowie andere Personen (in Absprache mit der Portfoliohalterin, dem –halter) geben schriftlich anhand eines Formulars eine Rückmeldung oder schreiben einen Brief, welche abgelegt werden.

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Schülerportfolio 4. Das Lernjournal

Microsoft Word-Dokument

Journal Das Inhaltsverzeichnis ermöglicht zusammen mit dem Lernjournal (Word-Dokument) eine schnelle Orientierung in der Sammlung, Weiter zwingt es den Lernenden zu überlegen, ob z.B. das Foto, das ihn auf dem Traktor zeigt, eher ein Beweisstück einer Fähigkeit („Ich kann ihn problemlos steuern“) oder eines Interesses („Mich faszinieren Technologie und Design dieses Traktors“) zu gelten hat. Jedes Dokument, das ins Talentportfolio gelegt wird, bekommt ein Datum und eine Reflexion. Diese werden von den Lernenden allein, in Lerngruppen oder in Lernpartnerschaften erstellt. Von Beweisstücken, die von der Form her nicht in den Ordner passen, wird ein Digitalfoto gemacht.

5. Reflexion und Rückmeldungen

Microsoft Word-Dokument

Reflexionshilfen

Microsoft Word-Dokument

Erwachsene

Microsoft Word-Dokument

Lehrperson

Microsoft Word-Dokument

Mitschüler

Microsoft Word-Dokument

Eltern

Die Lernenden sollen Feedbacks und Rückmeldung von Lehrpersonen, Mitlernenden, oder Eltern erhalten. Das muss trainiert werden, denn es geht um den Umgang mit Fehlern, Kritik und Misserfolg, aber auch das Gegenteil.

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Schülerportfolio Rückmeldungsbeispiel: Mitschüler/Mitschülerin Meine Eindrücke zu deinem Portfolio

Datum: .......................

von

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an

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Ich habe die Arbeiten in deinem Portfolio 0

angesehen

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teilweise gelesen

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genau gelesen

1. Das hat mir in deiner Mappe gut gefallen: -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------2. Das hat mir weniger gut gefallen: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------3. Was ich aus deiner Mappe lernen konnte: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------4. Das fehlt meiner Meinung nach in Bezug auf deine Interessen und Fähigkeiten: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------5. Was mir noch aufgefallen ist: ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Danke für deine Mitarbeit! Unterschrift: ______________________________________

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Schülerportfolio 6. Was gehört ins Portfolio a. Sachkompetenz In dieser Mappe können zum Beispiel sein : Arbeitsblätter, Projektergebnisse, Lernkontrollen, Orientierungsarbeiten, Zwischenberichte, Zeugnisse, Leseproben auf Kassetten, Bücherlisten, Fotos von selbst gemachten Arbeiten, Beobachtungsarbeiten oder   

Spezielle Arbeiten: Vorträge, Projektberichte, Hausaufgaben, Beobachtungen, Berichte und Protokolle Besonders gut gelungene Arbeiten: Prüfungen, Übungstexte… Bilder, Fotos, Zeichnungen…

Nicht nur die fertigen Produkte sollen gezeigt werden, sondern auch Planungen, Skizzen etc., die dem Betrachter vermitteln, dass Lernen ein Prozess ist und wie dieser Lernprozess abgelaufen ist. Sie enthalten auch Reflexionen über die eigenen Lernfortschritte, beziehungsweise Lernschwierigkeiten und Überlegungen, die zur Auswahl der Arbeitsergebnisse geführt haben. Dies ermöglicht den Lehrpersonen den Schülerinnen und den Schülern individuell zu helfen, ihre Lernfortschritte laufend zu beurteilen und sie gezielt zu fördern. b. Selbst – und Sozialkompetenz Die Reflexionen über die Lernziele aus der Selbst- und Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler sollen zur eigenen Steuerung des Lernens beitragen. Diese Mappe enthält den Kompetenzraster aus der Selbst- und Sozialkompetenz, SmartLernziele, Lernhilfen zu Smart-Lernzielen, Resultate aus der Bonusliste, Rückmeldungen oder Hilfestellungen aus dem Klassenrat, Hilfestellungen für den persönlichen Lernweg, Lernkarten … Die von der Schule vorgegebenen Lernziele zur Selbst- und Sozialkompetenz sollen von den Schülern und den Schülerinnen in persönliche Lernziele umformuliert werden, die klar machen, worauf sie ihren Schwerpunkt legen möchten. c. Rückmeldungen Das Portfolio sollte auch eine Mappe für Rückmeldungen von Lehrpersonen, Lernpartnern, Mitschülerinnen und Eltern über die Lernfortschritte beziehungsweise Lernschwierigkeiten enthalten. Es sind Rückmeldungen, die sie mit den Schülerinnen und den Schülern während des Lernprozesses besprochen haben und von ihnen als relevant gewertet werden. Lob, Komplimente und Verbesserungsvorschläge spielen eine zentrale Rolle im Lernen:

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Rückmeldungen von Lehrpersonen Rückmeldungen von Berufsberatern Arbeitszeugnisse Rückmeldungen von Lernpartnern Rückmeldungen von Eltern oder nahe stehenden Personen

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Selbstporträt (regelmäßig überarbeiten) Lebenslauf

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Schülerportfolio

d. Ausserschulische Dokumente Ausserschulische Dokumente „Beweise“ können Theater- oder Konzertkarten, Museumsund Ausstellungskataloge sein. Sie „belegen“ dass sich die Schülerinnen und die Schüler mit einem Thema intensiver auseinandergesetzt haben. Weiter findet man Zusammenfassungen von Gesprächen, die sie über ein Thema mit Leuten ausserhalb der Schule geführt haben. Zum Beispiel Interviews mit Berufsleuten Auch die Dokumentation von relevanten Tätigkeiten in Vereinen, Musikschulen oder Sportclubs können herangezogen werden:       

Ferienerlebnisse, besondere Familienfeste, Freizeitaktivitäten mit Kollegen und zusätzliche Ideen sind möglich. Diplome: Sport, Musik, Fremdsprachen… Brevets: Lebensretter, Reiterbrevet, Hundehalterbrevet… Kursbescheinigungen: J + S, Babysitterkurs, PC-Kurse… Bescheinigung von Vereinsaktivitäten Zeitungsberichte zu eigenen Auftritten: Musik, Theater, Sport… Bewerbungen, Schnupperlehrberichte oder Bescheinigungen von Arbeitgebern Führerausweise

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Schülerportfolio

7. Talente erkennen Ideenbörse für Ausdrucksmöglichkeiten von Talenten 1. Theater/Rollenspiel Musical Lustspiel Abschlusstheater Tanz Film Diashow Hörspiel Fotostory Slapstick Clownerei Cabaret Stummfilm Fernsehprogramm Quiz 2. Von Hand formen/umsetzen Töpfern Kneten Schaum Naturmaterialien Modeschau Mummenschanz Plastiksackregenmantelmodeschau Backen Dekorationen 3. Zeigen/ausstellen Film Tonband Plakatwand Dias Pantomime Mauer bemalen Faltbuch Zeichnungen Menschl. Plakate Schaukasten Elektron. Gestaltung Schattenspiel 4. Geschäften/handeln Planspiel Marktstand Schülerzeitung Inserate putzen Börse Glücksspiel Auktion Lotto/Bingo Umtauschaktionen Ludothek Weihnachtsmarkt Theater 5. Reden TV Radio Fotos kommentieren Plakatwände Flipchart PC-Präsentationen Zeitungen Texte rezitieren Theater Dialoge Hörspiele Puppenspiel Vortrag 6. Schreiben Broschüre Zeitung Theaterstück Geschichte Inserate Mindmap aus Wörtern Bilder schaffen

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Konfliktsituationen Singspiel Zeichnen Mimik Varieté Puppenspiel

Geschichten Kasperlitheater Schattentheater Pantomime Tragödie Marionetten

Sandkastenszenen Abfallhaldenskulpturen Seifenkistenrennen

Sandburgen Maskenball

Metallskulpturen Fotos Broschüre Ausstellung Modelle schaffen Erlebnispfade Vernissage

Collage Verkaufsartikel

Theater Video Installation Modeschau Entwicklungsbahn Musicals

Verkauf Auto/Velo

Büchsen werfen Versteigerungen Sammeln Kiosk Brockenhaus Flohmarkt Pro- und Contra-Übungen Video Zeitdokumente Hellraumprojektor Nonverbale Reden Vorlesungen Singspiel

Tonband Interviews Diashow Diskussionen Comics vertonen Rollenspiele

Briefe Computerseite Einkaufszettel Fremdsprache

Plakat Gedichte Rezepte Wichteln

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Schülerportfolio Leserbrief Aufsatz Termine/Planung Protokolle Rätsel Brainstorming Lebenslauf Prüfung

Briefkontakte Bericht Einladungen Anleitungen Märli Bildergeschichte Postkarte

Tagebuch Spiegelschrift Reservationen Beschreibungen Hörspiel Cluster Steckbrief

Portfolio Geheimschrift Reiseberichte Reflexionen Liedtext Testament Lesespur

7. Dienstleistung/Service Handbuch Ideenkiste Kinderhort Zeitung Auto waschen Velo putzen Schoggi-Taler Nachhilfestunden Vereine unterstützen Schulhaus gestalten

Putztag Windelservice Fätzle-Aktion Adventskränze Gartenarbeit Gottesdienst gestalten

Infoschalter Pizzakurier Pro-Juventute

8. Kunst Vernissage Plakatwand Treppenaufgang Raum Musikvortrag Pausenplatz T-Shirt spez. Brillen Paul Klee Museumsbesuch Bild mit Text/Musik interpretieren Modellieren Bildhauern Plastiken Künstlerbesuch Alltagskunst Lebenskünstler

Theater Katalog Modeschau Bilder malen Inserate Emblem/Logo Schmuck Fotografie Museum in der Schachtel Wandbild Bild zu Musik oder Text gestalten Schnitzen Schweissen Kunststile Philosophieren Dali, Tinguely imitieren

9. Musik Musical Lied/Song komponieren Chor Anlass untermalen Altersheimauftritt Strassenmusik Orchester org. Guggenmusik Silvesterorchester Geburtstagsüberraschung Werbespot begleiten Logo-Melodie Konzert Adhoc-Chor Instrument vorstellen Instrumente herstellen/präsentieren Oper Playback Vorsingen auf Video CD brennen 10. Computer Theaterspiel Website herstellen Geschichte des PCs PowerPoint präsentieren Dokumentationen 11. Diskutieren Diskussionsrunde Interview Radio- /TV-Sendung Regeln aufstellen

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Graphiken Fotos scannen/bearbeiten Diashow Zeichenprogramme Lernprogramme erstellen Internetrecherche E-Mail austauschen Bildschirmcollagen

Streitgespräch Arena Pantomime

Workshop Brainstorming Talkshow Rollentausch Planspiel

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Schülerportfolio 8. Portfolio- Regeln (Beispiele)         

Die Lehrperson gibt vor, wie viele Inhalte im Portfolio enthalten sein müssen. Du erarbeitest das Portfolio vorwiegend im Unterricht aber parallel dazu kannst du auch zu Hause daran arbeiten. Nach Möglichkeit erstellst du zuerst einen Entwurf, anschliessend machst du eine Reinschrift. Diese Reinschrift kann von Hand oder am Computer geschrieben sein. Du präsentierst deine Ergebnisse von Zeit zu Zeit der Klasse. Sowohl das Produkt wie auch die Präsentation werden benotet. Du ergänzt dein Portfolio mit freiwilligen Einträgen. Schreibe zu all deinen Einträgen einen kurzen Text, damit der Leser weiss, warum dir dieser Eintrag wichtig ist. Die selbst verfassten Arbeiten werden sauber und inhaltlich wie sprachlich korrekt abgefasst. Wenn du möchtest, dass deine Lehrperson deine Einträge durchliest und korrigiert, dann frage bei der Lehrperson nach. Die Klassenlehrperson kontrolliert dein Portfolio von Zeit zu Zeit. Falls die Arbeiten qualitativ oder quantitativ nicht genügen, darf die Klassenlehrperson eine Nachbesserung einfordern. Bei insgesamt ungenügender Ausführung der Portfolio-Arbeit kann sich dies auf deine Fleissnote im Zeugnis auswirken.

9. Fragen zum Portfolio In welchen Zeitraum soll das Portfolio angelegt werden? Ein Vorzeigeportfolio sollte wenn möglich über mehrere Jahre geführt werden. Wie steht das Portfolio zum Unterricht? Es wird weitgehend im Unterricht erarbeitet (wöchentlich). Es ist auch Bestandteil in allen Fächern sowohl der Klassen- als auch der Fachlehrkräfte. Wie soll die Anleitung und Unterstützung der Portfolioarbeit erfolgen? Aufbau/Inhalt/Reihenfolge müssen den Lernenden klar gemacht werden. Im Klassenrat oder in einer Portfoliostunde finden regelmässig Portfoliogespräche in Gruppen, Teams oder mit der Lehrkraft statt. Wo und wie werden die Portfolios wahrgenommen und anerkannt? Nach einem halben Jahr/am Ende eines Jahres finden innerhalb der Klasse oder für andere Klassen oder als Elternkontakt Präsentationen statt.

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Projektkurs


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Schülerportfolio 10. Zusammenfassung/Überblick Vorzeigeportfolio 

Sammelart

Mappe, Schachtel, Ordner, CD, Stick…

Inhalt, Reihenfolge

siehe Inhaltsverzeichnis

Aufbewahrungsort

Schulzimmer

Ausstellung

Ort festgelegt, Wand mit Ideenpool

Portfoliostunde

Auswahl, Entwurf, Reflexion, Überarbeitung, Reinschrift,

… Raum:

Planung 

Portfoliogespräche

Austausch, Präsentation, Lernpartner, Feedback, Beurteilung, Beurteilungsgespräch

Material

PC` s, Fotokamera, Tonband, Drucker, Kopierer

Eltern-Information

Elternabend, Brief, Ziel, Schritte, Vorhaben klären mit Material, Eigenerfahrungen sammeln

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio D Praktische Beispiele und Übungen aus dem Unterricht 1. Themensammlung aus verschiedenen Fächern mit Unterrichtsbeispielen Fach

Thema

Beschreibung

Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Erstelle in Inhaltsverzeichnis für dein Portfolio und führe es laufend nach

Beispiel

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Ein kurzer Steckbrief

Das wichtigste in Kürze- eine Art Personalienblatt: Name, Alter, Adresse, Hobbies… Microsoft Word-Dokument mit Makros

Selbstporträt Microsoft Word-Dokument mit Makros

Das kann ich gut!

Interessen

Kleidung Mode

Essen und trinken

Du kannst sicher irgendetwas besonders gut. Darauf darfst du stolz sein! Was ist es, was du so gut kannst? Erzähle!

Suche Bilder aus Zeitschriften, die zeigen, was dich interessiert. Schreibe zu jedem Bild einen kurzen Text (mindestens 5 Sätze).

Welche Art von Kleidern trägst du gerne? Warum? Welche nicht und warum? Ergänze wenn möglich mit Bildern.

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Was magst du, was überhaupt nicht? Schreibe eventuell dein Lieblingsrezept auf. Microsoft Word-Dokument mit Makros

Wohnen

Zeichne dein Zimmer und beschreibe, was dir gefällt und was du gerne ändern würdest. Microsoft Word-Dokument mit Makros

Wünsche

Bruno Richner

Was wünschst du dir am meisten? Warum? Schreibe einen Text (mindestens eine Seite) und ergänze ihn mit Bildern aus dem Internet oder aus Zeitschriften oder zeichne etwas dazu.

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Projektkurs


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Schülerportfolio Personenbeschreibung

Bitte jemanden, den du magst, etwas über dich zu schreiben. Microsoft Word-Dokument mit Makros

Personen die mir wichtig sind

Schulweg

Beschreibe eine Personen, die dir wichtig ist und bereichere den Text mit Zeichnungen oder Fotos.

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Zeichne einen Plan von deinem Schulweg und beschreibe deinen Weg Microsoft Word-Dokument mit Makros

Hast du noch eigene Ideen, was unbedingt in dein Portfolio über dich hinein müsste? Microsoft Word-Dokument mit Makros

Aufsätze, Berichte

Lebenskunde

Diplome, Brevets, Kurse

Sport- und Musikbereiche liefern eine Menge Themen, um dazu eine persönliche Beschreibung zu machen

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Welche Diplome hast du dir wie angeeignet? Berichte! Microsoft Word-Dokument mit Makros

Vereine

Beschreibe den Verein bei dem du mitmachst… Microsoft Word-Dokument mit Makros

Realien

ThemenPortfolios Microsoft Word-Dokument mit Makros

BG

Vorübung Themenabschluss

Erstelle ein Dossier zur Unterrichtseinheit

Titelblatt

Gestalte ein kreatives Titelblatt für dein Portfolio

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Microsoft Word-Dokument mit Makros

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio bildÖffner Zeichnungen

Folgende 10 Unterrichtseinheiten beinhalten eine reiche Auswahl erprobter Themen und Aufträgen mit Beispielen aus der Unterrichtspraxis: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Gesicht zeichnen

Meine Welt Meine Welt als Collage Mein Idol als Collage Meine Freunde Meine Schulsachen Meine Ttitelblätter Mein Gesicht (a-e) Mein Name-meine Farben Meine Schuhe Mein Sport –meine Bewegung

Schreibe links vom Gesicht was dir Angst macht und rechts was dir Freude bereitet Microsoft Word-Dokument mit Makros

Themen

Fahrrad

Beschreibe Themen zum Fahrrad , zum Beispiel „Ich repariere mein Velo…“ Microsoft Word-Dokument mit Makros

Vorträge, Projekte

Berufswahl

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Lebenslauf Microsoft Word-Dokument mit Makros

Rückmeldungen vom Berufsberater Microsoft Word-Dokument mit Makros

Schnupperlehrberichte Microsoft Word-Dokument mit Makros

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Alle Fächer

Prüfungen

Gelungene Arbeiten und Prüfungen Microsoft Word-Dokument mit Makros

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

2. Portfolio-Vorübungen aus dem Realienunterricht a. Sammeln nach folgenden Regeln (wird bewertet) Auftrag: Am Ende einer Unterrichtseinheit (Themenabschluss) geht es darum, die Inhalte festzuhalten, zu reflektieren und zu dokumentieren. Anschliessend kann eine Prüfung erfolgen. Die Unterlagen werden bewertet und im Portfolio abgelegt. 1. Alle Blätter in der richtigen Reihenfolge ordnen und in einem Mäppchen ablegen (fehlende Blätter nachschreiben) (1 P.) 2. Ein Titelblatt erstellen (2 P.) 3. Ein Inhaltsverzeichnis erstellen (2 P.) 4. Alle Blätter mit Farbstiften sauber ausmalen, gestalten (1 P.) 5. Alle Blätter sind mit Tinte geschrieben und vollständig gelöst (2 P.) 6. Zusätzliches Material aus Büchern, Zeitungen oder Internet dazufügen (1 P.) 7. Eine Rückmeldung zum Unterrichtsstoff und zum Thema schreiben und am Ende der Unterlagen einfügen (3 P.) 8. Unterschrift der Eltern (1 P.) 9. Die Unterlagen werden vom Schüler pünktlich vor der Prüfung dem Lehrer aufs Pult gelegt (1 P). Die Unterlagen werden vom Lehrer noch einmal kontrolliert und bewertet und zählen als 1/3 Note. Termin für grosse Gg-Prüfung „Schweiz allgemein“: Donnerstag, xx.yy.zz. Das musst du wissen (Lernziele): Nachbarländer/Regionen (wo liegt welcher Kanton: Jura-Mittelland-Alpen?)/Kantone mit Hauptorten/Flüsse und Seen mit Karte/Sprachregionen (z.B. zu welcher Sprachregion gehört Martigny?) / Pässe mit Anfangs-und Schlussorten (z.B. Unterkulm-Böler-Schöftland) / Sehenswürdigkeiten: (z.B. Eiffelturm – Paris)/ Bräuche / Ausfuhrprodukte (Export der Schweizer Wirtschaft) /Ausstellungen in der Schweiz b. Titelblattbeispiele (die Titelblätter können auch am PC gestaltet werden) Siehe auch BG-Unterrichtseinheit: „Meine Welt“ (Titelblätter)

Titelblatt Italien

Bruno Richner

Titelblatt Skandinavien

Projektkurs


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Schülerportfolio

, Titelblatt Geschichte Neuzeit

Titelblatt Physik Maschinen

c. Sortieren- Erstellen eines Inhaltsverzeichnis (Beispiel) Inhaltsverzeichnis 1. Titelblatt 2. Inhaltsverzeichnis 3. Kantonsrätsel 4. Kleines Quiz und Einführungsquiz über die Schweiz 5. Lustige Ortsnamen 6. Politische Gliederung der Schweiz mit Lösungen 7. Kantonspuzzle 8. Training Kantonswappen 9. Fehler in den Wappen erkennen 10. Schweiz und Nachbarn/Städte 11. Landschaften der Schweiz mit Puzzle 12. Geografische Räume/Sprachen und Landschaften 13. Die wichtigsten Gewässer (Flüsse/Seen/Kreuzworträtsel) 14. Die wichtigsten Alpenpässe 15. Postkartenschweiz/Schaufenster des Landes 16. Schweizer Bräuche 17. In der Schweiz arbeiten /Industriezweige/Ausfuhrprodukte 18. Rückmeldung (siehe C- Reflektieren))

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio d. Reflektieren: Rückmeldung zur Unterrichtseinheit Beispiel aus dem Gg-Unterricht: Reflexion Rückmeldung von : Fach: Thema:

1.Real 2011

Stelle dir zum Thema beispielsweise folgende Fragen und beantworte sie in der Rückmeldung. So habe ich an dieser Aufgabe gearbeitet: Text…… Ich finde daran gelungen: Text…… Ich habe dabei gelernt: Text…… Anhand dieser Arbeit werden folgende Kompetenzen sichtbar: Text…… Mir ist aufgefallen… Text…… Verbessern, ändern könnte ich… Text…… Reflexionsgespräch am: Text…… Datum, Unterschrift: e. Präsentation Es sind verschiedene Präsentationsformen und möglich.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio E Portfoliothemen aus dem bildÖffner 2 Hier folgen als Hauptteil meines Projektes verschiedene Unterrichtseinheiten im BG: Alle Unterrichtseinheiten sind von mir erprobt und können einfach umgesetzt werden. Man kann das Material nur für das BG verwenden oder dann in zusätzlichen Fächern (D/ Berufswahl/ Portfolioarbeit…) einsetzen. In der Portfolioarbeit geht es immer darum, dass sich die Lernenden mit seinen Talenten und Fähigkeiten…also mit sich selber und seiner unmittelbaren Umgebung/ Umwelt auseinandersetzt. Es heisst immer „Meine Welt, meine Freunde… In der ersten Unterrichtseinheit „Meine Welt“ beschreibe ich exemplarisch das Vorgehen: Themenwahl – Auftragsbeschreibung – Umsetzung – Bewertung – Reflexion Die Arbeiten können zusammen mit der Bewertung in die Sammlung für das Portfolio gelegt werden. Grössere Formate oder „Objekte“ werden fotografiert. Alle weiteren Unterrichtseinheiten müssen von der Lehrkraft auf seine Bedürfnisse (Klassenverhältnisse) angepasst werden. Die Auftrags- und Beurteilungsblätter müssen ebenfalls selber formulieret und angepasst werden. 1. Meine Welt

Die Welt besteht aus einer Vielzahl von Bildern. Täglich werden wir überflutet von Bildern und Informationen aus der ganzen Welt. Dieser Flut sind wir durch die Medien schonungslos ausgesetzt. Wir alle sind ein Teil dieser Welt und sind dann dabei vielleicht „im Bilde“. Menschen können auch „ein Bild abgeben“. Die Redewendung „Ich möchte mir ein Bild von dir (mir) machen“ zeigt, dass Bilder von Menschen für uns auch sehr wichtig sind. Es gibt sehr viele Schüler, die mit dieser Bilderflut nicht zurechtkommen. Es lohnt sich diese Bilder mit ihnen zu betrachten, zu ordnen und eventuell zu werten. So finden sie mit der Zeit ihre eigene Bilderwelt, die immer wieder neu überdacht, verworfen oder ergänzt wird. Die Schüler sollen ihre Mitschüler, ihre Umwelt und sich selber kennen lernen. Dabei wählen sie aus der Bilderflut die für sie passenden aus und definieren so ihre eigene Welt mit den entsprechenden Wertvorstellungen.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Aufgabenstellung Jeder Schüler zeichnet auf einem A4-Blatt farbig seine persönliche Bildwelt. Dazu wählt er aus jeder Sparte ein Beispiel und arrangiert diese zu einem Ganzen. Natürlich sollen bei all diesen Bildern nicht nur äussere, sondern auch innere Bilder berücksichtigt werden. Es lohnt sich mit den Schülern durch ein Brainstorming die Grundlagen zu schaffen (ev. als Hausaufgabe). Wir suchen mit folgenden Begriffen: Berufswelt, Blumen, Essen, Familie, Ferienland, Freizeit, Freund, Hobbys, Idole, Interessen, Lieblingsfarben, Musik, Natur, Sport, Tiere, Träume, Vorbilder, Vorlieben, Wünsche Brainstorming -Hilfe Bereiche Hobbys Interessen Freizeit Lieblingsbeschäftigungen Lieblingsfarben Lieblingsessen Familie Freunde Tiere Berufswunsch Sport Musik Idole, Vorbilder Natur, Pflanzen, Blumen Ferienort,-land Träume,Wünsche Ich habe Freude an…

Bruno Richner

Das bin ich!

Projektkurs


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Schülerportfolio

Auftragsbeschreibung und Beurteilung Name, Vorname:

Datum:

BG/D/Portfolio

„Meine Welt“ Auftragsbeschreibung: Jeder Schüler zeichnet auf einem A4-Blatt farbig seine persönliche Bildwelt. Dazu wählt er aus jeder Sparte ein Beispiel und arrangiert diese zu einem Ganzen. Natürlich sollen bei all diesen Bildern nicht nur äussere, sondern auch innere Bilder berücksichtigt werden. Wir suchen mit folgenden Begriffen: Berufswelt, Blumen, Essen, Familie, Ferienland, Freizeit, Freund, Hobbys, Idole, Interessen, Lieblingsfarben, Musik, Natur, Sport, Tiere, Träume, Vorbilder, Vorlieben, Wünsche Als erstes wird das Blatt mit dem Fineliner gerahmt. Die Schüler zeichnen mit Bleistift ihre Gegenstände vor, welche sie im Brainstorming herausgefunden haben und achten dabei auf eine sinnvolle Blattkomposition. So entsteht ihre persönliche Bildlandschaft. Eventuell wird die Arbeit durch ein Passfoto ergänzt. Mit einem Fineliner werden die Konturen der Gegenstände nachgezogen. Alles wird mit Farbstiften koloriert.

Beurteilungskriterien

Punkte

Selbsteurteilung oder Fremdbeurteilung

1. Brainstorming-Grundlagen:

Vorübung

Lies den Lesetext auf dem Arbeitsblatt „Brainstorming-Hilfe“. Suche zu jedem Oberbegriff möglichst viele Begriffe, die auf dich zutreffen (zum Beispiel: Hobby-malen….)

2

2. Bleistiftgegenstände:

Hauptteil

Als erstes wird das Blatt mit dem Fineliner gerahmt ( 1 cm Abstand zum Blattrand). Zeichne mit Bleistift die Gegenstände vor. 3. Sinnvolle Blattkomposition:

4

Es entsteht eine persönliche Bildlandschaft. Die Gegenstände sind sinnvoll in die „Landschaft“ verteilt und integriert.

4

4. Blatt-Koloration und Nachziehen mit Fineliner: Koloriere sorgfältig und male mit Druck- schraffiere stets in verschiedene Richtungen. Ziehe die Gegenstände mit dem Fineliner sorgfältig nach. 5. Gesamtbild-Eindruck

4

4

Hilfsmittel:

A4 Blatt, Bleistift, Farbstifte, Fineliner, Arbeitsblatt: “ Brainstorming-Hilfe“

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Meine Welt: Ibrahim Prozess Als erstes wird das Blatt mit dem Fineliner gerahmt. Die Schüler zeichnen mit Bleistift ihre Gegenstände vor, welche sie im Brainstorming herausgefunden haben und achten dabei auf eine sinnvolle Blattkomposition. So entsteht ihre persönliche Bildlandschaft. Eventuell wird die Arbeit durch ein Passfoto ergänzt. Mit einem Fineliner werden die Konturen der Gegenstände nachgezogen. Alles wird mit Farbstiften koloriert. Reflexion Als Ratespiel kann man auf Grund des Bildes den Schüler erraten(Achtung: Passfoto abdecken!). Im Deutschunterricht entsteht eine Textarbeit zum Thema: „Ich stelle mich vor“ (vom Bild zum Wort). Am Schluss vergleichen wir die Arbeiten und jeder Schüler gibt Erklärungen ab. Die weiterführenden Arbeiten bringen die Schüler zu einer Art Weltbild, um sich darzustellen. Dabei beschäftigt sich der Schüler immer wieder mit sich und seiner Umgebung. Es handelt sich hier natürlich um eine Momentaufnahme zu folgenden Themen: Meine Welt, mein Idol, mein Berufswunsch, mein Traumberuf, meine Zukunft, mein Hobby, meine Schulsachen. Als Anwendung kann die gelernte Technik für Titelblätter in verschiedenen Fächern eingesetzt werden.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio 2. Meine Welt als Collage Die Schüler haben ihr eigenes Gesichtsprofil mit Bildern gefüllt. Die Schülersilhouetten lassen sich einfach im Hellraumprojektor-Licht an der Wandtafel nachziehen.

3. Mein Idol als Collage Hier gilt es, sein Idol in eine Art grafische Umgebung einzubetten, die aus geometrischen Farbflächen besteht. Am Schluss wiederholen wir die Umrissformen unseres Idols. 4. Meine Freunde Meine Freunde: Mit seiner Gesichtsschablone zeichnet jeder Schüler sein Profil an den Rand eines Blattes. Anschliessend fügt er noch die Silhouetten seiner Freundinnen und Freunde hinzu. Beim Ausmalen wählt jeder eine Grundfarbe, die er stufenweise nach rechts aufhellt.

Meine Freunde, Meine Freunde (Klassenarbeit)

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio 5. Meine Schulsachen Durch genaues Zeichnen oder Umfahren deiner Alltagsgegenstände stellst du ein exaktes schwarz - weiss Bild her. Gegenstände so auf dem Blatt gruppieren, dass sie sich schneiden und durchdringen(Bleistift). Anschliessend werden mit Fineliner und Filzstift die entstandenen Flächen abwechslungsweise ausgemalt.

Meine Schulsachen

6. Meine Titelblätter Die erlernte Technik der Bildgestaltung durch Einzelbilder kann mit der Zeit dazu führen, dass sie in allen Fächern zum Tragen kommt und eingesetzt werden kann. 7. Mein Gesicht

Jedes Gesicht ist anders. Augen, Nase, Mund, Ohren, Haare und die Gesichtsform machen uns unverwechselbar. Mit dem Aufkommen des Individualismus im 15.Jahrhundert wurde das Erforschen des eigenen Gesichts für viele Künstler zu einem wichtigen Thema. Die vielen Selbstporträts von Dürer, Rembrandt, van Gogh und Hodler zeigen uns die Unverwechselbarkeit trotz aller Veränderungen durch Stimmungen und das Lebensalter.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Gesicht zeigt den Schülern ihre Unverwechselbarkeit und lehrt sie, im eigenen und im Gesicht des Gegenüber Eigenheiten und Stimmungen wahrzunehmen. Kennen lernen des eigenen Gesichts. Details, die das Gesicht auszeichnen wahrnehmen und mit verschiedenen Verfahren darstellen. Charakteristisches in andern Gesichtern erkennen. Aufgabenstellung Viele Gesichter genau anschauen und Besonderheiten erkennen. Profile und Frontalansichten wahrnehmen und darstellen. Bei einer Reise durchs Gesicht Proportionen und Gesetzmässigkeiten kennen lernen. Vor dem Spiegel ein Selbstporträt malen. Die Schüler bringen Fotos von sich in verschiedenen Alterstufen (Profil- und Frontalaufnahmen)in den Unterricht. Wer erkennt diesen Säugling und warum? Was hat sich im Gesicht verändert? Die Unverwechselbarkeit des Gesichts wird besprochen und Kriterien erarbeitet. Um diese Fragestellung zu vertiefen sammelt die Klasse Gesichter ihrer Idole, Fotos aus Illustrierten und Zeitungen. Es stellen sich hier sofort Fragen wie: Was ist ein schönes Gesicht, warum ist ein Gesicht interessant, können wir an einem Gesicht das Alter ablesen (Kosmetikindustrie, Schönheitsoperationen).

Bildersammlung anlegen und aufhängen a. Schattenrisse In 2er Teams werden Schattenrisse gezeichnet. Dazu benötigen wir eine Lichtquelle ,Spot, Diaprojektor, weisses Papier und einen Bleistift. Das Profil wird anschliessend auf schwarzes Papier übertragen und ausgeschnitten. Soll das Profil vergrössert oder verzerrt werden, legen wir es auf den Hellraumprojektor und projizieren es auf ein Papier an der Wand.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Fries Schattenrisse der Klasse b. Rubin`sche Vasen Verdoppeln wir das Profil, können wir daraus sogenannte Rubin’sche Vasen entstehen lassen.

c. Frontalansicht Die Schüler begeben sich auf eine Reise durchs Gesicht. Vor dem Spiegel erkunden sie Augen, Nase, Mund und Gesamtform ihres Gesichtes. Sie achten besonders auf charakteristische Eigenheiten. Nun versuchen sie einzelne Elemente genau nachzuzeichnen (Auge, Mund, Nase). Die Resultate werden in der Klasse besprochen. Wem gehört welches Auge und warum. Um das Ganze zu veranschaulichen, können diese Arbeiten auch in Farbstift ausgeführt werden. d. Das Selbstporträt Mit den gewonnenen Erkenntnissen malen die Schüler nun vor dem Spiegel ihr Selbstporträt. Geeignet sind Gouache-Farben oder Ölkreide und gemalt wird auf ein A-3 Zeichenpapier.

Wir errichten im Zimmer eine „Ahnengalerie“. Sind die Dargestellten erkennbar und warum? Wie haben sich Künstler porträtiert? Verschiedene Reproduktionen von Selbstporträts

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio werden besprochen. Anhand dieser Bilder könnten auch fiktive Lebensläufe geschrieben und nachher mit den Realitäten verglichen werden. Oder die Schüler schreiben Steckbriefe und ordnen sie anschliessend gegenseitig den entsprechenden Personen zu. e. Gesichtscollage Aus den gesammelten Porträts aus Illustrierten werden einzelne Teile ausgeschnitten und neu kombiniert f. Porträtfotos Die Schüler fotografieren sich gegenseitig mit Digitalkameras. Sie achten auf die Beleuchtung des Gesichts, den Ausschnitt und den Hintergrund. Es sind auch inszenierte Porträtfotos denkbar: Eva als Filmstar, Ernst als Rennfahrer, Fritz als Hausmann, Eveline als Kaminfegerin. g. Gesichter ergänzen Die Schüler ergänzen Teile von vergrösserten Kopien aus Zeitschriften zu einem ganzen Gesicht.

h. Gesichter schminken Die Schüler schminken sich gegenseitig nach einem gegebenen Thema: Künstlerporträt, spezielle Charaktere, Filmfigur.

i.

Fotos schminken

Die Schüler bemalen schwarz-weiss Kopien von Gesichtern aus Zeitungen und Zeitschriften als Vorübung zum Schminken. Die „Umgebung“ wird mit schwarzer Tusche oder Malfarbe abgedeckt, um eine Art Maske zu formen.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio j. Drahtprofile Aus Draht mittlerer Stärke (0,8-1 mm Dicke) wird der Mitschüler porträtiert, oder es entsteht ein Portrait nach einer Profilfoto. k. Profilstreifen mit Gipsbinden Gipsbinden werden der Länge nach in Streifen von einem Zentimeter geschnitten, angefeuchtet und dem Partner über die Profillinie gelegt. (Mehrschichtig legen. Vorsicht: Nicht in Augen, Nasenlöcher und Mund schmieren. Betroffene Hautstellen vorher eincrèmen. Nach dem Trocknen werden die Streifen gelöst und aufgehängt, eventuell farbig bemalt. l.

Mein Gesicht: Fotoumsetzung

Portrait Norwin Vorlage, Portrait Norwin schwarz, Norwin, rot Schwarz - weiss Fotovorlagen (Automat) dienen zum Herstellen von grossen Gesichtspostern. Dabei werden die Fotos auf dem Fotokopierer so bearbeitet, dass die Schattierungen hervorgehoben werden. Daraus werden Folien gemacht mit denen man die Gesichter mit dem Hellraumprojektor auf ein weisses Blatt vergrössern kann (Bleistift, Fineliner, Filzstift, Plakatfarben). m. Zweimal links- zweimal rechts Ein Passfoto wird vergrössert zweimal auf eine Folie kopiert. Die Kopien werden deckungsgleich in der Mitte des Gesichts zerschnitten, je eine Hälfte gewendet und neu zusammengefügt, je zwei linke Hälften respektive rechte Hälften.

Ausgangsfoto

Bruno Richner

2xlinke Hälfte

2x rechte Hälfte

Projektkurs


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Schülerportfolio n. Selbstporträt räumlich Aus Ton wird ein vollplastisches Porträt modelliert. Anschliessend lässt man den Ton gut durchtrocknen. Die Köpfe können mit Accessoirs ergänzt werden (Brillen, Ohrringe, Haare). Ebenso ist eine Bemalung denkbar (naturalistisch, geschminkt oder verfremdet). Es ist vorteilhaft, die Köpfe leicht verkleinert zu modellieren und von unten im Hals ein Loch einzubauen. 8. Mein Name-meine Farben

Mein Name, Sandro, Norwin

Farben haben eine ganz besondere Wirkung auf uns. Gewisse Farbtöne behagen uns, andere lehnen wir ab. Je nach Stimmung und Alter wechseln unsere Vorlieben. Lieblingsfarben sind also Momentaufnahmen und kein allgemeingültiger Wert. Den Vornamen erhalten wir bei der Geburt, wir können nicht selber wählen, aber gewöhnen uns daran. Er wird ein Teil von uns. Es ist reizvoll den bleibenden Vornamen mit den momentanen Lieblingsfarbklängen in einer Gestaltung zu verbinden. Mode: welche Farben trage ich? Farbberatung, Farben in meinem Zimmer Die Schüler erleben bewusst ihre Farbenwelt. Sie spielen mit Farbklängen und setzen sie bewusst ein. Die Schüler lernen mit gegebenen Formen eine Fläche zu gestalten. Geeignete Alphabete, die klar und einfach sind, aus dem Computer - Schriften auswählen und in verschiedenen Grössen als Musterblätter kopieren.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Buchstabenvorlage Aufgabenstellung Lieblingsfarbklang und Vorname werden zu einer Komposition. Jeder Schüler sucht aus Farbpapieren seinen Lieblingsfarbklang wie auch eine Farbzusammenstellung, die ihm nicht behagt. Mit Musteralphabeten und dem Vornamen wird eine Gestaltung komponiert. Die gewählte Komposition wird im persönlichen Farbklang gemalt. Die Schüler wählen aus einer Farbpapierkiste ihren Lieblingsfarbklang aus. Ebenso stellen sie einen Farbklang zusammen, der ihnen nicht gefällt. Die Farbzahl wird je auf 5-6 beschränkt. Die Schüler stellen ihre Farbklänge vor und erläutern sie. Daraus entwickelt sich ein Gespräch über Kleiderfarben, Modediktat, Farben im Zimmer, Farben im Schulhaus. Die Farbpapierkiste Bei jeder Malarbeit bleibt gemischte Farbe übrig. Wir bemalen damit Zeichenpapiere und legen es in die Farbpapierkiste, ebenso sammeln wir Reste von Tonpapieren, farbige Kopiepapiere etc, so entsteht mit der Zeit ein Vorrat für Collagen und Farbübungen. Prozess Die Schüler gestalten mit den Buchstaben ihres Vornamens eine gegebene Fläche. Für die Formensprache greifen sie auf die Musteralphabete zurück, zeichnen die Buchstaben aber selber. Aus den verschiedenen Entwürfen wird der Beste ausgewählt und für die Weiterarbeit auf festes Zeichenpapier übertragen. Buchstabenkompositionen auf gleichen und verschiedenen Formaten. Besonders geeignet ist kariertes Papier.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Buchstaben und Zwischenräume werden mit dem gewählten Farbklang gemalt. Es ist darauf zu achten, dass die Wasserfarben deckend aufgetragen werden und die Flächen klar und sauber abgegrenzt werden. Nach dem Trocknen der Farben werden die Umrisslinien der Farbflächen mit Filzstift nachgezeichnet. Dadurch wird die Klarheit der Komposition gesteigert.

Mein Vorname, Jennifer

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Selina Reflexion Die Arbeiten werden ausgestellt und ihre Wirkung besprochen: Wie verschlüsselt ist der Name? Ergäben diese Buchstaben auch ein anderes Wort? Wie wirkt der Farbklang? Varianten Aus Zeitungen und Zeitschriften werden die Buchstaben ausgewählt und ausgeschnitten. Als farbige Hintergrundflächen eignen sich Tonzeichenpapiere oder selbst eingefärbte Papiere. Die eigenen Initialen werden entworfen, aus Farbpapieren ausgeschnitten und auf entsprechend passende Farbflächen geklebt. So können auch Farbkontraste (siehe Farbenlehre, Grundlagenband) visualisiert werden

Initiale BR , Doppel-N, BK Der Maler Robert Indiana und seine „Schriftbilder“ Indiana Robert, eigentlich Robert Clark, amerikanischer Maler und Objektmacher, geboren in New Castle (Indiana) 13.9.1928, nach verschiedenen Studien, unter anderem am Art Institut Chicago. Tätig in New York. Indiana zählt zu den Hauptvertretern der Pop Art. Bekannt geworden ist er hauptsächlich durch seine schablonierten Buchstaben und Ziffern mit einem plakathaften Farbauftrag, Hauptvertreter der Signalkunst in den USA. Wir betrachten die Bilder von Robert Indiana, eines Pop- Art-Künstlers der sich mit Buchstabenkompositionen auseinandergesetzt hat. Wir versuchen selber, Worte und Farben in Einklang zu bringen. Love ist rot, rosa; Wolke wird blau, grau, weiss; Frühling ist pastellfarben!? Eigene Unsetzung Die Schüler suchen eigene Stichworte und wählen für ihre Komposition die für sie typischen Farben. Die Komposition kann gemalt oder als Collage ausgeführt werden.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio 9. Meine Schuhe Der Schuh- das ist heute ein Alltagsgegenstand, über den wir uns nicht mehr viele Gedanken machen. Die wenigsten von uns wissen, dass Schuhe zu tragen einst ein Vorrecht der Götter und ihrer Lieblinge und Statthalter auf Erden war, oder dass die Meisten der noch heute gültigen Schuhformen schon in der klassischen Antike in ihrer Grundform entwickelt waren. Schuhe sind je nach Tätigkeit, Anlass oder Sozialgruppe verschieden (Bauernstiefel, Ballschuhe, Skischuhe, Wanderschuhe, High-Heels). Lernziele Wir sprechen über Schuhe und Mode. Welche Schuhe tragen die Kinder? Was für Schuhtypen gibt es? Welche Teile gehören zu einem Schuh? Absatz/ Absatzvorderseite/ Absatzlauffläche/ Gelenk/ Rahmen/ Sohle/ Vorderkappe/ Vorderblatt/ Innensohle/ Ausschnitt/ Fersenteil/ Hinterkappe Eigene Schuhe abzeichnen mit Bleistift und/ oder Farbstift. Über 100 Arbeitsschritte sind für die Herstellung eines Schuhs erforderlich. Aufgabenstellung Die Kinder zählen Schuhtypen auf: Von Bergschuhen bis zu Flip-Flops. Verschiedene Schuhtypen: Gummistiefel, Wanderschuhe, Halbschuhe, Winterstiefel, Moonboots, Schlittschuhe, Fussballschuhe,, Skischuhe, Hausschuhe, Turnschuhe, Kletterschuhe, Sandalen, Slipper, Pantoffeln, Überschuhe, Filzpantoffeln, Reitstiefel, Badeschuhe, Stöckelschuhe, Gartenschuhe, Nagelschuhe, Flop- Flops, Espadrilles, Sonntagsschuhe, Holzschuhe, Klompen, Zoggeli, Schnabelschuhe, Tigerfinkli, High- Heels, Sieben-Meilen-Stiefel, Ballschuhe, Ballettschuhe, Schnürschuhe, Schnallenschuhe, Pumps, Cowboy-Stiefel, Galoschen. Die Kinder bringen ihre Lieblingsschuhe in die Schule. Die Schuhe werden genau angeschaut, verglichen und die besonderen Merkmale notiert. Die Schülerinnen und Schüler zeichnen die Seitenansicht linear. Es ist denkbar, die Schuhe anschliessend die Schuhe mit Farbstift oder Bleistift flächig zu gestalten. Redensarten: „Neben den Schuhen stehen“.

„Er steht fest in seinen eigenen Schuhen“.

„Dem Freund den Schuh geben“.

„Ich möchte nicht in deinen Schuhen stecken“.

„Wissen, wo einem der Schuh drückt“. „Alle über einen Leisten schlagen“. „Sich die Schuhe ablaufen“.

„Die Schuhe an jemandem abwischen“. „Jemandem etwas in die Schuhe schieben. „Die Schuhe an den Nagel hängen“.

Bruno Richner

Projektkurs


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Sch端lerportfolio

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio 10. Mein Sport - meine Bewegungen

Handball/,Salto Einleitung Die menschliche Figur ist in der Kunst ein zentrales Thema. Gerade weil die Ansprüche, uns Menschen darzustellen, gross sind und die Resultate oft nicht befriedigen, wird das Thema Menschen zeichnen ab der Mittelstufe oft ausgeklammert. Durch geeignete Hilfsmittel und gute Aufgabenstellungen lassen sich diese Probleme aber lösen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema Mensch zu beschäftigen (sei es Porträt, Details, Modezeichnen), hier beschränken wir uns auf „Menschen in Bewegung.“ Herstellen einer Gliederpuppe Nach einer Kopiervorlage schneiden die Schüler die Einzelteile aus. Als Material eignet sich Halbkarton oder Registerplastik (übermalbar und abwaschbar). Als Gelenke eignen sich Druckknöpfe aus Metall, eingekürzte Musterklammern oder starker Faden. Je nach Gelenkmaterial werden die Löcher mit einer Lochzange, einer Nähnadel oder einem Kreuzschnitt gemacht.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Piktogramme und Kopien von Bewegungsabläufen aus diversen Sportarten Lernziele Mit Hilfe von Gliederpuppen, Bildmaterial und Anschauung am eigenen Körper lernen die Kinder die Proportionen der menschlichen Figur kennen(Umrisse, Schattenbilder und Silhouette). Sie lernen, verschiedene Körperstellungen, Handlungen und Bewegungsabläufe darzustellen. Sie lernen verschiedene Verfahren kennen. Aufgabenstellung Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre eigenen Proportionen kennen. Im Schattenspiel werden Körperstellungen und Bewegungen erraten, analysiert und skizziert. Eine Gliederpuppe wird hergestellt. Mit Hilfe der Gliederpuppe werden Bewegungen und Bewegungsabläufe dargestellt. Einstieg Wir inszenieren ein Schattentheater in kurzen Szenen. Gruppenweise werden Kurzsequenzen ausgedacht und den anderen vorgeführt. Diese erraten das Dargestellte, analysieren die Bewegungen und skizzieren die Szene. Prozess In Zweiergruppen erarbeiten die Schülerinnen und Schüler die Proportionen des menschlichen Körpers. Sie vermessen Fotos, vergleichen mit sich selber und erstellen ein „ideales“ Proportionsschema. Die Resultate werden besprochen, relativiert und gedeutet (Embryonalstellung, Ellbogenhöhe-Taille, Oberschenkel – Unterschenkel und Fuss zu Körper, ausgestreckte Arme zu Körperlänge, Kopfhöhe zu Gesamthöhe). Nun wird eine Gliederpuppe hergestellt. Damit werden Einzelstellungen oder Bewegungsabläufe nachgezeichnet, abgezeichnet und ausgeführt. Verschiedene Darstellungsmöglichkeiten: Mit einem Pinsel und Wasserfarbe nach der Gliederpuppe ohne Vorzuzeichnen direkt malen. Mit Fineliner die Figuren kritzelnd von innen nach aussen zeichnen. Umrissfiguren als Bewegungsabläufe der Gliederpuppe nachfahren.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Fussball, Purzelbaum

Weitsprung Gestaltungsmöglichkeiten mit Schattenrissen: -

Schattenrisse von Schülerinnen und Schülern werden mit feuchtem Schwamm an der Wandtafel festgehalten.

-

Bei Sonnenschein auf dem Pausenplatz werden Schattenrisse mit Kreide am Boden festgehalten. Es gibt spannende Verkürzungen.

-

Auf einer Schneefläche die Schatten der Kinder mit einem Stock umfahren und die Innenform mit Kieseln belegen oder mit Sägemehl, Asche.

Aus Modezeitschriften und Katalogen schneiden wir Figuren aus und legen damit eine Sammlung an. Ausgewählte Figuren werden sorgfältig ausgeschnitten, zu interessanten Gruppen zusammengestellt und mit Stecknadeln auf einem Zeichenpapier fixiert. Als Unterlage dient Weichpavatex, Styropor oder Karton. Anschliessend wird das Blatt mit einem Spritzverfahren (siehe Grundlagenband, Verfahren und Material) eingefärbt. So entstehen zwei Werke: Einerseits ein Blatt mit den Schattenrissen der Figuren als Negativ, anderseits die Figuren selber, leicht eingespritzt als Positiv.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio

Menschen in Bewegung Reflexion Am Schluss wird eine Ausstellung „Menschen in Bewegung“ zusammengestellt. Die vergänglichen Arbeiten wurden fotografisch festgehalten, der Prozess dazu dokumentiert.

Bruno Richner

Projektkurs


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Schülerportfolio Literaturangaben

Buch

Barbara von Raben

Buch

Urs Eisenbart, Beat Schelbert, Esther Stokar

Stärken entdecken-erfassen-entwickeln

Schulverlag plus

Buch

Antje Bostelmann

Das Portfolio-Konzept

Verlag an der Ruhr

Buch

Felix Winter

Portfolio im Unterricht 13 Unterrichtseinheiten

Klett

Buch

Autorenteam

Projekte begleiten- Gruppenprojekte und individuelle Arbeiten auf der Sekundarstufe

Schulverlag plus

Buch

Autorenteam

bildÖffner 2 Bildnerisches Gestalten

Schulverlag

DVD

Delius Klasing

Internet

Bruno Richner

Portfolios in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte

Craft Bike Transalp 2011

Verlag an der Ruhr

Delius Klasing

Unzählige Informationen aus verschiedensten Quellen!

Projektkurs

Pertfolioarbeit  

Lernen, wie man Portfolioarbeit an einer Schule durchführen kann.

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