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AUSGABE 01 || März 2005

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Das Magazin für Technik und Management

Wir suchen Spezialisten aus folgenden Bereichen:

specialists | projects | management

Das Magazin für Technik und Management

AUSGABE 01 || März 2005

Das Magazin für Technik und Management

die suche nach dem richtigen nachfolger Strategische Nachfolgeplanung als unternehmerischer Erfolgsfaktor

DRUCK VON OBEN EU-Richtlinien setzen die Elektroindustrie unter Druck

das unbekannte genie Maurice Koechlin – der wahre Vater des Eiffelturms

die suche nach dem richtigen nachfolger ÜBERZEUGT?

Strategische Nachfolgeplanung als unternehmerischer Erfolgsfaktor

JA, „Der Spezialist“ hat mich überzeugt! Deshalb möchte ich Ihr Magazin weiterempfehlen. Bitte nehmen Sie die auf der Rückseite aufgeführte Person in Ihren Verteiler auf.

DRUCK VON OBEN EU-Richtlinien setzen die Elektroindustrie unter Druck

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das unbekannte genie Maurice Koechlin – der wahre Vater des Eiffelturms

Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Anregungen! Ihr Redaktionsteam „Der Spezialist“

BRU037 RZ Mag_Umschl_VS_NEU 1

28.02.2005, 16:05:57 Uhr


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UNSERE FIRMENADRESSE Bitte freimachen, falls Marke zur Hand.

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Redaktion „Der Spezialist“ Brunel GmbH

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Redaktion „Der Spezialist“ Brunel GmbH Birkenstraße 15 28195 Bremen redaktion@derspezialist.de www.derspezialist.de

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VERANTWORTLICHER REDAKTEUR (V. I. S. D. P.)

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Carsten Siebeneich, Geschäftsführer Brunel GmbH

„UNSER SPEZIALIST“ HANS-GEORG MANSHUSEN Ideen kommen und gehen, entstehen und werden wieder verworfen – nur einige wenige werden irgendwann Wirklichkeit. Tagtäglich zerbrechen sich Spezialisten von Brunel wie Hans-Georg Manshusen, Elektrotechnikingenieur mit Schwerpunkt Energietechnik, den Kopf für unsere Zukunft. Diese Menschen sind es, die das Bekannte hinter sich lassen und Neuland betreten – nicht nur aus Ehrgeiz, sondern weil die Zeit reif dafür ist.

REDAKTION

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GfG / Gruppe für Gestaltung GmbH

FOTOGRAFIE (COPYRIGHTS) Airbus Deutschland GmbH (Bild-Nr.: 11 – 13) Corbis (Bild-Nr.: 21 – 24), DPA (BildNr.: 18), Michael Dreyer (Bild-Nr.: 14 – 17), Getty Images (Bild-Nr.: 20, Seite 33), IBM Deutschland GmbH (Seite 32), Michael Jungblut (Bild-Nr.: 05 – 08), Tom Kleiner (Titel, Seite 03, Bild-Nr.: 01, 09, 10), LeibnizGemeinschaft (Bild-Nr.: 25), Leibniz-Institut IFW Dresden (Seite 32), Frank Pusch (Bild-Nr.: 02 – 04), Werner Schuering (Bild-Nr.: 26)

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Grenzen stehen vielfach im Weg, besonders beim Denken. Was die Welt und die Wirtschaft aber dringend benötigen, sind neue Ideen und ein Denken jenseits fester Schemata. Erweitern Sie Ihre Möglichkeiten! Mit unseren hoch qualifizierten Ingenieuren, Technikern und Informatikern geben wir Ihnen die Freiheit, heute die Weichen für Ihre Zukunft zu stellen. Bringen Sie Ihr Unternehmen voran.

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Druckerei Girzig + Gottschalk GmbH

ERSCHEINUNGSWEISE 3 Ausgaben / Jahr

Internationaler Dienstleister für Technik und Management Brunel GmbH World Trade Center

BRU037 RZ Magazin_Umschlag 2

Birkenstr. 15 28195 Bremen

Tel.: 0421 / 1 69 41 - 0 contact@brunel.de 24.02.2005, 16:13:27 Uhr


editorial

Der Spezialist

AUSGABE 01 || März 2005

Liebe Leserin, lieber Leser, Hintergrundberichte, Neuigkeiten, Wissenswertes und Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten – das erwartet Sie in unserem dreimal jährlich erscheinenden Magazin „Der Spezialist“. Aus unserem bisherigen Newsletter ist also eine Zeitschrift geworden, die sich mit Themen rund um Technologie und Management beschäftigt und diese anschaulich und unterhaltsam aufbereitet. Warum bringt Brunel als Dienstleister für Technik und Management ein eigenes Magazin heraus? Weil wir, genau wie Sie, in vielfältigen und spannenden Branchen arbeiten, in denen es jede Menge Berichtenswertes gibt. Und weil diese Branchen von Menschen leben, die Großes schaffen und viel zu erzählen haben. Außerdem sehen wir es als Teil unseres Service an, dass auch Sie von Brunel als Know-how-Manager und Netzwerk profitieren. Was erwartet Sie in der ersten Ausgabe? Unser Titelthema dreht sich um die Unternehmensnachfolge. Wie lassen sich Risiken vermeiden und Chancen nutzen? Außerdem berichten wir in der Rubrik History über den wahren Konstrukteur des Eiffelturms, wir stellen Ihnen ein Brunel-Projekt in Vietnam vor und sprechen mit dem ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel über sein neues Buch. Das sind nur Beispiele. Lassen Sie sich von unserem neuen Magazin „Der Spezialist“ überraschen und sagen Sie uns Ihre Meinung: Unter leserforum@derspezialist.de freuen wir uns auf Ihr Feedback.

Mit herzlichen Grüßen

Geschäftsführer Brunel GmbH

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 3

03

24.02.2005, 16:54:03 Uhr


kurz notiert

die affinität zum tüfteln in der kinderzeit … … wird oft im Erwachsenenalter fortgeführt, indem die Leidenschaft zum Beruf gemacht wird. Somit stellt sich die Frage: Woran und womit haben Ingenieure in ihrer Kinderzeit gebastelt? Aufschluss darüber gibt die folgende Grafik:

DIE TÜFTELKINDER Man merkt schnell, dass die heutige Generation der Ingenieure im Computerzeitalter aufgewachsen ist. 70 % aller Jungkonstrukteure frönten dem virtuellen Hobby. Ingenieure

70 % 69 %

Computerspiele Werken

56 % 70 %

mit Holz Lesen technischer

56 % 70 %

Bücher Technische

55 %

Reparaturen

45 %

Innenleben von

40 % 45 %

Naturwissenschaftler

Geräten erforschen

34 % 39 %

Modellbahn Arbeiten mit Metall

26 % 12 % 24 %

Mikroskop

40 % 22 %

Chemiebaukasten

49 %

Elektronische

22 % 28 %

Schaltungen Fernrohr

10 % 17 %

Quelle: Akademie für Technikfolgenabschätzung

04

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 4

24.02.2005, 16:54:11 Uhr


inhalt

inhalt

Der Spezialist

AUSGABE 01 || März 2005

Seite

07

querdenken:

DIE ANDERE WM

Bremer Informatiker im Mittelpunkt des RoboCup 2006 Seite

11

im gespräch:

WER FOLGT DEM INHABER?

Prof. Dr. M. Hülsmann im Interview zum Thema Unternehmensnachfolge

› seite 11 Nachfolgeplanung ist eine strategische Managementaufgabe

Seite

15

IM FOKUS:

MANAGEMENT SUPPORT DURCH BRUNEL EXCELLENCE

Brunel erweitert sein Dienstleistungsangebot im Bereich Management Seite

17

mitarbeiter und karriere:

FLEXIBILITÄT ALS LEBENSMAXIME

Die Brunel-Spezialistin Dipl.-Ing. Gudrun Fuchs im Porträt Seite

21

TECHNISCHE PROJEKTE:

K ARAMELLEN FÜR VIETNAM

Dipl.-Ing. Michael Dreyer zu seinem Inbetriebnahmeprojekt in Hanoi Seite

24

TECHNISCHE PROJEKTE:

DIE BLEIFREIE ZUKUNFT DER ELEKTRONIK

Die Verbannung von Gefahrenstoffen aus Elektrogeräten verändert den Markt

› seite 24

Seite

29

WEEE und RoHS – wer nutzt die neuen Richtlinien als Chance?

History:

DER ERFINDER DES EIFFELTURMS

Ein Blick auf den eigentlichen Konstrukteur des 300-Meter-Turmes Seite

33

ansichtssache:

DIE KRAFT DES NEUBEGINNS

Hans-Olaf Henkel im Interview zu den Chancen Deutschlands

› seite 29

Seite

36

aus den branchen

Seite

38

panorama

Seite

40

Termine

Seite

41

impressum

Maurice Koechlin – seine Konstruktionen machten Eiffel weltberühmt

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 5

05

24.02.2005, 16:54:12 Uhr


› 01 BRU037 RZ Magazin_Inhalt 6

24.02.2005, 16:54:37 Uhr


querdenken

Die andere Wm: RoboCup 2006 in Bremen Informatiker der Universität Bremen forschen erfolgreich mit spielerischen Mitteln auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz. TEXT › Corinna Laubach

Im technikbegeisterten Japan verfolgen bis zu

ganzen Welt werden in Bremen zu den Weltmeis-

150.000 Zuschauer die Spiele im Roboterfuß-

terschaften erwartet. Neben den Spielen wird der

ball. Vierbeinige Sony-Hunde, Small-Size- und

RoboCup von Fachkonferenzen wie der ACTUATOR

Middle-Size-Roboter

Humanoide,

und der Deutschen KI (Künstliche Intelligenz) und

menschengleiche Roboter, wetteifern während

sowie

erste

Fachsymposien begleitet. Das TZI und die HVG

des so genannten RoboCup um Punkte und Siege.

(Hanseatische Veranstaltungs GmbH) als Veran-

Bremen spielt in dieser Liga ganz oben mit und

stalter möchten darüber hinaus die erwarteten

holte sich im deutschen Team in diesem Jahr bei

20.000 – 40.000 Zuschauer bei den Wettbewerben

den Weltmeisterschaften in Portugal den Titel

vor allem durch „Hightech par excellence“ be-

in der Kategorie der Sony Four Legged League.

geistern. Zudem hoffen die Wissenschaftler über

Im Juni 2006 hofft die Universität Bremen bei

die spielenden Roboter Berührungsängste mit

den zehnten Weltmeisterschaften nicht nur auf

neuen Technologien abbauen zu helfen. Über

einen erneuten Titel, sondern auch auf ein reges

große Leinwände werden die kickenden Roboter

Zuschauerinteresse. Die Hansestadt ist Austra-

verfolgt und die Zuschauer bekommen über extra

gungsort des RoboCup. „Für zehn Tage ist Bremen

vorbereitete Vorträge eine Vorstellung davon, was

› 01

der Mittelpunkt der internationalen Robotikfor-

beispielsweise der Roboterhund gerade sieht und

schung“, betont Priv.-Doz. Dr. Ubbo Visser, Infor-

wie schwierig es ist, geeignete Aktionen für das

Ein Roboter der F-180-Liga, entwickelt vom Team B-Smart der Universität Bremen, auf „heiligem Rasen“ im Bremer Weserstadion. Roboter dieser Liga dürfen einen Durchmesser von 180 mm nicht überschreiten – daher die Bezeichnung F-180.

matiker am Technologie Zentrum Informatik (TZI)

Spiel daraus abzuleiten. „Beim Thema Fußball hat

der Universität Bremen und zugleich Vorsitzender

jeder eine Vorstellung, während ein humanoider

des Organisationskomitees für den RoboCup 2006,

Assistent im Krankenhaus oder ein selbsttätiger

die Wichtigkeit, diesen Zuschlag als erster deut-

Staubsauger zum Teil noch befremdliche Gefühle

scher Austragungsort erhalten zu haben.

hervorrufen“, sagt Visser. Das Fußballspiel dient als klar definiertes Feld für Forschungsanwen-

BEIM ROBOCUP WIRD FORSCHUNGSARBEIT UNTERHALTSAM UND FÜR JEDEN ZUGÄNGLICH PRÄSENTIERT

dungen, die indes weit über den spielerischen Charakter hinausgehen. Im Fußballfeld erforschen die Informatiker derzeit so die Wahrnehmung und Orientierung von

„Während des RoboCup bieten wir allen an Technik

Robotern in einem deutlich abgegrenzten Feld.

und Zukunftstechnologien Interessierten hohe

Diese Fähigkeiten werden beim Menschen teil-

Wissenschaft zum Anfassen“, verdeutlicht Visser.

weise vom Unterbewusstsein gesteuert und sind

Rund 2.500 Wissenschaftler und Schüler aus der

deshalb interessant. Mit seiner Forschung hat das

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 7

07

24.02.2005, 16:54:55 Uhr


› 02 Bremer TZI bereits Schwerpunkte in den Berei-

haben die Bremer bereits für die Ausarbeitung

chen Situationserkennung und Gegnerintention

eines Verfahrens zur automatischen Erkennung

sowie Selbstlokalisation und Navigation gesetzt.

von einfachen und komplexen Spielsituationen

› 02

Bildverarbeitung, Low-Level-Verhaltenssteuerung

den „Scientific Challenge Award“ im Rahmen

„RoboCupper“ beim Setup der Roboter in der Small-Size League (F-180).

sowie schnelles Laufen speziell in der Sony-Four-

des RoboCup-Symposiums erhalten. Ein wis-

› 03 Mitarbeiter von Teams aus der Middle-Size League verfolgen die „Weltsicht“ ihrer Roboter auf dem Bildschirm – eingreifen dürfen sie nicht.

Legged-Liga gehören ebenso zu den Aufgaben,

senschaftlicher Titel, der die Bremer in ihren

die gelöst werden müssen. Zudem haben die Wis-

Ansätzen bestätigt. Bislang existiert dieses Ver-

senschaftler ein Simulationssystem, „SimRobot“,

fahren ausschließlich in Papierform sowie als

entwickelt.

Prototyp, doch Visser und seine drei Mitarbeiter

DIE VISION: VOM FUSSBALLROBOTER ZUM EINSATZ IM STRASSENVERKEHR UND IN DER KREBSFORSCHUNG

schen Forschungsgemeinschaft (DFG) setzen dar-

Die große Herausforderung, so Visser, sei die

Krebsforschung (z. B. zur Zellverfolgung) oder

im Schwerpunktprogramm „RoboCup“ der Deutauf, in den kommenden zwei Jahren anhand von Experimenten messbare Ergebnisse vorweisen zu können, die dann beispielsweise auch in der

08

dynamische Umsetzung von Spielsituationen in

im Straßenverkehr (z. B. bei der Erkennung von

Echtzeit. „Im Wesentlichen geht es hierbei auch

Gefahrensituationen) eingesetzt werden könnten.

um das eigenständige Erkennen von Gegnern“,

Für insgesamt sechs Jahre hat die DFG Mittel

beschreibt der Informatiker. Im vergangenen Jahr

für die Schwerpunktforschung bewilligt, derzeit

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 8

24.02.2005, 16:55:06 Uhr


querdenken

sind die Forscher, ausschließlich Informatiker, in ihrem vierten Jahr angelangt. Momentan arbeiten Visser und sein Team mit großen Schritten am Erkennen von Gegnern, indem die Roboter auf Fallen – in diesem Fall die Abseitsfalle – trainiert werden. „Bis 2006 werden einige Roboter dieses Problem automatisch erkennen und lösen können.“ Rund 4.000 Forscher weltweit beschäftigen sich nach Angaben Vissers mit dem Thema Robotik und künstliche Intelligenz im Rahmen

› 04

des RoboCup. Deutschland zählt zu den „leading countries“, gemeinsam mit den USA, Japan, Australien und dem Iran. Auch die Bremer Forscher sind in diesem Feld gut aufgestellt. „Wir brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen“,

den Süden.“ Sowohl an der Hochschule Bremen

› 04

sagt Visser. Am TZI wird auf wissenschaftlich

als auch an der Universität und der International

Ein Prototyp eines Roboters aus der Middle-Size League beim Transport.

hohem Niveau geforscht. Mit der Vergabe der

University Bremen habe man mittlerweile Pro-

Weltmeisterschaften nach Bremen erhofft sich

fessuren für Robotik, so dass sich nach Vissers

Visser zudem auch eine Impulssetzung. „Uns fehlt

Vorstellungen Bremen als geeigneter Forschungs-

ein Technologiestandort im Norden, die Robotik-

standort für die Fortentwicklung der Robotik und

Forschung in Deutschland konzentriert sich mit

der künstlichen Intelligenz anbietet. „Die bislang

Karlsruhe, Stuttgart und München zu sehr auf

gewonnenen Titel bedeuten zwar viel Ruhm und Ehre für die Forschungsarbeit“, unterstreicht Visser, hebt aber zugleich deutlich hervor: „Es wäre schön, wenn wir damit auch Effekte auf die regionale Industrie erzielen könnten.“ In Deutschland und Europa gehe es bislang überwiegend um Industrierobotik, die autonomen Roboter fristen noch das Dasein der Science-Fiction. Ganz anders in Japan. Hier ist die Science-Fiction bereits Teil der Realität geworden. www.robocup.org, www.robocup2006.org

BREMEN: STADT DER WISSENSCHAFT 2005 Als Wunder an der Weser bezeichnete DIE ZEIT im Frühjahr 2004 in einem groß aufgemachten Artikel den erstaunlichen Aufstieg des Wissenschaftsstandorts Bremen und Bremerhaven. Einer der Gründe: die Offenheit der Forschung gegenüber der Gesellschaft. Denn seit Jahren gibt es in beiden Städten einen intensiven Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Kein Wunder also, dass Bremen und Bremerhaven die Ausschreibung zur Stadt der Wissenschaft 2005 gewonnen haben. Nähere Informationen zum Programm: www.stadtderwissenschaft-2005.de

› 03 der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 9

09

24.02.2005, 16:55:17 Uhr


› 05 BRU037 RZ Magazin_Inhalt 10

24.02.2005, 16:55:31 Uhr


im gespräch

wer folgt dem inhaber? Der Verkauf an einen Konkurrenten wird von Familienbetrieben meist nicht als wünschenswerte Lösung betrachtet, die Gründung einer Familienholding oder der Besitzübergang in eine Stiftung stellen eher exotische Ausnahmen dar – Prof. Dr. Michael Hülsmann, Wirtschaftswissenschaftler und Strategieexperte an der Universität Bremen, im Interview mit „Der Spezialist“. INTERVIEW › Dr. Marc Förster FOTOS › Michael Jungblut

Die Generation der Firmengründer kommt in

Unternehmer fällt es leicht, das aufzugeben – sein

die Jahre. Für inhabergeführte Unternehmen

Lebenswerk in andere, vielleicht sogar familien-

sind Überlegungen zum Wechsel an der Unter-

fremde Hände weiterzureichen.

nehmensspitze von strategischer Bedeutung. Eine rechtzeitige und überlegte Nachfolgeregelung sichert den Fortbestand des Unternehmens und damit auch Einkommen und Arbeitsplätze für die

UNTERNEHMENSNACHFOLGE VORAUSSCHAUEND ANZUGEHEN, VERLANGT REFLEXIONSVERMÖGEN

Mitarbeiter. Um sein Lebenswerk zu sichern, muss sich jeder verantwortungsvolle Unternehmer die

Das Zögern der Inhaber ist verständlich, denn

Frage stellen, was mit seinem Betrieb passiert,

der Wechsel bedeutet zumeist das eigene Ende

› 05

wenn er ausscheidet.

in der Unternehmensführung. Die Fähigkeit, hier-

Der Spezialist: Herr Professor Hülsmann, Unter-

Reflexionsvermögen über die eigene Lebenskon-

Prof. Dr. Michael Hülsmann war für zahlreiche Firmen in Industrie und Beratung tätig und forscht und lehrt heute an der Universität Bremen zu den Schwerpunkten strategisches Management, Krisen- und Changemanagement sowie Organisation in der Logistik. Neben seiner akademischen Arbeit berät Professor Hülsmann auch Unternehmen zu Themen der Strategiefindung und -realisierung, des Dienstleistungsmarketings und der betriebswirtschaftlichen Kompetenzentwicklung.

mit vorausschauend umzugehen, verlangt viel nehmensnachfolge wird fast ausschließlich mit

zeption und noch mehr Souveränität im Umgang

der Weitergabe innerhalb der Familie oder dem

mit den persönlichen Perspektiven.

Verkauf eines Unternehmens aus Altersgründen verbunden. Aber auch bei einem plötzlichen Aus-

Der Spezialist: Nach einer Untersuchung des

scheiden durch Unfall oder Krankheit stellt sich

Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn wer-

diese Frage. Ein unternehmerisches Lebenswerk

den nicht einmal die Hälfte aller Familienunter-

ist ohne saubere Nachfolgeregelung nicht wirk-

nehmen, nämlich nur 43,6 %, aus Altersgründen

lich vollendet. Überhastete Lösungen gefährden

übertragen. 56,4 % der Nachfolgen resultieren aus

persönliches Vermögen ebenso wie die Arbeits-

plötzlicher Krankheit, Unfällen, Familienstreitig-

plätze der Mitarbeiter. Woran liegt es, dass sich

keiten oder Ehescheidungen. Nehmen wir den

Unternehmer mit rechtzeitigen Bemühungen um

plötzlichen Unfall eines Firmengründers. Wel-

eine Nachfolgeregelung so schwer tun?

ches sind die Probleme, die dem Unternehmen drohen?

Prof. Dr. Hülsmann: Der Inhaber hat über die Jahre, die er das Unternehmen gelenkt hat, zahl-

Prof. Dr. Hülsmann: Ein Unternehmen, das seine

reiche Herausforderungen gemeistert. Er hat

Topführung plötzlich verliert, ist wie ein Schiff,

Werte und Arbeitsplätze geschaffen. Er hat seine

bei dem der Kapitän überraschend nicht mehr auf

Idee gegen alle Widerstände realisiert. Keinem

der Brücke steht. Vom Smutje über den Maschi-

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 11

11

24.02.2005, 16:55:47 Uhr


im gespräch

nisten bis zum Funker weiß zwar jeder um seine

vorbereitet ist; wie gut der neue Mann – respek-

Funktion und was er zu tun hat. Aber die klare

tive die neue Frau – sich in Produkte, Markt und

Kursvorgabe, die Erfahrung mit den Untiefen,

Unternehmen einfindet; wie überzeugend er oder

die umfassende, intime Kenntnis, wie sich das

sie sich im Umgang mit Mitarbeitern, Kunden,

Schiff führen lässt – all dies fehlt. Damit steigt

Kapitalgebern und Lieferanten als neue, starke

die Unsicherheit der Mannschaft. Das bewährte

Führung positioniert.

Zusammenspiel gerät aus dem Takt. Die Besten verlassen zuerst das Schiff. So kommt es dann in

Der Spezialist: In den kommenden fünf Jahren

unruhiges Gewässer, aus dem ein neuer Kapitän

steht bei ca. 350.000 mittelständischen Unter-

es wieder herausführen muss. Dieser kennt oft

nehmen der Wechsel in der Unternehmensfüh-

weder Schiff noch Mannschaft.

rung an. Experten rechnen damit, dass weniger als 50 Prozent dieser Unternehmen innerhalb der

EIN UNTERNEHMEN AUS UNSICHERHEITEN HERAUSZUFÜHREN, IST AUCH EINE CHARISMATISCHE AUFGABE

Familie übertragen werden.

Er braucht die Erfahrung, die Kenntnisse und die

wert ein. Da jedoch unternehmerisches Talent

Prof. Dr. Hülsmann: Die Übergabe innerhalb der Familie nimmt immer noch einen hohen Stellen-

Kooperation derjenigen, die schon länger dabei

nicht vererbt wird, sich zudem die Kinder oftmals

sind – eine Situation, die schnell dazu führen

auch beruflich vom elterlichen Betrieb weg orien-

kann, dass der neue Mann am Ruder die Autorität

tieren, müssen auch alternative Modelle geprüft

über Schiff und Kurs nicht gewinnt. Der Erfolg

werden: Dazu zählen etwa der komplette oder

beim Wechsel in der Führungsmannschaft ist

schrittweise Verkauf an Führungskräfte aus dem

immer daran geknüpft, wie gut der Übergang

eigenen Betrieb, das so genannte ManagementBuy-out oder der Verkauf an Betriebsfremde, das Management-Buy-in. Der Verkauf an einen unter-

› o6

nehmerischen Konkurrenten wird von Familien-

Planung, Kommunikation und Controlling sind zentrale Ansatzpunkte einer effektiven Nachfolgeregelung.

betrieben meist als Notlösung betrachtet. Auch die Gründung einer Familienholding oder der Besitzübergang in eine Stiftung stellen nur noch Ausnahmen dar. Der Erfolg der Nachfolgemodelle hängt jedoch davon ab, wie der Weg für den Nachfolgenden bereitet ist. Der Spezialist: Die Unternehmen sollten also für einen solchen Fall gewappnet sein. Was empfehlen Sie als Strategieexperte? Prof. Dr. Hülsmann: Drei zentrale Schlüssel: Planung, Kommunikation, Controlling. Unternehmen sollten zu jedem Zeitpunkt darauf vorbereitet

› 06

sein, dass ein Austausch in wichtigen Führungspositionen notwendig wird – nicht erst dann, wenn der Inhaber zum Senior geworden ist. Das

12

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 12

24.02.2005, 16:56:07 Uhr


› 07 bedarf der Planung. Wer kann als Ersatzmann –

unverzüglich und umfassend auch allen anderen

auch interimsweise oder von extern – einsprin-

im Unternehmen und den Geschäftspartnern

gen? Wie kann ein Nachfolger systematisch auf-

bekannt zu geben. Diese proaktive Kommunika-

gebaut und bei allen zentralen Entscheidungen

tion schafft Vertrauen und Sicherheit. Zeigt sie

› o7

von Anfang an mit eingebunden werden? Welche

doch, dass das Unternehmen gezielt und profes-

Informationen müssen an wen weitergegeben

sionell den Austausch vollzieht. Die dritte Basis

2005 werden rund die Hälfte der von einer Nachfolgeregelung betroffenen Unternehmen an Familienmitglieder übertragen, fast jeder fünfte Betrieb wird von extern akquirierten Führungskräften geleitet.

werden? Dazu ist ein dezidierter Nachfolgeplan

für den Erfolg der neuen Führung ist – neben

erforderlich, der bereits vorher den wichtigsten

passender Persönlichkeit, geeigneter Qualifika-

Personen (auch ggf. gegenüber unternehmens-

tion und vorausschauender Vorbereitung – vor

externen Playern wie Banken) kommuniziert wird.

allem ein leistungsfähiges Controlling. Werden

Tritt der (plötzliche) Wechsel ein, ist dieser Plan

alle Informationen über das Unternehmensgeschehen vollständig und dauerhaft kontinuierlich

› o8

erfasst, intelligent analysiert und führungsorien-

In Deutschland stehen jedes Jahr 70.000 familiengeführte Betriebe zur Übergabe bereit. Eine rechtzeitige Weichenstellung ist ratsam.

tiert aufbereitet, verfügt das neue Management über eine effiziente Entscheidungsgrundlage, die das Erfahrungswissen, die Intuition und das Führungsvermögen des vormaligen Inhabers zu ersetzen, ggf. sogar zu übertreffen vermag. Der Spezialist: Herr Professor Hülsmann, haben Sie abschließend vielen Dank für das freundliche

› 08

Gespräch. Prof. Dr. Hülsmann: Danke.

der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 13

13

24.02.2005, 16:56:27 Uhr


› 09 BRU037 RZ Magazin_Inhalt 14

24.02.2005, 16:57:09 Uhr


im fokus

Management Support durch Brunel Excellence Auf neuen Wegen – Brunel erweitert mit dem Geschäftsbereich Brunel Excellence sein Dienstleistungsportfolio im Bereich ganzheitlicher Personallösungen, Interim Management und umsetzungsorientierter Beratung. TEXT › Dr. Marc Förster FOTO › Tom Kleiner

Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfordern von

Die

technologieorientierten Unternehmen stets neue und inno-

source Solutions, Interim Manage-

vative Lösungen sowohl im Corporate Development als auch

ment und Management Consulting

im Market und Business Development, um im internationalen

zielen genau auf Dienstleistungs-

Wettbewerb bestehen zu können. Beispiele gibt es in der täg-

angebote für Veränderungsprozesse

lichen Praxis genug: Ein mittelständisches Maschinenbauun-

ab, die die gesamte Wertschöpfungs-

Geschäftsfelder

Human

Re-

ternehmen möchte seine Vertriebsstrukturen für eine Region

kette von der Beratung über die

neu strukturieren und optimieren, so dass die Kunden flexibler

Realisierung bis hin zur weiteren

beliefert werden können; ein dezentralisierter Konzern führt

Begleitung abdecken. „Wir bezeich-

unternehmensweit eine neue Technologie ein, um die Pro-

nen unseren Service auch als umset-

duktionseffizienz zu steigern, oder Anbieter von IT-basierten

zende Beratung“, erläutert Holger

Finanzdienstleistungen arbeiten an der Erschließung auslän-

Küster, der gemeinsam mit seinem

discher Märkte.

Kollegen Maciej Mazurowicz Brunel Excellence leitet.

DIENSTLEISTUNGSANGEBOT SCHLIESST SERVICELÜCKE IM BEREICH MANAGEMENT SUPPORT

„Veränderungsprozesse initiieren, Lösungen konzipieren, Planungen realisieren und die Implementie-

Solch komplexe Organisationsanpassungen bzw. die Entwick-

rung begleiten, so sehen die zen-

lung von Geschäftsoptionen erfordern stets den Einsatz

tralen Aufgaben unseres Teams

erfahrener Experten. Während die Konzeption von Lösungen

aus.“ Dabei setzt Brunel Excellence

ein erster notwendiger Schritt ist, liegen die wirklichen Her-

auf erfahrene Führungskräfte, die

ausforderungen jedoch in der Umsetzung von Plänen und

ihre

Strategien in der Unternehmenspraxis. Neben ideenreichen

fähigkeiten und Erfahrungen in ver-

Beratern werden daher vermehrt Spezialisten gesucht, die

gleichbaren Führungspositionen be-

persönlichen

Management-

auch die Umsetzung im betrieblichen Ablauf realisieren

reits bewiesen haben. Unterstützt

können. Daran knüpfen sich für das Unternehmen gerade bei

durch ein spezialisiertes Berater-

der Einführung neuartiger Prozesse und Strukturen zumeist

team, stellen sie im Projekt sicher,

auch Personalfragen. Oftmals fehlt es an technisch versierten

dass die weit reichenden technisch-

Führungskräften, die diese Aktivitäten dann im Anschluss

organisatorischen Maßnahmen in

effektiv steuern können. Hier liegt die Kompetenz des

den normalen Betriebsablauf inte-

neuen Business-Services Brunel Excellence, der eine Dienst-

griert werden.

leistungslücke im Bereich Management Support schließt.

› 09 Holger Küster und Maciej Mazurowicz (v. l. n. r. ), Leitung Brunel Excellence.

Ein klassisches Projekt für Brunel der Spezialist

BRU037 RZ Magazin_Inhalt 15

15

24.02.2005, 16:57:29 Uhr


im fokus

› 10 Excellence ist beispielsweise der Fall eines führenden Tech-

Suche und Einsatz der entsprechen-

nologieunternehmens, das die Expansion in benachbarte

den Führungskraft, Begleitung der

Geschäftsfelder plante. Durch deren synergetische Verbindung

neuen Führungskraft und der Maß-

mit dem eigenen Kerngeschäft wollte es den Kunden einen

nahmen durch ein kompetentes

erweiterten Nutzen bieten und sich gleichzeitig der hohen

Beratungsteam sowie ein kontinu-

› 10

Wettbewerbsintensität und dem zunehmenden Preisdruck

ierliches Controlling der Projekter-

entziehen. Viele Fragen mussten dabei beantwortet werden:

gebnisse.

Der Hauptstandort von Brunel Excellence in Köln. Seit 2004 arbeiten die Mitarbeiter in ihrem modernen Innenstadtdomizil.

Werden die Kunden das neue Geschäftsangebot akzeptieren?

„Wenn wir unseren Auftrag ab-

Wie soll der beste Geschäftspartner im neuen Markt identifi-

geschlossen haben, ist das Unter-

ziert werden? Welche Führungskraft ist geeignet, diese für das

nehmen handlungsfähig und kann

Unternehmen neuartigen Aktivitäten zu steuern?

sofort produktiv arbeiten. Das ist

„Wir stellten ein interdisziplinäres Expertenteam zusam-

nach unserer Auffassung schließ-

men. Industrieerfahrene Top-Führungskräfte und Marktspe-

lich die wichtigste Voraussetzung für

zialisten wirkten Hand in Hand mit den Technologieexperten

erfolgreichen Management Support“,

aus dem Brunel-Netzwerk“, so Holger Küster. Dazu wurde ein

beschreibt Maciej Mazurowicz die

individueller Maßnahmenplan entwickelt und umgesetzt.

Zielsetzung von Brunel Excellence.

Brunel GmbH Bereich Excellence Aachener Str. 222 50931 Köln Tel.: 0221 / 29 01 02 - 10 Fax: 0221 / 29 01 02 - 20 excellence@brunel.de www.brunel.de/excellence

Er beinhaltete das Einholen unabhängiger und verlässlicher Marktinformationen, Erstellen eines Scoring-Verfahrens zur Bewertung der relevanten Geschäftspartner, Analyse von Marktinformationen und Erstellung eines Realisierungsplans,

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der Spezialist

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mitarbeiter und karRiere

Fl e xi bi li t ä t a l s L e b e n s m axi m e Dipl.-Ing. Gudrun Fuchs (55) ist heute Brunel-Spezialistin für die Bereiche Industrial Engineering, Betriebs- und Prozessgestaltung. Durch viel Einsatz und den Blick für Chancen eignete sich die Hamburgerin im Laufe der Jahre eine große Fachkompetenz in den unterschiedlichsten Industriebereichen an. Ihr zuletzt realisiertes Projekt: die Werkterminplanung für den A380. TEXT › Dr. Marc Förster

Gudrun Fuchs zeichnete sich bereits in der Schule in den

fen ihr, sich schnell in unterschied-

naturwissenschaftlichen Fächern mit Bestnoten aus. Mit einer

liche Projekte einarbeiten zu können.

Ausbildung als Chemielaborantin in den späten 60er Jahren

INTERESSE UND ENGAGEMENT SIND BASIS FÜR EINE SOLIDE auch in Arbeitsbereiche vorzudringen, die normalerweise vor- KNOW-HOW-ENTWICKLUNG begann ihr Berufsweg. Neugier und gedankliche Flexibilität

verhalfen ihr nach dem Maschinenbau-Studium in Magdeburg

zugsweise von Männern besetzt werden. Auch heute noch schätzt die Spezialistin abwechslungsreiche Projekte mit neuen

Rasch übernahm sie wegen ihrer

Anforderungen und das Arbeiten in interdisziplinären Teams.

fachübergreifenden Herangehensweise

Die erste berufliche Station von Gudrun Fuchs nach dem

und ihres Koordinierungsgeschickes

Ingenieur-Studium führte sie zunächst in den Anlagenbau.

die Verantwortung in zahlreichen

Sie arbeitete für ein angesehenes Ingenieurbüro in Berlin. Die

Vorhaben zum Industrieanlagenbau.

frühzeitige Einbindung in Großprojekte setzte von ihr eine

In Sachen Planung, Realisierung und

hohe Flexibilität und Lernbereitschaft voraus. Ihre fundierte

Inbetriebnahme schlüsselfertiger In-

Ingenieurausbildung und die bis dahin erworbenen Erfah-

dustrieanlagen hat sich Frau Fuchs

rungen als Facharbeiterin in Entwicklung und Produktion hal-

dann in 20 abwechslungsreichen Berufsjahren zur Expertin entwickelt und ihr Industrie-Know-how auf eine solide Basis gestellt, bevor sie

› 11

1991 nach der nächsten beruflichen

Der Airbus A380 ist das zurzeit größte Passagierflugzeug. Mit einem Verbrauch von 2,9 Litern Treibstoff pro Passagier und pro 100 Kilometer überbrückt der RiesenAirbus ohne Zwischenlandung eine Reichweite von 14.800 Kilometern. Auf zwei durchgängigen Decks haben 555 Passagiere Platz. Damit setzt Airbus neue Standards.

Herausforderung griff. Bis zum ersten Kontakt mit dem Ingenieurdienstleister Brunel dauerte es aber noch weitere zehn Jahre. In dieser Zeit arbeitete Gudrun Fuchs zunächst als freiberufliche CAD-Expertin, dann in verschiedenen Projekten im Bereich Facility-

› 11

Management. Schließlich übernahm sie wieder als Fabrikplanerin Projektverantwortung. Dieses Mal in

der Spezialist

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mitarbeiter und karRiere

einem international tätigen Planungsbüro. Hier erwarb sich

mierte in einem interdisziplinären

die engagierte Ingenieurin aufgrund ihrer Erfahrung und Fach-

Projektteam die Materialbereitstel-

kompetenz entsprechende Anerkennung.

lung zur Ausstattungsmontage für den Airbus A320. In ihrem zweiten

HERAUSFORDERNDE INDUSTRIE-PROJEKTE BEI RENOMMIERTEN KUNDEN GABEN DEN AUSSCHLAG

Projekt war sie in einem Ingenieurteam eines Consultingbüros tätig. Im

› 12

Auftrag der Automobilhersteller VW

Dipl.-Ing. Gudrun Fuchs ist 55 Jahre alt und arbeitet seit 2001 bei Brunel. Sie ist Expertin in den Bereichen Industrial Engineering, Betriebsund Prozessgestaltung, Logistik im Fertigungsprozess und Gestaltung von Arbeitsabläufen.

2001 wurde Gudrun Fuchs auf der Hannover Messe das erste

und Porsche leitete sie die Erstbe-

Mal auf Brunel aufmerksam. Mit großem Interesse informierte

musterung von Metallbauteilen der

sich Frau Fuchs über die möglichen Aufgabengebiete, beruf-

Prototypen Sitzschale und Sitzlehne

lichen Perspektiven und attraktiven Sozialleistungen bei Brunel.

bei den jeweiligen Herstellern.

„Die Möglichkeit, an inhaltlich sehr unterschiedlichen Projekten

Von August 2002 bis Januar 2005

arbeiten zu können, überzeugte mich“, so die Ingenieurin. Sie

arbeitete Gudrun Fuchs in der Werks-

bekam somit die Gelegenheit, ihre Fachkenntnisse und ihren

terminplanung des Airbus-Werkes

umfangreichen Erfahrungsschatz in einem anspruchsvollen

in Hamburg. Kern ihrer Arbeit war

Dienstleistungsumfeld unter Beweis zu stellen.

die Terminierung der Bauumfänge

In ihrem ersten Brunel-Projekt arbeitete Gudrun Fuchs

für den Airbus A380 in Hamburg.

bereits für ein international führendes Unternehmen, die

Die Expertin war hier zudem maß-

Airbus Deutschland GmbH in Hamburg. Die Ingenieurin opti-

geblich daran beteiligt, das neue

› 12 18

der Spezialist

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mitarbeiter und karRiere

› 13 Die Endmontage des A380 erfolgt in Toulouse. In Hamburg erhält das Großraumflugzeug die Innenausstattung und die Lackierung. Weitere Arbeiten werden in Wales, Spanien und im französischen St. Nazaire durchgeführt.

› 13 Terminierungsprogramm APC in der Werksterminplanung zu

sich die Beiträge im Sinne des Pro-

implementieren. Seit Februar 2005 setzt Frau Fuchs ihre fach-

jekterfolges wunderbar ineinander“,

lichen und organisatorischen Fähigkeiten als Fertigungspro-

beschreibt Frau Fuchs ihre Erfah-

zessplanerin in der Ausstattungsmontage des A380 ein.

rungen über das Arbeiten in Teams.

ENGAGEMENT UND FLEXIBILITÄT SIND ALTERSUNABHÄNGIG

projekte verlangen stets die Bereit-

Die unterschiedlichen Ingenieurschaft zum Umdenken. Aufgrund Gudrun Fuchs hat nach ihren zahlreichen beruflichen Stationen

ihres beruflichen Werdeganges ist

immer noch Ziele. Ein technisch-organisatorisches Industrie-

Gudrun Fuchs flexibel und auf eine

projekt von der Entwicklung bis zur Realisierung und Inbetrieb-

hohe Lernbereitschaft trainiert. Eigen-

nahme komplett zu begleiten, das ist der Zukunftswunsch der

schaften, die es ihr ermöglicht

Ingenieurin. Diese Projekte sind zumeist mit großem Koordina-

haben, sich auch in den komplexen

tionsaufwand und oftmals mit Beteiligung von Unternehmen

Arbeitsfeldern Fabrikplanung und

aus unterschiedlichen Ländern verbunden.

Prozessgestaltung mit Erfolg zu eta-

„An das Arbeiten in interdisziplinären und internatio-

blieren. Noch heute reizen sie Auf-

nalen Teams bin ich seit Jahren gewöhnt. Für mich besteht

gaben, bei denen man sich schnell in

die Herausforderung darin, mit meiner Erfahrung wichtige

neue Sachverhalte einarbeiten muss,

Impulse für die Qualität der Prozesse einbringen zu können“,

um diese mit Partnern erfolgreich zu

so die Ingenieurin. Gerne arbeitet Gudrun Fuchs mit jungen

realisieren.

wie erfahrenen Kollegen in den Projektteams zusammen. „Ein gesundes Team von jungen ambitionierten Ingenieuren

INFO: Konkurrenzfähiges Wirtschaften setzt in der Industrie einen Wissensoder Technologievorsprung voraus. Unternehmen haben daher einen ständigen Bedarf an ExpertenKnow-how. Wir fokussieren mit unseren Services „specialists“, „projects“ und „management“ auf diesen Know-how-Bedarf und unterstützen Unternehmen bei ihren Ingenieur- und Managementaufgaben. Um einen Einblick in unsere vielseitige und herausfordernde Arbeitswelt zu geben, stellen wir in der Rubrik „Mitarbeiter und Karriere“ regelmäßig ausgewählte Mitarbeiter von Brunel vor. Diese Ausgabe porträtiert die Engineering-Expertin Gudrun Fuchs.

und projekterfahrenen Kollegen ist für mich die Grundlage einer erfolgreichen Projektrealisierung. Wenn sich jeder nach Arbeitsaufgaben und Kompetenzen einbringt, dann fügen

der Spezialist

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SOZIALISTISCHE REPUBLIK VIETNAM Hauptstadt Hanoi: 3,5 Mio Einwohner Die Wirtschaft Vietnams befindet sich in einem Übergangsprozess zu einer Marktwirtschaft. Die Signale für den Wandel wurden auf dem VI. Parteitag von 1986 mit „doi moi“ gesetzt, dem vietnamesischen Glasnost. Die schrittweise Erneuerungspolitik hat bemerkenswerte wirtschaftliche Erfolge erzielt. Rückgrat des Wirtschaftswachstums sind eine kräftige Binnennachfrage, enorme Steigerungen der Exporterlöse und hohe staatliche Investitionen. Investoren aus der Region setzen stark auf den Standort Vietnam. Grund ist die ungebrochen hohe politische und soziale Stabilität. Wichtigster Wirtschaftszweig Vietnams ist dabei immer noch die Landwirtschaft, in der mehr als 60 % der Bevölkerung tätig sind. Das Land zählt zu den weltweit größten Reis- und Kaffeeexporteuren.

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technische projekte

Karamellen für Vietnam Automatisierungsspezialist Dipl.-Ing. Michael Dreyer von Brunel Automation leitete in einer modernen Süßwarenfabrik in Hanoi ein technisches Inbetriebnahmeprojekt – die starke Inlandsnachfrage machte eine Produktionserweiterung erforderlich. TEXT UND FOTOS › Michael Dreyer, Brunel Automation in Hannover

Vietnam hat wirtschaftlich wesentlich mehr

Bonbonrohstoffs erforderlich geworden. Um wei-

zu bieten als seine bekannten Reis-, Kaffee-

terhin einen kontinuierlichen Betrieb aller Kocher

und Bananenplantagen. Während meines Aufent-

des automatisch ablaufenden Kochprozesses zu

haltes habe ich das Land als zukunfts- und indus-

gewährleisten, musste die Hauptsteuerung mit

trieorientierten Standort kennen gelernt. Der

den beiden neuen Kochaggregaten abgestimmt

Übergangsprozess von einer sozialistischen Plan-

werden.

zu einer Marktwirtschaft war allerorts spürbar.

Mein zweiwöchiges Inbetriebnahmevorhaben

Die wachsende Geschäftigkeit schlägt sich er-

als Projektleiter begann am 1. November 2004.

kennbar in der Bauwirtschaft nieder, aber auch

Nach 19 Stunden Reisezeit kam ich morgens

die traditionelle Bekleidungs-, Leder- und Textil-

um sieben Uhr Ortszeit in Hanoi an. Ich war mir

industrie entwickelt sich überdurchschnittlich. Im

sicher, dass die nächsten zwei Wochen infolge

Straßenbild ist für Reisende das steigende Konsumgüterangebot deutlich wahrnehmbar. Neben modernen Einkaufszentren behaupten sich aber

› 14

auch noch traditionelle Krämerläden, die von

Dipl.-Ing. Michael Dreyer vor dem Ho-Chi-MinhMausoleum in Hanoi, Vietnam. Er ist Spezialist für Bedien- und Beobachtungssysteme, Datenbanktechniken und Hochsprachprogrammierung. Seit drei Jahren ist er als Projektleiter bei dem Kompetenz-Center Brunel Automation tätig.

Zigaretten über Gemüse und Bonbons bis hin zu Taschentüchern einfache Güter des täglichen Bedarfs für Einheimische und Touristen anbieten. Die Bonbons haben mich aus beruflichen Gründen am meisten interessiert.

DER ÜBERGANG ZUR MARKTWIRTSCHAFT VERÄNDERT DAS KONSUMENTENVERHALTEN DER VIETNAMESEN Denn meine Aufgabe war es, in einer Fabrik zur Herstellung der Grundmasse für Lutsch- und Kaubonbons die Steuerung der Vakuumkochanlage im Rahmen einer Produktionserweiterung anzupassen. Die Erweiterung war aufgrund der

› 14

großen Inlandsnachfrage des hier hergestellten

der Spezialist

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technische projekte

der Zeitverschiebung, der Steuerungsprogrammierung und der notwendigen Anlauftests für die Inbetriebnahme der Anlage anstrengend sein würden. Dennoch war ich zuversichtlich, da ich die Automatisierungssoftware vor zwei Jahren selbst entwickelt hatte. Auch war mir das Arbeiten in Asien aus längeren Projektaufenthalten in Thailand, Malaysia und Indonesien bereits bestens bekannt.

DIE NACHFRAGE NACH BONBONS ERFORDERT INVESTITIONEN IN DIE PRODUKTIONS K APAZITÄTEN Die Fabrik lag eine halbe Stunde Fahrtzeit vom

› 15

Hotel entfernt. Das geschäftige Treiben, das sich

Zahlreiche Testläufe waren erforderlich, um die vier Vakuumkocher miteinander zu synchronisieren.

mir täglich bot, war jedes Mal ein Erlebnis für

› 16 Vietnam befindet sich im Übergangsprozess von einem ursprünglich armen Agrarland zu einer bedeutenden Wirtschaftskraft im asiatischen Raum.

› 15

sich. Zu hunderten drängelten sich Mopeds und Zweiräder an Ampeln und Kreuzungen. Herzstück der Bonbonfabrikation ist nach dem Erweiterungsbau eine Kochanlage mit vier Vaku-

Dazu benötigte ich Daten: Die Dauer der Koch-

umkochern. Hier sollen mit erhöhtem Durch-

sequenzen, das Abwiegen der einzelnen Roh-

satz die klebrigen Zutaten zu einer Kaumasse

stoffkomponenten und die Zusammenstellung

verarbeitet werden, aus denen später Bonbons

der Rezeptur mussten zeitlich erfasst werden.

entstehen. Um sicherzustellen, dass für einen

Neben den Koch-, Füll- und Mischzeiten wurden

kontinuierlichen Betrieb immer der richtige

für die Steuerungsanpassung aber auch Tempe-

Kocher befüllt wird, musste ich zunächst die Pro-

raturdaten und Drücke benötigt. Beachtet werden

grammierung der Hauptsteuerung modifizieren.

musste zudem, dass sich Koch-, Wiege- und Mischzeiten überschneiden. Die neue Rezeptur wird in einer Wägevorrichtung bereits angesetzt, während der Kochvorgang noch läuft. Bis zu einer bestimmten Temperatur wird die Rezeptur vorab unter Vakuum erhitzt und mit der Grundmasse vermengt. Farbstoffe und Aromen werden bei Bedarf hinzugegeben, bevor der neue Kochprozess beginnt.

MIT DOPPELTEM DURCHSATZ WIRD AN DEN VIER VAKUUMKOCHERN DIE BONBONMASSE IM 30-MINUTEN-RHYTHMUS PRODUZIERT

› 16

Die vorhandene Hauptsteuerung, die die Software zur Steuerung der Vakuumkocher sowie

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technische projekte

die Anforderungsverarbeitung aller Kocher an die Wägevorrichtung enthält, wurde mit einer zusätzlichen Steuerung versehen. Diese steuert die Kochsequenzen der neuen Vakuumkocher und sendet die entsprechenden Zustandsinformationen an die Hauptsteuerung. Damit die Anlage plangemäß die Produktion wieder aufnehmen konnte, war es teilweise erforderlich, bis spät in den Abend Testläufe zu machen, um die an die Steuerung angeschlossenen Sensoren und Stell-Ventile aufeinander abzustimmen. Nach gut zwei Wochen hatte ich die Steuerungen so aufeinander eingerichtet, dass die beiden neuen Vakuumkocher im kontinuierlichen Betrieb mit den anderen Kochern die Grundmasse

BRUNEL AUTOMATION Das Kompetenz-Center Brunel Automation realisiert weltweit Projekte im Bereich der Automatisierungstechnik. Leistungen im Überblick: ■ komplette Projektbetreuung ■ Beratung zur optimalen Automatisierung von Fertigungsprozessen ■ Anlagenvisualisierung und PDM ■ Antriebstechnik von Gleichlauf bis hin zu CNC-Funktionen ■ Elektrokonstruktion mit CAE ■ Erstellung von Software für die Steuertechnik ■ Installation und Inbetriebnahme weltweit ■ Modernisierung von Altanlagen ■ auf Wunsch Komplettlieferung der Automatisierungstechnik

produzieren konnten. Die laufende Produktionssteuerung vor Ort liegt jetzt wieder in der Hand

› 17 Ein Arbeiter erläutert seinen Teamkollegen den Steuerungsmechanismus der automatisch arbeitenden Kochanlage. Von hier aus wird der kontinuierliche Betrieb der verschiedenen Kocher gelenkt.

www.brunel.de/automation

des engagierten vietnamesischen Teams.

› 17 der Spezialist

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technische projekte

die bleifreie zukunft der elektronik Neue Umweltrichtlinien der EU erfordern Umdenken – ab 2006 sind nur noch bleifreie Computer und Elektronikgeräte auf dem Markt erlaubt. Das hat Folgen für Hersteller und Zulieferer. Aber es entstehen auch neue Wettbewerbschancen. TEXT › Ralf Wierse, Brunel Communications in Hildesheim

Konkret handelt es sich um zwei neue EU-Richtlinien, die in

Außerdem müssen elektronische

nationales Recht umgesetzt werden. Dabei dient die Richtlinie

Bauteile auch intern die gefähr-

„Waste Electrical and Electronic Equipment“ (WEEE) der Vermei-

lichen Substanzen nach RoHS ver-

dung von „Elektronikschrott“ und die „Restriction of Hazardous

meiden. Dabei handelt es sich im

Substances“ (RoHS) der Beschränkung bestimmter gefährlicher

Wesentlichen um Blei, aber auch

Substanzen in Elektro- und Elektronikgeräten.

um Halogene (PBB und PBDE). Auch

Die Verwendung dieser Substanzen wird zum Schutze von

Leiterplatten müssen auf Blei und

Umwelt und Gesundheit und zur Erleichterung der Entsorgung

Halogene verzichten. Als Möglich-

eingeschränkt. Bei den als gefährlich eingestuften Substanzen

keiten für Metallisierungen kom-

handelt es sich um Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges

men hier beispielsweise chemisch

Chrom und die als Flammschutzmittel eingesetzten poly-

Nickel/Gold, chemisch Zinn und che-

› 18 Die Elektronikindustrie vor neuen Herausforderungen: In Zukunft müssen traditionelle Komponenten und Fertigungsprozesse neu überdacht werden, um den neuen Umweltrichtlinien der EU zu entsprechen.

bromierten Biphenyle (PBB) und polybromierten Diphenylether (PBDE). Die größte sich daraus ergebende Herausforderung für die Elektronikindustrie ist die Substitution von Blei im Lotmaterial. Typisch für bleifreie Lote ist ein höherer Zinnanteil als bei Zinn-Blei-Loten. Daraus ergibt sich jedoch ein 20 – 40 K höherer Schmelzpunkt. Prozesstemperaturen beim Löten liegen damit bei 240 – 260 ˚C anstatt der bisher üblichen 200 – 240 ˚C. In der Praxis kommen in Zukunft verschiedene Lote zum Einsatz. Dabei handelt es sich um die Kombinationen Zinn-Silber, ZinnWismuth oder Zinn-Kupfer. In der Konsequenz wird der Einsatz von einem Lot für verschiedene Einsatzbereiche, wie im Falle des universellen Zinn-Blei-Lotes, nicht mehr möglich sein. Die bleifreien Lote (RoHS) haben eine weit reichende Auswirkung auf die Herstellungskette. So werden neue Komponenten, neue Lötstraßen und andere Prozesse erforderlich sein. Auch die verwendeten elektronischen Bauteile müssen den höheren Löttemperaturen gewachsen sein, so dass viele der heute eingesetzten Gehäuseformen von Bauteilen nicht mehr

› 18

ohne weiteres verwendbar sein werden.

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› 19 misch Silber in Betracht. Die Basismaterialien von Leiterplatten

Insgesamt wird das Thema „blei-

und die Lötstopplacke könnten auch heute schon frei von den

frei“ von den meisten Elektronik-

verbotenen Halogenen sein. Eine vollständige Vermeidung

produzenten noch als schwierig

von Brom stellt jedoch noch eine Herausforderung dar. Die

und kostenintensiv eingestuft. Teil-

Elektroindustrie ist allerdings nicht gänzlich unvorbereitet. So

weise bauen die Produzenten auch

sind bereits neue Lötstraßen verfügbar, an deren Optimierung

auf

› 19 Je nach Komponenten und Einsatzbereich müssen ab sofort verschiedene Lote eingesetzt werden, die über einen höheren Zinnanteil verfügen.

Ausnahmeregelungen. Dabei

der Temperaturprofile aufgrund der begrenzten Prozessfenster

bietet die Umstellung durchaus die

kontinuierlich gearbeitet wird.

Chance, Wettbewerbsvorteile durch

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technische projekte

Einführung neuer Produkte zu erwirtschaften. Diese Möglich-

dürfen ab dem 1. Juli 2006 die als

keit scheint in der Distribution von Bauteilen erkannt worden

gefährlich eingestuften Substanzen

zu sein. Viele Distributoren rechnen sich Vorteile durch eine

nicht mehr in den Produkten ent-

frühere Verfügbarkeit der „grünen“ Bauteile gegenüber der

halten sein.

Konkurrenz aus.

STOFFVERBOTE AUS § 5 ELEKTROG Die Grenzwerte je homogenen Werkstoff: 0,1 Gewichtsprozent (1.000 ppm) Blei, Quecksilber, sechswertiges Chrom, polybromiertes Biphenyl (PBB), polybromierter Diphenylether (PBDE) 0,01 Gewichtsprozent (100 ppm) Cadmium

Im nichteuropäischen Ausland

Für die Umsetzung der neuen EU-Richtlinien in natio-

gehen die Uhren generell etwas

nales Recht galt die Frist bis zum 13. August 2004. Erst am

langsamer in Bezug auf WEEE/RoHS

1. September 2004 hat das Kabinett der Bundesregierung den

vergleichbare Regelungen, Bestre-

seit Juli 2004 vorliegenden Gesetzesentwurf zur Umsetzung

bungen sind aber sichtbar. Japan

verabschiedet. Der Entwurf trägt den Namen „Elektro- und

hat zwar bereits seit 2001 eine Alt-

Elektronikgerätegesetz“ (ElektroG) und setzt die Richtlinien

geräteverordnung für einige Typen

WEEE und RoHS in deutsches Recht um. Dieser Vorschlag lag

von Elektrogeräten, aber noch keine

bereits im Bundestag und Bundesrat vor, worauf der Bundesrat

Regelung für Gefahrenstoffe in die-

eine Stellungnahme formulierte. Ein zweiter Durchgang im

sen Geräten. Einflüsse auf das eigene

Bundesrat erfolgte am 18. Februar 2005. Die Mehrheit der euro-

Exportgeschäft infolge der neuen

päischen Länder hat die Richtlinien noch nicht in nationales

Regelungen in Europa wurden aber

Recht umgesetzt. Unzweifelhaft ist jedoch zum einen, dass

bereits erkannt. In China wird sich

jeder betroffene Hersteller ab dem 13. August 2005 die Kosten

das Ministry of Information Industry

für die Entsorgung seiner Produkte zu tragen hat. Zum anderen

(MII) voraussichtlich eng an die

ANWENDUNGSBEREICHE DES ELEKTRO- UND ELEKTRONIKGERÄTEGESETZES, § 2 Das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, das der Bundestag am 20. Januar 2005 in zweiter und dritter Beratung beschlossen hat, basiert auf der Richtlinie „Waste Electrical and Electronic Equipment“ (WEEE) und der „Restriction of Hazardous Substances“ (RoHS). Die Termine zu deren Umsetzung sind differenziert nach unterschiedlichen Typen von Elektronikgeräten: So brauchen medizinische Geräte (Typ 8), Überwachungsund Kontrollinstrumente (Typ 9) sowie Militärtechnik die als gefährlich eingestuften Substanzen vorerst nicht vermeiden.

1. Haushaltsgroßgeräte

2. Haushaltskleingeräte

6. Elektrische und elektronische Werkzeuge

7. Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte

mit Ausnahme ortsfester industrieller Großwerkzeuge

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3. Geräte der Informationsund Telekommunikationstechnik

4. Geräte der Unterhaltungselektronik

5. Beleuchtungskörper

8. Medizinische Geräte

9. Überwachungs- und Kontrollinstrumente

10. Automatische Ausgabegeräte

mit Ausnahme implantierter und infektiöser Produkte

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technische projekte

vermeiden. Darunter fallen neben Produkten der Netzinfrastruktur im Telekombereich auch Produkte aus Luftfahrt und Eisenbahn. Termine zur Umsetzung der Richtlinien in diesen Bereichen sind noch nicht genannt. Es ist aber angekündigt,

› 20

dass bis 2006 noch präzisierende

Wie viel darf es sein? Bei der Definition der Grenzwerte besteht noch Uneinigkeit im Bundesrat. Von den Neuregelungen betroffen ist u. a. die hochgiftige Substanz Quecksilber, die hier im Bild zu sehen ist.

Durchführungsbestimmungen folgen werden. Außerdem ist davon aus-

› 20

zugehen, dass die Herstellungskette für Elektronikgeräte, bestehend aus Bauteilen, Leiterplatten und Lötstraßen, nicht mehr sehr lange für bleihaltige Verarbeitung verfügbar

europäischen Richtlinien anlehnen. In den USA hält man eine Verbannung von Gefahrenstoffen aus Elektrogeräten offenbar

sein wird. Während

an

der

Umsetzung

nicht für notwendig. Altgeräteverordnungen gibt es teilweise,

der neuen Regelungen WEEE und

wobei diese landesweit unterschiedlich geregelt sind.

RoHS in den Ländern der EU noch gearbeitet wird, einigte sich der

DEUTSCHLAND UND DIE EU FEILEN NOCH AN STRITTIGEN DETAILS

Brüsseler EU-Ministerrat bereits auf eine neue Rahmenrichtlinie. Die so genannte EuP-Direktive (EuP: Energy

Auch in Europa gibt es noch einiges zu tun. Speziell in Deutsch-

Using Products) ist eine Regelung

land hat der Bundesrat in seiner Stellungnahme zum ersten

zur umweltfreundlichen Entwick-

Entwurf des ElektroG Schwachpunkte aufgeführt. Wie zum

lung energiesparender Geräte. Da

Beispiel beim § 5 des ElektroG, hier werden Grenzwerte für die

das umweltgerechte Verhalten von

als gefährlich eingestuften Substanzen festgelegt. So werden

Elektrogeräten schon maßgeblich

beispielsweise für Blei 0,1 Gewichtsprozent je homogenen

während

Werkstoff gefordert. Der Bundesrat bemängelt an dieser Stelle

beeinflusst wird, stellt die EuP-

zu Recht, dass die Bezugsgröße homogener Werkstoff nicht

Direktive Anforderungen an den

ausreichend spezifiziert ist. Des Weiteren werden die Testver-

Development Life Cycle. Im Zuge der

fahren zur Bestimmung der Gewichtsanteile noch diskutiert.

Einführung der REACH-Verordnung

der

Entwicklungsphase

Die EU definiert homogenes Material als mechanisch nicht

(REACH:

weiter zerlegbar, was eine Herausforderung für die Testver-

and Authorisation of Chemicals) [6]

fahren wäre. Unstrittig schienen jedoch die Strafen zu sein; so

wird die Elektronikindustrie auch

definiert das ElektroG Strafen bis zu 50.000 Euro.

beeinflusst, da hiermit im Wesent-

Registration,

Evaluation

Vom ElektroG bzw. durch die WEEE/RoHS werden Elektro-

lichen die Beweislast eines Nach-

und Elektronikgeräte für die Einhaltung der Richtlinien in

weises von Chemikalien in Produk-

Typen und Arten unterteilt, wobei einige bereits wieder ausge-

ten von Regulierungsbehörden zu

nommen wurden. Medizinische Geräte (Typ 8), Überwachungs-

den Herstellern verschoben wird.

und Kontrollinstrumente (Typ 9) sowie Militärelektronik brauchen vorerst nicht die als gefährlich eingestuften Substanzen

www.brunel.de/communications

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MAURICE Koechlin – Der Erfinder des Eiffelturms Das Wahrzeichen von Paris – der Eiffelturm – ist zwar nach seinem Projektanten Gustave Eiffel benannt, seine statisch-konstruktive Konzeption und Form geht aber auf den verantwortlichen Entwicklungsleiter Maurice Koechlin zurück. TEXT › Dr. Martin Trautz

Koechlin war ein vorzüglich ausgebildeter Ingeni-

zierten Integralen basiert die graphische Statik

eur von herausragender Genialität, der die besten

auf einfachen geometrischen Prinzipien, die auch

Voraussetzungen mitbrachte, genau solche tech-

auf die Berechnung komplexer Tragstrukturen

nisch innovativen Konzepte zu entwickeln, für die

anwendbar sind.

Eiffel und seine Firma berühmt waren.

In ähnlicher Weise vermittelte Culmann seinen

Maurice Koechlin wurde am 8. März 1856 im

Schülern die damals modernen Optimierungsver-

Elsass als Spross einer rührigen Bürger- und In-

fahren, die er seinerseits bei Friedrich August von

dustriellenfamilie geboren. Der Urgroßvater war

Pauli (1802 – 1884), seinem Lehrer, kennen gelernt

Arzt und Politiker, der Onkel André Koechlin grün-

hatte und mit denen statisch ideale Brücken-

dete in Mühlhausen eine Gießerei und Maschinen-

träger konstruiert werden konnten.

fabrik, in der seit 1839 Dampflokomotiven gebaut wurden, und sein Vater Jean Frédérique war

BÜRO EIFFEL

Eigentümer einer Spinnerei. So lernte Maurice schon früh das Aufgabenspektrum der sich ent-

Maurice Koechlin begann 1877 als Ingenieur

wickelnden Industriegesellschaft kennen, aus

bei der Eisenbahngesellschaft »Chemin de Fer

dem er sich den Ingenieurberuf auswählte.

de l’Est« und wechselte im Oktober 1879 zum Büro von Gustave Eiffel (1832 – 1923). Koechlin

CARL CULMANN

sollte dort den leitenden Ingenieur Théophile Seyrig (1843 – 1923) ersetzen, der die Bogenbrücke

EIN ALLROUNDTALENT Maurice Koechlin wurde am 8. März 1856 in Bühl (Elsass) geboren. Er studierte Zivilingenieurwesen an der Technischen Hochschule Zürich und schloss als Jahrgangsbester ab. 1977 startete er seine Berufslaufbahn bei einer Eisenbahngesellschaft und wechselte 1879 zu Gustave Eiffels Büro, dessen Leitung er 1940 übernahm. Er starb 1946 im Alter von 90 Jahren.

Nach dem Besuch des Lyceums schrieb sich

»Maria Pia« über den Douro bei Porto (Portugal)

Maurice an der Technischen Hochschule Zürich

entwickelt und konstruiert hatte. Ihre Bauweise

ein und studierte Zivilingenieurwesen. Er wurde

erwies sich als besonders wirtschaftlich und

Schüler von Carl Culmann (1821 – 1881), durch

brachte Eiffels Firma die erste internationale

› 21

den er als Ingenieur entscheidend geprägt wer-

Anerkennung ein.

Der für die 1889 in Paris stattfindende Weltausstellung entworfene Eiffelturm in der Bauphase.

den sollte. Culmann war der Begründer der

Der Folgeauftrag nach der Douro-Brücke, der

graphischen Statik, einer neuartigen Methode

Garabit-Viadukt in der Auvergne, war Koechlins

zur statischen Berechnung von Balkenträgern

erstes Projekt im Büro Eiffel, der gleich auch seine

und Fachwerken, die auf der zeichnerischen

besondere Handschrift tragen sollte: Anders als

Darstellung von Kräften als Vektoren und deren

bei der Vorgängerkonstruktion, deren Bogen kreis-

geometrischer Verknüpfung beruht. Gegenüber

segmentförmig war, konstruierte Koechlin den

analytischen Verfahren mit ihren oft kompli-

Bogen des Garabit-Viaduktes nach einer Parabel,

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history

die er als Ergebnis einer Optimierungsaufgabe bezüglich des Bogengewichtes gewonnen hatte.

Auch Maurice Koechlin dachte im Frühjahr 1884 über ein außergewöhnliches Bauwerk für die Weltausstellung nach. Er entwarf einen – wie er

DER 300-METER-TURM

es nannte – »Pylone de 300 m de hauteur«, einen Mast von 300 m Höhe, als Fachwerkkonstruktion

Zur Weltausstellung in Paris 1889 anlässlich

mit einer ausgeprägten, sich nach oben verjün-

des hundertsten Jahrestages der Französischen

genden Silhouette. Wieder hatte er die Form aus

Revolution 1889 wurde in Anlehnung an ähnliche

einer Optimierungsaufgabe abgeleitet, die auf

Projekte in England und Amerika der Bau eines

eine bezüglich der angesetzten Windlasten ideale

sehr hohen Turmes von 300 m Höhe erwogen. Die

Turmform zielte. Der Verlauf der Eckstützen in

Ingenieure Sébillot und Bourdais entwickelten

Koechlins Entwurf entspricht einer »Stützlinie«

› 22

hierzu eine erste Idee zum Bau eines »Tour de

aus Wind- und Vertikalkräften.

Der erste Bauabschnitt des Eiffelturms. Die Konstruktion ist zu diesem Zeitpunkt ungefähr 6 Meter hoch, ca. 1889.

Soleil« (übersetzt: »Sonnenturm«), von dem aus

Eiffel begegnete dem Vorschlag zunächst mit

das nächtliche Paris erleuchtet werden sollte.

Skepsis. Nach einer gestalterischen Überarbei-

Der Entwurf sah einen überdimensionalen Turm

tung durch einen Architekten präsentierte er den

aus Granit in herkömmlicher Mauerwerksbau-

Turm schließlich nicht mehr nur als Ausstellungs-

weise vor, mit riesigen Scheinwerfern in der

bauwerk, sondern pries ihn als unentbehrliches

Turmspitze.

Hilfsmittel für wissenschaftliche Forschungen

› 22 30

der Spezialist

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history

dass ohne Eiffels unternehmerisches Engagement Aufträge von der Qualität eines 300-m-Turmes nie erreichbar gewesen wären. Als introvertierter Charakter legte er keinen Wert auf Selbstdarstellung, weshalb ihn auch Eiffels Profilierungsstreben auf seine Kosten kaum berührte. Dass er dennoch ein souveräner und selbstbewusster Charakter war, spiegelt sich in einer Äußerung wider, die er bei der Fünfzigjahrfeier des Eiffelturms gemacht haben soll: »Le père de la Tour c’est Eiffel – mais l’idée et les calculs, c’est moi.« (Übersetzt: »Der Vater des Turmes ist Eiffel, aber die Idee und die Berechnungen stammen von mir.«)

› 23 auf Gebieten der Meteorologie, der Astronomie und der Aerodynamik an. Koechlins initialer Part hinsichtlich des Konzeptes und der Konstruktion des Turmes wurde von da an nicht mehr erwähnt und sein Name unter die der übrigen Beteiligten eingereiht.

› 23

Da die außergewöhnliche Form des Turmes

Maurice Koechlin, um 1886.

von Anfang an Zielpunkt der Kritiker war und diese dem missliebigen Objekt den Namen »Eiffelturm« zugedacht hatten, wurden Turm und

› 24

Namen immer enger miteinander verknüpft.

Alexandre Gustave Eiffel, 1832 – 1923.

Schließlich wich die Kritik einer allgemeinen Bewunderung, nachdem das Bauwerk rechtzeitig zur Ausstellung fertig gestellt worden war, so dass Eiffel mehr und mehr das Image eines genialen Ingenieurs – auf Kosten seiner Mitarbeiter – erlangte.

KOECHLIN UND EIFFEL Trotz dieser Geschehnisse wird das Verhältnis von Koechlin und Eiffel als ausgesprochen positiv

› 24

geschildert. Koechlin war sich durchaus bewusst,

der Spezialist

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› 25 BRU037 RZ Magazin_Inhalt 32

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ansichtssache

die kraft des neubeginns Hans-Olaf Henkel ist überzeugt, dass sich aus Tiefpunkten neue Kräfte gewinnen lassen und auch Deutschland seine Aufbauenergie dadurch mobilisieren kann. Aus seiner Sicht ist es nun an der Zeit, dass das Land seine Geschichte annimmt und sich auf seine schöpferischen Kräfte besinnt. Frei nach einem chinesischen Sprichwort: „Wenn alle Wege versperrt sind, dann gibt es nur einen Ausweg: den nach oben!“ INTERVIEW › Mathias Voigt, Literaturtest FOTOS › Werner Schuering

Der Spezialist: Herr Henkel, Ihr neues Buch haben

Der Spezialist: Eines Ihrer Markenzeichen ist das

Sie „Die Kraft des Neubeginns“ genannt. Warum

braune Cordjackett. Es hat Ihrem Vater gehört.

glauben Sie, dass wir einen Neubeginn brauchen?

Erklären Sie uns, warum Sie dieses Jackett noch

Und woher nehmen wir die Kraft dazu?

immer tragen. Ist es ein Symbol, und wenn ja, wofür steht es?

Hans-Olaf Henkel: Es gibt kaum noch ein Leistungskriterium, in dem Deutschland im interna-

Hans-Olaf Henkel: Mein Stiefvater hatte es mir

tionalen Vergleich nicht abgerutscht ist – von der

1958 geschenkt. Er selbst ließ es sich 1953 anfer-

Unfähigkeit, Arbeitsplätze zu schaffen, über die

tigen. Ich habe noch viele Fotos von ihm in der

› 25

Rekordneuverschuldung bis hin zu PISA. Wenn

Jacke. Ich trage sie nun schon seit fast 50 Jahren –

das kein Grund ist! Jeder Neubeginn, jeder Anstoß

und das Schöne ist: Sie passt mir immer noch! Wer

entfaltet eine Eigendynamik, die man nutzen

kann das schon von sich sagen?

Hans-Olaf Henkel wurde am 14. März 1940 in Hamburg geboren. Dort absolvierte er eine kaufmännische Lehre und ein Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik. 1962 trat er in die IBM Deutschland ein. Nach Aufenthalten in Deutschland, den USA, Asien und der europäischen Zentrale in Paris wurde er 1987 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der IBM Deutschland und 1993 zum Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika ernannt. Von 1995 bis 2000 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI). Seit Juli 2001 ist Henkel Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

kann. Es ist fünf nach zwölf! Der Spezialist: Bestimmte Ereignisse der bundesDer Spezialist: Ihr neues Buch ist nicht nur Be-

deutschen Nachkriegsgeschichte haben für Sie,

standsaufnahme und Handlungsanleitung für

wie es scheint, bis heute ihren Schrecken nicht ver-

die Zukunft. Sie gehen in die Vergangenheit, bis

loren, Stichwort: Rote Armee Fraktion. Wie haben

zu Ihrer eigenen Kindheit, zurück. Sie wurden

Sie diese Zeit erlebt, und welche Schlüsse ziehen

1940 geboren, Ihr Vater ist an der Front gefallen.

Sie aus ihr für Gegenwart und Zukunft?

Wie hat er, den Sie nie persönlich kennen gelernt haben, Ihr Leben beeinflusst?

Hans-Olaf Henkel: Ich habe das damals zunächst nur aus dem Ausland verfolgt. Aber nachdem

Hans-Olaf Henkel: Ich habe immer an ihn ge-

meine guten Bekannten Alfred Herrhausen und

dacht. Als ich mich nach 60 Jahren über den Brief-

Detlev Karsten Rohwedder ermordet wurden und

wechsel zwischen meinem Vater, der von den

man ein Forschungszentrum der IBM, für die ich

Leiden an der ungarischen Front berichtete, und

damals verantwortlich war, in die Luft sprengte,

meiner Mutter, die über die Hamburger Bomben-

kam die RAF auch an mich physisch näher ran.

nächte schrieb, hermachte, wurde mir deutlich,

Als dann der Berliner Senat mit Steuermitteln

dass Deutsche nicht nur Täter, sondern auch Opfer

in einer Ausstellung den „Mythos RAF“ drohte

des Nationalsozialismus sein konnten.

zu glorifizieren, ist mir die Hutschnur geplatzt. Anscheinend vergisst man gern, dass diese Mör-

der Spezialist

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24.02.2005, 16:59:56 Uhr


ansichtssache

der, übrigens unter Willy Brandt und Helmut

Hans-Olaf Henkel: Er oder sie muss vor allem

Schmidt, vor allem unser Wirtschaftssystem be-

sagen, worauf es ankommt, und nicht immer nur,

seitigen wollten.

was ankommt. Das wäre schon ein großer Fortschritt.

Der Spezialist: Neben vielen negativen Einschätzungen verströmt Ihr Buch auch eine Menge

Der Spezialist: Gibt es für Sie in der heutigen

Optimismus – „Deutschland ist machbar.“ Was

Politik „Lichtgestalten“? Wer ist in der Lage, die

bedeutet das konkret?

Probleme unseres Landes zu lösen?

Hans-Olaf Henkel: Nachdem ich mich nun schon

Hans-Olaf Henkel: Massenhaft, aber nur wenige

seit über zehn Jahren ehrenamtlich für eine wett-

davon fanden den Weg in die Politik. Auch das

bewerbsfähige deutsche Gesellschaft eingesetzt

ist eine Frage unseres undurchlässigen Systems,

habe, fragte ich mich immer öfter, ob ich denn im

in dem die Parteien sich zu Lasten der Bürger die

doppelten Sinne umsonst gearbeitet habe. Jetzt

Macht zu sehr unter den Nagel gerissen haben.

bin ich davon überzeugt, die Ursache und die

BUCH-TIPP DIE KRAFT DES NEUBEGINNS von Hans-Olaf Henkel Verlag: Droemer Seitenzahl: 400 ISBN: 3-426-27349-7 Preis: 22,90 Euro Weil uns die Geschichtsdaten wie 1945, 1989 und 2004 lehren, wie sich aus dem Nullpunkt neue Kräfte gewinnen lassen, ist Hans-Olaf Henkel überzeugt: Deutschland kann eine enorme Aufbauenergie mobilisieren. Voraussetzung ist, dass es seine Geschichte annimmt und sich auf seine schöpferischen Kräfte besinnt. Um diese freizusetzen, müssen wir wieder auf die Erfolgsprinzipien von Verantwortlichkeit, Wettbewerb und Kontrolle vertrauen. Und auf uns selbst.

Lösung für die Reformunfähigkeit Deutschlands

Der Spezialist: Sie beklagen antiamerikanische

gefunden zuhaben: Wir leiden immer noch unter

Tendenzen in der deutschen Gesellschaft. Und Sie

einem politischen Entscheidungssystem, welches

verurteilen die Abkehr von einem Land, das der

uns unter dem Eindruck des Naziterrors 1948 vor

Bundesrepublik Deutschland nach dem Kriegs-

allem Stabilität verordnet hat.

ende Freund und Helfer war. Wie sollte sich die deutsche Regierung oder auch die Öffentlichkeit

PARTEIEN HABEN SICH ZU LASTEN DER BÜRGER DIE MACHT ZU SEHR UNTER DEN NAGEL GERISSEN

Ihrer Meinung nach gegenüber Washington und den Amerikanern verhalten? Hans-Olaf Henkel: Ungefähr so, wie sich die

Jahrzehntelang haben wir von dieser Stabili-

amerikanische Gesellschaft zu uns verhält: nicht

tät auch profitieren können. Aber im Zeitalter

nachtragend, nicht moralisierend. Unvorstellbar

immer schnellerer technischer Entwicklung und

ist für mich die Vorstellung, dass der Präsident der

eines immer größeren Wettbewerbsdrucks durch

Vereinigten Staaten oder der Speaker des Reprä-

die fortschreitende Globalisierung ist aus dem

sentantenhauses sich öffentlich und regelmäßig

Vorteil Stabilität der Nachteil Unbeweglichkeit

abschätzig über Deutschland äußern würden, wie

geworden. Deshalb setze ich mich für eine Reform

Johannes Rau oder Wolfgang Thierse es regelmä-

der Reformfähigkeit ein. Im Detail ist diese in

ßig über die USA getan haben. Die Jammerei über

meinem neuen Buch auch beschrieben.

die angeblich so fürchterlichen „amerikanischen Verhältnisse“ oder die Klage über den „amerika-

Der Spezialist: Sie haben ganz offensichtlich in

nischen Kulturimperialismus“ hing mir jedenfalls

bestimmte politische Entscheidungsträger ein ge-

kreuzweise zum Halse heraus.

ringes bis gar kein Vertrauen. Erwähnt seien hier Gerhard Schröder, den Sie einen Kleinbürger nen-

Der Spezialist: Die wirtschaftlichen Schwierig-

nen, oder Joschka Fischer, der sich in Ihren Augen

keiten Deutschlands führen Sie auf Fehler in der

mit seinem Aktionismus in den 70er Jahren für

Politik zurück. Was müsste sie tun, um den Auf-

immer diskreditiert hat. Wie muss ein Politiker

schwung einzuleiten?

sein, dem Sie Vertrauen und Stimme schenken?

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der Spezialist

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24.02.2005, 17:00:05 Uhr


ansichtssache

Der Spezialist: Sehen Sie Wege, die zu einer gegenseitigen Befruchtung von Wirtschaft und Politik führen können? Hans-Olaf Henkel: Ja, wir müssen das blockierte und teilweise verbonzte Parteiensystem durchlässiger für Quereinsteiger machen. Wie wär’s mit der Direktwahl in politische Ämter, ohne dass man sich in Parteikarrieren nach oben durchboxen muss? Warum gibt es nicht mehr Personen in den Landesregierungen und der Bundesregierung, die von den Parteien unabhängig sind? Der Spezialist: In Ihrem Buch legen Sie nahe, Roman Herzogs berühmte Ruck-Rede sei nicht un-

› 26

wesentlich durch ein Gespräch beeinflusst, das Sie mit ihm kurz zuvor geführt haben. Wie sehen Sie Ihre eigene Rolle? Werden wir Sie bald in der Politik erleben?

Hans-Olaf Henkel: Es gibt kein Allheilmittel, mit

Hans-Olaf Henkel: Das ist ein Missverständnis.

dem ich diese Frage zu beantworten wüsste. Die

Klar, Roman Herzog hat überall zugehört, aber

Lösung ist zu kompliziert. Lassen Sie mich es so

es war genau umgekehrt. Seine Ruck-Rede hat

› 26

ausdrücken: Es gibt viele unterschiedliche Heil-

viele inspiriert, mich ganz besonders. Und ohne

mittel, und wir müssten sie alle anwenden.

diese und andere Reden, ich erinnere nur an die

Hans-Olaf Henkel ist seit Juli 2001 Präsident der Wissensgemeinschaft Leibniz. Dieser Gemeinschaft gehören 80 außeruniversitäre Forschungsinstitute an. Die Institute unterhalten mehrere Forschungsverbünde, die zunehmend Einrichtungen aus verschiedenen Abteilungen einbeziehen und auch Partnern außerhalb der Leibniz-Gemeinschaft offen stehen.

Rede zur Bildungspolitik, hätte es sicher den inDer Spezialist: Gibt es eigentlich aus Ihrer Sicht

zwischen gegründeten „Konvent für Deutschland“

auch unzulässige Einflussnahmen der Wirtschaft

nicht gegeben.

auf die Politik? Der Spezialist: Sie schreiben in Ihrem Buch, als Hans-Olaf Henkel: Ja, das liegt im Wesen des Men-

Manager – Sie waren unter anderem langjähriger

schen. Deshalb brauchen wir Regeln, zum Beispiel

IBM Deutschland-Chef – hätten Sie gelernt, die

solche, die Kartelle oder Monopolabsprachen ver-

Botschaft eines Vortrags in einem Satz zusam-

hindern und gegebenenfalls sanktionieren. Auf-

menzufassen. Können Sie auch die Botschaft Ihres

fällig ist aber, dass die meisten Missstände an

neuen Buches in einem Satz ausdrücken?

der Schnittstelle zwischen privater Wirtschaft und dem Staat zu finden sind. Zudem taucht die

Hans-Olaf Henkel: O Gott, jetzt haben Sie mich

Korruption fast immer zwischen Privatwirtschaft

aber erwischt … Wie wär’s mit dem chinesischen

und Behörde auf, ist aber relativ selten innerhalb

Sprichwort: „Wenn alle Wege versperrt sind, dann

der Privatwirtschaft ein großes Problem. Auch

gibt es nur einen Ausweg: den nach oben!“

hier sieht man: Je entschlossener privatisiert wird, desto seltener gibt es solche Skandale.

der Spezialist

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aus den branchen

aus den branchen AUSGABE 01 || März 2005

top 500

FORSCHER KÜREN DEN SCHNELLSTEN SUPERCOMPUTER Sehr gute Kopfrechner schaffen etwa eine einfache mathematische Operation pro Sekunde, zum Beispiel eine Addition. Sie bräuchten jedoch eine Million Jahre für die Rechenleistung, die ein Supercomputer in einer Sekunde bewältigt. In der 24. Auflage der Top-500-Liste der weltweit schnellsten Supercomputer führt der von IBM/DOE entwickelte Computer BlueGene/L DD2 BetaSystem (PowerPC 440) mit einer Rechnerleistung von 70.72 TFlops (Standort

› INFO 01

Rochester, USA) das Ranking an. Rang zwei der aktuellen Liste belegt der

Die neue Blue Gene/LMaschine, die gerade am Lawrence Livemore National Laboratory entsteht, wird nach ihrer Vollendung sechs Mal schneller sein, nur den fünfzehnten Teil an Strom pro Rechenvorgang verbrauchen und lediglich ein Zehntel an Platz beanspruchen.

von SGI hergestellte SGI Altix (Voltaire Infiniband), der in Mountain View, USA, bei der NASA/Ames Research Center/NAS steht und eine Leistung von 51.87 TFlops aufweist. Als dritter im Bunde ist der Earth-Simulator mit einer Leistung von 35.86 TFlops zu nennen. Er verrichtet seine Dienste in Yokohama, Japan, im „The Earth Simulator Center“. Hersteller ist die Firma NEC. Platz vier wird von dem eServer BladeCenter JS20 (PowerPC970) Myrinet, dessen Hersteller IBM ist, eingenommen. Der Rechner leistet 20.53 TFlops und steht im „Barcelona Supercomputer Center“ in Barcelona, Spanien. Auch der fünftplazierte Intel Itanium2 Tiger4, erstellt von der California Digital Corporation, bringt es auf die beeindruckende Leistung von 19.94 TFlops. Er steht in dem Lawrence Livermore National Laboratory in Livermore, USA.

forschung

ALLE MENSCHEN AUF EINER POSTK ARTE Das Wesen der Datenspeicherung besteht darin, bestimmte Eigenschaften von Materie dauerhaft zu verändern. Was bei CDs und DVDs kleine Vertiefungen und Laserlicht leisten, erledigen bei Festplatten magnetische Bezirke, die der Schreib/Lese-Kopf erzeugt, liest oder löscht. Die Speicherdichte ist prinzipiell limitiert. Bei optischen Speichern durch die Wellenlänge des Instruments Licht und bei Festplatten durch eine minimale Partikelgröße der magnetischen Materie. Wird sie unterschritten, gehen Magnetisierung

› INFO 02 STM-Bild einer 30 nm dicken diamantähnlichen Kohlenstoffschicht nach der Modifikation von 9.713 einzelnen Punkten. Die Farbkodierung enthält die Höheninformation.

wie Daten durch die Bewegungen der Atome in kurzer Zeit zugrunde. Forscher des Fraunhofer-Institutes für Werkstoff- und Strahltechnik IWS und des Leibniz-Institutes für Festkörper- und Werkstoffforschung IFW in Dresden verwenden als Materie diamantähnliche Kohlenstoffschichten und als Instrument feinste metallische Spitzen aus der Rastertunnel-Mikroskopie (STM). Daraus austretende Elektronenströme werden genutzt, um Kanäle aus Graphit zu erzeugen. Die bis zu zehn Nanometer kleinen Bereiche sind leitfähiger und erheben sich zudem auch aus der glatten Schicht. Beide Effekte

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der Spezialist

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24.02.2005, 17:00:36 Uhr


aus den branchen

werden zur Informationsspeicherung genutzt. Die STM-Nadel dient als kombiniertes Schreib- und Leseinstrument. Hohe mechanische, thermische und chemische Stabilität des Kohlenstoffs garantieren, dass gespeicherte Daten lange erhalten bleiben. Neben digitalen Daten wird untersucht, wie sich analoge Bilder ein- und auslesen lassen. Als Beispiel wurde ein Porträtfoto mit nur 1,2 Mikrometern Kantenlänge generiert. Rein rechnerisch fänden 6,2 Milliarden solcher Passbilder – also der gesamten Menschheit – auf der Fläche einer Postkarte Platz. Dies entspricht einer Speicherdichte von mehr als 5.000 Gigabit pro Quadratzoll. Die derzeit besten magnetischen Festplatten erreichen zwei, kommerziell erhältliche lediglich ein Prozent dieses Werts.

technik

WENN SIE ZÜNDET, IST DIE HÖLLE LOS Düsentriebwerk, Ionenantrieb, Ottomotor: Erst die Zündkerze bringt alles zum Laufen. Ihr Hochspannungsfunken erzeugt im Stakkato jenen »Urknall«, der Triebwerke zum Laufen bringt. Ein Geistesblitz des Bosch-Entwicklungschefs Gottlob Honold vor über 100 Jahren haucht noch heute unseren Automotoren und Jet-Triebwerken Leben ein: die Zündkerze. Der jährlich weltweit 15 Milliarden Mal produzierte »Pfennigartikel« aus weißem Porzellan und glänzenden Metallen sorgt für den zündenden

› INFO 03 Die zündende Idee des Entwicklungsleiters Gottlob Honold: Mit der Patentierung der Zündkerze und des Hochspannungsmagnetzünders im Jahre 1902 wurde das Unternehmen Bosch zum ersten Anbieter eines alltagstauglichen Zündsystems für Fahrzeugmotoren.

Funken, der die Motoren auf Touren bringt. In einem winzigen Zeitfenster von wenigen Millisekunden produziert die Kerze einen ein Millimeter langen und bis zu 30.000 °C heißen Flammbogen: Dieser erzeugt einen Plasmakanal, der das Benzin entzündet. Vier, sechs oder mehr Kerzen stecken in einem Motor. Genau genommen produziert jede Kerze zwischen der mit Porzellan isolierten Kathode und der Anode einen Funken – je nach Motortyp 500 bis 4.000 Mal pro Minute. Bei den mit bis zu 20.000 Touren drehenden Formel-1-Triebwerken sogar 5.000 Mal. Addiert man die Flammbogen, die jede Minute in allen zehn Zylindern solcher Hochleistungsmotoren überspringen, kommt man auf zehn Meter. Auf einen kompletten Grand Prix umgelegt: 1.000 Meter. Für eine »normale« Kerze im Ottomotor eines PKW summiert sich bei 60.000 Kilometer Laufleistung die Blitzlänge auf 100 Kilometer. In den vergangenen hundert Jahren wurde die Zündtechnologie immer raffinierter und entwickelt sich auch heute ständig weiter.

der Spezialist

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panorama

p a n o r a m a Inspirationen

und Ideen

AUSGABE 01 || März 2005

WISSENSCHAFT

Gero von Randow JETZT KOMMT DIE WISSENSCHAFT Was kann Wissenschaft und was nicht? Wie nahe liegt die Erfindung am Zufall? Hat die Wissenschaft Humor? „Jetzt kommt die Wissenschaft“ enthält 40 Themen aus der Welt der Biologie, Medizin, Mathematik, Physik und

BUCH-TIPP

Technik. Wer die Geschichten liest und betrachtet, wird sich davon über-

JETZT KOMMT DIE WISSENSCHAFT

zeugen: Wissenschaft kann anschaulich sein, überraschend, lebendig und nicht zuletzt sehr, sehr komisch. Das gilt für alle Forschungsgebiete, sogar –

Herausgeber: Gero von Randow Verlag: FAZ ISBN: 3-89981-0112 Preis: 34,00 Euro

und gerade – für die Mathematik. Das Buch wurde von 30 Bildagenturen und Fotografen aufwendig illustriert, von F.A.Z-Autoren und freien Wissenschaftspublizisten amüsant geschrieben. Der Autor Gero von Randow, wurde 1953 in Hamburg geboren. Nach dem Jurastudium arbeitete er als freier Wissenschaftsjournalist und trat dann in das Wissenschaftsressort der ZEIT ein. Er schrieb mehrere populärwissenschaftliche Bücher, u. a. über Mathematik und Robotik, und zum Schluss eines mit dem Titel „Genießen“. Von Randow baute als Ressortleiter Wissenschaft die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung mit auf. Im Herbst 2003 kehrte er ins politische Ressort der ZEIT zurück.

FORTSCHRITT

Jacques Neirynck

DER GÖTTLICHE INGENIEUR Wie vollzieht sich technischer Fortschritt? Woher kommt er? Wohin führt er? Warum taucht er an gewissen Orten und zu gewissen Zeiten geradezu zwangsläufig auf? Um diese Fragen zu beantworten, untersucht der Autor

BUCH-TIPP DER GÖTTLICHE INGENIEUR Autor: Jacques Neirynck Herausgeber: Holger M. Hinkel Verlag: Expert ISBN: 3-8169-2238-4 Preis: 39,00 Euro

die Geschichte der Technik – mit ihren Erfolgen und Misserfolgen – im Zusammenhang mit der Evolution des Menschen. Der Leser wird so an das Thema herangeführt, dass sich das Fazit geradezu aufdrängt: Technischer Fortschritt resultiert aus einer immer wiederkehrenden Herausforderung, die auf einem fundamentalen physikalischen Prinzip beruht. Bei der analytischen Auseinandersetzung mit dem Thema wird der Charakter der Technik beschrieben. Zudem eröffnet der Autor seinen Lesern, dass die Menschheit einer technischen Illusion erliegt, und man erfährt, welche Chancen es noch gibt, den technischen Fortschritt zu beeinflussen.

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RESPONSE

IHRE MEINUNG

IST UNS WICHTIG

AUSGABE 01 || März 2005

Nun haben Sie einen ersten Eindruck von unserem neuen Magazin „Der Spezialist“ gewinnen können. Ihre Meinung und Ihre Anregungen sind uns sehr wichtig, damit wir das Magazin in Ihrem Sinne weiterentwickeln können. Wir würden uns freuen, wenn Sie die folgenden kurzen Fragen beantworten und an uns zurückfaxen oder schicken:

DANKESCHÖN Für Ihre Unterstützung verschenken wir an jeden Einsender einen praktischen BrunelSchlüsselanhänger.

Frage 01:

WIE HAT IHNEN „DER SPEZIALIST“ INSGESAMT GEFALLEN?

Schulnoten 1–6

Frage 02:

SAGT IHNEN DIE OPTIK ZU?

Schulnoten 1–6

Frage 03:

HABEN SIE INTERESSANTE ARTIKEL GEFUNDEN? Ja

Nein

Weiß nicht

Frage 04:

WÜRDEN SIE „DER SPEZIALIST“ WIEDER LESEN? Ja

Nein

Weiß nicht

Frage 05:

WELCHE THEMEN VERMISSEN SIE?

Frage 06:

WAS KÖNNEN WIR BESSER MACHEN?

Frage 07:

WIE FINDEN SIE DEN ERSCHEINUNGSTURNUS (3 X IM JAHR)? ausreichend oft

zu selten

zu oft

Weil uns Ihre Meinung wichtig ist, verlosen wir unter den Rücksendungen fünf Exemplare unseres Buchtipps „Jetzt kommt die Wissenschaft“. Einsendeschluss ist der 15. April 2005. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

RÜCK ANTWORT Bitte faxen Sie den ausgefüllten Fragebogen an Fax: 0421 / 1 69 41 - 41 oder senden Sie ihn per Post an: Redaktion „Der Spezialist“ Brunel GmbH World Trade Center Birkenstraße 15 28195 Bremen

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E-Mail

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termine

termine

märz bis mai 2005

AUSGABE 01 || März 2005

Messen und veranstaltungen 10. – 16. März

2005

CEBIT 2005, HANNOVER Die CeBIT bietet das weltgrößte Forum für B2B-Lösungen und bleibt der international bedeutendste Branchentreffpunkt. Die weltweite fortschreitende Annäherung der Märkte IT, TK, Software, Content und Services spiegelt sich auf der CeBIT 2005 wider. www.cebit.de

11. – 15. april

2005

HANNOVER MESSE 2005, HANNOVER Die Hannover Messe ist das jährlich weltweit wichtigste Technologieereignis.

› 10. – 16. märz

Die Deutsche Messe AG hat nach der erfolgreichen Veranstaltung in 2004

Besuchen Sie Brunel bei der CeBIT 2005 auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand in Halle 6, Stand E46.

das Messekonzept weiterentwickelt und ein deutliches Zeichen gesetzt: Der komplette Weltmarkt der Industrieautomation wird sich auch in Zukunft nur am Messestandort Hannover präsentieren. www.hannovermesse.de 9. – 11. Mai

2005

DEUTSCHER INGENIEURTAG, MAGDEBURG Unter dem Motto „Innovationen – Made in Germany“ veranstaltet der VDI in Magdeburg den Deutschen Ingenieurtag, zu dem sich im 2-Jahres-Turnus Spitzenexperten aus zahlreichen Branchen und Technikfeldern Deutschlands treffen. Diskutiert wird die Innovationsfähigkeit des Technikstandorts Deutschland – wo stehen wir heute? www.vdi.de

› 11. – 15. april Auf der Hannover Messe 2005 werden über 6.000 Aussteller aus 60 Ländern technologische Neuentwicklungen für alle Industriebranchen präsentieren.

Meilensteine 28. Februar

1953

James Dewey Watson und Francis Crick enträtseln die Struktur des DNSErbmoleküls (DNS: Desoxyribonukleinsäure).

28. Februar

1930

Vor 75 Jahren wird in New York der Physiker Leon N. Cooper geboren. Für seine Beteiligung an der quantenmechanischen Deutung der Supraleitung – der so genannten BCS-Theorie (BCS: Bardeen-Cooper-Schrieffer) – wird er 1972 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

10. März

1876

Alexander Graham Bell führt das erste erfolgreiche Telefonat: „Mr. Watson, kommen Sie her, ich möchte Sie sehen.“

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24.02.2005, 17:01:25 Uhr


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„UNSER SPEZIALIST“ HANS-GEORG MANSHUSEN Ideen kommen und gehen, entstehen und werden wieder verworfen – nur einige wenige werden irgendwann Wirklichkeit. Tagtäglich zerbrechen sich Spezialisten von Brunel wie Hans-Georg Manshusen, Elektrotechnikingenieur mit Schwerpunkt Energietechnik, den Kopf für unsere Zukunft. Diese Menschen sind es, die das Bekannte hinter sich lassen und Neuland betreten – nicht nur aus Ehrgeiz, sondern weil die Zeit reif dafür ist.

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Das Magazin für Technik und Management

AUSGABE 01 || März 2005

Das Magazin für Technik und Management

die suche nach dem richtigen nachfolger Strategische Nachfolgeplanung als unternehmerischer Erfolgsfaktor

DRUCK VON OBEN EU-Richtlinien setzen die Elektroindustrie unter Druck

das unbekannte genie Maurice Koechlin – der wahre Vater des Eiffelturms

die suche nach dem richtigen nachfolger ÜBERZEUGT?

Strategische Nachfolgeplanung als unternehmerischer Erfolgsfaktor

JA, „Der Spezialist“ hat mich überzeugt! Deshalb möchte ich Ihr Magazin weiterempfehlen. Bitte nehmen Sie die auf der Rückseite aufgeführte Person in Ihren Verteiler auf.

DRUCK VON OBEN EU-Richtlinien setzen die Elektroindustrie unter Druck

LESERSERVICE Ihre Adresse hat sich geändert? Sie interessieren sich für Hintergründe und weitere Informationen zu einzelnen Artikeln des Spezialisten? Oder Sie möchten uns auf ein interessantes Thema für eine der nächsten Ausgaben aufmerksam machen? Dann senden Sie uns bitte eine E-Mail an: leserforum@derspezialist.de

das unbekannte genie Maurice Koechlin – der wahre Vater des Eiffelturms

Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre Anregungen! Ihr Redaktionsteam „Der Spezialist“

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28.02.2005, 16:05:57 Uhr


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AUSGABE 01 || März 2005

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Das Magazin für Technik und Management

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„UNSER SPEZIALIST“ HANS-GEORG MANSHUSEN Ideen kommen und gehen, entstehen und werden wieder verworfen – nur einige wenige werden irgendwann Wirklichkeit. Tagtäglich zerbrechen sich Spezialisten von Brunel wie Hans-Georg Manshusen, Elektrotechnikingenieur mit Schwerpunkt Energietechnik, den Kopf für unsere Zukunft. Diese Menschen sind es, die das Bekannte hinter sich lassen und Neuland betreten – nicht nur aus Ehrgeiz, sondern weil die Zeit reif dafür ist.

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Der Spezialist - Ausgabe 01